PrS»„«er«tt»*» - Preis» Für Saibedb: VanzjSbrig . • H fl. 40 ft twlbitotig . . 4 „ 20 „ BitrieUäbrig ■ 2 „ 10 „ MvnatliL . . . — » 70 „ Mit der Post: GanziLhrig..............12 fl. Halbjährig.............. 6 , Bierleljibrig 3 „ Laibacher Für Zustellung in» Hau« »iertelj. 25 kr., mornttl. 9 kr. «tnzelne «ummtrti 6 tr. u TJ Uagblall. Anonyme Miitdeilungen werden nicht bertidftchtigt; Manullripte.nicht zurllikgejendet. W'Bactitn: vahnhofgasse Dir. 15. & Jnserat»»- Vurea«: Longreßplay ißt. 2 «Buchhandlung pcn Jg. o Ältin* mayr & j^ed. Bamberg.) J«fer»tonSprris«: gtt die rmWtige Petitzeile i 4 Ir, btt wiederboller Ein» fcbeltung i 3 kr. Lnzrigen bis 5 geilen Bei gröher«n Inserat»! Ssterer Einschaltung chender Rabatt KLr complinerten Gay bete Vergütung. Donnerstag, 15. Februar 1877. — Morgen: Juliana. 10 Jahrgang. Tie Banlsratze Hai dir Grenzen einer volkswir h>chaftlichen Frage längst überschritten, sie hat bettiis hochpolitischen tzharalirr angei ommen. gialionaUötonomiiche Journaistimmen, namtnt. lich „L. Echönberger« Börsen- und Handelsbericht,' werfen die Frage auf, aa« denn eigentlich geschehen würde, wenn die zwilchen beiden Reicheregierungen schwebenden Au»t.le>chevkrhandlungen scheitern würden und bim bisherigen Banlfneden der Bankkrieg zwilchen Oesterreich und Unatn soken >ollte? Die Ereignisse haben eine >v ernste Form an- genommen, daß jeder Patriot, der c« mit bim Wvle btt Gesammimonarchie, mit der Wolfahrt Oesterreich. Ungarn« ehrlich meint, die Frage stellen muß, wohin benn der Weg eigentlich führt, den beide Reichehälften jetzt zu wandeln gedenken? Sollte ein Ausgleich auf Grundlage der modi-ficittttn Mai-Stipulationen nicht zustande kommen, io wird dem neuen uv gotischen Ministerium, möge dasselbe sich wie immer nennen, nach Ansicht der genannten Wochenschrift nicht« andere« übrig bleiben, als bte Bewilligung zur Errichtung einer selbst» ständigen ungarischen Bank amushebe«. Die genannte Wochenschrift gesteht selbst zu, daß eine solvente ungarische Bank jetzt in ben Bereich der Unmöglichkeit gehören dürfte. Ungarn würde eine insolvente Bank mit dem Zwang«: kur« für die ungarischen Noten erhalten, wa« eben nicht verhindern könnte, daß diese ungarischen Noten im großen Verkehre gegenüber ben österreichischen Banknoten zurückstehen, im internen Verkehre gegenüber ben gemeinsamen «Staatenoten ein Dieagio erleiden würden. Der ZwangrkurS für die ungarischen Noten erstreckt sich ja nur auf Ungarn, in 6i«lcithanien wird er nie Geltung haben könne»'. Die genannte Wochenschrift meint, als volkS-wirthfchaftliche Repressalie würde Ungarn zwischen Tran«» und CiSlciihanien unbedingt Zollschranken errichten, wir würden die Wiebeternchiung der alten „Zoll- und Dieißigst-Aemter" zu Piarchegg in NiebeiÖsterreich und an anderen iSinbruchsstationen erleben, Oesterreich jedoch müsse dieser Wiedergeburt entgegentreten, denn namentlich die österreichische Vemcn-, Wollwaren-, fiatiun» und Meiallwaren-Industrie könne eine derartige Beschränkung derzeit nicht ertragen. Oesterreich könne eS nicht zugeben, daß zwischen dem uns industriell überlegenen Deutsch land und dem dann dem englischen Import vollständig geöffneten Ungarn die österreichische Industrie vollständig eingeklemmt werde. Die genannte Wochenschrift geht in Vertretung ungarischer Interessen noch weiter, sie stellt uns einen Eisenbahnkrieq in sichere Aussicht, falls der Ausgleich zwischen Oesterreich und Ungarn nicht zustande kommen sollte. Ungarn nämlich würde den Ausbau der bosnischen Bahnen so lange verschleppen , b,S die Linie Nijch-Belgrad ausgebaut und Budapest zum Havptstapelplutzc des orien» lalifch-vccidentalifchen Verkehres gemacht wäre; Ungarn würde feinen Einfluß an der Adria auf Kosten des österreichischen zu heben bemüht sein; Un. arn würbe bestrebt sein, bmch Spezialiarise Fiuui' auf Kosten Triest« zu heben; Ungarn würde alle Mühe daran fetzen, die dalmatinischen Bahnen, auf die Oesterreich große Hoffnungen bau., ganz lahmzulegen, ba diese Bahnen nur über ungarisches Gebiet mit Oesterreich verkehren. Die mehrmals erwähnte national-ökonomische Wochenschrift kann, obgleich sie für da« Ptojekt der Errichtung einer ungarischen Bank in die Schranken tritt, nicht umhin, einzugestehen, daß Ungarn,' wenn es zu den angedeuteten Schritten gezwungen werden sollte, sich damit selbst tief ins Fleisch schneiden würde, sie tttth zum Abschlüsse des nolTen>ici^«baft« lichen Frieden» zwischen Oesterreich und Ungarn. Zur orientalischen Frage. Der geheimnisvolle Schleier, der sich über die Beweggründe der plötzlichen Amtsenthebung und 8ande»ausweisung Mithat) Paschas breitet, ist bis heute noch nicht gelüftet, die Gerüchte über ein vvnseite des entfernten Gtoßoeziet« gegen Sultan Abdul Hamid geplante« verbrecherische« Komplott entbehren beute noch der Bestätigung, die Maßregelung Mithab Paschas soll einfach auf per>önlichen, zwischen Großvezier und Sultan aufgetretenen Differenzen beruhen. Jeuilleton. Tas Geheimnis des rothen Hauses. Roman von Arnold Werner. (Fortsetzung.) Pauline war ben Männern nack gefolgt. Sie hatte laut im Pavillon sprechen und ihren Namen nennen hören. Eine verzeihliche Neugier hatte sie bewogen , an der Seite des Pavillon«, dessen Thür offen, stehen zu bleiben und das Gespräch zu belausche». Herr von BalserreS und Paul fuhren zurück, alS sie Pauline sahen, und tauichten mit einander einen Blick, in dem die Frage lag: „Sollen wir jetzt die Wahrheit tage*?