gtbriftlctiuna: Ratbausgasse Nr 5 Zeltpd«» ?i-> *1, istmuboit. « I lichftüad«: läjli» <»>, »u»n»d«e In ?onn-» freiet« i»a»i von 11-1:1 Ufer snai. ^«■tiAitibcn werden «chl Oirii»?li»di»iingi» »im ml tu «>er»,I!»ug ze^en ?ere>hi»,I»a »er dilligO Iel>. »estelle» >»l» SO 690. Nr. 49 Hisst. Samstag, 19 Juni 1909. Verwaltung: RathauSgaffe Rr. 5 ?kle»b°!> «r. »1, i»lrrmt«». Bttllgsdediazuilgei Diech »le Past »ei«ge»: »ierleljjheig ...»»« . ... H « «» «ami bnü . . . . Il !»»» kill 5 i 111 mtl Zuftellmi« ml Hin« ■ fltcltotlirt , . . . K I II viettelMi» . . . K s — Ä«lb|d»rt* «amUHtij . . . . K 1».-Kiir« Bstlont citäbni si» He iPtiiialiiftiHiini umH» IjttfMI *Jiit'if«titele Vt*n> (Bieit« leiten btl jut «?d>stell>ll>,. 84. Jahrgang. Dir italienische ^lniver-sttZtsfrage. Bezüglich dieser jetzt in den Bordergrund getretenen Frage sind die Meinungen geteilt. TaS Kärntner Blatt „Freie Stimmen" ruft „Nie und nimmermehr!" und schreibt hiezu: Nach Berichten der Wiener Blätter sollen die Italiener sich mit der Hoffnung tragen, die italienische NechtSsakultät in Trieft mit Hilse der Deutschen im Abgeordnetenhause durchsetzen zu können. Diese Hofs« nung müssen wir unbedingt als eine trügerische be-zeichnen. Die Deutschen können doch unmöglich die Schaffung eines ausgesprochenen Jrredentistennestes — und nichts anderes wäre eine welsche Hochschule in Trieft — unterstützen, ganz abgesehen davon, daß sich schon daraus ein Anspruch aus eine itali-enische Universität absolut nicht ergibt. In Frank, reich leben mehr Italiener als in Oesterreich; — cS fällt der französischen Negierung aber nicht im Traume ein, für diese eine eigene Hochschule zu errichte». In Oesterreich müßte eine solche zum großen Teile aus deutschen Steuergeldern erhalten werden, weshalb wir unmöglich glauben können, daß deutsche Abgeordnete ans taktischen Gründen sich dasür einsetzen könnten. Täten sie es, so würden sie sich mit dem überwiegenden Großteil der deutschen Bevölkerung in schärfsten Widerspruch setze» und An Wartin Hreis Telt am, in dem tollen Treiben, Wo die Kunst »um Sport gediehen, Wirst du doch ein Dichter bleiben, Dem ein Gott die Straft geliehen! Immer bist du still gegangen Deinen Weg, doch all die Lieder, Die du sangst, au« Herzen klangen Sie dir tausendstimmig wieder. Utberstrahlend aus der Ferne All das irdische Getriebe, Bist der hellste du der Sterne, Ueberreich an Licht und Liebe. W. A. Hammer. Der Dichter Mariin Greif feierte eben seinen 7o. Ge bartstog. Greis ist einer der bedeutendsten der lebenden deutsch«» Lyrter. Er ist auch Dramatiker.. Biele seiner Gedichte sind in den deutschen Lehr- und Lesebüchern der Volts- und Mittelschulen abgediuctl. gemeinsam. Skizze von Ivar D a l. Deutsch von E.Maar. Durch die hohen Spiegelscheiben lugte die Winter-sonne, sie malte goldene Streifen auf den eleganten Walnußmibeln. flimmerte auf den reichen Silberbe-schlägen des Toilettentisches und den Blumen des weichen Teppich« und umfloß leuchtend eine schlanke Frauengestalt, deren zierlicher dunkell«ckiger Kopf sich über ein in ihrer Hand ruhende« Medaillonbild neigte. SU« sie soeben im Begriff gewesen, e« in ihren Schmuck-schrein zu legen, war da« Medaillon, da« sie auf dem gestrigen Souper getragen, plötzlich aufgesprungen. Wie wunderbar die Augen ihr au« dem goldenen Anlaß zu Protesten geben, die gewiß nicht bloß am Papiere stehen bleiben dürften. Die Niederwerfung es welschen JrredentismuS in Trieft — das muß daS unverrückbare Ziel einer wahrhaft deutfchnatio» nalen, aber auch einer vernünftigen österreichischen Politik bleiben und darum halten wir eS für ganz unmöglich, daß sich nach all den bitteren Ersah-ruugen, welche die Deutschen in Südtirol und an der blauen Adria mit den „Unerlösten" machen mußten, jetzt deutsche Abgeordnete finden könnten, welchen die ParlamentS-Verquirlung, die Schaffung von ZusallSmehrheiten höher steht als deutsches Volks- und allgemeines Staatsinteresse. Dabei darf nicht vergessen werden, daß die Schaffung einer eigenen Hochschule für die wenigen Italiener in Oesterreich auch ein gefährliches Präjudiz schaffen würde. Denn dann könnte jedes Zwergvölklein — o z. B. die Slovenen — mit erhöhtem Nachdruck >araus dringen, daß es auf deutsche Kosten seine eigene Universität ungesäumt erhalte. Die „Deutschnation»le Korrespondenz" erfährt, daß die deutschsreiheitlichen Parteien im allgemeinen den Wünschen der Italiener entgegenkommend gegenüberstehen. Absolut ab-lehnend hat sich die Mehrheit der deutschsreiheitlichen Abgeordneten nur gegen Wien als Standort der italienischen Fakultät ausgesprochen. Zu einer Beschlußfassung werden die deutschsreiheit-lichen Parteien in der italienischen Hochschulfrage erst dann schreiten, wenn sie sich mit den Vertretern Rahmen entgegenblickten! So lieb und wohlbekannt und doch so fremd! E« erschien ihr so lange, lange, 4eit sie sie gesehen. — Lächerlich l — Sie sah sie ja tZglich. Sah sie bei Tische sich gegenüber, müde, an-mutig, nervös — ste sah sie, wenn sie kam um Wirt-ichaftSgeld zu fordern — erstaunt, ärgerlich, gequält. Sie sah sie — ja. eigentlich sah ste sie nicht viel öfter al« bei Tische und wenn sie Geld bianchte. Und mit» unter — wenn er einmal im Freunde«- und Kollegen kreise weilie — sah ste sie wohl auch froh und ani-miert, ein schwacher Reflex dessen, wa« ste einst ge-wesen waren. Eine Träne fiel auf da« Porträt in ihrer Hand. Unaussprechliche Wehmut überkam sie, eine tiefe Sehn-such nach diesem lebensvollen, warmen frohgemuten Blick, den sie im Laufe der Jahre beinahe vergessen gehabt. Ihr war, al« hätte sie einen Schatz verloren, den sie einst besessen, al« wären ste einander fremd geworden. Fremd l — wie kam sie aus einen so absurden Ausdruck? Wa« hatte sie, die einander alle« gewesen, wohl entfremden und trennend zwischen sie treten sollen? E.'cich einer schimmernden Fata Morgana zog ihr reiche« Jugendglück an ihrem Auge vorüber, während ste, mit dem kleinen Porträt in der Hand, aus dem Divan sah Wie lebhaft entsann ste sich seine« heiteren, lebensfrohen Wesen«, ihrer gemeinsamen Schwärmerei und Begeisterung sür alles Gute und Schöne, jener köstlichen Zeit keimender uneingestandener Liebe Einmal — an einem der ersten Lenzlage, al« hie und da noch Schnee lag »nd die ersten Anemonen au» dem Moo«zrün lugten, waren ste zusammen in den Wald gegangen. Wie glückselig sie danials gewesen waren! Wie auSgelaffene Kinder waren sie damal« umhergesprungen, um die Erstlinge des Frühling« zu pflücken ! In vollen Zügen hatten ste den lebenspenden den Dost eingesogen, der wie die wonnige Ahnung der Teutschen in Trieft inS Einvernehmen ge« etzt haben werden, was in den allernächsten Tagen geschehen werde. Die deutschnationale Studentenschaft be» antwortet diese Frage mit einem kategorischen Nein. Der steiermärkische ReichSratSabgeorduete Einspinner spricht sich darüber im „Grazer Togblatt" an leitender Stelle aus und ist im Prinzipe nicht dagegen. Er betrachtet die An-gelegenheit vom Gesichtspunkte der äußeren po-Mischen Lage au« und meint, daß sich die Stimmung in Italien gegen Oesterreich wahr-scheinlich viel freundlicher gestalten werden, wenn man den Italienern entgegeukommt. Die Stellung der Deutschen in Trieft werde durch das Bor« handenfein der Italiener weniger beeinflußt wer-den, als wenn die Slovenen Trieft beherrschen würden. Aus der Welt schaffen laßt sich diese Sache nun wohl nicht mehr und die Italiener werden wahrscheinlich zu ihrer Rechtesaknltät kommen. Wenn man den Italienern rücksichtlich dieses Wunsches wirklich entgegenkommt, so mag wohl die Erwägung leiten, daß der Italiener der geringere Feind der Deutschen ist als der Slnve und cS ist gar nicht einznsehen, warum Deutsche und Italiener im Süden des Reiches bei einigem guten Willen sich nicht miteinander sollten ver-tragen können. kommenden Glücke« die Lenzluft erfüllte. Juzendmut und Hoffen hatten damal« au« seinen Augen gestrahlt. „So möchte ich leben,* hatte er gernken. „Mitten im frischen Lenzwind — so wie der Wald hier vor un« steht, voll Schaffenskraft und reicher Möglichkeiten — ringsumher Sonnenschein und Blumen. Und diese möchte ich von Ihnen empfangen/ hatte er warm hin» zugefügt, al« sie, den Blick zu seinem jungen inspirier« ten Gesicht erhoben, mit ihrem Anemonensträußchen vor ihm stehen geblieben war. Er hatte ihre Anemonen an seiner Brust befestigt und lUfe ihre Hand gedrückt. Dann aber hatten ste beide stumm und errötend zur Seite geblickt, denn er kennte und durfte ja noch nicht reden von dem, wa« ihm am Herzen lag. Doch der Sängerchor de« Früh-ling« hatte fize Universum erfüllt davon schien. Wie ein kurzer, sonniger Traum war jei'er Som-mer ve,flössen. Sie waren einander >o sicher, so hoff-nungSselig und ihre Liebe so köstlich, so unberührt von allem Irdischen gewesen. Jeden Abend kam er zu der Villa, wo ihre Eltern wohnten, doch tagsüber arbeitkte er eifrig und angestrengt. Im Herbst machte er fein Examen. Und dann wagte er e«, dem, was seine Augen ihr bereit« gekagt, Ausdruck zu geben. Froh wie ein siegreicher Held war er eines Abend« iu dem dämmerigen Zimmer erschienen, wo sie in Träu-mereien versunken saß und hatte ihr die frohe Kunde seine« glücklich bestandenen Examen« gebracht, mit dem Hinzufügen, daß er nun wagen könne, mit ihr von der Zukunft — einer gemeinfamme«? Zukunft — zu reden. Wie warm hatte er um das Glück au» ihrer Hand gebeten und wie demütig e« entgegenge-nommen I Wie hoffnungsfreudig hatte er ihr ausgemalt, wie st« beide Hand in Hand, in treuer Gemeinschaft •wCUv *• G-suifche Mach» 49 Ein Präjudiz den Slovcncn gegenüber würde dadurch wohl schwerlich geschaffen werden. Denn wenn man den Italienern eine Rechtsfakultät gibt, so erweist man damit einer Kultur-natiou ein Entgegenkommen, während das Win-dische Notiönchen auf den Namen einer solchen bisher wohl noch keinen Anspruch machen kann. Uebrigens fehlen ja den Slovenen alle Bedingungen, welche für die Schaffung einer BildungS-statte, wie c« eine Hochschule ist vorhanden sein müssen; sind j», abgesehen von den Lehrkraft.'