Nr. 107. Dienstag, 13. Mai 1913. 132. Jahrgang. Zeitung Pränu«eraNo»<«»ei»: Mit Postv^rssndung: go^jährig ü<> «. lialbjühril, ib X, Im Nvntor: 8ll„zjährig ü» K. halbjährig 11 t. ffüi bis Nuslellimg ins Hau« ganzjährig 2 ll. — K«s»rtion«g»bühr: ssüi Ileinc Inserate hi« zu vier Zeilen »0 d, giöhere pri Zeile l2 t»; be! öfteren W.ebl-rtioliingen per Heile « b. Die «llaidachei Zeltuiin» crschcin! tä»llck, mil Aüsnabmr der Son»- u»l sslieriagr, Tu Admlniftrntto« besindet sich Milloöiöslraße Nr, ls>: dle «»dallNon Milloiiöstrahe sir, 16, EvrechNxnde» der Medallion von 8 b!« 1« Uhr vormittag». Unfranlicrle Briefe werde» niän angenommen, Manusrriple nicht zurilllgestellt. Velepyon-Uv. oer zledaknon 52. Amtlicher Geil. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. Mai d. I. dem Höft rate des Obersten Gerichts- und Kassationshofes Doktor Hugo Kregczy anläßlich der von ihm erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand taxfrei das Ritterkreuz des Leopold-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 19. April d. I. dem Ministcrialratc im Ministerium für Landesverteidigung Alexander Zap pert anläßlich der erbetenen Versehung in den bleibenden Ruhestand den Titel eines Sektionschcfs allergnädigst Zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. Mai d. I. den Ersten Staatsanwalt Dr. Emanuel Vayerin Cilli zum Ober-landesgerichtsrate beim Oberlandesgerichte in Graz allergnädigst zu ernennen geruht. Hochenburger m. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät habcn mit Allerhöchster Entschließung vom 4. Mai d. I. dem Be-zirkshaufttmanne Viktor Parma in Littai den Titel und Charakter eines LandesrcgierungFratcs mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Heinold ,". i'. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 9. Mai 1913 (Nr. 10?) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß» erzeugnisfe verboten: Nr. 818 «Nrvztnk», Nies» vom 29. «pril 1913. Nr. 102 ,8!udn6a. vom 3. Mai 1913. Nr. IN «Nlelchheit. vom 2. Mai 1913. Nr, 16 «Österreichische Lanbzeilung» vom 3. April 1913. Nr. 150 «I.» I/ldortk. ooto. Würz, 1. Mai 1913. Nr. 119 «f»rä,vo liäu» vom 2. Mai 1913. Nr. 104 .«658K6 »lava, vom 2. Mai 1913. Nr. 9 «2eu8k6 »2^7» vom 4. Mai 1913. Rr. 9 »l)l!dorniic. Or^äu likjici /»jm)' oädoroviido «6lli-/Lui öenilOßlovllulill^cll krojöi» vom 1. Mai 1913. Nr. 106 «6«»Ilö 8l«^o» vom 3. Mai 1913. Nr. 120 «?r^va lillli» vom 3. Mai 1913. Zeitschrift: .6e»lc6 «lava. Veöerniil» vom 2. Mai 1913. Nr. 19 .?lüvo veukavü,» vom 2, Mai 1913. Nr. 120 «I>!'uuill öesltö »oci»1nü clomallrütieks »trllu^ äölmoicö v liklcausllu» vom 3. Mai 1913, «r. 18 «Vyedaüaösnl!/ IliÄj. vom 2. Mai 19l3. Die verbesserte Auflage der Nr. 1« «Vzellaäoöosk/ kraj» vom 2. Mai 1913. Nr. 50 .Egerer Neueste Nachrichten, vom 3. Mai 1913. Nr, 3b «Schönbacher Zeitung, vom 3. Mai 1913. Nr. 35 «Egerläudcr Pezirlsblatt» vom 3. Mai 1913. Nr. 50 «Deutsches Vollsolatt für Fischern uud Umgebung» vom 3. Mai 1913. Nr. 19 «lirakunoz» vom 4. Mai 1913. Nr. 18 «katibor, vom 3. Mai 1913, Nr. 18 «?o8«! 2 ?al!linri. vom 3. Mai 1913. Nr. 18 «kalirulcavH no^iu)' e«3llvba 8uverov^edo6u» vom 2. Mai 1913. Nr. 17 «Mßo piäv«. vom 2. Mai 1913. Nr. 12 «Aktieu 8vab0cl)s. vom 8. Mai 1913. Nr. 5 «M)-iiär»!li ad-or» vom 1. Mai 1913. Nr. 102 «Aoviii)'. vom 4. Mai 1913. Nr. 18 «'l)80l1mli mi«82e2»n»lci» vo>n 4, Mai 1913. Nr. 18 «l'aia, r^urului» vom 4. Mai 1l)13. .^«lyvoi-ul» vom 19. April l2. Mai) »913. Nr. 18 «Crveu» IIl,»t8ll»» vom 3. Mai 1913. MchtatnMchsr Geil. Albanien. Von einer führenden albanischen Persönlichkeit geht dcr „Pol. Korr." folgende Mitteilung zu: Das albanische Volk blickt der nunmehr zu erwartenden Entscheidung der Großmächte über die südliche Grenze des künftigen albanischen Staates mit der lebhaftesten Spannung ent gegen. Es glaubt sich dcr Zuversicht hingeben zu dürfen, daß die Mächte sich hicbei von dem Bestreben leiten lassen werden, dem ethnischen Prinzip, das sie zur Richtschnur für die Neugestaltung auf der Valkanhalbmsel genommen haben, in möglichst weitgehendem Maße Rechnung zu tragen. Mit Gefühlen warmer Erkenntlichkeit betrachten die Albanicr das Ergebnis dcr Beharrlichkeit, mit welcher sich Osterrcich-Ungarn nnd dessen Verbündete für die Interessen des albanischen Volkes bei der Ab- grenzung des diesem zugewiesenen Gebietes im Norden und Nordoftcn eingesetzt haben, und es wird diesem Volke die Entschlossenheit unvergeßlich bleiben, durch