Nr. 39 Donnerstag, 18. Februar 1915. 134. Jahrgang. MbllcherDZeitmg P»2»««,,e«««»«»»^»l «»« P°Nvl,!««du»^: e°vMliz «a « halbjährig !5 ll, I»>»mt<,i-. ,a»zl«hi<« « «> lMlbiilfti« 11 K. Mr die Zustellung ix» H«».» «anzKhll« 2 X. - K»s«»»»«»»g,bU»,v: Für llelne Inwale «« zu vier geilen «0 d, «l«hs« P« Zelle 12 d; bei Kfteieu Wleberhulungt« per Zeile » b. ^ Dl« «Lalbacher Neltmig» «schei»t täglich, »ll »u«n«h»e bn könn und Feiertage, Tie Ab«i«tstr«»<<»» besi»l>«< ^ slch Milloölüstraße Nr, 1«; die Y,baKN«» MilloöiGraße Nr. ,«ktwn 52. Amtlicher Geil. Verordnung des Handelsministers im Einvernehmen mit den Ministern des Innern, des Ackerbaues und der Finanzen vom 15. Februar 1915, betreffend das Verbot der Malzerzeugung aus Gerste. und die Heranziehung der Malzdarre» zur Mais« trocknung. ^4 ?"l^"^'^Ä"llchen Verordnung vom IMen Oktober 1914, ^ G. Nl. Nr. 274, wird für die Dauer ^ O^" Kriegszustand verursachten außerordentlichen Verhältnisse verordnet, wie folgt: Kl. Die Verarbeitung von Gersle auf Malz ist, beginnend mit dem dritten Tage nach Kundmachung dieser Verordnung, untersagt. Gerstenmengen, die vor diesem Tage bereits eingeweicht wurden, unterliege,: diefeiri Verbote nicht. Mälzer und Vierbrauer sind verpflichtet, ihre an diesem Tage vorhandenen Vorräte an Gerste ungesäumt on politischen Nezirksbehörde anzuzeigen, und dürfen hierüber fortan nur mit Bewilligung der politischen Lau-desbchörde verfügen. Die Inhaber und Verwahrer dieser Gcrstemengen sind für deren fachgemäße Behandlung und Erhaltung verantwortlich. s 2. Die politischen Behörden können anordnen, daß in Mälzereien und Bierbrauereien Neumais auch für Dritte gegen eine angemessene, von der Behörde festzusetzende Vergütung zu trocknen ist. 3 3. Die politischen Behörden können behufs Überwachung der Einhaltung dieser Verordnung durch amtliche Organe oder durch eigens hiezu beauftragte, hinsichtlich der Wahrung des Geschäftsgeheimnisses eidlich in Pflicht genommene Sachverständige in allen Geschäftsräumen der Malzerzeugung Nachschau pflegen und in die Gc-schäftsaufzeichnungcn Einsicht nehmen. Die Unternehmer sind verpflichtet, den im ersten Absähe erwähnten Aufsichtsorganen die verlangten Auskünfte zu erteilen. §4. Übertretungen dieser Verordnung und der auf Grund derselben erlassenen Vorschriften werden, sofern nicht strafgcrichtliche Ahndung eintritt, von der politischen Behörde erster Instanz mit Geldstrafen bis zu fünftausend Kronen oder mit Arrest bis zu sechs Monaten geahndet. Falls die Übertretung von einem Gewerbetreibenden begangen wird, kann außerdem, sofern die Voraussetzungen des § 133 d, Absatz 1, lit. a, der Gewerbeordnung zutreffen, die Entziehung der Gewerbeberechtigung verfügt werden. s 5. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Kundmachung in Wirksamkeit, Heinoldiu.i». Schufter n». p. Zenker in. p. Engel m. p. Den 16. Februar 191b wurde in der Hof- und Staats« druckerei das XVI. Stück des Neich»gesehl»I«ttes in deutscher NuS« gäbe ausgegeben und versendet. Den Ib. Februar 191b wurde in der Hos. und St«ats° druckerei das (>XI^V. Stück der rumänischen, das (^XOIV. und CXl^V. Stück der kroatischen Ausgabe deS Reichsgcsehblattcs des Jahrganges 1914 sowie das II. Stück dc« slovemschen und das V. Stück der polnischen Ausgabe des Reichsgesehblattes des Jahrganges 191b ausgegeben uud versendet. Den 16. Februar 1915 wurde in der Hof» und Staats» drucke«, das cLXXII. Stück der polnischen und das OXCI. Ttttck der kroatischen NuSgaoe des Reichsgesetzblattes des Jahr-aanges 1914 sowie das IV. Stück der polnischen und das XIII. Stück der kroatischen, polnischen, rumänischen und stove» nischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes des Jahrganges 19 lb ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 16. Fe> bruar 191b, Nr. 37, wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Das im Verlage der Loeieti, «äitries vkntz« ^.lignieri in Rom 1902 erschienene und dortselbst in der lipograu» Lnrieo Vnßllvrk gedruckte Wert: «I moti politiei llei' 4H v I» 8vtt» äsll'nuitä itaü'au» in Lkniliekt»» von Dr. Gennaro Mondaini. Die im Verlage des Intituto «llilorialu «II ?«u8>vro» in Florenz 1914 erschienene und dortselbst in der OlLeiu» tipa-ßwtic» r»o I» »tori») von Giovanni Naldi. Die im Verlage des Istituw eclitorial« «I! I»sn»ivro» in Florenz 1914 erschienene und dortselbst in der OlNem» tipa- sswtleH «I^ll I^inatFpv» gedruckte Broschüre: «Minute e non ßeuvrkto» (Hoa->IllltU!l8iu8j8mo plÄtico) von Doktorin Eito» rinn Cecchi. Tageslieuigkiten. — (Die Leihuibliolhrt »m Schützengraben.) Von so manchen Einrichtungen, die man im Schützengraben schwer» lich vermuten würde, ift die Kunde in die Heimat gelom. men. Wer aber hat schon von der Leihbibliothek lm Schützengraben gehört? Ein Buchhändler aus Chemnitz, cer als Üandwehrmann in dcr Nähe von Reims liegt, hat wirtlich und wahrhaftig in jewer .Tropfsteinhöhle" eine Leihbibliothel eingerichtet. Sie wird außerordentlich flei« yiy benutzt und hat alle Aussichten darauf, noch immer neue ^mlden zu erwerben, falls sie ausser Heimat mit genügenden Büchern versorgl wird. Den Grundstock der Leih. bitliothel bildete eine Anzahl Neclam-Vändchen, eine Lie« veLgabe der Schüler der Buchhändlei.Lchranstalt zu Leip» z'g, der der sächsische Landwchrmann vormals angehört hatte; einzelne Freunde sorgten für eine Vermehrung der Bücherbestände, und die Schüler der Vuchhänoler-Iehr» anftalt haben die Absicht, noch weitere Vücher zu schicken, weswegen sie einen vaterländischen Unterhaltungsabend veranstalten wollen, dessen Erlös in Gestalt von Liebesgaben an die Front gesandt werden soll. -^ («Für S. M. wichtig.") Ein Vorgang, der in sei» ner Eigenheit von Interesse sein dürfte, spielte sich zu Ve-ginn des Krieges in Süofrankrcich ab. Fräulein Juliette Wihl, die bekannte belgische Pianistin, die in Berlin als Lehrerin der NuZbildunaMIasse am Konservatorium Klind« Worth-Scharwenka tätig ift, befand sich txunals in Lyon, wo sie in der Ausstellung zu spielen gedachte. Dort erreichte sie der telegraphische Hilferuf Dr. Werner von der Schulen« durg, der in Avignon gefangengenommen war, weil die französische Regierung in ihm einen unmittelbaren Beauftragten des deutschen Kaisers vermutete! Dr. V. der Schulenburg, der dort über den sienesischcn Maler Si« monc Martin: arbeitete, hatte nämlich in seinen Notizen des öfteren bemerkt: „Für S. M. wichtig". So war aus Simone Martini — Seine Majestät geworden! Fräulein Wihl gelang es dann, Herrn von der Schulenburg, ohne dah dieser sich ehrenwörtlich