Diiliükhrr Wllchrnbliill Organ der Verfastungspartei in krain. - «r. 153 Abonnementr-Bedingnisse: S«nzjädri,: Für Laibach fl. 4 — Mit Post fl. S.— P»ldjii»ri,: . . . 2.- . . . 2.5» vierteljährig: . . . 1— . . . l.25 Fllr Zustellung in'r Haui: Vierteljährig 10 kr. Samstag, Len 7. Juli. Jnsertt on» . Preise: Einspaltige Petit-Zeile 4 kr., bei Wiederholungen » S kr. — A»j«igin bis L Zeilen 20 kr. R ed >ct i o n, Administration u. Eiped i t ion : Herrengasse Nr. ir. 1883. Nationale Volkswirthschast. Sei eS, daß die todte Saison daran schuld lvar, in der die politischen Ereignisse im Allgemeinen weniger aufmerksam verfolgt zu werden pflegen denn sonst; sei rS daß die im Zuge befindlichen Festvorbereitungen, denen sich die öffentliche Aufmerksamkeit zur Zeit fast ausschließlich zuwendet, cS verursachten: that-sächlich ging eine politische Action, die sich vor Kurzem in unserer Mitte vollzog, vorüber, ohne jene Beachtung zu finden, die ihr nach ihrer Wichtigkeit und nach der wirklich exorbitanten Art. wie sic in Scene gesetzt wurde, vollauf gebührt. Die nationalen Blätter hatten freilich ihre guten Gründe, von dcr Sache nicht viel Aufhebens zu machen, und auch die Laibach» Zeitung" hat allzu sehr damit zu thun, i» den verschiedenen Winkelblättern nach Angriffen aeaen die liberale Partei herumzusuchcn. als daß Ar Zeit übrig bliebe, sich mit einer die wirthschaft-lichen Interessen des Landes tief berührenden Ange-kegenheit zu befassen. Der Gegenstand, von dem wir sprechen, ist der Entwurf einer neuen Wahlordnung für die Handels- und Gewerbekammer. Letztere führt, seitdem iick ebenfalls einer nationalen Majorität erfreut. arMentbeils ein sehr beschauliches Dasein und wäbrend von der wirthschastlichen Thätigkeit der übriaen Kammern stets zu lesen ist. scheinen die kiekaen slovenischen Kammerrathe den cinschneidendsten Fragen des Handels und Verkehrs keinen Geschmack Feuilleton. -Krainifche Landes-Ausstellung von üittorischen Kunst- und Hansindustrie-«v Gegenständen. Der von dem AusstellungSeomitö im März l ergangene Aufruf zur Beschickung der aus «nlak der 600jährigen Landesjubelfeier zu veran-Ausstellung von prähistorischen, antiken und Kunstgegenständen der früheren Jahrhunderte, r von modernen weiblichen Handarbeiten und der Hausindustrie hat sowohl in der Stadt La bach als auch sonst in Krain eine sehr lebhaft-Tbeilnahme hervorgerufen. Indem nur d.e we,blichen Landarbeiten und die Gegenstände der HauSmdustrie röteren Besprechung Vorbehalten, glauben wir ietzt da« Interesse unserer Leser auf die 2cki-Ltliche, römische und culturhistorische Ab-tbelluna dieser Ausstellung lenken zu sollen. Es ist A! der erste in Krain gemacht« Versuch, interessante, Geschichte de« Lande« bezughabende oder in «rain acquirirte Kunstobjecte dem Publikum vorzu-wenn auch nur bruchstückweise, ein in ^«brtausende zurückreichendes Bild der cultur-^.^.tliLen Entwicklung de« Lande« ,u bieten Dmch die Bereitwilligkeit öffentlicher Anstalten und abgcwinnen zu können. Desto überraschender war eS. daß der von der Regierung vorgclegte Entwurf einer neuen Wahlordnung plötzlich die Aufmerksamkeit der gegenwärtigen Kammcrmehrheit erregte, und man hätte darüber, da es sich doch um eine die Zusammensetzung der einzigen wirthschastlichen Körperschaft im Lande und sonach mittelbar um eine die wirthschastlichen Interessen des Landes selbst sehr tangirendc Angelegenheit handelte, immerhin erfreut sein können, wenn der Verlauf derselben nicht in so unzwkideutiger Weise die bedauerlichen Motive bloßgelegt hätte, von denen sich die herrschende Majorität der Kammer leiten läßt. UnS geht hierüber aus den Kreisen des Handelsstandes eine Darstellung zu, die wir nachstehend im Hinblick auf die Bedeutung dcr Sache vollinhaltlich folgen lassen: „Das Handelsministerium hatte der Handelsund Gewerbekammer bereits im Herbste vorigen Jahres den Bericht über eine neue Wahlordnung abverlangt, zu welcher ein Entwurf von der Regierung eingesendet worden war. Nach diesem Entwürfe steht es der Kammer frei, die Anzahl der gesammten Mitglieder zu bestimmen, sowie die Anzahl der Mitglieder jeder Sektion, welche durch Wahlkategorien, beziehungsweise Wahlkörper zu wählen sind. Obwohl der Regierungs-Entwurf, wie gesagt, schon im vorigen Herbste zur Berathung einlangte, hatten die liberalen Mitglieder der Kammer bis 31. Mai d. I. keine Kenntniß davon bekommen; an diesem Tage wurden sie erst für den 1. Juni verschiedener weltlicher und geistlicher Corporationen, durch die Unterstützung kunstsinniger Amateurs, welche ihre Sammlungen in patriotischer Weise dem Comit6 zur Verfügung stellten, durch den Sammeleifer einzelner Herren, die es sich nicht verdrießen ließen, im ganzen Lande nach Resten der Vergangenheit zu forschen, ist eine sehr beachtenswerthe Collection zu Stande gekommen, welche sich gewiß eines sehr lebhaften Zuspruches aller Kunstkenner und Vaterlandsfreunde erfreuen und hoffentlich von nachhaltiger Wirkung für die Belebung des Studiums der Vattr-landskunde und der kulturellen Entwicklung unseres Landes sein wird. Das Entgegenkommen der krainischen Sparkasse und der Realschuldirection hat es möglich gemacht, die Objecte in den geräumigen Hörsälen der hiesigen Oberrealschule in entsprechender Weise aufzustellen. Die prähistorischen Sammlungen des LandesmuseumS und jene aus der Rümerzeit befinden sich in dem großen Zeichensaale im ersten Stockwerke, wo die günstige Beleuchtung wesentlich dazu beiträgt, an den in großen offenen Wandschränken in Tableaux grup-pirten Funden au« dem Laibacher Pfahlbau und an den berühmt gewordenen Grabstätten von Vatsch, St. Margarethen und St. Magdalenenberg bei Marein die technische, mitunter einen großen Kunstsinn ver rathende Vollendung der diversen Steinwerkzeuge zu einer bezüglichen Sectionsberathung eingeladen und die Meisten waren wegen der Kürze der Zeit zwischen der Einladung und der Sectionssitzung verhindert, an der Berathung der neuen Wahlordnung Theil zu nehmen. Diejenigen, welche in der Sectionssitzung erschienen, erfuhren daselbst in der Hauptsache nur, daß die neue Wahlordnung von der Majorität bereits angenommen sei; thatsächlich dauerte die Sectionsberathung über die Wahlordnung kaum eine Viertelstunde und es war zu Tage liegend, daß die nationale Mehrheit der Kammer, mit Ausschließung der verfassungstreuen Minorität, bereits das ganze Referat angefertigt und die Absicht hatte, solches unverändert von der Kammer durch die gefügigen Majoritätsmitglieder annehmen zu lassen. Am 7. Juni Nachmittags erfolgte erst die Einladung zur Kammersitzung am 8. Juni, in welcher die neue Wahlordnung berathen werden sollte, und aus dem abermals ganz unzulässig kurzen Termine zwischen Einladung und Sitzung mußte wieder gefolgert werden, daß die nationale Majorität ihre Anträge in der Kammer durchbringen wollte, ohne die Anwesenheit oder doch unter möglichst geringer Betheiligung der liberalen Mitglieder, welche sogar mehrfach auswärts domiciliren, so namentlich auch die beiden für die Montanfection gewählten Mitglieder, welche zur Sitzung gar nicht rechtzeitig erscheinen konnten und denen man nach der neuen Wahlordnung das Stimmrecht überhaupt ganz entziehen wollte. Bein-, Bronze- und Eisenobjecte mit allen feinen Details in der Ausführung wahrzunchmen, was bei der bisherigen Aufstellung dieser Gegenstände in den dunklen Räumen des ebenerdigen Museums nicht möglich gewesen war. Das riesige Material von Thongesäßen und Thonurnen ist gruppenweise auf Tische und Gestelle vertheilt. Hirschgeweihe und Schädelreste des Wildes und der Hausthiere der Pfahlbauperiode schmücken die Wände des Saales. Ein großes Oelgemälde des Herrn HauptmanneS Laßlo Benesch stellt das ausgedehnte Grabfeld am Slomschekberge ober Klenke bei Vatsch dar, wo theil« an Leichen, theils in den mit Steinplatten bedeckten Urnen die wichtigsten Bronzefunde, darunter auch ein äußerst werthvolles, bronzenes Gefäß mit getriebenen, figuralistischen Darstellungen an der Außen» seite in drei Zonen, im aufgedeckten mit Gesträuch und Waldbäumen bewachsenen Gebirgsschutte zu Tage gekommen sind. Eine werthvolle Bereicherung haben die Sammlungen de« LandesmuseumS durch Beiträge Sr. Durchlaucht des Fürsten Windischgrätz erfahren, darunter sind besonders beachtenSwerth die gut erhaltenen Eisenwerkzeuge von der prähistorischen Ansiedlung zu St. Michael im Bezirke Adelsberg, die schön ornamentirten Ohrgehänge von Vatsch u. m. a. Herr Bezirkshauptmann Globoönik von Adelst Das Referat hatte der Herr Dr. Poklukar übernommen, welcher sonst höchst selten in den Sitzungsräumen der Kammer zu sehen ist, und seine bezüglichen Anträge übertrafen, was man selbst von der gegenwärtigen nationalen Majorität erwarten konnte; ihr einziger Zweck ging augenscheinlich dahin, die nationale Herrschaft in der Kammer wenn möglich für alle Ewigkeit zu sichern; und man muß erwarten, daß selbst die gegenwärtige Regierung diese Beschlüsse nicht genehmigen könne, durch welche der legitime Handel und die Industrie, namentlich aber die Montanindustrie aus der Vertretung in der Kammer künftig ganz ausgeschlossen und alle Wahlen nur vom Kleingewerbe, insbesondere aber dein in Krain leider am zahlreichsten vertretenen Wirths-gewerbe und Ausschanke geistiger Getränke bestimmt würden. Nach dem Entwürfe der Regierung sollte die Kammer, welche aus 24 wirklichen Mitgliedern besteht, in folgende Sektionen getheilt werden: I. Die Handelssection mit drei Wahlkörpern, und zwar: a) Den Handelstreibenden, welche mindestens IVO fl. an Erwerbsteuern entrichten. d) Denjenigen Handelstreibenden, welche einen von der Kammer festzusetzenden Mindestbetrag an Erwerbsteuer zahlen. e) Den übrigen Handelstreibenden, welche wahlberechtigt sind und nicht in die Kategorien u und b fallen. II. Die Gewerbesection mit drei Wahlkörpern, und zwar: a) Der Großindustrie, d. s. diejenigen Gewerbetreibenden, welche von dem Geiverbsbetriebe mindestens 100 fl. jährlich an Eriverbsteuer entrichten. d) Denjenigen Gewerbetreibenden, welche eine von der Kammer festzusetzende Minimal-Erwerb-steuer zahlen. c) Den übrigen Gewerbetreibenden, welche nach dem Gesetze wahlberechtigt sind, jedoch nicht die unter s, d bestimmten Minimal Steuersätze entrichten. III. Die Mo nta n-Sec t ion, gebildet aus allen Bergbautreibenden. Der Entwurf der nationalen Majorität ignorirte nun ganz de» NegierungSentmurf, welcher, was man auch im Einzelnen daran etwa auszusetzen haben mag, immerhin das Streben zeigt, alle Kreise des Handels, der Gewerbe und den Bergbau in der Kammer berg exponirte in einer bei 200 Jahre alten, schön gearbeiteten Truhe prähistorische und römische Antiquitäten aus Jnnerkrain mit einer Karte der bezüglichen Fundstätten und der einstigen römischen Heerstraßen in jenen Gegenden, außerdem eine Serie von Münzen der römischen Kaiser von AugustuS bis Nomulus, sämmtlich von krainischen Fundorten stammend. Unter den römischen Bronzefunden gehört zu den größten Seltenheiten eine Garnitur römischer Gewichte mit den in Silber tauschirten Bezeichnungen der einzelnen Stücke, sie rühren von einem im heurigen Frühjahre gemachten Funde auf dem Loreiizi-berge nächst Billichgratz her, leider sind die zugleich ausgegrabenen Bronzegesäße in barbarischer Weise vernichtet worden, die nur theilweise unbeschädigten Gewichte sind in den Besitz des Landesmuseums und der Notarsgattin Frau Vok gelangt. In der Collection der römischen Bronzen fällt eine Serie von Glocken diverser Größe auf, die wohl meist als Herdeglocken gedient haben mochten, fast alle rühren vom Gipfel des Lorenziberges her. Von den ausgestellten Bronzelampen besitzt jene aus der Sammlung des Herrn Albert Samassa, einen geflügelten Merkursfuß darstellend, einen hohen Kunstwerth, der Herr pens. k. k. Bezirlshauptmann Dollhof hat eine sehr schön patinirte Jupiterstatuette von Brußnitz in Unterkrain ausgestellt. vertreten zu sehen; die nationale Majorität will einfach die Intelligenz durch die Massen des kleinen Gewerbes überstimmen lassen und die Handels- und Gewerbekammer ausschließlich nur als gefügigen Wahlkörper für den Landtag benützen, ohne Rücksicht darauf, ob die Interessen von Handel, Industrie und Bergbau dadurch gefördert werden oder nicht, lediglich unter solchen Gesichtspunkten wurden in diesem famosen Referentenentwurfe von den 24 Mitgliedern der Kammer künftig nur 8 Mitglieder der Handelssection und 16 Mitglieder der Gewerbesection zugetheilt, während die Montansection ganz entfallen solle. Entgegen dem Regierungsentwurse wurde weiter dein Großhandel mit 1-0 fl. Minimal-Erwerbsteuer gar kein Wahlkörper zugestanden und die Handelssection nur in zwei Wahlkörper eingetheilt, und zwar: a) Die Handelstreibenden mit einer Minimalsteuer von fl. 5 25 wählen 6 Mitglieder und b) alle übrigen bis zu einer Minimalsteuer von fl. 2 10 wählen 2 Mitglieder. Bei der Gewerbesection, welche 16 Mitglieder zu wählen hätte, wurden nur zwei Wahlkörper gemacht, und zwar: a) Großindustrie mit 3 Mitgliedern, b) alle übrigen Gewerbe bis fl. 2'10 Minimal-Steuer mit 13 Mitgliedern. Die Montan-Industriellen sollen in die verschiedenen Wahlkörper nach der Steuerzahlung eingetheilt werden und künftig keine eigene Section mehr bilden. In der schon erwähnten Sitzung vom 8. Juni l. I. machte nun Kammerrath Karl Luckmann im Namen der liberalen Minorität die ernsthaftesten Vorstellungen gegen die übereilte Behandlung der Wahlordnung und gegen die beliebte Art der Einladung zur Berathung, welche es den auswärtigen Mitgliedern der Kammer überhaupt unmöglich machte, an einer so wichtigen Debatte theilzunehmen, allen aber, sich über den Berathungsgegenstand gehörig zu insormiren. Der Redner warnte davor, die wichtigsten wirtschaftlichen Interessen des Landes einzig und allein den Bestrebungen einer politischen Partei unterzuordnen und durch eine künstliche und willkürliche Wahlordnung die Gegner von jeder Vertretung ausschließen zu wollen; die Sprachenfrage sollte doch angesichts der vitalen materiellen Interessen der Kammer nicht entscheidend sein, und ein engherziger Von den durch Ernst Fürst Windischgrätz ausgestellte» Münzen sind für die Landesgeschichte von großem Werthe 2 Laibacher Denare de» Herzogs Bernhard von Kärnten 1202 bis 1256, ein Denar der Stadt Landstraß vom nämlichen Herzog, diverse Münzen des Bisthumes Laibach und der Fürsten von Auersperg. Selbstverständlich durften bei dieser Landesausstellung auch die prächtigen Münzen und Medaillen des krainischen Künstlers Schega nicht fehlen, der sich im vorigen Jahrhunderte als pfalzbairischer Hofmedailleur einen berühmten Namen gemacht bat. Das Zimmer links vom großen Festsaale ist mit Gemälden aus früheren Jahrhunderten aus-gestattet. Die wcrthvollsten Stücke sind zwei altdeutsche Bilder, das Martyrium des H. Cantian und der H. Cantianella darstellend, es sind dieß die Patrone der Stadt Krainburg. Beide Bilder, wie cS scheint, einst zu einem Flügelaltar gehörig, waren bis in die neueste Zeit im dortigen Psarrhose ganz unbeachtet geblieben und sind durch die Vermittlung des Conservators Professor Franke nach Laibach gelangt. Von Porträts berühmter Krainer sind zu erwähnen Herbert von Aueröperg, gefallen in der Schlacht bei Budaschki gegen die Türken, aus den Sammlnngcn des k. HauseS, Jakob Schell von Schellenberg sammt seiner Gemahlin Katharina, welche sich durch unzählige fromme Stiftungen die größten nationaler Standpunkt ist doch ganz und gar nicht am Platze bei den Vertretern von Handel und Gewerbe, welche international und bereit sein müssen, in jeder Sprache, in jedem Lande und bei jedem Volke Arbeit zu suchen, um ihr Fortkommen und Gedeihen zu finden- Ein Gegensatz der Interessen von Handel und Gewerbe sei gegenwärtig nicht zu befürchten, dergleichen Differenzen haben in der hiesigen Kammer nie bestanden; vielmehr haben die Vertreter des Handelsstandes, welche im innigen Verkehre mit dem Gewerbe stehen, für dasselbe den Einkauf des Rohmateriales, den Verkauf der fertigen Produkte, die Geldgeschäfte rc. besorgen und dadurch die Bedürfnisse des Gewerbestandes kennen lernen, solche stets aus das Wärmste vertreten und auch die Befähigung zu dieser Vertretung oft genug dargethan. Der Redner erklärte daher, beantragen zu müssen, daß die Anzahl der Mitglieder der Kammer so wie bisher zu gleichen Theilen zwischen Handel und Gewerbe getheilt werde, ferner daß man der in Kram so wichtigen Montanindustrie wie bisher ihre zwei Mitglieder belasse, denn diese Industrie sei umso wichtiger, als solche das Material zur Beschäftigung vieler anderer Gewerbe liefere und sehr viele Arbeiter bei derselben ihren Lebensunterhalt verdienen. Man könnte zwar vom guten Willen aller Gewerbevertreter überzeugt sein, die Interessen des Bergbaues ebenfalls auf das Beste in der Kammer vertreten zu wollen, allein ebenso müsse es gestattet sein, zu sagen, daß hiezu der gute Wille allein nicht immer genüge, daß auch die entsprechende Information und Sachkenntniß erforderlich sei, welche nicht jeder Vertreter der anderen Gewerbe haben kann. Ebenso sei es nöthig, daß der Großhandel in der Kammer vertreten sei; der vom Referenten beantragte Modus, daß die erste Kategorie ganz entfallen und nur zwei Wahlkörper für den Handel gebildet würden, von welchen die eine Kategorie bis zu fl. 5.25 Erwerbsteucr, die andere jedoch bis zu fl. 2.10 Eriverbsteuer herabgehen würde, müßte jedoch zur Folge haben, daß die eigentlichen und berufensten Kaufleute stets überstimmt würden und gar nicht vertreten wären. Für Jeden, welcher eine Idee von den Besteuerungsverhältnissen hat, würde es klar sein, daß es keine Kaufleute mit Erwerbsteuer von fl. 5.25, geschweige denn solche von fl. 2.10 Erwerbsteuer Verdienste um das Land Krain erworben haben, die Porträts der beiden krainischen Gelehrten, des Botanikers Franz Laver Hladnik und des Lyceal-bibliothekars Math. Tschopp rühren von einer krai« nischen Künstlerin, der Frau Amalie v. Hermannsthal, einer geborenen Oblak, her. Das reichste Con-tingent für diese Abtheilung hat die Gemäldesammlung des pen'. k. k. Landesgerichtsrathes Eduard v. Strahl in Altlack geliefert. Imposant in Gestalt und Haltung sind die lebensgroßen Porträts des Joh. Heinrich Grafen von Lamberg vom Jahre 1648 und des Erbauers von Leopoldruhe nächst Laibach, Graf Leopold von Lamberg, vom Jahre 1746, gemalt vom krainischen Maler Menzinger. Der berühmte österreichische Maler Schmidt, unter dem Namen der Kremser Schmidt einen bedeutenden Ruf genießend, war in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Krain viel beschäftigt — die prächtigen Altarbilder in Michelstetten sind von ihm gemalt — er ist hier durch mehrere profane Bilder vertreten, als: Diana mit den Ryinphm im Bade von Actäon belauscht, das Faß Danaiden, der Raub der Sabinerinnen, die Vermählung der Hl. Katharina. Unter den Porträts dieser Abtheilung sind noch zu nennen zwei Bürgermeister der Stadt Laibach, beide der Familie Ehrön angehorig, aus dem 16. und 17. Jahrhunderte, zwei sre'smglsche Stadthauptleute von Bischoflack, Fra« S.doma Graftn aebe' es handelt sich also für den Referenten und die nationale Majorität nur darum, den wirklichen Handels- und Kaufmannsstand abzudrängen, dagegen alle Elemente, welche der nationalen Beeinflussung am zugänglichsten sind, als Wähler für die Kammer zu gewinnen, um so die kaum erlangte Majorität, wenn irgend thunlich, zu behaupten. Ein derart niederer Stcuercensus werde nicht einmal von der gegenwärtigen Negierung bewilligt werden andererseits wollen und wünschen selbst die kleinsten Handel- und Gewerbetreibenden nicht, zu den Lasten der Kammer durch Umlagen beizutragen und dafür das Wahlrecht zu erwerben, welches ihnen größtentheils wegen der verschied-nen Agitationen und Pressionen nur eine Qual bereitet. Die nationale Majorität möge bedenken, daß noch vor acht Jahren Kandel und Gewerbe nur liberale Kandidaten in die Kammer wählten, und wenn jetzt eine nationale Majorität in der Kammer sei, so habe sie dieß nur der Regierung zu danken. Die nationale Partei ist jetzt die Regierungspartei und werde so lange Zeit die Majorität haben, als die gegenwärtige Regierung am Ruder sei; sollte jedoch wieder eine Negierung kommen bei der die bloß nationalen Interessen weniaerBerücksichtigung finden werden, so werde sich die Majorität der Kammer wieder wenden, mit oder «km- künstliche Aenderung der Handelskammerwahl-ordnunq Redner bittet schließlich die Majorität, sie möge eine gerechte, den wahren wirthschastlichen Interessen entsprechende Wahlordnung schaffen, umso-mekr als sie durch ein objectives, gerechtes Vorgehen' bezüglich politischer Machtstellung nicht schaden, vielmehr nur ihre Stellen befestigen werde. Nachdem dessenungeachtet in der Specraldebatte alle auch die begründetsten Anträge der Minorität von' der geschlossenen Majorität abgelehnt wurden, so insbesondere die Anträge wegen gleicher Mitglieder-a hl für Handel und Gewerbe, wegen eines Wablkörpers für das Montangewerbe, wegen Er-^k.»na des Steuercensus in dem ersten Wahlkörper des Handels -c., gaben die Mitglieder der Minorität den unaleichen Kampf auf und verl.