(Organ der Versassungspartei in krain. Rr.673 Abonnkmentl-Wedingniss«: fflaii$|»6rig: Jit kaibach (I. 4.— #iit Post (I. S.— HaldMrig: . . . 2.— „ „ „ 2.50 VierleliLhrig: . . . 1.— . . . 1.25 Sue Zustkllung in'« Hau»: !tiiertrl|til)rig 10 ft. Samstag den 1. Juli 3 n f ertiont.Preise. 6iiif»a(tige Petit-Aeile Si 4 fc., bki Wirderholungen i 3 ft. — Anzeigen til 5 Zeilcn 20 ft. !H tbacti on, A d miniftta Iio » u. Ervedition: Kchkassttgass« At. 3, 1. Stock. 1893. I,, kn tUichlru in Deutschland. gju§ viclen Wunden blutend, zerkliiftet unb Sefpalten " f° 3ie^ bie Freisinnige Partei Deutsch-^inds in den neuen Reichstag ein. Es ware thoricht, ^ Wahrheit zu kranken unb sich vor ciner That-lacbe zu verschliehen, die die Sprache der Ziffern n vors 2tuge fuhrt. Amicus nobis Plato sed toagis amica veritas, unb darum sagen wir es ganz tffen: bie Deutschfreisinnigen haben eine arge Nieber- , erlitten, eine Nieberlage, wie fie, abgesehen ion der Vernichtung ber sevbischen Fortschrittspartei ita cvflbre 1887 unb von bem gliicklichen Feldzuge bet Zungczechen gegcn bie Partei Rieger's irn tv .te 1890 bie Geschichte ber parlamentarischen Srteien in ber iUn^ten Zeit nicht wieber auf-toift Eine so beklagenswerthe Schlappe mnh jebe doliti'sche $artei iur Gintt^r mahnen, mujj fte be-Heaen Umschau zu halten unb sich zu fragen, ob v. ® ^ch bei ihr die Keime eines Uebels vorhanben t)(lS j,, fortschreitenber Entwickelung ben ganjen draanismus - Hat'Pt unb Glieber - gmau so ge-t..,9h n konnte, wie bei ber Freisinnigen Partei des tschen Reiches. Naturgeinah fallt ba ber Blick | .tu . die beutfchen Fortschrittsmanner in Defter-V*1 unb es ist wahrlich in ben jetzigen Zeitei, ber ldii.-leuroptiischen Reaction ein trostreicher Ausblick, bah ^nn oon ber Deutschfortschrittlichen Partei Oesterreichs Irnilleto n. ^akob Schell von uttb zuSchellenburg. Unser Heimatlanb Krain zahlt, was bie Zahl v . ben Umfang ber fur humanitare unb Bilbungs-Itade aller Art bestehenden Sliftungen anbelangt, !uben begunstigstcn Sanbern in Oesterreich; vor \ 6rt)Unberten schon fanben sich hochherzige Menschen-j r " (,c bie bedcutende Summen einer so eblen 93c» l jtz- ".,na zuftihrten, unb man kann erfreulicherroeife HilTuftifle"' dnh diese grohmtithige Stimmung untet , Irainifd)en Patrioten bis in bie Gegenwart hinein i h’n 6(lIten hat, da wir ja befanntlich aus ber jungften t noch eine Anzahl berortiger SBibntungen zu i -Ceicfinen haben, wit beueii aber hoffentlich, wie I^L nach so vieljcihriger Erfahrung erwarten laht, li™ ^eihe biefer fegensreichen Werke noch nicht ab-UtAIoffen se>» wird. Zu ben grofjten Wohlthatern Landes auf biefem Gebiete gehoren Jakob ^ckell von unb z u Schellenburg unb seine ^ . Schell mar ein Mann, ber sich - wie e8 \a • "t zu Anfang ber Bierziger-Jahre liber ihn (vri: nenen Monographic heiht - ber wir auch bie \ lt\n der nachfolgenden Daten entnehmen - „burch ^rotzmtithigste Aufopserung dcS grohten Theiles ^ z bent hiirrfi ©tiftunaen luaeroenbcten Lanbe butch Stistungen zugewenbeten Cmoaens urn daSselbe unmgangliche Jerbienfte "Tm ti - ■- Da mag es ivohl am Platze sem, >ot6en hat Sg Andenken on biefcn auSgezeichnetm Patrioten fagen kann, fie fei beffer wie jene. Den it fie hat that-fachlich oiel cergeffen nnb Diet gelernt, fie hat ben boctrinaren Ballast itber Borb geworfen unb fteht heute ols eine Partei ba, bie Kraft unb Eignung zur Bertretung ber fortschrittlichen Grunbfatze unv ber grohen weltbewegenben Jbeen besitzt. Wir sagen mit Abficht, bie Deutschsortschrittliche Partei in Oesterreich Habe vie! gelernt. Denn bas ist, wenn man eine Parallele zwischen ihr unb ben Freisinnigen bes Deutsche,, Reiches zieht, bas hervor-stechenbste Uniersdjeibungsmetfmal zwischen Beiben. Die Freisinnigen Deutschlanbs - man kann ihnen ben Borwurf nicht erfparen - sind in witthfchnftlicher Beziehung zuriickgeblieben. Das Gros von ihnen fteht noch inttner auf bent Stanbpunkte bet alten Freihanbelsfchule unb hulbigt ben Grunbfatzen bes Jnbivibualismus, bes freicn Spiels ber wirth-fchaftlichen Krafte. Nicht als ob es unS einsiete, barauS einen Vorwurf zu fchrnieben gegen bie Ver-treter biefer Richtung. Auch bie Mnnchcfterleute haben zu ihrer Zeit gewih Nuhmenswerthes geleiftet, fie fteHten voll ihren Mann, als es gait, bie lafti--gen Fesieln bes Feubalisrnus abjustreifeit unb gegen verrostete Vorurtheile anzukarnpfen. Aber diese Zeiten sind voriiber, die wirthschaftliche Ent-wicklung hat neue Forrnen gefchaffen, bie Grotz-inbustrie ungeahnte Fortschritte gemacht. Ganze gefellfd)aftliche©d;ichtenfrtihererfelbftftanbiger9lrbetter wieber einrnal zu beleben, von bent auher feinem schon vermoge seiner vielen Stiftungen hdusig genannten Namen, belt bekanntlich auch eine unserer srequenteften ©trajen trngt, weiteren Kreisen nut roenig befannt fein biirfte. Krains befonders nach ben bamaligen Verkehrs-verhaltnifsen fiir ben Handel unb bie Speculation hochft vortheilhafte Sage rief int 17. Jahrhundert eine Anzahl tuchtiger Frember ins Lanb, die, vermoge ihrer Jntelligenz unb ihres Unternehmungsgeistes, ihre unb bes Lanbcs Wohlsahrt zu forbern verstanben. Die Spuren ihres einftigen Wirkens laffen sich zuni Theile bis in bie Gegenwart verfolgen, unb einige von ihnen wurbeit Ahnherrrn noch heute int Lande nngefehener ®efd;lechter. Einer bee Besten unter biefen Mannern roar Jakob Schell. Derfelbe war ant 24. Juli 1652 in ber ©tabt Sterzing in Tirol geborcn, wo seine Familie bereits sett bein 16. Jahr-hunbert zu ben einfluhreichften unb vornehmsten zahlte. Schell hat einen ŠBruber, ber Geistlicher wurbe, unb brei Schwestern, die er spater von Laibach aus bei bereit Betheiratung namhaft untersttitzte. Er fcheint friih aus bem Ha use gekommen zu fein, boch ist iiber seine Jugenb, seine Ausbilbung unb auch liber fein crfteS Austreten in Krain nichts bekannt, wohl aber, sicher, bah er von HauS aus nur fehr geringe Mittel hatte unb fein fpatere« groheS 'Ver-inogen nur eigenem Fleihe unb eigenet Gefchicklichkeit zu verbanken hatt.1. brohen ins Proletariat hinab zu sinten, iininer fchwerer wetben bie Existenzbebingungen, bis schlieh-lich bas ftaattiche (Stngreifen in ber Form bet ntobernen ©ocialrefornt eine conditio sine qua non wurbe. Es war nun ein arger Fehler ber Freisinnigen Partei, bah fte biefe Socialreform be» kampste unb baburch ben Gegnern billige Waffen in bie Hande licferle. Diefet Fehlet hatte oennieben tuerben follen, unb es ist gar feine Frage, bah er Diet zunt Berluste ber Volksthiimlichkeit ber Freisinnigen Partei Deutschlanbs beigetragen hat. Nicl weitetblidenb hat sich in biefem Puntte — man barf es offeit fagen — bie Deutfchfort-fchrittliche Partei in Oesterreich bewahrt. Sie hat Derftanben, bie groheit socialen Probleme ber Gegenwart geistig zu oerarbeiten, was untfo ruhntens-werther ist, als ihre Ahnen ja eben so wie in Deutschlanb ber Freihanbelsfchule angehoren. Cine Partei barf eben nicht auf einent veralterten Stanb- punkt ftehen bleiben, unb es gibt feinen besseren Jungbrunnen fiir sie, als ivenn fie bie herrfchenben Jbeen ber Zeit in pnffenbe gesetzgeberische Forrnen fleibet. Das Hat bie Sinke gethan. Von ihr ging zuerst ber Gebanke ber progrefsiven Perfonalein-kominensteuer aus, unb es ist ein Plagiat an ihrem geiftigen Inventar, wenn heute bie zahllosen po-litifchen Programme ber Gegner biefen Punkt als Original bejeichnen. Die Sinke hat auch bereits vor Die erften Spuren, bie wir von Schell's Widen im Sanbe sinben, sind zwei Briefe, wiewohl nicht wefenttichen Jnhalts, bie ihm int Jahre 1678 Augustin Cobelli, auch ein thatiger Hanbelsherr bantaliger Zeit, schrieb, unb rnorauS zu entnehmen ist, bah Beibe in fehr freunbfchaftlichetn Verhaltnisie zu einanber ftanben. Hienach muhte Schell in ziemlich jungen Jahren nach Krain gekommen fein. SBeitere Briefe unb Urfunbeit zeigen, bah Schell eine intnter ausgebreitetere Hanbelsthcitigkeit entfaltete, bie sich auf bie verfchiebenften Gebiete erftreckte unb ctud) weit iiber bie Grenjen bes Lanbes hinaus Verbinbungen anfitiipfen lieh. Aus bent Jahre 1684 liegt ein Miethoertrag vor, wonach Schell von ber Witwc Paffotti ein Gewolbe am Rain ntiethete, boch hat er taunt felbft je ein offenes Gefchaft betrieben, foitbern bas Locale nut als Magajiit zur Aufbewahrung oon Commissionswaaren beniitzt. Bei verschiedenen grohen ©efchaften sinben wir Schcll's Namen hausig in Verbindting mit anberett angefeheiten Firmen ber bamaligen Zeit: Alberti, KappuS, Schneditz u. A. Einen befonberS ausgebehnten Umfang geroann bie Thatigkeit Schell's, bet im Jahre 1685 eine Krainerin, Kathaiina Hofftatter, geheirotct, unb sich so mit bem Sanbe noch enger oerbunben hatte, als derselbe zuerst mit ber farntnerifchen Landsck mit bet er 1691 einen langjahrigen Tuchlief^ vetttag abgefchlosfen hatte unb bann sett 16Š" elf Jahren ein vollstanbiges socialpolitisches Programu, dem Reichsrathe vorgelegt, das die modernen Probleme der Arbeiierversicherung unb des Arbeiter-schutzes detaillirt enthielt. Unb ebenso war ihr Wahlprograinin vom Jahre 1891 das einer vor-geschrittenen, ihrer socialen Pflichten sich bewuhten reformatorischen Partei. Schon mit diesen roentgen Strichen ift der Gegensatz zwischen den beibeii freifinnigen Parteien in Oesterreich und Deutschland auf ihr Verhalten zur socialen Frage gezeichnet. Ebenso wesentlich unterscheiden sie sich aber in ihrer Stellung zu den militarischen Fragen. Die heulige europaische Sage verlangt nun einmal ungeheure Opfer. Dieh zu andern liegt aber nicht in der Macht einer Partei, und roenn man auch nicht priifungslos jedes Ver-langen der Militarverivalrung erfiillen braucht, so ist doch das Aufgeben bes rein nMehitenben Stand-punktes gegeniiber ben Forderungen des Kriegs-ministers ein Gebot der politischen Klugheit unb bet- Nothwenbigkeit. Die Parteien scllen, roie ber Richter bei ubertriebener Forberung, ihr Mahigungs-recht gelteud machen unb bas hat auch die Deutsch-fortschrittliche Partei in Oesterreich oster gethan, ohne darum betn Reiche zu versagen, was des Reiches ist. Gleichwohl ist es eine offenkunbige Thorheit, nu§ ber Wahlnieberlage der Fieisinnigen auf einen Niedergang bes Liberalismus zu schliehen. Was bebeutet eine solche Riedetlage gegenuber der welt-umfaffenben Idee bes Liberalismus, jener Idee, bie zusammenfallt mit bem Gebanken an bie fort-schreitenbe Eniroicklung unb Vervollkommnung des Menschengeschlechtes? Nicht mehr als eine Welle auf bem unenblichen Meere. Der Liberalismus als Weltanschauung ist unsterblich, unb so grof) wir auch die Zahl seiner Bekenner wiinschen — durch ben Sieg ober bas Untetliegen einer einzelnen Partei wirb er in seinem Dasein nicht beriihrt. Das sollten boch bie obsondetlichcn Kauze ber conservativ-reactionaren Richtung in Deutschlanb nicht vergessen, bie sich an der Wahlniederlage ber Deutsch-freisin-iiigcn so wohlfeil erbauen. Kommt Zeit, kommt Rath, unb in Oesterreich haben wir's erlebt, bah conservative Parteien, bie mit ben Clerikalen in bicker Fremidschast [ebten, bei ben Wahlen formlich mit ben krainischen Standen in eine seht rege und fur beide Theile gleich vortheilhafte Geschaflsver-bindung getreten war. Jin Jahre 1694 stellte die Lanbschaft von Krain Schell einen Schnldbrief iiber ihr zur Bestreitung ber vielfaltigen Kriegsbeitrage gelieheiie 4 0.000 fl. krainische Wcihr. auS; Schell war also barnals jebenfalls bereits ein recht ver-mbglichcr Mann. Das Capital sollte in sechs Jahren riickgezahlt roerben unb ftatt ber bedungcnen G% Zinsen rourde bis zur Riickzahlung die Laibacher Zapfeninahgebuhr zuin Genusse tibergeben. So nahmen Schell's Unternehmungen einen itnmer groheren Urn* fang, und er machte sich unter anberem auch baburch verbient, bof) es ihi» gelang, neben LandeSprobuclen aller Art, auch Siebboben-Leinwanb unb Nagel in grojierem Mahstabe zu exportiren. In Anerkennung seiner Verbienste wurbe Paul Schell, ber bereits einen Don Kaiser Ferbinanb II. am 12. Janmr 1622 ausgestellten Wappenbrief ererbt, von Kaiser Leopolb I. mit Diplom vom 22. Mai 1696 mit bem Prabicate: von unb zu Schellenburg m ben Abelsstanb erhoben unb zugleich zuin faiserlichen Rath ernannt. Im Diplome wurben zuncichst die bebeutendcn Verbienste hervorgehoben, bie sich schon Schell's Borfahren um Tirol unb bas Erzhaus etlvorben, vor allem aber roerben seine personlichen Verbienste in ber schmeichelhaftesten Weise hervorgehoben. Mil einem fpateren Diplome vom Jahre 1697 wurbe von Schellenburg vom Kaiser Leopolb als Wechsler siir Laibach unb bie hinroeggefegt wurben. Die Conservativen Deutsch-lands fbnnen baraus erschen, bah solche Ungliicks-salle ziemlich unabhangig von bem politischen Glaubensbekenntnisse sinb. Hoffentlich erreicht auch sie recht bald ein folcher Fall. Es ware bieh nur eine gerechte SSergeltung fur ben beispiellosen Egoismus unb bie abstohenbe Heuchelei biefer Partei. Wiener Lrief. (Die Novelle. — Clerikale Slufrcgung.) J. N. — Mit einer geioissen unverkennbaren Absichtlichkeit roerben tagtaglich in ben ossiciosen Slattern Bulletins iiber ben Zusianb bes Minister-rathes veroffentlicht. Das letzte lautet bahin, man set noch nicht mit ber Feststellung bes Tcxtes ber geplanten Novelle zu ben Gesetzen vom Jahre 1868 unb 1873 fertig, es werbe daher writer berathen. Gut Ding braucht Weile, wobei es noch fraglich bleibt, ob es wirkich ein guteS Ding ist, bas jetzi bem Minifteirathe so schwere Sorgen bereitet. Wir haben schon einmal unsere Ansicht iiber die „Novelle" bahin geauhett, bah die Regierung auf einem roeiten, hindernihreichen Uinwege zu erreichen fucht, was sie fofort viel biHiger hatte haben fbnnen. Auch hier gilt ber alte Satz: summum jus, summum injuria. Die Jnjurie bleibt boch lange Monate ungesiihnt, bas offtntliche Ansehen bes Staates ungewahtt. Die tumultuofe jungczechische Taktik behalt recht und es sollte uns sehr wunbetn, roenn ihre Ersolge nicht auch anbcrroarts zur Nachahmung verleiten solltni. Unb ber ©runb biefes beispiellosen Verhaltens ber Regierung? Es liegt auf ber Hanb. Es wirb Alles nufgeboten, um nicht bie Folgerung aus ber That-sache ziehen zu miissen, bah sich bie burch 13 Jahre gehatschelten Ezechen als ein ganzlich regierungsunsahiges Element erwiesen haben. Sieber wittijenbe Jungczechen als ftaatSerhattenbe Deutsche — das ist bie Losung mancher Freunbe bes ©rafen Taaffe, bie voller Rnncune gegen bie Deutsche« si lib unb non bicseni klcinlichen Gesichtspunkte aus ihten Einfluh gelteud machen. Diesen bcbentlichen Rathsihlagen folgt bie Regierung, unb in unbegreiflicher Theilnahmslosigkeit sieht Graf Taaffe mit uerfchr tint ten Armen zu, wie den gemafeigten Parteien ber Boben abgegraben wirb unb ein unifier RadicaliSmus bie conservative Denkungsart ablost. In alien Ehren bie juristische innerosterreichischen Ptouitijen iiberhaupt formlich befititigt unb es wurben bei biefetu Anlasse neucrlich seine Berbienste geriihmt, bie er sich burch seine finanzielleu Transactionen, burch ben Groh- unb Transitohanbel von Krain unb ben Slant erwotben. Jakob v. Schellenburg fetzte auch nach seiner Nobili* tirung bie Hanbels- unb ©eldgefchafte tm grohen Style fort; unter anberem schloh er im Jahre 1696 mit Peter Anton Cobelli von Fahnenfelb unb Franz von Heilberg zu gemeinfamem Belrieb geiviffer Unternehmungen einen Gesellschastsverlrag; mit Franz Karl Fiirsten von Auersperg unb bem Fitrstbischof von Laibach, Ferbinanb Grafen von Kuenburg, stand er ebenfalls Jahre hinburch in lebhafter Geschasls-verbinbung unb roar ber fttinbige Banquier ber Beiden. Haupisachlich aber roar eS die krainische Lanbschaft, bie sich behnfs Aufbringung ihres finan-ziellen Bebarfes zuineist ber Bermitllung von Schelleu-burg's bebiente, unb namentlich zur Bestreitung der Kriegscontributionen wurben luiebetholt so hohc An-spriiche gestellt, boh biefer mehrmalS mit f einen Mitteln nicht auSreichte unb feinen eigenen Erebit anfpaimen mufete, um bie evforberlichen Suintnen aufzubtingen. In Anerkennung biefer ben Stanben oft gcleifteten Dienste wurbe Schellenburg mit Diplom vom 26. August 1698 nebft feinen Nachfommen — bie (She blieb aber kinberloS — unter die krainischen Landstande mit der Bemerkung aufgenominen, dah bisher die gefnmmten Darlehen an die Stanbe sich bereits iiber eine Million belaufen unb er sich bent* Geroiffenhaftigleit bes Cabinets — aber mit juristischen Formeln allein tanu man nicht tegieren unb baS be-dingungslose „fiat justitia et pereat mundus" ist fetne binbende Norm fiic einen wahrcn Staaisinann. Es ist ein groher Jrrthum, roenn man glaubt, burch hnlbe unb schwctchliche Mahregeln bie VerheeruNz gutmachen zu konneit, bie wochenlanges Zaubern, Schweigen unb Schivanken ongerichtet hat. Ein feltener Augenblick wurbe verpaht, wie er vielleicht nie wieder kominen ivirb, um bie gentahigten Elemente aller Parteien — selbst bie Czechen nicht ausge-nontmen — gegen ben Anstunn bes RabicalismuS zu flatten unb besonbers ben Deuischen Bertrauen einzuflohen. Stall beffen wirb ihiteu ein langsichtiger Wechsel versprochen, beffen Ausstellungsgrnnb nut ein Lorwaub ist, um fie noch laitger von bet flaat-lichen SSerrualtung fernezuhalten. Keiit Wunber also, roeiut bie Fiihrer bet Linken die fofortige Acceptitung dieses Wechsels entfchieben ablehnten utio biefe Frage ber Entfcheibung der Partei uorbeljielten. Ob biesi bazu geneigt fein wirb, bas wirb bie Zukunst lehren. Dieser aber kann man nicht ohne grohe Be-sorgnih entgegensehen. Deitu iinmer schiuachet unb schwcichet tcirb bie Regierung, iinmer ttngliicklicher ihte Politik, iinmer