foffnlns ptatafM v fOlOfW» If. Irtwywui £rseb«üit wAchwUich sechsmal (Mrit AvnalBM Ser Feiertage). Schrift-leituDf), Verwaltung and Bncbdraditrel TM. 25-67, 25-68 and aMS9. Maribor, RofMüttlui alles HaoMkripli mmdm ilokl ^4- Nr.S PralMig, d«i 4. Thum IfW Inseraten- nod Abonnenents-Annahme in Maribor. KopaliSka ulica ü ('Varwaltung). Bezugspreise: Abholen monaUicb a3 0üi. austeilen a4Din, noreh die Post monatlich 23 Diu, ffir das AusUnd nuNiallÜi 36 Din. ir 1JO and 2 Din. Proie Oin 1*S0 »liitiliiim neilitita 3apan0 ^rieg^Siel unDeränDert tHeginie' oDer 0))ftem' wedifel? Der ROCktrltt des JapairiaciMM Kabloettt, dessen Chef Pttrat K o n o y e gewesen war, konnte keine Ueberrt* schung fOr diejenigen bilden, die in der letsten Zeit eine gewisse Disharmonie twi sehen den Willenskundgebungen dieser an sich verbrauchten Regierung md den Wirklichkeiten der Japanischen Kriegtpo Htik verspürt haben. Konoye gibt hi seiner AbschiedserklArung selbst su, daB seine bescheidenen Kräfte außerstande gi wesen seien, der sich tOrmenden Schwierigkeiten und Probleme Herr zu werden. Die eigentlichen GrOnde der Schwäche Konoyes lagen aber weniger im Manget an Entschlußkraft de$ Kabinetts als vlel-mehr Im Hader der beiden politisch führenden Parteien des Landes, der Seyu-Ical und der Minseito. Diese beiden Parteien sind sicherlich auf die allgemeinen, von der Regierung bestimmten Kriegstl»-le ausgerichtet, aber die Art Ihrer Unterstützung und Funktion war dem alles eher als forderlich. Die MilltXrs waren über die aus dem Westen bezogene Einrichtung des Parlamentarismus nie entrückt. Sie stutzten das Kriegskabinett Ko noye nur deshalb, well es im Parlament so viele Gegner hatte. Jetit, da der Weg 2U einem neuen System durch die rechtsradikalen Kreise und Militärs freigemacht ist, scheint eine Periode Japanischer Politik ihrem vorläufigen Ende entgegenzu<^ gehen. Die getarnte, parlamentarisch ver brämte Kriegsdiktatur tritt nun offen zutage, und zwar in der Form der Liquidierung des Zweiparteiensystems. Es hat sich — aus Elementen der Rechtsradikalen und den von den Offljierskreisen beeinflußten Politikern gebildet — eine Strömung geltend gemacht, die sich »Mo bilmachung der Nation« nennt und die vorläufig auf bestimmte Ziele der japanischen Kriegspolitik lossteuert. Der Krieg, lier nun an emer entscheidenden Phase angelangt Ist, hat gemeinsam mit der scharfen Sprache der USA einer Strömung zum Durchbruch verholfen, die die restlose Erfassung des ganzen Volkes zwecks Erringung der asiatischen Hegemonie und Suprematie Japans im Sinne des Vermächtnisses Tanakas fordert. Die aktivistische Partei, die nun den 73jähri-gen Baron H i r o n u ni a sichtbar an die Spitze der neuen Regierung gestellt hat, kennt ihre Gegner im Parlament, daher die Forderung nacli Auflösung desselben. Wie planmäßig der Regimewechsel vorbereitet wurde, bewies Admlral Suetscliugu, der als Innenminister die Elemente liochkommen ließ, die jetzt aus schlaggebend sind. Die neue Regierung bedeutet einen tiachgerade historischen Wandel in der Politik Japans. Sie ist ein Regime der i-.charfen Akzente i. Innern wie nach außen hin. Es wird ungeschminkt totalitär regiert werden, um die großen Pläne der ;^usnmmenfn8SunR Japans, Mflndschul-nalspaoitche Bomber über Tarragona u. bewariM zwei Züge derart mit Bomben, daß durch dte Expk>skin derselben 40 Personen getötet und 30 andere verletzt wurden. Als die Arbeiter an der Bergung der Leichen und der Verwundeten gingen, erschienen neuerdings 25 nationalspanische Flieger über Tarragona, wobei die Stadt heftig bombardiert wurde. 2)etttf(!^r jtrilif an !7ioofet)elt DAS BCHO DER NEUJAHRSBOTSCHAFT DBS PRÄSIDENTEN DER U. S. A. gen Wirtschaftsbeziehungen fester zu knüpfen. London, 5. Jänner. (Avala). Die Neujahrsbotschaft Roosevclts an den Kongreß bildet das Hauptthema der heutigen Londoner Morgenzeitungen. Die Londoner Zeitungen sind sich darin einig, daß diese Botschaft überaus wichtig Ist. Die »Times« spricht die Meinung aus, daß Roosevelts Außenpolitik geeignet gewesen ist, auch die Innenpolitik seiner Regierung zu befestigen. Die »Daily Mall« schreibt, die Engländer dürfen sich nicht darin gefallen, die Details der Botschaft Roosevelts zu kommentieren. Roosevelt habe viele Worte für England gesprochen, man müsse sich jedoch vor Augen halten, daß der Präsident der USA noch sehr weit davon entfernt sei, für Englands eigentliches Wesen Verständnis zu finden. Alien Beziehern, Inserenten, Mitarbel-tem und Lesern der »MarllKM'er Zeitung« pTavoslawer Konfession recht frohe und glückliche Weihnachtsfelertagel Die Schriftleitung und Verwaltung der »Ma-rlborer Zeitung«. Berlin, 5. Jänner, Die deutsche Presse befaßt sich eingehend mit der Botschaft des Präsidenten Roosevelt. Die Blätter kritisieren den Inhalt seiner Ausführungen und meinen, der Präsident habe in seiner Neujahrsbotschaft nicht etwa Reformmaßnahmen angekündigt, wie dies zu erwarten gewesen sei, sondern er habe es vorgezogen, die totalitären Staaten anzugreifen und ihr System abfällig lu behandeln. Roosevelt sei zu offenen Verdächtigungen übergegangen, indem er zur Verteidigung seiner gigantischen Rüstungspläne die drohende Kriegsgefahr an die Wand gemalt habe. Roosevelt sei von den jüdischen Kreisen abhängig. Die' Botschaft des Präsidenten der Vereinig-1 ten Staaten sei nicht sonderlich geeignet, zur Befriedung der Welt beizutragen, wohl aber könne mit «einem Standpunkt die amerikanische Rüstungsindustrie zufrieden sein. Roosevelts Botschaft stelle keine Friedensschalmei, woht aber eine Kriegsfanfare dar. In der Presse werden Roosevelts Ausführungen als unquallfi' zierte Ausfälle gegen die totalitären Staaten bezeichnet. In der Botschaft werden gewisse Stellen vermißt, so Uber die Beziehungen zu Deutschland. Die Blätter heben hervor, daß die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Staaten ausbaufähig seien, doch seien die Ausführungen Roosevelts nicht geeignet, die gegenseltl- Umstand gebrandmarkt, daß in Tunis vom Hause eines italienischen Geschäftsmannes die Trikolore herabgerissen, mit Füßen getreten und verbrannt wordea ist. Es wird hervorgehoben, daß die Demonstranten zwei Stunden lang die Stra# se beherrschten und daß die ganze Zei» die Polizei untätig war. Eidesformelrevision in der Roten Armeeu London, 5. Jänner. Wie aus Moskau berichtet wird, soll die Rot Armee am 23. Feber zum ersten Male aut eine Eides formel vereidigt werden, die nicht mehr »die Treue zum internationalen proletarischen Revolutionsgedanken«, sondern dt« Treue zur Sowjetunion ausspricht. Kanal durch Nicaragua. Washington, 5, Jänner. Im Kon-F?rcß wurde eine Gesetzesvorlage eingebracht, wonach durch Nicaragua ein Kanal gebaut werden soll, der eine Ergänzung und Entlastung des PanamakanaU darstellen soll. Dr. Rauschning ausgebürgert. D a n z i g, 5. Jänner. Der Danziger Senat hat dem ehemaligen Senatspräsidenten Dr. Hermann Rauschning, der nach Polen geflüchtet war und von dort eine heftige Kampagne gepten das Danziger nationalsozialistische Regime entfaltete, das Danziger Staatsbürgerrecht aberkannt. kaiserliche Hauptquartier verlegt worden Konoye konnte die Entscheidungen, die Japans Kriegspolitik jetzt mit sich bringen wird, nicht fällen. Daran änderten auch die Umbildungen seiner Regierung in den letzten sechs Monaten herzlich wenig. Nun ist jedoch ein Schlußstrich hinter eine Politik gezogen worden, die auch personellen Belastungen ausgesetzt wnr. Die neuen Männer wollen klare Ent Scheidungen treffen. Japan tritt mit dem Neuen Jahr 1030 in eine neue (lesoliiclils Periode ein. Montague Norman heute in Berlin. Berlin, 5. Jänner. Der Gouverneur der Bank von England, Montague Norman, trifft heute in Berlin-Dahlem ein, um als Pate bei der Taufe des jüngsten Enkels des Reichsbankpräsidenten Dr. Hialniar Schacht zu fungieren. Erbitterung in Italien wegen der Vorfälle in Tunis. F? o in, 5. Jänner. Die itaik'nfeindlichen Ümionstrationen in Tunis haben In Rom i^roße Erregung hervorgerufen. Die Pres se befaßt sich eingehend mit den Yorf^än-gen in Nordafrika. Insliesondere wird der Ciano kommt im Feber nach Warschau. Warschau, 5. Jänner. Wie die Polnische Telegraphenagentur mitteilt, ist der Besuch dep italienischen Außenministers Grafen Ciano in Warschau für die zweite Februarhäifte angesetzt. Zürich, 5. Jänner. Devisen. Beo-grad 10, Paris 11.62, London 20.53, New york 442, Brüssel 74.65, Mailand 23.28, Amsterdam 240.62, Berlin 177.50, Stockholm 105.70, Oslo 103,15, Kopenhagen 91.65, Prag 15.17, Warschau 83.75, Budapest 87.50, Athen 3.05, Istanbul 3.50, Bukarest 3.25, Helsinki 9.05, Buenos Aires 100. Wettervorhersage für Freitag: Eintrübung, neue Schneefälle in Aussicht. Leichter Frost. Auch das zweite Opfer des Liebesdramn;« von Rogatec tot. P t u j, 5. Jänner. Die 28-iährij[*e Notariatsbeamtin Johanna P o d h m e 1 n i k, die heute frühmorgens von ihrem Bräuti-j^am in Rogatec angeschopsen wurde (siehe Seite 5!), ist vormittags während der lleberführung ins Krankenhaus nach Plui der erlittenen Verletzungen erlegen. Hiv \'iM\itnrbene wurde in ihr Elternhair^ naeh Sp. Hajdina überführt. »Maribercr Zeihing« Nummer 5. 