Echnflleituna: «athauSgasse Nr S >»Ikph«» Nr. »I. iilmthi' « i rediftsnbf: Täglich (mit t»*n«5tnc «cr eoim- u A«irr» l»g« ton ll—u Übt vorm. $andt»«l!»>it ze.k» ?»r«bir«l'» drr dillig« Kft» >r»rll!e« Äetühre» calargt». — L?> Wi»dcrdo!»ng«>> fttil-MchUi. tk ..TfutMicBnfl" aMdnt irti» MM» och ur.fc tsmHaj tbaiM. ftfllporfoffft-Jfoiit» 30.600. Verwaltung: RarhauSgass« Nr. ii ?k!r,l>»» Nr. »1, i-lrrir»«,. ?k;ugsbkdingu»gtn Ixrch dir Post drzogc»: virrliljädrig . . . » »29 ?-ldj-ihri, ....«««» «•ml »ng. . . . >l i* m S«r Cil I i mit Zoft-ll»», ins Ha»« : Monatlich . . . . r 11# «wrttlMteii ...»»— Halkjaiing «mniiibrij . . . . K 1J,-Mtl »Illlaild erhth<« fich dir ^rj;ug«^rbü6icu »m die ditderr» Z>«rs«i>diiilgl-Tedill>r»ii. (Tinacfcitrte ««»>, «xie-I» (dten M« I« « 33. Jahrgang. Lillt Sumi-tag, 10 chkloötr 1908. Nr *2 tViilwid) in rnstischrr Or-lruchtung. Gras Wladimir BobriuSki, einer der Haupt-leute der gemäßigten Rechte» i» der russischen Reichs-duma, hat der „Nowoje Wremja" einen „authentischen" Bericht über die Vorgänge in Laibach ge-schickt, über den wir der Berliner „Alldeutsche» Korrespondenz" folgendes entnehme»: Der letzte Reisebericht des Grase» ha»delte von den Borgängen in Laibach. d. h. in „Ljubljan", das vor einiger Zeit, mährend des allslavischen Preß-kongresses, „im Schmucke der russischen, d. h. all-slavischen Farben, weiß, blau, rot erstrahlte". Als der Gras von seiner Studienreise durch die öfter-reichische Slaveuwelt wiederkam, lesen wir im Be-richt, sah er ganz „Ljubljan" im Trauerflor. Der „Zupan" der Ztadt (Bürgermeister) I. F. Hribar empfing ihn in tiefer Trauer und erklärte seinem Petersburger Gast, der in der Bukvivina das „ruf-fische Volk" besucht hatte, marum die Tranersahne in der Stadt, am Adransker Meere (Adria), im ganzen KraS (Karst), an der Java (San) an der Drava (Dran) herumhingen. In Ptna in Südsteier-mark iPettan), dem floveuischeu Urbodeu und einer fast ganz slovenischen Bevölkerung hat die deutsche Minderheit die Majorität in der Stadt-Duma (Ma-giftrat> inne, weswegen anch die ganze Polizei dort deutsch ist. Als in „Ptua" etwa 160 Abteilungen des slovenischen Schnlvereines „Bruderschaft des hl. Cyrill und Methodius" eintrafen, trommelten die paar Deutschen der Stadt ihre Landslente aus der Umgebung herbei und verprügelte» die 160 Abteilungen. Der deutsche Bürgermeister und die dentsche Polizei freute» sich weidlich darüber. Als fich dann die Slovenen zusammentaten, ergriff die Polizei die Partei der Deutschen, und verprügelt nnd mit Tinte begossen, mußten sich die Slovenen vor den Deutsche», die von Studenten aus Graz geleitet wurde», zurück-ziehen. Ein Beschwerdetelegramni an den „Gonver-nenr" in Graz wurde am deutsche» Telegraphen« amte »icht angenomme«. Der „Pogrom" von Ptna entflammte das friedliche sloveuische Bolk, das von allen Seiten von Dentschen, Magyaren nnd Jtali-enern bedrängt wird. In „Ljubljan" (Laibach) herrschte wegen des milden Klimas ein lebhaftes Treiben aus den Ltraßeu. Die Bevölkerung sprach erregt vom „Pogrom" in Ptna (Pettau). Da ließ der „Gouverneur", direkt dem Gesetze entgegen, das Militär ans die Straßen rücken, natürlich nur deut-sches Militär ans demselben Steiermark, wo die Bäter und Brüder der Soldaten die Slovenen geprügelt hatten. Zwischen dem Bolke und (?) den Soldaten entstand eine Schimpferei. Wer angefangen hat, weiß man nicht. Die Soldaten drohten, alle „Windischen Hunde", so schimpft man auch in Tschechien die Slaven, zu massakrieren. ES bildete sich ein Meuscheuhause. Ohne jede Warnung, die man hier nicht auzuweudeu pflegt (!), «folgte das Kommando zum schieße«. Die Menge stob entsetzt auseinander. Die Soldaten eröffneten ein Schützen-feuer ans die Fliehenden. Ein jnuger Arbeiter, der Hand in Hand mit seiner Braut ging, wurde er-schössen; tätlich verwundet wurde ein lieblicher Knabe, ein Mitglied des russischen Biertels. Sieben Mann sielen, alle dnrch Schüsse in den Rücken. Deshalb hört man in den ganzen Jnlischen Alpen ein Grabesgelänte nnd sieht man die schwarzen Fahnen bis zum Fuße des mächtigen Triglav." Es ist an der Zeit, daß d.:s russische Volk von dem, was hier geschieht, die Wahrheit erfährt, es ist Zeit für unsere Presse, ihre Nachrichten über die Slaven nicht nnr ans den deutsche» Zeitungen und von den deutschen Telegraphenagentnren zn schöpfen. Und wenn Rußland die Wahrheit kennt (jetzt!), dann Htovenenkuttur. Man muß, um sie wenigstens zn ertragen, auch den betrüblichsten und kläglichsten Dingen ihre erheiternde Seite abgewinnen. Man wird sie stets finden, wenn man den guten Willen zu einiger Heiterkeit auch in verdrießlichen Zeitläufen ehrlich bewährt. So ist es höchst erheiternd, während der unerfreulichen Betrachtung des slovenischen „Kul-tmkampfes, der eben wieder so besonders herrliche Blüten trieb, anch einmal bei der Untersuchung der eigenartigen Knltnr zn verweilen, sür die von den slovenen mit allen Kräften nnd Künsten des SassenbubentnmS gekämpft wird. Jawohl, die Slovenen haben eine Knltnr und ki»c Knltnrfprache, sogar eine funkelnagelneue. Oder sollten ein Dntzend slovenischer Patrioten nicht imstande gewesen sein, nnter Beihilfe einer Handvoll dentscher Professoren eine slovenische Kultur uud eine slovenische Kultursprache aus Be> stellung und für gute Bezahlung innerhalb einiger Jahre reell zu liefern, und hat nicht erst vor zehn Jahren der Krainer Landtag SiOO.OOO Krone» sür rascheste Liesernng einer slovenischen Knltnrsprache mit schöner Bereitwilligkeit bewilligt, obgleich sein eigener Finanzausschuß der Ansicht war, diese Hungerleider von deutschen Professoren würden sie wohl auch schon für 50 Mille liefern? Das hatten die Herren den Deutsche» längst abgemerkt, daß die Schule uud die Sprache der Schule das wesentlichste Werkzeug im Wettbewerb der nationale» K»ltnren sei. Als sie im Jahre 1881, im Jahre des großen Umschwungs in Oesterreich, in Krain unumschränkt ans Binder kamen, stürzte»» sie sich sosort ans die deutsche Schnle, und das mit Ersolg, nachdem sie schon vorher mit allem Eiser an der Slovemsierung der Schnle gearbeitet hatten. Dabei lassen sie sich nicht etwa an der Volksschule genügen. Sie stellten ihrem Ehrgeiz höhere Ziele. Um die slovenische Kultur neben die großen westeuropäischen Kulturen zn heben, brauchte man vor allem eine nationale Uni-verfität, und man hätte sie gewiß anch iin weißen Laibach schon stolz hingebant, wenn nicht das Fehlen slovenischer Lehrkräfte und vor allem einer slovenischen Wissenschaft und einer hochschulfähigen slovenischen Sprache die Sache bisher unmöglich gemacht hätte. Denn was nützte die schönste slove-nische Universität, wenn man deutsche Professoren au ihr «»stellen müßte, da es keine genügenden slovenischen Lehrkräfte gibt, und wenn man deutsch lehren müßte, da es bi» jetzt nicht mög-lich ist, einen Slovenen über eine Frage von ciniger Bedeutung mit einiger Klarheit in seiner Muttersprache anfzuklären. Die Sache ist nämlich die, daß die slovenische Sprache nicht genügend ist sür klaren amtlichen Verkehr, geschweige denn 4 werden unsere Brüder freier und mutiger ausatmen, sie, welche uns so lieben und es sehnsnchtSverzehrt nicht erwarten können, daß die russische, öffentliche Meinung endlich von ihren Leiden erfährt, von dem titanischen Kampfe, welchen sie für die Rechte und die Zukunft des slavischen Stammes sichren. So weit Gras Bobrinski. Was dieser sonder» bare Russe zusammenschreibt, man wäre versucht, es dumm zu nennen, wenn nicht auch hier wieder die ungeheuerliche Verlogenheit dieses Geschreibsels auf dieselben Leute zurückzuführen wäre, die in Laibach gegen die Dentschen hetzten und denen die Regierung schließlich wieder die Polizeigewalt über-ließ. Man begreift nun, wie es in slovenischen Köpfen aussehen muß! Die „Kuffernschen". Ein Wort zur Annexion Bosniens und der Herzegowina. Nach Verkündigung der Annexion Bosniens und der Herzegowina horchte man auf den Ein-druck im Lande selbst. Die Serben zeigten sich bestürzt, weil eben ihre ZukunftSpläne vernichtet schienen, die Kroaten — damit ist füglich nie« mand anderer als der serbisch sprechende katholische Teil der erbgescssenen Bevölkerung gemeint — begrüßte« die Annexion und die Mohamme-datier zeigten sich fast teilnahmelos ruhig. Da-mit war die Meldung über den Eindruck im bisherigen Okkupationsgebiete beendet und Zei« tungen und öeser hielte» sie wohl anch sür er» schöpfend. Serben und Kroaten, also der griechisch-oithodoxe und der katholisch« Teil der Bevöl-keruug und die Mohammedaner, die früheren Herren im Lande, hatte man beobachtet oder um ihre Meinung befragt, das mußte doch ein fähig zu wissenschaftlicher Erörternng, und daß dieselben Slovenen, die aus der Straße den Pöbel dazu anreizen, deutsche Ausschriften als »»erträglich slovenischen! Patriotismus nnter rohesten Ans-schreitnngen zu zerstören, — daß dieselben uatio-nalen Führer sich daheim einander deutsch ver-ständlich machen müsse», wenn sie einmal »ersuchen wollen, über eine ernsthafte Sache ernsthaft zu reden. Die Herren sind sich dessen gar wohl bewußt. D,is scheint sie aber gegen das verfluchte, unentbehrliche Deutsch nur um so gehässiger zu stimmen. Obgleich jetzt die nationale Universität ihre eiumü-tige Losung ist. hat erst vor einer kurzen Reihe von Jahren ein slovenischer Abgeordneter ans Krain selber ganz offen gegen die Errichtung auch nnr von slovenischen Gymnasien gesprochen, weil solche bei dem Stand der slovenischen Sprache und Wissenschaft nicht wirklich lebens- und leistnngS-sähig sein könnten. Die slovenische Schriftsprache ist ein hastig nnd mühsam ans Bestellung von be-zahlten Philologen, Theologe» nnd Juristen aus allen slavische« Idiomen nnd ans dem Deutschen bei trübem Lampenscheine zusammengequältes Präparat, statt eines in nnentbehrlicher, jahrhnn-dertlanger Entwicklung gewordenen organischen Ganzen ein „Fixköter", wie das berühmte Espe-ranto. Ein guter Kenner dieser Kultursprache ur-teilte darüber also: „Wer Gelegenheit hat, die „ge- Seite 2 Deutsche Wacht Nummer 82 Gesamtbild geben? DaS ist ober n cht richtig! Es fehlt ein gewichtiger Faktor im Handel und Wandel Bosniens uud der Herzegowina, ein Bevölkern ugSteil von größter Be-dutung, der aber unter den drei genannten nicht einbezogen ist, die — Kussraschen! Kein Lexikon, k?in ethnographisches Hand-buch nennt den Namen und er ist doch im ehe» maligen Okkupationsgebiete so geläufig, eben als Bezeichnung sür eine» Bevölkcrnngsteil, drin im Lande Mohammediner, Orthodoxe und Kl» tholiken mehr Beachtung schenken als sich gegen-feitig und der filr die Entwickln««! des Landes und seine weitere Zukunft von größerer Be-dentung ist als eine der sonst amtlich aner-kannten „Nationen", die doch nur Glaubens-genoffeuschaften sind. Kn s s e r a sch e n! So nennt der Eingeborene in Bosnien und der Herzegowin» dir eingewa »dorten Frein-den, die Boom tc», die gekommen sind um Ordnung zn machen, die Ingenieure» die die Bahnen nnd Straßen bauten, dir Aerzte, die dem Aberglauben zu Leibe ruckten, knrz alle die man ins Land gerufen hatte, damit sie eben die schwierige Ausgabe lösen, die Oesterreich« Ungarn aus dem Berliner Kongresse erhalten hatte, die Aufgabe aus dem barbarischen, ver-lotterten Gebiete jenseits der Save Kultuilänber zu machen. Aus Oesterreich kamen die Braven und waren zum größeren Teile — Deutsche. Später erst rückte» Magyaren nach, als es eben nicht mehr so gefährlich wir, im OkkupationS-gebiete eine Beamtenstelle anzutreten, nachdem die „Schwaben" die erste schwierige Arbeit ge-leistet hatten. Knfferafchen! Die Kulturträger könnte man die Leute nennen. Daö Wort sagt aber davon nichts, es hat ganz andere Bedeutung und keineswegs eine» freundlichen Sinn. Kusse-raschen, das sind die Leute, die mit dem Koffer in der Hand ins Land gekommen sind und die man gerne wieder draußen haben möchte. „Nur eine» Koffer" hatten die Beamten, Ingenieure usw., die man rief, als sie inS Land kamen, „nur einen Koffer" und doch verwalten sie im Lande, nehmen hohe und niedere Beamtenstellen ein, „nur einen Koffer" hatten die Ingenieure und bauten doch Eisenbahnen, schufen Fabriken und erschlossen die Schätze der Erde. Könne» Leute, die „nur mit einem Koffer" inS Land gekommen und