^^^. t^H»^. halb». k° lr, «Md.l<^!l «.,«,<„,'5. ha!b>.,. ?5.« ^^»^»»^V»«^, '^V/. ^^^^^»»^V^b. V.edrd°Iun,l« v«, i<«,ie » »», ^«^^^. VrälmmemÜM« - Emlllllung. Mil I.Gl^tober^ beginnt ein neues Abonnement auf die „Kulmcher Zeitung." Der Pränumerations-Preis beträgt für die Zeit vom l. O k! o b «> r bis Ende Dezember: Mit Post unter Schleifen.....3 fl. 75 kr. Fiir Laibach ins Hans zugestellt . . . 3 „ — .. Inl Comptoir abgeholt......2 „ 75 .. Für einen Monat: Mit Pl'st uüter Schleife».....I fl. 25 lr. Br Laibach in« Haus zugestellt . . . 1 „ — „ Im Cmnploir abgeholt......— „ 92 .. Amtlicher Theil. Se. k. und l. Apostolische Majestät geruhten °llera.nädia.st dem Garde-Oberlielenant Allerhöchstihrer Elften "Nieren Leibgarde, Feldmarfchall'Lieutenant Karl Frei' Herrn von Boxberg bei dem Anlasse seines fünfzig« jährigen Dienstjubiläums ausnahmsweise den Charakter eines General« der Cavallerie kä Iwuorou mit Nachsicht der Taxe zu verleihen; serner: die Uebernahme des sseldmarschall» Lieutenants ^o Ritter von Schauer, Festungscommandanten in «rakau, auf sei,, Ansuchen in den wohlverdienten Ruhe« itand anzuordnen und demselben bei diesem Unlnsse in Anerlennung seiner nahezu fünfzigjährigen vorzüglichen nnd vor dem Feinde wiederholt ausgezeichneten Dienste den Orden der eifernen Krone zweiler Classe mit der Kriegsdecoration der dritten Classe taxfrei zu verleihen. Se. k. und l. Ap»stolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. September d. I. dem Eisengewelken Johann Pengg Edlen von Auheim in Leoben in Anerkennung seiner als Prä» sloent der dortigen Handels« und Gewerbekammer ent« falteten erfolgreichen, gemeinnützigen und patriotifchen Thätigkeit da« Ritterkreuz des Franz-IofephOrdens "Ungnädigst zu verleihen geruht. ! Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 24, September d. I. dem Oberpostverwalter in Brunn Severin Stenzel in Anerkennung seiner erfolgreichen Verwendung im Postsparcassendienste das Ritterkreuz des Franz.Ioseph» Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. September d. I. dem Wiltschaflsralhe, Commerzialralhe Johann Sme -tana in Wien in Anerlennung feiner vieljährigen ersprießlichen Thäligleit auf dem Gebiete der Landes-cullur das Ritterkreuz des Franz.Iofeph.Oroens aller-gnädigst zu verleihen geruht. «m 27. September 1884 wurden in der l. l. Hol» und Staats» drullerei in Wien die italienische, böhmische, polnische, ruthe» ^sche. Uovenische lroatische und romanische Ausübe der Stucke XXXVII und XXXIX des Reichsaesekblattes ausgego ben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Die parlamentarische Lage in Kroatien. Agram, 28. September. Ueber die Wahlen in Kroatien und ihre vermeint» lichen Folgen in der weiteren Entwicklung der ver-fassungsmäßigen Zustände dieses Landes brachte sowohl die mländlsche als auch die auswärtige Presse sehr ausführliche, aber nicht fehr günstige Commentare. Wir glauben, man wird sich in manchen düsteren Voraus« sehungen täuschen. Das Volk hat in bewältigender Majorität seine Angelegenheiten auf drei Jahre wie. derum den Händen der Nationalparlei anvertraut. Wir sagen mit Velonung das Volk; denn es wäre eine arge Täuschung, zu glaub-n und andere glauben zu machen die Unterstützung der Regierung habe die Wahlen durchgeführt und entschieden. Wenn man unter ^.«. A'""".s b"' «anzen im Lande verzweigten Be-?e?n N^"^^""ehen muss. dann ist e« über !«!i^^^ ."^b"'' dals während der verflossenen ^l.?V"'"' "^"""t> im Volle so vielfach und. erfolgreich gegen d,e Nationalpartei gewirkt hat, als lener Organismus. Die seltenen Ausnahmen können un ere Behauptung nicht erschüttern. Auch die «escheh. msse vom vor.gen Jahre, die Geschichte mit den Wap. pen. die Bauerntumulte, der Rücktritt des Grafen Pelacsevlch. die zeitweilige Suspension der Verfassung«, mah'gen Gewalten, die unbändige Agitation, die sich aus allen d,esen Thatsachen im Landtage entwickelte, um das Land m beständiger fieberhafter Aufregung zu erhalten, haben mächtig mitgeholfen, den Glauben an den Bestand der jetzigen Verhältnisse zu untergraben. Selbst die Nationalparlei war in manchen Momenten nabe daran, das Vertrauen zu ihrer Sache und zu sich selbst zu verlieren. Mitten in diesen Gährungen musste man den Wahlkampf aufnehmen gegen zwei Oppositionlfractionen, deren eine mit ausaesuchter Malice, die andere mit elementarer Vmlalität alle Miltel der Verdächtigung und Anfeindung erschöpfte, um das Volk in die leiden» schaftlichste, feindseligste Stimmung zu verfetzen. Die Nalionalparlei hatte leine einzige Waffe, um dagegen anzukämpfen; sie mufsle vor den Wählern unpopuläre Wahrheiten lehren, sie musste den Wählern gewissen» haft sagen: das jetzt bestehende Gefeh und Verhältnis Kroatiens zu Ungarn und der Monarchie kann nicht geändert, die schweren öffentlichen Lasten können nicht vermindert werden; soll sich das Voll zum Wohlstande erheben, dann möge es nicht auf die leeren Versprechungen der Candidate« bauen: nur sein Fleiß, seine Arbeitsamkeit können ihm zu würdigem Dafein verhelfen. Trotz alldem errang die Nationalpartei im Wahltampfe die Zweidritlel» Majorität. Die Nieder« geschlagenheit, die sich nach den Wahlen der Un-abhängigen bemächtigte, mufs ihnen da« /lravNillsr pour lo roi äs kru886" in Erinnerung bringen. Die unbändige Freude, welche die Neußersten wegen des Zuwachfes von sieben Abgeordneten zur Schau tragen, liefert den schlagendsten Beweis, wie wenig Hoffnungen sie auf die Macht ihrer