^lr. j 97. Dienstag, 28. August 1888. 1«7. Jahrgang. AiballierWZeitWg. .,«?Mtl»«illnsprtl«: Mit Poftveislnbun«: ganzl^hng st l», halbjähllg fl. 7,»o. Im «iomptoll: ^ Dle .,«a> »1. halvzahvig sl.b,»o. Für dic Zustellung >n» Hau» ganljährig^fl. 1. — I»ltrN»»»<,:l>»r: Fll» V befindet flch V,ibnb^«<»Ne >k». ble Mebaction wi^cr^ahs 15, VpieKstunden dei Redaction läaüch von .^ «me Inserat« dl» ,« 4 Kettln »Ütr.. zrößer« per ^eile «kr,: bei olleren Wleberholunaeu vr. .^eile » lr. V 10 hi« 12 Uhr vermiltag«.— NnfranlierteVilets wecbc« nicht »ngtnommcu uut, MliimIcriVle »«hlzurüagestelll. Amtlicher Weil. Kaiserliches Patent vom 22. August 1888 GM "^ ^ Einberufung der Landtage von Böhmen, »nd?/"^ Lodomerien mit Krakau, Oesterreich unter wiw an"^""s' Salzburg. Kärntcn. Krain, Vulo. ^."' fahren. Schlesien,' Tirol. Vorarlberg. Istrien. ' und Gradisla und des Landtages von Trieft mit ^. seinem Gebiete. v°n^^""5 Joseph der Orste, ^nill^^ Gnaden Kaiser von Oesterreich. lien ft " Ungarn und Vuhmcn, König von Dalma-^rie. ?'. Slavonien, Galizien, Lodomerien und ^esterr ^f ^"6 ^"" Jerusalem ic.; Erzherzog von henii«?' Großherzog von Toscana und Krakau; Krain .? Lothringen, von Salzburg, Steycr, Kärntru, Varl.v"c bcr Bukowina; Großfürst von Siebenbürgen; Echlesip ^"" Mähren; Herzog von Ober-und Niedcr-stalla "' ^°" Modena, Parma, Piacenza und Gua-Nllqll,/"' ^»schwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Tirol V """; gesürsteter Graf von Habsburg und Trien't » ? Aburg, Görz und Gradiska; Fürst von LaM ""d N^^. ^^f^f ^^, Dh^ und Nieder- lnch Nr "' ^""'^ ^l°f von Hohenembs. Feld-Clltt'arn^' Sonnenberg lc.; H^r von Trieft, von und auf der windischcn Mark; Großwojwod thun , ^ Wojwodschaft Serbien lc. :c. lc., ^ und zu wissen: ob der » ^"^"^e von Böhmen, Oesterreich unter und Nähre,, H Salzburg. Kärnten, Krain. Bukowina, UndV''..festen, Tirol, Vorarlberg. Istrien. Görz Gebiete « ^ ^°"" b" Landtag von Trieft mit seinem ^ber iu»n^ """ "kuen Session für den 10. Sep-^lufen ^" '^^ gefetzlichen Versammlungsorte ein« ^'W^^Ä^ben Tag wird auch der im Grunde Mtaa ^ 'V^""g vom 17. Jänner 1888 vertagte Aederausn l.^'^" u"t> Lodomerien mit Krakau zur ^^"M u^^^"'^^igkeit in seinen gesetzlichen H''mngsort berufen. 3 "nlau 3 '^.^lchl am zweiundzwanzigsten August deiche in! ". °HHu"t>ert und achtundachtzigsten. Unserer Ta^fs """ö Joseph m. p. ^lk/n^ p- Ziemiatkowski m.p. 3'lse'«?^""p. Prazäkm.p. ^UtsH ^^"b m.p. Dunaiewski m. p. ^^^ ^ " "________Bacquehem m. p. Zeuisseton. ^ Im Lorbeer. ^ft'ge T^.,.'^ bas Symbol der Sommerfrischler die N'!"n U^/'e und Fichte, die anf zackigen Höhen in U^linae >. '^ut und durch kühlen Schatten die ^" era„i^ ^'b"' Städte, der sonndurchglühteu b.> wilden ""d zum behaglichen Durchträumen V°lNlNer«"', ^überhasten Frühling verwandelten s<^^ geae,, '? "b" — allein heuer empört sich die eer "'Uhro, t 7" '^"en Gesetze. Tanne und Fichte ^ ^"dcn ..n^°"" ber Verheihuug ist der Lor-Anblick n ^ "" Ritzer Sehnsucht nach einem fri^ bem !>^s"^ ""cm milderen Üüfterl fliehen wir regentriefenden, mit Vl^^nen Süd.« 2 kokettierenden Hochgebirge nach "^ steht!. "' '"" hoch der Lorbeer, st.ll die erreichen wir das gc- hd>.bla7e^"r^ ^mnstrH. der glitzernd ''" w^" berq^n ."^ "ns auch ms Herz bock. V'" Weibu^i.,s -^len Spuks, den uns d,e N^''g's"^ Prangenden Tannen des u^i^unden?U^lt «^ben' und freuen uns des train« ""deren Ak ^' "nes Sommers, wie er »^ d ^ S eieH"' '" den Alpenthälern Ober-Wrde„. "ermarl, Karntens und Tirols zuthell Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. August d. I. aller-gnädigst zu gestatten geruht, dass dem Rathe des mährisch-schlesischen Oberlandesgerichtes Severin Schilder au» lässlich seiner erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand die Allerhöchste Zufriedenheit mit seiner viel» jährigen pflichttreuen und ausgezeichneten Dienstleistung bekanntgegeben werde. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. August d. I. dem Laudcsgrrichtsrathe Wilhelm Schreiter in Egcr den Titel uud Charakter einrs Obrrlandesger'chtsrathcs mit Nachsicht drr Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Prazäk m. p. Vichtamllicher Weil. Die Eutrcvue in Eger. Wien. 26. August. Die Reise des Ministers Grafen Kalnoly nach Eger erfolgte mit einiger Ueberraschung. Nur in den intimsten Kreisen wusste man schon seil einigen Tagen etwas von einer Zusammenkunft Crispi's mit unserem Minister des Aeußern. aber auch die Bestinformierlen vermochten nicht anzugeben, ob die Entrevue in Wien, Eger oder Karlsbad stattfinden werde. Die Ueberraschung lag übrigens auch darin, dass alle Welt nur auf eine sehr bald bevorstehende Zusammenkunft des Grafen Kalnoky mit dem deutschen Reichskanzler vorbereitet war, weshalb man auch eine persönliche Berührung der leitenden Staatsmänner Italiens und Oesterreich-Ungarns nicht für absolut uncrlässlich hielt. Was Mi« nister Crispi in Friedrichsruh vorgebracht und besprochen hat, konnte ja Graf Kalnoky auch in einigen Wochen vom Fürsten Bismarck erfahren. Wenn also trotzdem gestern die Entrevue in Eger stattgefunden hat, so ist wohl die Annahme gestattet, dass der bezügliche Wunsch znerst von Erispi ausgegangen sci oder dass doch die Entrevue weit mehr im Interesse Italiens als Oesterreich'Ungarns liege. Vielleicht darf man auch in dem untergeordneten Detail, dass Criepi nicht nach Wien gekommen ist. eine diplomatische Finesse elbli-cken. deren Tendenz dem römischen Cabinet zugute kommt und die für die praktische Beurtheilung dieser Diplomateu.Zusammenkunft nicht ganz wertlos sein mag. Vor allem andern ist nach unserem Dafürhalten die Begegnung in Eger als eine Ergänzuug der soeben stattgefuudeuen Entrevue vou Friedrichsruh aufzufassen. Glücklich diejenigen, die nns an die blane Ndria gefolgt! Doch nur gering ist ihre Zahl, die herrlichen Etablissements des lorbrerumjchlm'geuen Abbazia. die zahlreichen Villen der istrianischen Rwicra von VoloLca bis Ika. Lovraua und Moschenizza hinaus sind zumeist geschlossen und harren der Gäste, die, durch die Mode. die Tradition und eine falsche Reclame veranlasst, den Winter erwarten zu müssen glauben, um ihre Schritte nach Süden zu lenken. Nichts ist so schwer zu besiegen, als das Vor-urlheil, nichts so tyrannisch, als die Mode. und man nistet sich lieber gcwohnheitsgcmäß m den Hochalpen ein und friert und schimpft und jammert qualvolle zwei Monate lang. als d^n Elenu'ntrn Rechnung zu tragen und sich in südlicheren Vreitegraden einige Fuß ober dem Meere niederzulassen, wo das wärme-entziehende Minimum der Sonnenfleckcn zum Segen