„/relhelt, str Alle " Str. Krettag, tS. MSez I««8. Jahrgang ttscheiiii jedk» so,iuw,,> Millwoch «»» Krcili>^> Preise — slir Mmblirg: alUizjähriz «sl., lialbjshri» »fl.. «lert«IiSliri>> I«. 50 kr' iiir?ullillu«i> »i»<>ai,« «°n«N,ch 10 tr> - m, P°ftv-,>indu»g^ »»nzjähri« S »..».jiihriq 4 fl., vürteliShri, S fl. Die ei» «al gespalleiie «armoiid,eile wird bei einmaliger »iüschalliiiig ______beijweimaliger mi! ls, bn »re»»»>lger »iil Zu >r> derechiie«, woj»^i>r jedesmalige Itiiischaltiin, ZV lr. Z»seraIe».Slemp«lge>>«l,r «omme». Zur ijj,'schichte TnUS. Ans Rom wird berichtet, der Piepst habe dcis ihm vom Primas von Ung.irn und anderen untinnschen Prälaten l^emachle Anerbieten, drei Schwadron, n Husaren für die päpstliche Armce auf ilire Kosten auszu-rüsten, angenommen. ')I»ch werde Zuzuz; von FreiwiUit^en erwartet, die tln besonderes Ko''ps bilden sollen. Kardinal Morochini. der in Rom einstetroffen, soll von srinen freisinnigen Mitbrüdern im Heiligen Kollegium ersucht worden scin. beim Papste die Verbrsserung deS Verhältnisses zu Atalien. sowie Reformen in Rom zu befürworten. Die B e r l) a n dl« n g e n jlvischen Preußen und Däne» marf sollen durch die Forderung Bismarcks, daß Preußen die Insel Äwrnholm in d?r Ostsee abgetreten werde, eine selir ungünstige Wendung g nonimen haben. Der Berichtlrstatter des „Genfer Journal" will in die-ser unannehmbaren Forderung Bismarcks den Beweis dafür sehen, daß Preuße« in Voraussicht eims Krieges mit Frankreich, in welchem ^äne-Mt^rk des letzteren Alliirter wäre, die Berhandtnngkn nicht zum Abschlüsse gebracht wissen will. Persien l>at kriegerische Maßregeln gt»^en dic Türkei getroffen. Die Schuld an dieser Kriegsgefahr trägt die schlechte R'gierung der Pforte, ^amik Pascha, Oeneralgouvernrur von Bagdad, licß einige Kolonien Perser i» Bafforer Kreise entvölkern und deren Güter einziehen — ließ einige Grenzstädte aus dem persischen Gebiete von seinen Baschi . Bozuks aus« pliiudern und theilweise vernichten. Ein höherer türkischer Offizier mar. schirte durch das PerAsche Gebiet mit einer Kolonne Infanterie und einer Cchlvadron Kavallerie, ohne die Erlaul»niß der Trheraner Regierung nach« gesucht zu haben. Diese groben Bcrlepnngen des Völkerrechtes haben den persischen Minister des Aeußern veranlaßt. Klage in Konstantinopel zu führen und Entschädigung oder Genngthuung zu verlangkn. Die Pforte Aus meinem Aienengarteii. vm M-ritz »Iiß. (Schluß.) Haben die Bienen ihr Haus sammt den vielen Wachszellen sorg-sältig gesäubert, so g,hen sie aus Nahrung aus. die sie im ersten Früh« jähr schon aus den Käßchenblüthrn der Haselnuß, der früheren Weide, der Erle und anderer Kupuliferln finden. Wenn um diese Zeit die Nah-rungsquellen in der Natnr aber nur spärlich fließen, so geschieht eS nicht selten, daß die B enc. durch ihren mächtigen Trieb zum Einsammeln von Borräthen verleittt. ein Auge aus die Schütze ihrer Nachharsleute wirst, die sie durch ihren scharfen Geruch bald ausgespürt hat. Sie stiegt kcck vor die nachbarliche Thür, jncht sogleich einzut^ringen, wird aber meist mit blutigem Kopfe zurückgetviesen. denn j-der gesunde und starke Biene«' stock stellt Wachen an iiem Fingloche aus. die alle ihre Angehörigen durch den zartkii Geruch eikennkn. und jeden andringenden Fremdling abweis,n. auch schnell ihre Signale geben, um