Nr. 133.____________Mittwoch, 15. Juni 1898. Jahrgang 117. OMcher Zeitung. ?"n«mela»lon8PrtlS: M!t Postvorlend» n«,: ganzj«hr!« fl. 15, ha b ähr g fl. .50. Im Compt o.r: »»"ziährlg s>. „/halbjähria fl üÜU. ssttr ble liostcNu,^ !„s Hau« aa»ziähr!n ,1. 1. - Insertions«biir^Fur llewe Inseiate bis zu 4 Zeilen 25 ll., gröhere per Zeile « lr.; bei öslerr» Wieberholunüei, per Zelle !< lr. Die «Laib. Zl«,» erlckeiüt tügllch, mit Auluahme der Sonn u»d sseierlage. Die Admlnlftratlon befindet sich Longlessplay Nr, L, die Medactio» Aarmhelzinergasie Nr, 15, Sprechstunden der RedaeNoü umi «bis ll Uhr uor» millags. Uüfranlierte Briejc werden nicht angenommen, Manusciipte nichl zulüilgestellt. Amtlicher Cheil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 3. Juni d. I. den Mimen Rath und Oberlandesgerichts-Präsidenten in Wien Dr. Karl Ritter Krall von Krallenbcrg zum Ersatzmanne des Reichsgerichtes allergnädigst zu ernennen geruht. Thun in. p. _____ Ruber m. p. ^ Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 27. Mai d. I. den außerordentlichen Professor Dr. Alexander Kolisko zum ordentlichen Professor der gerichtlichen Medicin an der Universität in Wien allergnädigst zu ernennen Muht. Bylandt m. p. ^. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juni d. I. den "u dem Titel eines außerordentlichen Umuersttats^ Frosches bekleideten Privatdocenten Dr. Julius ^.cheff zu,,, außerordentlichen Professor der Zahn-^ yenlunde an der Universität in Wien allergnädlgst zu ""ennen geruht. Bylandt m. P. ^. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben auf ^rund eines vom Minister des kaiserlichen und kömg- Heu Hauses und des Aeußern erstatteten allerunter- yanigsten Vortrages mit Allerhöchster Entschließung „'" 31. Mai d. I. dem Vestallungsdiplome des zum ?^chen Konsul in Fiumc ernannten Ni kola kl ^sftndi das Allerhöchste Exequatur huldreichst zu "theilen geruht. Nichtamtlicher Theil. Die Valkaustaatcn. ^. Vlan schreibt der «P. C.» aus Sofia, 10. Juni: "le Begegnung des Fürsten Ferdinand mit dem pursten Nikolaus von Montenegro uud seme unerwartete Reise nach Athen und Constantinoftel, die !" der zweiten Hälfte des verflossenen Monats statt-I^den, haben in der europäischen Presse manche un- zutreffende Auslegung erfahren. Die zufällige Zusammenkunft der beiden Fürsten in Abbazia wurde von einigen Blättern in dem Sinne gedeutet, dass es sich uui eine Vereinbarung zwischen den beiden Fürsten für den Fall handle, dafs auf der Balkan-Halbinsel den Frieden gefährdende Ereignisse eintreten sollten. Man hob hiebei als bezeichnend den Umstand hervor, dass der russische Vertreter in Cctinje der Zusammenkunft in Abbazia beiwohnte und behauptete, dass förmliche Protokolle über die Ergebnisse der Entrevue ausgetauscht worden seien. Mit diesem Ereignisse wurde sodaun auch die Ncise des Fürsten nach Athen in Zusammenhang gebracht, wo gleichfalls Abmachungen getroffen worden wären. Selbstverständlich wurde im Anschlüsse daran anch dem Aufenthalte des Fürsten in Constantinopel besondere Bedeutung beigelegt. Fast alle diese Combinationen giengen von der Annahme ans, dass die angebliche Action des Fürsten Ferdinand durch den Argwohn verursacht sei, den man bezüglich der Absichten Serbiens hege. Wenn man einen Theil der serbischen Blätter beobachtet, die so oft scharfe Ausfälle gegen Bulgarien machen, und sieht, dass auch von der bulgarischen Oppositionspresse gegen Serbien eine sehr heftige Sprache geführt wird, fo könnte man allerdings zu der Meinung gelangen, dass die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern nichts weniger als freundschaftliche seien. Aus den Aeußerungen der nichtoppositionellen, speciell der officiösen Organe, kann man jedoch die Ueberzeugung gewinnen, dass dieser Prcsscampagne zwischen hüben und drüben keine besondere Bedeutung beizulegen ist, und dass man fehlgehen würde, das Verhältnis zwischen Sofia und Belgrad danach zu beurtheilen. Zumal aber, wenn man aus der Nähe beobachten kann, dass die bulgarische Negieruug voni aufrichtigen Wunsche beseelt ist, gegenüber allen Staaten, und besonders gegenüber Serbien, eine ruhige, maßvolle Politik zu verfolgen, fo wird man zu der Erkenntnis gelangen, dass dem Frieden auf der Balkan-Halbinsel von Vulgarieu aus gewiss keine Gefahr droht. Die Zuversicht auf die Erhaltung der Ruhe, die man hieraus schöpfen kann, muss durch das Einvernehmen zwischen Oesterreich-Ungarn uud Nussland, welche gegenwärtig eine gemeinsame Wacht am Balkan halten, noch in hohem Maße befestigt werden. Es ist daher auch ganz irrig, hinter den letzten Reisen des Fürsten Ferdinand politische Tendenzen zu vermuthen. Das fürstliche Paar hat, nachdem sich zu seiner lebhaften Freude die Herzogin-Mutter Clementine von ihrer Krankheit erholt hatte, die günstige Frühjahrszeit zu einem Ausfluge nach Athen, das die Fürstin noch nicht gelaunt hatte, benützt und eine Einladung des Sultans hat dazu Anlass gegeben, hieran auf der Heimreise auch einen Abstecher nach Constantinopel zu knüpfen. Bulgarien führt nichts gegen Serbien im Schilde. Mögen auch bei einzelnen Zwischcnfällen gewisse Mei' nungsverschiedenheiten vorkommen, jedenfalls darf man überzeugt fein, dass sie nicht zu einem Bruche zwifchen den beiden Nachbarstaaten führen werden. Es ist auch klar, dass weder Serbien noch Bulgarien Grund hat, von einem Kriege Vortheil zu erwarten. In Sofia hegt man den Wunsch, auf der Balkan-Halbinsel den Frieden für lange Zeit erhalten zu sehen und die Beziehungen zu den Nachbarstaaten immer freuudlicher zu gestalten. Eine solche Periode des Friedens würde Bulgarien, ebenso Serbien gestatten, sich vollständig dem inneren Fortschritte zu widmen, wobei ihnen gewiss die wohlwollende Förderung der beiden genannten Mächte zntheil werden würde. In Bulgarieu erwartet man, dass sich nunmehr, nach dem großen Erfolge der ferbischeu Regierung bei den letzten Skupschtina - Wahlen, die politischen Leidenschaften in Serbien legen werden und, dank dieser gebesserten Stimmung, die Beziehungen zwischen dem Königreich uild dem Fürstenthum einen intimen Charakter erhalten werden. Speciell bezüglich der in der Polemil zwischen bulgarischen und serbischen Blättern oft erwähnten Anwesenheit des Königs Milan in Belgrad sei schließlich bemerkt, dass die leitenden bulgarischen Kreise dem Könige keine andere Absicht zuschreiben, als seinem Vaterlande wertvolle Dienste zu leisten, in seinem Wirkungskreise zur Consolidierung Serbiens bcizutrageu und mit seiner reichen Erfahrung feinem Sohne, dem regierenden Könige, zur Seite zu stehen. Feuilleton. Urania. , Die diesjährige Jubiläumsausstellung bietet Ge-Mnheit, eine Einrichtung vorzuführen, welche sich N ^ ""b mehr als ein unabweisbares Bedürfnis des "llvnngstricbes großer Volksschichten herausgestellt hat. unk - SW" der Bevölkerung ist ernster geworden, s "v wlr sehen sie immer wieder Schaustellungen zu-äl.?"' '" wachen in erster Linie Belehrung, wenn--l"") m unterhaltender Form, geboten wird. ;„,, ."leser stark zutage tretende Bildungstrieb hat t'2°"dere in Wien eine hohe Vollendung der Vor-. "^technlk im weiteren Sinne gezeitigt; die hervor-«gendswl Fachmänner aller realistischen Disciplinen, s^^'iWschaftlichen so gnt wie der technischen Fächer, <5.?l.