Nr. !02. Doimerstag, 6. Mai 1909. ! 28. Jahrgang. DmllacherWZeitung "> t>n!I'!ä!,ris, n »<, ssüi dir ZüstsNunn i»s Ha»« na!,^jäl>r!ss 2 K. - Insertlonogtliühr: sssir llni,!' Iüssralr ? bis z„ 4 Nrilen f>« k, arös,ere per Zeile 18 l,; bei ösierr» Wiederliollmsse» per Zeile »I>. ? l Dir «^nilinliil'» ,'lciNiün^ r,!cl»'iitt lüsslich, uü! Vl»c,!'a>n»r drr Tomi- >»ib ^eil-rlnl!!', Äir Äbminiftrailon befinde! sich Millli«il!stlnf,e Nr, ^0: die Mldaltion Millosi^siraße i>,r, L«, Eprechlumdei, b<-r ^«dalüm, ro« ^ l>ie <« lU,, ^ vi'rniitlllgs, U»fra«liel!. Eenatspräsidenten des Obersten Gerichts- nnd '^nsintion^hofcs Fraliz Z o h a r tar,frci den Orden °" Eiserilen Krolle zweiter Klasse allergnädigst zu l'"leihc!l geruht. »...Den -z. Mai 190!) wurde in der l. l. Hof- und Staats« """" das XXV., XXVI. nnd XXVII. Stück der rnthenischen a sek,. ^^^1. Stück dcr swvenischen Ansgabc des Ncichs- » lryuilMes deg I^hrssansses 1!)0,» ausneqelien nnd versendet, !9l)9^«^ ^^" Ämtsblatte zur «Wiener Zeitung, vom 4. Mai tti» ^) wurde die Weitcrvcrbreitung folgender Preß» 'Mgmssc verboten: A,!) «D^ ^cidenler. vmn I.Mai I!)0i». lw^blatt: «Deutscher Vollörat für Znaim». MchtanrtNcher Gcil'. Die ungarische Krise. U ^lis „Fremdenblatt" erinnert daran, daft die H^'schm KoalitioilSparteien in die gegenseitige tcn v ^"^ eingegangen sind, die Angelegenhei-erlV ^ '"' Paktum ausgezählt siild, geineiusain zu liiils,'^"' ^.^' Koalitionsverpslichtung sei eine Po-^fnin ^^l'inbarnilg. wie jede andere und müsse ^., , U'erden. Teinnach sei die Möglichkeit einer jetzt gar nicht zu erwägen, son-Und ^ ^Nldle sich n,n die Erhallung der Koalition l,^ ^" Klarheit dariiber, ob andere Männer besser, h^ '^. Negruwärligeu Minister, ilnstande sein wür-l'ri," ' Erfüllung des Koalitionsprogramms zu Un?'!^N' Nenil sich einzelne ungarische Politiker öl>ci^ '^^inlc der Unabhängigseilöpariei gebildet .^^ löitne, so miisse klargestellt werden, daft ge- genwärtig die Vildung eines Achtunduicrzigcr Kabinetts gar nicht verhandelt werden kann. Die „Zeit" ist der Ansicht, daft die ungarische Parteienloalition am Ende ihrer Tage angelangt sei. Tie Nuabhängigleitspartei wolle als blanke ausgesprochene Negierungsmehrheii hervortreten und vor allem die Wahlmaschinerie in die Hand be--kommen. Fraglich sei aber, ob die Krone die alten lief eingewurzelten Bedenken gegen die magyarischen ^lchlundvierziger Bestrebungen überwunden habe. Mag übrigens die ungarische >trise welche Lösung immer finden, wir wissen auf alle ^äl!e, daft in Reichssragen, in den militärischen, wie in den Bankangelegenheiten, keine wesentliche Umgestaltung bevorsteht. Die „Österreichische Vollszeitung" meint dagegen, der Monarch werde gegen das Bestreben der >iossuih-Leule, ihre Machj innerhalb des KabinellS weiter auszudehnen, nichls Sonderliches einzuwenden haben. (5r werde aber schwerlich zugeben, daft die Wahlreform nach ihrem ausschlieftlichen (Gutdünken uud nur in ihrem Interesse gemach! werde. Hier liegen allere Verpflichtungen vor, um die auch ein neues Kabiuett nicht herumkommen könnte. In der „Reichspost" führt ein hervorragender ungarischer Politiler auS, es sei unwahr, daft die ungarische Regierung über die jetzige ReichStags-mehrheil verfügte. Wäre dies der ^all gewesen, so hätte sie den übernommenen Patt ehrlich vollziehen können, ^ranz Kossuth nnd sein Gefolge haben nunmehr nur so viel Macht, als ihnen durch die Dynastie verliehen wird. Die Demission des Kabinetts Welerle ist eine Wasfenstreäung der Feinde der Monarchie. Die Ereignisse in dcr Türkei. Man schreibt aus Konstantinopel: Die Besorgnisse vor einer reaktionären Bewegung in den Provinzen erwiesen sich als unbegründet. Der Plan, mazedonische Truppen nach 'Analolicn zu senden, wurde daher aufgegeben nnd es sind nur einige Bataillone des zweiten Korps und einige Artillerie nach Ädana abgegangen, um dort die Ordnung wiederherzustellen. Ein Kriegsgericht wird sich un-verweilt au Ort und Stelle begeben, um die Schuldigen der Bestrafung zuzuführen. In acht bis zehn Tagen wird der Belagerungszustand in Konstan-linopel aufgehoben werden. Der Unteroffizier Hamdi des -4. Talonichier Iägerbataillons, einer der Hauplaustifter der Toldateurevolic sür das Scherial, welcher zum Tode verurteilt wurde, erklärte vor dem Standgerichte, daft er zweimal vom Sultan Abdul Hamid empfangen worden sei. Das Kriegsgericht hat von der Pforte die Zusendung aller türkischen Blätter seit dem 2-4. Juli IW«, dem Tage der Wiedereinführung der Verfassung, verlangt, um jene Artikel zu prüfen, die unter liberaler Maske die Leser irreführte«) uin sie der Reaktion in die Arme zu treiben. Mevlan-Zad<> Rifat Bey, Eigentümer und Ehcfrednlteur des „Serbesti", der seit dein 2-4. v. M. nicht mehr erscheint, wurde mit einem seiner Redakteure verhaftet. Die Sprache des „Serbesti" hat in hohem Grade zur Erregung der Gemüter beigetragen, ebenso die heftigen Artikel, welche der derzeit auf der Flucht befindliche Ehefredatleur de5 „Ikdam", Ali denial, in seinem Blatte veröffentlicht hat. Der Ehefredakieur des „Mizan", Murad Bey, früher kaiserlicher Spczial-kommissär bei der Delle Publiguc oltomane, wurde vor das Kriegsgericht gestellt, desgleichen der Ehef-redakteur des eingegangenen „Vollan", Vahdeti Bey. Die französischen und griechischen Blätter, die aus Haft gegen das Komitee sür Einheit und Fortschritt, angeblich aber aus Liebe für oen Liberalismus, im Sinne der Reaktion schrieben, wurden bisher vom Kriegsgerichte nicht verlangt. Die Nachricht, daft der gewesene Oberlommandant des vierten Armeekorps, Marschall Zeki Pascha, verhaftet worden sei, ist unbegründet. Der Marschall hat keine Feuilleton. Im Netze. Von G. Ucrncr. (Nachdruck mi! Ellnulmis nrstattct,) nuwl'/^" Kollege Habermann kam kürzlich etwas zu crl v '"6 Vure.ni. Anstatt wie sonst nach der Ml ". '«enden Korrespondenz zu greifeu, stützte er, rcP,e Sllulchcu Eisen verbrochen habend" lostet,- l'^ '^ermann schwieg ein Weilchen. Es kr'Nw. >" "fscnbar Überwindung, Farbe zu bc-^drä',> ' " " ""ch d"6 Bedürfnis hatte, seine dur h''''^ 6u Uagen. Dann aber stellte er sich Und b.',/<" '""'"" ich gleichfalls stehend arbeitete, berr ^ ^" Dummheit, die er begangen. wNua ^ '^""ermann war Korrespondent der lttüs ',z2 ")"ber und Schindler, Materialwaren en ^M,ln-< „ ^ ^^ ""b durch einen, langen, blonden Kilten s, :^'"l)net, nnl^uielchen ihn seiile Be-3°wrlnm,.. Ü r !' ^"sür U'ar seine Stirn wegen ^'Ntels,>, ^' l)och, daft sic füglich nicht mehr . E ' ,^'"uut werden konnte. !"' ^ah, s,,"^ ""d lvohnle seit elum eiilcn, hal-^lrn-N^, '.' ^'"! ^"lle, einer Lehrerswitwe in !