wird. . Die Rivicra des östlichen Isttiens — wenn auch im stetigen Aufschwünge begriffen — 'st noch lange nicht so gewürdigt, wie sie cs verdiente, und zwar hauptsächlich deshalb, weil Abbazia nnr als Winter, anfenthalt betrachtet wird, was zu vieleu Enttauschuugcn führt uud den Fremdenzufluss auf eiue kurze Zeit des Jahres beschränkt. Der Winter — dem hler vlele gänzlich zu entrinnen meinen — macht sich auch am Strande des Quarnero geltend, nud das ewige Grüu des Lorbeers, der Aublick dcr harten Palmen, die der Ungunst des Wetters besser widerstehen, als so manche zarte Mcuscheliftflanze, die mau nach Abbazia schickt, Wäre Minister Crispi, nachdem er seine Familie in Karlsbad besucht hat, direct nach Rom gefahren, dann hätten die Gegner der Friedensliga schon in den nächsten Tagen Anlass zu der Behauptung genommen, dnss die Tripel-Allillnz kein homogenes Bündnis sei. dass Italien nur Deutschland nahe stehe, Oesterreich'Ungarn aber gegenüber sich nur in einem platonischen Freundschaftsverhältnisse befinde. Die Entrevue in Eqer liefert nunmehr den offenkundigen Beweis, dass die Tripel-Allianz leine offene Schleife mit drei Knoten, sondern ein festgrschlossener Friedensvertrag sei, und dass für gewisse Fälle auch der c-a«u« lokäeri« zwischen Oesterreich'Ungarn bestehe. Man hat das auch bisher überall gewusst, wo man es wissen wollte; doch konnte eine so diplomatisch augenfällige Bethätigung der Tripel-Allianz ihrem öffentlichen Ansehen nur nützen — ganz ab« gesehen davon, dass jede persönliche Begegnung leiten» der Staatsmänner die Beziehungen der betreffenden Mächte nur zu stärken, ihre Aspirationen nur zu klären vermag. Die Entrevue von Eger kann also für die Aetheiligten nur von wohlthätigen Folgen begleitet sciu, vou denen gewiss die geringste nicht die ist: dass Gras Kälnoky und Minister Crispi Gelegenheit gefunden haben, sich über die momentane Situation wie über die politischen Eventualitäten der nächsten Zukunft persönlich auszujprechen. In dem Bereiche einer solchen Discussion liegt allerdings ein ziemlich umfangreiches politisches Gebiet, und es wird auch deshalb mehrfach behauptet, die Mittelmeer.Politil Italiens sei in Friedrichsruh wie in Eger sehr eingehend besprochen worden. Man erinnert sich, dass Crispi im vorigen Jahre erklärt hat, das Mittelmeer dürfe weder ein russischer, noch ein französischer See werden, und der interessanteste Theil seiner Turiner Rede culminierle in der Andeutung, dass sich Italien dem eventuellen Vordringen der russischen Macht über die Dardanellen hinaus entgegenstellen würde. In Massauah wird es den Italienern schon zu eng und unheimlich — und wie man aus dem jüngst veröffentlichten Briefe Nicotera's an Crispi entnehmen kann, sinnen alle guten Patrioten darüber nach, wie sich Italien in Nordafrila anderweitig festsehen ober wie doch die Machtstellung Frankreichs im Mitlelmeere reduciert werden könnte. Endlich ist es auch sehr nahe« liegend, dass die maßgebenden Politiker in Italien der Meinung sein mögen: es gebe leinen günstigeren Augen» blick für die Realisierung der italienischen Aspirationen im Mittelmeere, als eben den jetzigen, in dem Frankreich sozusagen nach innen wie nach außen lahmgelegt ist. Alle diese Annahmen erhalten durch die soeben von bedeutet noch nicht den ewigen Frühling, der selbst an den geschützteren Gestaden von San Remo und Nizza durch rauhe Uebergriffe des Winters unter» brochen wird. Alle Reize ihrer Vegetation, ihrer Lage, ihres Klimas entfaltet die Riviera Istriens im Frühling, dcr hier beginnt, wenn das Hinterland noch in den Frsseln des Winters liegt, im Sommer, der hrlr nicht unerträglich, heuer geradezu lieblich ist. und besonders im Herbst, der, ein zweiter Frühling, meist bis Weihnachten anhält und die Vegetation zu neuem Wachsthum, zu neuem Blühen antreibt. Unsere Sommerfrische in Abbazia ist zugleich die Sommerruhe, eine Rücklehr zur Natur, zum Frieden, und dies Ausruhen von den Mühen und Drangsalen des Lebens wirkt wahrhaft erquickend auf die übermüdeten Nerven. Es lässt sich hier so herrlich nichts, thun uud beim Säuseln des Windes, der die dichten LaubkronlN des Lorbeers hin und her wiegt, beim Murmeln und Plätschern der Meereswrllen, die an den Felsen des Strandes zerschellen, beim Zirpen der Cicaden, die hoch in dem Blätterdach, das sich iiber unserem lauschigen Plätzchen wölbt, ein sonniges Blatt erklimmen, ruht es sich so süß in dem zur Siesta ge-schaffenen indischen Bambusstuhl, dass man selbst zu träge ist, nach den goldigen Trauben zu langen, mit denen eine liebesbedürftige Rebe den benachbarten Eichenbaum vom Fuß bis zum Kopse geschmückt hat. Von Ast zu Ast ranlt sie sich an ihm empor, bis sie mit ihren letzten AMäusern gelbst feinen luftigen Gipse! überragt. Und der stramme Geselle duldet dieb Laibacher Zeitung Nr. 197. 1668 28. August ^< französischer und italienischer Seite inscenierten Flotten-Demonstrationen eine nachträgliche und thatsächliche Bestätigung, die über das Maß alltäglicher Evolutionen der Kriegsmarine weit hinausgeht. Es fällt natürlich ungemeiu schwer, schon hellte darüber zuverlässige Combinationen anzustellen: ob und in welchem Sinne die Mittelmeer-Politik Italiens Gegenstand der diplomatischen Discussion in Friedrichsruh und Eger war. Aber wenn dies selbst der Fall gewesen sein sollte, so scheint uns doch, dass sich Fürst Bismarck und Graf Kälnoky schwerlich über die Tragweite akademischer Anschauungen und wohlwollender Rathschläge hinaus engagiert haben. Das Aufrollen der Mittelmeer-Frage dürfte denn doch für die Aufrechtelhaltung des europäischen Friedens nicht ganz unbedenklich sein. Ferner ist zu bedenken, dass die active Realisierung der maritimen Aspirationen Italiens eine specifisch italienische Angelegenheit ist, welche außerhalb des Rahmens der Tripel-Allianz liegt. Es ist wohl an sich klar, dass jeder Erfolg, den Italien zu erringen vermag, der sympathischen Aufnahme in Deutschland und Oesterreich-Ungarn sicher sein darf; aber es ist doch nicht zu vergessen, dass der grundlegende Gedanke des deutsch-österreichischen Bündnisses ein defensiver und auf die Erhaltung des Friedens berechneter ist, und dass der t?