starker ber Einfluh des beutsch' feinblichen ftreberifchen Epigonenlhums. Das ist bas hiichst unersreuliche Bilb ber gegenwartigen Sugf. Es sollte siir die Deuischen mehr benn je eine eritsie Mahnung fein, mir in bent Einigkeitsgedanken ihr Heil zu suchen. — — Sie sinb aufgeregt, unfete Clerikalen! Die ofterreichische Welt will nicht an ben Jammer glauben, ber nach ihrer Angabe ihr Herz betuegt, unb be-fchaftigt sich mit aitberen Dingen als mit ber con-fefsioitelleii ©chute unb ben oieleit ctnberen ultra' montnnen Schmerzen. Der Trontmelfchlager bet Partei, Dr. Ebenhoch, remit burch die ©trnhen von Linz unb riitlelt die clerikalen Schlafer aus bem Schlafe. Zwifchendurch verkiindel er bas ncue Ptogramm ber katholisch conservativen Abgeorbneten bes Reichstalhes: 1. Wit bleiben im Hohenwarl-Club, besfen voller Bestanb allein bie unbebingte Hettschaft ber Liberalen verhinbeit; 2. wir bleiben Freunbe ber Polen unb <5hrifttich= Socialen ; 3. wir u»iet-sttitzen die Regierung; 4. wit wollen Zugestaiibnisfe im Venvaltungswege 5. wit schreieit iveiter - obet nach ber obigen Auszeichnung ini vollen Mahe miirdig geniacht Habe. Jnt Jahre 1 715 luuvbe cairn Schellenburg auch als Karntnerischer Sanbstanb auf-genomnten. Schellenburg roie auch seine ©nttin niaren eifrige Katholiken unb ivahrhast fromine Me»sche», zugleich aber ausgezeichnet dutch stets hilsbereitt Ntichfieitliebe unb nie versagenbe Ftcigcbigkeit gegen bie Armen. Seii Schellenburg zu grohein Betmogen gekommea war, spenbeie er in reichftem Mahe ffiohl' thateii aller Art, unlerstiitzle die Kitchen von Sat* bach — beren jebe sich gtoherer ober kleineier Wibmungen von thin zu erfreuen hatte — unlev* stiitzie bie Kloster unb bnute neue auf, bercn Mitgl'eder sich ber Erziehung ber Jugend wibntcn sollten. solchem Sinne wurbe et 1695 Neugriinbet un Stifier bes fast zur Ruine gewotbcneii Franzis'aner Klosters in Stein unb er unb seine Frau un « Aufwenbung eines BermogenS ©tiinber unb SN « bes UrfuliiierflostetS in Laibach. Die crften 1 ‘ mungen hiefiir batiren aus bem Jahre 169 , *n welchem von Schellenburg auch in Rom e war, wo banials grohe Jubilaums-Feierlich et en ftattfnnden, wahrenb ber eigentliche Kirchenbau et| 1748 in alltn Theilen volleiibet roar. Urspr ng i>» hatte Frau Maria von Strobelhof geborene »"> von Pillichgrntz erklari, in Laibach ein Wr*u m. * kloster griiitbeii zu ivollen, als btefe aber na ut Erben betam, trat fie von biefcm Borhaben Jl ' welche fohin Schellenburg aufnahm. Diesel e > 1 mit vorsichtiger Bcachtung bet jeweiligen obwalten- ben Umstandc". Das Programm ist hochst einfach - so lange Ue Regierung cine offene Hand hat - im Ver« waltungswege. Da hats ja nicht Roth. Unb ber Lnterrichtsminister hat in bieser Beziehung Viel-versprechendes in Aussicht gestcllt. Aber er kann cs iEnen doch nichi immer recht machen. Unb ba muh ienn Dr- Ebenhoch, kaum bah er seine Trommel in die Ecke gcstellt hat, gleich roieber danach langcn Unb durch bic Gassen lausen. Der Unterrichtsminister will die Schulbesuchs-Erleichterungen, roclchc sich auf i _ £anb" bezichen, nicht auf die „Markte" aus-k°6nen. Vor all cm „Schulbesuchs-Erleichterungen". K« ist'doch merkwurbig, bah bic Clcrikalcn bie 216= h „,,11« aegen einen georbneten Schulbcsuch in so Matze mit ben kleinen „Schulsturzcrn" ft ten welche ihre Schulsachen Hinter einen Busch [p in unb, statt in die 6chute ju gehen, lieber ttmaS spiclen. Es trifft sich ganz gut, bah diese 5 . „Schulsturzer" sogar ben Namen mit ben o^fiten Schulsturzcrn theilen, welche biegattze moderne felule von oberst zu untcrst kehren mochten. Dr. kiock nimmt sich seiner kleinen Gesinnungsgenossen » -a an unb zeigt betn Unterrichtsminister bie 'fc ft* weil dieser Anstand nimmt, das Schul-U iuen in den „Markten" durch Erleichtcrungs-nrbnungen unter seine Gonnerschaft zu nehmeii. -ft doch merkwurdig, dah die Klerikalen ihr ken sut bas Volk" gerabe barin erblicken, bah ft ;Lpn Einfluh bei ber Regierung zu allermeist P* ^ Qufroenben, bem Volke bie Schulbildung zu a9‘” rn. Unb ba wagen fie es noch immer, sich ” hie eigentlichen „Schulfreunbe» aufzuspielen! Dieselben Punkte, welche Ebenhoch als Pro-nerkunvel, hat auch die letzte cletifnle Partci-Sratn«1 jn ggicn als Lcitstcrn aufgestellt. Dieser ^Beschlub wurde gesaht, obwohl die Paitei- "7 runq eigentlich zusammcngetreten war, urn b" Neqierung die Verschnupsung ber Clerikalen fit! vie Genugthuung bekanntzumachen, welche bic to • na den Dcutschen butch bie mehrerwahnte 5) fle bezugUch ber Lanbtagsgutachtcn uber die lk ^.tzbezirkSanderungcn zu geben bereit sein soll. ‘cvi.naczcchen, auch roenn sie mit StreusanbbUchsen j^ie ^ ,uerfen, find aber den Klerikalen deutschcr gtohten Theil ber heute noch bein Con- k’reV -xborigen Gtiinbe — bamals cin Fllrst iknt 8 'sch„ nub Fiirst Eggenberg'scher Garten d alS Wohnung fur bie Klostcrsraucn 1709 U,fi stadtische Ballhaus an ber ©telle, wo jctzt ;?S 0 e nlte auhcre ©chute unb bas CuratenhauS le fog« ^ iDofiit er bie ©etber fur kin neueS * besi das aber vor kurzem bekanntlich ^llhaus herg rourbe. tf> t bereits abgetragen wurbe Anfangs des Jahres 1715 rourbe ©chellenbutg krank, unb nach 17tagiger Rnrnlheit ftcirb er cre(,runr. Seine Beisetzung sanb unter ciuher* n**1 ^ Vcl)cn Feierlichkeiten in der damals befteheiwen ^wer krank, h. . »-rcapelle statt, da ber Bat, ber Slitche noch V b aonnen war. Jm Testament, bas aus bein icht dcg stammte, hatte ©chellenburg eine lange unb klciner Legate zu Gunsten seiner fu v k.-v ine Frau ctne vebeulenbe oumme zu ,.v.v. V* stio» crhielt unb Nutzniehetin bes gefanuntcn S /r utio tieincv Legate ju vyunjien teiner « 8htcn unb ber Dienstboten, bnnn fiir zahl-k-^""aemeinnijtzige unb fromrne Zwccke oerftigt, tche o ~ cjnc bebcutenbe ©unune zu freier «tion "»"v h u i «' -f nben Nachlasses wurbe, bas nach ihremTobe nach ^n ber Testamcntsexccutoren ebensallS zu from-»messen ro0^t^tjgcn ©tiftungen verwenbet roerben kl” "slls TestamentSexecutoren lvnrcn „ber Lanb-^tksbeisitzer, auch LanbeSsecretarius unb r I" Sli6«6"- ^»ndschra 9taun^eimt)( und der „(«eschworene «-nadvocat zu Laibach". Dr. Johann Baptiste ^ fceftininit unb bei dent Tobe ober Verhmde- Zunge noch immer lieber, als baS geringste An-zeichen, bah bie Regierung sich mit ben nicht klerikalen Devtschen auf einen befferen Fuh zu stellcn untemimmt. Die Parteiversammlung war zusammen-gekommen, um bie ©time zu runzeln unb zu grollen — sie that aber Wasser in ihten Wein unb Iacheltc lieber mit Ebenhoch ber Regierung freunblich zu, freilich auch mit ber Betonung ber Zugestanbnisse ini „Verwaltungswegc". Es ist also nicht so gc-fahrlich mit ben neueften Drohungen bes Dr. Ebenhoch. Am Ende sehen die Elerikalen doch ein, bah sie auf bie Regierung einen Druck nuszuuben gar nicht imftanbe ftnb; sie ziehen es also immer roieber vor, sich aufs Bitten unb ©chmeicheln zu verlegen. Ebenhoch broht barum nur mit bent Zorn ber con-servativen 2lbgeorbneten Deftetreichs unb mit ber roeitaus grohten Mehrzahl ber katholisch-conscrvativen Abgeorbnctcn ber beutschen Alpenlanber, ba er sehr gut weih, bah nur biese allein bas katholische Programi« vertretcn, roahrend sclbst bie eonservativsten Bertreter ber slavischen Bevolkerung burchnuS nur auf bas nationals eingeschworen ftnb. Bei ber Briinncr Parteiversammlung ber Altezechen haben eS einige Geistliche versncht, bie confefsionelle ©chule unb bas »katholische" Programm in ben SSorbergrunb zu schieben. ©ie sins schroff abgewicsen roorben. Das ist thnen auch jebesmat so ergangen. Unb barum fonnen es bie Ebenhoch nicht zu einer burch schlagenben Bebeutung bringen, unb barum mussen sich bie Elerikalen beutscher Zunge stets roieber Geroalt anthun, ihren Grimm verbeihen unb urn Zugestanbnisse betteln, wo sie gertte breinschlagett mochten; barum mussen sie sich an ben Hohenwart Club hiingen, bie Polen unb bie Christlich-Socialen, unt ein freunbticheS Verhaltnih anflehen, trotzdem auch diese nicht geneigt find, fur Dr. Ebenhoch unb seine engsten Gesinnungsgenossen bie Kastanien aus dent Feuer zu holen. Die Polen z. B. bemuhen sich, ben beoorftehenben galizischen Katholikentag in Krakau von einem birecten Eintreten fur die confefsionelle ©chute abztihalten. Dr. Ebenhoch burfte also gut thun, ben Mund nicht gar zu voll zu nehntett unb nicht gar zu grohen Larm zu machen mit seiner kleinen Trommel. Die Regierung beiniiht sich ohne= bieh moglichst, ihn unb seine Freunbe zufrieben zu stellen, roenn sie auch nicht ihre Politik burchaus int rung bes Prasibenten bie Verorbneten ber ©tanbe hiezu besignirt, uberhaupt einpfahl ©chellenburg seine gefammten ©tiftungen ber „gnabigeit Manutenenz" ber ©tanbe, inbem er bemerkte, bah er oorjiiglich int Geschaftsverkehr mit ihnen ein grohes Vermogen errooiben Habe. Die Witwe Anna Katharina von ©chellenburg venvendete int ©inne ihres ihr im Tobe corange-' gangenen GemahlS ben gtohten Theil ihres Ein-kommens ebenfalls zu wohlthatigen unb frontmen Zwccken. Sie ftarb ant 26. Juni 1752 unb wurde auch unter groher Feierlichkeit in der Klosterfrauen-Kirche begtaben, wohin die Seiche ihres ©atten bereits 1726 iiberttagen roorben roar. Ihr Testament konnte man burch langere Zeit nicht finben, enbtich aber rourbe es int kaifcrlichen Archive in Wien entbetft-Wie fchon bemerkt, hatte Jakob von ©chellenburg letztroillig oerfiigt, seine Witive solle zivar Frucht-gcniehetin seines BetmogenS sein, aus bemfelben follten abet nach bcren 2tbleben wohlthatige ©tiftungen nach Ennessen ber TestameittSejecutoren errichtet roetbeit. Die Witwe wollte sich jeboch noch zu ihren Lebzeitcn ber letzten Bestimmung entheben unb uber-machte fchon 1720 Kaiser Karl VI. eine Summe von 100.000 ft. E.