PrSnumerations- Preise: Kür Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 lt. Hilbjährig . . 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich . . . - 70 .. Mit der Post: fWiftWg 12 p. L»'b»hrig 6 „ vmtiiäetifl 3 „ 8ttt Zustellung iu6 Hau» ^ertelj. 85 kr., monat!. 9 tr. Einzelne Stummem 6 kr. StetactUu: Bahnhofgaffe Rr. 15. «rpedttt»»»- k Inserate»-v«re«„: Lougreßplatz Sir. 2 (Buch-v. Mein- von itidhrlk ged. atabetg.) Nr. 17. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zuriickgesendet. J«serti«uSvreise: Kür die einspaltige PetitzeAe i 4 fr., bei wiederholter Einschaltung i 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen 20 kr. Sei größeren Inseraten ^nd öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. '5 Kür complinerten Satz I dere Vergütung. Montag, 22. Jänner 1877. — Morgen: Maria Berm. 10. lieber den Ausgleich. Guido v. Bauhzurrn, siebenbürgifch-säch-fischrs Mitglied de« ungarischen Reichstage«, Übergab Zw 17. d. eine Broschüre, betitelt: ,;$) er neue «»«gleich, wie er sein soll," der Oeffentlichteit. Der Verfasser widmet diese neueste Erscheinung ?uf dem politischen Büchertische „allen Patrioten and insbesondere allen seinen geehrten ParldmentS-Kolle-W in Ungarn und Deutsch Oesterreich ' Herr von ®°u^n ern fordert Herstellung eine» gemein« tarnen Parlamentes, Äteierung von Ministerien für das Auswärtige, für den Krieg, den Handel, den firebit und die indirekten Stetrtm, die Einheit «ot», Parität der Pflichten und Rechte beider »heile, Berthcilung der Anzahl der Abgeordneten J® Sentrol=Porldment auf Grund der Quote uttd ^Eiüführüng der deutschen Sprache als offizielle «e>ch«^prachk. Jeder Patriot, der fein Vaterland Oesterreich Ungarn ehrt und mit Oesterreich-Ungarn « wol meint, wird die in dieser Broschüre nieder titttgtm Wünsche und ProgrammSpunkie simpathisch ^htüßen. Herr v. Bauhznern decket an, daß tjjk neue Ausgleich zwischen Oesterreich »Ungarn Mtzinde Punkte enthalten sollte: l. Die Institution der Delegationen wird in *"j*n gemeinsamen Reichstag umgewandelt, "taftiben ein gemeinsame«, verantwort, ''che« RtichSininisterium beigeordnet und Itihtr gesetzgeberischen Kompetenz werden nebst den ”$*ttlttigtn Angelegenheiten und dem Kriegswesen ■MM auch noch alle jene Angelegenheiten zugewiesen, welche unter den GesichlSßpunkl gemeinsamer Finanzen, sowie der HcmdelSgemeinsamkeit fallen. 2.-Die unter den Gesichtspunkt der Ha nd el«. gemeinsamleit fallenden Angelegenheiten find alle jene auf den Handelsverkehr sowol zwischen den beiden Staaten der Monarchie als auch zwischen der Monarchie und dem Buslande Bezug habenden Angelegenheiten, deren bisherige Erledigung «ach den Gesetz-Artikeln XII und XVI vom Jahre 1867 der gemeinsamen Vereinbarung zwischen beiden Reich«, «heilen Vorbehalten war; ferner die Zölle und endlich da« Münz-, Geld- und Kreditwesen. 3. Aus der Gemeinsamkeit de« Kreditwesen« folgt: a) die Eonverfion fämmtlldjer Staatsschulden beider Staaten der Monarchie in eine einheitliche Staatsschuld de« Reiche«: b) der Uedergang fämmtiicher Staatsgüter der beiden Staaten der Monarchie al« Objekte de« fiskalischen Hypothekar-Kredites in das ©genthitm ,»« MicheS; c) die Eontrahierung neuer Staatsschulden ausschließlich durch dien gemeinsamen Reichstag; je-doch fteht die -vorläufige Bestimmung dessen, ob der gemeinsame Reichstag eine neue Staatsschuld kontrahieren soll oder, nicht, in jedem einzelnen Falle den Gesetzgebungs-Körperschaften der beiden Staaten der Monarchie zu; d) die Einheit der Staat»- ritib Bttnknoten, sowie die Einheit de« zur Noten. Emission privile-gkertenB a n k - I n st i t u t e«. 