« Die junge ichöne Frau verstand diesen Blick. Aus dem linken Arm den rosigen Säugling tragend, umarmte sie mit dem rechten Arm ihren Vater und reichte dann ihrem Gatten die Hand. „Ich habe alles gehört," tagte sie, „und bin stolz aus euch. Du hattest recht, mein Vater, mit bem Verlust beS Vermögens werben wir an Glück nichts verlieren. Die Liebe, die wir zu einander in ber Seele tragen, wird unO wieder aufrichten, wenn irgend ein Ungemach uns nicbcrbeugr, unb nun seid wieder heiter und küßt mein Kind, ba« seine Heim- chen lächelnd nach euch ausstreckt, und dann — schließt auch mich ans Herz." Nachdem diese liebliche Bitte erfüllt worben und Paul seine Gattin noch in feinen Armen hielt und mit unbeschreiblicher Zärtlichkeit seinen Blick in den ihrigen tauchte, sagte BalserreS stolz: „$u bist mein Blut, theure« Kinb. Wir werben unsere Pflicht thun, und dann — komme, waS da kommen mag!" VIII. Ungefähr zehn Tage nach dem Gespräche im Pavillon waren verflossen. Herr v. BalserreS hatte, waS er beabsichtigte, auSgeführt und seinen Notar beauftragt, feint Besitzungen in Trocadeto und Villa und Park in Auteuil zu verkaufen. Die Dienet waren schon verabschiedet, unter dem Vormunde, ihre Herrschaft wolle eine längere Reise antretm. Pferde und Wagen waren auch schon in andere Hände gelangt. Antoine. Paul Morgan« alter Diener, der seinen Herrn schon als Kind gekannt, beschäftigte sich um acht Uhr morgen®, die Koffer zn packen, die noch denselben Abend auf der Eisenbahn nach Paris und Versailles abgehe» sollten. Paul hatte sich in den Garten hinabbtgtU.i. Er wollte noch einmal unter den hohen Bäumen inmitten de« herrlichen Grün« die Luft des Parks athtnen, an den sich feine schönsten Erinnerungen knüpften. Sein Wesen war seit kurzem gänzlich ver«-ändert. Er trug jetzt den Kopf wieder aufrecht, unb da« sanfte lächeln, da« lange Zeit von seinen Lappen verschwunden gewesen, halte sich wieder bei ihm ein» gesunden, unb der Ausdruck eine« riihigen Gewissen« herrschte wieber in den edlen Zügen seines Antlitze«. Die Baronin schlief noch unb die Fenster im Schlafzimmer de« Hetrn v. Val jene«, welche sonst früh geöffnet wurden, waren auch noch verschlossen. Deffenungeachtet hörte Paul von dem im Gatten beschäftigten Gärtner, daß der Banquier schon den Park verlassen und den Fußweg eingeschlagen habe, bet nach ber Straße bt Bigne« führt, und fügte der Gärtner hinzu, daß Herr v. BalserreS seit acht Tagen jeden Morgen bitselbe Fußtour machte. Durch biese Worte würbe die Neugier beS jungen Manne« geweckt. „Unb wie lange ist Herr v. Valfene« fort?" fragte er. „O, nur wenige Minuten,“ war bie Antwort. „Wenn Sie mit ihm nothttenbig zu sprechen haben, Herr Baron, so können Sie ihn wol noch einholen." Paul zögerte nicht lange. Hinter biesen frühen Spaziergängen seines Schwiegervaters konn.e ein Geheimnis verborgen liegen, und es drängte ihn, dasselbe kennen zu lernen. Er verließ rasch ben Park Wie die „Monlags-Revue," eine unserem au«, «artigen timte nahestehende Wochenschrift, behauptet, erscheine eia eigentlicher Sistemwechsel in Konstantinopel jetzt unwahrscheinlich, die Hohe Pforte werde an Der signalisierten Constitutionalifierung de« osma-«ischen Reiches festhallen, und die Alltürken scheinen bte Absicht fallen gelassen zu haben, durch einen Gewaltakt die gegebene Verfassung zu beseitigen. Die Beziehungen der Pforte zu den europäischen Mächten haben sich nicht geändert, die Friedens-Verhandlungen zwischen der Türkei einerse'ts, Serbien und Montenegro anderseits, nehmen ihren Fortgang, auch der neuernannte Gcoßvezier pflegt versöhnliche Politik und huldigt aufrichtiger Friedens-geftnnung. Die genannte Wochenschrift betont, daß das Mißtrauen gegen die Regenerationsfähigkeil der Türkei, gegen die Möglichkeit einer durchgreifenden Erneuerung ihrer staatlichen Existenz mit dem fcturze Milhad Paschas neue Nahrung erhielt, man spricht von Dem BerwesungSprozesse, welchem das türkische Reich unrettbar verfallen sei. Nur durch rasche» und konsequentes Handeln könnte das gesunkene Vertrauen wieder gehoben werden, nur müsse man sich hüten, neue Fehler zu begehen. Das Circulare des russischen Staatskanzlers erhielt seine stärkste moralische Grundfeste erst durch den Sturz Milhad Paschas, durch die in osmani-schen Regierungskreisen eingetretenen Verwicklungen. Wenn auch die Konferenz der Mächte keinen günstigen, entscheidenden Erfolg zu registrieren hatte, so berechtigt dieses diplomatische Fiasko denn doch noch «icht zur Annahme, daß die europäischen Mächte die orientalische Frage unerledigt ad acta legen, sondern in kurzer Zeit zum Austrag bringen werden. Ln die Pfortenregierung tritt die ernste Mahnung heran, die Wiederkehr so peinlicher Ereignisse, wie der Sturz Mithab Paschas, zu vermeiden, sonst könnte die Rechnung über die orientalische Frage einen Abschluß finden, der allen anderen Mächten, nur nicht der Türkei Bortheil brächte. Politische Rundschau. Laibach, 15. Februar. Inland. Da» am 13. ü. aasgegebene Reich»-Gesetzblatt pubrteiert bte Kundmachung des Finanzministerium» vom 27. v. M., betreffend die Um-«echslung der Obligationen der Golbrente untereinander, deren Zusammenlegung, Um- ober AuSeinandrrschreibung, bann betreffend bie lieber. Weisung der Zinsenzahlung bei diesen Obligationen und die Kundmachung des Handelsministeriums vom 10. d. M., betreffend die Einführung einer neuen ircheitlichen Signal ordn ung auf den Eisen- und nahm ben Weg, welchen der Gärtner ihm bezeichnet hatte. Es währte nicht lange, so sah er Herrn