Nr. 132. Tamstaa am IN. Juni 1853. D« „kaibachtl Geltung" erschenn. mit Ausnahn» der ,^^W^» Insertion«gebühr fill nne Garmond - 3pllltt«,eU. Sonn- und FeitNagc. tllglich. und lost« sammt dr„ .^»MF^M^ "er den Raum derselben, ist für Imalige Emschal. VeUllyen im Tomplotr ganzjährig il f!., halb. HH^>^ ^^M ^^ ° ^" ^ ^"'°' ^ ^ ' ^ ^"°"^ " ^ "' ^ "' Mltg 5 fl. b0 tr., mit Hreuzbund im Comptoir ^" "^" ^^^"" '^ "^ b" Insertion« - Stempel ganzj. 12 fl., halbj. 6 fl. Fllr die Zustellung iu's ' per 30 lr, für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zn Hau« sind halvj. 50 fr. mehr zn entrichten. Mil rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen lofim 1 fl. 90 lr. >»r Post portosltl ganzt., unter Kreuzband und ge- ^«^^l^WM^!^ ^ ^ ^"' ^ ^ ^" ^ ^ * ^°* "^ »« tr. für drnckter Adresse ib fi., halbj. 7 st. 50 tr. ' ^" ^" Inbegnss be« 3ns,rli°n,ft«mptl«). ^laibacher Zeitung. Ämtlichtl Theil. -F^aS Staatsministerium hat ciuvcrständlich mit den anderen bethciligtcn Ministerien die von mehreren Bürgern auö Freudenthal beabsichtigte Gründung einer Aktiengesellschaft für die Errichtung und den Äclricb einer mechanischen Flachsgarnspinnerci in Frcndcnthal bewilligt und deren Statuten genehmigt. Das Staatsministcrium hat cinvcrständlich mit den anderen bethciligtcn Ministerien den Grundbesitzern und Handelsleuten in Ragusn PaSquale E o st a, Lnigi Scrragli und Antonio Doliraz die Errichtung einer Aktiengesellschaft zn,u Ankaufe von Schlachtvieh uud zur Flcischauöschrotnng (^nrjct.u ^mninerc^lli,! cli <'!uni) in Nagusa bewilligt und deren Statuten genehmigt. Das StaatSministerium hat im Einvernehmen mit den audcren bcthciligtcn Ministeriell dcu Schisföeigcu-thümcrn Dr. Iohanu Iuanisscvich, Anton B i e-llch und Natalc Morena zu Orebich, Bezirk Sabionccllo in Dalmaticn, die Errichtung einer Schiff« baugcscllschaft auf Aktien bewilligt uud dcrcu Slatu-ten genehmigt. Am 8. Juni 1805) wurde in der l. t. Hof-und Staatsdruckerei in Wic„ da« IX. Stück dcö Rcichögcsctzvlatlcö nuSgcgcbcl, uud versendet. Dasselbe cuthält unter Nl. 2!) die Verorduung des KricgSministeriumS und deS Ministeriums für Handel nud Volkswirthschaft vom 28. April 1865), betreffend die bei den l. l. Militärhengstdcpols vom Jahre 1806 angefangen alljährlich vorzunehmende kommissioncllc Uutersu-chuug der ärarischeu Beschälhcngstc vor deren Ab» marsche in die betreffenden Bcschälstationen; — wirtsam für Böhmen, Dalmaticu, Galizicu Nlit Krakau, Oesterreich unter und ob der Enns, Salz« bürg, Stcicrmark, Kärntcn, strain, die Bukowina, Mahren, Schlesien, Tirol, Vorarlberg, Görz uud Gradiska, Istrien und die Stadt Trieft mit ihrem Gebiete; Nr. 30 die Kundmachung des Finanzministeriums vom 30. Mai 1865 über die Aufhebung dcö Neben-zollanttcS 2. Klasse Goldcnhöhc in Böhmen; Nr. 31 den Erlaß dcö Finanzministeriums vom 3. Juni 1865, ildcr die Aufhebung der bisherigen Verbote der Auö« und Durchfuhr von Waffen und Waffcnbestaudlhcilcn, dann von Munition und Mu« uilionsgcgcnständcn über die Grenzen gegen Fremd-Italicn, die Schweiz und die Scc, danu gegen die Moldau, Wallache!, Serbien und Bosnien; — wirtsam für dnö ganze Reich. Vom k. k. Rcdaltions.Vurcau des Rcichsgcsctzblattcs. Nichlümllicher Theil. Laibach, K. Juni. Währcud die begeisterten Cljenrufe von jenseits der Lcitha hcrübcrtöncn, hat der Herr Finanzministcr u. Plencr dem Abgcordnctcnhanse in Wien eine Mittheilung gemacht, dcrcu Wirkung, wie er selbst sagte, eine „niederschlagende" sein muß. Vielleicht beuützte Hcrr v. Plcncr die durch die Pester Ereignisse hervorgerufene Feiet lagslimmung, um seiner Mittheilung etwas ihrer Schärfe zn benehmen; allein täuschen wild sich Niemand lassen, unscrc Finanzen stehen schlecht, sic lönnlen lmii» schlechter stehen. Das ge» stcl)t selbst dcr „Botschafter", indem cr sagt, der (tin-druck, den die offcu dargelegte Finanzlage hervorbringen muß, werde ein ernster sein; cr setzt aber sogleich hinzu, daß ein genaues Eingehen in die ein-zclucn Posten doch dcu Beweis liefere, daß leine Veranlassuug zur Beunruhigung geboten sei. Fassen wir die Resultate dcr von dem Herrn Finanzministcr erhaltenen finanziellen Auseinandersetzung in runden Ziffern zusammen, so ergibt sich für die beiden Jahre 1865 uud 1866 ciu mögliches oder eventuelles Krcdilbcdürfuiß von 116 Millionen, von welcher Summe dcr Auuahmc dcs Fiuanzministcrs nach nahezu 53 Millionen sich unter allen Umstünden als nothwendig erweisen dürften, wahrend 63 Mil» lionen nur nach Maßgabe, als daS im Zuge befindliche Domäncngcschäft die Inanspruchnahme dcs all« gemeinen StaatSlredilS erheischen würde, in eine von dcr Domäncnvcrwllltung