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Der der Deutschen Volk»partei angehörige Ad» geordnet« Prof. Kaiser. der Bic«präsid«n! te» Abge-ordnrienhauseS, äußerte sich in ei»em Wiener Blatte aa»führlich über die Lage, in der da» Pirlam^nt sich derzeit befinde«, und Über die Befürchtungen, die ^an in den letzten Wochen über den Fortbestand detfelden h«z>«. Die Sanierung de» Reich»ra!heS, uriheilt Pros. Kaiser, die Förderung dcS Volk»- und ZtacuSwohlS, die gedeihliche Lösung der Zolltarifs-un) AuSgleichtfrage könnini erreicht werden, wür-den nicht, wie in der letzten Zeit, neuerlich störende Ereignisse eintreten. Die Sanierung unserer offen«, lichen, besonder» der parlamentarischen Verhältnisse, erschwert wesentlich Folgende«: Die Pc»sse begün-stigt — gewiss oft ohne Absicht — die V«rwilde-rung de» ParlamemariSmu», da sie clle Au«-.chreitungen recht auSsührlich zur Kenntnis bring!, 'ja selbst Au»dri>ck«, die nur mit einem.Pfui" ab-zuthun wären, in Leitartikeln behandelt. — Die Presse malt aber auch — wie Dr. Dtischaita un» längst richtig darlegte — die parlamentarischen Verhältnisse meist all möglichst düstere und unheilbare und gibt dadurch den derzeit noch unterirdisch ar-b'itknden RückschritiSparteien Vorschub im Kamps« gegen die Freiheit aller Völker und für den in Oesterreich stet» feudal-clericaltn — meist auch noch slavischen AbsoluiiSmu». Wo soll Parlament und Bevölkerung Bertrauen in d>m Kampfe für die Ver-sassung sind«» können, wenn die Press« und neben ihr auch so manche Abgeordnete selbst allr» aus-bieten. Verfassung und Parlament als unhaltbar hinzustellen. Uebellass« man doch das den jkata. ftrophenpolittkern. zu denen sich wirklich freiheitliche und deutsche Männer nicht bekennen können und dürfen. Aber auch die Regierung hat den von ihr wieder aufgenommenen ParlameniariSmu» durch allzu häufige, nicht immer nothwendige Drohungen, mit der düsteren Perspektive nach dem Staatsstreiche recht erschwert, ja gefährdet. Die Gründe, die Dr. Kölbrr zu seiner Erklärung am 9. December, also in einer Zeit, wo der BudgetauSschusS und daS sau» zu arbeiten begonnen hatten, bestimmten, sind wohl nicht feststehend. Hat Docior Körber gedroht, um zu schnellerer Arbeit anzutreiben, dann hat er wohl nicht entsprechend gehandelt, denn seine Rede hat die Arbeit nicht beschleunigt und wa« in den letzten SitzungStagen fertiggestellt wurde, wäre ohne diese Rede auch zu Stande gekommen, ja noch mehr, da dann Bedenken dagegen, noch Weiteres zu leisten, nicht bestanden hätten. Hat Dr. Körber mit feiner Erklärung auf die Umtriebe der BerfafsungSgegner, rer SiaaiSrechiler, Abfolutisten aufmerksam machen wollen, wie eS nach feinen letzten Erklärungen im Herrenhaus« al« wahrscheinlich sich darstellt, dann wird wohl die Minirarbeit der Absolutisten gestört worden sein, eS ist aber zweifelhaft, ob nicht anderer» seit« die Stellungnahme deS Ministerpräsidenten auS-genutzt wurde; haben doch auch Prinz Liechtenstein und Dr. Paiiai sih in diefer Weise sogleich be« thätig». Einen Staatsstreich aber planen und den« selben im Parlamente ankündigen, wäre ziemlich neu. Ueber den zu gewärtigenden Erfolg eines Staatsstreiche« Folgendes: ES ist ja richtig, was in der Erklärung Dr. KörberS vom 9. December gesagt und in den Zeitungen wiederholt wird, dass manche BevölkerangStreis« an dem derzeitigen Par-lamente wenig Interesse haben, sich oft wirtschaft-liche und selbst nationale Besserung durch den Ab-foluiiSmuS erwarten. Vielleicht gelingt eS, diese Stimmung auszunützen, andauern würde sie nur kurze Zeit und bald zu dem Gegentheile, zur lief-gehendsten Unzufriedenheit, vielleicht bis zu Unruhen sühren, gegen die heute, insbesondere durch die na-tionalen Gegensätze, auch die Bajonette keine volle Sicherheit gewähren dürften. Warum wird man denn vielleicht zum Absolutismus schreiten, an eine Gesundung deS ConstiluiionaliSmuS nicht mehr Hermann der Cherusker gegen das Hermanns-Denkmal.* (Sine Geisterstimme). Ihr wollt mir bauen eine Säule, Ein Denkmal, das mich nennt und «Hit? O! führt ich meine alte Keule! M>» einem Schlag wär es zerstörtI Wie kannst du, Gegenwart, eS wagen, Du Volk, das sich das deutsche nennt. Mir, der die Römer einst geschlagen. Zu setzen jetzt ein Monument? Mir. der die Römlinge geschlagen, Die jetzt mit blutig frecher Hand Dich deutsches Volk in Ketten schlagen, Und dir vernageln den Verstand. Ich will von keinem Denkmal wisse». Da jetzo nach 2090 Jahr' Noch immer wird von Rom zerrissen Germanien» Herz, daS frei einst war. Ihr sollt kein Monument mir setzen! So lang« ihr vom römischen Thron Euch lastet von einander hetzen, Im Namen der Religion. Ihr Deutsche lebtet stetS al« Brüd«r, Im großen, herrlichen Verein, Da theilte euch die römische Hyder In Gläubige und Ketzer ein. • Abdruck au» »Banner der Freiheit" von Gottsried , Schwarz, Heidelberg. Du Land, wo Luther einst gestritten. Und HuttenS ritterliche Hand. Noch wimmelt» da von Jesuiten, Anschürend der Empörung Brand. Ihr sollt kein Monument mir setzen, Die Mühe sei euch gern geschenkt, So lang de» heiligen Rocke» Fetzen, Ja eurem deutschen Tempel hängt. Ich will von k«in«m Denkmal wissen. So lang im deutschen Vaterland Der Mann wird von der Frau gerissen Durch Rom» erbarmungslose Hand. Kein Denkmal mir in d.uischen Landen! Ich müsste sonst vor Scham erglüh'n. So lange deutsche Protestanten Vor römischen Priestern müssen knien. Kein Dtnkmal! Da selbst daS Erbarmen Rom auS dem deuischen Herzen streicht, DaS deutschen Brüdern, hilflo« Armen. Nach Christenpflicht ein Sch-rflein reicht. Ich habe nich:» mit dir zu schaffen, Du deutsche» Volk, du deutsche» Land, So lang du nicht den letzten Psassen Zum röm'schen Stuhle hingesandt. Ein Denkmal, das» e» mich ergötze. Und wär e» nur ein Hausen Sand, Baut, wenn nicht mehr durch Rom» Gesetze Geknechtet wird da» deutsche Land. L. V. R. denken? Einsach deshalb, weil «an annimmt, das» der Ausgleich und Zolltarif zu ungünstig zur parla-mentarifchen Verhandlung auSsallen werden, das« die Volksvertreter neuerlich viele und viele Mil-lionen Kronen für Kanonen, neue Regimenter nicht auf sich nehmen können, besonder« wenn etwa die Bedeckung wieder bei den mittleren und unteren Schichten der Bevölkerung gesucht werden sollte. Ein solcher Absoluti«mu« würde bald auch jenen geistigen Druck pflegen, der jeder Gewaltherrschaft al« Ergebni« ihrer Frucht eigen ist, der Frucht, die in dem Bewusstsein wurzelt, das« da« Volk Grund zur Unzusri«d«nheit habe. Dr. Körber wird wohl zur Herbeiführung oder Durchführung einer solchen RegierungSweise seine Hand nicht bieten und hat daher, da» mus« man voraussetzen, in patriotischer Besorgni« darüber, wa« parlamentarische Unthätig-kei« bringen könnte, nur einen kräftigen Mahnruf ergehen zu lassen. Mögen die Völker Oesterreich« sich der drohen-den Gefahr bewufSt fein, möge endlich bei den Wählerschaften und allen Abgeordneten der Sinn für ruhige und gedeihliche Arbeit für da« Volk sich geltend machen und man sich erinnern, das« auch im Kriege nicht da« ziellose Stürmen, nicht da« keck« Drauslo«geht» den Sieg gib», sondern nur harmonische«, zielbewusSte« und ruhige» Zusammen« wirken. Deshalb wird e» Aufgabe de» Abgeordneten-Hause» sein, die parlamentarische Arbeit durch Pflicht» treue und Selbstlosigkeit, aber auch durch eine Sicherung, da» heißt durch eine entsprechende, bald in Angriff zu nehmende Aenderung, beifpiel«weise Ergänzung dir Geschäftsordnung, zu fördern. Alle Völker Oesterreichs haben ein Interesse an der Er« Haltung unserer Verfassung und politischen Rechte! Wenn endlich die Regierung in letzter Zeit deulsch-tschechische AuSglcichSconftrenzen anstrebt, so ist dagegen an und für sich — so wenig Aussicht auf Erfolg dabei vorhanden ist — nichts zu sagen. Ganz gefehlt wäre eS aber, wenn die Regierung von einem Erfolge dieser Eonserenzen die Erhaltung der Verfassung abhängig machen würde. Die Hift in der Wurst. Erzählung aus dem kleinstädtischen Leben von v B. Hausmann. Wenn einst der Zufall meinen Leser in die Stadt Wiefenthal führen sollte, so wolle er nicht unterlassen, in der Hammelgasse zwei Häuser zu besichtigen, die im ConscriptionSamte unter Nr. 21 und 22 gebucht sind. Nicht die Architektonik de« Baue», nicht die Vornehmheit de» Stiles machen diese Häuser zur Sehenswürdigkeit,- unter den zwei Dächern wohnen aber zwei Hausfrauen, die schon jahrelang einen erbitterten Krieg führen, den Gift-dolch zum Au»holen in Bereitschaft halten und ihre Männer erbarmungslos in den Kampf mitschleppt«. Zu j«d«r Zeit und an jedem Ort, gab und gibt e» boShafie, zänkische, bissige Weiber (unter dem Namen Drachen. Furien u. s. w. bekannt), aber die kampflustigsten Weiber der ganzen runden Erdkiigel sind im Vergleiche zu den Nachbarinnen Frau Weigel und Frau Kunze in der Hzmmelgasse s-omuie Lämmer und zane Waldvögelein. August Weigel ist Selcher in Nr. 2l und Michael Kunze Bäcker in Nr. 22. Beiden Meistern geht da» Ge-schäft ganz flott, und di« Männer wären mit ihrem Dasein vollauf zufrieden, wenn nicht ihre Ehehälften sich den Klieg aus Leben und Tod erklärt hätten. Al» treue und gesügig« Männer müssen sie ihren Weibern zur Seite stehen, ihre Kriegspläne und ihre taktischen Entwürfe billigen und fchonung»lo» da» feindliche Lager bestürmen. „Sieg und Vernichtung'.' heißt die Parole. Bi» vor nicht langer Zeit waren Frau Weigel und Frau jtunze gute Freundinn«». Die Höfe der beiden Häuser theil!« «in kniehoher Zaun, und di« Nachbarinnen trafen sich an demselben wohl zehn- Seite 2 Deutschen werden, stet» zum Frieden geneigt, bei den Conferevzen erscheinen, ebensowohl auch, durch die Verhältnisse gezwungen, die Tschechen. Nie kann und darf aber ein» zielbewußte Regierung, wie »ine solche Dr. v. Körber v rtritt, fordern, das» man auf dem Wege der fortwährend sich steigernden nationalen Ansprüche sich begebe. Die Deutschen haben viele», allzu viele» schon geopfert, ohn« Erfolg für sich und nur zum Nach-theile der Staatteinhei». Soll der Staat kräftig und lebensfähig bleiben, dann darf bei der früheren Schacher- und Concession»politik nicht verharrt wer-den, e» mus» endlich auch Gerechtigkeit gegen di« Deutschen Oesterreich« platzgreisen und so auch nicht» zugestanden werden, wa» da» Deutschthum und die Gtaat»e!nheit noch weiter untergräbt. Zu einem kräftigen „Halt" gegen weitere, vom deutschen und staatlichen Standpunkte abzulehnende Zugeständnisse an die Tschechen wird hoffentlich Dr. Körber sich entschließen, den Tschechen und ihren Bundesgenossen zum Trotze, StaatSeinheit und Verfassung zu schützen verstehen und sich so al» Staat»mann «m besten Sinne erweisen. Mit dieser Erwartung treten die Deutschen Oesterreichs in da» neue Jahr ein; möge ihre Hoffnung nicht trügen und endlich Oesterreich wieder zum Heile de» Volke» und Staates eine ruhige, gesetzmäßige, volktfreund« liche Entwickelung beschert sein. DaS walte Gottl 190t Wenn jemals ein Jahr die Wahrheit de» allen Spruche»: .Selten kommt etwa» bessere» nach" ge-rechtfertigt hat. von 1901 kann die» wohl behauptet werden. Läf»t man an feinem letzten Tage noch einmal den Blick über da» Panorama de»felben gleiten, so findet man viel de» Unerquicklichen, de« Ausredenden und de« Bedenklichen, sofern man die politischen und wirtschaftlichen Vorkommnisse in» Auge fasst. Die Menschheit wird sich wohl kaum jemals zu der Auffassung emancipiere», das» der Neujahr»tag ein Tag sei, wie ein jeder andere auch; bildet »r doch den Grenzpfahl zwischen Vergangen-heit und Zukunft, stellt er doch die Brücke dar, über welche