Schnstltiwng vkr. 5 I^mmuiUH sauf). ■totiiio (all Ifutai Mi In» a. tan-«.»> IK II-U Bt< eine. OmiAmtei zntn MAI " Vtrtfa. -«nitritt« tll »»,«» »>111 au JiMni in.« (■M: «»»»>«« —» BinMUÜrit . . . (, 1-so . - ..«.*•— ••Ulitts« . . . t. ••- Mb'« »>«>» cttttn ft» Mt etui4<ü« heutigen Zlummer der Deutschen W«4t" siegt ?r. 11 der Aeiluge,4>ie Südmark" «tt Ae« Po«a»e: Aßre Hpfer, bei. Die Marburger Domgeistlichkeit vor den Geschworenen. . Seil den Tagen, da der springgiftige Dr. Tregorec „nach Rom reiste', ist die Nieder, tracht der Marburger Domcapitel-presse nicht mehr mit einer solchen Scheußlichkeit •w der Oeffenilichkeit dagelegen, wie bei der Schwur» Gerichtsverhandlung, die sich am Mittwoch vor dem Marburger Preisgerichte abgespielt hat. Indem wir den ausführlichen Verhandlung»« Stricht unten folgen lassen, wollen wir aus diese« Schandprocesse hier nur den wesentlichen Lag her» "lrgretsen. Das Facit des Rechtsfalles ist, dass ein Mit» »lied der Marburger Domgeistlichkeit, der Studien-»räfect des bischöflichen K'iabenseminars Anton Roroiec im „Slooenski Gospodar' «ine Alarm» »oiij veröffentlichte, welch« geradezu geeignet war, »ine sicilianischr Vesper über die Deutschen von Pettau heraufzubeschwören. Der «mefstnlose Lügensudler und bischöfliche Studien» präfect Hai nämlich die deutschen Bewohner des Peuauer Bezirkes mit gerade ausreichender Deut» vchkeit beschuldigt, dass einer von ihnen das Haus «»es Slovenen au« nationaler Feindseligkeit in Brand gesteckt habe. Wenn der bischöfliche Studienpräfect nur den hundertsten Theil jener Wirkungen beabsichtigt hat, »elche diese verlogene Mittheilung — ein furchtbarer Siurmrus — bei der flovenischen Land, tevölterung herv-rbringen musste, so gehört er 3>ie Kleine Haschenuör. ^iooeUue o«n Anna «eyff streuung de« „SlooenSkt Gospodar' mittlerweile unt«r ver slovenischen Bevölkerung der Umgebung immer mehr Glauben fand, sah sich da« Stadtamt veranlas«», da« Ersuchen zu stellen, gegen den „Slo« ven«k> Gospodar" die Anklage zu erheben. t>« In der bezogenen Resolution de« Handel«-gremium« wird in«besondere zum Ausdrucke ge-bracht, dass die Tendenz des „Sloven«ki Gospodar' dahin gehe, die slovenische Landbevölkerung gegen die deutsche Stadtbevölkerung aufzuhetzen und Leicht« gläubige soweit zu beeinflussen, dass sie die au«-gestreute Verdächtigung für wahr halten, wa« zur Folge habe, dass sich durch die zunehmende Ver-hetzung der Landbevölkerung eine immer steigende Beunruhigung der Stadtbevölkerung wahrnehmbar mach«. Bkvor noch üb«r dies« Anzeige Erhebungen eingeleitet worden waren, musste der „SlovenSki Gospodar" beschlagnahmt werden, weil «r zur Boycoltierung einer Reihe von Pettauer Kaufleuten auffordert?, indem er in feiner Nr. 27 vom 5. Juli diese Kaufleute, die namentlich angksührt würben, al« .politische Gegner der katholischen slovenischen Nation' bezeichnete und weiter« aufforderte, sich „von den Schling«n der deutschen Kaufleute nicht fangen zu lassen" usw. Diese Artikel stehen nicht allein da, sondern sind nur da« SchlusSglird einer Kette von tendenziösen Angriffen. Die Beschuldigung, das« die Deutschen da« Gehöft de« Johann Gregor« in Grajena bei Pettau in Brand gesteckt hätten, ist vollkommen au« der Luft gegriffen. Diese« Gebäude ist in der Nacht zum 4. Juni thatsächlich ein Raub ver Flammen geworben. In dem Berichte der Gendarmerie an da« Bezirk«-gericht Pettau wird gesagt, das« da« Feuer allem Anscheine nach durch eine unvorsichtige Handlung mit Licht entstanden sein dürste, zumal am selben Tage bi« in den späten Abend hinein bei« Gregorec durch mehrere Personen große Vorbereitungen sür ein am 4. Juni in Aussicht gestellte« slooenische« Fest getroffen wurden. Da die Gendarmerie aber auch berichtete, dass Gregorec vermuthet, da« Feuer sei au« nationaler Rachsucht gelegt worden, so wurden gerichtliche Erhebungen eingeleitet, die aber wieder eingestellt worden sind, da e« sich zur vollen Evidenz erwiesen bat, das« eine böswillige Brand-legung auSg« schlössen sei. Besonder« bemerken«wert ist die Au«sage deS Johann Gregorec bei seiner gerichtlichen Vernehmung am IS. Juni. Gregorec, der nach den Erhebungen slovenischer Parteimann ist, gab damals der Muthmaßung AuSvruck, dass irgend einer von seinen persönlichen Feinden da« Feuer legte; das« e« aber von einem Deutschen au« nationaler Gehässigkeit gelegt wurde, hielt er sür «»«geschlossen, da sein Gasthaus von Deutschen AVer in welche Verwirrung sollte Rosa heute noch gerathen! Der Vertreter de« Gesetze« starrte sie mis«-trauisch und durchdringend an, und das« sie unter solchem Blick« roth und blas« wurde und zu zittern begann, erscheint wohl natürlich. „Ich muss Sie bitten, mich auf die Polizei-wache zu begleiten.' Da« kleine, verwirrte Mädchen rührte den Schutzmann, er fühlte ein Mitleid mit der bebenden Gestalt und sprach so sanft, wie e« seine ungeübte Kehle zuließ. .Wa« wollen Sie denn von mir, ich mus« zur Arbeit!' rief Rosa, all ihren Muth zusammen-nehmend, wenn ich zu spät komme, mus« ich Ord-nungSstrafe zahlen." Er zuckle nur vielsagend die Achsel, und da schon einige Vorübergehende stehen blieben, so musste sie einsehen, dass es am besten sei, sich der Nothwendigkeit zu fügen; aber sie war ganz ver-stört, vermochte sich kaum aufrecht zu halt«». Die kleine Taschenuhr hatte sie wieder in dem Gürtel ihre« Kleide« geborgen. Aus dem Amt angekommen, sprach der Schutz« mann mit d«m Polizeilevtnant, Rosa glaubte die Worte: „Sehr verdächtig — Complicen —• zu hören, dann wurde sie gefragt, wie sie in den Besitz einer so kostbar«» Uhr komme. „Ich habe si« von meiner alten Tante geerbt, die ich während ihrer Krankheit pflegte," berichtet« sie etwa« stockend. Erst jetzt kam e« ihr so recht zum Bewus«t-sein, das« die Uhr mit ihrer Kleidung, dem abge-tragen«! Hut, dem schäbigen Kragen, mit ihrer ganzen Person in greellem Contraste gestanden. wie von Slovenen gerne besucht werde. — Be»« daher die Redaction de« „Slov. Gospodar' einsi schwere« Verbrechen bloßer nationaler Gehässig^ in die Schuhe schob, hätte sie bei der Nähe » Pettau, bei der maßgebendsten Person, bei» fc schädigten, leicht die Wahrheit erfahren sönne», Das« sie die« nicht that, spricht für die BöSwilly seit. Auffallend ist dabei der Umstand, das« :« Redacteur Augustin Janscha, der die ganze anlworlung auf sich nimmt, seinen Gewähr««« nicht nennen will, der sich ja leicht auSweisi könnte, wieso er zur Kenntni« dieser verabscheu»»^ würdigen Ausstreuung gekommen sei. Seine Ä» schlossenheit gibt d«r berechtigten Vermuthung Raiq das« da« Gerücht «ntw«d«r vom Correspondem oder in der Redac ion selbst erschaffen wurde ü das« Janscha di« blank« Nachricht vom Brat» national an«schrotete. Dies« Handlungsweise ist a ein Bewei« dafür, das« es dem Janscha, beD seine« Blatte mit allen gegen die gegnerisch Pettauer gebrachten Artikeln nur daru« zu il» war, di« Landb«völk«rung aufzuhetzen. Denn M Landvolk mus« von d«r größten Erbitterung r. griff-n werden, w«nn «« in s«in«m ihm mak-itr« de» Blatt« in üb«rjtugung«volltr Weise di« Ba stcherung erhält, das« di« Deutschen von Pen» in deren Reihen hauptsächlich die Handwerker al Kausleute zu finden sind, die ja nach svrlwähre,» Belehrung diese« Blatte« vom slovenischen 23a« leben, au« Dankbarkeit dafür in blindem national« Hasse einem Gastwirte, bei welchem sie noch D Erholungsstunden zubringen, da« Hau« über tu Kopfe in Brand stecken. Wenn dann den Bau« in diesem Blase die Namen von deutschen Peiia« Kaufleuten aufgezählt werden, «it der Aufforder«ii bei ihnen nicht einzukaufen, wenn der Bauer ta Warnung«ruf erhält, „sich in den Schlingen k deutschen Kaufleute von Pettau nicht fange« s lassen und Concurrenzkauflente namhaft zu mache»' so erscheint damit der Boycott einer bestimm« Classe d«r bürgerlichen Gesellschaft g«g«b«n «i der Thatbestand de« Vergehen« nach § 302 6Lsl der Verhetzung wurde feit Jahr« tropfenweise eingegeben, wa» in den verschiede»« Artikeln, Nachrichten, Brieftastennotiz, die faauM lich ihre Spitz« gegen die deutschen Pettauer ftui leuterichteten, zum Ausdrucke gelangte. Bezeich«, ist dabei, das« nach Angabe von Zeugen Siadli» Land auseinander wirtschaftlich angewiesen '« und das« die vom »Slov. Gospodar' behaii?« Gegensätzlichkeit gar nicht besteht, sondern ns künstlich vom Blatte erzeugt wird. ES sieht i> Gegentheile au« einer Anzahl von ZeugenauSsq» hervor, das« da« denkbar best« Einvernehmt zwischen der Stadt« und Landbevölkerung befty und das« man nur vom .Slov. Gospodar' aila sagen könne, das« er den Bauer gegen den Slädik auswiegelt. Sehr beachtenswert ist insbesondere ti Aussage eine« Zeugen, der die G'fährlichkeit de publicistilchen Angriffe de« „Slov. Gosv." mit sil Die kleine Taschenuhr war da« einzige Er« theil, da« die Tante ihr zugeschrieben hatte. Sie hatte sich nie entschließen können, d» kostbare Andenken in Geld umzusetzen, e« war 1 ganzer Stolz gewesen. Jetzt empfand sie btün Reue, nun e« zu spät war; und wa« mochte ch bevorstehe»? Glaubte man etwa, sie habe die 11) gestohlen? „Geben Sie un« die Taschenuhr einmal hei; sagte der Polizeileuinant. Rosa legt« den Kragen ab und löSte di schwarze Seidenschnur von ihre« Halse, dann k gaitn sie zu schluchzen. Der Beamte wollte die Nummer der Uft notieren. Er öffnete zu diesem Zweck die ftwri feile derselben, wa« Rosa bi«her noch nicht a einzige« Mal gethan hatte. Ein kleiner Zettel fiel heran«, der einmal p s^mmengelegt war und d>e lakonischen Worte «rn hielt: „Den schwarzen Punkt a» dem Uhrl«ß» drücken." Der Beamte hielt Rosa da« Stückchen $o;k hin und fragte kurz: „Ist Ihnen diese Handschrift bekannt?' „E« ist diejenige meiner Tante.' faßt« Sl«s verwirrt, die da« Herausfallen de« Papiere« «4 bemerkt hatte. Nachdem di« Beamte» telephonisch die tität von Rosa« Persönlichkeit festgestellt hattn gab man ihr «inen Criminaliften in ihre nnng mit. Der Uhrkaste» au« Sandelholz wie« in di That einen kleinen und schwarzen Punkt auf, de Rosa noch nicht einmal beobachtet hatte. Der Beamte drückte energisch darauf, i»l s> W«cht" Seite 3 genden tteffenden Worten kennzeichnet: .Die zahl« Teichen ausreizenden Artikel des .Gospodar- sind für die Deutschen Pettau« umso gefährlicher, al« der „Slov. Gospodar' mehr al« ein andere« Elovenenblatt in der bäuerlichen Bevölkerung der Pettauer Umgebung verbreitet und gelesen ist, und «eile« jedem Bauer bekannt ist, das« der „Gospodar' von der Geistlichkeit inspiriert und unterstützt wird, ein Umstand, der in den Augen der slovenischen BdU'rn die Glaubwürdigkeit der Hetzartikel i» be-deutendem Maße erhöht.' Die Verfasser aller Artikel konnten nicht er« mittels werden. • » Zur Hauvtoerhandlung. bei welcher Lande«, geriet),«rath Morocutti den Vorsitz führt, während Etaatöanwalt Dr. Nemanitsch die Anklage Dextrin, ist der Angeklagte Augustin Janscha mit seinem Vertheidiger Dr. Glaser er-schien.». Der Angeklagte bekennt sich nicht schuldig, ist aber de« Thatsächlichen geständig. Der Artikel über die Brandlegung sei ihm vom Studienprä« f. cten de« sürstbifchöflichen Knabenseminar« in Marburg, dem Geistlichen Anton Korosec. zu-gekommen; Angeklagter habe die Notiz nur fliich« ng durchgesehen und sie nicht strafbar gefunden, weil sie eben von einer Persönlichkeit herrührte wie Korosec. von dem er annehmen zu können glaubte, das« er nicht« schreiben werde, wa« anstößig ist. Der Angeklagte meinte, das« in seinem Borg-Hen kein strafbarer Thatbestand gegeben fei. E« beginnt da« Bewei«verfahren. Der Zeuge Josef Ornig. Bürgermeister von Pettau. erklärt, e« sei infolge der Zeitung«notiz eine große Aufregung entstanden, in der Landbevölkerung de«halb, weil bei ihr der „Slov. Gospodar" wie ein Evangelium gilt, auf da« die Bauern schwör»». E« würde sogar schon zu Schlägereien gekommen sein, wenn die Hetz-artikel nicht aufgehört hätten. Wäre die Zeitung«-«oti, nicht erschienen, so wäre da« ursprüngliche Gerücht über die Ursache de« Brande« in wenigen Tagen verstummt, und kein Mensch hätte weiter davon gesprochen. Da« Verhällni« zwischen der deutschen Stadt- und der slovenischen Landbevölkerung sei im allgemeinen ein gute«. Ans die Frage de« Staat«anwalte«. woher Koros-c die Nachricht über da« Gerücht bezüglich der Brandlegung erhallen habe, gibt der Angeklagte an, er habe darüber den Koroöec auf einer Fahrt »ach Mahrenberg befragt und von ihm die Ant-«ort erhalten, e« fei ein Vertrauensmann au« Pettau zu ihm gekommen und habe ihm die Notiz in die Feder dictiert. Die Zeugen Wisenjak, Gemeindevorsteher in Slomdorf und Martin Baboschek geben an. das« die Slovenen mit den Deutschen in keiner Feindschaft leben, das« die Hetzer auf slovenischer Seite zu fuchen sind, das« die Bauern von den deutschen Kaufleuien die Waren billiger bekommen al« von den Slovenen und das« e« bei dieser forl sprang eine kl>ine Schatulle au« dem Kasten, die sehr künstlich eingefügt war und deren Ansatz gleichzeitig eine Verzierung bildete. Wieder kam ein Zettel zum Vorschein mit derselben Handschrist, die Rosa al« die ihrer Tante erkannt hat, unter demselben aber lagen dicht über« einander geschichtet, drei braune Scheine, deren jeder tausend Mark repräsentierte. Der Umschlag von all dem Leid zur Freude war ein so großer, das« da« junge Mädchen sich auf einen Stuhl niederlassen musste; sie war so aufger-egt, das« sie nur wie au« weiter Ferne die Worte' vernahm, die der Kriminalist ihr vorla«: „Diese dreitausend Mark gehören meiner Nichte Rosa, die mich wochenlang treu und sorgsam ge-vflegt hat — wenn die kleine Pute so einfältig ist, die Ulhr zu verkaufen, so wird der glückliche Finder de« Ccapiial« dasselbe schwerlich seiner rechtmäßigen Besitzen,» zustellen — meine Ruhe soll da« nicht stören!" E« folgt die Unterschrift der Tante. Wer Beamte schien sich von Rosa« harmloser Persönlichkeit überzeugt zu haben, sie erhielt ihr« kleine Uhr zurück und athmete aus. al« sie endlich allein war. Wie verriegelte ihre Thür und ließ dann wieder undwi'ieder die Banknoten durch ihre Fingergleiten. Wie fifreuie «S sie, das« ihr feste Glaube an die Güte iihrer Tante sich nun doch noch bestätigt«! Wenn > dieselbe auch sogar bei dieser Schenkung da« Unliebtentwürdige ihre« Charakter« nicht verleugnet«, Rosa«I Herz stos« übir von Dankbark«it. TDreüausend Mark! Wa« alle« konnt« si« mit jolch «seiner großen Summe beginnen! Der Traum fortgesetzten Verhetzung zu Prügeleien kommen müsse. Zeuge Baboschek sagt, er habe vom erheben-den Gendarmerie-Postensührer Hartmann ersahren, das« der Advocat Dr. Anton Brumen in Pettau ihm (Hartmann) gesagt habe, ein — deutscher Lehrer in Pettau habe da« Gehöft de« Gregoretz in Brand gesteckt. Dazu bemerkt der Zeuge Mariin Musek, das« die Deutschen nicht so schlecht sind, eine solche That zu begehen. Der Beschädigte Gregoretz erklärt, infolge de« Brande« so verwirrt gewesen zu sein, das« er nicht wusste, wa« er im ersten Augenblicke mit dem er« hebenden Gendarmen sprach. Sein Gasthau« werde auch von Deutschen besucht; er sei Slovene, habe aber deswegen keinen Feind. Auch Baboschek und Musek sind Slovenen. Sehr beachtenswert sind die Angaben de« Postenführer« Hartmann und d^« Gendarmerie-Wachtmeister« Rutnik, welche erzählen, das« sie am Tage nach dem Brande beim Gregoretz waren; sie seien zusammen zum Nachbar in ein kleine« Zimmer gegangen; e« waren auch andere Personen anwesend, darunter der Advocat Dr. Brumen au« Pettau, welcher die Aeuße-rung machte, das« niemand anderer da« Gehöft angezündet hab«, al« di« Ptttauer „Deutschthümler", wobei er den Namen eine« deutschen Pettauer Lehrer« nannte. Dr. Brumen weiSt ein Schriftstück vor. ent-haltend einen Ausruf zur Sammlung von Geld-beitragen für den Abbrändler Gregoretz. Dr. Brumen erklärt, man habe nur gesammelt, weil e« hieß, da« Hau« sei ihm von bo«haster gegnerischer Hand angezündet worden. Der Vorsitzende constotiert au» dem Schrift-stücke, das« e« darin nur heißt, e« sei da« Hau« von boshafter Hand in Brand gesteckt worden, nicht von ..gegnerischer" Seite. Die Frage de« Vor-sitzenden, ob Dr. Brumen auch einen Beitrag ge-geben hatte, wenn er überzeugt gewesen wäre, das« da« Hau» nicht von „gegnerischer" Seile ange-zündet wurde, verneint Dr. Brumen. Die Gendarmen halten ihre Angaben bezüglich der Aeußerung Dr. Brumen». der diese in A b r e d e stellt, aufrecht, und ein Gendarm fügt noch hinzu, das« er auch in seiner Erhebungsrelation schon die Behauptung Brumen« angeführt habe, e« sei da« Hau« von dem deutschen Lehrer ange« zündet worden. Der Geschworene Bürgermeister Albert Stiger au« Windisch-Feistritz verweist aus die widerspre-chenden beeideten Aussagen der beilen Gendarmen einerseits und de« Dr. Brumen andererseit« und auf die Schwierigkeit, daraufhin ein Urtheil zu fällen. Der Staat«anwaU Dr. Nemanitsch erklärt, das« er sich die strafgerichtliche Verfolgung wegen falscher Aussage vor Gericht vorbehalte. ES werden dann noch mehrere Zeugen au« der Pettauer Gegend einvernommen. Der Geschäst«leiter der Cyrillu«-Druckerei, von der eigenen ArdeitSstude rückte wteoer in areii-bare Nähe! Mit einem Male aber durchzuckte sie ein wehe« schmerzende« Gefühl — sie erschien sich so grenzen-lo« vereinsamt, so allein. Sie verwahrte die Banknoten an ihrem alten Patz und flog die Treppe hinab. Bei diesem trüben, launigen Wetter mit einem Herzen voll Sonnen« schein hernmspazieren zu dürsen, da« mochte eine Lust sein! So wie sie auf die Straße trat, eilte drüben vom Trottoir der junge Mann auf sie zu. welcher den ersten Anlas« zu dieser Keile von Zufällen gegeben hatte. „Fräulein!" rief er lebhaft. .Ihre kleine Taschenuhr hat mir einen guten, guten Dienst ge-leistet. Da« Dingelchen geht nämlich vor, eine volle halbe Stunde. Zu acht Uhr hatt« mich «in Obrr-Ingenieur in sein Bureau bestellt. AI« handle e« sich um Tod und Leben, so bin ich gerannt, um möglicherweise doch noch die Stellung zu bekommen, trotzdem ich nach Ihrer Zeitangabe annehmen musste, das« mir wohl schon verschiedene Rivalen zuvorgekommen seien. Wie ich eintrete, steht der Ober-Ingenieur mit Hut und Mantel angethan, mitten im Zimmer, infolge eine« Telegramme« wurde er gezwungen, soso« eine weite Reise anzu-treten.' »Aha, Sie kommen eine Viertelstund« früher, al« wir verabredet hatten," sagte er zu mir, da ich mich wundere, keine Mitbewerber vorzufinden, ,da» ist Ihr Glück! Ihre Zeugnisse gefallen mir, ich werde Sie al« Techniker engagieren, mein Herr Vertreter wird Sie geschäftlich einführen. Wären I. Brosche, entschlägt sich unter Berufung auf den § 153 S.-P.-O. der Au«fage und wei«t ein Schriftstück vor, in welchem ihm der Vorstand der Cyrillu«-Druckerei mit der Ent« lasfung droht, wenn er eine Au«fage bei Ge« richt machen sollte. Der Staat«anwalt verzichtet auf die Einver. nehmung Brosche«, da dieser Zeuge sich in einer Zwang«lage befindet. Der Zeuge wird nicht einvernommen. Der AngeNagte erklärt, er habe von Brosche nur di» Bestätigung haben wollen, das« er (Angeklagter) stet« bestrebt gewesen se«, alle« hintan, zuhalten, was vor Gericht anstößig sein konnte und das« er ihn (Brosche) im Zweifel immer um seinen Rath gefragt habe. Der Staat«anwalt dehnt die Anklage auch auf den Studienpräfecten Anton Korosec au«, der dann al« Be-fchuldigter vernommen werden soll. KoroSec, der slovenisch spricht und mit den Worten: .Neznam uemäki* sich weigerte, deutsch zu sprechen, entschlägt sich der Au«sage. worauf ihn der Staat«« anwalt aus die gesetzlichen Folgen seiner Weige« rung aufmerksam macht. KoroSec entfernt f*ch C' 0 Nach Schluf« de« Beweisverfahrens wird die Verhandlung unterbrochen. Nach Wiederaufnahme derselben um 4 Uhr nachmittags werden den Geschworenen drei Haupt» fragen, dahingehend, ob der Angeklagte Janscha schuldig sei, als verantwortlicher Redacteur de« „Slov. Gosp." durch die incrimierteu Anikel ein falsches, für die öffentliche Sicherheit beunruhigendes Gerücht, ohne zureichende Gründe, e« für wahr zu halten, ausgestreut und weiter verbreitet und durch die Boycottierung der Kaufleute in Pettau zu Feindseligkeiten gegen ein« zelne Classen der bürgerlichen Gesellschaft aufge« fordert zu haben, und drei Eoentualfragen auf Vernachlässigung der pflichimäßigen Obsorge und Aufmerksamkeit al« Redacteur vorgelegt. Siaat«anwalt Dr. Nemanitsch ver wie« in der Anklagebegründung einleitend auf die große Macht und die Ausgaben einer anständigen Presse. Erfüllt die Presse ihre Ausgabe nicht, dann ist ihr Treiben verderblich. Er sühne dann weiier au«, das« durch da« Gift einer schlechten Presse ein ganze« Volk, da« frühergutgewesen, verdorben wird. Eine derartige Waffe sei sehr gefährlich; sie führe zur Verhetzung des Bauern« stände«, der schließlich zur Meinung kommen mus«. das« der Herr oder Städter sein Feind sei. Dr. Nemanitsch beleuchtet dann den vorliegenden Fall vom