-OHXOO „ eomuan und £eniwrtt«o m«gg fl. SÄ', aauittörtg fl. 6.Mi. — 3ln«f4nc Xumoirro 7 ft. Slnietjcn iwtNn noch karl» Hmi»'««. *W oftm« ©ttlwrboLuiifltn «MMMAtniMI lntünbi(|Uli««,atillaItfu tM .^N' ui>6 ttuMnatc« n-dmen entgegen. An a,m tnolni soia? tfim vl>dM von II -12 1Üt vormittig« und **11 3—& iÜt nachmnrag«. 8 dir Ist leimn« Gdlrröaffc Nr. 2. Hochpätt«re. <5gt*difturtt«ett brt ewi" 11—M Ufrt potniuia-H «mit U«Dnah»!e o*n fftttioech, Sam4taq und So?intaA>. — Ncrlamattonn, Knv vortofre«. — Bericht«, dar» ®frr«f?cx dem Redacteur unbekannt stnd, tdnne» nicht derud. 5,d»ti«t it»«fc*n. HulfUnflf werdn, auch tn btx VuchGandwng d« ^nn ftrtj «alch berririo-lli^st mftrilt. ttteii und Sithactcur»: Nr. 45. Cilli, Donnerstag den 6. Juni 1895. XX. Jahrg. ÄncWattt'reform von Koyenwart's Gnaden. L. I. Nun liegt der „nach Nöthen lang und schwer" geborene Wahlreformentwurf des Tub-nmile's der Oeffentlichkeit zur Discussion vor — md bildet wieder ein bemerkenswertes Zeichen der «llkommencn Einflusslosigkeil, weicher sich die liberale Partei innerhalb der Coalition erfreut. ?eim diese allerneueste Wahlreform der Coalition in wahrhaftig eine von Hohenivart'S Gnaden. Die am das stürmische Drängen der socialdemokratischen Arbeiter in Angriff genommene „Reform" bringt j9ti neue (Suricn oder eigentlich eine und eine halbe. Die neue „vollständige" Curie, wie man sie »ohl zum Unterschiede von der anderen bezeichnen fcnn, sichert den kleinsten Steuerträgern 34 Mandate. Von diesen werden nun, da bei allen nicht-biutfcfjen Volksstämmen diese „Kleinen" ein vor-ttefflicheS nationales Ferment bilden, mehr als die Hälfte in nichtdeutsche nationale Hände fallen. Und oen den für die deutsche Bevölkerung verbleibenden vielleicht 15 Mandaten werden wohl den Haupttheil die Clericalen und die mit ihnen gleichgesinnten S^ristlicäiocialcn in Besitz nehmen — den fort-schrittlich-nationalen deutschen Parteien aber herz-lich wenig verbleiben. Und die Arbeiter? Eine mit bedeutender Kunst abgezirkelte halbe Curie, welche die imposante Zahl von IS Ver-lrelern in den nach einer solchen Wahlreform sicherlich den Charakter einer echten Volksvertre- tung annehmenden Reichsrath entsendet, verheißt ihnen das Schmerzenskind des Subcomiles als. süße Frucht leidenschaftlicher und opferreicher Demonstrationen. Waü der Entwurf sich sonst noch an Schwächen, vielleicht sogar an Lächerlichkeiten leistet, tritt gegen-über den angeführten reactionären Hauptzügen fast ganz zurück. Schwächen kann man vor allem die aus Rücksicht für die Clericalen erfolgte weitere Mundtodmachnng der landwirtschaftlichen Arbeiter, die Krankencasie-WahlrechtStheorie, über die man denn doch endlich hinaus sein sollte, und die Zu-rücksetzung intelligenter Arbeiter hinter des Lesens und Schreibens unkundige 50Kreuzer-Steuerzahler, denen das Wahlrecht in der „ganzen" Curie sicher ist. nennen. Lächerlich aber ist die Schaffung von Wahlbezirken, welche drei oder vier Kronländer umfassen, und die spasiige Cumulierung des directen mit dem indirecten Wahlrecht in den Curien deü Entwurfes. Es wäre da den Wählern überhaupt unmöglich, denjenigen, der sich um ihr Vertrauen bewerben würde, auch nur einmal sprechen zu hören. Aber vor allem ist zu bedenken, dass die Wahl-reform doch haupisächlich deshalb in Scene gesetzt wurde, um der ja gewiss berechtigten Unzufrieden-heit der Arbeiter mit ihrer politischen Rechtlosig-kett ein Ende zu machen. Dies wird man aber durch eine solche Wahlreform sicher nicht er-reichen. Oder will das Koalitionsministerium, in dem der Einfluss des Schöpfers desselben. Hohenwart, ein übermächtiger ist — zwei Fliegen mit einem Schlage treffend der Arbeiterschaft bloß eine Scheinconcession gewähren und gleichzeitig dem ClericaliSmuö «ine neue Stärkung zuführen ? Denn ganz besonders eine Stärkung der clerical-christlichsocialen Partei wäre eine Wahl-reform nach den nun bekannt gewordenen Prin-cipien des Subcomites. Der Wahlrcformentwurf schafft zivei neue Wählergruppeu, und zwar die der kleinsten Steuer-träger in Stadt und Land und eine Wählergruppe der Arbeiterschaft. Die erste Gruppe wird als eine Unlerart der Abtheilungen der bestehenden Curie der Märkte und Landgemeinden, die zweite als eine selbständige fünfte Curie constituiert. Die Zahl der Abgeordneten wird von 353 auf 400 erhöht. Von diesen 47 neuen Mandate» entfallen 34 auf die kleinsten Steuerträger, 13 auf die Arbeiterschaft. Maßgebend für die neu zu schaffenden Mandate war der Gesichtspunkt, dass das System der Interessenvertretung nicht bloß in deräußeren Form, sondern auch im Wesen aufrecht erhalten und das gegenwärtige Gewicht der bisher wahlberechtigten Volksclasien gewahrt bleiben »oll. In die neu zu schaffende Äbtheilung der Classe der kleinsten Steuerträger fallen jene, welche nebst der erforderlichen Qualität irgend eine directe Steuer unter 5 fl. seit einem Jahre entrichten. Auf ungefähr 35.000 neue Wähler entfällt je ein Mandat, indem die Mitgliederanzahl der neu zu schaffenden Unterabtheilungen 1,202.844 beträgt. In der neuen Arbeiter-Curie sind im großen Feuilleton. Tigtrjagd in Indien. Der französische Schriftsteller Alfred de Brehad, der sich viele Jahre in Indien aufgehalten hat, erzählt in seinem neuesten Werke von einem englischen Major, der sich in allen drei Präsident-schosten den Namen „Der Tigertödtcr" erworben hat. T«r sonnverbrannte alte Lsficier, der es, wie alle alten Jäger, liebte, abenvs beim gemüthlichen Glase von überstanden«! Gefahren und Abenteuern •,u erzählen, schilderte einst in einer Gesellschaft anderen Lfficieren seine erste Tigerjagd, die chm beinahe das Leben gekostet hätte. „Ich war," so begqnn er, „als Fähnrich mit meinem Bataillon in Sahruk, einer Garnison, in der man vor Langweile schier ver-gieng. Was blieb mir übrig, um etwas zu thun zu haben, als mich in die schöne Tochter unseres Hauptmanncs zu verlieben? Aber zu meinem Ver-dnisb musste ich finden, dass sie bereits mit einem nieiner Kameraden ein inniges Verhältnis hatte. Um meinen Kummer zu bewältigen, ließ ich mein Pserd satteln und sprengte nach den dichten Dschungeln (mit Gestrüpp überwachsene Sümpfe», welche einige Meilen oberhalb der Stadt ihren Anfang nehmen. Unterwegs begegnete ich einem Lieutenant meines Regiments, namens Richard Aowbray, einem großen stattlichen Manne, mit dem ich sehr befreundet war. Derselbe war seit drei Jahren mit einer sehr liebensivürdigen Frau verheiratet, die ihm einen hübschen Knaben ge-schenkt hatte, in dem er sein ganzes Glück sah. Als er mich so verstört dahersprengen sah. warf er sein Pferd herum und überholte mich bald. Ich musste ihm erzählen, was sich ereignet hatte, und lMe die Genugthuung, nicht auf seinen Spott, sondern aus warme Theilnahine zu stoßen. Wir mochten ein paar Meilen miteinander geritten sein, da hörten wir ein durchdringendes Geschrei und sahen bald in einer Lichtung jenseits des Baches etiva zwanzig Hindus. Männer und Weiber, »velche furchtbare Jammerrufe ausstießcn. Als wir näher ritten, bemerkten wir in der Mitte der Schar eine mit Blut befleckte Frau, welche neben der verstümmelten Leiche eines Hindus kniete. Auf unsere Frage, was es gegeben habe, riefen sie uns klagend entgegen: „Der Tiger! Der Tiger! Er hat das Kind fortgeschleppt und den Vater getödtet: wie er mit der Mutter um-gegangen ist, sehen Sie selbst!" Drei Personen aus einein anderen Dorfe — so erzählte man uns weiter — waren bereits von demselben Tiger zerrissen worden. „Wenn die Sahibö uns nicht helfen," setzte der Sprecher der Schar hinzu, „sind wir verloren; denn ivenn der Tiger einmal Menschenfleisch gekostet fwt, frisst er kein anderes mehr." — Alle Anwesenden drängten nun in uns mit jenen Lobeserhebungen und Schmeicheleien, mit denen die Hindus so frei-gebig sind, und da» unglückliche Weib wars sich uns schließlich zu Füßen nnd flehte uns an. ihren Mann und ihr Kind zu rächen. In meiner aufgeregten Gemüthsstimmung war mir eine Gefahr willkommen und so versprach ich denn der Witwe, die Gegend binnen einigen Tagen von dem Menschenfresser zu befreien oder mich selbst von ihm zerreißen zu lassen. Mowbray tadelte mich wegen meiner voreiligen Zusage. „Eine Tigerjagd," sagte er. „ist nicht so leicht ins Werk gesetzt, wie Sie glauben, sondern erfordert Vor-bereitungen. Ist kein Shikaree teingeborener Jäger» unter euch ?" fragte er dann die Leute. — Ein schon bejahrter hinkender Man« trat aus der Menge vor. „Ali Khan ist alt," sagte er. aber sein Gewehr hat schon manchem Tiger den Garaus gemacht." „Gut denn," fuhr Mowbray fort, „verfolgt die Spur des Tigers und lasst uns morgen wissen, welche Richtung er genommen hat. Nehmt ein Dutzend Kulies «Bauern) mit euch und trachtet, seine Zährte nicht zu verlieren." Noch einige andere Bestimmungen wurden getroffen, man versprach, jür den nächsten Tag noch eine Anzahl Treiber zu stellen, und wir sprengten davon. „Sie haben eine sehr thörichte Verpflichtung übernommen," sagte Mowbray auf unserem Heimwege, „ein Tiger ist nicht so leicht erlegt. Bei den glücklichen Jagden, von denen Sie seither haben reden hören, hatte man Elephanten, eine zahlreiche Meute, Peons (Büchsenspanner) und tüchtige Schützen bei sich. Alles dies fehlt uns und wir werden es uns nicht verschaffen können. l.... tn..... kW Slll.fetfrA.« StA l < 1 n -tu ; 4 t • ■ • i 1 I. n.11- .1 lul- I.IIIV !iri>. O und ganzen die industriellen und gewerblichen Hilfsarbeiter und die Bergarbeiter, welche min-bestens zwei Jahre der Krankencasse angehören und zur Zeit der Wahlauöschreibung im Wahlbezirke in einer die Versicherungspflicht . bedingten Weife beschäftigt sind. Jene Kranken-cassemitglieder, welche mehr als einen Gulden directe Steuer zahlen, werden nicht in die Ar-beiter-Curie, sondern in die zweite Abtheilung für die Stadt- und Landgemeinden eingereiht. 