rücksichtl- und gewissenlosen Propaganda setzten. Nach der Schlacht pflegt man sich das Schlacht, seld zu besehen, und da fällt unwillkürlich die interessante Thatsache in die Augen, dass die Gegend, wo die Calavci und Kajlavci anfässig sind, vorwiegend der Opposition zuneigen, während die «Vtolavci saft ausnahmslos sür die Nationalpartei gestimmt haben, und zwar in denjenigen Wahlbezirken ohne Widerstand, in welchen das serbische Element gänzlich oder vorwiegend zu Hause ist. Wir enthalten uns jeder Deutung und Erklärung dieser Thatsache; sie gibt aber jedem politisch beanlagten Patrioten viel zu denken und zeigt schon jetzt sehr deutlich die Linien, in welchen sich das Verhängnis Kroatiens erfüllen kann, wenn es den Kampf mit der Monarchie bis zum äußersten herausfordern follte____ Was wird nun geschehen? Da man die Art und Weise der sogenannten Rechtspartei aus ihrer vergär,« genen Thätigkeit sowohl im Landtage, als in der Presse, als auch am Wahlplatze kennt, so fehlt e» nicht an Prophezeiungen von den fürchterlichsten und Feuilleton. Gin BüchmanN'Drama. H Bekanntlich gehört es zum literarischen Vouton, platze mit möglichst vielen .geflügelten Worten" zu glücken. Jedenfalls hat diefe Mode zwei große Vor-li<5 ».' '""" k"Ml mit Bildung prunken und erspart biM Selbstdenken. Umfo auffallender ist es, dass syer noch niemand ein Theaterstück au» lauter Ci-Lils? zusammengedichtet hat. Um nun diese filhlbare 'br Abzufüllen und zugleich zulünfligen Dramatikern " n, Veruf z« erleichtern, veröffentlichen wir in Fol» ^"eni ein Schauspiel in zwei Aufzügen, welche« un« l^re'lbar den Vorzug der Kürze hat und ausschluh. de? ?"? solchen ..geflügelten Worlen" besteht, denen w« 'elige Büchmann in seinem belühmlen Buche das "«errecht verfchafft hat. 0 Erster Aufzug. ' "Uch eine schöne Gegend an der schönen blauen Donau. ^ Heil: Im wunderschönen Monat Mai. z^'.,Sle. die Lieutenants und die Fähnriche, ehrliche calili ' Wevatler. Schneider und Handschuhmacher, '""ilche Existenzen. Vassermann'sche Gestalten, scrophulöse« G.stndel, süßer Pöbel, ^olt ^ ^l sie vorübergehen): Beim wunderbaren "Us /5^8 Weib ist schön! Die ist es oder leine sonst h'er^n"' ^ Hol' die Pest Kummer und Seufzen, Hr.) m, .nt>' 'ch's. die Gelegenheit ist günstig. - (Zu ^tln « .'" ^ne» Fräulein, dürst' ,'ch's wagen, meinen " und Geleit Ihnen anzutragen? Sie (lächelnd): Die Müh' ist klein, der Spass ist groß. E r (mit Grazie in inümtum): Allemal derjenige, welcher! Angenehme Temperatur! Komm' doch näher, liebe Kleine! Ist denn Lieben ein Verbrechen? Der Zug des Herzens ist des Schicksals Stimme. Sie: Herr. dunkel ist der Rede Sinn. Er: Zwe'fle an der Sonne Klarheit, zweifle an der Sterne Licht, zweifl'. ob lügen kann die Wahrheil, doch an meiner Liebe nicht l — Ach, wenn du wärst mein eigen l Sie: Das sieht schon besser au«, man sieht doch wo und wie. Doch meidet allen bösen Schein. Es liebt die Welt, das Strahlende zu schwärzen und das Er-hab'ne in den Staub zu zieh'n. Er: Dem Reinen ist alles rein. Arm in Arm mit dir. so fordl' ich mein Jahrhundert in die Schranken. (Sie gibt ihm den Arm; beifeite:) Vor allem lernt die Frauen führen! s'lst doch eine der besten Himmels» gaben, so ein lieb'Ding im Arm zu haben. Sie (beiseile): Herz. mein Herz, was soll das geben? — (Entschlossen zu ihm:) Eures Geiste« hab' ich einen Hauch verspürt; die Liebe ist der Liebe Preis ! (Nimmt Abschied.) Wenn Menschen auseinander aeb'n' dann sagen sie: Auf Wiedersehen! (Ab.) ' Er: Ich kam. sah. siegte. Dem Gerechten M's der Herr im Schlaf! (Ab.) Zweiter Nufzug. Ort: Vas Capua der Geister. Zeit: Pfingsten, da« liebliche Fest. ^ Er und Sie. (Zwei Seelen und -in Veda»,t>. zwei Herzen und ein Schlag) Ihr Valer. Er (klopft). Vater (öffnet): Wozu der Lärm? Was steht dem Herrn zu Diensten? —Kommen Sie 'rein in die gute Stube! Er (beiseit,): Bescheidenheit ist eine Zier. doch weiter kommt man ohne ihr. — (Laut): Ich sei. gewährt mir die Bitte, in Eurem Bunde der Drittel Vater (kühl bis an« Herz hinan): Das also war de« Pudel« Kern! — Nur immer langsam voran, es mufs ja nit gleich sein. es hat ja noch Zeit. Sie: Es ist nicht gut. dass der Mensch allein sei. Vater: (iuon e^o! Ich bin dein Vater Cephif's und sage dir nichts, als diese«: In Geldsachen hört die Gemüthlichkeit auf. darin bin ich komisch. Du hast Diamanten und Perlen, mein Liebchen, was willst du noch mehr? — (Beiseite): O ich bin klu<, und weise, und mich betrügt man nicht. (Zu ihm, fürchterlich): Mensch, bezahle deine Schulden! Er: Zwischen uns sei Wahrheit! Ich bin besser als mein Ruf. Ich bin heruntergekommen und weih doch felber nicht wie. — Ach. da« Gold ist «"' 6H<-märe, was frag ich viel nach Geld und Gut, wenn ,<, zufrieden bin?! <«««^ Vater: Der l"g" «7.