4. Gemeinsame Finanzen sind sämmtliche indirekten Steuern, sowie die Einkünfte tut« den Staatsgütern. 5) Die Quvten-Proportion bildet jene Resultierende, welche sich einerseits'aus dem Bekhältni« der bisherigen Stoäteschulden der beiden Staattn der Monarchie zu tiitaifber, anderseits au« der Leistungsfähigkeit der letzter« jjur Bestreitung der gemeiüsaitten Ausgaben ergibt. In strittigen, bie Feststellung der Quote betreffenden Fällen entscheidet endgiltig Se. Majestät. Jtu übrigen bleiben die diesbezüglichen Bestimmungen de« 1867er Ausgleich«, gtfetzes aufrecht. 6. Kräft des Prinzip« der Parität der Pflichten und Mchte bildet die Quoten Proportion die Bafi« jene« Verhältnisses, in welchem die beiden Staaten der Monarchie den gemeinsamen Reichstag beschicken. Die Abstimmung im gemeinsamen Reichstag erfoltzt durch absolute Stimmenmehrheit. 7. Das Reichsministtriuin ist dem gemeinsame» Reichstage verantwortlich. Seine Mitglieder find : der Reichskanzler al« Midister de« Auswärtigen tihd des kaiserlichen Hasses, sowie ak« PrSfidetit de« gemeinsamen Miitisterrathe«; ferner der Reich»«, Krieg«-, ReichS-Finanz- und Reichs-Hanvettütickster ’ititb endlich der ReichSÄinkster ohne Portefeuille (Sprechütlnister). Die Ministerpräsidenten der beiden Staaten der Rönatchie find ebenfalls Mitglieder des gemeinsamen Ministertathe«, jedoch nicht mit entscheidender, sondern nur mit beratender Stimme. __ «WW»« gtemffeton. Die Jubiläumsfeier der filharmonischen Gesellschaft in Laibach. Unsere demsche Bühne exSffnete aln Säiti«-«9 den 20. d. bie Feier de« 175jährigen JubilMmS P^rmottifchen «efettschaft in Laibach mit einer »iddrfiellwng, welche durch Darstellung von dkser Gesellschaft. gegriffenen sechs m ^ d rr n eine besondere Weihe empfängt. m.iuw1KS 3» grüße dich,, geliebt, Heimat »rain 1 Zu deinen Marken steig ich jauL.end nieder Hier strahlt m.t fchen Wlt«6 Du r-nd deS w-in S, der Än.^dd^Lieder I *tein ist der Raum und eng die «reinen nur « gibt andere Länder, größer und gewaltig, ' Doch spE man von den Wundern der Natur “Wt strahlt dein Name, stolz und vielgestalü, I 'Ar reist der Wein wie Goldrubin so hell, ««keltert unverfälscht vom Traubengotte, «" deinen Bergen wohnt ein Silberquell Und wölbt karsunkelblitzend stch die Grotte. liegt der See - ein dreimal wechselnd Bild. ,n vteifach Räthsel, seltsam zu erklären, Und hier der Flüß, der heut versinkt, verquillt, Um morgen wieder neu sich zu gebären. — Und wie die Adria dort Grüße tauscht, Die Sonne WelschlaiidS glänzt auf den Behängen, Hat fit WZitnge dir gelöst, eS rauscht In deinem'Volke''mächtig von Gesängen. Und du, mein Laibach, prächtiges Juwel, DeS grümn Wandel weiße Metropole, Du hast veredelt jener Lieder Quell, Den Gotdkern saffend in der «unst-Phiole. SKMVF'MM. Sie einttk^lch/Ün schöner «Und ekitsprang, Ein vund dtf Sie der ünd der tzarmomtn. Und fitharmonisch nannte sich der Bund, Berthold von Hössern war's, der ihn begründet, Und wie dereinst, so lodert Noch zur Stund' Die>Al«mmk, die begeistert er entzündet. Sie roatd’tiiifatht, geläutert und genährt, D'rum PxeiS und Lob