Nr. 84. Samstag, 13. April 1912. 131. Jahrgang, Mbacher Zeitung ' «-, yolvMr,« 11 K, Ml ^^ Zu«cU>!l,a ine haus «angähnn 2 ^. > Inslrlwn«llil'i'chi': ssiiv llsinr Iiijcmte die zu 4 LcUtn ,^^ grohrre pcr Zl>l>' ^i>; bs, öfters» Nisdriliolungs» per Zeile « d. T- und ssrislloge. Die Adn,inio„ vu,, « bi«30Nb^ vormittlly«, Unslanlielte Bliese werden nickt angenommen, M vom 5. April 1912. «r. 14 ,8Iovou8ki änm» vom 6. April 1912. T>ie in Gablouz a. d. N. gedruckte nichtpeiiobische Druck» schrift mit der Aufschnft: «Novität. Theateranzeiger Luft», Sau» und Trauerspiel». 5tr. 15 «Vollswrhr» vom 6. Apnl 1912. Nr. 14 «^iliouHpaliui ^lnr^v»» vom b. April 19I2. Nr. Ib «rollrolc» vom b. April 1912. Nr. 79 «Dmtsche Wehr» vom 5. April 1912. Vr. 14 «Ilrom^gk^j Nntog» vom 3. April 1912. Nr. 14b8 «6»x«t» eoliziioiiiiu» vom b. April 1912. Mr. 71 «Aovu »lovo» vom 3. April 1912. Nr. 28 «<ürv«n» Urv»,t»lll»,» vom 6. April 1912. Nr. 1b «AapreclnM» vom b April 19 2. Nr. 7b «I.» ?»tri«. üol I^riuli vom Ib. März 1912; «r. 16,49b «8oeo1o» vom 18. März 1912 und Nr. 78 «II <5iorn»1o üi Vono^u, — l?»,22vtt», äi Vvnoli»» vom 19. März 1912. «1^' Iile^M^ionalo» im Verlage der ^ipoßl«l,ii», N. ^rm»,ni «> 8t«iu, Rom. Vi» Lkduiuo 173. Nr. 91 «Ifüroäni listv, (Vvövrni vväini) vom 2. April 1912. «lit«v^n, vpec^tllliui» i ,»toi'5e2i«»li^M7 aeii«>i'^«lM7. Llovaex^n», i Vuro-Uus»?. V. äo ^sitt«. und reißen, als müßte er fliehen von dieser Stätte, die er so haßte, wo er so namenlos unglücklich geworden war. Da, wie die heißen Tränen zwischen seine Hände roll-ten, in welche er sein Antlitz gehüllt hatte, zupfte ihn etwas. Er blickte jäh auf. Der kleine Hubert, sein sieben« jähriges Söhnchen, stand vor ihm, ängstlich, als ob es seine Schuld wäre, daß der Mann da so finster »uar. «Nun, Berti?" fragte Eberhard den Kleinen freundlich liebkosend, „was bringst du?" — „Die Mama", glitt es zögernd von den Lippen des kleinen Mannes, „läßt dich bitten, ihr das Wochengeld zu bringen!"... Da wares ja: Die Stlavenketlc!... Duck' unter, Künstler-stolz und Ehrgeiz, schwinde Hoffnung aus Ruhm und Zukunft; die Gegcimxn't pocht mit knöcherner Hand an die Tür. Arbeite, schaffe, schinde! Leben muß man zu» erst, dann sterben!... Ihm schwirrte es vor den Augen. Ah, die Kette, wie sie drückte und an seinem besseren Können würgte! Er schickte den eingeschüchterten Kna-ben mil ein paar kurzen Worten sort, die ihm selbst ins Herz schnitten. Dann stellte er den „Sieger" aus dem Sehtreisr des Arbeitstisches und arbeitete weiter mit verbissenen Lippen an dem Iünoholzständer für den Bronzcfabrikantcn... Sie hatten es ihm ja alle vorausgesagt, daß es so kommen würde. Es war kurz nach der glänzenden Aus» nähme seines „Siegers" in der Ausstellung. Er hatte damals die Tochter seiner Hauswirtin kennen gelernt. Sie war ein hübsches Kind, brav und wohlerzogen von ihrer Mutter, der Witwe eines Diurnisten. Die Alte und die Else 'sristctcn von Zimmervermieten und ihrer Hand? Arbeit das Leben. Der Eberhard lvar ein wenig Sonderling. Er hatte in seinem jungen Herzen eine seltene Neinheit und Naivität bewahrt, die ihn Von sei« nen leichtlebigen Kunstbrüdern trennte. Er hatte sich an die Kranzlers gewöhnt wie an ein Paar Geschwister. Er lvar ein freudloser Knabe gewesen, ohne Iu-gend, ohne Heim, der aus dem Waisenhause durch Ver» Wendung eines Kunstliebhabers in die Akademie ge-bracht worden, wo er sich bald als hoffnungsreiches, viel vcrspnchendes Talent einen Ruf erworben hatte. Bei den Kranzlers hatte er zum ersten Male eine Ahnung davon bekommen, was ein Heim bedeute, und er emp» fand dieses Gefühl als einen Segen. Er hatte sich an Else als an etwas zu ihm Gehöriges gewöhnt, und als ihm die Zukunft lachte und die ersten paar hundert Gulden ins Haus flogen, da warb er um das schüchterne Ding, das ihn so liebte. Die Alte war klug und meinte: Zu ungleich! Der Rausch versliegt und oie Sorgen blei» bcn! Aber der Eberhard lachte dazu, ihm lachte da» mals ja die ganze Welt. Als er in seinen wenigen Freunden, seinem lieben Meister Feinwald vorerst, die junge Mär vom Liebesglück und Nestbauen für seinen „Hausspatz" erzählte, da sah er in merkwürdig ver. dichte Gesichter. Der Fernwald sagte es wenigstens rund heraus, was die anderen mit ihrem Achselzucken nur andeuteten: „Mein Sohn, du nimmst da freiwillig die Sklavenkette auf dich. Stiebe empor, schasse, und wenn du oben stehst, am Ziel, dann, Junge, magst du meinet» wegen freien." ... Aber den besten Lehren war der gu-gang zum Herzen verschlossen. Sie ^./""^ .''5 sollte sein Hemmschuh werden, eine Slwvenl " ?'.. O. die Leute kannten ie nicht. Sie würde ^ " sen, bezeichnet; als Musterbeispiel dient der Pilgerchor aus dem „Tannhäuser". Selbst ein Heilmittel gegen Eifersucht weiß unser Musitdottur: das Vorspiel zu den „Meistersingern". Gegen seelische Verstimmungen wird das Finale der achten Sinfonie Beethovens sowie „Hansel und Gretcl" von Humperdinck verordnet, und gegen einen Nervenchol tut das Präludium in C'Dur von Cesar Franck gute Dienste. Das wäre also, kann man sagen, das erste medito.musilalische Nezeplarium. Schaufslcr sieht aber bereits ciue große Zukunft des mediko.musitalischen Verfahrens voraus, ja er glaubt, daß in unscrner Zeit es eine ganz neue Klasse von Heiltünstlern, nämlich eben die Medilo.Musiker, geben werde. Das werden ausübende Musiker von hohem Kön» nen, zugleich aber treffliche Seelcnteuner sein müssen, die an und aus ihren musikalischen Vorträgen und dereu Wirkung auf die Patienten Diagnosen zu stellen in dcr Lagc sind. Der Mediko»Musiter der Zukunft weiß, wenn er sein Programm durchgespielt hat, woran er mit dem Patienten ist, nnd hinterläßt ihm als Ne» zept und Kurmittel ein — Bündel Nuten. Nichts ein-fachcr und bequemer als diese Zukunslskur! — sHühncrhöfe auf Londons Dächern.) Wenn der Plan in London Anklang finden wird, so wird vou Londons Dächern bald ein fröhliches Gegacker erschallen und zweifellos m die allgemeine Slraßenmustl eine schöne Abwechslung bringen. Es ist jedoch keineswegs nur ein Plan der Zukunft, sondern es gibt schon regcl» rechte Hühnerhösc auf den Dächern einiger Londoner Häuser. In Clapham, einem Stadtteile Londons, hält ein Gastwirt auf dem Dache seines Hauses ciue völlige Hühnerherde, und im letzten Jahre legten ihm drei Hennen allein 200 Eier. Er hat ihnen dort oben aber auch ein entzückendes Heim gebaut inmitten von Nho» dodendrunsträuchern. In Mincing Lane, einer