hier Rechte beanspruchen, mit den Eingeboren gleichgestellt werden? Der echte BoSniake verneint diese Frage rundweg uud die bildeten" Slovenen unter sich zu beobachten und zu hören, der wird finden, daß sie die für den ge-wöhnlichen Hausgebrauch ausreichende Mundart ganz fließend sprechen. Aber sobald das Gespräch irgend ein höheres Thema, Wissenschaft, Kunst, Politik, Techuik und anderes streift, dann sind diese gebildeten Propheten der Nation sofort gezwungen, sich der deutschen Sprache zu bedienen, die sie alle unbedingt besser beherrschen, als die Sprache des „SlovenSki Narod". Ich habe noch nie Slovenen unvorbereitet und auf die Dauer ein höheres Thema in der eigenen Sprache fließend behandeln hören — und we»n sie, «m sich vor einem zufällig anwesenden Deutschen keine Blöße zu geben, dies doch erzwingen wollen, so geht das Sprechen bald in ein klägliches Stottern über, das mühsam und oft nach Ausdrücken hascht ..." ES ist auch noch nicht lange her, daß das slovenische Patriotenblatt „Noviee" über die Hochschulsrage schrieb: „Wir Slovenen können heute absolut keine vollkommen slovenische Universität errichten. Jetzt haben wir noch keine Professoren, und ein ganzes Königreich würde sich der verdienen, jenen Mann zu nennen, der wissenschaftlich und sprachlich sür eine Lehrkanzel sähig wäre." Weiter: «ls der Budgetausschuß deS öfter-reichischeu Abgeordnetenhauses sich mit der sloveni-schen Hochschulsrage zu beschäftigen hatte, erklärte der Vertreter deS Kultusministeriums, die slovenische Gtadtväter von Sarajevo haben als Zeichen, wie sie sich die autonome Verwaltung der Stadt denken, auch schon einmal beschlossen, daß die „Knfseroschen" zwar Steuer zahlen, aber nicht wählen sollen. Und diese „Kusferaschen", die Kulturpio-nieie, die man ins Land geiufen hat, wurden nicht befragt, wie sie über die kommende Reu-ordnung denken und die Meldungen über die Stlinniuttgen in Bosnien und Herzegowina sag ten nichts von den — Kusferaschen — Soll d >S schon ein Beispiel sein, wie man in Zn fuiift im annekliertcu Gebiete die Leute, die „nur mit einem Koffer" inS Land kamen, zu behandeln denkt? Wenn eS nach dem Willen der Serben und Mohammedaner geht, würden die Ki.fferaschen wohl wieder so wie sie kamen aus tem Lande wandern. Die Annexion könne den in Bosnien und der Herzegowina exponier-ten Beamten aller Kategorien freudigst begrüßen, aber das was nach der Proklamiernug der Ein-verleidung folgen wirb, haben sie zu furchten. M>t Birtgeii und Sorgen, weil es sich um Lebensinterrssen für sie und ihre Angehörigen handelt, werden die „Kufferaschen" die weitere Entwicklung der Dinge abwarten, vor allem die Vorlage der eigentlichen Verfassung. Gibt diese ihren Gegnern, die das Wort „Kufferaschen" geprägt haben, die Macht in die Hand, dann haben unsere Beamten — sie sind eben noch unser, nach Gesinnung, Volkszugehörigkeit und Heimatsstand — in Bosnien und der Herze-gowina alles zn fürchten und darum hielten wir eS für eine Pflicht der Gerechtigkeit uud Dankbarkeit gerade in diesem Zeitpunkte auf die Lage der „Kufferascheu" im nunmehr annek« tierten Gebiete aufmerksam zu machen. Sache der Delegationen wird es sein, Vorkehrungen zu treffen, daß sich die Befürchtungen für das Schicksal der Kulturträger im Lande nicht be-Wahrheiten. _ Mililche Rundschau. Die Angliederung Bosniens und der Herzegovina an Oesterreich. Am 7. Oktober sind in der „Wiener Zeitung" fünf Aktenstücke veröffentlicht worden, durch welche die Angliederung der beiden okkupierten Provinzen an die Monarchie vollzogen wird. Diese Aktenstücke sind: l. Eine Proklamation des Kaisers von Oester-reich nnd Königs von Ungarn an die beiden okku-pierten Provinzen, in welcher die Ausdehnung der Sprache sei ja nur ein „Kinderlallen". Die slove-nische» Wortführer selber mußten die slovenischen Lehrbücher sür Mittelschulen erst mit viel Unkosten und wenig Erfolg in aller Eile herstellen lassen; für ihre «slovenische" Hochschnle mußten sie sich mit dem Gedanken befreunden lateinische Lehrbücher machen zn lassen. Nachher mußten die .Herren in ihrer Laibacher Landstube einander gestehen, daß auch die Lehrbücher sür die Mittelschulen meist unbrauchbar ausgefallen seien. Trotzdem, trotz der fatalen Finanzlage und trotz dem Antrag des Alis-schusseS auf Bewilligung von 50.00t) Kronen be-willigte die patriotische Landstube — es war im Jahre 1893 — 200.000 Kronen sür einen neuen Versuch, Wissenschaft in der Sprache des Kinder-lallens vorzutragen. Man kann sich denken, mit welchem Erfolg. Im amtlichen hat sich das Slovenische als un-genügend erwiesen. Seinerzeit haben zwar fast alle in Betracht kommenden Gerichte, an der Spitze die Oberlandesgerichte von Graz nnd Trieft, erklärt, eine allen Slaven ihrer Gebiete verständliche Schrift-spräche existiert nicht; daher komme es auch, daß die meisten slavischen Gemeinden die Zusendung der LandeSregierungSblätter in deutscher Sprache ver-langten, da sie da» Slovenisch der slovenischen Ans-gaben nicht verständen. Es könne auch kein Zweifel sein, daß die des Lesens und Schreibens unkundige Bevölkerung überall viel leichter jemanden finden Souveränität des habsburgischen Kaisergeschlechte« über diese Provinzen verkündet wirds 2. der Zert der kaiserlichen Handschreiben an die Staatsoberhäupter der Berliner Signatarmächte; 3. ein Re skript deS Kaisers an den Minister der auswärtige» Angelegenheiten Baron Aehrenthal; 4. ein Resknpt des Kaisers an den österreichischen Ministerpräsidenten Freiherrn von Beck. 5». ein Neskript deS Kaisers an den ungarischen Ministerpräsidenten Wekerle. — DaS kaiserliche Neskript an den Ministerpräsidenten Freiherr« von Beck enthält die Erklärung, daß die SonveränitätSrechte des Monarchen auf die bisher okkupierten Provinzen Bosnien uud Herzegovina sich von nun an erstrecken nnd diese» Provinz«» ver> safsungSmäßige Einrichtungen gegeben werden. In der kaiserlichen Proklamation wird den nnnmebr annektierten Provinzen der Titel: ..Gemeinsame» VerwaltungSgebiet" gegeben. Gleichzeitig wird — als Kompensation für die Türkei — die Räumung deS Saudschak Novibazar angeordnet, ohne vatz aber ans daS BesatzimgSrecht dort prinzipiell Verzicht geleistet wird. Die Pforte wurde von allen diesen Schritten bereits formell in Kenntnis gesetzt. Anßer England benützen nur Rußland uud Serbien den Anlaß zu eiuer Hetze gegen Oesterreich-Ungarn, Bezeichnend ist, daß die Wrn der russischen Presse sich ausschließlich gegen Oesterreich-Ungarn richtet, während Bulgarien als der Verführte dargestellt wird, der eigentlich ein Risiko ohne Gewinnaussicht eingeht. Bulgarien könne wenigstens den Wunsch des Volkes als Grund seines Vorgehens angeben, während in Bosnien das Umgekehrte der Fall ist. da das Volk gegen die Annexion sei. Oesterreich habe sich eines Kapitalverbrechens schuldig gemacht, indem es sich ei» ihm anvertrautes Gut unrechtmäßig aneignete. Rußland müsse eine Kompensation >Aha !) in der Dardanellenfragc suchen. In Serbien ist die Erregung in rapideni Wachsen begriffen. Das Ka binett Weli'mirovk < Milowauowie dürfte zur De< Mission gezwungen werden, da es auf die chauvi-nistische Bewegung im Staatsintere^e kalmierend einzuioirken bestrebt ist. Im ganzen Lande fanden nachts Volksversammlungen statt, wobei Schmährufe aus Oesterreich-Uugaru und Bnlgarien laut wurden, lieberall ließ die erregte Menge die Revolution i» Bosnien hochleben nnd verlangte, daß man die ser bische Armee an die bosnische Grenze schicke. Der allgemeine Eindruck ans die politischen Kreise ist ein furchtbarer. Mail ist wie betäubt. Die auswärtige Politik der serbischen Radikalen hat einen tätlichen Stoß erhalten. Die französische Presse ist verhältnismäßig sreundschaftlich gegenüber Oesterreich Nn gar» gestimmt. Die Erhaltung des Friedens wird in Paris als gesichert betrachtet. Aus Madl u»i> tand. Evangelische Gemeinde. Es wird «och-mals daran erinnert, daß heute Sonntag vormittag l0 Uhr in der Christuskirche die feierliche Amts einsührung unseres BikarS Herrn Ludwig Lohmaim durch Herr» Sup Schack stattfinde« werde, der ihr das De»tsche, als jemanden, der ihr das Schriftslovenisch auslege« könne. Tut nichts, der Jude mußte verbrannt werden; die slovenische Amtssprache wurde eingeführt. Aber auch ein Aus. schuß zur Schaffung der nötigen Fachausvnickt konnte dem nicht abhelfen, daß die slovenische« Akten in hundert Fällen von den slovenischen Behör-den wegen sprachlicher Zweideutigkeit und Unzuläng-lichkeiteu gar nicht oder aus vielerlei Weise verstau. den wurde». ES ließe sich noch viel Erbauliches sagen übn diesen „Fixköter" von Kultursprache. Es sei an diesem genug. Jedenfalls ermöglichen diese Angabe» das Verständnis für die groteske Komik, die baren liegt, daß die Krainer Väter des Vaterlandes ..ü» Namen deS Volkes", eines Völkchens von einige, hunderttausend Analphabeten, ohne Geschichte, ohne konversationsfähige Sprache, ohne Literatur, ohne Wissenschaft und ohne Lehrer jahrzehntelang nach einer nationalen Hochschule schrien wie Hungernde nach täglichem Brot. Aber über der Lächerlichkeit der Sache dars man freilich nicht die Gefährlich!« übersehen, die sie gewinnt durch die verbrecherische Hetzarbeit von Leuten wie der Laibacher Bürger-meister Hribar und durch ihren Zusammenhang mu der großen slavischen Offensive, die unsere ganze Sprachgrenze entlang den deutschen Kulturbesitz be droht. __F- 9- BmM. Blatter zur Nnkerhsliung und Belehrung flir Haus und Familie. 5oKBt«gs9rfsaße der „Dnitsfen 35ai$t" in ßissi. Nr 41 »Die «übmatt" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht". — Sin,ein ist „Die Südmart" nicht (Auflid)- 1908 In den Aluten. Roman von Jenny Hirsch. (in. Fortsetzung.) Mit diesen Worten war sie im Dickicht verschwunden. Ich wollte ihr nacheilen, da war es mir aber, als raschelte etwa« hinler mir, und ich sah die alte Petersen und ihren Enkel durch den Wald davon schlüpfen und zwar, wie mich bedünken wollte, daß man sich erzählen sollte, ich hätte sie verfolgt, ging ich aus dem Walde hcrau» nach GremSmühlen zu. Ich kam aber nach einer Stunde zurück und lvollte am Oberste vorbei nach Hause gehen, in der Hoffnung Gertruv dort vielleicht wieder zu finden.» .Und Sie fanden sie?" warf der Inspektor, der seine Ungeduld nickt zu bemeistern vtlinochte, dazwischen, setzte fich aber mit einem entschuldigenden Blick auf Reuter» nieder. .Ich fand fie, aber anders, als Sie vermuten. ES mochte etwa halb sechs Uhr sein, als ich mich dem Oder-see näherte. Ich suchte eine Stelle, wo ich, im Gebüsch vei böigen, ihn überblicken konnte. Gertrud war nicht da, jetzt glaubte ich aber einen HilsetU' zu vernehmen. Ich stürzte vor und sah eine Gestalt mit den Fluten kämpfen, ein Kops mit braunem Haar taucht aus und verschwindet wieder. Ich weiß nicht, ob mir nur meine Phantasie Gertrud« Bild vorspiegelte, oder ob sie t» witder ist. Doch gleichviel: «in Menschenleben stand auf dem Spiele, ich mußte zu retten versuchen. Im Nu war der steif c Kahn, der am S«e liegt, lo»g-kettet, ich sprang hinein, ein paar kräftige Ruderschläze brachten mich zu der Stelle, wo ich die Ertrinkende hatte verschwinden sehen. „Gertrud, Gertrud!" rufe ich. und als hätte meine Stimme die Macht, zu ihr zu dringen und ihr dit Kraft zu geben, noch einmal gegen die verschlingend« Flut anzukämpfen, taucht tin Arm tmpor, ich trgrtife ihn, beugt mich über, fasse die schon Leblos« und zieh« sie zu mir in den Kahn. ES war wirklich Gertrud. Ich fürchtete zuerst, eine Leiche herausgezogen zu haben, doch jetzt war keine Zeit, mich meinem Schmerze hinzugeben oder darüber nachzugrübeln, wie sie in den See gekommen war. An» Land gekommen, trug ich sie au« dem «ahn und legte sie ans Ufer an das warme, sonnenbeschienene MooS und begann Belebungsversuche. Es war ganz still um unS, in jenem Teil de« Waldt« ist t« gewöhnlich einsam, und ich versuchte auch gar nicht, Hilfe herbeizu-rufen. Unter meinen Bemühungen sollte die Geliebte zum ^'eben erwachen, und schlugen diese fehl dann sollte mich der Tod mit ihr vereinen. Da« aber blieb mir erspart. Ich fühlte endlich den mfrrtci. leisen Schlag ihre« Herzen«, Beweglichkeit und Wärme der Glieder kehrten langsam zurück, sie schlug die Augen auf, zuerst blickte sie starr und