MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN OES Vartof oad tckrtftMtoaf Mukurg i. 4. Dram, ladgana Ni. P«ianif> Nr. SS-9V, SS-M, S5-M. Ah It Vkt (UgUd- auBai Samstag) Ist dia ScbrlttlalluBg lur inf Famru' Nr. 38-47 arralrhbar. Unvatlangta Zuichrlftan wardm ■Ickt ittekgaaaadL M •tmlUchan Aafragaa M daa Rflckport ^atnlagaa. Poitf-hackkoalo Wt«n Ni. MOOS. OMdrfftaatat)^ la ClUL Morktptats Nr. It Panmf Nr. V. oad la Pat««u, OngartoTgaMa Nr. 1 Parsnil Nr. M. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES ■rächet warktlgUck Morganaaltoag. ■•tugaprala (la roraua i«b.b«r| moiiatltch RM 2.10 ainachliaflUrb ll.l Rpi ntatsaltuBgigabOhn bat Llafarung Im Stratfband luzOglicb Porto bei Abnolan In im Befreiungskampf der Jxuigen Völker auf den Meeren zu steb^. Die bisherigen Erfolge gegen die feindlichen Kriegs- und Ha^elsflotten imd das felsenfeste Vertrauen in dda soldatische Tüchtigkeit und den Kampfgeist unserer Kriegsmarinen geben mit die Gewißheit des Endsiege«. In diesem Sinn« grüße Ich die Kam«raden der japanischen Kriegsmarine an ihrem Ehrentage. gez. Doenitz, Großadmiral luid Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine.a * Die große Seeschlacht bei Tsushima wird eines der größten Denkmale der glorreichen Geschichte der japanischen Kriegsmarine bleiben. Admiral Togo, der über vier Linienschiffe, acht Pan-sarkreuzer, 22 größere und kleinere Kreuzer, 21 Zerstörer und 42 Torpedoboote verfügte, lieferte hier im Verlauf des russisch-japanischen Krieges am 27. Mai 1905 dem russischen Admiral Roschestwenskij und seiner Flotte, die acht Linienschiffe, drei Küstenpanzerschiffe, zwei Panzerkreuzer, sieben Kreuzer, neun Zerstörer und acht Troß-Schiffe zählte, bei dem Versuch, aus europiisrhen Gewässern^ nach Wladiwostok zu gelangen, eine entschal-dende Seeschlacht, dia mit der völligen Niederlage der Russen endete. Nur ein Kreuzer und zwei Zerstörer der Russen erreichten Wladiwostok, drei russisch« Troß-Schiffe entkamen in die Heimat, drei Kreuzer suchten Manila auf, wo sie entwaffnet wurden. Den Japanern fielen sieben Schiffe In die Hände, 21 Schiffe sanken in und nach der Schlacht. Die Russen verloren in dieser Schlacht 4000 Tote und 6000 Gefangene, unter ihnen befand sich auch der Admiral Roschestwenskij. Die Verluste der Japaner In dieser Seeschlacht betrugen gegen 700 Tote, ferner sanken drei Torpedoboote. Betsetzung von GroBadatiral Yamanoto 5. Juni Tokio, 20. Mal Das Staatsbegribnis für Großadmiral Yamamoto ist auf den 5. Juni fastgesetzt worden, also auf dan gleichen Tag, an dem im Jahre 1934 Admiral Togo, dar Sieger von Tsushima, beigesetzt wurda. Die feierliche Zeremonie für Yamamoto findet in dem Hibiya-Park in Tokio statt, die Beisetzung erfolgt dann auf dem Tama-Friedhof in Tokio an der Seite von Admiral Togo. Der Endsieg wird auf der Seite der Achse sein Dar Endsieg wird auf der Seite der Achse sein, betonte der Chef der Presse-abteilung des kaiserlichen Hauptquartiers Generalmajor Yahagl am Mittwoch in einer Rede, in der er u. a. feststellte. PK Krlt|>barlchtir W.U. (All — Sch) Nnf^hsrhub • im hohen Norden Schiffsaeschütze sind zum Schutze der Pohiküste eingetroffen und werden entlnfien daß Japan die amerikanische Produktion, die sich auf die verschiedensten Kriags-schauplätz« v«rt«ila, nicht zu fürchten brauche. Japan gahöra nicht mehr zu tlen besitzlosen, sondern zu den besitzenden Ländern und werde mit der Läng« des Krieges immer mehr Beispiele seinar wirklichen Kraft liefern. Generalmajor Yahagl betont« abschllatend, daß Japan die Antwort auf dl« stndigen Schfel« der Achseng«gn«r nach «iner Verstärkung des Luftsieges nicht schuldig halben w«rde. 110 000 brt im Nordpazifik ▼ersenkt Irfolgrelcber Einsatz Japanischer U-Boota Das kaiserliche Hauptquartier gibt am Mittwoch bekannt: Japanische Marinestraitkrtfte haben in der Zeit vom 5. bis 24. Mai in dan Ge-wiaaam de« Nordpazifik folgende Ergebnisse arzieltt Versenkt wurden durch U-Boote zwei Tanker von Je 15 000 brt, sechs Frachtschiffe von suaammen (ÜOOO brt, «in Transportar von 15 000 brt. Durch Flugzeuge wurden w«it«rhln versenkt: Vi«r Transportschiffe von insgesamt 9400 brt Japanische Marinestraitkr&fte haben außerdem in der Zelt vom t. April bis 20. Mai 17 feindliche U-Boote ve .senkt. Schlageter-Gedenkieier in Dflsseidorf Düsseldorf, 36 Mal Zwansil Jahre nach den Tag«, an dem la der Cwlsh«imcr Heid« die M«achc!-sohüss« das Leben Albert L«o Schla^«-t«rs auslöschten, ]{cdaoht« daa Ralch ««!• nes Fr«ih«itshelden In einer sinnTollcB Feier. In der Golshelmer Heid« rflekten Marschsiulen der Wehrmacht und der Formationen der Partei an. Unter dem Kreuz, das zu Ehren Schlagetcrs hier errichtet worden war, stand das Feldzeichen d«r Standarte Schlageters aus der Kampfzeit. Gauleiter Staatsrat Florian hielt die Gedenkrede schössen, 15 von italienischen Jägern des vierten Sturms und dei 161. Jaqd-gruppe, acht von deutschen Jägern und 21 von der Bodenabwehr (von letzten sieben in Pantelleria). Auf Grund von nachträglichen Feststellungen erhöhen sich die im gestrigen Wehrmachtbericht gemeldeten feindlichen Verluste um zwölf Flugzeuge Da von wurden vier von der Bodenabwebr von Olbia (Sassart) und acht im Luftkampf von unseren Jägern über Sardinien abgeschossen. Der größte Teil der abgeschossenen Flugzeuge stürzte ins Meer, unter anderen acht vom Typ »Fliegenda Festungen« bei den Aenli-sehen Inseln, zwei vom Liberator-Typ südlich von Kap Sparvitento, drei südöstlich von Bova Marina (Reggi Calabria) und eines südöstlich von Ali Marina (Messina). Der Luftterror der Briten Churchill Ifigt, um sich von der Blutschuld reinzuwaschen Berlin, 26. Mai Churchill äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Washington zur Kriegslage. Wie gewöhnlich, nahm der britische Premierminiater den Mund wieder sehr voll. Uns interessiert an den phrasen-r«ich«n Ausführungen nur die Bemerkung, daß der Luftkrieg gegen Deutschland «in« »ideale Wiedervergcltung« sei. Angesichts der Tatsache, daß der Luftkrieg von unseren Feinden erfunden worden ist. Immer wieder versucht der englische Kriegsverbrecher die eindeutig und unwiderlegbar festgestellte Tatsache, daß England den Bombenkneg begann, von sich abzuschütteln. Es ist das Schuldbewußtsein, das Churchill treibt, bei Jedar nur möglichen Gelegenheit diese Tatsache zu leugnen. Wir haben wiederholt an Hand von dokumentarischen Beweisen nachgewiesen, daß die britischen Mordbrenner bereits im Januar 1940 mit ihren Angriffen auf die wehrlose Zivilbevölkerung durch Bombardierung von Wohnstätten in Westerland auf Sylt begonnen haben. Trotz der Warnungen des Führers wurda die britische GangstartakUk fortgesetzt, wo-bai an den Uberfall auf Freiburg erinnert s«i, bei dem 13 Kinder den Mordbanditen zum Opfer fielen. Monatelang hat der Führer mit der Antwort auf diese gemeinen Piratenstreiche gewartet In der Hoffnung, die Briten würden zur Besinnung kommen. Als sia aber ihra verbrecherische Kriegführung in der Luft fortsetzten, erfolgte in der Nacht vom 19. zum 20. Juni 1940 der erst« Vergeltungsangriff. Das sind dl« Tatsachen, die weder Churchill noch seine Helfershelfer, so oft sie auch den Versuch wiederholen, aus der Welt schaffen können. Es bleibt dabei — der Luftterror ist eine britische Erfindung! • 37 Britenbomber beim Terrorangriff abgeschossen Die Verluste dar Briten bei ihrem nächtlichen Bombenangriff auf westdeutsches Gebiet haben sich nach weiter eingelaufenen Meldungen von 24 Bombenflugzeugen, deren Verlust der Wehrmachtbericht vom 26. Mai bereits meldete, auf 27 britische Bomber erhöht, die der deutschen Abwehr zum Opfer fielen. Die Nackenschüsse von Kafyn Ein Gemeindevorsteher berich tet über seine Erlebnisse Krakau, 26. Mai Eine Agentur-Meldung, die von den Zeitungen des Generalgouv«m«ments v«röffentlicht wird, wirft neues Licht auf das düstere Geheimnis von Katyn und dia letzten Stunden der ermordeten polnischen Offiziere. Danach hat ein Gemeindevorsteher der Smolensker Gegend, der bei den Erschießungen der polnischen Offiziere anwesend war, einem französischen Freiwilligen, der schon längere Zeit Im Osten weilt, wie folgt berichtet: Als es im März und April 1940 zu tauen begann, Icamen nachts in diese Gegend Transporte ausländischer Offiziere, die in Gefangenschaft geraten waren. In der Mitte einer sandigen Wald lichtung mußten die Kriegsgefangenen vier bis fünf Meier tiefe und zehn bis dreißig Meter breite Gräben