«?, nicht einmal die notwendigsten Lehrbücher für die Mittelschulen vorhanden. Für eine bloße Brüt-stätte halbgebildeter panslavistischer Hetzer wird aber der Teutsche sei» Geld niemals hergeben und gegen die Errichtung einer sloveulschen Uni-versität, w.rden sich wohl alle deutschen Abge< ordnete« mit aller Entschiedenheit verwahren. Zur Budgetdebatte. Die Schwarzseher haben Unrecht behalten, denn das Abgeordnetenhaus ist trotz aller Schwankungen und Stürme daran gegangen, den Staatsvoran-schlag im Plenum zu berate,: und rechtzeitig zur verfassungsmäßigen Erledigung zu bringen. So sehr auch die slavische Union und ihre Führer Doktor Sramarsch und Dr. Schusterschitz bemüht waren, die Regierung und jene Parteien, ans welche sie sich stützt, in die Zwangslage eines Provisoriums, allen-falls sogar des verfassungswidrigen Auskuuftsmittels des § 14 zu bringen, wie gefährlich sich auch der taktische Kampf zu gestalten schien, der sich um die bosnische Agrarbank entwickelt hatte, wie eifrig auch der Beweis zu sühren gesucht wurde, daß die Re-gierung keine Majorität besitze, schließlich stand doch für alle Parteien die Erhaltung des Parlaments höher, und man einigte sich zur Durchführung der Budgetdebatte. Die Majorität ist eben doch in Wirklichkeit eine Majorität, wenn sie auch bei einzelnen Ab-Kimmungen nur wenige Stimmen betrug, sie ist es insbesondere deswegen, weil die Opposition aus zwei Gruppen besteht, die aus ganz verschiedenen Grün-den die Politik der Regierung und der Mehrheit». Parteien bekämpfen. Während die slavische Union eine Regierung erzwingen will, die für jeden tsche-chischen und südslavischen Wunsch ein offenes Ohr nnd vor allem offene Hände hat, eine Regierung, die Wert darans legt, mit kleinen nnd großen Ge-schenken sich die Freundschaft der Herren Kramarsch nnd Schusterschitz zu erhalten, stellen die Sozial-demokraten das oppositionelle Prinzip an sich dar, gemildert dnrch die notwendige Rücksicht aus den guten Ruf des Hanfes des allgemeinen Wahlrechtes. Nichts charakterisiert schärfer dcn Gegensatz der beiden Oppositionsgruppen, als das Rededuell zwischen dem Tschechen Kramarsch und dem Sozial« demokraten Daszynski, der den zaristischen Neo> slavismus des eben aus Petersburg zurückgekehrten TschechenführerS in der Luft zerpflückte und in seiner ganzen Hohlheit und Verlogenheit bloßlegk. Die Führer der slavischen Union empfinden natürlich selbst den Mangel der geringen Tragsähig-keit der Opposition, deshalb reden sie sich auch die Zunge wund, um den Polen begreiflich zn machen, daß ihr Platz nicht an der Seite der Deutschen, sondern als Vertreter eines slavischen Volkes, nur an der Seite der Tschechen und Siidslaven sein könne. Die Polen haben aber ihre gnte politische Tradition nicht verloren und wie viel Sympathien ai-ch den Abgeordneten Stapinski in das Union»« lager ziehen mögen, wo der Haß gegen das Deutsch-tnm Trumpf ist, so sind die Pole» doch viel zu klug, viel zn geriebene Politiker, um sich ans ein so unsichere» und undankbares Tauschgeschäft einzu-lassen nnd den tschechischen Verehrern der russischen Politik in Oesterreich die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Die Budgetdebatte hat durch die Ansrollnng der taktischen Pläne der slavischen Parteien ein er-höhtes Interesse gewonnen, es zeigen sich in ihr die Ansätze zn der Zukunftspolitik, deren Verwirk« lichung für den kommenden Herbst vorbereitet wer-dcn soll. Hiebei ist es sehr bemerkenswert, daß der Polenklub in einer Klubmitteilung von der Not-wendigkeit der Einführung einer parlamentarischen Regierung spricht, und daß auch Exzellenz Doktor Geßmann dasselbe Thema in Erörterung zog. Eine neue Koalitionsregierung also, in welcher Christlich.-soziale und Polen di^ Rollen verteilen. Die dentschfreiheitlichen Parteien werden dazu wohl auch noch ein Wörtchen zu reden haben und es hat kaum den Anschein, als ob hier besonders große Neigung zu einer neuen Koalition vorhanden würe, für welche einstweilen noch alle Vorbedin-gungen fehlen, und gegen die, wenn man sich an die vorhergegangenen Koalitionsregierungen erinnert, auch die nichts weniger als rosige Finanzlage spricht. Vorläufig sitzt das Ministerinn, Bienerth noch Test im Sattel, nnd wenn die dentschfreiheitlichen Par-teien auch keine Urjache haben, eS mit Lob und durch» Leben gehen und miteinander teilen würden, wa» da» Geschick ihnen bringen wü:de. Selbst Sor en und Entbehrungen würden leicht zu tragen sein, wenn sie sie gemeinsam trügen. Ja, entbehren würde sie wohl so manche» müsien — er h,be ihr ja nur ein schlichte» Los zu bieten — wenigsten» anfänglich — aber er hoffe, daß sie sich darein finden würde. E» würd- jedenfalls fein höchste» Slrelen sein, ihr mit der Zeit ein so komfortable» Heim zu schaffen wie da», an da» sie gewöhnt war, einen p {senden Rahmen für sein holde», junges Weib. Und wie glücklich, wie zuversichtlich hatte ihre Antwort geklungen: »Mit dir werd« ich mich auch in Armut und Entbehrung reich fühlen. Ja. ich bin froh darüber, daß du kein langweiliger, trockener Geldmensch bist, dab wir mit- und füreinander streben können. Da» eben ist da« rechte Glück; meinst du nichl auch ?" Doch al« sie den Eltern von ihrem jungen Glück sprachen, meinte der Vater: „D^mit hättet ihr noch ein paar Jahre warien können. Wer einen Hausstand gründen will, muß au» üler die nötige Basi» da»u verfügen. Sonnenschein und schön Wetter genügen zum Unterhalt einer Familie nicht; da« weiß ich Itlbst am besten.' „Aber lieber Fritz", hatte die Mutter eingewandt „nun Erik sein Examen gemacht hat, erhält er ja die ihm verhiißene Anstellung, und wenn sein Gehalt auch nicht groß ist, so genügt er doch für de^ Anfang Und ste lieben sich ja so sehr —" „Lieben l — wenn die Armut komm« inS Hau», 0 fliegt die Lieb' zum Fenster 'nau«." „Wenn du so reden kannst, Papa, dann weißt du nicht, wa» Liebe ist." • „Meinst du mein Mädel? Nun immerhin — ich weiß jedenfall», wa» da» Leben ist u'd weiß auch, wa» Arbeit und Geldsorgen sind." „Aber mein ganze» Leb.n soll ein unauZgeletzte« Bestreben sein, sie vor Mangel und Entbehrung zu schüfen," hatte Erik erklär«, während au» seinen treu Dank zu preisen, so haben sie doch auch keine Ur sache z» großen Klagen. DaS Ministerium Bienerth ist bekanntlich keineswegs das deutscheste Ministerium, wie es die Tschechen zu nennen belieben, aber eS ist nicht deutschfeindlich, Partcieinflüsie hat es ferne zu halten verstanden und sich als objektiv und, waS vielleicht sehr ins Gewichtfällt, als sparsam bewährt. Die heftigen Angriffe, denen das Kabinett Bienerth von tschechischer und südslavischer Seite ausgesetzt ist, gereichen ihm eher zur Ehre und nnd gewiß nicht geeignet, es bei den Deutschen herab-zusetzen. Mit besonderer Heftigkeit huben die tsche chischen Redner den Justizminister Dr. von Hochen-burger und den deutschen Landsmannminister Doktor Schreiner angegriffen. Daß Dr. von Hochcnburger in die Justizverwaltung wieder Ordnung brachte, daß für ihn die Gesetze allein und die klaren Pflichten seines Amtes maßgebend sind, vermögen ihm Tschechen und Slovenen nicht zu verzeihen. Und was wird erst gegen Dr. Schreiner aus dem slavischen Lager heraus gezetert und gewettert, als wäre er der leibhastige Gottseibeiuns, durch dessen teuflische Künste sich das ganze Ministerium versühren ließ, sich dem ..Alldeutschtum Doktor Schreiners" mit Haut nnd Haaren zn verschreiben. Dr. Schreiner ist „ein Hetzminister, ein Agitator im schlimmsten Sinne des Wortes", arge« sich Dr. Kramarsch — „Dr. Schreiner muß ans dem Ministerium", schreit der tschechische Pater Silliuger — „Der deutsche Landsmannminister ist das Voll-zngsorgan der staatSgesährlichen deutschen Volks-räte', belfert der flovenische Benkovic — und so geifert und eifert es fort durch alle Reden der sla-vischen Union. Welches glänzende Zeugnis stellen damit die tschechischen und windlschen Agitator?» dem deutschen Landsmannminister aus! Natürlich wurde nicht die Spur eiues Beweises dafür erbracht, daß Dr. Schreiner jemals den Pflichten feines Amtes entgegengehandelt oder seine Stellung miß-braucht hätte. Daß er aber rührig ist. daß er mit peinlicher Gewissenhaftigkeit alles im Auge behält, was ein deutsches Interesse berührt, daß er ein Förderer der friedlichen Arbeit der nationalen Schutz-vereine ist, daß er seine Aufgaben als Deutscher und als Minister erfüllt, dafür hat ihn doch wahr-lich kein Vorwurf zn treffen. Die Hasser deS Deutsch-tums mögen sich immerhin darüber ereifern, seine deutschen Volksgenossen werden ihn dafür mir umso mehr schätzen. herzigen Augen jugendliche Zuversicht und der Glaube an die eigene Kraft leuchteten, „und wenn ich ihr jetzt auch nicht viel zu bieten habe, so habe ich doch ge< gründete Hoffnung, Exlraarbeit zu erhalten..." „Ja. ja, da» ist alle» ganz gut und schön, aber Hilitu ist kein reiche» Mädchen und do» aewöhnt. wie ein solche« zu leben; denn meine ilibnt da«, Goit sei Dank, immer genügt den Meinen ein sorglose» Daheim «u schaffen." „Ab« Papa," hatte sie da »ingen-andt. „ich will ja gern arbeiten und verzichten Was mach« ich mir au» Vergnügungen und schöne» Toiletten, wenn wir nur etnander haben l" „Ja. du hast recht mein Kind," hatte die Muiter bemerkt, die in modischem Seidenkleid«, die weißen, juwelengeschmückten Hände im Schoß gefallet, in einem Sessel lehuie „Gemeinsames Streben ist das sicherste Funda-ment ehelichen Glücke». DaS Streben der Frau im Hause ist nicht minder wichtig wie da» de» Manne« in der Außenwelt." Der Papa hatie plöi'lich einen Hustenanfall be kommen, doch nichts darauf erwidert. „Was sagst du lieber Fritz?' „Nichts, niidtS, mir ist nur etwas Lu?t in die unrechte Kehle gekomme»." „ES wäre jedenfalls grausam, nnfere Einwilligung zu versagen, da sie einander so sehr lieben," hatte die Mama hinzugefügt. „DaS hieße ihr Leben zeistören. Die erste Jugendliebe ist dir einzig wahre, und die vergißt man viel" Und Mama hatte mit ihrem Spitzent-schentuch eine Träne getrocknet. Hilma war ihr um den HalS geflogen und hatte sie für die liebste, beste Mutter der Welt erklärt, von der sie sich vecstanden fühlte. Ja, sie könne unmöglich grausam gegen ihr geliebte» Kind sein, hatt- die Mama ges-gt. Sie wisse auch nicht, worauf die beiden jungen Leute warten sollen — Hilma sei ja bereit« zwanzig Jahre. Cousine Gerda sei erst neunzehn Jahre und bereit» verlob«. „Und", hatte sie mit einem Blick auf den breiten Rücken de» am Fenster stehenden Vater» hinzugefügt, „ich werde schon mit Papa reden, so daß er euch eine schöne Aussteuer gibt." Und Mama hatte geredet, und Papa hatte ge-geben. Und wenn er gab so «wie» er sich