von Balserre» m einer Entfernung von einigen hundert Schritten vor sich. Er beschloß, ihm unbemerkt nach-zusolgen, um zu sehen, welche« Ziel derselbe sich gesteckt hatte. Diese «bficht gelang ihm auch. Nach-dem der Banquier mehrere Kreuz- und Querwege durchschnitten mit) im Bois de Bouiogne bei den Fest unge werten an gelangt war, setzte er sich aus Die AbDachung eine» der Wälle, in dessen Nähe da« Krankenhaus sich befand, wo Martha Simon, die junge bleiche Rose, ihrer Heilung oder dem Tode entgegensah. Seltsam, dachte Paul, welche Abficht mag meinen Schwiegervater nur hierher führen? Da Herr v. ValserreS vor sich niedersah und in Gedanken vertieft zu sein schien, so bemerkte er seinen Schwiegersohn nicht eher, bis dieser vor ihn hin trat und ihn anredete. „Guten Morgen, Vater," sagte Paul, ihm die Hand entgegenstreckend. Herr v. ValserreS sah ihn halb erstaunt, halb verdrießlich an. „WaS Henker führt Sie hierher?« fragte er, „und wohin wollen Sie?" bahnen der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Das Wiener Preßbureau theilte am 12. d. den von ihm bevorzugten Journalen folgendes mit: „Nachdem sämmtliche Combi.,ationen wegen Bildung eines neuen ungarischen Ministeriums gescheitert sind, werden die Verhandlungen üb:r die Bankfrage morgen (Oi-nStag) zwischen der diesseitigen Regierung und den Herren königlich ungarischen Ministern v. TiSza und v. Szell beim Herrn Ministerpräsidenten Fürsten AuerSpecg wie-der fortgesetzt werden." Graf Andrassy hat, wie die „Deutsche Ztg." berichtet, einen doppelten Sieg errungen. Es ist ihm gelungen, seinen gefährlichen Gegner Sen-nye y noch rechtzeitig aus dem Sattel zu heben und da» österreichische Ministerium so weit mürbe zu machen, Daß die Verhandlungen mit dem Kabinett Tisza wieder aufnimmt. „Pester Lloyd" meldet: „Die österreichische Regierung ist entschlossen, in der Paritätasrage eine prinzipiell vollkommen entsprechende Erklärung abzugeben. * Sen ny e y soll behufs der Erneuerung der Ausgleichsvechaud-lungen einen Ministerwechsel in Oesterreich gefordert haben. Die Bankfrage ist den neuesten Nachrichten zufolge wieder im besten Zuge. Das genannte Blatt erfährt, daß ungarischerseits eine Art Ultimatum gestellt wurde. Dasselbe bestünde aus folgenden Forderungen: 1. Entlassung des General-Sekretärs v. Lucam, welcher schon den gegenwärtigen Verhandlungen nicht mehr zugezogen werden darf. 2. Parität im Generalrathe, von dessen Mitgliedern vier aus der ungarischen, vier au» Der österreichischen Direktion zu entnehmen, vier ohne Rücksicht auf *dte Nationalität derselben zu wählen find. 3. Festsetzung der Kompetenz der Pester Direktion, welche bezüglich ihrer Gebarung, Dann der firtheitung von Personal- une Spezial-Krediten allerdings unter Der Kontrolle des Generalrathe» zu stehen hätte, ohne Daß aber dem letzter« eint Einsprache oder Beschränkung gegen von Pest au» er-theilte Kredite zustünde. 4. Dotation der ungarischen Filialen mit 50 Millionen, wobei jedoch diese Dotation als Kontingentierung aufgefaßt, da« heißt auch die unbenutzten ®otation»beträge der Verwahrung der Pester Direktion überlasten blieben. Der Steuerresorm-Ausschuß erhob folgenden Antrag zum Beschlüsse: „Bon der Besteuerung find ausgenommen: a) Erwerbs- und Winhschafts-Ge-noffenschaften, landwirthschastliche und gewerbliche Vorschuß- und Kreditvereine u. dgl., welche auf dem Prinzipe der Selbsthilfe beruhen, nicht auf Gewinn berechnet find und die Förderung de» Erwerbes und „O, ich bin Ihnen nur gefolgt, um zu erfahren, warum Sie fich seit acht Tagen jeden Morgen an diesen Ort begeben. Ich kann nicht glauben, daß allein da« Vergnügen an einer malerischen Ansicht Sie hierher Neibt." Herr v. Balserre» stand auf und nahm den Arm seine« Schwiegersohnes. „Es ist wahr," versetzte er. „Seit acht Tagen befinde ich mich jeden Morgen auf diesem Platz. Aber was ich wünsche, erfüllt sich nicht. Heute roiid ee das letztemal sein, da wir obteisen, und ich werde nicht mehr hierher kommen." „Erwarten Sie hier jemanden?" fragte Paul. „Enathen Sie es nicht, mein Sohn?" „Mein Gott, nein." „So erfahren Sie denn: Vor acht Tagen führte mich mein Weg hier zufällig vorbei, und da traf mein Blick auf ihn, verstehen Sie, auf ihn." „Auf wen?" „Auf den alten Simon, der hier faß und bitterlich weinte.“ Die Nennung dieses Namens machte Paul zittern. Der Banquier wies auf das in der Nähe stehende Ktanlenhau». „Er erwartete die Stunde de» Eintritt» in da» Krankenhaus, um sein krankes Lind zu besuchen. der Wirtschaft der Mitglieder bezwecke»; b) wechselseitige Versicherungsanstalten, die nicht aus Gewinn berechnet find." AaSlaad. W a h a n Efendi wird eine Reife durch iSacopa unternehmen, um die Tribunale der verschiedenen Länder zu studieren und auf Grund der gewonnenen Erfahrungen die Reorganisation der türkischen Gerichte Durchzuführen. In einigen Tagen wird ii Konstantinopel eine Sammlung politischer Aktenstücke als türkisches Rothbuch erscheinen. Ucbcr den Verlauf der Friedensverhandlungen zwischen oer Psor te unD Mo tt t en t g r» tpii'D oer „Pol. Korr." au» Ce.inje berichtet: „Auf das bekannt, den Fürsten von Montenegro zu Frie-denSoerhanslungen einladende Telegramm Milhad Paschas zögerte Fürst Nikolaus zu antworten, weil ec erst die Ansichten eines für ihn stets maßgebenden Hofes kennen lernen wollte. Nach acht Tagen über-schickte er seine zustimmende Antwort nach Konstaa-tinopel. Dieselbe ist jo außerordentlich bescheiden gehalten, daß man zu dem Glauben versucht