Ä8U8 loeäEris für den Fall einer Action auf eigene Gefahr und zu ausschließlich individuellem Nutzen im Vertrage vom Jahre 1879 nicht vorhergesehen ist. Hält man an dieser correcten Anschauung fest, dann ergeben sich zwei sehr befriedigende Schlussfolgerungen. Die eine ist die. dass in Friedrichsruh und Eger die Mittelmeer-Politik Italiens — wenn sie überhaupt zur Sprache kam — keine hervorragende Rolle mit bindenden Abmachungen gespielt haben kann. Ist aber dies richtig, dann ergibt sich als zweite Schluss-folqerung: dass Italien in nächster Zeit schwerlich zur isolierten Action schreiten und sich mit diplomatischen Erfolgen begnügen wird — und dass also die von französischer und italienischer Seite soeben angeordneten Flotten-Demonstrationen nicht den Zweck haben können, das Vorspiel ernster, den Frieden bedrohender Verwicklungen zu bilden. Politische UeberNcht. (Die Lage in Böhmen.) Bei der vorgestern in der Laudgemeindengruppe Iungbunzlau stattgefundenen Reichsrathswahl haben die Iungczechen gesiegt, indem ihr Candidat, Wenzel Ianda, Wirtschaftsbesitzer aus Budhostitz, mit 227 Stimmen durchdrang, während der altczechische Candidat. Handelsmann Anton bons, nur 172 Stimmen auf sich vereinigte. Von 428 Wahlmännern waren 399 zur Wahlurne erschieuen. Das Ergebnis dieser Wahl überrascht uns nicht. Die Partei Grögr arbeitet mit einem Agitationsapparat, der auch vor den verwegensten Mitteln nicht zurückschreckt, um die Wähler zu captivieren. Die Altczechen haben auch in dieser Wahlcampagne manchen Fehler begangen, und wir lassen es dahingestellt, ob ihre Publicistil dadurch, dass sie mitunter noch manche jungczechische Enuncia-tionen überbieten zu müssen glaubte, ihrer Sache nicht mehr geschadet als genützt hat. Wir wollen uns des» halb der Thatsache nicht verschließen, dass der Radica« lismus unter einem Theile der czechischen Bevölkerung Böhmens im Wachsen begriffen ist; umsomehr erwächst verliebte Spiel und stützt mit seiner Kraft ihr an-muthiges Gewinde, wenn ihm ihre enge Umarmung auch die eigenen Glieder beengt. Solch intimen Verhältnissen in der Pflanzenwelt, Liaisons zwischen Rebe und Eiche, Rose und Fichte begegnet man hier auf Schritt und Tritt, und es ist dies auch kein Wunder; das Klettertalent der stützesuchenden Pflanzen wird durch das Beispiel des überall wuchernden Epheu merkwürdig angeregt, doch während Rebe, Rose, Glycine dem stützenden Baum nur zur Zierde gereichen, würgt der Epheu seinen Beschützer langsam zu Tode. Der Epheu ist ein ebenso gefährlicher Feind der Aufforstung des Karstes, als die Ziege; diese zerstört den jungen Waldbestand, jener erdrosselt die alten Bäume. Der Küstenstrich von Volosca bis Moschenizze ist eine Oase im öden Karstgebiete, denn obgleich wasserarm, hat die Natur den Mangel an Quelle« und Aachen durch enorme Massen fruchtbaren Erdreiches ersetzt, das, in klafterhohen Schichten über und zwisch,n den zerklüfteten Felsenbodrn gebettet, immer dir für die Vegetation nothwendige Feuchtigkeit bewahrt. Infolge dieser Fürsorge der Natur gleicht die ganze Gegend einem riesigen Parke, welchem die ausgedehnten Lorbeerhaine das charakteristische Merkmal einer südlichen Vegetation verleihen. Ein Spaziergang durch diesen acht Kilometer langen Park entfaltet uns alle Reize der unvergleichlich schönen Küwnlandschaft, die gegen das Meer theils durch jäh abstürzende Felsenufer, theils durch einen Wall vuu N .^"^°"b" gethürmw, Felsenblöcken geschützt ^ >.^" """" d»e Brandung bald leise plätschert bald donnernd w«t. Die felsig?, ltippe.ne che Fo?ma aber deshalb für die altczechische Partei die Pflicht, unbeirrt durch derartige Strömungen, die Ziele einer maßvollen Politik festzuhalten. Schließlich wird doch bei der großen Mehrheit des czechischen Volkes die gesunde Einsicht die Oberhand behalten, während jede Concession an die Richtung der Iungczechen diese nicht umstimmen wird, wohl aber als Schwäche der alt-czechischen Partei gedeutet werden müsste. Die nächsten Bundesgenossen des reichsräthlichen Czechenclubs dürften zweifellos von dieser Ansicht ausgehen, und damit ist die Linie klar vorgezeichnet, welche die Altczechen einhalten müssen, wenn sie nicht die bisheria/n Bundesgenossen verlieren wollen. Mit den Iuugczechen wird es ihnen ohnehin nie gelingen, einen dauernden Frieden herzustellen, denn das Lebenselement der Partei Grögr ist die Opposition um jeden Preis und unter allen Umständen. (Der Landtag von Steiermark) ist gestern zu seiner fünften Session in der gegenwärtigen Berathungsfteriode zusammengetreten. Der «Erazer Zeitung» zufolge wird die Session voraussichtlich bis ungefähr 6. October dauern. Bisher wurden sechzehn Vorlagen in Druck gelegt. (Das Reichsgesetzblatt) publiciert Verordnungen des Handelsministeriums, betreffend die Zulassung von Patrunen aus combiniertem Materiale zum Posttransporte, und betreffend nachträgliche Bestimmungen zur Nichordnullg; ferner eine Verordnung des Ackerbauministeriums, betreffend die Einrcchnung der an der Waldbauschule zu Pisek verbrachten Lehrzeit in die für die Zulassung zur Staatsprüfung des Forstschutz- und technischen Hilfspersonals erforderliche dreijährige Praxis. (Die Reichsrathswahl im kärntne-rifchen Großgrundbesitze.) Iu kurzem dürfte die Ausschreibung der Wahl für das durch die Resignation des Grafen Zeno Goich erledigte Reichsrathsmandat des kärntnerischen Großgrundbesitzes erfolgen. Die deutsche Partei candidiert Dr. Richard Freiherrn v. Sterneck, Besitzer der landtäflichen Güter Silberegg und Grünburg. Baron Sterneck, ein Neffe des Com. Mandanten unserer Kriegsmarine, bekleidet die Stelle eines Legationssecretärs bei der österreichisch-ungarischen Botschaft in Constantinopel, wohin er kürzlich aus Paris versetzt worden ist. Allerdings ist die Candidatur des Freiherrn v. Sterneck nicht ganz unangefochten. Die Dentschuationalen setzen sich nämlich für die Wahl des Landtagsabgeordneten Elbl ein, den sie als besonders verlässlichen Parteimann rühmen. Der slovenische Candidat ist noch nicht namhaft gemacht worden. (Parlamentarisches.) Das altczechische Organ «Hlas Naroda» bekämpft die Action für die Gründung einer katholischen Partei in Oesterreich. Unter den Slaven, sagt «Hlas», finden sich keine Anhänger für dieselbe. Jeder Versuch, sie zu gewinnen, würde ungeheure Stürme hervorrufen. Ueberdies sei unter den gegenwärtigen Verhältnissen jeder Grund zu einer solchen Partei-Organisation entfallen. (Zum Jubiläum Fejervary's.) Der «Nemzet» hält eine Rückschau über die vierzigjährige militärische Laufbahn des honvedministers, eine Periode, während welcher Baron Fejervary seiner Devise «Arbeit und Ehre» stets treu geblieben sei. Das Blatt hofft, dass das Bewusstsein erfüllter Soldaten- und Patrio tenpflicht der gesammten in der Armee dienenden »n- tion des Gestades schließt wohl jede Dünenbildung aus, doch hebt sie nicht wenig die malerische Schön» heit der Seelandschaft. Mit Bedauern verlassen wir den der baldigen Fortsetzung