^ doch Sie: N°ch Gold« ^ ^" ^„^ ^„ d„ "'"" "" ^' "enn er """«"er- Der Nahn ist kurz, die Reu' ist lang. jWer heiratet, thut gut, und wer nicht heiratet, thut l besser. Laibacher Zeitung Nt. 225 1862 30. September 1884. yewaltthäMjsten Scenen in künftigen Landtagssihungen. Wenn sie — so raisonniert man gewöhnlich — nur siebzehn Mitglieder stark, oft die ganze Volksvettre« tung im Schach halten konnte und manchmal sogar zu zersprengen drohte, was wird sie erst jetzt leisten können, da sie in ihren Reihen fünfundzwanzig Abgeord« netc zählt? Wird sie sich nicht stark genug fühlen und somit auch veranlasst, den Zustand, den sie als un-geschlich erklärt und laut verdammt, mit Gewalt um« zustürzen? Wild sie nicht beweisen wollen, dass man den bestehenden Verband mit Ungarn und mit der Monarchie durch verfassungsmäßige Functionen nicht aufrechterhalten dürfe und könne? Diese und noch an» dere Beweise werden vorgeführt, um die Landtagshölle noch heißer zu machen, als sie vielleicht in Wirklichkeit ist. Nun, wir betrachten alle diese Prophezeiungen als übertrieben. Die neuerwählten Abgeordneten der Rechts« Partei sind, so weit wir sie kennen, meistens gebildete junge Männer, die ihren Stolz daran sehen werden, den verfassungsmäßigen Kampf mit den Gegnern lieber mit Geist, als mit Lunge und Faust auszukämpfen. So lange die Partei keine Hoffnung hegen konnte, in ruhiger Weise, durch vernünftige Discussion zur Ma« jorität zu gelangen, so lange war es fast begreiflich, wenn sie sich zur turbulenten Gewaltthätigkeit hinrei-ßen ließ. Die jetzigen Wahlen stellen ihr die Möglich. teit in Aussicht, auf normalem Wege dahin zu gelangen, was sie ihr Zel nennt. Außerdem muss sie sich felbst sagen, dass die tumulluarische Roheit den Reiz der Neuheit verlieren kann und zu dem ersehnten Erfolge nicht führen wird, während der geistige Sieg weit günstigere Folgen herbeiführen muss. Vielleicht werden sich diese und ähnliche Bedenken in der Partei Bahn brechen. Indessen können auch die obigen düsteren Prophezeiungen zur Wahrheit werden. Aber auch dann gehen wir der Zukunft mit Beruhigung entgegen. Die Nationalpartei, die in einigen Momenten schwankend, mit sich selbst und mit dem Volle im Unklaren war, hat wiederum die Sanction des Landes erlangt. Daraus wird sie Kraft und Entschlossenheit zur Ausdauer und entschiedener Wirksamkeit schöpfen. Das Vesetz wird in ihrer Hand stark genug sein, um die Ungesetzlichkeit zu Boden zu werfen. Kein gesetz» liches Mit«el wird unbenutzt bleiben, so lange es sich darum handeln wird, die Basis, auf der die Zukunft Kroatiens einzig und allein gesichert ist, nämlich das bestehende Gesetz, die bestehende Verfassung, gegen jeden Unverstand, gegen jede Revolle zu retten. Inland. (Steiermark.) Ueber den Stand der Volks« schulen in Steiermark gibt der neueste Bericht des dortigen Landesausschusses folgende Aufschlüsse: Mit Ablauf des Schuljahres 1882/83 gab es in Steiermark 836 Schulen, gegen 827 im Vorjahre, darunter 76l öffentliche Volksschulen. Davon waren 420 mehrclassig, 341 einclassig; an 651 Schulen wurde ganztägig, an 110 halbtägig unterrichtet. Der Sprache nach gab es 526 mit deutscher, 160 mit slovenischer und 75 mit beiden Landes- als Unterrichtssprachen Für Schulbauten wurde seit 1870 der Betrag von 2 720000 ft. ausfiegeben. wovon auf die Stadt Graz allein 665000 fl. entfallen. Hiebei sind bereit« eingerechtet 29 000fl.. die der Kaiser in 51 Bezirken spendete. 48 000fl. von der steierischen Sparcasse und 60000 fl. vom Land" tngsabgeordneten Scholz für den Bezirk Voitsberg. Trotzdem ist noch immer die Nctivierung von 70 bis 80 Schulen nothwendig. Den Schulbesuch anlangend, gab es 159 706 schulpflichtige Kinder, wobei schon 4552 Kinder wegen Gebrechen ausgeschieden erscheinen; wirklich schulbesuchende gab es nur 151 380, so dass 8326 Kinder ganz ohne Unterricht waren. — Im steierischen Landtage hat bekanntlich der Abgeordnete Äußerer die Regierung wegen der Wahlvorgänge in Lichtenwalo interpelliert. Diesbezüglich berichtet nun der Gemeindevorsteher Versec in Lichtenwald, dass die Behauptung des Abgeordneten Äußerer, er hätte am Geburtsfeste des Kaisers sein Haus mit einer russi-schen Fahne geschmückt, eine böswillige Erfindung sei, da er heuer wie im Vorjahre nur slovenische Fahnen ausgehängt hätte. (Der Kärntner Landtag) nahm vergan« genen Samstag den Bericht bezüglich der im Vorjahre in Angriff genommenen Elementararbeiten, mit Ausschluss jener im Gail-, Moll» und oberen Drau«Thale, zur Kenntnis und beschloss, den über das Präliminare erforderlichen Restbetrag von 4789 fl 68 kr. für dieselben aus dem unverzinslichen Staatsvorschusse zu entnehmen. (Aus dem böhmischen Landtage.) Wie bereits gemeldet, haben die Abgeordneten Dr. Ed. Herbst und Genossen im böhmischen Landtage den Antrag auf Ertheilung des Wahlrechtes für ocn Landtag an die Fünfgulden-Männer eingebracht. Dieser Antrag auf eine partielle Wahlreform hat augenscheinlich den Zweck, der Durchführung des vorjährigen Antrages Rieger zuvorzukommen. Am 23. Juli v. I. hat nämlich Abg. Dr. Rieger den Antrag gestellt, den Landes-ausschuss aufzufordern, eine Reform der Landtags-Wahlordnung zu entwerfen und in der diesjährigen Sefsion vorzulegen, und er hat zugleich als die leitenden Principien, welche dieser Wahlrefoim zugrunde zu legen wären, jene angegeben, welche in dem Reichs-raths'Wahlreformgesetze zur Geltung gekommen sind; eines derselben sollte daher auch die Ertheilung des Wahlrechtes an die Fllnfgulden-Männer sein. Der Antrag Nieger wurde nach heißen Debatten in dem Landtagsausschusse, welchem derselbe zugewiesen worden, und im Plenum des Landtages am 6. August v. I. mit den Stimmen der Czechen und der Großgrundbesitzer gegen die der Deutschen angenommen. Der Antrag des Abg. Herbst, welcher nun im Landtage eingebracht wurde. bezweckt also nur eine partielle Wahlreform im Sinne der Herabsehung des Wahl-census und ist in dieser Richtung dem Elaborate des Landesausschusses zuvorgekommen. Ausland. (In Deutschland) ist die Wahlbewegung zwar allgemein im Gange, doch hat sie bisher wenig marcante Erscheinungen zutage gefördert, und die Constellation hat sich in der letzten