LllilmcherOMtlmg. HH, i^s^^ Präniünerntionspreis: Im Comptoir qaiizi. 2/lH' ^,^, « si- >l, Yalbj. fl. 5.5.O. Für die Zustellung in« Hans ^»4"» <^^ » ^ halbj.5ulr. MitderPostganzj.ft. 15,halbj.si.7.5U. Donnerstag, H. October v1nsertlon«gel»i!hr bis loZrilcn: imal an lr., -Kt^/^^k 2m. «<> tv., .im. 1 fl.; sonst Pr. >^>,>ile Nil. e dorl iin Dnrch;non Gcrüchlcn iu verbergen. Eines dcr sonderbarsten finden wir in bcr letzten Nummer des „Vaterland," angeblich aus dcr ^dcr cincS „nntcrrichlclen VlanneS," verzeichnet. Danach winde nach dem Niickzng dcr Franzosen "°ch silr eine kurze Zeit Nnhc sein, damit dcr Papst "icht unmittelbar seinen Feinden preisgegeben erscheine. Hierauf würden aber Pellctri nnd Vitcrbo rcvolntionirt wcrdcn und das ganze päpstliche Gebiet außerhalb Roms "' die Hand der Revolution gerathen. Ist das Land eünnal revolntionirt, so ist auch Rom nicht lange mehr iu halten. Man wird dann dort Demonstrationen verunstalten, Pclilioncn zn Stande bringen, die, keineswegs im- Ucbcrrlischnng dcr Pctcntcn, nicht gewährt werden. H>e Papiergeld-Calamität und die Unsicherheit sind Hcbcl iur Revolution. Das Vlnnicipinm wird um cine Bnr-9c»'gardc einkommen müssen znm Schutze dcr Bcvölkc-^'"ll u. s. w. Auf die Frage, ob dcr Heilige Valcr, !^Mi nnn die Revolution die Oberhand gewinnt, blci» ^u oder abreisen werde, gibt der „unterrichtete Mann" 'Ulgeiidc Anlwort: „Das Wahrscheinlichste ist, daß man "",! jede Wcisc seine Abreise verhindern wird, zunächst n>t „moralischen" nnd dann vielleicht anch mit physischen ^uttcln, indem man z. B. Civitavecchia rcuolnlionirt, >ch dcr Eisenbahn bemächtigt oder dergleichen. Es ist ^ auch nichts leichter, als eine uorhcrgrschenc Flncht ^ verhindern. Wenn aber der Papst sich entfernen .^u, wohin wird er gehen? Man hat dafür gesorgt, !W jede Znflncht nach Thnnlichkcit abzuschneiden. In urantrcich würde er mit den größten Ehrcnbczcignngcn wpfangcn werden; aber Frankreich wäre für ihn die ^Mc des Löwen; er würde dcr Gast oder vielmehr ^ Gefangene seines ärgsten Feindes werden nnd die ")mpathic„ dcr französischen Katholiken in solcher Slcl-U'g leicht verlieren. An Deutschland ist als Znfluchts-""lte auch nicht zn denken. ei>, n,^'^ ^"^'^ ^'"^ die „Französische Correspondent . " Gerücht, an das sie selbst nicht recht glanbcn will, ^°cm sic schrobt: Nur seiner Abenteuerlichkeit wegen ^ zeichnen wir ein hcnte in ganz ernsten politischen ssn? "irsilcndcö Gerücht, wonach man am Berliner I,»°s" a» nichts Geringeres denke, als Herrn v. Bismarck ac^'s -^ Umbel,. Die Sache klingt unglaublich; von n'c "^'' daß König Wilhelm seit einiger Zeit lwlli '"'"^^ nuf die Autorität sciucS Premiers inner, bc i " ' außerhalb dcö Landes nicht frei isl und sich schliß '"""cm vcrtrantcn Kreis: die Acnßcrnng cnt-up c„ i.cß, daß nächst dem Herrn dcr Hccrschaarcn l"i°n zu'dalnV. ^ ""' l""" Heeres-Organi. AuS Florenz meldet man znr ö sterreich i sch- > italienischen Fri cd cns verhan dl un g: Der! österreichisch - italienische FricdcnSvertrag soll am 4. d. unterzeichnet werden. Die „Prouincia" glanbt, daß das Plebiscit am 14. d. in den venezianischen Provinzen stattfinden wird. Die Formel, welche vorgelegt wird, lanlct folgendermaßen: „Wollt ihr einen Theil dcr con« stitulioncllcu Monarchie dcS Königs Victor Emanucl II., KönigS von Italien, und seiner rechtmäßigen Nachfolger bilden?" — Man scheint somit von dcr nrsprünglichm Formel, welche den Venezianern eine Alternative stellte — ob Selbständigkeit odcr Einverleibung — abgctom-mcn zn sein. Auf die obige Frage gibt es für die Vc-ncziaucr leine andere Antwort als Ja, denn was würden sie wollen, wenn sie Nein sagten? Darin liegt dcr Humbug derartiger Plebiscite. Protest >cs Königs von Hannover. Am Montag war bereits die Nachricht von einem Protest des Königs von Hannover verbreitet. Derselbe ist in der That bereits an die Ealiincte Enropa'S ab-geschickt, und wir waren in dcr Lage, schreibt das „N. Frdbl.," von dem in französischer Sprache abgefaßten Rundschreiben Abschrift zn erhalten. Es ist ein würdiges nnd kerniges Werl, cS klingt wic der Aufschrei deutschen Rechtes selbst gegen die Schliche, Uuredlich-keilen und von einem blinden Glücke begünstigten Gewaltthaten Preußens. Wir haben in unserer Ueber-setzung vielleicht cincn Ansdrnck abgeschwächt. Der Ori» ginaltext gebraucht für die Wcisc, mit dcr Preußen das Königreich Hannover anucclirtc, den Ausdruck «uli-!0i>!lc<', dcr sich ganz gnt mit „diebisch" übersetzen ließe, wir haben ihn auf den Ausdruck „erschleichen" herabgemindert, obgleich der Beraubte ganz gut und den Umständen entsprechend bei dcr Wahl des französischen Wortes an Dicbstahl denken konnte. Ueber die Borgännc bis znr Capitulation, welche tiishcr im Dnnkeln lagcn und von preußischen Federn entstellt wnrdcn, erhält die Mitwelt in diesem Arten-stücke Aufschlüsse, die geeignet sind, die änßcrstc Eutrü« stung Europa'S über dic Halldlungsweise Preußens zu erregen. Die Regierung Hannovers hat uicht einen Augen« blick die von Prenßen selbst angebotene