na» fast zweihundert Jahren Dem Gtitotrt/'btffen Schöpfung sich bewährt, UudMtVüOd' Lob den Männern, W sieMen. Erste« Bi Id: (Der SMang des Prinzen Eugen 1703.) -fitl ^’ahn tntlchtoaiib, da war ein Fest zu seh'n, Ein Friedl nösest nach Schlachtenungewitter, Savoyens Prinz und Oesterreich» Held Eugen Zog in die Stadt, de» Reiches edler Ritter. Welch' PraNaen, Duften, Leuchten t Die gtlint Laibach wird jutn Feste« VNd ° eichbkivimpest zithk mancy $ Und BvkdfchMuck" blitzt im Felltrga Und unsre Sänger,' seht wie dort am Fluß Entlang dem User ihre Scharen zieh », «uftauscht ihr Lied, welch' Heller Sangesgruß I Rach' ©chlhchtntlärm ein Grüß'von Melodien I" Zweite« Bild: (Kaiser Karl VI. feiert während der Erbhuldigung daö Totjonfest in Laidach 1728.) -Und sürisundzckaNjia Jahre- Äetz-n «stsei. Da schekiit'ÄeschSHLnpkstadt tiftfre «ttfbt zu «erden. «llwäü« zw allen drängt heröei WaS hoch und reich und mächtig ist auf Erden. Der in Vk. Stabt, VeS Bankettieten» toitS A'ttnInTAmet sott, Zu enge sind des SaateS gvldne Wände. Beim Orden-feste, prachtumstrahlt wie kein'S Erscheint, waS Rang und Reichthum führt und Titel, Denn Kaiser Ikarl hält in der Hauptstadt RvainS Des gold'nen BließeS glänzende« Lapitel. Und’ wie der höchste Orden die« im Reich, Schlingt et um Fürsten nur die gold'nen Glieder, Und untrennbar allzeit mit Oesterreich > Glänzt er auf Hab-burgS Ruhm und Ehre nieder. ... jf iirtt Prang hm huldigen /dep LändeS 8. Die offizielle Sprache de- gemeinsamen Reichstage», sowie der obersten Regierungsorgane des Reiches unter einander ist die deutsche. 9. Der alleinige offizielle Tilel der Monarchie ist: „Kaiserthum Oesterreich" oder kurz „Oesterreich." 10. Die beiden Grundbedingungen de« neuen Ausgleiche« find die Aufrechlhaltung der Verfassung Ungarns im Sinne des ungarischen Gesetzartikels XII vom Jahre 1867 bezüglich aller durch den neuen Ausgleich nicht operierten Bestimmungen dieses staatsrrchlichen Vertrage- und die volle BerfassungS-müßigleit der übrigen Königreiche und Länder Seiner Majestät." Zur Bankfrage. Heute treten die österreichischen Minister Fürst Auersperg, die Freiherren v. Lasser und Prelis ihre Reise von Wien nach Budapest an, um dort in Gemeinschaft mit den Ministern der ungarischen Reichshälste und unter Vorsitz des Kaisers neuerliche Verhandlungen und Beraihungen über die Bankfrage zu pflegen. Dir ,N. fr. Presse" bemerkt zu dieser Meldung: „Ein sofortiges Resultat, eine schleunige und definitive Lösung der ganzen Bankfrage wagen wir leider, nach den gemachten Erfahrungen, von diesen Verhandlungen auch jetzt noch nicht zu erwarten, sondern wir müssen darauf ge. faßt sein, den ganzen von Leidenschaft und Starrsinn genährten Conflict, der bis jetzt allen AuSgleich-verhandlungen charakteristisch war, neuerdings entbrennen und dadurch die Verhandlungen abermals erschwert, gekreuzt, in die Länge gezogen zu sehen. Formell, wird zunächst den Gegenstand der Verhandlungen der Antrag der österreichischen Regierung bilden: es möge gemäß dem Begehren der Nationalbank» das neue der gemeinsamen Bank zu gebende Statut durch die drei natürlichen Faktoren: österreichische Regierung, ungarische Regierung und Rationalbank, berathen werden. Der Nationalbank würde dadurch Gelegenheit gegeben, die Bedingungen zu formulieren, unter denen sie bereit wäre, da« Privilegium neuerlich zu