Nr. 52. Tienstag. 3. März 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Zeitung VränumernlillnSPrtlK: Mit P osturl < e„ du i> « : na»ziä!,rin ,10 !i, halbiährin is, X. Im Kontor: nll»zMiili «2 K, halbicihr!,, " li ss'ir die Zustrllunn in« Hau« l,a",jähr>n !i K. - Insir«lonö«rbül,r: ssilr llrinr Inleialc l>ls zu 4 ZcNkii 50 l,, grökcrc prr ^rilr 1^ li; bri öftrrc» Wiederholungen prr Zrilr « li. Dir "i/nibachrr Zrituiiss» erlchriul tünlich, mit Anölinlmir brr Lonn >,!>l Allerhöchster Enlschließllilg vom 27. Februar o. I. dein voil der Generalversalilinlnng der ^ster-leichisch-ltugarischeil Vailk gelvählteil Generalrate, Munster a. D. Heinrich Prade die Allerhöchste Bestätigung fiir die statntenmäßige Daner seines Amtes allergnädigst zu erteilen gerllht. Korytowski in. IL Den 29. Februar 1908 wurde in der l. l. Hof. und TtaatS' dructerei das VI. Stück der kroatischen, das IX. Stück der Nlthenischen und das X. Stück der kroatischen und ruthcmschen Ausgabe des Reichsgcsctzblattes des Jahrganges 1908 au«, gegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 29. Fe. bruar und 1. März 1l»08 (Nr. 50 und 51) wurde die Weiter-Verbreitung folgender Preßcrzeugnisse verboten: Nr. 8 «A»Zo 8im1>?. vom 21. Februar 1908. Nr. 9 «Noniwr» vom 2A. Februar 1908. Nr. 4 «8«1im>8ll», likük». Folge 46 «Alldeutsches Tagblatt» vom 25. HornungS (Fe« bruar) 2021 n. N. (1908). Nr. 9 «8träi I'ojixori» vom 28. Februar 1908. Zeitschrift: .Nni-utn,» vom 27. Februar 1908. Michtclnrtlicher Heil. Innere Angelegenheiten. Das „Neue Wiener Tagblatt" bedauert die Wahliliederlage der Deutscheu in Vudweis. Ans die Dauer dürfe es aber nicht so weiter stehen, daß Böhnren die Stätte permanenten Streits sei und daß Anfall nnd politisches Würfelspiel Siege und Niederlagen improvisieren, die den Unmut nur verschärfen. Deshalb seien die Versliche der Regie rung, ein Einverständnis beider N'atiollalitäteil in Sachen der ^l'odisizieruilg des Sprachengebrauchs anzubahneu, lvärinstens zu begrüßen. Die „^eit" führt ans, daß 511 dem Friedens li>erke, welches die Regieruug in der Tprachen frage plane, der Waffenstillstand der Gegner die nötige Vorbedillgnilg bilde. Wenn Deutsche nnd lEzechen ain grünen Tische über die VerständiglUlg beraten, dürfen sie nicht im Parlament Kanonen gegeneinander auffahren, Aber anch untereinander müssen die Dentschen frieden schließen. Eine solche nationale Gemeinsamkeit brancht ihre politische Telbständigleit dnrchaus nicht zn beeinträchtigen. Die „^sterr. Volkszeituilg" hat, gegen den Plan des ^reiherrn von Veck nichts einzuwenden, fürchtet aber, daß das „herausfordernde" Verhalten der Ezecheu nicht gerade günstige Aus-sichten eröffnet. Wenn die Stremaversche oder Gantschsche Sprachenverordnling den Ezechen als ein Rührmichnichtan gelte, dann haben die Deut scheid ausgeredet, ehe sie noch zu sprecheu an gefangen. Hier nuiß sich die Vermittlertätigkeit der Regierung beloähreu. Das „Neue Wieuer Journal" ist davon nn-angenehln berührt, daß die offiziös Darstellung, lvoinit die ^riedensaktion der Regierung cingefüu digt wird, sich bemüht, ein l^elvohnhcitörecht für die von den Czechen beliebte Offensive zu kon-strnieren. Der (Grundriß, der für die Wahlreform maßgebend war. mnß anch für die Konfiguration des nationalen Ausgleiches bestimmend sein. Die5 zn erkennen, gehört nicht bloß der Mut ',um ^rie den, von dem die Regierung in ihrer Verlautbarung spricht, sondern auch der Mnt der Wahrheit. Die (izechen müssen endlich ihre politische Tageu- und Märchenperiode abschließen. Das „Dentsche Tagblatt" konstatiert, daß die Dentschen bereit sind, in die geplante Verstäu-digungoaktion einzntreten. Anch soll es an ihneu nicht fehlen, wenn die ^neden5verhandlungen eines Waffenstillstandes bedürfen. Nur dürfe man ihn sich nicht so vorstellen, daß die Deutschen in Böhmen den czechischen Lanzenstichen die Vrnst wehrlos darbieten. Die Angriffe müssen ein (5noe nehmen, damit es keiner Abwehr bedürfe. Die „Neichspost" betont, daß die christlichsoziale Partei bereit sei, sich an die Teite der an deren deutschen Parteien bei den bevorstehenden Verhandlnngen in der Tprachenfrage zn stellen, freilich sei ein nationaler Allsgleich nnr dann zu erzieleu, wenu nicht ein Partner in der Verhandlung anf Eroberungen ausgeht uud wenn nicht ein eiserner Mnß an die Ttelle der friedlichen Verstau dignng geseht wird. Die „Arbeiterzeitnng" findet den Plan der .Regierung weder neu. noch originell. Die eigentliche Voraii5fetznng für sein l^elingen sei aber, daß es der Regiernng ,nit den: Plane wirklich ernst sei. Die Lösung sei heute bedeutend leichter, weil die Czechen einsehen gelernt haben, daß sie zu ihrem Rechte uur auf dem Wege des Tprachengesetzes gelangen können, nud die Schwierigkeiten, zu die scm Gesetze zu gelangen, seien heute ungleich geringer, als sie früher waren. Das „Vaterland" fragt, wie man sich eine gesetzliche Regelung der 3prachenfrage denle, wenn Feuilleton. Der Mörder. Skizze von Adolf Ktarü. (Schluß.) Der Staatsanwaltsubstitut machte eine leichte ^'wegnng der Ungeduld, die dem anderen nicht "'lgiug. Hastig fuhr er fort: „Ich bill wieder ins phantasieren hineingeraten, ins Phantasieren nnd ^räumen. Das ist eben mein Unglück. Nie habe lch in der Gegenwart gelebt, immer nnr in der Zukunft, einer nie eristierenden Znknnft. Damit habe ich nur über meine freudlose Jugend hinweg l^'holfen, mit diesen Hoffnungen auf Glück und M'eude nnd Sonnenschein. Sie sind nie znr Wahr !^lt geworden. Alls dem Vaterhanse, wo die Not !) , .^'l>n schoil im ^eilne erstickte, lain ich als >"N'lmg in das Haus eines alteu Griesgrams, wo iem> Fröhlichkeit verpöut war, ich, der ich von 'uchts trännüe als von Lnst uud Freude. Meine Lektüre bildeten Hintertreppenromane, '^'lche mir die DienstmädäM lieheil. die in unse ^m Ladeil einkauften. Ich weiß, in den kreisen "er Gebildeten nennt mau diese Art von Preß-Zeugnis eine Seuche, ein Unglück. Vielleicht, ja ^'wlß ist dieses Urteil richtig. Aber haben Sie schon "Muni darüber nachgedacht, warnm, gerade die "rmsten der Armen immer wieder darauf zurück lU'e'seu, die Dienstmädchen, die kleinen Handwerke Elster, die kleinen Beanltenfrauen, alle diejenigen, l"'en Lebeil gar so arm ist an Freude und Son-neilschoin^ Weil sie alles das in diesen Tchaner Milchten finden, was ihnen das Leben versagt. ^e,I ^ ^^.,'^ ^, (^vafen lilld sviirsteil und Varo-sn willllnelt. lveil die Schreiber dieser Geschichteu ''cht sparen mit blitzeudeil Edelsteinen nnd ran-"N'uder Seide, weil sie Säcke Goldes klirren lassen uo alle Vergnügungen in den glühendsten Farben zu schilderu wissen. Uud das schönste ist, daß im Mittelpuukt immer irgend ein armeo Wesen steht, das zuletzt alle diese Schätze zn eigen bet'ommt. Sehen Sie, daran beranscht sich der freudlose, in dies Schicksal träumt er sich selbst hiuein, lveil Träume das einzige sind, lrms einem in dem graun, Lebeu übrig bleibl, welches uichi eiumal eiil Hoffeil alif die ^ulunft kenilt. Doch Sie loerdell anfs ilene liugeduldig. Mit Recht. Ich will es kurz uiacheu. Grau wnr meine Iugeud. grau meine Lehr jähre, nnd al5 ich eben hoffte, al5 >tommis in die Welt Hinan5 zu kommen. voUeuoete eiil Unlstaud, der anfangs wie ein nnerhörtes (^lück schien, mein