unabhängige Kreditopcration einbczogcn werden müßten. Die Summe von 116 Millionen erscheint höher, als man sie vorauszusehen pflegte. Fragen wir nach der Ursache dcr größeren Höhe dcS Krcditbcdürfnisscs, so erblicken wir sie ausschließlich in dcu über allcS Erwarte» ungünstigen Re-ultaten dcr Gcbahrung dcs I. 1864 und beziehungs-. weise dcr 14monatlichen Verwaltungsperiode 1863/64. In dieser Periode blieben die Einnahmen gegen das im Finanzgcsetze festgestellte Präliminareum 33'/, „ Millionen znrück, wobei sich allerdings auch die Aus« gaben im Gaumen um 8'/, Millionen niedriger stellten. Zieht man jedoch in Rechnung, daß nahezu 14 Millionen der Mindereinnahme aus den nicht bewerkstelligten Verkauf dcr Staatsgüter entfallen, daß aber auch iu Folge dessen die präliminirtcn Abzah« luugcu an die Bank im Betrage von 16 Millionen nicht cffcltunt werden konnten, so erhalten wir daS zur Beurtheilung dcr Finanzlage maßgebendere Resultat, daß die Mindereinnahmen aus direkten und indirekten Steuern nahezu 20 Millionen und zugleich die Ausgaben ein eigentliches Plus von ?'/, MUlio» ncn ausweisen. Dieses Minus und PluS zusammen-ncuommcn nibt für 1864 ein unvorhergesehenes Defizit von circa 27'/, Millionen. In diesem Super-defizit, für welches in dem Finanzgesetze pro 1864 leine Vorsorge getroffen war, liegt die alleinige Ur-sachc, daß jetzt daS Krcditbedürfniß eine so hohe Summe erreicht. Zu den mehr zufälligen Ursachen au der Per-schlcchtcrung dcr Finanzen werden ferner gezählt: der Mißwuchs im Jahre 1863, welcher die Steuerlraft lahmte, dcr amerikanische Krieg, welcher in der In-duslric Krisen hervorrief, dcr schleSwig . holstcin'sche Krieg, welcher MchrauSlagcu erforderte lc. Bezug, lich dieser zufälligen Ursachen kann man die Finanz. Verwaltung uicht verantwortlich machen. MUetm. Laibacher Plaudereien. (Verregnete Pfingsten — Wer schuld daran ist — Der Siadtwald — Line Art Prater — Vor hundert Jahren — Der Magistrat säet Eicheln — Der Werth von Einst und Jetzt.) Pfingsten, da« liebliche Fest ist vorüber; es brachte unS außer den Firmlingen auch den längst ersehnten Regen. Den Vergnügungszüglern und Feier-tagsbummlern war das gar nicht recht; allein, dcu Landwirthen, GärtnelN :c. erschien das Fest darum desto lieblicher. Mit innigem Behagen sahen sie daS Naß des Himmels auf Fluren und Wiesen träufeln — leider schon zu spät; höchstens, daß die Heuernte dadurch etwas ergiebiger wird; den Wintersaaten dürfte cs wenig nützen. Indeß versicherten unS Landwirthc, es würde die Ernte an Qualität ersctzcu, waS sie an Quantität entbehre; die Körner sollen cinc seltene Ausbildung erlangen. Der Regen wurde dießmal von leinem soirucn-veranstaltenden Gartcnwirth veranlaßt, sondern ihn führte cine kleine Gesellschaft herbei, deren Bestehen dem großen Publikum lcineswegs bekannt sein dürfte, und von welcher cS erst durch diese Zeilen Nachricht "hält. Es ist das ein Kreis von etlichen 4—6 jun-»en Vaiuachcr Herren, die alljährlich .zu Pfingsten eine Fußtour nach Innerlraiu, nach Zirlmtz, Luegg, Adels-N '/'.unternehmen, und daher den Namen „die Mi^s. '!'" ^"thie" führen. So oft diese nun ihre "llng,lre,sc antritt, wornu sic in dcu letztcu Jahren ciuigcmal durch Sängcrfahrtcn verhindert war, so reg-! net cs. Sie hat ihren Ruf auch heuer wieder bewährt. Es ist das übrigens das einzig Bemerkens« werthe, waö von dcr „Inncrtraincr Parthic" zu erzählen ist, mau müßte denn noch die Beharrlichkeit hervorheben, mit welcher sie trotz dcs Widerstandes dcr Elemente, an ihrcr Psingsttonr festhält. Eine ähnliche Beharrlichkeit besitzt ja übrigens auch das große Pnblikum; es strömt jahraus jahrein den gewohnten Vcrgnügungsorten zu, cS wandelt immer die alten gewohnten Spazicrgiingc, selten sncht cS andere auf, obschon deren so manche vorhanden sind, die einen häufigeren Besuch, wohl verdienten. Wir wollen unter Andern heute nur einen Ort erwähnen — den Stadtwald. Wenn mau die heißen staubigen Straßen der Stadt verläßt und iu südlicher Richtung jcuc große, grüne Ebene betritt, welche als „Morast" bekannt ist, so gelangt mau in cinc natürliche Parkpartic, die an Schönheit mit dem Prater in Wicu verglichen wcrdcn kann. Wundervolle Vanmgrnftpcn aus Eichcu uud Erlcn umgränzcn dic prächtigsten grünen Wicsen, zwi. schcu dcu Bäumen öffnet sich da uud dort die Herr-lichstc Durchsicht, durch welche mau südlich dcu Krim uud dic Mokriza, westlich die Gcrmada, den Katha-rincndcrg und darüber bei klarem Wetter die Spitze dcs Triglav, nördlich dic Stcincr Alpcngruppc durchschimmern sieht. An lauschigen Plätzchen, wo man sich im Grasc lagern und still den Gcdauken nachhängen kauu, ist