AM, Sonntag, 5. Keöruar 1899. Kerw»N«»g: NatkdauSgasse Skr. S vkzuqsdtdlllguage» s Durch He ?»st dk»«a«i>: Vlrrteijaftrlg . . . (. l-«0 ... I. a-SK) «oiujatiri« ... It. «'«0 < «litt litt g»gedttHr«n um »ic tzoytlt» «d»n,x«caig gelten bti |bt »ddeftell»»>. 24. Iayrgang. Ar. 11. Kchrittleit«ag: W«tfcb Ktm Mchl KÜ(|i(itni namtnUle Ew-«■Imtgrn mät tcrild|tittt«t. ,£Xiit14« ©»41" rr|9nnet«ta0 man«. V»I1p«c»fie» stechlichkeit — wir wollen.-,nicht behaupten, daß in diesen drei Merkmalen des aliösterreichiichen Beam-tenthum« «ine Aenderung eingetreten ist. Wohl aber wird eine solche Aenderung von der slavischen Po-link angestrebt und durch die gewissen Maulkorb-erlasse angebahnt. Die slavische Politik will die eiserne Objecti-vität des aliösterreichischen Beamtenihums, da» sich naturgemäß aus dem Deutschihum recruti rte und daS von deutschem Geiste beseelt war, ersetzt wissen durch die Befangenheit polnischer und nationaler Impulse — einer Befangenheit, welcher der deutsche Beamte, wir möchten fast f^gen: leider, nicht sähig ist. Au« diesem Grunde spielt sich der natio-nale Kampf bei den Slaven in der Form deS Aemterschacher« ab. Daß die Bureaukratie dem Slaoenthume .nicht freundlich" gesinnt ist. läßt sich jj leicht erklären. Jede Bureaukratie hat einen «mnlistifchett Grund -zug, weil sie da« Element im Staate ist, dem da« Interesse de« Ganzen am meisten am Herzen liegt. Der slavischen Politik ist da« Interesse des Staate« heute gleichgiltig und so ist e» begreiflich, wenn sich der den Staat zerreißende slavische FöderaliS- .Hm" »Das Alter bast Du. Achtunddreißig, nicht wahr?" „Neununddreißig." Nach einer Weile sagte der Amtsrichter: .Weißt Tu. alter Junge, zum Heirathen fühle ich noch kein Bedürfnis:" „Ja, es sieht merkwürdig ordentlich bei Dir au«. Du wohnst Chambregarni?" »Im Gegentheil, der Contract geht auf meinn Namen." „Wie denn?" .Sieh'mal! Die Wohnung hat fünf Stuben. Davon habe ich drei für meinen Gebrauch. Zwei und da« Nebengelaß habe ich abgegeben für meine Aufwartung." „Ordentliche Leute?" „Wtliwe eines ReclorS." „Kinder?" „EmS." „Sohn oder Tochter?* „Sohn." .Wie alt ist denn die Frau?" .Ja, lieber Mensch, das kann ich Dir so u nicht sagen." «Ist sie jung — hübsch?" fragte der Bruder mit Nachdruck. Da fuhr der Amtsrichter kurz herum und sprach mit klingeuder Stimme: „Sie ist respeciabel." Er zog den Ueberzieher an, nahm den Hut mus und der Centralismus der Bureaukratie die Weg« kreuzen. Die windischen Wetterriecher fühlen sich beengt, wenn sie nicht Tag für Tag bei der Regierung ihre Forderungen in Erinnerung bringen können und noch mehr beengt, da sie glauben, die Regierung werd- da« deutsche Programm nach dessen Verlaut-barung doch zum Theile würdigen und zur Grund-läge von Ausgleichsverhandlungen machen. Wir freilich glauben nicht daran. Eine noch spaßhaftere Differenz zwischen den Herren Slooenen und der hohen Regierung hat sich an ein Schachergeschäft, dem die deutsche Lehrer« bildungsanstalt in Klagensurt zum Opfer fallen sollte, angesponnen. Die slovenifche Presse hat den unsauberen Handel an die große Glocke gehängt und die hohe Regierung sah sich veranlaßt, aus „Schamhafiigkeit" da« Geschäft rückgängig zu machen. Im evelsten Steile wird jetzt über die Priorität in der Schwatzhaftigkeit herumgestritten. Ja! „Hätt'st Du geschwiegen still und 's Maul gehalten fein.... _ Kotitifche Zwndschan. Nom parlamentarische« Aerbande der Z>e«t. scheu KolKspartei. Wien, L. gedruar. Der Ver. oanv oer Deutschen VolkSpartei hielt heute zwei Sitzungen ab. in denen vor allem dem Abgeord« neten Prade für seine Rede vom 31. Jänner Dank und Anerkennung ausgedrückt wurde. Ferner wur-den die vom Vorsitzenden mitgetheilten Grundsätze sür eine gemeiniame Kundgebung der deutschen Link.» im wesentlichen gebilligt, sowie die nach-stehende besondere Kundgebung deS Verband es einhellig beschlossen: .Mit der neuerlichen Vertagung deS ReichSraiyeS Hai die unrechtmäßige Herrschast deS § 14 wieder begonnen. Der Absolutismus ist in Oesterreich eingezogen. Die Wege de« deutschen Volkes und seiner Vertreter sind klar vorgezeichnet. Der durch die Erlassung der Sprachenverordnungen, sowie durch eine Reihe sonstiger Maßregeln ver-üvie rechtswidrige Angriff auf den nationalen und ichtiii seinem brüderlichen Gaste voraus in den Coiridor. Hier sagt« er: „Stl Du geh' ein bifichen facht." .Di« Wohnung ist doch keine Kirche: oder ist einer kran! ?" Der Amtsrichter flüsterte zurück: .Nein, aber mein Stiefelknecht schläft." Die Antwort kam erst auf der ob«ste«'T'reppen-stufe und klang ein wenig graaUkchl^Du bist doch immer noch der Alle mit Deinen Alfanzereien im langsamen Tempo.' Die H.rren kehrten spät heim? es war schon elf Uvr vorüber. Der Bruder schwelgte in Zukunftsbildern. Er hatte seinen Liebeshandel mit der Tochter abge-jchlosse.i, und die war ein hübsches, gescheidte« Madchen mit siebzigtaujend Mark Mitgift. Auch der Amtsrichter hatte sich amüsiert. Er war neben den beiden Alten hergepilgert und hatte seine Freuve gehabt an diesen, die auf Tochter und zukünftigen Sch-viegersohn mit athem-lockender Besorgnis achteten, als wären sie zwei Angler, und der Fisch stände dicht vor dem Köder. Aoer da« trifft insofern« nicht zu. al« de« Amt«-richterS Bruder lichßshue ihre Einmischung einge« ANden hatte. ttaum waren die beiden Herren nun wieder «ritt* Amtsrichters Wohiigemach. fo machte sich dieser auch an da« Büffet und pflanzte eine Reihe Flaschen aus den Tisch. Besitzstand unseres Volkes bestimmt nach wie vor die innerpolitische Lage. Di- Rechtsverletzung, die das Mittel zur Durchführung ein^S leichtfertig vereinbarten, wirthschafilich schädigenden Ausgliche» mit Ungarn bilden sollte, blieb bestehen. Zu ihr gesellte sich die Gefahr weiterer Beeinträchtigung«» unserer Stellung. E» gilt daher, ungebeugten Muthe« im Widerstände zu verharren, bi» eine Wendung »um Besseren eingetreten ist Das sich immer stärker verbreitende und vertiefende Stammes-bewußt sei» gibt wohl eine sichere Gewähr dasür, daß unser Volk die Kraft dazu und da» erfordere licht Selbstvertrauen finden wird. Weder übertritt bene Zuversicht, noch entsagend« Hoffnungslosigkeit dürfen platzgreisen. soll nicht die deutsche Sache schweren Nachtheilen ausgesetzt sein. Die Rücksicht auf die Jnteressn unseres Volkes gebietet es. daß in so ernster Zeit, wie «S die gegenwärtige und unmittelbar bevorstehende ist. jedes kleinlich« Gezänke schweige und daß sich alle Parteien, denen die Wohlfahrt deS deutschen VolkSstammeS am Herzen liegt, in der Vertheidigung der Rechte derselben zusammenfinden. Die Deutsche Volkspartei wird j«v« nationalenZwecten dienendeEinigungSbestrebung stets nach Kräften fördern und daher auch die Auf, stellung der national-politischen Forderungen der Deutschen mit Nachdruck betreib,«. Möge der Ernst der Lag« in allen «reisen unsere« Volke» die Ueber-zeugung reisen, daß festes Zusammenhalten und unbeugsamer Widerstand heute mehr denn je nöthig sind." Sodann wurde die Stellungnahme der Mit-glieder der Deutschen Volkspartei in den einzelnen Landtagen «rörtert und schließlich dem Odmanne Abg. Kaiser sür die umsichtige Führung der Geschäfte der Dank ausgesprochen. Sin Aeitrag z«r Sprachenhetz« in Kirnten, In Nr. 23 des in Laibach erscheinenden .Llovenee' «st folgendes Telegramm enthalten: Klagenfurt. 