harrenden, vielbesuchten Strandweg, der uns längs des Meeres durch die Felsenwelt' des Ufers führt,' doch auch die Landstraße, die wir nun verfolgen, schlangelt sich so malerisch zwischen schattigen Strandeichen und an pittoresken Buchten vorüber, dass wir nicht müde werden, vorwärts zu schreiten. Bald öffnet sich die Bucht von Ika, dessen nette Häuser den Hafen umsäumen. Ika liegt knapp unter dem breitschulterigen Monte Maggiore. und aus der zum Berge hinansteigenden Thalschlucht weht am Morgen und Abend ein kühler Imbatto. als ob ein Riesenfächer die frische Luft vom Gipfel des Berges herabfächeln würde. Die auf hoher Terrasse am nördlichen Ende des Ortes erbaute Villa ist die Residenz des Krösus von Ika, der seinen großen, von Abbazia bis Ika sich erstreckenden Uferbesitz, den er einst um 6000 fl. erwarb, kürzlich um 50.000 st. verkaufte. Dieses eiue Beispiel zeigt, dass' die Felsen der istri« schen Riviera goldhaltiger Boden geworden sind. kalifornische Goldminen, aus denen man Vermögen schöpft- Am Hafenstrande von Ika ist eine Schiffswerfte etabliert; da liegen weitbauchige Barken, die man theert und kalfatert, Boote, deren morsche Rippen ausgewechselt werden, allein vergebens späht man nach einem stolzen Neubau — die am Quarnero einst so blühende, so berühmte Schiffsbaukunst ist auf immer dahin, die Dampfer haben die Segelschiffe verdrängt, und unsere einst so mächtige Segelmarine geht dem garischcn Jugend eine Leuchte und ein Beispiel M Nachahmung sein werde. Jeder wünscht der Nation de« Frieden, aber ebenso innig ist auch der Wunsch. da>s in der Stunde der ernsten Entscheidung die VaterlaM' Vertheidigung iu den Händen solcher Männer nW möge, wie Baron Eeza Fcjervary. (Die Eisenbahnen im Occupations' gebiete.) Das im Betriebe stehende EiseubatMY des Occupatioiisgebietes hat einen weiteren ZlinM» erhalten. Die bosnisch hercegovinische Bahnstrecke MoM-Rama ist am 22. d. M. dem öffentlichen Verkehre umgeben worden. Der Betrieb wird von der dermaM« Betriebsleitung der bosnisch hercegovinischen StaatsM" Metkovic-Mostar-Nama geleitet. (Die Entrevue in Eqer) steht im ÜM^ gründe der politischen Discussion, der wir auch a» lf' tender Stelle Raum geben. Die «Pol. Corr.» "M die verschiedenen, an die rasche Rückkehr Crispins n^ Italien geknüpften Commentare als unbegründet,'"^ Crispi, welcher mit dem Vorsitze im Cabinet belalM lich nicht bloß das Portefeuille des Aeußeren. so"" auch das des Iuner,, verbindet, zur BeschleuMg'W seiner Heimkehr ausschließlich durch innere Angeles heiten veranlasst wird. Als solche bezeichnet mal' erster Linie die bevorstehende Ncise des Königs H""' bert in die Romagna und den iu Italien erwarte^ Besuch der Kömgin-Regentin von Spanien. ^)'e , düngen, dass der italienische Botschafter sich nach «a" bad oder Eger begeben habe, entbehren gleichfalls Begründung, Graf Nigra hat Wien nicht verlässt' (Deutschland'und Frankreich.) Der^ tikel der «Norddeutschen allgemeinen Zeitu»g' ^, Boulana/r erregte ziemliches Aufsehen. WieM'hl o selbe allen bisherigen Bemerkungen über die AUii sung der Berliner leitenden Kreise von der boulang'^ schen Bewegung zu widerstreiten scheint, so erkla" derselbe doch als eine Consequenz der deutsch^ ^ litik, insbesondere aus der Ueberzeugung, dass ,^ einem einzelnen Manne, welcher die Stimmung Frankreich wirklich beherrscht, weit leichter z" l^„ und auszukommen ist, als mit einer leichtbeweg "^ führerlosen Masfe. Schon Gambetta bot einen a"«^ Fall; auch dieser wurde von Berlin aus akade ^ unterstützt und erst dann fallen gelassen, als 'h^ Leitung der Gemüther entfiel. ^.) (Alarmierendes vom Mittelme«.^ Das Mittelmeer trägt kein idyllisches Aussehen. ^, Wogen werden tief durchfurcht von den sich umh^e melnden Schiffskolossen der Seemächte. Die M^h und Admirale erhalten Ordre oder Coutre-Ordre. ^ wenn man diese ganze Bewegung verfolgt, s^, ^e» glauben, dafs in kürzester Zeit die Schiffs-Riesew"' fc» ein Wort dreinreden werden. In Bona, ^«'.H^ü von Constantine, also gerade in einem verd^,^z-Winkel unterhalb Italiens, lauert die französisches« ^ flotte. Jetzt hat sie Befehl bekommen, ""dw^^^ dampfen, um die acht eben von Frankreich anla"9 ,^ Panzerschiffe in Empfang zu nehmen. Noch ^ B render sieht es in den italienischen Häfen au»- ^ Flotte, welche bei OMa manövrierte, bekam 7^^ fehl, ihre Uebungen sofort zu unterbrechen, Koy ^l' Lebensmittel einzunehmen und nach Neapel un ^. sinn abzufahren. In den letzten Tagen hab"', p«!' lienischen Kriegsschiffe die Meerenge von MW'^F. siert, und vorgestern lief die ganze Flotte v^^^ unaufhaltsamen Verfall entgegen. Es ist "."k^hl dc>ss in Zeiten, wo sich alles nach dem W'wH e>'"' uud dabei wohl fährt, eben nur die SegeM" Ausnahme machen müssen! ^H ^ Immer dichter und mächtiger Kastanienniald aus, der Lovraua umgibt. U>^ ,nio Stämme erheben sich aus dem rothen Erdrc^B" ihre weitverzweigten Vlätterlroncn. in benen ^ i!^ Maroni gleich grünen Seeigeln schaukeln, w.^M^ die Straße und dem Wanderer eine" ^ EM Baldachin. Ueberall schattige Landhäuser u> ^ pagnen. reich an Wein und Obst, zu " ,?sse H gütige Meer seine Früchte gesellt. Hier ist < PM gedockte Tafel, an der selbst der Aermste je" finW. ^ '«er2l"b „ Mitten in diesem Kanaan liegt auf "" hM „ das alte Lovrana mit seinen eng zusamme^ ^W Häusern, unter denen ein kleiner venetiai"!^ ^ag^'„ mit seinem von zierlichen Marmorsäule» ^cah^,, Holzdach, seinem von Marmorsculpturen " Pl^e Thor, über dem der heilige Georg mit o ^ und ein altes Wappenschild angebracht V'^ch^l längsteutschwuudene Zeit erinnert, als 3'^ ^ sich v< Marcuslöwen Unterthan war. Einst besä" ^^ die venetianische Prätur. jetzt hausen M o ^M ^ digen Palazzo zahlreiche Familien, d" s^st.^ in den Besitz einzelner Stockwerke "°" c^ge /,,si» Zimmer des Palazzo gelangt sind. ^^zo '" Mimaturcommunismus geht der ant'le ^ ^ sicheren Verfall entgegen. ss''""^ Einer der Localdampfer, die M'sai" ^", ^ d>e den istrianischen Häfen fast stündlich ""^6 " nns rasch nach Abbazia zurück, und mW i ^wchrr Zeitung Nr. 197. 1669 28. August 1888. f? glichen Hafen Siciliens. aus. um unter dem Be-yle des Admirals Lovera di Mara nach der Levante zu fahren. l'^c^'e französische Regierung) hat dem ^Wm Botschafter in Paris mittheilen lassen, dass « oen Artikel 10 der Suez-Canal-Convention genau venio auslege wie die türkische Regierung. Die Aus-c»?a^ " letzteren aber ist bekanntlich, dass Italien keinerlei Recht auf cinp ? °^"w' könne. —Der Kriegsminister Frey-Laa tt "°^ Eh5»lons abgereist, um den im dortigen M Mtfindcndcn Manövern beizuwohnen. Der Ma-lmemunster Admiral Krantz begab sich zur Abnahme «^.Flottenmanöver. 