Schicksal. Mein Ehef bot mir au, seine Tochter ^n heiraten nnd sein Nachfolger zu werden. Sie war u Vollen zn lebeu. Und alle jene tollen Phantasien von Glück nnd Freude stiegen in mir ans- genießeil wollte ich. die verlorene Jugend einbringen, lachen und inbeln mit den fröhlichen. Sie genas wieder. Ich empfand eo wie einen Schlag. Seitdem hasse ich sie. Ich lveiß, daß dies töricht ist, daß sie keine Schuld Hai an meinem Schicksal, daß ich anch nach ihrem Tode wahrscheinlich nicht anders leben würde als ietzt. Ich bin eben für dies grane Dasein gebo-ren. Dies alles sage ich mir Tag für Tag lind bemühe mich, doppelt freundlich zu ihr zu sein. Vci Nacht aber, wenu ich nicht schlafen kann, wenn die alten Hoffnnngen uud Träume lebendig werden, dann faßt.mich ein wahnsinniger Haß- ich flnche ihr, weil "sie damals nicht gestorbeil' ich wünsche ihr den Tod', ich setze mich alls im Bette uud betrachte ihr kaltes, trübes <">>esichl nnd male e5 mir ans, wie es sein würde, wenn diese Angeu sich nicht mehr öffneten, uud umkralle ihren Hals mit meiuen fingern oder bohre ihr den Dolch in die Vrnst. Tausendmal habe ich sie schon ermordet, freilich nnr in meiner Phantasie, wie ich überhaupt lllir in Träumen lebe. Aber Ware ich ein Mann der Tat, dann hätte ich es wohl schon ausgeführt. Sehen Sie jetzt eiu, daß ich keiu Recht habe, zu l^encht zu sitzeu über eineil anderen, der nicht schlechter ist, als ich, uur mutiger?" Der Staatsauwalt lachte. „Nichts sehe ich ein, mem Lieber, als daß Sie sich mit törichten Ekrn Pein qnälen. Es wird Ihnen gar nichts schaden, auch eiumal das Leben kenuen zn lernen, Sie Träumer, das Leben, wie es ist, brutal uud roh. Das wird Sie vielleicht Heileu. Und damit Gott befohlen. Auf Wiedersehen morgen im Verhand-Inngssaale." Als die Verhandlung beginnen sollte, fehlte der blasse Träumer noch immer. Der Platz auf der Ghworenenl>ank war leer. und ein Ersatzmann mußte eintreten. „Den Manu muß man gehörig bestrafen." sagte der Snbstiint zum Vorsitzenden, als sie zusammen uach Veendiguug des Falles im Ne-ratungosaal saßeu. Er innerlich zufrieden, denn er hatte gesiegt- der Angeklagte war einstimmig schnl-dig gesprochen nnd znm Tode vernrteilt worden. Der Vorsitzende zog die Angenbranen hoch und autwortete. mit beideu Vacken kaueud: „Wie? Sie wisseu uoch nicht? Nber der Mensch hat sich doch heule nacht erhängt!" Laibacher Zeitung Nr. 52. 452 ^ W^, ^ou. zwanzig V^'wergnügte die ganze Arbeit deö Parlaments lahln zu legen verinügen. Oder glaube man im Ernste, es lverde bei den außerparlamentarischen Verhandlungen gelingen, einen Ausgleich zu treffen, der alle befriedigt? Bei dor. Sprachenfragc sind leider nur zu oft Politiker maßgebend, die den Frieden nicht wollen, weil der Xtampf sie völkisch ernährt. Politische Ueberficht. Laibach, 2. März In Besprechung der Nachricht von der Stiftung eines Preises für die italienische Kavallerie seitens Er. Majestät des Kaisers und Königs F r a n zIosef sagt „Esercito Italiano": Dieser Akt, dem ohne Zweifel politischer Charakter zukommt, ist geeignet, die Freundschaftsbande zwischen ^sterreick>-Ungarn und Italien immer enger zu kuüpfeu. Die italienische Armee, die von diesem Akte äußerst angenehm berührt ist, sieht darin einen neuen Beweis der Wertschätzung und Achtung von feiten des verbündeten Monarchen. Das „Deutsche Volksblatt" nieint, der Verlauf der kroatis ch e n Wahlen sollte den po-Iitisck)en Machthabern iu Budapest doch zu denken geben. Die furchtbare Niederlage sei ein Protest gegen jene Grundsähe, welche in den Ländern der ungarischen Krone bisher als unantastbar gegolten haben. Es sei möglich, daß das Ministerium We-kerle aus der jetzigen Krise noch heil hervorgeht, aber eines Tages werde doch der große Krach kommen, der das ganze System jenseits der Leitha in Trümmer stürzt und den Boden frei macht für ein neues Gebäude. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Die von einem Berliner Blatte verbreitete Angabe. Fürst BüIo w habe die Zustimmung der Konservativen zur E n tei g nun g s v o rla g e durch die Zusage erkauft, an dein preußischen Dreiklassenwahlrechte nichts ändern zu wollen, entbehrt jeder Begründung. Durch eine solche Zusage würde sich Bülow mit der Erklärung in Widerspruch gesetzt haben, die er im Namen des Staatsministeriunis im Abgeordnctenhansc über die Reform des preu^ ßischen Wahlrechtes abgegeben hat. Überhaupt babe keinerlei Tauschgeschäft zwischen, dem leitenden Staatsmanne und der konservativen Partei oder einzelnen Mitgliedern derselben stattgefunden. Der neuernannte Botschafter in Petersburg. Admiral Touchard. erklärte einem Mitarbeiter des „Echo de Paris", daß er entsprechend den Bestrebungen der französischen Regierung alle seine Anstrengungen auf das eine Ziel richten werde, die zwischen F r a n k reich und R u ß l a n d bestehenden Bande noch enger und fester zu knüpfen. Er wisse, daß er bei der russischen Negierung guten Willen und Sympathie vorfinden werde, die ihm seine Aufgabe sehr erleichtern werden. Touchard fügte hinzu, daß ihm der durch den Marmeminister übermittelte Antrag, den Botsä>afterposten in Po tersburg zu übernehmen, sehr überraschend gekommen sei, und daß er stark gezögert habe, denselben anzunehmen; aber ein Mitglied des Ministeriums habe ihn darauf aufmerksam geinacht, daß er lTou-chard) noch in aktiven Diensten stehe nnd sich deshalb dem Beschlusse der Negierung zu fügen habe. Aus Lissabon wird gemeldet: Das offizielle Trgan „Diario" veröffentlichte am 20. Fe bruar drei königliche Dekrete. Das erste beraumt die Corteswahlen für den 5. April und die Einberufung der Cortes zur ordentlichen Tagung für den 24. April an. Das zweite Dekret hebt das Dekret bezüglich der Erhöhung der Zivilliste und der Vorschüsse des Staatsschatzes an das königliche Haus auf. Das dritte Dekret regelt die Teputiertenwahleu und hebt die Reformen der Pairskammer wieder auf. Professor Dr. Armin Vambery gibt in der „Neuen Freien Presse" der Überzeugung Ausdruck, daß das Attentat auf den Schah von Persien im Zusammenhang mit den Ursachen steht, die den Schah in Sti-cit mit seinem Volke und dem Parlament gebracht haben. Das Attentat, das ihn beseitigen sollte, sei ein Maßstab, cm dem sich die Kräfte der in Persien entfesselten Leidenschaften messen lassen. Die Erbitterung schwindet nicht, wenn auch das Attentat keinen Erfolg hatte. Es ist ein Beweis einer großen und schweren Krise, der Persien entgegenzieht. — Das „Illustrierte Wiener Ertrablatt" glaubt nicht, daß dem Attentat irgendeine weiter reichende politische Bedeutung zukomme. Persiens Schicksal ist im Buche der Welt-Politik vorbestimmt; es wird. wenn es reif geworden, den Engländern und Rufsen als Beute anheimfallen. Ob es heute reift oder morgen, ist eine Frage von minderer Bedeutung. Tagesnemgleiten. — (Die Königin des Karnevals.) Nährend in früheren Zeiten aus der Schar der Pariser Nasche-mädchen die Königin des Karnevals ausgewählt wurde, haben jetzt die Verkäuferinnen der Pariser Markthallen dieses Recht für sich in Anspruch genommen. Mit 41 Stimmen wurde Mlle. Fernande Morin. eine schöne Brünette, zu dieser Eintags-Königin gewählt, und ihr werden am 25. März die üblichen Ehren zuteil weiden, Die Souveränität für