LmbllchcrWMtlmg. «UH. l>^«B Pf»nu»ner«l««n«ple!»: Im «omptoil ganzj. ^>^» -«v» « 3u^"?»^ 3lD* ^H^» si. !,. hall'l. N. 5.5«. Für die Zustellung in» Han« > lpNnilM ^ ^f/iN'2 ,m. «os,.. «m. , f,., l^N pr. >le ,m. «li., lm. «sr.. >^>D^ Allltlicher Tbcil. Gesetz vom 34. Februar «873, womit die auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung erfolgte Repartition der zur Erhaltung dcS stehenden Hcercs (Kriegsmarine) und der Ersatzrcservc vereinbarten Nclrulencontingenlc genehmigt und die Aushebung derselben im Jahre 1872 bewilligt wird. Mit Zustimmung der beiden Häuser des Reichs» ratheS finde Ich anzuordnen: Art. 1. Nach dem Ergebnisse der in beiden Staatsgebieten am 31. December 1869 auf gleichen Grund« sätzen durchgeführten Volkszählung und mit Rücksicht auf die thatsächlich bereits erfolgte Uebernahme eincS Thcilcs der Militärgrcnze in die Ciuilocrwaltung dcr Bänder der ungarischen Krone (Gcsctz vom 8. Juni 1X71 (R. G. Al. Nr. 49) entfallen von dem im § 11 dcS WehrgcsctzeS vom 5. December 1868 festgestellten Kricgsstandc des stehendes HccreS und der Kriegsmarine von 800.000 Mann auf die im Reichsralhc vertretenen Königreiche < und Bänder 470.784 Mann und auf die Bänder drr ungarischen Krone 329 216 Mann. Art. 2. Die Aushebung der hicnach auf die im RcichSralhc vertretenen Königreiche und Bänder entfallen« den Nelrutencontingenle von 56,185 Mann für das stehende Hccr und 5618 Nlann für die Ersatzrcserve. aus den vorhandenen Wehrfähigen der gesetzlich berufenen Altersklassen, wird für das Jahr 1872 bewilligt. Art. 3. Mit dem Vollzuge dieses GcsetzcS wird Mein Minister für Landesvcrlheidigung betraut, welcher diesfallS mit Meinem RcichötriegSminisler das Cinver« nehmen zu pflegen hat, Ofen, am 24 Februar I872. Franz Joseph in. ^. Aueröperg ni. i». Horst w. ?., Oberst. Gesetz vom 33. Inli HG7< womit eine neue Maß« und GcwichtSordnung festgestellt wird. Mit Zustimmung beider Häuser dcs Neichsralhes finde Ich anzuordnen, wie folgt: Art. 1. Die Grundlage dcs gesetzlichen MaßcS und Gewichtes ist daS Metcr. Das Metcr ist die Einhcit dcS Längenmaßes; aus demselben werden die Einheiten des Flächen« und dcS Körpermaßes abgeleitet. Das Kilogramm, gleich dem Gewichte eineS Kubil-decimclers dcstillirlen Wassers im luftleeren Raumc bei der Temperatur vou -^ 4 Grad dcS hundertthciligen Thermometers, bildet die Einheit des Gewichtes. Die Untertheilun^n der Maß- und Gewichtseinheiten, sowie deren Vielfache werden nach dem decani-schcn Systeme gebildet. Art. 2. Als Urmaß gilt dcijcnige GlaSstab, wel» cher sich im Besitze der l. k. Regierung befindet und, in der Achse seiner sphiirischcn Enden gemessen, bci der Temperatur des schmelzenden Eises gleich 999-99764 Millimeter des in dem französischen Staatsarchiv? zu Paris dcponirlcn „M^trc prototype" befunden worden ist. Als Urgcwicht gilt daS im Besitze der k. l. Regierung befindliche Kilogramm ans Brrglrystall, welches im luftleeren Raumc gleich 990997 8 Mlligrammc des in dem französischen Staatsarchive zu Paris aufbewahrten „Kilogramme prototype" befunden worden ist. Art. 3. Die gesetzlichen Maße und Gewichte sind: ^. Längenmaße. Nn^s. ?,'"^.........das Meter Unterteilung««: da« Decimeter gleich '/.<. „ «,, „ . « Mllllmcter '/ Vielfache: .. K,^.„ ^ /^« « ,/' f^'"'"^ " l0.000 , "- stächen maße. 2. Allgemeine: die Quadrate der Längenmaße; d. befondere: Bodenflächemnaße. Einheit: daS Ar gleich 1000 Ouabratmcter. Vielfaches: daS Hektar gleich 100 Ar. 0. Körpermaße. 2. Allgemeine: die Würfel der Längenmaße; b. besondere: Hohlmaße. Einheit: das ^ilcr gleich l Kubilbecimeler. Untcrthcilung: das Deciliter gleich '/,<, ttilcr. „ Ecnliliter „ '/,«« « Vielfaches: .. Hektoliter .. 100 .. 1). Gewichte: Einheit: das Kilogramm. Unlerlhcilungcn: das Dekagramm gleich '/^^ K. » Gramm „ '/.«oo „ Decigramm „ Viooo«, " .. Ccnligramm .. V,oo««o « .. Milligramm ., '/.nonooc. " Vielfaches: die Tonne „ 1000 Alt. 4. Das gegenseitige Verhältniß dcr neuen und dcr allen Maße und Gewichte wird für den Ver-lchr, wie folgt, bestimmt: l Meter gleich 0 5272916 Wr. Klaftern. ' « «3 Fuß 1 Zoll 11 "°/,^ ?. 1 .. , 1-286077 Ellen. 1 Kilometer „ 0 13182.'! ösleir. Meilen (Post. meilen. !i Myriameler .. 1 1318229 Postmeilcn. 1 Eenlimclrr , 0 0i»^9I2 Faust. 1 Wiener Klafter „ 1.896484 Meter. 1 55uß „ 0316081 1 Elle .. 0-777558 .. l öst. (Post ) Meile „ 7 585936 Kilometer. 1 .. ,. ,. „ O7585936 Myriametcr. 1 Faust ,. 1053602 Centimeter. F l ii^ch c nmaß e. 1 HHMeter gleich 0278036 l^Klaslern. 1 „ .. 1000931 l^Fuß. 1 Ar ,. 28-80364 ^Klaftern. 1 Hektar .. 1 737727 ostcrr. Joch. 1 llMyrialneter .. 1 737727 .. UMeil. 1 ^Klafter „ 3 596652 UMetcr. 1 ll Fuß .. 0099907 1 N.'österr. Joch „ 57.54<;42 Ar. 1 „ .. .. 0.575)4642 Hektar. 1 ostcrr. lIMeile „ 0 5754642 sUMyriamcter. K ö r p e r m a ßc. 1 Kubikmeter glcich 1 146606 Kubiklaftern. 1 .. .. 31'66695 Kubilfuh. 1 Kubilllaflcr .. 6 ^20992 Kubikmeter. 