LMllcherMMtung. 3sV 1^5"^ Plan» >:>>!rat « D sl- ll ' d'!'i. N. 5.i>». ,f>iv die ^!'.ft^!:u»<, >,,.' H.ni,' » .».,,. i'^Idi,^,!'.. '.Uiltd^Po!^.!.,!!zi.N.l6,^ail,j.N.7.5", Freite, «.August Inserti onsgebühr bis 10 Zellen: imal ku lr., 1l7)/»L^ üm.«^>I?.,,'!!,!.i !l,:wuft pl.^cile im. !;lr.,üm.t'lr . > ^«l!» um. lU tr. n.i.'v. ^»scrtioucftcmpcl i^dcei». 3u k,. ^^ W« Aintlicher Theil. A, K'cr Iusii^niuistcr hat die bci dem dalmatinischen ^bcrlandcsgcrichtc erledigte Rathösccrctärsstcllc dem Vc "Utsgcrichtsadjuncten in Tcbcnico Nilolans Twartlo verliehen. Der Iuslizministcr hat den Staatsanwaltssnbsti-lllteu Ignaz Fiedler ;um Staatsanwalt nnd dcn ^"ocsgcrichlsadjnnctcn Franz Knur zum Staats-^'waltiilNlncn ans der srnnzösischen Prejst über dir österreichische Politik. In dem. Maße, in welchem die durch die jüngslcn ^ahlvorgäi^c in Paris hcluorgciufcnc Aufregung sich s lll und l.i>,e ruhigere Auschannug über die jüngsten Ge> !^t>lngcn der Aiuoe playr.rcift, beginnen auch die öffcut-ucheu Bläticr wieder ihre Aufmerksamkeit dein il, höhc-^" Grude zuzuwenden, was jenseits der Grenzen Frank-Ms vorgeht. So läßt sich zni'ächst die „Opinion .Koncile," ein in d?r Regel mit Oesterreich cbcn nich: ^ sympathisircndcö Vlalt, angesichts dcr gegen dcn ^fc>l Bcust gerichteten Auflagen, zu dcucn daSEischcinen ^ Nc'thbuchcs dcr picußischcn Presse Anlaß gibt. vor ^ dahin ucrnchmeu, daß nun, dein Wieuer Eabiucl ^ Flcimnths halber grolle, mit dein es die wichtigsten ^°Mat!schcn Docnmcnlc veröffentlich!.' nnd sie nicht, ^ Wohl anderwärts, im Staube dcr Alchiue schlum-^'! lass.'. Im Grunde liefen aber allc dem Grafen ^"st gemachten Vorwürfe dcr Berliner Presse darauf ^'5, daß er cl'cn a!s öslcrrcichifchcr und "icht als Ascher Äl'inistcr handle. Zuin GIncke finde sich ^ ^och auch ein pnußischcs Blatt, die ..Volkszeitung," ^ >0!l gcsuudcm Siinic das Thun und Lassen des ^?^''ch"' iiteichskau^lcrs erfassc nnd in wnrdeuuller .> °5>ctswcis>: seine lidcralen Tclidcn^n ancrlcnnc. ! " '°!e Sprache," demettt die ..Opinion '.'iationalc," gc^ reicht gleichzeitig dem Advocalcn und dem hochgestellten (5licntcn, dessen Vcrthcii'iglni^ jcncr ans freicü' Anliiedc ildirnommcn hat, zn Ehren." Anklinpfcnd an die Ncdc, mit der Graf Acust in dcn Äcrathuns.c» dcs Finnn^omil«'! dcr nngarischca Delegation ci» ^^slüiK' seiner Politik gal.', sagt die „France" !uou der H^liul'g Ocstcricichc! scit dein ^ahrc !<>6li, daß sic in cdcn so hohem Grade würdevoll als per föhnlich gewesen sei. „Im Iimcrn uon einem liberalen Ocislc beseelt, dcr bereits zu herrlichen Resultaten geführt hat, versteht cS die iltcgicrung des Kaiscis Franz Ioscph, glcichzcit!^ „ügcsichts der rnropä,scl>n Mächl^ eine Slellling lU^Nluhnici,, die cinmülhi^ von alien Nü-pattciischcn gelobt wird und dem ziaiscrsl,iatc eillcn iidcr> aus daucrhaflci' moralischen Gicg gesichert hat, dcr rei-chcn Eisatz bie>ct sür die um übergehenden Vcrlnste dcs iiricgcs. Frankreich. England und Italic» lasscn Olstcr-rcich gcgl.nwällis! volle Gciechtigleit widcrflihrcu und hnlttn freundlichst zu ihm. Wnin iinnitteu dicscs Ein llan^co Prcüßcu allciu cincn Mißtou hörcu läßt, so nniß man nothwendig cikcnuel!, wo sich dc^ eigentlich Schuldtragcndc bcfiüdct, nnd strenge Nüpartcilichtcit wiid brzcugcn, daß dicfer Schnldiragcnde nicht O>,slclrc:ch ist " Aus der reichsrüthlichen Dclegillion. Wien, ^». August. Gegenstand dcr Acrathung ist die Fortsetzung dcs Voranschlages dcs gemciusaim'» Klicgsministcrinms. Dclcgirter Dr. Äanhans refcrirt übcr Titel 16 des Arm^cbudgcts, welcher das Vcrsorgungswrscn in sich befreist und wofür uon der Ncgicrnlig ciuc Snmmc oon 10,921.(i(>tt fl. in Anspruch gcnoinmcn wurde. Ncfercnt schlägt cinc.i Abstrich von 180.000 fl. an dcr 'Anfoidciulig der Regierung vor. lU-brr diesen Titel entspinnt sich eine lcbhaflc Dr-ualtc. A» dcrs^lbcü bethciligen sich außcr den» ^i^ich^-KriesMnlnstcr die Dclcgirlcn Dr. Klier und Riltcr 0. Arueth. Dcle.lirter Dr. Rcchbaucr beantragt folgeodc Resolution: „Das sei aus;»,-. fordcin, lhcstcns cimn Gefetzcutwurf wcgcn uol!slä>,digl,>r R^^nilirung des Mililärocisorglingswcseiil' nüd dcr P^n-siouöbe^üge zur ucrfassungsmäßigcn Blh^ndluug voizu-legen. Zuglc,ch werde dic Kriigsvcrwaltunq aufgefordert, bis zum Zustandclomnun dicscö u.ucn Pensiousg.'sctzes im admin,sttatiucn Wc»c die möglichst? Hcrabmindernng des außerordentlich großen Erfurdrmisscs für die Mili' tittvcrwaltüng z" bcwirteu." Delcgirter Dr. v. Fignly stcllt den Antrag es fei für die Gnadcugabcu ciuc nicht übcrschreitbarc Zif^ fcr in da« Prälimiuarc cinzilstellcn. Dr. Stnrm beantragt folgende Resolution: „Die Regierung wird aufgefordert, die Umgestaltung dcS ae> gewaltig bestehenden Pensionsslistems dnrch Eriichtnng eines aus Gchallsl'ücklä'sscu und Staatsbcit'ägcn zu begründenden Peusionsfonds nnd durch Oeschiänlimg oon Slaalspcnsioi^-Zuschiisscn auf die dnrch Unglücks-fälle im Dienste untauglich gnuoidcuen Militärpcrfoncn a»zustlcbcn, und ciiic dicsfälligc Gcsctzcsuorlagc zur ocr-fassun^smäßi^cu Bchandluug cinznbriugen." Diese R^solutioucu werden angenommen und auch dcr vom Referenten beantragte Abstrich uon 180,000 fl. au dcr Anforderung dcr Regierung aügenonnmi!. Dc1cc,irtcr D^. Demcl intelpcllirt d^n Kiiegs« ,liinister über dic Stellung, welch.' die Regierung den üencr>r Zcit hinsichtlich dcr M i lit ä rg re nz c aufge» tauchteu Fragen gegenüber einzunehmen gedenkt. Ficihcrr u. Kühn erwidert, duß die Fla.^, waS tüuftighin in B»zug auf dic Aügehörigkeit dcr Mililär-grenze zu gcschclien habe, nicht in dcn Geschäftsbereich des Rcichs-Kricgsministciiums gehöre, daß nbcr, fo lange die Grcuze unter dcr Verwaltung des Kricgsmim'st'rS stehe, für die Enlfaltlmg gcistic,cr und materieller Cul-iur in jenem Lande nachdrücklich gewirkt werden soUc. Zu dcr Frage dcr Grci^wache zniückt>hrcnd, crtlätt der ^lciäis-Fiuaüzminister, daß die Krcirung derselben im Interesse der G^summtmoliarchic gelegen sei, nm den dort hcrischcndcn, deu uollswiithschastlichen Interessen dcs ganzen bleiches nachtheiligcn Schmuggel zu ver» hindern. Bci dcr Abstimmung wird die Anforderung dcr Rc^icrung abgelehnt, und der Antrag dcs Referenten, eincu Betrag uon 500,000 fl zu streichen, angenom« men, daher für die Pofilion Militärgrenzc eine Summe von 522,102 ft. bewilligt, Dcr Bericht deS Bndgctauöschnsscs dcr rcichsrüth-lichcn Dclcgalion üdcr Eapilcl 1, Voranschlag dcs gc-incinsameu ViiuisicriumS des Acußcrcn für das Jahr 1870, liegt mis nun vor und betont gleich zn Anfang, onß die eihcbliche Minderforderung gegen das Vorjahr einerseits zeige, daß es dem Miiüsttliu», selbst cinsllich daium zu ll^lln war. mögliche Ersparnisse zn erzielen, und es andererseits auch cltläilicii mache, warum dcr Ausschuß seine wesentlich-n Abstriche beantragt. Zu Titel 1 (Eentiallcitnng und gcbcimc Ausgaben) stellt dcr BudgctAusschuß den Antrag: Die hohe Delegation wolle beschließen.