einen Tag, ist für ein kleines Marlthallenmäd-chen durchaus nicht zu verachten. Ganz abgesehen von dem Vergnügen, das es ihr gewährt, das Tagesgespräch von ganz Paris zu sein und für alle Zeitungen der Welt photographiert zu werden, auch die materiellen Vorteile für die Königin und Königinnen sind recht beträchtliche. Ihre Majestät erhält ein wunderbares Seidenkleid und einen Königsmantel, welche beiden Stücke von den ersten Schneidern der Rue de la Pair gefertigt werden. Der Präsident der Republik empfängt sie und überreicht ihr im Namen der Regierung eine kostbare Vrillantbrosche. während ihr die Pariser Stadtverwaltung cm Brillantcnarmband zum Geschenk macht. Nach dem 2li, März unlernimmt sie auf Kosten der Karnevalsvereine eine Vergnügungsreise nach den italienischen Städten. — (Eine originelle Wette.) Das „Salz-burger Vollsblatt" bringt einen ausführlichen Bericht über eine originelle Wette, welche ein in Salzburg bekannter Geschäftsreisender I. R. vor ungefähr zwei Jahren abgeschlossen und nunmehr auch gewonnen hat. Der Reisende hielt sich in einer Libschaftsangelegenheit in Newyort auf und lernte dort einen in der amerikanischen Gesellschaft be-kannten Sportsmann kennen. Im Laufe der Unterhaltlmg kam die Sprache gelegentlich auch auf das Reisen im allgemeinen, und es wurde die Frage aufgeworfen, wie lange es ein gewöhnlicher Sterblicher in einem Eisenbahnwaggon aushalten könnte. Es kam schließlich eine Nette zustande, bei der sich der Geschäftsreisende verpflichtete, ein ganzes Jahr lang ununterbrochen eine und dieselbe Strecke zu befahren. Er meinte, wenn er genügend dabei verdiene, würde er den Verstand nicht verlieren. Der amerikanische Sportsmann sehte seinem Partner einen Betrag von 40.000 Kronen aus, worauf die Wette perfekt und ein Vertrag aufgesetzt wurde, demzufolge der Sportsmann eine Jahreskarte Schnellzug zweiter Klasse lösen wollte, während der Reisende sich verpflichtete, vom 31. Dezember 1W0. 12 Uhr nachts, bis 31. Dezember 1907 ununterbrochen die Strecke Wien—Linz—Salzburg—Innsbruck und retour zu befahren. Der Vertrag wurde in Wien vor einem Notar abgeschlossen, bei dem gleichzeitig der Netrag von 40.000 Kronen deponiert wurde. Der Daueireisenbe hat vertragsgemäß die Reise zu Beginn des Jahres 1907 mit dem von Wien abdampfenden Schnellzuge angetreten. Die Mahl' zeiten nahm er im Speisewagen, die Nacht hindurch schlief er im Eoup<">, wo er auch das Wechseln der Kleider und Wäsche vollzog. Höchstens einigemal« während des Tages unterbrach er, um auf einen anderen Zug zu warten, m den oben genannten Stationen die sfahrt. Bei solchen Unterbrechungen erwartete ihn bisweilen in Salzburg seine Ehegattin, mit der er rasch einige Worte wechselte, um hierauf die tolle Fahrt wieder fortzusetzen. So neigte das lange, eintönige Reisejahr seinem Ende zu. Da drohte noch im letzten Augenblick eine bösartige Influenza den Sieg in Frage zu stellen, Dank seiner vortrefflichen Konstitution überstand jedoch I. R, die bösen Anfälle, und vor wenigen Tagen konnte er als glücklicher Gewinner die ausgesetzten 40.000 Kronen beheben. Mit Ausnahme eines kleinen Nervenchoks hat der Iahresreiscnde an seiner Gesundheit leinen Schaden gelitten. — (Das kritische Pferd.) Vecrbohn Tree, del jetzt auch in Deutschland bekannte englische Theaterunternehmer, brauchte einst für eines seiner Stücke ein weißes Pferd, vermochte jedoch trotz aller Mühe nicht das passende aufzutreiben. Endlich riet ihm ein Mitglied des technischen Personals, sich doch an einen anderen Theaterleiter zu wenden, der, wie er behauptete, ein solches Pferd habe, Mr. Tree befolgte den Rat. sah sich das Pferd an. und der Kauf wurde perfekt gemacht. Nachträglich fiel ihm ein, daß er sich gar nicht nach etwaigen schlechten Eigenschaften des Pferdes erkundigt hatte, und holte dies jetzt nach. „Das Pferd ist in jeder Beziehung ausgezeichnet", erwiderte der Bei uns in Amerika. Von Kate van Veeler. sNachbrull verboten.) „Das vorstehst du nun wieder nicht, lieber Rudolf! Bei uns in Amerika denkt man darüber ganz anders!" Der General von Wodeten schwieg. Nenn seine Frau mit dem Satz: „bei uns in Amerika" kam, war jeder Widerspruch vergebens, das kannte cr seit dreißig Jahren. So lange waren sie nämlich verheiratet, so lange hatte seine liebe Frau mit keinem Fuß mehr ihr Geburtsland Amerika betreten, war inzwischen eine so gute, treue und eingefleischte Deutsche geworden, wie die eingeborenste Berlinerin oder Leipzigerin es nicht besser sein konnte, blieb aber fest und unentwegt dabei, jede ihr mißliebige Äußerung oder Auffassung mit dem stolzen, über jeden Tadel und Zweifel erhabenen Sah „bei uns in Aurerika ist das so oder ist das nicht so" im Keime zu ersticken und zu widerlegen. Im Anfange seiner Ehe hatte der General dagegen angekämpft und gehofft, den fatalen Sah allmählich zu vertilgen. Jahrelang waren heim-liche Gelübde vou ihm geleistet, was er alles tun und stiften wolle, wenn seine Frau einmal nicht mehr „bei uns in Amerika", soudeni endlich „bei uns in Deutschland" sagen würde, aber schließlich hatte er die Waffeu gestreckt. Seine Energie war an ihrer Hartnäckigkeit erlahmt, und jetzt, wo er längst einsehen gelernt hatte, daß dieser Ausspruch nur noch Gewohnheitssache war und sich nicht eine Spur von überzeugter Wirklichkeit dahinter barg, schien er ihm schon so unüberwindlich mit der Art sciuer Frau verwachsen, daß er ihn fast vermißt hätte, wenn er im richtigen Moment des Widerspruches nicht mehr zum Vorschein gekommen wäre. Also schwieg er auch jcht, klopfte sein Pfeifchen aus, daö er zum Morgenkaffee zu rauchen pflegte, neigte ergeblmgsvoll sein Haupt und sagte dann, zur Zeitung greisend, frenndlich: „Na, also dann reden wir nicht mehr darüber." Das war aber der Generalin gar nicht recht. Sie fing ja eben erst die Unterhandlungen an, und ihr Herz und Sinn war zum Übersprudeln voll von Mitteilungsdrang und Bedürfnis nach gemeinsamem Überlegen. Sie sah mißbilligend zu dein Garten hinüber, strich mit der noch immer, sehr schönen, wohlgepfleg-ten Hand glättend über das Briefblatt, das dem Gespräch die beliebte Redewendung: „bei uns m Amerika" gegeben hatte, und sagte mit leisem Vorwurf: „Aber, Rudolf, darüber ist doch nun unendlich viel zu reden. Du weißt doch, daß ich nichts ohne dein Wissen und deine Einwilligung tue. und wenn ich uns das ganze Haus voll Besuch lade, so mußt du als .tnnogcbungen zugekommen, die zu der Annahme berechtigen, daß der Appell der Regierung volles Verständnis und bereitwilliges Entgegenkommen in der Bevölkerung findet. In den letzten Tagen hat nun der Ministerpräsident Freiherr von Vcck an die Landcschefs einen Erlaß gerichtet, der die näheren Weisungen über die Durchführung der Iubiläums-Allion für das Kind enthält. Die Regierung zählt darauf, daß sich die Vereinigungen, die schon gegenwärtig die Fürsorge für das Kind zum Zwecke haben, und deren Bestand und Wirkungskreis selbstverständlich in keiner Weise berührt werden soll, bereitwillig in den Dienst de3 neuen auf breiter Vasts in Angriff genommenen Werkes stellen werden. Sie rechnet ferner mit der Mitwirkung der öffentlichen Korporationen, die die Widmung von Mitteln für humanitäre Zwecke in den Kreis ihrer Aufgaben