1 Kudilfuß „ 0,031578ro?cgewichtc Gewichtsstücke vo.1 100. 40. 20, 10. 4, 2, 1. 0.4 und 0.2 Gramm angewendet, welche das Fumd, "»oertfache chres Gewichtee, d. i. beziehunq«'we>se 50, 20, 10, 5. 2. 1. 0.5, 0.2, 0.1 Kilogramm r,p'äsent>rcn. 'lls Prodtmaß dient cin Hohlmaß ^^odc-Hettoliter), dessen Inhalt dem fünf' hunderlstcn Theile eines Hektoliters gleichkommt. Art. 14. Dic bei der Aichung und Stempclung der Maße und Gewichte zulässigen Abweichungen von dem wahren Werthe werben im Vcrordnungswege frst-geseht werden. Art. 15, Die zum Messen und Wägen im öffentlichen Perlehre dienenden Maß> und Gewichte sind von den Besitzern periodisch in den durch specielle Vorschriften festgestellten Terminen der neuerlichen Aichung zu unterziehen. Die Anwendung von Maßen und Gewichten im öffentliche, Verkehre, deren Abmachungen von dl,m wahren Werthe größer sind. als die gesetzlich zulässigen sArt. 14), wird nach den Bestimmungen des Art. <> .eahndet, Art. Xi. Die verschiedenen, im Art. 13 angeführten Kategorien von Gewichten haben sich durch ihre Form leicht tcnnbar zu untcrschcioen. Art. 17. Die als dynamische Maßeinheit in der industriellen Mechanik dienende sog. Pfcrdclrast wird mit 75 Kiloaramm-Metcr, d. i. 75 Kilogramm in der Secunde ein Meter hoch gehoben, festgestellt. Dieses Ausmaß ist im öffentlichen Verkehre bei Beurtheilung dcr ^eistungsfähiqteit einer Kraftmaschine oder eines Motors und bei Entscheidung streitiger Fälle zu Grunde ;u legen. Art. 18. Im öffentlichen Verlchre dürfen nur gehörig gestempelte Alloholomelcr, Saccharometer und Gasmesser verwendet werden. Neue Gasmesser sind vom 1. Jänner 1873 an in Gemäßheit der Bestimmungen dieses Gesetzes einzurichten. Art. 19. Der Gebrauch dcr Seemeile, gleich dem secks;igslcn Theile eines Acquatorialgrades, so wie die durch ,as Gesetz vom 15. Mai 1871, R. G. Bl. Nr. 43. eingeführte Schiffstonne im Echiffahrtsver-lehre zur See wird durch dieses Gesetz nicht berührt. Art. 20. Die Zusammensetzung und der Geschäftskreis der k. k. Normalaichungs-Eommission, die Instruction für die öffentlichen Aichämter, der Vmgang bei dcr Aichung und Stempelung der Maße und Gewichte, dic storm, Construction und Signatur der Maße und Gewichte werden durch besondere Vollzugsvorschriften geregelt. Art. 21. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes wird dcr Handelsminister betraut. Wien. am 23. Juli I87l. /ran) Joseph in. p. Hohcnwart in. p. Sckiaeffle m. p. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen mit den betheiligten anderen k. k. Ministerien den Herren: Anton Grafen ÄttemS. Adolf Ehren zweig. Emil Regen, Joseph Stritzlo und Dr. Joseph Wickhoff die Bewilligung zur Errichtung einer Aktiengesellschaft unter der Fuma: „Universale," Wiener Rückuersiche. runasbanl ll/llnivsrgslio, Uaiujuo äo« 1i6u3«ur3,lictts ^ Vieuuo)" mit l>em Sitze in Wien erlheilt und deren Statuten genehmigt. Nichtamtlicher Theil. JournMilnmcn übcr >ie bi5hcrige Action dcs Neichsralhcs nnd >cr Ilcgirrung. Die Wiener Blätter beschäftigen sich vorwiegend mit Betrachtungen über dcn bisherigen Veilauf der parlamentarischen Verhandlungen und die von dcr Regierung hieoci entwickelte Thätigkeit. Die verfassungstreue Presse constatirt hicbei, daß die gcm-insamc Thätigkeit oes Reichsrathcs und der Rcgieiung durchaus patriotischen Zielen zuwendet ist und die bisherige,, Erfolqe einen weiteren günstigen Verlauf der inneren Reform-ardeit. vor allem aber die endliche Versöhnung mancher noch divcrgircnden A,ischai>ungcn und Interessen ver, sprechen. „Die Ergebnisse der Verhandlungen dcs Ab-geordnctenhaufes und deS Verfassunasausschusses — schre'dt die ..Neue Freie Presse" — sind bisher sehr befriedigender, weil positiver Natur. Dem Erfolge der Regierung im Abgeordnetenhaus« stehs ihr Erfolg im Beifassungsausschusse zur Scttc. Sie beherrscht im ge< genwältigcn Auei.dlicke die politische Lage und macht von dieser Macht im Interesse dcr Lösung der staatS-rechtllchen Wirren und der Befestigung der Perfassung entschlossen Gebriuch. Da« Nolhwahlgesetz. der erste Programmuunlt. wurde dcm Abgeordnelenhause abgewonnen, und jetzt läßt sich Alles darnach an, um ein Gleiches bezüglich dcs galizischen Ausgleiches erwarten. 