Woche kaum verändert. Von halbamtlichen Organen der Negierung wird im wefenll'chen noch immer der Bildung einer «Mittel» Partei" aus National-Liberalen und Conservaliven das Wort geredet; damit wären auch wohl die National» Liberalen im ganzen einverstanden, während man auf dem rechten Flügel der Conservaliven von jenen nicht recht etwas wissen will und lieber ein Bündnis mit dem Centrum eingienge. (In Cetinje) bereitet man sich für das Jahr 1885 zu großen Festlichleiten vor. Im nächsten Jahre sind es 400 Jahre, dass der Zupan von Zeta. Ivan Ernojevili, in Celinje die Muttergotteslirche erbaut und die Residenz der Zupane nach Cetinje verlegt worden ist; im Jahre 1885 feiert Fürst Nikola sein 25jäh. rigel Regierungs'Iubiläum und seine silberne Hochzeit. Alle diefe Iubeltage sollen durch besondere Festlichkeiten gefeiert werden. (Macedonien.) Der zwifchen den Grieche' und Bulgaren in Macedonien bestehende Antagonismus, welcher durch die Ermordung des Archimandrite« Theophil eine Verschärsung erfuhr, hat durch Vorgänge, die sich in der letzten Z^it in Poljana im Sandschak von Nvret nommen: 1.) Die Regulierung des Wildbaches ldungsanstalt in Laibach von einem geprüften Fachmanne ertheilt werde, nach« dlM gegenwärtig denselben ein Professor der Nltur. geschichte besorgt. 4) Die Einrichtung der landwirtschaftlichen Wan» dervorträge. Schluss der Sitzung um 1 Uhr. Der Herr Landeshauptmann ordnet die nächste Sitzung sür Mittwoch, den 1. Oktober, an. Ein Fest der Laibacher NohrschützengeseUschaft. Die ehrenvolle Geschichte der Laibacher Rohrschützengesellschaft wurde durch den 28 September 1884 mit einem neuen Ruhmesblatte bereichert, das späteren Generationen erzählen soll. d^ss diese Gesellschaft im breihunbertzweiundzwanzigsten Jahre ihres Bestandes trotz bedenklicher Stürme der Zeiten uner» schultert dastand und von dem seltenen Glücke begünstigt war. die sünfunozwanzig Jahre wshrende Thätigkeit ihres hochverehrten Oberschühenmeifters. des l, l Regie, rungsrathes Herrn Dr. Emil Ritter v. Stockt, mit einer solennen Feier zu begehen. Um 7 Uhr früh hatten sich auf dem l. l. priv. Landeshauptschiehstande die Mitglieder der Laibacher Rohrschühengesellschuft eingefunden, denen sich auch meh-rere Freunde des verehrten Jubilars anschlössen. Ossi» cielle Einladungen wurden nicht erlassen, da man bestrebt war. der Feier einen durchaus familiären Charakter zu verleihen. Herr Landespräsident Baron Winkler, bekanntlich auch Mitglied der Laibacher Rohrschühengesell. schast. war trotz der frühen Morgenstunde zur Feier er« schienen und wohnte der hl. Messe auf dem Oberrosen-bachberge bei, die vom hochwürdigen Herrn Franzislaner-Ordensgeistlichen?. Albert aus Samobor. einem alten, treuen Freunde der Gesellschaft und des Jubilars, gelesen wurde. Während der Messe executierte die Musikkapelle des 17. Infanterieregiments und die Haupt-momente wurden durch die Kanonen der Gesellschaft verkündet. Nach beendeter Messe fand die eigentliche, officitlle Feier statt, In dem Saale der festlich decorier-ten Schirßftiitte nahmen die Schützen und Feftgäste Aufstellung und erwarteten dort baS Eintreffen ihreS Ober« schllhenmeisters. Beim Erscheinen desselben ergriff der Untllschützsnmeister Herr Emerich Mayer das Wort zur nachstehenden Ansprache: „Hochgeschätzter, hochgeehrter Herr Oberschiltzen« meister! Acht Jahre sind verflossen, seit mir das erstemal da» Glück zutheil wurde, Sie hier in unserer Heimatlftütte zu begrüßen, es war zur Eröffnung dieses SchiehhauseS. Freudig sind wir hier eingezogen und so manch schönes Fest wurde hier abgehalten. 322 Jahre sind verflossen, dass die Rohrschühengesellschaft alt und ehrenvoll be. stehend ihrem Banner folgt. Ein Fest jedoch, wie ba« heutige, hat die Gesellschaft noch nie gefeiert, und viel-leicht einzig steht dieses in unserem schbnen Oesterreich da. Freudiger sind wir dem Banner noch nie gefolgt und unter diesem stehen wir versammelt — denn e» gilt. unseren hochgeschätzten, hochgeehrten, geliebten Schühenbruber zu seinem fünfundzwanzigjahrigen Iubi« läum als Oberschützenmeister zu begrüßen, zu ehren, jenem Manne zu danken, dem wir in so vielem verpflichtet sind. Die Rohrschützengesellschaft hatte auch ihre schweren Zeiten, die Mitgliederzahl schmolz aus wenige Kbpse. — wer war da. um die Gesellschaft zu halten? Die Mit« gliederzahl wuchs, und wer war die Ursache? Unser Oberfchühenmeifter! Trübe Wollen zogen über den Horizont und politische Ereignisse folgten eineS nach dem anderen In unserer Gesellschaft aber war der Himmel stets heiter, unsere Politik war: Zusammengehörigkeit. Brüderlichkeit. Einigkeit. Wem haben wir dies alles zu danken? — Unserem Oberschühenmeifter! Wollte ich zurückblicken auf die ehrenvollen, ausdauernden Lelstun. gen — es wäre der Stoff unerschöpflich. Als den schönsten aller Tage begrüße ich deshalb den heutigen Tag. an welchem es gegönnt ist. unserem geliebten Ober» schühenmeister sür sein schönes, großes Wirken zu danken, ihm zu seinem 25jährigen Jubiläum unsere herzlichste», innigsten Wünsche entgegenzubringen. Der Allmächtige möge ihn noch viele, viele Jahre erhalten — zum Oe-deihen. zum Bestände unserer Gesellschaft, zur 3"" seines 50jährigen Jubiläum» geleistet — Vieles hat unser 0b.rschü^nwc.