(f A »Buimrr 15. _P-ttau. »e» S. April ,8SS.__x PettauerZeitüna erscheint jeden Honntag. Drei« für Pettau mit Zustellung in» Hau«: vierieljShiig st. 1.20, halbjährig fl. 2.40, gantjihrig st. 4.S0. mit P»stversend»ng im Inland«: «ierteljthrig st. 1.40. hntbjdbria st. 2.80, ganzjährig st. 6.60. - «tn^elne Rummern 10 h. ' * " ' ' ' * 9 Schriftleiter: Wilhelm Arisch. — ?«r»«lt»n, nk 8crl«|: W. «linke, H«»pt»latz Sir 0. Handschriften werden nicht zurückgestellt. «nNlndigunge» billigst berechnet. — Beitrüge find erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. OstmartsShne, sestgesckart. «eht an'» Wert mit Muth und Kraft! Peitsche «rt lts»t »tcht *»„ Art De»tsch«r »ei? erhält ..» schafft! Renn« Bermanien« best« Kinder, Air sind Neiner nicht und minder — wa« hat e« dann für Roih? Sind wir selbst, iß «tt »»« Satt! Hon« Gratberger. und ihr Leben und ihre Werke seinem Dienste und seiner Ehre weihen. Ob Du Bischof, Priester oder Laie bist, der Prüfstein Deine« sittlichen Werke« ist die That, der Charakter, das reine Leben, die Übereinstimmung dessen, was Dein Mund verkündigt, waS Dein Herz glaubt, Deine Handlungen beweisen. Da« süße Kindchen, da« stammelnd seinem Himmelvater »Gute Nachtsagt; der rauhe Waidmann, der au« dem Dunkel de« Walde« tritt und sinnend vor der epheuum-sponnenen Waldkapelle seines Gotte« denkt; der gelehrte Naturforscher, der andachtsvoll zur Ma-jestät de» Himmel« aufblickt und mit forschendem Auge die zahllosen Geheimnisse der schaffenden Natnrkrast erkundet; der geistige Kämpfer, der Licht und Wärme seinen Zeitgenossen erstreiten will und um seiner edlen Absichten und Überzeugung willen Wunden an x'eib und Seele da» vonträgt: sie alle trogen die Gotte«idee in sich, die Sehnsucht nach GewifseiiSruhe, Frieden. Klar-heit. Ein großer weltumfassender Gedanke kann inde« bei der sinnlichen Natur deS Menschen nicht auf sinnliche Zeichen, Merkmale und auf Einrichtungen verzichten, welche die Genvssen einen und kennzeichnen. Wir wandern im Ge-birge und der Ausblick aus ungezählte Kirch-thürme in der »veiten Ebene und daS Kreuz auf abschüssigem Pfade belehren nn«: wir sind auf christlichem Boden. Mit traulichem Gruß gehen deS Landes Söhne an nn> vorüber, sie kenn-zeichnet Gruß und Tracht al« Stamme«ange-hörige. Wir alle stehe» im Rahmen einer weltum-fassenden Eulturmission und eine« Glauben«be-kenntnisse«. dessen Zeichen tief im christlich ger-manischen Lebe» Wurzeln schlugen. Und gerade in diesen ernsten Tagen hat man Anlaß den Muth zn ehren und zu schätzen, der ideale und begeisterte Männer einst au«-ziehen ließ, um in rauhen Zeiten rauhen Völkern eine Botschaft zu verkünden, die in lebhaftem Gegensatz zu den Herrschenden Anschauungen stand und darum oft den Botschafter zum Märtyrer machte. Auf blutgetränktem Boden erblühte so in unseren Landen jene Saat, die sie gesäet, deren Frucht die Nachfolger ernten. Die Gegensätze waren damal« nicht minder schroff al« heute, die Staatsgewalt nicht rücksichtsvoller, da« Feld, auf dem der ausgestreute Same keimen und gedeihen sollte, hart und »»beackert nnb doch fanden sich Männer, die da« schier Unmögliche »vogten und unternahmen und mit den, Unternehmen Leib, Leben und Vermögen verflochten. Ein Mann späterer Jahrhunderte, der einen Vergleich zwischen den großen Phasen der menschlichen Entwicklung ziehen wird, einen Ver-gleich zwischen einem Zeitalter, in dem zuerst der rohen Kraft und Willkür da» Evangelium der Mkiischheit. de« Werte« de« einzelnen Menschen gcprtdigt wurde und einem Zeitalter der Erfin-düngen, scheinbar höchster Geiste«tntwicklung. in dem da« Individuum wieder in da« Nicht« zu-rückgeschlendert werde» soll, wosür unter Um-stünde» moderne BertilgungSmaschine» besonder« sorgen. Diesem Manne wird e« auffallen, das« Bezugs-Einladung. M die geehrten Sewohner von pettau nnb Umgebung. Ver Le)»g diese» Statte» kau» mit jedem Monate dego»»e» »erde» u»d «ird auch gegen monatliche Strahlung k 45 kr. in pcttau, k 50 kr. auswärts «it postver-seudsng, zugestanden. Gleichzeitig erlanben wir »»», alte geehrten Leser »»sere» Slattes am gefällige Einsendung der fäligen ^dnehmergeduhr Höflichst jn er-suche». Dir Verwaltung. Nationale Kleinarbeit. Bon den gute» Christen kann nicht jeder Bischof sein und werd«» und das ist zum Gedeihen der Sache an sich ja auch nicht nöthig. Viel wichtiger ist e». ob und wie viele dem Herrn in ihrem Herze» einen Altar errichten Der Schatzgräber in Reichsberg. W. Frisch. Wenn ich so unter dem morschen Gemäuer von Reichsberg kletternd auf da» Feldernetz im Thale blickte, war ich weniger bereit, einer Matthison'schen Ruineuelegie in Rührung zer-fließend nachzusinnen — schon weil ich keine an«, wendig kann, — als vielmehr des letzten Reich«-bergerS zu gedenken. Derselbe, voll sauren Thürner Keines von St. Andrä im Lavantthale nach der inzwischen überrumpelten Burg helmtrabend, mochte sicherlich nicht der sinnigen Überraschung und der Ernüchterung gewärtig sein, die ihm hernach im Brunneneimer bevorstand. Ich bin j auch nie der alltäglichen Ruine, sondern des hübschen Fernblicke» wegen hinaufgestiegen auf jenen der reichen Seltenzweige der Saualpe, mit denen — gleich riesigen Pranken — dieselbe sich gegen daS Ufergelände der Lovant stemmt. Unter dem altersschwachen Thurme Heimliche* Blumenleben und Vogelgezwitscher. daS die Schwermuth scheucht; springende Bächlein, die den Saum de« herrlichen Buchenwaldes netzen, einen Rasensitz unier Bäumen im Blütenschnee: mehr suchte ich oben nicht. Mehr aber suchte einer, von dem ich nun erzählen will. Man konnte ihn überall als den Schatz-graber-Iakl, Im Taglohn hier und dort arbeitend, unterbrach er von Zeit zu Zeit die Frohnde, um sich zu den Kellerräume» der Beste einzubohren, in denen er Schätze erhoffte, für deren Verwendung er schon seine Pläne hatte. Oft verjagt, kehrte er immer zu seinem Schachte wieder, au« dem er mühselig genug aus Leitern die Erde herauf-schaffte, durch seine Thätigkeit den Thurm und da« benachbarte Kirchlein gefährdend. Alle die Entbebruugen. die er trage» mus«te. linderte die Zuversicht auf die verlasse».,, Kostbarkeiten, denen er »ach seiner Rechnung schon auf zwei Klafter nahe war. Nach kurzer Bekanntschaft stand ich an der Leiche diese« „Sonderling«". Er hatte zuletzt auf einer Säge im Graben gearbeitet und war sterbend »ach seiner Wohnu.ig geschafft worden. Nach dem Genusse von gefrorene» Äpfeln, denen keine andere Mahlzeit vorangegangen, war er zwei Nächte lang krank gelegen, a»ßer den Mittel», die ein DorskrSmer verordnete, ohne Hilfe. Sterbend und mit de» Schmerze» ringend, winkte er in seiner Wohnung »ach der Richtung, in ivelcher da« Buch lag. welche« er bei Leibzeiten sorgsam vor .sündhafte» Händen" verwahrt hatte. Behutsam in Pergament gehüllt, emsig mit rother Farbe von alter Hand geschrieben, enthielt sein Tali«man de« krausen Unsinne« die Menge. Da reihten sich Seite für Seite Wörter in deutscher, lateinischer und hebräischer Sprache au« denen niemand klug, mancher verrückt werden kann. Inzwischen wunderliche Zeichnungen, z. B. da« wohlgetrofsene Bildn!« Sadrach« de« Höllenfürsten. Weiterhin die umständliche Anleitung, mit Hilfe jene« Staube«, zu dem Mose« das goldene Kalb zerrieb, Geld zu berereiten; Eigennutz und Klug-heit gebieten mir, die« als persönliche« Geheim in« zu bewahren. Folgen die sieben Sigillen archan-gelornm servilium. von denen eine« auf den Bauch gelegt jegliche« Gebreste stillet. Andere dieser .Sigillen" bezwingen die Erd- und Wassergeister, mit ihren gehüteten Schätzen dk.istbar zu sein. — Schade, dass ich mich diese« Beitrage« zur Geschichte der menschlichen Narretei nicht sofort nachdrücklicher annahm iiub mich auf da« bloße Versprechen verließ, e« mir zu überlasten. Heute wandert der gottsträfliche Unsinn wie ein große« Geheimnis von Hand zu Hand. Und ich mnßte mich der schneidigen Worte de« VolkSsrenndeS R o s e g g e r erinnern, mit denen er daS Leilasienthum in seinen „Berg-predigten" verdammt, da er von den Schund-und Schandbüchern im Volke spricht. Wie viele aber findet man deren in den Händen der Leute wenn sie Sonntng nachmittag« im GraSgarten liegen oder in der Stube sitzen, wenn sie über-Haupt lesen wolle». Man glaube nicht, dass da« Volk an besseren Sachen keinen Geschmack finde: mit Andacht sitzen die Familien um den Vorleser, wenn Lehrer ober Pfarrer für ein gute« Buch gesorgt haben. Und trotz alledem hat leider Rosegger Recht, wenn er an einer Stelle so herbe sagt: „Der Schriftsteller, der in reinster Absicht, beseelt von edleren Richtungen und Vorbildern anderer Länder und Völker, seine Reformvorfchiäge macht, ist in beständiger Gefahr, confiScirt zu werden; aber für die Dummheit und die niederträchtigste Geld-specnlatiou auf Kosten der Volksbildung und Ge-fittnng gab eS niemal« eine Censur, mental« ein beschränkendes Pres«gesetz, die geht frei und stolz durch die Welt und macht die großen Opfer, die der StaatsürSchuleundCnltur darbringt, illusorisch." unsere Zeit des hastenden Eigennütze« so wenig Idealisten, die ein Märtyrerthum vertrugen. aus-zumeist» gehabt haben wird, Märtyrer, die mit begeistertem Muth, mit