der be« lcbteslcn Geschäftsstraßen der City, hausen aus einem Dache ebenfalls unter der stolzen Obhut eines Hahns sünf Hennen, die ihrem Besitzer täglich eine nette Di« vidende an Eiern ausschütten. — (Die moderne Folier in Amcrila.) Eine drama« tischr und überzeugeude Illustration für die Behauv« tung derer, die in dem berüchtigten „dritten Grad", wie er von der amerikanischen Polizei zur Erlangung eines Geständnisses bei Angeklagten cmgeuxmdt wird, eine moderne Folter dcr schlimmsten Art erblicken, liefert ein Fall, dcr eben in Newyork bekannt wird. Ein jun-gcr Mann namens Thcodorc Furman kehrte am vorigen Dunnerstag nach einer Abwesenheit von fünf 3^ natcn in sein Haus in Middlctown zurück und fand zu seinem Schrecken seine beiden Brüder in Hast unter der furchtbaren Anklage, daß fie ihn ermordet hüt-ten, ja mehr als das, sie hatten die gar nicht verübte Tat sogar eingestanden. Furman war im letzten No» vembcr plötzlich geheimnisvoll verschwunden, und einige Tage später hatt^ ma» unweit von dem Bahnhof der Stadt die verbrannten Gebeine eines menschlichen Kör» pcrs in einem Aschenhausen ausgefunden. Man glaubte aus verschiedenen Zeichen annehmeil zu können, daß es die Gebeine des verschwundenen Furman wären, und sofort erhub sicl) gegen seine beiden Brüder der V „Laß uns zum Prcsseball gehen, Armin." „Was sollen wir dort?" „Uns unterhalten, den Abend tut schlagen." „Guter Kerl, das hilft mir auch uicht darüber hin» weg." „Aber es lenkt dich ab." „Als ob meine Gcoanten heute einen Weg gin-gen, der nicht schließlich doch da hinführte, wo sie nicht sein sollen. Ich möchte lieber nach Hause." „Um Grillen zu fangen. Das hat doch keimn Zweck." „Es hat ebensowenig Zweck, daß ich zum Presse-ball gehe. Da soll ich am Ende noch geistreich sein. Nee, Hans, ich mag heute keine Menschen sehen." „Du bist dir selbst der schlechteste Gesellschafter. Komm nur mit. Schlievcn und Werdern sind auch dort." „Ein Grund mehr für mich, wegzubleiben. Für diese beiden großen Frauenverächtcr wäre ich heute eine Zielscheibe des Spottes. Sie wissen so gut wie du und ich, daß Alexandra Wendhoven heute Hochzeit hält und daß ich von ihr zum Narrcu gemacht wurde. Für ihren Cynismus wäre das gefundenes Futter. Ich mag dlesc beiden Pessimisten überhaupt nicht leiden. Troy» dem mich ein Weib verriet, glaube ich noch an das Weib. Um es frivol in den Staub zicheu zu lassen, habe ich meine Mutter zu hoch verehrt und geliebt. Nein — laß mich zufrieden. Gehe du doch allein hin, wenn dich danach verlangt." Hans von Nippach drehte an seinem blonden Schnurrbart und zuckte die Achseln. „Mir liegt nichts daran", sagte er ubwehrend. „Ich wollte nur für dich Zerstreuung." „Du meinst es gut, Hans, ich danke dir. Aber da hilft Zerstreuung nichts. Solche Stunden muß man wchrlus über sich ergehen lasfen. Denkst du, ich konnte heute einem anderen Gedantcn Nauin geben, als dem an sie. Daß sie heute das Eigeninm eines anderen wird und über den Torcu lacht, der sich vermaß, sie an seine Armut fesseln zu wollen. AIs ob eine Alexandra zu nichts besserem auf der Welt wäre, als zu warten, bis eiu simpler Asfeffor für sie und sich eine bescheidene Vrotstellc errungen hat." Es klang eine tiefe Bitterkeit und grimmige Selbstversputlung aus feinen Worten. Armin voN Lcyden litt scheinbar schwer an dicser Enttäuschung. Schweigend gingen die beiden jungen Leute wei" ler. Nippach sah ein, daß es befser war, dem Freunde nachzugeben. Nach einer Weile fragte er ruhig: „Willst du mich los sein, dann sag es ehrlich, O nehme es dir nicht übel." „Nein. Wenn du dich durch meine Mißstimmung nicht stören läßt, dann laß uns in irgend einem ruhl" gen Winkel eine Flasche Wein trinken." „Gut, das ist doch ein Wort. Wo wollen wir hin-gehen?" „Einerlei." „Dann hier rechts um die Ecke. Da finden w^ was wir brauchen." Sie bogen in eine stillere Nebenstraße ein. In w^ nigcn Minuten hatten sie cin Wcinlulal erreicht. DurcY Hulzwände mit Kunstvcrglasungen l^iren hier Nischen gebildet. In einer derselben nahmen sie Platz. Nippach bestellte Wein und schenkte ein. Als er dem Freunde zutrank, sagte er ernst: . „Aus baldige Heilung deiner Herzenswunde. E«n Alexandra ist es nicht werl, daß sich ein Mann !" Leben durch sie verpfuschen läßt." ^^. Zci^ -,, ,".. ,' . ^ 797______________________________________"'...... ' - wären. Man verhaftete die Verdächtigen, und nachdem man sic in dem „dritten Grad" "erhört halte, der darin besteht, daß man die Gefangenen durch unaus» börliche, Tag und Nacht fortgesetzte Verhöre quält, hatten sie sich nach einiger Zeit dazu bequemt, ein de-tailliertes Geständnis des Mordes abzulegen. Nun er-schien plötzlich das vermeintliche Opfer lebend und ge» sund wieder in der Stadt; Theodore Furman halte den ganzen Winter über aus einer Farm gearbeitet, ohne das Geringste davon zu erfahren, in welche Nut sein unerklärliches Verschwinden seine Vrüder gestürzt hatte. D,e Vrüder wiederum erllärlen, daß die Polizei sie mit chrer Art zu verhören einer so unerträglichen harter unterworfen hätte, das; sie schließlich bereit ge-Wesen waren, auch ein Dutzend Morde einzugestehen, nur um einen Mumenl der Ruhe zu erlangen und sich von dem ewigen Kreuzverhör zn erholen. ',Wir lvaren ^H ^ !? .'""ten sic, „so viel Verbrechen zu gestehen, "'s dle Polizei von uns verlangte." — Maeterlinck tritt als Noxer auflj Der glühende «ewundcrer der edlen Kunst der Selbstverteidigung, der urzlich in so bcredlsamstcr Weise die Boxkunst verteidigt "> w'rd 'N einigen Wochen auf einem Wohltäligleits-sejte,n Paris selbst in die Arena treten. Sein Gegner mrd der Miltelgewichtschampion von Europa, George ^yarpenlier, sein. Schon einige Wochen hindnrch weilt ^yarpenlier als Gast Maeterlincks im Süden und täg. »") trainiert der Dichter unter seiner Leitung. Übri-^ens niqcht Clxnpentier eifrig unter seinen Dichter-wllegen Propaganda für die' Voxlunst, und Tristan Bernard, der bekannte französische'Humorist und selbst ""eifriger Boxer, leistet ihm bei seinen Bemühungen "nslgcn Beistand. . 