übernehmen. Davon, ob die ungarische Regierung bereit ist, auf diese Art der Verhandlung einzugehen, wird zunächst alles weitere abhängen. Graf Andrassy soll bemüht sein, das ungarische Ministerium hiezu zu bestimmen." Wie verlautet, bestehen die von der Direktion der Rationalbank entworfenen Hauptzüge des neuen Bankstatuts in folgendem: „Die Ban! soll österreichisch.ungarisch, aber nur eine Bank sein, mit Direktoren in Wien und Pest. An die Stelle der jetzigen Direktion tritt ein sogenannter Und in dem »reit der Fürsten wiederum Dir Weihe bringend, unsre Sänger stehen, Schon klingt ihr Lied und preiSt deS ÄaijetS Ruhm, ES soll d?r Sänger mit dem Fürsten gehen I " Drittes Bild: (Der slovenische Dichter Vodnik wird Mitglied der filharmonischen Gesellschaft 1796.) „So endigen sechsmal der Jahre zehn, Da weist ein GeisteSpaar dir lichten Spuren, ein Dichter und ein seltener Mäcen, Und Bodnik-ZoiS nennt man die DioSkuren. Untrennbar fich die »ahn der beiden zieht, Im ewigen Austausch der Gedanken wandern. Die zwei find ein« — e« zeugt jedwedeS Lied De» einen «opf — da» Dichterher, de» ändern. Und wer ein Jünger reinster Poefie trägt in der Brust den heil'gen Quell der Lieder, D'rum wurde unftrm Bunde der Harmonie Auch Bodnik der begeistertste der «rüder. Kosmopolitisch ist da» Lied — t» hat Geendet jeden Streit mit seinem Klange, Und Bürger, Priester, Bauer und Soldat, Und deutsch und flavisch eint fich im Gesänge* Vierte» Bild: (Konzert vor der Kurfürstin von Pfalzbaiern 1801.) So lange ne* die Sonne scheint und glüht, So lange noch empfinden unsre Seelen, Generalrath, bestehend aus zwölf Mitgliedern, acht Oesterreichern und vier Ungarn, erste« gewählt durch die General-Versammlung, letztere zum ersten-male im Teriiavorschlag durch die gegenwärtige Direktion aus fünf Jahre berufen, sodann gleichfalls im Wege eines Ternavorschlages vurch den Generalrath ernannt. Dieser Generalrath ist auS-jestattet mit den weitgehendsten Attributen des letztgen Bank Ausschusses und der jetzigen Direktion. So strht ihm die Fixierung des Zinsfußes zu, die Dotation der Filialen, die Ernennung sämmtlicher Beamter. Bon Eontingent>erung der Noten uud paritätischer Gestaltung ist in dem Projekte keine tRtde. An der Spitze des Pester Eenjur-Lüllegiums stünde rin von der Wiener Direktion ernannter Beamten, ausgestattet mit dem Beto Rechte, welches zur golge hat, daß die von der Wiener Direktion gefaßten Beschlüsse, eventuell im Appellwege, vor den Generalrath gebracht werden können; sämmtlikbe Generalräthe, auch die ungarischen, fungieren in Wien." Politische Rundschau. Laibach, 22. Jänner. Z«la«d. Der außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am königlich niederländischen Hose, Heinrich Freiherr von Haymerle, wurde unter gleichzeitiger taxfreier Verleihung der Würde eines GeheimratheS zum Botschafter bei dem Könige von Italien ernannt. Heute Montag um 10 Uhr, unmittelbar vor der ersten Plenarsitzung des österreichischen Abgeordnetenhauses, werden sich sämmtliche drei Klubs der Bersassungspartei, am Abend desselben Tages der Ausschuß zur Vorberathung der Gesetze über die Einschränkung der Trunkenheit und des Wuchers in Galizien versammeln. An maßgebender Stelle wird die Notwendigkeit der Auflösung des Tiroler Landtage« und die Ausschreibung von Neuwahlen für denselben in nähere Besprechung gezogen. Das