niemal» al» Knauser. Daher war ihr Heim auch so schön und elegant geworden. Welch köstliche Zeit war dann gekommen, d'e holde, herrliche Brautzeit. die Maien,eit de» Leben«. Und Erik — wie strahlend und hoffnungsvoll war ^r damal« gewesen, wie gu« und zärtlich gegen sie! So — ganz so wie hier auf diesem Bilde hatte er in jenen kurzen Sonnenscheintagen ausgesehen. Warum jetzt nicht mehr? Warum war dieser Blick geschwunden? Plötzlich hob sie wie in jähem Erwachen den Kopf. E» war ihr bisher nicht zum Bewußtsein gekommen, daß sie, deren Liebe so stark, so erhaben über dem Empfinden der Menge gewesen, nicht glücklich waren. Natürlich halte e« g«l-g-n!tich Verdrießlichkeiten und kl-ine Mißhelligkeiten zwischen ihnen gegeben, aber da« gehörte ja zum Alltagsleben und kam nicht in Betracht . . . aber dennoch!... daß ihr Leben nicht geworden, wa« sie gehofft, war ja doch nicht ihre Schuld. Ihre Liebe war nimmer erkaltet. Erik war ihr ste«» das Höchste, weit mehr al» ihre Kinder ge-wesen. Sie gehölte nicht zu den Frauen, die über Kinder und HauShal« den Gatten vergessen. Sie hatte sich so jung, so heiter und mädchenhaft sorglos zu er-halten gesucht, wie sie eS zu Beginn ihrer Bekannt-schafi gewesen war. Er aber — ach, wie hatte er sich verändert! Wie müde, nervö», verstimmt und reizbar war er geworden! Kein Wunder, wenn sie mitunter unwillig wurde. Wie ärgerlich war er zum Beispiel heute früh geworden, als sie ihn um Geld zu Kleidern für die Kinder ersucht hatte. MM. »lässet zur Unkrrhallung und Seiehrung für Haus und Familit. S«n»tagsveilage der „Peutsche» Wacht" i« ßilli. Nr. 25 »mark" erscheint jeden Sonnraq al« unmia-ltliche Beilage für die > der ^Deutschen Wackt". - Siu»«In ist ..Die Sildmart" nickt käuflich „Die Südmart" Leser 1909 Diplomatenränke. Roman von Map Pemberton. <24. Fortsetzung-) Vkr»«>e». „Madame." sagte er mit ungewohnter Beredtfam-keit, "„ich kann nicht die richtigen Worte finden, um Zhnen zu erklären, wie unangenehm das Betragen des PöbelS wich berührt." Esther liebte diesen Mann nicht, aber er hatte die Miene deS ehrlichen Soldaten, und sie wollte ihm nicht die Beleidigung antun, ihn wissen zu lassen, daß sie wohl merkte, daß sein Bedauern nicht ernst gemeint war. Sie nahm daher seine Erklärungen ohne weitere Fragen hin und antwortete ruhig: „Ich bin mehr erschreckt als verletzt, denn es war sehr ausregend. — Bitte, seien Sie vorsichtig — Sie schneiden sich sonst, überall liegt GlaS." Er öffnete die Türe und lud sie ein, in daS Vorzimmer sich zu begeben. „Ich werde sofort für ein anderes Zimmer sorgen," erklärte er. „Inzwischen, Madame, erlauben fie dem Grafen Montalvan sein Btdanern dem meinigen hinzu-zufügen. Er begab sich sogleich hierher, als er erfuhr, was sich ereignet hatte, und wartet jetzt im Salons Die Nachricht war die beste, die Esther hören konnte Sie hatte, seit sie die Grenze überschritten. den Wunsch gehabt, Dr. Xavier Auge in Augc gegenüber-zustehen. Ob mit Recht oder Unrecht, jedenfalls hoffte ste von dieser Freundschaft, die Reichtum nnd Pracht, zugleich aber auch Kummer und Not über sie gebracht hatte, sehr viel, denn FrantiSko Xavier würde — sich niemals vollständig auf die Seite ihrer Feinde schlagen. So folgte sie ohne Zögern der Aufforderung des Ober-sten und begab sich in den Salon. DaS Zimmer war fast dunkel, und doch bemerkte sie sofort, alS sie in den Raum trat, eine Gestalt, die, in einen Mantel ge hüllt, im Schatten saß; eS war Gras Montalvan. Er erhob sich aber nicht, um sie zu begrüßen; er schien sich im ersten Augenblick überhaupt nicht ihrer Gegen wart bewußt zu werden, und besah! nur dem Obersten, sich jetzt zurückzuziehen." „Ich bin für eine Stunde beschäftigt. Varez. Niemand hat Zutritt." Der Offizier salutierte und verschwand. Als die Tür sich geschlossen hatte und Esther etwas weiter in das Zimmer hereintrat, da drückte der Doktor auf einem Knopf nahe bei feinem Stuhl, und sogleich flutete ein Strahl von Licht durch daS Zimmer. .Kommen Sie hierher, Kamerad, und lasten Sie mich Sie betrachten I" Esther hatte niemals gewagt, ihm nicht zu ge-horchen. Auch heute übte er trotz der etwas brutalen Art seines Benehmens sofort den alten Zauber auf sie aus. Sie folgte seinem Befehl, ging schnell quer durch das Zimmer und stellte sich vor ihm aus. Und nnn be-trachte er sie. sich in seinem Stuhl zurücklehnend, ganz genau. . „Ja," sagte er endlich langsam, .es ist. wie ich dachte: die Blätter fallen, aber die Blüten bleiben. Wissen Sie, daß der letzte Monat Sie stark verändert hat. Kamerad? Die Zeit lacht über unsere kleinen Pläne, wie ich sehe, denn die Zeit ist biSpeilen weiser, als wir alle miteinander!' Er schien nachzudenken. Er legte die Hände mehr-mals zusammen und nahm sie wieder auseinander, be-vor er sich vollständig in die Gegenwart versetzen konnte. .Bor zwanzig Tagen habe ich Sie in Paris ver-lassen." begann er endlich, „viel hat sich seitdem er-eignet. Einesteils sind Sie recht töricht gewesen, an-dernteilS habe ich vorschnell gehandelt." Esther protestierte, und dieser Protest war das erste Wort. daS sie zu ihm sprach. .Warum haben sie mich verlassen?" sragte sie etwa« erregt. „Warum brachten Sie all diesen Kummer über mich, während ich doch dachte. Sie wären mein Freund?" Er hatte solche Lorwürfe erwartet, ste bewegte« s ihn aber nicht: Sie war eben nur eine Figur gewesen in dem großen Schachspiel, das er gespielt. „Ich habe Sie in Paris verlassen, weil mein eigenes Volk meiner bedürfte. Sie müssen zugeben, daß das ein zwingender Grund war Ich sah, daß mein Land durch den Mann vernachlässigt war. aus dem es sein Vertrauen gesetzt hatte, und ich wußte, ich könnte es retten. So kehrte ich nach Cadi zurück und vergaß die Beschäftigungen meiner Mußezeit. Aber nun, bitte, setzen Sie sich und erzählen Sie mir die Geschichte Ihres Unglücks." Sie nahm auf einem hochlehnigen Stuhl auf der entgegengesetzten Seite des Tisches Platz. „Wir sind keine Kinder mehr," begann sie, „und wollen uns nicht täuschen. Als Sie mich in Paris ver-ließen, wußten Sie, daß ich Arthurs Frau werden würde. Ihre Schwester sagte mir . . ." „Meine Schwester hätte besser getan, zu schwel-gen," unterbrach er sie. „Es ist das Unglück der Frauen, daß sie nicht für sich behalten können! Meine Schwester hatte nicht das Recht, so etwas zu Ihnen zu sagen . „Sie wünschten eS also nicht, Herr Doktor?" Er stützte seine Arme auf den Tisch und blickte ihr fest und forschend in die Augen, wie wenn er ihre geheimsten Gadanken aufdecken wollte. „Ich antworte weder ja noch nein," sagte der Doktor offen. „Irgend einem anderen Wesen allerdings als Medina Celi gegenüber würde ich ja gesagt haben, aber ich kenne die Männer und beginne auch die Frauen allmählich verstehen zu lernen. Ich werde also Ihre Gedanken lesen, Kamerad. Sie behaupten: Ich lud Sie in mein HauS, weil das meinen Zwecken helfen konnte? Das stimmt aber nicht!" Er lachte kurz auf. und da das grelle Licht ihm unangenehm war, so drehte er alle Lampen bis aus eine aus. „Nein," wiederholte er. „das stimmt nicht, mein Freund! Ich nahm Sie ihn mein Haus auf aus wissen-schastlichen Gründen. Ich sand in Ihnen einen willigen Mitarbeiter, und Sie haben mir geholfen, meine Be-hauptungen zu beweisen, daß unter gewissen Bedin-gungen es in unserer Macht liegt dem Weibe Schön-heit zu verleihen. Heute, nachdem ich entdeckt habe, wie trügerisch dieser Besitz ist, behaupte ich aber ferner, daß, wenn wir auch Erfolge erzielen können, doch zwanzig Stunden deS Kummers das Werk vieler Monate ver-nichten. Ich finde Sie jetzt so, wie ich Sie in Londen einst kennen lernte, Kamerad, aber ich bin ehrlich genug, zu gestehen, daß Sie immer noch eine schöne Frau sind, vielleicht schöner noch als vor kurzer Zeit, weil Sie alles künstliche verloren haben und sich so dem Beschauer bieten, wie Sie wirklich selbst sind. So spielt der Kummer sein eigenes Spiel, aber Sie kennen ja meine geheimen Mittel, und wenn der Kummer ver« gessen ist. dann wird auch die Schönheit wiederkehren. Ob dieser Tag nahe oder fern ist, daS hängt von Ihrem eigenen gefunden Verstände ob. Ich brauche Ihnen ja nicht erst zu sagen, daß Ihre überstürzte Hast großeS Unglück über Sie und Ihren Gatten ge-bracht hat. Hätte ich das vorhergesehen, so hätte ich Sie sicherlich nicht allein mit ihm in Paris zurückgelassen. Aber wie die Sachen jetzt stehen, darf keine Zeit ver-loren werden. Wir müssen ihn retten, Sie und ich, Kamerav — retten vor sich selbst." Ei» Gefühl warmer Empfindung schien in ihm aufzusteigen für dcn Freund, der in großer Gefahr sich befand, und Esther war ihm dafür dankbar. „Ich wußte ja im voraus," sagte sie, durch sein unerbetenes Versprechen freudig berührt, „daß Sie nicht hierher kamen, um von der Vergangenheit zu sprechen, sondern um mir zu sagen, daß Sie sein Freund sind! Das hat auch Artur stets betont. Er hat immer Ver-trauen zu Ihnen gehabt, und ich weiß, es wird ge-rechtfertigt werden, den» Sie können ihn retten, Herr Doktor, wenn Sie wollen." Sie sah ihm offen und frei gerade ins Gesicht; er aber konnte dem Blick ihrer glänzenden Augen nicht begegnen, und sie erkannte jetzt, daß sie in ihren Hoff-nungen voreilig gewesen war. „Ich kam nicht hierher, um von JhreS Gatten Vergangenheit zu sprechen," sagte er langsam, „die spricht genug für sich selbst! Wir wollen jetzt lieber in unseren gegenseitigen Bekenntnissen fortfahren, Kamerad, das wird unS zu einem besseren Verständnisse führen! Als ich in London zum erstenmale bemerkte, daß Sie in einem Manne Interesse erregt hatten, den viele Frauen bereits vergeblich zu fesseln versucht, da meinte ich, auch die Begegnung würde für ihn nur eine vorüber-gehende Episode seines ereignisreichen Lebens bleiben. Und dazu hatte ich meine guten Gründe. Wir sind ein abergläubisches Volk und suchen in Zweisels'ällen unsern Trost stets in einer Lüge. Unsere Religion, welche große Bedeutung für unser nationales Leben gewonnen hat, gibt uns die Lehren für die verschiedenen Vor-kommnisse des menschlichen Lebens und stellt Jdcalge-stalten auf, nach denen wir uns richte» sollen. So hat sie uns besonders ein Sinnbild edler Weiblichkeit ge-schaffen in der Erscheinung der „Jungfrau von Cadi". Seit frühester Zeit haben unsere Maler miteinander ge-wetteifert, diese Gestalt in verNärendem Lichte darzu-stellen. Ich selbst bin frei von