nöthigenfalls Hülfstruppen IN Maf^se heranznziehrn. Die tvnthenk'en Thierchen fallen über den frechen Angreifer her. beißen und stechen ihn. so daß er fliehen muß oder todt aus dem Pllttze bleibt. Ein gleiches Geschick trifft auch die Hornissen. Wespen und Hummeln. die flch durch den Honiggeruch verleiten lassen, in die Bienen-Wohnung einzudringen. Gar häufig kann man di^se Thiere, in einen Knäuel verbissener Bienen eingehüllt, vor dem Bienenstande niederfallen sehen, todt liegen bleibend oder die Flucht ergreifend. Ist ein Bienen-stock aber so schwiZch. um keine oder zu wenig Wachtposten ausstelle,» .zu köunen, so gelingt es tvohl der naschhasten Biene, in die fremde Borraths-kammer einzudringen. Sie trägt dann eiligst das gestohlene Gut in ihren Stock zurück und meldet ihren Genossinnen die Gelegenheit zum Reichwerden ohne Mühe. Mit Berslärknng geht sie nun von Neuem atlf Freibeuterei aus. die etwa noch tvachsamen und sich vertheidigenden Gegner werden überivältigt und der Raubzug wird organinrt. Bemerkt der Bienenwirth diesen Unfug noch zur rechten Zeit, so kann er durch Wegstellen oder Verschließen des beraubten Stockes dem noch Einhalt tl)un. Außerdem tvird dieser bald ein Opfer der Raubbienen, die nun die Borräthe vollständig plündern, tvährend die überivundenen Feinde f1ch auflösen, wohl gar mit in das feindliche Lager übergehen und sich zuletzt verfliegen. Diese garstige Erscheinung der Räuberei kommt im Bienen- ließ diesen Schritt ohne jede Berücksichtigung, weil Namik — ein Gunst-ling des Sultans ist und durch reiche Geschenke mächtige Freunde im Harem zu eriverben verstanden. Selbst dem Sultan sandte er unlängst ein Geschenk von 20V.000 Dukaten. Um seine Geneigtheit zu Namit zu zeiget!, ernannte Abdul Aziz denselben zum Kriegsminister. woraus wohl ziemlich klar hervorgeht, daß ein friedlicher Ausgleich der Frage trotz der thätigen Vermittlung der Westmächte kaum mehr möglich ist. A«r Ma«tha«gelegO«h«tt. zb, Nachdem der zur Erhebung der Mauthbeschwerden von Seite des Finanzministeriums abgeordnete Ministerialrath von Deßary durch nahezu eine Woche hier gewesen, hat derselbe gestern tvieder die Rückreise nach Wien angetreten, und wir hoffen, daß daS sorgsältig gesammelte Material nicht im Widerspruche stehen tvird mit den Anführungen der Bcschiverdeschrift. War der Utnstand schon erfrenlich. daß dem Gesuch. Lokalerhebungen zu veranlassen, von Seite des Finanzministeriums so schnell entsprochen wurde, so hat gewiß auch daS Vorgehen des Herrn Ministerialrathes nicht nur bei den Vertrauensmännern, sondern auch bei allen Uebrigen. »velche mit ihm verkehrten, im hohen Grade befriedigt und Vertrauen in die Unparteilichkeit des Vorganges ertveckt. Dem Vernehmen nach bleiben jene Urtheile gegen Parteien, welche noch Nicht vollzogen, d. h. von welchen die Strafbeträgc noch nicht einge-hoben sind, bis zur Herablangung einer Ministerialentscheidung unans» geführt — eine vorläufige Maßregel, tvelche gewiß nicht verfehlen tvird, anf d^e Betlieiligten einen günstigen Eindruck zu machen. Hier drängt sich aber dem unbefangenen Beobachter eine sonderbare Frage auf. Da mehrfach, sowohl durch die Lokalbehörde, als auch durch ^ben meist nur im ersten Frühjahr und im Herbste bei mangelnder Tracht vor. denn wenn es in Gärten. Wiesen und Feldern gute