Nr. Itt. Freitag, 13, Jänner <««8. 107. IaliiWiiss. UnMcher Hljeil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haw, mit Allerhöchster Entschließung vom 13, Dezember v. I. dem Advocatcn Dr. Julius Dieb! in Arüun in Anerkennung seines vieljährigen humanitären Wirkmö das Ritterkreuz des Franz-Iosefth-Ordens allerauädigst zn verleihen gernht. . Se. l. lind k. Apostolische Majestät haben dem AMchmlvtmaune Clemens Grafen Sai nt - Inlien -"«11 see die Käminererswürde taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. nn ^'./' 'j!'^ k- Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. Jänner d. I. den nut dem Titel und AMakler einrs Sectiunsrnthes bekleideten Ministerial-Secretär im Iustizministeriun. Joseph Edlen von Bald aß zum Scctionsrath in diesem Ministerium und den Ministerial-Vicesecretär un Justizministerium Dr. Friedrich Freiherrn von Call ^Klllmbach und Rosen burg zum Ministcrial-Secretar in demselben Ministerium allergnädigst zu er-""'"'" Muht.___________ Prazät m p. Uichtamtlicher Hheil. Die Nadicaleu ill Serbien. Leichter nnd unter weit geringeren Schwierig, teilen, als anfänglich angenommen werden musste, ge M'gt es dcm neuen serbischen Ministerium, im Lande l5"v zn fassen u,id das Vertrauen der Bevölkerung iii seine Reglernnqsfähigkeit zn erwecken. Die Nadicalen "" ^ud"'! Mau hätte vielleicht vor lnrzem noch außerhalb Serbiens eine solche Evcntualilät für aus-^Ichlosseu erachtet, weil man sich diese Partei stets in mmn großen Gegensatze zn den gesammten monarchic Ichen Institutionen in Serbien dachte. Aber gerade aus ol^Wn Grunde bewi.s König Milan ein'nicht qe^ wohnliches Maß von Klugheit uud M.ltl,. mdem er nach dem Zeifalle der radical-liberalen Coalition, welche den Sturz des Herrn Nistic h,rbeislihrlll muM'. l"nen Augenblick lang /ügrrte. die RegierunMik aus pnilameutarischenl Wege zur Lösmig zu briugcn. und ,alle Spuren, welche die Verganqeilheit hinterlassen, mochte, tilgend, direet an die radieale Partli herantrat, sie znr Beratherin der Krone erhebend, ihr die Lenkung der Politik überlassend. Das Nesnllat, welches König Milan erreichte, entspricht auch diesem Acte coustitittimieller Regenten-tligelld. Das Land sclbsi entgi-ng dadurch ciner intensiven Agitation, nnd der Nechsrl' der Rcgiernng vollzog sich in verhäliliismäßig rascher und w natürlicher Weise. Anderseits darf der Köuig mit Genugthuung nnd Selbstbewußtsein ans die Thatsache blicken, dass eine Partei, gegen welche früher, wir wollen nicht nutersuchm. niit welcher Berechtigung, der Vorwurf aniidyi,astischlr Gcsiunnng erhoben wurde u»d zu der sich großenlh'llö eine Reihe von Periönlichkeilen be. kannte, die noch vor vier Jahren die Fahne des Aufruhrs gefchwttng!'!! haben, nliuul^hr vor dem ganzin Lunde ihre Loyalität betheuert lli>d sich nm den König, die Dynastie nnd dn« Thron schait. In der vom radicalen Clnb an den König Milan gerichteten Adresse wird diesen der Dank für den hohen Einfluss ausgesprochen, welcher der radical nationalen Partei die Erfüllung ihles sehnlichsten Wunsches ermöglicht hat, nämlich ihre Treue lind Ergebenheit für den Monarchen zu erweisen. «Die grsammlc Nation steht zn ihrem König,» so ruft der radicale Club, nunmehr in die Reihe derjenigen tretend, die. auf der Königslrcur fußend, das Volt leiten wollen. Schon dieser Erfolg, die Versühnnng der Radicalrn mit der Dynastie, läftt oaü neue ferbifche Ministerium als ein Ereignis erscheinen, von dem ein güiistig hältnis zu Serbien ist von maßgebender Stelle vielfach in fo klarer Weise beleuchtet worden, dafs es eine Mifsdeutung nicht zn fürchten hat und ans dem sich auch unsere Stellung zu allen Partei- oder Regiernngs-äuderungeu von selbst elgibt. Wir haben stets das vollste Verständnis für die Selbständigkeit Serbiens besessen, nnd wenn unser Vn hältnis noch so frrund-schasllich geartet ist, so wissen wir selbst die Grenzen der Freundschaft genau zu beachten. Wir stehen nicht au, wenn von uns gewünscht wird, Hilfe und Rath anzubieten, aber wir habeu stets jede Ingerenz ai:f die inneren Vcrhältniffe des Landes vermieden, welches in schwierigen Lagen ausreichende Beweise dafür geboten hat. dass es in feiner vollen SelbstäudigtVit genügende Krast gefuudcu, dieselben zu bemristern. Anch bietet nus das für die auswärtige Politik entworfene Programm des Cabinets Gruic durchaus kmn'n Anlass, an der una/trüblen Fortdauer ienrr Freundschaft zn zweifeln, für welche uns nicht allein die gemeinsamen Interessen, sondern auch die Weisheit und die Erfahruug König Milans und dessen Sympathien für unfer Reich eine ausreichende Bürgschaft «Mähren. Wenn das neue Ministerium zur Richtschnur seincr auswärtigen