(PoStnina placana t gotovini.) «rschetnl wöchentlich zweimal: Donnerstag and Sonntag früh. Gchrtftleit»»g itb Vnvaltaig: Qntoram xltca Hl. b. Xtltphe» 91. — Halft» blgatais werd«» ta der Benaaltung qege» V»r«ch«Ulg billigster Gebühre» e»tg«oe»ge»oM»i» »t1 ■ • « 91t111: Mir da» Z»l«d vteNeljährig vi, 10.—, halbjährig vi» 20.—. ga»»jäör>» vu>»o.—. ZL, da« «W»la»d ert>vrecheiu»e Grhlhs-g. — «azelne Asnner, Din —&u Nummn 81 Sonntag den 8. Oktober 1922 4.147.1 Jahrgan», Hugo Stinnro. Im Zagreber Tagblatt vom 4. Okl ober ist ein A rlikel unter der Ausschrist „Hugo StinneS in Jugoslawien" erschienen, dessen au« der Te»denz heraus« geschälter Inhalt «uch unsere Leser zu interessieren geeignet ist. Wir sind natürlich nicht in der Lage, ebensowenig wie das zitierte Blatt selbst, auch nur zu vermuten, inwieweit die Hoffnungen oder bester die Besorgnisse, die an die Kapitalsgroßmacht Hugo StinneS in ihrer Ausstrahlung aus unser eigenes Land in dem erwähnten Artikel a»geknüpst werden, der Wahrheit entsprechen. De«n waS in der Ein» leitung über diesen Mann und die Sagenhastigkeit seines Wirken? in der mitteleuropäischen Wirtschaft gesagt wird, dürste auf se>'n plötzliche« Erscheinen in Jugoslawien noch verstärkt anzuwenden sein. Nämlich daß er der moderne Märchenkönig ist, über den viel Wahres, aber noch »ehr Erdichtete« in die Welt gesetzt wird. Er ist nach den Beschreibungen, die über ihu vorliegen, nicht der Mann und In. dustriekapitän, der sich von sensationslüsternen Zei-tungSlenten in die Karten gucken »der seine Feldzüge verrammeln läßt. Was ist i« den letzten drei Jahren nicht über den Namen Hugo StinneS gesäbelt worden! Ueber die Wieberauferstehung der gefürchtet«, ger. manischen Kraft in anderer Gestalt: statt eined das Siegerschwert schwingenden Hindenburg» mit den schimmernden Armee» hinter sich der schweigsame rheinländische Industrielle, hinter dem tausend FabrikS-fchlote ihre Riesenfinger drohend zum Himmel recken! DaS Zagreber Tagblatt verweist einen großen Teil dessen, waS über ihn erzählt wird, in daS Gebiet de« Fabelhaften: bald kauft er Zeitungen, bei uns, Aeisestizzen. vo» Hot M. Karl«», Tel,». Dritter Teil der Aettumseglung. — Im ferne» Oste». >1. Das Alltagsleben in Japan. ES regn«, e« regnet! Gott segnet Die Erde---- Der ReiS wächst und die Geduld nimmt ab. Die Kleidung der Kinder des Ostens wird immer spärlicher, die Schirme werden gröber und der dicke, schwarzgraue Schlamm der Straße wird zum undurchwatbaren Morast. Selten kann der beschuhte Weibe sein Hau» auf lange Zeit verlassen und der Japaner, der schon die Fußbekleidung de« Westen» angenommen hat — oder Dinge, die wenigsten« an Schuhe erinnern, an de» Füßen trägt — bleibt bei jedem Häuserblock vor der Blechkanne mit dem Schlauch und Putztuch stehen und wäscht seine Gehwerkzeuge, da« heißt er bezieht sie wie «ine« Palmenstamm, reibt mit dem Putzluch darüber und geht weiter. Daheim oder in einem Amt ange-kommen, bleiben die Schuhe doch vor der Treppe oder in der Halle. Die RikSha sind geschlossen, die Holzjalusien der Elektrischen herabgelassen, aber die Opfer, die doch in die überfüllten Wagen wollen, warten geduldig unter ihren flachen Papierfchirmen und hocken, wenn sie müde werden, mitten auf der Gasse nieder, wie e« ein Weißer nie ohne Gefährdung seiner Wadeamutkel wagen dürfte. Sie fitzen auf dem Nicht«. — Manchmal kommt eine winzige Japanerin mit ungeheurem Schirm, den sie über sich und den kleinen Bruder hätt, der samt seiner Kindeldecke auf ihren in Ungarn, in Lapplaad, Gott weiß wo noch, bald Fabriken; dann will er sämtliche e»ropäijche Eisen« bahnen in ein Syndikat zusammenschmelzen; sein Gel», da« ihn in die vorderste Reihe der amerika« nischen Geldgrößcn gestellt hat, taucht in allen Ländern Europa« aus. Und nun erscheint Hugo StinneS auch in Jugo« slawieo. Ob daS nicht auch als eine Fabel zu be° trachten ist. wissen wir nicht. JedensallS glaubt das Zagreber Tagblatt in der vor einigen Tagen in Zagreb unter Mitwirkung der Kroatischen Eskompte-dank und der österreichischen Alpine-Montangesell-schast erfolgten Gründung eine« MontansyndikateS, da» sich die Monopolisierung der jugoslawischen Eise«' und Erzindustrie als Ziel gesetzt hat, den Finger von Hugo StinneS erblicken zu müssen. Wer ist StinneS in Wirklichkeit? Bon hier an glauben wir un« au den Wortlaut des Artikels im Zogreber Tagblatt halten zu dürsen. StiuneS ist heute tatsächlich der kapitalkräftigste Unternehmer in Mitteleuropa. Ohne feine Neuerwerbungen im Jahre 1920 in den Nationalstaaten besitzt er 290 Fabrik»« anlagen, 230 Kohlengruben, 285 Elektrizität werke, 190 TranSportumernehmungen. 160 Banken und HandelSunternehmungen, 65 Erzgruben, 182 Tage«, zeitungen und Zeitschriften, 120 sonstige verschieden» artige Unternehmungen, im. ganzen also etwa 1400 Unternehmungen, in denen mehr als eine Million Arbeiter und Angestellte für ihren Herrn und Meister arbeiten. Seine gesamte Kapitalsmacht war im Jahre 1921 schätzungsweise 43 Milliarden Mark, die Dollar-, Schweizer Franken- und übrigen De-polS nicht mitgerechnet. Dieses Kapital ist natürlich durch die Entwertung der Mark gewaltig gestiegen. Rücken gebunden ist und dort schläft. Hier sei bemerkt, daß, da japanische Sinder keine Taschentücher tragen, die Nasen der kleinen Bewohner d<« Lar.de» der Aufgehenden Sonne nie einwandfrei sind.-- In den Geschäften rauchen die Verkäufer ihre winzigen Pfeifen oder schreiben mit dem Pinsel von recht« nach link« und von oben nach unten auf dünue» Papier und in den Aemtern, die zumeist auch eben-«dig gelegen und ganz offen sind, sitzen die Notare in schwarzen Kimono« vor kniehohen, schwarzüberzogenc» Tischen, kaieeu davor, wäre besser gesagt und studieren ihre Schriften. ES ist eine schöne Sitte, daß man, wo immer man hinkommt, besonder« in Aemtern, eine Tasse Tee vorgesetzt bekommt und eS gilt al» unhöflich, sie nicht zu leeren. Für mich, die ich an bitteren Tee gewöhnt bin, ein Leichte«, aber für die meisten Weißen eine große Buße. Aber nicht nur auf der Gasse, sondern be-sonder« zuhause weicht da« Leben in Jzpan von den Gebräuchen daheim ab. Die Japanerin, die zum Bei-spiel nicht ein Nachthemd verschwendet, erhebt sich mor-gen«, steigt samt Gemahl, Schwiegermama und Schwiegcrpapa und sämtlichen Nachkommen im natür-lichen Menschenfell in» Bad — immer in» heiße — bindet hierauf ein Lendentuch um, da« so fest gewickelt wird, bi« sich die Beine nur schwer bewegen und wirft darüber einen leichten Ueberkimono und bindet um die Mitte das breite Obi, in da« da» Geldtäschchen und die Pudnbüchse kommen und da« rückwärts mit einem Seidenpolster steif und aufrecht gehalten wird. Da« Gesicht wird nun geschminkt und stark gepudert, denn e« gilt al« unhöflich, ungepudert vor der Männern zu In Deutschland beherrscht StinneS fast die gesamt Ruhrindustrie; die großen Konzerne und Trusts, die „Rhew-Elbe Union", „Siemens und Schlickert' (ein Mammutgebilde der Elektrizitätsindustrie, das heule fast in allen Städten Europas und Amerika« Zweigstellen besitzt), die Deutsch-Luxemburgische Ber^ werk« A.-G., die gesamte Industrie in Bochum, die Siemen« und Halste A.