welche die Monarchie der europäischen Entscheidung über die Zugehörigkeit Skutari« zu Albanien unter überaus großen Schwierigkeiten Geltung verschafft hat. Da der Zeitpunkt gekommen ist, in dem die Vot-schafterreunion in London an die Ausgabe schreitet, die Abgrenzung des albanischen Staates im Süden festzustellen, richten die Albanicr ihre Blicke hoffnungsvoll auf Italien, das die Mission übernommen hat, den berechtigten Ansprüchen dcs albanischen Volkes in dieser Richtung zur Anerkennung zu verhelfen. Es ist den Albanicrn selbstverständlich nicht unbekannt, daß die italienische Regierung, deren eigene Interessen hiebci in gewissem Maße mit denen der Mbanier verflochten sind, schon bisher nicht unterlassen hat, im Einvernehmen mit Österreich-Ungarn Tendenzen entgegenzutreten, welche das Gebiet dcs neuen Staates in einer für dessen Entwicklungsfähigkeit höchst nachteiligen Weise einzuschränken suchen. Die Albnnicr bauen darauf die feste Erwartung, daß Italien bei den bevorstehenden Beschlußfassungen Europas über die Ausdehnung dcs zu schaffenden Staates im Süden mit aller wünschenswerten Energie für die wohlbegrün-dcten Aspirationen dcs albanischen Volkes nachdrücklich cintrclen wird. Die lebhafte Anteilnahme, welche Italien bisher für das Schicksal dcr Albanicr bewiesen Hai, darf wohl als Bürgschaft dafür angesehen werden, daß das römische Kabinett bei dem jetzigen für die Zukunft Albaniens höchst bedeutungsvollen Meinungsaustausch dcr Mächte eine kräftige diplomatische Aktion entwickeln werde, um im Verein mit dcm dic gleichen Tendenzen verfolgenden Wiener Kabinett dem neuen Staate jenen Umfang und jene Grenzen zu erringen, die für die Sicherung seiner gedeihlichen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung als unerläßlich betrachtet werden müssen. Nach riner der „Pol. Korr." aus Konstantinopel zugehenden Meldung wird den Äußerungen unionistischer Organc, speziell dcs „Tanm", wonach Albanien ein musclmanisches Staatsoberhaupt erhalten und zu diesem Zwecke ein Plebiszit veranstaltet werden sollte, m diplo- Feuilleton. Gaft wider Willen. Nun Mary G. Kilüius. (Nachdrmi oeibolcn. „Ich habe in Ihrer Speisekammer nachgeschaut und kein Stückchen Vackwcr? darin gefunden, so werde ich Ihnen denn, bevor ich heimgehe, noch schnell einen Pfannkuchen backen." „Ach nein, Frau Stahl, es wäre doch jammerschade um Ihr schönes Seidenkleid!" > „Lassen Sie das meine Sorge sein, meine Liebe, Und sagen Sie mir nur, wo Lawson die Eier aufzubewahren pflegt." „Ich glaube, es sind keine Eier mehr da, auch hat Üawson durchaus keine Vorliebe für Pfannkuchen." „Nun, Eier werden jedenfalls in der Scheune oder in der Tenne draußen zu finden sein." — Und ohne auf die Einwendungen und Bitten der Kranken zu achten, hängte Frau Stahl ein Körbchen über dm Arm und verließ mit raschen Schritten das Zimmer. Ihr Seidenkleid rauschte, ihre neuen Schuhe krachten und ihre Armbänder klirrten bei jedem Schritte. „Ach Gott, ich muß alles dankbar hinnehmen," seufzte die arme, gelähmte Susanne Lawson, indem sie hr bleiches Duldergesicht in das Kissen ihres Lehnsessels »ruh. „Nun, Frau Stahl," fragte sie die Zurückkehrende, "haben Sie Eier gefunden?" „Eier habe ich wohl gefunden, aber etwas anderes "uch. Sagen Sie mir nur, wozu Sie ein ganzes Regiment Katzen, die mich wie eine Schar schwarzer Kobolde überfielen, in der Scheune halten?" „Ach, ich habe es meinem Manne fchon oft gesagt, aber es hilft nichts. Die Katzen vermehren sich eben, und er kann es nicht übers Herz bringen, die Kätzchen zu töten. So werden ihrer immer mehr und mehr und ich kann mir nicht helfen." „Nun, so werde ich Ihnen helfen. Da hängt ja Law-sons alte Flinte; ein Schuß und das Voll der tückischen schwarzen Kobolde verschwindet." „Das kann ich nicht zugeben, Frau Stahl. Die Flinte ist verdorben und verrostet. Sie werden sich ganz sicher verletzen." „Lassen Sie das nur meine Sorge sein, Frau Law-son; sitzen Sie schön ruhig da und kümmern Sie sich um nichts." Damit hatte sie die Flinte über die Achsel gehängt und ihre festen Tritte krachten auf den alten Dielen. Die Kranke umklammerte die Armlehnen ihres Sessels mit zitternden Händen und horchte. Endlich horte sie einen Schuß und dann blieb alles still. Eine Minute verging nach der anderen, ohne daß Frau Stahl zurückkehrte. Die arme Gelähmte, die tausend Schreckbilder ängstigten, war einer Ohnmacht nahe, als die Totgeglaubte wieder eintrat. „Gott sei