verpflichten muhte, im Kriege nicht tätig zu sein, zu befreien. Am 2. August konnte ei nach allerlei Erlebnissen Frankreich verlassen. Die tapfere junge Tame- ist nach Deutschland zurückgelehrt, während Feuilleton. Aus dem Goldenen Buche der Armee. Korporal Jakob Schmidt des Honvedinfanterie-reo/iinents Nr. 6. — Im heftigen feindlichen Artilleriefeuer wurde das Maschinengewehr, bei welchem Schmidt tatig war, durch einen Schraftnellschuß umgeworfen und der Korporal durch ein Sprengstück im Gesichte verletzt. Seiner Wunde nicht achtend, richtete er das Gewehr wieder auf und feuerte weiter. Er entfernte sich erst auf Befehl seines Kommandanten von seinem Posten, um sich verbinden zu lassen (Silberne Taftferkeitsmedaille erster ttlasse.) Gefreiter Josef Zerenyl des Honvedinfanterie-regiments Nr. 19. - Ein Verwundetentransport, den Zerenyi zurückzuführen hatte, wurde von einer feindlichen Patrouille angegriffen. Der Korporal erschoß zunächst den kommandierenden feindlichen Offizier und hielt mutig und aufopferungsvoll solange stand, bis alle Verwundeten in Sicherheit waren. Vei einer anderen Gelegenheit schlich er sich, ohne hiezu einen Vefehl erhalten zu haben, mit fünf Mann in die Flanke einer feindlichen Abteilung, die seine eigene Kompanie arg belästigte, und vertrieb sie. (Silberne TapferleMmedaille erster Klasse.) Feldwebel LadislauA CsabllNyi des Honved-infanterieregiments Nr. 29 schlich sich im größten Feuer an die feindliche Artilleriestellung heran und brachte wichtige Meldungen über den Ort der Ausstellung des Feindes. (Silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse.) Feldwebel Georg Bajai des Honvedmfanterie-regiments Nr. 30 ging als Kommandant cincr Nachrich-tenpatrouille kühn bis an die Stellung des Gegners heran. Da er noch immer nicht genügend Material für eine erschöpfende Meldung besaß, entschloß er sich, die feindliche Stellung zu durchdringcn. In einem Scharmützel mit kleineren feindlichen Abteilungen erschoß er einen feindlichen Offizier und es gelang ihm, einen gefangenen Gefreiten der Unsrigen zu befreien. Er drang so weit vor, bis es ihm möglich war, die feindlichen Artilleriestellungen wahrzunehmen. Mit dieser wichtigen Meldung tam er dann glücklich wieder bei seiner Truppe an. (Silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse.) Korporal Franz Winller der Fcldhaubitzdivision Nr. l/2 legte als Ausslärertorft'oral stets Mut und Un-erschockenheit au den Tag. Durch besondere Kühnheit zeichnete cr sich in dm Kämpfen am San aus. Inmitten des feindlichen Infanterie- und Artillcriefcuers, vom Gegner nur durch den ungefähr 50 Schritte breiten San - den Fluß — getrennt, versah er seinen Veobachtcr-dienst durch mehrere Tage, bis er am rechten Anne schwer verwundet wurde. (Silberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse,) Zugsführer Josef Krenn der Feldhaubitzdivision Nr. 1/2 zeichnete sich ebenso wie Winkler in einem Dienste als AufNärcr durch Mut und Kaltblütigkeit aus. Insbesondere in den Kämpfen am San fand cr Gele- genheit, durch tapferes und unerschrockenes Verhallten vorzügliche Dienste zu leisten. (Silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse.) Korporal Adalbert Vilcsit und die Kanoniere Anton Rabala, Felix Vach rati, Michael Ori» sics, Stephan Toth und August Wesicsik, alle sechs des Feldkanoncnregimcnts Nr. 14. — Vei einem Gefechte wurde die Bespannung eines Munitionswagens durch feindliche Geschosse getötet. Im heftigsten feind.-lichen Feuer wurden die toten Pferde ausgeschirrt; die sechs braven Kanoniere banden den Wagen mittelst eines Seiles an eine bespannte Protze fest und brachten ihn in Sicherheit. Der Korporal Vilcsik erhielt die Silbeme Tapfcrkeitsmedaille zweiter Klasse, die Kanoniere wurden vom Armeelommcmdo belobt. Hugsführer Georg Tarabcsak des Infanterieregiments Nr. 85 bewies bei verschiedenen Gelegenheiten Geistesgegenwart und Tapferkeit. In einen» Ge--fechte gelang es ihm ganz allein, sechs Gefangene zu machen. (Silberne Tapferkeitsmedaillc erster Klasse.) Korporal Vo5o ^ulibrik und Simeun Duki«, beide des bosnisch-hercegovinischen Infanterieregiments Nr. 2 griffen, als Gefechtspatrouillc entsendet, unerschrocken einen vom Feinde besetzten Meicrhof an und nahmen 16 Russen gefangen. Durch diese kühne Tat war es der nachfolgenden eigenen Abteilung möglich, den bereits in Unordnung gebrachten Feind "'^re^len un° die Stellung zu nehmen. Vcibc erhielten die SUberne Tapferkeitsmedaille erster Klasse. Laibacher Zeitung Nr. 39___________________________298_________________________________18. Februar 1915 Herr von der Schulcnburg sich sofort als Offizier dem Baterlande zur Verfügung gestellt hat. — (Geständnisse eines Pariser Bettlers.) Die Zahl der Strahenbettlcr in Paris hat sich sehr verringert. Wohl gibt es viele Ücutc, manchmal recht gut angezogen, die einen um eine Gabe ansprechen; aber die Bcrufsbcttlcr. die ihren regelrechten Stand an den Kirchentüren hatten oder bestimmte Stratzcn als ihr Ilrgdgebict betrachten, fehlen vielfach, über die Ursachen hicfür und über den Kricg vom Bcttlcrstandpunkt Iaht ein Mitarbeiter des „Journal des Dsbats" einen in diesem „Beruf" ergrauten alten Herrn allerlei Geständnisse inachcn. „Es ist nicht wahr," sagte der Vcruföbettlcr, „bah der Blinde von Pont des Arts als Flieger Dienste tut; aber einige, unserer größten Krüppel kämpfen an der Front, und ich kenne so manchen ,Einarm', der seine Gliedmahcn plötzlich wiederbekommen hat. Für uns alte Leuio freilich bedeutet der Kricg ein verlorenes Jahr. Er überraschte uns im August, wo die Wohlhabenderen unter uns ihre Ferien auf dem Lande verbrachten, oder andere ihrer Kundschaft in die Bäder gefolgt lvaren. AIs man zurückkam, gab es lein Geschäft. Dic Kunden loarcn fort, die Kirchen verlassen. Es gab nur alte Frauen, die selbst nichts hatten, und Armen-bcgräbnisse, die nichts brachten. Und im übrigen sind in unserem Geschäft fünfzehn Begräbnisse nicht so viel lvert. wie eine Hochzeit. Das brauche ich Ihnen ja nicht erst zu sagen: Die Lcutc heiraten jetzt nicht. Also wozu soll man in Regen und Wind frieren, wenn es nichts einbringt? Dcshalb haben die meisten meiner Kollegen Paris verlassen; ja viele sind ins Ausland gegangen, wo es besser sein soll. Wir Zurückgcblicl>cnen haben uns nicht zu beklagen. Es gibt so viele Hilfskomitees und Unterstützungö-nnstalten, und zu M.ttag ein Stück Fleisch, zum Abend eine warme Suppe kann man sich leicht verschaffen, wenn man geschickt ist. Allerlei neue Berufszwcige sind aufgetaucht. Manche Vcrufsbettler verdienen ihr Geld, indem sie mit Handkarren fahren, andere verkaufen Zeitungen. Denkmünzen, Karten usw., aber ich halte auf meinen Stand und bin zufrieden mit meinem täglichen Platz in der Volksküche, mit meinem Untcrstühungsgelde von der Stadt, und wartc so als Philosoph bessere Zeiten ab." Lokal- und Prouinzial-Nachrichtcn. Weisungen für den freiwilligen Ointritt in die l. k. Land» wehr der den (Yelmrwjahren 1895, 1896. 