^^^^ ^, wenig können wir ihm ^ unser Herz. wir besitzen, wir Was die Rohr« mit kann, sie bringt es schichengesellschast a« ^v ^"In^er Generalversammlung vom 30. April d. I. wurden Sie einstimmig zum Chrenmitgliede ernannt, und ligen Blässe, und in den schwarzen Augen glänzte etwas wie eine Thräne, während sich um die Lippe ein trotziger Zug legte. „Nu, nu, sei nicht böse, Kindchen, ich meine es llut mit dir, o so gut!" Ein leichter Seufzer beglei» lele die letzten Worte. Dieser Seufzer fchien den Un^ Wuth der jungen Dame zu entwaffnen. Sie schmiegte ^ leicht an den alten Herrn: ..Sei nicht tramig!" Mterte sie. „aber warum hast du mich durch die Be-Wertung aus meiner guten Stimmung gebracht!" . ..Vule Stimmung? Nun, ob sie gut war, weiß '.? nicht, denn die Worte, welche du vorhin gesungen, 'U'd gerade nicht sehr wonnig." y ..Nicht wonnig, aber tief. tief inniglich!" Magdas "uge schweifte wieder über den Wasserspiegel, wäh-^"d der Blick des alten Herrn mit einem fragenden "Drucke auf seiner Tochter haftete; er verstand sie ""loer einmal nicht. w, Der Nachen stieß jetzt an das Ufer und die ""senden stiegen aus. Wie da« große, schlanke Mäd-^/'' sich fest an den Arm de« Vaters schmiegte, da !""chle eK allerdings den Eindruck lüfer Erfchöpfung. gellender Iugendkraft. Die Fremden waren Deulsche. ""che schon se.t einigen Wochen in V^ldes weilten, ^ ""llyda eine volle Woche krank darmederlag. N?U Flälilcin ist nervös und bedarf der Ruhe und 2°','.""N!" halte der Badearzt gesagt. Da« wurde de w ^ auf das pünktlichste befolgt, und fo musste ve l3"?sl"N in die Wochein bis auf den heutlgen Tag "schoben werden, te«^"^ möchte gern nach dem alten Kirchlein dort ^ am Hügel!" meinte Magda. .Nein, Kind. das ist entschieden zu viel für dich!" antwortete der Vater. Wieder legte sich der schmoiende Zug um den Mädchenmund. und sicherlich würde sich eine bittere Bemerkung über die Lippen gestohlen haben, wäre Magdas Aufmerksamkeit in diescm Augenblicke nicht auf einen Herren gerichtet gewefen, der sich dem von den beiden verlassenen Kahne näherte. Es war eine kräftige Erscheinung voll ernster Männlichkeit, die dem Antlitze den Ausdruck der Strenge gab. Magda hatte den Fremden gestern zum erstenmale in dem Garten des Hotel« gesehen, das sie mit ihrem Vater bewohnte. Sie saß auf der Terrasse, welche in den See hinaus» gebaut ist, er trank seinen Nachmittagskaffee an einem der nächsten Tische. Si? war in „Zlatorog" vertieft und hob nur zuweilen flüchtig den Kopf. So oft das aber geschah, begegnete ihr Auge dem des fremden Herrn. Die» stille Mustern verdros« sie sehr. Sah sie denn wirklich so krank und leidend aus, um auch sein Mitleid zu wecken, wie das der meisten Menschen? Sich bemitleiden lassen. that ihr in der Seele weh, e« war ja sür ihr ganz in sich gelehrtes Herz seit jeher eine Qual. In Magdas Wangen stieg ein leichtes Roih. als der F.emde, den Blick auf sie heftend, rasch an ihren Vater herantrat: «Es freut mich herzlich. dass, wie ich gestern abends von unserem Hauswirt erfuhr, ich hier in dem Stückchen Wunderlande einen Landsmann finde!" sagte er mit tiefer, wohlklingender Stimme und streckte ihrem Vater die Hand entgegen. (Fortsetzung folgt.) Lailmcher Zeitung Nr. 225 1864 30. September 1884. im Namen der Gesellschaft überreiche ich Ihnen hiermit das Ehrendiplom mit der Versicherung, dass. wenn die Rohrschühcngesellschast auch stolz auf die Namen ihrer Ehrenmitglieder war. sis ist es gewiss noch mehr durch den Namen ihres Oberschühenmeister» Dr, Emil Nitter von Stockt. Doch auch fur die Nachwelt wollen wir sorgen und dieser den Namen dieses biederen Mannes erhalten wissen. Darum sei der heutige Tag in dieser Marmortafel auf ewige Zeiten erhalten." (In diesem Momente trennten sich die Gewächse, welche bis nun die Gedenktafel velhüllten. die Schützen brechen in stürmische Hochrufe aus und Kanonendonner verkündete weit hinaus den feierlichen, wahrhaft erhebenden Moment.) In fchlichten, aber herzhaften Worten dankte der Jubilar für die fchöne Ovation und sagte, dass es sein Stolz sei, zu wissen, dass die Herzen aller Schützen ihm gehören. Echte Freundschaft, dauerndcr als alles Irdische, wurde stets bei den Schützen gepflegt, nie gab es hier Streit und Zwist, sondern nur wahren, ehrlichen Männersinn. Einer solchen Gesellschaft vorzustehen, sei eine hohe Ehre. Wenngleich Chrenmit» glied. bleibe er stets einfacher Schütze, und mit dem herzlichsten Danke für diese feltene Ovation bringe er ein Hoch der Gesellschaft. (Die Schützen erwidern mit einem Hoch auf den Jubilar.) Nun begrüßte der Herr Landesftrüsident Varon Winller den Jubilar, nicht nur als Mitglied d«r Schützengesellschaft, sondern auch als Vertreter der l. k. Rrgierung, Mit Freuden erinnere er sich an den er« hebenden Moment, als im vorigen Jahre Se. Majestät der Kaiser die Echützengesellschast an dieser Stelle mit seinem Besuche zu beehren geruhten. Mit begeisterten Worten huldigte der damals reconvalescente Herr Ober. schützenmeister Sr. Majestät, und unvergesslich ist dieser Augenblick. Heute sei derselbe an Gesundheit neu ge. kräftigt, und wünsche er. dass er fortwirken mllge im Interesse der Gesellschaft, welche stets den Patriotismus gepflegt habe. Der Herr Lanbespräsident schließt mit den Wolten: „Gott erhalte Sie noch durch viele, viele Jahre!' Regierungsrath Ritter v. Stöcll dankt für diese hohe Auszeichnung und erklärt, dass der Patriotismus der Gesellschaft auch Allerhöchsten Ortes Anerkennung fand und die Schützen sowohl aus Nnlass des 300jäh. rigen Bestandes ihrer Gesellschaft von Sr. Majestät mit einer Festgabe sowie auch sonst vielfach mit Huld und Gnade ausgezeichnet wurden. Dem