Deutsche Ma (Krüher „Hissier Zeitung"). 1 LM, %■ IM, «.W»!., *. *.40. v« cim«liu ff»nwn T fr. 3»lrr»t, *-Ttf; M -gl>», "U K»«mIi-» »" ®«»- ■«» »-U B6' B*" g), Ha^sUtag*. - »«!,«,»« »»» tnuhti. — 9tan»»tiMadt»tn. — «»o»»mt ^lll!»d»i>««» mli. Ist das alio wahr? Vernunft und gesunde Sinne sträuben sich, es zu glau'-en — und doch?! Eo unglaublich eS klingt. es ist Thatsache! Der Grazer Männergesangverein. ein deutscher SSmin, unternimmt in Gesellschaft Zahlreicher deutscher Sängerfreunde einen Ausflug nach tzauerbrunn. welcher Eurort derzeit noch nicht im Königreiche Slovenien, sondern in der d e u t-scheu Sleiermark liegt. Geiste aus Fern und Ziah, guie Teulich«. kommen herbei, um denVer-ein zu begrüßen, auch deutsche Korporationen aus der Umgebung erböhen die Festesfreude und w dieser gehobenen Stimmung erwacht in die-seri Deutschen das unter Deutschen sicherlich be-ttchiigte und begreifliche Verlangen, im Be-wußisein ihres Teutschthums auch ein Lied an-zustimmen. da» vieier Stimmung Ausdruck oebeu soll Sie wählen hiezu das in dieser Richtung bescheidenste, man könnte schier sage» na-tioiml eigentlich farblose „Deutsche Lied" «von Kalliivoda» — doch siehe! Der Sänger denkt. doch der „höhere Wunsch" lenkt: Der Herr Curdirector von Sauerbrunn erklärt, er müsse, einem höheren Wunsche Rechnung tra-gend, entschieden darauf bestehen, daß man das „deutsche Lied" nicht singe!!. So hätten es die Deutschen Oesterreichs glücklich so weit gebracht, daß sie, selbst wenn gilt Vrutk. „Jetzt, lieber Freund — nicht böse fei«! Jetzt rufen mich noch Geschäfte. Rein, nein, fitze« geblieben ! Ich erlaube ttich», daß Sie mich begleiten. Keine Geschichten; sonst zwingen Sie mich zu meiner HauSherrnpflicht und ich bleibe auch, und da§ kann mich ein paar hundert Gul-den kosten. Nun sehen Sie, das wollen Sie nicht. Also bleiben Sie ruhig sitzen und machen Sie meiner Frau den Hof. Sie liebt das und sie Hai speciell Sie ins Herz geschlossen. Eveline, mein Toschentuch, sei so gut. So. ich danke Dir. Leb' wohl, liebes Kind, unterhalte Deinen Gast, horst Du ? Es wird heute etwas später werden, mach' Dir nichts draus! Lernen Sie von mir, lieber Freund. Man wird als Ehemann lag-iäglich "mit einen, „Aber nicht zu spät!" ent-lassen, da muß ma» als kluger Strategiker das Prävenire zu spielen wissen. Sehr gut, nicht wahr? Adieu, Kinder!" Ueber seine eigene feine Bemerkung lachend, raffte sich Herr v. Sallmann einige Cigarren zusammen, und Frau Eoeline und der junge Millitz blieben allein. sie abgeschlossen unter sich sind, nicht daran denken dürfen, welcher Nationalitat sie angehö-ren, daß sie sich nicht erinnern dürfen, Söhne deS ersten Stammes der Welt zu sein. — Ge-meinsame Mutter Germania! verhülle seit dem Tage von Sauerdrunn dein Haupt in Scham! Und warum durste das „Deutsche Lied" in Sauerbrunn nicht angestimmt werden? Hat etwa die hohe Regierung diesbezüglich ein Verbot ergehen lassen? Mit nichten! Wurde ja doch an demselben Tage in ver Haupt-stadt Mährens, welche der dortige Statthalter mit der berrühmten Lichtenstein'schen Uhr in der Hand in genau bestimmter Zeit tschechisiren zu können vermeint, daS ..Deutsche Lied" unzählige Male gesungen. Nein! Der hohe steiermärkische Landesausschuß war es, von dem, sicheren Ver-mhmen nach, dieser dringende Wunsch ausging! Und die Motive? I nun, wie leicht könnte sich nicht ein in der Nähe lauschender slo-venischer Gassenjunge darüber aushalten, oder daS Ohr eines slovakichen RastelbinderS verletzt werden, oder gar irgend eui königlich-tschechischer Curgast nervös werden! ES ist in der That recht traurig, daß eine soche durch nichts zu rechtfertigende . Fürsorge^. hinreichend sein soll. daS deutsche Nationalbewußtsein gewaltsam zu ersticken; Wundernehmen darf oieS freilich nicht! Einer Eorporatiom deren Haupt sich zur Anschauung bekennt, daß die Regie-rungSsähigkeit das oberste Prinzip der Deulschösterreicher sein müsse und diese dem mor-schen Kitte gleich und gleichwerthig hält, darf man sich st a a t S m ä n n i s ch e Opportunitäts-Politik, die ja „Oben" so gerne gesehen und ge-wiß nicht nur belobt, sondern mit der Zeit vielleicht auch belohnt wird, gar nicht ver-denken. Es ist dies eine Eonsequenz jener Politik. welche von der „Vereinigten Linken" stet# eingeschlagen wurde und die von ehemaligen Mitgliedern derselben nach wie vor befolgt wird — man sieht welche Blüthen ihr entsprossen! Führen wir jedoch den Vergleich zwischen Brünn und Sauerbrunn noch ein klein wenig „Endlich, endlich, nach so langer Zeit wie-der !" rief die Frau mit einem freuoig aufleuch-tendenden, strahlenden Blick. „Ich glaube, ich bore ihn »och im Vor-zimmer!" erwiderte leise der junge Mann. Eine Pause entstand, die nicht unterbrochen ward, bis »lan draußen eine Thür ins Schloß fallen hörte. „Eine Ewigkeit, daß Sie sich nicht um mich gekümmert haben; seit sechs Wochen habe ich Sie mit keinem Auge gesehen. Ich hätte ster-den und verderben können, ohne daß Sie Notiz davon genommen hätten!" „Nur weiter", sagte der junge Mann halb für sich hin. indem er nachdenklich spielend seinen langen braunen Bart strich. „Nur weiter, nur weiter!" fuhr die schöne junge Frau auf. „Eugen, ich erkenne Sie nicht. Nur weiter! Von Ihnen erwarte ich eine Auf-klärung. Warum meide» Sie mich, was habe ich Ihnen gethan?" „Sie haben mir nichts gethan." „Warum meiden Sie mich ?" „Haben Sie daS bemerkt?" „Ich habe es bemerkt und bitter empfunden." weiter durch. Dort ein« Stadt, in welcher seit den letzten Jahren der fort und fort verhätschelte zweigeschwänzte Löwe ununterbrochen den Ra-chen öff'et und die Zähne fletscht; eine Bevöl» kerung. die nebe» einem Häuflein unglaublich fanatisirter Wenzelesöhne aus zumeist „auchdeut-schen Elementen" besteht, die sich, obwohl weit-aus in der Majorität, Schrill auf Schritt z u-rückdrängen läßt, eine Bevölkerung, die schon vermöge ihre? Oberhauptes, welches ja ein dem dortigen Statthalter untergeordneter Staatsbeamter ist, eine Eoncesion um die andere machen muß, ohne bisher erkannt zu haben, daß die Persönlichkeit ihres vielbe-jubelten Bürgermeisters dem Herrn Statthalter eigentlich sonderlichwohlgefällig ist; eine Bevölkerung, die nicht nur diesen dem Statt-Halter Gehorsam schuldigen Unterbeamten. son-dern auch neben diesen« den deutschen Mann ---Chlumetzky schon zweimal zu Reichs- rathsabgeordneten gewählt hak: Und in dieser Siadt durft« trotz der kritischen Zeit und Um-gebung, trotz manigfacher anderweitiger Verbot« und anbefohlener Einschränkungen daS „Deutsche Lied" anstai-dslos gesungen werden! Wie an-ders lagen doch die Dinge in Sauerdrunn und um wie auffälliger und.....erscheint das Sauerbrunner Verbot! Und doch ist es Thatsache und die treff-lichsten Argumente, die schärfste Kritik macht sie nicht ungeschehen. Kaum läßt sichs fassen! Der Deutsche soll sich im deutschen Bade nicht einmal im Liede mehr seiner Nationalität er-innern, weil dies einem Nicht-Deutschen viel-leicht nicht behagen könnte! So streifen wir doch gleich lieber in Wirklichkeit unsere Nationalität ab ! G e h e i m t h u e r e i gilt nur bei S ch l e ch t i g k e i t e n, was R e ch t e n s ist, das muß man offen bekennen dürfen! Wer-den wir lieber Tschechen, Polen, Slovenen! Dann können wir wenigstens offen und gefahr-loS national sein, national denken, sprechen und singen!- Es ist wohl eine armselige Leistung das, welche verwichenen Sonntag in Sauerdrunn ge- „DaS hätte ich nicht gedacht „Eugen, die Koketterie beim Manne ist ab» geschmackt!" „Ah. Gewerbestörung!" „Soll daS heißen —" »Ja!" „Lüge!" „Der Ausdruck ist stark, «r beweist aber nichts. Sie sind doch eine kokette Frau." „Und warum meiden Sie mich? Was sind Sie für ein Tugendspiegel geworden, mein armer Freund." „Sie mißverstehen mich. Gnädigste. Ich kann mir eine reizende Frau ohne Koketterie nicht denken." „Dann habe ich bei Ihnen allerdings ver-spielt; Ihnen gegenüber war ich niemals kokett, dazu — sehen Sie zum Plasond hinauf und nicht aus mich, so ! — dazu halte ich Sie immer viel zu lieb." „Sagen Sie das nicht." „Ich sollte es nicht, aber es ist so." „Es ist nicht." Wieder entstand eine Pause. Eugen v. Miltitz schien nachdenklich und war zerstreut. 