ausheben. Als die Gruben fertig waren, befahl man 200 bis 300 der Kriegsgefangenen, sich sich mit dem Gcsicht zur Erde hineinzulegen. Dann näherten sich die Henker zu zweien den Liegenden, und einer schoß ihnen in den Ndcken. während dei andere unaufhörlich lud. Als in der Gruba schon dia erste Reihe blutender Körper lag, zwang man die zweite Serie der Kriegsgefangenen, sich auf die noch warmen und zueilenden Körper zu legen. Die Frage, ob die Kriegsgefangenen nicht zu fliehen versuchten, wurde vom Gemeindevorsteher dahin beantwortet, daß sechs Monate bolschewistische Gefangenschaft sie körperlich und seelisch so gebrochen hatten, daß der Tod für sie unzweifelhaft eine Erlösung war Außerdem hielten die Beamten der GPU ringsherum bissige Wolfshunde, die sich bestimmt aui den ersten Flüchtling gestürzt hätten, um ihn zu zerreißen. Auf die Frage, woher er so genau alle Einzelheiten kenne, antwortete der Gemeindevorsteher, es seien Männer zum Zuschütten der Gruben gebraucht worden Die GPU habe sich damif nicht befaßt Man habe deshalb Männer aus der Umgebung zusammengetrieben, von denen nach dem Zuschütten niemand mehr zurückkehren durfte. Unter einem Vor wand wurden sie wer weiß wohin qe bracht. Nur er als G"ineit'd''Vorstohf'T hntte die Möglichkeit, nach Hause zu rückzukehren. Italien ist bereit Von Hans Grai Reischach Die PretkSe der angelsächsischen Pluto-kraten und ihre willigen Trabanten in I Neutralien wollen die Welt durch eine [ Flut von Lüßcn und veiächtlichen Ver-dächti(^ungen {glauben machen, daß Italiens j Volk am Ende seiner Kraft angelangt sei I und sich resigniert den Launen und der , VC'illitür seiner Gegner hingeben werde, j Ein kurzer Bcsuch südlich des Brennen ' zeitigt genügend Beispiele zur Unter-maue-'ung unseres Glaubens an den Wi-I derstaniiswiilen und die Lebenskraft Ita-I liens. Man forscht im befreundeten Lande, das seit Jahren im gemeinsamen harten Kampf steht, nicht nach der vergilbten Postkartensüßlichkeit vergangener Jahrzehnte Man kennt die Härte des Krieges aus dem eigenen Lande, um nach Parallelen zu suchen, die die Gleichartigkeit der Opfer und die Ähnlichkeiten der Folgen eint"! jahredauernden unerbittlichen Krieges aufzeigen. Die Wirklichkeit Italiens ist hart; voll Opfer, voll Tränen und Sorgen, voll Schmers über das Verlorene, aber auch voll festen Glaubens an die unversiegbare Kraft der Nation, voll fanatischen Willens zu kämpfen bi» zum Endsieg. Italien ist nicht im Rausch einer begeisternden Stunde in den Krieg hincingetaumelt. Neben Deutschland und Japan hat Italien die größten Ansprüche an das Schicksal zu stellen, weil dies Volk im Mittelmeerraum Jahrhunderte hindurch von all dem fern gehalten wurde, was die Voraussetzungen für die Behauptung und die Zukunft eines jungen und willenstarken Volkes bildet. Für Italien war es selbstverständlich, daß es in diesem Krieg der ewig jungen Völker gegen die beharrenden Mächte der Plutokratie und das Ferment der Zerstörung des Bolschewismus sich klar für die Front der jungen Völker entschied, da es nie und nimmer auf sein« nationale Existenz, seine wirtschaftliche Unabhängigkeit und seine politische Freiheit verzichten wollte. Entschlossen ist Italien in diesen Krie^ eingetreten, unbeugsam und hart ist es durdh die Kämpfe und durch die Opfec^ geworden. Niemand verschließt die Augeo vor der Erkenntnis, daß die Lage Italiens im augenblichklichen Zeitpunkt schwierig ist. Das Impero, das erkämpft wurde, um Italien neuen Lebensraum zu schaffen und Italiens historische Aufgabe im Mittelmeerraum zu verankern, ifing verloren, und heute steht ein zahlen- und materialmäOig starker Gegner an der Südküste des Mit-telmcers, bereit, den Versuch zu wagen, den Krieg in das italienische Kernland zu tragen. Seit 1940 wurde keine Gelegenheit versäumt, kein Mittel unversucht gelassen, um Italien durch Versprechungen oder Drohungen zum Ausbrechen'aus der Phalanx der jungen Völker zu veranlassen. Was den schamlosen Anträgen und dem diplomatischen Ränkespiel der Feind« nicht gelang, das wollen jetzt die feindlichen Waffen erzwingen Der Behauptungswille Italiens wird auch diesen letzten Versuch scheitern lassen. Alle psychologischen Belastungen der erlittenen Verluste, die unausbleiblichen Folgen einer kargen und nicht überall voll zur Auswirkung kommenden rationierten Versorgung werden von der Unerbittlichkeit der Erkenntnis neutralisiert, daß Leben und Zukunft auch des italienischen Volkes nur auf dem Sieg der Waffen der Achse basiert und jedes Weichwerden oder Nachgeben endgültige Preisgabe der hart erkämpften nationalen Freiheit bedeutet. Jeder Italiener ist von der tittUchen Pflicht zum Kriege überzeugt und von der Unausweichlichkeit des Kampfes aufs tiefste durchdrungen, jeder weiß um die schicksalhafte Notwendigkeit der Erfüllung der seinem Lande gestellten historischen Mission im Mittelmeerraum und in Afrika. Die aufrüttelnden Plakate in allen italienischen Städten und Dörfern mit dem Duce-Wort »Wir werden zurück-kehrenl« sind nicht das Ergebnis einer gekünstelten Propagandathese, sondern der Ausdruck des fanatischen Glaubens und unbeugsamer Zuversicht jedes Italieners. Alle kennen die Forderungen der Stunde. Die faschistische Partei, die in der Zeit völligen moralischen Zerfalls hemmungsloser staatlicher Anarchie, restloser Zerstörung aller nationalen Werte, die Quellen einer jahrzehntelang verschüttet gewesenen völkischen Lebenskraft frei zu schaffen verstand, hat auch in dieser entscheidenden Stunde die Aufgabe übernommen, die letzten Energien der Nation zum siegbringenden Einsatz zu mobilisieren. Mit der Berufung des Altsquadristen Scorza zum Sekretär der faschistischen Partei hat der Duce entschlossen i>ei den Ursprüngen der faschistischen Bewegung angei-nüpft Die in allen Landstrichen vorhandenen aktivistischen politischen Kräfte, die in den letzten Jahren zum Teil brach lagen und deren Betätigung die unschöpferische Beharrlichkeit behördlicher und administrativer Organe und Organisationen entijcgcnstand, sind nunmehr frei fjcwort'cn Pas Botinnen auf den revolirtiorären Flan d'p wellanschnu-liche Dvnnmik und don politischen Idca-l'smtis der geiftig chöpferisc' cn KrüMe der faschi!«ti*<'hcn Revolution bringt auf ▼ieluB G^ieten dß% itaU*nisctien T^brna em&chnviueuue Aod^ruot^ea und bertiti sichtbar« Lrgebmste. Et i»t wohl von mehr aU lymboliicher Bedeutung, wenn di« iatchiatitcb« Partei jetst die verwaltungsmäliitfen und organisatoriachen Aufgaben, di« tic bisher wahrnahm ent-■cblotsen abstößt, um sich ganz auf die geistig-politische Aufgabe zu konzentrieren. Wir wissen von der unbezwinglichcn Kraft einer Idee und voo der Unbeugsam-keit einer verschworenen weltanschaulich ausgerichteten Kampfgemeinschaft. \X ir kennen aus der Kampfzeit in Deutschland, was Gläubigkeit und Fanatismus einer kleinen Schar selbst in Si« tuationcn, die manchem ausweglos erscheinen vermag. Die Gemeinsamkeit der beiden Revolutionen ist der Schlüssel zum deutschen Verständnis für die Er-fol(Jsaussichten dieser Rückkehr zu den L'rsprüngen der faschistischen Revolution. Vt ir wissen, dal) der Glaube an die Rich-tiijkeit einer Idee und der Wille, die Zukunft zu behaupten, nicht die Schrecknisse einer L'bermacht anerkennt, daß die Entschlossenheit weniger die Indifferenz der Masse bt<7wingt, die Dvnamik einzelner die Trägheit vieler tiberwindet. Eine revolutionäre Bewegung, die einem 45 Millionen-Volk Lebensinhalt und Zu-kunfts|flaubet^ kämpferisches Wollen und Selbstbehauptung einzuhämmern verstand, verfü){t über rechnerisch gar nicht erfaßbare Energiequellen, die, zur rechten, entscheidenden Stunde mobilisiert, zu Bürgen für einen siegreichen Kampf werden. Auf dem Idealismus und dem Kämpfer-tum der Ursprünge fußend, steht die faschistische Partei als Glaubenstr&ger und Garant des Siegeswillens mitten unter dem italienischen Volk. Sie wird ihre Aufgabe meistern: Italien die Freiheit erhalten, die neue Zukunft erschließen und zum Sieg der Waffen der Achse beitragen! Wo sind die Kriegsverbrecher? Sicb«ii FraiJen dokumentieren di« aQ^o-Mnerikaiiisch'towjetiich« Kriegsschuld Malland, 26. Mai >Itt es wahr oder ist es nicht wahr? , unter dieser Uberacbntt Btellt Appeliu^ im »Popolo d Italia« einige Kardinaltra gen in bezug aul die eindeutige Schula der anglo-amerikanisch-bolschewisti-schen Koalition am Kriege, um zu be tonen, daß Churchill, Roosevelt Und Sta lin als die wahren