-M. stir gemeinnutzige Zivecke unb bat zugteich um bie Innbežherrliche Sanctio-nirung ihres eigenen Testameiites, nachbetn sie ihren einftigen eigenen Rachlah in letzter Linie bem Ursulinerklofter zugebacht hatte. Es entspann sich cin 16Jahre bauernber Rechtsstreit zwischcn ben ©inne ber kleinen unb bet grohen ©chulstiitzer ein« richten kann. politische Wochenuberlicht. Die Berathungen bes M inistct rathes uber bie viel befprochene Trautenauer GesetzeL-nove11e ftnb noch nicht zum Abschlusse gelangt unb roerben in bieser Woche fortgesetzt roerben. Der „Politik" zusolgc roitb in eonsctvativcn Abgeorbneten« kreisen versichert, Graf Hohenwart Habe in der Besprechung mit bem Grafen Taaffe ernstc Bebenken gegen bie Einbringung bet novellarischcn lex Trau» tennu im Reichsrothe geauhert. Es ist ubrigens sehr bie groge, ob bie beutschen Abgeorbneten sich mit bieser Novelle zufrieben geben roerben, benn allet Drten, wo bie Wahlet mit ihren Vertretern im Reichs-rathe zusammenkommen, roitb von biescn entschiebene Opposition vctlangt. Ritter von Lobl, ber ©tatthalter in Mah ten, tritt befinitiv in ben Ruheftanb ; berfelbe roar ein sehr pslichtgetreuer objective! Beamier; uber bie Person seines Nachfolgets auf biefen roichtigen Posten ist noch nichts bekannt. Dr. H e i t s b e r g, roelcher feit zwanzig Jahten bie ©tabt Seoben im Reichsrothe oertritt, rourbe voin Seobener Gemeinberathe zum Ehrenbitrget ernnnnt unb ihnt in festlicher ©itzung bas kunstlcrisch nuSgestnttete Diplom ubetrcicht. Aus Lemberg roitb bie Rachricht verbreitet, bah ber ©tatthalter Graf Babcni ins Ministerium betufen roerben solle. Es hanbie sich nur urn bie Wahl eines passenden Nachfolgets fiir ihn unb als folche roerben ber osterreichische Botschaster in Bukarest, Graf Goluchoroski, unb ber mahtische ©tatthalter, Ritter von Lobl, genannt. Aehitliche Mel-bungen roaren fchon verbreitet unb beren Bestatigung fcheint auch berzeit hochst fraglich. Ein von 2000 besuchtcs jungczechisches Meeting im Walbe bei Rizan in Bohnten rourbe voin lanbesftitstlichen Commissar zwe imal fur aufgelost etklatt, tagte aber trotzbem weiter, brach wieberholt in bie ubtichen ©chntahrufe auf Schmcykal, Plener, Dr. v. ©ttemayr aus, bezeichnete bie Alt* czechen als „Ochsen" unb nnhm eine Resolution ait, in roelcher bie jungczcchischcn Abgeorbneten auf-geforbert roerben, im Falle einer beabftchtigten krainifchen Stanben unb bem Urfulinerconvente, ber erst 1750 burch einen Bergleich enbete. Hierin rourbe eine Klofterfrauleinftiftung errichtet, roozu sich bie siattbifch uerorbncte ©telle ben Ernennungsaet vor-behielt, im ubrigen aber blieb bas oberroahnte Capital per 100.000 si. C.-M. fiir weitere ©tiftungen verfugbar unb weitere 140.000 fl., bie aus ben Jntcressen von jenem Betrage unb bem Erlos aus bem Bctfause der Schellenburg'schen Hauser her« ruhrten. Aus biefen fiir bie bamalige Zeit auhet-orbentlich bebcuteitben Betragen rourben hauptsachlich jeite ©chellenburg's Namen tragenben grohen ©tiftungen errichtet, bie zum Theile allerdings in ver-anberter Farm bis heute fortbestehen, nach ben ver-schiebensten Richtungen segensreich ivirken unb bas Anbenken an biefen ebten Wohtthater in ber ruhmeS-vollsten Weise tebenbig erhalten. Es rourbe uns viel zu roeit fuhren, auf alle biese ©tiftungen im einzelnen einzugehen, unb roir mussen uns barauf beschraitken, zum ©chlusse dieselben einfach nut mit ihrer Wibinung ganz kurz hier mit-zutheilen. Die Schellenburg'schen ©tiftungen, bie auher ber bereits crroahnten Frauleinstiftung noch errichtet rourben, roaren folgenbe: eine Siiftnng fiir invalibe ©olbnten; eine fiir obelige krainische Jiing-linge in bet Theresianifchen Ritter-Akabemie in Wien; eine zut Erziehung von Knaben in MilitarbilbungS« (instalten; roeiter eine ©tiftung fiir krainische Officietsroitroen unb eine krainische ©tubentenftiftung -jebe berfelben mit einer grohen Anzahl von Platzen. Schmalerung bet Rechte des czechischen Volkes auch im Neichsrathe ihr g e ro a 11 fames V org e h en fortzusetzen. Ferner rourbe beschlossen, eine Deputation birect an ben „b o h mischen Sl o n ig" zu fenben, um bemfelBert bie Wiinsche bes czechischen Volkes vorzutragen. Bei einer in Austerlitz abgehaltenen jung-czechischen Versa mm lung rourbe von Dr. Stransky neben bent iiblichen Losziehen gegen bie Altczechen bet Nachroeis zu fuhren versucht, bah bei Erreichung bež Staatsrechts bie »Lander ber boh-mischen Krone" »tele Millionen jahrlich fur sich behalten konnten. Die Jungczechen perhorresciren nicht bie Reconstruction ber Nechten, boch miihte in ber neuen Majoritat ben Czechen bie erste uttb wichtigste Stimme zugestanben iverben. Ein Kaplan, P. Flaschar, ber fur bie katholische Presse einge-treten, rourbe jeboch von ber Versammlung nieber-geschrieen ititb muhte die Tribune verlassen. Dr. Stransky rcplicirte unter grohem Beifall. Er feitne feine confessionelle Pressc. Die religiosen Fragen feieit Sache ber Kanzel unb ber Schule. Einem jroeiten Kaplan, P. Kosiek, muhte ber Vorsitzenbe bag Wort entziehen, roeil ein solcher Sturm gegen ben Nedner losbrach, bah bet lanbesfurstliche Commissar in it ber Auflosung brohte. Es scheint somit, boh bie Clerikalen ben Bezirk Austerlitz, roo fie seit Jahren festsahen, an bie Jungczechen valoven haben. In Ungam, wo man bekanntlich schon einc Durchlocherung ber 21 rnte efprache burchgesiihrt hat, erklarte Graf Apponyi »or feinen Wcihlern, er roerbe von seiner Forberung einer ungarischen Militar-Akademie unb ber ungarischen Commando' sprache itie abroeichett unb erklarte, er roerbe in biefer Nichtung bie heftigste Opposition gegen bie Negierung entfalten. Mit Bezug auf bie Kitchenpolitik ftthtte er aits, bah man aHerbings bie liberate Auffassung bezllglich ber kirchenpolitischen Fragen acceptiren konne, ohue bie aUgenteine Politik bet Negierung unter* stiitzen zu miissen. Allein im vorhinein Alles gut-heihen, was bie Negierung spater vorlegen roerbe, konne nicht Sache ber Opposition sein. Es geroinnt nach bem bisher betannten Ergebnih ber Stichivahlen ben Anschein, als ob im b e u t s ch e n Reich stage, ber auf ben 4. Juli ciiibeiufen ist, sich cine M e h r heit fur bie Militcirvorlage sinben roitb. Die Aussichten fur bie ©labstone'fche H 0 me-rule - Bill verschlimmern sich, unb es ist feine Aus sich t vorhanben, bieselbe im Unterhause in biefer Session zu erlebigen. Die i n b i s che Negierung Hat bie E i n-stellung ber Silberpragungen beschlossen. Diese Mahregel ist von roeitgehenbster Bebeutung fur alle schroebenben Wdhtungsfragen unb roirb namentlich auch bie Auflassung »icier Silberminen in Amerika jut Folge haben. tllod)rii-(£!)roiiik. Die Knife rin reift am 30. b. zu inehr-ivochentlichem Aufenthalt nach Gastrin. — Det Kaiser begibt sich am 1. Juli jum Besuche bes Erzherzogs Franz Salvator unb bet Erzherzogin Motie Valerie nach Schloh Sich tene gg unb reift am 2. Juli ebenfalls zu langeretn Aufenthalte nach Gaft ein. Von Gastein begibt sich bač Kaifer? paar nach Jschl. Am 25. b. M<, waten es breihig Jahte, seitbem Erzhetzog Wilhelm als Hoch- unb Deutsch-in e i ft e t bes Deutschen Nitterorbens inthronifirt unb zugleich vom Kaifet jum Obet ft in haber des Wiener HauSregiments eritannt rourbe. Der Erzhetzog hat bie ihnt anlahlich biefes Doppel-jubilaums zugebacht geroefenen Duationen bankenb abgelehnt, boch sinb ihnt gefteni fowie auch in ben lctzten Tagen zahlteiche fchriftliche unb telegraphische Gluckiviinsche zugekoinmen. Neichskriegsministet Felbzeugmeister Fteiherr von Bauer ist in it seiner Gemahlin zu langeretn Cur-gebrctuche in Ktapina-Toplitz eingetroffen. Der Zustanb bes Ftirstbischoss Dr. Z tv e r g e r gibt noch imitter zu ernsten Befotgnissen Anlah, ba bie aUgemeine Schroache in steter Zunahme begtiffen iff. Aus Anlah ber Ausstellung in Chicago hat bie Generalbirection