2 liefert wurde, doch ist sie von nicht zu unter-schätzender Bedeutung in heutiger Zeit — man könnte über dl.s Sauerdrunner Verbot Bände Ichreiben! ?ie Taubennaturen. Die Taubennatur der Slaven hat sich an den verflossenen zwei Feiertagen wieder Herr-lich geoffenbart. Die Teutschen der mahrischen Landeshauptstadt hatten ein Sängerfest vcran» staltet, welches jedoch über Hustrag der Behor-den nicht öffentlich begangen'werde» durfte. Das bezügliche Verbot war lediglich aus Rücksicht auf den Chauvinismus eines Häufleins zank« süchtiger Tscheche» erfolgt. DieS hinderte jedoch Letztere nicht gegen den deutschen Charakter deS intern gefeierten Festes zu demonstrireu. Sie veranstaltete» öffentlich lärmende und excessive Aufzuge, während die Deutschen daS Verbot der Behörde befolgten und den ursprünglich projectirten Festzug falle« ließen. Zur großer Freude tschechischer Blätter meldete nun ein officioser Berichterstatter: „Vorgestern und ge-stern (28. und 29. Juni) tan» eS in Brünn anläßlich deS SängerfesteS zu partiellen Ruhe-störungen und Conflicten zwiichen Vertretern der beiden Nationalitäten. Mehrere Cxcedenten sowohl von der einen als von der anderen Seite wurden verhaftet. Gestern Abends requi-ritte die städtische Polizei wegen u n d e d e u-t e n d e r Ansammlungen Militär, welches je-doch nicht zur Verwendung gelangt», da die Menge sich früher zerstreut halte." Daß es Tscheche« waren, deren durch das wider die Deutschen verflossene Verbot erhöhter Dünkel die Conflicte hervorrief, wurde von dem Kostgänger des Dispositionsfonds sorgsam verschwiegen; ja es schimmert durch den off>-ciosen Bericht eine Art von Vorwurf gegen die städtische Polizei, weil dieselbe w«gen „unbedeutender" Ansammlungen vor dem Hause der Beseda Militär requirirte. Cs scheint sonach, daß die Behörde in Brunn der dortigen Polizei daS Recht, militärische Hilfe zu requiriren erst dann zugesteht, wenn beteils einigen Deutschen die Schädel over wenigstens deren Häusern die Fenster eingeworfen worden sind. Während nun in Brünn die Deutschen von slavischen Cxcedenten bedroht wurden, trotzdem sie einer ihr Nationalgefühl unangenehm beruh-tende» Anordnung der Bedöide Folge leisteten, versuchte der ischecho-slaviiche Chauvinismus in Prag Soldaten durch terroristische Zwangs-mittcl zur Meuterei aufzureizen. Natürlich liegt über diesen Zwischenfall ein osficiöfeS Telegramm nicht vor, dagegen berichteten gleichlautende Telegramme: „Anläßlich der zahlreichen tsche-chijch nationalen Festlichkeiten während der beiden Feierlage in Prag und Umgebung hatte « der LandeScommditende Baron Philippovicz den Befehl an die Musikcapellen, keine Nationallieder zu spielen, strengstens erneuert. Ganz besonders warn die Lieder „Hej slovane !* und .Naprtj !* verboten. Auf der Sophieninsel wurden Nach einer Weile nahm Frau Elevine wieder daS Wort. „ES scheint, daß Sie die Worte meines Mannes sehr buchstäblich aufzufassen geneigt sind. Sie wollen sich von mir unlerhal-Jen lassen." Eugen zuckte die Achseln. „Tann halle ich mich auch an die Buch-staben", fuhr sie fort. „Er trug Ihn« > aus, mir den Hof zu machen. Ich setze mich in Posi-tut und harte der Dinge. — Sie wollen nicht? Ich muß gestehen, daß ich mir unser erstes Wie-dtrsehen nach so langer Zeit schöner vorgestellt habe." Eugen schwieg noch immer, „Sind Sie unter die Karthäuser gegangen, lieber Freund?" „Nein." „Ich dachte." „Sie verstehen mich nicht." „Allerdings nicht. Vorläufig glaube ich nur so viel zu verstehen, daß Sie bereuen, nicht mit meinem Manne sorgegangen zu sein." „Das bebaute ich in der Thal." Eveline erhob sich piquirt. „ZXutsche Wacht." jedoch diese Lieder von einer Militärkapelle beson-derS stürmisch verlangt; da der Capellmeister diesen lärmenden Menschen nicht willfahren durfte, ver-ließ er mit der gesaminten Capelle die Insel, worauf die Capelle des bürgerlichen Scharf-schützencorpS herbeigeholt wurde, welche die ver-langten Lieder spielte. Ein drittes die Taubennatur der Slaven bezeugendes Telegramm langte auS Dresden an. Dasselbe lautet: „In Folge fortgesetzter socialistischer Agitation unter ven hiesigen tsche-chischen Arbeitern wies die Polizeidirection eine größere Anzahl auS und löste den böhmischen Verein „CzeSly Club" auf." Also auch schon das deutsche Reich sieht sich in die Nothwendig-teil versetzt, Schutziuaßregeln gegen die Friedensliebe österreichischer Tschechoslaven zu er-greisen. Endlich erfährt man aus Sebenico (Dal-malien), daß daselbst ein sicherer Anton Supuk wegen gröblicher Ehrei-beleidigung des Notars Dr. von Galvani zum Arrest »n der Dauer von 4V Tagen verurtheill wurde. Besagter Supuk hatte nämlich den genannten Notar infultirt als d.efer im Gemeindeamte erschienen war, um in die Wählerlisten Einsicht zu nehinen. Notar von Galvani war eben Präsident des liberalen Wahl-comiteS und Supuk der kroatische ReichSralhS-candidat und Verfasser der Wählerliste. Supuk ist auch wirklich gewählt worden, foferne man in Dalmatien überhaupt von einer „Wahl" reden darf. Das ist die Ausbeute aus einem einzigen mageren NächfeiertagSblatle. Man muß gestehe Proben slavischer Taubennatur genug! Und da wundern sich gewiße farblose Politiker noch immer, daß die Deutschen, welche mit solchen Taubennaluren in einem und demselben Orte wohnen, eine anbete Tonart anzuschlagen be-ginnen, weil die bisherige Conciltanz als feigherzige Vorsicht gedeutet wurde. Korrespondenzen. Laidach, 1. Juli (O.-C.) [Gin neues slovenisches B 1 all — Herr Baron W in kl er.] In Rudolfswerth werden Dr. Posnik (k. f. Notar und Bürgermeister) und Dr. S l a n z sAdvocat) ein neues slovenifches Blatt herausgeben. Dasselbe soll in Graz gedruckt werden und vorläufig wöchentlich ein-mal erscheinen und den Titel: „N o v i S l o-v e n S k i N a r o d" führen, und als Abwehr gegen „SlovenSki Narod" dienen. — Herr LandiSpräsident Baron Winkler hat nach feiner Rückkehr aus Wien Pferde und Wagen ver-sauft sowie seinen Kutscher entlassen, was zu den Gedanken nahe legt, daß er in Bälde Laibach verlassen würde. Ncumarkll, 2. Juli. (O.-C.) [Ruhestörer.] DaS schöne deutsche Fest, w'lcheS wir an« 29. v. M. feierten, ging einen» Beamten der Finaiizdirection in Laibach gewaltig an die Nieren. Derselbe kam b reitS am Vorabende „Ich bitte — ich halte Sie nicht." „Eugen erhob sich, griff nach seinem Hute und machte einen Schritt nach der Thüre. Tann wandle er sich aber u»n und sah die vornehme junge Dame mil funkelnden Augen an, inden» er die Zähne zusammenbiß, so stand er einen Augenblick unschlüssig, dann warf er mit leiden-schaftlicher Kraftentfaltung seinen Hut zu Boden, umarmte und küßte die junge Frau stürmisch und eS klang wie aus verhaltener innerer Wuth heraus, als er ihr ins Ohr rief: „Du bist eine Kanaille!" Frau Eveline lachte und sie lachte nur noch mehr, als Eugen Miltitz sich plötzlich, auf sich selbst besinnend, mit erschrockenen» Gesichte her-aussteuerte: .Meine theuerste gnädige Frau, ich bitte tausend Mal um Entschuldigung!" „DaS Eis wäre also gebrochen", replicirte Frau Elevine amüsirt. „Nun reden Sie, lieber Freund — aber nicht schimpfen!" Eugen legte beschwörend die Hand auf'S Herz. „Ja, ich will reden", rief er, „nur müssen Sie n»ich erst zur Besinnung kommen lassen. 1885 des Festes nach Neumarktl und bemühte sich einige junge Burschen gegen die ankommenden deutschen Turner aufzuhetzen. Als ihm solches nicht gelang, begab er sich in die Nachbatdör-fer und warb sich dort unter Bezahlung von Schnaps und Tabak einige Bauernjungen zu einer Attaque an. Am Tage der Constituirung der hiesigen Ortsgruppe betrat er dreist den Fest» saal, wurde jedoch in höflicher Weise auSgenm-sei». Er versuchte dann noch dreimal cinzudrin-gen. wurde aber wegen seines excefsiven Beneh-menS von den Neumärktler Burschen an die Lust gesetzt. Nun begab er sich auf die Straße und vertheilte dort an die angeworbenen Cumpane Todtschläger und Prügel und haranguirte sie. auf die deutschen Turner einzudringen. Dem kampslüsternen Slovenen wurde jedoch durch die Gendarmerie, welche die ganze Sippschaft für verhaftet erklärte, Einhalt gemacht. Der Helden, müthige Anführer, der Resetvelieutenant sein soll, »ahm nun Fersengeld; ihm folgten auch einige Bursche. Fünf von ihnen, darunter der Bruder des Aufwieglers wurden jedoch vethaf-»et. Von diesem Vorgange wurde ofort Der Amts- und Militärbehörde des Gedachten A»-zeige erstattet und es wundert unS lediglich, daß er noch nicht vom Amte suspendirl wurde. Aus dem Mahrtiibrrgrr Bezirke, 29. Juni. (O.