^ll. 234. Donnerstag, 12. October 1«93._______________112. Jahrgang. «°nMhrin n ??^^"5^ ^^ Postverlc » bung: «anzjiihrw fi, lb, halbi«hrl a fl, ?'b«. Im C o m p t o i r: t,ei,f^''l. halb,ähl!g fl, 5 5U, ssllr die Zustell.m,, in« Hm>« aanMrin fi, !. - Insect<°nsntbnr: Für b!« z>, 4 Zeilm 25 lr„ grüßrrc per Zettc « lr.: bei öfteren Wicderholui.grn per Zeile 3 li. < Die «Lllib. Ztg.» crlcheint täglich, mit Ausnahme der Tonn» und Feiertage. Die Ndwiniftration befindet sich lonaiellplav Nr, 2, die Nedactiou Nahnhosgasle Nr. l5, Sprechstunden der Redaction von 8 bi« ^1 Uhr vormlttaa« und vl»! 8 bi« 4 Uhr nachmittags. — Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen, Manuscript« nicht zurilckgcNellt. Umtlicher HM. M^> k- und l. Apostolische Majestät haben mit Ca 3M3 Entschließung vom 11. August d. I. die Eh"? ""im Sedlnitzky von Choltic zur .^"^ des k. k. adelig-weltlichen Damenstiftes geruht '" ^^nn allergnädigst zu ernennen Aeuk^n'V?!!"^ des kaiserlichen Hauses und des consuls - '^ "°" dem leitenden k. nnd k. General-PickerinI 3 ^"lubay verfügte Bestellung des Charles Hoint >?, 3^ley zum k. und k. Consnlaragenten in oe Galle ge^chmigt. PrM^c^nister für Cultus und Unterricht hat den W°in!u, Kb ?^"^ °" ber Staatsrealschnle in Trieft Anstalt ern'^"l ^m wirklichen Lehrer an dieser SuppA^uister filr Cultus und Unterricht hat den Nur che? °" " Staatsrealschule in Trieft Friedrich ^"slalt «nan 4 ^"^ provisorischen Lehrer an dieser Nichtamtlicher Mil. N Der Reichsrath. ^"e ThI,aS^?""licher Pause hat der Reichsrath "etenhauz ?st ^ ^" aufgenommen. Das Abgeord. .l" neuen <3«ss' Astern zu stiner ersten Sitzung in ^!"n der Sik..« ^schnitte zusammengetreten. Zu Be-Mident ^ ^ ^ Abgeordnetenhauses widmete der Ü"kn warm.. cn^5^"benen Abgeordneten Vrylinski Mumech ?i,^?chruf. Sodann nahm Freiherr von "'Der L<,n?« selobung der neuen Abgeordneten ^H^N^esvertheidigungs-Minister legte die Landauf der ^; ""'gen einleitenden Bemerkungen vor, !?He und ^"°",znnnister den Staatsvoranschlag über-^ber den w.i?'"^" M't einem Exposö einbegleitete, ^len di«.. sl"" verlauf der denkwürdigen Sitzung Mnde. Felgen ^^ ctuhischen Meldungen nähere ?t. is"sAbruck, den der Staatsvoranschlag hervor-. lvird d?s yl « " "ften Blicke ein sehr günstiger, und "e der Steuereingänge für die Mo- ? °ls n^3.August d. I. von den Wiener Vlät-^r Bess,s.. ""^^" stetig fortschreitender wirtschaft-5>^^un .^ ^^^^^ Befriedigung begrüßt. Der Ertrag der directen Steuern und indirecten Abgaben in der Zeit vom 1. Jänner bis Ende August 1893 ist folgender: Bei den directen Steuern belief sich die Vrutto-Einnahme auf 73,156.563 fl., die Ausgabe auf 2,703 460 fl., der Reinertrag auf 70.453.103 Gulden, d. i. mehr als im Vorjahre 778,515 fl. Alle Arten der directen Steuern haben an diesem Mehrertrage entsprechenden Antheil, nur die «Verzugszinsen von rückständigen Steuern» weisen ein «Weniger» von 20.772 fl. aus. — Die Gesammtsummen der in-dirccten Steuern weisen nach: Einnahme 206,296.257 Gulden,Ausgabe42,815.346fl.,Reinertrag 163.480.911 Gulden, d. i. gegen das Vorjahr mehr 10,562.981 fl. Mindererträgmssc kamen vor bei: Wein- und Moststeuer (310.724 fl.), Verbrauchsabgabe von Zucker (166.285 Gulden), Vcrzehrungssteuer von sonstigen Verbrauchs-gegenständen (90.787 fl.), Nebemn'büren und dergleichen (8001 fl.), Mauten (502.297 fl.). Aus den «Anmerkungen» zu der ziffermäßigen Darstellung geht hervor, dass die «Mindererträge, wirtschaftlich unbedenklich sind, indem z. B. der Ausfall an Wein- und Moststeuer dem nur infolge der höheren Weinpreise verringerten Consum zuzuschreiben ist, wogegen eine stetige Zunahme des Aiervcrbrauches stattgefunden hat und der Ausfall an Verzehrungssteuer fast zur Gänze die Linienverzehrungssteuer in Wien für Geflügel, Wild und Fifche betrifft. Die «Presse» schreibt: «Der publicierte Steuer-ausweis ist nicht nnr deshalb von Interesse, weil er ein Bild von der Steuer- und Consumtionskraft der Bevölkerung entwirft, sondern er ist auch mit Rücksicht auf die zu gewärtigende Einbringung des Staats-voranfchlages für das Jahr 1894 von Wichtigkeit. Denn die Resultate, welche gegenüber den Ansätzen des Finanzgesehes bei den directcn Steuern und indirecten Abgaben erzielt wurden, bieten eine wertvolle Handhabe znr Beurtheilung der Reellität, welche in Bezug auf die Veranschlagung der Steuereingänge von Seite des Finanzministers beobachtet wird. Nach beiden Richtungen hin ist der Steuerausweis geeignet, besondere Befriedigung hervorzurufen. Sowohl bei den directen Steuern als auch bei den indirecten Abgaben ergibt sich ein höheres Mehrerträgnis, als dasselbe in dein Finanzgesetze vorgesehen war, und namentlich bei den letzteren erreicht dasselbe die überaus stattliche Niffer von 10 5 Millionen Gulden. Wenn man erwägt, dass die Volkswirtschaft im laufenden Jahre unter'dem Drucke mannigfacher ungünstiger Momente zu leiden hatte, so ist dieses Ergebnis ein umso er» freulicheres und fällt dasselbe umso schwerer in die Waaschale.» ________ Das «Fremdenblatt» sagt: «Der Ertrag sowohl der directen Steuern als auch jener der indirecten Abgaben weist wieder eine erhebliche Zunahme gegenüber dem gleichen Zeitabschnitte von 1892 auf. . . Die Erträgnisse aus den Gefallen bilden eine zufriedenstellende Signatur der national - ökonomischen Entwicklung... . Man kann demnach den Steuerausweis wohl als ein gutes Omen für die Budgetvorlage deuten.» In der «Neuen freien Prefse» heißt es: «Der Ertrag der Steuern war im höchsten Maße befriedigend. Schon in den ersten acht Monaten ergibt sich im Vergleiche mit der entfprechenden Periode des Jahres 1892 eine Steigerung des Einganges bei den directen und indirecteu Steuern von 11 34 Millionen Gulden. Wir können uns an keinen Fall aus den letzien Jahren erinnern, in welchem ein gleich rapider Aufschwung der Staatseinnahmen hätte ausgewiesen werden können. Dabei kommen mehrere Umstände in Betracht, welche das Ergebnis noch günstiger erscheinen lassen. Die Herbstmonate sind für den Fiscus sehr wichtig, und falls sich kein plötzlicher Rückschlag eingestellt hat, so muss das Plus der Einnahmen bis zum Schlüsse des Jahres noch bedeutend wachsen... . Der Steueraus-weis zeigt aufs neue, dass sich der österreichische Staatshaushalt in einer günstigen Entwicklung befindet. Ein gutes Budget war die bedeutsame Voraussetzung der Valutaregelung; der bisherige Verlauf des Jahres 1893 hat gezeigt, dass diese Voraussetzung durchaus richtig war.» Das «Neue Wiener Tagblatt» bemerkt: «Die Mehreinnahmen sind in diesen amtlichen Publicationen schon seit Jahren eine ständige Erscheinung geworden, und so begegnen wir auch diesmal dem namhaften Plus von 11,341.496 st. gegen die entsprechende Periode des Vorjahres. Dabei ist die Stenereinhebnng erfreulicherweife eine leichtere geworden, denn an Verzugszinsen von rückständigen Steuern giengen um 20.772 fl. weniger ein.» Das «Extrablatt» äußert sich folgendermaßen: «Ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Gesundheit Oesterreichs dürfte das Exposö des Finanzministers darbieten, für welches der Ausweis über die Steuererträgnisse vom 1. Jänner bis 31. August d. I. ein golden klingendes Vorspiel bedeutet. Nach diesem Ausweise haben die Eingänge aus sämmtlichen Staatssteuern in den ersten acht Monaten des Jahres um nahezu 11'/« Millionen Gulden mehr ergeben als in der gleichen Periode des Vorjahres. Und dieses überraschend günstige Resultat ist nicht etwa dem Anziehen der Steuerschraube zu verdanken, sondern der gesteigerten Con-sumtion der Bevölkerung. So hat die Biersteuer einen Feuilleton. Vom Geruchssinne der Frauen. der höheren Cultur ist die ge. ^chlech^z '^denheit des männlichen und weiblichen Klker u^' ^ tiefer wir in der Stufenleiter der Mde find?