'Nach sorgfältigen Berechnungen existieren circa 600.000 für das Wahlrecht qualificierte Cassenmitglieder, welchen 13 Mandate zugewiesen werden, für deren Auftheilung die Zahl der effektiven Wähler der einzelnen Kronländer maßgebend war. Die Arbeiter Curie wählt indirect. Die Vertheilung dieser neuen Mandate auf die einzelnen Kronländer und die Vornahme der Wahl ist eine sehr complicierte. ^ Was zunächst die tritt Classe der neuen Wähler (kleinste Steuerzahler, Bezirks- und Ge-meindebeamte, Angestellte im land- und forstwirt-schaftlichcn Betriebe, mit Ausschluss der Dienst-boten und Diener u. s. w.) betrifft, so gibt cS Grönländer, roeldje nur einen solchen Abgeordneten zu wählen haben, und solche, denen das Recht zusteht, mehrere Abgeordnete dieser Kategorie in denReicharath zu entsenden. Zu den ersteren Ländern zählt beispielsweise Körnten; dort wählen alle neuen Wähler dieser Kategorie, ohne Rücksicht auf Stadt oder Land, zusammen, und zivar durch Wahlmänner. Auf Steiermark sollen nach dem Entwürfe zwei Abgeordnete dieser Kate-gorie entfallen. Hier findet cine Theilung statt; die sämmtlichen neuen Wähler dieser Kategorie in den Städten und Märkten wählen einen Ab-geordneten für sich, die sämmtlichen neuen Wähler dieser Kategorie in den Landgemeinden gleichfalls: die Städte und Märkte wühlen auch in dieser Kategorie direct, die Landgemeinden indirect. Die zweite Kategorie der neuen Wähler sind die Arbeiter. Diese Gruppe wählt durchwegs in-direct durch Wahlmänner. Da die Arbeitergruppe nur ivenige Mandate erhält, so werden riesige Wahlbezirke gebildet: so wählen die sämmtlichen Arbeiter in Steiermark und Kärnten zusammen einen Abgeordneten,. ebenso wählen zusatnmen einen Abgeordneten die Arbeiter von Oberöster-reich, Salzburg. Tirol und Vorarlberg. Umschau. Gegen die Wiedereinführung der zweiten Landessprache. In einer Versamm lung des Deutschen Vereines in Prag wurde nach Wir müssen das Thier also zu Pferde und mit den Shikareen und den Treibern jagen, denn auf die anderen feigen Hindus können wir nicht rechnen. Jetzt haben Sie Ihr Wort gegeben und das Wort eines englischen Ofsiciers dürfen wir nicht verletzen." „Es bindet ja nur mich," wandte ich ein. „Glauben Sie denn, ich würde Sie allein Ihrer Unerfahrenheit überlassen?" entgegnete er, „noch dazu in Ihrer verzweifelten Gemüthsstim-niung?" Ich reichte meinem vortrefflichen Kameraden dankbar die Hand und kehrte mit ihm nach der Garnison zurück. Dort begannen wir alsbald un-sere Vorbereitungen. Zuerst war ein Urlaub von mehreren Tagen nöthig und diesen gewährte unser Hauptmann nach einigen Vorwürfen über unsere Unbesonnenheit; außerdem gestattete er uns, einen Sergeanten, namens Duncin, der ein aus-gezeichneter Schütze war, mitzunehmen. Wir brachen früh um « Uhr mit sechzig Treibern und einem Führer auf, um zu dem Shikaree zu stoßen, den wir auf der Fährte des Tigers vermutheten. Die Treiber waren theils mit Waffen versehen, theils nur mit Klappern, Schellen und Hörnern, um damit soviel Lärm als möglich zu mache». Um 9 Uhr stießen wir auf den Shikaree. der uns mit Stolz meldete, dass er die Fährte des Tiger» bis in eine nur wenige hundert ?)ardü entfernte Schlucht verfolgt hätte. „Vorwärts!" rief Mowbray, und wir wurden alsbald von der Richtigkeit der Aussagen über- ..Deutsche Zvacht" einer Rede des Landes-Ausschuss-Beisitzers Lippert einstimmig eine Resolution beschlossen, in welcher mit aller Entschiedenheit gegen die Einführung der zweiten Landessprache als obligaten Lehrgegen« standev an den Mittelschulen Stellung genommen und die zuversichtliche Erwartung ausgesprochen wird, dass die deutschen Abgeordneten Böhmens gegen jeden Versuch der Einführung eines staats-grnndgefetzlich nicht zulässigen und praktisch nicht bewährten SprachenztvangeS Stellung nehmen werden. Bekanntlich war es Abgeordneter Dr. Ruß. welcher die Anregung zu einem solche» Sprachenzwange gegeben hat und dem nun von liberaler Seite ein kräftiger Merks gegeben wird. Der Altkatholiemns breitet sich in Teutschböhmen, wo die römisch-katholische Geist-lichkeit wie überall im deutschseindlichen tschechischen Lager steht, immer mehr aus. Er ist dort allge-•rnadi zu einer Volksbewegung geworden und wir Deutschen in Steiermark haben guten Grund, dieser Bewegung große Beachtung zu widmen. Kämpfen wir hier ja — und ganz besonders im Unterlande — nicht minder liart gegen jene, die slavische Sache unterstützenden römisch katholischen Geistlichen, als unsere Brüder in Deutschböhm,»! Von dort-selbst wird nun gemeldet: Vergangenen Sonntag fand in Hostomitz bei Schwaz die zweite ordent-lich« Versammlung des Vereines altkatholischer Fortschrittsfreunde statt, bei welcher behufs Ver-öffentlichung einstimmig eine Kundmachung gegen die ultramontanen Wühlereien und Hetzereien an-genommen wurde, wie sie in letzter Zeit von be-zahlten Agenten betrieben werden, die sich nicht scl>euen, von Haus zu Haus zu gehen und durch Anwendung der gemeinsten Mittel die Mitglieder zum Austritt zu bewegen, um namentlich den pro-Kotierten Kirchenbau zu hintertreiben. Im nahen Bilin werden tagtäglich von den Nonnen zur Bekehrung der „Neuketzer" Gebete ab-gehalten und ist zur Vollendung des römischen Kirchenbaues in Ladowch, wo die altkatholische Bewegung bereits festen Fuß gefasst hat, unerwartet eine Spende von «000 Kronen mit der Aussicht auf weitere Gaben eingelaufen. Im Ver-trauen auf die Hilfe der Gesinnungsfreunde von nah und fern haben die unerschrockenen Kämpfer ver< flossenen Montag mit ihrem Kirchenbaue, bei welchem der ärmste Arbeiter mit Hand anlegt, begonnen. Im Interesse der altkatholischen Reform-betvegung überhaupt steht zu erwarten, das« der Hilferuf dieser Wackeren nicht unerhört verhallen und dieser einer der wichtigsten Vorposten erhalten bleiben ivird. Gütige Beiträge sind zu richten an Anton Fiedler in Hostomitz bei Bilin. zeugt. Wir vertheilten nun die Treiber, welch« von der entgegengesetzten Seite in da» Dickicht eindringen und den Tiger den Schützen zutreiben sollten. Sie mussten zu diesem Zwecke einen Um-weg von zwei Stunden machen, die uns eine Ewigkeit schienen. Der Shikaree, der die Gewöhn-heiten des Tigers kannte, hatte uns achtzig?)ards von einander aufgestellt und uns auf einem Baume Posto nehmen lassen. Mowbray und ich hatten jeder einen Diener mit einem Ersatzgewehre bei uns. Mein Herz klopfte so lebhaft, dass ich glaubte, es würde springen. Endlich verkündete ein Signalschuss den Be-ginn des Treiben« und wilder Lärm und Gebell schlug an unser Ohr. Immer näher kam das Treiben, die Hunde schlugen heftig an, als ob sie auf einer Fährte wären, und dann blitzten wie Feuerschlangen die röthlichen Raketen durch das Laubwerk. Plötzlich ließ der alte Ali einen Pfiff hören und deutete auf ein hohes dürres Gestrüpp am Ausgange der Schlucht, wo man etwas sich bewegen sah. „Der Tiger!" murmelte der Shi-karee, und zwei Minuten darauf sprang das Raubthier auf die Lichtung heraus, um die gegen-überliegenden Dschungeln zu erreichen. Er musste auf hundert Yards (zweihundert Meter) an mir vorbei und ich gab Feuer. Die Kugel traf ihn in den Leib und er stieß ein furchtbares Gebrüll aus. Plötzlich stürzte er auf den etwa 700 bis 800 Schritte von ihm ent-fernten shikaree los, den er gesehen haben musste. Mowbray. der außer Schussweite war und für 1895 Die Grazer Kaiserwge. Mit ganz besonders lebhaft entflammten patri» tischen Gefühlen hat diesmal Graz die Anwesenheit des Kaisers gefeiert. Festtage, wie sie die 3iai»t seit langem nicht sah, wurden die Kaiserlage «nv eine freudig gestimmte Menge, unter welcher die-jenigen, welche aus allen Theilen der herrlich» deutschen Steiermark herbeigeströmt waren, um den Kaiser zu begrüßen, ein bedeutendes Conting«tt bildeten, erfüllte die festlich beflaggten Straßen. Die Eröffnung der neuen Universität durch tat Kaiser geschah in feierlichster Weise und e» be-theiligte stch bei den Eröffnungsfeierlichkeiten die nationalgesinnte deutsche Studentenschaft in großer Zahl. Auch die Eröffnung des neuerdauten Lanoes-museums nahm der Kaiser vor. Vollkommen gk lungen war ferner der Verlauf des Volksfestes« der Jndustriehalle. Ein bemerkensivertes Wort sprach unser Kais« zum Grazer Bürgermeister Dr. Portugal über he Verhältnisse in Wien. AIS der Kaiser an der 3eitc des Bürgermeisters den Gemeinderatdssacl verließ, sagte er zu ihm mit deutlicher Stimm«! „Ich hoffe, Sie werden sich nichts» Wiener G e me i n d e r a t he ein Beispiel nehmen; d a sind sehr traurigeZu stände." Bürgermeister Dr. Porlugall antwortete rasch : „Nein, gewiss nicht!" Bei den Empfängen in der Burg fragte der Kaiser den Bürgermeister von Marburg. Herrn Nagy, um die Verhältnisse der Stadt im allge-meinen und um die Größe der Garnison und de merkte, als der Bürgermeister sagte, die Garnison sei klein, dass er den Wunsch der Marburger. eine größere Garnison zu erhalten, schon s«t längerem kenne. Herrn Bürgermeister Ornig au* Pettou, welcher vor 14 Tagen beim Kaiser in Audienz gewesen ist, erkannte derselbe sofort un» erkundigte sich bei ihm nach der Verschönerung der Stadt. Herr Ornig erwiderte, dass der Gemein!»