fiir Anterßeiermark. Pr^num«rati»nti der Wahrheit, denn mit derselben könnte sie nicht siegen, sondern verdreht ganz nach Btliebrn dieß und jenes, wie eS gerade für ihren Zweck noth-wendig ist. So sagt sie: „Die sogenannte ver-fassungsmäßige Partei proklamirt ungescheut m ihren Organen, daß EiSleithailien den Deutschen gehöre, nicht etwa weil dieselben eine verfassungS' Mßige Mehrheit besäßen, sondern weil ihre Stammesbrüder in Ssdan und anderwärts KriegS-glück gehabt hatten." Auf eine solche infame Beschuldigung zu antworten i»t zwar eij^entlich überflüssig, weil die „Offiziöse" doch nie den Beweis l)er Wahrheit für ihre Behauptung anstrengen könnte, wll wollen aber doch hier bemerken, daß. wenn die Deutschen sich jetzt mehr als je in Oesterrcich rühren, die Ursache einzig und allein darin gelegen ist, daß sie sich von solchen Völkerftämmen nicht majorisiren laljen wollen und können, welche den Zerfall Oesterreichs gepredigt, »velche an Bildung und geistig moralischem Einflüsse ihnen nachstehen, welche nur durch künstliche Machinationen einer gerne im Trüben fischenden inneren Politik und abgethaner RegierungSsisteme auftauchten und nun unterstützt durch ofl sehr unmoralische Mittel als Helfershelfer der Reaktion und deS Ultnimonta-niSmuS freilich oft unbewußt die Deutschen ankämpfen, weil di,se für den gesetz. und verfassungsmüßigen Korlschritt sind. „Die deutsche Partei" sagt die Korrespondenz weiter, „möchte nicht allein regierkn, wenn die Mehrheit der Abgeordneten sich zu ihrer Farbe bekennt; wenn sie sich in der Minderheit befinde», so erhebt sie ähnliche Prätensionen und schilt die jenigen Verräther. welche eS verschuldet h'ibcn, daß ihre Macht nicht eine größere ist.^^ Hat die BerfassungSpartei zu l tzterrni Bor-wurse nichl Recht, wenn sie die ost unlauteren Mittel durchschaut, durch ivelche nicht nnr ihr die natür. liche Unterstützung genommen, sondern auch ihrn ehrlichen Ueberzeugung nach die EMenz deS Zu-sammenhangeS OkstcrrtichS in Frage gestallt ivird? Die offiziöse Korrespondenz veraleicht nun die vermititlnden Bestrebungen des VcinifteriumS Potocky mit einem Parteiministerium und lobhudelt natürlich dem ersteren, schiebt aber daS Mißlingen der Pläne desselben den politischen Partkien in die Schuhe und rückt m>t einem an erkennenSwertljen Stücke Wahrheit hervor, indem sie sagt: „DaS aber ist unsere Uebrizeugung. daß ohne eine solche Uelicreinkunst die liciden Parteien nnr d'izu btitragkn ivürden. um daS parl'Micn-tariscbe Ci)stein «6 »kLuiäum zu führen. Wenii als Preis für daSselb? ein nie zu bcseiligcnder Unfriede gezahlt »Verden müßte; wenn jede Partei sich nur dann zur Verfassung bekennen ivill. falls sie ihr die Herrschaft in die Hände qibt; »Venn die Minoritäten im Abgeordneten-liause stets auf dem Sprunge stehen, dasselbe durch daS Vkrlaffen ihrer Sitze beschlußunfähig zu machen — so iväre die Verfassung für den Staat nur ein Mittel zu dessen Sprengung, eine Maschine, tvclche eine Partei zum Tyrannen, die andere zum Sklaven machte, ein Much und ein nationales Unglück. DaS jetzige Kab'net repräsentirt daS Bestreben. die Verfassung, welche heute durch die Fcind-schast der Parteien zu keiner heilsamen Funktio-nirung gebracht werden kann, zu einer Wahrheit zu machen. Statt einer Unterjochung einer Partei durch die andere, ivill sie die Verständigung zivischen beiden herbeisühren. ES mag »ein. daß sie in diesem Bestreben scheitert, aber geschehe dieS. so ivürden die Freunde deS Staates, diejenigen, denen daS allgemeine Wohl mehr am Herzen liegt, als die Herrschaft einer einzelnen Partei, keinen besonderen Grund zum Frohlocken haben." Also eine Drohung und zivar eine Drohung von mehr Bedeutung. alS man für den ersten Augenblick dahinter suchen würde. Für etwaige Maßregelungen, ja für die eventuelle Ausl)ebung dtS Parlamentarismus, dcr in qetvissen Kreisen noch immer seine unversöhnlichen Feinde hat, soll die versossungstreue Partei veratltwortlich gemacht wcrden, ja ivir wollen noch weiter schließen, eS scheint beinahe als ob diese parlamentarischen Kampfe, dieses natürliche Ringen nach Suprematie und Widerstreben gegen unnatürliche Unterjochung rigenS angelegt ivären, um den Parlamentarismus aä absuräulu zu führen und der Mit- und Nachivelt sogen zu können: „Seht, daS österreichische Volk ist selbst für diesen Schein von Freiheit nicht reif geniig, versuchen wir eS imeder einmal mit dem Absolutismus!" Doch möge sich die Regierung nicht täuschen, diese durch