Prü«u«erations-Preise: Für Laibach: Nanzjährig > . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 .. Monatlich ... — .. 70 .. Mit der Post: ganzjährig...............12 fl. Halbjährig................ 6 , Vierteljährig............. 3 „ Laibacher Für Zustellung inS Haus viertelj. 25 kr., monall. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Tagblatt Anonyme Mitteilungen werden nickt berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Ned«ctio» B L 4 kr., bei wiederholt«^! schaltung L 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen 20 kr. Bei größeren Inseraten und vsterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 72. Mittwoch, 29. März 1876. — Morgen: Quirinus. 9. Jahrgang. Die wirthschaftliche Lage. Fast drei Jahre sind es schon, seitdem durch eine Katastrophe von seltener Heftigkeit und Hartnäckigkeit das wirthschaftliche Leben der Monarchie in seinen festesten Grundlagen eine gewaltige und tiefgreifende Erschütterung erfuhr. Ursprünglich von den Kurzsichtigen, wozu Regierungsmänner wie dre Mehrzahl der Volksvertreter gehörten, als eine bloße Börsenkrisis erklärt, hat jenes Uebel sich nach und nach über alle Gebiete des wirthschastlichen und Ver-kehrSlebenS auegebreitet und den Charakter einer schleichenden Krankheit angenommen, die in ihrem Verlause sich immer schädigender und unheilvoller gestalteie. Die falsche Diagnose, welche berufene und unberufene Heilkünstler stellten, brachte den Kranken, wie dies gewöhnlich zu geschehe» pflegt, erst recht in Lebensgefahr, und als der Jrrthum erkannt wurde, scheuten die einen vor dem beschämenden Eingeständnisse zurück, während die anderen der Meinung wa. ren, daß die natürlichen Kräfte viel sicherer als selbst das beste Heilverfahren den gesunden und normalen Zustand zurückbrmgen würden. So ließ man es denn dabei bewenden, den mehr oder weniger theilnahmvollen Zuschauer abzugeben, und von Tag zu Tag mehrte sich das Erstaunen, daß die Gesundung und Wiedergeburt durchaus keinen Fortschritt machen wollte, das Uebel im Ge-gentheil immer größere Verheerungen anrichtete. Die wirthschaftliche Nothlage erzeugte so allmählig einen Pessimismus, der in seinen entnervenden Wirkungen alle Anstrengungen der Bevölkerung, sich aus der Versumpfung emporzuarbeiten, vereitelte und dem Verderben seinen freien und ungehemmten Lauf ließ. Diese Stumpfheit ist ebenso gefahrvoll als die Krankheit selbst. Denn sie verschuldet es, daß wir trotz der traurigen Lage nirgends einen Anlauf zur Aclion sehen, welche zur Herbeiführung normaler Verhältnisse dienen könnte, und selbst der berufsmäßige Optimismus unseres Finanzministers konnte sich nur zu dem schalen Trostworte ausschwingen: „es wird ja wieder besser werden", ein Trost, den die Bevölkerung im richtigen Gefühle alsbald zum Gegenstände beißender Glossen machte, die sehr nahe an die Grenze des Galgenhumors streifen. So bietet sich die Lage, in der That, entkleidet von aller Schönfärberei. Nüchtern betrachtet, liegen auch die Dinge so einfach, daß sich kaum verstehen läßt, wie über sie noch viel Worte gemacht werden können. Der Staat leistet, rund heraus gesagt, der wirthschastlichen Thä-tigkeit seiner Bürger und Steuerzahler nur einen Dienst, den der Erhaltung und Befestigung des Friedens, und man muß sich damit zufrieden geben, daß wenigstens in dieser Beziehung das Mögliche geschehen und in der Orientfrage das denkbar günstigste Resultat erzielt worden; im übrigen heißt eS: „Hilf dir selbst, und es wird dir geholfen werden", die industriellen und handeltreibenden Klassen sind sich lediglich selbst überlassen. Und mit dieser Sachlage ist zu rechnen. Was nun die Verlegenheiten anlangt, welche auf dem Berkehrsleben lasten, so rühren dieselben aus zwei verschiedenen Quellen her, die zwar unter einander vielfach in Beziehung stehen, aber doch auseinander gehaltm werden müssen. Als das hauptsächliche Moment muß die Ueberproduction in allen Zweigen der Industrie während der letzten Jahre angesehen werden, welche in allen Ländern des europäischen Festlandes platzgegriffen hak und deren unheilvolle Wirkungen eben ertragen werden müssen, ohne daß sich von irgend welcher Seite her eine wirksame Hilfe abfehen läßt. Auch wenn es der Privaten und Industriellen empfohlenen Sparsamkeit gelänge, die zur Fortführung des stockenden Betriebes notwendigen Kapitalien zu beschaffen, würde damit nichts Wesentliches erreicht sein. Das Bedürfnis der Menschheit nach Erzeugnissen der Baumwollen-, Eisen-, Seiden, und anderer Industrien hat eine bestimmte Grenze, und diese ist, wie es scheint, von der Production längst erreicht worden. Die so beliebte Phrase von der Möglichkeit, neue Märkte zu eröffnen und neue Consumtions-bedürsnifse zu wecken, hat für den Augenblick eben-sowenig Sinn als der von unseren privilegierten Reichsschuldenmachern in den fünfziger Jahren beständig wiederholte Trostspruch, daß die Hilfsmittel des Reiches ja unerschöpflich