Aus-beute gibt, so fallen die Bienen gar nicht auf solche verbrecherische Gedanken. A^it Eintritt der Stachelbeerblüthe etwa ist die Zeit gekommen, wo der Bienenwirth die Stöcke zu untersuchen und zu verschneiden hat; dann gibt eS wohl eine Honigscminel. wenn nicht schon alter Sitte gemäß am grünen Donnerstage der Honigschnitt gemacht worden tvar. Die Bienen arbeiten um so emsiger und fröhlicher, wenn man ihnen die alten und ivälsrend des Winters vielleicht angefcl^immelten Wachsscheiben tvegnimmt. Geht nun die Baumblüthe aus. so gibt es Arbeit in Hülle und Fülle. Die reichliche Tracht und das Wohlbefinden überhaupt verrathen die Bienen dadurch, daß immer mehrere am Flugloche Posto fassen, den Hinterleib itt die Höhe recken und dazu ein schtvirrendes Geräusch mit schnelletn Flügelschlage verursachen. Diese Trommler scheinen ihre Genoffen zu reger Arbeit anzuspornen. Je milder die Lust wird und die Vegetation vorschreitet, desto mehr eriveitert der Bienenstaat seine Thatigkeit nach außen und innen. Ein sortivährende^ Gehen und Kommen ist dann am Flugloche tvahrzunehmeu. Mit einem offenbar slöizlichen Summen Niegen die fleißigen Arbeiter aus. um mit aller Freudigkeit und Virtuosität in der üppigen Flora der Wiesen. Felder und sonnigen Gärten zu handthieren. mit ihren diiten Staubhöschen von Blume zu Blume zu eilen und den Balsam aus tau-send vollen. it)inkenden Kelchen zu saugen. Die meiste» Bienen kehren von der Rapsblüthe mit schwefelgelben Höschen zurück; doch zeigt sich außerdem ein buntes Gemisch von hochrothen. weißen, hochgelbeu oder d^tnkleren Staubballen. Der Kundige sieht gleich auS der Farbe der Stuubhöschen. von welchen Pflanzen otier Bäumen die Bienen gerade eintragen. Von der Linde höseln die Bienen tveiß. von der Kornblume und voln Frll>mohn schwarz, von der Roßkaftanie karmoisienroth. vom Apfelbaum wachSgelb. vom Lötvenzahn safrangelb, von der Akazie schmutzig-iveiß. vom Ielängerjelieber hochroth u. s. w. Viele der Bienen kommen ohne Höschen zürück; aber au ihrem schwereii Fluge merkt man ihnen an. daß sie voll des süßen Nektars sind. Oft haben sie sich überladen, daß sie Völlig ermattet zu Hause ankommen und nicht einmal ihr Stand-quartier erreichen, sondern daneben niedersinken. In Masse siebt man dann diese Schwerbeladenen am Boden vor dem Vienenhause sitzen und hastig athmend sich ausruhen, um endlich mit frischen Kräften ihrem Ziele zuzueilen. Jetzt vermehrt sich die Bienenkolonie durch das Atisschlüpsen des Mmifterialentsthtidungfn die unberechtigte Tinhebung von MauthbetrSgen anerkannt wurde und nnch dem Geseke der Pächter den zwanzigfachen Betrag als Strafe an den Lokalarmen fand zu entrichten hätte, so möchten wir doch wiffen. ob diese Maßregel auch eben jo sicher durchgeführt wor-den. als die Bestrafung dzu beitragen kann, die Selbstverivaltung zur W^rheit zu machen." Herr von Earneri bleibt mit diesem Antrage IN der Minderheit und es wird jener deS Bezirksausschusses angenommen vttt dem Zusadantrage deS Herrn Brandstätter: „Den BezirkSvertrttungen wolle der vollkommene Wirkungskreis der heutigen Behörden eingeräumt werden und sollen diese nur als AussichtSorgane der Statthalterei fortbestehen." — Dem Antrage des Bezirksausschusses auf Genehmigung des TariscS. tvelchen derstlbe sür den BezirkS-Thierarzt enttvorfen. lvird