-/ uahczn einem halben Iahrhuudert daunt bc-o?,,?' die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung ^.wettchen Kreisen zngänglich zumachen; es hat sich trn? ^''a.t. Hass keine Frage so schwierig odcr so D^.",w"'re, dass sie nicht durch Aufwendung reicher uud einer volksthümlichen Vor-sck,?^ dem Verständnisse auch solcher Menschen cr-UU3 ""be" könnte, welche kaum die Resultate der ""SMllblldung mehr besitzen, »ml, «!" "u" eine Eeutralstelle für folche Vorträge l^.Ausstellungen zu schaffen - eine Art Volts-wV'!le ^ muss zunächst anch das Interesse der we^V ^n Kreise geweckt werden; es muss gezeigt ber?-r^ eine genügend große Zahl von Besuchern Ins/5 !^ Eintrittspreise zu zahlen, und dass das ioni". nicht auf wohlthätige Beiträge augewiefeu »st, ' "°ern sich ,«it Leichtigkeit selbst erhalten, ja sogar eine mäßige Verzinsung des anfzunehmcnden Capitales ergeben kann. Dazu soll die Ausstclluugs - Urania — die Vor-läufcrin eines bleibenden solchen Institutes — dienen. Am Ende der Süd-Avenne der Inbiläums-Ausstellung ist auf einer Bodenfläche von über 13 000 Quadratmeter in einem eigenen Park ein Institut erbaut worden, das ein wissenschaftliches Theater von 800 Personen Fassungsraum enthält, in welchem neben den zugkräftigsten Stücken der Berliner «Urania», wie «Der Kampf um den Nordpol» und .Die Reise durch den Gotthard», neue und eigenartige specifisch österreichische Stücke gebracht werden, zunächst .Das Eisen», das die Rolle dieses wichtigsten aller Culturträger im menschlichen Leben behandelt, von den Uranfängen der menschlichen Cultur in grauer Vorzeit bis zu den modernen eisernen Riesenwerken, dabei nnscre heimische Eisenindustrie am stcirischcn Erzbcrg, mit seinen herrlichen Naturschönheiten und seinem schier unerschöpflichen Reichthum au köstlichem, reinem, zutage liegendem Erz. Ein anderes Stück, «Quer durch Oesterreich», siihrt den innigen Zusammenhang der in größter Mannigfaltigkeit vorhandenen ethnographischen Typen mit der Bodenbeschafsenheit vor Augen. Nicht minder fesselnd sind die wissenschaftlichen Vorträge, welche im kleinen, 180 Perfonen fassenden Hörsaal von den hervorragendsten Fachmännern aller Disciplinen mi-t Zuhilfenahme eines reichen Demon-strationsmateriales abgehalten werden; einzelne darunter, wie Vacteriologie, Hygiene und Nahrungsmittclknnde, werden geschlossene Cyclen von 10 bis 20 Vorträgen bringen und sie außerdem durch reichhaltige Ausstellungen dem Gedächtnisse einprägen. Etwas ganz Eigenartiges sind die Experimentier ale, die insbesondere von den Physikern und Elektrotechnikern eingerichtet wurden; hier wird jedem Be-Nlcher Gelegenheit geboten, einen vollständigen Lch -gang an der Hand ausführlicher Amveisunqen selbst dmchzuexpcrunentleren und sich auf diese Weise in der angenehmsten Form Kenntnisse zu erwerben welche ^ik3mittelt.^^ Reichhaltigkeit uud UnmiH Die Chemiker veranstalten sorgfältig vorbereitete Experimentalvorträge über die interessantesten Hraaen dieser tief m das tägliche Leben einschneidenden Di civlin und führen in ihrer Ansstellung die schönsten und farbenprächtigsten Producte, die Farbstoffe, die Sake die kostbaren Metalle, das Gold, Platin uud IN u. a. vor. """l. Einen ganzen Park von Instrumenten, vom chtzoller bis zu den kleinen Vierzöllern und d Ärachyten stellen d,e Astronomen zur beständia Benutzung des Publicums aus; ein großer KuH räum, eiu Passagezimmer und eine große T^s.' werden so reich ausgestattet sein, dass selbst bei statte u Menschenandrange niemand leer ausgcheu wird Die Zoologen sühren originelle Hnsämmen-stellungen vor; einen Stammbaum mit großen T^r bildern, die wichtigsten biologischen Vergesellschaftnn n Zuchten von Schmetterlingen und Aquarien und dergleichen bieten reiche Anreauna In der Grnvpe «Berg- und Hüttenwesen. <" währt die große Salzexposition Emblick m die Verhältnisse dieses für den Hausha des Staates wie des Individuums gleich wichtigen Sofes' sämmtliche osterre.chi che Salinen, sowie die sjH ,il Salz befassenden Fabricationszw ig. haw /.? " Lailllchll Zeitung Nl. 133. 1086 . 15, Juni 1898, Politische Uebersicht. Laib ach, 14. Juni. Heute vormittags tritt im Abgeordnetenhause das Executivcomit 6 derRechten zusammen, um die Schlussredaction der angekündigten Kundgebung der Majorität vorzunehmen. — Auch die deutschen Oppositionsparteien wollen mit Kundgebungen in Form von Resolutionen vor die Oesfentlichleit treten. Doch wird jede Gruppe einen besonderen Beschluss fassen, da eine Einigung über eine gemeinschaftliche Kundgebung nicht zu erzielen wäre. — «Narodni Listy» melden, eine Publication der Vertagung des Reichsrathes durch die amtliche «Wiener Zeitung» wird nicht erfolgen. Die Ankündigung, es werde die fertiggestellte Antwort über die Interpellation bezüglich der Vorgänge in Graz durch die halbamtliche «Wiener Abendpost, gefchehen, entspricht nicht den Thatsachen. Wie man aus Rom meldet, wird Ministerpräsident di Nudini die wiederholt angekündigten Vorlagen, betreffend gewiffe zeitweilige Mahnahmen sowie bleibende Gesetzesbcstimnmugen politischen und wirtschaftlichen Charakters, der Kammer sofort in der ersten Sitzung des neuen Sessiousabschnittes am 16. d. M. vorlegen. Es sei nicht richtig, dass er nur eiu ein-monatliches Vudgetprovisorium verlangen wird, er halte vielmehr an der Forderung eines sechsmonatlichen Vudgetprovisoriums fest. In einem Artikel der Berliner «Post» zur Lage in Oesterreich heiht es, sie habe fchon zu wieder-holtenmalen darauf hingewiesen, dass der Ausgleich mit der ungarifchen Reichshälfte im Interesse des österreichischen Deutschthums selbst liege und deshalb nicht, wie es bisher geschah, dilatorisch behandelt werden dürfte. Die Erneuerung des Ausgleichs würde vor allem ein Schutz gegen föderalistische Experimente sein. Mangel an politischer Erfahrung und Voraussicht fei in den letzten Decennien stets der Fehler der Deutschen des alten Kaiserstaates gewesen. Vielleicht ist auch der ganze österreichische Parlamentarismus von zu kurzer Dauer, als dass sich nach dieser Richtung hin schon genügende Erfahrungen hätten sammeln lassen. Für die realen Machtverhältnisse wenigstens hätten die österreichischen Deutschen niemals den richtigen Blick gehabt. Wäre es nicht ein Rückschritt, eine Reaction ohnegleichen, wenn das letzte Band des einheitlichen Staates gelockert und die Zollgrenze zwischen Oester» reich uud Ungarn wieder aufgerichtet würde? Jetzt liege es noch in deutfcher Hand, den status yuo zu wahren, indem sie, unbeschadet ihres nationalen Kampfes, dem Staate geben, was des Staates ist, und wieder auf eiu Decennium hinans das alte staatsrechtliche Verhältnis herstellen, iu dem das große Gemeinwesen eine Zeit patriotischen und wirtschaftlichen Fortfchrittes erlebt habe. Das Blatt schließt: «So möchten wir denn noch einmal in ernster Stuude unsere Mahnung an die Deutsche» Oesterreichs richteu, um der Staatsgrenzen, um des Dreibundes und der europäischen Friedenspolitik willen, sich selbst zu bezwingen und die Gruudlagen sichern zu helfen, deren das österreichische Staatswesen zu seinem weiteren Vlüheu und Gedeihen