lein Mangel; kurz dcr Stadtwald ist ciner dcr schönsten Spazicrgängc iu Laibach's Um< gebuug, cr ist unser Prater. Er ist das aber erst, seitdem die Kultur dcö Morastes so weit vorgeschritten ist. Vor hnndert Jahren war er noch in einem Zu« stände, dcr den Wasscrvögcln einladender, als den Menschen erschien. ES liegt uns daS Protokoll einer massistratlicheu Bcgchungs-Kommission vom 4. September 1755 vor, in welcher der Stadtwald als eine zum Theil überschwemmte und versandete, zum Theil morastige, mit mehr Strauchwerk, als Erlcn und Eichen bewachsene Fläche geschildert wird; nur eiu kleiner, l/, Stunde langer, '/^ Stnnde breiter Theil war frnchtbar uud mit großen, nutzbaren Eichen nnd mittelmäßigen Fichten bepflanzt, jedoch grenzte an diesen wieder ein weiter Platz, wo selbst die Eichen verdorrten, die der Magistrat hier hatte ansäen lassen. Wir bewundern die vorsorgliche Thätigkeit des damaligen Magistrates; er ließ Eicheln säen — cr wollte fpü« teren Generationen einen nutzbringenden Eichenwald schaffen! Wo geschieht daS heutzutage? Wo pflanzt und säet man für die Nachkommen? Unsere Zeit ist die Zeit dcS Egoismus, man sorgt nur für sich und seine — Eitelkeit! Welchen Werth übrigens damals das ganze, jetzt aus fruchtbaren Aectern und Wiesen bestehende Gebiet hatte, erfahren wir ebenfalls auS dem erwähnten Protokolle der Kommission. Es heißt darin, eS sei da lein Nutzen zu erwarten! Das ganze Erlriigniß wurde auf 36—46 fl. und der ganze Stadtwald auf 1000 fl. — sage Tausend Gulden geschäht. Wenn die Schätzmänner auferstehen und dcu Stadtwald jetzt sehen, sein Erlrägniß jetzt hdren würden, wie würden sie staunen! Leider werden die schönen Eichcngruppcn immer mehr gelichtet; aber noch immer ist der Stadtwald des Besuches werth; er ist dcr Laibachcr Prater. 538 Was wird das Abgeordnetenhaus nun thun? Trügen nicht alle Zeichen, schreibt die .,N. Fr. Pr.", so scheint für das Haus der Moment gekommen zn sein, in welchem das Wort, welches der Mg. Graf Kinsll) in der Adrcßdebattc gebrauchte, praktische Bedeutung zu erlangen suchen wird: Wir müssen au unsere Bewilligungen die entsprechenden Bedingungen knüpfen! 74. Sitzung >cg Abgeordnetenhauses vom 8. Juni. Auf der Ministerbank: Schmerling , Lasscr, Plcncr, Hein, Frank, Scktionschef Kalchbcrg, Mi-nisterialrath Gobbi (Finanzministerium.) )ia6) Vorlesung des Protokolls uud Nlittheilung der Einlaufe ergreift Staatsministcr v. Schmerling das Wort. Der Minister theilt in Folge Allerhöchsten Auftrages dem Hause das allcrh. Rcskript vom 27. Mai d. I. mit, "durch welches dcr kroatische Landtag cinbcrufcn wird. (Das Haus hört die Vorlesung desselben stehend an.) Fiuauzministcr v. Plcucr: Iu Folgc Allcrh. Ermächtigung hat die Regierung Sr. Majestät in dcr gegenwärtigen ReichSrathssessiou die Stnatsvorau« schlägc für 2 Jahre, uämlich pro 1865 und 1866 zur verfassuugsmäßigcu Behandlung vorgelegt. Nebst den für diesen Vorgang sprechenden Münden dcr Utilität eiucr rcchlzcitigcu Behandlung und Zustaude-bringung des Fiuauzgcsetzcs und dcr ordnungsmäßigen Aufeinanderfolge dcr Rcichöraths- und Landtags« session, sprachen noch wichtige finanzielle Momente dafür, nämlich die Erwägung, daß cS nothwendig sei, die Fiuanzbcdürfnissc für die Jahre 1865) uud 1866 und dercu Bedeckung iu einem Gcsammlüber» blicke aufzufassen und in Erörterung zu ziehen. Mit Ende des Jahres 1866 läuft dcr Termin ab, bis zu welchem die rückzahlbare Bankschuld vollständig berichtigt sein muß, nud wo die sonstigen Bcdingnn» gen zur Wiederherstellung der Valuta vorbereitet sciu müsscu. Mit Schluß des Jahres 1866 siukt das jährliche Crfordcruiß für die Schuldentilgung von 64 Millionen für die folgenden Jahre auf durchschnittlich 24 Millioucu hcrab; es hörcu außer dieser Tilgung der Baukschuld noch ciuige audcre spezielle Zahlungsverpflichtungen des Staates von Bcdculuug cutwcdcr gänzlich auf oder gehen beträchtlich vcrmiudcrt ihrcr bevorstehende»! Erlöschung cntacgcu. Duvch die Hcr< stellung dcr Valuta wird dcr Konto von mchrcrcu Millioucn Münz« uud Wcchfclucrlust fast ganz vcr> schwinden und dcr Militäraufwand im lomb. < ucuct. Königreiche ciuc bedeutende Erleichtcmng erfahren. Endlich ist zu hoffen, daß mit dem Beginn des Jahres 1867 dnrch einen neuen Vcrwaltnngsorganis' mus die Vediuguugcn für die Anfstcllung ciucs ?ior» malbndgcts geschaffen sein werden. Wenn ich auch von einer selbst thcilwciscn Wirksamkeit dcr Stcncr' reform im Jahre 1867 absehe, so ist schon nach den bisher angeführten Bclrachtuugcu die Ansicht berechtigt, daß die Jahre 1865 uud 1866 cincn in fiuau-zicller Beziehung uuvcrkcunbar wichtigen Zeitabschnitt, den