5" welchen acht Panzerschiffe aushustet wurden, nach Toulon. ..,,/Sammlungen für den Process Par-v^ls.) Dr. Walsh, der römisch-katholische Erzbischof ^' nublln, hat dem «Freemanns Journal» die ^mnne von 50 Pfund Sterling zur Bestreitung der ^cqslo,ten Parnells übersandt, begleitet von einem ,M"den. worin er sagt, dass die eröffnete Subscrip. ^n «e,n Ausdruck des Vertrauens in Mr. Parnell s","".en weisen politischen Führer des irischen Volkes cben m ^ellnahme für ihn sei». Für den Parncll« m ss , ^iquiigsfond finden jetzt Geldsammlungen statt "b' Schuttland, Wales, Irland und Amerika ri°,./^"lernationale Conferenz.) Dem «Cou-die n s^"lelles. zufolge hat der König der Belgier in «"Nlnung des deutschen Reichskanzlers zu einer lana, ^ abzuhaltenden internationalen Conferenz er-äu ,'f c/ ^ber den Sclavenhandel in Afrika und ein naH «Andes Verbot der Einfuhr von Kriegswaffen ist l,^ ? berathen soll. Von diesem Conferenzproject scheid ^ '"'^" '" ber Preffe die Rede gewesen; es der,° ' ^°ls der König die Angelegenheit infolge din°l n . ""g"ng der Sclavenfrage durch den Car- »nit iN?I^^") Wie aus Kairo geschrieben wird, ist Geltun?^ °"f den Umstand, dass die fünfjährige an, 1 K""oe der gemischten Gerichtshöfe in Egyftten lilnaer, "" ^^'^ "lischt, behufs neuerlicher Ver. Thätig '""^ Geltungsveriode schon jetzt diplomatische nur I, y?^,""l)mbar. Es verlautet, dass Englaud aeneiat ^c Verlängerung auf kürzere Dauer zuzustimmen Velläna^.!'. '^?^en Frankreich an der fünfjährigen ^^ «^ung festhalte. Tagesneuigleiten. lische^n Majestät der Kaiser haben dem katho-ftolitis^ "?'"^afyle «Calasantinum» in Fünshaus im Nttlll^" ä"^ Sechshaus in Niederösterreich zur von 5s^"g und Einrichtung dieses Hauseseine Spende Mdiasi ,' V°"^ ber Allerhöchsten Privatcasse aller. U'l zu bewilligen geruht. Vleldu^ ^ chlussman 0 ver.) Nach einer Vudapcster der sildb^? Se. Majestät der Kaiser nach Schluss Echluss"^""'^"' Manöver am 0. und 7. September den Erlas b - «en des 2. Corps bei Wieselburg an der treffe , "°hnen, an, 12. September in Velovar ein-W 2) "" an den am 13. und 14. zwischen Belovar ^^^^"stattfinbenoen Manövern des 13. Corps ^nbe?!!^' ^ krystallklar ober dem mit weichem .^l'er,. ?°'nerten Meeresgrunde spielt, wo vor dem iin «z^"? am Abend sich die gauze Gesellschaft Abbazia's sich au?"^ünl Rendezvous gibt. Es ist eine Wonne, sich her,, breiten lauen Wellen zu wiegeu oder um Nasser " """ Miuiatursturm zu entfefseln, dass das Damen un^ ^""^ Cliquot um uns perlt uud schäumt. Ctricl hil?. "^"^n baden zusammen, und nur ein loser hinaus n" . ^'^ platonische Wassergrenze, die weiter Die 3> ^ aufhört. ^ertrauen "' feinen zu diesem Strick felsenfestes ""hl nick^" ^^^' ""b mit Recht, denn die Gefahr !?° ein etw !. ^'^" ^"^. sondern eher von außen, «lppetit apisische ;", "I der Fall ist beim Ueberhandnehnien der ?°" sicü ^. !"!"" '"merhin möglich, und so sah braht^^s °"las«t, ein starkes Gitter ans Kupfer-?Nehiinat m/^"' ^"^es Zwischen den Piloten baldigst > Mcht3/ " ^"' Nis dahin späht das Auge ^ hält ,1^ -" Oliver in einer Barke Wach-l°br beize e?'^ verdächtigen Bewegung, um die ^ ^denfall« l?I ^^'"isieren. !.^ gespürt ^bcn ^ bisher von Haifischen noch kolossalen App7tit wenn wir C?belehte Vf?'« ^«de s^gen und uns an der die uns freundlich zum bbazia, im August 1888 _^____^ K.V.Fest. theilnehmen. Von dort geht Se. Majestät nach Budapest, respective Gödöllö, und wohnt einem Honved-Cavallerie-manöver bei. An den steierischen Manövern wird Seine kaiserliche Hoheit Feldmarschall Erzherzog Albrecht theilnehmen. — (Cigarrenschmuggel im großen S t i le.) Die Finanzwache in Rcichenberg ist einem großartigen, schon seit dem Jahre 1870 betriebenen Cigarrenschmuggel auf die Spur gekommen. Sectionsleiter Ehel und Obercommissär Czenick mit den Oberaufsehern Cermak und Görisch nahmen bei dem des Schmuggels verdächtigen Schlossermeister Wilhelm Wondrak in Langenbruck eine Durchsuchung vor, welche ein überraschendes Resultat lieferte, Es wurde eine Menge ausländischer Cigarren. Specialitäten, gefunden; auf dem Bodenraume wurden in einem Verstecke Correspondenzen ausländischer Cigarren-Exportfirmen aufgefunden, nach denen Wondrak von Preußisch.Schlesien durch Schmuggler» banden 356.000 Stück Cigarren (Specialitäten) hereinbringen ließ, welche sofort in Koffer, Kisten. Paketen ab Tannwald-Swarolv, Eisrnbrod-Reichenberg nach Wien, Budapest, Graz unter falscher Declaration gesendet wurden. Die unterschlagene Licenzgebür beträgt 20.000 fl. Die Zollstrafe ist selbstverständlich eine ungeheuer große. — (Wieder ein Opfer des Bergsports.) Aus Genf wird gemeldet, dass kurz nachdem zwei Engländer vom Dent du Midi abgestürzt sind. einen Deut-scheu dasselbe Unglück getroffen hat. Der Tourist hieß Pietri, war 18 Jahre alt und war bcim Aufstieg über einen Felsvorsprung herabgefallen. Seine Leiche wurde noch nicht gefunden. — (Hagel.) Aus Villach wird uns geschrieben: In der sogenannten, zwischen Arriach und Himmelberg sich hindehnendcn inneren «Teichen» hat es derart gehagelt, dass der Wanderer noch drei Tage nach dem Hagclschlage dort ganze Haufen von zu einer Masse zusammengeschmolzenen Hagelkörnern sehen konnte. Der Ackerboden gegen Himmelberg hin zeigt sich nach diesem Elementarereignisse fast jeder Vegetation bar. Alles ist völlig kahl und verödet. — (EinintelligenterKleiderkünstler.) Der Schneider Willard in Pittsburg hat eine «Verbesserung» in Herrentleidern erfunden. Viele Männer haben die leidige Gewohnheit, an der Stelle, wo die Beinkleider bei fitzender Lebensweise ihrer Eigenthümer am sterblichsten sind, Zündhölzer anzustreichen. Willard kam nun nicht etwa auf die Idee, ihnen das abzugewöhnen, sondern er näht an der bereits angedeuteten Stelle der Unaussprechlichen cin Stück Sandpapier aus, wodurch das Anzünden der Streichhölzer erleichtert wird. — (Die Cholera auf einem Transport-Dampfer.) Eine Depesche aus Lissabon meldet, dass auf dem portugiesischen Transport-Dampfer «Indie» unter dem in Mozambique eingeschifften Militär die Cholera in heftiger Weise ausgebrochen sei. Innerhalb 24 Stunden seien 3« Fälle, worunter 24 tödtlich, vorgekommen. — (Die Krokodile in der Elbe.) Aus Hamburg wird in Bezug auf die entflohenen Krokodile unter dem 26, d. M. geschrieben: Bis jetzt ist erst ein einziges der lieben Thierchen wieder gefangen worden; ob die übrigen sich überhaupt «och in der Nähe lion Hamburg befinden, ist fraglich. Möglicherweise sind sie bereits auf einer Vergnüguugs'Schwimmfahrt nach der