-ßen den Saal. dak die zur Beschlußfähigkeit erforderliche Anzahl von Mitgliedern fehlte. Die Sitzung mußte auf fast eine Stunde unterbrochen werden, wahrend welcher s -t Mitglieder damit betraut wurden, Gesinnungsgenossen, welche der Kammer angehören in der Stadt zu suchen und zu der Berathung zu bringen. vHalleHie im Jahre 1680 als Clarisiinnen-nonne in Münkendorf e.ngekle.det wurde, der Pralat Alexander Baron Taufferer des Cisterzienferstiftes Landstraß. ^ Festsaale ausgestellte Samm- luna von alten kunstvoll gearbeiteten, intarsirten und Sch-inl.n, T-uh.», Schnmck- Stühlen, fast durchgehends krainifcher Pro-kastchen, ^tuyle ^ Sammlungen der Herren Vk.'.ard von Strahl, Baron Lichtenberg, Victor ? 7. und der Frauen Lok, Morizi. Baronin reich ausgestattet. Ausgezeichnet durch naturwahre Darstellung und freie Bewegung der Figuren wayre ^ ^ ^ ^mt, aus dem aufgehobenen « ^'t-^kloster Freudenthal stammende Schnitzerei Nrt-n. Jägern zu Pferde und Faß-^ieht man weiters in Betracht, daß die an ! :sten dieser Objecte vorgenommenen Nestau-durch heimische Tischler vorgenommen wur-nrungen ermessen, welchen A^muna dieses heimische Gewerbe auch in künst-Einsicht bei entsprechender Anregung und lenscher H ^ könnte. Ein Beleg hiefür ist ein ^kicken mit sechs Medaillons aus der Faust-s^ benchtenswerth wegen der Stylisirung und » reinen Ausführung der Reliefornamente ^om Bildschnitzer Anton Mlakar aus Laibach (Eigenthum des H-rrn Strahl). Mit großer Noth gelang es dann, die gesetzliche Zahl zusammen zu bringen, und nachdem dieß der Fall war, wurde ohne jede weitere Debatte der Entwurf der neuen Wahlordnung der Handels- und Gewerbekammer von Krain im ausschließlich nationalen Sinne angenommen." Wir haben den vorstehenden Auseinandersetzungen nichts mehr hinzuzufügen, wohl aber möchten wir dieselben allen Kreisen des Handels-und GewcrbestandeS zur eingehendsten Würdigung empfehlen. Die Art, wie der Entwurf der neuen Wahlordnung zuwege kam, und nicht minder ihr Inhalt bezeugen cs in der eklatantesten Weise, wie man auf nationaler Seite Volkswirthschast betreibt und welche Berücksichtigung Handel und Verkehr im Lande von einer nationalen Handelskammer zu gewärtigen haben. Dir ganze Kammer, die ihr an-vertrauten großen wirthschastlichen Aufgaben sind der nationalen Partei das Glcichgiltigste von der Welt, es handelt sich einzig nur um die zwei Abgeordneten für den Landtag; dieser Rücksicht wird Alles untergeordnet und hätte die Kammer nicht diese beiden Landtagssitze zu vergeben, die Nationalen würden nicht eine Hand um sie rühren. Der ganze Fall ist ein neuer Beweis zu den vielen, die wir schon zu verzeichnen hatten, daß die nationale Partei ihre eigenen einseitigen Ziele über alles Andere setzt, und wie sie oft schon um derentwillen gesammt-staatliche Interessen geopfert hat. gleich unbedenklich hat sie dießmal wirthschastliche preisgegcben. Zur Stellung der Deutschen in Oesterreich. Die „Freie schlesische Presse", das in Troppau erscheinende Organ des dortigen deutschen Vereines, enthält in einer ihrer letzten Nummern eine bemer-kensweithe Enunciation über die Stellung und Aufgaben der Deutschen in Oesterreich. Dieselbe bietet ein lehrreiches Bild über die Erfolge der sogenannten Versöhnungspolitik, indem sie zeigt, daß die durch das gegenwärtige Regime geförderten separatistischen Tendenzen nun auch schon dort Wurzeln zu schlagen beginnen, wo bisher die entschiedensten Vertreter des Einheitsstaates den engherzigen nationalen Standpunkt dem allgemeinen Staatsinteressc untcrordnen gewohnt warm — nämlich in den Von den nunmehr gesuchten, einst in Krain häufigen Majolikas, wovon die meisten aus Pesaro stammen, finden sich reiche Collectionen vor. Auch an alten Gürteln, die einen wesentlichen Bestandteil des nationalen Frauenschmuckes bildeten, an Schmuck-und Metallgegenständen, feinen Schnitzereien ist Mannigfaches und Werthvolles vorhanden. In gepreßtem Leder sind besonders schön die von Frau Vok ausgestellten Objecte. Ein wahres Prachtstück nationaler Hausindustrie ist der Brautanzug einer Uskokin aus dem Gorjanzgebirge. (Frau Morizi.) An die einstigen städtischen Jurisdictionen in Krain erinnern die schönen silbernen Gerichtsstäbe von Laibach, Krainburg, Gurkseld und Landstraß. Auch das riesige Nichtschwert der Stadt Krainburg wurde mit einer Speeisication des Freimannes für damit vorgenommene Justifieirungen eingesendet. An kirchlichen Kunstgegenständen, alten Stickereien, Metallarbeiten ist durch die Vermittlung des fürst-bischöflichen Ordinariates eine sehr sehenSwerthe Collection zu Stande gekommen. Von alten Missalien hat das Pfarramt Krainburg mehreres sowohl durch Einband als alten Druck Ausgezeichnetes eingeliefert; ein kalligraphisches Meisterstück sind die Homilien deS H. Gregor auf Pergament mit prachtvollen Initialen; dieses Kunstwerk, aus dem 14. Jahrhundert stammend, war früher im Besitze des im Jahre 1786 aufgehobenen Kapuzinerklosters in Krainburg. deutschen Kronländern. — Wir reproduciren einige Stellen des bezüglichen Artikels. Nachdem daS erwähnte Blatt auf die in Oester-reich vollzogenen Umwälzungen zu sprechen kommt, bemerkt es Folgendes: Was anderwärts jahrelanger Kämpfe bedarf, vollzieht sich bei unS im Handumdrehen. Binnen weniger Monate sind wir au-einem Einheitsstaate ein Föderativstaat geworden, Galizien spielt sich bereits auf ein zweites Ungarn heraus, in Böhmen wird man dasselbe anstreben, sobald nur der Landtag mit einer czechischen Majorität zusammentritt. Sollen wir Deutsche allein noch die Sysiphusarbeit fortführen, für den Einheitsstaat zu wirken? Man will uns ja nicht, man stößt uns zurück, verleumdet, beschimpft uns. Da wären wir doch verächtliche Thoren, wenn wir unsere besten Kräfte, das Mark unserer Knochen, unsere Kenntnisse, unseren Wohlstand an eine Aufgabe setzen wollten, für die uns Niemand dankt. Mögen daher die Ungarn in Folge des nicht von uns eingesühr-ten TcrritorialsysicmeS sich eine eigene Armee bilden, möge Galizien ein zweites Ungarn werden. Dalmatien und Bosnien zu dem mit Ungarn verbündeten dreicinigen Königreiche geschlagen werden, uns soll das nicht anfechten. Wir wollen es den jetzt vielgerühmten und in Oesterreich einflußreichen Politikern anderer Nationen nachmachen und ganz bescheiden nur an uns denken. Unsere eigenen Interessen zu besorgen, sind wir stark und mächtig genug und wir werden dann sogar besser in der Lage sein, Brüder, die in einem der selbstständig gewordenen Länder leben, zu schützen als jetzt, wo wir unsere Kräfte an Aufgaben ab-nützen, denen wir nicht gewachsen sind. Und sollte, was doch nicht außer dem Bereiche der Möglichkeit liegt, das gegenwärtige System einmal zu Ende gehen und wir wieder berufen werden, den Staat, der wie immer, wenn man uns zu Hause schickte, wieder kleiner geworden ist, zu regieren, so werden wir die Selbstständigkeit der Länder, welche sich zwischenweilig abtrennten, nicht anerkennen, ohne unsere Brüder dort sür uns zu reclamiren. — So begreiflich wir den Unmnth finden, der in dem überwiegend deutschen Schlesien darüber herrscht, daß nicht nur die Deutschen in Ländern mit vorwiegend slavischer Bevölkerung der Herrschsucht ihrer Gegner geopfert und zur Absorption bestimmt werden, sondern daß selbst kat'exochen deutsche Länder, wie Aus der fürstlich Auersperg'schen Bibliothek ist eine reiche Collection von seltenen Drucken ausgestellt, auch die hiesige Lycealbibliothek ist durch werthvolle slavische Drucke aus dem ersten Beginne der kraini-schen Literatur vertreten. Unter den Wandausschmückungen der Ausstellungssäle iinponiren die Geweihe der krainischen Riesenhirsche aus den Reisnitzer Waldungen, ausgestellt durch Notar Theodor Rudcsch; und das einst wegen seiner Riesenhirsche berühmt geivesene Land Krain ist seit dem Jahre 1848 in Folge des damals von den Bauern vorgenommenen VertilgungS-krieges gegen den König der Wälder um diese Speeialität ärmer geworden. Unter den Frauenarbeiten nehmen die Jdrianer Spitzen und die Stickereien des Fräuleins Föderl einen hervorragenden Platz ein. Die Branche der heimischen Holzindustrie verspricht durch die Erzeugnisse der Holzindustrieschule in Gottschee eine wesentliche Förderung zu erlangen. Nach diesen flüchtigen Andeutungen ist zu erwarten, daß die so Mannigfaches bietende Ausstellung sich eines sehr zahlreichen Besuches erfreuen werde. Ihre Dauer ist bis Ende d. M. gegen Entrichtung eines mäßigen Eintrittgeldes festgesetzt. Die Eröffnung für das Publikum findet am nächsten Freitag den 13. Juli statt. Schlesien, mit czechischen und polnischen Sprachenzwangs Verordnungen u. s. w. tractirt werden, so halten wir es doch nicht für eine unausweichliche Nothwendigkeit, daß das dem Einheitsstaate so abträgliche Nationalitätenprineip auch auf Seite der Deutschen in Oesterreich im förderalistischen Sinne ver-treten wird. Uns scheint die Bedeutung des DeutschthumS in Oesterreich vor Allem darinzu liegen, daß es seinen historischen, cultursördcrndcn Beruf in allen Theilen des Staates gleichmäßig zur Geltung bringe, daß cs drn Bestand gemeinsamer Institutionen aller Länder, die Einheit in Gesetzgebung und Verwaltung sichere, die einzelnen Theile des Staates fest aneinander kette und das Bewußtsein gemeinsamer StaatS-interesscn wach erhalte. In diesem Wirken des Deutschthums als staatserhaltenden Factors wird ihm der Kamps gegen die Selbstsucht und Trennungsgelüste anderer Nationalitäten freilich nie erspart bleiben, allein er gilt den wichtigsten Interessen des Staates und der Humanität und muß schließlich zum Vortheile derselben enden, sobald er mit der nöthigen Einsicht und Energie geführt wird. Die Deutschen in Oesterreich würden ihrer rühmlichen Vergangenheit untreu, wenn sie ungeachtet allen ihnen heut zu Tage widerfahrenen Ungemaches diese Culturmission ausgeben und sich in ihrem Wirken auf das Gebiet der engeren Heimat zurückziehen wollten. Die Solidarität der Deutschen aller österreichischen Kronländer, die Rücksichtnahme auf die Stammesgenoffen in gemischtsprachigen Ländern, die Fürsorge für den Bestand des Staates weisen die Deutschen Oesterreichs stets zum Kampfe für den Einheitsstaat und gegen die föderalistischen Bestrebungen an. Sie wären sonst selbst nicht frei von jenem Borwurfe, der jetzt die Slaven mit so großem Rechte trifft — jemm der Engherzigkeit. Die czechische Versöhnungs-Komödie. Prag, den 27. Juni. Daß doch die Deutschen so ungeduldig sind! Das Sprichwort von der deutschen Ungeduld ist eben auch ein Wahrwort. Statt in Geduld und Hingebung zu warten, bis die „öesks Lessäa" die VersöhnungSworte de- Wahlaufrufe- an die czechische Nation in Thaten umsetzt, persisliren die Deutschen dieselben. Und mit welcher Einmüthigkcit! Sogar erklärte Organe deS Herrn Grafen Taaffe, allerdings nur solche, die dieß freiwillig sind, vermögen ihr Mißtrauen nicht zu beseitigen, und selbst die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung", in welcher sonst das Preßbureau dcs Herrn Grafen Taaffe seine niedrigsten Schmähungen gegen die Bereinigte Linke abzulagern pflegt, versteigt sich zu der Aeuße-rung. daß das Mißtrauen dcS deutschen Volkes in Böhmen gerechtfertigt sei. Wenn angesichts solcher Hartnäckigkeit die Organe der öouliL IZoseä» unmiUhig würde», kein Offieiöser dürfte ihnen dieß verübeln, aber sic thun dieß glücklicherweise nicht. Nach wie vor überfließt ihr freundlicher Mund vom Honigseim versöhnlicher Verheißungen, nach wie vor liefern sie der „Wiener Abendpost" und dem „Prager Abendblatt" die saftigsten Versöhnung«-eitate. Nur einen einzigen Fehler haben die Versöhnung und Gerechtigkeit lehrenden Predigten der Altezechen. Der Fehler ist zwar kaum der Rede werth-, aber ein Fehler ist er doch: Es ivird nirgends gesagt, mit wem sich dir öoska Ijoi-oäu versöhnen will. All' die Freundlichkeit und Güte, mit welcher die Proklamationen der Loscär» geradezu verschwenderisch auSgestattet sind, gilt sogenannten Deutschen, die eben nicht erst „versöhnt" zu werden brauchen, da sie nach dem Zeugnisse der Altezechen ohnehin einverstanden sind mit den Plänen und Zielen der czechischen „Nation". Bei nur einiger Logik hätte daS czechische Ver- trauenSmänner-Collegium doch wohl erkennen müssen, daß dieß eine höchst überflüssige Arbeit ist. Wer wirkliche, ehrliche Bersöhnungsabsichten hat, richtet sein freundliches Wort an die Mißtrauischen und sucht ihr Mißtrauen zu bannen, indem er beruhigende Erläuterungen Alle- dessen bietet, wa- zu Mißverständnissen und Mißdeutungen geführt hat und noch führt. WaS nützt eS dem deutschen Volke Böhmens, daß der Wahlaufruf den Herrn Hofrath Lienbacher und den Club der Rechten über den grünen Klee lobt, wenn gleichzeitig seine Führer mit Schimpf und Hohn und mit verlogenen Vorwürfen überhäuft werden? Eine solche Taktik ist nur geeignet, daS deutsche Volk zu verletzen und sein Mißtrauen zu steigern; denn die Freundschaft, welche die Altezechen den ihr Deutschthum den Inter-essen de- Herrschsüchten Vatikans preiSgebenden Kindern deutscher Eltern entgegenbringen, ist ihm ein weiterer Beweis dafür, daß den Altezechen nur jene Deutschen zu Gesichte stehen, welche daS gering-achten, lvaS sie hochstellen, daß die Altezechen nicht versöhnen, sondern unterjochen wollen. Die ganze Widerlichkeit der pharisäerhaften BerföhnungSkomödie, welche daS czechische Vertrauens-männercollegium aufführt, erkennt man jedoch erst, wenn man erwägt, daß die Czechensührer sehr wohl wissen, es sei nicht die entfernteste Aussicht vor-Händen, daß da» deutsche Volk in Böhmen auch nur einen cinzigen Repräsentanten der Lienbacher-Liechtenstein'scheu Richtung in den Landtag entsenden wird. Im Rcichsrathe mochte es immerhin wenigstens mit einem Anschein von Recht angehen, eine Komödie aufzusühren, in welcher die Rollen der Deutschen an Römlinge mit deutscher Muttersprache vergeben werden; im böhmischen Landtage ist dieß schlechterdings nicht möglich. Deutsche von der Sorte, wie sic Herr Rieger so inbrünstig liebt, würde man im böhmischen Landtage vergeblich suchen. Bei den Abgesandten deS deutschen Volkes in Böhmen ivird die voraussichtliche Majorität jene Gleichgiltigkeit gegen die deutsche Nationalität, welche Herrn von Rieger an den Gesinnungsgenossen deS Herrn Lien-bacher so wohlgefällig ist, nicht finden. Bei den Deutschen, welche da- deutsche Volk in den Prager Landtag zu wählen sich auschickt, bedarf cs der Versöhnung gar sehr; denn vom Ersten bis zum Letzten sind sie von Mißtrauen erfüllt und fammt und sonders sind sie gesonnen, die Anschläge auf die Integrität unseres Bolksthume-, welche sich hinter den gleißnerischcn Worten des czcchischen Wahlaufrufes bergen, mit allcr Entschiedenheit ab-zuwehren. Der Friede der Czecheu mit den Liechtenstein Hußaren hat für die Deutschen Böhmens keinen Werth. Nicht Lienbacher, sondern Herbst und Schmevkal gilt cs zu versöhnen. Hie Ulioäus, liio sulti»! Kaiser Franz Josef in der Steiermark. Am l Juli l. I. trat dcr Monarch scinc Reise nach dcr Stcicrmark an. um die Huldigung dcr treuen Steirer entgegenzunchmen. Die Reise durch die „grüne" Stcicrmark gleicht einem Triumphzuge. In Mürzzuschlag wurde der Kaiser vom Statthalter Baron Kübeck und vom Landescommandirenden General FZM. Baron Kuhn und in Bruck a. d. M. vom Landcshauptmanne Dr. v. Kaiser-seld begrüßt. Die Ansprache deS Landeshauptmannes lautete: „Der Landtag de» Hcrzogthum» Steiermark hat mich beauftragt, Eure Majestät ehrfurchtsvollst zu begrüßen und feiner Freude darüber Ausdruck zu geben, daß Eure Majestät geruhen, während einer so langen Reihe von Tagen unser Land mit Ihrer Allerhöchsten Anwesenheit zu beglücken." In dcr Station Grat wein verließ der Monarch den Hofwaggon und nicht endender Jubel der Bevölkerung ertönte. Seine Majestät unternahm mittelst Wagen» einen AuSflug in da« altehrwürdige Hiezu ein Viertel Boge« Beilage. Stift Rein; hier brachten die Aebte der Stifte Rein, Vorau, Admont und St. Lambrecht dem Kaiser ihre Huldigung dar. Der Kaiser besuchte die Gräber Ernst'S deS Eisernen und Ottokar'S V. Auch die Papierfabrik „Leykam-JosesSthal" beglückte der Monarch mit einem kurzen Besuche. In Graz erfolgte der Einzug am 1. d. Nachmittags nach 4 Uhr. Taufende und Taufende von Menschen begrüßten den Kaiser mit stürmischen Hochrufen. Bürgermeister Kienzl richtete an Se. Majestät folgende Ansprache: „Gestatten Eure Majestät, daß ich im Namen der Stadt Graz Eure Majestät auf daS Ehrfurchtsvollste begrüße und den allgemeinen Gefühlen deS DankeS und der Freude darüber Ausdruck gebe, daß Eure Majestät die Gnade haben, unser patriotisches Fest durch Allerhöchst Ihre Anwesenheit zu verherrlichen. Mögen Eure Majestät unser Bemühen, zur würdigen Gestaltung de-Festes nach Kräften beizutragen, als einen schwachen Beweis der unverbrüchlichen Treue und Anhänglichkeit der Landeshauptstadt Graz mit allergnädigster Huld und Nachsicht beurtheilen!" Zwischen der Stadtvertretung von Graz und dem anwesenden Ministerpräsidenten Grafen Taaffe sand eine HöflichkeitSbegrüßung nicht statt. Um 6 Uhr Abends war in der Burg die erste Hoftafel. Abends brachte die Bürgercorps-Mufikcapelle dem Kaiser eine Serenade; der Grazer Männergefang-verein sang im Burggarten einige Chöre ab. Am 2. d. M., früh um 8 Uhr, wohnte der Kaiser mit feinem Hofstaate einem Hochamte in der Domkirche bei. Um 10 Uhr Vormittags empjing der Landesfürst die Huldigungs-Deputationen. Mit dcr LandcSvcrtrctung eonvcrsirte der Kaiser über das Zwangsdarlchcn vom Jahre 1809, über die projectirtcn Vicinalbahnen, über die HumanitätS-anstalten in Graz ; hiernach empfing der Monarch die Hoswürdenträger, die geheimen Räthe und Kämmerer, den hohen CleruS, den Landesadel, die Generalität, daS Osfieierscorps, die höheren Statthaltern-, Gerichts- und Finanz-, Berg- und Postbeamten, den Gemeinderath, die Vorstände der Universität, Landes-, Schul- und Sanitätsbehörden, die Vertreter der Handelt-, Advokaten- und Notariats-Kammern, der LandwirthschastS-Gescllschaft, der Sparkasse, der verschiedenen Vereine und Cor-porationen Die Ansprache des LandeShauptmanneS-namenS dcr steiermärkischen Landes-Huldi-gungS-Deputation an den Kaiser lautete: „Eure Majestät! ES sind nun 600 Jahre verflossen, seit Eurer Majestät erlauchter Ahnherr Kaiser Nu-dolf I. in Gegenwart von Reichsfürsten und Vertretern dcr österreichischen und steirischen Stände aus dem Reichstage zu Augsburg seine beiden Söhne Albrecht und Rudolf mit den babcnbergischen Landen belehnte, am 1. Juni 1283 aber zu Rhein-felden über die Bitte der Stände die Regierung dieser Lande seinem ältesten Sohne Herzog Albrecht übertrug. Durch diesen Act wurde einem durch lange Zeit bestandenen anarchischen Zustande, in welchem bald dem Könige von Ungarn, bald dem Böhmen-könige die Herrschaft über unser Land zugesprochrn ward, ein Ende gemacht. Seit dieser Zeit lebt die Stcicrmark unter der Herrschaft dcr Habsburger. Wenn auch in derselben Conflicte nicht selten waren, so wusiten die LandeSfürsten doch immer ihre lande-» fürstliche Gewalt zu wahren und zu behaupten. Die londeSsürstliche Macht hat sich insbesondere in der Zeit bewährt, seit welcher alle Länder und Völker Oesterreichs nur dem Einen Fürsten au-Ihrem Hause unterthan waren. Eurer MajeM erlauchte Vorfahren begründeten, unterstützt durch eine Reihe vorwärtsblickender Staatsmänner, all-mälig die Einheit de- Reiches in der Armee, der Verwaltung und der Gesetzgebung. auf alle Gegenstände erstreckte, welche dieÄohlsahrt Beilaae zu Nr. 152 des „Laibacher Wochenblattes". der Völker zu begründen vermögen, bis endlich Eure Majestät durch die allerhuidreichste Verleihung der Verfassung und der Staatsgrundgesetze der Macht und dem Glanze der Monarchie eine alle Zufälligkeiten überragende gesetzliche Grundlage gaben. Der Steiermärker hat oft dem Interesse und der Erhaltung der Gesammtmonarchie Gut und Blut aeovfert. Er weiß ja. wie in diesem innigen Ber-bande die Sicherheit seines Landes, der Wohlstand seiner Bewohner und jeder eulturelle Fortschritt aeschüht sind. Deshalb gestatten Eure Majestät, daß ich im Namen des steirischen Landtages bei Gelegenheit der Erinnerung an die 600jährige Ver-bmdung des Landes mit Allerhöchst Ihrem erlauchten Hause die immer bewährten Gefühle der Treue und Anbänalichkeit des Landes für die Allerhöchste Dvnastie und insbesondere für die geheiligte Person Eurer Majestät in ehrfurchtsvoller Huldigung Eurer darbringe und erneuere. Gott erhalte, schütze und seane Eure Majestät und Ihr kaiserliches Haus!" Der Gemeinderath von Graz wurde äukerlt huldvoll empfangen; der Kaiser erkundigte jlch -lngchmd um d-n N-»d d-, Sch»,-» Am 2 d M empfing der Monarch nahezu tau,eud Personen. Auch an diesem Tage fand große Hof- tafel ^ ^ Nachmittags wurde die cultur-bittorifche Ausstellung eröffnet, wo der Ka ier durch l'/s Stunden verweilte. Das vom Ausstellungs-Comite getroffene Arran-aement wurde von ihm in besonderer Weise gewür. di->t AchUM Veteranen hatten in der Ausrüstung der'Lanzknechte des sechzehnten Jahrhunderts mit Hellebarden und Lanzen als Ehrenwache vor dem AuSstellungS-Gebäude Ausstellung genommen. D.e NdiuNiruna und Bewaffnung wurde nach den Wei-Adju,l.rung u ^ ? °lten ^ durchgeführt. Pfeifen und Trommeln waren wie all' die Ausrüstungsstücke dem Auabaule entnommen, und der beim Nahen des aelvielte Marsch war ein Kriegsmarsch, nach 2em Reisige und Landsknechte auszogen. "^Bon d°r Burg- und Herrengasse bis zur Niertelstunden entfernten Jndustriehalle warte^ ^T-uk-nd- "»> d-» Km,-- ,u b- -L um 3 llhr vor dem Portale eintras. ^n d^m gegenüber dem Portale errichteten Zelte ^ nsncielle Welt, die Aristokratie, sowie die Generalität der Ankunft des Kaisers, während im Sn^e deS Ausstellungs-Gebäudes Graf Taaffe, LLL B---N K ° b -» F°-sld!!»