- Für die im Titel I pl'äliminiltcn ordentlichen Ausaaben der Ecntrallcitutig dcn vollen hiefür ausgesprochenen Betrag pcr 373.942 ft. zu bewilligen, dagegen ubcr den mit dcr Note vom 19. Inli 18tt9 auo Anlaß der Vorrük-tung eines Hof- und Ministerialrathes in die höhere Gehaltsstufe erst nachträglich angesprochenen Betrag mr 1050 fl. nicht zu bewilligen. Nur cinc kleine Wunde. Hilmmistischc Erzählung. Zweiter Theil. Neuntes Capitel. (Fortsetzung.) gcs...^°rgc^ schlief diese Nacht sehr wenig. Bei Ta-<)ens.^" Üaud cr schon anf nnd öffnete schnell daö ih»/^!, fl'oh wieder das Tageslicht zu sehen; da schoß Dlte ^,^' l'" Gedanke durch dcn Sinn. Ehe cr diese sehen ' ^'' wollte er noch einmal dcn Rosengarten W/t 'l" ^^"'"" ^ znm ersten mal die theure Stimme ^ soln ^' ^'^ """ sül' immer zu seiner Seele spre-l»^ ' ""-. Der Herbst war schou sehr weit Uorgcrückl ^chte . "li lci'" einzige Rose mchr; aber GcorgcS lu,ei', " ^"^^ ^^_ Halld auf jenes Gesträuch legen ^ Dorn"^^^'"" ^"' stchcn geblieben, ja fast auf harren zi ^^' verwundet hatte, nud in einer jener llh.1^ er !""""' ^'^'darren nnd Verliebten eigen sind. 'ein 5l,^,,^'' cntblättcrten Zweig ad nnd steckte ihn in ^r er i/, '' ^" ^er grüuen ^anbc sitzend, ans wcl-^°Nc>sch" ,^""'^" war nm das junge Mädcheu zu ' ^ bcsch.'.^ ""nuhtc "' sich. dies reizende Gesicht herauf ^Mlcn , >"' ""^ "' versank bald in so tranrigcs , bte dns "' ^ "'^' "^'lM empfunden hntlc. Er ^ercins'. ^ '"^'" "' ihr schrieb, ihr gegenseitiges "l°'nmcn ucrlctzt habe, nnd das Stillscl.weigcn Esthers — denn cS war schon dcr fünfte Tag — ließ ihu erstlich fürchten, daß fic ihre Drohung ausführe und jede Verbindung mit ihm abbreche. Das Geräusch der kleinen Thür unterbrach seine Reflexionen. Fanshaw brachte die Briefe. Georges Blick entdeckte sogleich eine fremde Schrift, eine feste, distiuguirtc Haud. die Esther glich. Er zögerte einen Augenblick, dann zerriß er den Umschlag und verschlang mit einem Blicke dcn Inhalr, dcr sehr kurz war. Das Blut stieg ih.n ins Gesicht. Sie ist mein! rief cr aus, indem cr mit Entzücken die kostbare Botschaft an sich drückte. Um diesen günstigen Erfolg zu erklären, müsscu wir einen Angcnblick zu Esther zurückkehren. Indem sie ihre Aufgabe, die keineswegs cine Smc-cnrc war, bci Madame Grimblc wieder aufnahm, bc-schloß das unbeugsame junge Mädchen, alle Erinnerungen an die jüngste Vergangenheit, insofern sie oic-selben an dcr vollkommenen Erfüllung ihrer Pflichten hindcrn tonnten, aus ihrcm Gcislc zu ucrbanucn. Das war abcr sehr schwer, denn Alles erinueitc sie an ihrcu Besuch in Gosliug-Graizc; und so entschloß sie sich dcnn sehr weise, ihu als ciuc glückliche Vision zu betrachten, die vielleicht in ferner Znkunft ein gewisses Ercigniß zur Folgc haben könnte. Und so seltsam ist das Fraucngcmülh, daß die ruhige und vernünftige Esther sich zuweilen einbildete, das Opfer einer II^ lusiuu zn sein. Ein Blick adcr anf ü,rc verwundete Hand führte sie immcr wieder zur Wirklichkeit zurück. Warum betrachten Sic so oft Ihre Hand? fragte sie ciucs TagcS die kleine Mano Grimblc. Ist cs? . . . . O? Miß Vanc, wie das Ihnen weh thun mnß! Wie thöricht, meine Theure! es ist nichts als ein kleiner Hautriß, erwiderte Esther, indem sie mechanisch ihre kippen daranf drückte. . Abcr dcr Ausruf Mauds hatte die andern Kinder herbeigezogen, die nun einen Kreis um sie schlössen, nm die Wnndc zn nntcrsnchcn. Was für ein langer Streif, fagte daS älteste dcr jnngen Mädchen. Haben Sie fchr heftige Schmerzen, Theure? Nicht im mindesten, ich liebe fie sehr, sagte Esther ungeduldig. Einc Wunde lieben! rics im Chor die llcinc, erstaunte Gesellschaft. Was habe ich gesagt? ich glaube wirklich, daß Sie mich verleiten, Dummheiten z» sagen, bemerkte die inuge Gouvernante. Fahren Sie fort iu Ihrer Vektion, Maud. Dic Produkte dcr Grafschaft Stafford find.... Aber die kleinen ^cutc fchcn klar, nnd dieses Gespräch, su wie die Wunde die man liebte, blieben unvergessen. Man muß die ganze Wahrheit sagen. So wacker die arme Esther auch kämpfte, nm sich ihren gewohnten Beschäftigungen hinzugeben, und ihre Pflichte» treu zu erfüllen, sic mnßtc doch unterliegen. Ein Zweifel, den nichts uerbaunen tonnte, drückte mchr nnd mehr auf ihren Geist, verfolgte sie bis in ihre unschuldigen Träume, und gab ihrem Erwachen ein antlcigcudcs Gefühl, wel-clicm sie nicht entfliehen konnte. Wer weiß? murmelte einc innere Stimme, wer weiß, ob die erste Verlobte von Georges ihre Ucbereilung nicht bereut und mit bitteren Sclbstvorwürfcu fich ciugestcheu muß, daß sie ih» mchr liebte als sie selbst geglaubt? Vielleicht wußte Georges 1320 Dic beantragte Verweigerung der Bewilligung dic-seS letzteren Betrages findet der Budgclausschuß dadurch gcrcchlsertigt, daß iu dcr Zwischenzeit eine bei dem E^ fordcrüisse der orientalischm Akademie präliminilte Pcr-sonalznlage per 315 fl. hinmcggcfallcn ist, uud daß eS keinem Auslande unterliegen kann, den unbedeckt ucrblci> bcndeu Nest per 735) fl. durch bei einzelnen Posten noch zu erzielenden Ersparnisse ci'tbchilich zn machen. Mit Bezug auf dic „geheimen Ausgubcu" sagt der Bericht: Da auch bei dieser Post das gemeinsame Mi' nistcrium des Acußcrn sein Slrcbcn »ach Erziclu»g thunlichcr Ersparnisse dadurch dargethan hat, daß für diesen Aufwand für do.'? Jahr 1870 cin Betrug von 50 000 si. weniger präliminiit wird, nls für daö Il,hr 18l)9 bcwllliyct war. nud da üdcrhaupt die BcwiUi^nug dieser Posten cine Suche des Veltlamns ist, welch s die hohe Delegation d,::, »zemcinsamcn Mimsttlium des Acußcrn entgegen bringt und derzeit anch init gutem Grunde cnlgcgcu dringen kann, stellt der Budgciaus. schuß den Antrag: Die hohe Delegation wolle beschließe» , „dcu im Tilll l, für geheime Anola^cn präliiui-nil ten Betrag per 5)00.000 fl. unter der Voraussetzung, daß lcilicilci andere Bctiägc für ßchcinic Auflagen m Ausp,uch ßenoinmrn w.rden, zu biwilligen". Außerordentliche Auslagen weiden im Titel 1 für das Jahr 1870 ^ar nicht prüliminirl, n»d das gemein-same ^linislerinm des Acußeru ist auf diese Weise dem von d^ uurjähii^-ll Delegation ausgcsprocheucu Wunsche, dic in diesem Titel für daö Jahr 1869 praliminirl nnd dcwilligt gewesenen außcrordcnllichen Auslagen pcr 9481 fl, so bald als lhuülich aufhören zn machen, nachgekommen. Titel 2. ^Diplomatische Auslagen. Ordentliche Auösjllbcu.) Für die ordentliche», Auflagen dieses Titels sind für das Jahr 1370 97 l.05)0 Gulden, al>o nm 16.394 sl. weniger als im Voijahrc prälimiiuit. Der BndgctanSschuß stellt folgende Anträge: Die hohe Delegation wolle beschließen: „1. Der Gesandtschastspostcu in Hamburg, Lübeck, Bremen, Oldenburg und Braunschweig sei aufzu-lasscll. 2. Von den im Titel 2, diplomatische Auslagen, fträlüninirtcn ordentlichen Auslagen per 971.05)0 fl. s>i cin Abstrich von 8(»00 fl. zn machen nnd hicfür nur cin Betrag von 9l)2.45>! fl. zu bewilligen. 