7^ Wenn eine Dame in Amerika raucht.) Ein peinliches Erlebnis hatten kürzlich in Baltimore Mme. ^ahmeticv, die Gattin des russischen Botschafters für ^ordamerika, nnd Mme. Vasiljev, die Gattin des russi» Ichen Marineattach.is. Die beiden Damen luaren in 'Gesellschaft mehrerer anderer russischen Damen und Herreu nach Baltimore gelummen, um dort dem vor» österlichen Gottesdienst in der russischen orthodoxen Nlrche beizuwohnen. Nach dem Diner im Speisesaal des «hotel Belvedere" zündeten sich die Damen und die Herren nach ihrer Landcssittc zum Mokka eine Ziga» rette an. Dieses Vorgehen erregte das Erstaunen nnd t"e Entrüstung der anwesenden Gesellschaft von Valii-More, nnd alsbald wurde der Holeldircltur versländigl, der atemlos und mit allen Zeichen des Entsetzens her-belgestürzt kam. Händeringend bat er die russischen Damen, das Rauchen sofort zn unterlassen, da er sonst nicht nur von der Baltimore > Gesellschaft boyloltierl, sondern auch polizeilich bestraft werden würde. Sehr betreten, aber unter voller Wahrung ihrer Nuhe war» sen die Damen ihre Zigaretten in die Champagner» kübel, um gleich darauf diese nach ihren Begriffen sebr ungastliche Stätte zu verlassen. Die Assäre hat m Amerika beträchtliches Aufsehen hervorgerufen, und die Zeitungen ventilieren znm tauscndstcnmale die Frage, ob es wirtlich ein Verstoß oder gar „obszön" sei — wie es in den Polizeivorschristcn heißt — wenn Damen rauchen. Leyden tat ihm schweigend Bescheid. Die Untcrhal-tung schleppte sich mühsam hin. Leyden zwang sich zu Rede nnd Gegenrede und Rippach konnte den lustigen, lebensfrohen Ton nicht finden, aus den er sonst gc-stimmt war. Sein hübsches, frisches Gesicht trug den Ausdruck großen Unbehagens. Es war ihm sehr nieder, drückend, dem Freund nicht helfen zn können. Nach zwölf Uhr stand Leyden plötzlich anf. „Nimm es nicht krumm, Hans, ich möchte nach Hause, bin wahrhaftig müde." „Auch gut — wie du willst." Er rief den Kellner und zahlte. Dann gingen sie. Nippach begleitete Leyden schweigend bis an seine Ahnung. Dort trennten sie sich mit einem lvarmen Händedruck. „Morgen auf Wiedersehen." Leyden stieg langsam die Treppe hinauf und be-lrat scinc Wohnung, die aus Wohn- und Schlafzimmer bchand. Noch im Dunkeln warf er den Überrock ab, "stete nach den Streichhölzern und zündete die Lampe ^ Starr sah er eine Weile in das zuckende Licht, ^beleuchtete sein ausdrucksvolles, scharfgeschnittcncs ^Ncht und spiegelte sich in seinen dunklen Augen z? r^""" s""k er willenlos in einen Sessel, stützte den ^"pf aus die Häude und vergrub sein Gesicht darin. lundcnlang saß er so, ohne sich zu regen. Dann endlich lnidV '^" ^ ^"^ aus seinem Brüten. Er erhob sich Nu - ""^ Fenster. Das war mit Eisblumen bedeckt. H kme zackige Ecke an jeder Scheibe war frei davon, ris,^ <«"'s d" Straße zuckte das Laterncnlicht im t>ann s,^"dbM'ch. Armin senfzte tief auf, verlöschte >ns ^'/ ^l uud ging mit einer brennenden Kerze 2 Schlafzimmer. ^ Nuhe fand er aber nicht diefe Nacht. (Fortsetzung folgt.) Reisetage in Holland nnd Belgien. Von Z>r. ßmil Uock. (Fortsetzung.) Nicht wenige Bilder der alten flandrischen Schule, überhaupt der ältesten niederländischen Kunst, sind Kin-der unbekannter Väter. Die hier vorhandenen Gemälde der ältesten deutschen Schule fallen mit ihren harten Eigentümlichkeiten unter den anderen färben- und formbegnadeten Malern noch mehr ab, als sonst. Fra Angelico, Simone Martini und Anwnello da Messina verlieren sich hier und das Bildnis eines Bischofs von Tizian gibt keine auch noch so geringe Vorstellung da-von, loas dieser Mann sonst auf die Lcinnxmd gezaubert hat. Sehr reich ist die Sammlung von Bildern des 19. Jahrhunderts, in der die Holländer, Belgier und Franzosen weitaus alle andercn überwiegen. Dem Ge-genstandc nach besassen sich die Gemälde vorherrschend mit Geschichtlichem und Landschaften, wobei auch das Nackte nicht zu kurz kommt. Die Stadt Antwerpen ist ein Gemisch von Häu-sern der ältesten Art und Verwendung sowie von soL chen der neuesten Zeit, die palastartig, mit reichen Verzierungen ausgestattet, teils dem öffentlichen Ver. tehrc, teils großen Gcschäftsuntcrncymungcn dienen.^ Das Einfamilienhaus ist nicht häufig vertreten und auch in älteren Straßen sindlt man .Häuser, die man Zinskasernen nennen könnte. Eine gute Vorstellung von Alt-Nntwerpcn erhält man in dem Häuserblock, der die Börse so umschließt, daß diese baulich nicht recht hervor-tritt, aber als älteste Börse Europas bemerkenswert ist. Das alte Haus besteht freilich nicht mehr, sonder,, ist durch einen stilgerechten Neubau mit außergewöhn-lichcr Innenarchitektur ersetzt worden. Ein unerreicht und einzig dastehendes vlännsches Patrizierhaus ist das der alten" Buchdrnckcrfamilic Plantin, dessen Mitglied Christoph 1549 die erste Druckerei in den Niederlanden gründete. Später übernahm es sein Schwiegersohn Johann Morctus, daher das Haus heute Plantin» Moretus heißt. Viele Porträts, darunter mehrere von Rnbens, hängen an den Wänden der alten Zimmer, in I denen Diener in Gewandung der Zeit Egmonls die Aussicht besorgen. Die Bücherei besteht aus einer Sammlung der ältesten Buchdrücke. Zu ebener Erde sind alle Räume der Bnchdruckerei so erhallen wie im 16. Jahrhunderte, mit allen Maschinen, Lettern, Bild-stöckeln bis zu den Korrekturbogen, die als „Fahnen" im Zimmer der Faktoren hängen. Anlagen mit Vaumpslanzungcn und dergl. gibt es nur wenige; die Bäume aus der Placr Vertc spielen daher trotz ihrer Dürftigkeit eine gewisse Nolle, tzir umgeben ein Vronzestandbild Rubens', aus dem Bücher und Schriftrollen neben Pinsel und Palette sinnreich darauf hinweisen, daß der große Maler auch Staats-mann war. An die Place Vertc schlicht sich ein alter Miltelpnnkt der Stadt an, in welchem auf zwei Plätzen bedeutende Baudenkmäler stehen. Die hervorragendsten sind die Kathedrale nnd das Nathans, beide getrennt dnrch cinen Block alter Häuser, der an die erstere so nahe herantritt, daß nur ihre Hauptsafsade frei liegt, nxis man bedauern muß, denn diese „Unserer lieben Fran" gewidmete Kirche leuchtet in der edelsten Gotik des 14. und l5. Jahrhunderts, überragt von einem mehr kühn als schön zu nennenden durchbrochenen Turm. Das Innere ist mit seiner sieben schiff, gen An-läge eigenartig, die Beleuchtung ebenso, durch die zahl-reichen farbigen Glassenflcr. Etwas ganz Neues war für mich in ihrer Form die holzgeschnitzte Kanzel, zu welcher von jeder Seite in sanfter Schwingung eine Holztreppe emporführt. Die Kathedrale Antwerpens besitzt mehrere Bilder von Nubens allerersten Ranges aus seiner besten Zeit. Aus mich hat die Krcuzab-nähme den größten Eindrnck gemacht. Die Gemälde stnd nur zu bestimmten Stunden und nur gegen einen Eintrittspreis sichtbar, sonst verhängt. Von hier kommt man gleich zum zweiten Platze nnt dem Rathaus, einem erstklassigen Renaissancebau nut zwei