unsere Hoffnungen gleichsam in ein unbekannte» Land hinüderschreiten! Der politische Chronist ist gezwungen, die wichtigen Ereignisse de» in ten Schoß der Ewigkeit versunkenen Jahre« an der Schwellt de« neuen in die Erinnerung zurückzurufen, da sich hiedurch am besten die Chancen de« kom» menden annähernd ermessen lassen, soweit mensch-liche Voraussicht die» eben zu thun im Stande ist. Im allgemeinen hat das Jahr 1901 und da« ist daS hervorstechendste Moment desselben — einen gewisse» Niedergang deS Wirtschaftslebens, eine Ueberfüllung des Marktes in bestimmten Industrie-zweigen gebracht. Die Optimist, n wähnen, das« mal de« Tage« und unterhielten sich über Neuig» leiten der Stadt, über Mordartikel und über Haarsrisuren der Gegenwart. An Sonn- und Feiertagen schritten sie morgen« zusammen in die Kirche, nachmittag« saßen sie vor der HauSlhüre oder unternahmen gemeinschaftlich einen AuSgang in die freie Natur. Die freundschaftlichen Beziehungen wuroen aber wie durch «inen Donner>chlag zerstört. Der Franzl vom Selcher Weigel und der Pepi vom Bäcker Kunze hatten sich tüchiig geprügelt und kamen mit blutenden Nasen nach Haufe. „Ha! Da« vergossene Blut mus« gerächt werden !" dachten beide Weiber und in wenigen Minuten »rasen sie sich an dem bekannten Hofzaun. Frau Weigel, die Selcherin: „Hören Sie. Frau Nachbarin. Ihr Pepi ist ein unartige Junge, eben hat er meinen armen Franzl bluiig geschlagen." Frau Kunze, die Bäckerin: „Gerade will ich über Ihren ungezogenen Beugel klagen, nicht mein Pepperl hat Ihren Franzl gedroschen, sondern mein guter Pepi wurde vom Franzl leben«-gefährlich verletzt." Frau Weigel: „Sie lügen; man weiß, dass Ihr Bub keine Erziehung hat.' Frau Kunze: .Unverschämt von Ihnen, Ihr Bub »st der größte Ausbund in der Stadt.' Und jetzt gieng'» lo«. Schwere Geschoße flogen hinüber und herüber, eine Injurie lö«te die andere ab, und selbst der SchlusSeffect blieb nicht au», nämlich die gegenseitige graziöse Einladung, weicher bi« zum heutigen Datum kein Sterblicher noch nach-gekommen fein soll. Wehe wenn sie losgelassen! Wenn jetzt die Frauen ihre Stuben aufgesucht und jeden weiteren Angriff vermieden hätten, war W«cht" « sich um eine augenblickliche Stockung und nicht um eine andauernde Stagnation Handel». Mögen sie recht behalten! Auf dem Gebiete der international«» Politik war die erfreulichste Erscheinung de« zur Rüst« gehenden Jahr«» die Erhaltung de« Frieden« für unseren alten Erdtheil. Die Festigkeit de« Drei-bunde« hat sich auch in diesem Jahre wieder be-währt, ein neuer Beweis für die hohe Bedeutung dieser Allianz. Die Lösung de« ostasiatifchen Con« flictt«. der so drohende Verwicklungen in sich barg und die Friedensliebe der Mächte einer kräftigen Spannprobt ausgesetzt hatte, förderte doch einiger-maßen eine Ordnung der chinesisch«! Wirren zu Tage, welche der Diplomatie unvergleichlich mehr Arbeit, als de« Truppencontingenten der Mächte geboten hatten. Das große chinesische Abenteuer ist durch den am 29. Juli zu Peking erfolgten Friedensschluss vorläufig beendigt. Es wäre leb-haft zu wünschen. dai» der FriedenSoertrag den Ausgangspunkt einer Aera bilde, in welcher die ruhige Entwicklung deS wirtschaftlichen LebenS zwischen Ostasien und den großen europäischen Cultui kreisen ungestört vor sich s,ehe» könnte. Wie wenig VerlafS in Bezug auf die Schlich-tung von Streitigkeit» zwischen den Völkern auf d«n Haager Frieden»congresS, bezw. dessen Institution zu sitzen ist, zeigt am deutlichsten der Umstand, dass alle Versuche, den Krieg in Südafrika durch einen Schiedsspruch zu beenden, gescheitert sind. Alle Völker der Welt, mit nur geringen Ausnahmen, stehen aus Seite deS heldenmüthig für seine Freiheit kämpsenden kleinen Buren?olke«, und keine Macht wagt eS, den Anstoß zu einer Belegung deS entsetzlichen Ringen» zu geben, geschweige denn. Eng-land in den Arm zu fallen. Selbst der friedfertige Czar Ricolau», der so gern mit der Aureole de» Friedensstifter» sein Haupt schmücken möchte, er bleibt stumm und ruft England kein energisch»»: ,,Bi» hieher und nicht weiter!" zu. Vielleicht deshalb «ich», weil RufSland ein eminente« Interesse daran hat, dass Großbritannien in dem füdafrika-nifchen Krieg« sich möglichst verblute und dadurch geschwächt werde in der Vertheidigung Indien». deS hohen Ziele» russischen Erstrebn« in Asien. Die ganz« civilifi«ue Welt wendet sich mit Schaudern ab von den unerhörten Grausamkeiten, mit welchen die britische „Cultur"-Nativn den Krieg gtgen die Buren sthr». DaS Hinmorden der Burenfrauen und -Kinder in den höllischen.ConcentrationSlagern" schreit zum Himmel Allein die Schmach für Eng-land ist noch eine größere, als man bisher annahm: Ein deutscher Arzt hat jüngst enthüllt, dass die britischen Söldner offen und ungestraft Frauen und Kinder vergewaltigen, die armen, wehrlosen Wesen, die nach tnglischer Auffassung jetzt britische Unter-thanen und englischem Schutz« anvertraut sind! DaS ist «in Schandfleck für England« Hc.r, der sich noch Frieden herzustellen und mit der Zeit Ver-söhnung ermöglicht gewesen, aber, wie schon die Weiber sind, jede wollt» daS letzte Wort haben, und da ließ sich Frau Weigel hinreißen und schleuderte Frau Kunze eine Beschuldigung entgegen, welche die einstige jungfräuliche Ehre der Frau Backen» tief und grob verletzen musste. Da Zeugen vorhanden waren, strengte Fran Kunze gegen Frau Weigel eine gerich,liche Klagt an, und Frau Wtigtl wurde zu einer dreitägigen Arreststrafe verurtheilt. Sie musste die Strafe ab-büßen, und von nun an dürstete ihr hasserfüllte« Herz nach Rache und Vergeltung. * * » Frau Kunze hat nicht lange über ihren Sie» triumphiert, denn schon in wenigen Wochen hieraus grub sie eigenhändig ihr Grob und half dadurch den Rachedurst der Frau Weigel zu stillen. Käthe, die Magd der Frau Bäckeria. ha« gern viel und gut gegessen. Eine« Tage« erkrankte Kälhe unler Anzeichen einer Vergiftung. Es stellten sich Krämpfe und Erbrechen ein, da« Gesicht nahm eine dunkelblaue Farbe an, und man erwarttte die Auflösung de« leidenden HauSmöbel«. Der Arzt wusste sich keinen Rath, denn Käthe siel au« einer Ohnmacht in die andere und war außerstande, die ärztlichen Fragen zu beantworte». Endlich wurde sie etwa« ruhiger, und der Arzt be-fragte da« Mädchen: „Haben Sie Gift genommen, um sich umzubringen?' „Nein," antwortete Käthe «nd wand sich vor Schmerzen von recht« nach lins«. „WaS haben Sie, um GotteSwille», gegessen oder getrunken?" »Eine Knackwurst habe ich verzehrt." .WaS, von einer Knackwurst sind Sie krank Nummer 2 nicht tilgen läs«t und zu den größte» Infamien de Zeit zählt. Wen» wir nun in unserem Rückblick »n« zuerst Deutschland zuwenden, so fällt vor allem die un-gewöhnlich hohe Steigerung de« Reich«hau«halt«> etaiS ins Ange, welche die Bedenken der Bundes-staaten wachruft. Dazu kommen die mißliche wirt-schaftliche Lage im allgemeinen. die Depression aus industriellem Gebiete, die bedeutenden finanziellen Krisen, welche insbesondere Sachsen hart hei«-suchten. Eine bedeutende Protestbewegung ver« ursachte daS weite Entgtgtnkommen der Reichs-regierung gegenüber den Wünschen der Agrarier. Die Regierung hat ganz offen erklärt, das« ein» Erhöhung der Agrarzölle al« der erste und vor-nehmste Zweck de« neuen Zolltarisentwurfe« zu be-trachten fei. Die wirtschaftlichen Jnteressengegen-sätze haben aber in Deutschland erfreulicherweise die Antheilnahme an den geistigen Bewegungen der Zeit nicht vermindert. Einen Beleg hitfür bild« die Protestbewegung der wissenschaftlichen Welt unter der Führung de« greisen Gelehrt«» Mommsen g«gen die Beeinträchtigung der Freiheit und Borau«setz^ng«. losigkeit der wissenschaftlichen Forschung an den Hochschulen. Diese Bestrebungen, sein» cultar»ll« Höhe zu erhalten, ehre» da« deutsche Volk in hoh«m Maße und bilden ein Unterpfand für den stetigen Fortschritt auf geistigem Gebiete. In Italien scheint sich allmählich eine Btsf«rung der so tristen wirtschaftlichen Lage de« Staate« an-zubahnen. Die Consolidierung der finanziellen Ver-hältnisfe kann naturgemäß nur langsam vor sich gehen, da in dieser Bezirhung vi«l gut zu mach«« >s». Am 11. August v«rlor Italien seinen großen Staat«mann France«co Cri»pi, den e« mit konig-lichen Ehren bestattete. Die aufrichtige, allgemeine Trauer um ihn war ein schöne« Zeich«n der Dank« baikeit feiten« der Dynastie und de« Volke«. Die Republik Frankreich hatte in diesem Jahr« den mit groß«m Gepränge insc«niert«n Besuch der Czarenfamilie zu verzeichnen, der daselbst den ob-ligate» Freudentaumel erregte. Hiebei aber blieben den Franzosen einige WehrmuthSt öpsche» nicht er-fpari: der Umstand, dass der Czar vorher mit Kaiser Wilhelm zusammenkam; ferner, dass er daS „Herz der Welt,' Paris, nicht besuchte, beeinträchtigt« daS Vergnügen an dem hohen Besuche nicht wenig. Dafür aber sprach der Czar daS Wort „Bündnis au?, und dieses Wort hat nicht wenig zur Festi-gung der Position de« Ministerium« Waldeck-Rousseau beigetragen, da« mit der Maßregelung der Congregationen eine bedeutende That energisch durchführte. Zum erstenmale konnte heuer in der französischen Depulierlenkammer ein Abgeordneter, ohne einen Sturm von Entrüstung zu erregen, für ein freundschaftliches Verhältnis mit Deutschland plaidiere». E« ist dieS eine hochbedeulsame Er» scheinung, welche nicht unterschätzt werden darf. geworden?' frug der Arzt und versuchte ein Stück der Ueberreste herauszuholen. Frau Kunze: .Kann denn. Herr Doctor, in eine Knackwurst Gift kommen?' „Gewiss." versicherte der Arzt, .gewöhnlich durch Unvorsichtigkeit; oft lassen die Leute Ratten-gift liegen und ein falscher Griff hat schon so manches Unglück herbeigesüdrt. Ich werde ein Stück mitnehmen und behördlich untcrsuchen lassen." .Ach. Herr Doctor,' sprach unter Jammern Käthe, .ich habe noch eine ganze Knackwurst in der Tasche meine« Unierrocke«." .Desto besser." siel der Arz» ein, „von wem ist eigentlich die Wurst?" „Vom Selcher Weigel!" Al« Frau Kunze den Namen Weigel vernahm, leuchtet'» ihre Augen und die Mundwinkel verzogen sich zu einem schadensrohen Spoit. „Und was kann da geschehen, Herr Doctor?" forschte die Bäckersfrau. ..Wenn sich eine Vergiftung ergib», wird gegen de» Erzeuger eine auf Ve> brechen gegen die Sicher-heit des Lebens lautende Anklage erhoben." Der Arzt verschrieb sür Käthe schmerzstillende Tropfen, packle die Wurst sorgfältig in ein Papier ein. versiegelte dasselbe und entfernte sich. Frau Kunze jubelte aus, denn sie wusste, wa« der Selcherei de« Nachbar« Weigel bevorstehe» kann. Ein begangene« Verbrechen gegen di» Sicher-heil de« Lebens zog eine Kerkerstrafe nach sich, da« Geschäft muf«,e demzufolge zugrunde gehen, da« Hau« wird in kürzester Zeit verkauf», und sie wird bald erleben, das« die Familie Weigel mit dem Bündel in der Hand Wiesenthal verläs««. Die Wirkung blieb nicht aus, im Selcherladen de» Herrn Weigel erschien an demselben Tage keine MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. S«antaz»beil»se der ,^>n»tsche« Wacht" t» hisst. Nr. 1 J .ZU« Sübmotr erscheint jeden Sonntag als «nenlgeltliche Beilage fstr die Leser der .Deutschen Wacht". - Einzeln ist „DieSüdmart" nicht »ustich 1902 Lea. Roman von G. OJ. Sandersohn. — Autorisierte (8. Fortsetzung). Er machte eine Pause, außer Stande fortzufahren. Es war ihm unmöglich, in seinem gegenwärtigen Gemüthszustande den Worten, die ihn für immer an sie fesseln würden. Ausdruck zu leihen. Er lockerte die Um-fpannung seiner Hand und Eva zog die ihrige heraus, brachte auch ihren Kopf wieder in die rechte Haltung. Mit einem Blicke