-C ) [Auch eine Agitatio n.] In unserem Bezirke und zwar in der St. Danieler Gemeinde lebt ein ziemlich bejahrter Homuncu-lus. Dieser Mann, der sich je nach dem Windzuge seine nationalen :c. Ueberzeugungen zu verschaffen weiß, stellte vor Jahr und Tag an seinen Gemeindevorsteher anläßlich der Land-lagSivahlen daS Ansuchen, „er möge durch bei» Gemeindefecretär ein Gesuch a« die k. k. Be-zirkShaupllnannschaft verfassen, daß er auch candidire und zwar contra Herrn Gasteiger und Dr. Schutz. DaS Gesuch unterblieb selbstoer-ständlich und der Mann ward kein Landtags-abgeordneter. Die clericale Partei glaubte je-doch in diesem Wickelwakelmanne einen 2djii§ entdeckt zu haben. Sie beorderte ihn heuet anläßlich Der ReichSrathSwahle» zu Herrn Dr. Raday nach Marburg, damit er bort die höhere« Befehle sowie Geld (nach seiner Angabe 15 fl.) zur Agitation für den Baron Goedel erhalte. Und so agitirte er denn fleißig am Wahltage in Windisch graz, richtete aber durch seine Agitation nichts aus, da jene Herrn» Wähler, die ihn kannten, sich mit Abscheu 00» ihm wegwandten, andere aber ihn als ein-» verrückte«, herabgefrrnimenen, alten nichtsheiße» den Agitator zurückwiesen. DaS Urtdeil über diesen Menschen werden die geehrten Herren Leset erst dann recht zu spreche« wisse»», wen» sie erfahre«, daß er, je nachdem dieGelegenheitsich ergiebt, deutsch - liberal, oder slovenisch oder windisch-clerical ist. So lange er mit den Deutschen zecht, ist daS Schimpfen über die Slovenen recht; fährt und trinkt er mit Slovenen, so bewirft er die Deutschen mit Schmutz. Vor fol- Seit sechs Wochen gehe ich wie ein Nachtwand-(er umher und kann mich nicht vo« dem Banne deS schwere« Traumes befreie«. Seit sechs M-che«, verstehe« S»e wohl, feit sechs Woche» gehe ich Ihnen aus dem Wege!" „Das hat Sie Niemand geheißen." „Und doch mußte ich es thun?" „Warum?" „Sie könne« nicht ahnen, was in mir vor-geht. Ein Weib wird eine« Ma«« in de« tiefsten Tiefen seiner Empfindungen niemal» ganz begreife«!" < „Sie find schrecklich sentenziöS heute. Wissen Sie, lieber Freund, daß Ihre bekannte» „tiefsten Tiefen" eigentlich nichts wissen vo» iveifen Sentenzen. Aber nur weiter, ma» mochte doch einmal wissen —" „Ich habe auch die heutige Unterredung nicht gesucht. Wie Sie bemerkt haben, kam ich heute nur um nicht aufzufallen und wieder «»-mal dage.uefen zu fein, ich kam früher, mit sonst, und hoffte, unserem Alleinsein ausweiche» zu können." „Sie hofften — wird zur Kenntnis genom-men; — weiter!" 1885 chen Leuten libera dos Domioe! Ein stiller Beobachter im Bezirk«. Kleine Hbronik. [Ter Papst und der chinesische Kaiser.] Der „Lsservatore Romano" veröffent-licht den Text des Antwortschreibens des Ho-feS von Peking auf den durch Missionär Giulinelli überbrachten Brief des Papstes. ES ist zu be-merken, daß während sich Seine Heiligkeit ,Sn-prcmus pontifex* unterschrieb, die chinesischen Minister ihn „Kaiser der Religion" nennen, ein Zeichen großen Wohlwollens, welches der Kirche erlaubt, diesen Titel in China anzunehmen. IHode Steuer.] Bei dem Uebergang« des Vermögens des verstorbenen Fürsten von Thurn und Taxis an seinen Bruder erbebt der bayerische Staat eine Erbschaftssteuer von 15 Mill. Mark. [Auffallende Suspendirung eine« Lehrers.] In Wiener Lebrerkreisen macht die Suspendirung eines Lehrers viel von sich reden, nicht sowohl wegen der Thatsache an sich oder wegen der Person des Suspendir-ten. sondern wegen des GrundeS. ans welchem sie erfolgte. Der Lehrer soll — wie die „Pr." meldet — mit seinem Sohne einen Spaziergang in dem botanischen Garten gemacht haben; dort habe der Knabe eine Pflanze abgerissen und der für die That deS minorennen Knaben verantwortliche Vater sei wegen dieser aller« ding« nicht zu billigenden Handlungswese des Sohnes des Diebstahls (!!) angeklagt worden! In Folge dieser Anklage ist leider die Suspen» dirung (!) eines Mannes erfolgt, der Vater von sechs Kindern ist. im Lehramte sich nicht das Mindeste zu Schulden kommen ließ und dessen Existenz, wie die seiner Familie nun auf dem Spiele steht. Daß zu der „Schuld", so weit Dn einer solchen die Rede sein kann, die Strafe in gar keinen' Verhältniß steht, liegt aus der Hand. ES wird daher in dieser Ange« legenheit wohl noch nicht das letzte Wort ge-sprachen sein. [In fashionable» Damenkrei-ftn] von Philadelphia hat sich die Geige ein-gedürgert. Eine dieser Musitnärrinnen besaß eine kostbare Geige, eine Stradivarius. wie sie behauptet. Kürzlich ließ sie dasseloe in ihrer HerzenSeinfalt mit echten Perlen um 700 Doll. belegen, und das Instrument hat jetzt seinen herrlichen Klang eingebüßt und jammert quic-ke»d und quietschend um seine vergangene Größe. [Der letzte Kohn!] „Wir gehen zu Grunde, unser Name verschwindet von der Bild» fläche des öffentlichen Lebens! — so rief vor einigen Tagen der Kaufmann Kohn in Gran (Züd-Ungarn). Eben legte er die letzte Num-«er des Amtsblattes aus der Hand, in wel-ch« zu lesen stand, daß der Graner Insasse Pinka« Kohn sowohl seinen Namen als auch den seine« Sohnes Attila mit Zustimmung des Ministeriums des Innern in „Kamb" umgeän- „Kurz, ich war vorbereitet. Ihnen Red' und Antwort zu stehen. In meinem Kopf ist's ivicr, tausend Gedanken und Gefühl« stürmen aus mich ein." „ES muß eine schlechte Sache sein, die Sie virtreten wollen, weil Sie gar solche Ums Ijrocife machen." „Es ist keine gute Sache; sie kostet mich meine LebenSsreudigkeit." »Par stemple!" „Ich habe den Riesenkampf zu Ende ge» sühn. Ich habe — es war furchtbar schwer — abgeschlossen, ich bin fertig, ich habe resig» mtl." „Das sind große Worte!" „Sie können noch scherzen, weil Sie nicht ahnen, was in mir vorgeht. Sie wissen, daß ich Sie mit glühender Leidenschaft liebe!" „Keine Thorheiten, lieber Freund ; Sie wisse», daß ich Ihnen nicht gestatte, solche Dinge zu sagen." „Beruhigen Sie sich, gnädige Frau, es ist keine Gefahr dabei. Sie wollten eine Aufklä» rung^haben und nun müssen Sie sich auch an» hören. Fürchten Sie nichts. Ich werde sehr wohl- ..Deutsche Nacht." dert hatte. Es schmerzte Herrn Kohn sehr, daß der schöne Name Kohn von allen so schmählich verlassen wird. Besonders wehe that es ihm, daß gar so excentrische Verwandlungen mit dem Namen vorgenommen werden: Kelen. Kende. Korocha, Kemenst. Kont. KormuS, Kun. Kuno». Kunosi. KolompoS, Kohntar und noch einige Komlc>4. Korongi. Kondor. Karolyi. Herr Kohn war untröstlich. Er konnte doch nicht der ein-zige und alleinige Kohn in Gran bleiben, zum Spotte der Stadt. Herr Kohn, der letzte der KohnS auS Gran, packte sich zusammen, kaufte sich einen Fünfjig-Kreuzer-Stempel und reichte fein Gesuch um Aenderung seines Namens in „Kohnaß" ein. [Die russische Bühne] stellt an den Darsteller ganz ungewöhnliche Anforderungen. Kürzlich beglückwünschte ein Mitbewerber des ..PeterSburgSkij Listok" den Schauspieler Len» towskij. der in dem Ausstattungsstück „Der Sohn der Wildniß" den Mulatten Anders spielt, zu seinen Erfolgen. „Ich habe diese Erfolge theuer genug er erkauft", versetze LendowSkij. — „Wie meinen Sie das? — Sehen Sie hier — meinen Hals, meinen Arm und meine Brust" — und er zeigte die genannten Korpertheile, die ganz mit Schrämen. Beulen. Hautschürfungen und sogar Wunden bedeckt waren. „Diese Ver-letzungen", fubr der Künstler fort, hahe ich mir im Dienste der Musen geholt. Sie wissen, daß der Mulatte im zweiten Act in einen Abgrund stürzt, und daß von der Virtuosität dieses Stur-zeS der Erfolg des Stückes abhängt. Trotz aller Vorsichtsmaßregeln muß ich da schon, dem Publikum zu Liebe, manches Mal «"stoßen und aufrennen. Aber noch zehn ausverkaufte Häuser, und ich habe mich selber zu Tode gefallen." sEine Mutter die ihr Kind le-bendig begräbt.] Man telegraphirt auS Troppau : „Die verhaftete Fabrikarbeiterin Ga-briele MiUer gestand beim Freudenthaler Ge-richt, ihre sieben Wochen alte, uneheliche Toch-ter Anna am 20. Juni nächst Breitenau l^ben-big begraben zu haben, weil sie. da die Zah-lung der Verpflegungskosten seitens des VaterS des Kinde« nicht erfolgte, letzteres von seiner Pflegerin zu sich nehmen mußte. Die Kindes-leiche wurde an bezeichneter Stelle