Verwaltung: VlatdkauSgasse Str. 9 (H»»«,e^sches Ha»«). SezuySdediiiguilge»: Durch «t« P»I> *«<»9ca! »t«mit«8rit . . . «. >»» H»lbj»di>, ... I. »*o WaaMiUpJg . . . ft. s «» ft« lillt *1« SuBtHntil tat Hau»! Monatlich ... . st. — »» via*lint fttati>il«»»m »>« vr«I«»»ilag4-Grda»i-a. Selten tut >»r »»dcstcllili». I (nwtlM {•■!). >»»«»»»»» tätlich {artt ■Ho bn e.nn- a. Rttn-IM ■<■ II— 1* U», ootai. (rtstiiUtn »fr»m nicht «tejearttr, saaitaiaU s>a-toaagti nicht »«tUCTchtijt. stitst,»>,»»,«» ■* Wt VetwaUcn« ,e,e» Hui, tiSiiB fest' • MBtctatalaaaia J(ml-aachUf. ftJNallch« wacht- ttfchrtal M bnut ant Ooaacittag aioijrol. MhartiPra.4aaii> M. 36. e^== Anlählich des Wonatswechsels ersuche« tu jeue Abnehmer der „Deutschen Wacht", die ■it der Aezugsgebübr im Zl«>iltande find, ,» die recht baldige Einsendung derselben, da-«t teine Störung in der regelmäßigen In-«d»ng der Zeitung eintrete. Z>ie Verwaltung. Der lleirische Landtag üöer den § 14. [ Z>ie Vede des Abgeordneten A. P. Walz. Roch den Ausführungen des Berichterstatter« Ibg. Traf Siürgh ergreift Abg. Walz da« Wort: .Hoher Landtag! E« liegt mir vollkommen Ait, Den staatsrechtlichen Deduktionen und ein» Irttnbtn Auseinandersetzungen de« Berichtes, wie »et Herrn Referenten nach irgend einer Richtung «rat alS Ergänzung beifügen zu wollen. Ich Uue nur gewünscht, daß er die Verwahrung der Zwischen gegen die Lösung der Sprachenfrage auf ^ Grund d«S § 14 etwa« scharfer betont hätte. (Leb« 'Wer Beifall.) Im übrigen bin ich mit dem. waS ter Herr Referent gesagt hat, vollkommen einver-toben, und e» bezeugt der Bericht, die ganze >»ttiuckSweist desselben, wie weit e« bei uns in Ottanich schon gekommen sein muß (sehr richtig!), kmi selbst staaiSmännisch ruhig denkende Persön-Weilen, wie der Herr Referent, wenn Persönlich-Kien, die gefeit sind gegen jeden Borwurs de« jiadicaliSmuS. sich zu einer solchen Stellungnahme «d'ästgi fühlen. (Sehr richtig! Beifall und Hände-: ßlljltn.) Nur mit der Form der Stellungnahme, die KrBersafsungSauSschuß im hohen Haufe beantragt |al. kann ich nicht einverstanden sein, weil ich iliwde. daß daS Ergebnis unserer heuligen Bera> (ferne, unsere Beschlußfassung ein nepaiioeS Resultat agedea wird. Ich theile in dieser Beziehung voll» harnen die prophetische Anschauung Er. Excellenz M Herin SlalldallerS, welcher der Meinung ist, kB unsere Berathung und Beschlußfassung nur •ob akademischem Werthe bleiben werden. Ich kommt aber zu dieser Vermuthung und Schluß» s»ljn>ing aus einer ganz anderen Ursache al» &. Excellenz. Ich glaube nämlich nicht, daß un- Die Stelzen Hret't. Ein Bild au» den Alpen.! daß D' nn' nit verrat'st- rief der Qiitf de« reichen Langbauern dem armen Häusler» ! Zinid'l zu, da beide auf dem Heimwege von der Schule an der Villa einer städtischen Familie vorbei tuu» und der etwa zwölfjährige HanS auf ein an kr Sartknmauer angebrachtes Bänkchen stieg und tarn übn die nicht allzu hohe Mauer in den Garten tlmelle. Grei'l wußte nicht, waS der Schulkamerad ooe hatte, stieg gleichfalls auf das Bänkchen und Neunte ebenfalls auf die Mauer hinauf, um ihn dwdachten zu können. Hans eilte nach dem Ge» bische und kam nach wenigen Augenblicken mit «i»e« Neste zurück, in welchem sich eine Anzahl schon ziemlich flügger Schwarzblällchen befand. Er mchie da» Nest dem Mädchen hinauf, damit er sich leichln über die Mauer zurückschwingen könnte: »dn Gret'l weigerte sich, e« zu nehmen, indem sie sagte: .Hans, i' sag'S!" In diesem Augenblicke kam bellend ein Hund > kher gelaufen. HanS wußte nichts eiligere« zu thun, als das Nest auf den Boden zu legen und sich aus die Mauer zu schwingen. Er war so iMnid über da« Mädchen, daß er ihm mit dem Kise: .Tag'S und verrath' m>', Du elendig'S Dirnd'l! «rl der vollen Faust einen Stoß versetzte, infolge deßni die Aermste rücküng« hinabstürzte und schwer descMigt am Boden liegen blieb. Der Bub' aber tiunmmt sich nicht mehr um die schmerzlich Jam- Hilli, Donnerstag, 4. Wal 1899. sere Beschlußfassung aus dem Grunde von einem negaiioen Erfolge begleitet fein wird, weil wir damit die Eompeienz de» Landtages überschreiten, sondern weil es un» aus einer langen Ersahrung bekannt ist, daß dergleichen Ennunciationen der gesetzgebenden Körperschaften von unseren Staat»-Männern, wie immer, mit souveräner Verachtung behandelt werden. (Sehr gut! Anhallender Bei-fall. Unruhe im Präsidium.) De»halb nun, weil ich der Ueberzeugung bin, daß man absichtlich die Krone über die Geschehnisse der Gegenwart und deren Folgenwirkungen auf den ganzen staatlichen Organismus in Unkenntnis fetzt (Sehr richtig! So ist »S!). habe ich mich veranlaßt gefehen, den hohen Landtag zu bitten, eine Adrtfse an die Krone zu erlassen, worin wir an den Stufen de» allerhöchsten Throne« unsere Beschwerden darlegen und über die brutale Verletzung (lebhafte Zustimmung link») der staatSgrundfätzlich gewährleisteten Rechte Klage füh» ren.* (Anhaltender Beifall.) Der Landeshauptmann gibt da« Glockenzeichen und unterbricht den Redner. Abg. Walz: „Ich habe leider im Kreise meiner Ges>nnung«genossen die Zustimmung dazu nicht er-langt. Man sagte mir, e« gienge nicht an, daß man in einem parlamentarisch und constitutionell regierten Staate die Krone in der Parteien Haß und Zwietracht hineinzerre. Nun, ich habe mich der Mehrheit gefügt. Aber ihre Begründung ist nicht richtig, denn wir sind kein parlamentarisch regierter Staat. (Sehr richtig!) Unsere Versassung, unsere Rechte stehen nur auf dem Papiere! (Zu-stimmuog.) Da« Ministerium regiert un» einfach nach dem § 14. Mit dem macht sie alle«. Sie macht damit Gesetze, hebt damit Steuern ein, schreibt RecrutenauShebungen damit vor, kurzum, sie ver-übt mit dem § 14 Handlungen, zu denen einzig und allein die gesetzgebenden Körperschaften berechtigt sind. (Lebhafter Beifall und Zustimmung.) Bei unS werden nicht wie in anderen parlamentarischen Staaten die politischen Richtungen von der Mehr-heit der gesetzgebenden Körperschaften dictiert, son-dern von den einzelnen tschechischen Feudalen, die gemeinschastlich mit politisch und financiell herunter-gekommenen polnischen Schlachzizen regieren. (Leb» haster anhaltender Beifall und Zustimmung. Der Landeshauptmann unterbrechend: „Ich bitte, Herr merndt, sondern eilte allein nach dem