seien und daß es nur der glücklichen Erschließung derselben bedürfe, um Feuilleton. Auersperge als Studenten. (Schluß.) Ein dritter Bruder, Herr Wolf Engelbert, genoß in denselben Tagen seine Ausbildung auf der hohen Schule in Wien und am kaiserlichen Hofe, wo er namentlich „auö Occasion der römischen Hochzeit" Ferdinands III. in einem Jahre die Summe von 6000 fl. gebrauchte und von wo er neuerdings um 3000 fl. den Vater anging. Im selben Bitt-schreiben machte er „dem Alten", wie wir heute sagen, zwei hochwichtige politische Miltheilungen; die erste lautet: »Was Massen Tillh mit Schweden die Schlacht verloren (bei Breitenfeld 1631, 17ten September), da allein ouxiäilÄS xroxriLs lauäis (die Sucht nach eigenem Ruhme) daran Ursache gewesen"; die zweite: „daß Jhro Majestät der Kaiser zukünftigen Frühling in xsr80llL ins Feld ziehen soll." An der Neige des Jahres 1631 ging Wolf Engelbert von Wien nach Celle, im Frühjahr 1633 Weikhard von München nach Bologna. Eine noch erhaltene detaillierte „Raitung" (Rechnung) des Reisemarschalls des „jungen Herrn" von der Reise nach Bologna und dem Aufenthalte daselbst zeigt in der Post „Ausgaben" vom 24. April 1633 bis 5. August desselben Jahres die Summe von 360 Ducaten, 1 Livre. 14 „Walein", 4 Quatre. In Venedig besuchte Herr Weikhard das „Ballhaus" (20Soldi), das Arsenal („Verehrung" 3 fl. 30 kr.), den S. Marx. Thurm (12 Soldi); in Verona das Amphitheater (12 Soldi); von Venedig bis Padua war die Fahrt zu Wasser gemacht worden (1 fl. 10 kr.), vou Padua uach Bologna mit der „landtkuze" (Lohnkutsche) um den Preis von 1b Kronen (30 fl.). Sehr interessant sind die Details der Rechnung über den Aufenthalt in Bologna selbst; wir heben daraus h-.rvor: I'abulW ^ssoxü 12 Soldi, eine italienische Grammatik 1 fl., dem „wedeln" (Pedell) „von wegen daß Jhro Gnaden sich in die watrivulLm eingeschrieben, contentiert 1. Dezember 14 fl., mehr ein wällisch äicUollariura gekauft 1 fl. 18 kr., vier lebendige SLarl 1 fl. 5 kr., dem Wappenmaler für das Malen zweier Wappen in Stammbücher von College« 3 fl., dem Tanzmeister 5 fl., für ein goldgesticktes Wehrgehenk 41 fl. 13 kr. 2 Pf., für ein wällisch Buchel 16 kr., die Ill8tiltut1vll68 einbinden lassen 18 kr. u. s. w. Außerdem bilden die Ausgaben im „Ballhaus" eine fast täglich wiederkehrende Post. Außer Herrn Weikhard studierten im siebzehnten und achtzehnien Jahrhundert noch eine ganze Anzahl Auersperge in Italien, insbesondere in Padua, und merkl der Haus-Historiograph des siebzehnten Jahrhunderts, Herr C. Schönleben, bei jedem derselben in seiner „Genealogie der Auersperge" getreulich an: „N. N. kaiÄvii litsmrum esusa woratM ^Ibo Mtionis 66rwsm6L6 nowsu w8orip8it." (N, N., zu Padua der Studien halber weilend, hat seinen Namen in die Matrikel der deutschen Nation daselbst eingetragen.) Diese Auersperge, die an den prunkliebenden Höfen des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts und den in das luxuriöse Leben jener Zeiten mit-hineingerissenen deutschen und italienischen Hochschulen in der erwähnten Weise ihre Studien vollendet hatten, sie brachten in die engere Heimat Krain die Neigung zu Pracht und Aufwand und auch die Neigung für die damals eben in Aufnahme begriffene dramatische Kunst, insbesondere für die Oper mit. So kam es, daß Laibach zehn Jahre früher als Paris eine italienische Optr hörte und daß die theatralischen Aufführungen im .Fürstenhofe" sich mit dem Hoftheater des gekrönten Componisten Kaiser Leopold kühn messen konnten. Um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts gründete Maria Theresia das heute noch bestehende Bildongsinstitut für den Adel, das „Theresianum" als Ritterakademie, und wir begegnen von da an den Auersperg aus dem Wege nach der „Favorita", den Nöthen des stets bedürftigen SlaalssäckelS ein Ende zu machen. Bedürfnisse, die über ten Begehr nach Speise und Trank und Schutz gegen die Unbill der Witterung hinausgehen, sind Produkte der Gewohnheit, die sich weder aus der Erde stampfen, noch durch den bloßen guten Willen aufrecht erhalten lasten. Die überseeischen Märkte, auf welche unsere Industrie nach dem Vorgänge der französischen und englischen verwiesen wird, sind entweder überfüllt, oder außer Stande, die ihnen angebotenen und für sie in der That werthvollen Erzeugnisse unseres hei. mischen Gewerbsfleißes zu bezahlen. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 29. März. Inland. Die bemerkenSwertheste Erscheinung in dieser Session der österreichischen Landtage ist unstreitig der Entwurf einer Aenderung der Wahlordnung, der dem böhmischen Landtage vom Landesausschusse vorgelegt worden ist. ES ist ein schweres aber dankbares und verdienstvolles Stück legislatorischer Arbeit, das der böhmische Landtag hiemit in die Hand genommen. Ohne die einheitlichen verfassungsmäßigen Grundsätze der bisherigen Wahlordnung zu verändern, erscheint der Entwurf geeignet, den Mängeln und Gebrechen derselben abzuhelfen, indem einerseits den thatsächlich herrschenden Verhältnissen und Interessen vollkommen Rechnung getragen, und andererseits der erbitternde Wahlkampf zwischen Deutschen und Lzechen lünftig ausgeschlossen werden soll. Wenn, wie gemeldet wird, die in die Commission zur Berathung des EnlwurseS gewählten drei Jungczechen sich gegen die Grundsätze der Reform ausgesprochen und ein Separatvotum angemeldet haben, so beweist dies eben nur neuerdings, daß die Jungczechen über die Grenzen des Rechtes und der Billigkeit hinaus das Ziel politischer Beoorrechtung der Ezechen in Böhmen anstreben und zu diesem Zwecke Forderungen stellen, die ihnen auf dem Boden der Verfassung nie ge währt werden können. Die Ultramontanen des Vorarlberger Landtags schicken sich an, in den Pfaden ihrer tiroler Gesinnungsgenossen würdig zu wandeln. Das AuSschuß-Elaborat über das „katholische VolkSschul-gesetz für Vorarlberg" dürfte alle klericalen Geister in Oesterreich mit aufrichtiger Befriedigung erfüllen, denn es basiert auf dem Principe des freien Auf-fichtSrechteS der Kirche über die Schule; das Wort „frei" bedeutet in diesem Falle wol so viel als wo bekanntlich auch Anastasius Grün eine zeitlang seine Studien gemacht hat. Ein hervorragender Zöx ling des Theresianums aus der Familie Auersperg war aber der gleichfalls als Schriftsteller bekannte Sigmund Graf Auersperg, der 1772 eine Rede über den Zustand der bildenden Künste in Wien hielt und drucken ließ, welche der Kaiserin Maria Theresia hohes Verdienst um die Reform der 1707 errichteten Malerakademie hervorhebt, die eben Heuer als „Akademie der bildenden Künste" ihr Jubiläum feiert und den neuen Prachtbau bezieht. Indem wir heute mit der Jugend Oesterreichs den „Sänger der Freiheit", den Studentenfreund Anastasius Grün, feiern, haben wir auch jener Vor fahren des Grafen Auersperg gedenken zu können geglaubt, die, abgesehen von der Richtung der Zeit, immer mulhig und unverdrossen mit an der Spitze der wissenschaftlichen Strebungen schritten und „aus den schönen Gärten", wo „edle Gärtner" diesen und jenen Baum, eine „hohe schuel" „gepelczet", das Schönste und Beste an Früchten mit heimbrachten Wie singt man doch: „Und bat der Bursch nun ausstudiert, So reiset er in xatriaw, Mit seinen Heften ausstaffiert Heißt er ein grundgelehrter Mann." Die Hausbibliothek im Fürstenhof" in Lai bach bewahrt eine Unzahl solcher Studienhefte von verschiedenen Gliedern der Familie Auersperg. 8. unumschränkt". Die Herren Oelz, Thurnher und Genossen wollen die Schule völlig an die Geistlichkeit wieder ausliefern, damit die „Cooperatoren-All-macht", welche in Tirol ihre Slärke jüngsthin durch die Sprengung des Landtages eciatant bewies, auch in Vorarlberg für immerwährende Zeiten sich fest-etze. Die Existenz eines Reichs-Volksschulgesetzes, welches dem Staate das AussichtSrecht über die Schule zuerkennt, kümmert die schwarze Garde in der bregenzer LandtagSstube blutwenig, sie setzt sich über dasjenige, was von reichswegen gesetzlich normiert ist, kühn hinweg. Wahrscheinlich werden nun ür die Vorarlberger Landesvertretung stürmische Tage ommen. Morgen Donnerstag kommen die Minister isza, Szell, Wenckheim und Simonyi in Wien an, um die unterbrochenen Verhandlungen mit dem cisleithanischen Eabinete wieder aufzunehmen. ES handelt sich jedoch zunächst, wie die „Budapest« Eorrespondenz" berichtet, um die Feststellung des ge-meinsamen Budgets. Erst nach Erledigung dieses Gegenstandes sollen die handelspolitischen Verhandlungen fortgesetzt, und zwar soll erst die Zoll- und VerzehrungSsteuer-Frage und zuletzt die Bankfrage n Angriff genommen werden. Bekanntlich besteht bei beiden Parteien die Absicht, diesmal die Unterhandlungen nicht früher abzubrechen, als bis ein ! Resultat erzielt ist, und am 1. März d. I. hat Minister Unger die feierliche Zusicherung gegeben, ..die Regierung habe den festen und unerschütterlichen ! Villen, die obschwebenden Verhandlungen nur zu emem solchen Abschlüsse zu führen, welcher weder den politischen Interessen der gesummten Monarchie, noch den finanziellen und wirthschastlichen Interessen der diesseitigen Reichshälfte abträglich wäre." Ausland. Dem berliner Abgeordnetenhause am L5. d. M. der Gesetzentwurf über die Ab tretung der preußischen Eisenbahnen an das Reich zugegangen. Derselbe enthält blos zwei Paragraphe. BemerkenSwerth ist der Schlußpassus der Motive, welcher in ziemlich unverblümter Weise dem ParticulariSmuS einen scharfen Wink ertheilt. Preußen, heißt es, werde die Lösung der Aufgabe jedenfalls, auch wenn im Reiche ein Widerspruch sich erheben sollte, mit aller Energie anstreben. Werde trotzdem die berliner Initiative im Reiche keine Nach olge finden, so müßte man sich außerhalb der preu-zischen Grenzen darauf gefaßt machen, daß sich ein lebergewicht der mit den preußischen Bahnen ver-! nüpflen Interessen geltend machen werde. Dieses Argument wird wol auch die Beweisgrundlage