Nr. 202. Mittwoch, 4. September 1912. 131. Jahrgang. Mb acher Zeitung Vränumeralionsprri»: Mit Posiverleudung: ganzjährig «0 ll, tialbjäbrig lö ü. Im Kontor: nanzjählig 22 li. halbjährig 11 i<, Für die glislfUimg ins Haus gan,jiihrig 2 ü. — Inlrrtivnvgrbiilzr: Für lleine Inserate bis zu 4 geilen 50 d, gvokerr per Zeile I8l>i bei öfteren Wiedcrholunae» per Zeile « k. Tie »Laibacker Zeitung» erscheint täglich, mit «lusuahme der Sun»- uud Feiertage. Die Administration befinde» sich Vlillumöstraße Nr. 2«; die Nrdaktion MilloöiGras,!» Nr. 20. Eprechstundeu der Redaltillii von » bis 10 Uh' vormittags. Unsranlierte Äriefe werde» nicht angenommen, Manuslripte nicht zuruckaeslellt. I«leph«n»N». »e« Nedalti»« 82. Amtlicher Heil. Am 2. September wurde das XXVII. Stück des Landes« Kesetzblattes für das Herzogtum Kram ausgegeben und ver« sendet. Dasselbe enthält unter Nr. bk» die Kundmachuna. des l. l. Landespräsidiums für Kram vom 28. August 1912, Z.22üü/1'r., betreffend die Ein« Hebung von mehr als 10U'/<,igen Umlagen von allen direkten Steuern mit Ansschluh der Personaleinkummcnstcucr und der Besoldungssteuer in den Steucrgcmeinden Tominjc und Harije der Gemeinde Toruegg; "r. 5« die Kundmachung des k. t. Landespräsidiums für Kram vom 28. August 1912, I. 2256/?r., betreffend die Ein« Hebung einer 149«/,igcn Umlage von allen direlten Steuern mit Ausschluß der Pcrsonaleinlommensteuer uud der Be« soldungssteuer in der Steuergemeiude ssal der Gemeinde St. Michael bei Ndelsberg; "l. 57 die Kundmachung des k. k. Landespräsidiums für Kram vom 27. August 1912, I. 22b7/I'r., betreffend die Ein» Hebung einer 120°/^igen Umlage von allen direlten Steuern mit Ausschluß der Personaleinlommensteuer und der Ve° ^ soldungssteuer in der Steuergemeinde Stadt Adelsberg; ^t. 58 die Kundmachung des k.!. Landesprasidiums für Kram vom 27. August 1912, Z. 2258/rt.. betreffend die EinHebung einer 130°/,igen Umlage in der Steuergcmeinde Oberlaibach und einer besonderen 160°/<.igen Umlage für die Wasserleitung in Nltoberlaibach von allen direkten Steuern mit Ausschluß der Personaleinlommensteuer und ^ der Besoldungssteuer, und unter -'ll. 59 die Kundmachung des t. l. Landesprasidiums für Kram vom 28. August 1912, Z. 2254/?r,, betreffend die (!in° Hebung einer 123°/^issen Umlage von allen direlten Steuern mit Ausschluß der Pcrsonaleinlommensteuer und der Ve-soldungssteuer in der Gemeinde Hrenowih. Von der Redaktion des Landesgesetzblattes für Krain. Nach dem Amtsblatt« zur «Wiener Zeitung» vom 1. Sep. tember 1912 (Nr. 200) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß Erzeugnisse verboten: Druckwerk: «Elisabeth — Die Märtyrerin auf dem Kaiser-throne im Spiegel der Wahrheit» von Stephan Maroszy, Leipziger Verlagscomptoir, Leipzig 1912. Nr. 34 «N»8k Lloßk» vom 22, August 1912. Einlage der Nr. 102 .0»vötk liüu. vom 24. August 1912. Nr. 195 «kovnoltt» vom 29. August 1912.____________ Nichtamtlicher Heil. Die Dienstreise des Ministers für öffentliche Arbeiten. Aus Bildweis, 1. September, wird gemeldet: Der Minister für öffentliche Arbeiten, Trnla, traf heule nachmittags aus seiner Inspektionsreise von Amünd im Automobil in Vegleitnng des Setlionschess Landa, des Oberbanrates Nonbit und des Vanrates Kovarik hier ein. Nach dein Empfange durch die Vertreter der staat« lichen Behörden und nach Besichtigung des den Elementar . Katastrophen alisgesetzten Terrains besuchte der Minister die böhmische Staalsgewerbeschule nnd die böhmische Mädchen« Gewerbeschule. Einer bcsuilderen Einladung Folge leistend, begab sich der Minister sodann in das Nathans, wo Bürgermeister Taschek an ihn folgende Begrüßnngsansprache richtete: „Es gereicht mir zur besonderen Freude, Enre Exzel» lenz an dieser Stelle begrüßen zu tonnen, denn hier ist der Platz, wo die beiden diese Stadt bewohnenden Nationalitäten nunmehr im besten Einvernehmen arbeiten. Allerdings geschieht dies in der Voraussicht, daß wir vor einem allgemeinen nnd auch speziell Vndweis be» lreffenden Ausgleiche stehen. Es wäre zu wünschen, daß eö dem Randlage ill lnrzer Zeit gelänge, die Grundlage sür den allgemeinen Ausgleich in Böhmen zn schassen, wodurch es auch Vndwcis gegönnt wäre, die Früchte dieses nationalen Friedens zu genießen nnd im edlen Wettstreite der kulturellen nnd wirtschaftlichen Grüfte für das Wohl nnseres Siaates zn arbeiten." Der Minister dankte für den herzlichen Empfang nnd erklärte, mit besonderer Freude gehört zu haben, daß dieser Saal jetzt der gemeinsamen nnd einträchtigen Arbeit der Vertreter der Stadlbevölkernng beider Na» tionaliläten diene. Möge der vom Herrn Bürgermeister geäußerte Wnnsch bald in Erfüllung gehen. Er sei über« zengt davon, daß gegenseitige Achtung und Wertschätzung der beste Ausgleich sei. Hierauf besichtigle der Minister das städtische Mu» senm nnd begab sich sodann in die Handels» nnd Ge» Werbekammer, woselbst Kammerpräsident Ardlit in seiner Begrüßnngsrede sagte: „Der Ansgleich beider Nationalitäten auf Grund einer vollkommenen Gleich» berechlignng nnd Gleichwertigkeit in dieser Metropole de^ südlichen Böhmens liegt wohl nicht ferne, nnd ich bill überzeugt davon, daß diefer Ausgleich zum gegen» seitigen Wettstreit ans tullnrellem und wirtschaftlichem Gebiete beitragen wird, nicht bloß im Interesse dieser Stadt, sondern ganz Süd°Vöhmens." Der Minister erwiderte, er habe mit Freude der Einladung Folge geleistet nnd sich vom Aufblühen der Stadt überzeugt. Er werde nach Kräften trachten, daß die zn lösende Frage, soweit es die Verhältnisse nnd die Mittel gestatten, znm Wohle der gesamten Vevölkc» rnng beider Nationalitäten am erfolgreichsten gelöst werde. Wir stehen, snhr der Minister sort, in einer Zeit des Kompromisses nnd des Alisgleiches, wie der Herr Kammerpräsident erwähnt hat, und auch die Was» serstraßenvorlage wird das Resultat des notwendigen Übereinkommens und Ansgleichens verschiedener Wünsche, Bedürfnisse und Pflichten werden, und ich gebe nochmals die Versicherung, daß ich, von der drill» genden Notwendigkeit der Lösung dieser Wasserstraßen-frage überzeugt, im Nahmen der zur Verfügnng stehen» den Mittel mich dafür einsetzen werde. (Beifall.) Zur Frage des polmsch-ruthenischen Ausgleichs. Die „Gazeta Ponicdzialt'olva" veröffentlicht einen ausführlichen Bericht über die von der Polnischen Volks» Partei in bezng ans die polinsch-rnthenische Frag.' be» folgte Taktik, der alls der Feder des Abgeordneten Slapinsti stammt. Abg. Stapinsti kommt einleitend anf die jüngsten Angriffe in der polnischen Presse gegell Feuilleton. Eine edle Dame. Von Oarl Aoviü. (Nachdrus verboten.) I. Wenn von Elschen die Nede war, schüttelten die langen Leute spöttisch den Kops nnd sagten: „Nein, nein, Fräulein Eise langt nicht zum Mäd° Am . . . Ihrer Denkweise nach müßte sie schon längst Großmama sein." Sie loar eine Dame ganz aparter Natnr. Elschen ^rf, als sie fünf Jahre alt war, nicht ihre französischen huppen weg und rief nicht aus Leibeskräften: Einen Husaren, einen Husaren! Als sie eine höhere Tochter ^urde, schlang sie ihr Haar zu einem Knoten, kokettierte ^cht und führte znr höchsten Überraschung aller kein ^agebnch. Jeder schüttelte ungläubig dcn Kopf, wenn er daran ^chte, daß Elschen je ein Backfisch war, der auf dem ^slen Ball seine Halbschnhe verliert nnd nach dem Wal-^ trotz mütterlichen Verbotes von ihrem Verehrer ein ^las eiskalten Wassers erbettelt. Elschen ist siebzehn Jahre alt und klug, wie es ^r die Damen zu sein pflegen. Sie kann sticken, lochen ^ — es schaudert einem förmlich bei dem Gedanken ^ sie haßt die Husaren, die ihrer Meinnng nach nur k'lrn und beim Klänge der Musik ihre Sporen anein-""Erschlagen können. .