6^ Zw:idriiesc Thatsache zeigt, laß sie jene Vertrauensstellung im Hause hat, welche ihr die politische Füh» ru.'g und mit delselbcn die Ausführung ih'es Programms gestaltet. Es ist kein Zweifel, daß dasjenige, was sich jetzt zu Gunsten der Polen zu vollziehm beginnt, von leiner anderen Regierung mit ewiger Aus» sicht auf Erfolg unternommen werden könnte." Die „Presse" constatirt die Zerfahrenheit. welche unter den Verfassungsgegnern eingerissen sei. kennzeichnet d^elbe als ein Symptom deS erschütterten Vertrauens derselben zu ihrer eigenen Sache und gibt dcr Zuvcr-sicht Ausdruck, daß das Vorgehen der Regienmi auf i)em bisher eingeschlagenen Wege ruhiger und besonnener Eindämmung aller verfassungS« und reichsfeindlichcu Äe-sl'.ebungcn diese Zerfcchrenheit nur steigern müsse. Das „Ncue Fremdcnblatl" faßt den bisherigen Erfolg der Thätigkeit des Ministeriums iu die nachfol« genden Worte zusammen: »Wenn es ein Verdienst ist. sich selbst treu zu bleiben. so darf unser Ministerium dies Verdienst für sich in vollem Maße in Anspruch nehmen. Seitdem das Programm dcs Ministeriums in der Thronrede feierlich verkündet worden, ist dasselbe auch thalsächlich die Richtschnur für alle Aclionen der Regierung geblieben. Und indem sie daran mit aller Entschiedenheit festhielt, wußte sie sich zugleich die parlamentarische Unterstützung zu sichern und zu erweitern. So sehen wir den Rcgicrungsgedanlen immer festeren Voden gewinnen, und Vertrauen — das erste Kind des Erfolges — lehrt allmälia in unsere Reihen zurück, ermuthigt die Schwachen und Schwankenden und erschreckt die Gegner. Eine Frage nach dcr anderen sehen wir der Lösung entgegengreifen: dcr Relchsrath ist durch das Nolhwahlgesetz gesichelt, das Budget wird ohne finanzielle Schwierigleiten dcr Erledigung zugeführt, die galizische Frage, die eigentlich nie eine Frage war. ist in niculgen, AuSschußsitzungcn rüstig vorwärts gebracht worden und auch die Nahlrcform fchen wir in nicht allzu weiter F,rne winken." Aehnlich äußert sich die „Morgenpost." Das genannte Blatt schreibt: „Die E»folge dcs Ministeriums lassen sich nicht beslrciten; es bchcrrscht vollständig die Hltuation, und wir geben auch zu, daß die Schritte der Rrqicrung auch in weiten Kreisen der Bevölkerung viclön Beifall finden." T as Vcrlrancn, fährt die..Mor-genpost" fort, kehre zurück und man sehe hoffnungsvoll der Beseitigung der politischen Schwierigkeiten enta/gen. Diesen überraschenden Erfolgen gegenüber seien hauptsachlich zwei Tyatsachen zu constalircn. Die erste bestünde darin, daß das Ministerium nicht die Dictate der Partei vollziehe, sondern auf der Führung der Ver-fassungspartei bestehe; die zweite Thalsache sei aber die, 5aß das Ministerium die Bahnen dcr AusgleichSpolitil betreten habe und den Landesinleressen eine befondcre Sorgfalt zuwende. Befriedigten Blickes läßt die Olmüher ..Neue Zeit" die Schritte der Regierung und die Verhandlungen d?S Reichsrathcs Revue passiren. um zu dem Schlüsse zu gelangen, daß. sobald auf der betretenen Bahn weiter geschritten werde, die uuscligcn VcrfassuugSwirrcn ihrem baldigen Ende entgegengehen. Das Ministerium haüe bisher ein klares und bestimmtes Programm verfolgt, Sache der Partei, die m>t dem Ministerium gche, sei es, auch auf dem weiteren Wege demselben vertrauend und hclfmd zur Seite zu stehen. Die verfassungstreuen V.reine und die verfassungstreue Presse müßten eS als ihre Pflicht betrauten, di? gegnerischerscitS gegen die Action d,s Ministeriums in Zcenc gesetzte Agitation unschädlich zu machen, damit die Regierung auf so ge-«oncter Bahn auch die weiteren Arbeiten zur Befriedi» gung der Parteien ausführen könne. Der „Pester Lloyd" führt die Behauptung aus, daß das Ministerium während der kurzen Zeit seiner Nmtiruna. nicht nur allseitig an Vertrauen gewonnen habc, sondern auch schrittweises planmäßiges Vorgehen sich die Vösung der staatsrechllichen Schwierigkeiten sicher gemacht. Ehedem seien Ansglcichsversuche nur dann un-lernoinmen worden, wenn die Regierung am schwächsten gewesen. Jetzt sei endlich die richnge Praris znm Durchbruch gekommen. ..Man setzt die Unterhandlungen fort, w?il man das Gefühl der Stärke hat, weil man weiß, das Maß dcr Forderungen bestimmen zu können, weil man die Frage beherrscht und eS nicht Noth hat. sich ihr unterzuordnen. Das System der Zwangslagen hat sich verlehrt und nicht die Regierung ist eS heule. die unter dem Drucke der Situation st ht. Somit erzielt man ctwas Besseres als dic momentane Unbe-schränkheit de> RcgierungSgewall oder die Möglichkeiten eineS formellen Ausgleichs; man erhell die Möglichkeiten der wirklich n, der materiellen B^sländigilng. Diese Möglichkcitti, behauptet das Ministerinn, hcnte in dcr galizischcn Fra,ie und cs ist nicht alizujchen, warum eS sie nicht aui, für dic übrigen schwebenden Fragen erringen sollte." 18. Sitzung des Ibgcor>nclcnhllusls. Wien, I.März. Präsident R. von Hopfen eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 30 Minuten. ^!uf der Ministcrbank: Se. Durchlaucht der Herr Minist.ipiäsident Fürst Adolf Auersperg; Ihre Excellenzen die Herren Minister Freiherr von Wasser, Freih. de Pretis. R. v. Chlumccly, Dr. Glaser, Dr. v. Slremayr, Dr. VanhanS, Dr. Unger. Das Protokoll der letzten Sitzung wird verlesen und genehmigt. Zu Beginn der Sitzung wurde von Seile beS Unterrichtsministeriums eine nachträgliche Ercditsorderung von 500.000 fl. zur provisorischen Unterstützung hilfsbedürftiger katholischer Seelsorger eingebracht. Nach Verlesung der zahlreichen Petitionen beantwortet Se. Excellenz der Herr Ha r. Mengcr und Genossen haben in dcr Sitzung dcs h. Hauses am 6len Felnuar dic Interpellation an mich gcrichtet: I. Ob ich dcn dull!