Schnstlritung: «attzauSgassc Nr. 5. »»„»»«» ftr. Z>. Iumtrtw. eii »n 11—»* Üb- oetm. »rrtm nichl f'i. nnntnlof? fcn. fri»»»!irn »üdl dfitickftchli«». »,««»»«,»»«»» rtu: Ix Pr.tnlt»»(i gen* #cr, .Lfutlch- ffladit* ftf Wut WO« VilisMt) aas akcoM. *«*1»>it«tffa-C*tite 30.Wo. K IM k iraa Verwaltung: RiathauSgasse St». &. TiliMn fix. 11, iiltmMt V,zu„Sde»ii«»»«e, Xns<6 tit Psft tf,»«f» - >»rttfljttzr>g . . . K H ÄalMu«l«»d «r» >ch Mr tkjii »,icbmi«ii ■■ #i't)4$c»«« Kflsfud »sg»-Ä>fd>iIilfil. «ingelfttrtr atonaniKi» leitn »>» »ut SbfcrfttBjim Kr. 18 Hilli, Samstag, den 4 März 1911. 36. Jahrgang. Die Angrbrrrir» des L.-Abg. Dr. Kukovrc. Bor dem Berusungssenate des hiesigen Kreis-Gerichtes wurde am 2. d. M. der EhrenbeleidiguugS-prozeß gegen den Landtagsabgcordncten Dr. Alois Knkovee, welcher Prozeß die Gerichte schon seit Oktober 190b beschäftigte, endlich rechtskräftig er-ledigt. Wie noch erinnerlich, hat Dr. Kukovec nach den Septemberereignisse» des Jahres 1908 eine ganze Reihe von Anzeigen bei der StaatSanwalt« ichast eingebracht, in welchen fälschliche Beschuldigungen gegen eine Anzahl von angesehenen Per» sonen unserer Stadt erhoben wurden. Die Be-teidigten brachten gegen Doktor Kukovec als den Verfasser dieser Anzeigen Ehrenbeleidigungsklagen ein. Dr. Kukovec wurde auch bereits einmal vor zwei Jahren vom Bezirksgerichte Cilli der Ueber« »retung gegen die Sicherheit der Ehre schuldig gesprochen. Dieses Urteil wurde jedoch wegen einer Mangelhastigkeit des Verfahrens vom KreiSgerichte Cilli aufgehoben und die Sache zur neuerlichen Ver« Handlung an die erste Instanz verwiesen. In der Folge beschäftigte diese Strafsache wiederholt die oberen Instanzen, da Dr. Kukovec durch Dele-gicrnngsanträge das Verfahren verschleppt und ver-zögert hatte. Ein Teil der Anklagen wurde in der Folge durch Vergleiche erledigt, da Dr. Kukovec der Mehrzahl der Privatankläger befriedigende Ehren« erklärunge» gab und die Tragnng der anerlaufenen Kosten auf sich nahm. Es blieben nur mehr drei Anklagen übrig und zwar jene der Aerzte des Cillier Krankenhauses, der städtischen Sicherheiis« wache und des Holzhändlers Herrn Jarmer. In spät! Original-Novelle»« von Edmund Rudolf Praschinger. Auf i>em Balle bei MedizinalratS L. hatten sie sich kennen gelernt. Sie, des Administratorstoch-ter. eine schlanke, niedliche Blondine, mit lebhast sprühenden Augen, einem ollerliebsten purpurnen Lippenpaar, reizenden kleinen Zähnchen, die sich bci jedesmaligem Lachen dem Beschauer darboten und gleich dem Grübchen im Kinne, so recht zu ihrem Liebreiz paßten. Er ein junger Philosoph, ein stram« mer hochausgeschossener „Südmärker", ein bemoostes Haupt, die blaue Kappe nachlässig burschikos in den Nacken gerückt, so daß sein gekraustes Haar sich widerspenstig und neugierig unter dem Kappenschirme hervorstahl, der Sohn und Erbe des Majoratsherrn Theo v. Blankensee. Er hatte ein paar so liebe blaue Augen, wie man sie nur selten bei einem ger« manischen Typus findet, die Oberlippe war durch ein stottes Bärtchen geziert. Z» seinem männlichen Anssehen trugen nicht wenig die quer sich durch die Wange ziehenden „Schmisse" bei. Sie war eine flotte Tänzerin, mit einem schüch-ternen Aufireten, wie man es meist bci jungen Da-mm, die eben erst den PensionSgewaltigen entronnen sind, findet. Man sah es ihr gleichwohl an, daß dieses freie ungezwungene Leben ihr großes Vergnü-gen bereitete, das eben, das Natürliche an ihr. zog ihn gewaltig an. Er spielte sich da gleichsam als Beschützer und Berater aus. War es unter diesen Umständen wunder zu nehmen, daß die beiden jungen Menschenkinder Ge-sallen aneinander sanden, daß sie sich in der näch- Die Aerzte des Krankenhauses sühlten sich durch eine Eingabe des Dr. Kukovec beleidigt, iu welcher er behauptete, daß am 20. September 1908 ein Schuhmacher namens Obu, der auf der Kapuziner-brücke geprügelt und dann in» Krankenhaus gebracht wurde, trotz einer schweren Gehirnerschütterung im Krankenhause nicht in Pflege behalten worden sei, was zur Folge hatte, daß sich Obu im Tage darauf in Wöllan erhängte. Das Beweisverfahren ergab jedoch die Grundlosigkeit dieser Beschuldigungen. Die städtische Sicherheitswache fühlte sich durch eine Eingabe vom 1. Oktober 1908 in ihrer Ehre gekränkt, in welcher Eingabe nämlich die Behauptung ausgestellt war, daß eine Magd unbekannten Namens als Zeugin bestätigen werde, daß ein Wachmann anläßlich der Demonstration der Volksmenge das Zeichen gab, mit dem Einwerfen der Fenster zu beginnen. In diesem Falle verantwortete sich der Angeklagte damit, daß ihm tatsächlich seitens einer Magd ein Gespräch mitgeteilt worden sei, das diese zwischen ihr unbekannten Wäscherinnen zufällig be-lauscht hatte. Eine ähnliche Beschuldigung hatte Dr. Kukovec gegen den Holzhändler Herrn Jarmer erhoben, die ebenfalls Gegenstand einer»Privat-anklage bildete. Bor dem Bezirksgerichte wurde Dr. Kukovec sohin mit Urteil vom 2. November 1910 der Ueber-tretung gegen die Sicherheit der Ehre über die An-klage der Aerzte des Allgemeinen Krankenhauses in Cilli und des H-lzhändlerS Herrn Jarmer schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von «0 Kronen verurteilt, dagegen von der Anklage wegen Ueber-tretung gegen die Sicherheit der Ehre begangen an der städtischen Sicherheitswache freigesprochen, da das Bezirksgericht annahm, daß Dr. Kukovec nicht sten Zeit öfters trasen, so zufällig natürlich, ganz ungezwungen? Er konnte ja nichts dafür, daß er unwillkürlich seine Schritte in die Nähe ihres Wohn-ortes lenkte und zwar dies eben zu einer Zeit, von der er wußte, daß sie in das Konservatorium ging. Bald war eS natürlich anch weiteren Kreisen nichts Neues mehr, daß dem allzu oft vorkommenden „zu fälligen' Zusammentreffen der Beiden wohl ein an-dercs Motiv zugrunde liegen mußte, als bloße, ober-flächliche Freundschaft. Was Wunder, daß dies alles eines schöne» Tages auch den Angehörigen deS jun. gen Mannes zu Ohren kam, was zur unmittelba-ren Folge hatte, daß demselben auf daS strengste verboten wurde, die Zusammenkünste, auch wenn sie nur belangloser Natur seien, so bald als möglich einzustellen. Dies geschah zwar für die Außenwelt, nicht aber sür die Beteiligten selbst. Nur auf vieles Bit-ten Rüdigers entschloß sie sich, ihrem Schatze heim-liche Stelldicheins zu gewähren Zuerst wollte sie ihrer Mutter hievon Mitteilung inachen, aber auf Rüdigers inständiges Bitlen ließ sie auch hievon ab. So dauerte das Verhältnis heimlich weiter. Beide waren schon übers Jahr heimlich verlobt, da teilte ihm sein Vater eines Tages mit, daß in den näch-sten Tagen seine Base Madelon v. Köhler eintreffen werde und stellte ihm zugleich in Aussicht, daß sie als die Tochter des reichen Hamburger SchiffSrhe« derS Erwin v. Köhler eine für ihn und seine Ver-Hältnisse sehr paffende Partie sei. „Du wirst Dir, hoffe ich", schloß der Vater seine Rede, „die Tochter des Administrators wohl schon auS dun Kopfe ge-schlagen haben." verpflichtet gewesen sei, das Gerücht, daS ihm durch diese Magd zu Ohren gekommen sei, aus seine Glaubwürdigkeit zu prüsen. Gegen dieses Urteil wurde von Dr. Kukovec wegen des SchuldsprucheS und von der Sicherheit-wache wegen des FreisprwcheS die Berufung an das Kreisgericht Eilli ergriffen. Die Berufungsverhand, lung war bereits zweimal angeordnet gewesen; in beiden Fälle» gelang es dem Dr. Kukovec durch Delegierungsanträge die Verzögerung des Versahrens zu erwirken. Dr. Kukovec stellte sich nämlich in seinem Antrage aus den Standpunkt, daß den Richtern des hiesigen KreiSgerichteS die Unbefangenheit fehle, um in diesem Fall« Rech» sprechen zu können, indem er anssührte, daß als einziges un-befangenes Gericht nur daS Landesgericht in Laibach in Betracht kommen könne. Selbstverständlich wurden diese mutwilligen VerschleppungSauträge vom Ober-landeSgerichte abgewiesen und die Verhandlung aus den 2. März angeordnet. Auch jetzt noch brachte Dr. Kukovec eine» neuerlichen Vertagungsantrag ein, der jedoch abgewiesen wurde. Zur BerusungSver-Handlung war von Seiten des Angeklagten niemand erschienen. Nach längerer Verhandlung wies das Be-rufungSgericht die Beruf» ngdesAn geklagten als unbegründet zurück, gab jedoch der Berufung der städtischen SicherheitS-wache statt und verurteilte den Angeklagten wegen der in seiner Eingabe vom 1. Oktober 1908 gegen die Sicherheitswache erhobenen schweren Beschuldi-gung, wegen der Uebertretung gegen die Sicherheil der Ehre nach 8 487, indem es gleichzeitig die in erster Instanz verhängte Strafe von 60 kr. auf 10) Kronen erhöhte, an deren Stelle im Rüdiger zog es vor, auf diese indirekte Frage seines Vaters zu schweigen, lag es doch sicherlich im Jntereffe der beiden Liebenden, sich den Vater Rü-digers gegenüber gutgesinnt zu erhalten. Rüdiger hoffte, auch nach und nach den Vater für sich zu gewinnen. Als aber dann später sein Vater bemerkte, daß er die inzwischen angekommene Base ganz und gar bei Seite ließ und tat, als ob sie überhaupt für ihn nicht existiere, wurde Rüdiger eines Tages besohlen aus daS Zimmer seines Vaters zu kommen. Ahnungslos kam er diesem Besehle nach, wie er-staunte er aber, als ihm der Vater mit ernster Miene entgegentrat und ihm die Eröffnung machte, daß er soeben ein Schreiben des Vaters Madelons erhalten und daß auch dieser gegen eine Heirat Rü-digers mit Madelon nichts einzuwenden habe, ja vielmehr dies seit jeher als Ziel seiner geheimen Wünsche angesehen habe. DicS werde, so schrieb er am Schlüsse seines Briefes, wohl dazu beitrage«, das Verhältnis, welches die Verwandten mit einan-der verband, nur noch inniger zu gestalten. Rüdiger hatte mit zusammengepreßten Lippen zugehört, als ginge ihn die ganze Geschichte nichts an. ..Und was sagst du dazufragte ihn sein Vater endlich. Da konnte Rüdiger sich nicht lSnger halten. Mit der Leideuschast der Jugend gab er seinem Vater zu wissen, daß er nie und nimmer von seiner ersten und reinen Jugendliebe laffe» werde und daß er sich ganz und gar nicht mit dem Gedanken auch nur im Geringsten befreunden könne, seiner Base Madelon Ehegemahl zu werden. Wort-los. ohne den Sprechenden zu unterbrechen, hatte Seite 2 Deutsche Zwa^t Slummer 18 Falle der Uneinbringlichkeit eine Arreststrase von 10 Tagen zu treten hat. In der Begründung wurde hervorgehoben, daß in objektiver Beziehung der Wahrheitsbeweis bezw. Wahrscheinlichkeitsbeweis in keiner Weise erbracht worden sei, insbesondere wurde auch beton«, daß Dr. Kukovec bei der Verfassung dieser Anzeigen nicht im guten Glauben gehandelt haben konnte, da er seineBehauptungen nur aushöchstfrag-würdigen Wäscherinnentratsch stützte. So endete der große Waffengang des Doktor Kukovec mit der endgiltigen Verurteilung des Mannes, der sich seinerzeit brüstete, daß er im Austrage der Staatsanwaltschaft seine Anzeigen eingebracht habe. Die Beschuldigungen, die er gegen die ftädti-sche Sicherheitswache ins Feld geführt, waren so lächerlich, daß sie schon an und für sich den Stempel der Erfindung an sich trugen und der Versuch, den Wahrheitsbeweis dasür zu erbringen, war gewiß ein bedeutend«? Erfchwerungsumstand, der eigentlich eine viel höhere Strafe als gerechtfertigt erscheinen