ll <>0 c.M, Vki^Vf'g p«ÜV??;!!ZlV0 c^)DSl..O >>? '/ Dle Ärdeitsloflglelt ln Slowenien. Naribor, v. Junt. Vie Urßewrkammer sür Llswenten hat ^«ftr Ttßn .ist, .bet Berückfichtigung aller Gegebenen Umstünde, ein Kapitel für fich. Nach dem Umsturz l^tte stch d«? industrielle nnd großgewevbliche Wiederaufbau namentlich in Slowenien unter weiwuÄ günstiUren verhültnisse« zu entwickeln vermocht als w «nderen Provinze« des neuen State». Vlo-»enMl>W»a>> 1>lW I' M» GW TNarvor. Santttag, ven 0. Sunt KS2S. Amundftns SAlSsal. Bettttt twel Wochm abgelaufen und noch keine Nachricht. Wien, 5. Juni. Ein Funkspruch 'deS „Fra^m" beisaat. HeutH ist biß Frist von zwei Wachen abgelauftn, die Amunbsen als Termin sür seine Kitckkehr bezeichnet hatte. Augenblicklich beginnen wir mit der Huche entlang der P«keiKgvenso für den FÄl, als oie Flieger den Weg nach Spitzbergen zu Fuß «ngetveten haben, »Hobby" vlrd den schwie-lvigeren Teil der Polarfechrt überntchMN. 'da lie fitr divse Fcchrt »mllstündtg auAgerl^stct ist. Wir versuchen, ostwärts des NordVaps zu steuern. Allgemein ift man der Vnstcht, daß fich Amundftn gegen Grönland gewendet habe, da die Vsverhiitltniffe zwischen dem Nord, pi^ qnd ErSnland Niel bester ^d als die zwisl^ de« l^ordpsl und Spitzbergen. V-Mnnsen ist wahrscheinlich 5—S Grad« v«« Uordpal entftrnt. Verlin, 4. Jun^. Pach einem Oopenhagener Telegramm des Zi^rltmr „Tageblattes'^ fin- den all^enblicklich unter Zuziehung genauer Nordpottenner in der norwo^schen Luiftschiff-falhvtsgescllischaift Besprechungen 'statt, Äe der Entsendung von Hilfsoxpoditionen für A-mundsen dienen sollen. Unter der Zugrundelegung der drei ÄWglichkeiten, nändlich: !. dait Aamndsen auf dem Rückflug vom Vol vor Spitzbergen niedergegangen ist, L. daß er anif dem Niickflug nach Alaska we^n Venzin-«angel vor der Küste habe lande« müffen, 8. daß er zu gui^ auf dem We« nach Kap Columbia ift. sollen die Nach^rschungen dreifach geftiihvt werden. Die beiden norwegischen Marineflugzeuge, !t>-ie SamStag per Schiff nach Gpitzbergen aibgshen, sollen die Etra^ zwi^ ^ sc^n Spitzibergsn und der grSnländi'f'k^n Küste dem Edse entlang aibisu^n. Der Franzose Wharoot soll von Grönland nach K>ap Columbia »MV der Amerikaner Mae Milan in der Richtung nach Kap Barro-tv suchen. Mederaufnodme der juaoslaWch-grtechtschm Btrkandlungen? Op«mln Yöchstwahrsl^inlich binnen zwei Monaten wieder ausgenommen werden. In piploneM- schen Kreisen hegt man die Hoffnung, daß man irgendeine LAsung der strittigen F^en slndcn Heerde. Der gestrigen Abreise des Gehilfen des Außenministers nach Athen miht man große politische Vedeutung bei. Wie bekannt, war Markovis früher jugoslawischer G^fandter in Athen und unterhielt mit kr griechischen Regierung gute Beziehungen, wes^lb alle diplomatischen Kreise bezüglich des Abschlusses des ingaslawisch-griechisch-n Bündnisvertrages vom grüßten Optimismus beseelt sind. M. ttü - es. Äavrg. einer Versammlung eine Resolution Veschlof. sen, in der hinsichtlich der vom Senat vorgenommenen Streichung gewisser Snütge» erklärt wird, sie würden zur Durchsetzung ihre« Forderungen nötigensalls -ine Streikbewegung beginnen. Stduno der MupfchNna. Veograd, v. Juni. In der heuti,ien Skup-schtinasitzul^. die unr 9.30 begann, wurde oie Debatte ü'ber die landwirtschaftlichen Kndite fortgesetzt. tzöchstwahrs6)einli6i wird die prin-^iekle Debatte heute abgeschlossen und wird sodann in ten nächsten Ta^en div Spezialde-batte bl'gonnen werden. Nach der Annahme des Gesetzes wiro der Bericht der Enquete-lonvnnssion über die Radij^mandate an die Tagesorldnung gesetzt werben. Wegen der Feiertage entfallen in der nächisten Woche einige Vollsitzungen. Vor einem Poststreik in Frankreich? WKB. Paris, 3. ^uni. Die Post- und Tele-graphenangestellten haben gestern nachts in Teil der Bergbauproduktion bilden, platzge-griffen. Metallurgische Industrie. Die Fabrik „Ti-tan- in Kamnik hatte WS2 noch 330 Arbei-ter beschSft^t. Gegenwärtig nur 228. Nicht viel besser erging es den Werken Litisa, Gu-Staidj und Htore. Leder- und Tchuhindustrie. Die Einschränkungen in den .^uptbetrieben während der Zeit von lvLS bis !9SV bewegten sich in fol-genden Ziffern: „Potovia" (Ptuj) 587 — 07-. LavriH (üonjice) ?3ü - 107; Pollak (Ljulilja na, Brhnika, Kran» 720 — 427; Woschnagg (öoStanj) bis — 43!. Die gleiche Tendenz war in kleineren Betrieben und inl Echuh-machergewerbe fiihlbnr. In der HolzverarbeitungSiudttstrie ist ebenfalls Stagnatron zu verzeichnen. Eine Erweiterung hat, sonderbarern'eise, nur die Ter-tiliniuistrie erfahren. Auch in der chemische« und der Papierindustrie ist eine grijs^ere Einschränkung der Betr'?cl»e nicht fühlbar geworden. Im Bausach, daS iv10 nur im Laibacher j^reis (ehenmliges Herzogtum Krain) 4lX)7 Arbeiter beschästigte. ist nur ein geringer Teil d. (^esaiittkapazität auogeniitzt. Die slowenk'schen Ziegeleien könnten 1000 Ar beiter mehr l^schäftigen als bisher. Die Einschränkungen in den Zementfabriken erhellen ans folgenden Zifern: Mojstrana 179 — 44; Zidani most 300 — 200. Von den keramischen Fabriken hat daS Werk „Gotovlje" den Be-tri'H eingestellt. schwierig gestalten sich die Dinge in der Dampfmühlenlndustrie. Die staatliche Tabakfabrik in Ljnbljana hat die Anzahl der Arbeiterschaft von 2014 (1v0v) auf 1217 (Mai! W25) hsra'bgeseht. » Aus den zitierten Daten geht hervor, dab die Krise, so schwer sie auch sein mag, ihren Kulminationspunkt noch nicht erreicht hat. Di" Arb^'iterschast Elowenivns ist schwer bedroht, wenn es nicht gelingen wird, neue V^rdienstmöglichkeiten zn scl)afse«. Die In« dustrie Slolveniens ldnnte, wenn die Handelsbeziehungen mrt e^owjetrußlcind wieder hergestellt nnirden, so nmnchen Vogel abschie-szen, doch' erheischt dies eine grundlegende Aenderung der bisheri?gen Ansieupolitik. Ein Beispiel bieten unS i^ejk'rre»'ch und die Tschechoslowakei. -^b. Demoblllflening der bulgan-»chen SreiwMIgm. Sosla. ». Juni. MinIperprSstdüiit Timk»« m»erdr«It«t« de« i«ii«rtei, Staat«,, «i« N», te. i« «lch« « »»««,»«M dich Mvoo Sntwilli» dl!M»bIlist«rt ha»,. I« »«r «»t» »«rb hi«P«»fiI,t. «a» »«lyi>«te» »« «eschl«», d«» ««tschast-rkms»»«,, »l»Ift,t h-d». «« b«»«t stch ftdoch d«t «»cht «r, di» Fr»!»