^" "lutsch !'f' ^"^' lw" ciu hübsches ^imuler ^^'u Wol 1.,. ""'' ""^' "lf"ltliche Gartenanlage, ^"linraum war durch ein Vorzinlnier zu- gäuglich, das auch mit der Wohnuug der Fran Polte lommunizierie. I,n Wohllzininier der Frau Polte pflegte Ha-bermann sein Frühstück einzunehmen. Es loar dort gemütlicher, weil dort schon zeitlich aufgeräumt und eingeheizt war. Man konnte bei dieser Gelegenheit plaudern und sill, kennen lernen, nud das war uicht unangenehm, da Frau Polle eine zwanzigjährige Tochter besaft — eine volle Rose, wie Hnbermann turz uud bezeichnend sagte. Ich kannte Habermann se,t fünf Jahren. Er war kein Weiberschwärmer, geschweige denn Romantiker und Dichter. Damit soll nllerdiugs nicht gesagt seilt, daft er für alles blind war, womit Frauen auf Männer wirken, oder daft er weibliche Schönheit nur dann sah, wenn er auf sie mit den Fingern hingewiesen wurde. Aber es war mir nicht bekannt, daft sich mein Freund mit einem weiblichen Wesen befaftt hätte. Solche Gedanken schienen von ihm weiter entfernt zu sein als die Erde von der Sonne. Darum horchte ich überrascht und gespannt auf, als er sagte: „Ein Mädchen, voll wie eine Rose - und abends macht die Mutter Besuche und läftl sie ganze Stunden ohne Aussicht!" Dabei machte er eine kräftige Gebärde, als wollte er allerlei zudringliche Gedanken erschlagen. Die Gelegeilheit war meinem Freunde zu verlockend. Er beschloft, sich ihr ehestens und vollständig zu entziehen und zu diesem Behufe die Wohnung bei Fran Polke zu verlassen. Aber wie? Sollte er kündigen? Was aber antworten, wenn ihn Frau Polke nach den Gründen fragte? Sollte er sagen, daft die Schuhe nicht nach Gebühr geputzt, Wasserflasche und Lampenzylinder nicht genügend blank, oder gar der Xlnffee nicht süft genug sei? ^> gewesen sein. Der sonderbare ^all, der viel Heilerlett erregte, ereignete sich in Flaas, einem Dorfe der V<'> zirlshanfttmannschafl Nozen. Hier wnrde kürzlich c'M gewisser 5>iarl Lun znm Gemeindevorsteher gewählt, ob» wohl er für diese Würde offenbar gar leinen Ehrgeiz halle. Weilige Tage nach der Wahl traf bei der Vezirks-hanptmannschasl Vozen ein Schreiben ein, worin der neue Bürgermeister iu höchsteigener Person gegen scuu' Wahl Beschwerde erhebt, und zwar mit der 'Begrün» dung, daß ihu die ^laaser Vaueru uur aus „seind' seliger Gesinnung" zum Vorsteher gewählt hätten. Die Feindseligteit glaubt der wider Willen mit dem Ver» tiauen seiner Gemeinde Bedachte darin zu erblicken, daß ihm die Bauern das Amt trotz des Umstandes. an» gehängt haben, daß er weder lesen uoch schreiben kann.
5tieuze hingemall. - lsllidnl Hamid und der Gärtncr.j Noda Noda schreibt der „Krauls. Ztg.": Unter den wenigen P^r->onen, die Abdul Hamids Vertrauen genossen, waren vier Bosnier, die denn auch seine engste Umgebung bildeten: Arif.Uga, einst ein Vaner, später des SnI' tans erster Adjutant- dann Muhamed Bey Testerdaro» vi<- der ältere, Mustafa Bey Kulaglija und Mustafa Namik Vey. Eiuer der ebeu Genannten erzählte nW' einmall „Der Sultan liebt es, ohne Vegleilimss 'N den ^allerdings sorgfältig bewachten) Partanlagen des Seiails zu promenieren und spricht dann oft slnndeN' lang mit irgend einem Gartenarbeiter. Vor einisse>> Wochen traf er einen solchen Arbeiter an einem Vce> beschäftigt. Der Gärtner ließ beim Nahen des Kalis"' sofort den Spaten fallen uud lreuzle die Arme i>b^ der Vrust. Der Sultau wollte ihn anreden, nahte W ihm — der Gärtner schritt in seiner GrnßstellM immer weiter rückwärts und fiel so uuverseheus in l''" Nassin. Der Sultau lachte herzlich und ernannte dcn Mann, zum Entgelt für den Schrecken, den er aus» geständen hatte, auf der Stelle zum Mülasim Ml' nanl). Der Mülasim blieb jedoch auch fernerhin "> seinem Dienstverhältnis und bemühte sich mm, dcw Tullau noch einmal in den Weg zn lausen, um s^' Glück uuch eiumal zu versuchen. Es gelang ihm auch' Der Sultan wollte ihn wiederum anreden — A Mülasim schritt rückwärts und fiel ins Nassin. ^" mertle der Sultan die Absicht, ward verstimmt ">n degradierte den Schlanmeier wieder zum GlN'tcn-arbeit er." - lkraftlcistunqen bei fleischloser Kost.) ^u d"> ^ mannigfach gepflegten Leibesübungen ist in Deutsch"^ in jüngster Zeit eine neue — der sogenannte 'lrm^ gepäcksmarsch — getreten. Die Teilnehmer haben /"' Gepäck eines Soldaten, als Tornister, Gewehr und I Weiler, im Gesamtgewichte von 5)2 Pfund zu trag? ' Nei dem zu Dresden am 18. April dieses Jahres vc^ anstalteten Armeegepäcksinarsch von 32 Kilometer hügeliger Gegend beteiligten sich lliti Mann, g"s;tc> teils Soldaten und Sporlsleute. Davon lamen ^ "' Ziel, darunter als Sieger in der furze» Zc'it ^ 4 Stunden NV2 Minuteu der Vegetarier 's'>""Nt.' konnten aber Nath nicht schlagen. — Dieser^, Am Franzosenstein. Original Roman von Erich Eben st ein. <12, Fortsetzung.) «Nachdrull verboten.) Sabine strich mit unsicheren Fingern über ihr Kleid. „Ich hätte ihn doch nehmen sollen damals nach dem Tode seiner Frau," murmelte sie vor sich hin. Aber da brauste der Alte zornig auf. „Und hättest dich nicht geschämt? Du — eine Herzog aus dem alteu, vornehmen Gcwerksgeschlccht ... so einen! Und wenn er Gold Puddell statt Eiseu, cm gemeiner Bauernlümmel bleibt er doch . . . und ehe ich dich ihm gegeben hätte . . . eher hätte ich dich lieber tot gesehen!" Sabine blickte ihren Vater starr an. „Und was willst du nun tun?" Peter Herzog richtete sich kerzengerade auf. „Die Konkurrenz aufnehmen natürlich! Noch bin ich der alte Herzog und werde wohl dem gewachsen sein?! Geld wird's freilich kosten . . . und Geld . . . aber die Tpartafse wird schon mit sich reden lassen." Er versant wieder in Gedanken und nahm ein Blatt zur Hand, auf das er verschiedene Zahlen geschrieben hatte. Sabine blätterte in den Papieren. Plötzlich griff sie einen vergilbten Zettel heraus und fragte erstaunt: „Was ist denn das hier? Das sieht ja aus wie ein Testament?" Der Alte blickte auf. „Ja, deute nur, das fand ich heute, als ich in alten Urkunden herumstöberte. Und was meinst du, das; es ist?" „Nun?" „Der Entwurf des Testaments, welches unser Ahn Matthäus Herzog kurz vor seinem Tode machte. Was aber das Merkwürdigste daran ist — es ist das einzige Dokument, welches darauf hin- deutet, das; jene alte Sage von dem auf dem Frau-zosenstein vergrabenen Schatz leine bloße Einbildung ist." „Wie . .. . Vater . . . aber du sagtest doch immer, nie und nirgends