.»« »8. Dinstag am «». April »83«. Dil „vaibacher Z,»g" erscheint, »nt Ausiiah,!^- dcr S^u,,' u>» Feierta^^. täglich, mld ko^t sammt dru Acila,;.!l i»l Co,»ptoir .zailijahriq il st., halbjährig 5 ss. 30 kr, mit Kreuzband im Co.ii^toir g a »j, ahr > g l2 st . h a l l, j a h r i g lud ^d^,cktlr A.'rcssc l,', st halbjährig 7 st. 30 kr. - Ins^ r a t io » ^ cb,l h r sür ci.lc Zp,llt.»^il.- ^r dc.l N,nün dsrscllicn. fur rimnaligo E.nschaltmi,, .l lc.. n.r z.v.u„,,li,ic -^ s,lc ^.mili^ ..kr. C. M Inscratc di^ l! Z,üf„ l,st„. l st. f.,r !t Mal. 5l) lr. f..r 2 M,,l u„d 4l> kr. für l M,ü llnzusch^lt.». Z" dl.,.» Ä^'..hrc» >st nach dcm ..Pr.v>,or,sch.n W.sc^- v.m tt. N.otm^r l«5!) ,s.r I,.scratio»zstämP.l" noch '0 kr. fur cm.- j^s.naligo Mmchalt.m,; h^.n, ^ rcchnni. Zlllllichcr Theil. <^3?e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allcr< höchster Entschließnng vom 2!!. März d. I. die unter« tbänigstc Bitte der Professoren Dr. Konstantin von Ettingsh an sen und Alois Pokorny, das uon » ihnen verfaßte natnrhistorische Werk: l'll^iolvnü» zilnnt.ulun n^liic^lli'liül«, bestehend ans fünfhundert Foliotafcln mit dnrch Natnrselbstdrnck bei der k. k. Hof« und Staatsdrnckerei erzeugtcuAbbildlingen österreichischer Pflanzen nnd einem Qnartbandc crläntern' de« Tcrtcs, Allerhöchstdcnselbcn widmen zu dürfen, huldreichst zn genehmigen, mid Jedem derselben ri-uen mit dem Mierhöchsten Namcnszngc geschmückten Vrillantring zustellen zn lassen geruht. Der Minister des Innern hat cinuernehmlich mit dem Instizminister den Bezirksadjunktcn. Peter Vaum> gartuer, znm Vorsteher eines gemischten Vczirks-amtes in Steicrmark erilannt. Die k. k. Steuer »Direktion in Kram hat die bei ihr neu systemisirtcn zwei Kanzlei'Wstcntenslel< len nnd zwar jene der ll. Klasse dem Kanzlei < Praktikanten der k. l. krainischcn Landcsbau» Direktion Karl Schagcr und j.'nc der III. Klasse dem Dinr« nisten der hierortigen k. k. Landesregierung Julian Veith verliehen. Vom Präsidium der k. k. Steuer «Direktiou fur Krain. Laibach am 25. April 1856. Rich^ullllslchcr Theis. Die feierliche (Hrundsteinlegunst zur Votivkirche am 34. April t^ZO. Es war ein großer, weihevoller Tag, welcher au Wicu vorüberzog, der Tag der Grundsteinlegung zur Voliv-Kirche. AIs eiu cchtcr. wahrer Festtag giug cr Mit seinen Fcicrklängcn nicht allein au den Augeu vorbei, sondern auch durch die Herzen und die Ge> mnchcr. Wic der Himmel an ihm hell und klar sich liebend über seine Kinder legte, so erblühten auch auf Erden die schöneren Gesühlc in jeder Prust. Vom slühcn Morgen an war eine frohe Geschäftigkeit in allen Straßen sichtbar. Es wogte nnd wallte dlr Kirchcnbaustätlc zu, welche bald eine geweihte sein sollte. Nahte man sich ihr, so erblickte man bald das kunstvolle Portal, welches sich an je> ncr Stelle erhob, wo einst die Pforte ans Stein in das Innere des Gotteshanscs geleitet wird. Mit rothem Seidenstoffe reich umhüllt leuchtete es wie im Morgenröthe. Blnmcu nnd Gnirlandcn umwanden die cinlach sinnigen Formen. In der Lcibnng zu beiden Seiten des Einganges standen in Nischen mit rother Seide ausgcMigcn sechs weiße Statuen, der Mitglieder des Allerhöchsten Kaiserhauses heilige Na> mcnspatronc: Franz, Joseph, Sophie. Eli. sabeth, M a r und Leopold. Auch die Rückseite des Portales prangte in frischem grünen Schmncke — ein wohlthuender Anblick. Das Iuncrc der Kirchcn>Vaustclle war mit k>"msl< lerischcm Geiste in eincu anmulhigen Garten verwan. belt. VlnmlNbeete entfalteten ihre Reize und wie blütlicnl'lladcne Bäum.' ragien die Masten, mit ric« stgcn Flaggen geschmückt, in die Luft. Füuf derselben bezeichneten in der ganzen Vreitc der Hauptfa^ade die Stelle der großen Thürme der Votivkirche. Statt der vollen Glockcntönc kam allerdings jeht nnr ein leises Sausen von ihnen herab. Von ihrer Spitze wehten die Landcsfarben nieder. Nur die mittlere Fahne über dem Portale zeigte ein gelbes Kreuz in rothem Felde. Der Grnndriß der Votiv'Kirche war durch 24 große Flaggenbäumc an den Hauptpunkten der Grundmaucrcn bezeichnet. Diese Flaggcnl'änme trngcn die Fahnen der Landesfarben der Kronländer. Zwischen den großen Masten waren Vcrbindnngs-Fahncnstangen angebracht, so daß neunzig wimpel» geschmückte, schlanke Flaggenl'änme gleich einem leise ranscheudcn Walde über den Häuptern der Zuschauer sich erhoben. Alle diese Mafien und Stangen waren noch unter sich durch Vlumenguirlanben verbunden, so daß das Auge das tausendfache Farbcnspiel kaum ent. wirren konnte. Am Ende des Kirchcuranmcs, an der Stelle, wo das Chor mit der einen Halbkreis von sieben Kapellen abrundenden Maricnkapelle sich schlic« ßen wird lmd die Legung des Grundsteines stattfand, erhob sich über dem Altare eine große Flagge in den kaiserlichen Farben: schwarz und Gold und darauf Oesterreichs stolzer Adler. Das große Kaiscrzclt iu Purpur und Gold strahlend uud die kleineren Zelte für das Allerhöchste Gefolge füllten dieseu schon gläw zcnden Nanm mit tieferen Schattirungen prachtvoll aus. Vor dem Hofzelt-e erhob sich ein rolhsammetncr Valdachin, umgedcu von Flaggenstangen, deren Spiz. zen majestätisch vergoldete große Kaiseikronen