-rath stets bemüht fei, Schönes und Gutes ;» schaffen. Auch die beiden, mit Herrn Bürgermeister Ornig erschienenen Gemeinderäthe, Herren Haupt-steuer-Einnehmer Friedrich Schmidt und Äar Ott, beehrte der Kaiser durch kurze Ansprach« Der frohe und schön« Verlauf der Grazer Kaistrtage ruft in allen Steircrn die innigste Be friedigung wach. Und ganz besonders erfüllt dies« Empfinden uns Deutsche Untersteiermarks, da mir wissen, dass unsere nationale Existenz von dem besten und gütigsten Monarchen der (Hegemon« ebenso ernst und energisch behütet werden wird, als die aller Völker des von ihm beherrschter, weiten Reiches. ___ den Alten fürchtete, glitt von dem Baume herab und sprang vorivärtö. Obgleich zu iveit von Ali entfernt, um hoffen zu können, zur rechten Zeit zu kommen, wollte ich doch den Kameraden nicht im Stiche lassen und folgte Mombray'S Beispiel. Unglücklicherweise aber verwickelte ich mich beim Her absteigen und fiel in ein Lianengebüsch, aus dem ich mich nur mit arg zerrissenen Kleidern und Gliedern losmachen konnte. Da hörte ich plötzlich zwei Schüsse und ein furcht-bares Gebrüll. Mowbray hatte gefeuert, und der Tiger war gestürzt. Tollkühn und ohne das .heran kommen seines Dieners mit der geladenen zweite« Waffe abzuwarten, eilte Mowbran jubelnd auf die Beute zu. Da erhob sich plötzlich der Tiger; der Lieutenant stieß einen Angstruf aus und griff nach seinem Jagdmesser. Aber was vermochte er damit gegen ein so starkes Thier. Mit einem Sprunge war dasselbe an ihm und riss ihn zu Boden. Mit einer seiner mächtigen Pratzen cm der Brust meines armen Freundes und fein« Flanken mit dem blutigen Schweife peitschend, blickte der Tiger bald auf mich, bald auf den Shikaree, die wir beide hinkend herbeieilten. Einen Augenblick schien es, als ob er seine Beute fahren lassen und die Flucht ergreifen »vollte. Plötzlich aber senkte er den Kopf und wir hörten ein schreck-liches Knacken und einen erstickten Schmerzend-schrei, der mir das Blut in den Adern erstarren machte. Jetzt legte der Shikaree auf zwanzig Mrd« Entfernung an und feuerte — die alte Muskete versagte. Der Tiger erhob den Kopf und richtete 1895 ..Deutsche wacht' Von unseren nationalen Hegnern. Der dnmme Schiller und der ..dumme" Goethe. Ein unerhörter Fall von tschechischer Gehässigkeit ereignete sich vor kurzem in der deutschen Volks- und Mädchen-Bürgerschule in tarolinenthal. In der 8. Classe dieser Schule, ni der Mädchen bis zum Alter von Itt Iahren Sjen, unterrichtet, wie der Präger „Deutsche LolKbote" berichtet, ein gewisser Katechet Karl TpiMv in Religion. Als derselbe nun in einem seiner Vortrage auf Maria Stuart zu sprechen fern, erhob sich ein Mädchen und sagte, dass sie k». Juni, 7 Uhr abends, statt. Sehr zu wünschen wäre, wenn die Besucher der Vereins-Concerte an der Casse die Uebernahme der Karten nicht übersehen und dieselben unter allen Umständen an sich nehmen möchten. Ende Juni findet das diesjährige Schüler-Concert statt. ^ Aus Rann wird geschrieben: Beim Besitzer Josef Senica in Kieinpodgorje des Bezirkes Lichten-wald kam am 23. Mai um 12 Uhr nachts ein Brand zum Ausbruche und äscherte in kurzer Zeit das ganze Gebäude bis auf die Mauerwände ein. Die meisten HabseligkeUen wurden vom Besitzer selbst gerettet, daher der Schaden kaum über 200 sl, beträgt. Allem Anscheine »ach wurde das Feuer gelegt. Bad Radein. (Zur Saison.) Im Bad Radein hat die Saison unter den günsligsttn Aukpicien begonnen. Eine größere Anzahl von Personen hat sich bereits zum Curgebrauche ein-gefunden, unter anderen Herr General-Major R. v. Bartels sammt Frau Gemahlin aus Graz und Herr L. Edler v. Scheiger, k. k. Oberpost-Verwalter aus Jschl, sammt Frau Gemahlin u. a. Bezeichnend für den Aufschwung des Ortes ist, dass u. a. aus Böhmen, Russland und Deutsch-land Gäste eingetroffen sind. Es ist demnach heuer eine sehr gute Saison zu erwarten. Die Restauration wird heuer von der Curanstalt in eigener Regie betrieben und wurde mittags ein Tuble d'höte (jedoch ohne Zwang) eingesetzt, welche allgemein Anklang findet. Bei den denk- auch mit dem ganzen contrapunktischen Rüstzeuge und namentlich mit dem treffsicheren Blicke eines gewiegten Bühnenpraktikers, der immer wusste, was er wollte. Er begnügte sich nicht, „Musik-nummern" zit schreiben, die vielleicht erst später tertiert werden sollten, sondern folgte den Situa-tionen des Buches Zug um Zug und nahm, früher wenigstens, auch Einfluss auf die Gestal-tung des Librettos. So existiert noch heule das Manuskript einer Operettenskizze, die für Suppe entworfen wurde uud auf der als Hand-schriftliche Vermerke des Meisters zu lesen sind: „Hier müsste ein Quartett kommen", „den faden Kerl, den Tenor, darf man nicht zu lang singen lasten", und b«i einein humoristischen Monolog in Prosa die vergnüglichen Zellen: „Sehr lnsiig. Nur zu kurz. D'rum nur so fort in der Dicken" u. s. w. Als Kapellmeister erfreute sich Suppv großer Beliebtheit Er war bei Proben oder Premiören — selbst seiner eigenen Schöpfungen — fast nie nervös, dirigierte mit ruhiger und sicherer Hand und brauchte niemals gewisse „Kraftworte", um fein Orchester anzufeuern. Als Mensch war Suppv die Liebenswürdigkeit selbst, als Gesellschafter da» Urbild jener Gemüthlichkeit, die einst in glückliche-ren Tagen dem alten Wien zu eigen war. Nur eine einzige heimatliche Eigenthümlichkeit war an ihm haften geblieben. Er sprach fließend deutsch und sogar ganz gut „wienerisch", wenn er wollte, aber — zählen kannte dieser Dalmatiner nur italienisch! Im Kreise seiner guten Freunde machte 1895 bar billigsten Preisen wird gute und curgemÄx Kost geboten. Von Neuerungen seit dem oorigen Jahre sei der Neubau des Familienwobnhou?^ des Badearztes ermähnt. Gegenwärtig in eine Kapelle, in welcher auch der Gottesdienst abqe halten werden wird, im Bau begriffen, und düim selbe noch ivährend der Henrigen Saison cinge-weiht werden. Von vielen Curgästen und nameiü» lich den hochwürdigen geistlichen Herren wird fritit Neuerung gewiss mit Freuden begrüßt werden. Ueber den derzeitigen Fremdenverkehr in Laibach wird von dort geschrieben: „link seit der österlichen Schnckensnacht vielgenannt« Laibach wird nun von verschiedenen Fremden besucht, doch dieselben verschwinden zumeist schon am ihrer Ankunft wieder aus der in allen Ecke» g«-pölzte» krainischen Hauptstadt, um in deren klar senden Mauern keine Nacht zubringen zu müssen lind frei von allen befürchteten Erdrüttleni u bleiben. Die Fremdenliste, welche unsere Bläu« publicieren, ist daher, trotzdem, dals sie selten« als vorher aufmarschiert, eine ziemlich eine«-schrumpfte. Man nimmt die vielfach sehr gestützten Häuserreihen, wie in der Spitalgasse, Pctert-siraße, Juden-, Schuster-, Schellenburg- und Burgslallgasse, auf dem Alten Markte, in !>n Römerstraße und anderwärts, ferner die noti-dürftig geflickten Dächer und das Rissnetz I« Mauerwerks, die entstehenden Housniinen arD die eingerüsteten Thürme und Fabrikskamin«, dir Zelt- und Barackenlager in und außer der Stadt und vieles andere in Augenschein und eilt wieder davon. Auch alle Laibacher, die es thun sonnten, sind fortgezogen und es lasten sich deren Spsrn bis über Wien hinaus und bis Vtcenza verfolgen. Leben herrscht zu gewissen Zeiten nur um die ambulanten Küchen und in der Volksküche, und über guten Geschäftsgang vermögen nur Nau-Unternehmer, Maurer und Zimmerleute, Tiewi männer, Fiaker, Spediteure und Händler mit Selchwaren, überhauvt kalten Speisen, zu jubeln. Delogi.'rte Kauf- und Gewcrbsleule erbauen jiÄ Geschäftsbaracken in der vollständig verändert» Sternallee uud am Beginne der Lattermann'sche» Spazierwege, und jene, die der Beruf an l>« Stadt bindet und die dermalen ohne ständige Quartiere sind, halten nach Wohnungen für die Zeit des Winters Ausschau. Die Hauseigcnchümn werden steigerungslustig, wer nur kann d lodie, aber sie hat einen Fehler — sie ist mir schon vor zwanzig Jahren eingefallen." In der nächsten „Sitzung" zeigte er dann eine alte Par-titur von feiner Hand vor und bewies darauf, dass eine Auzahl Takte einer neuen italieni'cheu Oper eigentlich von — ihm sei. Ein kindliches Gemüth und naive Lebens- « sad- und mitteldeutschen Ländern kreuzen mU Simmenchaler jinen, we»l die guten Elgen>chaften dieser Rasse, ihre Ra>chwuchfigtett, qr schiner Körperbau und ihre guten NutzungStigenschaflen überall mrianiu werden, in einer Zeit, m welcher Getreidebau unrentaoel, da» h»„t«ilzenmerk des Bauern auf Die Viehzucht hingelenkt wird. Am «iußen vorgeschritten »st die Simmenthaler Zucht in Oberbaden und X» axgreazenoei, württembergischen Landesteilen, in welchen außerordentlich hohe Zuchtviehpreije erlöst w»oen. Wer aber mit dieser etwa« «chachtvollen Rasse züchten will. der beachte folgende Grundsatze: 1. Simmenthaler Rasievieh kann nur bei kräftigem Futter, da« ms kalkhaltigem Lehm- und Xhonboben gewachsen ist, mit Erfolg gezüchtet wtbra. Aus Moor- und magerem Sanddooen geht diese Rasse rasch Mi, verliert ihre gut« Formen und Nutzeigenschaften. 2. Hauptgrundsatz muß sein: gründliche Ernährung von Jugend ar. W» am Kalb versäumt wurde, tann am Rtno oder gar an der Ich nicht mehr nachgeholt werden, weil der ganz junge Körper ein viel anxscherej Wachstumsoermögen besitzt, als der Mrige oder noch ältere «n'che tiörper. Diese« natürliche Vermögen mutz durch reichliche ichmgsi^suhr unterstutzt werden, dann entsteht ein vollkommener, »n ht liefe und Brette gut entwickelt« Körper. 3. Kälber müssen mindesten» 12—1b Wochen lang die. voll« Stutenmilch erhalten, d,e dann allmählich durch Leinsamen- und Haser-fofe Hetzt wird. Nebenher muß aber oon der sechsten Woche an neben hn noch Haferschrot, Bohnen- ober Erbsenschrot, sowie Leinkuchen oder Ächkeune m steigenden Mengen von '/,—3 Kilo im ersten Lebensjahr «raneicht werden. Da» Kalb darf kein zu voluminöse« Kutter erhalten, richt pi viel Wurzel- und Ärünfutter, nicht zu viel Tränke, nicht zu ntl Heu, sonst wird der Bauch zu groß, der Rücken gesenkt, die Brust I» schmal, all« anererbten guten Körpersorinea gehen verloren. i Will man reinrassige Simmenthaler züchten» also auf den Ber-l«s von wertvollen Zuchttieren hinarbeiten, so ist die Benützung von 3ngsuhn«ibeit e»n vi» zwe, Sommer hindurch unentbehrlich. Die wttien Zuchtgenossenschaften haben ja Weiden eingerichtet. Rur aus tajiztn Änden mit Kaltboden — ebene Weiden taugen nicht viel — idbt; sich nn derber sester Knochenbau, tiefe, brette Brust, brerter Rücken ad kräftige Gkedmaßen au» und werden dadurch gute Stammzuchttiere yaanzezozen. Im Stall dagegen sind Mißbildungen unvermeidlich, die wirv schlecht, die Brust zu schmal, der Rücken zu schwach, et bildet stch meist die Neigung zur Bugleere aus. Auf der Werbe Kissen die jungen Rassetiere, wen» st« nicht sehr reichlich«« und kästige« z«tn bietet, noch mit Kraftfutter, Kornschrot, Kleie, Hafer, Malzkeimen >»» Oelluchen m Mengen von 1'/,—3 Kilo täglich gefüttert werden, ■an bu Ernährung eine der Raschwüchstglett v«r Rasse entsprechend schlich« sei* soll. 5. Die Kalbinnen sollen nicht, zusrüh zum .Farren gebracht »>cht vor l'/t—1*/* Iahten Man will JUlUt nicht »sn Kälbern, sondern von kräftigen Kühen haben. Eine Kalbin sollt« vier Schaufeln haben, bi« sie da» erste Kalb erhält. 