Schristletvmg: NathhauSflasse Nr. 5 ($««KT'M>e4 »«,<»»»»« Mali* («H l^-V- tat a. Wo-lud »»» 11—11 l|i im. (••ibfli —————— - icbtiu uawnlolc «!»• |«i m4t Nr*«1l4t>8t. - M BMatriiiin mi wbiq# («•» «|m mtacgra. TSSSf _______».«I- «f«dat ■ •inui tut tnutiui f tu •< ■«» »».»00. Verwaltung: «athdau«gas> Str.» »<« vt,os«dedillim>«eoz »,,ch »l« *•(! Btcrtdlltd« . . ; (L IM fc«!b|atnj . . . ». S-» VaiMlXtd« . . . R. » 4» Ftk ® tllt mit In'f (all «»»»MO --- Wcddfll»dj . . , I. l-H Satljajda — wiMiUtfg i . . *. «•— »Hi'l *ull«nb nt't» «ich Hi SiiagiMbtflitci um die htdn«, Lcric»d»n>l-^dud! »1 »njdtitrtt fto»nnc*it »die» bt» in Ibbcftellatq. Mr. 34. Hilli. Sonntag, 28. Aprit 1901. 26. Jahrgang. Z>er heutigep Avmmer der „Z>e»tschen Wacht« liegt ?lr. 17 der Anlage ,.Z>ie Sidmark" »it dem Domäne: Ihre Hpfer, öei. Deputation der Stadt CiUi in Ingelegen heit der Verstaatlichung der Sahn Cilti—WSllan. B«kanntlich würd« bei der in Cilli staitg«fun-denen Versammlung in Angelegenheit der Vrrstaat« lichung der Eisenbahn Cilli—Wöllan eine Deputation gewählt, welche die Ausgabe übernahm, bei d«l Ministen?« und im Abgeordnetenhaus« die da« «alt «beschlossene Petition zu unterbreiten und per« sönlich sür eine Berücksichtigung derselben einzu. »eteii. Diese Deputation, bestehend auS den Herren Laudtaißtabgeordnettn E t a l l n e r und Lenko. Bürgtimeister E'iger. Vicrbürgermeister R a kusch Gemrimderath Dr. v. I a b o r n e g g. erschien Freitag morgens im Abgeordnetenhause und wurde von wen Abg«ordnet«n Dr. Pommer, Dr. v. Dersschatta. Walz. Baron Hackelberg und Gras Altem« «mpsangen. Wie genannten ReichSrathSabgeordneten geleitetem hieraus die Deputation zum Eisenbahn, «misten, welchem die erwähnte Petiiion überreicht wurde,, die bekanntlich in folgendem Wunsch« gipfelt: Da» Eis«nbahnminist«rium woll« die V e x> staattlichung der Bah, strecke Cilli-Wöllan durch deren Ankauf durchführen, b>« dahin aber die Süd-bahn verhallen, die Tarife auf der S-recke Cilli-Wöllaan entsprechend zu regeln und zu e r m ä ß i g e n, Weine erste Lieöe. LEt wollte Frühling werden. Lüfte umspielten jchmei«chin anderer Vorwurf ihn treffe, al« das« er 2000 Kronen der „GofpodarSka Zoeza" gegeben habe, damit sie billige ThomaSfchlacke kaufen könne. Dieses Wort habe seine Scheinheiligkeit recht gezeigt. Man muss nur fragen, unter welchen Umständen diese Spende gegeben wurde. Sie wäre nicht» andere» al« eine gewöhnliche Zweckfpende. Um nun die Landwirtschaftliche Gesell-fchaft in Krain zu diScreditieren, hat die „Gofp. Zoeza" erklärt, dass sie Thomaischlacke billiger verkaufe al» die Landwirtschaftliche Gesell-fchaft. Die Landwirtschaftliche Gesellschaft verkauft ThomaSfchlacke um 2 fl. 00 kr. und zahlt dabei 25 kr. darauf. Die „Gofp. Zveza" verkauft um 2 fl. 64 kr. und verliert bei 100 Klgr. ö0 kr. Von allen Seiten und besonders von der „Gosp. Zveza", von den Myrmidone» deS Abg. Schuster-schitsch bat man der Landwirtschaftlichen Gtsellschaft den Borwurf gemacht, dass sie durch den theuren Verkauf der Thomasschlacke den Bauern 3600 K jährlich gestohlen hätt«. Schusterschitsch um mir genügend Papier kaufen zu können, aus dem ich sie preisen und loben konnte. Drüben im Schwarzenberggarten traf ich sie einmal allein. Sie stand oben auf der letzten Terrasse und fütterte di« Karpfen mit einer Semmel. Schüchtern grüßte ich sie. Sie nickie und errölhete. Da» gab mir Muth. Ich trat näher und erzählte ihr, was ich von den Karpfen wusste, dann glaubte ich. sie darauf aufmerksam machen zu müssen, das» e» Frühling werden wolle. Sie schien von dieser Mittheilung überrascht zu sein, denn sie sah mich mit ihren großen blauen Augen e,staunt an. Wir trafen uns dann öfter. Eigentlich sollte sie in« „Kleidermachen" gehen, aber e« wollte ja Frühling werden, wa« kümmert sich da ein junges Menschenherz um'« Kleidermachen! Arm in Arm wandelten wir durch die mit jungem Grün bedeckten Laubgänge, saßen auf ein-samen Bänken und schwärmten. Ich la« ihr meine Gedichte vor und daS herrliche Mädchen weinte. Ei« hat wohl von d«r Dichtkunst nichts verstanden, oder Hat sich ihr Ge-müth nach .Secession" gesehnt? Du ahnungsvoller Eagel, du! Ach, wie liebte ich diese Julie! Warum haben die Häuser in Wien keine Balkons, die ein Romeo erklettern kann . . . „ES war die Nachtigall und nicht die Lerche!" Julie nahm meine Gedichte zu sich, um sie, wie sie sagte, allein zu lesen. Sie wollt« ihr« ganze Schönheit in Ruhe genießen. Aber mein „süßeS Mädel" war unvorsichtig, meine herrlichen Verse, in die ich all meine Sehnsucht niedergelegt, sielen ihrem Vater, dem Kanzleidirector in die Hände. Kanzleidirectoren, die halberwachsen« Töchter mit Seite 2 Wacht- hat nämlich seine Spende verheimlicht zu dem Zwecke, um der Landwirtschaft« lichen Gesellschast betrügerische Ab« ficht unterzuschieben, während diese Absicht eher bei der Gegenparlei vorlag. Nun ist man darauf gekommen, das« die „Gofp. Zveza- minder« procentige« Mehl angekauft habe. (Abg. Malik: Be,rug, kutholischer Schwindel!) und um den vollen Betrag verkauft hat! Man hat also eine Gesell« schast, die höchst ehrenvoll ist. zu demokratisch ver« werslichem Zwecke einer schlechten Handlung be« schuldigt, die man selbst degieng. Da« wollte ich zur Erklärung de« Worte« „Dr. Schlindra" sagen. Au« all dem kann ersehen werden, das« der Ruf „Schlindra" wohl ein ehrenklänkender. aber gegen« über Schuftcrschitsch wohlverdient ist. Dr. Schlindra möge sich diese dunkle Ehrengeschicht« hinler den Spiegel seiner politischen Bedeutung stecken. Hin deutscher Landsmannminister. Abg. Dr. Kindermann, der fnnerzeit in der Deutschen Volk«partei die Anregung gab, einen deutschen LandSmannminister zu verlangen, vertritt nun auch im publicistischen Wege diese Forderung. In einem Leitaussatze der Reichenberger „Deutschen Vo!k«zeiiung" schreibt Abg. Dr. Kindermann u. a.: Eine der dringendsten Ausgaben der deutschen Ab« geordneten müsse da« Streben sein, einen ebenso nationale», wie freiheitlich gesinnten Vertreter ,m Cadmette zu haben, wie die« Dr. Rezek, der Ver« «reter der T'chechen im Ministerium ist. Dieser deutsche Ministe soll aber nicht nur Sitz und Stimme in diesem Cabinette haben, er dürfe auch in keinem künftigen fehlen, wenigsten« insolang», öl« Tschechen und Polen einen solchen Vertreter in der Regierung haben. Der Verwirklichung dieser Forderung der Deutschen standen bisher z-vei Momente entgegen: die Uneinigkeit. Eifersüchtelei und Verdächtigung der deutschen Parteien unter und gegen einander einerseit«, und anderersei!