^!^_____________ Samstag, 2. März 1895. Jahrgang 114. Macher ^3n?F,°"*2üh^ aanzMrl,, ss, lü, holbMrlg fl, 7 üo. Im Comptoir: ""e Inlcr,nc b!«"7'« Nj " l.0 Mr die Zustellung",« Hnus ga.'Mhri« ft. l, - InseNionsgebür: ffür ^^^^,^^ " «"ien ü5 lr,, ^lühcrc per Zsilc li lr, - bei «!!>'«!, Wisberholuiign, ps? Zrüe » lr. Die «Laib, ge«,» erscheint täglich, ml! «»»nähme der Vonn» und Feiertaae, Dle «dminlftration b,finbs» sich Congressplah Ni», die Redaction Vahichofgassc Nriü, Gpiechstunben der Meboctton von » bi« ll Uhr vormittag». Uuslllnlirrtc Vricse werdrn nicht angenommen, Vlanusrripte nlcht zurückzestelll. ^ Amtlicher Hheil. ^st un?en^?^^V' ^"lestät haben mit Ehestandes V"^netem D'Plome dem Obersten des ?Prädicat^ den Abstand mit '^" »eruht ^ s^ brunn. allergnädigst zu vcr- «"iidigst' ' ""^ l' Apostolische Majestät geruhten aller« ??>°n Pa?!!^' ^s Feldmarschall. Lieutenants ^1n und ^ "°" Karstenfels und Hegy- ^"^^?^ Reviczly de Re. N"en; ftrner ^5^", '" den Ruhestand anzu- 5. >^w Anlasse dem ersteren das V>bH/M taxfrei zu verleihen ""hMenU.d°ls dem letzteren der Ausdruck der Hln ^ Veurlau^n/"^ekanntgeaeben "erde; 1, ^" von >2 des Generalmalors Karl Kunert Nen?"'llerie.N^^ Commandanten der ^ anzuordn?^ °«f sein Ansuchen mit Warte. den"O??"'N: ^ >ps°Äe?i<.^" .6 u 5" eviö, Commandanten 35.«um C"m^'n^'^"es Freiherr von Weigl ^eitioe "^ "^".'« der ILArtillerie-Vrigade, AiN - ^bersjlikm" ^"""g zum Art.lleriestabe; T^'^egin n?z 5" ?^ Salner. des Corps. v°n.Weigl Nr. 2, zum H; oe« Dwlslonsartillerie - Regimentes ..weiter: ^^Na°^en"ung ^s Obersten Johann Ritter H"Uk5 3lr 2n !"°^°"'N des Dwisionsanillerie. <^imente ssrei^^^ Eigenschaft zum Corps-"-li, «« Freiherr von Weigl Nr. 2 anzu- ^">^"^ des Obersten Karl Edlen von tl"w?' 22. nack >> ^"fanterieregimentes Graf von 4'."valid ^au^. ^^nisse der Superarbitrie-l>ei di ' w den RuH/^'" Landsturmdienste un-'<> Anlassf 3 "°nd anzuordnen «nd demselben »!ie u ^llitär-Verdienftlreuz zu ver- ^^7o^ des Obersten Marcus Ritter Infanterieregimentes Ludwig Prinz von Baiern Nr. 62, auf sein Ansuchen in den Ruhestand anzuordnen und anzubefehlen, dass demselben bei di'sem Anlasse der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde; den Obersten Johann Edlen von Steinberg, des Infanteriereaimentes Freiherr von Fejiroäry Nr. 46, zum Commandants« des Infanterieregimentes Ludwig Prinz von Baiern Nr. 62 ,u ernennen; die Zutheilung des Ob»rstlieutenantsKarlSchnerch, Commandanten des Pionnierbataillons Nr. I, zur Dienst' leisturg beim ReichSlriegsministerium. bei Uebercomplet« führung in diesem Bataillon, anzuordnen; die U'vernähme des Fregatten. Capiläns Karl Hnatel auf sein Ansuchen in den Ruhestand anzu« ordnen und anzub'fchlen, dass demselben bei diesem Anlasse der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde; die Uebernahme des Oberstabsarztes zweiter Classe Dr. Benedict Nossal, des Garnisonssp tales Nr. 3 in PrzemrM nach dem Ergebnisse der Superarbitiierung als zum Truppendienste im He^re untauglich, zu Local» dientten geeignet, unter Vorimtkung für letztere, in den Ruhestand; die Uebernahme des Stabsarztes Dr. Andreas Petershofer, Garrisons. Chefarzt in Stanislau, auf sein Ansuchen in den Ruhestand anzuordnen und! demselben bei diesem Anlasse das Ritterkreuz des Franz-Josef Ordens zu verleihen: den Stabsarzt Dr. Philipp Winter st ein, des Garnisontspitales Nr. 6 in Olmütz, zum Garnisons-Chefarzte in Stanislau zu ernennen. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Februar d. I. dem Mimsterialrathe im Reichs»Finanzministerium Anton Ritler von Kenner taxfrei das Ritterkreuz des Leo» void-Oldens und dem Sectionsrathe in diesem Mini» sterium Friedrich Grafen Pongräcz von Szent. Miklüs und Ooär den Titel und Charakter eines Ministerialrathes mit Nachsicht der Taxen allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. Februar d. I. den Inspector und Finanzrath der General. Direction der k. k. Tabalregie Dr. Anton Kirschbaum zum Ober. inspector und Oberfinanzrathe daselbst mit den sr/tem« mäßigen Bezüqen der VI. Rangsclass? allergnädigst zu ernennen geruht. Plener m. p. Nichtamtlicher Cheil. Aus dem Abgeordnetenhaus?. Das «Fremdenblatt» bespricht die Antwort des Herrn Finanzministers Dr. Edlen von Plener auf die Dr. Sleinwender'sche Interpellation in Angelegenheit der jüngsten Goldrenten Begebung und sagt: «Die Erklärungen des Herrn Finanzministers haben klar gezeigt, dass Oesterreich allen Grund hat, mit seiner lohten Wähiungsanleihe zufrieden zu sein. Sie entsprach dem Wichtigsten, der Gegenwart, und sie hemmte die lunftige Entwicklung in keinem Punkte» — Das »Neue Wiener Tagolalt' bemerkt: «Dajs die Creielung einer drei» einha>bprocentigen Rente für die Sp»culation einen nemn Anreiz geboten bütte, die Curse zu treiben, das stand außer Zweifel. Herr von Plener e» klärte auch, weshalb er für die in R«de stehende Operation die Vermittlung einer Finanzqruppe in Anspruch nahm, wobei er den vereinbarten Curs für die Rente sowie die bewilligte Prämie für die Goldbeschaffung in vollkommen befriedigender Weise motivierte.» Mit Bezug auf die Erklärungen des Herrn Justiz« minister« Dr. Grafen Schönborn anläsilich der De« batte über den Drinalichleitsantrag der Abgeordneten Dr. Pacak und Genossen schreibt die 'Ps,ss<>.: «Der Herr Iustizminister hat die Sache vollständig klar« gelegt, und gegen seine Ausführungen vermochte ebnso wenig die Sophistik wie die Phrase der nachfolgenden Redner aufzukommen.» — Das «Vaterland» betont, «der Ht-rr Iustizminister habe wiederholt in sehr wilkungs-voller Weise in die Debatte gegriffen.» Politische Ueberficht. iiaibach, 1. Vtllrz Das «Extrablatt» knüpft an das veröffentlichte Allerhöchste Handschreiben nachstehende Be« merkung: «Dieser Dank des Monarchen, rührend durch die Schlichtheit der Nuidrucksweise und erschütternd durch die Tiefe der Empfindung, bildet ein neues Monument der Herzenshoheit und Geistesgröße unseres allgeliebten Kaisers.» Jeuisseton^ Forellennmtschast. 5»l!sz^r in s l ^- z^et^ Fische haben will, ^ G,'- d" s die «3""t Vorsorgen. Es wurde an- der Züchterei in sie ist auch k^'en >blem ^?" ^Wässer das erste und ^chs Jungfisch' Da d.e « Anstalten künstlich ae- kb?^ s"n können, wäredas ie der 2"!!"^" "nes Wafserlanfs für td, .Vll ^^ dem ^,?"^"°l)uer von großem Ein- !°> °d ^' sind^^'sche. mit Ausnahme sehr > f ^, d<5 N°"W, der Große frisst den Ui 3"5^ "s ,i" ««nz Kleinen, d j. die Brut, ° 8 ' Ur ^nigsle?''