Mr. 4541. XIII. 1914- Folium officiale Dioecesis Lavanti nae. Cerkveni zaukaznik za Lavantinsko Skotijo. Kirchliches Bet ordmtugs-Blatt siir dic Lavanter Diözese. Anhalt. 91. Hirtciischreiben, betreffend dic glücklich erfolgte Wahl des Papstes und den Dankgottesdienst hiefiir nnordncnd. — 05. Pastirski list o srečni izvolitvi papeža z odredbo zahvalne službe božje. — lili. Supremae Sacrae Congregationis S. Ottici i decretum seit indultum Circa peragendam sacrameutalom confessionem ante diem lucrandae indulgentiae constitutum. U7. Sacrae Congregationis Rituum decretum seti declaratio circa Officia propria. 98. Dubium de Propriis dioecesauis, !)!). Sacrae Congregationis Rituum decretum de luco electrica super altari non adhibenda. Hirtenschreilien, liet reffend die glücklich erfolgte Wahl deo Papstes und den Dankgottesdienst hiefiir anordnend. durch Gottes Gnade und Erbannung Fürstbischof von Lavant, entbietet ben hochwiìrdigen Seelsorgern unb allen übrigen Diözefanen Gruß, Segen und alles Gute im Namen bes Herrn! Ne participentur Sancta: donec exsurgat Pontifex in ostensionem et veritatem ! Es gibt heine Anteilnahme an dem heiligen, bis ber Hohepriester ersteht und sich zeigt in Wahrheit. (Opferung in der Messe für die Wahl des Papstes. III. Esdrae 5,40). 5nt Herrn geliebte ©laubige! ,1t gar betrübte, müh s elig e Zei-ten fiel ber Tob des gottinnigen Papsles Pius X., dessen ganzes Sinnen unb Sehnen, Wallen unb Wirken bahin abzielte, um alles in Christus zu erneuern. Millionen unb Millionen Christusgläubiger schauten auf ihn als auf beit berufensten Vermittler unb friedlichsten Schiedsrichter in beni entbrannten gewaltigen Weltkampfe. Nun wirb ber Vereinigte aber am Throne Gottes ein mächtiger Fürbitter sein für ben Frieden ber Well, dessen Wiederherstellung eine gigantische Ausgabe seines Nachfolgers bilden wirb. Gott sei es in ben Himmel hinauf viel-taufenbmal gebankt, bah er in seiner unendlichen jöitlb unser Gebet am 30. August 1914 in ber Votivmesse für die Wahl des neuen Papstes so eilig erhört hat. „Mit flehender Demut", so seufzten wir beim heiligen Meßopfer, „bitten wir dich, o Herr, daß bit in deiner unendlichen Güte ber hochheiligen römischen Kirche jenen Hohenpriester gebest, ber sowohl durch seinen Eifer für uns dir immer wohlgefällig und deinem Volke durch heilvolle Regierung stels ehrwürdig fei zur Glorie deines Namens." Bereits am 3. September 1914 rief der älteste Kardinaldiakon von der großen Loggia des St. Petersdomes aus in die auf dem schönsten Platze der Welt versammelte unübersehbare Volksmenge die weltgeschichtlichen Trostworte hinein: Ich verkünde euch eine große Freude. Wir haben einen Papst in der Person Seiner Eminenz des Koch würdigsten Kerrn Kardinals Giacomo Della Chi e sa, der sich den Namen Benedikt XV. beigelegl hat. Und sogleich ertönten die Glocken aller Kirchen der ewigen Stadt; und das gläubigfromme römische Volk jubelte dem neugewählten Pontifex Maximus begeistert zu. Der Telegraph und das Telephon verbreiteten wie auf den Schwingen der Luflwellen blitzesschnell das geschichtlich denkwürdige Ereignis hin über die ganze weite Welt. Auch in unserem lieben Marburg ließen ungesäumt nach der mir am 3. September um 1 Uhr 55 Minuten nachmittags zugekommenen Freudenbotschaft die Glocken der altehrwürdigen Kathedralkirche ihre Festklänge gar mächtig erschallen. Schon nach wenigen Wahlgängen — der erste fand am 31. August statt — am 3. September trat der Dekan des Keiligen Kollegiums, begleitet vom ältesten Kardinalpriester und ersten Kardinaldiakon, an Seine Eminenz den Kochwürdigsten Kerrn Kardinal Giacomo Della Chiesa mit der schwerwiegendsten Frage heran, ob er die rechtmäßig auf ihn gefallene Wahl zum Ober-Haupte der heiligen katholischen Kirche annehme. Nach kurzem, wohl feurigem Gebete und vertrauensvollem Ausblicke zu Gott bejahte der Erwählte die Frage und erhielt in diesem entscheidenden Augenblicke die volle Jurisdiktion oder Machtbefugnis über die Gesamtkirche unmittelbar von Christus als dessen sichtbarer Stellvertreter auf Erden. Kardinal Della Chiesa, nunmehr Papst Benedikt XV., erhielt damit die höchste Würde, empfing aber auch die schwerste Bürde auf Erden. Der neugewählte Papst nahm den der Kirche Gottes Glück- und Segen verheißenden Namen Benedikt XV. an, unter dem er die sichtbare Gemeinschaft aller rechtgläubigen Christen, die römisch-katholische Kirche, als ihr oberster Priester segnen, als ihr oberster Lehrer unterweisen und als ihr oberster Kirt teilen und regieren wird. Sodann ward der Neugewählte mit den päpstlichen Gewändern bekleidet, bestieg den Thron und nahm von seinen Wählern die erste Kuldigung entgegen. Die Kardinäle knieten vor ihm nieder, küßten ihm zuerst den Fuß und dann die Kand und wurden von ihm umarmt. Diese Kuldigung wurde später an verschiedenen Orten ein zweites- und noch ein driltesmal erneuert. Nach geleisteter Kuldigung erteilte der Keilige Vater zum erstenmale feierlich den heiligen apostolischen Segen der Stadt Rom und dem gesamten Erdkreise von der inneren Loggia in der Patriarchalbasilika von St. Peter. Wie die erste öffentliche Kandlung des neuen römischen Papstes die Spendung des hohepriesterlichen Segens war, so sei sein Pontifikat unter göttlichem Beistände eine Pazifikation, ein immerwährender Segen für die gesamte Christenheit, für die ganze Menschheit. Seine Wahl fällt