fände sich etwas darauf Bezügliches in den Familicnpapicren und die ganze Sache sei ein aufgelegter Unsinn." „So dachten wir Herzogs alle bis auf den heutigen Tag. Matthäus Herzog war ohne Testa mcnt Plötzlich gestorben. Er hat mit keiner Silbe davon gesprochen, daß er sein nach allgemeiner Schätzung enormes Vermögen irgendwo verborgen halte oder verbergen wollte. ' Nur der Gotthard Ameisöder, welcher sein Milchbruder und ihm sehr ergeben war, hat angeblich zu seinein Sohne darüber gesprochen. Einige Tage darauf verunglückte er durch einen Stein schlag. Als Matthäus Herzog starb, war kein nennenswertes Bargeld zu finden, und eine Zeitlang glaubte man selbst in der,Familie an die Geschichte vom vergrabenen Schatz. Später geriet die Sache in Vergessenheit. Ich selbst hielt sie immer für dummes Geschwätz — bis heute." Sabine hielt das Blatt an die Augen und bemühte sich, die krausen, verblichenen Schriftzeichcn zu entziffern. Ungeduldig legte sie es dann weg. „Ich kann's nicht lesen — was steht denn eigentlich darin?" Der Alte nahm das Blatt zur Hand. „Es ist, wie gesagt, der Entwurf zu einem Testament, welches später wohl nicht zur Ausführung kam, wenigstens fand man nie ein solches. Matthäus Herzog schildert zuerst kurz die unsichere Lage des Laiides durch dcn Einbruch der Franzosen. Die österreichischen Truppen zogen auf ihrem Wege von Mariazell nach Brück durch das Winklcrtal, überall von den Franzosen bedrängt und angegriffen. Die ganze Gegend war der Schauplatz wilder Gewalttat^ illid wer etwas besaß, der suchte seine H"bc zeilen in Sicherheit zu bringen. Dies umM>al>, meineil Urgroßvater, sich um ein Versteck !^ .'l Bargeld umzusehen, und er beabsichtigte, ^»l auf dem Franzosenstein in der Nähe der al Nuinc oder in dieser selber — er gibt den ^s " ,,r genau an — zu bergen. In dein Entwurf ist . von der Absicht gesprochen ^ ol> er es nachher w> lich tat, weiß ich nicht. Da er aber die Summs ^ l 00.000 Goldgulden nennt und anderer Wett!^ gedenkt — während nach seinem Tode nichts gci, den wurde, ist es wohl mehr als wahrscheinlich das Geld talsächlich verborgen wurde." ^ Sabine war ganz blaß vor Erregung gl> ^ den. „Aber dann . . . dann muß das Geld """)'. vorhanden sein! Vater . . . wenn es jetzt m^u'^ Hände käme . . . jetu, wo dicscr Paur uns ^, Der Alte schüttelte dcn >lopf. „Unsm», ^ bine, gib dich keinen Hirngespinusten l)>n - - '^,f sehr uns ein tüchtiges Stück Geld jetzt uot '" ^^t dcn Schatz zu hoffen, wäre Wahnsinn. F^. V, hl»ß Jahre sind seit scincr Bergung vorüber, ^'"^lch-dic Franzosen, wclche damals wahrlich "!"''' M schnüffcltcn und dcnen wenig entging, ^'"^^^^ gefunden haben, auch ein Nachkomme "'^ ^sutt öder, der ja den Platz kannte und mit semcm darüber sprach . . ." .s, ^incl „Nein, Vater - die nicht! Mtc ^" ^ von denen gefuudeii, sie wären heilte ni") ^„n'U schuldet und'bettelarm. Die i'lincisöderüGn ihn nicht haben." ^ ^,. ruh^ „Und wir ebensowenig. Laß die Sacli . ^r Sabine. Das Dokument hier ist "M/ "sse, ll"d nichts weiter. Es lag in einer alten H"'l ^sM wir sind wohl die ersten Herzogs, die es ö bekamen." ^ Laibacher Zeitung Nr. i02. 909 tt. Mai l909. Marsch machte großes Aussehen und »oard in seinem u'htcil Teile von mehr als 50.l)00 Zusä)aueru verfolgt, darunter dun sehr vielen Offizieren nnd deu, Kriegs-"'Nüster Freiherr,, von Hausen selbst, der den Sol-oaten die Beteiligung nicht nur gestattet, sondern sogar "upwhlen halle. Derselbe befrug den Sieger Nalh am >')U'!e iiber seine Lebeilslveise und sein Befinden. — Die landläufig Meinung, daft ein Mensch, der kein fleisch ^'lnejjt, unterernährt sei, erleidet durch das Ergebnis oicses Wetlmarsches eiueu ueuen Stoß. „ ^ lDynnmitattentai in einer slntomobilfnbrik.) ^)u l. d. Äi. wurde ein furchtbares verbrechen gegen o>c grüße Antomobilfabril von Renault in Nillan» ^l>rt^— dicht „eben dem Bois de Boulogne — der-^,"l. Iil einer öde» Gasse, welche an der Maner des nabrilsgebäudes entlang läuft, »vllrdc gerade an der ^lelle, >rw die 6i oße Dampsmafchinc zur Explosion gebracht worden ware. Mw hat Verdacht gegen' einen entlassenen Arbei» Ii^, fibril, der bei seiner Verabschiedung gesagt ^?en soll: „Heuer werdet ihr an den 1. Mai deuten!" ^ , 'Nenanltsche Anlomubilfabrik beschäftigt 2800 Lokal- und Plouinzial-Nachrichtcn. ^* Philharmonische Gesellschaft. II. sinn ^ anniutige Genius, das heitere, frohmütige, Nie? ^. ^""ü^ Haydns tritt in der liebenswürdigsten siui» '^ ^'^ reizenden Streichquartette, op. 64 in ^«-Ichal's/"- lebenspriihenden ersten nnd letzten Sahe, im ^ Mlcil Mennelt, im herzenslvarmen Adagio, einem H?^ Beethovens, sinnig zutage. Die Herren braclu " ^' ^ ^ " -^ ^ ' -'' Wetta ch und P a u l u s ^3 ?n ' '" zarter, inniger Erfasfuug, liebeus>vi>rdig f>il,n ^ "izvoll zum Vortrage. Sie können seine Ans-lich '"!) ihren besten Leistungen rechnen. In ähn-in" ,""se erfreute die Wiedergabe des Klavierlrios Va»? ' "l'- 6, ^'ssl'n Klavierpart die Pianistin Frau cnu "^^^'"^"sla aus Graz stilvoll spielte. Sie uu>,!' ^ ""^ '"' Vortrage des Themas mit Varia-ll!!ü s " l'^nnli als gediegene Künstlerin. Das Publi. Z,"e die Künstler durch herzlicheil Beifall, slr» i^ "X.Mende, schallhafle Anmut, lvelche die mei» ^i >, < " H^Ydiis charalleristerl, fand in Fran Martha ^N'l!>, ^, ^ "' ^ ' ^ " rd a eine ausgezeichnete Inter-"«'!,' l"'i<.',,'» ,,„d sillnigenAllsdruck zu verleihen. Die ergreifende Seelendichtnng „Das Leben ist ein Tranm", »velche, weit ihrer Zeit vorauseilend, zu jenen Schöpfungen zählt, die ^ranz Schubert fo herrlich fort-bildete, war von so tiefem Eindrucke, daß das Lied über begeisterten Beifall wiederholt werdeil mußte. Das Pn-blit'um erzwang schließlich noch eine Zugabe. Wir leben in einer Zeit, wo das Revolutionäre in der Musil die Oberhand gewonnen hat, der Umsturz aller guten harmonischen Kombinationen im Schwünge ist, wo man nur den einen Wunsch hegt, die sämtlichen Töne der diatonischen Tonleiter möglichst zu gleicher Zeit erklingen zu lassen, wo die einzelnen Atlorde und deren Verbindungen ihren spezifischen Eharaller ganz. lich verloren haben und „Kalophonien" das Werl be» herrschen. Solche Mnsil hat nur für den gebildeten Musiker Zweck, der die interessanten Kombinationen in der Par» tilnr verfolgen kann; was bleibt aber für den Zuhörer, der wirkliche nnd nicht auf rechnerischen, Wege tonftru. ierte Tonverbinduna/n hören will, der nicht in Ent-sagnngspoesie, die w,e ein geistiges Narlolilum die Last des Lebens, die jeder mit sich herumschleppt, noch