hatte sie erkannt, dass er wiederum im Banne seiner schüchternen Unbeholfenheit stand, ver-rieth aber, so bitter sie sich auch enttäuscht fühlte, nicht mit einer Miene die empfundene Demüthigung, sondern ließ ein heiteres Lachen erschallen. „Wann werden wir uns wiedersehen?' wiederholte sie lustig. '„Bald, denk ich, und vermuthlich in London! Oh, nun muss ich fort! Lady Lucy ist vor beinahe einer Stunde schon gegangen, und ich bin in der That entsetzlich schläfrig. Das ist auch gar nicht zu ver-wundern — sehen Sie mal, welche Stunde die Uhr kündet !" Und beim Sprechen hielt sie ihm ihre Hand, die er eben erst freigegeben, wieder hin, und blickte ihm mit einem naiv-niedlichen Lächeln ins Antlitz. Barchester erfasste ihre Hand mit Lebhaftigkeit. Eva'S praktisch« Entgegnung auf seine in Verlegenheit hingeworfene Frage hatte ihn mit einem neuen Gedanken beseelt: Ja, in London, da wollte er seinen Heiratsantrag machen! Dort boten sich Gelegenheiten, die Menge dazu, und eS lag da auch nicht die Nothwendigkeit zu überstürzter Eile vor; auch würde er sie erst noch besser kennen lernen. Nach diesen willkommenen Aufschub fasste er denn auch mit großem Eifer, und kam unter dem Ein« flufse desselben dem „Geschift", wie Eva es in ihrem Privatwörterbuche zu bezeichnen pflegte, näher, als eS ihm bisher hatte gelingen wollen. „In London werden wir uns selbstverständlich und bald wiedersehen", erwiderte er mit gedämpfter Stimme und einem zärtlichen Druck ihres HändchenS; „und dann MisS Eva, werde ich Ihnen etwas sagen, Uebersetzung au» dem Englischen von Jl. Braun». ccrt»««». dem sie hoffentlich Gehör fchenken werden. Heut schon aus An- und Erhören hoffen zu wollen, hieße zuviel beanspruchen, doch später —" und mit einem aber-maligen zärtlichen Druck ihrer Hand brach er ab. Ein Athemzug der Erleichterung hob seine Brust, alS sie ihre Hand nun aus seiner Rechten zog und ihren Leuchter von einem Seitentischchen nahm. Galant zündete er ihr die Kerze an und begleitete sie bis an die Treppe, wo er stehen blieb, bis sie hinaufgegangen. Auf der Mitte derselben drehte sich Eva mit einem strahlenden Lächeln nach ihm um. Unter keinen Um-ständen durste sie ihn ihre Enttäuschung merken lassen! „Gute Nacht!" rief sie munter. .Wundern Sie sich morgen nicht, wenn ich nicht zum Frühstück er« scheine. ES ist so spät geworden und ich bin so müde, dass ich sicherlich die Zeit verschlafen werde". Barchester lachte und murmelte eine nichtssagende Artigkeit; dann aber, sobald sie verschwunden, begab er sich zurück in den leeren Salon, wo er mit einem satirischen Lachen über sich selbst aus einen Sessel sank. „Was in aller Welt ist'S nur mit mir? soll mir einer sagen! Da steht ein Mädchen, hübsch und be» zaubernd, in das ich mich verlieben will, thue auch mein Möglichstes zur Erreichung deS Zweckes. Und was ist das Endergebnis? Dass ich für sie ungefähr gerade soviel empfinde wie für diesem Stuhl oder jenen Wand-schrank. Und trotz alledem habe ich Eva gern; sie ist ein niedliches Mädchen und ich will sie heiraten. Warum aber mache ich ihr denn nicht «inen Antrag? Geschieht es vielleicht aus dem Grunde, weil mein Herz ihr nicht gehört? Bah — purer Unsinn?" Und aufspringend fing Barchester an, mit großen Schritten das Zimmer zu durchmeffen. „Thatsache ist, ich habe kein Herz, habe nie Zeit gehabt, an Liebe zu denken!" stieß er unter flüchtigem Rüblick auf seine Jugend- und ersten ManneSjahre mit Bitterkeit hervor. „Ich — mein Herz ist vermuthlich verhärtet', fuhr er in seinem 2 Stlbftspräche fort — „unbewusSt verhärte«. Ich habe meine Gefühle solange unterdrückt, dass nun keine mehr zu unterdrücken oder sich frei zu entfalten geblieben find". Und die Erinnerung an sein Leben in Paris war es, die ihm einen tiefen Seufzer auspreßte! ES war ein bitterschweres Dasein gewesen und er selbst erst achtzehn Jahre alt, als er seine Zuflucht dorthin ge-genommen, vertrieben auS dem Elternhaus« von einem verworfenen Trunkenbolde von Vater, und den Schick» salswogen preisgegeben in einer fremden Stadt. In Verzweiflung und mit zerrissenem, blutenden Herzen hatte er sein Heim und Baterland verlassen und war in einer eisigen Winternacht mit nur süns Pfund St«r-ling in der Tasche in der französischen Hauptstadt an« gekommen. Den Bemühungen seiner mütterlichen Ber-wandten war es schließlich gelungen, ihm Beschäftigung — hauptsächlich in Zeitungsredactionen — zu ver-schassen. Zehn Jahre hindurch hatte er sich unter Sorgen und Mühen sein Brod verdient, im eigentlichen Sinne von der Hand in den Mund gelebt. Nur Träume an eine lichtere Zukunft, an ein Dasein des Friedens in dem alten theueren Heim auf Coombe — ein Dasein von Liebe und Glück nach den herben Er-sahrungen und harten Kämpfen der Jugendzeit halten ihn in den Augenblicken tiefster Gedrücktheit aufrecht erhalten. Und jetzt stand er am Vorabend der Er-süllung seiner Hoffnungen, und dennoch war ihm daS Herz so centnerschwer. Lange aber währte es nicht, bis ihm die Elastizität seines Geistes zu Hilfe kam und die bedrückenddüstern Gedanken wieder verscheuchte. Wohl war eS die Wahrheit — zur Zeit liebte er Eva nicht, aber die Liebe würde kommen. Sein Herz war ja noch in seinem vollen Besitz, und es musste in der That sonderbar zugehen, wenn eS nicht der Frau, die seine Gattin und LebenSgesährtin geworden, zufallen würde. Ja, Eva sollt« sein Weib werden! Die Sache war auch schon zu w«it gediehen, als dass er sich noch hätte zurückziehen können. Und im Uebrigen zweifelt« er auch nicht, dass er sie bald, wenn sie erst die Seine war, lieben lernen würde, wie ein Mann feine Frau und di« Mutter seiner Kinder lieben soll. Fünftes Capitel. AIS nach Verlauf einer Reihe von Tagen Tolle-mache nicht wieder erfchien, ging mit Lea's Empfin-düngen «in« leif« Wandlung vor. Sie gelangt« all-mählich zu der Ansicht, dass doch «vohl sein Grund zur Beunruhigung vorliege, und dass sie nur auf diesen Gedanken gerathen sei infolge deS Schreckes über die seltsam« Erregung ihrer Großmutter nach dem letzten Besuche des Fremden, die möglicherweise gar nichts auf sich habe. Reichlicheres Ueberlegen wie auch die Kenntnis deS großmütterlichen Charakters hatten sie belehrt, dass die wilden AuSbrüche der alten Frau mit Vorsicht aufzunehmen waren. Der hervorgehobene Schwur, glaubte sie, wäre wahrscheinlich bloß ein ein-facheS Versprechen gewesen, daS die Sterbende von der Mutter verlangt, welches diese jedoch, wahnsinnig vor Schmerz und im Bewusstsein, dass eS der letzte Wunsch ihreS Kindes auf Erden, im Laufe der Jahre durch stetes Grübeln darüber so sehr vergrößert hatte, bis es ein heiliger Eid geworden, der nun von ihr mit einem starken Anfluge von Aberglauben betrachtet «vurde. Lea liebte ihre Großmutter zärtlich, die, als ihre einzige Verwandte auf der Welt, sie in ihrer Kindheit mit Sorgfalt gepflegt und behütet und ihr nur LiebeS und Gutes erwiesen hatte. Und dann, wie sie heranwachsend allmählich an den ersten Platz in dem kleinen Haus-wesen hinauf gerückt, da hatte eS kein Tadeln gegeben oder MifStrauen gegen ihre LeistungSkraft, sondern alleS war bedingungslos ihrer Fürsorge überlassen worden. Tollemache's Besuch bei ihnen mit dem geleisteten Eide in Verbindung zu bringen, dazu war sie doch wohl nicht berechtigt. Ihrer Großmutter Gedanken weilten immer in der Vergangenheit, und die unbedeutendste Kleinig« keit reichte schon hin. sie völlig auS dem Gleichgewicht zu bringen. Wahrscheinlich hatte eine flüchtige Be-merkung in der Unterhaltung während Tollemache's Besuch Vergangenheit und Gegenwart in ihrem Geiste verknüpft und ihre Erregung hervorgerufen. Sie nahm sich daher vor, Mr. Tollemache, wenn er wiederkäme, scharf zu beobachten. Zligt« er sich im Wesen offen und gerade, dann wollte sie ruhig sein, sollte aber das Gegentheil der Fall sein, dann freilich wusste sie nicht, was sie davon zu denken hatte. Den Dienstag Nachmittag widmete Lea für ge-wohnlich den >hr vom Herrn Pastor gegebenen Auf-gaben; heute jedoch fühlte sie sich nicht in der uchtui Stimmung, ihren Büchern die gebärende Aufmerksam-keit zu schenken. Sie holte daher aus dem großen Küchenlischkastrn eine Handarbeit und sagte ihrer Groß-mutter, dass sie auf den Berg gehen und den Nach-mittag dort bleiben wolle. „Thu daS nur, mein Töchterchen', rief die alte Frau lebhaft, „das wird gut für dich sein!" Sie fühlt« sich sichtlich erl«icht«rt durch die AuS-sicht, allein zu sein. Behindert, über die Angelegenheit, welche die Gemüther der Beiden beschäftigt«, sich gegen-seitig aussprechen zu können, hatte insolge dessen in letzter Zeit ein gewisser Zwang zwischen ihnen ge-herrscht. Selbst bei den Mah'zeiten und des AbendS war das Plaudern über Wirtschastlsangelegenheiten, den Markt oder die Läd«n in Tenham, womit Lea di« alte Frau gemeiniglich zu unterhalten pflegte, gänzlich ver-stumm t. Bald hatte L«a Coombt-Hill erstiegen und befand sich auf demjPlateau. Sir lenftf ihre Schritte nach Westen, wo die Aussicht am schönsten und di« düsteren Ficht enhinge dem Auge nicht sichtbar waren. Der April nahte seinem Ende und daS Wetter war heiter und warm. Sie suchte sich an dieser Seite einen hübschen Platz, nahm den Helgoländer ab und warf ihn neben sich inS GraS, um ihren Kopf von der weichen Luft umspielen zu lassen. Der Berg war völlig menschen-leer und nur hin und wieder wurde die herrschende Stille durch ferne, auS dem Thale hcrauffchallende Laut« oder von dem Trillern einer Lerche hoch oben in den Lüften unterbrochen. Die Arbeit entglitt LeaS Händen und sie ließ, das Kinn auf die Hand stützend, ihre Se«l« in der beglückenden Schönheit deS Tages schwelgen. Während der verflossenen Woche hatte in der tiefsten Tiefe ihreS Herzen« eine neue, ihr bisher fremde Empfindung aufjubelnder Freude und Wonne sich geregt. So lange sie daheim war, eingeschlossen mit der Großmutter, da war die Empfindung unterdrückt und zurückgedrängt worden, hier jedoch, auf der sonnigen Höhe, stieg sie empor an die Oberfläche und verbannte auf ein Weilchen alles andere aus ihrem Gemüthe. Was die Ursache dieser neuen GemüthSaufwallung war, darüber regte kein Argwohn sich in ihrer Seele. Und als urplötzlich eine Stimme hinter ibr erklang und sie beim Umdrehen Lord Barchester erblickte, begrüßte sie ihn ganz unbe-fangen und frei von jeglicher Ahnung, dass gerade er die Veranlassung sei dieser tieferen Strömung, die ihr Herz bewegte. Barchester fetzte sich ihr gegenüber auf einen kleinen Rasenhügel. Seit Eva's Abreise war seine gewöhnliche heitere Stimmung zurückgekehrt und das Gefühl von Beklommenheit wieder geschwunden. Er bemerkte, dass Lea den widerwärtigen Sonnenhut bei Seite geworfen und lieh feiner Befriedigung darüber Ausdruck. Das junge Mädchen lachte. Der Hut war schnell zu einem stehenden Gegenstande deS Scherzens zwischen ihnen emporgestiegen. „Ich kann ihn aber sehr leicht wieder auffetzen", erwiderte sie mit muthwilligem Zwinckern der dunkel« blauen Augen'. Sie streckte auch schon die Hand danach aus; Barchester war aber flinker als sie, er erhäschte den Hut, und behielt ihn in seinem Besitz. „Nicht, so lange ich hier bin, Lea! Wenn ich fort bin, wögen Sie damit thun, was Ihnen beliebt. Ich will heute mit Ihnen und nicht zu den Kräuselchen an Ihrem Helgoländer sprechen". Lea nahm ihre Handarbeit wieder auf und fing an, emsig drauf loS zu sticken, während der Lord ihre ganze Erscheinung mit solch ernsten Blicken musterte, dass sie fühlte, wie ihr unter denselben daS Blut in die Wangen Istieg. Barchester jwolltc nämlichg zuIer-gründen suchen, wie eS komme, dass