wiitschaftlichen. staatlichen und strafrecht« lichen Gesichtspunkte und betont, es sei eine be« wusste Lüge, wenn jemand behauptet, der Städter, der Kaufmann sauge da« Volk au«. Da« sei nicht wahr, denn es sei der eine Stand auf den anderen angewiesen. Au« dem Munde schlichter Bauern habe man heute gehört, das« sie mit den Pettauer Geschäftsleuten auf dem Sie nur 10 Minuten später gekommen, so hätten Sie mich nicht mehr getroffen, und ich hätte mich an meinem Reiseziel nach einer neuen Kraft umge« fehen, denn ich engagiere grundsätzlich die Herren nur selbst.' Der 'unge Herr nahm einen Augenblick seinen Hut ab, und eS that ihm sichtlich wohl, wie der kühle Wind durch sein dichte« Haar suhr, dann wendete er sich wieder an Rosa: „Liebe« Fräulein, eine feste Anstellung mit einem monatlichen Einkommen von 200 Mark, wissen Sie, wa« da« bedeutet in unserer Zeit der Uedersüllung und der bitteren Enttäuschungen? Wollen Sie meine Freude theilen, mein liebes Fräulein, o bitte wollen Sie? Ich habe keinen Menschen, dem ich mein Herz au«schütten könnte, und wenn ich Ihnen jeden Morgen begegnete, Ihnen, ohne das« Sie e« wus«ten, bi« zu dem Ge-schäste folgte, wo Sie arbeiteten, ich selbst stellung«-loS. der Verzweiflung nahe, wie habe ich Sie da beneidet! .... Heuie nun führte mich, nachdem ich meinen Contract in der Tasche hatte, mein erster Weg in jenes Geschäft; dort sagte man mir. Sie seien gar nicht gekommen, da hatte ich eine entsetz-liche Angst, dass Ihnen ein Unsall zugestoßen sein könnte — Gottlob, da« scheint doch nicht der Fall zu sein!' Und da« alle« durch meine schöne kleine Uhr," flüsterte Rose, ehe sie dem jungen Manne eine Aniwort gab, denn die wonnige Erkenntnis ersüllte sie ganz, das« mit diesem Tage die Morgen« röthe eine« neuen, großen wundersamen Glückes sür sie aufgegangen sei. („Missouri Staat«ztg.") Seite 4 „Heutfche Macht Nummer 22 besten Fuße stehen. Vom staatlichen Gesichtspunkte au« ist «4 klar, das« in einem Staate, wo so viele Völker nebeneinander wohnen, gerade von den ge» bildeten Classen alle« verhindert werden muss, wa» geeignet ist, di« Gegensätze zu verschärfen und zuzuspitzen. Dazu grhören auch di« Vertreter der Presse. Wenn diese den Bauern immer sagen, der Städter suche sie in seinen Schlingen zu fangen, dann wird der Bauer sich denken, er sei betrogen. Es wird sich ein Unwille in ihm regen »nd die in ihm wachgewordenen Gefühlt werden sich so steigern, das» er schließlich zur Waffe greift und den Bürger niederschlägt. Der Redner geht dann auf die Ergebnisse der Verhandlung selbst über, betont da» umfassende Geständnis des Angeklagten. der den Anton Korosec al» Verfasser de« Artikel« bezeichnete, wogegen Koroöec nicht» au»-sagen wollte. Keine Antwort sei aber auch eine Antwort; wenn man etwa» begangen habe, so solle man Manne» genug sein, auch dafür einzustehen. Zweifellos sei der Angeklagte nicht der Verfasser der incriminierien Artikel. Nach dem Gesetze sei er aber dafür dennoch verantwortlich; e» sei daher der Thatbestand in objectiver und subjectiver Beziehung gegeben und demnach die Anklage ge-rechtfertigt. Der Vertheidiger Dr. Glaser bestreitet, das» die incriminierien Artikel zu Feindseligkeiten aufgereizt haben und das» insbesondere die Notiz über den Brand bei Gregoretz da» gute Einver« nehmen zwischen Stadt und Land gestört habe. Diese Notiz enthalte kein Delict, welche» vom öffentlichen Ankläger zu verfolgen ist; in der Hand-lung de» Angeklagten liege nur eine Nachlässigkeit, keineswegs aber «ine Böswilligkeit. Schließlich er-sucht der Vertheidiger die Geschworenen, nur di« Eventualfragen zu bejahen. Nach einer kurzen Replik de« Etaat«anwalte« fas«t der Vorsitzende die Ergebnisse der Verhand-lung in klarer Weise zusammen und gibt die Recht«-belehrung, woraus sich die Geschworenen zur Be-rathung über die Schuldsragen zurückziehen. Nach längerer Beraihung verkündigt ihr Obmann, Kauf-mann und Realitäienbesitzer I. Kautzhammer aus Frieda», den Wahrspruch, wonach alle drei Hauptfragen einstimmig bejaht wurden, weShalb die Eventualfragen entfallen. Bei der Verkündigung des WahrfprucheS über die erste Hauptfrage durch den Vorsitzenden mach» der An-geklagte eine Verneigung gegen die Geschworenen-bank mit der Bemerkung: „Ich danke schön!* waS der Vorsitzende rügt. Im Strafantrage verweist der EtaatSanwalt auf MilderungSumstände, insbesondere auf da< reumütdige Geständnis, welches zur Ermittlung deS HaupttbäterS geführt habe. Der Vertheidiger bittet, vom außerorsent-lichen MilderungSrechte Gebrauch zu machen. Augustin Janscha wird sohin nach § 302 St.-G. unter Anwendung der §§ 266 und 260 b St.-G. zur strengt» Arreststrafe in der Dauer von virrzthn Tagen, verschärft mit einer Faste in jeder Woche, und zur Tragung der StrasprocesSkosttn verurtbeilt. Der Vtrurihtflte dankt d«m Gerichtshof» für die mildt Strafe und erklärt, diestlbt anzunehmen. Die Verhandlung endigte erst in den Ab.nd-stunden. Liguoris Worattyeotogie. Abg. Dr. Eisenkolb hat mit seiner Jnterpella-tion über dit Moralthtologit de» heiligen Liguori und mit seiner großanlegten Rede in daS lichtscheue Treidtn der Röuilinge gleich tiner grellen Fackel hineingeleuchtet. Der Hieb, den tr damit dem Römlingthume versetzt hatte, saß. Einer der sana-lischest«" Römlingt, der der christlichsocialen Gemein-bürgschasttpartei annehörige Abg. I'. Scheicher, fühlte dt»n auch das Bedürfnis, geistrnd aufzufahren und alle» al» Lüge hinzusttllen, wa» nicht »ach feinem Geschmacke war. Auch gegen die Anführung zahl-loser SitllichkeliSdtllcie katholischer Geistlicher, 66 an der Zahl, wandte sich dieser katholische Eiferer und suchte di« Wirkung dtr furchtbar«! Anklagen damit zu enlkräfttn, dass tr sie mit dtnm bequemen AuS-kunfismittel .Lüge" aus der Welt schaffen wollte. Freilich, eS mag für die Röuiliiige nicht angenehm sein, dit Folgewirkungtn dtr Liguori'jchen Moral-thtologit so unwiderlrglich in den SittlichttiiSoer« brechen katholischer Geistlicher aller Welt vor Augen gesührt zu seht». AlS aber auch dieses AuSkuimS-Mittel nicht versiena, suchte P. Scheicher in seiner Verlegenheit dit Sache lächerlich zu machen. Dafür trhält er nun von der „Ostd. R." an dtr Hand tin«S unwiverleglichen B wtiseS eine Ab-fuhr, die wir unseren Lesern schon deshalb nicht vorenthalttn wollen, weil sie gltichzeitig eine Be-urtheilung der furchtbaren Wirkungen der Moral-lehre Liguoris ermöglicht. DaS Blatt schreibt nämlich: Der Professor der Moraltheologie Monsignore Scheicher hat sich im ReichSrathe in seiner bekannten Art lustig gemacht über die von Schönerer vorgt-brachten UnzuchtSfälle bei römischen Priestern; er Hai die Alldeutschen der Lüge und Verleumdung be-schuldig«! Und da er«ign«t sich rbtn wiedtr ein solcher Fall, der auch vom gewiegttsten Moraltheologen, vom gescheitesten römischen Professor nicht weg-disputiert werden kann. Der Pfarrer von Schönau ?. Rudolf, genannt der „Aclienpater", ist vom Schicksale endlich ereilt worden. Seit 20 Jahren trieb er sein schönes Handwerk, bis endlich eine« schönen morgens ein Zettel an dem Fenst r seiner Wohnung klebte, der da sagte: „Hier werden Knaben geschändet!" Der saubere Pfarrer und Jugendbildner wurde vom Bischöfe seine« Amte« enthoben und — verschwand! Ja. Herr Professor Scheicher, er ist verschwun« den! Er wurde vor kein weltliche« Gericht gestellt, er bekam nicht einmal <8 Stunden Arrest, er kam nicht einmal in die Lage, freigesprochen zu werden, und darum werden Sie wieder behaupten: „ES ist ja alles Lüge und Verleumdung!" Bevor Sie »n« aber der Lüge zeihen, möchten wir Sie doch einladen, einmal nach Schönau, Turn oder Töplitz zu kommen! Da werden Sie Familien-väier finden, die oa« zweifelhafte „Glück" hatten, vor 20 Jahren den P. Rudolf kennen zu lernen, Sie werden Collegen und alte Beischwestern in Hülle und Fülle finden, die Ihnen über da« Wirken de» Seelenhuten genauen Auffchluj» werden geben können l P. Rudolf war kein Laienbruder, kein Pförtner — er war geweihter Pfarrer und Religionslehrer — P. Rudolf wurde nicht angeklagt, nicht einmal zu 48 Stunden Arrest verurthetlt — er ist verschwunden, der weltlichen Gerechiigkeit entzogen und „büßt" nun in einer klösterlichen Mastanstalt seine Sünden! Ja, Herr Professor, mus» denn jeder römische Priester erst zu Kerker und Zuchthau» verurtheilt werden, wenn man an seine Schuld glaube» soll? Die römische Hand, sie reicht gar weil und ist gar mächtig, sie Hai auch die»mal den verdienten Lohn abgewendet von einem der Ihrigen — aber nimmer wird sie ihn reinwaschen! Zwanzig Jahr«! Wie viel Unheil wurde da gestiftet durch dt« Katecheten Rudolf an der ihm anvertrauten Jugend! Wie viele reine und un-schuldige Gemüther wurden da verdorben und zer-rüttet! Der Eltern Stolz und Freude, gesunde Kinder, an Leib und Seele frisch, willig, alles aufzunehmen im empfänglichen Kinderherzen, was gut. was schön ist — so wurden die Kinder deutschen Volkes ver-trauenSvoll der Schule übtrgebttt, und befleckt, ge-schände», gebrochen an Leib und Seele durch einen römischen Wollüstling, verlitßen sie dir Stättt, an dn sie erzogen werden sollten. Ja. Herr Professor Dr. Scheicher, wenn Sie unS nicht glauben, fragen Sie doch den Bischof von Leitmeritz — der wird doch glaubwürdig sein? Und Ihr katholische Väter? Seht Ihr immer noch nicht den gähnenden Abgrund? Sind Euch der Fälle noch zu wenig? Könnt Ihr beruhigt sein, das« dtr ReligionSlthrer Eurer Kinder besser ist als P. Rudolf, der auch angesehen und „beliebt-war in der Gesellschaft? Nicht gegen die einzelnen „Verurtheilten*, ob nun vom Gerichte gestraft oder von der geistlichen Behörde zum „Büßtrledt»" bestimmt, oder gerichtrt durch Volkesstimme, nicht gegen diese Opfer römi-scher Herrschlucht und naturwidriger Regel richtet sich unser Kampf und unser Has«! Sie sind zu bedauern und Rom hat sie auf dem Gewissen! Ader Rom müsse» wir bekämpfen und müssen wir hassen, das uns solche Jugendbildner bestellte! Darum lo« von Rom, Ihr katholischen Väter — um Eurer Kinder willen, und hin zum wahren Glauben an jenen milden und hehren Christa«, der da sagte: „Lasset die Kleinen zu mir kommen" — und »Wer eine» meiner Kleinen ärgert, dem wäre besser, es würde ihm ein Mühlstein um den Hal» gethan und er würde versenkt in» Meer, dort, wo e« am tiessten ist!" Da« ist christlich« Anschauung über Kinder-liebe und Kindererziehung — nicht wahr. Herr Professor der Moraltheologie, Monsignore