für Annst, Wissenschaft und geselliges Leben. Nedistirt von Franz Hermann von Hermannsthal. 2^ ° VH.^2^eeis d ^"" " b»lbi°dr,a !> s!, ^„r w die t. i. Post „nier ^,<,U'«rr m>i Vorloire,er Zusenoun» aanziiibria », dalbiabrla ^ bejablt. Alle Der junge Stallknecht. Slooenisches Volkslied au« Krain. ^>er Knecht putzte die Pferde schiin. Vis bald »chibalb Jahn «eracd'n, llnd Niemanden war es besannt. Daß ihni geziemt ein weiblich Gewand, Der Köchin allein bekannt es war. Die ihm geflochten dos schöne Haar. Ei , heute ist der Weibnachtstag, Der Etephanstag ist auch nicht weit^ Wo sich der Knecht der Zahlung freut, Und da ist auch der Ttephanstag, Wo sich der Knecht entfernen mag. Er geht in'« weiße Schloß nicht fern, Um Abschied z» nehmen uon dem Herrn, Doch behielt er am Kopf' den Hnt: »Lebt wohl, und Nichts für ungut!« Also nahm er jetzt Abschied, Und seinen Kopf zu entblößen »ermied. Doch jetzt ergreift der Herr das Wort: „Weißt du denn nicht die Art an diesem Ort? Warum bist du bedecket immerfort?" Also gab ihn, Bescheid der Knecht i »Mein Haar, o Herr, steht mir zu schlecht; Dasselbe zu schaue», war' euch Nicht recht.» «Ei, Junge, laße es nur geh'n, Vor mir kannst du entblößt schon sieh'», Laß mich dein Haar nur einmal seh'n!» Und der Knecht lhul,»Och dem >Äebot, Darauf die Hand zum Abschied bot — Doch tonnte man zwei Zöpfe seh'n. Wie sie mit Bandern ihm vom Nacken geh'n. Der Herr sah Dies, ergriff das Wort: »Du warst als Knecht an diesem 2rl, Ein halbes und drauf siben Jahr', Ein Mädchen, was bekannt nicht war; Nun nehm' ich dich zu meiner Frau, Zu meiner herzgeliebten Frau!» Prostoslav Milso. Pier' Gremolini. Historische Nooelle von Emanucl Ltrau bc. (Beschluß.) Metcll a besah sich nun das Instrument, fand aber Nichts, als die gewöhnliche Form so vieler Geigen, die sie «IN Noan, Nr, >Ull, IM ersten Glocke. bisher gesehen hatte, nur war Piero's Werk etwas grö­ßer, besaß an der Spitze eine leichte Krümmung, und bog den Hals mit einiger Grazie, fast möchte man sagen, m,t Koketterie zurück. Ueberdies zählte die Jungfrau bei ge­nauerer Betrachtung sieben Darmsaiten, und eine gleiche Anzahl von Metallseiten unter dem Stege. Hierin, ver­murhete sie, lag die Eigentümlichkeit von Piero's L>e-­besgeige, und hatte recht gerathen. Cremolini halte sich nämlich, durch Metella's inspirirtes Accompagnemem veranlaßt, die Modification ausgedacht, die Darmsaiten der Violine über jenen aus Metall anzubringen, deren Vibra­ tion den Ersteren mehr Eindringliches und Scharfes geben sollre. „Hör' einmal, Liebchen", rief Pier o mit leuchtenden Blicken, indem er das Instrument gleichsam eifersüchtig ,an sich riß, „was sagst du zu diesem Tone?« Zugleich machte er eine Probe, welche Metella's Erwartungen weit über­traf, und, wie der Jungfrau schien, der Mußt ein neues, erweitertes Terrain eröffnete. Freudig fiel sie dem Gelieb­ten in die Arme, und ihre Thränen begrüßten die neue Aera ihres Glückes, bechauten den jungen Lorber um das Haupt ihres Freundes; alle Berge vor dem Paradiese ih­res Glückes schienen ihr geebnet. So hatte Pier' Cremolini die vwll, »»'»mni« er­funden, die freilich jetzt ziemlich vergessen ist, dazumal aber viel Aufsehen machte; das Jahrhundert der Erfindungen war ja noch ferne. Metcll a wußte sich in ihrer Freude kaum zu fassen, und glaubte in seliger Trunkenheit, daß der Preis ihrem Pier o nicht entgehen könne, als sie aber im Gespräche darauf hindeutete, gewahrte sie mit Entsetzen, das; er ganz wieder in seine Monomanie zurückgefallen war, und eine Verliebtheit in seine Vwl!» <>' «mnis hegte, die ihm den Gedanken an Trennung von ihr zu einem Gräuel machte. „Wie?" rief er, sich immer mehr erhitzend, „du glaubst, ich würde