« die schwierig« Lösung der P«rson«nsrage. Dr. Kind«r« mann verwei«t darauf, das« trotz der tschechischen Obstruktion im vorigen Jahre Dr. Rezet tschechischer Lanosmannminister blieb, das« er au allen Sitzungen de« Ministerrathe« theilnehmen und dadurch alle« verhindern konnte, wa» de« ohnehin so sehr be« vorzugten tschechischen Volke nachtheilig werden könnte. E» wäre nationale Schwäche, zu behaupten, ein deutscher Land»mannminister würde den deutschen Parteien übermäßige Verantwortung aufbürden. Ob früher oder später — ein solcher Minister wird kommen, weil er kommen muf»; je eher, desto besser I Oder ist da« deutsche Volk wirklich dermaßen geartet, oas« e« mien Deutschen auf der Minister« dank nicht verträgt? Mit dem Voruriheile, ein deutscher Hofraih oder ein deutscher Minister wäre Streberei, müsse gebrochen werden, sonst bleibt „Slavisch- Trumpf. Wirklich national, freiheitlich und wirtschaftlich können wir nur dann erfolgreich ardeilen, wenn ein deutscher Mann im Ministerium sitzt. Bezüglich der Personenfrage, ist e« wohl selbst« Nummer 34 verständlich, das« der Vertrauensmann der Deutschen nur jenen Kreisen entnommen werden kann, welche — wie die letzten Wahlen bewiesen haben — die weitaus größte Mehrzahl der nationalen und frei« heitlichen Deutichen bilden. Der Streit, welchem Krtmland« der deutsche Vertrauensmann im Cabinet entnommen werden sollte, ist gleichgiltig, ebenso ob er auS den Kreisen der Abgeordneten, aus dem Beamtenstande oder au« einem anderen Beruf»-zweige hervorgeht. Ein Ministerium geht, ein andere« kommt. Da« Unwandelbare in der Zeiten Lauf bleibt die berechtigte Forderung de« deutschen Volke», durch einen national und freiheitlich gesinnten Mann in der Regierung vertreten zusein. Der Aussatz schließt: Die Abgeordneten de» deutschen Volke» haben die Macht, diese Forderung zu verwirklichen, sie brauchen nur einig zu sein im rücksichtslosen Kampfe für ihr Volk; sie haben jede Verdächtigung und Eifer-süchtelei zu bannen und ohne die freiheitlich g«. sinnten Deutschen wird Oesterreich nicht mehr regiert werden! blonden Haaren uno blauen Augen haben, be° geistern sich höchst selten für die Gedichte liebe« heischender Jünglinge, sie haben kein Verständnis dafür. Eine« schönen Tage« erwartete mich dieser Herr Kanzleidirector beim Hau«thor und erklärte mir, er werde mir nächsten» die Ohren au«reißen, wenn ich seiner Tochter .keine Ruhe gebe" und sie dazu verleite, statt „in« Kleidermachen" in den Schwarzenberggarten zu gehen. Welch ein Eckel erfa>»te «ich damal« vor der Menschheit im allgemeinen und vor Kanzleidirectoren im besonderen. Einmal noch glückte e« «ir, Julie allein zu sehen und zu sprechen. Ich sagte ihr. das« mir da« Leben eine Last fei, ich woll« mich hinlegen und sterben. Ich that e« auch. Ich legte mich hin. al« ich aber nach etlichen Stunden vor Herzleid noch nicht gestorben war, beschloss ich. nicht auf dem Divan daheim. • sondern auf dem Felde der Ehre zu sterben. Ich gieng hin und wurde Soldat. E« glückte mir aber auch nicht, auf dem Felde der Ehre zu sterben, denn e« gab keinen Krieg und im Frieden hat »an nur Exercierfelder und Schieß« plätze, Kasernenarrest und Paraden, aber kein Feld der Ehre, auf dem ein lebenSüberdrüssiger Jüng« ling sterben könnte, wenn ih« ein gemülh«roher Kanzleidirector mit dem AuSreißen der Ohren gedroht hat. Julie sah ich nie wieder. Allmählich verblasste ihr Bild in «eine« Herzen und entschwand i« Laufe der Jahre gänzlich au« «einer Erinnerung. Mehr al« zwanzig Jahre sind seither ver- -flössen, zwanzig««! ist der Frühling in» Land g«. I politische Aundfchan. Aeutscher Städtetag in St. Pötten. Zur endgtltigen Festsielluna des am 0., 7. und 8. Juli l. I. in St. Polten stattfindenden StädtetageA der kleineren Städte und Gemeinden wurde am 19. d. in Wien eine Berathung de« vorbereitenden Aus« schufst« abgehalten, bei welcher die Städte St. Pölien, Klosterneuburg und Krem« vertreten waren. Abg. Völkl, Bürgermeister in St. Polten, berichtete über die bisherigen einleitenden Schritte und die Bildung de« Comitö« in St. Pölten. Die Stadt St. Pölien. welche zum Empsange der auswärtigen Gemeinde-^rtretungen festliche Vorbereitungen trifft, wird die Gatte am 6. Juli feierlich empfangen. Die bei den Beratungen zu erstattenden Referate werden auf die einzelnen Städte vertheilt werden. Ein neuer Punk, de« Berathung«programme« betrifft die Re-gelung der Lehrergchalte. Zum Städletage sind 128 Einladungen ergangen, und zwar 33 für Niedelösterreich. 10 für Sleiermark, 2 für Kärnten, 6 für Tirol, 4 für Vorarlberg, 48 für Böhmen 5 fstt Mähren, 7 für Schlesien, 1 für Galizien (Biala); von 50 Gemeinden siav bereit« Anmel« düngen zur Theilnahme eingelaufen. Der deutsche Städtetag in St. Pölten wird sich aller Voraus« sich« nach zu einer imposanten Kundgebung de» deutschen Burgerthum» gestalten. Sw politischer procefs. Vor dem Wiener Schwurgerichte spielte sich Mittwoch, den 24. d. M., ein Pres»proces» ab. welcher in di« deutschböhmi« schen Wahlkampfe zurückgr«ift und d«r auS diesem und au» anderrn in d«r Verhandlung selbst likgen-den Gründen politische» Interesse beanspruchen darf. Angeklagt waren die .Ostdeutsche Rundschau", die „Ascher Zeitung" und der .Bote au» dem Eger« thal , der .Hamm«r" und «in Braurr«iarb«iter Kleinmond. Gegen den .Hammer" konnte die Ver« Handlung nicht durchgeführt werden, da dessen Herau»« kommen, aber ich gehe schon lange nicht mehr h,nau« in die wiedererwachende Natur um von Lenz und Liebe zu singen, der Drang. Verse zu machen, hat sich vollständig gklegt, di« Prosa de» Leb«»« hat di« Po«si« aus dem Herzen verjagt. Wenn jetzt der Frühling kommt, jetzt da meine blonden Locken, die nnst mein Haupt geziert, längst in alle Winde verflogen sind, fühle ich nur — mehr Appetit al» fönst. Ich denke schon lange nicht mehr daran. Balköne zu erklettern, um zu irgend einer Julie zu gelangen, mir sind Schwalben, Nachtigallen und Lerchen einerlei und da« einzige Geflügel, an da« ich im' Frühling denke, sind — Backyendln mit Salai. Warum entflieht eigentlich die Jugend! Man thut ihr doch gar nicht«. Durch eine Straß« pendelnd, bemerkt« ich «in Telicaiessengeschäst. au» dem mich «in gustiöser. angejchniilenrr Schinken anlachte. Ich