Lea seit ihrer letzten Begegnung an Lieblichkeit noch gewonnen hatte. AuS ihren Augen strahlte ein neurS Licht und daS zarte, glückliche Lächeln auf den Lippen verlieh dem Antlitz den weichen Ausdruck, welcher allein zur Voll» kommenheit ihrer Schönheit noch gefehlt hatte, wie er sich nach dem ersten Sehen gesagt. Lea arbeitete ruhig weiter und ihr Gegenüber legte sich beim fortgesetzten Anschauen wohl zum hundertsten Male die Frage vor, von wem sie ihre wunderbare Schönheit geerbt haben mochte. Das herrschende lan^e Schweigen schien aber weder ihr noch dem Lord Ver-legenheit zu bereiten, so wenig wie die Verschiedenheit ihres Ranges ihnen auffiel. Barchester's mannigfache Lebenserfahrungen befähigten ihn, allen gesellschaftlichen Graden und Schichten sich anpassen zu können, während Lea, abgesondert von ihresgleichen, in dem Pastor ihren Umgang und Hauptfreund gesunden hatte, welcher nicht blos ein gelehrter Herr, sondern auch ein echter Geutle-man im Benehmen war. „Was lesen Sie jetzt mit dem allen Herrn Pastor, Lea?" Mit dieser Frage nach ihren Studien leitete Bar-chester schließlich die Unterhaltung ein. „Wir stehen bei der französischen Revolution." Und hieran anknüpfend, erzählte der Baron von den Franzosen, wie er sie kennen gelernt, beschrieb ihr die Schönheiten und hervortretenden Sehenswürdigkeiten Stadt und weilte lange bei der Schilderung charakteri-stischer Persönlichkeiten, denen man in Paris zu begegnen Gelegenheit habe. Wiederum entglitt die Arbeit ihren Händen und mit gespanntester Aufmerksamkeit hielt sie die Augen aus Barchester gerichtet, während der Aus-druck ihrer Züge mit jedem neuen, durch seinen Vortrag angeregten Gedanken wechselt«. Auch auf die Ver-fchiedenheit der Landesgesetze der beiden Reiche kam er zu spreche», und bemühte sich, ihr dieses 'Thema ver-stündlich zu machen, und schließlich entfaltete er, angespornt durch die Schönheit und tiefe Aufmerksamkeit deS Mädchens, seine eigenen Pläne in Bezug aus seine Be-sitzung Coombe, an der sein ganzes Herz hing. „Das Aussinnen von Plänen ist ganz gut, Lea". unterbrach er plötzlich seinen begeisterten Redefluß, „aber wahrscheinlich werde ich niemals im Stande sein, sie verwirklichen zu können". Und aus fein eben noch heiter belebtes Antlitz legte sich jäh ein finsterer Schatten. Der Gedanke an den einzigen Weg, auf welchem allein Erfolg zu hoffen — seine Verheiratung mit Eva Miller — presSte ihm einen schweren Seufzer ab. lForlsetzung folgt). 4 Belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres etc. ^ ■Mi ismflt5öaaaüfi Wirf i» mein Herz den Anker. Wirj in «ein Her» den Anker, Du vielgeliebte» Kind! Im Hase» der Liebe wehen Die Laste saß und lind. Da draußen aus weitem Meere Droht manche« wild« Riff: O komm! Mit Blumen umwinden c Will ich dein LebeasschiffI Aus schimmernden Wogen schaukelt Sich mancher leichte Kiel: O komm — di« schimmernden Wellen Sie treiben ein falsche» Spiel! O komm — die schimmernden Wellen Sind tückisch zu aller Stund': Wirs in mein Herz den Anker — DaS hält wie Felsengrund- Robert Hamerling. In» Album. Nur vviwärt»! Sehnen, suchen, stl«b«n! ES gilt l«in ander Gottgebot; AuS künst'gen Zielen sprüht dir Leben, Doch im Vergang nen wohnt der Tod. Die Zutunst haucht mit Götterstärke Wie frischer WaldeSdust dich an. Und Millionen guter Werke. Sie harren dein noch ungethan. Victor Blüthgen. * Bon Erde sind, zu Erde werden wir. Voll Angst und Kummer sind aus Erden wir: Du gehst von hinnen, doch «S währt die Welt. Und keiner hat ihr Räthsel ausgehet!!. Firdufi Ei» einfaches Mittel gegen Schnupfen ist solgende«: Man gießt etwa» Kornbrantwein in die hohle Hund und »ieht diesen krästig hoch in di« Ras« ein. Tas ansang» ziemlich hestige Brennen las»! schnell nach, mit ihm aber auch die unangenehme Schleimabsonderung und da» «itzelgesühl Sobald dies« Anzeichen sich «ird«r einstellen, wiederholt «an da» Ausschnaufen des Brantwein« sofort. Nach drei- di» viermaliger Wiederholung diese» Vorgehen» soll auch der hestigfte Schnupsen beseitigt sein. Gedrückten, grau gewordenen Sammt frischt »an aus. wenn man ein nasse» Tuch um «in heiße» Bügeleisen fest umlegt und den Sammt darüber langsam und stramm hin und her zieht, bi» die Fasern sich ausgericht»! haben Tanach spannt «an den Sammt und läsSt ihn sast trocken werden, um ihn zuletzt mit einem weichen, in Petroleum getauchten Läppchen recht»seitig zu bestreichen. TaS Petroleum verdunstet schnell und der Sammt erscheint wie neu. Wärmflasche. Zum Füllen der Wärm, jlasch«n wendet man neuerdings essigsaure» und untrrschwesligsaure» Natron an. und zwar in dem Verhältnis 1:10. Nachdem man di« Flasche mit genannten Salzen dreiviertel vollgesüllt hat. ver-schließe man sie lustdicht und lege sie so lange in einen h«ißeu Ösen oder in heißes Wasjer, di» da» Salz geschmolzen ist. Solche Wärmflaschen strahlen etwa einen halben Tag lang reichlich Wärme au» und können nach dem Erkalten wieder «r< wärmt werden. In jedem Drogengeschäst find obig« Salz« billig zu haben. Da» Rauchen verhindert man bei Lampe», wenn die Dochte in starken Essig eingetaucht werden. Selbstverftänd-l»ch müssen di« Dochte, bevor sie gebraucht w«rd«n, erst vollständig getrocknet sein. Aus diese Weise präpariert, geben sie ein schöne», klare» Licht. Glänzendgewordene Stelle« aa Kammgarnstoffe» lassen sich be fettige«, indem man dieselben mit ver-dünnlem Salmiakgeist (ein Theil Salmiak aus zehn Theile Wasser) tränkt und dann mit einer Bürste, die in warmes Wasser getaucht ist. tüchtig au»bürstt. Statt der Salmiaklösung kann man auch Gallseise verwenden. Die Flecken sind nochmals in reinem Wasser nachzuwaschen. Da« Singieße« de« Petroleum« in die Lampen geschehe mit Vorsicht! nach demselben und dem Zuschrauben de» Bassin» wird letztere» abgerieben, ein Verjähren, da» unmittelbar vor dem An zünd«n wiederhol« werden inuf», da leider ein Durchschwitzen de» Erdöl» sast ni« ganz vermiede» werde» kann. Emaillierte« «»chgefchirr wieder hell zu mache», ohne das» die Glasur darunter l«id«t Man thut «twa» Pottasche und etwas Chlorkalk zusammen in den dunkel g«word«nen Tops, gießt drri Liier Wasser hinzu und stellt d«u Tops «in« Zeit lang an «inen warmen Ort. Da» Geschirr wird wi«d«r klar und rein. Zugegeben. Junger Ehemann (schwär, mensch): .Es geht doch nicht» über die Liebe I ... Die Lieb« würzt un» erst da« L«b«n I" — Aeltrrer Ehemann: „Stimmt — mir hat fie't gründlich versalzen!" An respectvoll. Rittergutsbesitzer: .Nun, mein lieber Inspektor, wie geht'S denn Ihrem Sohne aus dem Gymnasium?" — Jnfpector: „0. Herr Baron, der hat di« Ehr« gehabt, mit Ihrem Herrn Sohn zusammrn — sitz«n zu bleiben!" Ei» Held. Sänger (zu einem Kollegen): „Gehen wir, da kommt «in Schneider!" — College: .Wie? Sie wollen ein Helden tenor sein, und sürcht«n sich vor einem Schneider!' Unsere Dienstboten. Hausfrau: „Minna, wir r«isen diesen Sommer nach HeringSdors: Sie reisen mit uns!" — Tienstmäbchrn: »Ach. ich möcht« doch lieber nach Lstende. gnädige Fraul" Genügender Grund. Gast: „Warum nur der Piccolo heut' so ein stolze« Gesicht macht?" — „Ja. der hat sich zum erstenmal verrechnet!" Militärische Geheimnisse. „An schön Gruaß an die Frau Hauptmann und der Herr Leitnambt kimmt n«i zum Ess«n." — „Hat er sonst nicht» getagt!" — „E'fagt hat er sonst noch, er wär' sroh, das» er Dienst hätt, mit dem schun-digen Schlangenfraß that' er sich do' bloß den Magen verstauchen." Aufrichtigkeit. Ein Witwer bestellt für seine verstorben« Gattin «inen Grab' strin. „Wünschen Sie eine Inschrift t" frägt der Bildhauer, „z B.: Auf Wiedersehen l — „Nein," sagte der Witwer, .die nicht! Neh«en Si« lieber: Ruhe sanft in Frieden!" Unsere Dienstboten. Frau vom Hause: „Sie, Marie, da geht beim Hau« «hör seit einer halben Stunde schon ein Soldat aus und ad!" — Dienstmädchen: .Da» hätten Sie mir auch früher sagen können!" Die Macht be« Eapital«. „Warum hat gerad« dieser schöne Mann «ine so hässliche Frau?" — .Nun, da haben Ei« wieder einen Beweis von der schad-licheu Macht de» Capitals." Zeitgemäße Annonce. Bankdirecior findet sofort Stellung. Solche, di« noch nicht eingesperrt waren, erhalten den Vorzug. Nummer 2 Deutsch- Wacht Seit« 3 Da» Ri-fenreich Russland fetzt seine Politik de» mühelosen Erwerbe« und der Vergrößerung feiner Machtverhältnisse fort. E« hat die derzeitige Ohnmacht England» benützt und sich au» der chine» fischen Beute nicht weniger al« die Mandschurei »nd die Mongolei herausgesucht, Länderstriche, welche durch die jüngst fertiggestellte transsibirische Bahn unschätzbaren Wert gewonnen haben. Zähneknirschend «usSte England zusehen, wie daS Czarenreich be» haglich und gelassen diese Annexion vollzog. Nicht genug an dem, England musste auch Nordamerika gegenüber alle Mitbesitzrechte für den künftigen Nicaragua-Canal aufgeben, infolge dessen England« vielhundertjähriger Einfluss in Centralamerika völlig vernichtet ist. DaS Reich König Eduard VII. war auch zur Rolle deS passiven Zuschauers verurtheilt, als Frankreich durch eine Flotten-Demonstration im Aegäischen Meere dort sein historisches Prestige neuerdings beiont». Wahrlich, an England, dessen greise Königin im Februar diese« JahreS verschied, zeigt e« sich, das» eine perfide Politik schließlich dennoch zum Scheitern kom >tt. Der Krieg in Süd-afrika ist noch lange nicht au»; fast jede Woche treffen in London HicbSposten von englischen Nieder« lagen ein. Englands Posiiion am Ende dieses JahreS ist eine ebenso heikle al« traurige. Dar-über kann auch die größte Anmaßung eine« Cham-berlain niemanden täuschen. Aus der Balkanhalbinsel herrschen, wa« Serbien und Bulgarien betrifft, recht elende Verhältnisse vor. Die unbesonnene Heirai König Alexander« hat im Lande die größte Unzufriedenheit erregt; eS schein, sich in Serbien eine verderbliche Unterrock-Politik etabliert zu haben, deren Folgen noch nicht abzu-sehen sind. Bulgarien steckt sozusagen bi« über die Ohren in Schulden; seine miserable Finanzwirischaft hat zu einer Krise geführt, deren Lösung man ge. spannt entgegensehen kann. Befriedigend sind die Verhältnisse in Rumänien; da« Land weist Fort-schritt und Ordnung auf. Di? Staaten der pyrenäifchen Halbinsel labo. rieren nach wie vor an einem chronischen Geld» Mangel. Namentlich ist der Niedergang in Spanien ein bedeutender. Dabei wird da« unglückliche Land durch beständige Unruhen tief erschüttert. Die nordamerikanische Union hatte den Verlust ihres volkSthümlichen Oberhauptes, deS Präsidenten Mae Kinley. zu beklagen, den eine Kugel de» anar-chistischen MeuchlerS EzolgoSz am 6. September tödtlich verwundete. Als Mac Kinley am 14. Sep-lember tief betrauert starb, folgte ihm Theodor Roofevelt, ein Mann von zäher Energie, im Amte, welcher die Welt keine Minute darüber im Zweifel ließ, das» er die von seinem Vorgänger inaugurierte Menschenseele, denn man hielt den Unglücklichen für einen Giftmischer. Frau Kunze rieb sich die Hände. * * • Am nächsten Morgen fand auf der Bezirks» hauptmannschaft die Untersuchung der befchlag» «ahmten Knackwurst statt. Herr BezirkShauptmann von Auengrün dampfte behaglich feine Morgen» cigarre und la« die Zeitung. Zu feinen Füßen lag ein Rattler und wedelte vergnügt mit dem Schweif. Samm — so hieß der Hund — war ein ge» lehrigeS Thier und so geschult, al« wenn er die be» rühmte Hundeakademie „Caesar und Minka" absol-viert hätte. Durch den Reifen springen, meterhohe Hindernisse zu übersetzen und auf den Hinterfüßen herumzulaufen war ihm eine Kleinigkeit. Im Ap» Portieren leistete er etwa« außerordentliche«; er fasste und brachte alles, was man verlangte und keiner hätte eS gewagt, den Gegenstand ihm zu entreißen. Zur bestimmten Stunde trat der Bezirksarzt ein und auch die vorgeladenen Betheiligten, Herr Weigel und Frau Kunze, sind erschienen. Währenddem sich dir BezirkSarzt anschickte, den Inhalt der Knackwurst zu prüfen, frug der Herr BezirkShauptmann den Selchermeister Weigel: „Sagen Sie einmal, mein Liebster, haben Sie Rattengift im Haufe?' „Nein," antwortete Weigel und fuhr fort: „In meinem Geschäfte finden Sie, Herr Bezirkshaupt» mann, die peinlichste Sauberkeit und Ratten gibt e» überhaupt bei mir nicht.' „Ha. ha. ha!" lachte Frau Kunze, „die pein» lichste Sauberkeit! In jedem Schmutzwinkel hängen Würste oder Gedärme, ich habe dergleichen Dinge sogar, — bitte tausendmal u« Verzeihung — am Avon hängen gesehen!" Der BezirkShauptmann schlug die Hände zu» sammen und ries au». „WaS, am Abort?