sie in den ösfiziöseu Blättern verbreiteten Ansichten werden weder die verfaffungS-treuen Deutschen veranlassen von ihren, als zum Wohle Oesterreichs nothlvendig eralhteten Ansichten abzustehen, noch in ihnen die Furcht auskommen laffeii, daß, sollten sie auch jetzt parlamentarischen Kunststücken unterliegen, sie nicht gleich dem Phöniz zum Heile Oesterreichs iviedererstehen ivürden. AeitungSscha« Dle ..Polilik" bespricht die Rüstungen Rußlands; indem sie zugleich daS Bestreben der Wiener Offiziösen, dieselben iu Abr.de zu stcllen, lächerlich macht, außnt sie sich dal,in. daß solche bestehen, ein unmittelbares Eingreisen Rußlands IN die Aktion aber nicht zu befürchten sei. nachdem der günstigste Moment zu agressivem Vorgehen im Oriente, der Beginn drS deutsch-srauzösischen Krieges, versänmt wurde. Damit solle jedoch Nicht gesagt sein, daß Rußland für geivisse Fälle, die in nächstcr Nähe stehkN können, aus eine politische Aktion verzichtet habe. Obgleich von Preußen der Grundsatz ausgestellt ivurde. daß der aus Preußen und Frankreich lokalisirte Krieg durch einen auf beide Sti^aten lokalisirten FriedenSschluße beendiget iverdn müsse, werde sich Preußen mit der von Riißltind ^msgel)tnden Idee eines Kongresses iicrlraut machen müssen; d-nn Rußland könne der Machtvclschiebun^l. welche durch dir deutschen Si.ge bewirkt ivurde. nicht gleichgiltig ziijchen; eö sei sl'ir Rußland eine Lebensfrage, ob der Schiverpunkt der europäischen Politik von PaiiS nach Berlin verlegt werde. DaS Begehr?« Rußlands von den Fesseln deS Pariserfriedens befreit zu werden und die ausgesprochene Absicht zu diesem Zwecke die Berufung eineS Kongresses zu beantragen, findet oie „Politik" vollkommen gerechtfertigt. Gortschakoff sei verpflichtet, trotz der in Hofkreisen für Deutschland herrschenden Sym-pathien den Antipathien der Russen alS Slaven gegen den Germanismus Rechnung zu tragen. Rußlands Interesse fordere gebieterisch die Situs-tion gleich im Beginne deS sich entwickelnden po-litischen KampseS zu seinen Gunsten auszubeuten mld dem slavischen Elemente möglichst aroße Bortheile zu erringen, eS sei daher verpPchter der deutschen Frage die slavische gegenüberzustellen und deren gleichzeitige Austragung auf einem Kongresse zu begehren. Das „Vaterland" macht der Regierung den Vorlvurf, den Mangel an StaatSklugheit durch Psiffigkeit ersetzen zu wollen. AuS Mangel an Staatsklugheit habe die Regierung bei den Reuwahlen für die Landtage nicht betont, daß der Ausgleich mit Böhmen für Oesterreich eine Le-benSfrage. auS Mangel an StaatSkluaheit habe sie verabsäumt um jeden Preis der Ausgleichs-Partei in Mähren. Oberöfterreich und Steiermark die Oberhand zu verschaffen. Nach der Anficht des „Vaterlandes" gibt eS außer der zentralistisch-liberalen Klique Niemanden in Oesterreich, der nicht ^ur Ausgleichspartei gehöre. (Wir können mit Befriedigung konstatiren, daß diese Bemer-kung des OrganeS der Junkerpartei eine kollosale Aufschneiderei ist, denn die sogenannte Klique repräsentirt. dem Himmel s Bitlor Emmanuel kllrdigt; übrigens sind solche Proteste höchstens schützbtncS Material für küns-trge ^rschcr nach obsol t n AkLeustiicken. ' DaS. ,tNen e W. Tagblatt" berichtet von Ariedensvechandlungen. welche mit Aussicht auf Erfolg vßu der sranzösijchen Regierung mit dem deuMea Kvuptquartiere eingeleitet wurden. Sobald in^^antreich die Ueberzeugung Raum ge-wiiikh. , diiß fernerer Widerstand nutzlos ist. so-bald VlvmarL HMivigs milde Bedingungen stellt, set der Friede möglich; unmöglich se» nur die Rtintegrkrung Napoleons. V!e AdreßtomMission des Herren-hltuskß Mjm gtskrn unter dem Borfitze des Lbckatlntt Rilter V.Schmerling ihre Berathungen wsevkkr Mf, dile Aerttigung derselben hatte ihren Grlt^d V<^in. daß bte Kommission abwarten wollte, wie Dh die Fidge der Rlichsraihsbeschietung durch BtWek gestatten werde. hör^ Schwarzenberg. Gras Rechberg und Mtst^Zamv^ovskh plaidirten für einen weiteren A^fMb tnr Berathung des Adreßentwurfes; niilhdew Mrst AiierSperg. Frh. v. Lichtenfels, die 'HofM^t v. Mger Und v. Arneth dagegen ge-^Ächeti. tvurbe die Vertagung abgelehnt und be-Mofftn itl die Generaldebatte einzugehen. In dej? Generaldebatte wurde die von der Re^eruiig innegehaltene Politik vom Fürsten Känos Aversperg. dem Freiherrn v. Lichtenfels usid ifttk Hofrath Unger einer abfälligen Kritik nntcr^geti. Da keiner der Minister anwesend war, utn die Absätze der Thronrede zu vertheidigen, bean-ltäat? Ädn eine Epezialdebatte