trat ein. u« mir zum Frühstück davon zu kaufe». Zwischen Sardinenichachteln, Ostseehäringen. Salami. Mai« länder Strachino und Emnienihaler bewegte sich eine kleine dicke Frau mit flachsblonden Haaren und himmelblauen, seeleuvollen Augen. Da kam ein schnelle« Erk«nn«n über «ich. Traulich tauchte vor mir im Geiste der Schwarzen, berggarten auf, ich sah mich mit eine« jungen, ätherischen Geschöpf Arm in Arm lustwandeln, ich hörte «ich Verse lesen und sah in da» Antlitz eine» aus «ich sehr zornigen Vater«. ,Wo«it kann ich Ihnen di«n«n, «ein H«rr?" fragt« di« kugtlrund« Frau «i« einer so fetten Sti««e wie Theebutter. geb«r, Abg. Stein, immun ist. Au« demseli» Grunde wurde auch der Herau«geber der ,Lß> deutschen Rundschau", Abg. Wolf, au« der Antlap ausgeschieden. Der frühere socialdemokratische Ülr> geordnete der fünften Curie de« Egerlanve«, Ji. Verkauf, trat als Kläger auf. Die genannten Blä« halten zur Zeit der Wahlen einen Brief vtröffa» licht, den der Arbeiter Kleinmond, «in ehemiüWt Socialdemokrat, vor zwei Jahren an d«n Ltx. Schönerer gtsandt hatt«. Dr. Verkauf würd« dar» «ine» eigennützigen Vorgehen» in einer Arbeit«-rechi»sache beschuldigt. Die bestimmien Angad« Kleinmond» in diesem Briefe und seine wiederhchi Bestätigung der Richtigkeit seiner Behauptungen hida den Abg. Stein veranlas»t, ba« Material im kämpf« zu verwenden und die Blättrr u« Aufnah« de» Kleinmond'schtn Britse« zu «rsuchen. Bei da Verhandlung aber ergab sich, das« Kleinmond o«, ganz falschen Voraussetzungen ausgegangen ist. sei* Behauptungen konnten nicht Stand halten, ftlri» mond hat insbesondere von der rein juridischen Z« der Sache eine gänzlich unrichtig« Ausfassung so habt, wa» aber be« ihm sehr begreiflich «schein, da er, wie da» Verfahren festst«llt«, nicht emiul Schulbildung genossen hat. Trotz wi«d«rholter Ba« ständigungSversuch« d«» Vorsitzenden und loyal« Erklärungen der Angeklagten, das» sie lediglich » guten Glauben an die Richtigkeit der Kleinmond» schen Behauptungen gehandelt hätten, aber nun c» deren Unrichtigkeit überzeugt seien, würd« di« Rlaj« aufrecht erhalten. Diese» hartnällig« Festhall«» qi der Anklage liefert den Bewei», das« e» sich da, socialdemokratischen Kläg«r lediglich um di« Befn» digung seiner Rachsucht gehandelt hat, für weicht er gerade die jetzige Zeit als besonder« günstig be> trachten konnte. Aus der Anklagebank saßen nur deuischnationale Schriftleiirr. di« Anklagt verlmt ein socialdemokratischer Advocat und zur Urtheil» schöpsung wartn ausschließlich christlichsocial« schworm« berufen. Den wüthenden Kamps tat Wiener Christlichsocialen gegen die Alldeutsch» wollten die Socialdemokraten nicht unberiügt o»r» übergehen lassen und sie haben sich nicht oerrechi«. Vor die Frage gestellt, die loyale» Erklärung» christlicher Schriftleiter al« genügende SatiSfaai» anzunehmen oder einen jüdischen Socialdemokrat» zur Befriedigung feiner Rachsucht zu verhelf«, haben sich die christlichsocialen Geschworenen lha>> sächlich für letztere« entschieden. Mit Ausnahme eine« Druckereibesitzer« wurden sämmtliche Anz» klagte sür schuldig erkannt und zu empfindlich» Strafen verurtheilt. Am bezeichnendsten für da politischen Charakter de« Processe« und die Ä»s> fassung der Sachlage aus der Geschworenelldiilt ist die Verurthtilung d«« «rsten Schriftleiter» der .Ostdeutschen Rundschau", Karl Sedlak, welcher lediglich deshalb, weil er da« betreffende Schreib» an di« .Ostdeutsche Rundschau", in welchem sich ein Bürstenabzug de« Kleinmond'schen Briefe« fc« fand, geöffnet halt«, unl«r Anklag« gestillt wurde; im Bewei«oerfahr«n würd« durch beeidete Zeug» festgestellt, das« ein anderer Schriftleiter, und zo« .Um dreißig Heller Schinken von dem dort, wenn ich bitten dar?!' erwiderte ich. „Sieeriiwer» sich m«in«r wohl nicht mehr?" Sie blickt« mir eine W«il« forschend ins Gesicht und sa»t« dann: „Na, wahrhaftig nicht! Bitt' Sie, man sieht ja so viel G'sichter im Lebe»/ Also ich war jetzt auch nur mehr ein .G'sichl', da« sie im Leben begegnete. „Ich heiße Rudolf," sagte ich. um sie aus ei« Spur zu bringen. So ganz konnte ich ja doch nicht vergessen worden sein, denn Julie Iteb« mich da« mal« so heiß, so stürmisch, und sie weinte so sehr bei «kinen Gedichten. „Rudolf?" fragt« sie. dachte einen Augenblick nach und schüttelt« dann ihr flachsblonde« Haupt. Ich legte «eine dreißig Heller und nah» meinen Schinken, den si« unleroessen mit ihr» dicken Fingern heruntergesädelt. Ein« Tqräne ne> selbe über ««ine Wang«. Ich wischt« si« rasch am dem Handrücken weg und gieng. Da« Schicksal ist ein boShaste« Wesen. & sollte un« niemal« mit denjenigen Personen zusammenführen. die unsere „erste Liebe' waren, ös ist furchtbar ernüchurndl Der letzte Nest da Poesie, den man sich in irgend «in«m Winkel de« Gemüthe« bewahrt, wird dabei verwischt, wieiva» ein Knabe mi> rauher Hand übe? den buatschillmi« den Schmelz eine« Schmetterlingflüg«!« streicht. W«,in ich nun in mondhellen Nächte» zum Fenster hinaussehe und drunien auf der Straj« liebend« Pärchen flüsternd wandtln seh«, da» denke ich an meine erste Liebe, an meine Juli«, und ich rieche marinierten Aal. englisch«» 6s,«!, GanSleberwurst und Olmützrr Quargeln. Nummer 34 ein bestimmt genannter, der eigeniliche Schuld-tragende ist. Schriftleiter Sedlak wurde dennoch verurtdeilt und zwar zu der überstrengen Strafe von drei Monaten Arrest und daS einzig und allein deswegen, weil er da« den incrirninierten Brief ent-haltende Schreiben beim Posteinlaufe in der Hand gehabt und geöffnet hatte, ohne im geringsten auf d-e Veröffentlichung de« Kleinrnonb'schcn Briefe« in der „Ostdeutschen Rundschau' Einfluss genommen zu daben. Es saß eben die „Ostdeutsche Rund» schau* aus der Anklagebank und da« allein war für die christlichsocialen Geschworenen maßgebend. Die Christlichsocialen haben sich den Rachegelüsten «m«S jüdischen Socialdemokraten sehr willfährig ge-zeig«! Da« Urtheil wird — da« ist bei dieser Sachlage selbstverständlich — mit allen gebotenen Rechi«milleln angekochten werden. Z>er Abg. Malik (Leibnitzer Städtecurie) ist au« der Deutschen Volkspartei ausgetreten, weil die Mitglieder derselben seinen Standpunkt in der An-Gelegenheit de« ehemaligen Grazer Pnvatdocenten Dr. Laker nicht theilten und seinen Antrag, Eröffnung der Debatte über die Jnterpellaliontbeant-woriung de« UnterrichtSrninister«, nicht unterstützten. Die Deutsche