verttändniSlo« um sich, dann dämmerte ihr da« Bewußtsein, die Erinnerung auf. Sie schlang den Arm um meinen Hal« und ihr blasser Mund flüsterte so leise, daß mein Blick e« mehr von ihren Lippen las, als mein Ohr es hörte: „Du bist bei mir, Georß? O. nu» ist alles gut, nun bin ich geborgen." Eine unaussprechliche Seligkeit wallte in meinem Herzen auf; ich wußte, die Schallen, die un« trennten, waren gewichen, sie glaubte wieder an mich, vertraute mir wieder. Doch durste ich mich jetzt solchen Empfindungen nicht hingeben. eS mußt« gehandelt werden. Ich trug Gertrud, die schnell wieder völlig zu fich kam, nach der Krähenhütte und bat sie, doit zu warten, ich würde ihr auS dem nächsten Bauernhause trockene Kleider zu ver-schassen suchen. Sie hingegen widersprach lebhaft. „Gehe zu deiner Mutter," sprach sie. „schicke sie mit Kleidern und deiner Schwester hierher. Es wird mir bet dem heißen Tage nicht« schaden, wenn ich solange warte. ES darf niemand wissen, daß ich im See gelegen habe und daß du mich errettet hast. Hörst du, Georg, niemand außer deiner Mutter und dir." Ihr Verlanzen befremdete mich, e« war aber keine Zeit, ihr Vorstellungen zu machen, und so tat ich nach ihrem Willen. Mit dem Wald« genau vertraut, wußte ich auf einem wenig bOrelenen Fußpfade die Försterei schnell zu erreichen. Mit wenigen Worten war meine Mutter veiständigt, beladen mit Kleidern und Wein kehrte- wir beidc nach der Krähenhütte zurück. Nach Verlauf einer Stunde lag Gerlrud in Decken gehüllt in Segeseld im Zimm» meiner Mutter auf dem Sofa. Wir waren beide allein mit ihr, denn Förster Dorn war verreist und unserer Mazd hatte meine Mutter ein paar Tage Urlaub gegeben. Gertrud p,i«S diesen Zufall al» ein Glück, denn sie rückte jetzt mit einem Borschlag herau», der un« in hohem Grad« verwunderlich erschien und gegen den wir anzukämpfen versuchtcn. AIS meine Mutter mich aufforderte, einen Boten nach dem Godenberg zu schicken und Frau von Melnik zu benachrichtigen, wa« ihrer Schwester zugestoßen sei, und daß sie sich bei un» befinde, lehnte sie eifrig ab. Niemand und am allerwenigsten die Ihrigen dürsten da» erfahren, st« wollt« nicht zu ihnen zurückkehre». „Und wie motivierte st« diese« sonderbare Verlangen?" fragte V<[ Hmt«rt4Ut; «cerg Wr*« d-»»II» ou« f«in«m Ton, wir wenig «tauben »r der «anten Sr,Shiu»g >ch,»tic. »Mit dem Widerstände ihr«» Schwager» und der von diesem ganz beeinflußten Schwester und idreö Vor munde« gegen unsere Verbindung. ,ES ist ihnen schon einmal gelungen, un« zu trennen, Georg," sagte sie. .Wenn ich auch jetzt «insehe, daß ich dir schwere? Unrecht getan habe, und dir gelobe, nie wieder an dir zu zweifeln, so weiß ich doch nicht, wie ich allen Angriffen standhalten soll, die man während der zwei Jahre bi« zu meiner Voll jlhrigkett gegen unsere Liebe richten wird. Laß un« dieler Qual entfliehen; komm mit nach Amerika, dort verheiraten wir uns, und Ich melde die vollzogene Sache nach Europa. Da« Schlimmste, wa» u»« geschthen kann, ist, daß mein Vormund mir die Aushändigung der Zinsen meine« Ver-mögen« verweigert; du wirst di« zu meiner Großjährige fett für deine Frau sorgen können." „E« konnte Ihnen noch sonst mancherlei geschehen, nämlich Anklage auf Fahnenflucht und Entführung einer Minderjährigen," bemerkte der Untersuchungsrichter, „doch lasse» wir da« vorläufig beiseite. Erklären Sie mir zu-nächst, wie Fräulein von Kauffel so plötzlich zu einer ganz anderen Ansicht über Sie gekommen sein soll. Sie haben selbst zugegeben, daß sie kurz vorher nicht« habe von ihnen wissen wollen. Lediglich der Umstand, daß sie von Ihnen au« dem Wasser gezo/lin worden ist, kann eine solche Sin»e«änderung nicht bewirkt haben." .Und doch muß e« so sein. Die Augenblicke, in wel» che» man sich in LebenSgesahr befindet, sollen ja oft eine wunderbare Klarheit über alle Ereigniss« unsere« bisherigen Dasein« geb?n " antwortete Georg, „Haben Sie wirklich sich bei dieser Annahme beruhigt und von Ihrer Braut keine andere Abbitte verlangt ? Da« wäre ja sehr großmütiq," spottete Reutern. „Ich war auch wirklich nicht so großmütig/ ant-wortete Georg in dem gleichen Tone, .aber sie bat mich, nicht in sie zu dringen und mir an der Versicherun» ihrer tiefsten Reue genügen zu lassen. Später wolle sie mir alle« erklären, sür heule hatten wir ja viele« andere zu tun." „Und Sie gewährten ihr diese Bitte?" Georg bejahte stumm. „Fragten Sie denn auch nicht, wie sie in da« Wasser I«langt sei?" „Doch, da« fragte ich auch, abcr" — er zSge>t« sichtlich — „ich bin auch darau« niN recht klug geworden. Sie ließ e« unklar, ob sie hineingefallen sei oder sich ab-sichtlich hineingestürzt habe." „Und auch da« ließen Sie fich gefallen? Wahrlich, eine solch« blinde Liebe hätte ich in unserem Jahrhundert nicht für möglich g«halt«n! Da« «rinnert ja an den Minnedienst de« Mittelaller»," bemerkte der Amtsrichter achselzuckend. „Ich wollte mich nicht so abspeisen lassen, ich drang in Gertrud, mir näheren Aufschluß zu geben, aber meine Mutter legte sich in« Mittel und redete mir zu. nicht mehr wissen zu wollen, al« Gertrud mir jetzt sagen dürfe und könne." „So hat sie sich Ihrer Mutter anvertraut?" „Gesagt hat mir meine Mutler auch später nichts darüber; aber fie erklärte sich schneller mit Gertrud« Plan einverstanden al« ich. Beide wußten mir die Bedenken, welche ich erhob, au«zureden. Wir beschlossen endlich, da Gertrud darauf bestand, daß sie noch in dieser Rächt fort »>nn«, ft< solle mir um einige Tage t>erau«rtff Beamte, bei dem die Fahrkarte genommen wurde?" „Ich ging au« Vorsicht nicht mit an den Schalter', er wird Gertrud die da« Tuch tiefer in» Gesicht zog, nicht erkannt haben, da er nicht vermute» konnte, daß Fräulein von Kauffel allein in der Nacht in der dritten Klasse von der kleinen Station au» nach Kiel fahren werde." Al« Sie, Herr Inspektor, un« in Segefeld aufsuchten, war ich von mein«» nächtliten AuSfluge erst vor ein paar Stunden zurückgekehrt und durch da« Bellen de« Hunde« geweckt worden," wandte er sich an diesen und fuhr kort: „Gertrud wollte von Kiel nach Hamburg und von dort unverzüglich nach England fahren. Mit einem Schiffe der White Star.Linie. die jeden Mittwoch und Sonnabend von Liverpoi'l abgehen, wollten wir die Ueberfahrt nach Amerika machen. Wir hatten berechnet, daß ich am nächsten Mittwoch in Liverpool sein könne. Erst auf denr Schiff wollten wir zusammentreffen." „Warum erst aus dem Schiffe?" „Weil wir alle« vermeiden wollten, wa« eine vorzeitige Entdeckung herbeiführen konnte. O. Himmel, wie wird sie aus inich warte»!" Er sprang aus, al« wollte er wegeilen. „Bleiben Sie nur zunächst; aber ich will Ihnen doch entgegenkommen. Rennen St: mir da« Hotel, in dem Fräulein von Kauffel in Liverpool wohnt, ich will dorthin telegraphieren." »Ich kenne e« nicht " „Sie hat Ihnen keinen Brief, kein Telegramm gesendet?" „Rein, nein, sie tat e» mchl —* „Weil sie e« nicht konnte." fiel hier der Amtsrichter ein. „weil sie auf dem Grundc de» See» lag. weil Ihre Erzählung von A bis Z ein Lügengewebe ist. Sie haben Hintan« »um Mmnonf4rlllRtll(r, H»frr (flliRn, bae kann man Jbncit nicht »blprechen, nur mlUfm Sie sich ein naiver««, gl.>uben«frtitdlgere« Publikum suchen al« un«," .<5i« glaub«» inir nicht? Ich schwöre Jhn«n —* .Still, fügen Sie zu Ihre» übrigen verbrechen nicht »och den Meineid! herrschte ihn der Untersuchungsrichter an, und wie zur Bekräftigung seiner Wo»te hörte man daS Rollen de» Donners. Im Zimmer war es immer dunkler gewoiden, ohne daß die Insassen sondeilich darauf geachtet hatten. Jetzt erhellte eS ein fahler Blitz, geisterhaft wurden tie Köpfe deS Inquirenten wie deS Verhörten, einen Augenblick beleuchtet; krachend erfolgte ein Tonnerschlag. „Hören Sie die Stimme des Allwissenden!" sagte Reutern feierlich. .Bchairt» Sie nickt länger au einem Märchen, von dem Sie selbst nicht erwarten können, dab ein Mensch eS Ihnen glaubt. Bekennen Sie daß Sie im Zorn die Hand an Gertrud ton Kausfel gelegt haben!" „Ich habe e< nicht getan, Gott ist uiti» Zeuge!" rief Georg, und wieder verhallten seine Worte im Rollen deS DonnerS, dcr dem Blitze in wenigen Sekunden setzte. „Leugnen Sie nicht längcr, daß Ihr beklagenswertes Opse» drüben im Schauhause liegt!" fuhr Reutein, ohne auf Georg« Zwischenruf zu achten, fort. „Die Leicke. die ste mir gezeigt haben, ist nicht Gertrud ron Kausfel; sie lebt! Sie morden sie aber, wenn Sie mich hier zurückhalten." Die Sprache versagte ihm; als habe der soeben wieder herniedersahrende Blitzstr hl ihn geti offen. sank er zu Boden. Die furchtbare Aufregung, das lange Faste», und zulegt noch daS hereinbrechende Gewitter hatten selbst die volle, ungebrochene Jugendkrait erschöpft; eine liefe Ohnmacht umfing feine Sinne. -- Als Georg Eltester wieder zu sich kam, befand er sich i» einsamer Zelle die nur erhellt ward du»ch den Schein, welcher von der auf dem Gange brennenden Gasflamme durch die in der Tür angebrachte kleine kreisiuude Glas scheide fiel. „Ist der Herr Amtsrichter zubaust?" fragte Herr von Melnik ein sauber gtlleidtleS Dieistmädcken, daS ihm die Tür tineS unweit dtS GericktSgebäudeS gelegenen, von wildem Wein umrankten weißen Hause» mit 'hellen Fenstern und grünen Läden öffnete, in welchen» Herr von Rtuttrn sein« Wohnung hatte. DaS Mädchen bejahte und fragte zuvorkommend, wen ste zu melde» habe. .Sagen Sie dem Heun Amtsrichter, Herr von Mtlnik Iti da und wünscht Abschied zu nehmen, «r wcide ihn nicht lange stürtn," antwortete Melnik liebenswürdig und trat in ein Zimmer zu ebener Erde, von dessen Fenstein aus man die Aussicht in den Tchloßgartt» hatte. ES blieb ihm jedoch feine Zeit, sie zu genießen. Schon im nächsten Augenblick öffnete sich eine zweite Tür, Herr von Reutern erschien, beglüßtt ftintn Gast mit Lebhaftigkeit und führte ihn i» sein Arbeitszimmer. Kaum hatte er daselbst Platz genomnien, so erschien das Mädchen mit Wein und Gläsern; Hm von Rrutern goß ein, bot seinem Gast Zigarren und l«eß sich nicht abweisen. .ES ist heute das erste Mal, daß ich die Ehie habe, Sie in meinem Hause zu begrüßen," sagte er, .und habe ich die Metdung des Mädchens recht verstanden, so dürfte ich auch nicht so bald wieder daraus rechnen können; sie sagten mir, ste kämen, um Abschied zu nehmen." „«*« ts» so," antwortet* Vtelnir mit ernste« Miene Unb umflorter Stimmt, „wir neben «ach Hannover um (int traurige Pflicht zu affinen. St« tvctbtn c» begreiflich finden, daß wir nicht witder zu dauerndem Auftnihalt« zurückkebrrn; unsere diesjährige ViUegiatur hat eine gar schreckliche Unterbrechung erfahren." Die lltberreste des im Kellersee gefundenen jungen Mädchen» waren nunmehr ihren Angehörigen zur Bestattung übergeben worden und befanden sich bereit» im wohlver-fchloffenen Zinnsarge auf dem Wege nach der Heimat, wo sie in dem ErdbegräbniS der Familie beigesetzt werden sollten. Herr von Melnik mit Gemahlin und Dienerschaft wollte am nächsten Tage ebenfalls dorthin abreisen. Seine Frau hatte zwar den Wunsch geäußert, der Schwester im Garten der Villa aus dem Godenbcrge ein Grabmal zu bereit«», ihr Mann hall« ihr aber auszureden gewußt. Bei ihm stand «S bereit» fest, daß sie nie dahin zurückkehren, sondern die Besttzung, welche ja jetzt Melittas alleiniges Eibe war, je ther je lieber verkaufen würden. Er hütete stch aber wohl, ihr vorläufig etwas von dieser Absicht zu sagen, und erwähnte auch gegen den Amtsrichter nichts davon Ihre Unterhaltung drehte sich bald wieder um die Untersuchung gegen Georg Eltester. Reutein hatte keinen Anstand genommen. Herrn von Melnik als den Nächst-beteiligten in die von dem jungen Forstmann erzählte wunderliche Geschickte einzuweihen, und berichtete auch jetzt witdtr, d:ß derselbe bei seiner Aussage beharre. „Läge die Arme nicht in ihrem Sarge, mi: könnte durch seine große Sicherheit, sowie durch die Uebereinstimmung seiner Aussagen mit denen feiner Mutter bewahr irre gemacht weiden." fügte er hinzu. „Ich habe mich unab-lässig bemüht, die Frau bei ihrer Vernehmung in Wider-spräche zu verwickeln, aber eS ist mir nicht gelungen; sie hab«» die Komödie gut einstudiert." „Und wenn eS doch keine Komödie wir»?" rief Melnik Der Amtsrichter sah ihn verwundert an. .Lieber, verehrter Herr," fuhr Melnik, ihm näher rückend