Abschluß dcr Ucbcrgangsperiodc bezeichnen, nach welcher die jetzt eingeleiteten Ersparuugcu, vollstäudig Wurzel gefaßt haben wcrdcn und die Ncgicrnng in dcr Lage sein wird, eiu Staatsbudget zu bringen, iu welchem die Herstellung dcS Gleichgewichtes zwischen Einnahmen und Ausgabcu ihreu Aufdruck findet. Aber cbcu deßhalb erscheint es auch gerechtfertigt und geboten, daß das außerordentliche Bedürfniß dcr erwähnten zweijährigen Periode in sciucr Gesammtheit erwogeu werde uud für dessen Bcdcckuug iu ciucr Art Voi'sorgc getroffen werde, durch welche die zu bcschaffcuden Mittel mit einem Male sichergestellt wcrdcu können. Der Zeitpuntt zu ciucm solchen Vorgehen ist um so mehr cingctrctcu, als die Verhandlungen zur voll stäudigeu Äcrichtiguug dcr dem Staate aus dcm Ucbcrciukommcu mit dcr Äaut obliegenden Doiuäncn-schuld iu ciu Stadium gctrctcu siud, welches ciuc vcr-fassuugsmäßigc Ermächtigung für die Fiuauzvcrwal^ tung bedingt, dic in dcr Baukattc und dem Bautgc setzc nicht cuthaltcn ist, und daß andererseits der fort' schreitende Verlauf dcr mit ciucm Defizit verbünde« ncn (^cbahruug dcö Iahrcs 18 dcs Ucbercinkomuicus vom :>. Iäuucr 18l>3 vorauS> gcschcucu Verwerthung dcr Staatsgüter, auch die Auf-uabmc vou Vorschüfscu auf dcu aus dcr Veräußerung zu erzielenden Erlös odcr ciuc audcrc auf dic Güter zn begründende Ercditopcration iu, Eiuverständnisse mit dcr Banldircktion stattfinden, jcdoch darf dcr in dicscm Wcgc aufzuuchmcudc Bctrag mit Eiurechnnng dcs etwa für ciuzclnc verkaufte Güter crzicltcn Erlü-fcs die GefamnttsllMlnc von 44/.195.8W fi. nicht übersteigen. Art. III. Für den Fall, als der Finanzmmister sich nicht iu dcr ^agc fiudcu sollte, die rechtzeitige uud vollständige Tilguug dcs im vorstehenden Artikcl auf-geführten Betrages entweder durch dic im 8- <' dcS Ucbcrcinlommcuö vom Jahre 1863 odcr durch die im vorstehenden Artikel vorauögcschcuc Art dcr Verwer-lhnng der Slaatsgülcr zu erzielen, wird derselbe ermächtigt, dcn fehlenden Betrag im andcrcu Wcgc mit« tcls Bcuützuug dcs öffentlichen Kredits zn beschaffen. Art. IV. Der Finanzministcr wird ermächtigt, ciucu Bctrag von 1,484.000 fl,, welcher dcn aus dcn bisherigen Vcrläufcu der, der N'ationalbaut übcrwic« scnen Staatsgüter hei rührenden, jedoch nach dem I. Iäuucr 1867zahlbaren Kaufschilliugsratcu gleichkömmt und gemäß §. 6 dcs Ucbercintommcus vom Jahre l8»;.^ von dcr Staatsucrwaltuug bis Eudc Dezember 1866 au die Natioualbaut zu bczahlcu ist, im Wege dcs Kredites zu beschaffen. Art. V. Dcr Finanzmiuistcr wird zur Deckung dcr Staatsbcdürfnissc iu dcu Iahrcu 1865 uud 1866 crmächtint, dic in dcu Staatsvorauschlägeu für diese Jahre aufgeführten Staatsdomänen, Forste und Mon-taucutitätcu zu veräußern uud für dcn Fall, als dic allso-glcichc Veräußerung eines Theiles odcr sämmtlicher dieser Realitäten ohne Nachtheil für deu Staat nicht durchführbar wärc, Vorschüsse auf dcu feinerzeit zu er« ziclcudcu Ellüs aufznnchmcu odcr cinc andere auf dicse Realitäten zu gründende Ercditopcration zu uuterucb-mcu, jcdoch darf dcr iu dicscm Wcgc aufzunehmende Actrag mit Eiurcchuung dcs ctwa für ciuzcluc verkaufte Güter crzicltcu Erlöses dic Gcsammtsumme von 18,000.000 st. nicht übersteigen. Art. VI. Sollte dcr Finauzmiuister sich nicht in dcr ^agc finden, dcn im vorstehenden Arti/el m,< geführten Betrag durch dic dariu bczcichuctc Verwerthung dcr Gütcr vollstäudig zu crziclcu, so wird dcr- scldc c'innchtigt, dcn lchlendcn iUclra« in andeltlN Wcgc mittclst Bcuützuug dcö öffentlichen Kredites zu beschaffen. Art. VII. Zur Acwirkuug dcr durch dcu Art. IV. dcS Gesctzcs voui 17. November 186)l (R.'G.A. i'8) angeordneten Vcrmindcruug dcr Partialhypothctarau' wcisuugcn anf dic Gcsammtsummc vou 80 Millionen, wclchc im Iahrc 18l>4 uur mit cincm Vctrag von .'l,«)!<).'»l)0 fl. slattgcfnndcn hat, wird dcr Finanz-miuistcr crmächtigt, ciucu Bctrag von 16,860.010 fl. im Wcgc dcs Ercdits zu bcschaffcn. Art. VIII. Die Bestimmungen dcs Art. V dcs Gcsctzcs vom 17. Noucmbcr 186.