Volkspartei. sagt eine parteiamtliche Mittheilung, fand sich au« sachlichen Gründen nicht veranlasst, diesen Antrag zu unterstützen und theilte die« auch dem Abg. Mali! vor der Abstimmung «it. Malik hat infolge dessen seinen Austritt ge» meldet. DaS „Grazer Tagblatt- fchließt feine Be-»achtungen über diesen bedauerlichen Zwist mit > folgenden Worten: „Wir glauben der steirischen Deutschen VolkSpartei nicht besser dienen zu können, al« indem wir den Abg. Malik bitten, die Einig« feit iui Großen der unvermeidlichen Meinung«-Verschiedenheit im Kleinen voranzustellen und den EmschlusS seine« raschen Temperament« nochmal« reiflich zu erwägen. Der Vortheil der bisherigen einheitlichen Vertretung der deutfchnationalen Man-daie Stlcierrnark« ist gewiss nicht gering zu achten." P'ic Affair« Seitz im Landesschulrathe. U;b« die im niederösterreichischen Landesschulraihe in der Affaire Seitz gefafSten Beschlüsse verlautet, das« eiin vom LandeSschulinspector Dr. Rieger ge» slellter Antrag, Herrn Seitz, der bisher definitiver Lehrer war, in die Kategorie der Unterlehrer zu oerfktzem, zur Annahm« gelangt fei. Ein milv«r«r Antrag, Herrn Seitz blos die Dienstalter«zulagen zu enizjiehen, blieb ebenso in der Minorität wie der von Dir. GesSrnann vertretene Antrag der Christlich-Socialan, Herrn Seitz au« städtischen Diensten über-Haupt ,zu entlassen. — Gegen da« Urtheil de« LaudeSischulraiheS steht Herrn Seitz der Minister«!-Recur«! offen. Affrotectoratsübernaömen. Wie da« „Wiener Abendwlait" meldet, erhielt Erzherzog Otto ein «igenhäindige« Schreiben de« Kaiier«, in welchem er de« str:icten Auftrag erhält, künftighin kein Protec-torat oohne die vorherige Zustimmung des Kaiser« »ehr anzunehmen. P>i« Klericaln» unter adeligem Weiverschutz. Moataag, ven 22. d^ nachmittag«, fand in Wien ein corrporanver Umzug von mehr al« 20V älterer Mnd draußen will« Frühling werden, eS knospt und keim». Schicksal, wie gemein bist du l »tOest. V.-Z." R. Kraßnigg. Zur unrechten Zeit. Humoreske von Johann Jrfigler. JZm engeren Südböhmen, dem hügelreichen Kapl.tztzer Bezirke, treffen wir eine Ortschaft, die zwar k klein an Umsang, aber doch nicht ganz reiz-lo« ist.i. Di« zerstreut liegenden Wirtschafi«gehöfte zi hcn > sich unregelmäßig am Fuße eine« bewaldeten Hüael«!« dahin. Ein wohlgepflegter Obstgarten ziert jede« . Hau«, da« au« demselben recht einladend »ach d>den Vorübergehenden blickt und in diesem den besten > Eindruck erzeugt. Nach Sonnenuntergang hin öisnet > sich da« Bild und der Blick gewahrt eine breite i Thalmulde, zur schöneren Jahreszeit über- Soffen i mit liefgrünen Gräsern und buntfarbigen Ilütenm. Ein murmelnder Bach schleicht durch die lachend«))« Flur und spiegelt Blumen und Kräuter des UfUser». Nah«zu in d«r Mitt« de« Orte« fesselt unsere »vusmerksamkeit ein geschmackvolle« Häuschen, da« si sich mit feiner Rückwand an einen dichten Fichtenniwald lehnt, von dessen tiefem Grün sich die we>ßen>e» Mauern scharf abheben. ES ist die Behausung | des Prokop Wäger, einer in der ganzen Gegeninid bekannten Persönlichkeit. Der wirtschaftliche Wohlsthlstaid, in dem sich Wäger schon seit jeher be« findet,«, erzeugte in ihm Frohsinn und ein heiteret chemünw». Er war dazu ein geborener Komiker und tonnte nie selbst Traurig« ihr Leid vergessen machen ud ih ihnen ein Lächeln abgewinnen durch seine hei» ^Deutsch- und junger, dem Hochadel angeböriger Damen statt, welche unter Führung der Fürstin Hohenberg, der Gemahlin deS ProtectorS d«S Kaiholischen Schul-Vereines. Erzherzog Franz Ferdinand, mehrere Kirchen besuchten, wo sie AblasSgebete verrichteten. Al» Vorbeter fungierte Pater Fischer. An dem Umzug nahmen auch Erzherzogin Maria Josesa, sowie die Fürstinnen Liechtenstein und Schwärzender«, Gräfin Chotek und andere theil. («Deutsche Wehr".) Abg. Z>r. ßisenkolb über die Los von Vom-Newegung. In einer am 14. d. M. in Hohen-elbe abgehaltenen Volksversammlung hielt Abg. Dr. Eisenkolb eine Rede, in welcher er eine Darstellung der parlamentarischen Verhältnisse gab und sich inS-besondere mit der UebertrittSbewegung beschäftigte. Er kennzeichnete die Aeußerung deS Fürsten Egon Fürstenberg, der einem Interviewer gegenüber be-hauptet hatte, dass in einem bestimmten Orte die Uebertrelenden für die UebertrittSmeldung bezahlt wurden. Er, Dr. Eisenkolb — habe an den Fürsten Fürstenberg sofort einen eingeschriebenen Brief de« Inhaltes geschickt, dass der Fürst die Namen nennen mög«, damit — falls die Angelegenheit sich bewahr-heile — jener gesinnungslose Mensch gebrandmarkt werde; im Falle sich diese Behauptung alS Ver« leumdung erweise, möge der Fürst aber nicht an-stehen, al» Cavalier der Wahrheit die Ehre zu geben und die Sache zu widerrufen. Die Bewegung werde sortgreifen, bi» ganz Oesterreich, wie früher fchon, zu */10 wieder evangelisch werde. Im Weiteren schildert er an der Hand von Erfahrungen, die er gesammelt und wie ihm Freunde, welch« früher katholische Priester waren, mittheilten, die Erziehung in römisch-katholischen Instituten und sagte, dafs man deshalb das Vorgehen der Priester, welche Volt und Familie zu verleugnen herangebildet wer-den, entschuldigen müsse. Im weiteren Verlause schildert er die Machtstellung protestantischer und katholischer Staaten, sowie die größere Lebensfähig-teil deutsch - protestantischer Gemeinden gegenüber deutsch-katholischen in anderssprachigen Ländern und weist auf die politischen Blftrebun>zen deS Vatikans hin. Durch die Nunziaturen nehme Rom unheim-lichen Einfluss auf die innere Verwaltung Oester-reichs. Er bespricht die Einfachheit deS evangeli-fchen Glaubens und die Wahrheit desselben, und schilderte ausführlich die Verhandlungen betreff« der Liguorimoral im Abgeordnetenhaufe. Dr. Eisen-kolb kennzeichnete in scharfen Worten LuegerS Treiben, der heute ein abgethaner Mann sei und erörterte da« Verhältni« der Alldeutschen zu den übrigen Parteien. Unier tosendem Beifall fchlos« er feine Ausführungen, um später noch Einige» betreff» der UebertrittSbewegung und „politischen Spaltung" der Alldeutschen nachzutragen. Er gab die ehrliche Ver-sicherung, das» die Alldeutschen st t» wie bisher unentwegt und unbekümmert ihre Wege gehen wer-den für deS deutschen Volkes Ehre und Freiheit. Die Versammlung spendete den Ausführungen Eisen-kolbS stürmischen Beifall und nahm eine Ent» schließung an, in welcher dem Abg. Dr. Eisenkolb Dank und