Aberglauben, aber ich meine, daß er doch feinen Platz in dcn menschlichen Gedanken haben muß. Ich spotte niemals darüber und will offen bekennen, daß cZ einen Tag in London gab, wo, wäre ich ein abergläubischer Mann gewesen, ich hätte glauben können, die Gestalt der von uns hoch- verehrten Jungfrau von Cadi auf Erden zu erblicken. Das war der Tag, an welchem ich Esther Venn in dem Direktorzimmer des KasinotheaterS sah." Er machte eine Pause, wie wenn er eine Frage ihrerseits erwartete, aber sie sagte nichts, und fo fuhr er fort: „Sie werden sich mein Erstaunen vorstellen können, als ich, den damals andere Dinge beschäftigten und der im Augenblick von der Politik gar nichts wissen wollte, plötzlich vor mir jemand sah, der mich an die Lehren und Erzählungen heimatlicher Poesie erinnerte. Das Uebrige ist Ihnen bekannt. Sie erweckten sofort In-tereffe in mir, und ich fragte mich, ob Sie nicht den Platz derjenigen einnehmen könnten, die meiner «uns! so wenig Pertrauen entgegengebracht hatten. Daß Ihr Perstand nicht gewöhnlich war, war mir vom ersten Augenblick an klar, und ich erkannte auch Ihren Mut und Ihren festen Willen. Ich meinte, Sie wären auch imstande, in die Gedanken eines Gelehrten sich zu ver-tiefe» und ihm bei feinem großen Werke beizustehen. Das, was geschah, war von mir nicht vorauszusehen. Ich habe dcn Fürsten Arthur nicht in mein Haus ge-beten und habe nicht beabsichtigt, daß Sie miteinander bekannt würden Sie schien protestieren zu wollen, aber er fuhr schnell fort. Als die Umstände Sie zusammenführten, und er erklärte, er müßte Sie näher kennen lernen, da lachte ich über seine Besuche und faßte sie als Torheit auf. Aber bald zwangen mich die Verhältnisse, doch ernster zu denken. Ich wußte sehr wohl, daß ein Mann, auf den das Baterland große Hoffnungen fetzte, entweder feiner großen Stellung gemäß sich verhalten oder aber sie aufgeben müßte. Artur hat nun gezeigt, daß er den Berfuchungeu der Welt nicht zu widerstehen ver-mag. Aber ich halte ihn deswegen nicht für schlecht, nur meinte ich zu erkennen, daß er sein Glück in einem ruhigeu, friedlichen Leben eher finden könnte, als in den anstrengenden Ausgaben die des Herrschers warten. Daher müßte meiner Ansicht nach, unser Vaterland ihn von seinen Verpflichtungen, die ihn nur drücken würden, befreien und sie einem anderen übertragen; denn allein in der Liebe und in der Ehe wird Artur von Cadi seinen wahren Benis finden. So begann ich denn mein Werk. AlS ich Sie in Paris verließ, war mein Zweck, vor dem Senat dieser Stadt als Arturs Freund aufzu-treten. Ich wollte für ihn ein fürstliches Jahresgehalt durchsetzen, ihm seine Freiheit geben und im Namen des Senats ihm verkündigen: „Der Vertrag zwischen uns ist zu Ende. Sie sind frei l" Sie wissen, daß die Um-stände diesen Plan umgestoßen haben. Ihr Gatte geht in die Falle, die seine Feinde ihm gestellt haben; durch Sie, Kamerad, werden sie ihn sangen. Die Agenten »iefer Partei haben Sie hierher geschafft, denn man weiß sehr wohl, daß er Ihnen folgt. Sie haben mich nun gefragt, waS feine Freunde tun können, und ich antworte ihnen: zwei feiner Freunde können ihn retten." Er hatte seine Verteitigung mit leiser, schmeicheln» der Stimme gesprochen und Ester wieder so in seinen Bann genommen, daß sie schließlich seinen Worten glaubte und ihn sür den ergebenen Freund des geliebten Gatten hielt. Plötzlich jedoch meinte sie, eine gewisse Zurückhaltung in seinem Benehmen zu bemerken, und sosort stieg der alte Argwohn wieder in ihr aus. Sie beschloß, aus ihrer Hut zu sein und vorsichtig nochmals des Grasen Gesinnung zu prüfen. „Zwei, Herr Doktor?" fragte sie endlich. „Nein! Einer — nur einer allein!" Er wandle sich plötzlich zu ihr um, streckte die Hand aus und deutete ans ste selbst. „In gewissem Sinne gebe ich das zu, nur einer — Sie Kamerad." .Ich? O, wenn das der Fall wär!" „ES ist der Fall! Sie sind heute in Cadi die einzige Person, die den Fürsten retten kann!* Sie begann schneller zu atmen, versuchte aber, sich zu beherrschen und ruhig zu erscheinen. „Sie wissen, ich bin ein hilfloses Mädchen!" Lächelnd widersprach er ihr. „Hilflos? Durchaus nicht! Ich erkläre noch-mals, Sie allein können ihn heute — sosort retten." Sie schloß fest die Lippen zusammen. „Ich verstehe Sie nicht! Bitte erklären Sie sich deutlicher!" Er lehnte sich über den Tisch und sagte schnell. „Gut, ich will jetzt deutlich fein, denn die Zeit ist dazu gekommen. Ihr Gatte ist Gefangener in der Zitadelle. Das Volk schreit nach seinem Leben, der Senat ist bereit, ihn zu verurteilen, und die Armee läßt ihn im Stich. Frankreich, unter dessen Souveränität wir stehen, wird auch nicht eine Hand rühren in dieser Affäre. die allein unser Volk angeht Wir werden also diesen Mann deS Hochverrates anklagen, und er wird erschossen werden, wenn er nicht, durch Ihre Klugheit dazu gebracht, aus alles verzichtet, ab-dankt und daS Fürstentum, das er verraten hat, aus immer verläßt. Ist Ihnen nun klar. Madame, ver-stehen Sie jetzt, was vorgeht?" (Fortsetzung folgt.) 4 Belehrendes, praktisches, Keiteres etc. Die Rofe. Als am vierten Schöpfung^tage Gott an'S Licht die Blumen rief. Weckt er auch die Rosenblüte, Die in dunkler Erde schlief. Duftend stieg sie au» der Tiefe An d^S helle HimmelSlicht, Und die Morzensonne kühle Mild ihr liebeS Angesicht. GotteS Odem wehte leise, Ueber sie ein Frührotschein, .Sollst", sprach er voll Batergüte, „DaS Symbol der Liebe sei»." L. Bielitz. Goldkörner. Zu RySwick und zu Nymwegen Einst schloß man FriedenSlraktatc, Zwerg Mutterwitz aber schnakte Nach überstandenen Schlägen: „Reiß weg!" „Nimm weg!" daS bleibt sich gleich, Man plündert daS heilige römische Reich . . . Solch Galgenhumor gejiemet Euch, Ihr lieben Deutschen in Oesterreich Auch in der jetzigen Stunde, Und weiter erzählt in der Rund«: Der Michel liegt faul, und »um Zeit-verireib Ihm ziehen die Slaven die Hosen vom Leib . . . Nicht rührt sich der Riese vom Flecke dabei Und stöhnt nur, er habe die Hände nicht frei, Die müßten halten sein guteS Recht. — Die slavischen Brüder lachen nicht schlecht . . . Im kühlen und feuchten Moose Saß Michel bald ohne Hose. Er sinnt, indes die Füße auSruh'n: WaS ist gescheh'n, waS soll ich tu» ? Wie bringt man Hühner zum Legen? Allerding» kann man Hühner veranlassen zu legen, wenn man ihnen da» nötige Material bietet. Der Instinkt lehrt die Hühner, nur unter den günstigen Verhältnissen Eier zu legen und Ihre Jungen aufzuziehen. Wie bei allen anderen Federvieh ist auch bei den Hühnern da« Frühjahr die geeignetste Zeit, denn dann ist die Körperwärme leichter zu erhalten, und könne« die Jungen leichter und besser verpflegt werden. Bekanntlich legen die Hühner bei Eintritt wärmeren Wetters immer besser. Man kann sie daher veranlassen zu legen, wenn man ihnen auf künstliche Weise daS bietet, wa« die Natur ihnen im Frühjahr gibt. Vor allem müssen sie vor kalten Win-den und Stürmen geschützt werden. DaS Huhn, daS sich in einem Winkel verkriechen muß, um warm zu blieben, kann keine Eier legen, denn die Natur gestattet die Fortpflanzung unter wid-rigen Verhältnissen nicht. Künstliche Wärme sogt denselben ebenso sehr zu wie natürliche Wärme, und lohnt eS die günstigere Gestaltung der Verhält-nisse durch reichlichere Eierlieferung und indem e» die Eier auszubrüten sucht Die so dringend benötigte Wärme aber erzeugt eS in seinem Körper mittels deS Futter«, daS eS erhält. ES ist in der Tat ein Ofen, der Heizung«-material »erzehrt und dafür Wärme erzeugt. E« ist aber nicht genug, d.rß die Wärme erzeugt wird; dieselbe muß soviel wie möglich auch erhalten bleiben. Zu dem Zwecke muß e« auch, sowohl bei Tag wie bei der Nacht ein genü-gend schütende» Obdach haben. Dann muß eS auch mit Futter versehen werden, welches alle Bestandteile des Sie« enthält, wie e» ihm im Frühjahr zugäng ich ist. Man muß dem Huhn somit Mai». Weizen, Hafer, etwa« Fleisch, gemahlene Knochen, sodann Grünsutter wie Kraut, gekochte Wurzeln, gehackte Zwiebeln :e. in reicher Ab-wechSlung bieten. Wenn die Hühner solchergestalt gehalten werden, wenn man ihnen ein guteS Staubbad zur Verfügung stellt und sie reichlich mit frischem Wasser versteht, dann kann'S kaum fehlen. Darum. Barlowe: .Heute abendK werde ich mit meiner Frau zu Ihnen herunterkommen und Sie be-suchen." — Dobzon: .Da« ist recht; aber tun Sie mir einen Gefallen, alter Jung«. Lassen Sie sie nicht ihren neu:n Pelz tragen. Ich möchte nicht, daß meine Frau den gerade jetzt sieht." — Barlowe: „Aber darum kommen wir ja gerade!" Talentvoll. Kunde: .Scheint ein aufgeweckter Junge zu sein. Ihr neuer Lehrling!" —- Weinhändler: ..Na, ich sag' Ihnen, er ist erst drei Monate bet mir . . . aber der Bengel macht schon einen besseren Rotwein wie ich Ein ganzSchlauer.Freund: „Warum hat den Verwalter den neuen Holzknecht wieder entlassen ?" — Baron: „Denke dir! Der Verwalter gibt ihm den Auftrag, alle »indlosen Bäume Jm Wald« zu fällen, darauf sägt der Esel alle Telegraphenstangen ab, die im Wald« standen l" Atelierbesuch Herr: „Und daS auf dem Bilde soll ich sein?" — Porträtmaler: „Natürlich sind Sie eS!" DerSchwiegervater. Molly: „Al« du mit Vater sprachst, hast du ihm da gesagt, daß du fünfhundert Dollar« auf der Bank hast?" — George: „Ja". — Molly: „Und wa« sagte er dazu?' — George: .Er pumpte ste von mir." Nnmmer 49 Deutsche Wacht Politische Rundschau. Windische Radaumacher im Adgeord-netenhause. In der DonnerStagsitznng griff Abgeordneter Dr. Koroschetz (slov.-kl.) den Justizminister heftig an und bcflagtc sich, daß unter seiner Regierung die windischen Elemente zurückgesetzt werden. — Es kommt wegen fortwährender Zwischenrufe des Abgeordnete» Benkovii (slov.