3. Daö gemeinsame Ministerium dcs Acußcin sei ans;nfordcrn, dic FunetionSznlagc dcS Gesandten in Sachsen bei einem iu der Person desselben cintrctcn-ven Wechsel aus 10.000 si. festzusetzen. Zu den in diesem Titel >»!> Post 7 uud 8 prüli-minirten außcrordcntlichcn Ausgabcn stellt der Budgctausschuß den Autrag: Die hohe Delegation wolle beschließen: Den im Titel 2, Post 7, als eine außerordentliche Ausgabe fträliminirtcn Betrag von 20000 fl. für die Ncnouirnna. dcs Palastes der österreichisch - ungarischen Botschaft in Nom zu bewilligen nnd zugleich die Erwartung anszusprcchcu, tmß mit diesem Betrage die Rc-novirung jenes Palastes uollstäudig zn Endc geführt werden wird. Die gegen das Vorjahr um 4000 fl. geringer prä-liminirtcu Dispouibilitätsgchaltc von 21.000 fl. stcllcn sich als erforderlich heraus und sind daher zn bc> willigen. Es ist aber diese Post überdies um einen Betrag von 0300 fl., also im Ganzen auf 27.300 fl. zu erhöhen, indem nach dem Antrage des Budgctausschusses dic Gesandtschaft in Hamburg, Lübeck, Bremen, Oldenburg nud Braunschweig aufzulassen und der daselbst ge< genwürtig fungircude Gesandte in die Disponibilität zu versetzen ist. Zu Titel 3 (Auslag en dcr Consnlarämter. Ordentliche Ausgaben) stellt der Bndgetansschuß folgenden Antrag: Die hohe Delegation wolle beschließen : 1. Für die ordentlichen Ausgaben der Eonsular-ämter dcu im Titel 3, Post 1 bis 7 prälimiuirtc>l Betrag von 75).5)04 fl. , dllun für die iu Sl'angai und Iokohama zu errichtenden beiden Consulate einen Betrag von 43,5)00 fl. und sür das in Suez zu errichtende Eonsnlat dao Mchrcrsordcrniß von 48^0 fl., zu. fammcn also einen Betrag von 323.044 fl. zn bewilligen. 2. Daö gemeinsame Ministerium dcS Acußcrcn sei aufzufmdcrn, in der nächsten Session der Delegation einen rcvidirlcu uud motivirten Eonsularstatus vorzulegen, bei welchem die Interessen der Schiffahrt, des Handels uud der Angehörigen der österreichisch. ungarischen Monarchic berücksichtigt nnd ncbslbci solche Einrichtungen getroffen werden, damit dcr Dienst in allen Eonsulatcu, scicu es wirtliche oder Honorare, den Anforderungen der Jetztzeit und der Voraussichtlichcu Zuluuft entspreche. Im Vorjahre war als ciuc außerordentliche Ausgabe auch für Theuerungszulagen in Aleraudricn ein Betrag von 2000 fl. bewilligt, dcr für daö Jahr 1870 nicht mehr präliminirt ist. Der Budgctausschuß stell! deshalb dcu Antrag: ..Die hohe Dclcgaliou wolle beschließen, als außerordentliche Ausgabcu dcr Consularämter den >>>!> Post 8 des Titels 3 für Unterstützungen uud Hcimscuduugs-toslcn für arme Staatsangehörige im Auslaude präli> millirten Betrag von 15i.000fl. lind die obcrwähnten, aus Aulaß dcr Errichtung der beiden Eonsulatc in Shangai und Iotohama nothwendig gewordenen außer-ordentlichen Auslagen per 2000 fl., zusammen also eine» Betrag von 17.000 fl. zn bewilligen. ÄlS Bedeckung sind. wie im Vorjahre, die Eousularc uküuftc per 112.000 fl. in das Präliminare eingestellt. Der Bndgctausschüß stM folgende Anlrägc: Die hohe Delegation wolle beschlicßcn: 1. Als eine thcilwcise Bcdccknng dcr ordentlichen Anslagen der Consnlaräinler in dem Titel 3 die prä-liminirtcn Consnlarcinlünstc von 112.000 fl. cinzn-stcllcn. 2. Die Regierung wird aufgefordert, die Ncguli rung der Einkünfte dcr Eonsularämter uud eine den gegenwärtigen Zcitucrhältuisscn entsprechende Vermehrung dieser Einkünfte in das Auge zu fassen uud eine hierauf bezügliche Vorlage bei dcr uüchsten Delegation einzubringen." Zn Titel 4 beantragt der Vudgclausschnß: Die hohe Delegation wolle beschließen, die im Titel 4 als eine außerordentliche Ausgabe fträliminirtcn Unter« slützungcn per 20.000 fl. für Flüchtliugc aus Montenegro zu bewilligen. Zu Titel 5) (Subvcutiou an den österreichischen Lloyd ) stellt nach eingehender Motiui-rnng der Bndgctanoschuß den Antrag: Die hohe Delegation wolle beschließen, für dic im Titel 5i prälimiuirtc! Subvcution des österreichischen ^loyd per 2.000.000 fl., nach Abzug: 1. der 4 Percent Zmscn dcr Prioritätsschuld des österreichischen ^ioyd per 120.000 Gulden und 2. dcr Postcinnahmen des österreichischen ^loyd per «5),000 si., zusammen per 185.000 fl. den Betrag vo« I,815>.000 si. als eine ordentliche Ausgabe, und ;wal mit der ausdrücklichen Vcrwahruug. daß durch Einstellung dcr Postcinnahmcn von 05).000 si. als Abzugspost ^ Beschlüssen des Ncichsrathes in keiner Weise vorgcgriffc» wird, zu bewilligen. Mit Bezug auf das Vircmcut stellt der M^ gctausschuß dcu mit dem vorjährigen Beschlusse gleich' lautenden Antrag: Die hohe Delegation wolle beschließen : . Daö Vircment ist innerhalb dcr einzelnen Titel ^ Vora»schlagcs gestaltet, mit Ausnahme des unter Til" I, Post 7 veranschlagten Betrages fnr geheime Al>^ lagen; bezüglich dcsscu cin Viremcnt mit andcrcn Post" dicscs Titels nicht in Anwcndnng zn tommcn hat. Der Bericht ist unterfertigt vom Obmanu dtt Bndgctansschnsses R. von Hopfen und dem Berichts stattcr Dr. van dcr Straß. MW dcr Czcchiftrung. Prag, 2. August. In Nakonitz wird seit einig" Zeit die Frage wegen Auflassung der dortigen Obcl Realschule (deren Besuch, seitdem sie eine ausschließt' czcchischc geworden, bedeutend abgenommen hat) telchal erörtert. Iu der letzten Sitzung dcö dortigen Gemein^ Ansschnsscs wnrdc über diese Angelegenheit vcrhaüdcl'' lind wir cutuchmcn cincm Berichte des „Pulrok" i'M diese Vcrhaudluugrn nachstehende Details, wobei wir a»s' drücklich bcmcrlen, daß der Berichterstatter des „Pott"' auf Seite dcrjcuigcu steht, welche gegeu dic Auflass»^ sind. Dcr Bürgermeister Herr I. Herold setzte in d" fraglichen Sitzuug die ungünstigen FinanzucrhalNN!^ dcr Stadtgemeindc auseinander, welche sie nöthigen, ^' sparuugcn zn machen und bei dcr Bürgerschaft nam"^ lich dcu Wunsch, die Ober-Realschule sofort aufzullM entstehen licßcu. Er sagte, au dcr Realschule, wcl^ jährlich übcr 5000 fl. kostet, studireu ohuchin we"^ Ralonitzcr, und es wäre daher besser, für diese P^. Schüler Stipcudicn zu errichte». Ehedem habe l iu Rakonitz so viele Studenten gegeben, d<>° von ihnen über 40,000 st. in Umlauf kamt"' jctzt nehmen dieselben in dein Maße ab, daß sic kcu» 2000 si. in der Gemeinde in Umlauf bringen. Dr. Troj^, ergriff nun das Wort, um gcgcn die Auflafsuug ^. Realschule zu sprechen; er sagte, man u'üssc dar»^ trachten, alle Qncllcn, welche znr Erhaltung der Anst^ beitragen können, auszunützen, nnd er beantragte ^ dem Ende: der Sladlrath möge Alles wohl erwägen lll'" nln cine Subvention aus Bandes- und Bczirksmittc^' ' sowie aus dem Studieufouds, dauu nm Erhöhuuss ^ Schulgeldes und um Herausgabe des für dic iM" nitzcr Professoren bestimmten Pcnsionsfunds ansuch^ welcher Fonds im Jahre 1802 dem Prälaten Zcidlcr iib^ geben werden mußte und jetzt mehr als 8000 si. bctt'äg' Auch