2 Freitag, den 6. Jänner 1939. i^arlamentari^mud oI)nc Das ParteienproMem in BalgarJcn. Sofia, Anfang Jänner. Die N.ichrich-tcn von der Bildung einer einheitlichen Kegierungspartei in Bulgarien ähnlich wie in Rumänien, die z.emlicn unerwartet kamen, geben noch k^in Wonkre-tes Bild und können noch Ih- ren vollen Wert abgeschätzt werden. Dein autorrtären Kurs der bulgarischen Innenpolitik würde das schon entsprechen, aber bisher lief die Tendenz dieses Kurses darauf hinaus, daß im al-gcmel-nen keine Partei oder keine Pari'.Men in Bulgarien geduldet werden und darauf fußt auch die Grundlage der Wiedertin-führung der Volksvertretung nach eitHT längeren Pause von mehri»r\;ii Jahren, während denen ohne Parlament regiert wurde. Dabei haben sich Parteien oder Gruppen vrschiedenster Ideologie in der Regierung abgewechselt, sodaö es manch irial den Anschein hatte, daß es im allgemeinen nie mehr in Bulgarien zu Volks Vertretungswahlen kommen werde. Fast alle führenden politischen Kreise schienen damit mehr oder mindei* einverstanden zu sein, da ja die Parteipoiitik so böse Folgen gezeitigt hatt^ obwohl sich in der Bevölkerung ein mächtiger Drang zur politischen Mitarbeit bemerkbar mach te. Es ist das ein allgemeiner Zug bei den osteuropäischen Kleinvölkern, insbesondere bei den slawisc'ion, :l3B sich die Volksmassen in einem Staate fremd fehlen, an dessen Sch?cksalsbildung sie nicht teilnehmen, besonders wenn uts sich um d!e Landesverteidigung handelt. Balkanhistoriker bringen den verhältnismäßig schwachen Widerstand der Balkanstaaten gegen die türkische Eroberung am Ende des Mittelalters in Verbindung mit dem Ueberhandnehmen der einseitigen Klassenherrschaft einiger bevorzugter Kreise den Volksmassen gegenüber. So entschied man sich doch endlich zur Wiederherstellung des Parlamentarismus, wobei man jedoch gleichzeitig die Parteiwirtschaft ausschaltete, um sich streng im Rahmen des Volksvertreter-tums zu halten. Die gewählten Abgeordneten sollen Volksvertreter, aber keine Parteivertreter sein. Sie wurden persönlich gewählt mit Ausschluß jeder Par teiformation oder Parteibetonung, Im Sitzungssaal sitzen sie ohne jede Partei-glicderung und man erwartet von ihnen, daß sie zu den Vorschlägen der Regierung nach persönlicher Ueberzeugung u. eigenem Gewissen ohne jede Parteiideo-k)gie oder Parteiinteresse Stellung nehmen. Diese Richtungsiinie schien so wich tig und wurde so streng bisher gehandhabt, daß vor einigen Tagen eine kleine Anzahl von Abgeordneten, die sich als Anhänger einer früheren Partei bekannten und als solche zu wirken sich anmaßten, des Abgeordnetenmandats vom Parlament verlustig erklärt wurden und das Abgordnetenhaus verlassen mußten. Man kann mutatis mutandis annehmen, daß sich die jetzigen bulgarischen Macht haber die ersten Zeiten der serbischen Staatsbildung vor Augen halten, als der noch tributpflichtige erste serbische Fürst Milog, um sich dem Beograder Paschii und dem Konstantinopler Großvezir gegenüber einen festeren Ruckhalt zu schaffen, Vertreter aus allen Gebieten beriet, um sich mit ihnen über die Volksbedürfnisse und Volksangmlegenheiten zu beraten. l£r bat damals, angesichts eines nicht vorhandenen Parteilebens, Männer zu senden, die durch Ansehen oder Kenntnisse hervorragten. Man verstand sich ganz gut untereinander und so ist dann das serbische Staatsgebilde entstanden. Erst als mit dem westeuropäischen Parteiüogmatismus übernommen, der das Volk nur in der Parteiform in Erscheinung treten ließ, wobei folglich das Trennende gegenüber dem Einigenden ülDerwiegen mußte. Wenn es also jetzt zur Bildung einer einheitlichen Regierungspartei in Bulgarien käme, bestünde die Gefahr des Wie-deraufwachens des Parteikampfes, denn auf die Dauer wäre die Bildung einer oppositionellen Gegenpartei nicht zu ver hüten, die ja auch jetzt schon irgendwie Im Parlamente besteht. Es ist wohl wahr, daß es mangels e'ner P.''rtciüisziplin vorkommen mafi, daß die Regierunc isufällig 3apQii: 0*lu(f nacD recDtö ^onoQf« OVaAfoIaer ifl 3aroii j!>ironunta / <9r6fn je&r .^ompromlftvolltlt pegenttber 3lel: energifiÄe filQuiMeruna Orr <£&{na>t9frärt un& drfindiiiio afiotifdDrn 3IO(f4 / OVtiHtfirpartei unb ^nDfinorr totalitärrn 69ltfnw im OSorOrrgrunOt T o k i o« 5. Jänner. Vor der Beschlußfassung üt)er die Gesamtdemission i des Kabinetts begaben sich alle Minister mit dem Ministerpräsidenten Fürst Konoye ins kaiserliche Palais, um dem Kaiser zum politischen Neuen Jahre ihre Glückwünsche zum Ausdruck zu bringen. Darnach fand die entscheidende Sitzung statt, in welcher der Rücktritt beschlossen wurde. Der Kaiser hat nach längeren Beratungen, die zwischen dem in stato demisslo-nis befindlichen Kabinetts und dem geheimen Staatsrat stattfanden, den Baron H i r o n u m a mit der Neubildung der Regierung betraut. T 0 k i 0, 5. Jänner. Als Hauptursache des Rücktritts Fürsten Konoye werden in politischen Kreisen die nachstehenden Gründe dargelegt: 1. Die Rechte und die MlHtftrkreise fordern eine energischere Politik als Garantie dafür, daß d!e am 22. Dezember v. J. publizierten Frle-denstiedlngungen den gemäßigteren Elementen nicht etwa d!e Gelegenheit zu einer Kompromißlösung rrM China bieten würden, was man als Rückzug Japans auslegen könnte. 2. Die Rechte und die Militärkreise fordern eine Politik d38 Widerstandes gegen Sowjetnißtand und andere Staaten. Die Ernennung Baron Hironumas zum Chef der oeuen Regierung bedeutet d'e Zusammenfassung alier japanischen gei- Istigen und materiellen KriUte in der Rieh' tung zur Beendigung eines siegreichen .Krieges in China und der Gründung des asiatischen Staatenbtocks. I T o k i 0, 5. Jänner. General H a t a, der Oberbefehlshaber der japanischen Streitkräfte in Tvlittelchina, ist von seinem Posten abberufen worden, da er einen wichtigen Posten im geheimen obersten Staatsrat^^in Tokio einnehmen wird. Zu seinem Nachfolger in China wurde Gc neral Y a m a d a ernannt. General Va-mada hat die Vorbereitungen für die Organisation der Landesverteidigung Man-dschukuos abgeschlossen und eine Gesetzesvorlage ausgearbeitet, die die Einführung der allgemeinen Militärdienstpflicht in Mandschukuo vorsieht, T 0 k i 0, 5. Jänner. Die Berufung Baron Hironumas zum Regierungschef bedeutet, wie in politischen Kreisen verlautet, zweifelsohne den Sieg Jener Kreise, d!e neben der schärferen Akzenta!erung der kompromißlosen Kriegsziele Japans auf dem asiatischen Kontinent auch der totalitären Erfassung der japanischen Nation zuneigen. Das Ziel des netten Kurses ist die Liquidation des bisherigen, aus der Minseito- und der Seyakal-Partel hauptsächlich gebildeten Zweiparteiensystems und die IMobitmachung der japanischen Nation im Rahmen einer totalitÄ-ren Einheitspartei. In gewisser Hinsicht I würde dieser neue totalitäre Kurs die rest lose Abkehr vom politischen Geiste des Westens mit sich bringen. T o k i 0, 5. Jänner. Fürst Konoye gab am Mittwoch vormittags eine Erklärung ab über die Gründe seines Rücktritts, in der es heißt; Der Ch:na-Kon-likt habe allmählich ernste Ausmaße angenommen und infolgedessen sei die Innen- und außenpolitische Lage immer vcr wickelter geworden. Er habe oft befürchtet, daß seine Fähigkeiten der gegenwärtigen Lage nicht gewachsen seien, aber der Ernst der Zeit habe einen Kabinettswechsel bis heute nicht gestattet. Der China-Konflikt sei nun in ein neues Stadium eingetreten und die Regierung müsse nunmehr alle Kräfte vereinigen für den Aufbau einer neuen Ordnung und die Auf rechterhaltung eines dauernden Friedens in Ostasien. Er sei überzeugt, daß es dringend notwendig sei, das Vertrauen des Volkes durch Festlegung neuer politischer Richtlinien unter einem neuen Kabinett zu haben. Die unerschütterliche, grundsätzliche Politik der Regierung im China-Konflikt sei bereits festgelegt und vom Kaiser gebilligt worden. ^^Nachdem lch4r, so schließt Fürst Konoye, »so die schwere Verantwortung dafür Ubernominen hatte, fühle ich mich beschämt, daß meine Fähigkeiten nicht ausreichen, um die Aufgaben durchzuführen. Das ist der Grumi des Rücktritts meines Kabinefts.o Citauens iKonseffioncn Der Auftakt zu einer deutsch-litauischen Annäherung. Berlin, 5. Jänner. Wie die Blätter berichten, werden die heute zusammentr«i-'tenden .Abgeordneten des memelländi-' sehen Landtages nicht den bisher üblichen 'feierlichen Eid der Treue zu Litauen ab-' zulegen brauchen. Auch die Auflösung ' der bisherigen litauischen Staatspolizei -m ' Memel-Gebiet und deren Ersatz durch 'Anhänger Dr. Neumanns aus den Reihen ' der Deutschen wird als Konzession an die ' deutsche Minderheit betrachtet. Deutsche Beamte, die früher wegen ihrer Volkstreue der Ämter verlustig worden sind, können jetzt ihre alten Posten wieder besetzen. Im litauisch-deutschen Grenzverkehr sind ebenfalls Erleichterungen geschaffen worden. Im Zusammenhange mit diesen Konzessionen erhält der für Jänner angemeldete Besuch des litauischen Außenministers in Berlin ganz besondere Bedeutung. Jtiilitnijdiei 0itiittloii§i)(nil|t JVIÜNCHEN ALS AUSGANGSPUNKT ALLER VERÄNDERUNGEN. — FRANKREICH ZIEHT SICH AUS MITTEL- UND OSTEUROPA ZURÜCK. — DIE ACHSENMÄCHTE ALS STARKER BLOCK IM HERZEN EUROPAS. R o m, 5. Jänner. (Avala) Der diplomatische Redakteur der halbamtlichen Agenzia Stefani schreibt in einem Artikel über die Lage in Europa u. a.: »Der Münchner Frieden, der die Periode der schweren europäischen Krise und der Spannungen zum Abschluß gebracht hat, gab die Veranlassung für wichtige Veränderungen in den internationalen Be Ziehungen. Die Veränderungen im West-, Mittel- und Osteuropa werden immer klarer in ihren Konturen. Es ist noch in bester Erinnerung, daß der halbamtliche Pariser >T e m p s^: vor einigen Tagen in Minderheit gerate, wie dies vor nicht langer Zeit der Fall war. Etwas dürfte wohl an dem Parlanientsfunktionalismus reformiert werden, aber wohl kaum im Sinne einer Einheitspartei im rumänischen Sinne. Das ist schon aus der Haltung der bulgarischen Presse gegenüber der jetzigen einheitlichen Parteibildung in Rumänien ersichtlich. Dagegen sympathisiert man sehr mit der Parteienlage in Jugoslawien, wie sie Ministerpräsident Dr. Stojadinovic entwickelt hat. Dabei ist jnocli zu beinerken, daß man im allgemeinen, wohl unter dem Einfluß slawi-' sehen Verwandtschaftsrrcfühls, in ricn für alles Jugoslawische großes Entgegenkommen bekundet. auf die Notwendigkeit einer französischen Revision der internationalen Beziehungen nachgewiesen hatte, wobei besonders die Verpflichtungen im Osten gemeint waren. Dem Münchner Frieden haben es wir zu verdanken, daß die Tsche-cho-Slowakei aufgehört hat, ein franzö-sich-sowjetrussischer strategischer Stützpunkt gegen Deutschand zu sein. Jetzt ist es vollkommen klar, daß Moskau keinen unmittelbaren Einfluß auf das Leben deti Donaubeckens und des Balkans besitzt. Auf der anderen Seite hat die Tschecho-Slowakei loyale Beziehungen zu Deutschland und Italien angeknüpft. Ungarn hat sich an die Achse Rom— Berlin angelehnt. Die Beziehungen zwischen Ungarn und Jugoslawien nähern sich ihrer definitiven Bereinigung. Im Donauraum ist dadurch eine Lage geschaffen worden, auf die die Achse Rom —Berlin einen starken Einfluß ausübt. Der russische Einfluß existiert überhaupt nicht mehr, der Einfluß Frankreichs hingegen ist verringert. Nun kündigt auch Polen Veränderungen an. Die »G a z e t a Polska« schreibt, Frankreich sei unzufrieden mit seinen Verbündeten und werde sich daher auf die Maginot-Llnie zurückziehen. In Polen habe dies keines falls überrascht, man müsse sich jedoch vor Aunien halten, daß Frankreich damit seine Bündnisverpflichtungen Polen ge- genüber über Bord werfe. Diese Feststel-tungen — schreibt die Agenzia Stefani weiter — zeigen, daß der französische Einfluß nicht nur im Donauraum, sondern auch im Osten vorüber, ist. Die weitere Entwicklung der Dinge wird dies noch mehr klarstellen. Das alles sind die Folgen der Tatsache, daß zwei Großmächte« Italien und Deutschland, im Herzen Europas einen starken Block errichtet haben.