Wbllcher Zeitung. Nr. 181. PränlimcrationSprei»: Im liomptolr ganzj. ft. 11, halhj. N. 5.5U. stili die HusteNuuss ins Hau« halvj.5l)lr. M!t ber P?st ga:!,j.sl.15.I)albj.jl. 7.5,0. Samstag, 8. August Insertl onSgebiihl l>l« 10 Zeilen: Imal S« lt., Lm.80lr., '»m. i ff.:!c>,ift pr. Zeile im. «lr.,Lm.»ll., 3ni. ><>lr. ü. s. w. Inscllli'nesseuipcl ietcsu>.30ti. 1868. Amtlicher Theil. 3c, k. f. Apostolische Majestät haben mit Aller höchster Entschließung vom 30. Inli d. I. ans Gruud-lagc eines dicsfälligcu alleruntcrthänigsten Vortragcs des Reichskanzlers. Ministers des kaiserlichen Hanfcs und bcs Acnßcrn, den Lcgationssccrctär Ferdinand Viark lvort zum Honorarlegationsralhc allcrgnädigsl zn er nennen geruht" Se. k. k. Apostolische Majestät gcrnhtcn mit Aller-höchster Entschlicßnng voin 29. Inli d. I. allcrgnädigst anzuordnen, daß das k. k. Sccbczirkscommando in Zara aufgelassen und dem dortigen k. k. Gcncralcomniando als Fachmann für maritime Fragen ein Schiffs! ientc-"ant zugetheilt werde. Hentc luiid in tonischem nnd zugleick) slolienischeni Te^'te ausgegeben nnd versendet: besetz- und Verordnnngs-Blatt für das Her- iogthnm Krain. VIII. Stück. Jahrgang 1868. Inhalts-Uebersicht: "Uüdmachung deS f. t. OberlandeSgerichtS-Präsidinms fiir Steier-'"att. Kärnttu und Krain zu Gra;'ddo. 17, Juli 15N8. Nr, 2^55, Über drn Concretalstaliis des bezirkSgerichtlichen Personales und >>ber die Perlhcilnnli des lederen nach den einzelnen Bezirksgerichten, Laibach, den d. Angnst I868. ^l»n t. f. Nedactionöbnrean des Gesetz- und VerordnnngSblattc? für Krain, Nichtamtlicher Theil. Die politische. Zcwltung drs DundeZschicsicns für Dcutsch-Vcstcrmch. W ien, !U. Inli. Daß das Wicner Schützenfcst ^.höhere politische Bedeutung hat, als jede andere Astlichfeit ähnlicher Art, lcngncn selbst die Gegner der ^slrcbnngcn nicht, die zu fördern dieses dcntschc Vun- ,^schießen von Anfang an bestimmt war. Es hat diese MM Bcdcntnng gewonnen durch die Steigerung der ^ciiscitzc in der Entwicklung des deutschen ^ebcns. Jeder- '""n sah vorans, das; bei' der Feier der Protest atter ^er zu,,, ^lisdruck gelangen werde, welche dic Vcstiin- . ""gen des Prager Friedens als den Wünschen nnd "" Willen des dcntschcn Volkes entgegen ansehen nnd die Sitnation, wie sie der Fcldzng von 18l>6 fiir Deutschland und das dcntschc Volk geschaffen, keineswegs als eine definitive betrachten, in welche man sich einfach zu fiudcu habe nnd die zn ändern ohne Aussicht sei. Der Protest ist lantcr, allgemeiner und cutschicdcner ausgefallen, als man erwartet hattc, nnd das Schützenfest hat allmählig den Eharaktcr cii'cr wahren Vcrbrüdcruugs-fcicr aller dculschcu Stämme mit den Dentsch-Oestcr-reichern angenommen. Im „Neich" nnd im „Ausland" ist man vielfach geneigt, den Werth dieses großen Pro^ tcstcs der deutschen Nation gegen die Thatsachen des letzten dcnlschcu Bürgerkrieges noch viel höher zu schätzen als er sein dürste, und nicht ohne Berechtigung machen die preußischen Blätter darauf aufmerksam, daß ^icder-sang nnd Bcchcrklang Königgrätz weder verhindert haben noch ungeschehen machen ko'nuen. Daß unser gcsammles deutsches Vereins und Fcstwcscn, alles Singen, Toasten nnd Feiern, das seit 18-l>! in der politischen Thätigkeit des deutschen Volkes eine so große Rolle spielt, ans den thatsächlichen Gang der Dinge fast gar keinen Einfluß geübt hat nnd die Entwicklung einen ganz anderen, ja man darf sagen, den entgegengesetzten Verlauf von dem genommen, den man mit allen Sänger-, Tnrn- und Schützenfesten herbeizuführen gedachte, ist zweifellos. Wir sind daher geneigt, anznnehmcn, daß auch das Wiener Schützenfest, trotz seiner Großartigkeit, trotz der nie vorher so zu Tage getretenen Einmüthiglcit aller Fcslgcuosscn über dic cmznstrcbendcn politischen Ziele, doch ohne irgend einen besonderen Einfluß auf die weitcrc Lösung der deutschen Frage bleiben wird. Bald werden dic deutschen Schützen-brndcr von nah nnd fern wieder in der Heimat sein. sie werden eine Menge gntcr, Ocllcrrcich frcuudlichcr Eindrücke aus Wien mit nach .f>ausc bringen, sie werden sich noch lange mit Befriedigung des wirtlich herrlichen nnd erhebendes Festes erinnern, aber in dic Wagschalc der Ereignisse wird das crllcs nicht gewichtig fallen. Hcrr von Bismarck wird jedenfalls Recht behalten, wenn er die entscheidenden Factoren in Eisen nnd Blut sieht und sucht. Wie ans die politische Action des deutschen Volks, so wird das Fest mich anf die der dcntschcn Rcgicrnngcn voraussichtlich ziemlich einflußlos bleiben. Wenn auch dic von Berlin ausgegangene officiösc Behanptnng einer Annäherung zwischen Prcnßcn nnd Oesterreich entschieden jcdcr Grundlage cntlichrt, so documcntirt doch das absichtsvolle Verbreiten jeucs Gerüchtes, gerade von der preußischen Hauptstadt auS, wie wenig das Schützenfest auf die Vczichuugen der Regicrnngcu von Berlin nnd Wien eingewirkt hat. Ist ein Vorgang anf letztere von nachthciligem Einfluß gewesen, so tonnte dicö nur das Bekanntwerden der Uscdom'schen Depesche sein. Aber es ist kaum anzunehmen, daß deren Inhalt nicht schon seit lange anf anderem Wege den Eabincttcn zu Ohren gekommen, denn dcr König Victor Emauucl pflegt keine Gchlimnisse vor sciucm Schwiegersohn zn haben, und die italienische Rcgicrnng hatte keinen Grund, den Inhalt jener Note den Tnilcricn vorzuenthalten. Dic Indiscretion des Generals Lamarmora hat selbst dcr öffentlichen Meinung nichts verrathen, was ihr die Thatsachen nicht schon lange vorher verkündet hatten. Daß man in Berlin anf Garibaldi nnd Klapkn ;ählc. hat die Welt nicht ans der Uscdom'schcn Depesche zncrst erfahren. Die außerordentliche Znrückhaltnng. welche dcr Kaiser gegenüber dein Schützenfest beobachtet hat, belegt am besten, wie wenig man anch hier an entscheidender Stelle gewillt ist, die Feier politisch ansznnntzcn, nnd der Reichskanzler hat nicht ein Wort ;n viel von dcr absolut neutralen Haltung gesagt, welche die Negicrnng hicr gegenüber dem Vnndcsschicßcn zu bcobachteu von je entschloß sen war. Trotzdem, glanben wir, gewinnt das Fest täglich mehi eine ganz nußerordeutlichc politische Bedeutung, aber nicht für die deutsche, sondern für die österreichische Frage, d. h. für dic innere Politik Oesterreichs. Ku-randa hat in seiner Rede zuerst auf diese rein österreichische Bedeutung des Bnndcsschicßcns anfmcrksam gemacht, dic