Jubilar wurde das Ehrendiftlom in einer prachtvollen Envelope überreicht, in der sich auch eine Adresse, versehen mit den Unterschriften sämmtlicher Schü hen, befand. Der übrige Theil des Vormittages wurde wacker mit Schießen verbracht, bis die Mittagsstunde die Gesellschaft zu cinem gemeinsamen Bankette vereinte. Zur Erinnerung an den Festtag erhielt jeder Theilnehmer eine weih.grüne Schleife, geziert mit dem Porträt des Jubilars on miniature. Der Raum gestattet uns nicht, die verschiedenen zündenden Tischreden genau wieder» zugeben, wir erwähnen nur kurz, dass Herr Unterschü» henmeister E. Mayer den ersten Toast auf Se. Ma« jestät den Kaiser ausbrachte, wobei die Musikkapelle die Vollöhymne intonierte, Herr Director Ienari den Jubilar in einer mit stürmischem Beifall aufgenommenen Rede hochleben lieh, Herr Unterschühenmeister E. Mayer auf das Wohl des Protectors der Gesellschaft. Sr. laif. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzoges Ernst, trank, Herr F. Doberlet der großen Verdienste des hochverehrten Unterschühenmeifters Herrn E. Mayer gedachte und schließlich der Jubilar in launiger Rede mit einem Hoch aus die Gesellschaft dankte. Während de» Bankettes wurde auch dem ältesten Schützenbruder, dem 82jährigen Herrn Gerichtsarzte Gregorii, das Diplom eines Ehrenmitgliedes der Ge> sellschaft überreicht, sür welch« Ovation der Nestor der krainischen Aerzte in rührenden Worten dankte. Be« grüßungstelegramme liefen über 50 ein. darunter auch eines von Sr. lais, Hoheit dem Herrn Erzherzoge Ernst. Der Nachmittag wurde seitens der Schützen steißig mit Schießen ausgefüllt, aus der Stadt aber strömte eine zahlreiche Gesellschaft herbei, um ebenfalls theil» hastig der Fei«r zu werden und dem Jubilar die Glück« wünsche darzubringen. W,r bemerkten die Gemahlin des Herrn Landrspräsidenten Frau Baronin Winkler. Ihre Excellenzen die H.rren FgW P^l, Pürker und FML Baron Relnländer. Herrn Obersten Fux uud v.ele andere. Auch die schvne Damenwelt Laibachs war m überaus großer Anzahl erschienen. Der Jubilar dessen prächtiges Aussehen allgemein bewillkommnet wurde machte im Vereine nnt den Herren Schützen in bekannter liebenswürdiger Weise die Honneurs. Um halb 7 Uhr fand die Vertheilung der Beste statt. Es gewannen auf der Festscheibe ..habsvurg": das erste Josef Zenari. das zweite Philipp Zupaniik. das dritte August Drelse. das vierte I^f Gerber und die Prämie Victor Galle; auf der Feldschere: das erste R. Ranzinger. das zweite Victor Galle, das dritte Josef Dornik. das vierte Albin Acht,chln. die Prämie Victor Galle; auf der Standscheibe: das erfte M. Rüßmann. das zweite Ioh. Mathian, daS d^tte F. A. Iupankik. das vierte F. Ferlinz, di irämie F. Ferlinz; auf der Landesscheibe: das erste F. Doberlet. das zweite Heinrich Galle, das dritte F. Regorschek, das vierte C, Kar i nger, die Prämie E. Karinger. Der Abend vereinte die Gesellschaft zur gemüthlichen Zusammenkunft im Glasfalon des Gasthauses «zum Stern", und mit einem gemüthlichen Tanzkränzchen schloss die schöne Feier, welche allen Thellnehmern in dauernder Erinnerung bleiben wird. — (Gemeinderathsslhung,) .Heute abends um 6 Uhr findet eine öffentliche Gemeinderathssihung statt. Aus der Tagesordnung steht unter anderem die Zuschrift des k. l, Landesschulralhes an den Stadtschul-rath. betreffend die städtischen Volksschulen. — (Superintendent Schack.) der frühere Pfarrer der hiesigen evangelischen Gemeinde, wird. einem Herzenswünsche der gestern verstorbenen Frau Friederile Kogl entsprechend, morgen Nachmittag Hieselbst die Beerdigung derselben vornehmen. — (Truppenabmarsch.) Heute vormittags 10 Uhr verlässt das vierte Bataillon unseres heimischen 17. Infanterieregiments Baron ltuhn Laibach, um nach seinem neuen Dislocationsort Trebinje in der Her< zegowina abzurücken. Commandant des Bataillons ist Herr Oberstlieutenant Hoch. — (Theatern achricht,) Man theilt uns mit. dass morgen Rosens Lustspiel „O diese Männer!", in welchem Stücke die naive Liebhaberin Frl. Neu» mann debütiere» wirb. zur Aufführung kommt, und übermorgen Rosens Schwank „O diese Mädchen!", für unfere Bühne Novität. Bei diefer Gelegenheit tön« nen wir nicht umhin, den Wunfch über die Herausgabe von Wochen.Nepertoirs zu äußern, wie dies doch bei allen Bühnen üblich ist. Es liegt dies gewiss auch im Vortheile der Direction. Aunst nnd Aiteratur. — (Landschaftliches Theater.) Die Besetzung eines classischen Stückes stößt bei Provinzbühncn drillen oder vierten Ranges immer auf Schwierigkeiten, Es ist daher nur billig, wenn bei der Beurtheilung ein nicht zn strenger Maßstab angelegt und das Qauptaugcnmcrl auf das Ganze gerichtet wird. Unter dieser Voraussetzung dürfen wir mit der gestrigen Aufführung von Schillers „Cab ale und Liebe" immer« hin zufrieden sein, und wenn auch einzelne Rollen mit Kräften besetzt waren, deren schauspielerische Individualität sehr abseits von dem Gebiete der classischen Muse llegt. so waren wir wenigstens durch den redlichen Willen und das sichtliche Streben aller Mitspielenden, ihr Nestes einzusetzen, entschädigt. Wir legen die Pslcgc des classischen Dramas der Direction warm ans herz und glauben nach der gestern glücklich bestandenen Feuerprobe auch aus weitere gelungene Inscenierungcn von Stücken dieses Genres rechnen zu lünnen. Was die Darstellung der Einzelnen betrifft, erwähnen wir zuerst Fräulein Hardtmuth (Louise). Die Dame ist noch Anfängerin und besitzt entschiedenes Talent siir