«!,«» «ItignqM «,«»d«r « mitlllst««». Börsenberichte. Zürich, b. Juni, (SchlußSurse). P»>H 25.16, Veograd 8^7^^, London 2ö.0S, Prag 15.30, Mailand 20.57)^, Newyork Wien 7.270. Zagreb, 5. Juni. (Schlußkurse). Paris 292^—297^, Zidrich 1100—1170. London 292>^, Wien 840_L52, Prag 177 bis 169^, Mailand 237)4—240^, Nowyork 59.50-W.40. volMfche Notizen. Ueberreichuug der «okettivnote a« Dsutschß land. Wie aus Berlin vom 5. d. gemeldet wird, haben die Botschafter Englands, Frankreichs, Italiens und Japans, sowie der belgische Gesandte Mittwoch dem Reichskanzler die Kol. lekttvnote übergi^n, in der die alliierten gierungen der Reichsregierung die Maßnahmen mitteilen, von denen fie die Näumuug de nördlichen Rheinlandszone abhängig machen. Der englische Botschafter erklärte daibetz Entsprechend dem am 5. und 2S. Jänner befolgten Ä^rfahren habe ich die EM, Eurer Exzellenz im Namen meiner Kollegen und i-m eigenen Namen eine gemeinsame Note un serer Regieriingen über die Voraussetzung der Rännlung der Kölner Zone auszuhändigen. Der Reichskanzler nahm die Note mit sol-geirder Antwort entgegen: Seit der Ueberga- der Noten der Alliierten am 5. und 26. Jan ner, aus die Eure Exzellenz soeben Bezug genommen haben, hat die Neichsregierung sowohl beh der S^antworwng jener Noten als aiuch bei anderer Gelegenheit wiederhol Anlaß genommen, ihren Standpunkt in der Frage der Räumung der nördlichen Rhein-landSzone darzulegen. Ich nehme auf diese Erklärungen Bezug. Die mir ü^rgebene Note wird von der Reichsregierung unverzüglkh gepriift werden. Die Reichsregierung ^d so dann die Entscheiditng über ihre vÄteren Masmahmen tressen. Die Note und ihre Anlagen werden VamS-tag srüh veröffentlicht werden. — Sin spanisches Ultimatum au >dd «l Krim. Aus Madrid wird vom 4. d. berichtet: Es wird mitgeteilt, daß die spanische Heeresleitung Marokko die Ausschiffung von 1S.000 Mann in der Bucht von Alhuemas vorbereite. Gleichzeitig soll eine Attion zu Land unternommen werden. Bev '^ die AuS« schlfsung erfolgt, nnrd ein Ultimatum an Abb el ttrnn gesandt werden. Bei dessen Weh-nung sollen die Operationen sofort eröffnet wer^n. General '^rimo de Nlverv ist tn Te^ tuan eingetrofseil, MW. > AriMt Logt w EMa. Die fremdmselnvlkden Aund «a»ton. — Britische Ariegsschtfte W»r SchtMßhai. jj ^?!V!! London, 3. Juni. Die Lage in Schanghai ?iat sich nach den letzten Mcldungen Londoner heut« weiter verschärft. Ale 'in Schanghtii besindli^ihen Ausländer werden von !Hre« Gesa«dtschasten mit Revolvern 'MlSgerüstet. Die Poli^i hat Befehl erhalten, 'tinf Ruliestörer sofort zu fevern. Eine Grup-;pe von Manifestanten Ti^l'fiel l^ute einige 'Japaner, vim denen einer getötet wurde. AlS ^»ic Polizei einen von chl'nesischen Manifestan-'t7n beseMn Strabenblchrtwagcn anhdelt, kam es zu einem Handgemenge, bei welchem einige Chinesen getötet wurden. Amerikanische Matrosen bewachen die Wasserreservoirs, um -HÜ verhindern, daß die Aufständischen der Stadt die Wasserzufuhr abschneiden. Die Zahl der Streikenden ist auf 45.000 gestiegen. Unter ihnen befinden sich nunmehr auch Aroei-»er und Angestellte des ElektrI'zitätswerkeS, ^owie des Post- und Telephondienstes. WKB. London, 4. Juni. (Wolff.) Wie die ,',Preß Association" mitteilt, sind heute vor-mMagS in Schanghai zwei britislZ^ Kriegsschiffe eingetroffen. Weitere Kriegsschiffe wer oen heulte nachmittags dort eintreffen. London, 4. Juni. Nach einer Meldung aus Schangl)«! sind in den Europäervierteln der Stadt zahlreiche Ausländer von Chinesen Hvrch Stockhiebe mißhandelt worden. Es ist ßodoch kein Todesfall zu verzerchnen. Die eng ilischen und amerikanischen Frauen haben ei ne Hilfsgruppe gebild'^t, um die Stellen ih zen u?»d im Falle von Angriffen die Augen zuzudrücken. Ms jetzt zählt man als Folge der Unruhen im ganzen 21 Tote und mehrere hundert Verletzte. L^don, 4 Juni. Die feembeufeindlichen Streiks in Gchangl^i sind in «eiterer Aus« behnung begriffen. Es streiten bereits über !00.000 chinesische Arbeiter, denen sich Tausende von Studenten angeschlossen haben. In Schanghai werden jetzt Panzei^wagen b?i den Kämpfen zwischen der ezlropäffchen Polizei und d«n Aufständkschen benützt. Bis ietz! sind in den Reihen der Aufständisch-n Kt getötet und 65 schwer verletzt worden. In king und Kanton haben sich gleichfalls Unruhen ereignet. In Gcha«g^ si«b «icht um die europäischen u. japanis«^« MSnner be»aff-net warben, fonbern auch bte Kraue« des FrembeaviertelS zu einer b^oubere« Kampa» nie zufamengeftellt, bie im Dußerfteu Ratsall H lfe leisten sal. Louba«, 4. Juni. In Peking haben die Chinesen versucht, in die europäischen Viertel einzudringen. Sie wurden aber von der europäischen Narde daran verhindert. In ?!anking sind die Studenten ebenfalls in den Ausstand getreten. Die in englischer Sprache in Pekmg erschemenden Zeitungen mußten ihr Erscheinen infolge des Streiks der chinesischen Setzer einstellen. Der englische Generalkonsul ^t die LondonerRegierung ersucht, ihm 2000 Mcmn britischer Truppen zur Ver ^er Ehemänner besetzen zu können, falls die«gung zu stellen. Di« englischen Kreiuzer mobilisiert «erbe«. Man erlvartet ncuc mnerikani'sche und englische Flotteneinheiten. <5nglische ?1?atrosen werden die Fabriken oe-fetzen, in denen die Arbeit noch for-^gese^zt wird. Ter Straßenbahnverkehr ist überall imterbrochcn. Die Europäer klagen die Polizei an, d« Bevölkerung gegen sie aufzuhet- „Diomet" und „Carlisle" haben bis jetzt 60y Mann ausgeschifft. 400 »veitere englische Matrosen wer^n aus .Hongkong erwartet. Die englischen Marinewerkstätten in Schanghai sind durch Radio in ständiger Verbindung mit der englischen Flotte in den chinesischen Gewässern. - . —m— Taaesivroni?. t. Die gröhte Textilfäbrik Jugoslawiens niedergebrannt. In !der Staidt ^raöin in Serbien fft die größte jugoslawische Textilfa-bri? Teokorovi<5 niedergebrannt. Der Staden i^trSgt über 2 Millionen Dinar, lv.000 Ar-lberter sind brotlos geworden. t. Entsetzlicher Kindesmorb ia Ram. Abermals ereignete sich in Rom ein Kindesmord, wie er s<^n an Awei Kindern unter ähnlichen UllOünden ausgofschrt wurde, ohne daß man des.Mörders habhaft wei^den konnte. Das Sjahrlge Matchen Elsa Baridi wurde ain ?lbenid von seinen Eltern zu einem naihen Grunnen geschickt, von wo es Wasser bringen sollte. Als es nach einer viertel Stimde noch Glicht zurücklqekehrt war. befta'ben sich die El-lern auf die Suche, fanden jedoch an dem ?!