« 3>le 3lmerifa>9teift M mgllM^cn ftOnlg^voorM London, 4. Jänner. Die Regierung teilt amtlich mit, daß das englische KiV-nigspaar im Monate Mai d. J. offizlel Kanada besuchen wird. Damach schiffen sich der König und die Königin am 8. Mai in Portsmouth auf das Kriegsschiff »Weypuls« ein und treffen am 15. Mai in Que-beck ein. In dieser Stadt wird das Königspaar übernachten und am nächsten Tag die Reise nach Montreal und Ottawa fortsetzen, wo es drei Tage verbleibt. Hierauf unternehmen der König und die Königin eine Fahrt quer durch Kanada bis zur pazifischen Küste und besuchen unterwegs die Städte Kingston, Toronto, Port William, WInnipeg, Vancouver und Victoria. Die Rückkehr zur atlantischen Küste erfolgt auf einem anderen Wege, wobei auch die Niagara-Fälle besucht werden. Zwischen dem 8. und dem 15. Juni werden die englichen Souveräne auf Einladung des Präsidenten Roosevelt auch die Vereinigten Staaten besuchen. Nach der Rückkehr aus der Union wird die Weiterfahrt nach Halifax fortgesetzt. Vorgesehen ist auch ein Besuch der Insel Neu-Fundland und der Stadt St. John. Am 17. Juni schifft sich das Königspaar wieder ein und trifft am 21. Juni in Portsmouth ein. alle <»n XefIflOtf 'Bfenotyrttfvlßne« Einjährige Arbeitsdienstpflicht für Mädchen unter 25 Jähren. Berlin, 5. Jänner. Nach einer neuesten, von Staatssekretär Dr. S y r u p im Rahmen des Vierjahresplanes erlassenen Verordnung müssen ab I. Januar 193*^) alle Mädchen unter 25 Jahren, die ein.* Dienststelle suchen, das Zeugnis beibringen, daß sie ein Jahr im Deutschen Arbeitsdienst verbracht haben, und zwar irt der Landwirtschaft bezw. der Hauswirt- Prdtais, den 0. jAnner f(0D. »Wailbofef Zeffani^ Nummer S. Schaft. Ohne diesen Nachweis erhiH kein Mädchen irgendwelche Anstelliiim: weder im Staats«» noch Im PrivAtdieiitt. Bit jetzt mußten Studentinnen 0 Monat« Arbeitsdienst nachweisen, btTor sie inm Univer-sitätsstudium zugelassen wurden. Mit der neuen Verordnung ist die tinjihrige Ar-beitsdienstpflicht auf alle MIdchen unter 25 Jahren erweitert worden. Auf diese Weise werden jährlich 300.000 bis 400jOOO Mädchen In den Vierjahresplan eingereiht werden. Der Sinn dieses Dekrets liegt fer* ner darin, die junge Frauengeneration fUr die Arbelt zu ertOchtigen und den Zustrom in Kanzleien und Fabriken abzubremsen. 2>le 2>artDinkOc Xf^eork i&efiaifgt? laterisaafiter Schadeffimd In SMafrtka. Ein englischer Professor, Sir Arthur K ei t hr behauptete kQrzlich ki einer wissenschaftlichen Vereinigung Englands, daß durch einen Fund, der jüngst in SQd* afrika gemacht wurde, der Beweis fQr die Richtigkeit der Darwin'schen Theorie erbrächt worden sei. Ein Schuljunge, so erzählte' er, habe den Schldel eines Menschenaffen gefunden, der dem Transtaal-Museum in Pretoria lur Aufbewahrung übergeben wurde. Dieser Sehlde! weise die charakteristischen Merkmali sowohl des^Menschenaffen als auch des Menschen auf. Der Fund dieses Schldels sd daher t;in Ereignis von umwälzender Bedeutung* Durch ihn sei der Beweis erbracht, daB In Südafrika vor nicht langer Zelt eine bisher unbekannte Gattung von Menschenaffen existiert habe, die das fehlende Olied in der Entwicklung vom Affen zum Men* sehen darstdit. Sir Ketih beschrieb dann dl« einzelnen Merkmale dieses Schädels. Sie ergeben eine Ähnlichkeit mit dem menschlichen Kopf,'zeigen hingegen große Unterschiede gegenüber dem Kopf eines Gorilia oder Schimpansen. Das Gesicht Ist viel flacher als das des Gorilla. Das Maul- ist viel kürzer. Die Gegend um das Ohr und die Kinnbackenscharniere sowie der untere Kinhacken selbst gleichen «ehr denen des Menschen, doch sind sie viel größer. Mit dem Bemerken, daft man ypc einer der größten Entdeckungen der Weltgeschichte 1 stehe, schloß Professor Keith; seine Ausführungen. Polnisclfes Dementi. Warschau, 4. Jänner, i^afigebende polnische Stellen bezeichnen das im Aus-Tand .verbreitete Gerücht, wonach in der nächsten Zeit Außenminister Oberst Beck mit dem russischen Voikskommls sar für AeußeÄs L11 w i n o w Besprechungen abhalten werde, als aus der Luft ffeirriffen. Tod eines JaiMuilschen OroBuntemelmiers, Tokio, 4. Jänner. Vor zwei Tagen starb hier im Alter von 91 Jahren Takashl Masuda, einer der bedeutendsten Unternehmer Japans. Masuda war der Organisator des mächtigen Hauses Mitsui, des bedeutendsten Warenhaus-Trusts von ganz Japan, der zugleich auch als bedeutendster Förderer des japanischen Außenhandels Ralt. Masuda wurde im Jahre 1918 Baron, als Anerkennung seiner ungeheuren Verdienste um das Land, überließ aber bereits Im Jahre 1933, als er sich von den Geschäften zurückzog, den Titel seinem Sohn Taro, Fünf Lawinenopfer in der Scliweiz. Bern, 4. Jänner. In einem Seltental des Ferettales im unteren Kanton Waliis crei|3{nete sich am Dienstag ein schweres f^wlnenunglück. Fünf junge Leute, die eine Skitour unternommen hatten, wurden verschüttet. Eine Staublawine löste sich von dem 3830 Meter hohen Monte Dolent und riß alle fünf Sklfnhrer in die Tiefö, Zwei der Verschütteten Ileten zu schaffen, die nicht seiner Souveränität untergeordnet sind. In der Note heißt es zum Schluß, daß sich die Regierung der Vereinigten Staaten alle bisherigen Rechte vorbehalte und in keinem Falle deren Beschränkung zulassen werde. Der entschiedene Ton der Note, deren Veröffentlichutig mit dem Tage des Rücktrittes Konoyes zeitlich zusammenfällt, hat In allen polltischen Kreisen großen Eindruck gemacht fn diplomatischen Kreisen Ist auch die Meinung vei1)reltet, daß der Rücktritt Konoyes mit dieser Willenskundgebung Washingtons Im Zusammenhange steht. ner mit rund 5,000.000 Seelen. Weiteis bewohnen die Vereinigten Staaten 3 MH-Uonen Iren und ebensoviele Polen und kanadische Franzosen. Die Volksgruppen ans Skandinavien zählen gleichfalls etwa 3^000.000 Köpfe. Engländer gibt es nur rund 1,200.000, Russen etwa 2,600.000, Tschechen 500.000, Slowaken 800.000, der Rest verteilt sich auf sonstige Nationalitäten. !3loof^tiette !7teuia5rd6otfM DIE ERÖFFNUNG DES 75. KONGRES SESROOSEVELT FÜR EINE FRONT DER DEMOKRATIE Washington, 5. Jänner. Präsident Roosevelt richtete aus Anlaß der Eröffnung dos 76. Kongresses der nord-amerlkanlschen Union eine Neujahrsbot-schaft an das amerikanische Volk, In dieser Botschaft h^lßt es eingangs u. a<; »Der Krieg, der mit schien Flammen die ganze Welt einzuhüllen dröhte, ist verhindert worden, dadurch aber wurde ts noch mehr klar, daß der Friede noch nicht gesichert ist. Um uns toben rundherum nicht erklärte Kriege, sei es aul Schlachtfeldern oder auf dem Qebietö der Wirtschaft. Eine mörderische Aurrüstung um uns hat uberall eingesetzt. Rundherum nichts sonst als neue Dro- hungen und Provokationen militärische! und wirtschaftlicher Natur.« Roosevelt lehnt sodann die totalitären Ideologien ab und spricht die amerikanische Bercli« Schaft aus, in der Treue zu den amerikanischen Idealen für die Verteidigun;^^ des Friedens einzutreten. Die Weltlage habe seit 1931 viele Enttäuschungen gebracht. In einigen Tagen werde dem Kongreß eine besondere Botschaft zugehen, in welcher die Verteidigungsniafl-nahmen enthalten sein würden. Wenn die totalitären Staaten einen Angriff ge- i gen eine Demokratie wagen würden, würde dies auf den Widerstand der geeinigten Demokratien stoßen. »Benzedrin«, ein Heilmittel für Trinker, N e w y 0 r k, 4. Jänner. Der Arzt Wil- fred Bloomberg vom Medizinischen Institut in Harvard hat vor einem Neurologen Kongreß einen Vortrag über eine von ihm entdeckte Methode der Heilung von Säufern gehalten. Sein Heilmittel, das »Benzedrin«, soll die Trinker glücklich und zufrieden machen und eine angenehme Empfindung des Wohllicfindens, ohne die schädlichen Folgen des Alkohols, ver mittein. Er habe schon zahlreiche Heilungen mit diesem Mittel zu verzeichnen. Das »Benzedrin« darf nicht ohne ärztliche Dosierung und Kontrolle verabreicht werden. XoöMfpnino Dom 33. etotftDcrr Grauenhafter Selbstmord einer amerika nischeo Millionärsgattin. Newyork, 4. Jänner. Die 34-jähri;ge bildhübsche Gattin des bekannten amerikanischen Oelindustriellen Torkield RI e b e r hat in eignem Anfall von Qei-steagestörtheit unter dramatischen Umständen Selbstmord verübt, indem sie sich aus dem 35. Stockwerk eines Wolkenkratzers in die Tiefe stürzte und als gräßlich verstümmelte Leiche liegen blieb. ' Die junge Frau, die sich unter stärtdiger Bewachung einer Krankenpfle- gerin befand, benutzte die kurze Abwesenheit der Pflegerin, um eines der Fenster aufzureißen und sich auf die Brüstung zu schwingen. Zwischen der Pflegerin, die in diesem Augenblick das Zimmer betrat, und der Geisteskranken kam es zu einem furchtbaren Handgemenge, doch konnte die Pflegerin den Todes-sprung der Kranken nicht mehr verhindern. Die Prinzessin im Hungerstreik. Sofia, 4. Jänner. Die 5-,iährige Prinzessin M a r i e - L ih s c, die Tochter des Königs Boris von Bulgarien, wollte kürzlich einfach nicht mehr essen und war we der durch Bitten noch durch Befehle /.u bewegen, ihre Mahlzeiten einzunehmen. Das Kinderfräulein machte dem König von ihren Nöten Mitteiinng. Der Herrscher fand ein Mittel, den Appetit der Prinzessin zu crwecken: er lud acht arme Kinder in den königlichen Palast, die im Zimmer der kleinen Marie-Luise täglich ihre Mahheiten einnahmen und sich natürlich mit Vergnügen Uber die leckeren Speisen hermachten. Die PrinzesHin wohnte den Speisungen bei, es war ihr jedoch ausdrücklich verboten, daran teilzunehmen. Das machte zunächst nicht den geringsten Eindruck auf sie. Mit offensichtlichem Vergnügen und erstaunten Augen sah sie den schmausenden Kindern zu, ohne sich um ihren eigenen Iceren Teller zu kUmniern. Nach drei Tagen begann sie sich jedoch für die einzelnen Gerichte zu interessieren und mit begehr liehen Augen die essende Kinderschar zu betrachten. Doch jedesmal, wenn sie vrr stöhlen ebenfalls zugreifen wollte, bekam sie einen Klaps auf die Hand. Am vierten Tage ver-^ichorte tlie Prinzessin mit Tränen in den Augen, dal^ .sie entsetzlich Hunger hnbe. Sie versprach, hinfort nie mehr bei den Mahlzeiten zn streiken und aß. nachdem sie die P'rlaubnis dazu erhielt, mit ihron iitgendlichen Oästen um die Wette. Mariborer Zeitung« Nummer 5. Freitag, den 6. Jänner 1Ö30. Aus SUtdt Mkd UmtetuM ^rrmltrntofrfrlDrdfonfrrriis DIE SAISONZÜQE PRAG—ADRIA ÜBER UNGARN STATT DURCH MARIBOR. 