Dcnlsch-Ocstcrrcichcr sind dnrch dasselbe fast unbewußt gedrängt worden, nationale Stellung zu nehmen, was sie bis jetzt aus verschiedenen Gründen unterlassen hatten. Wie die Debatten im Reichstag über das Eoncordat unendlich mehr dazu beigetragen habcu, dcu Widerstand gegen dasselbe zu organisiren, und zn consolidircn, als der Bestand und die Wirksam keit jenes Vertrages in mehr alo einem Jahrzehnt, ebenso hat das dentschc Volksfest den Deutsch-Ocstcrrcichern mehr nationales Selbstgefühl, mehr dcntfchcs Bewußt sein eingeflößt, als es alle langjährigen Angriffe der andern Nationalitäten gethan. Dcr fast sprüchwörtlichc Maugcl dcr Dcutsch-Ocstcrrcicher an Nationalgcfühl war bisher selbst in Wien außerordentlich cmfsallcnd. Das ist fast über Nacht anders geworden und konnte es werden, weil das Bewußtsein ihres Volksthnms bei den Dcntschcn Oesterreichs nur latent, aber thatsächlich vorhanden war. Wenn die Wiener noch vor einer Woche den Accent auf ihr Ocftcrrcicherthnm legten, fo dürsten sie gegen» wärlig schon das Dcutschthnm höher stellen. Mit diesem Wechsel ist zugleich der letzte Rest von Pessimis» mus verschwunden, wovon nicht bloß die Geschäfte, dcr Verkehr, fondcrn auch die läßlich wachsende Theilnahme Eine närrische Partie. (Monolog ) t>c>s: >^"" ich darüber nachdenke und dabei erwäge, ^ .1 'uich recht gut dabei unterhalten, so gewinne ich tcin/"""" ^'^" Uebcrzcngung, daß es eigentlich doch ei,,,! ""arrischc" Partie war und daß vielleicht das die. j / ^än-i'schc an dcr ganzen Sache die Ncbcrschrist, y„ "1 Wvählt, ist; indeß daranf kommt es ja nicht ^..,7 versprach bie Beschrcibuug einer Iantschbcrg- ^so zn tanfcn, cs sci dcm also. — folq. 7^'Uötag dcn I. Angnst Nachmittag wurde dcr M,, " Beschluß gefaßt; bei dcr Liedertafel des tevir zälis, ^"' ''" buchstäblichen Sinne des Wortes; ^ Kca^'^ "'^" „Marinajo," dcr gewöhnlich bei nnsc-tine,, m> "°"'c als Kcgcltod fnngirt, dann war durch ^«cr kn ^ ^"' Sftarcassc das Finanzclement vertreten, l"it> cndr? """' Imisten das lnstigc Stndcntcnblnt ll'nn ,„z. "^ rcpräscntirte ich als ..Spießbürger" wie Zch hätt ^.wohnlich zn betiteln pflegt, das Fischblut, binnen . f """"' Mcht, die Herren den verehrten l Acim f!,^!^^ren, genügt und kann jcyt beginiien. Mlt> voni 3 ,'^" Tanze nahmen wir schweren Al> i>I licwöhnl^/"^' '""' «lng uach Hause, um mit 3 °llen nnd n? Stadlklcidnng sämmtliche Sorgen ab-d> ^trnva- ,^ ^"'^ "nc freie, bcqncmc Toilette für «uch s,^ ""cr Bergpartie anszurüstcn. Waren >^ "'Ht gleich uniformirt, so hatten wir doch cin gemeinsames Kennzeichen ~ eine Vonteillc Wein; jeder von uns, bis auf dcn Finanzer hattc sich wohlweislich mit diesem inhaltsschweren Symbol versehen, ich hattc dcrcn sogar zwci nnd ncbstbci cin gc bratencs Huhn, duö berufen war, noch eine graßc Rolle zu spielcu, wie Sie spater sehen werden. Reisefertig fanden wir nils am Bahnhöfe wieder, nnd nachdem wir nochmal Abschied genommen, entführte uns dcr Triestcr Poslzug dcm fchöncn ^aibach anf einen Tag, leider nur auf Einen. Ans diescm „leider" lönncn Sie wohl ersehen, daß nus der Abschied nicht besonders schwer gefallen, 'vielleicht wäre es nntcr andc^ rcn Umständen anders gewesen. Im Wagen wnrdc gleich cinc von dcn „Vieren" geöffnet und anf das Gc^ lingen des Ansflngcs geleert. Ein ^ied, das wir mit nusercn unphilharmonischcn Kehlen sangen, mnßtc einige unscrcr Nachbarn ans dcm Schlafe geweckt habcu, wenigstens verrieth cin nichts weniger als beifälliges Gcmur-mcl, daß sic nns lieber zum -^ will sagen - - znr Liedertafel wünschten, was nns jedoch nicht hinderte, so fort ;n machen bis Vaasc, wo wir im Mondenschcin einem schläfrigen Wächter unscrc Fahrbillctc abgaben. Aber jetzt! Kennst dn dcn Wcg, so fragte ciner dcn anderen. Ein allgemeines Nein. das cin einziges schwaches Ja übertönte, hätte nns beinahe veranlaßt, dcn anbrechenden Tag zn erwart«,; allein unser Nechtsbc-flissmcr wollte natürlich amh diesmal Recht haben und wir vertrauten uns ihm an. Nachdem er nns ungefähr cinc viertel Stunde durch sumpfige Wiesen geführt uud über Gräben fpringcn geheißen, was cr übrigens blos that, wie er mir fpatcr anvertraute, um unfer Ausdauer zu prüfen, mußte cr eingesichcn, daß wir auf einen falschen Wcg gerathen. Was sollten wir anderes thnn, als umkehren nnd uns am Bahnhofe Rath holen? Ein dort Bediensteter war anch so freundlich, nns den rechten Weg zu zeigen, dcn wir sofort todcsmnlhig einschlugen. Wenn dieser Steg weiter nichts für sich hat, dann ist cr steil gcnng, um meinen obigen Ausdruck zn rechtfertigen. Je höher wir kletterten, desto stiller wnrdcn wir. Der einzige Ausruf uuscrcs Gewährsmannes in Pfandamtsangclcgcnhcitcn: „Jetzt möchte ich adcr doch wissen, zu was wir nns da so abrackern !" brachte einige Heiterkeit nnter nns, allein cs währte nicht langc, so wandelten wir wieder stumm wie Fische hiutcrcinaudcr her. Dcr Mond lächelte so spöttisch als wollte cr sagen: „Sind das doch einfältige Ventc," aber trotzdem half cr nns gutmüthig unseren Wcg finden, und ließ uns auch die Spitzen dcr nm-licgcndcn Berge schancn. Ein dichter Ncbcl, dcr wie ein weißer Schleier über dcm schönen Saucthalc ausgebreitet lag, verhüllte nns neidisch jcdcn Einblick in dasselbe; dafür lagen klar vor nns die malerischen, dichtbcwalde-tcn Schluchten des Gebirges, die dcr Mond mit seinem Silberlichtc überstrahlte. Um 2 Uhr Morgens hörten wir von dcn verschicdcncn Kirchen her liebliches Morgen» ' gcläute, unwillkürlich fielen mir Heine's hübsche Verse cin : Leise zieht dnrch imin Geinüll) liebliches Kulante, ' >>'' Klinge, Heines FrlWiiissölied. "- Kling' hiimntz in'ö Weite. Kling hinan?, l>iü ail dai« Hanö, Wo die Veilchen sprießen, Wenn on cine Nosc schau'sl, Sag, ich laß Sic grüßen. Daß ich dabei auch an cinc schöne Rose dachte, werden Sie gerechtfertigt finden, denken Sie sich nur die prächtige Sommernacht, das harmonische Glockengeläute und dann gar noch dcn lieben, freundlichen Mond. Ich glaubte fast, cr winke mir freundlich zu, als erriethe er meine Gedanken. Ob'S ein Grnß war? Wer möchte mir dcn Glauben benehmen? Genug, ich erwiderte ih» auö 1338 an dcr politischen Action Zeugniß gibt. Auch war e T das nengcfaßlc Vcrtrancn in die Zukunft dcs Reichs, gi welches den Iilbel, mit dcni man den Kaiser b^i scincm d> Besuch dcö FestftlatzeS empfing, so volltönig llud zu cincni