um die Aussolgung des vom Erzbischol Ehl»'^ czausty für dcu Unterricht im Französischen und 3' licnischcn bestimmten FondSbctragcs solle, nachdem dm Unterricht schon seit einigen Jahren nicht mehr crtl^ wird. beim Herrn Prälaten angesucht werden, (Die '^. fcssuren an dcr Ralonitzcr Realschule werden bekannt vom Prämoustlatcuscr-Stiftc Strachow vcrschcu.) ^>^, thümlich klangen die Ursachen, mit welchen — nach "> gabc des „Pokrok" — das Ausschußmitglied Herr Zos^ Kuobloch die Abnahme dcr Schülcrzahl au dcr 3^ nitzer Realschule erklären zu sollen glaubte. Er sagte: ^ Professoren allein seien daran schuld. WaS gab cS s? für Studcutcn da! Das waren goldene Zeiteu, wo l^ es nun; vielleicht ist diese Liebe die so lange gedauert, und so kürzlich erst erloschen, wieder erwacht! Durste Esther ein so festes Vertrauen in die Gefühle ihres Vcr-lobien sctzcu? Ja, konutc er selbst auf fciuc cigcuc Äc/ stündigkcit rechnen? Uud wenn dem anch so wäre, hatte Esther ehrlich gehandelt, indem sie mitgeholfen, allc Hoffnung auf eine Wiederannäherung zwischen dcu, durch die Laune des Einen getrennten Personen unmöglich zu machen? Dieses moralische beiden blieb nicht ohne Einslnß auf ihre Gesundheit. Sie begann an heftigem Kopfschmerz zu leiden, welchem sie sonst nicht uulcrworfcu gewesen, und welcher von ciucr ucruöscn Aufregung nud von fieberhaften Symptomen begleitet war. Ungeachtet all ihrer Anstrengnngcn sich zu beherrschen, wurde sie reizbar, uugeduldig, empfindlich, und die Thräncn bitterer Selbstanllage. die sie dcshalli vergoß, vermehrten noch ihr Unwohlsein. Ich solchen Augenblicken war es ihr einziger Trost, die Wnudc zu betrachteu die nun geheilt, uud cin Balsam für jcuc weit gefährlichere Wunde war, die sic im Grnndc ihrcs Herzens verbarg. Ein solcher Znsland der Dinge war den Fortschritten ihrcr Eleven keineswegs förderlich, und fcharf-blickendc Augen bemerkten cs sehr bald. Herr uud Frau Grimblc, gut und wohlwollend in ihrcr Wcisc. gehörten dcr wenig beneideten Elassc vornehmer Leutc ohuc Vermögen an. Nnr mittelgroßer Sparsamkeit konnten sie die achtunggebietende ^tcllnna, bchanptcn, die ihrcm Rang gebührte, und sie hatten leinen Anstand gcuom-me»l, von dcu Diensten Esthers als Bonne und Gonvcr-nanntc ihrer Kinder Nutzen zu ziehen, ohne ihr eine andere Entschädigung zn geben, als ihren täglichen ^c bcnsnnterhalt. Und sie wußlcn doch, daß, ihre würdige Tante Madame Turnover ausgenommen, Esther leine Freunde hatlc, die fähig gcwcjeu waren ihr zu hclfcu; aber sie hüteten das Geheimniß ihrcS Edelsteins von Gouvernante so wohl. daß. als sich für Esther eine weit bessere Stelle darbot, Madame Grimblc, ich sage es nnr nngeru. die Talente der jungen Lehrerin so gut herabzusetzen verstand, das; es ihr gelang sie zn behalten. Miß Vanc erfuhr das später auf indircctem Wege, da sie aber ihrc Elcvcu^ sehr lieb hatte. nud für die Zuneigung, die deren Eltern ihr bewiesen, dankbar war" so blieb sic gern iu ihrcr Stellung. ' Wissen Sic, John, daß ich s^t einigen Tagen mit Esther nicht sehr zufrieden biu? sagte Madame Grimblc zu ihrcm Gattcu. ^cit ihrem letzten Besuche bei ihrcr Tante Turnover, als sie die stacht ohne meine Erlanb-uiß dort zubrachte, ist sie ganz verändert. Ich fürchte, daß sie dic Kinder vernachlässigt. Uud was briugt Sie auf dicsc Vermuthung? fragte Herr Grimblc, dessen Liebling Esther einigermaßen war. Es schien mir schon einige Zeit so, antwortete Madame, nnd hentc habc ich fic gcprüst. Marguerite ist uoch bei dcu einfachen Divisionen, Mand hat mich versichert, daß Dubliu dic Hauptstadt von Gallien sei, nnd Tommy ist überzeugt, daß dic Eier eine Erfindung des Cristoph Eolumbus feien — bei Gelegenheit ciucS Mangels an Vorrätl'cn, während scincr Reise an den Nordpol. Ich werde übcr dicscu Gegcustaud sehr ernstlich mit Esther sprcchcu. Hinsichtlich dcr Eier und schr crusllich? sagte Herr Grimblc lachend. Das ist mehr als ich selbst lhnu würde, Aber glaube Sie, daß Esther ganz wohl ist? Sie schien mir dicsc letzte Zeit etwas Ungewöhnlich^ , lhrcm Ausdruck zu habcu. Ucbrigcns ist sic cin <, Mädchen, und vergessen Sie nicht,'Mama, daß w"'' nicht eben cin fürstliches Salair geben. Wir geben ihr Alles was sie braucht, uud ln'h^ dcln sic wie uuscrcs Gleichen, was mehr ist als m<^ Ihren großen Häusern thun würde, erwiderte Dame; folglich muß sie ihrc Pflichten erfüllen. ^ Einverstanden, meine Theure. Wenn es Ihne" ^<< gnügcn macht, so brauchen Sic ja nnr den Zügel c^ anzuziehen, nur eben so viel nm sic fühlen z" ^? . daß sie rincn trägt; Sie verstehen . das ^ j genügen. ' ' ^ Am Tage, au welchem dieses Gespräch st"^ litt Esther an heftigem Kopfschmerz, nnd sie war ^^ thigt gewesen, sich in ihr Zimmer znrückznzichc", '" „s. mit ficbcrhaftglühendcn Wangen vergeblich bemüht ^ die Ruhe ihr iu verstörtes Gemüth wieder z"'lick/-F ren. Sie tonnte sich übcr die Wirklichkeit ihrcr ON ^ nicht mehr tauschen: sie liebte Georges mit einer "" ,c, lichen ^icbc, deren Tiefe sie gar nicht zu ermesse» "" Aber Er? ^ Ich kann es nicht länger ertragen, mu"'^ mit critlcktcm Schluchz, das ihr Schmerz ," "^ chcu schien. Ist das Alles auch Wirklichkeit? ^.. IF es wagen ihm zu vertrauen? O! wenn cr ""^ lieben kaun, so will ich sterben. .^ Miß Vane, Esther! cin Brief für S''c, ^>iF sagte clnc Kinderstimme draußeu; nnd das ^s^c" wurde geschickt unter dcr mit dem Schlüssel versa)' Thürc hindnrch geschoben. 1321 ^ gut haltt, der Schuster, der Schneider, der Backer, 'l Höcklenn, die Gastwirthc :c. Jetzt gehen die Slu- ntcn lieber anf die Ferien als in die Schule, und die .^chc ist die Pedanterie der Professoren. Eincr vcr- 'lgt die Studenten, damit sie Nichtrauchen, ein zweiter, 'N't sie nicht ins Wirthshaus gehen, ein anderer wie^ .,l Itraft und tadelt sic bei der Prüfung. ein vicrter ' t den Schülern bei der Prüfung nicht. Ja, einer , l>cr Herren Professoren macht sogar kein Hehl daraus, ^n m ^^" "der jenem einen Zweier geben wollte'. ^ präg kümmert sich Niemand darum, ob die Schüler '"An oder ins Wirthshaus gehen. Dann sollen hier , ^alonitz die Schüler anderen die Lehranstalt empfch- sw'f ^"" '""" '^.""' kemc solchen Unterhaltungen ge< ^lct! Ja. was nirgends erhört ist. die gegenwärtigen ^"Professoren lassen einen Schüler von mittlerer Mgkcit sogar im 4. oder 5. Jahrgang dnrchfallen. "°s sollte niemals stattfinden, und jeder Schüler, ohne "terschicd, solllc, sobald er in die Obcr-Ncalschulc tritt, H dllrchtommcn. Darüber, ob die Schule czcchisch /Deutsch sein soll, wolle er nicht entscheiden, ob- « 'ch die Deutschen das meiste Geld nach Nalonitz Fracht haben. Schließlich wurden unter großer Vcr- Nlmg die Anträge des Herrn Dr. Trojan angc-"Müicn. Oesterreich. Wien, 3. August. (Graf Taaffe's Antwort.) Die Zuschrift dcs Cardinals Rauscher an den ^lafcn Taaffe in dcr Winzer Bischofs-Affairc hat feitens es Vctztcrcn eine cbci'so corrccte als gebührende Ant-^°U erfahren. Wie man uns mittheilt, legte Graf Taaffc °^n Vricf des Cardinals sofort nach dessen Eintreffen .