mich entschließen können, meine Erfindung, das Kind meines Geistes, die Frucht eines neidwürdigen Besu­ches der himmlischen Musen, von mir zu stösien, um ei -K8 in die kalte, taube, herzlose Welt hinauszuschicken, wo Nie­mand seinen Werth erkennt, Niemand es «ersteht, Nie­mand ihm sein Recht zu erweisen im Stande ist? — Alle diese bezaubernden Töne, die in seinem Herzen schlum­mern, sollte ich, ungeboren, von der Hand eines Stüm­pers oder Profanen tcmpelschänderisch abwürgen lassen? — Nimmermehr — eher will ich Hungers sterben, eher nie­mals den Freudenkelch des Lebens kosten!" »Aber mein Piero", fiel Metella ein, schnell in sei­ne Sinnesänderung eingehend, »sie werden sagen, du habest Nichts zu Stande gebracht, du seist eben auch nicht mehr, als einer von den tausend Instrumentenmachern, welche Italien mit schlechten Lauten und Geigen bevölkern! dein Ruf wird darunter leiden!« »Was kümmert mich das Urtheil der Welt, wenn ich das Bewußtsein meiner Kunst im zufriedenen Busen trage! Glaube mir, meine traute Metella , der Künstler, welcher bei seinen Bestrebungen ängstlich hinhorcht, was die Welt dazu sagen werde, ist Einer, von dem die Welt nie etwas Bedeutendes zu sagen haben wird!" »Aber sie werden sagen, du habest mich nicht geliebt, Piero!" »Weil ich dich liebte, mit ganzer Seele liebte, fand ich die Lieb es geige; das laß dir genügen, und verlange nicht von mir, daß ich wie ein Lazzaroue nach Paoli lau­fen soll, die uns das tägliche Brod sichern. Ueder der Liebe muß dem Künstler die Ehre stehen — vergib mir, Theure, ich werde nicht concurriren." Metell a fing zu weinen an. »Ich sehe nun wohl", schluchzte sie, »daß du nur dein Spiel mit mir treibst, und gar nie die Absicht hattest, mich glücklich zu machen. Pfui, Piero , das war schlecht von dir, das Hab' ich nicht um dich verdient!-" Cremolini zog die Jungfrau sanft an seine Brust, und küßte sie leidenschaftlich auf die Stirnc. »Ich kann nicht,« rief er, »kann nicht, wie gerne ich auch deine bescheidenen Wünsche erfüllen möchte. — Siel), Metella , es waltet über mir eine dunkle Macht. Des Nachts, wenn ich, ermüdet von des Tages Last und Mü ­hen, auf meinem Lager die Ruhe suche, da kommen ganz andere Gäste, als eben die Ruhe. — Sobald der Lärm in den Straßen verklungen ist, und die Friedenstaube mit dem Oelzweige in mein stürmisches Gemüth niedersteigen will, dann wird es wunderbar lebendig in meiner Werk­stätte. Zuerst schrillt ein wilder Ton, wie der Aufschrei eines Gemordeten durch die Stube, dann erheben sich, wie die Laute des Echo's, hier und dort, und dort und hier, verworrene Klänge, immer wilder stürmt der Tumult; meine Lauten, meine Geigen, meine Mandolinen, und die Herr­schar der übrigen Instrumente rühren sich, zittern an der Wand, prellen unruhig hin und her in den Schränken und Gestellen, ein blauer Schimmer legt sich über ihre Gestalten, welche plötzlich — lache nicht, Metella , ich habe es tausendmal gesehen — welche Gesichter und Arme und Beine und Augen gewinnen, und mich anflehen mit wilder Bitte, wie das ungestüme Kind den Vater: »Laß uns nicht von dir," seufzen sie, »verstoß uns nicht, Vater, Erzeuger, Schöpfer!