des Adreßent-wv^ce versch'eben, und den Minister-präsidt!t,ten, zu ! cr nächsten Berathung einzuladen. Uiiscr Ättii-ag «vurdc d.,l)in abgelehnt, daß man den Ädreßensiburf durchlas, um jc«»e Fragen zu l^täzinr^'n, die an die Regierung gerichtet werden sotlen. Gichire^l Bernöhmln nach liegt es in der Absicht be'rAvreßkommission. ihre Arbeit noch in ditsrr Woche zu beenden, so zwar daß bereit« in der nä^ften Woche die Verhandlung über die Adreffe im Plenum de« Herrenhauses stattfinden kann, fall« nia»t die Thätigkeit der Kommission lttid 1»eK HerretthauseS selbst durch eine Vertagung Retä)SratlieS hinausgeschoben iverden sollte. Utbrigens ist noch nicht bestimmt, ob bloß dind die Beralhuug einer Adresse an die z^ne als Antwort auf das Reskript. Mvdr in die Berhtindiung eingegangen wird erNärt Dr. Herbst im Namen der Deutschen, an etlöaigen Debatten, durch ivelche die verfassungS-mÄMeBornaljme der ReichSrathswahlen in Frags ge^mt werden sollte, sich nicht zu betheiligen. Hieraus ergreift Gf. Leo Thun als Bericht-cMtter der Majorität da» Wort, um in einer uugemkln pietistisch gehaltenen Rede. w?lche tjävsig die,^iterkeit der linken Seile des Hauses errsgt. t«?» S^tandpunkt der Majorität klarzulegen. Er meint, der Adel, dtsien Stellung die Bors,liung begründrt (sie!), empfinde schmerzlicher als ondrre Stände die Ablehnung des kaiserlichen Wunsches nach Beschickung des Reichsrathes. Thun erörtert die Wünsche der Czechen nach BvückMtißung ihrer Nationalität ; dap dieselben unberücksichtigt blieben, beiveisen die Postrezepisie, welche obgleich mit deutschem und ezechischem Texte in ersterer Sprache ausgefüllt werten ^allgemeine Heiterkeit linkt). Redner tiiteivt. das Berhältniß Böhttzens sei jenem UÜjjÄttiS vor dem Ausgleiche gleich und nnr in dem Punkte verschieden, daß Ungarn die Auflösung der Alraft der Gesammtmonarchie woUte. während die Majorität des böhmischen Landtages eine Berbefferung anstrebe, insoferne der Ausgleich mit Böhmen die Macht der Monarchie stärke. Thun tritisttt im weiteren Verlaufe in herausfordernder Weise die Thätigkeit deS Bürger-Ministeriums, indem er Fälle von Verletzungen der Spracheugleichberechtignng abzählt, und schließt in ezechischer Sprache mit dem em er den heiligen Wenzel anruft, er möge dem Lande seinen alten Ruhm lviedergeben. Der Regiernnsvertreter Hofrath Neubauer (ezechisch) betont die Willfährigkeit der Regierung, den Szechen möglichst entgegenzukommen, tvas jedoch nur auf dem Boden der Verfassung ge-scheheo tüune, und schließt mit der Aufforderung jur Vornahme der Reichsrathswahlen. (Wider-spruch rechts.) Statthalter gi»rft Mensdorff setzt die Nothlvendigkeit einer Einigkeit bei der letzigen Lage Europas auseinander. Die Verantwortlichkeit »väre groß, wenn Er-eignisie die ungeeinigte Monarchie überraschen sollten. Die Regierung wird alle BolksstSmme gleich berücksichtigen, alle gerechten Ansprüche beachten. Aber eine Verständigung auf einem anderen als auf dem Wege de? Verfassung sei unmöglich; es hieße dies dem Monarchen zumuthcn, seinem gegebenen Worte entgegenzuhandeln. (Bravo links.) Das kaiserliche Reskript fordere iviederholt zur Beschickuim des Reichsrathes auf; diese wiederholte Aufforderung zeuge von dem großen Gewichte. wtlches Se. Majestät darauf legt. Der Statthalter wendet sich an den bewährten patriotischen Sinn und sordert den Landtag aus, dem Rufe des Kaisers zu folgen. Gf. Leo Thun replizirt in längerer Rede; ein Ausgleich fei möglich, der nicht ausdrücklich verfassungswidrig sei und die Kione nicht wortbrüchig machen werde; er beantragt die Annahme der Adresse. Der Minoritätsantrag, die Reichsrathswahlen vorzunehmen, »vird bei namentlicher Abstimmung mit 142 g gln 73 Stimmen Verworfen. Die Deutschen entfernen fich hierauf aus dem Landtagssaale. Die Adresse wird von den Großgrund-besi^ern und den Czechen einstimmig angenommen. Dieselbe wird geschüstsordnungsmäßig dem Statthalter zur Ueberreichung an Se. Majestät den Kaiser übergeben werden. Der Oberst'LandmarschaU theilt mit. daß der Statthalter ihn im a. h. Auftrage aufgefor« dert habe, den Landt'^g bis auf Weiteres zu ver-tagen, worauf die Sitzung geschloffen wird. Die Sidung des Ausschusses für den Dr Rechbauer sche^ Vertagungsantrag, welche für den 5. angesagt war. fand nicht statt. Volttische «eberstcht. I«la»h. Die Gerüchte über Ministerveränderungen scheinen sich nicht zu bestätigen; zum Statthatter wurde für Tirol Griif Lodron; für Kärnten Hofrath Cr »cht zum