23. Jänner. Bei der heu. tigen BerufungSverhandlung zwischen „s l o v e-Nischen Parteien" wurde deutsch ver-handelt und protokolliert. Der Vertreter Dr. Brejc hat dagegen protestiert und daS Protokoll nicht unterschrieben. Dieses Telegramm ist ein« der beliebten slovr. Nischen Entstrllungen. Der wahre Eachverhalt ist nach der Darstellung der „Freien Stimmen' viel-mehr folgender: Zur Verhandlung waren erschienen: sür die BerusungSwerberin Dr. Brejc aus Lai-bach. sür die BerusungSgegner der Klagtnfurter Advocat Dr. M i«t e r e g g«r und zwei der B«-klagte«. Die durch Dr. Brejc vertretene Klägerin war nicht erschienen, wohl aber der Ehegatte. Dieser war im Processe nicht Partei, erschien vielmehr nur al« Zuhörer. Der Vorsitzende, Landesgerich««-rath Schweninkr, erstattete da« Reserat in deutscher Sprache und führte dort, wo der Wortlaut einzelner, vor der ersten Instanz in flovenischer Sprache ab-gegebenen Aussagen in Frage kam, biefen in slo-venischer Sprache an. Nach Beendigung de« Referate« stellte der Vorsitzende an die beiden Par-teien-Vertreter die Anfrage, ob noch irgend ein, Feststellung oder eine Ergänzung des SachoerhalteS 1899 Als er dann prüfend da« erste Gläschen hob. klappte die Klinke, zog sich herad, wie wenn »in tüchtiges Gewicht daran hienge, und schnappte zurück. Darauf wurde der Ritz zur Spalte auf- testoßen. und ein Hemdenmatz erschien auf d«r >chw«ll«. <5« war ein Jungchen von zwei bi« drei Jahren, und sein Htmdchen hatte den Schnitt eine« SchürzchenS mit kleinen Aermeln; denn e« stand hinten in ganzer Länge auf. Der kleine Kerl trabte heran, schnitt sein Fratzchen von schlaftrunkenen Augen und rieb mit den Fäustchen. Dann war er beim Amtsrichter, faßte zärtlich mit beiden Armen um dessen Bein und f«gte mit dem kleinen, befehlenden Ton de« guten Rechtes: „Tiebeln ausziehe«!" Der Amtsrichter lockerte sofort den Stiesel, stellte sich fest gegen den Tisch und der klein« Bengel ipannt« sich vor. Er faßte den Stiefel bei Hacke und Spitze und zog mit aller Gewalt. Dabei hieng da« hemdliche Schürzchen vorn bi« auf den Fußboden, und da« ganze kleine Kerlchen kam splitternackt heraus. Ein klatschende« Geräuschpatsch l und der Junge saß auf der Erde und hielt den Stiesel im Schoß. ' Ebenso machte er e« mit de« Amtsrichters zweitem Bein; dann pustete er, wie nach schwerer Arbeit, rappelte wie eine kleine Dampfmaschine und machte sich auch an den Bruder heran. Der sah auf den drallen Hemdmatz halb gewünscht werde. Beide Vertreter erklärten, in dieser Hinsicht keine Anträge zu stellen. Nun ertheilte der Vorsitzende der BerusungSwerberin Dr. Brejc da« Wort. Jetzt erst, im Beginnen seines Vortrage«, erhob Dr. Brejc, naiürlich in slooeni-icher Sprache, Einsprache dagegen, daß da« Referat nur in deutscher Sprache erstattet wurde. Der Vor. sitzend« stellte daraufhin durch Umfrage fest, daß der V rireter der BerusungSgegner und die persönlich anwesenden Beklagten der slovenischen Schriftsprache gar nicht, die letztere de« hiesigen „windigen" D'alecteS zur Noth, dagegen aber vollkommen der deutschen Sprache mächtig sind. Es ist also eine bewußte Unwahrheit, daß die Verhandlung nur zwischen slovenischen Parteien gepflogen wurde. Nach dieser Feststellung plaidirte Dr. Brejc in slo-oenischer, Dr. Mitteregger in deutscher Sprache. Da« Protokoll wurde natürlich in deutscher Sprache abgefaßt, dagegen da« Urtheil und dessen Gründe in deutscher uud in slovenischer Sprache verkünde«. Der Vorsitzende, der überhaupt zu allen von Dr. Brejc gewünschten Feststellunge» in der zuvorkommendsten Weise bereit war, ha« damit «in« den weitestgeh,nden Anforderungen entsprechende Objectivität bewiesen. Daß trotzdem eine so unwahre Nachricht über den Verlauf der Verhandlung in die slov,nischen Blätter kam. b,weist auf das neu«, daß eS den Herren Slooenen nur darum zu thun ist, durch tendenziös« Entstellungen die tadellose Geschäftsführung beim k. k. LandeSgericht« in Kla-genfurt in slovenisch-nationalem Sinne zu beeinflußen und nicht etwa da« Jnteresse der Partei««, um deren Rechte e« sich handelt, zu vertreten, sondern nur in friool-agitatorischer Weise den nationalen Frieden in Kärnten zu stören. ?roceß ZSiöerle. Freitag vormiitag« hat vor einem Erkenntni«se'iate die Verhandlung gegen den deutschen Techniker Biberle. Mitglied des Corps .Sueoia" begonnen. Der Aiigetlagte Hai sich zu verantworten wegen Überschreitung der Nothwehr gegenüber dem tschechischen Studenten Linhard. der ihn zuerst blutig geschlagen hatte, worauf ihn Biberle durch einen Revolverschuß todte««. Der Angeklagte, ei« schmächtiger junger Mann, trüg« heute noch den Kopf infolge der Ver-letziingen vollständig verbunden. Er erzähl« u a: Er sei in der bewußten Nacht völlig nüchtern gewesen und mit Freunden in einem Concerte gewesen und dann ,« demselben Lvcale g«bli«ben, da sich dort daS Deutsche Studentenheim befinde. Als er nach Hause gieng, habe er gar nicht bemerkt, daß man ihn verfolge. Er sei ganz ruhig gegangen, denn er Jet aUh mansch und damals mit sehr ernsten Gedanken beschädigt gewesen. Jnfolg« der Hiebe des Tschechen, der ihn überfallen hatte, fei er bewußtlos geworden. Sein Gesicht sei vollständig mit Blut besudelt gewesen, so daß er gar nichts sehen konnte. Aus die Frage des Vorsitzenden, warum er die Gesellschaft tschechisch angesprochen hatte, während er doch eine Couleurmütze traae, gab Biberle zur Antwort, er habe im Augenblicke gar nicht daran gedacht. Der tschechische Beamte Wenzel Schmied, der Begleiter L>nharrs und einzige belustig«, halb unbehaglich herab uns fragte halb-lau», ohne dem Kinde nachzugeben: „Wer ist da«?" »Mein Stiefelknecht." sagte der Amtsrichter. Er faßte das Jungchen bei den Händen, ließ eS an sich emporklettern, wobei er sich bog. um bequemere Linie zu bilden, trudelt« den jauchzenden strick, zwickt« ihn in die Waden und gab ihm «inen schallenden Kuß. Da» schönste Einvernehmen herrschte auf dies« Weise, als es an die Corridorthüre klopfte. Auf das „Herein" erschien eine noch junae Frau an der Thüre. Sofort gieng der Amtsrichter hinaus und ent-schuldigte sich bei der Mutter, daß ihr Söhnchen bei «hm war. Wahrscheinlich fei er mit feinem Gaste so geräuschvoll eingetreten, daß da» Büblein davon erwachte. Er hielt daS Kind in seinen Armen vorn im Rocke so wohl verwahrt, daß nur de« Jungen Nasenspitz« zu sehen war, und machte der Mutter drei Verneigungen in einem Athem. Die Frau stand ihm höflich, freundlich und reserviert gegenüber. Dann langte sie nach ihrem Kinde, und bet Amtsrichter legte ihr den zappelnden Stiefelknecht in die mütterlichen Arme. Als er mit dem verbindlich strahlendem Ge-sich, ms Zimmer trat, sagte der Bruder, der bis dahin auf der Schwelle gestanden hatte, trocken: .Sie scheint ja ehrliche Absicht,« zu haben." Aber der Amtsrichter betrachtete weder Wort noch Ton und machte sich wieder mit seinen Flaschen au schaff««. Zeuge, erzählt, Linhard sei nicht betrunken, sondern nur bei .Courage" gewesen. Um halb 5 Uhr ver-kündete das Gerichi nach halbstündiger Berathung das Urtheil, wonach Carl Biederle des Vergehe« gegen die Sicherheit de« Lebens nach § 335 St.-G schuldig erkannt und zu strengem Arreste in der Dauer von drei Monaten und ;um Ersatz« der Kosten der Privaibeiheiligten im Belrage von 3v fl. oerurtheilt wurde. Ja den Gründen wird au«ge-führt, das Gericht hade al« erwies,« angenommen, daß der Angeklagte da« Recht der Nothwehr über» schritten hade, da e« nach den Zeugenaussagen nicht nöthig war, die Nothwehr in der Weise zu üden. wie e« geschah. Es würde hingereicht haben, wen« der Angeklagte mit der Waffe gedroht hätte. Der Vertheidiger meldete die Berufung an. Bi«b«rle würd« gegen eine Caution von 30&0 fl. einstweilen aus freien Fuß gesetzt. Aus Stadt und Land. Silkier Hemeinderatj. Freitag den 3. d. M. fand umer cem Vorsitze des Herrn Vic«bürg«r. meist»« Juliu« Raku > ch «in« ordentliche, öffent-liche GememderathS-Sitzung statt. Nach Genehmigung de« Protokolles der letzien Sitzung iuierpel. lirn« G.-R. M ö 111 den Vorsitzenden über die Dienstverhältnisse de« beurlaubten Wachmanne« W r a n n, der im Mai de« vorig«n Jahre« krank» h«ilShalb«r auf zwei Monate d«urlauot worden ist und heut« noch immer beurlaubt ist. Der Vor-sitzende wird hierüber in der nächsten Sitzung Aus-klärung geben. Die Statthalter«, ,h«il« einen Erlaß des EisendahnministeriumS, betreffend die Bahn Zeltweg-Wvlssderg und Schönstein - Unterdraudurg mit. Die Sparcaffa-Direciio« ersucht den G«° meindtrath. die durch den Tod de« Herr« Mai-thäuS S a p u s ch e k nothwendig geworden« Ersatz-wähl in den Spaicasfe-Ausschuß vorzunehmen. Dies wird in der nässten Sihung geschehen. De«. gleiche» wird in der nächsten Sitzung an Sull« £)«« verstorben«« Herr« Leopold Wamdrech ». f a m e r ei« Mitglied in den städtischen Armenrat) gewählt werden. Der Vorsitzende »heilt weiter mit. daß die Absicht bestanden hade, die Schlachthau«-Angelegenheit in der Form eine« Dnnglichkett«-antrage« vor die heutige Sitzung zu bringen. Es ha« sich jedoch gezeigt, daß e« trotz ver anstrengen-den Ardeil de« städtische« Jngenieut« ganz un-möglich war. da« umfangreich« ArdeuSmatenale zn bewältigen. Für Sonntag vormittag ll Uhr seien die Fleischhauer. Selcher und Wirthe zu einer Be-sprechung über die Schlachthaus-Angelegenheit ein-geladen. Bei dieser Gelegenheit ersucht der Vor-sttzende die Rech;«|(ciion. zu erwägen, ob e« nich« gerathen sei, daS Gemeinvestaiut von Cilli dahin zu ändern, daß „Stadträthe" eingeführt werd,«. Wer künftig Bürgermeister oder Bürgermeister-Stellvertreter werde und dabei noch ein Geschäft zu versehen habe, der sei eben nich» in der Lage, den bürgern,eiste^lichen Pflichien so »anzukommen, w:e die« in der Stadt C II, geboten erscheint. Die Beraihung de« Gegenstandes „Herstellung ein«« Der anoere Nachmittag land v>« vrldrn Herren wieder