Erscheint DitUllag und /«itllg. Redaktion: Or«disch<"N»rN»°t Nr. 23. Expedition: N«»n Hous'Nr. 190. Inserli«n«gebühre»: fiir tie «spaltige Zeile »»ei leren Raum für l Mal s tr., 2 Mal 8 tr.< 3 Mal I» kr. Insertion«« stempe! jede« Mal 2U lr. Verlag und Druck von I . Blas««. I. Jahrgangs Abonnement fiir LaibaiH^^W ganzjährig 5 fi. — lr. Halbjahr,« 2 „ 5» „ uierleljHhiig l „ 25 „ Durch die Post: ganzjährig 6 fi. 4« lr. halbjährig 3 „ 20 „ vierteljährig l „ ?l> „ Linzelne sxemplare loste» 5 Nlr. Zeitschrift für vaterländische Interessen. Verantwortlicher Redakteur: (Manuscripte «erden nicht zurückgesendet.) P. v. Rabies. Laißllch am 19. Mlli 1865. M 4». Dr. Toman und das Marlenschutzgesetz. 10 „ 38 „ „ Michael Dobovset 5 „ — „ zusammen . 1,826 st. 10 kr. Der Herr Bürgermeister Costa ist mit 100 st. beigetreten und hat 20 fl. bereits erlegt. Von Vereinen sind ^beigetreten und haben erlegt: die Marburger öitavuica 100 fl. die Gemeinde L,a2ärto, für welche Herr Peter Kozler erlegte 100 „ das Seminar in Trieft, für welches der hochwürdigste Bischof Dr. Ierni Legat und einige slavische Geist­liche erlegten .», ^ ,.,... ^ . 100 „ 300 st. Vereine, die beigetreten sind, jedoch bisher unter 100 st. erlegten: Gemeinde Idrija 50 st. Lesevercin in Nstric«, 50 „ öilHvnioa in (üeluveo . . 40 „ „ in ^jäovsllÄ, 20 „ in 0el> 20 „ „ in I^ubljau«, 20 „ „ in ^i-8t 20 „ ^uZui 80K0I 20 „ die Landwirthschafts-Filiale in Oelju 20 „ zusammen . 260 st. in Correspondenz ist die Natio«, mit der NatiLH 63.IuiÄtiQ8!!a in 2»Hrn, „ „ „ ßaüZKo - ruski!, in I^^ovu (Lemberg), „ „ „ »lovÄLk«, in l'uröijan»^«, 8t. NIartiuu, „ „ „ srbgka in Novem Laäu. Insbesondere ist hervorzuheben Herr Peter Kozler, der der Nation großmüthig 707 Exemplare seiner Landkarte der slovenischen Lande und 470 Exemplar« ber Ortfchaftsverzeichnisse, welche zusammen einen Werth von 700 fl. haben, geschenkt ha», (^ivio.) Ferner gebührt der Dank der Laibacher öitNVNiQa, die freundlichst die nöthigen Lokalitäten der Natioa eingeräumt hat; dem Herrn Dr. Zupanec, der mit unermüdlichem Eifer die schwierigen Geschäfte eines Kassiers verrichtete und der Bibliothek be­deutende W«rke schenkte; dem Herrn Verwalter Vrus, der der Bibliothek alle Jahrgänge der Novios; dem Herrn Korbelto, der über 40 öechische Bücher der Natioa schenkte und Herrn Alasnik, der im Jahre 1864 die Novics umsonst übersendete; dem kroatischen Patrioten und Dichter Hrn. Mirko Bogoviö, der der Katic«, seine sämmtlichen Werke, Herrn Dr. Matijll Leben, der alle slovenischen Zeitschriften, insbesonders aber dem Herrn Alfred Baron Mazkon aus Pisec in Steiermark, der der Nation zwei Hefte Manuskripte, enthaltend die hl. Schrift, die im Jahre 1680 Mathia Kastelec Kanonikus in Neustadtl übersetzte, von welchem bereits Valvasor und später?. Marko erwähnt, und welche bisher als verloren betrachtet wurden, endlich Herrn Dr. Strbenec, der dem Verein die Manu­ skripte des verstorbenen Ravnikar (Poöenöan) widmete. I m Ganzen hat die Natioa, 203 Werke ohne die Manuskripte und Vrochuren zu rechnen, als Geschenke empfangen. Zum Dante ist die Nation verpflichtet den 47 Mandataren der Natica, die mit lobenswerthen Eifer für selbe gewirkt haben. Wie weiter der Bericht erwähnt, ist die NatioZ, leider noch nicht auf jener Stufe, die sie bei Unlerstützung ihrer Patrioten erreichen könnte und die sie erreichen muß, wenn sie in vollem Maße ihren Vorsatz der allseitigen Bildung des slovenischen Volkes erreichen will. Allein