ungarische Abgeordnetenhaus hielt eine kurze Eröffnungssitzung. Der Präsident meldete Gesuche zahlreicher Sparkassen gegen den Wuchergesetz. Entwurf an. Oesterreich soll, im Falle die Aktion zwischen der Türkei und Rußland beginnen würde, eine zuwartende Stellung einnehmen und höchsten» nur solche Maßnahme» ergreifen, die zur Sicherung der Ruhe und Ausrechthaltung der Ordnung im Grenzgebiete unerläßlich sein sollten. AnSlaud. Die englischen Blätter äußern fich über den Ausfall der deutschen Reichstag»« wählen dahin, daß die parlamentarische Stellung So lange noch die Blume duftet, blüht, Wird nie die Frau im Kreis der Sänger fehlen. D'rum zeigt sich uns ein hohes Frauenbild, Bon unsern FUHarmonikern umrungen, Wie strahlt Ihr Auge, freundlich klar und mild, Da Ihr gewidmet — jener Lied erklungen. Die Fürstin von Ehur»Baiern ist'S, Marie, AIS Hüterm und Pflegerin auss beste Bewahrte sie den Bund der Harmonie, Und Königin war sie dem Liederseste. Und mit Ihr, seht — reich in der Anmuth Glanz vereint was Laibach bot an schönen Frauen, So ist die «ose in der Blumen «ranz. Die Perle in dem Diadem zu schauen l — Fünfte» «ild. (Begrüßung de» österr. General» Latterman« nach dem Abzüge der Franzosen 1813.) Doch weg mit Festen und de» Friedens Bild l Denn KriegSlärm naht, e» flammen die Rakete«, Schon brauet heran die Furie — sturmeSwild, Statt sanfter Weisen dröhnen die Drommete«. tie Oesterreich I — Hie Frankreich I schallt'» zumal, ►er ruhige Mann des Friedens wird zum «raget, Europa bebt, der kleine Korporal Ward über Rächt zum großen Meltbezwinger. des Fürsten Bismarck in Zukunft eine viel schmeck 'jere sein, daß die Entscheidung oft in den Hände» weniger Abgeordneter ruhen wird. „Daily Neef" wollen hierin einen für den Frieden Europa'- bk' unruhigenden Zustand erblicken, da Bismarck btr Schwierigkeiten im Innern durch eine Aktion nach außen Herr zu werden suchen werde. Die „Italic" schreibt: Die Nachricht der fratt' jösischen Journale, daß Italien den Vorfälle! gemacht hätte, Tunis zu einem fast unabhängige» Fürstenthume wie Rumänien zu machen, ist absolut erfunden. Der Schluß der Konferenz ist für Dien»' tag projektiert. Die Delegierten und Botschafter bt' absichtigen Mittwoch ober Donnerstag gleichzeiti-abzureisen. Die Türke i rechnet auf die Fortsetzung der Unterhandlungen nach Schluß der Konferenz. * Die „Times" halten weitere Unterhandlungen fük möglich und meinen, die Auflösung der Konferenz kennzeichne vielleicht den Beginn einer neuen Phase, in welcher die Westmächte zeitweilig unthätig blei' ben und die drei Kaisermächte allein vergehen wer» den. Die Bevollmächtigten sollen die Absicht haben? bei der Konferenz zu beantragen, au« den Delegierten bet Mächte selbst die Ueberwachungskommissivn ztt bilden. Die Tractatmächte erkennen die gleich' zeitige Besetzung der türkischen Provinzen durch Rußland und Oesterreich als eine Bürgschaft der Vermeidung anderweitiger Spaltungen. Die Versio» von der Verlegung der Konferenz nach Wien erhält sich. In römischen Kreisen der Diplomatie will matt wissen, daß Rußland angesichts der in Kvnstantinaprl herrschenden großen und gefährlichen Gährung mit der Türkei direkte Sonderverhandlungen einzuleite» versuche. Zur Tagesgeschichte. — Altkatholiken. Die Statthaltetei für Rieder« Österreich ließ dem Vorsteher der altkatholischen Gemeinde i» Wien den