sächsischen Schweiz begriffen, wo ihnen auch das Klima wohl besser zusagen dürfte, denn in Hamburg herrscht während dieses ganzen Sommers eine Kälte, die den Aufenthalt in der Elbe hier selbst für abgehärtete Liebhaber des Badens schon ziemlich ungemüthlich macht, geschweige denn für Krokodile. — (Eine Reise um dic Well.) Ein Londoner sandte am 8. Juni über die Brindisi- und Suez-canal-Routc eine Postkarte nach Hongkong, und zwar mit dem Ersuchen, dass dieselbe via San Francisco und Newyort an den Adressanten zurückgeschickt werden möchte. Die Karte gicng auch am letzten Freitag früh wieder»», richtig in London ein und hatte zn ihrer Reise um die Welt genau 70 Tage gebraucht, d. h. etwa 40 Tage weniger, als es dazu vor 10 Jahren bedurft hatte. Das Porto betrug 3'/, <1 (ungefähr 20 kr. nach unserem Gelde). — (Attentat.) In Wien wurde Samstag nachts um 12 Uhr auf der Landstraße dem Ledcrfabrikanten Anton Salz er meuchlings von einem jungen Burschen das Messer in den Nucken gestoßen. Der Attentäter, welcher flüchtete, ist unbekannt, ebenso das Motiv. Die Verwundung Salzers erscheint bedenklich. — (Die Häringc werden selten.) Das Ergebnis der vor etwa vierzehn Tagen begonnenen Ostsee-Häringsfischerei war so gering, dass die meisten Boote in den letzten Tagen gar nicht in See gegangen sind. Mit nur 5 bis 20 Häringen auf 24 Netzen kamen die einzelnen Fahrzeuge bisher des Morgens ans Land; nur ei» Boot hatte bis jetzt als höchsten Fang einige Hundert in einer Nacht. — (Eine verunglückte Revolte.) Aus dem Bagno von Pozvoli machten fünf wegen Mordes ver-urlheilte Galeerensträflinge den Versuch auszubrechcn, wurden jedoch bemerkt und von den Wachen niedergeschossen. — (Zarte Besorgnis) «Lieber Mann, du solltest das Rauchen aufgeben, ich lefe soeben, dass eine Locomotive nur 30 Jahre aushält, und mit einer solchen kannst du es doch nicht aufnehmen.» Local- und Provinzial-Nachrichtcn. — (Allerhöchster Dank,) Seine Majestät der Kaifer haben den Herrn Landesfträsibenten im Wege der Cabinetskanzlei allcrgnädigst zu beauftragen geruht, den zur Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes und des ^jährigen Rrgierungs-Iubiläums in Gurtfcld versammelt gewesenen Corporations sür die loyalen Kundgebungen den Allerhöchsten Dank bekanntzugeben. — (Lehrmittel-Ausstellung in Gurl« seld.) Der «Pädagogische Verein» in Gurlscld feiert das vierzigjährige Regierungs-Iubiläum Sr. Majestät des Kaisers durch feierliche Eröffnung seiner permanenten Lehrmittel. Ausstellung am 2. September l. I. um 10 Uhr vormittags in den dortigen Schullocalitäten gleichzeitig mit der Jubiläumsfeier, welche an diesem Tage <8Iovdu8lio pevgllo ärubdvo» im Vereine mit drm Festcomil«! in Gurkfelb veranstaltet. Von Seite der Lehrer« schaft und der Intelligenz ist ein zahlreicher Besuch zu erwarten, und dies umsomehr, da diese Lehrmittel-Ausstel» lung, welche in den paar Monaten ihres Bestandes schon einen großen Fortschritt zu verzeichnen hat, in unseren Landen die einzige in ihrer Art ist. Vorräthige Ausstel-lungsobjecle wollen dem Ausschusse ehestens zugeschickt werden. — (Der steiermärlische Landtag) wurde gestern um 11 Uhr eröffnet. Der Landeshauptmann theilte in der Eröffnungsrede mit, dass ein Regierungserlass auf Grund der Enquete der Sachverständigen eine end-giltige Regelung des Grundentlastungsfondes in Aussicht stellt. Es werden darin zwar die Forderungen des Lan-desfondes an ersteren und den Finanzärar principiell abgelehnt, aber die Converlierung ber Grundentlastungs-schuld und anderer Landcsschulden mit gewissen Begünstigungen genehmigt. Außer den bereits angekündigten Vorlagen wird dem Landtage ein Gesetz über den Schullehrer-Pensionsfond und die Militärpflicht der Schullehrer zugehen. Der Landesausschuss beantragt, anlässlich des Regierungs-Iubiläums des Kaisers eine Stiftung für taubstumme Kinder mit dem Namen des Kaisers zu crrichtcn. — (Ein Schulfest in Treffen.) Man schreibt uns von dort: Zahlreiche Schulsreunbe ermöglichen es, dass alljährlich das Schuljahr an den Volks» schulen mehr oder weniger festlich geschlossen wird; insbesondere bietet das Jahr 1888 mit dem 40jährigen Regierungs-Jubiläum Sr. Majestät des Kaisers eine außerordentliche Gelegenheit, der Schuljugend patriotischen Sinn einzuimpfen; daher wird auch in allen Ländern unseres geliebten Oesterreich das Schuljahr ausnahmslos möglichst festlich geschlossr». So grschah es auch in Treffen. Um 21, d, M. veranstaltete die Feuerwehr unter großer Betheiligung der Bevölkerung durch die reich beflaggten und hübsch beleuchteten Ortschaften Treffen und Alten-markt einen Fackelzug mit Musik. Die Sänger brachten dem Herrn k. l. Bezirksrichter Ludwig Golja vor dem Schlosse, worin sich die Aemter befinden, und dem Herrn Pfarrdcchant ein Ständchen, wobei außer der Vollshymne noch andere Lieder zum Vortrage gelangten. Am 22. August celrbrierte ber hochw. Herr Dechant cin folennes Hochamt »nter großer Assistenz. Nach der hl. Messe begab sich die Schuljugend unter den Klängen der Musik in die Schullocalitäten, allwo der Herr Oberlehrer eine Festrede hielt. Nachmittags um 3 Uhr versammelten sich die Feuerwehr und die Schuljugend vor dem Schulhause, von wo aus sic unter den Klängrn der M»sik auf de» Festplatz abmarschierten. Dort angelangt, stimmte die Schuljugend die Vollshymne an, in welche das zahlreich versammelte Publicum begeistert einstimmte. Sodann begann die Aufstellung eines unter Zuthun der hiesigen Herrschafts-besitzerin Frau von Gressel und deren beiden verehelichten Töchtern reichlich behängten Kletterbaumes. Mehr als 5(1 aus einem Kleidungsstücke und anderen praktischen Gegenständen bestehende Beste wurden von den genannten Damen ausgesetzt. Hierauf folgte die Bewirtung ber Schuljugend, welcher Aufgabe sich mehrere Damen in liebenswürdigster Weise unterzogen. Die Schuljugend unterhielt sich, sprang und sang und spielte unter Leitung der Damen und ihrer Lehrer, declamierte patriotische Festgedichte; zum Schlüsse hielt ein Schüler eine für diesen Tag passende Festrede. Erst die niedersinkende Sonne, hauptsächlich aber der eingetretene Regen erinnerte die Festtheilnehmer an die Heimreise. Um das Gelingen des Festes hat sich namentlich der k. k. Aezirls-richter Herr Ludwig Golja, welcher dem Schulleiter mit Rath und That beistand, große Verdienste erworben. — (Todesfälle.) Iu Görz ist der Major a. D. Freiherr Gottfried v. Degrazia im Alter von 62 Jahren gestorben. Mit ihm erl'scht der Hauptzweig des alten Görzer Geschlechtes, das aus Venedig stammt und im Jahre 1463 in den Görzer Adel aufgenommen wurde. Ein jüngerer Zweig ist im Udinesischen aMffig. — In Trieft ist Samstag der Canonicus des dortigen Kaihedral-Capitels Herr Michael Debelal im Alter von 70 Iah- üuifaiter Srffima »ft. 197. 