^? ''" kleinen Gerinnen sind V^H "än^ chrer zahlreichen ^ l^att"^ Wael u ssßeren Fische, und das ^ passer ist ^"'.'-f-. ck leichter zu vertilgen. "" du ch^ m"'^. "der doch minder 3er- ^ "fergebusch, Verwurzelung der Ränder und Pflanzenwuchs die Strömung gemildert wird und der Uferschutz überall nahe ist; die kleinen Gerinne enthalten im Verhältnisse zur benetzten Fläche auch mehr Nahrung als große. Allmählich, entsprechend der Zunahme an Größe, wandert die Brut flussab, um größeres Wasser aufzusuchen. Unter anderweitig gleichen Umständen wird dasjenige Gewässer immer das fischreichste sein. dessen Zuflussnetz die reichste A'ldung ausweist. Die F'sche such n auch instinctiv zum Absehen des Laichs, aus dem größeren in das kl»were Wasser zu gelangen, damit ihre Brut die möglichst günstigen Lebelisbedmgungen finde. So wie sie die Natur bittet, werden jedoch freie Gerinne in den seltensten Fallm zur natürlichen Auf. zucht geeignet sein und müssten hiezu vorbereitet, her. gerichtet werden. Die Herrichtung kostet einigen Auf. wand; das zum Besetzen gewählte Rinnsal muss zu nächst ausgekehrt, d. i. mit engmaschlgen Netzen (Keschern. Bären), sollen Asche Mr Art bls nuter eine Finger-länae herab gründlich ausgefangen werden, und es wird das einmalige Absuchen nur selten genügen und meisten« zu widerholen sm,. Gegen den Emtntt größter Fische m,s der Nachbarschaft, falls er mcht durch Stauwerke verhindert ist, schützt man den Graben durch das Ab-ioerren mit Flechtwerk, verbunden mit Schichtung röbern Gesten« welches das Wasser durchlässt, biemit ist das Rinnsal zur Aufnahme der Brnt her-aelichtet sie wird in kleinen Partim m d,e güustlgen Mäh wo sie sofort Verst cke findet, ausgelasstn und w 3rhin de Natur überlassen, die Arbeit der Aufzucht M für ein oder zwei Jahre gethan. Nach Verlauf dieser Zeit sind die Jungfische gründlich auszukehren, um das Wasser für den neuen Besatz zu sichern. Da» Auslassen von Brut in größere Gewässer, in die Gesellschaft von halbwüchsigen und größeren Fischen hat nur unter besonders günstigen Bedingungen einen Erfolg, der den Aufwand noch einigermaßen lohnen könnte; statt der Brut wären hier je nach Umständen Herbstlinge, ein- oder zweijährige, als Besatz zu nehmen. Bei der reichen Erfahrung der Züchter über die Schwierigkeit der Gewinnung von edlen Jung. fischen ist die Idee des «natürlichen Aufzuchtsgrabens» fast so alt, wie die künstliche Forellenzucht, nur Habs« jene. die ihn auszunützen verstünden, nicht hiezu die Gelegenheit, während jene. denen er zugebote stcht, ihn brach und unbeachtet lassen. Solche natürliche Nufzuchtsgräben finden sich in Krain in Verbindung mit allen größeren Gewässern, oft in ein reiches Netz sich ausbreitend; viele sind auch belebt, einige sogar übelvöllert, aber meistens von wertlosem Z"Ug. welches wirtschaftlich nur als Unkraut gelten kann. In einigen klrmrn Bächen kommt ein mehr oder weniger reiner Eoelbestand vor; sobald jedoch dieser halbwegs die Größe erdicht hat, um als Sprlse. fisch zu dienen, wird er von Unberechtigten heimgesucht, durch die Trockenlegung eines Mühlarabens, m,t dem Rückenlorb (Kosch). mit der Hand gefangen, und i^der Betroffene weiß, wie schwer ein wirlsamer Schutz in den abg.lcgenen kleinen Thälern durchzuführen ifl. Auch solche Bäche wären mit groß rem Vortheil auf die Gewinnung von S.tzfisch n für größere Gewässer zu bewirtschaften, als von Ware für die Taftl; d« Dieberei würde dadurch das lohnende Object vorweg entzogen und, da die Forelle ein entschiedener Raubfisch ist, die Zahl der Jungen um vules gesteigert werden. Laibacher Zeitung Nr. 51. 420 2. März1s^>- Se. Majestät der deutsche Kaiser hat, wie gemeldet wird, Se. Majestät den Kaiser Franz Josef zum preußischen General«Felbmarschall ernannt. Die Insignien. zwei goldgestickte Marschallsstäbe en miniature, welche an den Epauletten der Uniform beftftigt werden, sind Sr. Majestät bereits überreicht worden. Der Vudgetausschuss des Abgeordneten« Hauses hielt g stern eine Sitzung, in welcher der Voranschlag des Ministeriums d»s Innern zur Verhandlung gelangte. Der Herr Minister des Innern Marquis Bacquehem wohnte der Sitzung bei und betheiligte sich an der Debatte. Nach Erledigung des Voranschlages gelangte der Gesetzentwurf betreffend die Verstaatlichung der Wiener Telephonanlagen zur Be« rathung. Das ungarischeAbgeordnetenhaus setzte die Verhandlung des Vudgetgesetzes gestern fort. Der Minister des Innern, Perczel, erklärte, die Negierung werde thatsächlich die Kirchengesetze ernstlich durchzuführen bestrebt seiu, als bestes Mittel zur Pacification. Die Staatsmatriken wolle der Minister unbedingt im September einführen. Er beabsichtige, auch die Lchrer zur Matritelführung heranzuziehen, Bezüglch der Justizverwaltung halte die Regierung das Iunctim aufrecht und betonte, die Vorarbeiten müssten noch in der gegenwärtigen Legislaturperiode erledigt werden. Die Agitation der Vollspartei anlangend, habe der Minister nie eine politische Bewegung gesehen, die mit so wenig Patriotismus in-sceniert wurde. Die Bewegung werde sich bald gegen die Organisation wenden und die Regierung nöthigen, dieselbe gegen ihre fanatisierten Anhänger zu schützen. Abg. Stefan Tisza (pro) sprach über die Kirchenpolitik und erörterte die Haltung des hohen Elerus. Die Volkspartei betreffend, sagte Redner, dass dieselbe sich gegen alle Parteien richte, weshalb alle Parteien gegen dieselbe Stellung nehmen müssten. Die Fusion be< treffend, bemerkte der Redner, dieselbe sei nicht noth» wendig, denn die liberale Partei gebe in der letzten Zeit glänzende Beweise ihrer Kampffähigkeit; dennoch anerkenne er, dass eine Vereinigung aller auf staats« rechtlicher Basis stehel'den Parteien wünschenswert sei, weil hiedurch die staatsrechtliche Basis gefestigt und die Durchführung weiterer Reformen gesichert werde. Er forderte den Grafen Szapary auf zu einer Aeußerung über diese Frage. Redner perhorresciert den staatsrechtlichen Kampf. Die Ausführungen des Redners wurden mit stürmischem Beifall rechts und mit höhnischen Hochrufen links begleitet. Die Eötvös - Fraction der ungarischen Un-abhängigkeits-Partei vereinigte sich gestern abends mit den unter Führung Iusths ausgetretenen Mitgliedern dieser Partei. Diese beschlossen, die Zuschüft der Polonyi-UgloN'Partei dahin zu beantworten, dass sie nicht nur die staatsrechtliche, sondern auch die liberale Frage als Parteifrage betrachten und sich mi< der Fraction nicht vereinigen, aber jeden gerne sehen, der ihie Principien theilt. In diesem Sinne