Nr. 121, Samstag, 29. Mai 1915. 134. Jahrgang. OmtlacherMZeitma M»»»»»»r»N«»»p»^«: Mil Pollvtllendunn', «al'Mrig 80 li. halbialnig ib »i Im Nonloi: ganzjähri» « X. halbiäblig 1, li. Für d,e fi^steüu«« in« Ha,<« ganzjühiig L »,. — I»s»rtw»»«,,b»i»!,r: Für Neuic Inserate bi« zu vier geilen »0 d, ssrö^rre per IeNe 12 d; bei öfteren Wiederholungen pcr Zeile 8 K. Tie «Laibachri Nciwnß» erschein! länlick, mil «luönllhme der Tonn und Feiertage. Dir A>«luift»at<ft fich MiNosiöstrane Nr, 1«: die P,daktto« Milloiicsrrahe ?tr. 1«. Spreclislund^n der Rrbaüio» vun « bi« l0 Nhr vormittags, Unfranlienc Vrirse werden nicht angenommen, Manultripte nichl zillüclgeftellt. Tlltph»!» Zlr. >«r Kedoktl»« 52. Amtlicher Geil. Das l. t. Ministerium des Innern hat unterm 21. Mai 1915, Z. 6058/M. I., der in Antofagasta (Chile) in kroatischer Sprache erscheinenden periodischen Druckschrift: «I'okret> auf Grund des ß 26 des Prehgesetzes den Postdebit für die im Neichsratc vertretenen Königreiche und Lander entzogen. MchtamtNcher Geil. Der Verlauf unserer Verhandlungen mit Italien. (Fortsetzung.) Damit waren die Verhandlungen zwischen den Kabinetten von Wien und Rom über die prinzipielle Seite ihres gegenseitigen Verhältnisses zu einem vor« läufigen Abschluß gelangt. Die nächsten Monate widmete Italien hauptsächlich der Allsgestaltung und Kräftigung seiner militärischen Machtmittel. Gleichzeitig setzte eine Aktion Italiens ein, die auf Erwerbung territorialer Stützpunkte jenseits der Adria in Albanien abzielte und die — anfangs vorsichtig fortschreitend — sich später in dem Maße akzentuierte, als die militärische Bereitschaft Italiens wuchs und als es deutlicher erkennbar wurde, daß der Weltkrieg nicht zu einem raschen Siege der einen oder der anderen Gruppe, sondern zu langem, hartnäckigem Ringen führen würde. Wiewohl dieses Vorgehen Italiens weder mit dem Abkommen vom Jahre 1900/1901 noch mit den noch anfangs August 1914 in Wien abgegebenen formellen Erklärungen im Ein« klang stand, erhob Österreich-Ungarn leine Einwendungen, um so mehr als Italien jede einzelne „provisorische" Maßnahme in Wien notifizierte und dabei stets sein Festhalten an den Londoner Beschlüssen betonte sowie den Fortbestand des Akkords von 1901 anerkannte. Bald wurde es aber klar, daß die ehrgeizigen Pläne Italiens sich in der Festsetzung an der „altra sponda" nicht erschöpfen. Eine leidenschaftliche Erregung begann das Land zu erfassen, die These der absoluten Neutralität mußte der neuen Parole der „wachsamen und bewaffneten" Neutralität und später der znnischen Phrase des „8l^ro «Foigino" weichen; von der Regierung im geheimen, von den Agenten der Ententemächte offen gefördert und unterstützt, wuchs auf dem Boden der irredcntistischen, radikalen und republikanischen Schlagwvrte eine Bewegung heran, die unbekümmert um Treue und das verpfändete Wort die Vereinigung der italienifchen Gebietsteile der Monarchie mit Italien auf ihre Fahne geschrieben hatte und deren Anhänger in der Presse, auf der Straße und in Versammlungen immer stürmischer das Verlangen stellten, daß Italien zu diesem Zwecke auf der Seite der Ententemächte in den Krieg eintrete. Daß die offizielle Politik Italiens von den gleichen Tendenzen bestimmt war, zeigte sich deutlich erst, als die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten nach dem Tode Marchese di San Giulianos Anfang November in -die Hände Baron Sonninos überging. Damit trat die Entwicklung der Ereignisse in Italien in eine zweite Phase, in welcher der dominierende Gedanke der Entschluß war, ohne Rücksicht auf die Pflichten des Bündnisses oder sonstige moralische Bedeuten den günstigen Augenblick, da die beiden Verbündeten in schweren Kämpfen gcgcn mächtige Gegner begriffen waren, auszunützen, um von Österreich-Ungarn die Abtretung der südlichen, von italienischen Volksgenossen bewohnten Gebiete zu erpressen, sie im Notfalle mit Gewalt zu erzwingen. Den ersten Schritt in dieser Richtung unternahm das römische Kabinett, als es durch seinen Botschafter in Wien am 11. Dezember unter deutlichem Hiuweis auf die „nationalen Aspirationen" den Standpunkt vertreten ließ, daß infolge unserer militärischen Operationen auf serbischem Gebiet Italien nach Artikel VII des Dreibundvertrages ein Aurecht auf Kom-penfationen besitze. Noch uuverhüllter verriet Italien seine Absichten einen Monat später durch die formelle Anfrage, ob Osterrcich-Nugaru eiue Zessiou von Teilen seiues Gebietes als Basis von Verhandlungen über die im Sinne des Artikels VII zu gewährenden Kompensationen anzunehmen gewillt sei. Aus der Fülle von Argumenten, die vou der österreichisch-ungarischen Regierung den italienischen Deduktionen damals uud im weiteren Verlauf der Verhandlungen entgegengehalten wurden, seien nur einige wenige herausgegriffen: Militärische Operationen in fremdem Gebiet bedeuten noch keine, auch nur temporäre Okkupation im Sinne des Artikels VII und geben dem anderen Teil daher auch keinen An-fpruch auf Kompeufationeu. Da tatsächlich ferbisches Territorium vou unseren Truppen nicht besetzt ist, fehlt es übrigens an jeder Grundlage für die Be-stimmnng der Kompensation, die ja gegen die Vorteile abgewogen werden muß. Schließlich liegt es auf der Hand, daß diefe Kompensationen nur dort zu suchen siud, wo die Vorteile liegen, die sich allsgleichen sollen, uämlich auf der Ballauhalbinsel uud niemand hat bei dem Abfchluß des Vertrages daran gedacht, daß hiefür andere Gebiete uud vollends eigene in Betracht kommen könnten. Österreich-Ungarn hat überdies am 9. Februar gerade der italienischen Interpretation des Artikels VII entsprechende und ganz gleichberechtigte Gegenansprüche, die sich aus der Tatsache der italienischen Besetzung der Inseln im Ägäischen Meer und Valonas ergaben, angemeldet. Demgegenüber hielt Italien starr an seinem Standpunkte fest und erklärte schließlich nach längerem fruchtlosen Verhandeln Ende Februar, daß es eine Wiederaufnahme unserer Operationen gegen Serbien ohne vorangegangene Vereinbarung über die Frage der Kompensationen als einen Bruch des Bündnisvertrages auseheu und darans die schwersten Konsequenzen ableiten mühte, sowie andererseits, daß eine solche Vereinbarung nur auf Grund einer Abtretuug österreichisch-ungarischen Gebietes möglich sei. Nlln war die Situation geklärt. Diese Haltung des römischen Kabinettes, die von einer durch die Regierung selbst und ihre Presse geschürten Erregung der öffentlichen Meinung gegen die beiden KeuMewn. Über die Vernichtung der Kleiderlaus.