„ Nenn Elschen zufällig ein Innge geworden wäre, /^e sie die Rigorosen gewiß glänzend abgelegt nnd lUncn vier Jahren genügend Geld erspart, um dafür '" Haus kaufen zu können. Als Mädchen n>ar sie kalt ^ berechnend, und wo in einer Familie ein kleines Mädchen Dummheiten machte, schalten die Mamas nnd >Mn schließlich: „Sei so wie Elschen." Elschens Verehrer toaren lauter klnge, gesetzte Banner, die sich weder duellierten, noch ihr Hab und Gut mit Hypotheken belasteten. Zweifellos hielt sie Els» chen so in Ordnung wie ihre Weißwasche nnd wenn je» mand sie zufällig mit einer nächtlichen Serenade über» rascht hätte, würde sie sicherlich gefragt haben: „Was kann wohl so eine Dummheit kosten?" — H. Als Paul Nheden sein zweites Gut verjubelt hatte, depeschierte ihm sein Vater, der mit seinem Sohne nur drahtlich verkehrte: „Es wäre Zeit, daß dn heiratest." Paul nahm sein Gewehr auf die Schulter lind schlenderte in die grünen Auen hinans, was bei ihm soviel hieß, daß er über die Sache nachdenken wolle. Ge» geil Abend kehrte er heim, mit drei Hasen beladen und machte sich eben an sein Abendbrot, als ihm einfiel: Tenfel, ich müßte eigentlich -.inch meinem Vater ant-Worten. Er stöberte Tinte und Feder hervor, stützte sich anf den Tifch nnd lvarf mit unsicherer Hand das eine Wort aufs Papier: „Niemals!" Panl Nheden »var eine jener Persönlichkeiten, von denen man noch hente recht wunderliche Sachen zn hören bekommt. Das Geld brannte in seinen Händen und er lvar glücklich, wenn er es anf Umwege» einer eingeschla-genen Spiegelscheibe oder einer angezündeten Schener loswerden konnte. Als er Elschen zum erstenmal begegnete, jagte er mit Viererzng in die Stadt. Er ließ die Zügel schießen und grüßte sie mit frechem Lächln. In Hillersdorf verfehlte dieses Manöver nie seine Wirkung lind die kleinen in Samt gebnndenen Tagebücher beschäftigten sich stets an solchen Tagen ausschließlich mit ihm und seinem Lächeln. Elschen schaute kalt über ihn hinüber und der Livreediener, der bei dein rasenden Tempo schier vom Bocke fiel, bemerkte auch, daß das Fräulein eine ver» ächtliche Gebärde machte, als wollte sie sagen: Eintags-Herrlichkeit. Panl preßte die Zähne zusammen und fragte seinen Freund: „Wer ist die Kleine?" „Die? Fräulein Else. Kennst du sie nicht?" „Ein hübsches Geschöpf, aber eingebildet . . . O, ich hätte Lust, sie eines Besseren zu belehren!" „So! Und wie wolltest dn das zuwege bringen?" „Ich mache sie in mich verliebt. Ich verdrehe ihr den Kops. Und wenn sie bis über die Ohren verliebt ist, mache ich ihr mein Kompliment nnd sage: Besten Tank für Ihre Freundlichkeit, liebes Fräulein, aber ich bin nicht geneigt, Sie zu einer Königin zu machen." Bei einer Soiree stellte er sich Elschen vor. Sie tanzten ein paar Tonren znsammen nnd beim Souper fragte Nheden Elschen, welches ihr Lieblingslied sei. „Gar keines," antwortete Else, „ich hatte noch keine Zeit zu wählen. Ihnen ist das gewiß viel besser ge» lungen." Nheden verlor die Lust an diesem Thema. Stunden» lang Pflegte er seine Frcnnde mit den Erlebnissen seiner Hnnde zu unterhalten. Auch jetzt sprach er davon. AIs Waldmann schon zum viertenmale einen Hasen fing, nn» terbrach ihn Elschcn. „Schön, schön . . . nnd mit ellvas anderem be» fassen Sie sich nicht? Lernen Sie nichts, lnltivieren Sie keine Wissenschaft?" „Wissenschaft?!" lachte Nheden aus vollem Halse. „In nnserer Familie wird jeder znm Tode verurteilt, der Wissenschaften huldigt. Legalisierte Urkunden weisen nach, daß mein Ahnherr geköpft wnrde, weil er fich mit dem Studium des römischen Nechtes befaßte. Ein ande» rer meiner Ahnen wurde für verrückt erklärt, weil er sich mit einem berühmten Nechtsgelehrten in eine Po» Icmik einließ. Letzthin erschoß sich mein Onkel, weil sein Sohn Student wurde." „Und trotzdem wüßte ich eine sehr praktische und interessante Nechtsloissenschaft für Sie." „Und die wäre, meine Gnädige?" fragte Nheden lächelnd. „Zum Beifpicl, das Wechselrccht, Herr Nheden!" (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 202. ! 932 4. September 1912. ihn zn spvcchcn nnd erklärt, es sei unrichtig, lveiin seine Mitteilungen über die Taktik der Polnischen VolkSpartei in der Frage dcs polnisch»rutheuischcu Ausgleiches als eine Kriegserklärung an die polnische konservative Par-tei aufgefaßt werden. Die polnische Partei werde sür den Fall, als die Wahlresorm fiir den gallischen Landtag nicht zustande konuul, ans der polnischen Solidari-iät allerdings ausscheiden und Abgeordneter Stapinski und die Polnische Volksparte', werden dann sowohl im galizischen Landlag gegen den landtäglichen als auch im Reichsrate gegen den reichsrätlichen Polenklnb Stellung nehmen. Abgeordiieter Stapinsti beschuldigt die polnisch-konservative Partei der Verschlcppuugs-Politik zu dem Zwecke, damit der galizische Landlag so bald als möglich ausgelöst werde und die Neuwahlen noch auf Grund der alten Wahlordnung erfolgen, nm aus diese Weise zu erreichen, daß die polnisch'lonserva-tive Partei noch weitere sechs Jahre hindurch die Herr-schaft im galizischen Landlag beHalle, Abgeordneter StapinSli erklärt, er stehe aus dein Standpnnkte, daß es die gegenwärtige politische Lage nilbedingt erfordere, daß weder der Statthallerposten noch der Posten eines Landmarschalls von Parteigängern der polnisch' konservativen Partei beseht seien, da dies für deu Abschluß eiues polnisch-ruthenischen Friedens nur hinder, lich sei. Sollte es wegen der Haltung der polnischen Volkspartci zn einer Kriegserklärung von seilen aller polnischen Parteien gegen den Abgeordneten Slapinski nnd die polnische Volksparlei kommen, so werden die Angegriffenen diesen Kamps ruhig aufnehmen, ohne von der Besorgnis erfüllt zu sein, daß dnrch diesen Kampf die Rnthcncn den Sieg davontragen oder deren Opposition heraufbeschworen würde. Die polnische Volkspartei stehe auf dem Standpunkt, daß es den Anforderungen der Gerechtigkeit entspreche, den Wünschen der Ruthenen entgegenzukommen. Die gesamte polnische Presse wendet sich in sclM'fer Weise gegen die Ausführungen des Abgeordneten Sta° pinsli nnd die polnische Volkspartei nnd beschwören sie, in dem gegenwärtigen Klampfe ans nationalen Gründen an der Solidarität sämtlicher polnischer Parteien unbedingt seslznhalten. Politische Uebersicht. Laibach, 3. September. Zum Vorschlaqe des Grafen Nerchtold wird gemeldet, daß die Instrnklionen, die die detaillierten Anordnungen sür die Konversalion der Mächte enthalten, von Wien an die österreichisch-ungarischen Botschafter lei den Mächten bereits abgegangen feien. Es ift zu er-lvarlen, daß die Erörternngen nunmehr in Fluß kom» inen. über deren Verlauf dürften vorerst wohl nur spärliche oder gar keine Mitteilungen in die.