wirklich ge-funden." [C l a v i e r e a u S P a p i e r.] Die „Znt-schrift für Jnslrumentenbau" hat über eine in Paris gemachte interessante neue Erfindung auf dem Gebiete der Clavierbau-Technit, ein sogenanntes Papier-Piano, folgende Mittheilungen gebracht: „Das ganze Gehäuse besteht aus com-primirter Papiermasse. der man eine harte Ober-fläche und glänzende Politur gegeben hat. Die Farbe ist crömeweiß. Der Tcn des Instrumen-teS soll nach Denen, die es gehört baden, von ausgezeichneter Qualität, aber nicht sehr laut sein. Der gebrochene, kurze Charakter deS Piano-forte-ToneS soll völlig verschwunden sein und einem weichen, vollen, lang anhaltenden Ton Platz gemacht haben, der dann der Pfeifenorgel erzogen sitzen bleiben und meine Worte mit Be-dacht wählen, obschon ein Fieber wie ein Or» kan durch meine Adern braust. Mit einem Wort: Ich bin zu gut zu der Rolle, die «Sie mir zu-gedacht." „Welche Rolle?!" „Sie spielen mit mir. Sie geben vor. mich zu lieben und Sie lieben mich nicht. DaS er» trage ich nicht länger!" „Euger! Nein, ich antworte Ihnen nicht, das ist unedel, was Sie da sagen." „ES wäre mein Wunsch gewesen, Ihnen diese Erörterungen zu ersparen. Nun muß es aber sein. Sie haben einen Triumph mehr zu verzeichnen, ich gehe mit gebrochenem Herzen von Ihnen, freuen Sie sich dessen!" „Sie thun mir weh." „Glauben Sie, daß ich nicht gelitten hab», ehe ich zu der bitteren Erkenntnis gelangte. Jetzt ist das Problem für mich gelöst." „Welches Problem?" „Sie selbst. Ich habe mich einst dem Wahne hingegeben, wenigstens über mich im Klaren zu sein, indem ich mich bemühte, das Problem ihrer Seele zu ergründen. DaS Problem hat sich mir 3 sehr ähnlich ist. Die gleichmäßige Beschaffenheit der Papiermasse scheint ganz geeignet zur Her-vorbringung der beschriebenen Wirkung." Von solchen Papier-Piano« sollen bisher nur zwei gebaut worden sein : da» ein« befindet sich noch in Pari», das andere ist an den Herzog von Devonshire verkauft worden. [Ueber ein Knabenduell] schreibt der „Rheinische Courier": Vor einiger Zeit hatten fich in Höchst ein 12» und zwei 13jäh-rige Knaben Pistolen zu verschaffen gewußt, hatte,! dieselben scharf ge'aden und dann auf einander geschossen, wobei dem einen der Arm nicht unbedeutend verletzt wurde. In der abge-laufenen Woche wurde nun die Angelegenheit vor dem Schöffengerichte verhandelt; der eine Knabe wurde zu drei, die beiden anderen zu je fünf Mark oder einem Tage Gefängniß v er-urtheilt. [Ein neuer Scheidungsgrund] ist in St. Franzisko entdeckt worden. Ein dorr stationirter BundeS-Marine-Arzt wurde zu einer längeren Fahrt beordert. Während seiner Ab-Wesenheit hörte seine Frau medicinische Vorle-sungen u >d nahm ein Diplom als homöopathi-scher Arzt heraus. Der Marine-Arzt. welcher ein Alleopath ist, warf nach seiner Rückkehr seiner Gattin vor, daß sie eine „Quacksalberin„ sei. während '>« ihn einen „altmodischen Schlächter" nannte. Jetzt haben Beide wegen .Unverträg» lichkeit in den Ansichten über medicinische Schu-len" auf Scheidung angetragen. [Was ist eine I l l u s i o n ?] In einer seiner letzten Vorlesungen über geistige Zurech-nungSsähigkeit vor Gericht spiach Herr Pro-sessor Mendel über Hallucinationen. Illusionen und Visionen; durch ein Beispiel tzerläuterte er die gegebenen Definitionen: „Wenn ich hier ganz ruhig sitze, gar nicht an Engel denke und mit einem Male einen leibhaftigen Engel vor mir zu sehen glaube, so ist daS eine Halluci-nation. Wenn ich dagegen mich eifrig mit rel,-giösen Studien beschäftige und in meinem Glaubenseiser eine englische Erscheinung habe, so ist daS eine Vision. Hingegen, wenn ich von einem von Ihnen glaube, daß er mit allen Tugenden der Engel ausgestattet sei, in ihm also einen „Engel" erblicke, so ist das Jllu-sion!" [„D er boshafte Professor"] be-titelt sich folgen» es amüsante Geschichtchen aus der Selecta einer höheren Töchterschule. Herr Professor X. ist ein neuer Lehrer und trotzdem der Herr noch jung «st, hat er dennoch nicht das Glück gehabt, den jungen Damen der Oberclasse zu gefallen, und es war daher be-schlössen, ihm das zu zeigen. Als der Professor TagS daraus in daS Schulzimmer trat, muß w zu seinem Erstaunen wahrnehmen, daß nur die eine Hälfte seiner Schülerinnen sich erhebt, während die andere ruhig sitzen bleibt. Ansangs wußte der junge Mann nicht recht, was er nun zu thun habe, dann aber war er bald ge-saßt und sagte lächelnd: „Mir kann es gleich- enischleiert, nur habe ich mich selbst dabei ver« loren, ich kenne mich selbst nicht mehr." „Ich begreife. Aufgelöst« Räthsel ha en aufgehört. Interesse zu erwecken." „Sie verstehen mich noch immer nicht; Sie w«rden mich nie verstehen. Meine Liebe ist wil-der und glühender, denn je, Weib mit dem mar-mornen Herzen! Aber ich weiß nun auch — gnädige Frau, Sie sehen, wir sollten unser« Ver-Handlung abbrechen." Frau Eveline lächelte. „Sie lächeln? Sie Sach« ist auch furchtbar komisch — für Sie." „Natürlich! Ich bin ja die herzlose Ko-kette! Allons donc, was haben Sie noch zu sagen?" „Nicht viel. Vor allen Dingen, daß ich die Qual nicht länger ertrage. Es wird mir leichter sein, wenn ich Sie nicht sehe. Ich bin ein Mann und ich werde ein großes, ein heiliges, allum-fassendes Gefühl nicht wegwerfen." „Wegwerfen?" „Fahren Sie nicht auf. und klammern Sie sich nicht an ein mißverstandenes Wort. Ich will das Größte und daS Beste, was in mir 4 giltig {«in, meine Damen, ob sie mich durch Ausstehe» ehren oder lieber sitzen bleiben, nur sollte ich meinen, daß sich zum Letzleren noch fpätcr für Sie Gelegenheit finden dürfte." [S e h r richtig] Ein Wiener Blatt er-zählt folgenden Scherz; Ein Husarenofficier stürzte auf offener Straße vom Pferde. Ein dabeistehend-r polnischer Jude sagte: „Sehen Se. Herr Offkierleden, mir wär' das nix pas-sirt— „WaS, Jude, Du willst ein besserer Reiter sein, als ich i" — «Dos nicht aber ich wär' nix aus'n Pferd gestiegen!" Deutscher Schutverein. [21 u 8 Sauerbrun nj wird uns gemel-dei, daß daselbst der Bauplatz kür eine deutsche Schule bereit» angekauft worden sei. An den Bergen verunglückt. „Die Gefahren für den Wanderer in den Hoch-alpen sind in Wahrheit entsetzlich und man kann sie nur durch Erfahrung, Vorsicht, Geschicklich» seit und Kraft überwinden." Dieser AuSspruch rührt von dem englischen Professor Tyndall her, welcher nicht nur al« Mann der Wissenschaft, son-dern auch als vorzüglicher Kenner der Schweizer-Alpen und als kühner Bergsteiger berühmt ist. Wenngleich dieser Ausspruch nur den höchsten Bergen der Schweizer-Alpen galt, so sind doch die Gefahren in den Kaltalpen SteiermarkS nicht geringer und ist ihnen schon mancher Wanderer zum Opfer gefallen. Leider zählt zu den jüng-sten Opfern unserer Berge ein vielsprechender ausgezeichneter junger Mann, der öltest« Sohn unseres wackeren Mitbürgers Herrn Josef Herz-mann, welcher in Wien als Buchhändler con-ditionirte, und als glühender Verehrer unserer Alpen die freie Zeit in den Sommermonaten stets zu Bergpartieen benützte. Sowohl theo-relisch als pract-sch im Bergsteigen ausgebildet, zählte er in den Touristentreiseu Wiens zu den kühnsten und erfahrensten Bergsteigern, und wird ihm nachgerühmt, daß er bisher stets mil Besonnenheit und der nöthige» Vorsicht Bergtou-ren unternahm. Leider scheint sein jugendliche« Alter ihn rennoch auf ein Feld getrieben zu haben, welches wir wi> verholt und mit Recht als Bergfexerei verdammten; eS ist die« das Änf» iuchen besonders schwieriger Bergtouren und daS Unternehmen derselben ohne Führer. Herr Josef Herzmann jun. unternahm am 27. v. M. Abends eine Fahrt nach Obersteiermart um den Rei-chenstein (682y') zu ersteigen. Zu ihm gesellte sich sein Freund Adolph Kupfer aus Wien, wel-cher in Touristentreisen als waghalsiger, unbe-somiener Bergsteiger bekannt war. Von seinem Chef wurde er am Dienstag in der Früh zu-rückerwartet, und da er Mittwoch früh noch immer keine Nachricht von Joses Herzmann jun. tam, lelegraphirte derselbe nach Trieben und Gstalterboden, von wo au« gemeiniglich der Reichenstem erstiegen wird, ohne welche Nach-richten zu erhalten. Es wurde nun von dem lebt, mchl hinwerfen sür ein Linsengericht. Mein ganze«, durch eine flammende Leidenschaft er-Höhtes Sein und dagegen -in freundlicher Blick und, wenn es hochkommt, ein wohlwollendes Lächeln, Sie müssen zugeben, mein« Gnädigste, daß die Einsätze sehr ungleich sind." „Wenn es hoch kommt! Sie haben ein schlechtes Gedächtnis oder Sie schätzen meine —, doch ich dars ja nicht kokettiren mit Ihnen. Es tomml gewöhnlich höher. Sie vergessen, lieber Freund, daß Sie sich im Laufe der Zeit ange-wöhnt haben —" „Beim Kommen und beim —" „— beim Abschied, ja, namentlich beim Abschied!" „— Sie zu küssen. Ich vergesse da« nicht, und werde e« nie vergessen. Möge Sie Gott segnen für die Gunst, die Sie mir erwiesen!" „Halten Sie ein. Sie kommen sonst aus dem Concept. Nehmen Sie sich zusammen, sonst kommen Sie ganz anderswo heraus, als Sie beabsichtigten. Eugen blickte betroffen aus und stutzte, aber er fühlte sich im Zuge und er fühlte, daß er W-4t.