veröffentlichen dieselben auch ein Manifest. Im deutschen Reichstage wurden bei Berathung des Marine-Etats mehrere Capitel gemäß den Commissions' Anträgen, darunter ein Abstrich von 800.000 Mark für den Betrieb der Flotte, ohne er« hebliche Debatte genehmigt. Eine läng-re Debatte entstand über Cap'te! «Instandhaltung der Flotte und Werftanlagen». Der Rest der dauernden Ausgaben des Ordinariums wurde nach einer unerheblichen Debatte genehmigt. Bei den einmaligen Ausgaben des Ordina« riums theilte Referent Lieber mit, dass nach den sei» tens der Regierung in der Commission abgegebenen Erklärungen dieselbe nicht beabsichtige, die Zahl der Hochsee.Panzer über 14 zu vermehren. Bis zum Ende dieses Iahrhundertes seien nur zwei Panzer-Ersatz« bauten zu erwarten. Alles andere sei private Zukunftsmusik. Im preußischen Abgeordnetenhause wurde gestern die Specialdebatte über den Etat des Cultus« Ministeriums fortgesetzt. Beim Capitel «Elementarschulen» führte die Discussion der Frage des polnischen Religionsunterrichtes zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen dem Centrum und den Freiconservativen. Die Ausführungen der einzelnen Redner wurden von ihren Partei-Angehörigen mit Beifall, von der Gegenfeite mit Widerspruch aufgenommen. Die belgischen Socialisten drohen mit einem neuen großen Streik als Mittel, das allgemeine gleiche Wahlrecht zu erzwingen. Bei dem Eongresse der belgischen Socialdemokratie am letzten Sonntage »st ein dahinzielender Antrag genehmigt worden. Auf der Insel Cuba ist ein Aufstand aus-gebrochen. Aus den einander zum Theile widersprechenden Telegrammen, welche aus Madrid über die Bewegung auf der genannten Insel verbreitet werden, ist nicht zu ersehen, ob der Aufstand ernsterer Natur ist oder nur locale Bedeutung hat. Nach osficiellen Depeschen entwickeln die Regierungstruppen große Rührigkeit; die Rebellen wurden zerstreut. Ueber den Grund des Aufstandes ist bisher nichts bekannt. Das Syndicat der französischen Bahnbedien-steten beschloss, eine ausgedehnte Agitation einzuleiten, um die Deputierten zu bestimmen, das Gesetz betreffend das Streik-Verbot abzulehnen. Wie aus Christiania gemeldet wird, ist der ehemalige Staatsrath Thorne zum Könige berufen worden. Wie die «Times» aus Alessa melden, sei der Dampfer «St. Petersburg, mit circa 2000 Mann an Bord nach Wladiwostok abgegangen. Wie die Agence de Constantinople aus guter Quelle erfährt, beruhen die Meldungen von den unter den Softas vorgenommenen Verhaftungen auf einer Erfindung. — Die Agence de Constantinople meldet ferner, dafs der Reuter-Meldung, wonach fünf von der Enquötecommission in Sassun einvernommene Zeugen das Massacre von Kindern darthun würden, in den dortigen Kreisen der entschiedenste Widerspruch entgegengesetzt wird. Der Umstand, dass die M,tglieder der Eliquetecommission sich zur strengen Geheimhaltung des Ganges ihrer Arbeiten verpflichtet haben, beweisen die Wertlosigkeit dieser und ähnlicher Mittheilungen. Die Pariser Gesandtschaft Columbiens er» hielt ein Telegramm, wonach die Revolution im Innern des Landes niedergeworfen erscheint und nur noch die Invasion der Flibustier zu gewärtigen ist. Der Senat in Washington hat den Antrag Wolcotts zugunsten der Ernennung eines Ausschusses, welcher die Vereinigten Staaten bei der internationalen Münzconferenz vertreten soll, angenommen. Die brasilianifche Regierung gestand Frank» reich eine halbe Million als Entschädigung sür die Familien der während der Revolution füsilierten Franzosen zu.__________________________________ Tagesneuigleiten. FM. Erzherzog Albrecht f ,. Aus Trieft wirb berichtet: Sojort nach ve> werden der betrübenden Nachricht von dem b'"^a«. des Erzherzog« Albrecht hat sich unter der T"est"" gend ein Comite gebildet, um Veiträge sür die V" eines Kranzes zu sammeln. Nachdem mitgetheilt v^ ist, das« Kranzspenden zufolge des Willen» b«,' ^, Verblichenen abgelehnt würden, hat daS llo»»" , Sammlung zu dem Zwecke durchgeführt, um zul ^ de« Andenkens des Herrn Erzherzogs den se>^. ^, Vetrag dem «Erzherzogln-Marie-Valerie-Fonds' °^j sigen Arbeitervereines Unione Operaia, weW.,^> zur Unterstützung invalid gewordener Arbeiter ^ ^ ist, zuzusühren. Die Sammlung ergab in drei ^ ^l» Vetrag von 1888 Kronen, welcher Vetrag deM g<" Fonds zugeführt wurde. ^ AusPetersburg wird vom 28. Februar ge" ^,. Nach Veendlgung des Trauer-Goltesdienstes !p"^ d«> schafter Prinz Liechtenstein Sr. Majestät dem «"'> ^ Danl für sein Erscheinen aus. Unter den a^^j' Mitgliedern des Kaiserhauses befanden sich .Wi!^ surften Michael Nilolajewitsch. Alexander MiH"' ^ Georg Michailowitsch, die Großsürstin Mane P" ^ die Großfürsten Paul Alexandrowilsch, Dimitr'»" ^«j tinowitsch, Nikolaus Nilolajewilsch und ^ M Alexander von Oldenburg. Auch zahlreiche öft"^ M ungarische Reserve'Ojficiere wohnten der 3"" form bei. .,,.«z »l' In Sosia fand am 28. Februar vorlN"H stl Veranlassung des Hofes in der katholisch" ^nj ^ Erzherzog Albrecht ein Requiem statt, welche« p ^' dinand mit seinem Hofstaat, alle Minister, v" ^!> malische Torps, das Oificierscorps und die Veü beiwohnten. > ----------------- sssiebt' — (Ium Raubmorde aus der " Ol, Wie bereits gemeldet, gestand bereits Ial"b" ^F, und zwar will er das Verbrechen allein, A cM < am 10. v. M. verübt haben. Erst am 21. °-"'^lF sich die Lose. von denen er acht an ReM" ^B Fünf verwahrte er in einer mu aufgenommenen A< in der Goldfchlagstraße in Sechshaus. UM ^, D< des Kaufpreises schaffte er sich unter ""°.Dlbe (lylinderhut und Lackschuhe an. Nach Angabe oe , M, versetzte er Frau Ianela. nachdem sie ihm ^ '^B' einen Stoß in den Magen, so dass sie z" ^, ^ und schlang ihr bann eine Rebschnur um d"^ M sie schreien wollte, stkckte er ihr die Hand l"^,^ !