nothwendig bedürfe.» Bei den in Belgien vorgenommenen Stichwahlen für die Provinzialräthe unterlagen in der Pro- vinz Brabant die Katholiken den Liberalen; im Hennegau gewannen die Socialisten, welche bereits bei den Wahlen am vorigen Sonntag den Liberalen drei Sitze abgenommen hatten, acht Sitze, fo dafs die Provinzial-Regierung dort vollständig in ihrer Hand ist; in der Provinz Lüttich verlieren die radicalen Socialisten acht Sitze, die bisherige radical-socialistische Regierung erscheint daher stark erschüttert; in Antwerpen wurden die Liberalen wiedergewählt; in Gent verlieren die Liberalen fünf Sitze, die den Katholiken, deren Mehrheit stark zunimmt, zugute kommen; in Namur haben die mit den Socialisten vereinigten Liberalen den Katholiken acht Sitze abgenommen; in Luxemburg verlieren die Liberalen zwei Sitze zu Gunsten der Katholiken. Die gestrige Sitzung der franzöfifchen Kammer war sehr gut besucht; es herrschte lebhafte Bewegung. Deschanel nahm den Präsidentcustuhl ein und hielt eine Anfprache an das Haus, in der er fämmtliche Parteien feiner Unparteilichkeit versicherte und der Hoffnung Ausdruck verlieh, dass die parlamentarischen Debatten von Courtoisie geleitet sein werden. Der Präsident tritt für eine ausgesprochen re-fvrmatorifche Politik ein und betont die Nothwendigkeit, den wirtschaftlichen, siscalischen uud Arbeiterfragen ein eingehendes Studium zu widmen. Deschanel gab der Ueberzeugung Ausdruck, dass die Kammer das große Werk der nationalen Vertheidigung fort-setzen werde und schloss seine Rede, indem er den Land-und Seetruftpen, welche die Sicherheit und den Stolz Frankreichs bilden, seine wärmsten Sympathien ein« bietet. — Millerand (Socialist) interpellierte über die Politik des Cabiuets und wüuschte, dass der Ministerpräsident Me'line seine Absichten mittheile, betonte den Patriotismus der Socialisten, warf Msline vor, dafs er mit der Rechten pacticre und erklärte fchließlich, die Socialisten werden jedes republikanische reformatorischc Cabinet unterstützen. Hierauf ergriff Ministerpräsident Me'line das Wort. Vom spanisch-amerikanischen Kriegsschauplätze wird die Uebergabe Manillas gemeldet, doch fehlen hierüber nähere Angaben. Die große Landung der Amerikaner auf Cuba ist neuerdiugs auf eine Woche verschoben worden, obwohl die Truppen des Expeditionscorps bei Tampa schon seit fünf Tagen eingeschifft sind nnd in den engen Schiffsräumen fehr stark unter der herrschenden Hitze zn leiden haben. Die amerikanische Kriegsleitung ist sehr unentschlossen, und kann dieses ewige Zauderu, Schwauken und Wanken auf den Geist und die Disciplin der Trnppen kaum von günstigem Einflufse sein. Wie man aus Athen meldet, sollen die Admirale der fremden Geschwader in den kretischen Gewässern ihren Regierungen bereits den von ihnen ausgearbeiteten Entwurf für die Einrichtung der provisorischen Verwaltung der Insel übersendet haben. Nach einer aus Belgrad zugehenden Meldung habe sowohl die liberale Majorität, wie die fortschrittliche Minorität der Skupschtina ihre Bereitwilligkeit kundgegeben, die Regierung bei der Durchführung ihres Programmes zu unterstützen. Der Führer der Liberalen, Herr Risttt, hat sich dahin geäußert, dass die Sicherung des Bestandes des Cabinets Gjorgjeviö wünschenswert sei. Die Mitglieder des Cabinets werden sich in zehn Tagen für die Dauer der Stupfchtina-Session nach Nisch begeben. Wie man aus Sofia meldet, wird demnach! in Budapest eine bulgarische Handelsagentie errichte» werden; anch in Wien sei die Creierung einer solche bevorstehend. — Der Stadtrath hat in seiner Sitzung vom 8. d. M. den Vertrag, betreffend die Classe lotterie, einstimmig ratificiert. Nachrichten aus Uesküb besagen, dass in den letzten Wochen neuerlich blutige Conflicte an del türkisch-serbischen Grenze vorgekommen si>w Man lege jedoch denselben keine Bedeutung bei, da oieje Zusammenstöße nur durch Versuche zur Einschmugge< lung von verschiedenen Gegenständen, darunter allerdings auch vou Waffen, nach der Türkei hervorgerufen wurden. Tagesneuigleiten. — (Die bosnisch-hercegovinische Collectiv-Ausstellung.) Der bosnisch-herccgovinischcn Landesregierung wurde sür die temporäre Nutzviehaus" stellung die höchste von der land« und forstwirtschaftliche" Ausstellung zu verleihende Auszeichnung, nämlich da» Staatsehrendiplom des Ackerbauministeriums sowie d»e goldene Iubiläumsausstcllungs-Medaillc, verliehen. ^le Auszeichnung erfolgte für die Gesammtleistung der bos" nisch-hercegovinischen Collectivausstellung. — (Ein Zusammenstoß zwischen Gendarmen und Arbeitern.) Aus Balmaz-Ujvaros wird dem «P. L.» gemeldet: Am 12. d. M. kam es hier zu einem blutigen Zusammenstoße zwischen Arbeitern nnd Gendarmen. In« Kreise der Arbeiter herrschte s"' längerer Zeit große Unruhe, weil einige Pächter fren^' Arbeiter angestellt hatten; ein Theil dieser fremde" Arbeiter ist gestern hier eingetroffen. Aus diesem Anlas e kam es zu dem Zusammenstoße. Arbeiter, auf dein Haupt' platze versammelt, bewarfen zwei dort postierte MN-darmen mit Steinen. Der Arbeiter Gabriel Tolh '"'^e dabei erschossen, drei andere leicht verletzt. Die N»lyl wurde indes bald wieder hergestellt. ^ (Fünfzigjährige Vestandfeier.) "»" Berlin wird vom 13. d. M. berichtet: Zur Feier lhres 50jäl)rigm Bestandes lud Kaiser Wilhelm die gesaM'"" Schutzmannschaft in den Schlosshof zu einen« Gottes" oienste, worauf er eine Allsprache an die Schutzleute hie' ^ in der er sie Helfer, Retter und Berather dcr Viirge' und den Schrecken der Verbrecher nannte, sie seien del Arm, den er brauche, um den Gehorsam zn erzwing^ wenn es nöthig sei. Der Kaiser verlieh zahlreiche" Officieren, Beamten und Schutzleuten Ordcnsauszeichnunge ^ Der Kaiser widmete zur Erinnerung an den ^ojahH Bestand am Helme die Widmung: «In Treue fest ls4 bis 1898.» . > — (Der spanisch-amerikanische Kriegs wird wahrscheinlich nicht vhnc Einfluss auf die Eleltro-technit bleibell. Zwar haben schon andere Kriege elie' falls Fortschritte auf diesem Gebiete gezeitigt: so 9"" der dänische Krieg 1848 Werner Siemens den Mlai zur Erfindung der Seeminen und der Verwendung o Guttaperchaleitung, und der große amerikanische ^" ^ 1860 bis 1864 brachte die Anwendung des Sch^ Werfers bei der Vertheidigung von Seefestungen. ^ deutsch-französische Krieg entwickelte aber die Mmta telegraphic in hohem Maße. Der gegenwärtige «n » dürfte jedoch, was die Fortschritte der Technik, »n^ besondere der Elektrotechnik betrifft, alle früheren "ve treffen, weil es überhaupt in der Entwickelung«"!