« Vater des unglücklichen Jüngling« überall hin telegraphirt, namentlich auch an den Österreichs schen Touristenclub, welcher denn auch mit aller Energie nach den jungen Leuten forschte, selbst Berptenner nach Obersteiermark sendete, und den Bemühungen dieser Corporation ist eS zu danken, daß die trostlose Familie des jungen Mann.s am 3. Juli die telegraphische Nachricht erhielt, daß Josef Herzmann jun. und fein Reisige-fährte verunglückt seien und daß man ihre Leich-name gefunden habe. Nach dem Fundorte zu schlie-ßen sind die jungen Leute beim Abstiege nach Gstallerboden abgestürzt. Professor Frischauf einer der kühnsten Felsenkletterer Steirrmark« und ein ausgezeichneter Kenner der Alpen be« zeichnet den Aufstieg auf den Reichenfteiu von Gestalterboden aus als einen der schwierigsten und gefahrvollsten dieser Bergregion, welchen sich der Anstieg auf das Hochthor und den Odstein ebenbürtig erreicht. Offenbar haben die nur zu kühnen Jünglinge e« verschmäht einen Führer aufzunehmen und versuchten einen neuen Anstieg von der Nordseite, um sich dieser Hel-denthat im Kreise ihrer Gesinnungsgenossen rühmen zu können. Wir brauchen nicht erst zu erwähnen, welche Gefahren ein solches Wagn'ß bereiten. Wir beschränken uns daraus auf den Tod der genannten jungen Leute hinzuweisen. Und wie traurig, wie herzerschütternd ist ein solches Ereigmß für die Angehörigen der Ver-unglückteu. Die Familie Herzmann lebte seit Mittwoch in fortwährender bis auf das äußerste gespannter Aufregung, der fortwährende Wechsel zwischen Hoffen. Angst und Verzweiflung bietet ein drastisches Bild der Folgen eineS so unbesonnenen WagstückeS. Möchten es doch alle Bergsteiger, welche Angehörige haben, die um ihr Wohl und Weh besorgt sind, diesen gräß-lichen Uuglücksfall bedenken und nur solche Bergtouren unternehmen die ungefährlich sind, und selbst solche nie ohne Begleitung eines Führers oder mindestens erfahrenen Begleiters. Die ganze Bevölkerung fühlt den namenlosen Schmerz der Familie Herzmann mit, möge dieselbe in diesem aufrichtigen und innigen Bei-leide der Bevölkerung von Cilli nm ein Kind dieser Stadt einen gelinden Trost für den un-ersetzlichen Verlust finden. _ __ Dr. E. G. Locates und Srovinciales. Cilli. i. Juli. [P e r s o n a l n a ch r i ch t.] Gestern Vor-mittag traf der Landeshauptmann Graf Wurm-brand zu kurzem Aufenthalte in unserer Stadt ein und besichtigte in Gesellschaft des kaiserl. Ruthe« Dr. Neckermann die öffentlichen An-stalten, sowie auch das neue Stadttheathcr, Über dessen Bau er sich sehr lobend äußerte. Am Nachmittage reiste er wieder ab. [E l n deutscher Wahlsieg.] Bei der am I. d. staltgefundenen Gemeinderaths-wähl des dritten WahlkörperS in Gonoditz drangen die Candldaten der Deutschen mit der „Ein Almosen, das Ihrem Herzen Ehre macht, von dem ich aber nicht leben kann." „Verwirren Sie diese Begriffe nicht, Eugen. DaS macht mir keine Ehre, ganz und gar nicht; im Gegentheil! Ich weiß das und doch ! Wenn man gar nichts auf der Welt — ah. es gibt keine Entschuldigung dafür, daß ich Sie lieb habe, Eugen, und daß ich Ihnen das zeige. E« ist Unrecht, es ist Sünde, um so mehr Sünde und Unrecht, als ich's nicht bereue." „Sie lieben Ihren Mann nicht." „Richtig." „Das menschliche Herz muß etwas haben, woran es sich hängen kann." „Richtig." „Man soll meinen! Bei Ihnen ist es ander«. Sie tonnen nicht lieben, das ist die schmerzliche Erkenntnis, zu der ich mich durch-gerungen. Sie können nicht!" „Sie waren nie so abgeschmackt wie heute!" „Ich glaube, daß Ihnen die Wahrheit nicht gefällt. Ich aber lasse nicht mit mir spielen. Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein!" _~h nifh ' "Ihm fniumi'n die aroßartiaen 1885 imposanten Majorität von 40 Stimmen durch. Dieses glänzende Resultat illustrirt wohl am besten die Frivolität, mit welcher unsere nationalen Gegner Proteste zu erheben pilege». E« hat sich eben bei ihnen das Princip ausgebildet, so oft die Deutschen über sie einen Wahl-sieg erringen, unter den gewagtesten Moiive» zu protestiren und gewißermaßen von Berge-waltigung zu faseln. So war es dei den Wahlen in der Umgebung Cilli, so in Friedau und m Gonobitz. In all den genannten Gemeinde» erlitten jedoch die National - Clericalen nach Stattgebung deS Proteste« und Anuulierung der angefochtenen Wahlen eine noch entschiedenere Niederlage. In Gonobitz fpec ell, wo bei der annullirt wordenen Wahl doch drei national-clericale Parieimänner gewählt worden waren, wurden diesmal nur Deutsche gewählt, so tue die neue Gemeindevertretung von slovenisch» Eiferern gänzlich frei ist. Die wackeren Gon» bitzer verdienen daher die ganz besondere Anerkennung der Deutschen, welche ja im stein-schen Unterlande wirklich so begünstigt sind, da« sie bei Gemeindewahlen zumeist zweimal wähl» dürfen, falls den National-Clericalen der schwächste Widerschein einer Siegeshoffaunz winkl. [Vom S ch ö n-B r ü n d l.J Gabriel Zeidl. der volksthümlichste Dichter seiner Zeit, dalin die Blüthenlese seiner Dichtungen aus unserer Stadt. Die Gegend, wo er die schönsten Tag-seines Wirkens verlebte, die Menschen, mit denen er durch viele Jahre auf das freundlichste ver-kehrte, sie waren ihm lieb und theuer geworden. Mit Freuden ergriff er die Idee feines Freundes Rauscher, jene Quelle am Fuße des Laisberges, die ihn so oft gelabt, deren reizende Umgebung seinem schöpferischen Geiste Erfri-schling gewährt halte, zu fassen und dem all-gemeinen Gebrauchs zugänglich zu machen, lind als die beiden Freunde die Quelle gezwungen hatten, aus nett behauenem Steine zu Tage zu treten, schrieb Gabriel die Wone: „Nahst Du dem Quell' hier auf freundliche« Wege«, Ström' er erquickungsvoll, rausch' er Tir «egen." Dankbar nannte fortan das Volk die Quelle, das „Schön-Bründl." Die sich steigernde an gesundem, trinkbarem Wasser führte inner-halb der verflossenen 47 Jahre zur reichlichste-Ausnutzung dieser Quelle; allein ihre Fafswg halte bereits derart gelitten, daß der Ämea!-Ausschuß e» zu einer feiner dringendsten Äif-gaben zahlte, hier mit vollster Energie nnpi-greifen. Es ist hier nicht der Platz, die schwi«-rigkeiten zu kennzeichnen, die sich der gründlicht» Behandlung dieser Quelle entgegenstellten, weiche nur aus einzelnen Wasseradern besteht, die einer südlich entspringenden Quelle angehören, und an dieser Stelle auS der Schutthalden»« alten Rutschung zu Tage treten. Wenn es tro$-dem gelungen ist, den Zweck zu erreich-» und das Andenken deS unvergeßlichen Dichter» — =5BB Phrasen und zu meinen Bedauern dieadgetto-scheusten. Dann ist eS allerdings Zeit. h«dt Zeit, daß wir ein Ende machen und au^n»-ander gehen." „Wie leicht Sie das sagen!" „Hm. mein Gott!" „Weil Sie kein Herz haben!" „Schafskopf; — Ja so! Verzeihe» -ie. daS kam nur so — übrigen« halte ich ja et»»» gut bei Ihnen. Wir nehmen'« ja nicht io genau!" „Wüßten Sie, wie'S in mir aussieht !6ii Gott liegt in meiner Brust, zerschlage» !.