Kriegsschuldigen diese Fragen nicht zu beantworten wissen und daß, falls Loiidun, Washinglou und Moskau aul ihre Pläne der Welt-herrschalt verzichten würden, der Kon flikt automatisch in Europa, Asien und Afrika aufhören würde. Churchill, Roosevelt und Stalin, sr führt Appelius im einzelnen aus, machten verzweifelte Anstrengungen, um die Welt vergessen zu lassen, daß dieser Weltkrieg durch Englans Kriegserklärung an Deutschland vom Zaun gebrochen wurde, daß Roosevelt die nordame rikanische Nation ohne irgendeinen Grund in den Krieg trieb, daß Stalin seit über zehn Jahren eine gewaltige Kriegsmaschine vorbereitete. Das gesamte anglo-amerikanisch-sowjetischp Agitationssystem breche aber ange sichts der folgenden einfachen Fragen zusammen; »Ist es wahr oder ist es nicht wahr, daß, wenn England und die Vereinigten Staaten sich aus den ostasiatischen Ländern zurückziehen würden — wo »ie keine Rechte haben außer jenen, die sie sich durch ihre Kolonialmacht und ihre finanziellen Intrigen schufen — der Fiiede in Asien herrschen würdeTt »Ist es wahr oder ist es nicht wahr, daß Japan, China, Mandschukuo, die Mongolei, Thailand, Burma, die Phillip- pinen, das ehemalig« Niederländisch-Indien sich alle dann einig sind, die Engländer und Nordamerikaner nicht mehr unter sich haben zu wollen, und daß die Eintiachl unter allen diesen Völkern leicht und rasch zu erreichen wäre, sobald London und Washington nicht mehr ihre Herrschaft ausüben wollten?« »Ist es wahr oder Ist es nicht wahr, daß Indien unter der britischen Tyrannei blutet und daß die überwiegende Mehrheit der Inder den Wunsch hat, daß die Engländer die Koffer packen?« »Ist es wahr oder ist es nicht wahr, daß Deutschland nach der im Einvernehmen mit Österreich »riolgten Besetzung des Landes und nach der im Einvernehmen mit Chamberlain erfolgten Regelung der sudetendeutschen Frage Polen aufgefordert halte, die Korridorfrage in Übereinstimmung mit dem po iitischen Testament von Marschall Pil-sudski auf freundschaftlichem Wege zu lösen?« »Ist es wahr oder ist es nicht wahr, daß, wenn England und Frankreich im Einvernehmen mit Roosevelt nicht zu vor die Warschauer Regierung aufgehetzt und dann an Berlin den Krieg erklärt hätten, der europäische Friede nicht gestört und alle inneren Probleme ohne Blutvergießen geregelt worden wären?« »Ist es wahr oder Ist es nicht wahr, daß Italien niemals Eroberungspläne zum Schaden der übrigen europäischen Nettonen hatte und daß es lediglich versuchte, In Afrika und im Mittelmeer einige seiner grundlegenden Interessen wirtschaftlicher Freiheit auf friedliche Wie der Jude das kommende Europa sieht Spiel um den Kriegseintritt der USA — Hinter den Kulissen der jfidisclien Welt^erschwörer Berlin, 26. Mai Es Liegen eine ganze Menge Bewedse dafür vor, daß dm Juden die Vereinigten Staaten systematisch oach «Lnem raffiniert ausgeklügelten Hetzsystem In den Kneg trieb^. in den berüchtigten Protokollen der Weisen von Zion befindet sich folgende« Rezept zur Völkerverhetzung; »Mit Hilfe unserer für die öffentliclLkeit nicht eikennbaxen publizistischen Methoden werdien wir die öffentliche Meinun/g in ftllen Fragen dex Politik nach Beiieben erregen oder benihigen, überzeugen oder vej^rren, indem wir bald .wahr«, bald falsche Nochrichten drucken, bald Tatsachen behaupten, bald berichtigen. J« nach ihrem Eindruck auf die Öffentlichkeit werden wir desn Boden stets sorgfältig abtasten, bevor wir den Fuß darauf setzen.« Diese echt jüdische Gebrauchsanweisung hat bei der Kriegshetze der Juden io Amerika edne große Rolle%e-spielt. Die Bearbeitung der öffentlichen Mudnung jenseits des Ozeans begann ZJunächst ra.it der Ausrufimg de« Boy-kottfeklzugs geflen Deutschland. Der Boykott sollte, wie der Jude Samuel Unterroeyer versicherte, »der moralische Ersatz für den Krieg« sein. Zwei Jahre spater wollte sich Untermeyer jedoch nicht mehr mit diesem Ersatz begnügen, son gestiegen. Seit dem Winter 1942/43 nähmen die Typhusfälle jedoch erschrelD-kend zu, so daß bis zum 25. Mal b»' reits 2312 Typhusfälle amtlich in der Türkei festgestellt worden seien. Kommunistische Literatur nw tftr Wl»> senschaltler. Nach «Insr Mitteilung der schweizerischen Bundesanwaltschafl dürfen Bibliotheken kommunistische Literatur nur noch ausleihen, wenn tob dem Empfänger der Nachweis wissenschaftlicher Betätigung «rbracht wird. Diese Maßn^^ime «ei durch di« Feststellung veranlaßt worden, daß das Au^ leihen kommunistischer Literatur vei^ schiedentlich zu strafbarer kommunistischer Propaganda mißbraucht worden sei. 160 000 Obdachlose dvrch Cbei^ schwemmungen. Die überBchwemmuiv< gen des Mississippi- und de« Illlooi»' Flusses, die sechs Staaten de« mittle ren Westens betroffen haben, haben 160 000 Obdachlose gemacht. Manschätzt die Schäden allein im Staate Oklahoma auf 40 Millionen Dollar, „Tiger" vor Leningrad Kfihner Panzervorstofi fiber die Hanptlcampllinie — Sowjeticolosse zusammendeschomen Unruhig flackert das |«lbe Licht einer | dert Meter «ntf«rnt «in fast niedertfebrannten Kerze in der nie- Sowjetpanzer, ein T 34, deren Holzbaracke. Auf rohgezimmerten ~ ' Das „Jerusalem des Nordens" entjudef Schluß mit den Hebräern in der holländischen Hauptstadt Amsterdam, 26. Mai Nachdem bereits sämtliche nieder-ländisclien Provuizen für die Juden zum Sperrgebiet erklärt worden waren und ihnen nur noch Amsterdam aU Wohnort offenstand, werden auf Grund einer neuen Anordnung des Generalkommis-»ars für das Sichcrheitswesen, ff-Grup-penführer Reuter, nun auch diese letzten noch In Holland befindlichen Juden außer Landes verwi'esen. Nur eine beschränkte Anzahl von Stemträgem wurde vorläufig noch von dieser Maßnahme zurückgestellt. Damit wurde die Judenfrage in Holland, wo das jüdische Element bekanntlich eine besonders zersetzende Rolle gespielt hat, iihrer endgültigen Lösung um einen entscheidenden Schritt näher gebracht. Auf den Gebieten des Finanzkapitals, der Presse und der Kunst war der jüdische Einfluß In Amsterdam sehr stark. So bestand, um nur einige Beispiele zu nennen, der Vorstand der Amsterdamer Bankiers-Vereinigung ebenso wie In Rotterdam und den Haag größtenteils aus Juden, während in der Amsterdamer Effektenbörse die Juden Fuld und Mendelssohn dnn Ton angaben. Nicht anders war es in der hipsiqen Kaufmannsbörse, wo die Juden Geizon und Zwanenberg re- gierten, und in der Diamantenbörse, die vollkommen in den Händen der Juden war. Kdxun weniger beherrschend wai ihr Einfluß auf die große Amsterdamer Tageepresse. Das »Algemeen Handels-blad« zählte nicht weniger als 15 Juden in seiner Redaktion. Unter seinen Aus-landkorrespondenten befanden sich vier Juden. Auch die größte niederländische Zeitung, der »Telegraaf«, war stark von Juden durchsetzti die Schriftleitung dieses Blattes wies zwölf jüdische Redakteure auf. Da« alles bedeutete allerdings noch nichts gegen die Arbeiterzeitung »Het Volk«, die von 21 jüdischen Journalisten redigiert wurde. Kein anderes Bild zeigte im Vorkriegsamster-dam das Film- und Theaterwesen. Bedarf e« noch der Erwähnung, daß von den sechs Beigeordneten der Amsterda mer Stadtverwaltung vier Juden waren, um den überaus starken jüdischen Einfluß in der niederländischen Hauptstadt, die zur damaligen Zeit mit Recht »Jerusalem des Nordens« genannt wurde, zu beweisen? Dieser Einfluß aber ist nun endgültig gebrochen, und zwar durch die Ausschaltung der Juden aus dem öffentlichen Leben Amsterdams und noch mehr durch die restlose Ent-judung der niederländischen Hauplstadt. Holzpritschen, am Boden, Heiden Minner in schwarzen Uniformen in tiefem Schlaf. Man hört nur ihre gleichmKOijten Atemzüge; ab und zu stöhnt einer auf, murmelt ein paar Worte im Schlaf, wenn das Erleben des Tages noch in die Tiefen des Schlafes hinei^relft. Seit Tagen sind die Männer Im Ansatz. Tigerbesatcungenl Männer mit der besten Scnulung, Männer mit größter Hirt«, g«g«n den Feind und gegen sich selbst. Draußen dämmert der |antfe Tag herauf, erwacht die Front. Maschinengewehre bellen heiser in weiter Feme, hart dröhnen die Abschüsse der eigenen nahen Batterien durch den Hochwald, in die eigenen Abschüsse mischen sich die Einschläge der Sowjetartillerie. Dünn klingelt der Femsprecher in der Baracke sein Signal. Herr Oberleutnant, Herr Oberleutnant, ruft der Gefreite dem noch schlafenden Führer der Tigerkampfgruppe zu: Alarm von der Infanteriel AlaaarmI In wenigen Sekunden gleicht die vor einer Minute noch schlafstille Unterkunft