« . "" herabsteigen, desto weniger Unter-!" der lör?^" m der Kleidung. Arbeit, Lebeusweife, " beides mH?5"twicklung und geistigen Verfassung "" rassm??^r. Aber auf den höchsten Spitzen !°'Ne Un U"5" Cultur entdecken wir tausend kleine ^ phhsiV >' lauter blank geschliffene Gegenpole ? und geistigen Lebens, und Mch "^°e Netz von elektrischen Funken, die unanf-MiMt ^ '^" bin und her schießen, verleiht der Men 3W. F^'aMen Cultur ihren zartesten, sub-n^chheit >?' ?le Thoren, die von einer absoluten ^ °usa°s?" beiden Geschlechter fabelten, sind so gut . Muna?tt ?.'' sowohl in körperlicher wie geistiger A Neik '' b'e starke Verschiedenheit zwischen Mann 'M. Vik'" b" enropäischen VöltVrgemeinde an-^"n°en.. "lt jetzt beginnt man feinere Unter-^ autzers?"^ellen. Wie sollte es möglich sein, dass ^lzeua/ ^"l und verwickelt gearbeiteten Sinnes-^h"na n ^ f"r so viele kleine und große Ab- ^hrt ^'?"" geben, von der Verschiedenheit un-urvlieben wären? Sind die möglichen Varia- tionen in einer kleinen Genfer Damentaschenuhr doch weit zahlreicher als die in einer Thurmuhr von meter-aroßen Rädern und pfundschweren Klöppeln. Die aller-oberflächlichste Betrachtung genügt, um einige augenscheinliche Unterschiede zu bemerken. Der Gefühls'sinn ist zweifellos feiner bei den Frauen organisiert. Er befähigt sie zu jenen minutiösen Nadelarbeiten, welche die Männer mit einem aus Bewunderung und Andacht aemischten Gefühle betrachten. Ueber die Werkzeuge des Hörens und Sehens sind noch keine vergleichenden Untersuchungen angestellt worden; dagegen ist die Frage in Bezuq auf den Gefchmacksstnn längst zugunsten der Männer entschieden. Selbst dle culinarische Kunst, obwohl die Frauen in lhr vorzugsweise ihre Lebens-anfaabe suchen, ist in ihrer höchsten Entwicklung das lmbewitbare Monopol des starken Geschlechts. Die Köchin arassiert in den Niedernngen dieses Gebietes; auf den'erhabenen Höhen der Kochknnst thront allein der Koch. Wie viel Frauen gibt es die sich eines wirklichen ^Weinverstandes» rühmen können? In allen Ländern nur sehr wenige. Die Franzosen kmnen allen« falls eine «Gourmande», aber fur emeu weiblichen «Gourmet, fehlt es sogar an der grammatischen Form. Und die Deutschen besitzen dafür umsoweniger eine, als sie auch keine für die männlichen Species haben. «Feintrinkr» in Analogie von «Feinschmecker» existiert nicht; ein Beweis vielleicht, dass es uns im Punkte des Trinkeus mehr alls die Quantität als auf die Qualität ankommt. Ueber den Geruchssinn endlich sind vor kurzem eingehende Untersuchungen in Amerika von den Professoren Nichols und Bailey angestellt und der «Gesellschaft zur Beförderung der Wissenschaften» mitgetheilt worden. Die beiden genannten Physiologen wählten zu ihren Versuchen eine Anzahl von stark riechenden Substanzen, wie Nelkenessenz. Knoblauch'Extract, Blausäure, Cyankalium u. s. w. Von jeder dieser Verbindungen nahmen sie eine bestimmte Menge, lösten sie in Wasser auf und verstöpselten sie in einem sorgfältig präparieten Flacon. Dann stellten sie mit denselben Substanzen Lösungen von halb so starker Concentration wie die ersten her und füllten sie in ganz gleich ausfehende Flacons. Daranf wurden die Lösungen wieder um die Hälfte schwächer gemacht und eine dritte Reihe von Flacons präpariert nnd so weiter, bis jeder Geruch zu verschwinden schien. War zum Beispiel in der Knoblauchreihe ursprünglich ein Centigramm des Extractes in einem Liter Wasser gelöst, so enthielt die Lösung des zweiten Knoblauchflacons nur ein halbes, die des dritten nnr ein viertel, die des vierten nur ein achtel Centigramm Extract auf ein Liter Wasser u. s. w. Schließlich wurden alle Flacons verkehrt auf dem Boden etikettiert, mit Namen wie Procentsatz der Lösung versehen,, bunt durcheinander gemW und nun einer Reihe von Versuchspersonen überantwort, welche nach dem bloßen Gerüche die Flaschen in ihrer richtigen Reihenfolge aufstellen sollten. Diese sehr einfache Methode ergab zunächst ganz wunderbare Unterschiede des Geruchs- Lttidacher Zeitung Nr. 234. 2002 12 Dctober 1893. Mehrertrag von über 1.1 Millionen, der Ertrag aus dem Tabakgefälle einen solchen von über 3-4 Millionen, jener aus dem Salzgefälle von nahezu einer halben Million Gulden geliefert. Das sind Ziffern, welche die Erhöhung der Consumtionsfähigleit, das ist des wachsenden Wohlstandes der Bevölkerung Oesterreichs, auf das unzweideutigste illustrieren.» Die «Deutsche Zeitung» sagt: «Das Bild, das von dem Stande unserer Finanzen entrollt wird, ist außerordentlich günstig. Ein Ueberschujs von 11-34 Millionen Gulden in den Steuereingängen während der ersten acht Monate des Jahres legt in einer gewissen Beziehung Zeugnis ab von der entsprechenden Entwicklung unserer Voltswirtschaft... Der Reichsrath wird jedenfalls von dem Stande der Steuererträge angenehm überrascht sein.» Im «Vaterland» heißt es: «Die directen und indirecten Steuern haben zusammen ein um 11,341.496 Gulden höheres Reineiträgnis geliefert als in der gleichen Periode des Vorjahres. Diese Summe erhöht sich noch, wenn auch das gleichfalls erhöhte Erträgnis des Zollgefälles (im ganzen netto um etwas über vier Millionen) dazu gerechnet wird.» Die «Oesterreichische Volts-Zeitung» schreibt: «Bei der Untersuchung der einzelnen Steuer-Kategorien, welche zu dem so überraschend hohen und sehr erfreulichen Mehrertrage beigetragen haben, gelangt man zu der befriedigenden Wahrnehmung, dass dieselbe zumeist auf die Steigerung von Verbrauchsabgaben zurückzuführen ist. Daraus ergibt sich, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bevölkerung einen normalen Entwicklungsgang nehmen und demzufolge eine erhöhte Eonsumtionsfähigkeit zur Folge haben.» 