Öffentlich« keit gelangen, da dcr streng vertrauliche Cl>aratter dieser Konversation die Öffentlichkeit natnrgemäß ausschließt. Von diplomatischer Seile erhält die „Neue Freie Presse" folgende Mitteilungen- Ter rnssische Botschafter in Paris, Herr von IzvolStij, hat Samstag den österreichischen Gesandten in Bukarest, Prinzen Karl Emil zu Fürstenberg, in Strobl besucht. Der Besuch lvar ein Höflichkeilsbesuch, er entbehrte aber doch keineswegs der politischen Bedeutung, da Izvolskij anch dem deut' scheu Reichskanzler iu Gastein eineu Besuch abgestattet hat. Wie man in diplomatischen Kreisen weiß, steht es fest, daß Izvolslij den Ehrgeiz hat, in das Berliner BolschaslSpalais einzuziehen. Der Besuch bei Belhmann und bei einem wichtigen Vertrauensmann der österrei-chisch-ungarischen Regierung galt der Sondierung des Terrains. Die dentsche Regieruug dürfte gegen die Be» rusung Izvolslijs kaum Bedenken erheben. Ans Belgrad, 1. September, wnd gemeldet: Vor» mittags fand hier eine vom patriotischen Vereine „Na» rudua Obraua" einberufene Volksversammlung statt, au der über dreilauseud Bürger und zahlreiche Offiziere teilnahmen. Nachdem mehrere kriegerische Reden gehalten wurden, nahm die Versammlung eine Resolnlion an, in der die Regierung zu den energischesten Schritten gegen eine weitere. Ausrottung des serbischen Voltvs nnd zur Erwirkung der Satisfaktion für die gefallenen Opfer von Ejenica und Bjelopolje anfgefordert wird. Unter den, Rufen: „Krieg der Türlei!" zerstreute sich die Versammlung. Der „Osservalore Romano" ist gegenüber einer Melduug des „Matin" vom 28. v. M. zu der Erklärung ermächtigt, daß der Kardinal Staniosetretnr dem Bischof von Aulieclj leine politischen Instruktionen erteilt, sundern nur die bereits vom Papste deu französischen Kalho» liken gegebenen Weisungen wiederholt habe, daß sie sich anßerhalb aller Parteien auf dem Boden der Religion vereinigen mögen. Dem „Daily Telegraph" wird aus Peking gemeldet: Der Stellvertreter des Ministers des Äußern über» reichte gestern auf der britischeu Gesandtschaft eine Note, worin die Forderungen Großbritanniens bezüglich Tibets zurückgewiesen werden. Tllgcsnemglcitcn. — m Falle änßersler Gefahr das Herz mit der Hand zn maxieren nud da-dnrch von, neuem zur Tätigkeit zn erwecken. Selbstverständlich ist ein derartiger Eingriff nur selten geschehen nnd noch seltener gelungen. Es ist dadurch aber über» yanpt nachgewiesen worden, da,ß ein Stillstand deS Her» zens und >omit des gesamten Blutkreislaufes nicht gleichbedeutend mit dem sofortigen Tode ist. Dr. Sand hat in der „Wiener Klinischen Rundschau" eine Erfahruug mitgeteilt, die zur neuen Bestätigung dieser Aufgabe dient nnd noch einige weitere Erklärungen darüber bringt. Ein junger Patient von 15 Jahren geriet während einer Operation unter der Chluroformbelänbung in einen Zustand, dl'r vom Tode in keiner Weise zn unterscheiden war. Herzmassage uud eine Einführung von Kochsalzlösung in die Adern, führte aber nach einer Stnnde zu einer Wiederbelebung, die wenigstens noch nenn Tage anhielt. Das Bewnßlsein lehrte allerdings nicht zurück, aber soust waren alle Anzeichen des Bebens vorhanden, einschließlich des Gebrauches der Stimme. ES kommt dabei nicht darans an, daß der Kranke nicht endgültig zu retlcn, war, was wegen der Erkrankung der wichtigsten Organe nicht erhofft werden tonnte, sondern daß es übcrhanpt gelang, das bereits zu vollständigem Stillstand gekommene Leben um neun Tage zu verlän-gern. Dr. Sand hol weitere Beobachtungen darüber an° gestellt, wie lange ein vollständiges Aufhören des Säfte-treislaufes bestehen kann, ehe der endgültige Tod eintritt. Für das G«'hirn scheint sich diese Zeitdaner ans 25 Minuten zu belaufen. Hat der Säftctreislauf länger gernht, so kann dai- Gehirn zwar dennoch einmal erweckt werden, aber der Tod ist dann unvermeidlich. Daraus 'igibl sich, daß das letzte Mittel der Herzmassage nnr dann ans Erfolg rechnen kann, wenn es mit der aller» größten Eile vorgenommen wird, und nach den bisheri-gen Erfahrungen scheint eine Wiederherstellung nur dann zu gelingen, wenn höchstens eine Viertelstunde seit dem Stillstand deS Herzens vergangen ist. Sonst versagt daS Gehirn zuerst seineu Dienst für immer, demnächst das Rückenmark, dann die Nieren nnd dann die Nerven. — llGcfrierversuche an Wassertieren.j Den zahlreichen industriellen Errungenschaften auf dem Gebiete der künstlichen Kälteerzeugung, welche mit dein Namen des berühmten Genfer Proseffors Raonl Pielel ver> knüpft sind, hat dieser Gelehrte vor kurzem einige ver-bluffende Experimente rein wissenschaftlichen Charakters beigesellt, die von weiltragendem Interesse für ver« schiedcne Gebiete' der Wissenschaft sein dürsten. Nach „Le Matin" ist es ihm nämlich gelungen, Wasser mit lebend herumschwimmenden Fischcn zum Gefrieren zn bringen uud dann wieder aufzutauen, ohne daß die fische Scha» den an Leben oder Wohlbefinden nahmen. Professor Pielels dahingehende erste Experimente datieren schon 18 Jahre znrück. Er lvar überzeugt, daß starke Kälte zuxir die Lebenstätiglciten momentan znm Stillstand bringt, jedoch ohne das Leben gänzlich aufzuheben. Seine neuesten endgültig die Frage lösenden Experimente, welche er an der Universität Genf machte, enthüllen über» aus interessante Tatsachen. Unter anderein brachte er einmal 28 Süßlvaffer fische in ein tiefes Glasbecken, dessen Wasser er 24 Stuudeu lang fast auf Null Grad erhielt, ohne daß die Fische Schaden nahmen. Dann ließ er das Wasser zu einem festen EiSblocl gefrieren, ohne die Fische zn entfernen, nnd erniedrigte die Temperatnr nach und nach bis auf 20 Grad unter Null. Ein abge° schlagenes Stückchen des Eisblockes, in welchem einer der Fische enthalten war, bildete mit diesem ein untrennbares Ganze, so daß der Fisch zerschlagen und zerbröckelt werden konnte, als ob er ans Eis bestände. Der Eisblock mit den darin enthaltenen Fischen wurde nnn mittelst eines Gefrierapparates zwei bis drei Monate in dieser niedrigen Temperatnr erhalten, und dann sehr langsam und vorsichtig aufgetaut. Und siehe da! Die anscheinend leblosen Fische belebten sich wieder und schwammen um-her, als od nichts mit ihnen geschehen wäre. Die 20 Grad Kälte jedoch, unter denen Pictet die erwähnten Versuche ausführte, bedeuten für Süßlvasserfische so ziemlich die äußerste Grenze; ein wenig Kälte mehr, und der Fisch stirbt. Es gibt aber andere Tiere, welche einer noch bedeutend stärtereu Kälte standhalten können. So können Frösche auf 28 Grad Celsius eingefroren werden ohne zn sterben, nnd einige Wassersalämander ertragen sogar eine Kälte von 50 Grad. Die größte Kälte hielten aber unter allen Tieren, mit denen Pietet ex» perimentierte, einige Schnecken aus. Er tonnte sie bis ans 120 Grad Celsius unter Null einfriercn lassen, und sie lebten nach dem Auslaueu dennoch wieder auf. — r Art, zeichnete die Angeubrauen nach, frisierte sich, indem sie das falsche Haar ablegte und wie» der anfslcckle, und zog sich das Kleid über, welches noch immer auf dem Sessel lag. Es lvar ein schlvarzes Kleid ans Tüll und Seide, mit ticscm Ausschnitt am Hals, der mit durchsichtigem Tüll uud Pailletten überspon» nen uxir. Ganz eng schmiegte sich der Tüll an die nackten Schnltern nnd den Nacken. Beides war vorher auch mit einer reichen Puderschicht belegt worden. Als sie fertig war, stellte sie sich siegesbewußt lä» chelud vor Eva hin. „Nun — wie gefalle ich dir jetzt? Man kann sich noch sehen lassen, hm?" Eva sah sie mit großen Augen an. Die Schamröte stieg ihr ins Gesicht. Das »var n»n ihre Mutter, diese aufgetakelte geschminkte Komödiantin! Während sich Charlotte selbstgefällig lächelnd um sich selbst drehte, dachte Eva erschauernd an Bernhard. Wie gut, daß sie nicht sein Weib geworden lvar. Vielleicht hätte ihu das Leben einmal mit dieser Frail zusammengeführt. Das wäre ihr fnrchtbar, unerträglich gewesen. Wie sie sich ihrer Mutter schämte! — Frau Charlotte trällerte eine Operettenmelodie und weidete sich an Evas Sprachlosig» keit, die sie sür Bewunderung hielt. „Ja, ja — man sieht noch ganz leidlich aus, freilich nnr noch des Abends. Ich gehe am Tage auch nur aus, wenn ich's nicht ver» meiden kaun. Und da nehme ich einen dichten Schleier. Jetzt gibt man mir doch höchstens dreißig Jahre, nicht? Oder meinst du, man sehe mir an, daß dn meine Toch» ter bist?" Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Ni, 202. 1933 4. September 1912. Lolal- und Provulzial-Nachrichtctt. Eröffnungsfeier der erweiterten Voszhüttc. «.Ichluh.) Tie Eröffnungsfeier, begünstigt vo,l vorzüglichem Natter, n.xir eiil Fest, das sich der Feier vom 14. Juli ^'l>! N'ürdig zur Seite stellen konnte. Schon am Vorabende gab es in der gemütliche» Gaststube des Schutzl)auses ein fröhliches Treiben. Als die Schar der Hungerndcn nnd Tiirftenden halblvegs befriedigt war, ivechfelte fröhlicher (besang mit den an-hlimelnden Klängeil einer Mnsik. Je linverdrösseiler der ^ege» ">l die Fenster klatschte, desto lnstigcr »vard die Slimmuug, wozn nicht iveiiig die Gäste anS Böhmn beitrugen. Nur nianchmal wurden die Plätze verlassen, Uln des Hüttenwartes Herrn Mai, Klenieillschilsch Ori-gulalseneriverkstiinsto zu beivnnderii. Manch Humor-^Iles Erlebnis aus entschwnndenen Bergfahrten ward ,)Uln Veslen gegeben. Wer dachte da beim Anhören der ichnurrigen Geschichtcn ilichl mil dem liederreichen Sän-M des Zlatorog: „Was für tolle Sachen doch in der Welt geschehen!" Des Morgens hatte das Wetter gründlich umgeschlagen, ein frischer Ost die schweren Regenwolken ver-iagt, das Tagesgesiirn goß seine erwärmenden Strahlen ubcr dl,n schimmernden Neuschneeder Verge. Was Wnnder, daß sich mehrere Wanderfrohe ent° ichlossen, die Mojslrovka zu besteigen, darunter das jugendliche bergfeste Töchterchen des H>,rrn Han° ^'lsmannes Leopold Bürger Andere zogen znm Prisang. Sie hatten es nicht zu bereuen, obwohl der köstlich kühle Wind ein allzu langes Verweilen ans den Gipfeln nicht rätlich erscheinen ließ. Dazu winkte heiter unten die Eröffnungsfeierlichkeit. Nur die Berg-sahrer, die frühnM'geus vuu Kronau über die KriÄvand ^uf den Razor gestiegen »varen, schienen mit d^n Ergebnissen ihres Ausfluges nicht besonders zufrieden genese» zu sein, »XI man sie etliches Uou eiskalten Sturz» ^chen usw. brummen hörte. Das Schlitzhaus war festlich geschmückt — Pforten Zuteil sich ans grünen Zwe,gen — vom hohen Mäste Natterte eine Fahne in den Farben des Alpenvereines. ^ Um 1 Uhr kündete ein dröhnender Pöllerschuß den ^eginn der offiziellen Festlichkeit. Erwartungsvolle ^Ule trat ein, als Obmann Ludwig, umgeben von T^n Ausschußmitgliedern, von der Schwelle des Hauses ^>e F^st^äste, deren Anzahl mntlerweile dnrch Nachzügler ?Us Laibach aus weit mehr als Il><> Personen angewach->en >lxir, mit herzlichen Worten begrüßte und ihneu den Dank aussprach für die Ehre und das große Interesse, das sie durch ihr Erscheinen bekundeten. Besonders willkommen hieß er die Tamen, ferner Herrn Hosrat Ritter vun K a l t e n e g g e r samt Gemahlin, den Vertreter des Hanptausschuffcs .Herrn Direktor Nase, die Herren Offiziere, den Vorstand der Sektion Villach Herrn A i -chingcr, die Vertreter der Sektionen Innsbruck, Oberstcicr und München, Herren Czelechowski, Müller aus Kupfenbcrg, Ing. Herndl, ferner die siebenglicdrigc Abordnung vom Gau Vrüx der Sektion Teplitz, Herrn Apvld vom Gan Aßling.' Hierauf streifte der Obmann neb>n der bereits im Eingänge erwähnten Geschichte der Voßhütle in großen strichen die Geschichte der Schutzhüllen der Sektion Oberhaupt, die ihr Dasein säml.ich dem Wohlivollen des Mlvtausschusses, der wirksamen Unlcrstüluing lokaler Aktoren nnd der Arbeitslust nnd Tatkraft der Sel-^nsgenossen verdanken. Die Vorliebe für die Berge sei An? Fexerci, sondern sie entspringe als die lanlerste "Uelle so recht aus,dcm idealen Flusse des Herzens her-^>s, obwohl er nicht in Abrede stellen wolle, daß es Aür noch mannigfaltige andere Gründe gäbe. Die glitte sei ein vortrefflicher Stützpunkt nnd er wünsche, ^>ß sie wie bisher anch in der Vergrößerung dcr Bevöl-^'Ung zweier Täler durch vermehrten Touristenverkehr ^egcn bringen möge. Herrn Sladtzimmermeister Zakot-^k und seinen braven Arbeitern gebühre ein besonderes ^erdiensl um das rasche Gelingen des Baues, zn dem ^sl im Juli das Bauholz zugeführt wnrde. Herr Lud-!^'>g iiberreichte sodann dem Polier Ramov.^ als Zeichen ^r Anerkennung der Sektion ein Geschenk. Der Herr ^mann beendete seine Ausführungen mit nencrlichen Gurten des Dankes an den Hanptansschnß, erklärte hier-^uf die Hütte für eröffnet und schloß mit einem Hoch Und Bergheil ans den Deutsche» nnd österreichischen ^lpenverein. . Herr Direktor N a f e als Vertreter des Hanplans-I^ussl's fand es begreiflich, daß das Herz des Teutsch» Diners mit allen Faser» an seiner Heimat hängl, von ?^Dn Herrlichkeiten hente die Natur nur einen Zipfel ?^ Mantels gelüftet. Der Celtion Krain gebühre ,',»-^ge mannigfacher Verhältnisse ein Ehrenplatz im Al-^Wereine und er bitte namens des .H) Verhältnis ungetrübter Liebe nnd Achlnng dnrch ^'süilliches Erscheinen zn geben. Er wünschte der Sek-uon Gedeihen nnd weitere Erfolge. Tiefempfundene Beglückwünschungsreden hielten Nuch der Vertreter des Gaues Vrüx der Sektion Teplitz, ^'rr M ü l l e r für die Sektion Obersteier, Herr Ing. H erndl für die Seltioil Wüilchen nnd Herr Direktor Na fe als Vertreter der ältesten Sektion Austria. Herr Schulrat Vescl eutbot uameus der Grünen Insel herzliche Griiße mit der Versicherung, daß diese stets bcreit sei, der Sektion mit Rat nnd Tat a» die Hand zn gehen. Er gedachte serner nebeil den Verdiensten des Obmannes dessen hochverehrter Fran Gemahlin, die in der liebenswürdigsten Weise den hier oben zwiefach schweren Obliegenheiten der Hansfran nachgekommen sei nnd in kaum zu übertreffender Weife für die leiblichen Bedürfnisse der Gäste gesorgt habe. Sein Heil fand ein hnnderlfaches Echo in den Herzen der Zuhörer. Herr L n d w i g dankte in warmen Worten für die Ehrnngen, die der Sektion und ihm so reichlich dargebracht wurden, daukte auch den Bergführern für ihr Interesse an der Sektion, versicherte sie der Unterstützung auch des Gesamlvereines in allen Nö^en drs Lebens und unterzog schließlich das Verhältnis znr Bevölkerung eiiier Betrachtung zwischen einst und jeht. Fast zu rasch mnßle an den Ausbruch gedacht werden. Nach einer hoffentlich gnl gelungenen Gruppenaufnahme durch einen Liebl)aberpholographcn wurde von ixin größten Teil der Gesellschaft der Rückmarsch angetreten. Anläßlich der Eröffnungsfeier loaren der Sektion vl.ni Ehrenmitglied Finanzrät Dr. Rndolf Nuschnik i» Wien, von den Herren Dr. Kal lab in Eilli nnd Tireltor L. Iahne in 5llagcnsnrl namens des 5lara-wanlenganes, vom bewährten Frennde der Sektion Hrrrn Nonsnl E. Vetter in Kreuzlingen, serner von der Sektion Graz, Herrn Direktor S ch ülle r u. v. a. telegraphische nnd schriftliche Beglückwiinschungen znge-kommen. Frau Anna Voß iil Wien bedauerte sehr, durch ihren Gesnndheitsznstand ani Erscheinen verhindert zn sein. Das