fühl» barer macht, schwelgt, sondern seinen gesunden Sinn für erhabene, echte Melodik bewahrt hat? Die Philharmonische Gesellschaft hat sich der Über-zeugung, daß Kouzertaufführungen jeder cinseitig.par. leiischen Richtung entsagen und nebst den hervorragend» ften Erscheinungen der Neuzeit die unsterbliche!, Werke der Klassiker liebevoll pflegen müssen, nie verschlossen: Hiefür liefert ihre Geschichte überzeugende Beweise nnd einen neuen, erhebenden, die jüngste Aufführung von Haydns unsterblicher „Schöpfung". Verhältnismäßig fpät scheint die erste Aufführung des volkstümlichsten aller Oratorien seitens der Phil» harmonischen Gesellschaft in Angriff genommen worden zu fein; nachdem Bruchstücke aus ihr und den „Jahres» zeiten" und eine vollständige Ausführung dieses Chor» Werkes am 30. Dezember 1822 vorangegangen waren, erfolgte nämlich erst am 21. März 1823"die erste voll» ständige Anfsührnny der „Schöpfung". Der Bericht hierüber entwirft ein fesselndes und lehrreiches Bild von den Musilverhältnissen der da. maligen Zeit. Der Chronist schreibt unter anderem: „Am 21. März wurde die ,Schöpsnng' von Haydn auf. geführt, uuler einer Teilnahme, die nicht bloß der Phil-harmonischen Gesellschaft, sondern dem ganze», Lande Kraiu Ehre machte. Wie ein Ereignis ging die Nach. richt durchs Laud und die Musiker aus den entferntesten Teilen des Landes lz- V. Neustadt!) zogen znr Metro-pole, um dort in der .Schöpfung' mitzuwirken." Der Ehor war nach dem Urleile der damaligen Presse der» gestalt, daß er nichts mehr zu wünschen übrig I,eß. Außerdem war der Ehor noch verstärkt durch Leute aus der Militärkapelle, welche, ihren Direktor Oberleutnant Eallaus au der Spitze, mitsangen. Der Mädchenchor scheint damals bedeutend in Blüte gestanden zu sein, denn die Schützengesellfchaft gibt ein Gesuch au die Phil» harmonische Gesellschaft ein, wo sie an den Mädchenchor das Anstichen stellt, er möge aus Aulaß eiuer Festlichkeit zu Ehreu des Geburtsfesles Seiner Majestät des Kai» fers ^ranz mitzuwirken die Gefälligteil haben. Vergleicht man die damaligen Begleiterscheinnngen bei Aufführung von Haydns „Schöpfung" mit denen der jüngstei, Zeit, so muß man leider zugestehen, daß uur bassp lm" war aufgestanden nnd ging in der sieh' "Us und nieder. Jetzt blieb sic vor dem Alten eini^'m)"^"'' '"" l''Ult noch etwas ein. Schon stein ^' ^ 'ch n"ch!5 Licht auf dein Franzosen- ' ^enn der alle 1'lmcisöder dort nachsuchte?" "Und wenn? Laß ihn graben!" ^eln"?^ begreife dich nicht! Und wenn er das h^Nndet? Das viele, schöne (Held, das uns gc- "Cr findet's nicht." luiss«,"^l. "Nissen snchen, Vater! Jetzt, wo wir "lN tr'n " ^ Sache wahr ist, dürfen wir keine "Fügung schien . . ." lww ^ Helsog machte eine nngednldige Bewe-hatteVi ..b'sl cü" Närrin, und ich wollte, ich sollte m ^"" """ der Sache erzählt. Wie oder , ? ^"u auf dein riesigen Franzosenstcin 3tui,.,^""u weitläufigen alten Mauerwert der Ü'cdcn !^r"b finden? Nein, nein, last mich zu-^opfe." ^ 1"be wahrlich wichtigere Dinge in, l'rnchtetV^"dk' sich wieder feinen Papieren zu und k'Ne N«il . ^"ch<"' '^'l^r nicht. Sabine stand noch ^ ihren n" Gedanken versunknen, dann fagtc sie Wen ".',""' Adieu und verliest die Halle. Zur M der 5'/""^' '5""s P"ur eine Waldwiefe Arnsick/,-s ' ^" b"' aus man eine Prachtvolle T"l hatte. Auf dem höchsten l" Föbr/n' ^"Miese stand ein alter, verwitteren schö,' ""''' Ul'ler dem Hans als Knabe man-'""llte er d ^U"' ^'spönnen hatte. Auch heute ^c des M l^lch, '""ch"'' blieb aber am Aus-l Der 5psV überrascht und ärgerlich stehen, 'friges N^"" besetzt. Ein schlankes, schwarz-"'uu ng,^'" unt starken, dunklen, ast zu-"n und i^ l'st dort äm Na- ä^chnete. Ihr blasses Gesicht hatte einen ernsten Ausdruck und um den feinen, ticfroten Mund lag ein ärgerlicher Zug. Neben ihr aber und eifrig auf sie einsprechend, lagerte Richard Herzog. Das Mädchen tonnte niemand anders sein als Ina Landi, die neue Lehrerin von Winlel. Was aber tat Richard an ihrer Seite? Sie schien nicht sehr erbaut über feine Anwesenheit, wenigstens sagte sie eben: „Ich must sehr bitten, Herr Herzog, dast Sie sich nicht länger von Ihrem Epaziergang abhalten lassen. Ich bin hieher gegangen, um zu zeichnen und kann nebenbei leine Konversation führen." Richard antwortete: „Aber, gnädiges Fräulein, weshalb immer so schroff— — ? Auch neulich schickten Sie mich fort, obwohl Sie fehen müssen, dast ich Ihre Nähe fuchc!" Die Landi richtete sich stolz auf. „Eben darum. Ich will nicht, dast Sie mich suchen. — Glauben Sie, dies sei eine Ehre für mich? Ich bin arm und die Stellung in Winkel ist meine erste. Sie bedeutet das tägliche Vrot für mich . . . wollen Sie mich zwingen, sie aufzugeben?" „Aber ich begreife wirklich nicht . . . behandle ich Sie nicht mit aller Ehrfurcht wie eine Fürstin? Wünsche ich etwas anderes, als Ihr Freund zu sein?" „Ich brauche keinen Freund," cntgcgncte sie herb. „Meine Freunde sind der Himmel/die Verge, die Wolken, die Vä'ume . . . nach den Menschen frage ich nicht, und es wäre mir lieber, Sie ,bcl)an-delten' mich gar nicht." Hans wollte nicht länger den Lauscher fpielen und entfernte sich rasch. Ein widriges Gefühl stieg in ihn, auf. Dann hörte er wieder die tiefe, metallene Stimme der jungen Lehrerin: „Meine Freunde sind der Himmel, die Verge, die Wolken, die Bäume — nach den Menschen frage ich nicht." Welch felt-fames Empfinden bei einem fo jungen Geschöpf! lSortsehung sulgt.) eine Erscheinung noch an jene verschwundene Epoche mahnte: der ausgezeichnete 12li Mitglieder zählende Ehur mit seinen anmutigen, stimmbegablen Sängerin» nen, der sich mit herzerquickender jugendlicher Begeifte» rung feiner herrlichen Aufgabe widmete. Herrn Musikdirektor Josef ^öhrer, der mit kunstbegeisterter Hingebung und ansopferndem Fleiße das Werl in nngezähllen Proben vorbereitet halte, ist das glänzende ^usammenwiiten von Chor, Solisten nnd Orchester in erster Reihe zu daulen, dem uur Worte der höchsten Anerfennung gebühren und die zu einem seltenen großen Erfolge führten. Herr Mufildireltor Zöhrer wußte jenen lebens» frohen, sinnig-freudigeu ^ug in das Werk zu bringen, welcher der „Schöpfung" den Stempel unvergänglicher Frische und Anmut aufprägt. Welch mächtige Wirkung übte der berühmte Chor: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes", der (5hor mit der herrlichen Fuge: „Voll» endet ist das große Werk" und der glänzende Dankes» Schlnßchor! Die Anmut der lieblichen Geschöpfe, „jedem Ohre klingend, leiner Zunge fremd", mit ihrer heileren An. dacht, dem glücklichen Vewußtseiu himmlischer Güte, aus deren Weisen ein Born ewiger Jugend und Schön, heit sprndell, wnrde durch ^rau Martha Winter» n itz. Dorda sowie die Herren Rudolf von Weis» Ostborn und Hermann Iessen in gewinnender, überzeugender Weise zum Ausdruck gebracht. 