«G. in Berlin: der größere Teil der Kohlenbergwerke im Rahrgebiele, ein Groß, teil der Hamburger SchWreedcreien und virjchiedene unzählige Unternehmungen in Oesterreich, in der Tschechoslowakei, in Ungarn. Norwegen, Standi« navien, Sowjetrußland, in der Schweiz, sämtliche Castiglioni Unternehmungen in Italien und auch einige in England stehen unter feinem Einfluß und arbeiten mit Stinnes'schem Kapital. Seine wirtschaft-liche Machtstellung wi>d noch dadurch erhöht, daß ' er Vorstandsmitglied zahlreicher wirtschaftlicher Ber» bände, E?i»dikate und Kartelle ist; so spielt er eine maßgebende Rolle u. a. in den Kartellvereinigungen deutscher Stabeisenhändler, der Messingwerke. der Papierfabriken, der Maschinenfabriken, im Stahl-werksverband, im Berbqnd der elektrischen Industrie, im BerkaufSsy idikat für Paraffinöle u. f. w. DaS .Reich StinneS" hat aber auch bereit» in Uebersee, in Nord- und Südamerika, sowie m Asien feine Zweigstellen und Niederlassungen, so daß e» heut« tatsächlich die gewaltigste wirtschaftliche Organisation der Welt darstellt. Die Waffe dieses Reiches ist stärker als das Schwert, sein Losungswort siege»-sicherer al« alle anderen KampseSrufe; seine Waffe ist daS Geld, fein Sieg die Aktienmehrheit, fein trockener, leidenschaftsloser KampskSrus: .Ich kaufe!" erscheinen und wenn gerade Frisiertag ist (einmal die Woche), kommt die kopfmasseufe, wäscht da» Haar, reibt und quetscht den Kopf und verwandelt, nachdem dle« geschehen, da« lange kohlschwarze und straffe Haar mit Hllfe vou Oel, Einlagen und anderen Hilfsmitteln zu einem kunstvollen Ausbau, der bei Verheirateten zwei seitliche Schlupfen und bei Ledigen eine große Mittel« schlupfe zeigt. Gei«ha«, die Tanzmädchen, haben außer« dem grüngezierte Kämme, glänzende Kunstblumen. Elfen-betnnadcln oder anderen Schmuck tm Haar. Sie tragen die längsten Obi« und die kostbarsten Kimono«. — Aber selbst die Frisur beendigt noch nicht die Verschönerung einer Japanerin, denn nun wird erst der Mund geputzt und außer den Zähnen wird noch die Zunge mit einem scharfen Messerchen gründlich ge-schabt. Da die« auch in der Kehle noch vor sich geht, sind die Laute für den Zuhörer nicht immer durch-weg» erfreulich. Außerdem haben besonder« alte Frauen vie Gewohnheit, sich mit dem Rasiermesser da« ganze Gesicht zu schaben — gegen Haare unmöglich, da selbst die Männer nur höchst selten einen Bartanflug haben und ich vermute, um die Kruste der Schminke von Zett zu Zeit ganz loszuwerden. Man sieht diesen Vorgang häufig selbst in Barbierladen. Beim AuSgang vollendet da« auf den Rücken ge-bundene Rind und der große flache Papierschirm. manch-mal noch ein zierliche«, immer viereckige« Handläschchen die Bekleidung, doch nehmen e« die Japaner mit der Bedeckung der Glieder nicht so genau. Man fleht Frauen oft mit vollkommen nacktem Oberkörper vor dem Hause ihre Kinder stillen oder mit bloßem Lendentuch auf den weißen Matten ihre« Häuschen« liegen und im Bad wäscht immer ein Mann auch den Frauc» den Rücken Seite 2 So das in deutscher Sprach? erscheinende Zagreber Blatt. Es ist klar, baß es sich seine Angaben über die Macht und Herrlichkeit Hugo Stinnes' nicht au» Fingern saugen konnte. Wir aber sagen so: Wenn nur der zehnte Teil auf Wahrheit be-ruht, so ist die Schaffenskraft dieses Napoleons der Industrie eine unbegreifliche und e» verblassen alle Begriffe von gigantischen Dingen neben diesem Bürger eine» besiegten L«ndrS. Politilchr «»Mchan. Inland. Die Regierungskrise. Man hat nicht so heiß gegessen al» gekocht würbe: Herr Paö c hat den Rücktritt de» Kabinett» dem Könige nicht vorgelegt. Man wartet die Berhandlungsresultate im radikalen und demokra« tischen Klub und den Schluß der GedächtniSseier-lichkeiten der Schlacht bei Kumanovo ad. Ende Oktober wird vielleicht die Demission gegeben werden, um wieder mit der heutige» RegierungSkoalition — eine andere ist gegenwärtig einfach nicht möglich — hervorzutreten. Der ftifr durch die demokratische Partei. Im Slovenski Narod vo« 6. Oktober l. I. tritt der Hauptschristleiter des genannten Blatte», Herr Rasto Pustoslemii^k, persönlich mit einer Er» tlarung an die Oesfenilichkeit heran, worin er seinen Rücktritt aus der Hauptleitung der Partei und den Austritt aus der Partei selbst mitteilt. Diesen be-merkenswerten Schritt begründet er damit. daß seit dem Monate Juni, wo infolge scharfer Unstimmigkeiten unter den Mitgliedern der Hauptleitung die hochver-dienten Ausschußmitglieder Dr. Triller und Dr. Rav-nihar au» der Parteileitung austraten, keine Sitzung des Hauptausschusses mehr stattgefunden hat, trotz-dem sich inzwischen wichtige, da» Leben der Partei bedrohende Begebenheiten abgespielt hatten. vielleicht nun doch einmal. Der Rapallovertrag spukt nun schon seit vielen Monden in unserer Außenpolitik herum und die „endgültige" Verständigung mit Italien wurde von den Blättern schon zehnmal der zweifelnden Menschheit verkündet. Run scheint eS eine» Berichte der Beograder Pravda vo» 6. Oktober zufolge doch so weit gekommen zu sein. AuS Rom wird nämlich gemeldet: Am 4. Oktober hat der Gesandte des Königreiche» der Serben, Kroaten und Slowenen. Herr Antomjevik, mit Ermächtigung seiner Regierung die Konvention über die Durchführung de» Vertrages von Rapallo unterschrieben. Von Seite der italieni-schen Regierung unterfertigte Herr ToftI, UnterflaatS. fekretär im Außenministerium, da» Uebereinkommen. I« Verlause von süns Tagen haben die Italiener die dritte Zone in Dalmstien zu räumen. Die Kom-»ission zur Abgrenzung de» Freistaates Fiume tritt odi 12. d. M. in Abbazia zusammen. und die Glieder, während da« Massieren so gebränch-lich ist, dich man überall leicht massiert wird. So er« jtytte man mir, daß sich eine Russtn, spät vom Theater kommend und gerade ein Auto besteigend, unwohl fühlte vnd einen Schrei ausstieß. Der Lenker sprang von seinem Sitz und als die Dame über Schmerzen tn Brust und Schulter klagte, rief er einen anderen Mann heran und mit vereinten Kriften massierten fie die Russin auf offener Straße bis ihr besser wurde. Da man nicht gut mit den Kleidern massiert werden kann, überlasse ich den Rest der Einbildungskraft »einer Leser. Daraus soll man aber nicht .glauben, daß die Japaner nach unseren Begriffen unsittlich sind. Sie sehen daS Nackte ohne jede» Gefühl und betrachten be-sonders eine weiße Frau — obfchon mit großem In« teresse — genau wie wir einen gefangenen Affen, einen Elefanten im Tiergarten oder fönst ein seltene» Lebewesen betrachten--al« etwa« Merkwürdiges, meist Häßliche», ater juzeilen Unterhaltendes. Mangel an Kleidung kommt ihnen kein Grund der Scham vor und als ich neulich in ein Hau« kam und endlich in den Hof stolperte, um Auskunft zu erhalten, stieg ein Mann gemütlich aus der Wanne und kam, mir Au«-kunfl zu geben. Wie ich mein „Go men kudafai" anbrachte und das Papier vorhielt, wie wir un» ernst verbeugten, als ich mein „Arigato" gesprochen, und die ganje Umgebung überhanpt, h?tte ein hübsches Bild gigeben---im Lichtspielhaus. fit i t S i c z 3 e 11 & n 3 Ausland. Greueltaten der Griechen. Die v»n den verschiedensten Quellen einlaufenden Nachrichten lassen immer deutlicher erkennen, daß die ersten Berichte über die Urheber der in Klein» afien verübten Greueltaten einer starken Revision bedürfen. Auf der einen Seite stellt e» sich immer klarer heraus, daß die griechischen Truppen, und zwar mit der ausdrücklichen Billigung ihrer Führer, aus ihrem Rückzüge daS Land nach Möglichkeit ver-wüsteten, während aus der anderen Seite sich die Aussagen selbst von englischen, stark giiechensreund-lichen Augenzeugen mehren, wonach die türkischen Truppen überall die größie Mäßigung und ein durchaus korrekte» Verhalten an den Tag legten. Der Korrespondent der Chicago Tribune, John Eloylon, der die Vorgänge in Smyrna au» nächster Nähe beobachtete, saßt sein Urteil dahin zusammen, daß die Untaten »er griechischen Arm:e in Westanatolien eine der schwärzesten Seiten unserer Zivilisation bilden. „Ich stütze dieses Urteil." fügt der Korre» spondent hinzu, „nicht aus türkische Informationen, sondern aus die Berichte von griechischen, englischen und amerikanischen Augenzeugen, sowie aus meine eigenen Beobachtungen." ES ist natürlich, daß die mit großer Schnelligkeit sich ausbreitende Revolution in Griechenland erst recht all« Bande der Zucht und Menschlichkeit gelockert hat. In Thrazien ist die türkische Bevölkerung massenhaft niedergemetzelt worden. Die griechischen Soldaten, die Hals über Kopf au« Kleinasien geflüchtet sind, haben jetzt türkische Ortschaften angezündet und verüben Gewalt-taten, die eiusach ekelerregeno sind. Der Aihener Mitarbeiter der Marving Post, der bisher sür die Griechen und sür Griechenland begeistert war. hat seinem Blatte gedrahtet: „E» scheint die Absicht der Griechen zu sein, daß in Thrazien kein Türke mchr übrig bleibt." Die Konferenz in Mudania. Wie au» Smyrna berichtet wird, sind die Haupt-punkte des Uebereinkom«enS zwischen den Verbün-veten und dem Vertreter Kemal Pascha, seines Ge-neralstabSchesS Ismet Pascha, solgende: 1. Räumung der neutralen Zone sowohl von Seite der Türken, wie von Seile der Engländer. Die Verbündeten bleiben in Konstantinopel solange, bis ein Z>vil-gouverneur der Angoraregierung dort einlangt. 