* Von Dr. trchn. Manfred Maga.. (Fortsetzung.) Bei einer Konzentration von 0,5 Liter Venzin oder Benzol auf 100 Liter Luftraum ist die Wirkung auf Läuse recht verläßlich. Ob auch Nissen sicher getötet werden, vermag Verfasser nicht anzugeben, wei! dies.: bei den Versuchen stets noch mit 0,'.', Prozent alkoholischen Sublimat betupft wurden. Tic mounter auftauchende Ansicht, daß letztere Methode 0cr Nissenabtötung wirlungs-lo5 sei, ist natürlich unnchilg Ter Hauptuachteil der Verwendung von Benzol, Vlnzw oder Schwefelkohlenstoff liegt, wie gesagt, in dcr arntzen sseueraefährsichkeit. W?lche ssolaen ein Venzin-bra-l0 in einem vielleicht ml! Benimdampf geschwängerten Lokal mit überdies benzinfeuchten Monturen hätte, bedarf wohl keiner näheren Ecörlccung. Da ferners gerade gegenwärtig Venziu und Benzol als Energiequellen viel wichtigere Verwendungsart finden als die Entlausung ist, sollte die Benützung dcr beiden Körper direkt verboten werden Das von Professor Pregl in Graz vorgeschlagene Anrmoniatverfahrcn arbeitet, soweit Verfasser bis jetzt beurteilen kann, durchaus prompt und verläßlich, hat aber folgende Nachteile: 1. Werden schon durch verhältnismäßig verdünntes Ammoniakgas, insbesondere aber durch die Lösung alle Messingknövfe stark angegriffen und auch die weißen Uniformknöftfe leiden darunter. Gewöhnlich handelt es sich aber um die Desinfektion von Uniformen, denn Bett^ Wäsche und dergleichen kanu ohnedies einfach gewaschen werden. 2. Ist das Besprengen dcr Monluren mit Ammoniak 0.910, wie überhaupt das Arbeiten in einer stark ammo-niathaltigen Atmosphäre für die Arbeitenden höchst unangenehm und auch infolge der Neizung der Schleim-hmnc und Ailgen nicht ungefährlich. Jeder, der Gelegenheit hatte, sich längere Zeit neben größeren Mengen verdampfenden Ammoniaks aufzuhalten, wird dem Verfasser darin recht geben. Die Verwendung kmnpliziert gebauter Respiraloren ist für den Zweck zu umständlich. Und auch dcr Gebrauch von Ammoniakbombcn vermag den Nachteil nicht auszuschalten. Wohl aber kann dadurch das insbesondere im Winter recht unangenehme Naß- oder Fcuchtwcrden uon Westen, Wollstutzen, Hosen llsw. vermieden werden. 3. Ist gerade jetzt Ammoniak eine viel zu wichtige Stickstoffquelle, als daß es in großen Mengen der Industrie, resp. Landwirtschaft zu einem Zwecke entzogen werden dürfte, der sich leicht durch andere, ebenso wirksame Präparate erreichen läßt. An dieser Stelle lnöchtc Verfasser noch bemerken, daß dic Ansicht, es sei Stallmannschaft infolge des Ammoniakgehaltes dcr Stalluft nie verlaust, nicht richtig ist. Es wurden schon mehrfach auch bei solchen Leuten Kleiderläuse festgestellt. Das vom Verfasser eingeführte und im ausgedehnten Maße angewendete Trichloräthylenverfahren (Tri-vcrfahren) ist zwar vielleicht, was den Materialwert betrifft, um ein geringes kostspieliger als die vorher geschilderten Methoden, hat aber diesen gegenüber bedeutende Vorteile, auf welche später noch zurückzukommen sein wird. Ebenso wie Benzin, Benzol oder Ammoniak kommt dem Trichloräthylen nur die Teilaufgabe der Montur-desinfektion zu. Der gesamte Vorgang der Entlausung aber, wie ihn Verfasser durchführen läßt und wie er überall dort anwendbar ist, wo Wannen- oder Brausebäder zur Verfügung stehen, gestaltet sich folgendermaßen: Die Mannschaft entkleidet sich in einem Raum, dessen Boden mit lysolgcträuktcn Säcken bclcqt ist. Die deutlich gemerkten Monturstückc kommen in eine eventuell fahrbare Kiste. Je zehn der nur mit ihrer Wäfche bekleideten Leute begeben sich in das Brausebad und legen dort dieselbe in einen Behält«, wobei jedes Stück mit 2?> igcr Lysollösung debraust wird. Da sich dic Hauptmengc der Läuse in dcr schmutzigen Wäschc befindet, ist diese mit entsprechender Vorsicht zu behandeln. Zur Reinigung gellügt Auskochen mit Soda, gegebenenfalls unter Zusatz von etwa einem Prozent Lysol. Bei sehr stark mit Kleiderläusen behafteten Leuten — es sind häufig solchc mit kräftiger Behaarung — empfiehlt sich vor dem Bade das Schneiden dcr Körpcrhaare (Sammeln auf lysol-gctränkten Säcken) und Abtupfen mit 0,5^igem alkoholischen Sublimat. Während dcs Brausebades reinigt ein Mann den anderen mit Scifc und Bürste, wobei in erster Linie auf die Achselhöhlen Rücksicht zu nehmen ist, wo leicht lebende Läuse haften bleiben, die dann in dic Leintücher gelangen können. Da man zumeist nicht jedem Badenden ein cigcncs Leintuch zur Verfügung stellen kann, ist bei Außerachtlassung der gebotenen Vorsicht auf diese Weise cine Neuinfektion der gereinigten Mannschaft möglich. Die gebadeten Leute werden genau untersucht, bekleiden sich mit reiner Wäsche und übernachten in einem läusefreien Lokal. Mit Kopfläusen Behaftete erhalten Petroleumhauben. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 121_________________ _________924_______ _______ 29. Mai 1915 Zcntralmächte und den eifrigsten Vorbcreituugen für eim' Mobilisicruug begleitet war, ließ keinen Zweifel darüber bestehen, daß das Verhältnis zu Italien nur mehr durch territoriale Zugeständnisse Österreich-Un« garns saniert werden konnte, und daß andernfalls Italien sich durch Regungen des Ehrgefühls und Gewissens nicht würde abhalten lassen, die ihm günstig erscheinende Gelegenheit zu einem Angriff auf die Monarchie auszunützen, um seine nationalen Aspirationen zu verwirklichen. Sah man in österreich-Ungarn dieser Gefahr auch ruhigen Blutes und mit kühler Entschlossenheit entgegen, so mußten sich die Faktoren, in deren Händen die Geschicke der Monarchie ruhten, im vollen Bewußtsein ihrer Verantwortlichkeit doch die Frage vorlegen, ob nicht nach der Erschöpfung aller anderen Mittel selbst um den hohen Preis einer Gebietsabtretung noch der Versuch unternommen werden müßte, das politische Verhältnis zu Italien aufrechtzuerhalten, ja vielleicht auf festere Grnndlagen zu stellen. (Fortsetznng folgt.) LM- und Proviuzial-Nachrichtcll. Aus schweren Tagen unserer Vergangenheit. Von Dr. Jos. Mal. (Fortsetzung.) Neben der zu leicht zu erlangenden Bewilligung für die Ausfuhr von Getreide und Vieh ins Ausland, wurde am kaiserlichen Hofe eine zweite Ursache für die große Not an Lebensmitteln entdeckt. Unter der Bevölkerung hatte sich nämlich das Gerücht verbreitet, daß die bisher iu Umlauf gewesenen Münzsorten eingezogen oder gar verboten werden, an ihrer Stelle aber sollte dann minderwertiges Geld geprägt werden. Die Münzherren benutzten ja iu vorigen Jahrhunderten oft diesen Ausweg, um sich durch eiuc solche Müuz-verschlechterung über drückende Geldknappheit hinwegzuhelfen. Die betrachteten dies als ein gutes und erlaubtes Geschäft; neben dem Einlösuugsgewiuu verblieb iu ihren Häuden auch der Unterschied zwischen dem Nenn- und dem Metallwerte der Münze. Daher waren so manche Prägestätten in früheren Zeiten in Verruf, während das Geld gewisser „guter Firmen" beliebt uud gern angenommen wurde, so z. B. die Florentiner — Fiorini-Guldeu. Seit dem Zeitalter des Merkantilismus kamen neben der Verringerung des edlen Metallgehaltes der Münze noch die sogenannten Banlozettel auf. Der Unterschied in der Gcldgebarung alter und moderner Zeiten ist also eigentlich nicht wesentlich. Aber kehren wir zu unserer Betrachtung zurück. Der Bauer und der Grundbesitzer hielt aus Sorge des Verlustes au Geld (wenn er dieses gegen schlechteres abliefern mußte) feine Getreide- und sonstigen Nahrungsmittel zurück; ..er brachte uichts mehr auf den Markt. Um diesem Übel abzuhelfen uud die einstweilen unbegründete Aeforgnis zu beheben, erließ die kaiserliche Kanzlei schon am 15. November 1622 eine Kundmachung, worin die Bevölkerung vor dem Wahn gewarnt wurde, als ob die damals unter Ihrer Majestät Schlag laufeude Münze verringert oder gar eingezogen und verboten werden sollte; die Furcht der Besorgten wird in diesem Generale entschieden in Abrede gestellt und gerade das> Gegenteil davon versichert. Durch Einstelluug uud Widerruf der Ausfuhrpaßbriefe für Getreide und Vieh^ sowie durch die Beteuerung, daß die Münze nicht verschlechtert werde, glaubte die Hofkanzlei, die beiden vorgebrachten Hauptursachen der Teuerung hinweggeräumt zu habeu; niemand brauche daher um der Münze willen seine Getreidevorräte und Viktualien, wenn er solche mehr besitze, als er für sein Haus brauche, zurückzuhalten. Wenn aber dessenungeachtet die Not fortbestehen sollte, so müßten die Gründe anderswo und tiefer gesucht werden. Sehen wir uns die Ursachen, die die Hoflanzlei felber anführt, etwas näher an. Wie an anderen Stellen dieses Beitrages zu unserer heimatlichen Geschichte werden wir vielleicht auch an dieser Stelle leise an analoge oder wenigstens uns ähnlich dünkende Verhältnisse unserer Gegenwart erinnert. Diese landesfürstliche Landtagsproposition vom Jahre 1623 führt nämlich die Gründe der Uugelegenheiteu folgendermaßen weiter aus: Obwohl die Getreideausfuhr durch Ein« stellung derAusfuhrbewilligung nach Italien unterbuuden ist, so ist dennoch der Handel mit Getreide uach Ungarn uud Österreich bishin uoch nicht verwehrt worden, was jedenfalls für Kram einen großen Abgang au Lebensmitteln bedeutet. Bezüglich Ungarns erscheint der Hofkanzlei diese Einfuhr um so bedenklicher, als Ungarn entgegen dem bisherigen Brauche nicht nur nichts mehr nach Österreich einführt, sondern im Gegenteil Getreide und andere Nahrungsmittel aus diesen Landen sogar ausführt; uud da Ungarn selber so viel nicht brancht, so versorgt es den Erbfeind der Ehristenhcit, die Türkei, mit Lebens-mitteln auf Kosten des gemeinsamen Vaterlandes. Es ist zwar schön, heißt es weiter, „daß sich ein Landt gegen dem anderen und sonderlich gegen dem Königreich Hungarn, als welches zu anderer Zeit undter-schiedlichen österreichischen Ländern mit Traidt und Victualien auch wol geholffen, so weit nachbarlich und mitlcidenlich erzaige und Ihme mit der Bedürftigkeit verhilflich und tröstlich erscheine"; wenn jedoch dies auf Kosteu der engereu Heimat geschehen und der große Getreidemangel in Kram andauern sollte, so sollten die Stände anch beratschlagen, ob nicht auch ' Beides ganz besonders in das venezianische Gebiet. die Ausfuhr nach Ungarn und Niederösterreich gesperrt werden sollte. Es gab aber noch eine dritte, nicht unerhebliche Ursache der damaligen großen Teuerung. Die Besitzer der Gruudherrschaften hielten nämlich selber ihr Getreide vor dem Verkaufe zurück. Nuu verstehen wir, warum die Laibacher bei den Ständemitgliedern, die ja Herrschaftsbesitzer waren, nichts Rechtes erreichen konnten: folange es bei der Konskription der Getreidemengen in der Stadt verblieb, waren die Stände dafür, als aber die Aufnehmen auch auf dem Lande, in ihren Schlössern durchgeführt werden sollten, stellten sie sogleich die Tätigkeit solcher Kommissionen ein! Und noch mehr! Der Adel verbot sogar seinen Untertanen, Getreide, Wein uud sonstige Nahrungsmittel in die Stadt auf den freien Markt zu bringen; vielmehr mußten sie alles wohlfeil ihren Herren antragen und verkaufen. Erst wenn diese nichts kaufen wollten, durften sie weiter frei vcrkanfen. So kam es, daß „der Arme in der Not sogar gegen bare Bezahlung die Nahruug und da3 liebe Brot zuwider Göttlichem Gebot" nicht bekomme» konnte.. Daher ersucht und ermahnt Ferdinand II. alle weltlichen und geistlichen Mitglieder der Stände, die au Getreide, Vieh und auderen Nahrungsmitteln genug Vorrat haben, daß sie davon (doch nicht außer Landes) den Notleidenden „sondern und fürncmlich zu Versehung dieser Statt Laybach seitenmalen