Dank, sind Sie es wirklich, Frau Stahl, und sind Sie nicht verletzt?" „Nun, ich glaube, ich habe Sie mehr erschreckt, als das Katzenvolk, obgleich ich einen Kater wirklich getroffen habe. Mit den Pfannkuchen wird cs aber heute zu spät und ich will lieber ein andermal wiederkommen. Leben Sie wohl, Frau Lawson!" Susanne blickte ihr nach und bemerkte, daß sie hinkte, „Ach Gott!" seufzte sie, „sie scheint sich dennoch verletzt zu haben!" Als Lawson abends heimkam, fand er seine Frau in einem kläglichen Zustande; Äs sie ihm unter Zittern und Schluchzen das Vorhergegangene erzählte, ward der fönst so ruhige, sanflc Mann ganz zornig: „Ach, wenn nur diese Frau Stahl nicht mehr käme; sie fügt dir mit ihren aufgezwungenen Wohltaten immer mehr Schaden zu, als sie dir hilft!" „Aber fei doch nicht so undankbar!" rief Susanne erschrocken; „die gute Seele opfert sich ja förmlich für uns auf!" Einige Tage später kam Frau Stahl wieder, um der Kranken einen Vorschlag zu machen: „Sie wcrden sich morgen zeitig bereit halten, Frau Lawson, denn ich komme mit meinem Wagen, um Sie abzuholen. Sie wer den einige Zeit bei mir bleiben." „Aber nein, Frau Stahl, das kann ich nicht annehmen!" „Still, da gibt es keine Ausrede. Sie sind mein lieber Gast und bleiben sechs Wochen in meinem Hause. Keine Stunde weniger!" „Aber ich kann doch meinen Mann nicht so lange allein lassen!" „Warum nicht gar! Ist er denn ein Wickelkind, das steter Aufficht bedarf? Ich will kein Wort weiter darüber hören. Morgen um zehn Uhr bin ich da und nehme Sie mit!" Tagsdaraus stand Pnnkt zehn Uhr Frau Stahls Wagcu vor der Tür. Die Kranke ward hincingehobcn und fort ging's über Stock und Stein. Die wohlgenährte Stute war sehr feurig und obgleich Frau Stahl die Zügel fest in Händen hielt, ward cs Susannen doch angst und bange. Als sie endlich ankamen, mußte dic ganz Erschöpfte zu Äctt gebracht werden und sie konnte vor Heimweh lnum einen Bissen hinunterbringen. (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 107. 996 13. Mai 1913. malischen Kreisen keine Bedeutung beigelegt. Man weist darauf hm, daß zu dm Fragen, deren Regelung die Pforte den Mächten vollständig überlassen hat, die albanische gehört, und daß von den leitenden türkischen Kreisen demgemäß auch keine Beteiligung an der Ordnung dieser Angelegenheit angestrebt wird. Politische Uebersicht. La id ach, 10, Mai. Die montenegrinische SkuMina war infolge der Skutarikrisc für den 8. d. M. einberufen worden. Da jedoch Montenegro inzwischen nachgegeben hatte, war die Einberufung, soweit ein Beschluß in dieser Frage gefaßt werden sollte, überflüssig geworden. Der König empfing sämtliche Mitglieder der SkuMina in Anwe senheit der neuen Minister und der Generale. Er hielt an die Persammelten eine Ansprache, in der er den Verlauf des letzten Krieges und der Skutarilrise skizzierte. Das Ergebnis des Krieges ist, daß die Serben vom türkischen Joch befreit worden sind. Das letzte Bollwerk des türkischen. Reiches war Tkutari, das gleichfalls fiel. Aber die Mächte erhoben Einspruch, daß es an Montenegro komme. Rußland riet uns zur Unterwerfung unter den Willen Europas, das verlangte, daß Skulari den Mächten übergeben werde. Montenegro konnte sich dieser Forderung zunächst nicht fügen. Infolgedessen ergriff Europa Maßnahmen gegen Montenegro. Serbien wurde mit Zwangsmaßregeln bedroht, falls es seine Montenegro zu Hilfe gesandten Truppen nicht zurückziehe. Allein geblieben, mußte Montenegro im Interesse des allgemeinen Friedens und im Interesse der Existenz des Landes nachgeben. So erwies es auch dem Serbcntum einen Dienst. Rußland, Serbien und Griechenland bestanden in der letzten Zeit unbedingt daraus, daß Montenegro nachgebe. Zum Schlüsse seiner Ansprache konsta tierte der König, daß die Waffenehre der Montenegriner unversehrt geblieben sei, daß Montenegro sich vergrößert habe und daß es nun besseren Tagen entgegengehe, gestützt auf den Geist der Liebe und Eintracht ln. Innern, wodurch Montenegro zu neuen nationalen Werken werde fähig werden. — Die Versammelten nahmen die Ansprache des Königs mit lebhaften Akklamationen auf. Nach sicheren Informationen hat das jungtürlischc Komitee den Beschluß gefaßt, daß die im Sommer 1912 aufgelöste Kammer sofort nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages einberufen werde, um den Vertrag votieren zu lassen. Der HeercslNlelschusi der französischen Kammer hat die Beratung des Gesetzentwurfes