MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Vi»rlitg und Sthtittkuunq Marbutg «. d Drau, Bddgo»*# N». b. F'etnrul: Nr. 25-b7, 2.')'h'» Ab 18 (Ihr -J Hrstiipiiil weikldqluh sl' Moii|(,iucUuMn. Bc/.iigbprels (im vuruusi tühlbai) inuadllRti KM ;M0 uinschlicRli'S (tanlKb auCot S*m»tag) ist cllf SflinUlctlung nui au( Fernruf Nt. 'JH 67 erreichbar. Unverliinnte Ziischnllrn wcrrlrn V )!),B Up l'oslieilungirjobühri bei Liolcriiun liu SHetfbanH luzüri'if li PuitO; hol AhrtoV r in Hci Crsrhettf«:strlli» nicii* rü iifiesBndl Bei »amtlichen Anlra<[pn Ist des Kückp' rto bolziilrqcn Poüt^chuckkonlo Wlon Nt. 5^.003 ^ ^ Altitich iKirrb I'ust aiunjtliili RM 2,10 Itinarhl ID B Rpl Pü?i7eitiinf)i.^M>'lliil und 3h Rpl Zusicll- G«arh*tts»fe1lep tn CMi. Marktpial? Nt ia. Ferniuf Nr. 7. und ;i) Pettep Ungartorf|d»^c Nr 2. Fornrul Nr, R'i mr ricbühr Cln^.ilnimiincrn weiden mit gpqcD Vorninsendiing de? tinrclpre v < "nd •'er PortfKuslafjep luqc .rundet. Nr. 218 — 83. Jahrgang Marburg-Drau, Freitag, 6. August 1943 Einzelpreis 10 Rpf Wellenbrecher Orel Hier zcrbrachen vier Wochen hindurch Tag für Tag die Massen der bolschewistischen Divisionen — Die letzten Kämpfe vor der planmäßigen Räumung Berlin 5. August In fJei Ndtjht zum 5. August iiiuinlpr. unsere Truppen die Stadt Orel. Diost seit Wochen vorbereitete MaMniihme ist ein Teil unserer mit großer BewcgÜrh' keit und Wirkung geführten Abwehr kämpfe. Unsere Heeresverliande setzen sich immer nur dort zum äuHersteis Widerstand fest, wo sie die Bosis für wirksame Geiicnangriffe schaffen wollen im übrigen aber zermürben sie durch Ausweichen und folgende CetjenstöRe in die Flanken und in den Rücken der vordringenden Bolschewisten die fcincllirheii üffensivkrälte bis zu deren Vernichtunf]. Weit über 300 OOO Gefallene Im Rahmen der großen Abwehrschlacht hatte daher dei Rdum von Orel die Bedeutung eines Wellrnbrechers voi der deutschen Front. An ihm zerbrachen Tag lür Tag die Massen der bolschewistischen Divisionen. Um diesen Ab-nutzungsprozefi möglichst in die LöngA zu ziehen und damit die feindlicher) Verluste ins Ungeheure zu vergröflern, führten unsere Soldaten ilue vierwöchigen, hinhaltenden Verteidigunnskämpfo mit oft unvorstellbarer Härte, über H.'SOO Sowjetpan/er haben sie seit dem 5, Juli allein bei Orel abgeschossen und Hunderte weitere wurden von der Luftwaffe vernichtet. Dazu kommt t\uf feindlicher Seile eine .»Xnzflhl von Gefallenen, die noch gar nicht zu übersehen ist und ntirh sehr vorsichtigen Schätzuntien weit über 300 000 liegt Nur noch ein Trümmerfeld Nachdem somit unsere Truppen im Bollwerk Orel ihre Aufgaben erfülll hatten, wurde der Frontvorsprung zugunsten einer verkürzten Linie nuf-gegeben. Unsere Verbände hnbon westlich der Stadt neue Stellungen bezogen, iii denen sie den weiteren Anprall der bolschewistischen Flut abwarten. Die Räumung der Stadt selbst vollzog sich völlig planmäßig. Schon seit 14 Tagen Wtirt-'n Seiml liehe Vim pflegungs- uiui WdftcnldgRi, Wi;rkbtcitton und LdZcmUlu dbtrönsiJortiort worden, ndchdcni zuvor schon die Uevölkerung den Mdrsch ins f-Iinterldnd ciiu|CtiolL'ii luitle. So bdrg dio Slüdt in den Irizlen Tiigen nur noch Einheiten der kcimpfenden Truppe. Am 4. August um] in der letzten Ndchl wurden dünn die seit Idngem vt)rbcreil(!lon Sprengungen der militärisch wichtigen Gebäude unll der Okd-Flriickrn vorge-nomnven, sodalJ den Bolschcwisten nur ein Trümmerfeld ohne wirlschdfllicha Dclcr militüristhe Bedeutung verblieb. U n g e h i n d c r t e 1 A 1) z u g Noch kurz vur der Rdumung versu(h-ten die Sowjels von üslen her in die Stadt einzudringen un 1 grifien mit star-krn infanteriekrditcn und 50 Panzern an. Unsere GrrMiddiprc und Ptin/erniännet schlugen dbrr die Angrillc blutig zurück und vernichteten dnbei 30 der vur-stollenilen Pan/er. Dd der Feind noch dieser neuen Srhlappe nirhl weiti'r on-grifl, zogen unsere bis dahin noch öst- lich Oiel kimi|)lenilpn Trii]j|>eii ungehindert durch die zurstörlc Sltidt hiiidiirth. Siidwesilich Orel onlwickelten sich nur (irilicli beipf-n/te Kample, in drren Verldiii wieder zahlreiche feiiullicho Pdiizer vctiiichlel wurden. Im Bereich eines hier eiiuicset^ten Panzerkorps schössen unsere Truppn|in drei Tagen allein 1R3 Sowjelpiinzer dli, nnd eine rliüinisih-westfälische Ijil.jnleriedivision, die kürzlich an einem Kanipltcige im Süden der Stadt 109 Panzer zur Strecke bringen konnte, erhöhte die Zsländic|on Unternefiniungcin oder /usammen mit Verbänden des Heeres uiid der Waf-fen-^^ eingesetzt worden sind. fn Sizilien versuchten nordamerikanische Truppen auch gestern den milt-leren Fronlabschnitt zu durchbrechen Nach harten, mit großer Frliilterung cje fiihiten Kamplen braciuMi alle Anc)rille unter eniiiliiidlic hen Verlusten (lii den Feind zusammen, Fin starker Veibancl schwerer deutscher Kanipfl lug/euc[e grill den stark belegten Halen Palermo an Nel)en Ziihl-rei( heil sc hweren Bciinlientrellerii in den Hi vereinzelten Tiombenabwurlen entstand unbedeutender Scharlen, Sichn imgsstreitkväf le der Kriecisma-rine und Marinetlak schössen über dem wesideiitschen Kustenoebiet /ehii feindliche Fug/enge ab. Oeutsche Schnellboote versenkten vor der englischen Ostküste in der verc|an-f|enen Nacht ein britisches Minensuchboot. Gemeinsame Abwehr auf Sizilien Der italienische Wehrmathlberichl Rom, Auf(usl Der iliilii'iiisc he VVelirniac litlieric ht vom Donneistaci lautel: Auf Si/.ilieii haben die tapler kangilen-den Verbündeirn heilige .Aiifjrilte der feindlichen Slreitkrafte abgewehrt. Deutsche K.impllhiq/.euge grillen den Halen von Paleiino ic'hsniiiii ;lei des Aufwaitiiji n von Ribbentrop hat ih'm tiunnesisi h'. n Außenminister fiut desM'ii Mitleilunci, doll heißen eiiglische und ameiikanische — uberflo-cien in der N:r so viel vm ihnen mitteilen, wir er zu wissen braucht, um im R.ihmen des (lHn;'en d '' ihm gestellte Tei'aiitgabe zu Insen. Ht« gleiche gilt von den Truppenfiihierii b ^ hinunter zu den kleinsten Finhe t-'U, Bei der heutigen Krieifliihnuui muß i)li>" auch der einzelne mehr vnn der Kflmn' Inrie wissen als der Piken'er Mu*^ ketier verg.UKiener 1 ,ige, tirwerit ei sirh doch auf Gnind eines K impfaiitti loes selhsländiri diiich das Ge!,mde und h-ii innerhalb einer Kamptgemeinsc halt eine Wiiffe nach e ifcnem CmieKsr-n nir \\'n-kun(( zu brimen, r^,iinit "'ärhst -.eine Verantwnitinifi Im die : ich. rnb.iHiir.i,-. verscbärll sich für Im das Sihweiio gebot in allen 1 -bendanen. Das Spion »genet/ Dei feindliche N.ic hru hiendi^nsl leih-nei ja gar nirhl nrl \ ollstäncliricn, hieb-und stichhaltigen Belichten. Fr ist 711-friecien wenn ei sich ritis viel-ii M'i-saiksteinen ein t^ld d'. r zu eiwinlei'-den Freicjnisse /iiierhtpii. .ein kann Im gewitzigfei pe rul hat seine i>hren -tdl. Sei"e kcii ii'-it tinti r dn Miiske harinlieer \ cilksyi-iirpssiMi, j.: m der Uniform des eifjer-n H"eres iibei.ill auftauchen Im f-asenb.ihnableil des t'i-lauber/iirii-s, im Soldalenheiin d« , Hm-teilandes, in cI-m Doilwirts« halt dej ftei-mal, Bewdhner d. ^ hr u-l-len l'rxp 'c bietes, Krie'i .ijetaricrcne FrrMiirl.nlie !■ 1 können ihm '^ntiarjer ^en- flii l'Mtvtvk kmiitnl ihm niil Fle'izeiK) mi im.-l F i'l »cbiiMieii, Ulli Geheim-tjiiduiij und A'e Seile 2 • Nr. 218 * FreUaj!, 8. August 1943 HARBURGER ZEITUNG hörqerdten zu Hilfe, Mit Recht leuchtet un« auf Schritt uad Tritt die Mahnung: >Feind hört miti« Bin unbedachtei Wort kann aber nicht nur, wenn es zum Feinde drinqt, Unheil anrichten. Es kann auch im eigenen Lager Verwirrunq stiften. Gute und schlechte Nrtchrlchten über die Lage bei Freund und Feind, die dem einzelnen dienstlich oder mißprdiensllirh «ur Kenntnis kommen, können — an Unbeteiligte weitergegeben — übertriebene Hoffnungen, unberechtigte Befürchtungen erwecken. Die geschäftige Fiima wird sie rasch von Mund zu Mund tragen und dabei nicht kleiner werden Imsen. Vor allem schlechte Nachrichten bergen solche Gefahren. Remerkt doch schon Clausewifz mit Bediiuern: »In der Regel ist jeder cfenoigt, das Schlimmere eher zu glauben als d.is (Jute. Jeder ist geneigt, das Schlimmere etwa» zu vergrößern. Und die Geläbrlich-keiten, die auf diese Weise berichtet werden, obgleich sie wie die Wellen des Meeres in sich zusammensinken, kehren doch wie jene von neuem zurück.« Wie von der Zukunft, so ist es auch von der Vergangenheit für den Soldaten nicht ratsam, allzuviel und allzu freimütig zu sprechen Der Feind ist auch auf Nachrichten erpicht, die ihn über die Kampferlebnisse und Kampferfahrungen des Gegners unierrichten. Sie geben ihm nhaitspunklo über die Wirkung der eigenen Waffen ütier die Zweckmäßigkeit des eigenen Kompfver-fahrens, bewegen ihn zu Änderungen und Verbesserungen, die zum Nochteil der Kameraden des unverantwortlichen Schwätzers sich auswirken können. Gewiß oft wird es auch den hohen und höchsten Stellen nicht leicht werden über die Ereignisse an der Front, über kühne, opferwillige Talen nicht zu berichten. Der Ruhm des einzehien wird hinter dem Wohle des G^irzen zurnrk-sfeheii müssen. Es wird in jedem Einzelfall zu überprüfen sein, inwieweit man den Schleier ohne Sc htirli(iiing der eigenen Sache schon lirften d-irf, während die Ereignisse noch 'm Fluß sind, oder ob man ihn g.'r um den Gnfiner norh tiefer in das Ket? Riitsel nnd Trrungen zu verstrirk^n n'>ch d'rhtnr, noch geheimnisvoller weben soll, »Reden ist Si'bet, Srhweinen is» V'im "n? wpiß bf'iser, wns das berleiitf^' al« der Soldat Ein soanjscbcr GeHcpktag Die überquening der Meerenge Marlrid, .5, August Anläßlich der siebenten Wiederkehr der überqiierung der Meerenge von Spanisch-Marokko nach Alru-ciras zu Beginn des si)anischen Bürgerkrieges am 5. August 1936 briiuil die spanische presse Leitartikel zu dem dank der S'e-qeszuversicht von General Francn oe-lunqenen Wagnis, das Sein oder Nichtsein der nationalen Beweciuna entschied General Frnnro qob, so schreibt »Ar-riban, damals den Befehl zun) Auslaufen der in Ceuta hereitliegenden Handelsschiff«» Zum Schutze dos Geleilzuges standen lerliglirh das Ki^monenboot ^■DfltO' und das Küstenwnchbool >'tfnd K*""! ^ur Verfügung Auf h-^ltirm Werje versperrte der rotsp'U\is( he Zerstörer >..Alcala Galiano^ mit seinen fünf 120-ynm-Geschützen und sechs Torpedornh-re die Weiterfahrt. Fr war" in ier gewesen, in kurzer Z^it dj'- lan/e Gel^^it ?u versen'ien Has Kinon^nhool -»Datoe löste sich von lern Gel^'t und Tö'fnete (las Feuer auf den Zersiörr-r Durr h die Entschlossenheit und flen M'if d(>^ kleinen nationalen Schiffes oiiuje'^f hüf hter', dreh'e der Zerstörer flüchtend ab Zum ersten Male hatte sich gceifit, d.iß der ("ilaube an die nationale fdee und tlie gerechte Sarhe nifhr vermochte ak militärische Überlegenheit Das Geleit uberouerte die Meerenge untl rel'ete in Südspanien die Siiiifition bis am September d'e beiden nalional'^n Kreuzer »Can.iriis' und xTeive'-,-' für immer die Roherrschung der Mrerenge an sifh rissen. »Neutralität hinderlich« Scharfer Angriff Vansillards Bern, 5. August Zur gleichen Stunde, in der acht amerikanische Bomliei auf ihiein Ru|^ktlug von Rumänien aut tiijkiscbcin Ciebiet land^-ten und dadurch beUundctpn, wie die Neutralität eines Stdates von England und USA ütierhaupt nicht gedth-tet wird, äuliert siih dei liritisthe Oberhetzer Lord Vansittard über die britische Auffassung zur NeiitraHlätspüIi-tik der kleinen Staaten Es sei niiht schwer, meinte ei. die neiitralc n Staaten dazu 7U zwingen, daß sie die F'ari)e ihrer Neutralität der jev/eiliqen Lage der Schlacht entsprechend wechseln. Neutralität sei schillerntl wie ein Cha-mälion. Die Neutralität fidbe s< hon vor dem Kriege d^n »Völkerbund ruiiiiert'<, man täte gut, die neue Welt iil)erhaupt nicht mehr mit dieser Sorte Neutialitat zu belasten. D»»r Sinn dieses Ausspruches kann nicht zweifelhaft sein. Wenn die Neutralität den Völkerbund belastet htit, dann ist damit nur gemeint, rlaß die Willkfirpolitik der Großmächte durch die Rücksichtsnahme auf Neutralit.il und Gcrechligkeltsbegriff behindert war und das es nur l^nteidrückung als Prinzip der übernationtilen Ordnung geben darf Die neutralen Staaten wissen demnach was ihnen blüht, wenn sie sich nicht enfschieden gerjen diese Ubergriffe wehren. Druflc u Verlar} ^l<^^^)lIrlJor Vprlun* ii Dnirknrnl-r.