und eine Hand vertraulich auf feinen Arm legenh, fort »ich will es gestehen. Ich bin heule zu Ihnen gtkommcn, um die Sache mit Ihnen als mit dem Freunde, nicht mit dem Richter zu besprechen. Reutern «erbtugtt sich geschmeichelt. „Wenn an der Sache doch etwas wahres tväre?" Wenn wir im Begriff wären, im ErdbegräbniS eine fremde Leiche beizusetzen?" Er warf die angerauchte Zigarre in den vor ihm stehenden Aschenbecher, sprang auf und machte ein paar rasche Gänge durch daS Zimmer, als ob die innere Erregung ihn nicht auf feinem Sitz« dulde. „W«nn wir Eltester doch unrecht täten!" rief er dem Amtsrichter, der sich ebenfalls erhoben hatte, wieder näher tretend, „ich kann Ihnen gar nicht beschreibe», wie mich diese Gedankt» peinigen und quälen " .DaS macht Ihren» Herzen alle Ehre, Herr von Melnik," suchte ihn Reutern zu beruhige», „aber jtder Zweisel ist da ausgeschlossen, nachdem die Leiche von den nächste» Angehörigen, und von so vielen, die Fräulein von Kauffel gekannt haben, rekognosziert worden ist. Ich habe ja jedem, der kam, Zutritt zum Schaubause gestatttt." (Fortsttzung folgt.) Zs,kehrendes, AruKtisches, Heiteres etc. (■MBfln i Lenaus „Albigenser Wie Nebelgeister bei deS Morgen« Grauen Sich zu bekämpfen, zu verschlingen scheinen, So ließest duinSchreckenSbildern schauen, Wohin die Torheit führt den ewig kleinen Gebieter unsrer schwachen Menschcnieele. Zum Wahnwitz stacheln st: die Leidenschaft; Verströmtes Blut, unsühnbare Fehle Dem Fanatismus leihen Wunderkraft. Dertrotz'gePul»fchlag haßerfüllter Zeiten, Noch juckt er zornig durch die Gegenwart. Wohl andrer Schlachtruf muß die Kämpfer leiten. Doch Kopf und Her,, sie sind geblieben hart. De« Slaven Wut und Ingrimm sich erhitzet; So stürzt er auf den Deutschen und sein Hau«, Die angestachelte Begierde sitzet Im wüsten Traum schon bei dem Siege»-schmau«. Eh'mal» man wollte Jrrgläub'ge «er nichte«, Jetzt nach dem Deutschen fahnden List, Gewalt, Der Slaven ganze» Trachten, Denken, Dichten Zur Tollheit eine« Volk« hat sich geballt. Der schlaue Narr aufkreischt stet«: „e« gebühre Dem Slavengeist die Zukunft nur allein.* Au« diesem Labyrinth de« Wahn« un« führe Der Held, der immer wird bezwungen sein! Der Held ist deutsche« Gott- und Selbst- vertrauen, Er greift zur rechten Stund« stet» zum Schwert. E« kommt der Tag, da wir ihn wieder« schauen AI« Blitz, der auf die Frevler nieder-fährt. O, „hasse herzhaft, rüste dich zum Streite," ? Der Dichter sang die „Albigenserschlacht" Und .schob den Trost nicht in da« Rebelwcite", Damit die Glut der Kämpfer sei ent-facht. E« ranket sich de» wilden Lorbeer« Blüte Durch da« gewalt'ge Lied. So herrlich zürnt Der Seher der im traueinden Gemüte Den Schmerz verkläit hat: — eine Nacht gestirnt! Du schläfst — doch wachen die Gedanken-Tiger. Ihr heißer Atem haucht die Trägen an. Besiegte müssen sein wir oder Sieger, Mein Volk, brich durch die Feinde dir die Bahn! - Karl PrSll. Warzen zu vertreiben. Um Warzen zu vertreiben, schäle man die Hornhaut sorgsam ab, ohne daß Blutung erfolgt, und lege in Weinessig getauchte Kompressen auf; dieselben werden so oft angefeuchtet al» sie trocken sind; hat sich die Warzenmafse in eine graue Schicht verwandelt, so schabt man sie ab, ätzt wieder mit Weinessig und fährt so sechs bi» acht Tage fort. Schlafe nicht an kalter, feuchter Wand, dadurch erkältest du dich. Dein Bett stelle nicht längs der Wand, sondern frei in« Schlaf-gemach. Diese? darf keine kühlen, schimmeligen Wandungen besitzen, fon-dern sollte mit trockener Täfelung ver sehen sein, die sich leicht reinigen läßt. K a l k w a f s e r ist ein sehr gutes Reinigungsmittel für Milchgefäße; e» zerstört die Erreger der mancherlei Milchfehler. Die Anwendung geschieht mit einer Bürste, nicht mit einem Lappen. Brennessel ist ein in Schweden gegen Bleichsucht viel gebrauchte.' Kraut. Sie wird al» Suppe mtt Butter und Salz zubereitet, welche zweimal de» Tage» genossen wird. Gelbe Kalla werden jetzt von einigen Firmen in den Handel gegeben. Dieselben zeichnen sich durch prächtige gelbe Färbung au« und halten sich abgeschnitten sehr lange. Die trichter-förmige Blumenhülle wird wie liicliar-di;i inaculata nach dem Verblühen allmählich grün und verdorrt erst mit dem Laube. Die Kultur bietet keinen besonderen Schwierigkeiten und ist die» selbe wie die der weißen Kalla. Estragon darf »ich!, wie die meisten anderen Küchengewürzpflanzen, zweck» Konservierung einfach geiiocknet werden Er verliert auch lei vorsichtigster Behand lung fast da» ganze Aroma. Dagegen empfiehlt e» fich, mit starkem Eisig den frischen Pflanzenteilen die aromatischen Bestandteile auszuziehen, wobei Obacht gegeben werden muß, daß der Essig dunkel steht. Ein derartiger Extrakt läßt sich Jahre hindurch aufbewahren DerSchlagfertige. Schauspieler (als Richard III. «uf der Bühne): »Ein Pferd, ein Pferd — mein König-reich für ein Pferd! ' — Witzbold (im Zufchauerr^um): .Tut'« ein Ekel nicht auch— Schauspieler: „Jawohl 1 Kommen Sie nur!" Ein Künstler. Kunde: .Haben Sie den Bart auch recht spitz geschnitten ? ' — Barbier: „Bitte, schauen Sie nach, in ein einzige« Ha;r läuft er aus und das habe ich sogar unten noch zugespitzt! Schrecklich. „Der Meier soll ja so heruntergekommen fein?" —„Stimmt; selbst wenn der 'ne Giraffe wäre, so könnte man immer noch sagen: .bi» über die Ohren verschuldet?" Günstig. Arzt: .Sie dürfen nur ganz bestimmte Speisen essen!" — Patient: .Das trifft sich gut, meine Frau kann auch nur ganz bestimmte Speisen kochen." Der kleine Optimist Lehrer: .Wie heißt man einen Menschen, der den ganzen Tag im WirtShause zubringt?" — Kind: „Einen Gastwirt!" Nützliche Verwendung. .Aber Liese, was hat denn der Trompeter in der Küche zu schaffen?' — „Ach, gnädige Frau, er kann so schön Feuer anblasen!" Abgedämpft. A,: „Ich bin doch wahrlich nicht gerade auf deu Kops gefallen.' — B.: „Aber sehr viel Kopf auch nicht auf Sie.* Rummer 82 Deutsche Wacht eette 3 vird. Ein zwangloses Mittagessen soll um '/,1 Uhr im Deutschen Hause die Gäste vereinigen. Nachmittags 3 Uhr findet im W a l d h a u s t die gesellige Nachfeier mit verschiedenen Ansprachen statt, bei der besonders der Vortrag deS einstigen PsarrerS von Laibach Sup. Schock über .Eindrücke aus C'lli vor 40 Jahren" besonders Interesse be» anipruchen dürste. vom Musealverein. Wie bereit« milge. teilt, findet am Montag im Gasthaus des Herrn Dirnderger die Hauptversammlung des Vereines statt. Monatsversammlung des Deutsch-volkischen Arbeitervereines. Morgen Sonn-tag, abends 7 Uhr findet im neuen Verbandsheim (Gastbaus Krell Grabengasse) die Monatsversamm-lung statt. Bürgerliche Schützengesellschaft. Morgen Sonntag findet das Scheibenschießen auf der bürgerl. Lchießstätte um 2 Uhr nachmittags statt. Da wichtige Angelegenheiten besprochen werden sollen, so werden die Herren Mitglieder gebeten, recht zahlreich zu er-scheinen. Benefiz-Konzert. Wie bereits gemeldet wurde, findet morgen Sonntag, den 11. Oktober um 8 Uhr abends im großen Saale des Deutschen Hauses daS Benesikonzert des Kapellmeisters Herrn Moriz Schachenhofer statt. Das Konzert, bei welchem einheimische Kunstkräfte. sowie seine Schülerin Elisabeth Matic und sein Schüler Edmund Un cr-Ullmann mitwirken, verspricht durch seine überaus reiche und trefslich gewählte VortragSordnung recht zahlreichen Besuch aufzuwei en. Deutscher Schulverein. Die Mittwoch-kgelgesellschaft im „Hotel Mohr' sammelte bei ihrem echlußkegelabende den Betrag von Kronen sür den Deutschen Schulverein. Klub der Gemütlichen. Dringende An-zelegenhesten erfordern Samstag, den 10. ds. vollzähliges Erscheinen der geehrten Mitglieder. Die Haltung der Staatsanwaltschaft zu den Borgängen am 20. September. Viel besprochen und in sehr erregter Weise erörtert «an in allen Kreisen der Stadt das ebenso rasche wie dratorische Vorgehen der Staatsanwaltschaft zegenüber jeden von einer windischen Denunziation Bettoffenen. Wir werden noch Gelegenheit finden, ans darüber näher auszusprechen Wir hoffen nicht »in, sondern wir erwarten mit voller Ueberzeugung, dax die infolge frivoler Denunziationen anhängigen Ärafsachen mit einer glänzenden Genugtuung für die Denunzierten enden werden. Wir erwarten und verlangen auch die gleiche Promptheit vom Herrn Jiaaisaiuvalt, wenn er gegen gewisse Beschuldiger ic Amtshandlung zu führen haben wird. Magister-Jubiläum. Unser liebwerter Gesinnungsgenosse Herr Mag. pharm. Franz Peharz feiert heute sein sünsundzwanzigjährigeS Magi^ier-Jubiläum und sind ihm aus diesem Anlasse uis allen Kreisen der Stadt herzliche Glückwunsch-«uildgedüngen zugekommen. ° Zum geplanten Ueberfalle auf die Stadt Rann. Immer deutlicher tritt es in die Hricheinuug, daß die von dem Hetzdoktor B e n k o-Die sür morgen, Sonntag den ll. d. M nach Aann einberusene Massenhetzversammlung im Zei-h«!> der rohesten Gewalttätigkeiten der fana-lisierten windischen und kroatischen Bauernscharen stehen wird und daß es sogar zur offenen Auflehnung gegen die Staatsgewalt kommen dürfte. Das bi'chüf-liche Leibblatt „Slovenec" fordert ganz unser« dlümt dazu auf, den behördlichen Verfügungen Trotz :u bieten. Die politische Behörde soll sich nämlich ziit der Absicht trage», aus sicherheitspolizeilichen Gründen die mit den Zügen aus Kroatien ein-»effenden Demonstranten festzuhalten und den aus Xrain erwarteten Massen den Uebergang auf das linke Lauu'er zu verwehren. Der „Slovenec" eifert dazu an, diesen Anordnungen kühn die Stirne za bieten und das „Attentat auf die Versammlung?-sreiheit" tatkräftigst abzuwehren. Man werde allen behördlichen Verfügungen zum Trotz die Massen-»lwiiistration dennoch ermöglichen. Und dieses Blatt konnte die Zensur passieren? Sagt doch das Straf-• zeietz klar und deutlich im § 06: „Des Verbrechen? der Störung der öffentlichen Ruhe macht sich schuldig wer öffentlich oder vor mehreren Leuten, oder in Druckwerken, verbreiteten Schriften oder bildlichen Darstellungen. d) Zum Ungehorsam, zur Aaitet>n«ng oder »um Wide'ilaiid« gegen Gejese. Veroidnuaßen, Eitenntntffe oder Verfügungen der Gerichte oder anderer öffentlicher Behörden.....ouffuidert, aneisen, oder zu verletten sucht." Die Strafe dieses Verbrechens ist schwerer Kerker von einem bis zu fünf Jahren. Deutsche Frauen in Laibach ange-spuckt und beschimpft. Vor dem Laibacher Bezirksgerichte fand dieser Tage eine Verhandlung statt, in welcher als Beschuldigter der Privatbeamte Ivan Bajzelj erschien. Er hat nach der Anklage deutsche Frauen aus vornehmen Stande mit de» Worten deschimpst: „Deutsche Hunde, wenn ihr nicht slovenisch sprechen wollt, werden wir Euch hinaus jagen und erschlagen." Nicht genug an dieser Gemeinheit hat er eine der Frauen auch noch angespuckt, ja einer der Umstehenden hat der Frau seinen Zigarrenstummel ins Gesicht geworfen und sie mit einem Worte beschimpft, das hier nicht wiedergegeben werden kann. Aus dem Kreise der Umstehenden ist dem erbärmlichen Helden auch ein Zeuge erstanden. Der Richter sprach den Ange-geklagten frei. Die slovenische Presse haust nun au» die Klägerinnen womöglich noch mehr Lchmach und Hohn. ' Der liebe „Slovenski Rarod" regt sich in seiner letzte» Nummer schrecklich auf, daß die „Deutsche Wacht" wegen ihrer so „ver-hetzenden Artikel" »wh nicht konfisziert wurde. Wir wolle» dieser Spottgeburt von Papier nnd Drucker-schwärze nur er > ioer». daß wir allwöchentlich zwei-mal nicht eine Zeitung, sondern einen Band heraus-geben müßten, nicht nur um alle Schändlichkeiten zu verzeichnen, die in Laibach und' an anderen Orten begangen worden sind und auch heute noch unausgesetzt begangen werden, wir haben nicht Platz, alle jene scheußliche», ausreizenden nnd au»-hetzenden Lügen zu übersetzen, deren sich die windi-sche Revolverpresse gegenüber unserem Kultur- und Edelvolke schuldigt macht und wir haben auch keinen Platz, um die Namen aller unserer Volksgenossen niederzuschreiben, die infolge der wüste» und niederträchtigen Anzeigehetze seitens sattsam bekannter Denunzianten dem Staatsanwal! in die Arme ge-jagt wurden. Wohl aber nehmen wir unS Zeit und Raum, um dieser ruchlosen Angeberpresse in ihr gleißnerisches Gesicht zn sagen: Wir bedauern, daß Hktzpredigten erst jetzt konfisziert werden und daß ihm sie nicht vor dem 18. September