* Kaum hat Herr von Auengrün diese Worte ausgesprochen, war Rattler Eamm mit einem Satze auf dem Tisch I Politik der politischen und wirtschaftlichen Expansion in vollem Umfange fortzusetzen fest entschlossen ist. Unverrückbar fußt die Union auf der Monroe-Doktrin, und sorgsam beobachtet sie bei den der» zeitigen Wirren in einigen kleinen Staaten Amerikas, das« diese» Princip nicht verletzt werde. Immer mehr kommt Europa zu dem vollen Bewusstsein, dass die internationale Politik mit der ungeheuer aufstrebenden Union in Hinkunft nicht wenig zu rechnen haben wird. Aus Stadt und Land. Aer/snalnachricht. Generalstabsarzt d. R, Doctor der gesammten Heilkunde, Franz Wolf, gewesener Commindant dt« Garnisonsspital« Nr. 4 in Linz, hat in unserer Stavt sein Domicil ge» nommen. ßodcsfall. Freitag ist in Graz der Sprecher der Burschenschaft „Germania', Herr c*nd. rned. Oskar Scheligo einer Lungenentzündung er» legen. Der stramme deutsche Bursch, der allzufrüh im jugendlichen Alter dem Leben entrissen wurde, war auch in unserer Stadt besten« bekannt. Er ist jederzeit frei und unerschrocken für da« deutsche Ideal eingetreten. Wir werdem ihm ein treues, ehrenvolles Andenken bewahren. Fiducit! Pie Sernsprechkelle i» ßUN. Mit i. Jänner d. I. trat die schon so lange und so lebhaft von den Interessenten herbeigewüischie Anlage in« Leben. Im Beisein de« Herrn Bürgermeisters Gustav S t i g e t und de« Herrn kaiserl. Rathes Karl Traun al« Obmann de« Handelsgremium« er» folgte die Eröffnung, wobei die genannten Herren AnlafS nahmen, namens der Stadtgemeinde, bezw. namen» der Cillier Kaufmannschaf, der Postver» waltung für die endliche Schaffung dieses wichtigen Verkehrsmittel» verbindlichst zu danken. Namentlich ist dies auch dem concilianten Vorgehen des Herrn Ober-PostverwalterS K o w e i n d l zu danken, welcher der Stadt Cilli gegenüber stets fein leb» hafte» Interesse für ihr Wohl bekundete. Wie wir unseren Lesern bereit» mitgetheilt, ist die neu er» richtete Fernsprechstelle in die interurdane Telephon» linie Wien—Trieft Nr. 3525 eingeschaltet und können von ihr au» Gespräche mit Wien und Trieft (Sprechgebebür 2 K), mit Graz (Sprechgebüc I X 60 h), dann mit Marburg und Laibach (Sprechgebüc 1 X) während der für den Tele» graphendienst bestimmten AmISstunden (8 Uhr vor» mittag» bis ö Uhr abends) abgewickelt werden. Sylveflerfeier. Die Jahreswende Hai auch Heuer in unserer Stadt viele frohe Gesichter gesehen. Die deutsche Gesellschaft hatte sich, wie alljährlich. und verschluckte gierig daS Corpus delicti — die Wurst. DaS einfältige Vieh verstand unter dem AuS« ruf: „WaS, am Abort?" — „Samm Apport!' Erschrocken fuhr alles in die Höhe und Frau Kunze schrie auf: „Der Hund mus« sofort todt« geschlagen werden, sonst wird der Nachweis verdaut werden!" Der BezirkSarzt sprach aber fein salomonisches Urtheil: „Wenn die Wurst Gist enthält, wird auch der Hund darauf gehen.' Samm ist aber nicht darauf gegangen. Die Untersuchung ergab, das« von diesen Knack-würsten mehrere Personen gegessen haben, niemand jedoch davon krank wurde. Vernichtend war aber sür Frau Kunze ein an« derer Umstand. Wir wissen, dass Käthe gern viel und gut aß. An dem kritischen Tage erstand sie im Confections» gefchäft billig eine Jacke und da ihr von ihrem Lohn ein hübscher Beirag erübrigte, beschloss sie, ihren erweiterten Magen einmal tüchtig zu füllen. Sie sah im Laden die dampfenden Knackwürste, sog mit vollen Nasenlöchern den Dunst der Selchknoten ein und unterlag freiwillig den Versuchungen, in-dem sie durch ein Mägdelein fünfzehn Stück dieser Dingerchen käuflich an sich brachte. Auf ihrem Kämmerlein verzehrt» sie vierzehn Stück, ta« fünf» zehnte konnte sie beim besten Willen nicht mehr anbeißen und hob e« für «ine spätere Stunde in der Rocktasche auf. „Ursache ihrer Krankheit war Quantität und nicht Qualität,' constatierte der Hausarzt. Selcher Weigel erhob über dringendes Ver» langen feiner Gattin gegen grau Kunze eine An» klag» wegen böswilliger Verbreitung falscher Ge» nichte. Verleumdung, Schädigung deS Gewerbes. Frau Kunze kam aus acht Tage hinter Schloss und Riegel. Frau Weigel hatte ein Minus von fünf Tagen zu verzeichnen und ob e« dabei ge-blieben ist, werde ich erzählen können, bis ich wieder Wiesenthal einmal besucht habe! im Easino ein Stelldichein gegeben, welche« da« Gewand einer überaus stimmungsvoll verlaufenen Feier annahm. ES lag eine schöne Steigerung in den Darbietungen des Abends: Die vortrefflichen Leistungen der MusikoereinSkapelle, die mit reichen Geschenken ausgestattete Tombola und dann die humorvollen Couplets der rühmlichst bekannten „Compagniesirma' Dr. Negri und Rauscher. Und dann Herr Wehrhan alS verblüffender Im-presario eine« prächtigen Quartette« der Herren Steinböck, Hau«wirth, Pin t et und Szellej! Nachdem Herr Dr. Negri als Ob» mann des Casinovereine» in sinniger Ansprache allen Mitgliedern «nd Freunden de» Vereine« herzlichen NeujahrSwunsch entboten hatte, schlug der Tanz al« erster Beherrscher de« jungen JahreS seinenrosrnumwobenenThronauf.denerstdie Morgen» rölhe mit ihren Rosenfingern zu stürzen vermochte. Südmark Volksbücherei. Am 1. März d. I. wurde die hiesige Südmark»Volk«bücherei, welche die Werke der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umfasst, eröffnet. Die Bücherei ist im Slaotamie (Casse) untergebracht. Die AuSleih» stunde ist vorläufig auf jeden Montag zwischen 1 und S Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehne? hat monatlich den Betrag von 10 Hellern und außerdem für jede« entlehnte Buch einen Betrag von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhalb l4 Tagen zurückgestellt werden. TaS ausführliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j e d e in Deutschen benützt werden. Infolge deS großen ZudrangeS wird nun auch an jedem Freitag nach-mittag« zwischen 1 und 2 Uhr eine AuSleihstunde abgehalten. Tanjüöuugeu zum Z5eteranenKrän;chen. Wie im vergangenen Jahre veranstaltet da« Kränzchen» Comite auch Heuer WiederholungSübungen für die Quadrille, die im Vorjahre großen Beifall und eine lebhafte Betheiligung gefunden haben. Auch wurde, nachdem man eine große Besucherzahl er» wartet, der beliebte Gartensalon des Hotels Terschek zur Abhaltung der Tanzübungen gewählt, welche unter Leitung deS ComiivS am Freitag, den 10. d. M., um 8 Uhr abends ihren Anfang nehmen werden. Der nächstfolgende UebungSabend wird bei der ersten Tanzübuug bekannt gegeben werden. Jene, welche Interesse für da« Veteranenkränzchen haben, wollen sich an den Uebungen zahlreich beteiligen. Die nöthige Musik wird von einer eigenen HauS» kapelle de« Veteranenvereine« besorpi werden. Schaubühne. Die sünsactige Posse „Durch-gegangene Weiber' zählt zu den besten Auf-führungen der Saison. Ist auch die Handlung etwa« umständlich, so bietet die Posse doch sehr wirkungsvolle Scenen, in denen sich der Uebermuth des Darsteller« auf den Zuschauer überträgt. Frl. Finaly, die Zierde unseres Ensembles, hatte noch obendrein einen guten Tag. ihr Spiel sprudelte hin-reißenden Humor hervor, und die reizenden Lieder, die sie einlegte, erzielten in gesanglich tadellosem, dramatisch belebtem Vortrage einen mächtigen Er-folg. Auch sonst that jeder sein beste«, namentlich aber Frl. B u r k h a r t (Betti) und Herr Friedrich (Weigl). Weniger gelungen war die Scene im letzten Acte zwischen Juxheim (Randolf) und Bern» hard (Günther), weil sie todt war. Herr Günther ist überhaupt in Possen oft so müde, wo doch der Wert der Aufführung in der schlagfertigen Leb» haftigkeit liegen soll. Eine langweilige Posse aber ist ein Zerrbild. Mit allgemeiner Deutlichkeit em» pfand das Publicum am Donnerstag die „Lang-weiligkeil" des unsterblichen „Lumpaci Vaga» bunduS" von Nestroy. Manche behaupten, das« eS gar nicht der „Lumpaci VagabunduS" war, son-der» eine Parodie. Der muntere Leim war in dem von Herrn Günther auf die Bühne gestellten Zerrbilde unmöglich zu erkennen......A der Leim?? Herr Friedrich hat den Knieriem fo übertrieben, dass er abfiel und nur dem äußerlichen Umstände, dass er Beneficiant war. eine anhaltende freundliche Aufnahme seitens de« PublicumS zu ver» danken hatte. Da« einzig Gute an dem ganzen Stücke war der Zwirn des Herrn Mofer, dem volle Anerkennung gebürt. Frei von jener Ueber-treibung, die einst den Zwirn PistolS unverdaulich «achte, brachte Herr Moser eine überaus wirksame Figur in die sonst so öde Bude. Und wahrlich, die Bude war öde — durch die geradezu unsinnigen Striche, die Herr Director Rollmann an einem der bekanntesten Theaterstücke vornahm, wodurch er eben den „Lumpaci Vagabundu«' für so manchen unverständlich machte. Die Striche girngen so weit, das« der ganze Abschluss fehlte und die Leute durch da« Sinken de« eisernen Vorhänge« einfach über-rafcht wurden. Die Redaction de« Theaterzettel« stimmte, da der erste und zweite Act zusammen» Gelte 4 gezogen wurden, «it den Thatsachen auch nicht überein. Wir müssen Herrn Director R o l l m a n n dringmd empsehlen. die im „Lumpaci VagabunduS' allerding« nur vereinzelt beobachtete Methode aus« Zugeben. Theaternachricht. Mittwoch, den 8. d. M., gelangt da« Lustspiel „Die alte und aeue W»lf (Zwei Wappen) von Blumenthal zur Auf-führung. und sind in den Hauptrollen diese« geist» volle» Lustspiele« die Damen Burkhart. Dorn-stein und Finaly »nd die Herren Schratten» bach. Berger und Friedrich beschäftigt. Die Spielleitung besorgt Herr Schrottenbach. — Im Laufe der kommenden Woche findet da« Benefiz unser« ersten Liebhaber« und Regisseur« Herrn Leopold Schrottenbach statt. Derselbe hat sich zu seinem Ehrenabende da« hier feil elf Jahren nicht aufgeführte Sudermann'sch» Eensa»ion«stück „Die Ehre" gewählt. E« ist wohl mit Sicher-heit zu erhoffen, das» da« Cillier Publicum Herrn Schrottenbach mit einem vollen Haus« erfreuen wird. Arve A»stchtsti«rte» legt un» die Buch-Handlung Georg Adler vor, zwei hübsche, in buntem Farbendrucke ausgeführte Bilder der Burgruine. Ko«»ßiK, 30. December 1901. (Haupt» pfarrer» Abschied.) Heute hat Haup,pfarrer Voh unseren Ort» in dem er durch 9'/, Jahre eine Thätigkeit entfaltete, welche allen wohl so bald nicht au» dem Gedächtnisse entschwinden wird, ver» lassen. Wohl schwer mag ihm der Abschied ge-wesen sein, und wa» mus» sich dieser edle — Priester gedacht haben, wenn er zwischen seinem Einzüge und seinem Abzüge einen nur kleinen Vergleich an» stellte. Al» e» vor 9'/, Jahren in Gonobitz be» kannt wurde, das» für Gonobitz, welche» kurz vor» her einen der liebeu»würdigsten und hochachtbaren Hauplpfarrer verloren, Barthlmä Voh in Aussicht genommen fei. nahm man dessen factifche Er-nennung mit sehr getheilten Gefühlen auf, war man ja über seine priesterliche Thätigkeit bereit» au» der Zeit seine« VicariaieS in Gonobitz genau informiert. Dessenungeachtet nabm man sich ein Herz und bereitete ihm einen Empfang, wie er wohl selten einem Priester zutheil wird. Die ge» sammle Gemeinbeverlretung. viele Bürger und Frauen zog?