^ gemein lebensvolles Bild des Vorkommens, der Production und Verwendung dieses Minerals geliefert. Originell ist auch der Park der Urania gestaltet worden; die botanische Section hat hier neben großen Zusammenstellungen aller wichtigen Gemüse und Cerea-lien instructive Gruppieruugeu der bekanntesten einheimischen Zierpflanzen nach ihren Heimatsländern sowie endlich eine Pflanzenuhr geliefert, deren Beete zu verfchiedenen Stunden aufblühen und zu bestimmten Stunden die Blüten geschloffen zeigen, so dass daran die Tagesstunde abgelesen werden kann. So ist dieser Park nicht nnr durch seine zahlreichen Ruheplätze eiu schr augenehmer, sondern auch ein höchst lehrreicher Anfcnthaltsort. Nimmt man hinzu, dafs zwei große Lefesäle den Besuchern ein paar hundert in- und ausländische wissenschaftliche und technische Zeit- und Gesellschafts-fchriften bieten, deren laufender Jahrgang von den betreffenden Redactionen unentgeltlich eingefendet wurde und dass eine automatische Restauration mit äußerst niedrigen Preisen den Urania-Besuchern den Aufenthalt behaglich gestaltet, so begreift man, dass die Aus-ftellungs-Urania der vornehmste Attractionspunkt der Iubiläums-Ausstellung ist. Hoffentlich wird es durch das Interesfe der Be° völkeruug gelingen, nach Schlufs der Ausstellung an die Errichtung der definitiven Urania zu fchreiten; dazu aber bedarf es großer Geldmittel und das Syndicat Urania, welches mit 100 Gulden-Antheil-scheinen bisher ein Vermögen von 30.000 Gulden znsnmmcngebracht hat, vieler neuer Mitglieder! Zer Grauln vorn Oolöe. Roman von vrmanos Gandor. (35 Fortsetzung.) Der Graf verkehrte von diesem Abend an sehr häufig in der Braun'schen Wohnung. Der alte Brauu behandelte den juugen Aristokraten mit einer gewissen vertrauliche« Jovialität, die dieser im Hinblick auf den Zweck seiner Beziehungen zu Hildas Vater geduldig über sich ergehen ließ. Hilda selbst fand den Grafen interessant. Sie hörte ihn gerne sprechen, und dann schmeichelte es auch ihre Mäocheueitelleit, eiueu so vornehmen und reichen Verehrer zu haben. An die Pläne ihres Vaters dachte sie kaum mehr; aber es war trotzdem ein angenehmes Gefühl, sich von einem schönen, eleganten, hochgestellten Cavalier so leidenschaftlich lieben und verehren zu laffen. Und er liebte sie wirklich. Jeder Blick, jede Miene, jedes Wort, ja, der Ton, in dem er auch die gleichgültigste Redensart zu ihr sprach, war eine leiden-chaftliche Liebeswerbuug. Mauchmal beängstigte sie diefe stumme und doch so beredte Erklärung seines Herzenszustandes; sie wusste keine Antwort darauf zu geben; der Graf gefiel ihr gut, aber ihr Herz hatte keinen Antheil an den Sympathien, welche sie im großen Ganzen für ihn hegte. Die Colleginnen neckten sie hin und wieder mit ihrem «getreuen Schatten», aber Hilda merkte doch, dafs dicfen Neckereien viel Neid zugrunde lag, und allmählich ertappte sie sich oft bei dem Gedanken, welche glänzende und wirklich beneidenswerte Stellung s^ der Welt einnehmen würde, wenn sie in der That e> Gräsin Raczenzi wurde. «, Sie liebte Graf Iokay nicht, aber je mehr.1' sich in die Rolle feiner zukünftigen Gattin hinei" träumte, desto mehr gefiel sie sich darin. . , Wie herrlich musste es doch sein, auf.plir» eigenen Gütern als unumfchränkte Gebietern, s.^ herrfchen, in eigener Equipage zu fahren, s'ch ' echten Juwelen zu fchmücken und von der Loge <" abends vornehm auf das übrige Publicum uno u Darsteller auf der Bühne herabzublicken. Je e'' gehender sie sich in ihren Gedanken mit solcyr Traumbildern beschäftigte, desto beraufchender Mlm sie ihr. . .., Wenn sie nach solchen Träumereien den PlM Grasen ansah, war es ihr bisweilen, als sel er . Märchcnprinz, dessen Liebe ihr alle jene erscmm» Wunder des Reichthums erschließen werde. """ erschien ihr alles schön an ihm. seine funkelnden AUg" ' sein kühn geschnittenes Profil, feine selbstbewußt Haltung, seine elegante, etwas extravagante ^onk uud seine weihen, schmalen, von Brillanten buchstam'^ flammenden Hände. . - ^ Hildas Engagement in Wien neigte stch lemc Ende zu. Die Anschlagzettel an den Säulen «no Zcitungeu verkündeten bereits den bestimmten ^er.. ihres unwiderruflich letzten Auftretens. Für die nay," Monate war sie in Berlin verpflichtet. ... Eines Abends nach der Vorstellung ha"e «^ Graf Iotay in ihren Ankleideraum zu drängen 6"""' ' Sie eulpfieug, der Mode ihrer Colleginuen entg^e,, ^Laibacher Heituna Nr. 133. ^?______________________ ^5^ I^,,z ^g^g^ M ^kgt, dass die Technik einen wachsenden Einfluss c»,^ Kriegswesen gewinnt. Thatsächlich lassen sich ""H die Erfolge, die die Amerikaner bisher errungen A"", auf die fleißige Anwendung ihrer technischen ^"ngenschaften zurückführen. N .^ (bauseinstur z.) Aus Cannes wird vom, in N ^' 3"neldet: Unter den Trümmern eines heute t>r N eingestürztell Hauses wurden 2? Leichen und ^^"Mvundete hervorgezogen. ___________ Vocal- und PromuM-Nachrichten. ^r Obstbau Unterkrains und der Obstbautag in Nudolfswert. l,,,.,^e Wichtigkeit der rationellen Obstcultur wurde lta !> ^" allen für die materielle Hebuug des Baucrn-'«noes arbeitenden Factoren anerkannt und ist diefelbe wandern, wo fie bereits Eiugang gefunden hat, ^emer ersprießlichen Einnahmsquclle des Landwirtes . So finden wir bei uns in Oesterreich, namentlich ^"dtirol. Steiermark, Böhmen und auch Obcrösterreich, "en bereits bedeutend entwickelten Obstbau. Das Product "A dort entweder roh, oder auf diverse Art und Weise leitet, verkauft. . Hinsichtlich des Obstbaues könnte man Kram in r» verschiedene Gebiete theilen, und zwar in Oberkrain, ^"erkram und Unterkrain. r In Oberkrain steht der Obstbau seit einigen Jahren dürs! ""l """' erfreulichen Stufe des Fortschrittes und sack. '^ ""^ «och "nmer mehr entwickeln. Der Haupt-' ^.."ach wird hier Winterobst (Exportfrüchte zum Roh-"'"lW und Mostobst produciert. ^. 'M Innerkrain, namentlich in dem warmen Wippacher Me, wird nleist friihes Sommerobst produciert nnd weit "er die Grenzen Oesterreichs ausgeführt, iibr' Unterkram blieb in: Obstbaue weit hinter den etw!3" ^ Gebieten zurück. Zwar werden auch hier 'vas Aiostobst und ferner Zwetschken zur Sliuovitz-Lank 6 Produciert, doch steht die Production den übrigen «oern trotz der günstigen bodenklimatischen Verhältnisse ba>w/^' Die Ursache der Vernachlässigung des Obst-"tm. . ^^ ^'" haupsächlich die alte Nebcultur, welche H^ ^sondere Anstrengung einen guten Ertrag lieferte. n,I "un die alte Nebe von der Neblaus Jahr für Jahr 5M "'^griffen wurde, hat man sich immer mehr der in ' „ "r zugewendet nnd wurden in den letzten Jahren zu ""terkrain bedeutende Mengen Obstbäume, welche s H 6M es noch riesige Flächen in Unterkram. taull >> '^ butweiden oder wie im'ner heißen, auf denen Es""e von Bäumen schöne Erträge liefern könnten. ^, gwt ferner schlechte Wiesen, auf welchen der Obstbau, könnte ^"wbauc verbunden, vorzügliche Erträge liefern ist . D°ch mit dem bloßen Auspflanzen der Obstbäume ^ Obstbaue nicht geholfen. l'che w ^bstbaum will anch gepflegt werden, um reich-in w s?^ su bringen. Und gerade dieser Punkt ist es, dbst? ^" Unterkrain so weit zurückgeblieben ist. Die gev'sln " werden überhaupt nicht gepflegt, sondern der Nr ""b sich selbst überlassen. Dazu kommt noch billig , dass manche Besitzer der Ersparnis wegen lüwm s-^üPPelte Bäume Mauzen, welche dann nur! zugrund ""^" ""^ ""^"" ^M^ zu tragen, langsam, 2 ^ H""" '" ihrer^Toilettenloge und war des-als ^lbchürzt und im Moment ganz fassungslos, des sl ^l"s plötzlich in, dämmerigen Hintergrunde gevrn?'^"' von unzähligen Gegenständen voll-^proft^n Iimniers auftauchte und auf sie zuschritt, -ich ,'Vn ^ '"'ch n'cht fort-, sagte er heiser allei,, '^ "^ Gelegenheit suchen, Sie endlich einmal Mir ,,°" lachen. Nein, nein! Sie dürfen nicht vor einen ^.ki'chen!' flüsterte er, als Hilda unwillkürlich habe i^?"" rückwärts uach der Thür machte. «Ich deslia s, '" !"'M auf diesen Augenblick geharrt und lielw^- '?