über die dreijährige Dienstzeit beendet und den gesamten Gesetzentwurf mit 17 gegen vier Stimmen angenommen. Der letzte Artikel bestimmt, daß das Gesetz sofort in Kraft tritt und auf alle Mannschaften der im Augenblicke der Promulgie-rung unter den Fahnen stehenden Jahrgänge angewendet werden wird. Der Pariser „Ercelsior" beschäftigt sich mit der Frage, ob Spanien gegebenenfalls den Franzosen nennenswerten militärischen Beistand leisten könne, und gelangt zu dem Schlüsse, daß Spanien zwar in der Lage wäre, Frankreich 150.000 bis 200.000 Mann zu stellen, aber diese Truppen würden erst so spät auf irgendeinem Kriegsschauplätze erscheinen können, daß die ganze Hilfsaktion sehr von ihrer Wirksamkeit einbüßen würde. Tagcsilcmgtcitcli. -— Wie Sarah Bernhardt den Zollbeamten eln Schnippchen schlug.) Von einem drolligen Reiseabenteuer Sarah Bernhardts weiß die Pariser Theaterzeitschrift „Comödia" zu erzählen: Vor einiger Zeit fuhr Sarah Bernhardt gerade um Mitternacht über die belgische Grenze. Die Zollbeamten machten pflichtgemäß die Runde durch alle Wagen des Eisenbahnzuges; natürlich wurde die Künstlerin aufgeweckt, und als die Zollbeamten sie baten auszusteinen, erteilte sie ihnen eine ziemlich ungnädige Antwort, weil sie aus dem besten Schlafe gerissen worden war. Die Zollbeamten, die an dergleichen gewöhnt waren und Sarah Bernhardt nicht kannten, verloren keine weiteren Worte, sondern kuppelten den Son-dcrwagen der Schauspielerin einfach ab, warfen die Koffer anf die Plattform und begannen mit der Durchsuchung des Gepäcks. Ihre Tätigkeit dauerte sehr, sehr lange, denn Sarah Bernhardt führt eine ganz erkleckliche Anzahl von Koffern mit sich auf Reisen. Sie waren »loch lange nicht fertig, als ein Pfiff der Lokomotive ertönte. „Der Zug fährt doch nicht ohne mich ab?" fragte Sarah Bernhardt, „bitte, kuppeln Sie den Wagen sogleich wieder an!" — „Sobald wir fertig sind," erwiderten die Zollbeamten, worauf sie weiter die Koffer durchsuchten. Sie hatten aber die Rechnung ohne den Wirt geinacht: Sarah Bernhardt ergriff eine Decke, legte sie unmittelbar vor der Lokomotive auf die Schienen, fetzte sich dort nieder und sagte: „So! Jetzt fahren Sie ab, wenn's gefällig ist!" — (Der Rechenkünstler im Irrenhause.) Ein in einem Irrenhause in Nantes angestellter Arzt hat unter den Patienten der Anstalt einen Rechenkünstler entdeckt, der, obwohl er knapp lesen und nicht schreiben kann, die schwierigsten arithmetischen Aufgaben mit Niesenzahlen im Kopfe löst. Auf die Frage: „Wieviel Sekunden in 39 Jahren, 3 Monaten und 12 Stunden verflossen sind", gab er in 32 Sekunden die prompte Autwort. Über die Art befragt, wie er die Zahl der Sekunden von 30 Jahren ausrechne, erklärte er: „Ich weiß von vornherein, daß das Jahr 31,536.000 Sekunden zählt. Ich multipliziere also 30,000.000 einfach mit 30. Ich erhalte so die Ziffer 900,000.000. Dann multipliziere ich 1,500.000 mit 30, das macht 45,000.000, 30.000 mit 30 macht 900.000 und 6000 mit 30 macht 180.000. Ich zähle nun die Summe zusammen und erhalte als Resultat 916,080.000 Sekunden für 30 Jahre." Die Auskunft wurde in 14 Sekunden erteilt. - (Was ist Talmi?) „Das ist doch nur Talmi," hört mail häufig sagen, und die Bezeichnungen „Talmi-Kcwalier", „Talmi-Dame" und „Talmi-Dinge" sind heute jedem geläufig. Daß der Name ursprünglich die Bezeichnung für eine Goldimitation ist, wird wohl auch jeder wissen, aber darüber hinaus wird die Kenntnis weitaus der meisten nicht gehen. Der Name Talmi für eine Goldimitation, eine mit einer dünnen Goldschicht überwalzte Kupfer- und Zinnlegierung, ist vom Namen des Pariser Erfinders Tallois abgeleitet. Wie Alfred Schirmcr nun in der „Zeitschrift für deutsche Wortforschung" ausführt, kommt Talmi von „Tal. mi—or", der seinerzeit im Handel üblichen Abkürzung für das neue Produkt, und bedeutet also „Talloissches Halbgold". Der übertragene Gebrauch, den die Bezeichnung Talmi findet, geht fchon auf die Siebzigerjahre des vorigen Jahrhunderts zurück. In SpielhagenZ Roman „Sturmflut", der im Jahre 1877 erschien, findet sich im zweiten Teile ein Satz: „Der Adel einiger Barone und Baroninnen, die wiederum der gnädigen Frau ein wenig ,Talmi' erscheinen dürften ..." Seit den Neunzigerjahren ward dann der Ausdruck „Talmi" zu einem allgemeinen Stichwort für allerlei unechtes und halbschüriges Wesen. — (Das ideale Dienstmädchen.) Die „Pall Mall Gazette" berichtet über eine Szene, die sich jüngst in