^ und zog die Schnur zu. Um den Leib b" ^F, man ein Leinensäckchen geschlungen, in deM ^^^ dl> im Werte von 10.000 fl. verwahrt waren .hssM sursche, der verhaftet wurde, ist d" >'^ ^. Vchneiderlehrling Rudolf Seidl. Muhlgasse ^-^ehc H Cr ist dadurch verdächtig, dass er in regen» ^» Iakubel und Mayer stand, und dass er "°"^ M Angaben von diesem Geld erhalten hat. «u« Oi Ialubels wurde in Verwahrungshast ""5^'^ scheint nämlich merkwürdig, das« sie als v ^F, , durch volle acht Tage Frau Iansla "'^n ^H Außerdem wurde in ihrer Küche in einer "N^ Ml^. ein Dietrich gefunden. Gegen den Vater ^ richtet sich lein Verdacht. « Kis«^« — (Ein Attentat auf eine" s«^ Au« C'ltanzaro wird vom 28. v. M- »"'" ^- Alippen. stoman aus der Gesellschaft von T. Tschürnau. (42. Fortsetzung.) Auch jetzt ließ sich die Dame durch den Umstand, dass ihre Nachbarin für ihre Bemerkung nur ein lurzes, etwas hochfahrendes Kopfnicken gehabt hatte, nicht abhalten, das angeschlagene Thema weiter aus-zuspinnen. Sie hielt ihr langgestieltes Lorgnon vor die Augen und beobachtete durch dasselbe angelegentlich dasplau« dernde Paar. «Mir gefällt dieses Fräulein von Maubert ganz und gar nicht,» fuhr sie fort mit der Miene eines Menschen, der die Ueberzeugung in sich trägt, dass sein U» theil jederzeit ein zutreffendes und maßgebendes ist. «Sle hat ja eine ganz niedliche Erscheinung und jedenfalls ckie, dabei aber etwas Herausforderndes, Keckes, das bei einem jnna/n Madchen höchst unangenehm be« rührt. Mir macht sie den Eindruck, als hätte sie ihre allerliebsten Posen wie eine Schauspielerin vor dem Spiegel einstudiert Beobachten Sie nur einmal ihre Kunststückchen — diesen vielsagenden Augenaufschlag, dieses spöttisch geheimnisvolle Lächeln — alks Komödie! Meinen Sie nicht auch, liebste Gräfin?» «Nein.» erwiderte diese trocken, «ich denke, dass sie sich ganz natürlich gibt, aber »eun es auch an-m ? ^.""' ^" h""en die Kunststückchcn immerhin ihre Ma?i^?" L^l 9" so allerliebst kleiden. Uer «MW w?e ^° n "^."«denken, ^ss er sie pie . '^' "" ^ nun, wre un» Heide zum Bei- Lori Rabenau biss sich ärgerlich auf die schmalen Lippen. Sie besaß die Schwäche, sich in Bezug auf ihre eigene Erscheinung den merkwürdigsten Illusionen hinzugeben, obwohl sie nach dem wenig zarten Ausdruck der Gräfin Konskn qanz merkwürdig verwaschen aussah. «Herr v. Maubert ist ein Franzose?» fragte sie ablenkend. «Nein — Belgier.» «So, so — jedenfalls ein ganz unbekannter Name.» Die Gräfin Konsky kniff die Augen zusammen und unterzog einen Punkt an der Saaldecke ihrer ganz genauen Betrachtung, dabei schlug ihr kleiner Fuß, der unter der Robe heroorlugte, taktmäßig auf den Boden. «Durchaus nicht,» sagte sie, «ein hochangesehener sogar, und Herr von Maubert ist im Begriff, demselben noch mehr Glanz zu verleihen. Er wird auf den Titel ,Excellenz' nicht lange mehr zu warten haben.» «Ah, wirklich? Um so besser! Ich habe mir sagen lassen, dass vonseilen der Strusa'schen Familie die fremdländische Heirat ihrerzeit keineswegs gern gesehen wurde.» Die braune.« Augen der Gräfin gaben den Punlt an der Saaldecke auf und richteten sich m t aller Impertinenz, deren sie fähig waren, auf die Sprecherin. «So ist es,- kam die Antwort in schleppend nachlässigem Tone. 'Der österreichische Hochadel ist be« tannttich sehr exclusio und möchte sich am liebsten durch eine chinesische Mauer gegen die Auhenw" ^ 5 ^ Was nützt ihm das aber? Es werden "^ d' ^ so viele Breschen geschossen in diese ^" ^fce^ sich kaum noch der Mühe verlohnt, ''^ ">^e halten. Wie häufig kommt es vor, dal»H^n """»>< Kreise Bühnenkünstlerinnen zum Altar l"^. ^'^ Verbindungen mit der kauls linanee, ^el'''^, Frage: ,Was hat sie?' die einzig em^e^ p°^ nun schon gar an der Tagesordnung. del, meine Theure. Da drüben ist mein »M ^ ich nicht irre, nach mir ausschaut!' hsM^F Sie nickte ihrer Nachbarin s" f""«e diel^F" als habe sie keine Ahnung davon, dap '^gsa^/ tödlich verletzt hatte, und dann g'eng'" chce» ^ durch den Saal, die grüne Pliischschl^h. ^ mit lässiger Grazie hinter sich dm"^ ^ seH/ Graf Ulrich, der eben herbeikam, ^ ^,F, .ege.chei.en im b°"W^n H»a «>„ de» H A klemeren und größeren Tischen, ^" ^glow Z p. Zimmern aufgestellt waren. Dlese U" ,>a"S F>> der Umstand, dass alles Gebotene A^ng hatten zur Folge, dass sich d'e 6 >.^e. dieses Soupers immer bedeutend 1" » (Fortsetzung f^t-) -^" 6"wn«.Nr51.__________________________421________________________ 2. ^,^ „,, « " f'?""e der 24jährige Seminarist Louis Nifi. al« im b Uis'^'^" sur Priesterweihe nicht zugelassen sei, Neb N^c" ^"ats in Anwesenheit des Bischof« einen an l>-r ?? °"l den Rector des Seminars ab. den er dann «^ ^"^ schwer verwundete N.fi feuerte lvelcker?« «^ °"dere Schüsse gegen einen Diener ab, das N,w ^?""^"" suchte. Die Kugel drang durch schüdilln ^.3.^"'"' °^"' denselben jedoch zu be-'"och spätes l^"^^ "«'iff die Flucht, stellte sich brechen Ma b ^ Gendarm, welchem er sein Ver- Üfterr^'^^^""^dichten.) Der Generalrath der h°t in seiner am 28. v. M. sta.t-Vtiill,. j«^ ^""s den vom Generalsecretär erstatleten WM. d^m ^ ^ der Bank, serner über die Vcr-lnduftrie ^''dmarltes sowie über die Lage der Iucker-besonde».. '"^ Kenntnis genommen. Hiebei wurde ins-leine solck/?. "'"' dass die Lage der Iuckerindustrie wl'dkn ,«n« ' ^ °" '^ "nste Besorgnisse abgeleitet «eamten '? . V "^ ""^e beschlossen, die Bezüge der Underten N i. 'v""^" «nd Diener, entsprechend ben go zu syslemiN " ^" i" "Wen, beziehungsweise neu Nudawij,s m"' ^" In der Generalversammlung des ^«Vermal» " "^oe der vorgelegte Bericht Dividende ""^'"^s genehmigt, und es wird sohin eine w°"8'n. ^' ^" lr. si" Actie zur Vertheilung in 337/^!/«^°^"°^ Hunde.Ausstellung d°M 4 l>z'z 7 «« ""H'^^ Hundezuchtoerein veranstaltet ^Wonskvt i. d- I- in Wien, und zwar in dem ^"ftrlluna «« « ""de. ^ne internationale Hunde« flicht w°« ^° Hunderassen. Diese Ausstellung ver-Hunde' sow., !" ^' Qualität und Seltenheit der b"den. Mi. k ^"angement betrifft, großartig zu ^D°chsb'"k ^"sftellung ist auch ein Preisschliefen ^lben auch ! « ""^ sc'l Terriers verbunden, wie bei der. ^schliebeneH 5 «" ^"r.-ungar. Erdhund-Club au«, lommt. lg,; ^ '^ diese beiden Rassen zur Enlscheiduna. ^en die d« - ^" ^""" Hunde. Ausstellung "'"tigen Med?""^" b""de nicht mehr mit gering, ^"ten werw n ^ D,plomen abgefertigt, sondern ste '"UuW.Con.,' . ^^" und Ehrenpreise. Dem Aus. ^ca 8000 K ' ^" bisher fgr Prämilerungszwecke ^",. und « "-' ^reiche Ehren- und Specialpreise, "schellten 5. "'"sMtdMen l^. zur Verfügung. Die ^"chen 96 «us c, concurrieren in 153 Classe, von ^"' s° dal! V.^dhunde und 5? auf Luxushunde ent. °"en. ^ "" Nch für jeden Hund die besten Chancen 5°""ne und 9l ^"""" "del mit 16. April. Pro-^^zarini in^^'^"' sind bei Herrn Freiherrn ^" ^"dolf P^'^sabelhstraße 46.; in Wien bei faction der ^. ^^' Wallgasse 19) und bei der ü" "halten. '"""de-Sport.geitung. (1., Vanlgasse 2) y"^e^ ^ '^t aw A *^eg,erung«bote. veröffentlicht einen V"" « heik . ^udeutenunruhm am 20. v. M., in V"^chlusse dr,,^ dm üblichen Mahlen, welche am N°" "Nd de ^"^«fltät unter den Teilnehmern der ^^"""ts »^0^/."'°"^" Studenten in verschiedenen b«>ten die O^°"" wurden, störte ein Theil der ° 5 ^ Äube '^"1.