2. Die Griechen haben im Lause von neun Tagen nach Notifizierung der Entscheidung Thrazien zu räumen. Die Türken besetzen Ostthrazien, die Verbündeten eine neutrale Zone von 10 Kilometern Breite a»f beiden Ufern der Maritza. 3. Die Verwaltung Thraziens geht sofort in die Hände der »emalisteu über. 4. Die Verbündeten verpflichten sich, eine De»arche und allfällige Zwangsmaßregeln zu ergreifen, um Griechenland im Falle eines Wider-stände» zu zwingen, sich den Beschlüssen der Konferenz zu «merwerfen. Eine orientalische Entente? Die Sowjetregierung ist an der Arbeit, die Grundlagen eine» Bündnisses zwischen Rußland, Natürlich gilt die Frau Hhier nicht«. Sie muß hinter dem Manne herlaufen, seinen Vater und feine Mutter wie eine Sklavin bedienen, geht selten mit ihm in» Theater oder zu.Unterhaltungen und muß ihn immer mit „gnädigster Heer und Gebieter^ anreden; auch ist da« Küssen unter Japanern nicht Sitte, doch wenn er auch seine Gefühle nicht offen zeigt, hat er feine Gattin im allgemeinen doch gerne, behandelt sie gut und gerecht und hört sehr auf ihr Urteil, wenn e» gleich demütig gegeben. Je mehr Kinder fie hat, umfo größer wird ihre Macht und sind die Söhne erst groß geworden, so erhSlt fie nun ihrerseits Schwiegertöchter, die auf ihren leisesten Wink warten müssen und sitzt al« hochgeschätzte HauSvorstrherin auf der Matte. Kinder haben ein herrliches Leben; man gibt ihnen Spielzeug in Mengen, stillt sie bis »um vierten oder fünften Jahre, trägt die drei- oder vierjährigen Jungen noch immer auf dem Rücken, nimmt fie überall mit, putzt ihnen nie die Nase und prügelt fie nie. Da« Bei-spiel der Eltern wirkt allmählich und macht fie höflich, «ruft, pflichttreu, entsagend und tapfer. Sie find nie so wild wie unsere Kinder (was da« Prügeln entbehrlich machi) aber ich glaub«, da« Klima und die Schuh« bekleidung tragen die Schuld. Wie kann ein Junge mit diesen Sandalen laufen! Und in dem Schlamm, wenn die Luft so drückend und kraftbenehmend ist, daß Ich Tag und Nacht nur liegen und schlafen möchte? (Schluß folgt.) Rummer 31 den kaukasischen Sowjetrepubliken, der Türkei. Persien. Buchara, Afghanistan und der Mongolei zu schaffen. In Moskau setzt man große Hoff-nungen auf die Bildung dieser neuen „orientalischen Entente", die ein Gegengewicht gegen die große und Nein« Entente werden soll. Der Faschisteneinbruch in Bogen. vor einiger Zeit haben sich in einem Ions-bricker Kaffeehause einige zugereiste italienische Fa-schiften derart srech und provozierend benommen, daß sie von deutschen Studenten verprügelt und aus die Straße geworfen wurden. Aus Rache dafür kamen am Montag ungefähr 1000 Faschisten aus der Eisenbahn Pid in Automobile» in Bozen an, wo sie vorerst die deutsche Schule besetzten, die Tri-kolore aushängten und die schwarzen Hemden an-zogen. Die Militär- und Karabinieriabteilungen mußten vor der Uevermacht der Faschisten zurück weichen und e» begann eine wahre Gewaltherrschaft. Die Faschisten besetzten den Magistrat und zwangen den Gemeinverat. ihre in einem Memorandum nieder-gelegten Forderungen nach Sühne für die Borgänge in Innsbruck anzunehmen. In dem FaschisteublaU wurve die Erklärung veröffentlicht, daß Strasabtei-lungen der Faschisten nach Innsbruck selbst marschieren würden, um die Studenten zu züchtigen. — Die Italiener scheinen ein sehr kurzes Gedächtnis zu besitzen und au» ihrem Siege im Weltkriege, der nicht« war al» eine Summe von schmählichen Niederlagen, die Tapferkeit gegen die wehrlosen Einwshner Deutsch-Süvtirol» gewonnen zu haben. Den Marsch nach Innsbruck dürften sich di: Herren Faschisten doch wohl überlegen, denn leicht könnte es sür sie ein Jahr 1800 oder 1917 geben. Me SlM un?» Aus dem Gemeinderate. In der Ge- meinderatssitzung vom 2. Oktober wurde beschlossen, den in den Ruhestand versetzten städtischen Beamten besondere Zulagen von 1000 K monatlich für Ver-heiratete und von 800 K für Ledige, gerechnet vom 1. Mai l. I. an d>S zur endgültigen Regelung der Dienstpragmatik, zu bewilligen. — Die EinHebung der progressiven Steuern auf die HauSzinSsteuer zum Zwecke deS Baues «euer Wohnhäuser wird die städtische Kasse durchführen. — Die Baukosten sür daS neue Wohnhaus neben der Umgebung?« schule, daS 17 größer« und kleinere Wohnungen enthalten wird, werden auf 10 Millionen veran-schlagt. Die Hälfte deS erforverlichen Kredite« ist dem Berichte veS finanzwirtschaftlichen Ausschusses zusolge schon gesichert, der Rest wrrd spätesten» auf-gebracht werden, sobald das Haus unter Dach ist. Mit den Entwürfen, der Bauleitung und der Schluß-abrechnung wird der Ljabljanaer Architekt Eosta-peraria betraut. — Der Vertrag, den Dr. Gollitjch beim Umstürze bezüglich de» Ku«mer',chen Besitz-tum» im Namen deS Bereine» .Einigkeit" »it de» deutschen Gemeinderate geschlossen hatte, wurde auf Antrag der jetzigen Gemeindevertretung von der Ge-bieiSverwaltung für Slowenien für ungültig erklärt. Der Besitz wird >m Wege der öffentlichen Feilbietrutg aus die Dauer von fünf Jahren in Pacht gegeben werden. — Die Stadtgemeinde wird alle mordet-lichen Schritte unternehmen, daß die Militärver-waltung die militärischen Oojekte abkauft, die Eigen-tum der Gemeinde sind. Anderseits wird die Stadt iu sofortige Verhandlungen mit der Militärver-waltung wegen des Ankaufe» de» ehemaligen Truppen« spuals auf der Ljubljan»(a cesta eintreten. — Die Gemeinde verpflichtet sich für den Fall, al» der Verein für Ktnderschutz ein eigene» Hau» baut, einen kostenlosen Bauplatz zu besorgen. — Bezüglich de» VerwaltungSgerichtShoseS, zu dessen Sitz Eelje im Gesetze bestimmt wurde, wogegen sich jedoch be« kannte hohe Funktionäre deS Landes stemmen, wurde beschlösse«, im Namen de» Gemeinderate» eine Sin-gäbe an da» Justizministerium zu senden, die un-gesähr nachstehekde Punkte enthalten soll: 1. Dank der Gemeinde für die Bestimmung de» Artikel» 48 de» Gesetze» vom 17. Mai l. Z., wonach Eelje zum Sitze des BerwaltungSgerichtshose» für Slowenien und da» Prekmurje bestimmt wurde. 2. Die Stadt-gemeinde Eelje erklärt sich bereit, nach Kräften alle» zu tun, um daS BerwaltungSgericht in Eelje unter-zubringen, sowohl waS AmtSräume al» was Per-sonalwohnnngen anbelangt. — An die Stäbtische Sparkasse wird mit der Bitte herangetreten, sie möge der Stadt hinsichtlich der Einrichtung de» ver-waltungsgerichtShose» damit an die Hand gehen, daß sie die ersorderlichen Räumlichkeiten zur Versügung Nummer 81 stell«. — Alle Beschlüsse wurden unter dem allge-meinen Beifalle der Äadtväter einstimmig ange- n immer. Danubiusquartett. Lachen, sonnige«, herz, erfrischendes Lachen ist die Devise des „Heiteren Abends* deS DanubiuSquartetteS. Neberall, woZdie Künstlkr gastierten, wurden sie vom Publikum be-jubelt und ei liegen unS die schmeichelhaftesten Pressestimmen vor. Man schreibt unter anderem: „DaS war endlich ein lustiger Abend, der, srei von erotischem Einschlag, zu dem Köstlichsten gehölte, waS man in der Letztzeit hier hören konnte. Einige Stunten echt wienerijcher Gemütlichkeit und „Hamur". Bier treffliche Künstler, die durch ihre ouSgezeichneie Technik, durch pointierten vortrag und urkomisch drastische Mimik derart aus die Zuhörer einwirkten, tv.jj sie den ganzen Abend aus dem Lachen nicht hcrauikamen". Karten für das am 1V. Oktober im großen Saale d«s Hotels Union statifindende Konzert sind bei Herrn Fritz Nasch erhältliche Danubiusquartett in Maribor. Die Milieilung der Marburger Zeitung, daß dieses Kon-zert abgesagt werden mußte, beruht auf einem Miß-verstänkn ff'. DaS Konzert des DanubiSquarteite« in Maridor findet am 9. Oktober statt. Karten-vor Oft kauf bei Herrn Josef Höfer, Malibor, >öol»ka ur«. Evangelische Gemeinde Der Gemeinde go'i.sdienst am Sonntag, dem 8. Oktober, wird um 11) Uhr vormittags, der JugeudgotteSdienst im An-fchluß daran in der ChristuSkirche abgehalten werden. Goldene Hochzeit. Am 3. Oktober stierte Herr Jakob Janitsch, Besitzer der Villa „Parkhos" in Celje. und seine Gemahlin Charlotte