der mit Bestimmtheit erwarteten Eisenbahnrede BiS> marcks bilden. Aus Frankreich liegt eine Reihe von Nach richten vor, welche beweisen, daß die legislative Thätigkeit der drei constitutionellen Factoren: Regie rpng, Senat nnd Kammer, sich entschieden fühlbar macht und daß somit die republikanische Staatsform kräftig zu funktionieren begonnen hat. Die Regierung wie die beiden gesetzgebenden Körper haben sich in den letzten Tagen gegenseitig überboten, durch Ein bringung von Gesitzesvorlagen ihren Eifer darzulegen das parlamentarische Leben in Gang zn bringen Es wurde hiedurch eire Fülle von ArbeilSmaterial geschaffen, welches die Commissionen beider Häuser während der am 8. April beginnenden Ferien vollau^ beschäftigen wird. Der eifrigste unter den Ministern ist unstreitig der Unterrichtsminister Waddington, der seinem Entwürfe, betreffend die Abänderung des Gesetzes über den höheren Unterricht, rasch neue Anträge folgen lassen will, welche durch Revision der Vorschriften, betreffend die Zusammensetzung der Schulräthe, den Zweck verfolgen, den klericalen Ein fluß auf den VolkSunterricht vollends lahmzulegen Die vaticanifche Partei fühlt auch, daß Waddington ihr gefährlichster Gegner ist, und verdient in dieser Beziehung ein Brief des „streitbaren" Bischof« von Orleans Beachtung, in welchem Monseigneur Du panloup den Republikanern offen den Fehdehandschu vor die Füße wirft. Daß die demokratische Parte den Kamps mit frischem Mmhe aufnehmen wird, beweisen zahlreiche von republikanischen Deputierten eingebrachte Anträge, welche sich auf eine totale Re-sion des Unterrichtswesens, auf Abschaffung des Cultusbudgeis, Wiederherstellung des Vereins und Versammlungsgesetzes und deö Thiers'schen Gemeindegesetzes beziehen. Die „Politische Corresp." meldet hochofficiöS: Infolge der energischen Einwirkungen Oesterreichs und Rußlands auf die serbische Regierung erklärte der serbische Minister des Aeußern dem diplomatischen Agenten Oesterreichs, daß die serbische Regierung nicht die Absicht habe, die Türken anzugreifen, noch das Pacificalionswerk der Großmächte rgendwie zu behindern und sich dadurch einen Collec-tivfchritt derselben zuzuziehen. Die getroffenen militä-schen Vorbereitungen sind nur die Ergänzung der n den letzten Jahren vernachlässigten militärischen Organisation Serbiens. vokal- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Siebente Landtagssitzung.) (Schluß.) Sodann gelangt zur ersten Lesung der Bericht des Landes-ausschusses inbetreff des Baues einer Landesirren-nstalt in der ehemals Val. Krisper'fchen Realität „Thiergarten" in Studenec. Derselbe wird dem Finanzausschüsse überwiesen. Es solgt der Bericht des Landesausschusses mit einem Gesetzentwürfe zur Ergänzung der Vorschriften dn Gemeindeordnung für Krain über Verwaltung und Verrechnung des Gemeindevermögens. Der Antrag des Landesausschuffes geht dahin, der hohe Landtag w lle in die Berathung und Beschlußfassung dieses Gesetzentwurfes eingehen und denselben zur Prüfung und Vorbe-rathung an den durch zwei Mitglieder zu verstärkenden Gemeindeansschuß verweisen. Der Antrag wird angenommen und über Antrag deS Abg. Dr. Schrey sofort zur Wahl der zwei Mitglieder geschritten. Es wurden gewählt Dr. Schrey und Dr. Zarnik. Hierauf gelangen zur Verhandlung die Berichte des Finanzausschusses über den Voranschlag des Kranken-, Gebär-, Findel- und Irrenhaus-ondes pro 1877; dann der Bericht desselben Ausschusses über den Voranschlag des Zwangsarbeitshaussondes. Die-elben werden vom Hause gemäß den Anträgen genehmigt, zu letzterem außerdem folgende Resolution angenommen: Der Landesausschuß wird beaustragt, nach Anhörung der Verwaltung des Zwangsarbeitshauses über die Mitte', und Wege zu berathen, wie der Arbeitslohn in dieser Anstalt entsprechend erhöht werden könne, und der Landesausschuß wolle je nach dem Ergebnis dieser Berathungen das Nöthige im administrativen Wege versügen. Zu ersterem Berichte werden noch folgende Resolutionen genehmigt: Der Landes-ausschuß wird beauftragt: s.) die bereits eingeleiteten Er-Hebungen, welche dahin zielen, die unverhältnismäßigen Kosten der hierländigen Gebäranstalt auf ein geringeres Maß zurück-zuführen, rasch einem womöglich gedeihlichen Ende zuzu-führen; d) sich mit der hohen Regierung dahin ms Einvernehmen zu setzen, daß dieselbe sich bewogen fände, zu den Regiekosten der Gebäranstalt in der Erwägung, daß selbe nicht allein dem Lande als Sanitätsanstalt, sondern auch im allgemeinen als eine besonders von Angehörigen von Kroatien und der Militärgrenze besuchte Büdungsanstalt sür Hebammen- dient, einen Beitrag zu leisten, dessen Belaus Gegenstand sohin weiter folgender Erörterungen und Ver-einbarungen wäre; o) mit dem Orden der Töchter der christlichen Liede in Verhandlung wegen Wiederübernahme der Regie in der Gebäranstalt gleich jener in den anderen »b-theilungen nach Einheitspreisen zu treten, die bei sonst bestehender Geneigtheit