einem Ameisenhaufen. Befehle schwirren durch den Raum, die Besatzungen machen sich fertig zur Feindfahrt. Die schweren Motoren der Tiger heuleA auf, die Panzerschützen springen auf die Slahlriesen, verschwinden in den Turmluken. Noch eine kurze Besprechung der Panzerkommandanten, dann rollen die Tiger langsam an, hinaus auf die breite StraOe, immer schneller, dem Feind entgegen. Noch sind die Luken offen, und die ersten Strahlen der Morgensonne umspielen den mächtigen Turm, das lange Geschützrohr das drohend gegen den Feind gerichtet ist. Gemeinsam beobachten der Panzerkommandant, ein Oberleutnant, und der Richtschütze, ein Unteroffizier. Die ersten Gewehrschösse klatschen gegen die Panzerung, Ein paar Granaten schlagen in der Nähe ein. Noch ungefährlich. Sorgfältig legt der Ladeschütze Panzer- und Sprenggranaten bereit, denn gleich muß die Hauptkampflinie erreicht sein. Panzer haaalti Langsam erstirbt das donnernde Motorengeräusch, das eine Verständigung nur durch das Kehlkopfmikrophon möglich macht. Der Tiger steht fünfzig Meter vor der eigenen Hauptkampflinie. — Draußen knattern die Maschinengewehre, herrscht lebhaftes Infnnteriefeuer. Abschüsse aus nächster Nähe. Da liegt hun- festgefahrener der Stolz der Bolschewisten, und beschi«ßt uns«r« Infanterie. Gelassen gibt der Offizier seine Befehl«. Fast geräuschlos schwenkt der Turm des Tigers in di« befohlen« Richtung. Visier 1501 Panzergranatel Rasch una «icher ladet der Laaeschütze. Ent-sicheml Feuert Trefferl Noch zwei Schuß, dann brennt der Sowjetpanzer mit hoher qualmender Flamm«. Panz«r von vomel Ober dl« kahl« Höhenlinie kriecht ein schwerer bolschewistischer Kampfwagen, Gewicht mindestens 52 Tonnen. Der Tiger hat den Vorteil des ersten Schusses, ist vom Gegner noch nicht erkannt. Turmzeit 3 Uhrl Fieberhaft dreht der' Richtschütze am Turm, an der Erhöhung. Fertig. Feuer! Zu kurz. Visier 900. Feuer! Treffer, die Besatzung jubelt auf. Noch brennt der Bolschewist nicht. Drei Granaten braucht das schwere Stahlungetüm, dann steigt eine schwarz« Rauchsäule auf. Im Tiger surrt der Ventilator, die Luft ist zum Schneiden dick vor Pulverqualm und Gasen, die unangenehm nach Ekrasit riechen und sich beklemmend auf die Lungen legen. Die Luken können nicht geöffnet werden, denn die Bolschewisten schießen mit Panzerbüchsen und mit Artillerie, Erdbraune Gestalten laufen über den Hang auf unsere Linien zu. Mit Sprenggranaten und den Bordmaschinengeweh-ren zerfetzt der Tiger diesen Angriff oder das Instellunggehen neuer Sowjet-infanteristen. Noch im Laufen Oberschlagen sich die Bolschewisten, werden zerrissen. Der Rest flutet wild zurück, Panzer von linksl Wieder ein schwerer bolschewistischer Brocken. Schuß um Schuß jagt aus dem Rohr. In der hellen Morgensonne sieht man, wie es rot aufspritzt, wie unsere Granaten dem feindlichen Panzer, der vergebens zu wenden versucht, zusetzen, Dann hat sich auch s4n Geschick erfüllt, rot steigt eine Flamme zum Himmel auf Zwölf Uhr mittags. Draußen Ist es ruhig geworden Im Panzer kreist die Feldflasche, gierig trinken die Männer, der Mund ist ja so trocken geworden, die Stimme heiser, durch die leicht geöffneten Luken strömt frische Luft, eine Wohltat für die Lungen. Da heulen Lagen schwerer Artillerie heran, schlafen in nächster Nähe ein, Splitter klingeln nn die Stahlwände des Riesen. In Sekunden sind di« Lokan geschloM«n, — «• kana noch mehr kommen. Dann orgalt l>ag« oia Lag« heran. D«r Feind macht s«in«r Wut Luit. Man kann im Panx«r kein Wort wehr versteheiL die Welt besteht nur mehr aus einer brüllenden Hölle von Ein« Schlägen und krepierenden Granates Schwer fallen große Splitter mit dum-fem Klatschen auf die Panzerung. Ring«-um bebt die Erd«. Ein Blick aus d«ni Sehschlitz: der Tiger steht in «inem Feld von schwersten Einschlägen. Es wird Zeit, die Stellung zu wechseln, denn der Volltreffer einer 22-cm-Granate ist auch für den Tiger kein Gewehrschuß mehr. Funker senden. Der PanzerkommaflK dant ruft den Chef der Kampfgruppe! Werr—de von schwerr—em reuer—rr ein—ge—deckt — mache kur—zen Stel-lungs—Wechsel. Wenn verr—stand—ea bitte, komm—eni« Hart klingt die Sprach« durch da« Kehlkopfmikrophon. — Der Feuerorkan nimmt an Heftigkeit zu. »Panzer, Marsch!« Mit aufbrüllenden Motoren rollt der Panzer aus dem Feuerbereich. Nur wenige Minuten sind seit dem schweren Feuerüberfall vergangen. Di« Einschläge lagen oft ein und zwei Meter vom Panzerkampfwagen entfernt. Dann kommt der Beiehl des Panzerkommandanten — sein Gesicht hat sich in keiner Lage verändert, vergebens sucht« man ein Zucken seiner Lippen, nur eine steile Falte steht r.wiRchen Beiden Autfenbrauent »Panzer, Kehrt!« Die Bolschewisten haben sich verschossen, in sinnloser Wut ein Trommelfeuer auf den gehaßten, gefürchteten Gegner gelegt, das dem Tig«r nichts anhaben konnte. Noch keine fünfzehn Minuten sind seit dem Feuerüberfall vergangen, da steht der Tiger wieder auf seinem alten Plati, und drohend ist sein Rohr gegen den Feind gerichtet — ein Symbol deutscher Kraft und deutschen Siegeswillen«. Kriegsberichter Heinz Lechner, PK )ruek a. Varlag Marburfjff Vwliiqi- DnickM«* 3o». m b. H — Verlaqsieltung Egon Baumgartm* vurreltt), I. V VerlagsleUer Priti Breun, Haupt-teri .Male im Rehmen eines Kon7ettal)end8 vor die Dlfentlichkeit. Hugo WoM. der große Sohn der Stadt, Brahms, Loewe und Schubert erstanden in ihren unsterblichen Werkfn. 1301 .'\bend war für Wuidischgiaz von besonderei Bodeutung, da das Programm von Windischgrazern seihst bestritten wurde. Es wirkten mit: Ludwig Kalten-böck (Bariton), Fräulein Romana Wre-snnniri ((Sopran), eine angehende Musik-studRntin, die über ein gutes Stimmaterial verfügt, d.H5 zu schönen Hoflnungen berechtigt Darbietiinnpn von künsflerisch«*r Vollendung und Einfühlung i(Ot Frau Irmtraut Klinqri am Klavier. Frau Ilse Pirhlhöfer, die Leiterin der Musikschule, sprach einleitende und verbindende Worte. H "srh Aiifni'hmen: Steifen nchthi'il Der GeflUgelmels'er mifit r'le Rnilteinperatur Gm Die Treue ist stärker Der letzte Weg des Wehrmannes Konrad Kosowintz Die Siedlung Deutschental in der Ortsgruppe Arndorf hatte am Dienstag, den 25. Mai Trauerschmuck angelegt. Der von feigen Banditen ermordete Wehrmann Konrad Kosowintz wurde zu Grabe getragen. Der Orfsgruppenstab, Wehrmannschaft Deutsche Jugend und die Arbeitskanieraden rles ermordeten heimattreuen Untersteuers und eine große Menschenmenge versammeile sich vor dem Trauerhause, von wo aus sich der Leichenzug zum Bergfriedhof Greis in Bewegung setzte. Die Werkskapelle von Deutschental (Liboje) spielte Trauermärsche. Auf dem Friedhofe Greis warteten Freunde. Verwandte und Bekannte mit Blumen und Kränzen auf den toten Wehrmann Im Namen des Kreisführers nahm Führungsamtsleiter Parteigenosse Pai-dasch vom Kameraden Kosowintz .Abschied. Während der Sarg in die Erde qesenkt wurde, spielte die Werkskapelle 'as Lied »Vom guten Kameraden«. Mit lem deutschen Gruß nahmen die Trauer-(äste noch einmal Abschied von dem für eine freie und deutsche Untersteiermark gefallenen Kameraden Während die Kränze niedergelegt wurden erklangen die Lieder der Nation. Mit dem Kameraden Konrad Kosowintz ist einer der besten und treuesten Wehrmänner der Ortsgruppe Arndorf gefallen. Sein Leben und Wirken war Vorbild m. Pettauer standesamtliche Nachrichten. Vor dem Standesamt schlosFen den Bund fürs Leben: .Anton Terhaty und Anna Toplak, beide aus Neiidorfi Alois Wrtnik, Oberpleter hei Anitmannsteld, und Ottilie Ribits'h. Kartschowina. Gestorben sind: Johann Horwat, Polstrau, Jahre, Franz Standeqner. Oher-We-litschan, .'i4 .l^hre. Die soziale Lage des Bergmanns Betrieb.sappelle im Kreis Trifail In mehreren Betrieben in Trifail, Eichtal-West und EdlintJen wurden SonntajJ, den 23. Mai, Betriebsappulle abtjehalten. Nach der Eröfinung durch den Bctriebs-beauftrajjten. Mauptsturmführer Btneze-der, jfdb Oirektor Köllei die neue Be-triebsordnunji und die VerbesseruniJ auf sozialem Gebiet bekannt und stellte dabei fest, daß die Gcfolijschaft nun ihren Arbeitskameraden in den ähnlichen Betrieben des Reiches ^Icichj^estellt sind Die Ber^tmänncr von Trifail müssen sich nun durch Arbeitsieistuniä ihren (Juten Ruf bewahren und so zum SieiJ Deutschlands beitragen Anschließend sprach Krcisfüh-rer Eberharth In klar uinrissener Form stellte er die soziale Lai^e des Ber^jman-nes im ehemaligen Jugoslawien der des deutscfcen BerjJmannes j^egenübcr Während früher