ließe. Abg. Marckhl in dcn Delegationen. In der Dienstagsitzung der österreichischen De-legation brachte Delegierter Marckhl das Projekt der Likabahn, dessen Bedeutung für die steirischen volkSwirtschastlichen Interessen wir wiederholt ge-würdigt haben, zur Sprache. Er trat für die end< liche Ausführung des LikabahnprojekteS ein und sagte, als steirischer Abgeordneter müsse er für dieses Bahn« Projekt plaidieren, da der AnSbau des wirtschaftlich und strategisch wichtigen Projektes der steirischen Ostbahn mit dem Likabahnprojekt innig zusammen-hänge. Für dieses Projekt spreche» aber auch all« gemein sachliche, finanzielle, verfassungsmäßige und ethische Momente. Dieses Projekt beruhe aus einem vertragsmäßig und protokollarisch festgestellten Ueber-einkommen zwischen der österreichischen und der un-gari'chen Regierung und hätte längst ausgeführt werden müssen. Die schwankende Haltung nnserer Regierung in Angelegenheit des LikabahnprojekteS und überhaupt der ganze Entwicklungsgang der Sache müssen den Eindruck hervorrusen. als ob wir sei» Vater ihn zu Ende reden lassen. Nun wendete er sich zu dem hinter ihm Stehenden und sagte mit grollender Stimme: „Hast du dir auch wohl über-legt, wohin dich, den gänzlich mittellosen daS führen kann, wenn du diesen deinen eigenen Weg gehst? Denn, daß ich dich von dem Tage an, an dem du dich mit des AdministratorStochter öffentlich verlobst, nicht mehr als meinen Sohn betrachte, wird Dir wohl einleuchten. Ich habe der ganzen Angelegen-heit zuerst mir aus dem Grunde wenig Aufmerksam-keil geschenkt, weil ich dachte, daß deine gute Erzie-hung dir wohl soviel Vernunft eingeben werde, daß du selbst einsehen wirst, laß ich es nie zugeben kann, daß mit euch beiden ernst gemacht wird. Also ich stelle dich nun endgiltig vor die Entscheidung: entweder Base Modeion zu ehelichen oder den letzten Tag in meinem Hause und am längsten mein Sohn und Erbe gew«sen zu sein. Zur Antwort gebe ich dir bis morgen Zeit." Da streckte sich Rüdiger zu seiner vollen Größe aus und mit fester, wenn auch etwas bewegter Stimme erklärte er seinem Vater: „Wenn es min schon einmal sein muß. denn, daß es ein-mal kommen mußte, diese Auseinandersetzung, daS habe ich längst geahnt und habe ja auch mein Lieb hieoon in Kenntnie gesetzt, so soll ihr auch die Ant-wort gleich aus dem Fuße folgen. Ich will dir nur da« Sine sagen: Wir sprechen jetzt Mann gegen Mann und nicht der Sohn gegen den Vater. Ich habe meiner Braut ewige Treue gelobt und werde sie nie brechen, bedenke, daß ein deutscher Burschenschafter vor dir steht, dann wirst du wissen, daß ein solcher ein einmal gegebene« Wort und noch da-zu ein Ehrenwort fest wie Eisen halten wird." diese Frage schwächlich vertreten hätten. Wir laufen in dieser Angelegenheit der ungarischen Regierung aus dem Zickzackwege, den sie eingeschlagen hat, in einer Weise nach, die uns eigentlich lächerlich macht. Der Redner verweist auf die durch nichts begründete seinerzeitige Erklärung des ungarischen Minister-Präsidenten, daß die ungarische Regierung die Suprematie der nngarischen Staatsbahnen und über-Haupt Ungarns in der bosnischen Bahnsrage wahren werde. Auf diese Erklärung wußte unsere Regierung gar keine Antwort zu geben und vor kurzem hat der Eisenbahnminister Dr. Glabinski im österreichi-scheu Eijenbatinansschusse gesagt, die ungarischc Re-gierung sei noch nicht schlüssig darüber, welche Linie sie dem ungarischen Reichstage empfehlen soll, obwohl doch schon im Jahre 1907 die Likabahn -linie als eine wertvolle Errungenschaft ZisleithanienS bez-ichnet und als ein Moment dafür angesehen wurde, daß man sür den Ausgleich mit Ungarn stimmen könne. Ein derartiges Vorgehen der un-garischen Regierung lasse sich die österreichische Re-gierung nicht gefallen und soll sich auch die öfter-reichische Delegation nicht gefallen lassen. Allein eine solche Zumutung ist besonders angesichts der Vor. gänge der letzten Zeit, der Überschreitungen und des UebereinkommeuS des Marinekommandanten mit der ungarischen Regierung, doch eine etwas zu starke Zumutung nnd eine Belastung, die nicht vertrugen werden kann. Der Erklärung des gemeinsamen FinanzministerS im Ausschusse, daß die Linie über die Lila gesichert sei, könne man mit Rücksicht auf die bisherige Entwicklung dieser Angelegenheit kein Vertrauen schenken. ES mache den Eindruck, als ob Oesterreich in dieser Angelegenheit au der Nase herumgesührt werden würde und er bitte deshalb den gemeinsamen Finanzminister. klar zn sagen, inwieserne der Bau der Likabahn gesichert sei. Die Erklärung des Ministers. Der gemeinsame Finanzminister Freiherr von Burian gab noch in der gleichen Sitzung hiezu nachstehende Erklärung ab: Delegierter Marckhl habe die Frage gestellt, inwiefern« die seinerzeitige Aeußerung des Ministers zutrefft, daß der Bau der Likabahn nunmehr ge-sichert sei. Der Minister könne aus die Durchführung dieser Angelegenheit einen direkten Einflup als Leiter der bosnischen Verwaltung nicht üben. Diese Linie habe einen Moment lang die Interessen Bosniens Mit diesen Worten verließ er das Zimmer. Am nächsten Tage wartete man umsonst be>m Mor-genkaffee auf Rüdiger. Der hinaufgeschickte jüngere Bruder fand das Zimmer leer und brachte nur einen Brief mit, der an den Hausherrn selbst ge-richtet war. Dieser rieß ihn auf. hastig über flogen seine Augen das kleine Stück Papier auf dem die verhängnisvollen Worte in Kürze gedrängt standen: „Mein Vater? Nach unserem gestrigen Ge. spräche kann ich dir nur das Eine als meinen end-giltigen Entschluß mitteilen, daß ich gesonnen bin, mit keinem Schritte von «inner Absicht zu weichen, daß ich vielmehr meine eigene Wohnung nehmen und trachten werde, mir meinen Lebensunterhalt ans irgend eine Weife selbst zu vcidienen. Für alles Gute dir und den Lieben besten Dank. Zum letzten-male, Dein Rüdiger." Wortlos reichte er der ihn besorgt anblickenden Mntter daS Zettelcheu hin, diese hatte jedoch kanm einen Blick darauf geworfen, als sie in lautes Schluchzen ausdrach und daS Zimmer verließ. Inzwischen war Rüdiger zu seiner Braut ge-kommen. In fliegender Eile teilte er ihr das Vorgefallene mit und setzte sie dadurch in höchste Be-stürtzung. Immer und immer wieder küßte sein Liebchen ihn nnter Tränen der Freude und nannte ihn ihren treuen, lieben Schatz. Mit Eiser ging Rüdiger nun daran, sich eine für ihn passende Stelle zu suchen und fand anch bald eine solche. War die Arbeit auch nicht gerad.' glänzend bezahlt, so ge-dachte er sich im Laufe der Zeit etwas besseres zu finden. Er gedachte hiebei feiner zahlreichen einfluß-reichen Verwandten, die ihn, wie er meinte, sicher-lich nicht im Stiche lassen würden. Aber wi« gründ- gestreift, als die Rede von der Führung durch da« Unatal war. Die Alternative f«i feit den bündige« Erklärungen beider Ministerpräsidenten fallen ge-lassen worden. Es handle sich jetzt ausschließlich um den Bau der Likabahn. bezüglich der sich der ungarische Ministerpräsident klar geäußert hab«. Er glaube, darin liege genügende Sicherheit. D?r Minister gebe selbst zu. daß man den physischen Eindruck, von der Durchführung dieser Angelegenheit erst dann bekommen werde, wenn der erste Spaten-stich auf dieser Strecke gemacht ivcrde. Aber die Erklärungen in dieser Beziehung seien klar und geeignet, alle interessierten Kreis« zu beruhigen. Siidsirnvische Politik. Nachdem der Jungtschechenführer Dr. »ramarsch einzusehen beginnt, daß sein Kamps gegen den Drei-buud ihn nachgerade lächerlich machte, besorgt man auf südslawischer Seite dieses Geschäft mit ver doppeltem Eiser. Der Führer im Streite ist der dalmatinische Abgeordnete Tresitsch-Pavitschitsch. Herr Tresitsch-Pavitschitsch ist Dichter und südslawischer Fachmann in auswärtiger Politik, in deren Geheim nisse er wahrscheinlich von dem ihm befreundete« „General" Tscherey-Spiridoivusch eingeweiht worden ist. der vor Jahren in Artikeln der „slawisch-latei nischen" Union reiste und seinen längeren Ausenthalt in Dalmatien mit Erfolg für grvßserbische Propa ganda benutzt hatte. Herr Tresitsch-Pavitschitsch war nun in der letzten Zeit in recht ärgerlicher Stimmung, die er in der österreischen Delegation zunächst an de» Dreibunde ausließ, der seiner Ansicht nach wohl den Deutschen und Magyaren recht sein könnte, nimmermehr ab«r den Slawen, weil er sie in „ewiger Knechtschaft" halle. Viel näher ging ihm aber die Loyaliiätsknndgebung, die die Serben Partei kürzlich im bosnischen Landtage vom Stapel gelassen hatte und in d«r sie sich mit dem Dualis mnS als einer gegebenen Tatsache absand und den Kaiser ihrer unwandelbaren Treue versicherte». — Kein Mensch wird dieser Kundgebung allzuviel Ge wicht beimessen, da sie ausschließlich der Besorgnis der Serben in Bosnien entsprang, durch die nun inehr sich wieder nähernden Kroaten und Mohamme-daner in die Minorität im Landtage gedrängt zu werden; allein Herr Tresitsch-Pavitschitsch war selbst dieser formale Loyalitätsakt zuviel, der ihn, wie er in der österreichischen Delegation versicherte, „auf« Peinlichste überrascht" habe! Aber er ist viel zn viel Dichter, um sich nicht wieder in eine sonnige Zukunft zu träumen. Allerdings meinte er, daß gegenwärtig die Gegner des TrialismuS, unter denen er zu seinem Leidwesen anch die Tschechen sche. lich er sich hierin verrechnet hatte, daS sollte ihm der Laus der Zeit beweisen. Der Eine entschuldigte sich, daß er gerade in dieser von Rüdiger erbetenen Angelegenheit warhastig nichts machen könne, der zweite wollt« sich nicht mit Rüdigers Vater verfeinden, der, seitdem Rüdiger sich verheiratet, rein uuversöhn-lich war. kurz, er sah ei», daß er sich wohl oder übel auf eigene Füsse stellen müsse, um nur im Geringsten zu seinem Ziele zu gelang«». Und so studiert« er nun Tag für Tag die Ankündigungen der gelesenstrn Zeitung«» doch nichts Passendes fand sich sür ihn. Doch er gab die Hoffnung nicht auf. obwohl sein eigene» Erspartes schon völlig ausge-zehrt war und er nur noch von den Unterstützungen der Muter seiner Frau lebte. Schwere Prüfungen jedoch sollten über die bei-den jungen Ehelente kommen. Eines TageS fanden sie die alt« lieb« Iran tot in ihrem Bette, ein fried-liches Lächeln auf den Lippen. Unbeschreiblich war der Jammer und hätte die junge Frau nicht ihren Rüdiger gehabt, sie hätte sich sicherlich ein Leid an-getan. So hatte sie nur mehr dies:n auf Gottes weiter Welt und schloß sich umso inniger an diesen an. So lange die sterblich« Hülle der alten Frau im Hause war. war sie auch etwas gefaßter, als sie aber beide von dem ärmlichen Begräbnisse heimkehrten nnd den nun für ewige Zeiten leeren Platz der Mutter vor dem Nähtische» am Fenster bemerkten warf sie sich unier herzerschütterndem Schluchzen Rüdiger um den Hals. Dieser tröstete sie so gut er konnte, jedoch auch ihm war so schwer ums Herz, wie »och nie zuvor. Hatte er doch schon längst sein Studium ausgeben müssen, die Verbindung und Ge-selligkeit gemieden und nur kümmerlich von den Unter- MM. Blätter zur Unterhaltung nnd Belehrung für Hans und Familie. ftonaUasßrifaar ftrr ..Deutsch,o Wacht" in Äiffl. OsJ». sk ' D»e Suvmark" «fedfim |eften eonnton at* unrotaeUUfte söctlaa« ftir bte Leie> i ni 