Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Draoabanat ■ s ■ika 6, tiliit» «r. ZI (ivttrsrk«*) t f *— >**l BtettflUtfr W», HMMW> « Dw, f— f IM Wa. f#* W» s _^ ____i kl fe« Tri~^i—| M Mmftt* !«»»!»■ f j«rhri, 106 Wm. fit ko* —■!«■> r»ts»rrm wollen wir gelrokt und zuversichtlich der Zu-tunft entgegenseden; denn Oesterreich mit einem schlagfertigen „Heimanschuß ist unbesiegbar.- Wie bekannt, bereitet Italien die Bildung einer Fremdenlegion für seine ostafrikanischen Kolonien vor. Nach unserer einschlägigen Meldung („Deutsche Zeitung" vom 19. Mai d. I.) erfolgt die Werbung für diese Legion ausschließlich in Oesterreich, und zwar sind von den Heimwehren in Körnten Büros eingerichtet worden, die Werbungen entgegennehmen. Nun bringt auch der Londoner „Star" einen diesbezüglichen Bericht, wonach „die österreichische Heimwehr sich ihre italienischen Subsidien auf eine Weise zu verdienen scheint, die stark an den Ver kauf von Landeskindern als Soldaten für fremde Mächt« erinnert, den in vergangenen Jahrhunderten gewisse Fürsten unrühmlichen Angedenkens zur Auf-besferung ihrer Finanzen betrieben." (Dem genannten Blatt wird nämlich von einer befreundeten Persön-lichkeit, die kürzlich Kärnten im Kraftwagen bereiste, berichtet, daß die Heimwehren dort kürzlich neue Werbestellen für das italienische Erpeditionsheer in Ostafrika eingerichtet haben). Schlußbemerkung: Daß eine Organisation, die sich mit Namen wie „Heim"wehr und „Heimat"-schütz brüstet, sich dazu hergibt, unter der deutschen olpenländischen Bevölkerung als Werber für eine italienische Fremdenlegion aufzutreten, ist wohl der Gipfel der Schamlosigkeit und wird auch in Eng-land in diesem Sinne empfunden werden. Henleins Wahlsieg Eine Ergänzung Wir haben in unserem gleichnamigen Leitauf-sah vom 28. Mai d. I. mitgeteilt, daß Konrad Henleins Sudetendeuische Heimatpartei tnach der Stimmenzahl die stärkste, an Mandaten jedoch bloß die zweitstärste Partei in bei ganzen Tschechoslowakei ist. Wir sehen uns heute veranlagt, auf diesen Punkt etwas näher einzugehen: Die meisten Stimmen aller Parteien bei der Wahlenticheidung in der Tschechoslowakei am ver-gangenen Sonntag erhielt die Sudetendeutsche Partei Konrad Henleins mit 1,249.497 Stimmen, während die tschechisch« Agrarpartei nur 1,176.517 Stimmen verbuchen konnte. Daß nun trotzdem den Agrariern 45 und Henlein nur 44 Mandate zugesprochen wurden, ist dadurch zu erklären, daß die für die Erlangung eines Mandates notwendigen Wahlzahlen in den tschechischen Wahlkreisen kleiner waren als in den deutschen. So erklärt es sich also, daß die tschechischen Agrarier gegenüber der Henleinpartei, die ein Mehr von 73.000 Stimmen aufweist, einen Vorsprung um c\n Mandat haben. Nationalitätenstaat Tschechoslowakei Der überragende Wahlerfolg Konrad Henleins bei den tschechoslowakischen Parlamentswahlen am Sonntag hat nicht nur dadurch seine Bedeutung, daß das Sudetendeutsche Volk sich nach 15jähriger Zersplitterung zum Gedanken der Volksgemeinschaft bekannt hat. Darüber hinaus (und das ist das international Wichtige» wird der Weltöffentlichkeit mit aller Eindringlichkeit ein deutliches Bild von der Nationalitätenlage der tschechoslowakischen Repu-blik gegeben. Die Wahlentscheidung vom letzten Sonntag gibt Veranlassung, den Blick darauf zu richten, daß von 13,5 Millionen Bewohnern des tschechoslowa-kischen Staates nur rund 7,3 Millionen Tschechen und etwa 2,3 Millionen Slowaken sind. Die rest-liche Bevölkerung verteilt sich auf andere Nationali-täten, unter denen die deutsche mit ihren 3,5 AM Honen die weitaus stärkste ist. Sie ist stärker als das Staatsvolk der Slowaken, während das Staats-voll der Tschechen gerade die Hälfte der Gesamt-devölkerungszahl ausmacht. Auf Grund der letzten Volkszählung hat das Prager Innenministerium ein Verzeichnis der „ge-r i ch t I i ch e n M i n d e r h e i t e n b e z i r k e" der Tschechoslowakei zusammengestellt, d. h. der Gerichts-bezirke des Staates, die eine nickt tschechische oder nicht slowakische „Minderheit" von mindestens 20 v. H. ausweisen. In Böhmen gibt es 99. in Mähren-Schlesien 42 und in der Slowakei 5 Gerichtsbezirke mit einer „deutschen Minderheit". Wir fügen zur Erläuterung