°s D-. 3 l-. aer Landeshauptmann Dr. Kaiserfeld und Bürgermeister Dr. Kienzl sich zum Empfange des M"^ürmisch^ Hochrufe „„fündetm das Nahen ... Monarchen. Der Führer des Lanzenfähnleins mm2irtt «n: »Stellt euch in gehörige Position!" ^ Lanzen wurden stramm auf die Erde gestellt. A «fetter bliesen, die Trommel wurde gerührt, der ^«enVer -nkt- die Fahne und der Kaiser e die seltsame Ehrenwache, welche in ihrer eigenartigen, farbenreichen Tracht lebhaftes Interesse entaegengenommcner Begrüßung der Damen -n?»,-atie welche die zu beiden Selten des ?naes errich'leten Tribünen occupirt halten, schritt ^Monarch unter Führung deS Bürgermeisters zur der Erposition. Die Obmänner der acht S t?on?n hatten abwechselnd die Ehre, dem Kaiser «iceroni zu dienen. Wiederholt nahm der Monarch Veranlassung, über die Reichhaltigke.t der Stellung sich anerkennend zu äußern. Dem Major M !ktler gegenüber bemerkte der Kai,er. er wie in so kurzer Zeit ein solcher Rnchthum ' a^iiken ausgehäuft werden konnte; noch mehr eS ihn daß sich Amateurs so leichten Her-von ihren Lieblingen trennten. Kein einziger der ausgestellten Gegenstände blieb unberücksichtigt. Der Kaiser verweilte längere Zeit bei dem im Mittelsaale auf einer Estrade aufgestellten Oelgemälde. gewidmet Kaiser Karl VI. und die Scene zwischen dem Grafen Rudolf von Habsburg und dem Priester mit dem heiligen Altarsaeramente (Schiller'sche Ballade „Graf von Habsburg") darstellend. Die schweren Doppelhaken, ein Vertheidigungsmittel der Schlösser zu Ende des 15. Jahrhunderts, die Pferderüstung zu Beginn des 16. Jahrhunderts, welche der Kaiser „doch etwas zu schwer für unsere Pferde" fand, drei Todtenschilde der Berneggs, der Landschaden-Burgbecher und vieles Andere wurden näher besichtigt. Ohne Ermüdung zu zeigen, trat hieraus der Kaiser den Gang zu dem zwanzig Minuten von dem Ausstellungsgebäude aufgeführten Bauernhause an. Ueberall verlangte er von seinem Führer erläuternde Daten. Gegen halb 5 Uhr verließ der Kaiser, nachdem er in verbindlichster Form dem Comit6 und den Führern gedankt hatte, den Ausstellungsraum. Das Lanzcnsähnlcin brachte bei der Abfahrt des Herrschers demselben militärische Ehrenbezeigungen dar. unter Ovationen der Bevölkerung legte der kaiserliche Wagen den Weg zur Burg zurück. Der Ausstellungssaal war während des Verweilens des Kaisers ein Rendezvous für die gefammte Aristokratie der Stadt. Am 3. d- M. früh fand große Garnisons-Revue statt; hiernach ertheilte der gnädigste Monarch Audienzen und wohnte Nachmittags dem Festschießen auf der Landes Schießstätte in Andritz bei. Abends gelangten im Landestheater in Gegenwart des Kaisers sechs lebende Bilder aus der Geschichte Steiermarks zur Darstellung, ausgesührt größtentheils von Angehörigen der steiermärkischen Aristokratie. Am 3. d. M. Nachmittags besuchte der Kaiser das Militärspital und das allgemeine Krankenhaus. Auf der Schießstätte, wo auch ein festlicher Empfang stattfand, crössnetc der Monarch das Schießen mit zwei Schüssen, von welchen der zweite ein Kreisschuß war. Am 4. d. M. besichtigte der Kaiser die Champagnerfabrik der Gebrüder Kleinoscheg, das Schloß Eggenberg, das Kloster der Barmherzigen Schwestern, das Landhaus, das Zeughaus, das Joanneum, das Taubstummen-Jnstitut und die Landes-Oberrealfchule. Aus Anlaß der Anwesenheit des Kaisers wurden 1780 arme Leute bewirthet und an 1428 Arme Verköstigungsbeträge L 90 kr. verabfolgt; die dieß-fälligen Kosten wurden durch Spenden gedeckt. Auf dem Lendplatze defilirtcn die in Graz bestehenden Feuerwehren vor dem Kaiser. Der Empfang, welcher dem Ministerpräsidenten Grafen Taaffe seitens des Grazer Publikums zu Theil wurde, war ein sehr kalter; wo immer Graf Taaffe sich zeigte und in feiner cordialen Weife ein Gespräch anknüpsen wollte, fand er die kühlste Zurückhaltung. Dieß war namentlich bei Gelegenheit der Eröffnung der kulturhistorischen Ausstellung bemerkbar, wo Graf Taaffe während feines ganzen zweistündigen Aufenthaltes zumeist ganz allein dastand und selbst von den AuSstellungS-Commissären gänzlich ignorirt wurde. Augenzeugen wollen sogar gesehen haben, daß Gras Taaffe den Versuch machte, den Landes-Commandirenden Feldzeugmcister Kuhn und den Grafen Meran anzusprechen, welche aber wie absichtlich einem Zusammentreffen mit dem Herrn Minister-Präsidenten ausiviche». Uebrigens gelten gerade diese beiden Personen als entschiedene Gegner des jetzigen Regimes und soll Feldzeug-meister Baron Kuhn wiederholt uud namentlich während der vorjährigen Reise deS Monarchen in Kärnten hieraus dem Kaiser gegenüber kein Hehl gemacht haben. Der Kaiser erschien um halb 9 Uhr auf dem Festballe und wurde von der Gattin des Grazer Bürgermeisters Dr. Kienzl auf der Stiege empfangen Der Monarch reichte Frau Kienzl den Arm und führte sie durch alle Säle bis in den Kaisersaal; dort wurde Cercle gehalten. Um 10 Uhr verließ der Kaiser das Ball fest. Am 5. d. M. besuchte der Kaiser die Lieben-auec Cadettenschule, die Herz Jesu-Kirche. das Blinden-Jnstitut, die neue Universität, das Kinderspital. das Jnquisitenhaus, das Vincentinum, die Spitäler der Barmherzigen Brüder und der Elifa-bethinerinnen und Abends das Liederfpiel im Landes -thcater. Abends war das Höhen-Panorama beleuchtet, welch' prächtiges Schauspiel Se. Majestät vom Plateau des Schloßberges aus besichtigte. politische Wochenübersicht. Die Landtagswahlen in den Landgemeinden Böhmens sind für die Verfassungs-Partei günstig ausgefallen, es wurden in den von Deutschen bewohnten Landestheilen durchgehends deutsche Candidaten gewählt; minder günstige Resultate ergaben sich in den Stadtgemeinde-Wahlbezirken. Die „Bohemia" begrüßt ersterwähntes erfreuliches Ergebnis; mit folgendem Passus: „Wenn etwas in diesen ernsten Tagen uns Trost dafür bieten kann, daß Genossen des eigenen Stammes den traurigen Muth finden, unter der clerikal-feudalen Fahne unseren nationalen Widersachern Heerfolge zu leisten, so ist die herzhafte Entschlossenheit, mit welcher die von dem Minnewerben der offieiös-czechisch-clerikalen Trias umgaukelte deutsche Landbevölkerung in jenen Bezirken, wo den „Casino"-Candidaten ein „unabhängiger" Mandatswerber autonomistischer Couleur entgegengestellt wurde, den heftigen gegnerischen Ansturm siegreich zurückgewiefen hat." Bei den Landtag? wählen in Tirol trat, wie gewöhnlich, der „höhere" und „niedere" Clerus in die erste Reihe der Agitatoren. Fürstbischof Dellabona erließ einen Hirtenbrief, in welchem u A. gesagt wird: „Wer nicht in Allem zur Kirche hält, der kann, abgesehen davon, daß ihm wegen Mangels des Gewissens die Ehrfurcht und der Gehorsam gegen die eingesetzte Obrigkeit abgeht, sein Vaterland nicht wahrhaft und ehrlich lieben." Im Tiroler Landtage beantwortete der Statthalter die Interpellation betreffs Einführung des deutschen Sprachunterrichtes in Südtirol dahin, daß selbe über Einschreiten des Lehrkörpers aus rein praktischen Gründen erfolgte, und sagte in Betreff der Verstaatlichung der Privatvolksschule in Trient: „Die Regierung anerkenne cs als ihre Pflicht, den Staatsangehörigen die Möglichkeit zu bieten, auch außerhalb des engeren italienischen Sprachgebietes der Monarchie einen Erwerb zu finden, wozu die deutsche Sprache noth-wendig sei." Zum Oberst-Landmarschall in Böhmen wurde Georg Fürst Lobkotvitz und zu dessen Stellvertreter Dr. Waldert ernannt. Der „P. Lloyd" bringt angeblich aus authentischer O.uelle folgende Mittheilung: „Die Regierung könne die Existenz einer sogenannten Eisenbahn-dccentralisirungSsrage absolut nicht zugeben. Die Eisenbahnpolitik der Regierung basire bloß auf den Bedürfnissen des wirthschastlichen und staatlichen Lebens und habe mit nationalen oder parteipolitischen Erwägungen gar nichts zu schaffen. Die Regierung kenne keine böhmischen, galizischen re. Bahnen; cS gebe nur ein Eisenbahnnetz in Oesterreich, das österreichische. Ebenso klar ist sich die Regierung darüber, daß Wien der Sitz aller Central-behörden bleiben müsse." Die „Deutsche Zeitung" bringt eine Revne aus Prager Blättern, worin eonstatirt wird, daß die Czechen auch die Hauptstadt des Kaiserreiches in Besitz nchmcn möchten. Das genannte Blatt sagt schließlich: „Das eigentliche Ergcbniß der Versöh-i>ungspolitik bcstcht darin, eine Großmannssucht unter den Czechcn herangezogcn zu haben, welche uns Deutschen am Ende höchst lächerlich erscheinen kann, dem österreichische» Staate aber, ivie wir besorgen, noch manche schwere Stunde bereiten wird." Die Wahlen im böhmischen Großgrundbesitze sind konservativ ausgefallen. Im Fideicom-mißbcsitz erschienen die Verfassungstreuen nicht- Tic Confcivativen wurden mit 25 Stimmen gewählt. Im NiclMdeicvmmißbcsitze siegten die Conservativen mit 41 Stimmen Majorität über die Verfassungstreuen. Ausland. Im preußischen Landtage gab der Cultusministcr Goßler die Erklärung ab, die Regierung werde den starken Ast am Stamme des preußischen Staates, die Schulpflicht, nicht absägen lassen, vielmehr streng darauf halten, daß die Kinder bis zum vierzehnten Jahre ungehindert die Schule besuchen. Die belgische Deputirtenkammer nahm einen Gesetzentwurf an, durch welchen die Privilegien der Seminaristen und der Schüler der Normalschulen in Militärangelegenheiten aufgehoben werden. Am 28. v. M. starben in Damiette 107 Personen an der Cholera. Die Politik Rumäniens lenkt von Tag zu Tag mehr in russisches Fahrwässer ein und rufen die an der Landesgrenze gegen Oesterreich-Ungarn uuternommenen Forlificationsprojccte die regste Aufmerksamkeit der österreichisch-ungarischen Regierung wach. Wochtn-Lhrouik. Am 29. v. M. fand in Lemberg eine von 6000 Rutheneu bcsuchie Versammlung statt. Auf der Tagesordnung standen Klagen über die Hintansetzung des ruthenischen Elementes durch die polnischen Machthaber, die Verkümmerung der den Rulhenen durch die Staatsgrundgesetze gewährten Rechte, die Versuche, die ruthenische Kirche, diesen Eckpfeiler des rutheuischcn VolkslhumS, ihrer Selbstständigkeit zu bcraul'cn und sie den Jesuiten auSzu-liefern Diese Kundgebung fällt umso schwerer in's Gewicht, als ein großer Theil der Versammelten aus schlichten Bauern bestand, die aus entfernten Gegenden des Lande? herbeigeeilt waren, um Zeugniß für ihr Volksthum abzulcgc». Universitätsrector M aassen in Wie» empfing für seine deutschfeindliche Rede im niederösterreichischen Landtage von den Studenten an der czechischen Hochschule in Prag eine Vertrauensadrcsse ausgefertigt in ezechischcr und — französischer Sprache. Die Berliner „National-Zcitnng" erklärte in einem bcachteusweithcn Artikel die Haltung des Professor- Maassen für eine starke Provoealio» Wiens und D eu t s ch - O e ste r rc i chDie Erklärung der Professoren gegen ihn sei eine wichtige politische Kundgebung. Wenn, sagt die „National-Zeitung", i» Oesterreich die Professoren ausrücken, „nd in diesem Sinne gehöre Oesterreich immer noch zu Dculschlnud. dann werde cs ernst. Ju A achcn kam eine große Fcuersbrunst zum Ausbruche -, daS ganzc Häuscrviertcl am Büchel, die Antonius- und Kleinköln-Straße, da- Rathhau- mit seinen berühmten, altehrwürdige» Thürmen und noch andere Gebäude, au- der althistorifcheu Aera ftam-«,e»d, sind niedergebrannt. In dem beim Wiener Schwurgerichtshose abgeführte» Processe über die Duell Affaire Bolgar wurde» alle Angeklagle freigcspiochen. Am 30. v. M. Vormittags vor 10 Uhr verübte ein Schüler dcs ersten Staatsgymnasiums in Graz aus den Professor der Mathematik und Physik, Herrn Alois Sänger, mit einem Revolver cin Mordattentat. Der Mörder ist der achtzehnjährige Schüler der achten Gymnasialclassc, Mar Nasko-, er ließ den Professor Sänger auf den Gang rufen und stellte an ihn die Frage, ob er in seinen Lchrgegenständen „durchkommen" werde. Aus die verneinende Antwort trat Nasko einige Schritte zurück und schoß dem Professor in die Brust. Der Mörder wurde aus das städtische Polizeibureau gebracht, sofort einem Verhöre unterzogen und dann dem Landesgerichte abgeliefert. Beim Verhöre gab Nasko ohne das geringste Zeichen von Erregung an, daß er den Professor erschießen wollte, weil cr trotz seines Fleißes von demselben schlechte Classen erhielt. Wenn der erste Schuß sehlgegangen wäre, so hätte kleinen zweiten abgegeben. Professor Sänger, wclchcmin einem Lchrsnale der erste Verband angelegt wurde, dürste am Leben erhallen bleiben, weil das Projcetil an einer Rippe abgeprallt ist und keine edleren Theile verletzen konnte. Die Bahnstrecke I n n s br u ck - L a n d c ck der Arlbergbahn ist am 1. d. M. dem öffentlichen Verkehre übergeben werden. In den meisten Städten Istriens wurde der Sieg der Italiener bei den Land tags wählen durch Illumination und Umzug der städtischen Musikcapellen gefeiert. Bei den Wahlen in den städtischen Wahlbezirken wurde nur in Volosea e i n slavischcr Kandidat, nämlich Zamliö aus Castua. gewählt. Anläßlich der Anwesenheit dcs Präsidenten des Deutschen Schnlvereins. Neichsrathsabgeordnetcn Dr. Weit los, in Marburg veranstaltete die dortige Ortsgruppe einen Festabend, der zu einer glänzenden Kundgebung deutscher Gesinnung sich gestaltete. DaS Priester-Sem inar in Biella (Piemont) mußte aus Sittlichkeitsgründen geschlossen werde». Drei Zöglinge befinden sich schon in Haft. Graf Ehambord leidet in feinem Schlosse zu Frohsdors nächst Wr.-Neustadt an gewöhnlich unheilbaren Magengeschwürcu. Die Operation ist undurchsührbar. Die Aerzie sind auf die Katastrophe gefaßt, wenn sie auch den Grasen noch einige Zeit erhalten zu können hoffen. Diese Frist ist. wie man glaubt, längstens mit einem Monat zu bemessen Zu Brixlegg in Tirol begann unter großer Theilnahme sremder Sommerfrischler und Touristru daS bekannte Passionsspiel. In Brunnen ^Schweiz) wurde die zum Andenken an Wilhelm Tell neuerbaute Kapelle eingeiveiht. Die „Neue Freie Presse" theilt mit, daß das Kriegsministerium grundsätzlich gegen jede wie immer geartete Bewaffnung der Veterauenverein e, deren Vorstände, Chargen oder sonstigen Funktionäre sich auSzusprcchen bemüßigt war. Locale Nachrichten. — (Audienzen.) Se. Majestät der Kaiser wird die allgemeinen Audienzen am I!t. d. in Laibach ertheilen. — (Zur Kaiserreise.) DaS Gefolge Sr. Majestät dcS Kaisers besteht nahezu auS 120 Personen, namentlich außer der Leibdienerschaft deS Kaisers (zwei Leibkammerdiener, ein Kammerthür-hüter, drei Leibjäger «nd ein Kammerhausdiener) auS de» General-Adjutanten Feldzeugmeister Baron Monde! und Generalmajor v. Popp, den Flügeladjutanten Major Graf Wolkenstein und Major Ritter v. Ploennieö, sowie dem Mojor Graf Orsini-Rosenberg und einem Ofsicier der Militärkanzlei und je zwei Beamten der Militär- und CabinetS-kanzlei; ferner dem Commandanten der Leibgarde- Reiter-Escadron Major v. Benkeö mit einem Ofsicier derselben Leibgarde, Leib-Chirurg, Stabsarzt Dr. Johann v. Lanyi; weiter Oberstküchenmeister Graf Wolfgang Kinsky, Hof-Secretär Ritter v. Rauch, Hof-Reifecassier Gierolla, einem Hof-Ouärtiermeister, einem Kammer-Fourier mit einem Hof-Fourier, zwei Saal-Kammerdienern, zwei Saal-Thürhütern. einem Hof-Ansager und Hof - Stabsfeldwebel; aus dem Controloramt: Hof-Controlor Lieger mit einem Beamten und dem entsprechenden Personale der Hofküche, ein Keller-Ofsiciant mit Gehilfen, ein Hof-tafel-Jnfpector mit den Hoftafeldeckern und Gehilfen, ein Silberpolier, sechs Hausosficiere, cin Hofzuckerbäcker und drei Zuckerbäcker, ein Hof-Licktkaminer-Anffeher, Laternenanzünder rc. — (Polizeiliche Kundmachung.) Der Laibacher Magistrat fand sich bestimmt, am 29. v. M. aus öffentlichen Rücksichten anzuordnen, daß vom 1. bis 11. Juli l. I. im Stadtgebiete die Hunde nur an einer Schnur geführt im Freien erscheinen dürfen, vom 11. bis 17. Juli l. I. aber zu Hause gehalten werden müssen und auf die Straße gar llicht mitgenommen werden dürfen. Uebertre-tungen dieser Vorschriften werden strengstens geahndet. Die Hunde-Contumazanordnung wird durch diese Verfügung nicht berührt und bleibt auch nach dem 17. Juli l. I. noch weiters in Wirksamkeit. — (Fe st Vorbereitung e n.) In der Stadt sind die Vorbereitungen für die in der nächsten Woche beginnende Feier, insoserne es sich um die Herrich-tung und Renoviiung der Häuser handelt, fast vollendet, und die bedeutenderen Straßen und Plätze präsentiren sich in Folge dessen in sehr vortheilhaft veränderter Weise; man darf ohne Uebertreibung sagen, das; in dieser Richtung viel geschehen ist, und nicht nur alle größeren öffentlichen, sondern auch zahlreiche private Gebäude, und selbst in entlegeneren Theilen der Stadt, wurden einer mehr oder minder gründlichen Restaurirung unterzogen. Auch die eigentlich dekorativen Arbeiten sind schon weit vorgeschritten, doch befinden sich »die reichen Vorräthe an Bildern, Baldachinen, Blumen, Fahnen, FestonS u. s. >v. größtentheils noch unter schirmendem Dache und sie werden erst in letzter Stunde, um sie möglichst wenig den Fährnissen der Witterung auäzusetzen, an Ort und Stelle gebracht werden. Die größten DecorationSobjecte nahen alle der Vollendung; die wahre Wirkung können dieselben natürlich erst hervorbringe», wenn sie von allen Gerüsten befreit sein werden, doch darf man schon jetzt sagen, daß sie sich sämmtlich ganz effectvoll präsentiren werden und daß manche darunter mit echt künstlerischem und vollendetem Geschmacke entworfen sind. Die als monumentaler Bau gedachte Triumphpforte in der Wiener Straße ist in verfchiedenfärbiger Marmorimitation ausgeführt und in einzelnen Feldern mit grüne», erhobenen Verzierungen auf Goldgrund geschmückt. In der Wiener Straße, wie in in allen übrigen Straße», die der Kaiser beim Einzuge durchfährt, und auch sonst an zahlreichen Punkte» der Stadt sind die Flaggenstöcke ausgestellt; auf dem Platze zwischen dem Theater und derKlostkr-frauenkirche erhebt sich auf. einer mächtigen Säule ein Friedensengel und die Sternallee ist durch zahlreiche Blumenbeete und Pslanzengruppen in