1 JCX* y M Teutitficn WachI". — ttimrln ist „Die ©fldmarf nicht täuflidi lyil ?I»chdr»S cnloKn Per AunKensonntag. Von Dr. Alwin Mohr. Den ersten Sonnlag der großen Fastenzeit bezeichnet man In den katholischen Gegenden allgemein als Funkenionntag. Unser Kalender verzeichne! diesen Tag. der heuer auf den 5. Mä,z fällt, als Ssnntag Jnvskavit. ES ist VoifrühlingSzeit, in die der Funken-fonntag fällt. Ale Well ist daher an ihm von einer gewissen Freude erfüllt. In Deutschland wird der Fun-sonntag besonders in der Schwarzwaldgegend hochge» halten; immerhin sind die Gebräuche des TageS keines-wegS auf diesen engen «reis beschränkt Man pflegt an diesem Tage in Schwaben groß« „Funkcnfeucr" anzuzünden, die im Elsaß den Namen „Kuchlifeuer" führen. Das Feuer ist unerläßlich! ohne dasselbe würde der Tai seiner» Charakter verlieren. In diesem Feuer werden glühend gemachte, durchbohrte Holzscheiben mit-telst eines Stabes empor geschleudert; oft wird di; Scheibe auch mittels des ElabeS über einen Stein hebelartig hechgeschnellt. Eine Modifikation erhält diese Sitle in anderen, stark von frauzSäichen Elementen durchsetzte» Gegenden — Belgien, Schweiz —, wo große Feuer an unserem Tage aus weithin sichtbaren Höhen angezündet werden. Mit Pech bcstrichene und in Brand gesetzte Räder werden daselbst talab gerollt. Außerdem tanzt urd springt die F-stgesellsch?st, mit Fackeln und Bränden in den Händen, um daS Feuer herum. Man nennt unseren Tag daselbst daher auch „B> andfonntag". Auch in England wird die gleiche Sitte beobachtet. In allen diesen Bräuchen hat man e? mit einem uralten SonnenkulluS und Sonnenzauber zu tun. Schon die glühenden Scheiben und die brennenden Rä-der deuten zur Genüge di: Sonnengestalt an. Oft mnß das Vieh oder müsse» auch die jung verheirateten Eheleule durch da» Feuer springen, daS hier »um Sym- bol der Fruchtbarkeit wird. Die Asche diese» FeuerS ist heilbringend gesundheilbringend und unglückabwendend, sie wird daher sorgsam daS ganze Jahr hindurch in jedem Haushalt für allerlei Borkommuisse aufbewahrt. Man kann den Funkensonntag als altheidnische« Lenzfest bezeichnen. Schon da» Tragen der brennenden Fackeln deutet auf ein altheidnischeS Fest hin. In eini-gen Gegenden Württembergs heißt unser Tag daher auch .Faklatag". Ursprünglich war mit dem Fest wohl auch ein NachtkulluS verbunden, waS wir aber dahin-gestellt sein lassen wollen. Daß der Funkensonntag heute noch in allen seinen Sitten und Bräuchen in voller Blüte steht, davon weiß ein Zeitgenosse zu be-richten, der ihn von der Bahn aus — er durchfuhr die Strecke Basel—Luzern — beobachtete. Er schrieb hierüber: „Schon in der Stadt Basel sah man am Rheine da und dort FastnachtSfeuer auflodern, deSglei-chen auf den baslerischen, solothurnischen und aargau-ii'chen Stationen. Sehr zahlreich aber und großartig waren die Feuer au' beiden Seiten der luzernischen Li-nie. So sah man auf einer Anhöhe nahe bei Dagmer-seilen eine gro^e Menge Feuertragender in einem «reise herumlaufen . . . Jubelnd und jauchzend und musizierend umtanzt man bie hochlodernde Lohe.* In fast unveränderter Form wird dieses Bild sich wohl durch Jahrhunderte hindurch treu und uuversthrt bis auf den heutigen Tag gehalten haben. So hat der Funkensonntag etwas überaus Ansprechende», Lebendiges. Alle diese Bräuche haben in zahllosen Einzelheiten ihre Spuren auch in unsere Heu-tige Kultur hineingegraben So finden sich in südwest-deutschen Siedlungen vielfache Bezeichnungen, wie „Scheibenberg*, „Scheibenbrücke", „Scheibengasse*. In den Alpenländern nennt man den Brauch de» Funken« feuerS u. a. auch daS .Saatleuchten" oder „Kornauf-wecken". In Mitteldeutschland betrachtete man .da» In« vokavitfeuer mehr als Sicherung gegen Hagelschaden. So Ipncht man im Nassauischen vom .Halefeuer", im EichSfelde vom „Hagelfangen''. Wenden wir un» nunmehr den einzelnen am Funkensonnlag üblichen Reimen und Zaubersprüchen zu, 2 so Mrfti »In höchst charakterriftifcher Spruch au« den Vogklen am interessantesten fein. Hier ist die Scheibe die geschwungen wird, auf den Namen de« Mädchen« getauft, da« dem Herzen bei Scheibcnschwinger« besonder« nahe stand. Der Spruch hat den Wortlaut: Schiew ob, Schiew il>! De Schiew i« gemocht. Se fohrt über be Rhin Un kommt wieder herin Un fohrt dem Gretel Zum Code1) annien.2) Für die oben erwähnte Bezeichnung .Küchlifeuer" charakteristisch find zwei andere Spiüche. D»r eine tautet: «' Küchli ru«. «' Küchli ru«. Schüsch') a fchöni Frau im Hu». Der andere bedeutend länger geratene, weiß fol gende« zu erzähle«: Der Dater mit dem Krügchen, Der holt den kühlen Wein, Die Mutter mit dem Körbchen, Bringt viele Küchlein rein, Die Tochter mit ihren schwarzbraunen Haare», Die denkt in ihrem Sinn: Die Küchlein könnt man sparen. , Die Nacht ist noch nlt hin l In Südtirol führt der Funkensonntag auch noch den Namen KSSlonntag. In Meran, Bojen und anderen Städten Südtirol« wird am vorhergehende» Sonn-abend nämlich der grobe KSsmarkt abgehalten, auf welchem man sich für die fleischlose Fastenzeit .einrich-tet". Hier trifft man auch noch den Brauch, d 6 eine Tanne auf dem Dorf platze oder auf einem sonst frei-liegendem Platze eingepflanzt wird. Sie ist mit dürrem Reisig umschichtet; ihre Beste sind bi» zur Spitze hinauf mit pechgetränktem Stroh umwickelt. Auf der Spitze de» Baume« thront eine au» Lumpen geformte, mit Schiebvulvergefütlte .Hexe'. Zuerst wird da» Reisig entzündet, so daß der Baum von unlei, auf in» Bren-nen kommt. Der Jubel bricht lo», wenn die H>xe mit lautem Puff uud «-.all vom Feuer ergriffen wird. Auch hier sind nitürlich zahlreiche Reime im Schwange. So hört man u. a.: Flock4) u», Flack u«! Ueber alle Spitz und Beej u« I Schmalz in der Pfanna, Rom in der Wanna, ') Loden, Rock. ') hinein. ') 2« ist. *) Flamme. Pflug in der Srda! Sott all« grota (otl) Zwischet alla Stega und Wega. Auch da» Ueber«-Feuerfpringen d«r Liebespaare ist hicr im Brauch. Möglichst hoch muß dabei der Sprung geraten, denn da« Wachstum de» Getreide», besonder» de» Flachse«, richtet sich danach Und Such ein Sprunggstanz-ln Ist bei der Hand, da« da lautet: Unterm Kopf, überm Kopf Tu i mei Hüll schwingen. MaM, wenn d' mi gern hast, Mußt mit mir durch'« Feuer springen! Da« Bild, da« dieser Feuersprunz abgibt, ist natürlich ein äußerst malerische«. Aber Lolksbräuche, in denen iigend ein Liebessymbol mitspielt, wirken immer so. Daher ist e» auch verständlich, wenn der Bolk»> mund für den Fur.kensonntag noch mehrere derartige Gstanzel gedichtet hat. So heißt eS : Scheib au», Scheib ein, Flieg über'» Rain, Die Scheib, die Scheib SoA meiner Allerliebsten sein! Und ein anderer ganz ähnlicher Vierzeiler besagt da« folgende: 0 du liebe Scheib'n, Wo muß ich dich hintreib'n? In die Miitenwalder G'mvan, 1 weiß schon, wen i moan l Nach Norddeutschland haben die Gebräuche de« Funkensonntag« nicht recht zu dringeu vermocht Schon der klimatische Unterschied ist hier ein Grund. Denn der Frühling pflegt sich im Norden um Wochen später einzustellen, al« im Süden. Aber auch der Katholizi«-mu« s»hlt hier, der stch stet« und überall in vorzügli-cher Weis« vorhandenen Volksgebräuchen anzupassen ver-standen hat: da« ist ein Grund der fich mehr denn einmal beobachten läßt und feine Wurzeln tief im Volkstum geschlagen hat. So ist der Funkensonnlag ein rechter Vorfrühling»-tag. einer von denen, die den Lenz einläuten. Er ist ein Sonnentag, der die Segnunzen unsere» Licht und Wärme spendenden Himmel»gestirne« weihen will. Da« macht unsere Herzen froh und füllt sie mit Lust und Freude. Herzlich begrüßen wir daher diesen schönen ') lüßt. » tag, den ersten Sonnlag der großen Fastenzeit, der un« und aller Welt Gesundheit, Glück um Segen im reichsten Maße bringen möge! lNachdrulk Verbote«) Z)ie 'Fest oder der ,/chwarze Hod" Von Dr. L. Isel. Der unheimlich« Gast, der in den östlichen Grenzen unseres E'dballe» wieder einmal Einkehr gehalten und war ehedem auch in Europa eiu ebenso häufiger als gefürchteter Eindringling. Denn das dürfte festste-hen, daß die Heimat der Pest wie so mancher anderen ansteckenden Krankheit — Cholera usw. — der Orient ist der in den L-benSzewohnheiten seiner nur halb kul-tivierten Bevölkerung mit ihrem ausgeprägten Mangel an Reinlichkeitssinn ihr einen willkommenen Rährbcden bietet. Schon im Altertum trat die Pest häufig in Sy> rien und Aegypten auf und im 6. christlichen Jahr-hundert verbreitete fie sich über Europa und wurde nach dem damaligen Herrscher de» mächtigen oströmi-sche» Reiche» .Iustianische Pest' genannt — Kaiser Justian 1- 555 —. Im Laufe des Mittelalter« gehör-len Pestepedemien in Europa keineswegs zu den Sel-tenheiten, auch in unserem Vaterl>:nde. Am unheilvoll-sten freilich wütete jene, die unter dem Namen „schwarzer Tod" bekannt ist und im 14. Jahrhundert weite Strecken Europa» in Wüsteneien verwandelte. Sie ging wiederum von China au», erschien >347 zu-erst in Sizilien, verbreitete sich dann an den Sstdküsten Europa» und drang von hier auS in» Binnenland ein: im Jahre 1348 wütete sie am heftigsten in Spanien, Frankreich, Deutschland und England, im nächsten Jahre in Schweden, Norwegen und Polen und erst im Jahre 1351 in Rußland. Man hat berechnet, daß in den drei Jahren 1348—1350 der unheimlichen Seu-che in Europa etwa 25 Millionen Menschen zum Op-ser fielen I Wa» jene Heimsuchung zu einer besonder« schweren machte, war, daß ihr noch andere verhängn!»-volle Katastrophen teil» vorangegangen waren, teil» sich ihr beigesellten: Erdbeben. Verwüstungen durch Heulchreckemchwärme, Mißwach» usw. So waren die Menschen herabgekommen und geschwächt, die Gemüter zaghast — alle« Vorbedingungen leichter Empfänglich-keit für eine Ansteckung. Die Seuche äußerte sich in schneller Entwicklung der Pestbeulen und einer sofort in Brand übergehenden Lungenentzündung, so daß die Kranken oft schon innerhalb drei Ta?en starben In Frankreich nannte man die Krankheit „blauer Tod' — nach dem Au«lehen de« Körper« — und in Eng-land „fauler Tod' — nach den Geschwüren —. Folgend« Schilderung gibt un« ein anschauliche« Bild de« Wütcn« der Seuche: „An den Kranken fuhren bös« Geschwüre auf, ste starben schon nach drei Tagen. Kaum der drit te Teil der Menschen blieb am Leben; in Deutschland war da« Sterben nicht am stärksten, doch wurden in Straßburg über 16.000 Menschen begraben. Im ganzen starben mehr Arme al« Reich«, namentlich in den Städten, welche noch sehr eng und unreinlich gebaut waren." Da« Volk warf die Schuld auf die Juden, denen nachgesagt wurde, sie hätten die Brunn?» vergiftet. An einigen Orten wurde« tatsäch-lich durch harte Folterqualen solche Geständnisse von ihnen erpreßt und nun erhob fich wie aus Verabre-dung da» Volk fast zu gleicher Zeit in den Städten trieb die Juden zusammen und verbrannte ste in ihren Häusern. Der Volkswahn sah in der Seuche eine Heim-suchung Gölte», den sie durch strenge Bußübung zu versöhnen suchten. E« bildeten sich jene Geißlerscharen — Flagellanten die, dumpfen Klänge» Gebete murmelnd und Bußlieder singend, mit entblößten Rük-ken von Ort zu Ort zogen und sich mit eifenbeschlage-nen Geißeln blutig schlugen. Im 16., 17. und >8. Jahrhundert trat die Pest