Landespräsidenten; für die Bukowina Freiherr v. Pino; für Schlesien von Summer zu Landesprüsidenten ernannt. Es bleibt somit nur der Statthalterpost,n von Mähren vakant. Zahlreiche Symptome lassen erk.nnen. daß unter dem Schutze der gegenwärtigen Regierung ein sehr energischer Kampf gegen das Deutschthum geführt wird. Alle Anzeiche« deut^en aus die Tendenz hin, die deutsche Sprache systematisch zn unterdrücken. In Prag hat mai» die mit der Kleinseitener Musterhaliptschule verbundene deutsche Unter-Rralschule aufgehoben. Dabei tvarm«in so rücksichtslos, daß von der Auflassung dieser Unter-realschule nirgends eine vorliergängige Ankündj. gung ^schah und Eltern und Schüler erst im letzten »ugeublicke von derselben Kunde erhielten. Die Folge davon war, daß an der k. k. Ober-Realschule in der Neustadt ein maffenhafter Andrang von Schülern sich geltend machte, fo daß diese nicht im Stande »var. all den Gesuchen um Aufnahme zu genügen. Hunderte von Schülern, die sich gemeldet hatten mußten abgewiesen werden. Von den Versuchen, die Grazer Univerfttät zu slavisiren. ist schon gesprochen worden. Daß eS vorlaufig beim Willen geblieben, verdankt Graz nur dtM Zufalle, daß zu der zu gründenl^en sla-vischen Hochschule die Professoren nicht aufzutreiben sind. Dagegen hat die slavifche Kultur in Krain ein Unter Gymnassum erobert Das Krainburger Unter-Gymnasium wird in ein Real-Gymnastum mit flovenischer Unterrichtssprache umgewandelt iverden. Ueber die Stimmung des Volkes bezüglich dieser Unterrichtsreform am Krainbarger Gymnasium berichtet ein Korrespondent der amtlichen „Laibacher Zeitung", daß unter der LandbevÄ-kerung große Mißstimmung herrsche, und daß man mehrfach Aeußerungen höre, es sei gut, daß die Bahn nach Kärnten bald ausgebaut werde, denn dann könne man leicht die Kinder an das deutsche Gymnasium nach Klagenfurt schicken. Geradezu himmelschreiend ist die Aufhebung der k. k. Uuter-Realschule in Trieft. Der deutschen Bevölkerung Triests wird dadurch die einzige öffentliche deutsche Realschule entrissen, denn die Schule der Protestanten, welche sich in Trieft befindet. ist gänzlich ans Privatmitteln erhalten. Diese Angriffe gegen daS Dentschthnm kommen in den meisten Fällen vom Ministerium, und man muß zugeben, daß die Streiche gut geführt sind, sie treffen die Wurzel des deutschen WefenS, die deutschen Schulen. DaS Werkzeug dieser deutsch-feindlichen Unternehmungen ist der Abgeordnete eines spezifisch deutschen Bezirkes der deutschen Steiermark, der Unterrichtsminister Str e-ma y r. Diese Thatsache spricht deutlich genug. Ausland. Aus Berlin wird berichtet, daß bei Freiberg im Br»isgau eine Reservearmee aufgestellt ivird, man scheint somit das Ende des Krieges noch nicht als bevorstehend zu betrachte«. Der Anschluß deS Südens purs st simpla an den Nordbund scheint auf Grund des K 7V der Verfassung des NordbundeS, in welchem dieser Kall vorgesehen ist, als gewiß; Würtemberg, Baden und Hessen erhoben keine Schlvierigkeiten, auch Vätern wird sein Bedenken fallen laffen. Delbrück ist inS große Hauptquartier abgegangen, um über die bis jetzt bezüglich der deutschen Frage geführten Verhandlungen zu berichten. Das Ge-neralgouvernement für Elsaß hat seinen Sitz in Straßburg genommen. Aus London wird berichtet, daß die „Situation", Organ des KaiseS Napoleon lll. ein Ma-nlflst veröffentlicht, in «velchem derselbe die Ein» führung der Republik beklagt, welche die Natlo-nal-Bertheidigung paralifirt. Er kritisirt die Schritte Favre'S und deutet eine Lösung der Krise an. die in der Versöhnung Frankreichs und Deutschlands auf Grundlage einer Entschädigung, einer Demolirung der Festutwen und der napoleonischen Restauration bestehe. Er schließt damit, indem er sagt, wenn diese Lösung eintrete, so würde der Krieg aedieut haben, Frankreich über die Gefahr einer Spaltung der Parteien aufzuklären, sowie über die Rothwendigkeit, seine Wohlsahn in der unvtrletzlichen Achtung seiner Institutionen zu suchen. — Daily Netvs und Daily Telegraf ta» deln das Manifest lebhaft. Aus Bukarest meldet man die Abreise des österreichischen Agenten Frherrn v. Potten-burg nach Wien. Auf eine Anfrage des dorti-grn russischen Generalkonsuls dementirte der Ge-ueralgouverneur von Odessa die Nachricht von russischen Truppen-Ansammlungen in Bessarabieu (Werden deshalb wohl richtig sein.) Aus Florenz wird die Ankunft Thiers signalifirt. Der heilige Vater hat die erste ,Rate per SV.OVl) Thlr. seiner Zivil liste, welche ihllt