Sie selbst (— Stände) und die Irigen solcher Statt in vilweg geniessen, denen Beckhen und Fleischhakheren, damit Sye die Statt versehen tönden, auß Christlichen Trewen und Gezimmen den mit leiden gegen gebürlichen Bezahlung guetwillig mitthailen und erfolgen lassen". (Fortsetzung folgt.) Handels- uud Gewerbekammer für Krain. Die Handels- uud Gewerbelannner für Krain trat gestern nachmittags um halb 5 Uhr zu einer ordentlichen Plenarsitzung zusammen. Den Vorsitz führte Kammerpräsident Knez. Zu Verifikatoreu des Eiyungsproto-kolls wurden Vizepräsident P a mm er und K ammeirat Meja5 nominiert. Kammerpräsident Knez: Oeehnc Kammer! Seil wir Anfang Februar uns zu einer Plenarsitzung versammelt hatten, spielten sich große Ereignisse ab. Unsere heldenmütigen Armeen, zu einer eisernen Einheit l ereint mit dem mächtigen Verbündeten, haben nicht nur im Ungemach der Jahreszeit den Ha:nln Winter als eherne Mauer der feindlickl.i Übermacht standgehalten sie sind im Frühjahr vieli'ichr mit unnachahmlichem Elan m die befestigten Positionen de» mächtigen Feindes eingedrungen und haben chn in unwiderstehlicher Offensive zu einem eiligen Nückzug gezwungen. Tiefgefühlte Dank-u^llil für die glorreichen TaU'N unserer Armeen und derc.n erprobte Führer erfälll unsere Herzen. Die feste Dornröschens Ehe. Roman von Ernst Eckstein. (38. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) AIs sich die Damen entfernt harten — es war auffallend spät geworden — faßte sich Wilma ein Herz, ihrem Gemahl eine Frage vorzulegen. Sie hatte sich nämlich davon überzeugt, daß Felix diese Käthe Kosinsky, die sich so prachtvoll zum Urbild für die Ottilie seines Romans eignen sollte, ganz und gar nicht studierte, sondern nur einfach bestrebt schien, ihr recht oft in die kokett leuchtenden Augen zu schauen und höchst unkritisch mit ihr zn tändeln. „Sag, mal, Felix," hub sie mit aller Gleichgültigkeit an, deren ihr hochkloftfendes Herz fähig war, „ist diese Frau Kosinsly denn in der Tat so wertvoll für deine Arbeit?" „Wieso?" fragte er lustig. Er schob seinen Arm freundschaftlich durch den ihrigen, um noch ein paar Schritte im Vorgarten auf und nieder zu gehen. „Nun, du sagtest doch: diese Kosinsky, wie sie da ist, brauch' ich nur abzuschreiben . . . Weißt du das nicht mehr...? Um deiner Ottilie Eigenart und Letz enswahrheit zu geben . . ." „Ach so! Ja, das hab' ich mir eingebildet. Manchmal verfällt selbst ein alter Praktiker auf solche Torheiten. Wenn man von einer Persönlichkeit frappiert ist, redet man sich dergleichen wohl ein. Mit Haut und Haar glaubt man sie einfach kopieren zu können. Aber das ist Selbsttäuschung. Gewöhnlich war es dann nur eiu besonders hervorstechender Zug, der uns verblüfft hat. Schaut man näher hinzu, so geht dieses und jenes nicht. Das Arbeiten nach Modellen ist über« Haupt so ein Laienbegriff..." Wilma schwieg einen Augenblick. „Ja, aber ich denke," fuhr sie dann fort, „unser Verkehr mit der Kosinsly hat doch nur seinen Grund darin, daß du die Absicht hattest . . ." „Ach, Torheit! Ich sage dir ja, dergleichen ist Selbsttäuschung eines Augenblicks. Was mich bei der Kosinsky so fesselt, das ist... Ja, ich könnte das schwer definieren. Ich weiß nnr eins: sie wirkt auf mich so belebend, so anregend wie ein tüchtiger Trunk Pommery. Ganz im Gegenteil zu der Verndt, die mich eigentlich nur zerstreut, was ja auch günstig ist. Diese Frau Käthe strafft und stählt mir geradezu die Muskeln der Produltion. Manchmal erstaune ich selbst: aber es ist so." Wilma erwiderte nichts. Es war ihr, als hätte sie einen Faustschlag mitten ins Gesicht bekommen. Also die Nede mit dem Modell für seine Ottilie war nur ein Vorwand. Jetzt gestand er es selbst . . . Die ganze Nacht schloß sie kein Auge. Äußerlich unverändert ging dies Leben noch eine Zeitlang fort. Der neue Roman gedieh zusehends. Einmal, als Felix nach eincm besonders ergiebigen Vormittag zu Wilma ins Zimmer trat, ward er, obwohl noch vollständig von den Gestalten seiner Einbildungskraft beherrscht, durch die auffallende Blässe ihres stillen Gesichtchens stutzig gemacht. „Was hast du, Kind?" fragte er teilnehmend. »Du bist krank, Wilma!" Sie aber schüttelte lächelnd den Kopf. „Ich fühle mich ganz wohl! Sorge dich nicht!" Zwei Tage später kam Doktor Langsdorf mit Tante Aurelie herüber. Auch sie wurden durch das veränderte Aussehen Wilmas peinlich erschreckt, erklärten sich aber die Sache ganz unverdächtig, zumal auch ihnen die junge Frau die Versicherung gab, daß ihr durchaus nichts fehle. Sell'st als Wilma bei einem kurzen Alleinsein mit ihrem Vater plötzlich laut aufschluchzte und halb ohnmächtig in einen Sessel glitt, glaubte sich Doktor Langsdorf nach Verwin-dung des ersten Schreckens wieder beruhigen zu können. Er war zu zartfühlend, um zu fragen. Aber er glaubte, die Sache nicht schwer nehmen zu sollen. Wilma selbst erklärte das ganze für eine törichte Nervosität. Diese törichte Nervosität nahin mit jedem Tage zn, utld zwar um so mehr, je eifriger sie bemüht war, ihren Gatten nichts merken zu lassen. Die ewigen Zweifel nagten ihr zu fürchterlich an der Seele. Mitunter hatte sie Angstzuständc, die ihr liein<-.h? de», Atem raubten. Wenn sie allein war, glaubte sie plötzlich Stimmen zu boren, die vorwurfsvoll oder mit leisem Spott ihren Namen riefen. Einmal klang ihr dabei das höhnisch geflüsterte Wort „Märchenprinzesstn" mit so erschütternder Deutlichkeit ins Ohr, daß sie vor innerer Qual laut aufschrie. Ja, sie führte ein Leben wie einc Märchenprmzcsnn, die von der lichtesten Sonnenhöhe kläglich herabgestiegen und tröst- und hilflos geworden ist wie eine Bettlerin! Sie war elend zum Sterben. Keine Vernunft gab es mehr in diesem schmerzvollen Sein, keine Erlösung, keine Gerechtigkeit. Am liebsten hätte sie gleich ein Ende gemacht . . . (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 121___________________________925____________________________________29. Mai 1915 Zuversicht beseelt uns, daß ' ir ans diesem schicksalsschweren