geb. Uhlich daS Fest ihrer goldenen Hochzeit im engsten Freundes-kreise. Die kirchlichen Feierlichkeiten wurden dort vollzogt», wo sich daS goldene Hochzeitspaar vor 50 J.ihien die Hand zum Lebenkbunde gereicht halte, nämlich in der Filialkirche Maria Gradec bei Lasko. Anmeldung von Lebensbedarfsar tikeln. DaS hiesig« Polizeiamt ersuch« uns um Berlanibarung so!geuder Kundmachung: Im Sinne deS Artikels 2 der Durchführungsverordnung zur Bekämpfung der Teuerung usw., Verlautbart im AaUsblatte Nr. 99 unter Nr. 311, werden alle Produzenten, Kaufleute, Besitzer von Magazinen und Gewerbetreibende, die LebenSbedarfSariikel in eigene» oder fremden Räumlichkeiten auf Lager oder solche für andere in Verwahrung haben, aufgefordert, bis längstens 10. jedes Monates dem hiesigen Amte genaue Daten über die Menge der LtbenSbedarfS-artikel anzumelden. Gegen die verpflichteten Personen, die dieser Aufforderung ungerechtfertigt nicht recht-zeitig entsprechen, wird daS strafgerichtliche Verfahren eingeleitet und die Beschlagnahme deS ganzen Lagers ausgesprochen werden. Militärische Feldstecher unter der Bevöi erung Der Stadtmagistiat Llje ersucht uns um Veröffentlichung nachfolgender Zuschrift: Im Zinne eines Rundschreibens der GebietSver. »alluu£ jiu Slawcnien in Ljubljana, Abteilung Inneres, Zl. 84.642 vom 25. September l. I., wird verlautbart: Das Kriegs- und Martnemini« sterium hat ersahren, daß sich unter der Bevölkerung noch eine größere Anzahl von militärischen Fern» gläsern, besonders des Systems „Zeiß" befinde, die von der österreichisch ungarischen Armee gelegentlich ihres Rückzuges im Jahre 1913 auf unserem Ge-biete zurückgelassen wurden. All« diese Ferngläser fallen als Kriegsbeute dem Staate zu und sind sein ausschließliches Eigentum. Wer sich auf irgendeine Art eigenmächtig ein solches Fernglas angeeignet hat, muß es dem nächsten Militärkommando oder dem Gendarmerieposten abliefern, die ihm den Empfang bestätigen werden. Falls auch nach dieser Kundmachung noch bei jemandem ein militärische» Fernglas vorgefunden werden sollte, hinsichtlich dessen sich die Besitzer nicht ausweisen können, daß sie «S schon vor dem Kriege für ihren Bedarf angeschafft haben, bezw. für das sie nicht eine Anweisung der Wirtschaftskommission für Each^emodilisierung bei-bringen können, werden solche Ferngläser weg-genommen, gegen die betreffenden Personen wird man aber so vorgehen wie gegen Hehler von S.'aat« «igentum. Deshalb weiden alle Besitzer von militärl-sch.'n Ferngläsern aufgefordert, diese unverzüglich bei dem Militär« oder Gendarmeriepostenkommando ab-zugeben, um dadurch den strenger Strafen anSzu-weichen, die für eine allfällige Verheimlichung vor-gesehen sind. Es ist ihm nicht genug scharf. Dem Ljubljanaer Jutro klagt jemand sein Leid, daß da» Kontrollorgan der Kopfsteuer in E-lje nicht genügend killier Zeitung energisch ist und nicht jeden Gast um den Kopssteuer-zettel angeht. Wie ein einzelner Mann z. B. an SamStagen 'alle Gasthäuser und alle Gäste, alle Kaffeehäuser und alle Gäste ablaufen kann, da, über hat sich der Notizschrelber den Kopf bestimmt nicht zerbrochen. Wohin soll das führen? Ein Teil der Schuljugend von Eelje und Umgebung bettelt wieder In den Kaufläden um Spielzeugs Schulbehelft und um Geld herum und belästigt die Gäste In den Gast-Häusern. Die erbettelte Wate wird meisten« in Geld eingehandelt, um das dann Zigaretten, Zickerwerk, Delikatessen und auch alkoholische Getränkt, sogar SchnapS gekaust werden. All die» ist schon ins vergangene» Jahre in den Schulen vorgekommen und wiederholt sich Heuer wieder. UeberdieS streichen einige dieser jugendlichen Beitler, statt in die Schule zu gehen, wochenlang und noch länger müßig herum; bei Tage betteln sie bei guten Leuten, die Nächte bringen sie in Pserdestallungen oder sonst wo zu. Das schlimmste dabei ist aber noch, daß sie zu ihrem schändlichen Handwerke auch andere Mitschüler und sogar Kinder verleiten, die noch nicht schulpflichtig sind. Diese Jungen sind schon so verdorben, daß sie ihren Namen verheimlichen und ganz falsche Namen angeben; sie machen lügenhafte Angaben bezüglich ihrer Wohnungen, leugntn ihr« vät«r und Mütter ab und gebe» sich als Waisen aus. Deshalb wir» daS Publikum sehr gebeten, diese jugendlichen Bett-ler aus keinerlei Weise zu unterstützen (auch nicht mit Essen), weil z. B. der Schüler der 111. klaffe K. Jane; vo» der Levstikova ulica 3 schon die ganze Woche in der Stadt herumstreicht und bettelt, trotz-de« er zuhause genügend, wenn auch nicht die feinste kost hat und ihn die verzweifelten Eltern vergeblich In der Stadt suchen. Diese jugendlichen Beitler mögen vom Publikum ohne Pardon abgewiesen und, wenn nur irgend möglich einem Wachmanne übergeben werden, der sie nachhause führt. Um aber den wirk-lich darbenden kindtru zu helfen, die bisher trotz ihrer äußersten Armut nicht betteln gegangen sind, haben sich in der letzten Sitzung deS hiesigen Ver> eine« für Kinderschutz und Fürsorge die Ausschuß-Mitglieder Frau Doktor Filipik und Frau Doktor Kalan freiwillig dazu bereit erklärt, bei gutherzige» Bürgern der Stadt um ein bescheidenes Mittagessen sür solche Kinder zu bitten, die der Unterstützung wirklich bedürftig und auch würdig sind. Solchen durch den genannten verein namhaft gemachten Kindern gebt zu effen, alle anderen jungen Vagabunden aber lehnt ab, weil ihr nicht wißt, wie sehr sie euch anlüge» und ihnen eure guten Werke stait zum Wohl direkt zum verderben ausschlagen. Ziehen wi.r uns nicht noch jungeBettler heran, da wir doch alte schon zuviel haben. — I. B. In di« Sann gesprungen ist In Celje am 3. OktoSer der 27 jährige Ivan Medved aus Rogatec. Die Polizei zog ihn heraus und gab ihn de« hiesigen Krankenhause ab. Unglück oder Mord ? Bekanntlich hat die infolge deS Wolkenbruches vo« Fieitag auf Sams-tag entstandene Ueberfchwemmung neben großen ma-teriellen Schäden auch den Tod bei Eisenbahn« arbeitn« Fazarinc verursach». Wenigstens nahm man an, daß er während der Ueberfchwemmung im Koprivnicabache ertrunken fei. Da sich aber Ber-dachisgründe ergeben haben, die auf die Möglichkeit eines Morde« schließen lassen, so eine groß« Wunde am Kopse, wird man seine Leiche obduzieren. Ferner fand man seine Geldtasche leer, obwohl er in einem Gasthause vorher 1000 Dinar gewechselt hatte. Die gerichtliche Untersuchung dürste die Angelegenheit bald klären. Ein unbekannter Dieb versuchte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen Griff in die Kaff« deS hiesigen Großhändlers Peter Maj»ii zu tun. Es gelang ihm. den Schlüffel zum unteren Fache zu bekom«en, da« er aussperrte und von wo aus er «in Loch in die Kasse bohrte. Er hatte aber wenig Glück, da das Geld in dem Tresor eingespcrrt war. NichiSdestoweniger trug er aus der Kasse im Geschäfte 352 Kronen davon. ' Verhaftung einer Diebsbande In der Nacht vom 10. auf de» 11. August wurde in daS BeikausSlokal der Konsumgenossenschaft in Sio^ eingebrochen und verschiedene Waren im Werte von 21.430 k geraubt. Am 14. September wurde in daS Geschäft des Rudolf D^rgan in Lci?o ringe-brachen, woselbst die Diebe um 25.000 k Waren mitnahmen. Zwei Tage später räumten sie bei einem Sausmanne au» und fügten ihm einen Schaden von 35.000 k zu. Bon den Diebe» fehlte lange jede Spur. Schließlich gelang es d.u Bemühungen reite 3 der Polizei und der Gendarmerie, die Diebsbande hinter Schloß und Riegtl zu bringtn. In Rogaika Zlatina wurden ein gewiffer Simon P, dessen Frau Anna und noch zwei weitere Mitglieder verhafte», bei denen sich zahlreiche gestohlene Warenjvorsandeu. Nacktkultur auf der Strich». Bor elni-gen Tagen erlebten biedere Spaziergänger auf der Tkaltiieva ulica in Zagreb ein immerhin nicht all-tägliche« Schauspiel. Es lief da um ein Uhr mit-tags ein Weib im Svakostüm herum, da» ihrer trunkenen Begeisterung in kräftigen Worten Luft ließ. Sie wurde von einem eilig herbeistärzenden Wachmann in eine Pferdedecke gewickelt und in den Polizetarrest gefahren, wo sie ganz nackt weiter ran» dalrerte. Man wird daS Weib wegeu Trunkenheit»' exzeffe» in der Oeffentlichkeit abstrafen. Der dritte Rathenau« Mörder in