der italienische Finanzminister auszahlte, angenommen. UebrigenS soll er fich auch der besten Gesundheit ersltuen und sich in die neue Stellung ganz prächtig hineinfinden. An der Provinz Biterdo stimmten 14 207 Wähier mit ja. 228 mit nein: in der Provinz grosiaove 26.S36 mit ja und 271 mit ntin; e» ist da» Abstimmungsrtsnltat somit glänzend zu nennen. Aus Lissabon berichtet man von fortgesetzten Unterhandlungen, um Don Fernando zur Uebernahme der Krone Spaniens zu bewegen. Vom »riege Ruhig, ohne bedeutendes Aufsehen hat sich die deutsche Armee fast stanz an die Mauern von Paris begeben, zwischen ihr und den Variieren von Paris ist kein gort mehr. Die Radomontaden, welche die Franzosen in die Welt Hinansposaunen, sind durch den Loire-übergatzg der Dentschen als das Lächerlichste dar-gestellt worden, waS je im Artikel Großsprecherei geleistet wurde. Seit dem Falle Straßburgs ist die Macht der Bertheidigung gänzlich gebrochen. Die dritte und die süddeutsche Reservearmee soll ihren Marsch aus Lyon richten, um auch diese Stadt und deren Rajon in Besitz zu nehmen. Die Deutschen bewegen stch vollkommen frei im Lande und werden auch hie und da kleine Konvois Von MobilgardkN abgefangen, so sind dies nur Vereinzelte Erscheinungen, ja man soll die Abficht haben, auch die Seehäfen zu okku-piren. was bei der Vertrauensseligkeit der gran-zosen keine Riesenarbeit wäre, da die Hafenstädte gegen die Landseite hin fast keinen Schub haben, mögen sie an der Seeseite noch so sehr befestiget sein. — Marb«»g«r» ««d Vrovinzial-Ntachrtchtea Marburg, 7. Oktober. (Herr Bürgermeister Banealari) soll aH feine Stelle resignirt haben. (Bo lksb »l du ng < v er ei n.) Die Ber-einsmitglieder werden hiemit aufmerksam gemacht, daß Karten für dvpEtge. Fahrpreisermäßigung znr Bereinsversammlung vom 9. Oktobtr bei Herrn Tombasko zu erheben sind (Kollegiengelder an den Universitäten.) Dieselben sind laut einer Verordnung des Untcrrichtsminifteriums auf Grund a. h. Ermächtigung erfloffen. vom Schuljahre 1870—71 angefang'n antizipando zu entrichten. (Schul- v. Unterrichtsorduung.) Diese Verordnung des Unterrichtsministeriums vom 20. August 1870 ist in dem am 4. Okt. ausgegebenen Landeegesetz- und Berordnungs-Blatte für Steiermark. Rr. XVI., enthalten. (Theaternachricht). Moutag den 10. Oktober wird Frl. Lanius zu ihrer Benefice „Maria Stuart" von Friedrich v Schiller geben. Wir wünschen ihr ein volles HauS als Anerkennung ihres eifrigen bestrebens- (Theater.) Die komische Oper „Orpheus tn der Unterwelt- von Offenbach, »velche seit mehreren Iahren hier nicht zur Aufführung gelaugt war, wurde gestern vor einem übe»vollen Hause gegeben. Der Tezt derselben war durch mitunter j^elungene lokale und politische Extempores gewürzt und gefiel besonders eine neue Gttophe des „Hans Styx", tvelche den Kaiser Napoleon behandelte. Doch verhielt sich das Pttblikum verhältnißmäßig sehr lau. und auch ganz natürlich, tveil der gesangliche Theil zumeist eher etwas anderes als Applaus verdient hätte, denn einen solchen ftimu»losen Orpheus haben »vir noch nicht gehört. Die Solos des Jupiters entzogen sich meist durch ihren stillen Bortrag der Beurthetlung, an die Entreelieder im 2. Bildc. »velche Hebe. Eupido und Mars zu singen hatten. l?gen wir auch den mildesten Maßstab an, wenn wir sie ignoriren. nur Diana (Frl. Talmar) trug ihre Solopiecen anständig vor und das Ehepaar Parth (Pinto und Eurzdice) verdienen aUeS Lob für ihre Leistungen, konnten aber bei dem schauerlichen Ensemble nicht durchdringen. Eine solche Oper kann nur dann einem Publikum geboten werden, wenn man die Kräfte dazu besitzt; z.B. Hebe ist keine Kin derrolle und ohne Stimme kann Rlemand singen. Dieses Oftenbach'scht Wert wurde hier früher in einer viel entsprechenderen Weise aufgeführt; lvir sind überzeugt, daß der angenehme Eindruck, der manchen Theaterbesuchern noch in Erinnerung, durch die gestrige Vorstellung sehr a>) aeschwücht »vurde. Zu loben wäre nur die Ausstattung. »l'elche recht anständig war. Terichtshalle (Verbrechen der Störung der öffentlichen Ruhe). Augeklagt ist dieses Verbrechens vor dem Landesgerichte Prag Josef Vacatko. ein 2gjähriger HäuSler aus Kuch-lena, der, wie er selbst gesteht, nur schlecht lesen und M nicht schreiben kann. Bisher hatte er mit den Gerichten nur wegen unbedeutender Walddiebstähle zu thun gehabt, daß er einmal unter die politischen Märtyrer seines Heimatlandes eingereiht werden sollte, durste ihm auch im Traume nicht