1891, 1878 bis 1883 angehörenden Landfturmpfiichtigen. Diesbezüglich wurde vom k. k. Ministerium für Landesverteidigung verfügt: 1.) Als letzter Termin für dm freiwilligen Eintritt in die k k. Landwehr der den Geburtsjahrgängen 1878 bis 1883 und 1891 angehörenden, bei dcr Landsturm-Musterung zum Landsturmdicnst mit der Waffe als geeignet erkannten Landstunnpflichligcn wird der Tag vor dem allgemeinen Einrückungstermin des betreffenden Landsturmjahrgangcs festgesetzt. Die Landwehr-(Landesschützen-)Ergänzungsbczirks-kommandos dürfen demnach freiwillige Assentierungen derlei Landsturmpflichtigcr nur bis zum genannten Zeitpunkt vornehmen. 2.) Die Bcstinnnungen des Punktes 1 gelten auch sir die in den Jahren 1895 und 1896 geborenen Land-sturmpftichtigcn, die den freiwilligen Eintritt mit regelmäßiger Dienstpflicht, bczw. mit einjähriger Präsenz-dicnstftflicht anstreben. 3.) Eine Ausnahme von den Bestimmungen der Punkte 1 und 2 wird nur Landsturmpflichtia.cn aller Geburtsjahre zugebilligt, die den freiwilligen Eintritt in die k. k. Landwehr, und zwcrr entweder auf Kriegsdauer (Geburtsjahrgänge 1878 bis 1891, W. G. § 19, 6) oder auf die gesetzmäßige Präsenz- und Gesamtdienst-zeit (Gcburtsjahrgänge 1896 und 1895), zwar nach ihrer Präsentierung zum Landsturmdienste, jedoch zu dem gleichen Trupftcnlörper anstreben, zu dem sie auf Grund der truppcnwciscn Repartition eingeteilt wurden. In diesem Falle ist die freiwillige Assentierung an keinen Termin gebunden, es schließt der Präsenzdienst unmittelbar an den Landsturmdicnst an. 4.) Mit Ausnahme der im Punkte 3 genannten haben alle freiwillig aus die regelmäßige Dienstpflicht, dann auf Kriegsdauer assentierten Landstunnpflichti'gen den Präfenzdienft — ohne Rücksicht aus ihren Geburtsjahr-gang — spätestens mit dem ihrer Assentierung nächstfolgenden, allgemeinen Einrückungstermin der Landsturm-Pflichtigen anzutreten. Bezüglich eines eventuell erbetenen früheren Präsenzdicnstantrittes entscheidet der Er-satzkörfter, wobei die Ausbildungsvcrhältnisse der Truppe zu berücksichtigen sind. 5.) Der freiwillige Eintritt in die k. k. Landwehr von Landsturmftflichtisscn aller Geburtsjahrgänge, die bei der Llltldflurmmustcrung sir den Dienst mit der Waffe nicht geeignet klassifiziert worden sind, ist zwar an die Aufnahmsbewilligung des Truppenkörpeis, nicht aber an den Termin gebunden. 6.) Von den im Jahre 1891 geborenen Landsturm-pfllchtigen, die die im Wehrgesetzc festgesetzte wissenschaftliche Befähigung für die Begünstigung des einjährigen Präsenzdienstes erbringen können und die freiwillige Assentierung auf Kriegsdaucr anstreben, darf bei jeder Landwehr-Fcldkanonen- und bei jeder Landwehr-Fcldhaubitzdivision nur einer aufgenommen werden. 7.) Für die Landsturinpflichtigen der Gcburtsjahr-gänge 1895 und 1896, die die im Wchrgesetzc festgesetzte wissenschaftliche Befähigung für die Begünstigung des einjährigen Präsenzdienstcs nachweisen können und den freiwilligen Eintritt in die k. K Landwehr anstreben, gelten überdies folgende besondere Bestimmungen: Für die Aufnahme dieser Einjährig-Freiwilligen ist im allgemeinen die Bewilligung des betreffenden Ersatz-körpers erforderlich und gelten diesbezüglich folgende Grundsätze: Bei den Truppenkörpcrn der Landwehr-Fußtruppen besteht hinsichtlich der Zahl während der Kriegsdauer leine Einschränkung, jedoch sind Standesausgleich« zu gewärtigen. Für den Eintritt in das für den Betreffenden hei-matszuständigc Landwchrinfantcric(Üanoesschützen)regi-mcnt ist eine Aufnahmsbcwilligung nicht erforderlich. Die Aufnahme in diesen Tjrupftenkörper kann daher niemals verweigert werden. Mit Rücksicht auf die derzeit bei der Landwehr kavalleric und bei der Landwehrcrrtillcrie vorhandene große Zahl an Einjähriq-Feiwilligen und die dadurch erschwerten Ausbildungsverhältnisse muß einerseits die Zahl der aufzunehmendcn Einjährist-Freiwilligen dem tatsächlichen Bedarf entsprechend eingeschränkt, anderseits mußten die Aufnahmsbedingungen erschwert werden. Für diese Waffen bestehen daher nachstehende Einschränkungen: Bei der Landwehrkavallerie können bei jeder Grsatz-rskadron der Landwchrulancnrcgimenter je fünf, bei den Ersatzabtcilungcn der Reitenden Tiroler (Dalmatiner) Landesschützen-Divisionen je drei, bei der Landwiehr-artillcric bei jeder Ersatzbatteric je zehn Einjährig-Freiwillige der Gcburtsjahrgänge 1895 und 1896 unter der Bedingung aufgenommen werden, daß sie ein eigenes, kricgsdiensttau glich es und vorschriftsmäßig gesatteltes Pferd beistellen. In die Gesamtzahl an Einjährig-Freiwilligen, die nach diesen Bestimmungen bei der Landwehrtavallcrie und Landwehrlrrtilleric aufgenommen werden dürfen, sind auch etwaige jüngere Bewerber einzurechnen, ferner jene Bewerber, denen seit 26. Jänner d. I. die Auf-nahmsbewilligung nach den bisherigen Bestimmungen erteilt wurde. — (Stationslunnnandoravporte für verwundete und tränte Offiziere.) Alle Herren Offiziere, Fähnriche, Of-fiziersasftirantcn, Kadetten und Kadettasftircmten (Militärbeamte und Beamtenasftiranten) aller Standesgrup-pcn, die, verwundet oder krank vom Kriegsschauplatz in das Hinterland zurückgekehrt, sich daselbst» in Garnisons-oder Reservcsftitälern, in Anstalten der freiwilligen Sa-nitätspflcge, in Zivilspitälern oder in Privatpflege ober sonst wo auf Urlaub befinden oder als Leichtkranke und Rckonvalcszenten bei den Ersatzkörpern oder sonst wo Dienst tun, und deren Zustand es nur irgend gestattet, haben sich in der Zeit vom 22. bis 24. d. M. zwtscllm 9 Uhr vormittags und 2 Uhr nachmittags beim Sw- Gefreiter Petar Kokot des bosnifch-hercegovini-schen Infanterieregiments Nr. 2 zeichnete sich gelegentlich eines Vorstoßes durch tapferes persönliches Verhalten und zielbewußte energische Führung seines Schwar-mes aus. Durch unerschrockenes Vorbrechcn beim Vorspringen der Schwarmlinie, durch Anfeuerung seiner Leule zum Vorgehen und gutem Zielen trug er wesentlich dazu bei, den guten Geist in der Kompanie aufrechtzuerhalten und ihr zum Erfolge zu verhelfen. (Silberne Tapfcrkeitsmedaille erster Klasse.) Zugssührcr Ivo Mijatobiö und Zugsführer VeÄr sabiclß kaum, was ich nun soll. Hast du mich bcnn nicht mehr lieb, Mutter?" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 39____________________________299_________ _____________________18. Februar 1915 tionstommando zur Entgegennahme dringender und wichtiger Befehle persönlich cinzufinden. — Gagisten (Aspiranten), deren Zustand ihr persönliches Erscheinen beim Stationskommando ausschließt, haben dies unter Vorlage eines militärin-ZUichen Zeugnisses dem Sta-tionslommando schriftlich oder durch eine Mittelsperson zu melden. — (Kriegsauszeichnung.) In der hiesigen Artillc-riekaserne fand gestern die feierliche Dekorierung des Herrn, Ingenieurs Friedrich Weinberger, t. und t. Leutnants im Feldtanonenregiment Nr. ?, statt, dein in Anerkennung hervorragend tapferen Verhaltens vor dem Feinde die Goldene Tapferkeitsmedaille verliehen worden war. — (Das Ehrenzeichen zweiter Klasse vom Roten Kreuze mit der Kriegödetoration) wurde dem Oberleutnant Hermann Olberg des IN 27 verliehen. — iAnfschub der Ergänzungs'Neifeprüfung für militärpflichtige Nealschulabsolventen.) Der Munster für irultus und Unterricht hat in einem an alle Uniuersitäts-Reltorate und Landesschulbchörden ergangenen Erlasse genehmigt, daß die Ncalschulabsolvcnten, welche infolge ihrer Einberufung zur aktiven Militärdienstleistung die fur die Aufnahme in die Umversitätsstudicn vorgeschriebene Ergänzungs-Neifcprüfung nicht rechtzeitig vor Be» ginn des Studienjahres 1915/lll abalcgen lönnen, zunächst provisorisch zur Immatrikulation als ordentliche Hörer der weltlichen Fakultäten nnd, wenn sie nicht mehr im aktiven Militärdienste stehen, auch zur Inskription in die Vorlesungen zugelassen werden. Doch werden sie die erforderliche Ergänzungsprüfung längstens vor Antritt des dritten Universitätssemcsters nachzutragen haben. Hiedurch erlangen sie die Anrechnung der von ihnen als provisorische ordentliche Hörer inskribierten Semester für das ordentliche Universitätsstudium ihres Faches. — (Spenden für das Note Kreuz.) Kasino-Piket-Partie für Jänner 22,70 /^; Reinertrag der Schülerauf-führung in der Kasinoglashalle am 23. Jänner, 328 X jähre des letztgenannten Jahres zu vcraulasjm sind Die Zucrtennung der Prämien wird durch das Präsidium des genannten Vereines erfolgen und eö bleibt ihm unbenommen, in speziellen Fällen statt der Geldprämie auch Anclkennungsdiplome zu verleiben. Goldene Herzen in eisern«' Zeit, ist der Titel eincß sehr wirkungsvollen Filmdramas, welches am Spczial-abeiio im Kino „Ideal" vorgeführt wird. Es ist ein Kriegs drama, welches beide Kriegsschauplätze festhälh, den westlichen mit Franzosen und Belgien: und den in Ostpreußen mit den überfallenden Russen. Das Bild zeigt auch österreichische Truppen unter den Kämpfen» den. — Samstag „Der Schatz derer von Louzat", Sen-sations-Kriminalroman in vier Men. Der Krieg. Telegramme des k. k. Telegrlwhen-Korrespoudenz-Knreans. Österreich »Ungarn. Vom nördlichen Kriegsschauplätze. Wien, l7. Februar. Amtlich wird vcrlautbart: 17ten Februar 19 l5 mittags: Nach zweitaa.ia.em Kampfe wurde Nestern spät nachmittags Kolomea genommen. In den südlich der Stadt bei Kluczuw Wl. nnd Mnszyn seit 15. andauernden Kämpfen machten die Russen sichtlich große Anstrengungen, die Stadt zu behaupten, Zahl« reiche Verstiirkuna.cn wurden von ihnen herangeführt. Heftige Gegenangriffe auf unsere vordringende,: Teppen mußten beiderseits der Straße mehrmals zurüclge. schlagen werden, wobei durch gute eigene Artillcriewir-tung dem Feinde große Verluste beigebracht wurden. Um 5 Uhr nachmittags gelang es durch allgemeine Angriffe, den Gegner trotz erbitterter Gegenwehr aus feiner letzten Stellung vor der Stadt zu werfen und in einem Zuge mit den Fliehenden Kolomea zn erreicheil. Die Zcrftg. rung der Pruthbrücke wurde verhindert, die Stadt von den fliehenden Müssen gesäubert und besetzt. 2lM Gefangene, mehrere Maschinengewehre und zwei Geschütze fielen in unsere Hände. Im Karpatheuabschnitt bis in die Gegend von Wyözlow dauern die Kämpfe mit großer Hartuiickiglcit an. Weitere 4040 Gefangene sind einge« bracht. An der Front in Nussisch-Polrn und in Westgali-zicn war nur Geschütztamvf im Gange. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstnbes: u. Höfer, FML. Erzherzog Karl Stephan bei den Kriegsinvaliden. Wien, 17. Februar. Erzherzog Karl Stephan besuchte heute in Begleitung des Vorstandes des ssriegs- fürsorgeanrtes die Invalidenschule des Reservesftitales ^. Er besichtigte eingehend die 21 gewerblichen Schulen, Fachkurse und Werkstätten, wobei der Erzherzog jeden der dort untergebrachten Kriegs invaliden ansprach. Abreise der Erzherzogin Isabella nach dem nordlichen Kriegsschauplatze. Wien, 17. Februar. Erzherzogin Isabella ist heute früh zum Besuche ihres Vaters, des Oberkominandanten Felbmarschalls Erzherzog Friedrich, nach dem nördlichen Kriegsschauplätze abgereist und wird von dort Anfang der nächsten Woche Hieher zuriickkehren. Ministerbesprechungen in Budapest. Budapest, 17. Februar. Minister des Anhern Baron Vurian machte im Laufe des Vormittags mehrere Besuche. Um 1 Uhr mittags stattete er dem Ministerpräsidenten Grafen Tisza einen längeren Be« such ab. Budapest, 17. Febwar. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Der gemeinsame Finanzminister Dr. von Koerber ist hier angekommen. Nülttehr unserer in Rußland zurückgehaltenen Funktionäre. Wien, 17. Februar. Die seit Krieqsbe^inn im Interesse der in Ruhland zurückgehaltenen Funktionäre des k. und k. Ministcrums des Äußern fortgesetzten Bemühungen, die sowohl seitens der spanischen als auch der amerikanischen Regierung in dankenswerter Weise gefördert wurden, haben endlich zu dem Erfolge geführt, daß die behreffenden Funktionäre am 15. d. M. in. Freiheit gesetzt wurden und in den nächsten Tagen die Heiinreise werden antreten können. Deutsches Reich. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 17. Februar. Großes Hauptquartier, den 17. Februar 1915. Westlicher Kriegsschauplatz: Offe^ bar veranlaßt durch unsere großen Erfolge im Osten, untcrnahlncn Franzosen und Engländer gestern und in der vergangenen Nacht an verschiedenen Stellen beson» ders hartnäckige Angriffe. Die Engländer büßten bei ge« scheiterten Versuchen, ihre am 14. Februar verlorenen Stellungen wieder zu gewinnen, erneut vier Offiziere und 170 Mann an Gefangenen ein. Nordöstlich Reims wurden feindliche Angriffe abgewiesen; zwei Offiziere und 179 Franzosen blieben in unseren Händen. Beson» ders starte Vorstöße richteten sich gegen unsere Linien in der Chanlpagne, die mehrfach zu erbitterten Nahlimlvfen führten. Abgesehen einzelnen kurzen Abschnitten, in dl« der Feind eingednmgen ist und in denen der Kampf noch andauert, wurden die feindlichen Angriffe überall abgewiesen»; etwa 3W Franzosen wurden gefangen ge-nonuncn. In den Argmmcn setzten wir unsere Offensive fort, eroberten weitere Teile der feindlichen Hauprftel« lung, machten 35l) Gefangene und eroberten zwei Ge« virgsgeschi'che und sieben Maschinengewehre. Auch int Pricftcrwaldc (nördlich Toul) sind kleinere Erfolge zu verzeichnen; dabei wurden zwei Maschinengewehre ge« nommen. Von der Grenze der Reichölandc nichts Neues. - Östlicher Kriegsschauplatz: Nördlich der Memel sind unfere Truppen dem überall geworfenen Gegner m der Laibacher Zeitung Nr. 39 _______^________________300_____________________ 18. Februar 1915 Nichtung Tauroggcu üuer die Grellzc gefolgt. In den» Waldgebietc östlich Augnftuw finden an uielrn Steilen noch Berfolgnngotämpfc statt. Die von Lumia nach Kulno vorgegangene rnsstschc Kolonne ist geschlagen. ?0l) Gefangene und sechs Maschinengewehre fielen in unsere Hand. Ebenso wurde eine feindliche Abteilung bei Grajowo auf Ossowiec zurückgeworfen. In der gewonnenen Front Pluck-Racionz (in Polen nördlich der Weichsel) scheinen sich hartnäckigere Kämpfe zu entwit-leln. In Polen südlich der Weichsel nichts Neues. Oberste Heeresleitung. Der Sieg in Ostpreußen. Verlm, 17. Februar. (Wolff-Bureau.) Kaiser Wil-Helm verlieh dem Chef deö Gcneralstabcs des Feldheeres G. d. I. Falkenhayn in Anerkennung seiner Verdienste um den Sieg in Masuren der Orden Pour le msrite. Berlin, 17. Februar. In der Stadt herrscht ungemein grotzc Freude über den Sieg tzindenburgs, dessen Bedeutung erst durch das letzte Kommuniquö im vollen Umfangc dctX'r Proteste der übrigen neutralen Regicrnngen hat England sich 0on dein eingeschlagenen Verfahren nicht abbringen lassen. England dagegen wird unter Duldung der neutralen Regierungen auch mit solchen Wareu versorgt, die stets und unzweifelhaft nls absolute Konterbande gelten. Die deutsche Regierung glaubt insbesondere uud mit grüh. tl'in Nachdrucke darauf hinweisen zu müsse«, das; ein cruf viele Hunderte von Millionen geschätzter Waffenhandel amerikanischer, Lieferanten mit Deutschlands Feinden besteht. Nach sechs Monaten der Geduld und des Ablvarlcns sieht dn' deutsche Regierung sich genötigt, die mörderische Art der, Scelricgführui^a Englands niit scharfen Gegen-mcchregcln gu erwidern. Sie vertraut darauf, das; die Ncutralcu, die bisher sich den für sie nachteiligen Folgen dcS englischen Hungerkrieges stillschweigend oder protr--stierend unterworfen haben, Deutschland gegenüber tcin geringeres Mas; von Duldsamkeit zeigen werden, und zwar auch dann, wenn die deutschen Maßnahmen ill gleicher Weise, wie bisher, die englischen neuen Formcu des ^eclricgeö darstellen. Darüber hinaus ist dic deutsche Regierung entschlossen, die Zufuhr von Kriegsmaterial nn England und seine Verbündeten mit allen ihr gu Ge-vote stehenden Mitteln gu uutcrdrückcn, wobei sie als selbstverständlich nnuimmt. das; die neutralen Regierungen, die bisher gegeu den Waffenhandel mit Deutschlmlbs Feinden nichts uuternommcu habcu, fich einer geUxlltsamen Unterdrückung dieses Haudels durch Deutschland nicht ,;u widersetzen beabsichtigen. Von diesen Gesichtspunkten aus« gehend, erklärt die deutsche Admiralität die voll ihr uäher oezeichncte Zone als Seckriegsaebiet. Sie wird dieses Lcckriegsgebiet so weit wie irgend angängig, durch Minen zu sperren und auch die feindlichen Handelsschiffe auf >cde andere Weise zu vernichten suchen. So sehr nun auch der deutschen Regierung bei jedem Handeln nach diesen zwingenden Gesichtspunkten jede absichtliche Vernichtung neutraler Menschenleben uud neutralen Eigentums fern liegt, so will sie doch auf der anderen Seite nicht verlcn° nen, dcch durch die gegen England durchzuführenden Äl» lillnen Gefahren entstehen, die unterschiedslos jeden Handel innerhalb des Seclriegsgebietes bedrohen. Dies gilt iihneweiters vom Minenkrieg, der auch bei strengster Innehaltung der völkerrechtlichen Grenzen jedes dem Mincn-gcbiet sich nähernde Schiff gefährdet. Iu der Hoffnung, bah die Neutralen sich hiemit ebenso wie mit den ihnen durch die englischen Maßnahmen bisher zugefügten jchwcren Schädigungen abfinden werden, glaubt dic deutfche Regierung um so mehr berechtigt gu sein, als sie gewillt lst, zum Schutze der neutralen Schiffahrt sogar im See» lricgsgebiet alles zu tun, was mit der Durchführung ihres Zweckes irgendwie vereinbar ist. Die deutfchc Regierung lst bereit, mit der amerilamschen jede Maßnahme in ernst« hafteste Erwägung zu ziehen, die geeignet sein könnte, die legitime Schiffahrt der Neutralen im Kriegsgcbiete sicherzustellen. Alle diese Bemühungen werden jedoch er., schwcrt, erstens durch den Mißbrauch der neutralen Flagge seitens der englischen Handelsschiffe, zweitens durch den Konterbandchandel der neutralen Handelsschiffe, ins» befondere mit Kriegsmatertal. Die britische Regierung wäre in der Lage, die deutschen Mahnahmen illusorisch zu machen, wenn ihre Handelsflotte bei dem Mißbrauch neu» traler Flaggen verharrt und dic neutralcu Schiffe nicht nndcrlveitig in unzweifelhafter Weise gekennzeichnet loer» den. Deutschland muß aber unter allen Urnständen seine Maßnahmen wirksam machcu. In der Erwartung, daß die amerikanischen Vorstellungen England zur Achtung der amerikanischen Flagge veranlassen werden, sind die Ve-> fehlshaber der deutfchcn Uuterseeboote, wie bereits in der Note vom 4. Februar zum Ausdruck gebracht ist, angewie« sen worden, Gewalttätigkeiten gegen amerikanische Handelsschiffe zu unterlassen, soweit sie als solche kennbar sind. Um alleu Folgen der Verwechslung, allerdings nicht auch der Minengefahr, zu begegnen, empfiehlt die dcutfche Regierung den Vereimgten Staaten, ihre mit friedlicher Ladung befrachteten, den englischen Seelriegsschauplatz be. rührenden Schiffe durch Convohierung kenntlich zu machen. Die deutsche Negierung würde mit besonderem Dank anerkennen, wenn die amerikanische Regierung ihren Handelsschiffen dringend empfehlen wollte, jedenfalls bis zur Regelung der Flaggcnfrage den englischen Seekriegs-schauvlcch zu vermeiden. Die deutsche Ncgierung gibt sich der zuversichtlichen Hoffnung hin, daß die amerikanifche Negierung den schweren Kampf, den Deutschland um sein Dasein führt, in seiner ganzen Bedeutung würdigen und aus den vorstehenden Aufklärungen und Zusagen ein vol. les Verständnis für die Beweggründe und Iicle