der BcrjJniann in Kurzschichten kaum soviel verdiente, um seine Familie erhalten zu können und für den Pensionisten in einer Weise (Jesorßt wurde, die jeder Beschreibung spottet, ist der Lebensstandard des unterstcTischcn Der Ruf zur Spinnstoff' und Scfiufisammlung ergeUf aucß OH Dlch^ Denke immer daran \ Der totale Krieg rerlangt Hffivhfen! Bcr(Jmannes dem der übrigen Berßmänncr im Reich aniietllichen. Auch die Ruhegehälter der Altbergmfiiiner sind in einer Form (Serciielt. die die Gewähr jjibt, daß der Lebensabend dieser Männer j^esicherl erscheint. Dal] der Beriimannsstand heute wieder als der angesehen wird, dei er immer war, nämlich der erste im Lande, verdanken wir unserem Führer. Die durch die neue Betriebsordnung erworbenen Rechte, fuhr der Kreisführer fort, bergen in sich aber auch Pflichten und e« ist selbstverständlich, daß jeder einzelne sich darüber klar ist und danach handelt Das Ergebnis der Mehrarbeit, die einen cinmalijien Erfoljj darstellte, bewies. daß der untersleirische Berjjmann in keiner Weise seinen Arbeitskameraden im iibrisJen Reichsgebiet nachsteht Kreis-fiihrer Fberharth appellierte abschließend an die Gefol^schaftsmit)ilieder, auf die im Einsatz stehenden Frauen weitjjehendsl Rücl-sicht r.n nehmen und dabei immer zu bedenken, dall die meisten von ihnen das erste Mal in einem Betrieb arbeiten Mit der FührerehrunjJ und den Liedern der Nation wurde der Betriebsappell geschlossen In Edliniien sprachen zu den Ber]!-männern Ortsgruppenführer Holzner und Betriebsführer Bergdirektor Holik iAttti: Das Geheimnis um Dina Rauch Copyrijhl by Alberl Lan|iD — Gfor| Müllfr-VerUu Mfinchcn. 32. Fortsetzung So^ar die Aussicht auf eine Zusammenkunft mit Michael Korunth, von der vielleicht ihr ganzes künstlerisches Schicksal abhing, lockte sl« nicht mehr. Sie wunderte sich selbst darüber, wie wenig ihr auf einmal ihre Karriere bedeutete, so wenig, daß sie jederzeit bereit gewesen wäre, für eine Stunde reinen Glückes mit Bert Rainer darauf zu verzichten. Nein, auch sie war keine echte Theaternatur — nie hatte sde das so deutlich gefühlt wie jetzt. Jede Andere hätte in diesem Augenblick für nichts mehr Sinn gehabt als fü^^ die welterschütternde Frage, ob sie vor den Augen des großen Theatermannes Gnade firwlen werde. Hella mußte unwillkürlich daran denken, wie wohl belspiels-^ weise Dina Rauch an ihrer Stelle einem derartigen Ereignis entgegengefiebert hätte, — sie, mit der kein vernünftiges Wort mehr zu reden war, wenn nur der kleinste Theateragent im Parkett saß . .7 Hella Spielmann lächelte — ein wenig mitleidig — vor sich hin. So greifbar deutlich stand das lebendig schöne Gesicht Dinas vor ihrem geistigen Auge, daß sie in tödlichem Erschrecken den Atem anhielt, als Ihr dieses Gesicht, wie durch magische Spiegelung verdoppelt, — plötzlich im Rahmen einer Loge erschien. Aber schon in det nächsten Sekunde wurde sie sich ihrer Täuschung bewußt. Die Frau im Chinchillajnantel, der ein Schauspieler vom Komödienhaus jetzt eben zur Begrüßung die Hand küßte, war natürlich die Arden. Isabell Arden — ohne Schminke und In ihrer bezauberndsten Wirklichkeit. Hella fühlte ihr Herz schlagen. Sollte sie Rainer aufmerksam machen? Diese Ähnlichkeit war wirklich irritierend, im Leben fast noch mehr als auf der Bühne. Wozu ihm das antun? Aber wie durch Gedankenübertragung hatte er schon den Kopf gedreht und war ihrem Blick gefolgt. »Ist sie das nicht — die Arden meine ich?« fragte er merkwürdig beherrscht. Hella bejahte, ohne ihn anzusehen Eine Weile blieb es still zwischen ihnen. Am Nebentisch hörte man zwei ältere Damen laut von Isabell Arden sprechen. »Eine neue Frisur? Entzückend!« »Die freie Stirn, finde ich, kleidet sie besser. Selten daß man sie so aus der Nähe zu sehen bekommt. Sie soll ja ein wenig menschenscheu sein — wie die Garbo.« »Es scheint so. Im vergangenen Jahr waren wir auf Mallorka, da wohnten sie ein luvar Tage in unserm Hotel, sie und ihr Mann. Sie waren auf einer Mittelmeerreise, mit ihrer eigenen Yacht. Wii waren natürlich alle sehr gespannt, sie kennenzulernen. Aber sie kam fast nie zum Vorschein. Man hörte sie nur den ganzen Tag in ihrem Zimmer üben.« »Ein anstrengender Beruft« »Ja — unsere Kleine, die wollte doch auch immer so gern ein »Star« werden. Aber seit sie damals gesehen hat, wie diese armen Stars sich plagen müssen für das bißchen Ruhm, ist sie ganz davon abgekommen.« »Korunth scheint ja auch besonders...« Die wieder einsetzende Musik verwischte das Gespräch. Bert schob seinen Stuhl zurück. »Wollen wir ein bißchen bummeln gehen?« fragte er mit flüchtig abgleitendem Blick. »Papa scheint sich bei den Rosens häuslich niedergelassen zu haben. Wer weiß, wann er wieder kommt.« Er goß aul einen Zug den warmgewordenen Sekt hinunter und bot der Freundin seinen Arm. Hella ließ sich widerspruchslos durch den Saal führen. Sie wußte, daß es ihm nur darum zu tun war, die Arden aus nächster Nähe zu sehen, und sie machte es ihm leicht, indem fie selbst die von ihm gewünschte Richtung einschlug. Auf halbem Wege wurden sie von dem Sanitätsrat aufgehalten, der sie vergeblich unter den Tanzenden gesucht hatte. Ei schien von seiner kleinen Forschungsreise sehr befriedigt, denn er strahlte über das ganze Gesicht. »Schon gemacht, Kindchen«, sagte er vergnügt, »der Baron will Sie unter seine Fittiche nehmen. Er hat bereits Feuer gefangen. Haben Sie nicht bemerkt, wie er sie durch sein Opernglas verschlungen hat? Also schmieden wir ihn, solang er heiß ist! Kommen Sie gleich mit hinüber in seine Loge .« Er bemerkte, daß Bert den Arm des jungen Mädchens freigab und sich zum Weitergehen anschickte. »Nun, mein Junge«, fragte er mit leichtem Stirnninzelr!, »du kommst doch ■elbstverständlich mit?« Bert Rainet machte eine ungeduldige Geste. »Erspar mir das, bitte Papa. Du weißt, ich kann den alten Gecken nicht ausstehen. Wenn ihr fertig seid, treffen wir uns wieder.« Aber Lossen bestand auf seiner Begleitung. Was hatte der Junge? VV'ai er etwa eifersüchtig auf den »Rosenkava-lier«, wie der Baron seiner galanten Ambitionen wegen mit seinem Spottnamen hieß? Er war ein kleiner, übertrieben qe-pllegter alter Herr mit kohlschwarz gefärbtem Bärtchen und gleichermaßen behandelten Brauen. Er machte Hella vor Gattin und Tochter so aufdringlich den Hof, daß sie aus dem Erröten gar nicht herauskam. Sie fühlte sich peinvoll unbehaglich und sah sich immer wieder hilfesuchend nach ihrem Begleiter um. In der Loge waren außer den Rosen -sehen Damen noch ein halbes Dutzend Menschen, die unaufhörlich durcheinander schwatzten Em Herr, der wie ein Schauspieler aussah und der wohl etwas von Hellas Gespräch mit dem Baron nufnefangen haben mochte mischte sich ungefragt dazwischen; »Korunth . .? Der kommt heute abend überhaupt nicht. Er hat wieder mal seinen Gallenanfnll.« »Sieht ülierhaupt schlecht aus In rjer letzten Zeit, finde ich-, warf jemand anders dazwischen »Im Gegensatz zu seiner Frau, der Ardrn, die immer jünger und schöner wird.« »Trotz den ungeh«^uipn Ansprürhon, die er an sie stellt, Reriill'fh nirtne ich natürlich«, witzelte Rosen mit seinem meckernden Satyrlachen. Die Baronin streifte ihn mit einem abfälligen Blick. »Ja, sie hat sich glänzend erholt«, spann sie die Unterhaltung fort. »Sie soll ja voriges Jahr so krank gewesen sein — vor ihrem amerikanischen Gastspiel. Eine Blinddarmgeschichte, glaube ich . . .« »Blinddarm . !« platzte jemand an-/.üglicL heraus Die Baronesse, ein durch-iriehener Backfisch, kicherte in ihr Taschentuch. Die Baronin war krampfhaft bemüht, die plötzlich ausgebrochene Heiterkeit zu überhören. »Vielleicht hat ihn das so mitgenommen - Korunth meine ich«, fuhr sie leicht errötend lort. »Er vergöttert ja die Frau. Eine selten glückliche Ehe • »Die einzige glückliche Theaterehe, (iie ich überhaupt kenne«, sagte der Herr mit dem Scliaiispielergesicht »Und seif sechs Ja^ren, das will etwds heilten! Wissen Sie übrigens schon das Neueste: Gregorieff läßt sich wieder scheiden, zum vierten Male, l m die Talma zu heiraten . . .« »Die es auch schon auf drei Ehen gebracht hat.« »Von den — Kameradschattsehen ganz zu schweigen.