ber ofterrei chifchen Staatsbahnen zum Zivecke bes Stubiums ber Einrichtungen tmb bee Fortschritte auf bem Gebiete bes Eifenbahmvefens mehrere Beamts nach Amerika entsenbet. In Wien rourbe als gesahrlicher Einbrecher ber in Marbnrg geborene, in Krain justanbige unb feit feinem brilten Lebensjahre in Wien sich aus-haltenbe Contmis Louis Gtoschl vethastet. Die Rummer einer Manfchette, roelche bei einem Ein-bruche jiiriidgeblieben mar, rourbe feiit Verrather. Gtoschl raubte anscheinenb nut aus Wohnungen, beren Pttteien sich auf Somrnerfrische besanben. Vis jetzt sind bem Groschl sieben Einbruche nach> geiviesen, abet es scheint, als ob hiemit feine ver-brecherische Thatigkeit in ben (etzteit btei bis vier Jahren noch nicht erschopft ist. Am 25. v. M. rourben bie ©ohnterroalb* Passion sspiele in H oritz evoffnet. Die Vor-stellung nahm einen glanjenben Verlauf; iiber bie Jnfeenirung unb bas Spiel ber Darsteller herrscht itur Eine Stimme vollsten Lobes unb bas Publikum, bas ben Naum aufS bichtefte fit Bite, spenbete ben SDarftellern sturmischen Beifall. Unter ber heimischen Bevolketung herrscht begreislicheriveise Freube unb grohter Stolz iiber ben vielvcrsprechenben Erfolg bes erften Tages. Aus bem norbroeftbohmifchen K ohlen-re v i er roirb getnelbet, bah ber Arbeiter strike bort in ber Hauptsache beenbet sei. Die A r b e 11 s e i n ft e 11 u n g e it in ben Kohleniverken fcheinen jeboch nut uoriibergehenb ihr Enbe gefunben zu haben, benit aus Dux fommt bie Rachricht, bah eine Bergarbeiterverfammlung bie Jnsceiiirtmg eines allgem einen Strikes, ber sich iiber bas ©efiimmtgcbiet von Karbitz bis T tirinitz erftredeit soll, beschlossen hat. Dein Aus-bruche bieses Genetalsttikes roirb Enbe August cut-gegengesehen, beimoch hat auch bet aus Karbitz ge= melbete Ausstanb, ben 400 Mann mit ber forberung: nchtftiitibige Schicht unb Reform ber SBrubertabe" be* gonnen hntten, feine laiigere Dauer gehabt. Ui’bet ein grauenhafteS Verbtecheit roirb auS Mahten berichtet: Es rourbe ber Bauet Ballinger aus Wieles fammt seiner Gatlin unter bem Verbachte bes fitnffachen GiftmorbeS verhaftet unb bent Gerichte Hohenfurth eingeliefert. Vor einigcn Tagen rourbe eine Zige utter in, S i fl r i tz ft;, in ber Rdhe von Olmiitz ermorbet. Det biefer That verbcichtige besertirte Korporat K u p a t s ch ek bes 54. Jnfanterie-Regiments rourbe gestern von einer Mililciipatronille im Reuborfler Walbe verhaftet. Detselbe foil Tags »other auf eine Militarpatrouille auf bem Heiligenbetge geschossen haben. Et leugnet ben Morb unb ivill bloh tvegen bienstlichet Verhciltnisse befertirt sein. Die ©efellfchaft bes D e ft e r r e i ch i f ch c n Lloyb bcabfichtigt, zu ber fur Mitte Juli in Aussicht genommenen (Stoffnung bes Canales von Corinth von Trieft einen Extrabampfer zu ent-fenben, roelchec nach Umfchiffung ber Halbinsel Morea unb einem minbeftens breitdgigen Aufenthalte im Ptjtiius bie RiidEfahrt nach Trieft butch ben Canal imternehmen roitb. Fur biefe Exttafahrt, roelche nut bei entfprechenber Vctheiligung ftitttfinben foll, murbett fehr rebucirte Preife sestgesetzt. In S i f s« k fant cS bei ber Gebeitffcier bet ©iffefer ©chlacht zu einem Scanbal. Bei bem Toaste auf ben Banns rief ein Stubent „Pereat", roorauf die ganje ©efellfchaft ben Nuheftoret, ber nun in bem entftcinbenen Larin ben Verfuch machte, sein Vorgehen zu begrunben, mit Schitnps unb Spott aus bem Saale jagte. Rachmittngs beint Volfsfeste verfuchte ber Starcevicianer Tuston bas Volk zu haranguirett unb einen Scanbal zu prouociren, roorauf fammttiche Theilnehnter unter Musikbegleitung ben Platz oertiehen. In Breslau rourbe ber b e it t f ch e A e r j t e« tag, an roelchent 150 Delegirte arztlicher Vereine theilnahmen, am Vormitlag burch ben Sanitats-rnth Graf aus Elberfeld eroffnet. Derfelbe ivies in seiner Erossnungsansprache auf bie Gefahren hin, bie aus bem iibertriebenen ©tubium bet Special* sachet entfpringen, ivelches schliehlich aus ben salschen Weg fiihce, iiber dem franfeit Organe ben kranfen Menschen zu oenmchtafsigen. In entfchiebenster Weise nahm Rebner Stellung gegen bie niobetnen Wunber-thater, ben Geheimmittelschroinbel unb bie Cut-psttscherei. Die gtohe Lehrmeifterin Cholera Habe aufriittelnb geioirft unb roenigsiens ben Entwurf eines Reichs-Seuchengefetzes gebracht. In Monaco hat sich ber fpanifche Jnbustrielle Menbiorez, nachbem er in Monte Carlo 800.000 Francs nerfpielt hatte, etfchofsen. In einem Vriese bejeichnet er eine Dame, bie ihtt zum Spiel oerletTete, als Agentin ber Bank. Nach Melbungen italienischer Blatter rourbe in ein ent ollcinftehenben Lanbhause bei Monbovi eine furchtbare Slut that ueriibt. Man sanb bcifelbft bie Familie Bruno, beftehenb aus SSater, Mutter, einer 20jahrigen Tochtet unb btei Sohnen zwifchen 10 unb 18 Jahren, in barbarifcher Weiss dutch Beilhiebe ermorbet. In M a i l o n b rourbe ber Nduber Jtelo Bertozzi, ber auch brei Frauen ermorbet hatte, vom hiesigen Gerichtstribunale zu breihig5 jahrigem Kerfer verurtheilt. Bei seiner Abfiihrung ties er bent Publikum ju: „Auf Wiebetsehen 1923!" Das Auftreten bet Cholera mirb bisher hauptsdchlich nut aus Toulon unb Montpellier, roo mehrere TobeSfiiUe vorgekonimen sinb, gemeloet. Jit D! e kka herrscht sie, tuie iiblich, auch in biefem Sommer unb forbert an inanchen Tagen Hundette von Dpfern. Jnfolge eines fehr bclaftenben Berichtes bes Unterfuchungsgerichtes rourbe Lieutenant S e gonzac, melcher rerbdchtig ist, feinen Reisegenossen in Afrika, Lieutenant Quiqueiez, ermorbet zu haben, v erhaftet unb nach Orleans in ben Militararrest gebracht. Aits ber Socalbahn bei Beziers fanb ein Z u f am m e it ft o h statt, bei roelchem 22 Per f onen »erlounbet rourben, barunter mehtete tobtlich. Aus Malta roirb getnelbet, bah bort ber Dampfer „Bezvaba" 10 Seeleute ber ofterrei* chifchen Barke „Bosibar" lanbete. Die Barke roar aus der Fahrt von Genua nach Montevideo begtiffen unb am 23. b. M. eiit 9iaub ber Flammen gerootben. In bie Kathcbrale von L o ngivy, Depat-tement Meurthe unb Moselle, schlug rocihrenb ber Messe ber Blitz ein, roorauf eine entfetzliche Pnmf entftanb. In bem furchtbareit Gedtcinge routben brci Petfoiten getobtet unb 19 vetwunvet. Die Kathebrale felbft ist bis auf bas (SettlSutt niebergebrannt. DaS jum Mittelmeergefchroaber gehotige Panzer-schifs „Victoria" ist insolge tines 3 u fa in in cn* ftohes mit bem Panjerfchiffe „6amperbomn bei TtipoliS in Sytien u n t e r ge g a it g e n. Son en an Borb ber ,,53ictoria" bcfinblichett Petfonen fin auher bent Admiral Try on nach ben neueften 5^1° fteUungen 22 Dfficiere unb 238 Mann ber Hi-fatzuitg umgefoimneti, 2L Dfficiere unb 287 ^ ^mn rourben gerettet. Hur Centennarfeier Josef Nessel's. Am 30. Juni b. I. waren es hundert Jahre, der geniale Erfinder bet Schiffsschraube iiofef Nessel zu Chrubim in Bohmen geboren ^utbe * er starb am 9. October 1857 in Laibach, «iif desien Friebhofe er befanntlich auch begraben licgt. 5njere Stabt birgt fobie sterblichen Ueberreste eines ber |,|jen u»b treucften Sohne Oesterreichs unb, auf-'’itijj gcftanben, hatte es uns am Plcitze geschienen, Henn gerabe auch in Laibach bie hunbertste SBieber' lf^r D0„ Nessel's Geburt in angeinessener, wenn auch '>»facher Weise geseiert ivorben ware. Wir haben |j{r jn den letzten Jahren bet fo viel liberflussigen qeringfug'Se" Gelegenheiten festliche Arrangements iklxbt bafi man eineii so hervorragenben Anlah ^icht ' hatte unbeachtet vorlibergehlN lassen «Ilen- Moglich, bah bie berufenen Kreise cine !>tsvrechenbe Feier in ber Stifle vorbereiten, bis Sit gtunbe wenigstens, wo wir biese Zeilen schrei-jp uns bavon nichts befannt geworben. Jn bonders feievlicher Weise rourbe dagegen Nessel's ^kntennarfeicr in Wien begangen, wo berselbe 'rkanntlich deceits seit 1883 eiii Denkuial besitzt. ^ie Feier fanb am 28. b. M. in Mauer bei ^ natt, ber Stalte seiner Ausbilbung als Forst-^niker, unb am 29. v. M. in Wien selbst atige* seines Denkmals in ber techiiiicheii Hochschu e, l,t vessel bie ©runblage seines WissenS zu ver-\fen hatte, auf bem er bann buvch ein bewun-^ungswurdiges Selbststubium seine G.finbungeii ^uf. @in zweites, unb zwar etn wurbiges literarisches ^enfmal ist bc,n Derbienste Nessel's aus Anlah \\ - Feier gemibmet worben. Das (Somite ber ^ntennarfeier hat fine uinfangreiche Festschrift heraus-Cben in welch.