2>onn(r4tas. örn 5.3finmr paar Wochen seinen eisigen Atem ins Gesicht zii hauchen ... Dieser Tage wurde in Ljubijana eine wichtige Fremdenverkehrsiionferenz abgehalten, die vor allem der Führung der Touristenzüge in der heurigen Reisesaison galt. An der Konferenz nahmen die Vertreter der Bahnverwaltungen und der Reisebüros Deutschlands, der Tschccho-Slowakei, Ungarns und Jugoslawiens teil. Den Vorsitz führte der Gehilfe des Bahndirektors, Oberbahnrat H 0 j s. Es wurden verschiedene Verkehrsfragen in Erörterungen gezogen, so Tarif-angelegenheiten, Erleichterung der Zoll-und Paßformalitäten usw. Der wichtigste Beschluß war wohl der, daß heuer in der Hauptreisezelt zwischen Prag und der A d r 1 a zwei Schnellzugspaare verkehren werden, wogegen In den letzten drei Jahren nur ein Zugspaar auf der Strecke Prag—Wien—Maribor—Zagreb—Split bezw, SuSak in Verkehr war. Um die Frequenz der ungarischen Touristen zu heben und dafür keinen neuen Zug einzuführen, wurde beschlossen, daß die Züge von Prag aus den Weg über |Wien und Ungarn den Weg nach Zagreb nehmen werden. Vom.21. Juni bis 23. August werden zwei Zugspaare auf ' dieser Strecke verkehren, in der Vor- und Nachsaison dagegen, d. h. vom 6. April bis 20. Juni und vom 24. August bis 23. j September nur ein Paar. In Ogulin werden sich die Züge teilen und die Weiterfahrt 'nach SpIit und Su§ak getrennt fort-I setzen. Auch wurden Maßnahmen getroffen, um die Fahrzeit auf der ganzen Strecke um 2 bis 3 Stunden abzukürzen. |DIe Züge werden auch direkte Wagen für Slowenien führen, die in Zagreb abge-, koppelt und den regelni?lßigen Zügen nach .Westen angehängt werden sollen. SBinterfonne! Mit heUem Sonnensdteln hat dtr Ja* ttuar seinen Einzug gehalten. Es ist, als wollte sich das neue Jahr gleich vom sei-per hellsten, ireundlichsten Seite zeigen, als wollte es den Menschen sichtbarlich vor Augen führen, wie nun der groüe Sotjnenwagen wieder am Himmel emporsteigt und von Tag zu Tag die Herrschaft der Sonne wächst. Jeder Tag s^chenkt uns ein Stückchen Tageslicht mehr — ein paar Wochen noch, und wir werden bereits spüren, wie die Strahlen rier Winter sonne zu wärmen beginnen. Mit frohen Augen blicken die Menschen in den sonnigen Wintertag. Leuchtend liegt der Sonnenschein über den grauen Häusern der Stadt, und in den Mittagsstunden ist es jetzt, an den frost-ireien Tagen beinahe frühlingshaft mlt-de. Freilich ist dies gar kein Januar wtc er sein müßte: im Grunde gehörte sich's, daß wir jetzt rechtschaffenen Frost hätten und mit roter Nase durch den kalten Tag liefen. Statt dessen wehen imde Lüfte, und man ahnt, daß das r>dicke Ende« noch nachkommt öchen und Handschuhe des weiblichen Pu bllkums abgesehen. Dann klettert er wieder seelenruhig über das mannshohe Gitter des Käfigs und läßt sich müde auf der Außenseite auf einen Stuhl nieder, der ei gentlich für die Besucher bestimmt ist. Wenn dem Teddy-Bären schon gar nichts mehr interessiert, dann trollt er sich ganz unvermutet in ein stilles Eckchen, läßt sich schwer hinplumpsen und verfällt in einen tiefen Schlaf, aus dem ihn nichts emporschrecken kann. Das kuriose Tier aus Asiens Schneewüste erntet täglich im Londoner Zoo wahre Begeisternngs- und Lachsttirme. Am besten haben es diejenigen, die jetzt ihre Winterreise antreten. Lockt nicht jeder Sonnenstrahl unwiderstehHch ins Freie? Sind wir nicht schon froh una glücklich, wenn wir am Wochenende drauGen vor der Stadt durch die kleinen winterlichen Gärten wandern oder tins in Wald und Feld tummeln können? Und j wie schön muß das eist sehu in höheren Bergregionen im lachenden Sonnen-1 schein durch die weiße Märchenwelt wandern zu können- Es gibt viele, die in den Städten Tag' für Tag ihrer Berufsarbeit nachgehen — ^ am Sonnabend mittag aber ziehen sw den Skianzug an, schultern die »Brettln« ^ und fahren wie der Blitz irgendwo in die ^ Berge, um einen ganzen Tag lang übei: verschneite Hänge und durch tiefver-schneite Wälder zu gleiten. Manche haben es noch viel bequemer, sie brauchen erst gar keine Reise zu machen, | sondern haben schon eine halbe StunuC draußen vor der Stadt ihr »Skigelände«, und seien es auch nur ein paar bescheidene Hügel, die man auf Skiern oder auf dem Rodelschlitten hinuntersausen kann. Die Sonne des Winters meint es gut, Wenn sie auch vorläufig noch nicht wärmt, so fällt doch jeder ihrer Strahlen in unser Herz und läßt es froher und erwartungsvoller den Frühling entgegenschlagen. Man sitzt vielleicht daheim, u. durch das Fenster huschen die Sonnenstrahlen. Das ganze Zimmer ist so hell, als hätten wir Sommer und man brauchte nur das Fenster zu öffnen, um die warme, blutenerfüllte Sommerluft hereinzulas sen. Im Augenblick hat Frau Sonne den Win ter ein wenig aus dem Felde geschlagen. Es fragt sich allerdings, für wie lange. Es ist kaum eine Frage, daß er bald zurückkehrt» um uns noch einmal für ein t Sofie Stogger, geb. Plochl, gibt im eigenen sowie im Namen aller Verwandten, Freunden und Bekannten die schmendiche Nachricht, daß ihr innigstgeliehter Gatte, Bruder, Schwager und Onkel, Herr MATTHIAS STUGGER Schknsermeister nach einem arbeitsreichen Leben Donnerstag, den 5. Jänner 1939 nach langem, mit Engelsgeduld «-tragenenem LeWen im 41. Lebensjahr uns für immer entrissen wurde. Die sterbliche Hülle wird Samstag, den 7. Jänner liöO um halb 4 Uhr am städtischen Friedhof in Pobreije beigesetzt. Die heilige Seelenmesse wird am Montag, den 9. Jänner um halb 0 Uhr vormittags in der Hranziskanerkirche gelesen werden. Maribor, Mauthen, Arnoldstefn, Sachsenburg, Villach, 5. Jänner m. Die näcliste Nummer der »Maribo-rer Zeitung« erscheint wegen des morgigen Drelkönlgs-Feiertages erst Samstag, den 7. d. zur üblichen Stunde. m. Frau Franja Majer. Nach schwerem, mit Engelsgeduld erträgenem Leiden ist am Dienstag, v^e schon kurz berichtet, Frau Franja Majer im hohen Alter von 84 Jahren sanft entschlummert. Die Verblichene, die der altangesessenen und allseits bekannten Familie DoboviSek !n Sv. Jurij bei Celje entstammte, war die Mutter des bekannten Mariborer Groß-kaufmanncs Franjo Majer und der Realitätenbesitzerin und Kaufmannswitwe Frau Ljudmila Hmelj in RadeCe bei Zidani most. Mit ihrem Gatten, Geometer Kranjo Majer, der ihr im Tode schon lange vorausgegangen ist, verlebte sie Ihre schönsten Jahre in ReCica ob Savinji. Als Witwe Ubersledelte sie dann nach Celje, wo sie mit unermfidllchem Fleiß und rastlosem Eifer fDr ihre Familie sorgte und stets auch ein offenes Herz für jene hatte, die Not und Entbehrung litten. Lange Jahre verbrachte sie dann bei Ihrer Tochter In RadeCe, bis sie vor etwa einem halben Jahr nach Maribor fibersiedelte, um hier, wie sie sich dies schon lange wQnschte, im Kreise der geschätzten Familie ihres Sohnes den Lebensabend zu verbringen. Dank ihrer kernigen Natur erfreute sie sich durch mehr als acht Jahrzehnte hindurch der besten Gesundheft und erst vor wenigen Wochen überstand sie trotz ihres hohen Alters eine schwere Lungenentzündung. Mit Frau Franja Majer Ist nicht nur eine herzensgute Mutter, sondern auch eine feine und mit den besten menschlichen Charaktereigenschaften ausgestattete Frau dahingeschieden. Friede ihrer Asche! Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! m. 80. Geburtstag. In voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit feiert morgen Freitag, den 6. d. Frau Mathilde Brosche, Mejna ulica wohnhaft, das seltene Fest des 80.. Geburtstages, Die äußerst regsame Jubilarin ist die Gattin des ehemaligen Geschäftsleiters der St. Cyrillus-Buchdrückerei in Marlbor, Herrn Leo Broschc. Die Feier findet im Kreise ihrer zahlreichen Familienangehörigen statt. Den vielen Gratulanten schließen p.uch wir uns mit den herzlichsten Wünschen an* in. Todesfälle. Gestorben sind die Ober offizialsgattin und Hausbesitzerin Frau Grete Z o r j a n im 35. Lebensjahre, und der Schlossermeister Matthlas S t u g-g e r, 41 Jahre alt. Friede ihrer Aschel m. Die Friseurläden und Frisiersalons bleiben morgen, am Dreikönigstag, den ganzen Tag geschlossen. m. Die Badnjak-Feier, das prawoslawe Weihnachtsfest, d. h. die Einholung des Weihnachtsbaumes, wird wie alljährlich auch heuer am Drelkönlgstag, F.eltag, den 6. d. nachmittags um 13.30 Uhr in der Artilleriekaserne in der Stritarjeva ulica ihren Anfang nehmen. Der festliche Umzug der Garnison durch die Stadt findet im Kasinogebäude um 17 Uhr seinen Abschluß. m. Der KartMivorverkauff für das große Sinfonie- und Vokalkonzert slawischer Musik am 11. d. M. (großer Union-Saal), veranstaltet von der hiesigen Glasbena Matica, hat bei der Geschäftsstelle des »Putnlk« bereits begonnen. Der rührige Verein hat keine Kosten und Mühen gescheut, um einen wahrhaft großen Konzertabend sicherzustellen. Von den sinfonischen Werken, die an diesem Abend zur Aufführung gelangen, sind es vor allem Noväks »Slowakische Suite« und Tschaikowskis unvergänglich schöne »Pathetische Sinfonie«, die diesmal unter der bewährten Stabführung des jungen, talentierten Dirigenten Drago Mario S i-j a n e c erklingen werden. Um der Schul- jugend das Erlebnis dieser Aufführung zu ermöglichen, wird die Generalprot)c zu dem genannten Konzert am 11. d. M. um 15 Uhr für die Schüler aller bisherigen Lehranstalten abgehalten werden. Die Schülerschaft bezahlt hiefür einen auf 2 Dinar berechneten Eintrittspreis. Da nur ein voll ausverkaufter Saal abends die enormen Kosten der Aufführung zu decken vermag, möge es kein Musikfreund versäumen, sich die Karten schon rechtzeitig zu besorgen. m. In der