eben in eine Zeit der schicksalsschwersten Entscheidungen für die Völker Europas, ja aller der fünf Weltteile. Benedikt XV. nimmt den römischen Bischofsitz ein und erfaßt das Zepter der heiligen katholischen Kirche in blutigen Tagen, in denen die Grundpfeiler der Welt zu wanken scheinen. Die gesamte christkalholische Welt sah mit größter innerer Spannung, wie vielleicht noch nie zuvor, der dermaligen Papstwahl entgegen, weil sie in dieser stürmisch ausgeregten Zeit des Weltkrieges die Notwendigkeit eines festen Führers auf dem Pfade des Friedens und des Keiles ganz besonders fühlte. Wohl wunderbar! Ungeachtet der zurzeit herrschenden gewaltigen Gegensätze unter den Nationen versammelten sich die Kardinäle aus allen, auch aus den untereinander kriegführenden Staaten einmütig in Rom, dem Kerzen der Christenheit, uni) wählten in kürzester Zeit zum gemeinsamen Kauple der Katholiken einen Fürsten, der hoch und erhaben über diesen Gegensätzen sieht. Ist es nicht, meine Lieben, als ob mitten in der grauenvollen Kriegsbrandung schon der Engel des Friedens durch die entzweite Welt dahinschritke? Die verschiedenen Negierungen ermöglichten ja gern den Kardinalen die Nomreise, wodurch sie die hohe zeitgeschichtliche Bedeutung des Ereignisses der Papstwahl anerkannten und sich so unwillkürlich bereits friedlich begegneten. 0 daß wir alsbald mit dem Hl. Priester Zacharias rufen dürsten: „Benedictus Dominus Deus, gepriesen sei Gott der Kerr, daß er uns von unseren Feinden erlöst und unsere Fiche auf den Weg des Friedens geleitet hat!" (Ime. 1, 68. 71. 79). So hat denn Jesus Christus wieder schnell und unerwartet schnell sein den Aposteln feierlich verbürgtes Wort eingelöst, das wir am vergangenen Schuhengel-Sonntage den 30. August in der Kathedrale zu Marburg und in anderen Diözesankirchen im Evangelium der Festmesse für eine gottgefällige Papstwahl vorlesen hören konnten : Non relinquam vos orphanos; veniam ad vos. Ich will euch nicht als Waisen zu rück lassen; ich will zu euch kommen. (Ioan. 14, 18). Der göttlicheKerr und Keiland hat einen neuen Kerrscher für sein Neid) auf Erden bestellt, hat dem Hl. Petrus einen würdigen Nadifolger und seinem Schifflein einen kundigen Steuermann gegeben. Die eine, heilige, katholische und apostolisd)e Kird)e hat wiederum ihr sid)tbares Oberhaupt, ihren Kohenpriester, ihren Schlüsselträger. Die Christenheit besitzt neuerlich einen gemeinsamen Vater. Hub der apostolische Stuhl erfreut sich seines unfehlbaren Lehrers und die Kerde Christi ihres obersten guten Kirten, sowie Rom des Bisd)ofs der Bisd)öfe. In seiner maßlosen Liebe hat der göttlid)e Stifter seiner Kird)e wieder einen Papst gegeben, der sowohl durd) frommen Eifer für unser Seelenheil ihm stets wohlgefällig wie aud) durch segensvolle Regierung seinem Volke immer verehrungswür-öig sein wird — zur Glorie des Heiligsten Namens. So beteten wir in der Votiv- messe für eine glückliche Papstwahl und werden auf diese Meinung beständig den Keiligen Geist, den bereitwilligen Spender seiner sieben Gaben und seiner zwölf Früd)te, um seinen allesvermögenden Beistand für unseren Keiligen Vater anflehen und bitten. Daruin soll nach Erhalt des gegenwärtigen Eendsd)reibens in allen Pfarrkird)en der Diözese ein halbstündiges Festgeläute und am darauf folgenden Sonntage ein feierlicher Dankgottesdienst mit Te Deum stattfinden. Von nun an sind im hehren Meßkanon wieder die Worte una cum famulo tuo Papa nostro Benedicto einzuschalten und in der heiligen Litanei ist das vorgeschriebene Gebet für den Papst Benedikt zu nehmen, auf daß sich der allmächtige ewige Gott seines Dieners, unseres obersten Kirten, erbarme und ihn nach seiner Milde auf dem Wege des ewigen Keiles leite, damit er durch seine Kilfe, was ihm, dem dreieinigen Gott, gefällig ist, begehre und kräftigst vollbringe. — Benedictus, qui venit in nomine Domini! Gepriesen, der da kommt im Namen des Kerrn! Die näheren Lebensumstände unseres nunmehrigen Keiligen Vaters sind zurzeit noch wenig oder fast gar nicht der großen Öffentlichkeit bekannt. Der neuerwählte Papst hieß zuvor Kardinal Giacomo Della Chiesa. Er ist zu Pegli bei Genua am 21. November 1854 als Sohn einer Adelsfamilie geboren, studierte in Genua und wurde 1875 an der dortigen Universität zum Doktor der Red)te promoviert. Kieraus trat der Rechtsgelehrte in das berühmte römische Kollegium Capranica ein, wurde 1878 zum Priester geweiht und sodann in die wohlbekannte Adelsakademie dei Nobili ecclesiastici ausgenommen. Nach Vollendung seiner Studien diente Jakob Della Chiesa in der Sekretarie für außerordentliche kirchliche Angelegenheiten unter dem damaligen so tüd)tigen Sekretär Marianus Rampolla del Tindaro. Mit Rampolla begab sid) Della Chiesa als Nuntiatur-Sekretär nach Madrid und verblieb daselbst bis 1887. Als der hochbegabte Nuntius Rampolla zum Kardinal-Staatssekretär ernannt worden war, wurde auch Msgr. Giacomo Della Chiesa dieser Sehretarte zugeteilt und stieg allmählig bis zum Amte des Sekretärstetl-vertreters empor, das er auch während der vorletzten Sedisvahanz und noch in den ersten vier Jahren der glorreichen Regierung Pius X. bei-behielt. Im Jahre 1907 übertrug ihm der Zeitige Vater das nach dem Kardinal-Erzbischof Dominik Svampa freigewordene Erzbistum Bologna. Erst im letzten, am 25. Mai 1914 vom Papst Pius X. abgehobenen öffentlichen Konsistorium wurde Della