^ ich die kostbaren Minuten benutzen. Ich nichts ^? .^'b' s" unaussprechlich - lassen Sie nnch flehen!. ^^ "'" Erhörung inciuer unendlichen Liebe seine/^" ^"f!. murmelte Hilda. Der Ausbruch «ementareu Leidenfchaft ängstigte sie. Mich k "e "ich nicht fo, Geliebte!» flehte er. «Nenne was ,? ,"?b bci meinem Namen. Ich will dir alles, Meinen l'be- zu Fttheu legeu — meinen Reichthum, annän' ^"' ^lh nenne nichts meiu, was auch uur Lieb?" c .b'e Köstlichkeit deines Besitzes und deiner ^ "ufwiegen ^^^ flehend V ktnias eigen Bestrickendes in dein heißen, daz u,, c f""" gedämpften Stimme, etwas, das und s,"'"lirene, junge Mädchen unwillkürlich hinrifs ^momentan jede Ueberlegung raubte, zarte tt?!i ^ '»eiu — mciu!' jubelte er, die fchlanke, deckte ^' ? ^ Mädchens au sich reißend, und be-"ir Gesicht mit breuneudeu Küssen. (Fortsetzung folgt.) Bei einer solchen Wirtschaft ist es wohl kein Wunder, dass die Obstcultur teiue Wurzeln in Untertrain fassen will, wie es in Hinsicht auf die für den Obstbau günstigen Verhältnisse der Fall sein könnte. Um diesem Uebel abzuhelfen, sahen sich die Unter-trainer Fachmänner genöthiget, irgend etwas znr Hebung des Unterkrainer Obstbaues zu unternehmen. Vor allem wollte man darüber einig werden, welcher Weg cinzuschlageu wäre, um am ehesten zum Ziele zu gelangen. Zu dem Zwecke hat die Leitung der landwirtschaft-lichen Filiale in Rudolfswert einen Obstbantag einberufen, zu welchem alle Fachleute und alle intelligenten Obstbauer eingeladen wurden, die folgende zwei Fragen zu beantworten hatten: 1.) Welche Gegenden Unterkrains sind für die Obst-cnltnr besonders geeignet und wie wäre in diesen Gegenden der rationelle Obstbau und der Obstvcrtauf zu förderu ? 2.) Welche Obsigattungen uud Sorten sollen in diesen Gegenden im großen angepflanzt werden? Am 2. Juni versammelten sich in den geräumigen Localitäten der Tncek'schen Restauration in Rudolfswert bci 70 Theilnehtner, die nebst nahezu allen unferen Fach-leuten größtentheils der Geistlichkeit und Lehrerschaft angehörten. Desgleichen waren die landwirtschaftlichen Filialen Unterkrains zahlreich vertreten und haben sich auch mehrere Privatbesitzer eingefuuden. Leider fauden wir unter den Theilnehmern keinen einzigen Weißkrainer. Und gerade in Weißkrain, wo der materielle Stand der Bevölkerung so traurig ist, sollte mall nebst dem Wein-baue nnd der Viehzucht im Obslbane eine erquickende Einnahmsquelle suchen, namentlich schon wegen der sehr günstigen Klima- nnd Bodenverhältnisse. ! Wir bedauern, dass der von der Rndolfswcrter Filiale gemachte Schritt bei der Intelligenz Weißkrains kein Verständnis fand, doch hoffen wir, dafs man auch dort zur Einsicht kommen wird, dass der rationelle Obst" bau in Weißkrain Eingang finden wird und muss. Wir sahen ferner auch einige Gegenden des politifchen Bezirkes Gurkfeld, namentlich jene, die an der Save liegen, nicht vertreten und legen auch diefen die Wichtigkeit des Obstbaues in ihrer Heimat ans Herz. Die sehr interessante Berathung nahm folgenden Verlauf: Um V4II Uhr vormittags eröffnete der Obmann der landwirtschaftlichen Filiale Rudolfswert, Herr Wilhelm Rohrmann, Adjunct der Ackcrbaufchule zu Stauden, die Versammlung. Er begrüßte die Anwesenden nnd wies durch einige Daten nach, dass, während der Obstbau der benachbarten Steiermark stets fortschreitet, der Unterkrainer Obstbau zurückgeht. Der Zweck der Berathuug sel der, jeue Mittel anzugeben, welche behufs Hebung des Unterkrainer Obstbaues angewendet werden follten. Zum Schlüsse ersucht er die Versammelten, sich einen Vorsitzenden zu wählen und schlägt den Director der Ackerbauschule Herrn Richard Dolenc vor, der einstimmig zum Vorsitzenden gewählt wird. Herr Pirc, Director der k. k. landwirtschaftlichen Gesellschaft in Laibach, dankt inr Namen der Gesellschaft, welche ihn und den Herrn Oberlehrer Hirovnik zu Vertretern nominierte, für die rege Theilnahme und spricht den Wunsch aus, dass recht wichtige Beschlüsse gefasst werden „lögen, die zur Hebung des Obstbaues führen Hieranf wurde zur Erledigung der ersten Frage geschritten, welche nach einiger Debatte der leichteren Beantwortung wegen in zwei Theile getheilt wurde, u. zw.: I. a) Welche Gegenden Unterkrains eignen sich für den Obstbau? ., ^ . ^ 0 d) Wie soll der Obstbau gefordert werden? Nach längerer Berathuug fpricht sich die Ver-sammlung in dem Sinne aus, dass sämmtliche Gegenden Unterlrains für den Obstbau geeignet seien, wo ein ge-nüaend tiefer Boden vorkommt, doch muffe stets die fur die gegebenen Verhältnisse passende Gattung und Sorte aewählt werden. . Für die Cultur feineren und frühen Obstes eigne sich namentlich der größere Theil Weißlrains, während das übrige Unterkrain vorzugsweise Winterobst, namentlich Aepfel, producicren sollte. <^< -^ ^ Bei der Beantwortung des zweiten Theiles der ersten Frage wurden mehrere Beschlüsse gefasst und mehrere Rathschläge angenommen. Vor allen, wurde der Autrag des Herrn Directors Pirc angenommen, welcher «Die am 2. Juni in Nudolfswcrt versammelten Obstbauer laden die k. k. Landwirtschasts-Gcscllschaft ein, mit allen Mitteln dahin zn arbeiten, dass für diefes Kronland ein fachmännisch gebildeter Obstbau-Wanderlehrer angestellt werde.» m -r . ^ , 5 Dieser Antrag wurde mit dem Beisätze des Herrn Nadl- «Dass der Wanderlehrer seinen Sitz in Rudolfs-wert haben möge», einstimmig angenommen. Herr Director Dolcnc stellt den Antrag, dass das k k Acrar ersucht werden möge, anolog den staatlichen Forstsaat- und Nebschulen, anch eine große staatliche Obstbaumschule in Unlertrain zu errichten, deren Verwaltung dem Obstbau-Wanderlehrer zufiele. Sollte die Errichtung einer solchen Schule aus irgendwelchen Gründen unmöglich sein, so mögen Bezirls-Baumschulen sowie andere öffentliche Baumschulen errichtet und vom Staate und Lande hinreichend subventioniert werden. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Herr Director Pirc bemerkt, die k. k. Landwirtschafts-Gesellschaft gebe jährlich bei 25.000 Bäume ab und da sei sie noch gezwungen, die Bestellungen bis um 50 pCt. zu reducieren. Daraus ist zu ersehen, dass ein Mangel an Obstbäumen herrscht. Von Seite der Lehrerschaft wird der Wunsch geäußert, dass steißige Lehrer, welche schöne Baumschulen haben, besser remuneriert und unterstützt werden sollten. Ferner sollte die Controle der Schulgärten dein Obstbau-Wanderlehrer anvertraut werden, weil viele k. k. Bezirls-Schulinspectoren nicht die genügende Fachkenntnis hiefür besitzen. Der technische Leiter Skalicky schlägt vor, den Staat oder das Land zu ersuchen, für die Verfassung einer populären, turzgefasstcn Schrift über die Pflauzuug und Pflege des Obstbaues einen Preis auszuschreiben, und falls eine folche Schrift verfasst wird, dieselbe unter der Bevölkerung zu verbreiten. Auch dieser Rathschlag wird mit Beifall an-genommen. Der Director Herr Pirc deutet auf die ungenügende Obstverwertuug hiu uud wüuscht, dass gemeinschaftliche moderne Obstdörren aufgestellt werden. Weiters stellt der Adjunct Herr Rohrmann den Antrag, dass die landwirtschaftlichen Filialen den Obstbauern Edelreiser verbrcitungswürdiger Obstsorten behufs