jedoch hinzu, daß es sich hierbei vielfach um Bezirke handelt, die tatsächlich eine deutsche Mehrheit haben! denn nach den amt-lichen Prager Feststellungen haben die größte „deutsche Minderheit" Würbenthal (98.84 v. H ), Duppau (98,70 v. H.) und Asch (98,05 v. H). Als Bezirke, welche die kleinsten „deutschen Min-derheiten" aufweisen, werden Neuhaus (20,97 v. H.), Weißkirchen (20,94 v. H.) und Prievidza (20,77 o. H.) genannt. Daraus geht hervor, daß alle Be-zirke mit weniger als 20 v. H. Deutschen oder auch Anderssprachigen hier nicht mit aufgeführt werden. Außerdem gibt es in Mähren« Schlesien 3 Bezirke mit polnischer Minderheit, in Slowakei und in Karpaihenrußland 23 Bezirke mit ungarischer und in Karpathenrußland 5 Bezirke mit ruthenischer Minderheit. Zwischen Entscheidungen Die mit dem heutigen Tage ablaufende Woche steht unter dem Vorzeichen besonderer politischer Be-deutung. Der Tod des polnischen Führers, Marjchall P i l s u d s k i, wirkt auf die Politik der kommenden Tage, aber eine Wandlung in den Beziehungen zwischen Deutschland und Polen wird ebensowenig eintreten wie die polnische Einstellung gegenüber Frankreich sich ändern wird. In der polnischen Presse kommt zum Ausdruck, daß „der Weg der polnischen Politik, den Pilsudski klar vorgezeichnet habe, unveränderlich bleiben und daß das polnische Volk alle Kräfte zusammenfassen werde, damit nichts von seinem Werke verloren gehe". Neue Probleme sind ausgeworfen. In der Tschechoslowakei hat bei den Wahlen Konrad Henlein» Sudelendeutsche Partei einen gewaltigen Sieg errungen. Man rechnet mit dem Rücktritt der tschechischen Regierung. Die tschechische Regierung hat es nun in der Hand, ihre Politik gegenüber dem böhmischen Deutschtum zu ändern. In Genf ist unter dem Vorsitz des bolschewistischen Außenkommissars Litwinvw der Völker-bund zusammengetreten. Auch ihm obliegt eine be-sondere Friedensaufgabe. Die italienische Oeffentlich-keit hat sich gegen die Erörterung des Streitfalles und die Entscheidung durch den Völkerbund sehr gewehrt. Im britischen Unterhaus« ist eine sehr inter-essante Aussprache bezüglich des großen Luft« Programms durchgeführt worden. Großbritannien führt Maßnahmen durch, die selbst in England nicht immer mit eindeutigem Gefühl betrachtet werden. So ist der Bau von 50 neuen Fluggeschwa-d e r n vorgesehen. Hiezu kommen die berests bewillig-ten, aber noch nicht gebauten 33 Geschwader, so daß die in England selbst stationierten Luststreitkräste etwa 1000 Flugzeuge der jcgenannlyt ersten Linie um-fassen werden. Wie viele Reserveflugzeuge auf jedes dieser Flugzeuge der ersten Linie entfallen, ist nicht bekannt und dürste auch nicht veröffentlicht werden. Zu diesen regulären Luftstreitkräften kommen noch die Hilssgeschwader, deren Zahl ebenfalls noch nicht genau feststeht, doch kaum weniger als 500 Flugzeuge umfassen dürfte. Schließlich wird heute noch bekannt, daß das Lustfahrtministerium zurzeit mit verschiedenen, für den Luftverkehr gebauten Flug-zeugen Versuche anstellt, um zu erproben, ob und innerhalb welcher Zeit diese Flugzeuge zu Militär-flugzeugen umgebaut werden können. Neben diesen sprechenden Zahlen der englischen Lustaufrüstung wirkt der grundlegende Artikel Lord S n o w d e n s, der die Siegermächte wegen ihrer Nichtabrüstung anklagt und für eine freundliche Politik gegenüber Deutschland eintritt und erklärt, daß Deutschland durch die Herausforderung des Verjailler Vertrags keine moralische Verpflichtung gebrochen habe, wie eine schön schillernde Seifen-blase. Deutscherseits versteht man das Bemühen britischer Staatsmänner um den europäischen Aus- Seite 2 Deutsche Zeitung Nummer 42 gleich, aber dieselbe Politik Hot zur Stund« die ver» schiedenen MgiiäraSianzen nicht verhindern können So Hit sich die eben geschilderte zwiespältige Lätze ergeben, daß auf der einen Seite SrohbKannM für brt fofeflioe Sicherung sich einsetzt, auf der anderen zweiseitige Militärpakte geschlossen und neuerding» wieder ungeheure Lustaüfrüfiungen an-geordnet wurden. Was vor aSem nottut. ist die Dringlichkeit, nicht nur versöhnlich zu sprechen, sondern auch ver-söhnlich zu handeln, wenn man Versöhnung und Verständigung in Europa und sonst aus Erden