Weltkriege als Sieger heruorgchen werden. Und cls in den letzten Tagen unser langjähriger Verbündeter a>«ö seiner zweifelhaften Neutralität heraustrat, den beispiellosen Trcubruch auf sich nahm und sich trotz der großmütigen Nachgiebigkeit unseres friedliebenden Herrschers in die Reihe unscree Feinde stellte, hat dieser Schritt, der vergeblich seinesgleichen in der Geschichte sucht, uns nicht kleinmütig gefunden und unser- Zuversicht nicht erschüttert. Er hat uns vielmehr angesichts der erhöhten Gefahr noch fester und enger vereint, unsere Entschlossenheit gehoben und unsere Bereitwilligkeit gefestigt, für das Wohl des Vaterlandes jedwedes Opfer zu bringen. Dio nncrschüttcrlichc Zuversicht beseelt uns, daß unsere vereinten, in langwierigen glorreichen Kämpfen gestählten Armeen auch diefcn hinterhältigen Feind niederwerfen und ihm den furchtbaren Treubruch mit dem Schwerte vergelten. In diesen Tagen, als die Schrecken des Krieges auch an den Grenzen unseres engeren Heimatlandes entfesselt wurden, ist es uns ein Herzensbedürfnis, daß wir uns in treuer und ergebener Anhänglichkeit mit besonderem Vertrauen an unseren erhabenen Herrscher schließen. In diesen schicksalschweren Tagen geloben wir feierlich unsere unverbrüchliche Treue und stimmen in den Ruf ein: Gott erhalte Seine Majestät unseren geliebten Kaiser Franz Iofef I.! (Begeisterte Slava- und Hochrufe im Saale.) Nach dieser patriotischen Manifestation folgten verschiedene Mitteilungen des Präsidiums. Das k. k. Handelsministerium hat mit Erlaß vom IN. Februar l. I. die Wahl des Kammcrfträsidiums für das Jahr 1915 bestätigt und mit Erlaß vom 16. Februar die Kammer-rcchnung für das Jahr 1913 genehmigt. Wie erinnerlich, hatte die Kammer in ihrer jüngsten Plenarsitzung über Antrag des Kammerrates Rakovec beschlossen, auf die Unzulänglichkeit der Fahrordnung auf der Oberkrai-ner und Neumarktler Vahn aufmerksam zu machen und um Vennehrung der Personcnzüge auf diefen Bahnen zu ersuchen. Die diesbezügliche Aktion war von Erfolg begleitet. Die durch den Kriegszustand bedingten außerordentlichen Verhältnisse haben in unserem Kronlande einen empfindlichen Mangel an Kleingeld zur Folge gehabt. Die Kammer hat dieser wichtigen Frage ihre Aufmerksamkeit zugewendet und wiederholt bei der f. f. Finanzdireltion in Laibach, beim k. k. Finanzministerium sowie auch bei der Direktion der österreichisch-ungarischen Bank um Abhilfe ersucht. Anläßlich der Erweiterung der Landsturmpflicht wandte sich die Kammer in Fürsorge für die Erhaltung der industriellen, gewerblichen und Handelsbetriebe an das k. k. Ministerium für Landesverteidigung mit der Bitte, die wirtschaftlichen Bedürfnisse der gewerblichen und Handelsbetriebe nach Tunlichkeit zu berücksichtigen und soweit möglich di^e selbständigen Handels- und Gewerbslcute für den Militärdienst in Orten ihrer Betriebe zu verwenden. Auch die Approvisionicrungsfrage gab der Kammer wiederholt Anlaß zur Intervention an maßgebenden Stellen. Das Kammerpräsidium erließ an die Kmnmermitglieder die Einladung, nach ihren besten Kräften an der Subskription der zweiten österreichischen Kriegsanlcßhe teilzunehmen und in ihrem Wirkungskreise das Interesse sir diese Anleihe zu wecken, um deren vollen Erfolg zu sichern. Die Handels- und Gewerbekammer hat aus den Mitteln des Pensionsfonds auch für die zweite Kriegs-anlcihe den Betrag von 10.000 /^ gezeichnet. In dem Augenblicke, in dem gegen unsere Monarchie ein neuer Feind im Süden erstand, möge ein voller Erfolg der Subskription der zweiten Kriegsanleihe ein Dokument unserer wirtschaftlichen Kraft sein. Naminerrat Meja5- berichtete sodann über, diß Kammcrrechnnng für das Jahr 1914 sowie iwer die Kammerfonds. Die Einnahmen der Kammer beliefen sich auf 35.313 /< 81 k, die Ausgaben auf 84.925 /< 73 k; es ergab sich somit ein Überschuß von 388 X 8 /l. Der schlietzliche Erfolg ist im Vergleiche zum Voranschläge günstiger um 14.733 K 8 k. Der Pensionsfonds der Kammerbediensteten weist für das Jahr 1914 Einnahmen im Gesamtbeträge von 9305 /< 61 /i auf, welcher Betrag zum Kapital geschlagen wurde. Das Vermögen dieses Fonds beziffert sich auf 105.398 X 6 k. Der Stiftungsfonds für erwerbsunfähige Gewerbetreibende hatte 614 X 37 /l Einnahmen und 600 /< Ausgaben. Der Vennögensstand ist mit 14.847 X 72 k ausgewiesen. Die Rechnungen wurden ohne Widerrede genehmigt nnd oem Rechnungsleger das Absolutorium erteilt. In die Schulausschüsse der gewerblichen Fortbildungsschulen wurden als Vertreter der Kammer einstimmig entsandt die Herren: für Adelsberg Holzhändler Adolf Iurcn, für Neifnitz Lederer Philipp Pet erlin, sir Radmannsdorf Handelsmann Leopold Fürsag er, für Veldes Handelsmann Ivan Rus, sir Kröpft der Vorsteher der dortigen Eisenindustriegenossenschaft Franz ßolar, sir Krainburg Fabrikant Ivan Rakovec, sir Bischoflack Kleidermacher Franz Bubi«, für Neumarktl Gerber Franz Deu, für Rudolfs- wert Privatier Adolf Paus er, für Gurlfeld,Schuhma-! cher Antun Omerfa, für Oberlaibach Fabrikant Josef L en ar<,'i<"', für St. Veit ob Üaibach Kleidermachcr Simon Iuvan, für St. Martin bei Littai Handelsmann Ivan Raz borget und für Sagor Gastwirt Karl Korbar. Schließlich wurde in dnö Kuratorium der slovcni-schen .Handelsschule in Laibach für die nächste Funktionsperiode durch Zuruf der Kammerpräsident Ivan Kncz gewählt und sodann nach Erschöpfung der Tagesordnung die öffentliche Sitznng geschlossen. — (Muftcrun« der ^andftunnjahrgnngc 1W5 bis 1872.) Die gcftcr« unter den Telegrammen verlautbartc Verschielmnst der Musterung der 43 bis 50jährigen und der 1897 geborenen Lanüfturmpflichtigen hat für Kram leine Gültigkeit. Die Musterung der bezeichneten Land-sturmjahigänge findet demnach an de» bereits verlaut bartcn Tagen ftatt. — (Kriegslluszeichnu»gen<) Seine Majestät der Kaiser hat verliehen: den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse mit der Kriegsdekoralion dem Oberstleutnant Meinrad S i egl des IR 27; das Militärverdienst-lrcuz dritter