Leib. Leben und Ber-mögen eintraten für ihre Ideen. E« hat nun allerding« nicht jeder da« Zeug in sich, ein Märtyrer für seine Idee zu werden, und dennoch hat er gleich den 78 Jüngern, die nicht am Krenze standen, Gelegenheit, für die Verbreitung der erkannten Wahrheit einzutreten. Da« kostet kein Opfer, al« ein aufrichtige«, furcht-lose« Bekenntnis vor aller Welt, al« die Ubnng jener Gebräuche, welche die Zusammengehörigen anch in volklicher Hinsicht kennzeichnen. Wir wollen und sollen un« am Ufer der Drau zu einer große» deutschen Gemeinde vereinigen und die Mittel nnd die Gebräuche an-wenden und pflegen, die zur Eittigung nöthig sind, denn ein großer Gedanke, wenn er über-hanpt gedacht wurde, muß entschiedcn verfochten und durchgeführt werden. Wir besitzen nun ein .D e u t s ch e » H e i m". ES soll un« sein, wa« sein Name sagt. Die Fülle der Ereignisse, die Wichtigkeit der Ange-legenheiten, die eine vollliche Minderheit in unleren Tagen betreffen, die einschneidende Wir-tung jeder Unterlassung im Kampfe um da« nationale Dasein, all die« fordert, das« alle Deutschen im .Deutschen .Heim" ihre« Sammelpunkt suchen und finden. Dort ioll allezeit, wie e« heute geübt wird, offene und rückhaltslose Au»> spräche ermöglicht und erwünscht sein. Denn nicht in der Menge de« genossenen Tränke« soll da« Gedeihen dieser Anstalt liegen, sondern im Tone, der im Hause herrscht. Da» Bolk im weitesten Sinne hungert nach Brot, nach geistigem Brot. Fragen wir den ein. fachen Geschäftsmann, ob er das Geleitwort irgend einer Zeitung gelesen hat, so wisse» wir im Bornu«, er hat e« nicht gethan, weil ihm da« Verständnis mangelt und auch darum da« In» teresse. Damit soll dem Manne auch kein Bor-wurs gemacht werden. Er ist da« Ergebnis früherer Schulverhältnisje. Unsere Stadt ist nicht groß, aber e« gäbe dennoch Männer in Fülle, die sich ein Verdienst erwerben würden, wenn sie an Volksabende n in beredter Rede daS, wa« dem Bolke frommt, zu gewinnendem Au«-drucke brächten. Fragen wir weiter» den einfachen GewerbS-mann, wie er feinen Feiertag zubringt. Wie mancher wäre sroh, wenn er seinen Friertag mit ansprechender Lesung fachwissenschaftlicher Werke oder sonstiger erquickender Herzen»- nnd Geiste«-nahrung zubringen könnte. Au« diesem Grunde wäre auch die Grün-dung einer BolkSbibliothek bei un« ein wichtige« Werk nationaler Kleinarbeit. Im unteren Saale de« städt-iiche» Ferkniuseum«, da« doch auch mit beträchtlichen öffentlichen Mitteln erhalten wird, träumen zahl-reiche Bücher von fröhlicher Auferstehung; die Bücherei könnte nach getroffener Auswahl einen Grundstock zu einer Volksbibliothek bilden. In nächster Zeit werden wir jeden einzelnen der erwähnten Punkte de« weiteren ausführen und haben von sehr geschätzter Seite einen Aus-satz über den .Deutschen Sprachverein" in Au»-ficht. Pettauer Wochenbericht. iEr»e»u»»gril.) Unser Bezirttrichter Herr Dr. Josef Fraidl wurde mit Belasfung aus dem derrnaligen Posten zum k. k. Landesgericht«-rathe ernannt. — Wie die Klagenfurter .Freie Stimmen- melden, wurde der GerichtSadjunct Herr Dr. Jakob T o p l a k zum Landesgerichte nach Klagenfurt berufen. (Sterbkfalt.) Am 1. d. M. ist bei den Barmherzigen in Graz der Lehrer Herr Aloi« Kriwetz au« Haidin. im 34. Lebensjahre seiner langjährigen Lungenkrankheit erlegen. Möge ihm die Erde leicht sein! sver n»«ngelische 6#ttr«)irift) im Musik-vereinSlaale war am Ostermontag sehr gut be> sucht. E« ist al« ein Zeichen der Zeit, als eine Äußerung der .Lo« von Rom--Bewegung aus-zufassen, das« weitaus die meisten Anwesenden Katholiken waren, die der schönen Rede de» Pa-stör» auch mit Aufmerksamkeit zuhörte» und den durchaus deutschen Worte» de« Gottesdienste« mit innerer Antheilnahme folgten. Irrn „Deutschen Heim".) Eine Stätte, di' un« allen wett ist. erfordert vor allem ihre Reinhaltung und die Wahrung besonderen Anstande«. Diese Mahnung möge sich der be-kannte Schrecke» der Wirte au« R ann besonder« gesagt sein lassen. Da war jüngst eine Gesellschaft von zum Theile Ortsfremden im deutschen Heim und darunter befand sich in ganz ungewohnter Weise ein Priester, der in Kirnte» Gymnasialprofessor ist und in mannigfachster Weise schon sein Deutsch, thurn in edlerer Art bethätigt hat. al« dieser oder jener öde WirtShauSschreier. Was »nn einem Stier ein rothe« Tuch, da« war dem sattsam be. kannten Herrn Franz L........g die Anwesenheit de« geistlichen Herrn, der doch niernan-dem etwa« in den Weg legte. Die fortwährenden undeutschen. unanständigen Anzüglichkeiten vom Tifche herüber bewirkten schließlich, das« die fremde» Gäste mit Unwillen die Räume ver-ließen. Wenn man e« vorzieht, sich in der Ge-fellschaft die Schreckensherrschaft eine« getrost-thätige» Mensche» gefallen zu lassen, anstatt dem-selbe» die Wege zu weisen, so ist daS eben auch ei» Standpunkt. Eine Ehre fürs .Deutsche Heim" ist ein derartiger Borqang nicht. Da« möge sich der .anch deutsche- Herr merken! (UustrGqmuafiom im Landtage.) Im Vorjahre ist der steierm.LondeSauSschußvom Landtage btauftraqt worden. Vorkehrungen zur Hebung der Besucht-ziffer am Eillier Obergymnasium in Erwägung zu ziehen. Angesicht« der beschlossenen Erweiterung de« Pettauer Gymnasiums musste vor allem die Wirkung der Eröffnung der fünften Classe an diesem Gymnasium auf de» Besuch de« Ober-gymnasinm« in Cilli beobachtet werden. Zu dem Zwecke wurde der Besuch beider Gymnasien (Pettau und Cilli) und zwar sowohl im Jahre 1897/98 und zu Beginn 1898/99 erhoben nnd ergab folgende« Refultat: e« sind im Lande«-gymnasium in Pettau im Schuljahre l897/98 zusammen l 13 Schüler und im Schuljahre 1898/99 zusammen 167 Schüler eingetreten; in da« k. k. Obergymnasinm in Cilli sind im Schuljahre 1897/98 zusammen 164 Schüler und im Schuljahre 1898/99 zusammen 206 Schüler eingetreten. Au« diesen Aufzeichnungen geht wohl unzweifelhaft hervor, dos« die Vervollständiguna de« Unter-gymnasium« Pettan zu einem Overgymnasium weder auf die Frequenz de« k. k. deutschen Gymnasium« in Cilli noch überhaupt einen nennen«-werten Einflus« bi«her geübt hat. (Heimische Industrie.) Im Schaufenster der Firma Kollenz sind Erzeugnisse der Möbel-tischlern de« Herrn Carl Kratzer, ein Bett und ein Nachtkästchen im Barockstyl, ausgestellt, deren jlulgerechte und geschmackvolle Au»führung ein beredte« Zeugni« für die Leistungsfähigkeit obiger Werkstätte abgeben. (Zur c«»stituiern>te« Versammlung unserer Sezirksvertretung.) Am 28. März fand die Ber-sammlung der neugewählten BezirkSvertreter für die Wahl de« Obmanne« und Bezirksausschusses statt. Als Alterspräsident fungierte Herr Wilhelm P i«k. Mit Rücksicht daraus, das« noch vor der Constituiemng das au« der Gruppe für Handel und Industrie gewählte BezirkSvertrelnngS-Mit-glied Herr Otto Bratanitfch mit Tod ab- 8ieng und dass im Sinne de« § 37 de« Gesetze« je Wahl al« nicht beendet angesehen werden kann, sondern früher noch die Ergänzu»g«wahl durchzuführen gewesen wäre, gab Herr Dr. von F i ch t e n a u eine die«sälligt Erklärung ab. Der Herr Regieru»g«vertreter neigte sich einer gegen-theilten Ansicht zu, darauf sich stützend, das« ein derartiger Fall im Gesetze nicht vorgesehen sei, auch bei andere» Körperschaften derlei Er- aänzung«wahlen die Eonstituierung nicht beein-flnßen können. Der § 38 sagt zwar: Wenn im Laufe der Wahlperiode einzelne Vertreter au«-itxn, fo ist für die »och übrige Dauer der hlperiode eine ErgänzungSwahl vorzunehmen. Sinngemäß kann aber doch nur die bereits vor sich gegangene Eonstituierung dabei verstanden sein, weil von diesem Zeitpunkte au die Wahl-Periode erst beginnt. Die deutschen Bezirks»«-treter hielten demnach an diesem Standpunkte fest und da derselbe von der Mehrheit nicht ac-ceptiert wurde, legten sämmtliche Vertreter der Gruppe für Handel und Industrie ihre Mandate nieder, in der Voraussicht einer für diese Gruppe neu vorzunehmenden Wahl. Au«geschieden und von der Versammlung entfernt haben sich außer den städtischen Vertretern für die Stadt die Herren Dr. von F i ch t e n a u. Joh. Kasper. Josef K o l l e n z, Josef LeSkoschegg. Wilh. P i«k, Josef O r n i g, Adolf Sellinschegg. Carl S i m a und Max S t r a s ch i l l. Die au» 21 Herren bestehend« slovenische Mehrheit schritt zur Neuwahl und wählte: Au» dem Plenum die Herren Notar Simon O s ch g a n und Dr. I u r-tela. Au» der Gruppe Handel und Industrie rrn Adolf Sellinschegg. Für Städte und ärkte Herrn Martin K r a i » z au« Reustist. Für die Landgemeinden Herrn Dr. H o r w a t. Für den Großgrundbesitz Herrn Michael B r e n-ü i ü. Zum Obmanne Herrn Z e l e n i g. al« dessen Stellvertreter Herrn Simon O s ch g a n. Diese vollzogene Wahl beweiset wieder am besten, wie stark da« Gerechtigkeittgesühl der flovenischen Mehrheit der Stadt Pettau gegenüber vorwaltet. Die Stadt, welche in ihrer Gruppe 9 Vertreter entsendet, welche über 8000 fl. an Umlagen dem Bezirke beisteuert, ohne dafür in irgend einer Weise einen Ersatz zu genießen, die Städter, welche au« ihren Realitäten im Bezirke einen großen Theil der Steuern und Umlagen bezahlen, welche an intelligenten Perjö''.ichkeiten gewiß keinen Mangel hat. die würdig und kenntnisreich genug