wäre, Fürst Nikolaus habe keine Wünsche und Ansprüche mehr. In Wirklichkeit verhält e» sich aber keineswegs fo. Bekanntlich hat die Konferenz für Monte-negro nicht unbedeutende territoriale Konzessionen beansprucht. Die wolwollende Meinung der Äon-ferenz will man in Cetinje absolut nicht ignoriere« lassen. Fürst Nikolaus erklärte dem englischen Generalkonsul Monion, daß er von demjenigen, wa« von der Konferenz zugunsten Montenegro» beantragt wurde, unter keiner Bedingung abgehen werde, ja daß er sogar aus Niksic Anspruch erhebe, welche» für Montenegro unentbehrlich sei. Sollte die Pforte diesen Ansprüchen nicht gerecht werden wollen, so dürfte der Friede schwerlich zustande kommen. De« entspricht e» auch, wenn da» montenegrinische Regierungsorgan erklärt, Montenegro konnte umso eher in die offerierten Verhandlungen eintreten, al» dieselben Die durch den Waffenstillstand herbeigeführte Pause zeitgemäß ausfüllen können und Montenegro keinen Grund hat, den Krieg zu beschleunigen, da ja auch da» großmächüge Rußland sich mit seiner Action gar nicht zu beeilen scheint. Um aber für jeden Fall den Nimbus Montenegro’» in ber Herzegowina zu retten, wird schon jetzt das Losungswort ausgegeben, daß ber Fürst trachten werde, das Haupt-ziel de» Kriege», „die Verbesserung de» Lose» der Brüder", zu erreichen. Was den Ort der Verhandlungen betrifft, so wünscht drr Fürst, daß dieselben in Wien geführt werden, da man Konstant Pascha hier nicht gerne fieht und eine Mission nach Konstantinopel -unter (einen Bedingungen zu entsenden gewillt ist." AIS er mich zufällig sah, stieg sein alter Haß gegen mich wieder in ihm empor. Er ballte Die Faust gegen mich, stieß seine gewöhnlichen Drohungen au» und wandte mir dann den Rücken." »Und doch erwarten Sie ihn hier?" „Wie ich Ihnen schon sagte." „Und weshalb?" „Um seine Vergebung zu erbitten, ehe wir uti» von Paris entfernen, da ich fühle, wie hart und ungerecht ich einst an ihm gehandelt habe. Ihre Reue, gegen den ausgesprochenen Willen Ihres Onkel» gefehlt zu haben, hat auch die mcinige geweckt." „Der Himmel hat ihren Wunsch erhört," versetzte Paul, indem er mit der Hand aus einen alten Mann deutete, der langsam mit gesenktem Kopse daherschcitt. „Ach. endlich !“ rief der Banquier lebhaft und trat in die Mitte de« Wege», so daß Simon mit ihm Zusammentreffen mußte. Sein Schwiegersohn aber begab sich auf die Seite; er wollte bei der ersten Begegnung nicht zugegen sein. Dem Banquier nahe gekommen, erhob Simon den Kopf. Er erkannte den Mann, dem et ewige» Haß geschworen, und blieb mit rollenden Äugen vor ihm stehen." (Forts, folgt.) Zur Tagesgeschichte. — Utberfchivemmungen. Infolge anhaltenden Regen- sind in den letzten Tagen tie meisten böhmischen Flüsse bedeutend angeschwollen und t beilweise aus den Ufern fletteten. — Felsabrutschung. In der Strecke Znaim-Wolsramitzkirche» der österreichischen Nordwestbai n erfolgte vorgestern eine Felsabrutschung. Die Maschine wurde gestreift und drei Personenwagen beschädigt. Der Zug erlitt «ine l>/,s,1indige Verspätung. Bis das Geröll« beseitigt wurde, mußte der Berkehr unterbleiben, infolge dessen der nächste Wiener Zug in der Abfahrt um drei Stunden verzögert wurde. — Sterbefall. Ter Verlagsbuchhändler Dr. Sa-lomon Hirzel ift am 8 d. M. im Älter von 73 Jahren i* Halle gestorben, wo er Heilung von einem Augenleiden zu finden hoffte. Die Operation war bereits vollbracht, gelungen, aber 'ine Entzündung führte den Tod herbei. Jakob Grimm setzte ihm in der Borred« zum „Deutschen Wör terbuch" ein ehrendes Denkmal bei Lebzeiten, die Universität Leipzig machte ihn 1865 zum Ehrendoktor der Filosofie. — S e i d e n k r a ch. Die „Republique Fran^aise berichtet über die SeideuarbeitskrifiS in Lyon: .Wie man weiß, hat gegen Mitte April vorigen JahreS ein unge wöhnlich starker Reif unsere Maulbeerbäume verbrannt, als sie eben ausschlugen; daher konnten die Seidenwürmer nicht gefüttert werten, und fiel die Seidenernte karg aus. Die Spekulation hatte das Uebel gleich im voraus verwertbet and die Preise der Rohseide bedeutend Hinaufgetrieben. #<■ wisse Qualitäten, die 80 graues werth waren, wurden allmälig bis 130 und,140 Francs per Kilogramm verkauft. Wenn diese Hausse der Rohseide sich auf unsere Gegend de schränkt hätte- wäre «6 unsexn Fabrikant«» rin Leichtes gewesen, sich auf fremden Plätzen mit Borräthen zu verfehen; allein die Theuerung war allgemein. Im äußersten Orient waren sie Preife um 70, 80, ja sogar 100 Per,ent gegen das Vorjahr gestiegen. In einer Industrie, die mit einem so theuern Rohstoffe arbeitet, gestaltet sich eine solche Preis erhöhung zu einem wahren Unglück; denn wie soll aus d«n fabulierten Artikeln die Vertheuerung de« Rohstoffes ring«' holt werden, ohne daß der Verbrauch abnimmt? Wenn wenigsten» die Wintersaison die Seidenindustrie begünstigt hätte, wenn die Seide nicht zum Bortheil der Wollstoffe für die Bekleidung sowol als für Mkbelüberzüge hintangesetzt worden wäre, wenn endlich nicht alle Bekleidung zweige unter der außerordentlichen Witterung dieses Jahres zu leiden gehabt hätten, so wäre es vielleicht noch möglich ge wesen, sich zu behaupten, ohne die Arbeit vieler Webestühle einzustellen. Leider aber falle» jetzt alle diese Uebel über die Lyoner Industrie auf einmal her. Die Gesellschaft kann ihnen mit den ihr zugeboie stehenden Mitteln beinahe gar nicht beikommen; aber man muß Vertrauen zu einer Iw dnstrie haben, welche in unserem Lande so tiefe Wurzel geschlagen hat, wie