einem Londoner Vermiltlungsbureau für Dienstboten abgespieli haben soll. Eine Dame, die von ihrem Dienstmädchen treulos im Stich gelassen worden war, trat in den „Salon" der Stellendennittlerin und wählte unter den Mädchen, die in Reih' und Glied an der Wand saßen und die Herrfchaften musterten, eines, das recht bescheiden aussah. Man kann sich die Freude der Dame vorstellen, als sich das Mädchen als die wirkliche, so sehnsüchtig gesuchte Perle envies; es entspann sich nämlich nachstehendes Zwiegespräch: „Würden Sie gerne auf dem Lande leben?" — „Ja, gnädige Frau!" — „Ich habe mehrere Kinder." — „Um so besser; ich liebe die Kinder." — „Sie müßten kochen, Sonntags auch backen und mir bei der Näharbeit helfen." — „Das ist gerade das, was ich wünsche; ich könnte auch waschen, wenn Sie wollten..." — „Ich kann Ihnen aber jede Woche nm einen freien Tag geben..." — „Wenn Sie gestatten, verzichte ich auch auf diesen einen freien Tag, da ich am liebsten zu Hause bleibe." — „Aber, Sie sind ja das Ideal eines Dienstmädchens!" rief die Dame voll Begeisterung aus. In diesem Augenblick betrat ein Mann in Uniform das Zimmer und unterbrach die Unterhaltung in jäher Weise. „Entschuldigen Sie," sagte er zu der Dame, während er den Ann des idealen Dienstmädchens ergriff, „ich muh das Mädchen hier ins Irrenhaus zurückbringen; es ist gestern von dort entwichen." Der Mann legte grüßend die Hand an die Mütze, die Dame war einer Ohnmacht nahe. Das ideale Dienstmädchen war wieder einmal nur ein Traum gewesen! — (Ein Hans in 35 Postpaketen.) Die Amerikaner haben es fertig bekommen, ein ganzes Haus per Post zu versenden. Es handelt sich um ein Ausstellungshaus, das für die Ausstellung im Kolosseum in Chicago bestimmt lst. Das ganze Haus war in 25 Postpaketen verpackt. — (Wesucht: ein Dorf, in dem nicht geklatscht wird.) Folgende zeitgemäße Zeitungsanzeige fand sich vor einigen Tagen in der Londoner „Times": „Dorfklatsch! — Wenn es ein Dorf in England gibt, wo man den Herbst in Frieden und Ruhe verbringen kann, ohne daß man von üblem Nachbarklatsch behelligt wird, so würde der Aufgeber dieser Anzeige hocherfreut fein, den Namen des glücklichen Dorfes zu erfahren. — W. G. O. 23, Expedition der .Times'." Der Mann — oder ist es eine Frau? — muß üble Erfahrungen gemacht haben. Ob es überhaupt ein solches Musterdorf gibt!? — rucl verboten.! In seinem eigenen Haus? Im Hause in Grammcrcy Park meinen Sie? Ja, natürlich, er hat kein anderes. Das Haus, in dem die tote Frau gefunden wurde? Ja, sagte Howard, ungeduldig werdend. Sie glaubten also, daß sie sich dort, in diesem Haus, ihm zu Füßen werfen wollte? Sie hatte mir gesagt, daß sie das beabsichtigte. Und da sie eine etwas romantisch veranlagte Natur ist, hielt ich sie schon für fähig, ihr Vorhaben auszuführen. Also am Morgen suchten Sie erst gar nicht nach Ihrer Frau? Nein! Und am Nachmittag? Die Frage verwirrte ihn; wir sahen alle, wie bo stürzt er war, obwohl er sich zusammennahm und es zu verbergen suchte. Ich babe sie am Nachmittag auch nicht gesucht. Aber ich war sehr nervös und unruhig und verließ die Stadt. Ah, wirklich? Und wohin gingen Sie dcim? Ich möchte darauf lieber nicht antworten, wenn ich nicht unbedingt muß. Sie müssen alles sagen, alles beantworten. Ich bin nach Coney Island gefahren! Allein? Ja! Haben Sie dort jemanden getroffen, den Sie kannten? Nein! Und wann kamen Sie zurück? Um Mitternacht. Und wann kamen Sie wieder in Ihr Hotel? Etwas später. Wieviel später? )tc.ch z:v>.'i oder d.l Stunden. Wo waren Sie während dieser Zeit? Ich ging spazieren. Auffallend war, wie rasch und leicht er alle Fragen beantwortete. Die Geschworenen starrten ihn ganz verdutzt an, das Publikum lauschte mit verhaltenem Atem. Bei den letzten Worten brach im ganzen Saal ein Murren aus, so daß Howard Van Burnam mit erstaunter Miene auf die Versammelten blickte. Er wußte wohl dieses Murren zu deuten, doch er zitterte nicht und wurde nicht bleich. Mir schien er in diesem Augenblick ganz ungewöhnlich schön, und ich wußte wirklich nicht, was ich von ihm denken sollte. Nach dieser kurzen Unterbrechung wurde das Verhör gleich wieder fortgesetzt. Herr Van Burnam, man hat mir gesagt, daß kafar-Zorman), Fr. Romane (A. Rojina), Fr. Stopar (G. Tönnies), Em. Planin,^ek (Aug. MartuuM), A. Mazi (N. Gujer), G. Arne5 (Fr, Furlin), Iv. Velio (Iv. MegM), Ios. Telavetz (Pe-gan), Iv. Schmatz (Fr. Bijol und A. Vrcnöw (Aug. 2ablar), Iv. Novak (I. Kelbel), Fr. Hleb^, Ios. Ielin-kar, Em. Piefteluh und Ios. Prcpewh (Brüder Ebcrl), Vikt. Gostilwar (Fr. Meisetz), Ios. Lo5m^kar (Zadru-Äla tiskarna), Fr. !