5 Das eingebrachte Gesetz, betreffend die Bestellung der staatsanwaltschaftlichen Organe bei den Bezirksgerichten, lautet: § 1. Die Verrichtungen der Staatsanwaltschaft bei den Bezirksgerichten am Sitze eines Gerichtshofes werden durch Beamte der Staatsanwaltschaft oder des Gerichtes oder der landesfürstlichen Polizeibehörde ausgeübt. § 2. Außerhalb des Sitzes eines Gerichtshofes werden die Verrichtungen der Staatsanwaltschaft bei den Bezirksgerichten durch vom Oberstaatsanwalt ernannte staatsanwaltschastliche Functionäre und deren Stellvertreter ausgeübt. Die Stelle eines staatsanwalt-schaftlichen Functionary und eines Stellvertreters desselben sind unbesoldete Ehrenämter. § 3. Wenn bei einem Bezirksgerichte außerhalb des Sitzes des Gerichtshofes die Bestellung eines staatsanwaltschaftlichen Functionä'rs, beziehungsweise Stellvertreters, in Gemäßheit des § 2 nicht erfolgen kann, und die staatsanwaltschaftlichen Verrichtungen auch nicht durch Beamte des Gerichtes oder der politischen Behörde ausgeübt werden können, ist die Gemeinde, in welcher das Bezirksgericht seinen Sitz hat, verpflichtet, die staatsanwaltschaftlichen Functionen durch eine von ihr bestellte, geeignete Persönlichkeit versehen zu lassen. Die von der Gemeinde zu diesen Verrichtungen Berufenen bedürfen der Bestätigung des Oberstaats-anwaltes. Diesem Gesetze zufolge werden die remunerierten staatsanwaltschaftlichen Functionäre, welche dem Staats» schätze jährlich 100.000 fl. Kosten verursachten, aufgelassen. Das Gesetz, betreffend die Einreihung eines Theiles der Bezirksrichter in die VII. Rangsclafse, lautet: § 1. Bei den auf Grund des Gesetzes vom Uten Juni 1868, R. G. Bl. Nr. 59. organisierten Bezirksgerichten sind für ein Dritthnl der für jeden Oberlandesgerichtssprengel jeweilig systemisierten Vezirks-richterstellen Landesgerichtsräthe als Gerichisvorsteher zu bestellen. § 2. Ergibt sich bei Ausmittlung obigen Drittheils ein durch drei nicht theilbarer Rest, bleibt letzterer unberücksichtigt. § 3. Die Ernennung zu Landesgerichtsräthen bei Bezirksgerichten ist unabhängig vom Dienstorte. Bei dem Bestände von 843 Bezirksgel ichten stellt sich das nach den einzelnen Oberlandesgerichtssprengelu ermittelte Drittheil der Zahl der Bezirksrichter auf 277 und der Mehraufwand für Gehalte und Activitäts-zulagen bei der ersten Durchführung auf ungefähr 73.000 Gulden, welcher Betrag schon in der weit größeren Ersparnis des Aufwandes für die staatsanwaltschaft-lichen Functionary bei den Bezirksgerichten seine Deckung fände. Politische Ueberficht. Laibach, 11. October, Das Abgeordnetenhaus brachte gestern ein großes, völlig unerwartetes Ereignis: Seine Excellenz der Ministerpräsident Graf Taaffe hat dem Abgeordnetenhause einen Gesetzentwurf, betreffend die Erweiterung des Wahlrechtes, eingebracht. Den Inhalt des Entwurfes haben wir gestern skizziert. Das Wichtigste an dieser Neuerung ist der Wegfall des Fünf. Gulden-Census und die Anerkennung des Princips, dass jeder Staatsbürger, der, sei es die Blutsteuer leistet, sei es im Wege indirecter Steuerleistung zu den Lasten des Gemeinwesens beiträgt, zum Zahlrecht auch das Wahlrecht erlange, wenn er einen gewissen Bildungsgrad erreicht hat. Die Reform bedeutet einen großen Fortschritt nach der Seite der Ver» allgemeinerung des Wahlrechtes. Das unerwartete Er« eignis der Vorlage dieser Reform wirkte im Neichsrathe geradezu sensationell. Die Vereinigte deutsche Linke hielt gestern Sitzung. Es wurden die neugewählten Abgeordneten Baron Rudolf Doblhoff und Stefan Richter in den Club aufgenommen. Ferner wurde beschlossen, nach der Clubberathung über den Prager Ausnahmszustand die Frage der Wahlreform und der politischen Vertretung der Arbeiter im Club zu berathen, woran sich dann eine Besprechung der Ergebnisse der Gewerbe-Enquete zu schließen hätte. Wie angekündigt wurde, sind vorgestern abends in Wien sechzehn socialdemokratische Versammlungen abgehalten worden, in welchen das allgemeine Wahlrecht Gegenstand der Verhandlung war. Sämmtliche Versammlungen sind ruhig verlaufen, trotzdem sie sehr zahlreich besucht waren. Die Gravamina! - Debatte im ungarischen Abgeordnetenhause schleicht mühselig dahin. Die Opposition hat den Misserfolg erreicht, der vorauszusehen war. Sie hat unnüthigen Staub aufgewirbelt, der weder die Majorität noch die öffentliche Meinung im Lande zu interessieren scheint. Ohne Zweifel hat das Ansehen der Regierung durch diese Debatte gewonnen und es haben sich — wie der «Magyar Ujsag» ganz richtig constatiert — sichtliche Zeichen der Desorganisation auf Seite der oppositionellen Parteien bemerkbar gemacht. General Brialmont, der 72jährige Abgeordnete der Stadt Brüssel, hat während der Parlamentsferien den vollständigen Plan einer belgischen Heeresreform ausgearbeitet, den er in der bevorstehenden Kammer- spssion in Form eines Gesetzentwurfes einzubringen be> absichtigt. Ganz Spanien, so wird der .Köln. Zeltung' aus Madrid geschrieben, hallt von den bei Mlllla ge' wechselten Schüssen wieder. Die Presse, ohne Ausnahme der Partei, von der äußersten Rechten bis zu oen Blättern Zorilla's. verlangt in den heftigsten Ausdrucien ein sofortiges und kräftiges Vorgehen. , Gegenüber den mehrfach in der deutsche Presse aufgetauchten Nachrichten über besonders Wr Anforderungen für Marinezweckc im Etat p 1894/95 kann die «Nordd. Allg. Ztg.» auf Grund an zuverlässiger Seite eingezogener Informationen m theilen, dass die Mehrförderungen das durch d" pl?« mäßige Fortentwicklung der Marine bedingte Maß MY überschreiten werden. ^ Wie die «Times» aus Bangkok melden, herM daselbst seit der Abreise Le Mire de Vilers vollstanW Ruhe. ,^ Französische Telegramme aus Hai-Föng mmr alarmierende Einzelheiten über die Lage in Tont' Die Unsicherheit nehme daselbst überHand. ^„<»e Sr. Majestät Kriegsschiff «Zrinyi» ist 3"" ^A unserer Staatsangehörigen nach Brasilien oeor worden und hat von Gibraltar aus die Fah" "^ Rio de Janeiro bereits angetreten. Tagesnemgleiten. — (Papst Medaille.) Prälat Dr, Gods" Marschall und Professor Kleinpeter in Wien h°°en lässlich des fiwszilljähriaen Bischofsjubiläums Sr. V'^ keit des Papstes Leo XIII. eine Iubilaums-GedaO"^ medaille herausgegeben. Diese Medaille tragt am Aversseite ein von berufener Künstlerhand nach der lv authentischen Ausnahme gravierte«, sprechend 8^"" .-Vild des Papstes mit Rundschrift, und auf der ^ ^ seite ist eine Huldigungsschrift, umgeben von Palmen Lorbeeren, angebracht. , yg) — (Ueber die Katastrophe in ^roy" wird vom 8. d, aus Fiume Folgendes berichtet: ^ > ^ vormittags gegen 11 Uhr erstattete der VorsM ^ Gemeinde Grohovo, Franz Marsanich, personltty ,^ hiesigen Magistrate darüber Bericht, dass in G"yov ^ folge der tagelang andauernden heftigen RegenM . Recina in bedrohlicher Weise angeschwollen und ""6^ Terrain in ihren Fluten versunken ist. ^ I^agl, Ingenieur Wilhelm Marussig wurde sofort bea«!