Umpfropfuug minderwertiger Bäume besorgen. Derselbe stellt weiters den Antrag, dass die Obstbaucnrse für Lehrer in möglichst kurzer Form neuerdiugs ins Leben gerufeu werden mögen. Diefe Anträge wurden einstimmig angenommen, sowie auch der Antrag des Herrn Kalinger, dass das Iagdgesetz in Anbetracht der großen Hasenschäden auf Obstbüumen entsprechend umgeändert werden möge. Herr Director Pirc wünscht, die Herren Geistlichen uud besseren Grundbesitzer mögen musterhafte Obst-anpflanzungen errichten nnd auf diefe Weise dem Bauer mit gutem Beispiele vorangehen. Schließlich gedenkt der Herr Director Dolenc der armen Singvögel und empfiehlt Fütterung derselben in allen Schulgürten im Winter. Hierauf wurde zur Berathung über die zweite Frage geschritten. Der Vorsitzende Herr Director Dolenc referiert kurz über die Eignung der einzelnen Obstgattungen und fagt ungefähr Folgendes: In der Nähe größerer Städte können mit Erfolg Tafeltrauben cultiuiert werden, für weiteren Export eignet sich Untertrain nicht, weil die Trauben nicht früh genug auf den Markt gebracht werden können. Pfirsiche und Marillen können nur in den besten Lagen Weißkrains mit Erfolg gezüchtet werden. Kirschen eignen sich für hohe Lagen, ebenso der Nussbaum, wo er nicht erfriert. Tafelbirnen können nur in günstigen Lagen in den Hausgärten cultiviert werden, in offenen Anpflanzungen kann man mit Erfolg Mostbirnen pflanzen. Die Zwetfchke, welche fehr nachlässig cultiviert wird, leidet viel von der kk/llostiLta, prunioola. Anstatt derselben kann man mit Erfolg die Washington-Pflaume cultivieren, welche nicht damit befallen wird. Diese Pflaume eignet sich zur Slivovitz-Bereitung sehr gut, zum Dörren ist sie jedoch wegen der bitterwerdenden Haut ungeeignet. Für die Anpflanzung im großen sollte man nur Apfelbäume nehmen und vor allem die süßen Aepfel abschaffen. Von Saueräpfelu, die allein empfehlenswert sind, sollte man wenig aber gute Sorten wählen. Der Redner sagt, dass er uach seiner und einiger localen Fachmänner Anschauung folgende Aepfelsorten für verbreitungswürdig ansieht: Unterkrainer Wachsapfel, Englische Winter-Gold-parmaine, rother Stettiner, steirischer Maschanzter (Edel-borsdorfer), große Kasseler Reinette, Alcnheimer Goldreinette, böhmischer Iungsernapfel. Der Director Herr Pirc sagt, dass man in Unterkrain über die einzelnen Sorten noch wenig Erfahrung habe, fpricht sich entschieden gegen den Maschanzker aus, der unter den zahlreichen Fehlern auch diesen hat, dass er gern ausartet. Schließlich schlägt er vor, dass über jede einzelne vom Vorredner anempfohlene Sorte die Debatte eröffnet nnd über die Eignung derselben abgestimmt werden möge. Dies geschieht im Folgenden: 1.) Unterkrainer Wachsapfel (slovenisch Oolonjska voäöLnka, falsch Lichtenwalder Wachsapfel) ein fpeciell Unterkrainer Apfel von guter Qualität. Der ^Baum wächst fchwach, die Aeste wagrecht, ist deshalb I schwer als Hochstamm zu ziehen. Reift und trägt spät, Früchte leiden gern an Kernfäulc. Schließlich wird er nr das anzuempfehlende Sortiment mit folgender Nemertuua aufgenommen: Dort, wo der Baum erfahrungsgemäß gut ! wächst und bereits verbreitet ist, möge er beibehalten werden. 2.) Englische Winter.Goldvarmaine l>!»w »lmljku pnrmsnu). Der Vaum wächst schün Laibacher Zeitung Nr. 133. 1088 . 15. Juni 1898. fruchtet sehr früh, ist in der Blüte ziemlich empfindlich, leidet gern durch Frost, die Frucht reift in Unterkram zu früh und ist eigentlich ein Sommer- bis Herbstapfel. Alls diesen Gründen ist er nicht sehr empfehlenswert, wird aber seiller übrigen günstigen Eigenschaften, namentlich der Fruchtbarkeit wegen in das Sortiment aufgenommen. 3.) Rother Stettiner (Ztetineo, öodular). Hat gern einen tiefen Voden, uud geschützte Lage. Der Apfel ist sehr hart, sehr leicht exportavel uud wird in Trieft, namentlich für Alexandrien, wegeu seiner schönen rothen Farbe uud Haltbarkeit gern gekauft. Empfehlenswert. 4.) Steierischer Maschanzker oder Edel-borsdorser. Dieser Apfel wurde nach längerer Debatte aus dem Sortimeute ausgeschieden. Vorgeworfen wnrde ihm hauptsächlich seine Empfindlichkeit des Baumes gegell Vodeu und Krankheiten. 5.) Große Kasseler Reinette (vslika ka-86li»i—r. *(Aus dem Polizeirapporte.) Vom 13. auf deu 14. d. M. wurden fünf Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Vacicrens, eine wegen Bettelns, eiue wegen Trnnkenheit und eine wegen Verbrechens der Veruntreuung. Letztere wurde über Neqnisition des t. t. Bezirks - Gendarmerie-Commandos ill Villach vorgenommen. —r. — (Schwindel.) In der letzten Zeit trieb sich in Laibach ein Individuum herum, welches, mit cim« Sammelbogen versehen, für den Arbeiter - Gesangsuem «Vorwärts» Unterstützungen ciusammelte. Da weder Beschluss noch eiu Auftrag zum Sammeln ftltens " Vereinsleitung erfolgt ist, so hat man jenen SäM'w ausgeforscht uud der Sicherheitsbehörde zur -l'^ gebracht, welche ihu noch am selben Tage zur wei" Amtshandluug in Gewahrsam brachte. Z"' ,"", ^« Erhebung wird das Publieum ersucht, der stadtl^ Polizei anzuzeigen, welcher Betrag dem Schwmdln abfolgt wurde.______________^- Merarisches. Frauenfleiß ist die Grundlage der ^ wattigen Frauenbewegung, und ihn fördern, heißt o die Wege ebnen. Darnm ist das im Verlage von ^ Henry Schwerin, Berlin >V. 35, monatlich emma" scheinende Handarbeitenblatt für die Familie '«"" ^ Fleiß» eine hochbedeutsame literarische Erschemung'^ von allen, auf uützlichc und anregende, hcm^a)e schäftigung, auf Erwerb durch Handarbeiten '"w ' Haupt auf Sparsamkeit bedachten Frauen ">'d -""^ sehr geschätzt. Die zahlreichen, saisonmäßigen AU N . die Naturgrößen Aufzeichnungen, die reichen /"""H„, nnter altdcre» eine farbenprächtige Handarbeiten^' ^ graphic, machen die eben zur Ausgabe 3"""^^ f Nummer gauz besoudcrs interessant. Man abonmen «Frauen-Fleiß», das größte HandarbettcuMi Welt, für nnr 50 kr. vierteljährlich, w tm V« ^ auslieferungsstelle für Oesterreich-Ungarn: Rudolf ^ 5 Sohn, Wien I., Iasomirgottstrahe 6, bei ««" " ^ Handlungen, welche beide anch Gratis-Probemnnn" liefern, sowie bei allen Postanstalten. «Vom Zustande des Menschen k'"'ä "^, dem Tode». Von Dr. E. Hornemann, Olmarzl königlichen Krankenhause, Professor an der Umversun ? Kopenhagen. 7. Auflage. 9. Tausend. 6« Psen"g- " , von Gustav Schloeßmann, Gotha. Der Verfasser i . der angeschensten Aerzte Kopenhagens, der nut oe" ? ^ tischen Blicke seiner Kunst uuzähligeSterbende "c"" "^ aber auch als Christ die Bedeutung des ewigen erkannt hat uud uicht nur Erfahrungen nntthcil,," auch seine tröstende nnd mahnende Stimme crhem- Inhalt der Wiener H"Usfr""^. Zeitung Nr. 22. Pionniere der Cultur. ^ .^ Freimuth. — Die Schule der Liebe. Von ^"0." ^ Schubert. — Fragekastcn. — Corresponoenz der "'" ,, — Graphologischer Brieftasten. — Für Haus "N^^^Z — Speisezettel für eiu bürgerliches Haus- ^, vom Spargel. Von Iablanzy. — Sommerlnooc'- ^ S. Assies. — Album der Poesie: Hofft,» ?