Politik das Streben erhoben hat, mit allen jenen Mächten gute Beziehungen zu pflegen, welche die Selbständigkeit der Balkuustaalen respectieren, so darf wohl daran erinnert werden, dass von uns den ferbifchen Staatsmännern — so oft solches geschehen konnte — die Pflege eines gnten Verständnisses zu allen Cabineten ohne Unterschied empfohlen wurde, eine Politik, welche überdies auch vom König Milan selbst stets befolgt worden ist. Es wird auch alles, was die Interessen der Balkanvölker zu fördern geeignet ist, auf eine wahre Sympathie seitens unseres Reiches zählen dürfen. Diejenigen, welche lediglich dieses Ziel verfolgsn, werden uns nie unter ihren Gegnern finden können. Indrsfen scheint die radical? Partei, ihrem Programme gemäß, entschlossen zu sein. ihre Energie zunächst der Hebung der inneren und der ökonomische» Zustände d'.'s Landes zuzuwenden. Jener Deputation der Radicalen. welche dem Köuig Milan den Dank für sci'n Vertrancn ausgesprochen hat. drückte auch der Monarch die Hoffnung aus, die Radicalen würden Beweise ihrer Lebensfähigkeit als Regierungspartei bieten und jlne Reformen zu einem guten Elide führen, in» betreff deren sich zwischen dem Lande und der Krone bereits ein directcs Einverständnis ausgebildet hat. Sie sind deshalb, was ihre Reformpläne betrifft, der Zustimmung des Köuigt sicher und können nnnmehr daran gehen, das Vertrauen zu rechtfertigen, was ihnen entgegengebracht wird. Das Erstarken Serbiens anf wirtschaftlichen! Gebiete, das culturelle Aufblühen des Landes Jeuill'eton. Wie eiu Bauer zwei Generale bedient hat. Aus drm Russischs» des Üöedvin. Zwei ausgezeichnete Generale erwachten eines 4-agrs auf einer menschenleeren Insel. Das ganze "den hatten ste in einer Registratur zugebracht.' dort warm ste geboren, erzogen nnd gealtert, weiter reichte uir Gesichtskreis nicht. Sie tanuten keine ander.» Alls orucle als: «Genehmige,, Euer Wohlgeboreu die Ver-l'Hrrung meiner Hochachtung.. Die Registratur wurde' als überflüssig ausgelöst, '"beide Generale erhielten den Abschied. Sie blieben . . Petersburg, bezogen Wohnungen auf der Podjaces- ^l". ylelteu sich Köchinnen nnd bekamen ihren Ruhe. Malt regelmäßig ausgezahlt. Da plötzlich erwachten «ewe ans einer öden Insel. Anfangs konnten sie nichts U n '' '^ hatte einen wunderlichen Traum. Uz ?'' ^'^"" """ der Generale, «es träumte mir. "°s lch ans einer öden Insel wohne.. Der andere we""'al ^^r. Beide Generale fieugeu - wohl zum erstew '^' ln ihrem Leben — z>, weinen an. .Wie gilt ""roe uns j.ht eiu Glas Kaffee thun!, fagte einer; l Nlunerte er sich plötzlich au seine Lage, uud das V !!"?". U""9 vuu neuem los. .Wenn wir znm '«Ml über das ganze Ereignis einen Rapport auf- sehen möchten, würde das etwas nützen?» — «Wissen Sie was, Excellenz, gehen Sie nach rechts, ich werde mich nach links wenden, das wird wohl da« Beste sein.» sagte der andere General, welcher einige Zeit in einer Cadettenschule Kalligraphie-Uutelricht gegeben halte »nd daher anch viel verständiger war. Gesagt — gethan. Der eine gieng nach rechts und sah die schönsten Früchte auf den Bäumen hangeil. Er wollte sich emm Apfel lleruuterholen, aber er hirng ihm zu hoch. Er versuchte hiuaufzulleitern. doch es gelaug ihm nicht. Dann kam er au einen Fluss, da sah er elue Unzahl Fische im Wasser plätschern. «Wenn ich so diese Fische zu Hause, auf der Podjacesla hätte!, dachte der Geuetal. Icht kam er in den Wald »i'.d sah Schnepseu nnd Krammetsvögel. Hasen lind Rehe in Hülle und Fülle. «Mein Gott. so viele Speisen!» rief der Oemral nnd uerfpuite plötzlich einen unbändigen Hunger. M't lcclen Händen kam er anf den srühlren Platz zun'l'ck, wu der andere Geucml fchou wattle. -Nun. Exclllen^. habeu Sie etwas gefunden?» — «In wohl, eine altc Nummer der Moskovstija Vjedumostl'. Die Geuerale versuchten zu schlafen, aber mit leerem M'igen gieng es nicht. Ueberdics beunruhigte sie der Gedanke an die vielen, im Laufe des Tages gesehenen Fische, an das schöne Obst und das Wild im Walde. «Wer hätle wohl a/dacht, dass die menschliche Nahrung im ursprünglichen Zustaüde fliegt, schwimmt und ans den Bäumen wächöt?» fagte einer der Generale. «Ja. ja,» erwiderte d,r andere, «ich habe bis nunzu auch gc» glaubt, dasö die schömn WcctVu. wie wir fie im Kaffeehause essen, schon in dieser Form auf die Welt kommen.. — «Daraus fcheint zu folgen, dass man. um eine Schnepfe zu lssen, sie zuerst fanqen. fchlachten. rupfen und braten muss . . . aber wie stellt man das an?» — «Ja, wie stellt man das an?» erwiderte wie ein Echo der andere. — «Ich glaube, ich könnte jeht meine eigenen Stiefel essen!» sagte der erste nach einer Weile. «Ein Paar gut übertragene