in der Ausstellung. Diesmal hatten die Eltern, die lieber unb«. obachtt« wartn, vielleicht auch noch au« anderem Grunde, al« Partnerin für den Ami«rich„r ein Nichlchen mitgebracht. Da« Mädchen war hübsch und aufgew.cki, plaud«rt« übrr Kunst und verwandt« Djng« und wußt« auch mit allen Haushaltung«-frag«« Bescheid. Da sie sich auf keine« groven Ton stimmte, sondern natürlich und gemüthlich blieb, gkfitl si« d,m Amtsrichter ganz gut. Die Familie brach ze„ig auf. Auch die Brüder begaben sich heim. Als der Amtsrichter in feinem Zimmer war. ging er unruhig umher, brummte: .Wa« ist denn daS blo« heut«?' Dann schien «r «rleuchtrt zu werden und drückte auf die Klingel. Das «in-tr«t««d« Mädchen fragte er: „Sagen Sie mal, Ro-saunt (sie hieß Bert ha) ist etwa d«r Junge krank ?" „Nein, Herr AmiSrichter." »Ich hab' ihn doch den ganzen Tag nicht ge-sehen." „Frau Rektor hält ihn in der Stube. Er soll nicht immer beschwerlich fallen." Ja, wa« ließ sich da thu«! Der Amtsrichter zog verdrießlich seine Stiesel aus. holie Cigarren und ließ sich von seinem Bruder über dessen Zukunf,«-bilder unterhalten. Dieser war in hohem Schwünge; den« er wollte am nächsten Vormittag seine Wervung machen. Am anderen Morgen fing er zeitigst mit der Toilette an. Auch der Amtsrichter legte seine« Frack- i*<»9 ..Deutsche 3 vertreten, so daß z. B. an den Gegenlänzen stels mehr als 70 Paare theilnahmen. Unter den An-wesenden bemerkten wir Herrn Bice-Bürgermeister Julius Rakufch, Herrn ka>serlichea sportliche Kränz-ch.« in den wenigen Jahren seiner Wiederkehr er-worb.n, hat sich am Mittwoch neuerdings glänzend bewähr«. Kann auch die Zahl deijenigen, welche mit ihrem Erscheinen nur den nationalen Zweck de« Kränzchens im Auge hatten, keine besonder« große genannt werden und hat die gering« Be-lh.illgun»; von dieser Seile auch dem materiellen Erfolge Abbruch gethan, so sahen wir anderseits die tanzlustige Jugend >n ungewöhnlich reicher Zahl anzug zurechi, — de»n ein Ttuer war durchsichtig angekündigt worden. Als der Bruder zum Ausaang fertig war, »rat er vor den Ami«uchter hin und sagte, gleich beiläufig wie eindringlich: .Eigentlich solltest Du die Nichte heiraten. Sie hat zwanzigtausend Mark — nicht viel! Aber sie ifl° doch auch eint angenthme Persönlichkeit." „Ja, es ist ein neues Mädchen." „Die Wohnung hast Tu ja schon." Er rechnete die Einiheilung de« Zmmer vor. .Du brauchst dlo» zu kündigen." „Wieso ?" „Wenn Tu heirathest, brauchst Du doch die sämmtlichen Räumlichkeiten für Deinen Hausstand. Und dann — lieber Amtsrichter, fei nicht naiv l — kannst Du Deine Frau nicht mit der interessanten Wittib m Berührung dringen. Dagegen protestiere auch ich — aus BerwandischaftSrückfichten nach jener Seilt." Ploitstierin? dachte der Amtsrichter, da der Bruder nun gegangen war. Interessante Wittib? Was fiel denn dem Menschen nur ein? Die Frau Recior war gar nicht iliteressllNtl Aber sie war eine prachtvolle, brave, respectable Frau! Nur durch ihr Stückchen gemeiner Armuth wurde sie preis-gegeben! Das wäre ja noch schöner! Durch ihn kommt die arme Frau in schlechten Ruf — und daS ist dann gleich «in unsaubre» Gewand sür den kleinen Stiefelknecht. — Srin Bruder hätte gar nicht her» zukommen brauchen. Den» er hatte ihm doch nur die Laune verdorben und hier die Situation verschoben. 5)la ja — jetzt war der Mustermeiisch vielleicht schon am Ort und würde wohl bald mit den Schwiegereltern einig sein. Da mußte man Toilette machen. Denn der Eilbote konnte ja kommen, um den Herrn Schwager hinzufchleisen. Der Amtsrichter zog gerade die Stiefel an. als die Klinke klappte, da» Gewicht daran hing und der Schnappion erfolgte. Er drehte sich so-gleich mit dem Gesicht dahin. .Junge," sagte er zu dem herantroltenden Bengelchen, „wo blst Du denn gestern den ganzen Tag gewesen?" Der Kleine zog in trauriger Erinnerung ein Schnippchen und brummte: „Mutter hat nich ge-lassen —" umfaßte des Amtsrichter« Beine und besahl: „Tiebel ausziehen!" „Nee. mem Sohn, die habe ich kaum ange-zogen." .Na — Onkel — Tiebel ausziehen!" .Wird nrchl« d«raus — der Onkel geht au«." Und er setzte da« Jungchen auf den Tisch und er stellte sich davor. Nun suchte der kleine in de« Amtsrichter« Westentaschen und drehte die Chemisettknöpse. AlS der Amtsrichter den Frack anzog, fragte der Stiefelknecht: „Wa« i»'n de«?" „Da« ist ein Hochzeitsrock, mein Sohn!" DaS Wort verstand das Kerlchen zwar nicht, aber e« antwortete trotzdem. Er sagte: „Und nu Tiebeln auszi.hn !" Der Amtsrichter hob den Kleinen herab, lockerte den einen Stiefel und der Junge spannte sich vor und fiel damit um. Er war heut im Kleidchen mit Wadenstrümpfen. Als der Stiefel wieder angezogen war. drohte der Mann: „Du mein Sohn, der Onkel geht jetzt auS und kommt überhaupt nicht wieder." .Nee r .Aber gewiß!" .Ich komm' mit." „Du bleibst da, und der Onkel geht allein." .Aber Du kommst wieder, und ich dann Deine Tiebeln auSziehn." „Nein mein Sohn, die Scheidung geschieht für« Leben, und ich komme niemals wieder." Der Junge reckte sich im Kleidchen, zog ein fürchterliche« Mäulchen uns brach in Thränen au«. Ein Buch entsprang an jel em Auge und lief über die pialle Wange. Der Amtsrichter nahm das Kind empor, das sogleich beide Arme um seinen Hal» schlang. Und da weinte und schluchzte da» Kerlchen ganz still in seinem großen Schmerz. Herrgott! er konnte sich doch von dem Sliesel-knechl nicht trennen! Das war ja gar nicht möglich! Wenn er heute heiratete, wo würde dann wohl der Stiefelknecht mit seiner tapferen Mutter ein neue» Unterkommen finden? Er hatte Erkundigungen 4 Pflichtigen Angestellten an. Die Cillier Bezirks» krankenkafsa könnie diesbezüglich ein Liedlein singen. Der Herr „Prinzipal" war der gesehenste Spazier-ganger von Cilli und sein wohltönendeS Z bogom erklang in den Hauptstraßen CilliS allstündlich. wenn er nicht gerade in Laibach minnedienstlich — bei Frau--Slavia zuthun hatte. Doch der edle Dragotin fühlte sich zu Höherem berufen. Es mochte ihm ja allerdings recht interessant erscheinen, heuie diesen, morgen jenen Cillier in seinem Partei» genössisch unterstützten windischen Blättlein anzu-stänken, aber da er sehr bald doch einsah, daß eine zweite Druckerei in Cilli nicht lebensfähig fei, was deutscherseits stets behaupt«! wurde, drängte eS ihn. sein Schäfchen in'S Trockene zu bringen. Trotzdem sogar diesbezüglich jüdische .Macher' in'S Geheimnis gezogen wurden, fand sich niemand, der daS, Herrn Hnbai'S Ansprüchen nicht genügende Unlernehmen — sein Sieuersatz sah allerdings steiS darnach auS — übernehmen wollie. Daß Beharr-lichkeit zum Ziele führ«, zeig!« sich auch in diesem Falle. Nach langer Suche, die auch von Juden unierstütz! wurde, die siar mchlS dagegen hatten, wenn die hiesige slovenische Druckerei in solide Hände übergehen sollie, meldeie sich eia viertöpsige« Coniortium zum Ankaufe deS Dragolin'schen Schmerzenskindes. 3>j« Mißliche bei diesem ein« zigen Anbote war nur, daß zwei dieser Käuser so« zusagen bei den Haaren herbeigezogen waren. Einer soll auS Agram stammen, alle vier aber brachten, neben ihren Ambitionen, an Kleingeld nur gerade so viel mit, um etwa die ersten Posen neugebackener Buchdruckereibesitzer bezahlen zu können. Gerade im rechten Momente erinnerte sich der edle Dra-golin — oder dachte er etwa schon bei der Aufbringung des vierköpfigen Käuser-Consoctium« daran? — daß in Cilli ei« Geldinstitut existiere, daS ihm selbst schon auS dem Grunde zu „nationaler" Mithilfe verpflichtet sei, weil er bis jetzt keine einzige Stinkbombe gegen dasselbe loSließ. Diesem Geldinstitute empfahl er nun sein vierköpfigeS Käuserconsorlium, daß e« den nöthigen Credii aus das vorhandene Material — Buchdrucker« Concessionen sind .leider" nicht verpsändbar — dar« leihe. Die Creduwerberschast deS vierköpfigen Käufer-kleeblatteS war der „Posojilnica", die selbst nich« genug Geld habm soll, nicht recht geheuer. Sie verlangte Bürgschaft. Doch unser Herrgott verläßt teinen edlen Slovenen. Es fanden sich nach langer Suche und vielen Zureden zwei »solvente- Bürgen. Der eine war der Herr Peter Majdit, der heute «rntet, was ein Deutscher gestiftet, und der zweite ist ein „Slooene", dessen ehrlicher deutscher Name Mayer noch immer der slovenischen Uebersetzung harrt. Wenn jetzt einmal die „Domovina' mit ihren Schimpfereien zu dick aufträgt, dann wird man wissen, wo man die mittelbaren Förderer die« je» HetzuniernehmenS zu suchen hat. Steckvrieffich auszefsrscht. Am 30. Juli 1897 hat daS «reiSgelicht Cilli geqen de» jetzt dreißigjährigen Buchhalter Stefan N o v a k wegen Ber« eingezogen und erfahren, daß