6. Besonder« wichtig ist die richtige Ernährung de« Farren«. Nicht zu viel Heu oder Grünfutter, sondern viel Kraftfutter, bestehend au» Hafer, RoggcnUeie und Oelkuchen, muß verabreicht werden. Der Farren darf nie einen starken vollen Leib erhalten, muß konzentriert und kräftig, aber nicht mit voluminösem wässerigem Futter genährt werden, sonst wir d er zu fett und schwer und muß bald abgeschafft werden. Es ist sehr wichtig, die edlen und so teuren Simmenthaler Rassefarren so lange al« möglich sprungfähig zu erhalten bi» zum fech»ten und siebenten Jahr«. Da« «st nur möglich bei ber eben geschilderte» richtigen Er-nährungsweise. ' G. K. -- Acker- und Wiesenbau. Anbau der Cich«rie. Die Cichorie, auch Wegwarte genannt, hat ein« spindelförmige, fleischige, möhrenartige, außen bräunlich«, innen weiß« Wurzel, au« welcher der sogenannt« Cichorienkaffe« bereitet wird. Di« Blätter dienen als Vieh- - futter. Der Anbau der Sichorie fabnkm in der Nähe° sind. Diese Pflanze verlangt einen etwa« leichten, tiefgelockerten, ^A3[j kraftvollen Boden, der von Unkraut ftei ist. Ein lockerer, I tiefgründiger, kräftiger, fand- ^ iger Lehm ist ihr >ehr will- \ kommen. E,n schwerer Boden ^ ist dem Eichorrenbau nicht j günstig, weil die Wurzeln in ÜB» ver zu großen Bindigkeit des- »W . selben Widerstand finden; aSVMbJ, «in kalkhaltiger Boden ist ihr jedoch sehr zuträglich. ÄWWM^. W~ ; Ein feuchte» Klima sagt ihr gut zu. Die fnsche Mist- V: düngung »st ihr schon weg« der Verunkrautung de« Fel- de«, sodann au« dem Grunde V Wurzeln dadurch Neigung " zur Fäulni« erhalten. In Magdeburger Clchor»«. der Dreifelderwirtschast läßt man sie im Sommerfeld nach gedüngter Winterfrucht folgen, worauf man reine Brache hält, weil sie den Boden »u sehr angreift, und ihre in demselben zurückgebliebenen Wurzeln al« Unkraut wuchern. Einig« Landwirt« laffe» bisweilen auch eine gedüngte Hackfrucht darauf folaen. Anbau de» Pseitzezthnmaise». Bon allen Srünfutterpstanze» liefert der Pferdezahnmai« den grüßt«» Ertrag, derselbe wird so genannt, mit da« Samenkor» bi« Form eine* Pferbezahne« hat. Zwei Monate nach der Eaat ist er schnittreif und sofort kann eine Neusaat vorgenommen werden, so daß da« gleiche Grundstück in demselben Sommer zwei Ernten geben kann. Der Pferbezahnmai« kann auf allen Bodenarten gebaut werden, wenn dieselben reich und nicht naß find. Er gedecht überall, wo der Weizen gedeiht, am besten bei warmer Witterung. Einmal aufgegangen kann er die Trockenheit sehr gut vertragen. Ein Haupte^orberni» i«doch ist, daß bet PferbezahnmaiS gut gebangt werbe, entweder mit Mist oder mit Gülle. Je besser der DüngungSstanb, desto sicherer und größer der Ertrag. Will man Kunstdünger geben, so empfiehlt sich die Anwendung von Ehiltsalpeter und SuperphoSphat. Aus gut gedüngtem Boden werben bie Pflanzen 2—21/* Meter hoch. Trotz der bedeutende« Höhe ist die Pflanze saftig und süß und wird vom Vieh gern gefressen. Hat man ihn al» GiÜnfutter nicht nötig, so kann er in Keimen oder Gruoe« grün aufbewahrt vier zu Süßpreßfutter gemacht und. im Winter verfüttert werden. Man säet den Mai« von Anfang Mai bis Ende Juli. In Bezug auf die Vorfrucht ist er nicht wählerisch, wenn nur da» Lund vor der Saat gut bearbeitn wird. Man sät chn häufig in Wiefenausdruch, in Kleeaufdiuch. nach Futterroggen, nach Wicken u. s. w. Sät man Mitte Mai, so f&llt der Schnitt aus Mitte Juli; u.n nicht auf einmal zu viel schnittreifen Grünmai« zu haben, sät man chn gewöhnlich in Zeitabschnitten vrn j« 8—10 Tagen. Gute« Saatgut »st eine Hauptsache. Guter Saatmai» sollte etwa 96 Prozent Reinheit und 9V Prozent Keimfähigkeit haben (Garantie und Nachuntersuchung!). In manchen Gegenden sät man chn gewöhn-lich breitwülfig und dringt ihn mit der eisernen Egge 4—5 Zentimeter tief in den Boden oder hackt ihn ein. Besser wäre c« freilich, wenn der Same mit der Säemaschme m Reihen von 30—40 Centimeter Ab-stand gesät werden könnte, wobei man auch am Saatgut sparen würde. An vielen Orten sind die Krähen dem Samen stark „aussetzig", Vogel-scheuchen, Abschießen und Liegenlassen aus dem Felde find gute Gegen-Mittel. Oder man weicht den Ma»» vorher einen Tag in Wasser ei«, bestreut chn hernach tüchtig mit Mennige (in den Apotheken zu haben), mischt tüchtig, so daß die Fa»be an den Körnern hängen bleibt. Al» Ackerfutterpflanzen kommen für die Ansaat im Frühjahr und Sommer hauptsächlich m Betracht: W.^hasergemciige, Pferdezahn-mai«, Welschkorn, Zuckerhirse, Sporgel, Buchweizen, Senf, Johanni«-roggen, Äengfaaten von Getreide- und Hülfenfrüchten. Da» Walzen der Sommersaaten dient verschiedenen Zwecken. Beim Sommerroggen sollt« da«felde memal« unterlassen werden, wenn sich der Boden datv nach der Saat infolg« starken Regen» geschaffen hat: h"t ist Ueberwalzen stet» von dem größten Vorteile; da»seld« gilt auch hinsichtlich o«r Gerste. Besonder« vorteilhaft erweist sich da« Walzen übirall bum Hafer, und empfehle» sehr tüchtige Landwirt« sogar, hier da» Eggen lieber zu unterlassen und nur die Walze überzu-führen, sobald der Hafer fingerlang geworden ist. Durch da» Walzen erreicht man nämluy stet« eine viel stärkere Bestockung der Saat und schnellere« Schöffen der Haupthalme. Zugleich wird aber auch eme voll-standige Ebnung bei Boden» erzielt, wa» namentlich ba, wo später mit der Maschine gernäht werden soll, von großer Bedeutung ist. Nutze« der Drainage. Wenn e« noch zuweilen angezweifelt wird, so ist e» doch eine Thatsache, daß drainierter Boden während der größten Dürren bester die Feuchtigkeit erhält al» ein solcher, dem e« unter gleiche» Verhältniffen an dieser Verbesserung mangelt. MiehzuHl. wo» thut man fiefle« Schwindtlanfälle bei Pferde»? Von der Krantheit werden vollvlütige, wohlgenährte Pferde besonder» im Frühjahr befallen. Meist tritt der Unfall während der Bewegung, Mde« fast immer im Fahren, feite» im Reiten ein, während im Stalle gar keine Erscheinungen bemerkt werden. Schwind«lanfälle werden her-vorgerufen durch Herzkrankheiten »c., ferner durch Zusammenpressen der Hal»v«nen durch unpassende Kummete oder Sielengeschirre, zu eng« Kehlriemen, zu kurz« Aufsatzzügel. Auch kann dir Ursache in ungeeignet sitzenden oder glänzend an der Innenseite lackierten Schculappen gesucht werden. Z«r Bekämpfung der Krankheit muß vor allem die Ursache fest, und abgestellt werden. Scheuleder muffen entfernt oder matt lackiert werden, zu enge oder unpaffende Geschirre müffen geändert oder erweitert werden. Während de« Anfalle« suche man du Augen zu bedecken, durch Begießen mit kaltem Waffer, wenn vorhanden, läßt sich der Anfall meist verhindern oder doch abkürzen Weidegang der Schweine. Bei der Auszucht von Landfchweinen gewährt der Weidegang beträchtliche Vorteile. Die Ernährung der Schweine erfolgt billig: alle Landschwe»ne, welche zum Weibegang sehr geschickt unb gegen ungünstig« WitterungSeinflüfie widerstandsfähig find, entwickeln fich al« Läufer m befriedigender Weife. Jedoch auch de» Zuchtschweinen ist der Weidegang zuträglicher al« der bestä»bige Auf-enthalt in den Stallungen, sowie im Schwernehme. Erwiese» ist, daß alle Schweine, welche regelmäßig zur Weide gelangen, fruchtbar«? find, al» die unau»g«f«tzt im Stalle gehaltene» Tiere. Jnd«» auch diejenige» Landschweinestämme, welch« emi« B«imischu»g von englische» 8Ut besitz«». eigne» fich noch zum Äcidegang, der aber »icht so iitibaunl und anstrengend fein d«if, wie für die robusteren Landfchweire. Wir hilft man dei Halsbraune der Schweine? Man geb« ta Schwemm nach Susdruch der Hal«bräune kein Brechmittel, man mhch denselben auch kein Blut, sondern man reibe und massier« den Halt « Petroleum. E» muß hierzu allerdings ei« Mann gewählt oa*t, welcher die nötige Kraft hat und dem e« auf ein paar Tropfen nicht ankommt. Derselbe nehme in jede Hand einen kleinen mü Pemln» Setränkten Lappen von emem recht rauhen Sack, stelle sich über du 'ier und bearbeite nun mit beiden Händen die angeschwollene» HA teile so lange er arbeiten kann. Zwischendurch lege er die Lap,« m> und knete mit den bloßen Handen immer feste den Hat«. AnfäiiM ist ein« mehrstündige Arbeit mit wenig Unterbrechung notwendig »I müssen, wenn nötig, zwei Leute genommen werden, oie sich oilö«; aber schon nach wenigen Stunden fangen die teichartig festen, grsch?n«c» Fleifchteile de« Halse« an weicher zu werden, die Atmung,0esch«Ä» de« Ticre« werden nicht schlimmer und dann schon kann man behobt* baß ba« Tier gere.tet ist. Die Arbeit kann bann je nach Beschwer»« der Krankheit unterbrochen werden und meisten» schon nach zwei to dreitägiger Behandlung ist keme Gefahr mehr vorhanden. Wayrmi in Krankyert kann da« Tter »icht« fteffen, man gebe ihm frische» Laß« mit etwa« Glauberfalz zum Saufen, welche« man nach und nach nt etwa« Weizenkleie und Gerstenschrot verdickt. Die so behandelten vet werden fich «och einige Tage schwach und matt zeigen, schlecht fresset und abmagern. Der inner« Organ,« mu« ist gesund un» die In bleiben stet» zuchttauglich oder bei Mastschweinen zur AuSmast zmM. — Eine äußerlich fichtbare Folge de« starken Angreifen« mit dem fressenden unb be« KrankheUSstoff nach außen ziehenden Petrole» ti da« Schälen ber Haut, bie auch manchmal ganz wund wnd. Oiqt besetzt fich jedoch und später erinnern höchsten« noch starke Narbe» « die überwundene Krankheit. Futterraufe für «»ldrr und Schafe. Man schneidet au» «um großen Fasse zwei Drittel der Dauben