Klasse mit der Kriegsdekoration dem Haupt-mann Heinrich Effenbergcr des FIB 7. Weiters hat Seine Majestät anbefohlen, daß neuerlich die Allerhöchste belobende Anerkennung bekanntgegeben werde dem Major Johann Pet ermann und dem Oberleutnant Adolf W u n sch - beiden des IN 27; anbefohlen, daß die Allerhöchste belobende Anerkennung belannlgege-l) Holzfasermatratzcn, Vcttbretter; <<) Roßhaarmatratzen, Noßhaarpolster, Matratzengradl; ) Leintücher; 5.) Säcke (Frnchtsäcke, Mehlsäckc, Eandsäcke); 6.) Kerzen, Seife, Zündhölzchen. - (Verwnndctcntransportr.) Von gestern früh bis heute morgens sind hier von der italienischen Grenze in ticinercn Transporten im ganzen 103 Soldaten eingetroffen, von denen 17 fchwer verwundet sind, während sich die übrigen als Marode, Erkrankte oder Leichtverwundete zusammengefunden haben. Die Schwervcrwun-detcn werden ins Üandesspital geschafft, allfälligo In-fektionsverdächtige kommen ins Garnisonsspiwl, dio übrigen werden in die Aufnahmestation in der Nelgier-kasernc gebracht, von wo aus sie dann dcn verschiedenen Laibachcr Militärspitälern zugewiesen werden. Auf dem Haufttbahnhofc wird von Funktionären des Landes- und Laibacher Zeitung Nr. 121___________________________926____________________________________29. Mai 1915 FllMeichilfslicrcmco vom Roten Kreuze und des laibacher freiwilligen Feuerwehr- und Nettungsvcreincs permanenter Dienst unter Führung des Bcchnhofinsftek-tionsarzles Henii Dr. Polec gehalten. — (Todesfall.) Gestern nachts ist in Laibach der Major des Ruhestandes Herr Peter Cerani6 nach kurzer Krankheit gestorben. In Graiwc im Jahre 1861 geboren, war der nunmehr Verblichene als Infanterist beim Infanterieregiment Nr. 79 eingetreten, absolvierte dann die Infan'.crk'kadottenschule, wurde 1882 zum Leutnant ernannt und drei Jahre später zum Infanterieregiment Nr. 96 transferiert. Im Jahre 1887 erfolgte seine Ernennung zum Oberleutnant, im. Jahre 1894 zum HlUiplmann zweiter Klasse; im gleichen Jahre wurde er zum Infanterieregiment Nr. 27 transferiert und nach zwei Jahren zum Hauptmann erster Klasse befördert, endlich im Jahre 1903 in den Ruhestand versetzt und 1912 zum Major des Ruhestandes ernannt. Er bekleidete in der letzten Zeit die Stelle eines Augmentationsoffi-ziers beim Infanterieregiment Nr. 17 mit einer Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue, die ihm die volle Anerkennung seiner vorgesetzten Vchördc eintrug, wie denn auch seine Verdienste schon früher an Allerhöchster Stelle durch Verleihung der Bronzenen Verdienstmedaille und des Offizicrsdieustzcichcns zweiter Klasse sowie durch die Bekanntgabe der Allerhöchsten Zufriedenheit anerkannt worden waren. Herr Major Cerani^ erfreute sich infolge seines biedcreu, gewinnenden Wesens sowohl in Militär- als auch in Zivilkreiseu hoher Wertschätzung und Beliebtheit. Das Leichenbegängnis fmdet heute nachmittags um 5 Uhr vom Landessvital aus auf den Fricdhof zum Hl. Kreuz statt. — (Verstorbene Soldaten.) In den Laibacher Mi-litärspitälern sind gestorben: in der Velgierkaserne am 28. Mai der Major des IR 17 Peter Ceraniä an Herzschwäche; im Garnisousspital: am 6. d. der Infanterist Anton Peri^i6 des IR 97 an Meningoencc-fthalitis und chronischer Nierenentzündung; am 12. d. der 19 Jahre alte Landsturminfanterist Franz Rozman des IR 17, 4. K., aus Goru'e, Bezirk Krainburg, an Hirn> Hautentzündung; im Landcsspitalc: am 6. d. der 33 Ial're alte Üandsturminfanterist Angelo Aertollo des IR 97 ans kherso an Meningitis; der 19 Jahre alte Landsturmjäger Franz Dolar des FIV 7, K. 3, ans Polemik, Bezirk Littai, an Weißblütigkeit, und der 27 Jahre alte Infanterist Josef Hribardes LIN 27 aus Heiligenberg, Bezirk Littai, an Lungentuberkulose; am 12. d. der 54 Jahre alte Militärarbcitcr Nisto M i . > 0-0 Das Tagesmittel der Temperatur von Donnerstag betragt 17-6°, Normale 15-5«. Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 17-9«, Normale 15 6«. 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Amtlich wird ncrlailtbari: V>,m yilNl'rn l)n>m,lesi>l!lic russische ^ersliirtlingcu versuchten gestern nu „lclircrcu Froulabschuilten östlich vom Tan durch heftige Gegcuaugliffc daij weitere Vordringen der verbündeten Truppen zum Stehci .^,u bringen. Ällc Aw griffe deo Feindce!, die auch unchtel wicücrh^lt wurden, scheiterleu. Die ucllmudetcn Trllppcn tonnten bcidcrseit,? dcr WivHnia neuerdiugc. Nauur gewinnen. Bei <5ieuinva mußten schwächere eigene Abteilungen vor starten russischen Kräften nnfs westliche Banufer .'.urüägc,,'.'!,, w^'bci einzelue (beschuhe anf dem östlichen Uftr zurück »lieben. Die >iä»upfc bei Drohobycz und am Ttryj dauern erfolgreich fort. Trol« zäheste« Wlvcrstan?>e^ wurdcu ueuc luijlsche Stellungcu erobert. Am Prulh .iud in Russisch-Polen leine besonderen Ereignisse. Es herrscht im großen iliuhe. — )n Tirol rmtten italienische Abteilungen au mehreren Puutte» über die (Grenze. Sie bct.ilucn co vorläufig nur nlit einigen llcndarmeu Uldd Äeobachtungo patrulnllr» zu tun. Die Vrsniiesjung uusercr Grenzwerte aucl schwerem Gcschiill hat aufgehört. Auch im tiirutncri-schcn u„;> lüsteuländischcn Grcuzgcbict cnlN'illclte» sich bisher leine nennenswerten Ereignisse. Der Nmrcchnilugoturs für Zahlllngcn nach Dc»»tschlaud. ^ic,,,, 27. Mai. Ter Unirechnlingslurs für Zahlun !>cn »ach Tentschland wurde bis ans wcitcrcs init >W Marl sslcich !.;.'! .^roncil scstgcstelll. Die neue Kricgdanleihe. Budapest, 27. Mai. Mng. Tel.-Korr.