^turm (Narodna tiskarna), V. Ster-nad (Katoli^ka tiskarna), Fr. Komar (Miteljska tiskar-na), Iv. Gokln» (Gerber) und Stephan Ier-Ml (Zu-panöi«). — (Vom KrainischMstenliindischen Forftvereine.) Wie bereits gemeldet, findet die heurige Jahresversammlung dieses Vereines am 20., 21. und 22. Juni statt. Das Programm, das gegenüber dem vom Vereine schon versendeten in letzter Stunde eine Abänderung erfuhr, ist folgendes: 20. Juni: Zureise nach Trieft: 8 Uhr abends gesellige Zusammenkunft im Restaurant Dreher, Piazza dclla Borsa. — 21. Juni: 7 Uhr 30 Minuten früh Abfahrt mittelst des von der k. k. Scebehörde freundlichst zur Verfügung gestellten Regierungsdampfers „Pelagosa" nach P^renzo. Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten daselbst, sodann Weiterfahrt nach Novigno; Mittagsmahl, llber freundliche Einladung der Frau Marie von Hütterott Befuch ihrer Besitze Kap Aureo und der Insel St, Andrea; abends Weiterfahrt nach Arioni; dortselbst Mernachtung. — 22. Juni: Von 6 bis 9 Ubr Begehnng und Besichtigung der Insel Brioni; um 10 Uhr vormittags Plennrversammlung; um 11 Uhr 30 Miniltcn vormittags Generalversammlung; um 1 Uhr gemeinsames Mittagsmahl. Rückreise nack Belieben. Sie kann am glcicken Tage mit dein Regierungsdampfer oder mit dem Schnellzuge ab Pola um 6 Uhr 42 Minuten abends erfolgen. —- Auf der Tagesordnung der Plenarversamm-lung, an der nur Vereinsmitglieder teilnehmen können, steht neben den üblichen Berichten die Ernennung von Ehrenmitgliedern. — Tagesordnung der Generalversammlung: l.) Die Brionischen Inseln und deren Kultivierung. Vortrag des Herrn Oberforstkommissärs Ra-miro Fasan. 2.) Mitteilungen über das forstliche Genossenschaftswesen in Krain. Herr Forstinspettionskom-missär Anton l> i v i c. — (Eine heimischc Erfindung.) Im Auslagefenstcr des hiesigen Gewerbefärderuiigs institutes ist die Zeichnung eines neuen Wachskcrzeiigußaftparates ausgestellt, dessen Vorteile durch beigelegte Muster von Kerzenstücken »ach dein allen und nach dem dargestellten verbesserten System zur Schau gebracht werden. An den zerbrochenen Stücken ist deutlich zu erkennen, daß die nach der bis-hcrigcn Arbeitsmethode hergestellten Kerzen aus einzelnen Schichten aufgebaut sind, während die nach der neuen Gußmcthodc eine vollkommen homogene und kompakte Masse darstellen. Der Erfinder, Herr Matto Malovi« alis Nudolfswcrt, hat dicfe Neuerung bereits beim Patentamte angemeldet. Die Erfindung hat vom Vereine zur Förderung österreichischer Erfindungen eine sehr günstige Begutachtung erfahren. Erzeuger von Kerzen und Interessenten werden auf diesen Erfolg heimischen Erfindergeistes aufmerksam gemacht. — (Sonderznss aus Anlaß der Adria-Ausstellung.) Am 2. Juni wird ein Sonderzug der Südbahn von Trieft nach Wien über Marburg-Graz mit fahrplanmäßigen Anschlüssen von den übrigen Südbahnstrecken veranstaltet werden. Für diesen Sonderzug lind die anschließenden fahrplanmäßigen Züge gelangen bedeutend ermäßigte, zehn Tage gültige Rückfahrkarten von allen größeren Südbahnstationen nach Wien und zurück zur Ausgabe, welche auch zum einmaligen Besuche der Adria-Äusstel-lung berechtigen, z, N. Triest-Wien und zurück (samt Eintritt in die Adria-Ausstcllung) zweiter Klasse 43 X, dritter Klasse 28,20 /^, Die Karten gelten bei der Hinfahrt nur für den Sonderzug, bezw. für die fahrplanmäßigen Anfchlußzüge. während bei der Rückfahrt alle fahrplanmäßigen Personcnzüge und Schnellzüge (letztere gegen Zulösnng normaler tarifmäßiger Schnellzugs-ergänznngskarte») benützt werden können, wobei eine einmalige Fahrtunterbrechung gestattet ist. Die Fahrpreise, die Fahrordnung des Sondcrzugcs und die Bezeichnung der Anschlußzüge ?c. sind den in den Stationen affichierten Plakaten zu entnehmen. — (Tunneldurchschlan.» Wie uns aus Nudolfswcrt gemeldet wird, wurde am 10. d. M. früh beim Bau der Eisenbahnlinie Rndolfswert-Möttling Landesgrcnze der 1974 Meter lange Semu'-Tunncl mit vollständigem Erfolge durchgeschlagen. Die Abweichung der Richtung beträgt nur zwei Zentimeter. — (Auslosung der Geschworenen bei« l. l. Kreis» sserichte in Rudolfswert) für die am 26. d. M. beginnende zweite Schwurgerichtsfteriode: Hau fttge schworen c: Stephan Pirnat, Wirt in Weixelburg; Josef Pavlu-ek, Buchdrucker in Gottschcc; Josef 5teh,' Besitzer, Wirt