Ä zerirümmerl sehe ich mein Glück zu ins»« Fußen. E« ist kein angenehme« Bewustie». Ziehen Sie triumphirend über mich hinweg ich werde mich nicht wieder erheben, um Zhm den Weg zu kreuzen. E« wäre so jdjoa.: 'o u . endlich schön gewesen! Es hat nichl feilen sein. Wenn Sie mich nur ein Nein wenig baun lieb haben können!" „Eugen, ich verstehe Sie heute nicht. V« allen Menschen, die ich tcnne, waren Sie ran der liebste, der beste, der vernünftigste. Äa Ihnen konnte ich reden, wie mir in* M 1885 würdig zu ehren, so können wir die neue An-läge nur unter dem Namen der „Sndl-Ouelle" dem schütze des PublicumS wärmstens zu empfehlen. [Volksschule.] Die in Judenburg ab-gehaltene Plenar-Versammlung deS dortigen LehrervereincS hat beschlossen, dem deutsch-öster» re'chischen Lehrervereine mitzutheilen, daß sich der Verein für eine bedingungsweise Einführung der körperlichen Züchtigung in der Schule aus-sprich'. [M u s e a l v e r e i n.] Dem Vernehmen «ach veranstaltet der Museal - Verein in der 2. Halste dieses Monates ein Fest auf der Burg» Ruine Ober-Cilli, welches die vielfältigste Ab' wechsluiig zu bieten verspricht, indem nebst den Annehmlichkeiten einer vollständigen Restaura-tion auch für sonstige Unterhaltung: Aufst.igen eines größeren Luftballons, Feuermerk :c. ge-iorgt werden wird. Nachdem der Ertrag dieses Festes ausschließlich dem gemeinnützigen Zwecke der Restaurirung der Ruine zugewendet werden soll, so können wir dem Unternehmen nur den besten Erfolg wünschen. [Der Ausflua nach Rann.] Irr» ihümiicherweife heißt cS in der Schilderung, die wir in unserer letzten Nummer über den so schonen Sängerausflug brachten, daß Herr Ludwig. Oberlehrer an der deutschen Schule in Lichienwalo einen Toast auf das deutsche Lied ausbrachte. Wir berichtigen dieS dahin, daß der bezeichnete Toast von Herrn Wermuts) Lehrer an derselben Schule. gesprochen wurde. sU n t e rst e ir i s ch e Bäder.] Im Kai-sei Franz Joses-Bade Tüffer sind bis 2. d. 341 Curgäste eingetroffen. In Römerbad weist die Curliste bis 27. Juni 376 Curgäfti auS. s Wahlreminiscenzen. ] Unseren Leser» wird es noch im Gedächtnisse sein, daß es im vorigen Jahre anläßlich der Landtagswahlen m Hochcnegg zwischen dem damals dort stalionir-len Caplane Sednik nnd der Gendormerie ein Conflict entstand, und daß später der diesbezüglich geklagte Caplan Lednik vom hiesigen Bezirksgerichte wegen Ehrenbeleidigung zu drei Wochen Arrest oerurtheilt wurde. Vorgestern fand nun die Appellverhandlung unter dem Porsche des L.-G.-R. Garzarolli statt. Bei dieser Verhandlung, zu der gegen 30 Zeugen vorgeladen waren, kamen zwei Gendarmerie-Ztelanonen zur Verlesung, in welchem mitgetheilt wird.daß der Caplan am Lande her-umlief und die Zeugen zu anderen Aussagen beeinflußte. Die Verband-lung wurde daher über Antrag der Staatsan-ivallschaft vertagt und die Einleitung der dies-bezüglichen Erhebungen beschlossen. sA u s dem Mahren berger B e-zirle] wird uns geschrieben: In der Ge-meinde St. Daniel ereignete sich ein schreckliches Unglück. Der dortige Grundbesitzer vulgo Mez-nar besitzt einen sehr bösen Stier, welcher schon war. Las soll nun, wie es scheint, anders wer-bcti, denn Sie sind auf den Wege, sich meine Liede gründlich zu verscherzen." „Diese Liebe! Ich will sie verscherzen, denn sie ist werthlos. Sie sieht ruhig zu. wie ich verschmachtete und zu Grunde gehe. Wenn Sie mich lieben — wir sind keine Kinder — so gehören Sie in meinen Arm!" „Genug! Sie wißen. daß eS zwischen uns «in Terrain gibt auf dem eine Tafel aus-gesteckt ist: „TaS Betreten dieser Anlagen ist verbotenSie können das Verbot und über-treten es. Sie wußten, daß ich Ihnen gut, von Herzen bin, Sie wußten aber auch, Sie muß-ten wissen, daß ich mich niemals entehren werde. Nun haben Sie Recht behalten, jetzt sind wir wirklich fertig mit einander! „Auf Ihr Haupt die Verantwortung! Eie haben gut. die Unnahbare zu spielen, weil <3 sie kein Opser kostet. Aber der Tag wird noch kommen, an dem auch Ihr Geschick sich ersühlin wird. Sie verstehen mich?" „Nein." „Es ist undenkbar, daß Sie und nur Sie so leichten Kaufes ini Leben davonkommen sollten. Jedem Sterblichen »ommt einmal die f» zv«cht." im verflossenen Winter den Hirten angefallen und übel zugerichtet hatte. Der genannte Grundbesitzer fand jedoch keinen Anlaß zur Vorsicht. Er ließ daS böse Thier ganz sorglos mit dem übrigen Vieh auf die Weide treiben, welche an der nach Untervrauburg führenden Fußstraße liegt. Am 29. v. M. nun ereignete sich auf dieser Weide eine Katastrophe. Der Stier rannte den circa vierzigjährigen Hirten nieder und richtete ihn mit den Hörnern der» art zu, daß dessen Leiche kaum mehr zu erken-nen war. Der Bauer hatte mit seinem Hirten doch noch lo viel Mitleid, daß er ihn am drit-ten Tage nach der Verunglückung auf einen Ackerkarren nach der Todtenkapelle überführen ließ. [Wie man Stoff zu Denuncia-t i o n e n findet.] Der süvsteirifche Versöh-nungSrevolver hatt«, wie man uns aus Mar-bürg meldet, die Expositur veS Postamtes am Hauptplatze denuncirt, daß dieselbe keine slovenifchen Recepiffe verabfolge, ja nicht einmal solche besitze. Es wurde sogar in gedachtem Blatte erzählt, daß einer Partei, welche ein slovenisches Formulare verlangte, ein solches erst nach langem Suchen verabfolgt werden konnte. — Die k. k. Postdirection ließ auf diese Denunciation hin Erhebungen pflegen und stell-ten selbe eine Perfidie heraus, wie solche nur in den Köpfen südsteirischer „National-Conservativer" entspringt» kann. Die betreffende Expeditorin gab nämlich die Relation ad, daß am 25. v. Monats gegen 7 llhr Abends ein Kanzlist des Advocaten Dr. Orosel mit zwei Briefen, welche slovenisch adressirt waren, in die Postexpositur gekommen sei. Sie wollte daher ein slovenisches Recepisse ausfertigen, da solche ebenso vorrätt ig aufliegen, wie die in deutscher Sprache. Der Ueberdringer bemerkte jedoch, man möge ihm nur deut'ch recepissiren. Dies Alles ge-schah in Gegenwart eines Postassistenten. ES stellt sich klar heraus, daß der betreffende Brief-aufgeber. welcher auf den Namen Decko hört und wegen feiner gloriosen journalistischen Thä-tigkeit mit dem Bezirksgerichte bereits Conflict« hatte, nur aus dem Grunde cin deutsches Re-cepisse verlangte, um sagen, oder schreiben zu zu können, daß in Marburg für slovenisch ad-ressirte Briefe deutsche Formulare verwendet werden. Zu solchen AuShilfsmitteln greifen na-tionale DesparadoS, damit sie Gleicht? erechti-gungsschreie ausstoßen können. fs ch u b b e w e g u n g.] Im abgelaufenen Monate wurden durch das hiesige S'adtamt 44 Schädlinge an deren Bestimmungsorte expe-oirt. Die Zahl der vom genannten Amte selbst gefällte» Verschiebungserkenntniße betrug 44. ■ | sJ n der letzten Choleraper iod e] in Aegypten geschah ärztlicherseits die Cinfüh-rung von Mattoni's „Gießhübler" als Trink-waffer mit so gutem Erfolge, daß es seitdem i» allen besseren europäischen Familien als Tischgetränt dient und regelmäßig in Waggon- Stunde, wo ihn eine übermächtige Leidenschaft packt und nietergeworsen hat. Auch Ihnen wird diese Stunde nicht ausbleiben. Dann wer-den Sie sich meiner erinnern und mich vielleicht verstehen, früher nicht. Ich war nicht der Rechte. Schade, jammerschade Eugen hatte diese Worte in tiefer Bewe-gung und mit zitternder Stimme hervorgebracht Dann fprang er plötzlich auf, man sah «8, daß er seine Bewegung nicht länger meistern konnte. Er mußte fort, nur fort, wenn er nicht ersticken follte. „Eveline, leben sie wohl l" „Adieu!" ..Eveline!" Er bot ihr die Hand und sie reichte ihm ihre. Er sah ihr noch einmal lief ins Auge und dann wollte er, übermannt von der mäch-tigen, überquellenden Empfindung, den Arm um ihren Leib schlingen und sie zum Abschied in verzehrender Sehnsucht noch einmal küssen. Sie aber sah ihm kalt ins Gesicht und bog sich steif zurück, so daß er seine Absicht nicht aus-sühren konnte. In seinem Antlitz zuckte es tief schmerzlich auf und im innersten verwundet und gebrochen ging er davon. 5 ladungen dahin expedirt wird. Wenn auch der böse Gast unseren Grenzen hoffentlich diesmal fernbleibt, muß doch, besonder» bei andauernd heißem trockenen Wetter, die Wichtigkeit und Nothwendigkeit eines gesunden natürlichen Was-serS hervorgehoben werden, als welches sich kaum eines gleich gut eignet, wie der in uns«« rem Vaterland« populär gewordene, überall er-hältlich« „Gießhübler", bei welchem, al« einem unmittelbar aus Felsen quellende» Wasser, die Gegenwart irgendwelcher Mikro - Organismen absolut ausgeschlossen ist. Kopfschmerz und Schwindel im Gefolge belästigender Schwüle weichen leicht einem kühlen Trunke Gießhübler-Sauerbrunn. Hingesendet.