wirtlich sichern will. Auf tragische Widersprüche in dieser Richtung hat treffend ein liederaler Abge-ordnete? im britischen Unterhaus« hingewiesen. Europa und die Welt erlebt das sonderbare Schauspiel, daß eine Unmasse von Worten vergeudet wird, um die Friedensliebe darzutun, daß aber zugleich ein Rüsten stattfindet, als ob kriegerische Verwicklungen unab- Mnddar wären. Die Welt erlebt das seltsame Schau- spiel, daß im britischen Unterhaus und auch sonst noch in Europa betont wird, e« fei lein Grund zur Panik, indes die Verteidigungsmahnahmen mit einer Eile betrieben werden, als ob sie schon morgen zu praktischer Auswirkung gelangen sollten. Das Uebel der Militärpakte nicht zu vergessen! Lord Snvwden stellt fest, daß der Kellog - Pakt in Vergessenheit geraten sei. Wie Herr Snowden, so können auch wir in den bisher abgeschlossenen Verträgen „Brüt-stätten kommender Kriege" sehen. Während der letzten Wochen ging das Be-mühen der britischen Politik darauf hinaus, Deutsch-land Verantwortungen zuzuschieben, die letzten Endes nur bei den Siegermächten von Versailles liegen. Diese Taktik der fremden Diplomatie darf uns in der Auffassung bestärken, daß, wmn auch ungewollt, die Hochachtung vor dem deutschen Gewicht zum Ausdruck gelangt. | !atsäc 300 : 67 Regierung und Opposition in der Skupschtina Der oberste Wahlausschuß hat jetzt folgendes endgültige Ergebnis der Wahl des 5. Mai festgestellt: Liste Jevtic 1,747.000, Liste Macek 1,076.000, Liste Maksimovic 33.000 Stimmen und Liste Ljotic 24.000 Stimmen. Das bedeutet relativ und absolut eine Besfe-rung der Stimmen der Opposition. Die beiden letzten Listen gehen leer aus, da sie die Mindestzahl von 80.000 Stimmen nicht erreichen. Auf Grund der Begünstigung der stärksten Liste werden der Regierungsliste 300 Stimmen, der Liste Macek 67 Mandate zuerkannt. die amtlichen Berichte über den Wirtschaftsaufstieg nicht aus der Welt geschafft werden. Gewiß, der Wiener Rundfunk und die Herren Minister haben Recht, wenn sie sagen, in Oesterreich geht es aufwärts! Ja, aber mit dem Elend. Widerstrebende Politik in Deutsch-Oesterreich Ein genauer Bericht über eine kürzlich stattge-fundene Heimwehrsührerbesprechung in einem alpen-ländischen Bundeslande läßt erkennen, daß die Gegensätze zwischen Heimwehr, Sturm scharen und Vaterländischer Front bezw. dem Politischen Katho-lizismus stärker sind, als selbst gute Beobachter bis-her annahmen. Die um die Macht streitenden Teile werden nur mit Mühe zusammengehalten. Es wird immer offenkundiger, daß das weltliche und geistliche Rom, die sich zur Zeit in die Herrschast über Oester-reich teilen, in ihren letzten Zielen nicht einig sind, was seine Schatten auch auf die Konferenz von Rom vorauswirst. Zweifellos will das geistliche Rom die Habsburgerreslaurution, wenn es auch nicht so ungeduldig ist, wie gewisse österreichische Legitimistengruppen, die vielleicht nicht mit Unrecht die Besorgnis haben, daß in der Konferenz von Rom ihr politisches Ideal endgültig begraben wird. Alle diese Gegensätze werden überschattet von der kata-strophalen Wirtschaftsschrumpfung, die auch durch Ausländer und Auslanddeutsche im Deutschen Reich Die Zahl der Ausländer im Deutschen Reich j hat von 1925 bis 1933 eine sehr erhebliche Ab-nähme erfahren. Insgesamt wurden 1933 756.760 Personen (1'/, Prozent der Bevölkerung) als Aus-länder gezählt; das sind 21 Prozent weniger als 1925. Die große Mehrheit der Ausländer ist rein deutschsprachig, d. h. es handelt sich also im wesent-lichen um Deutsche aus anderen Deutschen Staaten und um Auslanddeutsche, und zwar trifft dies für 600.887 zu (ungefähr 4/6 der Gesamtzahl). Ein großer Teil der Ausländer kommt aus Staaten, die deutschsprachig sind oder einen starken deutschen Bevölkerungsanteil aufweisen. An der Spitze steht die Tschechoslowakei, der 25 Prozent, Polen mit 20 Prozent, Oesterreich und die Niederlande mit je 11 Prozent und die Schweiz, der 5 Prozent der Aus-länder angehören. Ende der kaiserlichen russischen Flotte Die Reste der kaiserl. russischen Kriegsmarine, bestehend aus 38 Schiffen, sollten den Sowjets nicht in die Hände fallen. Sie waren gezwungen, russische Gewässer zu verlassen. Nichts war selbstverständlicher, als