Chiesa zu nt Kardinal mit der Titel-kirche SS. Quattro Coronati kreiert. In allen den vielen und hochwichtigen innegehabten Ämtern und Stellungen tat Della Chiesa unermeßlich viel Gutes und Schönes. Er erfreute sich allgemeiner Verehrung und Beliebtheit zumal ob seiner außerordentlichen Liebe zu den Armen, ob seiner tiefen Gelehrsamkeit, bewundernswerten Geschäftsgewandtheit, ob seiner erbaulichen, weit innig wahren Frömmigkeit. Run ist der tüchtige Kardinal-Erzbischof zum Inhaber der höchsten Kirchengewalt erhoben und legte sich als solcher den Namen Benedikt XV. bei. Der letzte Papst dieses Namens, der gelehrte Benedikt XIV. (1740 bis 1758), war am 31. Mai 1675 zu Bologna geboren. Der gefeierte Prospero Lambertini war als Kardinal von 1731 bis zu seiner Erhebung zum Papst am 17. August 1740 Erzbischof von Bologna. Zur demnächst vorzunehmenden Krönung wird der neugewähtte Papst auf dem geschlossenen Tragsesset, sedia gestatoria, in die Peterskirche getragen, während ein Zeremoniär vor ihm herschreitet und dreimal We r g s l o ck e n mit den Worten verbrennen läßt: Heiliger Vater! So vergeht die Herrlichkeit der Well! Demnach wird der Papst in dem Augenblicke, wo er das Abzeichen der höchsten Würde, die ein Sterblicher erreichen kann, die Tiara empfängt, an die Eitelkeit und Vergänglichkeit irdischer Pracht und Macht erinnert. Im St. Petersdom angekommen, zelebriert der Papst das heilige Pontifikalamt, wobei besondere Zeremonien beachtet werden. Nach dem Konsiteor oder Sündenbekenntnisse sprechen drei Kardinal-Bischöfe Gebete, in denen der besondere Beistand des Heiligen Geistes für den neugewühl-ten Papst erfleht wird. Dieser empfängt hierauf vom ältesten Kardinaldiakon das Pallium und sodann von den Kardinälen die dritte und letzte vorgeschriebene Huldigung. Nach dem ersten Meh-gebete wird eine Litanei gesungen, wobei ein Kar-dinaldiakon dreimal Christus, zweimal Maria, einmal mehrere Heilige anruft und der Sängerchor mit Tu i 11 um aäiuva, Dustehihm bei antwortet. Hierauf werden die Epistel und das Evangelium zuerst in lateinischer und dann in griechischer Sprache von den Diakonen verlesen. Durch den Gebrauch beider liturgischen Sprachen bei der Krönungsmesse des Papstes wird die Einheit des Glaubens der Gesamtkirche ausgedrückt. Nach dem Agnus Dei begibt sich der Ponlisikant auf den Thron und kommuniziert. Nach beendetem Hochamte besteigt der Papst, noch mit der bischöflichen Mitra geschmückt, den päpstlichen Thron und wird nun gekrönt. Der Zweitälteste Kardinaldiakon nähert sich dem Papste, um ihm die Insul abzunehmen. Hierauf setzt ihm der älteste Kardinaldiakon das Triregnum auf das Haupt mit den Worten: „Empfange die mit drei Kronen geschmückte Tiara und wisse, daß Du der Vater der Fürsten und Könige, der Länder des Erdkreises, der Stellvertreter unseres Herrn Jesus Christus bist, dem Ruhm und Ehre gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen." Im Herrn geliebte Gläubige! P/jpjchch dem rührenden Beispiele der ehrwür- digen Väter Kardinale wollen auch wir cÜÜö alle, Priester und Laien, dem gekrönten Papste, unserem Heiligen Vater Bene di kl XV., ehrerbietigst huldigen, indem wir in Gegenwart des eucharislischen Gottkönigs feierlich geloben, dem sichtbaren Könige des himmlischen Reiches auf Erden kindliche Ehrfurcht, treue Liebe und willigen Gehorsam bis zum Tode bewahren und betätigen zu wollen. Ja wahrhaftig! Wir schulden Seiner Heilig' keil die tiefste Ehrfurcht als dem auser- lesenen Lohenpriester, von dein es in der Lesung der Votivmesse für die Papstwahl heißt: „Jeder Loherpriester wird, aus den Menschen genommen, für Menschen bestellt in ihren Angelegenheiten bei Gott, damit er Gaben und Opfer darbringe für die Sünden, und der Mitleid zu haben vermag mit den Unwissenden und Irrenden . . . Und niemand maßt sich selbst die Würde an, sondern wer von Gott berufen wird wie Aaron." (Hebr. 5, 1. 2. 4). Und im Graduate oder Stusenteile lesen wir: „Der Lohepriester ist der oberste Priester unter seinen Brüdern, auf dessen Laupt das Salböl gegossen ward und dessen Lände zum Prte-sterilirne geweiht sind und der mit heiligen Gewändern bekleidet ist (Lev. 21, 10), damit er barmherzig und ein treuer Loherpriester vor Gott sei, um die Sünden des Volkes zu sühnen." (Hebr. 2, 17). Wir schulden dem Papste die treueste Liebe als unserem obersten Lehrer, den die Väter des untrüglichen allgemeinen Vatikanischen Konzils in der feierlichen Sitzung vom 18. Juli 1870 auf Grundlage der Leiligen Schrift und der ununterbrochenen Erblehre als unfehlbar erklärten, sooft er von seinem Lehrstuhle aus spricht, das heißt, sooft er seines Amtes als Lirt und Lehrer aller Christen waltend kraft seiner obersten apostolischen Autorität eine Glaubens- oder Sittenlehre, die von der ganzen Kirche zu halten ist, bestimmt und festlegt. In diesem Falle erfreut sich der römische Papst durch den göttlichen Beistand, der dem Hl. Petrus versprochen worden ist, jener Unfehlbarkeit, mit welcher der göttliche Erlöser seine Kirche hinsichtlich der Bestimmung der Glaubens- und Sittenlehre ausgerüstet wissen wollte. Darum sind solche Entscheidungen des römischen Papstes schon an und für sich und nicht erst durch die Übereinstimmung der Kirche unabänderlich.' Die Verheißung der Kraft von oben und der Sendung des Leiligen Geistes, die der göttliche Leiland seinen Aposteln nach dem Berichte des Hl. Evangeliums in der Messe für die Wahl des 1 Concil. Vatie. sess. IV. cap. 4. constit. dogm. de Ecclesia Christi. Papstes angekündigt hat, gilt so vornehmlich vom Primate Petri: „Ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Tröster geben, damit er bei euch bleibe in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und ihn nicht kennt. Ihr aber werdet ihn kennen; denn er wird bei euch bleiben und in euch sein." (Ioan. 14, 16. 