§» m h. tf, — Var!fln*lnlli'nn t'I"" B(iuitu|/«rinrr, llAupl*chrlIllpltiiii;j AnloH C".er«h.nk, i Zt iii tJflauti, gtpllverlrHi'iittpr (l.niptsfhrlllli'lifr Ruhen Kra»iirl. ritf -n Miriuro # rf Dnu, »«(IfitiM»- i5 Deutsche Verstärkungen für Sizilien Am Fuße des Ätna prescht eine lange Kolonne bergab — Ein Auftrag wird erfüllt Von NSKK - K r ieg«b8r1chter Esselborn . . . PK, 5. August 1.30 Uhr nachts — im Gefechtszelt einer Kompanie des NS-Kraftfahrkoipß auf Sizilien. Eben ist der letzte Last-kraltwagen auf den Platz hereingerollt. In liefen Splittcrgruben stehen die Fahrzeuge, sorgfältig getarnt unter breitausladenden Korkeichen. In den Führerhäusern schlafen die Fahrer für ein paai kurze Slunden in tiefer Erschöpfung. Die Tage niich der Landung der feindlichen Truppen bedeuten härtesten Dienst fü^ sie. 4.15 Uhr. Ein Kiadmelder prescht im Dunkel heran, verlangt den Kompanie führer, übeigibt einen Befehl. Die NSKK-Kompanie meldet sich sofort mit allen verfügbaren Lastkraftwagen bei der Flugleitung. 4,30 Uhr. Durch die kleinen Dörfer am Fuße des Ätna prescht die lange Kolonne bergab. Frauen und Kinder, Flüchllinge vom letzten Terrorangriff der Britenbomber auf die nahe Stadt, drängen sich ängstlich an die Hauswände, denn die Straßen sind eng und winklig. Der Ort wird durchquert, fahles Dämmerlicht mischt sich mit schmutzigen ßrand-qudlm, endlich ist der Flugplatz erreicht. 5.10 Uhr. Die Kompanie geht in Dek-kung in den Flugzeugboxen. Bei der Flugleitung fieberhaftes Lehen. Ritterkreuzträger Oberstleutnant H. weist den Kompiniefvihrer ein: »Sobald Transportmaschinen einfallen, fahren Ihre Wagen an die gelandeten Flugzeuge heran, entladen sie und bringen schnellstens Mannschaften und Waffen in die vorgC' sehenen Stellungen zwölf Kilometer von hier. Das Gelingen der Aktion hängt jetzt von der Schnelligkeit der Entladung und des Abtransportes ab. Denken Sie daran!« Ein paar Stunden vergehen. Immer wieder suchen die Augen den jetzt tiefblauen Himmel ab. Brütend lastet die Hitze über dem Platz. 9.05 Uhr. Elektrisiert springen die Männer auf, Uissen Motore an. über den HorizonI braust es heran. Eine Kette Transpr.rtmaschinen nach dei anderen, so weit das Auge sieht. Dumpfes Droh nen hängt über dem weiten Flugfeld. Die er&ten Maschinen setzen auf — schon jagen die Kraftwagen los — quer über den Platz, stoßen an die Lade-lukon der guten alten Junkersmaschinen heran. Blitzschnell fliegen Geräte, Waf-len, leichte Geschütze hinüber auf die Pritscheu, die gelandeten Truppen springen auf — ein Wagen nach dem andern jagt davon, zu dem befohlenen Ziel. Uber uns sind die leeren Maschinen schon wieder in der Luft — ein paar Minuten hat das alles gedauert. 10.'15 Uhr. Wieder brummt eine neue Welle Transporter heran. Die NSKK-Männer haben bereits den ersten Teil ihres Auftrages erfüllt, warten auf neue Last. Doch jetzt hat der Tommy Wind bekommen. Ein Rudel Spitfires ist auf einrnsl mitten zwischen unseren Maschinen, schwarz qualmend stürzt eine Ju auf die Startbahn, unsere Jäger verwickeln die Tonimies in heftige Luftkämpfe, gleich hinter der Ju kommt eine Spitfirc herunter, platzt buchstäblich auseinander, dazwischen setzen die deutscher! Maschinen aui, rasen die Lastkraftwagen der NSKK-Kompanie über das Feld, starten leere Maschinen. Da donnert die Flak los, ein amerikanischer Bomberverband ist heran, wirft seinen ganzen Segen auf einmal herunter. üin paar Sekunden liegt alles flach am Boden kaum ist das Geräusch ber-«len.ier Bomber, schwirrender Splitter vornei, geht der Botrieb fieberhaft weiter Erst verdeckt eine dichte Staubwolke jede Sicht, dann ist hier und da schwarzer Qualm zu erkennen. Ein paar Maschinen hat eo erw'scht, aber der Rest startet zwischen den Bomb^mtrichtern — die Aktion wird durchgeführt. Im Ver-bondsbunker ist Hochbetrieb. Auch ein paar NSKK-Männer hohen Splitter abbekommen. Einer hat einen Splitter im Schulterblatt. Als er hört, daß der erst später entfernt wird, rafft er sich hoch, stürzt zurück zu seinem Wagen — braust schon wieder auf eme Ju zu. deren Ladeluke sich eben öffnet. 12.10 Uhr. Der Platz ist wieder leer, die Aktion ist gelungen. Ein paar Wagen laden let'/tes Gerät auf — da — neue, Einschläge aber ander« als vorhin, es heult von See heran, die Engländer schießen mit Schiffsartillerie. Aber es sind nur wenige Schuß. Sie haben wohl gemerkt, daß sie zu s]jäl gekommen sind. Die NSKK-Männer haben Ihren Auftrag erfüllt — ein neuer Einsatz wartet. Kaugummi Kaugummi i»t für den Amerikanfr das gleiche wie für den Setmann der Friem m/7 ähnlicher Begleiterscheinung. Dec-halb ist es auch nicht verwunderlich, daß tur »eisernen Ratinn» der amerikanischen Truppen auch eine entsprechende Portion Kaugummi gehört, wenigstens bisher gehörte Wie ■»Euening News* berichtet, ist es damit aber in Zukunft aus. Zum Leidwesen der Soldaten Rnosevelts, die sich damit eines berechtigten Anspruches beraubt sehen. Trotzdem werden sie sich dfs kriegsbedinglen Charakters dieser Maßnahme nicht verschlieUen und nicht von eigener Schuld daran freisprechen können Denn sie haben bisher in leichtsinniger Weise stets die Papierchen, in die der Kaugummi vrpackt ist, einfach über Bord geworfen Wnrauf ein scharfsinniger Stratege tu der Überzeupitng kam, daß diese Papierchcn für verfolgende U-Boote eine leicht lesbare Spur bilden könnten. Vielleicht hafte er vorher noch einmal vHänsel und Greteh oder das Märchen vnw kleinen i>Dfinmling« gelesen und jvar dabei über die darin genannten Kieselsteirchen gestolpert. Die armen amerikanischen Soldaten. Hätte nicht die AulstptfvnP, einer getiütjenden Zahl uon Paryierkörhen auf den Schiffen genügt, um die Ralionskürzting überflüssig zu machen? Im Zwielicht von Algier Diplomatische Schachzüge zwischen Moskau und Washington Vichy, a. August Die Sorgen, die das Emigraiiten-Ko-mitee den Angio-Amerikanern bereilet, mehren sich ständig, obwohl die kürzliche Reise Girauds nach Washington und London zum Bctehisempfang gerade diesen Sorgen ein Ende bereiten sollte. Die wicht igsie EntSf.heidung, die Roose-velt und nach ihm selbstverständlich auch Churchill im Verlaut der Giraud-Reise gclrotfen haben, bestand darin, den französischen Ausschuß in Algier nun doch nicht als französische Regierung anzuerkennen. Die Entscheidung mußte den Uneingeweihten überraschen, denn die Anglo-Amerikaner können sich doch sonst nicht genug tun in der Ansammhmg von Exilregierungen ohne Land Warum sollten sie nicht auch noch eine französische »Regierung« anerkennen? Gerade die Franzosen sind ja die einzigen Emigranten, die tatsächlich Land mit In die Ehe gebracht haben, nämlich das französische Kolonialreich. Aber gerade hier liegt auch d^r Grund, weshalb Roose-velt und Churchill den Franzosen nicht die gleichen Rechte gewahren wollen, die sie allen anderen Emigranten sofort nach ihrem Eintrcifen in London oder I VVashington gewährt haben. Das französische Kulo:ii,ilreirh soll bekanntlich [lern in Bildung bcgrilfonen amerikani- schen Weltreich eingegliedert werden, und Churchill leistet dabei die notwendige Hillestellung. Würde das Emigrantenkomitee von Algier als »Regierung«, also als Autorität anerkannt werden, dann wäre der Besitzergreifung durch die Plutükralen zweifellos ein unangenehmes Hindernis entgegengestellt, und deshalb sagen eben Roosevelt und Churchill unerbittlich Nein. Die Angelegenheit wäre damit erledigt gewesen, hätte nicht Stalin eingegriffen. Stalin, der vieles tut, was den Anglo-Amerikanern geradezu ins Gesicht zu schlagen scheint, findet, daß es eine günstige Gelegenheil sei, das von Wafhington und London vernachlässigte Komitee von Algier an sich zu lessein. Infolgedessen läßt jetzt schon Moskau halbamtlich durchblicken, daß sowjetischerseitB der Anerkennung des Komitees als Regierung nichts im Wega stehe. Die »Prawda« schwang sich sogar zu einem Leitartikel auf, in dem die Verdienste Girauds und de Gaulles für die Sache der »Alliierten« gerühmt werden und n'Pif^^hzoitiq verlangt wird, man müsse diese »verdienstvollen« Leute mit jener Autorität ausstatten, die sie zur Ausübung Ihrer Tätigkeit eben brauchten. Das ist eine deutllchr Sprache und zeigt, daß der Tyrann im Kreml die kleinen Dienste, die Giraud und de Gaulle dem Kommunismus bisher schon geleistet haben, zu belohnen versteht. Wahrend in London und Washington französische Emigranten-Zeitungen und Rundfunkssendungen der Emigranten verboten werden, wurde in Nordafrika eine kommunistische Zeitung neu eröffnet. 26 kommunistische Abgeordnete, die von der Regierung Petain in Nordafrika interniert worden waren sind von Giraud j fieigelassen worden und können nun im , Sinne Moskaus in Nordafrika wirken. Das sind kleine diplomatisch-politische Schachzüge im Lager der »Alliierten«, die jedoch für die dortige Situation äußerst kennzeichnend sind. Sie deuten nämlich den Machtkampf an, der heute schon zwischen Bolschewismus und Plutokratie auf dem Wege der Weltbeherrschung ausqefochten wird so sehr sich die führenden Männer untereinander einig sind und Scheingefechte führeit mögen Interessant ist, daß die anderen Exilregierungen don Absichten Stalins schon vorgegriffen und von sich aus gegen den Willen Roosevelts und Churchills das Komitee von Algier als Regierung anerkannt haben, vielleicht in der Absicht, sich diplomatisch in die Linie Moskaus pinzuqliedern, — vielleicht auch in der berechtigten Furcht, eines Taqes genau so beiseite geschoben zu werden wie Giraud und de Gaulle. Zur Ztil ftli Anzeifim ilir Prci^lul»» Nr :) vom 10 Aptll VIO fjültln Aiislall dm l.lnicriinn Blitttp»« bH It'^hfter C«wnll nH««f gibt keinen Ansprocb au) Rdt kiijltlurif) (Jf» gulilüs. Todeswürdige Verbrechen Neue Kriegsgesetze in Rumänien Bukaiesl, 5. August Die Anwendung der lodcsslrate wurdo lür die Kriegsdoiier in Kurndiiien aut folgende Vergehen und Verbrechen aus gedehnt: Raubanschläge und Diebstähle, wenn sie in der N.»