trugen. Diese glänzenden Raume sich allmälig mit der Elite der Gesellschaft sich fi',^„ ^, s^n, war ein reizendes Schanspiel für sich. Balc> nach nenn Mr kam die kaiserliche Garde und die Gardc.Gcndarmerie, um im Innern Spalier zn „,achcn. Die äußeren Tribünen hatten sich langst gefüllt und enthielten ein gewähltes, festlich geschmücktes Publikum. Nun be« gmlncn auch die rescrvirten Plähe sich zu beleben. Uniform drängte sich an Uniform. Die in Wien an-,'vesenden Kardinäle. Erzdischöfc und Bischöfe, der ge> sammle Hofstaat, die crsteu Würdenträger des Nei. ,chcs, d" hohe Generalität, die hoben Velwrden, die E'tte der Damenwelt vereinig.cn sich zu einem so glanzenden und imponirendou V.lde, wie dasselbe in solcher Pracht uud Vollständigkeit vielleicht noch nie in dcr Ne,tdenz sich entfaltet hat. Schon um halb 10 Uhr erschienen Sc. k. Hoheit ocr durchlauchtigste Herr Erzherzog Ferdinand Mar Mit dcr innigsten Theilnahme hafteten Aller Blicke auf dem kunstsinnigen Prinzen, Höchstdesscn Initia« live Wien ein neues Gotteshaus. die Residenz eine so herrliche Zierde verdanken »vird. Valo fanden sich auch die übrigen dnrchlanchtigsten Mitglieder der Allerhöchsten Familie ein; Schlag zehn Uhr uc» kündeten die Klänge dcr Vollshymnc und das Wir> beln dcr Trommeln, daß Se. k. k. Apostolische Maje> stät selbst nahe seien. Eine tiefe Rührung ergriff die Versammlung, als der Monarch. Ihre Majestät die Kaiseriu am Arme. leutselig grüßend, uon dcö durch» lauchtigstcn Vrndcrs k. Hoheit ehrfurchtsvoll cmpsmi' gen, dem großen Zelte rasch zuschritteu uud Sich so< dann mit Ihrer Majestät dcr Kaiserin anf den für das Allerhöchste Paar bestimmten Plat) begaben. Die sämmtlichen iufulirteu Prälaten hatten Se. Majestät den Kaiser ebenfalls gleich beim innern Portale, in zwci Reihen aufgestellt, feierlich empfan» gen. Es war dieß dcr Gruß der heilig, katholischen Kirche, welchen sie ihrem erhabenen Schuhherrn öf» fcntlich darbrachte, ein segensreicher Gruß für den Kaiser und sein Land. Die heilige Handlung verlief nnn nach dem schon mitgetheilten Zeremoniell. Der trockene Vnch« stabc kann allerdings nicht wiedergeben, was leben» dig an dcr Seele vorüberzog. Die Kirckc entfaltet bei solchen Anlässen ihre ganze gehcimnißvolle Macht. Psalmengesang ertönte, die Weihnngcn gingen vor sich, das geistige Saalkorn sank in die Tiefe der Gemüther. Vci dem Beginn der Zeremonie hielt Sc. Emi» nenz der hochw. Herr Kardinal'Fürstcrzbischof voll Wicu die uachfolgeude Anrede: „Dcr Mensch ist das, was er ist. durch die Vergangenheit, in welche seine Gegenwart wie mit ihren Wurzeln hinabrcicht; könnte er die Erinnerung gänzlich verlieren, so wäre er gleichsam ein neues Wesen. Wie den Einzelnen, so ergeht es den Völkern; zn ihrem geistigen Sein und Wirken gehört der Vlick in die Vergangen« ^ hcit: darum fühlen sie sich gedrnngen. Alles, was im Glück oder Unglück mächtig sie bewegt, in irgend einer Weise festzuhalten, damit es für dic nachfolgenden Geschlechter ein Erbe der Erinnerung sei. Das Lied erklingt, ein Blatt wird ins Buch dcr Geschichte eingereiht, bedeutungs« volle Feste werden gegründet, die Pyramide steigt empor, das Amphitheater verbreitet sich in rie< scnhaftcn Räumcu. Die christlichen Völker, dc» reu Gesichtskreis durch dcu Ausblick zum Herrn erweitert ist, lM'en zu Denkmälern der großen Augenblicke ihres Lebens vorzugsweise den Tem« pel des Allerhöchsten gewählt. Das GottcshanS des Katholiken ist der Vorhof des Himmels anf Erden. Das Kind dcr Kirchc findet dort Alles vereinigt, was für seine berechtigten Wünsche in Zeit nnd Ewigkeit maßgebend ist: denn dort erneuert sich das hochheilige Versohnnngsopfcr. um dessen willen jede gntc Gabe nns verliehen uud die Kraft gegeben wird, jedes schmerzliche Bcgegniß in ein Unterpfand himmlischer Güter zu verwandeln; dort weilet in des Brotes Hülle dcr, welcher allmächtig zur Rechten des V dem Sprunge wirft. so zncktc damals dic schon bezwungene Wnth der Revolution plötzlich in Th.ten des Verderbens empor; das verrathen, sche E>,en eines Wüthenden bedrohte das Leben Eucrer Majestät. Die feierlichen Dankgcbctc Ncstcrmchs. wclchcs zugleich mit Eucrer Maje. stat war grrettct worden, erhoben sich noch zu" Himmel: da vereinigte anf die Emü'dmig d?s durchlauchtigsten Erzherzogs daS K^rch"," üch zur Gründung eines Gotteshaus, dc-ss"' mach' 42» tiger Vliu die Größe der göttlichlN Huld und die Innigk.it uuscrcr Dankbarkeit verkünde. Dcr Wetteifer der Künstler ward aufgerllfcn. um cinc des Gedailkeus würdige Form zu findcn. Die Gnade Euer Majestät hat eiucn entsprechenden Bauplatz angewiesen. Alles ist min zn dem Werke bereit, welches den Namen, vor dem alle Knie sich bcngcn im Hinnncl und ans Erden und unter dcr Erde. den Namen Jesu Christi, des Heilandes, dcö Guadeubriugers, des Retters in jeder Noth verherrlichen soll, nnd lim den er. sten Stein zn legen. ist uns dcr schönste Tag geworden. Dcr Frühling ist zurückgekehrt nnf dic Erde. und zugleich mit den Blumen, welche ihre lichte Blüten zn entfalten beginnen, bringt er den Jahrestag der Vermalung Euerer Majestät zu» rück. Dieß frohe Fest tritt dießmal in einen