diese. Nicht Lyon allein ist betroffen, son dem die Seidenindustrie der ganzen Welt. Ein Rückgang ^ Preise des Rohstoffes, eine Besserung im Absatz der etdenstofse Ivnnen sehr bald der Lage eine andere Wen — (Tagesordnung) für die Sitzung des Gern einderatheS am 16. Februar l. I. um 5 Uhr nachmittags. I. B « richtr derRechtSsection: 1. lieber die liebet» nahm« zweier neuer Gaffen von der hämischen Baugesell, schast- 2. über die Zulassung einer Privatstiege vom Kaiser Iosessplatze zum Hause Str. 8 an der Stiege; 3. über die Hypothekauflafsung bezüglich einer ArmeninstitutSstiftung. II. Berichte derSchulfection: 1. lieber die Kostenrechnung des Ortsfchulrathe« vom Jahre 1875/76; 2. über die Bestimmung der Remuneration des Religionslehrers an den zwei städtischen Knaben-VolkSfchulen. III. Bericht der Bausection über das Ergebnis der L.citation für die Lieferung des Bauholze« auf da» Jahr 1877. IV. Ce-licht d«r Polizeisectio n über die Umwandlung der provisorischen Stadtfisikats-Jnstruction in eine definitive. (Wünsche und Beschwerden.) Die auf dem Fafchingsdienstag - Maskenballe im Theater stattgesundene Maßregelung einer weiblichen, mit üppigen Formen ausgestatteten und von einigen ihr bekannten Herren freundlich und laut begrüßten Maske erzeugte allenthalben Mißstimmung, der Ausdruck zu geben- wir ersucht wurden. — Das frivole, unartige Benehmen einiger nationaler, angehender Schulmänner in Krainburg gegenüber ihrem Wolthäter gibt öffentliches Aergernis. — (Das Konzert der Herrrn Pablo de Sarasate und Ant. Door) findet am 24. Februar l. I. im landschaftlichen Redoutensaale statt. Programm: 1. Beethoven: Sonate (A-moll) op. 47 für Piano und Violine. 2. a) Reinecke: Gavotte op. 129 (neu); d) Kirch- K lavierstück auS op. 2; c) Ch. Lewy: Toccata op. 52 (neu), vorgetragen von A. Door. 3. a) lhopin: Nocturne (Es-dur) op. 9; b) Raff: Präludium aus der D-moll-Suite, vorgetragen von Sarasate. 4. a) Grann: Gigue; b) Jg. Brüll: Fantafiestück au8 op. 8; c) Rubinstein: Scenes de Bal Nr. 9, vorgetragen von A. Door. 5. Wie-niawsky: AirS russeS, vorgetragen von Sarasate. — Sercle-sitze ä 2 fl., Parterresitze ä fl. 1 50, Galleriesitze »Ist. fowie üntreetarten ä 60 kr. werden in der hiesigen Buchhandlung Karl Till ausgegeben. (Feuers brünfte.) Am 12.6. M. brach in der Ortschaft « o r e n j e, Bezirk Krainburg. angeblich infolge unvorsichtigen Spielen« der Kinder mit Zündhölzchen, ein Schadenfeuer aus, welches zwei Häuser einäscherte. — Gestern in der siebenten Abendstunde soll eS inIes »za gebrannt haben. Die hiesige Feuerwehr stand in Bereitschaft, nachdem jedoch die wahrgenommene Röthe baldigst verschwand, unterblieb die NuSrückung. — (AuS dem hiesigen Schwnrgerichts-(aale.) Der 19jährige Briefträger Johann H u d o b i l n i k aus Stein wurde des Verbrechen« des Todtschlages schuldig erkannt und in Berücksichtigung vieler mildernder Umstände nur zu einer einjährigen Kerkerstrafe verurtheilt. • — (Zur FafchingS-Lhronik.) Am 12. d. M. feierte Prinz Sarneval in dem freundlichen Städtchen Stein feine Feste; Jung und Alt, Gäste aus dem Zivil- und Militärstande, auS dem deutschen und slovenischen Lager fanden sich zahlreich ein, um dem Tanzvergnügen sich i» duna »eben °" *“■' ™“ "T I bester Stimmung hinzugeben. Auch Laibach. Mannsburg. ^ -°hlre,chen Webestühle, d.e gegenwärtig > Domzale stellten ihr Kontingent; erst in früher ruhen, wieder in Bewegung fetzen.' - Der „Rappel" stellt sich an die spitze einer Subfcription für die Lhoner Arbeiter mit einem Betrage von 1000 Francs; Victor Hugo und Sremieux zeichneten je dieselbe Summe. Der „Si&cte" be. theiUflt sich mit 500 Francs._________________________________ Lokal- und Provinzial-Angelegenheilen. — (Der constitutionelleBerein)hatwegen «'»getretener Hindernisse die für heute einberufene Jahres-Versammlung vertagt. — (Für das Beethoven-Denkmal) warf 1,05 von Der filharmonischen Gesellschaft am 22. v. M. ver-»»stattete Konzert ein Neinerträgnis von 60 fl. ab. Die Auslage» fitt Musiker, Drucksorlen, Theaterbenützung u. a. bezifferten sich auf 400 fl. — (Sie Aswerm,ittwochs - Soir6e) in der , Kasiuo-Restauration war nur schwach besucht, die prächtigen | sierung zu retten, ^"flschx fanden wolvcrdiente Beachtung. Unsere tüchtige Mi-litärmusikkapelle führte mit gewohntem Feuer ein aus zwölf Nummern und einigen Zugabe« bestandenes Programm namentlich die Ouvertüre zu „Wilhelm Tell" und 1 Potpourris tiefen großen Beifall wach. Morgenstunde des 13. d. trennte sich die Gesellschaft. Eine Abtheilung der RegimentS-Musikkapelle Erzherzog Leopold besorgte die Tanzmusik. — (Ein zweijähriger Wols) wurde am 8. d vom Jäger Hotschewar auS Baker im Jagdgebiete Arnbrus Bezirk Rudolfswertb, erlegt. — (Für Alpenfreunde.) DaS zweite Heft des siebenten Bandes der „Zeitschrift des deutschen und öfter reickischen Alpenvereines" (München) enthält einen Aufsatz über „Die deutsche SprachinselZarz inKrain" von $. Freiherr» v. Szörnig, eine interessante Schilderung dieser deutschen Enclave aus dem Südabhange der Triglav gruppe im Oberkrainer Lande, welche mit sehr belonnenen, darum beherzigenswerthen Vorschlägen schließt, die nicht ganz 1000 Köpfe starken Bewohner dieser Kolonie vor der durch die slovenische Schule und Seelsorge drohenden Slavi (Aus den Nachbarprovinzen.) Die Sorso fahrt in T r i e st am FaschingsdienStag bewährte seit vielen Jahren wieder einmal ihren allen, glänzenden Ruf, Sen fetti siel in Strömen bei prachtvoller Witterung, ganz Triest nahm an dem