Volksuniversitttt in Studenci spricht heute, Donnerstag um 19 Uhr Prof. Bogomir S t u p a n über das Jahr 1848 in Europa. Skloptische Bilder, Eintritt frei. ni. Sonderautotms auf den Bachem. Freitag, den 6. d. um halb 8 Uhr fährt ein Sonderautobus auf den Bachem. Fahr preis 20 Dinar. Die Schneevcrhältnissp sind wiederum die denkbar günstigsten! m. Neuer Rechtsanwalt Rechtsanwalt Dr. Karl Urch hat mit 1. Jänner d*e Advokaturskanzlei Dr. Fritz Zangger in Celje übernommen. Rechtsanwalt Dr. Karl Urch war schon bisher In derselben Kanzlei als Konzlpieht tätig. ni. Aus der prawoaUwen Kfardiea-gemeiflde. Alle Mitglieder der Kirchm-gemeinde werden darauf. aufmerksam gemacht, daß der Gottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag, den 7. d. um 930, am zweiten, den 8. d. um 9.30 Uhr und ßxa dritten Feiertag gleichfalls um 930 Uhr in der Militärkapelle In Mel|e stattlfodien wird, m. JMatleracliiclaal. In Kranj Ist die junge Gaitin des Zahnarztes Dr. Dragotln Demgar, Frau Berta Dem Sa r, an den Folgen einer Entbindung gestorben. Frl^ ihrer Asche! m. In Slovenska BMrIca bringt morgen, am Dreikönig&tag, der Katholische Kulturverein im SlomiSkov dorn Bevks Schauspiel »Kain« zur Erstaufftthning. m. Das Wodieaaide im Thnttt* Sams tag abends gelangt im AAarlborer Theater das so warm aufgenommene Volkis-stück des heimischen Schriftstellecs $tan-deker »Der Betrugt; zum letzten Mal in der Saison zur AuffDhrung. ErmflBigte Preise. — Der Sonntag bringt wieder zwei Vorstellungen. Nachmittags wird der neue Operettenschlager von Qorhi-§ek-Jiranek »Alles zum Scherz« aufgeführt, was der Umgebung sicherlich ^r gelegen kommen wird, wogegen abends Cankars »König auf Betajnova« bei ermäßigten Preisen auf die.BOhne gebracht wird. m. Aus dem Taabatuuimeirrefchu Wie bereits berichtet, fand kOrzllch die Jahies-tagung der Mariborer Taubstummenver--elnigung statt, bei welcher Oetegenhät im Rahmen einer Weihnachtsfeier zählreiche arme taubstumme Kinder beschenkt wurden. Bei den Neuwahlen wurde folgende Vereinsteitung gewählt: Obmann S a g a j, Vizeobmann Frl. Krajnc^ Schriftführer Vr§i£, Kassier Hochwald, Ausschußmitglieder GoriSan und Kokoti m. In der Daokaagimg der PamiHeii Struckl-Schmkn-Zaliaria anläßlich des Todes der Frau Barbara Struckl ist versehentlich das Wort »Mutter« ausgeblieben und soll es also richtig heißen: %». • unvergeßlichen Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, der Frau , , ,« * Rosita AHea Chanaoa Hlspano Maares in der Vellka kavama. 73 * Hotel »Orek. Am Dreikönigstage ab 5 Uhr früh offen. Bedient mit saurer und Gulaschsuppe. Jeden Samstag'und Sonntag Konzert! 72 * Im Gasthaus Homt, Frankopanova ul. 7, am Freitag Wurstschmaus. 101' m. Arbeltslose, die zur manuellen Arbeit fähig und nach Maribor zuständig sind, mögen, soweit dies noch nicht geschehen sein sollte, zwecks Beschäftigung im städitschen sozialpolitischen Amt am RotovSki trg während der Amtsstunden vorsprechen. m. Die Autofahrer werden seitens der Stadtpolizei darauf aufmerksam gemacht, daß die Fahrgeschwindigkeit kn Weichbild der Stadt bedeutend herabgesetzt werden muß, um Unfällen vorzubeugen. Insbesondere gilt dies für die Zeit der Schnee- und Eisschmelze, da die schnell Freffag, Seti 6. Jlmier 1030. s »Marlbortr ZcRim'g« Nurnmct 5. (Sin^rudD In dad eDangeliftDe |3ifarraitit DER SCHADEN OLOCKUCHERWEISE NUR OERING. — DIE EINBRECHER RECHTZEITIQ VERSCHEUCHT. In der vergangenen Nacht hatte das evangelische Pfarramt in der Trubarjeva ullca einen höchst unerbetenen Besuch. Bisher noch unbekannte Täter kletterten von der Krekpva ulica aus Uber den Gartenzaun und erbrachen die Holzlage, der sie ehie Axt entnahmen. Dann öffneten sie das Haustor und gelangten auf diese Weise bis zur Pfarrkanzlei, wo sie in einer Tischlade etwa 1000 Dinar Kleingeld fanden. Die Einbrecher ergriffen sodann die eiserne Handkasse, in der sie eine große Beute vermuteten, und schafften sie durch die Kanzleitür in den Vorraum, worauf sie sich mit der Axt an die Oeffnung derselben machten. Durch das dabei entstande- ne Geräusch wurde der Hausbesorger aufmerksam und hielt Nachschau, sodaB es die Diebe vorzogen, rasch das Weite zu suchen. In der Kasse befanden sich 20.000 Dinar, deren Verschwinden durch das rechtzeitige Erscheinen des Hausbesorgers auf der Bildfläche verhindert werden konnte. An den Türen und an der Zimmereinrichtung wurde ein Schaden von etwa 2000 Dinar angerichtet. Die Polizei leitete unverzüglich ihre Recherchen ein. Der Polizeldaktyloskop Grob in fand einige Fingerabdrücke; auch der Polizeihund trat in Aktion. Es ist zu hoffen, daß die Täter bald ausgeforscht und festgenommen werden. £i(&e((&rama EIN OESCHÄFTSLEITER ERSCHIESST SEINE BRAUT UND SICH SELBST. fahrenden Kraftwagen die Paseanten mit dem schmutzigen Schnee- und Eiswasser bespritzen. Oegen Zuwiderhandelnde wird im Sinne der geltenden Bestimmungen eingeschritten werden. * Burgkcller. Samstag Haiisball. Neue erstklassige Salonkapelie mit guten Sängerinnen. Täglich bis 2 Uhr früh geöffnet Unterhaltung, Gesang und Schlager. Donnerstag, Freitag Seefische und Spezialitäten. Auszeichnete Ljutomerer und Dalmatinerweine. Solide Preise, gute Be-dienung. Es empfiehlt sich dte Leitung. m.' Unfidiachronlk. In der Gledalil^ka nlica wurde gestern der 24jährige Knecht Matthias K r e s n i k, als er neben dem Pferdegespann schritt, gegen einen zweiten Wagen gedrückt, so daß er mit eingedrücktem Brustkorb bewußtlos Hegen blieb, — In Sv. Marjeta a. P. wurde der 38jäluige Meier Alois R e p i n a von einem abspringenden Messer der Stroh-Achneidmaschine am Kopf getroffen und iSchwer verletzt. — In Tezno stürzte der 14jährige Art>eiter5sohn Johann T o r e I und brach sich den rechten Arm. — Beim IMeln stieß in Tezno die 11jährige Besitzerstochter Margarete N o v a k gegen einen Battm und blieb mit einer schwe-rei; Qehimerschtttterung bewußtlos lie-gien. — Alle vier Verletzten wurden ins Krankenhaus überführt. m. Die Bihflicfirankea dorchbrocben. Heute frühmorgens fuhr ein Lastauto in der TriaSka cesta in die Bahnschranken Vihieln und durchbrach die Schlagbäume. QlQckHcherwelse kam dabei niemand zu-schaden. Zum Unfall dürfte es wegen des xHchten Nebels gekoi^men sein. m. Opfer des Olattetoes. In der Alek-sandrova cesta erlitt der Briefträger Franz ArzenSek infolge Glatteises einen Radsturz und erlitt dabei schwere innere Verletzungen. 3.3iio««®-®rtoa ^ «öM-' NuM tfclie' - Am 8. Jänner veranstaltet der Skiklub Celje in Lisce bei Celje nun bereits zum ^ritten Male seinen Jugendskitag, der bisher immer die besten sportlichen Erfolge brachte und in organisatorischer Hinsicht stets klaglos durchgeführt wurde. Da sich die Meldungen zu den Ju-gendwettkämpfen von Jahr zu Jahr steigern, finden diesmal die Bewerbe nach Zeit und Geschlechtem getrennt statt. Am Vormittag mit dem Beginn um 9.30 Uhr starten die Mädchen In der Abfahrt und im Torlauf, während die Knaben am Nachmittag (mit dem Beginn um 13 Uhr) für die klassische Kombination gestellt sein müssen. Diese besteht aus Lang- u. Sprunglauf und gehen die Wettkämpfer von 14 Jahren aufwärts über die große Schanze, während die Jüngeren auf der kleineren Schanze ihr Können unter Beweis stellen werden. Für die Altersklasse von 6 bis 9 Jahren findet der Start für Knaben und Mädchen gemeinsam am Nachmittag statt. Die Preisverteilung wird nach den Wett bewerben im Saale des Gasthofes Petri-fiek vorgenommen. Die Sieger der einzelnen Alterskiassen erhalten Ehrenurkunden und praktische Gesciienke. Für die SW-klub-Jugend ist Erscheinen Pflicht. Die technische Leitung des Skiklubs CelJe c. Zunehmende Arbeitslosigkeit. In den letzten zehn Dezembertagen ist die Zahl der bei der hiesigen Arbeitsbörse angemeldeten Arbeitslosen von 715 (603 Männer und 112 Frauen) auf 864 (752 Männer und 112 Frauen) gestiegen. Für die neue Textilfabrik in Karlovac werden 38 Weber und Weberinnen gesucht. c. Der Olympia-Film In CelJe. Reichlich spät Ist der Olympia-Film nun auch in Celje eingezogen, nachdem er vorher schon in mehreren anderen Städten Jugoslawiens gezeigt worden war und Uberall Aufsehen erregte. Sein Start im hiesigen Metropolkino begann Mittwoch und gestaltete sich zu einem sportlichen und filmischen fireignis, an dem das kulturelle Celje ]ebh«iftcn Anteil nahm. Der Saal war dichtgefflilt. Eine Ansprache leitete R o g a t e c, 5. Jänner. Heute — knapp vor acht Uhr — t)etrat der 32jährige I^ei-ter der hiesigen Bata-Flliale, Martin M e d V e d, die Kanzlei des Notars Golob, In welcher sich nur die 28Jährige Beamtin Johanna Podhmelnik aufhielt. Was sich zwischen den beiden Menschen zugetragen hat, wird kaum geklärt werden, da sie als die einzigen Zeugen ihr Geheimnis ins Grab mitgenommen haben. Die Hausbewohner vernahmen nur zwei Schußdetonationen, worauf man die Genannten auf dem Fußboden in Blutlachen vorfand. Während Medved auf der Stelle tot war, zeigte das Mädchen noch spärliche Lebenszeichen. Wie die Umstände erkennen ließen, konnte es sich nur um ein Liebesdrama handeln. Johanna Podhmelnik war vor die Erstaufführung ein. Der Redner gab einen knappen Überblick über das Entstehen und die Weiterentwicklung des olympischen Gedankens und betonte das Völkerverbindende und Erhabene der neuzeitlichen Spiele mit besonderer Würdigung der gewaltigen Organisation der Olympischen Spiele zu Berlin. Dann ertönten die Fanfaren der Olympischen Spiele, und vor den Augen des gespannten Publikums rollten die wundervollen Bilder von dem einzigartigen großen Völkerfest ab. Dieser Film ist einmalig. Seine Aufnahme in Celje war eine über alles Erwarten günstige. c. Die penstonierte Lehrerschaft aus Celje und Umgebung trifft sich am 7. Jänner um 16 Uhr im Gastzimmer der »Na-bavljalna zadruga« in Celje. c. Das letzte BUtztumler des Schachklubs Celje gewann Vladimir Diehl mit 9 Punkten vor Ing. Sajovic mit 8.5 und Prof, Gra§er mit 7 Punkten. Das Hauptturnier um die Klubmeisterschaft hat bereits begonnen. ffftrfffl-Puflftflflffifft Freitag, 6. Jftnner. LjuMjana, 9 Nachr. 9.15 Feiertagsmusik. 10 Gottesdienst. 11.15 PI. 11.30 RO. 13.20 Wunschkonzert. 14 Jugendstunde. 17 Für den Landwirt. 18 Hörspiel: Hl. drei Könige. 19 Nachr., Nationalvortrag. 19.50 Konzert des »Ljubljanski Zvon«. 