Dr. Jofef Scheicher? Nun auf! Machen Sie sich luftig über den .Fall!" politische Rundschau. ßine slavische Majorität? In einem be« merkenswerten Wiener Berichte über die parlamen» »arische und innerpolitische Lage in Oesterrrich führt di« „Schlesifche Zeitung" au«: „Im Parlamente cursierte da» Wort: Die Tschechen concedieren de« Ministtriu» Körber di« R«cru»envorlage. um eS zu stürzen. Und daran ist ttwa« Wahre«. Dit Freundschaft zwischen den Tschechen und dem unter der Führung de« Grafen DzieduSzycki stehenden Flügel dtS PolenclubS hat in den letzten Tagrn wieder außerordentlich intime Formen angenommen, und eS ist tin öffentliches GthtimniS, das« Graf DzieduSzycki emsig bestrebt ist, durch Bildung einer im wesentlichen slavischen Majorität im Parlamente dem Ministerium Körber den Boden unttr dtn Füßen hinwegzuziehen und damit für die Verwirklichung seiner persönlichen Bestrebungen Raum zu schaffen. Natürlich ist eine ObstructionSpartei nicht regierungsfähig. und so soll nun unter vorläufiger Einstellung der jungtschechischen Obstruktion der Versuch ge-mach» werden, die Krone mit dem Gedanken einer parlamentarischen MehrheitSregierung wieder zu de» freunden. Von einer Sanierung der innerpolitischen Lage kann deshalb noch keineswegs gesprochen wer-den. sondern lediglich von tiner Pause, dir jedoch die gespannteste Auimerksamkei» der deutschen Par-teien erfordert, da sie ja von den Polen und Tschechen benutzt werden soll, um eine Aenderung der parla-memarischen Konstellation herbeizuführen. Ein» be-deuisame Roll» fällt dabei der Katholischen Volk«-partei zu. Hält sie sich zu den deutschen Parteien, dann werden die Pläne de« Grafen DzieduSzycki inS Wasser fallen. ES kann nicht geleugnet werden, dass eS nach den heftigen Angriffen, die von deuifch-radicaler Stitt in dtr lttzitn Zti» gtgen die katho-lisch« Kirche gerichtet worden sind, feiten« der Kalho-lischen Volk«partei großer Selbstüberwindung de-dürfen wird, de» Lockungen der alten Führer der Rechten zu widerstehen; allein sie muss sich dabei vor Augen halten, das« sie gerade die gegen sie geschleuderte» Anklagen rechtfertigen und der deutsch-radikalen Bewegung neue Nahrung zuführen würde, wtnn si« in ihre alte fehlerhafte slavische Bündnis-Politik zurückfiel»." Altersversorgung der Arlvatötamteu. I» Beantwortung tin»r Jnitrprllation veS Abgeordnete« Pommer und Genosse», bttttfftnd die Vorlage eines Gesetzentwurfs über die Pensionsver-sicherung der Privatangestellten, führte der Ministerpräsident in der Sitzung deS Abgeordnetenhauses vom 13. d. M. aus, dass die vom Minister des Innern im Jahre 1396 eingeleitete» Erhebungen über die Standesverhältnisse der Privat-angestellten im Jahre 1393 abgeschlossen wurden. An der Hand dieser Ergebnisse sei der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die PensionSi'ersicherung der im Privatdienst Angestellten, ausgearbeitet und von den betheiligten Ministerien einer eingehenden Berathung unterzogen worden, auf deren Grundlage der Gesetzentwuif nunmehr endgiltig redigiert werde. Sobald dieie Arbeit zum Abschluss gelangt fein werde, was binnen kurzer Zeit zu erwarte» steht, werde die Regierung nicht zögern, den fertig-gestellten Gesetzentwurf der verfassungsmäßige» Be-Handlung zuzuführen. (Beifall.) Zur Zjrantweinsteuervorlage schreibt man de» »Fr. St.* au« Wien: Der Inhalt der RkgierungSvor» läge betreffend den Antheil der Länd»r an der Brant-weinsteuer besteht darin, daf« die Brantweinsteuer per Liter Alkohol um 20 h erhöht wird und das« da» hierau« sich ergebende MehrenrägniS an die Länder nach Maßgabe deS CornumS vertheilt wird. Dasür entfällt die bisherige Landesauslage und auch der Aufwand für die EinhebungSkosten. Nun hat Kärnten bisher eine Auflage von 24 h gehabt und dabei abzüglich der EinhebungSkosten 580.000 X eingenommen. Nun fallen 4 h per Liter Alkohol weg und eS würden daher auf da» Land nur 514.000 X entfallen. Um diesen Ausfall, der «benso Steiermark und in noch viel höherem Maße Krai» treffen würde, zu vermeiden, werden die Aniheile der anderen Länder etwa» gekürzt und Kärnten er-hält wie bisher 580.000 K. Die Vorlage ist daher ziemlich günstig. Obwohl der Konsument um 4 h per Liter weniger zahlt als bisher, bleiben die Em-nahmen de» Lande» die gleichen. Natürlich wäre e» sür die LandeSsinanzen günstiger, wenn der Be» schluss de« Landtages, eine Umlage von 30 h ein« zuhesen, fanctioniert worden wäre; dann hätte aber natürlich auch der Confument um 10 ti mehr zahle» müssen. Da nun aber diese Erhöhung ausgeschlossen erscheint, so wird kaum etwa» andere« Übrig bleibe», al« die LandeS-Bierauflage, die gegenwärtig 1 K per Hectoliter beträgt, etwa« zu erhöhe», da ei» Nummer 22 Ki«ch5" Seite S Hinausgehen über die bestehende Umlage auf die direcun Steuern im Ausmaße von 65 Peicent gan. und gar unibunlich ist. Z>ie Aufhebung der M««te» mit 1. ASuuer 1S02. Zm Budgeiau«schusse erstattete Abg. Kaiser über die Anträge betreffend die Aufhebung der Mauten Bericht. Finanzminister v. Böhm-Bawer präcisierte die sachliche St.llung der Regieruns dahin, dos« auch die Regierung die Maulen nicht für eine Abgabe halte, deren dauernd, Beibehal-tung wünschenswert wäre. Allein die Aushebung in einem concreun Zeitpunkte könne erst dann in Aussicht genommen werden, wenn gleichzeitig auch die Bedeckung-, beziehungsweise Ersatzsrage gelö«t fei. Nun seien aber in dieser Richiung die Vor-dedingungen sür die Aushebung der Mauten noch nicht gegeben. Innerhalb unsere» Budget« sei aber eine Deckung zu finden nichl möglich, da dasselbe zwar geordne«, aber nicht mehr elastisch genug sei. zudem bedeutende Mehransprüche bevorstehen — er «'innere nur an da« Zinsenerjorderni« für die große Jno«stiiion«oorlagt — verschiedene wirtschaftliche und culturelle Ansprüche mch» zum Stillstände gebracht werden können und manche Aciionen persöa-licher Naiur, d,e Heuer „ur tang,n>i,ll wirken, im nächst«n Jahr, mit dem vollen Erfordernisse zur Anforderung kommen werden. Außerdem sei mit einem Emnabmeentgang von circa zwei Millionen »ronei, im Falle der Aufhebung der Rentensteuer von den Pfandbriefen der Lande«.Hypo>hekarinstitut« und der Abänderung der Gedürennovelle zu rechnen. Schließlich müsse man auch verschiedene andere Wüsche, welche im hohen Hause und in der Be-völkerung laut g«worden feien, beachten, Wünsche, von denen munche an Dringlichkeit und Wichtigkeit der Mauiaufhebung vorangehen, zum Beispiel dit Lösung der Diurnistensrage, ferner gewisse Aus-defserungen auf dem Gebiete diS PensionSwesen« in Rücklicht auf die nach den alten Norm«n br-handelten Witwen und Waisen und die nach dem alten Gehalt«, und PensivnSschema pensionierten Beamten. Wen» auch diese Wünsche selbstverständlich nicht in jenem vollen, recht weitgehenden Au«-maße, in welchen dieselben gestellt wurd»n, realisiert werde» können, so bandle e« sich doch um sehr diScutable Fragen, bezüglich deren e« der Regie-rung sehr am Herzen liege, das« man sich «it den-selben innerhalb de« Miß?« de« Noihwendigen befasse. Das« die Regierung bezüglich aller dieser Punkte nicht mii fertigen Gesetzentwürfen an da« Hau« herangetreten fei. erklärt der Minister damit, das« bi« in die allerjüngste Zeit gegründete AuS-ficht an' Realisierung derartiger Entwürfe nach der Arbeitsfähigkeit des Abgeordnetenhauses nicht vor-Handen gewesen sei, und das« er es hab« vermeiden wellen, in den betreffenden Kreisen Enttäuschungen zu ernoecken. Abgeordneter Romanowicz glaubt, das« die Bedeckung in den Ueberschüssen, welche alljährlich gegenüber dem Präliminare erzielt wer. d.n, gesunden werden könne. Eine Ehrensache d-S SiaaieS wäre <« übrigen« auch, da« Loito auszu-heb.». ES w::r*e sodann über Antrag dc« Rc« ferentem Abg. Kaiser ein Gesetzentwurf einstimmig angenommen, welcher die Aujhtdung der ärarischen S«raß«ni- und UederfuhrSmauten vom I. Jänner 1902 a»b festsetzt. Kiiue dynastische Arier i» Aayer«. Di« Bayern, feierten in Vieler Woche ein dynastische« F«N. Der Prin, - Regent Luiipold begieng DienStmg seinen 80. GeburiStag. Prinz Luitpold von Baiyern gehör« zu jenen Männern, die von der Höhe großer historischer Erinnerungen aus die Gegenwvart blicken dürfen. Welch mächtige Wand, luagen hall« Europa, hatte inSbesoud«»« Deutsch, land un„d mit ihm Bayern zu verzeichnen, bi« jene« »achlvoolle deutsche Kaiserreich entstanden, zu dessen Säulen i Bayern und sein Prinz-Regent vor allem ««zählt werde» müssen. A» dem Siege«laus der deutlch i n Heere auf französischem Boden wirkt« «r selbst mnit. Die Wittel«dacher waren e« auch, die d«m Kaaiser Wilhelm l. zuerst die deutsche Kaiserkrone oviigebolen haben und bei der Proclamierung de« Kaihiserthum« an der Spitze der deutschen Fürsten standen.,. Der Prinz-Regem ist «in« d«r populärst«« sürstlichchen Erscheinungen. Er hat unendlich viel sür Bayern, und München insbesondere gethan, seit «r für stininen geisteskranken Neffen die Leitung de« Söni^rereiche« übernahm. Zur Feier war auch Kaiser Fran, ^Jvskf «ach München gereiSt. 3?