Neutralität verlassen, sie hat nicht dic geringsten Rüstungen vorgenommen. Sie hat die von Oesterreich angebotene Hilfelci-stnng durch das in Holstein stehende Ariucccorps abgc-lehnt, weil sie die Neutralität, nach preußischen Vcr-sicherungcn, als ansrcichcnd betrachtete. Sie hat dem preußischen Corps nntcr Manteuffcl den Durchzug gc-stattet. Aber iu Berlin war die Annexion bcschlössen, nnd so wurden dcm König von Hannover nnanuchm-bare Äcdingnngcn gestellt, um die in der Tasche dcS Gesandten befindliche Kriegserklärung hervorziehen zu können. Aber selbst nach dcr Kriegserklärung wollte der König nnr den wirtlichen Zusammenstoß mit dcm Heere eines Bundesgenossen, eines blutsverwandten Königs ucrmcidcn nnd sein Heer auS dem Landc, anö dcr Nähe dcr preußischen Machtsphärc führen. Aber Preußen wollte dnrchaus den Krieg, weil eö das Kriegsrccht für die längst beschlossene Annexion anrufen wollte. Dcr Protest lantet in wortgetreuer Uebclsctzung: Wir Georg V. von Gottes Gnaden König von Hannover, königlicher Prinz von Großbritannien und Irland, Herzog von Cumberland, Herzog vou Braun' schweig und Lünebnrg :c. :c. Im Angesicht der sich soeben vollziehenden That-fachen und dcrcn Auseinandcrfctzuug hicruächst folgt, nämlich: Am 15). Juni l. I. ließ Sc. Majestät dcr König von Preußen, Unser leiblicher Vetter nnd bis dahin Unser Alliirtcr, Unser Königreich mit Hccrcsmachi überziehen, wobri er Unscrc legitimsten und geheiligtesten Rechte verletzte. . Dic Faltung Unserer Regierung wählend des zu Unserem Ucfstcn Bedauern ausgcbrochcucn Conflictes zwischen Oesterreich nnd Preußen tonnte zn einer so nn« gcrcchtrn Maßregel nicht Anlaß ge^cn. Im Gegentheil hat Unsere Rcglcrnng, erfüllt von dcm aufrichtigsten nnd lebhaftesten Wuuschc, den Zwic-spalt zwischen dcn zwci mächtigsten Mitgliedern des dentschcn Bnudcs beglichen zn schcn, und bestrebt, dcm Unglücke zuvorzukommen, welches aus cincm Kriege zwischen Deutschen entspringen mnßlc, alles gethan, waS in ihrer Macht stand, um in freundschaftlichen Aczic< lhungcu sowohl mit Preußen als mit Oesterreich zu bleiben, und mn sich die Möglichkeit zu erhalten, am BnndcStagc im Sinne des Friedens nnd der Versöhnung zu haudclu. Als die preußische Regierung dcn Wunsch ans« drückte, Uns beim etwaigen Anöbrnch eines Krieges neu« ttal bleiben zn schcn, sind Wir diesem Wunsche beige-treten. Nnr haben wir in Berlin erklärt, daß die be« sondern Bcdinguugen dieser Neutralität nicht geregelt werden können, als in dcm Fallc, daß dcr deutsche Vund thatsächlich aufgelöst wäre. Unser Beitritt zn dcm Vorschlage Prcnßcns war vollkommen dcn Umständen äuge« mcsscu, da das Bundeörccht. indcm cö dcn Mitgliedern des Bundes verbietet, sich unter einander zu bekriegen, ihnen folgcwcisc nnlcrsagt, au einem Kriege thcilzunch« men, welcher ungeachtet dieses Verbotes unter den Nc« giernngcn des Bundes ansgcbrochcn wäre. Um die feindseligen Acte, dcrcn Preußen sich gegen Unser Königreich schuldig gemacht, zn motiviren, hat man neulichst in Berlin, während der Vcrhandlnngcn bezüglich dcr fraglichen Neutralität behauptet, Wir hätten dem Wiener Cabinet gegenüber die Verpflichtung übernommen, Unscrc Truppen in Verbindung mit dcm österreichischen ArmeccorpS in Holstein opcriren zn lassen. Diese Unterstellung ist ganz falsch. Unscrc Regierung glaubte sich durch die Zusichcrnng, für dcn Fall dcr Auflösuug dcS BundcsvcrlragcS neutral bleiben zn wollen, verpflichtet, und nur im Fallc eines Angriffes auf Uufcr Land durch Preußen hätten Wir die Hilfe angenommen, welche dcr Kaiser von Oesterreich UnS bieten ließ. Aber im vollen Vertrauen auf die Loyalität dcr preußischen Negicrnng ließen Wir Sr. kaiserlichen Majestät erwidern, daß Wir der Hilfeleistung nicht zn bedürfen glaubten. In Folge dcfscn zog das österreichische Armeccorps, welches Holstein bcsctzt hatte, dnrch Unscrc Staaten, ohne daselbst zu verweilen, indcm cS den kürzesten Weg nahm, nm sich nach dcm Süden Deutschlands zu begeben. Um dieselbe Zeit hatten Wir dcm prcußischrn Armcccorps unter dcm Bcfrhlc des Gcncral.LiculenanlS Nlantcnffcl crlanbt, Unser Gebiet zu passircn, nm sich nach Minden zu begeben. Unsere Haltung bei dieser Gelegenheit entsprach also dcn strengsten Principien dcr Ncntralität Wir waren damals weit cutfcrut, z, gewärtigen, daß dcr Komg von Prcukm cinigc Tage hernach sich dieses selben TrnppcncorpS bedienen werde, um sich Unseres Landes zn bemächtigen. Unsere Armee befand sich anf vollständigem Fric< dcnsfußc, weil Wir Unö auf die Ncntralität verließen, die Uns zugesichert war und über welche die Vcrhand« lnngcn, obwohl vertagt, doch zu geeigneter Zeit anfgc« nommcn werden mnßtcn, in Rücksicht anf die Special« bcdingungcn der Ausführung, im Einklang mit den aus-drücklichcn nnd wiederholten Erklärungen, welche der Graf PlatcN'Hallcrmünd, Unfer Minister deS Auswärtigen, dem preußischen Gesandten, Prinzen von Isenburg, über diesen Gegenstand gemacht hatte. Unscrc Rcgicruug hatte also weder Pfcrdc.Einkäufe machen lasfcn, noch die geringste Maßregel