wären, die Interessen de« Bezirke« im Bezirksausschüsse zu vertreten, wurde nicht würdig gefunden, das« au« ihrer Mitte für die Gruppe Städte und Märkte eiu Vertreter gewählt worden wäre. Ein Gewählter au« einem kleinen Dorfe wird die Interessen der Stadt in gedachter Körper-schaft vertreten. Ist da» gerecht und ist da» ein Anhaltspunkt, der die gegenseitige Achtung und Friedensliebe befestigen soll? Vielleicht kommt doch noch die Zeit, dass autonome Städte aus den Bezirksvertretungen ausscheiden werden. Hoffen wir! — assergaswerk.) Über Wunsch de« Herrn Bürgermeister« I. O r n i g hat der im Laufe der Ichlen Woche hier weilende städt. Ingenieur M. U r s i n y vo» Agram ein Gutachten über die hiesige Wasserga«anlage im allgemeinen ab-gegeben und bringen wir diese« hiemit zum Abdrucke. .Der Entschluß der Stadtgemeinde, eine Beleuchtuug«anlage mit Wasierga« zu creiren, darf entschieden sowohl au» technischen wie auch au« wirtschaftlichen Gründen al« glücklich bezeichnet werden. Wer die Entwickelung der Beleuchtung»-technik in den letzte» Jahren eingehender verfolgt. mus« bemerkt haben, das« man immer mehr vo» dem leuchtenden zu dem glühenden Lichtkörper übergeht (Petroleumglühlampen. Spi-ritu«glühlampen, Auerlicht, elektrische« Licht.) die nicht nur eine bessere Au«»ütz»ng der dem Rohmaterial? innewohnenden Energie gestatten, sondern auch zugleich ein« größere Concentration der Lichtmengen zulosien. Das» hiebe, außerdem »och sehr viel andere speziell sanitäre Vortheile, ange-nehmere und gesuudere Lichtfarbe, kleinere Wärme-»Mission. Schonung der Ziminerlust infolge ge-ringerer Kohlensäure-Entwickelung und minderer Sauerstoffverbranch u. s. w. erreicht werden, ist dem Laien bekannt. In diesem Sinne ist da« elektrische und Auerlicht al« eiu bedeutender Fortschritt der Beleuchtungstechnik zu bezeichnen. Das« da« elektrische Licht — welche« im Ver-gleiche zu dem Auerlichte noch viele andere Vortheile besitzt (größere Feuersicherheit. bequemere Manipulation u. dg. m.) — trotzdem nicht durch-dringen kann, Hot seine Erklärung in de» bedeu-teuden Kosten desselben, wenn man auch nicht verschweigen kann, das« seiner Erzeugung noch sehr viel technische Fehler anhaften, die auch be» hoben werden müssen. Aber auch dann, wenn die maschinelle Einrichtung der elektrischen Be-leuchtung eine vollkommene sein wird, werden die Erzeugung»kosteu de« elektrischen Lichte« kaum bedeutend fallen, da die Erzeugung der Elektricität vom wirtschaftliche» Standpunkte al« unrationell bezeichnet werden mus«. Die viermalige Um-setzung der der Kohle innewohnende» Energie jin thermische bei« Heizen de» Achel«, in dynamisch« bei der Dampfmaschine, in elektrisch« bei deu Dynamo« und ichlußlich wieder in thermische bei de» Glühkörpern) ist al« ständige Verlust-quelle zu betrauten; diese Verluste können ge-mild«rt, aber nie ganz behoben werden. Viel rationeller ist die Erzeugung de« Steinkohlen-ga«-Lichte«, da di« Umsetzung der Energie nur zweimal erfolgt und diese Umsetzung in beiden Fällen (in der Retorte und in dem Brenner) eine thermische ist. Das« j«doch hiebet die H«iz-und Ga»kohl« im Ofen gesondert ist und das« man die lenchteud« Flamme im Brenner wieder entleuchten mus», sind prinzipielle Mängel, die al« ständige Verlustquellen anzusehen sind. In d«m Ofen wird die Energie nicht genügend au«-genützt und im Brenner selbst geht sogar ein Theil der bereit« gewonneuen Energie direkt verloren. Die Erzeugung de« uncarburitrten Wassergase« hat dir Vorzüge der Steinkohlenga«-erzeugung, ohne jedoch mit deren Fehler behaftet zu sein. Da Heiz- uud Ga»kohle vereinigt sind und nur nichlltuchtcndeS Sa« erzeugt wird, ist theoretisch die Möglichkeit geboten, die größte EnergicauSbeute zu erzielen. Das« dieser Umstand auf die Erzeugungtkosten den größten Einfluß hat, ist selbstverständlich. Wenn diese Erzeugungtkosten trotzdem noch nicht derart gesallen sind, wie man mit Recht erwarten kann, so liegt die Ursache nicht in dem Prinzipe, sondern in der Ausführung, nämlich in den Erzeugung«apparaten, speziell in den Generatoren. Regeneratoren und Winderhitzern und th«ilw«ise in ixii Brennern. Die Construk-tion der Apparate basiert wohl auf theoretisch voll-kommen richtigen Grundsätzen, doch müssen diese Grundsätze noch durch die Praxis erhärtet werden. Die Praxi» wird bald lehren, wie man die theoretischen Principien am zweckmäßigsten zur Geltung bringen kann. Räch der raschen Ent-Wickelung d«r Wosserga«industrie in den letzten fxrn Jahren ist sicher zu hoffen, das« ihre Kinder» jähre bald vorüber sein werden. Au« den an- iesührten Gründen kann man den ntschluß der S t a d t g e m e i n d e Pettau. di«Wafserga»bel«uchtung einzuführen, uur billigen und sie 211 dem einsichtsvollen und wirk-lich aufgeklärten Vorgehen in der BeleuchtungSsrag« wärmsten» beglückwünsch«u. Bei strengster Wahrung der Gemein de-Jnter«ss«n hat sie der Wissenschaft «inen nicht genug hoch zu schätzenden D i e n st geleistet." (Am de« Krähwinkel.) Mitten im dunklen Tannenforst erhob sich eine« Tage« eine lichte, luftige Au«sicht«warte. Da schrie darüber da« Geschlecht der Käuze und Dohlen und der sonstigen Hinterwäldler, sie hätten auch von ihren Ästen au« gute Au«sicht gehabt. — Da kam dieser Tage in eine Gaststätte ein Manu jener Sippe, die stet« verneint, ohne bisher etwa« geichafien zu hab«n, schnupperte herum und meinte: „Na, diese« Licht!" Dann sprudelte eine verworrene Auseinandersetzung über BeleuchtungSsysteme her-vor, die leider nicht mehr berücksichtigt werden können. Hat es der Herr bisher versäumt, durch Warnungen vor der Go«anlage zu nützen, könnte er sich nunmehr durch fachkundige Rathschläge an dieser Stelle den Dank der Bevölkerung ver-dienen. Er kann noch retten, was zu retten ist. (Der Sitte) um Einsendung von alten Sol-datenliedern ist bisher von wenigen Seiten ent-sprachen worden. Dieselben sollen mit dem »r-sprünglichen Wortlaute und der ei^nthümlichen Vertonung einer Sammlung einverleibt werde», di« daS Reichskrieg«ministerium angeregt hat. Möge der Bitt« freundlich« Lufnahme beschiede» sein! (Straßk>tihrrgii«ge.) Solche werden dem-nächst hergestellt werden zwischen d:r Sparcaffa und der Knabenschule, beim Leposcha'sche» Magazine am Stadtparke, am Südende der Aller-heiligengaffe und an mehreren anderen Orten. Weiter« werden auch die Spuren der GaSrohr-legung venvischt werden, wa« allseit« Besnedi-gung hervorrufen wird. (Unfall.) Am Ostermontag Morgen führte der Besitzer Josef Toplak au« Kartschowina mit Fahrgelegenheit eine kranke Frauensperson zur Stadt. Gegenüber dem Sparcassegebände rannte da« Gefährte an einen Laternenpfahl, wa« für die Insassen, für da« Thier und den Pfahl von begreiflichen Folgen war. Der Bauer mußte nun selbst ärztlich« Hilfe aussuchen. Dem ent- Sxigerissenen Rohrstrange entströmte bis zur eHebung des Schaden« eine beträchtliche Ga«-menge. Zur Verhütung ähnlicher Vorfälle sind Radabweiser nöthig. (Eiu grober llnsug) macht sich bei der ländlichen Bevölkerung unserer Umgebung in den Ostertagen breit: da« verwünschte Pistolenschießen der Bauernburschen. Nach Schluß de« Gotte«-dienste« laden die Kerle mitten im Gedränge der Kirchenbesucher ihre Pfefferbüchsen, hämmern mit Steinen daran herum und schießen mitten im Gedränge in den Erdboden. Wie kindisch, roh und außerdem wie gefährlich! — Ein Landbursche. der solchen Spaß in der Stadt versuchte, wurde in die Empfangiräum? de« Stadtamte« ge-leitet. (Ei» feiner Herr) ist der 24-jährige Keuschler«sohn A. Pugttiö, der am Ostermon-tag da« Gasthan« Brentschitsch mit seinem Besuche beehrte. Der Wein war gut. und so machte der lose Schäker bald seiner Kraftfülle Lust, indem er erst schnöde Bemerkungen von sich gab und dann Geschirr zertrümmerte. Der Wachmann, der sich bald darauf die liebenswürdigen Späfse be-sah, freute sich, die Bekanntschaft mit P u g S i ö erneuern zu könne», da dieser erst im December wegen TrunkevheitSanSschreitungen zu siebe» Mo-»aten verdonnert worden war, sür die nmStrasauf-schub gebet«» und bewilligt Word«» war. Run geh» in einem Abwäschen. (KogUobliche Nohhrit.) Unser Mitbürger, Herr Mechaniker S p r u s ch i n o, wurde auf einem Spoziergange, den er mit einem Kinde und zwei Freunden am Ostermontag unternommen, das Opfer eines unerhört rohen Überfalles von-feite slovenischer Landburschen, dies aber unmittel-bar im W«ichbilde der Stadt. Die Geiiannten kehrten »m 4 Uhr nachmittag« von einem Spa-Hergang« heim, al« »ihnen in der Nähe der Neu» schersch«n Behausung die Winzerburschen I o p p, Letonja, Maiz«n, Tusch und T s ch o ch entgegenkamen. Ohne jeglichen Anlaß wurde vor-erst da« Kind zu Boden geworfen, der hierüber aufgebrachte Vater gewürgt und an der Hand mit dem Mkffer verwundet, die Hal«binde abge-risse» und H«rr Spruschina zu Boden ge-morsen. Die Gefährten, die sich natürlich in« Mittel legten, wurden mit Fäusten bearbeitet und einem mit Messerschnitten die neue Hose ent-wertet. Beim Weggehen äußerten die erbärmlichen Gesellen, denen wohl nur ihn Überzahl oder da« Feuerwasser Muth verlieh, in ihrer Mutter-spräche: .Verdammte deutsche Teufel". Der Fall erregt begreiflicherweise