Handschuhe wären auch nicht schlecht!» seufzte der andere. «Wie konnten wir nur hieher gelangen? Welcher böse Geist hat uns so arg mitgespielt?» «Vrrfnchen wir. nns durch ein Gespräch zu zerstreuen.» — «Nun, beginnen Sie, Excellenz.» — «Wie denken Sie darüber, Excellenz, dass die Sonne zuerst auf- uud dann erst untergeht, warum nicht umgekehrt?» — «Wie wunderlich Sie doch sind, Excellenz! Sie standen doch auch zuerst auf, dann girna.cn Sie ins Amt, schrieben, und dann erst legten Sie sich schlafen.» — «Aber ebenso gnt kann man ja die Sache nmgrkehrl anfassen.» — «Ja ... man könnte es wohl, aber als ich noch im Dienste war. dachte ich immer so: jetzt ist es Morgen, jeht stehst du auf, dann kommt der Tag, dann wirst dii dein Nachtmahl essen und dich schlafen legen.» Das Wort «Nachtmahl» weckte in ihnen traurige Gefühle, und das Gespräch stockte. Nach einer Weile begann einer von neuem: «Ich hörte von einem Arzte, dass der Mensch ziemlich lange sich von den eigenen Säften nähren kann.» — 'Wieso das?» — «Ganz einfach, die Säfte erzcugeu neue Säfte, diefc wieder neue, biö sie schließlich zu Ende gl'hen.» — «Nun. und was dann?» — «Dann muss man eben essen.» — «Dak ist en, schwacher Trost.» Mit einem Worte, jedes Gespräch, das sie an« fiengen, fühlte fie aufs Efsen. was ihren Hunger nur noch mehr anstachelte. Sie beschloss..'!, daher, das Gespräch zu unterbrechen lind die gefundene Zeitung zu lefen. Der eine begann: «Bei unserem Gouverneur war gestern feierlicher Empfang. Der Tisch war für hundert Person?:, gedeckt, die Speisen aller Wcltthrile Laibachcr Feitung Nr. 1i). 76 13. Jänner 1888. würde sicherlich nirgends mit solcher Theilnahme be< grüßt und beachtet werden, als eben in Oesterreich-Ungarn, von der Serbien zunächst gelegenen Großmacht Europa's, die gewissermaßen die Verbindung dieses Landes mit dem Westen herstellt und deren Entgegenkommen aus diesem Grunde für Serbien selbst doppelt wertvoll ist. In dieser Hinsicht darf Serbien der berechtigten Rücksichten und des bisherigen Wohlwollens seitens unseres Reiches gewiss sein. und von dieser Ueberzeugung wird das radicate Cabinet in gleichem Maße erfüllt sein, wie die übrigen Ministerien. Wird doch demnächst die Eröffnung der Orientbahnen erfolgen, in deren verschiedenen Phasen unsere Monarchie die Wünsche und die Bemühungen Serbiens nach Kräften unterstützt hat, und die serbischen Staatsmänner haben nun. mehr ein weites Feld, Serbien eine commercielle Be-deutung zu erobern, die ihm bisher verschlossen war. Programme sind jedoch leichter aufgestellt, als aus» geführt. Die Schwierigkeiten der Ministerien begmuen erst, wenn diese ans Wert gehen sollen, und manche Erwartung findet dann ein jähe« Ende. Aber wir wollen im Interesse Serbiens hoffen und wünschen es aufrichtig im Interesse unserer mit dem Königreiche durch viele ökonomischen Bande innig verknüpften Monarchie, dafs das neue Cabinet, vom Vertrauen des Königs begleitet, bei seinem Vorsatze, sich der Hebung der productive« und culturellen Kräfte des Landes zu widmen, verharre und die Zuversicht rechtfertige, welche in dasselbe von dem Monarchen und von der Bevölkerung geseht wird. Politische Ueberlicht. (Die Interpellationen Helfy's und Perczels.) Im ungarischen Abgeordnetenhause interpellierte vorgestern Abgeordneter Ignaz Helfy die Regierung: 1.) Ob sie genaue Kenntnis von den russischen Kriegsrüstungen und deren Dimensionen, ms« besondere über jene Truppen-Concentrierungen habe, welche Russland bereits seit längerer Zeit an den nordöstlichen Grenzen der österreichisch-ungarischen Monarchie durchführt, und ob der Ministerpräsident geneigt ist, den Thatbestand dem Hause mitzutheilen. 2.) Sind von Seite unseres Auswärtigen Amtes Schritte geschehen, um von Russland die Ursache und den Zweck dieser unerwarteten Kriegsrüstungen zu erfahren? 3.) Sollten die Ursache des bedrohlichen Auftretens des Nachbarstaates die auf der Balkanhalbinsel, namentlich die in Bulgarien abgelaufenen Ereignisse bilden und dasselbe den Zweck verfolgen, diesen Staat unter seinen Einfluss mittelbar oder unmittelbar in seine Machtsphäre zu bringen, frage ich: Ist die Regierung entschlossen, unerschütterlich an der von der ganzen Nation gebilligten, auch vom Auswärtigen Amte als die seiuige anerkannten Politik festzuhalten, welche der Ministerpräsident in der am 30. September abgehaltenen Sitzung des Abgeordnetenhauses dahin formulierte, dass die auf der Balkanhalbinsel wohnenden Völker sich zu ihrer Individualität entsprechenden unabhängigen Staaten entwickeln sollen und dass dort keine einzige fremde Macht irgend ein im Sinne der Verträge nicht bestehendes Protcctorat etablieren oder dauernden Einfluss ausüben könne? 