1670 28. Miijiist 1888. ren gestorben. Debelak ward zu Neumarktl in Ober-krain geboren und am 8. September 1845 zum Priester geweiht. — (Jahresberichte.) Aus den hervorragenderen der lrainischen Vollsschul-Iahresberichte, die mit Schluss des Schuljahres 1887/88 zur Ausgabe gelangten, sei ferner Folgendes erwähnt: Der Jahresbericht der Volksschule in Neumarltl enthält die Chronil der Anstalt, die Namen der Lehrpersonen, die in Gebrauch gewesenen Lehrbücher, statistische Notizen (Zahl der Schulkinder, Geburtsort. Muttersprache, Alter, Fortgang, sittliches Betragen), einen Bibliothesbericht, verschiedene Nachrichten über die gewerbliche Fortbildungsschule und die Unterrichtsertheilung und schließlich die Rangordnung der Schulkinder und die Mittheilung darüber, dass das neue Schuljahr am 18. September eröffnet werden wird. Die Schule zählte 341 Schüler und Schülerinnen, die Schüler-bibliothet 172 Bücher. Den Vorbereitungscurs der gewerblichen Fortbildungsschule besuchten 44, die beiden weiteren Curse 36 Lehrlinge. Dem Jahresberichte der Knaben- und der Mädchenschule in Krainburg ist zu entnehmen, dass an diesen beiden Anstalten 418 Schullinder (250 Knaben und 168 Mädchen) unterrichtet wurden. Die Chronik besagt unter anderem, dass im Verlaufe des Monats Mai Herr Oberlehrer Küster mit den Schülern des landwirtschaftlichen CurseS einen Ausflug zu belehrenden Zwecken unternahm — jedenfalls etwas recht Nachahmenswertes. Der Jahresbericht der dreiclassigen Volksschule in Mannsburg bringt an leitender Stelle einen Aufsah unter der Ueberschrist: «Auf den Ruinen des Mannsburger Schlosses.» Daran reihen sich die Schulchronik, eine statistische Uebersicht, die Namhaftmachung der Schulwohlthäter und der Lehrkräfte und die Rangordnung der Schüler. — (Wochenausweis der Sterbefälle.) Dem soeben publicierten 33. Wochenausweis der Sterbefälle in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: 5 Gesammtzahl H ?»"? Städte H^I Verstorbenen «^ Z^^ ____W!-'!«- !>Ä ^ M^ Laib ach . 27.664 Ibj 8 23 9 43 2 Wien. . . 800.836 206 169 375 43 24 3 Prag. . . 185.153 58 60 118 36 »3-1 Graz. . . 105.809 28 22 50 6 24 6 Klagenfurt 19.640 11 8 19 7 50 3 Tricst . . 159.146 37 43 80 1 26 1 Görz. . . 22.795 7 7 14 — 31 9 Pola. . . 27.115 9 14 23 — 44 0 gara. . . 12.518 5 4 9 4 37 4 Von der Gefammtzahl der Verstorbenen sind in Laibach 30 - 4 Procent in Krankenanstalten gestorben. — (Die Sparcasse in Rann) wird nach einem eben gefafsten Nefchlusse anläfslich des Regierungs-Iubi-läums des Kaisers alljährlich 1000 fl. zur Versorgung von zwölf Gemeinde-Armen der Stadtgemeinde übergeben. Die Stiftung wird den Namen «Kaiser-Franz-Josef-Stiftung» führen. — (Am landwirtschaftlichen Curse in Stauden) bei Rudolfswert nehmen folgende Herren Lehrer theil: Josef Ianovsly von Weixelburg, Karl Kr ist of von Hänigstein, Anton Pozar von Ratschach, Johann Rodic von St. Georgen unterm Kumberg, Johann Levec von Nassensuß, Valentin Zaverl von Maichau, Paul Schilz von Dragatusch, Michael Ver-bic von Soderschitz, Johann Ferlan von Salilog, Franz Lusner von Hülben. Vincenz Km et von Sanct Lorenz. Anton Cirman von Pölland, Jakob Zebre von Planina, Ludwig Stiasny von Stein und Jakob Pretnar von Mitterdorf in der Wochein. Der Curs wurde am 25. d. M. geschlossen. — (Kirchliche Nachrichten.) Zu fürstbischöf« lichen geistlichen Räthen der Lavanter Diocese wurden ernannt die Herren: Mathias Arzensek, Pfarrer in Greis, 1'. Victor Ierancic, Franciscaner-Ordens-Guar-dian zu Maria Nazareth, und Johann Zehel, Pfarrer in Prafsberg. — (Veränderung im Lehrstande.) Fräulein Paula Edle von Nenzen berg, Industriallehrerin an der t. k. Lehrerinnen«Vildungsanstalt in Laibach, wurde vom Herrn Minister für Cultus und Unterricht zur k. k. Uebungsschullehrerin an der genannten Anstalt ernannt. — (Gewerbeschule in Görz) Zum Leiter der Görzer Gewerbeschule ist der bisherige Leiter der Gewerbeschule in Parenzo, Herr Gembrecich, ernannt worden. Kunst und AUercltur. >iescm Titel wird das l. l. Ministerium des Innern vom 1. September d. I. au eine periodische Publication herausgeben, welche nicht bloß ein vollständiges Repcrtonum der einschlägigen Gefeye, Verordnungen nnd Erlässe bilden, sondern insbesondere auch Er» läuterungen, Beantwortungen eingelaufener Anfragen und aus-llärende Aufsätze enthalten und dazu dienen soll, das Verständnis und Interesse für die durch die Versicherungsgcsctze zu losenden Aufgaben zu fördern und deren zweckdienliche, praktische Lösung wirtsam zu unterstützen. Die dringende Nothwendigkeit einer fol< chen Publication braucht nicht näher nachgewiesen zu werden, Beweis desselben sind die mannigfachsten Anfragen, welche schon jetzt, wo die Action erst begonnen hat, an das Ministerium des Innern schriftlich und mündlich gestellt werden und welche sich in dem Momente, in welchem die neuen Institutionen praktisch ins Leben treten werden, zweifellos vermehren werden. Dieser Nothwendigkeit hat man auch in Deutschland Rechnung getragen, indem dort seit mehr als vier Jahren zum Zwecke der Belehrung «Amtliche Nachrichten des Reichs-Versichenmgsamtes» heraus« gegeben werden. Die fragliche Publication des Ministeriums des Innern wird am 1. und 15. jcdes Monats erscheinen nnd kann wohl schon gegenwärtig als unentbehrlicher Nathgeber für alle Landes« und Bczirksbchörden, Krankencassen, Versichcruugs-Anstalten, Krankenvereine, Fabrikanten u. s. w. bezeichnet werden. Der Abonnementspreis beträgt ganzjährig 3 fl. für Private und 1 fl. 50 kr. für Behörden und Aemter, und kann die fragliche Publication bei der l. k. Hof- und Staatsdruckcrci, welche den Druck und Verlag übernommen hat, sowie bei allen Postämtern abonniert werden. Wir brauchen wohl nicht hervorzuheben, dass die allgemeine Verbreitung dieser Publication im Interesse aller an der Arbeiter/< Millionen, in Gerste in Ungarn ein Deficit von 2'/- Millionen, in Oesterreich von '/< Millionen, in Hafer ein Deficit in Ungarn von drei Millionen, dagegen in Oesterreich ein Ueberschufs von einer Million; alles gegen den vollen Durchschnitt gerechnet. Die Exportfähiglcit wird ohne Rücksichtnahme auf alte Vorrälhe in Weizen, rejpectivc Mehl auf 4 bis 5, in Gerste, respective Malz auf 2'/.. bis 3 Millionen Metercentncr geschäht, während eine E^ftortfähissleit in Roggen und Hafer nicht besteht. — Die Frequenz des diesjährigen Saatcnmarltcs