Vergnügen theil, eS regnete Blumenbouquets die Kunstreitergesellschaft Euhr, auS 50 Personen bestehend, und ein prächtigem Sechserzug verliehen dem FaschingSfeste höheren Reiz. — Die Ernennung de» Dr. K oievar zum kaiserlichen Rathe machte in Silli den besten Eindruck. — In der Erwägung, alS durch daS AuSbrcnnen der Kamine oft ein falscher Feuerlärm entsteht und daS Publikum un-»öthigerweife allarmiert wird, hat der Magistrat in Klagen-futt, wie die „Klagenf. Ztg." berichtet, verfügt, daß der Feuerwächter am Stadtpfarrthurme jedesmal, so oft ein Kamin auSgebrannt wird, in der Richtung des betreffenden Hauses eine rothe Fahne anSsteckt. Ein Blick auf de« Stadtpfarrthurm wird also künftighin genügend sein, um zu erkenne», ob ein Kamin unberechtigterweise brennt, oder ob der Brand — mit hoher obrigkeitlicher Bewilligung gestiftet wurde. — Die in den letzten FaschingStagen in Lilli und Klagenfurt abgehaltenen Maskenbälle waren schwach besucht, lebloS und flau. — Zu Paternion, Hof im Jannthale und am Helenaberge in Kärnten wurden wieder römische Alterthümer ausgesunden. — Die juridisch-historischen Staatsprüfungen an der juridischen Fakultät in Agram beginnen zu Anfang des nächsten MonatcS. Die betreffenden PrüsungSkandidaten haben ihre Gesuche bis zum 20. d. im Dekanate der juridischen Fakultät einzureichen. — (Zur Katastrofe in Strinbrück.) Einer ver Bergleute aus Trifail, welche am 18. v. M. abends auf der Ungkücksstätte in Brische nächst Steinbrück anwesend waren, wird vermißt. Es ist die-, wie der „Sill. Ztg." mitgetheilt wird, der 46 Jahre alte ledige Hauet Martin Moknik aus Oberburg, und glaubt man, daß derselbe bei der herrschenden Finsternis und dem damals hohen Waffer-stande des SannflusseS von den Fluten fortgeriffen wurde und ertrunken ist. — (Eisenbahnwesen.) »m I. Juli l. I. tritt aus den Eisenbahnen der im Reicher athe vertretenen Königreiche und Länder eine neue einheitliche Signalordnung in Wirksamkeit. — (P o n t e b a - B a h n.) Am 2. d. wurden in Tarvis von einer aus österreichischen und italienischen Ingenieuren bestehenden Kommission die Vereinbarungen inbetreff de» An-schluffes der Bahntrace, nämlich der italienischen Ponteba-Bahn und der TarviS - Pontafeler BerbindungSbabn, die in Pontafel zusammentreffe», festgestellt. Die Trace übersetzt den Pontebanabach zwischen Ponteba und Pontafel, circa 60 Meter ober der bestehenden Straßenbrücke, und wird die Cisenbahnbrücke über diesen Bach auf Koste« der beiden Staaten erbaut und erhalte«. Bezüglich der Situierung bei internationalen BahnhofeS werden die Verhandlungen in Venedig gepflogen. — (RudolfSbahn) Infolge anhaltenden Regens anden in der Nacht zum 7. d. in der Strecke zwischen Kastenreith und Weiß«nbach mehrere Srdabrutschungen Katt. Die VerkehrShiuderniffe wurden in kürzester Zeit beseitigt. — Die Generaldirection dieser Eisenbahn vergibt im Offert-wege die Lieferung deS Bedarfes von 23,000 Kilogramm Mineralöl für Maschinen. 15,000 Itzlogr. Mineralöl für WaggonS. 14,000 Kilogr. Unschlittschmiere für Waggon«. 43,000 Kilogr. Petroleum, 6400 Kilogr. Rohmetall in Mo-tellguß, 200 Kilogr. Messingloth, 300 Kilogr. Metalloth. Offerte werden bis 1. Mär, bei der Generaldirection in Wien (I., Kantgaffe 3) angenommen, wo auch die LieferungS-vedingnisse erfolgt werden. — (Zur Salz frage.) Die landwirthschaftlichenVau-vereine in Kärnten richteten inbetreff de» Salzbeznges ander Saline Hall eine Petition an das Abgeordnetenhaus des österreichischen ReichsratheS. Dieses Schriftstück enthält folgende Wünsche: „Durch eine Verfügung de« k. k. Finanz- ministeriums sind die Landwirthschaft Kärntens und die Bewohner dieser Provinz in ihrem Salzbezuge auf die Salinen Auffee oder Hallein angewiesen worden, während sie seither ihren Salzbedars auS der zunächst gelegenen Saline Hall in Tirol decken durften. . Ist eS schon an und für sich eine höchst beklagenswerthe Thatsache, daß ein zum Leben unumgängliches Reiz- und Nahrungsmittel vom Staate als Monopol ausgebeutet und der Bevölkernng vielfach ver-theuert dargeboten wird, so läßt sich doch am allerwenigsten der Vorgang rechtfertigen, daß man einzelne Gegenden zwingt, dieses wichtige Lebensmittel ans entlegenen Gegenden zu beziehen, und daß man dadurch der ohnehin hart bedrückten Bevölkerung neue Lasten ausbürdet, von denen Nachbarländer verschont bleiben. Besonders drückend erscheint die erwähnte fiskalische Maßregel für die HochgebirgSlagen Ober- !6rnttn6, welche einzig und allein auf den Betrieb der Viehzucht angewiesen, daher im wesentlichsten, ja man kann legen in ih«m einzigen Erwerb-zwrigehart geschädigt find. Die Büddahn, welche OberkLrnten blvS im Drauthale durchzieht, verfrachtet da« Salz von der Saline Hall auf dem direkten, sonach kürzesten Wege. Trotzdem vertheuert fich dasselbe da* durch, daß «3 von der Station per Achse in die Hochthäler noch weit verführt wrrden muß, bedeutend, so daß eine «eitere Erschwerung des GalzbezugeS als sehr bitter von der Bevölkerung eine» Landes empfunden werden muß, da« zur Leistung einer 78perzentigen LandeSumlage und zu Gemeindesteuern bis zu einer Höhe von 200 Perzent der direkten Steuern verurtbeilt ist. Welche Konsequenzen die in Rede stehende finanzielle Maßregel für den Steuerträger und für da« StaatSärar haben kann, dafür gibt die Tbat-sache rmen Fingerzeig» daß erst in jüngster Zeit in Spital, vem Haupt-Marktflecken Oderkärntens, völlige Salznoih eingetreten ist und die Bewohner einige Tage lang ganz ohne Salz geblieben find/' Die Petition schließt mit der Bitte, Der ReichSrath wolle bewirken, daß eS wenigstens den an Tirol angrenzenden Bezirkshauptmannschasien Spital, Her-magor und Villach, welche eine gleiche territoriale Beschaffenheit und gleiche Erwerbsquellen wir Tjrol haben, gestattet werde, ihren Salzbedarf aus der ihnen bequemst gelegenen Saline Hall zu decken. — (Landschaftliches Theater.) Bei schwach besuchtem Haufe erfolgte gestern die Wiederholung des prächtigen Lustspieles „O, diese Männer!