eine Gartenanlage verwandelt. Besonders rege» Leben entwickelt sich am Volksfestplatze. Die dort im Holzgerüste bereits stehenden Bariten, der Kaiserpavillon, Musikpavillon, Tanzboden und eine Restauration erfreuen sich zufolge ihrer geschmackvollen Anlage und gediegenen Ausführung schon jetzt der allgemeinen Anerkennung und werden nach ihrer Vollendung und Decoration wahre Zierden dieses an sich schon außerordentlich hübsch gelegenen Platzes bilden. Die Pläne hiezu rühren von dem Wiener Architekten für Kunstgewerbe, Herrn BakalovitS her, nach welchen die Ausführung der Holz-Constrnction durch die Firma TönnieS in überraschend kurzer Zeit und m vollendeter Weise erfolgte, während die dekorative Ausschmückung Herrn Doberlet übertragen wurde, dessen Leistungsfähigkeit sich gewiß auch hier auf's Beste bewähren wird. Die gegenüber der Kosler'schen Brauerei gelegenen, gleichfalls von der Firma Tönnies hergestellten Holzbauten für die landwirthschastliche Ausstellung sind in der Hauptsache auch schon fertig. Die Adaptirung des Museumbauplatzes als Festplatz für die Grundsteinlegung des Rudolfinums schreitet ebenfalls rasch vorwärts. So wird also überall tüchtig zugegriffen und die letzte Hand angelegt, und obschon es da und dort noch viel zu thun gibt: wir dürfen sicher hoffen, daß zum Beginne der Feier Alles fix und fertig da stehen werde. Und wie für die öffentlichen Acte der Feier wird auch in den einzelnen Instituten, Anstalten und Fabriken, die der Kaiser besuchen soll, Alles aufgeboten um sich zum würdigen Empfange zu schmücken; desgleichen rüstet man sich am Lande überall nach besten Kräften für die Begrüßung des Kaisers, und namentlich in Veldes ist das dortige Localeomitä bemüht seine Aufgabe so glänzend wie möglich zu lösen Wenn wir eine kurze Skizze der herrschenden Thätiakeit für die bevorstehende Feier geben wollen, dürfen wir übrigens ja nicht auf die zahlreichen Proben vergessen die bereits für die lebenden Bilder im Theater und die verschiedenen Musikaufführungen gehalten wurden, ebensowenig aus die rastlosen Bemü-bunaen der Arrangeure der verschiedenen Gruppen für den volksthümliche" Zug beim Volksfeste. Ein Theil des Festprogramms, der literarische, wenn wir so sagen dürfen ist schon vollständig durchgeführt; wirmeinen die vom Landes-Ausschusse herausgegebene, von August Diemitz verfaßte Festschrift „Die Habsburger und ihr Wirken in Krain". die am 11. d. M. zur Ausgabe gelangen wird. Inhalt und Ausstattung sind gleich würdig und gelungen und gereichen dem Verfasser wie Nerleaer rur Ehre- Wir nehmen das als guten Beweis daß auch alle übrigen Punkte der Feier in gleicher Weise gelingen werden. Gar mancher darunter bedarf freilich zum rechten Gelingen einer Bedingung, die selbst die aufopferndste Thätigkeit des Festcomitä's nicht sicherstellen kann: des schönen Wetters. Möge der Himmel gnädig sein und uns ,n den festlichen Tagen der kommenden Woche mit seinen Fluthen verschonen^^ angeblich patriotisch-öster-r-iLik-Len Standpunkte) findet sich .Slov. Narod" berufen, der Stadt Wien aus Anlaß der am 11 September l. I. zu begehenden Feier des vor zweihundert Jahren erfolgten Entsatzes der von den Türken hart bedrängten Residenzstadt eine das Maß des Schicklichen übersteigende Strafpredigt zu halten indem er alles Verdienst jenes großen Sieges über 'die Türken den Slaven zuschreibt und den Veranstaltern des Festes vorwirft, daß sie aus Haß gegen die Slaven diese Festlichkeit in einer sehr b.,ch,id-n-n W-is- b^s-h-n w-u-», um ja nicht di->««-» .Od-Ii-!-»",-md Lunuchm m >i»°p,l d»mi. mwng.n4m,u D-,- Pnd.gt ist mokl an die Unrechte Adresse gerichtet, indem sie eher die C,echen und Polen angeht, welche gegenüb« dem unter Starhemberg bewiesenen Helden-Ruthe der Wiener, denen Sobiesk. zu H.lse cilte, ein- s-br ablehnende Haltung beobachten und von einer Teilnahme an diesem echt patnot.sch-öster-n ^elte nichts wissen wollen. Wenn „Narod" B-'-'-u« °7?>i-iUch ».» dn. . Ktadt bedrängenden türkischen Horden sich auL Tausende seiner südslavischen Brüder aus 2ni-n und Serbien befanden, welche ihre Raub- »iiae wiederholten Malen auch nach Kram unter- baben. Am wenigsten steht es einem Blatte Lu die Geschichte de» eigenen Landes mit Füßen Iritt das k^ne Erinnerung mehr für die Heldentat!» der krainischen Helden besitzt, welche unter -e» -^knei» jener Landesfarben gegen die Türken s-chten di- .Narod' erst vor Kurzem in Acht er- klärte und höchstens als Farben livrirter Bedienter gelten lassen will, den Wienern Lektionen über österreichischen Patriotismus zu ertheilen. Mag vielleicht die Feier in Wien weniger pompös sein, als sie dem Geschmacks der Mitarbeiter des „Narod" zusagt, so ist eS ja allbekannt, daß dieselbe eine für jeden Oesterreicher erhebende sein wird; schon die großartige, von der Wiener Commune veranstaltete, auf jene Epoche bezugnehmende Ausstellung wird eine solche Fülle von Thatsachen zur Illustration der Zusammengehörigkeit der Länder Oesterreichs enthalten, daß allen Propheten des modernen Föderalismus der Besuch Wiens bei jener Festlichkeit bestens anzuempsehlen wäre. — (Der „Pester Lloyd"), den unsere Amtszeitung so gerne und wortgetreu reproducirt, wenn es sich um Ausfälle gegen die Deutschen handelt, brachte vor ungefähr einer Woche wieder einen Artikel über österreichische Verhältnisse, worin er, anknüpfend an den czechischen Wahlaufruf, die Vergewaltigung der Deutschen constatirt und von der Zurückdrängung der deutsch-österreichischen Liberalen durch die Polen, Czechen und Slovenen eine Veränderung der einheitlichen staatlichen Struktur Cis-leithaniens und eine nachtheilige Rückwirkung dieser Wandlung auf das staatsrechtliche Verhältniß Oesterreichs zu Ungarn befürchtet. Aehnliche Erörterungen hat der „Pester Lloyd" schon öfters gebracht, aus welchen hervorzugehen scheint, daß man jenseits der Leitha bei aller Antipathie gegen das Deutschthum doch über die weiteren Consequenzen der dermaligen slavischen Politik in Cisleithanien unruhig zu werden beginnt. Wir haben bis heute darauf gewartet, daß die „Laib. Zeitung" ihrer gediegenen Sammlung von Zeitungsausschnitten, die sie in der Rubrik „Zur Lage" xöls mele zu verwerthen pflegt, auch diesen Artikel des „Pester Lloyd" einverleiben werde. — Wir warteten umsonst, cs scheint, daß man gegen das Deutschthum massiver sein muß, um die Aus> merksamkeit des Amtsblattes zu erregen. — (Zur Affaire „Maassen".) Unter den UniversitätSprosessoren, welche in einer dem Rector Maassen überreichten Adresse dem Letzteren erklärten, daß sie die von ihm in der berüchtigten Landtagsrede ausgesprochenen politischen und nationalen Meinungen nicht theilen, befand sich auch unser hochverehrter Landsmann Prof. Zhishman, der vormalige Lehrer Sr. kais. Hoheit des Kron< prinzen Rudolf. — (DieHabsburger und ihrWirken in Krain 1282—1882.) Unter dieser Aufschrift hat der krainische Landesausschuß aus Anlaß der 600jährigen Landesjubelfeier eine vom Historiker August Diemitz verfaßte Festschrift veröffentlicht, welche in äußerst gelungener Ausstattung bei Bamberg erschienen und, insoweit der über die erfolgte Betheilung von Schulen, Vereinen, Corporationen und Honoratioren noch erübrigende Vorrath ausreicht, auch im Buchhandel bei Bamberg zu beziehen ist. Eine Übersetzung dieser Festschrift hat der slov. Literat Cimperman besorgt und ist auch die Ausstattung derselben eine in gleicher Weise gelungene. Diese auf gediegener Quellenforschung beruhende Darstellung der Geschicke Krains seit mehr als einem halben Jahrtausende wird als ein Erinnerungsblatt an den jetzigen bedeutungsvollen Moment der Allerhöchsten Kaiserreise in Krain von bleibendem Werthe sein und sollte wohl in keiner Familie, wo man die ruhmvollen geschichtlichen Erinnerungen Krains hochhält, fehlen. Der krainische Landes-auöschuß hat dem verdienstvollen Verfasser für daS ihm zu diesem patriotischen Zwecke überlassene Manuskript einen silbernen Becher mit einer passenden Inschrift gewidmet. — (Der Numismatiker Dr. Arnold Luschin von Ebengreuth), durch seine gediegenen Abhandlungen über »das Münzwesen Oester- reichs, namentlich der innerösterreichischen Lädenr in den numismatischen Kreisen bekannt, hat in der Festschrift des historischen Vereines für Wien au» Anlaß der im December v. I. begangenen LandeS-festfeier in Niederösterreich eine Abhandlung über „das Münzwesen in Oesterreich zur Zeit Köniz Rudolf's von HabSburg" veröffentlicht und hiezu als Illustration eine Tafel mit Abbildungen der Rudolfsmünzen geliefert. Erst durch die erflossenen Verordnungen König Rudolf's über daS österreichische Münzwesen und durch die Organisation der Wiener Münze vom Jahre 1277 ist ein wichtiger Schritt zur Centralisation des Geldwesens in Oesterreich geschehen. Bis dahin waren in Krain fast ausschließlich die Aglaier (Aquilejer) Pfennige im Verkehre, neben diesen wohl auch die Friesacher, Laibacher und Landstraßer Denare, obschon die beiden Letzteren in den Urkunden aus jener Zeit sehr selten genannt werden. Nach und nach wurden die Aglaier Münzen auch bei uns durch die Wiener Pfennige gänzlich verdrängt, und es hat sich seit jener Zeit die technische Bezeichnung des im Lande cursirenden Pfennigstückes „öinar" bis heutzutage erhalten. — (Die Bauarbeiten beim Museum „Rudolfinum), womit die krainische Baugesellschaft den 18. v. M. begonnen hat, schreiten rüstig vorwärts. Die Erdaushebungen sind bis zur Kellersohle gediehen und wurde das Steinmateriale für die Fundirung und Beschotterung der das Gebäude im Westen und Süden begrenzenden zukünftigen Lasten- und der projectirten verlängerten Casinostraße verwendet. Bei den Abgrabungen stieß man in einer Tiefe von einem Meter auf vier ziemlich nahe bei einander begrabene Leichen, drei ohne alle Beigaben, eine mit einer vergoldeten römischen Bronzefibel. Auch bei der Aushebung der Kalkgrube für daS neu aufzuführende Gebäude des Kunstgärtners Korsika gegenüber der Einmündung der Gradische-Straße in die Reichsstraße war eine ringsum mit römischen Ziegeln umstellte Leiche ausgehoben worden. Bei der Brunnengrabung des RudolfinumS gelangte man nach Durchbohrung einer mehrere Klafter mächtigen Lehmschichte in 10 Klafter Tiefe auf Conglomeratfels, nac^ dessen Durchbohrung eine mächtige Quelle hervorsprudelte. Unter der oberen zwei Meter mächtigen Geröllschichte findet sich, von Lehm seicht überlagert, eine Schichte von comprimirtem Torf, welche für die ganze Umgebung der LattermannSallee charakteristisch ist und auch bei Brunnengrabungen in Ober» schischka sich gezeigt hat. Bekanntlich ist die feierliche Grundsteinlegung des Rudolfinums durch Se. Majestät programmmäßig auf den 14. d. M., d. i. auf den Samstag der nächsten Woche festgesetzt. Zu beiden Seiten des Kaiserzeltes werden zwei Tribünen errichtet, deren Benützung nur gegen Entröekarten gestattet ist. Der ganze Bauplatz wird bei der Feierlichkeit von der Feuerwehr, den Veteranen und anderen Vereinen abgeschlossen, während der Grundsteinlegung findet die Absingung einer Beethoven'schen Cantate durch hiesige Gesangvereine statt. — (Abonnements-Karten für Mitglieder des deutsch-ö st erreichischen Alpenvereines.) Die Section „Austria" hat ermäßigte Fahrkarten sür Vereinsmitglieder jener Sektionen, welche sich zur Abnahme einer größeren Partie von Abonnementskarten bereit erklärt haben, bei der General-direction der Rudolssbahn erwirkt. Nachdem auch die Sektion „Krain" im Interesse ihrer Mitglieder dieser Vereinbarung beigetreten ist und daS AuSschuß-mitgliev Herr Witt in bereitwilligster Weise den Vertrieb der betreffenden ermäßigten Fahrkarten übernommen hat, so wollen sich jene Vereinsmitglieder, welche von dieser Fahrermäßigung Gebrauch machen wollen, unter Vorweisung ihrer Mitgliedskarte bei Herrn Witt melden. Die Routen, auf denen man von diesen Fahrkarten Gebrauch machen kann, sowie die Tarife für Karten II. und IU Classe sind auS i>er an besagter Stelle vorräthigen Instruction zu ersehen, wo auch Fahrkarten von der Station Krain-turg weiter bis Tarvis, beziehungsweise Villach und Pontafel vorräthig sind. Für weitere Nouten nach Kärnten und in's Salzkammergut werden dieselben auf Bestellung gegen Einsendung des Geldbetrages rmd der Recommandationsgebühr von 15 kr. postumwendend von der Section „Austria" zugesendet. — (AufgehobeneConflSeationen.) Wie bekannt, wurden zwei Nummern der Grazer „Tagespost", in welchen die nicht zeitgemäße Auflösung der Landtage in Krain und Böhmen besprochen wurde, confiscirt. Das Grazer Landesgericht hat jedoch den gegen diese Beschlagnahme gerichteten Einsprüchen der Redaction des genannten Blattes Folge gegeben und die Beschlagnahme aufgehoben, weil der Inhalt der betreffenden Artikel nieder das Verbrechen der Majestätsbeleidigung, noch sonst eine nach dem Strafgesetze verbotene Handlung begründe. In beiden Fällen wurde dieses Erkenntniß im Wesentlichen mit dem Hinweise motivirt, daß die in Rede stehenden Artikel eine directe Beziehung auf den Kaiser nicht enthalten, sondern lediglich eine Kritik der Auflösung des krainischen, beziehungsweise böhmischen Landtages, für welche Regierungsmaßregeln nach dem Staatsgrundgesetze vom 21. De-cember 1867 über die Ausübung der RegierungS-und Vollziehungsgewalt und nach dem Gesetze vom 25. Juli 1867 über die Verantwortlichkeit der Minister nur diese Letzteren, welche die Auflösungspatente gegengezeichnet haben, verantwortlich sind. ES liegt daher schon objectiv eine Majestätsbeleidigung nicht vor. Ebenso wenig aber konnte der Gerichtshof die Ansicht einer solchen herausfinden und hat derselbe auch eine andere strafbare Handlung in der Kritik, welche sich durchaus innerhalb der Grenzen deS gesetzlich Erlaubten bewegt, nicht erkannt. Deshalb mußte dem Einsprüche stattgegeben und eS mußte in beiden Fällen die ConsiScation mit den damit verbundenen Folgen aufgehoben werden. — (Kranken -Unter st ützungs- und Vers»r gung S-V e rein in Laibach.) Im abgelaufenen Jahre betrugen die Einnahmen 3054 fl. und die Ausgaben 2726 fl.; da- Stammvermögen bezifferte fich Ende 1882 mit 4960 fl. Der vom VereinSsecretär Herrn Dr. Ad. Schaffer vorge-Iragene Rechenschaftsbericht constatirt, daß die V«r-einSgebahrung ein« regelmäßige und günstige gewesen ist. Die am 24. v. M. stattgefundeneGeneralversamm-lung empfahl den genannten humanen Verein der thatkräftigen Unterstützung und Förderung von Seite aller Bevölkerungskreise Laibachs. — (JmLandesschulrathe für Krain) wird der krainische Landesausschuh durch die Herren Murnik und Dr. VoSnjak vertreten sein. — (Personal-Nachrichten.) Sicherem Vernehmen nach werden während der „Kaisertage" auch die Herren Minister Graf Taaffe, Freiherr v-Conrad Eybesfeld und Graf Falkenhayn in Laibach eintreffen. — (S t e r b ef a ll.) Am 26. v. M. verschied in Laibach nach längerem Leiden Herr Bernhard Berg Edler v. Falkenberg, k. k. Major i. R., eine in allen hiesigen Gesellschaftskreisen hochgeachtete Persönlichkeit. Herr v. Berg machte mehrere Feldzüge, u. zw. 1848 in Italien, 1849 im Römischen, 1859 in Piemont und Italien und schließlich 1866 den Feldzug in Böhmen mit. Im Jahre 1859 wurde er in der Schlacht bei Solferino verwundet; er besaß die päpstliche Erinnerungsmedaille 1849, das Ritterkreuz des päpstlichen St. Gregor-Ordens 1850, das Osficiers-Dienstzeichen ll. Classe 1856 und die österreichische Kriegsmedaille. Die deutschliberale Partei in Krain verlor in ihm einen treuen, edlen Genossen! — (Herz Jesu-Kirche.) Am 1. d. M. rvurde in Gegenwart der Spitzen der hiesigen Landes», Civil- und Militär-Behörden die feierliche Consecration der neuerbauten Herz Jesu-Kirche durch den hochw. Fürstbischof Dr. Joh. Chris. Pogaüar vorgenommen. — (Der Bau der Lehrer-Bildung s-anstalt) hat bereits begonnen. Bekanntlich hat der Baumeister Zupanöiü diesen Bau als Mindest-fordernder übernommen. Wir glauben, daß derselbe schnell vorschreiten wird, da nach Beendigung der Festlichkeiten in unserer Stadt Arbeiter in genügender Zahl vorhanden sein werden. In diesem Jahre soll das Gebäude unter Dach sein und mit Beginn des Schuljahres 1884 bereits bezogen werden. — (Zum Capitel der Schönheitspflege.) Wer etwas auf die Pflege seines Körpers hält, der wende sich an die Firma Karl Ruß' Nachfolger (Ant. I. Czerny), Wien I., Wallfisch-gasse Nr. 3, deren Erzeugnisse bei ihrer vollkommenen Unschädlichkeit die besten sind, welche wir bis jetzt kennen gelernt haben. Die Solidität und Verläßlichkeit der Firma Ruß' Nachfolger hat sich seit einer langen Reihe von Jahren so bewährt, daß wir uns füglich jedes weiteren Lobes enthalten können, und erlauben uns nur auf das heutige Inserat dieser Firma aufmerksam zu machen. — (Pensionatserrichtung inVeldes.) Der bisherige Besitzer des landtäflichen Gutes Schloß Veldes, Herr Nuard, hat dieses Besitzthum dem Großhändler Herrn Adolf Muhr aus Wien verkauft. Letzterer errichtete im Schlosse Veldes ein Pensionat (Wohnung und Kost) für Sommerfrischler und Badegäste. — (Durch Hagelschlag) wurden die Feldfrüchte in den Ortschaften Semitsch, Praprot, Oskusenca, Vertaöa, Podreber, Streklovice, Kal und Maline arg beschädigt. — (Aus Unterkrain.) Bad Töplitz bei Rudolfswerth zählt derzeit 109 stabile Gäste. — (Bei den ära rischen Post-Spar-cassen) in sämmtlichen österreichischen Provinzen wurden im Laufe des Monates Juni 1883 571.221 fl. — beziehungsweise in Steiermark, Kärnten und Krain 49.687 fl. — eingelegt. — (Bei der hiesigen Sparkasse) wurden im Monate Juni l. I. von 1642 Parteien 292.522 fl. eingelegt und an 1891 Parteien 315.042 fl. rückbezahlt. — (Verloosung.) Bei der am 29. v. M. in Graz stattgefundenen Ziehung des steiermärkischen Kunst verein es wurden folgende Nummern gezogen: Nr. 57, 80, 98, 102, 116, 133, 144, 167, 213, 301, 357,370, 387,682, 723, 802, 965, 981. 997, 999, 1100, 1187, 1248, 1274, 1506, 1520, 1581, 1594, 1680, 1705, 1762, 1924, 3083, 3250, 3561, 3633, 3765, 3856, 3959, 3984, 4222, 4293, 4309, 4468, 4530, 4645, 4683, 5037, 5059, 5105, 5733, 6087, 6308, 6392, 8002, 8106, 8224, 8563, 8782, 9479. — (Die hiesigen Sparkasse- und Pfandamt S-Kanzleien) bleiben wegen des anzufertigenden Rechnungsabschlusses pW I. Semester 1883 vom 1. bis 15., beziehungsweise 16. Juli l. I. für Parteien geschloffen. — (Winke für Kranke) gibt in einer für Jedermann verständlichen Weise die von dem langjährigen Chefhospitalarzt Dr. Med. Liebaut herauö-gegebene Broschüre „Die Regenerationscur". In derselben wird die Entstehung, Behandlung und Heilung von Bleichsucht, Blutarmuth, Epilepsie, Hysterie, Scropheln rc. nach den neuesten Forschungen auf medicinifchem Gebiet eingehend besprochen. Diese hoch interessante, in gemeinverständlicher Sprache geschriebene Broschüre ist erhältlich L 30 kr. in I. Giontini'S Buchhandlung in Laibach und kann deren Studium nicht dringend genug angerathen werden. Witteruugsbulletin aus Laibach. 2» Luftdruc inMitli-Metern auf Ü reducirt Tage»- mittel Zage»- Mari- Mini- 7374 7Z8'K 738'k 7Z!'-» 7Z8V 7Z7 4 7Z« r 7Z4Z Thermometer nach «elf.»« Nieder-schlaq i» Milli-melern Witterungi-Charakter -t-18 8 4-1V0 -i-18'Z -k-18'7 -,-21'Z -t-232 4 24 s 2S 8 27-5 4-12 5 2 4 00 «>» 14 0 i !_____________________________! -^2Z'2 -t-2ö'0 - 15'v 0 V 0» 0 0 »'t> Pormitta,« heiter. Mittag« Gewitter mit Platzregen._________________ Ziemlich heiter, windig, Abendroth. Herrlicher Tag. schöner Morgen, heiß, Nachmittagsetwat Regen.. Netel, tagtüber heiter. Heiter, Hitze im Zunehmen. Heiter, heiß. Nachm. ferner Donner. Heiter, heiß. Nachm. ferner Donner. Wochenmarkt-Durchschnittspreise. Laibach, 4. Juli. !iMkI.-!Mgz,- " Mkt.-Mg,.^ n fl^kr.! ft.ikr. fl.Ikr. fl.jkr. Wcizc» perHektolit/! 7!76 8 78 Butter per Kilo - 8S------------------ Kor» „ 4l87!6I0Eier 2 Stück!— 5^------ Nerste Mindschnmlz Kilo! 1 K 4 l^-Meter 6 40-------- Schweiuschmalz „ !88 Holz.weich. „ 4 20------- Speck, frisch „ 70------Weiu.roth.lOOLiter;----------24 — geräuchert —78 „weißer „ l 20 — Verstorbene in Laibach. Am 23. Juni. Ma jana Marolt, Inwohnerin, 69 «lterSschwöchk. — Johann Glaser, Schuhmacher, 19 Jahre, Lnugentnberkulose. Än, 24. Juni. Jakob AmbroL, Inwohner, 67 I., Hirn-apople;ie. Am 27- 2niii. Fanny Kozina, Bürgert-Tochter, 36 I-, Jakobr-O.uai Nr. 31. Tuberkulose. Am '-8. J»>". Maria LovLin, AgcntenS-Gattin, 31 3-, AnerSpergplah Nr. 5, Zehrfieber. Am 29. 