beichlagnahmt worden sind, da sie die Scheußlichkeiten von 5!aibach unmittelbar in die Wege geleitet haben. Hundertacht Jahre Kerker! Zn der letzten «itzung des 5! aibacher GemeinderateS wurde mitgeteilt, daß der vom beeideten Schätzmaune Glaser meister August Agnola erhobene, bei der Deutschen-Verfolgung in Laibach durch die Narodnjaks nur an Glasscheiben allein angerichtete Schaden K 8444*26 beträgt. I» Eilli wurde» zwei d e u t ich e Demon-stranien, welche der Mittäterschaft an dem Ein-schlagen einiger Scheiben im Narodni dorn im Gesamtwerte von K l 1.40 beschuldigt erschienen, zu je 4, zusammen also zu 8 Wochen Kerker verm teilt. Runden wir nun die Laibacher Schadenszifser an Glasscheiben aus nur 8000 £ ab, io müßten die windischen Täter, wen» man sür den Strafsatz nur die reine SchadenSsumme in Betracht ziehen würde, insgesamt zu hundert und acht Jahren Kerker verurteilt werden! Gegen den geplanten Borstob auf Rann haben die Abg LA. Dc. H o s m a » n von W e l l e n h o f, W a st i a n und LA. S t a l l n e r bereits vorgestern vom Statthalter Grasen Elary und Aldringen ausreichenden Schutz gefordert und auch zugesichert erhalten. Im Sinne des von der Siadtgemeinde Rann gestellten Ansuchens wurde ferner von der Behörde veranlaßt, daß ein Aufgebot von 40 Gendarmen am Sonntag in Rann konzentriert ist Außerdem werden 2 Kompagnien Infanterie von Graz und eine Eskadron Husaren aus Radkers-bürg am Sonntag früh in Rann eintreffen. Eine panslavische Demonstration im Laibacher Gemeinderat. Der Bürgermeister Hribar hielt in der Gemeinderatssitzung vom 6. ds. eine mit stürmischen Zivijo-Rufen aufgenommene Rede, in welcher er die UnabhängigkeitSer-klärung Bulgariens feierte. Der Gemeinde- rat beschloß, an die Stadtduma von Sofia eine Glückwunschdepesche abgehe» zu lassen. Wieder ein Laibacher „Demonstrant" freigesprochen. Bekanntlich ist der Exzedent, der damals in Laibach Steine nach einer Dragoner-Patrouille warf, von einem Laibacher Richter mit der Begründung freigesprochen worden, daß durch die Steinwürfe für die Beworfenen keine Gefahr bestand. Nun kommt uns die Kunde von einem zweiten Freispruche. Der Sekretär der k. k. Tabakregie in Laibach Anton Wanka hatte in der damaligen Schreckensnacht vor dem deuschen Kasino einen Streit, der zu seiner Verhas-tung sührte. Bei der Verhandlung vor dem Bezirks-gerichte gestattete sich der bekanntlich aus Wien entsendete Staatsanwalt Dr. Neubauer die Harm-lose Bemerkung: „DaS macht die Neugierde", worauf ihn der windische Richter Dr. B u l o v e c sofort mit den Worten zurechtwies: „Ich bitte, die Zeugen nicht zu beleidigen."' Daß der Mann frei-gesprochen wurde, brauchen wir das noch besonder» zu sagen? Die Rekruten des Infanterieregi-mentes Nr. 27. Die Gehässigkeiten, denen die Mannschaft des genannten Regiments seitens der Laibacher windischen Bevölkerung ausgesetzt ist, scheinen nicht ohne Rückwirkung auf das nationale Empfinden der Leute geblieben zu sein. Was Jahr-zehnte langer, nationaler Aufklärungsarbeit unter den Bewohnern des Mittel und Obersteiermark nicht gelungen ist, das haben die Sturmtage im September zuwege gebrach«. Wie aus Laibach berichtet wird, hat die alte Mannschaft die einrückenden Rekruten mit stürmischen Heilrufen und den Worten ..Heil den deutschen Steirern!" begrüßt. Die Artwont auf den windischen BoyKott. Es regt sich nun auch fern vom Nampf-platze Wie uns auS Graz mitgeteilt wird, hat eine Grazer Fabrik auf Grund der Bläuermeldnngen über den Boykott deutscher Gewerbetreibender durch die windische Intelligenz 01 slovenische Arbeiter ent-lassen. — Ebenso wird uns ans Obersteiermark und aus dem Salzbmgischen berichtet, daß die Gemeinde-ämter fortan mit der Ausstellung von Hausierscheinen an windische .Händler (meist Obsthändler) sehr sparsam vorgehen werden. Es wird übrigens von einer Seite, die wir hier nicht nennen können, eine Gegenorganisatio» gegenüber dem windischen Boykott in die Wege geleitet werden. Sollte der windische Boykott nicht aussetzen und noch weiterhin betrieben werden, so wird er eine mächtige Gegenaktion zur Folge haben. Uebelbelohnte Vornehmheit. In Trieft kam es zwischen einem Grazer Deutschen namens L i t t n e r und einem slovenischen Zugsführer nam> ns L i k a r ans nationale» Ursache» zu einem Wort-Wechsel, der in Tätlichkeiten ausartete. Von diesem Vorfalle berichtete auch die deutsche Presse. Der Slovene wendete sich nun mit einem Berichte an ein Grazer Blatt, mit welchem der ^achverhalt gefälscht und der Deutsche als der Angreifer hingestellt wurde * Und er hatte damit Glück DaS Grazer deutsche Blatt nahm diesen Arikel aus, um fich im Strahlen» glänze der Objektivität zu sonnen. Die slovenische Presse hat jedoch für ein derartiges Verhalten nicht das richtige Verständnis und schrotet den Fall nun auf Grund des Entgegenkommens des Grazer BlaiteS in zahlofen Artikeln nnter der Aufschrift „Wie die Deutschen lügen" aus. Unglaubliche Roheit. Zu dieser unserer Notiz gehl uns folgende Berichtigung zu: Unter Bezugnahme auf die M 19 und 22 des Preßgesetzes ersuche ich um Ausnahme nachstehe»dcr Berichtigung: Die in Ihrem Blatte vom 3. Oktober 1908 Nr. 80 unter der Spitzmarke „Unglaubliche Roheil" vor-kommende Behauptung es hätten meine Knechte beim Streite mit Herrn Mlaker gerufen, daß ste jeden, der über die von mir gepachtete Wiese gehen würde, in meinem Austrage ordentlich zu verhauen hätten, ist unwahr; ebenso unwahr ist es. daß ich Jemanden einen derartigen Auftrag gegeben hatte. Wahr ist es nur. daß ich meine» Knecht beauftragt habe, das Begehen der Wiese nicht zu dulden, sich jedoch jeder Gewalttat zu enthalten. Eilli. am 5 Oktober 19u8. Robert Diehl. — Unser Gewährsmann hält dieser § 19 Berichtigung gegenüber seine Behauptungen vollkommen ausrecht. Bon der Kapuzinerkirche. Mittags bietet sich den an der Kapuzinerkirche Vorüber- Seite 4 Deutsche Wacht Nummer 8? gehenden ein eigenartiges Bild. Aus einem vor dem Hingange ausgestelltem Tische wird de» Bettlern Speise gereicht. Hunger tut weht Und da ist eS kein Wunder, wenn eS unler den sich dort einfin-denden Leuten zu widerlichen Streitigkeiten kommt, zumal sie ans einer Schüssel die ihnen gebotene Speise nehmen müssen. Wir wollen ja durchaus nicht die gute Absicht verkennen, allein würde sich nicht ein anderer Modus finde», um den armen Leuten diese Gaben zu reiche» ? Aus den Vorüber-gehenden macht die ganze Szene den Eindruck. als wäre Hunde» Futter vorgeworfen worden. Mögen doch nicht die Aermste» unter den Armen so ge-fühllos behandelt werden. Zur Erinnerung an die Laibacher Vorfälle hat der deutsche schulverein bekanntlich 2 neue Postkarten mitAnsichten des arg beschädigten deutschen Kasinos in Laibach und der Ueberfchrist „Slovenische Kulturarbeit" herausgegeben. In wenigen Tagen werden auch die neueste» Wehrjchutzmarken mit de» Bildern der deutschen SchulvereinSschule in Lichtenwald und dev deutschen Kasinos in Laibach erscheinen. Deutsche Volksgenossen, setzt euch sür einen massenhaften Vertrieb der neuen Schulvereins: karten und Wehrschatzmarken ein! Slovenische Uedergrisfe in Kärnten. Nicht nur in Krain und U»tersteiermark bekunden die Slovenen ihre deutschfeindliche Gesinnung durch Beschädigung deutschen Eigentums, Angriffe auf deutsche Bildungsstätten und rohe Ueberfälle auf die friedlichen deutschen Bewohner, sondern sie suchen in letzter Zeit auch in Kärnten die dentschfreundliche slovenische Bevölkerung national zu verhetzen. Den windijchen Vorstößen in St. Jakob im Rosentale und Volkermarkt steht würdig ;ur Seite der vor kurzem unternommene rohe Angriff aus die deutsche Schule in Ebental, wo die Gedenkiasel des deutschen Schulvereines nachts von unbekannten Tätern gestohlen wurde. Erfreulicherweise hat dieser Vorfall auf deutscher Seite die entsprechende Abwehr gesun-den, indem man zur Sühne für den windischen Ge-waltstreich eine Geldsammlung sür den deutschen Schulderem einleitete. Dies ist die würdigste und für unsere Gegner empfindlichste Antwort. Die Tafel wird selbstverständlich in feierlicher Weise wieder angebracht und zum Schutze gegen »indische Diebes-finger gut verwahrt werden. Die deutschnationale Arbeiterschaft gegen die Vorstöhe der Slaven. In der letzten unter dem Vorsitze des Abg. Kroy abgehal-tenen Sitzung der Zentralkommission der vereinigten deutschen Arbeiterorganisationen Oesterreichs wurde auch zu den Vorgängen in Laibach, Bergreichenstein, Eilli und Pilsen Stellung genommen. Die Vertreter der nationalen «rbeilerschaft Oesterreichs sprachen ihre schärfste Entrüstung über die Haltung der staat-lichtn Organe aus. Vom Reichsbund deutscher Eisenbahner. i>n Hitflau fand ein ausländischer Vertretertag des Reichsbundes dtutscher Eisenbahner Oesterreichs statt, welcher folgende Beschlüsse faßte: Der in Hieflau tagende alpenländifche Vertretertag des Reißbundes deutscher Eisenbahner Oesterreichs erkennt die letzten Zugeständnisse des Eisenbahnministeriums als durch-aus ungeeignet, Befriedigung bei allen Staatsbahnern auszulösen. Der Vertretertag beauftragt die Haupt-leitung des Reichsbundes, die von den Ortsgruppen angemeldeten und von den verschiedenen Vertreter» tagen anerkannten Zusatzforderungen beim Eisenbahn-Ministerium mit aller Tatkraft zu vertreten. Die gegenwärtige Aktion des Eisenbahnministeriums darf nnr als Voraktion aber keineswegs als endgiltige Lösung der StaatSbahnerwünsche betrachtet werden. Eine solche erblickt der Vertreterlag nur in der gesetz-lichen Regelung. Diese alS Grundlage jedweden Stredens der österreichischen-Eisenbahnbediensteten erkennend, lehnt es der Vtrtretertag ab, der Absicht d«r Koalition, die Erfüllung von Uebergangsordnungen durch einen Lohnkampf zu erzwingen, seine Billigung zu geben. Er gibt vielmehr der bisher von der Hauptleitung deS Reichsbundes eingehaltenen Taktik seine vollste Zustimmung. Der alpenländische Vertretertag deS Reichsbundes deutscher Eisenbahner Oesterreichs verlangt serner von der Hauptleitung, daß sie auch auf die Verstaatlichung der Steyertal-bahn hinwirken möge. Der deutsche SchulvereinsKalender als nationales Jahrbuch. Im neuesten Jahr, gang ist auch in den literarischen Beiträgen aus dai nationale Moment gebührend Bedacht genommen. So enthält der Kalender einen Aufsatz aus der Feder de« bekannten Schriftstellers und Schriftführers des Vereines „Südmark" des Abg. Heinrich Wastian über den „Romantiker der Deutschheit", der deutschen Priester und Dichter Ottokar Kernstock mit zwei Bildern und zahlreichen Proben aus Gedichten Kern-stocks. Franz Christel schreibt über das Heldenjahr 1609 und Artur Oelwein „drei Bilder aus den Jahren l523, 1687 und 1813. Außerdem enthält das Buch eine übersichtliche Zusammenstellung deutscher Gedenktage (besonders wichtig sür Vereine wegen Veranstaltungen von Festfeiern I) Außer vielen literarischen Aufsätzen, die durchwegs volkstümlich ge-schrieben sind, enthüll das Buch auch den ausführ-liche» VereinS> und Tätigkeitsbericht des deutschen Schulvereines. ferner zwei Ansichten von deutschen Schulen im bedrohten Gebiete. Das Buch verdient daher wegen seines völkisch-erziehlichen Inhaltes die weiteste Verbreitung in deutschen Kreisen. Iubiläums-Obstausstellung in Leibnitz. Mit 5. Oktober schloß der über Wunsch verlängerle Anmeldetermin. Nach vorliegenden Anmeldungen zu urteilen, beteiligen sich alle hervorragenden Obst-Züchter deS politischen Bezirkes und viele kleinere Produzenten. Es steht demnach eine reiche Fülle von Obstsorten zu erwarten. Wie verlautet, sind bereits namhafte Beträge sür die PreiSverteilun x gezeichnet und dürfte das BeurteilungSkollegium vor eine recht ausgiebige Arbeit gestellt sein, um von so vielem Schönen und Guten das beste zu bezeichnen. Die Eröffnung findet Sonntag den 11. Oktober, Vormittag um halb 11 Uhr, statt. Es wird hitbci die bestbewährte Fernitzer Musikkapelle konzertieren. Abends 7 Uhr findet im Saale Neuböck ein Fest-konzert statt, wo ebenfalls die preisgekrönte Fernitzer Kapelle Streichmusik auffühun wird. Der gute Richter. Unter dieser SpHmarke verdient ein Fall verzeichnet zu werden, der sich un-längst vor dem Bezirksgericht Wien-Leopoldstadt abspielte. Eine arme Frau war der Uebertretung der Meldtvorschriften angeklagt, da