so au«, daß Locher encheh«^ durch welche die Tier« ba« Futter erreichen könne«. Für Kälber neifc» bie Löcher ein wenig größer gemacht wie für bie Schafe. Die Zia verwüsten kein Futter und die stärkeren können die schwächeren mchi ii leicht verdrängen, wie von der gewöhnlichen Krippe. Lämmer um Kälber find geneigt, sich wegen de« Futter» zu streiten, und e« m, notwendig se»n, daß etwa 30 Centimeter vom Faß den ganzen DMa gegenüber Pfichle eingeschlagen werden: die« verhindert da« Verneig der schwächeren gänzlich. Die Raufe wir» leicht gefüllt und da« ha oder Stroh kann darau« ohne Verlust verfüttert werden. Die Rari empfiehlt sich für Jungvieh, Laufställe, Laufvieh und Weiden. Zur Nachzucht bei Ziege». In der Regel werden die zeitig a Frühjahr geborenen Tiere un nächsten Herbst brünstig, so daß sie im Alter von einem Jahr Mutter werden könne«. Um aber recht scho« dauerhafte und große Liegen zu erhalten, thut man am beste», man sie da« erste Jahr nicht bespnngen läßt, damit sie gut l", kl 2 Jahre alt werden, bi« sie zum erstenmale gebären. Erfahre« Zich» machen e« auch so, daß st« zur Nachzucht im Mär, geboren« .Ich" auswähle«, dieselben im Dezember de« nämlichen Jahre«, also mn sna Monaten, bem Bock zuführen unb sie bann im Herbst be« nächste Jahre« unträchtig lassen. Diese Ziegen werbe« bann bi« zum zwei» Wurf drei Jahre alt. Da» giebt große unb milchreiche Tier«, du ma zwischen bem ersten unb zweiten Wurf, also während 22 iRonca ununterbrochen melken kann. Milchwirtschaft. Milch zurückbehalte» für Sinder? Die Verhältnisse haben d mit sich georacht, oaß der Landwirt, um fich über Waffer zu hat», suchen muß, au» der Viehhaltung höhere Einnahmen zu erzwle», «a da» «un dadurch geschehe«, daß er wertvolle» Vieh züchtet und aiu dessen Verkauf mehr erlöst, oder dadurch, daß er durch richtige gutttnui und Pflege mehr Milch gewinnt und dies« hoher verwert«, iüo tau Gelegenheit zu unmittelbarem Verkauf der Mäch ist, hat man uuifach durch Gründung vo« Molk«r«igenoffenfchafte» eine bessere Verwertn», der Milch erstrebt und gefunden. Dade, hat sich m manchen Mo der Uebelstand entwickeU, daß infolg, de» Bestreoen», möglichst ml Milch «Zugeben, oder infolge der eingegangenen Verpflichtung, uita allen Umstände« eine gewiss« Mrng« Mach an di« Genossenschaft «ty» liefern, zu wenig Milch für den Verbrauch der Menschen, m erster L« für denjenigen der Kinder, zurückbehalten wurde. Die Nachteile, «Ich dadurch für di« menschlich« Ernährung entstehe«, sind um so größer, ]i mangelhafter di« Nahrung infolg« zu starker Beiziehung da an dlv bildenden Stoffen armen Kartoffeln oder der brau»en Brühe iß, mch „Kasse«" gknannt wird und kaum «och al« Nahnmg»mrU«i bezech« werden kann. Eine solche mangelhafte Ernährung muß sich fdtfb» vmdlich bei junge» Mensch«», deren Körper sich erst atvickel» M «o?p«lt »*d dreifach fühlbar mache». B«I gefcrt jb ei»m |*tm »«tlrrfti? Die Deftmmg j«m fafufccn oo» MiUH OD« iKcUjm und zum Herausnehme» der Butter nt möglichst groß sein, so daß da« Faß bequem gereinigt, genügend wgtlülrm und gründlich getrocknet werden kann, und daß sich keine Stelle un Innern der reinigenden Hand entzieht. Da« Faß muß einen «fachen, guten Verschluß haben, oer da» Her au» spritzen von Flüssig' lnt während de« Buttere« verhindert. Das Butterfaß muß leicht zu hmdhaden und dauerhaft sei». Wünschentwert ist e» schließlich noch, tafc fich an dem Fasse et» in« Innere hineinragende« Thermometer, an tan der Stand oer Wanne wahrend der ganze» Dauer de» Buttern» fotachttt werden kann, leicht andringen läßt. Aienenzucht. Sie läßt sich ei» Brutablrger ohne Bienen mache»? Man fertige mit Burluo« »dleger mit »tut und Weiselzellen von Stöcken, welche fich auf jede Weife auszeichne«. Hat ein solcher Stock geschwärmt »der der Vor>chwarin ist au»gekehrt woroe», und die Weiselzellen sind Mm Auslaufen nahe, dann teile man den Stock in so viele Teile, wie i« eben Weiselzellen, Brüt und Bienen gestatten, in drei, vier auch ftns Teile. Ieoer Teil erhalt mindesten» zwei Doppel- oder vier Normal-«hmenbrut, em« oder «n paar Weiselzillen, etwa« Honig und nn paar leere Waden. Die Bienen werden gleichmäßig auf diese Völkchen verteilt wv bleibe» in dlesem Falle fast regelmäßig da, wo man sie hinstellt; n»r in fehr feltenen Falle» thun sie e« nicht. Die Brüt ist in solchen Mer» alle verdeck« lt, und diese verdirbt in dieser Zeit nicht leicht. Wenn sich auch etwa» Bienen v« fliegen, so viel, wie zur Pflege dieser vnll «forderlich sind, bleiben i» fast allen Fälle». Brüt und Weisel-pUcit laufen nach wenigen Tagen au», imd die junge Königin wird in dies« AchreSzeit bei günstiger Witterung bald ,nichtdar. Wnden diesem Völkchen noch km bi» vier schöne, dem Äu»lauten nahe vnitwabe» zugegeben, so giebt e» h«rliche Znchtstöcke un» ist noch Tracht vorfanden, tonn man auch Anfange »wischen du Laben hängen, welche m diesem Falle m unsern heimischen Bienen mit schönem Lierenwach» ausgebaut werden. wtevtel Schwärme? Unter günstigen LayäUnissen tann ein Bienenvolk wohl ftas Schwärme abstoßen, ja e» kommt daß von einem Volke durch mehr-fich« Teilung (auch der Schwärme) im Lwse de» Somm«» wohl 12 selbständige Bienenvölker hervorgehen, die alle mehr «der weniger überwmterung»fähig sind. Dem steh» freilich gegenüber, da» diese Kölk« bei ungünstigem Somm« und Kltem Wint« oft genug größten»«!» »ieder eingehen: ab« b« Bienenzüchter ■eife sowohl bei gute» Verhältmssm zu Kmisten de« Honigertrage« d« großen Vermehrung zu wehren, al« auch ki ungünstigen Verhältnissen die Bienenvölker zu «halten. Da» sunge Vtenlei» arbeit«, bevor e» seinen «sten Ausflug wagt, «wa achl Tag« im Stock am Wabenbau od« al» Amme d« «Gehende» jungen »Untern. Etwa am zehnte» Tage fliegt es zum nfttnmal au», macht sich mit der Gegend bekannt, indem e» in immer pißern Kreisen sich von sein« Wohnung entfernt, zurückkehrt und von «»nn auStliegt. Vo» der zweite» Woche an wird e» zur eigentlichen Stacht» und Arbeitsbiene, die Blütenstaub und Nektar einträgt. Reif »»«geschwungener Blutenhonig ist meist schön gelb, kandiert sehr schon nach wenig Tagen, läßt fich ab« durch Einstellen in warme» Mfer wied« flüssig machen. D« Somm«honig ist imm« dunkl« nt bleibt läng« flüssig. _ Geflügelzucht. Täglich die Eier mehrmal« sammeln! Weil jetzt die Hühner legen, müssen die El« täglich meyrmall gesammelt w«de». damit sie mcht angebrütet und zum Aufbewahren untauglich werde». Wie geschieht die Fütterung der junge» Gänse? In den ersten 24 Stunden ihre» Leben» bedürfen die jung«» Gänse kein« Nahrung. Nach V«Ums dies« Zeit aiebt man ihnen in den ersten lagen hart gekochte Ei«, Brotkrumen, klein znhackt mit recht sein zer« ichrnttenen Nesseln vermischt. Auch setzt man ihne» ein fl,ch«» «efäJ mü Wafs« vor, in d« Mitte mit «nem Stein beschwert, damit die alte Gcm» e» nicht umstoßen kann. Die Ei« können, weil zu kostspielig, bald i» Wegfall kommen. Man reicht ihnen dann Gerstenmehl. Kleien-»ehl, Brotkrumen mit Milch zu einem Teig gekn««, ab« stet» mit «.gehackten Nesseln, Salat ob« sonstigem Grünen »«mischt, wa» sehr ist Üglich wied«holt w«de» muß. Jierknnde. ^ ^ ^ Der Baumläufer (siehe Abbildung), auch'Kruper, .«>ndenkleoer, Baumst«g« u. s. w. genannt, ist ein lleme« Vögelchen mit dunkel-grauem, weißgeflecktem Gefied«, weißer Bauchseite und langem, schwach gebogenem Schnabel. Die Familie d« Baumlaus« umfaßt etwa 18 ver fchiedene Arten, die üb« die ganze nördlich« Erdhalfte, soweit Wald vorhanden, v«breit« sind. Da» Weibchen legt im März acht di« neun, im Juni drei bi» fünf etwa Vlt öentimet« lange, rot punktierte Ei«, die von dem Pärchen gemeinschaftlich ausgebrütet werden. D« Nutzen de» munUm Vogel» durch Vertilgung von Insekten ist groß. --" *>■ Der Baumläufer. Hauswirtschaft. Gesundheitspflege. Da» Heimkehren de» Manne« von der Arbeit ist für die lieben» e Frau da» Ereign,« de« Tage«: e« macht ihr V-rgnügen, sich da,auf vorzubereiten. Wie müde auch di« Glied«, wie krank o« Körp« den Tag üb« gewesen, wenn der Gatte heimkehrt, blickt sie so «roy darem, al» sie kann. Sie achtet e» d« Mühe w«t, fich und ihre Kleinen nett und sauber auszuputzen, wenn die Stunde se»n« Heimkehr heranrückt. Sie legt da» Hauskleid, worin ste tagsüd« gearbeitet, ab und zieht ihm zu lieb« ein ftische« an. Es maqt ihr Vttgnüge», da» Gewand zu trag«», wovon « einmal gesagt hat, oaß es ihr am besten stehe. Sie ordnet ihre Haare so, wie sie weiß, daß e» ihr am beste» gefallt. Durch ein einfache» Band feiner Lieblmg«sarbe, durch eine Blume, die er g«n an ihr steht, ob« womit eine schöne Ennnnung zusammenhangt, durch eine Lieblinglspeise. di« sie ihm mit «gen« Hand bereitet, belundet sie idre Hingabe. Du'ch die einladend« Art und Weif«, wi« fi« für de« müde» Gatten Behaglichkeit sorgt, äußert fich ihre thätige Lieb«; Hautrock und Pantoffeln sind für ihn b«ett gelegt; Zeitung, Pfeif« und Zubehör warten ferner an bequem« Stell«! ja, durch tausend tUine wohlthuend« Gefälligkeiten, die täglich mit Frohst»» «wiese» werde», äuß«t sich dt< Liebe der Frau. Zur Behandlung de? Gichter. Nicht selren kommt e» vor, daß tmne Kinder an Gichtern, d. h. ein« iu»!