nahe» väter-lichen Hofe. Der Besitzer der Villa sah sich nach der Ur» fache deS HundegebelleS um. sah, wie der Hühner» Hund dem Nest mit de» kleinen Insassen regelrecht vorstand, hörte aber auch zugleich da» Wimmern de» jenseit« der Mauer liegenden Mädchen». Er räumte rasch da» Nest dem Hunde weg und eilte dann auf den Weg hinau«, wo er Gret'l am Boden liegend antraf. Er glaubte den Zusammenhang zu ahnen, nämlich daß die Kleine da» Nest stehlen wollte und dabei von der Mauer abgestürzt sei. Aber zu Vorwürfen und Fragen war jetzt keine Zeit. Herr Privatier Reiner hob da» Mädchen auf und trug e» in sein Hau«. Seine Frau nahm sich sofort de« Kinde« an. Man erkannte alsbald: daß sich diese« einen Arm und einen Fuß gebrochen und e« wurde sogleich der Arzt au« dem nahen Markiflecken herbeigeholt. AlS man erfahren, wem da« Kmd gehöre, wurden auch die Eltern verständigt, die jammernd herbeikamen und sich nicht erklären konnten, wie da« sonst so brave Mädchen sich diese« Vergehen« schuldig machen konnte. Dann aber klagte die Mutier, daß sie bei der Feldarbeit, die sie für die Bauern verrichten müsse, die Kleine nicht gehörig warten und pflegen könn«: sie wußte gar nicht, wa« da anzufangen sei. Frau Reiner bot sich au« diesem Grande an, die Kleine bei sich zu behalten, bi« sie wieder geheilt fei. DaS war aber nicht so bald geschehen. Gret'l hatte fürchterlich zu leiden; der Arm 24. Jahrgang. Abgeordneter Walz!") Ich bitte, meine Herren, in welchem parlamentarisch regierten Staate wird e« wohl vorkommen, daß ein Minister 30 Millionen Gulden au«gibt ohne nachträgliche parlamentarische Genehmigung, und der sich, statt nachträglich diefe 30 Millionen vergeudeter Steuergulden zu rechtfer-tigen. einfach daraus beschränk», im Gnadenwege in einem kleinen Zirkel von Delegierten diese unge-fetzlicht Ausgabe zu rechtfertigen. (Lebhafte Zu-stimmung.) Ich frage Sie weiter, meine Herren, in welchem parlamentarisch regierten Staate hat ein Justizminister die eiserne Stirne, einen Erlaß her-auszugeben, worin er die richterlichen Behörden aussordert, in ihren Enifcheidungen in politischen Fragen sich einzig und allein von den Einwirkungen der Regierung beeinflussen zu lassen. (Lebhafte Zustimmung. Sehr richtig! Hörtl Hört!) Ein folcher schurkischer Erlaß . . Der Landeshauptmann unterbricht den Abge-ordneten: „Ich muß den Abgeordneten Walz bitten, doch nicht einen derartigen Ausdruck zu gebrauchen." Abg. Walz: „Ich muß diesen Ausdruck ge» brauchen, weil ich nicht weiß, welchen anderen ich für ein derartige« Vorgehe« gebrauchen könnte, denn ein folcher Erlaß wie dieser, muß die elementarsten Grundlagen eine« jeden Rechtsstaates auf da« tiefste erschüttern und die Sicherheit jede« Rechte« unter-graben. (Langanhaltender Beisall und Zustimmung.) Nun da wird der § 14 angewendet! Kommt dann die Regierung in Verlegenheit, kann sie da« nicht rechtfertigen, wa« sie auf Grund de« H 14 gethan hat. so fragt sie den Obersten Gerichtshof, und dieser sucht eine alte vergilbte Entscheidung heraus, und nach dieser versteht er. Recht in Unrecht, Un-recht in Recht zu verwandeln. (So ist e«! Starker Beisall.) Der Landeshauptmann unterbricht den Redner abermals. Abg. Walz: „Ich weiß nicht, warum die Regierung zu diesem Mittel Zuflucht nimmt. Oester-reich ist parlamentarisch zu regieren. Den Beweis dafür liefert ja, wa« bisher geschehen ist. Gegen eine entsprechende Entlohnung ist ja die gegenwär-tige Mehrheit zu allen Schandthaten zu haben.' (Großer Beifall.) Der Landeshauptmann ersucht den Redner, sich doch zu mäßigen. wurde ihr wohl eingerichtet, aber der Fuß mußte ihr oberhalb de» Knie« abgenommen werden. Lange schwebte sie zwischen Tod und Leben, bi« endlich die Jugend siegte und Gret'l, wenn auch als Krüppel, da« Krankenlager verlassen konnte. Da« Mädchen erhielt einen Stelzfuß, und seit jener Zeit nannte man e« allgemein die „Stelzen-Gret'l." Der Veranlassung de» Unglücke» wurde nicht mehr gedacht. Grei't ließ die Leute in dem Glauben, daß sie da« Nest ausgenommen, sie wollte kein verrätherische« „elendig'S Dirnd'l" sein. DeS Lang» dauern HanS konnte sich zuerst gar nicht erklären, daß er zu keinerlei Verantwortung gezogen wurde, er dachte viel darüber nach und bereute seine rohe That aufrichtig. Dennoch schwieg er gegen Jeder« mann. Ost gieng er so lange Gret'l in Leben«-gesahr war. an der Villa vorüber, und täglich fragte er bei der HäuSlerin an, wie e« ihrem Töchterlein gehe. Im Spätherbst zogen sodann die Villenbesitzer wieder in die Stadt, und Gret'l kehrte in da« enge Häu«chen ihrer Eltern zurück. Sie humpelte an einem warmen Herbsttage, durch Krücken gestützt, vor ihrem Häuschen herum, als plötzlich HanS vor ihr stand. Der Bub' wurde käseweiß, als er da« einst so gesund aussehende, nun so bleiche Mädchen vor sich sah. Er wußte kein Wort zu sagen. Ader Gret'l hals ihm, indem sie ihn anredete: „HanSl, i hab' Di fein nit verrathen, brauchst koa' Angst z' hab'»." „WaS nutze»'« aa. wenn i Schläg' krieget." meinte der Bub', indem ihm die Thränen über die 2 Abg. Walz: .Aber Herr Landeshauptmann, ich bitte, ich spreche doch so gemäßigt! Seitdem ich spreche, war ich wirklich ängstlich besorgt, den parlamentarischen Anstand zu wahren. Bezüglich der Thaien der Mehrheit verweise ich nur auf die Ereignisse, die den Novemberstürmen voranSgiengen, auf die Vergewaltigung der Deutschen durch daS Ministerium Badeni, auf die lei Falkenhayn, auf die Behandlung des Ausgleiches, wo die Mehrheit zu Stipulaiionen ihre Zustimmung gegeben bat, die Oesterreich, die unseren Handel und unsere In-dustrie aufs tiefste schädigen, die unser Creditwesen störten und unsere Landwirthschaft an den Rand deS Abgrundes bringen. (Sehr richtig! (Lebhafter Beifall.) DaS sind politische Schandthaten! Ich habe keinen anderen parlamentarischen Ausdruck dafür." (Stürmischer Beisall. Der LandeShaupt-mann gibt daS Glockenzeichen. Unruhe im Hause.) Abg. Walz: „Weil ich nun gerade beim österreichisch-ungarischen Ausgleich bin, so mochte ich auf den Vorwurf des Herrn Landeshauptmann» Stellvertreters Dr. Sernec antworten, den er uns Deutschen zu Ansang dieser Session gemacht hat. Er sagte: „Ich weiß nicht, warum die Deutschen so fehr gegen diesen Ausgleich find. Ihre Leute haben ja den ersten