sie eine Bettgeherin nicht polizeilich gemeldet hatte. Die Bettgeherin, mit der die Angeklagte einen Streit hatte, fungierte als Anzeigerin. Die arme Frau, die Mutter dreier Kinder ist und den ganzen Tag über mit dem Ver-dienen beschäftigt ist, wurde zu — einer Krone Geldstrafe verurteilt. Dabti fiel von seilen des Richters die Bemerkung: „Am liebsten würde ich Ihnen die Krone aus meiner eigenen Tasche zahlen, aber das darf ich nicht I* Da trat ein Herr aus dem Auditorium auf die Verurteilte zu und schenkte ihr eine Krone. DaS ist sehr schön," — sagte der Richter zu dem Herrn, ..Ich danke Ihnen." Wahr lich. eine Szene, wie sie vor Gericht nicht allzu häufig erlebt wird. Heimische Bauweise und Denkmal-pflege. Mit 1. November eröffnet der Verein „Deutsche Heimat" Wien seine Kanzlei sür heimi-sche Bauweise und Denkmalpflege. Zwei ausgezeich-nete Kräfte unter der Leitung des Architekten Schüle wurden gewonnen. Gesuche um AuSfer-tigung von Plänen und Gutachten werden bereits heute in der Kanzlei entgegengenommen. Slavische Unverschämtheit. Die im Mannheimer Industriegebiete beschäftigten Arbeiter tschechischer und kroatischer Nationalität, welche sich wegen Rücktransport an den österreichischen Konsul wandten und von diesem in deutscher Sprache be-dient wurden, haben laut „General-Anzeiger" dem Konsul schriftlich die Forderung nach Erledigung ihres Anliegens in tschechischer, bezw. kroatischer Sprache gestellt. Auch erhielt der Konsul zahlreiche in kroatischer Sprache gehaltene Drohbriefe. Von den Marburger Verhafteten. Donnerstag nachmittag hat der Staatsanwaltsud-stitut Dr. Duchatsch dem Untersuchungsrichter die Anklage gegen die wegen der bekannten Marburger Demonstrationen Verhafteten zugefertigt mit dem Antrage, sämtliche Beschuldigte bis auf einen, bei dem der Haftgrund nach § 175 ß Strafprozeßordnung noch fortbesteht, gegen Leistung deS Gelöbnisse« aus der Haft zu entlassen. Die Ent» Haftungen sind noch heute abend erfolgt. In Haft genommen waren elf Perfonen. Stadttheater in Laibach. ES wird uns gemeldet: Bei der ersten deutschen Theater« Vorstellung war das Theater von Gendarmerie be-schützt. Auch im Innern des Theaters waren Detektiv» und Wachleute verteilt. Es ereignete sich kein Zwischenfall. Da daS Gerücht im Umlaufe war, daß eine Demonstration gegen die Deutschen geplant sei, war der Besuch schlecht. Die Laibacher städtische Sparkasse hat durch die marktschreierischen Anpreisungen ihrer Leistungsfähigkeit, ihres kolossalen Reservefonds und der Sicherheit, die sie angeblich bietet, berechiigie» Aufsehen erregt, da sich damit ein größeres «^eld-Institut auf den Standpunkt eines Maroniverkäuser« herabwürdigt. Die Plakate der städtischen Spai kasie machen den Eindruck von Marktgeschrei, wie man es z. B. im Laibacher „Prater' und auf jedem Jahrmarkte zu hören bekommt, wo jeder Buden-besitze? die hinter unechtem Flitter verborgene Eitelkeit seines Krams durch hochtrabend«, groß-mäulige Ttraden zu verschleiern sucht. Die genannte Sparkasse und ihre Häuptlinge müssen wohl un-heilbar an Größenwahn leiden, wenn sie sich die Behauptung leisten, sie seien das sicherste #el» in stitut Krains, und zur Begründung dieser Be-hauptung bemerken, es diene zur Deckung der Ein lagen außer dem „riesenhafte»" Reserveiond voa sage „neunhundcrttausend" Kronen auch noch das ganze Vermögen der Gemeinde. Nun, wer die Laibacher Finanzwirtschast kennt, die sich nicht scheut, öffentlich« Brücken als Aktivpost des Gemeindevermögens einzustellen, um daS Deficit ;u maskieren, welches durch die uferlosen Spenden für panslavistische Feste und an sogenannte Kultur-vereine unvermeidlich ist, der hat einen Begriff vor der Sicherheit der Deckung durch ein Gemeinde-vermögen, welches in dieser Weise verwaltet un» verwirtschaftet wird. Ein Beschluß des Laibacher Gemein-derates. Der Gemeinderat der Stadt Laib.ich hat am 7. Oktober über Antrag des Landesaus'chux-beisitzers und Gemeinderates Dr. Ivan Tavcar fol-genden Beschluß gefaßt: Die Stadtgemeinde Laidach vergütet aus freiem Willen, ohne daß sie hie^u ge schlich verhalle» werde» könnte, den gauzen amtlich festgestellten Schaden, welcher anläßlich der jü> gsteo Exzesse an Privateigentum verursacht würd, doch nur unter der Bedingung, daß sich zu einer glcichm Vergütung auch die Gemeinden Cilli. Pettau uud Marburg hinsichtlich des dort angerichteten Schade»» verpflichten. Bemerkenswert in der Rede Orj Dr. Tavcar ist »och der Satz, er müsse es?« seine Person (!) entschieden in Abrede stellen, ca? er sich aktiv (!) an den Demonstrationen de» teiligt habe. — Slovenski Narod rühmt den obbe zeichneten Beschluß in echtslavi'cher Bescheidenheit al« ein Dokument slavischer Nobleß. Wir find«», das. dieser Beschluß weil eher ein Zeugnis slavischer Ge-riebenheit ist, denn man muß sich vor Augen halier, daß sich die Laibacher Vorfälle und die Alwchr> Kuiidg.bunge» im steirische» Unterlande in keine» Vergleich gezogen werden können. In Laibach wütete eine volle Woche hindurch ein bltntamtuiei Schildersturm, während die untersteirischen Xct.oh-strationen, die sich aus wenige Stunden beschränkten, nur eine Folgeerscheinung der Laibacher Greueltaten waren Auch hat die Laibacher Schreckensnach: eine bleibende Schädigung deutscher Geschäftsleute nach sich gezogen, und der der deutschen Geschäftswelt zu-gefügte Schaden wäre erst dann in vollem Umfange wieder ersetzt, wenn auch die, durch eine wüste $o»-kotthetze verursachten Verluste seitens der Lai dacher Gemeinde gedeckt würden. In Untersteier sind einige Scheiben in Trümmer gegangen, in Laibach aber sind viele deutsche Geschäftsleute schwer geschädiiii worden. Steuerverweigerung. Aus Eger roiu uns geschrieben: Ohne die Entscheidung der »an den deutschböhmischen Landtagsabgeordneien emgc setzten juristischen Kommission abzuwarten, hat du hiesige deutsche Bevölkerung, deren Erregung «a Tag zu Tag wächst, bereit« mit der Steuerver Weigerung begonnen. Gestern kamen nur einzelne Fälle vor; heute aber hat die Bewegung im großem Nachdruck eingesetzt. Windisch-Feistritz. (Weinlesefefi ui Ver schönern ngs-VereineS. — Sie heurige Weinernte. — Feind der deutschen Schule.) Das am letzten Sams q abgehaltene Weinlesefest fiel in jeder Beziehmia aufs glänzendste auS und gibt beredtes Zeugniß von der Leistungsfähigkeit der Ausschußmitglieder. Der schöne Saal des Gasthauses I e g l i t f ch war in einen herrlichen Weingarten umgewaideil worden, den die Bewohnerschaft bis auf da« lepe Plätzchen füllte. Um halb nenn Uhr war d«r seiet- Nitmmer 82 liche Einzug des Bürgermeister» mit seinem Gefolge, kgleitet von einem Teile der Pettauer Musik-ikipelle. Zwerchfellerschütternd war die Bürger-«isterred« des Herrn Paderitsch, der die ein» jelnen Wünsch« de? Bewohner in recht humoristi-scher Weise zum Ausdruck brachte. Nach Verlesung Kr Strasparagraphe» erklärte letzterer das Fest für eröffnet und nun hatten die aufgestellten Wächter MQauf zu tun. um die kecken Weintraubendiebe ihrer Bestrafung zuzuführen. Da gab es ein Hin mi Herstoßen, ein Rennen und ein Jauchzen und klb war alles in bester Laune versetzt. Die minieren Weisen der wirklich unermüdlichen Pettauer Musik lockten daS tanzlustige Publikum Don ihren Sitzen. Viel Gefallen fand auch der von Herrn Apotheker Petzolt einstudierte „Schuh-Plattler', so daß auch die Nichttänzer auf ihre Rechnung kamen. Kur; gesagt, es war ein ver-zickgler Abend, aus den der Verein wie der Ver znügurigsausschuß mit Stolz zurückblicken kann. Dax auch der Säckel das Seinige erhalten hat, ist selbstredend. Schließlich muß wie immer auch der gingen Traubenipende» gedacht werden und sei chrun hiesür der beste Dank gejagt. Mit diesem Feste hat der Verein gewiß viele warme Anhänger jränd«» und ist ihm ei» stetes Blühen und Gedeihen nur zu wünschen. — Die heurig« Weinernte wird namentlich in unserem Bezirke eine gute fein, da die Gegend bis heute von keinem elemen-wen Ereignisse heimgesucht wurde. Die biS heute eingebrachte Ernte zeigt einen durchschnittlich Nperzrniigen Mehrumsatz. als im Vorjahre und bürste bei den größeren Weingartenbesttzeru, die erst nächste Woche mit der Lese beginnen, noch weit pwftiger sein. Die Obstsorten, namentlich Aepfel, sind in solcher M ngc vorhanden, daß die Besitzer Kilogramm mit 4 H3 <> Heller verkaufen lissen. Einige Bauer», die das Obst nicht ver« fimmi können u.id auch keine Gebinde dazu haben, müssen das Ob't in Gruben, die sie mit Stroh vis'üllen, ausbewahrtn. Selbst ältere Leute können sich kaum eines besseren Obstjahres erinnern. — !i- letzte Nummer des bekannten schwarzen Hetz-blatteS „Slovenski Kofpodar" bringt wieder einmal «inen Artikel über die deutsche Schule, worin er die Eltern angreift, die ihre Kinder in die deutsche Schul« schicken und nennt sie geradezu Verbrecher in ihren eigenen Kinder» Was würde wohl der trtikelschreiber, nachdem man mit den Fingern zmsen kann, wenn man nach La . ... kommt, xworden sein, wenn er sich nicht die Kenntnis der tatichni Sprache angeeignet hätte? Nicht einmal wer seiner letzten Diener !!! Möchtest du lieber koibisar nicht besser tun, das Augenmerk mehr au' das eigene „Ich" zu richten, da man sonst den Etipsel des mit deine» .gesammelten Werken' ge-silllen Hasses beseitigen müßte, was aber eine irrchtbare Pest zur Folge hätte! Darum aukpassen und nicht ausrutschen. Tillier Athleten ..Klub Eiche". Das Klublokal wurde in den Gasthos zum Hirschen ver-tagt und finden die UebuugSabende am Dienstag 11.-& Freitag von 8 — 10 Uhr statt. Bei der Grazer Herbstmesse erhielt das gewesene Mitglied des Klubs be» PreiS im Ringen. Ein Ehrenhandel. Der zwischen den ldgesrdncteir Wastian und Malik schwebende Hnnhandel wurde nach den Aufklärungen der Leitreter beider Parteien als in ritterlicher Weise «getragen erklärt. Seltenheit. Herr Eugen Walzer über« brachte uns gestern einen reizenden Gruß aus dem iadjtlichen Walde. Er fand in dem Gelände Mchrenberg-Wüchern Vollreife Erdbeeren und am selbe« Etängelchen hervorgekommene Blüten, die er uä hocherfreut über den wohl selteiien Fund — in ei» Eträußchen gebunden, übergab. Aus dem Gerichtsdienste. Herr Staats-«twalt-sudstiiut Tr. Adolf Bolchek wurde «Her gleichzeitiger Beförderung zum LandeSgerichtS-r«e an das LandeSgericht Laidach versetzt. fRlIZ RASCH. iichtMiiiini, CILLI. 5 Schrifttum. Im Zeichen ?es Jubiläums steht auch der soeben erschienene 40. Jahrgang pro 1909 d«S beliebten Volkskalenders „Der Wiener Bote" (Iwlag von R, v. Waldheim, Wien, VI l/l). Ein KdschetTitelbild und verschiedene andere Illustrationen deutsche Macht betreffen Festlichkesten deS Jubeljahres, aber auch sonst ist für reichen Bilderschmuck gesorgt. Als Lesestoff seien besonders die Erzählungen „Der Talisman" und „Die Schloßfrau von Barlvn" von Ä.S. Schimmer, »Die Mutler Sankt Martini" von L. Stratil-Jung, die Humoreske „Heimlich verlobt" von A. Malden erwähnt. Außerdem wechseln kleinere Beiträge, wie Gedichte, Rätsel, Gedankensplitter, ein humoristisches Allerlei usw. in bunter Reihe, nicht zu vergessen der interessanten illustrierten Rückschau über die Welt-ereignisse des letzten Jahres und der vielen praktischen Zugaben, Tabellen. Tarife, ausführliches Märkte-Verzeichnis usw. Für solche Fülle des Schönen, Interessanten und Nützlichen ist der Preis von 7V Heller für den Kalender, einschließlich Zusendung 90 Heller, ungemein billig zu nennen. Für GescheukSzwecke eignet sich besonders die rot oder grün gebundene Salon« auSgabe, Preis 1 Krone 60 Heller. Als kleinerer, gut illustrierter Kalender ist der im gleichen Verlage erschienene „Iahresbote" sehr zu empfehlen, iveil auch dessen Inhalt schon viele» genügen dürfte. «Preis 35 Heller). Zeichnung, Ton. Farbe und Photo-graphie. Die Artikelserie, welche diese Themen in >o lehrreicher Weise behandelte, erscheint in dem vor« liegenden Septemberhest der illustrierten Monatsschrift für Photographie und Projektion „Der Amateur" (Verlag Carl Konegen, Wien, 1. Bezirk, Opern-riucj 3) zu Ende geführt. Die Bedeutung dieser Studie ist eine eminente und wird sich die weitere Ausgestaltung der Photokunst ihrem Einfluß? nicht entziehen können. Ansonsten ist dasHest durch die herrlichen Illustrationen nach Originalen Meister WundsamS