3uni. Margaret!» Bekeg, Inwohnerin, ^4 3.» Sternwartgassc Nr. 2, RnckenmorkrlLhmuug. Am 30. Juni. Maua Perat, CouductenrS-Tochtcr, 18 2., PeterSstrabe Nr. 21, Lungentuberkulose. — Maria Bidmar, Han»- nnd Gruudbesibcri», 43 2., Schwarzdorf Nr. 21, Ge-hirnläbinung. — Jobau» Misel, HauSnicister, 55 Z., Karl-städtcrstraße Nr. 7. Gkhtrnlühinniig, — Theresia Kontel, Köchin, 43 I., Schiebstältegusse Nr. 10, Schlagflnß. Am 2. Juli. Maria Krulc, gewesene 5krSmeriii, nun Pfrundnerin, 80 I., Karlstädterstrafie Nr. 7. Entartuiia der lluterlcibSorgane. — Maria Kukcc, Inwohnerin, ",.3., Bahnhofgasse Nr. 21. Altersschwäche. — Stefania Gril» AgeutenS-Tochter, 2 Mon., Rathhausplatz Nr. 10, Schwache. — Josefa Bnrjak, KeuschlcrS-Tochter, 1V Mon-, Hauptmanca^ ist iu riucm traben ertrunken. Am 3. Jnli. Maria Wohlauf. SchuhniachcrS-Witwe^ 46 I.. Judeusteig Nr. 3. Zehrfieber. — Maria Stergar. Juwohuerin, 87 I., Kuhthal Nr. II. Llai'itsmu» semll». -Maria Berli, Inwohner- Tochter, 1'/, I-, Polaiiastraße Nr. 18, Gchirnhöhlenwassersucht. — Jobanna Dolene, Tifchlert-Lochter, 8 Wochen, Triesterstrasic Nr. 24, Darnikatarrh. Iin LivilsPitale. Am 27. Jnni. Maria Kocjanciö. Inwohnerin, 19 Z.. Zehrfieber. — Am 29. Jnni. Mario Groäii, Jnwohnkrm, 55 I., Lnngcncinphiiseni. - Am 30. Juli. Agne« Raomhar, Inwohnerin, 60 I., Henklappenerkraukuna. — Maria Krei, beiläufig 40 I., plcurilischc» »lsudat. — Andrea» Proseu, Schmied, 41 I.. Lungenschwindsncht. Im K a r n i s o » » s P i t a l e. Am 28. Juni. Lazo Korica, Unterkanonier, 21 3. fellenlziindnng. Unserer heutigen Nummer liegt ei«e Anzeige de» Specialist«,» an« Nossen in Sachsen, betreffend die radikal« «esett«. gnng de- Bandwnrmö mit Aopf. bet. Mit I.Juli l.Ä. wird aus da» «bonncinent eröffnet. — Die AbonnemenlSpreise sind nm Kopfe unsere» Blatte» ersichtlich und wolle» dieselbe» ge-;°Wgft .iug°s-ud°t werden an die ^ Admrmstratwli Lcs „Laibachcr Wochenblatt", Laibach, Herrengasse IS. Aus Anlaß der Allerhöchsten Anwesenheit Seiner Majestät des Kaisers in Laibach veranstaltet der ergebenst Gefertigte mit Bewilligung de» hohen Finanzministerium» gelegenheitlich de» MzjW ilt in den Tagen vom 13» bis 16. Juli 1883 a»f de,» ffeft-platze nächst der Lattermanni-Allce einen mit 5000 Ge-winnsten auSgestattcten l1163) Eingcftn-et. Ueber Zacherlpulver. ,-» sich durch seine außerordentliche Wirkling in allen rur«, oop m blicnmS Anerkennnng und Popularität errungen ^.''^.»saaen mn Sammelbegriff aller Insektenvertilgung»-Ämorden d. b. das große Publicum hat sich daran ge-Rainen Zacherlpulver zu gebrauchen, uni alle g «" sanften eines IuscctcupulverS überhaupt z» bezeichnen. . UÄ.I eßlich da» Wort Zacherlpulver mit dem allgemeinen Be-^iÄnieeteuvulver gleiciibedeniend geworden ist. Daraus hat U n,»nckenort» der Uebelstand ergebe,,, da« um» im guten Glau-^»erlpulver zu kaufen, nur u», gewöhnlichem Iusecte». nt wird ja oft sind schon Surrogate und selbst »,„ ^k^?B.öd^e wiest- leider der Billigkeit halber vorkon. qackerlpulver verabreicht wurden, um sie so verkäuflicher macke» äai'l wäre e» demnach nothig, Zacherl'S Zacherl. ^ I^u v^ana-n u>>> si» zu vergeuusfer». „echtes Zacher!-erhalten. Damit nun jedem Mivverständnisse dieser L..»5aebeua??vcrd , scheint tz-boten.,» erklären, was Zacher, we »er Verpackniig man e» erkenne» kann. Ech ^ /^!!r?vulver ist daS ans Grund mehr als vierzigjähriner »r ! a ,» den acwähltesteu Phrethruin-Pfianze» de» Orient» fahrung all» er,engte Product. Die durch tausendfältige AI ,n eiaener > Auszeichnungen auf allen Weltaurstellungei und ^erE Wirksamkeit, womit da» Zacherl-bis aus die letzte Spur vertilgt, ver-> »t »Ä^Mittel nicht »nr der sorgsaltiglieu BcreltuugSmc. dankt d>ese» - der genauen -tenntniv der Bezugs- thode. londe imeclenlödicnde Ligen^chas quelle» j^ne ,^ci> diese Pflanzen »1 Beziehnug an am lntensivst dieselbe Nolle spielen, wie die Traub Insccten^iilv Bei dieser Gelegenheit muß einer Gruppe gegeiiuber de, n Mitteln Erwähnung gethau werde», welche ? !>.^Äai»e„' tiaiiSatlantischeS, ubccsceiiche» oder Rapid- unter dem A ^ sogenaimlc neu entdeckte oder ver-. Mittel i'n'de» Handel gebracht werde» Die Behauptung befferle M.tttl Ni^'cv^, Entdeckung der Art, daß ein den und HauStliicien unschädliche», ant Snseclen aber besser « ebenso wie Pyrelhrum-Pulver wirkende» Mittel aus-- ist unrichtig» den» eS e^>st,rt weder eine niine- ^ iscke n"ch o °!'b'Ü^>e Z'ubslanz d'.e ohne giftig z.. ralifche nocy 1„sccte,ivert.lc,e»deu üigcnschas, auch mir au-'V . Vttretliruiu-Pflauzcii zu vergleichen ist. Die Be-^nmn>?'«,«etttdÄt" °dcr „überseeisch" oder „tranS-!c ist nur eine Irreführung des Publikums, und ünd dere Mittel zufolge wissenschaftlicher Ilnlcrfnchuugen. uichl» « ^1« aewvhnliche» Iuieeteupulver, w,e cs schon seit N> Aiiderc« al» ge cz^,chcrlp»Ivcr wird wegen der bessere» Halt- Jahren bekannt >IN^a-,.,l^^rp.,ck»«g j„ uerkaufi wer also sicher sei» will, echte» Zacherlpulver Zustande verkmis, II ,Everstä»d»is,e über dieicn Begriff anszu-zu kauseN' UM ^ 1 »lv^r „j.i,, j„ lose», Papier, so»der» äicä?l »nd Schutz,».'.ke lrscherkessc» versehe»-,, Or>. /^tt.Bervacknng, »»lersnche jedoch diese genau, da e» Äsack vornekouinien ist, daß selbst Verpackung und schütz. Ichon vielfa^ gebrauchte Verpackungen mit uu- marke ^.siill, und wieder als Zacherlpulver ,„,gc- wirksamem '^u.vcr ^15,9) 0-4 bote» wlirde^^ Wien, 1., Moldschmied>iasse 2. bestehend au» Gegenständen, die einen Werth von 10 kr. aufwärts bi» 200 fl. ö. W. repräsentire». E» werden 15.000 Stück Lose» und zwar 7500 L20kr. und 7500 L 10 kr. aus gegeben werden. Der eraebenst Gefertigte, welcher den Reinertrag dieser Lotterie dem Nrmenfonde der Stadt Laibach widmet und Alle» aufgeboteu hat, ebenso schöne als werthvolle Gewinnste beizustellen — dieselben repräsentire» einen Werth von 2000 fl. — hofft von dem bekannte» WohlthätigkeitSfinne der Bewohner Krain» eine» glänzenden Erfolg und erlaubt sich hiemit alle P T. Besucher det Volksfestes zu einer recht zahlreichen Bctheiligung an dieser Lotterie höflichst einzuladen. Hochachtungsvoll (1179) 81eri». bei: E. Karinger, A. Piccoli, Ä «n/ucel. Michael Kästner, I. Schaffer, L. W«n"' A «risper, I. Winkler, Jos. Lwoböda! Sdnard Mahr und Herd. Plantz. Ml- uaL W»i»alisMMI>«!i>dei>, gelegen ist. ihre Leide» gründlich geheilt denen ernstl'ni ^ Vkbrn.ich des echte» Wilhelm'« anti- nnlirlicumalischc» BlutreinigungS - Tlice, desseu arthntischen, <> ^ Wilhelm, Apotheker m Neuukirche», Erzeuger vc^ " «uSstelluug in Melbourne mit ver Riedtt-Oesterrt Special-Erwähnung. d. i. den, höchste» goldenen Med" ^ oenug empfohlen werden. Packet N. 1.-- Broschüre über die Heilerfolge Vre«« p ^ ^ Nranco und grati«. der letzten 12 ' E,,j H„r„ ftrau^ Wilhelm, Apotheker i» Zu orz»c< reuviniuirten «potheken ui'd Droguenhandl^ ^1 H„rn <1160) s 8«NÄt. r.'r ^ 0-, Z SL? ss 2.^ Z ^'s - e ^1. »r 9 ? - - 'z r s» -- - Lr v -2. ^ 7'SS I SS ? ^ -r L L - 8? W'd ^ LZ. n sn ^ »'s 0 k- 2° A.» v L. er." ^ - S -! s Lr L H 10-10 ^tv°/(,t>ikiger, od auf Nmonatliche Raienrahlung sl. erhätt Jedermann sogleich Gold, und Silber-Rkinontoir-, nacht-leuchtende Pendel-, Wecker- und Spieluhren, Uhrketten, Rinqe, ^ Ohrgehänge ic. 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Für ihn hat unsere, auf Römerboden gegründete, aus der völker- Wanderung Schutt neu erstandene, durch der Habsburger Fürstengunst sorgsam gepflegte und erstarkte Landeshauptstadt ihr Festgewand angelegt, ihm flattern entgegen die alten glorreichen Lanner Oesterreichs und seiner Kramer Mark, ihm schlagen die Herzen aller seiner getreuen Unterthanen. was des Ahns Rudolf böchstcr Ruhm war, auch dem erlauchten Enkel ist es ja zu eigen; was der steirische Reim- ^ chronist Ottokar v. Horneck an Rudolf rühmte, das; er „mild und weise, männlich in harten Gefahren, ein Schirmer der ^ Witwen und Waisen, den Sanften gut, den liebeln geschwind", das ist auch unser Kaiser Franz Joseph I. wie Hencn die Schweizer Waldstädte ob seiner Stärke und Gerechtigkeit freiwillig zu ihrem obersten Hauptmann und Schirmherrn wählten, wie im Kampfe gegen den übermächtigen Ottokar von Löhmen alles Volk der österreichischen Reichslande auf den Ruf des Kaisers freudig ilim folgte, so danken dem erlauchten Enkel die alten Hcrzogsburgen und Städte seiner kronlande bürgerfreundlichen Schutz und Schirm, so blickt alles Volk aus ihren Gauen vertrauensvoll auf zum offenen, gütigen Antlitz des Kaisers F°ranz Joseph I. Er kommt, um mit uns das sechshundertjährige Jubelfest unserer Zugehörigkeit zu Oesterreich und seinem erhabenen Fürste»Hause zu begehen. Sechshundert ^ahre sind dahingerauscht im Wechsel der Zeiten, in Freud und Leid, in Frieden und in Sturm; nic Kat gewankt die Treue der krainer! wie vor nun sechshundert Jahren Oesterreichs Stände Rudolfs erstem Erben, Albrecht, als jbrem Alleinherrscher huldigten, so erneuern jetzt, wo die Vorrechte mancher Stände nicht mehr bestehen, alle gleichberechtigten Lürger -es Landes das Gelöbnis, der Treue und Ergebenheit. Und der Kaiser bewegt sich leutselig und huldvoll inmitten seiner getreuen Krainer; er überschaut die Erzeugnisse ihres Fleißes, die Denkmale ihrer Vergangenheit vor sich ausgebreitet, des Fleißes, der unter seinem Schutze gediehen, der Vergangenheit, die mit dem Ruhme seines Hauses verknüpft ist; durch feine Gegenwart gibt er dem beginnenden Laue, gewidmet der pflege von Kunst und Wissenschaft im Lande, die echte Weihe; er sicht die wechselnden Geschicke des Landes in wort und Lild vor sich entrollt; unter feinen Augen tummelt sich die Volksmenge in fröhlichem Festtreiben auf grünem wicfcngrund; cs knallen die Lüchfen unserer zu Schirm und wehr bereiten Landesschiitzen und ernst sehen die stolzen Häupter unserer Alpen, die unvergänglichen Zeugen von Jahrtausenden, auf die Festesfreude nieder. Der Kaiser begrüßt in Krain ein kerniges, begabtcs, arbeitsfrohes Volk, cs begrüßen ihn alle gcsinnungstreu dem Fortschritt huldigenden Landessöhne als ihren Ersten constitutionellen Herrscher, welcher in cdler Großherzigkeit freiwillig seine Machtfülle mit dem Volke gcthcilt, welcher ihm das echt kaiserliche Gcschcnk der verfaffung gebracht, die Bürgschaft fcincr Wohlfahrt und scincs Fortschrittes auf allen Gebieten der geistigen und niateriellcn ^ntercsscn! Dcr kaijcr stcht hicr rin Land, dem die Jahrhunderte scinc Loyalität und Rcichstrcue bezeugen, das im blutigen Ringen „lit der Osmanen Uebermacht cine Schutzmauer der Ehristenhcit und des Reiches war, das unter des erlauchten Siegers von Aspern Fubrung mutbvoll dem Eorjen Trotz geboten, dessen Söhne unter den 'Augen des erhabenen Kriegsherrn auf allen Schlachtfeldern Oesterreichs gekämpft haben. Un>er Vaterland war der lctztc Schauplatz dcs Befreiungskampfes gcgcn Frcmdherrschaft, dic freudige Erinncrung an dic Tagc, wclchc unjcrc Väter in den Schooß Ocstcrrcichs zurückführten, bclcbt den Jubel dcr Enkel. Ein Herzenswunsch durchdringt uns Allc: Möge unscr crhabener Gast sich glücklich fühlen in unfercr Mitte, umgeben von den beweisen unserer Treue und Hingebung; tausendstimmig steige der Ruf zum Himmel: Hoch lebe unser Auiser Irnur Joseph >.! Noch lebe unser gemeinsumeo Puterlund Gesterreich; Oer üMr in Lirain. Empfang an der Landesgrenze. An der Landesgrenze in Trifail wurde Se. Majestät den getroffenen Dispostlionen gemäß vom Landcspräsidcntcn Baron Winkler, der in Begleitung des BezirkShauptmauues und PräsidialsccretärS Gral Paee. des Bezirkshauptmannes von Liltai Grill und des Besitzers von Weixelstcin. Ritter v. Gut-mannsthal. erschienen war. ehrfurchtsvoll begrüßt. Es erfolgte hierauf die Besichtigung des Kohlen banes und WerkSspitales in Trifail; hiebei wurde unter den Augen des Kaisers eine Sprengung im Kohlentagbaue in sehr gelungener Weise dnrchgc-sührt. In Sagor war der enge zur Gewerkschaft und nach Bad Gallcncck führende Thalcingang festlich dccorirt; die Schuljugend, die Geistlichkeit und die zahlreich erschienene Bevölkerung waren zur Begrüßung ausgestellt. In Littai prangten das Stationsgebäude und die Ortschaft und die nächst dcm Bahnhofe gelegenen Wohngebäude der Blcigcwcrkschast im Fahnenschmücke; insbesondere Letztere waren mit Flaggen in den kaiserlichen, Reichs- und den blau-qelben Landessarben reich decorirt. Aus dem Bahnhöfe war tue Bevölkerung der Umgebung in g'vßcr Zahl, die Geistlichkeit im Ornate und die Familie des Fürsten Ernst Windischgrätz von Slalcnegg erschienen. Nach kurzem Aufenthalte setzte Se. Majestät die Reise nnter Pöllerschüssen und von der Bevölkerung mit Iubelruscn acelamirt, sort. Auf den Bahnhöfen in Kreßnitz, Lafc und Salloch wurde der Kaiser überall während der Durchsahrt von der an der Station zahlreich versammelten Bevölkerung auf's Lebhafteste begrüßt. Ankunft und Einzug in Laibach. Präeise um 5 Uhr fuhr der Scparatzug deS Kaiser? unter den am Schloßberg abgegebenen Ge-schützsalven und dem Geläute aller Glocken in den festlich, reich und geschmackvoll deeorirten Südbahnhof ein und wurde Sc. Majestät hier von den versammelten Landtagsabgeordneten, dem Gemcinde-rathe, den Spitzen der Behörden, der Generalität und dem Fürstbischof chrsurchtSvoll empfangen. Landeshauptmann Graf Thurn hielt nachstehende Ansprache: „Eure Majestät! Allergnädigster Kaiser und Herr! Im Hochgefühle, semen innigsten und zugleich stolzesten Wuwch dnrch den allergnädigften MgMt !»dt» lelmidr» Üildmi bei der Fcstvvrstclliiiisi im Theater um 12. Juli Verfaßt von Dr. Friedrich KceSb achcr. In Dorf und Stadt, auf Markt und Platz, in allen Gassen, Wogt auf und nieder heut' in festlichem Gedränge Das Volk von Krain m bunten, frohbewegte» Massen, Und Freudenfeuer flammen auf am Berggehänge, Und lustig flattert in der Luft in allen Straßen Der Wimpel buntes Heer, und freudige Gesänge Ertönen rings im Land, des Auges trunk'ner Blick Strahlt sonnig leuchtend wieder heut des Bolkes Glück. Die Arbeit ruht, es ruh'n die schwiel'gen Hände, Nach Laibach wogt's auf allen Straßen ohne Ende; Verlassen steh'n im Lande Haus und Hof und Feld, Es strömt herbei des Bolkes Menge ungezählt: Ihm dünket schöner grünend heute Flur und Haide, Ihm strahlet Heller heut' der gold'nen Sonne Licht. Sag' an, mein wack'reS Volk von Krain, was soll die Freude, Die laut ans deinem Auge, deinem Munde spricht? Wozu die Frage! Heil ja ist uns widerfahren, Ein stiller Herzenswunsch, gehegt seit lange» Jahren, Besuch seines geliebten Kaisers erfüllt zu sehen, begrüßt das treugehorsamste Herzogthum Krain Eure Majestät aus seinem Boden Jubelnde Begeisterung durchwogt in diesem Augenblicke alle Schichten der Bevölkerung; in freudiger Erregung schlägt das Herz jedes KrainerS. Der Landesausschuß naht sich ehrfurchtsvoll als Dolmetsch dieser Gefühle und ruft Eurer Majestät ans treuestem Herzen zu: Willkommen in Krain! OoI>ro ciosli na ! Mögen die freudigen Kundgebungen, welche Allerhöchst-demfelben nicht in glänzender, aber inniger Weife dargebracht werden, in Eurer Majestät die Ucbei-zeugung nähren und stärken, daß manches Ihrer Völker reicher, keines aber treuer und feinem Kaiser ergebener ist, als das Volk von Krain." Hierauf geruhten Seine Majestät zu erwidern: „Es freut M ich i n n i g. d e n W u n f eh Meines getreuen Herzogthums Krain erfüllen und an einem Feste t h c i l-nehmeu zu können, das für das Land w i e f ü r M ich und Mein Hans gleich h o h e B ed en tun g hat. Ich dankeIhnen, meine Herren, für Ihre herzliche Begrüßung. Seien Sic versichert, daß Ich gerne die kommcndcn Festtagc unter Ihnen weilen und daß Ich in-mitte Meiner treuen Krainer Mich w ohlfühlen werd e." Dann folgte die Begrüßung durch den Bürgermeister. (In flovenischer Sprache:) „Eure k. und k. Apostolische Majestät! Mit unbeschreiblicher Freude hat die Stadt Laibach den heutigen Tag erwartet, welcher ihr einen lang genährten, heißen Wunsch lisüllt. Nach vielen Jahren wieder beglückt der Einzug unseres erlauchten Herrn und Kaisers die treu-ergebene Hauptstadt des trcucrgebencn Landes Krain." (In deutscher Sprache fortfahrend): „Frcudigst errcgt harrt Laibachs allzeit getreue Bevölkerung in den festlich geschmückten Straßen der Stadt, um in lantem Jubel ihre unbegrenzte Anhänglichkeit an den geliebten Landesherrn knndzugcbcn. Der treugehorsamste Gc-meinderath von Laibach legt Eurer Majestät den ersten chisurchtsvollcn WillkommcnSgruß der Stadt zu Füßcu mit dcn Wortcn. die in dicfem feierlichen Augenblicke auf Aller Lippen schweben: Erfüllt sich heut , die Kunde drang in jede Hütte: Der Kaiser weilt in seiner treuen Krainer Mitte! D'rum strömen wir herbei in unzählbaren Schaaren, Den Gruß zu bringen ihm nach alter Völker Sitte, Ist uns ja doch, als war' der Vater heimgekehrt Nach langer Trennung, tausendfach uns Allen werth! Ja, hoher Fürst und Herr! Dich jubelnd zu begrüßen, Steht heut' im Festesschmnck vor Dir Dein treues Land. Auf's Neu' mit HabSbnrgs Haus den alten Bund zu schließen, Um Fürst lind Volk zu winden neu der Liebe Band, Wogt froh bewegt das Volk von Krain zn Deinen Füßen, Für ewig treu ergeben Dir mit Herz und Hand; Es stürzt der Ben,, es wankt der Fels, die Eiche bricht, Doch Deiner Krainer Treue, nein, die wanket nicht! Gesegnet sei uns d'rum, du hoffnungsreiche Stunde, Als Krain mit HabSbnrgs edlem Hause sich vermählt, Dem es ergeben blieb anü tiefstem Herzensgründe ; Denn eisenfest bleibt, was Jahrhunderte gestählt. Zu Oest'reich immerdar! erklingt's anü jedem Munde, Aus jeder Brust, die heut' sich freudig schwellt. So war es stets, so wird es auch für immer sein, Für seinen Kaiser lebt und stirbt das Bolk von Krain. Gott segne Eure Majestät! Gott scgnc dicscn Tag!" Ans die Ansprache des Bürgermeisters geruhten Seine Majestät zu antworten: ..M it Befriedigung sehe ich, daß Laibach mit dem Lande wetteifert, diekommende e r h c b e n d e F e i er w ü r d i g zu bege h en. Nehmen Sie Meinen a n-erkennenden Dank für die warmeBe-grüßung. die Sie Mir entgegen bringen und die Ich mit d e r V c r f i ch e rung erwidere, daß Ich wahrhaft erfreut bin über die Beweise patriotischen EiserS der Bür >ier Meiner getreuen Landeshauptstadt, deren Wohlfahrt M ir io sc h r am Herzen lic g t." Nebst dcn osficiellcn Kreisen war am Bahnhose auch dic Damenwelt sehr zahlreich vertreten; im Vestibüle waren die adeligen Damen versammelt und vonie beim AuSgange auf dem Perron war eine Schaar von Fränleins ans allen Kreisen der Gesellschast — allc gleich und sehr geschmackvoll gekleidet — ausgestellt, in deren Namen Baronesse Marie Winkler Sr. Majestät ein prachtvolles Bouquet überreichte; beide Gruppen der Damen wurden vom Kaiser in der huldvollsten Wcisc begrüßt. Auch der Fürstbischof wurde am Bahnhofe dnrch eine Ansprache ausgezeichnet und sclbstvcrständl!ch auch die aus-gerückte Ehrencompagnie besichtigt. linier den Klängen der von der anwesenden Militär- und Biirgergardcnmusik intonirten Mks-htMne bcstieg der Kaiser dcn Wagen und begab sich dann, langsam fahrend, durch dic Südbahn-, Wicim-, Schcllenburggnsfe. übcr dcn Congreßplatz längs des dastno'S hinunter und durch die Theatcrgasse zur Burg. Dcn ganzen Weg entlang süllten Taufende dic Straßcn und bcglcitctcu dic Fahrt dcs Kaisers mit immcr sich crncucrndcn stürmischen Hoch- und /ivio-Ruscn; vornehmlich beim Anfangs- und beim Endpunkte der Fahrt, am Bahnhofe und vor der Burg, war der Menschenandrang am größten. Auf dem ganzen Wege bildeten dic Bürgeieorps, dic Vetcranenvercine, dcr Laibacher Turnverein. der Sokol, dann dcr Gcwcrbcvcrcin, dcr Buchdruckc» verciii, Gcscllenvcrein n. s. w. und dic studirende Jugend Spalier. Dic Ordnung wurde nirgends gcstört. Vor dcr Burg crwartcten Se. Majestät die Hoswürdenträgcr, das gcsammte Ossicierseorps, ^ Beamten allcr Dikastcricn in Galauniform. ^ Zum ersten Arilvc: Nndülf von Habsburq belehnt seine Söhne Nildvlf »nd Allirecht ans dem Reichstage zu An^burg im Jahre 1282. Wohl ziemt es uns, daß wir des großen Tags gedenken, Dcr unserm Land der Zukunft Glück erschlossen, In jene altersgraue Zeit den Blick zu senken, Als Nudols einst »lit >trai» belehnte seinen Sprosfcn. DeS Reichs und mif'reü Laiideü Schicksal wollte lenken Einst völlig Ottokar mit seine» Kampfgenossen, (5r zog in's Feld mit femcm Heer, i» blut'ger Schlacht Wollt' breche» er des deutschen König Rudols's Macht. Doch, wie gewaltig er z»m jtamps auch schreite, Im Marchseld wartet sein des Untergangs Gefahr, Mil Habsburgs Rudolf ziehen zum Entscheidungsstreite Der Alpen treue Völker gegen Lttokar. Es kämpfe» Steirer, >kär»t»er Oesterreich ^ur Seite, AuS .