Stockwerken durischer und jonischer Ordnung. Die obere Säulengalerie ist die Trägerin des Daches, der Mittclvan mit freigebiger bis znm Giebel reichen» der Verzierung. Das Innere ist würdig, das Stiegen-Hans schön, aber nicht genug belichtet, was man auch von den Zimmern sagen kann, die mit ihren dnntlen Holzschnitzereien größere Fensterscheiben vertrügen; die Kamine sind prachtvoll, vielleicht nicht alle echt aus alter Zeit, aber mit viel Verständnis in den alten Rahmen eingefügt. Die Umsäumung des großen Platzes besorgen die Zunfthäuser, und zwar die der Küfer, Schützen, Schnei, der und Zimmerlenlc, schöne Renaissancebaulen, die alle das Haus der St. Georgsschützen aus dem 16. Jahr-Hunderte mit der Ncilerfigur des Drachenlötcrs aus der Spitze des dreistöckigen Giebels überragt. Hier befindet sich auch das Geburtshaus van Dycks und Tcnicrs, in dessen nächster Nähe der Matsysbrnnnen steht. Seme steinerne Umfassung trägt einen zierlichen schmiede-eisernen gutischen Aufsatz mit einer kleinen Figur, ge> ^ fertigt von Quentin Matsys. Wie komml der uns wohl-bekannte Maler zu einer Schmiedearbeit? Das hat die Liebe zustande gebracht. Der Schmied Matsys wurde aus Liebe zur Tochter eines Malers dessen Schüler. Wenn er mit seinem Schicksal so zufrieden wurde, wie es die Nachwelt mit feinen Bildern ist, dann muß er ein glücklicher Mann gewesen sein. Vor dein Nathause steht aus freiem Platze ein Brunnen in der Art des Neptunsbrunnens in Bologna. Was wir auf dem Matsysbrunnen als kleine Fignr sehen, ist hier eine überlebensgroße Bronzegestalt, der Held Salvius Vrabo, der mit der Gründung und dem Namen der Stadt in Verbindung sieht. Eine verklungene Sage er» zählt, daß in grauer Vorzeit der Riese Antigonus in seiner Burg am User der Scheide gesessen sei und von den vorübcrsahrenden Schisfern Zoll erhuben habe; wer diesen verweigerte, dem habe er die Hand abg. schnitten und sie in den Fluß geschleudert. Vrabo aber habe Antigonus besiegt und dessen Hand !n die Scheide ge-würfen. Daher der Name der Stadt, Hand werpen, Diese Erklärung gefällt mir besser als aan'l Werv, an der Werft. Daß die erste die richtigere ist, daraus scheint mir auch die Betonung von Antwerpen, auf drr ersten Silbe, hinzudeuten. iFortsetzunq folgt.) Lotlll- und ProuinMl-Nachlichtcn. — lNotstanbsunterjtühung.) Wie wir erfahren, hat das k. k. Ministerium des Innern im Einvernehmen mit dem l. k. Finanzministerium zum Zwecke der Ein-leitung einer Hilfsattion in den im Jahre 19N von Dürrschäden hart betroffenen Gemeinden Ambrus, Hai. dowitz, Hof, Langenton, Zagradec und Seisenberg des politischen Bezirkes Rudulfswert eine Nolslanosunler» fiütznng von 9<>0l» l< bewilligt. - lErrichtunss einer Pfarre in Trboje.) Wie man uns millcill, hat die t. t. Landesregierung für Krain zufolge Ermächtigung des t. k. Ministeriums für Kultus und Unierricht die Urkunde, betreffend di>c Errichtung einer selbständigen Pfarre in Trboje, Ortsgememde Flödnig, politischer Bezirk Krainburg, genehmigt. Der Umfang der Pfarre erstreckt sich aus das Territorium der Ortschaften Trboje und öerjavke. Diese Seelsorge, stelle wird am 1. August aktiviert werden und das Pfarramt wird auch als selbständige Standrsmatrilen» stelle fungieren. — lVom Vollsschuldicnste.j Der l. l. Begirtsschul-rat in Laibach Umgebung hat an Stelle der lranlheils» halber beurlaubten Lehrerin Maria Fajdiga die disponible provisorische Lehrerin Rosa SVetli « zur Supplentin an der Volksschule in St. Martin unter dem Großtahlenbergc bestellt. — l «>«" ^ , . Abend, mil be!"chllqter Spannung entgegensehen tann. ^aibacher Zeitung Nr. 84. 798 13. April 191.:. — lDi. Franz Vok s.) Mit dem Verstorbenen ist lm Mann dahingegangen, der eine ausgeprägte Indi» vidualität des österreichischen Notarenstandes ioar. Nicht nur seine Familie, seine Freunde und seine enge« reu Kollegen, sondern überhaupt alle, die Gelegenheit hotten, mit diesem durch vielseitiges Können und lau» tcrcn Charakter ausgezeichneten Manne in Berührung zu kommen, stehen erschüttert an seiner Bahre . . . Seine Studien beendete Dr. Vuk in Wien und begann seine amtliche Laufbahn bei der Finanzproturatur, von wo er bald, und zlvar in der zweiten Hälfte der Sieb» zigcr Jahre, zum Notar in Wippach ernannt wurde. Tiefen Pusten bekleidete er durch fünf Jahre. Im Jahre 1882, also vor dreißig Jahren, kam er in unsere Stadt, wo er sich durch seinen offenen Charakter, jein gediegenes Wissen und sein freundliches Wesen bald großes Ansehen erwarb. Ein Kapitel der Geschichte des österreichischen Notariates, und nxchrhaftig ein stolzes, verknüpft sich mit fcinem Namen. Er war nicht nur ein wegen seiner großen praktischen Erfahrung viel» gesuchter Anwalt, sondern auch ein unermüdlicher För» derer aller öffentlichen, vor allem aber der Standes» Nltcrcffcn. Insbesondere die jüngere Generation wird ihm dafür Dank wifscn. Für seine Verdienste, die er sich auch als tätiger und rühriger Inhaber mannigfacher Ehrenflellcn privater Vereiniguugen, wie als Obmann der Sektion Krain des Notarcnvereines, des Revier« ousschuffes des Fischercivereincs für Krain usw., na» mentlich aber auch für die Festigung unseres Notaren, stcmdes erworben, wurde er von Seiner Majestät dem Kaiser durch die Verleihung des Offizierskrcuzes des Franz Iofef.Ordens ausgezeichnet. Mit Dr. Vok scheidet, lvas mehr als alles sagen will, ein wahrhaft guter, hochsinniger Mensch; darum senken wir heute die Palme der Trauer auf feine Asche, ^icluc-it! — Or. Johann Mencinger -»-.) In Gurkfcld ist qestern nachmittags der dortige Advokat Herr Dr. Jo. yann Mcncinge r hochbetagt gestorben. In Brod in der Wochcin geboren, wirkte Dr. Mencinger vorerst als Advokat in Krainburg, später in Gurtfeld, wo er vor einiger Zeit auch die Bürgcrmeistcrstelle bekleidete. Dr. Mencingcr lvar in früheren Jahren vielfach auf dem Gebiete der slovenischen Belletristik tätig und ver» iiffcntlichte namentlich in Iancxiö' „Slovensti Glas-nik" eine Reihe von Erzählungen. Ein Mann von Geist und von hoher ästhetischer Bildung, war er auch ci:i liebenswürdiger Humorist und ein hervorragender Satiriker. Sein reifstes Werk ist der im „Ljubljanski Zron" erschienene philosophische Roman „Abadon", der in seinem Genre noch heute in der slovenischcn Literatur ganz vereinzelt dasteht. Die „Malica Slovenska", die vor einigen Jahren Mcncingers launige Bergfahrt auf den Triglav s„N<^'a lic>M n.i 1'i-issluv") heraus» gegeben, hat in ihren