^!l Ministcrrathc mit der Bemerkung vor, er halte eine lntwort auf diese Epistel für überflüssig, da die in der-Nben berührte Affaire ausschließlich Sache der Justiz-^Yürde sei. Der Ministerrath stimmte dieser Ansicht ^> und so wanderte das Nanschcr'schc Schreiben in das ^chiv des Vlinislerraths-Präsidiums. nm daselbst mit wei ähnlichen, gleichfalls nnbcantwortet gebliebenen Epi-^!n des Episcopats (einem Schreiben dcs Cardinals Fischer au den früheren Minister-Präsidenten Fürsten llllos Aucrspcrg und einem Proteste des EpiscoftatS UMn das Voltsschulgcsctz) für alle Ewigkeit zu ruhen. ;, Wie«:, 4. August, (Delegation«: u.) Die 5M ar°Secli s« Uch.s sie den Inhalt "mit einem Blicke. Es war de>, N^ 'l)lcs Verlobten; eine Antwort auf ihre gliihcn-slcn U "^- Die unlogischesten und doch überzeugend-^eora ^""^'^ ""^ wahren Leidenschaft wnrdcn von lveis^ ""gewendet, um dem jungen Mädchen zu bc-^"de'k -^ nothwendig sei, dem gegenwärtigen Zu-sie ^. ^' ^lwa^,,,,^ ein ^ndc zu macheu. Er flehte ^chlu/'s?" kommen und sich unter den frcnndlichcn zu s^n ^^r Tante, in der für sie bereiteten Wohnung kleitii,^' ^'" ^" crlanbcn, sie zu besuchen und die Vor-Hcitli.nf!" ^" '^"' Hcuat für einen möglichst nahen ^l.ll zu treffen. ^tlfli-/l ^^^ ^'^ i" Esthers Seele einen neuen tin «.. ^- llngeachlct der Leidenschaft, die ihn dic-ihre I^'"/^ cr doch eine so wahre Redlichkeit, daß alle lebhaft ^ ?^ bm'ch Zauber verschwanden, nnd sie sich e« ih^,,, ' ")r Herz sie trieb, nachzugeben, so widerstrebte ^ugu'ia ,,.^^°""c" Zartgefühl in eine so nahe Vcr-"nd zu oh 'ss^'gen. Ihre Bekauntschaft war zu kurz Wäre noch ' ^^^i, daß es nicht vernünftig gewesen d°r luncin . ?"""'' ""b dann war ja Georges erst ^ichlnae., '"" ""bcrn Person in den nämlichen ^'Uich n«chde.?/'7^''."'' W zu ihr. Sie mußte "l den reckt.« «»' ^^ sich entschloß, und beten, um Sie w. 7. ^ gleitet zu werden. W" a« die 3, - '^"" Gedanken entrissen durch ein Klo-,^ Herrin 3«^ ^^ ^cn gebieterisch genug war, um ^'"l ihren ^' ?""ses anzukündigen. Esther verbarg ""es und ging zu öffnen. (Fortsetzung folgt) Emtritte des Grafen Bisinmck in das Ministerium tleinc ElholungSpaussn abgerechnet, u»al>lässig gcsunlcn, Flanzöstsche Rente und cnglifchc Consols dagegen sind seit 1805 wieder im Steigen und habcu ocn Cours von 1862 längst überschritten. Ncducilt ma" zum Vergleich der 3'/2 pCt. preußischen StaatSschuldschemc und der 3 p(5t. französischen Rente den Couro !^r Staatsschuld-scheine im Verhältnisse zum nkdiigcrn Zinsfuß der Rente, so steht geglmuin'tig oie letztcic »och 2^ pCt. höher als der preußische Staalsschuldschcin, währen) Ende 1862 noch dcr letztere l) pCl. höhcr stand. Zur Zeit hat also Preußen noch weniger C^dit alö Frankreich. Der Cours der 3 vCl. euglischc!, Consols hat gegenwärtig bis auf 'Vi«pCt. den Cours dcr 4'/2 M. prcußischcn Staatsanleihe eingeholt, wähicud 1862 die Engländer noch um mehr als !) pCt. zurück warcn. Preußen bezahlt also gegemvärlig seinen Staatscrcdil um die Hälfte theurer als England, wiewohl die englische Staatsschuld noch einmal so nloß ist, alö die preußische." Ob cinc aufrichüg liberale Regicrui'lj nicht billiger wirthschaften würde? Hagesueuigkeiteu. — (Officiersheirathscautiunen.) Nach dcr Allerhöchsten Entschließung vom 30. Juli werden, wie verlautet, die devonirteu Ossicieröhciratöcautioueu zurlickge geben, beziehungsweise die sichergestellte» Cautioncu gelöscht werden auf Ansuchen: den Officiereu der Reserve, den Officieren der Landwehr, dann in der Armce atteil defi-uitivcn pensiunirten Officiercn und den Officierswitwc,^ und zwar gegen Eiulegung eines Pcnsionsverzichtöreserves. Die Publication dcr bezüglichen Borschrift steht unmittelbar bevor. ! — (Aus Wieliczta.) Das stätige Fallen des Wassers hat nun das Niveau auf 2" 2' 2" (am 2«teu! Juli) unter dem Horizont „Haus Oesterreich" gebracht. ^ Das „Albrecht-Gesenk" ist auf :j6" gediehen und wird in etwa einer Woche das Niveau des Klosti-Schlagcs erreicht haben. Die Verzimmerung der entwässerten Strecken so wie die Verstürzung älterer Hohlräume in der Nähe der in Angriff zu nehmenden Gewältiguugsarbeitcn nehmen ihren Fortgang. Der Salzgewinnungsbetrieb geht normal vou statten und ist in dcr abgelaufenen Woche sonst nichts Bemerkenswerthes vorgefallen. — (Nonnenklöster in Sachsen.) Die jetzt in Oesterreich begonnene Bewegung gegen die Mißbräuche der klösterlichen Clansur veranlaßt die in Leipzig erscheinende „Deutsche Allg. Ztg.", auf die in Sachsen bestehenden zwei Lansitzer Cistercienscr-Nonnenilöster hinzuweisen, dcren Bewohnerinnen sich weder mit Unterricht noch mit Krankenpflege beschäftigen und in dcrcn einem eine Nonne wegen eincö Fluchtversuches scit zwanzig Jahren als „Kranke"'in ihrer Zcllc zurückgehalten wcrdcn soll. Gin entsetzliches Unglück, schreibt man aus der Domäne Grunow bei Prenzlau, hat uns betroffen; in der Nacht zum Sonntag, gegen 1 Uhr, ist das Familienwohuhaus des dortigen Gutes, die sogenannte alte Schäferei, bis auf die mafsive Feuermauer niedergebrannt. Die im tiefsten Schlafe ruhenden Bewohner, vier Familien mit 24 Personen, nahmen das Feuer erst wahr, nachdem dasselbe bereits die ganze Nohrdachung ergriffen hatte. Der Schäfer und noch einige Männer eilten hinaus. Sie eilten aber fofort ins Haus zurück, um die Ihrigen und Hab und Gut zu retten. Da stürzte das brennende Rohrdach zu beiden Seiten des Hauses herab uud versperrte den Unglücklichen dcn Ausgang. Nur der cine an der Giebelseitc wohnende Schäfer rettete sich uud seine Familie durch große Besonnenheit, indem cr, die höchste Gefahr erkennend, das Jach-wert einschlug, dnrch welches cr auch mit den Seinigeu entkam. Drei erwachsene Personen, welche sich durch die brennenden Dachtrümmcr zu flüchten suchten, erhielten so furchtbare Brandwunden, daß zwei dcn Verletzungen in wenigen^ Stunden erlagen, während die dritte am folgende» Tage nach unsäglichen Schulerzen starb. 