die Frau zuvor ge« hungert hatte. Und was denn nun? So schutzlos die Beiden! Diese prachtvolle, stolze Frau und daS kleine, warme, prächtige Bengelchen! Wie eine Wärterin ging er mit dem Kind in der Stube umher, summte dabei und beruhigte e«. Und deS Kinde» Wärme strömte an seinen Körper, und seine Wärme an deS Kindes Körper. Dazu nun ein sestlich Gewand. — — Eine selige HeiratSstimmung kam über ihn. Er ging stracks an der Frau Rektor Wohn-gemach, klopfte an und trat ein. Die Frau kam ihm enigegen mit der stillen Würde in Blick und Haltung, und er machte ihr drei Verneigungen in einer Minute — stammelte — kam au« dem Text — bis er in herausbrechen« dem Gefühl schnell ihre Hand saßte und ihr sagte, daß er sie schon immer geschätzt habe — er verbessert« sich «ifrig: gtliebt hab«. Danach trug rr sich ihr zum Gatten an, dem Stiefelknecht zum Tater. Denn e« war ein doppelter Antrag. Der kleine Stiefelknecht wurde nicht blo« al« Zugabe betrachtet. Die Frau lächelte — und das war nun wietxr ein doppelte« Lächeln — denn daS Strahlen der Mutterliebe und der WeibeSliebe trat bezwingend auf ihr Angesicht. Und schließlich lachte sie wie ein übermüthiges Mädchen. Ob sie ihn wollte? Aber gewiß! Sie hatte ihn nicht umsonst kennen gelernt. Jeder, der ihn kannte, mußt« ihn ja ver«hr«n. Wacht" brechens der Veruntreuung einen Steckbrief erlassen. Novak wurde Mittwoch in Favoriten ausgeforscht uno verhaftet. Aur die MärmestuVe sind an Spenden ein-gegangen: Herr Bürgermeister Gustav Stifter 5 fl.. Frau Dr. Cyppel 5 fl., Frau Marie Zangger Schwarteln. Frau Friederik« T«pp«i «in Schaff Kraul und Fisolen, Frau Skobern« Schwartrln und «in«« Tops Grammeln, Herr Ferdinand P«ll£ ein Schaff Bohnen. — Den o«r«hrlichen Gö»n«r» besten Dank und die ergeben« Bitt« um w«it«re Briträg«. Fnffer. Di« Tüffer«r Dil«ttanten-G«skllschast veranstaltel am 5. Februar im Ho!el Horiak in Tüffer ein« WohlthäligkeitSvorstellung mit Gesang u»d Musikoorträgen. Van». Die hiesige Feuerwehr veranstaltet am 12. Februar in den oberen Gasthaus-Räumen deS Herrn A. G a b r i t s ch ein Feuerwehrkränzchen. Trachten erwünscht. Meteorologische Aeovachinngen im Monate Januar 1899: Anzahl der Tag« mit Niederschlag II, darunter 4 mit Schnee. Menge des Nieder» schlage» 68*4 mm gegen 10*5 mm im Borjahre; größte Niederschlagsmenge 40'3 mm am 2.; Neu-schnee 10 cm. Mittel der Temperatur 4-3-2* C gegen —0 1' C im Borjahre. Die Tkmperatur« grenzen waren —7 6°C am 6. und 13 4° C am 20. Schauöüyne. Der Herrgottschnitzer von Ammer-g a u, Volksstück von Ganghofer und Neuer«. An diesem Abende hatte Herr Alexander Fischer sein Benesice. Im allgemeinen war die Aufführung «ine sehr hübsch« — nur herrschten da zu viele verschiedene Dialecie und der Bauernbub mit dem Bracelet« war doch wohl »icht zeitgemäß. Der vielfach ausgezeichnete Benesiciant hatte seine Sache sehr brav gemacht. Herr Fischer ist bis jetzt in ersten Rollen wenig thätig gewesen: wohl aber hat er sich al« Interpret excentrischer Rollen stet« sehr verwendbar gezeigt uno in der Darstellung von Jammergestalten macht e« ihm wodl niemano nach. Wir had«n dem so fleißigen und sähigen Künstler den Erfolg vom Herzen gewünsch«. Spiekpla« sür die »ichste» Jage: Samstag, den 4. Februar bleibt das Theater des BeteranenballeS wegen aeschlossen. Sonntag, halb 4 Uhr: Letzte Kindervor« stellung dieser Saison bei auf allen Plätzen fast bi« zur Hälfte ermäßigten Preisen. Um auch den kleinen Theaterbesuchern eine überraschende Neuheit zu bitten, gelangt da« Zaubermärchen „Frau Holle" oder „Da« fleißigeund da« faule Mädchen" zur Aufführung. Der Verfasser de« anmuthigen. Groß und Klein fesselnden und unter-haltenden Stückes, C. A. Sörner, bewährt auch in dieser seiner neuesten Schöpfung feine längst geschätzten Vorzöge und die Direction hat an Ausstattung nicht gespart um dem Cyklu« der heuer veran-stalteten Kinderoorstellungen einen würdigen Abschluß zu verleihen. Abend« halb 3 Uhr: „Lumpazi VagabunduS' oder „Da« liederliche Kleeblatt", Posse mit Gesang in drei Acten von Johann N e st r o y. Da» unverwüstliche Werk de« Wiener Aristophane« wurde von vielen Freunden der heileren Muse zur Ausführung verlang« und ein in allen Räumen gefüllte« Hau« ist an diefem Abende zu erwarten Die Hauptrollen liegen in den Händen de« Komiker.Trisolium« Arthur. N a st o r und P i st o l. In Scene gesetzt wird da« humorvolle Stück vom Regisseur Herrn N a st v r. Dienstag, den 7. Februar: „D e r B o g e l« Händler", Operette von Z e l l e r; Benesice« Vorstellung für die so überaus beliebte erst« Operetiensängerin Frau Anna G u t m a n n. Zeller's melodienreiche Operette ist wohl so vortheilhaft bekannt, da« selbe keiner weiteren Anpreisung bedarf. Die anheimelnde Musik im Vogelhändler ist zum größeren Theilt schon lange Gemeingut des Volkes. Die Direciion ha! mi! Herrn Direktor Schmied in Marburg ein Abkommen getroffen, daß der erste Operettentenor Herr K a n t u c a r des dortigen StadttheaterS wöchentlich einmal in Cilli singt. Dienstag wird Herr Kantucar int Vog«lhändl«r den SlaniSlauS singen. Frau Gutmann, welch« in Falinitza wieder «in« Prob« ihr«S fchönen Könnens ablegte, erfreut sich gleich ihrem Gatten allseitiger Beliebtheit und ist der Besuch ihrer Benefice-Vorstellung nur auf« wärmste zu empfehlen. 1893 Donnerstag. 9. Februar: Zum zweite« und letzien Mal« aus allgemeines Verlangen: „Hosgunst", Preis«Lustspiel in 4 Acien von Trotha. Von allen bisher ausgeführten Neuheiten der Saison Halle „Hosgunst" den größten Erfolg. SamStag. I I. Februar: In Berücksichtiguna der am genannten Tige stailfindenven AdschiedSfeier für Herrn Dr. Orosel im Casino bleibt da» Theater geschlossen. Sonntag, 12. Februar: „Bruder Mar» tin", Volksstück mi« Gesang von C. Costa. An diesem Abende beginnt in Berückfich>igung der au«» wärtigen Theaterbesucher und da der M.-G.-B. „Liederkränz" an diesem Tage seine heitere Lieder-tafel hält die Vorstellung schon um 6 Uhr Abend«. Ende 8 Uhr. — Trotz der Liedertasel wird da« Theatervrchester an diesem Abende mitwirken. Verstorbene im Monate Jänner 1899: Amon Semlitsch, 58 I. a., Südbahn-Portier, Lungen-lähmung. Karl Regula, 39 I. a., I. k. StaatSanwall-Eubstitut, Tuberculose. Anton Javornig, 6V I. a., Inwohner, Lungenenlzündung. Jakob Amerscheg, 71 I. a., Inwohner, Altersschwäche. Josef Krail'.«?, 28 I. a., FabrtkSarbeiler, TyphuS. Jakob WaSle, 77 I. a., Inwohner, Altersschwäche. Margarets Ziegler, 74 I. a., Inwohnerin, Lungenödem. Barbara Louk, 60 I. a., Taglöhnerin, Lungenenlzündung. Florian Gorucan, 21 I. a., Bickergehilfe, Lungenentzündung. Marie Jevnig, 75 I. a., PoftamtSdienerSwitwe, Lunge»-entzündn ng. MaihäuS Sapuscheg, 73 I. kais. Rath und Hilf«-ämterdirector i. P, Lungenlähmung. Michael Kanzler, 60 I. a., Taglöhner. Herzschlag. Franz Hoklic, 26 I. a., Taglöhner, Speiseröhrenfiftel. B«rbara Bipauc, 75 I. a., Inwohnerin, Allereschwäche. Marie Povodnik, 73 I. a., Inwohnerin, Altersschwäche. Marie Wenger, k. k. OberbergeommissärSgattia, Kiid-betifieber. Elisabeth Jev-enak, 42 I. a., Taglöhnerin, Knochen-eiterung. Marie Brests, 3 I a., Keuschlerskind, Wasserkrcb». Michael Berlaönik. 23 I. a., Compagnie - Tambour, Stichv«r letzung. Marie Wengust, 50 I. a., Winzerin, HerzmuSkelent« zündung. Genoveva Kumerc, Ü W. a., TaglöhnerSkind, Darmkatarrh. Slise Gu> ck, 39 I. a., Fiakeregaltin, Tuberculose. Leopold Wambrechtsamer, 63 I. a., Bürger und Hau«-besiher, Herzschlag. Blafius «lemen, 7v I. a., AuSzügler, icrzläbmung. AgneS Kropej, 65 I. a., Inwohnerin, Knocheneilerung. Johann DrstvenSek, ü0 I. a., Taglöhner, Lunge»« tuberkulöse. AgneS Sorjanc, 63 I. a., Inwohnerin, Herzmuskel« entartung. Seid>Damaste?öir. di« II. >«.«» p. «kl. — I»a»i Ilild facMa« Henneberg« Teide »»» 4ö kr. t>< fl. p.