^runnen nur die zevbrochene Wasserflasche. iDie seiort verständigte Polizei stellte Nach- fors-tiung'.!« an :md fand bereits am nächsten Tag.: in der Nähe deL TiberS die Leiche ÄneS Mäebauen, deren Jng", die kleine sü^ Äanddeern zu erobern, hörte Marlohn wie Hm Traum die Antwort der Wtägde, die beim Spinnen auf der Diele sangen: ' „Ach, min Merweltsjohann, ! KieVst nvi so snaakschen (sonderbar) an. ^ Wa>r ick matins di<'n Wies , > Lach mi dat Hart in Lief. I Ach, min Allerweltsjohann, i' Kiefft nri so an." Die Hcilmat spann ihre tmlsend Zauberst-den, als Leutnant Mencke zu der Ueberzeu--yunq kam: Sie ist ganz reizend, aber doch ei-lie Gans. Es ist immerhin ein Opfer, aber ich will es ^kn!ingeu. Dann kann ich mir die .„Prinzeß" kaufen und, nxnn's Glück gut ist, ?in paar „Weißgoborene", die hier leider auS vsstorben sinkt», die «Iber noch in Däncnmrrk voichanden sein sollen, aiber teuer, verdammt jteue?. Und! er fußte lhve Fingerspitzen und sah Marlehn so heiß ins (Besicht, daß sie betroffen und vevu^rrt ^vie Au^n senkte, in die Mn ersten Male zündend der Strahl eines hpf-vbendell MinneraugeS gejalllu^ Die vier Manschen, die der Zufall hier zusammengeführt, wairen inzwischen an den stillen Äichen, auif denen träumende Wasserrosen sich wiegten, vorüber, zu dem sogenannten „Luftstück" des Gartens gekommen. Das Schloß lag still unid verschlafen im hellen Sonnenlicht und die jungen Leute schritten durch d^ hohen Hainbuchenhecken nach dem „KönigSbusch". an den sebensgro-ßen Figuren aus SaMtein deS Herzogs Georg und des K'urfürsten Ernst August vor-übor, nach dem daneben liegenden reizenden Nabllrtheater. . ?' <' Anne-Liese hielt den Atem an. Ihr war still und feierlich, wie sie so an Lünng^ Seite dahinschritt, dessen große braune Augen so warm auf ««hrem Antlitz ruhten. Welch ein Lcuchten darin stand und wie der Ton seiner Stinmne Ml ihr Herz lloM, obwi^l er fich bemühte, harin^s, scherzhaft zu Plaudern. Die liautlose Stille in diesem schweigenden und doch lebendigen Dhoatn nahm die jun-aen Menschenherzen v^der Willen gefangen. Mas wußten die grünen Kulissen in der reizvollen Einsanllkeit nicht alles zu erzählen von vergangenen Zeiten, von höfischer Lust! Und Anne-Liese fielen alle die kleinen Geschicht-chen ein, d^e ihr Dater. der die Glanzzeit von .^rrenl^usen noch nrvterlebt, dam aufhorchenden Kinde so oft erzählt. Und im leisen MSrchentvn begann auch sie zu erzählen von dem blinken König Georg, den ihr Vater so gelieibt. Von der stillen, vei^rkilmten Königin uud ^ jungen Avii^jjinnen mit den blon- den Locken unlk» dem blauäugigen Kronprinzen, dessen erste Reitvevs-uche ihr Vater geleitet. Und Lünnges, dessen Augen so innig an Anne-Lieses rohen Lippen hingen, sah im Geiste den unglück!ick/en und doch so stolzen König mit den leichtge^ossenen, einst so strahlenden Augen durch die Gänae des Parkes wandeln, er sah ihn mit det KÄnigin und den jungen Prinzessinnen in dem Galawagen mi!t den schimmernlden weißen Rossen, mit den bis zur Erde reichenden Schweifen, die so. stolz ^dahinflogen wie die Sonnenroße des Apollo. Anne-Liese pries das seidenglänzende Fell dieser „Weißg^renen", die Zartheit ihrer Haut, die lang herabwallenden Mähnen und das ^uer ihrer Augen. Sie schilderte die Fardenglut der roten Gosck)irre, die wie feurige Rlibinen auf der zarten, durchsichtigen Haut lder Tiere lagen, uird der Rittmeister hielt den Atem an «nd ihm war, als lausche er, an das Knie seiner Mutter geschmiegt, wie einst als Kna^, längst verwchten Märchen. Und dann, während Marlehn unlo der junge Offi^iev lmdg^n z^vischen den grünen Kulissen dahinlschritten, sa^n Lünnges und Anne-Liose W dem amphitheatvalisch ansteigenden Zuschauerraum des alten Gartenthea-terS, von den hohen Baumwipfeln ü^r-schattet. Anne-Liese erzählte von der letzten The-al^erausMrung. der ihr Vater hier einst bei-gnvohnt, dvimal? in den' höVoen Maientagen, als noch Alan^ und Lust a-N Hofe det Kö- nigs don Hannover heriiischten. WallensteinS Lager habe man auf^f^rt und ihr Bater hatte die Königin ldurch den Garten geleitet bis hin zu den grünen Kulissen, zum letzten Mal an einem frohen Feist. Und es war, als ob die dunklen Fenstergruppen, die das ProszenilU-m begrenztm, sich drohend empör ho^n. . ^ Lünnges nxrr wie in einem Bann. Die kleine, oft so buvschitose Anne-Liese war ja eine Dich^rin. War eS nicht, als würden hier alle Geister einer toten Vergangenheit lobendig und als spann die Märchen-fee bis zur Gegemvart ihre Zauberfäden! Und ringsherum sanken die Lindenblüten wie schinvmernloe Sterne und würzten die Lust und durch den atten Garten wchte eS Weiterher vom Schlosse herüber wie der Duft sterbender Ro-sen. Die steinernen l^cchanten vor den grünen Hecken lachten übennütig auf die Menschen hernieder, und über die Fontäne hinweg, welche die grünen Kulissen abschloß und den Hintergrunlo abgaben, grüßte in heiterer Ruhe eine Terpsichove herüber. Anne-Liese schwieg und sa>h dem Rittmeister 'still in die Augen. „Nun wissen Sie," schloß fie stockend, „warum ich so oft nach Hervenhausen gehe. Hier spinnt die Märchenfee für mich bMlte Träume unld hilft mir alles das vergessen, waS nnr das Leben versagt." (Fortsetzung folgt/ ««'»' V. Durch die Hypnose wkd den Rauchern da» Rauchen abstrich gemacht. 10. Halluzinationen des gesamten Publikums. 