das Fach der sentimentalen Liebhaberinnen. Ihre Sprechweise war gestern eine ganz correcte. die schöne Sprache des Dichters erfuhr durch sie eine gefällige Interpretation, und unleugbar hat sie großen Fleiß auf das Studium der Nolle verwendet. Auch mit dem Organe kam das Fräulein aus, nur hätten wir an verschiedenen Stellen eine lebhaftere Steigerung gewünscht, die ihr gewiss gelingen würbe, da das Organ entschieden modulationsjähig ist. Namentlich die Scene im vierten Acte mit Lady Milford wurde zu wenig leidenschaftlich gespielt, dafür gelang ihr Vortheil« hafter die Ausdrucksweise des Seelenlampscs in der Vriefsccne, und auch die Sterbescene war in echter Art durchgeführt. An Bcisall fehlte es für die strebsame Schauspielerin nicht, und hoffen wir, dass derselbe zur Aufmunterung für weiteren Flcih dienlich sein wird. Herr Rosen (Ferdinand) zeugte gleichfalls von ernsthaftem Streben und führte seine bedeutende Nulle brav durch. Mit dem Organe hatte er gestern abends etwas zu kämpfen, und würden wir ihm beim Ausbruche der Kraftstellcn mehr Oclonomic an» empfehlen, damit nicht in den letzten Acten das gebüsst wird, was zu Beginn zu sehr verschwendet wurde. Lyrische Momente gelingen ihm minder, da das Organ von tiefem Timbre ist. Auch er erhielt lebhaften Beifall. Der „Wurm" des Herrn Ianda wäre sogar eine Vorzug« liche Leistung gewesen, wenn zuweilen nicht eine bedenkliche Gedächtnisschwäche plahgeariffen hätte. Mit der Auffassung sind wir vollkommen einverstanden, Herr Masche! (Miller) gicng an. nicht das Gleiche aber lünnen wir über Frau Maschet (Lady Milfort) sagen. Einer solchen Britin gegenüber musste Ferdinand kalt bleiben. Das Rollenfach dieser Dame dürste vielleicht in einem anderen Genre liegen, die Lady Milsort steht ihr in jeder Beziehung abseits. Herr Ielinel spielte den Präsidenten schlecht. Dazu gehört ein gewiegter, routinierter Schauspieler. An Organ scheint es ihm zwar nicht zu fehlen, doch versteht er noch nicht die Anwendung desselben. Seine Bewegungen erinnern an einen mittelmäßigen Dilettanten. Vielleicht leistet er auf anderem Gebiete Besseres. Herr Sommer (Kalb) stand an der Klippe der Uebertreibung. Die schöne Episode de» Kammerdieners wurde von Herrn Braun gut gebracht. Frl. Vcnisch (Frau Miller) spielte ihre kleine Rolle ganz angemessen. Das Theater war ziemlich gut besucht. — Neueste Post. Original «Telegramme der Laib. Zeitung. Budapest, 29. September. Der Reichstag wurde heute seierUch eröffnet. Die Allerhöchste Thronrede be. l?"l. die Beziehungen zu Deutschland seien die mög< l'chst lnmgsten und auch mit allen ütmgen Staaten stehen wn 'm besten Freundschaft»vethäl!nis. was mit SichellM anhörn liM. dass der Reichstag, unbeirrt voa äußeren Verwicklungen, seine Thätigkeit gm,z dem Wohle Ungarn« wird weihen lünnen. Die Thronrede erwähnt, das« die Rro^anisieruna der Magnalel'wsel nunmehr nicht weiter hinauSgescho, ben werden könne und dass die Lösung biefer Frage ür linge Zeiten von großer Tragweite sei. zählt eine Reihe anderer, ihrer Lösung harrender Fragen auf, als: das Pensionsgesetz für die Staatsbeamten, die Ergänzung der Strafgesehgebung durch Regelung dek strafgerichtlichen Verfahrens, die Schaffung eines bür« gerlichen Gesetzbuches und die Regulierung der Donau durch die Beseitigung der Schisfahrtshinoermsfe am eisernen Thore. Die größte Sorgfalt werde darauf zu richten sein, dafs die Erfolge, welche betreffs der Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte er« reicht worden sind, nicht nur nicht gefährdet werden, sondern vielmehr der Fortschritt zur gänzlichen Herstellung des Gleichgewichtes ein beständiger sei. Dieses wichtige Ziel werde die Regierung mit Festigkeit anstreben. Die Thronrede hebt weiters hervor, dass die Verlängerung der Reichstagsdauer zweckmäßig erscheine, und erwartet, dass betreffs der Erneuerung des Zoll-bündnisses zwischen Oesterreich und Ungarn billiges Entgegenkommen auf keiner Seite fehlen wird. Die Thronrede fordert auf, das bestehende Freundschaftsverhältnis mit allen Staaten zu benutzen, um innere Uebelsiände zu beheben und die zu Reibungen zwischen den Nationalitäten, Confessionen und Gesellschaflsclassen führenden Aufreizungen zu befeitigen, damit alle vereint zur Hebung des Wohles und des Ruhmes deS Vaterlandes zufammenwirken können. Kiew, 29. September. Die Wiederausnahme der Vorlefungen auf der Universität wurden auf Verfügung des Curators des Lehrbezirkes bis auf weiteres verschoben. Neapel, 29. September. Nach dem Municipal-Bulletin sind bis gestern Mitternacht 180 Personen erkrankt und 53 gestorben. Volkswirtschaftliches Oefterreichisch'ungarische Banl. Stand vom 23 September: «anknoten - Umlauf 352 6l8 000 fl. ( 723 000 fl). Silber 126 798000 fl. (— 1 lX)8000 fl,). Gold 64105.000 fl, (— 7« 000 sl,). Devisen 15448 000 fl. (- 39000 sl.). Portessuillr 12j- 8W000 fl,). hypi' thclar.Darlehen 87 64k 000 fl. (- 9000 ^^ Pfaudbriesumiatts 86 241000 fl. (^-23000 fl.). Verstorbene. Den 25. September. Mathias Sever, hansbescher, 45 I.. Gehirnödem, — Andreas Nagodc. Arbeiter. 44 I.. Bauchfellentzündung. Den 26. September. Andreas Notar. Mi'lllner. 411.< Herzllapvenfehlcr. — Egydlus Kulovic, Schuhmacher, 50 I, Üungentuberculose. Landschaftliches Theater. Heute lncradcr Tag): beichte Cavallerie. Komische Operette mit Tanz in drei Ublhellulta.cn von Carl Costa, Lottoziehungen vom 27. September: Trieft: 90 89 4 67 8. Linz: 25 35 Meteorologische Beobachtunssen m Uaibach. « Z k3o Z ? " - F^ ^___° s.ch Z 2____________5'" «^ 7U.Mg. 743.26 4. 