Deutsche Macht (KrnKer „LiMer Zeitung"). _____ __— -------- ------- trllrtit (rtt* »«wierltci Bit (itgtl| »,r,,»S i»d lofirt fit Sivt mil Z»«»I,n, In« H«»» monallii* ft. — JA. »>nlkljli»n> |t. 1^», 6alt|ä»t\i B. ». 9Mpip«4«»dri Rnhtt!. «»Irndttl 3ni««u lac »nid »lau «3» trntm6»« fcM«ftT.fiJ.(S»e.^u1en^lt»ken mcht beruSkchtt4«t. Nr. 58. Cilli, Sonntag, den 20. Juli 1884. IX. Jahrgang. Me kch die Magyaren, Tschechen. ?olen und übertianpt alle nicht deutschen Stämme chelicrreichs die Kreilieit denken! C?tite 3tubic.*j 111. Tie österreichische» Staatsmänner haben schon viele Fehler gemacht. Allem es giebt so lange Oesterreich besteht, nicht viele, d«e nach Bedeutung und Tragweite den letzten Fehler übertreffen, den Ausgleich mit Ungarn. Vor Allem ist der Aufdruck „Ausgleich" für Abmachungen mil den Magyaren garnicht vasicnd. Esistder erste schwere Streich zur Zerstörung Oesterreichs a l S Gesammtstaat. Auch handelt es sich dabei zar nicht um Ungarn als Satt b, wndein um Die Magyaren als R a c e. Oesterreich bat mit biticr Race als solcher paktirt. Die Aiagyaren hatten ja gar kein Recht und keinen Auftrag im Namen Ungarns, das ihnen nicht, und im Namen der ungarischen Kronlandcr, die ihnen «zch weniger geHorten, zu unterbandcln. Sie kamen als Nationalität, ließen sich die übrigen Nationalitäten Ungarns und der lutzarischen Krouläuder überantworten, um sie 5« mmatiotialifircit und zu beberrschen. Jener unselige „Ausgleich" ist also kein A u s g l e i ch. Wohl aber ist er die staatsrechtliche Aufmunterung desselben Na-tionalzwiespalteS, den er beseitigen sollte! Er giebt nicht nur einerNationalität, welche die Freiheit ausschließlich national (in idnm Sinne) deutet, die Macht in die Hände, welche man dem Gesammtstaar Oesterreich a b» Von dem Bersasfer der Studie m Oesterreich". „Das Teutschthum Aie Lntüer seine >tätOc nahm. (Räch primären Quellen.» An einem Herbstnachmitlage 1524 ging im Harten des Klosters zu Wittenberg ein Mönch zwischen den Beeten hin. Unkraut jätend. Eigentlich adcr war es kein Mönch mehr, denn das Kloster war bis auf ihn und einen alten Die-»er verlasskn. Der gewesene Mönch war Martin Lmd». Er trug einen weilen Rock von brau-nem ledersarbenem Tuche. Wer hätte in diesem Manne den düsteren Stollbruder wiedererkannt, der ehedem, abgezehrt und entkräftet von Nacht-wachen und Seelenkämpfen, in Wurms vor Kaiser und Reich gestanden, von den römischen Prälaten mit Schimpf überschüttet, von der Majestät selbst mit Verachtung behandelt? Den Sieger vom Reichstag, der angesichts der ersten Häupter des Reichs „dem Bahemot in sein Maul, in seine große» Zähne trat ?" Noch war er beschäftigt, seine Knrbisrauken avfzobinden, als der pommersche Doctor Bu-genügen in den Garten trat. „Rathe, was ich Dir bringe \" rief der Toctor scherzend. .Du Dich mir selbst," lachte Luther, „das iit mir das Liebste." „Nun," fuhr Bugenhagen schelmisch fort, «das Accidenz ist auch nicht bitter." Er zog einen Beutel mit Goldgulden aus der Tasche. Das sind 100 Gulden. Ein vornehmer sprach, indem man sie ihnt e n t r i ß; er ist auch ein verhängnißvolleS Beispiel für die übrigen nichtdeutschen Nationalitäten, vom Gesammtstaat, ohne Rücksicht aus sein Bestehen, zu erpressen, waS irgend möglich scheint. Dieser Ausgleich inuß verderblich wirken: nach recht», nach links, nach oben, nach unten. Schon in formeller Beziehung ist der Ausgleich ein Widersinn. Der G e s a m m t st a a t O e st e r-reich kann die Provinzen Ungarn und Böhmen ganz aus dem Staatenbund entlaffen: er kann sie in der Eigenschaft völlig selbstständiger Staaten freigeben : aber er kann die politischen und staatlichen Naturgesetze nicht wegdecretiren, indem er ein Staatengebilde mit zwei K ö p s e n schafft. Alle lebendigen Dinge^ mit zwei Köpfen heißen Mißgeburten. So ist es überall. Man zeigt sie als Ausnahmen für Geld, conservirl sie zuletzt in Spiritus und läßt sie als Belege dienen, daß die Natur sich auch hie und da einmal verirren kann. So lange es aber Geschichte giebt, hat man noch nie einen solchen doppeltöpsigen Staat gesehen. Er ist eben ein M o n st r n m. Man könnte fast glauben, daß man die siamesischen Zwillinge ins Staatliche übertragen wollte! Erkennt man nicht an diesen bedauerungswerthen Geschöpfen, daß sie nur existiren können, wenn sie sich zehnfach als Brüder fühlen, wenn eins sich immer genau nach deut Andern richtet ? Und die Magyaren schloßen den Pakt nicht, um denn Gesammtstaat zu nützen, sondern um sich ihn« zu entsremden, um von ihm möglichst zu zehren, ohne ihn, das G e r i n g st e z u r ü ck z u-geben. Jene Zwillinge schuf übrigens die Natur vom Haus ans ; der Reichskanzler Beust, koppelte ein Staais-Jndividuum mit einem ihm angehörigen, jedoch widerstrebenden Gliede zu- sammen, und machte den Staat und das Glied gleichberechtigt, ja er verpflichtete den Körper, für das Gedeihen des Gliedes Sorge zu tragen, ohne daß dem Körper das Recht zusteht, dem Gliede die nöthigen Dienstleistungen vorzuschreiben. Ein solcher Ausgleich, ein solches Verhältniß ist selbst im kleinen bürgerlichen Leben auf die Dauer unerträglich, um so mehr i in einem Großstaate. Wenn man die Verhält-nisfe genau erwägt, so kommt man zu der Ueberzeugung, daß principiell ein Ausgleich zwischen Oesterreich und Ungarn gar nicht statt-finden konnte. Oesterreich war ein Staat und Ungarn eine Provinz deS Kaiser-staates Oesterreich. Nur ebenbürtige Staaten ichlteßen Vergleiche und Ausgleiche mit einander; nur sie können es. und Oesterreich konnte Un-garn höchstens Concessionen machen. Was da-rüber hinausging, negirte Oesterreich als Ge-sammtstaat. — Wenn zw-i Staaten einen Per-gleich schließen, der dem einen Staat Opfer auserlegt, so wird im allgemeinen der eine das an Macht gewinnen, was der andere ver-liert. Beim Ausgleich mit Ungarn hat man dieses Resultat nicht erzielt. Oesterreich ist dadurch als Gesammtstaat sehr geschwächt worden, ohne daß Ungarn auch nur entfernt im staatlich-selbstständigen Sinne ebenso viel gewonnen hätte. Das liegt darin, weil Ungarn kein Staat ist und doch staatliche Rechte aus-übt. Diese Zwitterstellung macht die Magyzren im europäischen Sinne und politisch so zu sagen, nicht wechselfähig, und Oesterreich muß dieUnter-schrist der Magyaren in vielen Dingen sür die sein i ge erklären, um den Magyaren so den nötlfi-gen Credit zu verschaffen. Ob das nicht in der Folge zum gemeinschaftlichen Bankerott führt muß die Zukunft lehren! So viel ist gewiß, daß die 5 Millionen Magyaren die 9 Millio- Herr, der ungenannt bleiben will, hat es mir zugehen lassen, damit ich es Dir übermittele. Du sollst Dir ein paar frohe Tage davon ma-chen." — „Da er nicht genannt sein will", redete Luther dagegen, „so kann ich ihm auch nicht danken, und muß es also wohl behalten. Alle Welt bietet mir Geld an. als würden mir Kohl« rüben und Rettige knapp int Kloster, und bin eS jetzo nur allein, der den Nießbrauch des Klosters hat." „Sind die Nonnen, so neulich hier angelangt. durch Dich alle versorgt? fragte der Doctor. „Gottlob! Diese neun Jungfrauen, die aus dem Kloster Nimprsch in Sachsen geflohen sind, haben mir argen Kummer gemacht. Zu-mal da die eine, Katharina von Bora geheißen, offenbar gemacht hat, sie sei durch das Le>en meiner Bücher dem Kloster abwendig geworden und so geflohen. Ich gab den Verwandten, wenn solche noch lebten, Nachricht von den Nonnen und so sind sie denn ab und nach Hause geholt worden. Die Bora aber habe ich im Hause des Bürgermeisters Reichenbach unterge-bracht und hoffe, sie in Bälde mit Dr. Glaz ehlich zu verbinden." Lulher sah bei diesen Worten seinen Gast nicht an, sondern in die Wipfel der Bäume. Der Pommer firirte ihn schärfer, es war ihm vorgekommen, als hab« die Stimme Luthers gezittert. „Martin," fragte jener, „man hat mich schon oft gefragt, da Du doch ledig geworden bist aller Rückficht gegen Rom. warum heira-thest Du nicht?" — Luther sah ihn jetzt an. „Bei dem Herzen, was ich in mir trrge, wird es wohl nicht geschehen, obwohl mich mein alter Vater und auch der Kurfürst von Mainz gar oft mit Worten dazu treiben. Aber erst recht gelt ich heute für etnen Ketzer und laufe stund-lich Gefahr vor meinen Feinden. Wie sollt ich das Gewissen einer christlichen Jungfrau be-schweren und sie meiner Gesahr mil aussetzen ?" Luther schritt aus dem Garten, und Bugen-Hagen folgte kopfschüttelnd, denn Luthers Mim war sehr ernst geworden. Sie betraten die Gasse und schritten aus die Wohnung Melanchthon s zu. Der „Lehrer Deutschlands" war in seiner Studirstube. hatte eine Elzevirsche Ausgabe des Demosthenes in der Linken und las darin. Mit seiner Rechten aber setzte er eine Wiege in Bc-wegnng. in der sein jüngstgeborenes Kind schlief. Melanchthon hatte den Eintritt nicht gehört. Luther blieb an der Thür stehen und vertiefte seine Gedanken in die Familiengruppe. Leise