>» d«, mtiiata 4M-»«di«. »«» Stiftn«. All Prlfl>|| na» ftnttrfn tu« H«»« Muster umgehend. G. HtNllrberg'S Seidell-Fabriken Zürich. vermischtes. Ausweisungen polnischer Arbeiter aus Pnxtfchland. Nach einer Meldung de« Berliner „Localanzeiger" wurden 230 polnische Arbeiter au« Essen ausgewiesen. Amfangreicher Kitel. AuS Liuz wird geschrieben: „Wie verlautet, ijt vor einigen Tagen bei der hiesige» Bezirt«hauptman»schast ein Echrisstück eingelanl.a. welche« die stolze Ueberschrift: Persoualeinkommea« steu erfchä tzu ngscom m tssionsmitgliebsreisekosten rech • nungSergänzungSrevisionSbefund' irug. DaS ist doch die höchste Blüte unseres AmtS—stileS." gin lehrreicher Heschworneuwahrspruch. Au« Znaim berichtet man: Der ehemalige Postexpeditor Johann Schlehofer hatte sich vor dem hiesigen Schwurgericht« w«g«n AmiSverui.tceuung zu ver« antworten. Er war vollkommen geständig, 30 Post« sendungen im Werteh von mehr alS 2000 fl. urner» schlagen und für sich verwende! zu haben. Dennoch sprachen ihn di« Geschworenen mit sieben gegen fünf Stimmen nichlschuldig, und er wurde freigesprochea. Schlehofer bezog nämlich nur 300 fl. JahreSgehaU MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung sür Haus und Familie. Sonntagsbeilage der „Deutschen Wacht" i« Killi. Er. 6 .Die Eüdmart" erscheint jeden Eonniag al» «nenlgeltliche Beilag« sür di« Leser der „Teutschen Wacht". — Emzeln ist „Die Eüdmart" nicht täuftich 1899 Des Königs Pflegling. Historische Erzählung von Hermann Hirschseld. iJotsetzung.) Weder Vater noch Tochter war es gegeben, zu brilliren, und der Schein, der schillernde Glanz, der des 'wichtigen Kern verberge,, sollte, war eben damals mehr wie je zu Paris und Versailles die Mode des Tages, die allgemein gangbare Münze der Zeit Dennoch blieb Gabriac in Erwartung besserer Zeiten im Dienste StaniSlauS', der ih», wie zur Ent-schädigung sür die nicht erlangten materiellen Vortheile, noch rückhaltloser wie zuvor mit unbeschränktem Ver-trauen ehrte. Mit keiner Miene, mit keinem Worte verrieth der geschmeidige Kammerdiener, wir wenig Er-sah ihm diese Auszeichnung sür die erträumte» Reich-thümer und sür den gleichfalls erhofften politischen Ein-fluß bot. — „Ich hatte Recht, ValeSka, als ich Dich hier ver-muthete, da man Dich in Deinen Zimmern nicht fand," nahm der Greis das Wort; „hast Du nicht gehört als ich Dich rief? Wir tappte» in der Finsternis, dieser Mann und ich. Er, ein würdiger Man», dem ich cs verzeihe daß er meine Nachtruhe gestört. Ein guter Bote ist's, er brachte mir Briefe von Ueber Hand, wir be-kommen Besuch, ValeSka. noch in dieser Nacht, geh', laß zwei Zimmer sür einen Gast richtn,, und andere zwei für drei bis vier Begleiter. Nicht wahr," wandte er sich an den Mann ihm zur Seite, „drei bis vier sagtet Ihr doch?" „Drei bis vier." wiederholte Gabriac sich ver-neigend, „und wie ich hoffe, der Ehre würdig, unter dem Dach des Grasen Dimitri Krasinski ihr Haupt zu bergen." „Man ist wohl beschirmt im Schlosse Krasinski und er soll es vor Allen, sein," entgegnete der alte Herr, aber schon im nächsten Augenblicke fügte er ängst-lich hinzu: „Aber was wollt Ihr vom Grafen Michael, was will er selber und die mit Kommenden hier? Graf Michael ist ja fein Todfeind, und man will mir doch nicht etwa zumuthen — o mein Kop', mein armer Kopf--* Er preßte die feinen, hageren Finger gegen die Stirn, feine Gedanken verwirrten sich offenbar. Gabriac schien es unheimlich in seiner Nähe, unheimlich an diesem Aufenthalt überhaupt zu werden; sein Blick richtete sich forschend auf Valeska und ein Ausdruck lag in ihm, vor dem sich das stolze junge Mädchen abwandte. Sie ergriff ihres Oheims beide Hände. „Oheim, Graf Dimitri KrasinSki," sagte sie leise in polnischer Sprache, „besinne Dich, ermanne Dich, deS Verrathe« düstere Flügel drohen Dein unentwcihteS Dach zu überschatte»! Auf, fasse Dich, zeige, daß Du Herr unter ihm bist!" Die gebrechliche Greisengestalt streckte sich, für einen Moment blitzte es auf in dem sonst so apathischen Blick, freilich nur auf die Dauer eines Augenblicks. „Geh, Valeska," sagte er dann trübe, draußen reden sie schon, willst Du, daß man Dich hier finde? Thu', was ich Dir vorhin sagte, und zwar ohne alleS Aufsehen. Ei» Handelsherr aus Lemberg ist'S, ein alter Freund, denn ich erwarte wie nanntet Ihr ihn doch, Gabriac?" „Stephan VolafSki, Herr Graf," lautet die Antwort. valeska durfte nicht länger zaudern, noch einen Blick warf fie auf die Nische, deren verhüllender Stoff schwer und unbeweglich bis zu», Boden hing, »och ein stummes brünstiges Gebet, dann verließ sie de» Saal durch die Seitenpforte. Indem sich hinter ihr die Thüre schloß, hörte sie auch, wie bereits die in den Ahnensaal führende Hauptthüre geöffnet wurde. Ihr war cs leichter ums Herz bei dieser Wahrnehmung, denn sie hatte ge» fürchtet , daß Oheim Dimitri etwa, wie er es so gern pflegte, auch dem u»heimlichen Manne an seiner Seite daS Standbild hätte zeigen wollen, das er dem Anden-ken des Königs StaniSlauS errichtet, wobei dann in der Nische der verborgene Geliebte entdeckt worden wäre. Jetzt geschah aber solches keinesfalls, da Dimitri den Grasen Michael in der Nähe wußte. 2 Unter der ersteren Gruppe der jetzt in den Saal Tretenden befand sich Michael noch nicht. Zu zweien und dreien waren die Tafelgenossen auf des düstere» Schloßhenm Weisung von ihrem Gelage aufgebrochen und hatten die Pferde bestiegen, um auf schmalen, abseits vom geraden Wege liegenden Pfaden Schloß KrasinSki zu erreichen. Ganz in der Nähe deS selben befand sich eine Köhlerhütte von Geschlecht zu Geschlecht hatte sie sich auf ihre jetzigen Zufassen vererbt und mit zäher Treue hingen diese an ihren Grundherren Im Schutz des alte» Kühle>s und seiner Buben ließen die Reiter ihre Pferde, dann legten sie den kurzen Weg zum Schlosse zu Fuß zurück, wie Graf Michael besohlen, fanden sie das kleine Pförtchen an der Hinteren Seite der Schloßmaucr unverschlossen und traten durch dasselbe ein, wo ei», wie dcr Hüter des Hauptthores, im Krasinskischen Dienst ergrauter Diener die ihm wohlbekannten Herren empfing Die Züge der im Saale Anwesenden konnte Ka-simir in schern Verstecke, in welchem er regungslos verharrte, natürlich nicht erkenne», aber sein Ohr ver-«ahm jedes Wort und er vermochte jede einzelne Stimme zu unterscheiden. Graf Andreas war bereits mit de» Ersten gekommen, Gras Xarer fehlte »och, wie Graf Michael selber. Neue Stimmen schallten nach einer Weile vom Eingänge her, Sporen klirrten. Säbelscheide» rasselten aus dem Estrich. Eine Stille entstand im Saale und Kasimir ahnte den Grund derselben: cs war die ge-wohnte Wirkung, welche das Erscheine» deS düstere» Grafen Michael Krasinski in einem größere» Kreise hervorzubringen pflegte. Einen Moment lang überflog Michaels Blick den Saal. Auf seinem greisen Verwandten blieb er hosten. Dem sich verwirrt von seinem Sitz erhebenden Schloß-Herrn schritt er entgegen. Herr Dimitri konnte kaum den seltsamen Glanz ertragen, der aus den Augen deS ihn weit mehr als um Haupteslänge überragenden ge-fürchteten Verwandten auf ihn herniederblitzte, ein fast wilder triumphirender Ausdruck lag in ihnen „Ich danke Euch, Vetter Dimitri," sagte Graf Michael mit seiner tiefen, klangvollen Stimme, „Ihr habt meine Wünsche, die ich Euch durch unsere Nichte übermittelte, treu erfüllt; ist dies dcr Mann, der Euch Botschaft bracht«?" fragte er, auf den sich tiefverneigenden Gabriac weisend. Der alte Mann schien mit Mühe feinen Gedankengang geordnet zu haben, für eine kurze Frist wenigstens »lußte es ihm gelungen sein; seine Haltung nahm einen elastischeren Ausdruck, sein matter Ton eine kräftigere Färbung an Schwer legte sich Michaels Hand auf Dimitris Schulter. „Du sollst es wissen," erwiederte er. „Klar wird es Dir sein, warum ich heimlich und verstohlen mit diesen gekommen bin, wenn ich Dir sage, daß ich weiß, wer dieser Mann ist, mit dem ich schon seit eini-gen Woche» schriftlichen Verkehr geflogen. Gabriac ist der Vertraute dcS Prätendenten StaniSlanS LeSzczinski und" — mit erhobener Stimme sptach er weiter — „StanislauS Leszc;y»Ski selbst ist insgeheim in Pole», Stanislaus Leszczynski will noch in dieser Nacht sei» ehrgeiziges Haupt betten unter Gras Dimitri Krasinskis Dach." Das höchste Erschrecken malte sich im Antlitz des gebrechlichen Mannes, währen!» eine Bewegung durch de» Kreis dcr Ucbrigen ging Der Greis richtete den Blick auf Gabriac, der sich vergeblich bcniühte, den glatten, lächelnden Ausdruck sciuec Züge aufrecht zu erhalten; mit ausgestrecktem Finger deutete Graf Dimitri auf ihn und sagte dann langsam, jede Silbe betonend: »Zudas Zfchariot!" GabriacS Antlitz färbte sich pmpurn; er machte einen Versuch als wische er sich Thränen uus den Augen. „Ich verdiene diesen Namen nicht," sagte er mit zitternder Stimme, „kr goldene Lohn ist cs nicht, der mich reizt, sondern was ich thue, geschieht um Polens willen, des lieben cdleit Landes, jo groß, so sto z —" „Genug!" Ei» befehlender Wink des Grafen Michael ließ ih» innehalte». „Nicht als GewissenSrath find wir hier. Was Ihr thut. Man», mit Euch selber macht ab, mit Gott oder dem Teufel Und nun redet, frei und ohne Scheu, im Hinblick au? den Euch verheißenen glänzenden Lohn und im Bewußtsein, daß Ihr unter meinem Schutze steht. Erläutert mir Eure kurzen Briefe und sagt zunächst, seit wann StanislauS Leszczinski bereits wie ein Dieb in Polens Gebiet umherschweift, während