/ die Eisenbahnlraneport-Enqilöte festgestellten schweren MWänden dcc< Eisenbahntranovort^Wcscns für die Zuluuft durch die Einbringunu, entsprechender Gesetzvorlagen noch in dieser Session des RelchSralhcS vorzubeugen gedenke? Ob ich hiebei die Arbeiten der Transports « Enquöte, insbesondere daS von derselben nach Muster des norddeulschcn VelriebsreglementS ausgearbeitete Äetriebs-Reglement zu berücksichtigen gedenke ? — In ersterer Beziehung wird die Regierung durch die strengste Handhabung der bestehenden Gesetze und Verordüugen und durch verschärfte Ueberwachung des Bahnbetriebes die Interessen des Vc,kch»eS zu wahren bemüht sein, so wie schon jetzt im einheimischen Trans» portwcscn wesentliche Verbesserungen eingetreten sind. welche eine große Zahl von U bclständen vorzubeugen geeignet sind. Unter dcn Enquiüc-Anträgcn administrativer Natur nimmt unstreitig die Einführung eines neuen RealcmenlS auf den österreichischen Vahlttii die crsle Stelle ciu. Nach Zttl offener Vereinbarung mit der k. ungari« schcn Negierung Wird die k. t. Regierung nicht säumen, die cntsprectcndcn Gesetzvorlagen unvclwcilt dcr verfassungsmäßigen Behandlung zu unterziehen. Die Herren Di. Hnllwich und Genossen hadcn in der 10. Sitzung folgende Interpellation an die Regierung gerichtet: 1. Welche sind die Giünde dcr bisherige»' Nichldurchfi'chrung dcS Gesetzes vom 19. Juli I87l? 2. Ist gessl ündete Aussicht vorhanden, die dcr Durchführung di'scs Gesetzes entgegenstehenden Schwierigkeiten baldigst zu beheben? 3. Wäre für den Fall der Weigerung dcr Actiellgcsellschaft der südnolddeulschen Vcrbindungs« bahn die nachgesuchte Eonccssion für die von Reichenberg bis an die ^andcSgrenzc und von Tarnopol nach Tannwald, refft. Gablooz » Glcichenberg. zu führende Vocomolivbahn unter dcn ihr aufgetragenen Bedingungen ,u übernchmcn, die Regierung geneigt, mit lhunlichster Beschleunigung einen neuerlichen Gesetzentwurf betreffend die Verleihung der Concession zum Baue und Vctricbe der genannten Bahnen an einen oder mehrere an« dere Unternehmer, dcm Abgeordnetenhause vorzu« legen ? — Der Herr Minister findet zu erwiedern: Die Acliengcscllschaft der südnorddeutschen Verbindungsbahn hat vor Ucl'cruahme der ConccssionSocrpflichtnngcu nach dem Gcsctze vom 1!). Juli 1871 für nothwendig erachtet, neuerliche TracirungSarlieilen anzuordnen. Diese neuerlichen Studien haben sich bis in den Spätherbst dcs vorigen Jahres verzogen. Nach eingehenden Verhanflungcn hat endlich die sülmorddentsche Ber-bindungstiahü die Erklärung überreicht, daß sie die inl Sinne des Gesetzes vom 1!). Juli 1871 ihr auferlegen Eonccssionsvciftflichtungcn Übernimmt. Aufgabe der Regierung wird es nun sein, mit allen ihr zu Gebote stthenden Mitteln auf rasche Ausführung dieser beide« Bahnen zu dringen. Hiernach ist dic dritte Frage gegenstandslos gt' worden. Auf die an die Regierung gestelllen Frage»: 1. Ob die Regierung gesonnen sei, schon in dcr lausch den RcichSralhssession einen Gesetzentwurf hinsickllia» dcr dalmatinischen Eisenbahn einzubringen und 2. " die Regierung nicht geneigt wäre, dcn Bau der gn'ann-ten Eisenbahn in Angriff zu nehmen? erwiederte Vt. Ercellenz: Die Regierung ist entschlossen, nach Vollendung dcr technischen Voraibciten eine die Sicherstcllung ve dalmatinifchen Eisenbahn betreffende Ocsctzcsoorlaae zu versassungsmäßiaen Behandlung einzubringen. waS.»^' jedenfalls noch im Verlaufe der gegenwärtigen SM' 3 ,0 geschehen wird. Erhält, wie ich hoffe, die erwähnte GesehrSvorlage dieZustimmung der gesetzgebenden Facloren, so kann immerhin der Gau der dalmatinischen Eisenbahn ! noch vor Ablauf des o/genwürligen Jahres in Angriff genommen werden. Hieraus wird zur Tagesordnung übergegangen und deren c s: r <>"^?n»<!Ibg. v. Plcner bringt in Po» schlag, dcn crstcn Thcil des von Dr. Brcstcl geslcUlcn Antrags bci^nbchallen, ohne aber die Hohl bcr Theile odes deren Beschaffenheit näher zu bezei^nen, und ucmitragt dcingcmäß, der letzte Absatz^ des Artikels 1 habe zu lauten: „Im letzteren Falle ist die Regierung erwächtigl, die Linien entweder im Ganzen oder in Theile getrennt zu l'ergcben." Aei der Abstimmung wird Artikel I nach dem Ausschußantrage mit dcui Zusatzanttagc Plcner ange» nommcn. Zn Art. 2 rücksichllich des Euiissionscurseö nehmen Abg. Gompcrz, Dr. Hcibsl. Se. Ezc. Minister Van« Hans und Äcrichtcrslaller Sy^ das Wort. Der Artikel 2 wird angenommen. Die übrigen Artikel des Gesetzes werdcn in zweiter und über Abtrag dcö Äcrichlclstallsrs in dritter Lchma, angenommen. Ebenso wcrdcn auch die vom Ausschüsse beantragten uicr Resolutionen ohne Debatte unucrändm angenomlnen. Hkmit ist die TagcsoldlUlng erschöpft und Präsident dringt noch einem ihm ilbclgclicnen Antrag des Abg. Dr. Steinbrecher und Genossen zur Verlesung, dahin lautend, das h. HauS wolle beschließen: Die durch das Gcsltz vom 3. März I8l>tt, Z. 17, bestimmten Gebühren' und Slcmpclbeflciunll.cn treten auch bei solchen Tauschvürttägcn über der landwirlhschafllichcn Vcuiitznng gcwidmclc Grundstücke ein, durch welch? zwar lcinc unmittelbare Arrondiruna,, aber doch eine bessere Bewirthschaftn««, des Acsitz^s cines der tauschen» den Theile bcwntt wird. Präsident bcmcllt, daß er diesen Antrag auf die nächste Tagesordnung behufs erster Lesung setzen werde. Hiera»f wird die Sitzung um 2 Uhr 50 Minuten geschlossen. ! Nächste Sitzung Mvtltag. 