-kler.) zn einer Lärmszene und zu einem Wortwechsel zwischen den Abgeord-neteu Knranda und Kenkovic, später auch zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Südslaven und l*m Abgeordneten Einspinner. Es entsteht ein Sroher Lärm, so daß der Redner seine Rede unter rechen muß. Im weiteren Verlaufe der Rede des Abgeordneten Dr. Koroschetz kam es wegen seiner Entstellungen und Uebertreibungen wiederholt zu Lärmszenen. Abgeordneter Marckhl, Einspinner, Wastian und Hosrat Bachmann protestieren gegen die Art, wie Koroschetz die Tatsachen entstellt. — Abgeordneter Dr. Koroschetz bringt die Ausfordening der Südmark zur Sprache, daß die Deutschen für Beamtenstellen sich melden solle», und knüpft daran eine Reihe von willkürlichen nud haltlosen Ver-mntungen. — Die Abgeordneten Marckhl und Einspinner wenden sich unter heftigem Widerspruch der Slovenen gegen diese Phantasien. — Abgeordneter Wastian ruft: Halten Sie sich doch mehr an die Tatsachen! — Abgeordneter Dr. Koroschetz be« mängelt die Ernennung des deutschen Landesschul» inspektors sür Untersteiermark und erklärt, daß nach dem Grundsatze Freiherrn von Bienerths das Gy.n-nasinm in Cilli slovenisch ausgestaltet werden könnte. — Abgeordneter Wastian ruft erregt: Aber Cilli »st doch eine dentsche Stadt? — Abgeordneter Ben-kovic macht ununterbrochen Zwischenrufe, die auf der Galerie nicht verständlich sind; augenscheinlich verdächtigt er irgendwelche Deutsche, denn Abgeord. neter Wastian sag«: Man kann doch nicht einen Beamten verdächtigen, der noch gar nicht ernannt ist! Unter anhaltender Unruhe schließt Abgeordneter Koroschetz seine Rede, worauf die Verhandlung abgebrochen wurde. Der verband der Siidslaoen. Der südslavische Nationalverband hat gleich-zeitig mit dem Beschlusse, die italienische UnivcrittätS-vorläge abzulehnen, auch de» Entschluß gefaßt, in voller Solidarität mit der slavischen Union vorzn-gehen und gegen das Budget zit stimmen. Dagegen wurde es den dalmatinischen Abgeordneten, die dem .Schon wilder? Sie habe» ja erst kürzlich neu« bekommen Ich habe kein Geld, um meine Kinder wie Prinzessinnen zu Heiden " .TaS waren Alltagskleider, nun aber brauchen ste notwendig seine Kleidchen zu Großmamas Familienfest. Sonst spare ich ja nach Möglichkeil an ihrer Gar-derobe. so daß ich mich wirklich oft schäme, aber diesmal müssen sie unbedingt wa» nette« zum anzuziehen haben." .Könntest du eS denn nicht selbst näh) Wokaunplah (Parzelle 172/1). c) Festwiese (Parzelle 403), d) Stadtpark (Parzellen 555 und andere) und e) Reiterberg-Stadtpark (Parzellen 578 und andere) gestellt. Die Eoidenzhaltung deS Grund-stenerkatasters in Cilli hat hierüber nachstehend ent-schieden: Im Sinne des § 2, Punkt 3 des Ge-sctzes vom 24. Mai 18ti9, Nr. fc8 RGBl können Mann um Geld, traf die nötigen Anordnungen und erteilte der Köchin die erforderlichen Weisungen. Be-schästigte sie sich mit dem Ordnen ihrer eleganten Wohnung, die überall da« Gepräge luxuriösen Lebens gewohnhciten trug? Nun ja, ste führte die Aufsicht, doch eigentlich war e« das Hausmädchen, das alle« rein und instand hielt. Wartete sie die Kinder? Nein, da? tat das Kinlermädchen. Aber waS tat sie denn? Half sie ihrem Mann bei seiner Arbeit? Nein, auch daS nicht. Davon verstand sie nichts. Alle», wa« sie von seiner Arbeit erfaßt hatte, war, daß sie ihr und den Ihren die nötigen Exlstenzmittel gewährte und daß sie eine gefährliche Rivalin war, die ihr den Gatten und dessen Liebe entzog, die seine Zeit und Gedanken in Anspruch nahm. Nun aber sah ste plötzlich alle« in anderem Licht Er strebte — strebte rastlo« und voll pekuniärer Sorgen. Und ste halte gewähnt, ste arbeite, während sie in Wahrheit da» sorglose Leben der reichen Frau geführt hatte, wie sie e« von Hau« aus gewöhnt ge-welen. Nun wußte ste, warum sie einander fremd ge-worden waren. Die Gemeinsamkeit war au« ihrem Leben geschwunden, jeder von ihnen war seinen eigenen Weg gegangen, der so himmelweit verschieden von dem de» andern war. Ein heiße» Verlangen überkam sie plötzlich gutzu-machen, wa« sie gefehlt. Ihre Liebe, die nahe daran gewesen, zu einer schönen Erinnerung zu verblassen, sollte nun ihr ganze« Sein erfüllen, der Sporn ihres Handelns und Streben» weiden. Fortan würden sie und er denselben Weg gehen, und sie würde ihren Erik, ihren alten Erik, sowie er ihr au« dem Rahmen diese« Medaillon» entgegenblickte, wiederfinden. Während diese« ganzen Vormittags war sie eifrig beschäftigt; e« gab so viel zu tu i und zu ordnen, zu ändern und zu planen. Als sie Mittag gegessen hatten und Erik stehenden Fuß««, in größter Eile seinen Kaffee trank, rückte sie mil dem Resultat ihrer Erwägungen herau» : nur die Grundparzellen 123 (Wiese zwischen dem Hotel „Krone" und dem Militirspital) und 172/1 (Wokaunplatz) nach ihrer Lage, Widmung und Be-nützung als bepflanzte Ortsplätze angesehen werden. Für diese Parzellen ist daher die Grundsteuerfreiheit, und zwar im Hinblicke auf den Zeitpunkt der Ueber« reichung des gegenständlichen Gesuches gemäß § 9 letzter Absatz des Gesetze« vom 12. Juli 1896, RGLl. Nr. 121, zur Berücksichtigung bei der Steuerumlage vom Jahre 1909 an anzusprechen. Hinsichtlicht der übrigen Parzellen (Festwiese, Stadt» park und Reiterberg) wurde daS Gesuch abgewiesen, und zwar mit der Begründung, daß für öffentliche Parkanlagen und derlei der öffentlichen Benützung überlassene Grundflächen eine Grundsteuerfteiheit ge-fetzlich nicht vorgesehen ist, daß aber als OrtSpläy« im Sinne der bezogenen Gesetzbestimmung nur jene Flächen zu verstehen seien, die im verbauten OrtS-teile gelegen, sich als eine Erweiterung der Straßen-züge darstellen und der leichteren Abwicklung - deS Straßen- und Marktverkehres also Kommunikations-zwecken dienen; diese Merkmale können zufolge LagerplaneS und mil Rücksicht auf die tatsächlichen Verhältnsfe bei den ersten zwei Parzellen, jedoch nicht bei den anderen als vorhanden betrachtet werden. Dem hiegegen überreichten Rekurse hat die Finanz-Landesdirektion mit der heute angefochtenen Entfchei-dung auS den Gründen des Bescheides erster Instanz keine Folge gegeben. Der VerwalturigSgerichishof hat an der schon wiederholt, so insbesondere aber in den Erkenntnissen vom 23. November >907, Zahl 9081, F. »690 und vom 26. Oktober »908. Zahl 5777, ausführlich begründeten RechtSanschauung lest-gehalten, daß unter Ortsplätzen die von der Aer-bauung und sonstige« speziellen Verwendung ausge-nommene», der öffentlichen Benützung vorbehalten?» Gebietsteile im Inneren der Gemeinde zu verstehen sind und daß solche Ortsplätze ihren Charakter durch Anpflanzung nicht verlieren, daß weiterS die tatsäch» liche Verdauung der umliegenden Gründe sür den Begriff „öffentlicher Platz" nicht erforderlich ist. daß es vielmehr genüge, aber anderseits auch erforderlich erscheint, daß eine Flüche von der Baubehörde die Widmung zum öffentlichen Platze erhalten hat und sie als solcher tatsächlich auch verwendet wird. Die Finanz LandeSdirektion hat. von der irrigen Rechtsanschauung ausgehend, daß von öffentlichen Plätzen nur in schon verbauten Territorien der Ge-meinde gesprochen werden könne, das Gesuch der be-schwerdeführende» Gemeinde um Zuerkennung der Grundsteuerfreiheit abgewiesen, ohne die im Aniuchen gestellte Behauptung der Gemeinde, daß die frag-lichen Flächen Zwecken der Erholung dienen und zu diesen Zwecken auch ausschließlich gewidmet sind, und „Zum Ersten möchte ich Lina kündigen?" .Willst du schon wieder wechseln?" fragte er mit gerunzelten Brauen. .Nein, daS nicht? ich dachte, wir können un« vielleicht ohne Hausmädchen behelfen. Nun die Kleine nicht mehr beständig getragen werdk» braucht, könnte ich die Hausarbeit mit Hilfe de« Kindermädchen» ganz gut allein bewerkstelligen." Er sah sie überrascht an. »Glaubst du da» wirklich leisten zu können? ES wäre allerdings eine wesentliche Erleichterung." ..Ja, gewiß glaube ich e«. Ich bin jetzt viel stärker al» früher," erklärte sie eifrig. .Nun, dann tue et," sagte er und ging. Da» war alle». Aber — sie hatte bestimmt «in Aufleuchten seiner Züge gewahrt. Und sie würd« nicht ermüden. Sir fühlte sich so froh, so hoffnungsvoll, wie lange r.icht. .Wa» machst du denn da?" fragte Erik, al» er abend« den Kopf in» Kinderzimmer steckte. „Ich nähe die neue» Kleider für die Kinder." .Du nibst st« stlbst'i* . .Ja «« geht ganz gut, wenn sie auch nicht so fein werden wie fertig gelauste: sie stelle» sich jeden-fall« bedeutend billiger." „Meine gute, kleine Hilma". sagte er gerührt, während seine Hand liebkosend üb.r ihre Haare strich. Wie ein jung « Mädchen errötend, blickte sie auf. ka war er — da war er ja, der Blick de« allen Porträt«, da« ihr heute so viel zu denken gegeben. Da leuchtete er nun auf, der erirhnte Blick — im gemeinsamen Streben deS AlleintebenS. Leite 4 Deutsche Macht Ntirrn:et 49 daß sie daher den Charakter von OrtSplätzen haben, in tatsächlicher Beziehung zu überprüsen. Infolge-dessen war die angefochtene Entscheidung als gefetz-lich nicht begründet aufzuheben, ohne daß der Ber-waltungsgcrichtShof in der Lage gewesen wäre, zu prüfen und darüber auszufprechen, ob auch wüklich die zur Begründung des Anspruches auf die Grund-steuerfreiheit nach den früher gesagten notwendigen Voraussetzungen hinsichtlich aller umstrittenen Grund-Parzellen gegeben sind oder nicht. Diese Entscheidung »vird zur Kenntnis ge-nommen. Weiters teilt der Bürgermeister mit, daß er für das Haus Sellak am Nikolaiberge als Wasser-zins einen Betrag von 66 Ä in Borschreibung ge-bracht habe. Sellak habe Borstellungen gemacht, daß diese Wassernmlage für ein kleines Haus, das nur 2 Zimmer nnd eine Küche hat, und nur von ihm selbst bewohnt werde, mit Ausnahme von zwei Monaten im Sommer, zu hoch bemessen sei, nnd ersucht um Herabsetzung des Wasserzinses. Hiezu bemerkt der Bürgermeister Dr. v. Jabornegg, daß er eine Herabsetzung des vorgeschriebenen Be-träges aus 36 K besürwvrten könne, weil dies den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen würde, woraus G.A. Dr. Schurbi den Antrag stellt, diese Wasser-gebühr von 66 st aus 36 st jährlich herabzusetzen. (Wird angenommen). Ferner erörtert der Bürgermeister, daß sich die Besitzerin des Kapaunhoses am Nikolaiberge Frau Oreschegg darüber beschwert habe, daß ihr durch die Herstellung deS Hochbehälters für die Wasser-leitung am Nikolaiberge nnd den Durchfluß des Wassers ihre zwei Brunnen geschädigt werden und zwar soll bei dem einen Brunnen, der sich im Garten befindet, ein Schwund des Wassers sich her-ausstellen und auch beim zweiten Brunnen versiege das Wasser, weil der Zufluß abgeschnitten ist. WeiterS beschwer« sie sich darüber, daß der Ablauf des Hochbehälters sich auf ihrem Grand und Boden befindet und daß hiedurch ihr Grundstück versandet wird. Er, der Bürgermeister habe sich überzeugt, daß die Beschwerden teilweise berechtigt sind und habe der Frau Oreschegg den Borschlag gemacht, daß die Stadtgemeinde ihr die Zuleitung sür die Wasserleitung bis zu ihrem Hause aus Kosten der Stadtgemeinde