« ihm entgegen, und unter den Klängen der damaligen Dilettantenmusik geleitete man ihn durch den festlich geschmückten Ort in die Kirche. Gab man sich doch der Hoffnung hin. das» Voh al» Hauplpfarrer, wenn schon nicht mit den Markt-bewohnern gehen, doch wenigsten» nicht gegen die» selben arbeiten werde. Aber die Hoffnungen waren nichtige. Nur zu bald war der festliche Empsang vergessen, und Gonobitz follte feine allgewaltige Faust in so mancher Beziehung zu spüren bekommen. Wie sehr bemüht» er sich, um die Bewohnerschaft der Umgebung gegen den Markt auszuspielen, wie eifrig war er daraus bedacht, die nationalen Gegen-fätze zu ve,schärfen, welch lebhafte» Jitteress» brachte er immer den G- meindewahlen und sonstigen Wahlen entgegen. Ja. man kann mit Recht behaupten, er war ein verkörperte» Stück der streitenden Kirche. Handelte e» sich aber darum, einen Sammelbogen circulieren zu lassen, denn der Hauplpfarrer braucht» ja auch Geld für die verfchitdenen Andacht»», für Pulver und Musik au» Anlas» kirchlicher Feste, dann wusste er e» ganz gut an die stet« opfer» willigen deutsch/n Bürger, Frauen und Mädchen zu appellieren, wohl wissend, dass ihm bei derlei An-lässen feine sonstigen Gesinnungsgenossen den Beutel so ziemlich v«rfchloss»n hielten. Das» sich Voh in-anbelracht alle» dessen die deutschen Bewohner zu keinerlei Dank verpflichleie, ist wohl felbstredend. Aber auch sein« slovenischen Schäflein durchschauten bald seine eigenthümlichen, habsüchtigen Pläne. Und so kam e» schließlich zu dem End», das» »r sich jtd» Achtung feiten» der Deutschen vollkommen verwirkt, die Gunst der Slovenen aber doch nicht erworben hatte. Die Nachricht von seiner Ueber-setzung wirkte geradeso, al« wär« ein Alp von un« genommen worden. Entsprechend seiner Wirksamkeit war auch sein Weggang. Nur drri slovtnisch» Bürger hatten sich anstandshalber am Bahnhofe eingefunden, um ihm ein freudig .Lebewohl' zu sagen. Sonst ward er nur von den Pfarrern seine« Drcanate«. die er sich vorher verschrieben, von vier Bauern und circa 20 Betschwestern begleitet. Mög« e« ihm in Marburg gut ergehen, und möge er sich in der Erinnerung wiegen, welch schöne Objecte ihm feine einstigen Psarrinsassen mit schweren Opfern beistellen mus«ten. Weitentlein. (GemeindeauSschufS-wähl.) Unfer fönst friedliche deutsche Ort ist feit einiger Zeit der Schauplatz eines mit den ver« werflichsten Waffen geführten Bruderzwist»«. An-lässlich der Gemeindewahl, welche, im August für ungiliig erklärt, nun am 23. December 1901 statt» fand, bildeten sich in unserem Orte zwei durchweg« au« deutschen Männern bestehende Parteien, deren KampfeSweise zu schildern d»r Zw«ck diese« Berichte« ist. Die eine Partei verhängte über zwei deutsche Gasthäuser, deren Besitzer sich zur anderen Partei bekannten, den Verruf und erklärte, man höre und staune, da« einzige windijch« Gasthaus in Weiten» stein zu ihrem Stammlocal. Dort kommt diese Gestllschast täglich zusammen, dort wird gezecht und politisiert und der windische Wirt lacht sich ins Fäustchen. Die ander» Partki »rkor sich den hiesigen, feit der vtrweigerten kirchlich«« Einsegnung ein»« Verstorbenen sattsam bekannten Pfarrer zum Wahlagitaior. Dieser Mann zog nun in Weiten-stein herum und s mmelte Stimmen, bemühte sich in«besondere um die Vollmachten der Witwen, und giengen ihm. da er von der Wahl einiger Prote-stauten der Gegenpart« in den Gemeindeau«fchus« faselte, thatsächlich einige alt« Betschwestern auf den Leim. Nun kam die Wahl. Dabei ereignete sich die ungläubige Thatsache, das« der windische Pfarrer, wahrscheinlich au« Dankbarkeit, von skin»n deutschen Parteigenossen drri oder vier Stimmen erhielt! Der gute geistliche Herr scheint darüber selbst am meisten erstaunt gewesen zu sein, denn hält« er di»« früher g»wuf«t, so würd» «r vielleicht für sich selbst »in wenig agitiert haben und säße heute breit in unserem Gemeinderath, vielleicht wäre er sogar Bürgermeister geworden. Solche Zustände herrschen in unferem Orte. Die deutschen Bürger liegen sich in den Hären und scheuen zur Erreichung ihrer Ziele nicht vor dem schändlichen Mittel zurück, windische Elemente in den Kampf hereinzuziehen, um ihre Wuth an dem Gegner zu kühlen. Schönstein. (S y l v e st e r - F e i e r.) Unser rührige Männ«rg«sangverein „Litderkranz" veran» staltete in Herrn Breschnik« Saalräumen «ine Sylvester-Feier, welche zu den gelungensten Unier» halmng«abenden de« genannten Vereine« im letzt» verflossenen Jahre gezählt werden muf«. Die hitfür zusammengestellte Vorlrag« - Folge war eine sehr gewählte und reichhaltige, und e« wurden die schön zu Gehör gebrachten gemischten und Männer-chöre unter der bewährten Leitung de» Vereins» EhormeisterS Herrn M. Hrowat mit großem Beifall seitens der zahlreich erschienenen Teilnehmer aufgenommen. Den musikalischen Theil besorgte die WerkSmusik von Herrn Franz Woschnngg und Söhne, welche an diesem Abende zum eistenmal» öffentlich mitwirkte, und wurde derem Leiter. Herrn Andrea« Hallecker, in Anerkennung seiner mit der Ausbildung derselben gehabten Mühe und für die vorzüglichen Leistungen derselben ein Lorbeer-kränz mit schwarz-roth-goldenen Schleifen überreicht. Die humoristischen Vorträge de« Herrn Hauke und Hallecker erregten zwerchfellerschütternde Lachsaloen. Inzwischen war Mitternacht heran-gebrochen, und wurde nach einer zündenden An-spräche de« verdienstvollen VereinSobmanm« Herrn Joses Werbnigg da« neue Jahr unter den Klängen der „Wacht am Rhein' und anderer volk-licher Lieder festlich begrüßt. Hieran schlos« sich ein Tanzkränzchen, welche« bi« zum heranbrechenden Morgen währte, und waren sämmtliche Theilnehmer über da« Gelingen diese« schönen Feste« vollauf entzückt. Möge unser wackere Gesangverein auch fernerhin da« deutsche Lied und die Geselligkeit pflegen. Auch wollen wir noch lobend dc« in den deutschen und Land-«farben feilen« de« Herrn Breschnil schön geschmücklen Saale« erwähnen. Krifail. (Syl v«st»r»Fri»r.) Nach einer Reihe von Jahren veranstaltete der Trifailer Sänger-bund im Werk«restauration«saale wieder einmal eine Sylvester-Feier, die unter Mitwirkung einer Harmonie der WerkSmusik in animiertester Weise verlief. Ab-wechselnd mit ausgesuchten Musikpikcen wurden kernige deutsche Lieder zu Gehör gebrach», und er» quicklen diese Vorträgt durch mehrere Stunden da« Gemüih; reicher Beifall lohnte die wackeren Sänger und di« braven Musiker. Ein kurze Pause wurde mit einer Jux-Post ausgefüllt, bei der ein« Meng« der witzigsten Ansicht«karten sich ansammelte und deren öffentliche Verlesung viel Stoff zum Lachen bot. kurz vor 12 Uhr mitternachts ergriff Herr Bergingenieur F. K r a s s n i g da« Wort zu einer würdigen Neujahr«rede, die in ein allgemeine« .Prosit Neujahr!" unter stürmischer Betheiligung aller Anwesenden au«klang. Kaum war der Gläser-klang vorüber, wurde auch schon der Tanz eröffnet, und jung und alt betheiligte sich an dem ersten Walzer; in rascher Aufeinanderfolge reiht« sich Tanz an Tanz, fort bi« in die Morgenstunden hinein, und «it Befriedigung verließ jeder die Stätte der schönen Feier. Nummer 2 Nqtrt»»ertreta»g N»hitsch Der Kaiser hat die Wiederwahl de« fürstlich Windischgrätz'schen Güterdirector« Josef S i m o n y zum Obmanne und de« praktischen Arzte« Dr. Franz S ch u st e r zu» Obmann-Stellvertreter der BezirkSvcrtretung i« Rohitlch bestätigt. K»rort Nohitsch-SaaerSrnno. E« war ein erhebende« Fest, unfere heurige Ehristbaum» stier. Mit vereinten Kräften wurde dahin ge» arbeitet, das« der Wunsch. 86 Kinder entspr«ch«nd zu beizeiten, zur Wirklichkeit wurde. Die Schüler» Vortrag«ordnung war sehr reichhaltig, und die ein» zelnen Theile wurden beifälligst mit .Heil' dankend begrüßt. Die vom Schulleit«r Herrn Heinrich D a» mof«ky verfaßten und eing«streuten Verse zu« Liederfpiel von Petz' „Wanderung durch die Heimat' wurden, weil sie sich den Ort«verhällnissen an» passten, unter Beifall«bezeugung angehört, und haben sich hiebei .kautz und Mauz* in gewohnter Weife durch ihr unerschrockene« Auftreten wieder bewährt. Der Gebertisch war reich beladen, und wurden die Kinder in au«giebigster Weise mit Nothwendigem und Nützliche« betheilt, wofür ein Kostenaufwand von ungefähr 700 Kronen erforber« lieb war. Bei« Julbau«e dankte der Obmann» stellvertreter de« SchulauSfchusse«. Herr L ö f ch n i g g, allen Gönnern und Freunden der Schule und dankte inSbesonder» dem Schulleiter und dessen Frau für die anstrengende Arbeit bei der Beschaffung de« nöthigen Gelde» und Durchführung de« Feste«. Schulleiter Herr DamofSky gedachte in innigen Worien der Verdienste de« leider nicht anwesenden Obmanne« de« Schulau«schuffe«, de« Herrn Sanität«» rathe« Dr. Jofef Hoifel, welcher wegen feine« gemeinnützigen Wirken« erst kürzlich vom aller» höchsten Orte «»«gezeichnet wurde. Er bespricht di» Pflichten der Eliern za ihren Kindern. Die Bedeutung de« WeibnachtSdaume« lieg» darin: Ver» «inte« Wirken — Schule und Hau« — können nur Früchte zeitigen, sonst stehen wir zum Nachtheile unsere« Nachwuchst« vor Stückwerk. Der Religion«» lehrer der Schule, Herr Semlic, sprach an« schließend warme Wort» zu den Eltern und Kindern, die er an ihr« Pflicht«« ermähnte, und mit .Walte Gott, das« alle« zum Guien geschehe' sein« Rede schlos«. Am Juldaume brannten 100 Kerzen, — möge doch da» Licht, dass sich^ hier in zarte» Kinderaugen wiederspiegelt. eine Spatte finden bei thüroerstockien Thoren! Heil! Diese» war der vierte Juldaum an der »inclassigcn deutschen Schul» vereinSschule. Hoffen wir. das» un» da» Christ» kindel demnächst die zweite Classe dringt, und das« wir den fünften Julbaum an der vom Land« v«r-waltentn Schult festlich begthen können. Da« walit Goit! Krinjchet» des Verbandes deutscher Koch-schüter Marburgs. Rachbe« sich die deutschen Hochschüler Marburg« in einem Verband vereinigt haben, so hat dieser die Veranstaltung de« k'änz» chen« übernommen und die Abhaltung desselben unter d«m Tit«l „Kränzchen de« Verbände« deutscher Hochschüler Marburg«' beschlossen. Zum Obmann de« Au«schusse« wurde der Sprecher de« Verbände» Herr cand. med. Moriz Fischereder, zumJD&tnann» Stellverireter Herr cand. jur. Olhmar Franz, zu Schriftführern die Herren cand. mech. Victor Vogrin und cand. ing. Hugo Hartmann, zu Säckel-warten die Herren jur Wallher Psrimer und mg. Hermann Psrimer gewählt. Zur Erleichterung der Arbeiten wurden Unierau»schüsse gebildet. Der Decoration»au»schus» besteht au» den Herren akad. Maler Georg Häring, mech. Alfon» Laab unv ing. Han« Weingerl. Der Musikau»fchus» au» den Herren: jur. Vincenz Bauer, pbarm. Max König, ing. Franz Martinz. Der Pres»au»schus» au» den Herren: jur. Vircenz Bauer, cand. ing. Hugo Hartmann, mech. Alfon« Laab. Mit der Absendung der Einladungen wurden betraut die Herren: jur. Vincenz Bauer, cand. ehem. Anton Burmann, ing. Rudolf Enzi. cand. mech. Jofef Feld«r, cand. jur. Othmer Franz. mech. Victor Gerfthofer, mech. Gustav Hösler, pharm. Max König, jur. Walther Pfrim«r, Ing. Han« Weingerl, mech. Emerich Wög»rer. Außerdem gehören dem Ge» sauimtauSschuss« noch an die Herren: geod. Roman Doltcztk, jur. Max Fonlana. mech. Franz Fritz, mech. Max Machtr, med. Franz Murfchitz, phil. Karl Sobotka, mech. Franz Ulrich, med. Jofef Urbaczek, cand. mech. Rudolf W>ch«r. Al« Zeit» punkt