(hl auf Landstraßen lind öffentlichen Plt In England wurden jetzt auch die Ausländer aufgefordert, der Heimwehr bri-zutreten, offenbar in dem Bestreben, die Reihen dieser Organisation aufzufüllen. Bisher hatten die Briten peinlich darauf geachtet, nur englische Staatsangehörige in der Heimwehr aufzunehmen und lediglich von den im Lande lebenden Amerikanern Hilfeleistungen entgegenzunehmen, während die Emigranten bisher vor allem zur Auffüllung der Expeditionskorps dienten. Zwangsarbeit auf Sizilien Was die »Befreier« brachten Rom, 5. August Nach Aussagen von Einwohnern Siziliens hallen, wie der Sender Rom mitteilt, die Anglo-Amerikaner in dem von ihnen besetzten Teil der Insel ein außerordontlich hartes Regime eiiwie-führt Die Zivilbevölkerung wird dort zwangsweise zu Arbeiten für tlie Be-satzuiKistriii>ien lieranqe/.oqen und bei qerinqster Weigerung mit drakonischen Straten belegt Die Nahrungsmittelversorgung ist völlig unzureichend. Die Requisitionen für die Besatziingstruppeu nehmen dauernd zu. Außerdem fühlt sich die Bevölkerung durch den von den Feinden festgesetzten Kiiis von etwa ,500 Lire für ein englisches Pfund mit Recht schwer benachteiliril uiiri betrogen. In Wirklichkeit beträgt der Kaufpreis für 500 Lire mindestens fünf eiiq-liche Pfund. BLICK NACH SÜDOSTEN Sternwarte In der Hohen Tatra. Am Steinbach-See in der |-iohen Tatra ist die vom slowakischen Staat mit einem Haukostonaulwand von 2,8 Millionen Kronen in Auftrag gegebene Sternwarte fertiggestellt worden. Sie wird in Kürze in Betrieb genommen. Todbringende Bonbonsrhachtel. Hie Sofioter Kiiminalpolizei teilt mit, daß von einem Einwohner vor seinem Hause eine luxuriöse ausgestattete Bonbonniere gefunden wurrle, deren Inhalt sich als Spreiigstofl herausstellte. Aus diesem Anlaß wird die Bevölkerung gewarnt, derartig lUiftiiilende Cjegenstände, die auf Plätzen und Straßen gefunden werden, zu bfrührim, die Polizeiorgane aber sofiirt zu versliindifjen. MtHtlbeerbaiim-f asergewinnung in Bulgarien. I:inf systematifiche Erfassung der al)geerntelen Maiilt)eerzweige ist nun Im Hulrjarjpn vorgesehen. Die Re sil/ei sind verpilichlet, die enll)liillei tr-n Zweige abzuHetern. Im Lande sind zwölf Stationen eingerichtet, in denen die maschinelle Entschalung tar Zweige erfolgt. Man rechnet damit, aus je 100 kg Rinde 3 kg Faser zu gewinnen. Der lürkii^che Botschafter in GroHbrl-lannnien, Achmed Rauf Orbay, ist am Montag v/icder in London eingetroffen Er war zwei Monate in der Türkei. Malariabehandliinq kostenlos. Der Innenminister ordnete an, daß alle Bürgei-meister im Lande unter der Bevölkerung bekanntgeben, daß die Malaria-Kranken kostenlos t)ehandelt weiden und ebenfalls kostenlos Ar/neimiltel erhalten. Die türkische Elscnbahnverwallung hat die voibereitenden Aibeiten für den Bin einet Eisenliuhnlime fscharschariba-Er-baa ausgeschiioheii Duich diese Eisenbahnlinie wiirde die von der Hauptstrecke .SiWfts Sciinsiin abzweigende Flü* gelbdhn lirn riinrl 1(K1 km längs df^s Tals des Flusses Yeschilimamk verlängert wci flen. Un^t'Tp KurzTnFldungen Amerikanisches Fugzeuq in Lissabon notgelandeL Wegen Treibstoffmanciels mußte ein viermotoriges nordamerika-uisches Pkigzeufi aul den Flughalr-n von Lissabon notlanden Die lü Manu der Besatzunti wurden von den portugiesisi-schen Behöitlen interniert. Das Flugzeug wurde beschlagnahmt. Dr. Woermann In Nanking. Der neue deutsche Botschafter bei der nationa-chinesischei) Regierung. Dr Ernst Woermann, traf in Nanking ein. Leinöl wird verfeuert Nachdem die argentinischen Elektrizitälzwerke bereits Mais und Weizen verfeuert haben, zwingt jetzt der Brennstofimangel dazu, ITflfrüchte zu Heizungszwecken zu verwenden. Die argentinische Regierung hat d'dur .500 OIJO Tonnen Leinsaat freigegeljen Es ist wahrscheinich aus Transt)oitrjründon nicht möglich, eine nützlichere Verwenduiuj für flas Ltdnöl zu finden Unruhen Im New>oiker Neyerviertel. Im Laufe von Unruhen die im Neger viertel Newyoiks, Harlem am Snnntiig ausbrachen wurden nach einer Reuter rneldtmg fiinl Personen <|etÖlet und übei 51K) verlet/ti Es wuirlen mehrere Geschäfte rieplündert. Mau schätzt den Schtifien aul mehrere Millionen Dollars. MÄRBURGER ZEITUNG HtiMtHidu Xukästüau Gefällt dir mein Spiegelbild? Zeugen untersteirischen Bauemfleisses ' Mittelalterliche Holzbau- und Holzschnitzkunst im Unterland Museen sind wie ein Buch des Lebens. Sorgsam hciben sie alle Außerun-Frisch und gut ausneschlafen siohst j gen menschlichen Seins und menschli- Jahrhunderte du heute aus. Wohlgefällig betrachtest du dein Bild im Spiegel. Nicht etwa, daß du eite) wärest — bewahre. Aber man "Will doch wissen, wie andere Menschen über einen urteilen, nicht? Dein Spiegelbild sagt es dir zu jeder Zeit. Aber es gibt noch andere Spiegelbilder von dir, die in noch viel größerem Maße Wertmesser deines Ichs, deiner mit Vorzügen und Mängeln ausgestatteten Persönlichkeit sind ? ?! !! Doch, du wirst gleich verstehenl Denke nur einmal an die Spendenliste des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz, die zur Haussamrakmg am kommenden Sonntag, der letzten übrigens in diesem Jahre, dir wieder vorgelegt wird. Ja, ganz recht, sie ist ein Spiegelbild — deiner inneren Haltung nämlich. Sie verrät sogar, in welchem Umfang du gegenüber unseren verwundeten Soldaten dankbar sein willst, denn auch für dich liaben sie ja ihre Gesundheit und die beste Körperkraft hingegeben — vergiß das nicht! Und dann die ernste Frage an dich; Warst du nicht bisher vielleicht immer oder 7.U oft nur mit halbem Herzen beider Sache? Betrachtest du es für eine Selbst-verRtändlichkeit, daß unsere tapferen Soldaten für dich bluten, deinen heimatlichen Herd beschirmen? Betrachte dich und deine innere Haltung getrost einmal im Spiegel dieser Spenrlenliste. Sind darin die Umrisse deiner Persönlichkeit überschattet von mangelnder Einsatzbereitschaft und Op-ferfroudigkeit, dann wird es Zeit, daß du etwas für deine »Verjüngung« tu«t! Wie das zu tun ist? Laß deinen Spen-denbeitrag imm(!r das rechte Verhült-iiis zwischen deiner wirtschaftlichen Lage nnd deiner großen Dankesschuld gegenüber unseren Verwundelen suchen. Dann gefäll' dein Spiegelbild dir selbst und uns allen! y-z Ernteeinsatzgruppe In fiärenlal ga- •Ucrtc. Am Sonntag erfreute die Ernte-einsatzgruppe der Lchrerbiidungsanstalt Marburg die hiesige Bevölkerung mit einer Reihe schöner Veranstaltunjien. Der Tag begann mif einer Morgenleier im Heldenhtiin, an der die Wehrmann-Bchaftsstürme, die Formationen der Deutschen Jugend, die Amtsträger des Stei-Tischen Heimatbundes und die übrige Bevölkerung in bedeutender Zahf teilnahmen. Diese von der Ginsalzgruppe meisterhaft gestaltete Feier wurde für jeden Teilnehmer ein ganz besonderes Erlebnis. Auf der Sportwiese vereinte anschließend ein äußerst gut gelunge- cher Arbeit vergangener in stillen Rüumen autbewahrt zu Nutz und Frommen der lernbegierigen Jugend, ein Quell der Forschung für den Wissenschaftler und der Anregung für den besinnlichen Menschen. In einem kleinen Rundgang wollen wir uns heute der umsichtigen Führung des Leiters des Städtischen Museums in Marburg, anvertrauen und einen Blick in die Ver- da er zuweilen als einziger die Verbindung dieser einsamen Gebiete mit der Außenwelt herstellte. Das Holzschnitzkunsthandwerk dagegen fand in der Gegend um Saldenhofen seine Verbreitung. Hier konnte man besonders die Entwicklung vom holzschnitzenden Bauern und Holzhauer (Waldarbeiter) zum Zimmermann und In weiterer Folge 7.um malenden Tischler feststellen. Es war eine langsame — doch organische Entwicklung. Sie blieb ungestört, da das einmal errungene Aufnahmoi U'ciGcnstcincr, Marburg Truhe aus Jörgendorl gäiigenheit arteigenen bäuerlichen handwerklichen Schaffens tun. Einsam, weitab von größeren Ortschaften lobte der untersteirische Bauer im langgestreckten Bcrgmassiv des Bachern. Es war ein hartes und entbehrungsreiches Lclipn. Wohin das Auge auch reichte, sah es nur die ewiggrünen Wälder, mit ihrem unversiegbaren Holzreichtum. Es gab damals noch nicht die vielen gut gebauten Straßen und Verkehrsadern wie heute, durch die es den Bewohnern dieser riesigen Waldgebiete möglich war, sich alles, was sie lür den Gebrauch des täglichen Lebens an Hausrat und Werkzeugen zur Bearbeitung von Wald und Feld benötigten, in den Orten und Städten, wo es schon ein Tischlergewerbe gab, zu kaufen. Der Mensch war hier — auf sich gestellt — gezwungen, alles — vom einfachsten ner Dorfnachmittag die Bevölkerung, wo ■■ , ,, , bei den mannigfachen Vorführungen die Kuchengerat, dem Holzloffel, bis zum Stunden wie im Fluge vergingen Einen Hausbau, selbst «nzuferti- schönen Ausklang fand der Tag mit | ""Vi 'n einem Kameradschaflsabcnd, der die zu i "'^^t zu rr/t der emsige Fleiß Gast geladenen Männer und Frauen 1 Untersteirers führten dazu, daß aus aus der Ortsgruune mit den Jungen unJ Anfangen heraus sich bald Mädel der Einsatzgruppe zu einem letz- bäuerliches Handwerk ten fröhlichen Zusammensein vereinte, entwickeiro. Der Abschied war schwer und herzlic h | Die ösilichen Atisiiiuler der tirolisrh-und beiderseits wurden wohl mehr als kaintnerischen Hol/bau- und Wohnkul-einmal aufrichtige Wünsche nach einem tnr blieben ni{ht ohne Einfluß auf die baldigen Wiedersehen ausgesprochen. Handwerk durch Jahrhunderte hindurch in einer Familie verblieb und sich von Generation zu Generation vererbte Möbelstücke wie Truhen, Kasten usw., gewannen an Form und Schönheit und waren in mühsamer Handarbeit ganz aus Holz gefertigt Falz, Bohrung und Holzstift ersetzten Nägel, Schrauben und Scharniere — die es damals noch nicht gab. War das Stück in der Form vollendet, dann wurde es kunstvoll bemalt. wofür man Blumenfarben verwendete, oder es wurden sinnige Figuren in dieses eingraviert bezw. geschnitzt. Zwei besonders schöne Stücke — die beide im Besitz des Städtischen Museums in Marburg sind — möchte ich ob ihrer Eigenart und ihres kunstgewerblichen Wertes besonders erwähnen: Es sind dies die Stollentruhc aus Jörgendorf (16. Jahrhundert) und ein Täuftrog aus dem 17 Jahrhundert. Hier sieht man auch einen kunstvoll gebauten Bienenstock mit mystischen, biblischen oder satyrischen Figuren bemalt, weiters Gegenstände des alltäglichen Lebens, wie riesige bauchige Holzfeldflaschen und hohle Holzringe für Getränke, einfache Holzkummete für das Zugvieh, Holzpresscn, Stampfen usw. Das bäuerliche Handwerk hielt ständig Schritt mit der sozialen und kulturellen Entwicklung des Waldbauern zum Acker-und Großbauer und paßte sich den stets steigernden Bedürfnissen der Wohn-und Lebenskultur an. Hievon zeugen schöne Stücke wie Kasten mit wertvollen Handmalereien und andere Möbel, Spinnräder und anderes mehr. Es erhielt sich seine Selbständigkeit auch dann noch, als bereits in den Städten und Märkten Gewerbe und Handel blühten und das kostbare Eisen das Holz zu verdrängen begann. Der Bauer und Großbauer der damaligen Zeit, der immer Handwerker geblieben war, schickte seinen Sohn, der von Jugend auf an das Handwerk des Vaters übernommen hatte, zu Schlossern und Schmieden in bewohnten Siedlungen in die Lehre, damit sich der junge auch das bisher fremde Handwerk aneignen solle. Der Bauer blieb dadurch unabhängig und konnte sich vervollkommnen. Damit entfaltete sich das bäuerliche Tischler-, Holzschnitz- und Kunstgewerbe arlei-gener Prägung zu höchster Vollendung. In seinen Erzeugnissen erregt es noch heute Bewunderung und gibt unserer modernen Wohnbau- und Möbelindustrie so manche wertvolle Anregung. Es zeigte aber vor altem, daß hier ein starkes Geschlecht lebte, daß sich sein Leben unabhängig und Irei zu gestalten verstand dank seinem Willen zur Arbeit und seiner Liebe zur Heimat. Adalbert Mastnak Gefallenen-Ehrung für Franz Rumpf Zu einer Gedenkstunde für den im Osten als Leutnant gefallenen Adjutanten des Gauleiters, des SA-Oberstuim-bannführers Franz Rumpf, vereinten sich heute in der Landstube des Grazer Landhauses die Freunde, Kamerac'en und Kampfgefährten des auf dem Felde der Ehre gebliebenen treuen Gefolgsmannes des Führers, in dem die nationalsozialistische Bewegung des Gaues Steiermark einen ihrer bewährtesten Vorkämpfer und größten Idealisten verloren