20.30 RÖ — Beograd, 15 Reportage von der Ueber-gabe des »Badnjak« an S. M. König Peter II. 16.45 RO. 17 Gottesdienst. 19.30 National Vortrag. 19.50 Weihnachstfeier in der Militärakademie. 20.10 Weihnachts lieder, 21.10 Die Donkosaken singen. — Sofia, 18.45 Weihnachtslieder. 19.20 Männerchor. 20 Konzert. — Prag, 18.30 Leichte Musik. 19.20 Bunter Abend. 21.20 Konzert. — London, 19.15 Konzert. 20.45 Hörspiel. — Paris, 19.10 Melodien. 21.30 Sinfoniekonzert. — Straßburg, 19J0 Konzert. 21.30 »Der Freischütz«, Oper von M. v. Weber. — Rom, 19.20 PI. 21 Operette. — Mailand, 19.20 PI. 21 Sinfoniekonzert, — Beromunster, 18.05 Violincello. 19.40 etwa drei Jahren aus Maribor, ihrem Heimatort, nach Rogatec gekommen, wo sie beim genannten Notar in Diensten stand. Mit Medved unterhielt das Mädchen ein Liebesverhältnis, welches in einer Eheschließung zu enden schien. In letzter Zeit tauchten jedoch gewisse Schwierigkeiten auf, die das Ziel der Liebenden bedrohten. Es ist noch nicht klargestellt, ob es sich um Mord und Selbstmord oder um einen vereinbarten Doppel-selbötmord handelt. Der Zustand des durch einen Genickschuß schwer verletzten Mädchens ist hoffnungslos. Im Laufe des Vormittags wurde die Schwerverletzte ins Krankenhaus nach Ptuj überführt. Das Drama der beiden jungen Menschen hat allseits Anteilnahme gefunden. Konzert. 21,10 Span. Musik. — Budapest, 17.30 Jazz. 19.25 PI. 20 Hörspiel. — Deutschlandsender, 18 Jugendstunde. iQ Bunte Musdk. 20.15 Sinfoniekonzert. — Wien, 12 Konzert. 14.10 PI. 15.30 Lustspiel 16 Konzert. 19 Jugendstunde. 18.45 Hörfolge. 20.10 Aus italienischen Opern. — Berlin, 18 PI. 19 Bunte Stunde. 20.10 Unterhaltungsmusik. — Leipzig, 18 Vortrag. 19 Mandolinenkonzert. 20 Sinfoniekonzert. — München, 18 Vortrag. 19 Bunte Musik. 20.10 UnterhaltungsmiKik. Samstagf 7, Jttnner. LjubIJana, 12 Bunte Musik. 17 Jugend-«stunde. 18 RO. 18.40 Briefkasten. 19 Nach richten, Nationalvortrag, 20 Vortrag. 20.30 Bunter Abend. — Beograd, 16.45 Kirchen chor, 17.15 Hörspiel, 1.9,30 Nationalvortrag. 20 Bunter Abend. — Sofia, 18.30 Mandolinenkonzert. 19 Vokalkonzert. 20 Kammermusik. — Prag, 18.45 PI. 19.25 Militärkonzert. 20.30 Bunter Abend. — London, 19 Gesang. 20.30 Klavierkonzert. — Paris, 18 Konzert. 20.40 Hörspiel. — Straßburj, 18 Sinfoniekonzert. 20.30 PI. — Rom, 19.30 Konzert. 21 »Tristan und Isoide«, Oper von Wagner. — Malland, 19.20 Konzert. 21 Bunte Musik. — Bero-münster, 19.30 PI, 21 Sinfoniekonzert, — Budapest, 17.20 Zigeunermusik. 19.25 RO. 20.30 Festkonzert. — Deutschlandsender, 18 Kammermusik. 19.15 Gesang. 20.10 Bunter Abend. — Wien, 12 Konzert. 14.10 PI. 1530 Lustspiel. 16 Wunschkonzert. 18 Varietee. 19 Hausmusik. 20.10 Wiener-Abend. — Berlin, 18 PI. 19 Leichte Musik. 20 Bunter Abend. — Leipzig, 18.15 Tanzmusik, 19 Konzert. — München, 18 Hörspiel, 20 Bunter Abend. I). N. S.-Funk. Illustrierte Wochenschrift für Radio und Familie. Erstes Jän nerheft. Die neue Nummer — Einzelpreis 20 Pfennig — bringt zum Jahreswechsel interessante Abhandlungen über alles Wissenswerte, was nicht nur dem Radiobesitzer, sondern auch der Familie und überhaupt jedermann zugute kommt. Ver lag Franz Eher Nach''., Berlin. ®e&enfei öer ^ilntituherf ulo ien -iiUjiil Donnerstag, 5. Jänner um 20 Uhr: »Alles lum Scbm«. Ab. C. Freitag, 6. Jänner um 15 Uhr: »Der Verewigte«. Ermäßigte Preise. — Um 2f) Uhr: »Aida«. Samstag, 7. Jänner um 20 Uhr: »Der Betrag«. Zum letzten Mal. Ermäßigte Preise, Sonntag, 8. Jänner um 15 Uhr: »Alles zum ^herz«. — Uni 20 Uhr: »Kralj na Betajnovi«, Ermäßigte Preise. 35olfÖuiiit)erfität Montag, 9. Jänner: Prof. Dr. Mirko L a m e r (Zagreb) spricht über die Struktur des ausländischen Kapitals in Jugoslawien. lok-MikO E8]^nade-Tonkino. Erstaufführung def^ wunderschönen Films »Das unsterbliche Lied<( (Stille Nacht, heilige Nacht) mit Paul Richter und Anny Hartmann. Die Geschichte von der Entstehung des populärsten Weihnachtsliedes, das auf der ganzen Welt von ungezählten Millionen Menschen gesungen wird. Ein HohcHed des Friedens, der Liebe und Versöhnunfi. Herrliche Naturaufnahmen! Burg-Tonldno. Nur bis oinschließlicii Freitag der bezaubernd-schöne Spitzenfilm der Ufa »Dreiklang« mit Lil Dagover und Paul Hartmann in den Hauptrollen. Dramatische Handlung, einschmeichelnde Musik, triumphierende Liel)e! — Es folgt die größte Ufa-Operette des Jahres »Na-non« mit dem berühmten Sängerpaar Erna Sack und Johannes Heesters. — In Vorbereitung der große Sensationsfilm »Kautschuk«. Unkm-Tonkino. Bis einschl. Freitag dt-r Film der Gegenwart »Der letzte Zug aus Madrid«. Ein Filmwerk, das uns in unvergeßlichen Szenen und Bildern die Leiden und Qualen des spanischen Volkes zeigt. Ein Film von Liebe, Kampf und Pflicht. — Es folgt der große Legionär film »Die weiße Eskadron«. Tonkino Pobrezje. Am 6., 7. und 8. Jänner geht der Filmschlager »Lustige Frauen« mit Magda Schneider über die Leinwand. ^90tOefenna(5t5tenft Bis zum 6. Jänner versehen die Sv. Areh-Hofapotheke (Mag, pharm. Vidmar) am Hauptplatz, Tel. 20-05, und die St. Magdalenen-Apotheke (Mag. pharm. Sa-vost) am Kralja Petra trg 3, Tel. 22-70, den Nachtdienst. Heitere Ecke Begriffsbestimmung Ein Optimist ist ein Mann, der kein Geld hat, um Mittag essen zu kdnnen, sich aber nichtsdestoweniger eine Portion Austern bestellt, in der testen Hoft-nung, er werde in einer davon eine Perle finden. Was ist eine Braut? Ein kleiner Knabe, dessen Schwesuu sich verlobte, wurde gefragt, ob er wisse, was eine Braut sei? Nach einiger Ueber-legung antwortete das Kind; »Eine Braut ist eine Frau, die noch keinen Mann ha<. aber schon einen weiß.< Besser so. A,: »Warum lassen Sie sich nicht von Ihrer Frau scheiden, wo Sie Ihnen dorh weggelaufen ist?<; B.: »Ja, aber dann müßte ich sie doch erst auffordern, zu mir zurückzukehren, und das ist mir zu gefiihrlich . . . schlieft-lieh kommt sie!kannst du nie Maß halten? Sogar das dumme Vieh weiß, wenn es genug Wasser getrunken hat!« ^>Hah.» bei Weisser weiß irh auch!<; ■ 4t Aus CdU vMarlborer Ztfhinfc Nummtr ß. 6 Fr«flif, dtfi 0. Jinntr 1090. Sport :BuOt7e iriumpMni Ober IBIiiM Das Tennismatch des Jahrhunderts, wie die amerikanische Presse den ersten Pro-fcsflionnlkampf Donald Budges g€g?Ti FJIsworth V1 n c s ankündigte, schloß mit einem unerwartet glatten Drelsattsleg Buddes. Dem Kampfe, der im Newyorkcr Aladison Scjuare Garden stattfand, wohnten 16.000 Zuschauer bei. Budge zeigte eine verblüffende Form und schien nie Rcfnhrdet. Sein 6:3, 6:4, 6:2-SIeg bestä-tifjt ganz eindeutig, daß er gegenwärtig tatsächlich der beste Spieler der Welt ist. 6fintei|tcrf(9aft Oport-Hiiöji „3lapl6" Im Ralimen des allgemeinen Klubtages bringt auch die rührige Wintersportsektion des Sportklubs »Rapid« am Sonntag, den 8. d. M. ihre interne Ski-meistcrschaft zur Entscheidung. Traditionsgemäß wird auch in diesem Jahre ein Abfahrtslauf von der Kuppe der »Mala kapa« über den großen Sattel bis 2um Theiscl-Heim hinab ausgetragen, der sowohl für Senioren als auch für Junioren ausgeschrieben ist. Die Teilnahme Ist für jedes Mitglied der Sektion obligatorisch. Am Vorabend wird im Thelsel-Helm die Verteilung der Preise an die Sieger des Rennens 1938 vörgcnommen werden« Da die Schnecvcrhältnisse ganz ausgezeichnet sind, ist auch heuer mit einem vollen Hrfolg dieses traditionellen »Rapld«-Ren-nens zu rechnen. bei Gasthaus Mandl in Radvanjc befinden, betragt 12 Kilometer. Startberechtigt sind Junioren und Senioren. ?lo(iD itvei 6fiinri|lfrfc&aflni Der SSK. M a r i b o r bringt seine Klub- meisterschaft gleichfalls am fi. d. M. zur DurchfUhrunj* und zwar wird ein Langlauf Über 14 Kilometer in Ribnica ausgetragen. Der Start erfolgt um 10 Uhr vor dem Kkibheim in Ribirica (Gasthaus Osrajnik). Die Konkurren« ist für Senioren und Junioren ausgeschrieben. Auch der SK. ZeleznUar schreibt für Sonntag, den 8. d. seine Klubmeisterschaft aus, die im Terrain von Radvanje imd Pekre zur Austragung Icommen wird. Die Rennstrecke, deren Start und Ziel sich JnttmaNonalM Offfpringm In <£el|e Der Jugoslawische Wintersport-Verband hat dem Skiklub in Ctlje bewilligt, das ihm anvertraute Skispringen um die Meisterschaft des Marlborer Wintersport-Unterverbandes als internationales Skispringen durchzuführen. Wie uns die Leitung des Skiklubs in Celje in ihrer Freude darüber mitteilt, werden am 12. Februar an dem Sprunglauf in Llsce also nicht nur Inländische Springer an den Start gehen, sondern auch mehrere Vertreter des Deutschen Reiched, Italiens, Bulgariens und der Tschecho-Slowakei. : )>2eleziiiSars4c Fußball^ auf Reisen. Die FuBballmannschaft des SK. 2eleznt-car wird eine Spitlreise nach Serbien unternehmen und u. a. in Skoplje, Ni§, Sme-derovo und Beograd spielen. : Konferenz der Schwlmmkluba. In Spiit findet am 6. d. eine Konferenz der vier stärksten inländischen Schwimmklubs, d. s. »tllrija« (Ljubijana), «^Viktoria« (Su-Sak), »Jadran« (Spiit) und »Jug« (Du-brovnlk statt, die die Propositioilen fttr die neue Staatsmeisterschaft festlegen werden. Am 15. d. werden dann die Vorschlage in einer neuerlichen Konferenz In Zagreb vom Verband überprüft werden. ; Um die Lelchtgewicht-Weltmelster-•chaft boxen am 10. d. in Newyork der Titelverteidiger Armsüong und der Mexikaner Arizmendi. : Zu den prawoaiawen Weihniclittfeier-tagen findet in Beograd ein Derbytreffen des BSK und der »Jugoalavijac statt. : Die ßoxmeiaterichaft von Zagreb gelangt vom 19. bis 27. d. zur Durchführung. : Hellt Kovaii ist bereits in Stockholm eingetroffen, wo sie sich an den nordischen Tennismeisterschaften gemeinsam mit Miti£ beteiligen wird* Nachher wird sie bei den dänischen und französischen ilalienmeisterschaften spielen, worauf sie mehrere Tourniere an der Rivlera t)e-streiten wird. : idiwaclier Vorverlouil fttr Joe Loaia gifefl j. R. Lewis. Nachdem vor Weihnachten der endgültige Abschluß del Kampfes um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft zwischen dem Alabamaneger Joe Louis und dessen Rassegeno.s-sen John' Henry Lewis erfolgte, begannen auch schon die großen Kartenbureaus d<:r USA. mit dem Vorverkauf fttr den am 25. d. M. stattfindenden Titeikampf. Man hatte sich durch das Aufliegen der Eintrittskarten wahrend der »Chrlstmas time« einen großen Absatz versprochen, mußte aber beim Abfchluß Ende der letzten Woche feststellen, da§ kaum 500 Karten abgesetzt worden waren, : Der Kraftsport bei' den Olympischen Spielen 1640. Das Olympische Komitee Finnlands hat t^eits die Termine der Kraftsportwettkämpfe bei den Olympi-sehen Spielen 1040 in Helsinki wie folgt festgelegt: Ringen (beide Stilarten): 21., 22., 23.» 