vollste Zustimmung ausgedrückt und die Ueberzeugung ausgesprochen wird, dass die all- teren Erzählungen und Schwanke. Den Stoff dazu passie er stets forgfältig dem Erfahrung«- und herrschenden Vorstellung«kreife de« Hörer« an, und so war denn auch die Wirkung bei jedermann nie verfehlt. Ja seinem Hause hatte er soviel Absonderliche« und manche für den Fremdling oft räthfel» hafte Einrichtung, dass der Abergläubische nicht ohne bange Furcht hinweggieng. Im Wohnzimmer fang und jubilierte eS wie in einem Kanarienhain auf den gleichbenannten Inseln im atlantischen Ocean, aber vergebens schweifien die Blicke deS Gastes umher, suchend nach den gefiederten Sängern. Erst bei längerem Aufenthalte nahm man wahr, dass sich die Vogelbauer hinter ben schief zur Wand gestellten Bildern und Spiegeln befanden, so dass man den Gesang zwar hören, die Sänger selbst aber nicht erblicken konnte. Einst gerieth aber unser Prokop — wie er allgemein genannt wurde — in eine nahezu pein-liche Lage. Er hatte sich in der Stadt eine Spiel-uhr gekauft und wollte damit feinen Freunden und Bekannten am nächsten Sonntag ein« Ueberrafchung bereiten, d«nn dieselben halten noch nie derlei ge-sehen. Außer einigen Volksliedern spielte sie auch recht fesche Polka und Ländler. Schon am Hinweg zur Kirche hatte er die Uhr aufgezogen, deren Spielwerk eine starke elastische Feder in Bewegung setzte. Sorgfältig richtete er nun den Stift, der die Spirale am Ablaufen hinderte, so dass nur ein schwacher Ruck genügte, um daS Ganze in Betrieb zu setzen, und verbarg sie nun in der liefen Tasche feines Rockes. Er wollte ja gleich nach dem Gölte«-I dunste seine Freunde mit Musik begrüßen. In An- Seite 3 deutsche Gruppe aus dem deutfch-radicalen Stand» punkte unentwegt verharren und in der Bekämpfung de« übermächtigen ClericaliSmuS die führende Rolle bedauvten werde. Kwe deutschvökkische Ieitungs-Serschleiß-steile in Wien. Um den Gesinnungsgenossen die veifchiedenen deutschvölkischen Blätter leichter und auch einzeln zugänglich zu machen, hat die „Ost-deuisch« Rundschau" ihrer Stadlversandstelle im I. Bezirk, Schulerstraße Nr. 19, einen deutfchvöl» klschen ZeilungSverfchleiß angeschlossen, und können bei demselben nunmehr solgende Zeitschristen sowohl einzeln verlangt, als auch deren Bezug angemeldet und erneuert werden, a) Täglich erscheinende Blätter: „Ostdeutsche Rundschau" in Wien; „Grazer Tagdlatt" in Graz; „Tiroler Tagblatt" in Innsbruck; „Demfche« Blatt" in Brünn; „Deutsche BolkSzeilung" in Reichenberg; „Bozener Zeitung" in Bozen. b) Sonstige Blätter: „Ascher Zeitung", Asch; Aussig-Karbitzer Volks-zeiiung", Aussig; „Brvxer Volkszeitung". Brüx; „Bote auS dem Wienerwald", Baden; „Deutscher VolkSbote", Prag; „Deutsches Nordmährer Blatt", Olmütz; „Deutsche Nachrichten", Hohenelbe; „Deutsches VolkSblatt", Komotau; „Deutsche« VolkSthum", Weipert; „Deutsche Volksmacht", Teplitz;„DeutscheVolkswehr",BudweiS; „Deutsche Wacht", Cilli; „Deutsche Wehr", Troppau; „Deutsche» Wochenblatt für da« Jnnviertel", Mattighofen; „Egerer Nachrichten". Eger; „Freie Stimmen". Klagenfurt; „Friedländer Zeitung", Friedland i. Böhmen; „Gablonzer Anzeiger", Gablonz a. d. N. „Kärniner Wochenblatt", Klagen-fürt; „»ärnter Nachrichten," Villach; „Leitmeritzer Wochenblatt", Leitmeritz ; „Linzer Fliegende Blätter", „Linzer MontagSpost", Linz; „O«st«rr. Landzeitung', Krem«; „Marburger Zeilung", Marburg; „Natio-nale Zeitung", Saaz; „Nordmährische Rundschau", Mähr. Neustadt; „Obersteiererblatt", Brück o. d. Mur; „Scherer", Jnn«bruck; „Trautenauer Zeitung", Trautenau; „Wacht an der Eger", Karl«-bad; „Unverfälschte deutsche Worte". Wien; „Bote au« dem Waldviertel". Horn; „Der Hammer", Eger; „Der deutsche Arbeiter". Mähr.-Trübau; „St. Pöltener VolkSzeitung", St. Pölten; „Karls-bader Badeblatt", Karl«bad; „Der Kyffhäufer", Linz; „Zwettler Zeitung", Zwettl; „Ostdeutsche Rundschau", (Wochen-Volk«-Ausgabe), Wien. Der beulfchvölkifche ZeilungSverfchleiß. nimmt auch A n-k ü n d i g u n g e n für die angeführten Blätter ent-gegen; auch werden bei demselben alle beutschvöl-kifchen Ansichtskarten zu haben fein. Wir machen unsere Leser und Freunde, inSbesonberS in Wien auf diese Neueinrichtung der „Ostdeutschen Rundschau".die Geschäftsstelle der deutsch-nationalen PresseOesterreichS, besonders aufmerksam. IleVer die sturmische Versammlung, in der Abg. DaSzynSki in Prag g«g«n die russische Ge-waltherrschaft sprach, verlauten folgende Einzelheiten. Abg. DaSzynSki wollte seine Rede in polnischer Sprache halten. Der Commissär gestattete die» jedoch nicht, hervorhebend, er könnte seine AuS- dacht versunken, verlies schnell die Zeit und es wurde daS Zeichen zur Wandlung gegeben. Als nun unser Spieluhr-Besitzer die Hand hob um die üblichen Formalitäten vorzunehmen, rückte er zu-fällig den Stift, die elastische Spirale setzte, nun-mehr ungehemmt, das Sptelwerk in vollen Gang: „Sess bleib do, du woast jo nit wia« Wetla wird, Seff bleib do, du woast jo nit wias wird u. f. w. Für den ersten Moment konnte er sich kaum fassen, als diese lustigen Töne in der lautlosen Stille an sein Ohr schlugen und in der Absicht da» Spiel zu hemmen, drückte er daS böse Ding fest In seine Brust! Alles war aber vergebens! Man erhob sich überall von den Sitzen und sah nach der Quelle deS Unheils — ein allgemeines Flüstern und Zischen gieng durch den ganzen Raum, auS welchem man deutlich den Namen „Prokop" heraushören konnte. Einige halbwüchsige Jungen tonnten nur mühsam ihr Lachen zurückhalten — e« war eine furchtbare Situation. Was blieb ihm nun übrig, da» Spielwerk hatte noch nicht geendet und spielte immer und immer wieder neue lustige Stücklein. Eilends sprang er nun aus und verließ im vollen Laus daS Gotteshaus, begleitet von den Blicken der Neugieriegen und Gaffer. Erst al« der unheilvoll« Gesang verstummt war, gewahrte er, im Freien stehend, das« sein Kopf de« schirmenden Gedankendeckel« verlustig wurde. Da hals nicht«, als zurückeilen und noch-mal« Spießruthen laufen. Aber die Spieluhr, dte < verdammte Spieluhr! — das« sie just da ihre . Kunst losließ, gerade zur unrichtigsten Zeit und am > unrichtigsten Orte! Seite 4 .Heutsche Wacht' Nummer 34 führungen nicht controlieren. Deshalb sprach Abg. Da«zyn«ki in deutsch» Sprache und griff in heftigster Weise den Czaren und die rujsische Beamten» fcbdft an, hervorhebend, das« der dort herrschenden Gewaltherrfchait