ergriffen, der man dcn Charakter militarischcr Rüstung beilegen tonnte. AllcS, was die preußischen Journale seit einiger Zeit bezüglich angeblicher Rüstungen Hannovers gesagt l)aben', hat leine Begründung und konnte nur dazn dienen, die öffentliche Meinung irre zu führen und die nicht zu bezcichueudcu, gegen Unser Reich und Unsere Unterthanen verübten Gewaltacte zn bemänteln. StctS beseelt von dcm Geiste dcr Mäßigung, dcr Versöhnung nnd dcr Unparteilichkeit, haben Wir Unscm Gesandten beim Bnndc beauftragt, sich gcgcu den Antrag Oesterreichs uom 14. Juni insoweit auSzusprcchcn, als derselbe darauf hinausging, den dcntschcn Bnnd zu veranlassen, gcgeu Preußen Partei zn ergreifen, nnd für die beantragte Mobilisirnng nur insofcrnc zu stimmen, als diese nicht gegen letztere Macht gerichtet sei, sondern einzig die Aufrechterhaltung dcr Ruhe und dcr Sicherheit dcS VundeSgcvictcs bczwcckc. Die von dcn Organen Prcnßcns in dcr letzten Zeit Unserer Politik in dieser Beziehung gemachten Unterstellungen cmbehrcn gleichfalls jcdcn Thatbestandes. Die Haltung Unscrcr Regierung seit dcm Beginne dcö Conslicteö konnte Ui'.ö also hoffen lusscn, daß Unser Königreich und Unsere getreuen Unterthanen unberührt von cincm Kriege bleiben wnrdcn, dcr mit jedem Tage immer drohender zu werden schien. 1500 Abe,- wie schmerzlich wav Unsere Überraschung, als am 15. Juni, auscheincnd alles Vorausgegangene in der Frage vergessend, Sc. Majestät der König uou Preußen Unserer Regierung eine Sommatiou überreichen ließ, dcrcu Zweck durchaus uicht dahin ging, UuS einzuladen, durch gemeinsame Verständigung die definitiven Bedingungen der Neutralität, die mau Uns angeboten und der Wir im Principe zugestimmt hatten, zu regeln; sondern Uns zu veranlassen, gewisse wesentliche Prüro-gativc Uuscrcr Souucränctät, einen Theil der Unabhängigkeit UuscrcS Königreichs uud cine gute Anzahl der legitimen Ncchtc Unscrer Unterthauen zu Gunsten Prcu-ßens aufzugeben, obgleich Unsere Souvcrüuclät uud die Uuabhängigtcit Unseres Landes von ganz Europa anerkannt uud verbürgt worden ist. Mau gab Uns uur Einen Tag Bedenkzeit, um UnS zu entscheiden, uud bedrohte uus mit dem Krieg für dcu Fall, daß Wir Unsere Untcrwcrfuug unter den Willcu Preußen« vcrwcigcru solltcu. Nach Auhörung Unserer Minister faßten Wir auf ihren einftimmigcn uud Unserer Anschauungsweise voll» kommen entsprechenden Ralh den Entschluß, dcm Gc-sanotcu dcS KöuigS von Prcußcu crtlärcu zu lasseu, daß die Uns uutcrbrcitclcn Anträge unannehmbar seien; daß aber Unsere Regierung, unerschütterlich in der Ueberzeugung verharrend, die Bundesverfassung vci biete jeden Krieg zwischen Vuudcsmitglicdcru, irgend ciuc mili-lärische Maßregel gegen die preußische Ncgicruug, ihrcu Alliirtcn, iusolaugc uicht crgrcifcu werde, als die Grcu« zcn Hannovers uicht angegriffen würdcu, und daß sie der Hofsnuug uicht entsage, die Bezichuugcll gnlcr ?tach ^ barschaft, welche bisher zwischen den beiden Regierungen bestanden, würden nuvcrlctzt erhalten bleiben. Kaum ward Unsere C'utschlicßuug dcm Gesandten mitgclhlilt, cüö cr mit einer Kricgöcrtläruug sciucö itö-,'igs aulwortcle, gegen welche Uuscr Minister dcs Acu-ßrru allsoglcich protcstirle. Dieses ereignete sich um Mitternacht vom 15. auf den 16. Juni. Ader bereits scit 5 Uhr Nachmittags desselben 15. Juni wurde das Armeecorps des General Man. teuffcl in deu Umgebungen vou Harburg ausgeschifft uud nahm dort eine feindliche Haltung au vor der KiieaSerkläruna. Wir empfehlen der Mißbilligung aller houucten Leute das Vorgchcu der preußischen Regierung, welche, Unseren guten Glauben erschleichend, von Uns die Erlaubniß zum Dnrchzug ihrer Trnppen durch Unser Gebiet zu erlangcu wußte iu der geheimen Alisicht, iu dasscllic einzubrechen. Wir sind auch überzeugt, daß alle Unparteiischen sich mit uns sagen weiden, die Regierung von Preußen lzabc seit laugcr Zeit die wohlgcsaßtc uud vol bedachte Absicht gehabt, sich Unserer Staaten zu bemächtigen; die Uns gemachte Neutralilälsauerbietung habe leinen anderen Zweck gehabt, als Uus iu eine falsche Sicher-heil zu wiegen; daS Cabinet oou Berlin habe Uns mit Absicht demülhigeudc Allllltizbcdmguugcu gestellt, wohl wissend, daß Wir sie uicht annehmen tonnten, und daß es Uns sehr schwer, wenn nicht unmöglich gewesen wäre, UnS den Gcwallsamtciteu der preußischen Regierung zu entziehen, welche Haltuug Wir auch augcnommcu hälttu. Bci der Unmöglichkeit, iu welcher sich Uuserc Armee befand, die Invasion der preußischen Strcillräfte wirksam zurückzuweisen, die sich vou allen Seitcu über Unser Köuigrcich ergossen, nachdem sie nach cinigeu Tagen die Grenzen besetzt hatlcu, conccnlrirlcu Wir Unsere Truppen iu Göttinnen, um sie hernach außer der Sphäre der prcußischcu Action zu führen. In Eisenach angelangt, traten Wir in Verhandlung über einen Waffenstillstand, der Uns angeboten worden und der vou der einen und von der anderen Seile angenommen wurde; aber vor Ablauf dcSsclbcu sahcu sich Unsere Truppen von der preußischen Armce auf eine vom General Vogel vou Falckcustciu