<5«u de» Auren. Ueber di« Verhandlungen, die grgeyknwamg zwischen Boiha und Kitchener ge« sühri wsvtrden, «rsährt man äußtrst wenig. Umso bemerkenenSwerier ist die Vorgeschichte di«fer Ver-handluiiDgen, au« welcher hervorgeht, das« nicht di« Buren, , sondern die Engländer diejenigen waren, welch« u um «inen Waffenstillstand ansucht«» und di« Verhandlungen einleiteten. E« scheint sonach, das« die Engländer langsam ihr Spiel v«rlor«n g«ben. Wie nämlich au« London b«richt«t wird, soll Kitch«n«r kürzlich in einer Meldung nach London «rlläri haben, ohn« 30.000 bi« 50.000 Mann b«-rittrner Verstärkungen und «ine Erneueiung s«!ne« Pferdebestande« sei ein» Vkrnichtung de« Feinde« nicht möglich. Da« KrwgSamt, da« ihm bekanntlich nur klein« V«rf>ärkung«n f«nden konnt«, habe, wie vkrlautet, ihn schließlich zu dem Versuch einer letzten größeren Unternehmung bewogen: E« war natürlich die Jagd aus Dewet und di« Eäub«rung«-activ«, French« im südöstlichen TranSvaak. Nun sind dies« beiden großen Unternehmungen, bei einigen Ersolgen an Beuten und G«fangk»«n, im ganzen militärisch erfolglo« geblieben. J»tzt wiederholt« Kitchen«r seine Forderung: angeblich 50.000 Be-ritten» und noch 30.000 Pferde. Da« Kri»g«amt «klärte nun, dikfe Leistung sei »insuch unmöglich. Darauf habe Kitchener geantwvrte«, dann bleibe nicht« weiter übrig al« Unterhandlungen einzu-leiten. Denn feine Truppen seien erschöpft und vor allem sein Train völlig unzulänglich, zumal fast all, Zugthiere gefallen wären; dann stehe die schlecht« Jahre«zeit vor der Thür, die Buren ihrerseit« würde» sich in kleiner«» Abtheilungen über da« ganze Land hin vertheilen, und dann könne von größer«», «ndgiltigen Operationen vielleicht bi« End« d«« Jahr«« nicht m«hr die R«d« i«in. Die Londoner Regierung habe sich w Verhandlungen bereit erklärt und Bot ha ebensall«. Di« London«? Regierung hab« die Bedingungen ansang« abgelehnt und auf Uebergabe bestanden. Da« habe Botha verweigert, und habe man da« alte Princip der unbedingten Unterwerfung in London fallen ge-lassen und neue Jnstructionen gesandt. Botha seintrseit« unterhandtlt« mit Schalk Bürger und wollte sich auch mit Krüger in Verbindung setzen. Dieser, sowie Dewet und Stein sollen jeder Ab-machung, die nicht di« Unabhängigk«it sicherstelle, abgeneigt sein. Aus Stadt und Land. ßillier Hemeinderath. Fre>tag nachmittag« fand unier dem Vorsitze de« Herrn Bürgermkistel« Gustav Stiger eine ordentliche öffentliche Sitzung dc« Cillier Gemeinde» rathe« statt. Nachdem die VerhandlungSschrist der Sitzung vom l. März genehmigt worden war, machte der Vorsitzende von nachsolgenden Einlaufen Mittheilung. Der LandeSauSschusö theilt in einer Zuschrift mit, das« er den Siand der Aerzte am hiesigen Giselafpiialeauf zweiOrdinai ii und einen Secundariu« erhöht hab,. Al« zwkiter Ordinarius sei Herr Dr. Eduard G o l l i t s ch in Aussicht genommen. Der Gemnnde^aih drückt durch einstimmigen Beschluss fein Einoernändni« damit au«, das« Dr. Gollitich zum Ordinarius ernannt werde. Die Firma G. SchmidlS Nachfolger bittet den Gemeinderaib, das« er nicht nur an Jahrmarkt-tagen, fondern auch zu Josefi und Portiuncula, weil die« zwei sehr staike StschäfiStage seien, da« ÄuShängen von Waren gestatten möge. Diese« An-suchen wird dringlich behandelt und abgewiesen. Für di, Rechisstciion berichtet deren Obmann Herr Dr. S ch u r b i über di, Abr,chnung mit Herrn Ingenieur L i n d a u «r bttreffend die Schlachthosanlage. Die Rechnung de« Herrn Lindauer laute« aus 20.910 si.; hievon hat da« Stadtbau« am« 20.307 st. 44 kr. al« richlig anerkannt. Da nun Herr Lindauer ber«i!S einen Betrag von 19 245 fl. 46 kr. «> halten hat, verbleibt noch ein liest von 1061 fl. 98 kr., welcher Betrag beim Landwehrkasernenzubau in Anrechnung gebracht wird. Bezüglich der Erwirkung eine« Lan' eSgesetz.« bttreffend die EanalisierungSarbeittn >h,ilt Herr Dr. S ch u r b i mit, das« Herr Dr. K o w a t s ch i t s ch mit der Zusammenstellung einrr Bauordnung für Eilli beschäftig« ist und das« in d»r Bauordnung auch die Einschlauchgebür inbegriffen sein werde. Jnfolg» Nachweises der gesetzlichen Bedingungen wird da« HeimatSrecht dem Josef A r l t. Sebastian Erschen, Jakob W uff er und Josef Trau-g o t t zuerkannt und dem Johann U d w a r d i die Zusicherung der Aufnahme in den HeimatSverband ertheilt. Namens de« Comit6« zur Errichtung einer Mädchenbürgerichule stellt Herr Prof. Kurz fol-gende Anträge: 1. Der Gemeinderaih erklärt sich bereit, ein iur Unterbringung einer achtclaisigen Mädchen-, ZZolkS- und Bürge» schule geeignete« Gebäude auf-zuführen; 2. der Gemeinderath beschließt, diese seine Be-reitwilligkeit in einer an den Siadlschulrath ge« richteten Note au«j«fprechen und 3. unter Hinwei« auf diese Note beim Lande«-schulrathe um die diesbezüglich« Bewilligung «inzu-schr«it«n. Endlich 4. bei der Beschlussfassung, welche dem Land-tage obliegt, an den Lande«au«schusS ein Gesuch zu richten und den Abg. Stallner zu bitten, das« er die Sache perfönlich vertrete. Herr G.-R. Bobisut verweis» darauf, dass Eilli der Mittelpunkt von Unterst,i,rmark ist und das« man daher der geplanten Mädch«nbürg«rschule ein gesunde« Gedeihen voraussagen könne. Der Redner empfiehlt in warmen Worten, möglichst bald an die AuSfindigmachung eine« geeigneten Platze« heranzutreten. Nachdem noch die Herren Dr. Je-fen ko und Juliu« R a kufch sowie der Vorsitzende und der Berichierstatter zu dem Gegenstand« ge-sprachen hatten, wurden die Anträge de« Eomits» einstimmig angenommen. Bei dieser Gelegenheit macht Herr Jnliu« Rakusch auf den geradezu verzweifelt,« Zustand de« Gymnasialgebäud,« aufmerksam. Do« Gym-nasium müsse doch endlich in einem enisprech'nden Gtbäude untergevracht werden. E« sei einfach un-erklärlich, das« die Sanitätsbehörde da noch länger ruhig zusehen lönne. Die Regelung der oberirdischen Entwässerung der Hermann- und Karolinengasse (Berichterstatter der Baustciion Herr Dr. Kovalschi tsch) ist noch nicht spruchreif, weil mit den Jnteressenien noch Vereinbarungen gelroff n werden müssen. Die Eana-lisierung in diesen Gassen ist übrigens nur eine Frage der Zeit. Für die Finanzfection berichte« d«r,n Obmann Herr Julius Rakusch. Dem Bund« d«r Deulschm SüdmährknS wird ein Bttrag von 25 X zugewendet. — Herr Rakusch kennzeichnet in «reffenden Worten die nationale Bedeutung der Südmärkischen VolkSbank und beantragt zur Förderung ihrer Bestrebungen mit fünf GeschästSanlheilen beizutreten. Angenommen. D,r Obmann de« Theat«rcomi>6s Herr Fritz Rasch berichtet über die nothwendig gewordenen Vorkehrungen, durch welche da« Theater heizbar g.macht werden soll. E« hat sich die Anbringung eine« neuen größeren EaloriierS herausgestellt. Da« Bühnendach mus« durch Korksteinplatirn isolier» werden. Die Warmlusicanäle sind zu groß und haben viel zu wenig AnSstusSöffnungen, welche überdies schlecht angebracht sind. Diese Recon-strucuonSarbeiten, welche einen Kostenaufwand von rund 4700 K erfordern dürften, sollen sofort nach Schluss der Tdeaiersaison vorgenommen werden, weshalb das Theatercomiiö beantragt, dass der Act an die Bauseciion zu leiten sei, welche sich di-detaillierten Kostenvoranschläge vom Siadtbauamle besorgen und zur Bewilligung deS Bttrage« die Genehmigung deS GemeinderaihkS einholen (oll. Dieser Aulrag wird angenommen. E» se« noch bemerk«, dai« e« sich hier -ich» um di« später eing-fühne Heißwasserdeizung handelt, welche noch ganz intact ist. Der öffenilichen Sitzung folgte eine vertrauliche. Evangelische Gemeinde. Heute Sonntag, den 17. März vorm. 10 Uhr findet m der evangelischen Kirche, Garteng^ss«, öffentlicher Gölte«-dien st statt. ßillier Deutscher Hewervevuud. In der con-stituierenden Sitzung de« neuen Ausschüsse« wurde Herr Carl Mörtl !um Obmanne, Herr Johann K o r o f ch e tz zum Obmannstellvertreter, Herr Otto Küster zum Schriinührer und Herr Amon Ehiba zum Zahlmeister gewählt. Keitere Liedertafel des ßissier Männer-gesaugvereines. Wi, wir hören, sind für diesen mi« größier Spannung erwarieien Adend, d«c g,rad,zu «in Er«igniS im musikalischen und geskll-fchafillchen Leben unserer Sladt zu werben ver» sprich», ganz besondere Ueberraschungen ge-plant. An die Liedertafel wird sich ein groß ange-legtes Hospiz sür sämmtliche Mit» wirkenden und auswärtigen Gäste schließen. Es soll daS gleich'am «in« Fortsetzung de« oificiellen Programmes sein. In die'rm zweiten Theile de« Abend« gelangen 1. Männerchöre, 2. Solovorträge und 3. Darbietungen de« Ha»«-orcheiterS zur Aufführung. Schon heute sei mitge-«heil«, das« der Eill'er Männergesangverein im Lause de« Sommer« mindest,n« zwei Au«-s l ü g e in die weiiere Umgebung Eilli« zu unter-nehmen gedenkt. Man darf hoffen, daf« an diesen Bäuchen unserer allzeit getreuen Vororte, dieser eisernen Träger de« unterländischen Deuifchthum«, zahlreiche Gesinnungsgenossen au« Eilli «heilnehmen werden. Seite 6 ..Deutsche Wacht' Nummer 22 Killier Mäunergesangverein. Opernprobe am Sonntag 3 U h r nachmittag«. Nächst; g e« meinsame Prob« Montag 3 Uhr abends. Alle Mann an Bord! Todesfall. Am 10. d. M. ist in Villach die Lederhänolersgattin Frau El^se Trog er. geb. O s i m im Aller von 30 Jahr«» nach kurzem, schwerem Leiden gestorben. Zur vorigen Kemeinderathssthnng. Herr Marlin Ucjchlo ersuchl un« sestzuiteUen, dass er sich nachiräglich bei 15$ Nachlas« um Die Ar« beiten beim Augmentaiion«magaz>n nicht mehr be» worden habe. Er habe im Gegentheile erklärt, das« er auch bei 10$ N>chl»s« diese Arbeiten nicht übernehmen könne. Al« Grund gib» Herr Urschko den Umstand an. das« er die ganze Arbeit nichl ullein und unaetheilt erhalten konnte. KentschvölKischer ^ehilfenverein. Die im Zuge befindUchr Gründung de« deutschoölkischen Gehilfenoereine« in Eilli hat in den deutschbewustlen »reisen unserer Stadt bte wärmsten Sympathien geweckt. Das« di« deutsche Arbeiterschaft auch deutsch fühle, das» si« sich im schweren Lebenskampf« da« deutsche BolkSempfinden al« daseinSerwärmenden Idealismus bewahre, das« si« sich durch die Schranken eine« Seen Classenbewus«lsein« von den übrigen Classen der Bevölkerung, die ja auch arbeiten und auch zum Volke gezählt werden müssen, nicht feindselig abschließe, da>« sich die demschen Arbeiter somit al« berufene Mitkämpfer um die Ziel« eine« gesunden national«» und socialen Pro« gramme« suhlen: da« alle« ist ein Herzenswunsch de« deutschen Bücgerthum« unserer Staat» Namenilich jene deutschen Gehilfen, welche in Cilli eine Existenz fürs Leben gründen sollen, werden sich freudigen Herzen« der national,» Arbeiterbewegung anschließen, in welcher unter voller Anerkennung der wirtschaft-lichen Forderungen der Ardeiletschaft auch noch Raum geboten ist für die erhebenden Empfindungen »er nationalen Begeisterung, dtr HeimaiSlube und vt« HeimglückcS. Da« deutsche Burgerthum Cilli« begrüßt aber den dtulschoölkischtn Gehilfenverein ganz besonder« au« dem Grund«, weil dieser Verein dem deutschen Geiverbestanve einen Nachwuch« sichert und daher für die nationale Zukunft Deutsch-Ctllt« von eminenter Bedeutung ist. Wir halten daher dafür, das» e« eine Ehrenpflicht der teutschen Bürger Eilli« ist, den deutschvöUifchen Gehilfen-verein im wtitestgehenben Maß« moralisch und mat«ri«ll zu fördern. Deutsche und slo»euische Hewervetreivende. Da« Verbot de« vorjährigen SokolfesteS wird von den windischen Hetzern al« Vorwano dafür hinge-stellt, das« eigen« slovenische Gewerbeireibenbe zur Bekämpfung der deuischen Geschäftsleute hergezogen werden. Die »Domovina" bezeichn« als >olche Tt»dtnzgtschäft«ltuttbenSteinmetzVinko öamernik. welcher da« früher deutsche Webet'sche Geschäft übernommen hat, ferner den Glaser Fran Strupi und dtn Maler und Spengler Malvvec. Diese drei Laibacher Provenienzen sind also zur Besira» fung und Aushungerung deutscher