gi wahren Triuiuphzllg machte. Der Kaiser war sichtlich z« auf einen solchen Empfang nicht gefaßt und dauou freu- si dig überrascht. Dieser stürmische Auövruch des Dankes A der Bevölkerung muß dem Kaiser den letzten Zweifel ^ über die Zustimmung dcr unendlichen Majorität zu den ^ neueu freiheitliche» Gesetzen genommen habcu, wenn ciu b solcher Zweifel noch in der Brust des Monarchen bc- s« stand. Das ist von großem Werth, da die Feudalen und Clericalcn zweifellos fich noch immer mil dcr Hoff- d nung tragen, durch Vcrciuiguug dcr Kräfte das vcr- u haßte Ministerium aus dem Sattel heben und dcr Eon- n cordatspolitit wieder zur Äiacht verhelfen zu töuuc». d )iicht unterschätzen darf mau auch den neuen Impuls r zum Widerstand gegcu die VNagyarifirung, wclchcu die s Sicbcubürgcr Lachsen vom Feste' mit in die Hciuiat ^ bringen werden. ^ So reift anf dem Schicßftlan im Prater uamcut- c lich für die Dcutsch-O.estcrrcicher eine niä)t bloß ganz ! nnerwartctc, sondern überaus reiche Ernte - - eine Eriltc, welche nur dcr glückliche Zufall uns verschafft hat, der 1 vor drei Jahren Wien zum nächsten Festort wählen licß. l So groß offenbart sich dieser Erntesegcu, daß selbst die I Muthloscsteu den Kopf aufzurichten bcgiuucn und den > Kämpfen, welche uns die Zukunft wahrscheinlich noch früher dringen wird, als man fürchtet, mit Selbstvertrauen und Sicgesgefühl entgegenzusehen beginnen. ____________________________________(A. A. Ztg.) Vom ungarischen Reichstage. Pest, '>. August. In dcr heute '^ Uhr Vormittags eröffneten Sitzung des Unterhauses las Anton Escngcry den Bericht über die Verhandlungen der nngarisch-croatischen Rcgnicolar-deputatiou und deren Rcsnltat. Der Bericht wird nebst den Protokollen aller einzelner Sitznngen der Rcguico-lardcputation gedruckt und vertheilt wcrdeu. — Sodann wurde die Geucraldcbattc über die Wchrgesetzvorlagen fortgesetzt, und sprachen Dcmeter Horuath, Ludwig Pap, Emerich Laszlo, Joseph Bano, Graf Ladis-lauS Raday und Ladislans Tisza ihrcu Slandpuuttcu angemessen. Hierauf nahm Franz Dcat das Wort und wieS nach, daß durch die Vorlagen die uugarifchc selbständige Armee nicht aufgegeben wird, da eine solche niemals eristirt hat. Er sagte, nachdem er die Nothwendigkeit einer geordneten Wehrkraft auseinandergesetzt hatte -. In Ungarn wurde das Insurrections- und Ban-derialsystcm im Jahre 1715 als unzurcichcud abgeändert, indem neben der Infurrcctiou auch ciuc ftchcude Armee errichtet wurde. Im Jahre 17W erklärte dcr Reichstag, daß die Werbung von Soldaten nicht genüge, und wurde eine Commission beauftragt, darüber zu berathen, iu welcher Weise die ungarischen Regimenter zu ergänzen seien. Iu Folgc dessen wurde im Jahre 1800 das Eapitulalious- und Couscriptiouswcscn eingeführt, Seither wurden die EommuuiealiouSmittel außerordentlich verbessert nnd bedarf man nun zu jedem Kriege rafch großer und dabei nicht ungeübter Armeen. Redner wirft auf die Vergangenheit ciucu kurzen Rückblick und erinnert daran, daß im Jahre 1802 die uugarifchcu Regimcutcr bloß 64.000 Mann enthielten. )!cs würde hellte nicht im geringsten genügen. Dic coßeu Armeen erfordern jedoch große Kosten, nnd um lese möglichst zn vermeiden, trotzdem aber eine große cübtc Armee zu haben, führte man die kurze Dicnst-:it und das Reseroesystcin ein. Bon diesem System ihrt dcr nächste Schritt znm Princip dcr allgemeinen üchrpflicht. Wohl hat auch dieses System Fehler uud iachthcile, doch hat bisher noch niemand cm besseres Zystem entdeckt nud wird wohl die Erfahrung zur Vcr-csscrung dieser Fehler fühlen. Preußen bietet hicfür ciu chlagcndcS Beispiel. Man hat uns den Vorwurf gemacht, daß durch ic Annahme dieses Gesetzes die Idcc der selbständigen lngarischcn Arince aufgeopfert wird. Dicseu Vorwurf widerlegt nun Redner. Er fragt vor allein, was uuter cm Worte „ungarische Armee" zu verstehe» sei? Die lugarischcu Rcgimcntcr? Diese werden auch ferner exi-liren. Eine abgesonderte Armee mit eigener Führung? Oicsc hat g'setzlich nie bestanden nnd wurde von der legislative nie gefordert. Wenn die legislative Subsi-,icu für die Armee Sr. Majestät votirtc, sprach fic stets lnir von einer Arinee uud nicht von zwci Armeen. Dcr Reichstag vou 17R) hat die Unabhängigkeit llngarnS ausgesprochen, von einer nbgesoudcrtcu lingu-,'ischcu Aruicc aber sagt er nichts, sondern er bewilligt iloß die Eomplcliruug der ungarischen Regimenter iu )ie Armee Sr. Majestät. Selbst im Jahre l848 !ou!il>t das Wort „ungarische Armee" uur i>l dcm-sclbcu Siuuc vor, lvic im Jahre 17W. ^iach dcr ^lusicht dcs Redners ist es auch nicht lhunlich, ciuc zbgcsoudcrtc uugarische Aruiec zn errichten, weil hic-durch eine zweckmäßige Vertheidigung uuulöglich gemacht würde. Auf Details will Redner fich uicht ciulnsfeu. Er würde auch seinerseits manches gerue auderS scheu, als es im Gcsctzeutwurfc gesagt ist; da es sich jedoch um ciu gauzes System, um ein heilsames System haudclt, mag cr durch halsstarriges Festhalten an einzelnen Bc-stiinmuugcu das Ganze uicht gefährden uud nimmt er die vorliegenden Gcsetzcutwürfc im allgemeinen au. Lauter, auhaltcudcr Beifall.) Esauady will nicht, daß das Voll gezwungen werde, feine Heller zur Hcrstelluug einer großen Armee beizutragen. Der Landtag hätte im Gegentheil die Aufgabe, die Lasten des Voltes zn erleichtern. Man fagc freilich, dcr Ausgleich erheische große Opfer, weil er die Wohlfahrt der Nation sichert, cr schc aber uichts vou dieser Wohlfahrt, weder iu geistiger, noch iu materieller Beziehung. Für das Unterrichtswcscn sei ein zu geringer Postcu ins Budget eingestellt; die Erhöhung dcr Steuern, die Uebcruahme dcr Staatsschnlocn uud das große Kriegsbudget werden das Volt so erschöpfen, daß es in ciuigcu Jahren uicht einmal die Verwaltungsloslcu wird decken können. Esanaoy hat aber noch einen Grund gegen dic Vorlage. Oesterreich helfen, meint cr, heißt dessen Politik unterstützen, und das sei gefährlich. Er will eine ungarische Arui^e, die was immer für einer „l. t. Armec" gegenübergestellt werden kaun, aber nicht die Vermehrnug dcr k. l. Aruicc. Trcf fort verzichtet auf'S Wort. -- Alexander Roman wi'ftPcrczcl vor, cr habe gesagt, mau brauche eiue starke Arince gcgeu dic Natioualitätcu des Maudes, was mit entschiedenstem Widerspruch aufgcnommcu wird. Er polemisirt allßcr gegen Pcrczcl auch uoch gegen W. Toth. - PulSzky