sich an die damaligen Verbündeten Rußlands zu wenden und um gastliche Aufnahme zu bitten. Rußland hatte sich für die Verbündeten geopfert 141b verblutete. Man wendete sich an Frankreich und erhielt den Hafen von Biserta (Nordafrika) zuge-wiesen. Hier haben die 38 Schiffe des verbluteten Rußland nun durch alle Sowjetjahre geankert und d wertlos gew«d nungen ausziehen müssen. In der vertraulichen Sitzung beschloh der Stadtrat die Abschaffung der ersten Klasse des städtischen Mädchenrealgymnastums in Ljubljana in diesem Jahre. Bulgarischer Sängerchor in Ljubljana. Am Dienstag veranstaltete der aus Rusa an der Donau auf einer Konzertreise durch Jugoslawien sich befindende „Gesangverein der Kathedrale zur Heiligen Dreifattigkeit" in unserer Stadt ein Konzert. Die Sänger wurden feierlich empfangen. Abgeblasen! Unsere Oper wollte in der zweiten Hälfte des laufenden Monats eine Reihe von Gastspielen in Zagred absolvieren. Alle Vor-berettungen sür den gewih begrühenswerten Schritt waren abgeschlossen, Spielplan und Zeitpunkt schon bestimmt. Au» uns unbekannten Gründen wurde die Gastreise jedoch nicht angetreten. Sin schief getretener Absatz zerstört die Eleganz de» bestangezogenen Menschen. Bei Palma-Gummiabsätzen, die sich auf Grund ihrer hervor-rangenden Qualität und der technischen Verbesserun-gen sehr langsam und gleichmäßig abnützen, ist ein Schieftreten fast ausgeschlossen. Verlangen Sie da-her von Ihrem Schuhmachermeister die Anbringung von Palma - Gummiabsätzen. (E) Spät am Ab«nd stehen zwei angehetterte Herren aus dem Albert-platz und schauen immer in die Luft. Der eine be-behauptet, was da oben scheint, da» ist der Mond, der andere behauptet, da» ist die Sonne. Wie sie gerade streiten, kommt ein dritter Herr vorbei. Den fragen sie: „Sagen Sie un» bitte, ist da» der Mond oder die Sonne?" „Entschuldigen Sie", sagte der dritte, „ich bin heute früh erst angekommen, ich kenne mich noch nicht recht aus in der Stadt!" „Muskete" Nummer 42 Deutsche Zeitung Seite i Wirtschaft und Verkehr Apell Dr. Schachts an den Südosten Bei eine« Empsaug der Industrie' und Handelt-tammer Brei lau anlWich der Eröffnung der T«utschen Südost-AuisteUunc, überbrachte Minifterial direklor Sarnow die Grübe des deutschen Reichs-Präsidenten T-r. Schacht. In seiner Ansprach« führte er u. a. aus: Die Ausstellung steht unter dem Leitgedanken der Pflege und des Ausbaues unserer wirtschaft-lichen Beziehungen zu Südosteuropa. E» erscheint deshalb besonders erfreulich, dah sich auch da» Aus-land an d«r Ausstellung beteilig! hat. Ist da» doch ein Beweis dafür, dah die deutschen Bestrebungen, «Ine Brücke zum Südosten zu schlagen, dort Wider-hall finden. Deutschland und die Staaten Südost-Europas sind Gebiete, die nach ihrer geographischen Lage, nach den Verkehrswegen, die sie verbinden, vor allen aber nach ihrer wirtschaftlichen Struktur besonders zu gegenseitiger Ergänzung geeignet find. Je mehr sich die Landwirtschaft des Südostens auf den deutschen Bedarf einstellt, desto gröher werden unsere Möglichkeiten zur Aufnahme ihrer Erzeug-nisse sein. Leider zeigt nun die Handelsstatistik seit einiger Zeit ein für Deutschland recht unbefriedigendes Bild, «o hat sich die Aktivität unserer Handelsbilanz gegenüber Ungarn und Jugoslawien in eine Passivität von nicht unerheblichem Ausmah ver-wandelt. Dabei ist es besonders hervorzuheben, dah diese Entwicklung in erster Linie das Ergebnis eines außerordentlich starken Rückganges unserer Ausfuhr gewesen ist. Diese ist, soweit Ungarn und Iugosla-wien in Betracht kommen, von insgesamt 299 Mill. RM im Jahre 1929 auf 71 RM oder 23fi%' ihrer früheren Höhe gesunken. Demgegenüber hat unsere Einfuhr aus diesen Ländern in den gleichen Zeiträumen von 150 Mill. RM nur aus rund 190 Mill. RM oder auf G6,6#/0 abgenommen. Diese Entwicklung darf nicht fortdauern. Wenn Deutschland weiterhin und in steigendem Umfange Abnehmer der Südoststaaten bleiben soll, dann wird auch der Südosten in stärkerem Mahe als bisher deutsche Waren aufnehmen müssen. Der ungarische Staatshaushalt I. P. A. schreib» uns aus Budapest: Die erste der meriiorischen Arbeit gewidmete Sitzung des neuen ungarischen Abgeordneten-Hauses gewann eine