der von ihr angekündigten Maßnahmen gewinnen wird. Die deutsche Regierung Wiederholt, daß sic in der bisher von ihr peinlich geübten Rücksicht auf die Neutralen fich nur unter dem stärksten Zwang der nationalen Selbsterhaltuirg zu den geplanten Matznahmen entschlossen hat. Sollte es der amerikanischen Regierung vermöge des Gewichtes, das sie ill die Wagschate des Geschickes der Voller zu legen berechtigt und imstande ist, in letzter Stunde noch gelingen, die Grüude zu beseitigen, welche der deutschen Regierung jenes Vorgehen Zur gebieterischen Pflicht machen, sollte die ameritanifchc Regierung insbesondere einen Weg dahin finden, die Beachtung der Londoner Scckriegsrcchts-erllärung auch von seilen der mit Deutschland Krieg führenden Mächte zu erreichen, uud Dcutschlalld dadurch die legitime Zufuhr von Lebcnsmiltcln und industriellen Rohstoffen zu ermöglichen, so würde dic deutsche Regierung hierin ein nicht hoch genug anzuschlagendes Verdienst um eine humanere Gestaltung der Kriegführung anerkenne» und aus der also geschaffenen neuen Sachlage gerne die Folgerungen ziehen. Washington, 17. Februar. (Reuter-Meldung.) Es ist unwahr, daß der deutsche Botschafter Graf von Vern» storff abberufcu worden ist. Die torpedierte „Jean Bart". Paris, 16. Februar. Der „Matin" veröffentlicht den Vrief eines Offiziers des französ. Panzerschiffes „Jean Bart" über die Umstände, unter denen der „Jean Bart" von einem östeneichisch-nngarischen Unterseeboote angeschossen wurde. Tab Torpedo traf den Vorderteil des Schiffes und verursachte ein großes Leck, so daß das Wasser verschiedene Abteilungen füllte. Die Schotten wurden sofort geschlossen. Das Leck wurde nach schwerer einstündigcr Arbeit notdürftig gestopft. Durch Verstauen das Ballastes im Hinterteile wurde die Lage des sttirÜ nach vorn neigenden Panzerschiffes ausgeglichen. T^s Panzerschiff lonnte aus eigener Kraft den nächsteil Kriegshafen der Verbündeten erreichen. Die Reparaturen sind jetzt beendet. Das Panzerschiff wurde wieder iu den Dienst gestellt. Ein englischer Kohlendampfer von einem deutschen Unterseeboote versenkt. Havre, 17. Februar. (Agence Hcwas.) Der englische Kohlendampfer „Dulwich", von Hull nach Rouen unterwegs, wurde gestern abends um 6 Uhr 20 Meilen nordwestlich von Havre von einem deutschen Unterseeboot angeschossen. Au Steuerbord inmitten des Schisfes fand eine Explosion statt. Die Besatzung flüchtete in die Rettungsboote und erblickte das Unterseeboot. Von der Besatzung wurden 2!) vom Torpedobootzerstörer „Arqucbuse" aufgenommen und nachts in Havre ans Land gebracht. Sieben andere erreichten Fecamp in einem Rettungsboot, zwei Mann werden vermißt. Der Dampfer „Dulwich" sanl in 20 Minulen. < Verunglückte Schiffe. London, 17. Februar. Te. englische Dampfer «Wawe» gen glaube er, daß sich die Geschichte wiederholen werde und daß man vor einem neuen Trafalgar stehen werde. Die Seeversicherung in England. Kopenhagen, 17. Februar. „National Tidende" meldet aus London: Die Seeversicherung ist infolge der deutschen Blockade-Erklärung bedeutend gestiegen. Schiffe von Australien und Südamerika zahlen 40 Schilling anstatt 20 und Küstendampfer 20 anstatt 5 Schilling. Aus Madrid wird telegraphiert, daß die fpanische Regierung sich dem amerikanischen Proteste anschließen werde, wenn sich die neutralen Mächte zu einem gemeinsamen Proteste gegen Deutschland einigen sollten. Seefraaen im englischen Nuterhause. London, 17. Februar. I,s der vorgestrigen Unterhaus« schurm orkliirte Parlainentsuntersekretär Neil Prim« Laibacher Zeitung Nr. 39 301________________________________18. Februar 1915 " rose, es sei beschlossen worden, wegen der Ladung dcs Dampfers „Wilhelmina" die Entscheidung de3 Prisen. gerichteL anzurufen. Gegen das Schiff selbst werde nicht vorgegangen lvcröcn. Wenn die Ladung an das intcrnatio-"alc Hilfskomitee für Belgien verkauft würde, dann würde die Eutstyciduny des Prisengerichtes einer Revi. N'on unterzogen tverden. — Bei der Einbringung des Flottenetats sagte Churchill betreffs der Klagen, daß die Admiralität fast ein Fünftel der englischen Handelsflotte gechartert habe: Wir stehen im Kriege mit der zweitgrößten Seemacht der Welt. Wir brauchen Schiffe zur Versorgung der Flotte mit Proviant, Heizmaterial und Munition sowie zum Transport der Verstärkungen für die Feldarmee und zu deren Versorgung mit allem NoUgen. Viele Schiffe, die von der Regierung für beson- , dcre Ilvcclc ausgerüstet worden feien, könnten nicht so- s fort durch andere erseht werden. - Lord Veres ford lUmmnst) schlug vor, die Verbündeten möchten eine ge-m^inscnne Note an die Neutralen richten des Inhalts, dcch die Kriegführenden die Zufuhr aller Waren, die Deutschland nützen könnten, verhindern würden. Er ! wünsche über die Versenkung des Linienschiffes „Formidable" durch ein deutsches Unterseeboot Aufklärung, da cnUveder eine sträfliche Nachlässigkeit oder eine große Dummheit begangen oder von Amateurstrategen befohlen , worden sei. Er verlangte die Beibehaltung der alten Gepflogenheit, jeden Untergang eines Schiffes vor ein Kriegsbericht zu bringen. Die Gefahren der nordische,! Schiffahrt. Kopenhagen, 17. Februar. Nitzaus Bureau ,mldet: l Die dänische die norwegische und die schwedische Neuerung einigten sich nach Vechandlungen in Stockholm bei dcr britischen und bei der deutschen Regierung Vorstellungen zu erheben wegen dcr Gefahren, die der nordischen Schiffahrt drohen teils durch die vom britischen Auswärtigen Amte veröffentlichte Mitteilung über die , 'Anwendung neutraler Flaggen durch britische Handels-sch ssc, teile, durch die militärischen Maßnahmen in dc,' ^oässern um die britische Inselgruppe, die von deut-ichcr Seite in Aussicht gestellt wurden. Die Note,., die die drei Regierungen, jede für fich, den beiden kriegführenden Ländern zustellen, sind gleichlautend. Das dänische Parlament und die Blockadefragc. i Kopenhagen, 17. Februar. Nach dem „Extra- ' bladet" sind beide Kammern des dänischen Parlamentes für morgen zu einer gemeinsamen geheimen Sitzung einberufen worden, wie man annimmt, um dle Älo-lkadefrage zu besprechen. Es wird betont, daß die Sitzung friedlichen Charakter habe. Der Vlihbrauch der neutralen Flagge durch englische Schiffe. »Vpenhagen, 17. Februar. „Bcrlingste Tidende" mel-l d« aus Helsingborg: Ein heute cms England hier angekommener schwedischer Kapitän berichtet, daß er vor eini-yen Tagen in England einen Dampfer unter dänischer Flagge ankommen gesehen habe. Mittschiffs toar in aro« ^en Buchstaben der Name „Vibroa" aufgemalt, darunter l" grüheren Buchstaben das Wort „Danmark". Der Kapitän erklärte, er habe sich nachträglich persönlich davon überzeugt, datz der Dampfer nicht ein dänischer, sondern "u englischer Dampfer war. Ein anderer hier angekom-lnener Kapitän berichtet, daß er in der Nordsee zwei Dampfer angetroffen habe, die ihren Namen übermalt hatten und unter schwedischer Flagge fuhren. Es bestand kein Zweifel darüber, daß cs englische Schiffe waren. Die schwedische Kriegsversichernngspriimie. Kopenhagen, 17. Februar. Die schwedische Krieqs-versicherunqsprämie wurde um 2«/° erhöht, die hiesige ^st unverändert, aber die Reeder wurden aufgefordert, bie Schiffe zu'kennzeichnen. Nrlne Ausfahrt von holländischen Passagierfchiffe« nach England. 