OfijeK Der Osijeker Jug erzählt eine ziemlich abenteuerliche Geschichte von dem drillen Rathenau-Mörder, der unter den Namen eine» Ingenieur» Konrad Block bei der Firma „Leandra" in Osijet bedienstet sein soll. Bor einigen Tagen besuchten diesen Mann zwei Deutsche, die ihm eine Menge Geld in die Hand gedrückt haben sollen, worauf er, verfolgt von deutschen Detekiiv.'n, sofort verschwand. Einer Behauptung di« Ljubljanaer Jutro zufolge war er seinerzeit englischer (?) Linienoffizier. Koprivnik pri Koüevju. «er m der Lage ist. di« slowenischen Tageszeitungen zu verfolgen, dem wird in d«r letzten Zeit die obige Spitzmarke de» öfteren über immer sehr länglichen Artikeln aufgefallen sein. In diesem Winkel der Gottscheer Sprachinsel, in Koprivuik, scheint sich ein Man» zu befinden, der, offenbar von d«r Tinteutarautel gestochen, die verschiedenen slowenischen Blätter mit Zuschriften bombardiert, immer im Namen der Mo> wenen in der Gemeinde Koprivnik. Da wir wissen, daß die sporadisch in den deutschen Ge«eind«» de« Gottscheer Ländchen« eingesprengten slowenische» Ansiedler seit dem Umstürze wähnen, ans uustcht« baren Thrvuchen zu sitzen und von diesen Thrönchen au« über die deutschen Ur«tnw»tz»«r regiereu zu können, haben wir biefem Jeremiaden keinerlei Bedeutung bcigemessen. Wir tun e» auch j-tzt nicht, obwohl und vielleicht gerade weil st» von lächerlichen und unglaublichen Verdichtungen strotzen. Wenn wir heute diese« Koprivnik pri Kocevju unter die Lvpe nehmen — einer solchen muß «au sich nämlich bedienen, um Slowenen in koprivnik zn entdecken — so geschieht e« nicht, um in da« flak-fände Größen wahnseuerlein de« dortig«» Dorf-Politiker«, der vor einiger Zeit allen Ernste» be« hauptete, der Staat sei in G-sahr, wenn er den Jammer in .Koprivnik" nicht abhelse, einigt «pän-chen zu werfen, sondern um den äußeren Schauplatz der .welterregenden" Begebenheiten in da» richtige Licht zu setzen. Nach den nun schon ein dutzend»al, und immer so ziemlich In denselben Worten, aber mit immer zunehmender Gehässigkeit gemodelten Be-richten in den slowenischen Blättern müßte «an an-nehmen, daß diese» Koprivnik ein Dorf sei, da» eine b«trächiliche slowenische Einwohnerzahl besitze. Dem ist aber nicht so. Nesseltal bei Gottschee. da» ist der alte deutsche Name, ist eine rein deutscht Gemeinde. Der Pfarrer de» Orte« mit Namen Schauer dürste jedenfalls mit feine» Pfarrinsasse» fühlen, die ein friedliches und fortgeschrittene» Element darstelle», und er hat die Zumutungen, die von dtn wenigen eingewandert«» slowenischen Einwohnern aus kosten der ungeheuren Mehrheit an ihn gestellt wurden, wahrscheinlich mit ruhiger Würde abgewiese«. De»-alb dit konzentrische Hetze gegen thu. <« ist i» er Tat interessant, was sich dies« paar Mensche» gegen vollkommen gleichberechtigte Staatsbürger ^ herauszunehmen getrauen. Mit der üblichen He»t-achtüng als Einleitung, daß den Gottscheern allgemein der Kamm wieder mehr uuh «ehr wachse, wird nicht «ehr und nicht weniger verlang», al» daß 1.) der Pfarrer Schauer abgesttzt werbe, 2.) daß alle Lehrkräfte (in einer deutschen Ge«el»de !) slowenischer Nation sein müßten und 3.) daß di: Zahl der Gasthäuser herabgesetzt, ein« Konzeffioa, aber den Slowenen gegeben werden müffe. Der letzt« Punkt dürfte überhaupt der Pferdefuß und da« Salz der ganzen Suppe sein. E» ist allge«ei» bekannt, daß die Gottscheer autochthont, seit viele» Jahrhunderten im Lande sitzende Staatsbürger sind, die aber vor dem Kriege «it den i» die Dörfer zugewanderten Slowenen tmmer in tiefstem Frieden und treunachbarlich lebten. DieS ist für jede», der die verhältniffe kennt, eine bekannte Tatsache und gilt nicht nur für Neffeltal, soudern sür allr Dörfer der Sprachinsel. E« wäre lächerlich anzunehmen, daß in der Gegenwart, also I« Staat« der Scrben, •hl« 4 Kroaten unk Slowenen, die Deutschen weniger duld« sam geworden sein sollten. Der Vorwurs der Hetzerei füllt ganz auf den Mann zurück, der sie besten be-zichtigt. Die Unverschämtheit, mit der er seine Forderungen stellt, erweist zur Genüge, wes Geiste« Kind er ist. Wenn scho« die slowenischen Blätter, vielleicht in Unkenntnis der wahren Verhältnisse, d:r zügellosen Hetze eines DorspolitikerS, der in seine« engen Krähwinkel die Seifenblase» seiner bösartig«, Verdächtigungen aussteigen läßt und seine dö, stich« Neid- und Haßgeschichte zu einer bedeutenden Afsäre ausbauschen möchte, ihre Spalten öffnen, so kann in diesem Falle mit Fug der Spieß umgedreht wo den. Auch die deutschen Staatsbürger haben das Recht, sich gegen die uferlosen Hetzereien zu wehren und von den Behörden Schutz davor zu ver» langen. Die Bersassung kennt nur eine Staats« dürgerschast. Die Gesetze können es nie und nimmer erlauben, daß unter der MaSke deS Nationalpatriotismus anständige, redliche Staatsbürger von eine« oder zwei in ihrer Mille lebende« Krakehler» ständig verdächtigt und bespitzelt werden zu dem Zwecke, die Behörden irrezuführen. Der liebenS-würdige tolerante Koprivniker fordert unter anderem, daß alle Gottscheer, die nicht richtig um die Aufnahme unter die jugoslawischen Staatsbürger gebeten hätten, schleunigst über die Grenze geschoben werden sollen. Der gute Mann wöge in den SlaalSvertragen nachsehen, falls ih« so etwa» wie der MinderHeitS« fchutzvertrag von Et. Germain zugänglich ist, und er wird finde», daß die Deutschen da? Recht hatten, für einen anderen Staat zu optiere», daß aber diejenigen, die auf ihrer Scholle bleiben wollten, ane von diesem Rechte keinen Gebrauch zu machen brauchte». Also um die Aufnahme in den StaatSverband zu bitten brauchten die Nessel-talec nicht, deren Urväter schon in Nesseltal rodeten und pflanzte», als noch lange kein Slowene im GoUscheerlande war. Dörfliche Thrönchen aber von de« Zuschnitt, wie der Artikelschreiber in Koprivnik sich eine? zurechtzimmern möchte, gibt es auch heute nicht und — zu feiner Abkühlung fei es gesagt — wird es nicht gebe». ßerr Redakteur, machen Sie Platz! ruft ein Patriot au« BreZ'ce nach Ljubljana in di» Redaktion de« dortigen Jutro. Platz, um die schreckliche Drohung auszuführe», nämlich die Namen der in Brejitt deutschsprechenden Personen beiderlei Geschlechts («an denke!), von alt und jung, Kind und Kegel einer erschreckten Mitwelt zu offenbare». -- hoffentlich braucht der Jutro seine ZeitungS-spalten für klügere Dinge als für die Geistes-akrobatik dieses ListeuschreiberS! Hell. Soldaten! Heil! — Ist das nicht jenes Wort, bet besten Klang jedem Manne in sla-wischen Landen die Haare vor Ingrimm zu Berge 'Ingen? Nein, jetzt nicht mehr, denn man ist all-mählich darauf gekommen, daß das „Zdravo", da» ,Na zdar" nicht« andere« sind als Uebersetzungen dieses verpönten deutschen Gruße«. Wenigstens haben sich in Pr.ig zwei tapfere Rolande gefunden, die offizielle tschechische «Prager Presse" und ihr Schild-knappe, das «Präger Abendblatt», die ihren Lesern den Armeebefehl des vandeioerteidigunglministerS Udrjal an die einrückenden Rekruten verdolmetschen und di» nach guten allen Mustern gedrechselte schöne R»l< mit einen kräftigen „Heil, Soldaten!" schließe». Dit Präger Deutsche Zeitung Bohemia meint, daß eS vielleicht bald wieder deutsche Straßennamen in den beiden Regierungsblättern gibt, wenn diese ftischsreie Uebe?setzung«mcthode Schule macht, und daß es' dann auch mit der Unübersetzbarst von Praha und Karlovy Baris ein Ende hat. Ein Iiönig, der sein Reich verkaufen wollte. Die Wiener „Historischen Blätter" brachten vor einiger Zeit einen Artikel auv der Feder des bekannten Historikers Pribra«, worin dieser an der Hand von Briefen erzählt, daß König Milan Obre-nov l im Jahre 1887 sein Königreich, zum Entsetzen der österreichischen Staatsmänner selbst, der alten Doppelmonarchie zum Kaufe anbot. Dazu schreibt dir Beograder Radikal: „Als hier in Bcograd diese Geschichte gelesen wurde, fragte man einen früheren Ministerpräsidenten, ob sie wahr sei. Dieser anlwor-»et« lakoniich: Leider, st« ist wahr!" Da« sprechende Bild. Ein technisch be-dmtsameS Ereignis wird auS Berlin gemeldet. Die Deutschen Bogt, Engel und Musolle haben ein Ruh«eSblatt in die deutsche