ziehen, wie insbesondere größere Kommunen, Sparlassen, Vanlen usw., und will auch die private Wohltätigkeit heranziehen. Die Altion soll in die einzelnen Gemeinden getragen und die Qeffentlichkeit darüber aufgeklärt werden, daß die Kle!n< heil des Betrages lein Hindernis ist, sich an dem Werke zu beteiligen, daß auch Beträge von einer Krone und weniger gern entgegengenommen werden, daß auch der Bescheidenste mit seinem Scherflcin willkommen ist. Die Regierung trachtet auch den humanitären Ae-strcbnngen, die namentlich in den Städten vielfach zu öffentlichen, erträgnisreichen Veranstaltungen führen, die Richtung auf das Iubiläumswerl zu geben, so daß dicftm der Neingewinn solcher Veranstaltungen vorzugsweise zugute lommc. Im einzelnen wird die Durchführung der Aktion den Lanbeschefs überlassen, unter deren Patronanz sich Komitees für die Länder sowie für dir Bezirke und die in Betracht kommenden Orte bilden werden. Aufgabe dieser Aktionskomitees wird es sein, die Beteiligung der Bevölkerung am Iubiläumswerle zu organisieren und zu fördern sowie den amtlichen Stellen bei der Entgegennahme von Spenden an die Hand zu gehen, was gerade mit Rücksicht auf die vielfach zu gewär-tigenden kleinen Spenden eine wesentliche Erleichterung wäre. Die einlangenden Beträge sollen sogleich zinsbringend angelegt und die erfolgten Spenden periodisch zur Kenntnis der Oeffentlichlcit gebracht weiden. Auch werden bereits die Vorbereitungen für die Einsetzung der in Aussicht genommenen großen Kommission getroffen, die in wenigen Monaten ins Leben treten und die Aufgabe haben wirb, der Regierung Anträge wegen Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel zu erstatten. - (Die Vorkonferenz zur Sanierung der L a n dc s fi n a n z en.) Gestern traten die Vertreter der Landcsausschüssc der österreichischen Kronlander im Rittersaale des Wiener Landhauses zu einer Vorbereitung für die demnächst abzuhaltende Enquete behufs Sanierung der Landesfinanzen zusammen. Für Krai n wohnten der Beratung die Landesausschuhbeisiher Graf Barbo und Graselli bei, " (P c r fo n a l ve r fü gu n gc n im Dienstbereiche der Staatseisen bahnverwaltung.) Ueber eigenes Ansuchen wurden versetzt: Karl Pacher, Adjunkt der Oesterreichischen Staatsbahncn, l. l, Staats-bahndirektion Innsbruck, in den Amtsbereich der l. k, Staatsbahnbireltion Trieft; Karl Greipel, Maschinenassistent der Qcstcrreichischen Staatsbahnen, l. l. Betriebsleitung Ezcrnowih, in den Amtsbereich der l. k. Staats-bahndireltion Trieft, —,-. — (Postalisches.) Die zur Gemeinde Weißlirchen. politischer Bezirk Rudolfswert, gehörigen Ortschaften Družinsla Vas, Strmec, Neinberg, Schützcnborf und Weiß-lirchcn wurden vom Besicllbrzirle des l. l. Postamtes Sankt Margarethen, Ober- und Unter-Kronau. vom Vcstellbezirle des t. l. Postamtes in St. Peter bei Rudolfswcrt. ferner Ruhlna Vas. Streindorf und Thomasdorf vom Bestell bezirke des l. l. Postamtes St. Kanziau mit 1. b. M. ausgeschieden und jenem des l. l. Post- und Telegraphenamtes in St, Barthlmä zugewiesen. Gleichzeitig wurde in der Ortschaft Wcißlirchen eine Postablage. deren Nestellbczirl die Ortschaften Weißlirchcn. Draga, Dru/.insla Vas, Hrib, Ruhtna Vas, Strclar, Stranje, Thomas. Ober- und Untertronau, Vinji Vih. der Gemeinde Weißtirchen-(''adrexe, Ober-Gomila. Vre^la Vas und 'Pristavica, der Gemeinde St. Barthlmä, ferner Prapre<<, Gmajnica, Sro^-nit. Strmec, Draga und Spodnji Vinji Vrh der Gemeinde ^ußdorf bilden, errichtet. Diese Postablage hat ihre Verbindung mit dem Post- und Telegraphenamte in St. Varthlmä durch einen täglich einmaligen Notengang Weißlirchen-St. Barthlmä zu erhalten. Die Besorgung der Ablagegeschäftc in Weißlirchen sowie die Erhaltung des erwähnten Botenganges wurde dem Besitzer .Herrn Frain Majzel in Weißlirchen übertragen >! '- (Julius L ot t - S i i ft u n g.) Aub diese: Stiftung gelangen an hilfsbedürftige Witwen und Deszendenten nach verstorbenen Beamten der Österreichischen Staatsbahnen Unterstützungen zur Verteilung, wobei die Hinterbliebenen solcher Beamten, die mindestens zwei Jahre bei der bestandenen l. l. Direktion für Staatsciscnbahn-bauten in Verwendung waren, einen Vorzugbanspruch genießen. Diejenigen, welche sich um eine solche Unterstützung bewerben wollen, haben ihre mit den notwendigen Nachweisen instruierten Gesuche entweder im Wege der zuständigen l, l. Staatsbahnbireltion oder direkt an das l. l. Eiscnbahnministerium bis längstens 31. Mai Ü!X)8 einzusenden. Später einlangende Gesuche könnten nicht mehr berücksichtigt werben, —i-. " (Kurs für V l i n d c n u n t e r r i ch i.) Am l. t. Vlinden-Erziehungsinstitute in Wien, II., Wittelbach-straße Nr. 5, wirb im Monate April ein vierwöckxntlicher Kurs zur Unterweisung von Lehrkräften der allgemeinen Volks- und Bürgerschulen in der Methode des Vlmden-unterrichts unter der Leitung des Direktors dieses Institutes abgehalten werben. Da die Anzahl der Teilnehmer an diesem Kurse beschränkt ist. so sind die Anmeldungen tunlichst bald an die Kursleitung, die auch alle weiteren Auskünfte über den KurS erteilt, zu richten: die Teilnahme an dem Kurs ist unentgeltlich. Lehrpersonen, die an dem Kurse teilnehmen wollen, haben sich den erforderlichen Urlaub im vorgeschriebenen Wege zu erwirken. —i-, " (Errichtung einer gewerblichen Fortbildungsschule in Ratschach bei Steinbrück.) Wie man uns mitteilt, wurde in Ratschach bei Steindruck eine allgemein-gewerbliche Fortbildungsschule errichtet, die ihre Funktion bereits begonnen hat. Der Schulausschuß wird sich demnächst definitiv konstituieren, —r. — (Preisermäßigungen für Mitglieder des Landesverbandes für Fremdenverkehr.) Die Direktion des österreichischen Lloyb teilt dem Landesverbände für Fremdenverkehr in Kram in Laibach mit, baß sie den Mitgliedern des Landesverbandes für Fremdenverkehr in Krain eine Preisermäßigung von 29 ^ auf allen Schiffen der Linie Trieft — Venedig sowie an jenen des dalmatinischen Dienstes gewährt. Diese Begünstigung erstreckt sich jedoch nicht auf die Gebühren ber Verlostigung und der Schlafstellengebühren. Passagiere, die eine Ermäßigung beanspruchen, wollen sich mit der Legitimation ausweisen, daß sie Mitglieder des Landesverbandes für Fremdenverkehr in Krain sind. —r— "(Ein praktischer Wetterprognosen-D e ch i ff r i e ru n g s a p p a r a t.) Wie man uns mitteilt, wurden bereits im Vorjahre die politischen Nezirlsbehörben von ber Lanbessielle angewiesen, ben vom Postmeister Franz Wimmer in Gunslirchen sOberösterreich) erfundenen, fehr praktischen Wetterprognosen-Dechisfrierungsapparat allseits Wo wir erst stehen blieben. Inanita und Edgar bercjsm Europa, was ich von ihr begreiflich, von 'hm schwer verständlich fiude —" . . „Weshalb schwer verständlich? Er kann doch ^'nie junge Schwester nicht so weit allein reisen I",sen?" ... „Wärmn nicht? Amerikanerinnen sind so selb Uandiq, daß sie anch allein iiber den großen Teich 'chwiinmen, können." . .