^ °"' der Straß- in solchem M.he. 3 '^ ""rden "" "«Wendung von Gewalt wieder her-3« ^"enstob ^ ^' ^" der Michael-Maneqe. wo ein R^wmde^" Studenten und einem Officier zur/>' drängn ^/^°7" ""^tet; im Restaurant 2 ' "folge dessen ."'?'" Studenten die Polizei 5 ^ lvar di. ^ ^" Polizeichef des Stadthell.« ge« tV die vor^s. .""°. mit Gewalt herzustellen. - u>^N ^'"ärung erscheinen alle über. w ? ühnlich?« um77^". ^)le Behörde werde lünftig. ^ Vrbnun, « ."den derartige Mahnahmen treffm. '^--^^^°uf der Straße aufrechtzuerhalten. ""I- und Proliinzial-Nachrichten^ ^on, ll Moorcultur. Uulturingenieur N.Habez in Laibach. 3i^"'V"^^ St. Paul liegt zugrunde, daf« da« "H.,°"f welche« ^ ^5 '" "'le Gräben entwässert KbHns b n?m D?/, ^ «roße Mengen Compost für j'h ^"°ch demV^. ^u^"^ im Herbst auf. lcäV „^"ell vertbeM ' ^ "" ""d Auflhauen im Früh. ^den°^ "Wch «rn!' .""" ^"l°b v°n Grasfaat so d"r ^r g3.v"7"'» "it dem Moore durchegg. UN!«« ' wenn d?^ ^'"" ""is genau °bg.pa,Sl ^ i« 7« gefro " ^°".'' bis 8 o,n tief aufgethaut. ^ Jahre Mh!g ^"derholung der Cultur ist alle ^bs^^ w^e^die"^""^ des ^»rs Fleischer lelt b, b" durck l? ^«cultur jetzt wcgen schlechten der Kohle und Unmöglich- ^en K" N n"n """'lichm Düngers in den er. h°ch^'"°els an K°"^'^°ssen. Peckoerfahren lann d!e?le nicht an«^ ^'°lge großer Ausdehnung der °" arm «n,°"t "erden. Dazu lommt, dass "" an ssalt, weniger Stickstoff ent- halten, ihre Pstanzenrefte unvollkommen zersetzt und sperriger» find als diejenigen im Grünlandsmoore. Vrim Cullurverfahren unterbleibt die 3anddcck^, auch das Nus-lorfen wlrd unterlassen, weil die obere Schichte am nährstoffreichsten ist. Hingegen wird ein gutes Canalneh und gute Entwässerung wie bei der Veencultur empfohlen. Zur Beorderung der Zerseyung ist eine Kallung mit 40 bis 60 Centner Kall oder 80 bis 100 Centner Mergel auf den H.ltar erforderlich. Die Düngung ist hingegen reicher als für Grünlandsmoore und erfordert nebst gugabe von Stickstoff: 16 bis 32 Centner llainit, 12 bis 16 Centner Thomasschlacke und 4 bis 8 Centner Chilisalpeter per Hellar. Die Gefammtloften dieser neuen Cultur betragen ungejühr 80 bis 1b0 fl. pro Hellar. In nassen Mooren mit etwa 10 pCt. Pflanzen» reften und 90 pCt. Wassergehalt muss bei Anlage von Gräben und Canälen sehr vorsichtig zuwerle gegangen werden, um das oft gewaltige Anmessungen zeigende Quellen und Austreiben des Moorschlammes zu ver. hütrn. Die hiedurch zuweilen entstehenden Risse tonnen den Zusammenhalt der Moormasse auf bO m und darüber hinaus vollständig zerstören und die Culturarbeiten dadurch bedeutend erschweren. In der Regtl hat man zuerst 0 b m breite und tiefe Gräben in der Richtung des auszuschachtenden Canals oder Entwässerungsgrabens zu ziehen, je grüßer der Wassergehalt des Moores ist, desto mehr muss letzteres Maß verringelt und hiebei der Auswurf mindestens 1 ,n vom Grabenrand entjernt gelagert werden. Ist hierauf eine entsprechende Austrocknung der nächsten Umgebung des Gläbchens erfolgt, waS bei einem 6 m tiefen Moore in der Regel im zweiten Jahre, ost noch früher, bei seichteren Mooren aber schon im ersten Jahre eintritt, so verlieft man das Grübchen um ein weiteres halbes Meter und legt sodann senkrecht zu diesem Graben so> genannte Kopfgräbchen oder Grippen in Entfernungen von 10 m unter sich und circa 0 6 m breit nah-zu von der gleichen Tiefe wie der Hauptgräben an. Die Länge dieser Gnppen wird etwa dreimal größer als die Moortiefe angenommen. Gel 6 in tiefen Mooren geht man so» dann im dritten Jahre 1b in tief und gibt dem Graben 1 ,n Sohlenbreile. Die Kopsgräben werden demgemäß ebenfalls vertieft. Am Schluss des dritten Jahres legt man auf j?der Seite des Hauptgrabens in einer Entfernung von 50 bis 60 Meter, gleichlaufend mit demselben, Grüben von einem Meter Tiefe und mittlerer Breite an, welche das Wasser vom Arbeitsfeld fernhalten, worauf die Ausschachtung des Canales in Angriff genommen werden kann. Der Aushub (mit Ausnahme der obersten Schichte) wird zu Brenn- und Slreutorf verarbeitet. Das Moor senkt sich in der Umgebung des Canales sehr stark. — (Die Neubemessung der Nrbeits-zulagen für die Officiere und die Mann» schast der Militür-Detachements zuHilfc-leiftungen bei Ueberschwemmungen.) Im Einvernehmen mit dem l. und l. Reichs'Kriegsmlnisterium und dem l. l. Finanzministerium wurden die Arbeits-zulagen für die Off'ciere, Unterofficiere, Gefreiten und Soldaten der Militär.Petachements zu Hilfeleistungen bei Ueberschwemmungen für die Zukunft mit dem nachfolgen« den Ausmaße festgesetzt, und zwar: für die Off'ciere vom Hauplmann aufwärts 4 fl., für die übrigen Off'ciere 3 st., für die Unlerofflciere 24 lr., für die Gefreiten und Soldaten, welche zu Eroarbeiten, zum Arbeiten im Wass r oder zu Prolesslonisten-Arbeiten (ausschließlich der Schuster und Schneider) verwendet werden. 22 kr., sür die als Unwausseher verwendeten Gefreiten und Soldaten 18 kr., für alle übrigen Soldaten (einfchließlich der Schuster und Schneider) 1b lr. täglich. — (Der «GlaSbenaMatica») wurde seitens des hohen l. l. Ministeriums für Cultus und Unterricht ein wertvolles Geschenk zutheil durch Ueberlassung eines Exemplares der mit Unterstützung des genannten hoh?n Ministeriums erscheinenden musilhislvtisch hochwichtigen Publication ,Denkmäler der Tonkunst in Oesterreich». Der bisher erschienene erste Band reproduciert im ersten Halbbande des großen Contrapunltilers und Theoretikers des 18. Jahrhunderts I. I. Fux ausgewählte Kirchenmusik, im zweiten Halbbande dagegen Geoig Muffats (17. Jahrhundert) interessantes «Ilorilegium», eine Samm» lung von sieben Inftrumentalfuiten. Einem späteren Bande sind bekanntlich des Krainers Jakob Gallus Weile vorbehalten. — (Gefahren des Winters.) Die enormen Schneemassen, welche unS der Winter beschert?, wurden von den Straßen größtentheils entfernt, blieben aber auf den Dächern der meisten Häuser in aller Gemüthsruhe lieaen Wie gefährlich das bei plötzlichem Witterungs-umschwung für die Passanten der Straßen werben kann. hat man bereits gegenwärtig in den sonnigen Nachmittags-Nunden zu beobachten Gelegenheit, wenn Schieelawinen mit voller Wucht auf die Gehsteige hernieoe. sausen. In mich höherem Maße bedrohen die von den Dachrinnen und Gesimsen herabhängenden Eiszapfen von ganz re-spectabler Grüße dic Passanten, ja ste aMhrden unter Umständen sogar das L-ben der ahnungslosen Fußzänger! In einigen Straßen ergießen sich bei Thauwetter wahre Sturzbäche aus den schadhaften Dachrinnen auf die Och» ft.ige; in den Hosräumm zahlreich-r Häuser liegt der