11. Das Gelsterrusen von Lebenden und Toten. Me mtS vorsbehender Aufstellung ersichtlich, ist das Programm ein gewiß auheror-dentlicheD und hier noch nie gesehenes, und dlürste eS daher seine Anziehungskraft auf die breiten Massen nicht verfehlen. Ueber dieses Phänomen auf dem Gebiete der Hypnose werdeit wir noch berichten. O > -> - Zirkus AlüdSky. Der wellSerühmte ZirwS Kludsky trifft auf sÄner erfol^chen europäischen Tour-n« in Maridor ein. Er wird sich nur wenige Ta^ h^ aufhalten. DaS Unternehmen gründet seinen Wektr»f auf sewen .noch nie dagewesenen Leistungen auf dem Gebiet der Tier dreffur und Artistik und steht auf der Höhe seiner Darbictungiskrast. Es ist seit. Barium und Bailey das größte Unternehmt dieser Art, daS in Europa reist. Der girkuS trifft am Dienstag früh mtt S Extrazügen aus Graz ew. Mit bekannter amerikanischer Geschwindigke^ wird in wenigen Etulcken die Riesenzeltstadt aufgebaut sein; es umfaßt 4 Masten und 3 Manegen. Der Zirkus umfaßt viele Tausende von Personen. TlÄchzeitig in drei Manegen werden die Vorstellungen gegeben. Nach den Berichten der auSlSndisl^ Tageszeitungen ist das Programm eine Sensation und bildete überall das Tagesgespräch. Ein Tierpark von zahlreichen exotischen, gezähmten Tieren so Vi« Pferden usw. steht divsem Riesenzirkus Aur ^rfüstung. Die Artisten und Klinstler ^nd ttftklasfig und unübertroffen. ES steht da. her außer Zweifel, daß das Unternehmen auch in Maribor mit einem beispiellosen Erfolge gastieren wird. AusführliichereS darüber werden wir noch berichten. Die EröffnungS-Festvorstellung findet am Mittwoch den 10. Juni um 3 Uhr abends Patt. m. TsdsssM. Donnerstag, den 4. d. M. Herr Siegfried Woffzettel, Schlosser dm StaatSbahn» im M«r von 18 Jahren. Das Leichentiegä^is findet Sa.mSt'^, ven k. Juni um 17 Uhr von der Leichenhalle des kir^ichen Frievhoses in PoVrvi^je auS statt. m. svckqelisches. Sonntag den 7. d. M. fi«^ der «xmgelische Gemeindegot?tesdienst in d« llhristuSkirche um 10 Uhr vormittags statt. Prtdiigim wird Herr Pfarrer Fr. Rohr. Der KwdergotteSdienft muß diesmal entfal lsn. m. Die I. «rdentliche SemeinderatSfitzims finÄet wurmenden DienStag, den 9. Juni um 17 Uhr tm Magtstvatssvale mit folgender Ta geSoi^uny Matt: 1. Bericht des Bürgermei sterS; 2. YorschlSge und Anfragen; 3. Syste milfiorung der Dienststellen beim StMmagi stvade; S. Berichte der Ausschüsse. m. Hk»e> die vryD- hang MetHwse »«d ßiGe» die Ue hi^ sadistische . Partck beri^ für morsen Gomstag im Ä>lksh>ewt in der Ru»ka cösta eine Pro-testversommlung gegen die Er-iver Met^i,^e sowie gogen .d^ neu-eingefühivte Lo^tcuer ein. ' m. veff^ntliche A«Dfchichßtz«»g des Me. termreinks in NmeibOe. Der Mieterverein für Maribor und Umgebung hält Sonntag, den 7. Juni uv.halv w Uhr vormittags im Kastnosaale eine öffentlich« AuSschußsidung ab, zu der alle Mitgjlieder des Vereines, sowie alle neueintretenven Mitglieder Zutritt haben. Da wichtbge Angelogeni^en zur Beratung gebangvn, werden a^ Mitglieder auf-geft)rdert, zuverAffig zu erscheinen. — Der Ausschuß. m. Der neue PSchter der Vahnhofreftama-tkon in Mari^. Wie aus Beograd bnichtet wird, wurde die Restauration am hie^n Haulptbahnhofe dem Äshcrigen Reftaurateur in Pragerisko, Herrn Dolnii^r in PM gegeben. Wir ho^n, dlch der neue Pächter nun endlich auch in der B^nhofrcstmlvation Ordnung schaffen lÄro. war schon geradezu standalös, in welch schmupgem und abgeschlagenem Geschirr oft den t der Ueberftthrung von verschiedenen Eisen-, Manufaktur- und Spe zereiivaren betraut. Dabei verkaufte er unter wegS verschiedene, ihm anvertraute Waren und schädigte dadurch seinen Dienstgeber um Dinar. Mit dem Erlös erstand er sich einen kleinen Besitz. BalgaL wurde zu drei Jahren schweren Kerkers verurteilt. unehrlicher Vereinskassier. Dc^Feuerwehrverein in LaSko erstattete gegen den Bereinskassier, Bo'!ldar Krotil, Malermeister in Lai^ko, die Anzc?ge, daß er seit dem Jahre 1923 bis heute verschiedene Vereinsgelder fijr sich ver»vcndet habe. Bc der am 4. d. durchgeführten Schwurgerichts Verhandlung wurde der Angeklagte mit 7 gegen 5 ie Schuldfrage, worauf der Senat nach kurzer Beratung das Todesurteil verkündete. c. Das «ohnungsgericht in Ceye. Im Si,» ne der Bcstdmmungen dee- neuen WohnungS-gesetzes wurde in Celje ein Wchnungsgovicht aufgestellt, in 'dessen Wirkungskreis sowchl die Stadt als auch -der Bezirk Celje fallen Zmn GerichtÄprWenten wurde Rogierungsrat Dr. ZuSek und zu dessen Stellvertreter Polizeirat Dr. SeneklwiS ernannt. Als GevlchtS» mitglit wie nirgendwo anders das Verbre6?en, von dem die typische Provinzlerin. Frau V o v a r y, erschauernd traunit. In der groszen Stadt, ii: Paris besonders, ist nion impulsiver, greift zu Nevellx'r oder Dolch-, es briltet dort viel weniger .'^^as^. weil er schneller befriedigt wird. Die V r i n v i l l i e r S operierte in der Provinz; in dem düsteren Schlosse von Glandier l'cobachtete die Mörderin Lafarge kalten Blicks die Todeszuclungen ihres Mannes. Ein letzter, geheimnisvoller Todesfall, der tin der l)ohen Pariser Gejellschast großes Aus- »M« »Butte» 159 ?om 6. 5>mk lNZS Wirtschaftlicher M Die Rot unseres Bauernwms. Die Orgi.ö der Steuerschraube. : ^ . Mari bor, 5). Dirscr Austand ist -jclU unhaltbar gewordi-'n. Dre Lant«virtschaft Sloweniens ffcht ihrcin Rum entgLALN, lveitn dcm Wüten des von ei-ncnn unerklärlichen Pünktlichkelt'^wahn b.'s'-sse-' nen FisknS ziicht ein lex^alcs „Halt!" entge-gengerufen wird u. dieser Aera d<'r ^edanketl-lysen j^xploi>tieruns^ nicht eine Periode der fi-?-kaltschen C'tttspynnunsl folqt. Slowenien ist außerstande, schablonenhafte Vergleickie nkii anderen, an Bod^ulprDdukten weitaus reiche« ren Propiilzen aufzuhalten. Die Steuerkapa« zität hat unser wex^en seiner Zahlungswillig« keit schon langst berühmt flemordenes Slawe-Tiien ^-reits zu einer Zei^ erreicht, als man in Beograd nngliicklick^erweise auf den Gldaukcn Verfivl, den Vlelierbeauit^'n gewisse Pru.^jent« sähe von Mehreintreibunqeu nicht nur in Aussicht ^;u stellen..soudern auch zu gewähren. Ja, unglücklicherweise, denn es har sich her» ausgestellt, dasj der Staat in g.'wlsien jiidö'tll« chen Provinz«:» auf einem anderen als dem der „legalen Korrnption" k'lberlic.upt nicht zu se'mcn Steuerfeldern kommen koniue Nnd Slowenien, dessen österreichisches ('ls>e sich w der Form eine^ berrlich fllnkticni^'ien-den SteueraPparcitH auch zur Freude de? ju-goslmvischen Finanzministers bewährt, ^itte nun das Pech, für semen Absiabeueif.'r mit ^'i-n«n raffinierten Eintreibunq5mittel bestraft zn werden. Womit der nntrnqliche Bew.'is erbracht wurde, da^ nicht alle in Beoi^rad i.i'd ailf einem Leist?n anx^fertiaten Schnl'e m til-len Teilen des Landes stetragen werden kön-nen . . . Die slowenische Landwirtschaft leidet an den mittelbaren und unmittelbaren Folgen einer -katastrophalen Nachknegskoniunktnr. Während des Krieges l^t in erster Linie )as Klew'bauerntum, weil das unbarmherzige Mld aus politischen Motiven noch sadistisch sehandlinbte ReauisitionSslKem ein gut Tvil aller W;u,^eln der nackten Exl'stenz zerfressen hatte, '^^r (^;ri'f;grundbesik wurde — da ev zumeist in feudalen Händen lag — Iv'i>dlich rücksichtsvoll l'el'andelt. aker die gan.'