ohtle Verhandlung beigestimmt, nachdem der Berichterstatter. Herr Bürgermeister Bancalari. denselben empfohlen und zur Begründung hervorgehoben, daß die Gebühren sehr niedrig gestellt worden uud nur ein Drittel jener betragen, tvelche in Deuts bland, z. B. in Würtemberg und Baden gezahlt werden. — Die Versammlung beschlicht die provisorische Anstel-lung eines Kanzleibeamten mit einem Gehalte von 300 fl. und dem Rechte gegenseitiger vierteljähriger Anfkündung. Pensionirte Staatsbeamte sollen den Vorzug haben und wurde der Gehalt nicht höher festgesetzt. weil der Bezirksausschuß hofft, es werden solche Beamte sich um l^ie Stelle betverben. — DaS jcditie Lokal der Bezirksvertretung soll ausgelassen werden, sobald sich eine Gklegenheit darbietet, ein anderes zu finde«, welches geeignet ist und tin»n geringeren MiethzinS erfordert. — Herr Baron Rast und Genossen, die Herren: Pcrko, Badl, Nudl und Brandstätter beantragen die Ablösung der „Kollekturen" und die Ber-^mmlnng beschließt nach dem Borschlage des Bezirksausschusses: ..Die Erwirkung eines Gesetzes auf Ablösung der auf dem Lande unter dem Ramrn „Kollekturen" noch bestehenden Ratnralgiebigkeiten an Pfarrer und SchuUehrer beim Landtag auf Grundlage der Staatsgrnndgeselje vom 21. Dezember 1867 zu beantragen und sollen die Ablösungen nach Maßgabe der für die Grundentlastungskommission bestehenden Vorschriften. l^S: Gesetz vom 7. September 1848. Patent vom 4. März 1849. Ministerialverordnung vom 15. September 184S und Instruktion vom 26. März 1850. oder nach Maßgabe der Einkommensfassionen der Be-zugsberechtigteu erfolgen." — Die Gem. Frauheim ersuchte im Juli v. 3. um die Bewilligung zum Verkanfe eines Grundtheiles ; daS Gesuch nnd die Bei-lagen: zwei Auszüge aus dem Protokoll deS Gemeindeausschusses und die Vertragsurkunde — waren in deutscher Sprache verfaßt. Die Be-zirksverlretung erthcilte die Bewilligung am 3. September unter der Bedingung, daß die Beistimmnng der Wahlberechtigten nachträglich über-sandt werde. Die verlangte Urkunde ist vom 17. September und in slovenischer Sprache geschrieben. Die endgiltige Erlanbniß zum Verkauf tvurde von der Bezirksvertretung am 10. Dezember gegeben und vom Bezirksausschuß .M 26. Dezember der Gemeinde mitgetheilt. In einem Gesuche vom 4. 3änner fordert nun Frauheim die Ausfertigung deS Beschlusses auch in slovenischer Sprache und begehrt, der Bezirksausschuß habe den schriftlichen Verkehr mit der Gemeinde in beiden Sprachen zu führen. Nach dem Antrage des Bezirksausschusses erklärt die Ler-^mmlung: „Da zur Führung der Korrespondenz in slovenischer Sprache die Aufnahme eines beeideten Dolmetsches nöthig wäre, um authentische Uebersetzungen zu erhalten. eS aber nicht angemessen erscheint, sür eine Gemeinde allein den Bezirk mit diesen nicht unbedeutenden Koftetl zu belasten — da eine Prüfung der von der Gemeinde Frauheim anher-gelangten Schriftstücke zeigt, daß die in deutscher Sprache verfaßten vollkommen korrekt und verständlich sind, während die in slovenischer Sprache verfaßten eine große Unkenntniß dieser Sprache verrathen und zum Beispiel daS Protokoll vom 17. September auf einer Seite allein vierzehn ortho-l^aph'sche und Sprachfehler zeigt, fo ist der Bewei« hergestellt, daß die Gemeinde Flanheim sich richtiger in deutscher, als in slovenischeii Sprache