dann wiederum in Deutsch-land, Holland, Italien uiw auf, bald hier, bald dort Opfer heischend, ohne aber weitere Verbreitung zu er-langen, namei tlich im Jihre 1703—1709. wo ste in den Weichsel- und Odergebieten wütete und dann nach Norden — Dänemark und Schweden — verzog. DaS Jahr 1711 bildet für diese Gegenden, also auch für Deutschland, den Abschluß der Pestperiode und Oesterreich ist seit >828 von ihr verschont geblieben. Dagegen trat sie im Südosten Europa» wiederholt auf, während sie in Afrika und Asien bi» auf diesen Tag ni: ganz erloschen ist. Man kann heute vier Gegenden al» ihre Hauplsitze annehmen: da» Hochland Assvr an der Westküste Arabien», den Nordwest, n Perstenk, die Ufer de» Euphrat und Tigri» In Mesopotanien und den Distrikt von Bengasi in Trlpoli». Man muß auch bei der heule in China grassierenden Pest «in« 'Ver-schleppung au» einer der genannten Gegenden — Per-sien? — annehmen. Der eigentliche Ansteckung»stoff der Pest ist unbekannt; er wird sowohl durch Berüh-U'ng al« durch die Lust übertragen. Dabei scheinen manche Beschäftigungen ganz verschont zu werden, vor allem solche, die viel mit Wasser zu tun haben — Reinlichkeit I —, ferner Oel- und Fetthändler. Die Seuche beginnt mit Anschwellung und Vereiterung der Lymphdrüse» und diese Pestbeulen erscheinen am hau-figsten in ben Weichen, seltener unter den Achseln, im Nacken oder unter dem Ohre al« rundliche Geschwülste Dann tritt Fieber ein, mit allgemeinen Krankheit««- 4 Meinungen, oft Frost. Mattigkeit, Kopfschmerz Schwindel, Obrenlausen Angstgefühl, Appetitlmangel. beschleunigter Aiem und Pul», bisweilen Erbrechen und Durch« fall ukw. Die Pestbeulen gehen im Ichlinmen Fall« in Verjauchung und Brand über, das Fieber steigert sich zu hefligen typhuSartigen Symptomen, eS tritt rapider Kräfteverfall ein und der Tod erfolgt unier fchlagfluß-ähnlichen Hirnzufällen oder auch durch Blutung, Ent-kräitung und Blwztrsitzung. Genesung stellt sich nach Eiterung und Abstoßurrg der Brandscho>fe ein. Die Dauer der Krankheit bis zum Tod« währt gewöhnlich 6 — 7 Tage, bei heftigen Epedemien oft nur 24 Stunden. Die Genesung zieht sich Woch«n und Monate hin. ES überkommt uns ein Gr ueu beim Gedanken an das unheimliche Auftreten diese» Würgeengels, wie es Lingg so erschütternd und doch so treffend schildert: Sr.ittre, Welt, ich bin die Pest Und komm' in alle Lunde Und richte mir ein großes Fest; Mein Blick ist Fieber feuertest Und schwarz ist mein G«wande. . .. Ich bin der große Völkeitod, Ich bin da» große Sterben, ES geht vor mir dir Wasser»not, Ich bringe mit da» teure Brot, Den Krieg hab ich zum Erben. . . . Wem ich nur schau' in» Aug' hinein, Der mag kein Licht mebr sehen; Wem ich gelegne! Brot und Wein, Den hungert nur nach Staub allein, Den durste«'« heimzugehen. . . . Sie liege» in der Sladt umher, Ob Tag u^d Monde schwinden; E» zLhll kein Mensch die Slunden mehr, Nach Jahren wiih man öd' und leer Die Sladt der Toten finden. Noch ergreiiender wirkt die Schilderung der Pest in Florenz in Lenau« herrlicher Dich>ung „Savonarola" au» der wir nur die wenigen Vers« erwähnen wollen: Die Liebe hat ihr Wort verloren, Denn tödlich ward ihr Hauch, ihr Kuß, Und mit dem Tod bat sich verschworen, Treulo» ihr sanfter Blumengruß. . . . Krankheiten vorbeugen ist leichter als sie heilen; darum dürfen wir angesichts de» bestehenden Weltverkehrs nicht müde werden, durch peinlichste Hygiene dem furchtbaren orientalischen Gaste den Zutritt in unser gesegnete» Vaterland zu wehren. Deutsche Volksgenossen! Nach jahrelanger freudig geleisteter Arbeit und Dank der opserwilligslen Beihilfe national bewußter Volksgenossen ist der Bau des Deutschen Hanfes bis zr>r Vollendung gediehen. Die prächtigen R°iume des stolzen BaueS sind ihrer Bestimmung übergeben worden. Fieigemules, frische«, völkische» Leben ist in da» Hau» eingezogen, daS für da» ganze deutsch« Cilli und alle Freunde dieser Stadt, sür die deutschen Vereine, für alle Sltichten der deutschen Bevölkerung bestimmt ist, al» Heimstatt deutschen geistigen Streben» und deutscher Lebensfreude, als PflegestZtte deutschen WesenS in den Südmarken de» deutschen Gebiete». DaS Hau» ist erstanden durch rühmenswerte Leistungen an Geld und Gut und Arbeit, bci denen deutsche Einigkeit und Brüderlichkeit herrlich zu Tage traten. Jehl gilt e» daS Geschaffene zu erhalten alS stolzes Bild völkischen Leben« al« Sammelpunkt aller Deutschen au» nah und fern, so daß jeder deutsche Volksgenosse mit aufrichtiger Freude und mit Begeisterung die herrlichen Hallen betritt. D>!« Deutsche Hau» so zu erhalten daß e« unser aller Stolz und Freude ist, daS Leben im Deutschen Hause so zu gestalten, daß e« da» völkische und wirtschaftliche Gedeihen Deutsch Eilli» in bedeuiungSvoll.m Maße fördert, daS ist eine Ehrenausgabe sür die Deutschen CilliS und aller Deulschen, die treu zu Cilli steh«» I In «rst«r Lini« obliegt dirs« Eh-enpstichl den deulschen Bewohnern CilliS. Es gibt wenize Städte auf deutlch«r Erde, in welchen die nationale Opferwil-ligkeit so febr die Gesamtheit beseelt, wie unser kämpf-umtoste«, allezeit siegreiche« Cilli, >vo in bewunderungS-würdiger Weise arm und reich, hoch und nieder freudig die schweiften Opser bringt am Altare deS deutschen VolkStumS und auch für daS Deutsche HauS Opfer ge-bracht wurden, die der Bewunderung und dauernden Danke» wert sind. Deutsche CilliS! An diele bewährte Opferwillig-keil, die unserer Stadt so viel Segen gebracht und ihr in allen deutichen Landen einen ebrenvoUen Namen gemacht hat appelieren wir. Di« Deutsche HauS bedarf dringend Eurer Opfer, e« stellt au eure LeistungSsähigk-it, an Eure Heimat-liebe und Euren gesunden nationalen Sinn hohe An-forderung.n, höhere, al« sie je an Euch herangetreten sind. bahret und heget Euer schönstes Kleinod: Das Deutsche Haus! Trage ;cbcv nach feinen Kräften sein Scherffein hin zum Deutschen Haus«. Werdet Mitglieder, Gründer Stifter des vereine» Deutsches Haus, strömt in Scharen in die schönen Räume kurz vereinigt Euch in liebender Sorge um diese« stolze Werk, daS unserer Stadt und dem ganzen Vaterl.'.nde zur Zierde und Ehre g«reicht. Numm.r 18 Seile 8 stärker seien als seine Freunde, trotzdem werde aber keine Macht der Erde die Bereinigung der südslawischen Länder für die Zukunft verhindern können. Da err Tresitfch > Pavitschitsch an allem slawischen nsug teilnimmt, bedarf es nicht erst de« besonderen Hinweises darauf, daß er auch einer der Hauptbe-teiligten an der neoflawistischen Bewegung war und mit Kramarsch und Hribar die neoslawistifchen Kongresse vorbereiten half. In sehr kräftigen Worten nahm in der DienS-tagfitzung der Delegationen Del. Marckhl gegen den Trialismus Stellung Er sagte, die Deutschen, be> sonders in den gemischtsprachigen Gebieten SteiermarkS, Särntens und KrainS, hegen gewiß die berechtigte Befürchtung, daß das vorgeschobene Deutschtum in diesen Ländern in einen trialistischen Staatsgebiete untergeben würde, daß dadurch die freie Straße zur Adria illusorisch gemacht werden könnte und daß die wirtschaftlich« und geistige Einflußsphäre des Deutsch-NimS dadurch eine Schmälerung erfahren würde. Auch noch ein anderes sehr erwägenswertes Moment dürfe nicht außeracht gelassen werden. Wenn man sich den Trialismus aus dem Grundsätze der natio-naleu Autonomie aufgebaut denkt, so sei es wohl zweifellos, daß man bei einer staatsrechtlichen Neu-ordnung der Verhältnisse in Bosnien mit einer AnS-lösung ähnlicher Wünsche bei den anderen Nationali-täten rechnen muß. Dies würde eine große Gefahr für die Einheit des Reiches, die Gefahr einer voll-ständigen Zerreißung des Reiches, mit sich bringe«. PolUischt Rundschan. Inland. Die nächste Sitzung des Abgeordneten-Hauses. Das Abgeordnetenhaus ist für den 8. März zur Wiederausnahme feiner Tätigkeit einberufen. Auf der Tagesordnung steht: 1. Der Bericht des Ber-fassunqSauSschusses über den Antrag betreffend die Abänderung deS Btreinsgcsetzcs. 2. Berichte des landwirtschaftlichen Ausschusses über folgende Anträge: Betreffend Maßnahmen zur Hebung der Weidewirt» schast; betreffend Meliorationen der Wiesen; be-treffend Ei Mäßigung der Bieh- und Kochsalzpreise; beucsicnd Verbreitung des Kunstdüngers durch staatliche Unterstützung; b«tr«sfend Kunstdünger; betreffend Hebung der Viehzucht in Tirol; betreffend Regelung des Dienstverhältnisses i ei den agraii'chen Operationen und betreffend Errichtung von Samcnzucht- und Ber-mchSstationen und Förde» ung des landwirtschaftlichen Unterrichtes. 3. Bericht des Justizausschusses über die Aufhebung des Institutes der öffentlichen Agenten. 4. Verhandlung über alle bisher nicht agnoszierten ReichSratswahleu vom Zahre 1907. stützungen der alten Frau gelebt, nun diese tot, waren ihm auch diese versagt. Jedermann scheute sich, dem von seinem Bater hinausgewicsenen Arbeit zu geben, uni sich nicht dessen Mißgunst zuzuziehen. So sahen denn beide ein Stück nach dem anderen aus ver alten, beiden schon lieb gewordenen Wohnung zum Trödler wandern. Schließlich sahen sie sich sogar bemüssigt, ein kleines, ärmlich ausgestattetes Kcimmerlein, daS auf den Lichthof hinaus ging, in einer der großen Mietskasernen zu nehmen. Dort-hin übersiedelten sie mit den letzten Resten ihres Mobilars. Doch ein Unglück kommt selten allein. Zum Schlüsse verlor Rüdiger anch noch seinen Posten, infolge der Abreise seines Schülers und bittere Not und das größte Elend zog zu den einst so glücklichen beiden jungen Menschenkindern ein. Zu tode sroh war Rüdiger, als er durch die Vermittlung eines Jugendfreundes, die Stelle eines AdrefsenschreiberS erhielt, durch deren Verdienst man die größte Not bannen konnte, und beide erhofften sich doch endlich eine wenn auch noch fo kleine Verbesserung ihrer Verhältnisse. Doch eS sollte anders kommen. Die junge Frau klagte eines Abends über heftiges Unwohlsein und nächsten Morgen konnte sie mit dem besten Willen ihr Bett nicht mehr verlassen. Rüdiger tröstete sie mit dem Hinweise, daß er sein Liebchen wohl beim Rachhausekommen wieder gesund und wohl auf an-treffen werde. Dem war aber nicht so — im Gegenteil, er fand eine Nachbarin bei ihr, die sich shon lange der jungen Frau gegenüber sehr hilfreich ge-zeigt hatte. Diese nahm ihn bei Seite und teilte dem ganz fassungslosen jungen Manne mit, daß sie wohl aus Ueberarbcitung so sehr herabgekommen sei, Die Stellung Bosniens. Die Erörterungen in der österreichischen Dele-gation haben eine Reihe von Aeußerungen slawischer Politiker gebracht, anS denen sich entnehmen läßt, daß eine einheitliche Auffassung hinsichtlich der Ent-wicklung Oesterreichs unter den slawischen Parteien nicht vorhanden ist, ja es kam zwischen Tschechen und Südslawen wiederholt zu Zusammenstößen. Im großen und ganzen ergibt sich in dieser Beziehung anS den DelegationSdebattkn folgendes Resumö: Die liberalen Tschechen sind grundsätzlich Gegner deS Trialismus, das heißt der Bildung einer eigenen dritten staatsrechtlichen südslawischen Ländergruppe, weil sie fürchten, daß dadurch die Stellung des Tfchechentums im österreichischen ReichSrate geschwächt würd«; die Südslawen stehen dagegen durchwegs auf trialiftischem Standpunktc. Sie — Slowenen, Kroaten und Serben — betrachten sich als eine einheitliche Nation, wobei aber die liberalen Süd-slawen eine starke serbische Note anschlagen, wäh-rend die klerikalen Südslawen in dem katholischen Kroatentum den Kopf des künftigen Südslawen-reiches erblicken. Eine vermittelnde Stellung suchten die tschechischen Agrarier und Klerikalen einzunehmen, indem sie einerseits das tschechische föderalistische Programm betreten, anderseits aber meinten, daß mit der Bereinigung der südslawischen Länder hiezu der Anfang gemacht werden könnte. Seitens der Regierung verhielt man sich gegenüber diesen Aeußerungen durchaus reserviert, doch läßt sich eine Aeußerung des gemeinsamen Finanzministers Baron Bnriau dahin deuten, daß man an den maßgebenden Stellen den Gedanken einer trialistischen Ausgestaltung der Monarchie ablehnend gegenübersteht. Diesen Standpunkt teilten auch die Dnitsche», soweit sie sich in der Delegation darüber äußerten. Mit Recht beklagte Frh. v. Chiari bei dieser Gelegenheit, daß für die Pflege der Handelsbeziehungen zwischen Oesterreich und Bosnien viel zu wenig geschehe, während die ungarische Regierung in dieser Bc-ziehung große Rührigkeit entwickle; einen positiven Vorschlag hinsichtlich der Regelung der staatsrecht-lichen Stellnug Bosniens machte jedoch auch er nicht, man kann indessen annehmen, daß aus deutscher Seite hiesür zwei Gesichtspunkte maßgebend sind: Verhinderung einer trialistischen Ausgestaltung der Monarchie und Anftechterhaltung der Zollgemeinschaft mit Bosnien sowie Garantien dasür, daß der intensiven Pflege der Handelsbeziehungen Oester-reich» mit Bosnien keine wie immer gearteten Hin-dernisse in den Weg gelegt werdeu. Aus Stahl nnd Land. Der Kaiser über die Obstruktion im steirischen Landtage. Nach dem letzten Dele« gationsdieuer sprach der Kaiser unter anderem anch ja daß nach dem Ausspruche des.Hausarztes das Aergste zu besürchten sein könne. Zu der ver-zweiflmigSvollen Stimmung Rüdigers trug nicht wenig dazu bei, daß ihm der Hanszerberus noch unter hämischen Grinsen die Mietrechnung vorlegte, die er natürlich nicht zahlen konnte. Unter einem tiefen Seufzer nahm Rüdiger das Blatt an sich. Es konnte ihm nach der Mitteilung der anwesenden Nachbarin nicht mehr wundern, als ihm der Hau«-arzt aus daS Schlechteste gesaßt machte. Er schlug beide Hände vor das Gesicht nnd weinte bitterlich. Denn daran hatte er in aller seiner Not nicht ge-dacht, daß es im Bereiche der Möglichkeit liege, daß ihm seine Liebste entrissen werden könne. Er rannte von PontiuS zu PilatuS, bestürmte alle seine Ber-wandten mit der innigen Bitte, ihm auS seiner Not zu helsen und ihm beizustehen. Doch vergebens! Er war zu spät. Kaum zwei Wochen nachdem die junge Frau sich krank zu Bette gelegt hatte, hauchte sie unter erneuten Versiche-rnngen ihrer immer bestandenen Liebe und Treue und mit Tröstungen sür den tiefgebeugten Geliebten ihre edle Seele ans. Wie ein Verzweifelter ging Rüdiger im Haufe umher. Der Anblick jedes einzelnen Möbelstückes schnitt ihm lies ins Herz, da fand er eine Handarbeit, an der sein Liebchen vor noch so kurzer Zeit gearbeitet hatte, da wieder einige Zeilen von ihrer lieben und jetzt so kalten Hand geschrieben. Die nächsten Tage nach dem Begräbnisse rannte er wie ein Irrender umher nur mit seinem entsetzlichen Schmerze beschäftig«. Er dachte weder an die Ar» be« noch an daS Essen, daS ihm die gute Nachbarin schweigend und ihn besorgt ansehend, ins Kämmerlein stellte. In stummen Schmerz versunken, saß er da, mit dem ReichsratSabgeordneten und Delegierten Marckhl. Gegenstand deS Gespräches bildeten die Verhältnisse im steirischen Landtag und deren Ein-flnß aus die wirtschaftliche Entwicklung. Da die hierüber in den Zeitungen erschienenen Mitteilungen inhaltlich nicht übereinstimmen, wandten wir unS an Herrn ReichSratSabgeordneten Marckhl, der uns nach-stehende Darstellung zur Verfügung stellte. Aus die Bejahung der Frage deS Kaisers, ob Abgeordneter Marckhl ein neues Mitglied der Delegation sei, be-zeichnete der Kaiser es als ausfällig, daß die heurige Delegation so viele neue Mitglieder ausweise und stellt sodann die Frage, ob er — Abgeordneter Marckhl — Mitglied des steirischen Landtages sei. Abge-ordneler Marckhl verneinte dies mit dem Beisatze, „ich möchte sagen, unter den gegenwärtigen Verhält-nissen — Gott sei dank nicht". Der Kaiser lachte, meinte aber dann, ernst redend, daß der steirische Landtag srüher doch fleißig gearbeitet habe. Abge-ordneter Marckhl bestätigte dies und verwies auf die mittlerweise eingetretene Obstruktion, die be« greiflicher Weise die Leidenschaften entfachte nnd an-einander prallen lasse. Der Kaiser gab sodann seinen Unmut über diesen Zustand ziemlich unverholen AnS-druck, indem er sagte: „DaS geht ja nicht, es bleibt ja Alles liegen." Abgeordneter Marckhl be-stätigte dies mit der Bemerkung, daß die eingetretene Stagnation sich sehr fühlbar mache, inbesondere bei den Landessubventionen sür landwirtschaftliche Zwecke. Abgeordneter Marckhl gab der Hoffnung Ausdruck, daß denn doch in absehbarer Zeit dieser unleidlich« Zustand ein Ende nehmen würde, woraus der Kaiser meinte: „Sie hatten ja schlechte Jahre", was Ab-geordneter Marckhl mit dem Beifügen bestätigte, daß nur das Jahr 1908 eine bessere Weinernte brachte. Im weiteren Verlaufe des Gespräches meinte der Kaiser, daß auch der Hagelschlag, der häufig die gleichen Gegenden heimsuche, viel Schaden mache. Er kam sodann aus das Wetterschießen und die Zweisei, die hinsichtlich des Erfolges laut werden, zu sprechen, wobei er zu erkennen gab, daß er sich an die vom Bürgermeistar Stiger in Windisch-Feistritz inaugurierte Aktion wegen des WetterschießenS er-innere." Schwurgerichtsverhandlung. Am l4. d. Mts. findet vor dem Schwurgerichte in Marburg unter dem Vorsitze des Herrn HofrateS Perto die Verhandlung über die Privatanklage des StadtamtS» Vorstandes Dr. Otto Ambrofchitfch gegen den Landes-bürgerfchullehrer August Aistrich statt. das Haupt in beide Hände vergraben, zeitweilig er-schüttelte ein trockenes Schluchzen seine gemarterte Brust. Trotz alledem versäumte er eS nie das Grab seines Liebchens jeden Abend zu besuchen. Als er wieder einmal in den Friedhos trat, bemerkte er am Grabe seiner Frau eine schlanke, elegant gekleidete schwarze Gestalt stehen,- in der er beim Nähertrete» zu ferner größten Verwunderung seine» Vater erkannte. Dieser reichte ihm n«ta heftigen Schluchzen die Hände entgegen, drückte die-selben so, als ob er sie nicht mehr loslassen wolle. Tränenden Auges bat er ihn ob seiner Hartherzig-um Verzeihung und machte ihm den Vorschlag zu ihm und seiner sich so sehr nach ihrem Sohne sehnenden Mutter zurückzukehren, um all der großen Not und dem Leiden ein Ende zu bereiten und sich zu ver» einigen in dem Andenken an die nun beiden Teilen gleich teure edle Tote. Tieferschüttert nahm Rüdiger dieses Angebot an und von nun an konnte man die Versöhnten Tag sür Tag in der Dämmerstunde den Friedhof betreten sehen, wo sie vor einem ärmlichen Grabhügel ihre Andacht verrichteten. Doch sür RjidigerS Gesundheit war dieser AuS« gang zu spät. Sein armer gejchächter Körper war nicht mehr zu retten, gar bald folgte er feinem Liebchen nach in jenes große, unbekannte Reich, aus dem keine Wiederkehr möglich und wo es nur Friede und Versöhnung gibt, die beiden trauernden Eltern allein lastend. Scttv 4 Trauung. Am 28. Februar fand in Graz in der Grabenkrrche die Trauung des Fräulein« Berta Fietz, Tochter des Herrn Professors Albert Fietz und dessen Gattin Fanny geborene List, mit Herrn Eugen Fri e jj, Direktor der Hof-Wagen- und Gewichtefabrik Florenz in Wien, statt. Trauzeugen waren für die Braut deren Onkel Generalmajor Emil List, Kommandant der 49. Infanterie-Brigade, und für den Bräutigam dessen Bruder Kontreadmiral Karl Fricjj. Wohltätigkeitsvorstellungen. Da zu der von Frau Hanna Wrada-Halm am Sonn-tag, den 12. März veranstalteten Aufführung im Stadttheater zu Gunsten deS BerfchönerungSvereiues bereit« sämtliche Sperrsitze und Logen vergriffen find, hat sich die Künstlerfcharentschlossen, am D ienS-tag, den 14. März eine zweite Auffüh-r u n g zu veranstalten, u. zw. z u G u n st e n der Eillier Stadtarmen und des Deutschen S ch u l v e r e i n e s zu gleichen Teilen. Zu dieser Vorstellung werden Vormerkungen auf Logen und Sperrsitze in der Buchhandlung Fritz Rasch entgegen-genommen. Die vorgemerkten Karten wollen bis läng stens Mittwoch den 8. ds. abends abgeholt werden, da fönst anderweitig darüber verfügt werden müßte. ES wird bemerkt, daß bei der zweiten Vorstellung genau dasselbe, vollständige Programm zur Aufführung gelangt, wie bei der ersten. DaS Programm lau-tct: Prolog, gesprochen von Fräulein M. Jglar. 1. Abteilung: Lied des Pagen aus der Oper: Ro-meo und Julia von Eh. Gonnod, Niemand Hat'S gesehen von C. Loewe, gesungen von Fräulein E. Janitfch; Feldeinsamkeit von I. Brahms, Der Spiel-mann von E. Hildach, gesungen von Fräulein B. Petritschek. 2. Ableitung: Lied auS der Operette Der arme Jonathan von C. Millikf«, vorgetragen von Fräulein H. Pacchiaffo; Dreh' Dich Mäderl aus der Operette Der grdße Name von R. Stolz, Mit dem Hute in der Hand aus der Operette »BergeltS Gott" von Ascher, vorgetragen von Frän-lein N. Greeco; DaS Tanzpürchen vou O. Strauß, Frühliug Tanzduett von G. LazaruS, vorgetragen von Frau N. Stiger und Frau H. Bauer. 3. Abteilung: Schleierreigen, dargestellt von den Fräulein Begrisch 1, Begrisch 2, Galvagei, Grecco, Gutt« mann, Hasenbüchel Jglar, Jellenz, Koroschetz, Ma-tii, Moßmann, Pacchiaffo, Pifchely, Skoberne, ZeliSka. Zum Schlüsse: Fatal, Operette in 2 Akten von Dr. C. Freyberger. Evangelische Gemeinde. Morgen, Sonn-tag. findet in der Christuskirche um 10 Uhr vor-mittags ein HauptgotteSdienst (Predigt Pfarrer May), um 11 Uhr ein Lindergottesdienst statt. Am Mittwoch (nicht Dienstag) letzte Arbeitsstunde deS Frauenvereines, u. zw. von 5 bis halb 7 Uhr. Donnerstag abend« Familienabend im Deutschen Hause. Evangelischer Familienabend. An Stelle des geplanten Teeabends veranstalten kom-wenden Donnerstag das Presbyterium der evangeli-schen Gemeinde, der evangelische Frauenverein und der evangelische Kirchenchor einen öffentlichen Fa-mi!ienabe»d, an dem Herr Pfarrer May einen Vor-trag halten wird über SchönherrS „Glaube und Heimat im Rahmen der Sefchichie/' Ueberdie« wer-den Frau Bergkommissär Bauer (Gesang), Herr Ober-lentnant Spitzer (Bratsche) und der Kirchenchor unter Leitung de« Herrn Dr. Freiberger durch den Bor-trag mehrerer Ehöre mitwirken. Für den humoristi-schen Teil de« Abend« hat ebensalls Herr Dr. Frei-berger die Sorge ans sich genommen. — Zu diesem Bortrag sind alle Freund« der evangelischen Sache herzlich eingeladen. Fastnachtstanz des Cillier Turnver-eines. Einen wüidigen Abschluß fand der heurige Fasching durch den vom Cillier Turnvereine in den Räumen des Deutschen Hause« veranstalteten Fast-nachiStanz. Diese« Fest übte, wie in den früheren Jahren, auf Jung u»d Alt eine bedeutende Zugkrast aus. Schon um 8 Uhr abends waren die beiden Säle von Besuchern erfüllt. Mit dem Maskencin-zuge unter den Klängen der Eillier Musikve eins kopelle