« — Und wenn ich es versuche, die Augen zuzudrücken, den Kopf nach der Wand zu drehen, meinem Gedächtnisse Schweigen aufzudringen, da stehen sie vor den Blicken meines Innern, und wachsen riesengroß empor, und sehen mich drohend an , und heisere, hohle Stimmen rufen mir zu: »Piero Cremolini, so oft ein Unwürdiger, ein Kunstfrevler, ein Pfuscher uns berühren wird, werden, wir aufseufzen im bittern Weh, und unsere Mißtöne werden dich vor dem Schöpfer der Harmonie an­klagen, und unsere Geister werden aus dem geschändeten Leibe hinausfahren und über dich herfallen, und von dir ihre gemißhandelte Seele zurückverlangen!" — Und diese Gebilde, Metella , peinigen mich allnächtlich, und weichen auch am Tage nicht von mir, und setzten mir böslich zu, daß ich von meinen Instrumenten nicht lassen kann, und wäre der Preis auch alles Glück des Himmels!" Mir Staunen und Mitleid hatte Metella die Er­zählung ihres Anbeters gehört und seufzte nun, als er ge­endet hatte, recht aufrichtig über ihr Geschick. Denn sie erkannte, welch' ein tiefes Leiden, welch' eine unausrott­bare Krankheit an Picro's geistiger Gesundheit nage, — wenn anders diese nicht schon angefressen war bis zum Tode. Dennoch wollte sie ihn noch nicht verloren geben, denn, da sie wußte, welch' ein Schatz edlen Strebens und gediegener Kenntnis; in ihm lag, so wollte sie, mit jener edlen Resignation, die über dem Heile des geliebten Ge­genstandes sich selbst vergißt, willig ihr Glück opfern, um der Kunst einen bedeutsamen Genius zu erhalten. — Für sich verlangte sie Nichts mehr, aber er sollte glücklich werden: »Und hast du nie versucht, Freund meiner Seele», fragte sie, ^hast du nie versucht, diese Spuckgestalten durch Anrufung des Erlösers, seiner Heiligen und der Madonna zu bannen?" »Oft wollt' ich dieses Mittel gebrauchen", klagte Cre­me! in i, »aber es half nicht, ich habe wohl die Musik zu viel Gott in mir werden lassen, als daß der da droben im Himmel seine ganze heilige Macht hätte in meinem Ge­müthswirrsal üben können. Mein Gebet wurde keine Hym­ne, wie es in des Künstlers Gemüth immer werden muß, und so drang es nicht durch die Wolken!" »Unglücklicher!" stöhnte Metella , und weinte am Halse des Geliebten. Traurig sann die Jungfrau, als sie wieder allein war, über Piero's Zustand nach; aber kein Stern erhellte ihre Finsterniß, kein Gedanke stieg in ihr auf, wie dem bekla­geuswerthen Jünglinge zu helfen sei. Ihre Amme fand sie in Thränen, und fragte ihr end­ lich das Geheimniß dieses Schmerzes ab. Was das Er­ gebniß der beiderseitigen Berathung gewesen sei, wird der" Leser im nächsten Abschnitte erfahren. Der folgende Tag war der Tag des Concurses. »Ver­giß nicht,« sagte Metella zu Piero, welcher sie besuchte, »vergiß nicht, daß heute der Tag ist, wo du eine Aussteuer für dich und mich, und das Glück unsers ganzen Lebens _ 29 gewinnen mußt, denn ich hoffe, daß du deine Grillen von gestern verschlafen hast!" Anstatt ihrer zärtlichen Aufforderung zu entsprechen, ging Pier o störrisch seines Weges, irrte in der Gegend herum, gleich einem Geächteten und beharrte bei seinem Einschluß, sich um den Preis gar nicht mehr in Concur­renz zu setzen. I n Armurh zu leben, kostete ihm kein Opfer mehr, er war daran gewohnt; aber sich für immer von seinem Kleinode zu trennen, dies wäre etwas gewesen, das er sich gar nicht als möglich denken konnte. Welch' einen Rumor würde sein nächtlicher Besuch angestellt ha­ben ! — Die Nachricht von Cremolini's Erfindung hatte sich bereits in der Stadt verbreitet, sie war zwei Frauenzim­mern bekannt geworden, und daher alsbald in Fama's Reich gerathen — man erzählte sich, wie dies gewöhnlich geht, Wunderdinge über Picro's Liebesgeige, und des Aufhebens von diesem neuen Wunder der Kunst wurde so viel gemacht, daß der Grosiherzog selbst, welchem man die Mähre hinterbracht hatte, ehe der Concurstermin vollends abgelaufen war, dem Meister bedeutende Summen anbie­ten ließ, um ihn zur Abtretung seines Instrumentes zu be­wegen. Man lief in ganz Florenz herum, kam selbst nach Pratolino, um den Künstler aufzusuchen, und ihn mit der Nachricht seines Glückes zu erfreuen, allein vergebens, Cremolin i blieb allen Ancrbietungen unzugänglich, und taub für jede Bitte. Metella hörte von dem, was