mau ihn allgemein mit einer französischen Flotte an dcr Danzigcr Küste erwartete?" .Eine französische Flotte?" lachte Gabriac verächtlich „Wer sollte wohl im Ernst daran denken, sie zu senden, da ein solcher Schritt Ludwigs XV. einer offenen Kriegserklärung gleichkäme? Wenn Frankreich mit diplomatischen Worten nichts für Stanislaus Les-zczynski ausrichtet — mit dcr That wird cs für ihn nicht eintreten, das glaubt mir!" .Und er kam allein, schutzlos ohne Hilfe, er trotzte der Gefahr, die jeden Augenblick sein Hanpt be-droht, sobald er den Fuß über Polens Grenze gesetzt?" fragte Michael und wie ein Schimmer des Antheils klang eS auS seiner Frage. „Er kam, wie er sagte, auf seiner Polen Herzen vertrauend, in Wahrheit aber dem Trieb des uner-sittlichen Ehrgeizes gehorchend. Nach Warschau will er zum Reichstag, unter seinem Schutze sich die Krone zum zweiten Male auf das Haupt zu setze» und den 3 Bürgerkrieg zu entzünden, falls Rußland sein Velo ein-legt und seine Majestät Friedrich August III. seinei Vater« Erbe mit gewafsnetcr Hand vertheidigt." „ES soll nicht sein," lies Gras Michael lebhaft, »nicht ;um zweiten Male soll um dieses Mannes willen daS Blut der edlen Söhne Polens der Heirath Scholle benetzen, weil seine kindische Eitelkeit nach einer Krön« greift, die feixe Schwäche nicht zu behaupten weiß. Ich hemme seine Bahn, die stunde, mit ihm abzurechnen, naht heran, denn eine schwere Forderung habe ich au ihn zu stellen. Doch redet weiter," unterbrach er sich zu Gabriac gewandt, „von wo kommt er, von welchem Ort sandte er Euch voraus, um hier Ouatier für ihu zu bereiten?" „Seit gestern weilte» wh in Praga," erwiderte der Kammerdiener. „Er hat doch starken Anhang. Ja. es wäre ihm sicher ein Leichtes gewesen, wenn er sich zu erkennen gegeiien hätte, eine bewaffnete Partei zu bilden. Er zog es aber vor, fein Inkognito bis Warschau zu bewahren. SpurloS wollte er aus Praga verschwinden; er wufte, daß Schloß Krasinski, das Eigenthum eines treuen Anhängers aus früherer Zeit, ganz in der Nähe sei, uud sandte mich voraus, ihm bei dem Gra'en Dimitri tine Stätte für die Nacht zu bereiten. Eine Laterne am äußeren Schloßthurm angebracht, soll als Zeichen gelten, daß ihm keine Gefahr droht, daß uia» ihn willkommen heißt in alter Treue." „Und wann kann er eintreffen? Haben wir u»S zu beeilen, um ihm zu verhehlen, daß Schloß Krasinki »och andere Gäste birgt," fragte Graf Michael. „DaS dürfte wohl geboten sein," meinte Gabriac, „ich kenne seine Ungeduld, höchstens um eine Stunde dürfte ich ihm voraus sein." . Wohl' — im Ausdruck befriedigte» Hasses klang Michaels Ton — „spurlos will er verschwinden — er soll es!" „spurlos verschwinden?" Gedehnt wiederholte fragend Herr Dimitri die letzten Worte, die kleine ge-brechliche Gestalt schien um einige Zoll zu wachsen. ..Vetter Dimitri," fest preßte Graf Michael beide Hände aus seines Verwandten Schultern, „ich weiß alles, waS Zhr fragen wollt, welche Bedenken Ihr hegt und meinem Vorhaben entgegen halten könntet. Zhr werdet reden von der Ehre des Hauses KrasinSki die mir eben so theuer ist alS Euch, von verletzter Gastfreundschaft, von allem Möglichen — ich darf, ich will nichts hören. Höher als unsere Ehre steht Polens Glück; fällt StanislauS LeSzczynSki diese Nacht in unsere Hä»de, ist plötzlich jede Spur von ihm verwischt, gelingt eS uns — und das ist der Ausgabe kleinster Theil — ihn insgeheim über Rußlands Grenze zu bringen, dann hat Polen Frieden und bezahlt ist eine Schuld, die nicht ich allein, die unser ganzes Geschlecht von ihm zu sordern hat. Nach meinem Tode wird man , in meinen Papieren ausgezeichnet finde». waS ich ge-litten um seinetwillcn, weil er König sei» uud es bleibe» wollte, und Du, Dimitri" funkelnd blitzten Michaels Augen den Greis an, „Du ivirst zurückstehen mit Deinen Bedenken um Polens willen, um meinet» willen I Hörst Du. um meinetwillen, Dimitri!" — Der Greis rieb sich die Stirn, sich dem Druck des Grafen Michael entziehend. „Ich kann soviel nicht fassen," murmelte er. „verstehe wenig von dem, was Du meinst," murmelte er, „verstehe wenig von dem, was du meinst, nur das Eine: ich soll StanislauS, der vertrauend sein Haupt unter meinem Dache zu bergen kommt, dem Verrath überliefern, dem Elend — nein!" Nicht wie aus eines gebrochene», geistesschwachen Greises Brust klang dies „Nein", sondern mächtig wiederhallte cs von dcr Wölbung des Saales. „Dimitri!" Halb erstaunt, halb zornerstickt kam es über L cä» Grasen Michael Lippe», diesen Widerstand vo» Seite» des schwachen ManncS, der sich stets seinen Wünschen willfähng gezeigt, hatte er nimmer erwartet. Noch bezwäng er den Ausbruch seiner gereizte» Stimmung „Ich muthe Dir nicht zu, Deine Hand mit einer Angelegenheit in Berührung zu bringen " sagte er, sich gewaltsam mäßigend, „die Dein Gewissen nicht zu billige» vermag; ich habe bereits daran gedacht. Dir diesen Zwiespalt zu ersparen. Du wirst Dich in Dein Schlaf-gemach begeben und sowit Dein Lager aufsuchen als ein Leidender — verstehst Du mich, ein schwer Leidender der sich um nichts zu kümmern vermag dem keine Ver-antwortlichkeit beigemessen ist für das. n as in dieser Nacht geschehen könnte und geschehe» soll." „Geschehen soll!" wiederhollte Dimitri. „Gabriac wird dem Manne, der sich König von Polen nennt, in Deinem Auftrag Quartier für sich und seine Begleiter anweisen," 'uhr Gras Michael fort, „so-bald Jener, durch den Schein dcr Laterne unterrichtet, daß man ihn erwartet, Schloß Krasinskis Schwelle überschritten. Zm Erkerzimmer des Thurmes sei ihm sein Schlaf-gemach attgewiesen, gegenüber diesem Gemach feinen Begleitern ihre Stätte. Sie werden erwachen in der Frühe, an ihres Herrn verschloffenen Thüre pochen, sie Wohl gewaltsam erbrechen, wenn ihr Rufen wirkungslos bleibt. Drinnen aber wird alles sein wie an diesem Abend, nur er wird fehle», den sie gebettet in jenen Raum, den u»° möglich Gewalt überfalle» konnte, ohne daß ein Laut zu dem Ohr der gegenüber Befindlichen zu dringen vermochte. (Forijetzuna solgt). 4 Belehrendes, Unterhaltendes. Heiteres etc Alldeutschland auf! Ein Mahnrus schallet durch die Lande Von Nord und Süd und Oft und West: Tu deutsches Volk am Donaustrande, An deiner Sprache halte seft! Der Erbfeind möchte sie dir rauben, Mit Lug und Trug und mit Verrath, Drum sort mit Hoffen und mit Glauben, Dir deutsche» Vott, hitst nur die That. Dem Mahnrus folgt die deutsche Jugend Mit kühnem Muihe in den Streit. Für deutsche Sitte, deutsch« Tugend Hat sie zum Kamps« sich geweiht. Sie schart sich um die alten Fahnen, Hell klingt der Schlachtruf fern und nah: Noch lebt der Kampfmuth unsrer Ahnen Und schützet dich, Germania. Trum grüß' ich dich. Alldeutschlands Zeichen, Du stolzes Banner schwarz-roth-gotd. Daß wir nicht wanken und und nicht weichen, Die Jugend hat es aufgerollt. Trum möge hoch die Fahne wehen, Beschirmt von jugendftarter Hand, Solange wir im Feld« stehen, Solang' bleibt deutsch da» Vaterland. In'S Album. Nenn du gesund bist immerdar, Zur Arbeit rüstig Jahr sür Jahr, Wenn du ein liebe» Weib nennst dein, Wirst fröhlich Du und glücklich sein, Wenn Kinder hell dich blicken an Und wandeln aus der Tugend Bahn, Wenn sie dir beiftehn olkwit, Bist glücklich Du in Freud' und Leid. Wenn dir noch wird der Mutler Rath, Die sorgsam dich gepfleget hat, So glänzt in deinem Hause rein Des vollsten Glückes Sonnenschein. Dann sei zusrleden, mune nicht, Daß nicht erlöscht des Glückes Licht, Ueb' Lied und Treu zu jeder Frist, Tamil das Glück bestandig ist. Die unerschöpfliche Mietskutsche. Zur Zeit Friedrich II. waren Miethkutschen in Berlin noch sehr seilen und ein Luxus denn sich nicht Viele gestalten konnten. ES hatte daher Prinz Heinrich, als er einst einen „Freidali" veranstaltel«, den Aus-trag gegeben, Niemand zuzuloffen, der nicht in einer Kutsche vorfahren würde. Ball besuchen, aber di» Ausgabe für die dazu nothwendigen drei Kutschen übeistie.