Ausgleich gemacht. Warum haben diese ihn so gemacht? Der erste Ausgleich ist ja die Grundlage aller folgenden gewesen." Da-rauf möchte ich antworten: Ich habe weder Lust noch Neigung, für die damalige Mache deS Aus-gleiches in die Schranken zu treten. Ich habe ihnen hier nur den Vorwurf zu machen, daß rS ihnen an jener staaismännifchen Voraussicht man» gelte, den Ausgleich fo abzuschließen, daß sie sich damit Ungarn» Abhängigkeit für all« Zeiten sicherten. Ihnen darüber Vorwürfe zu machen, daß sie die wirthschaftlichen Interessen schlecht vertraten, sind wir nicht so berechtigt, wie zu dem gleichen Vor» würfe Ihnen gegenüber, meine Herren! Damal» war man eben noch ganz ohne Maßstab dafür, wie diese» oder jene» aus die eine oder die andere Reich»-Hälfte wirken wird. Der heutige Ausgleich ist daher ungleich verurtheilungSwürdiger, und zwar schon auS dem Grunde, weil wir heule eine dreißigjährige Erfahrung besitzen, weil un» genaue statistische Daten zu Gebote stehen (Sehr richtig.), aus denen wir wissen können, baß Oesterreich einfach vernichtet ist, wenn dieser Ausgleich angenommen wird. (Lang» anhaltender stürmischer Beisall.) Ich mache Ihnen, meine Herren Slovenen, aber daraus leinen Vor» wurf. Sie haben eben ein Geschäft gemacht! Sie haben wirthfchaftliche Interessen aufgegeben und dafür die wettestgehenden nationalen und politischen Rechte eingeheimst. Aber umso niederträchtiger ist die Haltung der Katholischen Äolk»partei, (Brausender Beisall. Widerspruch der Clericalen) jener Männer . . Landeshauptmann: „Ich möchte den Herrn Abgeordneten Walz aufmerksam machen, laß eS ihm nicht zusteht, eine ganze Partei anzugreifen und in dieser Weise zu verurtheilen." Abg. MoSdorfer: „Sie haben es aber verdient." Abg. RokitanSky: „Sehr richtig!" Abg. Walz (zu den Clericalen): .Sie haben mit un» gestimmt, al» wir Stellung nahmen wider Wangen herabliesen: „Dei Fuß wird denast nimmer ganz. Wußt i aber, daß dö» der Fall wär', i ließ mi wahrhaftig dafchlag'n raiet a Hund, därfst mir'» glaub'«, Gret'l." Da» Mädchen reichte ihm lächelnd die Hand, die jener lange zitternd in der seinen hielt, und beide sahen sich, tief in die Augen. Da rief Gret'l» Mutter nach ihr, und da« Mädchen humpelte eilig hinweg mit den Worten: „Pfüat Di Gott, Han»l." Der Bub' hatte nimmer Zeit, der Kameradin zu sagen, daß er am nächsten Tag fort müsse zu seines Vaters Bruder. Dieser war kinderlos und Besitzer eines großen Bauerngutes in Allgäu. HanS war zu seinem Erben bestimmt, und der Bauer verlangte, daß der Knabe fchon jetzt bei ihm feine Heimat auffchlage, waS de» letzteren Vater, der außer HanS noch drei Söhne hatte, nur lieb fein könnte. So kam e», daß fast zehn Jahre vergiengeu, ehe Han» wieder in feine Heimat kam. Al» er aber dorthin zurückkehrte, war er ein schöner, statt-licher Bursche geworden. Auch die Stelzen-Gret'l war zu einer schönen Jungsrau ausgeblüht, so daß man über dem hübschen Gesichte fast vergaß, daß sie ei« Krüppel war. So lange Herr und Frau Reiner aus ihrer Villa wohnten, war sie dort be-schäftigt und wie da» Kind im Hause gehalten. E» war ein herrlicher, lauer FrühlingSabend, als Gret'l die Villa verließ, um ihre Eltern zu besuchen. Die Schwarzblättchen sangen auf den diesen Ausgleich, als wir die Schädlichkeit für das gefammte wirihschafiliche Leben Oesterreichs dar-legten, die uns durch diesen Ausgleich droht. Sie haben dafür gestimmt, sind dann nach Wien gegangen und haben jenem Ausgleiche zugestimmt, ohne einen einzigen Paragraphen abzuändern. (Lebhafte Zu-stimmung). Hier belästigen Sie un« immer mit Anträgen, von denen Sie wissen, daß sie nicht ver-bandelt werden können. Warum stellen Sie solche? Einfach, um dann hinausgehen und Ihren Wählern Sand in die Augen streuen zu können. Ich muß Sie einfach als politische Hochstapler bezeichnen. (Langanhallender Beisall und Händeklatschen.) Nun, meine Herren, daS waS ich hi«r gesagt habe, da« sagte ich al« österreichischer Staatsbürger, die Sorge um da« alt« Habsburger Reich hat mir diese Worte herauSgepreßt. Ali Sohn meines Volkes jedoch kenne ich keine Furcht, denn über ein Edeloolk wie das deutsche, kann keineRegierung zur TageSord» nung übergehen. Wenn sie Oesterreich daS deutsche Gepräge nehmen wollen, dann wird Oesterreich einfach von derKarte ver» schwinden." (Langanhaltender brausender Beifall und Heilruft. Händeklatschen. Der Redner wird vielfach beglückwünscht.) Stassner und Sernec. Abg. Sernec vertheidig tdie Anwendung deS § 14 durch die Regierung, da diese staatSgrundge« letzliche Bestimmung so viel« Einschränkung«» eni» halt«, daß «ine mißbräuchlich« Anw«ndung gar nicht möglich fei. (Lebhafte Oho!-Ruf« links.) Die Verfügungen d«r Regierung auf Grund deS § 14 feien im StaalSintereffe nothwendig gewesen. Abg. MoSdorfer: „Wie war'S denn in Ungarn?" Abg. Sernec findet eS eigenthümlich, daß di« Mehrheit sich heute so entrüstet über daS Vor-gehen der Regierung zeige, nachdem doch sie eigent» lich an dem Stillstande der parlamentarischen Thätig-teil schuld sei. (Lebhafter Widerspruch link«.) Abg. Walz: „Ja natürlich, nachdem Ihr unsere Abgeordnete wie Strolche behandelt habt!" Abg. Sernec meint, die Regierung habe keine Freude daran, mit dem § 14 zu regieren, aber e« blieb ihr nicht« andere« übrig, nachdem die Obstruction alle» vereitelt hab«, selbst da» Diener-gefetz. (Ohol-Rufe links.) Abg. RokitanSky: „DaS ist ja angenom» men!" Abg. Sernec (zu RokitanSky): „Sie scheinen daS nicht zu verstehen!" Für die Heilung der leidenden parlamentarischen Zustände gibt Abg. Sernec den deutschen Parteien solgenden guten Rathschlag: »Die Häupter der „österreichischen" Parteien sollen sich einfach zusam-menthun und die Bestimmungen der Gefchästsord-nung fo abändern, daß eine Obstruction einfach unmöglich ist, — dann können sich die Pforten deS Parlamentes wieder öffnen." (Rufe link«: „Einsperren!") Abg. Walz: „Hängen!" Abg. Sernec betont, daß Sprachenverord-nungen existieren müssen (Ohoruse), aber er gibt Zweigen der Akazien im Parke, und draußen sproßten tausend Blumen auf den grünen Wiesen, neben denen sich der Weg hinzog. Die Berge waren von der Abendsonne oiollett gefärbt, und am blauen Firmamente zogen golden« Wolkenstreifen dahin. Gret'l war so feierlich zu Muthe. Sie wußte