hiezu diesem Acte etwa entgegenstehen, den Hindernisse zu beseitigen, und ä) über alle diese Aus-träge und das infolge derselben im eigenen Wirkungskreise Versügte dem nächsten Landtage abgesondert zu berichten. — Endlich erstattet Baron APsaltrern namens des Finanz-ansschufseS Bericht über das Concurrenzverhältnis zu den Arznei- und Reisekosten in Epidemiefällen. Die Anträge des Finanzausschlisses lauten: Der hohe Landtag wolle beschließen: I. es sei die k. k. Regierung durch den Landes-ausschuß einzuladen, I. dem Erlasse des hohen Ministeriums deS Innern vom 17. Februar 1858, Z. 23,992, im Hinblicke auf die in demselben erwähnte allerhöchste Entschließung und auf das im Anschlüsse hieran ausgesprochene 'Prinzip; im weiteren Hinblicke auf die allerhöchste Entschließung vom 16. April 1807, welche die für Epidemien bestehenden Normen aus Lustseuchekranke auszudehnen anord-net; endlich im Hinblicke auf den Erlaß des hoben Ministeriums des Innern vom 30. August 1848, Z. 1029, und vom 14. Dezember 1848, Z. 11,097, — in dem bisher nicht zur Ausführung gelangten Punkte der Tragung der Diäten- und Reiseanslagen des Sanitätspersonals bei Epidemien und Epizootien, dann des Medicamentendrittels bei den ersteren durch den Staatsschatz in Wirksamkeit treten zn machen und hiedurch den Landesfond von den bezüglichen Ausgaben zu entlasten; 2. wegen Refundierung dieser vom Landesfonde seit dessen Bestände inilsdite geleisteten Ausgaben die nöthigen Verhandlungen mit dem Landesausschusse wegen deren ziffermäßigcr Richtigstellung und Zahlungsanweisung der sogestalt vereinbarten Ziffer zu Pflegen. II. Der Landeöausschuß werde angewiesen: ») Im Falle, daß die k. k. Regierung dem Ansinnen des Landtages nicht entsprechen sollte, die nöthigen Schritte in der Richtung zu thun, daß die Entscheidung des hohen Reichsgerichtes über den rechtlichen Bestand und Geltendmachung dieser Ansprüche des Landes hervorgernsen werde; b) über den Erfolg der ihm hiemit gegebenen Aufträge dem hohen Landtage in der nächsten Session abgesonderten Bericht zu erstatten. Bei der Generaldebatte hierüber ergreift Abg. Bleiweis das Wort. Derselbe ergebt sich in höchst läppischer Weise in staatsrechtlichen und föderalistischen Tiraden wider das gegenwärtige Regierungssystem. Die Zerschlagung Oesterreichs in zwei Hälsten sei Schuld an allen Calamitäten, die Krain ins-besondere daraus erwachsen, daß in den Gebieten der Stefanskrone andere Seuchengesetze herrschen, als diesseits. Ra-dicale Hilfsmittel thun deshalb noth, die Rückkehr zum Oktoberdiplom allein werde Rettung bringen. Abg. Defch -mann erwidert aus die Auslassungen des Abg. Bleiweis mit dem Hinweise darauf, daß gerade das ungarische Mini-sterium sich inbezug der Regelung der Seuchenangelegenheit auf das entgegenkommendste benommen hat. Nicht die Zweitheilung der Monarchie sei daher Schuld, wol aber die Dreitheilung der Seuchengesetzgebung, oder der Umstand, daß Las autonome Kroatien hierin eine Sonderstellung «innimmt und die einheitliche Gesetzgebung verschleppt. Nicht der Dualismus, sondern der Trialismus sei das bedrohliche uud gefährdende. Noch weit mehr aber würde der Pluralismus oder Föderalismus im Sinne Bleiweis die verderblichsten Folgen nach sich ziehen. Der Berichterstatter Baron APfaltrern vertheidigt die Vorlage gegen die Anwürfe des Dr. Bleiweis und empfiehlt als Radicalmittel gegen die mislichen Finanzzustände des Landes Las F a l le n l a s s e n des Größenwahns. Der Regierungsvertreter, Herr Landespräsident R. v. Widmann, erklärt, er werde angesichts der in dem Aus-schußberichte erörterten thatsächlichen Verhältnisse die Anträge des Finanzausschusses, salls dieselben vom Hause zum Beschlüsse erhoben werden, der Regierung auss wärmste zur Genehmigung empfehlen. Auf die Auslassungen deS Dr. Bleiweis habe er jedoch so manches zu erwidern. Derselbe habe gegen die Regierung den Anwurs erhoben, sie habe bezüglich der Frage, wer die Kosten des Seuchencordons zu bestreiten habe, eine schwankende Haltung gezeigt. Soviel er für seine Person sich erinnern könne, sei von einer derartigen schwankenden Haltung kein Anzeichen vorhanden. In der LandtagSsesston vom Jahre 1874 sei vom Abgeordneten Kramarii wegen Vergütung der Eordonskosten an die Gemeinden eine Interpellation an die Regierung gerichtet worden. Er habe die Ansprüche Krains warm besürwortet und sei sür volle Gleichstellung des Landes mit ähnlichen Vor> gängen in anderen Grönländern, namentlich wie in der Interpellation verlangt wurde, mit der benachbarten Steiev mark eingetreten. Das Ministerium des Innern hat unterm 7. Oktober 1874 in seiner Erwiderung Aufklärungen vom Landesausschusse verlangt, inwiefern bei Vergütung der Seuchrkosten anderswo nach einem verschiedenen Maßstabe vorgegangen worden sei alS in Krain. Ein Jahr lang ließ hieraus der Landesausschuß nichts von sich hören. Aus solchen Anlässen nun und aus der strittigen Zuständigkeit