besondere Wichtigkeit durch die Bekanntgabe des Haushaltes für das am 1. Juli beginnende Finanz-jähr des Staates. Wenn auch die ständige Ueber-wachung seitens des Finanzdeauftragten des Völker-bundes die volle Bewegungsfreiheit nicht ermöglicht, hat die zweite Gömbös-Regierung. die als Ver-dauenskundgebung des Landes mit einer zwei-drittel Mehrheit in das Unterhaus einziehen konnte, ein Budget vorlegen können, das, ohne auf fremde Kapitalien angewiesen zu sein, das Land einer wirtschaftlichen Gesundung zuführen dürfte. Fin«nz> minister Fabinyi. eine der stärksten Persönlichkeiten des heutigen Ungarns, hat im Gegensatz zu seinen Vorgängern eine besonder« Elastizität gezeigt und die Geldansprüche der einzelnen Ressorts mehr be> rücksichtiqt, als es in den letzten Jahren der Fall war. Die Schuldenlast des Staates blieb unvcr-ändert, ein beredtes Zeichen der Anstrengungen, die Ministerpräsident von Gömbös machen muhte, um. trotz den nachteiligen Folgen des ungerechten Trianoner Friedensdiktates, das Wirtjchaftsgleichge-wicht aus eigenen Mitteln des Staates bewahren zu können. Der Schrei des nicht besitzenden kleinen Mannes nach einer ehrlichen Bodenreform findet b«i Gömbös Gehör und eine gewisse Unruhe der Mammutgrohgrundbesitzer wollte schon gelegenUich der Wahlkämnfe die Verwirklichung der Bodenre-form erschweren. Gömbös lieh sich nicht einschüchtern und das Budget beweist, dah ihm die Verwirklichung der Bodenreform ernst ist. Finanzminister Fabinyi verschwieg nicht die Auswirkungen der schweren Welt-krise auf Ungarns Erport, konnte aber auch auf Zeichen einer gewissen Besserung hinweisen. Laut Zusammenstellung der Fachorganisationen ist die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen. Im Auhen-Handel steigt der Export nach Deutschland und Staatssekretär Winckler, der in kurzem Minister für Hand«! und Verkehr wird, geht mit Umsicht und Tatkraft an die Eroberung der Märkte im fernen Auslande. Die im Stillen durchgeführten Vorar-beiten Wincklers lassen auf günstige Erfolge hoffen. Das Budget ist ein Spiegel, der das Bild «wer mit unglücklicher Hand begonnenen und erfvlgver-sprechend geführten Aufbautätigkeit der Gömbös-Regierung vor Augen führt. Russische Kohle für Jugoslawien Die „Wiener Neueste Nachrichten" berichten: Die Beociner Zementwerke haben mit dem svwjei-russischen Kohlentrust eine Probelieferung Anthrazit abgeschlossen, von der der erste Teil, 1600 Tonnen, bereits in den letzten Tagen in BraUa auf einen Donaudampfer umgeladen wurde. Fällt die Lieferung zufriedenstellend aus. so soll der bedeutende Bedarf der Werke und anderer jugoslawischer Industrien an hochwertiger Steinkohle von den bisherigen mittel-europäischen Lieferanten zur Gänze auf Ruhland umgestellt werden. Die Kirscheneinfuhr nach Oesterreich. Auf Grund der Handelsverträge mit Ungarn, I u g o-slawien und der Tschechoslowakei sind zur Ein-fuhr nach Oesterreich rund 60 Waggons Kirschen vorgesehen. Eine weitere Einfuhrbewilligung für Kirschen ist für das Jahr 1935 nicht vorgesehen. — Auf den jugoslawischen Märkten gibt es bereits die ersten Kirschen, in kleinen Mengen. ,,atäglfiutjedtt ImaOkma Gummileder Sohle und Absatz. Ideal für jaden SlropozsdHih. Unverwüstlich, wasserdicht u. nicht gleitend. JUGOSLAVISCHES ERZEUGNIS Arterieller Hochdruck! Mit sehr gutem Erfolg werden im Bad Gleichenberg natürlich« kohlensaure Bäder angewendet! Sonder - Prosp«tt H 22 durch die Kurtommission Bad Gleichender^ Steiermaik. Sport S. K. „Olymp" — S. K. „Jugoslavija" 3:2 (l:2) Hätte „Jugoslavija" auch nur einen einzigen ruhig überlegenden Stürmer gehabt, so hätte „Olymp" das Spielfeld nicht ungeschlagen verlassen. „Jugo-slavija" führte bereits mit 2:0. Eine Punkteinteilung wäre nach dem Spielverlauf richtiger gewesen, da beide Mannschaften gleichviel vom Spiele hatten. „Jugoslavija" wird von Spiel zu Spiel besser und man wird in der kommenden Meisterschaft stark mit dieser Mannschaft rechnen müssen. Mit dem Spiele „Olymp"—„Jugoslavija" wurde die Kreismeisterschaft in Celje beendet. Als Sieger ging „Athletik" hervor. Bedauerlicherweise ereignete sich gerade bei diesem letzten Spiele ein schwerer Unfall. Die Spieler Nikolic von „Jugoslavija" und