^. sich an Ort und Stelle zu begeben und über das ^ gefallene mit möglichster Schnelligkeit zu referiere".^ abwesende Gouverneur wurde vom Vorfalle teleg ^ verständigt. Die Recina war bereits Donnerstag ^ angeschwollen, dass die Einwohner der Gememve. ^ .„ die schreckliche Katastrophe, welche im I^ ^ h"^' der Nacht vom 30. November Grohovo heimgeM ^Mst noch in frischer Erinnerung war, sich in s^p ^ und Sorge befanden. Freitag früh erfolgte da"" ^ule absturz, indem das Terrain, welches sich vom <"> ^^, Marsanich bis zum Flusse erstreckt, ins ^1" ' „,it Bäume, Gebüsche, Steine unter donnerndem ^^Me" sich reißend. Die Bewohner der in der Nähe v ' ^e Häuser müssen sich jeden Moment bereit F"' 'M Wohnungen zu räumen, da der Boden überall a/ P ^, aufweist und weitere Erdabstürze zu gew""^offe^ Bis jetzt ist glücklicherweise, Dank der «chtzelUg » Wl Vorsichtsmaßregeln, lein Menschenleben zu benau ^ ^l arme Frau ift gestern so sehr erschrocken, °" ^tliA schwer krank darniederliegt. Man befürchtet, dai-1 ^h^ Bewohner der Gemeinde gezwungen sein """", ^ ^l zu verlassen, da eine plötzlich eintretende Kata" die ganze Ortschaft zerstören könnte. Vermögens der einzelnen Personen. So fanden die beiden Experimentatoren beispielsweise drei Männer, welche die Blausäure in einer Wasserlösung von dem Zweimillionenfachen ihres Gewichtes riechen konnten, eine so verschwindend geringe Menge also, dass die schärfste chemische Analyse sie nicht mehr nachzuweisen vermag. Andere dagegen rochen die Blausäure in der dritten oder vierten Lösung nicht mehr. Das merkwürdigste Resultat jedoch, das diese Versuche ergaben, war der große Unterschied, der sich in der Feinheit der Geruchsempfindung zwischen den männlichen und weiblichen Versuchspersonen ergab. Es wvren 34 Männer und 38 Frauen zu den Experimenten benützt worden, alle gesund, jung und kräftig und den verschiedensten Lebenslagen, angehörig nur solche nicht, in denen ein bestimmter vorherrschender Geruch die Empfindungsfähigkeit für andere Gerüche abstumpft oder modiftciert. Und da ergab sich das überraschende Rchütat. dass die Männer im Durchschnitt einen ziemlich aenau doppelt so feinen Geruch hatten, wie die Frauen. Dve VlaMure z. B. hörte für alle Frauen ohne Aus-?w^ü ^ """ Wasserlüsung von 1 auf 20.000 Wn. während die meisten Männer eyenz^e von d !"^V ^ "" nachwiesen. Citronen-kannt wurde, rochen d^!" "^ '" ^ - 250.000 er-von 1 : 100.00^ dedursten «u ""^ zu Losungen starter Anreize. Dasselb^RchN H U UpHo lauch und die anderen Substanzen. Es geht daraus zweifellos ein allgemeines Gesetz hervor und dieses Gesetz lautet: Der Mann hat ein viel feineres, vielleicht ein doppelt so feines Geruchsvermögen wie das Weib. Die allgemeine Meinung nimmt das Gegentheil an. Durchschnittlich schreibt man den Frauen eine ganz besondere Feinheit und Empfindlichkeit des Geruchs zu. Wirklich verstehen die Frauen es auch besser, ihr Naschen zu rümpfen, als die Männer, aber wahrscheinlich nur wegen der unverhältnismäßigen Kleinheit uud Zierlichkeit dieser ihrer lieblichen Gesichtszierde. Sonst stützt sich die Meinung von ihrem feinen Geruchsvermögen auf ihre große Vorliebe für Parfums. Aber fehr wahr-scheinlich rührt diese Vorliebe im Gegentheil davon her, dass ihr Geruchsvermügen schwächer ist, als das der Männer und dass sie daher von dem Uebermaß an Parfums nicht so leicht belästigt werden. Das scheint nun ein Punkt zu sein, in dem die Wissenschaft sich höchst segensreich für das praktische Leben erweisen kann. Es ist ein «avi8 aux äame»», mit ihren Parfums etwas sparsam umzugehen. Im allgemeinen können sie sich Folgendes zur Richtschnur dienen lassen: Die Frau ift doppelt so stark für die Nase der Männer, als für ihre eigene parfümiert. Und somit ist die Kunst des Parfumierens für die Frau auf eine einfache Division durch zwei zurückgeführt. («Schwab. Mercur».) Zie Wahrheit inr"?«"^"' Von Leo Hildeck. Sie war also wirklich glücklich. . ..< er ^ Hm - eine wie die andere. » HH^! A nur einbilden können, Anna sei etwas M," I„dB glaubt man unter dem Schwärm emmal .^l, dann vermuthlich beim Nachhausegehen in wurde ^unde erschlagen worden sei. Der Leichnam das« 5. l!" ^°"k geworfen. Die Mörder vermutheten, träne w>" ^" Schlüssel der eisernen Casse bei sich 'M N.,, " ^ ^ ledoch täuschten. Die Schlüssel waren Ordnung ^"°°W, Die Casse wurde in vollständiger Affaire i 1""^"- Begreiflicherweise erregt die mysteriöse m Schatz das größte Aufsehen. vereir^^Al°Ue des schwedischen Friedensund Scki^« " Vorstand des schwedischen Friedens-Francs a °° ^^^^"'"es h°t einen Preis von 1000 «Nie lann c ^ Beantwortung der Frage ausgesetzt: nung in all. sc^ passendste Weise eine öffentliche Meilen da« 5 ulturstaaten hervorgerufen werden, welche ^«»«lüstunn ^"^ Streben nach immer schwereren '"ternational ""»'ert?» Der Plan soll praktisch und einer der fol/^'^bar sein. Die Arbeiten müssen in schwedisch 3"^" dachen: deutsch, französisch, englisch Wrlluild Ki^? °ber norwegisch, an Herrn Gustav °bgeliefett werd ^^den), vor dem 1. März 1894 n°mie) Uu?^III. als Förderer der Astro-ba» Observe '^" ^er päpstliche«, Civilliste wurde für sieclen und ^ '" Vatican, damit es die Sonnen-e>n Teleslov ^ """nenfackeln gehörig beobachten könne, ^lernwarte °"?lertigt, wie es sich auf keiner anderen lornien befiel einmal auf der Lyl'schen in Cali-»etroffen u^ dieses Teleskop ist nun in Rom ein-s'chtigt werden^'^ "^stertage von Seiner Heiligkeit be- ^"^ter^^^^r in San Francisco.) Bei d°n Chica«" ! ^""»' "elche mit Objecten der Ausstellung Gerden ^rk "l «" californifchen Hauptstadt veranstaltet Mieben w,,^ ' ' "^ jüngst aus San Francisco gebe« Wiener ml« ^ Nusstellungsparle eine Nachbildung "u« den iw.l' 5"^rs geschaffen werden. Es hat fich Wct. U " '^" österreichischen Vereinen ein Comits ge-^ttnsiiH,« ä' September fand die Feier joes ersten ^^^lurden Wiener Prater in San Francisco auf dem Ausstellungsplatze statt. Die Mitglieder der österreichischen und ungarischen Vereine in San Francisco versammelten sich am Eingänge des Parkes und zogen mit einer ungarischen Musikkapelle unter Führung des Präsidenten des Vereines «Oesterreich», Albert Schohag, nach dem Ausstellungsplatze, wo sich etwa 5000 Personen eingefunden hatten. Es wurden mehrere Reden gehalten, um dem einheimischen Publicum den Charakter des Unternehmens zu erklären und ihm ein Bild dessen zu geben, was der für die meisten unverständliche Ausdruck «Wiener Prater» bedeutet. Die ungarische Kapelle spielte abwechselnd österreichische und ungarische Volksweisen und amerikanische Nationallieder. Der Chef-Redacteur des «California Demokrat», Mr. Greenblatt, hielt die Festrede und kündigte an, dass im Prater zu San Francisco ein Hippodrom, eine ungarische Csarda, ein böhmisches Gasthaus, ein Theater, eine Concerthalle, Bazars und Wiener. Cafes errichtet werden. Schließlich wurde durch Albert Schohag unter den Klängen der amerikanischen Nationalhymne «8tm- ^)Ull^1«ä liimnor» der erste Spatenstich für die Anlage des Wiener Praters vorgenommen. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Todesfall.) Aus Marburg traf die erschütternde Kunde ein. dass dortselbst gestern nachmittags Herr Generalmajor Ferdinand R. v. Gari boldi, der frühere Odcist und Commandant des 17. Infanterie-Regiments, eines plötzlichen Todes verblichen ist. — (Ackerbauminister Graf Faltenhayn.) Da die Besserung im Befinden des Herrn Ackerbau-ministcrs Glasen Falkenhayn beständig anhält, so ist die Ausgabe von Bulletins eingestellt worden. Vorgestern abends ist also lein Bulletin mehr erschienen, und lann nun mit Sicherheit der baldigen vollen Genesung des Ackerbauministers entgegengesehen werden. — (Der Minister sürCultus und Unterricht) hat infolge der nunmehr vollzogenen Ausgestaltung des Institnto <'ui8tria,«0 äi »tuäi lnswrioi in Rom das mit Ministerialerlass vom 20. Juli 1883 genehmigte provisorische Statut, betreffend die Errichtung von Stipendien zum Betriebe wissenschaftlicher Studien in Rom (römijche Stipendien), außer Wirksamkeit geseht und für das bezeichnete Institut ein neues Statut genehmigt. * (Deutsches Theater.) Die einschmeichelnden Melodien und leichten, prickelnden Rhythmen des «Veltel-student» üben noch ungeschwächt ihren so oft erprobten Reiz aus und finden ihr dankbares Publicum. Beweis dessen der brssere Besuch des gestrigen Abendes und die Veifallslust des Publicums. Die Aufführung brachte manches Gute, litt jedoch selbstredend unter den Mängeln, die wir bei den ersten Operettenaufführungen theils angedeutet, theils gerügt haben. Da die Direction dem Vernehmen nach das Nöthige vcranlafst hat, um das Ensemble den Anforderungen des Publicums entsprechend zu erneuern und zu ergänzen, unterlassen wir es bis auf weiteres, in Details einzugehen. Nicht unerwähnt kann jedoch bleiben, dass auch die Ausstattung dringend einer Ergänzung und Erneuerung bedarf, da insbesondere ai den Costümen .der Zahn der Zeit» nicht spurlos vorübergegangen ist. Herr William sang einzelne Nummern recht effectvoll unter dem Veifalle des Publicums, und der zweite Nettelstudent, Herr Hönigsfeld, verdient für die Uebernahme der Tenorpartie Anerkennung. Auch die beiden Damen Huld und Mökl leisteten nach Maßgabe ihrer vorhandenen Stimmittel das Möglichste. Herr Hopp lann den Ollen- dorf kaum zu seinen Glanzpartien in gesanglicher Beziehung zählen. Gespielt wurde hingegen durchgehend« sehr brav, und das söhnte uns einigermaßen mit der unreinen Intonation auf der Bühne und im Orchester aus. ^. — (Entwichen.) Am 10. d. M. ist der bei der in Udmat beschäftigten Abtheilung der Zwänglinge der ' aus Welfchtirol gebürtige Zwängling Jakob Loß entwichen und wurde bisher noch nicht zustande gebracht. —c>. * (Selbstmord.) Am 9. d. M. morgens wurde auf dem Capitelberge nächst Rudolfswert der 32 Jahre alte gewefene Diurnist Gustav Iekovc aus Laibach mit einer Schusswunde im Kopfe todt aufgefunden. Nach einem bei dem Selbstmörder vorgefundenen Briefe war unglückliche Liebe das Motiv der That. —i-. — (Eisenbahnunfall.) Vorgestern ist bei Leskovac, etwa eine Stunde von Agram, ein Lastenzug entgleist, wobei die Locomotive und sechs Waggons aus dem Geleise gerathen nnd umgestürzt sind. Der Locomotiv-führer wurde schwer, der Zugssührer leicht verletzt. Der Heizer rettete sich durch einen Sprung von der Locomotive. — (Münzwesen.) Den Erläuterungen zum Voranschlage des k. k. Ministeriums der Finanzen für das Jahr 1894 entnehmen wir, dass im nächsten Jahre folgende Münzausprägungen in Aussicht genommen sind, und zwar: 180.000.000 Kronen in Gold für den Staat und die österreichisch-ungarische Bank, 20,000,000 Kronen in Gold auf Rechnung von Privaten, 28.000.000 Kronen in Silber auf Rechnung des Staates, 14,500.000 Kronen in Nickelmünze, 2,000.000 Kronen in Vronzemünze. Die Gesammtausprägung an Münzen der Kronen»Währung beträgt daher 244,500.000 Kronen, mithin gegenüber dem Jahre 1893 um 25,600,000 Kronen mchr. Außerdem ist die Ausprägung von 500,000 Stück Ducaten und 1.500.000 Stück Levantiner Thalern in Aussicht genommen. — (Schiffsunfälle.) Wie aus Trieft vom 10. October gemeldet wird, gab es auf der Adria in der Nacht vom 9. d. M. so dichten Nebel, dass sich mehrere Schiffsunfälle ereignet haben. Der österreichische Lloyd-dampser «Messina» ist auf der Fahrt von Trieft nach Metkovic morgens um 5 Uhr bei Zara gestrandet, hat jedoch nach Löschung eines Theiles der Ladung, ohne Schaden genommen zu haben, wieder flottgemacht werden und die Reise fortsetzen lönnen. Der österreichische Dampfer «Lussin» ist an der Südküste der Insel Nrazza ebenfalls gestrandet, und auch dieses Schiff wurde, Dank der schleunig gebrachten Hilfe, flottgemacht; es konnte jedoch wegen der erlittenen Schäden die Reise nicht mehr sort-sehen und muss gebockt werden. — (Internationale Ausstellung für Volksernährung lc. in Wien.) Montag fand unter dem Vorsitze des Ausstellungspräsidenten Fürsten Alfred Wrede die constiluierende Sitzung deS Presscomitis dieser Ausstellung statt. Zum Obmanne des Presscomite's wurde einstimmig Redacteur Julius Löwy, zu Obmannstellvertretern Dr. Hermann (Berliner Tagblatt) und Siegmund Spitz (Herausgeber des «Gambrinus») gewählt. Als Schriftführer des Presscomitis wurde Bernhard Münz (Neues Wiener Tagblatt) einstimmig nominiert. Von den ausländischen Eisenbahnverwaltungen langen die Zustimmungen ein, den Ausstellungsgütern die üblichen Frachtermäßigungen (volle Fracht für die Hinsendung, frachtfreien Rücktransport) zu gewähren. Bisher haben dies die niederländischen Staatsbahnen, die oldenburgischen Staatsbahnen sowie die hessische Ludwigsbahn dem Comitö bekanntgegeben. !? ^ we!^ getränkte Eitelkeit im^Spiele war. Na We es v^s kuckuck, ob das schmeichelhaft ist! Er Obigst'?l gemerkt, dass die geistvollste und liebens->ebetet b^"" ^«en .