erhaltene Ordre angegriffen. DaS war eine zweite flagrante Verletzung aller unter den ciuilisirtcn Völkern in Kraft bcstchcudcu Rechte und Bräuche. Obgleich Unsere Armce sich auf dcm FricdcuSfußc befand und ihre Kräfte iu Folge der scit acht Tagen nothwendig gewordenen Anstrenguugcu, dcr Entbehrungen uud der forcirtcn Märsche fchr herabgckommru waren, errang sie doch bci Langcnsalza eiucu glänzenden Sieg übcr die preußischen Streitlräfte. Da Wir sie jedoch andern TagS von allen Seiten durch dreifach stärkere Masscu unglücklicherweise umringt sahen uud nirgends Unterstützung zu hoffen hatten, ließen Wir Uns herbei, ciuc Capitulaliou cmzuuchmcu, um nicht unnütz das Blut Unscrrr wackeren Soldaten zu vergießen. Sobald d«r Krieg zwischen Oesterreich uud Prcn-sicn sein Ende zu erreichen schien, begaben Wir Uns nach Wien, wo die Fricdcusvcrhandlungtn cbcu begannen, und richteten an Se. Majestät dcn König von Preußen, dcr sich iu Nikolsburg befand, ein Schreiben, in welchem Wir ihm Unseren aufrichtigsten Wunfch ausdrückten, Unsererseits mit ihm in Fricdcnsvcrhand. luugeu einzutreten. .. .,., ^ Entgegen allen zwischen Souveränen üblichen Gepflogenheiten wurde Unser Handschreiben von Sr. Ma-jestiit dem Könige von Preußen nicht angenommen. Demnngeachtet versuchten Wir die Erhaltung Un-' seres Königreiches durch alle Uns zu Gebote stehenden Mittel zu sichern. Zu dcm Zwecke waren Wir sogar gewillt, auf Unsere königlichen Rechte zu Gunsten Un-seres geliebten Sohnes und Thronerben, des königlichen Prinzen Ernst August, für dcn Fall zu verzichten, daß Preußen ihn unmittelbar m den Besitz dcr Krone des Königreiches Hannover sctzcu würd.'. Anderseits licßcu Unsere treuen Unterthanen, unilhvoll dcm strengen, willkürlichen, despotische» Ncgiuicut kotzend, welches die preußische Verwaltung ihnen auferlegt l>at, tcine Gele« gcnheit vorbeigehen, um ihrem heißen Nunfch Ausdruck zu geben, unter dcr ihnen theueren Dynastie zu bleiben, welche feit lausend Jahren die Schicksale des Landes getheilt und alles gethan hatte, um dessen Glück zu sichern, um dessen Wohlfahrt zu befestigen. Vergebliche Bemühungen. Nachdem Se. Majestät dcr König vou Preußen Unser Königreich in erschleichender (>>»l,i-<'i.»!ic:l!) Weise besetzt hatte, glaubte er dasselbe definitiv in Besitz uch« men zu können, uud erklärte es am 20. September d. I. als seinen Staaten einverleibt. DaS einzige Motiv, welches die preußische Regierung vorbringt, um ihrcu in der Geschichte Dculschlauds uncrhürteu Act der Willkür zu rechtfertige», ist das, welches sie im Erobcruugsrcchtc zu fiudcu behauptet. Nun setzt das Recht dcr Eroberung einen uach dcn Priu-cipicu des Völkerrechts aeführtcu Krieg voraus. Aber zwischen Uns uud dcu, König vou Preußen hat ein Krieg dieser Art nicht bestanden; überdies, wie Wir schou weiter obcu gesagt haben, konnte cr nach dcu Gruud« gcsctzeu des deutschen Bundes uicht statthaben, und cr war eine moralische Unmöglichkeit vou Scitc eines Uu-scrcr nächsten Verwandten, cincö befreundeten Souvc^ raus, eines dculschcn Fmstcn! Folgewcisc befanden Wir UnS ganz einzig und allein in dcm Falle berechtigter Vertheidigung einem Angriffe gegenüber, dcr nichts rechtfertigte und dcn Wir nicht im geringsten provocirt hatten. Im Angesichte also der Thatsachen, die Wir soeben auseinandergesetzt, prote stiren Wir hoch und feierlich: gegen die unzurcchlfcrtiaeudc Invasion, welche sich Armeccorps des Königs von Preußen am 15. Juni 1866 und die folgenden Tage in Unserem Gebiete erlaubten; gegen die Besetzung Unseres Königreiches durch dieselben Armeecorfts; gegen Anmaßungen Unserer Ncchtc uud Prärogative, bcgcmgeu durch die Agcuteu Prcußcus, uud gegen diejenigen, die sie noch begehen tonnten; gegen die Verluste, welche Wir und Uuscr königliches HauS erlitten haben oder die Wir noch zn crlci< dcu haben werden seitens Preußens bezüglich Unscrcö Eigenthums, Unscrer Einkünfte oder Unscrer Güter wel» chcr Art sic scicn; gegen die Beraubungen, welche der öffentliche Schatz von Hannover erfahren hat, uutcr preußischer Vcrwal» lung, uud gcgeu diejenigen, die cr in dcr Zuknnft zu ertragen haben könnte; gcgeu die Verfolgungen, Verluste uud Beeinträch-tiguugcu. welchen Unsere treuen Unterthanen ausgesetzt sein mochten in Folge dcr ungerechten uud ungesetzlichen Vcrwallnng des KöuigS von Preußen, oder dcneu sie iu Zukunft ausgesetzt sein könnten; gegen die Hindernisse, welche die besagte Verwaltung iu brutaler Weise dcn Kuudgebungen Unserer viel-geliebten Unterthanen zu Gunsten der Erhallnng Unserer Dynastie nnd der Unabhängigkeit Hauuoucrs bereitet hat, während sie durch die uuwürdiasten Manöver Kuudgcbuugcu im entgegengesetzten Sinne hervorgernfen und begünstigt hat; . gcgcu die Böswilligkeit des KömgS von Preußen, welcher die Schritte zurückwies, die auf Unseren Befehl bci ihm oder bci seiner Rlgieruug gemacht wurden, um dcu Fricdru zwischen Uns hcrzustcllcu; cudlich protcstircu wir bcsouderö im Augcstchtc dcr ! Welt gegen die Iubcfitzuahmc Unscrcö Köuigrcichs und gcgcu dcsscu