hat Alle Hände hoben sich zum Gruß, als der Vater des gefallenen Kämpfers, Gauamtsleiter Franz Rumpf, mit dem Gauleiter die Landstube betrat. Weihevolle Klänge von Anton Bruckner und Johann Sebastian Bach, vom Orchester des Reichsarbeitsdienstes gespielt, zogen durch den Raum. Aus tief bewegtem Herzen würdigte der Gauleiter die Verdienste seines treuen Begleiters und Mitarbeiters. Er sprach von dem harten Gesetz, in dem beschlossen zu cein scheint, daß für die Erreichung eines hohen Zieles immer die Besten aus einer Gemeinschaft fallen müssen. Auch in den kleinen Kreis der Männer, die an der Spitze der nationalsozialistischen Erhebung in der Steiermark standen, sind Lückf;n gerissen worden, die sich in der nächsten Zeit nicht schließen lassen. Als entscheidenden Wesenszug im ganzen Leben und Handeln des gefallenen Helden, dem hier die letzte Ehre erwiesen wurde, hob der Gauleiter die Geradlinigkeit hervor, die Franz Rumpfs Weg kennzeichnete, vom ersten Hieb, 'den er als kaum Achtzehnjähriger in der Saalschlacht erhielt, bis zum tödlichen Schuß, der den 31jährigen Leutnant im Osten traf. Theater- und Dorfnachmitiag in Erlach-steln. Am Sonntag, den 1. August 1943 land im Saale des Gasthauses Hnbian in Erlachstein ein Theater- und Dorfnachmittag statt, der vorn BDM des Ernteeinsatzes Erlachslein gegenen wurde. Ein buntes, recht unterhaltendes Programm rollte unter dem Beilall der iTuschauer ab. UnteiSteiermark. So entstand schon frühzeitig — und hier hesoiiders im Oberen Drautoul, im Mißlingtal und um Weitenstein — das Bachernhflus, das nicht nur im eigenen Lande hochgeschätzt und begehrt war, sondern das vollkommen fertiggestellt — auf Flößen bis tief hinein nach Slawonien und dem Südosten geliefert wurde. Der Flößer der damaligen Zeit stand in hohem Ausehen, Tapfere Untersteirer Nun kann aüch Schober im Kreis Mar-burg-Land mit Stolz von der Auszeichnung des ersten Angehörigen dieser Ortsgruppe berichten. Grenadier Josef Dobai wurde für sein tapferes Verhallen vor dem Feinde mit dem EK II ausgezeichnet. — Dieselbe Auszeichnung erhielt auch Grenadier Franz Pauliisch aus Kärntnerdorf bei Hohlenstein desselben Kreise«, der Außerdem zum Gefreiten befördert wurde. * Übt größte Zurückhaltung in der Aufgabe von Telegrsnimen. Die Deutsche Reichspost teilt mit; In einzelnen Gebieten Deutschlands ist der telegraphische Nachrichtenaustausch der Bevölkerung auf ein Vielfaches des Normalen angestiegen. Die Deutsche Reichspost ist daher zur Zeit nicht in der Lage, die Telegramme mit der üblichen Schnelligkeit zu übermitteln und zuzustellen. Sehr häufig müssen die Telegramme wegen Überlastung des Drahtes mit der Post versandt werden Beschwerden wegen Verzögerung oder Nichtankunft sind daher zwecklos. Es ist unbedingt erforderlich, sich in der Aufgabe von Telegrammen größte Zurückhaltung aufzulerlegen. Drei entscheidende Stunden Und der Dank der Heimat: Deine Spende am kommenden Sonntag Todesfall. Im hohen Alter von 82 Jahren verschied in der Narvikstraße 9 in Marburg die Private Antonie Schauperl. Vom Heuwagen gestürzt. Der 59 Jahre alte Bedienstete Vinzenz Schosteritsch aus der Gaswerkstraße 23 in Marburg fiel beim Heuabladen vom Wagen und brach sich dabei den rechten Unterarm. — Von einem Obstbaum fiel der 7jäh-rige Roman Beigott aus Drauweiler, Fraustaudnerstraße 43, der sich das linke Bein brach. — Den rechten Oberarm brach sich durch Sturz die 64 Jahre alte Kaufmannswitwe Johanna Geischek aus der Josefistraße 27 in Marburg, — Rißwunden an den Unterarm durch Splitter erlitten bei ihrer Arbeit der 40jäh-rige Alois Stanz aus Hollern und der 48 Jahre alte Jakob Krebs aus der Dammgasse in Brunndorf. — Die Verunglückten befinden sich im Marburyer Krankenhause. Rosegi^er-Ausstellung in der Untersteiermark Dir nunmehr geschlossene Rosegger-Ausstellung in Graz hatte eine Besucherzahl aufzuweisen, wie keine andere Ausstellung der letzten Jahre in Graz es erreicht hat. Insgesamt haben 18,743 Personen die Ausstellung besucht. Die Ausstellung wird nun im Oktober dieses Jahres in Wien gezeigt, wo das Werk Peter Roseggers seit jeher große Anteilnahme gefunden hat. Außerdem wird im Laufe des Herbstes in einer Anzahl von slcirischen und untersteirischen Kreisstädten eine Wanderausstellung mit Ausstellungsgegenständen und Reproduktionen aus der Grazer Rosegger-Aubstcllung durchgeführt werden. SIdtl den Stier sich selbst durchschossen. Dei beim Fleischermeister Jakob Tschreschnigg in Maria in der Wüste, Gemeinde Lorenzen a. B., beschäftigte 31 Jahre alte Schlächter Josef Sattler aus Zinsath wollte'in der Fleischerei seines Meisters einen zur Schlachtung bestimmten Stier durch Revolverschüsse töten. Sattler, der halb zugewendet zum Tier stand, hatte jedoch das Verhängnis, den bereits entsicherten Revolver zu früh ab/iuirütken, so daß er sich selbst glatt durch die Brust schoß. Der Schwerverletzte mußte vom Deutschen Roten Kreuz .as Marburger Krankenhaus überführt werden. Weltabgelegenes Bergdorf hilft sich selbst Zeutschach baute sich selbst eine Wasserleitung — Sankt Benedikten macht es ebenso — Brachliegende Kraftreserven! Im Lagezimmer einer Schneilbootflot-tille irgendwo an der Atlantikküste stehen sie über die Seekarte gebeugt, den Zirkel in der Hand. Soeben kam ein Funkspruch: »Erfolgreiche Gefechtsbe rührung. Haben Verwundete!»« Es ist 3 Uhr nachts, — vor 7, 8 Uhr kann das Schilf nicht einlaufen. »Aber das Lazarettschiff liegt ja im Hafen!«, sagt da einer. Solort ist der Chefarzt des weißen Schilfes verständigt, ist über Lage und Standort des Bootes unterrichtet, und eine hall)e Stunde nach dem Ge kostet hat, fährt das Lazarettschiff mit Volldampf duich die tiefdunkle Nacht der» Kameraden entgegen. Während der Fuhrt werden die Kojen hergerichtet und im Operationssaal alles klar ge* macht. Da kommt der siegreiche Vorband in Sicht! Das l)eschadigle Bo(jt mit den meisten Verwundeten haben sie in die Mitte genommen, während sie dem Lazarettschiff mit halber Fahrt entgegen-steuern. Wie Grüße alter Freunde blinken die Morsezeichen auf Die Tapfe- echt, das dem Feind drei Einheiten ge- ren wissen jetzt: ein großes Schiff mit ■■ m PK-Aufniihmp: Krlr(j*berlrliter Nlppil (Wbl Pill verwundeter Kamerad wird an l.and gebracht Einer der Krankonträgei hat sich den Seesack des Verwundeten aulgcbuckeit. Nun geht es los Ins Revier seiner ganzen Besatzung ist — sorgend um ihr Schicksal — durch die Nacht geeilt, um ihnen zu helfen. Im Operationssaal zeigt die Uhr 5, als sfch der Sanitätsoffizier über den letzten Schwerverwundetan beugt. Mancher Granatsplitter mußte entfernt werden, sogar eine Augenoperation wurde mit aller Sorgfalt durchgeführt und ist gelungen. Der Kamerad wird sein Augenlicht behalten, die Hilfe kam schnell genug. Einem anderen rettete die rechtzeitige Blutübertragung das Leben. Die leichteren Fälle haben inzwischen die Sanitätsgasten versorgt. Der Kampf gegen den Tod Ist wieder einmal gewonnen, alle liegen entspannt in ihren weißen Kojen. Da schreit einer: »Der Kommandant!« — Ja, wo ist der verwundete Kommandant? »Ich bleibe, bis mein Schiff im Hafen ist!« erklärte er — Mit ein paar Sätzen entert der Chefarzt hinüber. Auf der Brücke legt er dem tapferen Kameraden den Notverband an und gibt ihm eine Tetanusspritze. Die große Hafenuhr schlägt 8, als das beschädigte Boot im Kielwasser des Lazarettschiffes einläuft. Unzählige Hände wollen zupacken, als die Kameraden gebracht werden, alles beglückwünscht sie. Als der Kommandant sein Boot an der Pier festgemacht hat und sich im Lazarett meldet, sind seine verwundeten Kameraden alle schon außer Lebensgefahr. Um drei Stunden hat das weiße Schiff der Tod geschlagen! Wir in der Heimat können unseren Verwundeten nicht zu Hilfe eilen wie diese Ihren Kameraden: und doch können auch wir bei der nächsten Haus-Sammlung für das Krlegshilswerk des Deutschen Roten Kreuzes am kommenden Sonntag helfen, den Tod zu besiegen. Das Bergdorf Zeutschach im Kreis Murau, weitabgeschieden gelegen, konnte dieser Tage ein Werk dem Betrieb übergeben, auf das es mit Recht stolz sein darf, die langersehnte Wasserleitung. Was dieser Wasserleitungsbau lür die Bergbauern von Zeutschach bedeutet, bekundet am besten die Tatsache, daß bisher das von Mensch und Vieh benötigte Wasser tür das hochgelegene Dorf lediglich per Achse zum Tei! 600 m weit herangeholt werden mußte! Aber dei nunmehr dem Betrieb über-gebene Wasserleitungsbau ist noch in mehrfacher anderer Hinsicht bemerkenswert und dürfte weit über die Dorfgrenzen hinaus interessieren. Die Einwohnerschaft von Zeutschach hat sich nämlich diese Wasserleitung durch vorbildliche Selbsthilfe in Gemeinschaftsarbeit unter schwierigsten Ifmsiänden mitten 5m Krieg geschaffen Gerade vor einem Jahr, Ende Juli 1942, wurde auf Betreiben des Schulleiters von Zeutschach, Franz Kalchberg, das Werk begonnen. Für den geradezu unausfühibar erscheinenden Plan gewann er zunächst nur einige wenige Parteigenossen. Aber der Bauer hat Zelten, In denen er auf dem Feld nicht arbeiten karin. wo er reifen und wachsen lassen muß, was er dem Boden anvertraut hat — diese unfreiwillige und doch wohlverdiente Mußezelt gaben die Bauern von Zeutschach willig hin, um mit allen Kräften an das Gemeinschaftswerk zu gnhen Zwischen Heuernte und Körnst hnilt wurde zunächst ein 1200 m langer, 1 ni tiefer Graben für die Wassrrleitungs-röhre ausgehoben, dann wurde der Graben wieder zugeschüttet. Das war nur die erste Etappe einer unendiirh mühevollen Kleinarbeit Da der Ort auf einer Anhöhe liegt, mußte ein Pumpwerk beschafft werden Eine rlektrische Freileitung muß auf 0 Masten di^n Strnm 500 m weit zum Pumpwerk führen, der Hochbehälter mit einer eigenen Sch.ilt-kammer mußte betoniert werden, die einzelnen Höfe und Häuser des Dorfes waren an die Wasserleituno anzuschließen. Oft gab es Rückschläge. Da war am andern Tag verschüttet, was man am Tag vorher mühsam gebaut hatte» gar oft zeigte sich der Mangel an fachlich geschulten Hilfskräften, von allem sonstigen Drum und Dran, den endlosen Bemühungen um die jetzt so schwierige Beschaffung notwendigster Bestandteile, den endlosen Schreibereien, den Telefonaten, die von einem stundenweit entfernten Postamt geführt werden mußten, gar nicht zu reden! Schließlich wurde das Werk noch erschwert dadurch, daß der Vater des Ganzen, der Schulleiter Kalchberg, in den Kreis Cilli versetzt wurde Nun aber ist es soweit, die Wasserleitung ist in Betrieb genominen, nun hat jedes Haus in Zeutschach seinen Wasserhahn, das Dorf hat seinen Überflurhydranten zum Feuerlöschen, die Schule von Zeutschach Ist versorgt wie keine andere im Kreis mit Trinkwasserberken, Warmwasserheizung und — W, CA Ein kleiner Vergleich mag klar machen, was hier In Gemeinschaltsarbeit von eigentlich brachliegenden Kräften geschahen wurde; Bei dem Aushub des '200 m langen, 15 m tiefen Rohrgrabens, ier in neun Tagen bewerkstelligt wurde bearbeitete jeder Dorfbewohner ein Stück von 4.40 m Wenn die Einwohner von Groß-Graz In derselben Weise wie hier die Zeutschacher an eine solche C'.eineinschaftsleistung gehen würden, könnten sie einen Rohrgraben von fast 1000 km Länge herstellen also einen Grriben. der von Graz bis Berlin reichen wiirdel Dieser Vorgleich zeigt noch etwas anderes, nämlich die Tatsache, daß überall in unserem Volk noch Kraftreserven vorhanden sind, die, durch tatkräftige Männer geweckt der Auswertung har-'en und in ihrer Gesamtheit auch einen weitvollen Beitrag zum Endsieg darstellen. * Ähnlich wie in Zeutschach ist man auch in St. Renedikten (Steiermark) an den Bau einer Wasserleitung gegangen; auch diese Wasserleitung, ebenfalls auf Betreiben des Schulleiters ins Werk gesetzt, geht bereits ihrer Vollendung entgegen. Der Dank an die Froni i%i EhrenschulJ und Pllicht der Heimat! Dcnhc Hin hoimncndcii Sonntoil doron, dcwi foii der letzten HiiossfliniiilQnd tflr dos Hrtedshlllsvi^erk des Dcufschen Roten Hreuzof I MARBURGER ZEITUNG " Wir hören im iüindfunk FraiUtf. 