-Vur.) Mil :>lüll,ichl auf den Andrang dcr Zeichner auf dic nclie >lricgsun!eihc wnrdr der SlibsttiplioüKlerniin voni 2»<: offene Stadt Ludwigshafen an. Durch ^mnbcnwmf w:>r «'s» Nlehrlie ^iuilversoncn ^eiitet oder uerletzt. Ei> c«t stand Materialschaden, der jedoch nur gering ift. Ein gepanzertes Führerflugzcug wurde östlich Neustadt zur ^audung gezwungen nnd hiebei ein Major, der Kommandant des Flugzeuggeschwaders uvu Naney, gefangen. Unsere Flieger brachten im Lufttainpf bei Epinal ein frauzösischcö Flugzeul, zum Abstl,rz und setzten die Ka-scrue iu Gerardmcr in Brand. — An- der Dubica nahmen „nscrc Truppen erneut die Offensive auf. Beiderseits der Straße von Nossicny nach Eiragola war ein Angriff von gulcm Erfolg begleitet. Er brachte iMl) Gefangene ein. Die Operntiunen in Mttelnnlizieu. Vcrlin, 20. Mai. Das Wolff-Vureau meldet: Aus dein Hwhcn Hauptquartier erfahren luir über die Qpe-ralioin'ü der Vcrbündctcn in Miltclaalizicu: In tnapft vierz^Yü Tagon hatlo die Armoo Äiackcnscn die Offensive von ^orlice bis Iaruslcni vor^tragcn, drci Flus;-linicn überschritten und einen Nanmacwinu von über hündcrl iliwulclcr Lnftliilic erzielt. ^,ach dcr Wognah»^ von Iaruslau galt es jctzt, deil Eon in breiter Front zn überschreiten, noch aber hiclt der Feind das Westnfcr. ^ährcnd die Gardclrnpprn in engster Fnhlnna mit östc^ rcichisch-nngarischcn Regimentern bei Iaroslau den Übergang crtämpftcn, erzluangen weiter stromabwärts hanno-Ul,'ranischo!)tegimenter den Flutznbergang. Weiler nördlich wurdc dor San-Wislot-Wintel vum Gegllcr gesäubert. Dicscr Erfolg der vcrbündclen Truppen vollzog sich am 17. Mn in Gegenlvart des deutschen itaisers. Im Kraft-wagen war dcr Kaiser zu den Truppen vorgeeilt. Untcr->Ul,'gö bl'üriitzten die auf dein Wege zurückfahrenden Ver^ loundcten »nil lauten Hurras den allerhöchsten Kriegsherrn. Anf der Höhe von Iaroslau traf dcr Kaiser den Prinzen Eitel Friedrich und folgte dann stundenlang dem Verlanf des Kampfes am Flnhübcraang. Vom 1«. bis ^!0. Mn drangcll die Truppen der. Acrvündcten weiter ge-s,en Osten, Nordosten und Norden vor, loarfen den Foiild ans Tieniawa Hinalls nnd setzten sich anf einer Froiü-breite von 30 Kilometern auf dem östlichen Ufer fest. Der Feind brach hinter den Lubaszowta^-Vach zurück. Alle seine Versuche, das gewonnene Gelände wiederzugewinnen, scheuerten, obwohl er vom 18. bis zum 20. Mm nicht weniger als sechs frische Divisioneil einsetzte. Im ganzen hatte die russische Führung seit Beginn der Operationen sieben Armeekorps von den anderen KriegssäMlpIähen an die Fronten dcr Armeen Mackensen und Erzherzog Josef Ferdinand geworfen, darunter drei kaukasische Schützeu-divisionen. Auch Plastull-Hrigaden (Kosaken zu Frch), eine besondere milizartige Formation, erschienen vor der Front. Endlich tain anf dem äußersten linken Heeres-sliigel der Rnssen dw Transamur-Grenzwache zum Einsätze, eine lediglich zum, Grenzschutz in der Nordmandschurei bestimmte Truppe, anf deren, Verwendung auf dem ^l'iegsslhaliplatze man wohl selbst in Nntzwnd kaum gedacht l)al. Der Reichstag. Berlin, 28. Mai. Nach Eröffnung der Sitzung führte dcr Reichskanzler ans, daß das Treiben der italienischen Negierung mit blutigen Lettern in die Geschichte eingeschrieben werde. Dieser Krieg sei sinnlus, uhuc ^lutstropfcit hätte Italien Konzessionen haben können. Wir ließm Rom nicht zweifeln, daß cin An-grisf auf Österreich cmch deutsche Truppen tresse. Weshalb wies Italien die Wiener Vorschläge, si'ir welche Deutschland bürgte, ab? Wohl deshalb, weil sich Italien mit der Tripleentente schon lange vorher zu tief eingelassen hatte. Das italienische Volt und die Mehrheit des Parlamentes wollte am 4. Mai vom Kriege noch nichts wissen. Aber die Straße regiert so, daß in dcr Debatte i'iber die Kriegsuollmacht auch kein Konservativer gegen den Krieg sprach. Wir taten alles, nm Italiens Abfall vom Dreibünde zn verhüten. Wenn auch Vnlows unermüdliche Arbeit vergeblich war, wird Deutschlaud und Österreich auch den neuen Feind aufhalten. Dcr Kanzler bespricht hierauf die günstige Kriegs-lagc nud verweist anf den Trug, mit welchem die Gegner arbeiten. Nicht mit Haß führe Deutschland Krieg, aber mit heiligem Zorn. Wir müssen ausharren, bis die Sicherheit geschaffen ist, daß kein Feind einen ueuen Waffengang wagt. Er übermittelt sodann den Abgeordneten den Dant des Kaisers für ihre treue Mit« arbeit und schließt mit den Worten: „Deutschland müsse siegen trotz einer Welt von Feinden!" (Wiederholter stürmischer Beifall.) Hieranf wurde der Reichstag über Antrag Westarps auf morgen vertagt. ——— ^ ,^, ^ Italien. Eine Amnestiettrrfilgltng. Nout, 27. Mai. (5inc königliche Verfügung gewährt allen zu eincr GesäiMisstrafe bis zu 2'/^ Jahren oder cincr Geldbuße von 3000 Lire Verurteilten Straflosia-teit. Die Regierung hob alle Disziplinarstrafen für etwa 17.000 Eisenbahner, die anläßlich des vorjährigen Generalstreiks ucrhängt worden waren, auf. (5in Verwnndetcntrausport in Modena. ClMsso, 26. Mai. Wie ucrluutct, sind in Modena 150 Verwundete eingetroffen. Mailand nud Venedig im Dunklen. Rom, 28. Mai. Die Behörden in Mailand und Venedig haben jede Art Beleuchtung verboten, welche feindlichen Flugzeugen nachts dienlich sein könnte. Deutschfeindliche Ausschreitungen iu Mailand. Lugano, 28. Mai. In Mailand wurden auch Attentate gegen sämtliche Blucans und Fabriken verübt, deren Namensschilder vermeintliche deutsche Besitzer anzeigte». Alles bewegliche Eigentum wurde geraubt oder vernichtet. Die Aufrechterhaltung der Ordnung wurde iu Mailand der Militärbehörde übertragen. Lugano, 28. Mai. In Mailand zertrümmerte die Menge alle deutschen Geschäftsschilder, drang plündernd uud vernichtend in das Hotel „Metropol" nnd in die Geschäftsräume von Siemens-Schulert ciu und legte Feuer. Der päpstliche Stuhl. Ein annebliches Cntnlftungsschrciben des Papftcö über die deutschen Kricgsmcthodcn. Lngano, 2ll. Mai. Dcr Papst sandle an dm Dekan des Kardinallollcgiums Kardinal Scrasino Vauutelli einen Vrief, mn ihn» milzutcilcn, das; die allbekannten schmerzlichen Ereignisse ihn leider verhindern, das sür 1'lnfcmg Juni beabsichligte !