« ihre Mittel. Sie halsen sich durch Lift. Bier setzten sich in die Droschke und fuhren so langsam zum Palais, daß die anderen zu Fuße nachfolgen konnten. Vor dem Palais angekommen, öffneten sie beide Schläge des Wagens und wenn rechlS einer auSstieg, stieg links einer eiu, be-günstig! von der Finsterniß, welcher die vor die vor dem Thor« flackernden Oel lampen nicht heller zu werden vermochten. Die Schildwache war durch die scheinbare Unerschöpflichkeit der Kulsche so überrascht daß sie den Betrug erst entdeckte, als sämmlllche Friseure in dem Gewoge im Ballsaal veischwundcn waren. Gemüsezubereitung nach neuer Metbode. In demselben Maße, wie man sich jetzt wohl infolge der Steigerung der Fleifchpreise mehr als srüher den Ge-müstn zuwendet, welchem solang« eine sast untergeordnete '>olle zurrt':«ilt war, ist man auch um deren schmackhafte Zu« bereituug bemüht. Da» altmodische »Ver-wällen" hat dem rationellen Verfahren Platz gemacht. Gemüse überhaupt keiner vorhergeh-nden Abkochung zu unlerwersen. weil infolge dieser Procedur gerade die für den menschlichen Organismus werth-vollsten Bestandtheile, die blutbildenden Nährsatze, weggelchüttet werden. Man gibt demnach heutzutage die lediglich ge-waschenea Gemüse sofort, und zwar porlionSweije nach und »ach i» eine geringe Menge jkochenden Wasser« oder Fleischbrühe und läßt sie darin langsam gardämpsen. Durch den eigenen Wasser-gehal» ter Gemüse wird die Flüssigkeit im Kochgesäße anfangs reichlich vermehrt: im Veiluste der Kochzeit sinkt dieselbe all-mählich, doch brauch« ein Zuguß bei vor-sichtiger Zubeieitung nicht stattzufinden. Auf die beschriebene Art behandelt, wahrt jedes Gemüse den ihm spezifisch eigene» reinen Wohlgeschmack. Zu beachten ist, daß also gekochte Kohl und Rübenarten bedeutend schwächer gesalzen werden müssen, als die nach früherer Methode fertiggestellten, weil sie ihre eigenen Salze noch mit sich führen und viel zu streng schmecken würden, wollte man ihnen da« sonst üblich« Quantum Kochsalz beifügen. — Die neu« Kochtheorie befürwortet ferner, daß Einquellen von Backobst, Rei?, MIWjjUtMiw twm derselbe» zwar nach wie vorangehen darf, daß diese Vegatabilien jedoch mil demjenigem Wasser, in welchem sie weichen, auch zum Feuer gebracht werden müssen. Dasselbe enthält, wie sich denken läßt, die ihnen durch den Wässerungöproceß entzogenen, für die Er-nährung wichtigen Bestandtheile. — Di« unvelwällten Gemüse werden zuletzt mit lichlgelben Einbrenne (Schwitzmehl) versehen: ein stärkeres Bräunen von Butter und Mehl muß vermieden werden. Waschbar« Karte« reinigt man, indem man sie eir.z«ln aus Fließpapier leg«, mit einem in schwaches Seifenwasser geiauchlen Schwammchen übeisährt. dann mil einem in reines Wasser geiauchlen. beides ohne viel Feuchtigkeit auszubringen, und dann mit Fließpapier trojnel. DaS macht man nach und nach b«i jeder Kart«, zuerst aus der «inen, dann aus der anderen Seite, doch nie so, daß man gleich nach dem Puxen der Vorderseite die Rückseite reinigt. Endlich gibt man die Karlen in die Karlenpresse. Waschbar« Karl«» lassen sich mit Erfolg nur dann reinigen, wenn man nicht warlet, bis sie schon sehr ichmutzig sind. DcrZauberspiegel. Stubenmädchen: «Ich weiß nicht, was die gnädige Frau an dem Spiegel auSzusetzeu hat? Erzeigt doch nicht häßlich, ich finde, daß er sehr scbön zeigt." °— Herr < seufzend): „Sie haben Rech«, aber meine Frau hat auch Recht." Verwirrung. Mutter: „Ich habe Dir recht schöne Unterbeintleider genäht!" — Sohn: „Mit denen bleib« mir nur vom Hals: Du weißt, daß ich mir Stiesel in den Kops gesetzt und Gummischuhe auf tem Herzen hade I" Metzger: „Sie lassen ja ihr Fleisch gar nicht bei mir holen. Herr Francixe: „Nein! Ich bin Vegelarianer geworden." — Metzger: „Das ist nicht klug von Ihnen! Glauben Sie mir, die Lege-tarianer nehmen sast alle ein schlimme* Ende." — Francixe - „Sie machen wohl Spaß?" — Metzger: Garnicht! Schauen Sie nur die Ochsen, Hämmel und Kälber da an. — die waren all« Vegelarianer!" Lehrerr „Franvois, kannst Du mir die vier Elemente neilnen?" — Fran«ois; „Ja Herr Lehrer I Das Wasser, das Feuer, das bürg«rlich« und da» militärische Element." 15VS .Deutsche IV-rnkf und als Kanzlei- und WohnungSpauschale 8V ff jährlich — bieoon mußte er sammt seiner Frau und vier Kindern leben. Kuravater Iahn als Schachspieler. Der bereits verstorbene Pflegesohn Friedrich Ludwig Iahn«. Ziegeleibes'tzer Eduard Arnold in Lengefeld bei Kosen, hat einige interessante Auszeichnungen auS seinem Verkehr mit dem Turnvater hinte,lassen, die mancherlei Neue» enthalten, unier anverm auch die sast gar nicht bekannte Thatsache, das Iahn «in vorzüglicher Schachspieler war Arnold sagt darüber: „Allen Glücksspielen war Iahn Feind, namentlich dem Kar>en»piel: er haßte dies, nannie «S TeufelSspiel uud suchte es überall zu hintertreiben. Dagegen suchte er die Brettspiele, namentlich da» Schachspiel in verschiedenen Arten, als daS jetzt «veltbeherrschende Zweischach und al« da« seltene Aund- und Bierschach einzuführen, wa« ihm auch gelang. ES wurde da« Zweijchach in seiner Wohnung, da« Bierschach in einer Schankwirtschast in der Woche zweimal gespielt. Da« Bursch tch spielte er meisterhaft, wenn auch recht unaufmerksam, weil er während de« Spiele« die sämtlichen Gäste unterhielt, 1o daß er oft erinnert werden mußte, daß er am Zuge sei. Sowie er aber bemerkte, daß er in der Älemme, ja sast matt war, dann sah man die Ueberlegenheit seines Spiel«. „Herau« mit der Ziege ouf den Deichdamm!" rief er dann oft, sein Auge blitzte über da« Schachbrett, da« Spiel bekam eine ondere Wendung, da« fast maltgesetzte Spiel wurde -frei, und bald hatte er »« gewonnen. Eine verspätet, Wrangel-Anekdote. Die Ad-jutanten speisten regelmäßig an der Tafel de« Oder» befehlShaoer» in den Marken und waren allerding« mit d>m durchaus eiufachen Essen nicht sehr zufrieden, -aber der treffliche Bordeaux behagte ihnen desto «,«hr. Ein junger Rittmeister v. W- fand befände,« Gefallen an dem Getränk und fprach der „Milch de« Alier«" kräftig zu. Al« Wrangel bemerkte, daß daß Herr v. W. möglichst oft da« Gla« leerte, sagte er schmunzelnd: ,W., laß man sin. der hält sich t" Z>as einzige Mittet. Beim KommissionSrath Oedenheim ist grove Abendgesellschaft. Die Gäste langweilen sich ersichtl.ch, und eS will kein Fluß in die Unierhaltung kommen. Da nimmt der KommissionSrath feine musikalische Tochter bei Seiie und sagt: „Geh, Laura, setz Dich an'« Klavier «nd spiele etwa«, damit die Leute endlich zu reden onfangen!" er vergessene Kopf. Ein Witzbold wollte -einem vornehmen Herr» leinen Besuch abstatten. Dieser sah au« dem Fenster, al« jener in« Hau« trat; er ließ ihn, aber durch den Bedienten sagen, daß er nicht zu Hause sei. — .Ganz wohl, mein Freund," sagt« der Witzbold, .sag' Er seinem Herrn, daß ich hier gewesen bin, und daß er pur thun würde, künftig, wenn er ausgeht, seinen Kovf nicht ^u H.>use zu lassen." Kietseitige Anwendung. Es giebt vobl kein -Hausmittel vielseitigerer Verwendbarkeit al» „M o l l'S Franzbranntwein und Salz", der ebenso-»vohl als schmerzstillende Einreibung bei Gliederreißen, al» seiner Muitel und Nerven stärkenden Wirkung «vegen al» Zusah zu Bädern etc. mit Erfolg gebraucht wird. Sine Flasche 90 kr. Täglicher Versandt gegen Nachnahme durch Apotheker A. Moll, k. u. k. 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(Xstssgrn) 12 3 4 2 3 6 7 3 6 5 2 4 5 5 2 6 < 8 4 I! 2 3 4 7 2 6 4 ZaßtenrätM 4 6" berühmler Erzieher, russischer Ort, früher Festung, v elbgrauchier Raturstoff. alte» Heldengedicht. kleiner Behälter. in Wüsten. Körpertheil. AikderrStßset. Silvenräthfek. Au» folgenden Silben: sU son ae ri sa me nor ra pa i en bei to sop wich ra ne ha an sollen jusammni» gefetzt werden: 1. Eine Wüste in Afrika: 2. ein Wort, da« oft in der Bibel zu finden; 3. der Name eine» griechischen Fabeldichters; 4. eine Stadt in England! 5. ein Fluß in Italien; 6. eint Blume: 7. der Name einer griechischen Göttin. Die Anfangsbuchstaben dieser sieben Worte, von obe» nach unten gelesen, ergeben ein Königreich! die Endbuch-staben, ebenfalls von oben nach unten gelesen, den Namea des Regenten desselben. Z»ekphischer Spruch. Würdig steh' ich vor dir! verlier' ich dcn Kopf, d» verzehrst mich: nochmal» topslo»: hinaus lock' ich zu hei-lerem Spiel. Di« Auflösungen folgen in nächster Nummer. r, Deutsche Wacht" i.°98 l'niiWfflitz Pulver. Nnr echt, renn Jede Schachtel and Jede» Pulr Brhattmsrk« and Unterschrift l A. Moll'a t. c ein unübertreff-liitigkeit styvk0^Kv. Hosenthal.