.e der schiveren Zeit musi>te dor n: i t t l e r e Besitzer auf sich nehmcn. D'e no!ninativ gar UM nicht unans?l^nlics)en Emi^ahmen sür d?.' dem / «mögesogenen Voden abgerungenen und zum Teil auch heiinlick) veräußerten Prodük-te wanderten zwar in die Naiffeifen-5uiss.".' ober diesen Einlagen war das Verhängni-. der M'ktion nicht erspart geblieben. die Umsturzperiode und mit ihr die v^ochkon jimktnr. Der städtis6?e Drang nach ausgi.'b -ger Eindectung für den Winter- und Fri'u, linflsbedarf war in jenen Nachkriegstag^u schon zur Ueb.'rli^ferlmg des skri.'ges ien?or.-den. Andererseits war der Steneravp.iral noch nicht auf die Anforderungen d.s staais--zen-tralistischon Prinzips eingestellt und so hatte es den Anschein, als ob der Landwirtschast wirklich eine segensre'?cl)e Zeit des Wie deraufbaues erstehen wi'irde. Nichts war trügerischer als di^^se Hc>ssuung. Iiul. rarwwtschaft in Beograd kein Verständnis aufzubringen ge^vus^t, noch erachteten es die sich rekhenden Finanzminister als nativen« dig, die Steuerpolitik in Slowenien varallel mlt «der PasfiVttät einiger Larkdesteile ein Wir stchen inmitten, einer Krise, die von den meisten nicht verstanoen wird. Die i'üd-li-^x« Steierm-arf kämpft" einen verj^blichen um ein Alkpiatzisebirt si'rr ihren Wein. Für derlei „Baigatelltn" haben dle Verantwortlichen kein Ve^'llön'dni'?. In den Wail-d->ge>biete!n b^N'r'scht Tcchen'ftifle, weil 'oie Kaus-lü'it von der Baui'tagnation unterdrückt wur-«de. Der hermische Be'darf an Schlachitvieh ist ein verl^ltnis-m^ßig geringer und die öfter- herlv?hen z^l lasseit. Man fah von der Be.o- i'reichi^eben Märkte, wie Wen unik» Graq, wer-gradec Peii'pe'kti've stese^^ien — nur <>ie zn- den in letzter Zeit mich recht aus^ie^t^ von nreist vorbildlichen Bn'ierng^'höfte, ferner die Si.'n.vjet-Nus^land beschickt. Zieht man nun in Strassen und Wein« und Mtgärten Betracht, dak in Slowenien znmeist reine und nreinte^ Slowenien sei loos Lanid, dessen Pewohner aus nichts edwaserwiil-scl^ciii'ien riel-stünden: zu den vielen indirekten Steuern qeseVten sich, dank der NereitwiNiflkeit der !^imifcken Behörden, die eS nicht matten, der Aeyierung eine volkswirtschaftliche Wahrheit .i<^en, d 'sür war we«der -das Geld noch dor ))^ut vovh!an>!'>:!^n. llnd so steht heute manch sloweni''^es Muerlein vor Hopfen-, Wein» bezw. Waldgebiete und Wie senbauxkependen die BvvSlkerung also direkt aus den Ertritq aus einer zumeist einisektis^en landnzirtsck.astlichen .^ltullur an-i^ewicsen ist, ansjerdem a^r jährlich von sporadisch senkenden Elementitrer^ignisfen he^m-eesucht wird, d!,nn wird der ^anze llmfang dieser Krise selbst dem indisferenten Beobachter ver^tiindlich werden. Zndem smnmt, dah die Stnerbehörden in nielw FiMen die durch Elementarercignisss, wie Haflel, Pilzkraak- heiten, Epidemien usw.. bewirkten Schab?« überhaupt nicht beriicksichtist?n. Vieles verdirbt der Mrokra-lismus, ^ luei^ste 'der >d?r bangen Frage: Wie lansse werde ich noch steuerauttliche. Der Stecht wich sich d<'n not> anslMrcn kZn'nen? Die Steuereirekutoren lei-j leendiMu Lnrus einer Stcuerrefroni '.uit steu NeberinenschlicheS in diesen Taaen ttn'k>« Vere»nheit!ichnngsten>enz schon erlauben aus luanchcln. Stalle wandert so^ar die letzte nmjsen. D-^mn eincs ist gewiss: die Landwirt-.^Nch, d".^iuit die iin ^^iüclsl'ru'd besinnlichen ^ schalst Sloweniens muß zu Orunde gehen, Steuern lezahlr irerden .... j wenn ihr nicht in Bälde Rettung zuteil wird! Die erste Nowr MMi .H WWZ Die Spareinlagen muszten den Nücku>eg an^ treten, damit dM ersten gri^sieren Forderungen des Fiskus stattgegeben werde, aber die Steuerschraube wurde immer unlbarmherzi-yer angezogen und die Inangriffnahme des minimalen Betriebskapitals ris; fo rapid ein, datz die Befürchtungen der Landwirtschast ihren Höhepunkt erreichen mus^tcn. Man hatte sür die Sonderstellung der slowenischen Ag- sehen erregt bat, wird der verbrecherifchen Tätigkeit einer Giftinischerin zugeschrieben: Bor wenigen Tagen verschi<^d pll)tzlich auf eine noch nicht a^ufgeklärte Mife der Graf deMontesiore, Schloscherr in D a m-Pierre. Die Tragödie dieseß Mannes gleicht auf ein Äaar derjenigen eines grossen Satirikers, dessen Jahrhundertfeier in diesen Tagen begangen wurde: Paul-Louis Courier. Beide l)eirateten in älteren Iahren eine junge, lebenslustige Frau, zogen das ruhige und stille Leben auf einem vornehmen Landsitz dem aufregenden Lärm der großstädtischen Gesellschaft vor. Der KonfKkt ist unvermeidlich. Nach atterlei Intrigen und Wechselfällen kommt der draina-tis<^ Ausgang: Courier erschossen von seinem Förster im Walde anfg^uicken, ^'onte« simv vergiftet. Sechs Jahre brauchte es, ehe der Fall l!ourier aufgeklärt werden konnte; der Fall Montesiore liegt in kr!,"'- ^l'.sl!scher KWW nicht wenjaer »^rwo:? . . . Tie erste ler-vi.u der tVirina Gebr. Burmester iu Bremen er» baut und lieferte schon lvi den Probefahrten gute Resultate. tivu- Ltrodmarict !n ^uk nnlj ktrokmnilct in 6kr Il't^te.n I^eit oiue klanc'. Öik «inä iu rien !et?.!en l'nx'cn ^zokailit'n. /^ns clen ^sarl^t am Z. sl. vvnixlon nur I kicu nnci Z z)^e!iraciit. Hon ^vnr!nkli's'er Igl) X? an.?l^!mten. Oiii'!^en»itrc)d ^nrclv ea. 1..^ i?iK 1.75 I^inui' prn (Zarde ve?' lsni'k>b am .^l). Nni wurkien Z4 V/n-xen 5 (Zi-U'mmet un6 16 >Va?en Ktrvl» lrokraeiit nnti vn?'j>i 70, Orum-mod 55 dl« KV. Kbrod 35 bi8 5V Vinni' per IVl) X«. ^arikorvr 8tevkvivkmarlct. ^^u'k 6en ?drn 29. ^s.ii 1. ^ui'llon 274 k^iiklic nncl 2 NN«! I Kedvfp ainfp^o- trlp>I>en. I^k^r Vs'vkc'il?' 7.ic;?n1ic^1i lel)-dast iinll ivnröe.n vl^rkankt. Die bliviieu t^eit. clor V^rv^'oe^re unvpi'ünllei't. Dni'viik;l'iinlttite!i vnrs?pn fs^ijkentln : ^nnx!'«<'ll^pink 5 dlt» 6 >Voc'-iwn «It. 75 di»i 100, 7—9 ZÄ;-225. 3-4 Nmittto Jki1-:i50. 5-7 .Vln-.nn,to !i75^45>l). 