4.) Hält die Regierung den Zeitpunkt nicht für gekommen, behufs definitiver Regelung der bulgarischeu Angelegenheiten in der oben angedeuteten Richtung eine internationale Conferenz zu initiieren? 5.) Wenn die auf Erhaltung des Friedens gerichteten aufrichtigsten Bestrebungen der Regierung erfolglos bleiben und es zum Kriege kommen sollte, kann die Nation und die Monarchie mit Sicherheit auf jenes Bündnis rechnen, welches seit Iahreu als die Basis unserer auswärtigen Politik bezeichnet wird und welchem sich neuestens auch Italien auschloss? — Abg. Nikolaus Perczel richtete folgende Interpellation an das Gesammtministerium: Beabsichtigt die Regie» rung, sich detailliert über die Zwecke und die Aus-dchnung jenes Dreierbündnissrs zu äußern, welches während des Tagens der Delegationen von Seite des gemeinsamen Ministers des Aeußern angeführt worden? In Anbetracht dessen, dass man über Tendenz und Zweck der russischen Rüstungen nicht im Zweifel sein lann, frage ich die Regierung, ob sie den Zeitpunkt nicht für gekommen erachtet, dahin zu wirken,, dass die Organe unseres Auswärtigen Amtts uuter entschiedener Verwahrung Russland kategorisch auffordern, dass es seine Kriegsrüstuugen nicht unr einstelle, sondern sein? Truppen in unseren Grenzen auf ein Maß reduciere, wie wir es im Interesse unserer eigenen Sicherheit fordern muffen. — Die Antwort der ungarischen Regie« ruug wird jedenfalls eine gewisse Aufklärung über den alle Schichten der Bevölkerung so einschneidend interessierenden Sachverhalt verbreiten. Selbverständlich aber hegen wir nicht den Wunsch, dass die Regierung dem Andrängen Perczels entsprechen soll, sonst würden wir den Krieg geradezu bei den Haaren sofort herbeiziehen. (Zum Hausierwese n.) In diesen Wochen ist im Handelsministerium der Entwurf eines neuen Hau« siergesetzes ausgearbeitet worden. Dasselbe geht uou dem Grundsatze aus, dass der Hausierhandel auf das unzweifelhafte Bedürfnis der Verläufer und der Käufer beschränkt werde. Der Begriff Hausierhandel ist im Entwürfe als Feilbieten von Waren im Hin- und Herziehen von Ort zu Ort, von Haus zu Haus ohne feste VerkaufKstätte bezeichnet. Iu Ortsgemeinden mit mehr als 20000 Eiuwohneru und in Curorten soll der Hausierhandel ganz verboten werden können. Hau-sierbewilligungeu sollen nur mehr an Leute gegeben werden, welche 35 Jahre alt, österreichische Staats« bürger und unbescholten sind. Gleichzeitig wird ihnen die Pflicht auferlegt, mit fremdländischen Waren nicht zu hausieren und deswegen mit einem Ausweise über deu Bezug ihrer Ware sich zu versehen. (Böhmen.) Wie aus Prag berichtet wird. erhielt Dr. Schmeyfal vorgestern das Schreiben des Oberstlandmarschalls Fürsten Loblowitz, in wrlchem ihm dieser von der erfolgten Wahl der czechischconservativm Ver-tranensmänner für die Verständigung^ Pourparlers Mittheilung macht uud ihn um Nominiernng der Vertrauensmänner seitens des deutschen Landtags-Abgeord-netenclubs ersucht. (Aus Graz) berichtet mau uus: Gestern abends fand hier eine zahlreich besuchte Versammlung der Grazer Landlagswähler statt, wobei verschiedene wirt- schaftliche Fragen, die zu Differenzen zwischen Stadt und Land Anlass gaben, insbesondere die Parcellierung des Ioauueum-Gartcns, besprochen wurdeu. Die Ver< sammlung wurde vou Dr. Saria eröffnet, welcher mittheilte, dass die Grazer Landtaas-Abgeordneteu Dr. Kienzl. Koller uud Dr. Wunder der Einladnng gefolgt seien, während Dr. Portugal! uud Lmidesaubschuss Dr. Schreiner ihr Ausbleilicu mit Uuwohlsein cutschuldigten. Die Versammlung nahm einstimmig einr Resolution an, der Landtag möge bei Veräußerung desIuauneum-Gartens neben der sinauziellcn Erwägung auch deu Interessen ^ uud Wüuschen der Land^hanptstadt Äcachlnug schenken und das Anbot der steirriuärkischen Sparcasse (welche fnr die IoanncumstMude 3l)000l) sl. bot) annehmen, auch weun datzsrlbe ziff^rmäßig nicht au das Anbot anderer Bewerber hiuanrcicht. (Novelle zur ungarischen Executions« ordnung.) Im ungarische» Justizministerium wird eine Novelle zur Executionsordnung vorbereitet, um den Klagen österreichischer und ungarischer Kaufleute wegen Verschleppnug der Execntionssühruna/n Rechnung zu tragen. (Zur Situation.) In Berlin beginnt man wieder vor allzu großem Optimismus zu warnen; es wird telegraphisch a/mcldet, in wohlunterrichtl'ten Kreisen betrachte man die Lage noch nicht als so weit geklärt, dass man gegenwärtig beruhigt srin könne. — Anläßlich der Wiederelöffuuug der französischen Kammern hielt im Senat Carnot, der Vater des Präsidenten der Republik, als Alterspräsident eine Ansprache, in welcher er betonte, das Land wolle