Kreis von Ereignissen, welche es mit den, Wic> dnschcinc ihres Glanzes erhöhen. Die Vereinba' barung, welche Enerc Majestät mit dcm hciligc» Stnhle geschlossen haben, ist cin Werk des Friedens und dcr Erncucrliug im Bereiche der Gei» . sterwelt. Die erhöhte Thätigkeit der Kirche hat leine andere Aufgabe und kein anderes Ziel. als den Aufschwung des Geistes zu seinem höchsten Gute, zn beflügeln. Iu dcm Maßc aber, als die Ankündigung Gottes lebendiger iu daß menschliche Herz hinciulcuchttt, gewinnt alles Hohe u»d Gute an Kraft und Schwung. Um bei der Aussülirung des Bcschlosscncn mit jener Einmüthigkeit zn wirken, durch welche allein das Großc gedeihen kann, haben die Bischöfe des Kaiserthums nach dem Wunsche Euercr Majestät mit welchem der des heiligen Stnbles zusam» ' mentraf, sich zn Bcratlmngcn vereinigt, alle Völ» ker Ocstrrcichs stehen in den Vertretern ihrer heiligsten Zeit lind Ewlgleit verknüpfenden In» teresscn vor Euerer Majestät. Allch tönen nock die Feierklänge eines anderen Friedcnswerkes nach. Fcru an Europa's Rande wurdc mit glwaltig(n Kräften ein Kampf gefülirt. welker über Europa's Zukunft gleich einer doilnerschwan» gcren Wolke hing. Drm entscheidenden Worte Enerer Majestät verdankt es Europa, daß die Grundlage für Ausgleichung der streitenden I»> teresseu gefunden nnd gesichert ivurde. Auf die> ser Grundlage vollzog sich dic Versöhnung, wcl» che dcn Stimmen des irdischen Donners Still» schwelgen auferlegt und den Souncnblick des ir< bischen Friedens wieder entschleiert. lZchluß folgt.) Oesterreich. Wien. Die Beamten im k. k. Ministerium der answärligcu Angelegenhliten und des kaiserl. Hauses haben sich becifert. ihrciu vou dcm Friedenskongresse zn Paris zurückgekehrten Chef, dem Herrn Minister Grafen Vuol < Schaucustcin, den feierlichen Ausdruck ihrer Verehrung seiner großen und glücklichen Wirk» samkeit nnd ihrer Freude über die hohe Auszeichnung, die Sr. Erzelleuz von Sr. k. k. Apostolischen Majestät zn Theil geworden, darzubringen. Das gcsammtc Personal des Ministeriums und der mit demselben verbundenen Dieustzweige vcrsam» meltt sich zu diesem Zwecke gesteru (22. April) 10^ Uhr in dem großen Saale der Staatskanzlci. Der Herr Unter»Staatssekretär, geheime Nath Freiherr u. Werner, richtete an dcn gefeierten Staatsmann tiefgefühlte Worte dcr herzlichen und aufrichtigen Vcr< ehrung aller Beamten, welche in näheren oder ferne» ren Pczicblingell berufen waren, die streng folgerichtige, wcisc nnd beharrliche Richtung zu erkennen, die Graf Vuol unter dcn segensreichen Anspicien und nach dem Willen Sr. Majestät unseres allergnädigsten Kaisers und H^vn — in den schweren Verwickln», gen der letzten Inhve befolgte und die zu so glückli. chcm Ergebnisse fnhr.cn. Ec. Exzellenz sprach zugleich dem Herrn Ministe die Glückwünsche der ihn» uuter-gel'euen Bcamteil für die ihm von Sr. k. k. Aposto-lischcn Majestät gewordene höchste dienstliche Auszcich. llung aus. Se. Erzcllcnz der Heir Minister Graf Bnol drückte scincu Dank für dic dargelegten Gesinnungen aus. Wohl dürfe dcr Patriot mit Befriedigung auf dcn Antheil blicken. den Oesterreich am errungenen Frieden genommen. Wende sich nnnmehr die That' kraft der Regierungen zumeist dcr inneren Entwicklung zu. so sei auch hierbei drm Ministerium der ans-wärtigcn Angelegenheiten cinc ehrenhafte Wirksamkeit angewiesen. Redlich habe in diesem Departement Ie> dcr in dcr Sphäre scincr Thätigkeit mitgewirkt zn dcm erzielten Ergebnisse, und so sehe er, dcr Minister, die ihm von Sr. Majestät gewordene hohe Aus-zcichnung als einen dem ganzen Ministerium gcgebc. ! nen Beweis der Zufriedenheit unseres allcrgnädigsten Herrn an. Der Handdruck, den er dcm verehrten Herrn Unter» Staatssekretär gebe, gelte allen Anwesenden, wie sein aufrichtiger Dank. Nachdem die Beamten des Ministeriums ihrem gefeierten Minister ihre Glückwünsche dargebracht, entfernten sie sich unter dem wohlthuenden Eindrucke, dcn dicsc hcrzlichc und schölle Feier auf alle Anwc> scnde hervorgebracht hat. Wien, 23. April. Dcr Haupttreffer pr. 30.000 fl. der fürstlich Salm'schcn Lose fiel in Naiz auf einen fürstlich Salm'schcn Beamten, Herrn V. — In dcr xylographischen Anstalt von v. Wald» heim, deren Streben die vollste Aufmerksamkeit lind Anerkennung verdient. ist so eben die Votivkirche nach H. Fcrstcl's preisgekröntem Entwurf auf Holz von Fr. Springer gezeichnet erschienen. Die Xylographie gibt eine perspektivische Ansicht der Kirche, trefflich gezeichnet und mit Verständniß im Holzschnitt ansgc» führt, so daß wir das Blatt den» Publikum bestens empfehlen können. Es ist dicß jedenfalls das vorzüg-lichstc bisher erschieucuc Bild der Volivkirche, T r i c st. Die Generaloersammlnng dcr Dampf» schifffalms »Gesellschaft dcö österreichischen Lloyo fiu» det am 21. Mai in dem Lokale dcr Gesellschaft Statt. Zur Verhandlung kommen: Dcr Rechnungsabschluß dss ueunzcbnlcn Geschäftsjahres und die Bestimmung der Dividende; dcr Gcncralbcricht über dcu Fort» schritt des Betriebes, nebst den Mittheilungen über die ucuen Dicustcinrichlungcn und die neuen gesell schaftlichen Statuten; die Wahl eincs Direktors, da Herr