Eiuvcrleibung in Preußen, wle sic am 20ten September d. I. augctündigt wurde, sowlc gcgcu alle Folgen dieses Altes, indem Wir erklären, ruß diese Einverleibung oder Auncxiou eine unwürdige Anmaßung, eine sträfliche uud gehässige Beraubung, eluc flagrante Verletzung dcr europäischen Verträge, aller Principien des Völkerrechtes und der Unvcrletzlichlellcn der Staaten und Kronen ist. ,. . Diese feierlichen Erklärungen, welche wlr auch für Unsere rechtmäßigen Nachfolger geben, haben noch Haupt, fächlich dcu Zweck, die Scuveränetätsrechte, die. Uns kraft dcr Abstimmung gehören und die Uns sanclionirt und gewährleistet sind, durch die europmfchcn Machte gegen jede Verletzung zu fchützcn. Wir rufen die Unterstützung aller Machte an, welche Unsere Sonueränetät uno die Unabhängigkeit Unseres Königreiches anerkannt haben, überzeugt wie Wir sind, daß sie niemals die Unterdrückung des Rechtes durch dic Gewalt zulassen wcrdcu, da ciu solchcS heule vou Preußen augcwaudteö Prinzip in dcr Folge die Exi,tcnz aller Monarchien, aller legitimen Staaten der Welt bc-drohen tönntc. Wir erklären endlich, daß Wir niemals auf Un-sere Sonveränelätsrechte übcr Unsere Staaten verzichten werden, nnd daß Wir immer für ungesetzlich, nichtig und nngeschchen alle Handlungen ansehen werden, welche die preußische Regierung oder ihre Agenten dort begehen werden im Verlaufe dieser Usurpation, für die Wir die Verantwortlichkeit anf den Urheber zurückwerfen. Mögen also Diejenigen, welche hicbcl intcrcssirt sein könnten, sich als gewarnt betrachten. Wir werden die künftigen Ereignisse mit vollem Vertrauen in die Gerechtigkeit Unserer Sache erwarten, nud beseelt von der festen Hoffnung, daß die göttliche Vorsehung uicht sän» men wird, dcu Ränken, Umcdlichkcitcu uud Gewaltsamkeiten ein Ende zu machen, dcrcu Opfer so viele Staaten uud so viele Völker iu diesem Augcublickc mit Unsere» braven Hauuovcrancrn geworden sind. Hietzing bei Wien, 23. September 1866. Oesterreich. Wien, 2. October. Die „Debatte" schreibt: Ve< kannllich ist auf die Adresse dcS böhmischen Landtage« in Sachen der Wahlrcform der Bescheid crflosscu, daß die geäußerten Bedenken geprüft wcrdcu uud, wenn sie sich als begründet erwcifcn, in einer ncnen LandtagS-wahlordnung für das Königreich Böhmen die geeignete Bcrücksichliguua fiudcn sollen. Diesem Bescheide gemäß hat die Rcgicruug auch sofort gehandelt. Sie ließ die erforderlichen statistischen Erhebungen vornehmen, und wie mau uns uumuehr uou wohluntcrichteter Seite mittheilt, ist die Sache bereits so weit gefördert, daß alle Hoff« nung uorhaudcn ist, daß schon dcr nächsten Session des böhmische» Landtages dcr Entwurf ciucr ueuen Wahlordnung vorgelegt werden dürfte. Wie man ficht, handelt c« sich da um ciuc Augclcgcnheit, die seit längerer Zeit schon iu dcr Schwebe ist, uud kann daher die Vorlage ciucr Wahlordnuug au dcu böhmischen Landtag nicht als „neue Concession" — wie man sich hie nud da ausdrückte -^ aufgefaßt werden. Uusland. Schwerin, 1. October. Der Bericht der Commission des Landtages für die bentsche Angelegenheit empfiehlt den Ständen die Zustimmung zn erklären, daß dic Rcgicruugcu sich an der Feststellung deS Bun» deSvcrfassuugscutwurfes bctheiligcn und denselben dcm zu berufenden Parlamente zur Berathung vorlegen sollen. Die Commission hebt ferner die zahlreichen Bedenken über dcn preußischen Entwurf vom 10. Juni hervor, deren Geltcndiuachuug dcr Rcgicruug unhcim-gegeben wird. Unter audcrm foll der ZollvcrcinSanschluß Mecklenburgs vou dcr Zustimmung dcr Stände abhängig bleiben. Dcr Bericht spricht schließlich die Erwartung ans, daß die Laudcövcrfnssuug crhaltcu bleibe, und fordert die Regierung auf, dieselbe durch die Bnudcö-gcwalt garaulircn zu lasscu. Ein Scparatvotum dissen-tircndcr Mitglieder dcr Commission widcrrüth ciu weiteres Vorgchcu dcr Regierung auf Grund der Artikel ll und V des BündnißvertraacS vom 21. August. — Im Landtage wird übcr die Vorfrage verhandelt, ob dic Riltcrfchaft als besonderer Staud oder gemeinsam mit der Landschaft verhandeln solle. Die Ritterschaft entschied mit 187 gegcu 44 Stimmeu für die Gemeinsamkeit. Nächstdem wurde dcr bclanutc Comitt'autraa durch Acclamation angenommen. Die Berathung der Grundzügc dcr Bundesverfassung laut Art. 5 des Buu-dcsvcrtragcs wurde bcgonucu. PariS. Wie die „Patrie" aus Constantino-pel vernimmt, hat die Pforte bcn Vertretern der fremden Mächte eröffnet, daß sie, sobald die Mission Mu< stapha Pascha'S, wie zu hoffen, glücklich zu Eudc gebracht fei, ciuc sich auf alle Insurgenten von Kreta erstreckende Amnestie erlassen werde. Aus <5ousta„tiuopel liegt die Abschrift der Adresse vor, welche dic dortigen Griechen dcm französischen Botschafter Marquis de Mousticr bei sciuem Scheiden auS der türkische« Hauptstadt überreichten. Sie sprachen ihm darin ihren Dank dafür aus, daß cr die iutcllcctucllc Entwicklung der Christen im Oriente stets warm uutcrstütztc nnd namentlich ihre eigenen Bcstrc-buugcu im Interesse der Ausbreitung dcr Literatur und dcr Wisscuschaftcn im Oriente kräftig ermnthigte. Fe»> ucr heißt es in der Adresse: „Frankreich ist unS theuer, nicht nur wegeu dcs bcsoudern Schutzes, den eS uns stets gewährt hat, sondern anch weil cS der Brcnupumt dcr modcrucn Civilisation nnd well unsere Nation ihre moralische und intcllcclnellc Wiedergeburt der Verbreitung dcr unsterblichen Grundsätze zu danken hat, die es verkörpert. Wir hoffen, unfcrc Nation werde aus diesen großen Principien Vortheil ziehen, vorzüglich M, da die hohen Geschicke Frankreichs durch jene määMc Hand geleitet wcrdcu, welche die Civilisation dcr 2M' kcr des MittclmeercS so trefflich beschrieben hat. Dtt>c erhabene Hand wird fortan bei dcr vollständigen iV'.