Trdkovic von „Olymp" kamen bei einen Zusammenstoß schwer zu Fall, wobei Trdkovic mit gebrochenem Fuhe liegenblieb. Nikolic trifft dabei nicht die geringste Schuld. Der verletzte „Olymp"-Spieler Trdkovic ist ein ungemein sympathischer Sportsmann, dem wir alle eine baldige Genesung wünschen. Schiedsrichter Herr Veble war einwandfrei. • End st and der Meisterschaft Athletik 6 5 — 1 29:11 10 Olymp 6 5 — 1 19:10 10 Jugoslavija 6114 11:21 3 i-ostanj 6 — 1 5 8:25 1 Nun beginnen die Ausscheidungskämpfe der Kreismeister für den Aufstieg in die erste Klasse. Die Kreissieger von Maribor, C«lje. Trbovlje und Ljubljana tragen untereinander diese Aus-fcheidungskämpfe aus. Der Sieger gelangt sodann im Herbst, zu Beginn der neuen Meisterschaft, in die erste Klasse. Dieser Weg ist schwer; „Athletik" wird zumindest 4 bis 6 Spiele austragen müssen. Großkampftag im Tennissport Wie gemeldet, findet Sonntag, den 26. Mai, auf dem Tennisplatz nächst der evangelischen Christus-kirche in Celje die zweite Runde im Turnier um die Staatsmeisterschaft zwischen der Tennisabteilung des Sportklubs „Ilirija"°Ljubljana und der Tennis-abteilung des Skiklubs Celje statt. Vom Sportklub „Ilirija" werden u. a. folgende Herren und Da-men (die zu den besten Spielern Sloweniens ge-hören) antreten: die Herren öivic, Trüden, Dacar und Banko, sowie die Damen Ravnikar und Dacar. Auf Seite des Skiklubs spielen die Herren Gustav Hönigmann, Dr. Lichlenegger, Hptm. Steinböckund Hans Wvschnagg, sowie die Damen Ilse und Liselotte Westen. Es versteht sich, dah man bei einer so starken Besetzung seitens „Äirijas" mit einem sicheren Siege der Gäste rechnen muh. Es handelt sich aber nicht so sehr um die Punkte, die bei diesem Turnier zu «rringen sind, sondern um die Vorführung wirklich schöner Spiele, die sowohl die Beteiligten als auch die Zuschauer voll befriedigen werden. Man hat ja leider hier in Celje nur zu seilen Gelegenheit, spannende Spiele zu sehen. Der Tennisplatz neben der evangelischen Kirche ist in einer ganz ausgezeichneten Verfassung. Es dürfte in ganz Jugoslawien wohl kaum einen zweiten Platz geben, der mit solcher Liebe und Sorg-fält gepflegt ist wie dieser. Die Spiele beginnen um halb 9 Uhr vor-mittags. Schrifttum Die Diktatur in Oesterreich Wir weisen «m folgenden auf ein behutsames Buch des öfterretchijch«» Vizekanzlers a. D. Jng. Franz Winkler hin. das ali Band 6 der Buchreihe Wcltmachtprobleme (344 Seiten, zum Preist von RM fc.so) mi CreU FWi Vertag, Zürich Leipzig, erschienen ist. Ein Jahrtausend lang hielt Oesterreich das Schicksal von Krieg und Frieden in seiner Hand und seit zwei Jahren steht die kleine Donaurepublik wieder im Rampenlicht des politischen Geschehens. Deshalb sind die unter dem Titel „Die Diktatur in Oesterreich" vom Orell Fühl! Verlag (Zürich und Leipzig) soeben herausgebrachten Erinnerungen des früheren österreichischen Vizekanzlers Jng. Franz Winkler von höchster Wichtigkeit. Der Umschlag skizziert den Inhalt kurz so: „Der tragische Kampf zwischen Volk und Regierung m Oesterreichs Zett-geschichte, mit Schilderung bisher unbekannter Zu-fammenhänge". Vizekanzler Franz Winkler, ein gründlicher Kenner des Oesterreichs der Nachkriegszeit, gibt an Hand von zum Teil bisher unbekannt gebliebenen Tatsachen und Vorfällen eine objektive Darstellung der Zusammenhänge, die zu der unheilvollen Ent-wicklung in diesem von einem arbeitssreudigen und frohsinnigen Volke bewohnten Lande geführt haben. Er gehörte durch zehn Jahre der steirifchen Landes-regierung und durch fast drei Jahre als Minister den Regierungen Ender, Burejch und Dollfuh an. AIs Stellvertreter Dollfuh' besitzt er intime Kennt-nis der Vorgänge, di« zur diktatorischen Entwicklung und zur Ausschaltung des Volkes von der Mitbe-stimmung am Geschehen im Staate führten. Als nationalkonjervativ eingestellter Landbundführer hat er sich gegen diese Entwicklung gestemmt. Er konnte sie hemmen, jedoch nicht aufhalten. Von 1923 an machte sich der Einkluh außenpolitischer Faktoren mit gröhtem Nachdruu geltend, und der Kamps um die staatliche Unabhängigkeit Oesterreichs ist in Wahrheit ein Kampf um das ttalienisch« Protektorat üb«r Oesterreich. Im Zeichen der Besprechungen Berlin-London, der