E. Ritter vl Morpurgo seine Amtsführung voll» endet; die Erncnnnng von drei Revisoren. und durch Verlosung die Serie der Obligationen des Anlebcns vom 1. Mai 1852 von drei Millionen zu bestimmen, welche am 31. Dezember l85!tt zurückzuzahlen ist. Gra z. In Graz wird demnächst cin Damen« Mode'Ionrnal in französischer Sprache — das erste derartige in der österreichischen Monarchic — nntcr dcm Namcn,Manil<'M' ln >I(> den Kostenaufwand voraussehende Unternehmen wird von dcm Chef dcr Administration der „Iris" gcgrüu< dct, uud läßt daher an Eleganz und technischem Ge< halt Ausgezeichnetes crwartcn. Sicherem Vernehmen nach sind bereits wegen Lieferung dcr Modenbildcr, Lingcrien. Tapisserien ?c. mit dcu rcuommirtcstcn Pariser Hänscrn Verträge abgeschlossen, und die Drucke» rei vou A. Lcykam's'Erbcn wird für korrekten Saft, reinen Druck lind satinirtes Papier Sorge tragen, so daß die Ausstattung iu keiner Beziehnug jcncr dcr Pariser Modc.Journale uachstthcn dürfte. — Dic Rcdaktion des bcllctristischcn Thcilcö hat Herr N. Spieler übernommen, für dessen tüchtige Sprach» kcnnlniß das soeben in Leipzig erschienene „Lehrgebäude dcr'französischen Sprachc von N. Sp." bürgt. — Die Leitung des technischen Thrilcs fthen wir abermals gern in dcn Händen des Fräuleins Thcrcse Marini, welches in diesem Fache besonders talcutirt uud durch sciuc Sprachkcuntnissc iu dcr Lagc ist, technische Germanismen zu vermeiden. — Nach dem Gesagten dürfte sich dicscr „Monitcur" bald Anerken-nuug in dcn Salons erringen, worau wir um so weniger zweifeln, da erstens der Unlcrnchmcr gcrne zu jedem Opfer für sein Journal bereit sein wird. und zweitens es von der Intelligenz der Redaktion vorausgesetzt werden kann, daß dcr ,M»uil<'lil- s><' >>' )ldli,>« auch als das am nächsten licgcude u»d daher passcudstc Mittel zur Kultur der unentbehrlichen fran> zösischeu Sprachc ganz allgemein benutzt werden wird. Agra m. Anf den, cincn Bestandtheil dcr Fuw dation des Agranicr Erzbisthums bildenden Gütern an den Ufern der Maros erblüht einc deutsche Au-sicdlling. nach dcm Namcu ihres Gründers, dcö ge» gcnwärtigen hochw. Herrn Erzbischofs Georg Halilik v. Varallya, „Haulikfalda" genannt, zu immer schönerer Entfaltung. Im Jahre !84U wurde das deutsche Kolouistendorf. ans lauter cbcucrdigeu Häuscru mit Gärtchen lind Baumgängen bestehend. iu Fächerform angelegt. Dic Strahlcu dicses Fächers laufen iu ciucm schöucil Platze zusammen. in dcsscn Mitte nach dcm Willen des Gründers die Kirche sich crhcbcn sollte, als das Hcrz nnd der Mittelpunkt dcr geistigen und l'iblichcu Gemeinschaft dcr in diesem Orte ver» einigten deutscheu Ansiedler, wclchc Grund und Bo< dcn zu dcn wohlfeilsten Preisen erhielten lind durch eine schr mäßige Grundsteuer ihrer gütigcu Grund-Herrschaft verpflichtet sind. Bereits wnrde mit dem Ilntcrban dcr Kirche begonnen, dcr Grundstein war gelegt, dic Stockmauern crhobcu sich. da kam das Jahr 1848 mit sciucr Revolution. Monatelang sah sich das Erzbisthum seiner Einkünftc aus diesen Gütern beraubt, und dic angefangene Kirche blieb »m« vollendet, eine traurige Ruine, mitten auf dcm Platze stehen. Nach Bcsiegung der ungarischen Revolution crhiclt das Agramcr Erzbisthum von dcr k. k. Ne« gierung scinc Güter im Banale alsbald wieder zurück« grstM. Einige Jahre darauf besuchte Se. Erzcllcnz dcr hochw. Herr Erzbischof Georg v. Haulik dieselben, und betrübt über die traurigen Nuiucn auf dem Platze gab er grrnc den vereinten Bitten des crzbischöflichcn Güter» Inspektors lind dcr deutschen Kolouisteu nach nnd bewilligte den Aufbau der unvollendet geblicbc« nen Kirche; dieselbe steht jetzt fertig, eine schöne, freundliche Basilika, mit einer Kuppel, welche schöne Gemälde schmücken. Maria, bi« Himmelskönigin, Jesus, der göttliche Kinderfrcund und die uicr Kircheulchrer, ocr hcilige Gregor, Hicrouymns. Ambrosius nnd Ail-gustinus, das sind die Gegenstände der gelungenen Fresken, mit welchen Se. Erzcllcnz der Hcrr Erzbi» schof von Agraln die Kirche verzieren licß. Dcr Hoch» altar ist von wciß lackirtcm Holz und reich vergoldet. Auch ciuc schöne Orgel dient dcr Kirche zur Zierde liud zur Verherrlichung dcs Gottesdienstes. Dcr Ort wurde, dem Vernehmen nach, dnrch dcn hochw. Herrn Bischof von Csanad zur Pfarrci erhoben. Se. Ex« zcllenz der Hcrr Erzbischof vou Agram hat auch die Dotation des Pfarrers ans den Einkünften seiner Güter übernommen. Die schöne neue Kirche solltc-Sonntag dcn 20. April feierlich eingeweiht werden, Deutschland. Berlin, 22. April. Oestcrrcichischc Bank« notcn warcn an der Börse derart gcsucht, daß sic mit K>l '/>, gesucht blieben, und sogar 10 l '^ bc> zahlt wnrden. -z- Dic Arbcitcn an dcn ucll festgestellten bayerischen Eistnbahuell sollen, wie die „Allgcm. Ztg." meldet, gleichzeitig beginneil, und jede vollendete Stelle soll sofort dcm Betrieb übergeben wcrdcn. Daß sammt« lichc Schicncnwcgc nach Verlauf vou siebell Jahren dem Verkehre übergebcu scin wcrdcil, wcrdc von kci-ncr Scitc bezweifelt. Die Wiederaufnahme dcr Erdarbeitcn an ver« schicdcncn Stellen dcr MünchcN'^loscilhcim'Salzblirgri.