^ ^^ zehn Jahren still ° 'wird N , ^ ""b kaum wendet man den Rücken, 'llbril. hä l glucklich, mit dem Besitzer einer Wäsche-5s er au^l'^ >n,als, vor neun bis zehn Jahren, '"tes ^ c ^ schwärmte, zugegriffen —hätte sein aber nein V^llenleben ihn nicht sobald abgelenkt -ss sie oewl^ Hauche war gewesen: er hatte sich ^lnen Zi,^"' Das häufige Beisammensein nahm in Adelte U l'^l" Verkehr den Reiz, und so mr-meulidlck>«f? ? befühl für sie in kameradschaftliche ^'cke. in?, ^! ""sann sich wohl einzelner Augen-» /lkt hatt? "^ s"' wie einst, auf seine Phantasie ge-?b sie lla«1°^"ls auf der Hochzeit seiner Schwester, ^ s° mer^" 5^w"e mattrosa Atlaskleid truq, das ^ Vater 3"?'g ""'schönte - baun in der Zeit. als s deinen "b' ""^ so noch ein paarmal. Aber im Me ihm , " wusste es recht gut: das Blümchen Mnd/un^ /°^ gemüht, zu sehr im Bereiche seiner 3'Nden "/2 waren so gar keine Hindernisse zu über-Alde ^u U.lö" wenig ernstliche Mitbewerber aus dem >n 'plagen gewesen, als dass es ihn hätte reizen ss. das« c: ö" pflücken. Aber er beobachtete sie nnd . "' di i^n '^f"^ ihn zu lieben, dass die Gewohn-' "eh sH l^"Ke, ihre Neigung warm hielt. Und 'es» g Kleben und war «nett gegen sie». Er kannte ^). si^".Er begriff, dass, da sie ihn fast täglich b°ffnunM feme Zeit hatte, kalt zu werden. Ohne u'" m chr zu erwecken, schlug er öfter einen wärmeren Ton gegen sie an und neckte sie; dann sah er ihre Augen aufleuchten. Im übrigen wurden sie ausgezeichnet miteinander fertig, tauschten ihre Ansichten aus, sagten sich oft ganz derb die Meinung, und er hätte nie gedacht, dass dieser Zustand sich jemais wesentlich ändern würde. Wenn ihn mm vor drewlertel Jahren seine Firma nicht nach Italien geschickt hätte, damit er die Einrichtung der elektrischen Beleuchtungsanlage für die Stadt L. leite — würde Anna dann ledig geblieben sein? Nach einvierteljähliger Abwesenheit hatte er ihre Verlobungsanzeige erhalten. Nein, diese Ueberraschung! Anna verlobt — das konnte er sich gar nicht vorstellen. Noch dazu war der Bräutigam irgend so ein «Kaffer», auf den er sich durchaus nicht besinnen konnte, obwohl der neue Vetter ihm schrieb, er erinnere sich ehr wohl des Herrn Ingenieurs und habe schon im Bürgerclub mit ihm Skat gespielt. Damals hatte er dieselbe unangenehme Aergerempftndung gehabt wie heute. Solch eine Geschmacklosigkeit, sich so mit dem ersten besten zu verloben! Er war auch nicht zur Hochzeit gekommen, obwohl er leicht um eine Woche Urlaub hätte einkommen können. Aber nun erst recht nicht! Diese eigenthümliche herbe Anna, seine Freundin und Kameradin, ganz convcntionell im Brautkleide an der Seite des frischrasierten, befrackten «Kaffers» im Kreise der gerührten Verwandtschaft vor den Altar treten zu sehen — nein. ist nicht — danke bestens! So ein Blödsinn — wie hatte sie das nur thun können. Aber sie war ja glücklich! Schönes Glück mochte das sein. Vielleicht hatte sie sich in dem Vierteljahr ihrer Ehe schon in ihre neue standesamtlich vorgeschriebene Liebe hineingewöhnt. Die Gewohnheit that bei ihr ja so niel! Möglicher« weise auch hatte sie ihm nur aus Trotz gesagt, dass sie glücklich sei. Ja, eigentlich war das anständigerweise die einzig mögliche Antwort auf seine heute vormittags gestellte Frage gewesen. Bist du glücklich? Dumme Frage — wirklich geschmackvoll! Allerdings hatte er dabei gelacht. . . . Aber hätte sie etwa «Nein» fagen sollen? Auch sie hatte gelacht und war roth geworden und hatte in einem munteren, fast übermüthigen Tone erwidert: «Natürlich bin ich glücklich!» Ja — natürlich! Aber die Farbe hatte sie doch gewechselt, als sie ihn so plötzlich vor sich gesehen nach der dreivierteljährigen Trennung. Noch im Reiseanzuge war er hente vormittags bei seiner Tante, Anna's Mutter, erschienen, und laum dass er mit der freudig Ueberraschten ins Plaudern gerathen, so tönt draußen die Schelle und eine wohlbekannte Stimme fragt: Ist Mama zu Hanse? Und im selben Augenblick hatte die alte Katharine auch schon gerufen: Ach, Herr Ies, der Herr Gnstav is komme! Und da war sie hereingestürmt, erst aanz blaß, dann ganz roth. aber sehr erfrent, sehr ... Und so jung geworden! Merkwürdig, wie jung eine sicbm-nndzwanziMhrige Frau im Vergleich zu einem sieben-undzwanzigjährigen Mädchen. Ordentlich hübsch nnd snsch — komisch! (Fortsetzung folgt.) Llltbacher Zeitung «r 234 ' 2004 12 Dctober 1893. — (Concert.) Die k. k. Hofopernsängerin Frau Georgine v, Ianuschowsky-Neuendorff veranstaltet Donnerstag den 19. October im großen Saale der philharmonischen Gesellschaft unter gefälliger Mitwirkung des Musildirectors Herrn Josef Zöhrer und des Concertmeisters Herrn Hans Oerstner ein Concert mit folgendem Programme: 1) L, von Beethoven: «^Iiportiäo!» Concertarir, Frau G. v. Ia-nuschowsky. — 2. a)H. Wieniawsli: «Legende», d)Brahms-Ioachim: «Ungarischer Tanz», Herr Hans Gerstner; Clavierbegleitung Herr Josef göhrer. — 3.) R. Wagner: Arie aus «Rienzi», Frau G. v. Ianuschowsly. — 4.) n) R. Schumann: Novellette in I^äur; d) Josef Zöhrer: Clavier-stück in II äur (aus einem Cyllus); (^) C. Reinccke: Ballade in ^.3-äur, Herr Josef Zöhrer. — 5.a) «I^6t mo äi'oluu ^ain», Lied von A. Sullivan; d) «Im Mai», Lied von A. Neuendorff. — 6.) W. A. Mozart: Vriefarie aus «Don Juan», Frau G. v. Ianuschowsly.— Cercles 1. bis IV. Reihe ü. 2 fl.. alle übrigen ic 1 fl. 50 lr., Galleriesihe I. Reihe n 1 fl. 50 lr., II. Reihe ü, 1 fl., Parterre- und Gallerte»Entre'e 60 lr., Ltudentenlarten H 30 lr. Vormerkungen nimmt Herr Karl Till, Spitalgasse, entgegen. — (Zur Statistik Krains.) Einer soeben erschienenen statistischen Zusammenstellung der Ergebnisse der Viehzählung vom 31. December 1890 sind unter andern folgende Daten zu entnehmen: Die Anzahl der Pferde im Lande Krain bezifferte sich auf 23.771, um 1796 mehr als im Jahre 1880; die Anzahl der Maulthiere. Maulesel und Esel betrug 195, um 39 mehr als im Jahre 1880, die Zahl der Rinder bezifferte sich auf 227.613, und beträgt der Zuwachs gegen das Jahr 1880 2469 Stück; Ziegen 8418, um 7218 weniger als im Jahre 1880; Schafe 53.462, um 13.969 weniger als im Jahre 1880; Schweine 94.985, um 21.855 mehr als im Jahre 1880. Die Gesammtzahl der Bienenstöcke betrug 49.295, um 17.170 mehr als im Jahre 1880. Krain besitzt eine schwach mittlere Viehstandsdichtigkeit, indem daselbst zwar nur 28 Stück auf Großvieh reducierte Nuhthiere auf je 100 kü der gesammten Boden-flache, jedoch 52 6 Stück auf je 100 ka der landwirtschaftlichen Area lommen, während der Durchschnitt für die Länder des Reichsrathes 38 9 und 59 9 Stück per 100 ka der beiden Flächenausmaße beträgt. Es nimmt in dieser Richtung die 12. und 11. Stelle in der Reihe der Länder ein. Dieser reducierte Grohviehstand hat seit 1880 dieselbe Steigerung erfahren wie der Reichsdurchschnitt. mit 1'6 Procent. Es dürften hiezu nicht unwesentlich die guten Futterernten der Jahre 1889 und 1890 mit 3,519.530 get»nnden ist, wurde in die Nenvorlage nicht aufgenommen, da der Heeresleitung im Kriege die Möglichkeit geboten sein muss, über die Gesammtkräfte des Staates verfügen zu können. Wicn, !I.October. (Orig.-Tel.) Der Nudgetaus» schuss beschloss über Antrag Pleners, vom abgekürzten Verfahren bei der Audgetberathung abzugehen und das Budget, wie früher, zuerst im Ausschusse durchzube-rathen und lrst dann d?m Plenum vorzulegen. Budapest, 11. October. (Orig.