näherte er sich endlich der Gruppe, legte einige Blumen aus die Kiffen der Wiege und 50 von den erhaltenen Gulden. Da« Kind mochte etwaS Fremdes wittern und nng an zu schreien. Da 2 nen anderer Nationalitäten in den ungarischen Kronländern bei aller ihrer Energie und Rück-sichtSlosigkeit nicht 8 Woche» niederhalten könn-ten, wenn nicht Oesterreich hinter ihnen stünde. Oesterreich muß also hier gegen sein eigenes nächstes Interesse die magyarische Racenherr-schast und den nationalen Despotismus der Sbparen unterstützen. Das eigentlich Mißliche besteht dar»,, da^ die Großmacht Oesterreich mit der Provinz Ungarn, die CuUnr mit der Nichtcultur, da? hochstehende und stark: gkrnta-nischeElemeut mit dem uiedrigstehendeu und ichwa-chen magyarischen Element, die »ationaleToleranz mit der nationalen Intoleranz, die Knechtschaft Vieler mit der Freiheit Weniger, die volkswirlh-schaflliche und gewerbliche Entwicklung mit dein Rücksall in» Mitlelalter. die Herrschaft deS BürgenhumS mit jener des AdelS und endlich die Zukunft einer Großmacht mil der Gegenwart einer im Verhältniß zum Ganzen unbedeutenden Nationalität vertragsmäßig auf eine Linie gestellt wird. — Sollte dieser Ausgleich Oesterreich nicht uubediugt schädige», so war vor Allem erforderlich, daß auch die Magyaren ihn zu dem Zwecke schloßen, den Gesammt-staat neu zu kräftigen. Nun beweisenHun-d e r t e von Thatsachen, daß d i e M o« g y ' r e n den Ausgleich bloS als einen Anfang betrachten, u m sich vonOe st erreich ganz loszumachen. Man stndire ihre Tagespresse, die Reden ihrer Volksvertreter, AlleS läuft auf dieses Ziel her-aus. Ihre völlige Gleichgilligkeit gegen das Geschick des Gesamnitstaates in der gegenwär-tigen Krisis, ihre dieSfällige Schadensreude, nicht minder ihr wahrhaft empörendes Bestreben, die Verlegenheiten Oesterreichs zu ihren Gunsten auszubeuten, sind wuchtige Belege fiir^ die politische Falschheit und die poli-tischen Hintergedanken der Magyaren. Nur die jetzige Krisis nach allen Seile» in Betracht ge-zogen: so benimmt sich kein loyaler Theil, wenn das ganze derartige Gefahren bedrohen. Wer zwei gesunde Augen hat, der sieht da6 Tag für Tag; die Magyaren nehmen sich auch keine Mühe, sich zu verstellen. DerAuSgleich beruht also österreichischerseitS auf einem furchtbaren Wahn. DieMa-gyaren sind entschlossen, Ungarn mit ö st e r-reichischer Hilse von Oe st erreich loszureißen. Wer an ihre Loyalität und an ihre Liebe für Oesterreich glaubt, ist im gewal-tigen Irrthum. Dasselbe gilt, wie später ge-zeigt werden wird, von den Tschechen, Polen und fast allen nichtdeutschen Völkern Oesterreichs. — Dieschlimmen Folgendes Ausgleichs können zu Gunsten Oesterreichs nur dann gemildert werden, wenn die Deutschen, die ihnen vermöge „Z»«tsche ihrer Bildung, ihrer Macht und i h r e S R ü ck h a l t e s an den 45 Millionen Deutscher gebührende Stellung im Staate ge-wahrt bleibt. Sie sind das einzige Volk in Oesterreich, bei den, die Nationalität auS edleren Grün-den in den Hintergrund tritt, und bei dein sie nie einegemeineWaffe zurU uterdrücknnq a n d e re rN a t i o n a-l i t ä t e n wird. Bei den Deutschen kommt allem die Frage des Bestandes deS Staates in Betracht, alles Andere steht zurück Sie allein sind im Stande, die Nothlage des Staates zum Anlaß zu nehme», ihrerseits auf Manches, was sie erzwinge» könnten, zu verzichten, nie aber zur Schwächung des Staales beizutragen. D i e Deulfchen allein sind die Stütze des Staales; iver ihren Einfluß s ch w ä ch t, s ch iv ä ch t d e n S t a a t, der mit den Deutschen stehen oder fallen muß. . . . Ein deutscher Gekehrter über die Per-lmltnilse in Oesterreich. Die Lage der Deutschen in Oe st erreich und in Ungarn bildet das Thema einer Brosch üre, welche den bekannten Berliner Univer-> itäts Professor Wattenbach zum B e r s a s s e r hat. Es ist jedenfalls interessant, daß dieser hervorragende deutsche GeschichtS-forscher, welcher bisher, sern von dem Getriebe deS öffentlichen Lebens, nur seinen Wissenschaft-lichen Arbeiten lebte, sich plötzlich gedrungen fühlt, die bedrängte Lage seiner Stammes-genossen im Auslande darzulegen. Wir lassen hier die bemerkenswerthesten Stellen dieser Schrift folgen: „Schon 1848 hörte man viel von Miß-Handlungen der Teutschen in Böhmen; schon damals trat in Wien, dank der thatkräftigen Bemühungen deS D r. L o ch n e r ein Verein der Deutschen in Böhmen zusammen, der sich bald zu einem Verein der Deutschen in Oester-reich erweiterte. Es war die erste Ermannung der Deutschen gegen die Uebergriffe der Slaven, das Vorspiel des jetzigen Schulvereiues. Mannig-sach wechselnd« Ereignisse liegen dazwischen, welche ich hier nicht verfolgen kann; nur das muß ich berühren, weil es die heutige Sach-läge erklärt, daß die Niederlagen des Jahres 1866 in Oesterreich gewirkt haben, wie eine Niederlage der Teutschen daselbst. Hatte auch d«e Verbindung mit dem deutschen Bunde außer» ordentlich wenig wirklichen Einfluß auf die deutsch-österreichischen Lande, so bestimmte sie doch den Charakter der Regierung. Seitdem 1384 hat sich Alles geändert. Man hat ja lange von Nebergriffen der Tschechen gehört. Man sah mit Univillen, daß auch hohe Beamte denselben, nicht, wie eS sich gebührt, entgegentraten. Allein man schrieb das ihrer persönlichen Vorliebe für die Tschechen zu. Der Deutsche ist gewohnt, daß die Staatsgewalt oder ihre Organe Jedem gleiches Recht gewähren, oder doch gewähren sollen, mag er auch anderer Abstammung sein. Allein man weiß, daß andere Rationalitäte» nicht so empfinden und denken, daß bei vielmehr, wo die Nalionalität in Frage komm. ;edes Gerechtigkeitsgefühl aufhört. Adrr für )ie Monarchie selbst schien doch die deutsche spräche und Nationalität das einzig mögliche Biade-mitlel, die allein sichere Grundlage zu sei«. Es schien sohin 'elbstoerständlich. daß ta« überall verbreitete deutsche Element, fast über» all im Besitze überlegener Bildung, Strebiam-keil, industrieller. Thätigkeit, das Ganze zusam-inenhallen könne, stark durch Anlehnung an das befreundete deutsche Reich, start durch hö!)«t Cultur. Es schien so unmöglich zu sein, daß man das ändern wolle, daß ma» auch die Deutsche» mit Gewalt den centrisugalen Ele-menlen beigesellen wolle, an denen doch schon kein Mangel ist. ihren Culturgrad herabdrü-cken wolle, durch Zerstörung ihrer Schule», daß nur langsam, allmälig widerstrebend Cie Ueberzeugung sich Bahn gebrochen hat, daß eS wirklich so ist. daß wir nicht Ausschreitmi-gen einzelner Beanilen vor uns sehen, sondern eine überlegte Aenderung der Gesammtpolitik. ES ist nicht anders: Das deutsche Elen,-« gilt alS das unzuverläßigste. Man giebt ihm Hinneigung zum deutschen Reiche schuld. ;« welcher es doch nur künstlich hingedrängt wird. Auch für die katholische Kirche, und das ist vielleicht die Hauptsache, gelten die Deutsche» nicht mehr als zuverlässig, sondern als der Hinneigung zum Protestantismus verdachtig. wenigstens nicht unbedingt fügsam. Thatsache ist. daß der katholische Clerus. mag er deutscher Abkunft sein oder nicht, säst überall auf der Gegenseile steht." Die Folgen dieses Systems sind nur ;a sühlbar. Die Teutschen, welche früher, wrn auch in der Minderheu, doch an der Spitzt standen, auch in Pest, in Lemberg, in Prag, entbehren deS Rückhaltes, den sie früher an der Regierung hatten, und können sich der andrängenden Majoritäten nicht »,ehr erwehren. I» Wien selbst verwandelt sich in bedauerlicher Weise das Mißbehagen, die Unzusriedenheit nrn den bestehenden Zuständen, mit der Bevor-zugung der fremden Nationalitäten, der Aerger über den materiellen Rückgang der Hauptnadt, in Neid und Haß gegen das deutsche Reich. päpstliche Bulle ins Feuer warf, und wieder, als er im Reichsrage zu jener Antwort ge-drängt wurde, die „weder Hörner noch Zähiu habe". Er gab dem Bürgermeister und feiner Frau mit Gruß die Hand und wendete sich an Katharina. Diese war aufgestanden. Er ncüim ihre Rechte in die seine und begann mit kräftiger Stimme: „Muß ich mich gleich auch viel eher all eine alte heisere Dohle, denn als eine schlagende Nachtigall erachten, so hat doch Gott der Hm schon lange die Sehnsucht nach einem gute«, treuen Weibe in mich gelegt. Und da ich kürzlich wieder aus allerlei dräuenden Gefahren glücklich heimgekehrt bin') und mir die Einsamkeit ii meinem Kloster immer beschwerlicher wird, im# Ihr, holde Katharina, auch einsam im Lebe» steh», so frage ich Euch hiermit, angesichts Eurer frommen Pflegeeltern und meiner Freunde, wolltet Ihr Euch mir anvertrauen und ine« eheliches und treues Weib werden, da doch der Stand der Ehe ein guter, frommer und heiliger ist?" Katharina schlug die braunen Augen zu Boden und sagle so leise, daß eS der neben ihr stehende Luther kaum horte: „Ihr wißt eS ja schon lange, Herr Toctor. daß ich Euch gern haben mag und Euch vor allen andern als meinen Mann mir denke." *) Aus den Bauernunruhen. sah Melanchthon auf und bemerkte den Freund, grüßte ihn und den Pommer mit herzlichen Worten, nahm aber sogleich den Säugling aus der Wiege und trabte mil ihm summend das Zimmer auf und ab. Dem Pommer kam die Scene so komisch vor, daß er laut auflachte. Luther aber blieb ernst, und sein Auge folgte dem summ enden Freunde Schritt vor Schritt, der sein Liedlein endlich unt«rbrach und. immer noch mit dem Kinde wandelnd, sagte.' „Höre. Martin, ich war heute im Hause des Reichenbach und sprach mitKatharinav.Bora. Luther fuhr zusammen, gleich daraufschoß eine jähe Röthe über sein markiges Gesicht. „Nun," srug er, „will sie den Dr. Glanz zum Manne haben?" „Fälll ihr gar nicht ein," sagte Melanchthon mit pfiffiger Miene. „Sie will überhaupt keinen zum Mann. Sie meint«, es gäbe in diesen argen Zeiten gar keinen Mann mehr, der eine ehrbare Frau verdiene, seit — " Luther blieb einigermaßen verblüfft stehen und sah den Freund an. als wenn er nicht ver-standen habe. „Gar k'inen —" „Erlaube mir, Freund. Ich begann einen Nachsatz mil der Partikel „seit". Laß mich die Construction doch beenden. Es gäbe, sagte sie, keinen Mann mehr, seit sie einen gesehen hätte vor Kaiser und Reich stehen, wie er der Hölle sammt ihren Teufeln getroyet." .Nugas loqtieris!