17). Wir schulden dem Papste Benedikt XV. vollkommenen Gehorsam als unserem höchsten Oberhirten, von dem die ewig denkwürdigen Worte der Stiftungsurkunde des Primates Petri gelten: „Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Lölle werden sie nicht überwältigen. Und dir werde ich die Schlüssel des Limmelreiches geben. Was du immer auf Erden binden wirst, das wird auch im Limmel gebunden sein; und was du immer auf Erden lösen wirst, das wird auch im Limmel gelöst sein. (Matth. 16, 18. 19). Weide meine Lämmer! Weide meine Schafe!" (Ioan. 21, 15—17). Mit diesen autoritativen Aussprüchen wurde dem Hl. Petrus und allen seinen rechtmäßigen Nachfolgern die Oberleitung der Kirche anvertraut, wurde ihnen die unumschränkte Regierungsgewalt über die gesamte Lerde übertragen. Und darum wollen wir als gute und dankbare Kinder der allbesorgten Mutter Kirche unseren Leiligen Vater Papst Benedikt XV. aus ganzem Lerzen und aus ganzer Seele und aus ganzem Gemüte ehren, lieben und befolgen. Zudem wollen wir für ihn fleißig belen, auf daß ihn der Lerr erhalte, ihm Leben und Leil auf Erden verleihe und ihn nicht in die Lände seiner Feinde übergebe! Ja, möge der ewige Lohepriester, Lirt und Lehrer Jesus Christus, dem neugewählten und gekrönten Papste die Kraft verleihen, daß er alle der heiligen Religion entfremdeten oder ihr gegenüber gleichgültigen Völker zur katholischen alleinseligmachenden Kirche zurückführe, sie in derselben stärke und unentwegt erhalte!1 1 Der Nachfolger Pius X., des Ignis ardens, wird in der bekannten, dem Hl. Bischof Malachias, Primas von Irland, von einigen Historikern zugesprochenen und von anderen entschieden abgesprochenen Prophezeiung (prophe- Keilige Maria, Königin der Apostel, St. Michael, Archistratege und Schutzengel der Kirche, St. Joseph, Schutzheiliger der Kirche, St. Jakob, Taufpatron des Keiligen Vaters, St. B e n e d i k t, du sein Namenspatron, ihr heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus und alle ihr Engel und tiae de futuris Pontificibus romanis) als Religio depopulata bezeichnet, welcher Name verschiedenartig gedeutet werden kann. (Vergl. Kochst merkwürdige, uralte, vor siebenhundert Jahren ausgesprochene Prophezeiung über Papst Pius IX. und die letzten eilf Päpste vom heiligen Malachias, Primas und Erzbischof von Irland. 4te Aufl. Wien. 1861. S. 16 f). Keiligen Gottes: helfet dem Papstkönige und bittet für ihn, auf daß er alle, die seiner Oberhirtensorgfalt anvertraut sind, auf dem schmalen Wege, der zum Leben führt, leite, sie auf dem Pfade der Wahrheit und Tugend lenke! Nehmet nun, meine Lieben, recht eifrig Anteil an dem Keiligen, da erstanden ist und sich in Wahrheit gezeigt hat der Hohepriester! Und die Gnade unseres 5 er nt Jesus Christ us und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Gei ft es sei mit euch allen! Amen. (II. Cor. 13, 13). Marburg, in der Oktav des Festes der heiligen Schutzengel, am 3. September 1914. f Michael, Fürstbischof. Anmerkung. Das vorliegende Pastoralschreiben ist am Sonntage nach seinem Erhalt von der Kanzel zu ver-lautbaren. Als Votivmesse für die glücklich erfolgte Wahl des Papstes kann genommen werden die Messe de SS. Trinitate, col. alb., Gloria, Collect, pro Papa sub una conclusione, Credo, Praef. de SS. Trinitate, ult. Evang. 8. Ioannis. 95. Pastirski list o srečni izvolitvi papeža z odredbo zahvalne službe božje. po božji milosti in usmiljenosti knezoškof Lavantinski, sporoči častitim dušnim pastirjem in vsem drugim škofljanom pozdrav in blagoslov ter jim želi vse dobro v imenu Gospodovem. Ne participentur Sancta: donec exsurgat Pontifex in ostensionem et veritatem. Ni udeležbe pri svetih skrivnostih, dokler ne vstane višeduhovnik in sc ne pokaže v resnici. (Darovanje v maši za izvolitev papeža. III. Esdr. 5, 40). V Gospodu ljubljeni verniki! kaj žalostne, hude čase je padla smrt prepobožnega papeža Pija X., čigar vse mišljenje in hrepenenje, vse dejanje in nehanje je imelo sveti namen, vse obnoviti v Kristusu. Milijonov in milijonov vernih kristjanov je zrlo nanj kot na v prvi vrsti poklicanega srednika in najbolj miroljubnega razsodnika v nastali grozni svetovni vojski. Zdaj pa bodo rajni papež pred sedežem božjim mogočen priprošnjik za mir sveta, čigar zopetna sklenitev bo orjaška, pretežavna naloga njihovega naslednika. Bogu bodi gor v nebesa poslana tisočera zahvala, da je v svoji neskončni milosti našo molitev na dan 30. avgusta 1914 v zaobljubni maši za izvolitev novega papeža tako naglo uslišal. „V globoki ponižnosti“, tako smo vzdihovali pri sveti daritvi, „te milo prosimo, o Gospod, da v svoji neskončni dobrotljivosti presveti rimski Cerkvi podeliš tistega poglavarja, ki bo po svoji pobožni gorečnosti za naše zveličanje tebi vselej prijeten, tvojemu ljudstvu pa po modrem vladarstvu v slavo tvojega imena vsekdar častitljiv.