„Aber, Hinoolf, eine Dame der besten (^esell- wmft! Und denkst dn denn, daß ein so reiches und inbschcs Mädchen wie Juanita allein oder nnr wn oincr älteren (Gesellschafterin bellleitet uube- "Msit reisen könnte?" , >,Ia, denke ich wohl. Eine richtige Amerika-U"'m kieis'. sich anch allein vor lästigen freiern zu Mnken. Deshalb braucht der Bruder nicht sein 'Schaft zu vernachlässigen und auch nutzlos iu ""- Welt herum zu gondeln." „Das siehst dir alles von deinem, nimm es ">cht übel, aber der Wahrheit die Ehre, kleinlichen, ""Mchen Standpunkt an. Bei einer ^irma wie der "^'neo verstorbenen Schwagers kann der Chef "'M ein halbes Jahr lang anf Reisen gehen, ohne ""1; das (Geschäft darunter leidet. Er Hai doch Ve "'nte Stellvertreter. Und eine Europareise gehört " l ^ildung. Nein, darüber ist gar, nicht zu reden. "^ tut ,eder gediegene Amerikaner." „Jawohl wenn er alt nnd grau ist. Vorher "M er nnr ^rau nnd Töchter herüber. Aber 'umetwegeu. wenn der junge Mann es kann. mir lst cs rocht." ,»,.. "/^'K kann er es. Edgar ist sehr überlegt, dieqon" ^ '"" «""'ssonhaft, ernst und go "Du kennst ihn ja noch gar nicht." „Das schrieb aber schon innner seine Mutter. Deut' doch nur. Edgar ist gar nicht niebr so jung, dreißig Jahre alt. Auf seinem letzten Bilde Hot er schon ein bißchen Mähe." „Hm, das sagt gar nichts. Aber gnt, er ist alt und weise genug, nm eine Europareise antreten zn können — ich bin mit allein einverstanden, anch daß die beiden nn5 besuchen, Inanita bei uns logiert, Edgar, nm ungenierter 511 sein, im .Hotel. Ich finde sogar, wir haben hier in der Dienstwoh nung Platz genug, um beide zn beherbergen, selbst wenn sie die großartigsten Ansprüche machen, nnd wenn dn das mit nnr besprechen willst__" „Nein. nein, dn lieber gnter Mann, dos nicht! Das ist überhaupt ausgeschlossen. Edgar würde es auch nicht annehmen, nnd dann" — die (^eneralin zögerte nnd lächelte wieder, halb verlegen, halb verschmitzt — „sieh mal, Alterchen, da5 geht schon deshalb nicht, weil deine Nichte Dilianna auch um dieselbe Zeit zn uns kommen soll." „Dilianna? Aber die wolltest du doch erst nach Weihnachten haben?" „Ja, das war bevor ich von dem Vesnch meiner Amerikaner wnßte, nun — nnn soll sie mit denen zusammen kommen." „Aber weshalb denn die Veränderung? Dilianna kommt doch iminer erst nach Weihnachten, und ich finde solch verteilten Vesnch eigentlich viel angenehmer, da hat man immer junges Element im Hanse." „Ja, Alterchen, ganz recht, aber - dn, Ru-dolf" - die l^eneralin ergriff über den Tisch hinüber schmeichelnd dieHand ihres Mannes — „das ist doch eben, was ich mit dir besprechen möchte. Ich habe da so meine kleinen Pläne." „Ah!" machte der General nnd sah sehr be stürzt aus. Wenn seine liebe ^ran Pläne »nachte. dann gab es meistenteils Unbequemlichkeiten und zum Tchlnß ein unfehlbares Fiasko. „Tiehst du, Rudolf, ich könnte dir jetzt sagen, daß ich Dilianna als Gesellschaft für Juanita hier haben möchte. Das wäre ganz natürlich. ^lv—, — (Laibacher Deutscher Turnverein.) Samstag den 7. d. M. findet in den oberen Räumen des Kasino der Abschluß der heurigen Tanzübungen in Form eines Schluhlränzchens statt. Zutritt haben nur Vereinsmitglieder. — (Savebaute n.) Bei der unlängst bei der l. l. Veziitshauptmannschaft in Gurlftld erfolgten Offeitverhandlung über die Hintangabe der Wasserbaulonstrultions-arbeiten sind nachstehende Bauunternehmer Ersteher geblieben: 1,) für die Absperrung der Durchlässe bei den Leitwerken am linken Ufer im Bereiche von Gurtfeld Kilometer 106-0 bis 107:5, Herr Valentin Scagnetti, Bauunternehmer in Gurlfeld, mit einem Nachlasse von 17^,; 2.) für die Steinwurfergänzung bei dem rechtsufrigen Leitweile bei Slopitz, Kilometer 116:6 bis 116'75 und 117-6 bis 117-98, Herr Alois Gabritsch aus Rann, mit einem Nachlasse von 2^F. -^— — (Kommissionelle Erhebung.) Ueber Ansuchen der Betriebsdireltion der Kohlengewerkschaft in Karmel findet am 13. d. M. an Ort und Stelle die lom-missionelle Erhebung über die zur Ausführung gelangenden Baulichkeiten statt, und zwar über 1 Kesselhaus, worin 2 Doppeldampfraumtessel untergebracht werden sollen, über 1 gemauerten Kamin von 37 Meter Höhe. über 1 Maschi-nenhaus, worin 2 Dampfmaschinen und 2 Drehstrom-generatoren zur Unterbringung gelangen, sowie über 1 Kohlensortierung für 60 Waggons. Sämtliche obangeführ-ten Anlagen sollen auf den der Kohlengewerlschaft in Karmel eigentümlich gehörigen Parzellen zur Ausführung gelangen. —^— — (Sanitäres.) Bei der am 27. v. M, stattgehabten Vorstandswahl für die Sanitätsdistriltsvertretnng Rudolfsivert wurde Herr Josef Ogoreutz. Kaufmann und Hausbesitzer in Rudolfswert, neuerlich zum Obmann und Herr Josef Zurc. Realitätenbcsitzer in Kandia und Gemeindevorsteher von St. Michael-Stopi^e. zum Obmann. Stellvertreter gewählt. — Der neugewählten Sanitätsvertretung fällt nunmehr die Aufgabe zu, die Vollendung des Baues des neuen Frauenspitales in Rudolfswe,rt zu leiten und dieses seiner Bestimmung zu übergeben, was voraussichtlich zu Anfang September l. I. erfolgen wird. II. — (Stürme im Adria tischen Meer.) Aus Trieft wird gemeldet: Am Samstag herrschte ein außergewöhnlich starker Schirokko, der den Verkehr zur See einige Stunden lang vollständig lahm legte. Ein im Hafen verankertes Schwimmdock wurde durch die Gewalt des Sturmes von der Vertäuung losgerissen und es bestand grohe Gefahr, dah es an den Molo geworfen werde und zerschellt wäre. Nur mit der größten Mühe gelang es, das Dock in Sicherheit zu bringen. — Der Dampfer „Graf Wurmbrand" kam hier mit einer vierstündigen Verspätung an, Er hatte infolge des Sturmes, gegen den er anzukämpfen hatte, einen Maschinendefelt erlitten und außerdem war Tafelgeschirr im Werte von etwa 400 Kronen in Trümmer gegangen. — (Der Triglav.) Man schreibt dem „Agramer Tagblatt": Von der Ruine Podsused bot sich am 1. b. M. dem Ausflügler ein herrliches Bild. Rings um ihn der Vorfrühling. Schneeglöckchen und Primeln und leimende Knospen, zu Füßen die Save mit fischenden Wildenten, die Luft klar und rein, so daß man jedes Haus und jede Kirche bis zum Horizont sah. In der Richtung Podsused-Dobova erhob sich majestätisch der Triglav mit der Mangartgruppe. 165 Kilometer in der Luftlinie von uns entfernt, und doch so klar und rein, als ob er gleich hinter Rann käme. Ein herrlicher Anblick, der sich uns nur ein paarmal im Jahre bietet. * (Aus dem Siechenhause) ist die blödsinnige 13jährige Rosalia Hribar entwichen. Deren etwaige Aufgreifung wolle sofort der Polizei mitgeteilt werden. " (Ein frecher D i e b st a H l.) Sonntag nachmittags stahl ein Knabe von einem Zuckerwarenstande in der Lattermannsallee eine Schale mit 16 lv und begab sich sofort zur Vorstellung in den Zirkus. Der Dieb, der von seiner Beute nur die Eintrittsgebühr gezahlt hatte, wurde im Zirkus angehalten und einem Sicherheitswachmanne übergeben. — (Oftferstockdicb stahl.) Am 26. v. M. wurde in der Pfarrkirche in Stein der wiederholt wegen Opfer-stockeinbluchsbiebstähle abgestrafte Vuchbindergehilfe Heinrich Sorec aus Trgovi^. Bezirk Pettau, bei Verübung eines Diebstahls ertappt und festgenommen. —I. * (Eine steckbrieflich verfolgte Diebin verhaftet.) Der auf dem Südlxihnhofe postierte Sicherheitswachmann verhaftete vorgestern morgen vor der Abfahrt des Wiener Postzuges die 25jährige verehelichte Vagantin Johanna Schlick aus Wachsenberg bei Marburg und lieferte sie dann dem Bezirksgerichte cin. Die Schlick wurde wegen Diebstahles steckbrieflich verfolgt. "(Das Ende eines Vranntweintrin-lers.) Sonntag