^ iu Bctrcff dcr Auf rcchtcrhaltllug dcs Easscbcstandcs im Bctragc von /ii) Äiillioncu uud dcr ausnahmswciscu Hiuausgabc der Partialhypothctarauwcisuugcn im Bctragc von ^0 Mil-lionm, wcrdcu auf dic Iahrc 1865 und 186l> mit Zur Kaiserrcise nach Pest. ! Pest, 6. Iuui. Die Sonne warf blendend helle, glänzende Strei« fen auf deu Spiegel dcr Douau, als wir auf dcu Douau-Dampfern zur Regatta auszogen. Unabsehbare Mcuschcumasscu hatten dic Ufer des Stromes besetzt, die Höhen der Ofcner Bergstraßen, die Quais des Pester Ufers überwogtc eiuc dichtgedrängte duuklc Menge, bis auf die Dächer dcr Häuscr hiuauf hatte sich die neugierige Schaulust verstiegen, das Schan» spiel selbst vermochte freilich das Intercssc, das das Publikum bot, uur wenig zu übcrwicgeu. Buute Schiffe glitten allerdings in hinlänglicher Anzahl uud munter gcuug dcn Strom hinauf und hinab, und vor Allem boten die zahlreiche« Dampfschiffe, vollauf befluggt uud bewimpelt, das glänzendste uud eleganteste Publikum an Bord unter dcn fröhlichen Klängen dcr Militälmusikkapcllcn ihrc Stclluug ciuuchmend, das unmuthigste und reizendste Bild. Abcr sei es nun, daß dicsc Sorte Sport noch nicht das ihr gebührende Bürgerrecht iu nnscrcm soziale» Vcdcu ciu« nimmt, sei cs, daß das Eomit^ dnrch cin uicht ganz fehlerfreies Arrangement, das namentlich in dcr Rasch» heit der Exekutive manches zu wüuschcu übrig ließ, einiges verschuldet hatte, dic Theilnahme des Publikums war im Ganzen uicht allzu lebhaft augcrcgt. Das hervorragcudstc Interesse lonzentrirte sich auf das Kaiscrschiff, in welchem Sc. Majestät iu ciuer lichtroth drapirten, mit dcm kaiserlichen Adler gezierten Loge Platz genommen hatten. Tausendstimmige Eljcn« rufe waren mit immer erneuter Kraft erschallt, als Mcrhöchstoicsclben auf dem Dampfer „Erzherzog Rndolph" das Ufer von Ofen verlassen hatten, um sich auf das eben bczcichuctc Schiff zu bcgcbcu. Unmittelbar uutcr dcr ^ogc, in welcher sich ucbcu Sr. Majestät auch Baron Wcukhcim, dcr Präsident dcö Rndcrucrcins, befand, nur durch einen Abstand vou wcuigcn Klaftern getrennt, lag cin Boot mit cincr Tribüuc, auf wclchcm dic Orducr Stephan Birly, Graf Eugen Szcch«myi uud dcr Starter Ludwig Semscy, ferner die Preisrichter Graf Georg Kurolyi, Graf Georg Almäsy und Graf Johann Miles ihrc Plätze cingcnommcn halten. Die Einzcluhcitcu dcs Wettlampfcs wcrdeu Sie mir billig crsparcu. Wcun auch zuweilen die Orthographie durch deu gutcu Willen cutschuldigt wird, der Bildungsmaugcl iu Bezug auf sportgerechte Ausdrucksweise wird cs schwerlich. Ich crwähuc Ihucu nur, daß die Vertreter dcr Douau-Dampfschifffahrtsgcscll-schaft cincn glänzenden Doppclsicg errangen. Im ersten Gaug (großer Vcrciusprcis, 100 Dukatcu) schlug ,.1) auf Abfchlag dcr zu bcdcckcudcn Ab^ gäuge an dcu Staatseinnahmen in dcnFinanzpcrioden 1X05 nnd 1800 gegenüber dcr verfassungsmäßig scst zilstcllendcu Erforderuifsc einen Be trag von........10,00s). .. <:) zur Bestreitung der Zahlungen aus dcu mit der süduorddcutscheu Vcr biuduugsbahu, Nlit der Theißeiscu- bahn und mit der ilaiscriu Elisnbeth- Westbahn über die Feststellung dcs Anlage Kapitale nnd dcr Betriebs rcä)nuiigcn abgeschlossenen Ucberci» kommen . '....... :;,:;0<.i.7l»<» „ ^lsammen einen Betrag von . . . 20,.'l0'.».70<> fl. in« Wege des Credits aufzunehmen. Art. XII. Der Finanzminister hat die znr Ans führnng dcö gegenwärtigen Gesetzes erforderlichen Ver fügnngcn zu treffen, nnd wird verpflichtet, bci den auf die den Staatsschatz möglichst wenig belastende Weise vorzugehen. (Im Verlaufe dcr Rede dcö Herrn Fiuanzmini» stcrs hat Vizc.Präsidcnt Hops e u den Vorsitz über» nonnncn.) Abg. Herbst unterstützt dic Dringlichkeit, wor« auf dcr Antrag dcs Finanzministcrö fast einstimmig cmaciiommcn wird. Vö wird z»r Taacöoidnnll» acschvittcu. Auf dcr« scllicn stcht die Bcrhliüdlllng ülicr das Gcsctz bctrrf' fend daS dem österreichischen Lloyd fur die vertrank» mäßige Besorgung dcö Sccpostdicnstcö zn leistende Entgelt. Berichterstatter ist Dr. Mühlfcld. Die we« scntlichstcn Vcstnnmnngcu des vom Ausschüsse vorgc--legten Gcsctzcutwurfcs sind folgende: Dem Lloyd werden für gewisse zn vereinbarende Postpalctlinicn Mcilcugcldcr'bezahlt, u. z. 4 fl. 20 lr. bei Schnell» fahrt uud 2 fl. 50 kr. bci gewöhnlicher Fahrt. Dcr Gcsamintbctrag solcher Mcilcngcldcr darf in cincm Jahr 2 Millionen Gulden nicht übersteigen. (Einc Minorität dcs Ausschusses, vertreten durch Abg. Skcnc gatta bestiegen Sc. Majestät das Kielboot dcS Schif< fcs uud näherten sich unter crncutcm rauschendem Iu< bet dcs Publikums spazicrcnfahrcnd dem Pcstcr Ufcr. Der Allerhöchste Bcfuch dcr Älargarethen^Iuscl, welcher in dcm Programme in Anssicht gestellt n>ar, schloß sich daran. Mittlerweile war trotz dcr Allerhöchsten Einsprache die festliche Vclenchtnng dcr Straßen in Pcst und Ofen aufgeflammt. Tansend feurige Ächt-pnnktc glitzerten in intensivem Rcflcxc auf dcn Wellcn dcr Donau, drüber hin goß dcr Mond scinc vollen sanften Strahlen. Ein Dampfer folgte dcm audcrn, um das harrende Publikum nach dcr Insel zu briugcu. Als Sc. Majestät dcr Kaiser die Inscl betraten, er« lllünztcn die ersten Rakctcn in der stillen Luft, bald darauf wnrdc das Feuerwerk abgebrannt. Se. Ma» jcstät begaben sich hierauf auf dcn „Kronprinz Rn. dolph" zurück, gefolgt von cincr