-Tel.) Der Finanz-ausschuss nahm den Voranschlag der Staatsbahnen an. Der Handelsminister erklärte, dass die Vertragsverhandlungen mit der Türkei, mit Bulgarien und Rumänien im Zuge sind; gegenüber Serbien tauchen Schwierigkeiten auf administrativem Gebiete auf, sie können jedoch auf diplomatischem Wege beseitigt werden. Budapest, 11. October. (Orig.-Tel.) Die Polizei verhaftete eine aus zahlreichen Mitgliedern bestehende Diebshehlerbande, welche auf den Bndapester Bahnhöfen die Waggons erbrach und die Warensendungen spoliierte. Die 1892 gestohlenen Waren hatten einen Wert von 60.000 fl. Wien, 11. October. Gestern sind die im Nbgeord-netenhause eingebrachten Vorlagen, betreffend die Aus« nahmsverfügungen für Prag und Umgebung, versendet worden. Budapest, 11. October. (Abgeordnetenhaus.) Auf der Tagesordnung steht die Petition wegen der in Güns an die Vertreter der Iurisdictionen gerichteten königlichen Antwort. Der Referent des Ausschusses, Vela Horvath, beantragt, die Petition im Archiv zu hinterlegen, weil der Vorgang der Regierung vom verfassungsmäßigen Gesichtspunkte nicht getadelt werden könne und weil die königlichen Worte allgemein gehalten nnd gegen leine Partei gerichtet gewesen wären. — In der für morgen anberaumten Sitzung wird nach den Schlussworten der Abgeordneten Apponyi und Ugron die Abstimmung erfolgen. Budapest, 11. October. Das Amtsblatt publiciert die taxfreie Verleihung des Großkreuzes des Leopold-Oldens an den Geheimen Rath und Abgeordneten Koloman von Szell in Anerkennung seiner auf öffentlichem Gebiete erworbenen hervorragenden Verdienste. Verlin, 10.October. Die «HamburgerNachrichten» theilen mit, dass trotz Bismarcks vortrefflichem Befinden zur Sicherung der Reconvalescenz von Besuchen vorerst abgesehen werden müsse. ! Paris, 11. October. Der Gesundheitszustand des Marschalls Mac Mahon ist unverändert. — Enur Meldung des «Figaro, zufolge soll ein englisches Ge- schwader noch vor Iahresschluss in einem Hafen FraM' reichs den Besuch erwidern, den die französische Escao« unter Admiral Gervais im Jahre 1891 in Portsmouth abstattete, ,,,. Madrid, 11. October. Der Ministerrath beschloß über die militärischen Vorbereitungen gegen Marol nichts zu veröffentlichen. .,° Madrid, 11. October. Die Botschafter OesterreW und Frankreichs hielten gestern eine längere BerattM mit dem Minister des Äeußern. Moret, ab. .. London, 11. October. Die Regierung beschloß die Vermittlung im Streik zu übernehmen, falls Grubenbesitzer und die Grubenarbeiter dieselbe verlangen. Tauger, I I. October. Wie man versichert, wou Spanien zur Sicherung seiner Rechte auf Melilla m" Garantien von Marokko und eine Oeloentschadlgu"» verlangen. ^ Buenos-Ayrcs, 11. October. Die flüchtigen ^ z surgenten morden und plündern unter den ^^^ ^ in Santa A. Der deutsche Consul rief den Sch"V", Behörden an, welche für die Sicherheit zu sorgen v sprachen. Cholera. Lemberg, 11. October. (Orig.-Tel.) In G"^ kamen in den letzten 24 Stunden 15 Ertrank und 10 Todesfälle vor. Angekommene Fremde. Den 10. October. ^^. Hotel Stadt Wien. Hirsch, Schwarz, Schimmi, M.) ,M',. Bum, Ehrcnstcin, Plesfncr. Rosenberg. Vült, Sperms r. Wien. — Rissmondo, Priv., s. Sohn. Dalmatic». ^,N ^ Cilli. — Kaplja, Littai. — Kloh. Beamter, VM^ ^. Peraus, Ingenieur, Mürzzuschlag. — LawelM ^ ' ^ Corona. Dignano. — Cora, Ober.Postcomm., ^«".'„ibelt, Braumann, Kfm.. München. — Tomitsch Flor. und ^". ,ftl, Oottschee. - Baritsch. Brunn. - Weller: Wm"^. ! Kfm,, Marburg. — Franlel, Reis,, Krakau. — öderer, Hotel Elefant. Kraus; Bruner, Oberlieutenant, Klagenf"^^. Dr. Visconti. Ober.Finanzrath in R.; Heller, "?> ^! Pllrz, Kfm.. Graz. - Lieblein, Kfm.; Maurer.^ -. Litschcr, Bankbeamter, Trieft. — Schulz. RudoN«'" ^as. Eibuchlitz. Färber. Wellis, Pollat. Fink. Mühlrad. ^^ ^. Reiter. Kflt.; Ocschwild, Besser. Glück, Reis., Wien- ^,n man, Kfm., Agram. — Schadingcr, Forstme'stcr, ,- ^,,, ssabcr, Kfm., Oottschee. - Schauta. Forstnmster. '^i,!. Hammerstiel. — Veaun, Velovar. — Meschlo, "' ^ge>' Marburg. — Hintcrlechner. Tschcrnembl. — A'^beM' baucr. Steinbuchl. — Millavöic, Zmyni. — P°>^ Prag. Mißer, Hotel «aierischer Hof. Schleimer. Gruubbesiher. - K"".^jach. Lienfcld. — Handler. Schallendorf. — Zumer, VchlM. ^> "" ssfm.. s. Nichte, Asslmg. — Finlel. Kfm.. 6»""' Kemperle, Hudajuzna. — Dermuh, Villach. Lottoziehung vom 1l. October. Vrünn: 24 79 76 sT^b^^. Volkswirtschaftliches. ^ „ Lllltillch, 11. October. Auf dem heutigen M"'^ Ot^ schienen: 7 Wagen mit Getreide. 12 Nagen nut ve" 18 Wagen und'3 Schiffe mit Holz. Durchschnitts'Preise^^^^^ Ml!,> Mgz,. f!^'>^ st-', lr, st. , tr, !I^^^ Weizen pr.Meterctr. 7 «0 « 50 Butter pr. Kilo . > ^ Z ^ ^ Korn » 6—6 50 Eier pr. Stück - ^, il) ^ ^ Gerste . 6 - 6 - Milch pr. Ulter. > ^ 54 ^ Hafer . 6^40 8 - Rindfleisch pr.!"" ^ zg ^ Halbfrucht . ---------------Kalbfleisch '_ 62"^ Heiden » 8— 8 8N Schwcinefielsch ^36^ Hirse . 6 - 5 50 Schöpsenfleisch ' ^ 55 ^ ^. Kuturuz . 5 80 5 W Hähndel pr. S"a ^ i? ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 14-------Tauben ' 36?"^ Linsen pr. Hcltolit. 12-----------Heu pr. M-'b". - ^ 86 ^ Erbfen » 12-------Stroh ' ^r' ^^ Fisolen . 8-----------Holz, h"te« ^' 7 ^ Rindsschmalz Kilo 1 4 - — """ b ^ .,4 ^ Schweineschmalz » — 68-------— weiches. ^qo -^ Speck, frisch . -62-- Wein,roth.M"'. ^3" — geräuchert . — 66-------— weißer, ' ^^ü!'e^ Meteorologische 7U7Mg.1 742 7 '6 6 windsttl! ^cr 11.2» N. 740 4 16 6 O. schwach heiter < hel 9 » Ab. 740 6 96 O. schwach ^ages""" Morgens Nebel, anhaltend heiter. — y^Male.^^^^ Temperatur 10 9«, um 12« «nt^en^^^ ^ Für die Redaction verantwortlich ^Otto""^^^. der nrcheu Innsbrucker 50 lr.-Loltcrlc. ^'^.^^ m ehrten Leser darauf aufmerlsam, dass oir ^1 26. October stattfindet. Laibacher Zeitung Ur. 234 2005 _____________________ 12.Drwber 15^. Course an der Wiener Börse vom 11. October 1893. «a« dem oMenm C°ursblatte. Zl»at».Anlehen. Geld Ware ^"^"lche Rente in Noten >n«, ^lal ^'nveinbcr ... »U 8" »?>. - A>!" """- sse irüalMügiist «U Ul, 9? <>^ " «Ubci verz. Iännci.Iuli !»! ?l> <»l> !»(> 185t,.'i», ^" «Pril-Octulier 3« 8«> N'< - lssoÜ A° 2was«l°,e . 250 st. lo,-. i^ i^o l8»n!, ^° " ?l>>'^ 5UN I, 145 — 14!» ?>> l««4Ü ^ . " Mnstel in» l. ,60 ko 1^1 5l. "« !c . . wo l. 1»4 hs, ,95 50 i°/ ^,«« «;... ' - 50 st. 194.k>0 IV550 ^ «W'n^""^' fteuelfrct 1t"'- li« 20 p V""en«nt°. fteuerfrei —--------'- '"«Niet für 2.x) Kronen Nom. «» »« W45 <"Zu"n l" «.steuerfrei "/, Nora?«,'l'^ »"'"°m, "« " "« »" u °n^°""" steucrf,4na ^»«.« . ^'-^Kr.Nom. S«40 97 40 «N.,z"U«"dv«sch«lbun. !«»tthbahn i!uu » ^,^ z>/»/ " 200 fl. g. U. dA°hn«0°u.««0«M. Geld Ware Elisabcthbahn, 400 u. 20NN M, 200 Vl. 4°/„...... 125'1» ..-- . ssran^Ioseph-B. Cm, 1884 4«/„ 9» — »u — Galizische Karl - Ludwig ° Nah» En,. 