entwickelte sich ein frohes, übermütige« Leben und Treiben. Die lehr große Zahl der Masken bot ein überau« drollige« und saibenp>üchtiges, aber ein-heitliche« Bild. Die Kostümierung der Giuppen und EinzelmaSken war geschmackvoll durchgeführt. Wir sahen eine ganze Menge der schönsten und urwüchsigsten Masten in dem Zuge; es würde zu weit führen, alle die reizenden, geschmackvollen und naturgetreuen volkstümlichen und geschichtlichen Trachten einzeln zu schildern. Wir müssen uns begnügen, auS dem bunt-bewegten sardenprächtigen Bilde, den der grobe Saal bot, nur einige wenige Masken htnauSzugreisen. Be-sonders schön und originell waren die Kostüme der Wu.MC surfst Sioux Indianer, die unter Abfeuern von kräftigen Schüssen in den Saal hereinstürmten. Viel Anklang fand auch das mit acht Matrosen bemannte, s.hr zter-lich geschmückte Segelschiff, das im Saale herumge-zogen wurde. Sehr originell war der Riesendamen-Hut mir einem Durchmeffer von über zwei Meiern, dessen Rand von zwei Knaben gestützt werden mußt«. Eine entsprechend große Hutnadel, jedoch mit Schutz, befestigte ihn am Kopse der Trägerin. Reiche« Leben brachten in die Veranstaltung „Die lustigen Sechi", deren Ausstattung äußerst vornehm und sehr gelungen war, während sür Heiter-keit eine große Anzahl von Dominos und Clown« sorgte. Auch eine reizende Odolverkäuferin darf nicht vergessen werden. Aus der großen Zahl der MaSten sielen auch noch besonders aus ein wandelnder Ofen, mit der Aufschrift über dem Türchen: „Richt öffnen', Rauchsangkehrer, Wickelkinder, hübsche Soldateittypen, Rastelbinder, Türken, Steirer und Steirerinnen. Sehr v el Beisall fand auch die Gruppe der 6ch»ä" me. Auch die zahlreichen Phantasiekostüme dürfen nicht vergessen werden, wie das Veilchen, der Sommer,. Frühling, die Mode usw., Zeppelin durfte natürlich nicht fehlen. Nach dem Einzüge ladeten flotte Walzer-töne zum Tanze ein. Der erste Reigen wurde in zwei Abteilungen getanzt. Als Tanzleiler waltete Herr Deisinger mit Sicherheit und Eleganz seines Amtes. Bei den einladenden Weisen unserer vorzüg-lichen Tanzmusik schlugen die Wogen der Tanzlust immer höher, bis auch den unermüdlichen Tänzern und Tänzerinnen die letzte Stunde am frühen Morgen schlug. Voll besriedigt verließen die Gäsie die Stätte echter FaschingSlust, nachdem sich die Jugend bis nach 5 Uhr früh den Freudm deS Tanzes hinge-geben hatte. Häringschmaus des Hausorchesters des Cillier Männergesangvereines. Der vom Hausorchester des C'llier MäniiergesangvercineS am Aschermittwoch im Deutschen Hanse veranstaltete HäringschmanS nahm einen äußerst ulkigen und gemütlichen Verlauf. Stürmische Heiterkeit erregte schon das Austreten des HanSorchesters als Militär-kapelle der „Hoch und Deutschmeister". Die unter der schneidigen Leitung des Herrn Kapellmeisters Stanek sesch und flott gespielten Weisen versetzte« die zahlreichen Gäste des HauSorchesterS bald in die allerbeste Stimmung. Jedem Stücke solgte lauter Beisall. Herr Pangerz erfreute die Zuhörer durch einen gelungenen humoristischen Vortrag. Die Ge-richtsverhandlung „Der stumme Musiker", dargestellt von den Herren Wagner (Richter), Schwenner(Diener) und Stanek (Musiker) löste Stürme von Heiterkeit ans. Die Borträge des VercinSquarietteS (Hübner,. Puch, Praschak und Emyral) und des GesamtchoreS standen aus gewohnter Höhe nnd fanden reichen, wohlverdienten Beisall. Als die zwölfte Stunde schlug, widmete Herr Wostry dem scheidenden Fa-sching Worte voll Geist und Humor. Unendlich viel wurde über den Verrinsphilosophen gelacht, der an-getan mit einem riesigen Kopse allen Vortragen als stiller Beobachter solgte. Ein brillanter Hebräer wußte rührig zu „handeln", so daß ein nette« Sümmchen als Reingewinn de« Abends übrig blieb. Erst lange nach Mitternacht sand der lustige Abend sein Ende und es herrschte nur eine Stimme, daß der Eillier Mänuergesaugvertiu selten einen so ge» lungenen Häringschmaus gegeben hat. Das HauS-orchester und sein ausgezeichneter, unermüdlicher Kapellmeister können aus diesen schönen Erfolg stolz sein. Der Verband deutscher Arbeiter Cillis und Umgebung hält am Sonntag den 5. März 1911 7 Uhr abends im Verbandsheim Gasthaus Krell (1. Stock» seine Hauptversammlung mit solgen-der Tagesordnung ab: 1. Eröffnung durch den Vorsitzenden und Jahresrückschau. 2. Bericht der übrigen Funktionäre. 3. Neuwahl des Ausschuffes und der Revisoren. 4. Allsällige Anträge. Um vollzähliges, pünktliches Erscheinen der Mitglieder wird ersucht. Von unserer Schaubühne. Sonntag den 5. März finden zwei Vorstellungen statt. Nachmit-tag 3 Uhr wird bei ermäßigten Preisen als «inder-Vorstellung „M a x und M o t i tz", ein Bubenstück in sieben Streichen nach der bekannten Bubenge-schichte von Wilhelm Busch gegeben, wobei die Kleinen nicht aus dem Lachen kommen. AIs Max und Moritz treten die beiden beliebten Komiker Spiegel und Czernitz auf. Abend« ll47 Uhr geht die ungemein lustige GesangSpoffe „E x und seine Schwester" in Szene. In den Hauptrollen sind beschäftigt die Damen Frank, Czernitz und Selbing und die Herren Spiegel, Heim, Czernitz und Weydner. — Dienstag den 7. März gelangt Franz K«r; 18 GrillparzerS Trauerspiel „Sapph o" mit Fräulein Camilla Wolff in der Titelrolle zur Aufführung. Der Jusammenbruch der windigen Geldwirtschaft. Der Stajerc schreibt: Erst jetzt hat man erfahren, daß bei dem furchtbaren Zu-fammenbruche der Glavna posojilnica in Laidach, bei dem es sich um einen unbedeckten Abgang von mehr als zwei Millionen handelt, auch verschiedene Vor-fchußkassen in Unlersteiermark ihre bedeutenden Einlagen verloren haben. So haben ihre Tausende und Tausende betragenden Einlagen verloren die slowenischen Vorschußkassen in Gonobitz. Rann, Friedau, Pellau, Oder - Radkertzburg, Hochenegg, Fruni usw. Die Posojilnica in Franz allein hat über loO.OOO Kronen den Laibacher Pervaken in den Rachen geworfen und dieses Gel» ist aller Wahrscheinlichkeit nuch verloren. Besonders schwer leidet die Zadruzna zveza in Cilli, welche infolge de« Zusammenbracht« in Laibach voraussichtlich 300.000 verliert. W'ilers ist eine ganze Reihe slowenischer Vorschußkafscn in Kirnten hart mitgenommen. Auf diese Weise muß eS auch in dem slowenischen Teile Steierma.k« und Kärnten« zv traurigen Zusammenbrüchen kommen. Behörde, wo bist du? Hilf den armen Einlegern der Posojilnica, daß ste nicht um ihr Geld kommen. Wieder ein windischer Kassenkrach. „Slovenec" schreibt, daß die slowenische Kreditge nosfenfchaft, die seinerzeit al« wirtschaftliches Gegen gewicht gegen die Gottscheer deutsche Sparka sse in« Leben gerufen wurde, vor dem Zusammenbruche stehe. Die genannte Genoffenschaft hat u» den letzten Jahren slowenische Gewerbeireibende und Kaufleute in Gottschee angesiedelt und ihnen unbeschränkten Kredit eingeräumt. D« von der Stic ditgeuossenschast im eigenen Hauie eingerichtete große Handelsgeschäft, das bis zum Borjahre von einem Kanfmanne auf eigene Rechnung geführt wurde, ge riet im Vorjahre in Kontur« und wurde darauf hin von der slowenischen Genossenschaft in eigener Regie weitergesührt. Nun ist diese Genossenschaft in arge Finanzkalamitäten geraten. Die traurige Lag^ wird damit in Verbindung gebracht, daft die Ge sellschast von der Leitung de« verkrachten Agro'Äer knr zur Gewährung großer Darlehen au die Mitglieder des GetieralgenossenschastSvcrbanoes verleitet wurde. Die Verluste, die die Kreditzenoffenschafi durch diese finanziellen Operationen erlitten hat. sollen sehr bedeutend sein und mau besürchtet, dafe über die Genossenschaft der Konkurs verhängt wer den muß. Kindesmord. Aus Lichtenwald ivird be richtet: Die Magd Marie Radic an« Schurkenthal hat kürzlich bei dem Besitzer Smrekar Wäsche ge waschen und hiebet in auffälliger Weise die Arbeit wiederholt verlassen. Da HanSpersvnen ans den, Platze, wo die Radic gewaschen halte, Blutspureu sauden und von der Radic überdies bekannt war, daß sie sich in gesegneten Umständen besand, wurden aus eine Anzeige hin behördliche Nachforschungen # gepflogen. In der Senkgrube de« Hause« wurde »»» der Leichnam eine« neugeborenen Kinde« weib lichen Geschlechtes gesunden, das die Radic zur Well gebracht hatte. Da der dringende Verdacht eines Kindesmordes vorliegt, wurden die gerichtlichen Er Hebungen eingeleitet. Eine unmenschliche Mutter. Die Tag. löhnerin Emma Bevc rn Preborje bei Drachen bürg mißhandelte wiederholt ihre uneheliche Tochter und wnr?e bereits öfters von den Nachbarn an solche» Mißhandlungen gehindert. Am 27. Februar g^og sie von ihrer Behausung etwa 300 Schritte zu einem Brunnen Wasser holen. Vorher setzte sie absichtlich ihr dreijähriges uneheliches Kind Franziska zu dem stark geheizte» Oje» Die Kleider des Kindes ge-rieten in Brand und daS Kind erlitt schwere Brand-wunden im Gesichte und am Körper. A.S die Rabenmutter zurückkam, versah sie die Kleine mit neuen Kleidern nnd versteckte die halbverbrannten, damit nicht der Verdacht auskomme, daß daS Kind Brandwunden erlitten habe, um bei einem Todes auSgang nicht strafbar zu werden. An dem Auf-kommen der Franziska Bevc wird gezweifelt. Da die Nachbarn die unmenschliche Tat zur Anzeige ge-bracht haben, wird sich die unnatürliche Mutter ge-richt verantworten muffen. Rauferei zwischen zwei Maskengrup-pen. Am FaschingdienSiag stießen auf der Kapn-zinerbrückc gegen 9 Uhr abends zwei Maskengruppe» aneinander. Diese Gruppen bestanden auS maskierten Arbeitern, die sehr rauflustig waren und sich mit den nötigen Waffen auSgerüttet hatten. Die eine Gruppe wurde bis zum Staatsgymnasium zurückgedrängt nnd äl« sie dort halt machte, ging die Schlägerei loS. Der 19jährige Taglöhner Stesan Arlic versetzte mit einer Zaunlatte dem KaSpar Den Erfolg im Leben sichert sich nur der, der sich auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit zu erhalten weiß. Wenn uns die fortgeschrittene Wissenschaft und die hochentwickelte Technik, die auf allen Gebieten so Erstaunliches leisten, ein sicheres, bequemes und preiswertes Mittel in die Hand geben zur Stärkung unserer Nerven- und Muskelkraft, wäre es nicht unverständlich, ein solches Mittel unbenutzt zu lassen? Wer sich die segensreichen Wirkungen dieses Mittels, des Sanatogens nicht zunutze macht, verkennt die Gelegenheit, die sich zur Wiedergewinnung neuer Kraft zeigt. Die heutige Zeit stellt die höchsten Anforderungen an die Leibes- und Geisteskräfte jedes einzelnen. Diese zu stärken und ihren durch das aufreibende Leben der Gegenwart doppelt schnellen Verbrauch immer sofort wieder zu ersetzen, ist das ganze Geheimnis der Energie, Leistungsfähigkeit und Spannkraft des modernen Menschen. Viele Tausende bestätigen daß Sanatogen ihnen die lang entbehrte Kraft und neue Lebenslust brachte- Dieses auf streng wissenschaftlicher Grundlage aufgebaute, nach den Erfahrungen modernster Hygiene zusammengesetzte Mittel, das in seiner Zusammensetzung der Natur auf das glücklichste abgelauscht ist, von dem man täglich nur einige Teelöffel voll zu nehmen braucht, hat schon dort geholfen, wo man die besten Kräfte für immer verloren glaubte. Damit wir aber mit vollem Vertrauen zum Gebrauche von Sanatogen schreiten können, sei erwähnt, daß mehr als 12000 Ärzte mit ihren übereinstimmend anerkennenden Gutachten dafür eintreten. Seine Exzellenz Professor Dr. von Tobold, Berlin, schrieb: „Sanatogen hat sich bei meinen Patienten, welche in der Ernährung wesentlich gelitten hatten und körperlich heruntergekommen waren, in hervorragender Weise bewährt. Der Appetit steigerte sich merklich und darauf trat eine erfreuliche Zunahme des Körpergewichtes ein." Generalvertretung: C. BRADY. WIEN l, FleUdunarkt 2. — Sanatogen ist erhHlt- Uch in Apotheken und Drogerien in Packungen zu K 2*40, * 60, I0'70 und 20*50. Hiar abtrennen! Drucksache , n.»