27., 28. und 29. julL Gewichtheben (Olympischer Dreikampf In fünf Körpergewichtsklassen): 25. und 26. Juli. ; Die Rtidir-Biiropanielitartduiften in Amsterdam. Nach längeren Verhandlungen Ist es nun doch gelungen, Holland tur Durchführung der diesjährigen Europameisterschaften zu bewegen. Bekanntlich hat die Tschecho-Slowakel auf die Veranstaltung verzichtet. Die Meisterschaftsregatta wird von 1. bis 3. September auf dem Ck)sch-Kana1 in Amsterdam stattfinden. : Neuregelung Im deuttchen Sport Mit einem Erlaß vom 21. Dezember 1938 hat der Führer und Reichskanzler den bisherigen Deutsch. Reichsbund fttr Leibesübungen zum Nationalsozialistischen Reichsbund für Lelbesttlningen (NSRL) erhoben. Dem NSRL, einer von der NSDAP, betreuten Organisation, an deren Spitze der Reichssportführer steht, obliegt die Lei» beserziehung des gesamten deutschen Volkes, soweit sie nicht durch den ^taat oder ditirch die Partei, Ihre Gliederungen und angeschlossenen Verbände durchgeführt ¥rlrd. : NeuM finnischei Talent Pekka Nlemi, einer der besten Langläufer, die Finnland je hervorgebracht hat, mußte Hi Kaula-tunturi (Lappland) ganz überraschend die überlegenheM eines bis dahin recht unbekannten Mannes J. Heikkilä an^ken-nen. Nlemi beteiligte sich an einem 3-km-Remien, für das er 27:05 benötigte. Groß war die ÜtHrraschung, als für Hei1(kitä nur 26:35 gezeltet. wurden. ^ Behn Pa/iser Hallentennlsturaler schlug im Endspiel Bolelli seinen I.ands-mann Boussus mit 6:2, 6:2, 1:6, 8:6, während bei den Frauen Mathieu erst mit 0:6. 10:8, 6:4 gegen Hallf siegreich blieb. : Lehrlinge schlugen den Meister. Oslo, 4. d. M. Roman Wörndle, der zurzeit einan Lehrgang der norwegischen Abfahrer leitet, mußte bei Rjukan die Überlegenheit einiger seiner Schützlinge anerkennefi.' Un ter 30 Teilnehmern erwies sich Knüt StormOn In 2:17,2 auf dem Hang als dsr Beste. Der Partenklrchener stürzte Im zweiten Durchgang, erreichte insgesamt nur 2:29,9 und belegte damit den 5. Platt Au9tdt»Wät Pilot mit 16 Jahren^ Vor dem Aero Club Firankreich hat' der 16-jährlge Jäques Duneau seine Piloteil-prUfung bestanden^ Er Ist der Sohn eines bekannten Fliegers Im Departement Eure et Loire. Jaques ist Übrigens nichts der jüngste Flieger seines Landee. Die Stadt Countabces kann, den :Ruhm fttr sich In Anspruch nehmen, in dem 13-jährigen G. Lebouteiller den. jüngsten Piloten Frankreichs zu besitzen. Oiean-Ueberqueniiif in einer Tonne.; Ein 24jöhriger Amerikaner, Erneet Ble-gaski aus dem Staate New Yersey, hat angekündigt, das et* demnächst in einem selbstgebautcn Fahrzeug den Ozean Über queren wird. Als Schiff dient Ihm ciiife Tonne, die einen Durchmesser von drei Metern hat. Dieses Boot will er mit einem Motor und einem Segel ausstatten^ Man schätzt die Dauer der Reise auf drei bis vier Monate. Drillinge feiern Oebuftslag. Die ältesten Drillinge Englands und vielleicht sogar Europas feierten kürzlich in VorksWre ihren 81. Qeburtstag. Sie wurden einstmal auf die Namen Glaube, Liebe und Hoffnung getauft Alle drei Schwestern sind verheiratet Roman von I Hans HirllMMMiiOT nd in Hand mit Marlene lJr:-ehGr«Recht98Chuti durch Verlan Cskar Meister, Werdau >Wie kannst du so reden?« warf Lorenz ärgerlich ein. »Es ist ein so ungeheu erlicher GlückMall, daß wir Frau (ferold ^'ar nicht getiug danken können. Statt dessen —« »Lassen Sic doch!« dämpfte Frau Gerold. »Ich kann Ihre Frau Gemahlin sehr gut verstehen. Wahrscheinlich hat sie i:chon zu viel Enttäuschungen erlebt, um vor dieser neuen Veränderung nicht mißtrauisch zu sein. Noch hat sie keinen über zeugenden Beweis, ob die neuen Hoffrungen sich auch wirklich erfüllen werden.« Sie wandte sich an Marlene. »Ich hoffe aber, daß ein ergänzender Brief meines Mannes an Herrn Doktor Bur-niester, der wohl bereits unterwegs ist, Ihre Befürchtungen in dieser Richtung zer streuen wird.« '>Sie dürfen mir's nicht übelnehmen, aber — nicht wahr — wir Frauen sind nun einmal so . . . verwurzelt im Gegenwärtigen. Es ist vor allem wegen der Kinder. Den Mann lockt das Neue, das Wagnis, er will kämpfen, erobern, Siege erringen, während die Frau instinkthaft darum bemüht ist, den häuslichen Herd zu behüten und behütet zu wissen.« Frau Gerold nickt verstehend. »Ich gebe Ihnen mein Wort, daß Sie in Berlin nichts zu befürchten haben. Es wäre ja auch von mir und meinem Manne unverantwortlich, wenn wir ohne die eigene reiflichste Ueberlegung Sie zu so tlefgrei-fenricn Üntsclveidungen drängen wollten. Und mein Mann wird an Herrn Doktor Hurmestcr sicher nicht die Zumutung stellen, ohne eine feste vertragliche Bindung nach Berlin Überzusiedeln.« »Vh, es ist bloß — weil es schwcr Ist, an solch plötzliches Glück zu glaulxeni« »Sie lernen es noch, Frau Marienel Und ich wiU Ihnen helfen dabei!« Mit einer kameradschaftlichen Geste legte sie,, den Arm um Marlenes Schultern. »Auch ich bin diesen Weg der Mühsal gegangen, genau wie Sic, und darum verstehe ich Sie gut« Marlene empfand diese jn Schutz nehmende Ge^te mit tiefer Ergriffenheit, und der Glaube bahnte sich langsam den Weg zu ihrem Herzen. »Wir wollen allmählich an die Heimkehr denken!« mahnte Lorenz und rief die Kinder. »JaU stimmte Frau Gerold zu. »Ich habe noch eine Reihe von Briefen zu schreiben. Vor aMem muß ich meinem Mann ausfflhrHch über Ihren Zirkus berichten.« Der Zug stand fahrbereit. Frau Gerold drückte noch einmal sämtliche Burmesterhände. »Es bleibt also dabei! In vier Wochen sehen wir uns in Berlin. Ich komme morgen abend in Frankfurt an, wo. Ich mit meinem Mann zusammentreffe. Am nächsten Mittwoch ist der Aerztekongreß dort zu Ende. Wir machen dann noch einen kleinen Abstecher an den Rhein und fahren anschliessend nach Hause. Da bleibt noch Zelt genug, um a^les für Ihren glorreichen Ein zug vorzubereiten.« Dr. Burmester war zu bewegt, um eine Antwort geben zu können. Aber im Druck seiner Hände lag alle®, was ihm zu sagen nicht möglich war. »Und es bleibt wirklich bei Ihrer Wei-ßerung bezüglich des Gehaltsvorschusses? Vielleicht überlegen Sie sich's doch noch i^nde^s! Die .weite Reis^ — das ko- stet doch altes Geld! Warum wollen Sie sich's denn unnötig schwer machende »Nein, nein — lassen Sie nnrl — Ich will nun einmal nicht! Das wäre noch schöner, gleich mit Schtilden und Vorschüssen ansufangen.€ »Sie sind ein Spießer, lieber Doktor! Ich sollte über diese Frage lediglich mit ihrer Frau verhandelt haben. Sie hätten gar nichts davon zu wissen brauchen.« »Verschwörungen würde ich niemals dulden. Hörst du, Marlene ^ oder hast du dich etwa schon auf irgend etwas ein gelassen?« Marlene schüttelte licholnd den Kopf. »Was denkst du bloß von mir? ^ Hallo, Qretel, Lore, nun bleibt endlich hier! Ist es denn so schwer, ein bißchen still zu stehen?« Dann gab der Schaffner das Zeichen zur Abfahrt. Unter heftiger Rauchentwick lung setzte sich der Zug in Bewegung. Ein letztes begeistertes Grüßen und Winken — und die Burmesters waren allein. Sie standen noch eine 2eit wie unschlüssig, blickten dem enteüMdeti Zuge nach und machten sich schHeBIlch langsam auf den Helmweg. Unterwegs stießen sie auf Volkmann, der, aus einem Hause tretend, eben seinen Wagen besteigen wollte. »Ah, Kollege Burmester, grüß Gott, grüß Gottl Welch ein glücklicher Zufall! Willst du mich dei ner Frau Gemahlin vorstellen?« »Das Ist Erwin Volkmann, Maftenel Du weißt wir haben zusammen die Schule besucht« »Ich freue mich, Sie ktnnenxtilernen. Mein Mann hat mir von Ihnen erzählt.« »Ja? Hat er, der Halunke?« Volkmann lachte laut, niemand wußte, warum» »Wie Ist es nun, Lorenz? Wie klappt der Laden? Habe schon daran gedacht, mal mit Oehelmrat Wörlen vom Waldkirche-nfr Krankenhaus ein paar Worte zu sprechen. Vielleicht wüftte er eine Möglichkeit --^ »Das ist nicht mehr notwendig, Erwinl Ich ,. . habe eine Berufung na<^ Berlin erhalten, an eine Kinderklinik!« Volkmann riß die Augen auf. »Mach keine Witze! Nach Berlin?— Du ... du willst mir wohl einen Bären aufbinden?« »Tatsache! In ein paar Wochen brechen wir hier unsere Zelte ab. Kannst dir denken, wie mir zumute Ist!« »Mensch,. Lorenz!,So ein Massel möeh te ich auch haben! Aber unsereinem passiert ja so etwas nicht! ^ Na, gnädige Pratt, da werden Sie sich aber mächtig freuen! Berlin . . .!« Er pfiff bedeutungsvoll durch die Zähne. Marlene lächelte gezwungen. »Nun, die Pflichten für.eine Hausfrau und Mutter werden dort nicht geringer sein als hier. Aber ich bin glücklich, daß mein Mann ein Arbeitsfeld findet, das ihn ausfüllen und befriedigen wird.« »NatÜrlicht Natürlich! Das hier wäre ja wirklich auf die Dauer nichts für ihn gewesen. — Na, da wünsche ich halt alles Gute! Muß mich nun leider verabschieden! Habe noch einige Krankenbe-» suche zu erledigen!« — »Er macht eigentlich einen ganz angenehmen Eindruck«, meinte Marlene, als Volkmanns Auto ihren Blicken entschwunden war. »Ist er wirklich ein so selbstsüchtiger Mensch?« Loren* lachte, während er mit einer wegwerfenden Handbewegung alle diese Dinge gleichsam beiseiteschob. »Das gehört Ja Jetzt alles der Vergangenheit an. Wir wollen nur noch an das denken, was vor uns liegt, an das große, reiche und erfüllte Leben, das auf uns wartet. — Freust du dich, Marlene?« »loh weiß nicht Ich habe ein banges Gefühl, als ob alles ganz anders kommen würde. Ich habe Angst vor Berlin, vor dieser großen, herzlosen Stadt!« »Ach geh zu! Daß du gar so wenig Glauben hast —« (^Fortsetzung toigt.) 7reitag, den 6. Jänner 1939. 