Schnee noch meterhoch, droht beim Anschauen sämmtliche Kellerräume zu uberschw.mmen, und noch manche andere Hinterlllss nschaften des abnorm ftrena/n W nter« werben bei eintretendem Thauwetter die größten Unannebmlich. leiten im Ge'olge haben, wenn nicht durch rechtzeitige Vorsorge a/ößerem Schaden vora/beugt wird. — (Militärisches.) In den Nctiostand der Landwehr wurde überseht der Oberlieutenant Friedrich Pel tern el des Infanterieregiments Freiherr v. K^hn Nr. 17. — In die Reserve wird Überseht der Ober. lieutenant Friedrich Kiepach des Infanterieregiments Freiherr v. Kühn Nr. 17 im Regiment beim U b-rtrilt in den Tivil-Staatsdienft («ufenthaltsort Gilch^ck). — (Schneebericht.) Wählend nach den Ve« richten des l. l. Centralbureau für o-n hydrographisch,»», Dienst in Wien in der oe>floss>nen Woche vom 17. bis 28. Februar in dem S've- und Draugebiete nur geringe Schneemengen sielen, schneite es in den anderen F us«« gebieten Oesterreich« in ausgiebiger W ise, namentlich im Inn- und Donaugebiete. — Trotzdem betrug die mittlere Schneehöhe im Saoeg biete 54-7 cm, im Draugedille 53 cm. Von den in Kram b< südlichen Schneepegel-stationen halte am 23. Februar Masun bei Schneeberg die g'üßte Schneemcnge berichtet, nämlich 144 crn, St. Peter in Inneikrain und Gurlfeld die geringste, nämlich 20 «m, beziehungsweise 30 om. Pas war also vor Matlb/is; der brachte uns zwar nicht Ei«, dagegen abermals viel Schnee. Die Schneepegelftation Glnlield z. V. verzeichnete am 27. Februar 32 cm, am 28. F?, bruar 23 om Neuschnee, so das« die Schneehöhe daselbst an diesem Tage 69 em betrug. V. — (Eine feldmäßige Bergbesteigung.) Von militärischer Seite erhält die «W. A. I. nach. stehenden Bericht über eine Besteigung des 276? M'ter hohen Dobratsch durch eine Nbihrilung des 9. Fldjaaer-Vataillons: Unter Führung des Hauptmannes v. G?lb wu'de eine Besteigung des Dobratsch unter Verhältnissen unternommen, wie sie wohl kein touristischer Verein ge« wagt hätte. Die Adjustierung der Truppe war nämlich complet feldmäß'g, mit Felbrsquisiten und Bergstock Die G wehre wurden, wie die italienischen Carabiner, umgehängt getragen. Um b Uhr früh wurde der Uu^ftig bei einer Temperatur von —16 Grad Reaumur unternommen. Die Station «Heiligengeist» am Fuhe des Berges wurde in Eilmärschen um 7 Uhr erreicht, bann begann nach einftündiger Rast der Ausstieg. Genen 4 Uhr nachmittags langte die Abtheilung bei furchtbarem Schnee-stürme beim Schuhhause auf dem Dobralsch an. Do»t wurde abgelocht — Conserve« waren milg nommen — und übernachtet. E« bestand der Plan, am nächsten Tage gegen Nötsch ben Abstieg zu versuchen; indes herrschte solch wüthend-« Schneewehen, das« die Offlciere die Absicht aufgaben. Man mufste daher in derselben Route, wie beim Aufstiege, auch die Rückt, hs wogen und trat biefelbe auch um halb 8 Uhr morgens bei einer T mperatur von — 24 Grad an! Der Sturm war furchtbar; die Truppe musste im Laufschritte vorwärts eilen und, um sich vor dem eisigen O'lan zu schuhen, den Waldweg einschlagen. Um halb 12 Uhr lam die Ab» theilung nach «Heiligengeift» und langte in Vlllach um 2 Uhr wieder an. Für die Tüchtigkeit der Neuner-Jäger spricht der Umstand, dass kein einziger Maroder sich während oder nach der Tour meldete und nach Anficht der Off ciere die Mannschaft auch nach der Tour — volle Ma'schsähiglclt hatte! Dcm Kriegsminifterium wurde von dieser bravoutösen Leistung der Abtheilung Mittheilung gemacht. — (Das Waisenhau« in Vottschee.) Am 21. Februar wurde das anlässlich des vierzigjährigen Kaifer-Iubilüums gegründete Waisenhaus in Gottschee in aller Stille eröffnet. Aus diesem Anlasse spendete der Präses des Waisenhaus-Vauvereine«, Herr laiserl. Rath Director Ferdinand Mahr, den namhaften Betrag von 100 st. und die Firma Franz Xav. Souvan Stoffe für Anzüge der W.isen. Möge die junge Anstalt noch viele Wohlthäter finden! Der Andrang der hilfefuchenden Jugend ist groß, die verfügbaren Mittel gering. — (Pferdezucht in den occupiertenPro vinzen.) Se. Excellenz ReichsFinanzminister v. ssällay-legt besonderes Gewicht auf die Hebung der Pferdezucht in ben occupierlen Provinzen. Da« bosnische Pferd stammt aus einer Kreuzung mit der arabischen Rasse, ist ab?r im Laufe der Jahrhunderte fehr verkommen. Um die R'sse zu verbessern, hat die bvsnifch - hercegovinische Landes-reaierung Deckstationen errichtet und gute D.ckchlere aus Ungarn angeschafft. Diese Deckstationen werden von der bozmschen landwirtschaMichen Bevölkerung stark ,n Anspruch genommen. Neuesten« hat die Regierung beschloss n, in der bei Bad Ilidz? gelegenen Musterwirtschaft Vutmir «inen Fohlenhof zu errichten. Diefer Fohlenhos beginnt seine Thätigkeit fchon im nächsten Frühjahre; daselbst werden aus den besten österreichischen und ungarischen Gestüten angeschaffte einjährige henMohkn üngchrlli. — (Die Kosten jür Schneesäuberung.) Die Kosten sür da« Säubern der Strafn und Plätze in Laibach von Schnee und sür das MMren desselben belausen sich weit« aus 8382 fl. Laibachcr Zeitung Nr. 5l. ___________________________________422________________________ 2. März 1695. — (Dai Allcrhöchste Handschreiben.) Da« Allerhöchste Handschreiben Sr. Majestät des Kaisers an den Ministerpräsidenten Fürsten Windisch.Eräh. mittelst welchem derselbe beauftragt wird, den Danl Sr. Majestät für die Veweise der Theilnahme und Anhänglichkeit an» lüsslich de» Ablebens Sr. l. und l. Hoheit des durch« lauchtigsten FM. Erzherzog« Albrecht der gesammten Ve» völlcrung bekanntzugeben, wild in allen Gemeinden des Landes in beiden Landessprachen placatiert. — (Unglücksfall. — Raufbolde. — Durch Unvorsichtigkeit verletzt.) Am 28.V.M. gegen 9 Uhr vormittag« wmde der 18 Jahre alte Hau«« befihers«Sohn Andrea« Zwölf von Ralitnit, der als Arbeiter beim Sckmeeschaufrln beschäftigt war, von dem von Wien nach Trieft verkehrenden Postzuge Nr. 8 erfasst, überfahren und sofort gelödtet. An dem Unglücksfalle trifft niemanden ein Verschulden, weil der Vahnwächter den in freier Strecke befindlichen Arbeitern zurief, das Geleife zu verlossen. was diese auch thaten. Andrea« Iwvlf dürfte von der Schnecmasse abgerutscht fein, infolge dessen er unter die Maschine kam. E« herrschte um diese Zeit auf der Strecke starke Vora mit Schneetreiben. — Varthlmä den gezogen: 48, 154. 180. 747, 785, 1310, 1465. 1780, 1811, 2142, 2320, 2782, 2898, 2906, 3078. 