“ Že dne 3. septembra je zaklical naj starši kardinal-dijakon z velikega balkona nad vratmi bazilike sv. Petra tja dol med ncdoglcdne množice ljudstva, zbrane na najlepšem trgu sveta, zgodovinsko znamenite tolažljive besede: Naznanim vam veliko veselje. Papeža imamo v osebi Njih eminence prečastitega gospoda kardinala Giacomo Della Chiesa, ki si je pridejal ime Benedikt XV. In brž so zadoneli zvonovi vseh cerkva večnega mesta, in verno rimsko ljudstvo je navdušeno pozdravilo novoizvoljenega više-duhovnika. Telegraf in telefon sta, kakor na krilih zračnih valov, bliskoma oznanila zgodovinsko pomenljivi dogodek tja po vsem širošir-nem svetu. Tudi v našem ljubem Mariboru so nemudoma, ko mi je došla dne 3. septembra ob lh 55' popoldne prevesela vest, zvonovi staro-častite stolne cerkve praznično zapeli svojo zahvalno pesem. Že četrti volilni dan — volitev se je pričela dne 31. avgusta — v četrtek 3. septembra je stopil dekan svetega kardinalskega zbora, spremljan od najstaršega kardinala - mašnika in prvega kardinala-dijakona, pred Njih eminenco prečastitega gospoda Jakoba kardinala 1) e 11 a C h i e s a s prevažnim vprašanjem, sprej-mejli postavno izvolitev za poglavarja svete katoliške Cerkve ? Po kratki, pač goreči molitvi in po zaupnem vzdihljaju k Bogu je izvoljenec pritrdil pomenljivemu vprašanju ter je dobil v tem odločilnem trcnotku popolno jurisdik-cijo ali najvišjo oblast nad vso Cerkvijo neposredno od Kristusa kot njegov vidni namestnik na zemlji. Kardinal Della Chiesa je s tem prejel najvišjo čast, prevzel pa tudi najtežjo butaro na zemlji. Novoizvoljeni papež so si pridejali božji Cerkvi srečo in blagoslov naznanjajoče ime Benedikt, pod katerim bodo vidno družbo vseh pravovernih kristjanov, rimsko katoliško Cerkev, kot njen najvišji duhovnik blagoslovil ali, kot njen najvišji učenik učili in kot njen najvišji pastir vodili in vladali. Potem so bili izvoljenec oblečeni v papeška oblačila, so zasedli svoj prestol ter so sprejeli od svojih volilcev prvo pozdravljenje in počeščenjc. Kardinali so pokleknili pred njih ter jim poljubili najprej nogo in potem roko, na kar so jih sveti oče ljubeznivo objeli. Ta izraz vdanosti in spoštovanja so očetje kardinali pozneje ponovili na različnih krajih drugikrat in še tudi tretjikrat. Po tem genljivem prizoru so sveti oče prvikrat slovesno podelili apostolski blagoslov rimskemu mestu in vesoljnemu svetu, in sicer z znotranjega balkona v patriarhalni baziliki sv. Petra. Kakor je bilo prvo dejanje novega rimskega papeža podeljcnje višeduhov-niškega blagoslova, enako bodi vse njihovo vladanje pod božjim varstvom mir in nepre-nehljiv blagoslov za vse krščanstvo, za ves človeški rod, kar ravno pomenja njih papeško ime Benedikt, Blagoslovljen. Njihova izvolitev se je izvršila pravkar ob času usode-polnih odločitev za ljudstva vse Evrope, da, vseh peterih delov sveta. Benedikt XV. zasedejo prestol rimskega škofa ter primejo za žezlo svete katoliške Cerkve v krvavih dnevih, v katerih se dozdevlje, da se majejo temeljni stebri sveta. Ves krščansko-katoliški svet je z največjo pozornostjo, kakor morebiti še nikdar ne poprej, pričakoval sedanjo papeško volitev, ker je v tem viharno razburjenem času svetovne vojske prav posebno čutil potrebnost močnega vodnika na potu miru in vzveličanja. Pač čudovito ! Navzlic zdaj vladajočim velikim nasprotstvom med raznimi narodi so sc zbrali kardinali iz vseh, tudi iz med seboj se vojsku- jočih, držav v Rimu, v srcu krščanstva, ter so izvolili v kaj kratkem času za skupnega poglavarja katoličanov kneza, ki je visoko vzvišen nad vsemi nemiri. Ali ni, ljubi moji, kakor da bi sredi groznega vojnega požara že plaval angelj miru tja po razdvojenem svetu? Razne vlade so kaj rade omogočile kardinalom potovanje v Rim, s čemer so priznale globoki, zgodovinski pomen papeške volitve, ter so se tako nehote že mirno srečale med seboj. O da bi skoraj smeli klicati s svetim duhovnikom Caharijem: „Benedictus Dominus Deus, hvaljen Gospod Bog, ker nas je rešil naših sovražnikov ter je uravnal naše noge na pot miru!“ (Luk. 1, 68. 71. 79). Tako je torej Jezus Kristus zopet v kratkem in v nepričakovano kratkem času izpolnil svojo obljubo, ki smo jo preteklo angelj sk o nedeljo dne 30. avgusta v mariborski stolnici in v drugih cerkvah po škofiji slišali peti v evangelju slovesne maše za Bogu prijetno izvolitev novega papeža, obljubo namreč Non relinquam vos orphanos; veniam ad vos. Ne bom vas zapustil sirot; prišel bom k vam. (san. 14, 18). Naš božji Gospod in Vzvcličar je postavil novega vladarja svojemu kraljestvu na zemlji, je dal sv. Petru vrednega naslednika in njegovi ladjici veščega krmarja. Ena, sveta, katoliška in apostolska Cerkev ima vnovič svojega vidnega poglavarja, svojega više-duhovnika, svojega nositelja nebeških ključev. Krščanstvo ima zopet skupnega očeta. In apostolski sedež se veseli svojega nezmotljivega učenika, in čreda Kristusova svojega vrhovnega dobrega pastirja, in Rim svojega škofa škofov. V svoji neizmerni ljubezni je božji Ustanovitelj svoji Cerkvi zopet podelil papeža, k i bodopo svoji pobožni gorečnosti za naše vzveličanje njemu vedno prijeten, njegovemu ljudstvu pa po modrem vladarstvu v slavo naj svetejšega imena vsekdar častitljiv. Tako smo molili v zaobljubni maši za srečen izid papeške volitve in bomo na ta namen neprestano klicali in prosili Svetega Duha, darežljivega delivca svojih sedmerih darov in svojih dvanajsterih sadov, da naj podeli svetemu