verzichte aufs Wort. - - B ouis stimmt im Sinuc Tisza'S für die Vorlage. WaS er in Bezug auf die uugarische uationalc Armee nud das Ne-crutcuvotiruugsrccht dagegen vorzubriugcn hat, wird cr bei dcr Specialdcbatte sagen. Wenn aber sein Amende-mcut nicht angeuommcn wird, so »vcrde cr für dcu Oc-setzcutwurf uicht stimmen. Schließlich polcmistrt er gc^ gen Wilhelm Toth. Nachdem hierauf Iguaz Ghyczy feiu Votum iin Siuue dcr Liukcu motivirt hat, nimmt Ernst Si' 'monyi das Wort, Er giebt zu, daß Oesterreich wehr' fähig gcmacht werden müssc uud daß anS dcr „Perso^ naluuion" eine gemeinsame Vertheidigung folgc; aber ! deshalb sei noch kciue gcu'ciusamc Armee nothwendig. Indem cr sodann gegen die Vorlagen polcmisirt, spricht cr seine Ueberzeugung ans. daß sie mit Majorität verworfen würden, wenn anstatt cincr namcutlichcu ciuc gcheimc Abstimmung stattfände. Somff ich giebt, mehrere Redner der Linken und äußersten Linken widerlegend, einige Epigramme zum bcstcu. Uutcr audcrem sagt cr, gcgcn Bonis gewendet, welcher die sieghafte Majorität daran erinnerte, daß bei den Römern neben dem Wagen dcs TriumphatorS ciu Mauu ciuhcrzugchen und ..»»«»liUo !»<»<" zu rufen pflegte: ^ wenn wir (dic Majorität) unterliegen, so stürzt mit uilS alles zusammen. — Berzcne z y meint, die Wchrgcsctzc sollen wohl eine 5^röunng dcs Ausgleichs-gcbäudcs sein; es möge uur uicht so schlecht gekrollt wcrdcu, wie die Lcopoldftädtcr Kirche. — Zum Schlusst sprach noch Alexander Esity und dürfte nuu die Ge' ncraldebattc abgeschlossen werden. Drilles deutsches Dnudeöschießen. 5. Angust. Der letzt«? Schiefttag. Die Eoiiiitt'-Mitglicder nnd der Rest dcr Schütze" zeigten sich hcnte bereits sehr ermattet: uur die „Fest' Bummler" uud das schaulustige Wiener Publicum haben au ihrer Fcsllust uoch uichtö eingebüßt. Die Bcthciliguug dcr Schützen in der Schicßhallc war quautitaliv eine sehr gcriugc; desto eifriger zeigten sich aber die lctzteu Bewerber uiu Becher, besonders die' jcuigcu, welche vor dem Spenschusse, der um 7 Uhr erfolgte, nur noch wenige Puukte zur Erreichuug ihrc^ ZiclcS zu erschießen hatten. Unmittelbar nach dem Sperrschussc marschirtcu dic Bccher-Gcwiuucr uuter Musikbegleitnug uud geführt von dem uncrinüdlichcn Arrangeur der Prcisvcrtheilung, Hrn. FabriciuS aliS Frautflirt a. M., zuin zwauzigstcu und lctzteu male zum Gabentcmpcl, wo sie ihre Becher in Empfaug nahmen. Heute Vormittags fand eine fehr lebhafte Sitzung des Ecntral-Eomit^'s statt, bei welcher auch die Finanz frage zur Sprache kam. Alle Fach-Eouül>'s werden aust gefordert, bis Freitag Rechuung zu lcgcu. Nach cincn> oberflächlichen Uebcrschlagc ist daS Deficit bciwcitcnl nicht so groß, als man gefürchtet hat. Es dürfte p? auf höchstens 50.000 Gulden belaufen, eine für d>e Eoinmuuc gcriuge ^umme dcu 10 bis 12 Millionen gegenüber, welche die Fremden diuucn 10 Tagcu in den Verkehr gebracht haben. Donnerstag Nachmittags 0 Uhr wird die Preis' vcrthciluug stattfiudcn und derselben eine gcuiM lichc Unterhaltung zum Abschlüsse dcs Festes folgen. vollem Herzen, blickte lange lauge, in die weite Fcrnc und dachte mancherlei. ^_____ Nach langem Wandern kamen wir an einem Bauern-hause'vorüber, desscu Bewohner wir, da cr ucugierlg zur Thi rc hcrauölaui, ciucu guten Morgen wünMcn, er rie n dafür eine gute Nacht zu. Endlich es war nach 3 Uhr, kamen wir auf der Spitze dcS Icnchchberges an; vorsichtig suchtcu wir einen Heuboden, louutcn jedoch lange nichts dergleichen finden, bis cincr von uns durch den Ruf: ..Hier ist ciuer" uns fchon uu Voraus dle Annehullichkcitcn eines Lagers ahnen ließ. Wir crtlcttcr-ten cinc Leiter, ein nicht gerade frcundllchcs ,>Io.,<" ließ uuS gcschwiudc umkchrcn, da w»r durchaus Nlcht mit irgend jcmaud in Eollision gerathen wollten, obwohl wir sonst gerade nicht zu den Feigsten gehören. Zudem fanden wir unten eine Dreschtenne, und m dcrftlbcn einzelne, ziemlich rauhe Bündel, die sich nach Tagesanbruch als Hanf zu crkcuucu gabcu. Wir besannen uns nicht lauge, legten uns alle Viere fo knapp wlc mögllch aneinander, um uns vor dem eiskalten Winde wcmg-stenS theilweise zu schützen, aber. — wir waren huugrig. Jetzt ward meiu Huhn von Wichtigkeit. Es heißt zwar: „?!<""!, vl'>' hm dc^sen Schauplatz der Heuboden war. Die MittagSglockc nef uus wudcr au den Tisch dcs Herrn Pfarrers, dem hlcr uochmals unser verbindlichster Dank ausgesprochen sciu uwgc. Unter crhcitcruden Gesprächen und Erzahluugeu verstrich die Zeit schucll. Ciu hcrzllchcr Ab,ch,cd wurde genommen, dcm freuuolichcu Hcrru Pfarrer noch cm kräftiges Hoch gebracht, uud siugcud trateu wir dcu Heimweg au, nicht über Laasc, woher wir getommcu, sondern direct nach Salloch. Der Weg, dcr anfangs gar nicht beschwerlich ist, führte uus längs des Bergrückens bald abwärts, bald wieder aufwärts. Vor uus hatten wir immer die schöne Ebenc. dnrch welche die Save wie ein breites silbernes Band zog. die Strahlen dcr golden hinter die Obcrtraincr Gebirge sinkenden Sonne in tausendfältigem Glitzern wieder znrückgcbcnd. Erhab^ ist das Schauspiel dcr untergehenden Sonne! Ein lw' endliches Gefühl, das sich dcö Menschen beim A"bl^ dieses täglich wiederkehrenden Naturschauspiclcs beinah, tigt. läßt ihu die Größe, die Unendlichkeit dcs in ^ Natnr waltenden Geistes ahnen. Wie mit eincm FeuerlUc überströmt stehen sic da, dic Zcugcu sciucr Allgewalt, majcstätischcu Alpen! Das leise Rauschen der Bäuutt, " Gesang dcr Lerche, dcr wie ein Nachtgcbct in die weite 3'^' lliugt! Dcr Geist fühlt fich von dcr Größe uiedergedri'"' aber das Herz erweitert sich, es fühlt einen mächtigen Drc»^ alle feine schlummernden Gefühle drängen ans Licht n die Natur verklärt fic mit dcm rosigeil SchinnM' ^. alles umfassenden Licbc. Wenn je, so cmpsiudcll l iu solcheu Augcllblicken die Leere uuscrcs Innern ^^ schucn uns nach einem Etwas, das im Staude wäre, auszufüllen. --------- >L Noch cincn steilen Abhang hatten wir himuu" . rntschen, denn von einem Gehen war da gar keine ^ ,l dann ging's noch eine kurze Strecke längs dcu >- ,^ der Save entlang bis zur Einmünduug der ^"iba ^ dieselbe, wo wir, als rechte Germanen, dcr 2W'stl^ zll uicht widerstehen konnten, uns in dic kühlen Fl»"' ^' stürzen. Wir hatten uns nicht getäuscht, das Oao ^. sehr erfrischend. Neu gestärkt risscu wir uns an ^ llasseu Unlarmung los nnd eilten dcm Bahnhöfe z '^„h mit dem gemischten Zug nach Hause zu kommen. M so war eiu Sonntag fröhlich verbracht, wozu mi>> yicl die Frcnndlichleit dcs genannten Herrn Pf«"'" llli' beigetragen. Diese Zeilen mögen ihm nochwa .