^itll"g' O. Ehreufrcund. — Räthsel-Zeitung. — f^"^"^ Redigiert von Karl Schlechter. — Die Rose vom ^ haus. Eiue Erzähluug aus dem Badeleben von ^ ^.' — Feuilleton: «Am Sterbelager des ^?"M ^ Blicke eiucs frcieu Deukcrs alls der Zelt ill , ^, Von Prof. Dr. Lndwig Büchner. Kleme ^ ^ plaudcrcieu. Von Benjamin Schier. - »)"> Preis halbjährig 2 st. 50 kr. Die endgiltige Gestaltung °es '^„ Reichstages wird der vom « ^ » ' te, Reichs-Anzeiger, als «Unicum» ^ ^. überall bekaunte, schwarz-wciß-rothe Vuchzwerg '^ ^ Reichstag, von Josef Kürschner in seiner dritten ^, auch diesmal rasch, sicher, zuverlässig mittheilen" ^ deutschen Volke uumittclbar nach den Stlchway", ^ Vertreter in instructive» Biographien und guten-p ^, vorführen. Der Gcneralstab des, diesmal '" ^<"^M G. I. Göschen in Leipzig erscheinenden, th"t)aA ^ ^. Dentschen uneutbchrlichen Werkes arbeitet !"t «?^ ^ Wahlbewegung mit fieberhafter Schnelligkeit, ' ^fe»-Tausenden von Qnellen das nöthige Material zu , / ^ Wahlcomitts, Neichstagscandidaten, vor allem ^„ zahlreichen Frennde des, in H"uderttan,e'w ^,^'l Exemplaren verbreiteten Buches, sollten die ^" ^ ^„ des unermüdlichen Herallsgebers durch ^H" ^Hlhe'' biographischen Daten, Porträts :c. "löglichst "'' ^„, nnd dabei uicht erst den Ausfall der W"M " ^s Wer rafch gibt. gibt auch hier doppelt! D" " ' ^. ^ Herausgebers ist: Geheimer Hofrath Iofef «"^ Eifcnach. * '<üt r>el" Bei Beginn der Reifezeit wollen "ir ""? ,. fehlen, auf die Illustrierte " weifen, welche fchon feit Jahren bei Karl " ^he". Stuttgart erschciut uud von Künstlern wie ^, < „.it Zopf, Reiß. Laughammcr, Albrecht, Bergen u, a ^.^t Bildern geschmückt wird. Ein neues Banoc^ ^h,„' sich: Vrouelc. Eine Z" Achlcitncr. Illnstriert von Fritz Reiß. ^h /.^^chcll dieser spannenden Dorfgeschichte hat F. >"elft ^ferl. mit Lust nnd Liebe die reizendsten ZelchnuM'' u ,„y so dass das Büchlein für jeden Lefer besonders Wirten dürfte. Laibacher Neituna Nr. 133. ^^____________________________________________15 Juni 1898. Neueste Nachrichten. Ver spanisch-amerikanische Krieg. (Orlglnal'TelegramMl^ lein? m?^'id. 14. Juni. Der Regierung ist noch Knar'«'^chmlg der Nachricht von einem neuerlichen giei, . ""s St. Iago zugekommen. Eine den Re-Londn "^'"' angeh'örende Persönlichkeit sagt, die Guanl Nachrichten, welche von einem Kampfe bei lei n^"""° zu erzählen wissen, seien unrichtig, bisher »n^K"^ ein Amerikaner auf Cuba gelandet. Der !Aln ni/^"ps s" n'chts, als ein neuerlicher Zu-"enstoß mit den Aufständischen gewesen. GelegratNtne. ^ ^ien, 14. I^„j. (Orig.-Tcl.) Seine Majestät ^„"'.l er sehte heute früh die Inspicierung der 3leain,17"'uison mit der Besichtigung des 64. Infantcrie-^lser« k fort. In Begleitung Sr. Majestät des ^ichs ^fanden sich Erzherzog Franz Ferdinand, ^sw,l Mnimster Krieghammer, Generaltruppcn-C^wren Windischgraetz, Rheinländer, Waldstättcn, s^^oulmandant Uexküll, Obersthofmeistcr Lichten-tzili^3"'"ladjutant Graf Paar, die fremdländischen Nten 5. !^M und zahlreiche Generale. Nach dem Ab-Exeiciti, ?"'^ executierte das Regiment verschiedene ^jesM^o'k mit einem Fcucrgefecht endeten. Seine illrück ^" Kaiser begab sich sodann in die Hofburg ^ndel«^'.^- Juni. (Orig.-Tel.) Der ungarische ^?""'ster Daniel wurde von Sr. Majestät °etN)j".slerm besonderer Audienz empfangen, wobei iiber die «3 ?"" Monarchen das neu erschienene Wert " ^tlllenniumsausstellung überreichte, ^inisten"^,^- I"'"- (Orig.-Tel.) Der ungarische U^N'ldcnt Baron Banffy ist gestern um ^.abends nach Budapest zurückgekehrt, ^isrr^ ^'Iuni. (Orig.-Tcl.) Se. Majestät der « Midien - lM"9 bm hier verweilenden französischen ^dienz " Bukarest, Herrn Henry, in besonderer ^ e/^"' ^- Juni. (Orig.-Tel.) Gestern abends Mteqel, p ."' ""n der Polizei getroffenen Vorsichts-^ts^" '" der Nndolfsgasse zu Conflieten, zwischen k"i>nal "?? fischen Passanten, weshalb die Gasse ""yen a,,, "'? wurde. Infolge neuerlicher Ansamm- lv'e i,/" großen Platze und in der Fröhlichcrgasse, k" die Q ^ ^ahe des deutschen Hauses musste auch ">!,,ciMerheitswache wiederholt einschreiten. Am ^chen m «"^"^ Conflicte zwischen deutschen und U ^lrbeit^ '?"^n su Thätlichkeiten aus, wobei vier 3l?"lten <5l>"?''k angehörciide Personen von un-Mse wn^ "" leicht verletzt wurden. Bei diesem V'ahnie?I" 15 Personen verhaftet, jedoch nach ^l- Ersi ^ Thatbestandes wieder auf freien Fuß 5 lttlub "'" ^ ^^ abends trat Ruhe ein. 3? Kl d?n ^' Juni. (Orig.-Tel.) In deii letzten zM sta t " verfchiedenen Orten antisemitische seiche ^, wobei die jüdische Bevölkerung bedroht, ^^^^iterscheibcu eingeschlagen und Plün- derungen verübt wurden. In Ulankowice gcricth eine Sviritusraffiuerie in Brand. Die Ursache des Brandes konnte nicht festgestellt werden. Die Gendarmerie wurde an einigen Orten mit Steinen beworfen. Das requirierte Militär stellte überall die Ordnung wieder her Die Gendarmerie wurde verstärkt und sind entsprechende Allordnungen getroffen worden. Ernstliche Ruhestörungen sind bisher nicht vorgekommen. Valencia, 14. Juni. (Orig.-Tel.) Ein Personcn-zug stieß in der Nähe von Minaya mit einem Lastenzuge zusammen; zahlreiche Personen wurden verwundet oder conlusioniert. Constantinopel, 14. Juni. (Orig.-Tel.) Der armenische Patriarch hat seine Demission gegeben. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 12. und 13. Juni, Graf sserd, Beckers; Weizen, Mm., Fiume. - Helling, Roßmann, Wech. Yaas. Metzel ssraull. Epsteiu Meder. Hirschfeld, Tuschet. Geisfel, Suchar.pa. Mofel^. «o ef. Ehinqer Muger. Hehl. Czermula Mliller. Fnedmann M « Outtmauu. .Me,: Haual. t. u, s. Osf.cml. W.en. - Trsst.! ^,>i»«- Laibach - Mcto, Buchbinder, Ainenla. — Schug. V er, Po^ A,lar/Ster>, Aufmnth KM. Graz - ^ Castll/Weislnn. Tansi«. Kflte,. Tnest. - H"sch°nte Km., M KaniM. - Kiener, Kfm., Völlabrnck. - Vechsl, kfm ff-,, I^° Vicic. Rann. - Gatsch, Kfm, «andstrah, - W.rth, D rettors-Gattin, Marb.ira. - Kohn, ttfm,. Budapest, - Lapaine. lul Lieutenant, Idria. - Mencinger, Doctors-Oattm, Tochter Gucheld. -Nowak, Beamter, Ibria. - Domladi«, Hevrschaftsbesitzer, Ill.-Feistritz. Hotel Stadt Wien. Am 14 Juni. Tantscher, Privat, Prag. — Fürst Du' mine GroMnndbcsiver, Agram. - Rump, s. Sohn, Privat. Nr« ' - LannlMt, Beamter. Pilsen. - v, Not. Präsident. Men-ssciaelle, Oberforstmeister, Nenmarltl. - Kan.mer. s, ssrau, ^adrilant Wien. - Wether. Pnschenjag. Illel. Mo5briicker. Nei Roh»,, Stögerer Schachert. Reich. Vidersbel, ttflte,, W 7- Dechanhe.Wn., Chin (Belgiens - Nocto Kfm.. Om otan - Pfurtscheller, Oalachoh, «site., Paris. - Schuller, Kfm Bndapest.' - Bole. Kfm., Fiume^______________ Verstorbene. Am 11. Juni. Anwnia Dernovsek, ArbeitcMochter. 5 Mon., Udmat 85. Fraifen. <, .. . Nm 12. I nni. Andreas Lulezic, Lehramtscandldat, 18 ^ Castcllaasfc 12, Tuberculose. mn. ,^ ^uni Alois Mencej, Vahnbedicnstetenssohn, «<5 Ndmat24 ^a sen - Anna Terslan. Ledererstochter. w M Sck eMlW 14. Darmlatarrh. - Josef Kozamernik. Knecht" I' I, F N ^, ^or,.u. Nri^t... Am 14. Inni. Maria Dolinar. Arbeiterstochter, 5 I., Ilovca 49, Diphlheritis. Im Civilfpitale. Am 9. Juni. Ialob Kosak, Arbeiter, 58 I., kleuriti« A m 10 I u u i. Michael Zupancic, Arbeiter. N2 I., Tubermlöse. - Krczmarz, Agent, 63 I., I^rop« umver^'^ Martin Cuar. Xaalöhner. 