'Alle drei Künstler vereinigen mit der hohen In. telligenz gebildeter Sänger echt musikalische Naturen, lünstlerisches, feines Empfinden und eine ansdrucks» volle charakteristische Vortragsart. Jeder der Künstler begeisterte das Publilum durch den Vortrug der in Fleisch und Blut des Volles gedrungenen Arien, mit ihrer holden Natürlichkeit, ihrer unschuldigen Anmut und ihrem Frohsinn, zu herzlicheu Beisallsänßerungen. Besonders entzückte Hrau Winteruitz durch den reizvollen Gesang der Lerche, des Taubenpaares und der Nachtigall. Die Huldigung, die ihr in Gestalt Pracht» voller Blumensträuße gebracht wurde, weckte freudigen Widerhall. Das Zusammensingen der drei Künstler llang wie aus einem Guß und war von bestrickender Tonschönheit. Der reizende Zwiegesang zwischen Edam und Eva mit seinem Liebe atmenden Adagio, seinen jubelvollen Kadenzen wurde von Frau Wintern, tz und Herrn Icssen mit hinreißender, liebenswürdiger Wärme vorgetragen, die allgemein entzückte. Warme Anerlennnng verdient schließlich die schöne Leistuug des Orchesters, das die genialen Tonmalereien ebenso llar wie ansdrucksvoll ausführte. Hiebei sei rühmend der saftigen Geigen, der tüchtigen Holzbläser, namentlich der flöten, Erwähnnng getan, denen im Vorspiele des dritten Teiles eine so wichtige Rolle zu» fällt. Der Übereifer eines Instrumentes im Ehaos, das zn früh einsetzte, ging fasl unbemerlt vorüber. Die Aufführung der „Schöpfung" war ein wert» volles »,ufilalifcl)es Ereiguis nnd ehrte die Philhar» monische Gefellfchaft, ihren Musikdirektor, die aus. übenden Mitglieder sowie die mitwirkenden Künstler. <^tnv,'I in ünri^ul tVlin Nurolt. lx xn u<'-<-nc-<-. Verlag von Jg. v. Kleinmayr slellnng von einheimischen Produkten wird in den be> züglichen Avisos o 1< nachbenannlen Herren als per» sönliche Remuneration für die sorgfältige Bewirt» schaflung des Schulgartens den Teilbetrag von je 50 Kronen verliehen, und zwar: dem Schnlleiter Ferdiuand Invanee in Adelsberg, den Oberlehrern Johann L a ck n e r in O bergras, Anton Pav <"- i <' in Landstraß, Johann Maln ari^- in Heil. Kreuz bei Landstraß, Johann Iezer^ek in Heil. Kreuz bei Neumarkll, August K o r b a r in Presser, Michael Debeljak in St.' Martin bei Littai, Leopold P n n ,', n h in Ober° Loitsch, Wilhelm Gebauer in St. Michael bei Rn» dolfswert, den Schulleiteru Johann 5 e m e r l in Lees nnd Ulrich Kon jar in Möttnig und dem Lehrer Konrad Barle in Mottling. — Welters hat der !. f. LandeSschnlrat von der znin gleichen Zlvecke be» willigten Landessubvention per looö !< nachbenannlen Herren Oberlehrern Teilbeträge von je 100 l( verliehen, uud zwar: Anton Skala in Wippach, Stephan T o m 5 i <"' in Reifnitz, Frailz Rojina ill St. Mar» tin bei Krainburg, Franz Lavti/.ar in St. Martin nnter dem Großkahlenberge, Fortnnal Liliiar in Islak, Andreas ^ e st in Zirlnitz, Josef ^ i r o v ll i k in Obergörjach, Johann Kutuar in Seisenberg, In» lius Slap,^af in Vodiee nnd Michael Kosec in Dragatu^. —r. ^ zuerlanill. —r. — (Vine Hmtcrvcrsammlnng! sindet Sonntag, den 9. d. M., um 3 Uhr nachmittags im Schulhause in Rob bei Großlnschitz statt. Hiebei wird Herr Oberlehrer Likoza r ans Laibach über die fortschrittliche Bienen-znchl vortragen. Ta gerade im verflossenen Winter bei den Bienen ungewöhnliche Erscheinungen zutage traten, wild auf eine zahlreiche Beteiligung gerechnet. — l-Krainischc Weine in Prag.j Tic Ansfiihr unserer Weine, »amenUich der ans dem Wippacher Tale, nach Böhmen und Mähren ist in stetem Steigen begriffen und dürfte sich noch erhöhen, sobald sich alle Weinbauer eine rationelle Kellerwirtschasl werden an» gelegen sein lassen. Die erste Wippacher Weinbau» geuossenschast hat schon in Prag eine Niederlage ihrer Weinsorten errichtet und wird in Kürze dort eine eigene Weinstube in dem berühmten alten Patrizierhause „H v^'v<»r>o er ei»e höchst er> spließliche Tätigteil entfaltete. Später war Oberst Trnssi den» lom!»a»diere»de» Gelleral F,'jM. Varc»n Molliliary »',^<»!!>»! zugeteilt. I» dieser Stellung entwickelte er bei den Wasserversorgnngsarbeite» sin' ^^ obere Greilze, dann bei den E^proprietnrverhandlxn^" siir die Grenzbahn eine fruchttragende Wirlsamteil. INi Jahre 1885, nach 44 Dienstjahren, trat er in de» Ruhe-stcmd, bei welchem Aiilasse ihm vom Kaiser der Ritlel'' stand verliehen wnrde. Vorher war er schon mit dew Riltertreuz des Franz Josefs-Ordens ,lnd dem Orden der Eiserileil Krone dritter Klasse ausgezeichnet w^' dc». Seit dieser Zeit lebt Ivan Ritler von Trnski M Agrai» seine» literarische» Arbeite», die zn dem Vesicn gehören, was die troatische Literatur seit 1835 hervor« brachte. Nebst einigen Werte» hat er noch eine Reche l'.esslicher Übersetzlingen Shatespeares, Goethes, Grill' parzers, Platins nsw. geliefert. Seine Übersetznng vo^ Schillers „Glocke" ist 'wohl eine der gelu»ge»stcn '" der ganzen Weltliteratur. ' Absturz einer Lotomotive.j Aus Eilli, 5. d. M' wird gemeldet: Gestern nachmittags ereignete sich " der Station Tüffer ein schwerer Unfall. Beim "er-schube des Giiterzilges Nr. 946 fuhr die Lofl.'i!wt'vc »lit dein Verschubszuge über den das nördliche Stoct' geleise abschließeilden Kegel hinaus. Die Loloüwtwe sanil de» zivei Waggons stürzten den Damm h>>u^ Ter Heizer wnrde derart zwischen Lolomotive l»n Tender eingekleinult, daß er völlig zerqnelschl >^>^' Er erlag nach tnrzer Zeit seinen Verletzungen. ^ Lotoinutivsührer, »oelcher sich durch Abspringen reM' t'-nnle, erillt erhebliche Verletznngen. Der SchnellM Nr. I halte infolge des Unfalles eine halbstündige ^"'' spätnng. ,. , — <(5ine nnsinnige Wette» toslete dem T'M Adolf Sactmann in Klagenflirt das Leben. Er wettc'N' daß er veranlasseil tonne, daß in der Stadt volle ,v> ' sternis herrsche, nnd »r>ars zli diesem Zwecke einen ^ einem Blnmendraht befestigten Stein über die von de Eletlrizitälswers zlir Stadt siihrende Hochspann»'^' Icilnng. Durch die Aeriihrnng des Drahtes »nt ^',^, inissen Boden wurde» elellrische Fnnlen erzengt. ^ das Beginneil Sactmamis bedelltlich erschei»e» lll'Ijl ' er wollte daher de» Draht von der Leitung wieder N",!