«- Marke An die sanatosen-werke Bauer & Cie. 307 BERLIN SW. 48 WH 10 xn 85 Friedrichstraßc 231 Blut und Nerven sind es, die durch die Anforderungen des modernen Lebens zumeist in Anspruch genommen und geschädigt werden. Dem Rekonvaleszenten, dem Schwächlichen, vielen Frauen namentlich fehlt es an gesundem Blut. Denen, welche der gehaltvollsten Nahrung in leichtest verdaulicher Form bedürfen, hilft Sanatogen. Saft und Kraft fehlen namentlich den Nervösen. Fehlt's am „Saft", am Blut, dann fehlt es auch an Kraft. Denn aus dem Blut baut sich der ganze Körper immer wieder neu auf, holen sich auch die Nerven ihre Kräfte. Die vielen Nervösen, das große Heer der Neurastheniker, die Blutarmen, die Bleichsüchtigen, die Magen-und Darmkranken, die „nichts mehr vertragen" können, sie alle mögen sich immer und immer wieder sagen: Sanatogen bringt uns unsere verlorenen Kräfte, unseren Lebensmut wieder! Und unser jugendlicher Nachwuchs, unsere Kinder, wie sehen sie heutzutage aus? Bleich, trüben Auges, ohne Lust zum Spiel, ohne Lächeln, oft auch ohne rechten Appetit schleichen sie leider nur zu oft dahin, zu jeder Mahlzeit fast müssen sie gezwungen werden. Werden sie dann, oft genug ge^en ihren Willen, vollgefüllt und „nichts schlägt an", so gibt s auch hier nur eins: Sanatogen. Dies blendend weiße, chemisch reine Pulver aus leichtest verdaulichem Phosphor-Eiweiß ist die wahre Muskel- und Nervennahrung, ist ein Kräftigungsmittel ohnegleichen. Seiner vorzüglichen, andauernden Wirkung verdanken Millionen Menschen die schnelle Wiedererlangung ihrer Kräfte, Gesundheit und Geistesfrische. Dr. R. von Krafft-Ebing, Prof. der Psych. u. Nervenkrankheiten, Wien, schreibt: „ . . . Ich freue mich, daß das Sanatogen sich recht bewährt." Se. Exz. Prof. Dr. von Leyden, Berlin: „Sanatogen habe ich in der Klinik und in meiner Privatpraxis bei schwachen Kranken viel und gern verordnet und bin mit den Erfolgen außerordentlich zufrieden." M»n versäume nicht, »ich die wertvolle AufkUning Ar* neuesten Veröffentlichungen kommen zu lassen, zu deren Bezug die Einsendung der angehefteten Postkarte genügt. Hier abtrennen! Senden Sie mir gratis und franko Ihre Schriften: 1. „Die Losung eines alten Problems." 2. „Die Erhöhung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit." 3. „Leidende Frauen." (Gewünschtes bitten wir zu unterstreichen.) Name (deutliche Schrift):......... ............. ,Olti................... Stand: ___________ Straße: Nummer 18 Deutsche Witsftf Seite ä Kunstek einen Hieb über den Kops, sodaß er gleich zu Boden fiel. Er erlitt durch den Hieb eine fstnf Zentimeter lange und eine Zentimeter liefe Wunde. Leduik schlug mit einem Ochsenziemer aus seine Gegner ein, bis diese die Flucht in die Stadt er-giisfcn. Auch das Messer spielte dabei eine Rolle, aber glücklicherweise wurde niemand dabei schwer verletzt. Die rauflustige» Masken werden sich straf-gerichtlich zu verantworten haben. Monatsausweis des Einlagenstandes gegen Kassenscheine und Einlagsbücher der k. k. piiv Böhmischen Unionbauk: CV Frauna, Jungg seiln und Juiigsrauiia oilfomt! Mia Ziuga. Musikant» und Lpielleit habn aus-g'macht, das ma am Heiaklinstog, Samsti, alfta Mirz, as da Schiaßbudi z Hrastn'gg a großi Gaudi machn wer». Hiaz hürtS a weuk zu«, wos ols gedn wiad. D' Musikant», insari Hausorchestara, d«bn oau. Dö mochn fou anKrewal das enk Hirn und G'sehn vageht und öS froh sein wrrds, wa» d' Singa eahneri Pappen aufieifien und an echin Stei-njchen loslov» wern. 's G ia»gl und d' Must Hot der in gonzn Unterland berühmti Musikus» klierbrun Dmayr. Wo»S v> da Plazarei ah gnua hodls, noch afongan d' Zpülleit mit eahneri ÄomödieNückln oan. Na, wer ma jo g'>ehn, :via da Komödiunt Schinwed Muck jcmi SpülUU ohgrichl bat. Wons vilnchl nou nid gnua hobis >a wiad enk da Noina Mensch af se>na gua«n Goschen wos viawer». Guaii ^chuach und vül Göld neinbis na mit wal bis in da Fruoh draht wiad und öS fürs Einigeahn und Zualoln 1 K ü0 h ;ohl» müafns. ZckaiiiS wannS l-a» G'sangsvarein wais, oft koustais enk ina 1 K. Anhebn tuats um a achti aft Nocht. Das nia za ou ana Gaudi im Norrngwandl kimdr is klar. Krmdts var Ivan da wöl, ol kima biauchan. Und »a enkaii Haxen »ürs Tonzen sxoarn tiirls, wiads Bahnwaqal enk ohhnle» und wisa zruckltöln. Wer va da Uutaholttn woS gnauas wißn wül, fast st dan iüalcogl an Zötl. Wer an Zwida Hot, der bleib Itaba daham bei seina Moam. Mir kinan nua lustigi Leil drauchan. D' Veroanstolta Rohitsch-Sauerbrunn. (M a S t e n b a l l.) Ei» rühriger Ausschuß hat zur Belebung der Ge« s.'lligkeit im Kurorte mit der Berauiialtnng eines Maskenballes in den Räumen des Hotel Post einen glänzenden Ersolg erzielt. Die Musik besorgte die ganz vorzüglich geschulte Kapelle aus Windisch Lands-berg, welche reichen Beisall sand. Au dem MaSken treiben beteiligte» sich alle Gesellschaftskreise; neben der fchlichie» Maske konnte man reich ansgeftattete Kostüme bewundern. Bci der MaSken>Schönheiis-konkurrenz wurde der erste Preis an Frmi Dr. Treo verliehen, den zweiten Pre-S erhielt Fräulein Angela Ogrisek. Die Beteiligung an dieser MaSkenvera»-staltung war eine rege und cs fiel ein namhafte« ReiuerirägniS ab, welches zum Teile dem Deutschen Schulvereine, zum Teile der sreiwilligen Anstalts-und Ortsfeuerwehr zufiel. Schautmhne. „Die Frau vom Meere". Schauspiel in 5 Auszügen von Henrik Ibsen. Wir sahen am vo-rigen Donnersiag wieder einmal Ibsen. Die Auf silhrung stand jedoch nicht auf der Höhe unseres Schauspiels. Die offen gezeichneten Charaktere waren noch zu nehmen, wie sie gegeben waren. Doch wo sollte man de» Wrangel des Herrn Winterberg einreihen. Wars ein Psychopath oder warS ein Schwächling. Das erstere will Ibsen, daS zweite gab uns der Darsteller. Die so wie so schock anS Un-natürliche streisende Szene im dritten Akte, wo Wal-bergs histerische Frau durch den mxstcriösen Frem-den in seiner Gegenwart zu entfliehen genötigt wird, verlor durch die schlechte Auffassung der Rolle ganz gewaltig. Im ganzen war die Vorstellung eine ziem-iich abgerundete. Fräulein Camilla Wolsf fand dies-mal den richtigen Ton. Ihre Elhida zeigte von be-deutendem Verständnis. Herr Weydncr gab seinen Fremden wohl sehr sehr mysteriös. Die Nebenrollen waren nicht schlecht besetzt Fräulein von Asten macht sich immer mehr heraus und Fräulein von Heudrichs war wie immer gut. Das Haus geizte nicht mit Beifall, ohne sich zu erwärmen. Am Sonntag ging die dreiaktige Operette .Das P u p p e n m ä d e l" von Leo Stein und Dr. Will, ner vor einem überfüllte» Hans: in Szene. Das Auftreten der ersten Operettensängerin Fräulein Ga-briele M o d t vom Karltheater in Wien. die Erstaufführung und der Sonntag hatten diese bewirkt. Den großen Erwartungen unseres Publikums solgte aber eine kleine Enttäuschung. Die Handlung ver« mochte nicht zu sesseln. DaS L'bretto, einem in Wien durchzesalle.ien sranzösischen Lustspiele entnommen, wurde von den Wiener Bearbeitern mit burlesken Tanznummern ausgestattet und so dem Geschmacke jener Opereltensreunde näher gebracht, die eine be-sondere Disposition zur Lachkrankheit besitzen. Leo Fall hat dazu eine Musik gekünstelt, der es zwar nick! an Feinheiten fehlt, wohl aber an zugkräftigen Schlagern, die man sofort nachpseisen könnte. Und da« ist doch das Wichtigste bei einer Operette! Die Musik erinnert auch an schon Gehörtes. Den Dar» st-ll'rn ist zur Erreichung eines guten Eml^e® ein weiter Spielraum gelassen. Mit Anerkennung können wir daher erwähnen, daß die einzelnen Kräfte sich nach bestem Könne» verausgabten und Leben in die verschiedenen toten Stellen zu bringen suchten. Um die Darstellung machte sich besonders der Gast Fräu. lein Gabriele Modl verdient, die viele Außenseiten des Temperamentes einer heißblütigen Spanierin zeigte. Sie sang und spielte die liebelechzende spani-sche Tänzerin, die immer 14 Liebhaber um sich ha ben muß, mit schäumendem Uebermut, wußte dabei aber den letzten Schritt des Erlaubten zu vermeiden und die derbe Erotik, mit der die Librettisten diesen Charakter ausgestattet haben, durch seine Ironie zu mildern. Wir konnten nicht genug ihr routiniertes Spiel und ihre herrliche Sopranstimme bewundern. Nur berührte in ihrer Aussprache sehr eigentümlich, der slawische Akzent stall des romanischen. Fräulein Fini Frank gab den pikardischen Backfisch, der mit der einen Hand uoch die Puppe an die Brust drückt, mit der anderen schon nach dem Trauringe angelt, wirklich lieb und anmutig. Ihr Partner Herr Ru-dols Spiegel mußte einen schüchternen Liebhaber spielen, was ihm nicht ganz gelang. Fräulein S a l> den stattete die noch immer begehrenswerte Müller des Puppenmädcls gesanglich gut aus und war, ob-wohl für Mutterrollen etwas zu jung, durchaus sympathisch. Herr Jgnaz Czernitz stellte einen Schmierendirekior ärgster Sorte bei und war von hinreißender Komik. Nicht unerwähnt dürsen wir lassen die Herren Hans Wal hier (Marquis de la Tourelle) und Winter berg. der seiner Rolle als greisenhafter Schürzenjäger voll gewachsen war. Dem Kapellmeister Herrn Joses Hager sei sür seine nmsichtige und vorzügliche Leitung des Cho.eS, des Orchesters und der Einzelstimmen ebenfalls un* fer vollstes Lob nicht vorenthalten Daß der Gast durch viele Hervorrufe und rauschendem Beisall. der sich auch ans die Träger der Hauptrollen erstreckte, ailsgezcichnel wurde, versteht sich von selbst. Kcrichtst-'at. Ein Stück Kohle an den Kopf geschleudert. Im Kohlenbergwerke zu Hrastnigg kam es nach einem kurzen Wortwechsel zwischen den Arbeilern Alois Pevc und Alois Wachter zu einer Rauferei, wobei sich die beiden gegenseitig ohrfeigten und mit Sand bewarfen. Schließlich ergriff Wachter i» feinem Zoru ein Slück Kohle und schleuderte es seinen Gegner an den Kops so daß er zu Boden A u S w e i s über die im städt. Schlachthause in der Woche vom 20. bis 26. Februar 1911 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des 'ingesührten Fleische«. Name I»« Fleischers Musstet Jalob . Friedrich . . . »ließ . ... Grenta Johann . ean'äiel Mariin unger..... Mne£ ..... Kossär Ludwiq . Lestoichel Iatob. Payer Samuel . Pluninj Zrarij . Pl> seat .... Redkulcheftg Joles ÄeUal Ärait; . , Suvpan .... Sweili..... Uioegft Rudols . UoUtftub« Kranz Gallwille.... Vrioare . . dhw. ctug^ErtN m « CtiM'w R = I •§ « u « ■£ X . o :Q ^ w ö; ti) | 'i) , *3 <£> I .1 f eingeführtes Fleisch in Kilogramm - -9 a U5 3 — A *3 « O .1 i» rt> ÖC 4!J i ^ 4 2 - » — ü — l 8 - — -I- * 4 225 — — — 9 27 190 »Hervtibi.ys Unierphoiphorigsaurer «ch» m» nnuntact). Sch»i««rle. ^»rrdatnys V Aromatische-Menz. Seil 41 Iadren ärzlti» erprobt und empsoblener BrusHirup. Ä'irk' iidbimlosenv, Kuftentlillend. avpeiilanre»e»d. B ftrd,rl Verdauung Seit Sv Jahren eingesahrte und bestens bewährte sckmerz- und Ernährung und rotjtflfl'icb ge'ixnei für Blul und XnochrndUvung, «. stillende muStelftärtende Einreibung Linden und beseitigt schm.rz. in»b»»onder» d,i stwä