«l-vnziehungen zu leiden haben, di« i» da» Gibt« t« Keämpf« zu verweisen find. S,e künden sich gewöhnlich durch «nen starren Blick de» Kinde« an, dem dann Augenverdrehe», krampfhafte Zusammen-ziehung d« GesichtSmuskeln, wohl auch b« Arme folgt, b« zurückgeneigtem Kopfe. Das Kind fqeint dabei ohne Besinnung zu fein. Die Ursachen die>« Erscheinung find »«schieden: Eingeweidewürmer, schwe-re» Zahnen, träge Verdauung, vorau»-geh«»d« Krankheit, wie z. B. Keuchhustvi, Nervenschwache, Gehirnaffektionen u. a. Die Behandlung muß, wo e» möglich ist. darauf ausgehen, die Ursache» (z. B Würm«) wegzuschaffen. Sind di« Äichter ausgebrochen, so öffn« man alle beengenden «lerdung»stücke beim Kinde und halte e» kühl. Waschungen mit Salzwaff«, desgleichen Bad« « lauwarmem Waff« (natürlich in den Zwischenpausen, nicht während de» Ansall» selb«) thun gute Dienste. Aerztkchcri-it» sind schon antraten worden: Einatmu»« von Chloroform, Klistt«- mit Chlvral. Man thut aber b«ff«, solch gefährliche Mittel bei Kinder» memal» anzuwenden. vorficht mit dem ZeitnngSpapirr! Wie viele wickeln Backware, Butterbrot, vesonb«» Kuchen in Ze,tung»papier «in! Man bedenkt gar nicht, daß Backware, und vorzug»w«se weicher Kuchen, von d« Druckerschwärze annimmt, oft auch darnach «echt u»d schmeckt und dann: W« weiß denn, welch«« Zweck da» Zeitung»papi« vorher schon gedient hat, in wessen od« in wie vielen Händen «» vielleicht schon gewesen ist? Also diese» Papi« womöglich vermeiden. Gbst- und «artenbau, Dlumenpfleg». Die junge» Bäume gieße»! D« gepflanzte Baum soll zunächst wachsen, und dazu braucht «. namentlich in einem trockenen Frühjahr und heißen Somm«, vor allen Dingen Waff«. Ei» Gießen frisch-gepflanzt« Bäume hat oft eine wund«o«e Wirkung: nur muß e» richtig geschehen. Die Scheibe muß etwa» aufgegraben w«rd«n, man kann auch Löcher hineinmachen und dann werden die Biumwurzeln Mit fünf oder sechs großen Gießkannen voll Waffer gründlich befeucht«. M«st wirb zu wenig gegossen', wen» man Hi»t«h« den Boden etwa» aufgrabt, kann ma» sich bald überzeugen, wi« w«»ig tt«f «i» paar Liter Man« «üsdri»«». Ei» gründliche» Gießen braucht ma» ad« a»ch sslbfi d« ßr>ß«r T'okenhni n»r all» 14 Tage z» »ned«hol«» Ei»« bedeutend» Erhttpmg dn ffiafsernrirhnig wird dmch Beimischung «m Pfuhl Wecker geführt. Krischen unvnwafferte» Pfuhl zu vnwenoen, ist bedenklich. Diese» Pfuhlen findet am beste« tm Frühjahr statt. Be, Steinobst« b>e durch kleine Holzhaken an der Erde. Die Erde ist vorher ichon ring» um ven Busch herum aufgegraben und vie Höhlung mit guter Komposterde auftgcfuUt worden. Durch da» Nieder-biegen werden die Triebe gezwungen, alle Zweige »ach oben zu treiben. Nunmehr bedecken wir sie ganz nach und nach mit Erde und halten diese immer e!wa» feucht. An dem niedergebogenen Triebe bilden sich nun Wurzeln und jere» au»getriedene Auge hat sich zu einer selb-ständigen Pflanze entwickelt, so daß wir nicht» weiter zu thun haben, al» dieselben auseinander zu schneiden. Legt man aus diese Weise ring» um de» Busch solche AuSlauser nuder, so kann man in einem Jahr« au» einer Pflanze «nie große R«ih« derselben anziehe«. Die Stultur von Winterendivien. Auisaaizeit: Ende Mai, ansang« Zum »n believiger golge. Pflanzzeit: Die gekrausten 30 Senti« meUt. 50ie Escariol ooer glattblätterigen 4(1 Centime!«. Wenn die Pflanzen vollständig ausgebildet, bleicht man dieselb«n, je nach Bedarf, durch Zusammenbinden der Blätter. Die glattblätterig«» eignen sich am besten für den Winter bedarf, da si« weniger faulen. Man schlagt die ganzen Pflanzen zu diesem Zwecke ,n «inen frostfreien, trockenen Keller ober Kasten em, wo st« stch oe> einiger klufmerksamkelt bi» Weihnachten halten können. Feind der Rosen. Einer der gefährlichsten Schillinge für Rosen ,st unzweifelhaft der Rosenwtckl«. derselbe frißt vornehmlich gern die Knolpen an und richt« st« dadurch zu Gründe. Der eute-«-artige Schmetterling sticht da» junge Holz dn Rosen an und l«gt |«n« Ei« hmem. Im Frühjahr, mit Beginn d« Begetatton, kriechen die Maden au» uno beginn«» ihr B«nich,ung»w«k. Ein einziger Wickler zerstört m einem Tag« oft mehrer« Knospen. Dadurch, daß « sich am Tag« v«st«ckt Hält, ist er leicht aufzufinden. Lieht man ei» zusammen-gerollte» Rosendtatt, kann man mit Bestimmtheit annehmen, daß « darin ist: schneide e» vorsichtig ab und trete mu dem Fuß daraus, oder drücke e» mtt den Fingen, zusammen, um ihn zu töien. Wird die« nicht mtt Boisicht ausgeführt, entkommt « oft und ist bann, wegen seine» bräunlichen, auch grünlichen Aussehen», aus dem Erdboden schlecht aufzufinden. Zwei bu drei solcher Wickler find im stände, sämtliche. Knospen «ner starken Ros« gänzlich zu vernichten. Ebenso sind Raupen, welcher Art und Farbe si« auch sein mögen, durch sorgfältig«» Abl«sen von den Rosen zu ents«ne» und zu toten. Die abgeblühte« vlumenzwiebeln muß ma« im Schatten halten, bi» die Blätter gänzlich vertrocknet sind: dann reinigen und trocken bi» Herbst aufbewahren. Zopfenbau. Woher kommt die Berlaubung der Dolden? Die Bildung von Lauddtauer« in den Dolde» eifoigt immer, wenn dir Zahl der Laubblätttr d« Pfltnze in irgend welchem Mißv«Hiltni» steht zu den Ansprüchen, welche der Stock an die Blatt« bezüglich seiner Ernährung stellt. E« ist niqt» leichter, wie Versuch! gezeigt yaoen, al» durch t«t-weis« od« gänzliche Entblätterung »« Ranke» zur Zeit de» Blüten-ansatze» die Dolden zur Berlaubung z« brmge». Deshalb tritt auch m Hopfenanlagen, die von Blattläusen und im Gifolg« dies« von Rußtau stark befallen sind und tn denen infolge davon oa» Laub nicht mehr genug Stoffe zum Wachstum «zeugen kann, fo häufig die V«la»bung d« Bold«» auf. So läßt sich auch denken, daß die» Uebel entsteht, wenn zur Verarbeitung der reichlich au« dem Boden aufgenommene» Etickftojfo«bindunzen (?ast ausschließlich Salpeter, dn aa» den andern tm Bösen stet» gebildet wird) die vorhandenen Laub-blattn nicht genügen. UebngenS soll auch diese Er-scheinung an manchen Stöcken alljährlich auftreten, und gehörten solch« Pflanzen natürlich einfach entfernt. Vflan;enkunde. Die Gurke (Cucumis), zur '21. Klaffe de» Lmnöjchen System» und zur Familie d« Lueurdi-tacccn gehörig, hat einhäusige Blüten, «in« fünfteilige Blume, fünf dreibrüxrige Staud^efäffe, drei zwei» teilige Narben und «inen untnständigm Fruchtknoten. D« Samen hat einen zusammengedrückten scharfen Weibliche'Blüte) Rand. Die Gurk« wird teil» als Feld-, teil» al» der Surke. ^Gartengewächs in verschiedenen Abart«, angebaut. Bratf an », JMQacsncr »«kcitlan I Dr. «. *9ttO ta «ottjarl Praktischer Katgever. Aeitungsmappe mit Photographie» (fi«h« Abbildung«»). Lt«i« Bambit»pab« mtt r«g«lmäßigen, tnoirign, Absätzen bilden die Är»,d. sorm eine» ganz eigenartig hübschen Wand- und Zimm«schmuck». Ra> wßt sich vom Tischln zwei Rahmen au» solchen und zwar weißlackierta Stäben sntr-gen (-»und d) nachang«g«be-nen Wiaßen. a bild« di« Rückwand der Mappe; si« wird von «i» nem 84 Cents met« langen, 42 Centime!« breiten, matt-gelben Surah-stück von dn Rücks«te be-kleid«, da» man sei« ein-reiht, nachdem man oben und unten eine« ,~ bretten Saum . abgebogen hat .. .sm- ,y'y ° d« alt Kräu»-che« vorsteht. Der Rahmen d ist so «n-gerichtet, daß in dem oberen Qnnftad «mj feiner Spalt 'zum Hineinschieben von Kadinettphotoaraphien frei dleidi. Bi« beiden Rahme« sind an der untnen L«ist« fest dmch Rägel »a-i"ürina °^T1 durch 5 Cmtimeter lang« Qu«stäbchen xetrcnnt. Der hublcheste Schmuck d«, Mapp« ist die oben und ftitwäit» angebrachte goldgelb« Draperie, die man nach unser« Vorlage au» einem 1?« Meier langen, 11 C«ntim«tn breiten, leicht bestickten Surahstück so anällu, nk Inqt wie möglich ausführt. Wie reinigt man Oelfnrltnbrmfbilder ? Di« meinen Od-f«dmdrucke vertragen dnrchaus nicht die bn d« Reinigung von mrt-ltchen Oelgemälden anwendbaren Mittel. Man übnfahre da» au» de, Lahmen genommene Bild Mittel» eine» zarte« Schwämme» mit höchstes» 20 Grad Celsius warmein, kalkfreiem Wasser, dem nun zur Beseitig^ D0" Fliegenschmutz u. dgl. einig« Tropfen Salmiakgeist hinz» gefügt hat. Nach erfolgten» Trocknen trage man geschlagene« «in*iß dem etwa» Wasser, in welchem Kandi»zucker und arabische» Gumm (,» gleichen Teilen) gelöst und einige Tropfen Wermuttinktur (zur Ä-Haltung der Fliegen) beigefügt w rrden. Ware» die Farben d«» Bild« nicht durch Alt« und Licht allzusehr abgeblaßt, so treten sie nach dies« Behandlung meist wied« lebhaft heroor. Letzt««» nsetzt gewöhnlich da» Lackr«ea de« Bilde». Wollte man da»selbe dennoch firniß«,, s» könnte die» «ittel» eine» leicht trocknenden, wasserhell«« Lack«», d« ul ein« Lösung von 100 Gramm au»«lesenem Mastix in 200 Stamm reinem wasserfreiem Bmzin besteht, geschehe«. Nach erfolgt« Auflösn,« siltri«t ma» den Lack durch reine» Fließpapier. — Uebr-aen» bekommt man fertige Lacke in jedem Quantum in alle« Farben» od« Material« warenhandlunge«. U« Glnithüren und Glo«se»ster undurchsichtig zu machen. Iö5 mm «ne Han> voll kiochsalz in ein achtel Liter Weißbi« auf mk besteeicht mit «.nem P nsel die Außenseite der Scheiben kräftig und gleich «äßig «it dies« M schling. Durch Abwäschen mit heißem V-tsie, tst da dünne, jede» Durchblicken verhindnnd« Ueber ^ug sofort zu entfernen Lerstöru-g ei»e» «espenneste». Man sättigt einen weich« Lappen, der an ein Stäbche» gebunden wird, mit Terpmtmsprritiit, fchiebt ihn in den Gang zum Nest und läßt dann di« Orffnunz fest Ulsta«pfe». Der Dunst de« Terpentmspiritu« tötet augenblicklich die W«sp«n. Die« Vnsahren wird ab«nd» b«i eintr«t«nd« Dunkelheit ,or-genommen, wenn d« ganz« Schwärm b«isamm«n ist. Fsulende Felle oder Tierleiche» verlieren den üblen Geruch, wenn man Holzkohlen darüber streut. Faulende» Waffn kann damit «b-asall» gneinigt wnden. Holzkohlen, m flachem Gefäß i»« Zimmer gestellt, reinigen die Luft. Bnlag d« Deutschen Wacht in Cilli. 