39 I., kleu- rili. exüä^ - Iofef° Üermelj, sesitzerstochter, 3 I-, Urc>ucluti3 bewölkt 15 l 7 U. Mg"1 732-b sib-8 j Ö. schwäch , bewöllt j 14-6 Das Tageömittel der gestrigen Temperatur 19-3', um 17° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wisfehrad. Iur Photographie sür Amateure. Anerkannt vo» zügliche photographische Salon- uud Reise-Apparate, neue nnüber« troffenc Momeut» Hand «Apparate, wie alle photographischen Bedarfs »Artikel bei A. Moll. l. u. l. Hof'Lieferaut. Wien. Tuchlaubcu 9. Photographische Manufactur gegründet 1854, Auf Wuusch große illustrierte Preisliste »„berechnet. (277) 7—3 lOtt.otttt Kronen und 4mal 25.000 Kronen sind die Haupttreffer der großen I,lbilä'umS»Ull9sielluna,s-Lot-terie, welche mit nur 20 Proeent Abzug bar ausbezahlt werden. Wir machen unfere geehrten Leser daraus aufmerksam, dass die erste Ziehung uuwiderruflich am 25. Juni 18V8 stattfindet. Depot der k. u. k. Generalstabs-Karten. Vto&|tob 1 : 75 000. SßreiS per Slatt 50 h., in Xaf^enformat auf üeinttmub gespannt 80 Tr. |g. u.f Ictumaijr & |rb. gombrr^s gudjljanblung in Caibacb. D" R. Prossinagg kommt voraussichtlich ^t-nj erst am 30. Juni 1898. Unterricht im Radfahren wird auf der neuerrichtelen schattigen Fahrschule im Garten des alten Spitales (Wienerstrasse) ertheilt. Anzufragen bei Bohineo & Majoon, Fahrrad-Niederlage, Wienerstrasse Nr. 5. (1888) 11 ^Wohnung ^ili1 Keller ^'Z'mmern, womöglich -S^SSL'^ *A B.. an die Ad- G. ZHrm 95^ ^... < Ges. I. 59. V«? im Kten Landesgelichte wurde ^"Nkn ^lsrkgiste? für Gesell-^^raiuis^'erten Firma: Anton Luck« des neuqewählten ^Urer'V^thsmitgliedes Heinrich ^en. ' >»ir,vatlers in Laibach, voll- ^bth""^ als Handelsgericht Lai-l^^^' "" W. Juni 1898. °Pr. fiUV, 1624/97 iV'1 r'^nw SOdišèe v ^jubljani, ^K ^Cek ^a» da 8ta «e del« ^ka. r«c 2aradi bedos(i d ' ^n^ 17 a s°Jnija v Liubljani, A''^aja 1898. i eine Kirchenorgel mit Pedal, 10 Register, und ein Pedalharmonium mit zwei Manualen, 14 Register, -416 Töne. Krammer, (2318) Androna S.Teola 2, I. Stook, Trlest. Die Gefertigten geben bekannt, dass sich der Verein »Prometna zveza( infolge Ueberl.rilt.es der Mitglieder zum christlich-socialen Eisenbahnerverein in Luibacb freiwillig aufgelöst hat. Laibach, 8. Juni 1898. Anton Finžgar, Franz Thuma. BUCHHALTUNG ^^ Shenographfe. Rechnen. "^"§ _ PROSPECTE GRATIS ^ |§i Z K.E. LÖW S I ^^ I.OST. HANDELS-SPECIALLEHH. 2h Technlcum Altenburg, .S.-A. |S^- für Maschinenbau | Elektrotechnik und Chemie, «^f Vorbereitung zur Einj.-Freiw.-Prüiung. (2338) -~*' Lehrwerkstätte. •>- 3_1 Programme icosterLfrei d.-a.xc]a. die IDixectioaa- Telegramm I I^JT* IST"o.r Trier Ta^e z-o. selien t0^ß^ in Hosiers Garten-Restauration. (2339) Ein riesengrosser Haifisch (Menschenfresser) 2000 Pfund sohwer. Nebslbei noch zu sehen: Meerhase, Meerkatze, Rlesen-Zltterroohen, Seeteufel. Krokodil eto. Vier Sehenswürdigkeiten, alle lebend zu sehen: 1.) Ein lebende« Thier, halb Schwein, halb Mund, d. i. die eine Hälfte ist ein Mutterschwein, die andere Hund; alle vier Füße sind Hundspfoten ; es ist zehn Monate alt. 2.) Eine lebende, sohwedUohe Riesenente mit vier Füßen, zwei Asterhöhlen und einem Buckel; ein höchst seltenes Spiel der Natur! 3.) Ein lebendes, drei Monate altes Pinzgauer Kalb mit drei Füßen, mit dem einzelnen vorderen Fuß springt es, mit den beiden anderen geht es. 4.) Ein lebender, grosser Stier mit sechs Füßen, dreieinhalb Jahre alt, höchst merkwürdiges Naturspiel! Ferner ein lebender, zahmer Habloht etc. etc. 2Llnta*IA4 für sämmtliche Sehenswürdigkeiten 15 kr. — Kinder und Militär 10 kr. Die Herren Professoren und Lehrer werden auf diese Sehenswürdigkeiten besonders aufmerksam gemacht. Diese Ausstellung isl täglich von 9 Uhr früh bis 9 Uhr abends geöffnet. Um zahlreichen Besuch bittet ergebenst der Unternehmer. Laibacker öeituna Nr. 133. 1090 15 3»ni 1698^ Course an der Wiener Börse vom 14. Juni 1898. «««be.» 0^«. Course Veld Ware Staatsschuld. Allgemeine »»/a VinhettXHe Nente in N«»en verz. Mai-November . . . 10170 101-90 »n Noten vrrz. Februar «ussuft 101 55 INI 75 „ Silber verz. Iäimer-Iiill 10180 10180 „ ., „ NprÜ Ocll>'.»>r iniav 10180 l»54er 4°/, Ltaatslofe «,'.<» st. 1«85U U>450 l««0l>r d"^ „ äanzc l»0l> ft. I4l 50 142 50 l»N0er »>/„ „Fünftel 1N0 st. 1U0 75 1«l"/5 l8l!4tr St«at«lose . . 10» ft. 193 — l9>i 50 dto. ,, . . 50 ft. 193 — »93 5U l^/. D«,«.«Vl'/,°/n bsterr. Invrstitio»« Rente ! ftl 2«> ltronen Num. . . 92 2U! 92 ,»0 » schrelbnugen. «lisabethbahn ln <»., steuerfiel (diu, El,), für 100 fi, V, 4°/, 1,9-50 I2Ü 50 Franz Josef »Bahn in Silber (biu. St,) s, 100 si, Nom, 5V4°/» !28 bU 12350 ssludolfslmy» 4"/. in Nronenu». steucr!,(dlv.Sl.), für 200 «r. Nont.........88 «0 100 20 Vorarlbergbahn 4"/« <> Kronen». steuerf,, 40« u. «x»0 ltr. f. »0« »r. N»M.....« 99 40 100 40 Zn Gtaatsschuldverschrei»«»' ^nabgtstemp.Elseüb.'Nctie». «lifabetlibahn 200 fi, CM, 5'/,°/, von L0U0 fi. », W, pl, Vtilck . 252 3b 253 üü dto. Llllj'Vubwei« LUU fi. ö. W. »'/."/,........ 23^i —232 50 bto, s Vl. » M. 4°/,...... 120 — 121 — Ylanz.Iosef.N,, Em, 1»«4, 4»/, 99 50 im, 50 »«Üztlche Karl > Ludwig»Vahn, divei-se StNcle 4°/„ . , . . 99 30 100 30 Voiarlbcrger Bahn, SchIbv. «°/<» l. «l«. 120 — 121 — bto. bto. 8«/«,Il,«». ,i??ü llU5<> N-österr.Üande«.H«>.-«nst,4«^ «9 »0 100 «0 vest.-ung. Vanl ««I. 4»/, . . 100 L0 lai 20 bto. bto. «Mr. „ 4»/, . . 100 20 101-20 EparcaNe.l.est., ea I,b'/,«/,«. lNi 50 — - ßrl«ritälo.ybligaN,«n (filr 100 fl.). ßerdlna»b««N°rdbah» E» 1»« iul-15 102 il> Oestcrr. Nordwestbah» . . . II« — 111 70 S dto. b°^il200fl. p. 100 ft. l2ll85l27-8l> Ung .gallz, «09 10 5/, Nntertr«in» »«h«» . . »9 50 KW-- A«nk»AM» «n«1»>turbb, i0«u fl,CÄl. 3515- l»5L5-Lemb-Lzernow- Iasst, - Eifenh.» OsseMchaft 200 fl, S, ..294 — 285 50 Lloyd, vest,. Trieft, 5 Praq-Düier ltiscnb, 150 fl, G.. 81, 25 9,^ 5» Ltnatseisenbahn 200 fl. O. . 3l>2 — 362 50 !?adbahn 200 fl, S..... 7« 25 7925 Lübnorbd. Nerb,'V. 200 fl. CM. 20« 50 20!> 50 Tramway Gef.Wl,, 170 fl,0.U. --- — - bto. »>n, 1887, 200 fl, . . 519 — 52!--tramway-Gef,, NeueWr,, Prl»< rlta«.Nctlel> 100 fl, . . . 119— !2N 5<> Nn«,Haltz, «lfenb. 200fl, Silbe, 2l2 ?5 2l4 ?:> Nng'«»«f»,(3la«b. — — zndufifie-zltitN (per E<«5>, »«>lges„ Nll«, «ft,, !W fl. . . ,,l 25 112 25 VzUdier Eisen» und Ntahl'Inb. i» lUleii 100 fl..... nL-^. «4 — llwlN>.'2eai 5.0 Präger Inb..Vt<. 2vo ll. 737 — 741 - „Ä»l»«l»»W" Papins -20 N. 2,4 - i!,0 - ,G»»V»«.^. »«ii«z. »^ «>«. ,73 - ,75 - -----------------------------^----55b««" ,75 .. 1??^ ^ri,»iler il»t>Ien»,»««I. 70 fi. ,,<_j!»^ Wasse»f,.«,.Oest,lnWlen,100sl. >>" «<»W°!l-L«lhllnst.,«lll<,.,i»Ptst. !..,., ^ «r. Baugefelllchaft lO0 fl. . > !°""z"" (perWück). ,,c N«d«pesl>Vassli« (Dom>«u) > ^zo!»«"' Lrebltloie 100 fl. . . - ' "^.^! 5!°" Llaru Lose 40 fl, «M. . >_,' <7<,-!«'°" 4«/„D,n<„..D«mp!fch.I«»st.«^' 'Il- ^^ Ofener iwse 40 fl, - - ' .ß.^., «"" «°!l!e»Ki-euz.0,st,«,l,».l0sl. ^" „ ,1^ Ruthen Krenz, U»y, »ef. »., bst. ^" „-- Kudolph üole 1« ,l..... 5z,_ «i!' V°!,nl'°,e 40 fl,«M ., - - Azo «°" S», Go,«!« Lose 40 fl, «Nl». - " «<" ««Idste!» Ü«fe 30 fl, IM- - - «" «ewinsts«, b, 3«/. Pr/Schuld»- , ^ d, V.bfncnl'lt.ust.lt. I»»- »''^ z?^ dt«, dto. N. »«.»»« - ' ',_ »'" ««idocher L«le...... " ilmfletdam....... 5?«'» Au üondo»......^ ' i7 5« ^ ,^ P«r», ......'' 5.^ " St, Peterliur, . < . » ' Dueaten........g»i,./,z »O^ran^ Stücke . . . - ' .g»?-"«'', Deutfche Ntichsl-ntnolu' . ' °^ ^ "^, »^r»ul,l . . . ! ' ^ '^B^'