6. Auguil Reichsproritamir; 12 35 12.45; Der Btriiht lur ;5.3tj —lO: Klaviermusik vou Schubcrt (Aldu Sch'rtn). 16 17: kdn.'crl mil Opern- und Soüsten-mi'sik. 17.15 18.^il: iJuntir '^UlnJicnilrauU. 18,30 bii f r)i r Zt lii.pii iii I. 1'' ly.li. \Jl\.hrtn«i.lil vi»r-Ir.i^. l** 31: I mtiih-rit-liU'. 20,15—üs Musi- Uilisihu l iit> rlia!liir.', mil Vi irncr PliitLkeri Iliulc jbcnd bi:i mir , 21 2!?: Ociihuinj^iu KianjJc ursi;r»;r -it, Deutschltindtcnder: 17,1" IS.30; K )n/crl dt» siadliivlieii i)i. > irbrüt k- ii, I.i ilunii: litinx Hi^rilJarl/. 3(11" 21- isuii'nn rnuisik mil dein l rcund-OuartvIl. 21 72 Snlcidii« bunter Vo^tK, üin(iitpii'l \.in .'la\ p mist.Ii. Alle liumliurger müssen sich meldenl Alle JUS liunilmu) al)(|fri'islcii Vulksqe-iHtöS'Ti WL 'h.'ii (iiliu|ön(J iicbeton, sich su(oil Lil'I (i"r iiachslon Polizoidicusl-stt'IIi; iu inrliivM unf| ihren Verbleib dti-ziKiobeii, {liiinit Nji.hli(Kjcmi nuch ihnen liPiinlwo:t( I wcTcit.Mi können. Rückfrciqi'n n^"'1 unnölifiu Fornien-sif'-q- vüiMl\'r|;.'i wc'dcn und dor Wil-!f (!■ . r Iii. V .s HMfifjobcnd sein, Dir--sc nor(dlvi.]ii^< I wirrl hÜLilifi d'.thiii ,tMS(i. ' -qf f! 1*^ in^ Ii dt>r CirundStil/ der (''firnhiindi^i II N'ii'derschrift nicht so ff-nciu rjcnonnu'!! w'>r(lon brtuicho, wnnn nur d r \''i'!- d"S r'hltissnrs seine r t .lint-'i f II'!" D'csf \ ist :d .. ^ \:i' ■ Ii :i- h § .:i /Mv,. 1 T-ütc; K ( a I ; r.M inionl in n.d'■diu'ht f-:tni nur tluirli l in? t-inen-i| ■"( und unl'">'hriebf- P" Mhlii'iinrj PT'fh'--. Sovfit d't.' iotrt-\v d"t" '> t; (|iiivi (i' M > (iM'se /\vinr|f"n-(If (!!■-:•!, 1 t hl fl Vcislüßl, isl b: = . ■ ]i'-i| < i;(;< I {'»IC INi'•'■".inili». 1) ■ l "itr?iti fl >1 ' • t Uli' ' ' Iii'.! I'" S' d e iius I ■ rli- I' isni-i N'üin'"t/, (> . ' , Ii K I I liic.b.sendi.i'i- I • i'i • ' ' • Ii ' ■ ■"■■•er Inii dt, ,1 I- I '■ h ' '<■ 1- r II 'en, fiit ! 1 > ■ . ' : d s I 1 ,d'!"rirhles f • . ; I ■ ■- . 'il \lf)I!()l»'n (■ • lt. !■ ., T I^on.i'i erliinVf'n. In Wien rr-I i- .■! t 'I f> s iici'n Hitden die j'i ri ■■ - ^il" ;h': 1- bens sl'-hendn 21 ,1 h , , ' jii K-,t: t .r Ii ('Ii«; Fr-niheim. )■ I ■ '.ii|-. ; I.ii -rl L-. s ■ Ifid.'lleii qn-I (•' ! . 1 II IM die '■■«'iK'lv.t.ö- t< :p <: I • V m ]!ii bf ([( si Herten S' h'ei). ■ - ■=(! (1 ) ■ vm flrn horliqtt-b,p W » , n eit.i': wnrd--', s( 1i(dnbts fu: N'.if hm- ■ "1 d' ,Ii;l idior dir (!*^,(r 't h'.itfi 'i p'Cf! rqinn. srhhiq rl, r idii/ p i'., V Nf h itisri« Ixinde dis I-.I -l'/eis ein lind zrnidefe, M iiii. i.^ 5\' |,i I f-i'fi'n snf":l ein ir.«;''];') M d.v i^ ■ r"i i vi rhinder-U n .iri-V ien 1;-; WIRTSCHAFT und SOZIALPOLITIK Unser Stolz: Soldat, Arbeit und Leistung Der Unterführer im Betrieb — die rechte Hand des Betriebsführers Da die nationnlsozialislische Welfan* schaiuinq die Wettfiiischauung der Arbeit und der Kdineradschalt ist, kann das Hineinleben in dieses Gedankengut nicht gelehrt, sondern nur qoweckt werden — und dieses Wecken, das uns der Fiihrer in seinen großen, richtunggebenden Reden so beispielhaft aufzeigt, nennen wir Ausrichtung. S(*it Jahien werden so auch die Anitsträger und die Betriebsführer der Unlerstriermark ausgerichtet, Betriebs- als auch Dienstappelle werden abgehalten — und so ist es umso begrüßenswerter, daß das Berufserziehungswerk im Arbeitspolitischen Amt des Steirischen Heimatbundes nunmehr auch mit der Aufirichtiing de; Unterführer im Betrieb, der Botrlebsleiter, He-triebsingenieure, Meister, Vorarbeiter und Poliere l)eginiil. Der betriebliche IJulcrliihiei, der jeder für sich ein Be-tricbsiuhrcr im kleinen .st, soll in zehn Voiticigen dlles das erfdhren, was ein Menschenlührer über seine Aufgabe wissen muß, Tiifail isl der erste Kreis, der mit die ser Ausrichtung begann und bereits die ersten Vorträge zeigten, mit welch tiefem Interesse gerade die Menschen der Grenze ein Ideengut aufnehmen, das Ihnen bisher «tets nur in verzerrtem Licht gezeigt wurde. Kreisamtsiciter Pg. Kont-Bchar sprach hierbei über Zweck und Aufgaben des Arbeitspolitischen Amtes, Partelenhader, Besitzerwillkür, als auch Jüdische Ausnutzungsmethoden, sind ab> gelöst durch eine nationalsozialistische Aufbau- und Betreuungsarbeit für alle schaffenden Menschen. Sehie weiteren Ausführungen über LohngerGchtigkeit, Arbeilseinsalz, Erhaltung des Betriebs-friedens, Erhöhung der Leistung des einzelnen oder körperliche Mehranstrengung durch Behebung der Bctriebsblind-heit, durch Förderung des Arbeitsflusses, weitgehendste Mechanisierung u, a, m. ließen die Unterführer des Kreises erkennen, daß hier hauot- und ehrenamtlich eine Aufgabe bewältigt wird deren Endzweck es ist, die Untersteiermark zu einem vollwertigen Teil ries Großdoutschen Reiches zu machen. Einen Nie wieder Goldherrschaft Clcarinfjschulclcn — die Auswirkung der ausländischen PreissteiiJerunfien Nach vorliegenden Meldungen be- i wirklich echte Verschuldung schaftigt sich die ausländische Proüso größere Teil der Verschuldung er-in der letzten Zeit verstärkt mit dr>r sich vielmehr daraus, daß Deutsch-Clear ngverschukhuu) dos Reichcs, Zu Verfolg des gemeinscnnen euiu- dieser Fr^ge nahm nuiimehr Staats- Kampfes bisher davon Abstand s(;kietär Dr. Landlried Stellung Wie bekannt ist, haben sich die Preise auslän-disi her Erzeugnisse seif Kriegsbeginn in viei stärkerem MaRo als die deutschen Ausluhrpreiso erhöht. Dadurch ist das WeitveihäKnis zwischen den deutschen Waionlieloriingen und den deutschen Warenbe/ügL'n in immer größerem Um-ltiiif)e zum Ntichl'jil Deutsihlnnds ver-sch'iben worrten Tiotz diiiser lür die voikswirisch dtiiche Bewertuiuj di-r dcut-sehen Aiisluhr niiqünstigen Verschiebung isl es rJeiilsrhland nach der durch genommen hat, den durch die starkou Preiserhöhungen bei einzelnen Ländein aufgehobenen volkswirtschoitlichen Aus gleich zwischen Leistung und Gegenleistung wieder herbeizufüliren und daiv wie z. B. die Lohnüberwcisiingen, Zoh-iunqcn zu leisten sind, die sich auf eine Aktivierung der qesamleuropjischen Kräfte für den Abwehrkamnf Luirop's beziehen. Im Hinblick auf dic Überprüfung der Importpreise ist zu iietoncn, d.ill der Umfang und die zeill (he Beqren zunq der Einfuhr bekannliith in regie- SPORT u. TURNEN den Krieti bedingten Umstellung f^st ''^^"^sseitigen Verhandlungen lestqelogt 1:M HMDTMUTH Lsm Bleistift gsschkh'lich lerrnl^^htet! seines gesuniten Außenhandels auf liuropa bis heute gelunrien, seine Waren-lie/.iige aus dem größten Teil der europaischen Lander durch deutsche Waren-liütei ungen auszugleichen. Wenn trotzdem im euiopaisrlien Verrechnungsverkehr eine sogenannte »Clearingverschol-diing des Reiehes entstanden ist, so ist (1 'Vi in erslet Linie darauf zurückzu-iiihien, daß Deutschland im Interesse des gemeinsamen europäischen Kampfes in (jri)ßom Uml inge Zahlungen außerhalb des Warenverkehrs zu leisten hat. Hierher gehören besonders Lnhnüber-weisungen, Zahlungen für Frachten und sonstige Dienstleistungen Die sich hieraus ergebenden Passivspilzen können aber ebenfalls nur Im Zusammenhang mit den Preiserhöhungen des Auslandes betrachtet werden. Wie bereits gesagt, hat Deutschland seine Ausfuhrpreise bis |ot/t nur in verh'iltnismäßig geringem lUniange erhöht, keinesfalls aber in (ler Hohe, die den Preissteigerungen des .^iifiliindeb für seine Wirenlieferungen und Le slungen entspricht. Das Reich w.iie, wenn es sein Ausluhrpreisniveau 10(i''«iq den ausländischen Erhöhungen anp-.'ssen würde, in der Lage, durch seine Ausfuhr auch den größten Teil der Z ih-lunqen außerhalb des Warenverkehrs abzudecken Hinzukommt diiü wir einer Roihe von europäischen Staaten in er-helit-rhem Umfange Investitionsgüter mit laiuiiristigen Zahlungszielen liefern, fi rnn [-rlüse erst zu einem s)>;iteren Zeitpunkt ins Clearing einfließen, während wir überwiegend Verbrauchs-güti-r und Rohstoffe l)eziehrn, die wir kurzfristig bezahlen. So kann von einer nennenswerten fleutpfhen Clparingversrhuldung im eigentlichen Sinne überhaupt nicht gesprochen worden! Es bestehen zwar bei der !:>eutsrhen Verrechnunqskasse für eine Reihe von Staaten Guthaben und diese C5ut haben stehen diesen Staaten auch zur Verfugung und können später durch Warenl)e/iige fiutge!s inländischen Preisgefüges vermieden wird. Daneben sind auch mit einzelnen Ländern Preisabrcdeu vereinbart worden. Die Abwicklung des gesamten konti-nental-europdischcn Güteraustausches vollzieht sich auf der Basis der Verrechnung. Daher kann es In Europa keine »kontinentale Geldfrage« qrunil-sülzlicher Natur geben. Es ist durchaus möglich, vielleicht manchmal auch zweckmcißig, daß im Rahmen des europäischen Clearinqve'"kehrs und auch im Verhältnis zu anderen Systemen, die »Ware Gold« als Spitzenausqleich l)o-nutzt wird, dadurch werden aber niemals die Grundsätze der europäischen Verrechnung berührt Die europäischen Währungen sind und bleiben unabhännig vom Gold. Abgesehen davon, d<ß orö-fiere Goldvorrätc in Europa nicht m^hr vorhanden sind, hat sich in den europäischen Ländern die Erkenntnis rliirch-opsetzt, daß der Wert einer Wabrunq sich nicht nach den vorhandenen Goldbesländen mißt, sondern duss< hließlich nach den Ertrännissen der Arbeit, Daß sich demgegenüber die Experten eines I.andes, das nahezu den gesamten Gold Vorrat der Welt 'lesit/.t, dafür einsetzen, den Wert dieses NTefatles als Wtihrunqs-gnindlage in der Weltwirtsrhift zu erhalten, ist von ihrem Standpunkt aus verständlich. Die euronMischen ,Län'l"' aber, die das Gold als Michtfak'or entthront haben, werden sich niemals b"re't finden können, ibt'e wirtschaftlirbn Fre'-beit, für deren Sicherunn sie kämpfen den internat|onrdf>n Spiplreneln des Goldautomatismus wieder nntorznordpen gleichen Erfolg erzielte der Beauftragte der Berufserziehung in der Kreisführung, Pg. Friede, durch seine Ausführungen über das Thoma »Leibeserziehung — Freizeitgestaltung«. Sport und damit Lei-besertüchtigung sind in Deutschland heute nicht mehr Angelegenheit einzelner, sondern das Mittel, den gesamten Volkskörper bis Ins hohe Alter hinein gesund und leistungsfähig zu erhalten. Die namentlich während eines Krieges oft notwendige Spezialisierung beansprucht den Menschen einseitig und erfordert somit einen entsprechenden Ausgleich Ein in gesunden Grenzen gehaltener leicht.jthletlscher Wettbewerb innerhalb einer Betriebsgemeinschaft fordert auch das gegenseitige Verstehen. Eine gesunde Seele in einem gesundem Körpei, das ist das Idealbild des deutschen Mannes, der deutschen Frau, das in dem Wort Kameradschaft seine Vollendung findet Sodann sprach er übei die Leibeserziehung der allen Griechen, über Entwicklung, namentlich auch über die Verschiedenartlgkeit der Anschauungen bei nördlichen und südlicheren Völkern. Nur ein köryierlich und geistig gesundes deutsches Volk kann die Tradition aufrecht erhalten, dio in der Erkenntnis gipfelt: der deutsche Soldat, der deutsihe Arbeiter, sind die besten der Welt. Weitors referierte der Leiter des Be-rufsprziehnngswerkes im Steirischen Helincitbiind, Pg. Schreger, über »Welt-ansch.''uun;| und Arbeit« und »Weltan-schaiiUiKj — vVellbikl«. Nationalsozialismus und .