^rai» auch edler Ritter auüerlef »e Der Böhmenkönig fällt, kämpft er auch lö'veng eich. Mit ihm zerschellet seine Macht, zerfällt sein Gleich. Zu Augsburg tagte Rudolf mit des Reichs Oroßen, Di- ». zu schlich»» M,n Stt.il, Domcapitcl u. s. w. Auch hier war eine Ehren-compagnie des vaterländischen Regimentes ausgestellt, die der Kaiser defiliren ließ. Hoftafel. Dieselbe war aus 6 Uhr anberaumt. Zu der-i'rlben wurden unler Anderen geladen: Der hoch' würdigste Herr Fürstbischof Dr. I. Chrhso st. Pvyaöar, der sächsische Generallieutenant Prinz Schön bürg, Seine Erccllenz Ministerpräsident Grat Taas'se, FZM. Baron K n h n. Se. Excellenz Minister Gras F a l k e n h a y n. FML. v. MülIer Kämmerer Gras W i l d. W n r m bran d, Kämmerer Baron Rechbaä,, Kämmerer Baron Ca je tan La' arini, Kämmerer Baron Apsaltrer». Dom-vrovst Zu pan, Domeapiiular von Pauker, Landes- Präsident Baron Winkler. Landeshauptmann Gras ^durn die Laiidtagsabgeordneten R. v. G u t-mannSthal, D e s ä, m a n n Dr. M au e r. Dr Sch rey, Gras Bla gay, Lnekmann. Landes-airichlspräsident Gertscher. Oberfinanzrath D i e-mitz Bezirkshauptmann Wurzbach, Handels-kammerpräsident Kuschar, Bürgermeister Gras- Rösrath v. Stummer, Regierungsrath 'b borinsktl, Ihre E^ecllcnzcn die General-adiutanten Baron Monde! und Baron Popp und schließlich die Flügcladjutanten vom Dienst. Das Menu lautete: ?otrt^6 -u> eonsomme , ekevreuil. I'etites bouct>668 L I'Impöriale. Ii-anekes 6s kogociis, 8NUL6 dörrrnaiss. ?io>:6 61et 66 koeut L I» Lolboit. I'Ü6t8 de enne-wns aux ckaiiiI)>^non8. 6nt6nu clv Mer L la s'nnilp i-ord6t. ?oulnnl08 lie I'innee, 8alrr,l6. ^.sperM8 6N bi!N'c>>68. 8»uM(> la vanill«. IU2 s 1a Ä1»It6. I^roiiur^ mc-lö. 61.^68 LUX srni868 an csso. I)688ort Während der Tafel besorgte d>e Capelle des -rnmnterieregimenls Baron Kuhn nach einen: geivähl-ttn Programm u, ausgezeichneter Weise die Tafel- ""^Nach -xafel hielt Seine Majestät Cercle . ' ,.„,,ten säst alle Geladenen in der leutseligsten 7^ ' „ meistens ans die allgemeinen Verhältnis^ deS Landes und der Stadt, ohne die geringste politische Anspielung- Fackelzug und Serenade. Abends >/,0 Uhr stellte sich ein aus zwölf-h-.d-n K'-k-ll-«,»" -- bestehender und von vier ^ -um Seqen unS der neue Bund geschlossen, Denn Seaen war'ü, >vaS Habsburgs Fürsten schufen. Und glücklich j^cr Tag, als Rudolf seine Sprossen Mit Erblands Macht belehnt' vor ^Thrones s.alrer Bau, erhob sich seines Hanfes Macht. Wer kennt sie nicht, der alten Ostmark treue Wacht? k' kine Bau ragt hoch empor, noch ungebrochen. «n" st Wetter auch und wilder Slurn, an ihn heran, A --.indes Mächte auch an seine Thore pochen, ^ ^ ^-st'reichs Volk bewachet treu ihn Mann für Denn ^ . -^...schwur, den Herzog Nudols einst gesprochen. ,s.>r Volk als heiliges Bermächtnist an. S-ehl U" , schwur der Treu'. Gott möge d.ssen Und die,en Den wolle« wir mit Leib und Leben ehrlich halte». Zum zweite» Milde: k.rs.art von Auersperg führt 1 '><>ki gegen die Türken. „^-trübt jedoch war unser», Volk befchieden, M k., an Glück der Fürste» Weisheit zugedacht; Der gri>n"'e Feind der Christenheit gedroht den Musikbanden begleiteter Zug vor der Burg aus nnd die (deutschen) Sänger der philharmonischen Gesellschaft und die (flovenifchen) Sänger des Öitalnica-Vereines brachten dem Kaiser eine Serenade. Der Monarch dankte den beiden Dirigenten der genannten Gesangsvereine sür die zur Ausführung gebrachten zwei Vorträge. Am Donnerstag: Vormittags 8 Uhr wohnte der Kaiser dem vom Fürstbischöfe Dr. Pogaöar unter zahlreicher geistlicher Assistenz celebrirten Hochamte bei. Der Einzug des Monarchen ersolgte unter Borantritt der k. k. Kämmerer, Geheimräthe und Minister; unter dem Baldachin schritt der Kaiser, nach i h m die a. H. Suite. Der Musikchor brachte eine neue, vom hiesigen Domorganisten F ö r st e r componirte Fcstmesse zur Ausführung. Von 10 Ubr Vormittags ab empfing der Kaiser in der Burg die Huldigung des krainifchen Landtages, die Vorstellung der Hofwürdenträger, der Diöcesan-Gcistlichkcit, der Generalität, des k. k. aetiven und pensionirlen Osfieierscorps. der Staatsbeamten aller Kategorien, der Vorstände aller in Krain, beziehungsweise Laibach autorisirten Körperschaften. Nachmittags besichtigte der Kaiser die cultur-historische und prähistorische Ausstellung in der Oberrcalschule. das Militär-, Gamifons-nnd das Landes-Cwilfpital, weiters die Ia»d-w i r t hs ch a f t l i ch e Ausstellung. Abends um 6 Uhr war wieder Hostasel und um 8 Uhr die Festvor-stcllung im Theater, die gleich der den Tag abschließenden Stadtbeleuchtung ungemein glänzend ausfiel. Näheres über die Ereignisse dieses Tages tragen wir nächstens nach. üalln' Fnin; Ivscf in der Ateieriluirk. Der Kaiser besuchte am 5. d. in Graz das Mädchen-Lyeeum. das Inquisitionshaus und wohnte einem von 500 Schülern und Schülerinnen ausgesührten Liederspiele bei. Abends erglänzten zweihundert Hühcnfrcudcnfcuer Am 6. d. begrüßten am Bahnhofe zu Kö flach 900 Schulkinder den Monarchen. Der Kaiser besichtigte daS Eisenwerk in Pichling, den Kohlenberg-bau iu Lankomitz und das Fohlendepot in Piber; in Dculschlaudsberg empfingen tausend Kinder den Der Halbmond zog in's Feld, ihn trug des Islams Macht. Dem Sand am Meere gleich, von Osten und von Süden Zog unzählbar herbei der Türken Heer zur Schlacht; Das Land, es bebt vom Tritt der flinken Türkenrosse, Es bebt der Mann am Pflug, es bebt der Herr im Schlosse. Der Schrecken zog durch's schwergeprüfte Land der Armen, Der Türke schonet nichts, fremd ist ihm das Erbarmen, Vernichtet stechet Hof u»d Schloß und Er»t' und Felder, Und Alles flieht entsetzt in berggetrag'ne Wälder; Gebeugt in schwerem Joche seufzen Land und Leute. Nur Einer ruft: den freien Nacken beug' ich nicht, Und du, mein Volk, erhebe dich zu kühnem Streite, Uns selbst zu helfen bringet Ehr', ist Pflicht. Wer ruft so kühn? Es ist Herr Herbart Auersperg Aus edelstem Geschlecht im gemzen .^rainerlcmde, Dcrführtseiiitapf'reöVollz»in blut'genSchlachtenwerk, Zu schützen es vor Knechtschaft und vor Schande, Dort auf Buda^ki'ü Wiesenplan, da saust das Schwert; Streitaxt undKolben hämmern, Donnerbüchsen dröhnen; Was hals's, daß sich die Schaar so todesmuthig wehrt-Schon sinken hin die Besten von des Landes Söhnen. Kaiser mit einem Blumenregen ; im Schlosse Holleuegg besuchte der Kaiser die fürstliche Familie Liechtenstein. Am 7. d. besuchte der Monarch die Strafanstalt in der Karlau, die Irrenanstalt bei Graz, die Brauerei Reinmghaus, das Walzwerk der Südbahn, die Volksküche, die Universität, die Gewerbeschule. ließ sich Vorstände mehrerer Vereine und d>e ältesten Adelsfamilicn der Steiermark vorstellen. Am 8. besuchte der Monarch daS Volksfest in der Fischerau; 40.000 Menschen bewegten sich auf dem Festplatze, mehr als 140 Vergnügnngs-etablissements waren geöffnet. Der Kaiser spendete den Grazer Armen den Betrag von 4000 fl. und vcischiedenen humanen Instituten den Betrag von 2700 sl. Am 9. d. M. besuchte der Kaiser den Curort Gleichenberg und seine Heilanstalten. Politische W o ch en über IW. Der Budget-Ausschuß des böhmischen Landtages sübrt Heuer die Debatten in beiden Sprachen, was bisher nie der Fall war, da die Commissionen ausGeschästsiüeksichten nur in deutscher Sprache verhandelten. Gras Heinrich Clam verlas nicht bloß alle Vorlagen in deutscher Sprache, sondern übersetzte auch jedes deutsch gesprochene Wort in's Czechische. Wird dieser Modus auch in allen anderen Commissionen cingesührt, dann entsteht eine riesige Verschleppung aller Arbeiten. A n s l n n l>. In Serbien treibt die Opposition gegen die Negierung ihr Unwesen; eS wurden viele Ber-hastnngcn. namentlich im Kreise Kragnjevatz, vorgenommen. — Auch in Spanien rühren sich in neuester Zeit wieder die Anarchisten; es fanden am lt. d. 43 Verhaftungen statt. Fürst Bismark ließ dem Vatican di Erklärung zukommcn, auf weitere Unterhandlungen verzichten zu müssen; er wird bemüht sein, den Conslict mir der Kirche im Wege der inneren Gesetzgebung zu beseitigen. Die gegenwärtige Lage in Oesterreich besprechend, sagt das „^ournnl el68 vebrrt^: „Man vergesse nicht, daß Nicht Böhmen allein der nationalen Partei zum Siege verholseu h >t, sondern daß die Polen in Galizien trinmphirt und die Slovenen sich zu den Herren des Kramer Landtages ansge- Da stürmt Herbart vor, ihm folgen die Getreuen, Wolf Engelbrccht voran, sein tapf'rer Heldensohn, Der edle Ritter Weichselberg dringt durch der Feinde Neihe», Zahlt türk'schen Uebermuth mit blnt'gem Loh»; Ci» Jeder kämpft, bereit, den, Tode sich zu weih'n. Da finkt zu Boden des Propheten Fahne schon, Das Türkenheer entflieht, hei! war das wilde Flucht. Den Halbmond traf des tapf'ren Krainerschwei tes Wucht. Um schweren Preis jedoch ward unser Sieg errungen. Denn Herbart Auersperg, er starb de» Heldentod Im Siegesglanz, da er den starken Feind bezwungen. Sei» Vaterland befreit aus schwerer Türkennoth. Drum preisen seine» Name» dankbar alle Zungen, Er siel für seinen Kaiser, für sein Land und Gott! — Die krain'sche Mark, bezwingbar nicht durch fremdeMacht, Sie hielt auch dieses»,al des Reiches treue Wacht! Zu», dritte» Milde: ic Niillkehr Krauls unter Oesterreichs Herrschaft nnd der Friede werden ans dein Hanpt-platze in Vaibnch verkündigt im )nhre 1814. Wohl war der Türken Macht in Oesterreich gebrochen, Als Starhemberg einst das Erlösungswort gesprochen, warfen haben. Es wäre daher nicht unmöglich, daß ernstliche Anstrengungen gemacht würden, um diese Bewegung noch zu verstärken und die Central-Re-gierung mehr und mehr zum Nutzen und Frommen eines Völkerbundes :u vernichten. Unseres Erachtens wäre eine solche Lösung weder für Oesterreich noch für Europa wünfckcnswcrth. Es ist nicht wünschcns-wcrth, daß die von den Nationalitäten in den Landtagswahlen erzielten Erfolge zum Föderalismus führen, und eine slavische Politik an Stelle der deutschen trete." Wochtn-CIirüllik. In ganz Steiermark wurde die Habs-bürg fei er festlich begangen. — Am 8. d. M. fand in Mies (Böhmen) die Einhüllung des Kaiser I o s e s - D e n k m a l e s slalt, bei welcher Abgeordneter v. Strccruwitz die Festrede hielt- Ganz West-Böhmen halte seine Vertreter entsandt, viele Tausende Theilnehmer sülllen den weiten Stadtplatz, auf dem das Denkmal steht Sehr zahlreiche Kränze wurden von Gemeinden, Bezirksvertteliingeii, Vereinen und anderen Eorporationen beim Denkmal niedergelegt. Die Stadt war mit deutschen, österreichischen und baienschen Fahnen reich beflaggt. Die Stimmung war eine gehobene. Dr. Karl W e d l, der neue Rector der Wiener Universiiät, beantwortete den von der Studenten-sehast an ihn gerichteten Empsangsgruß wie solgt: „Die Erregung, die in der Siudcntcnfchaf! geherrscht hat, finde ich begreiflich. Unsere Universität war und ist deutsch und sic muß deutsch bleiben Das hat sic groß nnd berühmt gemacht, sic ist dadurch zu dcr Lchrställc gcwordcn, welche ihre Wohllhalcn dcr ganzcn Well initlheilt. Nicht weil sic cinc Universität heißt, isl sie heute so groß, sondern weil dcr dcu ischc Gcisl sic zu cincr wahrcn, großen Universität gemacht hat, daher stammt ihre Größe." Das Departement sür S t a a t s c i s c n b a h n-bau hat angeblich zwei Eiscnbahnprojectc, und zwar eine L>nie über den Prcdil und eine über das T c> u e r n g e b i r g e ausgcarbcttct, wclchc dcm Rcichs-rath bei dessen Zusamiueniritt als Regierungsvorlage unterbreitet werden solle» Die österreich>sch'»ni>aiischc Regierung hat bereits cinc Reihe von Vorsichtsmaßregeln gegen die Vcr- Gerettet mit dem Polenkönig unser Wien, Da sank des Halbmonds Macht zu Tod getroffen hin. Und wieder blüht das Reich in nie geahnten. Glanze, Dem Baume gleich, der grünend sproßt im Frühlingssast, Das Bürgerthum erstarkt in schöner Stävte Kranze, Auf's Neue blüht die Kunst, es blüht die Wissenschaft. Da zog vom Westen her mit dumpfem Grollen wieder Gewittersturm verheerend durch Europa's Land, — So zuckt verderbenSvoll ans heiterm Himmel nieder In das Gesild des Blitzes blendend Zackenband, — Denn Frankreichs Aar erhebt zum ^luge das Gefieder; Die Kriegesfackel walzet weit umher den Feuerbrand, Der fränk'sche Cäsar ziehet aus zu frechem Raube Und stolze Reiche sinken hin vor ihm im Staube Zum Unheil uns des Krieges Eisenwürfel rollen, In allen Fugen ächzt das große Oesterreich, Umsonst in dumpfem Uumuth seine Völker grollen, Umsonst erhebet sich ihr Arm zum Schwertesstreich. Zu mächtig war die fränk'sche Hochfluih angefchwollen, Verheerend braust sie durch das alte Reich, Und in den wild erregten Strom versank auch Krain Und Frankreichs stolzer Imperator nennt uns sein. Vier bange Jahre unter Frankreichs Herrschaft schmachtet Das arme Vaterland in schwer getrag'nem Joche. Umsonst der Franke nach der Trainer Liebe trachtet, Umsonst! Ihm fehlt das alte liebe Oest'reich doch! Ein Trost blieb uns, vom Unglück tief umnachtet, brcitung der Cholera ergriffen und dicsclbcn dcn Behörden, sowie der Bevölkerung zur strengen Darnachhaltung empfohlen. Von Scitc dcs Finanzministeriums wurden die k. k. Aemker und Lassen angewiesen, die eiu-bcruscncn, noch unter dcr Firma der „Privilegirten österreichischen Nationalbank" im Umläufe befindlichen Banknoten zu tausend Gulden bis zum 10. Novcmbcr 1883 in Zahlung zu nehmen, und weiter versügt, daß diese Noten nicht wicdcr ausgcgcbcn wcrdcn dürfen. Die czechischen Wallfahrer wurden in Konstanz kühl empfangen; dcr Uebergabe der Huß'sckcn Gedenktafel an die Gemeinde wohnte kein bchördlichcs Organ bei. Am 6. d. M. beschloß der Gemeinderath in Agram die Ausnahme eines Anlehens in der Höhe von 4 Millionen Gnlden. Das sürsterzbischöfliche Ordinariat der Wiener Diöeefe hat im Hinblick auf das in der kaiserlichen, beziehungsweise k r o n p r i n z l i ch e n Familie bevorstehende erfreuliche Ereigniß dcn Elerus aufgefordert, beim täglichen Meßopfer vom 15. d, ab nachstehendes Gebet cinzufchalten: „Allmächtiger, ewiger Gott! Herr dcs Hmnucls und dcr Erdc, der du Könige und Völker mit Segnungen erfreuest, erhöre gnädig die frommen Bitten deiner Kirche nnd verleihe, daß deine Dienerin Stephanie, unsere Kronprinzessin, cincr glücklichen Erfüllung ihrer Hoffnung sich crsreue; wende von ihr ab jegliche Gefahr und beschütze sie in deiner Huld mit himmlischer Macht. Darum bitten wir dich durch Iesum Christum, deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser. Amen." Vier Bczirksvertretungen und mehr als fünfzig Gemeinden Unterstciermarks haben Gesuche an den Kaiser gerichtet, in denen nntcr Darstcllung der Sachlage und dcs Nothstandcs in Untcrstciermark die Bille ansgesprochen wird, die Regierung möge veranlaßt wcrdcn, dcn sür Untcrstcicrmark zurEristcnz-srage gewordenen Loealbahnen, besonders den Strecken S ü d b a h n - S a u e r b r u n n - R o h i t s ch nnd Süd-bahn - Gonobitz cinc solche Unterstützung zu verleihen, daß diese Bahnen zur Ausführung gelangen können. Das Glockncrhans ans dcr Pastcrze wurde vom Kausmanne Anton Dolar aus Klagen-furt am 23 Juni eröffnet. Heuer kam zum ersten Denn Oest'reichs Fürst und Volk, sie denken unser noch, Es ahnt das Herz: nur kehre» doch zu Oest'reich wieder, Vereint mit uns erkämpfen uns die Brüder. Kein eitler Wahn war dieses treuen Volkes Hoffen, Denn plötzlich hemmt der Feind dcn Siegeslauf; Bei Leipzig ward Napoleon zu Tod getroffen, ^ Er senkt zu Boden seines kühnen Schwertes Knauf, ! Das Land steht wieder Habsburgs Kaiserbanner offen Und Oest'reichs Völkcr jubeln freudetrunken auf, , Gebrochen liegen nun der fremden Herrschaft Bande, Es braust der Volker Jubel aus von Land zu Lande. Und als die srohe Kunde ging durch Laibachs Straßen, > Da strömten nach dem Ratlchaus hin des Volkes Massen, Ein Jeder wollte selbst die frohe Botschaft höre», Daß wir nnn wiederum zu Oesterreich gehören. Da war auf Mai kt und Platz deü Jubels nun kein Ende, Dein mack'i en Krieger drückt der Bürgersmann die Hände, ^ Hoch Kaiser Franz! erschallt es in der weilen Runde, Hoch Oesterreich! der Ruf erklingt aus jedem Munde. Und Friedensfeste dränge» sich im Krainerlande, Und sreudig laut die Glocken von de» Thürmen tönen, Des Landes Töchter zeigen sich im Festgewande, j Die Mittler blicken stolz »ach ihren taps'rc» Söhnen. — I Verbunden sind wir nun mit unlösbarem Bande > Mit Oesterreich. >ieiu Feind soll wieder »ns verhöhnen ! ^ D'rum auf, mein Volk, und thu' eü deinen Vätern gleich, Und nie verstumm' in.^rain der Ruf: Hoch Oesterreich! Male dcr Fall vor, daß schon bis 24. Juni 24 Touristen aus der Pasterzc gcwefcn sind. Die Unterkunft im Glocknerhaufe ist wie in den früheren Jahren eine vorzügliche. Morale Nachrichten. — (Progra m mfürdien ä ch ste n Kaisertag r in Krain.) Samstag den 14. Juli: Früh 6 Uhr: A. H. Jnspieiiung der Truppen. Vormittags 10 llhr: Grundsteinlegung des Rudolfinums. Die Vereine versammeln sich um 9 Uhr auf dem Congreh-platze und marschiren durch die Schellenburg- und Knafflgasse zum Festplatze. Der Zutritt zu den Tribünen ist nur gegen Eintrittskarten gestattet. Bei der Feier der Grundsteinlegung singen die Sängerchöre der (italniea und des philharmonischen Vereines. Sodann Allerhöchste Besichtigungen. Nachmittags 5 Uhr: Am Volkssestplatze Coneert der slovenischen Gesangvereine. Sonntag den 15. Juli: Laibach-Jdria-Adeksberg-Laibach. Früh 6 Uhr: Fahrt des Kaisers über Unter Loiö nach Jdria. Ankunft um 9^/, Uhr: Allerhöchste Besichtigungen. Vormittags 11^/j Uhr: Fahrt nach Adelsberg über Loic^. Ankunft 3^ Uhr: Allerhöchste Besichtigungen. Nachmittags 5^ Uhr: Rückfahrt nach Laibach. Ankunft um 7 Uhr. Um 10 Uhr Abends: Schluß dcs Volksfestes. Montag 1«>. Juli: Laibach-Stein-Krainburg-Vigaun-Veldes. Früh 7 Uhr: Fahrt nach Stein. Allerhöchste Besichtigungen. Vormittags 11 Uhr: Fahrt über Zirklach nach Krainburg. Ankunft 1 ^ Uhr: Allerhöchste Besichtigungen. Nachmittags 1^ Uhr: Ueber Radniannsdorf-Lees nach Vigaun. Allerhöchste Besichtigungen. Um 3 ^ Uhr: "Nach Veldes. Ankunft um 5 Uhr. Abends 9 Uhr: Seefest. Dienstag den 17. Juli um 5'/^ Uhr Früh: Weiterreise über Tarvis. Die Detailprogranime für die einzelnen Festtage werden besonders publicirt werden. — (Zum Empfange der Landtags-abgeordneten durch S e. Majestät.) Die Landtaqsabgeordneten wurden am Donnerstag von Sr. Majestät dein Kaiser empfangen. Der Landeshauptmann verlas die vom Landtage beschlossene Adresse in beiden Landessprachen und überreichte dieselbe. Der Kaiser erwiderte in huldvoller Rede seinen Dank für die Loyalität des Landes und die Hoffnung aussprechend, daß die Bevölkerung aus dem Boden der Verfassung sich zum ersprießliche» Wirken vereinen werde. Sohin wu^en die meisten Abgeordneten Sr. Majestät vorgestellt und mit kurzen Ansprachen ausgezeichnet. Auch die Abgeordneten des bäuerlichen Standes Mohor, Lauremic und Pali«'' wurden deutsch angesprochen und antworteten in dieser Sprache. Nach Schluß des Eerele's wurden die Abgeordneten huldvoll entlassen, welche mit begeisterten Hoch- und Aiviorusen den Audienzsaal verließen. Die überreichte Adresse ist ein Meisterwerk der Kalligraphie und der Buchbinderarbeit, von der Meisterhand eines Wiener Künstlers herrührend (Der krainische Landtag» genehmigte in seiner am I I. d. Ni. abgehaltenen Sitzung in dritter Lesung die an Se. Majestät den Kaiser gerichtete Laustes Hnldiquuas Adresse. — (Das Volksfest) hat am 12. d. um 3 Uhr NachmittMis begonnen und endet am 15. d. um l I Uhr Abeuoü; Taufeude von Menschen fanden sich ans dem Festplatze nächst der Laltermannsallee ei». Auf dem reich beslagalen Festplatze befinden sici,: 2 Ringelspiele, 2 Kegelbahnen, der mit 5000 Ge-wiunsteii ausgestatiete Glucksbasen dcs H^rrn A. enthaltend Gegenstände im Geldwerthe voii-'O t. l,is abwärts I,» kr.; 2 Trinkhallen, 12 L'erkaufs-läden, 12 Wein- und B>erschankhütten, d.e e-''ditore, Voltnian», I Tabak' und ^igarren-VerschIeipliutte und noch andere BeluftigungSobjeete. Die vaupl-zierdeu deS Volksfeftplatzes bilden: der am aume des Tivoliparkes errichtkte und elegant möblirte Kaiserpavillon, bestimmt für Seine M.ijestät zur Be-sichtiaung des Aufmarsches der Vereine, Deputationen und volkstümlichen Gruppen, dann die übrigen vom Architekten Herrn BohalovicS in außerordentlich geschmackvoller Weise entmorsenen, von den Herren Doberlet und Tönnies vortrefflich ausgeführten Bauten, namentlich der Restauration Eder, der Musikpavillons und der Tanzböden. — (L a n dm irth s ch a st l i che Ausst el l n ng>) Am Donnerstag den 12 d., um 12 Uhr Mittags «öffnete der Herr Ackerbaunünister Gras Falken-hayn die la ndwir thschastliche Ausstellung j «aibnch- Der Äiinister ivurde von den Repräsentanten der LandwirthschastSgesellschast für Krain unter den Klängen der Volkshymne empfangen. Nach kur-en Ansprachen schritt der Minister zur Besichtigung des ausgestellten, sehr schönen, gut gepflegten ,.nn aenährten Hornviehes (Stiere, Melkkühe, Ochsen Kalbinen und Kälber, 121 St. a. d. Z.). Von den Ausstellern nennen wir die Herren Be- - Ritter v. Gutmannsthal-Benvenutti, Johann ü^ler Adolf G-'lle, Baron Lichtenberg. Franz Kris ' August Tschinkels Söhne, Alois Kremier, ^ran- 'Majdiö, Frau Josefine Terp.nz, Dr. K. Peter Laßnik, Freiherr Heinrich Lazarini, ^osef Verbiö, Johann Urbantschitsch. Wilhelm Pelikan, , Strukel und L. öerne. Sehr interessant ge-staltet sich die Ausstellung l a n d w i r t h s ch a s t-r; Maschinen und A cke r g e r ät h s ch a sten; Bemerkenswerthes stellten die Firmen: I. G. Winkler (H- Maurer) in Laibach (Pflüge, Dreschmaschinen Erdäpselgraber, Eggen, Schaufeln. Säe-und Kör'ne.putzmafchinen, Schaufeln. Hauen und A S ,,» „ 9«ibaä> (Spritzen, Brunnengerathe. Maschinen r",v)' Albin Achtschin in Laibach (Füllösen, ^I'rberde Kücheneinrichtungen, Werkzeuge. Sägen. Müa- F-il-n. Maschinen und ; FerLek Ne'k r e p in Laibach (Maschinen und Geräthe); Ripnen;uchtverein in Laibach (Bienenhäuser und ^ ?itk>e,- von fremden Firmen betheiligten sich an !