^^zi^BeK^^Winervöstr Leiden. Miijfieii^a^gWlHng 33, an den iä> mich hr«Mwls Qc:un befreite mich in. ganz kurzer Zeit durchschriftliche Tlerord» n ingen u. Rat ich läge von meinem veralteten Leiden, wofür ich im Interesse ähnlich Leiden-der meinen herzlichsten Tanl öffentlich aui» spreche. Wutid>chnb, Post Kalstors b. Graz 10. Tept. 98. Fräulein Therese Kormann OOOOOOOOOOOO Wohnung i. Dienstlmtek mit o Zi zimmer^mit ist vontyl. hirn, NörTl,'" miethen. Anl eigenthQmerin nd au^Dj vorder Ilaus- 3520-17 OOOOOOOOOOOO 1899 .Deutsche Wacht' -wwwwwv w^ww&? ww wwwwwwx> Prämiiert CIIII 1888. » # VERDIENSTE MARTIN URSCHKO Bau- und Möbel-Tischlerei Prämiiert CIIM 1888. SSS0-? Rathhausgasse Nr. 17, lli| l JTilj Rathhausgasse Nr. 17. Gegründet im Jahre 1870, übernimmt alle Arten von den kleinsten bi»M den grössten Bauten. Anfertigung von Fenstern, Thüren, Parqnett- und Eichenbrettelbtiden. Vertreter der berühmten Parquetten-Fabrik von Salcano bei Uörz. Alle Arten Paiauett- und Brettelniuster stehen bei mir am Lager. Ferner liefere ich für sämmtlich« Bauten fertige beschlagene Fenster und Thüren, nachdem ich einzig und allein hier zum Anschlagen berechtigt bin und speciell für Anschlagen das Gewerbe nahe. Fertige Doppel- uud Kreuxthiireii u, verschiedene Fenster oomplot bi'Bchlilifcn «teilen nm Lairor. Grosse Möbelniederl&ge, altdeutsche Schlafzimmer-Garnituren aus Nussholz für sämmtliche AuhsUitupgen alle Gattungen politierte und matte Möbeln. Für Speise-, Salon-u. Schlafzimmer tapezierte Garnituren. Ferner Matratzen, Einsätze u. grosse Divans, sämmtliche tapezierte Möbel werden nach Mass und jeder Zeichnung billig u. schnellstens ausgeführt * & n § s & R & Es. 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M\m KöiUöMiU Iluuiifncüfir* und K ii rz wiireiMieiichäft in einer Stadt Unt^teiers, auf sehr frequontem Posten, in der Nähe grosser Aemtatrund Behörden sowie gewerbl. Kj^lis^ements, ist weijen nachweisl^Krankheit gegen Cassa sofort Mflligst zu verkaufen. Briefe sind twer Nr. 3509 an die Verwalt, des^lattes tu richten. 3509—n Ecke der Grazea^und Grabengasse ist zj*oih te I zur Mariahils" in Cllli. Zd20—37I .F-aisch- Wacht' 1899 Verwalte Ein tüchtiger verbeiratheter VerrfTter, der sehr gut alle Feldarbeiten, "NVein- und Obstcultur verstaun, auch im Viehfach — besonders Kühe und Ochsen - bewandert lsfa^dessen Frau auch als Wirthschafterin und Haushälterin verwendet wejÄn könnte, findet unter vortheilhaften Bedingnissen Aufnahme bei eMer Herrschaft. Man verlangt jedoch gute und langjährige Offerten sind unter No. 3525 an die Verwaltung der ,1). W.'^u richten. 3525—16 Willi. Ilaile's Naclif. Johann Ihilner, Kunst- u. Bautischler! 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HanüttrefferlOO.OOO KronenWert anpltreffer 25.000 3,HaWffßr 10.000 »i >i »i >i |f 200,1, Abiuf. Wiener Lose ä 50 kr. 3428-22 ^Wpfiehlt: die Wechielsh^p Acllen-Gesellschaft „mtRKUR", Wien I.. Wollzeile 10. Eine Wol im ersten Stocke gelege^T 2 «ins mit separatem AEin Keller und BodenanM^^ ab zu vermietheii. Brünne :davon KOche, 15 März se \o. 9 Wohnungen M *4*4.11 zu vernnewien Herrengasse Nr. 30 iM eine schöne Wohnung mit 2 Zimmer, Kahe nnd Holzlage, Keller, nach Wunsch afth mit Garten vom I. April an, zu vergebK. Herrengasse Nr. 30 i» ein grosses gassenseitiges Zimmer Binunt Küche nnd Zugehftr sogleich zu vermiethen. B iu alleinstehender jftn sicher, r, besebeide] billige Wol Mann nnd Wrpfiegang. A 8531 an die^Verw. der ,1), in seht er K. W. Ein Gewölbe ist ab 1. April zu verinietlieu. In GabeiANr. 18 sind 2 Woh*ungen, mit einen, zwei oder*alrc-i Zimmern ab 1. Februar tu vcrmietheT Ein kunft bei .»70—11 in der Stadt zu verkaufen. Ac Tischlermeister Naako. Johann Teknntz gibt im eigenen sowie im Namen seiner Kinder Rndolf, Eduard, Gnido>>aldine und Wilheltnine allen Verwandten, Freunden und Bekannten die tieferschütternde Nachricht von dem Hinscheiden seiner innigstgeliebten Gattin, beziehungsweise Mutter, der Frau Katharina Tekaulz, K Gregorides welche am 3 Februar 1899 um 1 Uhr morgens, versehen mit den heiligen Sterbesacramenten, im 52. Lebensjahre nach langem schweren Leiden selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle der theueren Verblichenen wird Sonntag, den 5. Februar 1899, nachmittags 3 Uhr, vom Trauer« hause aus nach dem Ortsfriedhofe zu Tüchern zur ewigen Ruhe übertragen werden. Die heilige Seelenmesse wird Mittwoch den 8. Februar 1899 um 8 Uhr früh in der Pfarrkirche zu Tüchern gelesen werden. Stor 6, am 3. Februar 1899. 3523 Die theure Verblichene wird dem frommen Andenkon empfohlen. 31. 146361/111. u. ff. ei 1893. Der Gemeinderath der Landeshauptstadt Graz hat in seine^Mitzung vom 25. Jänner 1899 bezüglich der dem städtischen Armensond miWSem Verlasse nach dem am 23. November 1897 in Graz verstorbenen^Gastwirth unb Realitäten-Besitzer Mathia« Taus« angefallenen 3 RealiiäteMdorbehaltlich d«r verlaßbedördlichen Genehmigung für den Fall der bi« zum TM- eine« Vertrags» Abschlüsse« noch nicht vollzogenen gerichtlichen EinaniivAtung) folgende Be-schlüsse gefaßt: WM 1) Die mit einer Landwirtschaft (11 Joch 27«^ Klftr.) verbundene neue Z>ampfmübt-PeafitSt in Wachsenöerg 6> N» 4 (Grundbuch«-Einl.» gl. 35 C-Gem. Pößnitzhofen) im Gericht«dezitkeMtarburg l. D>, an der nach St. Leonhard in Steiermark führenden Bezi^lftraße nächst der Adzwei» gung der Jahringer Bezirt«straße von derfelben^dreioiertel Fahrstundm von Marburg und eine halbe Fahrstunde von derMüdbahn-Liation Pößnitz ent» fernt gelegen, im penchtlich erhobenen D»sammt-Schätzung«werthe von 15.225 fl. (ohne Fundn» instruetus). sowie 2) die Realiiät Armenhausgaffe g.»3Sr. 5 in Kraz (E.-Z. 14 C.-S. Grie«) bestehend au« einem gemauerten, Mtnerdi^en, unierkellerten Wohnhause mit zwei großen, zwei ll.inen Zimmer^nd einer Küche, gegenwärtig an dm Gastwirth Herrn Franz öebular ver«Mhet. im gerich'lichen Schätzwerthe von 2880 fl, al« Unibauobject die ISjjßtige Stenerfreiyeit im Einne de« Ge-sitze« vom 8. Februar 1897 Nr. ^R.-G.-Bl. genießend. — ist im Offert» wege ntt« freier Hin?» an den MMbi^tenden j« verkaufn». Die unter I) bezeichnete AcktNtät in Zvachsenöerg ist gegebenen Falle» unter Ilmgangnadme von einer^Deräußerung auch an eine geeignete Persöu^ lichkeit z» verpachte«. Nävee Äu»küi,fte üb^mündliche oder schriftliche Anfragen werden in der AmiSabtheilung III de»«tadtrathk« Graz (Nathhau», III. Stock. Thür Nr. 215—218) während mx AmtSstunven ertheilt. Da« SchähunqH-^ptotc'll und der Grundbuch«-ÄuSzug betreffend die Realität in Gachsenbe^r?ir. 4 kann auch beim löblichen Stadtraihe tn Mar-bürg und der lödl. GMteii'de-Vvrsteaung Pößnitzhofen eingesehen werden. Die,ma»hendeMeltchtig««a dieser letzteren Liegenschaft kann Msutag und vienstag b,n und 14 Ieöruar l A. vormittag zwischen 1v nnd 12 Ahr und AaFmittags von 2 bis 4 Ahr «sollen, während welcher Stunden ein Ve^eier de« Stadtrathe« Graz an Ort und Stelle anwesend sein wird. Kauf- bt&. Pachtlustige werden eiugelaven, ihre ord»ung«mäßig (mit einer Krone pjt Bogen) gestempelten Offerte, welche auch die Angade des Zeitpunkte« » enthalten haben, bi« zu welchem der Offerent mit seinem Anbote im Wort btfibt, unter versieqeltrm. auch die Adresse de« Absenders enthaltendem (Souoen bi« längsten« Samstag den I*. Februar 1899, It llbr MittagF im stöbt. Einreichung«-Protocoll (Raihhau«, Graz) anzubringen. S/adtrath Graz. am :t1. Jänner 1399. 3529 Der Bürqermeiftrr Dr. Franz Graf m. p. IIEKB ABNI's unterphosphorigsaurer KM-Eisen-Syrup Dieter s^k 29 Jahren »tet« mit gutem Erfolge angewendete, auch von vielen Amten bktens begutachtete und empfohlene BriiiU^rua wirkt schleimlösend, irfeptenstillend, schweUsvermiaderid, sowie die Esslast, Verdauung und EJtaährunK befördernd, den KOrper kräftigend und stärkend. Daa in dieaer^^yrnp , ntl altenc Eisen in leicht assimilierbarer Form ist für die BliitbUdunffi'-uler Gehalt an lslslichen Phosphor-Kalk-Salsea bei achw&chlichen Kin>lern besundent der Knocheabildong sehr natzlich. ?reia 1 Flasche 1 fl. 25 kr., per- Post 20 kr. mehr Packung. AM" Ersuchen stets ausdrOcklich J. Herbabny's KaHkEisen-Sjrap zn verlangen. Ais Zeichen der Echtheit findet man im Glase ond auf der Vertehlass-Namen »Herbabny* in erhöhter Schrift, und ist Je'ie Flasche mit neb. beh. Schutzmarke versehen, ant welche Kennzeichen der Echtheit wir zn achten bitt||u Alleinig« Erzeugung und Hanptversandtstelle : Wien, Apotheke „zu* Barmherzigkeit" YII l Halserslrasai 7» und 75. Depots bei den Herren Apoth>-keiW C I 111: Carl liela, VI. Rausehrr. Apoth. DruUeh-LandsbeM: O.Daghofer. I'eldbaeh: J. Künig (Jonobltz: J. Pospivchil. <>ritz: 3. iJtrohschnei ler. I.rlbultz.: O. Kassheim Harburg: V. Koban A. H3ooek, W. KOnig, V. Koban. nureelt: E. Reicho. I'nuu: Y. Molitor, J. Belftbalk. Hadkeraburg: M. Leyrer. Hlndlseli l'elilrllz : Kr.Potxolt. Hladiaehgraz G. Cza. Ui Iftberg: A. Hnth. Llezrit: Gustav Grösawang. L.nib«eli : W. Mayr. N. v. Trnksiczy, G. Piccoli, M. Mardetschläger. H»niat Apotheke „zum goldenen Adler" H. Schniderschitsch. Uindhergt Oskar KuscheL 3388—33 CigarF€Tispit3en eitt|Jctilt I-Nlllltl. 3490-11 O-xsLzerstxsLsse XTr. 20. Ventil» un& ivrauegebns ®l«fin«bud)t)tudei(i ,.v«t»ja' in ÜiUu 4$ttantmottlid>« SchnjUetter: Ötto «■»brofdjinch. 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