auszudrücken versteht, daher der Bezirksausschuß auch serner ausschließlich in deutscher Sprache mit der Gemeinde verkehren tvird." — Der Bezirksausschuß wird beauftragt, „der Gemeinde Frauheim ihre ver-letztnde und ungez emende Sprache in ihrer Eingabe vom 4. Jänner ernstlich zu verweisen und dieselbe über ihre weitere Eingabe dahin zu verbescheiden. daß die amtliche Korrespondenz deS Bezirksausschusses mit den Gemeinden dcS Bezirkes nur iu deutscher Sprache zu erfolgen hat." — Aus den Verhandlungen über die Erwirkung eines Miethzinses für Be-nützung des s. g. KktiSamtgebäudeS und KreiSamtgartens erfahren wir. daß die Statthalterei grundsätzlich für die Entrichtung eines MiethzinfeS sich ausgesprochen, daß jedoch auf die Forderuug von 1300 fl.. welche der frühere Bevotlmächtigte der Gemeinden gestellt, von der öandesbehörde noch keine Zusage ertheilt worden. D-n Beschluß der Bezirksvertretung in dieser Frage und die übrigen Beschlüsse, die ohne weitere Verhandlung gefaßt worden, findet der Lefer in lier heutigen B«kanntmachuaa des Bezirksausschusses. " (Schaubühne.) Die Vorstellungen zum Bortheile des Herrn A. Staubcr «varen sehr zahlreich besucht und spielte der Künstler den .gebildeten Hausknecht" mit bestem Erfolg. „Die Müllerin von Marly" komische Operelte in zwei Akten von Karl Hoffmanu. zeichnet sich durch Text und Tondichtung aus. Im lieuxigen Winter hat noch keine Operette !o vollkommen befriedtgt. wie diese: mit grobem Fleive einstudirt, wurde sie in einem trefflichen Zusammenspiele ausgeführt. Herr Suvar zeichnete den „Marquis von Gaillardiere" mit guter Wirkung ; auch der ae« sangliche Theil seiner Rolle gefiel. Frau von Bertalan halte als „Mar-quise" weniger zu singen als zu sprechen, war jedoch wie immer mit voller Kraft an ihrer Ltelle. Der Naturbursche „Jcan" muß zu den liesten Leistungen deS Herin Urban gerechnet tuerden. Die dankbarste Rolle »var aber unstreitig „Denise" (Fräulein Zoder). Die gute Schule der Sängerin, die Reinheit und Höhe il,rer Stimme, die warme Innigkeit des Vortrages fanden gebührende Anerkennung. Auch das «Zpirl des Frl. Zoder müssen wir loben: eS war lebhaft, dem Geiste der Rolle entsprechend. — Wie wir vernehmen, soll die erste Wiederholung dieser Operett. zum Bortheile des Herrn Lechner stattfinden. — Morgen werden zum Vorthrile der Frau Suvar gegeben: ..Aus dem Lande" Operette ..Heirat wider Willen". Lustspiel — „Haiman Lewy auf der Alm", komische Szene mit Gesang und Tanz —„Der Herr Professor", Schwank (Der politisch.vol kswirthschaftliche Berein) «vird sich l)eute Freitag Abends um 7 Uhr im Saale des Herrn Kaitin versammeln. Gegenstand der Verhandlung ist ein Gesuch an daS Handels-minist,rinm und an den Reichsrath, betreffend die Errichtung einer Handels- und Geiverbekammer in Marburg. Letzte Post. « des Steuerwesens in der W-stl^älft- de» soll im Ktnverftändniß mit Ungarn vorgenommen werden. Der Handelsvertrag »wischen «esterreich und dem Zollverein wird am I. Juli 1868 in Kraft treten. In Algerien dauert die Hnngersnoth fort. Gingefandt. Im Interesse getreuer Darstellung ist eS zu wünschen, das; der Schauspieler, wie z. B. vorgestern Herr llrba n in der Operette: ..Die Müllerin von Marly". nie in die Lage gebracht werde. Knalleffekte k n n sllich erzeugen zu müssen. Die liibliche Direktion deS Thealers könnte wohl bei solchen Gelegenheiten reinen Wein einschenken lassen. Mehrere Theaterbesucher. »ä Z. 15t. Kundmachung. (157 In der fünften Sitzung der hiesigen Bezirksvertretung vom 10. l. M. wurden folgende Beschlüffe gefaßt. 