• rief Luther zornig und beschleunigte seinen Schritt. Sie betraten das Reichenbach'sche Haus. An dem eichene» Tische saß der Bürgermeister, die Hände auf dem stattlichen Bauch gefaltet und achtsam auf die Vorleserin lauschend, die jenem gegenüber saß. Es war Katharina von Bora, die hier als Klosterslüchtling Schutz und Pflege gesunden. Zwischen beiden saß die würdige Hausfrau, eine große Schüssel im Schooß und Erbsenschoten auskernend. Katharina war jetzt 26 Jahre alt. von hoher, schlanker Gestalt. Ihre Züge waren nach einem, an griechischen Formen gezüchteten Geschmacke nicht schön, denn die Backenknochen waren elwas zu stark entwickelt, dafür spiegelte sich in ihrem Gesicht ein so treuherziges, hausfrauliches Wesen, elwas Madonnenhaftes, wie man ihm nur aus den Bildern unserer deutschen Madonnenmaler begegnet. Sie las soeben den herrlichen Gesang des Meister HanS SachS „Die Wittenbergisch Nachtigall, so man jetzt höret überall." Als die Jungfrau des Doctor Luther an-sichtig ward, entsank ihren Händen das Buch auf den Tisch. Eine Blässe überzog ihr gut-müthiges Gesichl, dann stand eS aber im Nu in den Flammen der Purpurrölhe. Luther schritt mit kräftigen, Austreten vorwärts. In seinem Gesicht spiegelte sich jene Entschlossenheit ab, die es in jenen Stunden gezeigt, als er die 1884 Schon hört man bezweifeln, ob Wien noch kilit deutsche «ladt genannt werden könne ; ma-Mrische und slavische Sympathien gelten als Kennzeichen eines wohlgesinnten österr. Patrioten — eine beNagenSwerthe Verblendung, welche nur auS gekränktem Hochmuth und Unverstand ent-sprossen sein kann. Doch fehlt eS bis jetzt noch nicht an einer entgegengesetzten Strömung. Die Vorgänge in Ungarn und Siebenbür-stiii erscheinen Manchem als fern abgelegen imb uns wenig berührend — mit Unrecht, denn bei der immer wachsenden Bedeutung der Län-dir des europäischen SüdostenS ist cS keineswegs ohne Wichtigkeit auch in praktischer Hin» ficht, ob ein fester Stützpunkt der deutschen Nationalität. eine deutsche, strebsame, intelligente, «iterchmende Bevölkerung an der großen Straße »ach dem schwarzen Meere lahmgelegt, ja verachtet wird, oder nicht. Aber viel näher rückt k»I hier die Gefahr. Wenn in Böhmen, Mäh-r», Schlesien ein tschechisches Reich, ein Groß-lichechien, wovon sie träumen, in Steiermark, tilrmen und Krain ein windi'ches oder slove-iniches Reich sich bildet und befestigt, wen« alle früher gewonnenen Stützpunkte deutscher EMtur zerstört werden, und beide aus die noch deutschen Provinzen in der Mitte drücken, so »ndkn auch für das deutsche Reich die Fsltie» mehr und mehr sich fühlbar machen. Bezüglich Krains sagt der Verfasser Fol-grate*: „ES ist bitter, wenn deutsch gesinnte Beamte cd«» wegen dieser Gesinnung beseitigt oder ver-ittzi werden, wenn das einzige Schnllehrerseminar tn Krain den Slovenen ausgeliefert wird, deren Cprache noch gar nicht fertig ist. sondern erst erfunden wird. Um nämlich diese, die man bis dahin nur als den windischen Voltsdialekt sannt*, literariich brauchen zu können, wird eine Sprache erkünstelt, welche der Bauer gar nicht »edr versteht, und wie die Lehrer be, solcher Eachlage beschaffen sind, das können wir unS leicht vorstellen. Oder vielmehr nicht leicht, da mir hier keine Gelegenheit haben, solche eben so anspruchsvolle wie biltungslose Rationalitäten kttimn zu lernen. Die Schulbücher müssen erst gemacht werden, aber einstweilen werde» ihnen die schulen ausgeliefert. . . . Böhmen ist ohue Zweifel das wichtigste Arbeitsfeld, dasjenige, welches auch Deutschland am nächsten berührt, und namentlich in dem be-»Abarten Zachsen ist eine wachsende Thätig-lm zu bemerken. Man kaun es ja den Slaven nicht verübeln, daß sie für die Hebung ihrer Nanottalität thätig sind, abgesehen von der Staratrflichfeit der Mittel, welche sie oft genug amocndcn; wir müssen ihre Thatkraft aner-keimen und sollten uns daran ein Beispiel „Deutsche Macht/ nehmen. Das ist nun auch in groß'm Maß-stabe schon geschehen und geschieht hoffentlich immer mehr. Hier ist kein Ankämpfen gegen die Staatsgewalt nöthig: es ist ein völlig loyaler Wetteifer, in dem eS gilt, die vor-handenen Schulen so nachdrücklich zu unter-stützen, daß sie den Wettkampf aushalten können, und wo es nöthig ist, und die Verhältnisse günstig sind, neue Schulen zu gründen." Kteine Eöronik. [Königliche Bescheidenheit.] Bekanntlich weigerte sich, der jetzt mit Orden besäte Prosesser Freiherr v. Nordenskjöld. den ihm von König Karl XV. von Schweden für seine Polarfahrten verliehenen Nordstern-Orden anzuehmen. Einige Monate später machte Prosessor Rordenskjiild dem König seine Auf-Wartung, um demselben das Fell eineS Eisbären, den er von seiner letzten Nordpolfahrt mitgebracht hatt«, zu übergeben. „Vielen Dank Nordenskjöld," m Kreise, wer sich wohl getraue, den allerkürzesten Tischsegen aufzusagen. Er selbst machte den Ansang, faltete die Hände und sprach: Christus Jesus (JesuS Christ) Sit potus et esus! (Speis' und Trank uns ist.) Doctor Bugenhagen aber bediente sich seiner heimatlichen, der pommerischen Mundart: Hier iS wat, Drög »in nat. (trocken und naß) Gott scgn' uns dat! Der Sieg ward aber dem Melanchthon zu Theil. Er betete: Benedictus benedicat! (Der Gesegnete segne!) Nach dem Essen holte Luther die Laute seiner Käthe herbei und begleitete ihren Gesang; sie trug mehrere alte Volkslieder und Kirchen-Hymnen vor. Aber Melanchthon blieb in schwer-müthiger Stimmung. Luther ärgerte sich, da er selbst ,o heiter war, über ihn und sagte: Mein Melanchthon. wenn Dir etwa unsere Fröhlich-feit nicht gefällt, so will ich Dir ein Sprüchlein sagen, wonach auch der frömmste Christ leben und sterben kann. Es lautet: Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, Der bleibt ein Narr sein Leben lang. Vierzehn Tage später vollzog Dr. Bugen-Hagen die Trauung im Reichenbach'schen Hause. Lukas Kranach und Dr. Jonas waren anwesend, Melanchthon nicht, der Grund ist nicht bekannt. Universität und Magistrat gaben ihre Theilnahme zu erkennen. Jena verehrte ihm einen goldenen Becher, dieser sandte ihm ein Fäßlein Malva-sier und ein Fäßlein Rheinwein, einen Eimer 3 wohnhafter Notenabschreiber, dem e« an Zeit fehlt, ein öffentliches Bad auszusuchen, sein be-scheiden eingerichtetes Zimmer in der Höhe von ungefähr 80 Centimeter mit frischem Hoch-qnellenwaffer angefüllt hatte, so daß er während seiner Arbeit stet« bis an die Hüften im Waffer faß. Der schlaue Privat-Bade-Unter-nchmer wird sich vor Gericht zu verantworten haben. [Ein billiges Mittel gegen die Reblaus.] Im neuesten Heft der Zeitschrift „Stahl und Eisen" finden wir die Mittheilung, daß sich Hochofenschlacke als vortreffliches Mit-tel gegen die Reblaus (Phyllnxera vastatrix) bewähren soll. Garnier, techn. Direktor der Hochosenanlag n zu Balaruc, hat mit Erfolg Hochofenschlacken in seinen von der Phylloxera heimgesuchten Weinbergen angewendet. Diese Entdeckung wird durch eine Mittheilung des Präsidenten des landwirthschastlichen Vereins, von Herault, bestätigt. Er fand, daß die Wein-berge, welche am Fuße der in TamariS ange-häuften Schlackenhalden gelegen sind, sich in ausgezeichnetem Zustande befanden. Die Wirkung wird dem Schwefelgehalt der Schlacken (etwa 4&) zugeschrieben. Beim Lagern an der Luft zersetzen sich die Schwefelverbindungen langsam und biloen Gase, welche, durch Regenwasser aufgelöst, bis an die Wnrzeln der Weinstöcke dringen und die Jnsecten tödten. dagegen der Pflanze durchaus nicht schädlich sind. In Frank-reich sollen demnächst größere Versuche angestellt