1895 ..vrutfche Wacht" 5 ttdi. Mancher über einige Mittel verfügende Jung-ztiklle hat sich ans den Tivoli-Wiesen ein qundra-tifdico Bretterhüttlein aufstellen lassen; und bricht d« Abenddämmerung herein, fo erfreut er sich ebenso «ineb lebhaften Froschconcertes wie die Bewohner b«s Anschnallpavillons am nahen Eislaufteiche." B—a. Das dritte steirische Landesschiehen vird am 8., v., 10., 16., 17. und 18. d. M. ni Eisenerz stattfinden. Dasselbe ist mit Besten im Gescimmliverte von 4000 Kronen dotiert. Heiteres Wetter .zu Pfingsten ist ein überall gern gesehenes Psingstgefchonk. Unserer Ltadt wurde es denn auch zutheil und die schönen ?age benutzte tnan auch allgemein zu Ausflügen > ihre herrlich« Umgebung. (*in echter 5love»e. An der Grazer Uni« «rsttät wurde ein Herr Ferdinand Bäh m. Mit-i'ied des „Trigla v", zum Doctor promoviert. m echter Slovene! Aus Rohitfch Zauerbruun wird ge-jlhnebcn: An den selten schönen Psingstfeiertagen «nreute unseren Curort der endlich zur Ausführung gekommene Besuch des Pettauer Männer-Gefang-«rnnes unter Führung seines Obmannes Herrn Iknmz Kaiser, welcher, begrüßt durch den Direktor kr Anstalt, unter Leitung feine» Chormeisters Herrn E. Suchsland einige sehr gelungene Chöre st Gehör brachte. Leider zu früh musste die Mkelir, welche mittels Wagen nach Pettau be-«ckftelligt ivurde und auch durch ein Ständchen i» Rohilsch unterbrochen werden sollte, angetreten «erben. Hoffentlich kehrt die wackere Sängerschar, so wie sie versprach, recht bald wieder und erfreut nfa Curpublicum nochmals mit ihrem schönen Krsange. — Aui Pfingstmontag fand die officielle triffnung des an den neuen Pächter Herr» üitcftf und dessen als vortrenliche Hausfrau und Ächin wohlbekannte Frau übergegangenen Hotels „Sonne" statt. Wrmcindcwahlen in Ar««z. Am 27. v. M. sonn die Neuivahl der Marktgemeinde-Vertretung Kranz statt. Hiebei wurden gewählt aus dem Ititltn Wahlkörper die Herren: Karl Schwenker, Hausmann in Franz. Simon Megliö, Lehrer in Aranj, Jakob Brinove, Besitzer in Franz. Franz Kmdie, Besitzer in Franz, Simon Oset. Kauf-man in Franz. und Johann Kertna. Grund-ttjqcr m ^'epl. zu Ausfchüsien. dann die Herren Zndreas Stober, Grundbesitzer in Franz, Johann L«z«ic, Grundbesitzer in LoÄö, und Anton Krabner. Grundbesitzer in Prekop, zu Ersatz-wra. Ans dem zweiten Wahlkörper die Herren: Irinn Blatnik. Grundbesitzer in Socic, Anton smide hat sich Suppe bis in feine letzten Lebensjahre zu bewahren gemusst. Er war e.ae glücklich veranlagte, künstlerische Frohnatur, zleud Rossini, dem er in feiner lucullifchen Le-daitphilosophie nacheiferte. Als alter Knabe noch Werte er — Kochbücher. Ein eigenhändig zube-ikitetee. wohlgelungenes Risotto erfüllte ihn mit größerem Autorenstolze als manche feiner Lpe-attni. In der Spargelzucht aber erkannte er das Jbeal menschlichen Wirkens. In seinen letzten Jahren lebte Suppö sehr Mwkgezogen. Im Drängen der Wogen der künst-ltrislhm Tagesereignisse ist sein Name nur mehr mnig genannt worden. Er war nie der Mann, sich gegen Tagesströmungen zu stemmen; sein an-gidorencr Hang zur Bequemlichkeit im Handeln na!> Teilken wehrte es ihm, wohl auch sein schlichtes Gemüth, das nichts wusste von Auf-Dringlichkeit und Reclamefucht. Heileres. und ftTCmanUMte. die mit einen Tier» (•) bezeichneten sind Biehmärkte. die mil zwei Sternen (**) 6c zeichneten ÜJiörltc sind Jahr- und Biehmärkte. Am 6. Juui in St. George» a- d. Staiiiz. Bezirk LberiadkcrSburg iBieh. markt); Kraz, Schtachihaus (Vieh- und Pferdemarkt>; St. Helena. Beziik St. Martin**! Kranichßseld. Bezirk Mar-bürg*»: Lt. Margaeelhen a. d. Pößnitz, Bezirk Marburg**! Rann. Bezirk Pettau**! Schlciniy, Bezirk Marburg iBieh. ma,«). —Am 7. in Kraz. Schlachthaus (ltatber, Schweine und Schase); Kcmizsa bei Pettau (Schweineinarkt): j'.apellrn. Bezirk Rann**. Schnftthum. Neber Franz Ztelzhamer hat der Hof buchhändler Heinrich Dieter in Salzburg in der dortigen Gesellschaft für Landeskunde einen Bortrag gehalten, der nun bereits in zweiter Auflage als Druckschrift vorliegt. Das Heftchen, mit dem Bild-nis und einem handschriftlichen Facsimile des Dichters geziert, kostet 20 Kreuzer und der ganze Ertrag wird dem Stelzhainer-Bund überlassen zur Förderung der Herausgabe von Stelzhamer's Werken. Dieser Stelzhamer°Bund ist nämlich in einer für alle Länder deutscher Zunge musiergiltigen Weise be-strebt, die Dichter OberöflerreichS durch würdige Herausgabe ihrer Werke zu ehren und so ihre Schöpfungen zum Gcmeingute aller in ihrem Baterlande zu machen. Bisher sind im Buchhandel erschienen: Werke von Purschka, Mischt, Halmrieder, Schosser und Maser. Eine illustrierte Neuauügabe der Werke von Franz Stelzhamer wird nun geplant. Der für alles Gute begeisterte Herr Dieter fördert das Unternehmen in thatkräftigster Weise. Bor einigen Monaten veranstaltete er einen Slelzhamer-Abend in Salzburg. Aus diesem Anlasä erinnerte er an das Urtheil von Feuchters leben, der unseren Stelzhamer als Lyriker mit Anakreon, Horaz und B6ra»ger vergleicht und sagt: „Der Dichter weiß das Allgemeinste anSLocalste unmittelbar zu knüpfen, das Tiefste mit Bauenrausdruck auszukprechen, so in dem unvergleichlichem Gedichte ,'s Mahrl von Taod', welches mit der niederländischen Schilderung von Kranken und Landwnndarzt anhebt und. immer steigend, mit einem Bilde des Weltgerichts schließt, ivie es nur ein Cornelius malen kann". Feuchter«-leben steht mit seiner Ansicht nicht allein. August Radnitzkn, der „Fink von Mattsee", hat Franz Stelzhamer in der ihm geweihten Örabschrist die „Jnnviertler Nachtigall" genannt. Der anmuthigen Plauderei, die uns heute zur Besprechung vorliegt, hat Dieter zahlreiche Proben aus Stelzhamer's Dichtungen eingefügt, wie denn unser Biograph überhaupt bestrebt ist, des Dichters eigenen Mit-theilungen zu folgen. Der Leser erfährt, wie Franz Stelzhamer im oberösterreichischen Heimatsdorfe feine Kindheit verlebte, wie er dann die Hochschulen von Graz und Wien, die Wiener Malerakademie und das theologische Seminar in Linz bezog, ohne irgendwo einen akademischen Grad zu erlangen; wie er sich später einer wandernden Schauspielertruppe anschloss und auf dem Umweg übers Ko-mödiantenthnm zum Volks dichter, zum gefeierten Barden und, wie sich Dieter ausdrückt, zuin ober-österreichischen Dichterfürsten wurde. Von meinem Freunde Dieter aber weiß ich, dass seine Begeisterung nicht erheuchelt ist, dass sein Lob aus einem ehr-lichen Herzen kommt. R. Keine Lücke im Leben Jesu. Der Pfarrer der evangelisch-resonnierten Gemeinde in Wien, Herr Lberkircherrrath Dr. Witz, hat kürzlich im Verlage von Konegen eine Schrift veröffentlicht, welche als Antwort auf die sogenannte Entdeckung von Nikolaus Notowitfch aufzufassen ist: „Die Lücke im Leben Jesu". Herr Notowitfch behauptet, er habe im Kloster HiwiS bei Leh, der Hauptstadt von Ladak, auf JesuS bezügliche Handschriften gefunden, die ihm auS der Palisprache ins tibetanische übersetzt worden seien.^Darnach wäre Jssa (JesuS) im Alter von IS Jahren mil Karawanen nach Indien ansgeivandert, um in den Gesetzen des großen Buddha zu forschen. „Sechs Jahre blieb Jssa im Gebiete von Dschagannath" — so ungefähr berichtet Notowitfch — „bis ihn der Hass der Brahmanen vertrieb, denn er hatte gegen den Kastengeist ge-predigt. Als Jssa nach Persien kam. wurde er von den Priestern vertrieben. So kehrte er, 29 Jahre alt, nach Israel zurück." Der Nest bildet eine Paraphrase der biblischen Leidensgeschichte Christi, seiner Grablegung und seiner Auferstehung. In dem Büchlein „Keine Lücke im Leben Jesu" tritt nun Herr Oberkirchenrath Dr. Witz den Behcnip-tungen des Russen Notowitfch mit den Waffen des historischen Wissens, der theologischen Kennt' nis uud des kirchlichen Glaubens entgegen. Gestützt auf die Urtheile von Bühler, Max Müller, Pfuugit, Nöldecke und Holtzmann, vor allem aber bauend auf die Worte der Heiligen Schrift, weist Dr. Witz in überzeugender Weise nach, dass die Chri-stuSlehre von buddhistischen Einflüssen frei ist. Das Wesen Christi kennzeichnet Dr. Witz in treffende» Worten: „Er schöpft aus feinem Innern die Wahrheit. die zur Freiheit, zur Freudigkeit der Gottes-kindschast führt. Vorbilder braucht er nicht. Scha-bloneir benützt er nicht. Er ist sich selbst Meister und Muster. Alles kommt frisch und ganz aus dem guten Schatz seines Herzens. Er ist ein £n-ginal im cdelsttn Sinne des Wortes. Je bedcutenver aber und originaler ein Charakter ist, desto weniger hängt er von Autoritäten ab. Er gehorcht feinen eigenen Gesetzen und folgt der Macht seiner Per-sonlichkeit." — Die vortreffliche Arbeit des Herrn Oberkirchenrcithe» Dr. Witz verdient nicht nur in protestantisä)en Kreisen weiteste Verbreitung. G. „Nach dem Tode" betitelt sich ein neun hochinteressanter Roman au§ der Gesellschaft von Wien und Budapest, der soeben in der illustrierten Zeitschrift „Das Bunte Blatt" (Wien. IX.. Frank« gasse 1) zu erscheinen beginnt. Der spannende Roman auS der Feder eines Aristokraten, der sich hinter den drei Sternchen verbirgt, dürste allgemeines Interesse erregen, da derselbe in allen Kreisen der beiden Reichshouptstädte spielt und lebhafte Bilder aus dem Leben und Treiben der vornehmen und niederen Welt von Wien und Budapest entrollt. Außer dem reich und geschmackvoll illustrierten Roman enthält jedes Heft »och prachtig illustrierte ?iooellen, ein reichhaltiges Modeblatt. reizende Bilver. Humoristisches ie„ so dass man das „Bunte Blatt" bei seinem billigen Preise von 10 kr. als das beste und schönste Blatt für die Familie empfehlen kann. 6 ..yentsche Wacht" 1895 Seit Beginn des zehnten Jahrganges ihrcS Bestandes ist die „Ccftcrreichifche Rundschau", ohne ihren früheren» ausschließlich der Musik gewidmeten Wirkungskreis einzuengen, ein Fachorgan für die Kunst im weitesten Sinne geworden, das den Künstler wie den Kunstfreund gleichmäßig zu interessieren bestrebt ist. Dadurch, dass die „Oesterreichische Rundschau" keiner Clique angehört, nicht ausschließlich einem künstlerischen Dogma huldigt, wird jeder in den Artikeln, Notizen, Korrespondenzen Anregendes und Belehrendes finden, wird die Aufmerksamkeit auf aufstrebende Talente gelenkt und die Beziehungen zwischen Kunstfreunden und Künstlern gefördert. Wer daher ein Fachblatt. daS sich bemüht, allen gerechten Anforderungen zu entsprechen und feiner Aufgabe ganz und voll zu dienen, für unser Musikleben wünscht, schließe sich unseren Bestrebungen für welche in den bisher vorliegenden Nummern zur Beurtheilung derselben genügendes Material aufgehäuft wurde, an. Probenummern stehen unentgeltlich zur Verfügung. Die letzt erschienene Nummer von Dillittger's „Illustrierte Reisezeituug" hat folgenden In-halt: Karl Mayeihofer. (Mit Jllustr.) — Die Kraljice. (Mit Jllustr.) — DaS