očetu svojo vsemogočno pomoč/Zato se naj po sprejemu pričujočega lista v vseh župnijah po škofiji pol ure praznično zvoni, in v nedeljo potem se naj opravi slovesna služba božja z zahvalnico Te Deum laudamus. Odslej se naj v častitljivem mašnem kanonu povzamejo zopet besede una cum famulo tuo Papa nostro Benedicto, in v svetih litanijah se naj opravlja zapovedana molitev za papeža Benedikta, da se vsemogočni večni Bog usmili svojega služabnika, našega vrhovnega pastirja, ter njih vodi po potu večnega življenja, da bodo z njegovo pomočjo, kar je njemu, troedinemu Bogu, prijetno, želeli in z vso močjo stórili. — Benedictus, qui venit in nomine Domini! Blagoslovljen, ki pride v imenu Gospodovem! Natanji podatki o življenju sedanjega svetega očeta so doslej še širji javnosti malo znani ali skoraj neznani. Novoizvoljeni papež so sc poprej imenovali Giacomo Della Chiesa. Rojen so bili v Pegi i blizu Genove dne 21. novembra 1854 kot sin plemenite rodovine, šolali so se v mestu Genovi ter so bili leta 1875 na ondotnem vseučilišču proglašeni za doktorja pravoslovja. Potem so učeni pravoslovec vstopili v slavni rimski kolegij Capranica, so bili 1878 posvečeni v mašnika in na to sprejeti v dobro znano visoko akademijo dei Nobili ecclesiastici. Po dokončanih študijah so Jakob Della Chiesa opravljali službo v tajništvu za izredne cerkvene zadeve pod tedanjim tako izvrstnim Marijanom Rampolla del Tindaro. Z Rampollom so sc Della Chiesa podali kot poslaniški tajnik v Madrid ter so tam ostali do leta 1887. Ko je nadarjeni nuncij Rampolla bil imenovan za kardinala-držav-nega tajnika, so bili tudi Msgr. Giacomo Della Chiesa prideljeni temu tajništvu ter so se povzpeli sčasoma do časti tajniškega namestnika, katero so obdržali tudi ob predzadnjem izpraznjenju apostolskega sedeža in v prvih štirih letih slavne vlade Pija X. Leta 1907 so jim sveti oče podelili po smrti kardinala-nadškofa Dominika Svampa osirotelo nadškofijo Bolonjsko. Šele v zadnjem, dne 25. maja 1914 od papeža Bij a X. sklicanem javnem konzistoriju so bili Della Chiesa imenovani za kardinala z naslovno cerkvijo SS. Quattro Coronati. V vseh svojih mnogih in raznih poklicih in službah so Della Chiesa storili neizmerno veliko dobrega in lepega. Bili so vobče spoštovani in priljubljeni zlasti zavoljo svoje izredne ljubezni do ubožcev, zaradi svoje globoke učenosti in občudovanja vredne spretnosti v reševanju raznih poslov, vsled svoje izpod-budne, ker prisrčno resnične pobožnosti. Zdaj so vrli kardinal-nadškof povišan v vrhovnega poglavarja svete Cerkve ter so si kot takov-šen pridejali ime Benedikt XV. Zadnji papež tega imena, učeni Benedikt XIV. (1740— 1758), so bili dne 31. maja 1675 v Bolonji rojen. Slavni Prospero Lambertini, kakor so se poprej imenovali, so bili kot kardinal od leta 1731 do svoje izvolitve za papeža dne 17. avgusta 1740 nadškof v Bolonji. H kronanju, ki se bo v bližnjem času vršilo, bodo novoizvoljenega papeža na priprti nosilnici, sedia gestatoria, prinesli v cerkev sv. Petra, in med tem bo pred njimi stopal ceremonijar, ki bo trikrat sežgal zvitek prediva z besedami: „Sveti oče, tako mine slava sveta!“ Potemtakem se papež v trenotku, ko prejmejo znamenje najvišje časti, ki jo more doseči umrljivi človek, namreč papeško tijaro, opomnijo na ničnost in minljivost posvetne časti in oblasti. Dospevši v baziliko sv. Petra služijo papež sveto pontifikalno mašo, med katero se vršijo posebni obredi. Po molitvi Confiteor ali po Izpovedi grehov molijo trije kardinali-škofje molitve, v katerih prosijo Svetega Duha posebne pomoči za novoizvoljenega papeža. Sveti oče prejmejo na to od najstaršega kardinala-dijakona palij, in naposled od kardinalov tretje in zadnje zapovedano počeščenje. Po prvi mašni molitvi se pojo litanije, v katerih eden izmed kardinalov-dijakonov pokliče na pomoč trikrat Kristusa, dvakrat Marijo, enkrat razne svetnike, na kar pevski zbor zaprosi :Tuillumadiuva, ti mu pomagaj! Na to pojeta dva dijakona list in evangelij najprej v latinskem in potem v grškem jeziku. Poraba obeh liturgiških jezikov pri maši ob kronanju papeževem izraža edinost vere vesoljne Cerkve. Po Agnus Dei sc podajo pontitikant na sedež ter zaužijejo sveto obhajilo. Po končani službi božji zasedejo papež, pokriti še s škofovsko mitro, papeški prestol, in zdaj se izvrši kronanje. Prvi za naj starši m kardinalom-dijakonom sc približa papežu ter njim sname škofovsko kapo. Na to njim posadi naj starši kardinal- dijakon tri regnum ali trojno papeško krono na glavo z besedami: „Sprejmi s tremi kronami ozaljšano tijaro in vedi, da si oče knezov in kraljev, dežel vesoljnega sveta, namestnik našega gospoda Jezusa Kristusa, ki mu bodi čast in hvala od vekomaj do vekomaj! Amen“. V Gospodu ljubljeni verniki! o genijivem vzgledu častitih očetov kardinalov hočemo tudi mi vsi, duhovniki in drugi verniki, venčane-mu papežu, svojemu svetemu očetu Benediktu XV., ponižno izkazati svoje počeščenje s tem, da v pričujočnosti evharističnega Boga-kralja slovesno obljubimo, da bomo vidnemu kralju nebeškega kraljestva na zemlji do smrti ohranili in vselej v dejanju kazali otroško spoštovanje, zvesto ljubezen in rado-voljno pokorščino. Da, zares! Svetemu očetu smo dolžni najgloblje spoštovanj e kot izvoljenemu više-duhovniku, o katerem se pravi v zaobljubni maši za srečno izvolitev papeža: „Sleherni veliki duhovnik, izmed ljudi izbran, je za ljudi postavljen v to, kar se tiče Boga, da žrtvuje darove in daritve za greh in da zamore usmiljenje imeti s tistimi, ki so nevedni in na krivem potu. In nihče si ne vzame sam časti, razen kdor je poklican od Boga kakor Aron“. (Hebr. 5, 1. 