schon die jetzigen geringen Erfolge geben die angenehme Hoffnung, baß bei einigem Wirken sparsamer Gebahrung, sie zu jenen Kräften gelangt, daß sie mit Gottes Hilfe die Quelle fein wird der wahren Bildung der slovenischen Nation! Dieser umfassende, mit größter Klarheit verfaßte Bericht, ist ohne Debatte unter Avi o und Llava-Rufen zur Wissenschaft genommen worden. Sohin trug Herr Dr. Bartlmä Zupanec den Bericht der Iahresein­ nahmen und Ausgaben pro 1864 vor, dem wir entnehmen, daß die Nlltioa eine Einnahme von 8744 st. 66 kr. und eine Ausgabe von 1065 st. 44 kr. hatte, sowie den Voranschlag z>ro 1865, der eine Ein­ nahme von 1445 st. 79 kr. und eine Ausgabe von 915 st. nachweiset, deshalb einen Rest von 530 st. 79 kr. für die Ausgabe der Bücher zeigt. Bevor zur Debatte hierüber geschritten wird, erinnert der Vor­ sitzende Herr Dr. Vonöina die geehrte Versammlung, daß diese Resultate erzielt werden konnten und daß die Nation überhaupt wirken konnte, wir nur zu verdanken haben der Güte unseres allergnadigsten Kaiser Franz Josef I., deshalb rufet er mit vollem Herzen demselben ein dreimaliges 81a,va zu. (Die Versammlung stimmt in die 81 av»-Rufe stürmisch ein.) (Fortsetzung folgt.) Politische Nevue. Der Finanzausschuß für 1666 kam wieder zu dem fatalen Dispositionsfond. Schon vorher, bei der Bewilligung von 200,000 st. für die amtlichen Zeitungen, waren verschiedene Winke gefallen, wie die Regierung bei denselben sparen und sogar noch gewinnen könne. Bei dem Dispositionsfond aber wurde die Discussion wieder fehr lebhaft. Herr Minister von Schmerling wollte sich auch für 1866 mit 400,000 st. be­gnügen; ein Theil des Ausschusses wollte, wie für das Jahr 1865, min­destens 200,000 st. einstellen. Schindler, Herbst und Brinz stimmten dem Referenten Hofrath Taschek bei, welcher für gänzliche Streichung war, und deckten die Blößen der offiziösen Presse schonungslos auf. Bei der Abstimmung wurde dieser Antrag auf gänzliche Streichung nur mit 13 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Dagegen vereinigte sich sodann die Mehrzahl dahin, für das Jahr 1866 um 50,000 fl. weniger als im Vorjahr, nämlich nur mehr 150,000 fl, zu bewilligen. Die „Narodni Lisch" erfahren aus Cettinje : Se. Majestät der Kaiser von Oesterreich habe aus Anlaß des von Seite des Fürsten von Montenegro bereits im abgelaufenen Winter in Wien gestellten Ansuchens um Ertheilung der Bewilligung zum entgeltlichen Bezüge von 200 Stück neuer Kapselgewehre sammt Bajonneten aus Oesterreich für die neue Leib­wache des Fürsten Nikolaj — diesem die ganze Sendung der bestellte» Waffen zum Geschenke gemacht. Dieselben wurden von dem Fürsten am Ostermontage unter die Leibgarde vertheilt und nach dem von dieser ge­leisteten Eide der Treue die erste Salve zum Zeichen des Dankes dem hohen Geschenkgeber zu Ehren gelöst. Die Trientiner Gemeinde war gesonnen, zur Dante-Feier eine De> putation nach Florenz zu schicken. Es wurde indeß die Erlaubniß dazu verweigert. Der König von Preußen soll in diesem Monat nach Karlsbad rei» sui. Man spricht vsn einer Zusammenkunft desfelben mit dem Kaiser von Oesterreich, welche die Ausgleichung der Differenzen bezüglich der Herzogtümer herbeiführen sollte. Die Verleihung des Großkreuzes der Ehrenlegion an Herrn v. Vis­marck war von einem Handschreiben des Kaisers begleitet, in dem die Verdienste des preußischen Ministers um die Erhaltung der freundlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Preußen