^rlK>it sind eins. Im Weltkrieg —1918 durch Blut geschmiedet, sind Kauierfidri'-Ii.ifl, Glaube und Arbeit die drei Gr unt pleilei, d'O Deutschland ewig machen, zuqleich aber auch der Well beweisen d es besser ist, wenn ein Men.icii dem anderen, ein Volk dem anderen Vd'ke durch HaiidschUig vertraut, ui=titt Veri."äge dui/.usetzen, die nicht rjeiiallen we den. Die Wellanschauung :iel!^sl kann stets iiiii Angeleqenheit eines Volkes, einer RaSse sein, denn sie faßt r!as riililcn, diu E!|enarf, den Mythus ttleicharligei Menschen zusammen. Der dcniscrie Wald, der deutsche Dom, unsere deiitiuhcn Vo'kslieder lassen in uns (Mwas mitschwingen, erwecken in uns ei.'i ZusammengehöriqkeitsgRfühl, das ein indersrap:iisches Volk nicht verstehen k;inn Ween der .Jude und der Erbe seiner A".i-rhauun.qen, der englisclie Pluto-k'-Ht, anrlero Völker für sich arbeiten äßt und dieselben als D mk dafür be-rlrnkenlos unterqchon läßt, so weiß der Nat'onalso/icilisiniis, daß Großes nur un-irr Opfe-n entsteh'^n kann, unter Opfern, die das deutsche Volk selbst bringt. So sind wir Deutsche stolz auf unsere Soldaten. auf unsere Arbeit und auf unsere Leistung. ZUchlerprels an Heimwärts. Karls-; horKt hatte am ersten Augustsonntaq zwei werlvolle .Fagdrennen auf dem PTKiramm Das über 3000 m führende . Ziichterpreis-Jagdrennen wurde, nach-dom Totila vom Gestüt Erlenhof an , Stelle von Fe'dberq gesattelt, bis zum ' I',in! .nd halb zur Hof-()i j-. ils liaft q'-hi> h tt.- air h auf dem Kuekwrge vuii ijei !. ritie zum Hoch-/.oitshiUr f (i. i.iii V ■ iu ii, es sei doch Uli ■ kwiiid 'i, .• II h I. sdl In einem St.iai-.i, w. • ■: r i.r'-:.'^"", d e TaliTit'> seien, »bii l>- '' 'i n '-ine;!! Tr.umph unseiur ">f:iul. i ei5<- v ''Ih n hl mehi noch üii'^er " i e ' iih: Wenn i' h be dl nkc, die^' i - e , i-r ein altc-r D- rf-pastoi, d'r am Ii-' du ■ uh w ein I le-hir talist . . . .a I :■ t . ■;!' ;i bc. i-.t, h'if ei Iii'lit q. ^i '- 'nn f ein Hol-|iri(l ■er. I.' ■-i = !: und fli'S - Kunst dieser AniiUv rj wiii Kü'jel, unfl ,im Cjf'ühl li n II'. Ii iÜ-i'i ist 711 k.ilt. I r'-il h t/'r- ' I i'Mi ti ^nin'r '■■tel-liing muß k.ilt S' n. W.'r.in heitert man (l--iin in l.' l-"ii iii- ih-iupt? fmmer nur 'III (Im Vv-tr -..' Hi-r n-^i h iinv rhe' i,,f .tfv .Ir r v.'^til criert fl'. h.ill". /imi vi^-rh II M ili' i'i ■ !r ^'1 ' ;li.ilin ste-(. Wii.l' I |. i. Uli .'lill '-' Ii d c:e W'irle .......' h il|. n, -1 iiiinti' s« Ibst- verntandllch zu. Nur /'i wihr, lieb'-: Freund, ■ r -^.'i v-; I W.irmi ' ganz vm/i. jli'h .. i =biiyein muß Ich Ihnen nachher eine Geschichte erzählen.« Der Tag nach der Hochzeit war ein heller Oktobertag Die Morgensonne blinktet trotzdem war es schon herbstlich Irisch, und Brieht, der eben geniein cchuflhch mit seiner Frau das Frulislück genommen, erhob sich von seinem Platz und stellte sich, beide Hände auf dem Rücken, cfegen das mehr und mehr verglimmende Kamiuleuer. Frau von Briest, eine Handarbeit in den Händen, rückte qleiclilalis näher an den Kamm und sa()te zu Wilke, dei gerade eintrat, um den Fruhstückslisch abzuräumen: »Und nun, Wiike, wenn Sie drin im Saal, aber I das (|ehl vor, alles in Ordnunfi haben, , dann sorgen Sie, daß die lort(>n nach i drüben kuinmcn. die Nußtorte zu Pastors und die Schussel mit kleinen Kuchen 'II Jahnkes. Und nehmen Sie sich mit d"n C^läsern in acht. Ich meine die dünn ges( hliffenen, ■ I3riest W'ir s» hon bei der dritten Zi-q.ireUe, sah sehr wohl aus und erklärte nichts bekomme einem so gut wie eine Hoch/i'if, naliirlleh dio eigene ausge-iidiiimen," ; l' h weiß nicht, Briest, wie du zu solcher r>crr.erkung kommst Mir war ganz 11.Ml daß du darunter rielitten hnben willst, l'h wüßte uich nicht warum." i . Ltiise, du bist eine Spielverderb'^rin i Abe'r ich n' hme nieh's übel, auch nicht ' inmal .n v/a'? liu iibiiqen, was wfdlen ■ wir von uns sprechr-ii die wir ni( ht uin-j mnl ' im^ Hor'"fdl»i "i»e gemacht h.itiBn. Dein Vat"T w ir dagegen Abei Ffft ' mal ht nun eine Hochzeitsreise. Bensi- denswert. Mit dem Zehn-Uhr-Ziig ah. Sie müssen jetzt schon bei Regensburg sein, und ich nehme an, daß er ihr — selbstverständlich ohne auszusteigen — die Hauptkunstschätze der Walhalla her-zählt, Innstotlen ist ein vorzüglicher Kerl, aber er hat so was von einem Kunstfex, und Effi, Gott, unsere flime Effi, ist ein Nalurkind. Ich fürchte, daß er sie mit seinem Kunstenthusiasmus quälen wird.« »Jeder quält seine Frau, Und Kunstenthusiasmus ist noch lange nicht d.i«; Schlimmste.« »Nein, gewiß nlcht( Jedenfalls wollen wir darüber nicht streiten! -es Ist ein weites Feld. Und dann sind auch dii' Menschen so verschieden. Du, nun ja, du hättest dazu gplaiigt. Überhaupt hättest c!u besser zu Innstelten gepaßt als Efli Schade, nun Ist es zu spät.« «überaus galant, abgesehen davon, daß CS nicht paßt Unter allen Umständen aber, was gewesen ist, ist gewesen Jetzt ist er mein Schwiegersohn, und es kann zu nichts führen, immer auf Ju gendlichkeiten zurückzuweisen.« '•Ich habe dich nur in eine nnimierte Stimmi ig bringen wollen.« Seh. gütig Übrigeos nicht nötig. Ich bin in animierter Stimmung.■< «Und auch in guter?« »Ich kann es fast sagen. \ber du tl.irfst «in nicht verderben. Nun, was h'ist du noch? Uli sehe, dnß du was auf d( m Herzen h isf,-- «Gefiel dir Effi? Gefiel dir die g-mze npsrhirhfo' Sie ""war sn ^ondprh. r hilb wie em Kind, und dann wieder beht selbstbewußt und durchaus nicht so bescheiden, wie bie's solchem Manne gegenüber sein müßte Das kann doch nui so zusammenhängen, daß sie noch nicht recht weiß, was sie an ihm hat. Oder i ,t t s einicich, daß sie ihn nicht recht li bt^ Das wäie schlimm. Denn bei all seinen Vorzügen, er ist nicht der Mann, sich diese Liebe mit leichter Manier zu gewinnen.« Frau von Briest schwieg und zählte die Stiche auf dem Kanevas. Endlich sagte sie; »Was du da sagst, Briest, ist lias gescheiteste, was Ich seit drei Tagen von dir gehört habe, deine Rede bei Tisch mit eingerechnet. Ich habe auch so meine Bedenken gehabt. Aber ich glaube, wir können uns beruhigen.« »Hat sie dir ihr Herz ausgeschüttet.« »So möcht' ich es nicht nennen. Sie hat wohl da» Bedürfnis zu sprechen, abei sie hat nicht das Bedürfnis, sich so recht von Herzen auszusprechen, und macht vieles in sich selber ab| sie Ist ralttell-s.im und verschlossen zugleich, beinah versteckti überhaupt ein ganz eigenes Gemisch." »Irh bin ganz deiner Meinung, Aber wenn sie dir nichts gesagt hat, woher weißt du's?" »Ich B.iqte nur. sie» habe mir nicht ihr Herz ^u g'"-schüttet. Solche! General-heicMe so nllr^s von der Seele herunter, das lieq! nicht in Ihr. Es fuhr alles so l)I')ß riKkwei«! und plötzlich ans ihr her aus, nnniell«r, Oskar Slma, ErtiiAtd Kack, Si-pp Rist, Paul Richter, Erika v, TvlI-mdnii iinJ Fril/ KdinpiTs. — Eine lusliqo Srhwlnil«>l-gi'si hlrlitr voll (IrtiFitisrhnm Ilinnor iintl komischen UhiMTiisrliun<|on. — TUr Jüyeitdllrhe lugelaiionl I IKai Ftii JiKjrndluIii nirlil tugclai.srni Cilli Vom I) hl* 9 Aimu^l Nur I Oer lochende Dritte liule Entillirj), Insi'f ricliheim O^kiir Slma iind Beppo Brehm. — Mir Jiig nicht /(igi>la>(i>nl L?TKKo;e^e Von Freltrig, A bis Mnntai) 9. Aiigiint Onernball mit Piig('|ii8M>nl t-icki^KiieVe Ficliial Viin Ii. bis 0 '\iigiisl ihr erstes Rendezvous Fin C'iiHinrntiil Piliii iiiil Diinlelle Prirrleux, Fernand Lerfuilv, I.Iiis .(niirdaii und Jean PIssler. Iii! Iuqi'ncl|l(h<- ftlrhl /iigHliiHsenl LicH^spieSiliiealer Gurl^leld Von Irelliiq, H. hl« Sonnldo B. Aiigiinl Fronttheater tiln .\riHtirM..n i.Krtt)i'tii)ii-Pilm ricr Terr« mit Hell Fink'niellci llinn ßeHqrn, Lothar Flrniai, Kammer-sÄnger V^'ilhtlnl Stroit/., (ii'firhwisler IKtplner U. a. I'üi liiqiMidlK lif MigxiusKent Sainsldq, y, \iii| ^1 um 17 l'lir, Sonniflg, B. Auytml um IIJ Uhr! • iMlIcir- Fllmslunde — Der K'^iiser von Chiiin, Slrulliiui l»Ji. 1), Ski-Ifpil und die bunte IMhUb. ^on-3.itchi>!mieSc Petlau Freltflfi. h, und Samslai]. ' Aufliist, tci(|llfh nm 18 und 20,;!(l Ubr, Sor.nt.iji B Auquül um 15, III und 20 30 Uhr, Monliiq M. August um IM und 20,30 Uhr Martkii RJikk — Leo Slo/ak In MUlockcrs vcililniten 0|iüri'tte Gasparone mit .InliaiiiH'i tleenters tdllh Srhollwer, Onkar Slma lltiil Riiiloll Platte. Für lufii-nrillriif unle» M Jatiren olcbl (Uft«lassenl Trilail_ Von «. bin 0 Aunust - fMri lANNlNGS Altes Herz wird wieder jung Ein Tobis-t'llm mit Maria Ldnilrnrk, Viktor de Kowi, Gerta Bütlrher Paul Mubürbmll, Margit Symo usw. — Musik Theo Mai kebdi. Splelleiliinq; Erich Unget. FUt lugontillrlie nkht ;.uqp|iiKfienl Vnn 7 Iiis 9 August: Kultiirfllm ,,Hi'lmdt Im Me«". Filmthealer Tüller Frp'tiiq, 6., Samiilag 7. und Sonntag, I tiitjliili Ulli Iii.110 iiikI Ml.rjO 'Ihr Andreas Schlüter Ein Torra-nini mit Heinrich Geiirgn. Flii iugeiidtli hl' rugelasfienl Auquit — MASSCHNEIDEREI VOT PALTSCHFIZ bleibt voin 0. hU 19. August 1043 wegen Reinigung geschlossen. Mdrburg/Drau. Tegetthoffstrafl« Nr. 28, XAmtllcHe Bekcinntmacliuri0en Übersiedlungsanzeige Am 1. August 1943 sind das Schulamt, das Stadtschulamt und die Stadt- und Kreisbildstelie Marburg/Drau, von der bisherigen Dienststelle Marburg,Drau, Tegetthoffstraße 121, in die neue Dienststelle (Baracke) Marburg Drau, Schmiderer-gasse Nr. 27, übersiedelt. 30 Amtsstunden von 7.30 bis 17.>10 Uhr. Fernruf: 24—41. Der Leiter: gez. PETZ. DER POLIZEIDIREKTOR SL — 5515,'43. Marburg'Drau, den 6. August 1943. Polizeiliche Verfügung Uber Entfernung von Latten und Bretterverschlägen ans Dachböden. Auf Grund der Ermächtigung des Reichsmitiisters der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe vom 13, März 1943 — Az. 2a 16 28 Nr. 5203 43 (L In 13 2 II Db) gebe ich gemäß § 7 der Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz in der Fassung vom 18 April 1941 (Reichsqesetzblatt 1 Seite 212) für den Bereich des Luftschutzortes Marburg. Drau toi-gende polizeiliche Verfügung bekannt: § 1. Die Eigentümer von Gebäuden haben die Latten- und Bretterverschläge, Trennwände, Regale und Holzverkleidungen al'er Art usw. aus den Dachböden ganz zu entfernen. § 2. Die Besitzer (Mieter) der Bodenräume haben diese Maßnahme zu dulden 5 3 Sind an den abzubrechenden Hol?1oilcn Leitungen oder Einrichtungen elektri?cher Anlagen (Kabel Fernsprech- und Lichtleitungen, Schaltslellen, Sicheningen usw.) angebracht, dürfen diese unter keinen Umständen entfernt weiden. In allen Fällen, in denen das Vorhandensein solcher Einrichtungen festgestellt wird, hat der Luftschutzwart vor Beginn der Aiheiten dem zuständigen Polizeirevier Meldung zu erstatten. In diesen Fällen darf mit den Abbrerharbeiten erst begonnen werden, wenn eine ausdrückliche Weisung seitens des zuständigen Polizeireviers vorliegt. 5 4 Die Beseitigung der Holzteile von den Dachböden und ihre Verwahrung lial ausschließlich durch Gemeinschaftshilfe der Hausgemeinschnffen nach den Anweisungen des Luftschutzwartes, bei Behörden und Betrieben des Luttschulzlei-ters zu erfolgen. Die berufliche Tätigkeit darl nicht beeinträchtigt weiden. Fehlen in einem Hause die nötigen Aibeitskrafle, so ist durch die LS Blockhelfer def. Steirischen Heiinalbundes nachbarliche Hilfe einzusetzen § Tj Dentist Wilhelm Lautner verreist bis 31. August Bssthous Vilitor Stiiiier l Vlktringhofgasse 3, von heute an wieder geöffnet. 