sich die sie überkommende Stimmung nicht zu deuten. Unwillkürlich setzte sie sich aus da» Bänkchen unter der Eiche, wo sie damals verunglückt war. Die Schwarzblättchen, welche sie jetzt so schön singen hörte, waren vielleicht die Abkömmlinge auS jenem Nest, worüber sie zur „Slelzen-Gret't" geworden. Wieder, wie schon so oft, dachte sie an jene letzte Begegnung mit HanS vor ihrem Häuschen. Der Bub' mit dem erschrockenen, leichenblassen Gesichte war ihr ja seitdem nicht mehr auS dem Gedächtnisse gekommen. Daß er der reiche Erbe seine« OheimS werden sollte, wußt« sie, und sie wünschte ihm im Stillen Glück. Da. als sie vor sich hinträumte, stand plötzlich der Jugendfreund vor ihr. Sie er-kannte ihn nicht gleich, doch nach wenigen Augen-blicken reichte sie ihm die Hand zum Gruße und rief in freudigstem Ton«: „Grüaß Di Gott, Han«! An Di hab' i g'rad denkt — g'wiß i«'« wahr!" „Und i bin Dir z'li«b daher gangen", erwiverte der Bursche, sich neben setzend. „Grüaß Di Gott, daß i Di grad an dera Stell' wieder zum erstenmal treffen muaß. dö« i« an eigen« Geschick. Sag' aus-richti, wie oft hast mi schon verwünscht?" „Da kennst mi schlecht!" entgegnete Gret'l. 1839 zu. daß es so nicht weiter gehen könne. (Rufe: „Aha!") Ein« Aenderung der bestehenden Ver» hällnisse könne nicht durch gegenjeuigeS Hetzen vor-genommen werd«n, sondern vor allem müsse, wie fchon erwähnt, die Geschäftsordnung neue Bestim-mungen erhalten. Die Deutschen habe ihre berech-tigte Stellung, sie sind auch culiurell vorgeschrittener wie andere Nationen. (Abg. Walz: „S«hr gnädig l") Den slavisch«» Völkerschaften in Oefter» reich sei e« durch lange Zeit nicht möglich gewesen, culiurell in die Höhe zu kommen, da e« ihnen ver-sagt blieb, ihre Ausbildung in ihrer Muttersprache zu genießen. Vor 35 Jahren z. B. haben d,e Slovenen noch gar keine Intelligenz gehabt. Bn den Tschechen seien die Verhältnisse besser gewesen und di« Tschechen stehen auch heuie alS eine Zierde OesterreitzS da. (Pfuirufe. Widerspruch und Heiterkeit.) „Wir kennen", — sagt Dr. Sernec — „keine erste Nation in Oesterreich, wir sind alle gleich-berechtigt." Dem Abgeordneten Walz gegenüber müsse er bemerken, daß sich heute die slavische» Völker nicht berufen fühlen, den verfahrenen Karre» deS Ausgleiches in Ordnung zu bringen. „Seme Partei," erklärte Redner schließlich, „werde gegen den vorliegenden Antrag stimmen." Abg. S t a l l n e r wendet sich in seinen Au«-führungen gegen die Redner der slavischen und clericalen Partei und sagt, der Abg. Hagendorser habe sich dazu hergegeben, einen hochverdienten deutschen Abgeordneten (Abg. Fürst) zu vernader« und zu verleumden. Die« kennzeichne die clericale KampseSweise. (Äbg. RokitanSky: „D«e schon allbekannt ist.") Der Abgeordnet« Sernec habe er-tiärt, daß mit dem § 14 nicht lange regiert werde» könne und habe darauf hingewiesen, daß die Deutschen durch ihre Obitrucuon eine ruhige parlamentarische Arbeit verhindert haben. Damit habe er Ursache und Wirkung verwechselt. Die Dem» scheu seien einfach zu dem gezwungen worden, wa« sie thun mußten. (Rufe: „So ist e«! Sehr richtig!") Gegenüber der Behauptung de« Abgeordnete« Sernec, daß den Slovenen fchwer«« Unrecht geschehe» fei, da thren Kindern «S nicht möglich gemacht wurde, in ihrer Muttersprach« unterrichtet zu wer» den. hält Abgeordneter Stallner den im train.schea Landtag« gestellt«» und auch ang«nommenen Amraß entgegen, daß nicht die Erlernung der slooenischei^ sondern der russische» Sprach« wünschenSwerih sei. (Lebhaft« Hört! Hört!-Rufe. Rufe bei den Slovenen: „Da haben sie schlecht geschrieben!') DaS zeige, wohin di« Slovenen eigentlich ziele«. Die Ansicht Sernec'», die Tschechen seien eine Zierde Oesterreichs, stehe wahrscheinlich sehr vereinzelt da. (Beifall und Heiterkeit) Die Waffen, die heute die gegnerischen Partei,» gegen die Deutschen schmieden, werden sich viellncht gegen jene selbst richten. Redner schließt: „Un« Deutschen ist trotzdem heute noch immer nicht bang«. Wir haben Mittel und werden Wege finden, mit oder ohne Hilfe der Clericalen, mit oder ohne den Willen der Slooene» zu unserem Rechte zu kommen. Wir steh«» auf dem Standpunkt«: „Wir Deutsch« fürchten Gott „Du hast e« ja nit so oermoani, und was oana al« unüberleg««r Bua thuat, da« tragt ma von do nit nach. Na, na, Han«, ich hab' Di alleweit nur vor nur g'jeh'a, wies D' '« letzt'mal vor mir g'standen bist, ganz zitternd vor Reu' und Wehthoa über dö«. waS worn is. Woaßt e» no?" „Wol woaß i '« no. Und woaßt aber aa, wa« i mi durtmal«, wenn i aa no' an' unmündig'« Bürfchl war, vorg'nomma hab ?" Da« Mädchen sah ihn fragend an. Beider Augen senkten sich wieder tief in einander. „I hon globt, daß i Dir'« amal vergelte» will, wa« i an Dir verbrocha, jetz i« die Zeit kömma, mei G'lödmS z' halten. Der Vrttrr hat mir übergebtn, i bin a reicher Bauer, bin mei eigener Herr und — jetzt iS die Zeit da, daß —" Han« stockte. Er hatte ja gar nicht dara» gedacht, daß fein Vorhaben plötzlich eine andere Gestalt annehmen könnte. Er wollte dem Mädchen eine lebenslängliche gute Rente vermachen, ihm eine sorgenfreie Zukunft bereiten, da e« ja arbeitsunfähig geworden, dieser Pflicht war er sich längst bewußt; jetzt aber, da er diesen Vorsatz ausführen wollte und der Jugendfreundin in di« großen, treue» Augen sah, jetzt hatte er wi«d«r deren Hand «r» griffen, und Gret'l fühlte, wie feine Hand zitterte, wie damals, als er von ihr Abschied genommen. Di« Schwarzblättchrn zwitscheren ganz nahe, und der Himmel leuchtete immer schöner, und die Berge glühte« immer prächtiger, und rosig roth 1899 üb sonst nichlS in der Welt!" (Lebhafter Beifall «d Händeklalschen.) Wir fürchten kein Pfaffen-jum, kein Slaventhum, und wir fürchten auch Kim Polizeistaat, der am Horizonte ist. (Ttür-«scher Beifall und Händeklaifchen.) Aus Stadt und Land. giftet Gemeinderalb. Freitag den 5. Mai » ü Uhr nachmittag» findet eine ordentliche, öff«rnt-iche GemeinbeauSschuß-Sitzung statt mit folgender Ugeiordnung: Mittheilung der Einläuft; Berichie tnßeclion I über ein« Aeußerung de» VerzehrungS-Ktn-AbsindungSvereine» in Cilli in Angelegenheit tir Erhöhung de» Jahr«S-PaufchaleS an Gemeinde-jljchlägen und einen AmlSbericht wegen Bestellung Imt Organe» für die Handhabung der