1. Zum Obmann Stellvertreter der BezirkSvertretung wurde Herr Bezirksausschuß Josef Bancalari gewählt. 2. Rechnung und RrchenschaftSbericht für die Zeit vom 10. Mai bis Ende 1867 werden einem Comits von drei Mitgliedern zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. In dieses Comits wurden gewühlt die Herren: Johann Delago, Friedrich Brandftätter und Ferdinand Br. Rast 3. Die Instruktion für den Bezirksausschuß wird genehmigt. 4. Die Anfrage des h. Landesausschusses, ob und welche bis nun von der Regierung besorgte Geschäfte die Bezirksvertretung bei der bevor, stehenden politischen und Justizorganisation zu übernehmen wünscht, ist nach dem Antrage des Bezirksausschusses, daß Notariat, Einhebung und Abfuhr der direkten Steuern, Verwahrung und Verwaltung des Waisen-. Kuratels- und Depositenvermögens, dann Grundbuch und Kataster großen, lebensfähigen Gemeinden zu überweisen seien und mit dem Zusätze »u beantworten, daß den Bezirksvertretungen der vollkommene Wirkungskreis der heutigen politischen Behörden eingeräumt werde und diese nur als AuffichtSorgane der Statthalterei fortzubestehen hätten. 5. Der Tarif für den Bemksthierarzt wird genehmigt. 6. Ein Beamter mit dem Zahresgehalte von 300 fl. und bei gegen feitiger '/»jähriger Aufkündung wird provisorisch angcstellt. 7. Aus den vom k. k. Bnirksamte Marburg übernommenen Bezirks kosten Rechnungen werden 69 Ausgabsposten mit einem Gesammtbetraae von 23677 fl. 54 kr. im Prinzipe beanständet, hievon jedoch 11851 fl. 92 kr. zur definitiven Verausgabung genehmigt und bezüglich 44 AuS gabSposten im Gesammtbetraae von 11825 fl. 62 kr. beschlossen, diesel ben dem k. k. Bezirksamte Marburg in Form von Rechnungsmänge! mitzutheilen und dasselbe um Hereinbringung und Abfuhr der beanstän deten Beträge zu ersuchen. 8. DerMiethvertrag über das derzeitige Bezirksvertretungslokale ist zu kündigen, wenn stch die Ausnahme eines anderen geeigneten und billi geren Lokales darbietet. 9. Dem h. steiermärkischen Landtage ist der Antrag auf Erwirkung eines Gesetzes auf Ablösung der unter dem Namen „Kollekturen" noch bestehenden Raturalgiebigkeiten an Pfarrer und Schullehrer zu stellcu. 10. Der Gemeinde Frauheim ist zu bedeuten, daß die Amtskorre spondenz dts BttirksausschusseS nur in deutscher Sprache geführt wird. Verein „FortschM" Heute Abends 7 Uhr findet eine Lereinsversa««l«»g im Karti n'schen Lokale statt. Gegenstände: 1. Entgegennahme deS Ent-Wurfes einer Geschäftsordnung 2. Antrag: um Errichtung einer Handels-und Gewcrbekammer in Marburg zu Petitioniren. Marburg. 13. März 1868. Die Beret»sleit«»ß. OttsInV-AvsttturtttlQ«. Heute Freitag den 13. März 1868: Voilvsrt-Sotro« von dtt drs 7. Kaiftr-Züßtr-KatMo«. Anfang 7 Uhr. — Entree ftei. (1K8 8. VvIItmsil»'« pllvtoMAplusellvf in Nkarkurg (Aichts Zarten) ist v»« «UN an geiffntt und iI find»» di« Anfnahmn »»«ntertttche» v«« S Uhr Früh bi« 6 Uhr Abend« statt. (SS volä- Allwnnutr» »ttov amtliok koutrolürt uaä puvÄrt» »inä iv xrömsr »w Sei Hvrrollgassv, kaz^er'godes kaus, in U»rdlUU. ö loo. K. ?. Warasdwer Gt. Geprger Sr»«z»?keß. Nr. 6. Verlautbarung. ES wird hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß am Hl. VRArz l.I. 10 Uhr Vormittag» unter dem Borfiße der löblichen Brigade eine Offertverhandlimg Gebrauch de» Na. behuf» Sicherstellung von nachbenannten Banmaterialien sowohl zum __________ ^ ^ ^ ^ rl>»dinerkrentzer. al» auch de» obigen Regiment» in der Nrigade-Kanzlei zu B»ll»»ar 11. Der Ärzirttantschüß Md^beanfk^^^ »um Z?