einer Findelkindes die Gelegenheit vom Zaune brechen, um gegen die Staatsordnung Angriffe zu richten, sei wol nicht am Platze. Solange nicht alle Rechtsmittel erschöpft sind, kann man nicht Anwürfe erheben. Und gar den Bestand der zu Recht bestehenden Staatsordnung negieren, finde er im sei fast ein volles Decennium in unbestrittener Geltung. An dieser Grundlage zu rütteln, sie heute aus so nichtigem Anlässe in Frage zu stellen, müsse er mit aller Entschiedenheit zurückweisen und diesen Vorgang alS eine höchst bedauerliche Erscheinung bezeichnen. Man möge nicht neuerdings den Samen der Uneinigkeit und Zwietracht ausstreue»; geordnete Regelung des Lanbeshaushaltes, nicht staatsrechtliche Tiraden verlange die Bevölkerung Krains von ihren Vertretern im Landtage. An der Rechtsbeständigkeit der StaatS-grundgesetze rütteln heiße chaotische Verwirrung und namenloses Unheil in ihrem Gesolge herausbeschwören. Die energischen Worte des Herrn Landespräsidenten wurden von der Linken mit Beifall, von der Rechten mit verdutztem Schweigen hingenommeii. Nachdem dann die Anträge des Ausschusses in dritter Lesung angenommen, wurde die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung Samstag den l. April. (Sonderbare Gemeinderaths-Candi-Laten.) Den besten Beweis der politischen Unmündigkeit und des Mangels jedes Verständnisses sür ein geregeltes Lomwunalwesen seitens unserer klerical-nationalen Gegner liefert unter anderm auch der Umstand, daß in ihrer Lan-didatenliste für den I. Wahlkörpcr zwei Persönlichkeiten figurieren, deren eigenthümliche Beziehungen zu der Stadtgemeinde allerorts, wo die öffentlichen Angelegenheiten ruhig und objectio, nicht aber durch die Brille verblendeten Parteihasses betrachtet werden, zu den Unmöglichkeiten gerechnet würden. Der eine dieser Landidaten, Herr Peter za ist seit Jahren Hanptunternehmer der städtischen Schotterund sonstigen Materialienlieferungen, der zweite, Herr Bil-har, ist Repräsentant des Pächterconsortiums der städtischen Gesälle. La nicht zu erwarten steht, Laß diese beide Herren ihre geschäftlichen Beziehungen zur Stadtgemeinde, beziehungsweise zum Magistrat aufgeben, so würde sich im Falle des Reussiereus dieser Eandidaten das interessante Problem ergeben, welche Stellung der Gemeinderath Peterza gegenüber dem Schotterlieseranien Peterza einnehmen werde, und wie die städtischen Organe den Gemeinderath Peterza als Ersteher städtischer Lieferungen gehörig zu kontrolieren in der Lage sein werden. Wenn zwei derartige Hauptunternehmer wie Peterza und Vilhar im Gemeinderathe Sitz und Stimme haben, so ist schon in Voraus jede anderweitige Loncnrrenz bei Licitationen, die in ihren Speculationskreis gehören, ausgeschlossen. Dem nationalen Programme, daß das slovenische Brod der Stadtgemeinde nur den Nationalen zugute kommen soll, würde allerdings durch die Wahl solcher Persönlichkeiten Rechnung getragen, allein wir besorgen, daß dieses echt .slovenische Brod" der Stadtkaffe sehr hoch zu stehen käme. Schon eine solche Znmuthung an den gesunden Sinn der Wähler sollte alle einsichtsvollen, vom Pflichtgefühl durchdrungenen Bürger veranlassen, durch Ausübung ihres Wahlrechtes gegen das klerical-nationale Prinzip, daß man den Bock zum Gärtner mache, energischen Protest einzulegen. — (Die krainische Handels- und Ge» werbekammer) faßte in der am 23. v. M. abgehaltenen Sitzung folgenden Beschluß: „Die Handels- und Zolloer. träge mit Frankreich, Deutschland seien zu kündigen und aus Grundlage eines Minimal-Zolltarises zu erneuern, der der österreichischen Industrie den mit Recht beanspruchten Schutz wahrt und unter den lein Lonventionaltarif gehen darf." — Die Kammer wird sich für Vermehrung der Post, botengänge von Ratschach nach Steinbrück und sür Wieder einführung des Nachtdienstes beim hiesigen Telegraphen-amt, eventuell sür den Beginn der Amtsstunden von 5 Uhr früh gehörigen Orts verwenden. — (Garnison swechsel.) Wie die „Triest. Ztg. erfährt, geht im künftigen Monate das Jnsant.-Regiment Nr. 46 von Laibach nach Triest, das Jns.-Reg. Nr. 16 von Triest nach Pola, das Jns.-Reg. Nr. 6 von Pola nach Osen, das Jns.-Reg. Nr. 32 von Dalmatien nach Klagen-furt; nach Dalmatien werden drei Jägerbataillone dirigiert. — (Ernennung.) Freiherr Gussich, derzeit BezirkScommiffär, wurde zum Bicefecretär im Ministerium des Innern ernannt. — (Thierschutzverein) Der im Tivoliparke vollzogene Act rohester Thierquälerei — einem kleinen Hunde wurden beide Augen ausgestochen — wurde vonseite des Vorstandes der krainer Filiale bei der Bezirkshaupt. Mannschaft Laibach-Umgebung zur Anzeige gebracht. — Dem Lentralvereine in Graz find 8, den Filialen Tt. Jo — (Leichenbcstattung.) Die kirchliche Einsegnung der Leiche des in Wien verstorbenen und nach Laibach über-sührten Fräuleins Leopoldine Lavatschek sand gestern um die fünfte Nachmittagsstunde am Friedhofe zu St. Christof unter Betheiligung fämmtlicher Gesellschaftskreise