« Die ganze Loge bog sich vor I achen Baron Rosen benutzte die Gelegenheit, um Hella, die nicht in dieses Gelächter einstimmte,' tröstend den .Arm zu streicheln. »Keine Angst meine reizende Kleine, Herr Korunth wird seinem Schicksal, Sie engagieren zu müssen, nicht entgehen Ich rufe ihn ((lejch morgen vormittag 'in und vei' '' ede imt ib'ii wann "r ntnpfringen will. Haben Sie lele- lori. MARBURGER ZEITUNC Kein Eanheni^i^rlajJ zu Pfingsten Nach einer Anordnang les General bevollmächtigten für den Arbeitsem safz finden die Bestimmungen der Tatii Ordnungen im privaten Bank- und Vei sitherungsgewerbe, wcmach der Sams tdg vor oder der Dienstag narh Pfing s!«n dienstfrei bleibt, m diesem Jah keine Anwendung. Dris gleiche gilt (u öffentliche oder ollentlich-ret htlich Kreditanstalten, Sparkassen usw. Di Arbeitszeit am Stripnfe!er am Tenetthoffniat/ und einer Redn von Rtindo'^filhrer Steindl findi'n im Burosaal die Kultnrtage ihr^n festtich^n Ahsrh'uH Neue Reise- und Gaststätten-market^ Die geltenden Reise- und Gaststätten-marken sowie die entsprc henden Lebensmittelmarken für Sonderzuteilungen treten gcm.iP ihrem .\Mfdrurk mit dem 30. September auf^er Kraft Nur bis 7U diesem Tage können die Verbraucher Ware auf diese Marken be7ielien. Wie der Rr'irhserniihrungsmini''ter in einem r:i1 iß mitteilt, v/erden mit Reg'nn drr 54. Ziitr'i!ungsp'>riode neue Reise-und Gasfst.'ittenmarken sowie /if'ue l.e-hensmitte:marken für Brot, Fl'-'isrh, Butter usw. nusMpgobr'n ilie aV* 20 September /lim Fipkauf herechtinon und deren f'iiiH•'ik'^'t .Aufdruck bis zum fi. Februar 1'144 bef'istot ist. Der neue Fahrplan der Reichsbahn Die Ankunlls- und Abiahrls/eilen In Marburg n. dir Kurkhüclicr dp» «b H .M.i 1941 Silttiiro FatirpUnfi d»-r Deiiticlien Riifhfcbahn nur in bf «rhrnnUlrr An/ahi rum VtrUyil ficlnnillrn und um vielen Smlilr.tiUn l vn(l<.18 n»cb Stein- bnl.U liVnS n< h NXifn. lt."=3 ril/H# n«cb NXicn. i:.S^ R i«t 13 20 n»ich Pol-«trnil, 14 5" D /ii« na -h NU ifn. 15.1<» L)-Zu|J nach A(ram. H.ll St n.ich IV'-.;rafl. iidoih nur an Sonnlafirn. Dienst jiJin. üorin.r\ta(ien Und Snm.x latfrn. 17,4« nar'i Viltaih, 18 "1 nach Aaram 18 15 nach Müri/iii'blaft. 1H.30 na.;h Raul. 18,42 narh PoUlrau. 2it.07 nai h ^X'ien, 20.5rh dem ersten Wcitkriea erlebten — gute Gründe, auf eine glänzende wtrt-7itkiinft besonders HEIMAT Vaal HSrbigar, Lm tiaiak Halwlck Oaarga Mr Jngandllcha uDtar 14 Jaferaa ilclil ragaUisaal Fraltag, lt. Mai gatcbloaMi. WahrmachtvorataUuBg KfUtwoch, 26. Mai und Donnaritag, tf. Mal, laaMmal um 16 Uhr gro6a MlrchaivorilaUuit „BalMcka Puchs". — MUltArpralM Burg-Lichtfsplele Cflll __lachaaalaldaralral« ■la If. Mai — daa Luttaplal Der Hochtourist ■It loa >l6ckal, Tnida Haiiarbarg, ionf Itdih«!* PQr Jagenditcha Bichl tngalaiienl BÄUER&CIE BERLIK SW 68 Seit Jahrzehnten hochwertige PrAporate Sur Erholtung des täglichen Wohlberindeni und Sur Vorbeugung gegen Anstedtung der oberen Luftwege. Offene Siellen Vm natlallaaf iroa ArkaltakrII- laa «Ol dta Znsliaimaiif dai (lladigaa Arballaamlaa alngalrall wardaa. Nlherlnncn, womöglich aus-gelernte, werden sofort aufgenommen. Vorzustellen zwischen 6 und 14 Uhr Fabrik Heinrich Hutter, TrleiterstraOe. 283-6 ZeitnngMastrlger u. ^eltungs-austrägerinnen werden für etwa zweistündige Früharbeit gesucht. »Völkischer Beobachter«, Herrengasse 36. 667-b BSckergehilfe, tüchtiger Ofenarbeiter sowie gut bewandert in Brotherstellung, wird sofort aufgenommen. Bäckerei Mörth, Mahrenberg. 276-5-6 Metropoi-Licfitipieie Cdll ■Ii 17. Mal Die Entlassung ■mll Jaanlngi, Warner KraaS, Tbaodar Ises. Carl Ludwig DIehl, Waraar Hlni, Olta Graf Für Jugendliebe unter U lahrea nicht rafaUaaanl Ton«ticfiraa Zu mieden qeiucfid Schroerzerfüllt gebe Ich bekannt, daß mein Heber Gatte • Josef Karl Baumann Hilfspolizist nach schwerem Leiden Im schönsten Mannesalter von 31 Jahren verschieden Ist. Die Beerdigung findet Freitag, den 28. Mai, am 17 Uhr, in Drauweiier statt. 713 In tiefster Trauer: MITZI BAUMANN, Gattin Pianino für Übungszwecke drin-gendst gesucht. H. Klein, Mah- renberg.___703-4 Schön möbliertes Zimmer !möglichst links der Drau, von [alleinstehendem älteren Herrn 'zu mieten gesucht. Angebote unter »Nett und freundlich« an die Verwaltung. 655-8 Eine goldene Damenarmbanduhr mit goldenem Armband am 21, Mai 1943 um 12.30 Uhr in Cilli, Ecke Jesenko-Seilergasse verloren Der ehrliche Finder wolle sie im Geschäfte Cilli, Jesenkogasse 3 a, gegen Belohnung abgeben. 286-5 Verscffliedenes W oknunqsdauscli Zweizimmerwohnung, sonnig, gar. rein, aller Komfort, gegen gleichwertige größere, Im Zentrum. Mayr, Scllillerstraße 26-L 669-9 Tausche Angorahasen (3) gegen Belgische. Znaimergasse i 2, Marburg-Drau. 711-14 Tausche zwei Paar braune Lederschuhe Nr. 39 gegen Badeanzug. Anrufragen von 18—19 Uhr bei Macher, Mozartstraße 40-1. 710-14 Tausche zwei große GSnse ge-'gen ein Paar Herrenstiefel Nr. 43. Anschr. in der Verw deh wer-lßl. 709-14 Weln-Zuweisungsschelne den eingetauscht für Wein------ Efnkaulsmarken. Angebote an An untere die Geschäftsstelle der »Mar-' ■ ■ burger Zeitung«, Cilll. unter ^^1 .Bauernscheine«. 279-5-14 "OSlDdl0tld^2 Fun Brwundprunff beruht, sondern auf einem I tiefen Einklang mit dem Seelenleben, i nicht bloß der Deutschen, sondern aller Nationen.« Bis zu diesen Einsichten hat auch Burckhardt einen weiten Weg zurücklegen müssen voll schwerer innerer Kämpfe und heftiger Krisen, Jahre des Werdens, Jahre der Bewährung und des unermüdlichen Fleißes. In seinen Briefen spiegeln sich diese Jahre des Werdens und Kämpfens. die seinen Werken nicht mehr anzusehen sind. Es ist der Kampf eines Großen, der seinen Weg ging, als Lehrer und Betrachter des Schönen auf der Erde und der vielen Tauenden den Atemzug des Geistes und den Flügelschlag des Schönen und Schc^ferischen vermittelte. Er lebte mit den Großen des Geistes in ständiger Gemeinschaft, und wo er hinkam, brachte er auch den Geist dieser Großen mit. dem Tausende und Abertausende in atemloser Spannung lauschten. Auch uns Heutigen vermittelt Burckhardt noch einen unermeßlichen Reichtum, Hören wir in den großen W^^rken und in den Fragmenten die Stimme des Sehers, vor dessen Blick Völkerschicksale lagen, die er mit der Kraft des Künstlers erhellte, so offenbart sich in seinen einzigartigen Briefe* ein liebenswerter Mensch auf seinem menschlich oft schweren Weg zur Größe Adolph Meutr Neues Kopernikus-Standbild in Thorn In den Anlagen auf dem Horst-Wessel-Platz in Thorn wurde ein Standbild Ko-pernikus' aufgestellt, freilich noch nicht das Werk selbst, sondern das Modell in den Größenverhältnissen des Originals, das 4,50 Meter hoch ist und auf einem Sockel von 1,30 Meter Höhe stehen wird. Das von Gauleiter und Reichsstatthaltei Forstel gestiftete Werk Ist eine Meisterschöpfung des Bildhauers Thornk und zeigt den Schöpfer einer neuen Weltanschauung noch bei der nachdenklichen Arbeit Er trägt die Kugeln der Sonne und der Erde abwägend in den Händen, um ihr Verhältnis gegeneinander sichtbar auszuprobieren. 4- Im Dienst der Wiener Theatergeschichte. Kürzlich fand in Wien die Gründungsversammlung der »Gesellschaft für Wiener Theaterforsrhung« statt. Sie steht unter der Leitung des Univ. Prof. Dr. Eduard Castle und soll ausschließlich der Theaterqeschichte Wiens dienen. Magie der Linie Olaf Gulbransson wurde 70 Jahre alt Gastspiel der Hamburger Staats Oper in Sofia Olt schon legton deutsche Kuiistler in Bulgariens liduptstadt Zeugnis db von dem durch den Krieg ungebrochenen deutschen Sc:h<äflenswiilen im Bereich der Kultur, und immer waren sie gern gesehene Gäste in Solia. So wurde auch j das Gastspiel der Hamburger Staatsoper' mit Freude bcyriiCU. Zwei Werke Mozarts standen auf den. Spielplan- »»Die Entiiihiung aus deni SeraiU und »Die Zauberiiöte«, zwe, Opern, fiir die das bulgarische Publikum aus den Aulfühiunyen des eigenen Spielplans gute Vetgleiche ziehen kann Jedesmal war das Haus bis auf den letzten Platz ausverkauft. Schon nach der ersten Aultuhrung schrieb die bulgarische Presse von dem ungewöhnlichen Erfolg. Für Soldaten der deutschen und dei bulgarischen Wehrmacht fand eine mit lebhaftestem Beilall aulgenommene Son-dpraufführung in Gegenwart des Kö-niqspaares statt. C. A. Drewitz Vor gut vierzig Jahren, 1902, kam Olaf Gulbransson aus seiner norwegischen Heimat nach Deutschland. Der Weg ging über Berlin nach München Als Gepäck brachte der Zeichner, der in Norwegen schon einen Namen hatte, nur eine Zahnbürste mit, denn er glaubte, man würde ihn bald wieder heimschicken. Man hat ihn nicht heimgeschickt, er ist seßhaft geworden in Bayern, haust seit langen Jahren als ein rechter Bauer auf dem Schererhof bei Tegernsee und arbeitet noch heute wie damals regelmäßig für den Sim-plizissimus, Wenn