ist eine äußerst lebhafte. Gestern waren bereits 5000 Besucher anwesend. Augelommclle Fremde. Am 26. August. Hotel Stadt Wie». König, Wagner, ssordran, Wien. — Ritter, Fabrikant, Weipert. — v. Rucna, Uandesgerichtsraths'Gattin; v. Rucna, Rechnungsraths ° Gattin, Agram. — Imnparo, Rentier, Trieft. — Schneller, Privat, Müßelthal. — Rothe Köln. Hotel Elefant. Smrckar, Landesbeamler. Graz. — Rumprccht, Gerbermcister, Gurtfeld. — Haring, Mufiklehrer, Pettau. — Goli, Handelsmann, Idria. — Mayr, Fabrils-Dircctor, Felix dorf. — Lebowitsch, Kim., Wien. — Rank, Privatier, s, Frau, Hinterbrühl. — Cveticic, Sparcafsebeanttcl,, Agram. — Frei« Herr v. Schmiedburg. — Bacher, Geschäftsmann, s. Frau, und Haulil, Gymnasial-Professor, Prag. — Schonfelder, Univer-sitäts.Rector, München. Hotel Tildlmhnhof. Dejal, Agent; KneS, Trieft. — Ambrozic, ' Treffen. Ollsthof Kaiser von Oesterreich. Ferlan, Ialilog. — Senicle, Suandau. — Rom, Sachfenfeld. — Luznar, Vollo, Verstorbene. Den 2 5. August. Francisca Moller, Näherin, 18 I>, Kuhthal 1, Tuberculofe. Den 2<». August. Anna Zarnik, Inwohnerin, 52 ^ Kuhthal 11, Marasmus. — Amalia Vlaz, Aufsehers Tocht", 2'/., I., Capitclgasse 13, Diphtherilis. Im Svitale: Den 2 5. A u g u st. Johann Mislej, Arbeiter, 48 I>, Tubcrculofe, Lottozichungen vom 25. August. Trieft: 60 52 10 53 82. Linz: 54 1 52 28 66. Meteorologische Beobachtungen iu kaibach. ^s7AM^"?M^I^6^NW"Ichw^^^M ^ 27. 2» N. 734 9 24 2 O. schwach heiter "" 9 » Ab. 7W5 16-6 NO. schwach heiter ! Morgens dünner Nebel, dann heiter; nachmittag? etw^ windig. Das Tagesmittel der Wärme 1? 8«, um l» 2° »^ dem Normale. ^^. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglik. > Danksagung. > > Für die vielen Beweise herzlichrr Theilnahme W > während der Krankheit meines unvrrgcsslichen, innigst' « > geliebten Gatten, des Herrn M ! Albert Marrall > I l. l. pensionierten GendarmerioFilhrers > I für die zahlreiche Betheiligung am Leichenbegängnis > > und für die vielen schönen Kranzspenden sage '^1 W > allen, insbesondere dem unter dem Protectorate » > Sr. Majestät des Kaifers Franz Iofcf I. stehende" » > allgemeinen krainischen MilitlwVetcrancncorps »«0 > > den Organen der städtischen Verzchrungsstcuer-Pach" W > tung, den innigsten Dank. ' > > Anna Marcall. > » Laibach am 2«. August 1888. > ! Danksagung. > ! Allen lieben Freunden und Bekannten, wel^ > > anläsölich der kurzen Krankheit sowie des Hinscheide"" > unseres theuren Sohnchens ! ihr Mitgefühl bekundet; allen, die uns in den lllN^ I mcrschweren Tagen tröstend zur Seite gestanden, ^ > zum ungewöhnlich schönen Leichenzugc beigetrali ' > den Spendern der prachtvollen Kränze — allen, a" > sei hiemit der tiefgefühlteste Dank gebracht. ! Tschernemblam 25. August 1886. ! l. k. Gerichtsabjunct, > sammt Oemabcl"- fjjl V naöora založništvu jo iziäel na svl wj f={ drugi, pomnoženi natiB: ^ 1 Foezije S. Greior««. I jljj Elegantno vezane in z zlatlm obrczkom 8 c. I^o^tnlx'""^ „ V"" der «K'ailmcher Zeitung», vei ""'"^vet, Abonnement mit diesem Mo"?'^ Mll' werden höflichst ersucht, die we« "^ .,,,, nnlueratiou,>n.i Tcmestl Vanal .... 104 »0 105 50 5«/» un»alische...... il»4 «0 il»5 lio Andere öffentl. Anlehen. Donau-Meg.'Lose f'"/„ 100 fl. . !L0'— 120 bo bl°, «Inlcihe i«?u, fieuerftri IW — in« 7u Nnlchln d. Stabtzemeinbe Wien !U5 50 10« — Anlchen b. Stadtgcmeindc Wien (kilbn unb «old) .... —'- —- Pl«,»itn.«nl,b.Gtadt«em,llvien 141 2» 141 75 Pfandbriefe (sllr io<> fl,) Vobcncr. allg. österl. /,"/u WI'4l» I02-— bto. in 50 „ „ 4°/„ . »8 50 »9 bto. Präm«en.Schuldv«schl.8°/o 108— 103 50 Oefi.Hypothelenbanl loj. 5'/,«/° lui — -^'— Oeft.ung. »anl verl. 4'/,°/» - - 101-50 Ivl 90 dto. „ 4°/„ . . 10« »0 ion 80 dto, « 4"/, . . 1»,0 80 100 U0 Nnss. all«. Vodenclebit'Nctitnges. in Peft im I. lUü» verl. 5'/,°/, — — — — Pribritiits-OMglltionen (fill 100 fl.) Elisabelh^Ncstbahn 1. Emission —'— — — sseidi!,a»be/,°/« . ic>0'— 102<0 Oeflerr. Noibweftbahn . . . l0«<0 ins 90 Kiebenblllger ...... —— — — Geld War? Glaat«bllhn I. Emission . . i»9 — »00 — Silbbahn k 3°/,..... ,48 75 147 51, » ., ^°/«..... 1,4 - '«4 50 Ung'galiz. Vahn..... 99 g» ioo — Diverfe Lose (per Stilck), Lrcbitlose 100 ll..... l»z 5» i»4 — Llalh.Lofe 4« ft..... bu>50 — — 4"/o Donau-Dampslch. 100 fl. ,l».- 120- i,'<,ibachelPtäm,cn>Unlth,20fl. »4 15 »4'7a Ofcxel Lose 40 sl..... «<,-,_ «a'5n Palffy^'osc 40 fl..... e, 75 «4'?s. MolbenKleu,, oft. Ges.viofl. I8 «s, 18 »^> Rubols«Lose 10 fl..... ,,.^ „'»" SalM-^°le 40 fl..... V47K «5'5!» Sl.'Vcnois.Lofc 40 fl. . . «g.,z «7 - Maldstein.Lofc 20 fl. . . . 4,-75 -— Winbifchgläh.Üofe 2o fl, . . z« — 58 50 Vllnl-Actien (Per Stück). Nnglo.Oefiell. Vans 200 fl. . ,<,» 25 '<»» bb Vantvelcin, Wienel. ion fl. . 97 50 »» - Vdncl,>>«nft.,öN.z!00fl.S.40°/, 254 - »54 s>o Erbt-«lnft. f. Hanb,u.G,l«ofl. Ll» 00 81» »o Lltbitbanl, «llg. Ung. 200 fl. 30« — »0« lil» Depositenb.inl. Mg. «00 fl, . ,84'— !»«— «ilcompte V.. NiebcloN. 50aN. 5,2 — ll?— Hhpothelcnb,. oft.2oofl.25n/nL. ««>— «7— sanbrlb.. oft, 200 fl. V.50"/„«k, «4-— »»4 50 Oefttll-'Ung. Van» .... 870—8?»- Unionbanl 20« fl..... »15>— 21» bt> Vtll«bl«l»»nl, All«., 140 fl. . lb>»— ll2'5ui.Bobenbochel!in,'Vul>»ei« 2N0 >l.. — —------- .Gl»b,.Til.III,— ifUnflilchcn'»alrs«Lif,20Ull,K. —-- — - Gali,.ssalI»Vudw,g>A,i!l)«fl,LM, 212 75 213 2l> Gla».KöflacherE..V.200fl.«,W. —'- -.- Kahlenbeln°bahn lou fl, . —'— —'-> Hasch»u>>Obclb.Eif«:nb,20ufl. S. — — —--?cmbelg<Iassy««>len' bahn.Vclellschaft W0 fl, °, W. 22« 5b 226 75 Lloyd, öft,«ung.,Tliest50»fl,«IM. 453 — 455— Olfttll, Nolbweftb, «00 fl, Silb, »s>« — ie» »5 dto. (lit. I!) »ou fl, Silber . 1»? 50 197 7» Plaa°Duxer!i!!cnb, 150 fl. Silb. 34-— »5- Mudolf.Vahn 2UN fl, Silber , 1V2-L5 19» bv Sicbcnbillgcl «iisnib. 2c» fl. . —— — — btaatsnfcnbahn Lull fl. ö. w. . 25« 7b »b9 — Südbahn 200 fl, Silber . . . ,14 »0 114 90 Slld'«orbd.'Verb.»V,200fl., w, 227 25, 227 75 „ lvl,, neu 2l)0 sl. — — __>— Tlllnsport-Gclcllschaft 100 fl, . —'— — — Ung.'llaliz, Eiscnb.200tt, Silber 172 l>0 l?z,50 Ung. Norboftbahn lioo sl. Silber i«2 75 i»«,25 Un8.ll!eftb.(«ia»b»Graz)20Ufl.S. 169 75 ,7025 Inlmstrie-Actien (per Stück). Vgybl unb Kinbbe«, Eisen» unb Stahl-Ind, in Wien i«o fl. . — — —— Ei!enbahnro..Lcihg, I,8U— Wassens.'G.Oefi.m w.iovfl. . ««» — «73 — Devifen. Deutsch« Plätze......«0 2l> «? »5 l!vNd0N.........I«l-4!i128«0 Pan«.........4»'»2> 48 e?. Vaiuteu. Ducaten........ »«g »« »o-ffrancs'Slücke..... 978. 9 79. Vilbe»......... —- - — Deutfche Mtich»b»nlnoten . . «02» «u-sc» Italienische »anwoten (100 Vi«) 4«-«o 48 40 Pap>er»»lubel per Stuck . . . l 21 l'2i.o