^ ziehen, erhielt aber eine» eletlrischen Schlagader >eun, sofortigen Tod verursachte. Eiil Straßeneinränmer, den Vernngliictteli eiitferile» »vollte, wnrde weil ^ geschleuderl, erlitt jedoch leine Verletzungen. ,^. ' lVater und Tochter.j Ein i» der St. Jal»^ Vorstadt wohnhafter Besitzer geriet diesertage >»>> > ner Tochter wegen Geldsachen in einen Streit, d?! »lit endete, daß das Mädchen das HauS verlieft- ^ herbeigerufener Sicherheitswachmann fa>ld tei»e>> * laß einzuschreiten. Als das Mädchen später H"'"/^M iibersiel sie der Vater, warf sie zu Boden »nd ln«" , ihr im Gesichte, sowie an den Armen »nd am -^^ derarlige Verletznnge» bei, daß sie ärztliche > i» Allsprxch »ehme» mußle. , ^ " lRadfalirerplagc.j Gestern iniltags rannle >>' ,^. Hilschergasse ein Malergehüse eiil zweijähriges,-> ,^, chen mil seinem Fahrrade nieder. Tas Kind "''.!.^' Gesichle niehrere Hantabschürsnngen. Der nnvorllN) , Radfahrer un>rde aligezeigt. «, „.„sleqs' " <(5ntwichen> ist der beim Ban des V'NI ^^ Magazins beschäftigte Zwängling Ignaz Furla> Komen in Istrien. ^, v^' - lIm städtischen Tchlachtliauscj »"'^",,, ,»'d Zeit vom 18. bis 25. v. M. 69 Ochsen, >6 "'^^»>. 7 Stiere, Weilers 201 Schweine, 192 Kälber, ' ' '^,^ mel nnd Böcke solvie !35 Kitze geschlachlel. ll ^,,^. »'.'luden i» geschlachtelelli Einstände I Schivem, ., ^^. ber, 3 Hainmel »nd Böcke sowie 2 Kitze nebst < " ' giainm Fleisch eingesührl. s^. dn' <„Dcr tleinc Taschensahrplan"> ^'i ' ..^ bei Somlnersaison »vieder erschieneii. Da die ^») ^,„ jsl, allen ^ügeil mehr oder weniger g"^der< ll,''- ^^'N so dürsle die Anschassnng dieses billigen n»d l .^,^'s Fahrplanes so manchen vor dem V"ipäte," o - ^.^flc belvahren. Besonders den Sonntagsansslngll ,^^f. er sehr nülltollimen sein. Erhältlich in der ^" ^ trasit am Rathausplatze das Stück zn 2", "- >, fiel- " lVcrlorenj lvurden: drei Geldläschche ^..^.„i neren Beträgen, eine goldene Brojche " ^de"" Rubin, eine' silberne Damennhr "nd l'i» ' Tamenring init einen, Herzchen als ^»l)""n >iz^'"' * lwefundenj nn,rde in der Trdinaga^l schirm. ^Laidacher Zcitu».^ i'ir. > 02. 911 s-, ^m 1 lM Theater, Kunst und Literatur. ^ ^-.lSezession.j Tic- 3^'N'iiiiguilq bildoidl'r .^luisllcr ^lerrlüchs Tc^'ssi^n hil'l» jimqsl ihro staliitrilmästi.^ "'liernlvcrsli»!»,!»!!^ al>. Nach (trstlitlüliq drs Vihrc^. '",chtcs durch dc» Präsidcilll'» Maler Äntl.'» Nliwnl IM!^!, die ')i('»>^hlc!, stntt, dic fulqcildl'S ^csliltat l'r. lM'r»^ PnisidclU! Maler ^ranz Hl.il)C!>l'crql'ri A»^-!")»»!>,!>lqlu>dcr! Maler Albi» lH^oi-^icuz, Vildl)mi(r 'U'wli Yanal, Maler ^iichard .^arlsinqer, Maler ^er-^>nm,d ,^,„i^ )l^il,.fl ^s..s Pi,.<'„il i»,d Maler ^uow,^ Wiedeil. ferner Hal die Tezessi^» m die'er ^"laiiiinllüiss die drei russische» Maler V. >tl>s!^djeu, ^enw und N. )1^'ehrich ,z„ ilnrespu!,diere»de» Mi>. lMedern eroaniK. lw.'.i ^"^ -> " >' >^ " n « l< i ^> vn »."j Inhalt des Mai» ., v^van Canl a r- Recht für Nechl. 7.) N » s,n i r^ Das "den. 8.) Vladimir Leoslil,- Sein Wohlqelwren un m ^'"b^'s'l's 0ander. 9.) (5. G o l a r,- Das wral'. m ' ,-p " dl im barski: Die Er^ähllinq deö V'an ^lm. N.) C. (^ o I a r! ,^tlar Mas. ^ ^n de» ilbliche» ^uwritl'n lNnchernenheiten, Theater, U»ter ))ie^nen< mwen ,,ch Neiträqe von Dr. Josef Tumi n ,^ e t, Dr. 2l^ba5nit, Dr. ^r. I le 5 i <' ,,. a. Geschäftszeitung. dn- f.^ ^sfcriauoschreibung.j Die l. l. Slaalsbahn- 'elliun in Villach teilt der .Handels- nnd Gewerbe- ^"nier mit, daß die Herstellung des Unterbaues, der nliiu'ulfvicdiing „nd die ^iefernnq der Grenzsteine ! .'^ Teilstrecke St. MichaeI.Zell>r>esi des ,z>ve>len " ">es von St. Michael nach St. Ve'it a. d. Glan ^.. "^qemeinen öffentlichen OfferUr>este zur Ver^ebnnq ^ "Nnt. Die Verqednnq erfolgt nach Einheitspreisen, ss,'. ^lferte sind bis 21. d. M., 12 Uhr mittags, im der l. l. Slaalsbahndirellion rn l '^' überreichen. Die Eröffnung der Offerte l '"^dafrlbst am gleichen Tage um !i Uhr nachmit. der , "^ ^ ^^'^ Eröffnung der Offerte bei der 5tajsa N<ü> Mm "' '"^' l"s Aanlos 2. — Die näheren Neslim. >,Ü! . ? ^"^ ^u' Einbringung der Offerle, die zn be-Tw "' ^ssertsorulnlare, die Vedingnishefle, die Nn /^"'" sonne die ^»r Osserlstellung erforderlichen l,„ '"")elfe ^ageplan. ^ängenschnilt und Erdverlei-tei,^ '" zeichnerischer Darstellung) liegen bei der Ab-Ei, '^ ^ ^"' ^ ^ Staatsbahndirellion Villach zur ^i n ""l' ^"sschließlich der letztgenannten Plan-1^/M' löilnen sämtliche Offerlbehelfe daselbst lauf. ^"würben werden. Telegramme "^ k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Vureaus. Ungarn. '"schaf< angemeldet, daft die Vudapester Arbei-^blial'/! "^''^ bes 7. d. mehrere Volssversammlungen TiZ ' ^« und fich nach deren Schlnft anf dem Koloman »»d ^ f ^ versaninieln uud von dort mit Lampions d'cs.'/^ ' ä""' Oltogonplatz ziehen »vollen. Der ^wect T^/^ltelzuges sei, vor dein König zn demonstrieren, zur «^ ^^^lhnuptmann hat diese Anmeldung nicht Muli», "''"'^ genommen, und seinen Entschluß damit An-> "' d"ß in dein Dunlel der Nacht weder die hind?"'" l"'' ?iackel,',nges noch die Polizei zn vei-^lls),'!, ">,,tande »uäre, daß sich unter die friedfertigen slur», "'lieslörende Elemente mifcheil nnd Nnhe-lu!,»j ^'- "ernrsachen. T^iir eventuelle Beschädigungen !nm>, '"bstversländlich »oeder die Anmelder der Ver° V^ä !"^ "öd die Arrangeure noch die Polizei die ösfc>, ?"^ung übernehmen. Mit Nmksichl auf die stadtl, /'?' ^'Ueressen der Hauptstadt sei der Ober-Ne!„ 'p'"'"nn gezwungen, die Äe>vil!igung zu verwe,- Eichung. ^Utn ^1?"' '^' Mm- Nodensreditlose zweiter Emission cnif Z:"^' l889. Der Haupttreffer per 60.000 K fiel ?tr. 4"'^ ^'^ Nr. 22, 400 K gewinnt Serie 7557 Stürme in Galizien. ^'Me. ^^ll' '^ Mai. Durch Blitzschläge wurden hier beschädigt. Der Blitz Hnuftlcill .. ' ^erlihardiuersirche in der Nähe des »uiirde l?? ' ""' '"odnrch eine Panis hervorgerufen >lcN" wird' ."/'^""'' s'll' "lier fein Unfall. Ans Vory. Tlurm in ^ ^'"p^'"t, daß der seil gestern wütende pichtet li^"^"-^'"' bedentende Verheerungen an» !