8^1 6?5^75l^. l. .lalir a^Ito 14W Dinn.r pi^v k'>liie>. V'nii'fien 7u 250^ 7.n 15<» I>i- nnr prk) 9tii<'!lc vorkaust, l I^ti^l'nci-wnrclo m.1t l2 i,I^ 14..'^. 1 Xz? ^s'^kln<^db?e>vieiit m'!t 15 di«-, 17.5l) Dinur X tZs,?en tiie ^iolieroZnküiii'unx ?v>«nff»«n??8le!ioke«. In cier Ic»t^ton Vall-.'«itünn? c1c>r s^es>p^r.is?c'7' ks»nxraVsiui <^a«, j^et^en^vürti^^e I^c^nkun^vei fall rein litzli nnvollkomimcn zc^i, miilZto^n 6io Xon-l^^nrk't^o«o'!!7.tt rlin?c'arlis!tet. nn(l lik?n xe-x^vn>värti?c^n Vl?iiiü!tnj«5en anx^epavt v^ei'tlen, akel' nioiit !m ciec^ vncl- eet^xv^lstel-Oe'Kl'tseK. X lZute ^rntvku»»ivdtvn ln 8lo7ve-n! sIle'N loilpn ^lo-^^on!> üdor Zie kerntenn^^siektt'n lan-ten aUkvmein i)Hk?'ieliiet»ricI. Xartokkol, ILoknon. ^v!ei,kl. Knvkianet» uin'ti Oriiv-5?l»mnttp vt^rKsireodon ein Äi^eran«« s^its« Rs-inltn,!. ^i? Ueneriits >vjrli ^rol^tenttZils dofrivljis^ttNtj «mn. !k^iii:-tiartokkeln kin!e fli nernil-s'ils'Iklwn «Z!i?siktttn ?itene!^n evii,>lZ in k!tr laukenlio s^k^clinun^ikei cion tlc?1c!-in^titutl'n im l^ininip k^«t'>n im nlitxl?m«!nen iie-titl^iion !l/ins>t.''«ik'l>ii<'lh e>vei ^rtvn lnuksn-clor I^eeltuunLoii: 1. ^ktlvo Iautvne»ieliunx^07» i^ncl Vert>ittlinn'?er> icoine«kL!It'» clon Clinraiitk»? vai, Kpurvinls^on. clk'NtNl'.eli ^'orllt'n tilc>s?as ank vori't^s'^tneten ^^in-^^en laut m-l^np-en fZer 4a nnti St iiix'r die ,fi»-k'>ten k^t^nern nlz tra>L ttNK sl<'m nnl? nntt^rlio^en nidit clei' I^k^teiicniin^ »I> Tlln^t'n von ^sinrl'inla.^en. Iniit .Xitilc,^' 35. .'V nn<1 .'^9 «le.'» o??en ern'ill,n«t<^n t?, i^otxl'«^. ?a»^klve lan^eTiile ??ee^n'n?tt^k'i> klammen in V'Zllen vor: a.) gie d,. »«itzis'n k'ntu'els-'T- sll'.n ciiKl-nIitep Nanli!)07.?e>,n'ni?en nn! v,', mnlmrtl?m ^in«knlt In iinlierliev^en äle 2i.n>^sn nieiit cle? ^estk'neinnff lni?t l?s'.«,t.immin-n^nn .l^'? Ms 6irokten k^tvnei-n. «i!e Mnnkdni^ b-v. 6ie ^n«lkk.de für «Z,o«e ?,n^k^n nuk Z«r LW-lKker ^n-;j»nke«l'!ti' vi^Iwint nn^rb,kel« 51 i>s»tei> i'lt vv^ici g.is dsv. «atZ! Nv.itenk^i'nn^ niIM nnterlip.Lt! o) trnp^ttn 6en (^dlaraikto? vi^kii. elit'p Kporeinlsxen; in ^nNe ni tertle^n sie tier KkKtvv«-rnnff l«,t L ^imssniinx «?er ^rtim.men nn^ niekt dv«ten«i,t. veeiebei muß bemerkt werdcil, dafz dieser Zuschlag b^'reits iin Jahre i^s Gesetz über die Organisierung deS Mili« tärS und der Marine aufgenommen, aber jc!.'l erst zur Durchführung gerockt wurde. Der Laadwltt. M ÄuchwledauMlluag kn Sv. Llurij. 3. Bezüglich der Ve»efl««g mid Vezahlmiß der der «a«»cli darauf hl», c:nS''Mhc, Z8 Kawinnen und 7 EtierkMer aus-nivglichste Gleichartigleit im Sinne des Arti- «trieben, die ikmtlick« i.«, kclS Sl der Vudgetzwölftel zu erzielen. Die Dorfpannfteuer. Unter ben neuen, mi>t Ven BudgvtDvölf-teln ein^sichrten Steuern befindet sich auch die sogenannte Vorspauusteuer. Der Ertra^g dieser Steuer dvent zur Beschaffung deS PfeckoiM.teri'als für die Artillerie und Kavallerie, für >die Ve1chleichm>äs;ig verteilt wäre. Im Ginne t>es HeereSgl^heS.sind von der Aachlung bieq'er Gtei^r befreit: Offiziere, Miliöärqei'stliche, Militä»rkaipel?'meist>er, technische Arbeitsführer iin aktilven Militärdienste sowie Schifjvlhrts-iieseMaften exkl. jener der LuxusVasie. Me soivsti^n lunterliegen der Zaihlung dieser Steuer, d. h. diese Steuer Häven auch alle jene zu zahlen, d-ie bisher «uS iryend welchem Gnlnde von der Zvlhllunq der direUen Steuern bofreit waren, z. B. Elgenbüiner von Neubai^n, Bergwerksunterne^nun^en, kon-zession'ievte Unternchinungen, Stantsange-stcllte, Peirsionlsten lusw. Di« Verochnung der Borsh^npeuer erfolgt nach folgender Tabelle: bei einer Steuervorschkeihunq belrä>t die Vsr-»VN direkten Stenern «nö spGNnske««?: Gteatsznlogen bis: ?0 Dinar 50 . lV0 . «XZ . »00 . 500 . 700 . 1000 . isoo . zooo . HVOV . 40S0 . A00I . 7oco . laoev . lk.ooo . 20.000 1 50 Dinar 45^ . v- . «- . 4»^- . V« - . 94-^ . 152- . 19»-- . »lS- . 450- . K00— . »9L- . 15S0— . 2138— . n»d mehr 20 Prozent Wie «lso darmlS ersichtlich ist, trisft diese Steuer i>nl viel gr'ößeren Ma^ die wir^chaft-lich schwächeren Klassen, welche bisher sei es ou» öbmmrischen, h^ienischen, sozialen, hu-«mmisn oider sonstigen Rücksichten von der Lalhlnng dcr Steuern befteit w-are?!. k^r Mehstand in unsrem Lande hatte ei-neusrtierung de» heimischen Viehes, meist der Murvod^errasse an-gehSrig, AU'erreichen. Zu diosom Bchufe wurden GoburtSregister angelegt und eine MilchergiebigkeitStoPtrolle eingeführt. Das Resultat disfer mühevollen Arbeit sollte die am SS. Mai l. I. w St. ^ur^ veranstaltete AuSstellmVg deS Zuchtviehes zi^-gen. Das Res-ultat tzvat geradezu überra-schenÄ. Zur Ausstellung wurden 7 Stiere, 77 getrieben, die sämtliche im Geburtre?iister eingetragen find und genau kontrolliert wurden. Bemertnlswett ist es, daß 'daS aufgetriebene B:eh meist Eigentum kleiner u. mittelgroßer Landwirte ist. Es wm^de seitMeÜt, daß bei den Kühen eine Milchorgiebizkeit bis zu 2900 Liter jährlich erzielt wuvde. Diese, in unserem Kreise wichrscheinlich erste derartige Ausstellung wurde von zahlreichen Landwirten auS allen Gegenden besucht. Fachleute aus Nah unÄ Fern äußerten sich sehr lobend über die «Mlen ^rtschritte, welche dem Initiator für seine MÄHe und A^s opfevung die beste Genugtuung leisten. Die Ausstellung besuchten auch korporativ die Hörer der landwirMastlichen Hochschule in Zagreb. Diese schönen Erfolge mögen aber auch allen anderen Gegenden als leuchtendes Bei-sipiel zielbewußter Arbeit zur Nachc^ung und zum Ansporn dienen. HlMdkl. Der juooflawlfche Haute- und LevemarN. Auf diem jlugoslawischen Häute- un-'ö Le^r-markte hält die flaue Tendenz noch ilmner Ml. Trotzdem die Preise in der letzten Zeit neuerlich boteutend zurückgegangen sind, ist im Berühr sast vollständiger Stillistand eingetreten. Der Export ist Weyen de? koiÄur-renzunfnhigen Preise vollkommen unmöglich, während sich der inländiische Konsum infolge 'ver vorherrschenden Geld-knappheit nur auf das notwendigste beschränkt. ^rAusweg aus dieser iunhaltbaven Situation ist entweder in einem weiteren Preisrückgang oder aber in einer angopaßten Zolllpvtitik erblicken. In der letzten Zeit wurden folgende Preise verzeichnet: Leichte und mi'tklere Rindshäute l4, über 30 Kllo schwere I5.Z5 Din. Auch Kalbfelle mußten die bisher ganz ungerecht bchamptete