LaibachS statt. Der Männerchor der philharm. Gesellschaft, deren ausübendes Mitglied die verstorbene Künstlerin gewesen, sang bei der Einsegnung und an der Grabesstille zwei erhebende Trauerlieder. — (Sterbefall.) Am 25. d. M. starb in Lilli der Pens. Direktor des k. k. See-Lazareth» in Triest, Herr Franz Mandel v. Mandelstein. — (Zur Auerspergseier.) Der hiesige Galan-teriebnchbinder Eisert hat eine an den Jubilar gerichtete Glückwunschadresse Pracht- und kunstvoll ausgestattet, und der Bildhauer Christen in Graz vollendet soeben eine Gyps-bltste des gefeierten vaterländischen Dichters Anastasius Grün. — Die Gemeinde Radkersburg in Steiermark veranstaltet am 8. k. M. einen Festabend und richtet an den gefeierten Jubilar eine Glückwunschadreffe. — (Ans dem Amtsblatte.) Kundmachung, betreffend eine Privile^iumsertheilung an die Gewerkschaft Sagor. — Kundmachung Uber die im Wrenzlande herrschende Rinderpest. — Erkenntnis des Preßgerichtes, betreffend die Nummer 66 des „Slov. Narod". — (Landfchaftliches Theater.) Pie Strauß-sche Operette „Der Larneval in Rom" zog gestern eine an-ehnliche Zahl von Theaterfreunden an. Fräulein Allegri Marie), Frau Pa ul mann (Gräfin Falconi), die Herren Schimmer (Maler Breyk), THaller (Graf Falconi) und Steinberger (Raphaeli) können wieder günstige Erfolge verzeichnen und erfreuten sich wiederholter Beifallsbezeugun-gen. Die drei erstgenannten Bithnenmitglieder wurden auch mit Hervorrusen ausgezeichnet._______ ' Witterung. Laibach, 29. März. Morgen beinahe ganz heiter, sehr angenehmer Vormittag, die Alpen klar, schwacher SW. Temperatur: morgens 7 Uhr -j- 5 8°, nachmittags 2 Uhr -j- 16 8' 6. (1875 -j- 6 0»; 1874 -f- 14 8° 6.) Barometer im Fallen 72818 mm. Das gestrige TageSmittel der Temperatur 110° um 4 9° über dem Normale. Augelommeue Kremde am 29. März. Hotel Stadt Wien. Dub; Halbart, Reis.; Scheid, Kfm.; Wien. - Stehr, Leipzig. — Kappstein, Siofok. — SachS und Schönfeld, «gram. — Jvanovii, Samobor. — Slöckinger sammt Frau, Pontafel. - Bart, Privat, Pe-trisek. — Sendel, England. — Hamelius, Ingenieur, Paris. — Strauß, Kfm., Darmstadl. Hotel Elefant- Gollob, Reichenburg. — Reichfeld, Triest. — Gaerz, Rothenau. — Killer, Ratschach. — Pufitsch, Tarvis. — Peseritsch, Cilli. — Gorisek, Javonje. — Weber, Jäkel, Oreschek und Blaschitsch, Oberkrain. Hotel Europa. Pscherhos, Kfm., Kreutz. — Bach, Wien. Theater. Heute: Seekönigs-Brant Schauspiel in 4 Acten von R. Kneisel. Morgen: Zum Vortheile des Herrn I. Schlimmer: Der Larneval in Rom. Komische Oper in 3 Acten von Josef Brau». höchsten Grade ungehörig. Di- dualistische StaatSverfaffung I Hann 1, Tüffer 1, Gleinstetten 7 neue Mitglieder beigetreten. Telegramme. Rom, 28. März. In der Kammer und im Senate entwickelte DepretiS das Programm des Cabine 1 sund verhieß weitgehende Reformen. In der Kirchenpolitik werde das Cabinet weder aggressiv noch feindlich Vorgehen und unter Beobachtung der bestehenden Gesetze sich zu keinerlei Vereinbarung herbeilassen. Bezüglich der äußeren Politik, der Armee und Marine werde es die frühere Politik weiter verfolgen. Die Conventionen wegen Trennung und Rückkaufs der oberitalienischm Bahner» werde es acceptieren. Das Cabinet strebe die Beseitigung des noch herrschenden Zwangscourses an und werde endlich die schwebenden Handelsverträge im freihändlerischen Sinne prüfen. Telegraphischer Cursdericht am 29. März., Papier-Rente 65 05 — Silber Rente 70---^ 186»er KtaatS-Anlehen 109 75. — Bankactien 872. — Credit 161 60 — London 116 35. — Silber 10180 — K. k. Mitn»-ducalen^47. - 20-FrancS Stücke 9 31-/,- - 100 Reich«, mark 57.20. n. Beiliegend 5 iller Hochachtung Februar 1859. gegso 8m8i-unl! lMgenkmksieilen okrüxvm orn f^8ir>c57loi^ i,n.lukf«.' ltiLb. I8^n^ mit dem besten Erfolge gegen die meisten Krankheiten angewendet, so daß jede Hausfrau ein solches Mittel vorräthig haben sollte. Nur bei (79) 10-S kLdriel kieeoU, Apotheker, Wienerstraße, Laibach. Verstorbene. Den 27. MSrz. Maria Zupaniii, Inwohnerin, 60 I., Tivilspital, Altersschwäche. — Johann «okalj, Tischler, 23 I., Tivilspital, «einftaß. — Maria Snoj, Inwohnerin, 76 I., Stadt Nr. 97, Lungenlähmung. Danksagung. Für die vielen herzlichen Beweise inniger Theilnahme an unserm schweren Verluste und für die zahlreiche Betheiligung an dem Leichenbegängnisse unserer theueren Schwester Leo-Mine Lavatschek, sowie für die vielen an ihrem Sarge niedergelegten Liebesspenden sprechen wir allen Freunden und Bekannten, insbesonders aber dem pbilharm Verein sür dessen freundliche Mikwirkung. den tiesgesühltesten Tank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Für Ettern und Vormünder von Waisenfräuleins! Meine noch jetzigen sehr geehrten Schüler regelmäßig und vollkommen fertig lernen lassen zu können, bin ich ge-nöthigt, meine angesagte triester Aleise sür etwas später auf-zuschieben, und um diese Gelegenheit auch armen und weniger bemittelten Fräuleins nutzbar zn