Konferenz von Stresa, der kommenden Donau- Seite 6 Deutsche Zeitung Nummer 42 Wir verkaufen mit Nachlass von 20% Näheres erfahren Sie aus unseren Plakaten und in unseren Verkaufsstellen TIVAR ODIJELA konferenz bietet die vorliegende Schrift Aufschlüsse von hoher politischer Bedeutung, ent-scheidet sich doch im Zentrum Europas, zu dem nun Oesterreich einmal gehört, die Zukunft des tton-tinents. Die Ursachen, die zwangsläufig zu den ge-waltjamen Auseinandersetzungen zwischen Volk und Regierung, zum Bürgerkrieg in den Volksaufitänden vom Februar und Juli 1934 führen muhten und die ihren Höhepunkt im tötlichen Anschlag gegen Dollfuh fanden, schildert das Buch sehr anschaulich, trotzdem der Verfasser mit gebotener Zurückhaltung aus seinen reichen Erinnerungen und Aufzeichnungen schöpft. Schliehlich wird grundlegend, chronologisch und systematisch die jüngste Geschichte Oesterreichs behandelt: die grohen Zukunftsprobleme des Landes, der leidenschaftliche Kampf um die einzelnen Lösungen, die Bestrebungen zur Rückführung des Habsburger-Prinzen Otto und die Voraussetzungen einer Kon-solidierung des Staates an der Donau, dessen Be-völkerung in passivem Widerstand gegen eine Ent-wicklung verharrt, die den nationalen und wirtschaftlichen Volksnotwendigkeiten in keiner Weise Rechnung trägt. Der unbefangene Leser und Kritiker wird denn auch aus der Lektüre des Buches den Schluh ziehen, dah internationale Konferenz-beschlösse ohne freiwillige Zustimmung des österreichischen Volkes selbst in-haltslos bleiben. Gediegene Sachlichkeit, vornehmer Stil und Gerechtigkeit in der Würdigung von Geschehnissen und Persönlichkeiten zeichnen das Buch aus und erschütternd und wohltuend zugleich wirkt der Appell des Verfassers zum Tode von Dr. Dollfuh und zu den zahlreichen Hinrichtungen an den (von Ivea-lismus getragenen) Rebellen: „Darum geht es mir: kann nicht angesichts der Majestät des Todes, an-gesichts der unendlichen Trauer, angesichts dieser menschlichen Tragik der Mut zur Gröhe, zu innerer Besinnung und Menschlichkeit gefunden werden? Wäre es nicht hoch an der Zeit, Hah und Rache durch wahres Christentum, durch Liebe und Versöhnung abzulösen?" „Unsere Arzneipflanzen" heiht ein im Verlage der „Jugofarmacija d. d." in Zagreb er-schienenes reich bebildertes Büchlein. Jede Pflanze erscheint darin in Naturfarben abgebildet, ihr Rame lateinisch, deutsch, serbokroatisch und slowenisch ange-führt, nebst einer kurzen Beschreibung der Pflanze und ihrer Verwendungsalt, Zum Sckiluh ist eine Anleitung für das Sammeln und Trocknen von Arzneipflanzen sowie über deren Versand beigefügt. Das fachgemäße Sammeln von Arzneipflanzen kann eine ganz nennenswerte Einnahmequelle so mancher armm Familie bilden und auch volkswirtschaftlich von Bedeutung sein. Das Büchlein kostet Din 2(1 und ist bei der „Jugofarmacija d. d." in Zagreb, Jurciceva ulica 12, zu beziehen. Abgelehnter Specialist „Die Verlobung Ihrer Tochter ist wohl wieder in die Brüche gegangen? Soviel ich mich erinnere, ist der Bräutigam ja wohl Magen-, Leber- und Darmspezialist „Ja, das hat er uns erzählt. In Wirklichkeit ist er Verkäufer in einer Gänseausjchlachterei:" „Lustige BläUer." Interessantes Allerlei Kurzberichte des Wissens 2 Millionen Menschen sterben jährlich an Malaria In den Speicheldrüsen der Malariamücke lebt die Malariabaklerie. Im Augenblick des Stichs gibt > die Mücke ein paar Tröpfchen von ihrem Speichel in die Wunde, und damit gelangen die Keime auch schon ins menschliche Blut. Nicht weniger als 800 Millionen Menschen werden jährlich von dieser Krankheit betroffen, und 2 Millionen sterben daran; 1.2 Millionen allein in den Ländern des britischen Weltreichs. Sonne stört den Rundfunk Es ist erwiesen, dah der gröhte Teil aller so-genannten „atmosphärischen Störungen" >m Rundfunk durch die Einwirkung der von der Sonne kommenden Elektronenströme verursacht wird und diese wieder mit den Sonnenflecken in Verbindung Jtefjen. Die elektiischen Stürme auf der Sonne sind die eigentliche Ursache oller Störungsübet; sie pflanzen sich »»gemein rasch über den ganzen Erd-ball fort, dringen das elektrische Gleichgewicht der Erde in Unordnung, und die daraus sich ergebenden