/^/Ausstellung die Fabrikanten: Thomas Bohrer ^ ^ Lanz >» Wien u. a. In der K osthalle ^ "die Weine der Landesackerbauschule in Slap excellire ^ Brauereien Kosler und Auer in und die L»t.re (Gottesdienste.) Am 11. d. Ai. wurde fürstbischöflicher Ordinariatsverordnung in nli^ Nnirrortcn Krains, wo sich kaiserliche Behörden und Aemter. Mittel- und Volksschulen beenden feierlicher Gottesdienst abgehalten; Nach-.. s ,ion 3'^ bis 4 Uhi. in dem Zeitpunkte, "s ^ Kaiser die Grenze des Krainer Landes schriit wurden in allen Kirchen der Laibacher ^ die Glocken geläutet. ^ Ehrenbürger rechts-Verleihung.) Vertretung der Stadtgemeinde Gurkseld hat ^ Minister-Präsidenten Grafen ^aasfe zum der genannten Stadt ernannl. Ehrenbln ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ s,^ss-Etablissement der Herren Aug. Tschi nkcl's ' >« Laibach besuchen. Wir bringen hiemit ^ .«ik des Publikums, daß obgenannte Heimat ^>iua eine Auostcllu»g ihrer sämintlichen ^ ^"-reuanisse veranstaltet, dieselbe am Sonntag ?^abrik^ ^ eiöffnet und durch »lehrere Tage ' ^ Bor- n"d ^iack'inittagsstiinden dem Publikum in den ^ Eintrittskarten zum Besuche offen gegen 1P""» stehen^ivir^ ^ hiesige G e m e i nd e ra t h> hat ' i- , am kO. d. M. abgehaltenen Sitzung den« Mims^ Präs'de'ileii Grafe» ? aasfe. dem Acker minister Grafen Falken h a y n und dem Landes-^ Freiherr» v. Winkler das Ehrenbürger-r7cht de7 LandeShauptstad. Laibach verliehen. — (Festmarsch.) Herr Victor Parma, Coneepts-Praktikant bei der Landesregierung in Krain, welcher seine Mußestunden der Tonmuse widmet, hat aus Anlaß der Jubelfeier der 600jährigen Zugehörigkeit des Landes Krain zur Hausmacht der österreichischen Kaiserkrone und zur Erinnerung an die A. H. Anwesenheit des Kaisers Franz Josef I. inKrain einen Jubelmarsch für das große Orchester componirt. Diese Gelegenheits-Composition ist, für das Pianoforte arrangirt, bei I. Giontini in Laibach zu beziehen. — (Aus Anlaß des Habsburg-Jubi-läums) votirte der Gemeinderath in Rudolfs-werth nachstehend bezeichnete Spenden: Zur Anschaffung von patriotischen Gedenkbücheln für die dortigen Knaben- und Mädchenschulen 25 fl., für den Spitalsfond 50 sl., zur Anschaffung einer Feuerspritze 150 sl. und schließlich in den Musik-sond der dortigen Bürgermusik 150 sl., zusammen 375 fl. — (Spende.) Der patriotische Frauen-Hilss-verein für Krain hat aus Anlaß des Landes-Jubi-läums und des A. H. kaiserlichen Besuches einen Betrag von 400 fl. zur Unterstützung von Invaliden und Soldatenwitwen des Landes Krain gespendet. — (Dr. Nibitsch ^.) Am 7. d. verstarb in Laibach nach knrzem Leiden der k. k. Notar Herr Dr. Wilhelm Ribitsch. Ein Biedermann in der wahren Bedeutung des Wortes ist mit ihm hingegangen. Ebenso ausgezeichnet durch einen makellosen Charakter und seine Gesinnungstüchtigkeit als bewährt in gewissenhafter Erfüllung seines Berufes, erfreute er sich hier der allgemeinen Sympathien, welche auch in der zahlreichen Begleitung der Leiche zur letzten Ruhe ihren Ausdruck fanden. Ein ehrenvolles freundliches Andenken bleibt dem zu früh Dahingeschiedenen gesichert. — (Aus Bad Veldes.) Der Landesver-theidigungsminister Graf Welsersheimb ist am 10. d. daselbst eingetroffen. — (U n g l ü ck s s a l l.) Am 6. d. M. Abends wurde der Bahnbedienstete Starz in Nabresina in dem Momente, als er das Geleise überschritt, von dem nach Triest fahrenden Zuge erfaßt, unter die Maschine geschleudert und zermalmt. — (S ch r ö ck e I's Ve r g n ü g u n g s z u g) wird am 15. d. M., Nachmittags 1 Uhr, ans Wien in Laibach eintrefsen; die Passagiere werden das Volksfest mitmachen und dann die kulturhistorische Ausstellung in Laibach und die Adelsberger Grotte besichtigen. — (Ernennung.) Der Notariats-Eandidat Herr Johann Gogola in Laibach wurde zum Notar in Oberlaibach ernannt. — (Ehren b ü r g er r ech ts - V e rl e i h u n g.) Der Gemeinderath in Gottschee hat den Bürgermeister Herrn Josef Braune als Anerkennung für seine unermüdetc Thätigkeit im Gemeindewesen einstimmig zum Ehrenbürger ernannt. — (Das Bürgerrecht der Landeshauptstadt Laibach) wurde verliehen den Herren: Joses Bukovnik, Friseur; Maximilian Patat, Hausbesitzer und Färber; Eduard Edlen v. FarkaS, Hausbesitzer und Mehlhändler; Franz Pilko, Schlosser-meister; Josef Oad, Hausbesitzer und Bäcker; Josef Strl«', Hausbesitzer und Handelsmann; Valentin Mazgon, Posamentirer; Jalob Tonic, Mehlhändler, und Josef Kuschar, Handelsmann und Hausbesitzer. In den G cm e i n de ve r b a n d der Stadt Laibach wurden ausgenommen die Herren: Franz Ter>'ek, Handelsmann; Josef Ravnihar, Schustermeister; Michael Jerala, Amtüdiener im landschaftlichen Civil-spilale; Blasius Jesenko, Hausbesitzer und Handels mann; Eduard Flegel, Lehrer an der Hufbeschlagi-Lehranstalt; Gregor Zamejcc, Hausbesitzer und Bäcker; Johann <'r»e, Fleischhauer; Franz Sedlar, Schuster- meister, und Andreas Slivnik, k. k. Hauptmann im 17. Infanterieregimente Baron Kuhn. Die Aufnahme in den Gemeindeverband wurde zugesichert den Herren Alois Dzimsky, Diurnisten beim städt.-deleg. Bezirksgerichte, und Johann Großmann, Gasmeister in der Laibacher Gassabrik. — (Begnadigungen.) Der Kaiser hat 14 Sträflingen i» der Männerstrafanstalt zu Laibach und 6 weiblichen Sträflingen in der Strafanstalt zu Vigaun den Rest der Kerkerstrafzeit im Gnadenwege nachgesehen. — (S ch u l s e i e r li ch k e i t e n.) In der hiesigen k. k. O b e r r e al sch u le wurde das Fest der 600-jährigen Zugehörigkeit Krains zum Hause Habsburg am 11. d. M. in folgender würdiger Weise gefeiert: Nach einem vom Professor Kriöner abgehaltenen Hochamt in der Florianikirche begab sich der Lehrkörper mit der Schuljugend in die festlich geschmückte Turnhalle der Oberrealschule, in welcher der Schul-rath Director Dr. Mvhal mit kurzen, kernigen, zu Herzen dringenden Worten aus die Bedeutung der Feier und des heutigen Tages aufmerksam machte. Realschullehrer Levetz hielt daraus einen geschichtlichen Rückblick über die vorzüglichsten Momente aus der Herrschaft des Habsburgischen Geschlechtes in Krain. Nach Absingung des Liedes: ..Mein Oesterreich" hielt der Abiturient Belar einen Vortrag in slove-nischer Sprache, dem ein slovenisches Lied und ein Vortrag des Schülers Butocher in gebundener Rede (deutsch) und die Volkshymne (deutsch) folgte. Nach dieser Feier wurden vom Unterstützungsvereine acht bedürftige Schüler mit Kleidungsstücken betheilt. Die k. k. Lehrerbildungsanstalt begann die Feier, der Hitze wegen, schon um 7 Uhr Früh mit einem Hochamt in der Domkirche. In einem geschmückten größeren Lehrzimmer wurde sodann der Chor „Mein Oesterreich" (deutsch) abgesungen, dem slove-nische Vorträge eines Schülers und eines Zöglings der Anstalt folgten. Nach einem weiteren Chorgesang (slovenisch) hielt ein Schüler einen deutschen Vortrag und es wurde ein Dialog aus Jmmermann's „Trauerspiel in Tirol" von zwei Zöglingen gesprochen. In einem lichtvollen Rückblick voll rethorischen Schwunges gab hierauf der den erkrankten und abwesenden Director Hrovath vertretende Professor Ritter Leop. v. Gariboldi eine Darstellung der Zustände Krains in der Zeit vor der Herrschaft der Habsburger. Sodann schilderte er das segensreiche Wirken der Fürsten aus dem Hause Habsburg, wie es sich nach der Belehnung mit Krain und der windischen Mark auf dem Augsburger Reichstage, beziehungsweise durch den Vertrag von Reinseiden vom 1. Juni 1282 für unser Land gestaltete. Der klare anschauliche Vortrag wurde zu einem abgerundeten Ganzen durch die vielfach eingestreuten Beispiele väterlicher Fürsorge der Vorfahren unserer Herrscherfamilie und unseres Kaisers, der dem Reiche die Verfassung gegeben. Die Absingung der Volks-Hymne unter Leitung des Herrn Morawetz schloß die Feier. Die k. städtische Volksschule feierte darauf in denselben Räumen ihre interne Feier. Das k. k, Ober-Gymnasium veranstaltete die Feier in dem prächtig geschmückten inneren Hofe des Lycealgcbäudes. Eingeleitet wurde dieselbe durch eine glänzende Rede (deutsch) des Landesschulinspectors und Schulrathes, Director Smolej, welche, getragen vom vaterländischen Geiste, die der Jugend zu Herzen dringenden Worte zu finden wußte. Außer einem slovenischen Vorträge trug noch der Schüler der Septima, Goltsch, ein Gedicht von Anastasius Grün vor. Professor Schuklje hielt einen geschichtlichen Vortrag, welcher über die Zeit vor Ottokar in deutscher, über die spätere Zeit in slovenischcr Sprache ertönte. Zwischen diesen Vorträgen fanden Gesangs-piecen in deutscher und slovenischer Sprache unter Förster's Leitung statt. Ein dreimaliges Hoch aus Se. Majestät den Kaiser schloß die Feier. — (Kaiserin Elisabeth-Kinderspital in Laibach.) Aus dem 12. Jahresberichte des Verwaltungsrathes dieser humanen Anstalt entnehmen wir nachfolgende Daten: Das Stammvermögen derselben vermehrte sich im abgelaufenen Jahre um 1500 fl., so daß dasselbe Ende 1882 mehr als 11.010 fl. (Nom.) in Wertheffecten besitzt. Von den Schutzdamen sind zur Anschaffung von Christbaumgeschenken 86 fl. in Baarem, überdieh Quantitäten von Reis, Nüssen, Backwerk, Rum, Zucker, Feigen, Obst und Kleidungsstücken gespendet worden. Im abgelaufenen Jahre empfingen 101 Kinder unentgeltliche ärztliche Behandlung und Verpflegung. Die Geldeinnahmen beliefen sich im Jahre 1882 auf 5474 fl. (darunter 888 fl. fubferibirte Jahresbeiträge) und die Ausgaben auf 5383 fl. (darunter für Wirthfchaflsauslagen 1692 fl.). Die genannte Wohlthätigkeitsanstalt zählt 99 Gründer und 263 Wohlthäter und Gönner. — (K o hl e n g e we r ks ch a f t Trifail.) In der am 28. v. M. stattgefundenen Hauptversammlung der Aetionäre machte der Verwaltungsrath die Mittheilung, daß die zur Berichtigung der Kausschillingsreste für die Jftrianer Kohlenwerke Karpano und Rabaz-Viels, sowie zur Bestreitung der auf denselben nothwendigen Investitionen erforderliche Prioritätenemission von Seite der Regierung in der Höhe von 1 Million Goldgulden oder 2^/r Millionen Francs durch Ausgabe von 5000 Obligationen zu 200 fl. in Gold oder 500 Francs bewilligt worden sei. Die Bewilligung zu dieser Prioritätenemisfion wurde jedoch an die Bedingung geknüpft, daß eine Statutenänderung in dem Sinne vorgenommen werde, wonach jede Capitalserhöhung der Genehmigung der Regie, ung bedürfe. Die Generalversammlung ermächtigte den Verwaltungsrath, Vorbereitungen zu einer Reduetion des (gegenwärtig 7 Millionen Gulden betragenden) Actiencapitals zu treffen. — (Bleiches Gesicht), eingefallene Augen, Nachtschweiß, Stechen in der Brust oder in dem Rücken, Auswurf, Müdigkeit, Athembefchwerden, Fieberschauer rc. sind Erscheinungen, welche man nicht gleichgiltig behandeln, sondern deren Ursache man sofort feststellen und für deren Beseitigung man rechtzeitig Sorge tragen soll, da in sehr vielen Fällen diese Erscheinungen sich als Vorboten schwererer Leiden darstellen, die nicht zum Ausbruch gekommen wären, wenn man zur rechten Zeit die geeigneten Maßregeln ergriffen hätte. Ais treuer Ralhgeber in allen solchen Fällen ist die von dem Chefhospitalarzt Dr. Liebaut auf Grund 4üjähriger Erfahrungen und Erfolge herausgegebene Broschüre. „Die Regciierationscur" zu empfehlen, welche in I. Giontini'S Buchhandlung in Laibach ir 30 kr. erhältlich und deren Studium nicht dringend genug angerathen werden kann. — (Für Gicht- u nd Ner v en l e id en d e.) Wir erwähnten schon wiederholt an dieser Stelle des von Herrn Franz Joh. Kwizda, k k. Hoflieferanten und Kreisapothekers in Korneubmg. erzeugten Gichtfluids. Wie die fortwährend einlaufenden Atteste bezeugen, ist dieses Präparat als sicherivnkendes, ja fast unfehlbares Mittel gegen gichtische und rheumatische Leiden zu betrachten. In Folge der zahlreichen und oft wirklich überraschenden Erfolge, die mit dem Kivizda'-schen Gichtfluid erzielt wurden, ist die Nachfrage eine solch' rege geworden, daß Herr Kwizda sich veranlaßt gesehen hat, die Depots seines Präparates namhaft zu vermehren, und ist nunmehr dasselbe in allen Apotheken Oesterreich-UngarnS zu beziehen. Telegrafischer Conrs vom 12. Juli. Papier-Rcnte 78'70. — Silber-Reine 7S'ilO. — Gold-Reni, HO 20 — 1860er Stalils-Anlklie» I8ü'60. — Pankaelie» 838'— Lredilactie» 295 20. — London 120—. - Silber —«. k Mm'jducatk» S 69. - 20.ft>-.n,c».Stl. Laibach, Herrengasse 12. Witteriiilqsbullctiii „us Laibach. ^uikdrii. in'^.illi- »ikkrrn UU' 0 ! Thkrmomkrkr nach Nieber- WitterungS-üharakter Laar-Mar»- Min»- Nlltkkl tt.lttkl mum «n.iin ___________________________ Lebr bklsi. ^ 732-9 4- 23 ^ > 30 2 i- 15 0 tt 0 bkitkr. > ! Nachm. heftiqkr ^3W. Nachnntlaa* Gewitter aus 735 3 -t-23^1 -k-29 8 4-16 0 3 5 Nordoft. Rktikn 1 Stundk ! > anb.ilteild. Nedcl, bkiter. 736 6 -^-23 2 4 28 0 -i-15 0 0 0 Naclnri. vorüberzikb,nt'eä ! ! ^ ^ewelk,', Wl'tlkrlkuchktn. l u 1,1 „ 1-« » » ^wischk»? und X Uhr Bk- >Zd ^ ^ -»- M 0> - I. >. l> » Heiter, 73S 5 -^Z» « -I-Ik!,! » !> N-rchni. Gewitterwolken. ! ^ ^ NachtS Re>,en. > >>-.>,!^ ,-.->! > MorqenS eiwaS bewölkt, ^-^r.'4-^. ^ 4-I. z U„ Drüber hkiler. Heiter. 7Z4 9 ^ 24 5 -I- Zli r -I- Ik» o o sehr heil! und schwül. Westwind. Wochenmnrkt-Dllrchschnittspreise. Laibach» II Juli Mk, > Sq,.- Mki^ M.- fl. kr. ft. kr. ft kl. ft. kr. Wrizc» Per»>ckl0lil. 7 76 8 78 >?»Iler per ttilv 85- — >Ivr„ „ 4 ><7 6 U> Eier 2 Slnck - 5 —— l^cisle 5 26 6— Zchmeiiifleisch „ —»2 — — Hi >e „ > :,j8l> 5 40 Lchövseiitleisch ,. ^!32 - — >t»k»rn^ „ 5 6i> 5 55 '?eiidel ver Slnck—46 — Erbäpsel 166 ^ !a«be» „ ! ^!>7^-------- Linse» per Heklolii.! 8^——He» ll>0 >UIi> 2 >7 Erbsen „ ^-------^ älrvl> loo „ > > 87------- Fisolen „ 16 — —— v^'li, liaries, per :>ti„Psch,nal, »i>v I 6------------------------ 4 »Meier «! 4>>— ächnemschmal, ,, ------'>ol^n>e>>1>. ., 4 2l> Ll'eck, frisch „ ^ — We,ii,r^ll>.Ii>6Liler — 24 — „ geräuchert , — 7>i----------------- „ >uci!>cr „-------------------— Ein Such für Jedermann! In jeder Buchbaudluug vorrätln»: AllUmeuicr deutscher Mustel'-MrWIki' rittwtrsal-Nntto-Sccretür für alte in den verichiedenen ^elcssschastticheil Verhältnissen, s.nuie im chelch sts- und privat-leben vorlltiinmeude I-alle. Po» Achte gänzlich umgearbeitete »nd den .ieilverhallniffen voll-koinine» angevasite?l»ftage. 52 1>ogen. Är -^rlav. 11>i8 <5le«n>lt getirstrt N. In rlrg. M» igii««il-Eittt>n»k> .l N. li» . Lrsokeint »uvk in 13 Lieferungen ä 25 kreurer. L. »gNIckuNeckL iuMu.l.FMMW l. .skilks- kiilliriuW'chkre von I1 iE «L? Klisstiisabrik »lIVK?L8I. Niederlage Kabrik Wien, II.. Untere Donaustraße Nr. L.',. 12 5 Wien, II-, Pappeiiheimgasse Nr. .',8. in—io Ailiale» Be>Baar;abln»g !«>"/„ billiger, od. ans Nmonatliche Ratenzahlunz erhält Jedermann sogleich Gold» und Silber-Reniontoir-, nacht-leuchtende Pendel-, Wecker und Lrielnbre», Ubrkelte», Üiinge. l7hrgedänge >r. Pre,»>6ouranr mil^ZOMustern kostet gegenVor-hcrscndiing in Briefmarken für Frankatur 20 kr. Ubren und Goldwaaren-Alliiinj l« I., ml« I« t. Pari^, London, Brüssel. (IIÜ3) Ein rationelles nnd erprobtes Heilmittel für Lrustkllinkk. Bleichlüchligeölutarme, bei kiiberriilosc (Vu»l,enschn>i»ds„cht> i» den ersten Ltadien, bei aeutei» und chronischen, Lu»,,en-Katarrh, jeder Art Huste», Kcuchliuste» , Heiserkeit, Kurl' »tlimiqkeit, Verschleim»»,,, serner sür Lkropbulöse, Rachitische, Schwächliche »nk Rcconvalcöcciite» ist der vom u« I I»li». II«'I i» ^ i,,, bereitete nnlerpliooplwrigs.iure knüEilcilLiM. I» I» r Änler Äppelit, rukiger Schlaf» Steigerung der Dlutbilduug n»d Ftnollienkildung, iLockerung des Hullens, Lösen des Lchleimes, Schwinden des »ullenrci;es, der nächtlichen Schweihe, der Maltiglieit, unter allgemeiner Fträste>»»„lii»e, -Teilung durch 2'erliakliung der ikiiberllel'n. io—lv ß ^ I» 1 I « » I» ,1 I» ^ X« I» I « ! Her» I»il. Herbab»», Äpolkekee in Wien. »nteoei^neter erl>indt Ilnic» ald <^rn»der d>» UlN"' rbo»t>l,o> iqsanrrn ,^»lk-<5>^". L»r»p dcn ln»>>,s>en d>e vollste An'rkennnnq üder dik HeUkiast dieses unick!>U>^>rk» Pi»v>il!>te>' att-znsrrech,'». ^chl>e>!en «ie selbst ans de» öi'invtou cn wie schwer tck' er- kraiikl »var. .^ch hatte wieder, n,^cht>i>t'k Schweipe. Diarrhoe, — t>adei Blntsrncken. Brust- und !>inck>'nscknuerzeu. Xiy?ln in> Kel>>ko»se und inaaerti" dadei load, das! >>1'von >neine>n ^!o>»lalacn'ickite von M >>ao in kurzer.!eit ans 5>u .>nlo IiernnKr ka>n ^ ich n>»rde daber allseito als schn'indsüchtiq »>is>lk>iel>e». i>on da an qebrauit'ie ich kurze '!e,t,U>ren,^>>lk t2»r»p nnd wurd>v «Volt nnd .Uinen z»,n ^a»kr nvllkomiiici, »,cs»nd nnd krrejchte nach weiterem l^edranche diese» Pr.iraräte»' e>n erstannUche» »eiricht von »tilo, e>»en Wodlslaiid den ich iiie aeliabt tiade. Wlit arositn Hochachtiitiq ^ 0» ^ Porzellanmaler. Die !«ich>iakeil Diese» dejensiendi M» E »«">»»» E-^I'rIN'1 i Porjeltansahrik Schö»f-ld dei Karlsbad, 10. Jänner Üv'a. 'Vreis einer Hlasche (saniint belehrender Broschüre non Dr. LchN'eizcrt l fl. 2-» kr., per Hol 20 kr. >nel>r sür -Packung. Ivb Wi- ditten. »u>'dru»»,>. - ><>><'» laEx- II.', ,,i »erl»»>,> ,> "»r »«s odtqe nc- 1«^ kordlich »>rotok»llir,e Lchubmarke )» .»viei, die sich >,»s ieder Flasche kefindei, »IN». (^nicral ^crsliidiiiigo-Tkpot sür dirPlovinzcil^ Vieu, ^potkvks „i. vLrmderiißirvik dc§ ^»>- ^r»l>a», tti>iscr»ras,k »tl. Depot» ferner b'i de» Herren Hpullictlcr». r .1. "ud .1. V. r ,, OIiri»t..s..I.!lti. EiMlendel. Lteber Jackerlpulver. Die Bcze!linu>»ji Zachcrlpnlver ist eincSllieilS dadurch. das! dieses Pulver das erste i»> Handel Evesen isl, andernibeiis da-Inräi dni> es siäi durch seine anrcrardenllichc Wirknag in allen Kreisen deS Pi,blic>,,ns Anerkenn,,»g nnd ^arnlarital ernngcn ^ , so>asagen .;»,» -aiiiinelbegriff aller 7>»,'ec,enve lilgangS mittel aewardc». d. l>. das große Pnl'lienm bat sich daran ge-wöbnt den '.'laaiea Zacherlpnlaer ',n gebralichen. i,,n alle gnlen Eüienscliiine» eines Iui'ctenvnlvers nberbanpl;,, bezeichne». io sli,>iestl,ch das Wart .!achcrl>.'l,l»er ,ni, den, allge»,e,iie,i Be-«liis- ^„se>lenp„l»er gleichbedenlend geinarde» ist. Daran» bat wauchenarlS der »ebelstand ergeben, das; inan ,,„ gnie» Glan- -iacherlt'ulver kaufe». mir mit gewäluilil c,u Susecl ,, n.-7 bcdieul wird, ja vsl sind schau La ragale n»d selbst nn-» rkiame P^idncte. wie sie leider der v,ll,gke,l l,al>-cr vark»,,,. » c>n>i,erlvnlver rerab eichl >n„rden. „,„ sie 'a »erkänsliilier ,nn>cheü Fast wäree- demnach mnlii» Lacher!'»