den Frieden, deu Frieden im Iuneru wie den Frieden nach außen. (Im Vatican) daueru die Empfänge der zur Jubelfeier des Papstes nach Rom gekommene» Pilger fort. Vou dem Empfauge der spanischen Pilger am 7. d. M. berichtet der «Fanfulla» als authentisch, dass der Papst sich an eine Gruppe carlistisch gesinnter Priester wendete und ihnen empfahl, für die Königin-Nigrntin, ihre rechtmäßige Herrschern», zu beten, welche vou der Vor« schuug zum Glücke Spaniens bestimmt sei. (Russland.) Die in der vorgestrigen Nummer nnseres Blattes veröffentlichte Privatdepesche, die auch einige Wiener Blätter publiciert haben, über eine in Petersburg entdeckte Verschwörung zu einem Attentate gegen den Zaren scheint sich nicht zu bestätigen. Unser Wiener Currespoudeut, au den wir uns mit der Aufrage gewrndet, wclche Bewandtnis cs mit dils»r sensationellen Meldung habe. theilt uus mit, dass in der russischen Botschaft in Wien eine Nachricht nicht vorliefe, welche den Inhalt der citierten Depesche irgendwie bestätigen würde. Unser Correspondent gibt gleich* zeitig der in Wien verbreiteten Vermuthung Autzdrnck, das) die fragliche Depesche eiu Börseu-Manöuer war. (Orientbahnen.) Wie die türkischen Blätter melden, hat der serbische Gesandte in Couslantiuupel an die Pforte das Ansuchen gerichtet, sie möge infolge der bevorstehenden Eröffnung der Orientbahnen Delegierte ernennen, welche im Verein mit der serbischen Regierung ein Arrangement wegeu des Postv»rlehrs auf diesen Linien zu vereinbaren hätten. Eine ähnliche Einladung hat die serbische Regierung auch nach Sofia gerichtet, und wurde dieselbe sowohl hier wie in Con-stantiuopel zustimmend entgegengenommen. schienen sich dort zum Rendezvous eingefunden zu haben. Ncbeu den seltensten Seefischen sah man kaukasische Fasane, daneben trotz des Winters die schönsten Erdbeeren...» — «Können Sie denn lein anderes Thrma finden!» rief erbost der andere, riss seinem Collegcn die Zeitung aus der Hand und begann selbst weitcrzulesrn. «Aus Tuly schreibt man uus: Unser Club gab gestern ein prachtvolles Mittagessen zu Ehren eincs im Flusse Upa eingesungenen Störs von nie gesehener Größe. Der Stör lag auf einer un> geheuren Holzschüssel, welche mit Blumen verziert war.» Traurig liehen die Generale die Köpfe hängen. Alles erinnerte sie an das Essen. Plötzlich fasste der General, welcher seinerzeit in Kalligraphie unterrichtet hatte, einen neuen Gedanken. «Wie wäre es, Excellenz, wenn wir einen Bauer finden möchten?» rief er freudig erregt. «Wieso das. einen Bauer?» — «Nun, ciuen gewöhnlichen Bauer; er würde uns gleich Brot dringen, Schnepfen und Fische.» — «Ja, «ber hier ist t^in Bauer zu finden!» — «Nicht zu finden? Bauern sind überall zu finden, gewiss ist hier so einer versteckt, um nur nicht zu arbeiten.» Der Gedanke lieh beide Excellenzen nicht ruhen, nnd sie suchten so lange, bis sie wirklich einen Bauer fanden. Es war ein riesengroßer Kerl. welcher, unter einem Baume liegend, die theure Arbeitszeit vergeudete. Der Zorn der Generale war grenzenlos. «Du schläfst. Faullenzer,' riefen sie, > Familiengruft nach Haasberg in Krain überführt werden. — (Kränzche n.) Per hiesige K?gelclub «Edinost» veranstaltet bekanntlich morgen abends im Saale der Laibachcr Citalnica zugunsten des «Narodni Dom» ein Tanzkränzchen. Der glänzende Erfolg des vorjährigen Kränzchens, fowie das Bestreben des Arrangierungs-Co-mites, diese Unterhaltung möglichst gelungen zu gestalten, lassen mit Sicherheit ein animiertes und glänzendes Ball« fest erwarten. — (Constituierung der Fleischhauer-Genossenschaft.) Gestern fand unter zahlreicher Betheiligung der Genossenschaftsmitglieder die definitive Constituierung der Fleischhauer-Genossenschaft in Laibach statt. Der provisorische Obmann, Herr Franz Strulelj, eröffnete die Versammlung mit einer beifällig aufgenommenen Ansprache, in welcher er die Wichtigkeit des durch das Gesetz nunmehr statuierten Genossenschaftswesens beleuchtete und die Genossenschaftsmitglieder aufforderte, mit vereinten Kräften zum Wohle und zur Standesehre des Fleischhauergewerbes mitwirken zu wollen. Ueber A: trag des Herrn Slavs'a wurde Herr Otrukelj wieder zum Obmann gewählt; zum Obmann-Stellvertretcr wurde Herr Franz Slovsa, zu Ausschüssen die Herren: Johann Kopac, Nartholomäus Cerne, Johann Eerne und Josef Richter, zu Stellvertretern die Herren: Johann Po?ivalnik, Iofef Strehar, Franz Kunstel und Johann Nhlin gewählt. Auch die Mitglieder für die Gehilfenversammlung, welche demnächst einberufen werde.: wird, dann die Mitglieder für die Vermögensverwaltung und das Schiedsgericht wurden gewählt. Die Fleischhauer-Genossenschaft zählt 110 Mitglieder. Der