Geschäftsleute nach Cilli importiert worden und e« ist dahcr heilige Pflicht jede« deutschen Manne» und jeder deutschen Frau, den d«utschen Gewerbetreibenden vor d«n Wirkungen der windischen Geschäst«demon-ftration zu dewayren. Wir sühlen un« demüsstgt, die« ganz besonder« hervorzuheben, weil in dieser Beziehung in deutschen Kreisen noch vielfach recht laxe Auffassungen herrsch, n und mancher gutgtfinme Deutsche au« bloßer Gedankenlosigkeit de» Win-dischtn Kampsgroschen zuträgt und auf seine Pflicht, in erster Linie die so gewissenlos bekämpsien deutschen Geschäftsleute nach Kräften zu u»t«rstützin, vergisSt. E« ist bezeichnend, das« der Laibacher .Slooenec' von den slovenischen Honoratioren Cilli« und der Umgebung mit aller Energie ver« langt, das« ste die genannten drei wincuschen Ten-denzfirmen in die Höhe bringen sollen — diesen aber den Satz i»S Gewissen ruft: „Die Gewerbetrei-binden dürfen sich nicht aus den Standpunkt stellen, das« sie vom bloßen Schlagworte „Svoji k svojim' leben werden, wie da« schon einige thaun. (Et! eil) E« hecht eben arbeite« und solid sein, dann gehl ««!" Zwei von den Genannten dürften demnächst zu — wackeln anfangen. Allgemeiner Deutscher Sprachverein. Di« Mitgli«oer des Zweigvereiue« Cillt werden hiemit zur Jahreshauptversammlung, welche Montag den 18. März, abend« 8 Uhr im grünen Zimmer de« Hotels «Erzherzog Johann- stattfindet, freundlichst ungeladen. Der AuSschujS. Z5ar»ch Aeitmann und Aragolin Krivar. Während in ten anderen slo^tuschen Blättern, zum Beispiel im „Slovenec", l.t Landleute mit den Worten, wie: »Lwotje xoior!' vor dem Kleiderjuden Baruch Reitmann gewarnt wurden, hat sich Hiibar« „Trepalena" gegen den jüdischen Geschäftsmann sehr — reserviert verhalten. Da« Blatt schri b einfach: .Unsere Leute gehen zu den bisherigen Kaufleuten.- So predigt Hribar Wasser und heimlich trinkt er SchnapS! Baruch ließ am Miufastenmarkte deutsche und slovenische Reclame-zettel vertheilen, welche in der Druckerei de« — Dragotin Hribar hergestellt wurden. In den deutschen Kreisen wird nach Kräften aufklärend gewirkt, damit di« heimischen Geschäftsleute durch di« Schleuderpreistechnik de« Juden keinen Schaden erleiden, und alle volk«freundlichen Slovenen theilen ehrlich diesen Standpunkt, nach welchem leicht» gläubige Consumenteo vor Ucbervortheilung, die heimischen Gewerbetreibenden und Kausleute aber vor einer an« Ungeheuerliche grenzenden, vor keinem Mittel zurückschreckenden Concurrenz behütet werden sollen. Man war in beiden nationalen Lagern einmal einig, und da ist e« der Obmann de« slovenischen Gewerbevereine«, der dem Juden die Reclume ermöglicht und durch den Ausdruck aus den Reklamezetteln: „Dragotin Hribar, Eilli", beziehungsweise „Celje* gerade die slovenischen Bauern, welche sonst ihren Besars bei Sabukuschek und den anderen windischen Schneidern gedeckt hatten, zum Juden gelockt hat. Denn der Name der Druckerei aus einer Druckiorte ist bei den Herr» schenken nationalen Zuständen entschieden eine Em» pfehlung oder deren Gegentheil für den Inhalt des Reclamezettel«. Wie wir vernehmen, herrscht unter den flooenischen Schneidern, welche die Eoncurrenz de« Baruch Reitmann am schwersten empfinden, eine lebhafte Entrüstung über das geschäftstüchtige und volk«ieindliche Vorgehen Hribar«. und dies umfomehr, als er sich in ver gestrigen „Domooina" über da« gemeinderäthliche Verbot deS Aushängen« von Waren luftig macht und daher gabz »»gescheut für den Juten eintritt. Kiue geheimnisvolle Aiakerfahrt. Am letzte« Sonntag hörte der Fiaker Dimetz IN Gaberje um 10 Uhr abend«, nachdem er sich schon zur Ruhe begeben halte, »in Klopsen aus feinem Fe»ster. Er sttinb sofort auf und bemerkte vor dem Hause einen Herrn und ein« Dame, beide vornehm gekleidet. Sie wünschten sofort mit einem geschlossenen Wagen »ach Pöl'schach zu saliren. Die Bemerkung d«» Dimetz. das« dies mit Rücksicht aus die Eaifernung und die Nachtzeit 15 fl. koste, beantwortete der Fremde damit, das« er den Betrag sofort erlegte. Nun spannte Dimetz rasch ein und brachte die beiden Unbekannten nach Pöllschach, wo er wenige Minuten vor Abfahrt de« Triester Eilzuge« eintraf. Die beiden Fremden stiegen in — den Enzug und fuhren davon. Ob hinter dem geheimnisvollen Vorgang« «in« Entführung vbrr par ein andere» Verbrechen vorliegt, konnte nicht festgestellt werden. Eine männliche Wonne. DonnerSiaq war in der Stadt das Gerücht verbreitet, das» ein a!« Nonne verkleideter Schwindler verhaftet worden fei. Nach den Erkundigungen, die wir eingezogen haben, handelt «S sich hier »m eine Nonne, welche beim Betteln »onnenhaft lästig wurde und daher au« der Stadt gejagt werden musste. ES ist selbstverständlich nicht ausgeschlossen, das« sich unter dem Nonnen-kleide ein Gauner verbergen kann, weShalb doppelte Vorsicht nothwendig ist. Kafelvirnen, gute Sorten, z. B. St. Germain. Fortunöe, W-Dechant«. Olivier de S-rreS :c. wer-den gekauft. V«rkaus«anträge anditObstverwtrtung«» stelle Graz, Heinrichstraße 47. Aahr- und Aießmürüte in Steiermark. Be-richtigunz: Der I. u. V findet am 18. März in Fürstenfeld nicht statt. — Am 22. März: Graz, Stechviehmarkt nächst dem Schlachthaus«. — Lang, Bez. Leibnitz, V. — Am 23. März: Graz, Getreide-, Heu- und Strohmarkt am Grie« , Holzmarkt am Dietrichsteinplatz«. — Rann, Schweinemarkt. — Am 24. März: Fernitz, Bez. Umgebung Graz, I. — Maria Rast, Bez. Marburg, I. — Am 25. März: Maria in der Wüste, Gemeinde Rottenberg, Bezirk Marburg, I — Am 26. März: DechatitSkirchen, Bez. Friedberg. I. u. V. — Dobova, Bez. Rann, V. — Edelschrott, Bez. VoitSberg, I. u. B. — St. Egidi bet Schwarzenstein, Bez. Schönstein, I. u. B. — Htiligengeist bei Lotsche, Bez. Gonobitz, I. u. B. — Lichtenwald, I — Lutter-.berg, I. u. P. — Zeusen-bach, Bez. Neumarkt, I. — Wettmannstetten, Bezirk Deutschlandeberg, Z. u. V. — Anger, Bez. Birkfeld, I. — Leibnitz MouatSviehmarkl. — Maria Rast, Bez. Marburg, V. — Am 27. März: Graz. Getreide-, Heu- und Strohmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatz«. Gingesendet. Kundmachung. Behuf« Besetzung eiue« in Erledigung ge« langten Platzes au« der Feldmarschall Graf Radetzki» Stiftung mit jährlichem Genusse von 304 Kronen 10 Heller wird der Concur« hiemit ausgeschrieben und wollen die diesbezüglichen Geiuche bi« längsten« 6. April l. I. anhergesen?et werden. Anspruchsberechtigt sind: 1. Aus der Siadt Cilli in Steiermark oder au« deren Umgebung gebürtige, mit der golden?» oder silbernen Medaille dekorierte Invaliden oder Soldaten, welche sich durch Bravour oder andere Verdienste hervorgethan ba^en. 2. In erster Reihe find zum Stiftungsgenufse Invaliden au« den Ftldzügen 1848 —4v. sodann solche auS den späteren Helbzügen und in deren Ermanglung erst active Krieger d.s Mannschafi«» stände«, welche vie im Punkt« 1 ststgesetz« Qaalifi« calion besitzen, berufen. 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Reimann», 502 Wien, VII/, Nr. «2, Postfach. 5C34 W Für MagenleidendelH Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung de» Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh» Magenkrampf, Magensckmerzen, schwere Vervannng od. Verschleimnng zugezogen haben, sei hiermit ein gute» Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind, y« ist dies das bekannte Serdauuugs- «»d Akutreiaigunasmittek, der Hubert Rtlrich'schr Kräuter-Wrin. I>ie»«r KrÄuter-Wein ist ans vorzüglichen, heilkräftig befundenen I Kräutern mit gntem Wein bereitet nnd stärkt und belebt den Ver-lUYU»rlsU»pjUUg Solikschmerzni. Herzklopfen. Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortaderiystem lHSmorrdoidalleiden) werden duich Kräuier-Wein oft raich beseitigt. — KräuterWein behebt U»Verdaulichkeit. verleiht dem Berdauungsfystem einen Aufschwung und entsernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe au» dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen. Blutmangel, Entkrästimg sind meist die !>olge schlechter Verdauung, mangelhafter Bluibildung und eines krankbasten Zustande» der Leber. Bei Appetitlosigkeit, unter nervöser Abstammung und «emiithsierstimmun». sowie häufige» Kopfschmerzen. schl«sl»sen «ächten, siech.» oft sollte Personen langsam dahin. i>y Kräuter.Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. 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Gottlob, wir haben heftigen Schneefall und starken Frost, so dass die Jagdgesellschaft in Holme's Park nach allen Seiten auSeinanderstob und der Hausherr, Airdale, seinem Schloss gleichfalls den Rücken wandte und die gastliche» Pforten desselben sperrte. Trotzdem sürchte ich, Tom Mowbray ist schon zu lange in der Gegend gewesen; er kam. so oft er einen Vorwand finden konnte — und darin war er unerschöpflich — nach Auriel, und Ottilie strahlte, wenn si« ihn sah. Jetzt ist sie gedrückt und scheu, während ich aufjubeln möchte; so oft ich Tom mit ihr zusammen sah, hieng sie an seinen kecke», braunen Augen und lauschte andächtig all' seinen albernen Worten, während er sie mit feinen Blicken verschlang. Sobald Airdale wieder nach Holme-Park zurückkehrt, wird auch der kecke Dragoner da sein — Moore scheint ihn auch gern zu sehen und ich — ich könnte noch dahin kommen. eL zu bereuen, dass ich Tom Mowbray seinerzeit nicht unter den Streichen der Kaffern zu Grunde gehen ließ!"