Stellung aufg^n und fielen auf 25 Dinar per Krlogrvmm. Fast die gleiche L<»ge herrscht auf Ledermarkt. Tie Lederfabrikett find mit den Proisell bis zu jener Grenze angelangt, die ein iveiteres Weichen trotz der billigeren Roh-haudpreise nicht mehr zuläßt. Es notieren: Bachecroupons, scht^rere 66 bis 70, leichtere 62 bis 66, Bcrchehälsten, schwere öö biS 58, leichtere 50 bis 54, Hälse 34 bis 36, Avern 28 bis 30, Wankleitier 70 bis 75, braunes Hun'dclclder 95 bis W, Wichsis^t 65 bis 70 Dinar. Vit „Marbnrger seMmg* lann mit jeHnn Tage abon ntert werdm. deeser Tage die Tagung der Auelanddeutschen stattfand. Tdealer. AaHoiiiM««»» «, «»Mo». Freitag, de« S .Jn!ni: Zithcrkonzert d«z «r- sten Markborer ZilherilutS. > > ZamStag den S. Juni: „Toika", M. E. 5Uao. Stadt-Kino. „Tarzan", Menteuer in zwei Terlen, erster Teil „Herr der Wildnis", wird Freitag, Samstag, Sonntag ulld Montag vorgeführt. Vurg-Kiuo. Bon Donnerstag bis Sonntag: „Die Waise von Flandern", herrliches Dra ma in 7 Akten, mit Jackie Coogan in der Hauptrolle. wVe H^ise ve« Flandern." Als Ersatz für den n?cht eingetroffenen Filni „Hoch lebe der König!" brachte das Burg-Kino einen gleichwertigen, wenn nicht noch besseren Film mtt Jackie Coogan: „Die Waise von Flandern" zur Vorführung. Im gut besetzten Ki-nosaal machte sich anfangs nicht gelinde Enttäuschung geltend, dZ« aber bald einer allgemeinen Geimgwung u .Freude wich, als das Publikum seinen Liebling Jackie leibhaftig im Bilde sah. Der Film ist im Msbau und w der dramatischen Handlung voMvertig und hatte durchschlagenden Erfolg. Dabei sei noch erwähnt, daß er jilngeren Datunis ist als „Hoch lebe der König!". Er führt uns nach Flandern, das Land Rubens', in die Heimat der großen Maler. Der kleine Waisenknabe, der mit seinem atten Großväterchen ein künl-merliches Dasein führt und hungert und darbt, bis er nach mannigfaltigem Leid und auch Freud' „ent^t" wird und ein grosser Maler werden soll, wird von Jackie Coogan mit einer derartigen Routine und mit so gro-ßem dramatischen liönnen gegeben, daß man wahrhaft staunen muß. Man merkt gleich, daß der Kleine heute schon das Zeug in sich hat, einer der größten in seinoin Fache zu »verden. Er spielt nicht, er lebt seine Rolle, und zwar derart» daß er in Mimik und Gestaltungskraft so manchen Großen überbietet. Eine bewunderungswürdige, hochdramatische Leistung vollbringt er an der Totenbahre des Gros^va-ters und im Schlußbild, als er aus dem Schnee gegraben und heimgebracht wird, so daß man trotz der Dunkelhei^t im Saal manches Taschentuch verstohlen an die Augen wandern sieht. Auch dw Hundodressur ist ein Meisterstück. Der Film verdient vollauf, von groß und kle^ gelvÄrdigt zu werden. Dereinsnachrichten. v. Podreije bei Ma-rbor. Die Ottsgruppe der Delavska tvlo-vaidna in kulturna zveza „SvolZoda" in P^bre^je veranstaltet am 7. Juni d. I. tm schönen schattigen Gastgarten des Gasthmqes Ämioniö in Pobre^je ein Gartensost mit einem sehr reichlialtigen Pro-gran^m. Die Musik besorgt die beliebte Tam-buraschenPapolle der „Svoboda" Ma>ribor. Beginn 'des Festes mn 15 M)r. Ende nack) Mitternacht. I'nl FMe schlechter Witterung findet das Felst am Sonntag, den 14. Juni statt Il.ni Hahlrelchen ?ö«juch bittet de? Aus« j^Luß. .. B. 163 v. Das vierte Zitherkonzert des Zitherklubs in Mariibor findet MN Freiwg, den 5. Juni l. I. im hiesigen Theatersaal statt. Beginn des Ä'onKeries um 20 Uhr. V. 161. v. Gartenfest. Sonntag, den 7. d. M. veranstaltet 'oie Freiwillige Feuerwehr' von Fram inl Gaschaluse des ^rrn L. Sipuri's Mhcr Sttvmpfl) ein großes 0>zrtenfest mit PreiKkegelschiebcn und anid.eren Belirsti^^un-gen. Die Musilk besorgt eine beliabte Sck)ram-meltaPelle. Beginn u,n 15 Uhr. Un: Ws?lrei. chen Besuch bittet das Wohrkomni'aivdo. P.löS -lH- Äm Gljetto von Varis. Von unserem «^''-ksee Mitarbeiter. An der Kirche St. Gervais repariert man noch immer an den Schäden, die einc inigli'lck-selige Bombe an jenem düsteren Kriegskar-frei?tag angerichtet hat. Seltsam: Mbrochene Steine stellen eine länger bllltende Wunde dar als vernichtete Menschenleben. Hinler und neben St. Gervais beginnt daS neue Pariser Ghetto. Man merkt es gleich an der auffallenden .Mufung von heiligen Na«-men: die nächste Straße heißt: „Ave Maria", d'-e wertere „St. Ludwig", ,.St. Paul", „St. Gervais". Man erklärt dies so: In ihrem frommen Eifer wollten die Könige Frankreichs den Juden durch katholische Straßen-bezeichnungen Geschmack für eine andere Re. lrgion beibringen. Nach der gegenwärtigen Lage zu urteilen, musz die Praxis nickvt sehr erfolgreich gewesen sein. Aus dem gleichen Grunde erbauten die Erz bischöfe von Sens um das Jahr 1500 herum mitten ins Ghetto hinein das beri'il?mte .^otel, das ihren Namen trägt; jakjrhundert^ang wohnten die Pariser Liardinäle darin. Die „beiden Ludwigs", der von Bourbon und der von Guise, hatten einen Flügel zu ik^ror Verfügung, und die alxinteuerlTckie Margareta von Valois bezog darin eine Kammer, ux'il im Hause gegenüber ein junger Dichter wohn» te, den sie schwärmerisch liebte. Um ihn lxisser beobachten zu können, liest sie sogar den historischen Feigenbamn vor dem Hotel von «ens unchauen; einige Tage später erfuhr der Graf de Bermond, einer der Verehrer Margaretens, von diesem Sackioerhalt und er stach vor ihren Augen den ungli^cklichen Dichter nieder. Der alte gotische Palast steht noch — in recht verwahrlostem Zustande. Es befinde sich heute eine Judenschule darin, nachdem der Plan, ihn in ein Museum Jeanne d'Arc zu verwandeln, ins Wasser gefallen ist. die Ge«, schichte kennt solche Ironien. Die .