Schreibe» schließ!: „Ich bitte alle jene hochgeehrten Herren, die sich nm das Andeuten meines lieben, unvergeßlichen Gatten in s» edler Weise bemühten, den innigsten Dank dafür entgegenzunehmen. Zugleich rufe ich allen hochgeehrten Teilnehmern an der fchönen Feier ein kräftiges B^rgheil zu." H. V. — Mn Ministcrialerlaft über den Besuch der tlNisnml,nischen Fortbildungsschulen.j Seine Exzellenz der Minister für Knltns nnd' Unterricht hat an alle Schulbehörden nachstehenden Erlaß gerichtet! Die Statuten der kaufmännischen Fortbildungsschulen pflegen die Bestimmung zn enthalten, daß znm Nesnche der Fort» bildungSschnle alle Handlungslehrlinge dlS betreffenden Ortes mit Ausnahme jener verpflichtet sind, die den Fm'lbildnugsnnterrichl „oder einen andere», mindestens gleichwertigen Unterricht" bereits mit Erfolg absolviert haben oder „die sich über die, dem Lehrziel der ForlbildnngSschnle entsprechenden Kenntnisse ausweisen können." Diese Bestimmung hat nnn wiederholt zu Zweisein darüber Anlaß gcgeben, ob Zeugnisse über die erfolgreiche Absolvierung von Privathandelsschulen nnd besonders von solchen mit zweiklassiger, den Einrichtnn-gen an den staatlichen, beziehungsweise mit dem Osfent-lichteitsrechte beliehenen nicht staatliche» Schulen du° ser Art nachgebildeter Organisation als Nachweis über die Absolviernng eines dem Fortbildnngsnnterrichle mindestens gleichwertigen Unterrichtes, bezw. über die Erlangung von dem Lehrzicl der Forlbildnngsschnle entsprechenden Kenntnissen anznsehen sind nnd ob sohin Handlnngslehrlingc, die solche Zengnisse besitzen, vom Fortbildnngsschulbesuche befreit sind oder nicht. Dies-falls finde ich im Einvernehmen mit dem Handelsmiui-ster nnd dem Minister für öffentliche Arbeiten zn ent->cheidm, daß bei dem Umstände, als Zcngnissen von mit dem Öffenllichleilsrechte nicht beliehenen Schulen kcinerlei staatliche Gültigkeit zukommt, anch der Nachweis über die Absolvierung eines mit dem kaus° männischen, bezw. gelverblichen FurlbildnngSschnlnnter-richte gleichwertigen Unterrichtes den Gewerbebehör-deu, und Schulleitungen gegcnüber dnrch Zengnisse von Schulen der lchlgedachlen Art nicht erbracht werden kann. Doch sind Handlnngslehrlinge beiderlei Geschlechts, welche die dem Lehrziele der Forlbildnngsschnle entsprechenden Kenntnisse bereits zu b>.sitzen vermeinen nnd deshalb die Vefreinng von der Verpflichtnng znm Vesnche der kansmännischen, bezw. allgemein-gewerblichen Forlbildnngsschnle anstreben, wen» sir eine Be-scheinignng üb.r bereits genossene» schulmäszigen Unter-richt in den Handelsfächern dnrch irgend welche Zeugnisse beibringen, ans ihre Ville von der Leitung jener Fortbildnngsschnle, zn deren Sprengel sie gehören, zn einer bezüglichen Prüsung zuzulassen; im Falle der erfolgreichen Ablegnng dieser Prüfling si»d solche Lehrlinge von den Gewerbebehörden zum Forlbildnnqs-schnlbesnche »licht zn verhalten; für dicse Prüfungen sind keine Tar.e» einzuheben. Dem Umstände, daß 'ein Handlnngslehrliiig während der Toner des Lehrverhält, uisses eine Privathaudelsschulc besucht, kommt sür die Venrleilung der Frage seiner Forlbildungsschulpslicht keinerlei rechtliche Bedeutung zu. — lFliississmachuusl der Nuliesscnüsse für Militär-Witwen und -waisen.j Die Ruhe- und VersorgnngSgenüsse der Wilweu und Waiseil nach Mililärpersunen iverdeil vom l. Iänmr >9I^ angesangeil auch iinierhalb der Kronländer Steiermarl, Küstenland, Böhme», Mähren, Galizien »nd Talmatien in, Wege der f. k. Postsparlasse zur Auszahlung gelauge». Mit diesem Termi» »vird demnach txis gan,^' Gebiet der im Reichsrate verlrelenen Königreiche nnd Länder rücksichllich der Auszahlnngen zn Lasten dcs gemeinsamen Pensionöelats in den Pojt> sparkasseverkehr einbezogen sein. Eine Verständignng der Parteien, deren Versurgungsgenüsse bereits in Vor« schreibnng stehen, hat dl,rch die militärische Evidenz-behörde nichl zn erfolgen. Ieiu> Versorgnngsgenüsse, d>e ab 1. September 1912 in den sechs Kronländern nen in Zmvachs kommen oder dahin iibenviesen lverden sollen, werden schon von diesem Zeilpnntte angefangen im Wege der Postsparkasse dnrch die gemeinsame Zentral» lasse flüssig gemacht. Den bctrefseilden Erlässt'n des Kriegsmiuisleriums wird stets eine „Belehrung" zur Ausfolgung an die Parteien beiliegen. — jVou der Gendarmerie.) Transferiert werde» die Oberleutnante Wenzel Müller vom LandeSgen-darmeriekommando Nr. l2 in Laibach znm Landes-gendarmernkommando Nr. 5 in Lemberg und Andreas Lnsnm vom Landesgendarmcrielommando Nr. i:^ in Ezernowik zum Landesgendarmeriekommando Nr. 12 in Laibach. — lVon der österreichisch-ungarischen Marine.j In den letzten Tagen sind in der öslerreichisch-nngarischeil Marine folgende Personalversügnngen erfolgt: Der bisherige Marinesuperior Karl Ko lo l j trat in den Ruhe» slaud, au dessen Stelle wurde der Feldsnperior erster Klasse des 8. Korps der Garnison in Prag, Anton Ja kl, in den Stand der Marine übersetzt »nd aus die erste Stelle der Marinegeistlichteil berufen. Anch steht ans dem Posten des Seebezirlskommandanten zu Trieft ein Personalwechsel bcvor, währe»d der Posten des Seearse» nalslommandanten in Pola dnrch die Eruennnng des Linienschiffslapitäils L ös f l c r nild des Matroseillorps» kommandanlen dnrch die Ernennnng des Linienschiffs, kapiläns v. Daublebsky neu besetzt worden ist. — Der dem nen systemisierten Flotleninspettor znkummende Geschützscilnl ist mit 17 Cchnß festgesetzt wmden, er beträgt deinilach nm zwei Schuß weniger, als dem Kriegs» minislcr liild den, Marinelommandanten reglementarisch gebühren. — Die Marinelommandojachl „Laeroma", die vor tnrzem vom FloUeninspeltor Vizeadmiral Anlo» Hans bei den Schlußmanövern der Eskader verwendet wurde, trat nach ihrer am 15. v. M. ersolglen Abrüstung am 3(1. v. M. unter dem Kommando des Fregattenkapitäns Paul Edlen v. M e c ense f f y neuerlich in Dienst nnd traf am 31. Anglist in Finme ein, von wo aus Marinekommandant Admiral Gras M o n t c e n e eoli seine Herbstinspiziernng antrat. — lPersonalnachricht.j Seiile E^zelleilz Feldmar. schalleulnanl Emil E o ! e r u s voil Geld e r u, Trup-pendivisioilär ans Graz, ist gestern in Begleitung des Oberstleuluanls GeneraIslabschefS Müller nach Be-endignng dlr Manöver in Laibach angekommen >>»d im Hotel „Elefant" abgestiegen. — lPostalischcs.j Ernannt wurden zu Postmeistern die Postadjnnlten Marins Easagrande fiir Heidcn» schaft, Joses Lugnani fiir Porlorose bei Pirano; iveilers die Postuffizianten Ernst R ojic für Kirchheim und Franz Pav^iö für Unker.l>Ma; zn Poslosfizian-ten die Aspiranten Leopold Nitkovich für Pola 1, Demetrius Tagliapielra für Pola 1, Alois K r e u für Nabrefina, ferner die Aspirantinnen Maria Smerdn für Ill.