er was Wichtiges vor hat — seine Wiese mähen oder im Gras liegen und halboffenen Auges vor sich hinträumen — arbeitet er nicht. Dann halten seine klaren blauen Augen und der Zcichenstift Feierstunden und der Philosoph Gulbransson lächelt über diese amüsant unvollkommene Welt, die für ihn in Wirklichkeit vollkommen und harmonisch ist, weil sie ihm unaufhörlich Gelegenheit gibt, seinen sprühenden Geist, seinen pfiffigen Witz und seine bäuerliche Einfalt an ihr zu entzünden. Wenn Karikatur nicht nur scrsetxend, sondern auch aufbauend ist und sein soll, 90 erfüllt Gulbransson mit seiner Kunst diese Forderung in einer ganz eigenen selbständigen und selbstbewußten Art. Er gibt keine bloße Steigerung, kein Übertreiben der Norm, das wäre Gebrauch herkömmlicher Mittel der Karikatur; er verneint auch nicht, verunglimpft nicht, reißt nicht Heiliges in den Kot, sieht nicht das Heroische nur »von unten«, er ist nicht boshaft, denn Bosheit verbaut den Weg zum Verstehen; er sieht das Wesen und er bringt es in die bündigste rorm, umreißt es mit der reinen Linie, die unter seiner begnadeten Hand zur Zauberlinie wird. Daß er ironisch zur Welt eingestellt ist, sie mit gutmütig listigen Augen betrachtet, ist seine Philosophie, die keine Spur von Pessimismus, von Weltekel aufkommen läßt, denn dazu ist Gulbransson viel zu sehr Lebenskünstler, Lebensbeja-her in jeder Form: nicht hochnäsiger Bewohner des Parnasses, sondern guter, derber Erdenbörger, der am Animalischen seine Freude hat und glücklich ist, wenn ihm ein Kerl über den Weg läuft, um den es der Mühe lohnt, den Zcichenstift In Bewegung zu setzen. Und es sind ihm im Lauf der Jahrzehnte so viele über den Weg gelaufen; Gelehrte, Künstler, Politiker, Berühmte und Unberühmte, ganze Kerle und halbe Helden, Spießer, satte Bürger und Hungerleider, Philister, veil* chenblaue Träumer und blutrote Lebent* raffer. Heilige und Scheinheilige, dick-schädlige Bauern, knospende Jungfrauen, engelreine und lausbübige Kinder, brutale und pflanzenzarte Geschöpfe, kurz: die Spezies Mensch in ihrer ganzen bun-ten Mannigfaltigkeit, und er wählte nicht, er griff einfach zu. Und jeden, den Gulbransson packt, den greift er ganz, er wird wehrlos in seiner Hand, wird sein Geschöpf, daß er noch einmal, gleichsam als Bestätigung oder fröhlichen Kommentar der Schöpfung Gottes formt. So ist Olaf Gulbransson ein dokumentarischer Kulturkritikcr, nicht ein mit Wissen beladener Weiser, sondern ein bauernschlauer, scharfäugiger Erkenner, vor dem niemand schauspielern kann. Er durchschaut alle und altes, das ist seine Stärk«, seine Überlegenheit. Einmal erzählt er, in Zeichnungen und Worten, sein Leben, besonders seine Jugend: »Es war einmaL« Es ist wahrhaftig ein krauses, buntes Märchen, zauberhaft und ergreifend, komisch und tragisch, phantastisch und wirklichkeitsfroh; der ganze erdnahe Olaf steckt in dem Buch und alle Gestalten, die seinen Weg kreuzen, sind voll prallen Lebens und doch nur mit der spärlichen, oft hauchzarten Linie erfa[3t. Von dieser Linie geht eine Magie aus, die uns unbegreiflich erscheint, der wir uns aber nicht entziehen können. Und ein Ethos ist in dem Buch; bäuerlich-sachliche Einstellung zur Welt, zum Schicksal. In den Landschaftshildern dieses Märchens vom robusten Leben wird Gulbransson zuweilen der reinen Linie untreu, arbeitet mit Schatten und erreicht in Sehwars-Weiß eine berückende Farbigkeit. Wenn seine Zauberlinie sich des Märchens bemächtigt, wenn sie etwa Andersen »illustriert« — das häßliche junge Entlein, Däumlicschen, das Mädchen mit den Zündhölzern — dann ist sie reinste Poesie. In den gezeichneten »Sprüchen und Wahrheiten« steckt der weit- und lebenserfahrene Gulbransson der unerschrockene, reaKstische Bezwinger der Wirklichkeit und der fast mystische Bewunderer des rätselhaften Daseins. Es gibt in diesem Band ein paar Blätter von einer überzarten und doch rücksichtslosen Psychologie, die einen Vergleich mit Nietzsches Entschleierung des Allzumenschlichen nicht KU scheuen braucht. Hugo Kubgeh Autnahm«: StvKen Lichihild Gru Der Raum »Mflrztaler Bauernhans« aus der Roscgger-Ausstellung in Krieglach Grazer Kulturspiegel Die letzte Maiwoche bringt für Graz eine Reihe interessanter kultureller Veranstaltungen. Zunächst wiederholten Erika Pirschl und Peter Otten am Dienstag ihren gemeinsamen Vortragsabend unter dem Motto »Kennst Du das Land?« zum dritten und letzten Male, am selben Tag fand im Schauspielhaus ein Gast^iel des Steirischen Landestheaters mit Coldonis »Rappelkopf« statt, während im Vortragssaal der Neuen Galeric der untersteiri-sehe Maler Dr. Emst Wagner einen Vortrag anläßlich der Ausstellung seiner Zeichnungen mit dem Thema »Schauen und Gestalten der Landschaft« hielt. Mittwoch fand die erste Wiederholung des Balletts »Coppelia« Im Opernhaus zusammen mit Paul Emsts ^Lustspiel »Pan-talon und seine Söhne« statt, es spielten ürner am gleichen Tag Wolfgang Grun-sky und Peter Schelling in einem Duo-Abend des Steirischen Musikschulwerks im Kammermusiksaal Werke von Brahms, Schumann und Kilpinen. Samstag singt im Rahmen einer KdF-Veranstaltung Maria Prill-Gruber in ihrem vom 15. auf den Mai verschobenen Liederabend. Am Montag, den 31. Mai, wird schließlich Prof. H, V, Schmeidel ein außerordentliches Symphoniekonzert des Städtischen Orchesters mit Werken von Pfitzner, Mozart und Bruckner dirigieren. Die Solistin des Abends ist Maria Tauber, l. Koloratursopran der Prager Oper, 4- Ein Jugendblldnli von Koparnlkui wurde in dem ehemaligen Museum der Stadt Lublin «ufgefunden und sichergestellt. Das Bild stellt Kopernlkus im Alter von etwa 17 Jahren dar und ist von einem bisher unbekannten Maler in äußerst sprechender Ähnlichkeit gemalt worden. Das wohl ursprünglich aus Privatbesitz stammende Bild ist vom Generalgouvemeur der Regierung in Krakau zur Veiöffentlichung übergeben worden. -f- Aul den Wiener Lehrstuhl für Geburtshilfe und Frauenheilkunde wurde als Nachfolger von Prof. Weibel der o, Professor Dr. med. Tassilo Antoine von der Universität Innsbruck berufen , 4- Oer Begründer der modernen Geographie und der bedeutendste Geograph des 18 Jahrhunderts war Dr. Anton Friedrich Büsching, der am 27. September 1V24 zu Stadtiiagen geboren wurde Er wirkte in Göttingen und Petersburg und wurde dann Reorganisator des Berliner Schulwesens. Friedrich der Große schät7te den eifrigen und fleißigen Schulmann sehr. Für seine allgemeine Erdbeschreibung, ein wissenschaftliches Meisterwerk jener Zeit, opferte er selbst ein Vermögen. Der große Gelehrte und Vorkämpfer starb am 28. Mai 1793. -f- ''Bibliografia Germanica« nennt sich eine neue italienische Monatsschrift, die dem italienischen Volke als Wegweiser durch das deutsche Schrifttum dienen will. Das Berliner Philharmonische Orchester unter Leitung von Hans Knap-pertsbusch wird am 28. Mai in Madrid ein Konzert für die Kameraden der Blauen Division und die Mitglieder des spanischen Fluggeschwaders geben -{- Deutsche Filme vor der Blauen Division. D9s deutsche Kulturinstitut in Madrid hat vor kurzem für die Frontkämpfer der Blauen Division, die sich in Madrid aufhalten, Filmvorführungen eingerichetet Diese Vorstellungen sind inzwischen zu kameradschaftlichen Zusammenkünften und zu einer mit Spannung und Freude erwarteten ständigen Einrichtung im Leben der spanischen Hauptstadt geworden, die besonders die freundschaftlichen Bande, die an der Ostfront und in Deutschland geknüpft wurden, frisch und lebendig erhält. -f Germanisches Haus in Hannover. In Hannover fand die Eröffnung de» Germanischen Hauses statt. Dieses Haus soll für die Kriegsfreiwilligen der Waffen-#^, die Arbeiter und Langeraarck-studenten der germanischen Lancier sowie für die Jimgen der germanischen Wehrertüchtigungslager und des germanischen Landdienstes im Deutsciien Reich eine Kameradschaftsstätte bedeuten. -|- Der Schleswig-Holsteinlsche Kunstpreis für Musik wurde dem Komponisten Alfred Huth zuerkannt. -f- Werner Karlhaus' neuestes Werk, die »3. Symphonie g-moll«, wurde in Remscheid erfolgreich uraufgeführt. -f- »Peter Schmoll«, ein Singspiel des fünfzehnjährigen C. M. v. Weber, das seit seiner Uraufführung im Jahre 1803 verschollen war, wurde in Freiberg/Sa. mit neuem Text zum ersten Male aufgeführt. Der Erfolg war eindeutig und läßt hoffen, das Webers erstes erhaltenes Bühnenwerk wirksam bleibt. -f Zwei neue Werke von Franz Höller sind im Volk- und Reich-Verlag in