geschah, und eingedenk des Rathes, welchen ihr Nill a erthcilt hatte, und dessen Ausführung ihr ein allerdings heroisches aber hoffnungs­reiches Mittel für den krankhaften Scelenzustand ihres Bräutigams schien, entschloß sie sich zur raschen That: sie wollte ihren Geliebten zu seinem Glücke zwingen, und durch List erhalten, was ihr die Liebe freiwillig zu gewähren ver­weigerte. Während daher Piero von seiner Wohnung ab­wesend war, benutzte sie den Moment, schmuggelte einen Hofbedienten in des Meisters Werkstätte, übergab ihm das Instrument, und sandte es an den Hof, des Himmels Se­gen für ihr kühnes Beginnen noch einmal anstehend. Der Tag verging ihr unter Zagen und Hoffnung, unter Angst und innerem Jubel. Cremolini, spät Abends erst nach Hause zurückkeh­rend, schien bleicher und düsterer als je, seine Aufregung schien den höchsten Gipfel erreicht zu haben. Er rief Me­tella zu sich, da er fühlte, daß der finstere Dämon mehr und mehr Macht über ihn bekam; sie trat ein, pochenden Herzens zwar, aber mit einem Antlitze, in welches sie alle Begeisterung des Sieges zu legen strebte, festlich gekleidet, Mit Bändern und Blumen geschmückt, genau so, wie sie ihm einst geschildert hatte, in fast überladener Pracht, strah­lend vor Freude und mit einer schweren Börse in der Hand, die von Golde zustrotzen schien. Bei diesem Anblicke kräuselte ein bitteres Lächeln des Künstlers Lippe, ein Wolke furchte seine Stirne, die Ah­nung des Geschehenen dämmerte in seiner Seele auf, er sah die Schöne fragend an, dann blitzte sein Auge nach dem Kasten, wo die Liebesgeige gestanden hatte; Glut stieg ihm ins Gesicht, da er sie nicht erblickte — mit rollenden Augen verschlang er die Jungfrau, und rief: »Wo ist das Instrument?" »Ich habe wider deinen Willen unser Glück gesichert," erwiederce lächelnd Metella , während Beklemmung ihr die Brust zusammenschnürte, daß sie die Worte nur müh­sam herauspreßte: „hier ist der Siegespreis für dein Werk, und zugleich die Bürgschaft deiner Unsterblichkeit!« Nicht so bald vernahm Piero , daß seine Lieblings­geige weggegeben sei, als er, wie von dem Tollwurme gebis­sen , aufschrie, und ein Ausdruck über seine Züge fuhr, welcher nicht mehr der Menschheit angehörte. „Sie kommen, sie kommen!" zetterte er, und warf sich, alsstachelten ihn tausend Foltern, in Zuckungen auf den Boden; „sie geißeln mich mir Nattern, sie zwicken mich mit ehernen Klauen, sie peitschen mich mit Harpyenflügeln, sie kreischen mir mit Höllendissonanzen ins Ohr: „Gieb unsere Seelen, rette un­sere Seelen! Räche, räche uns!" Und er erhob sich von der Erde, schaute mit irren Bli­cken im Gemache umher, ward Metella's ansichtig — der Gedanke, daß sie die Schuldige sei, donnerte ihm durch seine fixe Joe in das Gedächtnis;. — Brüllend, wie ein reißendes Thier, sprang er auf die Jungfrau los, packte sie am Halse — ein Schrei, ein Röcheln, ein Fall —und sie lag, erwürgt, eine Leiche, am Boden. - Der unglückliche Künstler war wahnsinnig geworden, und starb bald nachher'in Raserei.— Zwei Monate darauf wimmelte es in Italien von Viulo l ä« w ünnes mit jenem a> la «»re ver­bindet, nahe an der Eisenbahnstation, als einer derselben in der Mitte der Brücke ganz ruhig seinen Rock auszog, seinen Hur ablegte, und sich köpstings in den Fluß stürzte. Auf das Geschrei der Umstehenden stießen gleich mehre Fi­scherboote vom Ufer, um dem Engländer zu Hülfe zu eilen. Dieser aber schrie den Fischern zu, indem er empor schwamm: „Hinweg! laßt mich gewähren." Die Schiffer aber achteten nicht darauf, ergriffen den Engländer, der sich vergebens wehrte, und brachten ihn an's Ufer; sein Gefährte, der auf der Brücke stand, lachte, was er nur konnte, als er dies sah. Der aus