7 >Mariborer Zeitung N'miinior j iülkiStküiUUki J^lihdstltou 3>inar unö ISfunö 6terl(ng MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG DES AUSSENHANDELS IM VERKEHR MIT DEN NICHTCLEARINOSTAATEN B e o g r a d, 4. Feber. Die Hausse des Kurses des englischen Pfund Sterlings an den einheimischen Börsen von 238 auf 202 Dinar, die Ende des letzten Monates eingetreten ist, wird kaum in Kürze at)-nehmen können. Es ist zu erwarten, daß das Verhältnis des Dinarkurses zum Kurs des Pfund Sterling auf der Basis von 262 Dinar pro Pfund Sterling im ganzen ersten Vierteljahr 1939 beibehalten werden wird. Dieser Rückgang des Dinarkurses im Verhältnis zum Pfund Sterling an den ein heimischen Börsen hat an den ausländischen Börsen überhaupt keine RQckwir-Ining gehabt Nach den Meldungen der ausländischen Börsen ist der Kurs des Dinars im Auslande sehr fest und verzeichnet keine Tendenz, die eine Baisse dieses Kurses herbeiführen wird. Dies ist verständlich, weil die Golddeckung des Dinars vollkommen gesichert ist. Außerdem bestehen im Inlande Qoldmengen, die als Deckung nicht mitgerechnet werden, die jedoch einen großen Wert und vielleicht einen größeren Wert als die Golddecjcung darstellen. Wie der »Jugoslawische Kurier« erfährt, wird an maßgebender Stelle die Frage der Erhöhung der jugoslawischen Ausfuhr im Handelsverkehr Jugoslawiens 2l0rfni6rrl(Dtr LjaMJana, 4. d. D e v i s e n. Berlin 1766.12—1783,88, Zürich 995—1003, London 203.10—204.30, Newyork 4374.25 bis 443425, Paris 114.85—117.15, Prag 151—152^), Triest 231.25—234.35; engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 14m Zagreil, 4. d. Staaatswerte. 2 ehi halb proz. Kriegsschaden 471 bis 472, 4 proz. Agrar 60—63, 4 proz. Nord-agrar 59—59.50, 6 proz. Begluk 89.50—0, 6 proz. dalmatinische Agrar 89—80iS0, 7 proz. Stabilisationsanleihe 97.50—98, 7 proz. Investitionsanleihe 99—100, 7 proz. SelIgman 99—0, 7 proz. Blair 91 bis 0^ 8 proz. Blair 97—0; Agrarbank ^26 bis 227, Nationalbank 7700—0. mit den Nichtclearingstaaten crnstlich erörtert. Im Zusammenhang damit haben bereits verschiedene Konferenzen stattgefunden und außerdem tagte dieser Tage der Koordinationsausschuß und erörterte ebenfalls dieses Problem. Nach den vorliegenden Informationen ist zu erwarten, daß die jugoslawischen maßgebenden Faktoren der Handispolitik gewisse Schritte unternehmen werdan, um die Erhöhung der jugo^ilawischcn Ausfuhr nach den Nichtclearingstaaten zu ermöglichen. Diese Maßnahmen werden mehr einen offensiven als defensiven Cha rakter haben. Im letzten Jahre hatte die jugoslawische Handelspolitik einen mehr defensiven Charakter, denn bie ging darauf hinaus, die Einfuhr aus den Nichtclearing-staaten auf ein Minimum herabzusetzen, während fast keine Maßnahmen zwecks Erhöhung der Ausfuhr in diese Staaten unternommen worden sind. Eine solche defensive Außenhandcispoiitik hat keine Vorteile erzielen können. 3)ie :3S&rlttDarrnmärf(e M1TTEILUN0EN DES HAMBURGISCHEN WELTWIRTSCHAFTSARCHIVS Baumwolle. Die Ausfuhr der amerikanischen Baumwolle ist in den letzten Wochen so stark abgesunken, daß die Newyorker Baumwollbörse den Gesamtexport im Emte-jahr 1938-39 auf nur 4 Mill. Ballen schätzt. Die ungünstige Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, daß der Absatz in Europa nicht den sonst Üblichcn Aufschwung gezeigt hat. Dagegen nahm Japan wieder etwas größere Baumwolf-mengen ab, da die dortigen Lager erschöpft seien. — Als beunruhigend wird in den Vereinigten Staaten empfunden, daß die Übrigen Baumwollexportländer gleichzeitig ein relativ gutes Ausfuhrgeschäft zu verzeichnen haben. Aus Nordchina kommt die Meldung, daß dort eine vollkommene Monopolisierung des Roh baumwollgeschäftes vorgenommen wird. Nicht nur das in Lizenzsystem für den Handel mit Rohbaumwolle eingeführt wur de. Der Ankauf ist sogar nur besonders geschaffenen Regiemngsstellen vorbehalten worden. Getreide. An den Weizenmärkten blieb die Lage unverändert, da die Nachfrage der großen Verbraucher sich in Grenzen hält. Auf Grund der großen Ab^hlüsse, die die endischen Mühlen getätigt haben, verbleibt nur ein geringer Zuschußbedarf, Die Abladungen aus Argentinien sind daher nach wie vor sehr klein. In den Ver- (£in fleiner golDener KHmtaalerzihkifig von Kart Kleinachmidt John Bunty, einer der tüchtigsten Beamten von Scotland Yard, redete dem kleinen dicken Mann gütlich zu: :i>Sie brauchen doch jetz* nicht n:ehr zu zittern, Mr. White. I!ir Geld u. der Schmuck sind doch fuisch. Wenn Sie vorher darum gebibbert hätten, als Sie es noch hatten... Aber Sie werden es bald wieder mit Recht können. Schaffe Ihnen Ihren Mammon wieder herbei. Zum Glück sind Sie ja außerdem versichert Na, Sic kriegen alles wieder.« Mr. White ftjhr sich mit den kurzen, dicken Fingern, auf den viele mit Brillanten geschmiickte Ringe saßen, Ober die Augen. Sein Gesicht sah bemitleidenswert angegriffen aus. »Dann müssen Sie aber verdammt tüchtig sein, Inspektor,« sagte er. Der Ton seiner Stimme war beinahe feindlich. Vielleicht hatte ihn die Ironie des anderen geärgert. »Wollen es hoffen, Mr. White, wollen es beide wünschen. Vor allem aber müssen Sie mir eine Aufstellung über die verschwundenen Brillanten und Ringe anfertigen. Schade, daß sie nicht wissen, welche Nummern die Banknoten hatten. Also. die Liste werde ich mir in einer Stunde abholen. Unterdessen veranlasse ich al les Weitere.« Bunty wandte sich zur Tür, drehte sich aber noch einmal um: »Sie wissen ganz genau, Mr. White, daß Sie den Safe, als Sie fortgingen, geschlossen hatten?« »Selbstverständlich, Inspektor, wer läßt denn seine Wertsachen herumliegen 1« »Komisch, daß das Geheimfach keine Arbeit erkennen läßt Na, ein Segen, daß ich wenigstens den Brief habe, der Sie von zu Hause weglockte. Aber wie konnten Sie auch der Einladung dieser Miß Thiwe — wie die Unterschrift in dem Schreiben lautet — folgen? Sie kannton doch niemand, der so hieß.« »Nun, man denkt doch nicht immer das Schlimmste, Mr. Bunty. Und unter uns, mich reizte gerade das Unbekannte. Versprach mir ein nettes Abenteuer von der Begegnung.« »Nun, das haben Sie ja erlebt,« spottete der Beamte, dann ging er. John Bunty begab sich nicht etwa nach Scotland Yard, sondern suchte sein Stammcafe aut Wenn meine Kombination richtig ist, überlegte er, habe ich die verschwundenen Sachen in einer Stunde und zwanzig Minuten. Ist sie falsch, habe ich achtzig Minuten verloren. Aber ich will meine Entlassung einreichen, wenn Ich daneben tippe. Dann schlürfte er ruhig seinen Kaffee und las in seiner Zeltung eine Detektivnovelle: Mord — falscher Verdacht, Entkommen des Täters. Bunty fand es sehr interessant Plötzlich sprang er auf: Er hatte schon eine Stunde hier zugebracht. Zehn Minuten später war er wieder bei Mr. White. »Entschuldigen Sie, Mr. Wl-the, daß Ich Verspätung habe. Bin im Amt aufgehalten worden. Denke Jedoch, ich bin nicht zu spät gekommen.« einigten Staaten hat sich der Preis geringfügig gebessert, was jedoch ausschließlich lokalen Einflüssen — so der durch Frost erschwerten Transportfrage — zuzuschreiben ist. Das australische Qe schäft hat sich letzthin etwas eingeengt, da der britisch-indische Markt keine größeren Mengen mehr aufnahm. Man befürchtet die Einführung eines Weizenzolls in Britsch-Indien. Eisen. Der Auftragseingang bei der Cosibel war während der ersten drei Wochen im Dezember sehr gut, so daß die Stimmung an der Brüsseler Eisenbörsc nicht ungünstig war. Allerdings hat dazu das In landsgeschäft wesentlich beigetragen, während das Auslandsgeschäft nur schlcp pend verlief. — Am Schrottmarkt hat sich die Lage etwas befestigt. Es wer den zwei Großabschlüsse aus den Vereinigten Staaten gemeldet, und üwar sind für japanische Rechnung 150.000 t Stahlschrott verkauft worden, das europäische Schrottkartell hat gleichzeitig 100.000 t lin den Vereinigten Staaten gekauft. Metalle. Obgleich durch die Feiertage die Umsätze an der Londoner Metallbörse stark zurückgegangen sind, haben die Preise kaum eingebüßt Das war auch nicht zu erwarten, dachdem der Vebrauch als relativ gesichert erscheint. Der B1 e i p r e i s hat durch die feste Haltung der amerika- Mr. Withe schien sich zu einem Lächeln zwingen zu müssen. »Sic haben gut reden, lieber Inspektor, Doch mein Verlust läßt mir jede Minute kostbar erscheinen.« »Verstehe, verstehe. Haben Sie die Liste mit den fehlenden Schmuckstücken?« »Schon seit einer halben Stunde fertig. Hier, bitte schön I« »Danke!« John Bunty warf nur einen kurzen Blick daraut Dann steckte er sich, ohne zu fragen, eine Zigarette an, bot auch Mr. White eine an. Der lehnte ab. »Sie sollten aber rauchen, Mr. White, Beruhigt die Nerven. Kann mir auch vorstellen, da Sie das ein bißchen aufregen wird, was Sie mir jetzt erzählen werden. Oder meinen Sie nicht?« »Verstehe ich nicht!« — »Nun dann werde ich mich genauer ausdrücken. Vor hin trugen Sie den Ring, den Sie hier unter Punkt sechs aufführen, noch an der Hand. Jetzt schreiben Sie Ihn als gestohlen aut Das ist gewiß komisch. Was niei nen Sie dazu?« Mr, White wurde ein wenig blaß: »Ich habe vorhin genau so viel Ringe getragen, wie Jetzt. Ich verbiete mir Ihre haltlosen Verdächtigungen!« »Das können Sie ruhig tun, White. Aber Ich werde Ihnen beweisen, daß Sie vor einer Stunde einen Ring mehr trugen. Schauen Sie mal selbst auf Ihren Unken kleinen Finger. Der hat dort wo der Ring gesessen, einen weißen Fleck. Alle Ringe wagten Sie natürlich nicht abzuziehen, um sie in der Aufstellung als vermißt anzuführen. Aber einer...« Der Beamte wollte einen Zug aus seiner Zi-Qfarette nehmen. Da sieht er, wie Whites Hand In die Rocktasche fuhr. Bunty ntschen Böisen eine Unterstützung erfaii-ren. Am Zinnmarkt konnte sich der Preis von rund 115 Pfund halten. Nach den jetzt vorliegenden Statistiken über die Z i n n g e w i n n u n g in den ersten Monaten des abgelaufenen Jahres beliel diese sich auf 127.900 t gegen 164.200 t im gleichen Zeitraum 1937. Der Weltver-brauch hat sich gleichzeitig von 166.50<") auf 129.400 t ermäßigt. X Die Goldreserve der Nationalbank hat sich nach dem letzten Ausweis mit Jahresultimo gegen Ende 1938 um 20Na, nun kommen Sie man mit.« Und zwanzig Minuten später gingen beide in Scotland Yard auf ihr Zimmer. Nur — Whiteö hatte ein Gitter vor dem Fenster. Mariborer Zeitung« Nummer 5. 8 Freitag, den 6. Jänner 1Ö39. auf den einheimischen Märkten, und daß man nuriiTichr im Handelsverl tcr Burgunder, Riesling, Syi-vnner ujid anerkannter Mqs-1er. Ueber die Gasse schon ab 1 I.fter bedeutender Preis nachlaß. Restauration Senica. 111 jeva 14, Tür 3L 64 Blut- und LeberwursiSGlmaitt am Fciertai; und Samstag Im Gasthaus Möscha. Stolna uJi-ca 8. 112 Leeres Zimmer, seoar» ab 15, Jänner zu vermieten. Parterre. 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