rühmend anerkannt werden. Von der letztenstürmischen Scene im preußischen Abgeordnetenhause anläßlich der Militärdebatte erwartete man ernste Consequenzen. Wie es sich herausstellt, waren diese Befürchtungen ungegründet, da die Regie­rung dem Hause neue Vorlagen einbringen wird, und an einen baldigen Schluß der Session nicht zu denken ist. Von offiziöser Seite wird aus Berlin geschrieben, daß in der zweiten Kammer eine Ablehnung des mit Oesterreich abgeschlossenen Handelsvertrages für sehr wahrscheinlich gehal­ten werde. Aus Brüssel schreibt man: I n der Sitzung des Abgeordneten­hauses ist durch eine Interpellation des Herrn Delact folgende unerhörte Thatsache zur Sprache gekommmen. An dem auf dem hiesigen großen Platze den Lieblingshelden des Volkes Egmon t und Hoor n errichteten Monumente ist eine Inschrift in französischer und vlaemischer Sprache an­gebracht. Diestädtische Behörde hat nunmehr aus völlig unbegreiflichen Gründen beschlossen, die letztere hinweg zu nehmen; sie findet also die vlaemische Sprache unpassend für ein zur Hälfte für vlaemisches Geld in der zur Hälfte vlaemischen Hauptstadt errichtetes Monument zur Ehre von zwei Vlamingen, welche wenigstens angeblich für die vlaemische Sache ihr Leben gelassen haben. Der Minister des Innern erklärte, der von Herrn Delaet erwähnte Beschluß der Brüsseler Stadtbehörde sei Thatsache, und habe er denselben vergebens zu bekämpfen gesucht, da es sich hier um 171 eine Prärogative der Gemeinde handle. Herr Coomans nannte den Be­schluß der vlacmischen Bevölkerung gegenüber sehr treffend eine Frechheit. Man zerbricht sich in der That vergebens den Kopf über die Frage, wozu in den Augen des Gemeinderathes ein so ganz unnützer Akt der Miß­achtung, eine so schreiende Herausforderung, gegen einen großen Theil der Nation gerichtet, möglicherweise dienen soll. Der Czar verlieh dem Marschall Canrobert, den er in Lyon traf, sämmtliche russische Orden. Aus Konstantinopel wird berichtet: Der griechische Patriarch und die Synode beantragen die Excommunication Cusa's wegen der Se» questrirung der griechischen Klostergüter. Es mehren sich die Anzeichen dafür, daß die nächsten Folgen der Beendigung des nordamerikanischen Bürgerkrieges Mexiko zu tragen haben wird. Präsident Johnson ordnet schon jetzt sehr auffällige Truppenkoncen­trationen, die nicht nur der Unterdrückung der letzten Kräfte des Südens gelten dürften, an der mexikanischen Grenze an. Aus dem Gemeinderathe. (Iihung am IN. Mai. — Vorsitzende!: Bürgermeister vi . G, H. Costa; anwesend 18 Gemeinderathe). (Schluß.) Der Vorsitzende bringt nun den eigentlichen Gegenstand der Sitzung das Ansuchen des Herrn Ferdinand Mah r um Ueberlassung von 4'/^ ^Master städtischen Grundes, behufs Ausführung eines Zubaues hinter seinem Hause Nr. 28? in der Wasscrgasse zur Verhandlung und bemerkt, cs habe diesfalls gestern eine Lokalkommission unter Zuziehung der Mit­glieder des Magistrates und der Bausektion stattgefunden, bei der sich die Majorität für die käufliche Ueberlassung des fraglichen Terrains ausge­sprochen habe, weil hiedurch die Passage nicht verengt, wohl aber der Gasse ein schönerer Anblick gewährt, und weil eine einstige Negulirung der Gasse nur jenseits stattfinden würde, während von einem Abtragen oder Zurückrücken des großen Mahr'schen Gebäudes keine Rede sein könnte, übrigens wurde die Bedingung angeknüpft, das neue Gebäude sei mit dem alten in ganz gleicher Höhe und Fayade herzustellen, so