abends ist im Stalle des Besitzers Ülerlj an der Karlstädter Straße ein in Visovil geborener lcdiger Maurer an Herzschlag gestorben. Der Verstorbene war dem Vranntweintrunke ergeben und ging in der letzteren Zeit auf Krücken. Die Leiche wurde in die Totentammer zu St. Christoph übertragen. " (Eine Rauferei zwischen Vater und Soh n.) Als Sonntag nachts der 49jährige Brunnenmacher I. I. mit seinem 20jährigen Sohn von der Hochzeit seiner Tochter in seine Wohnung zurückkam, entstand zwischen den beiden, die ziemlich viel mit Allohol durchtränkt waren, ein Streit, in dessen Verlaufe der Vater dem Sohn mit einem Taschenmesser mehrere Verletzungen beibrachte. Der Sohn revanchierte sich nur mit einem Messerstiche in die rechte Hand seines Vaters. Ein herbeigerufener Sicherheitswachmann stiftete Ruhe. " (V ermi ß t) wird seit 25. v. M, der in Dolango in Mähren geborene 26jährige Schlossergehilfe Fran,', Müller, der in der Eisenwarenfabril A. /5ablar an der Wiener Straße beschäftigt war. * (Verloren) wurde eine lederne Brieftasche mit 325 Kronen, ferner eine Zehnlronen-Note, 36 Kronen Geld, eine Zwanziglronen-Note, ein goldener Zwicker, eine goldene Brosche und ein goldener Ring. " (Gefunden) wurde auf der Südbahnstation cin Regenschirm, ein Pferdestriegel und ein Maullorb. Im städtischen Nauamte wurde von einer Partei ein Regenschirm zurückgelassen. Theater, Ounlt und Literatur. "" (Deutsche Ä ü h n e,) Die Operette „Die Echühenliesel" gehört zu jenen Werken der leichtgeschürzten Muse. die man von Zeit zu Zeit immer wieder gerne sieht. Das Libretto öffnet der Komil ein dankbares Feld und es ist von den Verfassern nicht ohne Geschick ausgebeutet worden. Die Musik von Vysler kann den Boden, auf dem sie gewachsen, nicht verleugnen, und vielen Melodien ist der gewisse Familicnzug der vaterländischen Qpercttenmusil eigen; wir kennen sie. aber wir genießen sie mit Behagen aufs neue, Die Vorstellung war glatt. .Herr Kapellmeister Günther hatte sich des musikalischen Teiles mit Sorgfalt angenommen und holte die leichten Weisen aus dem Orchester temperamentvoll heraus. Im Vordertreffen der Vorstellung stand Fräulein K urt, die als Schützenliescl gleich flott und schneidig war und mit ihrer natürlichen Beweglichkeit und mit gesundem Humor singend und tanzend das Publikum prächtig unterhielt. Herr Her m a n n stattete die männliche Hauptrolle durch Gesang und Spiel wirksam aus. Das bekannte einschmeichelnde Mutterlied verfehlte nicht den gewohnten Eindruck. Herr Steiner wußte durch lustiges Spiel und flotten Tanz — das Tanzduo mit Fräulein Kurt mußte wiederholt werden — das Publikum zu gewinnen. Fräulein Helmsdorf und Herr Engel fanden, sich mit ihren weniger dankbaren Rollen anerkennenswert ab. Frau Urban war ein gemütvolles altes Mütterlein, der Daszewsli des Herrn M ahr ist bekanntlich ein Kabinettsstückchen, und Herr Nedl erheiterte durch die gelungene Episodenrolle als Treiber. Das Haus war gut besucht, das Publikum für die Darbietungen dankbar und zeichnete Fräulein Kurt durch Widmung eines Buketts aus. — (Aus der slove nischen Theaterlanzlei.) Heute (ungerader Tag) geht Moliöres drei-altihes Lustspiel „Der eingebildete Kranke" zum zweiten-male in der Saison in Szene. Der Beginn der Vorstellung ist auf fünf Uhr festgesetzt. — Freitag gelangt die melodienreiche englische Operette „Die Geisha" von Sidney Jones zum drittenmal in der Saison zur Aufführung. -^ Sonntag, den 8. d., nachmittags, geht bei ermäßigten Preisen Schillers „Kabale und Liebe" in Szene, während abends die heimische Künstlerin, Fräulein Iarmila Ger-b i c-, eine Tochter des Komponisten und Direktors der „Glasbena Matica". Herrn Franz Gerbi«!, in der Titelpartie der lyrischen Oper „Rusalla" von Anton Dvorak als Gast auftritt. — (Vom Campanile.) Wie der „Franlfurtei Zeitung" aus Venedig berichtet wird. hat Seine Heiligkeit der Papst beschlossen, den vergoldeten Bronzelöwen zu stiften, der auf den nenen Campanile gestellt werden soll. Telegramme dea k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Von der Versicherungsanstalt für Privatbcamtc. Wien. 2. März. Gegenüber der Nachricht, die Regierung beabsichtige, bei der bevorstehenden Festsetzung der Sprengel der einzelnen Landesstellen der allgemeinen Pensionsanstalt für Angestellte die gesamten Alpcnländer in einen einzigen Sprengel zusammenzufassen, erfahren wir, daß ein derartiger Plan nicht besteht. Wenn auch für jede Landesstelle eine gewisse Mindestzahl an Versicherungspflichtigen gefordert werden müsse, um die durch eine Vielheit solcher Organisationslörper bedingte Vervielfältigung des Verwaltungsaufwandes tunlich zu vermeiden, so wird doch gewiß nicht übersehen, werben, dah bei räumlich allzu ausgedehnten Gebieten die Interessen des Anstaltsdienstes und jene der Versicherten benachteiligt würden. Achnliche Erwägungen waren seinerzeit auch bei der Festsetzung der Bezirke für die Arbeiter-Unfallvcrsicheiungsanstalten maßgebend und haben damals im Gebiete der Alpenländer M Errichtung von drei Anstalten geführt. Es ist naheliegend, Laibachcr Zeitung Nr. 52. 455 _____________________3. März ,908. daß diese Einteilung, soweit nicht besondere Verhältnisse eine Abänderung wünschenswert machen, für die Abgrenzung der Lanocsstellensprenael in Betracht kommt. Derzeit liegt übrigens das zur Äcnrtcilnng der lünftigcn Gestaltung erforderliche Material insofcrne noch nicht vollständig vor. als die im Gesetze geforderte Aeußerung der einzelnen Landesausschüsse noch nicht eingelangt ist. Eine Lawine. Nrig (Kanton Wallis). 1. März. Gestern abend wurde in Gopvenstcin durch den Luftdruck einer ungeheuren Staublawine das Hotel der Nauunternehmung „Lötschberg-Tunnel" weggerissen. Von den im Hotel anwesenden Personen wurden 13 getötet, darunter ein Arzt und zwei Ingenieure. Sieben Personen erlitten Verletzungen, zwei davon schwere. Zwei Ingenieure und zwei Aerzte der Unternehmung sind in der Nacht von Vrig nach der Ungliiclsstclle abgegangen. Goppcnstcin (Kanton Wallis), 2. März. Bei dem Einstürze des Hotels wurden elf Personen, darunter zwei Kinder, getötet und zwölf, darunter mehrere schwer, verletzt. Das Unglück ereignete sich in dem Augenblicke als man s'ch im Hotel zu Tische setzen wollte. Das Hotel, ein auf einem Steinfundamcnt stehender Vretterbau mit Doppelwänden, brach sofort wie ein Gartenhaus zusammen. Die Installationen für den Tunnelbau haben nicht gelitten. Wien, 2. März. Wie die „Korrespondenz Wilhelm" Meldet, hat Seine Majestät der Kaiser iiber die aus Anlaß des hundertsten Todestages Haydns im Mai 1009 in Vorbereitung befindliche große Feier das Protektorat übernommen. Wien, 2. März. Ackerbauminister Dr. Eben hoch ist gestern abend zum Besuche des Bürgermeisters Dr. Lucger nach Lovrana abgereist. W i e n, 2. März. Wiener Kommunallose. Den Haupttreffer mit 300.000 Kronen gewann Serie 82 Nr. «8. 20.000 Kronen gewann Serie 137 Nr. 4 und 10.000 Kronen Serie 1019 Nr. «1, Prag, 2. März. Bei den heutigen engeren Wahlen und den Wahlen aus den Handels- und Gewerbelammern wurden gewählt: Czechen: 3 Agrarier, 1 Radikaler. 1 Nea list, 6 Iungczechen und 2 Altczechen, sowie 7 Dcutschfort schrittliche. Visher sind im ganzen gewählt: Czechen: 29 Iungczechen. 