90 Kleiner Anzeiger Jede«» Won kost" fui Steliengesiicüe 6 Rnt das fotineriruckte Wort 26 Rp(, lüi Gctd Redhlätcnvcrkeh' B' ftwurtisd und Huirat Ij Rfit fJdS (ellgcdiiickte Wort 40 Rpl. alle ülTiqrn VVort,m;rit)pri 10 Rpl das fetlgcdriicktfc Won JO Rfit Dei Wortprüi# qi|l bi» 7u IV Hndv stflher je Wort Ki:'nwnrtijniiühi tiri Atiholiino dfi Angebote t."! Rpl tioi Zusündung durch l'o*1 odei Rutuii 7u Rpt Äiisüunttsqi'huhi tOi qeii mit dnin Vermerk .Auskunft in de Vnrwaltuti^ ndet Cesrti.ilts stelle' 20 Rpl An/eltjpn- NnniihincsihluH Am Titg» wni Frsrhclnet) um Ifi Uli! Kleine Anieicien wen'en nui gpgen Voreinsondiinq de» Be treqp« l«urt> qillHo' Biii'lmÄtkeiil autncnommm Minriosfcjphiihi tilr »ii» Kl(»inn Ameicie I RM Enqotiieiir, honsfruliteur, ZeichnfiitgsLon^roilor, lerliiiiLcr, /eicitnci für interessante konstruktive Arbeiten werden eingestellt Günstige Entwicklung und rasche Aufstiegsmöglichkeit weiden geboten Ausi. Ancif-b sind /u richten unter Kennwort »Zukunft Ni 7614« (in die AnnnnrenExpedition VV( Mer & Co.. Wien I Sinner-strdRe 2 IC)')-? Serviererin sucht Burg-Cctfe, Keilet, Mcirburg Drdu. V/o:bl Ifiilskrcift für Blnmon-t)indcrGt wild solort aiitqe-nninmoii Ijf Weiler, Honen-qnssp 2n \hir?)UHi-Driiu. lOi-6 WiilsrhniliM fidi i Sclutller iiir so(url t|i>-.iii ht Antiilge un'rr !)Wlrlscliiiil Gcschät tsstello M'irbui ():'r Zoituiiq:i. Picliler, Peltau Realitäten und Geschäftsverkehr Drei/.itumei wcthiunu] in kleiner Slcidt üdei Mddtntihe gesucht. AiiliA| Z.', Marburg-Itachscliule sucht Steile als Drtiu. UJ8-8 'Meister oder Werkliihrei in stiidenlin siirht - len Uder kaulci. ciMurhl. An-j.'"' il'« Vcrw. der AI Z,. M.11. Nihe l..m;.,kerst,dHr A„-iraqe rmter .Klein, ai. die''"'"J""'""' '■Vt-Tmm ij| .„Ik.Ic ün du, X'.^rw. des Bl Verwtiltuiig der >M Z. . Mar-1 * ütilc L t ____ bürg Drau 61-2 kleinerer oder gröl^erer Platz (auch ödfläche) zu kaufen od pachten gesucht. Angebole unter »J. K. .15« an die »Marhur-'ger Zeitung«. 92-2 { Zu verkaufen OfSene Stellen Siirlit. Kost imil Wohnung für ■ in I riiiilciti r nii' 2 R'-Men, ev eiiK ii jVerkaufe tiefen Kinderwagen VVnhniinq in.t Ganten vithrui Srhl it/imir.er O'l.-r !und Rundfunkempfänger 400 den. I.ei» nsituii mit Zeufjnis- ii:,,inn in nur gulfin RM. Anschr. in der Veiw der dbschriflen unter ■d'lrktrikin < y 5,n,u,,r ninbl. -luf »M. Z.«, Marburg Drcui. tin die »Marliiirgei Zeiliinfi . j j,-,, August Prp- Pferd (Stute) zu verkaufen. Adr n-fl-'i t"inlii r mönlichst rp( b1c der Diese Maßnahmen gehen über die allgemeine Pflicht zum luftschutzmäßigen Veihalten nicht hinaus. Anspiüche auf kaufen. Entschädigung oder Mietzinsinindeiung können aus diesem Marburg Drou Anlaß nicht erhoben werden. in der Verwaltung der >M. Z. -. Für die Tflecje eines jmu'on, Ii-,ii In viinhn-n q-'uicht Ant Mnrburg-Drau. 97-!^ teilweise qel.iluuien NKuiiu s Wnii'irh v\Jrd Pi^ttv.Msriio S('lli?t Herzigt\ 7*WocherTa 11e 11unde aus bcHserem Hduse wird (Mn d,-' tlt Anqeli tint.'r'Nr abzugeben. Carneristrahe 1, ideales iMouIein mit qut.'i Li- ,i dio V(^rw de. MarbuKj Drau. Anlratjen vor- beusbescbreihunq und IMticht-mithin vnn 10—12 Uhr. !J(i-3 bewiii'.Uoin diinqendst MPSiirld. » Lichtbild erwünscht Zusrhrit- Firrt/^p . Vcrl'.'S^C eil unlet Stütze ein d:e ■ ,, , Bl M-.ri« mittag von 10—12 Uhr. Schreibtisch um 50 RM zu ver- Giillparzerstruße 4, k-i i .rr, burger Zeitnnqi. Mcirliurq lO.vf) Am Mittwoch cb'n 4 .\iiqust 5 6 Die durch die Entfernung fieigowordenen Holzbestcindi! sind, solange ein Abtransport oder eine Wiederverwendung nicht möglich ist sorgfältig und lest aufemandergeslapelt, an einem hiefür geeigneten Platz (Hof, Garten oder sonst geeigneten Raum) zu lagern Es ist darauf 7.u achten, daß sie keine neue Brandgefahi bilden Die Beschläge, Nägel usw sind gesondert aufzubewahren § 7 Die durch diese? Verfügung freiqewordenen brauchbaren Geqenslände verbleiben dein Eigentümer, werden aber durch die Gemeindeverwaltung Marbu.g Drau als Leiterin der Sö-fortmaßnahmen tiach Luftangriffen aut Grund des § 11 des Reichstoistungsgesetzer durch eine besondere Verfügung beschlagnahmt. bei Bedarf gegen Entschädigung angefordert und für die Beseitigung von Fliegerschäden verwendet Die Bestände können auch für die noch notwendige Durchführung von Bauten für den Luftschutz oder für Kellertrennungen, um den bisherigen Bodenraum zu ersetzen, Verwendung finden Eine Verwendung für andere Zwccke ist untersagt und strafbar ? 8, ' Die richtige Durchführung dieser MaRnahmen wird von den Luffschutzamtsträgern des Steirischen Heimatbundes überwacht deren Weisungen Folge zu leisten ist. <) 9. Die Durchlührung df»i vorstehend verfügten Maßnahmen muß bis 15. September 1943 beendet sein. 5 10. Zuwiderhandlungen gegen diese Verfügung werden nach § 9 des Luftschutzgesetzos in Verbindung mit § 17 der I. Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz bestraft. Unbeschadet der Bestrafung kann die Verfügung durch die Anwendung der im Verwaltungsvollstreckungsgesetz vorgesehenen Zwangsmittel vollstreckt werden. 35 § 11. Diese Verfügung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft. Der Poiizeidirektor üls örtlicher Luftschutzleiter: Dr. WaUner. 2 große, rote Oleander zu vor kaufen bei Obcrleit, Drauwei 1er, Straschuneigasse Ki uichmiltcicj wuido am L.-.labn-Tüchtifte Huchhidlungskraft, !>'■ iMeit.' - l''nb(>rsrlip'''-trii'\". luMm g4..q Idnztiihiri, für liuf•HiH blii'sItunq HuhMt ciiit r|( ni H'orf'i w::d iiflic^tcii, ________ träge unter ■ Puf-Buchlinltiinq »t,>nsi'll)on (icqon ni^Idhnunn b''! Zu kaufen gesucht Kinder- in die Vcrw. des r!l, Il.iusnii' s , n, AcIdII-H:!- Puppenwagen mit Puppe. Adr.: Ä|s tiausmeister'n lür cino lor-Plal/ 24 b/iiqi'lMn. 11'J-I3 Holzindustrie Kerschitz, Kötscb Villa wird cillein'^U'hondo, nlle- ............."" 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II . .!["(| ÜIHI I:.<' \HS-I I 1111 11 < i <1 11'. \ I 1/1 I! • ■ : (I ri s I • IU '■ U' I I I! irujiiM'i H' ■■ ( 'ul"- :'iu' - sl 1 it .illi'ii ( (ir^ 1 ■■Iii' i':l(J-ii, >'i ,11 II .1 fl. ni ' cMt u, (li'M niul' l>'(s M'iß ili'i I i'i>liimic 11 (I i"- • i'iii VimIiwucIis tn der \"fh III..'hl. Wü'.fb.iit nnd V ri walhiini .-r. 'ft'il'M [ V ,■! : ,1 III sl; li Ml S|r,f|(Mi ■if^'rillc'i N-i iliii.li sii.ili: /iis.iinMii'ii r . .illi'i Miiil- ' hl " l\i Wtc Isl CS MMfrluh jcii li. I" r \ itipi (Ii ' irifien zu (ir iiiKirii lil- 1 Miin ei l.l'^^(•^('l| 1;. -f 1)1! i 'if II cilrdui! wi'mIcii .■(Ilten I) r .n:'PI ■ I hdiis-b. i','.i"-)); Iii hiii.(| vnii li||!..ii und Nfliii"!' dtirl ivi'incsi.ill-, d. I ( hl CI' r|,;li |^l•l I . -iilfi (Ii i I iilci-1 . I'.t-..! Iji I d"i ■'In «..■II 'il III F .i(|c ( • - I ' ' ; <1 f il (I- I ; hc'.h H l I 'i.1 ■, ' I i. h WC*: ticnilr I ni / de (h '»'1 II I i |.nl"Oilli"i sollt-:' so Ii il i| f < :• f. ? rillrii In.' • dm 'M s| llrH Ii ■ In'f !. iv:'f|l)nf| d- r .'I|- ' |||(| rtc!' hlll .UISK ht-l.elir.'df zu • ii'ilitm 7iii c Ifill " ' Iv sl- lllMd l.'l . Illlli'l/'i.'llll'UI '• ■'il |.ir'M '■ -t -tinil il i" d e I r'; rr • .]. h Ii' ' -I "it Ii'" r"h'iHMi ■' ; :i- - d ' I- ■ !i',i w |i'■ -1 e"'(I \\ I i- f r 1. ' . '>"11 , K rrMi'ii iMi .({c- ! \\( :i("i V.Min ( ' II ("rnoi d -ii I'n- ■ Iii Mii.;:L; h-,r f h h lur /ii (|e .r.il- li ,■ , ' i) 't Fl.' il -dl ..'1 df i l.chrf- k .hI- flu ihiihic \ I';!' V- iitki'il li/iiwcn I Spanische Studenten-Delegation in München i ' Die spanisihe Stiidenten-Üelegation s',iH(>li= im Ktihinen der deiitsrh-sptini-s(iii'ii Slii(i(Mileiilagiing dei Mauplstadl (!i'i Heui'Ciuiui einen Hesnt h ab Nach i'iiu'i Icierlicbeii Kratv/niederleguiig durch (i.e Dt'li'rialioii an tieii (ledenktalelii liii (l.i (|i't ill'.'iieti dciilsihen K.imei.iden dei lni\ei-..l(d Mii!;(h(ii winden die .ip.ini-si luMi ^UidcnU ii \ Olli Ni'ktdi dci Miin-( lii'iu'i Uliiversilal, Piul Di. VVu<'.-il, beil. iiill Im l.iiiile des Voimillags bestch-ti(|r 'II die >-|)iiniSchen Cuisle die Stadt umi die Stalle di'r Bewegung und wur-ijtMi .ins( hließend von Reichsleiler Bor-in.inn nnrl (iauleder Paul Oislei einp-l,iii(|i'n Hei Nafhniitla(| galt dem Besuch 'ilei difißeii I)eulH(ti"M Kinistaiisslelliing l'i' i Uli I lallte der Deutsihen Kunst. Ein Deutscher modelliert das Reiterstandbild I Ismet Inönüs her \''ili von liistaiibiil, Lulti Kirdai, h il dfis Atel ei des dei!ls(heii Bild-Ii.iiicrs lind Prolcssnrs dei Akademie dei Hil'ii'iiiii'n Künste in Ankain, Rudoll Bei-ling, b"sii( hl um das Modell des Reiter-s' niib.ldi s /u besiehti()''n. Die Enlhül-iiitig des Dctikmils, di(> inspi iiiiglich Iii' ili'ii 1 ri(| dei Re|>ublik am Oktobei (leplan* war wiid sich virzogern, da es Ir^hei nicht f|tlungeii i.st, einen belric-d (IfMirlcii Hnlwiiil Im den Sockcl des Moiuimcntes zu prliiiufen, dei von liirki-sclii'ii KiiPsllern aiiifieliilirl weidi-n soll. i * [ Opern t riintfühning in Miinslw. f je- ! ii"iiilrniisikdirektoi lleui/ Dressel erwuib I .in Mimslei Ghuks Opei • Alkeste zur L'iiiiilhihrunri, f3as Werk wurde im \iit-! Ii.tg dei Reif hsstelb- fiii Miisikbe.irhei-j Imuj von Maus Swarowsky tevllich neu-I (|cfrkiäite: ganz praktisi h und sauber aber es fehlt die Seele. Das heißt mit jfnein geschützten Be(|ritlspaai austiedriickl • | ist Zivilisation nirht Kul'iu. Wierloriim | Meiblorsingcr-Festwiese die Deiitsrh-heil an sich durch solche Gnadenwahi verpilifhtel zur Rcchttcrtigung. In der Tal ist der gegenwärtige Krieg eine scharfe F^robc, ob sich ein Volk an-niaßlit herweise Kulturvolk nennt oder mit Notwendigkeit eines ist. In diesem Zusammenhang ist es keine überzeugende Empfehlung, wenn eine der cr-Kriegsinaßnahmen in der Schlie-deb einzigen nennenswerten ^)pernhauses ini Lande besteht, Von Kultiirhedüi fnis kann da wahrhdUig keine Rede sein. Kultur kann auch fjar nicht /.u den Eigenschaften eines Volkes zahlen das noch ganz In den In-slinktei) einer recht urwüchsigen Natur belangen isl — einem kolonialen Primi-tivisimis sogar. Es ist gar nichl zum weil pänilii h Kultui g'Ma.le üboiv;un- ' Ersliiiinen wo noch der Großvater dene Nalui liedeule — so m-i'i man dem 1 niclits Besseres kannte als sich in der Satz die Fassung g'M.)en, Kultur sei di? Steppe b^iillen zu machen, da Ireut sich — zweite N.itur eines Volkes SIelll m.in dei Enkel übei versenkbare A.vhcnbG-hier ernf'ul die Fr.jge, wniin d'^nn sarh- rhei und enrllose Rolltreppen auf kindlich diese zweite Naliii besiehe, so liehe Weise. Püi ihn isl Verbesserunn wird man wiederum vorgeblich auf der Lebrnshaltnng, Reguemlichkeit dank scharf iimrissene BegiiHe wallen. Zeigt sic h floc h Kultur ist eine jenei Oge-benbeileii, die nichl begnlfli( h (K'r/uliin sind Urstnff der Viensc hheitsge- schichte. die ihr eine melaiifiysische Let/Iheit verleiht wie d'"i Nalurwis-sensch.itten die .Ionen nnd .'\tome. Mit anfielen Worten; Kultur isl lür dieses Volk lebensnotwendir). In die-scnn Falle isl es eine gertide/ii gegen-standslcise rrci([e, oh man etwa ans Kriegsgründen die ölleniliclicn Knlliir- technischeni Fortschrilt alles. Er erklärt den Fortschritt vom Küchensrhrank zum Kühlschrank für Kultur — nnd bie-lel das klassische Beispiel der Verwechslung mit Zivilisation, nämlich des Eigensfhaftüchen und Notwendigen mit dem Zufälligen und Zusätzlichen, Zivilisation ist internatio-n.iles Omf'ingul; jeder mag sich hedie-nr-n. Das Volk, c'as es uur darin weit gebracht hat isl an dei Oberfläche geblieben. Es isl eben kein Kultiirvolk. Volk tiud hultuf j viertel hat und vollendet demnächst —--ein weiteres Schauspiel »Ruf der Erde«, Ciedenkldfei an Roseggers erster Gra- d^s m der Zeil des llauGinkriegcs spielt, /er Wohnung. An dem ilause in dem Außerdem htit Billinger zu einer Reihe Roseggei als jungei liandelsakadeniikei von Köpfen, die .Mired Kuhin unter dem seine eiste \Aohniing in Graz fand tnicl Titel Schemen schuf, dichterisch« jene Zeil ei lebte, die tui ihn zur Brücke Texte veilaßl aul dem VVege von seinei bergbäuerli-, 200 000 sahen »Schwert Uber dem i heil lleiinal iii die Well der Kulliii i | August zu Ende qc- •Auicli\ isl eine vom Oberl)iii(|erineislet rjangene Marincausslellunq i'Schwcrt der Sladt der Volkserhelnuig (|fstillei<^ Meer« im Leipziger Grdssi- I rnnseuin. die am Oberkommando der Dur Nestor der Wiener Lehrerdichter' Kiiegsmanne erstellt worden war und und ehe.