^'b dio ^. ^l ^"W>. Mai. Anläßlich der Jahrhundertfeier des heiligen Anselm, des Primas von England, erließ der Papst eine Enzyllila, worin er nach einem Hinweife ans das große Vorbild des .heiligen, seine ^ehre und sein Beispiel anf nnsere ^eit zur Anwendnng bringt. Der Papst erinnert znnächst an die feierlichen 5lundgebun. geu anläßlich seines Priesterinbilänms, an den Eucha» ristenlongreß in London nnd an das ^»«»jährige Inbi» läun! von gourdes und sagt, diese glücklichen Ereignisse gewähren ihm Trvfl in den Bilterniffen, welche die Bosheit der äußeren nnd inneren feinde dein Papsle nnd der Kirche verursachen. Der Papst erwähnt die lran. rige Episode bei einem der jüngsten Unglmlsfälle, als man eine Wallfahrtsaflion des latholischen Klerus vei-lenindeii nnd verhindern wollte. Er erinnert serner an dlN perfiden nnd brutalen Kampf, der in lalholischen Bändern gegen die snndamenlalen siechte der Kirche qe° führ! ivird, indem man die geistige nnd moralische Ent^ mlnng der Massen benutzt, um sie immer mehr von der ^'eligion nnd der Pflicht zu entferne» nnd auf diefe Veife straflos die Kirche niederzudrücken. In dieser Beziehung erinnert der Papst an die feierlichen Worte, die der heilige Anselm an seinen damaligen Mo», aiche» geschrieben halte! „Gott liebt nichts mehr anf dieser Welt als die Freiheit seiner Kirche." Mit dem traurigen Wirle» der äußeren Gegner vereinigl sich jenes der inneren Widersacher, der Modernisten, die sich bemühen, die treuen Seelen zn verführen, indem sie den alten Glanben an die innige Vereinigung mit dem Heiligen Stuhle untergraben. Der Papst spornt deshalb die Bischöse an, mutig gegen diese Übel zn lämvfen, die vollständige Vereinigung der Kalholilen mit dem Heiligen Stuhle tatt'räfligfl zn fördern, der sehr ver° derblichen Tendenz der modernen Gesellschaft Wider, fland zn leisten, der Tendenz, in schädlicher Untätig, lcil inmitten des stärksten Kampfes gegen die Neligio» zn verharren, eine niedrige Neutralität zu beobachten, eine Neutralität, die auf ichwächlichen Ausflüchten nnd Kompromissen znm Schaden der ehrlichen Rechllichtei! basiert ist. Die Vorgänge in der Türkei. .Konstantinopel, 5. Mai. Die türlischen Blätter er. zähle» Wunderdinge über die Geheimnisse nnd die Schätze des Iildiz. So wurde beispielsweise ein Perlen-rosenkranz im Werte von 74.000 Psnnd nnd ein Zu», nier mit Edelsteinen, die aus eine Million Pfund be-wertet werden, vorgefunden, Konstnntinopcl, 5i. Mai. Es verlautet, daß zwischen der Militärgewalt nnd dem jnngtürsischen Ko° lnitee ein K'onflilt ausgebrochen sei. Konstantinopel, 5>. Mai. Das „Amtsblatt" publi-ziert eine Depesche aus Adana des InhalleS, daß oas armenische Kloster Scheilli von Trnppen nnd Nutabeln gegen jeden Angriff bewacht werde, nnd daß in Adana bei der letzten ^enersbrnnsl uur ein Haus nieder, gebrannt ist. fremde Kriegsschisse beteiligten sich im Vilajet Adani an der Hilfsaltion, indem sie wiederholt Flüchtlinge von Mersina nach Alexandrette überführt, Verwundete gepflegt und Nahrungsmittel verteilt haben. Pcrsien. Teheran, 5'. Mai. Heute früh wurde eine vom Schah unterzeichnete Prollamalion veröffentlicht, die besannt gibt, daß der Schah eine Verfassnng bewilligte, da das tonslilnlionelle Regime allein imstande ist, die Ordnung wiederherzustellen. Die Wahlen sollen bis zum W. Juli vollzogen werden, an welchem Tage, wie man erwartet, das Parlament zusammentreten wird. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. ?lm 3. Mai, Mühling, Kfm.. Roßbach, — Kruzic, Kfm., Susal. -Jordan,Kfm,. Dresden. —Samsa, Kfm,. Agram. - Fuchs l. u. l. Oberstleutnant, Stcrmol. — LUcke, l. l Na», meistcr. f, Fran; Pollal, .ttfm.. Saaz. - Kohl, Notar, Hohen-elbe. — MnNy, Goelcn, s. Familie, Fabrikanten, Neumarltl, - Kristl, l. k. Richter, Nann. — Babih, l. n, t. Hauptmann, s. Familie, Loco. — Scheaula, Privat, s, Tochter, Untcrlrain. - Dr. Ritter v. Weiß-Ostborn. l, l. Finanzrat; Baron Ruzic, l. n. l. Hanptnlann; Baron Nosscl, l. u. l. Leutnant, Graz. -Nentschl, Privat, s. Familie! Koväcs, Hocftl, Hollowsly, Grundt-ner, Sponner, Lichtwitz, Strobl, Vicnenfeld, Deutsch. Kftte,. Wien. ^ Kaschenreulher, l, l. Gendarmeriroberstleutnant, s. Familie, Innsbruck. — Baronin Lutacs. Private, s, Familie, Vuda Pest. — Epstciu, Trautsch. Ksite,. Trieft. Verstorbene. Nm 2. Mai, Marianna Boa.ataj, Arbeiterin, 60 I,, Linhartgassc «, Tuberkulose. Am 3. Mai, Magdalma Ianiar, Verkäuferin, 68 I,, Rosengasse 35, ^rt,ori08l-,I«ro8j». Am 4. Mai. Julius Slave, Arbeiter, 82 I., Nadetzll). strahe N, Amentia. — Johann Zaftlotinl, Hafnerssohn, 5 Mon,, Schiehstättssassc 15, cl^troontei'ti» l^cUll. Am 5. Mai. Josef Toinsie. Arbeiter, 61 I,, Radehly. strahe I I, Ulcu» rrliri». — Maria Irrala. Amtsdienersa.attin, 82 I., Sallocherstraße 2, ^paploxia corobri. Im Zivilspitale: Am 2. Mai. Aloisia Tomanzgar, Schneideistochter, 11 Mon., DiphtheritiS. — Jakob Plevnil, Inwohner, 71 I., <'all>ulci3i« uriimriä«. A m 3, M a i. Franz Nosic, Arbeiterssohn. 4 I.. Scarlatina, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 miu. ^ ^ !^ ^^ ______________^____________^2 z,"^^ 7 , ^ ^ivindM " halb bew." ' "' 9U. Ab. 35 0, 9 4, S. schwach Regen_______ '6.1 7 U. F.' 35-2 «8 windstill V » 23 6 Das Tassesmittel der gestrigen Temperatur 115°, Nor» male 12 7°. (ijeftern nachmittags Gl Witter. Wettervoraussage für den 6. Mai: Für Steter« mark, Kärnten und Kram: Meist trübe mit zritweisen Nieder« schlagen, mäkigc Winde, kühl. unbeständiges Wetter; für das Küstenland: Meist trübe mit zritweisrn Niederschlagen, mäßige Winde, mild und unbeständiges Wetter. Teismische Berichte und VeobachtulMn der Laibnchcr Erdbebenwarte ffsni-imdr! dun dl'r Nlni», Sl'nrlaljs <«9?! (Ort: Gebände der t. l. Staats-Obeirenlschille.) Lage: N»rdl.Vreite46"03'; <5stl.Länge von Oreruwich 14° 3l'. Vcbcnberichte:^ Am 2, Mai gegrn 13 Uhr 30 Min. zwei Erdstöße V. und III. Grades in Messina und Reggio di Calabria. Im Laufe desselben Tages noch mehrere schwächere Erschütterungen ebendort, N 0 d en u nru h e: ^* Am 6. Mai: am I ^»Selunden» Pendel und am 7'Selundenpendel »schwach», am 4'Selunden« Pendel «mäßig stark» und »schwach». Abnehmend. * Dir ^ki! brisks» sic!, n»s »iluslfxropaiichs j!ri! »»d !»s>d„, »»„ W!!lss„n<<„ I,i« Mü!s!„ach! 0 M,r I>i«> <<4 ll!,r n^lii,!» ^^ Dir B 0 b r » » » r ü I, l' wiib >>> oisssiiftsü Tllirlrnrad!'!! l>n!sifizisr!: 'AüoMnnr l>il! ^!i 1 MÜlnoller schwllll,', lw» 1 bi« ü Millimrlrr «!ch!»nch», ,w» l! ln« 4 Miuimrlcl» «mäk>n slnil», von 4 die 7 Miilimrlsr» >sr swsl» »,id iil'sr «N Millioirler »a»kei lirdrx'Iich slnvl», ^' »Vlllssi'lilri»!' Vudl-,,!!»!,,!„', l'sd,'»»,'! nlsi^N»''!'» nm!><'!!'»b!- D Lkina v/ßin mit ^!5ßN « ?U 8t2g<8pi-6!8 ulilj lün-enlilplom lu,- ^olöelien ^e^ille. W? A ^ . Ht ?l^ ^R »süi!si>ft ^sitt,>l füi Wf ?8 ^lD^^^^ - - uncl Llutarme H» ^U ^^^^D Vo^uylienor L88l)nm2l)l(. z^ jU ^ «^ i)b^ 6000 »^tlion» Lut»o»,t«n. M I: 1.8^nn^v^l_l>0, l(.u.!c.»of!i6fes^t. Il-,S8te. ^ Phoiographische Apparate für Dilettanten. 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Rente in »ronenw, stfr., per Kasse.....4"/» 9« 4b 3« «5 detto per Ultimo . . . 