2 selbständige Iungczechen. 3 Altczcchcn. 42 Agrarier, 1 selbständiger Agrarier. 4 Radikale. 1 Realist und einer von der katholischen Vollspartei. Deutsche: 18 Deutschfortschrittliche, 8 deutsche Vollspar-teilcr, 13 Agrarier. 1 freinationalcr Agrarier, 14 Deutschradikale. 3 Schönerianer und selbständige Alldeutsche, 2 ChristlichsoMle, 4 selbständige Nationale, 1 Wilder. Allen stein, 2. März. Die „Attcnsteiner Zeitung" meldet: Heute nachmittag hat der Hauptmann v. Goeben durch Oeffnen der Halsschlagader Selbstmord begangen. Der Arzt konnte nur noch den bereits eingetretenen Tod feststellen. Chicago, 2. März. Zwei Männer drangen in die Wohnung des Polizeichefs Shiftft ein und brachten ihm, seinem Sohne und seinem Kutscher mit Revolderschüssen und Dolchstichen Verletzungen bei. Der Polizcichcf erschoß nnen der Angreifer. Man glaubt, die Angreifer seien Anarchisten, die die Tat verübt haben, um sich für das Vorgehen der Polizei nach der Ermordung des römisch laiholischcn Geistliä)en Leo Heinrich zu rächen. Dran. 2. März. Die letzten Meldungen über die "»ruhen in den Dörfern an der algerisch-marokkanischen grenze bestätigen, daß die anti-französische Bewegung deut-l'cher hervortritt und sich ausdehne. Roüitscher .Tempelauelle" schafft Appetit, (862)51 fördert die Verdauung uA regelt den Stoffwechsel. Verstorbene. 54 c> ^" 2«. Februar. Filibcrt Paulin, techn. Veamter i. R. l>«>. ' ?""NnsK A. Vitmm ccnli«. - Friedrich Otoreftcc. Buch. ^uterssol),,, 14 Tage, Wicncrstraße !>, I')'»om>!l i.,to8t. -^Yanu Mils. Schnhmachcrgehilse. 6A I., Polanastrahe 56, 9 m, ^"' ?"' 3ebruar. Juliana Vinsel. Diencrstochter. ' ^ion., Polcmastrasle 41. I^-Iums,»!.. j«w«t. — Ursula N«^'^"eiteriu. 3'I, Ct>rö„s,assc ,4, Tuberkulose, "ar m Gcrzetic, Arbeiter, 41 I, «aochlystraße I I, '1'»do8, I,n Zivilspitale: 3N ^ ^>" ^ ssebruar. Mroliun Koratancic. Dienstmädchen. ">', Lungentuberkulose. Deželno gledališèe v Liubliani St. 7G. ^" •* -. iScnar. ¦Danes v torek dne 3. maroa 1908: Namišljeni bolnik. Kfm^i • (Lo malad© imaginaire.) Komedija v troh dojanjih. Spisal Moliöre. Za «lovenski Zacetek ob 5 prir°dÜ Fridorik JUVa"^Konec ob Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 3052 m Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^I^M. '^sM^'"i 8^O^O. schwäas! bewöltt^ ^ 9U. Nb. j?31?! 15 NW. mäßig I __________ ij.> 7 ll. 5. ! 728 9 ! 0 6> S. schwach . 12 r qestrlaen Temorraws 2 4'. Nll» llale I 5'. Nachts beträchtlicher Schuecfall. Monatsttberficht. Der verflossene Monat Februar war mild, anfangs trocken, gegen Ende uah. -^ Die Beobachtungen am Thermomcler liefern durchschnittlich in Celsiusssraden: Um 7 Uhr früh -12", um 2 Uhr nachmittags 4-8°, um !1 Uhr abends I li°, so daß die mittlere Lufttemperatur des Monates 1 7° beträgt, um I !1° unter dem Nonnale; Maximum II 4° am 7,, Minimum -64° am b. früh. — Die Beobachtungen am Barometer liefern 735 4 inm als mittleren Luftdruck des Monates, um 0 6 mm uuter dem Normale; Maximum 748 4 am I I. abends, Minimum 716 2 am 29. mittags. Nasse Tage gab es 6; der Niederschlug, Regen u»b Schnee, beträgt 57 2 mm, wovon auf den 2i1. allein 32 5 mm mt fallen. — Nebel hatteu wir an 8 Tagen. — Unter deu Mm» den waren der S uud SW vorherrschend; die Witterung war mild uud freundlich und ließ den nahenden Frühling ahnen; selbst der heil. Matthias, der uns die lchtcn Tage des Wmtcrtz verderben wollte, louule mit seinem Rechte nicht zur Geltung lommrn, denn der Schnee, welchen er nns vom Himmel zu wicoerholtenmaleu schickte, war kaum gefallen auch schon weg. — Im laufenden Monate März lommt der Mond am 24. gegen Mitternacht in Erdnähe. Wettervoraussage für den 3. März für Zteiermarl und Karnten: Größtenteils bewölkt, talt, später Niederschlage, für Krain: vorwiegend trübe, lalt; für das Küstenland: trübes Wetter, Temperatur wenig verändert, später Nieder» schlage. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte !g!'Nrli»bc! von dri ltrai», LparlaNr l«9?!. (Ort: Gebäude der l. l. Staats-Oberrealschule.) Lage: Nördl. Breite 46°llic wird <» so^ndr» Llärlegiabt» llassifizierl: Ausschlässc bis z» 1 Millimeter «ichr !chwach». vo» l l>«! li Willimelcr »schwach», von ^i b<« 4 MiNimflern «mä^iss swrl», von 4 t>i« 7 Millimetern »ftarl», von 7 bi« l0 Millimetern »sehr stall, und übn ltt Millimeler «auhrr. ordentlich slarl». — «»lNafmeine Vodeininnche» bedeutet gleichzeitig aultltlend, «Narle» Unrulie auf alle» Pendeln, Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Harntreibend, harnsäurelösend. ¦HpHB^MBH Natürliche Natron Lithionquelle | I J I W ^1 »eg. Harnsäure, Gicht, Diabetes, M W M M |V a H Magen-u. Darmkatarrhe, Blasen- B " A H VA V "• Nierenleiden. Vorriitip überall. ^& ^ J y ^^ ^ Zu liaboii in Laibaoh bei JHkai^k^BHbflHH Michael Kastner. (268) 18- Sogar meinen Stammtisch hatt' ich aufgegeben, weil das Rauchen und die Tabalsluft mir nicht bekam. Husten, Vcrjchleimnug, Sodbrennen — das waren so die Folgen. ?lber wenn man sonst nichts hat und man soll auch nock deu Stammtisch entbehren das ist auch , lein Leben, Und da hat der Förster mir denn einmal eine Schachtel Fays echte Sodener Mineral.Pastillen gegeben uud ich hab' sie versuche Na und jetzt? Sie sehen, wie meine Pfeife mir fchmeclt und das Bier. > und ich bin wohler, als je zuvor. Ursache: Fays echte (451) Sodener. Wer llug ist. macht's nach. 2—1 Man kauft sie für X 1'25 in jeder Apotheke, Drogerie uMincralwafferhandlung. In der Restauration des Hotel „Stadt Wien« am Aschermittwoch den 4. März grosser Heringsschmaus verbunden mit des Laibacher Streichsextetts. Beginn des Herlngssohmauses um 5 Uhr, des Konzertes um 7 Uhr. Eintritt 40 h. Zu zahlreichem Besuch empfiehlt Bicb ITSuttlai»» Kttgl (901) 2—1 Restaurateur. M?^MHMitp Mitdenveilagen:! Fiir die Frauenwelt. ^ Auz der3eit ^ fill die 3eit. ver Naturfreund, vüchertisch. Monatlich 2he?te' kompletter Jahr gang Marl ?.2tt. Vurch alle P«ch handlunyen und poftanftaltcn zn bezieyen. In«u^ii»vcil^o^Nliclipu?N!77.l?«cl»5»u«a flssn-new-vüss« 2^u bezieden clurck lg. v. Nlein«2M ^ Les. Vambergs Vucb-hgnälung in llllbacb. Eröffnungsanzeige der Weinhandlung Schellenburggasse fir, 6. Endeßgefertigter beehrt sich, dem P. T. Publikum höflichst mitzuteilen, daß er am 1. März 1. J. ein Weingeschäft mit garantiert echten Weinen ===== Schellenburggasse 6 = eröffnet hat. ^^s7o5.Kmi»s*c^l.si^ s Terrano, Flasche zu 1 / K 64 Lissa, rot, Flasche zu 1 / K '84 Opollo, fein......K 64 Lissa, weiß......K 90 Tischwein, weiß-------K -64 Relosko.........K .g6 Tiroler Groppello . . . K -72 w 4L „ , . „, , (Hägeiwein) Wermouthw., aUerf. Viu K 1 — Rebnla, hochprima . . K 76 Marsalla ii. 7/.o . . . . K 1*50 Die Flasohenwelnhandlung ist wohlverBehen mit den besten (Qualitäten dor UrioniHchen Inscl-Prodiikteti, ferner Cognao, Champagner, Samos, Malaga, Vlno santo, Welntreber etc. etc. liier angeführte (Qualitäten sind auch in der Klaschenweiuhanilluug, Jadengasse 3, erhältlich. Ebcuao sind sämtliche Weine in Fässern zu ermäßigten Freinen zu haben. Hochachtungsvoll FpaticGsco Cascio (905) 3—1 Schellenburggasse 6 — Judengasse 3. Laibachcr Zeitung Nr. 52. 