machen, bealfichtige ich am I. April einen separaten Lehrcnrs im Schnittzeichnen, Maßnehmen und Zuschneiden bei Mitlheilung praktischer Vorlheile beim Nähen, gegen srüher nur zum halben Lehrpreis, zu eröffnen. Die Lehr-zeit ist täglich zwei Stunden, alle Schülerinnen diesmal beisammen. Für Damen, welche aber den Unterricht in separater Stunde allein haben wollen, ist das Honorar wie srüher. Gesällige Anmeldungen wegen Ausnahme von Schülern bis letzten März täglich von 9 bis 10 Uhr vormittags und von 1 bis 2 Ubr nachmittags. Erlaube mir die höflichste Bemerkung, daß diejenigen Damen, welche von dieser so günstigen Gelegenheit Gebrauch und Nutzen nehmen wollen, sich längstens bis zum letzten März entschließen Möchten, da, nachdem der Lurs begonnen hat, Einzelne nicht mehr angenommen werden. Gleichzeitig sei auch sür vas freundliche Vertrauen betreffs meines Unterrichtes an alle , gewesenen Schülerinnen der herzlichst- Dank hiemit öffentlich ausgesprochen und wird mir gewiß nur zur angenehmen Erinnerung weiter bleiben. (184) 4—2 geprüfter Lehrer der Zuschneidekunst und wirkendes Mitglied der „Mode-Akademie," Slovenija-Bankhaus, II. Stock. ! Auf uach Monsalconk! Nachdem eS uns anläßlich de« letzten Schnepfenstreiches einige prachtvolle Exemplare zu erlegen, gelungen ist, ma»en wir der Verabredung gemäß, zu der heute stattfindenden Verspeisung derselben unsere geziemende Einladung. Ein Hund, Pints», weiß, jung, mit gestutzten Ohren und Schweif, ist in Verlust gerathen. Derselbe wolle abgegeben werden im Annoncen-Bureau (Fürstrnhos 206.) (186) Eine im besten Alter stehende Frauensperson sucht eine Stelle als «MM M LM am liebsten bei einer Herrschaft am Lande zu erhalten. — Näheres im Zeitungs-Comptoir. (173) 8—2 Brust- un- Lungenkrankheiten, welcher Art dieselben auch sein mögen, werden mittelst des nach ärztlicher Vorschrift bereiteten von Franz Wilhelm, Apotheker in Neuukirchen, am sichersten beseitigt. Dieser Saft hat sich auf eine außerordentlich günstige Weise gegen Hals- und Brustschmerzen, Grippe, Heiserkeit, Husten und Schnupfen bewährt. Viele Abnehmer besiätigen, nur diesem Saft hätten sie angenehmen Schlaf zu verdanken. Vorzüglich bemerkenSwerth ist dieser Saft als Präservativ bei Nebeln nnd rauher Witterung. Zufolge seines äußerst angenehmen Geschmackes ist er Kindern nützlich, ein Bedürfnis aber lungenkranken ! Menschen; Sängern und Rednern gegen umflorte Stimme oder gar Heiserkeit ein notbwendiges Mittel. ! Zahlreiche Zeugnisse bestätigen obige Angabe. Desgleichen wurde dieser Sast von vielen Aerzten des! In- und Auslandes empsehlenswerth befunden nnd hänfig verordnet. Zum Beweije des Gesagten sühre ich nachstehend anerkennende Zuschriften an: Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. Zeugnis. Mein sechsjähriger Sohn Franz litt seit acht Wochen an einem so heftigen Krampshusten, daß ich fürchten ! mußte, er werde linrnal essticken ; dabei magerte er ganz ab und wurde so schwach, daß er sich kaum mehr aus den Füßen erhallen konnte. Da wurde mir der Schneebergs Kräuter-Allop gerathen, und. Dank diesem herrlichen Mittel, schon nach Verbrauch der ersten Flasche balle der Husten abgenommen, und nach der zweiten I Flasche bekam das Kind ein besseres Aussehen, kam wieder zu Kräften und ist seitdem vollkommen gesund. — Auch mein älterer Sohn wurde durch dieses Mittel von einem heftigen Husten und Heiserkeit in einigen Tagen befreit. ! Ich stelle daher mit innigem Danke sür die schnelle und wunderbare Heilung meiner Kinder dieses Zeugnis aus und wünsche, daß es zum Wohle der leidenden Menschheit recht weit bekannt und allgemein angewendet werde. — Flatz, den 6. März 1855. Äatva 3ich. Loren; 8 Mün chret am Ostrang, den 23. Februar 1859. Wund- und Geburtsarzt. tlur dann mein Fabrikat, ^ wenn jede Flasche mit diesem Siegel versehen. dieser Schutzmarke verfallen gesetzlichen Strafen. Um Verwechslungen mit Täuschungen zu vermeiden, ersuche ich, aus die Emballage der Flaschen des Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop zu achten, welche nebigen verkleinerten Abbildungen entspricht, auf welcher mein nebenstehender Namenszug in rvtlivi L»ike ersichtlich ist. jene Envelopes, welche nicht nebigen Abbildungen gleich sind und meine Unterschrift nicht sühren, sind als Falsificate zu betrachten. Preis einer Flasche nebst Anweisung 1 fl. 25 kr. ö. W. Die Verpackung wird mit 20 kr. berechnet. ttaupt-vspöt bsi V/ilkwlm, Kpo1ti6>(6k- in Keunkii-otisn. Der echte Wilhelms Echneebergö Kräuter-Allop ist noch zu bekommen bei meinen Herren Abnehmern in in Rudolsswerth nur bei Dom. Rizzoli, Apotheker; in Agram bei Sig. MiMbach, Apotheker. Betreffs Uebernahme von Depots wollen sich die Herren Geschäftsfreunde gesiilligst brieflich an mich wenden. (72) 7—4 Neunkirchen bei Wien (Niederösterreich.) »«„L Apotheker. Druck von Jg. v. «leinmavr » Ked. Bamberg. «erlrger Ottomar Bamderg Für die «edaction verantwortlich: Franz Spitaler-