dem Wasser Gezogene wurde von drn Schiffern vor den Polizeieommissär gebracht, wo sie ihre Belohnung für dessen Rettung in Anspruch nehmen woll­ten. Der Engländer erklärte hierauf: daß es sich um die von ihm eingegangene Wette handle, in zehn Minuten bis zum puot 6' ^l^tei'Ull', zu schwimmen. Mit vieler Mühe nur gelang es dem Commissär, den Insulaner von einer Klage gegen die Schiffleute abzubringen, die er darum anhängig machen wollte, weil sie, indem sie ihn wider sei­nen Willen aus dem Wasser zogen, an dem Verluste sei­ner Wette Schuld waren. — - (Begräbnis; eines Elephanten.) Ein Journal aUs Bombay gab neulich folgende Details eines, in Ben-galore Statt gehabten Begräbnisses: „Iaulsee, ein enor­mer weiblicher Elephant, welcher das Alter von 70 Jah­ren erreicht harce, und dem die Ehre zu Theil geworden war, die Zelte Hyder-Aly's und seines Sohnes Tippoo zu tragen, wurde zur Luftänderung von Hansoar nach Bengalore geschickt; die Tage dieses Thieres waren ge­zählt: am Tage nach seiner Ankunft endigte Iaulsee sei­nen langen Lebenslauf im Hause des Commissariacs. Alle Elephanten des Platzes wohnten seinem Begräbnisse bei. Es wurde eine ungeheure Grube gemacht, und nachdem alle Anstalten dazu getroffen waren, umgab man den Körper Iaulsee's mir Stricken, und sechs Elephanten wurden dazu verwendet, eine Maschine zu drehen, mit­telst welcher diese schwere Masse in die Grube gesenkt wurde. Die Elephancen gingen neben dem todcen Körper Iaulsee's mit gesenktem Rüssel und niedergeschlagener Miene einher, und nach der Ceremonie erhoben sie ein brüllendes Klagegeschrei, welches eine Stunde lang in den Ohren der Anwesenden wiederhallte. — (Verein der Nächstenliebe in Prag.) Der­selbe ist mit i9. April d. I. , somit am Geburtfeste Sr. Majestät des Kaisers, auf Betrieb des Doctors und Schul-inspectors, Karpeles , zur Unterstützung würdiger ver­schämter Hausarmen unter Mitwirkung von 300 Mitglie­dern für die Israeliten ins Leben getreten. — Historisches Tagebuch. Zusammengestellt von einem Londpricster. 15. Mai 1475 wurde zu Mindelheim geboren Georg von Freunds!,erg, M c> ,- i> »> > l i o ns I. und Kü rls V. Fcldoberster in Italic,! und Ferdi­n <> n d s I. in Tirol. 1720 wurde z» Schemnitz in Ungarn geboren Maximilian Hell , in, Jahre 175! Priester, dann Hofastronom in Wien und Mitglied vieler ge­lehrten Gesellschaften. 1773 wurde zu Koblenz geboren Clemens Wenzel Nep. Lothar Fürst von M e tter n ieh - W in ncbu rg, Herzog von Vorteile,, t. f. österrei­chischer Staats- uud Conferenz.Minister, geheinier Haus-, Hof- und Staatskanzler. 17Y2 starb die Kaiserin Lud 00 ica, Witwe Kaiser Leopolds II. und Mutter Kaiser F ranz des I. von Ocsterreich. 1?0ü mußte Savonen Nizza, Tenda und Pignerol an Frankreich ab­treten. 1831 schneiete es noch — selbst in der Ebene Oberkrains — so, daß am darauffolgenden Tage nicht nur Reif, sondern sogar Frost eintrat. 1«. Mai 1?4I Hinrichtung eines Knaben in Lnibach, der aus Neid seine eigene Schwester todtschlug. 17Z5 Friedens- und Ällianztractot zwischen der französischen und balavi­schen Republik zu Paris. l?yc> drang der stcggekrönte Erzherzog Kar l über den Rhein in die Schweiz. löull vom is. — 20. Mai passirte die französische Armee, 36,000 Mann stark, mit 40 Kanonen, den St. Nernbardsberg unter Napoleon Bona parle, Victor, Mural ,c.; auch über den El. Gott­hordsberg kamen von der Rheinarmce bei 15.000 Mann über die Al­pen nach Italien, den Oesterreichern in den Rücke», als Massen« in Genua belagert wurde. 1L25 schneiet« es in Obertrai,! so stark, daß die Ebene um Krainburg mit Schnee bedeckt wurde, jedoch ohne üble Folgen, so wie zu Pfingsten im Jahre 1705, wo der Schnee drei Tage liegen bl,eb. Da 1