daß das Ganze den Anblick eines einzigen großen Gebäudes gewähren würde. — Mah r habe bereits gestern der Kommission erklärt, dieß nicht thun zu können; Redner glaube auch, daß diese Bedingung nicht nothwendig fei, es genüge das neue Gebäude mit dem alten in gleiche Fluchtlinie zu brin­gen. Es handle sich nun um die Frage, ob dieser Terrain von 4'/, ^Klafter, für den Mah r den Kaufschilling von 40 fl. bietet, an ihn zu überlassen sei oder nicht? Der löbl. Gemeinderath sei zwar heute in. die­ser Richtung nicht beschlußfähig (§. 64)', wenn sich jedoch die entschiedene Majorität dafür aussprechen sollte, so nehme er die weitere Verantwor­tung auf sich. Hierüber entspann sich eine längere Debatte, in der Gemeinderath Dr. Ahaöiö die Erweiterung der Straße vor Augen habend, entschie­den gegen die Ueberlassung aussprach — während Gemeinderath Dr. Vleiwei s für diese stimmen zu wollen erklärte, sobald Mah r in die oben erwähnte Bedingung eingehen würde; diesem schloßen sich auch die Gemeinderathe Horak und Verhouc an. Die Gemeinderathe Dr. Schöppl, Dr. Supan, Schwentner und Dr. Orel sprachen für die unbedingte Ueberlassung des Terrains an Mahr, nachdem einerseits die Aufführung des neuen Gebäudes in gleicher Höhe mit dem alten, nach dem Ausspruche des Baumeisters Faleschini mit nicht leicht zu überwin­denden Schwierigkeiten verbunden ist, andererseits aber die Gasse dadurch an Verschönerung eher verlieren als gewinnen würde. Nachdem noch Ge­meinderath Stedr y die Aufklärung gegeben, daß durch das Vorrücken des neuen Gebäudes in die Fluchtlinie des alten die Gasse unten nicht enger sein würde als, sie es oben ist und daß dadurch auch von der Metz­gerbrücke nur beiläufig die Hälfte des oberen, linkseitigen Fußsteiges ver­deckt werde und Gemeinderath Dr. Ritter v. Kaltenegger eingeworfen: wenn das neue Gebäude nicht die gleiche Höhe und Fayade mit dem alten bekommen sollte, es angezeigt erschiene, beim neuen Gebäude doch mindestens ein Blindthor anzubringen, um es von dem alten besser zu unterscheiden — wurde zur Abstimmung geschritten und der Verkauf des fraglichen Terrains von 4'/, Quadrat-Klafter zu dem bezeichneten Zwecke um den Preis mit 10 st. per Quadrat-Klafter, somit zusammen um 45 fl. bewilliget (mit 16 gegen 2 Stimmen), die gestellten Bedingungen hinsichtlich der gleichen Höhe und Fayode mit allen gegen 5 Stimmen ab­gelehnt und das Amendement des Gemeinderathes Dr. Ritter von Kal­tenegger mit 10 Stimmen angenommen. Schluß der Sitzung 6'/« Uhr Nachmittag. Aus den Vereinen. I n der juristischen Gesellschaft, die am 12. d. M. ihre XI.IV. Versammlung hielt, wurde vorerst über Antrag des Herrn Dir. Dr. Costa Sr. Excellenz dem Herrn Präsidenten Statthalter Baron Schloißnigg die freudige Theilnahme an der Hochdemselben gewor­denen Verleihung des Großkreuzes des kais. mexikanischen Guadeloupe-Ordens ausgedrückt. Hierauf wurde über Vorschlag des Herrn Dr. E. H. Costa Herr Oberstaatsanwalt von W aser in Ansehung seiner hohen Verdienste um die Pflege der Rechtswissenschaften überhaupt und insbe» sonders ob seiner ausgezeichneten, scharfsinnigen und freimuthsvollen Kritik des objektiven Preßverfahrens im Abgeordnetenhause als Ehrenmitglie d angenommen. Dann folgten die Vorträge -des Herrn Finanzrath Dr. Ritter von Kaltenegger.: Ueber die Schuldhaft — eine ausführliche sehr interessante historisch-politische Abhandlung, und des Herrn Bürger­meister Dr. E. H. Costa: Zur Lehre von der Rechtswirksamkeit