> Zacher I.nlner ru verlade,,, nn, sin z„ »er ewusern ,,echtes Zalierl. ln r" erhalle». ?an,it »NN jede!,, Mische:ständnisse die,er nnracbeual werde, scheint es gcbalea. „, erklären. wasZaä-crl-I»er ist »ud an » cläier Pervackn»g ,nan es erkennen kann. Ech. ^t.^rlvulacr ist das ans «rnnd incbr als vierzigjäl>>iger L . - ^ nnS de» aea.äbltestea Puretbrnn.-Pflanzen des Orienis ? '.7' ner -^iw'-' eneng.e Pra^net. ?ie dnrch t»niendfä>,ige ')ll> I > „l^iniae ÄnSieichnnnge,, ans alle,, Weltansiiellnnaen ^.'/rkaW.rks..„ken, wann, das Zachlr!-« jede ^„seclenl'rnl bis ans d,e letzte Svnr nertil..». »er-k, d kses M'ttel n,ch> »ur der sorg'ältigsten Verein,ngSnie-,„„dern insbesondere der genanen Nenntnis, der Be,n„S-1 i>-„cr Pflanien. wel'e d,e i»ieclc»lädte,,de Eigenschaft ,,'inste,, besiueu. u»i! d,ese 'dslan;en ,,, Be;iel,nm, ans , er ^ Uu"n, nne d,e r,anbe Z„,ec,cnvi>w ^ ^ («^,,gcnl„i, ,n„s, einer -ruv»e ^eüeniwi^ Pcillelu Er,»äl,n„ng getbnn > erden, ,»el>1,e voniuic t ,^,„-l„>^nlischeS, „berscc,sches »der R»md- -e. -c- als ivgenanuie »e» entdeckte »der »er->»,i„^l in den Handel gebrach! n>crde». Die Gebaut'!,,»,, bestände e.ne nene Entdeckung der A t. das, e.n den nnd c>insllnercn „„schädliches, a», .Uileeien aber besser MenichiN „nd ,a„^e .mrkendeS -u.ittel ans- ..oder ^ . j,-. »r,iricl)tia, denn es i ristirt »ueder,ine niine- rE>e'"wch vegetabilische ^»bnaiiz. die c.,„,e .,ifti.z !'-in ^ ilrer ii.seelenverlllgendcn nn- Eiernd mit den P»reIbr,„„.Psla,nen z» t'en,len1,en ,st. D,e Pe-7,alftr,>c „„brr^-e,,et," ade, „truno- „clillling ,,n x,„c ,n n's„bn,„g des PnblieninS, nnd atlanrnm Nlfalac wissenschaillicher I>iitcri,ul!„nae». ni>1ns ^>>dvcre,^I w,e es säw„ sei, /n bc annl n'I. Zaä'crlmilver wird wegen der besseren Yall-in »^riain»I-2rerpaeku»g „nd nicht lasen, ^fa„lt we> also sicher icii, will, echles ZacherlmiU-er LustMldc v ra, Pt,,,,,, imlke», ^„cherlt'ulner nicht ,„ lasen, Pavier. saader» rveiche,,. ve , « ' rch„,„„arke «rschc,kesse) nersebenen >?ri. U.Pcrpaeknng. >,„lers>.che ,edoch diese genau, da es . vargekanunen ist. da» selnst Pe,t'ack»ng and LchuU- schon vlcls ' ^ ^,.i,r»,ul)te Pcit'ack„nge„ „„> ,,„ marke ge,a . nesnllt und iviedcr »ls Zacherlpalaer an„e-wirksamem ^ « O I59) , 5 tzoie» n urden Wien. I., . «risper. Winkler. Ja,, ^wobödu, k»»rd M">>r and Kerd. Plnntz. U i> t « I» !!»«>! ^ ->>k„-iq 'lbält >,"> sosert znrürk bei dk,» Mki» W-s—! " ,irfrntc« ....->»<>>>»> < II:,, 2 »^sicher >r> nch,r n-irkr>,o l'k, ^ H»»rn»ef»>I und <' r.,>.inc„ d,r ^ ,^, ,oia be> ni'Iirm.'lainn Nict'in,, » l^inikibe« ^ > Haarc- >>i,r,ai,dt >» - ri»i»al.^la>chk» > 1 ft. S» kr. s-^-»^ga»'>,i>, ^ . ^ , ft d,,r-b >.N,>I.I. II,„II, ....... Z »^->„,15^ .. j „ 8 « »> „ I » ,1 , I ! Kvuv8te Lrünüim§! Üiaiscrl. könii^l. ausschl. privil. FikUiischlllj liir.Illkllschkll liliil Lljjm, .^cinc fliegen mcbr in^irnmern, K»if!)cn,Kamnlcrn, i^lciscb-bänkcn und >staUun^cn. — In dreierlei Erzeugungs-Abstufungen und ;wnr: Fliegenseliutz Nr. I für »iciischlichc Wc>I>nraume. Durch diese »ueine neueste Erfindung, welche allseitig gl.'inzeud ervrobk wnrde. »ü endlich die grösrte Wohltl'at fnr »vtensci-en und T tnere zu Stande gebracht worden, ven keinerlei Fliegen inehr qe^nält ;u werden, und zwar Fliegen ni^t wie l'iSber niit gefäbrlichen'^,'iiteln ;n vertilgen, wo durch Hineinfallen selch iinpräanirter und betäubter ^liegen Lpei'en nnd Getränke oft gesuudt'eitsschädlich werden, sonderu ron jetzt an die ssltegen a lallen Zimmern. Küchen. Kammern. Böden rc. blos zu vertreiben nnd fnr die ganze Hliegeineit gänzlich fernzuhal» teu. In Blech-Iaschen " 1 >nlo >» fl. 7<» kr., »i >iilo :i'< fl. 70 kr. F-liegensclnitz Nr. II für Fleischbänke, dasi im Sommer keine ^lieg'N auf dn>^ Fleisch gebeu. dieselben davon für immer gänzlich serne-tebaltkn werden und das Fle sch auch in den beipeften Son.merlcigen seine votlne irische bebält nnd keinen üblen (-)eruc1' a»nii»mt. In spetiellen ^abrikaien, welche gleichzeitig verein: in '.'lnw ndung kommen. bin;elne .Dorvel - Dosis über 1'/? Kilo fl. 0 kr.. 6 ^ons »it fi. ivliege»sch»tz Nr. III sür Thiere, Pferde, Ninder rc. »iid Ltalliiiige», womit alle Stall fliegen. Slechslieqen. fließende l'ferdelänse, Bremsen, Gelien, 'v.ücken. Wesren n. s. w auf der LLe de. deu Straßen, den Auen, Waldungen, in Bespannung, auf der Weife uud auS Stallungen r^.. insbesondere! von Vierden Rindern und für die ganze Fliegen;eik vollkommen ferngeh-Nren und davon gänzlich nnd fnr immer vertrieben werden. In 2 vereinten Blechflaschen zu je '/- Kilo ^ fi. 00 6 Dons .',N fl. 50 kr. Die näheren Details sa^t die Gebrauchs-Anweisung. Die Preise versieben sich ab Laboratorinm >n Wien Emballage sevirat znm Roftenvreise berechne!. Provinz Aufträge nur gegen Borein cndnng und Nachnahme. Berläßliche Bertreter werden gegen Provision auf geuommen. ^leicl'zeitig dieue ^ur diachricht. daß für alle wo uud wie immer eristirenden schädlichen und lästigen Ungeziefer ;ur gründlichen und gänzliche, Ausrottung für jedes Infe.t separat die stärknen und sicher fteu BertilgungSminel ntiter ie."er Garantie von mir erzeugt werden. Insbesondere aber für Hans- und Wanderratten. Scherr-, ,>.. t« nt« . :r > lcim (?rfi»dkr, k. k. Priliilc^iiimS-Ittliaber »»!> alleini-qcil Erzeuger .1. Chemiker II« i« AH >1^« «I« , AH « It in elwa vierte,>» kaqen so» Zeit»»"S^' und >11 >>>"'""" ^„,0^1 errncht,,. ^ Bureau in r.'.'.l".ch , ^orü-^moeikL. >>eiiiist»tten von I <»0 ^lcker ^iegiernin;ol>nid fkine wnlcir ^akiuni, a»s,rr 1» Dollars für Sinuvkl d>» Liesi^ Doeiunettikl'. NO Millionen 'Ilcker fiir 'II »siedl,in>>o;weeke. Vcriilit df> dkuische,, '?It1iii'.i„ 5'le>,i,tr„, ^ir kue^lich i-rsuchirn. sow,e xailk», Beeichurr» >>,„>1, >,, i>i'I>i»is>1>er n. und >,k,u,„e .insoiina Iio»c>, >'e;uqiich der Hili»>i»el,»n de» Äewcr,>k. dki> tz>>udk,>'. »»„ dcr , für ^ Ü-Ipiia > X liste» und" .„/orm-xlonen, ^ Pro," - ^"ttn l W //>> Probe - »»,»>>» graii» «>id sran.o I» I IVI »I «»«»I 8 4 ,!4> oder ro» .<^ttc> M»>is», ävien övävll üblen Kormrd AlllNÜV ,ll», dir uns dciu IL 1^. I»I iv. II« t»I) vt'n FI. »»>'. FI. ^n HH i«'i» augcnblicNicl, »Ild naclibirltifl, ^lklchqiiliq ob dkrseli'k aus dem ?)!»»dc, den, M»>ie», dl'r^iinftc oder^kasc l>er!„I>ri, da 'elbe das einzig eristlrende Äntlsepticlin, lf, >vk,ci'es o,' seiner adsolnien Unscklidlillikcit „i-lil nur zu», AuSspülen deS '^It'undeö i'eeu'kndki, sondern auch verschluckt und inhalier werden kann, „,» den üble» Geruch an de» Onelle i» belieben. Die b»ial»,'IuS-P!undesse„z ist in all n .ilvolheke» uud renom-uiirien Parsnmerien de, oste,r.-unqar. Monarchie und des Auslände» zum Preise von ö. W. st. i.2<> v, jziaeon sorrächiq. Direeik Besiellnniie,, von mindesiens li jvlacons werden porlo franeo effeüuirt von, ciqciio» Vcrsa»dt-Dcp»t I» HN I^ ^, I. II»»« It« ^» . I. Gute AuSstattuiist - >ict>icgc»cr Inlialt billiger Prciö. der gesattittiten Presse günstig beurtheilt. Nettester» deutsches Bolksliederbiich von L. t^rosi-l'ttiier, euUialieud an 4l>» der besten und sangbarsten Ztudenieu- und Trinklieder, Polls- »nd Palerlandslieder. ','iichcslieder. l^onvleis. Arien uud Zch„ad»b„vst». ,»il Aiuiabe der T onarl de» Dichiers „nd Komponisten I^8i ^ ^.). beaneinstes !aschensormar, 5» kr., geb. ,i > kr., in Ganz. lemen nni iVolddrnck 75, kr. Der unverwüstliche <^csel1sch»,ter von von ^rettde»tl»»l, oder die Klinsi. aus allcn eÄebielen dl-s aesellschaslllcheu Lebens als Mann von Well sich belieb, zu machen. (i,U S.) kr., aeb. iik kr. Der allezeit fertige Deelnnintor von Dr. rlinfnel Hell buch, en,ballend die auSa'wäbllesien !Li>rtraqsstü>» kr., geb. «iS kr. Nenefter.^rigin»l-Bries>tell>-r v. P»nl C>'orneli»ö, oder Üilusteebuch zur Absassnu-, alter in, grwöbnlichen Leben vorkom-niender Anss^tze und ^orresvondenzen. lx>^ > ^ «,) 5>,i kr., iieb. ii'i kr. Kaiser Joses II. der ät>ol>ltl>oter seines Volkes von Dr. ,^r,i»j von Nenberq. Mit >! Illustration ,,. kr., aeb. kr. Neuestes bürgerliches Kochbuch sür den einfachen .>>ansl>alt von «vranzjyt,, Meitner, l'estihliid in UI'< rorzü>>lich»en .^ioch- und Liirldschasis-Rceeplen. ,^2. ,i,i,> - .> ,!>>» kr., ,,,b. ,i'i Ir. ,!>i bc^iclie» durch alle B»chlia»dlu»j;cu in Malbuch »iid durch de» Verlag l l III»m. iiilLli i ^ AH l« », III « I, »« 1^ > » 2 , I ^ M M , I «» Perzeichnis, enipseblenSwerihrr Buchrr araiis »nd franco dnrch die Perlagobuchhandlung. "VVl i,U'>4> 2v ,i Schnelle und sichere Hilfe für Magenleiden nnd ihre Folgen. Die Erhaliumi der Gelundheit bcrulit ci»;ig ,i»d allein in der Erhaltung nnd Beförderung einer guten Verdauung, dcun diese ist die Grundbedingung der Gesundbeit »iid des körperliche» und geistigen Wohlbefindens. Das bestbewahrte die Verdauung ;» rr,iclii elae richiige Nliitiuischuug ;» erziele», die verdorbenen und fehlerhaften Vestandtheile des Blutes z» enlserue», ist der seil Jahre,, scho» allgemein bekannte uud beliebte R. Mll'8 I^livnttluilsrni». Dcrsel^ e, ausde» besten, heilkräftigsten Arznei-kräntern sorgfalligst berettel, bewähr, sich ganz zuverläß-l>ch bei alle» VerdauungSbeschwerden, ,>a,»e»,lich bei 41ppetitlosigkeit,saureniAnfstosien,Blähungen, Erbreche», Leib- nnd Ntageiischmerzen, Magen-kranips, lleberladnng des Magens mit Speisen, Verschleimung, Blut>rudraiig, Haiuorrhoiven, Kraneiileiden, Darnikrankheiten,.Hnpochondrie und Äirelancholie iiu Folste von Verdanungsstö-rungenj; derselbe belebt die gesannnte Thatigkeit der Verdauung, erzeug, ein gesundes >»,d reines Blut »nd dem kranken Körper wird seine frühere Kraft und Gesundheit wiedei-gegebe». I» Folge dieser seiner a»Sgezeich»ele» Wirksamkeit ,st derselbe nini ei» sicheres „,id be>i^äl>rle§ H geworden mW Hai s,ch eine allgemeine Verbreitung verschafft. Eine Flnscbe 50 kr., Doppelflasche 1 fl. Tansende vo» Anerkeiiiiiiiigsschreibe» liegeii znrAnsicht bereil. Derselbe wird auf frankirte Zuschriften gegen Nachnahme des Vetrages nach allen Richtungen verschickt. Herrn Apotheker B. Fragner in Prag. Ich habe im Oktober 187k von Ihrem „Dr. .'liosa's LebenS-balsam" 1 Flasche aekanst, ich babe nämlich schon viele Jahre an Maqenkramvs qelitken, was mich ver.inlasite, einen Versuch zu machen Nach einer Zeit von tt— N T.iqen bat üch dieses beiden. Gott sei Dank, ganz verloren. Ich ersuche daher mir 4 Flaschen zu senden, nm denselben als Hausmittel bei der Hand ;n baben; »ch kann dieses Mürel jedem derartigen Leidenden anemvsehlen. Achtungsvoll ergebenst < ni-I I'«»,,,». Strohhutfabrikant in Dresden. HH tt i « ii ii A. Uni niiliebsninen Miswerstä»d,,il>e» vor.z»be>ij)eii, ersuche die P. T. Herrei, Abnehmer, überall ausdrücklich : Dr.Nosa'sLebeuobalsaiu n»S B. Fragners Apotheke in Prag z» verlaiine», den» ich habe die Wahrnehmung gemacht, das« Abneliiiiern an nianche» ^rten, loenn selbe einfach ^ebciiSbalsni» „nd nicht anS-drüeklich Dr. Jiosa's Lebensbalsam verlangte», eine beliebige, nicht wirkende Mischung verabreicht wurde. >»ck vr. IL08L'8 LedvN8da!8LM ;n beziehen nur I», Haupldevvl des ErzeagcrS B. Fragner, Apolheke „zinn schwarze» Adler" in Prag, Erke der Spor-nergasse 205—III. I,nll»»«>l» : (st. PiecoIi , Apotheker: I. S v o-b o d n, Apotheker', I»l. v. T r » k o c z l> , Apolheker; ^ilb. Äi a l> r , Apvlheker. IL»'»»i»I»»i-^ : >larl ^ a v n i k , ApolhekerH»>«>«»> t'MH,«»»»< : Do,ii. Riz - oli , Apolhekei", : Josef M o ö n i k, Apotheker. Länimtliche Apotheken nnd grösiere Material- liaudIn»geuiu bester, eich-llngarn dabenDepots ____________dieses Lebensbalsams. Prager ^lniverlal-LittU'.sall'e, rin sichcrci« und rrprobttS Mittel ;»r Heilung aller (5-iit;iind»ngc>i, Wnildrii und Gcschwürr. Selbe wird inii sicheren, Erfolge angeweiidet bei der E„Izi,nd»»g, Milchstoc!»,,g „nd Verhärtung der weiblichen Br,ist hei den, Entwöhne» de» ÄindeS bei Ahscessen, Plulschivären, Eiterpnsleln, Karbunleln; bei Nagelgeschivü-ren, beii» sogenaniilen Wnriii a,n Finger oder an derZehe; bei Verhärtungen, Anschwellungen, Druscngcschwnlstcii bei Fellgeivächjeii, beim Ncvcrbeine, bei rheiunalischen „nd gichlischen Anschivellnnge»' chronische» Melcnkscntznn-dttngcn am F»s,e, »nie, ^a,id niid Hiifien, bei Nersta». chniige» ; beii» A»sliege» der Ära»kc,i, bei Schweisisiisien i,»d »'iihneran^n, bei a»sgesprn»gc,ie» Händen „nd fiechtenarligeii Schr,inden, bei Geschivnlste» vom Stich der Insccle» ^ bei allen Schäden, eiternden Wunde» Krebs-gtschivnren, offeiien Fusien, Eiilzundnugen der Knochenhaut ,e. Alle Ciilziiiiduuge», («eschwlilslc, Verhärliuigen, Anschwellungen iveidei, ,» kürzester Zeit geheillivo es aber schon znr Eiterbildung gekommen ist, ,vird das beschwur in liirzester Zeil olnie Sch»,erz a»sge,zogen und geheilt. In Dosen », 2.» und :t.» kr. 4m < » , I» r» I n «I. Das erprobteste „nd dnrch viele Bersnche als das verläsi-Uchllc ^littel bekamu ziir He,Inng der Sch,verl>origkeit n„ü ^ ' ' -res. U»58> zur Erlang,»ig de5 gänzlich verlorene» Gehöres. I Fläschchen l sl. ö. äv. MHF«kbo-kn-Glan)-5Äck.OM VV '- vorzügliche Coinposilion ist geruchlos, trocknet^ S / XK.^"sofort nach dem Anstrich hart und fest mit schönem, gegen Nässe Haltbarel! Glanz, ist unbedingt eleganter ilnd dnueihafter als jeder andere Anstrich. — Die beliebtesten Sorten sind der gelbbraune Glanzlack ldeckend ivie Oelsoibe, und der reine Glanzlack ohne Fiirbezusatz. Uirdei lngr für' Lnilmrti l>ri LU. Nunptiiinntt. V > rr i» ^ LI I» , i « t «» i» I», in liki i li» und L^ittK, Erfinder und alleiniger Fabrikant des echten Fußhoden-AlanzlackeS. 1181 krümHit l.)«>u 1872, ^Vieii 1873, kriil» 1878 8ilb6iuo Aeüaille 8Axl6liii6r" Litter^uelle äuroli I I«I«>8 I r««« litii« LNLl;'3>rt, so^vio orxrodt unä AesvliLtxt von ineäioiliisolivn ^uioiitLtsn, >vis LLinheiAer, Virelu»», Nirsvli, 8piexvIIieix, 8eirnroui, liulil, >'n88hain», Lsmaroli, Lusismaul, krivä-reivli, 8vlinlti!6, >Vnil«1vrIioIl vle. vvräisnt mit ksoirt als äas Vor2Ü^1iedst6 unä ^Vii'ksamste aller Littei-vvässer 8Nlp5ol>lLN ru vsrelsn. — Xie>l6rl»ALn sind in allen solicikn >HnsrLlvvLS8sr-Ii^ndlunAvit null äsn rneistkn ^xotliklron, äoelr virä Aslzotvir. stets Lusclrücklioli >i,»»I«I,»»« r 8 ru vsrlanxön. 1»S7 1« 8 Oer Losit^er: LllärvLS SLXlsdllvr, vuäLPVSt. Echt zu bczielie» i» «lelail in I aihael« : bei Herren W. Mnyr, Äpolh., Gubr. Piccoli» Apotheker, ,I. Swoboda, Apotli. nnd!Aul. Trukoczy, Apolii., ferner in den Apotheken zu Uimelin^Ialt I , i« M»« I», 14, » Nit«» < IL> »»>»>»,»> k. «»«ioÜM^verlli nnd AH ielrii»^. I „rviM-H iiiael« i eil ^,08 in allen größeren Drog»eiil>andln»gen »LUpt Vvpöt IN üvl^ Itl » I^i-8 k. lr. klotlisferLnt, «>i IL«»i i»i Preis einer Flasche 1 fl. ö. Lö. AL Außerdem befinden sich fast iu allc» Apstlickc» in den Äronländcr» Depots, welche zeitweise durch die Proviu;.,,o»rnale veröffcnllichr werden. (IIL61 k—L L,,r »e«eI»t,,,>L Beim Ankäufe dieses Präparates bitten wir das P. T. Publikum , stetig K >v i z c> a's Gicht - Fluid zn verlangen nnd daraus zu achten, dasi so>vol>l jede Flasche, nls Karton mit obiger Setml,marke verseilen ist. II« »l i Vollstänvlgste Nahrung für Säuglinge und schwächliche Binder. >»,>. »»« Grofteo Ehren-Diplom. cdailleli eftr verschiedenen mcdicinilcher in Vrostlvn l^aoli>vn). 1"r»u-.»«1 inie- I>«'ilttu^«»n : (!06^)^1ll!!-20 r.VVIUKZLIäkkL. IIl IIlI 8 <<»»«><»Mii t« Flilt li LUi»t Dsx-oliD 1271. l'ei den Herren Wilh.Mayr, Apoll,., G. Piecoli, Ap., Jul. v. Trnkoczy, I. Swoboda, Apoll,., nnd in allen Apotlieken MainS. (1166) IV-4 I ^fiuden sichere Hilfe dnrck A n>^uie'."^el!'ode.<'ouo! >n Derst inich sichtbare» 6r-W>Mfolgen^ Buesliche Behandlung. Hunderle geheilt. I'i»> Di'. i ,», i»>, «r. i»i«,, « «l,« lO—5 'I'i'«t»i«». 9) ILIL' diese gesetzlich ^epoiürte Schntzniarke ist jeder Gichtgeist nach Dr. Mali«' sofort als z-alsificat zurück-zuweisen. "LM2 'sÄ »iicli »>'. Iliilii- ^50 kr. »V U VN! entschieden da? erprobteste Mittel gcge» Gicht und Nheu- I ! L »latiönins, Glicd""iße„, ^ikenzschmerren, Nerven- / .Hi seliiner;» Äiischwelliittgen, Steifheit der Muskeln nnd Sehnen rc>, init welche»! »ach kurzem Gebrauch diese Leihen göuz-^Schutzmar!-^ behöbe» werde», wie die» bereits niasscuhasle Dailksogllllgetl beweisen können. Herr» .Iiil v Apotheker in vnibach, Ihr I»«»« I«t »ach I»«'. ZInIlö il 50 kr., sonne auch Ihre <»I«I>tx»IlI»« Hobe» sich bei »>ei»c»> , Monate lindauernden beiden an Kreuz- schnierzen und Glieoerreisie» vorzüglich bewahrt» daher ich Ihne» für diese Arzneien nicht ae»»o meinen Dank nnd -Anerkenn»«»« auSsprcche» kan». 21!it Achinng Möttling» ain 10. Jäiinci I88L. 'T Alpenkräiltcr-Syrup, krai,rischer, H7is?rk^'t''H7l7schm»'e7 Brust- nnd Luuitcnlctden. 1 flasch? L6 kr. T> ist wirksamer als alle im Handel verkommenden Läite und Lvrnpe, 4'iele Danksaqunqen erhalten. innste Sorte >'or,ü>,li» ge>,en Leropketn. Luuucn-vsucht, Hautauöschlägc »nd Drütc»a»ich>»cll»u> qcn. I Alas>k»r und LtNtiryek ln rvtnnr'lvll^er, l'iru»!, de« ,>.>hnNeischc» k« »er-ireilt sofort den üble» (Geruch au« dem Munde. > Ktasche w kr, Blutreini.zuugs-Pillen, k. k. priv., tausendfach glänzend bewährt lei Stuklnerstvpfnn;,e» , .Kopfschmerzen, Schwere »n den (Gliedern, nerdarbenem Magen, 2eber uu^ ^tierenletden re. In Lchachleln K 21 kr.. fink stelle «nt 6 Lch.ichtflu l st. 5 kr. '^erskndkt wird nur lme 9iolle.^Die>e Pillen ünt' d»t wirks.nnsie»l unttr )tllen. ^ lnqk n.,ch lanqjäkriqen Grfahrun^kn als norzsrglich wirksam anerkannte Gvkti.llitckkkn fuhrt stet- frisch .nn 2.»q,r uud verskudkt sofort pr. 9tach>uihmk die Z«I Einhorn-Apotheke des ^«1. v. 11 ^ 2»-lt »" Laib., ch, Nathhattsplnh Nr. 4. <„,^7, DaS echte I»n !'«»>»>» M« I«« wird „llcrort^ bei Irrank liclte» dce« Mundes und der,i >> I>»e >> on d e n A e rztc» »ilt den grösitc» Erfolge» »»>;cwc»dct. Der »nlerzeichnete hat bei verschiedenen Kr.nikkeiten de» Alunde»' »nd der Zähne da» vriv. Analbeein.'D>nndwasser de» k. k. Hof.-iahnarzteS Or Z. Povp in Wien »nd ^war stet» nilt dem greßieu ^riol>ic verordne«, er nnvfiedtl dasselbe daher a»S qan^er lleber-zeugun>i. e > li n. Dr. Bor», Mitglied de» Wiener Dokioren-Üolleaiuui«. Zn haben l» L»ib»cl» dei Xarinaer. I. Svodeda. .>uliuS v. Trukelz», H. Birschiv, e». P>e>oli, '?l>'0tt!eler, 'i-as» Petricle, " Pirkert, t^alan-teiiew.iarenhandlungen, >^d. Äiahr. P.irinuienr > X ^asuiik, >^el>. irisi er in >!ldrt>>l>>'>'>;: «u>'seesch>uidl ?lr»thekel ^ ^lurtfeld ! Beuiche». A>>^ ^di'l» .- ,i. Warlo, Avtheker ^ rolttliurizr Lchauulk. ?I!'l'I!' N»bolf»'n>krt: li. !>lizzol>, Apotheker, sowie in sä,-nulichen Avüthekeu u»d Galanteriewaare» - Handlu»->ien «rains. <>>>!>l. senden >vir auf Perlangeu uuseren ucneu illnstrirleu Waffe»'-Katalog, welcher jedem Jngdfreund von besondetenl Interesse sein ditlfle, da er sammlliche Nenlieiten iu Waffen Ilild Jagd-artikeln enl>,ält. <1l57>6—b IV. Srailvr L vo., Ulnffciifliliriluuitcil, Wien, ^n!l)en1liulm!!rnltt' 18. (<»« st» t isi ) kniser l. köni«;l. priv. NkttlllMkll-MliKallt, Wit», VIII., ^tlchriifcldcrstraßc ^6, nnvnrhlt srii, rkichk.Utiak- ^'.'ger alltr ^UNiiiHkN ^Et-wonrcii, und zwar t^isc»l>cttc», Bettrinlavr» ^i>>' tl»vc», ut-,1 kttr !l>>-«tr>>'>scII, Bt«t»'»scl>c -cNk skinr ,,rvve Aniwahl von Bcltfcdcr», Fl-iunnn, Dunci, und gesv'ltrnkiii Nos>I>>'>»rc. Prcl>?-t5oiir»,itk s»i»iiit ,!cii>»«licdactcur liwizda's (lirlil-l liiiil, fett 3aJ)rcit cr}n*obte3 uorjinjltchcö ©itttcl gegen Gicht, Rheuma und Nervenleiden. f o Huwmelhe luMvnlirt Midi imeli viiHrrfriirli hei " Verrenkungen, Steifheit der .TliiNkrln iintl Selt-“ ■•«‘■i. Kliit unterlauft! ngen, OiaetMeitiinj&eii. Un- S empfind lieh heit «!<-■• Ilitiii. ferner hei localen ■5. lii^nipIVn (11 >i«lvtzi§ I 1073 84 LS tt><- ^ III» «1 I I»« « - I »I» I» u rt - II i» u 8. ^ 6rv58res Ver8Lvär§esctiäkr. ^ Zu Lngror-Preisrn orf-riren ab Mamburg per ^ o'l vorlofrei. jedoch u o rzollt, da wn den LandesioU hier nicht zahlen können, gegen Nach,»ahn,e bei freier Emballage ^ in Säcken j 5 Kilo. ^ Nr. öW. fl. 21 Mocca, echt arabisch 6 0°2 ^ 22 Mevado. sehr edel 5 83 ^ 24 Aava I, geld. edel. 4 53 ^ 30 Cuba, grün, kräftig 4 6ö 27 Perl-Mocca, s. ergiebig 4.88 25 Zava I I, gelb edel 4 20 H 92 Saatos, reinschmeckend 3 90 33 Domiuqo, ergiebig 3 80 H 34 Rio. kräftig und rein 3 50 Thee, per Kilo v. fl.—.75 bis fl. 5.50^ Run.ttron'Lardiuea.per^aßca.öKo. 1.7ö^ Prompte Bedienung. Prrislisteu, sowie ^ kleine Postproben fraaco zu Diensten. Wir ^ liefern »ach wie vor nur echte reiaschmeckeadk K Aaffee's für vorstehende Preise. 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