*) Das deutsche Publicum in Sauerdrunn wird vor einem «ollen Hunde gewarnt, welcher aus Krain über Steinbrück das steirische Ge» biet erreichte. Dessen Wuth brach in Steinbrück aus und brachte eine deutsche Frau in ernstliche Gefahr, welche sich nur durch Geistesgegenwart vor dem giftigen Geifer des Hundes retten konnte. Er hat die Richtung nach Sauerbrunn eingeschlagen. Cilli am 4. Juli 1885. Ein Augenzeuge. An die p. T. Einwohner von Cilli! Der Sannsteg unterhalb des Grenadier-wirtheS ist wieder fertiggestellt. Die Kosten für denselben jedoch nicht ausgebracht. Da die Er-bauer und Erhalter desselben, näinlich fünf Grund-besiyer am Petschounig. nicht die Mittel besitzen, die imnierhi» bedeutende» Auslagen aus Eige-nem zu bestreuen, so wird von berufener Seite an die Munifenz der Stadtbevölkerung, die ja den Steg, der einen der schönsten Spaziergänge erleichtert, appellirt und um eine kleine Beitrags-leistung gebeten. Diese Bitte scheint um so moti-virter, als die gedachten Grundbesitzer in der Voraussetzung, daß die p. T. Bevölkerung von Frau Eveline lehnte einen Moment ihre Stirne an die große' Spiegelscheibe des Fen-sterS und zerdrückte «ine heiß aufschießende Thräne im Auge. „Dahin; das Einzige, woran mein Herz noch hing!" murmelte sie leise vor sich hin. „Que faire ? Vorbei!" Sie fuhr sich mit dem Spitzentafchenluch leicht über daS Gesicht und ging trällernd durch's Zimmer, um dem Bedienten zu läuten. „Jinos soll einspannen; ich fahre in den Prater!" Am Abend deS selbigen Tages schrieb aber Eugen Miltitz in sein Tagebuch: „Heute habe ich endlich durchgesührt, was ich mir schon seit mehreren Wochen immer wieder vorgenom-men hatte. Wenn man heirathen will, muß man vorher reinen Tisch machen. Ich habe mit Eveline» gebrochen. Die Sache war nicht leicht, ich glaube sie aber gnt und geschickt durchge-führt zu haben. Wir Männer — ich glaub« nicht, daß die Anderen gerade viel besser sein sollten, als ich — wir Männer sind doch alle-sammt ein rechtes Ge'indel." Balduin Groller. — r*tn»t#r alkallaeber bestes Tisch- und ErfrisciimisietrM, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. Heinrich Mattoni, Karlsbad nnd Wien. J-—____ „Pruts<$s ZS«chl " 1885 Cilli unterstützend zur Seite stehen werde, an die Herstellung des namentlich von Sommer» frischlern so häufig benützten ComunicanonS' objecieS schritten. Möge daher die Hoffiung der betreffenden Grundbesitzer, die ohnedies durch Jahr« so gut es eben ging für die Erhaltun.i des StegeS sorgten und auch in der Zukunft sich dieselbe angelegen sein lasten werden in Er-füllung gehen und die so oft bethätigte Opfer-Willigkeit und der Gemeinsinn der Städten sich auch diesmal bekunden! — Freundliche Bei» träge nimmt auch die Administration der „Deut-schen Wacht" entgegen. Ein Freund der Umgebung. Korrespondenz der Wedaction. —i.— Lassen Sie Herrn Dr. Drogotin den Gemeinderaths-Candidaten in Ruhe, und seien Sie überzeugt, daß er trotz seiner uner-rundlichen Gelehrsamkeit kein prophylaktisches littet finden wird, seinen künftigen Durchfällen vorzubeugen. — —r.— in Schönstein. So dummdreiste Schwätzer giebt es allerorten. Sie erinnern an die Kernbeißer, die zwar einen großen Schna-bei, aber wenig Stimme haben. Lasse» Sie also dem Betreffenden seine wächserne Function, über uns zu schimpfen, ruhig üben, sie sichert ihm jn den clericalen Kundenkreis. Ans der stovenischen Presse. »Skovcnski Hlarsd" dringt folgende Cor» r?spondenz aus Rann, 3V. Juli. (RemcurSka Propaganda.) Heute will ich euch den großen deutschen „Parteitag" und daS BerbrüderungS» fest näher befchreiben. Die Stadt war schon in aller Frühe geziert — versteht sich — ganz in deutschem Geiste mit großdeutschen Fahnen Deinige 15) und mit zahlreichen deutschen Aus-schuften, unter ihnen hat uns am meisten in die Augen gestochen .,deutscher Gruß den deutschen Sängern" ganz so wie irgendwo im „Reiche". (Kajhu). Um '/, 10 Uhr herum blies der fchwer erwartete Zug mit der Cultur Armada heran, ihr an der Spitze Äusserer, Glantschnigg — Foreggtr und Reck mann. Räch dem obligaten Hoch-Geschrei begab sich die deutsche Gesellschaft durch die Stadt in das pangermanische Gast-haus zum Gabelfrühstück, welches mit zwei deut-schen Fahnen geschmückt war. Dann begab man sich in daS AttemS'sche Schloß, wo sie die be-kannten preußischen Lieder sangen unter ihnen das „deutsche Lied". Beim Essen zeigte sich der Hochmuth der Deutschen. Ein Redner feierte die Lichtenwalder, welche den Brüdern einen ent-sprechenden Empfang bereitet hatten. Das v.r-schwiegen sie aber, daß in Videm ein gedungener Trunkenbold Hoch! schrie. Dafür klagten sie über die Frechheit der Ratschacher die sie mit slovenisch» Tricolore begrüßt hatten. Unter Allen zeichnet« sich besonders der bekannt« Lich-tenwalder Schreier Dr. Äusserer auS. Beim EfseU waren auch /inige 6 Bauern den Herren.zum Spaß (Spas) sich selbst aber zur Cchaltde. Unter diesen spielten die deutschen Bo-M;o besonders Pec'nik und Posar, die so lang« ' in uttsei^n schwarzen Buche stehen werden bis " sie 'i/tchr gehorsam werden und sich ändern. Die Ltpje sollen mit den Fingern auf sie zeigen, di^ deutsche Intelligenz später anfing um " trtt^tte i# mich nicht weiter, weil mich die. gaisjö/'Dammhnr schon zu viel anekelte. Sä&eft' üluß ich tollt noch, daß die Cilli« Musik t bei der ersten I r« tvi Huth iein tMe< Gtleg^nM trtefe lthige? Häüp^D zeiget Mt' nochsttn ©ornrtag bei der Methtjdfeiet in Gurkfeld den ^il^icht wieder et uns «icyebt. Da- ^ "«I IVIIIIIII umu, o»n In größttt Zahl tt»rch GtuFjelÖ; lKrain), damit Mlt weiß, daß auch di/ Slovenkti' ^ine reife politische Äation fei. Dolkswirthschastlichtt. > NotariatsconcioiBnt i ( h (rfi n nii n n 1 c>n> 5*uli sW i l d f ch o n u n g.] Im Monate Juli befinden sich mit Ausnahme der Hirsche, Reh-bocke, Wildgänse. Wildenten und Rohrhühner sämmtliche Wildgattungen in der gesetzlichen Schonzeit, uud dürfen während dieser Zeit auf kein« wie immer geartete Weise erlegt werden. sK «i n S i l b «r n g i o.] Im Monate Juli wird wie in den Vormonaten ein Agiozu-schlag für die in Silber ausgedrückten Gebüh-ren von Seite der Eisenbahnen nicht «ingeho-ben werden. (Markt-Durckschnittspreise) vom Monale Juni 1885 in Cilli: per Heltoliter Weizen si. 7.87 Kon, ft. o.20, ©erste fl. 5.—. Haser fl, 3 90, Kukuruz ft 5.70, Hirse fl. 5.20, Haitxn ft. 5.53, Srdäpsel st. 3 — per JOO Kilogramm Heu fl. 1.80, Kornlaqerstroh fl. 1.45 Weizenlagerstroh fL 1.35, Slreustroh fL 0.90. Fl« isch-preise pro^ Juli 1885. 1 Kilogr. Rindfleisch ohn« Zuwage S2 lr.. Kalbfleisch 5S. «0 Ir.. schweinfleisch 56 u. «-0 kr. Schöpsenfleisch 40 tr. vourle der Vien»t Mörle vom 4. Juli 18:-5 Goldrente...........108.25 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 82.60 „ „in Silb«r . 88.40 Märzrent« 5®/, ........99.15 Bankactien........... 862.— Creditactien.......... 286.70 London . . wista........124.30 Rapoleond'or.......... 9.86 k. k. Münzducaten........ 5.88 100 Reichsmark.........61.— mit langjähriger, vorzüglicher Praxis in und «ni.r-Streitsachen, dann »ehr guten Referenten renket, der deutschen and slovenUehen Sprache mächtig, wünscht unter billigen Ansprächen baldigst «wo gegenwärtigen Posten zu indem oder in eine Alvo-caturskanzlei einzutreten. Ges. Anträge bittet man u die Erpedition d Bl. zn richten unter C. R. 479—:' jul. johannsen" Kaatachnk-Stampiglien-Erzeagung t OraTieruuUl] Graz, Jungferngasse Nr. 2. Alle Neuheiten. — Lieferzeit 1 bis 2 Tage. — Agents für Cilli: A. Almoslechner. 424-58 Röslcr's Kttliii-fsiiiuhiaNNer ist unstreitig das beste Mittel gegen Zahnschmerz und dient aueb gleichzeitig zur Erhaltung nnd Reinigung der Ziihne. Dieses seit Jahren bewährte nnd rühmlichst anerkannte Mundwasser benimmt orte Rohitsch-Sanerbrunn verbrachten und eS tritt nun an uns die angenehme Verpflichtung heran, für die so überaus herzliche Aufnahme, für all' die vielen Zeichen und Beweise liebevollen Entgegenkommens unseren tiefst empfundenen Dank auSznsprechen. Insbesondere drängt eS uns, den lieblichen Damen, welche mit zarter Hand unser Banner festlich schmückten, au« vollstem Herzen zu danken, wie nicht minder den sangeSfreundlichen Bewohnern, die in so glänzender Weise darlegten, wie hoch sie dentschen Sang ehren. Stets wird des schönen Zusammenseins gedenken der dankbare Grazer Männergefangs.Verein. 1885 ..Deutsch« Macht". 7 ^ 4,. X\> Steir Ländsobastl lt kuiikti bti iei Herren TRAIK 4 STIGEE, FRANZ lütGEK. J. ftIXtl toi illtl rtBOBiirtei Hit4lu;«i ii Cilli i»t iBgebmj. 