gericht­licher Pfändungen -- ein kurzer, ebenfalls recht interessanter Rechtsfall. Correspondenzen. Aus UlltecklNN, im Mai. Es liegt uns wieder eines jener Do-, kumente vor, welche beweisen, wie unnatürlich und zwecklos das Festhalten der deutschen Amtssprache in Gememdeangelegenheiten unseres rein slavi-, schen Landes ist. Wir citireu die in Händen habende Einlage der Ge­meinde N. an die politische BeHürde in N. Sie lautet: „Von der Ortschaft N. muß ich Ihnen zu Weisung geben daß die Insassen von dort haben sich Rickstand gemacht wegen den Gcmainde zu die Kierchen den Weg auspuzen den Schneh saupfeln weil dieselbe Kirche ist eine gutte virtel Stund weit von die Derfer, der Meschnar ist allein, ist nicht ihmstand so großen Schnee bis Dorfe zu ersaumpfeln, warum missen die Insassen von Dorfe Kl. alle Zeit bereit sein, wann so groß Schne abfalt so gleich aus den Weg von einander« zu erschmeißen wer­den muß. Daß ist nicht das erstemal geschen ist die vergangene Wintter auch so geschen worden wie jetz. Ich Habs die Leite die Nuschuße aleiu erin­nert, folgt mir euch daß werdet euch nicht in die Schaden kommen Die Löbliche K. K. Bezirkshauptschaft (!) bitte ich Ihnen das werden gegen Dorfe N. nach beliben eine Straffe anordnen." AglllM, 17. Mai. Ich beeile mich, Ihnen mitzutheilen, daß Se. Durchlaucht der regierende Fürst Schaumburg-Lippe, als Güterbesitzer in Slavonien, zur Herausgabe der Werke Buk KaradLiä's einen Beitrag von 500 fl. österr. Währ, subskribirt und durch diese edle Handlung bewiesen hat, daß ihm das geistige Gedeihen des serbisch-kroatischen Volkes nicht gleichgiltig ist, mit dem Se. Durchlaucht durch einen großen Güterbesitz, wenn auch nicht durch Bande des Blutes, in einer näheren Beziehung stehen. An solchen Thaten erkennt man den wahren Adel, den hochherzi­gen Fürsten! ?-??<> Lokales und Prpvinziales. — (Gemeinderathswahlen.) Bei der Wahl des II. Wahl­körpers am 16. d. M. wurden 255 Stimmzettel abgegeben und Herr Leopold Bürger mit 177 und Herr Wenzel Stedry mit 128 Stimmen (also gerade mit der nothdürftigen Stimmenzahl zur absoluten Majorität) zu Gememderäthen gewählt. Herr Professor Dr. Valenta blieb nur um 9 Stimmen zurück, er erhielt nämlich die achtunggebietende Minorität von 119 Stimmen. — I m Jahre 1864 wählten vom II . Wahltürper 324 Wahlberechtigte. Bei der Wahl des I. Wahlkörpers betheiligten sich 116 Wähler (im Jahre 1864 hingegen 147) und es wurden mit absoluter Stimmen­mehrheit alle unsere Candidaten zu Gemeiuderäthen gewählt: Herr Josef Blasnik mit 98 Stimmen, Herr Paul Au er mit 71, Herr Franz Rößmann mit ^9, Herr Franz Souvan mit 66 und Herr Dr. Supanz, k. t. Notar, mit 63 Stimmen. , . — Der letzten Nummer der „Alpenblätter" liegt die Petition bei, welche die Klagenfurter Handels» und Gewerbekammer an den Reichsrath gerichtet hat, worin sie um Ablehnung des preußisch-österreichischen Han­delsvertrages bittet. Die Petition schildert in sehr eingehender, schlagen­der Weise die Nothlage der kärntnerischen Eisenindustrie, welche von der Regierung selbst zu großem Betriebe angespornt, worden war, während die nachfolgenden Willkürmaßregcln des Ministeriums Brück die kaum in's Leben gerufene Industrie wieder erdrückten und die ungeheuren Verluste verschuldeten, welche das Land im Jahre 1858 trafen. Sie schildert die Ursachen, warum weder Eisen noch Blei die durch den Vertrag entstehende Concurrenz ertragen können, und weist nach, daß die Vorbedingungen zur Concurrenzfähigkeit: große Vetriebscapitalien, Vollendung des Eisenbahn­netzes, schwunghafter Betrieb der inländischen Maschinenfabriken und des Schiffbaues nicht in 14 Tagen geschaffen werden können. An die Bitte um Ablehnung des Vertrags reiht die Handelskammer das weitere Be­gehren, daß bei der Berathung des allgemeinen Zolltarifs die speziellen Vertreter der einschlägigen Industriezweige, beziehungsweise der tärutneri­fchen Montanindustrie vernommen und daß bis zur Feststellung eines neuen Tarifs alle jene Aenderungen am 53er Zolltarif außer Kraft treten sollen, welche blos durch einfache Ministerialerläsfe verfügt wurden, — Die Damenmode-Zeitschrift „Iris", die bisher in Wien bei Karl Schönewerk erschien, ist mit der in Berlin erscheinenden Zeitschrift „Viktoria" verschmolzen worden und wird unter diesem Titel forterscheinen. — Die bisherigen Einnahmen der Nation (im zweiten Vereins­jahre) belaufen sich bereits wieder auf 672 fl. — Terstenjak's Porträt ist aus dem Photograsischen Atelier von E. Pogorelc wohl gelungen hervorgegangen. — Die „Ryvioo" schreiben anläßlich des Brandes in Presta und des zweiten der Papierfabrik (von F. Terpinc) bei Presta, daß es bei allem Unglück erfreulich sei zu hören, es seien alle Hausbesitzer, mit Aus­nahme eines, versichert gewesen im Gegensatze zu andern Orten, von denen man oft hören muß, daß Niemand oder höchstens Einer versichert war. Die yKovies" legen es vorzüglich den geistlichen Herren an's Herz, für das Versichern der Besitzungen zu eifern, da deren Worte beim Volke die meiste Geltung haben! — ^In Cill i findet am 28. d. M. die Generalversammlung der dortigen öitavuioa statt; Abends ist Lsssäa mit Gesang und Theater (M. Vilhar's 2mpan). ,, Volkswirtschaftliches. Das Rambouilletschaf. 8—. Indem ich mich mit den Bemerkungen meines sehr geehrten Herrn College« P. N. Feuser in dem Artikel in Nr. 36 dieses Blattes vollkommen einverstanden erkläre, erlaube ich mir, da dort endlich der ausgezeichneten Rambouilletschaf-Raye erwähnt wird, einige Bemerkungen hinzuzufügen. Kärnten, Kram und Istrien ist es trotz den Bemühungen einiger tüchtigen rationellen Landwirthe, selbst mit großen Aufopferungen, noch nicht gelungen, die Schafzucht, die doch in diesen drei mir bekannten Provinzen nicht als Nothnagel behandelt werden sollte, auch nur theilweise zu heben. Und doch würde in allen drei Provinzen (besonders mit dem Bleiburger Schafe) durch eine zweckmäßige Kreuzung oder Einführung einträglicher Rayen ein bedeutender Nutzen erzielt werden. Eine der vorzüglichsten Schaffen ist das Rambouilletschaf. (Zu Rambouillet in Frankreich besteht eine große Schäferei etwa schon durch ein Säculum und von dort erhielt diese Raye den Namen). Sie gehört zu dem Negrettistamme. Der Körper dieser Schafratze ist bedeutend groß, hat lange Wolle und einen pechartigen Schweiß, der mehr in dem untern 172 Stapel des Vließes, weniger in den Spitzen liegt, und hierauf begründet sich das Wollgewicht, da solcher Schweiß bei kalter Wäsche wenig oder gar nicht löslich ist. I m Allgemeinen trägt das Rambouilletschaf mehr gröbere Wolle, hat loses Vließ und deßhalb auf dem Quadratzoll der Haut weniger Wollehaare als Negrettis und Elektorals. Das Rambouillet­schaf wird vorzüglich für folche Gegenden empfohlen, welche rauhe Lagen und mäßige Weiven haben, weil dieses Schaf wegen seiner starten Kon­stitution hart ist und deßhalb der ungünstigsten Witterung im Herbst und Frühjahr besser widersteht als andere edle