4. März, PormittaaS 11 Uhr. __________ Potttische Uebersicht. Laibalt», 4. März. „P. N." vernimmt auS sich^rcr Quelle, daß t^r Iustizmi >, > st er i>, dcn letzten Tagn eincn Ge^ sctzcnlwurf über das sllafa/richtliche Verfahren bei den Gerichtshöfe!! erster Instanz dcüi H>,usc vvllcgcn wcrdc. Der Gesetzentwurf besteht aus 120 Paragraphen. Dieser Entwurf wurdc von einer aus Kapacitäten der sachmän-nischcn Kreise gebildeten Enquete geprüft und von dieser wurde, wie „Naplo" sagt, erkannt, daß cö eine heilige Pflicht sei, dieselben je eher zum Gesetze zu erheben. Der Entwurf ist auch im Ministcrrath einem gründlichen Stnkin!,, unterzogen worden und hat auch bereits die Gcnchlninung Sr. Majestät erlangt. Der Justiz-milnsler wird im Einvcrsländniß mit dem ganzen Cabi- W.. n^^'^^ Ve,ha>,dlung über denselben vellangen. «^.^ .. ?^" abspricht," crllärt ..Naplo", ,.dcr w?^ fin^n°" .'" ^" lciner Nation'.' Hiezu müssen ^is^^eHc.^' ^"" "" "icht für die nächste . ^ ^sche N i^ ^^ ^^ ^^ Bundesra.he em Gesetz ubcr den Gebrauch der Waffcn des Militärs l.'„ Frieden vor. Dasselbe enl pr chl dcm preußischen Gesetze von 1857. Nur im Falte der^Not' wehr, dann bei der Flucht von Arrestanten und bei'Auf. laufen darf von dcn Waffen Gebrauch gemacht werden-im letzteren Falle nicht ohne Commando der Vorgesetzten.' — In Berlin gibt man sich jctzt fast allgemein der Hoffnung hin, daß das Herrenhaus dem Schulauf, sichtsgc setze in der Fassung in welcher es aus dem Abgeordnctcnhause hervorgegangen ist, zustimmen wird. Da die Stellung der Regierung von sämmtlichen Or- ganen derselben, und insbesondere von dem Ministern Präsidenten, mit solcher Bestimmtheit und Entschieden-i heit dargelegt worden ist. daß die Verwerfung der von' dcm Mona» chcn unterzcichncttn Vorlage höchstenorts als i cin Act directer Feindseligkeit gegen die Krone und deren > Ralh jcber al.'sgcfaßt werden würde, so ball man cS für! unmöglich, daß diese Erwägung ohne maßgebenden Einfluß auf die loyalem Mi'qXsder des Herrenhauses blei» j ben könne — Oc> faires vuu i'm preußischen^ He,'i cnl, ausc elfoigt l,o> ccsse vor einem englischen Gerichte gehalten; cS dauerte volle 26 Tage. Locales. — lTa geSo r d n un g) der am 7. d. Nachm. 5> Uhr stattfindcndcu G c rn c i n d e r a t h s i tz u n g: I. Lesung des letzten Slhungöprolololles. 2. Ängelobung der neu ernannten Burger. 3. Feststellung der Wählcrllsten und dcr Wahllage für die heurigen Ergänzungswahlen. 4. Borträge dcr Schulscclion: a) über dic RcalschuUolalwne» rcchuuug pro Ift71 ; I») über dic Nechuung der l. l. Ober» rcalschuldircktion betreffend dcn Modclllrunlerricht; c) in Betreff des Gebrauches der vom Schulbuchervcrlagc aufgelassenen und durch »cue eisctzle» slvvcnisch-dcutschcn Sprach« blichcr an dcn städtischen Volksschulen; d) über* eiue Rechnung dcr Direktion dcr ersten städtischen VollSschulc in Netreff cmcs Vorschusses aus den Jahren 1«l^ und 1869. — (Die hi.csige Filiale der steiermär» tischen Escomple, Bank) hat eine Uebersicht libcr dic wcschäflsbewcgung in dcn lctzlatigclaufencu zwei Mo-natcn der Ocsf.ü'llichleit übergeben. Wer dicsc Nachwcisliua näherer Emsichlsnahme würdigt, wird folgende Rcjullalc wahrnchmeu: 1. Tolalsummc der Einlagen in Cheques und Kassenscheinen: mehr als viermalhuuderl tausend Gulden. 2. Totalsumme der Rückzahlungen bei obigrn mehr als zweimalhundert tausend Gulden. .'>. ^.. ......... verkehr überstieg die Ziffer von 1'/, Millionen Gulden. 4. Wechsel'Escomvte beinahe einmalhunderl tau,end Gulden. 5. Der Efscctenverlehr erreichte beinahe di? Hohe von 150.000 Gulden. — Diese Ziffern constatircn zur Eoidcnz den lebhaften Verkehr, die bereits gesteigerte Action und daS Gedeihen dieses heimatlichen Geldinstitutes. — (Die Angehörigen der hiesigen Garnison) werden mit Il'leresse veruehmen, dc>ß nach den übereinstimmenden Meldungen der öffentlichen Blätter die Landwehr der im Äeichsrath' verticlcncn Königreiche ^ und Bänder ihren Ossicierestand aus erfreuliche Weise ! complelirt. Zumeist sind es Staats- und ^andeebeamte, welche solche Posten anstreben und auch erlangen, da die meisten der Eompelenlen bereits in der Armee gedient ^ haben. Ncucslich wurdc wieder eine Anzahl von solchen ^-n'dü icn ernannt, und zwar hauptsächlich bei den nicdcl chcn i'andwchrfchutzen und den böhmischen, ! mähnschcu und galizischen ^anbwehr-Infanterie-Bcltaillons. , Auch bei ben Landwehr»Dragonern und Uhlanen