>tonsislorinm abzuhalten, in welchem für viele Kirchen Geistliche hätten cingeschl nnd Äeiftrechungcn über andere ernste und dringende Angelegenheiten dcr Kirchcnregicrnng Hütten erledigt werden sollen. — Dieser einfache päpstliche Aricf erledigt die durch viele Tage fortgesetzten Ausstreuungen des sogenannten vatitanifchcn Korrespondenten des „(5orricre dclla sera", das; der Papst eine schriftliche Äußerung der Entrüstung über die deutschen Kricgsniethodcil, und das deutsche Vcrschnlocn an dcr Fortdauer des KricgcS beabsichtige. Die Abreise dcr Gesandten l«im Vatikan. Köln, 27. Mai. Die „Kölnische Zcitung" bespricht die Abreise der Gesandten beim VaUlan iu Nom lind sagt: Die weittragende Bedeutung dcr Tatsache springt in die Angcn. Dic Kritik des italienischen Garantiegcscl-zcs, die in ihr liegt, ist cbcnso dcntlich wie hcrbc. Jetzt, wo zum erstenmal scit dein 20. September 1870 die ^rage der Sicherheit des römischen Stuhles brennend irird, zeigt sich, daß dicse Sicherheit nicht vorhanden ist. Tie Abreise der Gesandten erfolgte selbstverständlich ans Weisung ihrer Regieningcn. Tamil talcn die illegiernn gen offen dar, daß das Garanticneseh in ihren Augen nicht geniigl, um die Gesandten in Nom zu schützen. Stets forderten die ocntschen Katholiken alls ihren jähr lichen Generalversammlungen sür dm Papst vollc lind wirtliche Freiheit in der Ansüdnng des obersten Hirten amtes. Möchten nun mich die Katholiken aller anderen Bänder, zunächst diejenigen in den neutralen Ländern, sich dem Bestreben anschließen, fiir den Papst cinc bessere Sicherung zu gewinnen, als die gegenwärtige. Wir haben Vertrauen, zu den Regierungen, das; sie, sobald die Zeit geloniinen ist, alles tun werden, um hier einer großen, allgemeinen Weltnotwendigkcit Genüge zu verschaffen. Aber dio Bestrebungen können nur Erfolg haben, wenn sic getragen sind von der moralischen Unterstützung der Katholiken aller Bänder, in crstcr ^inic dcr Katho lilcn dcr neutralen Bänder. Her Seekrieg. Torpediert. London, 27. Mai. Der Ameriladampfcr „Nebraska" wnrdc 40 Meilen von Faftnct torpediert. Die Bes,chun,i wurde gerettet. Dcr Dnmpfcr „Hiorwcuuil" wurde südwestlich vvu Etannshcad torpediert. Aon dcr Besahung wurde ein Mann getötet, drei verwundet, der Rest ne-rtttet. Der dänische Dampfer „Betty" wurde in dor Nordsee torpediert. Die Besatzung wurde nach Shield«« gebracht. Ein Hilfskreuzer in die Lnft geflogen. London, 27. Mai. (Reuter-Meldung.) Der Hilfo-tre'llzer „Princcß Irene" (lMU Tonnen) flog infolge un-glücklichen Zufalles bei Thern-eß in die Luft; nnr ein Äiann tonnte gcrettot werdcu. Der Untergang dcr „Majestic". London, 28. Mai. Es wird amtlich bestätigt, daß „Majestic" torpediert wurde und gesunken ist. Zur Torpedierung des Linienschiffes „Triumph". Berlin, 27. Mai. Über den Untergang des englischen Linienschiffes „Tril^nph" erfährt dcr Vertreter dcö Wolff-Bllveaus in Konstantinopcl folgende Einzelheiten: Dic Torpcdierung erfolgte setz im großen Stil beskrnd. Carson hibe das deutsche I»-teresse an der Ulslerbewegmig uichl abgewiesen, sondern . sei nach Deutschland ^egaiigv» »nd persönlich Gchc«§ II, itlnffe, A»g»>c«t<>t!«»§ofl>z>cr des I„f,°!!!cg, Nr, 17, welcher am 28. d. M, um '/28 Uhr sriil, sanst entschlasc» ist. Die Beisetzung findet Samstag, den 29, Mai um 5 Uhr nachmittag'? au« der Leichenhalle des Lnndes-Krantenhniise« anf den Friedhos zum Hl, Kreuz statt, Laibach, am 28, Mai 1915. Vsled nerednih poštnih zvez, ki onemogoèajo v zadnjih dneh pred žrebanjem pre-gled na deželi prodanih sreèk, smo primorani žrebanje ef ektne loterije „Slovenske Straže", ki bi se moralo vršiti dne 31. maja 1915, preložiti na 26. oktobra 1915 ob 6. uri zveèer. Loterijski komite „Slov. Straže". p^* G. FLUX LiLLi]bLLCh Hewengasse Hr. Y, I. Stock links bebördlicli bewilligtes Millings-, Dienst- mi StellenverinittlnuLsbnrean empfiehlt und plaolert nur besseres Dienstpersonal aller Art fürLalbaoh und auswärts. Gewissenhafte, faoh-kundige, mögllohat rasche Besorgung zugeslohert. Bei auswärtigen Anfragen bitte um Belsohluß des Rüokportos. 1328 K 38/15/7 Dražbeni oklic. Dne 5. junij a 1915, dop. ob 10. uri bo pri podpisanem sodišèu v izbi št. 2, dražba nepre-miènine vl. št. 110 k. o. Št. JoSt. Nepremiènini, ki jo je prodati na dražbi, je doloèena vrednost na 1025 K. Najraanjši ponudek znaša G83 K 34 h; pod tem zneskom se ne bo prodalo. C. kr. okrajno sodi&èe na Vrhniki, odd. II., dne 24. aprila 1915. 1306 Firm. 321, Gen. VI 100/4 Premembe pri že vpisani zadrugi. V zadi'uznem registru se je vpi-sala dne 21. maja li)15 pri zadrugi: Kreditna zadruga, reg. /. / oniej. z. v Ljubljani, uaslednja prememba: Vpiše se vstop novih clanov nacel-stva: Ileinribar Franc, lesni trgovec v Trati pri Skofji Loki, Jolacin Ivan, trgovec v Ljubljani. C. kr. dež. kot trg. sodišèe v Ljubljani, odd. HJ., dne 21. maja 191 f>. 12'.)!) K 70/15/6 " Dražbeni oklic. Dne 2 8. junija 1915, dop. ob 9. uri, bo pri spodaj ozname-njeni sodniji št. 4, dražba zavezant-evih nepremiènin 1/2 vl. at. 353 kat. obc. Busecavas in celih vlož. št. 658 k. o. BušeÈavas in 528 k. o. Planina. Nepreniièninam, ki jih je prodati na dražbi, je doloÈena vrednost na 4986 K. Najmanjši ponudek znaša 3324 K; pod tem zneskom se ne prodaje. C. kr. okrajno sodišèe Kostanjevica, odd. II., dne 6. maja 1915. Telegramme: JW I- ***$&*** w^TT Telephon Np. 41. Verkehrsbank Laibach. J\._ li. ^K^^P' 1311V ¦ ¦¦USB ¦§¦¦¦ ^^vOKIf&^^r*'' vv is« na ? ¦ alloBmeine Uerkehrsbank Filiale Laibach vormals ]. C. Mayer Ua.i1ba.oli, IVLaipienplatzi. ^ 5Zezs.txa.le 133- "^7"ieaa___O-egru.rLd.et 1S©"L- — 33 ITJiaJLexu — -A.lctie:nlca,pital -u.3a.c3. Reserven 65,000.000 Kronanl •¦*"" Stand der Geldeinlagen gegen Sparbücher am 30. April 1915 K 88,192.085-—. Stand am 31. Dezember 1914 auf Bücher und im Kontokorrent K 202,841.494-—. Besorgung sämtlicher bankgeachäftlichon Transaktionen, wie: Übernahme von Geldeinlagen gegen rentenBteuerfreio Sparbucher, Kontobücher und im Kouto-Korront mit täglicher, utot» günstigster Verzinsung. Abhebungen können jeden Tag kündigungsfrei erfolgen. An- und Verkauf von Wertpapieren streng im Rahmen der amtlichen Kursuotizen. Verwahrung und Verwaltung (Depots) sowie Belehnung von Wertpapieren. Kulanteste Außführung von Börsenaufträgen auf allen in- u. ausländischen Börsen. 1603 Einlösung von Kupons und verloBten Wertpapieren. 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