eingefallen sein. Und doch kam eS so. Am 20. Februar d. I. wurde in Kuchlena eine Bauernhochzeit nach Landessitte im Wirths-hause gefeiert, uud Vaeatko ivar auch dabei. Cr vermaß sich sogar, am HonorationStisch Platz zu nehmen, was ihm gewaltig verübelt wurde. Es entspann sich eine gereizte Unterhaltung, in deren Verlaufe Vacatko folgenden Ausspruch that: „Ich kann auch einen Herrn machen, ohne-dies haben wir Alle zusammen nichts. Wenn die hohe Regierung und der Kaiser es zugeben, daß der Staat Schulden aufnehmen und dann Bankerott machen kann, so kann ich auch Schulden machen, ohne daß ich sie zu zahlen brauche!" Der Ortsschullehrer Bonifaz Hujer, der diese Worte hörte, unternahm es, d»e beleidigte Ehre des HonorationStischeS zn rächen, und erstattete die Strafanzeige bei dem Bezirksgerichte in Se« mil. Der Fall wurde an das Landes- als Strafgericht geleitet, welches gegen Vaeatko die Anklage wegen des Verbrechens der öffentlichen Ruhestörung erließ und denselben zum öwöchent lichkn schweren Kerker verurtheilte. Der Verur» theilte erklärt, die Strafe sogleich antreten zu wollen. GefchSftSSeitAng« (Finanzielles). Ofsiziös »vird bereits auf die bevorstehenden Finanzoperationen vorbereitet. Die Oest. Korr. erklärt nämlich, daß „die Nachrichten, welche daS Erfordern,ß des Reichs-Finanzministeriums auf etwa 52 Millionen Gul« oen angeben, der Wahrheit am nächsten kommen." Unter Elforderniß ist das Defizit oder Extraor-dinarium zu verstehen. Nach allem, waS bisher hierüber bekannt »vurde, repräsentiren die H2 Millionen Gulden jenen Betraa. um welchen das Budget der Delegationen, die Rachtragsforderung mit einaefchlofsen. das Vorjahre übertreffen wird und welche eben deßhalb im Wege einer Finanz-Operation, sei eS vom Reiche aus oder von den Mei Reichstheiten, beschafft »Verden muß. In Betreff dieser Beschaffung wird neuerdings ver, sichert, daß über die Art derselben bis zur Stunde nichts festgesetzt ist. (Berichtigung.) In dem in der ge« strigen Nummer u. Bl. über Prämiirungen gebrachten Berichte soll es heißen: Fr. v. Glotz 40 fl. in Silber; für landwirthschustliche Kollektiv-ausstellungen erh ellen Bronce - Medaillen Herr Brandstetter und Tscholnig, sowie Graf Ferd. Brandis. Im WaldfchldK. Eine Geschichte von Wilhelm Stade. V. Ähr einziges Kind, ein kleines Mädchen von etwa vier Jahren, verdiente eS, der Abgott der Eltern und der Liebling eineS jeden zu sein, der mit diesem lieblichen kleinen Wesen eine halbe Stunde verplaudern mochte. Dazu waren ihre Besitzungen ausgedehnt und re»ch. ihre Stellung war die unabhängitiste von der Welt. — kurz. eS war all»« da. waS man zum vollsten Glück fs>r nothwcndig hält. Am schönsten aber von Allem erschien mir das Berhäitniß der Gatten zu einander. Diese Zärtlichkeit von beiden Seiten, die ticfen, liebevollen oder auch leidenschaftlichen Blicke, mit de- nen er zuweilen ihreu Bewegungen folgte, — die Innigkeit, die aus ihrem Auge, au« ihren Wor. ten auftauchte, wie und wo sie mit ihm verkehrte. wie selten findet man das bei einem Paar noch nach sechsjähriger Ehel Und doch zog ein leise r Schatten auch durch diese Räume, durch diese Herzen. Ein gewisser Druck machte sich zuweilen auf einen Augenblick an Oswald bemerkbar. Eine momentane Zerstreutheit, eine fast sie-verhafte Leiiendigkeit zeigte sich vorübergehend in seinem Wesen. Die Frau — sie hieß Klara — sahen wir nie ganz heiter, obgleich etwaS in ihrem Wesien z»» verrtlthen schien, wie jubelvoll, wie frühlings« leicht diese Natur getvesen oder vielleicht noch hätte sein können. Mag der Ausdruck auch verbraucht sein, ich muß ihn doch denützen: es log über ihr ein Duft Von Melancholie, der eines jeden Theilnahme in Anspruch nehmen mußte. EineS Abends nach dem Nachtessen saßen wir noch in Strengens Zimmer bei einem Glase Punsch und plauderte» über dies und jenes wie es der Aufall mit sich blachte. Klara hatte sich, da wir vom Tisch aufge« standen, bereits in ihre Zimmer begeben. Wie immer waren wir auch heut allein ge« Wesen, aber die Witterung hatte sich überdies auch noch mit Sturm und eisigem Regen fo ungestüm und rauh gezeigt, daß wir während des ganz^en Tages mit keinem Schritt das Haus verlaffei» tonnten. Wir spürten das Wetter selbst jetzt noch im stillen Zimmer. Das Holz im Ofen brannte mit rasender Eile und heftigem Prasseln, und von den Garten-bäumen und den Stämmen des nahe sich dran-schließende« Waldes kam ein Sausen undHenleu herülier. als ob nicht ein, sondern ein halbes Dutzend »vilder Jäger vorüberzögen. Dazwischen fuhren gewaltige Regenschauer gegen die Fenster. Kurz gesagt, es war ein Wetter, wie es selbst in der Stadt nicht angenehm, auf dem Lande aber nur dann erträglich ist. wenn man in etnem größeren Familien- oder Freundeskreise bei einander »veilt. So sehr isolirt es, möchte ich sagen, so viel einsamer noch läßt es das sonst so einsame Le-ben erscheinen. „Allen Respekt vor Ihrer Häuslichkeit, vor Ihrem Schloß, vor Ihrem ganzen Besitz/' bemerkte Otto nach einer Panse, während »vir stumm auf den Lärm da draußen gehorcht, „aber ich bekenne offe»l, lieber Strengen — ich hielte eS hier für immer nicht aus. wie überhaupt nicht auf dem Lande. Wenn Sie noch vielen Verkehr mit der Nachbarschaft hätten! Und selbst dannl Im Herbste und Winter tvenigstens liefe ich sicher davon, zumal, wenn mir ivie Ihnen die ganze Welt offen stände." _ _(Fortsetzung folgt.) «ach Schluß de« »latt-«. Soeben erhalten wir aus bester Qnelle die Nachricht, daß d e r R e» ch S ra t h bis 7. Nov. vertagt ivird. Hriginal-Mvat-Hetegramme. Berlin, 6. Oktober. Z» Straß bürg wurden 17 000 Gefangene gemacht, darunter 2.b00 Verwundete; die gefangenen Rationalgar. den wurden entwaffnet und entlassen. Berlin, 6. Oktober. DaS Haupti^uar-tier des Königs defindet sich in Versailles. Bei Berlin und Glogau »Verden Reserve-kvrpS aufgestellt Berlin. 7. Okt. Unsere Trnppen haben Passy mit unbedeutendem Verluste g e n o mm e n; der Feind zog sich in Unordnung zurück. Florenz. 7. Okt. In Rom und dem ehemals päpstlichen Gebiete haben im Ganzen nur 1500 Wähler gegen die Verbindung mit Italien gestimmt. Uouts, 7. Okt. Mittelst Ballon eingelangte Nachrichtrn auS Metz lauten voll der bester' Hofs n n en. Berlin, 7. Oktober. Die Beschießung von Paris lieginnt morgen. t Wie«, 6. Oktober. (Coursbericht.^Z^Bloß^für Renten, Lost und thiilweife auch siir Industnepapiere war dle Stimmu^ ziemlich angenehm, für Aktien der Banken und für die Mehazahl der TranSportunternehmungen sprach sich eine weichende Tendenz an». Fremde Wechsel und tomptanten schloßen eher flauer. To>rs-Ctlrgra««. 7. Oktolier. Einheitliche Staatsschuld in Roten .... ü6 70 detto detto in Silber .... 66 25 l»60er Staat» «nlehen».Loose......91 50 Bank-Aktien............711 — Credit'Aktien ...........253 75 London..........................124 55 Silber............................122 3V Xapoleond'or»......................9 94^/„ K. k. Münj'Dukaten..................595 Stimmung, matt. E i«gefandt. Allen itidmdt» Gesundheit durch die delikate Ksvslosoisro öarr^, welche ohne Anwendung von Medizin die nachfolgenden Krankheiten heilt: Magen«, Nerven-. Brust-. Lungen» Leber-, Drüsen , Schleimhaut-, Athem-. Blastu' und Nierenltiden, Tuberkulose, Schwind-sucht, Asthma, Husten. UnVerdaulichkeit. Ver-ftopsuug, Diarrhöen. Schlafiosigknt, Schlväche. Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber. Schwindel, Blutaussteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Er-brechen selbst »vährend der Schwangerschaft. Dia-betes. Melancholie. Abmagerung, Rheumatismus, Gicht. Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medijin widerstanden, lvorunter ein Zeugniß Seiner Heiligkeit deS PapstrS. deS Hofmarschall Grasen Plustoiv. der Marquisc de Bröhan. — Ntthrhafter als Fleisch, erspart die RevaleSeivre bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis im Medieiniren. Reustadt. Ungarn. S» oft ich meine innigsten Dankgebete zum allgü-tigen Schöpfer und Erhalter aller Dinge sende, für die unberechenbaren Wohlthaten, welche er uiiS durch die heilsam »irkenden Kräfte der Raturerzeugnisse anaedeihen läßt, gedenke ich Ihrer. Seit mehreren Jahren sjon konnte ich «ich keiner vollständigen Gesundheit erfreuen: meine Ver-d«nu»a war stets gestört, ich hatte mit Magenabeln und Rerschleimung »u kämpfen. Bon diesen Nebeln bin ich nun seit de« vierzehnt^itjen Genuß der Revalesciöre befreit und kann meinen verufsgeschüften ungestört nachgehen. L.3. Sterner, Lehrer an der Volksschule. In Blechbüchsen von Pfd. 1 Pfd. fi. S.ö0. 2 Pfd. fl. 4.50. ö Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20. 24 Pfd. fl. 36. — kevalesvivro Olio-ool»tvv in Tliblktten für 12 Tassen s1. l.50, 24 Tasten fl. 2.50. 48 Tassen fl. 4.50; in Pulver für 12 Tassen fl. l.50. 24 TasskN fl. 2.50, 48 Tassen fl. 4.50. 120 Tassen fl. 10. 288 Tassen fi. 20. 