fanden l Erneuuungen stall. Die größte Zahl der Ernannten erlangte 1 die ^icuteuauls' und Öberlieutenants Charge. Auch die ärztliche Branche wurde durch neuen Zuzug verstärkt, und fanden namentlich mehrere Ernennungen von Landwehr-Männern, welche mullerweile den Doctorgrab erworben, zu Landrochlasstslenzärzten mit Lieutenantscharciller statt. ^ — (Aus dem Amtsblatle.) Ki^ g über dle Ellcdigung einer Jakob von Schelle. u Officiers'Witwen Stistunz. - iThca lc ra nzei g e.) Die Theaterdireclion hat dem unermüdlich thätigen und in erster Linie in Lieb» habcrrollen beschäftigten Schauspieler Herrn F. Traut in Anerkennung seiner jederzeit dienstbereitwilligen Verwendung und in Rücksicht, dah auch seine Gattin bühnen» thätig ist, cin zwcues Bencfice eingeräumt. Dlese Benrfic-Vorstellung wird Donnerstag den 7. d. M, stattfinden. Herr Traut Überrascht uns mit dem neuesten Lustspiele „Cpiell nicht mit dem Feuer" von G. zu Pullitz; er hofft uuS einen vergnügten Abend zu l ' ' NlS Beigabe folgt eine einfache Scene „Das sch. chen", gcsprochcu Dom Bcncficicmlcn. Die Thealcrjuijl.'« geht zur Hielge; genießen wir also in vollen Zügen die Gaben, die ,ns im Tempel der Musen im Verlaufe der nächsten drei Wochen noch werden dargereicht werden. — (The aternachricht.) Kneisel's Preislustspiel „Die Tochter Belials" geht heute zum ersten male hier üder diü Bretter. W»r haben also heule einen genußreichen Abend zu erwarten. — (Theaterbericht.) Die Neugierde — „Mo-rilla" zu sehen und zu hören — ist gestern, wie uns er-zä'.!lt wurde, in Folge eine« hinter den Coulissen eingetretenen Sturmes und Gewitter« nicht befriedigt worden. „Molilla" soll aus Fulcht vor Blitz und Donner den Ruckzug angctteten habcn, und mit ihr auch cin großer Theil des Publicums; denu „der Häßlichste bei Hose" war slir „Morilla" lein Ersah. — (Raub.) Der Landwirth und Gemeinderath Martin Sc>li aus Tschuschendors, Bezirk Rudolsswerth, besuchte am 2U. v. M in Töplitz den Jahrmarkt, lehrte auf dcm Rückwege in dem Wirthshause des Josef Cwctlo in Ober-Strascha ein, zechte in demselben in der Nacht vom 29. v. M. auf den 1. d. und trat um 4 Uhr früh in Begleitung deS üüjährigcn verehelichten Kcuschlcrs und Maurers Johann Kumc aus Rese bei Ober-Ctrascha gegen Hruöovec zu die Heimreise an. Nachdem Sali und Kume ungefähr eine viertel Sluudc mit einander gegangen, trennte sich Kume gegen Rese zu; als Sali gegen Lole allein fortging, erhielt cr plötzlich von lücllinls, wahrscheinlich mit einem eisernen Hammer, einen solch schwere« Schlag liber die linlc Seile scincS Kopses, daß cr — Sali - sogleich be-sinuuugtzlos zusammci'stürzte. Er wurde im bewußtlosen Zustande am 1, d. um 7 Uhr MorgeuS von dem Grundbesitzer Anton Krese von Scllo aufgefunden und nach Haufe gebracht. Sali hat nebst dem erwähnten hammer-fchlag noch andere fchwerc Verletzungen am Kopfe cihalten und wurde feiner Brieftasche bcraudt, in welcher sich cine Baarschast von 75—80 fl. in Banknoten (1 u 50 ft., in 10 und 5 fl,, und 1 ü 1 fl.) befunden hat. Das l. l. Krcisgericht hat gegen die dringend verdächtigen Thäter die strafgerichtliche Amtshandlung bereit« eingeleitet. — (Der hiefigen Handels« und Geschäftswelt) theilen wir das Calendarium über die im März l. I. im »achbarlichcn Kronlande Kärnten stattfindenden Jahr- und Viehmärlte mit: «m 4. in Mlhofen, St. Lconharb, Obervellach. Am 0. in Villach. Am 7. in Sl. Mal tin am Silberbcrg. Am «. in DUrnstcin, St. Salvalor. Am II. in Al'lhofen, St. Leonhard. «sritz, Spital. Am 12. in Millstalt, LavamUnd. Am 18, in Ällhoscn, Sl. Leonhard, Hermagor, Windisch - Griffen. Am 19. in Ferlach, liberstein. Am 22. in Sl, Andrä, Wmlleru, Köljchach. «n, 25. in Völlermarlt, Nllhoscn, St. Leonhard, Weißcnegg, Pussarniy. — (Landwirlhfchaftliches.) Wir theilen in Folgendem ein Mittel gegen die EutcrentzUndunc, der Kühe mit- ü'ci ganz frischer Eulerentzundung sinl drochenc Äät,ungen von schwacher Soda» oder ^ lösung auszuführen. Die Lösungen dürfen nur nmu c,c<»'z schwachen Laugcngeschmack besitzen. Bel den Bälum„-n ist darauf zu achten, daß das Euter nicht erlallet. < werden während cines TageS die Bähungen au.,>.........-'> sein. Nach dem Sistiren der Bähungen wird daS Euter 370 mit lauwarmem Mehlkleister Überstrichen und auf diesen Watte ß.