456 3. März 1908. Filiale der K. K. priv. OesterreichKchen Credit-Mr *• a m*. SB — «V o s « f— -A.lctieÄlca.pItaa. KI 120,000.000-- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach. fifttx-ust**«^ Mr. »- (i7i3) Reservefond 1^ 63,000.000-— Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe-Deposits. — Verwaltung von Depots. — Wechselstube. Kurse an der Wiener Börse ^H z,e,„ offiziellen Knrsblatte) vom 8. März 1908. Die notierten Kurse verstehen sich i» Kronenwähruna, Die Notierung sämtlicher Allion und der „Diversen Lose" uerstcl,t sich vcr <2<ücl. Gelb Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: t" „ lonver. steuerfrei, ".ronen (Mai-Nov.) per Ku,se , . 97 80 9» -detto (Jünn.-Iuli) per Nasse 97 8« 9»-t 2"/„ ü. W. sioten (Febr.-Aug. per »assc......«9 7b 99 35 4 2"„ ö. W, Eilber (April Olt.^ per Kasse......99 7b 39 95 i««ocr staatslos« 50« ff. 4«/„i5U 50154 5l> t«!'>0er .. 100 fl. 4«/„2i4- i,8 - ,8«4er „ 10> fl. . .262 75 266 75 18S4er ,. 5« fl. . . L«3 - 267'- Tom. Pfanbbr. ^ 120 fl. 5"/„29i - 293 - Staatsschuld d. i. Reichs-rate vertretenen Königreiche und Länder. tslerr. Goldrentc steuersr., Gold per Kasse .... <"/„1i6 80117 — ^slcrr. Rente in Kronenw. stfr., per »asse.....4"/° 97 7b 97-9b delto pcr Ultimo . . . 4"/, 97 75 97 95 l7ll, Investitioi'« Rente, stfr.. Nr. per «asse . , I'/,"/» 8880 89 l«stNb»hn.Zlll«t,schuld. »llschrllbnngen. Vlisabelh-Vahn i. G,, sleuerfr., zu 10,'W« st.....4"/„!15 3«l16'30 Franz Iosepb-Vahn in Cilber li«90!2l'80 Galiz, Karl Ludwiss-Vahn (div. Elüclc^ Kronen , , , 4"/„ 97 io 9» io Rudolf Bahn in Kroncnwähi. stcuerfr. (div. St.) . . 4"/„ 97 25 9» 25 «,'orarldcrgcr Bahn. stfr., 40« und 2000 Kronen , . 4"/„ «7 «b 98 «5 Zn lt«»t»schullwllschreil>nnzln atglftlwPtltt GistnbahN'Aktitn lilisabcth-B. 200 fl. KM. 5',//,, von 400 Kr......«8 25 471 2b dcttu Linz-Vudweis 200 fl, ö. W. E. 5l//7„ , . . .434-436'-bettn Salzbura-Tirol 200 fl. ö. W. T. »'/« . . 426 lü428tb »remstalVahn 2<>u n. 200« ssr, 4',„.......^ ^!!! 5N N>'>'5l, Veld Ware Vom Zt»»tt M Zahlung ilntr» nommenl Eisenbahn >Vlioritat« Pbligationtn. Bühm, Weslbali», Em. t«95, <0«, 200» U. 10.l>00 Kr. 4"/„ 97'3b 98 30 «klisabelh Bahn 600 u. 2000 M, 4 al, tv"/n......lt4'30I15 30 Elijabeth Vahn ^00 u. 2N00 M, 4"/„........11425! 15 ^'5 Ferdinands-Nordbahn <3m. lWU 97 85 9« «5 dettll lim. I»«>4 97 »5 9« 85 Franz Ioseph-Vab» Em 1884 97 8ü 9885 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ unss, («oldrenle per Kasse . 1!2 »011250 4"/„ dcüu per Ultimo 1«2'3"N2 50 4"/„ „ngar. Rente i» Kronen- währ. stfr. per Nasse . . 9445 94'N5 4"„ detto per Ultimo 94 45 94 65 5>/,"/„ dctto per Kasse «4 eo 84 80 Unaar, Vrämien.Nnl. il 100 f>. ,90 25194-5 detto il 50 sl. 190 25 194 25 Theiß Nea.-Losc 4"/,. . . . .,49 85 «53 85 4"/» ungar. Grunde^tl.-Oblia. 8b'— 9« — 4'Vn lroat. u. slav. Vrdei.tl.-Obl. 95'2b 9« 25 Andere öffentliche Anlehcn. Bosn, Landes-Aül. (div.) 4"/„ 9>'80 92 8« Bo«», hcrccg ltiscnb. -Landes- «lnlehen (d,v,> 4»/,"/„ . . 9« 7« 99 7« 5"/„ Tonan Rea, Nnleihe 187» ,03"?5 — — Wiener Ncrlchr« Änl. . . 4'/„ g? 40 98 40 detto 190« 4"„ 97 4« 9» 10 Nülehen der Stadt Wien . .!io> 90102 9l^ detto (L. oder G.) 1874 ,2i 25122 25 delto (1894^.....95'ZO 96 30 detto lGas) v.J. 1898 . 87-15 98 >5 dettu sltleltr.) v. I. 1900 87-!» 9810 detto lIiw. A.) v I.1902 867« 97-70 Börsebau-Nnlehen vcrlosb. 4"/„ 97 — 98 — Nüssilchc Elaaleaul. v. I. 1Ü0« f, lN0 Kr. p. K. . . 5"/n 9l-4« 9l <.<0 detto per Ultimo . . 5"/„ 91-80 9< «0 Bulss, E«aa,s-Hypothclar Änl. . . , !'>"/„ 121'!-5!22'«5> V«lb Ware Bulg. Ctaat« - Golbanleihe 1907 f. 100 Kl. , . 4'/,"/„ 87 «5 88'65 Pfandbriefe usw. Vudenli., ally. öst. i,5<»I,uI.4"/„ 96-- 96-80 Uöhm. Hvpothelcnb. verl. 4"/„ 98 65 99-05 Zentral «od. Kred.Bl., üsterr., 45 I veil.....4>/2-/n 101 b« 102 50 detto »>5> I. verl. . . . 4«/„ V8-- 99--Krrd. Ins!., üslerr., f.Bcrl.-Unt. u. öffentl. ?lrb. Kat. ^,. 4"/n 9675 97'7b Landeeb, d. Nun, Galincn und Lodum. 57>/, I. rültz. 4"/„ 94 75 9b'?5 Mähr. Hupolhclcnb. verl. 4"/„ 97 95 98 95 N.-üsterr Landeü-Htip. Aüst.4"/, 98'25 9!»'25 belto i„ll. 2"/s, Pr. ucrl. 3>/2'Vn 89.- W - detio K.-Schuldsch. Verl. 3>/,"/n 89- 9U-— detto verl......4"/„ 9»-10 99-10 l^sterr. unyar, «anl 50 Jahre Verl. 4"/„ ü. W.....98-20 99-20 detto 4"/„ llr. - .... 985« 99 5« Cparl., Erste »st., 6UI. uerl. 4",° 99-05 lon-05 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Österr. Nordwestb. 200 fl. E. . 102-95 103-95 Elantsbahn ! < 0 Fr..... 409- 411-— Eüdban» u :i"/n Jänner Juli 5,00 Fr. spei Et.) , . . 299>50 30 l 50 Eüdbahn it 5"/„ ^00 sl. S. 0. O 122-45 123-45 Diverse Lose. silrzln»Iiche fuse. 3"/„ Vobenlredü-Lose 75 18«"?5 deüo per Medio . . . !87'45 1««'45> Gelb Ware Wiener Komm. Lose u. I. 1874 —-— —-— Gew. Eck, d. ,'<"/„ Präm.-Schuld d, Node»lr,-«nst, Em, 188» 78-b« 82'5« Nltien. Hlanopolt'Wnltlnehmnngen. Nussiss-Tepliyer Eisenb. 500 fl. 2435-— 2445-- «ühmischc Nordbahu 150 fl. . 394'— 390'- «uschtiehrader Eisb, 5.00 sl, «M. 29!3 — 2922'— dcltu (!«0 II.. KM. 4!6-- 420'— Asten, Nordweslbahu 200 sl, S. 43b— 437'- detto (lit. !!) 200 sl, S. P U,t. 423'50 425^50 Praa Luxer Liseub, lNOsl.abast. 216-80 217'— Ttaalsrisenb. !i«0 sl. S. per Ult. 672 25 e?«'25 Eiidbahn 200 sl. Silber per Ult. 141'lb 142>«5 Südnorbdemsche Vcrbindunnsb, 2U0fl,KM...... 4«b'— 40?'- Transport Ges., iulern,, N.-G. 2N0 Kr........ 173— 175 — Unnar. Westbahn (Naab-Gro;) 2<> fl. . . , ei«-— ß,4-— l!)slrrr,-nnaar. Uanl 1 !00 «>r, 17I9-- 172!»-— Gelb Ware Uuionbanl 200 fl...... 553 50 554'ba Uxiuübaül, bühmische 100 fl. . 242'— 243'— Bcrlchrsbnnl, alla.. 140 fl, . . 340'— 344'- Industrie'flnltrnthmungtn. «auncsellsch,, all«, ust., 100 fl. 120-- 123 »0 Än'lxerKuhlcnberab-Oes, IN0sl. 740'— 744' — Eiseubahiwcilehrs-Anstalt, öst., 100 fl........ 412'— 4,5— Eiscnbahnw.-Üelhn,, crste, loufl, 214'- 216'^ ..Elbemühl", Papiers, u. V-G, 100 fl........ 192— 194— Elcltr.Gcs.alla, üsterr,. 2«« fl. 42U- 422'- Eleltr.-Gescllsch., Intern, 20« fl. 592-— 593'^ Eleltr. Gescllsch. Wr, in Liqu. 220'- 224'-Hirtenberaer Patr,-, Znnbh. u, Met,-Fabrik 400 Kr. . . 928-— 93»'^ Uiesmner Brauerei i«o fl. . . 250'— 252— Muiita»-ttles,, öst, alpine 100 sl. 646'— «47— „Puldi.Hütte", Tienelaukstahl- F.-Vl.G. 200 sl..... 435'- 443- PranerEisrii-IndustricOeseNsch, 200 sl........ 2617 — 2627 — ülimll- Mnrann - Salao-Tarjaner Eiseuw, 10« sl..... 538-50 539 °« Enla oTarj. Sleinlohle» 100 fl. 604-50 SO? — „Schlöalmnhl", Papieis..!iONsl. 323'— 327 — „Schodniea", «.«, s, Peirol.- Industrie, 5N0 Kr. . . . 443— 44?'b0 „Stedrermühl^.Papierf.u.V.G. 443'— 447 — Trifailer Kuhlenw.-G. 7« sl. . 263'— 20s— Türl. Tabalrrgie-Ees. 200 Fr. per Kasse...... —'- —— dctto per UlÜmo . . . 4!4 50 417 -^ Wafscüf.Grs., üsterr., ,00 fl. . 54«'- b44' — Wr, Aauaesrllschast, l«0 sl. . , 152- 154'^ Wienrrdrrae Ziegels.-Ält.-Ges. 727-— 737— Devisen. Kurze Sichle» und Zcheck». Amsteldam....... I99-- 199 4« De„!sche «llnlplälHt .... 117 60 117'«0 Ilalicnische Äanlplahe . . . 95 62' 95 7b London........ 24« 80 24! 0b Pnri«......... 8555 »ü'?b Kt. Petersburg...... — — -- — Zürich nnb Basel..... 95'5« 95 62' Valuten. Dulaten........ 11'35 11'5s üNssraulen Etülle..... 18 !1 19 14 20Marl StNcle...... 2350 23 59 Teutsche Reichsbnuliiolen , .>117«2° 117'»2' Itaüciiische «aülnoteu , , .i 95 70 9,'>'W !>>»l>cl-N°!e».......' 2-5N" 2 5>' Elaa.- -u.33.cl T7"erlca.Taf ;von Keulen, l*l»»ii