werden, und bei der Billigkeit des Verfahrens empfiehlt sich ein ausgedehnter Versuch gewiß -«ich in Deutschland. " G r a u ( a tn e M i l i t ä r st r a f e tt.j Aus Algerien wird der „Rasfegna" geschrieben : Daß hier Soldaten, ohne etwas Schweres verbro-chen zu haben, erschossen werden, gehört nicht zu den Seltenheiten. Nur geben sich die Mil«-tär-Commanden alle Mühe, daß solche Vorkomm-niffe nicht in die Oeffentlichkeit gelangen. Aber einer höchst grausamen Strafe muß Erwähnung gethan werden, die hier bei den französischen Regimentern, namentlich den TurcoS und der „Legion Prangere", im Gebrauch steht und die dazu angethan ist, bei allen Menschen, in deren Brust noch ein Herz schlägt, große Entrüstung hervorzurufen. Diese Strafe führt den Namen „Crapaud". Der zu bestrafende Soldat wird mit nacktem Oberleib, die Hände an den Bei-nen festgebunden, das Haupt unbedeckt, tage-lang der brennenden Sonne Afrikas ausgesetzt und man läßt ihm nur einige Augenblicke zur Menagezeit frei. Der unglückliche Mann kann selbstverständlich nicht lange dem mächtigen Ein-fluffe der heftigen Sonnenstrahlen widerstehen, er fängt zu heulen an . . . aber man bindet Eindecker Bieres und 20 Guldeu jur Ausrichtung des Schmauses. Der Eurfürsi schickte ihm den Ziemer eines feisten Hirsches. Das Menn aber, wsts Frau Käthe hergerichtet hatte, sah so aus: „Haser- und Hanfsuppe mit Worst. Ein Fisch in Brühe. Ein Hirschziemer. Darzu rothe Rüben in Effig und Sellerie. Käs und Weck. Dar zu: Rheinfall-Wein. Malvusir." (sie.) Frau Käthe war etwas entschiedener Natur, sie ließ sich vom Eheherrn in Küche und Keller kein Wörtlein drein reden. Später setzte eS harte Gardinenpredigten, wenn Luther einen Gast, deren es im Hause des berühmten Manne« Jahr aus Jahr ein gab, zu Tisch dabehielt. Wenn Luther aui Schreibtisch arbeitete, saß sie neben ihm am Spinnrad und borte zu, wie Luther ihr eine schwebende Tageskrage oder einen Parteistreit erklärte. Ihre Einwände waren immer naiv, zeugten bisweilen auch von Mangel an allerlei Bildung. Einmal sagte sie nach einer Mittheilung Luthers: „Dieser EraS-mus muß doch eine recht giftige Krö.'e sein." Sie nannte ihren Mann immer Herr Doctor. So frug sie einmal: „Herr Doctor, ist der Hochmeister in Preußen deS Markgrafen Bruder ?" — „ES ist eine und dieselbe Person," 4 ihm den Mund gewaltsam zu, damit sein Schmerzensgeschrei die Wände deS Kasernen-Hose« nicht überschreite! Dies find Thatsachen, und eS giebt keinen algerischen Soldaten, der diese unerhörte Strafe nicht kennen würde. [V o m B l i tz e g e t r o s s e n.J Bei dem sonntäglichen Wettrennen in dem CircuS Kremb-ser auf den Höfen bei RitterShausen waren verschiedene Personen außerhalb der Arena auf Bäumc geklettert, um von dort aus das Ren-nen zu sehen. Gegen 5 Uhr brach plötzlich ein Unwetter herein und der Blitz schlug in einen der betreffenden Bäume, wodurch 11 Personen betäubt und 4 getödtet wurden. [Eine Kirsche alsTodeSursache.] Vor einigen Tagen wurde in RüdeSheim ein etwa 60jähriger Bürger beerdigt, dessen Tod durch den Genuß einer einzigen Kirsche herbei-geführt wurde. Dem alten Manne kam beim Genuß der ersten Kirsche der Kern derselben in die „unrechte Kehle", d. h. setzte sich in der Luftröhre fest, und es gelang den sosort hinge-rufenen Aerzten, sowie einem telegraphisch her-beigerufcncn Frankfurter Ärzte nicht, denselben zu entfernen, so daß der alte Mann einen schmerzlichen Erstickungstod erlitt. [Zärtliche Ueberraschungen. ] Aus Florenz schreibt man: „T-r Gastwirth Rencis. ein sehr wohlhabender Mann, feierte >i»i 13. d. seine Hochzeit mit einem jungen Madchen, Namens Anitta Narcuci. Als der Bräutigam am Abend die Braut in ihr neues Heim führte, kamen ihr an der Schwelle zwei kleine Kinder entgegen, die ihr Blumen reichten. Die junge Neuvermählte nahm sie dankend entgegen : da sagte ihr der Bräutigam : „Nicht blos die Blumen gehören Dir, sondern auch die Kinder; ich habe sie, als ich ledig war, bekommen und will sie nun in meinem Hause erziehen." Die Braut bedachte sich einen Moment, dann meinte sie: „Wahrhaftig, ein gnädiger Zufall, ich berge ein gleiches Geschenk in der Wartschaft, allein auf meine» mußt Tu noch einige Monate warten. [Ein Scharfrichter alSMörder.] Vergangenen Dienstag, so wird auS Madrid ge-meldet. begab sich der Scharfrichter Francisco Ruiz CastellanoS, der seine Gebühren bezogen hatte, in Gesellschaft mehrerer Personen von weifelhaftem Ruf in eine Schänke. Von da be-richten sie noch mehrere Weinausschänken. und die Lidationen wurden ununterbrochen sortge-setzt, bis sich die Köpfe erhitzten. Da sagte auf einmal einer der Gefährten CastellanoS' zu ihm : „Tu bist ein Feigling; das war Dir schon recht, daß man Dir in Leres sieben Unglückliche übergeben hat. um ihnen das Leben zu nehmen. weil sie gebunden waren. Wären sie frei ge-- ---- j sagte Luther ruhig und geduldig. Als Haus-vater war Luther überhaupt nicht wiederzuer-kennen, wenn man sich des jähzornigen Streit-hahns in der kirchlichen Arena erinnerte. Er nannte sein Weib Öomina oder gar Dominus wvuz und mvuz Ketha, Beweis, daß sie die Hosen anhatte im Hause. In Briefen findet sich auch „Herr Käthe," ferner: „der tiefgelehrten Frauen, meiner gnädigen Hausfrauen in Mitten-berg" als Adresse, und als Unterschrist: „Mar-tin Luther, Dein alt Liebchen!" Bekanntlich schenkte ihm Käthe sechs Kinder. Unvergleichlich war Luther als deutscher Haus-vater inmitten seiner Kinder. Sein Liebling war Lenchen. Ihr frühzeitiger Tod war die tiefste Wunde, die ihm im Ehestande geschlagen wurde. Da sie schon auf dem Tod lag. klagte er: „Ich habe sie sehr lieb, aber lieber Gott, da es Dein Wille ist, daß Du sie dahinnehmen willst, so will ich sie gern bei Dir wissen. Len-chen, mein Töchterchen, Du bliebst gern hier bei Deinem Vater, aber Tu gingst wohl auch gern zu jenem Vater?" - Ja, herzer Vater, sagte das Kind, wie Gott will!" und schlief ein — für immer. Als das Volk kam. ihm seine Mittrauer auszuspreche», versichert: er: „Ich bin ja fröhlich im Geist, aber das Fleisch will »icht heran. Das Scheiden v.xieret einem über die Maßen sehr. Wunderlich ist's zu wissen, daß sie gewiß in Frieden und daß ihr wohl ist, und doch noch io traurig zu sei»!" — | „J>«ttsch< Macht. wesen, jo würdest Du es nicht gewagt haben, sie zu berühren." „Geh'n wir hinaus!" er-widerte der Scharfrichter, „Du wirst sehen, ob ich einen Menschen umbringen kann, ob er ge-bunden ist oder nicht." Und ein Pistol aus der Tasche ziehend, feuerte CastellanoS einen Schuß auf seinen Gegner ab, der schwer in der Brust getroffen wurde. Auf das Krachen deS Schusses und das Geschrei der Dabeistehenden erschienen Sicherheitswachen und machten die ganze saubere Äesellschaft dingfest. Als CastellanoS im Ge. fängniß ankam, beklagte er sich nur. daß ihm seine Gefährten, denen er die Zeche bezahlt hatte, noch überdies sein Geld weggenommen hätten. [Der „S e e s ch l a n g e"] folgt jetzt schon die „Himmelsschlange". Ein rheinisches Blatt bringt folgenden Bericht: „In der Nacht zum 7. Juli wurde in Bronsfeld von vielen Personen eine merkwürdige Erscheinung am Himmel ge-sehen. Zwischen 2 und 3 Uhr entstand plötzlich eine große Helle. Man gewahrte am Himmel ein großes Licht, welches sich wie zu einer Schlangengestalt ausdehnte und bewegte. Dann zogen sich die beiden Enden zu einem Kreise, schließlich zu einer Scheibe zusammen, welche allmählich kleiner wurde und zuletzt ganz verschwand." [Große s ch w i m ui e n d e Bims-st e i n f e l d e r,j deren Erscheinung die Folge deS Vulkan -Ausbruches und Erdbebens von Krakatao sein dürste, sind von S. M. Kanonen-boot „Nautilus" aus in der Suudastraße ent-deckt worden. So weit das Auge zu blicken vermochte, war an der betreffenden Stelle nichts Anders zu erblicken als dies genannte schwimmende Bimssteinfeld. Die Zerstörungen der Inseln sind bereits von einer üppigen Vegetation bedeckt. [Eine H u n d e-S ch n e i d e r i n.] Auf den Hund zu kommen wird bald seine ominöse Bedeutung verloren haben, wenn die Finessen der Cultur sich noch verfeinern werden. Daß in Paris die Hunde nur nach der Mode gekleidet sind, ist seinerzeit von uns berichtet worden. Die Modestadt Paris ist aber diesmal von der Weltstadt New-Dork überflügelt worden, denn letztere Stadt besitzt bereits eine Modistin für Hunde. Die fashionable Hunde-Schneiderin hat in einer der elegantesten Straßen der oberen Stadt ein höchst elegantes Etablissement, für das sie tauiende von Dollars Miethe zahlen muß. Vor diesem fahren die Hundebesitzerinnen, meist alte Schachteln, aber reich, sehr reich, vor, ein Lakai in goldstrotzender Livree öffnet die Thür und ei» Empsangsalon ladet die Hunde und ihre Besitzerinnen zum behaglichen Ausruhen ein, bis die Reihe an die ersteren Seine Käthe nennt er im Briefe an andere „ein fromm getren Weib, auf welches sich des Mannes Herz verlassen kann". Er achtete sie, die ihur allzeit „willfährig, gehorsam und ge-gefällig" gewesen „hoher als daS Königreich Frankreich oder der Venediger Herrschaft." Und wie viele Verleumdungen haben die Römischen ersonnen über diesen Ehestand! Wer rechte Nahrung für fein deutsches Herz braucht, lese die Tischgespräche, von denen uns einige auf-gezeichnet sind. „Daß Gott daS Papstthum tes Kindersegens beraubt hat", sagte er einmal, „ist mir ein gewisses Zeichen, wie sehr er demselben gram ist Und wie hat Gustav Freylag über ihn geschrieben? „Eine dämonische Natur, schwerflüssig und scharf begrenzt sein Geist, gewaltig und maßvoll in seinem Wollen, rein seine Sitt-lichkeit, voll Liebe sein Herz. Weil sich außer ihm keine Manneskraft fand, Führer der Nation zu werden, hat das deutsche Volk für Jahr-Hunderte die Herrschaft auf der Erde verloren. Die Herrschaft der Deutschen im Reiche deS Geistes, aber ruht auf ihm. Sein Princip, das Princip geistiger Freiheit gestaltete von Luther an die_ Weltgeschichte." Nicht blos die Kirche ist sein Werk, sondern auch die Schule, und hat man je von einem Schulmeister von Königgrätz oder Sedan geredet, so ist eS der. der vom Geiste Luthers gesäugt und erzogen _Albert Lindner. 