^'Hauptstraße des siidrschen Viertels ist die rue des Rosiers. Noch heute wagt sich kein Fahrzeug irgendwelckier Art hinem. Diese ganze, sunlmende Bevölkerung von spielenden Kindern, gesprächigen Hausfrauen, geputzten Mädchen, zitternden Greisen und aufgeregten Händlern ist an em Auslveichen nicht gewöhnt, und sogar der fremde Fußgänger hat alle Mühe, sich durchzuringen. .Hier versinkt ans ewmal Pari^, der alte Orient tut sich auf. Weitoffene, dunkle Pforten führen durch schmale Gänge in krvisrunde .Hose, wo am Ziehbrunnen die Mägde vlandern. Ein paa-r Stusen unter den StrasM liegen die geheimnisvollen Schäi^^e eincs finsteren Va^^ars, der von der Perlenkette Ins znr Mohrrübe alles m sich birgt, wa^' einen Menschen irgendwie zui:' ^tanfe anzureizen ^'<'rmag. ''Xuf einem kleinen .Handkarren bringt der Nachbar, der gerade Geld nötig hat, seine gesamten Habseligkeiten; sie nx'vden nü: düsterer Mimik, doch ohne viel Werte abgeschätzt n. in el?!.m Winkel verstciut. Unter leiser Na^ entfernt sich der V«^kaufer' dech ist er iick^er, a-m nä^ «elke v sten Tage berlntS die Gegenstände u» ein sehr geringes Ausgeld wieder an fich nehmen KU können. Es im Pari^ Ghetto kaum eme andere Sprache gcspro^n als Dddisch. Die spielenden Atn^ radebrechen ^zwi^c^n Französisch, die Erpachsenen Russisch u. Hebräisch; aide? da< allgemeine BerständigungSmtttel ist doch die »Sprache der Knechtschaft", wte sich ein eifernder Rabbiner mir gegenüber ausdrückte. Dagegen sind d-te Inschriften svKusa gen ausschließlich auf HebrÄsch ab^faßt. Die Restaurants, sämtlich natürlich „koscher" und im allgemeinen wegen ihrer uralten Tradi-sehr interessant, haben hebräische Spei^e-larten, div KinoS und Theater künden in der altiMtschen Sprache ihre Vorstellungen an. Trotz de? offenkundigen Armut der Bevölkerung — di? reichen Diamantenhändlor, die sich im Lond^er Ghetto von Black Lion Dach dicht neben ihren armen Glaubensgenossen niedergelassen haben, wohnen nicht hier, sondern in der rueLafayette — wird recht viel für das BildunMvesen gemacht, und Mar sowohl aus öffentlichen wie aus privaten Mitteln. Die Stadt Paris schickt w die Gemeindeschulen n«r Lehrer, die deS Mdlsch möchdig sind, und in den eigentlichen !^itden^chlllen wird neben den tra'ditionellen Fächern auch noch s^ranzSsisch gelernt. Ze^ungen und .Zeitschriften in hebräischer Hprache sorgen für politische und wirtschaftliche Aufklärung: als Kurio sum soll iemei^t werden, daß in ^n wenigen iZeitungShandlungen des eigentlichen Ghetto von frantzöstschen Blättern nur d« rot)alisti-sche »Action Fran^aise" und der klerikal-nationalistische «Echo de Paris" aufzutreiben Waren. Das Londoner Vhttechapel, die Wenworth street, Pettieoot Lan« und der Sttand sind als gefährliche Diebsviertel berüchtigt und die Polizei besitzt dort eigene Briga^, um den Pickpocketts apf die Finger z« sehen. Jack der Bauchaufschlitztt operierte in dieser Gegend, und kürzlich trieb ein ftmger, israetttischer Betrüger die g^kchheit so weit, sich durch «ine« ahnungslosen l^kannten ku einem Bankett der Sicherheitspolizei einladen z« lassen, gm Gegensatz dazu ist das ganze Pariser Ghetto trotz der bunten Gemischtheit seiner Bevölkerung durch eine geradezu spri<^örtliche Ehr-lichkeit bekannt. Während sich in fast «rllen anderen Vierteln die Diebstähle und Verbrechen aller Art in beängstigend Veise häufen, ^ürt man nicht das mindeste auß den engen. Är-Menden Gäßchen zwischen dem Stadthaus und dem Vogrscnplatz. Die Sick^rhoit ist dort so absolut, daß weder bei Tag noch bei Nacht eine Polizeistreife stattfindet und man umsonst den gewohnten „slir" an der Straßenecke sucht. Die Einwohnerziffer deS Pariser Ghetto ist seit Ende des KrieqeS nahezu venoppclt worden. Aus Mßland, Polen, Rumänien, Bulgarien, Unge von London auK^sp?i!st wird. Das Wort kemmt avs England, das.Geld auS Amerika — der Boitraa »uS Frankreich ist Äußerst gering, wie die Zahl der AuSwande- Nummer lSö Äln h. Funk lS2S reff, die Ach t« yaiüstinO «iederlasten. Zum größte« isit diese Trschei««nß sicherlich ^ auf giwftigt-re L»bensbedingm»aen ßurüclzu-^hren; doch spielt auch tzi« grö^e ^idari-tät der Pariser ^chettyjuden eine nicht zu unterschätzende Molle. Pie materiell ^naufrütf kenden Genossen wandern in belebtere Viertel ab, eS vohnt hier nicht, wie in London» der schwerreiche Äamantenhändler neben dem armen Kleiderjuden. Die Kinder markie^ ren meist schon im äußeren Typus den eO Pariser „gavrocho" u. sind ihren Eltern so un ahnlich wie n«r möglich. Es ist dies wohl auch der Grund, wamm Frankreich eine gu, denhetze in irgendwelcher Aorm nicht kennt» wenn man daS hysterische Si^chrei e^S Leo« Daudet nicht allzu tragisch nehmen will. , Das Ghetto zwischen dem Hotel be Bille «nd dem Bogesenplatz stellt in seiner Bevösta? rung wie in seiner Architektonik ein Stück ^ besten, alten Paris dar. Wohl schlagen ja auch bereits hier die Picken an, die saft Hberall sonst die mittelalterlichen Reste der Stadt zuv größten Teil schon vernichtet ha^. Aber da» gerstörungSwerk geht doch durch den besonn deren Charakter des Viertel» in blel langsamerem ^mpo vor fich. und eS wird aus schlechter hinaus noch .höchstc^r Genuß deß. Kenners sein, die einzigartigen Straßen ^n-ter St. i^rvai^ zu durchwandeln und den Pulsschlag einer Raffe zu spüren, dte zwischen d^r Tradition und ^m modernen Fra«s-zosen in gerahezu wunderbarer Weise die Ver Pindung herstellt. ?. Kleiner Anzeiger. Gartengarnituren und ^ re^auteuil» billigst zu .lien bei Iqo valoh. GoSpoSfa ul. lS. b0S8 »«sthted»»«» Billige Semmirkleidee, Herren- an.^L^e, Hchtthe. Vlu en, Ju'n» verS. Ä.>denlantol. Badenil^tiae, .Herrenhemden, Frauenwäsme, Tischtücher. Neifekorb, Vasen, Fl guren, Schmucksachen, Herrenuhr, goldene Anhänger, Bücher, Noten. Schaukelstuhl, Stellagen und Verschiedenes. Aleksandrova eesta 24, HauSslur rechts. 5001 Gch»a, Gl»-»e»s»« uttea 7, Telephon ieo Keine Ytllale s S» Weqen lleberstedlung wird billig verkauft komdl. weifte Küchenein« ricktung. 1 Wiege mit Ständer, 1 Brennabor - jsinderwaaen, l Sparherd. Anzufragen: Alelfan« drova eesta 2S/S. SÄSS Getauscht wird eine zwei zim-Rnerige Wohimng mit Badezimmer gegen eine sünf zimmerige. 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Iuai um l7 U!»r m der ye,chenlialle de» dirchiche» yrt»dhoses m «ohreeje seiet-lich etflaeseanet und sotzena »« yamiiMede zur letzten Rlihe dtstattet. Die yetliae eeelen«esie »iro Äonta,. »ea ß. Snnt um 7 Utzr ia de St. Magdßlena-Vserra»rche »»lesen «efden.- »«ttzs». den ». Suai lv»v. «»»ae»»ta Molkzettal. Mutter. - Grate. 0U» und »e»«tzttd» G»Olß-. »aiial» veschViftee» V««»ita GeeUS» - l?a««a »>AtR»i. SaP«»aßa Vaela eaaeda« »tcht U««»»D»hO«. b7S» Städttsch« L«ich«».v«p«tb»»g»,»K«N, Msettzch». llkt«Ik»daft«» «,» M dl« »rdaltt«, U » » S - lj»» MarLsrsw tUkoeiw tz. d