vorjährigen Publikationen mit der Edition seiner ausgewählten Schriften begonnen. — Die sterbliche Hülle des hochverdienten Mannes, eines der Besten seiner Zeit, wird morgen nachmittags um 4 Uhr auf dem Ortsfricdhofe in Gurtfeld beigesetzt werden. — ftlnerkcnnung.j Das k. k. Finanzministerium hat dem Direktor der Tabakfabrik in Tabor lVöhmcn), Herrn Adalbert Strnad, anläßlich der erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand für seine viel» jährige, pflichttreue und ersprießliche Dienstleistung seine Anerkennung ausgesprochen. — Herr Direktor Strnad war seinerzeit durch viele Jahre bei der Lai. bacher Tabatfabrik erfolgreich tätig. — Mn Kurs für Beisitzer der Lchrlingöprüfungen.) Der Landesverband der Gewerbegenossenschaften in Krain veranstaltete am 9. d. M. an der hiesigen Staatsgewerbeschule einen eintägigen Kurs für Bei» sitzer bei den Lehrlingsprüfuugcn. Am Kurse nahmen über 30 Gcnosscnschaft'svorsteher und deren Stellvcrtre» tcr teil. Außerdem waren Vertreter verschiedener Kor. porationen und einzelne Leiter von Gewerbefortbil» dungsschulcn erschienen. Der Kurs wurde vom Ob« manne des Landesverbandes der Gewcrbegcnossenschaf-ten in Krain, Herrn Franchetti, eröffnet, der alle Erschienenen begrüßte und ihnen die Herren: Bezirks» lommissär Dr. v. Ho 5 evar als Vertreter der Landesregierung, Dr. Verce als Vertreter des Laibacher Stadtmagistrates und Krcgar als Vertreter des Go werbcfürdcrungsinstitutes vorstellte. Nachdem diese Herren namens der von ihnen vertretenen Korpora» tlvnen für die Einladung gedankt und den Kursteilnch» mern dcn besten Erfolg gewünscht hatten, entwickelte Herr Direktor kubic das Programm des Kurses, worauf Herr Gcnossenschaftsinstrükwr Dr. Vlodig in seinem Vortrage auf die wichtigsten einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen verwies.' Dir allgemeinen Prüfungskommissionen'bestehen nur für die Lehrlinge und Gesellen der im tz 1 der Gewerbeordnung ausge» zählten Gewerbe. Die Prüfungen sind indirekt obliga» torisch, denn ohne Nachweis dieser Prüfungen kann — von, einzelnen Ausnahmen abgesehen — niemand selb» siändig ein Gewerbe betreiben. Die Prüfungstommis» sionen sollten bei allen Gewerbegenossenschaften kreiert werden. Außerdem besteht in Laibach cmc Prüfungs-kommission für ganz Kram. Die geschlichen Vestim» nnmgen, betreffend die Beisitzer, smd jedoch, insbeson» dere'was die Beisitzer aus den Gesellentreisen anbe» langt, ziemlich streng. Der Ge,ellenbelsitzcr muß näm. lich mindestens schon durch vier ^ahre als Geselle im Gewerbe tätig gewesen sein; außerdem dürfen seit dem 16 Februar 1912 zu diesem Amte nur solche Gesellen zuqelassen werden, die selbst die Prüfung mit gutem Erfolge bestanden haben. Weil bisher in Kram dieser B'slimmung nicht die richtige Aufmerksamkeit geschenkt wurde, gibt es leider für manches Gewerbe keine Bei» sitzer aus den Gcsellenkreiscn, mancher wird daher ge» nötigt sein, sich der Prüfung vor einer Kommission in einem anderen Kronlande zu unterziehen. Auch wird in .Krain sehr wenig die gesetzliche Bestimmung be» achlet, wurnach die Lehrzeit bei dcn Lehrlingen eo ipso um höchstens ein halbes Jahr verlängert wird, wenn der Lehrling vor Ablauf der Lehrzeit die Prüfung nicht bestanden hat. — Hierauf entspann sich eine längere Diskussion, in deren Verlaufe verschiedene Vestim» mungen der Gewerbeordnung erörtert wurden. Sodann hielt Herr Direktor 5ubic einen Vortrag, der n, fegenden Punkten gipfelte: Die Prüfung besteht aus zwei Teilen: der Lehrling muß vor der Kommission sowohl seine theoretischen als auch seine praktischen .Kenntnisse dartun. Hinsichtlich der ersteren ist die Sache einfach: er bringt ja seine Arbeit mit und arbeitet auch vor der Kommission,- beim theoretischen Teile aber liegt d>e Sache schwieriger. Von einem Lehrlinge, der nicht Gelegenheit hatte, eine gewerbliche Fortbildungsschule zu besuchen, können doch nicht die gleichen Kenntnisse wie von einem Absolventen einer Gewerbeschule ver» langt werden. Und doch sollte nach den Instruktionen jeder Lehrling auch im Rechnen, in der Korrespondenz und in Buchführung, im Zeichnen usw. bewandert sein. Mancher Lehrling hat nur eine kleine oder auch gar leine Ahnung davon, und doch steht man aus seiner Arbeit und aus der Art, wie er arbeitet, daß er sein Gewerbe gut beherrscht. Es wäre hart einen solchen fallen zu lassen, zumal einzelne Kommissionen auf den theoretischen Teil nur ein geringes oder überhaupt lein Gewicht legen. Deshalb muß gerade in dieser Hinsicht ein einheitliches Vorgehen erzielt werden. Aber auch rüctsichtlich der Dructsorlen wäre ein einheitliches Vor» gehen wünschenswert. Die Zeugnisse sollten moderner ausgestaltet und zumindest mit Unterdruck versehen sein. Duplikate sollte eine )ede Kommission in einem Buche anlegen. Die Gesamtleistung sollte besser summa» risch klassifiziert werden. Angezeigt wäre es serner, Lehrlinge, die eine Fortbildungsschule mit gulcm Er-ftlg absolviert haben, von der Prüfung aus dem theo» retischen Teile zu befreien. — Auch an diesen Vor-trag schloß sich eine längere Debatte, deren Resultate kurzgefaßt folgende sind: Die Zeugnisse werden in slo» venischer Sprache ausgefertigt, weil die Übersetzungen beim Gerichte kostenlos vidimiert werden. Herr Direk-tor Kubic wird eine Broschüre versassen, worin die all-gemeinen theoretischen Fragen, die sür allr Gewerbe» zweige gleich sind, aufgenommen werden sollen; über Spezialgewerbe wird die Broschüre nur allgemeine' Di-rettivcn geben und zum Schlüsse noch ein Beispiel über ein beliebiges Gewerbe enthalten. Die Ausstattung der Zeugnisse wird gleich, modernisiert sein. Anch wird auf die Ausgestaltung der gewerblichen Terminologie uud ai«s die Verbreitung der Tcrmma unter den Gewerbe» treibenden gefchen werden. Den Gegenstand der Prü< fungen wird nur der in der Broschüre enthaltene Lehr» stofs bilden. — Su gestaltete sich der Kurs zu einer Enquete, die für das Gewerbewcsen sicherlich von er» sprießlichen Folgen begleitet sein wird. —2. — Dchwcfeln von Nosinen.j Die k. k. allgemeine Versuchsanstalt für Lebeusmitlcl in Graz teilt mit, daß in letzter Zeit wiederholt Proben von Rosinen zur Untersuchung gelangt sind, die su start geschwefelt n,>are!!, daß sie wegen des hohen Gehaltes an schwefliger Säure als gesundheitsschädlich beanständet werden mußten. Die Verkäufer werden auf diesen Ubelsland aufmerksam gemacht, damit sie nicht wegen Verkaufes gcfundheits-schädlicher Lebensmittel beanständet werden. * fVereinswcscn.j Das l. t. Landespräsidium sür Krain hat die Bildung des Zweigvcreines „I.iti^Ku s,s)I<>ll!