1881 300 fi, S. 4°/» . 9« 3,', 97g!, «jorarlbcrger Vahn, «miss. 1884, 4"/„, (blu.St.) S,,f. IWfi.N. !»?'— P8-- Ung, Voldreiüe 4"/„ .... N»Sbl15ki, dto, Paplerrente b"/«.... —-— —>— bto. Reute llronenwähr., 4"/„, steueisrcif!>r20Nl' dto,St. iü? l>l> bto. bto. Silb, >00 st., 4>/,"n 1NN »f. 101 »!, bto, Etaats-Obllg (U»g. Obstb) V, I. 187«, 5"/, . , 1i»il — ILL'/5 «»^'/.'/»EchllnlrlglllMb^.Obl, 89 9u loo 4« dto, Url,.-«lbl.-vbl. b°/,. . . —-— — — dto, Präm,-«nl. l» 100 ft. », W, 15'1 - - 151 - dto, btu, k b0st, ö, W. t»0 — it»i-. Thelß-Neg.-Lolc 4"/„ 100 fi. . 142'LO 14!« - Gnmdlntl.'Migalion«n (für 100 fi. «M.). b"/, gallzische......— — — — b°/, nlederöstrrrelchische . . , IN8'?b 110 ?» 4»/„ lroatllcht und flavouilche . 8»?ö 88-4°/, ungarische (100 fi. W.) . »4 8« 95 3" Ander» 2ss«ntl. Anleh»«. Donau-Neg^Lose 5°/„ . . , 18? «<5 128 85 dto, -Anleihe 18?» . , 108 75 - --, -Nnleben der Stadt Vür, . , , .-— — — «nleden b, Stabtgemcind« Wie» iU7i!b 108 25 Anlehcn d. Etadtaemeinde Wien (Lilbcr obcr «old), . . . 131'.>,<'1»«.- Prämien Änl, d.Ewdtam, Mm i žil 75 174 5" Vör!rbau-Vlnlchrn vcrlosb, ü°/„ 1<>< - -102'- -4»/, »rainer Llmde«°Anl. . . 87 25 ?8-«5 «fandblits» (für 100 st.). Vodcr. allg. üft. in bO I. vl.4°/V. 12« bv - - -bto. ,. inüN „ 4>/,"/» —— —'— Veld Na« Nodcr. äug, «str, W50I. vl.4°/„ 88','>0 W3N dto. Präm.-Schldo,3"/„,I.15'?5 btu. „ »"/.,II.Tm. 11475 N'i'ü'' N,-österr, Lanbrs-Htip.Anst. 4°/« W'^ l««'" Oest.-ung, «an! Verl. 4'/,°/« - ------- '"'^ dtu. „ 4°/. . . 9X-8010«-?" dt°.50iähl. ,, 4°/, . . 88'80 1N 10» U' 4°/„ Unterlralner Bahne» . . 9S'bU 98 — Divers» Kos» (per Stück). Vudaprst-Vasillca (Dombau) . «< — ^^o Crebitlllfc 100 st...... 184 25 1»5 2b «lar^Lofe 40 fl. «M, . . . b« — b?-- 4°/„Donau-DampfV?b l>S?i «othen Nieuz, bst. Vef.v..,u st. 1« <>« 1»' Rothen Kreuz, un«, Ncs, v., 5 fl. <<»" ^s" Nubolph-Uose 10 fl..... 2>«'" li4 ^ Salm^Lose 40 fl. CM, , . . «»'— 71'^ Vt..Veuol«LoIe 4N fl. EM. . 6?'75 «8 7^ Waldslein-Lose 20 fl. EM. . . 4»-- 47 - Windlscharätz Lose 20 fl. EM. . «»'— 64 — Vcw.-Lch.o. »"/„Präm,-Echuld». d, Vllbcncreditanst.I.lkm. L0'b0 »l'«ö dto. II. »4 7b Kank.Actien (per Stück). Analo-Oest. Van! 20N fl. 80°/» G. «4«--- l49b0 Bankverein, Wien« 100 fl. . t»s 30 «li »» Velo Ware Vodencr.-«lnst..o'st,2NU fl,L.4«°/<> 4Ii»'l>n 41?-— Crdt.-Anst, f. Hand, u. V, 1«ofl. -.- — — dto. bto. per Ultimo Septur. 3»4' - 334 b" Creditbanl. «lla. ung,. 200 fl.. 408 — ,4«l» 7k Depositrulillül, 3lll„,, 200 fi. . 224'—22« — EscomP»e°Ges., «brüst., 500 fl. «Lb — 67>rl>anl, öst., 200 fl. . , . 247 75 24^ 8l» Orsterr.-Ungar. Vanl 800 st, , S9,'- 994— Unionbanl 200 st...... 248 75 249 50 BerlehrSbllnl, Ällz., 140 fl, 173' - I7ü,— Hctt»n von Zlanspart« Ant»ru»hmnnz»n (per Vlücl). Albrecht-Bahn 200 fi. Silber , 84' - 94'7!> «lussta-Tepl, Giseub, 800 fi. . . 17U5 1>U» Vöhm.Norbbahn 150 fl, . . i«>«! - . L<>8 — ,, westbahn »00 st. . . 3?»-5" 378 ü" Vuschtlthrader E<^. 500 ft. «M. lK«» 1120 bto. M l)> «00 fl. . .--- - — Donau « Dampfschiffahrt « «es. Oefterr. 500 fl. TM. . . . 387 50 »88 KN Drau-E, Gallz.Karl°Lubw.-V.20Uft.EM. 21^ l»5 2,7 25 Unnb.»Ezemow.-Iafsh- Visenb.^ Vestllsch. »UN fl. S. . . 25« 5»! ^t.7 5< Llovd, «fterl.,Trich, 500 st,«W. 470'— 4?i. - oefterr, Norbweftb. 20U fi. Tilb 2I3-— »14 — dto. (M, L) 200 fi, S. . . ->'— —-— Vraa-DuzerVisenb. 150fi, Silb. 82'- 82- Siebenbürger Eisenbahn, erftt. - '— —-— Etaatleisenbahn 200 fi. T. . . —— —- - Vüdbahn »uo ft. Silber . . . — — — — Vüdnorbd.Verb.-V.200st.EM. 195- - iftS - - Iramway«ts,,Wr.,i?0st.0.W. »48-- »i» — „ Em.1N87,«X>fl. —»— —»— Veld Ware Iramway-Ves,, neue Nr., Prio^ riM«-Nctlen 100 fi. . . . 85 25 Sk 50 Uull.-aalz, Viseül,. 200 ft. Silber 2<»2 — 203'— Una.Westb,(Raab-GrllzM>0fi.S, ««I 5>) »<>8'5<> Wiener liocalbahnen-Act. »Ges. 60— -.— Ind»stri<»Kcti»n (per Stück). Nauges,. Allg. Oest., 100 st. . loll — los.. Egybier Visen- und Stahl-Inb. in Wien 100 fi..... «7 5N ß!» . Visenbabnw-Leiha., erste, 80 fl. l»4^— ?6 ,,VIbemühl", Papiers, u. V.-«. 45'7?> «'. 75 Llf ?<»?>. ..Ttryrerm.", Pavierf. u. N.-G. 15« — 154 — Trifailer Kohlenw.-Ves. 70 fl. 1»!«— i«ü-- Waffenf. G.,Orfi,inWien,1(»UN. 2<8 249--ilsagnon-üeihanft. «ll«. in Pe«. 80 kl........ 8»!8 - »«5 . . Nr. Vauqe!c2sch»ft 100 st. . . >»« - i»l 2b Wien.'.'bergr^Ziegel «cilni'Oei »?^ — »7!» — D»vis»N. Amsterdam....... 1 — 105-20 Deutsche Plähe...... «? 25 fi2 3!> London........ 12» <>!, !i? I» Puril......... I>'»»0 ^o e.^ st.-Peterlbuca...... --- — - Valut»n. Ducatcn........ 8— 802 2U°Fianc«-Etüse..... 1005» >0'«7 Silber........ —'— -- Deutsche Reichibanlnutei, . . 3« 25 «2 »2, Vovier-Nubel.....l 3I7, l.Lli Oeželno^ediš6e v Ljubljani. St. 4. ==~ ------------- v Dr. pr. 532. Cetrtek dne 12. oktobra °PWa v a V VoUllJ»k»- Pr- Gerbi^ Tr, delih- SP'sal R. S. Poslovenil uglashil Viljem Blodek. Kapelnik 6- Prof. Fr. Gerbic. Ra 2aèetku prvikrat: Veseloigra Vna Pot n«J»>oIjSa pot. 3inReJriidnern ****»• Po Schle" gerJl Prevel Jesenko. Jlctt«9 öcn J3. October ^ i ii *""s.......in ^Börse-Speculanten une»U»el.rlich ist die (^056) prol^' Adlergaa«e Nr. 5. ^^ Nr. 5717. ^uratorsbestellunss. ! !°" Grahov?""'^ubiger Stefan Hega ^ Kirchd^s"'"^ H'"" Karl Pupftis i>dbH?^"!."^ Vehändiglmg des l892. »Vchetdes vom 30. November bestellt"' ^' »um Curator aä aelum ^"li 'i89g^"lsgericht Loitsch am 7ten (452^——-^_---------------------- ls,?. ^ Nr. 8033. ^^uratorsbestelluntt. 3"" Et^ ? N^!?"' ^'"raud Stalzer, 5°nkel un^ ^ "^lmä Poje, Elisabeth ^knfeld ?, G/org Verderber/ alle von ?.Mn groH uud en «16luil (4583) 4—1 Leinen- und Damastwaren-Fabriks-Niederlage Domplatz Nr. 2, 9L.aJJba,c2lA9 Domplatz Kr. 2. Die feinsten und garantiert eohten CK*** Villanyer Weine "^^ w empfiehlt die älteste 'Wreinflrma Vinceuz üchuth cV Coinp. kaiserl. und königl. Hoflieferanten in Vill&ny u-^d zwar • weisse Tischweine, per Hektoliter fl 20, 25 und 30, feinste Tasel-P ^Pino II •" und 40 sowie Riesslmg, Ausstich- und Cabinetweine. 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Die Licitationsbedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10°/„ Vadium zu Handen der Licitations-Commission zu erlegen Hut, sowie das Schätzungs-Protokoll und der Grnndbuchs-Extract können in der dies-gerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Idria am 13ten September 1893.________________ (4475f3-8 St. 8823. Proglašenje inrtvim. C. kr. deželno sodižèe v Ljubljani proglasi na zopetno prošnjo Marije Majdiè, posestnika žene iz Brezja št. 8, de praes. 20. septembra 1893, St. 8823, oziraje se na pozivaloi oklic z due 16. februvarja 1892, št. 1459, Melo Sedmak iz Brezja št. 8 mrtvim » iein, da je kot. dan nje smrü 30. apnla 11893. leta smalraü. : I V Ljubljani dne 26. seplembm 1 R9.°,.