14 Personen, 7 Kinder und 7 Erwachsene, haben bei diesem Brandunglücke ihr ^ebeu eingebüßt. Außer diesen liegt »och ein Knabe sy sch^r an Brandwunden darnieder, daß a» scincm Aufkommen gezweifelt wird. Uoch ein Wort M Verlegung des Gerichts-sihes von Ulldlnannötms nach Vcldes. Veldes, 28. Juli. In Nr. 117 der „Laibacher Zeitung" haben wir bctrcffs der Verlegung des Gcrichtssihcö von Nadmanns-dorf nach VeldeS ein Plaidoycr in die Ocffcntlichtcit gebracht, in welchem wir, die einschlägigen Verhältnisse streng zur Sache haltend und tühl bis ans Herz hinan, mit statistischen Nachwcisnngcn erörterten. Wer jener Darstellung unbefangene Auffassung nnd ein sachgemäßes Urtheil angedcihcn läßt, wird zugeben, daß wir kcm Vocalintercssc. keinen speculative» Zrocck in unsere Betrachtungen gezogen, sondern nur dcn Gegenstand eines landkundigen öffentlichen Interesses ins volle Licht gestellt und auch nur dieses Interesse acccntuirt haben. Ein Correspondent aus Nadmannsdorf findet sich nun im „Laibachcr Tagblatt" vom 21. Juli Nr. 193 zu einer Entgegnung veranlaßt, worin er mit einiger Zugabe subjcttiver Stimmung unser Thema zu einer Vocalfrage zuspitzt. Wir könnten jene Knndgebung füglich und um so ruhiger dem Selbsturthcile überlassen, als cS dcr Herr Correspondent für entbehrlich erachtet, sich mit einer Widerlegung unscrcr Argumente zu befassen und sich gcstäudigcrwcisc darauf beschränkt, dieselben nur zu bekam p f c n. Allein dcr Herr Correspondent thut ncbstbei noch ein UcbrigeS; er bezüchtigct uns eines Kreuzzuges und der Schwärmerei — nach seinem Sinne lauter unerlaubte Dinge — und verdächtiget nns sogar dcr Absicht einer Irreführung dcr öffentlichen Meinung. wcS-halb cr cö für nothwendig hält, in der Sache, wie er sagt, den ^ootsen zn machen. Es ist ciue publizistische Pflicht, auf derartige In-sinuationcn zu antworten und im Interesse dcr Sache die Polemik vollends anskliugcn zu lassen. Unser Wider-partner wird es uns daher zugute halten, wcnn wir ihm, dcn Schauplatz der KreuMge verlassend, auf den von ihm selbst gewählten Fcchtbodcu folgen, auf die Gefahr hin, für cincn Fechtbruder mit unbescheidenen Ansprüchen gehalten zu werden. Da sich der Correspondent in einer irregeleiteten Sache zum ^ootscu anfwirft, so erlauben wir unS zunächst, diese sciuc specifische Acrufseianung insolange zu bezweifeln, bis cr uns standhältigerc Proben seiner Seetüchtigkeit geliefert haben wird. Wenn er es uns aber übel vermerkt, daß wir für cinc Sache schwärmen, für welche auch die ^andesocrtrctung einigermaßen schwärmt, so fügen wir nns in dieses Mißgeschick dermalen mit der Beruhigung, daß wir uns einstweilen mit unserer Schwärmerei in besserer Gesellschaft befinden, als dcr Herr Correspondent mit seinen Hoffnungen. Dcr Hcrr Correspondent, als er dcn gegen uns gerichteten Verdacht absichtlicher Irreführung der öffentlichen Meinung flügge wcrdcu ließ. dürfte die Consequen-zen sciucr Verdächtigung, welche sich nach anderer Seile !yin ergeben, nur leichthin in Erwägung gezogen haben. Die ^andcsuertrclung hat nämlich ihre Motion auf Argumente gestützt, welche dcn unsern qleichgcartct sind; nachdem nnn der Correspondent behauptet, daß wir mit l unscrcr Motivirung dic öffentliche Minung bestricken wollttn, so ergibt sich daraus die unabweisliche Selbstfolge, daß an dieser unserer Absicht auch die Landesver-! tretung dic Mitschuld tragen müßte — eine Consequenz, i welche den Auior dcs Artikels nunmehr überraschen diufle. Zur Sache schreitend, können wir vorerst nicht unbemerkt lassen, wie unser Widersacher mit mehr Eifer als Geschick Zwcckslatistik betreibt und mit Zahlen auf eine Art und Weise umspringt, die mitunter recht er< götzlich ist. Dcr gegenwärtige Gerichtssprcngcl Nadmannsdorf zählt derzeit rund I9.W0 Einwohner, wogegen dcr Cor» rcsuondcut dieselben auf dic Zahl von 20.300 steigen läßt; cr rckrutirt sich also irgendwo etliche 400 Seelen, um dcu ehemaligen Patrimunialbezirk Radmannsdorf seinem stillen Zwecke angemessen zu bevölkern und seinem Artikel das nöthige Gefolge zu verschaffen. Dagegen dccimirt er die Bevölkerung der Wochein auf 450 bcPlcmlichkcitssüchtigc Einwohner. Um es in diesem Pnntte an Klarheit nicht fehlen zu lassen und augenfällig zu bewähren, wer eö mit scincm publizistischen Gewissen strenger hält, müssen wir einige Details wirken lassen, indem wir die Bewohnerschaft einiger Orte, fowie ihre Distauzverhältnissc vom gegenwärtigen Amtssitze aus dem trainischen Vanoes-Gcsetzblaltc von 1857, 11. Theil, Nr. 8 vorführen. Althammer 476 Seelen, 4°/« Meilen. Feld 201 „ 4°/« .. Ober-Nothwein 136 „ 4'/, „ Slndorf 197 ., 4«/, „ Sauiz 271 „ 4°/, .. Podjcllc 136 .. 4--/. .. Brod 111 .. 4 „ Nauue 120 „ 4 „ Mittcrdorf 388 .. 4 Deutschgcräuth 191 „ 4 Fcistriz 687 „ 3«/« .. Kcrschdorf 456 „ 3«/« Iereka 151 ., 3°/, Gorinsch 380 „ 3°/, Wiltuach 72 .. 3*/, .. Koplivnil 286 .. 3'/« Die Insassen dieser Ortschaften bcnöthigcn 6 bis 7, im Winter bis 10 Wegstunden, die Bewohner aller übri» gen Ortschaften des Veldcscr Gebietes 3 bis 6 Wegstunden nach Nadmannsdorf, während die in der Mino-ritüt befindlichen GerichtSholdcn des RadmannSdorfcr Patrimonialbczirkcs durchgchcnds nicht über 1^ Stunden Weges bis zum gegenwärtigen Amtssitze bedürfen. — Für denjenigen, welcher bei oft belanglosen und abermaligen Geschäftsverrichtungen mit ganzen Tagreisen rechnen muß, ist cinc jedesmalige Zeit- und Wegerspa-rung von 3, im Winter sogar von 6 Stunden unleugbar sehr beträchtlich, wie auch für die Iustizpficge die Minderung dcr EntfernungSvcryältnisse nicht ohne Bedeutung ist. Sollen doch vor einigen Jahren Fälle vorgekommen sein, daß gewallthätig beschädigte Angehörige einiger 1322 der obaugeführtcu Ortschaften ungeachtet bccilter Amtshandlung doch nicht mehr rechtzeitig vernommen werden tonnten. Bei der Entscheidung der DiSlociruugsfrage werden übrigens die von nnS hervorgehobenen Unterschiede in der gerichtlichen Geschäftsstatistit wohl auch ihre leitenden Gesichtspunkte liictcu und ihren bestimmenden Einfluß üben, nachdem in solchen Diugcu heutzutage uicht sowohl persönliche Niicksichtcu oder mit Hieroglyphen räthsclhaftcu Ursprunges ausgestattete Petitionen, sondern nur die Sachverhältnissc den AuSschlag geben. Die Eisenbahn dürfte die Entschließungen für die Verlegung dcS Gerichlositzcö nach Vcldcs nur zeitigen, weil durch dieselbe die räumliche Wirkling der Entfernungen nicht blos für NadmauuSdorf, sondern auch für Peldcs ermäßiget wird. Im Zngc der Zeit aber dürste noch cinc wcitcrc Frage, nämlich die Aiiftassuug dcS ÄczirlSgcrichtcs Kronau und seine Vcrciuiguug mit jenem iu Beldcs an die Tagesordnung tummen. Denn, nachdem die Geschäfts« agcnden der Einzclngcrichtc durch neue Eivilftroccßnor-men erheblich licscliränft, auderscitS aber für die bis ^cn-gcnfeld gelegenen Ortschaften die Zeit- und EulfcrnungS-Unterschiede zwischen Kronau und Pcldeö dnrch die Eisenbahn ziemlich ausgeglichen werden; so wild cs kaum nöthig sein, für die reducirtcn Iuslizgeschäfte der jcnfcils ^cngcnfeld bclcgcucu fünf Ortschaften: Wald, Kronau, Wurden, Ratschach undWcißcnfels ein eigenes Gc-richtSamt zu erhallen. Der Einwurf, daß dabei die Fahr-losten der Parteien außer Vetracht gelassen werden, verschlägt nichts, weil ans der nämlichen Distanz der Zeit-und Nciscanfwand des ss-ußgchcrS in der Regel dein des Eisenbahnpassagiclö ziemlich gleichkommt. Die Verlegung des GcrichlSsihcS nach Vcldcs Würde also unter Einem den Weg zll namhaften Ersparnissen bahne.