^ scrcn wärluste,: Dank, ncbst der Znsichcrung " ^„sle" gen, daß diese Partie stets eine uuscrcr äugen / Erinnerungen bilden wird. 1339 Bci dein heutigen Banket wurden folgende Toaste gesprochen: Dr. Trabcrt (Hanall): Wir beneiden Sie Nlcht bloß uin diese schönen Verge, wir beneiden Sie nicht bloß um diese prächtigen Gefilde, nein, noch weit lNchr um die nenbegrnndete Freiheit, die aufgegangen lst über Oesterreich als eine leuchtende Sonne nach schwerer, dunkler Nacht. (Beifall.) Aber, meine Herren, die Freiheit, wenn sie fest gegründet sein soll, darf sie nicht bloß in den Ministerien rnhcn, sondern sie muß Nchcn im Volke, in der Arbeit des Volkes (stürmischer Beifall), in der freien, nnadlässigen Thätigkeit des Bür-Mthnmö. (Beifall.) Jeder von Ihnen mnß arbeiten, iedcr von Ihnen muß Banstcinc hcrbcitragcn zum großen Dome der Freiheit, wenn er nicht wieder zusammenstürzen solle. Wenn Sie nicht bancn, wenn die Bürger nicht bauen, so werden audcrc kommen und vielleicht Dinge dingen, die jeder von Ihnen beklagen würde. Die Leidenschaften werden sich entfefscln nnd vielleicht zerstören, wo anfgcbaut werdcu soll. Deshalb, um Ihrer selbst willen, schaffen Sie, helfen Sie arbeiten, die fchwcrc Arbeit der Freiheit (lebhafter Beifall), uud wenn Sie die SclbstlMfc des freien Bnrgerthnms bethätigen, dann wird das große deutsche Vaterlaud von hier aus verjüngt werden, wie Sie fchou Oesterreich verjüngt haben, nnd es wird von hier aus wieder vereinigt werden, wie wir es alle wünschen. In diesem Sinne gilt mein Trintsprnch dem Vaterlandc, dein Vatcr-landc, dessen Verjüngung uud Vereinigung ich will durch freie Mitwirkung des Vürgcrthums, dem großen deutschen Gcsammtvatcrlande cin donnernd Hoch!" (Lebhafter Bei-sall und Hochrufe.) Freiherr v. Kornbcrg (Präsident des badischcn! ^andcsschützcnvcrciucs) trank auf das Wohl aller dent schcn Schützen. Gcmeindcratl) Dr. Schrank ans Wien führt "us, das Schützenfest fei ein dreifacher Sieg über sciuc ^cguer: über diejenigen, welche es als dcntschcs Fest attfciudcwi; über diejenigen, die nnr clcricalc und Hof-sestc für möglich halten, nnd schließlich über diejenigen, selche die Schützenfeste aus einseitigen Äuschauuugcu über den Werth der Voltsbcwaffnnng als Spielerei per-horrcscirtcu. Prof. Ludwig Eckart aus Wien bringt cin Hoch d"N prcnßischcn Volke von lß13, das damals uns die Zutsche Freiheit erfechten half, dem preußischen Volte,! soweit es durchdrungen ist von deutschem nnd demokratischem Geiste, dem Volke von Prenßcn im Gegensatze zn semem Negicrungssystcm, dem preußischen Vrudcrvolkc! Wachrufe und Beifall.) Gcmcindcrath Stcndcl aus Wieu briugt im Na-Uicn der Bevölkernng cin Hoch auf dic Männer der ^'bcit, die arbeitenden Comite-Mitglieder; er bringt es "^ Niänucrn, welche die Seele des Untcrnchmcus wa-^n. den Veranstaltern des dritten dcntschcn Vnndcs-Weßcns in Wien. (Hochrufe und Beifall.) _ Kurze Zeit nach Vccudiguug des Bankets besuchte ^e> E^cllcnz der Herr Reichskanzler den Schützcnplatz ^''^ wnrdc von den" Herren Dr. Köpft, Ritter v. Man- '^ Fabricins und anderen Vtltglledcrn dcs Central- l>!nit>'' empfangen nnd durch dic verfchicdcucu Fcftbau- ^, gleitet. In der Schicßhalle verweilte der Herr ^chsfcm;lcr die längste Zeit bei dem Stande für ?"Nlcllfcucr, wo der Wcrtführcr des Herrn Wänzl in ^l Minuten 5)8 Schüsse that. N',, wächst dem Innern der Festhalle wurden auch "M nud Keller besichtigt, sodann der Gabeutcmpcl, lcat ^' ^'"llcn,; äußerten sich in hohem Grade angc- ^ Und befriedigt dnrch die Ciurichluugcu und das ^e- ^' und Treiben' ans dem Festplatze. Ncbcrall begrüßte f.. Spalier bildende Menge den .^crrn Minister mit saften Hochvnfen. I, Wcgcu Verdacht des Einverständnisses mit dem fr ^ behufs Anzeigung vou Treffern wurde cin junger ^Ndcr G^f gestern in der Schicßhallc beanständet. ^tersuchung wird voui Schicß-Comil«'' geführt. ^ o^^untag N'achnnttags überbrachte eine Deputation 'r>, ^"'^ler Schützen dem Kricgönnnistcr FÄ^^. u. Kuhu ^, ^"iu?u Tirols einen fcingcschnitztcn Holzbcchcr als ^lni^ ^^' Verehrung. Der Minister nnhm die Gabe ^'n k ^"nlcnd entgegen uud versicherte dcu Mitglie« ^ttoi ^ Deputation wiederholt, daß er sich stets mit ^Uul'Ncn an Tirol nnd dessen hcldcnmütyigc Bcwoh-Ii,,,. ^,ucru werde und daß es sein Stolz sei, eine Zcit- lÄ?^' ^^^ tapferen Volkes gcwcfen zu fein. bei ^, '^"'" hatte eine Dcpntation der Tiroler Andicnz i>c>8 ,/'.Minister Dr. Giskra, um denselben zu ersuchen, khr^ "^,lcdsfch der Tiroler mit seinem Besuche zu w ^ud. ^l"'Üer drückte der Deputation seine große ^ Tir^'^ "^'^ ^^ warmen Sympathien, welche ihm M h! z^' ^)rc»d des Schützenfestes entgegenbrachten. Me«' s'^"' überall Licht werden in diesem schönen <'toler 9 ^ '^^ ^l^kra lächelnd und versprach . das "btt h "^chlcdsfcst zn besuchen. Die Deputation war ^-^^erz^chcn Empfang anf das freudigste bewegt. , . Oesterreich. ^-Va".''"m>''' Au««''- (Orig.-Corr.) Herr ^cn ei^„ Coring 'st vorgestern Abends ans '^troffen. Gestern früh wurde Sr. Excellenz dem Herrn Statthaltercilcitcr durch dcu Hofrath Ritter Fiolcr das Beamtcnpcrsonalc vorgestellt, an welches der Herr Fcldmarfchall-Licutcnnnt einige herzliche uud cr-muthigcude Worte richtete. Nach dieser Vorstellung bc^ gab sich das Beamtcupersonalc znm Herrn Statthalter Baron u. Bach, niu von Sr. Excellenz Abschied zn nehmen. — Heut früh wurde die Ansprache des neuen Statthaltcrcilcitcrs FML. Möriug an dic Tricsler uud die Bewohner dcs Küstenlandes in unscru drei Landcs-spracheu in der Stadt affigirt und fand bci den Stadt-nnd Landbewohnern jeder Classe die günstigste Aufnahme. Der heutige „Cittadiuo" unterzieht dieses Proclam einer Kritik nnd meint im wcscutlichcn, Herr FML. M ö -riug sci echt militärisch aufgetreten, das Commnndo-wort steche zn sehr hervor, uud bedauert, daß auch Sc. Excellenz zn denjenigen zähle, welche an das wirkliche Vorhandensein einer „Anncxionsftartci" in Trieft glanbcn! --------Die ministerielle Commission, welche hier eingctrof> fcn, um über das Vcrhaltcu der Polizei au deu Tagen der Tumulte Crhcbuugcn zu pflcgcu, hat unter Vorsitz dcs Miu.