Bescheid zustellen, daß die Regierung gegen die Anerkennung der Attkathotiken ne« dem Gesetze vom 20ste» Mai 1874, R. <8. B. Rr. 68, kein prinzipielles Bedenk» erhebt. — DaS Reichsgericht tritt am 24. d. M. z< öffentlichen Verhandlungen zusammen, u. z. am 24., vor» mittags 10 Uhr, über eine Beschwerde wegen behauptetet Verletzung des Vereinsrechtes und mittags 12 Uhr Über eine Klage auf Pensions-Erhöhung; am 25., vormittag* 10 Uhr, über einen negativen Kompetenzconflict zwische» Gerichts- und Verwaltungsbehörden, und um 12 Uhr mifr tags Über 45 Klagen auf Einreihung in die elfte Rangjk klaffe; am 26., vormittags um 10 Uhr, Über eine Klage auf Gehaltsnachzahlung und beziehungsweise Gehaltserhöhung! dann mittags um 12 Uhr über eine Klage auf Zuerke»« Auch unser Land fühlt bald des Feindes Macht, ES nahen Frankreichs eiserne Kolonnen, Und schlagen OestreichS «rieger auch die Schlacht, Geht bald verloren, waS so schwer gewonnen. Die Lose fallen — und mit einem Streich Siehst du mein Kram, auch deine Hoffnung fallen, Man reißt dich los vom theuren Oesterreich Und macht dich zu Napoleons Vasallen! Wehl Galliens Hahn statt OestreichS Doppelaar? «Statt deutsch und stavisch — fränkisch Wort und WefeUt Doch was dereinst gut österreichisch war, DaS bleibt und ist — schlecht fränkisch nur gewesen. Doch horch I Von Leipzig schallt's mit Donnerton, Die blutige Völkerschlacht wird dort geschlagen, Zu Schutt und tationen. 3. Feilb., Dolenc'sche Real., DolenjavaS, BG. Oberlaibach. — 3. Feilb., Pouc'fche Real., Weißkirchen, BG. «uvolsswetth. 3. Feilb., Mirtii'fche Real., «uherkal, «E. Rndolsswetth. — 3. Feilb., Pauschel'fctie Real., «estndeldvrf, B«. RudolfSwerth. — 3. Feilb., Jensii'fche Real, Ragou, BG. RudolfSwerth. — 3. Feilb., Jeromeu'fche Real., Malavas, BB. Laibach. — 3. Feilb., Dolenc'sche Real., Planina, SB. Loitsch. — 3. Feilb., Molk'sche Real., Martinhrid, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Äiundii'fche Real., Riederdors, B«. Loitjch. — 3. Feilb., Smerdu'sche Real-, ®tdb. Herrschaft AdelSberg, BÄ. Senofelfch. — 2. Feilb, Zormau'fche Real., Zerjavka, BE. Krainburg. — 2. Feilb., Mefchiek'jche Real., Ratschach, BB. Kronau. — 2. Feilb., Rasinger'fche Real., Birnbaum, BE. Kronau. — 2. Feilb., Stamcar'fche Real., AdergaS, «E. Krainburg. — 2. Feilb., Sternija'fche Real-, St. Martin, BE. Laibach. — 2. Feilb., Malefic'fche Real., Radooic, BE. Mvttling — 2. Feilb., Schuster'fche Reil., Pvdgrad, BB. Laibach. — 2. Feilb., Suchor'fche Real., Ze-leznik, B«. Möttling. — 3. Feilb , Jurajevtli, Oklug, BB. Mötiling. — 1. Feilt., Bertatit'fche Real., Slivna, «E. Littai. — 1 Feilb , Preal'fche Real., Brdb. Herrfchaft Sittich, VB. Littai. — 1. Feilb., Baljavec'sche Real., Unter» sch'schka, «E. Laibach. Telegramme. Gteiubkü«, 22. Jktnner. Die Bahnabrntschung zwischen Römerbad und Steinbrück ist soweit beseitiget, daß da« Umsteigen der Reisenden und Ueber-tragen de» Gepäckes schon mit heutigem Zuge 4 ermöglicht ist. Die Wiederaufnahme de« Gesamml-verkehre« über die beschädigte BahnsttUe wird am »5. d. M. beginnen. -Graz, 20. Jänner. Bei der heutigen Reichs, rathswahi in den Landgemeinden Bruck-Ltoven wur. den 203 Stimmen abgegeben und Alois Posch imit 11411 Stimmen gewählt. Der klerikale Prinz Liechtenstein erhielt 62 Stimmen. "«0»staattao-el, 20. Jänner. In der heuli. gern Sonfnenz-sitzung verla« Sasvei