°Feislrih und Maria Pali/> für Wocheiner Vellach. — Verliehen wurde der gewesenen Aspirantin Christine Kamen«ek die Postexpedienten-sttlle in Hof bei Seifenberg, der Aspirantin Theresia Dam iani eine solche iu Turriaeo und der Malhilde Ja n«a die Expedientenstelle in Lengenfeld. — Versetzt wurde die Postmeisterin Maria Schlecht a von Kirch» heim nach Servola; die Postoffizianlen Franz Ul^-a-ka r von Trieft l nach Triest 11, Eugen Amadi von Pola nach Trust l und Ernst Pipan von Nabresina ilach Komeil; die Posloffizianlinnen Franziska Debe» v e e von Tolmein nach Tomxale, Johanna (' e b i n voil Wocheiner Feistritz nach Eauale, Ehristine Kos voil Eanale nach Wocheiner Feistritz, Regina Veif n ß von Abbazia ilach Tolmein nnd Instine R i h t e r 5 i <' von Komen nach Tolmein. — Pensioniert wurden d'r Post° adjunkt Heinrich Morpnrgo und die Postoffiziantin Eäcilia B i z j a k. — lTrauung.j Wir erhalteil folgende Vermählungs-anzeige: Oskar Ritter Kalten egger von Ried» h o r st, k. t. Hosral, und Anna K altene g g e r von R iedhvr st, geb. R o t h von R olhe n h o r st, geben Nachricht Von der bevorstehenden Vermählung ihres Sohnes Oskar Ritter Ka l ten egge r von Ried-horsl, k. k. Statthalterei-KonzeptSpraktilanle» nnd Lentilailts in dcr Reserve im Feldlanoucnregiment Nr. 7, mit Fräulein Lilly Eornides Edlen von tt r e m p a ch , Tochter weiland des Herrn Karl Eor ° nides Edlen voil Krempach nnd der Fran Ellse Eornides Edlen von Krempach, geb. Pach^r von Theinb u r g. Die kirchliche Trauung findet Don» nerslag, den 12. September 1912, nm > > Uhr vormiUagS in der Pfarrkirche in Atter>> stall. — Hofkaii',IeidelreteS vom «. September 1821, Z. 1^89, jeder Hansbesitzer drei Tage nach fruchtloser Betreibung einer Geldstrafe von 20 X verjälll, und innerhalb weilerer acht Tage, falls er das Bekenntnis nicht legt anch die Kosten d"' Delegierung eines Beamten zu dessen Ausnahme z» tragen Hal. Lüwacher Zeitung Nr. 202. 1934 4. September 1912. — lt Professor Martin Karlin.j Aus Kramburg crhalteu wir solgeude Zuschrift: Der in Laibach oerbli» cheue Professor Martin Karliil, gebureil il» Jahre 1849 in Altlack, t'am nach zurückgelegieu Uuiversitätsstudieil im Schuljahre 1872/73 an dos damalige Ulltergyülua-siuin in Kraiuburg, lou er als Suppleul, dann als luirk» licher Lehrer und zuletzt als Professor cine ersprießlich? Tätrgkeit eutloickelte. Nach >8jähriger Dienstzeit in Kraiuburg, loo er anch seine erste und zweite Gemahlin gesuudcu, »unrde er im Jahre l8W, als das Kraiuburger Gymnasium ansstelassen nnirde, an das Laibacher Gymnasium versetzt. Professor Karli» war wegen seiner Her. zensgiite bei der Studentenschaft äußerst beliebt nnd erfreute sich iu der Kraiuburger Gesellschaft ob seiner Osfcuherzigl'cit, Liebeilsloürdigleit nnd Zuvorkommeu-heit allgemeiner Hochachtung uild Wertschätzung. AIs in der Wiutersaisou 186l/82,der damalige Kraiuburger Advokat und Schriftsteller Dr. Johann Meuciuger einen lilerar-geselligcu Klub ins Leben rief, gehörte diesem außer den Herreu Johann Franke, Vinlo Mafdiö, Pcttr Vcayr, Johann Pezdi5, Method Pire, Dr. E. ^avuik, ssrauz Skaberue und Johann ^kerlj auch Professor Karliil an und hicll im Klub zwei Vortrage, einen über die attische Komödie und den zweiten über den gricchi» schen Komödiendichler Aristophanes. Im „Letopis" der „Matica Slovensta" siir das Jahr 1887 veröffentlichte Prufefsor Karlin einen interessanten Artikel über die Geschichte des Kraiuburger Gymnasinms und beunes damit, wie sehr ihm diese Anstalt, der er seine besk' Manileslrast gewidmet, am Herzen lag. An seine in Kraiuburg verbrachte Zeit erinnerte er sich immer mit Freuden und wnßte bei eiuem Gläschen Uuterkraiuers manch amüsante Episode aus jenen Tagen in seiner schlichten Weise wiederzugeben. Mit ihm ist ein gutes Stück Altkrainburg ins Grab gefallen. Der Verblichene Nxir ein Vruder des Bischofs von Trieft ° Capodistria Dr. Andreas Karlin nnd des pensionierten Pfarrers Josef Karliu in Alllack. — Möge er in frieden ruhen! Prof. M. P i r n a l. — lLeichenbegänssnis.j Gestern nachmittags wurde die sterbliche Hülle des im Leoninum verstorbenen Gym-nasialprofcfsors i. 3i. Martin Karliu znr letzten Ruhe geleilet. Dem seiner Familie allzufrüh Entrisse, uen gaben das letzte Geleite zahlreiche Verwandte, Frennde und Kollegen, so der hochwindigste Herr Dotlor Andreas K a r l i n, Vifchof von Triesl.Capodiftria, nnd Herr Johann Ka rlin, geistlicher Rat aus Vischoflack, bei,de Brüder des Dahingeschiedenen; ferner die Herren: Hufräte Dobida und Dr. Zupa n e, die Landesschnl^ inspet'loren H ubad und Leve c, die Kanoniker Prälat K a lan , Dr. G r u d e n , Dr. Lesar und S n ^ n i k, die Direktoren M a ch e r, 6 trilof und mehrere Professoren vom Zweiten Staatsgymnasinm, an dem der Verblichene seil der Gründnng der Anstalt im Jahre 1890 bis zn seiner Pensionierung im Jahre !9l)6 als Lehrer der klassischen Sprachen gewirkt hatte, der Prä' sidcut der Handels» und Gewerbet'ammer K n>e z, der Landtagsabgeordnete Obcrlandesgerichlsrat i. N. V i 5 -nika r Negierungsrat Dr. D e te l a , Magistratsdirek-tor i. 3t. Von 6 ina u. a. —^t— — lIäher Todesfall.) Ans Steinbüchel wird uns unteriu gestrigen geschrieben: Hier verstarb gestern nm 5 Uhr nachmittags der weitbekannte und allgemein beliebte Nealilälelibesitzer und Gastwirt Valentin Boll i n c im noch rüstigen Mannesaller von 59 Iahicn. Der Verschiedene erlag einem Plötzlichen Blntstnrzanfall. Das Leichenbegängnis sindel am 4. d. M. statt. — lJutomoliiluufall des Herrcnhausmitqliedes Baron Schweqcl.) Ans Innsbruck wird der „Neue» Freien Presse" berichtet: Wie erst jetzt bewnnt loild, ist Herrenhansmitglied Baron Cchwegel vor einigen Tagen von einem Automobilunsall betroffen worden, bei dcm die Gemahlin des Barons erhebliche Verletznngen davon-tnig. Baron Schloegel halle mit dem Wagen einer Salzburger Mietautonnternehmnng eine Antotonr durch das Pustertal unternommen. Iu der Nähe von St. Lorenzen fnhr der Chauffeur mit ziemlicher Gefchluindigleit über eine scharfe Straßenkurve und das Auto prallte mit großer Wncht an das Eisengeländer der Straße. Fran Baronin Schwegel wnrde aus dem Wagen geschlendert und erlitt neben einer Lnration des Armes einen Bruch des Armkopfes. Glücklicherweise hielt das Eisengeländer dem Anprall stand, sonst wäre das Anto samt den Insasse», über den Abhang der Straße in die Nienz hin. abgeschleudert worden. Das Automobil wurde so arg beschädigt, daß es für die Weiterfahrt uubenützbar war. Die verletzte Dame mußte in einem anderen Wagen nach NeU'Toblach geführt werde», wo ihr ärztliche Hilfe zu° teil wurde. Ihr Befinden ist den Verhältnissen entsprechend, nnd am 2. d. M. konnte die Kranke nach Wien überführt werden. — lK. k. Postsparkasse.) Im Monate August b> trugen in Krain die Einlagen im Sparversehre 97.167 Kröneil 8 li, im Scheckverlehre 9,126.889 l< 65 d, die ^ückzahlnngen im Sparverkehre 77.328 X 97 li, im Scheckvertehre 5,468.467 1< 57 l,. — lDie Gattin erschlagen.) Der 62 Jahre alte Aus. zügler Georg Osredkar in Vrzdenec, Gerichtsbezirf Oberlaibach, ist ein dem Trunke ergebenes und äußerst zank- und streitsüchtiges Individuum. Mit seiner Ehe» gatlin lebte, Osredkar fortwährend in Unfrieden. Sonn° lag abends kam er betrunken nach Hause und geriet mit seiner Ehegattin wieder in einen heftigen Streit. Osredkar ergriff schließlich cine Holzbacke und versetzte damit seiner Ehegattin einen so wuchtigen Schlag auf den Kopf, daß sie. bald daraus starb. Der Totschläger Wurde dem Bezirksgerichte in Oberlaibach eingeliefert. — /Vom Volköschnldienste.) Der k. k. Landesschulrat , sür Krain hat die absolvierte Lehrainlslandidatiu Helene Nepi'5 zur unentgeltlichen Schnlpraris an der Volls^ schnle in St. Veit bei Sittich uud die absolvierte Lehr-amtskandidatin Stanislava Me^ekzur unentgeltlichen Schulpraxis an der Volksschule in Liltai zugelassen. — lMrster internationaler «ougreh für christliche Erziehung in Wien.) In der Zeit vom 9. bis 11. d. M. findet iu' Wien der