umsomehr Erbitterung, nachdem in einem Bannkreise von Meilen ring« um Pettau der deutsche Bürger Dienstherr und Brotgeber zahlreicher Winzer ist, von dem aber auch sonst mancher wirtschaftlich abgängig ist. Ihr aber Priester der Milde und de« Frieden«, hier seht Ihr ein weite« Feld Eurer Arbeit I ' (Feiertereitsch,^ der frrimtliarn Jtntt-wrhr.) Für die lansende Woche hält der II. Zug und die I. Rotte Feuerbereitschast. — Zug«, sührer B c l l a n, Rottführer Re > singer und 8 Man». Feuermeldunge» sind aus der Eentral-station i» der Sicherh«, »Wachstube im Rathhause zu machen. Vermischte Nachrichten. (Lierlillge.) In Padua gebar die Bürger«-srau Lazarro am 1. April 3 Mädchen und «iii«n Knaben. Da« gibt au«! Vivat sequena! (Lehiuierllnzen im drrnjafrkrhrt mit ÜBjjarn.) In dieser Angelegenheit wurde von Seite der Grazer Handel«- und Gewerbekammer nachstehende Eingabe an die k. k. Ministerien de« Handel« und Finanzen gerichtet: Hohe» k. k. Ministerium! Um die Mitte de» Monate» Jänner d. I. brachte» die in Graz erscheinend«» Blätter die erste» Nachricht?» über neuerliche Störungen im Grenzverkehre zwischen Steiermark und Un-aarn, die durch die Durchführung de» ungarischen Gesetze»«rtikel» XVII ex 1898, betreffend die Zucker- und Bierconsumsteuer, veranlaßt worden waren. Wenngleich diese Nachrichten, die auS mehreren steiermärkischen Grenzstädten stammten, sich in manchen Einzelnheiten nicht vollkommen deckten und theilweise an einer gewissen Unklar-heit litten, so mußten sie mit Rücksicht aus ihre übereinstimmende Klage über dir durch die Maß-nähme der kgl. ungarische» Regierung bedingte geschäftliche Schädigung der in deu Grenzgebieten de» Kammersprengel» gegen Ungar» ansäßigen Kaufmannschaft doch geeignet erscheinen, die Auf-merkfamkeit de» Präsidium« der ergebenst gefer-tigten Kammer auf diese sonderbare» Zustände zu lenke» und diese« zur Einleitung von amt-lichtn Erhebungen im Gegenstande zu veranlassen. Diese Erhebungen wurden vorerst im schriftlichen Wege bei den Bürgermeisterämtern sämmtlicher b«d«utenderen. an der Grenze gegen Ungarn, be» ziehungsweise Kroatien gelegenen Orte de« Kammersprengel« gepflogen und zwar in Fried-berg, Hartberg, Fürstenfeld, Fehring, Radker«-burg, Luttenberg. Pol st r au, Fr iedau, Pettau, Rohitsch und Rann. Nachdem im Lauf« dieser Erhebungen auch eine sehr entschiedene Action au« Jnteres-sentenkreisen in Pettau nmittel-bar bei der Kammer erfolgt war, wurde dieser in der Plenarsitzung vom 27. Febr. d. I. auf Grund de» bi« dahin gesammelten Material?« Bericht erstattet, worüber die Kaminer den ?inhelligen Beschluß gesaßt hat, ihr Präsi-dium zu ermächtigen, gegen die seit Beginne de« laufende» Jahre» eingetretenen, durch den un-garischen GefetzeSartikel XVII ex 1898, betreffend die Zucker- und Bierconsumsteu''r. veranlaßten Behinderungen im Grenzverkehre mit Ungarn nach Abschluß der bezüglichen Erhebungen in der dem Kammerpräsidium geeignetst erscheinenden Weise sofort nachdrücklich« Vorstellungen bei der hohen k. k. Regierung behus» Abstellung der er-»vähnten Übelslände zu erhebe». Die seither fort-gesetzten Erhebungen fanden kürzlich ihren Ab-schluß durch eine vom Kammerpräsidenten Herrn Franz Schreiner selbst vorgenommene Bereisung der steiermärkijch-ungarischen Grenze bei Radker»-bürg. Vorerst möge die Thatsache festgestellt werden, das» die in Rede stehenden Grkiizvcrkchrz-behinderungen feit Beginne de» laufenden Jahre» bi» zur Stunde in gleich lästiger, hemmen-d«r und schädigender Weise fortbestehen, obgleich die hohe k. k. Regierung schon im Jänner d. I. im Abgeordnetenhause auf diese unleidlichen Zu-stände zweimal aufmerksam gemacht und um schleunigste Abhilfe gebeten worden war: einmal durch die in d«r 84. Sitzung de« Abgeordneten« Hause« am 24. Jäniier d. I. an Seine Excellenz d«n Herrn Handrliminister gerichtete Anfrage der Abgeordneten Girstmayr, MoSdorfer und G<-noffen. betreffend die von der ungarisch«! Regierung für d«n Gren»verkehr getroffenen Ver-fügungen über die Eonfumsteuer, dann durch den in der 35. Sitzung be» Abgeordnetenhauses am 27. Jänner d. I eingebrachten Antrag de« Ab-geordneten Kienmann und Genossen, betreffend «ine Aufforderung o» die k k. Regierung, gegen das ungarische Gesetz über die Besteuerung de» Zucker» und Biereonnim» vom Jahre 1898 und die Art der Durchführung desselben Stellung zu nehmen und entschiedene Schritte zum Schutz« der österreichischen Produktion und des heimischen Handel« einzuleiten. Ebenso scheint die in den ersten Tagen de» Februar« d. I. vo» Seiner Excellenz dem Herr» HanddSminister empfangene Abordnung von Vertretern be« Handtltstande» au» Wiener-Neustadt unter Führung de» Abge-ordneten Kennianii mit ihren cinschlSzigen Vorstellungen nicht den geringsten Erfolg' erzielt zu haben. Die berühren Behinderungen im Grenz-verkehre führen sich auf da» am 9. Juni 1898 sanktionierte, om 15. Juli 1898 kundgemachte ungarische Gesetz über die Zucker- und Bierco». sumsteuer zurück, beziehungsweise auf die vom kgl. ungarischen Finanzminister zu diesem Gesetze erlaffenen Jnstructionen. Nach tz 1 de» Gesetze» unterliegen Zucker, Bonbon», candierte Früchte. Chocolabe, Chocolabefabrikate. Liqueure und alle Gattungen Bier einer besonderen Consumsteuer, die für je 100 Kilogramm Reingewicht Zucker 6 fl., Bonbon» 5 fl., candierte Früchte 4 fl., Ehocolade und Chocolasabrikate 3 fl. 5V kr., für je 1 Hektoliter Liqneur 2 fl. und für je 1 Hrk-toliter Bier 5 fl. beträgt. Zur Leistung dieser Steuer ist laut 8 3 de» Gesetzes der Unternehmer der ZuckerfabrikSanlage bei Lieferung von Mengen unter 50 Meterzentnern Zucker, beziehungsweise der Unternehmer der Bierbrauerei bei Lieferung von Menge» unter 50 Hektoliter Bier verpflichtet, in allen anderen Fällen aber der Übernehmer der consumsteuerpflichtigen Ware, ohn« dass das bisherbe st andcneAbfi» du ngS-wesen für berartige Übernehmt! ojfen gelassen worden wär«. Au« dieser Verpflichtung de» Übernehmer» der Ware ergibt sich nun im Grenzverkehre zwischen Öfter, reich und Ungar» eine höchst lästig« und umständliche, die bisherigen Geschäftsbeziehungen außeroideutlich behindernde Coiitrol«, di« sich auf die oben genannten cousurnsteuerpflich-tigen Artikel bezieht, in ber Praxis aber auf alle Gegenstände des Grenzverkehre» nach Ungar» ausgedehnt wird. Da» bezügliche Verfahre» im Grenzverkehre gestaltet sich gegenwärtig »ämlich folgendermaßen: Wenn ein« consumsteuerpflichtige Ware heut« au» Österreich bezogen werde» soll, ist deren Überuehmer gehalten, regelmäßig vor Bezug der Ware deu entfallenden Consumsteuer-beirag bei dem zuständigen kgl. ungarischen Steuelamte zu erlegi.» oder diesen Betrog mit Postanweisung an da» zuständige Steueramt zu leite», wobei unter allen Umständen angegeben werden muß. bei welcher von den zahlreichen, an der Grenze errichteten kgl. ungarischen Finanz-wachabtheilungen di« Ware in da« ungarische Staattgebiet eingebracht werden wird. Die dem Übernehmer ausgefolgte steuerämttiche Zahlung», bollete. beziehungsweise da« postämtliche Rece-pisse ist nach dem auf österreichischem Gebiete er-folgten Einkaufe der Ware gelegentlich de» Über-tritt?» derselben über die Grenze bei der un« garischen Finanzwachabtheilung vorzuweisen, wo-raus der Übernehmer zwei Formulare auszufüllen hat, in welchen Namen und Wohnort deS Ver-käuferS, Menge und Bestimmungsort der «in-gebrachten Ware anzugeben sind. TaS eine For-mulare bleibt bei ber Finanzwachabtheiluug. daS andere wird dem Übernehme? behufs anfälliger weiterer Ausweisung eingehändigt. Bei dieser Ge-legenheit erfolgt auch die Versehnng ber Wart» mit besonberen amtlichen Verschlnßmarke», inbem jeher Zuckerhut, jtde Zuckerkiste und Zucker-schachtel, jebe» Bierfaß und jede Kiste Flaschen-bier in der Weise mit einer Verschlußmarke zu bekleben ist, basS beim Offnen ber Ausmachung, beziehungsweise beim Anschlagen b«< Faffe» die Marke verletzt werden muß. Dieses gewiß an sich schon lästige Verfahre» liegt für den un- Mische» Abnehmer in dem Falle am wenigsten ungünstig, wenn er in einem Orte anläßig ist, in dem ein Steueramt ober doch ein Postamt besteht; doch selbst in diesem Fallt tritt eine schlimme Behinderung ein, wenn diese Ämter be-reit« geschlossen sind oder wenn der ungarische Abnehmer eine» bezüglichen Entschluß erst auf feinem Wege nach Oesterreich, etwa auf Grnnd eines ihm unterwegs übergebenen Geschäftsbriefes oder eint» ihm mündlich werdende» Auftrage», zu faffe» in die Lage kommt. Geradezu unleidlich wirb ba» Verfahren aber bann, wenn — wie zumeist — da» nächste Steuer» ober Post-amt vom Wohnorte dc» ungarischen Abnehmer« weit entfernt ist. Dtnn selbst bei stundenweiter Entfernung bieser Ämter hat er beim Übertritt« der Ware über die Grenze die ZahlungSbollette, beziehungsweise da« Recepisse nnbcdingt vorzu. weise». Ei» ini Grenzverkehre an Markttagen sehr häufig vorkommender Fall ist der. das» der unbemittelte ungarische Landmann. der Vieh. Getreide u. dgl auf ben österreichischen Markt bringt, bie Befriedigung be« eigenen Bedarf«» hier von dem Ergebnisse seiner Geschäfte am österreichischen Markte abhängig zu machen ge-nöthigt ist. Um