-ualige Präsiden! des deutsc hen einen über blick über die deutsche Kriegs-Sclii llsleller- und .lournalislcnverbaii-, marine vermittelte, war insgesamt von über 200 000 Besuchcrn besucht worden. Der erste Sommerlehrgang für aus- des (Österreichs, Schulral Oskai Staii-dtgi. isl dieser Tage in Wien irn K2 Le- bensiahr gestorben Er hatte sich als Stipendiaten im Goethe-Insti- L.yrikei und als humorvolltu Lr/ahler , |,,| Lieutschen Akademie zu München einen uulrn N.imcn gemachl Als Lei-, ,„i[ kleinen Abschiedsfeier ler von Wiener Fachschulen leistete er Leiter des Goethe- auch aul pädagogischem Gebiet Bemei- ^erleth unterstrich, da» kensweit,-. und tanci daneben noch die D,.uisch,.,nd trotz der Belastungen des pü, sich als Miller zu betälicjen. iviertes Kriegsjnhres seine Kultur weiter (irnphlK des Osllandes in Wien. In . pflege, im Namen der Teilnehmer aus l.'l cieniiiil es aber keineswegs zu sagen,' [^|,|,, /m Zeit eine .Ausstellung von j Nationen dankte Dr. Christiansen, Dcine-Kiilliii sei disatioii \ernichil | Isunstweiken des Osllandes zusammen-j mark liir die in so reichem Mfißc emp- I gestellt, die demnächst voraussichtlicli , |)unau, In (lt?r Geburtsstadl des Füh- hmg werden bereits getrolfen Es sollen ler.s Braunau am Inn, land vor einer emige hundert Spitzen und rund lOnn großen Zuhorersthati in stiminungsvol- Siirknreien aus den verschiedensten lei Umgebung des qotisfhen Tores d(>r l-pcirlien und Kreisen Kroatiens, darun-Mr zahlreiche iJnika, zur Ausstellung deutsche! ,'\rt und Kunsl zugehörig ein Mina'ett als oriontalisi ben KuUu'zeu-gen. Es gibt eine Art Oiciun tili cLe --Sfjgen wir: Klangfarbe einei Kiillur. Dergleichen erschließt sich Ireilich wiederum besser der Intuition als d^m begrifflichen Denken Regrittlich ercjibt sich aber aus solchen [-mplindungen: jede kulluielle F.ischeinung bat einen Träger. Dieser Frdger kann ein Individuum sein: der viituose Mu.sikiiiteiprot, Meist lebt aber die Kultur n einer Well üb'^rmd"-vidueller, ja zeitloser Werte, fbr Traqcr sl mehr a's einzelner, mehr als selbst der größte Dichter, Malet oder F.usrher. Er ist ein bfstimmter Kreis — daher cI.k Wort von den Kulturkieisen — und isl im prägnantesten Falle ein Volk. Kammermusik-Vereinjgung slalI Der Oberdonniier Dlchfitr Linus Kefer 'r'tl mit einem neuen C.edic litbaiid Die N.icht dei Hillen vnr die (.'llentlich-keit. Der Oheidonnuer Dichter Rkhard Billinger arbeilel riegfnwcirtig an einem Schauspiel Dei Zeiitaiii'i , das als Ort ffelangen Prof. Dr. Hans Stille, einer der führenden deutschen Geologen. Direktor des Cieologis»^ h-Paliiontologischen Instituts und Museums der Universität Berlin, wurde z.um Ehrenmitglied der Rumänischen Geologischen (lesellschdlt und der Akademie der Wissenschaften der l landhinf| eine Schnuede un Inn-• ern-irinl Die Erkcnnunijsmarke Vnn Kricc^.^hpriihler l'i Wilhrtm Wacker Durch Jit*. /(T'^.lIio-. .L-m- Kunkcrlt'ii>ler l'lii-l dvi Wind Im laiv.:! -nh in den (;ro-lii.n tiiuiu'ii und hkitcn Heften tlit- die TischfLiebe heclL'cki'ti .lelzl weht er ein cin/vhn's lihill dtri üodrn Hi-r flb'.-r-Ifuln.tnl .III d>'t » inon Ti-.ch.scili' sclu inl ( nii.hl zu bi nit . ki-n 1j hfd' Mchti'l uint' l.isti', dii' vor ihm li-'4l Liinvc verweMl rr bei • iiizelnL-n .Njim'n, -o, uI- ob er sich ih c Tr.iyci noch t-inm.»l vor Au>,;en füh-irn V\tillr I bnr df'ii Tili Ii b.'tii'Jt i'iiw l.,inipt' 1 .in^-sam ird .i<- \ um Winde hui und her bc'WPiJt. .An die I ainpi hat icniand eine l-rkennuniisinarke '^cluuiiil, }5eim Pendeln ilcr L.impe stl.ninyl sie in starrer Vcr-bundciiheil mit, ,A!^ ob ■ le es mit l n-vullen liite - .iUfs an ihi i-il Abwehr. Ruhe II sie habru Mil verlorenem l.li' k ■ ifhl d'.T Obcr-leulnan' dann inu.l uimii .nil. ; tiriclit .-icli mude iihors Gesi'Til. Vielleicht, als ob rr Schalten bitterer f'.rinni'riinjifn binnen w olle Ich weil), svoriiii thi denk;! nnithte d'e ['.rlccnniin'^' niiirke zu ihm '^.iifon. An die letzten V) StiMu)''n, clie dir jetzt h(r!-eahc schon im\\irkl'ch iliii)k(>n 1 nd doch hämmerte d;i' zu: imnienuefi'fit«' l'i iier df'r feiridticlicn Ar'illei-ie mit zcr; t'ir'-n-der Wnchl «iif den Komp mih--Abschnitt, brach der Feind in vi.- lf.Tliei 1 b<.-rrnacht in nen K.tnii r.'idi=n laiicn imd di- vielen loten liolsclie'-. i .l' ll Im sI als dii'.e Niuhl diirch'iesl.itiden war. A'nkle sich eine müde Rulu' über den I Konifianic-Abschnitt Die Verwundeten 1 vMtren j*cbori5cn Nun Inijien die .lüiier die loten Kameraden aus Graben und Bunkern und b<-'tteten sie nebeneinander F.in leiner. dünner Keycn fiel wahrend der Oberleutnant jetzt in seinem üunkcr sali inul sich einen Üherblick ühci seine Koni-p.inie verschaffte Hinter manchen» Namen machte er ein kleines Krciiz. Ihm ac;,'enüber saß der Hauptfeldwebel und slellie ein( l-iste auf mit den Namen der TiHen und Verwundeten i!s hatte zahlreiche Auslalle bei diesem Kampf yeyehcn Wieder schaute der Oberleutnant auf die Krkennunjismarke nnd suchte einen Namen, Doch er konnte sich nicht enlschlieflen. ein Kreuz hinter den .Namen zn matlien. obwohl da die Lrken-niinysniarke vor ihm hinij. Her lote Kamerad \var noch nicht i^eborjjcn, — vielleicht bestand noch Ifoffniiii)! , Dci Fernsprecher klingelte. Die Divi->ion wollte die Rente an Waffen und Munition wissen Der Hauptfeldwebel jJinj) Innans und st;ind alsbald vor einem Haufen erbeuteter Gewehre, Handsiranaten. ^\,l'•.chinenpislolen und Munition. Da standen Ciranatwerfer neben Minensnch-Cicr.ilen Alles zusammen neben den toten llolschewisten ein üherzeuilender Beweis, da Ii der l eind vernichtend (ieschla-;ien war (jleich d.iraiif trat die Kompanie an Der Hauptfeldwebel I.is die Namen vor. ,Mitn< her .liiijcr fehlte, mancher war ver-wu'iclet Wurde der Name t ines verwundeten .l.i'Jers aiiliierukn, so riefen gleich mehrere l.iitl: Verwimdel! Hei anderen Niunen tiabcn »^ie nur halblaut und zö-'jernd die Antwort' Gofailen Stiller .■•Is sonst liiniien die .läjjcr nach d'eseiM Appell 'n ihre lJutikvr zurück. Noch uiMiier hl-!", der Wind durch d.iü zersclio'stne läunkcrfenstei Hier »«fj der' wie zärtliche Hiindc über die glänzenden Bilder lächelnder Kinder und Frauen, die. in kleinen Rahmen ßcfafil auf den Ti- I Oberleutnant, dort sein Hauptfeldwebel. • Ist jetzt alles klar? frajcie der Ober leutnant. •lawohl , cntsicßnetc der Hauptfeld- sehen stellen webel und lejite einen Stoß Soldbücher Schwarze Zeilen wandern Ianj>sam über zur Seite. I.eise schwankte die Lampe mit weilles Papier Manchmal ruhen sie eine der F-rkcnnunjismnrke im kalten l.uFt- j Weile, so, als ob sie das Geschriebene hauch des Retientajics Früh kam der prüfend noch einmal abtasten wollten, .Abend Das letzte Licht fin« sich im be-( jileiten dann z.öijernd weiter, verweilen (ginnenden Halbdunkel auf der matt ulan- wieder und fliejjen schließlich über die zenden Platte d.i oben. Heide Soldaten Blätter, um ja nichts von dem zu verlic-sahen sich jetzt an. Doch keiner sprach , ren, was ihnen das Herz eben überströ-ein Wort, ' mend diktiert. Dann nahm der Hauptfcldv,ebcl die 1 Es ist wie Musik l^^inc Musik dir wcd Marke aus Leichtmetall von der Lanipe I über Raum und Zeit schwingt, die auf herunter. Zößcrnd hiell er sie noch in der Mand, bis er sie dann mil hartem Blick zerbrach Gleich darauf tackle draußen in den Gräben ein Maschineniiewehr, fielen andere sofort in seine Schußfolge ein (Iber dem Tod standen die JäjJer und wehrten sich ijejicn den Feind Gestern und heule und morfjen . ,, Die Kraft der tapferen Worte Von Kricßnberichler Hans Mclzler Im Wiescni^rund läuten die Unken den Abend ein Nun treiben die I'rauen die Kühe über den schwarzen Ackerstr ifen der Straße, die sich wie von einem ric- unfaßbaren Ätlicrwcllcn in solchen Stunden oft dem jfeliebtcn Menschen zuijelra lien wird, daß er tief nach innen lauscht Und eine Woche später linll er diese Stunde dann fest in seinen 1 Linden, und wenn es eine (Julc war. wird sie noch lan^e wie ein altes Lied in ihm nachklin jfen, da» iilücklich macht und traurig zu-(ileich Haben wir uns das schon überln^l, wa wir mit diesen Briefen alles jicben und nehmen können? Ganz iiberlejil? Millionen Briefe wandern täjilich hin und bor von der Front zur Heimal und von der Heimat zur Front Wenn in diesen Briefen ilnte und starke Worte stehen, ■ was fiir eine Kraft stellen sie dar! Wenn sie aber schwach und arm sind, wie niederschmetternd wirken sie auf den. senijroßen Pfhiij aul^jerissen breit und | dem sie (Jelten! Denn der weiß ja '.jar holprig durch unser Dorf zieht f'.ine j nichl, daß wir in dein AinJenblick in dem Weile noch spiejfell sich d. r mächtii'e | er sie liest, länijÄt wieder Abstand davon Wolkenhimmel in den Pfützen, bis die i jiefundon haben und alles keine Gewalt Wasser (janz schwarz werden und l'.rde \ mehr über uns hat. was nun lähmend Be-und Himmel wesenlos in der Niiehl zu j sitz von ihm, dem l'jiipfäniJer. erijicifl versinken scheinen l'ls hat heute jeder von uns sein liündel Hinter den vcrhunvjten l enslern wach- zu trnjjen, imd jeder weiß darum Besen jetzt iflciUende Flammen über die , scheid Unsere Zeil isl so umfassend, daß weißen Kcrzenstiimpfe, »piejieln sich sich niein.ind ihrer Gewalt zu entziehen witternd an den Wanden und slrcichcln vcrniüji Sollen v\ii da die Note unnerer nächsten Menschen noch mit unseren ei-'Jencn beschweren? Nein! Den ZwanjJ der Zeit andern v. ir nur, wenn wir uns öcjJcti-seilifj helfen nicht aber noch mehr belasten. Hier eriieht der Kuf an alle, die stark, nintiß innl tapfer sind; den Schwächeren einen Teil ihrer Last abatnnchmcn! Nur so kommen wir ijemeinsam und unijebro-chen an das Ziel, das wir alle zus.Tmmen erreichen otlcr unterwegs mil ihm verliehen werden Dies alles vcrmajj ein (Jnter Brief l'.r ist im einzelnen wie im ije^aniten ein lumTsic'ibarL'i Kraflgucll von der Hei-mal an die Front und von der Front an die Heimat Jedes Blatt Papier, das ein Mensch für einen anderen mit tapferen Worten bcsclireibt. (fleicht einer tjewon-nencn Schlacht .ledes andere aber einer Niederlage, die viel Aufwand kostel um wieder ausvJctilichcn zu werden In jilückliclien Tn^en frohe Worte lU finden, ist kein Kimststück In schweren aber frohen Muts zu bleiben und ihn selbst dann noch zu zeiijcn. wenn man innerlich oft ander» \JeKtimml ist, macht erst den Mcnvchen Diese Haltiintj hehl ihn über die Kfcatiir hinaus, und sie verleiht ihm am Fnde auch die Kraft, die allein sich noch <r wir hrinijcn ihm oft mehr bani(r Stunden, als \\ir vermuten. Nur weil wir im Auörnblirk zu trä'.te, zu sehr in unserer Slimmiinj' bi-fnntfcn, zu viel mit unseren cij^eiien Nöten be-sch.iftiift sind, um uns darüber hin>*'ejJ-setzen zu können und dem anderen Menschen eines zu geben, was ihm nnd un« vor allem Not tut: Kraft und'Mut!