3507, 3721, 3924. — Ziehung der Wiener Prämienlofe. Den Haupttreffer mit 200.000 fl. ge-winnt Serie 750 Nr. 74, 20.000 fl. gewinnt Serie 886 Nr. 6, 5000 fl. gewinnt Serie 1356 Nr. 10, je 1000 fl. gewinnen Seiie 933 Nr. 31, Serie 1549 Nr. 83, Serie 1746 Nr. 6, Serie 2117 Nr. 92 und Serie 2148 Nr. 86. Gezogene Serien: 7, 106, 208, 867, 1069. 1796, 1921, 2006, 2154, 2288, 2310, 2529. — Ziehung der ungarifchen Basilica - Lo se. Den Haupttreffer mit 20.000 fl. gewinnt Serie 5061 Nr. 31, 1000 st. gewinnt Serie 3772 Nr. 73. — Ziehung der ungarischen Rothen - Kreuz-Lose. Den Hauptlrcsser mit 20.000 fl. gewinnt Serie 6612 Nr. 71, 1000 fl. gewiunt Serie 6403 Nr. 61, je 500 fl. gewinnen Serie 23 Nr. 52 u. Serie 331? Nr. 100. — (Fremdenverkehr.) Im Monate Februar sind ln den hiesigen Hotels 1236 Fremde abgestiegen. Sonntag den 3. März (erster Fastensonntag) Hochamt in der Domlirche um 10 Uhr: Choral« messe; Graduale von A. Foerster; Offertorium von Franz Wltt. In der Stadtpfarrlirche zu St.Ialob am 3. März Hochamt um 9 Uhr: Ui»8» iu kauorsin 8t. (^»(niliuc; und Graduale von A. Foerster; Offrrtorium von A. Rleocr (Vocal) ohne O^^lbegleilung. Neueste Nachrichten. Neichsrath. Sitzung des Abgeordnetenhauses am I.März. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses erstattete der Herr Präsident Freiherr von Lhlumecky Bericht über den Empfang des Präsidenten des Abgeordnetenhauses durch Se. Majestät den Kaiser behufs Entgegennahme der ehrerbietigen Beleidskundgebung des Haufes anlässlich des Ablebens Sr. k. und k. Hoheit des durchlauch« tigsten Feldmarschalls Erzherzog Albrecht. Die Ve» sammlung nahm die Mittheilung des Präsidenten stehend entgegen. Der Herr Minister des Innern Marquis Bacquehem beantwortete eine Reihe von Interpellationen. Der Abg. Dr. Brzoräd beschwerte sich darüber, dass den jungczechischen Mitgliedern des Wahlreform-Ausschusses der Zutritt zu den Verathungen des Subcomitss dieses Ausschusses verwehrt wurde. Der Präsident Freiherr von Chlumeckn erwiderte, der Vorgang des Subcomitös sei ein der Geschäftsordnung vollständig entsprechender. Er stimme mit dem Vorredner überein, dass das Subcomili kein Ausschuss und nicht als sicher zu be-handeln sei. Er erklärt die Auffassung des Abgeordneten Vrzorad über die Nothwendigkeit der Zulassung der Nusschussmitglieder zu den Sitzungen für unrichtig. Er könne daher gegen den Vorgang, den er für ganz correct ansehe, nichts vorkehren. Abg. Dr. Pacäk wünscht, dass sein in der letzten Sitzung eingebrachter Dringlichkeitsantrag betreffend die Unzulässigkeit einer gerichtlichen Iudicatur in Bezug auf unter dem Schutze der Immunität stchende Redrn dem Press-Ausschusse zugewiesen werde mit dem Auftrage, binnen 14 Tagen Bericht zu erstatten. Der Präsident erklärt, dem Wunsche des Redners entsprechend, dessen Dringlichkeitsantrag dem Press-Ausschusse zuweisen zu wollen, und das Haus nimmt den Antrag ws Abg. Dr. Pacük, dass der Ausschuss in 14 Tagen Bericht zu erstatten HM, an. Das Haus schreitet sodann zur Tagesordnung und setzt die Sftecialdebatte über den Strafgesetzen^ wurf fort. Iu Berathung stand das 5. Hauptstück: Verbrechen und Vergehen g/a/n die Wirksamkeit und das Ansehen der Staa sa/walt. Zum Schlüsse der Sitzung beantragte Abg. Deym angesichts der Zuckerlrisc die Einberufung einer Enquete behufs Wahrung der Iiücnssen der Zuckerfabriten und der Rlib.'l'production. Abg. S ehnal beantragt die Abänderung dks Zuckersteuergesetzes und die Abschließung eines internationalen Uebercinkommens betr»ffs der Exportbonifikationen. — Nächste Sitzung morgen. Die Vorgänge auf Cuba. Madrid, I.März. In der Kammer und im Senate wurden gestern zahlreiche patriotische Er- lklärungeu abgegeben, wclche der allgemeinen Bereit« willigleit Ausdruck gaben, die Regierung in ihren "e-strebungen zur Aufrechthaltung des Friedens auf M» zu unierstühen. Die Regierung hat verfügt, daft w Falle des Bedarfes Verstärkungen von 6000 M«" nach Cuba entsendet werden. , London, I.März. Reuters Office meldet a" Key.West: Einer hier eingetroffenen Nachricht zuM hatten die Aufständischen auf Cuba 2000 Mann jp<" nischer Truppen unter General Lachambre gesaMt«' New york, I.März. Ein Dampfer, welker"» 24. Februar Havanna verließ, berichtet, dass die Staoi zu dieser Zeit in Aufruhr gewesen und die Rebellen' flagge gehisst hatte. 30 Mitglieder der angehe"!«" Familien seien verhaftet. Es verlautet, dass im aM" 800 Personen festgenommen worden seien. Das EolNp>" sei der Regierung durch einen Rebellen verratyen worden. Der Krieg zwischen China und Japan. Hieroshima, 1. März. Einem amtlichen ^ richte d<'s Marschalls Oyama vom 27. v. M M'A wurden die Chinesen am 24. v. M. in der Nähe vo Tapings-Ta geschlagen. Die Japaner verloren Mnz» Todte und 250 Verwundete, die Chinesen 200 ä^ und eine unbekannte Zahl Verwundeter. Gelsgranltne. Wien, 1. März. (Orig.-Tel.) Se. Majestät ^ Kaiser empfängt morgen den Fürsten Lobanow feierlicher Audienz behufs Ueberreichunq des AbbenW'^ schreibens. Fürst Lobanow begibt sich nächste ^"H zu seinem Amtsantritte nach Petersburg. Da der o"' das Großkreuz des Stefans-Ordens besitzt, verl'ey »^ Se. Majestät der Kaiser zu dieser Decoration Brillanten. M< Wien, 1. März. (Orig.-Tel.) Fürst RichardH ternich, ehemaliger Botschafter in Paris, ist ""^^ee morgens an Gehirnschlag gestorben. (Er war 7> A" ^ 1829 geboren und von December 1659 bl«'^ Sturze des zw iten Kaiserreiches 1870 Botscha"" ^ Paris.) Se. Majestät der Kaiser ließ durch den^^ Hofmeister Prinzen Hohenlohe der Fürstin A ^ Metternich anlässlich des Ablebens ihres OelnaYl» ' Beileid ausdrücken. ^ ^.^ Wien, 1. März. (Orig.'Tel.) Die G"^ verfammlung der ersten österreichischen Sparca^ ^, unter stürmischer Acclamation den Antrag des ^.^ toriums an, anlässlich des Kaiser-Jubiläums i" M, Stiftung für Vollswohnungen und WohlM"' richtunqen 250.00 fl. zu widmen. . hes Paris, 1. März. (Orig.-Tel.) Der Redacte^^ «Journal des Dibats», Pescher, genannt Harry ^ wurde heute vormittags in einem Duelle lnn Officier der Marineinfanterie getödtet. „^M Mexico, I.März. (Orig.-Tel) Vei Te"^ entgleiste ein mit Pilgern oich'b^hter Elsen"^ es wurden 104 Passagiere getodtet, 85 verwuM >..^ Washington, 1. März. (Orig.'Tel.) Der "« ^ Gesandte erhielt eine Depesche, wonach eM ",<^,el-Insel ztey West bei Florida gebildetes 3"^fM Corps sich nach Cuba begeben wird, woran e? .^tel« der Abwesenheit des gewöhnlich in Kry'Mst sta"" Union-Kutters nicht gehindert ist. Alisselommene Fremde Hotel Elefant. Ml. l. l. Notar, Rudolfswert. — Vubal,H^el!'