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Feiler in Stubica, Elsaplatz Nr. 2t}9 (Kroatien). fiel uub einige Zeit ohnmächtig liegen blieb. Wachter hatte sich deshalb vor dem hiesigen KreiSgerichte zu verantworten und wurde zu sechs Wochen Arrestes verurteil». Schwere Rache wegen einer gering-fügigen Beleidigung. Ende Jänner fand in einem Gasthause in Hrast-nigg eine Unterhaltung statt, an der auch die Ar-beiter Johann Volker mit seiner Geliebten Juliana Zalokar und Rudolf Bedenik mit seiner Braut Aloisia Volker teilnahmen. AIS es zum Tanze kam, wollte der ebenfalls anwesende Arbeiter Laznik mit der Juliana Zaloker tanzen. Dies behagte aber nicht dem Geliebten der Zalokar, Johann Volker, und forderte den Laznik ans, von seinem Vorhaben abzustehen. Laznik ftthlie sich dadurch beleidigt und sann auf ein Mittel, Rache zu nehmen. AIS sich die beiden LiebeSvaare zum Anfbruche rüsteten, lief Laznik voraus und lauerte ihnen auf. Wie nun nach einiger Zeit Volker an Laznik vorüber kam, sprang dieser zu ihm hinzu und versetzte ihm, als er auf seine Frage, ob er ihn heraussordere, eine verneinende Antwort bekam, mehrere Messerstiche, wodurch er ihm eine lebensgefährliche Verletzung bei brachte. Auch dem Bedenik und der Aloisia Volker »ersetzte er mehrere Messerstiche. Laznik wurde in Haft genommen und hatte sich am 28. v. MtS. vor dem hiesigen Preisgerichte tvegen schwerer Körper« Verletzung zu verantworten. Das Urteil lautet auf 15 Monate schweren Kerkers. Gingesendet. Jeder Tag der Arbeit raubl Nervenkraft. Die Stärkung der Nerven, d. h. die Ergänzung ihrer verbrauchten Kraft, ist daher sür jeden mo-deuten BerusSmenscheu eine Lebensfrage und eine ernste Pflicht. Das von der Wissenschaft anerkannte und von den Aerzten erprobte Mittel, daS hier in Betracht kommt, heißt Sanatogen. Sanatogen stärkt nnd stählt die geschwächten und erschöpften Nerven, indem es diese nährt, indem es ihnen die wichtigsten Bestandteile ihres organischen Ausbaues zuführt und dadurch die verbrauchte Kraft ersetzt. Die natürliche Folge davon ist die Neubelebung und Verjüngung des gesamten Organismus, eine beglückende Hebung aller seiner Kräste und Leistungen. So mancher würde sich wie neugeboren fühlen, wenn er sich eut« schließen könnte, einen Versuch mit Sanatogen zu machen. Wir verweisen ausdrücklich auf den der heutigen Nummer beiliegenden Prospekt der «ana-togen-Werke Bauer & Sie., Berlin SW. 48. Es gibt nichts Besseres zur sofortigen Herstellung einer hochfeinen Rindsuppe, als £ HAGGI Rindsuppe-Würfel i 5 Heller. MAGGIs Rindsuppe-WBrfel sind reine, tllerbektelRindfleischsuppe in fester Form und enthalten auch das nötige Kochsalz and GewBrz. Nur eoht mit dem Namen MAGGI und der Schutzmarke Kreuzstern. 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Kolenc. I. Äavnitar, Gustav Stiger, Bittor Wogg. 'In jedem Hause können die Unar-nehmlichkeiten des Waschtagea bedeutend verringert werden, wenn schon am Vorabend die Wäsche mit einem den Schmutz vollkommen lösenden Seifenpulver a eingeweicht wird. Seifen- k pulver ist ein Vertrauens- artikel, denn leicht kann es gefälscht werden und schwer ist die Fälschung zu erkennen. Kaufen Sie das Erzeugnis einer Firma, die für Unverfälschtheit garantiert, so werden Sie ein verläßliches Waschmittel erhalten. Gefälschte Waschpulver (Seifenpulver) können zwar gut reinigen, ruinieren aber In kurzer Zeit jede Wäsche. Das beste und verläßlichste ist unbedingt Schichts Frauenlob-Waschextrakt Bei XIMBERKRANKHIilTlill SrztllcherseStB mit Vorliebe empfohlen_ Pl gegen Intections- KiAftiheitcQ; dem reinen Granulösen entspringend. Bei vielen Epidemien glSniend bcvatiri I 1 .fliief Schutzmarke Liniment. 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Oberlandes-gericbte in Graz erlassen die nachstehende Ausziehordnung für die Stadt Cilli. §!• Die nachstehenden Bestimmungen gelten fiir die Aufkündigung der Miete unbeweglicher Mietobjekte, für die Räumung und für die Gestattung der Besichtigung derselben durch Mietlustige, wenn nicht zwischen den Parteien vertragsmässig etwas anders vereinbart worden ist. § 2* Mieten, mit Ausnahme von Monatsmieten und solchen kürzerer Dauer (§§ 4 und 5 der Verordnung), können nur vom 1. bis ein schliesslich 14. Februar, vom 1. bis] einschließlich 14. Mai, vom 1. bis einBchliessiich 14. August, vom 1. bis einschliesslich 14. November gekündet werden. Fällt der letzte Tag der Kündigungsfrist auf einen Sonntag oder landesüblichen Feiertag, so endigt die Kündigungsfrist erst an dem darauffolgenden Werktage. § 3 Die Räumung der gemieteten Lokalitäten hat ein Vierteljahr nach der Aufkündigung, d. i. Anfang Mai, August, November und Februar derart zu erfolgen, dass der ganze Bestandgegen-stand spätestens bis zum Mittag des 14. Monatstages geräumt ist §4- Jene Mieten, bei welchen infolge ausdrücklicher oder stillschweigender Vereinbarung der Mietzino in einmonatlichen Raten gezahlt wird, haben als Monatmieten zu gelten. Bei solchen sowie auch bei jenen Mieten, welche von vornherein ausdrücklich nur auf Monatsdauer abgeschlossen worden sind, ist die Kündigung eine einmonatliche und hat sie innerhalb der ersten drei Stadtamt Cilli, am 1. März 1911. Tage des Kalendermonates zu erfolgen; die Räumung ist längstens bis zur Mittagsstunde des dem Kündignngsmonate folgenden dritten Tages des nächsten Monates zu vollziehen. Bei Mieten von vertragsmässiger kürzerer Dauer als einem Monate, insbesondere auch bei Wochenmieten hat die Kündigung drei Tage vor Ablauf der Mietzeit zu erfolgen und die Räumung längstens bis zur Mittagsstunde des dem letzten Tage der Mietzeit folgenden Tages stattzufinden. § 6- Sollte der letzte zur vollständigen Räumung der Bestandlokalitäten festgesetzte Tag ein Sonntag oder gebotener Feiertag sein, so verlängert sich die zur Räumung bestimmte Frist bis zur Mittagsstunde des nächstfolgenden Werktages. > § 7. Der Bestandnehmer ist nach erfolgter Kündigung des Bestandvertrages verpflichtet, die Bestandlokalitäten bis zu deren Wiedervermietung durch Mietlustige besichtigen zu lassen. Diese Besichtigung darf jedoch nur unter Begleitung des Vermieters oder seines Stellvertreters mit tunlichster Rücksichtnahme auf den Mieter, der im Falle seiner Verhinderung einen Stellvertreter dem Hausherrn behufs der Ermöglichung der Besichtigung vorher bekanntzugeben hat und nur insoweit vorgenommen werden, als notwendig ist, um den Mietlustigen Kenntnis von der Beschaffenheit der einzelnen Bestandräumlichkeiten zu verschaffen; sie ist mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen täglich in der Zeit von 3 bis 4 Uhr nachmittags zu gestatten. § 8. Insofern«; diese Kündigungs- und Ausziehordnung keine nähere Bestimmung enthält, haben die allgemeinen gesetzlichen Vorschriften in Anwendung zu kommen. § 9- Diese Kündigungs- und Ausziehordnung tritt mit dem 1. Februar 1911 in Wirksamkeit; von da ab verlieren alle in der Stadt bisher geltenden, hievon abweichenden Vorschriften und Gewohnheiten ihre Kraft. Der Bürgermeister: Dr. von Jabornegg m. p. Ausschreibung. Das Stadttheater in Cilli ist für die nächste Spielzeit 1911/12 entweder in Verbindung mit einer anderen Bahne oder selbständig zu vergeben. Stadtamt Cilli, am 24. Februar 1911. Der Bürgermeister: Dr. H. von Jabornegg. AUSTRO-AMERICANA, TRIEST. - 33 OifHudiiniiilrr. - Regelmässiger Passagier- a Waren dienst zwischen Triont u. Italien, Griechenland. Frankreich, Spanien, Nord-, Zentral- and Hiidamerika. Nächste Abführten von Trieat in den Pa»sagierlii>i«n nach New-York Aber Patra*. Palermo, Algier: 6. MÄrz..........Dampfer „Argen!Ina" 11. März..........Dampfer „Cii(enla" nach Buenoi-Alre* über Almerla, I,»s Pal in a« Rio de Janeiro, Santoa, Montevideo: 7. März .........Dampfer „Moll« IlohenberK 16. MBrz .........Dampfer „Columbia" Vergnügungsfahrten im Mitt lineer mit grossen DoppeLcbraub-'ndarapfern der trat'gatlaiitischen Linien. Auskünfte bei der Direktion, Tri>*et, Via Melin giccolo 8 (Telegrammadresse: „Co»ulich*, Triest). ferner (>ei den Generalagenten: chenkr & Co., Wien, I. NtUtorgaese 17; Passairierburean der Aastro-Americana, Wien, I K&rntnerring 7, II Kaiser Jonefstrasse 36 und in Laibach durch: Anatro-Americana Passagier-Bureau 8. Kmetetz. Babnhofg.is.-e SÖ _(Telef.-Ad.: .Km tern1*).___ Seite 8 »'LUtiche Zy&uii Nummer 18 11 erd Fabrik II. li«»lo»eiis Weis, ()tii'rö«tind leicht abführend, blutroinigend, kein Heilmittel ist gönstiger und dabei völlig unschädlicher, um Verstopfungen zu Vkampfen. die gewisse Qnelle »1er m isten Krankheiten. Der verzackeiten Forin wegen werilen sie selbst von Kindern gt-rn • genommen. Eine Schachtel, 15 Pillen enthaltend, kostet 30 h, eine Bolle, die 8 Scbuchteln, »Lo 120 Pillen .nihalt, ko»t-t nar 2 K. Bei \ ortinsendung von K 2'45 erfolgt Franliozasendang 1 ]Solle Pillen. Warniirisl f ^0I" Naehahnnngen wird dringend gewarnt Wol ilUliy . Manverlange.Philipp Neuetelngabführende Pillen". Nur eebt, wenn jcile Schacht-I und Anweisuni; mit unserer pe-Mzlieli protokollierten Schutzmarke in rot-sebwarzew Druck .Heiliger Leopold" und Unterschrift Philipp Neusteina Apotheke, versehen ist. Unsere haiidelngeriotulich geschützten hinb&llagen müssen mit unserer Firma bezeichnet »ein. Philipp Neusteins Apotheke zum „Beiligen Leopold", Wien. 1„ Ptaaken^isa« >i. Depot In Cilli: Mtix Hmiacher. Für Magenleidende! Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magen», durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh. Maqenkramps, Magen- fd>mrr|rn, schwere Verdauung oder Verickleimnnq »«gezogen Haben, sei Hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. E« ist dies das bekannte Aerdauungs- und Blutreinignnqsmittek. der Hubert llllrich'l-»k Kräulrr-Wrin. 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Schlaflosigkeit. sowie Bluianstauungen :n Leber, Milz und ^foriaderiyiiem ,. «»«»Ich, «lallt«. »'«», M-r»a>«, kllt-l, «srNri», «ana. tti»sch a. I. lomlt la 6ieitraiaif »nd gaai Cefterrtufe-Uagsta la txn «um Kittn»«* dir aj>oibt»«n ia Hitli 8 ua» »ch» fftslchea »ritaierweia I» Dcigtaslmeifca aadi aiirn Ottm Cfftttteidi-Uiuntr» Mi? Vor Naoliulimungon wird gewarnt! Kau veil-age »asdrüSIich W IIiiImtI UlIrlrh'MChen H K rauter-Wein. Gesucht wird Magazineor gesetzten Alters, möglichst ausgedienter Militärist oder Oendarm, mit Handelsbildung, beider Landessprachen mächtig, für ein Landesprodukten- Magazin eines grösseren Geschäftshauses einer Provinzstadt Sndsteiermarks. Anträge sind unter „Tüchtig 17264* un die Verwaltung des Bluttes zu richten. UPERPHOSPHATE mineralisch und animalisch, bewährtestes verlässlichstes und billigstes Phosphorsäure-Düngemittel " BODENARTEN. Gehalt streng flarjntiert. Verbürgt schnellste Wirkung. Höchste Erträge Zum Frühjahrsanbau unentbehrlich. 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