Pascha eine Note, welche erklärt, daß fich die Pforte über gewisse ^Detailpurikle- Mit den Mächten verständigen könne, ' ver-^rnrnnung der tSknrralgouvernenre jedoch mit Stillschweigen übergeht. Was die Frage der einznsetzeNden Kommission betrifft, schlägt die Note eine zu wählende Lokalkommission unter dem Vorsitze eines türkischen F»octi»nLrS vor. Was Serbien und -Montenegro betrifft, überläßt die Note die Regelung- der streitigen Fragen einer späteren Entscheidung. Nach Verlesung dieser Note ergriff Marquis of Salisbury da» Wort und konstatierte, daß, nachdem - die Psorie sich weigere, die von den Mächten geforderte» zwei ««»führnngsgaranlien betreffs ErneMUNg- dtt <9otrtrtttitutt und Organisierung einer wahrhaft «»abhängigen ÄonteoUelommis» fion zu bewilligen, kein gemeinsamer Boden für eine Verhandlung >«thr »vrhvnben zu sein-scheine, dir Konferenz sich daher gls geschlossen bttrachlen solle. Generäl Jgnatieff sprach jodann im gleichen Sinne, erklärte die Vorschläge-der Pforte «ls unannehmbar, betoütk die auf M Pforte zurückfallende VerantwortkiMit und drückte die Hoffnung aus, daß die Pforte in Hinkunft nichts gegen Serbien und 'Montenegro'«Mermhmen und die Lage der Christen zu respektieren wissen werde. Nach diesen - EMä-rungen ging die Konferenz auseinander, da ihre Arbeiten beendet waren. General JgNütleff und Marquis of Salisbury werden Montag abreist», während d>e anderen Bevollmächtigte» im Laufe t#t nächsten Woche Konstaiuinopel verlassen werden. Telegrafischer Kursbericht. am 22. Jänner. Papier-Rente 61-30. — Silber-Rente 67-70. — Bold» Rente 74-45 - 1860er Staats-Anlehen 11275. — «am-actim-866. — Kkeditäetien 142 40. — London 124-70. -Silber M7 -. - Ä. k. Münzdukaten 6 92. - 20-Fr»M Stücke 8 95-/,. - 100 Reichsmark 6135. Lottoziehung 20 Jänner. Wien: 69 72 81 66 47. Graz: 24 84 7 50 17. in den besten Jadren mit etwas Vermögen wünscht fich «us Mangel an Bekanntschaft mit einem ledigen Herrn, der ein bescheidenes Landgut hat, zu verehelichen. Briefe und Fotografie unter der »drefse: Emma Nr. 100 poate restante bis 2. Februar. (34) 2 -1 frische FngarM-KrapM (gan? neu) und fafcRingstrapfert empfiehlt die Conditorei Kirbisch, Cotrgreßplatz. (30) 3-2 er Profeffor der modernen Sprache an der Hie»' figen Handelsiebranstalt empfiehlt den Sprach-kennern und denjenigen, welche im Englischen, Franzöfifchen. Italienischen nnd Spanischen eine« ! gründlichen Unterricht erhalten wollen, feilte neue mnemotechnische Methode, wodurch der Lernende, obne irgend ein Buch zu gebrauchen, die höchste Stufe in den Sprachleimtmffen e> werben Muß. Die Freunde der alten und neueren Sprachen erhalten ebenfalls bei mir eine genaue Und filologifche Erkläruich der römischen, lateinischen und griechischen Schulklaffiker. Swwliel- Emil, früher Professor der modernen Sprachen an den Oberrealschnlen in Italien. Sprechstunde voll 3 biS 4 jeden Tag: Reffelplatz Nr. 1, 1. Stock. (32) l Rheumatismus-Aether zur Behebung von Schmerzen aller Art, ob acut «der chronisch Dieser Attbek ist das beste, reellste und sicherste 613 nun bekannte Mittel gegen Rheumatismus (Gliederreißen, Hexenschuß), <8i*t, jede Art Lähmung in den Händen und Füßen, Seitenstechen tc. 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Kleinmayr & Fed. Bamberg. BetlegerOttowar BaNiberg. Für die Redaction verantwortlich: Fran, Müllt't.