4"/, 9« 45 96 65 ^st, Investition« Nente, stfr., Nr. per Kasse . . «'/,'/«. 87 - «7 2« l«s,nillt>n>z' »klschllibungtn. Hlisabeth-«ahn l, G,. steuerfr.. zu 10,000 st.....4"/o US'- !!?' ^ranz Ioseph-Vahn /<°/»118 85l12'!,5 Valiz, Karl Lubwlg-Vahn (div. stücke) Kronen . . , 4"/„ 95 85 «k 85, Nudolf-«ah» in Kroneuwähr. steuerfr. (div. St.) . . 4"/. 95 9b 9« 9b ijorarlberger «ahn, stfr., 400 und 2000 Kronen . . 4"/„ 9s- - - zu zt»»t»schnldv«sch«inz-«udwei« 200 fl, i>. W. S. 5V/V« .... «6 - 4s8'-delto Lalzburg-Tlrol 200 fl. ü. W. S. 5"/« , . , .421- 423'bO »remstal «ahn 200 u, 2000 Kr, 4°/,.........193 —19b- ! Gelb' Ware ß»« zwllll zul Zllhluug üb«» »»««int »islnbat>n»Pl!»r fl. S. 5"/<>!i04 - ink'— dstto 400 u. 5000 »r. »v,"/n> l>8'-' HU' Vorarlberger «ahn - Theif,-Reg. Lo,e 4"/„ . . . , 144 25, ,4« 4"/n »»gar. Grundertl.-Oblig. 93 80 8^'8b 4"/„ lroat. u. slav, Grbentl.-Obl. 84'3l> 9b 35 Andere öffentliche Anlehen. Bui», ^andc«-i>lnl. 4"/» 9S z<0 87-30 Anlehen der Stadt Wien . . l0< 40 102 4U dctto «,2, oder G.) 1874 »20 8n,2l 8n deltll (1894).....94 ld 95 >b dtttll (Va«) u. I. 1888 . 96'- 97-— detto lClcllr.) v. I. 190« 95'90 »«'l,^ detto sInv,-Ä.)v,I.1902 l»7'35 97-5Ü Voricl!ll»-«»lehen verlosb. 4«/„ 9»> t,0 !>? 50 Russische Etaatsanl. u. I, 190U f. 100 Kl. P. K. . , 5°/„ N!»'3l,' 99'85 betto per Ultimo . . 5"/„ 993« !»«8>) Vulu, Staats-Hypothekar Änl. 1892......«"/<, ,22 30 123 30 Geld Ware U»l„. Staal« - «oldanlelhe 1907 f. 100 »r. . . 4'/,"/<, «»30 91 I>> Pfandbriefe usw. !ll°oeütr,,al!a. üst. i,5<>I.vl,4"/n 94-^ »b-»5 iUühm, Hupothele»b. uerl. 4"/« 2? 85 »l,-»>5 Zcittral-Bod.-tlrcd-Vl.. üsterr., 45 I, «eil.....4>/,",« 10! b0 102 5!' bctto «:> I. ucrl. , . . 4"/„ 97 - »«>— Kred.-Inst.. üsterr.. f.Verl.-Uül. u. öffcnll. Aid. Kat, ä, 4"<> »5 - 9«-Landesb, d. Kün. Galizie» »»d liodom. 57>/, I. riiclz, 4«/n 84 40 vb'4l> Mähr. Hupothelonb. vorl, 4"/« 9K 50 9? b>'< N.-üsterr, i!a„dcz Hnp.'?l»st.-!''/« 87- 8«- bett» mll. 2"/„Pr. uerl, 3'/,"/° 8»b0 «» k><> detto K,-Schnldsch. verl.I'/,"/« «8b^ 89-5« detto verl......4"/° 96 ?l, »7-75 Osterr.-uua.ar. «aul 50 Jahre verl. 4°/„ ü. W..... 8^ «0 99-sa dctto 4"/« Kr...... 9« 5i> 99 50 Spart,, Erste iisi,,i!,ucl!. 4"' 100-- —- CisenbahN'Prioritäts» Obligationen. bsterr. Nordwestb, 200 sl. S, . 103-25 !04'i5 Slaatibahn 0 ssr..... 3l»0 397-— Tiidbal»! k 3"/„ Ia»,»>r Juli l>00 ssr. lper St.) . . . - >- - - Slidbah» 0. 5"/y ^00 fl. S. °. V, 118 8.<> 119-85 Diverse Lose. yelzin«licht Los«, 8>>/<> «odenlrcdü-^ose Cm. 1880 2?u-«>'> 28525 dctto —-------- .V/„ Tonau-Negül-Luse 100 fl 2«3-— 269»- Serb. Pram..«nl.p.10U ssr.2"/„ 86— !02-. Zlnverzinillch» f«s». Budap.-Basilila (Dmnba») 5> fl. «l'4N 23-40 ttrcdillosc 100 sl...... 477-— 48?'- Clary-Lose 4N fl. KM. . , . 151-- 1«1- Ofener Lose 4<» fl...... 24U-- 25«-- Palffy-Lose 4N fl. NM. . . . Is8-- «08' Noten Kreuz, üst. ef. v. l<> fl, 51-25 55 »5 Noten Kreuz, uuss. Ges. v, 5 sl. 31'- 35'-- Nudolf-i!»sc 10 !l...... «5>- ?l-- Salm Lose 4« sl. KM . . , L48-- 25«--Türl. E..N.-Aul,Präm..Obllg. 400 ssr. per Kosse . . . 187»«« 188V0 detlo per Medio , . . 18?>35 i«8>»5 Oelb Ware Wiener «omm.-Lose v. I. 1874 <99— t<>9 -00 fl, KM, 279» - tnoo-- drtto (lit !l, 200 fl, per Ult, 9!»:j -',0<,3 — i'on«u - Lampsschiffahrls - Ges., 1,. l, l, priv,, 5>00 fl, KM ?«:> 92 <- !i>x «°bc»bacher — 5400'-,Najchau -Odrrberner Eilenbahi, 20,1 sl. N....... N«2— ?«2- «.'e!nb.-Czerl!,.IasIV-Eij>'»l,ahN' Gesellschaft, 200 fl, S , . 555-- 559 — lul,I>, «st., Trie«, 5<>0!l., KM. 438- 441' Östcrr, ^liordwestbah» 2»u fl, S. 464 - 466 - dctto (lit, ll) 200 fl, L, p Ult, 4«i - 4ß5 ^raq Tnxrrliis.'nb, K«»fl.abäst, 22250 2^3 50 3laa!«eise»b, ?00 sl, T. per Ult. 7>050 7,1 s,s» Lübbah» i^on sl, Silber per Ult. 1,2-25 1,32k Züdnurbdeulsche Verbindungsb, 200 fl, KM...... 404 - 4U4'4N Iransport Ges., intern,, A.-V. 200 Kr........ 78 «, — llngar. Westbal,» (Maab-Vraz) 200 fl. E....... 408 - 4!'- Wr. Lolalb.-Mtlen Vef, «0« sl, 180'- 220->- Banlen. Analll-Osterr. «anl, 120 sl. . «08- 304'- Vaulverei», Wiener per Kasse —>- - >— detto per Ultimo bzz,'— h»z - ^odenlr. Anst. üst,. 30« Kr. . 109?'-- 1102-- ^enlr,«°b..Kredbl, öst, LOofl. b«s.- 575--«rcditaustall füi Handel und siewerbe, 320 Kr., per Kasse —> . ->.. detlo per Ultimo 642 75 «4375 Krebllbllul. »ng, alln,., 200 fl, 754-.'>n 75550 Lcpositcubanl, alia., 200 fl. , 45^' . 455'— Eelompte - Gcsellschast, nieder- Usteir., 400 Kr..... 6,!7'— 610- Giro- u. Nassenverein, Wiener, 200 sl........ 4IV>'— 460^0 Hnpochelenuanl, oft. 200ttr. 5"/n »uu-— »93-— Länderbanl. «sterr., 200 fl., per Kasse....... --- --- betto per Ultimo 453 75 454-75 ..Merkur''. Wechselstub.-«ltien- Gesellschaft, 2<»n fl. . . . nc,?-- «n-— Österr.>ungar. Naul «400 Kr. 1?«l)-- 1775»— Uuiouda»' 8«N fl...... b5»'5O ^ b" Unimibanl, bühmischc l0«sl. . 244 5« 2"» ijerfehrKbanl, all« 140 sl., «40'5>n "^'"' )ndnNlll'V»llMt!>«ungln. «aunesellsch,. alla. üst.. 100 sl. >?«' - '«'^ i- ltilenbaliuw. Lell,g..erst«, 1U0sl. 2<»4 " 2^ ,Mbemül,!", Papierf. u. A. «. 100 sl........ 183 >»t"- lileltr. Ges., all«, üstcrr,, 200fl. 38b- »<"'' lkli'llr.Vesellsch., iuler». 200fl, 238-- 23ll^ Äeltr.Gesrllsch, Wr. In Uiq». «27 75 ^3l'^ pillenberner Patr-, IOndh. u Mel.-ssabril 4<>0Kr, . . ,040- l04U- Uicsinncr Vrauerel 100fl, . , 2>8-— 2ü ..Poldl.Hiitte". Tiegelgusistahl- ss.-A.-W. 200 fl..... 460. «i- ^ranerVIseü-^nbnstrie.Velellsch. 20« sl........ 2585'- sl>„ - i^ima-Murauu Salgo-Tarjaner ., ltisenw, 100 fl..... 57<^! ^^ galqi^Tarj. Steinkohle!, 10« fl. 578'- 5 " ..Schlösslmiilil", Pap,cl'I..200sl. 300'- »« -,,Echod»ica", «. W, f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. . . . 440'- "«" „Slevrerumhl",Papiers.u.V.98'»0 Deutsche «anlplähe .... il?0^l«<'2° Italienische ^aulplalze . . . 84'65 »^"" London........ 289 b2' L»»'^ Vari«......... 85 2b ».'" 3l, Petersburg...... 25l 75 lb^A Mrich und «asel..... 9522' «b »l> Valuten. Dulaten........ 11 »» U',V «iO.ssrllnlen.EtNctr..... 19 oll >^., 20-Marl-Stlicke...... 23-45 «»°, De»lsche Ne!ch«banlnote» , , 117'"»' >",^ ^!alie»ischr «anlnole» ... 9» «a »'" Nubcl-Ätoten....... 252 «^. r-,n R.„.«„E.'"p,a„"dJ.e.';«rPH.r,««cn. Q J. O. MtiyCr ¦~Pri£H>^5tMSafM>SJEiU)l Aktien, Losen etc.,_Devlsen und Valuten. -g- Bank. Und Wechslergeschäft "5T unter el«enem Ver«chluB der Part«!. ¦ _____________Loa-Verslcherung.___________________________Lnlbnch, Strltnrgt>HH<».___________**______Verzlnianj voi Birelnlifei In Kuli-Kirreiit tint us flln-Kiiti, J