1884 kommt. Dann wird diesen das Maß zu ihre« Röckchen, Jäckchen, Deckchen, Häubchen mit Paletötche» genommen und die aus kostbar» Stoffen hergestellte Toilette wird den Jahres-zeiten entsprechend geändert. Gegenwärtig sml> dunkelbraune oder grüne Pelzröckchen, mit Otternsell garnirt. sehr beliebt. Die Preise für diese Hundeanzüge variiren zwischen 5 und 50 Dollars. ES wird wohl nicht allzulang« dauern und wir werden bald, bei dem contagio'eit Charakter jeder Narrheit. ein Modejournal iur Hunde haben._ Deutscher Kchutverein. Wien, 16. Juli. In der letzten Ausschuß, sitzung erstattete der erste Obmami-StellveMe-ter, Dr. v. Kraus, einen eingehenden Berich über seine letzte Bereisung verschiedener Tdeilt Böhmens. Im Anschlüsse daran fand sich der engere Ausschuß veranlaßt, mehrfache nothwe» dige Neubewilligungen oder Erhöhungeu theils selbständig vorzunehmen, theils diesbezüglich« Anträge an den weiteren Ausschuß zu geleit«. So wurden mehrere Schulen mit LtHrmilttfc, Bibliotheken und Einrichtungsgegenständen versorgt und die Erhöhung eines Baucredits für eine Schule genehmigt. Außerdem beschloß Ausschuß die Errichtung einer neuen Schule und führte die endgiltige Regelung einig« Personal-Agelegenheiten durch. Aus Äöntteti waren mehrere Lehrergesuche eingelaufen, weicht nach eingehender Würdigung theils günstig er-ledigt. theils mit Berufung aus $} 1 abschla, gig beschicken werden mußten. klebriges »lachte sich der Ausschuß mit Rücksicht aus die stets steigenden Anforderungen und du dermalen verfügbaren Vereinsmittel eine möglichste Beschränkung der Bewilligungen zu» Grundsatze. Jedoch bei unbedingter Nothwendigkeit und Tringlichkeit hielt der Ausschuß eS für seine Pflicht, nach genauester Prüfung die wirksamste Maßnahme zu treffen. So b«> willigte er für den Schulbau in Unter Tra» bürg eine Subvention, berieth über die Unter-bringung einer Vereinsschule in Schlesien i» eigenen Hause und beschloß die Erweitern»« der Vereinsschule in Lipnil bei Bia!a. Endlich wurde mil Rücksicht auf den starken Abgang des bisher in zwei Auflagen mit 10.000 Erem-plaren erschienenen „Liederbuches", dessen Mi» erträgniß bekanntlich dem Deutschen Schulvereii zufließt, von der beabsichtigten Veranstaltn, einer dritten Auflage mit Befriedigung Rtm--niß genommen. iLocates und Wrovinciates. Silli, 10. M. [Bestätigte Wahlen.) Der Kaiser hat die Wahl des Realitätenbesitzers Herr» Friedrich Fehr in Trachenburg zum Lbman« und deS Apothekers Herrn Sigmund WatziiÄ in Windisch-LandSberg zum Obmannstel!»«:-treter der BezirkSvertretung Trachenburg ti-stätigt. [A b s ch i e d s f e i e r.) Zu Ehren deS nach mehr als dreißigjähriger, vielseitiger Thätigkeil von Cilli scheidenden Gymnasialprofessors Herr» W. M a r e k wird seitens der Stadtoertrelung. sowie mehrerer Vereine Samstag den 2v. d. I., Abends 8 Uhr, im Gartensalon zum qol> denen Löwen eine AbschiedSseier veranstaltn. Der Zutritt ist Jedermann gestattet, und es kn-nen Bankettkarlen bei den Herren Schmidl und Johann Rakusch gelöst werden, wobei bemerkt wird, das die Ausgabe solcher Karlen Mm> woch den 23. Juli. Mittags, geschlossen wird. [ S ch l u ß f e i e r der städtisch«» Volksschulen.^ In besonders würdizer Weise begingen diqe Anstalten am 16. d. i'i. ihre Schlußfeier in Anwesenheit eines zahlreichen Publicums nnd der Eltern. Die ^eier wurde eröffnet durch einen solennen Dankgoltti-dienst in der deutschen Kirche, dann fand im Zeichensaale der landschaftlichen Bürgerschule die feierliche Vorlesung durch den Bürgermeister, kaiserlichen Rath Dr. N e ck e r m a n n. dem mehrere Mitglieder deS StadtschulratheS >ur Seite standen, statt. Die Vorlesung wurde durch patriotische Lieder eingeleitet und durch die VolkShymne geschlossen. Aus den Berichten der 1884 ßchulleitnngen entnehmen wir. daß die Mädchen-schule von 307 Mädchen, die Knabenschule von 32:2 Knaben besucht wurde. 43 Mädchen und 100 Knaben gehörten fremden Schulbezirken an und besuchten die städtischen Schulen nur khufs Erlernung der deutschen Sprache. Ueber A Schülerinnen slovenischer Nationalität mußten Mckgeiviesen werden, weil die Schullocalitäten iberfüllt waren. [Gewerbliche Fortbildung S-schule.) Am Sonntag, den 6. d. fand an der hiesigen gewerblichen Fortbildungsschule die Tchlnßfeier statt. Anwesend waren Bürger-«elfter und kaiserlicher Rath Dr. I. Necker-mann, Amtsvorstand I. H u t h, die Schul-Mschußmitglieder M. A l t z i e b l e r, J.S i m a imd I. T e r t f ch e k, ferner mehrere Gewerbe-tetteibende. Aus dein Berichte des Leiters der Malt, Oberlehrer Bobiiut, geht herror, daß ,m abgelaufenen Schuljahre 172 Lehrlinge den Unterricht genossen haben. Die Anstalt zählte rifflf Lehrer. Eine Ausstellung der Schülerar-leiten findet mit Beginn des nächsten Schul-jahreS im neuen Zeichensaale, welcher während der Ferienmt vollständig eingerichtet werden >dH, statt. Eine herzliche Ansprache des Bürger-misterS, welcher die dringende Nothwendigkeit des gewerblichen Unterrichtes besonders betonte, schlcß in würdevoller Weise die erhebende Feier. Wir behalten uns vor. über diese neuausblühende Lehranstalt, welcher sowohl vom Cillier Ge-meinderathe, als auch von allen intelligenten Ge-verbetreibenden die größte Llufmerkfamkei und »Uite Sympathie eutgegengebracht werden, ms näher und eingehender einzulassen. [P r iv a t - U n t e r g y m n a f i u m d e S Josef Feichtinger in Gr az.j Dem dritten Jahresberichte dieser ausstrebenden An-Kali entnehme« wir, daß dieselbe mit Schluß dt« diesjährigen II. Semesters von 43 Schülern besucht war, davon vier mit Vorzug entsprachen, wihrend 16 ein Zeugniß I. 9 ein Zeugniß II. uno 2 ein Zeugniß III. Classe erhielten. Un-geprüft blieben 2 Schüler. Zehn Schülern wurde eine Wiederholungsprüfung bewilligt. Der Personalstand des Lehrkörpers umfaßte 7 Lehrer für die obligaten Gegenstände und 6 Neben-lehrer. JmJahreSberichte, welcher unter Anderen cin vollständiges Verzeichniß der vorhandenen Lehrmittel enthält, veröffentlich! auch der Lehrer der Anstalt, Carl Prohaska, einen empirischen Aufsah „Resultate zehnjähriger Gewilterbeob-tnngen in Graz (1874 b«S 1883)." [Die Wahlen in die Gemeinde Um g e b u ng C i l l i.[ Mittwoch den 23. Juli beginnen die Wahlen für die Gemeinde-Ver-mtllng Umgebung Cilli. Dieselben, namentlich die aus dem III. Wahlkörper, dürften wieder reich an widerlichen Scenen werden, denn jene llernk. kein Mittel unversucht lassende Coterie, «lche durchaus die friedlichen Beziehungen der Tladlgemeinde Cilli zu der Gemeinde Umge-bang Cilli untergraben uiöchte, hat es seit De-cernbet vorigen Jahres an agitatorischen Anstrengungen nicht fehlen lassen um ihren egoistischen Pläne« und SlovcnisirungSgelüften zum Siege zu verhelfen. Sie hat neuerdings eine ganze Serie vor Intriguen angezettelt, um den slovenischen Landman» gegen den deutschen Städter auf-zuHetzen. Wir brauchen wohl nicht ausführlich darznthun, von welch eminenter Wichtigkeit für unsere ausstrebende Stadt der freundlichste Verkehr mit der Nachbargcmeinde ist. Zudem hat Cilli und dessen Bevölkerung in der Um-Kiduiigs-Gemeinde eigene Interessen zu wahren, ßs ist daher mehr als eine Ehrenpflicht unserer Zürgerschaft. AllcS aufzubieten, um Männer allgemeinen Vertrauens in die Vertretung ge-Achter Gemeinde zu entsenden, damit nicht vor dem Weichbild unserer geliebten Sannstadt eine lichtscheue Gesellschaft dem nationalen Götzen ans kosten der Stadt- und Landbevölkerung Lpser bringe. Und so erwarten wir denn auch, das; am 23. d. die Wahlbetheiligung ebenso intensiv wie am 17. December v. I. sein werde, daß die Cillier Wähler urt gleicher Entschiedenheit in geschlossener Phalanx vor die Urne treten und unter dem Panier deS Fortschrittes einen neuen Sieg zuni Heile der Vaterstadt und deren Umgebung erringen werden. „Deutsche Wacht." [Cillier Bezirksvertretung, j Die am 18. d. stattgefundene Plenarversammlung der Cillier Bezirksvertretung war ziemlich schwach besucht. Es war knapp die beschlußfähige An-zahl von Bezirksvertretungs-Mitgliedern an-wesend. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete die Verlesung des umfangreichen Proto-solle« der letzten Sitzung, dessen Fassung Herrn kais. Rath Dr. Neckcrmann zur Bemerkung Anlaß gab, man möge in Hinkunft die Proto-kolle kürzer abfassen, damit sie nicht die Form von stenographischen Berichten annehmen. Für daS RechnungsprüfungScomit6 über die vom Bezirksausschüsse pro 1883 gelegte Bezirks-rechnung referirte Herr Direktor Jellek in ein-gehendster Weise. Er bemerkte besonders, daß das Deficit der Bezilksvertretung im Jahre 1883 im Betrage von circa 1200 sl. auf 2900 fl. angewachsen sei. Er empfahl daher dem Aus-schusse die größte Sparsamkeit. Natürlich trifft die Verantwortung für diese Steigerung nicht den gegenwärtigen Ausschuß, welcher erst seit October vorigen Jchres fnnctionirt und Alles aufbot, den gestellten Aufgaben gerecht zu werden. Sehr interessant war auch die Be-merkung des Referenten über die siebenpercentige Beitragsleistung für die Schule. Dieselbe werde nämlich nicht wie die 23 H tigen Bezirks-Um-lagen von dem wirklichen Steuergebniß be-rechnet, sondern von der Steuervorschreibung mit Schluß deS vergangenen J.thres. Dadurch ergäbe sich eine Differenz zwischen Vorschreibung und wirklichem Ergebniß von fast 17000 fl. Diese ganz abnorme Differenz sei hauptsächlich durch die im Jahre 1382 erfolgten ganz nnge-wöhnlichen Steuervorschreibungen, gegen welche von allen Seiten recurrirt wurde, entstanden; wir erinnern nur an den Fall der Cillier Spar-casse, welche an den VerwaltungSgerichtshos gegen eine Vorschreibung von 11.184 15 fl. erfolgreich Beschwerde führte. So kommt es, daß die Bezirksvertretung 7% für den Schulbeitrag durch das Steueramt bekommt und eine viel höhere Summe an den Landesfond für diesen Zweck abführen muß, waS durchaus nicht im Sinne des Gesetzes gelegen sein kann. Der Bezirks-Ausschuß wendete sich daher auch binlich an den Landes-Ausschuß und hofft eine dies-bezügliche Abhilfe. — Zur Prüfung der Be-zirkS-Caffa-Rechnung pro 1884 wurden die Herren Anton Ferjen, Josef Rakusch und Michael Vosnjak gewählt. Der Vertrag zwischen Lukas und Theresia Zokann und den Insassen der Ortschaft Arndorf wurde zur Kenntniß ge-nommen. Bei dem Berichte des Obmannes, betreffend die Durchführung des Landesgesetzes über die Rindviehzucht beantragte Herr Dr. Langer, anläßlich der für Cilli projectirten Re-gional Ausstellung 200 fl. zur Prämiirung von Rindvieh deS hiesigen Landschlages zu bewilligen. Nach längerer Debatte, an welcher sich Baron Hackelberg, Dr. Sernee, Dr. Neckermann und Dr.Langerbetheiligten,wurden für gedachtenZweck 100 fl. bewilligt. Schließlich wurde der Antrag angenommen, es sei künftig jedes Mitglied der Bezirksvertretung, welches unentschuldigt einer Sitzung fern bleibe, mit einem Pönale von 5 fl. zu belegen. j Z u den LandtagSwahlen.] Eine gewisse emsige Rührigkeit kann dem Landtags-candidaten Jerman durchaus nicht abgesprochen werden. Sonntags besuchte derselbe W. Lands-berg, allwo er mit seinem Partisan, dem Pfar-rer, Rücksprache pflog und begab sich hierauf nach Felddorf, in welchem Orte er mit des dortigen Pfarrers Hilfe künftigen Sonntag eine Wählerversammlung einberufen wird. DaS hiezu ausersehene Schulgebäude wurde jedoch vom Ortsschulrathe und der Schulleitung zu diesem Zwecke nicht überlassen. Da Jerman als ge-wesener Bezirkscommissär in Rann sich niemals die Sympathien der Bevölkerung, namentlich an der Grenze zu erwerben verstand, so wurden schon jetzt Stimmen laut, ihm dort unverblümt die Abneigung auSzusprecheu. [A u s Sauetbruiin] wird uns geschrieben : So empfindlich der Besuch unserer Curorte durch die unfreundliche Witterung im Juni beeinträchtigt wurde, um so lebhafter und erfreulicher gestaltet sich derselbe int Juli. Wie 5 alljährlich um diese Zeit hat auch Heuer unser Nachbarland Ungarn ein bedeutendes Contin-gent gestellt, aber auch Trieft bleibt nicht zurück und sendet zahlreich seine getreuen und ebenso gern gesehenen Gäste. Trotz der gegenwärtig herrschenden geradezu tropischen Hitze, bei wel-eher das stark frequentirte und zweckmäßig ein-gerichtete neue Voll- und Schwimmbad eine wahre Erquickung bietet, ist das Leben im Cur-orte fehr animirt. Tombolaspiele wechseln ab mit musikalischen Productionen und Tanzkränz-chen und füllen neben Promenaden in den dichten, kühlen Laubholz-Waldungen angenehm die Zeit aus. Unter solchen Verhältnissen laßt auch der für Sonntag den 27. Juli anberaumte und in unserem prachtvollen Cursaal abzuhal-tende altberühmte Annenball, an welchem Elite-feste sich nach alter Gepflogenheit auch aus Ihrer freundlichen Stadt hoffentlich recht viele tanzlustige Vertreter und Vertreterinnen bethei-Ugen werden, einen glänzenden Verlauf er« warten. [S a n n b ä d e r.] Die tropische Hitze der letzten Tage läßt so recht die Wohlthat der Sannbäder empfinden. Sämmtliche Äade-An-stalten werden daher über und über frequentirt. Das Hausbaum'sche Etablissement verausgabte an einem Tage 400 Badekartei!. Eine Zahl die in keinem Vorjahre erreicht wurde. Bei diesem Anlasse möchten wir auch auf ein? Un-zukömmlichkeit, die sich einige Badebesucher zu Schulden kommen lassen, verweisen. Es ist dies die Mitnahme von Hunden in die Cabinen und zum Theil auch ins Wasser. Wir mochten daher die betreffenden Herren aufmerksam muchen, daS diesbezügliche Verbot einzuhalten und Freibäder für ihr« Lieblinge an weniger besuchten Stellen der Sann auszuwählen, damit die berechtigten Klagen der Badenden über Be-lästigungen durch Hunde verstummen. [U n t e r st e i r i s ch e B ä b e r.] In der LandeS-Curanstalt Rohitsch-Sauerbrunn sind bis zum 13. Juli 957 Curgäste eingetroffen. — Die Gutliste des Kaiser Franz Josef»Bades Tüffer weist bis 17. d. 407 Curgäste aus. [Aus Pöltschach] wird uns berichtet: Am 16. d. kamen zwei Schreiber aus der Kanzlei des Dr. Dominkus in Marburg nach Maxau zum dortigen Wirthe Herrn Georg, um dessen Locale für eine Versammlung zu miethen. Herr Georg erkundigte sich nach dem Zwecke der Versammlung und schlug das An-suchen natürlich ab, als er erfuhr, daß es sich um eine „slovenische Wählerversammlung" handle. Man glaubt, daß auch den Herren in Marburg mit dieser Abweisung gedient sein dürste, denn der „slovenische Boden" ist für ihre Tritte und Schliche in unserer Gegend nicht mehr ganz geheuer. Siehe St. Martin am Bacher. [Was die Angst nicht Alles mach t.] Wenn die LandtagSwahlen nochmals verschoben werden würden, würde „SlovenSki GoSpodar" am Ende gar noch höflich und ver-nünftig werden! In feiner letzten Nummer sieht er sich bereits gezwungen, unsere Bauern damit zu beruhigen, daß er ihne^. sagt: „ja wir müssen trachten deutsch zu lernen, denn die deutsche Sprache ist uns ja sonütz-lich oristuo) und nothwendig (p o t r e b n o)! [Scheue Pferde.] Aus Pettau wird gemeldet: Am 15. d. machten zwei Kutscher des Herrn Fürst eine Probefahrt mit neuern* gekauften Pferden, die über zweitausend Gul-den gekostet hatten. In der Kanischa-Vorstadt scheuten plötzlich die Thiere und stürmten mit dem Wagen gegen die innere Stadt. Dort wurden sie zufällig durch einen mit Ochsen be-spannten Wagen aufgehalten. Die beiden Kutscher wurden einige Schritte vor diesen« Gespann gegen einer Mauer geschleudert und konnten sich nicht erheben. Der Eine, dessen Kopf schwer verletzt worden, dürste seinen Wunden erliegen; dem Anderen wurde eine Hand gebrochen und er-litt derselbe noch einige mindergcsährliche Ver-letzungen. Die Pserde sind an den Füßen schwer verletzt und dürften unbrauchbar gewor-den sein. [Feuer.] Am 15. d. brach in der Harpse deS Besitzers Franz Schnider bei Sachsenfeld 6 Feuer aus. Dasselbe wurde jedoch gleich im Entstehen durch herbeigeilte Feldarbetter und die freiwillige Feuerwehr unterdrückt. Der Schaden ist ein sehr geringfügiger. [Ertrunken.] Zu Videm. Bezirk Rann ist der Bauernsohn Franz Sakschek beim Ba-den in der Save ertrunken. [T h i e r kr an k h e i t t n.] In Podgorje bei Windisch-Graz herrscht die Räude der Pferde. Rinder und Ziegen. [Aufgefundene Leiche.] Vor eini-gen Tagen wurde im Walde nächst Jauerze die bereits start ver>veste Leiche eines der ar-beitenden Classe angehörigen Mannes auf ein»», Baume hängend, aufgefunden. [Während des Schlafens er-drückt.] Die Dienslmagd Magdalena Mole in Goroszen hat ihr sechs Wochen altes Kind während des Schlafens erdrückt. f $ i e b st ä h l f.] Den« Besitzer Josef Jöst in Cevtie