und Kanfmann in Podgorica; Josef Hutler, Besitzer in Plosch; Martin ^etinc, Besitzer und Tischler in Iesscnitz; Johann Samide, Gastwirt in Altlag; Johann Valant, Besitzer in Praftre^c; Franz SevZek, Besitzer in ^icirclbnrg; Julius Koftini''', Besitzer u»d Wirt in Mottling; Franz Vidmar, Besitzer in Gumberg; Johann Fer-kolj, Besitzer in Vinji vrh; Johann Vregar, Kaufmann in Vidcm; Jaftob Ocepek, Besitzer und Wirt in Sloflia ri?.a; Josef Kos, Besitzer, Gastwirt und Kaufmann in Slranje; Karl Havelka, Gastwirt und Besitzer in Gurk-fcld; Ignaz Smole, Besitzer iu Aubina; Franz Omahen, Besitzer in Korcnitka; Rudolf Fajdiga, Besitzer und Gastwirt in Neustift; Johann Vrada«"', Besitzer in Pod-hosta; Franz Gazvoda, Besitzer in Gaberje; Alois Hude, Besitzer und Kaufmann in Hönigstein; Johann Klemen-^cr Ecke der Sitticherhofgasse bildete noch vor wenigen Jahrzehnten ein mächtige.- gut erhaltenes Stück dieses Unterbaues die feste Grundlage des Hc»uses Nr. 8 nm Jalobsulatze, bi snach dem ominösen Erdbeben das Haus niedcrgl.'1'issen und an seiner Stelle ein modernes Gebäude aufgeführt wurde. Was war nun der Zweck dieser so festen Unterbauten? Versetzt man sich in Gedanken ill jene feme Zeit zurück, da es noch keinen Grubertanal gab, da noch keine >° Radics, „Alte Häuser", Serie I, S. 70'. Laibacher Zeitung Nr. 107. 999 13. Mai 1913. Tieferlegungen des Flußbettes der Laibach stattgefunden hatten, sie also uom Moor herab ungehindert ihren friedlichen Lauf durch die Stadt nahm, nach der Schnee-schmelze aber oder nach anhaltenden Regengüssen, zum Hochwafser geschwellt, ihre Verderben bringenden Fluten weit über die niedrigen Ufcr hinmlZwcilzle, „wodurch ein unbeschreiblicher Schade dieser Stadt zugeflossen"," so wird man wohl kein Bedenken tragen, die fraglichen Quadermauern als Schlchbauten gegen die Hochfluten der Laibach zu erklären. Hiefür spricht auch der Umstand, daß im Wasserfteig und in der Sitticherhofgasse vordem je ein großer Eisenring um die betreffende Schutzmann eingestemmt war, der zur Zeit des Hochwassers zum Anbinden der Schiffe diente. Auch am linken Laibachufer finden slch analoge Schutzbauten, jedoch in anderer Ausführung vor; hier wurden vor allem die Ecken der gefährdeten Gebäude durch feste Quadermauern gegen den Wcllenandrang verwahrt; so gleich beim Hause Nr. 20 am Rain, wo nebst der Ecke auch ein bedeutendes Stück der anstoßenden Mauer in der Deutschen Gasse auf dieselbe Weise gesichert erscheint. — In der benachbarten Salendergassc fällt es auf, daß die Gebäude mit den wohlverwahrten Ecken Mitten drin in ihrem Häuserblock stehen; sie müssen aljo zu einer Zeit aufgeführt worden sein, da das Über fchwemmungsgebiet der Laibach bis dort hinauf reichte und der heutige Rain als solcher noch gar nicht bestand, bei der Hradehkybrücke steht jedoch das so versicherte Haus (Nr. 1) wieder knapp an der Laibach. -- Aber auch am rechten Ufer: in der Fischgassc und am Poga^ar-platz, die bekanntlich dem jüngsten Teile Laibach angehören, trifft man solche Schutzbauten an, und zwar auch hier in bedeutender Entfernung von dein gefahrdrohenden Flusse. Doch treten an keinem Hause diese Eckcnschi'chcr fo sichtbar und so umfangreich zutage als an dem Kordin-schen; dieses ist ohne Zweifel eines der ältesten Bauwerke in dieser Ar.siedlung und bot zu der Zeit, da es, noch von keinem Nachbar begrenzt, frei dastand, mit seinen vier in Quadern geböschten Ecken ganz das Bild eines starken Forts, ein Vergleich, den der aus der südöstlichen Ecke hervorspringende Erker, gewissermaßen ein Luginsland, noch zutreffender macht. XIII. Infolge des eben erhaltenen Impulses wendet sich die Betrachtung dc,n Erler am iiordinschen Hause zu; dieser erdebt sich, als uiorcÄiger Anbau gedacht, etwas ftluinp und schwerfällig auf einer Unterlage aus massiven Steinblöcke» zwei Stockwerke hock) und endet mit einem ganz primitiven Ziegeldache. Ebenso gebaut und demnach wohl auch ungefähr ebenso alt ist der Erker an der Studentengasse; für älter aber als jeder der beiden ist wohl der wasserseits am Hause Nr. 2 am Alten Markt angebrachte zu halten. Was war nun der Zweck dieser Anbauten? Als Schmuck des Hauses können sie in ihrer ursprünglichen Gestalt so wenig angesehen werden wie ein häßlicher Auswuchs an irgend einem anderen Organismus. Fragt man nun nach ihrem praktischen Nutzen, so kommt man auf den Gedanken, daß sie der Edelmann, als er in die Ebene herabgestiegen war und