Technik geflochten, indem sie den sprechenden Film erfunden haben. Am 17. September wurde die neue Erfindung vor geladenen Gäste» in der Slhambra in Berlin vorgeführt. Alle bisherige» versuche, Phonograph und Kinewa'ograph zu einem zu verschmelzen, so daß man ans der Leinwand den Schauspieler nicht nur sehe, sondern li liier Zeitung gleichzeitig auch reden höre, scheiterten, weil es nicht gelang, die beiden Vorgänge, d. i. die Bewegungen de« Mundes und die Sprechwellen so gleichmäßig im Takte zu halten, wie dies unsere empfindlichen Sinne ersordern. Die drei genannten Meister haben nun das Problem auf einem ganz neuen Wege ge-löst, indem sie auf die Verwendung des Phonogra-phe» vollständig verzichteten und für die Ausnahme der Sprache neue pholoelektrische Methoden anwen-deten. Bis auf ganz lleine Mängel ist die Erfindung ein Meisterwerk technischeil Können», denn die aku> ftische Wiedergabe im Film stand bei dieser erste» Vorführung fast aus gleicher Höhe wie die optische. Durch den sprechende» Film dürste ein großer Wandel in der Filmindustrie hervorgerufen werden. Der Film war bi« nun international. Sprachlos wie er war, kannte er keine Grenzen. In Zukunft wird er sich auf sein eigene« Land beschränken müssen oder sich höchsten« in gleichsprachige Länder wagen. Gestern der Segelfliig, heute der redende Filmt Wieder «in Lichipuakt in der herrschenden Finsternis sür die Deutschen. Der Ferienaufenthalt der Franzosen am Rhein. DaS Pariser Journal de« Debai«, in dem das ausgeblasene Herumstapsen der französischen Sieger, d. h. der französischen Hinz und KunzeS, am deutschen Rhein eine Art von Scha« aufgelöst hat. (schreibt in einer seiner letzten Folgen: »Man veranlaßt die Franzosen, ihre Ferien im Rheinland zu verbringen. E« ist ein entzückende« Land: schöne Wälder, angenehme Gebirgszüge, behagliche Badeorte mit guten Hotels und guter Musik, alle« spottbillig. Wo gäbe e« bessere Bedingungen sür den Sommer, ausenthalt? E« soll da« auch eine vorzügliche Pro paganda sei», um den Friede» zu festigen. Aber da» zu müßte man die Reisenden auswählen und nur gut erzogene Leute hinschicken. DaS ist natürlich schwierig, und so gibt e« unler der Wolke von Touristen, die sich auf di« Rheinstädte niederläßt, eine Menge Flegel, die die Miene deS Siegers zur Schau tragen. Natürlich fallen diese Leute am meisten aus. Andere wieder, die nicht ans Reisen gewöhnt sind, halten e« sür eine Beleidigung, wen» man sie nicht versteht. Sie sind erstaunt, daß ein Volk, dem sie die Ehre khre« Besuches schenken, nicht auch ihre Sprache spricht. So beschimpfte eine französische Fa-milie aus dem Süden eine» Bahnvorsteher, der ihr nicht den „traingue de Barmaingue" sagen konnte. Wahrscheinlich würde man fie in Pari« ebensowenig verstanden haben, aber in „Wiessabadaine", d. h. Wiesbaden, faßten sie da? als Beleidigung auf und schrien laut nach dem Wachthabenden, um sich über so bösen Willen zu beklagen. Ander« wieder ver« sorgen sich nicht mit genügend deutschem Gelde, um ihre Rechnung bezahlen zu können, und beschimpfen dann diesen „Dieb von Boche", der 15V Mk. sür eine Flasche Wein verlangt, ohne zu bedenken, wie unerhört billig daS sür sie ist." Der goo in Berlin gesperrt. Der be-rühmte Berliner Zoologische Garten wird über den Winter gesperrt. Wen» nicht bald ausreichende Unter-stützung vom Staate oder der Stadt Berlin erfolgt, wird der gesamte Tierbestand verkaust werden und der uuter dem Namen Zoo in der ganz-n Welt be-kannte Berliner Tiergarten wird ausgehört haben zu bestehen. Sport. Fuhball DaS wegen de« eingetretenen Hochwasser« am 1. Oktober 1922 nicht abgehaltene Meisterschaftsspiel findet am 8. Oktober um vier Uhr nachmittag« am Sportplatz Felsenkeller statt. Die am 1. Oktober auf dem GlaciS abgehaltenen Trainin.spiele gegen Sv^boda und S. K. Celje zeigten die Athletiker in ganz guter Form, waS aus ein schönes Cpi-l schließen läßt. Wirtschaft und Verkehr. Wie uns die Kulturwelt einschätzt. In einer der letzten Folge» des Ljubljanaer Elo» venec lesen wir unter der obigen Aufschrift: Devisenverordnung folgt auf D.visenverordnung. Dieses EhaoS zieht unsere Wirtschaft, besonder« aber Handel und Gewerbe, i» immer tiefer« Zerrüttung. Die äußere Welt, die scharfe Augen und feine Ohre» hat, verliert jedes Vertrauen in Jugoslawien. Nach-folgende« Dokument mag sür sich sprechen: Ein großes Ljubl>anaer Geschäftshaus empfing gest-ru von der Fabrik 6uric!»i Trobafo — Jntra (am Laggo Magg'ore) folgende Zuschrift (oie zitterte» Zeilen sind im Slovenec in deutscher Sprache an-geführt): „Jr Erwiderung ans Ihr geehrtcZ iRu«m«t 81 Schreiben vom 21. l. M. sind wir leider gezwungen, Ihnen mitzuteilen, daß wir prinzipiell nicht voll« ständig ungedeckt nach dem Balkan liefern und wir infolgedessen Ihren Auftrag annulliert haben. Wir bitten Sie, uns die Ihnen übersandte Faktura zu-rück zu schicken, da dieselbe unter solchen Umständen sür Sie keinen Wert hat---* usw. Die Golddeckuno der jugoslawischen Banknoten. Den Blattern zusolge beabsichtigt der Finanzminister eine Abänderung deS Gesetzes Über die Konzession der Nationaibank, dahingehend, daß dies« ermächtigt wird, daS Banknoienkontingent statt aus den dreifachen aus den fünffachen Betrag der Metallbedcckung zu erhöhen. In den Kreisen der Bankaktionäre steht man jedoch dieser Absicht abllh-nend gegenüber, da von einer neuen Banknoten-Inflation eine weitere Beeinträchtigung des Dinar-kurscS besorgt wird. Auszahlung der 20^igen Bons. Die Beograder AmiSzeitung meldet, daß die 20 zeigen Bons in folgender Weife eingelöst werden: Die Bons über 1000 Kronen werden in SiaaiSanleihen umgewandelt und tragen 3 Prozent jährlich. Sie werden vom Staate im Laufe von l3 Jahre» omortisi rt. Die BvnS, die weniger al« 1000 Kronen betrage», werden im Lause der Jahre 1922/23 bis zu einer Summe von 25 Millionen Dinar eingelöst. Die endgültige Einlösung dieser BonS erfolgt bis zum 31. Dezember 1923. Auf der Suche nach neuen Finanz-quellen. Auf einer der letzten Ministerratssitzungen fanden besondere Beratungen hinsichtlich neuer Fi-uanzquelle» statt, die merkwürdigerweise infolge der Aktion gegen die Teuerung notwendig geworden sind. ES soll mit aller Macht daraufhin gearbeitet werden, daß schon im Oktober die Ausgleichung und die Erhöhung der Grundsteuer, deren Ertrag auf l Milliarde Dinar geschätzt wird, und die Erhöhung der VerzehrungSsteuer aus Alkohol Gesetz werde». Die Obsternte in Slowenien. DaS Obst aller Arte» ist in Slowenien Heuer äußerer« dentlich gut geraten. Man rechnet mit einem Erträgnisse von 4000 Waggon. Ausländische Käuser fanden sich bi« dato noch nicht ein. Aus Oesterreich ist nicht zu rechnen, da e« selbst Obst genug hat, wohl aber kommen Deutschland — besonder« Württemberg — in Betracht, wo unser Obst gerne gekauft wird. Die jugoslawische Kohlenförderung. Nach einer amilichen Statistik hat die kohlenför-derung im Jahre 1921 den Vorkriegsstand bereit erreicht. Besonders stark war die Vermehrung in Serbien und Bosnien. Die gesamte Forderung be-trug 3 Millionen Tonnen. Hievon entfallen 40 Pro-zent auf die Kohlengrnben in Slowenien. Die För» derung in Serbien betrug 401.472 Tonne», daS sind mit 60.000 Tonnen mehr, als i« Jahre 1920 und «it 150.000 Tonnen mehr als im Jahre 1913. Die bosnischen Kohlengruben lieferten 915.535 Tonnen, 100.009 Tonnen mehr alS >« Jahre 1920. Die wenigste» kohlen haben Kroatien und Slawo. nien, deren vorjährige Förderung 359.130 Tonne» betrug. Sonderzüge aus dem Auslande zur Frankfurter Herbstmesse. Wegen der großen Zahl von Kaufleuten, die sich in Oesterreich und m den Balkanländern zum Besuche der diesjährigen Frankfurter Herbstmesse vom 8. bi« 14. Oktober entschlossen haben, werden auf der Strecke Wien— Frankfurt zwei Sonderzüge fahren. Die beiden Züge verlassen Wien am 5. bezw. 7. Oktober und treffen am 6. bezw. 8. Oktober mittags in Frank-surt ein. Um den Mesfebefuchern jede Unbequemlichkeit zu ersparen, hat daS Meßamt bei den Grenz-behörben erwirkt, daß die Paßabferligung und die Gepäckrevision im Zuge erfolgen. Ein weiterer Sonder-zug wird am 7. Oktober die Gäste au« der Tscheche-slowalei