Leben»-Iiiuelpolizei; Bericht der Finanz-Seclion über einen liiiuihalterei-Erlaß betreffend die Förderung der Uchrebungen de» Oefterreichifchen Völkervereine«; Itmcht der Finanz-Seclion über eine Eingabe de» IjUrtm Larlofchet um Bewilligung zur Einführung Irsc» Wagen» mit Siedevorrichtung zum Verkaufe Itcher Würstel. Der öffentlichen folgt eine ver-Iwliche Sitzung. protestantischer Aamikienabend. Der Massen-liifu Besuch, der e» zur Folge hatte, daß am IGnratag abend» der geräumige Gartensaal im Hotel Ilnschek weit über feinen Faffung»raum hinau» »füllt war, kann al« überzeugender Bewei» dafür IM», daß die Protestantischen Familienabende Iiat« geistigen Bedürfnisse der gefammten Cillier Iwölknung beider Confessionen entgegenkom-Im und der stetig steigende Besuch zeigt UN», daß IKLdende ihrer Aufgabe erfolgreich gerecht werden ■taten. Diese hervorstechende Erscheinung veranlaßte I(ktu Rifchlavy mit Recht und Nachdruck ItMsauf hinzuweisen, daß auch in Cilli, wo feit dem l^thte 1854 der evangelische Boden bebaut wird, |fc freien Geiste»forfchung eilte breitere Gasse werde i Ml werden. Herr Rifchlavy räumte naturgemäß I ■ feiner herzlichen Begrüßungsansprache dem Ehren-Ipft de» Abend», Herrn Pfarrer Dr. Paul von Izi«mermann einen ehrenvollen Platz ein. — I«Versammlung begrüßte den ebenso bedeutenden. |« gewinnenden Mann mit stürmischen Heilruf«». I d». Z i m m «r m a n n hitlt sodann einen Herr-lich ausgebauten Porlrag üb« »Segen und Ititge de» reinen Evangelium«", einen Itnnag. der mit der Tiefe der Gedanken unseren llcif fesselte, der mit der deutschen GlaubenSinnig-Ib, die au« ihm fo siegreich wehte, unser Herz in | IrMdjt wiegte, einen Vortrag, welcher dem Redner lochen Zoll der Bewunderung und den Elfolg Ichmeiner Uebereinstimmung brachte. E« ist un« lki!K> Christenthum, genau fo alt ist auch sein Segen. Mristu« selbst war der erste und größte Protestant, ßitit die untergehende Sonne da« Gesicht de« shmn Mädchen«. Keine« sprach einen Laut, sie hatten die Hände Mtjdjbingtn, und jede« mußte, wa« in dem Herzen ttMern vorging. Endlich fragte Han«: .Gret'l, moanst, Du fintfi mi no amal gern haben?" ,Do» sragst no?" erwiderte da« Mädchen, ihn «herzig anblickend. Ha? Dann woaß i. wa« i z' thun hab', »mi Gret'l, muaßt mei' Bäuri» wer'n, und leb'n iitt'n ma wie'r tat Himmelreich! Magst?" ,$an»!" erwiderte da« Maschen und duldete 4 baß ihr der Jugendfreund einen herzhaften Kuß ■j die Lippen drückte. ,Han»", sagte jetzt da« Mädchen neckend, sich I Wch jener zwei Worte erinnernd, die den Ansang I hm beiverseitigen Leiden machten, »Han« t sag'«!" »Sag'S der ganzen Welt!" rief der Bursche I tolty, »und i sag'S mit." Daraus schlang er den n» um sie uud küßte sie nochmals nach Herzenslust. rAveläuten endete die weitere Fortsetzung > kj» Ergüsse. E« war da« Gebet zweier Glück-I Irinn, da« zum Himmel drang, hier an der für I ledt |o denkwürdigen Stelle. Einige Monate später I är sühne Hau« die Stelzen-Gm'l al« feine glück-I ich- Bäuerin zum Traualtare. »ittttfdi* M«cht" der gegen dit Veräußerlichung der Religion pro-testierte, die eint Sache der Innerlichkeit fein müsse. Und immer, wenn sich Irrthümer in der Kirche gezeigt haben, da hat sich der Protestantismus da« gegen geregt. Es war ein Segen de« reinen Eoan-gelium«, daß e« sterbenden Völkern ein neues Morgenroth einen neuen Tag gebracht hat. Als das Christenthum im römischen Reiche zur Staats-religion erhoben worden ist, da hat bedeutsam ein Kirchenvater auSgerusen: Heute ist Gist über die Erde gegossen worden. ES kam dann die Bilder» Verehrung und die Wallfahrt zu Bildern und die Marienanbetung — der ProtestantiSmu« war da-gegen. Er regte sich in den Waldenfern in Süd-frankreich. er regte sich in Straßburg, al« zur Zeit der Pest über die Stadt da« Jnterdict ausgesprochen wurde. Dante war «in Protestant, und die Hunderte, die zu Lincoln sür di« Reinheit ihre« Glauben« den Flammentod erduldeten, waren Protestanten. Luther, d«r von Christi G«ist Durchglühte, von dem «« in der Bannbulle hieß, er fei „ein Wild-fchwein, welche« den Weinberg der Kirche verwüste", dieser Mann erklärte, eS sei Unrecht. Ketzer zu verbrennen. DaS war ein Segen de» reinen Eoan-gelium«, während die Unduldsamkeit in Pari» die Chemisarden, in Böhmen die Liechtensteindragoner zum Hinmorden, zur Austreibung au» dem Lande führte. Rom selbst beugt sich vor dem Siege de« reinen Evangeliums. Es wird heute kein Mensch deS Glaubens willen verbrannt und feit 50 Jahren besteht in Rom die Inquisition nicht mehr. Bis 1822 mußte der gehorsame Christ glauben, daß die Sonne sich um die Erde drehe. Durch die Confiscation evangelischer Schriften wird die Wahrheit in ihrem Siegesläufe nicht aufgehalten werden, sie läßt sich durch Purpur und Kapuze nicht verhängen. Der evangelische Geist, ein Geist der Duldung und Liebe, kämpft gegen den Aberglauben. Die BildungS-ergebnisse stellen dem Protestantismus ein schöne« Zeugnis au»: im protestantischen Deutschland kommt auf 20.000 Menschen ein Verbrecher, in Oesterreich auf 750 Menschen. Von 1000 Menschen können in Norddeutschland 2 nicht lesen, in Oesterreich 340, in Italien 780. Da« römische Christenthum wird noch gereinigt und geheiligt werden. Wenn heute jemand sagt ,Lo» von Rom!" sei gleichbedeutend mit ,Lo« von Gott!", so ist da« eine Gotteslästerung. Herr Psarrer Jaquemar gab in beredten Wor-ten dem Gefühle allgemeinen Danke« dem Redner gegenüber Au«druck. Ein Frühling«blüthenzug gehe durch die Welt und der heutige Abend sei eine wjH?