gegenwärtig in Osterreich con» sumsteuerpflichtigc Waren anschaffen zu können, mnß er sich aber — wie erwähnt — unter allen Umstände» vorher mit der ZahlungSbollette oder dem Recepisse versetien. also die Consum. steuer bezahlen, ob er nun von der so erworbenen EinbringungSbefugni« Gebrauch mache» können wirb oder nicht. Im letzteren Falle, wenn er feine Ware am österreichischen Markte nicht ver-kaufen konnte, ist tr gehalten, beim ©teueramte um Rückerstattung der bezahlten Steuer anzusuchen. Di« Praxis der ungarischen Finanzwach-abtheilungeu hat selbst dahin geführt, dass man den Übertritt der Ware, aus die die Ballette lautet, in Theilsenbungen nicht gestattet. In diesem Falle wird die Ware an ber Grenze so-lange zurückgehalten, bis bie gesammte Waren« menge eingelangt ist. E» ist demnach nicht mög« lief), einen etwa noch so dringend benöthigten Theil der Ware in beschleunigter Weise über die Grenze zu bringen, trotzdem die Steuer bereit» bezahlt ist Ans die Weiterungen, die daran» ent-stehen, das» der ungarisch« Käufer die Bollett« oder da» Rfttpiffe im Dränge der Geschäfte bei dem österreichischen Kaufmann« etwa liegen läßt, mag nur ondeiituiig^weis« hingewiesen werben. Aber auch der unmittelbare Verkehr österreichischer Geschäftsleute »ach Ungarn ist durch die un-garische» Controlevorkehrungen wesentlich behin-dert, in Sonderheit der Geschäftsverkehr der österreichische» Marktfahrer, vorzüglich Manufac-tu» und Eisenwarenhüudler, die ungarische Märkte besuchen, da ihre ganze Ware von den Marktwagen abgeladen und nach consumsteuer» Pflichtigen Waren — natürlich vergeblich — durchsucht wirb. Die unausbleibliche Folge solcher Praxis ist, dass sich bei den fchlvach be-setzten ungarischen Finaiizwachabtheilungen oft ganze Wageusäuten stauen und die österreichischen Geschäftsleute so häufig mehrere Stunden ihrer Heit verlieren. Genau dieselbe» Mißstände zeigen sich an der Grenze bei der Rückkehr der un« garische!! Marktbesucher von österi eichischen Märkten, wobei, wie in dem eben erwähnten Falle, durch die Ansammlung von zahlreichen Fuhrwerken aus ben Straßen höchst bedenkliche Verkehrsstörungen entstehen. Au« dieser Schil-derung der thatsächliche» Verhältnisse und ihrer unmittelbare» Begleiterscheinungen ergibt sich, das» da» Wirtschaftsleben zahlreicher steiermär-kischer Grenzorte, dtsstn Gedeihen zum größten Theile durch einen unbehinderten Geschäftsverkehr mit Ungarn bedingt ist, nunmehr in gefährlichster Weise bedroht erscheint. Dieser Übtrztugung wird man sich nicht verschließen können, wenn man erfährt, das» die Bewohner der ungarischen Grenz-gebiete von diese» Neuerungen geradezu überrascht wurden und dass die ungarische Grenzbe-völkerung bis zum Beginne der Wirksamkeit de» neuen ungarischen Zucker- und Bierconsumsteuer- gesetzt» von den bevorstehenden, auch sie in höchstem Maße bedrückende» Sperrmaßregeln gegen Oesterreich nicht» wußte, da sie mit ben Bestimmunaeu diese» Gesetze» nicht bekannt ge-macht worden war. Und selbst heute noch, nach-den, die ungarischen Controlvorkehrunge» bereit» im dritte» Monate gehandhabt werden, herrschen in der ungarischen Bevölkerung bie verworrensten, ja gerabezu die abenteuerlichsten Begriffe über da« Wesen dieser Neuerung. So weiß man bei-spielöweise bi« htult vielfach nicht, das« Zucker und Zuckerwaren bi« zum Gewichte vo» 1 Kilo-gramm, Bier bi» z»r Menge vo» 2 Liter» steuerfrei, Bier bi» zur Menge von 1 Hektoliter gegen nachträgliche Bezahlung der Consumsteuer eingebracht werden darf. Diese Unkenntni» der gesetzliche» Bestimmungen wird nunmehr von den in den ungarische» Greuzorten ansäßigen Klein-Händlern zumeist semitischer Rafft in gewisstnlost-sttr Wtisc ausgebeutet, inbtni von dieser Seite unter dtr aus titfer Bildungsstufe stehenden, leichtgläubigen und nicht unschwer einzuschüchtern-den ungarischkn Landbevölkerung nicht nur ver-breitet wird, dass consumsteuerpflichtige Waren au» Oesterreich gar nicht mehr bezöge» werbe» dürfe», sonder» auch da« Nahrung»> und Ge-»ußmittel schlechthin, ja sogar das» keinerlei Waren in Oesterreich mehr eingekauft werden dürfen. Alle dicf« verbürgten Vorkommniffe bedeuten aber eine »och tiefer greifende Schädigung der Kaufmannschaft in den steiermärkischen Grenz-orten. Auch ohne diese bewußte Irreführung, deren Wirkungen die kgl. ungarische Regierung nebenbei ja beabsichtigt haben mag, mnß da» dargestellte lästige und zeitraubende Verfahren dahin führen, das» man vor allem di« der Con-sumsteuer unterliegenden Waren, weiterhin aber auch alle anderen Waren, von denen diese Con» sumsteuer nicht z» entrichten kommt, nicht mehr in Oesterreich beschafft und das« die ungarische Kundschaft dem österreichische» Ha»bel«sta»be im Gebiete be« Grenzverkehre« gänzlich verloren geht. Aber selbst die ungarischen Finanzwachen sind über ihre bezüglichen Pflichten und Rechte keine«weg« entsprechet unterrichtet. Wenigsten« handeln sie vielfach gegen die einschlägigen Durchführung«. Verordnungen und über diese hinaus, wobei a l l e r d > » g « ein g e w i s s e r ch a u v i u i» stischcr Übereifer, der in Ungarn selbst bei so untergeordneten Organ e n f i n d e t, mitspielen mag. So liegt bei-spie!«weise in der oben erivähnte» Verhinderung de» Übertritte» von Theilsendungen bereits versteuerter Warenüber die Grenze ein solcher Übergriff, denn der Modu» der Einbringung einer bereit» versteuerten Ware i» Theilsenbungen ist laut den Durchführung«-Vorschriften ausdrücklich gestattet. MehrfeitS be-richtete Fällt gröbst» Willkür dtr ungarischtn Finanzwachen bei Hanbhabung ber bezüglichen Instruktionen seien hier mit Rücksicht auf bie Aiisbehnuiig dieser Eingabe Übergänge», ebenso wie überhaupt mancherlei Einzelheiten au« dem-selben Grunde hier unierdrückt werden. Sonach unterliegt e« nicht dem geringsten Zweifel, das« durch die Maßnahmen Ungarn« nicht nur der Handel, der sich von de» österreichischen Grenz-orten nach bei, ungarischen Grenzgebieten abspielt, arg geschäbigt erscheint, sondern anch bie dnrch diesen Hanbcl«verkehr bisher geförberte öfter-reichische Zucker- und Brauindustrie und schließlich die gesammte heimische Productio», soweit deren Erzeugnisse durch biefe» Grenzverkehr ihren Absatz gefnngeu haben. Die Wirkungen bieser Maß-nahmen äußern sich in ben steiermärkischen Grenz-gebieten schon gegenwärtig im Niedergänge des wirtschastlichen Leben«, in der hiedurch bedingte» Schwächung der Steuerlast, in Noth und Elend. E« ist die Anschaung der ergebenst gefertigten Kammer, das» e» unbedingt nicht angeli«, sich vo» der kgl. ungarischen Regierung jede Gewaltmaß-rege! bieten zu lassen. Der Jahrhunderte alt« lebhaste Grenzverkehr zwischen ber Steiermark »nd den angrenzenden Comitaten Ungarn» nnb Kroa» tiens soll auf diese Weife nun gänzlich unterbunden werden. Hiebei darf aber nicht übersehe» lorrbrn. das« Misch"' gnnj selbständige» Nachbar-ttaoten, die aller geniei»samni StaatSeiurichluugen entbehren, und die getrennte Zollgebiete bilden. t.fraDf für de» Grrnzverkchr träufii) mancherlei ßiliidjtfruiifltn ji> Recht bestehe». Zwischen y^er-r^ich >>»d -Unaar» aber, die seit Jahrhunderten sowohl durch eine gemeinsame Geschichte, alfl anch furch gewisse gemeinsame staatliche Einrichtungen ^ibunde» sind, soll dieser ander »wo selbstver-Handliche, besonder» gepflegte' und begünstigte Krcnzverkehr nunmehr unmöglich gemacht und mit den schärfsten Waffin unterdrückt und au«» jcvottct werden. Die ergrbeust gefertigte Kammer unterbreitet demnach dem hohen t. k. Ministerium die dringendste Bitte, bei der kgl ungarischen Regierung ungesäumt utib in thatkrästiqster, entschiedenster Weise dahin einwirken zu wollen, das» i» diesen ajuj unerträgliche» Zuständen schleunigst Wandel gtjchaffen weide. Soll aber die ergebenst gefertigte Kammer nach dieser Richtung Vorschläge er-Hatten, da»» mus» sie als den wünschenswertesten JBffl der Abhilfe allerdings die Wiederherstellung v<« jriihere» Zustande» bezeichnen. Da nun ein derartige» Entgegenkommen der kgl. ungarischen Zitierung nach den mit ihr bisher gemachte» isriahrungen freilich kaum in Aussicht stehen durste, wäre vielleicht doch da« Zugeständnis von GrenzverkehrSerleichterungen für eine bestimmte Zone, so weit eben die den Grenzvertehr characte-lil'imibe Übecstellung der Ware durch deren Übertragung oder durch deren Verfrachtung mittelst Sirabciifuhrwerke« i» Betracht kommt, erreichbar, innerhalb welchen etwa 1b bi« 20 Kilometer breiten Gürtel« für Kaufleute und Wirte Consum-sleuerabfindungtverträge al« zulässig erklärt werden sollten. Außerdem wäre unter allen Umstünden anzustreben, dass unter Abstellung der obligatorische» vorherigen Bezahlung der Consumsteuer bei dem zuständigen Steuemmte die a» der Smize stehenden Finaiizwachabtheilungen selbst rnr Enthebung der Consumsteuer ermächtigt würde», ähnlich wie die österreichischen Verzeh-ruiigSsteuer-Linienämter der abgeschlossenen Städte zur Cinhebung der B«rzehrung»!teuer berufen sind. Jedenfalls aber mllf«te gleichzeitig auf die ge-»aueste und gleichmäßigste Handhabung der beglichen Jiistructionen durch die ungarische» Finanzwachabtheilunge» gedrungen werde». Aller-ding» wären