bemerkenswert. Die Fülle wistenswerter Details, welche jedes einzelne Heft dieses trefflich geleiteten Fachblattes bietet, läßt dessen Beliebtheit in Amateurkreisen begreiflich er-scheine», um so mehr als daS Jahresabonnement (12 Heste) bloß 6 Kronen beträgt. Probehefte sendet der Verlag gratis und sranko zu. DaS Monatsblatt „Das Deutschtuin im Auslande , das in Berlin erscheint, schreibt in seiner Oktobernummer Folgendes: Neues Licht über den Musenseppel. Unsere kurze, aus studentischen Kreisen hervorgegangene Paraphrase über den Mnsenseppel hat dazu geführt, daß man sich de» sogenntcn Biedermann einmal von steirischer Seite ansah. Eine so verschiedene Beleuchtung eines und desselben Themas oder einer und derselben Person ist durchaus nach unserem Sinne und dient unseres Erachten? der Förderung unserer Sache. Die Wahrheit kann nur ansgesorscht werden, wenn die verschiedensten Augengläser aus denselben Gegen« stand gerichtet sind und die mannigfachen subjektiven Eindrücke zunächst gewonnen, dann aber miteinander vergeblich werden. Bloß so gelingt es. Irrtümliches auszusondern und dem Wesen des Dinges oder des Begriffes nachzukommen. Je mehr demnach unsere Spalten zu einem Tummelplatz der Ideen und zum Gedankenaustausch beniltzt werden, um so mehr Freunde werden wir durch die gebotene Anregung gewinnen. Nach dem Musenseppel also wurde mit Benutzung unseres kurzen Schriftsatzes in der Grazer „Tagespost" gesragt, uud bereits im Abendblatte desselben Tages wurde geantwortet, daß man von dieser sagenhasten Figur wohl etwas, aber nicht gerade das Allervorteilhasteste wisse. Dem Ingenien? Sepp Strohmeier (Leder, Leoben), der 1905 im Jännerhefte der Wartburg Mitteilungen über das kleine weißhaarige Männlein machte, wäre es grau-fain erschienen, dem Musenseppel zu schaden, wenn dieser sich darauf beschränkt hätte, sich durch Besuch von Studentenkueipen und durch Harmonika- und Liedervvrträge seinen Lebensunterhalt zu erwerben. Aber die ursprünglich unschädliche und drollige Kneipfigur ist aus den einträglichen Gedanken ge-kommen, seinem „Geschäft' durch Umhängung eines nationalen Mäntelchens neuen Aufschwung zu geben. Wie schon im ersten Schriftsätze erwähnt ist, berichtet er in seinem Tagebuche von dem Ergebnis jeden Kneipenbesuches und bemißt seine Kritik nach dem Ertrage seiner Sammlung. Deshalb kam eine Grazer Studentenkorperation, die ihn in höflicher Weise hinaussetzte, als sie seine Ziele erkannt hatte, sehr schlecht sott. Sie sollte aus ungezogene» Leuten bestehen, so daß die ganze Korporation minderwertig sei: der Präses solle aber nicht einmal verstehen, eine Kneipe zu leiten. Aber gerade mit solchen tadelnden Aeußerungen machte der Schlaumeier bei Korporationen, die einen anderen grundsätzlichen Standpunkt vettraten, gute Geschäfte. Es scheint ihm aber in seiner engeren Heimat allmählich doch der Boden zu heiß unter den Füßen geworden zu sein. Denn seine Angabe, er sammelte für ein Musikerheim, in dem alte erwerbsunfähige Musiker Seite i» Aufnahme finden sollten, fand nicht mehr allzuviel Glauben. Bat man nämlich um nähere Auskunft über die Lage des Musikerheims und den Grad, bis zu dem es fortgeschritten sei, so wurde das Männlein unwillig. Aus seinen dann notgedrungen gegebenen Mitteilungen und ihren Widersprüchen ergab sich klar, daß Joses Woduschek, wohnhast in Wien 10, Uhlandgasse 1, nur humanitäre Zwecke vorspiegelte, während er in Wirklichkeit Beiträge zur Fristung seines Lebensunterhaltes erbettelte. Äuch über dies Verfahren würde man ein Auge zudrücken können, wenn nicht, wahrscheinlich beim Betreten des reichsdeutschen BodenS, dem schlauen Slovenen der Gedanke gekommen wäre, die Unkenntnis der deutschen Studenten über die nationalen Verhältnisse Oesterreichs und ihren Idealismus auszubeuten. Ein Slovene ist nämlich Woduschek nach Stroh-meier ganz sicher. 'Schon sei» mangelhaftes Deutsch legte den Verdacht nahe. Dafür sprachen auch sein Name und sein HeimatSott. Von seinem Bruder gestand er offen, daß er ein „MordSwindischer" sei; er selbst indessen machte aus den Ehrennamen eines Dentschen Anspruch. Von der „Los von Rom"'Bewegung will er nichts wissen; ja wenn er vermutet, mit Uebergetretenen zusammen zu sein, wird er sogar seinen Grundsätzen, sich die Zech« bezahlen zu lassen, untreu. Bei den deutschen Korps hatte er nach Ausweis seines „Sammel-bucheS" vorzügliche Erfolge, da er dort mit dem Gedanken vortrat, für das Stndentenverbrüderungs heim zu werben. Es ist nach Strvhmeier ergötzlich zu sehen, wie sich die Korporationen in ihren Bei-trägen gegenseitig hinausschraubten, so das 50 M. als Ergebnis eines Sammelabends gar nichts Seltenes waren. Mit dem Erreichten aber noch nicht zusrieden. suchte der Musenseppel die bisher zufällig gegebenen Spenden in eine feste Form zu bringen und verfaßte, wenn auch in mangelhaftem Deutsch, einen Aufrus, den er an alle Korporativ nen, bei denen er einmal Aufnahme gefunden hatte, sandte. Der langen mit dem Worte „alldeutsch" hübsch ausgeputzten Rede kurzer Sinn war der. daß sür ihn — nein, für das Studentenheim auf de» Kneipen Sammelbuchsen ausgestellt werden sollten! Dieser zu jwit getriebenen Unverschämtheit m»ß mit' aller Schärse entgegengetreten werden. Hier ist der Punkt, wo wir einsetzen. Wir miß-gönnen einein armen Schlucker die Allmosen nicht, wen it sie ihm von Studenten, die in solchen Füllen außerordentlich langmütig und sreigebig sind, gereicht werden. Aehnliche Originale gib, es ja an vielen Plätzen; so hatte Tübingen Ansang der achtziger Jahre einen ..Volksdichter", den man sich trotz seines Alkoholismus gefallen ließ. Aber die Ausbeutung und NaSfllhning der deutschen Lommilitionen durch grobe Spekulationen aus ihre nationalen Gesühle muß verhindert werden. Vielleicht läßt sich die Betätigung der letzteren in andere Bahnen lenken. Mag Zweiter dem Musen-seppcl ein Allmosen verabfolgt werden; was aber darüber hinaus ist, das mag die deutschc Studenten-schaft besser der wirklichen nationalen Schutzarbeit zuwenden. Wollte sie zu diesem Zwecke Sammel-buchten ausstellen und ihr Scherflein für irgend-welche bedrohten Gebitte, in Steiermark oder Tirol, in Böhmen oder Ungarn, bei Gelegenheit spenden, würde damit ein Stück deutsche Arbeit geleistet iverden können, und Denkmäler der verschiedensten Art, Schulen, Kindergärten, Büchereien, Suppen-küchen und ähnlich« Einrichtungen würden von dem nationalen Opsersinn der deutschen Kommilitonen Zeugnis ablegen. Wenn in diesem Sinne der Mahnruf durch den Musenseppel aus seinen Rund-sahtten an alle deutschen Korporationen erginge, würden wir den völkischen Apostel wider Willen gewähren lassen und ihm di« abfallenden Brosamen gönnen. Doch wo der vorgebliche Idealismus nicht zu Haus« ist, sühlen wir uns verpflichtet, den Schleier fortzuziehen. Rühmend kann hervorgehoben werden, daß einzelne Korps bereits Mitglieder un-seres Vereins sind; besonders aber ist dankbar an-zuerkennen, daß die Deutsche Burschenschaft all-jährlich 800 Mari sür die nationale Schutzarbeit beisteuert. Wir stehen möglicherweise jetzt oder bald in einer Periode der deutschen Geschichte, wo sich alle Volksgenossen in erhebender Einmütigkeit zur Erfüllung einer großen Ausgabe zusammentun: einige dies verkündende Strahlen schießen bereits am Himmel einer besseren Morgenröte hervor. Ohne anmaßend zu sein, rechnen wir unseren Nationalismus dazu: möchte unsere gesamte ge-bildete Jugend sich bald darin zu uns finden. Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 82 Slovenische Zeitungskimmen. Die südslavischen Patrioten. Slo-veuifi Narod läßt sich über die Einverleibung Bosnien« wie folgt aus: „Unzähligemale hat man verlautbar«, daß die österreichische Verwaltung BoS-nien und die Hcrzogovina beruhigen und aus diesen vernachlässigten Ländern «ulturgediete schassen werde, wo Friede und Wohlstan» blühe Jedoch daS waren potemtinsche Dörfer, mit welchen der österreichisch-ungarische Staat die leichtgläubige Oefientlichkeit betrog. Jeder, der nur einigermaßen Einblick in die bosnischen verhüt'nissen hat, weiß, daß die Zustände in keiner Weise anders sind, wie unter der tüikijchen Wntschah. Die Türfei und Oesterreich-Ungarn haben nur den Platz gewechselt. Früher hat der türkische Pascha die bosnische Bevölkerung aiisgesaugt. jetzt aber wird das serbische und kroatische Volk BvS-nieus und der Herzegowina von d?n österreichischen Beamten zu Boden gedrückt. Ja in gewisser Be-ziehung ist es viel schlechter geworden. Der Türke hat in nationaler Hinsicht niemand Gewalt, ange-tau, hat nie versucht die Bevölkerung zn entnati-onalisieren. Unter der österreichischen Verwaltung ist es auch in dieser Hinsicht anders geworden. Ist es deshalb zu verwundern, wenn ein solches Verhalten den grimmigsten Widerstand im Volke hervorruft, das sich in seinen heiligsten Gefühle»» getroffen fühlt ? Man hat alles getan, »m mit unerhörten V e r s o l g u n g e n der volksbewußteu Elemente die Entrüstung noch mehr zu ent'ache» und den Unwillen der einheimische» Bevölkerung gegen die Fremdherrschaft großzuziehen. So ist eS denn nicht zu verwundern, daß sich der Großteil der De-völkerung eS vorzieht, unter das türkische Joch zurückzukehren, als noch weiter unter der Herrschaft der ..Kulturträger", der österreichische» Beamte» zu bleiben. S Die Haarpsleg e.) Die verachtete Stellung, »velche bisber die Kosmetik einnahm, und die An-ficht, daß die Schönbcitspflege nur eine Dienerin der Eitelkeit sei hat in den letzten Jahre»» doch eine wesentliche Aendernng erfahren. Je mehr die Bedeutung jedes Organs unsere» Körpers sür den gesamten Organismus gnvürdigt wurde, je mehr wir die Wichtigkeit der Zähne für die Ernähning und die große Abhängigkeit der Gesundheit von einer wvhlgepftegten Hant erkannten, desto mehr wandelte sich der Begriff der Kosmetik, und was srüher unwürdig erschien, erhielt jetzt Berechtigung. Man hätte nun a»nehmen können, daß mit der zn-nehmenden Verbreitung einer rationellen Hautpflege auch das Kopihaar, dieses Produkt der Haut, eine verständigere Behandlung als bisher erlialten und dir oft unglaubliche Mißhandlung der Haare ans Gleichgültigkeit oder ans entarteten nnd salschen SchöniicitSvorstelliingc» schwinden würde. Gerade in dieser Beziehung haben aber bei dem großen Pnbli« kum richtige Ansichten noch wenig Eingang ge-sunden, nnd es scheint sogar, als ob das Gegenteil eingetreten ist. da man in den letzten Iahren mehr-sach, einer demimondainen »»»seine» Mode huldigend, sein Haar regelmäßig z» färben begann. Daß die Anwendung solcher Färbemittel, die meistens Gifte enthalten, nicht ohne Nachteil aus daS Haar bleiben kann, ist selbstverständlich, und häßliche Härte oder direkter Ausfall ist dann die natürliche Folge. Ein volles »veiches Haar ist aber der schönste Kopfschmuck, den Mann oder Frau haben können, nnd jeder kann sich diesen Kvpsschmnck bis in das liöchste Alter sichern, wenn dem Haar die richtige Pflege gewährt wird. Dazu. gehört in erster Linie die Erkenntnis, daß die Haarwurzeln gesund bleiben müssen, und mit den Haarwurzeln die Kopfhaut, in der sie sitzen. Die Kopfhaut also mnß gleichzeitig gepflegt werden durch geeignete Wasch-ungen, und indem man an sie in genügender Weise die' Luft herantreten läßt, nm die Ausdünstung fortzuführen und kräftigend einzuwirken. Das; bei deu Mäniurn die Kahlköpfigkeit verhältnismäßig so ver-breitet ist. dürfte mit durch Abschluß der Kopshant von der Lust veranlaßt sein: Mit Pomade wird das Haar fest angeklebt, der Filzhut des Mannes hält die irische Luft der Kopfhaut fern, und so wird dieselbe systematisch einer natürlichen An-regnna beraubt, sie wird blutarm und vermag nicht ihren Kindern. de»i Haarwurzeln, die uotwen- dige Ernährung zn geben. Allein der Kamps, die Uebnng kräftigen und stählen, und das gilt von der Körperhaut im ganzen sowie der Kopidou im einzelnen. Der Neger, der Seemann, dem, Kops jeder Witterung, und sehr oft unbedeckt, de. gegnen muß, haben säst ausnahmslos ihr sollet Haar, weil ihre Kopfhaut im Kampf mit r« Witleruugsverhältniffen stark und kräftig blieb. Dieses Beispiel sollte auch bei nnS nicht unbeachtet gelassen werden. ES »väre sehr gut, wenn wir ::»* daran gewöhnen würden, im Freien den Hut : weile» in der Hand zu tragen, damit Sonne un» Wind um Haar und Kopfh.i t ungehindert faidc» und ihren wohltätigen Ein? ausüben sönnen. Daß die Kahlköpfigkeit bei Frauen seltener al» da Männern ist, verdanken sie unzweifelhaft unln auderm ihren wesentlich leisteten Hüten und der Art und Weise, wie sie dai Hnt ans dem Kivs befestigen. Derselbe umschließt nicht eng wie beim Mann sast den ganzen behaarte» Oberteil ! sehr empfehlenswert hierfür sind Teerseisen oder entsprechende Teerpräparate, weil mit diesen die Reinigung in mehrsacher Beziehung wohl die vell-kommenste »vird. Wenn nach einer solchen oder einer anderen Waschung das Haar sich han uicd spröde aiisühlen sollte, so ist in sehr mäßige Menge ein seines Oel hineinzureiben. dagegen nnd alle Pomaden, ivelche die Haare zusammenklebe» und ihre Diirchlüftung verhindern, zu veriveric». «Spanische S taudesamtsidyllen.) I« dem Orte Esplugas de Llobregat sind im Gerichtsschreiber, dem Sakristau der Pfarrkirche Kitd zwei HeiratSagenten unerhörte Fälschungen im Äe-staudsregister vorgenommen worden. Sie verkaufte» au alle Heiratslustigen, die den gesetzlichen Ansorter» ungen nicht nachkommen konnten, falsche Dokument. Aui diese Weise müssen über 800 Eben sür nnflÜttg erklärt werden und die betreffenden „Ehegane»' haben Gelegenheit, sich ohne allzugroße Gewissen», biffe wieder von einander zu trennen, weim da Wahn kurz nnd die Rene lang gewesen ist. ?