«, echte Maiandacht. Begrüßungsschreiben hatten gesandt die Abg. Dr I. Pommer und K. H. Wolf, Pacchiaffo, Riedl, Gosch«nhof«ru.a. Nachdem Herr Psarrer Dr. v. Z i m m e r m a n n einig« R«if«. erlebnisse erzählt halte, die den römischen Aberglauben grell beleuchteten, trug Schriftleiter Ambroschitsch Hamerling« „Germanenzug" vor. Bei vaterländi« schen Liedern blieb die Gemeinde noch lange vereint. Mnftkverei« Wir machen nochmal« all« musik- und kunstliebenden Kreise darauf ausmerk-sam, daß Freitag den ö. d. M. um Uhr abend« im Stadttheater unwiderufltch da« erste Mitglieder-Concert stattfindet, und glauben, auf da« geschmackvollst zusammengestellte Programm hinweisend, auf ein ausverkaufte« Hau« rechnen zu können. gifte* Vadfahrer-?erei». Sonntag den 7. d. M. unternimmt der Cillier Rabfahrer-Berein eine Verein«partie nach Hochenegg-Sternstein und werden di« Mitgli«der höflichst ersucht, sich an derselben recht zahlreich zu beteiligen. Die Abfahrt erfolgt Punkt 2 Uhr vom Caft .Mercur". Im Falle ungünstiger Witterung findet die Partie am darauffolgenden Donner«tag statt. giftet Wasserleitung. Wi« schon gemeldet, liegt da« hochinteressante und sehr instructive Projekt für die Cillier Wasserleitung, im Gemeinderalh«-saale täglich von 9—12 Uhr zur allgemeinen Besichtigung auf. Zur Beschlußfassung über dieses Project. dessen Verwirklichung in Rücksichtnahme auf da« Bedürfni« de« Tage« einen Kostenaufwand von rund 140.000 fl. erfordert, wird in der nächsten Woche eine außerordentliche Gemeindeau«schußf>tzung stattfinden. Z»er Abt «fc 3fafijeima»ut. Dieser Tage erklangen in der Morgenstunde au« einem Gast-Hause am Kirchplatze fröhliche Lieder — lustige Arbeiter halten ein« angestimmt. Plötzlich^ tauchte Abt Ogradi auf und begab sich eilenden Schrittes in da« Gasthau«, wo er den frohen Sängern, die sich ganz und gar nicht unanständig benahmen, Stillschweigen gebot — jedoch erfolglo«, bettn die guten Leute meinten, baß in bet Kirche ja auch gesungen würbe, »nb fangen weiter — Ogradi aber gieng. 3 Z>e? Arleiterfeiertag würbe von einem Theile der Arbeiterschaft Cilli« unb bet Umgebung mit Fröhlichkeit unb Würde begangen. E« ftnb keinerlei Ausschreitungen vorgekommen unb ber socialdemo-kralische Wettergott sorgte dafür, baß ber Ausflug nach Storö im hellen Maienglanze vonstalten gehen konnte. Es ist feldstverstanblich, daß auch die bür-gerliche Bevölkerung unserer Stabt de« ersten Maitag«, ohn« Rücksicht auf drsstn Classenfeierlichkeit, nach allem deutschen Brauche ihren Zoll brachte und auf Ausflügen die frifchergrünte Maienflur aussuchte. Als am Abend bei der „grünen Wiese* die »Genossen" in tanzsroher Feststimmung schwelg« ten, hat am Festplatze plötzlich ein junger social« demokratischer Erdenbürger daS Licht der Welt erblickt. Honstscirt — Kreigegeve« — Wieder ($*• fischt. Die t. k. Papierstampfe wird jetzt wieder fleißig beschäftigt. Fast keine Nummer der AmlS-blätter erscheint, in der nicht etwas von einer Confiscation zu lesen ist. Bald sind eS Broschüren, bald sind es Zeitungen, ja sogar di« Ansichtskarten verfallen in n«u«r«r Zeit der objectiven Verfolgung und zwar sind eS nicht die SlaalSanwaUfchaft«n allein, bi« auf di« letztere Species der Druckindustrie förmlich Jagd machen, sondern man höre und staune — so weit wir Deutschösterreicher überhaupt noch deS Staunens fähig find — auch k. k. Post-beamte fühlen sich berufen, Censurgewalt zu üben und ihnen als „zur postalischen Beförderung nicht zulässig" erscheinende Karten den Absendern zur Verfügung ju stell« Fragen nu. welche Ansichtskarten bi« nun von der postalischen Beförderung ausgeschlossen würben, so finben wir, baß e« von Deutschen erzeugte ober verlegte Ansichtskarten gewesen sind, und fragen wir, welche Postämter sich bei diesem Censuramt besonder« hervorgethan haben — so finben wir, daß e« solche Aemter waren, wo Wenzel«föhne oder Löhne der edlen windischen Nation de« Amte« walten. Wir finden aber auch, daß die ehrenrührigsten Postkarie» durch die k. k. Post befördert werden, ohne daß ein solcher Postbeamter Censur übt, während wir aber auch finden, daß eine Postkarte, die nicht« andere« an bildlicher Darstellung auszuweisen hat al« ein fchivarz-roth-goldene« Band und ein Kornblumen-Släußchen, von ber postalischen Beförderung au«- geschlossen wurde---— unb darin finden wir Tendenz, zumal diese postalische Ausschließung in Postämtern erfolgte, deren Beamte in ihrem Privatleben die deutschen Farben allerbingS nicht leiben mögen. Wir finben eS überhaupt gar nicht berechtig», daß die k. k. Postbeamten zu Censoren avancieren können. Auf Grund deS Bildungsgänge« den zumeist unsere Postbeamten genossen haben, wissen wir, daß die geXossene Vorbildung nicht zu diefer Funclion geeignet macht. Die Vor« studien, die von eine« Postbeamten begehrt werben, haben mit Ju« nicht« zu thu«, und der Postamt«-cur« bildet die Jungmannschaft de« Postdienste« doch auch nicht zu rtchtSgeleHrten Personen heran? Einige Classen Untergymna^um, ein Fachcur« und die gehörige Portion Protektion genügen, um ei im Postdienste auf der Sturmleiter des Avancements recht weit zu bringen; doch all die« bringt aber nicht die Fähigkeit mit sich, da« Wissen, die Fähig« feit und d,e Erfahrung zu ersetzen, die Zeichner, Verleger und Drucker sich in ihrem Fache gefam« melt haben, ehe sie überhaupt daran denken konnten, eine Postkarte, und fei sie auch deuifchnational angehaucht, in Verkeßr zu bringen. Die Postbeamten deutscher Abstammung begreifen die« auch. So ein Wenzel«sohn aber/ der oft durch einen freie» Mittag«tifch bei einer deutschen Familie vor dem Schafhirten-Schicksale feiner Brüder oder Schwestern behütet wurde, glaubt sich auch juribische Kenntnisse ohne Vorstudiuck zumuthen zu dürfen, sobald ihm in Amt und Äürde eine« k. k. Postamt«prak»ikan« ten der erste Flaum auf der Oberlippe gesprossen ist. Sitzt er ifn Amte, so sitzt auch in seinem Herzen di« chauvinistisch« Liebe zu feiner Nation, und da di« Slaven itoch immer mehr Gefühls- al« Berstandt«« menschen siZd, so obsiegl der erster«, w«nn National« bewußlsei« und Beamlenpflicht in Widerstreit kom-men. Daß sich heute in unserem Staat« gerade slavischer Chauvinismus und »gu'e« Oesterreicher« lhum" deckt, ist ihm ein doppelt willkommener Anlaß, eine »deutschnationale" Postkarte von der postalischen Besö-derung «»«zuschließen. Ausgabe unsrer Volksvertretung wird eS fein — kommen wir wieder einmal zur Anerkennung der parlamen-lar^chen Rechle der Völker Oesterreichs, — daß die Presse der Censurgewalt von Leulen entrückt wird, denen im Durchschnitte die Fähigkeit auf Grund des genossenen Unterrichtes abgesprochen rverlttn Mb. die fija^rfliroali z» üb««. y~ Doch auch unsere gelehrten Richter haben »ipflf schwere» 4 Stand, ihr Amt zu'üben. Dies beweist die Confiscation der Rauschen Postkarte, die gar keinen Text enthielt und nur «inen germanischen Jüngling dar« stellt, dem eS gelungen ist, eine seiner beiden ihn an RomS Felsen fesselnde Hände frei zu machen. Die zünftige Censurbehörde in Cilli fand nichtS Aufreizendes oder Verletzendes in dieser Darstellung, die, wenn man so sagen will, eigentlich gar nicht mehr originell war, Tausende dieser Karten gingen ins Publikum, ohne daß sich irgend die Wirkung einer Aufreizung bemerkbar gemacht hätte, da confiScirte die Grazer k. k. Sicherheitsbehörde die Karte und die k. k. Staatsanwaltschaft in Cilli, der als Preßbehörde diese Postkarte doch in erster Linie gewissermaßen zur Confiscation vorgelegt wurde, vertrat die Confiscation, trotzdem sie seiner-zeit die Confiscation nicht auSsprach, alS ihr die Karte zur ersten Beurtheilung vorlag. Ja noch mehr! Da« KreiS» als Preßgericht bestätigte die Confiscation nicht, da e» weder die zum That-bestände deS Vergehens nach § 302 St.