-drachl. Hat sich in Folge einer Euteremziludung eine Verhärtung im Euier ausgebildet, so bringt man auf den verhärteten Theil ein Eminent, bestehend aus einem Theile grüner Tcife und drei Theilen Nüböl. — (Freunde des Spargelbaues) wollen die Nachricht entgegennehmen, daß ein Landwirth des Anhaltischen landwlrthschaftlichen Bezirles Gerberlohe mtt Bortheil als Untergrund für Tpargelbeete verwendet habe; die Ger. berlohe bewirke, daß man den Spargel um wenigstens vierzehn Taqe früher stechen lönne. — (Auf die ge it schrift ,Modewelt") machen wir neuerlich unsere geehrten Leserinnen aufmerksam. Es bedarf leiner geringen Sachkenntniß und Umsicht, eine lediglich der Toilette und weiblichen Handarbeiten gewidmete Zettschrift in einigen Jahren zum unentbehrlichen Rath« geber und Liebling der Familie zu machen, wie es die Modenwelt schon längst geworden. Mit einem Leser» lreisc von weit über Hunderttausend Abonnentinnen hat sie im Oct. v. I. ihren siebenten Jahrgang begonnen, und von Tag zu Tag steigend, hat d»e Auflage schon jetzt auf 120,000 erhöht werden müssen, eine bisher von derartigen Blättern nie erreichte Zahl. Wie geschickt, wie aufmerksam und liebenswürdig weiß aber auch die Redaction allen Wünschen ihrer Lesermnen entgegen und zuvor zu kommen! Das prächtige, künstlerisch schöne Ball» und Maslenbild im Nr. 9 vom 1. Februar schien alle Toilettenbcdürfnisse der Saison erschöpfend behandelt zu haben, gleichwohl bringt Nr. 10 eine reiche Auswahl der reizendsten Anzüge, welche der Uebergangsperiode im Salon wie auf der Promenade gewidmet sind. Nr. 11 vom 1. März wendet sich der Wäsche zu und entwickelt eine wahrhaft überraschende Fülle schöner Vorlagen für Form und Ausstattung dieses so wichtigen Zweiges der Garderobe. Daneben finden beide Nummern Raum, auch der Einsegnungen zu gedenken und Kleider, Jacken und Mäutelchen für diesen Zweck, Taschentücher, Gebetbücher und Lesezeichen zn bringen, kurz für Alles Sorge zu tragen. Die Vorzüglichleit der Schnittmuster der Modenwelt ist ebenso anerkannt, als ihr feiner Geschmack in der Auswahl der Toiletten und der stetS praktisch verwendbaren Handarbeiten, denen jede Nummer in reichem Maße Berücksichtigung angedeihen läßt. Abonnements (zum Preise von 75 kr. ö. W. — bei Franco-postVersendung in Oesterreich « Ungarn 1 Gulden 5 kr. ö. W. — pro Quartal, mit vierteljährig neun großen colorirten Modenlupfern 1 Gulden 50 kr. ö. W. — bei Franco-Postrersendung 1 Gulden 90 lr. ö. W. — pro Quartal) weiden in der Buchhandlung von Ign. v. Kleinmayr und F. Bamberg angenommen. Geschäftsbewegunst der Male der stcierumlkischen Escomplc-DM in Laibach pro Jänner und Februar 1872. Girokonto (Cheques): Einlagen vom 1. Jänner bis ultimo Februar fl. 285.174 25 Rückzahlungen dto. dto. „ 106.058-69 Stand der Giro-Einlagen am I.März 1872 . . fl. 179.115 56 Kassenscheine: Elnlagen vom 1. Jänner bis ultimo Februar.......st. 148.850 — Rückzahlungen dto. dto. .. 46.000 84 i^ 849 16 Total-Einlagen am 1. März 1872 . . fl. 281.964.72 Kassen-Verkehr: Monat Jänner . . . si. 643.189 86 Mona. Fedru« , , , . 5'0,'54'gl ^ , ^,^,., Wechsel (fscompte vom 1. Jänner blö ultimo Februar.......- st. 91.596.98 Vfferten Verkehr vom 1. Jänner bis uKlmo Februar......... fl. 147.739'34 Hingesendet Geehrter Herr Redacteur! Elst heute bclam «ch die Nr. des „ZlovenSti Narod" vom 29. Februar zu Gesicht, in welcher ein Correspondent aus ^'ai-bach m'ch als den Verfasser der bekannte», in der „Gra5<:iül-e veranlaßt mich, dieselbe au-dcru Leidenden bestens auzurathcn. Carl Verger. Ecrtificat Nr. 62914. WeSlau, 14. September 1868. Da ich jahrelaug fitr chronische Hämorrhoidal-^ciden, Leber-lraulhcit und Verstorflliig alle mögliche ärztliche Hilfe ohne Erfolg angewendet, so uabm ich iu Verzweiflung meine Zuflucht zu Ihrer li.>v.',>«!,<',i<:i-<'. Ich lann dem lieben Gott uud Ihnen nicht genug danken für diese lüstllchc Gabe der Natur, die für mich die unberechenbarste Wohlthat gewesen ist. Franz St ein manu. Nahrhafter als Fleisch, erspart die Nev,!«!8c.iüi-o bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in Arzneien. Iu Blechbüchsen von j Psuud fl 1.50, 1 Pfuud fl 2.50, 2 Pfund ft. 4.50, 5 Pfund fl. 10, 12 Pfund fl. 20, 24 Pfund fl. 36. Iluv»Ienl!0c<)l!»t6L in Pulver uud in Tabletten fill 12 Tassen fl. 1.50. 24 Tassen fl. 2,50, 48 Tassen fl. 4,50, iu Pulver für 120 Tassen fl. 10. für 2«8 Tassen fl. 20, sllr 576 Tasse,, fl. 36. Zu beziehe» durch Narry du Barry H «lomp. iu ^Vl«n, ^Hii2«cli«5«»« Hr. », w I.HlbHl:I» Ed Mahr, iu Mardurg F. itolletnig. in Klagcnsurl P. Birnbacher, in Graz Gebrüder Oberranzmayr, iu Innsbruck Diechtl H Fr ant. iu ^inz Haselmayer, in Pest Törüt, in Prag I. Fiirst, in Brunn F. 2der, sowie in allen Städten bei guten Apolhcleru und Specereihäudleri'; auch versendet das Wiener Haus nach allen Gegenden gcgeu Postanweisung oder Nachnahme. Ucutste Post. (^rigiual-Telettramm der „Laidacker Zeitung") Wien, 4 Vtlir;. Abgeordneteuhaus. (3dlbach er bringt einen (Gesetzentwurf be treffs ausnahmsweiser (frmächtissunss des vber^ österreichischen itandtasses zur Herabsetzung der Sckulpflichtdaucr e«n. Hu? interpellirt wegen Delegirunss der Schwurgerichte in Vöhmen. Hftaldert begründet den Antrag wegen Ne gelung der Verhältnisse der 2lltkatholikcn, wcl cher einer fünfzehngliedrigen l?o»n,nission zugewiesen wird. Hierauf beginnt die Vudgrt dcbatte, sofort Tpecialdebatte. Die ersten sechs Capitel wurden unverändert angeno», men. Der Vtinister des Tunern bringt einen Gesetzentwurf »iber Erwerb n»»d V3irthschaftS genossenschaften ein. Herrenhaus. Der TelegraplilNvcrtrag mit Deutschland und die Vlarkenschutzcouveution mit Nordamerika werden genehmigt. Sodann wurden die auf der Tagesordnung stehenden Gesetzen twiirfe nach den 'Ausschufmnträssen erledigt. In der morgigen Sitzung findet un-ter anderem die Vtothwahlgesetzdebatte statt. ^elearaphijcher ^echselco,,?