Ratzen, auch per Kopf ^ bis 1 Pfund Wolle mehr scheert als diese. Ferner ist das Rambouilletschaf den erblichen Krankheiten weni­ger unterworfen und hat den unschätzbaren Vorzug, daß es so nachhaltig vererbt, daß bei irgend sorgfältiger Paarung fast gar keine Rückschläge zu besorgen sind. Züchtet man konsequent mit Rambouilletwiddern, so wird das Resultat eine gleichmäßige Wolle mit einer Textur im Stapel sein, die sich zu manchen Fabrikzwecken vorzugsweise eignet und deßhalb von vielen Käufern stets gesucht sein wird. Das durchschnittliche lebende Ge­wicht eines altern Mutterschafes unmittelbar nach der Schur stellt sich auf 120 Pfund, das Gewicht der ungewafchenen Wolle auf 12 Pfund mit 35°/, reinen Wollfetts. Die Böcke dagegen bis 180 Pfund und circa 18 Pfund Wolle per Stück. Hier zu Lande, wo es sich um Fleisch und Kammwolleerzeugung zugleich handelt, wäre, besonders rücksichtlich der Lage und des Klimas von Kram (d. h. ohne den Karst) jedenfalls diese bewährte Schafratze von Seite der Schäfereibesitzer einer besondern Beachtung würdig. Das Ergebnis der Sammlungen für das zu errichtende Kinderspital. (Veröffentlicht durch da« constituirte provisorische Damen-Comits.) (Fortsetzung.) Einmal. Spende. Inhll. Se. kais. Hoheit Herr Erzherzog Ernst . 50 fl. — kr. — fl. Frau Mayer IanetteFrau Mallner MariaFrau Weidlich EincstineHerr Veßel, k. k. Lcmdes-GerichtsrathHerr Friedrich Franz, HandelsmannFrau Holz er IanetteFrau BauerFrau Seunig Henriette 25 „ — „ 5 „ 25 „ — „ 5 „ 25 „ — „ 5 „ . . 25 „ — „ — „ . . 25 „ — „ — „ 25 „ — „ 10 „ 20 „ — „ — „ 25 „ — „ — „ Herr Vaumgartner Johann .... . 25 „ — „ 5 „ Frau Vaumgartner Anna .... . 10 „ — „ 5 „ Frau Luckmann Louise 25 „ — „ 5 „ Frau Luckmann I 25 „ — „ 5 „ Frau S. v.H.in F.,durch Hrn.Pr°f.Valenia 20 „ — „ — „ Frau Lercher JustineFrau Supan Iakobine Frau Skodler Karoline Frau Zeschko AnnaHerr Galle KarlHerr Leskovic KarlHerr Blasnit JosefFrau Dolschein AnnaFrau Haussen AmaliaFrau Ramm AmaliaFrau Terpinc Iosefine ....... 25 „ — „ 5 „ ....... 25 „ — „ 5 „ 30 „ — „ — „ 25 „ — „ — „ 25 „ — „ — „ 25 „ — „ — „ 25 „ — „ — „ . 25 „ — „ 5 „ , . 25 „ — „ 5 „ 25 „ — „ — „ ....... 25 „ — „ — „ Zusammen ^4 0 fl. — kr. 65 fl. Summa des letzten Ausweises 1165 „ 24 „ 10 „ und ein vollständiges Bett. Durch den ^ri^Iav vor der Sammlung . . 33 fl. — kr. — fl. Hlluptsumme 1838 fl. 24 kr. 75 fl. (Forts, folgt.) und ein vollständiges Bett. Neuestes in Kunst, Literatur und Theater. Anton Zupan, Stenograph in Cilli, macht in der „Novioe« be­kannt, daß er ein neues System der slovenischen Stenographie ausge­arbeitet habe, das ans die deutsche Stenographie zwar gebührend Rücksicht nehme, doch dem Geiste unserer Sprache gemäß selbstständig dastehe. Der äußern Form nach nähere es sich mehr dem Stolz'fchen als dem Gabels­berger'schen Systeme, von welchem letztern nur die Satzkürzung ent­lehnt ist. Erinnerungstafel (aus dem Intelligenzblatte der Laibacher Zeitung). Am 20. Mlli. 3. «ek. Feilbietung der der Maria Podwi« von Retezhe gehöri­gen Kaischrealität; Schützwerlh ??N fi. (Bez. A. Lack.) — 3. erek. Feilbietung de, auf den Name» Michael Mauz vergewährten zu Matena gelegenen Realität; Schatzwert!) 109 fl. 20 tr. (stüdt. del. Nezirks-Gericht Laibach) — 3. erek. Feilbietung der dem Johann Rom von St. Michael gehörigen Realitäten; Schätzwert!) 3921 fl. (städt. del. Bez. G. Nenftadtl.) — Tagsatzung in Sachen der Lukas Ube'schen Pupillen Maria und Ann» — unbekannten Aufenthaltes —