«k,)V« /v«/.c: V I^ül^lnii" mit dcnl Sitze im Domizil des jeweiligen Obmannes zur Kennt-ni genommen. —«. — l„Der Kindcrslhutz. und Fürsorqevcrein für den Gerichtsbc^irt Laibachj gibt seinen Mitgliedern und allen Wohltälern des Vereines bekannt, daß die Aus» stellung der Bilder zu dcn Werken H. Sienlicwicz' im „Mestni dom" morgen von 9 Uhr ab stattfindet. An diesem Tage erfolgt auch dic Verteilung von Bilder» Prämien unter die Besucher. Die Eintrittskarte kostet I Krone. — lNach dem heutigen Konzerte der „Pev5k» iup» /2 I^jubljano in ollolico") wird, wie man uns milzu:cilcn ersucht, das Orchester der „Slovcnsta Fil» ljarmoüija" im großen Saale d.s „Narudni dom" eine weitere Reihe von Musikstücken zur Vorführung brin» gen. T,e Eintrittskarten fürs .Konzert gelten auch sür diese Veranstaltung, die bei gedeckten Tische, stattfindet. — sohlung halb und ganz; neun Wagen- und Hufschmiede» iehr!inc,c Hufciscu der verschiedensten Art, einen Stan» genllobcher Fabrikation und Proben von Rohstoffen sür die Le)crbearbeilung; cin Zimmerniannslchrling eine Harfe im Maßstabe' 1 : 10. '^ — lDie Sparkasse der Stadt Gottscheej verteilt l» eben ihren Rechnungsabschluß für das 30. Geschäftsjahr-Die Anstalt erzielte einen Gesamtgewinn von 40.6^ ^ 53 l>, wovon 22.0W l< 57 l. aus dcn Hauptsonds mW 18.6,8 X 96 I» aus dcn Reservefonds entfallen. Ov» wohl dieses Ergebnis geringer als das des Vorjahre-' ist, lann es mit Rücksicht aus die ungünstigen Verhalt» „isse des Geldurarkles sowie die in mr Hinsicht wirtschaftlichen Mißerfolge dcs verflossenen Jahres als recht befriedigend gelten. In Ausführung des sei» nerzeit gefaßten Ausschußbeschlusscs wurde im ab» gelaufenen Jahre zum erstenmale der Reservefonds sse» trennt vom Hauptfonds venvaltel und verrechnet. Für die Einlagen wurde das System der losen Konlen eingeführt und dabei eine wesentliche Vereinfachung, der Mauipulation erzielt. Der Einlagestand hat sich uw 2>!9.I4l l< 45 l, vermehrt, der Stand an Hypothekardarlehen um 59.683 X 52 !> vermindert. Der Stand der Wertpapiere vermehrte sich um 289.499 Kronen a") 1,763.l89 X 70 !,. Der Sicherheitsloessizient, der W dermalen auf 78^ des Einlageiistandes stellt, wc>>l gegen das Vorjahr eine kleine Verminderung aus, d' in' der Zuweisung von 30.000 X aus dem Reserv^ funds zum Kursreservesonds ihre Erklärung f"'^' Der Stand der Einlagen hat sich um 82 Nüchel v-r< mehrt; die Zahl der Einleger m,t Ende 19!l bclrG 5769 mit einem Einlagekapital samt Zinsen ^» 6,507.324 X 48 li. Der Reservefonds hat eine VA von 462.743 X 06 l> erreicht; er betrug Ende >"!. 463.517 X 53 l>. wovon jedoch dem neugesclM^ Kursrcservefonds 1911 30.000 !< zugewu sen wuroe ' — lGcmeindewahlen.) Bei der am 29. Fl'b^ vorgenommenen Neuwahl des Vorstandes der ^'"^cl Höfleiu wurden gewählt: zum Gemeindcvorslci Georg Arh, Besitzer in Höflein, zu Gemeineräte!'^ sef Logar in Letence, Josef Bidovec in Zalog. IU,„z Pudpcskar in Vreg, Michael Bohinec in Ma5e, l5H^ Urania in Trslcnil, Lorenz Ko«ir in Ober-Ten"'' Alexius Vovnik in Unter-Kanker, Matthias N»zn in Mitter-Vellach. - Bei der am 30. März vo^ nommcnen Neuwahl des Vorstandes der ^" ^ Nessellal wurden gewählt: zum Gemeindevorsteh" ^ l>nm Wüchse, Besitzer und Gastwirt in Ness""', ^ Gemeinderälen die Besitzer Matthias ^rai'^' Ncichenau, Joses Meditz in Nrssellal, Matthias ^^ pusch in Rcichenau, Wilhelm Stalzer i" ^"^ichel, Joscf Meditz in Büchel, Matthias Iaklitsch m -" '^ Julxlim Meditz in Vüchcl und IulMM Sch'U" Nessellal. ^ „ <,<.rich' — lSchadenfeuer.) Wie uns aus Adelsbera " ^h ibe be» rührt. — lDer Veteranenvercin in Krainburaj hielt nn-langst unter den, Vorsitze des Obmannes Herrn Fer-dinand Hleb^. seine Vollversammlung ab, die mit einem dreimaligen Slavarufe auf ^'inc Majestät den Kaiser eröffnet wurde. Der Verein zählt 2 Ehren» Mitglieder lDistrillsarzt Dr. Ednard GIobo<-n,k und kais. Nat Mil Kavnik), 73 ordentliche nnd 8 unterstützende Mitglieder. Die Einnahmen im verflosfe. neu Jahr? beliefen sich aus 945 !< und die Ansgabcn aus 436 X- das Varvermögen beträgt 3747 K. — In den Ausschuß wnrden folgende Herren gewählt: Fer-dinand HIeb5, Kaufmann sObmann), Peter Ko. bal, Gastwirt lObtnannstellvcrlreter), Joses Wein-berger, Kanzleioffizial lSchriflführer), Johann Stephan Premrou Ritt. v. Premerftein, l. l. Vezlrtswachtmcister i. N. (dessen Stellvertreter), Franz Poga « nil, Gastwirt (Kassier), Fr. Lute 5, Wein-Händler ldesscn Stellvertreter), Iol)ann Ian « a , k. l. BezirtsNiachtmeister i. R., Rudolf Krulce, Monteur, Xoliann Papler, Vahnmagazinsmeislcr i. R., Franz 5 penko , Schühmachermeislcr, Franz Ve , l, Schnei-delmeister, und Johann Virant, Straßeneinraumer lAusschußmitglied.r). .^- — lSanitäts-Wochenbericht.) In der Ze,t vom 31 März bis 6. April kamen in Laibach 19 Kinder ^ur Welt (24,70 pro Mille), darunter 3 Totgeburten; dageg-", starben 24 Personen (31,20 vro Mille). Von den Verstorbenen waren 12 einheimische Personen; die Sterblichkeit der Einheimischen betrug somit 15,60 pro Mille. Es starben an Tuberkulose 4 (unter ihnen ein Ortsfremder), infolge Unfalles 1, an verschiedenen Kranlhriten 19 Personen. Unter den Verstorbenen be» fanden sich 12 Ortsfremde (50,00 A) und 13 Personen .us A»,stalle» (54,17^)- Infektionskrankheiten wnrden ^meldet: Scharlach 1, Typhus 1, Trachom 1. — (Faust und Messer im Wettlnmpfe.) Am 27. Februar wurde Alois Metcllu, als er spät abends aus dem heimischen Weingarten nach Hause ging, in der Nähr von Arch bei Gurtfeld von einem nnbelanntrn Burschen überfallen nnd weidlich durchgeprügelt. Spä-tec brachte er in Erfahrung, daß er vom Keuschlers» söhne Auton Salmis aus Gmajna überfallen worden tvar. Am 31. v. M. begegnete er nun zufälligerweise dem Salmiö und stellte ihn zur Rede, wobei er sich vom Zorne hinreißen ließ und ihm zwei wnchtige Ohr» feigen verfehle. Nun zog Salmw einen scharfen Schustcrlneif und versetzte damit dem Metelko zwei Stiche in den rechten Unterarm, woraus er sich fluch, teie. Metclto mußte das Krantcnhaus auffuchen. _^. sEin Kind an Brandwunden gestorben.) Die Ehcleute Skrbec in Klein»Vrusuice begaben sich am 9. d. M. früh in einen nahen Wald Laubstrcu holen ^nd ließen ihre drei im Alter vun zwei bis zu acht Iah. ren stehenden Kinder zurück. Die älteste Tochter Mar,a betraute ihre Schwester