zahlreichen Menge, deren einstimmige Eljcns die rauschenden Klängc dcr begleitenden Zigcnncrmnsil übcrtöutcu. Im Gefolge Sr. Majestät befand sich nnter dcn Personen dcr Suite Sc. Exzellenz dcr Herr Statthalter, Allerhöchst-ihm zur Seite schritt Graf Sz>'chü,i!)i, dcr im stamen bcs Rcgatta-Eomit^ als Veranstaltcr dcs Fcstcs die Hou-"curs machte. Nm i i Uhr ging das crstc Passagicrschiff bon dcr Inscl ab und ich cillc nach Hause um Ihncu ^esc Eindrücke siiichtig, abcr uugcschwächt mitzutheilen. Drüben wogt noch dic volle Tanzlnst, dic durch die ^licndluft nicht abgekühlt worden. Fröhliche Wciscn ?! r s" "'^ herüber und gabcu uns noch das Gc» erw.2 ^'^ ^"n Landungsplätze. Ucbcrall noch hcll Dic Nackt !'^"' ^'lcrc Gruppen ans dcn Straßen, moraine,, ^. '" "'chts als ciucn Ucbcrgang zuin '9'gcn ^agc bilden zn sollen. (W. A.) beantragt, dieses Entgelt sollc 1,800.000 fl. nicht« übersteigen.) Dcr Vcrlraa soll auf dcn Zeitraum von, 1. Jänner 1805 bis Ende Dezember 1871 ab. geschlossen werden. Die Gesellschaft wird verpflichtet, den von ihr dcm Staate schuldigen Vorschuß von 3 Millionen als cinc, dcm bei dcr Kreditanstalt gemachten Anlchcn unmittelbar sich anreihende Priori» lätsschuld zu behandeln, dicsc mil 4 pEt. zu vcrzin. sen nnd in dcr Zeit vom I. Jänner 1872 bis Ende Dezember 1870 "eine Million und dcn Rest von 2 Millionen in dcr Zcit von, 1. Iaimcr 1877 bis Ende Dezember 187'.» 'zurückzuzahlen. Einc die 4 pCt. Zinsen dcs Atticntapilals übersttigcnde Dividende kann erst nach sclbstsländigcr Dccklma dcö dcrmaligcn Dc» fizitö dcr GcscllschaslsuulcruclnnllNg von 1,0^.382 ft. und anch darnach nur mit Oclichmigung dcr Staats» Verwaltung n»d nulcr gleichzeitiger Zutheilung ciucs Thcilbctiagcs an dcn Rcscrvefond den Altionärcn aus» bezahlt wcrdcn. Dcr Berichterstatter motivirt dic Beschlüsse dcS Ausschusses in einer mchr als anderlhulbstündigen ^icdc vor ziemlich lccrcm Hause. Abg. Slcnc ergreift hierauf das Wort zur Be» gründuug dcs MinolilälsvoüimS. Dic finanzielle Zcr-rütluug dcs Vloyd fei dadurch herbeigeführt wordcn, daß die Gesellschaft ihrc Kapitalsanlaacn ganz außcr Vcrhällniß zu ihrcm Alticulapital brachte. Dieß allein und nicht dcr Sccpostdicusl habc dcn ^loyd hcradgc-bracht. Durch die feit 1855 ciugctrctcnc Ui'lcrflüz-zung von Seitc dcs Staates hätten sich die Verhält» insse dcr Gesellschaft wesentlich gebessert. Da cs sich darum handelt, zifscrmüßig darzustellen, welchen Ein. fluß die Höhc der Subvention anf daS Gedeihen dcr Gesellschaft haben wird, verliest Redner das dcm Aus-schußbcrichlc bcigcdruckic Votum dcr Miuorität, wcl-chcs bekanntlich darin gipfelt, daß das dcm ^loyo zu zahlcndc Entgelt dic Höhc von 1,800.000 fl. nicht übersteigen soll. Redner sucht noch ans dcu Iahrcsrcchnungcn, welche dcr Gcncralvcrsammluna jährlich vorgclcgt wcr-dcu, uachzuu'ciscu, daß daö Defizit, welches dcr Lloyo habc, 2 Millionen nicht betrage. Die Ziffer», welche ein folchcs Defizit nachweisen sollen, scicn willlührlich znsamlncngcstcllt, uud cö lägc daher ini Inlcrcssc der Finanzen, die geringere Summe zn bewilligen. Dic Sitzung wird hierauf geschlossen. Nächste Sitzung morgen. Oesterreich. N3ie„. Sc. Majestät hat anzuordnen geruht, das; ücl'st dc>, zn Vaikach lind Vcroxa l'tslchciidlll zwci ^olal'Tlüpftcü'Biiiindcll „och uicl' dcrlci Biiaa-dcn iiiid zionr zn ^cucdig, ^cmlicl^, Pcsl und Preß. bürg zur Aufstellung gclniuicu. Die ^ulal-Truppcn» Brigadicrc habcu ausdrücklich die Äestinunnng, dic Brigade-Agenden bei stabilen Armee - Anstalten und Behörden zu iuspizircn uud zu besorgen. Dicsc Brigadicrc haben, nachdem sie nicht zum Ausmnrschc bestimmt sind, ncbcn ihren sonstigen rcglcmculmäßigcn Gcbührcn nnr auf dcn Bezug von täglichen drei Fouragc-Portionen Anspruch. Anch dcn Kommandanten llcincrcr Festungen, selbst wenn sie nnr Ober-stcns«3iang haben, sind die Brigade-Agenden übcr alle in dcm nntcrstchcndcn Platze befindlichen stabilen Armcc-Anstaltcn nnd Behörden zu übertragen. — Oesterreich ist im gcgcuwärtigcu Augenblicke von cincr dcr fnrchtbarstcn Plagen, welche seit einem Zeitraum von 4 Iahrcu seinem Nalionalwohlstano Wunden geschlagen hat, — von dcr Rindcrpcst nämlich befreit; die Seuche wurde ämtlichcrscits im Gau-zcn mit Ausnahmc dcr Gemeinde Smizan au dcr Zyps für erloschen erklärt. Aus Trieft, 3. Juni, schreibt man dcr „O.