ein Erde gemacht werden müsse. Der landeSfürstliche Commiffär ermähnte einigemal« den Redner zur Mäßigung; da dieser in seinen heftigen Angriff « forifuhr, löSie er nach halb« stündiger Dauer die Ansammlung auf. Daraus entstand ein riesiger Lärm, man hörte die ver» schiedensten Schmähriise. Die Theilnehmer stimmten das Arbeiterlied an und begleiteten den Abgeord» neten DaSzynSki in geschlossene« Zuge in sein Hotel. Zwei Per one» wurden verhaftet. pit Lage in ßhina stellt «ine Depesche de« belgischen Geiandlen in Peking al« eine düstere dar. E» wird eine neue sremdenfeindliche Bewegung sig» nalistert. General Voyron wiederum «heilt mit, das« 10.000 Mann franzö ischer Truppen China Mitte Mai verlassen werden. — In dem Glauben, das« die deutsche und f'anzöfisch« Expedition von Paoting-Au au« ausg«geb«n wurde, sind die meisten deutschen und französischen Berichterstatter nach Peking zurück-gekehrt. Die Ankündigung von der beoorstchenden Abreise der srunzösiichm Truppen au« China erregt bei de» in China lebenden Franzosen Besürchiungen und noch mehr bei den zum Katholicismus bekehrten Chinesen, die ihre» Priestern mittheilten, eS werde ihnen »Sglich gesagt. waS ihnen droht, wenn di« Fremden China o«rlasf«n haben werden. Ja Peking wird die Berufung zahlreicher Feinde der Fremden aus BeamiensteUen lebhaft b.sprechen. — Wie ver» lautet, hat Oesterreich feine Schaden«!satzforderungen an Csina mit zehn Millionen Mark geltend ge-macht. Di« G-fammt-EntschädigungSsumme soll 2880 Millionen Mail betragen. — Die Leiche deS beim Brande verunglückt«» Generals v. Schwarzhoff wurde aufgefunden und ist Sonnabend seierlich bei-gesetzt worden. E« gelang, den Brand auf die sech« große» Ge-äude diS eigenilichen WinierpalasteS und da« A«besthau« zu beschränken, au« denen etwa« zu retten unmöglich war. Die französischen Truppe» unter der Führung de« Oberstleutnant« Marchand leisteten die wirksamste Hilfe. Auch die Japaner, Engländer und Italiener erschienen aus der Brandstätte. Eine böswillige Brandlegung scheint nicht vorzuliegen. DaS Armee-Obercommando wird auch weiterhin .im Winterpalaste Unterkunft finden können. Der durch die FeuerSbrunst verursachte Schaden wird aus eine Million TaelS (6 Millionen Mark) geschätzt. Kus Stadt und Land. Hvangciische Gemeinde. Heule Sonntag den 28. April findet um 10 Uhr vormittag« in der AndreaSliich« (Ganengaffe) ein öffentlicher evan-gelischer GotteSvitnst statt. Pie ßissier Keichsrathswahl vor dem 'Reichsgerichte. DaS Reich«gericht hat die von siovenijcher Seile gegen die Zusammenstellung der Wählerlisten bei der heurigen Reich«raih«wahl in Cilli erhobenen B schwerden al« unbegründet verworfen und ausgesprochen, das« durch die angesochlene Entscheidung der politischen Behörden eine Verletzung de« ReichSrath«wahlrechte« nicht stattgefunden habe. Eine Beschwerde wurde, da neuerliche Erhebungen nothwendig si»d, zur Ver-Handlung in einer späteren Session des ReichSge» richte« vertagt. — Anlässlich dieses freudigen Er« eigniffe» findet im Cillier Narodni Dom ein Monftrefestmahl ä la ReichSrathSwahl-Sedmina statt. Ernennung im Z>l!die»ste. Da« Handel«-Ministerium bat den Postofficial Herrn Matthias Karpf in Marburg zum Postcontrolor in Cilli ernannl. Kodeskällc. Heul« Sam«tag ist die Gattin de« pensionierten LandeSgerichtSratheS Garzarolli Edl. v. T hurn lack, Frau Therese Garzarolli v. Tburnlack gestorben. — Der Eigenthümer der Villa Sania Clara, Herr Löser, ist diesertage einem kurzen, tückischen Leiden »rlegkn. Kiu Jubiläum. Man schreibt der.Tagespost" au« Liltai a. S. unterm 25. d.: Am 1. Mai l. I. werd>n 20 Jahre ablaufen, seitdem der Bezirk«-haupimaun Herr Matthia« G r i l I an der Spitze de« Verwaltungsbezirke« Littai steht. Dem Jubilar, welcher in vollster Rüstigkeit seine« Amte« waltet und sich ob seine« biederen Charakter« und leut-seligen Wesens seitens ver Bevölkerung des Be« zirkeS der vollsten Hochachtung und Wertschätzung erfreut, werden auS AnlajS feiner langjährigen Wirksamkeit im Bezirke mannigfache Ovationen zutheil und rüst n sich namentlich die Littaier Markt-dewohner zu einer festlichen Kundgebung am Vor-übende. Bemerkt wird, dass der Jubilar vor seinem Uebertritl in den politischen Verwaltungsdienst deS Lande« Kiain, welcher am 1. Mai 1881 erfolgte, durch viele Jahre bei den BezirkShaupttnannfchaflen in Cilli und Marburg in Diensten gestanden ist. Aremdenverkehrs gornttä. Die Zeit der Fremdensaison naht heran und e« sind beim Comitö schon vielfache Anfragen wegen Sommerwohnungen eingelaufen. Um nun den anfragenden Sommer-frischlern passende Wohnungen bekannt geben zu können, werden jene Parteien, welche über Sommer Wohnungen zu vermieten gedenlen, sei e« sür welche Zeit immer, freundlichst ersucht, ihre An» Meldungen schon jetzt besorgen zu wollen. Die WohnungSvermitllung geschieht seilen» deS ComilöS kostenlos. Nur werden die ?. T. WohnungSver-Mieter ersucht, im Falle anderweitiger Vermietung die Wohnung bei der Anmeldestelle sogleich abzu» melden, um dem Comilö in rücksichtsvoller Weise seine Ausgabe zu erleichtern. AuSkunstS- und An» meld, stellen sind: Buchhandlung Rasch, Caf6 Merkur und Srndiamt. ßillier MustKverei«. Die Zeit der Park» musiken und Gartenconcerte, welche nicht nur den Einheimischen erfreuen, sondern auch den Fremden den Sommeraufenthall in Cilli besonder« begehren«» wert machen, naht heran. Zur zwlckentsprechenderen Pflege dieser Concerte ist jedoch eine stärkere Be-setzuiig de» Orchester« dringend geboien, wa« aber dem Musikverein nur dann möglich wird, wenn er seilen« der Bewohnerschaft in höherem Maße ge» fördert wird. E« ergeht daher an alle deutschen Mitbürger und Mitbürgerinnen da« Ersuchen, zur Hebung unsere« KunslinstiluteS die zum Zwecke der Mitgliederwerbung ausgeschickten Monatskarten einzulösen und nicht zurückzuweisen. BeitritlSerkärungen und Spenden nimmt jederzeit der Cafsier deS MusikoereineS Herr Rudolf Costa-Kuhn entgegen. ßillier Wännergefangverein. Die nächste Damcnprode sind« Montag den 29. d. M., die nächste Herrenprobe Freitag den 3. Mai statt. ^fäffische Aufdringlichkeit. Wie weit Röm-linge gehen, um die lieben Seelen ihrer anoer-trauten Herde vor dem verderblichen Einflüsse der „&>« von Rom"»Bewegung zu schützen und sich die Herrschaft über dieselben zu sichern, kennzeichnet wieder einmal recht deutlich die .heilsame' Mahnung, die ein hiesiger