die hier vorgeschlagenen Maßnahmen nur al« vorläufige zu betrachten. Denii fall« e« in Hinkunft zu dem in den gegenwärtige» A»s-gleichSvorlage» vorgesehenen ModuS der Austheilung der Abgabe für Bier, Mineralöl und Zucker zwischen Oesterreich und Ungarn kommt, wird die (ir-richtung gemeinsamer österreichisch ungarischer Grenzäniter nothwendig werden, eine ^.»richtanp, die die ergebenst gefertigte Kammer bereit« in ihre» an da« hohe k. k Ministerium gerichtete» Eingaben vom 15. März 1896, Z. 7797 ex IN35, betreffend die Erneuerung de« Ausgleiche» mit Ungar» und vom 31. October 1898, Z. 13048, betreffend die Abänderung der Gesetzvorlage über die Abgabevergütung für Bier. Mineralöl, Zucker uud gebrannte geistige Flüssigkeiten im Verkehre mit den Ländern der ungarischen Krone und den Ländern Bosnien nnd Herzegowina, in Vorschlag gebracht und eingehend begründet hat. Indem die ergebenst gefertigte Kammer ihre obige Bitte wiederholt, glaubt sie daraus hin-weisen zu sollen, das« sie sich in erster Reihe be-rufen fühlt, in dieser Angelegenheit da« Wort zu nehmen, da der Kammersprengel Graz seiner ganzen Ostgrenze nach — einer durchweg« offenen, 5?n Verkehr an sich außerordentlich begünstigenden Grenze — in sehr bedeulender Ausdehnung, vom Gebiete des Wechsel« an der steiermärkifch-nieder-dsterreichischen Grenze im Norden bi« zum Über-tritt der Save auf kroatisch,« Gebiet im Süden, Ungarn, beziehungsweise Kroatien unmittelbar benachbart ist. Dir ergebenst gefertigte Kammer schließt mit der Bitte: Geruhe da» hohe k. k. Ministerium diese Eingabe geneigtest entgegenzu-nehmen und den in ihr niedergelegten Wünschen schleunigst willfahren zu wollen. Graz, am 18. März 1899 " Bezeichnend sür unsere Stellung zu Ungasi^isk die »östliche Äußerung der Herren Minis»?, das« ein besonderer Erfolg im Gegen-stände leider kaum in Aussicht stehen dürfte. >' (An» Vthmar'« Schreibheft.» Die Frau und die Henne. Eine Mutter hatte eine Henne und legte täglich ein Ei. Aber sie war unwillig und hatte damit keine Zufriedenheit und wollte an jedem Taae drei Eiern legen. Deshalb gab sie ihr viel Gute«, wurde sett davon nnd log gar nicht mehr. tvie ronsiscierte Libel.) In Österreich soll die Bibel konfisciert worden sei», wie die »Jugend" meldet und zwar wegen zweier höchst aggressiver, gegen den Ministerpräsidenten gerichteteten Bemerkungen: „Ihr Thun ist eitel Thorheit." (Psalm 49. 14.) »Siehe e» ist eitel Mühe und nicht« mit ihrem Thun." (IesaiaS 41, 29). Pettauer Reminiscenzen. Ich weiß nicht, wie mir ist im Inner» So bang um'« Herz, so hoffnung»bar! Ich kann mich wirklich nicht erinnern. Das« mir wohl je so kläglich war. Ich hab' die Macht, kann reiten, fahren Und sehne doch die Zeit zurück, Da ich al« Lieutenant bei Husaren Ganz sorgenfrei gelebt im Glück. Wohin ich horch', in allen Zonen Kein froher Laut will mir erklingen, Ich hör' nur Lamentationen Und nirgend« Alleluja singen. Schlägt die Zeit mir manche Wunde, Manche Freude bringt ihr Lauf; Aber eine sel'ge Stunde Wiegt ein Jahr von Schmerzen auf. filiilaa« Hegetti,. pegelstände und Te»perature». Datum cm. Witterung tvasser-Eemper. Celsius 1./4. 66 Leicht beivölkt. 7 4 2./4. 3/4, 4./4. 67 67 70 „ abend« Gewitter mit Hagel. Nebel. 80 90 100 S.,4. 81 Trüb. 9-8 S.'4. 84 Heiter. 94 7.,4. 78 Morgenneb., darauf heiler 90 /remdenliße vom 18. Mär) bis 5. Äpril 1899. Gasth»f zum Elephanten (jjr. He» ) Iobann Zopolnick, Musiker, Eilli. Jofef Jeila. «rund-besiher, Unterraun. Georg Pfeifer au« Baiern Uetan Briveh. Eilli. Anton Kleininscheck, Eilli. Anton Rulto, Cilli. Franz Eohsi, Faßbinder, TOorlniro. Josef Richter, Holzhändler. Zellnitz. Stesan Wohlgovie, St. lhoinat Iwsn itastar, Lausmann. Zwe'lin Jose Brleiic, Wara«< din. San« Urch, Bahnmeister, Berzenze ttonrad Wadaker, Schlosser, Graz. Miroslav Lisae, Commi«, Woratdin Binzenz Aunst, Schaffer, Wien. (Ttz»r»pe»«isch« Notiz»».) Die allgemeine Medicinische Eentral-geituiig schreibt tn ihrer Nr. 102 über Maggi wie folgt: „Was bei prakischer Verwendung von Epratt in Betracht kommt und was allein fernen Wert bestimmt, ist feine geschmackverbessernde, appetitanregende Wirkung. Gerade diese bildet da» Charakteristische einet Genußmittel« und der Grad dieser Wirkung ist der Wertmesser eine« Ertrakte« Unter den im Handel befindlichen Urytrakten erfreut sich mit Siecht da« „Maggi" genannte Präparat einer großen Beliebtheit, das« ei bei sparsamster Dosierung eine frappante Geschmacktwirkung autübt. Da der kauf-prei» de» Maggi eher niedriger alt der anderen Extrakte und da seine Haltbarkeit eine unbegrenzte ist. so finde« e» alt appetit- und verdauungsanregende« Geschmacks, eorrigent von Bouillon«, Suppen, Gemüsen, Saucen auch in der prankenküche und besodert in den großen Küchen, betrieben von kranken« und Pflegehäusern vortheilhaste Verwendung. (Warnnng vor Nachahmungen und ««fNir»»g über dieselbe») ist namentlich bei Nahrungsmitteln, von denen unser kostbarer Besift, die »esuudheit abhängt, dringende Pflicht einet Jeden. Man wird sich erinnern, mit welch' großem Erfolg vor einer Reihe von Iahren »athreinee« «neipp-Malzkaffee eingeführt und von den hervorragendsten «utontäten im Fache der Gesundbeittlehre begrüß« wurde. Der Umstand, das« die» Fabrikat durch eine eigen-artige Erfindung und Herstellunatweise dat Aroma de« Bobnenkaffet erhält, eignet datselbe in f» vorzüglicher Weife tur Mischung mit B»hiienkaffee«, dessen beliebter Wohlgeschmack dadurch verfeiner« und erhöht wird. Nun aber kamen auch fosort die Nachahmungen, und wird auch heute noch unautgesetzt verfucht, in Ähnliche» Packungen, oder Bezeichnungen, am häufigsten ober in offen zuge-wogen» Ware einfach gerdstete Gerste oder gebranntet Malz dem Publicum unter dem Namen .,Malzkaffe«" auf-judnuiae». Et sei daher aus da« Dringendste gewann vor allen minderwertigen Nachahmungen diese« echten Fabrikat«, welche« nur in den bereit« allgemein bekannten weißen crignialpaketen mit der Echustmarke .Pfarrer lkneipp" und dem Namen „Hochreiner" verlaus,, als» niemal« „offen" zugewogen werden kann und darf. Besondere autiseptische Eigenschaften der Bestandtheile der Pr«««, H««»sall>» aut der Apotheke de« V. Fraznee i» Prag, bewirke» sehr gute Resultate bei der Heilung der verschjedenen Verwundungen und eignet sich diese« Mittel zugleich zum Schuhe der Wunden und zur Fern-Haltung >eder Verunreinigung und Entzündung, sowie auch zur Linderung der Schmerzen. Diese« gute Hausmittel ist auch in den hiesigen Apotheken erhältlich. — Siehe Inserat! -- Franz Wilhelm's i n e ii(l et von FRANZ WILHELM Apotheker in Neunkirchen (Niederösterreich) ist durch alle Apotheken zum Preise von 1 fl. öst. Währung per Packet zn beziehen. Wilhelm'S flüssige Einreibung „BASSORIN" kais königl privilegiert 1771. Preis»! I Pliiherl 1 fl, 6 PlStzerl 5, fl., 12 PIS,erl 9 fl staue» jeder Poststati»« i» Ostern ich-Ungar« Wilhelm'« kais. königl. priv. „Basforin" ist ein Mittel, deffen Wirksamkeit aus wissenschaftlichen Untersuchungen und praktischen Erfahrungen beniht und wird ausschließlich in der Apotheke de« Franz Wilhelm in R e u n« k i r ch e n erzeugt. 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S Bi I iwnWrt» Mertlt Wie unumgftnglich nothwendig das Bespritzen der Weingärten ist, hat sieh in der letztverflossenen Campagne deutlich erwiesen, nachdem nur die bespritzten Culturen erhalten blieben. Am besten für diesen Zweck hat sich Pti. Idayfarth 4 Co.'s PATENTIRTE selbstthätige Reben-und Pflanzen-Spritze —: „SYPHONIA" ZZ bewährt, welche ohae zu pumpen die Flüssigkeit »elksttkitig aber die Pflanzen stäubt. Viele Tausende dieser Spritzen stehen in Verwendung und nklrtlohe lebende Zeugnisse beweisen deren VoncQglichkeit gegenüber allen anderen Systemen, Man verlange Abbildung und Beschreibung von dz Co. Fabriken landw. Maschinen, Spezial-Fabrik-IiiSG> »Tlmiinrnri an»«»: 1 9n Praktische Landwirttz. last». gtitaa ________E_. ff»»»«t. •uijattti ItljUrij fl. |. Set #rkämmt i fir Ortcr». «TV® Matrirtc laaM». Oafta . Srltaa«. ©r.jrünlrt l»IB. de» I. I. 1«. l<» kennzeichnet hat. an dem sich jede« echt weibliche Gemüt wahrlich genügen lasten sollte." .Derselbe Dichter läßt aber seine Jphigenie in die Klagen au«-brechen: .Wie eng gebunden ist deS Weibes Los.' rief Rora, au« ihrer Zurückhaltung auffahrend, heftig dem Sprecher zu. .Liegt darin wirklich ein« Klage?' wandle dieser ein und wen« dete sich jetzt ganz dem jungen Mädchen zu. .Spricht sie nicht imr eine Thatsache au» ? Und wenn der Sinn ein anderer wäre, nun, e» können nicht alle Frauen Jphigenien sein, oft ist da» ge-rade die Aufgabt eine» Weibe«, keine Ausgabe zu haben, wenig-siens nicht im weltumfasienden Sinne.' .Und irre ich nicht,' fprach nun die Majorin, »so sagt Goethe an einer andern Stelle: .In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister." Er ruft aber auch wiederum aus: »Den lieb' ich, der Unmög-liches begehrt." gab Rora zurück. .Ach, geht dach mit euren Goethecitate»." iachie Ernst, .wollen wir hier denn ein litterarische« Zurnier abhalten?" -+ 58 .?:» hast recht,' sprach der Major, .aber ein andere« Wort fallt mir ein, c« steht im Buch aller