'N den nächsten Tagen Passagierschrsfe nach England 'Ucht «baehen lassen werden. Der Verkehr im Tuezlanal wieder normal. Amsterdam, 17. Februar. Der Maarscourant" gibt ! belanntdaß der Verkehr im Suezlanal wieder em nor- l Naler ist. Frankreich. i Die deutschen Militärärzte freigesprochen. Paris, 16. Februar. (Agence HavasV Das zweite Pariser Kriegsgericht hat die der Hehlere, beschuldigten deutschen Militärärzte Schulz und Davldiohn !owie sieben andere Mitglieder dor 7. Ambulanz des zweiten Armeekorps im Revisionsverfahren steige« sprochcn. Sie waren vom ersten Pariser Kriegsgerichte im November 1914 zu verschiedenen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Die Reise des Generals Pau nach Rußland. Frankfurt am Main, 17. Februar. Der „Frankfurter Zeitung" wird aus Athen folgende Meldung der „Agence Havas' übermittelt: General Pan ist auf der Reise nach Ruhland gestern abends an Bord eines französischen Torpedojägers hier eingetroffen. England StreilS. London, 17. Februar. Etwa 4000 Arbeiter der Vic. loria. und Albertsdocks sind vorgestern in Ausstand ge. reten. In der Echiffswerfte White and Company in Ba-oes stellten die Dreher und Monteure die Arbeit ein. un, 'kgen d,e Beschäftigung unorganisierter Arbeiter zu Pro. estieren. i Schwere Anschuldigungen gegen den britischen Gesandten in Chriftiania. Berlin, 17. Februar. Wie das Wolff-Nureau erfährt, übermittelte Sir Roger Casement dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes eine Abschrift seines an den englischen Staatssekretär Grey gerichteten Briefes, der den gegen Roger geplanten Anschlag des britischen Gesandten Findlay in Christiania zum Gegen? stände hat. Außerdem legte Casement dem Auswärtigen Amte die Originale der in seinem Besitze befindlichen auf diesen Anschlag bezüglichen Dokumente vor. An der Richtigkeit dcr ungeheuerlichen Anschuldigungen gegen den Agenten der britischen Regierung ist daher nicht mehr zu zweifeln. iCasement, der bekannte Iren-Führer, hat in einen» offenen Vricfe gegen Findlay die Anklage erhoben. Dieser habe Casements Diener dnrch ein hohes Geldangcbot bewegen wollen, seinen Herrn aus dem Wege zu räumen. Anm. d. Red.) Schweden Mahnahmen aenen die Choleragefahr. Stockholm, 17. Februar. In Stockholm befürchtet man nir das Frühjahr Choleragefahr infolge des Zuzuges rus. nicher Flüchtlinge über Karunqi. An der schwedisch-finm-chen Grcnz? werden umfassend« Vorsichtsmahregeln ye> ituffcn. In Karungi und Haparanda werden Quaran-.äne-Stationen für alle Reisenden aus Rutzlcmd ein» gerichtet. Rußland. Genehmigte Beschlüsse de8 Minifterraies. Petersburg, 17. Februar. Kaiser Nikolaus genehmigte die Beschlüsse des Miniftcrrates: 1.) betreffend die Grund« besitz, und Pachtrechte dcr österreichischen, ungarischen, deutschen und türkischen Staatsangehörigen in Rußland; s.) betreffend die gleichen Nechte gewisser Gruppen öster» icichischer, ungarischer und deutscher Auswanderer, d« die russische Staatsbürgerschaft angenommen haben: 8.) betreffend das Erloschen dieser Rechte der eben be. zeichneten Auswanderer in den Grenzgebieten. Serbien. Der Einfall der Albaner in Serbien. Niz, 17. Februar. Das serbische Preßbureau meldet: Die Angriffe dcr Albaner erstrecken sich über unsere ganze Grenze. Vorgestern tauchten die Albaner im Gebiete von Ochrida auf, wo sich unsere numerisch schwächeren Truppen vor dem Feinde zurückziehen mußten. Die Höhe Tschia-Fassan, westlich vom Ochridasee. fiel gestern m oie Hände der Albaner. Während des ganzen vorgestrig gen Tages fanden in Nnmo und um die Stellungen von Rajac Gefechte statt. Dieser Kampf dauerte auch gestern noch an. Die christliche Bevöllcrnnn von Nudogeda, Lyna und anderen Grenzortschaften hat sich nach Ttruga geflüchtet. Während der gestrigen Kämpfe wurden auf unferer Seite 30 Mann getötet, bezw. verwundet. Im Departement Prizren ist da3 Vordringen der Albaner zum Stillstande gekommen. Prizren ist außer Gefahr. Man erwartet jeden Augenblick, daß unsere Truppen wieder in Vraniitc einrücken. Me Türkei Die russische Kaulasus-Armee. Konstantinopel. 17. Febmar. Nachrichten aus Erzerum besagen, daß die russische Kaulasus-Armee sich im Zustande äußerster Schwäche befinde und mfolge zkranl-hciten und großer Verluste in den vorhergeganssenen Kämpfen zur Ohnmacht verurteilt sei. Vel den mechen russischen Soldaten seien Schreiben gesunden woroen, in denen auf die furchtbaren Verluste auf «men Knegij. schauplähen Hingewlesen und den Soldaten geraten wirb, slch nicht rein zum Vergnügen des Zaren und seiner Umgebung töten zu lassen. Türkische Erfolge. Konftantinopcl, 17. Februar. Der Korrespondent der „Agmce tM'graphiquc Milli" berichtet aus Bagdad: Eine Kavallerieabteilung, bestehend aus 130 Mann, die in der Umgebung von Schabich eine Rekognoszierung unternahm, jagte über 200 feindliche Reiter, nachdem sie ihnen große Verluste beigefügt hatto, in die Flucht. — Am 15. d. M. rückte ein ottomanisches Detachnnent gegen Korna vor. Es gelang ihm, sich dem Stationsorte dcr englischen Kanonenboote zu nähern. Die englischen Posten und die Kanonenboote zogen sich unter beträchtlichen Verlusten zurück. Die Ottomanen erbeuteten zwei. Kanonen und eine große Menge Kricgsmunition und verloren bloß drei Thtc und einige Verwundete. Der Feind flüchtete hinter die Verschanzungen von Korna. Befriedigung über unsere Erfolge. Konstantinopel, 17. Februar. Die neuen Erfolge der österreichisch- ungarischen Armee, insbesondere jene in der Bukowina, wurden hier mit lebhafter Befriedigung aufgenommen. Die Presse weist auf deren hohe politische Bedeutung hin. Der griechisch-türkische Zwischcnfall geregelt. Konftantinovcl, 17. Februar. Der griechisch-türkische Zwischcnfall ist endgültig geregelt. Der Polizei oirekwr besuchte nachmittags den griechischen Geschäftsträger und gab seinem