« Gerichtsschreiber entkam; die anderen drei Nb» hinter Schloß nnd Riegel. Wenn das Stramcht genau auf sie augewendet wird, müßte jeder Ang«-hörige des Quartetts 11.200 Jahre Gefängnis;i> halten. Ebenso schwer »vie das Absitzen ei» solchen Strase wird allerdings die Neuordnung der Verhältnisse in den 800 Familien sein, die nachd» Gesetze gar keine Familien sind. (Kriminalität u ii d Alkohol.) Für tat Jahr 1902 »vnrdc seitens des Kaiserlich Statistische» Amteszu Berlin znm erstenMale ausgezählt, in weiden Maße gefährliche Körperverletzungen an Sonn- imd Feiertagen begangen wurden. Einzelne Untersuch»».:™ in begrenztem Gebiet waren früher schon wieder! ck angestellt ivorden. Für die offizielle Untersuchung de» Kaiserlich Statistischen Amtes lag ein großes Material Ausweis über die im städt. Scklachthause in der Woche vom 23. September bis 4. Oktober 1908 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Sattung des eingeführten Fleisches. R ame Fleischers Mufftet Jakob . . -leiti'u.tt .... Wrcnta Jvdann . . Jainä'U Üt'oiiiit VitcS ..... Üudwia . . StstoiAit Jatob. . Pay.r «amuel . . Planinz Zroii» . . Plefischat..... PIe!«i5ly..... R-beuichegg Jose» . Setlat Kran» . . . Sruijchnigj? Anton - Sielzer...... Um egg Rudolf . . BoUgruber Frau; . Gajiaiiite..... Private..... fc« 0. Sai-chisilgc» Stilen eingeführtes Fleisch in Kilogramm s c s 1 'S ■e • Jt «3 S- .2 £ £ Ö 5 Z -e ö) •e iSI 5 ab £ & 1 c Z 00 G £i •ä Q i Jo * X 0 1 1 U) Ä 1 - 4 — — 14 8!- — - — — - - - — - - 1 - « — 14 — — 98 — - — 11 — — | - — <) — — » 2 — — — — — — — — —- - . ?! l — — — — — — - — — •— — — -• 1 — — — — — — — - — 28 — • — — - I — 8 — t - — — — — - — — — — — | • I 5 I - S — — — — .. — — 1 — 1 S — - M 40 — — - — 4 - * l - 3 3 — — 3 2 — — — — — - 104 — -• — — — 1 I 2 1 — — — — - — — — — — — - 2 - 4 I Nummer *2 Deutsche Wacht Seite 7 »or. Die Untersuchung erstreckte sich aus 97.376 wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilte. Bon diesen hatte», wie die mühevolle Untersuchung ergab, 34.98»/, desReichsdnrchschnitteS. Der Bearbeiter dieser amtlichen Statistik sieht sich veranlaßt. in Hinsicht aus dieses außerordeutliche Ueberwiegeu der gesährliche» Körperverletzungen der genannten LandeSteilez» betonen daß eS nahe liegt, dabei an einen Einfluß des A lkvhols zit denken. ..Die Straftat", so heißt es, „ist häufig in den östlichen Grenzgebieten des Reiches, in welchen der Branntwein am meisten z» Hause >st, »och mehr in Bayern, das durch sein Bier berühmt ist, vollends i» der durch reichlichen nnd billigen Wein ausgezeichneten Psalz, auch in anderen Usergebicten des Rheins." Die oft gehörte nnd immer wieder nachgesprochene Behauptung, daß eS weitaus zumeist der Branntwein ist, der dieses Unheil anrichtet, l>edars aber dringend der Richtigstellung. Bier nnd Wein, int Uebermaß genossen, haben auch ihre» reichlichen Anteil an den verbrechen, wie sich dies auch durch Untersuchungen in süddeutschen Gesängnissen bestätigt hat. Wir eut-nehmen diese interessante Ausführung einem Artikel pou ). Gonscr, dem Generalsekretär des Zentral-Verbandes znr Bekämpsnng des Alkoholismns, der in der kürzlich von diesem Perband veröffentlichten fünften Eerie des Sammelwerkes „Der Alkoliolisnius nnd seme Bekämpfung" neben einer Anzahl änderet höchst bemerkenswerter Abhandlungen von Autoritäten er-schienen ist. iUeberbürdung der Schüler.) „Es steht fest, daß die Schüler unserer höheren Lehr-«stalten schon von der uutersteu Klasse (Sexta) ad nicht selten überbürdet sind. Diese Ueberbürdnng rührt teils von der hohen Zahl der wöchentlichen DtterrichtÄstunden (30 in Preuße»), teils vo» der große» Menge der verschiedenen Fächer (10) nnd Hin dem Fachlehrersystem in de» p h i l v l o g i s 6) e n Fächern, endlich auch davou her, daß manche Fächer zu früh begonnen werden. Dies gilt besonders von de» fremden Sprachen, deren erste, Latein^ oder Französisch, schon in der Sexta, also im vierte» Schul« jähre getrieben wird. Ein neunjähriger Knabe besitzt »och nicht die nötige Fertigkeit utiö Gewandtheit in der Handhabung seiner Muttersprache, um ohne schwere Schädigung für seine weitere Ausbildung un Deutschen und sür die Entwicklung der Funktionen seiner Hirnrinde eine sremde Sprache zu lernen, jumal wenn diese mit derselben oder sogar mit eiuer größeren Stundenzahl auftritt als die üliuilersprachc «nd ausschließlich auf grammatischer Basis anfgebant «rrd. In den höheren Mädchenschulen Preußens z. B. sind Deutsch und Französisch in der sechsten »lasse mit je süns Stunden wöchentlich bedacht, in den Realschulen und in deu Resormschnlen Deutsch out 4 5), Französisch mit 6 Stunden, in den Gym-aasten und Realgymnasien Deutsch mit 3 (4), Latein Ml 8 Stunden. Dies Verhältnis der Stundenzahlen bedeutet enlivickluiigSgeschichtlich, wie Dorublüth i» seinem Werke über die Hygiene der geistigen Arbeit anssührt, einen verderblichen Eingriff in die gesunde Entwicklung des kindliche» Gehirns, weil k in der Sexta »och in keiner Sprache, anch nicht in der Muttersprache, für Abstraktionen nud selbständige Vegrisssbildungen reis ist. DaS Kind kann anfangs naturgemäß mir durch den Betrieb seiner Mutter-spräche und deren Behandlung in Wort nnd Schrift zur richtigen Ausbildung des Sprachzentrums ge-bracht werden nnd einige Sicherheit erlangen im Hilden von Sprachbegriffet», der selbstverständlichen Voraussetzung des Sprachvergleiches und damit der Gymnastik des Geistes durch sremde Sprachen. Da ki der hohen Zahl von Unterrichtsgegenständen i» der Text« (10) nnd bei der hohen Hahl von wöcheut-lichen Stunden (30) von vornherein zu viel nnd zn vielerlei verlangt wird, ist die Ueberbürdung nnd deren Folge, die Uebermüdnng, schon mit Eintritt in die höhere Schnle geradezu verbürgt. Eingesendet. Der Spätsommer ist da, die HfrotS« weiden idon erbtblich wrzer und vor allem tühler und man muh sie i«bo» mit Voisichi genieß«». Zur Vorsicht gehört, dab man sich vor Srlällung»n batet und vordand»- e Erkältungen niett alt werde» läfet. und in beiden Fällen rühmt man Fays üt>» «obener Mmeialpanillen geradezu glänzende Srsolae nach. Wir hoffen vielen unserer Leser mit einem H'nireiS auf die vastiUen einen Dienst zu erweisen. va Guter Rat ist teuer sensu oft mancher Hanuiien-. er und Mutier, wenn bei ihren Lieblingen oder bei ii'nen wft plötzlich Stkrankungen ausireten. »ein Arzt in der Nähe in un» alle an eren Hau-mittel versaaen. Und voch ist sicher» Hit »bei saftallenVorkommnissen. wieKrampsen. Lh»machien, Erbrechen, InichsSUeit Hustenansällen. Heitetkeit. H.'lischmer-zen. äuß,r>» Beilesungen. die doch io osl ausireten. sofort ;ut franC. U'd worin bfsteht diese sichere Hilfe oder zumindest A»»bilse? Einzig und alle,« darin, dab man immer einen kleinen Uonot pon den echten, bestens aneikaint n Volti-hauemiileln: Apoibeter Thierryö «aliam und Zentifolien, salbe däli und dieselben im ersorderlicheii Falle sosvr, nach beigegebener Anweisung anwendet. Senn das sind d>e richtigen velter in dir Not. Wo d'.e e Mittet mit alle» Zeichen der Echihrir »ich« ju betommeu find, bellelle man direü und ads.sii re «» «poideler A. Tdierry'S Schutzengel-'/ipotaeke Pregrada bei Nohitich. SARG, WIEN .. nur Wettll — W4»«n. «" nitis. von "5 »r«i ti« f!. U.S4 ,,-----------a----- u. «in.. 1ili Bin»!-» uirt titoSen. ?>»»!» »»r »ihn« verzollt IbI^ob# »«liefert. «->«< W»fi>«m«in l etannt l^ist.t diele» Waichexlrat tatsächlich da-, »os von ihm versprochen wird. U.bereinstim > end lautet das tlileil tüchtiger Hzuesrauen dabin, hsfi damit die balle Arbeit erspart tt»d di> li'äjci e viel 1 ein er und meiner wird. al* bei Gebrauch gewöhnlicher « Sä und ist in allen Apothekcu. l)r«K«*rlt'i» und 51 iii«*rulwu*M»rlmii 4 ilun'>er»chlo? Dose» zu 45 Ir. find bei GuNav Sti.zer und bei Bikto, Wo.^g tn Cilli, in Markt Tüsfer bei And. ölebache», in Rohiis '. bei ^o''es Be»Ii4g, in St. Aiaiein bet Erlachlteia bei Jod. Löichnigg. in Lausen b«s Fran; .?av. Petek. in Ltattj bet i^ianz Öltet erhältlich. Allein echt i»t nur THIERRYS BALSAM ■it 6 et UnilUC »t» «4»tmatlj. M adcftc feB»Ba» iltltnlll gtiliua BURBt jirt 1 tl«!rnt.9tci(rf*«tllfrfa|4( It 5. tiaiBaj kei. «Blltiftan onnfaBBt ad Jl« beaten HannmUtet gtgtn Wajen-beichweid«». «oM>unn>B»g ««! A. 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Landes - Siechenanstalts - Verwaltung Hochenegg bei Cilli am 1. Oktober 1908. Stecken pserd- Lilienmileliseife UD66 Mildeste Seife für die Haut. ! i<;m Stock - (Jo^iiac ii garantiert echtes Weindestillat. Einzige Cognac - Dampf-breDnerei unter staatlicher - Kontrolle Caii>ls<& Stock Barcola. Die k. k. Versachsstation überw acht die Füllung and plombiert jede Flasche. Ueberall zu haben 'abriUöriJyJ njj Putzextract GGGG» Grfisstes SptzialgesctMt in Fahrrädern und Nähmaschinen Cillis. «<#©£■ Fahrräder Neger z Fahrräder Puch Ää 160 K Fahrräder Marke seibat montiert Meteor . . 110 K ÜiHM-MlM>liM TOB 101 auf*. Grosse Reparaturwerkstätte nton Neger Mechaniker Cilli, Herrengasse 2. Rcnlllälcu- Verkehrs-Vermittlung der Stadtgemeinde Cilli ci i % « Ein Wohnhaus mit«»««I Ge»cl»äl'tslok.,»>,4. 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Auf Giund des Gesetzes vom 10. Mai 1894 haben sich diejenigen : Landsturm Pflichtigen. welche Angehörige des Heeres, der Kriegsmarine, I Undwehr (oinschliessJich ton Ersatz-Reserven) oder der Gendarmerie waren, [**ie sonstige Landsturmpflicbtig.», welche för den Fall der Aufbietung i« Landsturmes zu besonderen Dienstleistungen designiert und »u solchem Zwecke mit Widmungskalten beteilt werden und sich im Bereiche der > Stadt Cil li aufhalten am 19. und 20. Oktober 1908 «tihrem Laudsturmpasse, beziehungsweise militärischen Entlassungs-iiiuniHnte beim Sladtainte C i 11 i zwischen 9 und 12 Uhr vormittags per »talich vorzustellen, beziehungsweise zu melden. Diejenigen Meldepflichtigen, welche wegen unQbei windlicher Hinder-aisse an vor-Nhenden Tagen sich nicht vorstellen köuneu, haben die Vorstellung aru L6. Oktober 1908 bei der obigen Meldestelle nachzutragen. Stadtanit Cilli, am 5. Oktober 1908. I- _Der Bürgermeister: Dr. v. Jabornegg. Martin UrSChko Bau- ii. Möbeltischlerei ____mit Maschinenbetrieb «frtadet 187'.'. Flämint CiÜM88^. Rathausgasse 17 CILLI Rathausgasse 17 tmpfiehlt sich zur Uebernahme von deu kl<*lli»l«*u bis zu den (;rd,lried« (Inten Sie iititell und biefret durch meine Stt- ich ■riMmiMMi 6«it< fl nell und öitfret durch meine «tat ?i» fei« «,,»>. »d»i In fei.ee teile f eoiÄr*. ta ich demnächst in HHre •ejrnl» komme, verlangen Ste litnlmn Besuch JWeet» Besichlisung und Rüitlprache. ?>nl»lt« »er. «»I »,i», RoHni. tu km (elelt.ftt. Zeit»»«», W I»- und «U»I-I de« er'cheinenve« l>»!er.te bin ftrt* mit l»»ii»IIritt>»e» i. ?»r di.dmifl, daher mnair #r«»U< S. Kommen, Wien L StelansplaU 2. 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