-G. erforderliche Aufreizung zu Feindseligkeiten wider ein-zelne Classen der bürgerlichen Gesellschaft, noch die zum Thatbestände des Vergehens nach § 303 St.-G. erforderliche Herabwürdigung von Lehren, Gebräuchen oder Einrichtungen einer Religionsgtsellschast ge-funden hat. Und waS that die k. k. StaatSanwalt-fchaft Cilli, die doch bei der Censur, d. i. bei der Hinterlegung deS Pflichtexemplare« nichts zu be-anstanden hatte, nach Publicierung dieses frei-sprechenden, von unS voll begriffenen Urtheiles 'i Die k. k. Staatsanwaltschaft Cilli erhob gegen diesen Einspruch Beschwerde beim Gerichtshöfe zweiter nstanz. DaS k. k. Oberlandesgericht Graz bestätigte die nicht durch die Cillier SlaatSanwaltschas», so»-dern durch die k. k. Sicherheitsbehörde in Graz erfolgte Confiscation auf Grund des §303, St.-G.. weil es .keinem Zweifel unterliege", daß der Stein-block (p«tra), auf welchem sich die Tiara befindet, den „PapiSmuS* vorstellt. Nachdem aber dieser Steinblock mit einer Fratze und einer Kette ver-sehen ist, so „unterliegt es keinem Zweifel", daß durch diese schtinvar ausschließlich nur dem Schlag-worte „LoS von Rom", beziehungsweise der Ueber-trittSbewegung zum Protestantismus gewidmet« bild» liche Darstellung auch die Gebräuche und E i n-richtungen der katholischen, somit einer im Staate gesetzlich anerkannten Kirche, verspotten und herabzuwürdigen gesucht wird. D«ß ih Oesterreich im Namen Seiner MajeW »Iw»» ver-urtheilen kann, weil k» etwas darstellt, ist unS "WirluiD somit in unserem Wissen neuerlich bereichert worden. ............. J>u y«s eben in dem Moment«, al» er ein falsche» Zwanzighellerstück abfeilte, während ein gleiche» zweite» Geldstück aus dem Tisch? lag. Unter solchen Umständen blieb dem Beschul-digien natürlich nicht» übrig. alS seine strafbare That vollkommen zu gestehen und zu bekennen, daß er a»ß->r den beiden in „Arbeit" befindlichen Stücken die gelegentlich der Hausdurchsuchung ver-steckt aukgefundenen w.iteren 5 Gulden, 8 Kronen und noch 2 Zwanzighellerstücke auf die Art und Weise, wie er sie gelegentlich der Vorbeftrafung einhielt, verfertigt habe. Bei der Hausdurchsuchung wurden denn auch die verwendeten Forme». Ma-terialien und Werkzeug« vorgefunden. Die Verantwortung deS Beschuldigten, er habe falsche Münzen nur deshalb geschlagen, weil ihm daS Leben bei seinen Angehörigen unerträglich war und er wied.r in eine Strafanstalt kommen wollte, ist nach den näheren Umstände» der Betretung und nach feinen Vorstrafen unbegründet, aber auch für die Beurtheilung der That belanglos. In der Prägung der nach dem Cerlificate des k. f. Haupt-MünzamteS in Wien vom 7. März 1899. Z. 1343. au« Zinn gegossenen falsche» Münzen liegen all, Merkmal« de« Verbrechens der Münzverjälschung, § 118 b St.-G. Im Sinne des Wahrspruches der Geschworenen wurde Johann Stolz wegen Verbrechen» der Münz-Verfälschung zum schweren Kerker in der Dauer von drei Jahren verurtheilt. Fodtschla^. VorsitzenderLandeSgerichtSrath Katzia ntfchitz, öffentlicher Ankläger Dr. Kocevar v. Konden-heim: angeklagt: Anton Komar, 24 Jahre alt, verthelicht, Arbeiter in Unter-Kraüe, w«g«n Verbrechens der schweren lö.perlichen Beschädigung vorbestraft, und Josef Komar, 21 Jahre alt. lediger Knecht in Rudech, unbestraft, wegen Todt-schlagt». Am 1. Jänner 1899 zechte eine größere Ge-sellschaft im Kolenz'schen Gasthause in Unter-Rietz; al« sie sich abend» aus den H.imweg machten, eilten Josef und Anton Komar voraus, trennten sich in der Näh« d«S Matekischen Gehöftes, nachdem sich Anion Komar dort mit einer Mistgabel bewaffnet hatte, und e« faßte Joses Komar aus einem Seitenwege beim Stege, Anton Komar aber nächst der Straße bei ein« Harpfe Posto. AIS nun die nachkommende Gesellschaft, Männer und Weiber, deS Anton Komar bei der Harpfe an-sichtig wurde, gieng Michael Vertaönik. ein auf Urlaub zu Hause weilender Soldat, gegen Anton Komar in friedlicher Weise zu und stürzte nach einigen Schritten wie todt zusammen — Anton Komar halte ihn mit der Mistgabel in daS Auge gestochen; daS Eisen durchbrach daS knöcherne Gchädelgehäuse und war die Spitze in die Gehirn-masse eingedrungen. Die sofort als lebenSgefähr» 1859 lich erkannte Verletzung führt« am 25. Jänner den Tod deS Michael Vertavnik herbei. Anton Komar gesteht, dem Vertaönik die Verletzung beigebracht zu haben, jedoch nicht absichtlich. Vertagn!! fei mit dem hochgehaltenen Seitengewehre auf ihn loS-gegangen, er habe die Mistgabel gegen Vertainik gefällt, nur zum eigenen Schutze, und Vertaönik fei im Vorspringen selbst in die Spitze gerannt. ES kann dahingestellt bleiben, ob sich nicht auch in diesem Sachverhalte eine feindselige Absicht aus Seilen deS Anton Komar erkennen läßt? allein diese Verantwortung ist widerlegt durch die eidliche Aussage de» Verstorbenen und insbesondere durch das ärztliche Gutachlen, welches besagt, daß die Verletzung nur durch einen wuchtigen Stoß mit der Gabel verursacht worden sein konnte, weiter» dadurch, daß Anton Komar in keiner Weis« auf-klären kann, warum er sich überhaupt mit einer Mistgabel bewaffnet und auf die Lauer gelegt dabe, sowie noch durch zahlreiche andere Umstände. Joses Komar leugnet jede Mitschuld; derselbe wollte bei seinem ersten Verhöre von der ganzen Sache nichts wissen und sich bei dem erwähnten Stege von Anton Komar getrennt haben; allein schon bei seinem zweiten Verhöre mußte er zugeben, daß er den Ruf: .Mihi je mrtev!" gehört habe und daß er, als eine halbe Smnde später Anion Komar zu ihm gekommen sei, er ihn gefragt habe, ivohia er den Michael geschlagen habe; später mußte er auch zugeben, daß er bei Anion Komar einen Stiel gesehen habe, wa« er anfänglich hartnäckig leug-neie. Die Z'ugen Matek und andere bestätigen, daß Josef Komar beim Stege gewartet habe, wo-für er keine Aufklärung geben kann, und daß er einen Theil der Nachkommenden durch den Nuf „Hall!" stellte. Anton und Josef Komar können überhaupt nicht befriedigend aufklären, warum sie der übrigen Gesellschaft vorausgeeilt find; auS der ÄuSfage de« Zeugen Michael Cajner ergibt sich, daß die Angeklazien vorher in einer Holzla..