sich in der Sladt anzusiedeln entschlossen hatte, zur Erinnernng an die Warttürme seiner Veste an dem neuen Heim wieder angebracht hat und sie, solange der Blick ins Freie ungehindert war. wohl auch noch als Ausguck in die Ferne benutzte: allein die Bauten in der Nachbarschaft versperr ten ihm mehr und mehr die Aussicht, und der Erter ward zwecklos, der Herr aber verzichtete trotzdem nicht auf den liebgewonnenen Anbau, gab ihm jedoch eine Gestalt, in der er als Zierde des Hauses zur Geltung kam. So mochten Erker entstanden sein, wie der an der Ecke der Schneidergasse, der auf gefälliger Unterlage als schlanker zierlicher Aufbau emporstrebt und mit einem schmucken hetmdache abschließt. ^ " Valvasor, „Die Ehre des Herzogtums Kram", XI., S. 685. Theater, Kunst und Literatur. — 17 0'^W. schwach! bewbllt ^" 9 U. Ab. 31 4! 15 2 NO. mäßig ! » 7 U. F. 80-7 11-2 windstill ! » 11. 2U. N. 30 4 14 0 SO. mäßig ! Regen 0 0 Ä U. Ab. 33 1 97 NO. fchwach ^____^ 7Ü, F. 34 9 10 0! S. schwach bewölkt 18. 2U.N. 35 3 1b 2 SO. mäßig » 17 3 9 U.M. 362 112 3l. schwach . 13j 7 Ül7F^ ^37-5^«'6 S. schwach ' heiter " 0-0 Das Lagesunttol der Temperatur vom Samstag betragt l4 5°. Normale 13 4°, vom Sonntag 11 6°. Normale 13 b°, vom Montag 12'1«, Normale 13 7°. ^\i t^\ IJAnKT Wl"' im KINO IDEAL auf allgemeines Verlangen von Samstag \»U\# VHUUS 24. bis Montag 26. d. M. nochmals vorgeführt werden. ™« Laibacher Zeitung Nr. 107. 1000 13. Mai 1913. \6fermvaffdš * China-Wein mit Eisen * |g H7tf«niaoh» ATfTälhwiB Win i#o«: *&\ $ Stutipreis und Ehrtnfyfesi m pMiMi Marille. Äs IS B App«#»aw^t»nd«», nerren- *L S ¦ rtWfiW«!» 1* btatrerb«»- $ St ¦ stiel* MHtd ftr *K $ " ^^B^ RckQinralttxcnteti ===== $ l|| ^^^^^^ :^iBcsiiHabic: ttira Blutarme jjL Ä ^^S| VorzBgHdur Qeaohwack. ^ ^ ^~nn^P Ober 8000 irztlloht eitaohtenT ^f ^ J.SERRAVALLO,k.i.k.M«flitferiiitt Trieste. $ 5261 ftü-18" Steckenpferd- °"'"" MNenmil'chseife nach wie uor unentbehrlich für eine rationellr Haut< u. Schön« heitsftfleqk. Täljl. Anerlcnnungsschr. .'l 80 k überall vorrnt, Kinrmntonraph „Ideal". Programm für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Vei den Nachmittagsvorstellungen: Ein religiöser Aufzug in Japan (Neisefilm); Das Alarmsignal (dramatisch); Drei Freunde als Ve-Werber (Lustspiel); Für die Ehre der Familie (amerik. Drama); Zwei unzertrennliche Freunde (Humoreske); Pallia-Journal; Bumkes Hochzeit (tomisch). -^ Vei den Abendvorstellungen: Path6-Iournal. Moritz in der eigenen Falle; Sarah Bernhardt im Drama „Adrienne Lecouvrcur" in drei Alten; Ludwigs Hund (hoch-komisch); Die Dame uom Schalter (Schlager). Vei der letzten Porstellung noch einige Films dcs Nachmittags-Programms. -^ Samstag: Große Sensation: „Zigomar", dritter Teil. 1901 [^"^^»SC Dss —KjM&J.___________________j78ns* Poslano. Ker moj bivši zastopnik gosp. Blaž Stimac sklepa s pretvezo, da zastopa še vedno moje domaèe podjetje, kupèije v mojem imenu a v korist drugi Ijubljanski twrdki, opozarjam s tem slavno obcinstvo, da imenovani ni wec upravièen sklepati kupèije za mojo tvrdko. 1879 Objednem prosim vse one, katerim je pod pretvezo prodal stroje ali drugo železnino, a so dobili naroèeno blago od druge tvrdke, da mi naznanijo vsak tak sluèaj, in jih istoèasno opozarjam, da niso obvezani sprejeti blago, poslano jim od kake druge tvrdke. V Ljubljani, dne 9. maja 1913. Fr. Stupica, trgovina z železninoj motorji in poljedelskimi stroji. Edini založnik izvirnih sioveèih amerik. DEERING- stpojev za košnjo. 1879 3-2 U Htnwets. ßH Unserer heutigen Nummer (Stadwuflaqe) licsit Nr. 5 der Blälter für die Freunde vom Reclams Universal« blblioihel bri. im schönsten und|waldreichsten Teile Badens^elegeiT*^ Heilanstalt für innere und Nervenkrankheiten. Payoho-theraple naoh Prof. Dubols. Radiumkuren. Mast-and Entfettungskuren. Entfettungsapparat Ber-gonle für Entfettungskuren duroh elektrlsohe Muskclübung. Hestes Erholungsheim für Ruhehedürftige uod Rekonvale8zente. 1777 10— 3-Vtr Für Frühjahrskuren besonders geeignet. •"•* Ärztl. Leitung : Dr. Alfred Koritsohan. Prospekte und Auskünfte durch die Direktion. — Vom 1. Mai biB 15. Juni Preisermäßigungen. ____ [ Des MOheletablissement Franz Doberlet | ; Laibach, Franziskanergasse Nr. 8 a \ empfiehlt Möbel jeder Art in solider j \ Ausführung und zu billigem Preise j | lf>62 3 | Killdersterblichkeit nimmt a!i, ws>i» der Eäunliü^ von Ailbessin» mil N»°. v. 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