Bücher uud wäre wohl wert, jener Redneriu hinter beide Ohren geschrieben zn werden: .Da» Weib schweige in der Gemeinde." .Und wüßten sie es »nr alle," begann die Majorin, .da» die wahre Blume de« Glücket mir im stillen Winkel des Hause« ihren schönsten Dnft spendet, sie trachteten nicht nach anderen Dingen." .Dn sprichst mir an» der Seele, Tante/ sagte Kurt, „ich bi» ein Feind aller dieser Inrnenbestrebmigen, die sich jetzt so breit« machen." .Vielleicht gehst Dn doch zn weit," warf der Major ein, .man darf nicht alle« verurteilen, ti giebt Franenvereine, die ein gute« Ziel verfolgen nnd —" .Da« leugne ich keineswegs," rief Kurt, .aber dennoch bin ich der Ansicht, welche meine liebe, selige Mutter so oft anSsprach: ^ede« Mädchen mag erst lernen, ein nützliche« Glied der drei Bereine zu werden, denen sie von vornherein angehört, ehe sie »och mehr zu unternehmen verlangt." »Und welches sind diese drei Vereine?" frugen Nora und Elfe wie au« einen« Munde. .Familie, Staat »nd Kirche," antwortete der Rechtsanwalt, »nd er muß-telächeln,al« er die Ent- täuschung sah, welche sich bei seinen Worten in den Gesich-tern der jun-gen Mädchen in so ganz verschiedener Weise zeigte. »Familie mag stim-inen," nahm Ernst den Fa< den auf, .aber waS können Mäd-chen, denn zu solchen sprichst Du augenblick-lich, dem Staate nü» ven?" »Du fühlst Dich wohl in Deiner Wür-de al« Bater-laudsvertei-diger beeinträchtigt," sprach nun lächelnd der jungeRecht«- Ä < fc' h «, . G / # ✓ **. * / f t 'i s *:•"> .v' 'i k ^ 7' : • T *sJS>aV\ ^ • * -**" --'-i. ' ' * ' anwalt, .aber leisten nicht unsere Diakonissinnen uns in, Kriege wie im Frieden thatsächliche unentbehrliche Dienste?" »Wie wir der Kirche dienen sollen," sagte Elie schüchtern, »da« ist mir nicht klar." .Das Gebiet der inneren Mission ist ein weites," meinte der Major, doch seine Gattin siel ihm ins Wort: »Eine Pflicht giebt es, die it»s Frauen nach den Anforderungen, welche die Familie an uns stellt nnd die immer in erster Linie zu erfüllen find, heilig am verzen liege» sollte, denn, wenn es nns nicht vergönnt ist, in das Rad der Geschicke einzugreifen, wir sollen unser Baterland «üb unsern Fürsten und vor allen, das Reich Gottes in unser Ge-bet einschließen, nnd zwar ernstlich, denn nur ei» solches Gebet verinag viel und wird des Segens nicht ermangeln, wenn derselbe sich auch nicht im»,er greifbar zeigt. Fragt euch einmal ehrlich, folgt ihr allsonutäglich mit aufmerksame», Lhre »nd Sinne dem Baterunser, dem Kirchcngebete? Seid ihr nicht einmal hierin treu, wie wollt ihr anderem gewachsen sein?" .Dn wirst ja fast persönlich." rief Ernst. .Mama, ich bemerkte erst heute Deine starke rednerische Beaiilaguug nnd ruse Dir in, Hinblick aus Deine Kollegin von gestern zn: .Gehe hin und thue desgleichen!"" .Beileibe nicht." sprach entschieden der Major, .und nun für heute genug von diesem Thema! Pnuktnm nnd basta. llnd nnn Ein junger Ritter, »cmalt vv» W Schatze. (Vlt Ztfl.) kommt mit mir in de» Klub/ fügte er, zu den jungen Männer» ■ wandt, hinzu, »dort kann Ich Dich, Kurt, gleich bekannt mc , mit einigen Herren, deren Freundschaft Dir nur nützlich sein fu, in,d ein vernünftiges Glas Bier wird nns allen gut thun." 4. SS vergingen mehrere Wochen, ehe es Nora gelinge» wol! • das Gleichgewicht ihrer Seele wieder zu finden. Doch war der > vorigen Kapitel geschilderte Nachmittag nicht ohne segensvvü • Einfluß geblieben. Nora hatte sich bemüht, eine rechte Haustoch r {,« werden, und indem sie sich ernstlich bestrebte, alle Oblieg«» eiten einer solchen zn erfüllen, gewann sie diesen selbst auch witt mehr Geschmack ab. Die Majorin sah mit stiller Freude dir! t Wandel, der sich auch auf den Unterricht erstreckte, und sie weh,, dem Verlangen deS jungen Mädchen« nicht* weniger a» den Jl für all ihrn wirkliche Eiser dort keine Aur> kennnng. wo sie ihn am meisten ver diente. Frau Kruste nS gi»q nach wie v#r auf in t.r Sorge »in ihre kränkelnde,, Zwillinge, und sie »ahm es wie sclbstverstmig lich hin, daß Nora seit einiger Zeit ihr darin mehr zur «r.e stand, al« sonst. Da» junge Mädchen merkte bald, daß diese neue Beschäftigen reiche Frenden in sich barg nnd fühlte sich so hochbeglückt dm.li die Liebe der kleinen Brüder, daß sie täglich fröhlicher ward. W< : Hrau Karsten« eine lveniger indolente Natur gewesen, leicht hii?'.: sich der Keim vo» Eifersucht in ihr Herz senken können, wenn » J sehen mußte, wie die Knabe» sich weit mehr vo» Nora« lebhasi Wesen a»gezoge» fühlten, als vo» ihrer dnrch stete Sorge » ' eigenes Leiden beeinflußten Mutterzärtlichkeit. Aber Noraö lieb,' würdige Art, mit welcher sie der Mutter zur Seite stand. lic :i solche Gefühle gar nicht aufkommen. Wer beide miteinander v kehren sah. dem mußte es gleich ausfalle», daß hier die Toc! die Gebende, die Mutter lediglich die Nehmende war. und N> * hätte nicht da« tiefempfindende, nachdenkliche Mädchen sein müi> ,i, um nicht selbst oft das Uunatiirliche dieses Berhältniife« zu fühl n, besouders, lvenn sie unwillkürlich Bergleiche mit dem Hillmersi" :> Hause zog. Immer wieder ertappte sie sich auf der Frage: ..Wa, -steht Mutter mir innerlich so fern? Warum rede ich nie s,' ■'< ihr, wie zu Elses Mama?" Doch zwang fie stets ihr Herz zur Ruhe, indem sie in sich sei die Schuld suchte »nd immer anfs neue der Mutter mit Li 'c \ ' . + 59 + — l > ,,ri:kam. Läüui't halt« da» Ärheimui» jene» Abend» Elfe» oermund der Majorin verraten, und nachdem die Mutter alle» beide» Mädchen ernst durchgesprochen, erkannten die iuugcu . Ich, wo die Scheidung sag »wischen dem Richtigen n»d dem kehrten sener Lebrnsansfassnng. die ihnen ans dn» «ortrag der nerin entgegengetreten war. .WaS mit entschieden gefällt po^, !> Wotten," sagte die iorin, .da» ist da» r . <. welches ihr erwähn-.Lrffnet eure Ange» i. i!" Thut da» und ihr ,M genug zu thun fin- >v > Zo vergingen Winter „ > Lenz, und aufs ueue i .aann der Serbst den ttlnier zu verdrängen. , Karten, dessen lebte Minen und Düfte mi» >"l süßer scheinen, als die " iifjc, welche er uns im iihliiin bietet, denn in ?. Wehmut des nahe» liinden» verklärt sich ja ei« jeder Besiv, finden wir Rora beschäftigt, die levten vollblllhenden Ro-irn vom Strauche zn bre-<1>cn. Lästige Schritte im ^ande lassen sie aufblicken, mi& erstaunt begrüßt sie («■ruft von Sillmer», der i» voller Uniform vor ilir stand. .Schon heute in Gala? Sie irren, Ernst, erst mor> (im ist mein Geburtstag, Imt Else Sie falsch be-richtet?* .Darf ich den» so gar nicht» vor allen andern il!"-au»haben, Nora. daß Zieverwundert sind, wenn ich Ihnen meine Wünsche schon heute bringe? — schließen sie doch diesmal weit mehr ein. al» in iriiheren Jahren." .Sie machen mich wirk-lich neugierig," antwor-tete Nora und schaute gespannt in das seltsam erregte Gesicht des junge» Manne». .Was bedeuten diese geheimnisvolle« An-tnndigungen?" Der Lieutena«t ergriff mit leidenschaftlicher Last ihre Kaud nnd sprach: .Sind Sie wirklich so «anz unbefangen in be--reff meiner Wünsche, Nv-ro, oder spielen Sie Ko-mijdie mit mir?" Bettoffen entzog ihm Äora ihre Sand, aber ehe sie noch sprechen konnte. iuhr er fort: .Waruni darf ich sie nicht behalte», diese Sand, sie ist e» ja irrade. die ich begehre, Wora, willst Du sie mir chenke», Sand nnd Herz dazu?" Zum erste» Male feit der Kindheit Tage» klang da» traute .Du" von beut Munde des einstige» Spielgefährte» wieder an Nora» Ohr. und heftig errötend senkte sie das Sanpt, >h»e sogleich eine Antwort zu finden. Aber Ernst war nicht der Mann, geduldig zu warte», heftig ergriff er auf» neue ihre Sand und drang mit stürmischen Worten auf das verwirrte Mädchen nn. Seiße Leidenschaft bebte a»s seiner Stimme, noch niemals hatte Nora solcher Sprache gelauscht, uitd vergeblich suchte fle ihr Einhalt zu gebieten. Eine seltsame Angst umschnürte ihr da»' Serz. war da» die Liebe, die ihr dott entgrgentiZnte, die Liebe, die ihr LoS eutscheiden sollte ? Nein, so schnell, so stürmisch konnte >ie »icht ihr Herz befragen, da» fühlte sie klar, und mit fester Stimme sprach sie zu Ernst: .Sabe Tank. Dank für alle», aber i * * 01 ö ■f * Q »>, Moo go (sin junger Ritter, »te Kinder spielen im Hose. Auch Willi, die «atze, hol sich mit ihre» Inngen eingesunden «nd da» Recken und Haschen hat kein mi für Schmeichelei unb Liebkosung burchau» nicht uuem-Psindlich unb eifersüchtig wacht er baritber, daß »killt nicht mit seinen Ratzen »n sehr bevorzugt wirb. Heute kommt er aber schlimm weg. Alle» nimmt Partei gegen ihn. Warum hat er nicht auch so hübsche, drollige Junge wie Ailli! Namentlich ber Hau» wirst sich zum Verteidiger ber letzteren aus. ve-waffnel mit einem großen Besen geht er >mi zu Leib «nb bieser muß ent-weder Griebe« schließen oder schleunigst Fersengeld geben. K. Die Habßburg. Da« hab»burgische Hau», seit bem «ntsterbcn be» Manne»-stamme» mit Kaiser Karl VI. (1740) durch seine Tochter Maria lherefla unb deren (bemahl Franz von Lothringen fortgepflanzt, beginnt seine ununterbrochene Ahnenreih» mit Gnntra« be« Reichen, ber im 10 Jahrhunbert auftritt, begütert i« Aargau Aber noch wett zurück in die früheren Jahrh»«, dem leitet bie Wahrscheinlichst