Katechet seinem ehemaligen Schüler in echt christlicher Fürsorge zutheil werden ließ, gewiss auf fein Seelenheil bedacht zu fein und ja nicht feiner österlichen Pflicht als guter katholischer Christ zu vergessen. postalisches. Anlässlich der Wahrnehmung, dass Briefe und Correspondenzkarten au« Oester» reich-Ungarn nach dem Auslande, insbesondere nach Belgien, den Niederlanden, England, den Ver» einigten Staaten von Amerika und Canada viel» sach ungenügend mit 20 h bezw. 5 h frankiert werden und daher den Adressaten mit einer Zutaxe im doppelten Betrage de« zur vollständigen Fran« kierung fehlenden Porthotheile« belegt zukommen, wird daS correspondierende Publicum auf die im Verkehre mit dem Auslande dermalen bestehenden Taxen für Briefe und Correspondenzkarten mit dem Beifügen neuerdings aufmerksam gemacht, dass die Taxe für Briefe nach dem Auslande (Deutschland und Serbien ausgenommen) für je 15 Gramm Briefgewicht 25 h und die Taxe für Correspondenz« karten 10 h beträgt. Die Taxe für Briefe nach Deutschland beträgt bi« zum Gewichte von ein-schließlich 20 Gramm 10 li, von 20 bi« 250 Gramm 20 h. Die Taxe sür Briefe nach Serbien beträgt 15 h für je 15 Gramm Briesgewicht. Die Taxe für Correspondenzkarten nach Deutschland beträgt 5 h, nach Serbien 10 h. Bezirks Lehrercouferenzen Marburg, ßilli, pettau. Der k. f. Lande«schulrath hat üvec ge» stellt« Anregung »ach eingeholter Zustimmung de« steiermärlischen Landr«auSschuffe« angeordnet, das« an Stelle der bisher für di« Stadischulbezirke Marburg, Cilli und Pettau getrennt abgehaltenen jährlichen BezirkS-Lehrerconferenzen in Hinkunft ein« gemeinsame Conf.renz, und zwar in Marburg, ab-gehalten werde. Die abwech«lung«weise Abhaltung der Conserenzen auch in Cilli und Pettau konnte der Lande«schulratH jedoch wegen der bedeutend größeren Kosten nicht bewilligen, da die Zahl der Conferenzlheilnehmer in Marburg allein zwischen 50 und 60 beträgt. Antcrrichtscurse für Tanzkunst und Au-standslehre. Der akademische Tanzmcister Herr Eduard Eich l er, welcher alljährlich in unserer Stadt im hiesigen deutschen Kasinosaale seine U»terricht«curfe abhält, wird Samtlag den 11. Mai seine Lehrcurse sür Tanzkunst und Anstand«lehr« wieder beginnen. Süömark-Nolksbücherei. Am 1. März d. I. wurde di« hiesige Südmark-PolkSbücherei, welche I die Werke der besten und beliebtest«!» Autoren in 1500 Bänden umfafS», eröffnet. Die Bücherei iji im Stadlamte (Caffe) untergebracht. Die Au«lei>>« stunde ist vorläufig auf jeden Montag zwische» 1 und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entleh« hat monatlich den Betrag von 10 Hellern »»» außerdem sür jede« entlehnte Buch einen Bein, von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müilea innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Tot ausführliche Bücherverzeichnis ist zum Preise m 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von jede» Deutschen benützt werden. Infolge deS groß?» ZudrangeS wird nun auch an jedem Freitag nzch-mittags zwischen 1 und 2 Uhr «ine AuSleihftuide abgehalten. ßine clericale Ankakt. Au» Lemberg wir) der „Schl. Ztg.' geschrieb n: Nicht geringe« Airs-sehen erregen im ganzen Land« di« Enthüllungen welche über die Zustände in der Lemberger Fiklll der vom verstorbenen Cardinal Ganglbau« ge» gründeten VersicherungSaesellschast .IJnio catholia* durch die Presse laufen. Die Gesellschaft h» ihren Hauptsitz in Wien und trägt einen ant-gesprochenen clericalen Charakter. Die Gesellschaft nimmt Versicherung«!« von Kirchen, P'arrhäusm« und allerlei kirchlichen Gebäuden und Gegenstände» entgegen. In der letzten Zeit waren nun Gerüch« im Umlaufe, dass im Schoße der hiesigen Filule der ,Unio catholica* verschiedene „Unregelmäßigkeiten' vorgekommen seien. Hieraus erschiene« a den Zeitungen offene Briefe einiger Personen, denen die Leitung der Filiale Cautionen in namhafla Höhe entlockt hatte u. dgl. DaS Wiener Centtil-amt legte sich noch rechtzeitig inS Mittel, mach» allen Schaden gut. entließ den bisherigen Leiter der Lemberger Filiale und ordnete eine Uniersuchmtz an. DaS Ergebnis derselben förderte die beinahe unglaubliche Thatsache zutage, dass die Jude» sich in da« Vertrauen der obersten Verwaltung d«mu« geführte Thätigkeit i» Galizien an sich geriffen halten und auf diese Werje aus dem Boden de« Katholici«mu« recht gute 9t> schäste machten. D/r Letter der Lemberger Filiale war ein gelauster Jude, Felix Thumen, welcher all sehr frommer Katholik gelten wollte. Sein Factot»» und der eigentliche Geschäftsführer der .Ünio catholica" war ein Jude namen« Lapajowker. beinah sämmtliche Agenten, »velche das Land bereiSieu und Versicherungsanträge fammelten. waren Juden, ji in Sfabagora hat man den Secretär de» dortige» „Wunder-Rabbiner«' zum Leiter der Filiale ta ,Coio catholica* bestellt! Alle di«s« jüdische» Agenten bedienen sich in ihrer Correspondenz de« mil der Firma «Unio catholica* versehenen Bries-papiere« mit dem Bildnisse der Mutter Goiie«. J>i« ^sco-Kartenvriefe werden in Kurze», und zwar seit Einführung der Kconenwährung bei den Postvertzeichen zum drittenmal ihr Kleid andn». Diese Kartenbriese zu 6 h werden nämlich statt aii chamoi«-weißen au« chamois-grau'm Papier hergestellt werden. Di« gegenwärtigen Vorräthe müsse» aber vor Verausgabung der neu geplanten Karlen» briefe aufgebrauchi werde». ?ettauer Marktbericht. Der Auitrieb i» 23. April 1901 beziffirie sich auf: Pferde 213, Ochsen 430, Kühe 417, Jungvieh 357 Stück. Ter Auftrieb am Schweinemast am 24. d. M. betrag 314 Stück. Der Heimat nach waren die ausg«nil» denen Thxrr zum größten Theil« auS der Rar» burger und Pettauer Umgebung; ein Bruchiheilie» stand au« eingelührten croalischen Ochsen in» Kühen. Auswärtige Käufer fanden sich genüge»» ein, fo dass der Platz bei der Qualität a»gemesfe»e» Preisen, rasch geräumt wurde. Besonder« die a» 24. aufgetriedenen Schwein? fanden reißenden Ad-satz, und wurden sämmtliche, bi« auf da« letz>e Siück prompt verkaust. Größere Partien tollten a* nach: Marburg, Leibnitz, Graz, köflach, Gr. Floria». Leoben. Reifnitz i. Kr., Thurn i. Kr.^Pola und Wien. Nächster Großvieh- und Schweiie« markt am 1. Mai 190t. Ein reger Besuch steht zu erwarten und ist wegen der prei«würdigen Vme sehr zu empfehlen. Aahr- und Aiehmärkte in Steiermart. A» 1.Mai: — Wöllan, Bez. Schönstein. I. u.V.