für die Abhaltung wurde der 1. Februar 1902 bestimmt. Die Vorarbeiten sind bereii« foweit ge« dieh»n, das« demnächst mit der Au«fendung der Einladungen begonnen werden kann. Südmirkische AglKsbant. Gebarung«au«-wei» vo« 31. Dece«b«r 1901. Einzahlungen für GefchäftSantheile 117.283 K 65 h, Einzahlungen 9i.uir.aier 2 für veitrittSgebüren — K — h, Spareinlagen von — Personen 483.637 K 57 h, Einlagen in laufender Rechnung 58.533 X 90 h, Grundstock 3179 K 85 h, kurze Darlehen 240.257 K 16 h, Hypothekar-Darlehen 20.259 K 08 h, Wechsel und Devisen 258.831 X 56 h, bei anderen Anstalten angelegt 133.797 K 74 b, Umsatz 5.272.440 K 71 h. Mit-glieder 1992 Personen. „Per Kondnctenr". Von diesem officitllea Eour«buche ist soeben die die«monatlich« Ausgab« er-schienen, welche wieder die neuesten Eisenbahn- und Dampfschiff-Fahrpläne und Fahrpreise, sowie einen Führer an den Hauptstädten, Karten und Städtepläne enthält. Zu beziehen in allen Buchhandlungen, Eisenbahnstationen, Trafiken x. und bei der Verlagshandlung R. v. Wald-heim in Wien. Jahr- und KiehmärKt« in KteiermarK. »m 10. Jänner: Graz. Siechviehmartl nächst dem Schlachthaule. — Am 11. Jänner: Graz. Getreide-, Heu- und Sirohmarkt am Grik«platze, Holzmarkt am Dielrichsteinplatze; Montprei«, Bez. Drachen-bürg, iß.; Rann. Schweinemarkt. — Am 13. Jänner: Neukirchen. Bez. Cilli, I u. V.; St. Marein bei Erlachstein, I. u. B. — Am 14. Jänner: Friedau, Echweinemarkt; St. Philipp bei Weraische, Bez. Drachendurg. I. u. B. — Am 15. Jänner: Graz. Getreide-, Heu- und Strohmarkt am Grie«platze, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze; Arnfel«, Klein-viehmarkt; Brück a. d. M., B.; Pctiau. Pferde-und EchlachtvieHmarkt. — Am 16. Jänner: Graz. Hornvi'hmarkt nächst dem Schlachthause; Rann, Bez. Peiiau, Schweinemarkt. Ale Gesinnungsgenossen und Areuude unseres Mattes werden gebeten: 1. Ans neue Abnehmer und Arennde zn-znfkhren. 2. Ans Anschriften für Probesendungen anfzngeben. 3. Zlusere Zeitung für diesen oder jenen Arennd '/« Aahr z«r ?robe j« bestellen. 4. Helesene Mummer« nicht wegznwerfea, sondern dieselben, mit einer 3 Keller-WarKe »ersehen, au beliebige Bekannte zu senden, damit sich unser Leserkreis verdopple. 5. ZSeim Aeiuche von Hak- und Kaffee-Häusern unsere Zeitung zu vt-rlange» und den bt treffenden Wirt zum Aezuge derselben jn veranlasse«. 6. cheschäftsleute «nd Handwerker behufs Einschaltung von Anzöge« auf unser Alatt aufmerksam z« mache». 7. ZSei Hinkäuteu und Aestellungen die in nnlerem Blatte angekündigtem Geschäfte in erster Peihe zn berück»cktigen nnd zu besuche«. 8 Ans von allen wichtigere» Vorkommnissen i» persönliche», Vereins- und öffentliche» Angelegenheite» kurze Mittheilung darüber zu machen. 9. Die Aeznzsgebüre« pünktlich an uns ««zusenden. 10. Zlnser ZZlatt auch in jeder anderen Beziehung werkthätigst zn nnterNutzen und sich iu alle« völkische« Angelegenheiten vertrauensvoll an uns zu »enden. Kreue um Freue'. Seutschvölkische Stillenvermittlung in Cilli. Geschäft»stunden jeden Sonnabend ab 8 Uhr abends in der Gastwirtschaft «zur Traube". Au» der Umgebung wolle man sich behui« Ver-mittlu g von Arbeitern schristltch an die Stellen-Vermittlung wenden. Deutsche Arbeiter verschiedener Gewerbe können Stellung finden durch Vermittlung. Die Vermittlung erfolgt sowohl sür Arbeit-Heber, al« für Arbeitnehmer unentgeltlich. 40.000 Kronen beträgt der Haupttroffer der Wärme st uven-Lonerie. Wir machen unsere geehrten Leser daraus aufmerksam, das» die Ziehung unwiderruflich am 16. Jänner 19 02 stattfindet. Seiden-Blouse fl. 2.35 und höher — « Meter — sowie „Hennederg.Seide" in schwarz, weiß und farbig von 60 Kreuz, bis ». 14.64 p. Met. An Jedermann frank» o. verzollt i»S Haut. — Muster umgehend. — Doppeltes Briefporto nach o. Schweiz. B. Henneoerg, Seiden-Fadritant u. t. Host.), Zürich. «Deutsch» M«cht" Verstorbene im Monate December 1901: ApolloniaJa«betz, 66I. alt,Hausbesitzerin, Gelbsucht. Marie Wadler, 61 I. alt, WaguerSgattin, Rothlauf. Richard Muhr, 25 I. alt, k. k. Corpora!, Selbstmord. Josef Matik, 2'/, I. alt, Kaufmann»fohn, Lungen-entzündung. Helena Fasching, 51 I. alt, Modistin, Lungen-tuberculose. Valentin Kosetz, 85 I. alt,Inwohner, Altersschwäche. Walter HluKötk, 3 I. alt, Feldwebelssohn, allge-meine Tuberculose. Im allgemeinen AranKenhanse: Anton Sebiö, 76 I. alt, OrtSarmer, Altersschwäche. Bartlmä Gaischek, 62 I. alt, Inwohner, Alter«-schwäche. Amalia MuZkatevc, 23 I. alt. Bedienerin, Lungen-tuberculose. Kaspar Percic, 81 I. alt, OrtSarmer, Lungen-emphysem. Helene Strigl, 52 I. all, SchneiderSgattin, Herzschlag. Elisabeth Herzog, 75 I. alt, Inwohnerin, Herz-muSkelentartuug. Johann Kunsek. 21 I. al», Taglöhner, Knochen-tuberculose. AgneS Tanschek. 2 I. alt, MagdSsohn, Wasserkopf. Franz Pirsch. 65 I. alt. Knecht, bösartige Kröpf-geschwulst. Josef Kohler, 64 I. alt. Finanzwachoberausseher i. P. Nierenentzündung. Marie Stroöek, 77 I. alt, Inwohnerin, bösartige Neubildung. i'iarit Antloga, 73 I. alt, OrtSarme, Lungen-tuberculose. Karl Lampe, 60 I. alt, Kaminfeger, Lungen-enizündung. vermischtes. 5er Krieg in Südafrika. Der Step, den der Bureniührer Dewet am WeihnachtStage bei T w e e t f o n t e i n im nordöstlichen Theile deS Freistaate« über ein Bataillon Ieomanry davon» getragen, Hai, wie au» London berichtet wird, in England große Enttäuschung hervorgerufen. Speciell von Dewet, dem auS dem zweijährigen Kriege zur G-nüge bekannten tüchtigen Burenführer, batie man nichts Böse« erwartet. Denn er war mehrere Monate verschollen gewesen, da er al« General-Znspecior sämmtlicher im Felde stehenden Oranje-und Eapburen auf Reisen war, die ihn an der Au4ü»ung eine« Kommandos verhinderte". Sein Name tauchte in den englischen Berichten in der zweiten Hälsie deS December« wieder auf. ohne ab r Befürchtungen zu erwecken. Z ierst hieß e». er sei schwer verwundet worden, dann kam sogar die Nachricht über eine Niederlage, die er am 18. December bei Landberg im Bethlehembezirke erlitten haben sollte. Durch den von Dewet er» rung'nen Sieg mache» sich auch andere Schlappen englischer Fuhrer stärker fah.bar, so jene de« Oberst?» Damant bei Frankfurt und j ne de« General« Spenz bei Ermelo. Gerade die Weih-nacht«zeit verzeichnet während der abgelaufenen KriegSoerioden manche« interessante u»d folgen-reiche Ereignis. Al« sich vor zwei Jahren der Kriegs?eginn sür die Engländer so ungünstig und für die Buren so Ü5erau« glücklich gestaltete, war e« der Monat D cember, in welchem sich die Folgen der englischen Niederlagen fühlbar machten. Die Schlachten bei Colenso und im Westen bei Magger«-sontkin waren geschlagen und hatten einerseits die Unzulänglichkeit der englischen Kr:eg«rüstungen dargethan, anderseits die mangelhafte Führung gezeigt. Die englische Regierung fasste den Entschlus«. die Streitkräfte in Südafrika wesentlich zu verstärken und Lord Robert» zum Obercommandierenden zu ernennen. Den Krieg im großen haue Lord Robert« im Laufe be« Jahre« 1900 beendet und der eng-lische Feldherr war im Herbste soweit gekommen, das« er auf dem Marktplatze von Prätoria am 2. September jene Proclamation feierlich erlassen konnte, durch welche die Annexion der beiden Re-publiken ausgesprochen würbe, die übrigen« bi» heute nur von einem Staate, Portugal, zur Kennt-ni» genommen worden ist. Mit der Beendigung de« Kriege« überhaupt aber hatte e« noch gute Wege. Bereit« die Heimkehr Lord Robert« wurde durch schlechte Nachrichten vom Krieg«schauplatze getrübt. Wa» sie im großen Krieg versäum«, oder überhaupt niemal« gekonnt hatten, da« holten die Buren vom December 1900 ang fangen im kleinen Krieg redlich nach. Auf nahezu demselben Stand-punkte, wie vor einem Jahre, stehen die Dinge, rein militärisch betrachtet, noch heute. Zwar ist Seite 5 ein langsamer Erfolg ber englischen Truppen nicht zu verkennen, aber die Opfer, die bafür gebracht werden, sinb enorm. Auf ber einen Seite Menschen-unb Geldopfer, auf bet anderen Seite wohl nur erstere, da bi« Buren materiell sonst nicht» «ehr zu verlieren haben. E« mehren sich bie Nachrichten über bie Vermehrung der so* genannten National Scout«, da« sinb au» Buren gebildete Kundschafieradtheilungen, die im Dienste der Engländer stehen. Noch vor kurzem wurde aus Slanderio» gemeldet, das» diese Truppe eine Ver-stärkung von 200 Buren au» dem dortigen Bezirke erhalten habe, und au» Prätoria kam die Nachricht, das» eine derartige Kundschafterabtheilung 14 Bure» gefangen genommen. Ei« Anschlag gegen Kaiser Kranz Josef ? AuS Rom kommt unter dem 29. December v. I. folgende, völlig unglaubwürdig klingende Meldung: In Florenz soll ein österreichischer Hotelkell»er, namen« Brandstätte?, verhaftet worden sein, der der Wiener Polizei Enthüllungen über einen ge-planten Anschlag gegen Kaiser Franz Josef ange-boten hat. Man vermuthet, das« e« sich um einen Schwindel zur Erlangung pecuniärer Bortheile handle. — Der Umstand, bat« die Meldung nur in einem Wiener Abendblatte vom DienStag enthalten ist, erhöht noch ihre Unglaubwürdigkeit. „tlnio catholica" f. Da« Ministerium de» Innern hat auf Grund der angestellten Unter-suchung die Auslösung der clericalen „Unio catholica' und ihrer Zweiganstalien verfügt. Die berufenen Polizeiorgane haben da» Auflösung»-beeret gleichzeitig in Wien und in allen Zweig-ar.stalten der clericalen Versicherungsanstalt zuge-stellt. — Das war die höchste Zeit! Amtavsch der ungarischen rosenfarbigen ?ollan»oeis«ngs-Isorm«larie». Die bisher in Ge-brauch gestandenen (rosafarbigen) PostanweisungSblan» qutte für den Verkehr aus Ungarn gelangen zur Ein« ziehung und werden gegen die neoaufgelegten An» «eisungSformulare in gelber Farbe (mit ungarisch-französischem Vordrucke) umgetauscht. Die etwa im Privatbesttze befindlichen, noch unbenutzten ungarischen (rosafarbigen) AnweisungSblanquette werden daher, inso-ferne dieselbe eine Aenderung ihrer ursprünglichen AuS-stattung nicht erfahren haben, ohne weiteren Abzug bei den ärarischen (Beamten-) Postämtern im Umtausch-weg« angenommen. Volkszählung in Deutschland. Das end- giltige Ergebnis der letzten Volkszählung für da« Deutsche Reich weist nachstehende Daten auf: Die Gesammtzahl der ortSanwesenden Bevölkerung de« ganzen Deutschen Reiche» betrug am 1. December 1900 56,367178, also 4,087.277 oder 7-82 Procent mehr alS vor fünf Jahren. Die männliche Bevölkerung ist in demselben Zeitraume um 2,075.997 oder 8*09 Procent auf 27,734.247 köpfe, die weibliche um 2,011.280 oder 7 56 Procent auf 28,629.931 Seele» angewachsen. Ueber die Religionsbekenntnisse in Preuße» liegen folgende Ziffer» vor: Bon 1000 Personen waren 632 9 Protestanten, 3514 Katholiken und 11'4 Mosaische. Die Zahl der Protestanten hat seit dem Jahre 1871 beständig abgenommen, während die der Katholiken in demselben Maße gewachsen ist. Kon Zeit zn Zeit ist's gut, daran erinnert zu werden, was man Nützliches versäumt, Vortheilhaftes unterlassen hat. So wird seit zehn Jahren eine für den täglichen Kaffetisch äußerst wichtige Neueinführung von einer sehr großen Zahl von Familien zum eigenen Wohl beachtet und dauernd gepflegt. Aber noch immer thut'« noth, jede Hausfrau und Mutter darauf auf» merksam zu machen, dass der heute überall mit größtem Erfolg eingeführte Kathreiner» Kneipp-Malzkaffe alS Zusatz zum Bohnenkaffee daS Kaffeegetränk nicht nur im Geschmick wesentlich verfeinert, sondern dasselbe zugleich auch, waS doch sehr wichtig ist, für die Gesund-heit zuträglich macht. ES kann schon für den einfach«» Begriff keine idealere Kaiseemischung geben als die, welche den wohligen und