Vcreinsfond wird in erster Linie durch die einzuzahlenden Gründungsbeiträge gebildet, indem jeder Großsteischhauer 10 st., die Kleinschlächter 6 fl. einzahlen. Die Beiträge der Genossenschaftsmitglieder für die Gehilfen - Krcnkencasse betragen 1 kr. vom Gulden des Lohnes, jener der Ge» Hilfen 2 kr. per Gulden vom Lohne. Nunmehr kann niemand mehr ein Fleischhauerpatent in Laibach erwerben, wenn er den Befähigungsnachweis nicht erbracht und derselbe vom Genossenschafts «Ausschusse nicht bescheinigt worden ist. — (Localbahnen in Steiermark.) Der steiermürkische Landtag beschloss, die für die Bahn Pöltschach - Sauerbrunn zugestandene Subvention von 400 000 st. für das Jahr 1888 in vollem Umfange aufrechtzuerhalten. Der Anlrag des Eisenbahn-Ausschusses, dem Eiseilbahndan'Unterilehmer und Bergwertsbesitzer Daniel von Lapp und dem Ingenieur Klemeusiewicz für den Bau und Betrieb einer normalspurigen Local-bahi, von Cilli über Schönstein nach Wöllan eine Subvention aus Landesmittcln im Gesammtbetrage von 175 000 fl., zahlbar in zehn Jahresraten, zuzusichern, wurde debattelos einstimmig angenommen. — (Oundulic-Feier in Laibach.) Wie man uns mittheilt, veranstalten die in Laibach domiciliereuden Kroaten heute abends im Glassalon der Laibacher 6i-talmca aus Anlass des 300jährigen Jubiläums des Dichters Ivan Franjin Oundulic einen feierlichen EommerS. Gäste willkommen. — (Vlattern - Epidemie.) Vorgestern sind neuerdings sechs, gestern fünf Ertrankungen an Blattern an» ge»ll.ldct worden. Von früher Erkrankten sind vorgestern drei gestorben. — (Gemeindewahl.) Bei der jüngst stattgehabten Neuwahl des Gemeindevorstaudes in Iurjuwitz im politischen ^Bezirke Gottschee wurden Johann Rus von Vrcz"e zum Gemeindevorsteher, Alois Boh von Nreze, Johann Ambrozic von Breze und Franz Kozina von Iurjowitz zu Gemeinderätheu gewählt. — (Besitzwechsel.) Das Haus der Mathias Skerbinc'schen Erben auf der Polanastraße Nr. 33 hat der hiesige Fleischhauei meisler Herr Johann Cerne um den Vetrag von 7000 fl. käuflich an sich gebracht. Neueste Post. Original-Telegramme der «LaibacherZtq.» Klagenfurt, 12. Jänner. Der Kaiser-Illbilämns-Ausschuss des Landtages beantragte. 20 0W fl. zu widmen für die Errichtung von Gcmrülde-Armeiihäil-sct'il. die nacb Reihenfolge dcr Eröffnunq erstes, zweitts und drittes Kaiser Franz-Iosrf-Armeiihmls heißen st'llV». Prag, 12. Jänner. Im Landtage fand heute ei» Versöhnungs-Präludium zu den Auigleichsverhandliln-a/n statt, indem Professor Dr. Durdil in warmm Worten die Beitragsquotr fnr das deutsche Laildes-theater befürwortete, hervorhebend, beide Nationalitäten hätten gleiches Anrecht auf die Förderung ihrer Knust zwecke. Mit der Errichtung eines zweiten delltschen Theaters in Prag selbst hätten die Deutschen atx-rmals bewiesen, dass sie noch immer Prag al« Landekhaupt' stadt anerkennen. Nom, 12. Jänner. Bei dem österreichisch-unga-rischen Botschafter Baron Bnick fand gestern ein großer Empfangsabend statt. Die Minister Crispi, Vertole'-Viale, Biin, der Generalsecrctär des auswärtigen Amtes, Damiani. mehrere Senatoren und Deputierte, sammt» liche Ehrendameu der Königin sowie die Elite der römischen Gesellschaft und der hier residierenden Fremden fanden sich daselbst ein. Paris, 12. Jänner. Die Anüsentschullg Vigncall's erfolgte aus zwei hauptsächlichen Gründen: 1.) uer-lehrte derselbe mittels Telephons mit dem in der Wil-fon-Affaire beschuldigten Legrand, indent er sich für Wilson halten ließ, um vertrauliche Mittheilungen zu erhalten; 2.) lud derselbe den angeschuldigten Ribau-deau nach dessen Verhole zum Dejeuner ein. London, 12. Jänner. Seit drei Tagen ist ganz England in dichtesten Nebel gehüllt, die Posten verspäten sich tagelang, die Schiffahlt ist sehr behindert. Petersburg, 12. Jänner. Die «Börsen-Zeitung» citiert folgende Stelle ans dem Berichte des Finanz-minislers: Besondere Aufmerksamkeit verdient, dass das Budget des Kriegsministeriums sich nicht nur nicht vergrößert, sondern sogar etwas herabgemindert habe. Man kanil hoffen, dass diese Thatsache, indem sie einen neuen Beweis der großen, aufrichtigen Friedensliebe der russischen Regierung liefert, der Friedenspolttil des russischen Kaisers znm Siege verhelfen w.'rde. Volkswirtschaftliches. Laibach, 1l. Jänner. Auf dem heutige» Maille slnd erschienen : 5 Wagen mit Getreide. 3 Wagen mit Heu und Stroh, 13 Wagen und 1 Schiff mit Holz. Durchschnitts-Preise. n^ > lr n, i lr.! n, ll sl, i l». Weizen pr. Hcltolit. 5 «5 7 25! Vutter pr. Kilo . . —^5 ^"^ Korn . 4 6 5 50 Eier pr. Stück . . — 3------- Gerste . 3 41 5 ^ Milch pr. Liter. . — 8------- Hafer . 2 2? 3 10 Rindfleisch pr. Kilo — 56------- Halbfruchl . —!