Franziska nut der Wartung d,s zwei Jahre alten Brüderchens, das in emem Äindcnvagen schlief, und entfernte sich aus dem Zun-mcr. Franzista gelangte auf bisher unaufgeklärte Weise in den Besitz von Zündhölzchen und zündete da-mit das Stroh im Kinderwagen an. Das Feuer griss schnell um sich. Auf das Geschrei des nunmehr loach gewordenen Kmdes cilte Maria herbei, vermochte aber das Feuer uicht mehr zu löschen. Das verzweifelte Ge> schrei der Kinder vernahm glücklicherweise cm Nachbar, dem es gelang, das Feuer zu löschen. Das zwei ^ahrc alle Kind hatte i/duch mittlerweile am ganzen Korver so schwere Brandwunden erlitten, daß es noch am scl-ben Tage starb. "- — (Der beleidigte Kenschler.) Der Besitzer Blasius «uk5i<- fuhr vor einiger Zeit spät abends aus einem Weingarten, wo er tagsüber gearbeitet halte, nach .Hanse. Unterwegs hielt ihn Anton Evelbar, Keu,chler cus Zame^el. aus und befragtr ihn dies und lenes End-lich wollte VuNiö weilerfahren, weil er zu Hau,e noch viel zn tun hatte. Als ihn der redselige ^elbar noch inimer aushielt, erwiderte er, Evelbar als Keu,chlcr könne nicht wissen, nx,s ein Besitzer alks zn tun habe und trieb das Pferd an. Cvelbar faßte ledoch das Wort „Kcuschler" als Beleidigung auf, belegte den Vut^ u.it allerlei Schimpfnamen, lief dem Wagen nach holte ihn ein, zerrte tnn Buk5i5 herab und h'eb aus Leibes-frästen aus ihn ein. Endlich ver,etzle er ihm nock) eu.en Mefserstich in den Kopf. Die Wunde gestaltete s,ch fo böse, daß Buk^' unlängst das- Krankenhaus mchuchen "'"^',Eine unangenehme Begegnung.) Als vorgestern vormittags eine Frau bei der Maut auf der Wiener Straße ihrcm Manne in Gesellschaft e.ner Fraucns. Person begegnete, überfiel sie ihre Ncbenbuhlerln wo-bei es .',u einem argen Er.zeh kam. Die Gattm erlitt .m Verlaufe der Keilerei solche Verletzungen, daß ste nnt dem Nettungsu>agen ins Krankenhaus gebracht werden '""^'lVon Unwohlsein befallen.) Als vorgestern gc-gen 11 Uhr abends die 80jährige Taglohmrm Helena No^k, wohnhast in Gleinitz, auf dem Heimwege be-griffen nxir, stiirzle sie, von Unwohlsein befallen, m der Wolfgaffe plötzlich znfammen. Über Veranlassung eines Sicherheilswachmanncs wurdr die aUe^rau ,nil den, Retlungsnxigcn ins Krankenhaus überfuhrt — Gestern nachmittags kam der Vesttzcrs,ohn Franz Gr6ar aus Dragomelj aus die Südbahnstation nm nach Trieft abznfahren. Da stürzte er, vun Unwoh iem be-fallen, zn ammen. Über Anordnung des d"nMenden Cicherheitsn^achmannes wurde er m.t dem Rettungs-»vagen ins Krankenhaus überführt. ' " Eigentümliche Rache.) An c,nem der ctz ten Morgen fand ein in der Tirnauer Vorstadt wohnhafter Besitzer seinen Gemüsegarten total zertreten uud dell jungen Salat abgeschnitten. Es hatte jemand aus solche We,se an ihm Nache geübt. .,< ^ , * (Boshafte Inngen.) Diescrtage sch euderten emige Knaben vom Schloßberge auf die Häuser in der ,;io-riansgassc Steine und zcrtrümmcrtcn e,nc Menge von Fensterscheiben und Dachfenstern. D,c Pol,ze, forschte die Glaserfreunde aus und erstattete gegen stc d,e An- '^^^'* lSchneNes Fahren.) Vorgestern fuhr ein Fleifcher su schnell und unvorsichtig am Alten Markt dahm, daß er eimn Milchnxigcn nicderrannte, wöbe, mehrere Milchflaschen zertrümmert wnrdcn. * lVxzcdentcn.) „Du bist noch cm Rekrut!" jagten heute nachts zwei Arbeiter zn einem S,cherl)e,ls>uac^ mann, der sie auf der Nömerstraßr wegen Ei,zed,erens beanständete. Die Burschen widersetzten sich aus ,olche Weise, daß Sutturs kam, woraus jie ,n den Arrest ab-geführt wurden. ... ' * (Gesunden.) Ein .Handiäfchä^en Mit emigem Geld, ein Geldtäfchchcn mit einem kleinen Geldbeträge, ein goldcncs Armband, cine goldene Halskette, em Regenschirm und ein Tischtuch. » lPcrlorcn.) Ein Zinnzigkronen-Goldstuck, em Geldtäschchen mit 3 X, eine silberne Uhr kette nebst Anhängsel, eine Pompadourtasche nnl emcm Geldlich. 6,en uiid 4 X Geld, ferner ein graues Umhangtuch. — (Verstorbene in Laibach.) Franz Kolar, Arbei-ter, 78 Jahre, Nadetztystraßc N; Johann 5;ullie, Gen-darmeri?lvachtmeister i. N., 46 Jahre, Franz Ko«ak, Schnhu.acher 77 Jahre, Georg Nexmah, E, sen bahn-agiler 44 ^abr^ Anna Lavrm, Fabrilsarbelters-"altin 55 Ia^Ioliann Ur^i«, Bettler 77 Jahre Josef Bidets, Spengler, 46 Jahre ""«e sechs mi Landessvilalc- Dr ^ranz Vol, k. l. Notar, ^1 Jahre. 20^ Flavia Tominc Varmherz.ge Schwester, 42 Jahre, Nadetzkystraße 11; Mar.a Fa-gan'el, Strashausaufscherstochter 11 ^ge^^ Nr. 13; Josef Lampreht, Arbeiter, 62 Iahic, ^atyuoc Samsa,Kcufchlerstochter, 5 Tage - beide ,m Landes-spilale. _____________^_»— Theater, Kunst und Literatur. '** lÄonzert) Das gestrige Konzert des Wiener — <..l^ua8«, «°« , Vollsstück „Vo8^i ^in"Sze^ Ki Die Nolle des K^rjavelj spielt .^err Verov^ek, als dessen Ehrenabend die Vor-. nrr "^r"" ../^-. nesannlicken Ein agen werden wm^i^m?^^ .'.'^en Neu sind un VorverkaH m der >Ka h,,,fchcn Bnchl)andlnng und an der Abendkasse erhältlich. ** (Thcaternachiicht.) Die Gescllscl)aft des La,-bacher und Klagensurter Iubiläumstheaters unter der Direktion des Herrn Karl Richter veranstaltet der. zeit in Sarajevo Vorstellungen, die von glänzendem Er. solge bcglcittt siud. Wir entnehmen hierüber der „Bosnischen Post" vom 9. April: Eine Verschönerung des Osterfestes, wic man sie sich nicht besser wünschen und erstellen tonnte, bot uns das am Ostersonntag eröffnete Gastspiel des Ensembles des Klagenfurter Jubiläums Ttadttheaters und des Laibacher Kaifer Franz Josef» Jubiläumstheatcrs. Man muß dem Direktor Herrn Nichter nachgerade Dank wissen sür die in jeder Hin» sicht tadellosen Vorstellungen und sür den wahrhaft lünstlerifchen Genuß, den er uns vorgestern und gestern grbotcn hat. Es wann durchschlagende Erfolge der Nünstlerschar. Wir in Sarajevo haben ja leider so wenig Gelegenheit, uns an Nühnentunst zu erfreuen und find nur auf Gastspiele angewiesen, aber das, was ims das soeben gastierende Ensemble geboten hat, ist eine reichliche Entschädigung sür unsere Entbehrungen. Man hat das Beste erwartet und ist nicht getäuscht wor« den. Die ausverkauften Häuser an beiden Feiertagen waren Zeugen von Aufführungen, wie fie auf großin ständigen Bühnen nicht alltäglich sind. Speziell die ge» st, igc Ausführung von Lehars „Zigeunerliebe" gestäl-tele sich zu einer Glanzvorstellung. Die Aufführung ließ nichts zu wünschen übrig. Fräulein Violin war eme erstklassige Zurila. Sie verfügt über eine tadel-lofl', überaus angenehme Stimme und über cin Spiel, das jeden erfreuen