« vom 4, März f»oerc. Vtetallique« 65.40 - 5>p?rc MetalliqucS mit Mai, und N.'i-lliber-Zinsen —.— 5p?rc, National - Nxl'hrn 72.99. - IK^i.r Stllllts-Nulehen 104.50. — Bü»l-Act,en 847. — Lredit« «ctien.'^51.^0. — London 112 10. - Silber 110.25. - it, l Mllnz, bucaten 5 33, — Napoleond'or 8,93 Handel und Wolkswirtljschastliches. WochenausweiH der Nationalbank. Nach tz 14 der Statute» vom Jahre 186.'! und ans Grund der Gcsche vom 5. Mai mld 25. Angnst 1866.» Veränderungen seil dm, Wochen^ ausweise vom 21. Februar 1872: Banlnotm-Umlaus 300.61l.220 Gulden, ssieuon al,: Am Schlüsse dc« Monate« bar zn begleichende Forderung der Vant ans der conimissionsweiscu Besorgung des Hypochslar-Nnweisungeugeschäftc« (§ 62 der Statuten) 6il,300 fl. 62'... lr. Verbleiben 2:»l,.i>8!>.!N!» fl, 37'/, tr. - Bedeckung: Metallschatz 134.005.333 fl, 53 lr. In Melall ,ahlbarc Wechsel 18,803 660 fl. i>7 lc. Slaalsilotcn. welche der Vanl gchürcu 3.N2.I63 fl. Escompte 116,!>24 646 ft. 85 lr. Darlehen 28/>04/j00fl. Eingclüsle Coupons von Gnindcullastungs-Obligaüouen 73.763 fl. 47', lr.. fl. ^.734,600 - eingeläöte und bürsenläßig angelauste Pfandbriefe i, 66'/, Percent 6,48l).733 fl. 33 lr. Znsammen 308,314.201 fl. 15'/, lr. 'Angekommene Fremde. Am 3. Miirz «>e«'««t. Stoelchcr, Trieft, — Fabiaui, Kanfm., Lilli. — Kivarit, llliterlram. ^ l!öw, Wieu. - Aalogh. l, l Major. Pest. — Balogli. l. t. Hauptm., Stem. —'Heller, Kaufn,., Ocdtllburg. 5t H«/l«>„. Wussl, Kaufn,,, Wien. — Verhouz, Karlstadt. ^ll«>»«««»ln. Pollat, Handelsm., Krainbnrci,. — Marocutti, Haudelsm,, Pontafel, - Mcjat, Veamle, ziusstein. — Weith, Bahubeamte, Illyr. Feistriz. Theater. Heute: Zum ersten male- Die Tochter Belial's. Preis-Lustspiel in 5 Acten von A. Kneisll. ^ll^eor^^ische Hleoliachlullgell ill Laiüach. 6N Mg 749.5 ^37, ^.schwach gansbtw. .^ " ^ ^1" ^ ^« ^' ^"a"l heiter 0.« 10 „ Ab. 747.«? j- I.» O. schwach sternenhell Morgens bcwöltt, Vormillags Aufheiterung, saniiiger, llarcr ^ag, Aliclldroth, Das Tagesmittel der Wärm -^ 4 4".'um 2 1" ilbcr dem Normale. Veranüvortlicher Redacteur: Iaiiaz «. tl l e i n m a „ r. Danksagung. Fllr die zahlreiche Betheiligung au dem keichen-begilngnisse meine« unvergeßlichen Gatten bürgert. Schneidermeister, als auch fllr die große Theilnahme au dem schmerzlichen Verluste sage hiemi! den ,.. l, Herren Blirgern. „?ol°l", dramalischsu Sängern, sowie allen Verwandten und Velailnlen mmie» wärmsten Danl. Tic trauernde Wattin. ^NrlnN^psts^^ Wie», 2. März. In der Lage der Dinge hat sich heute nichls geändert. Die Sftcculaüonsvapierc. welche seit >cher al« solche galten, und jene, welche llenestcns dazu Bl»!üllllUlllU)!. gemacht wordeu sind, behaupteten die erlangte Position Neue Effecten derselben Art traten iu die Hausse ein. Unter diesen sind MiMelbant, Vürsenbaut, Commissionsbanl hervorzuheben. Rente, Staatslose uud Norobahn stlcgcu. Andere Änlagswerthe behaupteten den »l«l,)<< ^,) c». «. AUg,»„eine «»a0 , ^1860 zu 500 st. . . 1<»5..— 105.25 , ^ I860 zu 100 fl. . . 126.- 127.-„ ^ 1864 zu 100 fl. . .145- 14850 Staate«Domäueu'Pf»udbriefe zu 120 fl. ü W. in S'lber . . 120.— 120.50 «». Gvundentlastungs-Obligationen. Fur 100 ft. Geld Waare Böhmen . . . . zu5p«t 98— 99.-Oal,z«n .... ^ b ^ 7525 7ö 75 Nieder-Ocfterreich. . „ 5 ^ 95.— 95.50 Oder-Oesterreich . . ^ 5 ^ 93. _ 94,— Siebenbürgen ... „ h „ 77—7750 G^.crmat' ... ,. 5 ^ 9y _. 91 __ Ungarn ......5 „ 80.90 81.25 ^. Andere öffentliche Nnlehen Donaurcgulirungslose zu 5p«lt. 9».— 98.50 U> g. Eiscubahnüulchen zu 120 ft. ö. W. Silber 5'„ Pr. Stück 110 20 110.40 llng. Priimienanlehen zu 100 st. 2.Ä>.t?5ft. «inzllhl.) vr. Gtück 109.50 110.. - Wiener Lommunalanlehen, rUcl- Veld Waore zahlbar 5 p — ! Lloyd, üfterr........415.- 447,— j Oefterr. Vlordwestbahn . . . 221— 2-/150 Rudolf«-Vah„......180— 180.50 Siebeubürger Vahn .... 19350 194.- Stautsbahn.......39« — 4iX) — Slldbohn........21060 21,)d0 Süd.nordd, Verbind. Vahn , . 185.- 186 — Theiß «ahn.......29l — 29150 Ungarische iNorbostbahn . . . 170 50 I7l.— Ungarische Ostbahn .... 1bO.l>0 151.50 Tramway ...... 24450 245,- 5. Vfandbrief« (fUr 100 fl.) Mg. ilft Vod^n-Iredit Anstalt Neld Waare oerlosbar ,u 5 p«lt. in Silber 104 — M4 50 dt^iu33I.rUckz.zu5piatloulllb. ,n 5 p«t. ö. W. . . 90,— 90 20 Ung. Vob.-Cred.-Nnft. zu5'/, P«t. «g.75 9«.- «. lvrioritätsoblistatione». Osld Waare äl.s.-Weslb, iu S. verz. (i. ümiss.)' 93.75 94.25 Ferdinands-^lorbb. in Silb. uerz. 104,75 1l)5. ^rllnz-Iosephs.Vahn .... 101,25 101.50 H.to.vl.zwdw.V.l. G.vfrl.'.sm. 106.-- 106 50 Olftn,. ««d»ch5«:l.... 102.25 102.50 j Vel»' W»ar« siebend. Vahn