— s, w Kalbfleisch . —52------- Heiden . 3 90 5 70 Schweinefleisch , — 52------- Hirse » 3 74 5 40 Schöpsenfleisch . -32------- Kukuruz . 536 5 50! Händel pr. Stillt . — 40------- Erdäpfel 100 Kilo 2 6?-------Tauben . —^18------- Linsen pr. Heltolit. 12-----------Hm pr. M.'Etr. . 2 67------ Elbscii . 13-----------Stroh . . . 2!14------- Fisolen . 11-----------Holz, hartes, pr. ! Rindsschmalz Kilo 1----------- Klafter 7!20------- Schweineschmalz » — 66-------— weiches, » 4 50------- Sftecl, frisch, . — 54-------Wein, roth., lOOLit.-------28 - — geräuchert » - 64-------> — weißer, »-------30 — Alisselollllucne Fremde. Äm 11. Jänner. Hotel Stadt Wien. Langguth, Holobe!, Steger, Kaufleute, Wien. — Tobcr, Kaufmann, Budapest. — Crnovicic, Besihcr, Manusburg. — Sterr, Kaufmann, Trieft. Hotel Elefant. Tschampa Fanni, Marie und Amalie, Perner Frieda, Concertsängerinnen, Wien. — Srub, Rafael, Schle» singer, Kaufleute, Wien. — Nachod. Kaufmann. Piag. — Anter, Kaufmann, Graz. — Gruber Karoline, Vahnbwmtcns' Gattin, s. Tochter, Graz. — Kalivoda, Kfm,, Kanischa. — Murmayer, Private. Marburg. — Cals, Bescher, Arnoldstein. — Zigan, Kfm., Polzela. — Culemann, Kjm., Trieft. (Yasthof Eiidbahnhof. Sabiola, Hauptmann, Linz. — Rossi Holzhändlcr, und Mlalar, Private, Trieft. Perstorliellc. Den 1 0. Jänner. Iosefa Morel. Condncteurs'Tuchler, 10 Mon. (Cimlspitals.Filiale), Polanastrasie 42. Entträftnng. Den I 2. Iänner. Anton Selan, Hausbesitzer, «7 I., Petersstrahe 8, Marasmus. — Illa Maricli, sseldwcbels.Wilwe, 91 I,. Kuhthal II. ölarailmuli «enili^. — Maria Vcllaverh, Schülerin, 12 I., Floriansgasse 16, Variola. Lottozichllng vom !l. Immer. Brunn: 50 5)7 85 .'l !l2. Meteorologische Beobachtungen in i!aibach. ^ ^^ DZ^ 5Z Wind ^ Ansicht ,K3Z ^ ">3 e^V D des Himmel« ^«3 7 Ü.Mg ^M""^Wß^ 12, 2 . N. 739 50 — 5'4 W. schwach heiter 0.00 9 . Ab. 741-40 — 4-6 W. schwach heiter Den 12. Jänner- Morgens Nebel. Hüheureif, tag>M'er heiter, sternhelle Nacht. Das Tagesmillel der Wärme — l! 2", um 3 6" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nag lie. ^ Tiefgebeugt gel'm die gefcrtiglen allen Freunden >^ M und Belannten die traurige Nachricht, dass es Gott M W> dem Allmächtigen gefallen hat, ihren theuren, un W ^ vürgesslichen Sohn, resp. Vrudrr M > Alfons Aunrp > W Schiller der 6. Realschulclasse W W heule nachmittags um halb 3 Uhr nach schmerz. W ^ vollen Leiden, versehen mit den Tröstungen der W ^ heil. Religion, im 17. Lebensjahre ,^u sich zu berufen. W ^ Das Leichenbegängnis erfolgt am 14. d. M. W ^ nm 3 Uhr nachmittags von der Todtenlapell,' zu W « Sl, Christoph aus, allwo die Leiche aufgebahrt liegt. W Um Acilrid wird gebeten. ^ W Laibach am 12, Jänner 1688. W W Iosefine Kump,Multcr — Albi« Kump,Bruder. W W Vesondcre Parte werden nicht ausgegeben. M W SchlnerzerfuN. gebe ich allen Verwandten, ^ ^ Fleundeu und Vrlannten die betrübende Nachricht M ^ dass mein innigstgelicbtes, einziges Töchterchen ' W > l)2N«<)2 U W heute um halb 1 Uhr mittags im 4. Lebensjahre W ^ »ach lurzem Leiden sanft entschlummert ist und in W ^ die Todtenlapelle zu St. Christoph überführt wurde, M ^ von wo aus Samstag nachmittags um 3 Uhr die W « Beerdigung der theurri: Verblichenen stattfinden wirb. W W Uni stilles Veilcid wird gebeten. M W Laibach ain 12. Jänner 188». W W Paul Drahsler. M W Besondere Palt.' werd.n nicht ausgegcven. W ^ Vom tiefsten Schmerze gebeugt durch den un< W ^ crsel)lichen Verlust unseres vielgeliebten Vatrrc-, rejpec W ^» tiue Schwiegervaters und Großvaters, des Herrn W > Zohann Ruprecht > ^> Bezirlswuudarzt in Egg ^ ^ sind wir nicht imstande, allen denen, welche uns ^ während des langen Krankenlagers und beim Tode ^ des theuren Dahingeschiedene» ihre tröstliche Theil« ^ ^ nähme mündlich oder schriftlich in so herzlicher Weise ^ ^ lundgabcu, perfönlich z>l danleii. Wir erlauben uns « deshalb, unserem tiefempfundenen Danlgefühle auf W dicscm Wege Ausdruck zu geben und gleichzeitig auch ^ ^ der hochwürdigen Geistlichkeit, den Herren Äeamtcn «D W von Egg und Stein, dem löblichen Vclerancuvcrcine, M >> der Feuerwehr von DomHale, den Spendern der ^ M prachtvollen Kränze und überhaupt allen, welche dem M M Verblichenen die letale Ehre der Begleitung zum Grabe W M erwiesen haben, von ganzem Herzen den innigsten W ^ Dank auszusprechen. « W Prevoje, 12. Jänner 1886. M W Die trällernden Hiutlrliliclicncn. W W Danksagung. > ^^ Für die vielen Beweise inniger Theilnahme an» ^ lässlich der Krankheit nnd des Todes ihres unvergsfs- ^ ^ lichen Vaters, des Hern» ^ > Gregor Triller D W sowie für die zahlreiche Betheiligung am Leichen-- M begängnisse und die Kranzspenden sagt innigsten Dank W W Aerminc Triller. W W Lack am 12. Jänner 1888. W 79 Course an der Wiener Börse vom 12. Jänner 1888. Nnch dm offenen Cusbalc Gelb <0are Elaais.Aulchtu. Nolenrcitte....... 