<. Die Mißlichkcit der Wohuungöverhältinssc von Nnd-mannsdorf zu leugnen, oder gar mit vorgeschützte,, Plä-lensioncn der V^icthpartcicu beschönigcu zu wollen, gleicht doch wohl Verlorner ^icbcSmüh. denn sie sind landbctanitt. Und, da cö der Herr Coircspondent selbst für ersprießlich hält, die WohnungSansprüchc der Äeamtcnfamilicn so wohlmeinend auf ihre naturgemäße Bescheidenheit zu verweisen, ohne nnS jedoch über den erforderlichen Grad solcher Bescheidenheit näher zll belehren, so erscheint es als ein verfängliches Beginne», dicSsallS eine den That^ fachen widersprechende Vorstellung erwecken zn wollen. Locales. — (Ernennung.) Der Hcmptmann-Auditor 2ter blasse, Ferdinand Müudt, des Garuiso»saudituriats zu Graz, wurde zum Brigade-Auditor beim Brigadegericht Nr. 13 in Laibach ernanut. — (Aus dem Laudesausschuß.) In der Siz-zung vom .'ji. Juli nahm o.c Landeöausscbuß eiuc vom hohen Ackerbaumiuislerium übersendete Schrift von (5. Peyrer über die Zusammenlegung von Grundstücken uud Anlegung gemeinschaftlicher Feldwege entgegen. Äeigegc-beu ist diesem auch durch den Buchhandel zu bczieheudeu Werke der Entwurf eines bezüglichen Gesetzes. Daö Ministerium wünscht die Aufmerksamkeit gebildeter ^cmdwirlhc auf dieses Buch zu lcnkcn uud es ihrer Erwägung zu empfehle». Der Landeöausschuß wird sich bei seinerzeitiger Vorlage des Gesetzes durch die Regierung gern an den bezüglichen Berhauoluugeu bctheiligeu. — (haudelskammcrwahlen.) Bei der am 29. und 30. Juli stattgefuudeneu Wahl für die kraiuischc Handels- uud Gewcrbekammer wurden gewählt die Hcrrcu: Josef Debeuz, Iohanu IcuuZek, V. Petricie, Johann Fabian , Johann Hartmcmu uud Frcmz Fortuua für die Haudelssectiou; Josef Echweutner, Gustav TöuuicS, Matthäus Cchrcmer, Paul Skale, Blaö Vcrhouz, Hciurich Niema», Auton Cepon uud Auton Pcrine für die Gc^ werbesection, uud Freiherr Michael ZoiS für die Mo ntanscction. — (Sparcasse.) Der eben vcrosfcutlichte RechuungS^ Abschluß der Laibacher Sparcasse sür das erste Halbjahr 1868 weiSt nach, daß in diesem Zeiträume von 5542 Parteien 632.083 fl. eingelegt, au 3558 aber an Capital und Zinsen 494.455 fl. 94 kr. zurückgezahlt wurden. Diese zuuchmende Capitalseinlage ließe eiue Zunahme des Volts' Wohlstandes voraussetzen, wenu nicht auoere Momeute leider das Gegentheil beweise» würden. Die krainer Sparcasse hat gegenwärtig emeu Activstand von 0,002.350 fl. 2« tr., währeuo derselbe zu Anfang des Jahres nur 5,553.161 fl. 56.tr. betrug. Davou hat sie 3,023.788 fl. 34 tr. pupillar-mäßig gesichert; iu Effecten aber 1,926.700 fl. 80 kr. '— (AuS der Laud wirth fchaftsge sell schaft.) Iu der Ausschußfitzuug vom 1. o. M. wurde über Autrag des Dr. Blei we is beschlossen, die Vermehruug der k. t. Bcschälstationeu zu beantragen. — Die Direction der fürstlich Schöuburg'schcu Waldba»schule in Schnceberg übersendete ihr Programm, aus welchem zu ersehe», daß auch die Weberei daselbst gelehrt wird. Es wurde beschlösse», dieselbe zu ersucheu, zwei kraiuische Iüugliugc blos für dicscu Uutcrrichtszwcig auf 2 Jahre in die Austalt aufzu-uchme». — Der Gesellschaft wurde ei»c die Zusammcu-leguug vou Gruudstückcu betreffcude Schrift durch daö k. t. Ackerbauluiuistcrium zugesendet, welche auch ci»c» ciu-schlägigeu Gesetzcutwurf euthält. Der Ausschuß wird im Name» der Gesellschaft die thätigste Mitwirkung m diesem Gegeustaude iu Aussicht stelle». — Für die zu verfasscude trcmlische Land bau stat ist i t wurden die Gru»dsätze festgestellt. — (Verfassuugstag iu Eilli.) Wir werde» ersucht mitzutheileu, daß die Eisenbah»lcgituuatio»slartc» z»r Fahrt »ach Eilli (giltig vom 7. bis 10. August), die Eiutrittskartcu iu dc» Versaml»l»»gsort, danu die Speisekarte» hier cmgclaugt siud u»d (letztere gege» Erlag vo» 1 fl. li0 tr.) i» der v. Klciumcwr'scheu Buchhaudluug dc-hobeu werdcu köuueu. Die beide» ersteren Karle» kön»e» auch au Ieue verabfolgt werde», die bisher ihre Bclheili-gu»g uicht augemeldet haben. — Wir machen hierdurch auf die im hcutigeu Blatte steheude Anuonce der Herren Steindecke r k E u lu p. iu Hamb u r g befouders aufmerksam. Es handelt sich hier um StaatS-Losc zu eiuer so reichlich mit Haupt-Gcwi»»c» auSgestatte»c» Verlosung, daß sich auch in unserer Gegeuo ei»e sehr lebhafte Betheiliguug voraussctzeu läßt. Dieses Uuleruehmc» verdient um so mehr das volle Vertraue», iudcm die bestcu Staatsgarautieu gebotcu sind uud auch vorbcuauuteö Haus durch ei» stets streng reelles Haudeln uud Auszahlung zahlreicher Gewiunc allseits beta uut ist. Neueste Post. Wien, 5. August. (Ungarische Delegation. — Plenarsitzung.) Die Anfrage Fodroczy's, ob der Minister des Acußcrn im Sinne dcS Gesetzes beabsichtige, in die gemeinsame Handelsflagge auch die Abzeichen EroaticnS aufzunehmen, wird dem Minister dcS Aeußcrn übergeben. Gabriel Kcmcny und Wolfgang Bcthlen in-tcrpellircn den Niinister des Acußern wegen der Regelung der internationalen Verhältnisse der Protestanten in den Donanfürstcnthümcrn uud wegen der am Prediger der Bntarcstcr-Protcstautcugcmcindc, Frauz ilooS, vollzogcucn Ocwaltactc. Sodann verliest Kautz das Referat über das Fiuanzbudgct; die Dclcgatiou beschließt die sofortige Berathung des ganzen Referates uud nimmt den Antrag an, das Finanzministerium solle die Abrechnung über die gemeinsamen Activen beschleunigen. Die Sitzung dauert fort. Pra«, 4. August. Anläßlich der bcvorstchendcu LandtagSclsatzwahlcn erließ der Statthaltereilcitcr a» die BczirkölMipllclltc ein Rundschreiben, worin die dcr Rcgicnmg obliegende Pflicht betont wird, allen Staatsbürgern den freien Gebrauch oller oerfasslingöinäßigcn Rechte zu sichern und einer jedcu Wahlagitation, welche über die Grenze» deö Erlaubten hinanSgchc» und vo» tcrrorisircndcn Mitteln Gcbrauch machen sollte, mit Strenge lind Nachdruck cntge,icuzutrctcn. Gegenüber einem vom „Pokrol" veröffentlichten Telegramme, wcl" chcs mit dcr Unterschrift „Die Olmützcr Regimcuttt ')ir. 74 und 3s)" eine Bcgrüßnng des auf dem MuM-Berge stattgehabten Meetings enthielt, theilt das „Präger Abendblatt" auf Grundlage amtlich gepflogener E^ Hebungen mit, daß in dcr Zcit vom I. bis 20. Iull 1869 bcim Tclegraphcnomlc in Olmütz ein derartiges Telegramm gar nicht aufgegeben wurde und überhaupt lein Telegramm von Soldaten zur Aufgabe gelangte. Berlin, 4. August. Die „Prouinzial-Correspo" denz" bespricht neuerdings das Rothbuch und sagt unM audcrm: Da cinc Depesche cinc Kritik gegen angcb lichc Mittheilungen Preußens an den sächsischen Mim' stcr richten zu wollen scheint, hat die prenßischc Rrgil ruug sich zu dcr Andeutung bewogen gefunden, daß sl die Gcrcchtignug cincr solchen Kritik auS allgcmeincü national-politischen Gründen abwciscu müsse, indem dies' seitige Mittheilungen au deutsche Negicruugeu sich jedcl Eoutrolo auswärtiger Eabinctc entziehen, und in »ocl! höherem Grade vermöge der Solidarität der norddeutsch^ Äundcsdiplomatic diejenigen Mittheilungen, die von h^ nach Dresden gerichtet werden. Madrid, ->. Angnst. Der „Impartial" dcmeli' tilt die angebliche Eristmz von ."»3 carlistischcn Bandc^ 3er größte Theil der Banden wnrdc zerstreut, die noch vorhandenen sind wenig zahlreich. Madrid. 