-Eiscnbahu ist bcrcitö vcrfügt, uud c,ü sind dic bezüg» lichcu Ausschrcibungcu zur Vergebung d^r Arbcilcil alif dem Submissionswcg crlas>cn. -I' An die baicrische zweite Kammer hat dcr Abg. v. Lcrchcufcld mit mchrcr/il Genossen dcu Ailtrag gc» stcllt: 1. Es wollc dic Bittc an dc» König zu bringen bcschlossc.l wcrdrn, daß im Landtagsabschicdc mit ' Gcsetzcökraft lUisgcsprochcn wcrdc: Dic Iudcn sind, iu Anschling dcr Ansässigmachung au Ortcu, wo be-rcits Iudcn wohucu, dcn Christcn glcichgcstcllt. Die Bcschräukling anf dic Matril'clzahl ist aufgchobcn. Hinsichtlich dcr Ansässigmachung dcr Juden au andc-reu Ortcn hat cs vorläufig noch bci 8- l3 dcs Ediktes vom 10. Juni 1813 sciu Bcwendcn. Es soll jc» doch bci Ansässiginachllng der Juden in Städten mit magistratischcr Verfassung die Bewilligung nicht vcr> sagt wcrdcn, wcun dic Aufnahme von Seite» bcr Gcmeiudcbchördc crthcilt wordcu ist. 2. Dic hohe 425 Kammer wolle beschließen, die wcilcre Vittc an die Krone zn bringen, im ^'andmgsabschicdc weiter mit Gescheskraft anssprcchen zn wollrn: „Die Indcn sind bezüglich der Ausübung der Gewerbe den christlichen Elaatsciuwohucrn gleichgestellt, dic bishcr bestände, ucn Ausnahmsbcstimmungcn sind allfgchobcn." Der fünfte Ansschnß hat dicscn Antrag sowohl formell als zulässig, als materiell zur Würdignng geeignet befunden. ^ Eine bcmcrkenswcrthc praktische Hilfe der Wissenschaft hat schon kürzlich des gelehrten Professor Ehrenberg's in Vcrlin Mikroskop beivährt, indem da-dnrch die letzten entscheidenden Beweisgründe für die Uncchthcit des Palimpsest des Simonidcs entdeckt wur> den. — Ans einer märkischen Eisenbahn war eine Geld. kistc ihres Inhaltes bcranbt nnd statt der Münzen mit Sand angefüllt worden. Es wnrdcn hieranf Sandproben von der ^agc jeder Station nach Vcrlin geschickt nnd das Mikroskrop fand alsbald dicjc» nigc herans. die mit dem verdächtigen Sand in der Kiste vou gleicher Vcschaffenhcit war. So wnrdc der Ort dcs Dicbstahls nnd in Folge dessen der Schul-digc entdeckt. Italien. Ans N o nl wird dem „Mcssag. di Modeua" ddo. N. d. M. geschrieben: „Las «Giornale di Noma" hat die Meldung gebracht, daß der Staat Vollvia in Südamerika ci> nen diplomatischen Agcnttn an den heil. Stuhl gc> schickt hat; es ist dieß das erste Mal, daß jene bereits seit dem Jahre 182ft bestehende Republik offi. zielle Verbindungen mit dem h. Stnhlc angeknüpft hat. Bolivia, dessen Vevö'Ikernng an zwei Million neu beträgt, hat zwei Episkopal-Diözesen. Eocha. bamba, in der gleichnamigen Provinz, nnd Santa Cruz dclla Sierra, in der Provinz Santa Eruz. Chn° quisaca. die gegenwärtige Hauptstadt dls Staates, hat keinen bischöfiichen Stnhl. Es verdient bcson> ders hervorgehoben zn werden, daß der jetzt nach Nom gekommene Repräsentant Bolivia's, ein Kanonikus an der Hauotkirchc von La Paz ist. Anch Peru hat sich vor einigen Jahren bei dcn Ncgiernngcu dcs Kirchenstaates und Toscana's durch einen Geistlichen vertreten lassen, dnrch dcn hochwürdigcn Dr. Varto. lomeo Hcrrera, Kanonilns an der Kathedrale von Lima und Ncktor dsö Seminariums daselbst, That» sachcn. die als sprechende Beweise angesehen werden können, in wie hoher Achtung dcr Klerus bei jenen Völkern steht und wic dcn Männern der Kirche höhe° rc Befähigung znr diplomatischcil Repräsentation als den Laien zugeschrieben wird." Großbritannien. London, 21. April. Dnrch zwei kgl. groß» britannische geheime Ralhsbeschlc vom !>. April d.I. wurde dcr freie Schiffmhrtsvcrkchr zwischen dem vcr» einigten Königreiche von Großbritannien. Irland und dessen Kolonien einerseits lind dem russischen Reiche anderseits wieder hergestellt und die Aufhebung der zn Folge königl. Erlasses vom 18. Februar 18.'i4 und uerschicdcncr nachträglicher Verordnungen dcs Rathes bestandenen Verbote dcr Aussuh? aus England oder dcr Verschiffnng längs den Küsten von Waffen, Munition, Schicßpulvcr, Salpeter nnd Schwefel. Schiffs» maschincn, Dampfkessel und deren Bestandtheilen, blci-salzsaurcm Natron, schwefelsaurem Salz und Pottasche, gewissen Galtungen Eisen nnd anderen in jenen Er< lässtn und Verordnungen erwähnten Arlikcln, verfüg». )( Dic ueucstcu Berichte von Helgoland melden, daß in voriger Woche dcn dort noch weilenden Lcgio-närcn (300 Manu) der Bcfehl zngegangen ist, sich marschbereit zu halten. Wahrscheinlich werden sie binnen 14 Tagcn nach England eingeschifft werden. In Folge dcr Aufforderung, daß Diejenigen, welche jetzt entlassen sein wollen, sich innerhalb zwei Stun> den melden sollten, um eine zweimonatliche Gage zn empfangen und ihre sämmtlichen Kleidungsstücke zn behalten, haben sich Mi uud siebcuzig zum Austritte gemeldet. ___________ Spanien. AnS Madrid schreibt man unterm 1". Aprils „Eiuc gestern Abends aus Valeucia angelangte De> peschc meldet, daß die Besatzung ansehnliche Verstärkungen empfangen hatte. Die Militärkommission war mit der Untersuchung gcgcn mehrere bei dcr Meute» rei am 6. d. M bcthciligte Individuen beschäftigt. Gestern ist dcr Unlcr>Staatssclretär Alloa mit ncncn Vcrhallungöbcfchlcn für Zavala von hier nach Valencia abgereist. Der jetzige Militär« Gouverneur von Madrid, Genera! Serrano Vcdoya, soll als Gr> ncral.Kapitän nach Valencia abgehen, sobald