2. 4). In v graduali! ali nastopni molitvi5,beremo: „Veliki duhovnik je najvišji duhovnik med svojimi brati, nad čigar glavo je bilo izlito mazilno olje, in čigar roke so bile posvečene v duhovstvo, in kateri je oblečen v sveta oblačila (Lev. 21, 10), da bi bil usmiljen in da bi zadobival ljudstvu odpuščenje grehov“. (Hebr. 2, 17). Papežu smo dolžni naj zvestejšo ljubezen kot svojemu najvišjemu učeniku, o katerem so očetje nezmotljivega občnega vatikanskega zbora v slovesni seji dne 18. julija 1870 na podlagi svetega Pisma in neprestanega ustnega Izročila izrekli, da je nezmotljiv, kadar govori s svoje učeniške stolice, to je, kadar v svoji službi kot učenik in pastir vseh kristjanov vsi cd svoje najvišje apostolske oblasti odločuje o verskih in nravstvenih naukih, ki jih mora verovati vsa Cerkev. V tem slučaju so rimski papež z božjo pomočjo, ki je bila obljubljena sv. Petru, deležni tiste nezmotljivosti, s katero je po volji božjega Odrešenika oblagodarjena sveta Cerkev glede na odloke v verskih in nravnih resnicah. Zavoljo tega so takovšne razsodbe rimskega papeža že same na sebi, ne da bi potrebovale še pritrdila Cerkve, neizpremcnljive.1 Obljuba moči od zgoraj in poslanja Svetega Duha, ki ga je božji Vzvcličar napovedal svojim apostolom po sv. evangelju v maši za izvolitev papeža, velja tako zlasti o prva-štvu Petrovem : „Jaz bom Očeta prosil, in vam bo dal drugega Tolažnika, da pri vas ostane vekomaj, Duha resnice, ki ga svet ne more prejeti, ker ga ne vidi in ga tudi ne pozna. Vi pa ga botc poznali, ker bo pri vas ostal in bo v vas.“ (jan. 14, 16. 17). Papežu Benediktu XV. smo dolžni popolno pokorščino kot svojemu najvišjemu pastirju, kateremu veljajo večnega spomina vredne besede ustanovne listine o prvaštvu sv. Petra : „Ti si Peter, skala, in na to skalo bom zidal svojo Cerkev, in peklenska 1 Concil. Vatie, sess. IV. cap. 4. constit. dogm. de Ecclesia Christi. vrata je ne bodo premagala. In tebi bom dal ključe nebeškega kraljestva; in karkoli boš zavezal na zemlji, bo zavezano tudi v nebesih; in karkoli boš razvezal na zemlji, bo razvezano tudi v nebesih. (Mat. 16, 18. 19). Pasi moja jagnjeta! Pasi moje ovce!“ (Jan. 21, 15 —17). S temi božjimi izreki je bilo sv. Petru in vsem njegovim naslednikom izročeno vrhovno vodstvo svete Cerkve, pa jim je bila dana neomejena vladarska oblast nad vso čredo Kristusovo. In zatorej hočemo kot dobri in hvaležni otroci vseskrbne matere Cerkve svojega svetega očeta papeža Benedikta XV. iz vsega srca in iz vse duše in iz vse misli spoštovati, ljubiti in ubogati. Vrhutega hočemo za njih pridno in pobožno moliti, da bi njih Bog ohranjeval, oživljal in osrečeval na zemlji,inda bi njih ne dal v voljo njihovih sovražnikov! Da, večni višeduhovnik, pastir in učenik Jezus Kristus podeli novoizvoljenemu papežu moč, da bodo vse sveti veri odtujene ali do nje malomarne in mlačne narode privedli nazaj h katoliški, edinovzveličavni Cerkvi, pa jih v njej potrdili in za vselej ohranili.1 Sveta Marija, kraljica apostolov, sv. Mihael, vojvoda nebeške vojne in angelj branitelj svete Cerkve, sv. Jožef, varih sv. Cerkve, sv. Jakob, krstni patron svetega očeta, in sv. Benedikt njihov imenski pomočnik, sveta apostola-kneza Peter in Pavel, in vsi vi angelji in svetniki božji, pomagajte papežu-kralju in prosite za njih, da bodo vse, ki so izročeni njihovi nad-pastirski skrbi, vodili po ozkem potu, ki pelje v življenje, da jih bodo ohranili na stezi resnice in čednosti ! 1 Naslednik Pij a X., Silnega ognja, se v znani prerokbi, ki jo nekateri zgodovinarji pripisujejo sv. Malahiju, nadškofu Irskemu, drugi pa odločno odrekajo (Prophetiae de futuris Pontificibus romanis), imenuje Religio depopulata, kateri priimek se more različno tolmačiti. (Primeri : Höchst merkwürdige, uralte, vor siebenhundert Jahren ausgesprochene Prophezeiung über Papst Pius IX. und die letzten eilf Päpste, vom hl. Malachias, Primas und Erzbischof von Irland. 4. Aufl. Wien, 1861. Str. 16 nsl). Udeležujte se zdaj, ljubi moji, prav go- ljubezen božja in deležnost Svetega reče svetih skrivnosti, ker je vstal in seje Duha bodi z vami vsemi! Amen. (II. Kor. pokazal v resnici višeduhovnik ! In milost 13,13). Gospoda našega Jezusa Kristusa in V Mariboru, v osmini praznika svetih angeljev varihov, dne 3. septembra 1914. f Mihael, knezoškof. Opomba. Predstoječi pastirski list naj dušni pastirji preberejo vernikom s pridižnice v nedeljo po prejemu. Kot zaobljubna maša v zahvalo za srečni izid papeške volitve se more vzeti Missa de 88. Trinitate, col. alb., Gloria, Collecta pro Papa sub una conclusione, Credo, Praefatio de SS. Trinitate, ultimum Evangelium s. Io-annis. 