beliebten Geschmack deS Bohnenkaffees mit den gesundheitlichen Vorzügen unseres heimischen MalzeS «erhindert, wie dies bei «athreinerS Kneipp-Malzkaffee in so unübertroffener Welse der Fall ist. Derselbe besitzt den weiteren, unvergleichlichen vor-zug, dass er auch „Pur", d. i. ohne Zusatz von Bohnen-kaffee, einen sehr angenehmen Kaffeegeschmack besitzt, und au« diesem Grunde al« der best« Ersatz dort empfohlen wird, wo der Bohnenkaffee ärztlich unter-fagt ist. ES kann jedoch nicht oft genug daraus hin-gewiesen werden, das« nur der „echte" Kathreiner in den bekannten Original-Kathreiner-Packete« alle die genannten Borzüge aufwei«t, welche die immer wieder austauchenden Nachahmungen und die sogenannte .offene Waare", die stet« nur einfach geröstete Gerste oder Malz ist, niemal« besitzen können. Seite 6 Schvaps nnb Religion. Die Klöster hatten bisher die stärksten Schnäpse (Chart reuse, Benedictiner), die besten Biere (Franci«c.'ner) und die feurigsten Weine (JohanniSberger. Kirchenstück - AuSbruch, Liebfrauenmilch). Jetzt sind auch dochadelige Herren fromme SchnapSbrenner. Di« .Pf. a. d. E." widmen den Hochcleric>lurn und Taxis. Fürst Windischflrätz, der Premier, Befitzt nur zwei bescheiden, Bon ColloredoS und KinSky» muss Die Concurrenz er leiden. Der SchnapS ist guter Leute Kind — Lauter Fürsten. Grafen. Barone! Jedoch dem Fürsten vom Fürstenberg Geburt vor allem die Krone. Zehn Brennereien nennt er fein! Daneben besitzt in Ehren Der Bischof Kohn von Olmütz allein Acht Echnap«sabri!en in Mähren. O Schnop«, mein Schnap«! Wie ziemt sich'» nur, Das« man so gegen dich wüthe? Du stammst doch au» dem edelsten Und sittenstrengsten Geblüit? Aubttäums Aahrgaug der „Hartenlaubc" — so betitelt sich der neue 5t). Jahrgarg der ver-breitetsten deutschen F^milienzeitschrist, und die vielen Hundertiausende von Lesern und Freunden derselben werden mit besonderer Spannung den Gaben entgegensetzen, die dieser Jahrgang ihnen bieten wird. Sie alle wissen, das» es stets da» Streben der „Garienlaube" gewesen ist, ihren Lesern ein luber Freund und Berater zu sein, ihnen sowohl die Schätze unserer erzählenden Literaiur zu erschließen, wie nicht minder sie einzuführen in die Fragen der Wissenschaft und Technik. Die sorgfältigen Vor-bereuungen, die dem Jubiläum«-Jahrgange zu theil geworden sind, bürgen dafür, das« er all die Vor-züge, welche den früheren Jahrgängen zu ihrer außerordentlichen Beliebtheit verhalsen, in noch höherem Maße al« diese ausweisen wird, und daj« die Leser kein« Nummer de« Blatte« ohne geistigen Gewinn au« der Hand legen werden. Jugendfrisch und prächtig erscheint der JubiläumS-Jahrgang im reich«« Schmuck der Kunstblätt«r und Illustrationen, «bensall« da« Best« und Schönst« auf künstlerischem Gebiete vorsührend. Den neuen Jahrgang eröffnen zwei fesselnd« Arbeiten d«r erzählenden Literatur: „Seit« Oldenroth« Liebe', Roman von W. Heim-bürg, und „Sommerfeelt", Novell« von Helene Böhlau. Ihnen werden sich andere ausgezeichnete Werke all der hervorragenden und beliebten Er-zähler anschließen, die schon so oft mit ihren ge-müthvollen und künstlerisch wertvollen Beiträgen den Lelerkrei« d«r „Gartenlaube' ersr«ut hab«n. Aus dem Gebiete der populär-wiss«nschasilich«n Darstellung wird di« „Gartenlaube" nach wie vor durch Beiträgt aneikannter Gelehrten ausklärend wirken, und mit altem Freimuth alle Cultur- Macht' Nummer 2 fragen unserer Zeit beleuchten. Die lebendige, an« schauliche Darstellung der bemerkenswerten Zeit-ereignifle und die interessanten Darbietungen sür häu«liche Kunst, Frauenarbeit. Hauswirtschaft, sind gleichfall« Vorzöge de« Blatt««, da« sich all« technischen Errungenschaften der Neuzeit zu nutze gemach» hat, um dem L«f«r zu di«n«n. Gedieg«ner Inhalt und schöne Ausstattung werden dem Ju-biläumi-Jahrgang d«r „Gartenlaube" «inen Ehren-platz in der deutschen Zeiischrist«nw«lt sichern und die Herzen all derer ersr«uen, die al« alt« und n«u« Fr«und« d«m Blatt« idr« Gunst fch«nk«n. Hin gutes Hausmittel. Unter den Hau«-Mitteln, die als schmerzstillende und ableitende Sin-reibung bei Erkältungen usw. angewendet »u werden pflegen, nimmt da» in dem Laboratorium der Richter-schen Apotheke in Prag erzeugte Liniment. Capsici comp. die erste Stelle ein. Der Preis ist billig 80 h., «. 1'40 und 2*— die Flasche; jede Flasche befindet sich in eleganter Schachtel und ist kenntlich an dem bekannten Anker. Hin verbreitetes Kausmittet. Die steigend« Nachfrage nach „Moll'S Franzbranntwein und Satz" beweist die erfolgreich« Verwendbarkeit diese«, namentlich al» schmerzstillende Einreibung best-bekannten antirheumatischen Mittels. In Flaschen »u K 1 90. Täglicher Versandt gegen Post-Nachnahme durch Apotheker A. M c 1l, k. u. k. Hoflieferant, Wien, Tuch-tauben 9. In den Depot« der Provinz verlange man ausdrücklich Moll'» Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. 3452-4-101 Wie«er Wärmeustuveu- und Wohlthätig-teitsvereiu. Bon Jahr zu Jahr wirv der Andrang der Hilfesuchenden während der Wintermonale zu den Wärmestubrn. wo idnen warme Kost und Unl«r-kunft gewährt wird, stärker, so das« der Wiener Wärmestuben- uno WohltbätigkeiiSverein nur mit der größten Anstrengung allen Anforderungen Genüge leisten kann. Um die Humanitären Bestrebungen diese« Vereine« zu unierstütze», wurde demselben Leiten« de» Finanzministerium« «in« Loti«r>« mit Losen zu 1 K.. bie mit 2300 Treffern und einem Haupttreffer von 40.000 K. ausgestattet ist und deren Ziehung am 16. Jänner 1902 stattfindet, bewilligt. Kur Magenleidende! Bei Appetitlosigkeit, Schwäche des Magens, Verdauungsstörungen, Kopfschmerz, wenn vom Ma^en h«rrühr«nd, Magen-krämpfen :c. ic. «mpfehlen wir di« b«r«i>« f«it Jahrz«hnt«n btkannten und infolg« ihrer erprobten und bewährten Wirkung sich einer besonderen Be« liebtheit («in«« Weltrufe«) «rsreuenden Brady-schtn Magenlro»pfen (Mariazeller). — ES liegen fachmännische Gutachten, sowie zahlreiche Anerkennungsschreiben vor, in denen diese» Mittel in d«n wärmst«», ja oft üb«rschwänglich«n Au»-drücken di» Danke» gelobt und empfohlen wird. Der geringe Prei» von 40 kr. für die kleine und 70 kr. sür die große Flasche ermöglich« «» jed«r-mann, sich DicfcS erprobt«, ausgezeichnete Mittel vorräthig zu halten und sich dessen im Bcdarf«. fall« zu b«di«n«n. Die Brady'ichen Magentropsen (Mariazeller) sind in den Apotheken erhältlich, man verlang« aber ausdrücklich die Brady'ichen Magen-tropfen (Mariazeller) und acht« aus Schutzmark« und Uni«rfchrift, um sich vor Nachahmungen zu schützen. Deutscher Schntverein. In ber Sitzung de» engeren Autschusse» vom 30. December 1901 würd« den Gemeinden: Krieg» lach, St. Johann am Tauern. Mist'lbach, Feld» kirchen, Hi«rger«dors, Ober»dorf. Goisein, W«id«nau, Hirschdorf, Garsten, Obla». Schöllschitz. Aliindori. Ftlv am Se«, Strad«n, Maxglan, Neu-Ullertdorf, Gaiidorf, dem B?zirk»au«schuff« in Marburg. d«n Sparcaffen in Troppau und Horn, der Spar- und BorschusScasf« in Dux und dem Remaiuriclub in Gabel 'ür geleistet« Bkiträg« und Svenven; ferner der Ori«gruppe ttommern für daS Erträgni» eine» am 8. Tec md«r 1901 abg,halt«n«n Con^erle«, d«r Ortsgruppe Friedland für «inen Theilbetrag de» Reintrirägniffe« eine« in Gemeinschaft d«r Böhm«r-wald - Ortsgruppe am 24. November 1901 veran-stalteten Concerte», itn deiven O-t»gruppen in Brüx für d«n Ertrag «>n«r am 8. December 1901 abgehaltenen Abendunterhaltung. der Ortsgruppe Böhmisch-Leipa sür die Veranstaltung ein«» Blumen-ball«» und den Ertrag d>» Kränzchen» der Abi» turi«nt«n d«S Gymnasium« der geziemende Dank abgestattet. Unterstützuns>»d«iträge wurden bewilligt: Für die Erhaltung der Kindergärten in P7vs»uitz, Skalitz. Hufsowa I und II, Mährisch-Weißkirchen und Ku-tinik; Beiträge für den Schulkreuzer - Vertin in Prachatiy, den Schulerhaltung» - Verein in Sedn» darf, di« Schul« in Laag und ben Vtrtin zur Er» richtung einer dtutsch«n Schult in Addazia, zur Unttrslützung arm«r Kind«r in Prachatitz und Fuß-bor», sür L«dr- und L«rnmitl«l d«n Schulen in Albrecht»ri«d und Göttenitz. Angelegenheiten der Schulanstalten in Grog» galle, Braunbusch. Phil>rp«derp, St. Barbara und Böhm -Bernschlag wurden bcrathen und der Er» ledigung zugeführt. Endlich wurde da« Erfordern,» für die Verei»«anstal!en, RuhegedaUe der Lehrkräfte, Altersversorgung der Kindergärtnerinnen, In-standhalturig der Schul» und Kindergärtengebäude und Verzinsung sowie Tilgung von Grundpfand» schulden für daS Jqjr 1902 mit dem Betrage von K 123 000 sestgesttllt. Schristtyum. Mag«:' HerauSgever: Dr Rud. Lothar, E. V. Zealer. Redaction und Administration: Wien I, Dominikanerbastei 19. Prei» per Nummer 32 Heller. Abonnement 4 Kronen vierteljährlich. Die 1. Nummer deS V. Jahrganges dieser Wochenschrift weist wieder einen sehr reichhaltigen JnhaU auf. „Areie Deutsche Schule", politische« Schul-, volkSthümliche« ErziehungS- und UnterrichtSblatt. Her-auSgeb«r und SchrifUeltrr Rudolf Rehting, Wien, 19/3, Blochgasse I. Erscheint am 1. und 15. jede« Monate«, mindesten» 10 bis 12 Seiten stark. BezugSvrei«: Jährlich 2 fl., halbjährlich 1 fl>, im Vorhinein. 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RtgierungSverlreterS öffeni-lich vorgenommenen Verlosung gelarglen folgende Rummern der Echuldvtrjchreibunflen de« 4% st eiermär kischen Land««-Eisenbahn-Anlehen« zur Tilgung: Serie I. 2563. 3181 5 1000 fl.--2000 K; 7158. 7370, 7616, 8025. 8735 ä 200 ff. = 400 K. — Serie II. 3862, 4119 ä 1000 fl -2000 K; 9244, 9289, 9528. 9539, 9730 a 200 fl. - 400 K. — Serie III. 5218. 5955, 6636 ä 1000 fl - 2000 K; 9849, 10 053, 10.172, 10.499, 10.730 ä 200 fl. «400 K. — Vorstehende Schuldverschreibungen werden drei Monate, vom BerlosunqStage an ge« rechne,, in Graz: bei der steiermärkischea Lande«-slmdicafse (Lande««Obereinnebmeramt. Landhaus) und bezüglich der II. und III. Serie auch bei der stnermä?kischen E«compteba»k in Giaz spesenfrei unter Beobachtung der die«sali« bestehenden Vor-schrifien gegen Rückstellung der Obligationen nebst allen zugehörigen, nicht rersallenen Coupon« und dem Tulon zum vollen Nennwerie eingelöst, und bön mit diesem RückzahlungSlermine jede weitere Verzinsung aus; in Wienspesenfrei bei der k. k. priv. afifl. öftere. Boden-Creditanstalt und bezüglich der II. und III. Serie auch bei der niedeiöster« nichischen EScompIegesellschast, woselbst die ver-losten Schuldverschreibungen nebst den nicht ver-sallenen Coupon« und dem Talon übergeben werden wollen. Weiter« wurden nochstehende Schuldverschreibungen bi« einschließlich 28. December 1901 gezogen, deren Capitalien bi« heute jedoch noch nicht behoben, und e« werden die über den Fällig« : teil«-Termin dieser Capitalien etwa hinauSreichenden Jnteresserbeträge. sallS sie eingelöst wurden, seiner-zeit vom Capitale in Abzug gebracht werden und zwar: Serie I. 1430. 3388 ä 1000 fl.-2000 K; 7044, 7055, 7104, 7556. 7594, 7790, 8132 k 200 fl. — 400 K. — Serie II. 9769 ä 200 fl.---400 K. — Serie III. 10.775 ä 200 fl.--400 K. Graz, am 2. Jänner 1902. Vom steierm. Lande«au«schufle: Edmund Gras Altem«. Mir machen unsere geehrten Leser auf d-s Zvserit der Uhrenfabrik und Exportfirma HanoS St c n i a b in Brüx ^Böhmen) aufmerksam und em« pfehlen den Bezug der von der genannten Firma her« gesiellien Waren, deren Güte sowohl durch goldene und i silberne AuSstellungSmedaillen al« auch durch V«rleihung >s kaiserlichen Adler« unzweifelhaft dargelhan ist. Die Finna, im Ich« sowohl im In- wie auch im Ausland« ein wohlverdiente» Renomnlv genießt, verschickt nur ^echle vom k. k. 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