Amtsblatt Mr Laibacher Ieitnng Nr. 276. Freitag den 1. December 1871. (517—2) Nr. 1470. Bezirksgerichts-Xdjllnctenstclle. Bei dem k. k. Bezirksgerichte in Wolfsberg ist eine Gerichtsadjunctenstelle mit den systemmäßi-gen Bezügen in Erledigung gekommen, für welche, eventuell für eine andere im Uebcrsetzungswege in Erledigung kommende Adjunctenstelle hiemit der Concurs ausgeschrieben wird. Die Bewerber haben ihre Gesuche im vorgeschriebenen Wege bis längstens 12. December d. I. diesem Präsidium zukommen zn lassen. Klagenfnrt, am 26. November 1871. Vom Präsidium deo k. k. LanÄeogcrichtes. (5)I2d—3) Nr. 13075. Kundmachung. Bei der k. f. Finanz Direction für Kram findet am 7. December 1 «71 , nm 11 Uhr Vormittags, die Verpachtung des Bezuges der Linien-Vcrzchrlmgssteucr mit Einschluß des 20"/,> Zuschlages zu derfelbcn bei der Einfuhr in die Stadt Laibach, so wie dcr Weg/ und Brückcn-Mauthen, dann der Wassermautl) in Laibach statt. Näheres enthält das Amtsblatt der Laibacher Zeitung Nr. 273 vom 2«. November 1871. Laibach, am 29. November 1871. 1519-1) 3ir7^11337 Kundmachung. Bei dem Magistrate Laibach kommen für das Jahr 1871 folgende Stiftungen zur Verleihung: 1. Die Johann Vapt. Bcrnardini'sche St'if-tung mit 60 si. 40 kr.; 2. die Georg Tollmaier'sche Stiftung mit 61 si. 61 kr. ; 3. die Johann Jakob Schilling'sche Stiftung mit 66 fi. 78 kr.; 4. die Hans Iobst Weber'sche Stiftung mit 74 fl. 66 kr. ' / ' u Auf diese vier Stiftungen haben Anspruch Bürgertöchter von Laibach, welche ihren sittlichen Lebenswandel und ihre Dürftigkeit mittelst lega-! ler Zeugnisse, dann ihre ilU Jahre 1871 erfolgte Verehclichung mittelst Trauungsscheincs nnd die bürgerliche Abkunft durch die Bürgerrechts-Ur-kunden ihrer Väter nachzuweisen vermögen. ! 5. Die Johann Niklas Kraschkoviz'sche Stiftung mit 63 fl., auf welche ein armes Mädchen aus der Pfarre St. Peter in Laibach als Allssteuer Anspruch hat; 6. die Jakob Anton Farzoi'schc Stiftung mit 33 ft. 41 kr., welche an eine arme, ehrbare, zur Ehe schreitende Tochter aus dem Bürger- oder niederen Stande verliehen wird; 7. die Josef Felix Sinn'sche Stiftung mit 49 fi. 70 kr., zu welcher zwei der ärmsten Mädchen berufen sind; 8. die Johann Bapt. Kovac"sche Stiftuug mit 123 fl. 90 kr., welche stiftungsgcmäsz unter vier zu Laibach in unverschuldeter Armuth lebende Familienväter oder Witwen von unbescholtenem Rufe und mit mehreren unversorgten Kindern zur Vertheilung kommt; 9. die von einem unbekannt fein wollenden Wohlthäter errichtete Dienstboten-Stiftung im Be trage von 46 fl. 20 kr., welche unter vier arme, dienstunfähige Dienstboten, welche treu gedient und einen unbescholtenen Ruf sich bewahrt haben, zu vertheilen ist. Bewerber um die vorerwähntere Stiftungen haben ihre gehörig instruirten Gesuche bis 2 0. December l. I. bei diesem Magistrate zu überreichen, wobci die jenigen, welche sich um mebrere Stiftungen alter nativ in Comvetenz setzen wollen, abgesonderte Gesuche einzubringen haben. Stadtmagistrat Laibach, am 23. Nov. 1871. Der Bürgermeister: Deschmann.