« Sämmtliche de-ichäftigte Bühnenkräfte gingen demungeachtet mit lobenS-werihem Eifer ins Gefecht, wofür reichlicher Beifall gespendet wurde. — SamStag den 17. d. tritt der uns bekannte und seinerzeit gefeierte East Herr Leiser in Shakespeare'« Lustspiel: „Die bezähmte Widerspenstige" a!« „Petruchio" aus. Zwergunterlagcn ombtltt Bäume (Apfel auf Io» hannis und Birn auf Quitte) fiele mit btt Ler. tblungefltüt in den ©oben kommen muffen. Sollte nach bem Pflanze» trockene Witterung und heißt« sonniges Wetter ein treten, so bespritze man bie Bäume jeden Tag mit Wasser mittelst einet Meßkanne oder Hydronette. Bei Eintritt stärkerer fttilte im Winter ist e» sehr zweckmäßig, alle neugepflanzlen Bäume mit lockerer Erbe anzuhäufeln, um dadurch baS zu starke Einbringen be« Froster zu verhinbern. Im kommende» Frühjahr komm« diese litde wieder rotg und es kann dieselbe in den meisten Fällen zur Bildung einer ordentlichen Baumschaube benützt werden. So zweckmäßig und erfolgreich btese oben er. wähnte Pflanzzeit ist, laßt sie sich doch sehr häufig nicht an wenden, da sich Bäume oon entfernten Orten aus um diese Zeit noch nicht oersent-en lassen. Im Kcgensvtz zu dieser frühen Herbstpflanzung muß vor der io häufig ootkommenben späten Pflanzung im Herbste entschieden gewarnt werden. (Schluß folgt.) Witterung. Laibach, 15. Februar Morgen« leicht bewölkt, dann Aufheiterung, wolkenloser Himmel, schwacher C> Wärme: nivrgens 7 Uhr -j- 16*, Verstorbene. » Den 13. Februar. Martin Karpe, Möbelhändler und Hausbefitzer, 74 I , Kastell berggaffe Nr. 7, Entkräftung. — Jakob Zrakar, Hausbesitzer, 64 I, Hühnerdoif Nr. 18, Lungenfncht. Den 14. Februar Johanna Jakvpik, Mufika»» tenskind, lö Mon., «uhlhalstraße Nr. 63, Phämie. Theater. Heute: Zum Boriheile der Schauspielerin Fanni Pischek: Die 3 u n g f r a u vom Orleans. Tragödie in fünf Alten otm Friedrich v Schiller. Telegramm. Wie», 14. Februar. Im Abgeordnetenhaufk wurde nach lebhafter Debatte, in weither der Han« deleminifter energisch für die Bcftbickimg der Pariser Weltausstellung eintrat, der MinoritätSantrap: bet Regierung hiefür einen Kredit oon 600,000 fl. zu bewilligen, mit 155 gegen 37 Stimmen in zweiter und dritter Vtfung ong*nommen. Constitulioneller Verein in Laibach. Eingetretener Hindernisse halber kann die »nhr-u 7-8.0 ,11.7« ihm- h.i.ri fär ^ute de» 15. d M. ausgeschriebene 62. Mo- Barometer 740 93 mm. Das gestrige Tagesmittel der Wärme | I 3^te«»erfflmnitw«g, Ott diesem - - - Tage u,cht stattfinden, und wird der Tag dersel- ben nachträglich bekannt gegeben werden. Drr Ausschuß. 4- 4 7", um 5~0° über dem Normale. Anpflanzung der Obstbäume. Die Anpflanzung der Obstbäame kann im Frühjahre und Herbst geschehen. De. Lükas gibt über das diesfällige Verfahren in den „Pomologifchen Alütttrn^' folgende Anleitung: Die Herbstpflanzung empfiehlt sich vorzugsweise in Gegenden, in welchen da« Frühjahr fehr rasch emtriit und meist trocken ist, in warmen, trockenen und leichten Böden, ferner bei südlich geneigten Bergabhönqen, während die Frühjahrspflanzung bei gewöhnlichem Lehmboden, besonder« aber bei schweren, bündigen und falten Bodenarten vorzuziehen ist. Hat man die Bäume, welche zu verpflanzen find, an Ort und Stelle oder in nächster Rahe, so kann man auch in ziemlich bündigen Böden im Herbste pflanzen, nur muß die Pflanzung dann so früh vorgenommen werden, daß der Baum im Herbste i och neue Wurzeln bilden kann, also in einer Zeit, wo der Boden noch hinreichende Wärme hat; auch müffen bie Baumlücher einige Zeit vor bem Pflanzen auSgegtaben worben sein, lockere Erde ober Bauschutt beigemengt und überhaupt für eine geeignete Bodenwärme gesorgt werben. Die beste Zeit für diese Pflanzung ist der Monat September und Oktober. Genauer als wir e« können, bestimmt uns jeder einzelne Baum selbst diese Zeit, in dem nicht eher mit dieser Operation begonnen werden kann, als b«S der Baum an allen seinen Triebjpitzen die Terminalknospe ausgebildet hat, also mit ändern Worten, seinen Trieb abgeschloffen hat. Ist dies geschehen, so entblättert man den Baum vorsichtig, d. h. man schneide ihm mittelst Messer oder Scheere alle seine Blätter weg und grabe ihn vorsichtig, und ohne seine Wurzeln zu sehr zu beschädigen, aas. Ein eigentliches Verpflanzen mit Erdbällen ist nicht gerade nöthig; doch ist eS zweckmäßig, diejenige Erde, welche von selbst zwischen den Wurzeln fest, hält, zu erhalten. Die Pflanzmethode im Htrbfie ist genau wie bei zu gewöhnlichen Zeiten zu verpflanzen-oen Bäumen Nur beschneide man die Zweige nicht, Angekommene Fremde am lö. Februar. Hotel Stadt Wien Schober, Pregel, Obertjouer, Winter, »fite.; Ebner fammt Frau, und Fried. Fabrikant, Wien. — Lausig, Kfm., Prag. — Mad. Schlauf, Littai. — Friedrich, Oberstlieutenant, Graz. — Lohen, Kaufmann, Berlin. — Dr, Malli, »rainburg, Hotel Elefant. Mereser fammt Frau, Triest. — Homann, Thomann und Urbanj, Oberkrai» - - Dr. Baupolii und Debeuz, Postmeister^ Stein. — Huth, Wien. — Peiar, 