-Nathcs Hcrru Barou Hell ihre Thätigkeit schou bcgouncn; die Stadtvcrtrctuug bietet alles auf, um dcu stattgehabten Ermessen den Srempel „slavo-clcricaler', Umtriebe" aufzuprägen, doch wird die Nutcrfuchung, wie mit cinigcr Bestimmtheit schon jetzt bchanptct werden kann, ganz andere Dinge zu Tage fördern. — Anßcr dem Herrn Pa rente wurde Sonntag Nachmittag anch der Handelsmann Herr C. Lutteroth im Tcrgestcumösaalc insnltirt nnd znm Hinausgehen genöthigt. - Seit einigen Tagen werden dcntsche Avifi an den Straßenecken entweder hcrabgcrisscn oder mit Kohle uulcserlich gcumcht, uud geschieht dicö bci hellichtem Tage! Sogar Partczcttel, wenn in deutscher Sprache, erfahren das uänilichc Los. — Es heißt: Die unbemittelte Mnttcr dcs Barbiergehil-fcu, welcher dem Polizcidircttor Ritter v. Krauß einen Fanstschlag versetzte nnd mit Empfehlungsbriefen nach Italien flüchtete, erhalte von unbekannter Hand eiue Unterstntznng von 5 fl. per Woche zngcsandt. - Der politische Verein .Progrcsso" hat seit Ausbruch der Tumulte keine V^rsammlnngen mehr gehalten nnd cbcnfo auch die „Hm'illn linn sy c>uf wunderbare Weise dem Uaucigen Geschiäe, das die dciden Fürsten erreichte. Es wurden "ümlich plülzlich vo» oben die Schleuhen geöffnet, und das mächtig angeschwollene Wassl-r stürzte mit einer der lang cmdcmeindcn Eperrung entsprechenden Napiditüt in den Vach und warf alle drei in dcm Vette demselben sich b.sin-dcnden Petsoncn nieder. Der Zufall wollte es, dah Vatel und Sohn auf die gefährlichere Seite, dem rechten Uft>r t?i", der Hllsmcisler hingegen zu seinem Heile gegen das linte User geschleudert wurden. Der Hofmeister deö jungen Fürsten, Herr Neymanu, tauchte rasch empor, erblickte den mit dem Wasser lämpsenden alten Fürsten und wollte ihm trch eigener Gefahr hilfreich die Hand reichen, dock das Schicksal wollte es andclö i das entfesselte Element wars sich zwischen beide, sie noch einmal mit den Ilulhen überspülend und mit den massenhaften Holzllöhen niederdrückend. Neymann entrann wie durch ein Wunder noch einmal der Todesgefahr und schwamm mit Aufgebot aller Kräfte gegen das linte Ufer zu, welches er auch glücklich erreichte. In seiner Absicht, den beiden Unglücklichen zu Hilfe zu eilen, lief er über die nahe Vrücte gegen das rechte Ufer und wurde hier von dem Anblick der Fülstin aufgehalten, deren schrecklichen Zustand man sich leicht erklären kann, wenn man bedenkt, dah sie hilflose Zeugin der ganzen Scene gewesen war. Er sorgte rasch für die Trans-fencuug d>r unglücklichen Frau in ihc Hotel, und eilte, oon binzugelummenen fremden Mahnern unterstützt, die beiden Fürsten aufzusuchen. Die Nachricht von der schrecklichen Katastrophe verbreitete sich mit Blitzesschnelle in ganz Ischl, und sofort begab sich der Äezulsuolsteher Herr Will zur Unglücksstätte. Badearzt Dr. Hirschseld, zur Fürstin gc-ruscn, fand dieslldc in einem beinahe au Wahnsinn grenzenden Zustand. Hluivcx imm »uiri, I)(i(.'l«.'ur! (retten Sie meinen Mann, Doctor!), schrie sie, ihn verzweifelnd umtlammernd. Nach langen Bemühungen war es Doctor Hirschfeld, der sich nn'ttletwcile mit allen nöthigen In-slrumenteu versehen hatte, gelungen, einen Wagen zu er--langen, in welchem er, begleitet von dem Courier des Für-ste», Herrn Wldcl, und einem Herrn Bucger, welcher früher dic Fürstin auf dcm Wege von ^edtenbach nach Hause gebracht hatte, zur Unglücksstüttc eilte. Vei Anlunst des genannten Arzicü war bereits Füist Gagaim Vater aufgefunden und ans Land gebracht woroen. Es wurden nun in Gegenwalt des Vczirkövorsichcrs und viller Anderer von Dr. Hilschseld sowohl wie von dem Wundarzt Schei-ring alle möglichen Wiedcrdclcdungs-Versuche gemacht, die aber leider crfolgslos blieben. Der junge Filrst war um diese Zeit noch nicht aufgefunden, selbst dis 12 Uhr Nachts noch nicht, obschon Viele mit Aufsuchung desselben lxauf-Uagt waren. Se. Majestät der Kaiser und die Kai-serin, sowie der Grohherzog von Tos can a zeigten die höchste Thnluahmc an dcm Unglüclösalle und zogen über den Zustand der armen Fürstin Erkundigungen ein. Vis um dttse Stunde (12 Uhr Nacht?) hatte man es noch nicht gewagt, der schwachen, nervösen Frau die ganze Trauerbot,-sehest in ihrer schrecklichen Wahrheit mitzutheilen, und lebt ticsclbe in dem Wahne, daß sich Gatte und Sohn, w^nn auch schwer verletzt, toch noch am L^ben befänden und noch Hoffnung sei, sie am Leben zu erhalten. Da man Überhaupt sür den Zustand der Fürstin mit Necht die ichlimm-sten Vcsüichlungen hegte, so fand sich Dr. Hirschfeld aber Aufforderung des geretteten Hofmcisteis Herrn Neymann veranlaßt, die Nacht im Nebenzimmer der Fürstin zu durch» wacden. Um 1 Uhr Nachts wurde dic Leiche dcs unglücklichen Fürsten, welche früher in die LeiHenkammer getragen wurde, in das Hotel („Elisabeth") überführt." Nachschrift. Den ertrunkenen Prinzen fand man heute um 4 Uhr Früh am sogenannten N^dtenhacher Rechen auf, Er war nach abgelegter Matunläts-Prüsunss zu seiner Erholung Hieher nach Ischl gekommen. D^r alte Fürst, nach Demidosf villleicht der reichste Cavalier Rußlands, spielte als Adllömarschall von Moslau, dem Sitze dcs Altrussen« churns, eine einflußreiche politifche Nolle. Locales. — (Die zweite Hauptversammlung des const itutio nellen Vereins) heute Abends 7 Uhr im Schießstätllocale dürste wegen dcs interessanten Progamms sehr start besucht werden. Nebenbei oemerlen wir, dah von Seite der Restauration fllr gutes Vier, guten Wein und vorttlsfliche Küche gcsorgt, daher nach der Versammlung noch Gelegenheit zu gesllligem Beisammensein geboten ist. — (St u oeute n v crs a mm lun g.) Das Programm der am 14. August (nicht am 12.) in Laibach tagenden Stu« oentenvctsammlung deflcht aus folgenden Puotttn: n. De» balle über die Nothwendigkeit der Einführung der slovcnischen Sprache als Unterrichtssprache nr Volkö- und Mittelschulen; !). Forderung einer flovenischen Nechtöakadcmie in Laibach' c. Forderung der Comvletnung der südslauischen Unwcl-sität in Agram i <>. Errichtung eines litcrarischen Jugend« vercines ,,8!nv< »>>!