4. Augnst. Die ..Gacctta ufficialc" ulcldet einen Zusamlucnsloß dcr Freiwilligen dcr Freiheit mit ciuer Earlistcnbandc und die Auflösung mchr^' rcr anderer Baudcu. Gestern Morgens wurden zn^l Individuen, welche dcr Baude des Pfarrers Alcalo« angehörten, in Mlcsucla erschossen. London, 4. Angnst. Die ..Morning-Post" meldet, dcr Bostoner Kanfmann TorbcS wnrdc angewiesen, der spanischen Regierung 100 Millionen Dollars für die Unabhängigkeit Euba'S anzubieten. Spanien dürfte dic Offerte als zu niedrig ablehnen. — Die Vertagung des Parlaments findet möglicherweise erst am 12. August stall. Telestraphiscbe B^eclise!course uain 5>. August. 5>pcrc. Mctalliques 6580. ^ 5»prrc. M>tallic,»cs üiit Mai- «>>» Nuuemder-Z>!isr!i<^.80. — ^vrrc.Natinolll-Aulclim?1.i>('.— l8>i»cc Staat!i 75!. - Ercditaciicn 305i,^> — London 123,80. — Sillirr I20.«5>. - K. l Ducatm 5> 5O. Kaudel und Volkswirtljschaj'tlichec'. MonatsallSwcis dcr '??atiol»albank. Tcr am ->^ Ailgxst lli!<l^ äiideniiissc!! g^icll deli Vol'tliuiiat nach. Activa: Mrtallsch^ 10'».ii03.004 fl. <„», :;50.5»5>5 fl. mehr); iu Victa« zahlba" Wechsel 3«,5>12,«7:',N, (um 24!i.443 fl. weniger); escomptirteWcchl" mid Effecten zcchlbar iu Wien 40,57^.7M1 fl. (um 873,35>5 st^ mehr); cöcomfttirlc Wechsel ,,al)l!)ar iu den Filialcu 41,48l.^!^^' (lim 4,05)1.(»!12 fl. mehr); Dallehcn gegen Hnndpfaud in W^" 4^/l5l.9!!1 fl. (um 1.60i.785 fl. weuige'r); iu dm Filmleu I« 'M «85i,^00 fl, gehören, l.tt?7.N7fl (um2,220.641 fl.wcuiger); Hypothetar-Dc»' leheu »i^!,1^.8?< fl. (um 2k4.s>»!6 fl. weuiczer; böi'jcmnäi!^ augelailstc Psaudliriefe der Vaul :).241.844 fl. (um 2?4.2l»7 !>' weniger). — Passiva: Vauliwteuumlmif r); unliehobeue Capitaltj-Nück^ahluugen 3»2.l«iNl (um 3^' 479.0W ft. (um 'jM«.1«0 fl. weniger); Giro-Gulhabrü 180.5)40^ (um >'..4,ij24 fl. weniger); uubehudcnc Dividenden 5i85.75i fl. l>"" 2.70<>.«'.»0 fl weniger; Psandbriefe im Umlauf N».349.l)5,5, fl. (»'" 22I.:»00fl weniger); nnbehobeue Pfandliliefzinsen 109.613 fl, <>"? 1,35>9.02!» fl. weniger); Saldi lausender Rechnungen 2,U16.7B> (um 1.237.340 fl. mehr), .Meteorolcilusche V^lifiachlul^ell in Laitilulj.. »;U. Mg. 328.72 -^U'.l windstill Neliel' l>. 2 „ N. 327.7^ -s-21« O. schwach , heiter Oo« 10„M. 327..IN -l'15.4 O.sehrschw.^ heiter Movgcnucbrl. Heiterer, fast wolkenloser Tag. Abends Scl,'^ wollen iu West. Alicudralh. Daö Tag^millcl der Wärme -l- 15^' ui» 0'2" uuter dcm Normale. Verantwortlicher Redacteur: Igua; u. Klciumayr. , Nnl's'l'nlil't'li'llt Wien, 4. August. Die Börse liegmnt dcr momenlaucn ^,'agr det< ^omdardgcschäflei! ihre Anfmertsciiuteil ^l!;uwrlldeu. Wiederholt auftauchende Gerüchte über beuurstthc" -Dlll^Nl'l,l,llt)z. ^inSfußerhöhungeu u. dgl. gcbeu vuu dieser Disposition Fcuguiß uud licwirleu salbst danu, wcuu sir ciurr thatsächlichen Grundlage entbehren, nachhaltige Veränderungen,^ dem Esfecteuinarltr. Eiu solche« Gcrilcht uud die Küudung ciuigcr Depots, iu Verbindung mit einigen etwa« stärlcrcu VcrlaufSordrcS ilutc heute einen empfindlichen Druck, welcher sich glnchM^ uus allen Verlchvugebieten äußerte. Fast alle Eisenbahn-, Vaut- und Iudustrie-Actim haben einen Ruckgang erlitte». Anch Rente, licsoudcrS aber Staatslose waren offcrirt. Prioritäten zeigte« ^ ,lim Schlufz des Berichtes leine tiefer greifende Veränderung. Devisen und Comptanlcu, stcirl auögcboteu, crntllßigtcu sich um '. bis /, pCt, ^T. Allgemeine Ttaatsschnld. Filr 100 fl. Geld Waare Eiuheitlichc Staatilschuld zu 5 pCt.: iu Noten vcrzinsl, Mai-November 63.— 6320 „ „ „ ssebrnar-Aligust 63. - 63.20 „ Silber „ Iäuucr-Iuli . 72,40 72.5,0 „ „ „ April-October. 72.40 72.50 Stcucranlchcn rückzahlbar (?) . 9«.25 98.50 l!ose V,I. 1839 . . . . . ,250.50 25,1.50 „ „ 1854 (4 "/.,) zu 250 fl. 92.50 93.50 „ „ I860 zu 500 fl. . . 102.60 102,80 „ „ 1860 zu 100 fl. . . 104.50 105..- „ „ 1864 zu 100 fl. . . 123.50 123.70 StaatölDomäueu-Pfandbriefc zu 120 fl. ü W. in Silber . . 122.-- 122.50 ». Grnndentlastullstv-Oblistationcn. Filr 100 fl. Geld Waare Vühmen .... „ 5 pCt. i,3.25 W.75 Oalizie»......5 « 75.3>» 75.80 Niedcr-Ocsterreich. . „ 5 „ 92.75 93.25 Ober-Oestreich . . « 5> . "3^ 94- Stelermarl ... „ 5 « "2.75 93.25 Ulgam.....5„ 81.75 82.25 O. Actieu von Bankinstituten. Geld Waare Anglo-öslerr. Van!.....398,50 399.- Anglo-nugar. Ban! ...» 11750 118.— Boden-Creditaustalt .... ^."!.^ 298.— Creditanstalt f, Handel u. Gew, . 311,5l» 311,70 Creditaustal!, allgem. uugar. . . N250 113.— Escomptc-Gcscllschast, », ö. . . 923.- 925,— ssrauco-öslerr. Baul . . . .139 50 140.— Gcncralbaut.......80.50 81. Nation all, ant.......754 — 756 - Vercinsuanl.......128- 128.50 Verlehröbauk.......140.50 141.— «V. Actien von Transportunterneh-mnnaen. ^, Geld Waare Alfüld-Fiumaner Bahn . . .180.50 181.- V5hm, Wrstbah».....230.75 231.25 Carl-^idwig-Bahn.....263.25 ^63.75 Douan.-Dampfschifff. Gcscllsch. . 628.— 630,— Elisabeth-Westbahn.....199.50 200.- sserdinaudy-Nordbahu . . . 2325.-2330.-FUnflnchcn'Barcser-Bahu . . 192.— 192.50 ßranz-Iosephö-Bahn .... 188.— 188.50 ^mbcra.-6zcl'n.-Iassycr-Bah» . 209. ^ 209,50 Lloyd, üsterr........390.-392.— ^ Geld Waare Omnibus (erste Emission). . - 27l.— 273,— Rudolsö-Vahn......17«!— 176.50 öicbrnbiirgcr Bahn .... 179.50 180.— Slantöbahii.......424.— 426.— Südliahu.......274.- 274.50 Ettd nurdd, Verbind. Bahn . . 175,— 175.50 Thcisz-Bahu.......27350 274.- Tramway........200.- 200.50 «. Vflindl'vicfe (silr 100 fl.) Mg. öst Bode»-Credit'?lnstalt Geld Waare verloöbar zu 5 pllt. iu Silber 109.50 110 - dt°.iu33I.r«ckz.z»5pCt.in/, pEt. 92.— 92.50 H'. Prioritätsoblistativnen. i> 103 st. ö. W. Geld Waare El>s,-Wesll>. iu S. ucrz. (l. Emiss.) 92.- 92 50 Fcrdinauds-Nordb. in Silb. verz. 108.— 108.50 Franz-IosrphS-Bahn .... 94.60 94.80 G.Earl-Ludw. B. i. S. verz. I. Cm. 103.25 103.75 l G^ ^ Oestcn-. Nordweslbah» .... 93.40 ^H Slcbenb. Bahn in Silber vcrz. . 92!«» ^.^ StaatSb. G. 3«/«« 500Fr. „I. Em. 141 50 1^'^ Südb. G. 3'/.!. 500 Frc. „ . . 122 25 1^ ^ Sl!dl,.-BonS 6 "/„ (1870-74) ,. ^ i>500Frcö . . . . . .247.-24^ «l. Privatlose (per Stiick.) ^ Creditanstalt f.Handeln.Gew. Geld 20?"o z» WU fl. ö W......163 - lH Nndolf.Stiftung zu 10 fl. . . 15.- ^'^ Wechsel (3Mou.) Geld HZ,) Augsburg fllr 100 fl siidd. W. 103,1^' l^o Fraulsurt a.M. 100 fl. dctto 103.20 1"^.-, Hamburg, fllr 100 Marl Banco 91.1" ^gO London, fllr 10 Pfund Sterling 124 20 >^^ Paris, fin 100 Fraucs ... 49.45^ (3o„rs der Geldsorte» _ .„ Geld Wa",,s. K. MUnz-Dncater. . 5 fi. 89i lr. 5si.H', NapoleouSd'or . . 9 „ 92 „ ^ " ü>?j.' VercinSthaler ... 1 „ 81! „ 1 " ^ -Silber . . 121 „ - ,, 121 .. >'" , ______ Hii' Kramische GrundentlasluugS - Obligat»"«"'' vlltuotirung: 86.50 Geld, 90 W«""