herstelle, und daß ihr sür den Trink-wasserbezug sür ihr Haus eine jährliche Summe von 50 st vorgeschrieben werde. Weilers würde sich die Stadtgemeinde verpflichten im Falle einer Versau-billig ihres Grundstückes dasselbe aus Kosten der Stadtgemeinde jeweilig reinigen zu lassen. GA. Doktor Schurbi stimmt diesem Borschlage deS Bürgermeisters bei und stellt im Sinne desselben einen Antrag, der auch einstimmig angenommen wird. (Schluß folgt.) Zur 60 jährigen Bestandfeier des Cillier Münnergefangsvereines. Nur kurze Zeit trennt un« noch von den Ehrentagen unsere« strammen Cillier Mi nergesang»vereint». Nicht nur die deutsche Bürgerschaft der Stadt Cilli, die Freunde und Verehrer de« deutschen Liede», sondern auch die Singer-scharen von au»wärt«, sowie unsere «ackeren deutschen Frauen und MZdchen haben sich zusammengetan um dem Jubelveretne die Ehrentag« vom 3. und 4. Juli zu unvergeßlichen Festlagen zu gestatten. Die Anmet-düngen vonseitea der auswärtigen Gesanglvereine mehren sich in erfreulicher Weise. Nicht nur victe steirische, sondern auch kärntnerische, krainische und küstenlindisch« Gesang«vereine haben ih»en Besuch an-gemeldet. Und so werden wir in den ersten Tagen de« Juli in der Stadt Cilli, die nicht nur eine Hochburg de« hartb.dränglen Deutschtum» im Unterland« ist. sondern auch stet» eine Pflegestätte deutschen Sänge» war, eine ansehnliche Schar sanzeSsroher deutscher Volksgenossen tezrüßen können. Die Stadt wild wicder ihr Festkleid anziehen und seine ganze her,erfreuende, echt germanische Gastfr«>mdschaft entfalten, um den fremden Singern, welche gekommen sind, ihre Cilli« Sange«brüder zu ehren, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu mach«n. Zahlreiche wohlverdiente Ehrun gen stehen dem Jubelvereine bevor. Der Verein ver-dient diese Ehrungen aber auch im vollsten Maße. Länger al« ein Menschenalter hindurch hat er Leid und Freud der kampsumtobten Stadt Cilli getreulich geteilt. In ernsten und frohen Stunden war er e«, der mit un« innig mitfühlte. Durch 60 Jahre hat er deutsche *Vrt, deutsches Wort und deutsche« Lied hochgehalten und geschirmt Gar viele schöne Stunden hat er un! bereitet, gar manche« fröhliche Fest danken wir ihm und in ernsten, trüben Zeiten war er e«, der un? durch da« deutsche Lied erheiterte, ermutigte und begeisterte. Er hat durch diese 66 Jahre sein Ehrenschild unbe-leckt erhallen und seine hehre Ausgabe, deutsche« Recht zu wahren, deutsche Art zu fordern und deutsche« Lied zu ehren voll und ganz erfüllt! Darum sollen auch eine Ehrentage heriliche Festtage werden. Festtage aus Flügeln de« Gesänge« I Wir werden in der nächsten Bl-ttfolge die ausführliche Festordnung bringen. Heute wollen wir nur besonder« auf da« Festkonzert und da« Sängersest auf der Festwiese hinweisen. Den Besuchern de« Festkonzerte« wiid au«erlefener «unstgtnub geboten werden. Da« Singersest auf der Festwiese wi»d einen glänzenden Verlaus nehmen. Nicht die Kefang«vortrige der einzelnen Gesangevereine allein, sondern noch viele« andere wird da geboten werden. Unsere hochverehrten deutschen Frauen und Mädchen arbeiten mit Feuereifer und erdenken hundert freudige Ueberraschungen für un-feren lieb?» Jubelverein. Der Festausschuß gibt Fest-karten zum Preist ron zwei Konen herau«. wclche zum Besuche de« Festkonzerte» und de« Sängerieste« be-rechtigen Großes Kirchen-Konzert. Das von uns bereis angekündigte große Kirchenkonzert deS Or-ganisten Eduard Jnterbeiger — unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Moiiz Schachenhoser — findet endgiltig Donnerstag den 24. d. M., 8 Uhr abends, in der evangelische» Christnskirch^ statt. Dank deS sreundlichcu Entgegenkommens zahlreicher Cillier Kunstkräfte — wir nennen hier Frau Halm,- Herrn Dr. Fritz Zangger und Herrn Moriz Schachenhoser — sowie "der gütigen Mitwirkung deS Orchesters des hiesigen Mu ikveieiucs. des deutschen Männer-gesangvereines, der Fiau Nita Stiger. dcS Fräuleins Rosa Dimetz und der Herren Viktor Lwozilek, Gustav Fischer. Rudolf Puch. Anton Stryeck und Adols Neubauer wird dieser Abend ein künstlerisches Ereignis sür unsere Stadt bedeuten. Zum Vortrag gelangen: Ouverture zu Athalia von Mendelsohn (Verstärktes Musikveteinsorchcster unter Leitung des Kapellmeisters Herrn M. Ichachcnhoser). Duett au« Athalia von Mendelsohn (Sopran Fr. Resi Dimetz, Alt Frau Rita Stiger). JesuS-Lied von Hildach und Vater unser von Krevs. ($rl. Rest Dimetz). Arie aus der D-dur Suite von Bach. (Streichquintett und Orgel.) Choral: „Auf Gott allein" von Ed. Jnicr-berg/.8 Uhr früh von hier weg. Dem Gewerbebund schließen sich viele deutsche Volksgenossen an. Die Zugsverbindungen sind lehr gute. Wach- und Schiletzgesellschaft. Wochen-bericht: Im Lause dieser iitoche wurden von den Wächtern offen gesunde» und gesperrt oder die Sperrung veranlaßt: 28 Haustore, 11 Einfahrts-tore, 4 Gartentüren, 1 Fabrikstor, 1 Rollbalken. Bürgerliche SchUtzengesellschaft. Sonn tag 3 Uhr nachmittags findet auf der bürgerlichen Schießstätt« ein Scheibenschießen statt. Die Herren Mitglieder werden ersucht recht zahlreich zu er-scheinen. Gäste sind stetS willkommen. Aufnahme in die erste Klaffe des fc. k. Staatsobergymnasiums. Die Auf-nähme findet im Sommertermine am 3. Juli von lO bis 12 Uhr vormittags statt. Die Aufnahms-werber haben in Begleitung ihrer Ellern oder Vor-münder in der Direktionskanzlei des Gymnasiums zu erscheinen und den T a u s s ch e i n (Geburtsschein), ias Frequentationszeugnis der Volkschule oder die vorschriftsmäßig ausgestellten Schul-nachrichten vorzulegen. Ausgenommen können nur Schüler werde«, die zehn Jahre alt sind oder we-nigftens innerhalb deS Jahres l909 das zehnte Lebensjahr vollenden. Die Ausnahmsprüfung beginnt am 3. Juli um 2 Uhr nachmittags. Fleischer und Selchergenosfenschast. Bei der am 17. Juni 1909 im Hotel ..Post" statt» gefundenen AuSschußsitzung der Fleischer- und Sel-chergenossenschaft Cilli wurde unter Vorsitz des Vor-stehers Herrn I. Rebeuschegg beschlossen, die Lehr linge zur Gesellenprüfung am Mittwoch den 23. und Freitag dcn 25. Juni 1909 in der städtischen Schlachthalle zuzulassen. Die Freisprechungen, Ans. dingungen und die Generalversammlung obgenannter Genosienschaft finden laut Sitzungsbeschluß am 29. Juni 1909 (Peter- und Paulitag) um 2 Uhr nachmittag im Hotel „Post" statt, zu welcher alle GeuosseuschastSmitglieder freundlichst ersucht werden, bestimmt zu erscheinen. Bor hundert Jahren. In dem Hause Nr. 23 Grazerstraße (Schwabschcs Hius) findet sich in einer Nische ein Gedenkkreuz, welches am Sockel folgende Inschrift trägt: „Zur Erinnerung an den 1». Juni 1809. Seiner Allmacht und Gnade ge-widmet von LuzinSzky, Oberst." Dieses Kreuz er-innert an folgende Episode auS der Franzofenzeit: Die größte Gefahr war für den jungen Kaisers,aat im Jahre 1809 hereingebrochen. Napoleon I. war nach Wien vorgedrungen, und von Italien her rückten französische Korps ein, denn nach der ersten Nieder« läge bei Aspern strengte der Franzosenkaiser alle Kräfte an, sich und seine Herrschaft zu retten. Den französischen Heeren, die im Mai in Steiermark ein-brachen und Graz nahmen, solgten anfangs Juni neue unter Führung des Generals Morwart. Nach-dem der Trojanapaß genommen und ein Vorposten-gefecht bei Lendorf mit der Cilli deckenden österrei-chischen Vorhut vorüber war. stand der Feind vor dcn Toren unserer Stadt. Der Husareuleutnant Karl von Lusziuskh erwartete die Herankommenden vor dem schon etwas demolierten Laibacher Tor und be-schoß sie heftig. Die Uebermacht wollte sich schon auf ihn stürzen, da bestieg er das Pserd und sprengte durch die Stadt. Er entkam glücklich den nachge-sandten Geschoben. Beim Grazer Tor hielt er noch einmal, verwundete einige Verfolger und verschwand dann mit Blitzesschnelle gegen Tüchern vor der in die Stadt stürmende Feindesschar. Der Heldenmütige, der die Stadt gegen eine große Uebermacht zu ver-leidigen wogte, schickte später dem Stadtpfarrer 40 Gulden, damit jedeü Jahr am 18. Juni zum Danke für die Rettung aus Feindeshand eine Messe bei St. Daniel gelesen werde, und ließ beim Grazer Tore am Hause Nr. 23 (Schwab), eine klein« Ka pelle aus Stein einmauern mit einem Kreuze und folgender Inschrift: .Qui confedit Deo, tortis est ut Leo." Sei»er Allmacht und Gnade geweiht. Zur Erinnerung an den 18. Juni 1809. Karl LuszinSkh. Die Franzosen richteten in der Stadt und Umgebung durch maßlose Plünderung großen Schaden an. Die Siadt mußte 19.760 Gulden zu den zwei Zwangs-anleihen beisteuern. Nähere« wird die demnächst er-scheinende „Geschichte der Stadt Cilli" von A. Gnbo bringen. Sonnwendfeier. Wie bereits mitgetcilt veranstalten die deutschen Vereine Cillis am 23. ds. eine Sonnwendfeier. Um s/48 Uhr abend? versammeln sich die deutschen Vereine und deutschen Volksgenossen im Hose des SiadtamteS und begeben sich unter Vorantritt der Cillier Musikvere!nsk>ipelle durch die Stadt auf den .Reiterkogel" nächst dem Stadtparke, wo ein Holzstoß entzündet nnd der Sonn-wendspruch gesprochen wird. Sodann begeben sich die Vereine in daS WaldhauS zum Kommerse bei dem Schriftleiter Dr. Balogh die Sonnwendrede hallen wird. Der 23. dS. soll uns wieder vereinen, um beim lodernden Holzstoße wieder zu geloben, daß wir treue Wacht halten wollen im herrlichen Sann-tale. Hoch oben aber aus de» Höhen und Bergen werden flammende Feuer Zeugnis geben vom unge-brochenen Deutschtum im Unterland«. An uns Deutschen liegt es. an solch deutschlümlichem Brauche festzuhalten und überall unsere »traf« einzusetzen, diefen auch weiter zu verbreiten. Die Veranstalter bitten daher die deutsche Bewohnerschaft CilliS, recht zahlreich an dieser völkische» Feier teilzunehmen, um zu bekunden, daß auch Deutsch-Cilli solch Brauchtum als Vermächtnis unserer Vorsahren zu schützen weiß. Also auf zur Sonnwendfeier am 23. ds.! Wirtschaftsverband. Die Mitglieder des hiesigen WirtschaftSverbandeS werden aufmerksam ge-macht, daß die Verbandsleitung mit der Kohlenge- Nummer 49 Deutsche Wacht Seite 5 werkschast D. v. Lapp wegen Lieferung der Buch-berger Kohle für die Zeit bis April 1910 den Ber> trag abgeschlossen hat. Diejenigen Berbandsmit-glieder, welche hieraus reflektieren und ihren Bedarf der Verbandsleitnng noch nicht bekannt gegeben haben, wollen die Bestellungen rechtzeitig bewirken, damit die Zufuhr noch in der günstigen Jahreszeit erfolgen