« nach geeigneten Prügeln suchten; FranziSka Cajner hat gehört, wie Anton Komar sich zu Jos«s Komar äußerte: „Ce glih sabljo iinajo, bojo vcmlar le-penil* Jofef »omar war an jenem Abende von einem der Verta^nik'schen Burschen mit .kurbir' beschimpft worden; besonder« wichlig ist auch der Umstand, daß Anton Komar nach der Thal d«>n Joses Komar übtr den Erfolg berichten kann, und daß dieser sofort den Anton Komar frug, wohin er geschlagen habe, nachdem er doch ohn« vor-herige« Einverständnis nicht wissen konnte, daß gerade Anton Komar den Michael Vertaünik ge-schlagen habe. All« dies« Umstäns« lassen erkennen, daß Anion und Jos«s «omar sich verabredet haben. Die Vertacnik'schen Burschen wegen der im Gast-Hause erfolgten Beschimpsung zu mißhandeln, dab sich infolge diese« Einverständnisse» der eine Komar bei der Harpfe, der andere beim siege aufgestellt habe; infolge dieser Verabredung hat Joses Komar den ganzen Eisolg, der au« der verabredeten Miß-Handlung entstanden ist, mit zu verantworten. Die Geschworenen konnten sich im Beweis-verfahren die Ueberzeugung von der Milsch.ild de» Josef Komar nicht verschaffen, weshalb derselbe freigesprochen wurde. Anton Komar wurde nach dem Wahrspruche der Geschworene» wegen Verbrechen» de« TodtschlageS znm schwere» Kerker in der Dauer von f e ch S Jahren und zum Kostenerfatze verurtheilt. verstorbene im Monate Ipri! 1899: Gorifchek Bartlinä, 56 I. a., Taglöhner, Herzmuskel, eatartung. knapitsch Fritz, 4 Monate alt, KöchinSkind, Durchsaß. Woch Anton, 4 Mon»te alt, MaurerSsohn, Lungenentzündung. Hojiük FranziSka, 65 I. a., Köchin, Herzerweiterung. Jellen Rudolf. 1 I. a., Taglöhuerssohn, Diphtherie, kralic Jofef, 60 I. a., Inwohner. Lungenentzündung. EaUer Anna. I. a.. Beamten»«!»«, Wassersucht. Nibeschl Jakob, 82 I. a., Schuldiener, Altersschwäche. Pobec Helena. 37 I. a., SSinzerin, Lungentuberkulose. S perlin Agne», 43 I. a., AuSzüglerin, Heizlähniunz. Hrider Marie. 60 I. a., Tazlöhnerin. Lungeiicmphysrm. Terlschegg Wilh«lm, 8 I. a., Schüler, Gehirnhaut« entzündung. Timprain Marie, 4 I. a., Waise. RachliiS. Zdolscheg Michael, 22 J a., Tischler, Lungentuberkulose. Jevschenak Agne», 59^ I. a., Köchin, Entartung. Siuka Gregor, 43 J/4., Fleischhauer, Lunzentub-iknlose. Schmid Theresia, 74 I. Private, Wassersucht. Altziebler Adele, 15 I. a., Wirthstochter, Lungenent-zündung. Kreinigg Josef, 63 Z. a>, Bäckermeister, Wassersucht. 1 Pischek Franz, 91 I. AuSzügler, Altersschwäche. 1899 .urtnisr? ^. BfiScf Äarl, 9'/, I. a., Hotelie-ssohn, Herzfehler. ftlej Marie, 63 I. Private, llagerfiebs. 1} AgneS, 59 I. a., SSchin, Lungenentzündung. »«A>k Helena, 80 I. a.. Inwohnerin, Altersschwäche, kür Marie, 8 M. a., Mazdskil>d, Stimmritzenkramps. joe&er Ursula, 74 I a., Hebamme, Lungenentzündung. ifßfangea der Räthsel aus fester Äummer: ln (Uten, I., Fletschmarkt 1, ei, aUdewahrtes und bekanntes Heilmittel von anregender und kräftige«» »er Wirkung anf den Magen bei Vcvtauungsstbrungen und sonstige« S24&—4*2 Mageudeschiverdc». Preis ,» Flaaclio \ . -40 Itr, Doppelflasohe . \ ~O kr. Ich kann nicht umhin, nochmals daraus c»mrrtiam zu machen, daß meine »izmiiopfen vielfach gesälsckit werden. Man adn sonach beim Einkauf aus obige Sch»tz»aile mit der Unterschrift te) versehen. Unter der Sch^kmarte muß sich die «teiislehende Unioschrist £\&is befinden. Bestandthet^ find angegeben. Tie Magentropfen sind echt zu haben in alle« Apotheken. BIÜXIE PIllfPKM fanpnmpen raachepnmpen jT Poinpwprke liaad- and Kraftbetrieb TTv7" «ioser^5l.t:*j.i}.g"s-.£k_n.l£Lgren. 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Ausserdem hat sich jeder Bewerber mittelst eines I^frecs zu verpflichten, nach Absolvirung des Lehrkursea das Hufsd^iledgewerbe mindestens durch S Jahre in Steiermark, beziehungsw^ffe im Bezirke von welchem er ein Stipendium erhalten hat, als leiser oder Gehilfe auszuüben. Die an den Landes-Ausschus^u mit dem Reverse, dem Tauf und Heimatscheine, dem nisse, dem Arbeitsbuch, Verm Gesuche der Bewerber sind b Ausschuss einzusenden Solche Hufschmiede, die Indheits- und Schulzeug-Bns- i|hd jrftlichkeitszeugnisse belegten längKß^^l. Vai 1899 an den Landes» ______________________ jdium anstreben und den Kurs hören wollen, haben sich unter Nachweis des Alters von mindestens 18 Jahren einer zweijährigen Verwendung als Schmiedgehilfe, einer guten Volksschulbildung unter Vorweis des Lehrbriefes und Arbeitsbuches längstens in den ersten 3 Tagen des Kurses beim Anstaltsleiter zu melden. Graz, ara 20. April 1899. 3822 Vom steierm. Landes-Ausschusse. 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Wenn doch Kno»/h Hafermehl, welche? in Verbindung u^r Kuhmilch das beste Mittel als Ersatz der Muttermilch ist, immer und überall verwendet w«en wollte, wo es sich um die richtige ErnübMmg von Säuglingen, um deren Gedeihen, um SüÄümng des so gefährlichen Brechdurchfalles, »^Erleichterung der Beschwerden des ZahninS ujlnim die Knochenbildung unserer Kleinen handelt,^Me viel Krankheit, ja Sterblichkeit würde veihiiHM, wie vielen Müttern die Sorge um die ihrer Lieblinge erleichtert werden. In Packeten von l/4 oder l/» Kg. zu haben ^in allen besseren Geschäften. »801—«7 Ich beehre mich ergebenst mitzutheilen, dass ich mit 1. Mai das Depot der \ Fürst Schwarzenberg'^1 Brauerei Wittingau und das Depot der \ Brauerei Oberlaibach Th. Fröhlich, Oberlaibach, übernommen habe und empfehle diese vorzüglichen xßiere zur gefälligen Abnahme. X Zum Ausstosse kommen: das bereits bestbekannte'ürig. lttingauer Lager- und Schankbier, sowie Oberlaibacher Export\ Kaiser- und Salvator-Bier. 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