«eck° ^ der d.r »..>»..?». ».darf in ..........^ LSoo Stück 2° langen, am schmalen Snde 7« breiten, '/«" dicken weichen Brettern, Lösung der Kreisamtsgebäude- und KreiSamtsgarten Frage mit den übri gen Be«rksvertretungen deS ehemaligen Marburger KreiseS ein gemein-sameS Boraehen zu vereinbaren. 12. Die Herstellung eineS gemauerten Kanals in Laßach mit dem Kostenbetrage von 90 fl. wird genehmigt. 13. Für die Bezirksstraße von der Eisenbahnstation St. Lorenzen bis Maria in der Wüste ist ein Wegmacher mit einem Jahreslohne von 40 fl. öst. W. anzustellen. 14. Weaen Regelung drr Eisenbahntarife ist stch im Petitionsioege an das h. Abgeordnetenhaus zu wenden. 15. Die Gesuche der Gemeinden Lobnid nnd Zmollnig um Geneh-migung einer S0^'/«igen Umlaae auf die direkten Sleuern pro 1868 werden dem Bezirksausschuß überlassen, sobald diese Gemeinden die feh-lenden gesetzlichen Nachweisungen beigebracht baben. Bezirksausschuß Marburg am 11. März 1868. Konrad Seidl, Obmann. Z. 29. Konkurs-Ausschreibung. (156 Die Bezirksvertretung M-'.rburg hat die provisorische Anstellung 1200 1700 200 2200 1000 400 40 - 2° . „ „ „ 10" „ 1« » 2 „ ^ ^ " « 2 " »» » „10 „1 » „ 2° langen, 2'/," breiten, 1'/." dicken weichen Lotten, ^ 2 Klafter 0 Zoll langen. 2'/," breiten, 1'/," dicken lärchenen Latten. „ 2 „ langen, 8" breiten, 8" dicken lärchenen Kenfterstaffeln. „ 7 „ lanqen, am dünnen Ende 8" dicken nnd am starken wenigsten» 16 Zoll dicken Fichten- oder Tannen Rnndstämmen; dann 800 Meßen «ngeli>schten Kalk für Bellovar, 40 ^ „ ,, sür?^aöa. 120 „ „ ^ für St. Georgen, 70 „ „ „ für Potomaca, 2S0 „ „ „ für Wirie, 110 „ „ „für Peteranee. Die Offerte müffen, um berückstchti^ zn werden, den Li»itation»'Vedjnßniff.nst.4. April 1868 Vormittags 9 Uhr zu erscheinen oder ihre Gesuche bis dahin schriftlich zu überreichrn. Widrigens denselben an die Verlaffenschast. ,i»tnn sie durch die Bezahlung der angemeldeten und liquidirten Forderungen erschöpft würde, kein weiterer Anspruch zustünde, als insoferne ihnen ein Pfandrecht gebührt. (I4ü Marburg am 5. März 1868. Dr. Fr. Radey. Nr. 2399. Edikt. (>« Nachdem bei der mit dieSgerichtlichem Bescheid vom 12. Dezember 1867 3. 129ö1 auf den 18. d. M. angeordneten Feilbietung der Maria Polegeg'schen Realität Urb. Nr. 1121 aä Burg Marburg Niemand erschienen ist. wird am I V. März 1868 mit Beibehaltung des Ortes und der Stunde zur zweiten Feilbietung geschritten werden. Jeder Lizitant hat, bevor er ein Anbot macht, ein Vadium von 160V fl. in Banknoten, österreichischen StaatSpapieren nach dem CourS' werthe oder Sparkafsabücheln zu Händen der LizitationS«Kommission zn erlegen; die übrigen LizitationSbedingnisse und daS Schätzungsprotokoll können in der dieSgerichtlichen Registratur eing^esehen werden. K. k. Bezirksgericht Marburg am 22. Februar 1868. Verantwortlicher Redaktenr: Kranz Wie»thaler. S «. Drnck nnd Verlag von Eduard Zanschitz in Marbiirß.'