7.2 windstill Nebel ^ 29. 2 ., N. 742.02 ^-l8.2 O, schwach heiter 0.00 9 ^ Ab. I 742,90 ->-10.2 O. schwach heiter Morgens Nebel; Abendroth. Die schöne Witterung anhal' tend. Das TageSmlttel der Wärme -l- 11.9". um 1,9' üb" dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Na allk. ^ Allen Verwandten und Bekannten neben wir W die betrübende Nachricht vom hinscheiden unserer M ^ geliebten Mutter, beziehungsweise Schwiegermutter M und Grosjinutler, der Iran W > ssillllllsillll W ze!>. 8elmli > ^ welche vom Allmächtigen heule Nachmittag um 1 llhr ^ M in ihrem 60. Jahre in das bessere Jenseits abberufen « « wurde. ^ W Das Lcichcnbeaänllnis findet Mittwoch, den »» W 1. Oktober d, I.. um halb 5 Uhr nachmittags u»m » M Hause Nr. 14 Congresspllch ans den hiesigen cua»>' ^ W gelischcn Gottesacker statt. M M Die theuerste Verblichene wird dem frommen « ^ Andenke» empfohlen. W W Laibach am 29. September 1884. > W vruzlo» ^eloönlll geb. Xoxl, W M Tochter. M W ^nton .lelftönlb, W M Schwiegersohn. M M Iternlmra, Vlotor und 1'rloärlo!» .?uloönlll, M W Vnlcl. 1865 Course an der wiener sörse vom 29. September !W4. <«»« >m. °M.»»«»«.«»...,» «eld Nor, Ttaats.Unlehe». 3?)'""«"'.......8^ 85 81 - »w,tl,<...!e.......ßi 8°, bl l.5 l««n ^'/, Gtaaill«,« . ,5« fi. l«4 !«5 l«4 7^ ,33!" ^'° s""'« "" ' '" '" lNi 50 lA ^"° »Ünft^I I . ,4X>- ,4» '"'^ ' t«,i!«l«l< . > !00 « 1?! 5l. !7» -, ^l . ..»<>, 1?(,l.c.l',I 50 »°l.,c.«<:>>t,nschl,,^ . p««t, 40» - «1 50 ^/° Oeft. «o>brl«!e, fttunsrel . l0» l0 103 »5 ^ «finl. «toten««!«, sttucrftei . »5 bli ««»— On» Gold«»»« 8»/, .... i«-<5 l« «« ' ., 5 4°/» .... l»z:5 gz.zc, » vavlmcent« n°/, .... «885 89— . «lUenb.-«nl. lllllfl. «.«V.S. ,42-lio i<4 — » c!ftl»ah».Pi«of!lzten . , 9« 4» 9» 70 , «laat«.Ol». (Un«. Oftb.) — .. .'— ' «. , ,» vom 1.1U?« ,« < ,l.z 4» ^...^"'"""l.kioofl.e.w. Il4 25 114 75 «-^«'l. «»«..«o,t 4»/, 1UU sl. . . Il5 »a 115 « ^'"",^"l. obliaatisnen (ft>l 1«1ft.«,H,.). ° »l»°atis«« und ,:auon!l»e . l«o — ioz . »/° t»var»V<>nat« . . . 10<> le5 16I-— 5°/o »««.llllch«!......10«, «c l<-1 «0 ««bere öfsentl. Anl,hen. Pona,«««s,.»i'°le 5"/,, lou ft. ll5 —l>550 d»°. Nnlcihc l«?«, »leuerfri! 105------------ Nnl«b«n d. ktnl'lnemfinde Wien »Oll 55 10» — Nnleyen b. S«abt<,cm««nb<: Wi>!!, (Ellb« rde, «ol») ....-------—'— V«iim!nl-«nl.b «lndtaem.Wiln l«5 — '»l s,0 Pfandbriefe (fürluafi.) «bbln«. all«, «jte«. 4»/,°/, «old 1»1'— lil <0 bto. !n zl» . , <>/,'/° »? eo 9? kl> bto. ln 50 , , <"/» . <»»-bc 9» — dto. VlämitNi»«erschr.3'/<, 97 — 97'5«> vest, ftvvotdelenbanl I0j, 5'/»'/» - - >-— «2«st..u«g. i»anl »«l. !i°/, . , 10« — 105 iO dt°. . 4'/,"/°. '0l.A5------- dto. , 4°/. . . »« l5 se 35 Ung. aUg.Vodenciedtt'NctleNgcl. w Plst >lchc «arl.«llbtl,ig.!U>,hn »m, 1««' «no N. S. 4'/,»/, . . 1^0 — l0l< 40 Otfi«,. ««ldwtssbahn .... 1«,» ?0 It» »» Vitbtndlllgn.....9? lb i>?60 V«aat«bahn 1. Vmlsfion , . . igs. — l8« — VÄbdahll k »"/,......,44 _ 1« 51, ^ , ^/°......!»» 75 lt3 «5 Nnss.««»li». Vah» . . . . 9850 ,9 ^ Diverse Lose (per Vlil, «lldltlos« 10 > ss......I,, ,.„ ,„._ l! , l,5 5o l,n -ea,bacher Pr»mie,.Ui,lthen xo ft. „ . «- c>fen°t «°se 4« fl.......175 ^50 P<»Iffd.?n «lctien «ugl°«Oefiz^il,i 7^, «bncr..«nfi.. Oest.^onss. S.40«/» - -! - -Hrbt..«n». ,. Ha«b u. «. »uc, ft. z^ « »90 '« «lidt.««nft.. «l!«. Nng. ,0!) fi, . ,^<,,. «n 50 Dtpofitenl!.. «lltz. wo ft. . . ,,o>,^ ,<>< ^ >t«co>«Ptt'hpothc,cnb «ft. ,«0 ft. ,,^ j, z«...! «1 _ siiudtlbaxl oft. !«'««. H. .^°/^>z. ^, ^ ^^ z,y Oefterr,.Nn«. «>i»l.....i^l-!»55 — Unionbllul >l>u fi......88 b<>' K8'7s. V«ledr«bllnl «ll.,. I4ll >I. . 145.75^4, zz «ctte» v«« IranSpl)?t. Unternehmung« (per Glii'l», «lb«cht<»abn '^0 ss, ?!!bi . - - — ^ «lsöld.ffinm^^abnluaN.SIlb. I?!»' 1?e-5l. »lllfi«,.I°Vl. .k!^ i.b. »l)l! « lM, —— —>._ V«hm. «orbdahn l»N ft....... _ wtNbclbn »00 ss. . . .--------------- «»?chrieh«d«r «isli. «a ft, «Vl. »<4 - ll4» — «00 ft. .--------------- Donau « Damvl!H..><.)!,oa^.G — — . Dni>>Vob«nb»ch«s.'V.»<)0!I.V,------— — «Mabeth<;.— «i-.s, s.« ,blzv.»TiloI.III,V.187»»00!l.«s. 1^ 50 »9»- -ff«idlnand«.«oidb, i»o« sl. «Vl. ,8»5 «8l»s. Klauz»3oz!lldwl!,»B,»N!ifi. «Ps, ,7^ 55 ,7, 75 <»la».»bfiachtr<«..«,z!ü^N,«.W.------— .. »2hltnb«g,«!leub. «00 !<. . . . — — . «HschaU'Oblll!, «ise^b. »«»!<. V. '47 75 148 — b<»tl«ll. «00 ^, il. «v. . , l»l lit, I»4— rlodb, «ft.»ung.,Tr>eN 500ft.6V.'. !»s.l — LÜ3 -Otye«. ^erbwcNb, llo» ft. S!Ib. ,?g l,<> 177 — blo. (Kt, «> ^»0 fl <3!Ibt7 . if«, z5. >K3 75 Prag.Duf« si^ill». >5u ^ . «,!'.l —>— . .. . »tuboll > Bahn !wu >l. Gllber . ,»«,'— 18» 50 «llbenbülge« fi. GUV« 141 l4» l,0 Sllb.'ttofbb, «<>b.,!U, »«ft.«M !4»5»!,4» — Tbc!h«Nahn «c> N, «. W. . , »4« 75 »öl, 5U llam».i!,.G-s..!ll»r. ,7a N i». M, »^4 50 «15 — , wr.. ne,e x»» ft. . ,!,0l — l<>4 50 Tr»n»pnll.««!.?!Ich<>!l 100 N. . -- — — Nn«.,anli,, «Is?!>h. ,oc»ft. «ilb« ,7l — ,7l bc, Ueg. ßiurdottbavn »00 ft. «,>l unb Khn»v..t!eihq. l.»0 ft. 40«/, — .. . .— .«lbcmNhl". Papi'/rs, n. N.,G. -. — _ — Mont»ll°<»eselll. ffterixllptne . el?5 f>5 — Prazer «!len<»ich..0 — l«l - -Galno'Tali. Eütnraff, 10N ft. . lit 75 117 »5 waffenl.'«. Ocft. ln W. 1UU fi.------».. Trlfail« «oh!nlw..««!. 1«> ». . . — »-». Devisen. Dlutjcht Plätze......5» «5 l9 75 London.........i»1 55 >»1?l» Pan«.........«« «5« P«tn»bulg......—>— — — »alnte». Dilcatill........ »?7 »7» «.ylancl.Stüs,..... »«. ,«7 «,lb«....... —- -- Deullche «l!ch«b«nlnol«». . . l» ?» b» ?l»