muß. Sie sand an Fräulein Lam-bauer als Ilona eine Partnerin, die jedes Lob ver-dient. Die Herrenrollrn waren in der besten Weise be-scht. Herr Wa l d e n b e r g gab den Dragotin in über. zeugender Art und .Herr Niet! war als Zigeuner Joszi in Spiel nnd Gesang vollkommen. Herr Nerto als Kajetan und FräuleinR a i n c r als Iolan waren cin allerliebstes Liebes, und Ehepaar. Herr Steiner als Iunel war in jeder Hinsicht gut und Herr Twer» d Y als Wirt legte gute Komik an den Tag. Die Chöre n>aren vortrefflich einstudiert und klappten tadellos. Die Garnisonsmusil, von Herrn Hager dirigiert, entledigte sich ihrer Ausgabe in der denkbar besten Weise.' ** (Kammermusilllbend.) Allen Freunden der in« timstcn dünste steht ein genußreicher Abend bevor, in» dem die Kammermufitvercinigung Hornung, der ein ausgezeichneter, tünftlcrifcher Ruf vorangeht, Mon» tag den 15. d. M. im großen Saale der Tonhalle ein .Konzert veranstaltet, desfcn Vortragsordnung aus neuen, hier noch nicht aufgeführten Kompositionen zusammen^ qcsetzt ist. Da der Gesamtertrag wohltätigen Zwecken zufließt, ist auch aus humanitären Gründen cin, zahl» reicher Besuch zu erhoffen. Die Vortragsordnung lau> tet.- Violine: Fräulein Helene Hornung; Viola: Herr Hans Klein, t. t. Hufmusiker; Cello: Herr Franz Klein, k. k. Hofmusiter; Klavier: Herr Iofef Klein, k. t. Hofmusiter. 1.) Vincent D'indy: Kla. v'.erquartett; 2.) Ius^f Mein: n) Romanze, b) Gavotte für Cello-Solo; 3.) Theodor Rehbaum: Trio für Vio» line, Viola und Klavier; 4.) Iofef Klein: Klavierquar» tctt. — Vorverkauf aus Gefälligkeil bei Kleinmayr cc Vambcrg. Karten zum Preise von 4, 3, 2, 1 K und 60 ii. Die telegraphifchen nnd die telephonischen Nachrichten befinden sich auf Seite 60?. Entschieden (1339) sind zur sofortigen Herstellung feinster fertiger Rindsuppe MAGGI Würfel ¦Hu ä ^^ h die besten! Allein echt mit dem Namen MAGGI und der Schutzmarke ^* Kreuzstern. Me AWHeit ______________________________ --------------------------^ ^ sund Ihr ull^emeines Wohl. Nr'/AN 7"3p°ch..« «, t'^r A" «°ap.»h «r, 2«9 ..N°a.«n), Laibacher Zeitung Nr. 84. 8<»0 1.".. April I9l2. — sPlatzmllsik.j Programm für lnurgen um halb 12 Uhr vormittags Mernallec): 1.) Massenet: ,.Marchr heruique". 2.) Eysler: Walzer aus der Ofte» rette „Tic Schützeulicsel". 3.) .^ienzl: Kinderszene aus der Oper „Der Evangelimann". 4.) Iremaux: „La Zlvan^iunette", Dause iwuvelle. 5.) Komzak: „Wieuer Plaudereien", Potpourri. 6.) Marsch. — sstonzcrt der „Slovcnska Iilharmonija".j Mvrgen findet im grüßen Uniun-Saale ein Volkslou° zcrt uuter Leitung des Herrn Kapellmeisters P. Teply siatt. Das Programm enthält WertV von Komponisten Weber, Liszt, Wagner und Dvorak. Besonders sei auf die Ouvertüre „Obcron", auf die Ungarische Rhapsodie von Liszt und auf die Bruchstücke aus der Oper „Die Meislersinger von Nürnberg" von N. Wagner aufmcrkjam gemacht. Die lehlbezcichncten Piöeen iucr> >>cn hicr als im Volkskunzerte zum erstenmale gespielt werden. Das Konzert findet bei gedeckten Tischen statt. Anfang um 8 Uhr abends, Eintritt 60 l>. - lTer Zirkus (5olini-l5lairon,j ein erstklassiges Unternehmen, eröffnet l^ute in der Lattermaunsallee die ^I^cihe feiner Darbietungen mit einer Galavorflel« lung. Das Unternehmen bietet nur Sensationelles und ist modern eingerichtet, so daß darin weder eiu Un> Wetter, noch die Alxndkühle empfunden werden kann. Besonders aufmerksam gemacht sei auf das Ballett« Divcrlissemcut „Die vier Miramare". — Kartenvor-vcrkauf in der Tabaktrafik l^c^ark in der Schellenburg» — Kinematograph „Ideal".) Programm für Samsiag, Sonulag nnd Montag: „Piatigursk im .Kau» tasus" (schönes Reisebild, nur nachmittags); „Kickebusch als Kloviersnmmer" 71> ri -I;} l1liul)t>l«pnt.: »ll«^»ol ^a.»tn«r, I.2.lb2.oii. 4l)41)3^-3l) \^lLfaMf0^\Wft *X AÄf/fiaii1»/1 als natürliches ^lpllMttöEi^TaFe|wass»r Pi« 11: W/S* ^ersten Ranoes und als 1 MA^ Heilwasser qßgen die Leiden der {^^^iAlhmungsorgane des Magens und der Blase Mw »mpfohltn) Hauptdepot in Lalbaoh: Michael Kastner. (8922) 62-39 EINLADUNG zu der Donnerstag, den 18. Hprit 1Q12. um 4 Uhr nachmittags im Sparkasse-Sitzungssaale stattfindenden 37. satzungsmässigen Wvemiiliiog der Kreditteilnehmer des Kreditvereines derHrainischen Sparkasse in L^aibacfo. Ta^esordn-ang: 1.) Bericht (Ich Obmannes über die GeschäftBergeb-nisse des Jahres 1911. 2.) bericht des Rechnungspriifungsausso.hussea über die vorgenommene PrüfiiDt? des Rechnungsab-schliisacB pro 1911 und Beschlußfassung Über die vorgelegte Bilanz. 3.) Krgänzungswahl des KreditteilnehmeranaschtiRBes für die nach Ablauf ihrer dreijährigen Amts-dHiier 8atzungs«emäß heuer zum Austritte bestimmten, jedoch nach § 32 wieder wählbaren drei Herren Koinitt-emitgliedor sowie für zwoi weitere ausgetretene Mitglieder. 4.) Neuwahl di-s Rechiiung>piüfiingHauHachuBBC8 für das Jahr 19 2, bestehend aiiH drei nicht dem Kn'ditteilnehmerausschuBse ang«'b/>reuden Kre-dittcilnehmern 5) Allfällige Anträge der Kreditteilnehmer (§ 28 der >atzungen). Laibach, im April 1912. Der Obmann des Kredittoilnehmor-Komitees: Johann Mathian senior. §26 der Satzungen: In der Vollversammlung kann da* Miiiniiieclit von den in Lnbach wohnhaften Mitgliedern auch durch bevollmächtigte Vrreins-mitgheder atisgeübt, weiden. HaiidelayeHells, die Schu^'iwile und den Na» mmszua. der ffabrilsfirma W. Hell ck llomp. tragen, sonst sind es nicht die echten, seit 40 Jahren im Verehre be« fmdlichen. l13b!)») Intern. Kochlunst Uusstelluna, Wien. Die größte Anziehungskraft übte unstreitig der Pamllon der stiima Maggi aus. Es wlir eine ssieude zu sehen, wie sich d.ssrn Vesucher die in appetitlichster Wciie darsscrrichtcn Ko!lp>olicn der ver« jchiedenen Maq^i's Produkte schmecken ließen. Deren Güte ift aber auch umrreicht. In Am'rlclmuna. dieser Tatsache wurden sie mit dem ZtaatspreiS uud der goldenen Ausstrlllmasmedaille mit Elircndiplom prämiiert. Eine ebenso schöne als wie wohl» verdiente Auszeichnung! (1A49») Wäschewaschen ein Kinderspiel M,t dem selt'sttätigen „Persil". (1196b) Mit sehr gutem Erfolge wird angewendet bei: Erkrankungen der Luftwege Katarrhen des Rachens der Bronchien Lungen nnd Brustfellentzündung. Korkbrand Niederlage boi d^n Herren Michael Kastner, Peter Lassnlk und A. Barabon in Laibaoh. (548) 10—6 Geradezu Sensation erregt oin Fahrrad, das unter der prägnanten Bezeichnung Es-Ka seit kurzem in den Verkehr gelangte. 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