eine» genealogische» Zusammenhang» mit bem alte» herzogliche» Hause ber Sbilonen im Glsaß: z» betden Seiten de» Rheine». im »lsaß unb im Brei»gan erstreckten sich schon bie Stammgtlter de» Geschlechte», bevor e» t« Aargan auftaucht. Gnntram« zweiter Enkel, der Bischof Werner von Straßburg (f 1028), ri« g»genbfteunb Kaiser Heinrich« II.. erbaute um 1020 aus einer beherrichenben Kuppe an ber Aare, un-weit der Stadt vrugg, bie Hab»bnr> (Hablch»»burg), »ach ber sich bann bi, Nachkommen feine» älteren Bruder» Rabgob genannt haben. Werner von Straßbnrg bestimmte seine Anlag« al« Sitz be» gräfliche» Hause», wozu sie durch Ihr» Lage in ber Mitte de» oargaulschea haulbesitze» sich empfahl. Au den heule noch stehenden Dur», be» vlresrlt ber alten Anlage, schloss»» sich balb weiter« Sauten, »In Pala» ober Wohnhau», »nb a» der gegenüberllegen-ben Seite b«r Hoch«b»n« »in zweit», D»n» Dann w»rbe a»ch ber dazwischen liegende Raum überbaut, nnb ba» Ganze umschloß eine Mauer a» vergab-hang: dazu kam noch ei» tiefer Grabe» an ben weniger abschüssige» Stellen. Demnach war bie mittelalterltch« Hab»burg grdßer all bie he»llgen Reste und zerfiel i» eine vorberhtlft», genannt Wülpellberg, »nb et» Hintere« Lehen. An» ben beiden nächsten Jahrhunderte» ist kein» Nachricht über die Habbbnrg erhalt«« ; be» wachsenden Ansprüchen an Bequemlichkeit scheint fie später »Ich« mehr «»tfprochen zn habe»; man kann ba« wohl baran» entnehmen, baß Gras Rudolf von Habtburg (geboren 1218) sich nur au»nah«»w»ts« bort aufgehalten zn habt» fch»int, well er nur eint^l «ine Urkunde bort aulgestellt hat. am S. Dezember IZbS. Sein« gewühnliche» Aufenthaitiort« waren aab«r« hab» burgische unb khbnrgisch« Besitzung«» I» ber Schweiz ober i» iklsaß Al» Sradthauplmann von Straßbnrg wnrbe er bann 127« zn» beutsche» »bntg ««wählt, unb nach ber vesiegnng Ottokar« von vbhmen «nd der BeUhnung feine» ältesten Lohne» Albrecht mit Oesterreich verlegte ba» hab»burgische Hau» ba» Schwergewich« seiner Aufgaben In bie alte Ostmark. Die Stammburg war al» Lehen an Dirnftmannen aulgegeben unb trag de« Hab«burgern keinerlei weiter«« Nutz«n. In b«r ,w«It«n Hälfte bt» l«. Jahrhundert» gelangte da» Geschlecht von Wolen durch Kauf in be» Besitz der Habtburg unter Lehen»-hoheit der »sterreichischen Herzoge. AI» aber Herzog Friedrich auf d»m Konzil zu Konstanz w»gen Unterstützung be« abgefetzt«« Papste» Johann XXII. mit ber Reich»acht belegt worben, eroberten bie GIdgenoffen. mit ber«» Au»füh-rung betraut, bi« aargauifchen Besitzungen ber Hab»burg«r, und dabei fiel auch bie Hablburg nach einer Berennung in Ihr« Hänbe. indem Heinrich vo» wolen sich beeilte, fie zn übergebe». Si« »rl»bt» bann auch »in»» raschen Wechsel Ihrer Besitzer! 1420 kam sie an ba» Geschlecht von Greisen!«» »nt.r L»h»n»hoheit ber Berner, um bi« Mitte be» lb. Jahrhundert» kauft» sie dann bi» Stabt B»rn selbst, bann wieber Po» Ihr ein Han» Arnolb Segenser unb darauf da» Frauenkloster KS»Ig«felben, eine hab»Surgische Stis-tung Nach dessen Säkularisation in der Reformotton»zeit kam die Hab»-bnrg wieder an Bern, bi» sie 1804 bem Kanton Aarga» einverleibt worbea ist. Im La»fe ber Jahrhunbert» hat bie Burg mancherlei Umgestaltungen »rl»ib»n müssen. Schon I4V0 b«bnrfte ber große Dur« einer An»befsernng. Weiter-g»h«nd» banliche «»nb-rung»» »rfolgt»» Ibb» »»b ISZ«^ an» b«m »rft»n flammt ba» an b«n Durm angebaut« Wohnhau» «tt seh«n»w«rten Hoizbeck»». Ganz v»rfchwunb«n ist I» Laus» b«r Zeit b«r vorbrr« D»II b»r Hab»burg Au« älteren Abbilbnng»» läßt sich entnehmen, baß schon 1674 bi» Habedurg In der Hanptsache so ««»sah wie noch hent»! nur war ber Hauptturm etwa» hbher unb trug »in spitzig»! Dach; auch ftanbtn aus b»« Schloßplatz noch »In-z«ln» R»st» bee fiühere» Bauten der vordere» Bnrg! sie verichwanden erst vbllig, ak» der Schloßplatz g««b»rt würbe, in bem Verlauf ber ersten drei Jahrzehnte be» lv. Jahrhunbert» Sine würdig« Wiederherstellung ber Hab», bnrg ist wieberholt angeregt worben. bi« bann am g. Februar 1896 ber Regierungtrat be« Kanton« Aargan beschloß, bie nbtigen Arbeiten in Angriff zu nehmen. I« vergangenen Jahre ist ba» Innere ber Burg burchau» aufgefrischt unb mit stilgemäßem. mit bem Habeburger Wappen geschmücktem Hau», rat versehen worden, an be« großen Hauptportal ist »in» eiserne Flügel-thür im frühgolilche» Style eingefügt, bie Schießscharten ber Burgmauer be-sitzen jetzt binte Läben In be« schweizerischen »nb bsterreichischen Farbe«. Sogar bi» alt» Küche hat Versorgliche Pflege erhalten. DI» Hab»burg zeigt sich also jetzt bem Beschauer In b»d»ut«nd schSnerer Gestalt al« aus unsern Abbilbungen Der bieder« Landwirt. d«r bisher ba» Gebäube bewohnte nnb >»> Bnrglios de» ?tnlz jede» echten Vanern. ben hohen Düngerhaufen, zur Schon stellte, hat einem kastelan Platz gemacht, ring» um die Bnrg, feit jeher auch al» »l«»r b»i schänsten «u»sicht»punki» b»r Gegend gejchStzi u»» besucht, sinb Gartenanlagen gepflanzt Die Habeburg gehbrt heute >« Reihe ber sehe»»wert«n. in historischen, Sinn« restaurierten Burg«» de, Mit«,,, alter«. Der Kanton Aargau hat durch diese pietütevoU» ittirung der gang»nhelt sich selbst g»»hrt. yrrschollen sind bi» jahrhunbertelangen »ämx., zwischen dem Hau» Hab»burg unb de« Sidgenofsen, in denen »in neu»« Staut;.. w»s»n »cht deutschen Gepräge» in all s«in»n republikanische» F»rm»n geschmiedrt worben ist. Auch bie freie Schweiz w»iht dem in b»r Person d»» greif»» Kaiser» vertretene« Hanf» Hab»burg.Lothringen über bie Schatten ber «<>. gangenheil hinweg ben achtungtvollen Gruß zu seine« Jubiläum Dr La, DaS getilgt- Dame .Herr Doktor, SI» hab»» mir gesagt, baß ba» Gebis, vollkommen passen und nicht al» künstliche» erkennbar sei» wt?b. Nn» sitzt»» ob»r tock»r und macht mtr Schmerzen ..— Zahnarzt: »Bitt», meine »».v big», wa» ich versprachen, hab» ich g»halt»n. Da» «»biß ist so natürlich, daß e» Ihn»« selbst Zahnschmerz» verursacht. Mebr kann man boch nicht leisten!" Kurz nutz bündig. A.: .Sie sollten boch endlich heiraten, schon wege» Ihrer Gläubiger I' — B ! .Wenn mein» Gläubiger Gelb branchen, sollen sie selbst heiraten!' Beschämte Knnstrichter. Ferguson hatte sich in fei»»» früheren Jahre» ans» Portritmalen v»rlegt, unb »ben ba» Bild »in»r junpen, fchünen Frau voll-endet. Die zahlreiche» Freunde der Schbnrn »ahmen lebhaften Anteil daran und lobte» bt» Arb«it. Indessen gab c« keinen, ber nicht mit hoher Ke»»ermie«< irgenb »Inen kleinen F«hl«r betnerkt hätte AMr« b« »och weg. hieß tt, so würbe die Aeh»llchkeit ganz vollkommen sein. Ferguson bat alle diese weile» Kunstrichter auf eine gewisse Stunde zu sich, und auf feine Bitt« brachte jeder feine Aelnnng und seine tiinwürfe vor. Er widersprach keinem, nah« Pinsel nnd Palette z»r Hand nnd schien alle bemerkten gehler zn verbessern. ,U»derb«fser lich! Ganz getroffen! Nun fehlt ketn Zug «ehr!" sa rief man von allen Seiten — ,Unb nun,' fi»l Ferguson »in. ,nnt»rs»ch«» Sie »inmal Pins»! »»b Bild!" — Beid« wartn ganz trocken unb die .kunstrichter' schlichen beschämt bavo» Kann Richt mitspreche«. Lehrer: .Wie viel Knochen find im menschliche» Kbrper vorhanden V — Schüler: .Da» weiß ich nicht — ich fahre »Icht Rad' emkjnnüyiges Z«r «ett»»g »»» Pferde» »ri Fenerabrünften soll e» kein bessert Mittel geben, al» ben Kops be» Tiere» mit einem nassen Sack zu umschlagen ober «ine nasse Drcke Über ben Kopf zn hängen. Da» Pferd läßt sich bann willig führe» Ietzer Auftnger oder Kaufrr von Biene»st»cken im Frühjahr sehe zu. daß er nnr Stbcke an» fenchenjreien Gegenden unb Stänb«» kauft, bie »ich, an Fanlbrnt erkrankt flnb und lasse fich vom BerNufe» f»r twllkommene G». sundheit de« Stock»« gara»ti»r»n. «ege» F»ßsch«eiß empfiehlt vr. «prt.z al, wirksame« »»d ewfache» Mittel die Anwendang einer breiprozentige» Vorsäur«-L»su»g. Man seuchte mit dieser Flüsfigk»«, di« Sohl« d«» Strumpf«, mäßig an »»d last« »»»selbe» trock»n werben. Gin breimal wächentlich vorg»nomm»ner Strumpfwechsel ist hinreichend, um bei ber sonstigen eingehaltenen Sanberkeit, selbst in hartnäck» gen Fällen, noch einiger Zeit eine» günstige« ffrfalg zu erzielen Anthmogriph Etn »Irrsüj 7 » I » «. «tn »>rrftlßi»e« Tier. 4 tt » 4 » tt. tt*e ivrNsrh« Stadt. II » > 19 tO. Ein mannt, ttomantr J I. t II «. «in »IriSunijlftucJ • » » II. «in kleine» ««wich«. Probte« Nr. IM. Aon Cl Her»fp«»»» Schwarz. II II » « l«. «ngtische Zettnn» Die Buchstabe» d«r >e«trechien »tt reibe ergeben den Namen einer »«kannten 7 »sei. «tet- Ins. «mil griedrich». L.g«griph. B«kt retxr sucht an Gommerrage» . Mit B et aus mit vohlbebagen 0 wer » mit Ob von G»t> erhalten. Ter rühm' de» Höchsten atut« nnltiti. 4 VI« 49 itf» bann emr» Manne» Harn', Der strafe»» z» großem ft»«ig tarn. gnlin» galt. 9 ■ ufldiuna tilg« in nächster Nummer. Nr 10». Schachlösnngen: S h M • S « 4-f 4 - T t 7—d 7 f 8 / »-d I : r i-f» »u. «r. IM. T f 7-f 4. X » » b t. D » » » « t K b I » « i 8 » 4 -o I t ABO.DBFOB «eiß ■•tt In I De» Gilbt mütjet»! fmoli»». »rch« „ tust«, »upite». »edelkrIUi». »matt; .Pal« feit: Oft bleut Einsamkeit >«» zur nü«!lüe «echte »»rbebal«»». Verantwortliche Aedattt»» von Ernse Pselfser. gebrnekr und berantueaebe« tarn «reiner k »jeiffer in (tuttoar-