^ Trieft. - Havas, Kfm,, Or.'Kanisza. - Schau", " Hammerstiel. Hotel Lloyd. - Ate,«' ^ Am 28. Februar. Pelilan, Privat, sammt S°Y". gM-Meihler, Vrauereibeslher. Prag. - Nohrmann, M^^ O Kovacic. Hausbesitzerin, Lichtenwald. — Luzar, A".M, att^ - Forster, Iussenicur, Volcndurf. - sscchar, ^,,jlo, M< wardein. — Dra^in, Fabrilsleiler, Lipse. "" H^«hei!N, Gärlih. - Kalles. Fabrilant, Reuchenlierg. — ^ ___^ Trieft. — Plet<-rsel, Privat, Nassenfuß.________^--^ Verstorbene. 43 I" An, 2 », Febrna r. Johann Nevi, Arbe« Polauadamm 5(1, Lmpl^'8. pulm. ___________ .?»!?»^!??'_____. ^ssillll^^<- Meteorologische Beobachtungen^m^^^ ff «ti^ Z^ ^B Z B ^Z« P ! Wind besH'""""^- _, .. ^ __ , ^^3.1^"______^^__,-^---WcI 0.00 ?U.Mg. 735 9 -11 2'! windstlll ^er I.2.N. 7368 -2-8 SW. schwach ^c < ^ 9 . Ab. 735 7 —44 windstill ^es'N^ Morgens Nebel, dann heiter. — Das , ^. ^^ Temperatur -6 1°. um 7 7° Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ja" Ritter von Wissehrad. ..jacher Zeitung Nr. 51. 423 2. März 1895. Ausweis M,,.. über den e'chaftsstM der l. l. priv. wechselseitigen Brandschaden-Versicherungsanstalt in Graz mit 31. Jänner 169b. 'bä'ude iÄV.""Z' ^^-^6 Theilnehmer, 245.450 Oe- Gulb n H^""«^ III Svi? f ^rslchcrungswcrt '««siNN Versicherungsscheine, 113.082 fl, Gulk^7?^'^"ll' Zuerkannt in 15 Schadenfällen 7828 Ae n?^n °. .^envergütung, pendent für 6 Schaden« "' NobMar M^ ^ Schadensumme, dulden ic7,^^"N- Zuerkannt in 12 Schadenfällen 2130 M.3/ ""^" für 1 Schadenfall 69?^'Abtheilung: Zuerkannt in 5 Schadenfällen ^adensmn?"^"""' ''"^"^ f"r ^ Schadenfall 55 si. mil 9i n. Vessrvefond «z un Monate Februar 1895. --------^»^^acl'druck wird nicht honoriert.) <8»0) <« >', und ^"' Harnleiden ^ ",eren°Ka tarrh, Gries, Sand u. Gicht tc.) wird der "°n Newo "^^ Sauerbrunnen n« Ausfü^'N« "Npfohlm. Viele Curcrfolge. «??n oder d?.. ^^'""'^"ft ssralis an all<>n Verlaufs» ^"ermarl. °°" der C u r a n st al t in V a d Rad ein, Kaftner° "^^bach bei: Iohann'Linwger und Michael ---------->_^.^^ (4846) «-5 Heinrich Kenda, Laibach **ÖMtes Lager und Sortiment aller Crayatten-Spe dalitäten. ^_____Por*Wahrend Cravatten - Neuheiten. »The Mutual" LBljensversiclierungs-&esellscliaft v. New-York. 6r^^ÄeBl8teitifl- Keine Acti°näre- v«ri»x ' u"errelcht hohe Gewinnantheile. üb^am3i.Deo.1893 yer»loherun«r i .....967 Millionen Francs *u»*ahlnn" estand • 41»» Millionen Francs s Kinn eU °*«<*»ft.- vp*ol|«-«a' " " ' • ¦ l»o« Millionen Francs f,e*NlcU *"an"e lür die »HterrcichlNchen ?ep <*ol«w „Mrone" 1,021.124 In Iproi en- (789) 1Ure**e beim k. k. 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Vortrefsliohe8 Stärkungsmittel fur Kranke und Genesende. C272) 26—4 Course an der Wiener Börse vom 1. März 1895. N°« dem oMen«, To«««««« ''"b,l,^ ° ' - la,.'8.» ,n, ,0 vo« Staate zur Zahlung übernommen« »ifenb.'Prlor.' Obligationen. 0 u. 800« M. für 200 Vt. <"/«..... l«l-. lLl'stO Vlisabslhbahi,, 4«<> u, 8««0 M. li<«' M, <"/„..... lLN ö',^?«) ssrnn, Ioscph.U,, VorarlbcrgerVahn.Vm, 18»4, . 4"/„ (dw. Et.) T., f. ,l>U fl, N, lUU - l01 — U»g, Voldrrnte 4"/« per «lasse l»4 20 l»4 4« blo dto, per Ultimo .... 124'IU 1«4 »0 bto. Reiiie in Kr 9« l>l> 4"/« oto, bto, per Ultimo . . »9 »0 »» LU dto.St.(t,»ll.VoIb l0Ufl.,4'/,°/n 12? M< lll» 5» dto. dto. Gilber l00 fl.. 4'/,"/., 104 4« l«z 40 bto. Etaats'Oblig, (Una, Ollb,) °, I. 1«7N, b«/„..... 18k b5,2S'55 d>o,4>/,«/,>Vchllnlregal'«bl,'Obl, 1Ul- - 10»'— bto, Präm-Vlnl, k lN(> sl, v, W. Nil — l«»'- bto, dto, ll bO fl, 0, l», 161—1U2 - lhrls,'Reg.-Lose 4"/„ 100 fl, , ibX'b» 1« 50 Grundenll.'ybllgalionen «ür 100 fi, TM), b"/» »alizische...... -'- -— 5"/., >'iebcr0st<>ririchnan.»l,'a,.LoIr 5"/„ . , . , 138'b0 1345" dto, N,»fll,<> ,»7« , 1«»'»» W9'2ü «nlrhen d,r Stadt Mrz, , , "1" 7-'^ Änlehs» b, Stabtatmcinde wir" 10?'»b l0»-ü'' Nnlchen d, Vtadlaomflnde Wisn (Lllbcr ober Gold) . , - > 1»2'-1»» - PrHmien «nl. d, Etadtgm. Wien — - -' " «0rlcb°u.«nl,htn, «rlo«b. b°/« IN» »5 1»» 25 4'V„ Rainer Lande« slnlehen . ------ «elb Ware Pfandbrief» (sllrlWfl,). «odcr.allssestlnöNIvl^o/nG. 12»-.. 124 _. blo, ,< „ <"b" ', 4>/,«/„ ^.__ ^.^ dto, .< " i"5« ,. 4V« »»'»0,00 70 bto. Pram,°Schlbv, »"/<,, I.Vm, ll« - l,« ^, blo, dto. »"/<>'U.Em. il»—l:»?ü N,°«sterr,Lande«-H»»P.-«nst.4«/n 99^0 ,yf,.^, 0es«.'lmg, «anl verl. 4>/,<>/, . lon — w0 80 bto. btu. " 4°/« . . W0 80l0l-. b«o. dto. üNjähr, ,, 4°/« . 100'li« 10,._ Spllrc°s».,»0I. d'/,°/«vl. l«,-b0 -.- VrioritiilL'Vbligationen (für 100 st.), sserdlnanbs Norbbahn «im, ,»»« i«).^ ^z^, Orslerr, Nordwesluahn . . , 1,2-50 11 »-h« S»aat«bahn....... 2»? »^ LL8 2b Gilbbahn 5 »"/<>..... 175-. l?s,... dto. il 5°/«..... l?0—,2,-. Un«.°aali,. «ahn - 110 «) lil 50 4°/" Untertralner Äahnen 98«, «y.,. Diverse Lose (per Stillt). Vubapes<-«aslllca (Dombau) . ..». .,.__ kreditlose 1<»' si - - - WU — »<»l — lllarN°i!°!s 40 fl. LM. . . . 59.- 6« — 4»/ Donau Dampfsch. l00fl,«Vi, - -, l6n-- - l) «ner «°fc 40 ^.. , , . , 63-- fik- VMu-Lose 40 fl. CM, , , . uu- «0 5>l> Nöthen Nreuz.vcst.Ves.v., 10 fl, l8- 18 6s' Rothe« Kreuz. Unn. Ges. u„ 5 fl,---------------- Mubolph U°Ic 10 fi..... «'7^ 24-75 Salm-Lose 40 st. 2M. . , . ?1'- 73- It .Gcuoi« Lose 4« fi. Velb War, §»nk»Artien (per Etüll). Nnglll0,s«. Van! 200 sl. öl»«/««. ,77 b« ,78'— Vanlverein. Wiener. 100 fi. . l58 10 159 10 Vobrr.°«nst..0esl„200fl,E,4«"/„ K38- 542 — »l, — 290 4« Orsterr.-lmnlli. Want. 600 fl. . ,o80 ,085 Unlonbanl 200 st...... »2» ül» 324 50 verlclMbanl, «lll„., 140 fl, , 188 - 190-50 Aclien von Transport» Wnternehmungen (per Vtüll), «Ilbrrcht-Vahn 2on st. Gilber , —- — - NusstgTepl. «tlsenb. 800 fi. . . ,7»8 l758 ««hm. Norbbahn 150 fi. . 2»<> — »»» — dto. Westbahn 200 fi. . . . 4l? - Villchtlehiadel 7« — "» " Dra» ien l»N fi. . . . ,05 — 107 — Ung.-aallz. tisenb. L00 fl. Kilber «07 — ,0»-»« Uny.Weslb.(«aab Vraz)2<»ufi.G. ,09 — z»,o — Wiener Loralbahnen.«ct..<»sf. 85— »?-— Indullrie-Aelien (per Stuck». Uauges., Allg. «st., !00 fi. . . ,l,-—ll»-— «gübier Visen- unb Stahl'Ind. In Wien »IX» fi..... 74 — ?«'— ltiseiibahnw.^eihg., »rste, 80 fi. l»» 50 ,»,-— „Elbemlihl", Papierf. u. «. ». Sl» — 76 — Liesinger «rauere« 100 fi. . . ,»S 00 l»? ou Mol>«an.Vessll!ch., 0esl.. alpin r 8« 50 87b0 Prager VüenInb. <»<-s. «w fl. 84« - »^c>- Valao° »l? - Vteyrerm.". Papier,. u.«..ch. «?« - ?» - lrifaller Kohlenw.. »ef. 70 fi. ?l — ,74 - wassenf..«.,0eN.il, Wien, loofi. »3« — »»o - W»8NUNü «1» St. Pet««burg..... — - --__ Vawien. Ducaleu........ ^.«,> ^,^ 20-Flllncz-LtÜst..... ,-z, ,.z, Deutscht NtichMntnoltn . . «,4?. ««» Italienische Nanlnottn ... «40 <« bo Papin.Rubel....... ,-», l M«.