wurde eine trächtige Kuh im Werthe von 9V fl., — der Maria Warbichler in Slalleg ein weiß-grauer Ocbse und dem Be-sitzer Johann Rironja in Obersavinsko eine Kuh gestohlen._ Aus der stovenilchen fresse. Work- und sinngetreue Uebersetzunge» ju Nutz und Frommen unserer Paneigenonen. Zur Versöhnung in K rai n . . . „Sloveuski Marod" schreibt: „Einen großen Skandal provocirte gestern um l l Uhr Nachts ohne jeden Grund vor dem Casino-garten der verantwortliche Redacteur des „Laibacher Tölpel" alias „Laibacher Wochenblatt" der bekannte „Zubringer" für Kellnerin-nen Herr F. M. (Die Namen sind natürlich ausgeschrieben). Er kam aus dem Casinogarten, um aus die städtischen Wachleute zu schreien, weßhalb sie nicht die vorbeiziehenden Soko-listen aufhielten Sogar gegen den Magistrats-rath Peroni (Slovene!) benahm sich Herr M. sehr roh. und Gott weiß was Herrn M. geschehen wäre, wenn man ihn nicht wegge-führt hätte. Unter allen Umständen wird man aber gegen Herrn M. wegen Wachebeleidigung die Anzeige beim Landesgerichte machen. Und so einen Menschen, der fortwährend die Slo-venen anstänkt, unterstützen unsere Leute noch durch ZeitungSpränumerationen" u. s. w..... „Ljabljauski List" (Regierungsblatt) schreibt dagegen Folgendes: [Unseren Soko-listen gewidmet] . . . . Wir müssen dem Laibacher Sokol einen begründeten Tadel er* theilen. Wir würden den geraden Weg ver-lassen, wenn wir wie ein anderes slovenisches Tagblatt die Schuld ein Mitglied der uns feindlichen Partei ausbrüten (zvaliti) ließen, ob eS nun so oder so heißt. Factum ist es, daß der philharmonische Verein mitten im Gesang aufhören mußte angesichts deS LärmeS, mit welchem der Laibacher Sokol beim „Casinogarten" vorbeimarschirte. Wir wollen es ihm nicht übel nehmen, daß er sich der Citalnica mit Zivio-Rufen näherte . . . aber daß sich unier der Erscheinung lauter Loyalitätskuudge-bung hinterlistige Auspfeiferei und Schreierei heraushörte, die doch als ungerechtfertigte Demonstration genommen werden uiußte gegen einen ruhigen — sagen wir — deutschen Verein, und daß der Vorstand der Sokolisten nicht enug Takt hatte, den Sokolisten die Schellen-urggasse zum Heimwege anzuweisen, um dem Casino auszuweichen, und daß die Leute dann noch mit Lärm und Geschrei? die Philharmoniker und ihre Productionen belästigten, daS müssen wir entschieden tadeln. Wir fragen nur, welche Klagen würde man auS unserem Munde hören, wenn bei einer öffentlichen „Beseda" slovenische Lieder unter den demonstrativen ..Hoch"-Rnsen eines deutschen Vereines unterbrochen werden müßten? So ein Unternehmen ist kindisch ... „Stovenski Marod" berichtet hier-a u s onn 17. Juli: (Die Vorstehung deS Sokol) hat in ihrer gestrigen Sitzung Herr» Professor Schuklje (zur Schriftlettung des Regierungsblattes. „Ljublanski list" beurlaubt) wegen seiner Anfalle auf den Verein und bissen Vorstand einstimmig aus dem Ver« eine „Sokol" ausgeschlossen. „putsche Wacht." Dasselbe Blatt berichtet ser-n e r: (A u t o d a f ö.) Die vorgestrige Nummer des Regierungsblattes (najnovejsega dnevnika) hat man in einer Restauration wegen deS An-griffeS auf die Sokolisten und Nationalen seier-lich verbrannt. WeiterS enthält dasselbe Blatt folgende Telegramme: Trieft, 17. Juli. Wir Brüder an der Adria rufe» dem Laibacher-Iokol: Ruhm! und „Pereat" sei»em Verrächler. Praß b erg. 17. Juli. Den Fliegen-wedel zur Hand für solche Schmeißfliegen ä la Schuklje. Pereat ihm! Zivio Laibacher Sokol! Sannthaler Sokol. Jagdliches aus AntersteiermarK. Die in der SonntagSnummer JhrcS Blat-tes vom 13. Juli mitgetheilten Vorschläge betreffs Hebung der Jagd- und Wildstands-Verhältnisse im Untte verstanden, den letzten oder vorletzten Hasen eines Revieres, die letzte RehgaiS jc. mit einer vorzüglichen M-ule von Hunden auch noch oott Rohr zu bringen. Daß der Jagdausseher dazu ist. für die Vermehrung und den rechtzeitige» Schutz des Wildes zu sorgen, davon hatte nun bisher de facto keinen rechten Begriff. Aber der Jäger muß mehr leisten: Er muß für den guten Wildstand geradezu — Elementar-fälle abgesehen — verantwortlich sein. Weh ihm, weh ihn, allein, wenn beispielsweise in einem »atürlich gut gelegenen Reviere in Mittel-oder Obersteiermark an einem Jagdtage statt, der mit Recht erwarteten 70 — 100 Hasen oder 20 — 25 Rehe nur 30 — 40 Hase». 10 — 12 Rehe auf die Strecke kommen, fo wird sofort als unfähig aus dem Dienste rat. lassen, weil er sein Gewerbe nicht versteht. Man wunder« sich nicht über das maßlose Ueberwuchern der unberechtigten Freibeuterei, des Wilddiebstahls wenn den verwahrloste» Wilderern Niemand das Handwerk legt. Mm rufe nicht nach dem GenSdarm, dort wo dn Revierjäger nicht seines Amtes waltet. In einer Gegend, die keine Musterjagd besitzt, können unmöglich tüchtige Revierjäger herangebildet werden. ES bleibt daher nichts übrig, als sich solche aus anderen Gegenden zu verschreibe», auf die Gefahr hin. daß mancher Wondraöek u»d mancher RkZzcek aus Böhmen nach Steiermack kommt. Die werden in wenigen Jahr»n Wild förmlich aus der Erde zaubern, wie sie es auch anderwärts thun; sie werden auch bald jem Calamitäten verschwinden machen, denen mm jetzt in sehr bequemer Weise alle Schuld i»« schreibt. Bei ihnen werden dann auch gewisse Nimrode in die Schule gehen müssen, die zwar Geld. Zeit und Liebe zum Waidwerk habe», die aber vom Zustande einer gut gehaltene» Jagd nicht viel kennen gelernt haben. Aber solche einherzustellende Jagden kosten Geld, vül Geld. Dies aufzubringen sind meistens nur größere Jagdgesellschaften in der Lage, die sich größere, wohlarrondine Reviere einpachte» I müssen, um dann mit der Hegung zu beginne». Wenn nur erst einige Musterjagden in Unter-steiermark existiren werden, uud guten Wille» dazu haben wir mehrfach getroffen, so wird das Ehrgefühl bei den Nachbarn bald erwache», wie dies in Mittelsteiermark allenthalben cm- ! statirt werden kann. Es iväre für große, aufstrebende Jagd-gesellschasten vielleicht zu erwägen, ob man de-gabte slovenische Revierjäger-Candidaten nicht geradezu bestimmen könnte, eine Lehrzeit i» einem Mustervereine zuzubringen, da die Kenntlich der slovenischen Sprache, der wir sonst nicht eben ein verhimmelndes Wort reden möchte», für einen Revierjäger in Untersteiermark aller- , dings unerläßlich ist. Zu den tüchtigen Rathschlägen Dr. Hoisel't muß sich also vor allen auch °eine Einkehr m sich selbst unter den Waidmännern geselle». Hier liegt das puncturn salietis! F. Y. Aus dem Ämtsötatte. Kundmachungen. Eintragung der Vermögensrechte aus de» Ehepacten der Fra» Carolina Kiß bei der Firma Josef und ©arl Kiß, Eisen, und Geschmeidewaaren-Handlimg in Marburg im Handelsregister für Gesellschaft^ firmen. — Der ^irma „C. Adolf Luy" Mehl-und Getreidehandlung in Unterkötting im Hm-delSregister für Einzelsirmen. — Firma - Löschung „Wilhelm und Comp" im HandelSreyi-ster für Gesellschaftsfirmen. — KreiS- als Handelsgericht Cilli. — Curatel-Verhängnng übn Johann Borneliö von Glaboko wegen Wahn-sinnes. Curator Anton Kovacic Bezirks-Gericht Rann. — Licitation en. 3. executive Feilbie» thung der Realitäten üeS Josef und der Ra> ria Lipautz in Markt Lemberg. Sch.-W. 2080 jl am 24. Juli, B.-G. St. Marein. — Relictu-tion der Anton Leschnik'schen Realität in Lao: Sch.-W. 517 fl. 16 kr. am 26. Juli. SlÄt. del. B.-G. Cilli. 1884 .Deutsche Wacht/ 3. 102") 2 Edict. Vom k. k. Bez.°G«r. Marburg l. D.-U. vird bekannt gemacht: ES sei über Ansuchen der Firma Friedrich Nattausch u. Sohn in Bensen l. B. di« execut. Zoldietung der Per Johann Mayr's Wittwe, vrvt. Firma in Marburg gehörigen, mit execut. jjsmdrecht belegten und auf fl. 5635.551/, und 1 708.08 geschätzten Fährnisse, al« Schnittwaren. Gewölds- und Wohnungseinrichtung b«-willigt und hiezu 2 Frilbietungötagsatzungen die erste aus den 2. August „ zweite „ „ 23. ., 1884 jebeSmal von 9—12 Uhr Vor- und nöthigen-taUe von 3—<> Uhr Nachmittags in dem Ge-H>:stS- und WohnungSlocale der Executin Hauptplatz ?!r. 16 mit dem Beisätze angeordnet »orden. daß die Pfansftitcke bei der l. Feil-tiemng nur um oder über den Schätzungswerth, i«l der 11. Feilbieiung aber auch unter dem-Äden gegen sogleich? Bezahlung und Wegschaf-f»ig hintangegeben werden. K. k. Bez.-Ger. Marburg l. D.-U. 117-3 am 6. Juli 1884. - f Original englische 491—1 in allen Brritm liefern tu Oripnal-Fubrikspreisen H. Lehr & Sohn in Saaz. MUnigt' Vertreter für den Ccwtinent. — Muster, Ptewfoumtf und Muiiaiuriiürden auf Verlangen. fl. k. AI ililär Stations Csmmaudo in Cilli. Tarif für die DenriKung der Militär-Schwimm schnte. 1. Schwimmunterricht während des Sommer»........2 fl. — kr. 2. Einzeln« Schwimmlectionen ... 20 „ 8. Ein Freibad mit Wäsche ... 8 „ 4. Ein Freibad ohne Wäsche ... 4 „ 5. Abonnement sür Freibäder während deS SommerS mit Wäsche . . . 2 fl. — w 6. Abonnement für Freibäder während des Sommers ohne Wäsche . . . 