576 Tassen fl. 36 — Zu bczichen durch Barry du Barry Co. in Wien, Gold schmiedgaffe 8; in Marburg F. Kolletnig. Grazervorstadt, Tegetthoffstraße 10; in Pest Töröt; in Prag 3. Fürst; in Preß bürg Pisztory; in Klagenfurt P. Birnbach er; in Linz Haselmeyer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eber; in Graz Oberranz meyer und G rab l otv i tz, Apotheke zum Mohren. Murplatz; in Lemberg Rottender; in Klansen-bürg Kl^onstadter; und nach allen Gegen-den gegen Baar oder Postnachnalime. Stadt-Theater in Marburg. Samstag, L. Oktober: Ewmalige» Gastspiel de» Herrn Groß. Uheref« Krox«. Charakterbild in 8 Akten von Carl Hasfner. Die VerlagS-Buchhaitdlung E. K. Ginger hat mir deil Verkauf der 5 k:-Bibliothek sßr den hiesigen Platz und Umgebung itber-tragen. Z^dem ich das 1'. '1'. Publikttm zur gefälligen Pränumeration einlade, empfehle ich mich achtungsvoll. IN I 688 L ottokvl lekt ur am Dompiaj^. EllMiMß. (706 Mit Gegenwärtigein beehre mich die ergebene Anzeige zu machen, daß ich meinen neuen mit allem Eomfort ausgestatteten im Hotel „Erzherzog Johann" eröffnet habe und stets bemüht sein werde, durch vorzügliches Reininghauser Märzen, Schwechater Flaschenbier, sowie immer gleich gute Sll^ank« und Tafelweine das allgemeine Vertrauen zu rechtfertigen. Vteine anerkannt ausgezeichnete Küche wird bei billigsten Preisen jedetn Geschmacke Alt entsprechen suchen. In der angenehmen Erwartung eines recht zahlreichen Besuches empfehle mich mit besonderer Hochachtung. ^nlon KoNAoKvp. Der Konkurs über das Vermögen des hiesigen Schneidermeisters Herrn Gustav Btndlechner wurde mit Bescheid des hochlöbl. k. k. Kreisgerichtes Cilli vom 2. September 1870, Z. 30SS aufgehoben. (705 Marburg am 4. Oktober 1870. (707 Verkäuflich beim Gute Burg Schleinitz, Bahirstation Kranichsfeld, folgende Obst- und Zier-Bäume: 800 Stück Birnen hochstämmtge mit Kronen pr. St. 50 kr., 100 St. 45 fl. 430 Stück Zwergbirnen 100 St. 45 fl. 700 Stück Aepfel hochstämmige mit Kronen pr. St. 40 kr., 100 St. 35 fl. 150 Stück Aprikosen in mehreren Sorten pr. St. 45 kr. 50 Stllck Pfirsich in mehr. Sort. pr. St. 50 kr. 150 Stück Pflaumen u.Pertrigon pr.St. 45 kr. 165 Stück Kirschen in mehr.Sort.pr.St.50kr. 212 Stück Weichsel in mehr. Sort. pr. St. 45 kr. 500 Stück Norus Maulbeerbäume in 2 Sorten 4jährige mit Kronen pr. St. 20 kr. 650 Stück?apulu8 pvrK.mjäa1j3, Pappeln italie-llische startt mit Kronen pr. St. 20 kr. 370 Stück kl)bimauwdraealitsra, Kugel-Akazie ^ 9 Schlch hoch mitKronen pr. St. 90 kr. 30 Stück R0bmis.iQeriuis rubra, rothblühende Akazie mit Kronen pr. St. 60 kr. 40 Stück Oatalpa Oatalpiubauin (Bignottia) starke mit Kronen pr. St. 50 kr. Bestellungen überninimt und effettltirtder Obergärtner S G 'T" A " ^ l« >s> x: 'S ö ^ L -»«ZA --LAS S 17 AHAehrere Hauser in der Stadt und "^^den Borftädten, zwei Güter, zwei Bauerngrunde, zwei große Weingärten mit Herrenhäusern in der unmitlelbaren RSHe von Marbnrg werden unter billigen Zahlungsbedingungen verkauft. (^wei große Wiesen werden zu kaufen (^gesucht. Min Sckneiderlehrjuuge wird sogleich ^^in der Stadt aufgenommen. Zu vergeben: 3 Zimmer und Salon. Keller auf 80 Startin zu vermiethen. Auskünfte hierüber tverden im lLomptoir dieses AlatteS ertheilt. llörröllklsiäsr nnä »I»? in 8ol»' gro»8«r zil stauiieni^ kilkgen Preisen 629 bei «edeilil. Pensionäre. Jll einetn seit 13 Jahren bestehenden Mödcheu-Jnstitute, welches sich des bestell Rufes erfreut und nur 2 Stunden von Wieil entfernt ist, werden noch 3 bis 3 Kostzöglillge ausgenommen. Penstonsbetrag 360 fl. jährlich. Nähere« bei Fräulein Rosalie Baron in Wiener-Neust adt, am Hauptplatz. (696 Eiseilbahn-Fahrordnuttg. Marburg. Personenzüge. Bon Wien nach Trieft: Ankunft 8 U. 8 M. Früh nnd 8 N. M. Al»endi». «bfahrt 8 U. so M. Krüh und 8 U. kiS M. Abends. Bon Trieft nach Wien: Ankunft 6 U. l9 M. Früh und 0 ll. l '» M. Abends. Abfahrt L U. »l «. Frül, und 7 U. ? M: Abend«. Eilzüge. Bon Wien nach Trieft: Anlunft l Ul»r KS Min. Nachmittag. Abfahrt 2 Uhr 2 Min. Nachmittag. Bon Trieft nach Wien: Antttttft 2 Uhr 37 Min. Nachmittag. Abfahrt 2 Uhr 4«) Min. Nachmittag. Gemischte Züge. Bon Mürzzuschlag nach Adelßberg: Aukunst 1 Uhr K Min. Nachmittag. Abfahrt t Uhr 20 Min. Nachmittag. Von Adelsberg nach Mürzznschlag: Ankunft 12 Ul»r 20 Min. Nachmittag. Abfahrt 12 Uhr 40 Min. Nachmittag. Kärntner-Züge. Personen. Nach Villach Abfahrt 8 N. 4b M. Ariih. Bon Billach Ankunft ti U. 82 M. Abends. Gemischte. Nach Billach Abfahrt 2 ll. K0 M. Nachm. Bon Billach Ankunft ll U. S« M. Bora,. Verantwortliche Atel^aktion, >md Berl«g dnn ^anschiß iv Marburg. «. Lt. V.