Museum FranciSco-Carolinum in Linz o. D. (Mit Jllustr.) — Der Riejcnhof bei Linz. (Mil Jllustr.) — DaS Grimsel-Hospiz. (Mit Jllustr.) — Buschir. — Preblau. Bon R. Victor Voter»}. (Mit zwei Jllustr.) — Verkehrswesen. — Touristik. — Theater. — Franz v. Suppe. Von Johannes Ad. Schmal. — Literatur. — ZugSver-bindung ins Salzkammergut — Haltestellen im EnnSthale. — Mittheilungen von nah und fern. — Notiz. Vermischtes. Verein .. Lüdmark". Einem armen Schuh, macher im Bezirke Cilli wurde eine Nähmaschine ge-kauft. Einem Grundbesitzer im Bezirke Rann wurde ein Darleihen von 600 Gulden gegeben. Gesucht werden für ein größeres Gut. in Mittelsteier zwei Winzer und ein in der Viehpflege wohlbewanderter Meier, von denen jeder fünf Arbeitskräfte mitbringen müsste. — Der Ortsgruppe „Marburg" wurde für ihre musterhafte Thätigkeit der wärmste Dank ausge» sprachen, ebenso dem Herrn Karl Fritz dortselbst für die uneigennützige Verwaltung der Sludcntenküche. — Die Berliner Frauenortsgruppe des Allgemeinen deutschen SchulvcrcineS hat zur Unterstützung hilfs-bedürftiger Bewohner von Laibach der Leitung des Vereines „Südmark" 400 Mark überfondt. Diese sind sogleich der Ortsgruppe „Laibach" zur Ver-lheilung geschickt worden. Schneeschäden im Mai. Wie aus Taus in Teutschböhmen gemeldet wird, hat der vor kurzein in der dortigen Gegend nied«rgegangene Schneesturm enormen Schaden angerichtet. Der Schnee, welcher 20—60 Centimeter hoch liegen blieb, hat in den dortigen Waldungen zahlreich« Schneebrüche verursacht und 3500 Kubikmeter Bäume mussten gefällt werden. <£ii» steckbrieflich verfolgter Geistlicher. Im Central - Polizeiblatte vom 2S. Mai l. I. finden wir folgenden Steckbrief: Peter Gizef (P. Bonaventun»), Ordenspriester, 1858 in St. Magdalena in Steiermark geboren, mittelgroß, stark, mit blondem Haare, blauen Augen, jjlatt rasiertem Gesichte — an ver rechten Hand fehlt ihm der kleine Finger — ist rechtlich beschuldigt, in Asparn a. d. Thaya das Verbrechen der Noth-zucht und Verführung zur Unzucht begangen zu haben. Er ist bei Betretung dem Kreisgerichle Korneuburg einzuliefern. Ein grimmiger Feind der Rebe. Der Regattenwurm hat sich, wie au» Tirol gemeldet wird, in Ueberetsch besonders in der Kalterergegend gezeigt. Derselbe ist nur zur Nachtzeit an seiner Zerstörungsarbeit, so dass die Bauern gezwungen sind, nachts bei Fackelbeleuchtung das schädlich« Ungeziefer zu vernichten. <5rst bete» — dann raufen. Die „Bozener Zeitung" schreibt: Dieser Tage gab eS in Völs nin Schiern anlässlich der Wiederkehr des Er-innerungstages an die Pest eine große Bittprocession. Wie die« schon einmal üblich ist, wollten die Theil-nehmer derselben sich in den Abendstunden im (Hasthause für die tagsüber an den Tag gelegte Frömmigkeit entschädigen und begannen eine ganz artige Keilerei, die mit Schlägen ansieng und mit Stichen aufhörte. Ein Bauer wurde ganz er-bärmlich zugerichtet und blieb elend zerschlagen am Boden liegen. Damit begnügten sich seine Besieger jedoch nicht, denn sie wollten den Mann, der kein Lebenszeichen von sich gab, noch außerdem aufhängen, was nur durch daü Dazwischentreten einzelner Besonnener verhindert wurde. 14 glücklich, wenn sie der deutschen Sprache mächtig sind und sie beneiden die Deutschen um die ctenn: nis ihrer Muttersprache, falls es ihnen nicht ver-gönnt war, sich mit der deutschen Sprache und Literatur vertraut zu machen. Die in Cinciiuml» von Angla-Amerikanern gegründete und von diese» fast ausschließlich unterhaltene technische schrie hat den deutschen Unterricht eingeführt, und zwar als obligatorischen Lehrgegenstand. Außerdem >i den Zöglingen nahegelegt worden, das« es sich gut verlohnt, ivenn sie sich im gegenseitigenJÜ«1 kehre der deutschen Sprache bedienen. Diese ?h»l-sache sollte aus die Freunde des deutschen Unl«> richte«, die hie und da der nativistischen Str» mung gegenüber einen schwierigen Stand baben, ermuthigend einwirken und sie zur Ausdauer im Kampfe für die gute Sache mächtig ansporne».' Die Zahl der Sterne. Die qegenwärttz auf den Berliner, Londoner und Pariser Stet» warten hergestellten Photographien des Himmel« zeigen über 68 Millionen Sterne. Eine „haarige" Ausrechnung. wenigsten Damen ahnen, dass sie 70 bis 80 Sil» meter Haar in seiner Gesammlänge auf ihn, Köpfen tragen; bei Blondinen kann es sogar »«-kommen, dass sie 110 Kilometer „Goldfaden' jeden Morgen auszukämmen haben. Ein deutsch« „Forscher" hat gefunden, dass ein einzelne« Haar imstande ist, ein Gewicht von 113 Gramm z» tragen; es muss aber ein dunkelbraunes sein, da ein blondes Haar bei einer Belastung von bereit« 70 Gramm zerreißt. Zum mindesten könnt» also alle Haare zusammen ein Gewicht von 1» bis 12 Centnern tragen. Eine gemüthvolle Statte. In der jta» des Herrn Farlone wurden, wie die „Edialmz vening Dispatch" aus Coupar Angus erzählt, einer Katze die Jungen durch einen Hund ze> tobtet. Unwillig, die Freud« ihrer Miitlerpflichlt» entbehren zu müssen, holte sie sich fünf jurn* Mäuse, deren Mutter sie kurz vorher als Fesnags-braten verspeist hatte, baute sich ein Nest rnid nährte die Thiere mit der größten Liebe. — liest gemüthvolle Katze hat etwas verzweifelt eulenhafte». Kostbare Löwen. Vor dem Kaiierpalaftt in Peking stehen schon seit undenklichen Zeite» zwei massiv goldene Löwen, die einen unschätzbar» Wett haben. Als die englisch-französische Arm« im Jahre 18L0 gegen Peking vorrückte, Üricht» die Chinesen die Löwen grau an. so das» d«e Europäer sie für Bronzefiguren hielten und im-beachtet ließen. Als nun vor kurzem die Java»« mit dem Vormarsche gegen Peking drohten, wurde» beide Löwen rasch in Sicherheit gebracht. 3$ aber hat der Kaiser befohlen, das« die Löwen, da der Friede gesichert ist, wieder auf ihren alte» Platz gestellt werde». AAAAAAAAAAAAAAAAAAif|*mAAA*AA*AA „Waldbaus" in (Tilli ncßcn ^cn Mähern. Feinstes und größtes Reftaiilttt. Aufmerksamste Bedienung. SSI & ß i 0 e greife, 343—30 Hochachtungsvoll Josef HtUiu. TTTTVtTVTTTiVTT»fy*f*»TT»»TmH 1895 „Deutsche Wacht ' 7 Die Kiichdrmkttti »»d Ufrlageanflalt Robert Withalm & Co. Graz, Herrengasse 3 empfiehlt sich jnt Anfrrtiguns allst tönttuugru Suchdruckarbtiten, als: Werks, Broschüren, Zeitschriften, Tabellen. 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Die öffentliche Impfung ist für jedermann unentgeltlich: es wird zu derselben auS-schließlich sogenannter animaler Impfstoff svon Kall>> ve-ioendel und ist daher jede Ueber-tragung von anstehenden Krankheiten au?,geschloffen. Sämmtliche Eltern, beziehungsweise Pffegeparteien noch nicht geimpfter Kinder, sind nach den bestehenden Gesetzen und Verordnungen verpflichtet, ant Impfsaminelplatze ju erscheinen und hievon nur dann entbunden, w.»n sie vorher, d. h. vor Ablauf deS für die Nachimpfung angesetzten Termines, unter Angabe des Grundes ihres Ausbleibens rnündlich oder schriftlich dieS beim Stadtamte anzeigen. Gegen Parteien, welche dieser amtlichen Aufforderung nicht Folste leisten, müsste nach Porschrist des Statthalterei-ErlaffeS vom 28. Juli 1886, Z. 12087, strafweise »er-gegangen werden. Da die Impfung die wirksamste vorbeugende Mahregel'gegen Blatternerkrankungen ist und nachgeioicsenermaficn geimpfte Personen, wenn überhaupt, so meistens in milderer Form erkranken, weiden auch solche, bei denen die Impfung wohl schon versucht worden, aber ohne Ersolg geblieben ist. aufgefordert, sich zur Wiederimpfung eimufinden. Ta ferner die Wirksamkeit der Impfung mit den Iahren wieder verschwindet, werden auch jene, welche vor Jahren mit Ersolg geimpft worden sind, eingeladen, sich wieder impfen (revaccinieren) zu laffen. Personen, welche, oder deren WohnungSgenossen an ansteckenden Krankheiten (Blattern, Masern, Scharlach, Keuchhusten, Schafblattern u. dgl.) erkrankt find, dürfen zur Impfung nicht komme«. Die zur Impfung gebrachten Kinder sollen an den Oberarmen frisch gewaschen und mit reiner Wäsche beileidet sein. Im Anschlüsse an die öffentliche Impfung wird auch die mit StalthaliereiVrlass vom 2. August 1891, 3-16688, ange.rdnete Schulimpfung solcher die öffenilichen Volks-schulen und Kindergärten besuchenden Kinder vorgenommen werdni. welche sich weder mit einem Jmpfzeugniffe ausweise» können, noch mit einem sichtbaren Zeichen der ftattgnm,denen Impfung oder D«s Ucberstchens der natürlichen Blattern behaftet sind, ferner die Revacci« natiox (Nachimpfung) von Schulkindern, bei denen feil der Vornahme ihrer Impfung bereit« 10 Jahre verflossen sind. DaS Nähere über diese Schulimpfungen wird im Wege der Schulleitungen bekannt» gegeben werden. Ttadtaml Cilli» am 28. Mai 1895. Der Bürgermeister: ftuflstf Stirer. Vorsicht! Warnung! Man hUta sich vor den werthtosen Nach-ahmuuscn, durch welche ge-*vis»enioM? Specu! anten in ge-winnsüchti^cr Absicht da> P. T. Publicum noch immer zu täuschen suchen. und nehm« nur die vrei**en Originalpack «I c in:l dem Namen „Kathreiner". Kftthrciner's Koeipp-MaU- Kaffee ist der einzig gesunde un-l \vohlschme-;kcndt-tc Zu* satx zum Lohnen kalTeet das retnste Naturproduct In ganzen Körnern, daher jede Fälschung mit frcmCcn Uelraischungen ausgeschlossen ist Sparcasse-Kundmachung. v*)o Die Sparcasso der Stadtscnivinde Cilli übernimmt in Verwahrung, resp, ins Depot: Mpim des In- 11t Auslandes (Tasscnsdjetnc und Cinlagsbncher von Sparcajsen und «nüvrv« Creclitiiistituten Goldmünzen gegen eine müssige Depotgebuv. Die näheren Bedingungen sind tm Amtslocale der Rparcasse der Stadtgemeinde Cilli zu erfahren. Die IHrrctlon. All NTefecniitrlle der Oestrrr.-nng'. Bank übernimmt die 8parcasse der Stadtgentcinde Cilli auch alle bankfähigen Werlwel zur Uobermittlung an die Bankfiliale Oraz. 1-53 Oiro-Cont» bei der Oesterr.-ungar. Bank >r. 4. Lit E. ► > ► > ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► » ► ► Überzieher fl. 9, Loden-Anzüge sl. 16 ^ H. .... WM. I Aufforderung;! 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