7« 20 78><» Silbe rrcxte....... 80'4« ^ ^^ iU54cr 4"/„ Elaatslose 25.« sl, >»2-- i>,i, „ 1«uoer 5,"/,, stanze 5>U» „ ,85. 75 ,^!2s, i8«>oel 5»'^ ffünsicl ivu „ >»? — ,^ — I8«4cr Siaat<>lose . in» „ »«4-50 ><<; _- i«N4er „ . . s>« , >«4 50 i«b-^, Üomo-Nentcnschei«,«, per St. -- ^ .. 4«/„ öst. Goldrenle, steilersrei , >il> 20 ,i<>h<> Ocslerv. Noienrcnlc, ficuc.srci üll'-l« z,Iu<) Ung. Oolbrenlc <"/» , . - - !i7i!5 »? 45 „ ^apierrentc 5"/,, . . . f<» — ««20 „ Eilend,-A:>l,i80s!,ö,W,S. >^u — ,4» 50 „ Osll>ah»-Pri<,nitalen , , !>ü 70 «< ü» „ Stnat«-Obl lüngOftb,) ,24 50 ,25-50 « „ „ v^'M I, l«7<< no 2ü lN — „ Pram,<Änl, K xw sl, ö.W. ,,u . ,20 — Thc!h°!l!eg,-^ose -l"/„ ,<»n sl, . !i!« 40 »28-70 Gruudcntl. Olilinlltioucn (ji,r !«, 5"/„ böhmische ..... !«» 5« - — l»'"o galizischc ..... I!)»-— 1<1 — 5"/u maylisch«: ..... IU7.2K —' - !»"/„ nictclöstcrvrichische . , i»i8.'< iu»'75 <<"/i> odc>'ösl«n>'lchischl: . , . —'— — — s>"/« slcinschc..... ,.— — - 5",„ lroatischc und slavonische >«>.— —-— !'"/„ siebeobüvgische . . , . »<>».«« l»4'50 Ocld Ware 5"/„ Temescr Vanat .... i!)»-s>o — — 5"/., ungarische...... !l>3'0» 1<350 10450 Änlchcn d, Sladlncmcindc Wie» «Silber n„b Gold) ....—-- — — P»ä»!!e»'A»!.t>.Stabtgem.Wien l^»'25 I28?c» Pfnndbriefe (für l«„ sl.) 3',,'tcncl, allg. österr. <"/« Gold . ivi-s.i» l','7^ Nl', IN 5!» „ „ <'/,<"/>> >l»^ s'O >',! " dl», in 5ü „ „ 4"/„ . ü? — <"'5» dU>, Prämien Sch«ldve»schs,»"/,, ><>U'7s. ><»> 21, O>s>, Hypolbelenbanl ><>>, s>'/^7,, i<> -^ n»i- Oes! .»„st. ^ ^»l vcrl, <>/«"/„. ^ !l!!'25> ,01 75 b>0. „ 4"/„ . . !!»'«li !.»«s< dto. „ <"/., . . »,''»!> n,'«5 u»g, all«. Bobcncrcdit'')!clie»stes, in Pest im I, >«,'!!» «erl, 5.'///» ^-- -^ — Plioritäts-Olilinationcu (sül I«u sl,) ElisabctlM'cslbalM ,. «Lmüsion '— — - sscidinandt« Nordl'nhn in Silber !>',<'5.o 100 — ftranz.^oses'Nalin..... —-— —'— (Halizische Äa»l' ^ud»viss > V.,hn Em, 1^8! !!W sl. S. 4'/,"/« - b?^l> !«ll!» Ocslerr, No>d»vcstbal^n . . . lO5'2« ü>5 l><» Siebenbllrgcr ..... —'— —'— Ocld i Wa»e Staatsbahn >. Emission . , il»» — !il'!» — Südbahn l^ »"/„..... 146— >4«'50 „ i^ 5«/„..... !«L 75 l^e 2N Ung.°ssaliz. Pah»..... hu — ü« 4U Diverse Lose lper ElUcl), Lrcdillosc lvo sl..... i?v— >7« - Llaryi'ose 4» <;<> 4« 5.« <"/,, Doüau-Dampssch. in« sl. n«.s,u ii?'5U ^aibncherPrämic»°Ä»lch,2«sl, 2l'- 22'— Osenc» i!l'sc <« sl..... <»'<>(» 5« 5>> Palfs» i'osc 40 sl..... 4? — 4« — Rothen «reu,, öst. Ges. v.iusl. i?'«0 >?«> Nudols Vesc >u sl..... ,!»'5>l» >.<> — Calm Vosc 4N sl..... —- . «u-bO St,.Gcl!c'ie.i,'ose 40 sl. . . «'. 02 — Walbslcin^'^se 20 sl, , , . — - 4» !ls, Windischss'äy.eose 2» sl, . . 4U 2l> <«'?5 ÄllnlMltml (per Eli!le»b>>»l, ?lllq, 2„n sl. . 1«»'— »7l — ESccmplc G,. Niederös!, 5<>ofl, 5>!^ — K25— Hvpothelenb,, ös,,2<8 — 149,— l«c!d Wave Actisl« von Trallilport- > UlltcruclMuugcll. (pel Elüil). «lbrccht-«c>bn 2o„ fl. Silber ' — — -^ — Aljöld-FiumÄahn 200 «. Eilb ' l?l 7K »7» 25 Nussiss.tcpl, liistnb. zt00 s!. «iM. — — —'— Bö',,». Norbdahn ^>n fl, . . . 171-—I'2'— „ Wcstbah» 200 sl. . . . 28L-— 28? — Vuschliehradcr 0« sl. lau-z!N»fl.S. -— — — D»f.Vode»bachc> (t,-s< 20«, fl,S,-------—'— Vlisabclh Vab» 200 sl, !iM. . — —------- „ ^!U»<««twei<> 20« sl. , — — —'- „ Cl»b..3ir,III,crdl»and^!)i<,'rdl>, !<>„0 sl, (5M, 24K'' »4«, Hranz-Ioscs Aahn ?00sl, Silber —-— — — ^iinst,rchcn «a,^es,«» s>0 l««.?li c^raz.KöfllichfrE.V. 200ft.-»nss,,Trieft 5!>u sl,liM. 4«!» — 470- Oesterr. Nortw.ftb. 20« sl, Silb, ,K8 —!N>4'— dto, (lit, 1<) 200 sl. Silber , ,5« 50 ,5»— Prc>n-D»fcr liisenb. 150 fl. Silb. >5— IN-- Nudl>ls«Va!)!> 200 sl. Silber . l?l» — 17« 50 Sicbe»b>!rsscr liiscnd, 20« fl. . —-— —-- StaatSeiscnbahn 200 sl ö, W. . >»ll 00 2N-75 ' Gelb!W«ll Tiidbahn LNU sl. Silber . . . «4-üc» 85 — Siid'Nortl,'ll!e>l',-U,!i0Nsl,üM — —l____ Tiamwi!y-(^es., Wr. I?N fl ö. W, „ 0 2b!i 0 »5 „ Wl„ Neu 10!) sl. <«,5l!z, iiiscnb. 200 sl, Silb« l59,bo i»u — Ung. Nrrdoftbahn ü0u fl. Silber 153 7b ,04--. Nnü,wcstb.(Na»b«Gra,)l«,0sl.T, t54 50 15!»- — Industrir-Actien (per Stück), Eghdi und Kinbberg, ltiseli» UNv Clahl'Ind, in Wien 100 sl, . «»-bo 85LU «tisenbahnw.'i'eihg, I, «0 s>, 40 "/„ 77 — 78 — „lölbemiidl", Papier!, u, V,-G, !«'50 «7— Ä),V»laii'<^eicl!Ich,, öftcrr.«alpine 28- !i«'40 träger «tiscn« >5V' — W.ifjenf-G .Oest, inW, 100sl. , —— — — Devisen. Lculstbc Plähc . «« )b S2 ^> Vondon . , . , 12«,1,5' 12, «0 P»^s , , . , s«'1> l>0 17^. Valuten. D Ducalcn........ b»? b»!» ^ zl0-Fr»ncs'StU K»'L?.. Nl.ü I00^ilt) 4Ü 30 4^40 Pal l , , , I ><