Zavala hierher zurückgekehrt sein wird. Bis jetzt hat man noch von keinen Rnhcslörnngcn an anderen Orten vernommen; bloß zn Hnclva wurden aufrührerische Rufe laut. Die Cortes habcu gestern auf versöhnliche Weise dic schwierige Frage dcr ministeriellen Abdankungen erledigt. Die Versammlung beschloß mit großer Mehr, zahl, daß die Nathgeber dcr Krone zwei Jahre lang Minister gcwcscn sein müssru, um Anspruch auf Pcn> siou machen zn können. Dic höchste Pension ist auf 30.000 — anstatt nuf 40.000 — Rcalcn festgesetzt woroeu. Dänemark. Kopenhagen, 1V. April. Dic zweite Ve rathung des von Schccl.Plcsseu und Genossen gestellten Antrages, betreffend die Gesammtstaatövcrfassuug. wird in der nächsten Sitznng des Rcichsrathcs am Dinstag stattfinden. Tschcruing hat zn dicscm Antrage zwei Aendernngsvorschläge eingereicht. Dcr Hauptvorschlag geht dahin, daß dcr Rcichsralh darauf antrage, daß dcr König das Verfassungsgesetz für dic gemeinschaftlichen Angclcgcnhcitcn dcr Monarchie vom 2. Okto> ber 18.'l!> und das vorläufige Gesetz, betreffend die Wahlen für dcn Ncichsrath von selbigem Datum, dcm Reichsrache in der uächstfolgcnden Session zur Prn« fung und Abänderung vorlegen möge. Dcr Ncbcn» Vorschlag geht dahin, daß dcr Ncichörath darauf au< trage, daß der König das vorläufige Wahlgesetz vom 2. Oktober 186« dcm Rcichsrathc dcs Königreichs, sowie den Provinzialfländln der Hcrzogthümer Schleswig uud Holstein uud dcr Niller« und Landschaft des Hcrzogthnms Laueuburg zur Begutachtung vorlegen uud darauf mit möglichster Rücksicht ans die von dic> sen Uertrctnngen abgegebenen Gntachtcn dem Reichsrath einen Gesetzentwurf zu einem Wahlgesetze für den» selben vorlegen möge. N«ßl««d. (5) Die kriegsgerichtliche Untersuchung gegen dcn russischcn General Kochanowitsch. dcr dic FesNing Kinburn dcn Vcrbündclcu übcrgab, hat, wic der französische „Moniteur dc la Flotte" imldct. für den' selben ehrenvoll geendet. Die Mitglieder dcs Kriegs« gcrichtes habcn alle anerkannt, daß dcr Angriff mittelst vollständiger Einschließung der Festung von dcr Land- nnd Sccscitc her nnd mittelst cincr fnrchlba-ren Marine»Artillerie, so wie sogenannter schwini« mcndcr Baltcricn, eines Apparates ueuer Art. dm Vcrlheidi^crn kcinc Anssicht auf Vcrlreibung dcS Fcindcs nnd Anfhcbung der Belageung licß; d.iß der General die Vertheidigung so weit als möglich getrieben, und sich erst dann ergeben habe, als seine Besatzung dezimirt. alle seine Geschütze dcmontirt nnd dnrch die feindlichen Bomben die das große Pulvermagazin umgebenden Gebäude in Brand gesteckt warcn. Das Kriegsgericht war von dcr Mci< nuug des Admirals Bruat. der in einem Dokument dic Vertheidigung des Generals Kochanowitsch als ehrenvoll nnd gut geleitet bezeichnet hat, sehr über^ rascht. (-l-) Ueber die Beziehungen Rußlands zum hei-ligcn Stuhle wird dcr „Indcpcndance bclgc" aus Rom, 13. April, berichtet: Es werden zehn katholische Bislymncr in Polcn nnd Rußland crrichtct. Im russischen Kultns-Mini. stcrinm wird für die katholischen Angelegenheiten eine besondere Ablheilnng gegründet, deren Dircklor in Kor- lespondenz mit dem Sekretariat des heiligen Stuhles stehen wird. Was die Ernennung der Bischöfe, den Unterricht durch die Geistlichkeit u, f. w. bctrifft, so wird alles das durch das Konkordat geregelt werden." Afrika. Ein Schreiben aus Korosko vom 4. Februar meldet, daß der hochwürdige Herr Michael Wurnitsch, Missionär von Zentralafrika, am 3. Fcbrnar selig im Herrn entschlafen tst. Ein Brirf aus Chartu m vom 24. Februar bringt cinc zweite Trauerbotschaft - „Vorgestern starb nach Empfang dcr heiligen Sterbesakramente dcn Tod dcS Gerechten, Herr Ferdinand Vadstuber, Tischler und Mitglied dcr Mission." — Herr B. war ein gcborcncr Schweizer (aus Rorschach). scit einigen Jahren abcr Tischlcrmcister und Hansbcsitzcr in Sarnthal. Er vcrkanftc Allcs, und schloß sich im vorigen Jahre der Mission iu Zentral - Afrika an. Ehc rr Tirol vcrlicß, schenktc cr sein Ersparniß der Missionskasse. Telegraphische Depeschen. " Paris. Sonntag. Dcr gestrige „Monitcur« bringt ein Zirkular dcs Mlnistcrs des Innern, Billault, die Wahlbüllctius bctrcffcnd; die Vcrtheilnng dcrscl-beu solle ganz frci sein, und ulir im Falle cincr Gc« fahr für die öffentliche Ordnung untersagt werden. * Dresden, Sonnabend. Das »Dr. Journal" bringt so eben den vollständigen Text des Friedensvertragcs. Artikel 3 bis .8 umfassen im Wesentlichen folgende Bestimmungen: Die beiderseitigen) während des Krieges kompromittirten Unterthanen werden amnestirt, die Pforte wird zu dem europäischen Konzerte zugelassen, die Unabhängigkeit und territoriale Integrität des osmamschen Reiches wird gewährleistet; bei Zwistigkeiten zwischen der Pforte und einer der vertragschließenden Mächte werden die andern vermittelnd einschreiten. " Vcirut, 14. April. Nnplusa und die Um« gegend sind in vollem Anfstandc. Veranlassung hiczu bot die Ermordung eines Muselmannischeu Bettlers durch einen anglikanischen Missionär. Dic Konsulat» hänser wnrdcn angegriffen, der königlich preußische Konsnl crmordct, christliche Kirchcn und Hänser ge> plündert. Am 12. und 13. fanden Vcrathnngen der hiesigen Konsuln wcgcn der in Äctrcff dcs Aufstau» ocs zu crgrcifcudcu Maßnahmcu Statt. Es sollte, hieß cö, die am 8. d. M. von Alcrandrien angelangte k. k. Fregatte „Venus" angegangen werden, zum Schutze drr Enropäer iu Naplusa uud Jerusalem nach Jaffa zn scgcln. " A l ex a n d r i c n, 20. April. Dic Erb. schaslsstrcitigkeitcn zwischen dem Vizrköni'gc nnd El Hami sollcn dnrch cin konsularisches Schiedsgericht geschlichtet werden. 