-r bie Leistungen Nessel's als ^finder auf ben uerfchiebenften technischen Gebieten V hervorragenben Fachmdimern borgelegt werben |„t tvorin zugleich auf Grunb eingehenber Nach. ^t'ckungen bie wahre Bebeutung bes lang uerfnimten '»lb auch spacer nicht genug genmrbigten Mannes \ roeifelh0^1 fbstgestellt roirb. Eingeleitet roirb bie d{xrift bnrch eine Biographie Nessel's von bem tz! iststeller Louis Z e l s, ber wit Hilfe authentischen, °c, matzigc" Niatcrials ein getreucS Bilb ber Id*1' lichen, vielfach behinberten Beamtenlaufbahn V nj0[(n Mannes, ber beschtanklen Verhdltnisse, it, er mit seincin Schaffensbrcmg gebannt war, L Krtinkungen unb Znrucksetzungen. bie er zu [ben hatte. entmirft. Den Hauptinhalt ber Fest. k Uf. tzilbet baim eine 9(eilje fachmannischer Mono-&*cn Ivelche bie Vielseitizkeit ber technischen Be. ynb LeiftungSfahigfeit Nessel's erlenncn lassen, W liber Nessel als Forsttechniker von bem Vor- ^ be der Verwaltung ber Staats- unb Fonbsforste, Cratf) Ludwig Dimi tz. iiber Nessel's technologische ^Mndungen von bem Professor ber Technologic an V Wiener technischen Hochschule, Negierungsrath |v . A i ck, liber bie mechanischen unb maschinellen ^tsindungen Resiel's von bem Maschinenbau-Jngenieur ■ gutter von Pichler niib liber Nessel als \ liter von bent technischen Consulenten ber Donau-^nfschiffahrt-Gesellschaft, Karl M ar chet ti. Zum hat Herr Louis Zeis bie historischen Belege V die Prioritat Ntssel’s in ber Schraubendampf-Vff brt " darunter viele ncu aufgefunbene - unb wichtigsten Actenstiicke, bie sich auf bie leiber meist ^[ofen unb mihgliickten technischen Unternehmungen i'L sowie auf seine Thatigkeit als Beamter Suhen! zusammengestellt. 5J5a8 Buch ist mit fachmannischer Gebiegenheit w . be1t/ nber nicht bloh fiir Fachmanner, sonbern k -'ben Gebildeien in unserem Naterlanbe beftimmt, V ft meniflfienS unfete Zeitgenossen erkennen, was E" -ich an Nessel besessen, abet ungenlltzt unb \ rroerthct verloren hat. Als Erfinder ber Schiffs- schraube ist Ressel allgemein bekannt - aus ber Festschrift erkennt man aber erst, bah bie Schiffsschraube in Nessel's Geist ben Mittelpunkt eineS Kreiscs von Jdeen, Erfinbungen, Projecten unb Unternehinungen bilbete, ber fast bas ganje Gebiet bes Maschinen-uub Verkehrswesen umfahte, und bah er vorahnenb bie grohten technischen Fortschritte unb Errungenschaften als Keime, bie zur Entfaltung brangten, in sich trug. Aber ber Heine Mann, ber mit raftlofer Energie seine Jdeen vertrat, gait als ein , Projectenmacher" unb war beshalb unbeliebt bei feinen Vorgesetzten -man roeih, was bas ini alten Oesterreich fue eiiien Beaintenzu bebeuten hatte. Was hat Nessel, ber in seinein loyalen Gesiihle als Beamter burch seine Erfinbungen nut bem Vater-lanbebienen wollte, bemselben Alles geboten, ohne bafiir bas minbeste Verstanbnih, bie geringste Bereitwilligkeit zu fordernbein Entgegenkommen finben zu konnen! Der Schiffsschraube ganz zu geschweigen, hat er eine Neihe von Erfinbungen gemacht, bie — so unvoll-komnien fie in feinen erften Projecten ouch fein mochten — fpater ausgefuhrt, bie grohte praftifche Wichtigkeit erlangten. Unter iiberaue zahlreichen interesanten Mittheilungen ber Festschrift set hier nur noch bie eine erwahnt, bah als Forstniann Nessel ber Erste war, welcher eine systematische Be-walbung bes Karstes unb bie Verstaatlichung ber istnanischen Eichenwcilber ini Jnteresse ber Marine empfahl. Mit Wehmuth nur fanti man in ber Denk-fchrift ben Bericht liber bie verhangnihvolle Probefahrt lesen, die Neffel ini Juli 1829 in Slnmefenheit ber hervorragenbsten Autoritaten unb Fachmanner mit seiner „(Eivetta" ini Hafen von Triest unternahin, unb wobei ba§ Platzen cities schlecht gclotheten Dainps-rohres benlttzt tuttrbe, um iiber bie Erfinbung vor-eilig ben Stab zu brechen unb bem Ersinber bie ferneren Versuche polizeilich zu verbieten. Nessel muhte lange genug leben, um noch ben Triumph seiner Erfinbung auf bem Mecre mit eigeneti Augen zu schauen; er muhte es erleben, bah bie englifche Abmimlitiit ben PreiS flit bie erste Anwenbung ber archimebischen ©chranbe an ftinf Eitglanber vertheilte, weil keiner berfelbeti seine Prioritat nachzuweisen oermochte, wahrenb Nessel's Bewerbung unbmntmortet geblieben roar. Nachbettt er, roie envahnt, in ber Nacht bes 9. October 1857 in einem Laibach er ©afthaufe einfatn geftorben war. fanb man in feinen'erftorrten Hcinben bas letzte Recept feints Arzles, auf beffen Niicffeite er eine Ermahnung an feine Kitiber gefchrieben hatte, fein PcioiitatSrecht auf bie Schiffsschraube nicht in Pergessenheit gernthen zu lassea. Eigentlich war biese Mahnung an sein Baterlanb gerichtet. Auch die Frage ber Nationalilat Ncssel's, den bekanntlich bie Ezechen, weil er in Chrubim geboren worben war, fUr sich in Anspruch genommen hubcn, ist in ber Denkschrift so erschopsenb gelost, bah fein Zweifel an bem Deutschthum Nessel's ubrig bleiben fann. Der Enkel bes alten Schultheihen von Heiners-borf bei Neichenberg war gewih ein ebenso guter Deutfcher wie Defterteicher unb gehorte zu jenen zahlreichen oerbienten Maitnern, auf bie ber beutfche Stamm in Bohmen als seine Sbhne stolz fein barf. tfornl- unb prouinvtlndiriditen. — (Personalnachrichte n.)2anbeeprdfibent Freiherr von Hein, Forstrath Goll unb Bezirks-commissar von Laschan waren anfangs b. M. zur Besichtigimg ber Karstaufforstung in J merkrain. — (Sloven isches.) Die Feier ber Ent-hiillung bes Gunbulic-Denkmals in Nagufa wirb auch in ben slovcnischen Bldttern in liberschwanglichen Worten gepricfen. Diefelbe dot. wie zu erwarten ftanb, ben Anlah zu den bemonstratiosten groh-croatifchen itunbgebungen, an bctu-n sich auch bic flcvenifchen Vertreter hervorragenb betheiligten. Dr. Tavčar, ber nebst Herrn Petcičič bie Slovene« in Nagufa vertrat, fprach, roie gemelbet roirb, unter frenetifchem Vcifall fiir bie Eintracht unb Einheit ber Slovene« unb Eroaten, inbem er zugleich er-flarte, bah bie einzige Nettling bes fIo-vcnif chen Volkes bas croatifche Staats-recht f e i!! Man roirb zugeben : biese neueftc Leiftung slovenischer Politik farm faum noch iiberboten roerben. — Ant 8. unb 9. d. M. finbet eine ebensalls bemoiiftrative Feier in Laibach ein »attgemeiner slovmischer ©ofoltag" unter gefaUiger Mitroirfung croatischer Sofolisten ftatt, burch roelchc bie „Altfofol* ibee" weiter geforbert unb uertieft roerben foil. Was bnrunter zu vetstehen ist, laht sich trotz bes etwas frausert Wortes „Altsofolibee" nicht gar schroer errathen. — In verschiebenen Blattern roirb iiber einen nachtlichen Exceh berichtet, ben einige slovenische 2lbitnrienten juiigft hier begangeti haben sollen; hiebei soll insbefonbere ber Umftanb, bah ein Wachmann, ber biefelben in slovenischer Sprache zur Ruhe ivies, hiebei aber das befanntlich in Laibach allgemein gebrauchliche Wort „gassa" ftatt „ulica" anwanbte, ben Anlah zu Angriffen gegen ben Wach-ttiattn geboteii haben. Uns liegt ein authentischer Bericht liber ben Zwischenfall nicht vor unb wir enthalten uns baher vorlaufig jedes Urtheils. ,,Sl. Nur." erflart unter bem, wie uns biinft, etwas zweifchneibigeit Schlagworte „Politische Bliberei" alle bie ertudhnten Mittheilungen fiir erfunben unb erlogen; ba schiene es uns boch ganz am Platze, bah von competenter Seite ohtte Verzug ein genauer unb verlahlicher Bericht veriiffentlicht rourbe, bamit Klar-heit in bie Sache foinme. — (3ur Nachcthmung.) Wie anberwarts fo steht leiber auch bie slovenische ©eiftlichfeit zum grohen Theile mitten in politifchen Kdmpsen, unb nicht selten ftnb bie Kunbgebungeti solcher geistlichen Politifer von roiithenbent Fanatismus unb Deutschen-hah erfulli. Eine roenig erbauliche Probe hievon haben wir ja erst vor kttrzem roieber hier erlebt. Wotte bes Friebens unb ber Liebe aus geiftlichem Munbe ftnb unter folchen Umfianben heutzutage insbefonbere auch bei uns bebauerlicherroeife eine grohe Seiteiihett geworben. Solche Worte aber hat vor furzem bet Pfarrer von St. Florian, P. Josef ©riinwalb, bei bet Er-offnung eines Kinbergartens in Matzleinsborf zu Wien gefprochen. „Wir leben", fagte er unter anberem, „in einer Zeit, in ber Einer ben Anderen haht, weil er um ein paar Gulden mehr besitzt, ober ihn verfolgt, weil er anberer Confession ober Nationalilat >st; dieh war aber nicht bie Absicht bes eblen Stifters unserer Religion, vor roelchent alle Menschen gleich waren unb ber ben Grunbsatz ber Milbe unb Liebe gegen Jebermann aufstellte." Solchen goldenen Worten aus bem Munbe eines fatholischen Priefters roerben sofort Alle zustimmen — bie me i sten aber roerben hingehen unb hassen roie zuvor. In unserer Zeit von welcher ber roiirbige Priefter spricht, rourbe ja der Hah in ein System gebracht; es roirb uns fogar bennefen, bah roir hassen muss n, bah roir schlechte Menschen, schlechte Burger, schlechte Christen, schlechte Katholiken sinb, roenti roir nicht hassen unb nach bem Hasse unb nicht nach ber Liebe hcinbeln ivollen. Eine Art Philosophic beS Hasses roirb geprebigt unb sogar bie Theologie roirb hetangezogen, um ben Hah zu rcchtfertigen, ben man uns prebigt. Es ist ja nicht moglich, unmet bie anbere Wange hinzuhalten, roenn bie eine gefchlagen rourbe - aber felbft im bofeften ©treite, roie er ja bei ben roirthfchaftlichen, nationalen unb confefftoneHen Widerspriichen unausbleiblich ist, muh boch noch Etwas von Milbe, Liebe unb Mensch-lichfeit iibrig bleiben, bah die ©egner nicht einanber sormlich zerfleischen unb sich argere Uebelflatibe zu drgerem Summer bereiten, als Jene, um berent,villen in ben Kampf gegangen roirb. Den Priefler fleibct es vor allem gut, roenn er in betn roilben Sarm an bie Milbe unb Liebe erinnert, welche ben Habern* ben verloren gegangen ftnb. Doppelt banfenswerth ist solche Mahnung von einem katholischen Priester, dcffen AmtSgenossen „in unferen Logen" selbst so vielsoch in den tobenden Streit hinabsteigen unb bartiber Stanb unb Sffiwvbe vergcssen. Mochte boch btr Matzleinsborfer Pfarrer bet seinen slovenischen Amtsbrubern Nachahmer finben! — (Der beutsche Parteitng fur Unterftcieimait) roitb am 9. Juli in Cilli abgehalten werben. — (Fachschulen unb Besahigungs-nachwei 8.)Die „WienerZtg." bringt eine Verorbnung des Hanbels- unb bes Unterrichtsministers, wonach die Zeugnifse von mehreren, namentlich aufgefiihrten gewerdlichen Unterrichtsanstalten zum Antritte von hanbwerksmatzigen Gewerben berechtigen. So berechtigt bas Abgangszeugnih bet Fachschule fur Holzbeorbei-tung in Laibach zum Betriebe bes Drechsler-gewerbes unb bet Tischlerei. — (D i e Section Ktoin bes Deut-schen unb Oesterreichischen Alp e n v er -e ines ) hat soeben in einer sehr praktischen Ausgabe cinen Bergfuhrertarif fur bie Julifchen Alpen unb bie Karawanken veroffentlicht. — (Die Million f it r bie Be a mten) soll bemnachft vertheilt werben, unb jroar fallen Beamte nicht wcniger als 50 fl., Diener unb Diurnisten minbestens 25 fl. erhalten. In auher-orbentlichen Fallen btirften heuer sogar bis je 100 fl. gegeben werben. Jene Beamten. bie vor kurzem beforbert rourben, erhalten keine Unter= stUtzung. — (Flit Velbes) eine fehr zroeckmahige Neue° rung bilbct ber in biefer Saifon zum crftenmole in fehr hubfcher Ausstattung herauSgcgebme „V e l-befer Cur anzeig e t", von bem bereitd heuer brci Nummern erschienen fxnb. Derfelbe enthalt bie fortlaufenben Cur- unb Frembenlisten von Velbes unb bes Hotels St. Johann am Wocheinersee, bie Beschreibung ber von PelbeS zu machenben Aus-fluge, Velbefer Localnachrichten, Abrehangaben, Annoncen u. f. w. Der „Cur-Anzeiger" roirb jeben-falls fiir alle Befucher unferer romantifchen Oder-trainer Sommerfrifche ein hochst willkommenes Drientirungsmittel tiber bie bortigen Verhaltnisse bilben. — (Der Laibacher beutfch e Turn-vere in) veranstaltet heute ©amftiig, ben I Juli, im Garten bes Casinos ein Sommerfest imter gefalliger Mitwirkung bes Herrn Karl Kvh, Mit-glieb bes Philharm. VereineS in Marburg, unb ber Musikcapelle bes k. u. I. 17. Jnsanterie-Regintentes. Anfang 8 Uhr. Die Vvrtragsorbmmg ist fotgenbe: Erste Abtheilung: 1. Walbesgruh, Chor von Franz Abt. 2. Sommernacht (Gebicht: Robert Neinick), Chor von Theobor Elze. 3. Frtihlingslust (Gebicht: Muller v. b. Werra), Chor mit Einzelgesang (Herr Karl Koh) von A. Syrich. Zweile Abtheilung. 1. Kiirturnen am Neck. 2. Das emsame Noslein im Thal, Chor von Ebuarb HermeS. 3. Nachtlicher Gruh, Tenoreinzelgesang (Herr Karl Koh) mit Brummchor von A. M. Storch. Dritte Abtheilung. 1. Gruppen am Barren. 2. Marie vom Dberlanbe (Gebicht: I. Nobenberg), Chor mit Tenoreinzel-gesang (Herr Karl Koh) von Karl Burger. 3. I bin jungst verwichen (Gebicht: P. K. Rosegger), Chor im steirifchen Volkston von Josef Zehngtaf. 4. Mein Licsel, Chor im Bolkston von Emil Ftille-kruh. Die Chore werben von ber Sangerrunbe beS VereineS, unb zwar fammtlich zum erstenmal, ge-sungen. Bei ungttnstiger Witterung finbet bas Fest in ber Glashalle ftatt. — (PreiSauSschreibung.) In Aus-fiihrung bes itbcr Antrag ber Ortsgtuppe in Warns-dorf bei ber Hauptversammlung beS Deutsche,, Schulvereines in Teplitz am 22. Mai l.' I. ge-fajjten Befchlusses routbe voin Deutschen Schulvereine der PreiS von 100 Kronen flit cine moglichft ein* fache abet sichete Sammelbuchfe, roelche ben nach-folgenben Bebingungen zu entfptechen hat, ausge-fchrieben. Dieselbe must sowohl zur sicheren An-bringung an einer Wanb, als auch zur Aufstellung auf einem Tische geeignet sein unb ein gegen jeben unbefugten Eingriff sicheres, zur Ausnahme von Miinzen bis zur Grofje fines 1 fl.-Sttickes, sowie zur Ausnahme von Papiergelb geeigncteS (Sinroutfs-loch besitzen. Muster stub bis zum 30. August 1. I. in bet Vereinskanzlei, Wien, I. Brcimterstrahe 9, vorzulegen. Die Zuerkennung bes Preises etfolgt fofort nach Priisung ber sammtlichen eingelangten Muster. — (Der Verein ber Buchbrucker, Lithographen unb Steinbrucker Krains) veranstaltet eine Griinbungs- Feiet, roelche morgen, Sonntag, ben 2. Juli, aus Anlah bes sunfunbzroanzigjahrigen Vereinsbestanbes ftattfmbet. Das Programm ist solgenbes: Um 11 Uhr: Fest-versammlung im Vereinslocale (Fiirstenhof, ersten Stock). Um 1 Uhr: Festbankett im Gasthausgarten „Zun, Stern". Taselmusik unb Abenbs Garten* Concert von ber k. u. k. Regimentscapelle. — (S a v e b r ticke bei Ratschach.) Nach-bem bas Reichskriegsministerium zum Ban einer Brucke tiber bie Save bei Ratschach 30.000 fl. beroilligt hat, soll mit ben entsprechenben Beitragen bes Lanbcs Krain, bes Strohenausschusses uub ber ©emeinbe Ratschach mit bem Baue bet Brucke noch in biescm Jahre begonnen werben. — (Zur Sage bet P o st b e a m t e n.) Im Hanbelsministerium ist zur Verbefferung bet Sage ber Postbeamten ber untetsten RangsclasseN bie Mah-rcgel getroffen roorben, dah auf zwei Beamte ber 11. unb 10. Rangsclasse ein Beamter ber 9. ober 8. Rangsclasse zu fommen hat. Daburch roirb nicht nur ein besseres Avancement erzielt, sonbern es roirb jebem Postbeamten ermoglicht, boch eintnal einen Gehalt von 1300 fl. zu erreichen. Die Einsuhrung biefer wohlthatigen Einrichtung btirfte mit 1. Juli b. I. etfolgen. — (Der Slibosterreichifche Turn-g a u.) Im abgetaufenen Jahre zahlle ber Gau in Steiermark 26 Vereine mit 1836 Angehorigen, barunter 1166 Turnenbe mit 259 Zoglingen (37.525 Turnbesuche), in Karnten 8 Vereine mit 481 Angehorigen, barunter 361 Turnenbe mit 76 Zoglingen (18.254 Besuche), in Krain 2 Vereine mit 417 Angehorigen, barunter 91 Turnenbe mit 16 Zoglingen (5261 Besuche), in Triest 1 Verein mit 400 Angehorigen, barunter 112 Turnenbe mit 15 Zoglingen (3561 Besuche). An Zahl ber Angehorigen waren bie Turnvcreine Triest (400), Grazer Turnerschast (356), Laibach (352), Turn-ocrcinc bcibcr Hochschulen Graz (325), Marburg (200), Klagcnsurt (173), on Zahl ber Turncnbcit Grazer Turnctfchast (329), Turnvcrcin bcibcr Hochschulen Graz (157), Klagcnsurt (133), Triest (112), Marburg (102), an Zahl ber Zoglingc bie Grazer Turnerschast (146), Knittclsclb (48), Villach Manncr-Turnvcrcin (30), St. Veit (24), an Hohe ber Turnbesuche bie Grazer Turnerschast (12.528), Klagcnsurt (6575), Turnvcrcin bcibcr Hochschulen (4708), Laibach (4535), Villachct Manner« Turnvcrcin (3843), Voitsbcrg (3682) bie ftcirfftcn Vereine. Gegen baS Vorjahr ist in bet Zahl ber Vcreinčangchbrigcn ein klcinet Rtickschritt zu vcr-zeichncn, unb nut bie Zahl bet Turnbesuche hat sich gchobcn. Es loht sich nicht verfennen, bah bic Bilbung ncucr Turnvcreine unb bie Erhaltung be-stehenver in ilcintn Lanbstabtcn auf Schroicrigkciten stoht unb bie Glcichgiltigfcit ber Bevblkerung gegen Lcibesubungen noch langc nicht iibcrrounbcn ist. — ((Sillier BezitkSvertretung.) Die beutfchcn Mitglieber ber CillietBezirksvertretunghaden bie letzte Sitzung ebensoll« verlassen mtissen. Das (£r-suchen, bie Wahl bet suns Mitglieber in ben Be- zirksschulrath in analoger Weise roie bie Wahl bes Bezirks-Ausschusses, also gtuppenweise votzunehmen, rourbe namlich, roeil baburch ein Deutschet in ben Schulrnth getommen roate, bamit bcantroortet, bah Cananicus Dr. Gregorec roegroersenb auhette, es fei geboten, sich bartiber nicht roeiter in eine Dis« cufsion einzulassen, rooraus Obmann Dr. ©erncc ben Schluh bet Debalte erklartc. Die beutsche" Mitglieber uberreichten gegen bie butch bas Gksetz nicht begrunbete Wahl ben Protest. Da bie ubrige Tagesorbnung bebeutungsloS geroesen, kehrte die beutsche Minoritat nicht roieber zuruck. Der Unwille tiber bas rticksichtslosc Gebahren ber flavifchm Wottstihtet ist begreiflicherroeife groh. Abt Ogrady hat auch an biefer Sitzung, in ber ein Anprall bet beiben Parteien gegenuber vorausgefetzt werben muhte, theilgenoinmcn, trotzbem bieh nicht abfolut nothig war. — (jl [pines.) Die Unterfunftshaufer alls bet Villachet Alpe (Dobtatfch) rourben am 20. Jum eroffnet. - Ftit ben Vetkehr auf bem Millstatttt See ist ein ncuer Dampset im Bau, bet ootou8s sichtlirh schon Mitte Juli seine Fahtten aus» nehmen roirb. — (Infections - Ktankheiten.) I" einigen