könne. Die allfälligeu Auskünfte werden beim Verbandskassier oder aus Gefälligkeit in der Bäckerei der Frau Pichl (Regnla) bereitwilligst erteilt. Richtigstellung. Zu dem Aufsätze ..Slavische Vorstöße" in unserer letzten Ausgabt werden wir ersucht richtig zu stellen, daß die Umwandlung der Brauern Kosler in Laibach in eine Aktiengesell-schast nicht von der Laibacher Kreditbank sondern von der Laibacher Kreditanstalt durchgesithrt wird. Auch stellen wir den Drucksehler richtig, daß Doktor Binder und Dr. Eger nicht Gemeinde r a t s Mitglieder, sondern Gemeindemitglieder in Laibach sind. Telephonnetz-Dergröherung. Dem be-»eits bestehenden Teltphoimetze in unserer Stadt haben sich noch solgende Abonnenten angeschlossen: daü Bahnamt, Hotel Mohr. Lu'as Putan, Klavier-erzeuger, I. RopaS, v. Zandoualti. Cilli hat dem-nach jetzt 71 Telephon-Abonnenten. Evangelische Gemeinde. Morgen. Sonn-tag findet in der Christuskirche um 10 Uhr vormittags ein öffentlicher Gemeindegottesdienst statt, in welchem Herr Pfarrer May über den Segen der Arbeit sprechen wird. Um 9 Uhr vormittags findet ein Schulgottesdienst statt. Ausflug des Gewerbevereines Mar-bürg. Für den. Sonntag den 20. d. M stattfindenden Ausflug dieses Bereines sind alle Vor-dereitungen getroffen und wie aus diesen zu schließen ist, dürste dieser Tag sür Windischseisuitz ein Festtag werden. Auch der Cillier und Pettauer Gewerbebnnd haben ihr Erscheinen zugesagt, so daß wir Sonntag einige hundert liebe Gäste werden begrüßen können. Hoffen wir. daß uns auch der Wettergott mit einem schönen Wetter beglücken wird. Ernennung. Der Unterrichtsminister verlieh dem pensionierten Oberlehrer Karl Va 1 enti-nitsch in Tüffer den Direktortitel Gefunden wurde eine silberne Zylinder-Taschenuhr mit einem Kettchen, die vom Verlustträger gegen Nachweisung des Eigentumsrechtes beim Stadt-amte behoben werden kann Eine Spende des Kaisers für das deutsche Theater in Laibach. Für den Bau eine» deutschen Theater» in Laibach bewilligte der Kaiser zwanzigtausend Kronen. Der Sokolski dom in Gaberje. Am 15. ds. wurde der Sokol»ki dom in Gaberje ohne Sang und Klang eröffnet. Während sonst die Narodni dom-Tröffnun'ti« immer mit einem H.'bscste verbunden sind, ist ti diecmal ganz ruhig abgegangen, nur der „Narodni dnevnik" hat die Narodnjaki zum Besuche de» Sokoltki dom an diesem Tage aufgemuntert. Aber auch diele Aufmunterung hat nicht gewirkt. C» fehlt eben der nvrvus reiuw, das Geld. Die „Narodna stranka' hat gän»lich abgewirtschaftet und die jüngst stattgefuudenen Wahlen haben den letzten Groschen ver« schtunnen. Von dcn Anhängern der Partei, den windi-schen Advokatenschreibern kann man aber nicht ver-langen, daß sic in dcn letzten 20 Tagcn des Monat» noch Geld haben. Wir bedauern nur denBewiitschaster de« EokolSki dom, denn er wird entwedcr wie alle Rarodot dom Wirte an Melancholie leiden oder vom AuSlandSrcisefieber ergriffen werden Hundekontumaz. Zufolge Austauchens eines wutverdächtigcn HnndeS in Oberfeistritz hat die Bc-zirkShauptmannfchaft Marburg über die Ortschaften Oberseiftritz, SchmittSbelg, Tainach, Untcrlosnitz, Oberlosnitz, Windischfeiftritz, Schentovetz und Ossel bis aus Widerruf die Hundekontumaz verhängt Vom Handelsgericht. Eingetragen wurde in das Cillier Register, Abteilung A: Sitz der Firma: Cilli. Firmawortlaut: Karl Walzer, Vitz der Firma bisher Cilli. Nunmehr: Gaberje (Cilli). Tag der Eintragung: 7. Juni 1909. — Eingetragen wurde in das Cillier Register, Einz. 1 40: Sitz der Firma: Franz. Firmawortlaut: L. Schwentner. Betriebsgegenstand bisher: Handelsgeschäft. Nunmehr: n) Handel mit allen im Ver-kehre stehenden Artikel mit Ausnahme jener, welche an eine besondere Konzession gebunden sind, b) Pc-troleumhaudel und <*) Kleinverschleiß gebrannter geistiger Flüssigkeiten. Tag der Eintragung: 9. Juni 1909. Brand. Am 13. Juni um halb 10 Uhr nachts kam in dem mit Stroh gedecktem Wirtschafts-gebände des Gr»»dbefitzerS Matthäus Jezovnik in Hohenberg bei Schönstein ein Schadenseuer zum Ansbrnche. welches das Wohnhaus und den Stall bis auf die Mauern einäscherte. DaS Feuer wurde zuerst von den Eheleuten Barthmä und Frauziska Jezovnik bemerkt, welche um diese Zeit ans dem neben der abgebrannten Wirtschaft vorüberführenden Wege »ach Hause gingen. Als sie am Brandplatze ankamen, branitte bereits daS ganze Dach des Stalles, während das Dach deS Wohnhauses nur ans der Nordseite brannte. Jezovnik weckte sosort die Besitzer der brennenden Gebäude. Als man in den brennenden Stall eindrang nm daS Vieh, zwei Kühe und einen Ochsen zu retten, fand man den Stall leer. Später sand man das Vieh in dem nahen Walde. Man vermntet, daß der Brandleger, denn um einen solchen handelt es sich offenbar, das Vieh, das er doch nicht lebendig verbrennen lassen wollte, vorher gerettet hat. Jezovnik erleidet einen Schaden von über 3000 Kronen. Eiue weitere Ge-sahr lag nicht vor. da sich im weiten Umkreise keine anderen Gebände befinden. Rindfleischpreise für Graz sür Monat Juni. In Gemäßheit der bestehenden Gemeinderatsbeschlüsse in Sachen der Rindfleischpreise bei den Verkaufs-ständen auf öffentlichen Marktplätze» wird der Ver-kanfspreis für Rindfleisch für den Monat Juni lausenden Jahres in nachstehender Weise festgesetzt: Ochsenfleisch: DaS Kilogramm mit 19 Deka Bein-zuwage, und zwar 1. Klasse 154 Heller, 2. Klasse 138 Heller nnd 3. Klaffe 122 Heller, ohne Zu-wage, also ausgewogen, 1. Klasse 194 Heller. — Rindfleischpreise: Das Kilogramm ttuh-, Stier- und Jungviehfleisch mit 19 Deka Zuwage I.Klasse 130 Heller, 2. Klasse 114 Heller, 3. »lasse 98 Heller ohne Zuwage, also ausgewogen, 1. Klasse 1(50 Heller. Gegen Verkäufer zu höheren Preise» würde in? Sinne der bestehende» Gemeinderatsbeschlüsse vorgegangen werde». Fremdenverkehrsausschuh Eilli. Da die Zeit der Vermietung von Sommerwohnungen all-mählich herannaht und die Ansragcn von auswärts sehr stark einlaufen, ergeht hiemit an alle Parteien, die Sommerwohnungen zu vergeben gedenken, das Ersuchen, sie bei den unten angegebenen Auskunft-stellcn, wo entsprechende Drucksorten aufliegen, unver-züglich zur Anmeldung zu bringen. Auch jene Parteien, die überhaupt die Absicht haben, im saufe des Sommers Räumlichkeiten an Fremde zu vermieten, wenn auch der Vermietetermin im Juni und Jmi erst erfolgen kann, werden ersucht, ihre Anmeldungen schon jetzt zu machen, da sich die meisten Fremden schon lange vor ihrem Eintreffen durch Briefwechsel passende Wohnungen sichern. Die WohnungSvermittlung geschieht kostenlos, nur ersucht der Fremdenverkehrausschuß jene Parteien, die eine bereits angemeldete Wohnung vergeben oder anderweitige Verfügungen getroffen haben, diese sofort bei der AnmeldungssteUe anzumelden, um dem Ausschüsse in rücksichtsvoller Weise seine Aufgabe zu erleichtern. AuSkuuftsstellen sind.' Fritz Rasch. Buchhandlung; KaffeehauS Merkur und Josef Krell, Stadtamt. Gastwirtschaft Hubertus. Morgen Sonn-tag. den 20. ds nachmittags um ö Uhr findet in der Gastwirtschaft „Hubertus", Laibacherftraße ein Konzert der vollständigen Cillier Musikvereinskapelle statt. Parkmusik. Am Sonntag, vormittags 1 l Uhr spielt die Cillier Musikvereinskapelle im Stadtparke. Schlohberg Gastwirtschaft. Am Mitt-woch wird während der Sonnwendfeier auch auf der Burgruine, diesem alten Wahrzeichen Cillis ein Höhenseuer entzündet werden. Bei dieser Gelegen-heil machen wir auch auf die Gastwirtschaft „Zum Burgwart" aufmerksam, wo man bei guten Speisen und stets frischem Reinungshaufer Märzenbier und echtem Steirerwein gut ausgenommen ist. Deutsche Volksgenosse»! fördert da? Deutsche Haus durch Spenden, Mitgliedschaft und regen Besuch. ■jp v)iui lllH I Vereines" imd unseres Zchutzvereines „Siidmark" bei Spiele« Lind Wetten, bei Festlichkeiten u. Testamenten sowie bei unverhofften Gewinnsten! Ans dem Ztnterlande. St. Barbara bei Pettau. (Brand.) Dem Besitzer Franz Jnrgec in der Gemeinde Paradeis sind am 15. Jnni die Rinder- und Schweinestal-lungen abgebrannt. DaS Vieh konnte gerettet werden. An den Löscharbeiten beteiligten sich auch Bewohner von St. Barbara. Wegen Mangels an Wasser konnte keine ergiebige Hilfe geleistet werden. Jedoch wurde der Brand lokalisiert. Hölldorf. (Großer Vieh markt mit Weinzulage.) Montag den 21. Juni findet hier großer Viehmarkt statt. Die Viehbesitzer sind einge-laden, recht zahlreich daS Vieh aus dem Markt zu bringen, da keine Standgelder eingehoben werden; außerdem bekommt jeder Verkäufer für jedes Stück Rind, welches an diesem Tage auf den Markt ge-stellt wird, einer halben Liter Naturwein umsonst. Für zahlreichen Besuch der Käufer ist gesorgt. Das Lokal-Museum. Zllnse» an ßrinueruugen an die PSmerzeit so überreiches Museum ist an Ionnerstagen und Houutagen von S—1 Abr geöffnet, an andere« Kagen der Mache von 10—12 Mr. yie Kiu-trittsgebühr beträgt 20 Keller. Eingesendet. Südmark-Lotterie. In überaus erste», licher und große» Ersolg versprechender Weise hat diesmal der Vertrieb der Südmark-Lose begonnen. JnSbesonderS haben sich sehr viele Mitglieder des Vereines in Wien persönlich in den Dienst gestellt und Lose bezogen, um sie im Kreise ihrer Bekannten abzusetzen. Von den Ortsgruppen sind Bestellungen in großer Anzahl eingelangt. Leider ist »och eine Anzahl von Ortsgruppen ausständig und diese seien hiemit dringend ersucht, sich ebenfalls um den Abfatz von Losen zu bemühen und die ihnen bereit? zugegangene Bestellkarte ehestens ansgesüllt an die Lotterie'Leitung, Wien IX/4, Dreihackeugasse 4, ein-zusenden. Der künftige Krieg. Der künftige Krieg gegen die meisten Krankheiten wird mittels Seife ge» führt werden. Reinlichkeit schützt die Gesundheit und verhindert die Uebertragung von Krankheitskeimen. Darum sollte man Leib- und Bettwäsche, inSbeson-ders aber Krankenwäsche, immer mit Schwanseife (Schichts feste Kalifeife) waschen, denn sie tötet alle Krankheitskeime; selbst Choierabazillen binnen 30 Minuten in lprozenliger Lösung mit 15 Gramm warmem Wasser. Trotz dieser Eigenschaft ist Schwan-seise so milde, daß sie als einzige Spezialität zum Reinigen von Seide« und Wollstoffen gilt, und zarte Gewebe, Spitze», Bänder, Stickereien und Gardinen wie neu herstellt. _ Deutsche Volksgenossen! Nach jahrelanger freudig geleisteter Arbeit und Dank der opferwilligsten Beihilfe national bewußter Volksgenossen ist der Bau de« Deutschen Hauses bis zur Vollendung gediehen. Die prächtigen Rrume de» stolzen Baue» sind ihrer Bestimmung übeigede» worden. FreigemuteS, frisches, völkisches Leben ist in daS Hau« eingezogen, daS für da» ganze dentsche Cilli und alle Freunde dieser Stadt, für die deutschen Vereine, für alle Schichten der deutschen Bevölkerung bestimmt ist, als Heimstatt deutschen geistigen Streben« und deulschcr Lebensfreude, al« Pflegestälte deutschen Wesens tu dcn Südmarken des deutschen Gebietes. Da« Hau» ist erstanden durch rühmenswerte Leistungen an Geld und Gut und Arbeit, bei denen deutscb« Einigkeit und Brüderlichkeit herrlich ,u Tage traten. Jetzt gilt e» da» Geschaffene ju erhalten al» stolzeS Bild völkischen Leben«. alS Sammelpunkt aller Deutschen auS nah und fern, so daß jeder deutsche Volksgenosse mit aufrichtiger Freude und ckil Begeisterung die herrlichen Hallen betritt. Da» Deutsche Hau» so zu erhalten, daß «S unser aller Stolz und Freude ist, da» Leben im Deutschen Hause so zu gestalten, daß e« daS völkische und wirtschaftliche Gedeihen Deutsch Cilli» in bedeutungsvollem Maße fördert, das ist eine Ehrenaufgabe für die Deutschen Cilli» und aller Deutschen, die treu zu Cilli stehen I Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 49 ! Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. Stuttgarter Lebensversicherungsbank a. G. (Alte Stuttgarter) Gegründet 1854. Alle Deberschüsse gehüiyn den Versicherten. 15318 Die Cillier Gemeinde-Sparkasse befindet sich im eigenen Anstaltsgebäude, Uingstrasse Nr. 18. Die Spareinlagen werden mit 4°L verzinst; die Rentensteuer trägt die Anstalt. Der Einlagenstand betrug mit Schluss des Jahres 1908 K 11,076.029 04. Auf Verlangen folgt die Sparkasse, gegen Erlag von K 4 als erste Einlage, eine Heimsparkasse aas. Darlehen auf Hypotheken werden mit 5*/0, Wechsel-Darlehen mit 5'/*#/e und Pfand-Darlehen gegen 5#/# "Verzinsung gegeben. Die Sparkasse vermietet eiserne Schrankfacher (Safes J unter Verschluss des Mieters und unter Mitsperre der Sparkasse zur sicheren Aufbewahrung von Wert-Effekten; übernimmt aber auch offene Dep6ts. Nebenstelle und Giro-Konto der österr.-ung. Bank. Für den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags festgesetzt. Die Direktion. Versicherungsbestand Ende 1907 ..... 965 Millionen Kr. Seither für die Versieh, erzielte Ueberschüsse 183 Millionen Kr. Ueberschuss in 1907 .........12.7 Millionen Kr. Unverfallbarkeit — Weltpolice — Unanfechtbarkeit Dividende fflr die Versicherten nach 3 Arten. Darunter steigende Dividende nach vollständig neuem System (Rentensystem). Je nach der Versicherungsdauer W Dividendensteigerang "MG bis auf 100% der Prämie und uaebr. Auskünfte erteilt Anton Patx. Sjarka*»»-S*kretär in Cilli. Steckenpferd Bay-Rum 14066 Bestes aller Kopfwässer. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli Müsse M gibt Heim - Sparkassen wie neben abgebildet kostenfrei aus. Nur ein Betrag von mindestens 4- Kronen, welcher wie jede sonstige Einlage verainst wird, i>t gleichzeitig in ein Einlagebuch einzulegen und wird erst bei unversehrter Rückgabe der Sparbüchse wieder hinansgegeben. Der Schlüssel der Sparbüchse wird von der Sparkasse zurückbehalten und hat der Einlegerin ihm beliebigen Zeiträumen die Büchse der Sparkasse zu Qbdrgeben, woselbst in seiner Gegenwart die Oeffuung erfolgt und das Geld gezählt wird. Der vorgefundene Betrag iiiunn in das mitgebrachte Biichcl eingelegt werden und darf am gleichen Tage eine Behebung nictat erfolgen, an jedem anderen Tage ist die Behebung bis auf den Betrag von K 4.— frei. Die Bestimmungen über die Ausgabe der Heim-Sparkassen sind den bezüglichen Einlagebüchern beigeheftet. Bei Bestellungen vou auswärts sind ausser dem Mindestbetrage von K 4.— noch 80 Heller für Porto beiznschliessen. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli hofft auf die weiteste Verbreitung dieser schon viel bewährten, volkswirtschaftlich und erziehlich wertvollen Einrichtung. §park»iHe (1er Stndlgeineiiide Cilli* rf? rj? rf? rf? rf? r§? »4? fI» «4» f§"» MM- = Druckaufträge = in jeder beliebigen Husfübrung bei massiger Preisanstellung. .......... aaaaaaa aaaaaaaa Aiitiliti aaaaaaaaaa aaaaaaaaaaa ♦ Cilli. Ratbausgasse 5 Inseratenaufträge für die Deutsche dacht werden nach billigstem Carif berechnet. ►♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦< ► Ceiepbonanschluss Hr. 21 < >♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦< D^umtncr 49 Deutsche Wacht siiilC 7 I» erster Linie obliegt diese Ehrenpflicht den deutschen Bewohnern SilliS. Es gibt wenige Städte auf deutscher Erde, in welchen die nationale Opfenvil« ligkeit so sehr die Gesamtheit beseelt, wie unser kämpf-umtoste«, allezeit siegreich»« Cilli, wo in bewunderung»-würdiger Weise arm und reich, hoch und nieder freudi-die schwersten Opfer bringt am Altare de« deutschen VolkStumS und auch für da» Deutsche Hau« Opfer ge* bracht wurden, die der Bewunderung und dauernden Danke« wert sind. Deutsche Cilli« l An diese bewährte Opferwillig-feit, die unserer Stadt so viel Segen gebracht und ihr in allen deutschen Landen einen ehrenvollen Namen gemacht hat, appelieren wir. Da« Deutsche Hau« bedarf dringend Eurer Opfer, e« stellt an eure Leistungsfähigkeit, an Eure Heimat-liebe und Euren gesunden nationalen Sinn hohe An-forderungen, höhere, al» sie je an Euch herange-treten sind. Wahret und heget Euer schönstes Kleinod: Das Teutsche HauS! Seid in diesem hehren Ziele ein einig Volk von Brüdern! Trage Zeder nach seinen Kränen sein Scherflein hin |um Deutschen Hause. Werdet Mitglieder, Gründer. Stifter de» Vereine« Deutsches Hau«, strömt in Scharen in die schönen Räume -- kur, vereinigt Euch in liebender Sorge um diese« stolze Werk, das unserer Stadt und dem ganzen Vaterlande zur Zierde und Ehre gereicht. Jeder tue seine Pflicht, keiner bleibe zurück! Heil Cilli immerdar ! Der Ausschuß des Vereines Deutsches Haus. Cilli. Anmerkung: Spenden und Beitrittserklärungen werden vom Zahlmeister Herrn Josef Jarmcr, entgegengenommen. SARG, VYliN. BESTE hn-CR£ME Anerkannt vorzügliche Photigraphisehe Apparate eigener und fremder Konstruktion Kodak» von K 0 50 an, auch mit besseren Objektiven, Projektionsapparate für Sch'lle nnd Hans. Trockenplatten, Kopierpapiere und all? Chemikalien in stet« Irischer Qualität D®f Wer einen Apparat wühlen will, wende »ich vorhervert unens-voll an nn»ere Firma. AnakUnfte wissenschaftlicher nnd technischer Art werden gerne erteilt. R. Lechner (Wilh. Müller) II Im, traben 31. 14921 k. n. k. Hof-Mannfaktur für Photographie. Fabrik photogr. Apparate, r.hifch's Atelier. Seit dem Jahre 1868 in Verwendung! Berger's medic. Teer-Seife, durch hervorragende Aer,te empsohlen, wird in den meiste« Staaten Europas mit glänzendem Ersolge angewendet gegen Hautausschlage aller Art, insbesondere gegen chronische und Echuppenflechten und parasitäre Aufschläge sowie gegen Kupsernase, Frostbeulen, Schivechsübe, Kops- und Barlickuppen. Berger's Teer» seife enthält 4«» Prozent Holzteer und unterscheide! sich iveiemlich von allen Übrigen Teerseiftn des Handel«. Bei hartnäckigen Hautleiden ivendet man a ch die sehr wirksame Berger's Teerschwefelseise. Als mildere Teerseif« zur Beseitigung a^er Unrein« betten deö Teilt», gegen Haut- und Kovsauzschläae der Kinder sowie ols unüberlreifiiche kosmetische Wasch- und Badeseife sür den tägliche» Bedarf dient Berger'» Glyzerin-Teerseise die »S Prozent Glyzerin enthält und parfürmieri ist. 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TonlfllcbtrOtiekMck.Uibw MOO iritllobe Q»l»ebl n. J. Seravallo, k. u. k. Hoßleferut, Trlest-Barcola. I. if|ll K Kftufileh In den «ipoiheken in Flatchen and u 1 L i K 4.80 Kennen Sie schon Perfil. das gute, moderne, unschädliche Waschmittel? Der Waschtag, bisher ein Tag der Unbequemlichkeit, wird jetzt ein Tag des Vergnügens. Perfil erfreut jede Hausfrau mit blendend weißer Wäsche und erspart zwei Drittel der bisherigen Dauer des WaschenS, und Zeit für andere Arbeit ist gewonnen. Ausweis über die im ftüdt. Schlachthause in der Woche vom 7. bis 13. Juni 1909 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. Rame des Fleischers Butschek Jakob . Grenka Johann . Janschet Martin KneS..... Kofsär Ludwig . Lestoschet Jakob. Payer Samuel . Planinj Franz . Plestschat. . . . Pleiersky.... Rebeuschcgg Joses Sellal Kran, . . Seulschnigg Anton , Steher...... Umegg Rudolf . , Bollgruber Franz , Gastwirte..... Private . . . . , Schlachtung«»» d»l». eingeführte« in ganzen Stücken xe s * Q <* r; S «5 JE. ZZ «3 ä: ~ C ~ :Q TJ ^ .5 o .-tJ Ö? '4) CG ez W ÜO 1 — 2 2 — - 3 -i-i 8 — — 19 1 2--6 11 . — 8 > - - 3 l eingeführtes Fleisch in Kilogramm £ E % G Q rf» ifi & sc dc « Äff *i> «5 8 •«= «3 169 39 - - II — 13 £6 — v — Bai KINDERKRANKHEITEN trztliohsrselts mit Vorlieb« empfohlen •° gegen cIJ» Inkectioa»- Krankheiten; Z üew reinen tz Kg ggg GrasiHetsen id Ij^W entspringend. Bet vielen Epldiaten glBczend bswäbri RÖSLER's Zahnwasser Nur echt mit dieser Schutzmarke. (3 rote Kretu ). Seit 39 Jähren als ein an£ge*-icbneteg und !• illi(jes Mittel lur ErbaltnnR der Zithne erprobt. E« erhält die Zähne rein weiss, verhindert dun Hoblw> rden und die hie-durch entstellenden Zahnschmerzen. b n-Apotheke, Wiin I. Wipplingerstrass« Nr. 1'2. WA 5 will«! Cte praiiJ »»b franko meinen ar»ßr» iibrr PraziNo„S tt.',rt„ ut br>k«vr»il»»! Andeinar«, Omeica. 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Oktober; Kollegiengeld K 120 pro Semestar. b) lland el*-Akademie (bestehend aas 4 Klassen und einem Vorbereitung«-kurs). Einschreibung atn !ti. September; Schulgeld 60 K pro Semester« c) Handelsschule fiir MHdcbei« (zweikUssig), Einschreibung am 16. September; Schulgeld 25 K vierteljährig. Sprechstunden während der Ferien: Dienstag u. Freitag 9—11 Ihr vorm. Nähere Auskünfte erteilt Die Direktion 15480 der Innsbrncker llandels-Akademie. Realitäten -lerkehrs-Vermittlung der Stadtgemeinde Cilli. Sehr schönes Land- Jllt im Sanntale, an der Iieiehs-strasse 3 km von Cilli entfernt, bestehend aus einem komfortablen einstöckigen Hmenhause mit Veranda, einem grossen Wirtschaftsgebäude, Stall angin. Wagennmise etc u. sehr ertragsfähiger Oekonotnie it sofort preiswürdig zu verkaufen. Einstöckiges Wohn* hsUSj tieugebaut, mit Gastwirtschaft Branntweinschank, Trafik u. 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