-D. Post": Dcr Bericht unserer Abgeordneten übcr dcu Suez »Kanal ist nun veröffentlicht wordcn. Sie gc-tchen, daß noch ungeheuer viel zn thun bleibe, hcgcn abcr die zuversichtliche Ueberzeugung, der Bau des Kanals werde vollendet wcrden. Für Ocstcrrcich und Tricst inöbcfondcre sei derselbe von wesentlichstem Iulcrcssc und man müsse deshalb schon jetzt die erforderlichen Vorarbeiten treffen, umsomchr, als sich dic Konkurrenz überall regc, besonders in Brindisi. Dic Abgeordneten dcr Gcnncscr Handelskammer suchen dagegen die Mcinnng zn widerlegen, daß nach Eröff-nung dcs Kanals Arindifi dazu bestimmt sci, dcr wahre Mittelpunkt dcs italicuischcn Handels zu werden. Sic haben natürlich Genua im Augc. Arin-disi kauu wohl nur dann für Tricst gcfährlich wer-dcn, wcun man bci uns dic Hände in dcn Schooß legt und die Vortheile verleimt, welche uuö dic Wasserstraße dcs adriatischcn MccrcS bictct, wcnn man sic mittelst tüchtiger Waarcnschraubcndampfcr und biUigcr Tarife anszubcnlcn versteht. Einc großc, umfassende Thätigkeit ist die bcstc Garantie für cincn Handelsplatz ; dcnn die Appcnnincn und Alpen sind noch zwci riesige Hindernisse für die Enlwicklnng Srindisi's. Man zögere nicht, Tricst dic Eisenbahnverbindungen zu schaffen, nach dcncn cs schmachtet, und cs wird der Konkurrenz Brmdisi'S Trotz bictcu können. Man' hcmmc vor Allcm nicht die weitere Entwicklung unserer Dampfschiffahrt. Pest, 8. Juni. Die heutigen amtlichen ÄlÜtter veröffentlichen folgende Allerhöchste Handschreiben: lieber Graf Pulffy! Ich habc mit besonderem Interesse in Pest die landwirthschaftlichc Ausstellung besichtigt und freue Mich aufrichtig übcr das befriedigende Streben, welche? ans der Viclfälliglcit derselben heroorlcuch« let, sowie über die Ergebnisse, welche die Ausstcl-luug in mehreren Zweigen darbietet. Allen Bethei' ligtcu, dcm Präsidenten des Vcrcins nebst dcm Ko^ mitü spreche Ich Mcinc volle Anerkennung aus; Ich erwarte von Ihnen Anträge zur Würdigung solcher Vcrdicnstc, welche bci dieser Gelegenheit be soudcrö hcrvorragcu. Um dein Bcrcine eincn Beweis Meines Wohlwollens zu gcbcn, genehmige Ich, daß jene 2000 fl., welche derselbe 1857 zur Del. knng dringender Auslagen als Vorschuß des ^am dcsfouds, gleich jcncn 85A1 fl., welche dcr Verein ebenfalls 1857 znr Bestreitung dcr damaligen Aus-stellnng, nebst jcncn 2500 fl., welche cr zur Hebung dcr Scidcnzucht aus dcn Resten dcs Bandes' fonds gegen Rückstellung erhalten hat, gänzlich nachgesehen wcrden. Sie haben im Wege der Hofkan-zlci dic crfordcrlichcn Anträge einzusenden. Ofen, 7. Iuui. Vicbcr Graf Pälffy! Es ist Mein Wille, daß dic Verhandlungen übcr dic Errichtung dcr von Mir bereits genel> migtcn landwirthschaftlichcn Vchranstalt in Debre-czin möglichst beschleunigt werden und dic Eröffnung derselben chcthnnlichst stattfinde. Sic habcn dahcr im Wege Mcincr tön. ung. Hoftanzlci unvcrwcilt die erforderlichen Anträge zu stcllcn. Ofen, 7. Juni. - 8. Inni, 11 Uhr (Vormittags). Heute 7 Uhr Morgcns crfolgtc dic Allerhöchste Besichtigung dcr Eiscngicßerci dcs Abraham Ganz, dann der städtischen Realschule in Ofcn, ferner dcr Akademie und dcs QnaibancS in Pcst. Gegenwärtig empfängt Sc. Majestät nachstehende Deputationen: des ^adislaue-und Stcphan-Vcrcins; dcr evangelischen Konfession unter Anführnng dcS l^rafcn Pronay; dcr rcformir-ten Kirche, unter Anführung dcs Grafen Gedeon Ra> day; dcs Pcstcr tönigl. Gymnasiums : dcr Pest-Ofencr evangelischen deutsch-ungarischcn Gemeinde; dcs ungarischen Nationalmuscums; dcr Ofencr israelitischen Enltnsgcmcindc; dcr uugarischcn Gcwcrbcbant unter Anführung dcs Frcili. Joseph v. Eötvös; dcr Pest' ^vsonl-^r Eiscnbnhlmcscllfchaft untcr Anführung des ^iccpnisidcutcll ^adislauS v. Korizmics; dcr Pester serbischen, griechischen, israelitischen Kirchengemeinde; dcr Bcreinc dcr bildenden Künste lc. sodann wird Sc. Majestät der Kaiser Privat uud allgemeine Audienzen zn ertheilen gernhen. Fiir morgen früh sind zur Allerhöchsten Besichtigung aus-ersehcu iu Pest: die städtische Realschule, dic Universität, das Waisenhaus, das Militärspital und das Älindcninstitnt. Ausland. Berlin, 7. Juni.. Gestern fand auf Schloß AabclSbcrg die Verlobung dcr Prinzessin Alexandrine (Tochtcr dcö Prinzcn Albrecht) mit dcm Herzoge Wilhelm von Mecklenburg-Schwerin Statt. Dcr Großhcrzoa von Oldenburg ist heute nach Oldenburg zurückgereist; derselbe hatte gcstcru einc stundculangc Unterredung mit dcm Ministerpräsidenten Hcrrn v. Bismarck. Hambura, 8. Juni. Die Bürgerschaft hat gestern ohne Distnssion dcn Scuatsantrag anf Ratifi-zirnng dcs Vertrages mit Oldcnbnrg wegen Uebernahme des Kavallcrickontingcntcs abgelehnt , nachdem vorher der Vorschlag anf Ucbcrwcisung an einen Prü> fnngsnusschnß verworfen wordcn war. Florenz, 7. Inni. „Nazionc" dementirt die Gerüchte übcr bevorstehende Veränderungen im Mini» stcrium. Dasfclbc Blatt enthält Nachrichten bezüglich dcr Unterhandlungen mit Rom. Dcr Papst wcrdc die Bischöfe