^ dcrgcbnrt dcr Nachkommen dieser nämlichen Völker lras tig unterstützt werden durch den auögczeichuctcu Staa^ mann, dcr die anöwärtigc Politik Frankreichs lcll^ wird und dcu Orient so g'.lt tcunt." Der Marquis " theilte dcr Deputation die bereits telegraphisch gemein Aulwort. 1501 Tagesneuigkeiten. ^ Die von Sr. Majestät angeordneten Neductioncn im kaiserlichen Hofstaate werden, schreibt die „Wr. Corr.," ^le es scheint von durchgreifendem Einflüsse auf die Arcie> keN'Leibgarde werden und mit zahlreichen Personal-"kra'ndcrungen in den IMeren Chargen eine neue Consti-tuinmg des ganzen Institutes zur Folge haben. Die ?lns-Nlhning der a. h. Anordnung dürfte indeß noch die Zeit b's zum neuen Jahre in Anspruch nehmen. — Die „Berliner Gerichts-Zeitung" erzählt das fol-Iende Curios um: Ein zehnjähriger Knabe war cmge« ^t und ward behufs Verhandlung seines Processes auf« ÜMifen. Er war nicht erschienen, und es ward in Folge °kssen erörtert, ob in «nulmlülcilüi» gegen ihn zu verfahren m. Dieses Verfahren ist belanntlich gesetzlich nur dann bc-ltchtigt, wenn nachgewiesen wird, dah die zum Audicnztcrmin ^assciie Vorladung dem Angeklagten auch ordnungsmäßig "'händigt worden ist. Der President sah den Insumations-"kücht in den Acten nach und fand nun folgenden wört-"chen Nericht des betreffenden Briefträgers: „Die Vorla« ^ung ist in Abwesenheit des Adressaten an dessen Ehefrau übergeben worden." Da dem Gerichte nun noch nicht vor» glommen ist, daß bei uns zu Lande ein zehnjähriger Knabe ^heiratet wäre, so wurde beschlossen, das Contumacialver->al)ien auszusetzen und den Proceß zu vertagen, um den ^tieftrüger zuvörderst darüber zu vernehmen, wen er denn k'gentlich unter der Ehefrau des Zehnjährigen gemeint habe. -— Ueber zwei seltene Curiosi täten ist neu» "ch in riner Erbschaft^regclung zu Paris entschieden worden; ^ sind dies der Dolch, mit welchem Navaillac Heinrich lV. ^Mordete, und eine Bonbonniere, welche mit Malereien von ^'l Hand Marie Antoinettcns geziert ist. Der Dolch soll 'w Familicnarchw der Familie Vaumont la Force bleiben ^d zunächst dem Senator Herzog de la Force gehören, die "onlionnu'rc wird versteigert. Der Termin dazu ist auf ^kn 10. Jänner l. I. angesetzt und man glaubt, daß diese Reliquie 100.000 Francs aufbringen wird. -> In London ist ein neuer Vorschlag aufgetaucht, ^'e die furchtbaren Monitors, denen sich, wegen ihrer bringen Vordhöhe, mit Geschütz nicht gut beilommcn läßt, ">u schnellsten zu bewältigen seien. (5r lautet dahin, Ilarte Eisendampfer mit hohem, vorragendem Schnabel zu ""'.en, um mit ihnen über die Monitors hinwcgzufahren, ^- I). sie mit allem, was darauf ist, einfach zu ersäufen. Locales. ClMw-Mssolm au5 der 6tadt Laiüach. Am 2. October verblieben in der Behandlung 20, ^ 3. Abends sind zugewachsen 5, zusammen 25 Kranke, ^avon sind genesen 5, gestorben A, es verbleiben somit in ^Handlung 16 Personen. Seit dem Beginne der Epidemie sind in der Stadt krault 100, genesen 34, gestorben 48 Personen. Laibach, am 4. October 180L. """ der l. k. Sanitüts-Landescommission. — Heute Vormittag um 10 Uhr fand in der hiesigen ^omlirche zur Feier des Allerhöchsten Namenstages ^ Majestät des Kaisers Franz Joseph ein solennes Hoch» ""U statt, welchem Se. Excellenz der Herr Statthalter Baron ^ach, dann sämmtliche übrige Civil- und Militär-Autori-"ten beiwohnten. -- Im Monate September 16L0 wurden nachstehend« " calpolizeiliche AmtshandIunge n vom hiesigen tadtmagislrate vorgenommen : 5 Vrotbäckerci - Revisionen, " Fleischnachwägungen, 0 Schlachtlocalitäten - Revisionen, "bstrcvisionen, 3 Confiscirungcn von Wagen und Maßen, Anstünde wegen Standaufstellung-. eS wurde 1 Ueber» ^llmg der Canitätspolizei, 5 Uebertrctungen der Neinlich. ^Vorschriften geahndet, 4 Confiscationen von Lebens« ^lteln, L'i Verhaftungen, 5 Anzeigen an die Strafgerichte, Mtrafliugen von Iiatcrn, 7 Abstrafungcn wegen Bettelns, ^ nndere localpolizeiliche Abstrafungcn und 29 zwangsweise lsernungen vorgenommen. ^ ^ Am 25. August l. I. wurde am Nann ein silber-c ^triclnadelbewahrcr im Werthe von 1 fl. 50 tr. ge- "°cn und befindet sich beim hiesigen Stadtmagistrate. L -- Heute Nachmittag 5 Uhr findet eine Sitzung des ^lalausschusseZ des Beam ten Vereins unter «""Vorsitze des Herrn k. l. Statthaltercirathes Nitter von 5>"^zio zur Berathung über Vercinsangelcgcnhcitcn statt. 