100.000 Arbcitcr sind bri dcm Mahmndic'Kanal bcschä'ftigt. Dcr für die holländi« schen Vcsitznngcn iu Indien ncn ernannte Gouverneur. P.h,!d ist nm 16. d. auf der Durchreise hier angc. kommen. Getreide hat bedeutend abgeschlagen. " Genua, 2^. April. Der Kardinal Gia« como Filippo Fmnsoni ist am 20. d. M. in Rom gestorben. Neueste Ueberlandpost. ^ V o m bay, 2. April. Man vcrsichrrlc hier, daß dic Stimmnng in Vrtreff Englands sich iu Per. sicn neuerlich cntschiedeu günstiger grstaltet habe. Das Handelshaus Rye Brothers ^5 Comp. hat mit nndect« halb Millionen Pfund fallirt. 'Cantou. 12. März. Der chinesische Pizc. konig weigerte sich. dcn neuen amerikanischen Konsul Dr. Parker feierlich zn empfangen. Madrid, 22. April/Die „Madrider Zci> tm'g« vcröffentlicht dic mit Frankreich abgeschlossene telegraphische Ucbcrcinlunft. Dcr ncuc Dienst wird in Knrzem beginnen. — O'Donnell war unpäßlich, befindet sich aber wieder bcsscr. Espartlro wird diese Woche nach Valladolid abreisen. — Valeria ist ruhig. ^ Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr H F. Vamderg in Laibach. — Verantwortlicher Redakteur: F. B<,»"bcrg. HlHmtg;ur ImIlaciwr^eitnttH. Vörscn bericht alls dem Abendblattc der östcrr. kais. Wiener Zeitung. Wien 26. April, Mittags 1 Uhr. Die Vörse war hcute für Industricpapicre b,ss,r gestimmt, das Geschäft darin lebhastlr, »md der Kurs der meiste» dahin gehörigen Effeftc e.'was höher und fest. Devise» und Valuten war.» fortwährciib stark al,Sgel'i,'t,li. Abnehmer dafür schwer zu finden, die Preise sasi wie gestern. Nation«! - Ai'lehen z» 5 ",« 8ä '/,^85 '/, Anlch.» v. I. »85l 8. N. zn 5'/, !»«—«)! Loml'. Venct. Anl.hm zu 5"/, !»1 -l>2 Staatsschiildvrrschr.il'un^ll zu 5'/, K4'/,-85 detto „ ^''. °/, 75—75'/, detw „ ^°/. :i'', Ocd.nl'!lr>;lr detto d.tt^ „ 5"/, <1, 7,-92 Pe,'lher dttw de!t>,' „ 4 7» »2 7,-93 Vta!lä»b,r detto ^tto „ ^7, lw'/.^lN Gnlnd.ntl,'Ol'l!g. N. Ocst. „ 5 7« 85-85", dtttt' v. Galijien. U».,ar» ,c. zu 5 7, 77-77 '/, detto d.r übrigen Kr,,'»!, zn ü 7 77 7, - 8l Vanf. - Obligation«! ,u 2 7. 7,
  • 7',. Eonw Neutscheine 12'/, — .^ Galizischc Pfandbriefe zu 4 7, — — Nordbahu - Prior. - Oblig. zu 5 7^ 84-«4 7. Vloggnihcr dctt>? „ 5 °/„ 7K—7!) Donau Dampfsch.-Obliq. „5 7^ 82—8!i i'luyd d.'ttu (in Sill'.r) ., 5 7, 8!i—l»l» 2 7^ Priorit.itS Ol'ln;. d.>r Staatll-Hislnbahm G.scllschaft zu 275 (N.nls^ pr. Stuck 1 l4 -1 l4 '', Akticil dcr N.itionall'alif >!(»« —l<0!) „ Olstcrr. 'tssdit'Anstalt 344'/—!i44 7, „ !)l. «>fi. E^l'!»Pt."O,s. l<)8-!l)«^. » Vudweis-Linz-Omundncr' Eiftnl'ahn 258 -2ttl) ^ Noldbahn ^02 7.-302 7, „ „ Staai^iftnb.^Ocs.llschaft zu 50» FiankS 350 7,-380 7. „ „ Donau-Dampfschifffahrts- Grsrllschast ss.^2__tt33 ., „ dsttc> <3. Emission Z8!«—5»!»0 „ dcS Llo^)d 455,-457 « dcr PsNH(>r .'rctttiil',-Osftslschaft «7-W „ Wmici' Dani^sin -Gcftllschast 88-»N ., Pnsib. Tyni. l^iftnl'. «. Nlniss. 18-20 „ d.tt^' 2. ssmiss. in. Pnolil. 33-35 Vsterh'p, 4ft fl. ?<,',> ?z '/,—74 Vint ischgräh-Lose zg »/ _ 24 Waldsltm'sche ^ HI 7^—24 sssglevick'schc „ , «l-^7. Uirst Salm „ Ij^»/ _ z<» St. GmoiS „ 3V"^—^0 Palffy ^ I«'/.—-lg Telegraphischer Kurs Vericht der Staatspapicrc uom 28. April 1666. 'tautsschiilbvcrschr.'il'lma,!'» . zu 5pCt. ft. in (livl. 84 5/8 dcito aus der Naiional-Anlelh.' zu 5 7^ si. m («M. «5 dltto.......4 l/2 . „ 75 dcttt' ........4 7« ., , ft'l )arlchcn mit Verlosung v I. <83!>. sür 100 ft. «32K/4 l«54, „ 100 ft l<»7 l/2 ^ltisu dcr öftcrr. Kreditanstalt . . . 343 1/4 st. i» C. M, ^nlnbcntl.-^bligat. anderer Kronländcr ?7 3/^ ^anf-Ättlcn pr. Stü^......«108 fi-in (5. M 'Iltien der Niedewstcrr. Escrinpte-Gel sellschaft rr. Stück zu 500 ,l. . . . 5iU fl. in (5. M. Aktie» der Kaiser sterbinandS-Nordbahn ^u lN00 ss. (5. M......3020 ft. m. s M. 'lltien der österr, Donau-Danipsschiffsahrt ;u 5«0 st. C^i....... Ul8 inst. (5. M. Wcchsrl-Ktt^ vom 28. April 18Ü6. AugSl'urg, sür ><»>> 0.kl!d.» (,z»r, Ould. 102 l/2 Af, Ufo. !Ur.c«la!l. für l«(> Prcusiische Thaler 101 l/2 Bf. 2 Mon.it. Genua, für 300 neue pienn'nt. i!ir>', (^>!llld. ?4 7/8 2 Monat, ^ondmi, f,n l 'l!,»»d Sterling, ^ulp.n 10 2 l/2 3 Monal, Nail.nld, siir 300 O.sterr. i^ne. Guldcn 102 !/2 Vf. 2 M^'üat. N.nseille, für 300 svr.uckeii, Gulden l lli 2 !1>ioüal. h'aris, für ^l»^) Fraickcn . . Gulden l l!11/4 2^im>al. Vukarest, für 1 Gulden . . . s>»ru 268 1/2 3! T. Eicht, lzonstantinopel, für i Gulden. . p»la 483 3< T. Licht, lt. K. vollw. Münz.Dulaten . . 5 5/8 r^ent. «^io. Ware. ^. 