--- Geisel. «»»druck »nieten. Sechzehntes Kapitel. Ja, Robert Douglas hatte recht gefehen — Ottilie war auf dem besten Wege, ihr Herz an Tom Mowbray zu verlieren I Wohl war ihre erste Empfindung, als sie das hübsche, kecke Gesicht mit den lachenden, braunen Augen wieder vor sich sah, die der Empörung gewesen, aber als sie dann eine» flehenden Ausdruck in seinen Augen gewahrte, zerschmolz diese Empörung, wie Nebel vor der Sonne und zudem war sei» Benehmen jetzt so bescheiden und fern von jeder Vertraulichkeit, dass sie die ihr angethane Beleidigung nur zu gern vergaß! Und dann war er ein vornehmer Mann der zukünftige Besitzer von Auriel — nein, sie wollte ihm den ge-raubten Kuss nicht »achttagen — er hatte ihr gewiss nichts Böses damit anthun wollen I--- Als Tom Mowbray nach jener Fuchshetze davon-geritten war und Robert DouglaS dem alten Moore Gesellschaft leistete, schlich Ottilie sich in die große Halle, deren Nischen die Standbilder der Mowbray'S früherer Generationen bargen und verglich in Gedanken die Züge des jungen Jägers mit denen seiner Ahnherrn. In der That glich Tom Mowbray ausfällig einzelnen seiner Vorfahren und i» den Gesichtszügen eines gewissen Gaston Mowbray, der zur Zeit des Krieges der beiden Rosen gelebt halte, trat diese Aehnlichkeit in fast er-schreckender Weife zu Tage. Ottilie hatte in einer alten, legendenhaft gehaltenen Chronik Genaueres über diesen Gaston gelesen; er war der ältere von zwei Brüdern die zu den treuesten Anhängern der ?)ork'S gehörten und mit Stolz ihre weißen Rosen trugen. In der Schlacht von Tewksbury wurde der jüngere Bruder, Richard, von den Feinden umdrängt, aber Gaston warf sich als lebender Schild den Drängern entgegen und ließ sich von ihnen buchstäblich in Stücke zerhaurn, dem Bruder zurufend, er möge sich derweil retten. Und Richard hatte sich gerettet; seiner harrte daheim eine jung« Braut und um ihretwillen hieng er am Leben. Aber als er nach Auri«l heimkehrte, standen am Portal drei in Trauer gekleidete Franengestaltea — seine und GastonS Mutter, Gastons junge Witwe und sein« eigene Verlobte — mit Flüchen und Verwünschungen empfirngen sie den Rückkehrenden; sie schalten ihn «inen elenden Feigling, und so bitter klangen diese Worte dem Un-seligen ins Ohr, dass er sich in sein eigenes Schwert stürzte. Ottili« freute sich, dass der junge Dragoner diesem Gaston glich — gewiss würde er gleich diesem auch sein eigenes Leben opfern, wenn es die Rettung eineS Bruders galt — er sah so edel und stolz auS! AuS der Halle inS Wohnzimmer hinüberschreitend, murmelte Ottilie leise vor sich hin: „Ob er wohl wirklich hierher kommen wird?" und Robert DouglaS, der si« verstohlen, aber um so schärfer beobachtete, meinte ihre Gedanken errathen zu können. AIS er am nächsten Nachmittag in Auriel erschien, fand er Ottilie vor dem Spiegel stehend und aufmerksam ihre eigene Erscheinung musternd. Er meinte in ihren Augen die Befriedigung über daS Bild, welches der Spiegel zurückwarf, zu lesen und als sie jetzt nach einem hellblauen Bande griff, welche« vor ihr aus dem Sopha lag und eS um ihre lockigen Haare wand, trat er rasch näher und fragte rauh: „Für wen schmückst du dich denn, Ottilie? Ich wusste gar nicht, dass du so eitel seiest I« Beschämt und erröthend trat Ottilie vom Spiegel zurück; DouglaS blickte sie forschend an und schalt sich dann ob seiner Heftigkeit. Weshalb ihr die Unbefangenheit rauben — weshalb sie auf Gedanken bringen, die ihr vielleicht noch völlig fern lagen? Rufst du einen Nacht-Wandler, der auf schmalem Dachfirst sicher einherfchreitet, plötzlich beim Namen, so erwacht er und stürzt erschreckt in die Tiese; hieran musste Douglas denken, als er Ottiliens bestürzte Miene sah und halb lachend sagte er jetzt: „ES war nicht so böse gemeint, Kleine — ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, dass du'S gar nicht nöthig hast, deiner Erscheinung durch ein Band oder eine Blume nachzuhelfen — du darfst mit deinem Aussehen zusrieden sein." Ottilie blickte ihn verwundert und sichtlich erfreut an — wenn Robert Douglas ihr sagte, sie dürfe mit ihrer Erscheinung zufrieden sein, konnte sie'S unbedingt glauben. Und während sie noch mit diesem Gedanken beschädigt war, klang der Hufschlag eines rasch näher-kommenden Pferdes an ihr Ohr und Ottilie fühlte eS am Beben ihreS Herzens, dass der Reiter Tom Mow-bray war!-- Wenn der junge Ofsicier die finstere Miene, mit der Robert DouglaS fein Erscheinen begrüßte, wahr-nahm, so bereitete diese Wahrnehmung ihm entschieden keinen Kummer, denn OttilienS Gesicht strahlte dafür um so freudiger, und auch der alte Moore blickte freundlich auf den jungen Gast, der sich als der zukünftige Besitzer von Auriel vorstellte und dessen frische Natürlichkeit den Alten sofort für ihn einnahm. Moore'S Ausforderung am NachmittagSthee theil-zunehmen, leistete Mowbray nur zu gern Folge und nach dem Thee bat er Douglas und Ottilie, ihn in die Halle und Galerie zu begleiten und ihm die HonneurS seines Stammschlosses zu machen. Douglas nickte grimmig — er hatte eS ja so kommen sehen und während die drei von Statue zu Statue, von Bild zu Bild schritten litt er innerlich Folterqualen, denn er sah, dass Tom Mowbray nur Augen sür daS junge Mädchen hatte und OttilienS Aufmerksamkeit und Interesse durch tausend kleine Kunstgriffe, die der abgefeimtesten Kokette würdig gewesen wären, zu fesseln wusste. Und nun lamett für Robert DouglaS bittere, qualvolle Stunden und Tage. — Tom Mowbray wusste nur zu oft Gelegen-heit zu einem Besuch in Auriel zu finden — er hätte blind sein müssen, wenn er OttilienS leuchtende Blicke bei seinem Erscheinen nicht gewahrt hätte. Douglas nahm sich hundertmal vor, gar nicht mehr nach Auriel zu gehen, allein wenn dann die Stunde kam, zu welcher er sonst dorthin aufzubrechen pflegte, zog eS ihn wie mit magischer Gewalt dem alten Herrenhause zu und allen festen Vorsätzen zum Trotz nahm er schließlich Hut und Mantel und machte sich auf den Weg. — Wie eine Befreiung von schwerer Qual, begrüßte er eines TageS Toms Mittheilung, dass der heftige Schnee-fall die Jagdgesellschaft gesprengt habe und er selbst am nächsten Tage nach dem Kontinent abreisen werde, um die Wintermonate mit seinen Eltern in Neapel zu ver. bringen. Ottilie war sichtlich bekümmert und auch der junge Dragoner trennte sich nicht leichten HerzenS von der „hübschen Kleinen*, wie er sie in Gedanken stetS nannte, doch versprach er, sich gleich nach seiner Rück-kehr von Italien nach Auriel und seinen Bewohnern umzusehen und mit dieser Verheißung schied er. George Moore vermisste nur ungern den heiteren Gesellschafter und Ottilie hatte öfters rothgeweinte Augen, aber Robert Douglas athmete erleichtert auf — er kannte Tom Mowbray zu gut, um nicht hoffen zu dürfen, dass eine Abwesenheit von einigen Monaten ihn Ottilie vergtssen lassen werde.--—-------- Selbstverständlich hatte Tom Mowbray, obgleich er anfänglich Ottilien? Bekanntschaft und Gesellschaft nur gesucht hatte, um jenem ersten „gestohlenen" KusS vielleicht einen zweiten, freiwillig gegebenen folgen lassen zu können, im Verlaufe der Wochen, in welchem er fast täglich Gast in Auriel war, keinen Versuch gemacht, seine Absicht zur Ausführung zu bringen. Je näher er Ottilie kennen lernte, desto klarer ward es ihm, dass seine MorgeneScapade von dnmalS mehr oder weniger die Bezeichnung einer Bru alität verdiene, und einer solchen mochte er sich nicht zum zweitenmale schuldig machen. Mitnnter freilich war er nicht weit davon ent-fernt gewesen, aber dann hatten gerade ihre Unschuld und verhältnismäßige Schutzlosigkeit seiner Leidenschaft Zügel angelegt, wenn er auch seit jener Zeit, da er znerst sür Lady Diana geschwärmt hatte, ein gut Theil seiner eigenen Unverdorbenheit eingebüßt hatte. Kurz vor seiner Abreis« von Holme-Part war Tom Mowbray seinem Ziel, daS Herz deS jungen, lieblichen Mädchens zu gewinnen — ein Ziel, welches für ihn selbst absolut nicht mit dem Wunsch« «iner späteren, endgiltigen Verbindung identisch war — insofern näher gekommen, als er es gewagt hatte, Ottilie zuzuflüstern, er liebe ste „mehr wie sein Leben", und al« sie dieS s Bekenntnis ohne anderer Erwiderung als die elncS heißen ErröthenS anhörte, ward er kühner und fragte, indem er den Arm um das erbebende Mädchen schlang: »Ottilie, mein Liebling, sage mir, ob du mich auch ein wenig lieb hast?" Aber Ottilie blieb stumm und so sagte er gekränkt: „Es scheint, du hast nichts für mich übrig, und so ist's wohl am besten, wenn ich gehe!' Jetzt zuckte sie zusammen und in ihrem scheu aus ihn gerichteten Blick lag liebliche? Erschrecken, aber immer noch schwieg sie. „So will ich meine Frage anders stellen, Ottilie," flüsterte der Officier leise, „soll ich gehen?" Jetzt endlich entrang sich ihren Lippen ein halber-stickteS: „Nein, nein!" „Ach, ich wusste es ja," jubelte Tom Mowbray, und als er jetzt seine Lippen auf die nicht widerstrebenden des Mädchens presste, erschien der trübe Decembertag beiden vom hellsten Sonnenschein durchflutet. Im nächsten Augenblick freilich fand dieser Traum ein jähes Ende, denn im Vorzimmer klang der schlürfende Schritt der alten Sally, und sich aus Tom Mowbray's Armen reißend, eilte Ottilie hinauf in ihr Zimmer. Sie kam auch nicht wieder zum Vorschein, so lange er noch im Hause verweilte — als er aber nach etwa einer halben Stunde davon ritt, stand sie oben am Fenster ihres ZimmerS und der Blick, mit dem sie dem statt-lichen Reiter nachsah, war an sich selbst eine schüchterne Liebkosung.-- Siebzehntes Kapitel. Wie eS seine Absicht gewesen, verbrachte Tom Mowbray seinen mehrmonatlichen Winterurlaub in Neapel bei seinen Eltern; sein Vater hatte sich wieder völlig erholt und als Tom andeutete, er hege die Hoffnung, eine der Töchter Lord Orme's werde seine eventuelle Werbung nicht ungünstig aufnehmen, knüpften die kurz-sichtigen Eltern an diese hingeworfenen Worte die weit« gehendsten Hoffnungen. Wenn Tom eine pccuniär günstige Heirat schloss, durften sie (ihrer Ausicht nach) hosten, in absehbarer Zeit nach England heimkehren zu können und als der junge Officier mit Beginn der Londoner Saison, im März, nach England zurückkehrte, schärfte ihm der Vater dringend ein, jetzt von allem weiteren „Courmachen" abzusehen und sich einzig und allein um Amalie oder Rosa Orme — welche von beiden er er-rang, erschien in Anbetracht deS gleichen Vermögen« und des gleichen Mangels an Schönheit durchaus neben-sächlich — zu bekümmern. Die Mahnung ließ Tom Mowbray im Stillen lachen, er selbst wusste am besten, wie mäßig seine Aussichten auf Erfolg bei den be. rechnenden Schwestern waren, aber sewe geschickt hin-geworfene Andeutung hatte ja auch nur den einzigen Zweck verfolgt und — erreicht, da» IahrgeN», welche» der Vater ihm als ZuschusS zu seinem Gehalt zahlte, für diesmal um daS Doppelte zu erhöhen und mehr war einstweilen nicht nöthig. „Ein Glück, dass der Alte nichts von der in Auriel angesponnenen Liebelei ahnt," murmelte Tom vor sich hin, während er am Morgen seiner Abreise ein eiliges Frühstück einnahm; Herr Mowbray »en. hatte nämlich den Sohn aufgefordert, sich bei seinem nächsten Besuch in Holme-Park doch einmal nach dem Stammsitz der Familie umzusehen und diese Aufforderung, an welche sich eine Bemerkung über George Moore knüpfte, erinnerte Tom an Ottilie, die er so lange nicht gesehen und nach deren frischer Lieblichkeit er sich schon gar manchmal gesehnt.