<,» omlmlim»." Das Comit^ fordert feine Colleger» zum zahlreichen Erscheinen auf. —> (Auch noch nicht r>agewes e n.) Aiu Dun»cr§lag hielten die hiesigen Wlinwuthe ein Meeting (oder nennen wir es lieber Tab or), in einem Gasthausgarlcn zum Be» Hufe einer Berathung, wie sie sich verhalten sollen gegenüber einem, ihnen vom löblichen Magistrale zugekomnunen schüft« lichen Auftrage, wocin sie unter Androhung von execntivcm Vorgehen aufgefordert werden, einen Nachtrag der Wrw: steuer pro 1807 zu bezahlen. Es ist nämlich vurch ein Ver« sehen — von welcher Seite, ist nicht gesagt — die Wein« vt'rzchrungksteuer bis zum 15. November 1867 mit 2 si. 79 tr. ver Eimer cingehohen woroen, obschon vom 1. Iän-mr 1807 diese Steuer auf A sl. 22 tr. erhöht worden war, und wird daher an die Wiitkc das Ansinnen a/stM, diesen Ausfall durch eine Nachlragszcchlung zu decken. Nun sind aber diese DisferenzbetrLge bei einigen Wirtben keineswegs gering, —. in einem der ersteren Wein-Etablissements bclüust sich die Nachtraa,zabluug gegen 709 sl. — Die Wirthe werden in ihrer Vorslellunst ganz einfach die Erllärung abgeben, daß sie ihren Wein in dem Verhältnisse billiger ausgeschänlt haben, als von ihnen ciu niedrigerer Steucrbetrag gefordert und auch »ingehoben worden ist. Insoweit hat duse Angelegenheil auch keine wcilerc Bedeutung sür die übrige Bevölkerung unserer Metropole. Allein wir düren weiter, dnh ein Weinwirth aus einen ganz absonderlichen Einfall gerathen ist. Da sein Lo« cale meist nur von Stammgästen besucht wird, welche Tag für Tag ihr bestimmtes Mah des vclilvten „Unterlrai« ners" trinken, so hat er eine Liste angefertigt, worin die Namen seiner Stammgäste verzeichnet sind sammt der mög« lichst genauen Angabe des Wcinquantums, welches jeder der Gäste während jenes verhängnihvollen Zeitraumes consumirt !hat. Dieses Verzeichnis; will er nun der Vehörd-- «berge» 1340 ben, damit dieselbe die Nachtragszahlung von seinen Güstn» eintreibe. Wir köimen u>^Z den Schrecken denlen, in welcden die Slammgästc darüber gerathen suro. Die Lache ist aber auch, wenn man sie näher betrachtet, von keiner genngen Tragweite. Das gan;e Institut der Stammgäste, dieses schöne Erbstück aus del guten, allen Zeit, wirb dadurch einen gewaltigen Stoh erleiren und tann aus cinmal in Vrüchc gehen. Denn welcher Wnntrinker wird sich hirfllr der Gefahr und Blamage ausschen wollen, daß vielleicht nach einem Jahre oder noch speller scin Name mit der ganzen Reihe von Sti> deln und haldseioil», die er i» diesem Zeiträume vertilgt bat, der Behörde zur Keunlnißnahme überreicht weiden lünnte. Und gehen wir weiter. Was heute den Vachusbrudcrn geschieht, tan» nicht dasselbe morgen die Ganrdiinusbrüder treffen ^ -^ Darum, in Zukunft um nichts in der Welt nn Stainm^ast mehr sein, schceidl uns „Auch ein gewesener Stammgast." — (La id a chc r M u s i t c a p el l c.) Bi>) zu bezeichnen und die Unternehmung als „Laibachcr Musikgejellschast" (l^»^lj,u^k:> u/l» ^nel!»c>) zu benennen. Das Comit«' hat in Folge Beschlusses der Versammlung von den angetragenen vollkommen brauch-baren Instrumenten des löblichen Artillcsieregirncntes 34 Stück Alas- und Streichinstrumente nebst nothwendigen Mu-silgcräthen und 008 Musitalien sür complete MililäiMusit als auch sür completes Strcich-Oichcster angetaust und mit den Erträgnissen der Subscription bereits bezahlt. Feiner wurde beschlossen, die Stelle des Capcllmcistrrü, der die Lei-lung der Musit, so wie auch den Unterricht aus Vlas- nnd Streichinstrumenten zu besorgen haben wird, im Concurswege (Compctcnz bis 1. Sept. d. I.) auszuschreiben. Da dieses Unlc>nehmen ohne egoistische Zwecle ist und die Laibacher Musikcapclle von alle» Vereinen und Privaten ohne Unterschied der Nationalitäten wird benützt werden lünncn, so gewärtiget das Comit«' welcheö vor allem die Viloung in det Musil, namentlich des hiesigen Geweibeslandcs vor Augen hat, dah die VciNäge aus allen Kreisen der verehrten Bewohner LaibachZ zur Gründung und Erhaltung dieses gemeinnützigen Institutes auch weileis reichlich zufluhcn werden. Aus der Sitzung des Gemcindcratheö vom 7. August. Nachdem der Vorsitzende Herr Bürgermeister Doctors Costa eine Note dlr t. t, Finanzprocuratur, betreffend das Graftn Francisea Stubenberg'sche Legat zweier Häuser in d»r Gradischa-Volstadt zum Besten der Sladtarmen und einen Erlah der t. t. Landesregierung betreffs der, der Stadt-g«meiu:e allein zustehendeu Inilialiue bei Abwendung der Versandung der Gradaschza und Laibach mitgetheilt, welcher letztere Erloh an die Bauscclion geleitet wird, wird ein Gesuch der Sladtpfarrvorstehung von St. Ialob verlesen, worin dieselbe um einen Beitrag zu den Kosten der Wiederaufstel» lung dcr im Jahre 1682 zum Andenken der TlNterriiicge ttlichtelen und im Jahre 1844 wegen BaufüUigleit abgetragenen, nun aber restarniiten Multergoltesstatue und Abordnung zweier GcMeindcrälhe in das diessalls zu bildende Comil« ersucht. Es wird der elfte Theil dieses Gesuches an die Finanzscclion verwiesen und als Comit^mitglieder die Herren Sledry und Bürger gewählt. GN. Teschmann stellt einen Dlinglichteitsantrag auf Niedersetzung einer Commission zur Prüfung und Revision des Gemeindcstatutes mit Nücisicht aus die neurn Staats» ftrundglsctzc und weil die Autonomie der Gemeinde, sowie die Stellung des Gemeinderathes dem Bürgermeister gegen« Über nicht hinlänglich gewahrt sei, überdies auch durch die Staatsgiundgcsetze bedeutende Mooisicaliorieu im Wahlrecht eingetreten seien. Der Antrag wird angenommen und in das Comit^ gtwHhlt die HH. Dr. Achatschilsch, Seunig, D^schmann, Dr. Pfesserer, Dr. Suppan, Dr. Kaltencgger, Dr. Schuppt, Dr. Orrl, Malilsch. GR. Dr. Achatschitsch stellt den Antrag, die Ge-meinderathösitzung rcgelmähig am ersten Donnerstag jeden Monats abzuhalten, was angenommen wird. GR. Deschmann referitt Namens der Finanzsection l> in Betreff der Regelung der Gelo^cbarung des Armen-iust it utes. Die Allneninst,tutücommisjic>n hatie beantragt, der Gemeinbelalh möge die vorhandenen Deficits aus die Stadtcasse übernehmen und zur Herstellung des Gleichgewichtes für die Zutunsl eine '^"^ Erbschaftssteuer, wie sie z. B. in Graz seit dem Jahre 1810 besteht, zur Einführung beantragen. Die Finanzs,ction stellt jedoch nachstehende Antrüge: 1. Die '/.//a Erbfteuer abznlehueu: 2. zunächst durch Vcräuherung der Pauschet'schen Obligationen und aller zur Verlheilung an die Armen bestimmten Legale Gelo zu beschaffen und nur den dann noch un-bedectt bleibenden Rest aus der Stadtcasse zu decken; o. eine ordentliche: Armenbcschreibung und Evioenz-hallung zu bewirken; 4. jährlich einen Aufruf an die öffentliche Wohlthätigkeit mit Bekanntgabe oeö IahreZerfordcrnisses zu erlassen und die persönliche Intervention der Gcmeindelülhe zur Elzielung genügender Subscriptioncn wo möglich in Anspruch zu nehmen i 5. jäh'.lich sei cin Armenprälinlinare als Subpiei-liminare des Stadtbudgels dem Gemeinderathe vorzulegen '. 