Erste internationale Kongreß für christliche Erziehung statt, bei welchem verschiedene für die Ingenderziehnng und den Unterricht bedeutungsvolle Fragen durch namhafte Pädagogen eine eingehende Er-örternng finden werden. — «Mn .Kind unter der Wiege erstickt.) Während fich vorgestern nachmittags die Ehelcule Iol)ann und Maria Semeja in Stane5i Jahre - alle vier im Landes» spilale. Theater. Kunst und Literatur. "" sKaiser Franz Josef-Iubiläumstheater.) Die lange sommerliche Feriallxnise geht zu Nüfte und nur wenige Wochen trennen lins von der Eröffnung des schmucken Mnsentempels. Mit frohen ErMirlungen sieht das klinstfreundliche Pnblilmn der Spielzeit entgegen, die ihr Anregnng, Erbannng nnd Erheiterung zn bringen verspricht. Die Direktion hat die besten Neuheiten ernster und heilerer Gattung erworben, eine tüchtige Küustlergesellfchaft soll sie in sorgsam vorbereiteten Aus-sührungen vermitteln. Die Spielzeit beginnt Dienstag, den 1. Oktober, mit „Sommerspnl", fröhliches Spiel von Knrt Küchler, das in Denlschland nnd an den Jarno-Bühnen in Wien mit großem Erfolge gegeben wurde. Dunnerstag, den 3. Oktober, gelangt als Feslvorftellnng zum Vorabende des Namenssestes Seiner Majestät des Kai sers Halbes reizendes Siltenstück „Die Jugend" ,znr Aufführung. Samstag, den 4. Oktober, wird der vielgegebene lustige Schwaük „Der gnlfitzende Frack" von Gabriel Dregelj in Szene gesetzt werden. Sonntag, den 6. Oktober, findet als erste Opereltenausführung Eyslers melodiöses und launiges Werk „Der Franenfresst'r" stall, das Dienstag, den 8. Oktober, wiederholt wird. Donnerstag, den M. Oktober, gelangt Schnitzlers Dich» luilg „Das weile Land" znr Erftaufsühinng. — ssluf dem deutschen Operettenmarktr) wird vor° aussichtlich in diesem Winter das Ausland vorherrschen. Frankreich erscheint mit dem schon in Berlin erfolgreich ausgeführten „Kongreß von Sevilla" von Elaude Ter» rasse, der maurischen Operelle „Afgar" von Cnvilier, dem „Mädel von Tabarin" von Edmond Missa l.erste Anfsührnngen in Berlin, Wien und Dresden) nnd einer Offenbachiade „Der kensche Josef", die Dr. Max Epstein sür die denlsche Bühne bearbeitet. Ferner ist noch die spanisch'sranzösische Operette „Der toledanische Waffenschmied" mit der Musik von Henri Bre^les zn ernxirlen. Iu Berlin wird man ferner folgenden skandinavischeil Operetten begegnen: „Wenn der Mond lacht" von Ine! Fredericksen und Valeur Larsen und „Ilmggescllentrost" von Karl Palmer, bearbeitet von Ida Anders lind Iaeqnes Nnrg. England und Amerika konkurrieren mit „The quaker girl", dem großen Londoner Erfolg, der „Dame mit dem Heiligenschein", und der Ital»Ämeri-kaner Paolo Gallieo hat sich ein neues Buch des Berliner Hnmoristen Rudolf Schauzer: „Die Künstlerliebe", ge» sichert. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-8 m. Mittl. Luftdmct 73« 0 mm. 3 5Z W? n ""'" bes Himmel. ^ 2 2 u. N. ?29-b!i8'2 NT^schwllch teilw. heiter "' 9U. Ab. 32-4, 12'1 W. schwach 4.z 7 U. F. , 35-31 8-9^ S. schwach > teilw. bew. j 00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 13'1°. Normale Itt'k«. Wien, 3. September. Wettervoraussage für den 4. Sep^ tember für Steiermarl, ttärntcn, ttrain i.nd Trieft: Vorwiegend trüb. regnerisch, etwas tMler, westliche mäßige Winde. — Für Ungarn: Veränderliches, windiges nnd lühles Wetter, an vielen Stellen Regen zu erwarten. Tagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funtemvaltc. (Ocglündct von bei ttramischen Sparlasie l«9?,, (Ort: Gebäude der f. l. Staats'Oberrealschule.^ Uagc: Nördl. Breite 46° 03'; östl. Länge von Greenwich 14° 31'. Bodenunlnhe: Schwach. Antennenstüllln^e» : Am I.September um 20 Uhr III3***. ?l,n 2. September um 19 Uhr III4, Am 3. September um 7 Uhr 30 Minuten ll 2. Am 3. September um 18 Uhr III2. Am 4. September um 7 Uhr 30 Minuten II I. Funken starte: Am 3. September um 22 Uhr «f. "* Häufiglcil der Tlöilinge«: I «lehr leiten» jede ib. bis 30, M.inl.: ll »seltei!» jede 4. bis 1«, Mimüe; III 'h«!lsig» jrde Minute 2 bis 3 VlöiuiMim IV «sehr häilsiss» jede b. bi« 10. Selmit»' E»!!adli,!gl',i,- V «iurtdauernb» fas! icdc Sekunde; VI »ununterbrochrü» zusainincichliiiüi'nbe Gcrülilche niil Fnulcii bildnng zwüchen Änteiinc und Erde ober sause» im Hörtelepl)»», Htttrle der Stbrnngen: 1 «sshr schwach», 2 lchwach>, 3 »mäkig start», ä «starl», b «lehr start». s Lautsiärle de'-Funlenlpriiche: » «laum vernehmbar», t> «lehr Ichwach», c »lchwnch», ,lrä«in». l «lehr Iräftia», Telegramme des k. k. Telegiaphen-Korrespondenz-Bureaus. Zur Schaffung cincr österreichischen Luftflotte. Wien, 3. September. In der gestrigen konstituie-rcndeil Sil^uilg des Iinanzkomitees, dem es ubliegeil wird, Sammlllngeit zur Schaffung einer üsterreichische» Lllftflcitte eiilzllleiteil, iourde der gewesene ^incmzmilN' stcr Dr. ^liitter oun Kurt)l»wsli zunl Obmann geluähll. Die gwße Fesll.iersammlllng des Zentralkumitees zur Schaffung einer Luftflotte wird anläßlich des Nameus» festes Seiuer Majestät des Kaisers am 4. Oktober iu Wieil staltfiudeu. Die Schweizer Neise des Kaisers Wilhelm. Aascl, 3. September. Gegeu halb 4 Uhr traf Baiser Wilhelnl im reichgeschmüclteu Vahuhof eiu. Gleich uach deiu Einlailgeu dc>s ^uges verließ der Kaiser mit dem Gefolge deu Waggoil, begrüßte die belanuteu Harren liüd ließ sich die übrigen zum Empfang» erschieilellen Persölllichteiteu rwrslelleu. Dischen dein ">l^ nil,ibei drci Personen gelötet und pools' verletzt binden. Die Getöteten und Verletzten sind jmntlich Ileien zahlreich. Mögen sie, schloß Kiamil Pascha, die lotsächliche Eroberung vollziehen, dann werden wir nns b^i^en. Aber welche Ne^ierniu^ könntc es bei den sana-wichen Arabern durchsetzen, daß sie den Kamps ausqäbeu, »nd welche Negiernnq könnte von den türkischen Klau-bens^enossen verlailqen, daß sie den Arabern nicht mil Kleidern und Waffen bciständen? Unwetter in^ Prnnsylvanien. Pittsbnr^ 2. September. Eine Neihe von Unwettern ging heute über Westpennsylvaiuen und das "brdliche Westvircn'nien nieder. Dreizehn Personen sind ^trunken, mehrere Personen werden vermißt. Pittsburg, 2. September. Te,n Uniueller sind ver-mnllich zuxinziq Kohlenarbeiter in Westvirginien znm Opfer .qesallen. In Sherrey-Valley sind neun, in Baltimore und Ohio stchs Personen ertrunken. Die Eisenbahnen sind unterwaschen und ans eine Entfernung von 14 Meilen zerstört. Pitlölnllg, 3. September. Bei dem gestrigen Unwetter sind 36 Personen ums Leben gekommen, viele werden vermißt. Der Schaden wird auf anderthalb Millionen Dollar geschätzt. «eccnnwortlicher Redakteur: Anton Funiel. Angekommene Fremde. Hotel Mefant". Nm 1. September. Se. Exzellenz Iihu u. Solwegen, k. u. l. Feldzeugmeister, s, Gemahlin und Tochter; Müller, Fabrikant, s. Familie; Malasech, t. u, l. Haupttnann. Intendant, s. Gemahlin; Ncis, Kfm., s. Sohn; Glas. Prokurist; Stolz, Direktor; Mertlein, Beamter; Nussal, Graf, Minister, Lehr, Rsde., Wicn. — Schlechter, Rechtsanwalt, St. Petersburg. — Hesse, t. u. t. Fregattenkapitän, Pola. — Vales, Professor, Marburg. -^ Unterschweiger, Zahntechniker, s. Gemahlin, Innsbruck. — Fuhrmann, Ingenieur, Tetschen. — Tomitsch, Oberlehrer, Lichtcnwald. — Weithofcr, Beamter, s. Gemahlin, Brunn. — Dr. Spille,, Advokat; Gcnyhcidy, Buchhalter, Agrani. - Si-rotic. ^fm.; Gregoril', Privat, Budapest, — Wnßnig, Privat, s. Tochter, Nann. — Buchbcrger. Priv,, s. Gemahlin, Inaim. — E. Freund. H. Freund, Studenten, Baden. .Kinematograph „^oeal". Hente nnd morgen noch das an^gezeichnete Programm mit dem interessanten Path»'° Journal, dem Echlagerdrama „Die Nache ist mein" inil Henny Porten sowie die übrigen Ncuheiten. — Samstag: „Madelaine", Episode ans dein Deutschfranzösischen Krieg. (3056) Nntonia Waidisch gibt tiefbetrübt im eigenen wie auch im Namen der übrigen Verwandten Nach» richt von dem Ableben ihrer imiigstgeliebten Schwester, Tante und Großtante, der Frau Anna Kamuda gev. Waidisch Dberfinanzrechnungvrats Witwe welche heilte um '/,!2 Uhr mittags nach kurzen Leiden und Empfang der heil. Sterbesakramente selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hnlle der tenrcn Verblichenen wird Donnerstag den 5. September um 3 Uhr nachmittags im Trauerhanse Petersdamm Nr. 67 eingesegnet und sodann auf dem Friedhofl' zum Hl. Kreuz bestattet. Die heiligen Seelenmessen werden in der St. Peterslirche am Freitag den 6. b. M. um 8 Uhr vormittags gelesen werkm. Um stilles Beileid wird gebeten. . Laibach, den 3. September 1912. Erste lraimsche üeichenbestattungsanstalt Fr. Dvberlct. jssSSpt» *l.lAMmÜBlB 4, Wit-WttHandäulHe «Sä "Pieren; BSrsenordres; Verwaltung iri i Q|hof«n «9KS3 r«Qni Inonf CfcoRa Mr> Q elnlagen gog, EinlatjsbUchor u. im Konto- Ivan Depots, Safe-Deposlts etc, (1835) »¦ i-ÄlUaUII *^|P' rrdllZ-JOSeT-OiraPe Nr. 51. Korrent; Militär-Heiratskautionen etc Kurse ait der Wiener JBtirse vom 3» September 1912. Schlußkura Geld | Ware Allg. Staatsschuld. Pro«. 2 f(Mai-Nov.)p.k.4 6rzB 87-46 S *°/o ) ,, „ P- U.4 87-26 8746 OJ k. Bt. K. (Jän.-Juli) p. K.4 8T26 ^7-46 a l ,, ,, P- A.4 87-26 *7-4s, 5 4-80/0Ö.W.Not.Keb.AnK.p.K.4-2 9020 $0-40 I *'27o >> >. .. >> P-A.4'2 90Z0 SO-40 ~ 4-2% ,, öllb.Apr.-Okt.i).K.4-2 90-2s, SO-46 "'U-ao/p „....., p.A.4-2 S0-2S 00-46 Lo8ev.J.1860lQ600n.ö.W.4 1670 1G30 Losu v.J.1860z>i 1Ü00.Ö.W.4 442— 464 — Lose V.J.1864ZU 100 fl.ö.W.... 614— 626— LOB6T.J.18G42U 60B.Ö.W.... 318'- 324-- 3t.-Domän.-Ps.l20fl.800F.6 __•_ —•— Üesterr. Staatsschuld. OeBt.StaatB«ch»tzBch.fctfr.K.4 —•— —•— Uebt.Goldr.Btfr.GoldKasee..* 1121,6 H2-76 >, „ „ ,, p.Arrgt. 4 112 66 11276 (>«*t.Rentei.K.-W.Btfr.p.K. .4 «72» 8T46 n" „ „ 1, ,, „ü. .4 «7-30 8T60 Ü6Bt. Ren te 1. K.-W. »teuerfr. ,,(1»18) p. K............ «7-26 «7« °est. Rente i. K.-W. »teuerfr. ,,(1»12) p. ü............ 8726 8T46 £!8»Unvo. t.-Rent.atfr.p.K.8>/i 76-76 76-sä jn'&tiz Jo8ef8b.i.Si!b.(d.S.)6'/4 106-60 107-6C S*'i*.KarlLudwigBb.(d.St.)4 8790 88-90 t>-50 Rudolfsbahn E. 1884 (d.H.) S. * «7-60 88-tiO Staatsoisenb.-G. 500 F.p.St. 8 370— 374 — dto. Er-/.. -Netz 5001'. p. St. 3 868-— 367-60 SfidnorddeutBuheVbriglj.sl. S. 4 S7-76 S87t, Ung.-gal.E. F.. 1887200Silber 4 se-ao 87-co Ung. Staatsschuld. Ung.StaatskasBensch.p.K^Vi W70 08S0 Ung. Rente in Gold ... p. K. 4 107-86 W8O6 Ung. Rentei.K. stfr.v.J.1910 4 «7-- «7-20 Ung. Rente i. K «stfr. p. K. 4 8t 10 87-30 Ung. Prämien-AnlehenälOOfl. 42376 436-76 U.TheiBB-R.n.S7.0R.Prm.-O. 4 296--- 30T- U.Grundentlaetg.-üblg.ö.W. 4 86-86 87 86 Andere öffentl. Anlehen. Bfl.-herr. Eis.-L.-A.K.1902 4Vq 9660 9760 Wr.Verkehreanl.-A. verl. K. 4 «77« 8876 dto. Em. 1900 verl. K . . .. 4 8775 8876 'ializiaches v. J. 1893 vorl. K. 4 86-30 87-30 Krain. L.-A. v. J. 1888Ö.W. . 4 93-60 94-60 Mährischcßv. J. 18S)0v. ö.W. 4 91-26 92 26 A.d.St.Bndap.v.J. 1908 v.K. 4 S6-26 8626 Wion (Elok.i T. J. 1900 y. K. 4 87-65 88-66 WiendnveBt.W. J.1902V.K. 4 «9-7C 90-76 Wien v.J. 1908 v.K.......4 ««¦- 89-- HUBB.St. A.19O6f.lOOKp.U. 5 105-30 10680 Bul.St.-Goldanl.l907 100K4Vj 93-76 94-76 Pfandbriefe und Konimunalobligationen. Bndonkr.-A. öst., 50J. ö. W. 4 91— 9Z-- Bodonkr.-A.f. Üalmat. v.K. 4 97-96 98'96 Bi'.hrii.MypothekenbankK . . 5 99-60 100-50 dto. Hypothbk., i.&7j.v.K.4 91-80 9280 SchluflknrB Geld |wTare Proa. Bölim.Lb.K.-Schnldsch.,ü0j.4 90 75 91-76 dto. dto. 78 J. K.4 9015 91-16 dto. E.-SchnlflBch. 78 J. 4 90-15 91-16 liali/. Akt.-Hyp.-Bk.......5 110-— —• — dto. inh.öOj. verl.K. 4V» 97-26 98-26 Galil.LandeBb.5lV, J.v.K. 4Va 97-25 98-26 dto. K.-Ol)l.IIl.Em.42j. 4Vi 96— 96 — Istr. Bodonkr.-A. B6 J. ö. W. si 100-— 100-75 l8tr.K.-Kr.-A.i.62V,J-v.K. 4«/2 100-— 100-76 Miihr. Hypoth.-B.ö.W.u.K. 4 9r- 92-— Nifid.-öst.Land.-Hyp,-A.66 J.4 90-60 91-60 Oeßt. Hyp.-Bank i.50 J. verl. 4 90-26 91-25 OeBt.-ung. Bank60J.v.ö.W. 4 93-90 94-90 Mo. &0J.T. K..........4 94-— S6-_ Centr. Hyp.-B. ung. Spark. 41/, 9^76 97-75 Comrzbk., PeBt. Ung. 41 J. 41/, 97-76 98-76 dto. Com.O. i. 50'/, J. K4'/2 96-76 97-75 Herrn. B.-K.-A.i. 50 J.v.K 4'/, 9P-76 97-75 St ark.Inncrgt.Bud.i.60J.K4'/2 96-76 97-70 dto. inb. 50J.v.K.....4'/4 9r— 92--. Spark.V. P.Vat. C. 0. K . . 4]/j 96-26 97-25 Ung. Hyp.-B. in PeBt K. . .Vfo 97-60 98-60 dto. Kom.-Sch. :.60J.v.K4Vj 98-60 99-60 Eisenbahn -Prior.-Oblig. Kasch.-Odcrb.E.1889(d.S.)S.4 86-60 ST60 dto. Em. 1908 K (d.S.).. .4 S6-60 8T6O Lemb.-Czer.-J.E.1884 SOOS.a-6 *°'-<)0 81-90 dto. 800 S............4 86-60 87-60 Staateeisenb.-Gesell. E. 1896 5od.-Cred.-An8t. E. 18«0 64-— 60- — i iowinotsch. der 3% Pr.-Sch. dor Uod.-Cred.-Anst. E. 188U 74'— 80 — (jewinntsch. der 4°/« Pr.-Sch. 'ler ung. Hypotheken-Bank 36-60 41-60 Transport-Aktien. Jonau-Dampf.-G. 600 fl. C. M. 1370-— 1878-— Ferd,-Nordbahn 1000 U. C. M. 4890 — 4940-— I.loyd, österr........400 K 693 — 694— Staats-Eisb.-G. p. U. 200 H.S. 712— 713-— Südbahri-G.p.U. ...600Frs. HV7b 112-75 Bank-Aktien. Anglo-österr.Bank 120H.18K 833-— 334 — Bankver.,Wr.p.U. 2O()fl.3O „ 656-so 637-RO Bod.-C.-A.allg.ÖBt. 800 K 64 „ 1287— 1293-- Credit-Anst. p. U. 820K32 „ 646-76 647-76 Credit-B.ang.allg. 200fl.42 ,, 860— «(?/• — Eskomptob. steier. 200fl.32 ,, 684-— 686-— Eakompte-G., n. ö. 400 K 38 ,, 773-— 775-60 Ländurb.,öst.p.U. 200fl. 28 ,, 63076 632-76 Laibacher Kreditb. 400 K 28 ,, 440-— 446-— Oest.-ungar.B. 1400 K 90-30 ,, 2136-— 2146-— Unionbankp. U. . . 200H.82 „ 61466 616-66 Vorkehrsbank,allg.14()fl.2O ,, 373-— 376-— Zivnosten. banka 100Ü.14,, 279-60 280-60 Industrie-Aktien. Berg-u.Hüttw.-G., öst. 400 K 1418-— 1421»* HirtenborKP.,Z.u.M.F. 400 K 1246— 1250-— Königsh.Zoment-Fabrik 400 K 406-— 4W— Lengenfelder P.-C.A.-G. 260 K 203-— 20T— Schluflkurs Gold | Ware iMontüngea.,Ö8türr.-aIp. 100 fl. ^06«-'« 1059-~' PerlmoOBer h. K. u. P. lOoll. 602-— 604 — Prager Eisouind.-Geaall. 500 K 3392-— S402'» Rimarnnr.-Salgö-Tarj. 100(1. 784--- 786 — Salgö-Tarj.Stk.-B.....100(1. 792-— 796 — Skodawerke A.-G. Pila. 200 K 761-60 762-60 Waffen-F.-G.,osterr. .. 100(1. 1140-— 1145-*» WoißonfolaStahlw.A-G. 300K 840-— 860-— Woatb. Bergban-A.-G. lOOfl. 678-— 682 — Devise». Kurr.e Sichten und Sohecks. Deutsche Bankplätee....... ;/7'«6 ii8-— Italienische Uankplätze..... 94-37* 94-67* London............... 2 tw-u> z^u-so Paris................ 96-32* 96-47* Valuten. Münzdukaten............ 11-38 1V42 20-Francs-Stücke.......... 19-08 19-10 ^O-Mark-Stüoke.......... ?3-66 23-60 Deutsche Keicihebanknotcn .. UV-* 117°'-* Italienische Banknoten..... 94-50 94-76 Hubol-JMoten ............. 264-- 16S-— Lokalpapiere lisch l'rl vatnotler. d. Filiale d. K.K. iulv.Oest.Credlt-AnsUlt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 236-— 246-— Hotel Union ,, 500 „ 0 —•— —— Krain. Baugoa. „ 200..12K 200 ¦¦ 2/0 — „Industrie ,,1000 ,,90, 2350 2460-— Unterkrain.St.-Akt. lOOfl. 0 70 90- BankiinssuO 6 ], Die Notierung Bamtlichei Aktion und der „Diveraen Loso" vorstoln sieb pnr Milck.