Bedauern über den Zwischenfall Ausdruck. Morgen wird ein diesbezügliches Kommunique erscheinen. Unstatthaftes Vorgehen eines britischen Konsuls. Koustantinopel, 17. Februar. Der Rote Halbmond hat an die Blätter eine Mitteilung versendet, wonach der britische Konsul in Ärussa, Gilbertson, sich seinerzeit einen Teil der Gelder und Gegenstände, die von indischen Muselmannen zu Gunsten dcr nach dem Vallankriege nach der Türkei geflüchteten Muselmannen gespendet worden waren, angeeignet und den Rest im Namen der englischen Regierung verteilt hat, ohne zu erwähnen, daß die Spender Muselmannen seien. Der Krieg in den Kolonien. General Botha in der Walfischbai. London, 17. Februar. „Daily Mail" meldet aus Durban, daß General Botha in der Walfischbai eingetroffen ist. China. Die japanischen Forderungen. London, 16. Februar. Die „Times" melden aus Peking: Der chinesische Gesandte in Tokio teilte der chinesischen Negierung mit, daß sich Japan weigere, seine Haltung gegen China zu ändern. China scheint ent> schlössen, in die vorgeschlagenen Verhandlungen nicht einzutreten mit alleiniger Ausnahme dcr die Ostmongo^ lei und die südliche Mandschurei betreffenden Fragen. China soll bereit sein, nach Beendigung des Krieges oinee Erörterung der Schantung-Frage näherzutreten. Hie Vereinigten Staaten von Amerika. Die Teuerung in New «Dork. ! London, 17. Februar. Das Reuterbureau meldet aus Newyork vom 15.: Die unter Vorsitz des Bürgermeisters tagende Kommission, die sich mit den hohen Lebensmittclpreisen beschäftigt, empfahl zum Schutze gegen eine weitere Browerteueruug ein Ausfuhrverbot sür Weizen. Der Bürgermeister hat an den Präsidenten dementsprechend berichtet. Unglück in einem Tuniecl. Orenchen, 16. Februar. Im neuen Jura-Durchstich, dem Münster-Grenchen-Tunnel, wurden durch einen Sprcngschuh ein Vorarbeiter und ein Arbeiter getötet, ein dritter sehr schwer verletzt, so daß er den Verletzungen erlag. Ein vierter Arbeiter erlitt leichte Verletzungen. Die Ursache des Unglückes war Entzündung des Vergasers. Im Eise eingeschlossen. London, 16. Februar. Die Exchange Telegraph Company meldet aus Peking vom l5. d.: Nach hier eingelangten Berichten sind mehrere britische und japanische Schiffe vollständig vom Eis umgeben uno außerstande, sich dem Golfe von Pchchili z" '"«)"«. Sie erbaten auf drahtlosem Wege P".""''t- ". japanischer Kreuzer auf Port ArtlM versuchte gebens, an die Eisfelder heranzukommen. Laibücher Zeitung Nr. 39___________________________ 302__________________________18. Februar 191b Uach Schluß des Blattes eingelangt. Rom, 18. Februar. Der Wasserstand des Tiber nimmt stetig ab. Allc überschwemmt gewesenen Gebiete der Stadt sind bereits vom Hochwasscr frei. Es herrscht schönes Wetter. Königsberg, 17. Februar. Nachmittags ist dcm jetzigen Oberpräsidium nachstehendes Telegramm des Kaisers zugekommen: Russen vernichtend geschlagen. Unser liebes Ostpreußen vom Feinde frei. Wilhelm. Verlin, 17. Februar. Kaiser Wilhelm ist zu turzein Aufenthalt in Verlin eingetroffen. Vlissingen, 17. Februar. Gestern brachte ein holländisches Torpedoboot ein englisches Wasserflugzeug mit einem Offizier, das in der Nähe der Schcldemündung aufgefischt worden war, ein. Der Offizier wurde interniert. Das Flugzeug liegt im Vlissingcr Hafen. Amsterdam, 17. Februar. Die Blätter melden: Dic Fährdampfcr von Rotterdam und Vlissingcn nach London stellten den Dienst nach England ein. Donnerstag soll ein Frachtschiff von Vlissingen cmsfahren, das die Post nach England mitnimmt. „Handelsblaad" meldet aus Vlissin-gcn. dah der Post- und Güterverkehr nach England auf Frachtdampfern der Zocland-Linic Sonntag, Mittwoch und Donnerstag von Vlissingen nach Tiburg erfolgen soll. Amsterdam, 17. Februar. Das englische Flugzeug, das in der Nähe der Scheidemündung aufgefischt worden war, hat mehrere Schüsse erhalten, durch die es heruntergeholt wurde. Wien, 18. Februar. («Wiener Zeitung".) Seine Majestät verlieh dem G. d. K. Erzherzog Franz Salvator in huldvollster Anerkennnung seines als Protektor-Stellvertreter des Roten Kreuzes geleisteten hingebungsvollen Wirkens taxfrei den Verdienstftern vom Roten Kreuze mit der Kriegsdekoration. Seine Majestät verlieh dem Erzherzog Friedrich taxfrei die 5^riegsdeloration zum Ver-dienftstern vom Roten Kreuze, Wien, 18. Februar. Die «Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Verordnung des Ackerba-uminifteriums im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern vom 15. Februar 1915, betreffend die Sichcrftellung der Feldbeftel-lungs-Nrbeiten für den Frühjahrsanbau 1915. Verantwortlicher Redakteur: Anton Hunlet. — (Ein jugendlicher Dieb.) Dtcsertage wurde in Podgorica ein 14jähriger Bursche verhaftet, weil er dringend verdächtig ist, am 13. und 14. d. M. aus der versperrten Wohnung einer dortigen Gcflügclhändlerin während ihrer Abwesenheit Geld und eine Herrentaschenuhr entwendet zu haben. (Überflutung eines Hauses.) Am 12. d. M. entstand infolge der fortgesetzten Regengüsse und der eingetretenen Schneeschmelze, von Vrhov 7 U F. I 38 8j -3 9> . ^j «ebei j^ö Das Tagesmittel der gestrigen Teinperatur vsträst 12», Normale 0 0». « Alois Ipavitz, k. k. Steuerverwalter, M M gibt tiefergriffen die betrübende Nachricht, M M daß seine innigstgeliebte, unvergeßliche M M Tante, Fräulein W > zudmtla Ipavttz > W heute Dienstag, den 16. Februar 1915 W W um ein halb 3 Uhr nachmittags nach M W langem schweren Leiden und Empfang W W der heil. Sterbesakramente im 75. Lebens« M W jähre sanft im Herrn entschlafen ist. M W Das Leichenbegängnis der teuren Vcr- M M blichenen findet Donnerstag, am 18. Fe- M W bruar um 4 Uhr nachmittag vom Trauer- W W hause in Rudolfswert Nr. 210 auf den W W hiesigen Friedhof statt. M W Die heil. Seelenmessen werden in der W M hiesigen städtischen Pfarrkirche und in der M W Klosterkirche gelesen werden. W M Die teuere Verblichene wird einem W W frommen Andenken empfohlen. W W Rudolfswert, am 16. Februar 1915. W Da derzeit »icht reisen lasBe, offeriere our au Kaufleute, Militärbehörden, Spitäler PQT* Trikot al^asclte ~^P| Himdin, einfach Futter, gerauht, zirka 80 cm lang K 21-50 387 16-6 „ doppelt „ »/, Besch. „ 80 „ „ „ 28 — Hoien, „ „ „ „ „ 110 „ „ „ 25 — „ extra Bchwer, doppel „ „ 110 ,, „ „ 30*— Preise per Dutzend rein netto Kassa, ab Wien per Nachnahme, oder Wiener Referenzen. Albert Matzner, Wien, I., Kohlmessergasse 8. SKI ein Paar neue reit Pilgerabindung, 2 Meter lang, sind wegen Abreise sofort um 30 E verkäuflich. 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