8g(nt, Villach. — Strantoier, Salzburg. Hotel Europa ®r- Meiicinger, Advokat, ffroinbuig. — Griiz, Handelsmann, Watsch. — Beniger, Laibach. — Äobn, Preßdurg Äalfer von Oesterreich. Supatiiii, Fiume. — Jagvdir, Kram. LebeuSmittel-Preise m Laibach am 14. Februar. Wetzcn 9 fl. 90 tr., Äorit 6 fl. 50 tr., Gerste 5 fi. 10 kr., Hafer 4 fl. — tr., Buchweizen 6 fl. 20 kr., Hirse 5 fl. 20 tr., Kukuruy 6 fl. — tr. pr. Hektoliter; Erdäpfel 4 fl. 30 tr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 8 fl. -- tr. per Hektoliter; Rindschmalz 92 tr., Schweinfett 85 tr., Speck, frischer, 66 tr., Speck, geselchter, 75 kr., Cutter 82 kr. per Kilogramm; Eier 2 tr. per Stück; Milch 7 tr. per Liier; Rindfleisch 48 tr., Kalbfleisch 50 tr., Schweinfleisch 48 tr. per Kilogramm; Heu 3 fl. 15 tr., Stroh 3 fi. 5 kr. per 100 Kilogramm; batteS Holz 8 fl. kr, weiches Holz 5 fl. — kr. pr. vier Q.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. *pr. 100 Liter. Rheumatismus-Aether »ur Behebung von Schmerzen aller «rt. ob ac»t oder chronisch Dieser Aell'er ist das beste, reellste und sicherste bis nun bekannte Mittel gegen Rheumatismus (Gliederreißen, Heyen» s*uß), (Sicht, jede »rt Lähmung in den Händen und Füßen, Seitenstechen :c. Sehr häufig behebt er genannte Leiden schon nach einmal'gem Gebrauch vollkommen. Preis eineS großen Flacon summt Anw isung I fl., eines kleinen Flacon fammt Anweisung 40 fr. Die c>eringste Postsendung sind entweder 1 großes oder S kleine Flacons, «ei Postsendungen entfallen für Emballage und Stempel noch 20 fr Depot für Krain: Laidach Victor v. Trnkoczy, Apotheker „zum gold. Einhorn," RathhauSplatz Vir 4. «u« dvlfswcrlh: Dom. Rizzoli, Äpvlbeker._>38) 10-8 Zahnarzt Paichrls Mundwaffereffenz das vorzüglichste Zabnreinignngs- und Erhaltungsmittel, ist außer im OrdinaiionSlokale an der Hradetzlybrllcke im Mally'fchen Hause noch bei Herrn Apotheker Mayr, Herrn Apotheker Svohoda am Prefchern« platz und Herrn * a r i n g e t zu haben. Preis pr Flacon 1 st (39) 8 Gedenktafel über bie am 17. Februar 1877 fiatifindenden Vicitattonen. 3. Feilt., ftruSevec’sche Real., Oberlaidach, t®. Ober-laibach. — 3. Feild., RoSmann'scbe Real., Softtz, «G. Krain-durg. — 3. Fellb., Ärbar'sche Real, Dolenderd. «G. Lack. 2. Feilb., Lanihieri'sche Real., Grad.sche, BG. Wippach. — 2. Stilb., Koschak'sche Real., Bitftiie, VG. Laibach. — 2. Feilb., Prime'sche Real., Großlnpp, VG. Laibach. — 2. Feilb., ätiejef’sche Real., Äleingupf, BG. Laibach. — 2. Feilb.. Klemenkit'sche Real., Seio, Bto. »iöitlmg. — 2. Feilb, Eeniagl'sche Real, Vrcitendorf, BG. IDibttling. — 2. Feilb., Oberstar'sche Real., Reifmz, BW. Reisniz. — 2. Feilb., Paiiar'sche Real., £t. Martin, BG. Laibach. — 2. Feilb., XnisVstfe Real., Orehotiza, «G. Wippach. — 2. Feilb., DeZmann'sche Real., Jeschza, BG. Laibach. — 2. Feilb, Trvst'sche Real., Podraga, BG. Wippach. — 2. Feilb., Gasper'm'sche Forderung, Lausach, BG. Krain-buvg. 1. Feild., Zaiochet'sche fltenl., Bakvvnik, 8(8. Stein. — 1. Feilb, Tolenc’scte Real., Ce>melice, LG. Se-nosetsch. — 1. Feilb., i i’scbe Real., Grvßberdo, BG. Se-nosetfch. 1 Feilb, Rogan'sche Real , Oberlokwiz, BG. Möltling. — ). Feild.. Komor'sche Real, Präwald, BG. Senosetsch. — Reltc. Petko'scher Real., Bru-danavas, BG. Grvßlasch>z. — I. Feilb, Demschar's»e Real., Lack. BG. Wiener Börse vom 14. Februar. tyet|. Rente, 6 bto. bto. 6fl. in liefe von 1864 SUaUfonde. l Mar, I Pfandbriefe. I «cii ifBate iofe eoe 1860, gänft Prämien!». ». 1864 68-60 69'-67-75 68-—! btö. in 83 3. .108-60 107 — «ation. 6. w. 111'- 'lll iSinnii. «od.-Sr-d 11» - 118-fO 184-60 ISS — ____________________________________ _ _ Lack. - Reass. 2 Feilb, Oberstar'sche Real, Rakttniz, BG. die Wurzeln aber sehr sorgfältig und oetsäume in Reifni, — 3. Feilb,, Arto'sche Real., Reifniz, BG. Reif. keinem yalle da- Angiebeu gleich bei btm ©eften. ^tr,7ibiS'^Seo^Se S^'oZsem®; B-t aus Wildlingen veredelten Baumen ver. | m Laibach. - 1. Feilb., Jakopin'sch- Real., Grdd. Sonn- säume man nie doch zu pflanzen, während auf eg«, «G Laibach. Ornndent.-Obl, Si ttcutÜT^. Ungar» >cben. inglo-8eal .... »fCbitanftalt .... $y>ofitenb«nI . . . r«cvmpte-Anstal! . tranc» »®ant . . > panbetefcanl .... jlationetieat . . Des». SentfleseCf. Inion. Bau! . . . üerlrhrSbanl... «tfötb-B-h» • • »att üubtoiflbobn »eis. «Ns.-Bahn »ais. Sr, 3o(ef#b etaatflba^n 71-76 78'25 76-76 78-tU 73-76 77-- ,|147»0 148*-! t>95-~ 700 - .,b38— 8SÜ- ! 63 60 64 -. 78.60 78 . «6 — 96-60 . 110 76 811 . 134-- 134-60 . jl28‘— 183 — . 888.-[MO-edbbabn...........! 78 8si 78 60 Prloritate-Obl. frtJNS Oofcfe-Babn . Oeft. Norbwestbahu . @iebenbfitger .... Btaarflbabc......... Eübbahn 4 5 Per,, bto. Bon» Lose. Ärebit • üoft....... «ubolff - *o|e .... Weche. (3lMon.: «ugfburg 100 Mark iVmntf. 100 Mark. Hamburg „ t'cnbon 10 Pfd. feterl. Pari» 100 Franc» Mimzen. M-yrancCstÄ» . De»tsche Reich! Silber . . 105 — 89-85 96 30 86 25 - V5-50 89 60 96*.1U 86-56 91-85 90 Ü5 60 85 154 60 94-a; 91 60 $ 0 fO 60 fO 165 — 94 60 168 50 18 60 163* -14'— 60 16 60 80 723 05 49 — na ao 49-10 6 91 9 88 60 65 11476 5 92 i» 88 60 70 114 90 Telegrafischer Äursbericht am 15. Febiuar Papier-Rente 62 40. — Silber-Rente 68-—. — «old. Rente 73-40 — 1860er StaatS-AnIehen 110.—. — Bankaktien 835. — Kreditactien 147 - . — London 123 75 — Silber 114 35. - ». k. Münzdukaten 5-90. — 20-FrancS Stücke 8-89. - 100 Reichsmark 60 80. 2>»tf Den 3g. o. ÄleinmoDt * Ked. Üembeig. Berleger: Ottomar Bamberg. Für die Wedaciten verantwortlich: Fran, Müll t.