0. es seien einstweilen bis zur Regelung des Armen-Wesens keine neuen Pfründen zu verleihen, und die bestehen-den 400 auf ^50 herabzumindern: 7. es habe die Geldbelheilung, wenn lhunlich, wenig-sten» im Sommer zu unterbleiben ; 8. bei Verleihung von Waisenstipendien sei auf Ar-menpfründner Rücksicht zu nehmen; 9. den Armenfond von dem Bezüge des Vettrlvoglcs jährlicher 240 fl. zu entlasten. Hierüber wird die Generaldebatte eröffnet. (Schluß folgt) Eiligesc-udet. — (Eine Probefahrt mit K n a ll es f e c t.) Mittwoch Abends gegen 0 Uhr waren die Spaziergänger iu der Laltermannsallcc nicht wenig erstaunt, als beim Her-anbrausen einer Locomotive plötzlich ein Schuk ficl und erstere stehen blieb. Kaum hatte sie sich wieder iu Bewegung gesetzt, so siel abermals ein Schuft u. s. w. AIs man sich um den Grund dieser Erscheinung erkundigte, erfuhr man, es we»de mit neue» Zugführern eine Ucbungsfahrt unternommen. Die Sache wace an und füc sich nicht be-benllich, aber der Umstand, daß die aus die Schienen gelegten Patronen beim Ezplodircn sehr weit spritzen und da« her in der sehr belebten Passage jemanden verletzen könnten, lüht wenigstens den Ott für dergleichen Uebungssahrten unpassend erscheinen. Könnten dieselben nicht eben so gut auf der menschenleeren Strecke gegen Salloch vorgenommen werden? Neueste W. Wien, 6. August. (Tr. Ztg.) In der Ncdc beim heutigen Schützcndaükcttc lictonte Freiherr o. Beust die Nothwendigkeit dcr Erhaltung des Friedens und einer versöhnlichen PoUtit. Oesterreich mische sich nicht iu die Angelegenheiten Deutschlands und kenne keine Politik dcr Rache. Dic „Wicncr Mcndftost" versichert auf das Nachdrücklichste, daß die Darstellung dcr „Cor-rcspondcmec Nordest" nbcr AnnähcrnngSbchrcbuugcu zwischen den Caliineltcn Wien und Berlin eine reine Erfindung sei< Telegraphische Wechselcouvse oonr 7, August, bperc. Mclalliqnes 58,40. — s>per,c. MclülUqneS mit Mai- nnd Nooember-Zilisen 5)8,5u — iipttc.Naliuiral Äulehen t>2,ü>)... l8ö0n Ktaatsaillchei! 34. — «cmlactien 72l). — CrcoUaMm 211.10, — London 113,«0. — Sildcr 111 rguna.öhcttisc Nr. 4, an Erttlräflmrg. Den 5), August. Matthäus Vodoprvcc. Knecht, all 2(> Jahre, im Cwilsftital an dcr Liingcntnbercnlose. Den K, August. Dem Thomas Vosic, Ocbstlcr, sein Kind Fran;, alt Z Jahre, in dcr Gradischcworstabt Nr. 15, an der Oehirnlähmnnn., — Gregor Osrcdkar, Inwohner, alt 49 Jahre, iu der Pollniauorsladt Nv. 5<<, am Nerucnschlas,c. Anmerkung. Im Monate Inli 1«<^ sind 71 Personen gestorben, nnlcr diesen waren 3tt inäirnlichcn nnd 33 nicidlicheu Geschlechteö. Wnstekommene Kremde. Am 0. August. Ttadt ^icn. Die Herreu: Graf Grandi, Graf Zishmamr, Tcrwlascheg. Knn;; Fcllcl und Verdcrver, Kanflt., von Trieft - Hermann, Kaiifm., uc>n Niiinclicn, — Freistcrdt, Kansm, vl)n Wien — Cermak. iüurfru., uon Illyr.-Fcistriz. Elefant. Die Hcrrcu: Häffncr. itanfrn., uon Druden, — Pelrrin n,rd Pclrtan, vun Finm,,'. — Prber, Atagisu Udrne, -^ Klcmba^, uun Agrai» -^ Klrinbn^, Fleischer, uon Sagor. ill Qütwll). "«Ü. Ms,, "325 22 —12,a windstill dichter Nebel "" 7, 2 „ N.' 325,l? -s-20.l wrndMll halbheiter 0.„o l0., Vb. 82!^.?i! -j-14l windstill l sternenhell llnlertags erfolgte langsam die Aufbeiternua, cruö N. Ruhige i,'nft. Die normale Wärme hat sich wieder eingestellt. Verantwortlicher Rcdactenr: Ignaz v. K l e i n m a U r. ConMltillNtllclVmin infaibach Der Ansschuß beehrt sich hicmit, die Herreu Vereins Mitglieder zur zweiten Versammlung, welche heute Samötag, den >i. d., 7 Uhr Abends, in den oberen Localitäten der Schi erstatte stattfindet, höflichst einznladen. 1. Mittheilung des öinlaufcs. 2. Vorlage der Gcschäftsorduuug für die Vereins-verscnuinlnngcn und den Ausschuß. 3. Bericht des Ausschusses über cin in Laibach z" gründendes politisches Tagblutt. 4. Bcsftrechnug über die vom h. Landesausschusst beantragten Aenderungen dcr Landtagswahlordnung dcs Herzoglhums Kraiu. 5). Antrag eines Vercinsmitgliedes anf Herausgabe ciucr slovcnischcn Flugschrift durch dcu Vcreiu, ^ Äuftlärung des Volkes über die Bcdcutuug der confc!" fioncllcn Gesetze. 6. Antrag eines Vcrcinsmitglicdcs auf Verfassu>'l! einer Petition au das Ministerium wegen Vermehrung dcr Utttcrrichtsgcgcnständc in den Vottöschnlcu. Morgen Sonntag den 9. August findet im , 8ckM'izerlMje zu TüM eine grosse Soiree der löbl. k. t. Musikkapelle des 79. Ins' Ateg. Graf Hnyn statt. Anfauss 5 Uhr. Eintritt RO ^ Um zahlreichen Besuch bittet J. Oswald* Mchnverichl ______________^ ------------7-^------.. ..,..,. ,.,„,....7>„m.« nnd ^,e ader schloss^.', schwächcr. Deuisen und Balnleu blieben zie.nl'ch nnvel ^«.cn «j^M. Vloö ziu«trngcndc Slaatöfonds rvarcn icsler, Indn Geld flüssig. Geschäft beschränkt^ «effentliche Achuld. ^. des SlacücS (sin 100 fl,) Geld Waare In ü. W. zu 5M. für 100 ft. 55.80 l>5 90 oclto v. 1,1M0 .... 59.d0 59.45 detto rückzahlbar (z) . . . 93.75 94.— Silber-Anlehcn uon 18^4 . . 69.-- 70.— Silberanl.18<;5 (ssrcö.) rücl,ahll,. in37I. ;n 5p(5t. <ür100st, 72.— 73.— Nar.-Anl. mit Iäu,-Coup. zu 5"/„ U2,i>0 ('3,10 Metalliqncs . . . , « b „ 58.60 58.80 detto mit Mai-<5onp, „ 5 „ 58.80 59.90 detto .......4z„ 5220 5250 Mit Verlos, v. 1.1839 . . . 169 — 169.50 „ „ „ 1854 ... 78.25 78.50 „ „ „ I860 zu 500 s!. 84.70 84.90 „ „ „ „ I860 „100,, 93 50 94.-- „ „ ,. „ 1864 „100,. 95.40 95,«0 Como-Uenlenfch, zu 48 l.. »u»l. 28,— 24.— Domaincn üprrc in Silber 106.— 106.25 b. der Kronlander (für 100 ft.) Gr.-Ents.-Obtig. Niedcrüstcneich . zu 5"/, 86.— 66,25 Oberösterreich . , /, 5 „ 88.— 89.— Salzburg .... ,, 5 „ 87.-- 88.— Geld Waare j <«„, ,„ ^«/ 92.— 92.50 Böhmen .... ZU 5/., ^ Schlesien .... ,. b„ d8.^0 8^0, Stcrermart ... ,. 5 « d?-- »».-- Ungarn.....,. 5 „ ^.5 /7.- Temeser-Banal . . „ 5 „ /3,^0 74.- Hrnaticn und Slavonren „ 5 „ ?>>.- ^-— Galincu .... «5 " ^'"U d/. RcänbUraen.....5 „ 70.75 71.25 Butouina .... « 5 „ 6k,ii0 07.- Una. m. d. V.-C. 1867 „ 5 „ 73.25 ?3.?l) Tcm.B.m.o.V.-C.1867„ 5 „ 72.25 72.75 Actien (Pr. Stils), ^Illltionalbanl...... 731.— 733 — Kaiser Ferdinandß-Nordbahn zü 1000 fl. vatnotirung: 86.50 Gcld, ^"^