155-24 Unzähligen Patienten, wcldie dem Fingerzeig der Broschüre „Magcn-Darmkatarrk" folgten, ward noch Hilfe und vollständige Heilung von dem trostlosesten aller Uebel, dem Verdauungsleiden. Prosv«le und Broschüre sind gratis zu beziehen von J. J. F. Popp's Poliklinik in Heide ^Holstein). der berähmteftteii Aerzte »tleitin*« und rmpfehlen Dr. Fopp's Zahnmittel als die best existirenden für die Zähne und den Mund. AnaUierin Zatiii- nnd Mnnawasser von Dr. J. fJ. Popp, k. k. llofzahnarzt, Wien. Bognergasse Nro 2. Kadical-HeiUnitt>) für jeden Zahnschmerz, so auch jede Krankheit ner MunJhnhle nnd '!> Zahnfleisches. Erleichtert das Kühnen bei Kindern and ist unentbehrlich bei Gebrauch Tun Mineralien-Wlaier. Bewährtes Uurgel-vacaer bei chronischen Hai »leiden u. gegen ; 2 Dyi'htheritis. Eine grosse Flasche zu fl. 1 4V. " 5 (UM mittlere zn I (I. nnd eine kleine zu 50 kr. s-f Dr. Popp's Vegetabil. Zahnpulver macht | 5 blendend weiss« Ziihne, ohne dieselben anzn-1 J greifen; in Schachteln nur zu 63 kr. Es Dr. Popps Anatherin-Zahnpasta zur Rei--£ nierin? und Krhaltnng der ZAhne, Beseitigung 15 des üblen Geruches und des Zahnsteines. ~Z Preis per Glas-Dose fl. I 22. « ' Dr. Popp's aromat. Zahnpasta. Illend« nd - £ »risse Zähne nach kurzem Gebrauch. Die ja Zähne (natürliche nnd künstliche) werden ? conservirt und Zahn schmerzen verhindert, i ? Preis per Stück .'15 kr. Dr. Popps Zahn-Plombe, practisches, 1 sicherstes Mittel zum Selb-tplombiren hohler = Zähne. Preia per Etui fl. 2 10. BZ Dr. Popp'a Kräuterseife. Seit 18 Jaliren | < mit grösstem Erfolge eingeführt gegen Haut-: -r aaasebläge jeder Art, insbesondere gegen ' u Hautjucken. Flechten, Grind, Koj»f- und Bart- — schuppen, Frostbeule», Schwetsafüsso und C Kritik Preis .10 kr. Z CMC* Vor Nachahmungen wird gewarnt, 3 zu denen einige Fabrikanten ihre Zuflucht S nehmen, indem sie sich Firmen-Bezeichnun-gen aneignen, die der meinen ziemlich nahe ea kommen and ihre Product« dem Aussehen ca. nach sehr Ähnlich den nieinen machen. Bei Ankauf eine« jeden Gegenstandes wird er» Q-1 sacht, genau auf die Firma zu achten. . - BßF~ Mehrere Falscher und Verachleisser 3 1 Wien nnd Innsbruck wurden neuerdings ju empfindlichen Geldstrafen gerichtlich ver-«rtheilt. Zu haben in Cilli: ßanmbachs Erben, }. Kipfer8chmid, Ap., F. Pelle, Kaufmann. Raaa: ftnidersif, Ap. W.-Landsber^: S. Vaonlik. Ap. Gonobitz: Joh. Pospisil, Ap, öirkseld: Fr. BAmcbes, Ap. Stein: J. Hod-nik, Apoth. W.-Feiatritz: A. v. Gutkowskv, Apotli. Windiachgraz: G. Kordik, Apoth. \iicli Amerika •Jos-Tswitsn -vaja.d. "biUig-sten. A-varcli. Arnold Itelfj Wien, I., Pestalozaigaase 1, titelte Firma dieser Branche. — Auskunft nnd Prospekte umsonst. 744—50 Wichtig für Hausfrauen! Ich erlaube mir ergeben st anzuzeigen, dass ich t* off ff- und Ti*eht+ieHer, sowie trtn-t ihr her ohne Naht verfertige. Auch nehme ich Bestellungen auf alle Artikel an. Hochachtang«voll Stefan Ccöko, Webermeister, 560—12 Hochenegg bei Cilli. lUUUUUUUlAAAAAAA« Princessen-Wasser j ron August Renard in Paria. Dies«« rühmlichst bekannte Wasehwasaer gibt der Haut ihre jugendliche Friacbc wieder, macht Gesicht, Hals und Hände blendend weiss, weich and zart, wirkt kühlend und erfrischend wie kein andere« Mittel; entfernt alle Hautauaschl&ge, Sommersprossen n. Falten n. erhält den Teint u. eine zarte Haut bis ins späte Alter. Per Flasche sammt Gebrauchsanweisung a 84 kr. ö. W. ^Princessen-Seife. Diese durch ihre Milde selbst für die zarteste Hant wohlthätig wirkende Seife per Stück nebst Gebrauchsanweisung 85 kr. 0. W. Die beiden durch ihre Solidität so beliebt gewordenen Präparate sind allein echt zu haben bei A. Baumbach's Erben, Apotheke, cilll , «84—20 » li J. Kiprsitaiil, Apotheker, Traut & Stlter, Aldis falland, F. Zäipr in Cilli empfehlen Ihren P. T. Kunden Ja-cherl's neueste auSerwählte Specialität:! „Jachertin" zur totalen Vertilgung und Ausrottung aller fchädli-cheu und lästigen Jnseeten. Alle bis heute bekannten Jnseeten pulver oder sonstigen Mittel gegen das Ungeziffer werden von dieser Specialität an intensiver Kraft, Schnelligkeit und Sicherheit übertrossen. Besonders muß davor gewarnt wer-drv: „Zacherlin" ja nicht mit dem gewöhnlichen Jusectenpulver zu verwech' fein 1 Da« „Z a ch e r l i 11" wird nur in Originalflaschen — nie aber in losem Papier verkaust oder osten ausgewogen! Die Originalflaschen müssen, um echt zu sein, die Namensfertignng und die Schutzmarke tragen. 48S-12 Philipp Haas & Söhne i 279-37 GfRAZ, Herrentasse, Laodüans, empfehlen ihr reichhaltig srirtirUs langer newester Tapeten nebst allen dazu gehörigen Decc- > rations - Gegenständen für Wände] und Plafonds, wie auch alle Sorten gemalter Fenster-Rouleaux zu streng reellen Fabrikspreisen. Tu/tetef-Hiit ter Anriet» werden auf Wunsch gesandt Kostenüber-schläge nach Bekanntgabe der Dimensionen bereitwilligst. untauglich machen, alle verdorbenen n. Zur Erlangung und Erhaltung der Äesnndlicit hat «ich seit jeher bestens bewährt ein« Blutreiniguogs-Cir D9" im ArüHjalire, "WU weil durch eine solche mancher im Körper achlam-meinde Keim schwerer Krankheiten aus demselben entfernt wird. Das ausgezeichnetste und wirksamste Mittel hiezu ist •I. Herliabn;'« verstärkter Sars»i>ar lila Sy ru)». WI5mujS^m^ J- Herbabny's ver--2' *l*rkter Saraaparilla-u — Syrup wirkt gelinde aus- losend und in h'ilwiu Grade blutrerbps.sernd. indem er alle scharfen und krankhaften Stoffe, die das Blut dick, faserig, zur raschen Circulation ans demselben entfernt, sowie krankhaften Säfte, angehäuften Schleim nnd Galle — die Ursache vieler Krankheiten — auf anschädliche und schmerzlose Welse ans dem Körper abscheidet. Seine Wirknng ist deshalb eine ausgezeichnete bei Hartleibigkeit, bei Blutandrang nach dem Kopfe. Ohrensausen, Schwindel. Kopfschmerzen, bei Gicht- und Hämorrhoidal-Leiden. bei Magen-verachleimnng. schlech er Verdauung, Leber- und Milz-Anschwellungen, ferner bei Drüsen Anschwellungen. bösen Flechten, Hant-Ansschlägen. Preis einet Original-Flasche sammt Bro» schüre 8» kr., per Post >5 kr. mehr für Emballage. *Mfcif f'ftixeftr muss obenstehetide Sfhttrztufir/.f als Zeichen der Kr/ttsteil tragen -&Q Central Versendungs Depot für dieprooiuik»: Wien, Apntbeke „zur Barmherziileil" des J. Hrrbnbny, Neubau, Kaiserstraase 90 Depots ferner bei den Herren Apothekern: 0»ilHt 3. Kupserschmid, Baumdach'» n Capitalien in Werthpapieren gegen sofortige Capitals- und event. Gewinnst-Auszahlung empfiehlt sich i» prot. Hank haus H. Knöptlmacher, Wien, I., Wallnerstrasse 11 --— 1 irmabestand seit 1HB1» - - - Beeile Informationen auf mündliche oder nicht anonvme schriftliche Anfragen stehen in discreter Weise l* Diensten — Special-Burcau für all- Gattin ^en im öffentlichen Coursblatt- nicht mehr .»>.? -.Ite» notirte exotische Werthpapiere. 4(i7—l'J Die Möbel-Niederlage Graz, Franzensplatz Nr. 1 und2 34T dem LandeRthcator, empfiehlt Ihr xromH Lager von eompleten Hthlas- nnd MpelaeBlmmer-CJarnlturen «na Knsi- nnd Eichenhob. Salon-Rbtei, Credenxan mit nna ohne Marmorplatten. Spiegeln, Karniessen. Reiche Anawahl von Salon-Garnituren von 90 fl. aufwärts, Schlaf-Divana, Ottomanen nnd Rik#-betten. Uebernahme aller Taperier Arbeiten eigener Erzeugung biUigst. Auaatattnngen nnd MöbUrnngen von Land- nnd Badehttnaern werd« prompt and bUligat ausgeführt. Hochachtungsvoll 14-53 Die erste 5sterr. Thüren: Fenster-und Fussboden- Fatorilis-Gresellscliaft 200-12 WIEN 1817 von weichen IV., Heumiihlgasse 13, etablirt unter der Leitung von Markerl, empfiehlt ihre grossen Waarenlager von fertigen Thüren und Fenstern inclnsive Beschläge, sowie Schiffböden und eichenen amerikanischen Pries- und Parquetböden. Die Fabrik ist durch ihre grossen Lager von trockenem Holzmaterial, sowie durch ihre Vorräthe an fertigen Waaren in der Lage, jeden bedarf dieser Artikel in der kürzesten Zeit zu effectuiren. Dieselbe übernimmt auch die Herstellung von Portalen, von Einrichtungen für Kasernen, Spitäler, Schulen, Comptoirs etc. etc., ausserdem alle wie immer gearteten mit Maschinen zu erzeugenden Holzarbeiten nach vorgelegten Zeichnungen und Modellen mit Ausnahme von Wohnungsmöbeln. Piffpnthnm Drnrl* nnd Yerl&p von Joh&Ul KftklUCh isl Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max Betont.