96 Supremae Sacrae Congregationis S. Officii decretum seu indultum circa peragendam sacramentalem confessionem ante diem lucrandae indulgentiae constitutum. Die 23. Aprilis 11)14. Ssmus D. N. D. Pius div. prov. Pp. X., in audientia R. P. D. Adsessori 8. Officii impertita, crebriorem cupiens facilioremque usum reddere Eucharisticae Communionis, et nihilominus aliquando obstare noscens praescriptam eodem die vel aliquo ex antecedentibus, iuxta peculiaria vel generalia 8. Sedis indillta, praesertim vero data die 9. Decembris 1763 et 11. Martii 1908 per 8. Congregationem Indulgentiarum, sacramentalem confessionem ; firmis remanentibus amplioribus i am lactis concessionibus, ac nominatili! sub dic 14. Februarii 1906, per supra dictam sacram Indulgentiarum Congregationem, relate ad eos, qui quotidie vel fere Angelorum Pane reficiuntur; benigne concedere dignatus est, ut ad quaslibet lucrandas indul- gentias sufficiens habeatur confessio sacramentalis ultimo octiduo ante diem pro lucranda indulgentia designatum peracta ; dummodo tamen non oporteat, ut, secundum prudens confessarti indicium, aliquis ex christifidelibus aliter se gerat. Praesenti in perpetuum valituro, absque ulla Brevis expeditione. Contrariis quibuscumque non obstantibus. D. Card. Ferrata, 8ecretarius. L. «P 8. f 1). Archiep. Seleucien., Ads. 8. 0.‘ 1 Acta Apostolicae Sedis., an. VI. vol. VI. de die 12. lunii 1914. Num. 9. pagg. 308 et 309. 97. Sacrae Congregationis Rituum decretum seu declaratio circa Officia propria. Normis circa Officia propria per decretum diei 3. lunii 1914 traditis inhaerens, nunc sacra Rituum Congregatio opportune declarat ac statuit : Quum ad mentem sacrae Congregationis Officia particularia ritus duplicis maioris, minoris et scmiduplicis tantummodo Lectionibus II. Nocturni cum Oratione propria gaudere soleant, eadem sacra Congregatio ad maiorem uniformitatem praesenti decreto libentissime concedit, ut, iuxta prudens cuiusvis Ordinarii vel Superioris, ad quem spectat, indicium, Officia Ecclesiae universalis in Breviario Romano inserta substitui valeant, absque peculiari Induito, respectivis Officiis particularibus magis propriis hucusque aliquibus dioecesibus seu institutis a 8. Sede concessis. Item limis Ordinariis seu Superioribus supradictis fit potestas aliquas tantum partes proprias ex Officiis particularibus iam induitis, quae nullo modo vel tantum ritu simplici in Breviario reperiuntur, amodo retinendi, ceteris partibus de Psalterio et de Communi adhibitis. Contrariis non obstantibus quibuscumque. Die 24. lunii 1914. Fr. 8. Card. Martinelli, Praefectus. L. t S. f Petrus La Fontaine, Ep. Charystien., Secretarius.' ' Acta Apostolicae Sedis, an. VI. vol. VI. die (i. Iuli i 1914 Num. 10. pag. 351. 08. Quaesitam est a sacra Rituum Congregatione : rAn vi decreti dici 3. lunii omnia et singula Propria particularia iam ad probata, tam cum cantu quam sine cantu, attentis reductione festorum, quae habentur in ipsis Propriis, et approbatione novi Kalendarii, iterum examini liuius S. C. subiicienda sint, vel ipsum decretum respiciat tantum nova officia in posterum expetenda et cantum Gregorianum adaptandum officiis iam adprobatis, quae tamen cantu careant“. Et sacra Rituum Congregatio, omnibus perpensis, Dubium de Propriis dioecesanis. respondendum consuit: Negative ad primam partem, affirmative ad secundam. Contrariis quibuscumque non obstantibus. Dio 24. lunii 1914. Fr. 8. Card. Martinelli, Praefectus. L. f 8. f Petrus La Fontaine, Ep. Charystien., Secreta ri us? ' Acta Apostolicae Sedis, au. Num. 10. pag. 352. VI. vol. VI. die (i. Iulii 1914. w>. Sacrae Congregationis Rituum decretum de luce electrica super altari non adhibenda. Expostulatum est a sacra Rituum Congregatione utrum lux electrica, quemadmodum vetita est una cum candelis ex cera super altari iuxta declarationem seu decretum n. 4206 die 22. Novembris 1907, ita etiam in gradibus superioribus ipsius altaris vel ante sacras imagines seu statuas super eisdem gradibus et altari positas prohibita sit? Et sacra eadem Congregatio, audito etiam specialis Commissionis voto, rescribendum censuit : Affirmative et ad mentem. Mens est: S. R. C. hanc nacta occasionem, cum innotuerit nonnullis in locis tales abusus invaluisse, ut circa aediculas Sanctorum in pariete super altare positas, et vel in ipsis altaris gradibus ubi candelabra collocantur, parvae lampades electricae variis distinctae coloribus disponantur - quod profecto minus convenit gravitati et dignitati sacrae Liturgiae propriae et decori Domus Dei - facto verbo cum Sanctissimo, etiam atipie etiam Rmos Ordinarios in Domino hortatur, ut pro sua religione invigilent, ne 8. C. decreta posthabeantur, et ecclesiarum rectores doceant quae in casu, iuxta decreta, permissa quaeque vetita sunt. Summd autem Decretorum haec est: Lux electrica vetita est, non solum una cum candelis ex cera super altaribus (4097), sed etiam loco candelarum vel lampadum, quae coram Sanctissimo Sacramento vel Reliquiis Sanctorum praescriptae sunt. l*ro aliis ecclesiae locis et ceteris casibus, illuminatio electrica, ad prudens Ordinarii indicium, permittitur, dummodo in omnibus servetur gravitas, quam sanctitas loci et dignitas 8. Liturgiae postulant (3859, 4206 et 4210 ad 1). Ncc licet tempore expositionis privatae vel publicae interiorem partem ciborii cum lampadibus electricis in ipsa parte interiori collocatis illuminare, ut Sanctissima Eucharistia melius a fidelibus conspici possit (4275) Atipie ita rescripsit et servari mandavit. Die 24. lunii 1914. Fr. 8. Gard. Martinelli, Praefectus. L. j S. f Petrus La Fontaine, Ep. Charystien., Secretarius.1 1 Acta Apostolicae Sedis, an. VI. vol. VI. dic (i. Iulii 1914. Num. 10. pagg. 352 et 353. F. B. Lavanier Ordinariat zn Marburg, a in 10. September 1914. et. TqrilluS-Buiddruckkrei, Marburg. t Michael, Fürstbischof.