1 fl. — ,. 7. Ueberfuhr nächst der unteren Eisen- bahnbrücke........ 1 „ Die Schwimm- und Badestunden werden, wie folgt, festgesetzt: Für Herren v. 6—9 Uhr Vorm.. v.l 1—3U.Mtg.» v. 5—7 U. Abb. Für Damen v. 9—11 U. Vorm. Für Mannschaft Schwimmstunde v. 3—5 U.Nm. In der Zeit von 9—l l Uhr Vorm. ist der Eintritt in die Schwimmschule nur den Damen gestattet. 1 Cilli. am 17. Juli 1884. Aufgebot. ES wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß 1. der FabrikSwerkmeifter Karl Greiner von Wien, inOesterreich wohnhast zuFranz inStei« ermark, Sohn des verstorbene» Fabriksarbeiters Joh.NepomukIakobGreiner und dessen noch leben-den Ehefrau Johanna, gebornen Marchhart. wohnhast zu Graz. 2. und daS Fräulein Maria Anna Riedl von Regensburg, wohnhaft zu Re-genSburg. Tochter der noch lebende» Producten-händlerSeheleute Johann Georg und Katharina Riedl. letztere geborne Beck, wohnhaft zu Re« genSburg, die Ehe mit einander eingehen wollen. Regensburg, am 4. Juli 1884. 456—2 Der StandeSl'eamte. Vorsicht schadet nie! D« die Gefahr de* Ausbruches der Cholera zu besorgen steht, »0 erlaube ich mir alle besoigten I'. T. Eltern inr Lebensversicherung bei der rcnomirten inländischen allgemeinen wechselseitigen Capitalien-und Renten-Versicherungsgesellschaft ..% iiMirla" in Wien hoflichst einzuladen. Diesfallige Auskünfte ertheilt und Anträge nimmt täglich entg^n von 12 bis 3 Uhr Mittag Ernst Tambor in Cilli, 496—3 Gasthof Strauss, II. Stock rechts. Um mit 50 Credit actien Hl ■peculiren genlgen fl. tM and käsn man 4—«00 und auch mrhr verdienen. — Informaltuken ans Anfragen stehen in dlserrter Weise frmnco •a Diensten. Bankhaus Herrn. Hnftpflimtehrr. -4 Firmabestand seit IM». » WIKN, Stadt. Wallneratrasae Nr. 11. lOOStltak Briefpapier 8° ünirt. 30 kr., lOO Oouverts hiezu 24 kr. zu haben bei JOH. RAKUSCE Papfcriaiiliiii, Herrengasse 6. Kourse der Wiener Börse vom 19. Juli 1834. Goldrente...........103.30 Einheitliche Staatsschuld in Norm . 80.55 „ „ in Silber . 81.65 Märzrente 5°/, ........95.85 Bankactien........... 8.55 Creditactien..........301.70 London . . wista........121.85 Napoleond'or.......... 9.07 Vt l. f. Münzducaten........ 5.77 lOd Reichsmark.........59.55 Wiener Schuhwaaren Zur Saison: Grösste Auswahl aus den kärntnerischen Landes schnitzBchulen (■münd und Villach Krielp»pi»r» }Jmirio[ifs «f*-* Grüsse aus Cilli. Korbwaaren-Manufactur rs Zur Saison Grösste nuswahl von | Oliven-I Holzwaaren ms: Sr. k. Hoheit Erzherzog Albrecht Fabriken 51 H zu H — Arco und Riva. » Alsienbiumen - Diilets. J Krüsse aus Cilli. Adolf C. Glasser 1 Mutz, CILLI. 440-10 2ur Saison einem P. T. Publicum höflichst empfohlen haltend : Salon- M Lauter werte, S'a.picr-Xjo.m.pion.s. 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ANMKRKTJNG, langwierig«, veraltete, tief im Organismus eingewurzelte Mimttk-hritCH nllrr Ast, insbesondere f.'iettt nnd tt/truumlihm•<«. l.ti/nttung*'i», llfttHl-, I,uns/fit- und f£»«tt iiiballfrtirtir lind Ititrreffaitte t»r#«»»«■ • für Kapital, Sparanlage, Effecten-Speculation, sowie Losbesitzer, Sw Hitnlirr# im# «urtcCtiiiereffeiileii. flrese uk6 fielst »atiitoliften. Jnililute. Sparfafita e> M ift,i:e«Siiia«a OwliHnf«, Wtl i UM!,!! »prodaischr» »»«-Svtelpl«»» l,I»H«»tt 1. Äle -} """» *T.d«t(rui.j,e,i «»er *raeitif«ti«( «wtl. -k-miiat II Jje|,-n »er eflerreichischniiqar «Iilagepavirre 0 Llaaiereuieu Los« «»rnndrntladun^e c»li«at Pb,»»«riefe Priori,aien. «eilen der Zt.nt-. Tran«. O l v ^ »U 8««Wl« »et Wiener »cr> ch!^I| ° lNäulerl s«m»uliche t»o««ii>allone» der evrralmiiui. dewrich, »i« ,itii^te»l»ir«»,'««stli»ni ] • vrrftaatlichnn, :rr »ol)iil6en»ea fri Jnftilut« >c. -3m Jltjil^iiilie »iersit «myfe^It» w>r o», «doiimem«»! auf Sa« beftanterrichlele, btaigHe ,-d reichh»I«tUe fliiancielle, Hörseil- und Verlosiinssblatt „LEITIIA". . v - .mrrlannt a!J uitoortex i^ie# und aeBifleiiliaitr« 3^(.>rraa1l»n*"3ouniol tfratiet Haus. Umtausch m ) »et' Vertaus »»» So«»»-, tlnla««. »»d E»«c>iIa»i>>nS|?»pieren. und rer,eichne> alle für die 3n>eresik-iiri> S (»inmfuirrtfiai *o<»niStrn imb ^,Ich-lli-ug!n r.u( »oll«i»irlli«ch-»»qem tSeWete, de« Handel« »Nd »e. weil, m > 3lit«T*0HDiMi|I tsfteafrei. I°»>tg btoS f.. >.!>» mit ?«GuI»dan,. Probe.«remi»»re jNlil und iroaco. «d.nne. Z I wem« tdnaea mil lede» Ia«e »lg>»««». — Xc« »aaffjan« .keilda" voZ'-hi! alle in» ,>«ch K»sird,e. sowie Oidirt o für die Wiener Börse allen 2 f f c ulat l owif örmen. Prannni, tfottfaxtial'- «TT!—■■ ™ ■Öftlf BedeSltng «ad gn-iyß» ftaoirWfi,. • Vorwehiis.se auf Werthpapiere Anlage »wecken wir auch ) 'rad »ad reell ju Ot lainalcutien §' « Zinsen pro »n»"'aebltlirrn. n. ^enDi1«n«1 tfi) llt «rtteien Celrijta, tlO »i, brt Suitwmtf» 2 MMMIIMMMIHiMMMMMMMMHIMMIIMMWIMtH««» Vlahov, Elixir, präparirt von Roma» Vlahov in Sebenico, Filiale in Triest Via della Pesa Nr. 8. Dieses Elixir wurde mit leeret von den b. k. k. Behörden appr it.irt und wird von vielen medinniftti« Celebritäten anempfohlen. Von der Regierung 'i:i V r einigten Staaten Nordamerika'» pst-t-tirt und mit der grossen goideMi Medaille au>geieichnet! Di% Gunst, mil welchen Ixtet Elixir iu den letzten 10 Jahrei vo« dem grossen Publicum aufgenomnut wurde, beweisen zahlreiche Z.-ncsitt« nnd I>anksclireiben, welche dem Erfinder zugtiom-men sind. Dieses Elixir wirkt unfehlbar bei: lngestiei. Kolik. Häinorrhoiden. Appetitlosigkeit, periodischen Fieber. Schwäche nnd Verstimmn«g Mügeiu. 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Klageafurt: J«u Sehibert. Josef Jorc. Villaoh: Pct. J. M-r!ir, "Lri Tuj-novsky. Tarvia: A. tVle . -CJE.foiiltSLr.! -rm • IM __direkt. Die grossen erstclassig.n Dampfer n»tsche Nacht." 9 Vom 16. Jall 1884 ib erscheint in Wien das neue, unabhängige grosse Fachblatt: „öesterreichisefc-nngarischer Holzinteressent," Cen'.ralorgan für Conaumenten und Producenten der Holzbranche, Forst- und Sage- werksbasitzer und verwandte Zweige, fKleinfolio, I Bogen Textstirke.: Hriusgegeben unter Mitwirkung von Fachmännern von Wilhelm Kitter vom Pauly, k. k. Statt-haltcr'dratii .u I). und E. l.ueliH}-UuiM-Nrh. Prinuirerations-Prelso für Ö«sterr«co-Un^um ganzjährig fl, 5.—, halbjährig fl. 2'50. Für Deutschland V. 12 .-r-mint Zustellung 492-3 Inserat-1 Sadea d:a waitesta Verbreitimg und werden billigst berechnet. Probennmniern werden uns Verlangen arrati"« und franco zugesandt. Redaction und Administration: Wien. IV., Favcritenstrasso Kr. 54. Gicase SPreTserstt.ä.osIg-ia.rigr! 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Bewerber um diese Stelle haben ihre Gesuche bis längstens 22. d. hierorts einzubringen, oder sich *u diesem Termine hier zu melden und ihre Eignung nachzuweisen. 459—# Präsidium des k. k. Kreisgerichtes Cilli, am 10. Juli 1881. Ein Conti ii eil IM« ! werden aufgenommen iu der gemischten Wuareuhand-lung des Johann Opalk in St. Marein bei Erlacbstein, Lullffetrockneten 472— kaiist für den Export nach England Gustav Candolini, Pöltschach. Die Herren Producenten werden um Einsendung von Muster nebst Angabe des (Quantums ersucht, llolel ^4»hl. Löue« Xcla. c±ferir©: Pilsner-Bier, 'fcK&nSiSr Bairisch-Bier,"" {ÜSiV?"" Damenhüte, ntctM nur liant noiiteautea, ton fl. 1.30 an, als auch in reichster Ausstattung, ebens» Kinder-hüte verfertiget und hält reiche Auswahl T. Herschmann, Modistin aas WJea, Cllll, Hnstgusse Nro 29. Auch wird modemjsirt | FilialdepiU in Saufrbrunn. Ein lidirjunge wird sofort aufgenommen bei T. Zvei9ll2, Friseur in Cilli. 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Hochleiten etc. übernimmt und prompt ausführt. Mtnl MJiskaffee. Um geneigten Zuspruch bittet ^ hochachtungsvoll (Carl .T. ."Vlortl, Ij 48j—2 Conditor. 1 | -ran MC in Mjocal für ein Gasthaus wird gesucht. — Anfrage in W Administration dies«! Blatte». )) Die Sauerbrunner Vorschusscassa" verzinnt Einladen mit 5°/« gibt Darlehen zu 6°;'#. f| 473-4 Der Vorstand, WM" ZESdnn. "WZ ,'iOOO reliiseMÜsie, trockt ne Eichenschwartlinge lagernd in Zelodnik nächst der Strasse nach Viyfl ' und dem Jägerhans«, werden täglich, auch in llci- J neren Parthien veräussert. — Näheres, anzufragen hsl Herrn Dersi«1 in Sakot bei Rann. (•>-—S Jleier- 484—2 oder Wirthschafter-Stelle wünscht ein verheiratiu-ter Mann iKinder bereits n»J wachsen), in allen Fächern der Oekonomie nnii Letui-wirthschaft bewandert, beider Landessprachen in Wort und Schrift mächtig. Auskunft in der Administrativ» dieses Blattes. — Daselbst können auch bis J die bezüglicher. Documente eingesehen werden. 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Z. • Kopsen- Hürden und schönes, reines Schilfrohr zur Erzeugung demlwo liefere ich in jedem Quantum allcrbilligat nnd sulW und erbitte mir rechtzeitige Aufträge. liresor tolMT, Tischlermeister in CilM. Feldgsss Eigenthum, Druck und Verlag von Johtuin Rukuach in Cilli, Verantwortlicher Redacteur Max Besozzi.