befördern, während der Schlafwagen-Sonder-zug aus Skandinavien am 9. Oktober in Frankfurt a. M. erwartet wird. Italien und die Schweiz haben für Besucher der Frankfurter Herbstmesse bekanntlich die Fahrpreise beträchtlich ermäßigt. Ei« werden durch Verstärkung der zahlreichen guten Berbin-düngen mit Frankfurt a. M. sür reibungslose Be-wältigung deS größeren Verkehres sorgen Auch die Züge aus Holland, da« mit Frankfurt o. M. eben-falls vorzügliche Verbindungen hat, werden verstärkt werden. Nicht Stinnes. fondern Ford. Dieser Tage verzeichnete di« slowenische Presse die Nach-richt, daß StinneS in Sendraschitz bei Soli» Grundstücke kaufen wolle, um eine Autowobilfabrik zu er» richte». Wie es sich nun herausstellt, hat dies« Gruno-stücke nicht StinneS. sondern der bekannte amerika-n-sche Automobilsabrikant Ford gekaust. Ford wird aus den Grundstücke» eine groß? Automobilsabrik errichte». Rummer 81 Eillier Zettu»z 1 Stile 5 Eingesendet. (#tr Form und Inhalt des m dirs« Mbrik Enthaltenen übernimmt dir Schriftleitmig leine Verantwortung.! Die Geschichte einer Sequestrierung. Kurz nach Dotinarl Erscheinen berief der Herr „Gras-seine Mitbesitzer zu emer privaten Besviechung, deren Kern die Frage war, ob sie Jugoslawen ooer ^ esterreicher seien. Sie bejahten erstere». Denn nach dem Gesetze vom Jahre 1896 waren sie all dort gebore» (1876 und 77 automatisch zuständig geworden und hielten eine Opturung für über-Aussig und sinnwidrig, lieberdiel besahen sie seit jeher die Heimarscheine der jugoslawischen Gemeinde! Auch Recht!-konfulenten hatten ihnen gerate». keinelfalll zu optieren, da sie jg unbedingt Jugoslawen seien und auch die Bezirk!-hauptmannjchz't teilte dies« Ansicht. Economo riet indessen seinen beiden „Frennden" in „wohlwollendster Weise", fie moaen aus jeden Fall, wenn sie c! nicht schon eo ipso seien, Oesterreich« werden, denn als solche hätten sie Gelegenheit, den MmoritätSschutz in Anspruch zii nehmen; dann werde auch er all Italiener auftreten, 'auf diese Weise könne man dw Slowenen und Serben von außen her beikommen. Merk-würdig, wie solidarisch er sich zu geben verstand! Dolinar führte Sitzmige« ein. an denen alle drei Eigentümer teil-nehmen und angeblich ihre Wohlmeinung über die Wirt-fchaftlfvrm abgeben sollten. Bei der ersten Sitzung hatte er gleich „Strafen" versprochen, bei der nächsten versprach er einen Wirtfchaftlplan für die Ökonomie und für den ,?orst vorzulegen und bei der x-te« Sitzung fragte er jeden Besitzer einzeln über seine Staatszugehöngkeit aus. Die Ruhe und Sicherheit, mit der sich Cconomo als Italiener bekannte, vervollständigte dal Bild. Die beiden Gagern aber sagten, ihre Staatsbürgerschaft s« insoferne noch unentschieden, all sie nicht wüßten, ob sie nicht nach Deutschosterreich optieren würden. Sie betrach-teten sich also bona side all Jugoslawen. Ob dal Sitzuna«-Protokoll auch in dieiem Sinne geführt wurde, dal wissen die Götter; ebensowenig wußten die i^azern auch, ob der angebliche Fragebogen über die Staatlbürgerschaft echt oder »«gespiegelt war. Dolinar drehte ihn in seiner Hand umher, i«gte ihn aber nicht. Kurz hieraus berief Economo seine Mitbesitzer wieder zu sich und gab ihnen den wohlmeinenden Rat. sich ja um Gottes willen m nichtl gegen Dolinar auf- 34) (Nachdruck verboten.) Aas Hrandhotel Waöylon. Koman von Prnold Kennet!. »Sie haben Ihr Geld bereits bekommen." — »alt und unerbittlich Hangen die Worte an« Mtß Spencers Mund. »Ich brauche noch einen Tausender." ,Jch habe ihn nicht." »DaS werden wir sehen." Prinz Aribert hörte daS Rascheln eine« Kleide«, dann wurde eine Tür zugeschlagen. Der Lichtstretf, der durch die Türspalte gedrungen war, verschwand. 8t machte die Türe ganz auf. DaS Zimmer war dunkel und rffmdar leer. »Jttzt Ihre Latente," sagte der Prinz eifrig, nachdem er Racksole den Inhalt deS Gespräche« mitgeteilt hatte. Racksole zog die Laterne aus der Tasche seine» StaubmantelS und zündete fie an. Das grelle Lichl lief über den Boden. „WaS ist das?- rief der Prinz plötzlich aui und wie« auf den Boden. Die Latente beleuchtete ein sonderbares Gitter zu ihren Füßen, durch welche« man in einen «eller sehen konnte. Beide knieten nieder und spähten in den unterirdischen Raum. Aus eine» zerbrochenen Stuhl saß regungslos ein junger Mann. Seine Augen waren geschlossen, sem Kopf ruhte schwer aus der Brust. Im schwachen Schein der Laterne hatte er da« leblose und gespenstige Aussehen einer Leiche. „Wer mag das sein?' fragte Racksole. .Es ist Eugen," antwortete der Prinz kaum hitbar. * * * Siebzehnte« Kapitel. .Eugen!" rief Prinz Ändert leise. Bei« Alange seines Namens hob der junge Mann schwach t>«v Kopf und starrte zu dem Gitter empor, das ihn von seinen beiden Rettern trennte. Doch seine Züge verrieten kein Erkennen. Einige Sekunden starrte er geistesabwesend und verständnislos hinaus, seine Augen blinzelten beim Scheine der Laterne — dann sank sein Kopf wieder auf seine B'ust zurück. Er trug einen dunklen Reise-onzu^, und Rackwle bemerkte, daß der linke Aerwel zerrissen und seine Schulter mit schmutz bedeckt zulehne«, denn er sei allmächtig, in Laibach brillant angeschrieben und wolle unl alle drei am liebsten hinauswerfen. Anderseits aber sei er ein sehr tüchtiger Mann, der die Wirtschaft überall heb« und ihm versprochen habe, dal Gut werde in 8'/, bis 4 Jahren sehr viel abwerfen! Einstweilen müsse gespart werden und die Besitzer hätten auf nicht! zu rechne»! (Die >?rage, wovon die «Sägern« leben sollten, wurde offen gelassen und ist ja auch Nebensache; ebenso wurde nicht gesagt, wem dal Gut die Ertrage abwerfen werde. Auch Nebensache I) Wie gut sich Economo mit Tolinar verstand, dessen Photographie er auf seinem Schreibtische stehen hatte, geht daraul hervor, dah er ihn alle Augenblicke zu sich zur Tafel lud. bei welcher i^elegenheil sich dir Ränte und Plane jeden-falls besser aushecken ließen. El war auch charakteristisch, daß nach jeder derartigen „Einladung" am nächsten Tage vom „drfavno apnmteljitvo- irgendein schriftlicher lllal an die Gagern herabgelangte, in welchem ihnen die schlinge etwal enger um den Hall gelegt wurde. So kam eine? Tagel die Aufforderung, alle Hühner au« dem Maierhofe zu entfernen und den Schweinestall und Hühnerstall im Schloßt, »fe auf-zustellen, da dort Platz genug sei. Ein andere! Mal kam die Aufforderung, die eigenen, selbst gekauften Wafferröhre« und Pipen unwiderruflich abschrauben zu lassen, denn el hieß: „nnjno rabimo*. Economo tonnte sich vom Fenster aus in! Fäustchen lachen, all er sah, wie der mühsam angelegte kleine »üchengarren seines Mitbesitzer! ohne Wasser blieb und sich sein Herzenskind mit den Privatiack>e» eine beaueme Wasser-lettung zu seiner Behausung, also sür Privat,wecke und Be quemlichkeit, errichtete. (Tie Reihe solcher Bosheiten ist zu lang, um sie aufzuzählen. Betont muh aber iverden, daß solche Aufträge immer im Tone de! kategorischen Befehle! ergingen und daß schon * priori sür jede Widersetzlichkeit eine Strafe angedroht war,. Der krasseste Fall verdient aber dennoch eine Beröffemlichuna, weil er den Mißbrauch der Amtsgewalt und den Einfluß Economo!, unter dem Dolinar stand, allmdcutlich darlegt. Im Jagdhause Bukowina befand sich ein« Zimmereinrichtung mit komplettem Zubehör an Koch geraten, Decken, Polstern, Vorhängen, Toilettegegenständen, Uhr, einigen Dekorationen usw. Diese ganze Einnchtung inklusive der Möbel hatten sich die Gagern! selbst machen lassen, teilweise sogar eigenhändig ausgearbeitet und mit Brand-maleret verziert. Deckeü. Spiegel, Uhr, Kämme, Bürsten u. dgl. waren eigen! für einen jungen verwandien Herrn angeschafft worden, der dort im Abirge Erholung finden war. Sein Kragen war zerknüllt, die braunen Schuhe off-n, eine Reisemütze, ein Taschentuch, ein Teil einer Uhrkette und einige Goldstücke lagen am B»den verstreut. Racksole suchte mit der Laterne alle Winkel deS Kell.rs ab, fand aber kein anderes Möbelstück, alS den zerbrochene» Sessel, auf de» der Erbprinz von P. saß, und einen kleven Tisch, auf dem eine Schüssel un» ein Teller standen. «Eugen!" lies Prinz Aribert noch einmal, doch diesmal