2 ^ordnung: 1. Abschluß von drei Lebensversicherungen, Ausstellung eineZ Agenten in Lack. h. ^- Durch eine Kundmachung der k. l. n. ö. Statt» w ^^ werden jene Herren Med.-Doctoren, Magister und 5 ^ue der Chirurgie, welche gegen Bezug einer Diäte von H^' (bezüglich der Aerzte) ober von 3 si. (bezüglich der undärzte) nebst der normalmäßigen Vergütung der Reise-^!"" gesonnen sind, als Cholcra-AushilfZärzte in Krain stcl!" - ö" "ehmcn, aufgefordert, in einer an die l. l. Landes« über "- ^'b"ü zu richtenden Cingabe, welcher ein Beleg diese 'l ^^^b'gung zu dicfer Dienstleistung beizufügen ist, ' U)re Vcrcitwilliglcit bekannt zu geben. Ce» s^ ^" ^"^ bezirken Stein, Wippach, Planina und dem ^ ^ ^^ Neuwahlen der Gemeindevertretungen nach somit ° "°" '"' 2"druar 1860 beendet und es tritt in den Gemeinden dieser Bezirke die neue Gemeinde-^ew^'^ '" "°^ Anwendung. Zu Gemeindevorstehern sind wühlt worden, und zwar: 1. Im Bezirke Stein: in der Ortsgemeinde Döppelsdorf Franz Abbe; in der Ortsgemeinde Dragomel Franz Saih : in der Ortsgemeinde Domzale Andreas Zorrer: in der Ortsgemcinde Homctz Iofef Sarz: in der Ortsgcmcindc Hruöoula Stefan Uranlar; in der Ortsge« meinde Iaräe Vartholomä Oediunil; in der Ortsgemeinde MannZburg Franz DoUenz; in der OrtZgemelnde Münlen-dorf Fortuna! Koöier; in der Ortsgemeinde Laake Simon Acrlz! in der Ortsgemeindc Neuthal Gregor Klemen; in der Ortsgemcinde Obcrtuchain Uaitin Hribar; in der Orts»! gemeinde Palluuic Franz Vanpctic; in der Ortsgemcinde! Podgier Thomas Kalinset: in der Ortsgemeindc Strcine Lukas Prellet: in der Ortsgemeinde Suhadolle Anton Seräen : in der Orlsgemeindc Supaincniue Joses Prelesnil: in der Ortsgemcinde Teinitz Lukas Golob und in dee Ortsgemcinde! Voditz Mathias Terniuc. 2. Im Bezirke Wippach: in der ^ Ortsgemcinde Bndeine der Grundbesitzer Franz Koren; in der Ortsgcmeinde C'rsel der Grundbesitzer Varlholmä Square.' ^ in der Ortsgcmeinde Goce der Grundbesitzer Franz Vidrich: ! in der Ortsgemeinde Loöe der Grundbesitzer Josef Hajer; ^ in der Ortsgemcinde Planina der Grundbesitzer Franz! Schwokcl: in der Ortsgemcinde Podlrai der Grundbesitzer Matthäus Terlmann i in der Ortsgemeinde Podraga der Grundbesitzer Johann Losei: in der Ortsgemeinde Slapp der Grundbesitzer Feriancic: in der Oltögemeinde Cturia der Handelsmann Johann Difrancesti: in der Ortsgemeinde Urabce der Grundbesitzer Peter Iellercic: in der Ortsge« meinde Ustia der Grundbesitzer Karl Baöer.- in der Orts« gemeinde St. Veit der Grundbesitzer Andreas Kopaöin; in der Ortsgemeinde Wippach der Grundbesitzer Josef Kette, und in der Ortsgemeinde Zoll der Grundbesitzer Andreas Äovan. 3. Im Bezirke Planina: in der Ortsgemeinde Planina Herr Alois Pereniö: in der Ortsgcmeinde Zirtniz Herr Adolf Obresa; in der Ortsgemcinbe Vigaun Herr Franz Hrenn: in der Ortsgemeinde Kirchdorf Mathias Hillauz; in der Orlsgcmcinde Untcrloic Herr Josef Brus, und in der Orts« gemeinde Hotedcröic Mathias Gabrouäek. 4. Im Bezirke Senosetfch: in der Ortsgemeinde Scnosetsch der Grundbesitzer Io>cf Sellen: in der Ortsgemeinde Laaze der Grundbesitzer Martin Harlauöii; in der Ortsgemcinde Sinadolle der Grundbesitzer Josef Perhauz; in der Ortsgcmcinde Nieder« dorf der Grundbesitzer Valentin Sluga: in der Ortsgemeinde Vrilof der Grundbesitzer Johann Dekleua: in der Ortsge. mcinde Tamle der Grundbesitzer Lucas Novak; in der Orts« gemeinde Oberurem der Grundbesitzer Casper Magaina, und in der Ortsgemeinde Hrcnovic der Brauer und Neali» tätenbesitzcr in Präwald Johann Kauiiö. — (Theater.) Zur Vorfeier des allerh. Namenstages Er. Majestät unseres allergnädigsten Kaisers wurde gestern bei Beleuchtung des äußeren Schauplatzes „Ein Glas Wasser" gegeben. Se. Excellenz der Herr Statthalter Baron von Bach, der Herr Landeshauptmann Baron Codelli, der Herr Bürgermeister Dr. E. H. Costa und andere Civil-und MilitärautoritÄtcn wohnten der Vorstellung bei. Die Darstellung war recht befriedigend und das zahlreich versammelte Publicum gab seine Befriedigung auch häufig durch Hervorruf und Beifall kund. Die beste Leistung war un< streitig jene deö Herrn Burggraf (Äolingbrote), der in dieser Höslingsrolle seine vollkommene Routine, feine Auf« fassung und durchgebildete Darstellung erprobte. Auch Fr. Leo (Herzogin) und Frl. Schaffer (Königin) wnhten durch feine?, gut nuancirtes, lebendiges Spiel die Theilnahme des Publicums zu erregen. Nicht so Günstiges können wir von den anderen Dar» stellcrn berichten. Auf dem Zettel war als Darsteller des „Masham" Herr Müller angezeigt, eS wurde aber schon im Laufe des Tages bekannt, daß nicht Herr Müller, son. dern Herr Dobriz diesen Part spielen werde. Schon diese — wir möchten säst glauben, absichtliche — Täuschung müssen wir rügen, sowie wir auch mit dem Tausche durchaus nicht zufrieden sein konnten. Auch Frl. Helmesb erger schien uns in der Rolle der „Abigail" nicht am Platze, wenigstens konnte ihre Darstellung nicht recht durchgreisen, obwohl sie nichts verdarb. ^^^^^ Neueste Nachrichten und Telegramme. (OriMal-Tclcgramm der „Laibacher