unregelmähigen Stromsiöhe werden mittels unserer Radioapparate hörbar gemacht. Da würde Herodot staunen! Der französische Ingenieur Charles Lavollier gab einen.anschaulichen Vergleich über die Leistun- gen moderner Technik gegenüber denjenigen des Altertums. Wir wissen aus den Berichten Herodots, dah die berühmte Cheops - Pyramide von etwa 100.000 Sklawen innerhalb von 20 Jahren gebaut wurde. Lavallier berechnete, dah unter entsprechender Anwendung aller neuzeitlichen Hilfsmittel 500 Ar bester in der Lage wären, den gleichen Bau in wenig mehr als neun Atonalen fertigzustellen. Der Fernsprechverkehr der Erde Da inzwischen auch die Ozeane auf dem Nurz-wellen - Funkweg überbrückt wurden, kann der deut-sche Fernsprech-Teilnehme heute 30 Millionen Teil-nehmer auf der ganzen Erd« direkt erreichen. Aller-dings kostet ein Gespräch von Berlin nach Newyork heute noch 160 Mark; trotz dieser verhältnismähig hohen Gebühren werden aber täglich mehrere hundert Gespräche über die Ozeane geführt. Bunte Tagesberichte 4800 Mark für zwei Zöpfe In einem Städichen bei Lemberg hat eine junge Dame ihren früheren Verlobten verklagt, weil er sie dazu oeranlaht habe, sich ihre schönen Zöpfe abschneiden zu lassen. Der Bräutigam, ein Rechts-anwalt, fand einen Bubikopf schöner und so hatte sich das Mädchen aus Liebe zu diesem Opfer ent-schlössen. Als die Verlobung jetzt in die Brüche ging, blieb der Kummer um die Zöpfe übrig und die Betrogene fordert nun Schadenersatz, den sie auf 10000 Zlviy, rund 4800 Mark beziffert. Dieb frühstückt am Bettrand Bei dem Bauern Möhle im Kreise Lübbecke (Westfalen) drang nachts ein Dieb mit vorgeholte-nem Revolver in das Schlafzimmer des Ehepaares. Er lieh sich fünfzig Mark aushändigen, zog die neuen Kleider des Bauern an Ort und Stelle an und lieh sich von der Frau ein Butterbrot bringen, das er am Bett des Mannes verehrte. Dann ver-lieh er das Haus als ob nichts geschehen wäre. Der Pyjama gehört zur Uniform! Das englische Kriegsministerium hat angeordnet, dah in Zukunft zur Ausrüstung eines jeden englischen Soldaten auch ein Pyjama gehöre. Er ist da-für genau so verantwortlich wie für seine Uniform. Lauter Riesen in einem Dorf Die Einwohnerschaft des bretonischen Dorfes Annemsre zeichnet sich durch einen abnormen Rie-jenwuchs aus. Das Dorf hat 150 Einwohner, von denen kaum einer kleiner als 188 Meter ist. Gröhen über 2 Meter sind dagegen an der Tages-ordnung. Auffällig ist die geringe Intelligenz der Riefen, so dah die Vermutung naheliegt, dah ir-gendeine Beimischung in Boden und Rahrung den Riesenwuchs wie die mangelnde Intelligenz bedingt. Eine Gesundheilslommission aus Paris untersucht dort augenblicklich die eigenartigen Verhältnisse. Eine Liga gegen den Mittagsschlaf In Paris hat sich eine Liga gegen den Mittag-schlaf gebildet, die sich den Kampf gegen das „Viertelstündchen" nach dem Mittagessen zur Auf-gäbe gemacht hat. Die Gründer der Vereinigung gehen daooon aus, dah viele Aerzte den Stande punkt vertreten, der Mittagsschlaf sei der Gesundheit abträglich und lähme vor allen Dingen die Arbeits-energ»e. Die sestsame Liga hat bisher schon mehr als 1000 Mitglieder, die eine gewaltige Reklame für ihre Idee machen. Ehrlichkeitsprobe für Postbsamte Präsident Roosevelt hat dieser Tage eine Post-karte'folgenden Inhalts bekommen: „Wenn Sie die an diese Postkarte gesteckte Dollarnote erhalten, ist das Vertrauen an Gott wiederhergestellt und die Geldgier im Abnehmen." Die Ehrlichkeit der amen-konischen Postbeamten wurde durch die mit einer gewöhnlichen Stecknadel an die Postkarte geheftete Dollarnote aus eine Probe gestellt, aber keiner von ihnen erlag der Versuchung. Der Präsident erhielt die Postkarte mitsamt ihrer ungewöhnlichen „An-läge." Noch rechtzeitig eingetroffen! Als der Zug Peterborough—London abfuhr, muhte der Lokomotivführer wuchtig niehen. Man sah ihn gleichzeitig mit den Händen m die Lust greifen. Zu spät. Das Abfahrtssignal war gegeben und erst bei der nächsten Station konnte der Loko-motivführer den Verlust seiner Zähne drahten. Das Fundbüro beförderte sie per Erpreh nach London, so dah sie rechtzeitig zum Abendessen in London eintrafen. 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