antwortete sem unglücklicher Neffe in keiner Weise auf den Anruf. „Vielleicht kann er uns nicht deutlich sehen," sagte der Prinz zu Racksole. „Aber er muß doch Ihre Stimme erkennen?" Die beiden Männer sahen einander schweigend und zögernd an. Beide wußten, daß sie in den Keller grfangett und Prinz Engen daraus befreien mußten, und beide fürchteten sich, daranzugehen. .Gott sei Dank, daß er nicht tot ist," sagte Aribert. „Wer weiß, ob er nicht noch in einem fchlim-mcren Zustand ist." enigegnete Racksole. .Schlimmer als — was »einen Sie?" „Ich meine — er könnte verrückt sein." .Kommen Sie!" — Ändert stieß die Worte fast zu laut helvor, mit einem plötzlichen Ausbruch von Willensstärke und Tatendrang. Er entriß Rack* fole die Laterne und stürzte in das finstere Zimmer, in welche» die Unterredung zwischen Miß Spencer und der Dame im roten Hat stattgefunden hatte. Einen Augenblick lang rührte sich Racksole nicht vom Fenster fort. „Kommen Sie." sagte Aribert in be-fchlShaberischem Tone, „wovor fürchten Sie sich?" „Ich weiß eS nicht,' murmelte Racksole dumpf. „Ich weiß rt nicht." Dann folgte er zögernd Prinz Aribert in das Zimmer. Auf dem Kamin standen einige Kerzen, Racksole zündete sie mechanisch und gedankenlos an, nnd die beiden Männer sahen sich in Ihm Raume um. Das Zimmer bot keinen ausfallenden Anblick, e» war eben ein gewöhnliches, kleine«, recht schädig eingerichtete« Zimmer. Ueber einer Sessellehne hing der GesellschastSanzug eine« Mannes. Die Tüie war geschlossen. Prtitz Arib.-rt drückte auf die Klinke, die jedoch nicht nachgab. „Es ist abgesperrt, offenbar wissen sie, daß wir hier sind." „Unsinn," sagte Racksole barsch, „wie könnten ste das w ssezi?* Er griff nach der Klinke, drückte fest aus die Türe, und die Türe ging auf. Dieser kleine Erfolg schien Racksole beruhigt zu haben. ES war ein son-derbarer psychologischer Vorgang, daß der bloße Anblick eine« hilflosen GekchöpfeS in eittc« Keller zwei unerschrockene, jktft Männer vor Euts'tz n sollte. Weder Stopar «och Dolinar hatten mit Wissen der Mitbesitzer diese Sachen inventarisiert, sehr verspätet hatten die Gagern! erfahren, daß Stopar im Auftrage Economo« einem Brautpaare diefel Zimmer für die Brautnacht zur Berfüguug gestellt hatte und daß Förster und andere fremve Personen ohneweiterl die privaten Sachen benützten. All nun htevon Scnutnil bekamen, beeilten sie sich, di«s« gesamten, ihne« allein gehörige» Sachen fortzuschaffen und in Sicher-heil zu bringe«; sie bestellten einen Fuhrmann, ließen die Sachen ausladen und zum Schlosse in ihre Privaträume bringen. Zufällig kam Sequester Tolinar gerade dazu, all die «achen verladen wurden, sah sich im leeren Zimmer um und bedauerte, daß der Raum so leer und öde aussehe. Er gab den Eigentümern jedoch recht, blieb mit ihne« zwei volle Stunden im Ge'prache, ohne auch nur ein Sterben»-wort de! Widersprüche! zu erheben. Nach einigen Tagen, nachdem Economo die Sache schon erfahren und seine« Be-fehl an Dolinar hatte ergehen lassen, kam von letzterem an die Gagernl die (christliche Aufforderung, innerhalb 48 Stunden alle! wieder unwiderruflich an Ort und Stelle zu brin-am. Sie weigerten sich, machten Doliiuir persönlich Bor-stellungeu. daß e! doch ihr Prtvatgut sei. und dieser redete sich ganz offen atrf Economo« Wunsch au!. Jeder Recht!-kundige gab d<« Gagern! den Rat, sich diese Wegnahme entschieden nicht gefallen zu lassen, da man ihnen sonst dem-nächst zu Gunsten Economo! noch die Leintücher aul de« Betten ziehen wiirde. ZU! sie sich jedoch nach einer noch maligen kategorischen Aufforderung der Auslieferung wider setzten, wurden ihnen die Sachen ut den Privatzimmern mit Gendarmeriegeivalt genommen und nachträglich die Rückbe-förderung zum Jagdhause im Konto angerechnet. Die eiirngc Genugtuung, die ihnen wurde, bestand darin, daß die Exe-kutivorgane selbst ihren Abscheu und die Empörung über den Vorgang deutlich zur Schai» trugen, all sogar die An!-folgung von Nachttops, Kopfbürste, Rasierfpiegel. Speise behättern :c. verlangt wurde. Der Leser wird sich die Gefühle der „Exequierlen" vorstell«« können, all ihnen, den im Hause Geborenen, Angestammten, vor der gesamten Zu-schauerschaft des Economo-Gesindel unter Hohnactächter ihr Privateigentum zu Gunsten eine! „vornehmen Ausländer!" entrissen wurde. Und der Rechtstitel? ? Bad Aigen in Bayern, am LS. August t»Z2. Nikolaus Gager«. lahmen konnte, un» doch war eS so. Allmählich überwanden sie den Schrecken. Im nächsten Augen-blick waren sie beide im Stiege»hau«. Sie öffneten die HauStüre und spähten die Straße entlang, ohne ein menschliches Wesen zu entdecken. Die schwach beleuchtete Straße kam ihnen seltsa» unheimlich vor. „Sie ist fortgegangen, da« steht fest!" — Racksole meinte die Schauspielerin. „Glauben Sie, daß Miß Spencer ihr ge« folgt ist?" - „Nein. Sie würde e« nicht wagen, das Haus zu verlassen. Lassen Sie uns jetzt Die Kellerstiege suchen." Glücklicherweise war die Stiege bald gesunden. Schweigend erqriff Racksole wieder die Laterne und ging voran, Prinz Aribert folgte ihm. Am Fuße » der Treppen war ein kleiner Ganji, und in diesem Gange hockte eine weibliche Gestalt. Ihre Anqen funkelten wie die einer Katze. Es war Mlß Spencer. Sie schien halb a« Boden zu knien und hielt etwaS in der Ha»o. da« wie ein Dolch aussah, sich aber als ein höchst prosaische« Brotmesser entpuppte. „Ich habe Sie gehört!", kreischte ste, .gehen 'sie fort von h'erl Sie dürfen nicht herkommen!" .Hören Sie mal, Miß Spencer, ich glaube dieser Narrentanz hat lange genug gedauert," sagte Racksole gelassen. „Sie sollten daS Spiel lieber aufgeben, oder wir sind gezwungen, Sie fortzuschleppen.' Die Laterne in der Hand, schritt er gelassen auf sie zu. Ohne ein weitere» Wort hieb sie mit dem Meffer nach seinem Arm, und die Laterne siel zu Boden und erlosch. Racksole stieß einen Schrei au«, wehr aus Wut al« aus Schmerz, und trat ein paar Schritte zurück. Im Dunkeln konnte mau noch immer da« Fankeln ihrer Raubtieraugen sehen. „Ich sagte Ihnen doch, Sie sollten nicht her-kommen! Packen Sie sich!" rief da« Weib. Racksole lachte auf. ES war ein seltsames Lachen, doch er konnte e« nicht unterdrücken. Es kitzelte seinen Sinn für Humor, daß diese« Frauenzimmer ihn und Prinz Aribert mit einem Brotmesser am Bordringen hindern wollte. Er züntete da« Licht in der Laterne wieder an und stellte sich vor Miß Spencer hin. „Ich werde Sie nicht durchlassen," sagte sie fest entschlossenen Tone«. „Oh doch, «eine Liebe, da« werden Sie!" — Racksole zog seilten Revolver au» der Tasche und spannte den Hahn. — .Legen Sie dieses Spielzeug fort/ befahl er. „Nein!" sagte sie. (Fortsetzung folgt.) Geilt 6 Stlltet Aeitsag Nummer 81 : Hotel-Restaurant: Halbtuidl * ITTaribor Im Zentrum der Stadt gelegen. :: Jeden Sonn- und feiertag :: Salon-Konzert Vorzslgl. frisches Höher Bier vom sah. — Hb Samstag gelangt die Jahringer Perle 1921 uom Stift Jahringhot zum flusldianbc. (Bei der Weinausftellung Maribor prämiiert.) * Bürgerliche Küche. * Zu frcundl, Besuch? laden ergeben«! | flndr. Halbaidl samt frau. 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Freiwilligen Feuerwehr von Laiko, den Herren Singern (für die Ahsingung der trostreichen Trauerchöre beim Trauerhause und am offenen Grobe, den Spendern der herrlichen Blumen sowie allen die den uns allzunchnell Kot-rissenen aas seinem letzten Wege begleiteten. L a « k o , am 3. Oktober 1922. Die trauernden Hinterbliebenen. fttUft ZAUNE ÜBERALL zv MAßEN Wein beste Vrtacsr Oebirgswsias liefert um billigstes Tagespreis: Woisiwein je nash Qualität von 9 bis 11% 9—12 Kr., Rotwein 9 bis 11* 9—10 Kronen. Für di« bevorstehende Weinlese empfehle ich meine Fresserei mit Motor- und Spindelpressen zu koulontesten Bedingungen. Carl Thier, Weinprodozent und Weinkonaüssionir in Yrsac, Banst, Wilaongasse 4, Telephon 146. Lungenschwindsucht. Dr. l'eiulk ordiniert für Langenkranke ausser Dienstags und Freitags tiglich in Sv. Jurij ob j. z. bei Celje. Leset seine 3 Bücher über Lungenschwindsucht. SS Einladung zum Mein lese # fest # Sonntag, 8. 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