für dic vacantcn Bischofssitze ernennen; oie-sclbcn wcrdcn jedoch vom Könige vorgeschlagen. Die Bischöfe wcrdcn dcn König nnd das Königreich an^ erkennen. Dcr Papst grstcht dic Anfhcbnng einiger Bifchofsfitzc zu. Dic Ncgicrung wird das Rccht habcn, die Rückkehr vou Bischöfen zn verhindern, wo sie dies für die öffentliche Sicherheit zweckentsprechend findet. „Nazionc" glaubt, daß dicsc Engagements blos aufs Wort eingegangen wcrdcn ohne cinc fchriftlichc Kon^ vcntion. Vcgczzi ist am 4. in Rom eingetroffen. PariS, 5, Juni. Als am letzten Freitag Herr Thicrs im gesetzgebenden Körper seine Rcoe über dc»S Budget schloß, sah die Kammer nicht ohne Verwunderung eine Persönlichkeit auf den berühmten Staatsmann zugchen und ihm mit Wärme dic Hand drücken cinc Persönlichkeit, welche nur aus illegitimem Wege in das Innere cincS napolcouischcn Parlaments gedrungen sein lonnlc, den General dcr Iuli'Monarchie 530 und der Republik, den Verhafteten und Exilirten vom 2. Dezember, Herrn Changarnier. Der Mann, wel« cheil die Republikaner den französischen Monk nannten, und der jetzt in strengster Znrückgczogcnhcit lebt, hatte sich in seiner Eigenschaft cineS „aiioisn <1<5M6" den Eintritt in dcn für die Senatoren reservirtcn Raum «erschafft. Natürlich wagte Niemand, ihn auszu^ weisen, aber die Huissicrs erhielten doch Befehl, Per« sonen, welche sich künftig als „ehemalige Deputirte" präscntiren, nicht einzulassen. London, 7. Juni. Die „London Gazette" enthält ein Schreiben Carl Russells an dic Admiralität, des Inhaltes: Nachdem der amerikanische Krieg that» sächlich beendigt sei, müßten dic südstaatlichcu Kriegsschiffe die brittischeu Häfen meiden oder sofort verlas« sen, oder aber innerhalb eines Monates desarmirt werden. Ans Athen wird geschrieben, daß der k. griechische Gencrm Vlachopulos mit einem morschen Balkon seines Hauses vier Klafter hoch auf die Straße hinabficl, sich Arm und Beine brach und des andern Tages eine Leiche war. Vtew-Aork, 27. Mai. Der Hochvcrraths-prozcß gegen die Häupter der Rebellion nimmt in Washington seinen Fortgang. Ob die Mitschuld Jefferson Davis' an der Ermordnng Lincoln's positiv bewiesen werden wird oder nicht, dürfte sein Schick sal kaum ändern, da er dem Strange schon des Hochvcrraths wegen verfallen wird. Seine Milwis« scnschaft an dem Raubzuge nach St. AlbanS, der Brandlegung Ncw-Iorks lind vieler anderer Uebel« thaten steht außer Zweifel. General Kirby Smith, der die konfödcrirlcn Trnppcn in Texas befehligt, wurde von einem Major in seiner Armee, Namens Mac Kee, ermordet. Der Grund des Zwistes war eine Baumwoll. nnch Mexiko ab, 5000 im nächsten Monat. Maü erwartet cincu Ministcrwechscl in Madrid. Paris, 9. Juni. Der..Monitcur" enthält ei« Dekret dcr Kaiserin, welches dic den Journalen il> PaiiS und dcn Departement« ertheilten VerwarnuN' gcn anfhcbt. Die zweifache Demission dcS Prinze-Napoleon ist vom Kaiser angenommen worden. Konstantinopel, 3. Juni. Der Großmeistel dcr Artillerie Halil Pascha wurde zum Mariucministcl ernannt. Athen, 3. Juni. Die Wahlen wurden ruhill zu Ende geführt. Die Ullrarcvolutionüre erlitten eint gänzliche Niederlage. Es wurden viele Oltoniste» gewählt. DaS Ministerinn, wird eine große Maj^ ritäl haben. Kumuudnros wurde in seiner Vaterstadt einstimmig gewählt. Die Kammer wird am 9. cr< öffnet, am l0. geht der König nach Eorfu uud wird von dcm österreichischen, englischen und türkischen Oe-sandten begleitet. Ergebniß der Sammlungen für das zu ,rri 2 Ungenannte...... 1 20 — ^ Herr Heinrich Noval.... 3 —. _- ^ Herr Urbanöiö . . . . < 1 — ___ ^- Herr Drasch lcr..... 5 „------^ Herr Schlebnil..... i___-^ Herr Alois Klebet.... i^^.-^ Herr Prinz...... ___ 10 __ ^ Herr Agrilola..... i^___^ !i Ungenannte...... 3 20 — ^ Frau Anna Fritz..... 10 -. .-. -^ , Herr Anton v. Leuard . . . 10 - 5 ^ Frau FranziSka Schanlel . . 20 — 2 ^ Herr Stanislaus Sch rang, Ka« plan iu Ärcsovic .... 5 — — ^" Herr Je ran, Kaplan in der Tyrnau ll) — — ^ Herr And. Prapr 0 tnil, Lehrer au der Hauptschule bei St. Jakob 1 — — ^ Herr Valentin Drniz ... 1 ^. -^ -^ Herr Franz Paißcr . . . . 1 — ^- ^ Frau Anna Supanz ... 3 — ^ ^ Frau Ludmilla Supantschitsch 5— -" "' L. N.......... « 50 -^ -" F. N.......... —^ -" 1^ Summa ll6<^0 7- und 6 Silberthaler. ^ ^ Snmma dcs lebten Ausweises . 25" 41 ^.^ bauptsummc 2N89 , 272 20 ^°"p ' und C. Silberthaler. l vollständiges Belt, 2 Polster, 1 Matratze und Strohsäclc. ^ , , ., issortschliug folgt.)_______ ^ Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Issnaz v. Kleinmayr st ssed'or Bamberg iu L.aibach. Hiezu ein Vogeu Aints- und Iütelligenzblatt, dann Nr. 23 der „Blätter ans Kram."