6»^. (2) Nachdem die Bade- und Wohn-lokalitalen im Mineralbade Töplitz bei Neustadt! in Ul»terkr,nu in dcr Restauration begriffen sind, so dürste die dicsiiahrige Badcsaison vordem »5. Illni nicht deglnncn Das Nähere hierüber wird seiner Zeit bekannt gemacht, Denjenigen l^. l'. Badegästen, welch« außerhalb des Badehauses Wohnung und Kost nehmen, wlrd die Benutzung des Bades vom ,5. Mai ab offen stehen. Fürst Auersperg sches Forst- und Rent' amt zu Ainöd den 2a. April,65«. Z. 689. (2) " W. Grundners Butten - Papier - Niederlage dankt den 1>. 'IV geehrten Abnehmern für das bisher geschenkte Vertrauen und zeigt hlemlt an, daß von Georgl angefangen, die Bütten-P ap l er - N l c d e rl a g e sich bei Herrn Edmund Terpin ^paplcr »ud Schreibrequisiten 'Ht-.lldlun«Z, H^liptpl^h Nr. 15, bcsinden wlrd. Laibach im April 1656. Getreid - Durchschnitts - Preise in Lai l' a ch an, 23. A^'ril 185«. Marstpreise Maqa^i»^- <3in Wiener Vtetzen ^"'e st. ^ sr. fi. ^ fr. Weizen........ 5 18 5 5l'/. Klckiirnh....... 3 « 3 — Halbfiucht....... _____ 4 4 .""»........ 4 4 3 3«7. Gerste........ — — Z 10 Hirse........ 3 3« 24« Heide,, ........ — — 2 4<» Hcifer........ l 5,^ 2 — 3. 748. (1) Die Direktion der zci^t an. deß nut _5. /_.z>_'N dic ditbjährigc Füllung drv Mineralwässer brgalin, lind rinpfichlt sich zu Vrstcl-llinqcn dcrsrll'cn mit dem Bemerken, daß znr Vcrhnmug jeder Verwcchslnnq oder Verfälschung unserer Mineralwässer sämmtliche fischen mit Ziiml^Mln vrvschlossen, worauf die ?üimen der Wässer und die Jahreszahl eingeprägt sind, in Versand gebracht werden. Uie C;oitNlft8BfifiiiNav: 1. D e r ^ u st w e g c unier der ^m'jn ^nu, Heiserkeit, der Grippe und ihren Folgeleiden' im chronischen Pronchialkalcnrl», in beginnender Tnberknlose n, s. w. 2. Dcr Vcr d anun gs organ e: Appetitlosigkeit, Schiväche oder Trägheit der Verdauung, Magensäure. Magenkrampf, Sodbrennen, saures Erbrechen, fehlerhafte Gal< lenabsondernng, Stockungen im Pforladechisteme. Hypochondrie, Unregelmäüigkeit dcr Stuhlcntlehrungen :c. 3. Der Harnwerkzeuge: Vlasenlrampf, Vlasenhämorrhoiden , Vlasenkawrrh, Ncignng zur Harnsäure, Grieö- und Sandbildnng. 4. Dcr S c ru a l o rg a n e-. UnregclinäsUgkeit oer weiblichen Periode :e. Vei beiden des ^mnph' uni) Trnsensystems: Skrophelu. Bläh hals :c. In rheumatischen nnd gichtischen DMasien. ' «D _^_ »^ «5 ..l.«.__j."»l>i'«.__._l»_. ist als ein heilkräftiges Mineralwasser nnd sMz besonders als ^nrnsgelränk schon lange vorthcilhaft anerkannt. i„dc,n derselbe, mit Wein gemischt, ein äußerst angenehmes und kühlendes Getränk gewährt, wesihalb dieser dem _t<»__i<8e__O«' 8««,<»»>__,l>./5 «_<»»<'»»«' «i.,»<»«'»»i'l,__. «»^»» dein l'. 'l'. Pnbliknm bicmit bestens empfohlen wird. n Mi HIsAUSNEM-ik U JE L, Ij K l'ictct cin erprobtes Heilmittel bei mangelhafter Vluterzengnng. Bleichsucht, nach erschöpfende» Krankheiten zur Beförderung dcr Rekonvalcszen; bei hcrabgekom« mener Ernährung —"nach langwierigem, mit Blutflüsscu verbundenen Wochenbette, nach Typhus, volrahincm Wechselfteber. - gcgcn großen Samenverlust; gegen verhaltene oder unterdrückte, mit Krälnpfl» verbundene Ncinigung. Hysterie. Unfruchtbarkeit ?c. Das Wnsscr der (5unstanti„Squellc sowohl als auch des Iohauuisbrnuncus moussirt, mit Wein genuscht. gleich jenem von Rohitsch. nnd erfreut sich deßhalb auch als kühlendes ^urusgetränk eines ausgebreiteten Nuscs. In der Apotheke dcs Herrn «, Gadner zn Gleichenbcrg sind die sogenannten Glcichenblracv Zeltcl» (rH>,t_l_S« <><» «_OiollO,»l><'_'8'> vorräthig welche derselbe aus deu Bestandtheilen der Constantinsquellc bereitet. Zur Aufnahme von Kurgästen sind im Gauzcn 4ON wuhlciugerichtcte Zimmer disponibel Ucbcr dcn Gebranch dcr Wässer an der Quelle. wie auch bezüglich der Molle und der Bäder ordinireu die angestellten Brnnnenärzte Herr Dr. W. Prn^u. wohnhaft im Vcreinshausc. 1. Swck, Herr Dr. S, Weiß. im cigenen Hausc zum «Wiener Hof" in Gleichenberg. und Herr Dr. Nomau Ulrich, in Iobannisbrunn. Anch unterhält der Bezirkswundarzt Herr Nik, Vcnatti eine ch iru rg isch c^O ffizi n in Gleichenbcrg. ., , , Von G va z aus besteht rinc wöchentlich dreimalige Privat - Stcll>oagcnfahrt, ferner die tägliche Fahrpostvcrbindnng mit doppelt unterlegten Pferden. D'lienigen I'. 1'. Klngäste. welche mittelst dcr Eisenbahn reisen, finden in d.'r dem Bade Gleichenberg zunächlt liegenden Eisenbahn' Station Spielfeld die direkte Fahrpoftvcrbindnng nach Gleichenberg, auch bequeme Lohnkutscherwägcn zu jeder Tageszeit. Im besagten Kurorte befindet'sich eine Poststation, und os findet ein täglicher Pc.stvrrlchr Statt. Bestellnngcn auf dic obigon Mineralwässer wollcn an die Direktion deS Gleichenbersser und Iohannisbruunen - Aktien - Vereines in Graz oder an die Vr«,lln>uvrrwaltuuss z» Glei^ienberg gemacht werden; Wohnnngsbcstcllnngen. jedoch mit Angabe dcs Bedarfes au Zimmern und der bestimmten Zeit des El»!reffcnö. sind dirckte an die Brnnncnverwaltnng zu Gleichenberg zu adressiren. unter Beischluß einer entsprechenden Darangabe. Vorbenanntc Mlneralwässcr sind stets von frischer Füllung bei folgenden Herren zu haben, und zwar in Karnten und Krain: _«.Ia^O,»tnl't, l'll Antvn Bcinitz, Apotheker. — Karl Klementschitsch - Franz Hanser, Apotheker. — Franz Umfahrer. — ___»zl_.»ol_. Anton Krispcr. — I P. Tuppnntschitsch — ___»«!_. Johann Peck. __ V^ol^korK, Karl Menner.