Gemeinben bes Littaier Bezitkes ist bie Scharlachktankheit aufgetreten, in Weihenfels hensche" ber Keuchhusten unb im Gerichtsbezirke RnbmannS* botf bic Mafern. Die in einigen Gemeinben be* Abelsberger Bezirkes ausgetretene Influenza ist Erloschen begriffen, unb bie Blatternepibemie iw Tschernembler Bezirk ist bereitS erloschen. -- (Ausgesunbener 2 e i ch n am.) Eine Keuschlerin aus Cevca stinb in einer mulbensbrmigW Vertiesung in einiget Entsernung von ber Reichs' strahe nach Cbctlaibach bie vollstanbig entkleibete Leiche eines ettua stinszigjahrigpn Manne?. In einiget Entsernung bavon rourben einige Tage sruher Kleibuugestucte gesunben. Man nimmt an, bah eitt Morb uorliegt unb 6ah bie gesunbenen Kleiber bem Morber gehorcn. — (F c u e t iv er k.) Herr Ebrnunb Elsner, ber in Graz burch seine roahrhast ktinstlerischen pytoiechnischen Leistungen ttihinlichst befannte Amateur, roirb in ber nachsten Woche im Kosler'schen Pa»k aus ber grosicn Wiese neben bem Schlosse Leopolds' ruhe bas langentbehrte prachtige Schaustiick eineK KimslseuerroerftS bieten, das sich unter Mitwirkung unferer heimifchen Regimentsinusik zu einem an-genehmen Sommerfeste unb zum Sammelpunkt bet ganzen fchonen Welt gestalten btirfte. Da bas Er-tragnih einem Wohlihatigkeitsfonb geroibmet 'st, rourbe bie Mufit vom Herrn Dberst Ritter von Garibolbi in liebensivtirbigfter Weife zur Versugung gestellt. Bei bem eminenten bekannlen Wohlthattg« kcitssinne tinsetet Laibacher Bevblkerung ist ciite rege Theilnahme unb zahlreichet Befuch zu gewartigen; es bteibt bann nur zu tvtinschen iibrig, boh ouch Wettergltick bent Uiiternehmen holb fei- — (Zugsentgleisung.) Aus bent Marburger Bahnhose stieh insolgc salschet Weichenstellung etn Lostcnzttg auf eine Locomotive, ivobei bet Bremfer Alois Schiffko burch einen sttirzenben Wagen getobte unb ein Locomotivstihrer unb Heizer verletzt wurben. Original -Tele^rmmne bro „f»ibnrtjrv Mochrnl'lalt"- 8. Bukarcst, 30. Iuni. Aus Bcssaradien wird das Wicdcranftaiichen ber Cholera gemeion. Spa la to. 30. Iuni. Die croattschcn ^us-siiigler hitltcn sich hicr aus ber N'ickreOe l>o . Guiibiilic-Feicr auf, wolici larmcubc, grotzcroaili Dcmonstrotioneii, stattsauben. ... Berlin, 30. Iuni. AlS Erster 's »'« Fischer anS Miinchen um 1 Uhr 10 M MittagS mtncfommcit. Er hat die Streckc Stnnbcn zuriickgelcgt. Als Zweiter trnf liitficr Nr. 9 Georg Sorge aus Koln mit ciitcr Submit von 31 Stunden 54 Minuten 45 Sccun-Wfitcr ein. Als Drittcr kam Ger gcr aus Graz tz 34 Stundcn 22 SMimitcit als erster Oestcrreicher ^ Zicle und in bcster Condition an. Aus t e bent Amtsblatte. « t l e b i 8 1 c ® t c I I c n. ®cricf)t6nbjiinclci!ftcflc in $ ,V|h Bewcrbluigen bis 9. 3uli beim Ktci8geticht8- KsfihSiiiii in Riidolfswerth. — Oberlehrerstelle in ©rogatusd), m ff ©diall, 75 fl. Gchalt8zutage und Natnralivohiinng. . oder Sebrcriimcitflcllc nn bet zmeiclassigcn Volksschnle fo w/iiiib 450 ft. Gehalt mib Natutalmohniing. Set)rot-£K4,iiT['cilctfte(Ie ail bcr bcutfdjen cinclniftgen S chute z» e, j®,h„rf 450 fl. Gehalt. 30 fl. Fimctioiwziilage nub S , imnfiiiniKl • Meldungcn bis 15. 3uli beim Bezitfs-k i'rl\h in Tscheniembl. — Postexpcbikiitenstelle bei deni «ultaiw | Postanite in Gerentl,. Bezirkshanvtiiiannschafl ? ncaen Dienstvertrag mib Caution von 200 ft., jl!*J.*hfllStfiiiifl 150 A- AmtSvanschatc 40 ft. unb 180 ft cihreSD i [ Wxidniisien bimieii 14 Tagcn bei bcr Tctcgravbcn-Diieciiou in Tricst.______________________ s_________________________________________________________________ f. k. Uom Nttchertisch. — Reiche dcs Geistes. Sllustrirte Geschichtc bcr ficn. Von Karl F a u ! ni a n n. k. k. Professor. Sifitnico t-c|„ 30 Bcilngcn unb 200 Texlabbilbungen. ^’o-Jferiiinici' * 30 fr- S1- Har«lebk»'S Bering. — Wir W hpii Prospect bic|cs, jej;! bis znr 4. Stefenmg vorgc C • i »n WerkeS bercitS inilgctbeilt unb miiffcii nunniehr iiestatigcn. bah tjicr. aus ciigein Ranmc, that jUlcr lir ajidc von Wisscn gebolen roirb, daS man nntcr 'iibercii Ninstm'dcn mfiljfaiii ans jnlilreidjcn Biichern 3111am W«w»e. HeranSgegeben von $ ermine r« 0 BerIagSbiichs>a»b>»ng „8el)t«m" in Graz. — 10 t ‘ (fiiuctt betiebt gctitorbeticii Siigenbfrfjriflen on tilv|tViihriiri] 4 biS 0 Bandchen von 5 biS C Bogen SSfSft&2W ' ................ ciuc vorzngliche. bcr PrciS 85 ft. Exemplarciii feht bill iger. Dat- e>" AP1, fiiljrt ben Titcl: „91atiitmuiiber in Ccftetreid) ” 1 mb beginni mit deni Karst, ber ©diilbcrimg bet ?0,arn ,„h be8 Schlosser Lncg. bet ^IbcUbcrget ©rotte unb SeeS. fl »'. »I.« s,„. Sir'lll!\wfMfflbcvgIoiit>c in bcr Menschheit. Von a, ( r a cf. 4. 9111 singe. Miinchen, Beck'sche VerlagS rofeffor ® - -................... -------------- nblung-, .(dubeiis unb bamit baS Wibersinnige bcr ben Cast getcglcii Ritualmorde »achgeivlescn. •men. .yartleben. Vierzehntagig roitb ein 3n wissenschaftlicher Wei sc juitb [jicr ba8 91 Her Sres&fflj*,............. ''Jr Election Hartleben. VicrzehntSgig roitb ein Bnnd : 1S-OU* ojjeis fc8 BnnbeS elcg. gcb. 40 ft. Ptauuiiie- ^Sgeijet?6" • ga|)r (95 Biindc) 10 fl. (A. Hartleben'S Vet- 'tiou fVr ■> bem fucbcii erfchiciiciicii 20. Bde. ber is). ©arltcbcn" ift bic crftc Eerie bicfcr Roinan- ffoHectiD"1 • frfjloffcn. Gleichzcitig ivutbe bcr crftc Banb bee >liot()Cf 0 u n)C? jtraiijciuSti’S Roman „91 m Hose August iejjeii , /- /®tiifin 6osct) ouSgegebcu. DaS Programm be6 Starkei ^ x>et ..Collection Hartleben" 1st fcljr rcidj eitcn Jo' M . jn 26 Bnnbchcn nodi folgenbe Romane I|i0 "n6 mcr crftc Licbhaber"; Delptt. ..Tlicrcsine' Avn-tta. unb @tegr Dnmas' ©olm, ..Diana be Loie0fle^£r[o6fqi)'n,_ ..Wallenstein's crftc L'ielie"; Bcsozzi. Sue, ..SUnbcr bcr tiiebc"; Degrč, la ties ' h Befenntnissc eineS jnngcn MiidchenS" ; Bell, 'J'lu,"-L nils'Si’ivoob" ; Flaubert. „Mab. 'Bounti)" ; ©asfd DumaS. „Der Cljconlicr no 11 Maisou Rouge" '•«inc 9‘n£Lfi-hcti Lchrbiicl, bcv italie»isch«n Spracho It €|> vor * 1111»c r r i d) t. V011 Laurcnz Fomasari von Vetcc, ["t belt @el ,'n sBogen. gcb. 1 fl. 10 ft. Die v i c r t e Aus. 9uft°jlg j,7 A HarllebeuS ..Bibliothef bet ©vtadjfimbe' le. bi*Jtcc„ ©crtdien bciucift inn atlerbeften, bnj e8 feinem ®albi’6 »(Dgtmeine Erdbeschreibxng. , 2idr.l«'' modfommcn neu bearbeiiel von Dr. F r n n z • vjjf^ 900 ’• Huftrationen. $extfartdien unb Ci-b c ^Liinncii Drei BSndc. 50 Biefenmgcn ži 40 ft Wir l)ahcn bcreit? ©cicgen innlirtjoft ctnffifdir SSnDct-niadfcn, in lurlchct ftdi cine Unftimme von Drigiimtmnierint fiubct. Znhlreiche fiinflterifdje Stlu-ftrnlionen, $e$tfartdieii unb aparte Starteiibeilngeii belebcn itub uiiterftujjen bnS Verstanbnih bet Secliire. Die 11118 cot-(tegenbeu Siefetungen 25—30 btingen ben Sdilus) ber Lanbet-fuube Asiens. cine anfchanliche Sdjilbetung ber Potargebiete unb bcr 3af)t()unbette Inngen Entdecfungsfalirtcn 11 ad) ben-felbcn, somie ben Beginn ber finiibetfuube SutopaS. Wit empfeiilcn bns Werf unfemt Lcscrn niif das roarmfte; es ift tltatffidilid) cine bet Iietuotragenbften Cridicinungen nuf bem dcntschen Siichcrmatfle. 9liilor roic Vetleger hnben an basselbe ihr Bestcs gefe^f; bic AiiSstattnng ift cine muftcrbafte. Berstorbene in Laibach. 91111 20. 3uni. Johann Bahovee. SdilossctS-Sohn, 1 3. G M.. Hnhnerboti 3, Bronchitis. — Sofia Apotlonia Ptcmk, Todiier bcr djtiftt. IMcbc uom tieil. Vinecuz be Paula, 40 3., Kuhthal 11, Brighi'iche Ricreucntartung. Am 21. Suni. Maria Terbiua, Arbeitetin, 30 3. 6 M., Potnnnslratzc 37, Subcrculofe. 91111 22. 3uni. Angela Gtabner, Lebetberfanfets-Toditer, 2 M., FlorinnSgnffe 9. ©licbetfrnmpfe. — Maria Iuijove. ^infers - Tockter. 6 6 M., Maria ‘Jfjcrcficnftrnfje 14, Sd>ntlnch. — Maria Kastelic. HauSmeisterS-Gattiii, 50 3., Snnfflgnffe 5. orgnniidjer Herzfehler. 9(m 23. Suni. Antonia fllopeic, Arbciters-Tochter, 23 I , Anstrahc 11, herzfehler. — Maria Osivalb, Kasseefiedcts-Witwe, 45 3 . 6oimre6t)ln^ 1, Subetculose. — 91 nton Potisef, Atbeilet, 62 2., Chrongnsic 18, Schlagfluh. — Joses Pristov, 5*til)iiiad)cr, 20 3., Potnuabaiiim 50, Cungenfubercutose. — 6run Eimolini, PolierS-Tochter, ll/2 M., Maria Thcresien-ftrnfic 10. Dnrmfnfnrrl). 91111 24. Suli Maria Aveder, CommissionarS - Tochler, 1 3. 3 M , ftrauz 3ofef-Sttn6e 5, ©chntlad) unb DiphiheritiS. 91 nt 25. Suni. Anton Sfoba, Arbeitcrs-Sohn, 15 3., Potanastrahe 36, Suberculofe. — 3ofefo Mavsar, Atbeifeti* Tochtct, 14 3.. Kuhthal 11. I'uiigentubcrculofe.__________________ SUCHARD NEUCHATEL(schweiz) tioldeiie Hleilallle WeltHimetelluHar Paris 188». Zaclierlin66 ift das bestgeruhmte Mittel gegen jederlei Jnseeten. ache * Die Merkmale dcs staunenswerth wirkcndcn Zachevlin finb Name „Zacherl". I. die versiegelte Flasche, 3. der (Die Flaschcn fasten: 15 Fr., 30 fr., 50 fr., I fl., der Zacherlin-Sparer 25 fr.) 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