-- Nach England zurückgekehrt, kam Tom Mowbray freilich zunächst nicht dazu, nach Holme-Park zu gehen; von weiterem Urlaub konnte einstweilen für ihn keine Rede sein und außerdem verbrachte Herr Airdale den Sommer und einen Theil des Herbstes in Schottland und kehrte erst zu End« Oktober heim. Sobald er aber wieder in Holme-Park ansässig war, erschien auch Tom Mowbray dortselbst und Robert Douglas, der während Toms Abwesenheit frei aufgeathmet hatte, be-gann aufs Neue besorgt zu werden, als er von Ottilie erfuhr, der zukünftige Bescher von Auriel sei wieder dagewesen. DasS eS Tom nicht bei diesem einem Besuch bewenden lasfen werde, war für Douglas nicht fraglich und dazu eben dieser Zeit Umstände eintraten, welche ihn für einigt Wochen nach London riefen, beschloss er nochmals eine Mentorrolle aufzunehmen und ein ernsteS Wort mit dem leichtsinnigen Dragoner zu sprechen. Als er am Nachmittag nach Auriel gieng, hegt« er die Ueberzeugung. Tom dort zu treffen und wirklich fand er ihn bereits behaglich im Wohnzimmer installiert und mit Moore, der im Laufe der letzten Wochen recht schwach und elend geworden war, plaudernd, während Ottilie den Theetisch deckte. „Ich komme, um Abschied zu nehmen," sagte Dou-glas, nachdem er alle begrüßt hatte. „Abschied?" wiederholte Ottilie erstaunt, „doch hoffentlich nicht für lange, Robert?' „Meine Abwesenheit dürfte immerhin einige Wochen währen," entgegnete DouglaS, glücklich in der Idee, dass sie ihn vermissen werde. „Ach wirklich — wie leid thut mir'S für Vater." sagte daS Mädchen unbefangen, „Ihre Besuche sind seine beste Unterhaltung. Robert." DouglaS bisS sich auf die Lippen, George Moor« aber sagte trübe: „Wer weiß, ob Sie mich noch finden, wenn Sie wiederkommen, Robert — ich glaube manchmal, ich mach's nicht mehr lange." (Fortse»ung sslgt.) Belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres etc. V« war einmal. „ES war einmal", manch' Märchen hat Den Ansang uns gebracht. Erinnerungsvoll benft man zurück An tausend — eine j)!acht. ES war einmal, da» tönt inS Ohr wie aus verllungner Zeit. Und wehmutsvoll träumt man von Glück, Bon Lied' und Herrlichkeit. Wa» früher man als Märchen kannt' Nennt heule man Roman. Doch di» Geschichie heulzulag, Sie ist kein leerer Wahn. Biel Wahrheit ist'S, nicht Phantasie. Was ostmal« ang.sührl. Und UeSl man drin- »Es war einmal" Ist's gestern erst passiert. ^ InS Album. DaS ist die »echte Ehe. Wo zweie find gemeint. Durch alles Glück und Wehe Zu pilgern treu vereint: Der eine Stab des andern Und liebe Last zugki-T, Gemeinsam Rast und Wandern. Und Ziel va« Himmelreich. Geibel. O Wenn auch der Held sich selbst genug ist. Perbunden gehl es doch geschwinder: Und wenn der Ueberwundne klug ist, Gesellt er sich zum Ueberwinder. Goethe. Die beste Saatzeit für dir Erbsen liegt zwischen Ende Mär» bis etwa zum 10. April. Echnellwachfende Erbsensorien (Früherbsen ic.) können aber auch dann noch lohnende Ernten dringen, wenn sie anfangs Mai gesäet werden. Die frühen Eaalen bringen die meisten und voll> kornmenslen Körner. Man lasse sich hieduich aber nicht versühren, die Erbsen eher zu säen, biS man den Boden wirklich gut bearbeiten kann, ästn Saaierbstn hat man im Durchschnitt zu nehmen: bei breit-würsiger öaat 250, bei Drill oder Reihen-saat lS0 Liier pro Hektar. Bei leichleren und trockenen Böden vertragen die Erbsen »war eine Bedeckung von >S Eemimrier, aber eS ist dennoch nicht ralhsam, sie über etwa S Eentimeler lies unterzupflügen. Aus seuchtem uns schwerem Booen sagt e» den E'b'en besser zu, wenn sie gründlich unter qeegt, als wenn sie tiefer untergebracht werden. Bei Drillsaat haben die Reihen SS bi» 40 Centimeler von einander ent-jernl zu sein. Um daS Lager der Erbsen zu verhüten, säe man etwa '/, deS GewichtS der Srbjensaat an Pferdebohnen mii au«. Kitt für zerbrochene Cigarre»-spitze» auS Bernstein. Zerbrochene Cigarren- oder Pfeisenfpitzen (Mundstücke) au« Bernstein kann man durch eine fiirup-dicke Lösung von hartem kopal in Schwejel-älher zu killen versuchen. Man reinigt die Bruchstellen von dem anhaftenden Zabakssaft und anderen Unreinigkeiten mit Weingeist ilnler Anwendung einer Jedersahne. bestreicht sie mit obiger Kopal-lösung, drückt sie mit der Hand sest zu-sammm oder verbindet sie, wenn thunlich, mit geeigneten Bindemiiteln. Da der Aelher rasch rerdunstet, so mus« schnell gearbeitet werden. Etwa auslreiender Kill mus«, so lange er roch weich ist, vorsichlig abge. wischt werden. Nach einigen Tagen ist die Killung halldar. Kitt für Aquarien, Wafserbe-Halter. Ein höchst wirksamer Eement, um Lecke in Wasseibehällern. Aquarien:c. zu stopfen, kann aus folgende Weise hergestellt werden: Man nehme Bleiglätte, seinen weißen Sand, gebrannten Gyps, von jedem drei Gramm und feingepulver-les Harz ein Gramm (oder von jedem verhältnismäßig mehr). Diese Bestand theile weiden forgiäliig gemischt und mit gekochtem Leinöl, dem etwas Siccaliv bei gesetzt ist, zu einer dreiähnlichen Masse gemacht, welche tüchtig gerührt wird und 4-5 Stunden stehen muss, bevor sie gebraucht wird. In Wasser nnldSlicher Leim wird durch Mischung von Leim und Leinöl her-gestellt. Guter Leim wird mit Wasser über-gössen: man lässt denselben einige Zeit ziehtn, doch nicht so lange, das« er gallert-artig wird. Dann gießt man Leinöl über denselben und erhitzt, bi« der Leim gelöst ist. Dieser Leim wird nach dem Trocknen sehr hart und soll unempfindlich gegen Feuchtigkeit sein. Zsettflecke» auf Sammet lassen sich durch ein winig Terpentin entsernen, welches aus den Fleck gegossen wird; dann reibt man schars mit einem Stück reinen, trockenen Flanell Man wiederholt das Verjähren, wenn es nöthig ist, und hängt den Stoss an die Lust, damit sich der Ge-ruch verstüchlek. Das« die L'leanderblätter giftig find, wissen wohl die wenigsten unserer Mütler und Hausfrauen. Ein Vorkommnis der neuesten Zeit mag dies beweisen. Das Töchterchen eines Arztes spielte kürzlich in der Nähe eine» Oleanders. Bald daraus erkrankte es bedenklich und starb binnen wenig Tagen, ohne dass man sich den so plötzlichen Tod der Kleinen sofort zu erklären wusste. Da ergab die vom Bater selbst vorgenommene Obduclion das Bor-Handenlein von Ueberresten einiger Ole-anderbläiter: das Kind hatte dieselben ge-pflückt, zerkaut und verschluckl. Dies zur Warnung für die Mütter: mögen sie den Kindern einschärfen, die Oleander über» Haupt nicht zu berühren I feierliche« Geleite. Der Kapell-meistert „Maestoso! de« is doch aTrauermarsch ! Ihr spielt S ja Vivace, als wollt' Ihr a Schwiegermutter begraben!" Doch! Fremder: „Habt Ihr denn hier am Ort gar keine Sehenswürdigkeiten?" — Bauer: „DöS schon — den Schuster-sepp sei Refi, die hat an Schnurrbartl" tfr kennt ihn. Herr: „Wieviel Wein ist noch da, Jean," — Diener: „Zwei, undsiebzig Flasche» habe ich gezählt!" — Herr: „Haben Sie gezählt, wie Sie aus dem Keller kamen, oder wie Sie hinein-giengen?" Eine Anregung. Frau: «Schon wieder kommst du erst um 1 Uhr nach Haufe. Weshalb bleibst du nicht lieber gleich bis zum lichten Morgen in der Kneipe?" — Mann: „Hm. die Idee ist so schlecht »ich,? Ich werde die Sache mal in Erwägung ziehen!" Richtig. Lehrer: „Fritz, sage mir ein-mal, wa» du vom Kameel weißt. Wo ist e« zuhause?" — Fritz: „Da« Kameel ist nie zuhause — da» laust immer in der Wüste umher." Sine erfahrene Frau. „Du, Tante, ich glaub', heute wird Herr Knauer kommen und um meine Hand anhalten. Soll ich ihm das Jawort geben?" — „DaS kommt daraus an, mein Kind. Wirbt er sehr stürmisch, so bittest du um einige Tage Bedenkzeit — scheint er dir lau oder jwei>elhaft, dann greifst du ohne Bedenken gleich zu!" Gedankensplitter. Die Titel geben meistens an, was einer se>n — sollte. Wenn Frauen Räthsel ausgeben, wird ost der Mann ausgelöst. mtiuiinri - - ►-» V- Seite x 2>m. Kundmachung. Der Gemeinde-Ausschuss hat in seiner Sitzung vom 1. März I. J. in Hamdhabung der Ortspolizei gemäss § 26 des Gesetzes vom 21. Jänner 1867 Ij.-'G.- u. Vdgs-BL Nr. 7. nachstehende Anordnungen getroffen: Das Aashängen und Auslegen von Waren aller Art auf Strassen und Piättzen, sowie unter den Uausthoren ist aus Sicherheits- und fenerpolizei-licbien Rücksichten verboten. Das Aushängen und Auslegen von Waren darf nnr in geschlossenen Sch aukästen, deren Anbringung den Polizei und Bauvorschriften entsprechen muss, stattfinden. Ebenso ist jeder Verkauf unter den Hausthüren und Einfahrtstboron untersagt. Auf die festgesetzten Jahrmärkte hat dieses Verbot keine Anwendung. Dawiderhandelnde unterliegen einer Geldstrafe bis zu 100 K, event, einer Arreststrafe bis zu 10 Tagen. NlndtMillt C1II1, am 6. März 1901. £804 Der Bürgermeister: StiCser m. p. Ich gebe hiemit meinen geehrten Hunden be-.bannt, dass mein Sicilianer Flaschen -Wein weiss nnd roth wieder bei mir, Bahnhofgasse 5, zu haben ist. ™__Josef fwt'eeo. Werksarztenstelle. Beim Kohlenwerke Trifail ist die Stelle eines Werksarztes xu ibesetzen. Mit diesem Posten sind verbundsn ein Jahresgehalt von 3740 K, frei» Wohnung, Beheizung und Beleuchtung laut .Normale. Diplomierte, ledige Aerzte, welche eine mehrjährige Praxis inabtesonders auf dem Qebiete der Chirurgie and der Qeburtshilfe und di» vollkommene Kenntnis der slovenischen Sprache nachweisen können, wollen ihre gehörig belegten Competenzgesuche unter Angabe der bisherigen Thätigkeit, des Alters, Standes und Zeitpunktes des eventuellen Dienstantrittes bis längstens 1. Juni d. J. bei dem Vorstande der Bruderlade Trifail in Trifail einbringen; Herren gesetzten Alter» bevorzugt. Trifailer ßruderlade. 58112 Wohnung veroiiden. Im Sparcassegebttude ist eine schöne Wohnung, im III. Stock, mit 3 Zimmern, 1 Küche, 1 Speiskammer nebst Zubehör ab 1. März zn vermieten. 57*28 lilipp. versuGk©t*t© [lablührende-EilleiV welche seit Jahren bewahrt and von hervorragenden Aeutcu aalsleicht abführendes lösendesMittel empfohlen werden, ststf.ren nicht ili- Verdauung, sind vollkommen unschädlich. Der verzuckerten Form wegen werden diese Pillen selbtt vou Kindern geru genommen. E Eine Sehachtel, 16 Pillen enthaltend, kostet 15 kr., eine Rolle, die 8 Schachteln, | demnach 120 Pillen enthält, kostet nur 1 11. 6. W. Mn« TTavlonrvsi „PhilippKenstein'g"abfahrende Pillen". ilLOiU V Dj lclll^ ü Nur echt, wenn jede Schachtel auf der K6ckseite mit unserer gesetzlich protokollierten Schutzmarke .Heil. Leopold" in rothschwarzetu Druck versehen ist. 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