Zeitung.") VZ ien , K. October. Nach hiesigen Iour« nalen ist der österreichisch - italienische Friede gestern Mittag » Uhr unterzeichnet worden. (5r besteht auü 24 Artikeln und 3 Protokollen. Die Notification soll längstens bis »8. d.M. erfolgen. Pest. Der schwer erkrankte (5ardiual-Primaö Hcitowsky befindet sich heute wesentlich besser. ^______ Pest, 2. October. „Idol Tanuja" meldet: Se. Eminenz dcr Primas v. Scitowsti hatte heute eine »och schlechtere Nacht als die vonge war; sein Lebe» 'Dresden/2. October. Das „Dresdner Iourn." bringt zwei Vctalmtmachmigen des ncucii Gcncralgou« vernems Gclmallieutcnant u. Tümpling, welche das Verbot politischer Versammlungen aufheben und die Einqnarticrnnllülast auf die Hauöliesltzcr allein übertragen. Stuttgart, 2. October. (Abgemduttenkammer.) Holder mterpcllirt Mr dcn Abschlnß cincö Schntz. nnd Trutz liündniss es nnt Prenheu und über dic Vereinbarung wegen Besetzung dcr Festung in Ulm. Berlin, 2. October. D>e „Sftcncr'sche Zeitung" meldet uon unterrichteter Seile: Die Beziehungen Ruß« lands zu Preußen sind die erfreulichsten, worüber dcr Kaiser und oaS kaiserliche Cabiuct unzweideutige Beweise gegeben haben. Dieselben lcgcu hohen Werth auf die bewährte Freundschaft Preußens. Dic allnissische Partei hat das Mißtranen gegen das Wachsthum Preußens, woraus es gruudlos Besorgnisse für die Ostsee-« Proviuzeu hegt, uoch uicht vollständig überwunden. Vtom, 2. October. Das „Giorualc di Nomn" sagt, daß dic Artikel dcr officiöscn italienischen Blätter und die Worte Garibaldi's, die er in Florenz gesprochen, sich uicht mit dcn officiclleu Erklärungen in Uebereinstimmung befinden, daß die Eonocntion dem Papste die Integrität seines gegenwärtigen Besitzstandes verbürge. Norderney, l. October. Dcr Dampfer, wel< cher das ilicntcr'schc Kabel zwischen Haunoucr nnd England gelegt hat, ist hier angekommen. Man hofft, daß morgen die Verbindung hergestellt fein wiid. Paris, 2. October. Marquis dc Mousticr ist hier eingetroffen. Lord Lyons ist zum englischen Bot. schafter in Paris ernannt worden. — Der „France" zufolge werde» sich dcr Kaiser und die Kaiserin am 10. October nach Pampcluna begeben, und am 12. October Biarritz verlassen, um nach St. Clond zurückzukehren. — Die „Patrie" meldet, daß dcr Gcsaudt-schaftspostcn in Florenz zum Range ciuer Botschaft erhoben wcrdeu wird. — Nachrichten ans Alexandrien vom 1. d. berichten, daß der allgemeine Gcsuudhcils-zustand ein befriedigender sei. Telegraphische Wechselcourse vom 3. October. 5vcrc. Mrtalliqucö 62.10. — 5perc.National'Ai,lehm K7.C.0. --Banlactirn 72). October Auf dcm heutigen Markte sind erschienen: 8 Wagen mit Heu und Stroh (Hrn l>5) Ztr. l)2 Pfd., Stroh 48 Ctr. 55 Pfd.), 30 Wagen und 8 Schiffe (40 Klafter) mit Holz. ________________Durchschnitts-Prcisr.________________ Mtl.. Mnz.. Mtl.. Mg,.. fl. ll. st. lr. fi. !r. si. lr. Weizen pr. Mctzen 5 20------- Bntter pr. Pfund - ,48 —^— Korn „ 3 «0------- Eier Pr, Stück — 2 — — Gcrsie „ 2 40 —— Milch pr. Maß —10 — Hafer „ ^! «0------- Rindfleisch pr. Pfd. -,8—^— Halbfrucht „ —---------- Kalbfleisch „ —28 — — Heidm „ 3-------— Schweinefleisch,, -24 — — Hirse „ ii,----------- Schöpsenfleisch,, —12 — — Kiikiinitz „ —^-------— Hähndcl pr. Stück —35—!— Eldäpfrl „ 1!40-!— Tauben „ _15_!^ ^il'sen „ 5 50 — — Hcn pr. lzrntner l l0------ ^rbftn „ 5 40— Stroh „ —70------- ^'solm „ c^-------— Holz, hart., pr,Klft. -— 7 50 Nlndsschmalz Pfd. —50—!— — weiche, „ — — 550 Schwriucschinalz „ — 44 — ^— Wein, rother, pr. ! l Spect, frisch, „—'36-------, Ej„^r !—14!» — c,cräuchcrt „ — 40-------, — weißer „ — — 15 — Nudolfswertli, I.October. Die Durchschnitts - Preise stellten sich ans dem hcntiym Markte, wie folgt: "^ st- "'" ^ fl. lr. Weizen pr. Metze» 4 40 Vntlcr pr. Pfund . — j 45 Korn „ 3 30 Eier pr. Stiicl . . — Ij Gerste „ 2 60 Milch Pr. Maß . —10 Hafcr „ 1 30 N'ndflcisch pr. Pfd. - l 18 Halbsrucht „ 3 50 Kalbfleisch „ —24 Heiden „ —- i — Schweinefleisch „ — 20 Hirse „ 2 10 Schöpsenfleisch „ — 1« Kutunch „ 2 50! Hahndel pr. Stück —! 28 Erdapfel „ 2 — Tauben „ — l 20 Linsen „ 8 96 Hen Pr. Zentner . 2 3») Erbsen „ 8 96 Stroh „ . 1 50 Fisolen „ 11 52 Holz. hartes, pr. Klft. 6,20 Nlndöschmalz pr. Pfd. — 40 — weiches, „ ^. — Schweineschmalz „ — 45,, Wein,rother,pr.Eimer 10 — Spcct, frisch, „--------^! - we.ßer „ 9- Speck, geräuchert, Pfd. — 40 ,__________________________ Theater. Heule T> onncvStass dcn 4. October: Erstes Dcbilt deö Herrn S ch u r z. Ueberlistct. Posse in 2 Acten uou Doppler. (Neu.) Morden Freitag den 5. October: (3in Wort an den Minister. Zeitbild in 1 Act uon Anton banger. Hierauf: D'Froschmirl. Intermezzo mit Gesang von Alex. Banmaun, vorgetragen von Frl. Keller. Zum Schluß: Der Enkel. ________Lustspiel in 1 Act vun B. U. Herrmann._________ 3.! 2 „ 9i. 327 U5 ^ ->17.o NO. schwach halbhctter 0.ou li0 ,. Ab. 328.^ ! ^10.,! ^iO. f. schw. Heiter z Nachmittag Fcderwolken ans SW. gehend. Abends zwischen 9 nud 10 Uhr starkö Wetterleuchten m ^- VerautworUichcr Redacteur: Iguaz v. Kleillm »i, r.