Prag erschienen: der Gedichtband »Herz in Böhmen«, der auch eine Auswahl der Kriegsgedichte Hölleis enthält, und die Komödie »Spießer». -j- Rudolf Scheel, der veidieustvolle Indendanl des Reussischen Theaters Gera, wurde zum Intendanten des Berliner »Theaters am Nollendortpiatz« und zum Oherspielleiter am Berliner »Deutschen Opernhaus heiulrn. -|- Drei ständige Bühnen in de^ Slowakei. Mit dem Ostslov/akischen Theater in f*iescliau wird die dritte ständige Bühne in der Slowakei errichtet. Die erste Spielzeit soll im Herbt dieses Jahres aniaulen und neun Monate dauern. "|- lüU Jiitire Bayrische Stdatsblblio-thek. In diesem Juhie leiert die iJay-rische Staatsbibliothek in Munctien ihr hundertjähriges Bestehen. Sie umfaßt über zwei Millionen Bande und über 40 000 Handschrilten. IJmfangmäilig wird sie nur von der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin überiroffen. Das Veroneser Abenteuer Von Paul G. A. Klein In Verona lobten zwei Fam.ilien, die waren einander Jeind seit langer Zeiti und keiner der jetzt Lebeniden wußte eigentlich den Grund dieser Feindschaft. Trafen die einen die andern auf der Straße, so gingen sie stolz erhobenen Hauptes aneinander vorbei oder warfen gar zornfunkelnde Blicke hinüber, die von der anderen Seite ebenso beantwortet wurden. Nur die beiden Jüngsten aus den Familien, Adrioiio aus der einen und Lucia aus der anderen, fanden diese Fehde ihren Wünschen höchst hinderüchi denn sie waren durch eine innige Zuneigung verbunden. Wollten sie einmal zusammen sein, so mußte es im Schutze det Dunk.elhoit ge.schehen, die ja von jeher der Freund der Liebenden ist, und mancher dunkle Torbogen in Verona war Zeuge ihrer heimlichen Liehesschwüre. Aber schließlich wurden dem Vater Lucias deren abendliche Besuche bei ihrer Freundin verdächtig und er stutzte der Tochter die Flügel, indem er statt der alten Hausbesorgerin den Biuder — Diego hieß er — zu unerwünschtem Schutz mitgehen hieß. Adriano, der so die Geliebte nur noch aus der Entfernung zu sehen bekam, war dieses Zustandes bald niude und sann, und salin, wie er ihm ein Ende machen köimtB. Aber es wollte ihm nichts Besseres einfallen, als seinen Freund Gia-como ins Vertrauen zu ziehen, um von dem nicht Unerfahrenen einen Rat zu erhalten. Dieser Giacomo nun war ein eifrigei Leser jener Dichter, bei denen die Liebe erst mit Strickleiter und Entführung anfängt, eine ernsthafte Angelegenheit zu sein. Dem leuchteten die Augen, als er Adrianos Klagen vernahm, »Wundervoll, wundervolll« begeisterte er sich. Und als Adriano an seiner Lage nichts Wundervolle« finden wollte, stürmte er erst recht vor: »Eine herrliche Gelegen-he'it, Mut und List zu zeigen und das Glück zu zwingen!« »So, hast du schon einen Plan?« »Einen? Ein halbes Dutzendl« Aber Adriano wollte sich schon mit einem begnügen, und er gab seine 2u-Stimmung einem Vorschlag, der ihm am Ifenigsten unausführbar erschien: Lucia sollte es einrichten, an einem Abend einmal ihre Freundin ohne Begleitung des Bruders zu besuchen. An einer unbelebten Stelle der Straße wollte dann Giacomo zum Schein einen Uberfall auf Lucia verüben. Sie sollte um Hilfe rufen und Adriano sollte ihr als Retter erscheinen. Die ahnungslose Begleiterin und die vom Kampflärm — wir werden gehörig lärmenl — herbeigeru-tenen Bewohner würden vor dem Vater Lucias den Heldewnut Adrianos bezeugen, und — könnte er dann anders als dem Adriano zur Belohnimg seine Tochter zur Frau geben? So wenigstens gingen die Geschichten aus, die Giacomo zu lesen pflegte. » Adriano war von dem Erfolg dieser Unternehmung zwar nicht sehr überzeugt, aber da er keinem bessereo Rat wußte, stimmte er schließlich zu. Folglich schrieb er der Geliebten einen Brief, in dem er sein Vorhaben auseinanderlegte. Den Brief ließ er durch Jene Hausbesorgerin überbringen, die in nichts so zuverlässig war wie in derlei Liebeshändel, da sie im Begünstigen schwieriger Liebschaften die einzige Gelegenheit sah, sich noch auf dem Felde der Liebe zu betätigen. Die Alte vermittelte auch die Antwort Lucias, die mit dem Mut der Verzweiflung dem abenteuerlichen Plan zustimmte. Endlich kam ein Abend, der für die Ausführung günstig war: Lucia würde mit dem Vater allein im Hause sein, da der Bruder eine Besprechung mit einem Freunde in dessen Haus hatte. Lucia sandte die Alte mit der bewußten Nachricht an Adriano und war dann während de« ganzen Tages In erregter Erwartung. Als sie am Abend ihr Vorhaben, die Freundin zu besu-cfien, vorbrachte, tat sie es so befangen, daß der Vater keines Scharfsinnes bedurfte, die Ausrede zu durchschauen. Aber seltsam; er machte keine Anstalten, Luden den Ausgang zu verweigern. Wenn sie sich allerdings auf der Straße umgeblickt hätte und wenn nicht dunkle Wolken den Himmel verdüstert hätten, so würde sie hundert Schritte hinter sich den Vater bemerkt haben, der von der Voraneilenden gleichmäßigen Abstand hielt. Sie aber sah und hörte nichts, sp.ürte in Kopf und Herz nichts anderes als: Adriano. Um diese Zeit hatte auch Diego seine Unterredung, früher als er gedacht hatte, beendet und strebte, von der entgegengesetzten Seite kommend, dem väterlichen Hause zu, so daß Lucia ihm fast in die Arme gelaufen wäre. Als er noch etwa fünfzig Schritte von ihr entfernt war, sah er, wie ein Mann über eine nietlrige Mauer, die ihn verborgen hatte, sprang und der Dame, in der Diego jedoch nicht Lucia erkannte, mit einem Degen in der Hand den Weg vertrat. Die Dame rief um Hilfe, indessen ihre Begleiterin die Kampflosung der Hasen ausgab, so schnell es ihre steifen Knochen zuUeßen. Aber schon sah Diego eine ander« verdächtige Gestalt gerannt koavmea, die er für einen Komplizen des ersten hielt. Rasch entschlossen sprang Diego der bedrohten Frau zur Hilfe) ebenso schnell aber kam von der anderen Seite ein vierter Mann hinzu, und es hatte* sich bald eine gewaltige Prügelei entwickelt, und keiner wußte, wem die ausgeteilten Hiebe galten, denn keiner erkannte in der Dunkelheit den andern. Schließlich gelang es dem Giacomo, die Walstatt mit den Fersen zu segnen, und das Turnier wurde nun mit unver-mincierteou Eifer zu dritt fortgesetzt Dabei ergab es sich, daß ihrer zwei zueinander hielten gegen den dritten, den sie schon am Boden liegen hatten, da seine Kräfte gegen die Ubermacht nicht aiilkommen konnten. Lucia stand ratlos beiseite. Dieser Fall war nicht vorgesehen. Da zog der Mond plötzlich den Wolkenschleier von seinem Gesicht, und in diesem Augenblick erkannte sie in deni einen der Kämpfenden den Bruder. »Diegol« rief sie. »Mein Gott, Diego! was tust du?« »Lucia, du?« Der Bruder hielt inne. »Diego, du?« rief jetzt der zuletzt Hinzugekommene und da standen niui Vater, Sohn und Tochter und sahen voll Sta>unen einander an. »Aber was machen wir denn hier?« fragte schließlich der Vater. Die Pause hatte Adriano benutzt, sich unter einigen Mühen zu erheben. Kaum aber erkannten Vater und Sohn den Todfeind, als sie sich schon wieder an- schickten, ihre Abrecfuiuiig mit ihm zu beenden. Doch schnell sprang Lucia zwischen die Parteien. »Halt, halt! Was wollt ihr denn? Ihr seid mir rechte Hel-denl Den Banditen, der mich überiailen wollte, habt ihr entkommen lassen und an jeneon, der mich zu retten sein Leben nicht schonte, wollt ihr nun feige euer Mütchen kühlen?« Da wurden Vater und Sohn etwas schweigsdm, denn einer unehrenhalten Handlung sollte man sie nun doch nicht beschuldigen können. »Signor«, begann schließlich der Vater etwas betreten die Friedensverhandlung, »wir sind zwar Feinde, aber wir sind Edelmärmer und wissen, daß wir Eure Ehre wieder herzustellen haben. Fordert eine Sühne, und wir werden sie einlösen.« »Auf Ehrenmanns Wort?« fragte Adriano, der die Sonne seines Glücks über seinem unrühmlichen Abenteuer aufgotien sah, und als der andere kopfnickend bestätigte, sagte er schnell: »So gebt mir eure Tochter zur Frau, denn wir lieben uns seil langem.« »Das ist eine unmögliche Forderungl« »Und Euer Ehrenwort, Vater?« warf Lucia ein. Der Vater schwieg. Und da er keinen stichhaltigen Einwand wußte, blieb ifun nichts anderes übrig, als schweren Herzens Abschied zu nehmen von dem ehrwürdigen Familienzwist. Die Beteiligten verließen einträchtig und ein wenig ermattet den Kampfplatz, auf dem nur ein verbogener Degen zurückblleb, indessen Giacomo zu Hause seine ^er-schundenen Glieder pflegte und hoch und heilig schwur, niemals mehr seine Haut zum Liebesmarkt eines andern zu tragwtt.