— Anger, Bez. Birkseld, B. — Leibnitz, I. 31* 2. Mai: Graz, Pferde» und Hornviehmarkt michft dem Schlachthaus«. — Burgau, Bez. Fürftenseld. Kräm. — Rann, B«z. Pettau, Schweinemarkt. — RadkerSburg, Monat«oi«hmarkt. Eingesendet. de» ßillier Stadtvnfchi«. r«»gs»erei«es Sei Spiels Wetten und Legate«! Nummer 34 Ars's deutschvölkischer Zeitweiser 1902. An die Gesinnungsgenossen uno deutschoölkischen Vereinigungen ergebt daS freundliche Ersuchen, die ausgefüllten Bestellkarten für dieses vortreffliche Partei-Taschenbuch möglichst postwendend an die Verwaltung von Jro's deutschvölki-schem Zeitweiser, Wien XII/1, Ruckergaffe Rr. 20 einzusenden, damit die Höhe der Auslage deS ZeiiweiserS, der im Herbst zur Ausgabe ge» langt, rechtzeitig festgestellt werden kann. Gleich-zeitig werden die Parteifreunde ersucht, allüberall »eue Abnehmer sür den Zeuweiser zu werben. „Los von Rom"-Bewegung! „protestantische Atugvkütter" können von Interessen kostenfrei bezogen werden durch Karl Araun's Serlaß, Leipzig. Südmark. u m t erstü tzu n g e n haben erhalten: T«r We*inbauvcrein in Radker«burg 4000 Kr. (Darlehen), der krain. Lehrn verein in Laibach 100, ein I firinbauiec in Mittelsteier 100, eine Gewerbetreibende in Kärmten 270, zwei Mittelschüler in Untersteier je > 1«J0 (Stipendium), der Kindergarten in Buchholj bei Meran 100, ein LehramtSzögling in Klagenfurt 50, d-r Kindiergarten in Mahrenberg 200; außeidem wurden kleinere Unterstützungen bi« zu 40 Kr. im Gesammt» betrage von 175 Kr. verliehen und für Volksbüchereien l Bücher mm den Preis von 184 Kr. angekauft. S >» enden haben gesandt: Gemeinde ! Feldkirch«?. i. K. 10 Kr., OrtSgr. Pragerhof 71, i OrtSgr. Winklern 18*43 (davon 10 43 au« den Sammellbüchsen), OrtSgr. Arnfel» (für ein BiSmarck» bild) 5, OrtSgr. Linz 102 (davon 88 a. d. Sammel-j büchsen),, OrtSgr. Erlafthal (EcheibS) 25*77 (davon 3 05 aa. d. Sammelbüchsen), M.-O. Graz 4*57 > (Sammelbüchse b. Wallner in der Zinzendorf-Gasse 3 54, Sammelbüchse bei Egger in der Prokopi-Gasse 1*03), August Schmidt i. Auftr. d. deutschen Schul-vereint« in Nürnberg 53*75, Dr. E. Mahner in Birk» selb 1, 6. Roggenburg zu Allerheiligen i. M. 1, OrtSgr. Et. Stephan-Gratwein 37*83, Gemeinde Wiener- Meustadt 100, Fl. Pojatzi (Ertrag der Süd-mark-Zünnder vom 16. 12. v. I. bi« 28. 2. d. I.) 1381*30?, Gemeinde Gottfchee 50, OrtSgr. Eisenerz 55*20, . Han» Stary in Saldenhoken (a. d. Semmel» büchfe) N40, Gemeinde Liezen 10, Jerd. Bischof sür ein Autccgramm de« H. Dr«. Wilhelm Kienzl 3, Ge-mewde LSia» 400, Gemeinde Aflenz 20, Ortsgruppe Gmunderrn (a. d. Sammelbüchsen) 56, Gemeinde Ober» Jerluch 220, OrtSgr. Hainburg (a. d. Sammelbüchsen) 17*50, COrtSgr. WinNern im Möllthale (a. d. Sammel-büchfen) 19, Gemeinde Donawitz 80, Gemeinde Krieglach 10, , OrtSgr. Gurkthal 59 (davon a. d. Sammel- ' büchfen 221), OrtSgr. Windisch-Graz 11, Dr. Michael Hainisch ( (für Volksbüchereien, wir bereit« ausgewiesen,) 2000, Mvi.-O. Linz 60. Ort«gr. Hartberg (a. d. Sammel» büchfen) 112. OrtSgr. Liezen 24*80, Schützenclub von Hohermaululhen durch Otto Erber 10, OrtSgr. KrrmS 11, Gemmeinde Schottwien 20, OrtSgr. Völkermarkt (a. b. Ssammelbvchsen) 9*07, Gemeinde Hartberg 10, OrtSgr. T Peggau-Deutsch Feistritz (a. d. Sammelbüchsen) 1081, TM.-O. Graz (Sammelbüchse in der Weinstube der Frau » Langbauer am Kaiser Iosef-Platze) 3*02. Deutscher Schutverein. In k der Sitzung de« engeren Au«schuffeS vom 17. Aprilnl 190i wurden sür geleistete Spenden: Der Vezirktoererlreiung in Mürzzuschlap, dem Spar- und VoischusSistverein und der Sparcaffedireciion in Müglitz; >; ferner der Ortsgruppe Schönpriesen für da« Ergelgebni« eine« Balle«, der Ortsgruppe in Eisenerz ; sür den großen Ertrag einer Verlosung au« gespespendeien Gewinnsten und der Ortsgruppe Liebmau > für den Reinertrag der Dilettanten-Vor» siellung w m Silowi der geziemende Dank abgestattet. Der n Schule in KösSlerSdorf wurden für Lehr-«itiel fonsonie an Schulgeld für arme Kmder die tiötdigen Un venäge bewilligt. Der Knabenvolk«schule in Gottjchtschee wurde sür Anschaffung von Lehr- und Lernmttieltieln eine Erhöhung de« hiesür angewiesenen Betrages ei bewilligt. Angevgtlegenheiien der Verein«anstalten in Rohitsch» Saurrbrunrmw, Böhmisch-Trübau. St. Egydi und Schwaneudenbng wurden berathen und der Erledigung zugeführt, ri. An A Spenden giengen serner ein: Mödritz AOG. K K 43*40, Römerstadt OG. K 13*30, Marschend,md0is 1Y. OS. K 59*88, ArnselS LG. Vlockoerkanka»s K 2 20, Hültenberg, Spende des Herrn Alo Aloit Offenbacher ü 3. Herzogenburg OG. X 25, Hol Hshenmamhen LG., Spende des Schützen-club K lo: 10. Aie Areuden des Alters. Im Pariser .T«mpS" veröffentlicht der 94 Jahre alte Akademiker Ernest Legouvö intereffante Winke in Bezug auf die schwierige Kunst, dem Ansturm der Jahre Widerstand zu leisten und die Tode«, furcht zu bannen. Der greise Schriftsteller, der die biblische Grenze de« menschlichen Lebens schon so lange überschritten hat und noch immer von be-neidenSwerter Frische und Rüstigkeit ist, führt u. A. Folgendes auS: „Eines TageS plauderte ich mit einigen Freun-den; einer von ihnen fragte mich plötzlich lachend: „Wie haben Sie e« nur angefangen, so alt zu werden?" „Fragen Sie die Vorsehung, die mir mehr gewöhn hat. al» ich verdiene*, erwiderte ich. »In meinem Alter steht man oft allein. Ich ober lebe im Kreise meiner Kinder, meiner Enkel und meiner fünf Urenkel. Sie können sich die stet« sich erneuernde Freude nicht vorstellen, die mir schon allein der Anblick dieser theuren, kleinen Persönchen bereit,«; ihre Heiterkeit, ihre Gesundheit, ihre Spiele, ihre Anmuth, ihre kleine» Ungeschicklichkeiten — alle« da« bezaubert und rührt mich. Wenn diese kleinen Schelme mit ihren sonnigen Gesichlchen lachend durch den Salon tollen, so will mir scheinen, al« leuchte da« TageSgestirn hinein. Nun wiffen Sie ja, wie gesund die Sonne ist; ich wäre längst schon todt, wenn ich nicht diese ganze kleine Welt um mich hätte. DaS Glück erhält!" Ein Anwesender, den ich besonders schätze, sagte daraus: „Sie haben recht, mein Freund, Sie sind vom Glück« begünstigt. Aber eS genügt nicht, glücklich zu sein, eS genügt auch nicht, sich dankbar dasür zu erweisen. Man mus« suchen, sich seiner würdig zu zeigen. Ein Privilegium, wie da« Ihre, ist keine Sinekure. Sie müssen sich da« stet« vor-halten. Diese Augen, die Sie in ein solche« Ent-zücken versetzen, sind kleine Augen, die alle» sehen. Nicht eine unserer kleinen Schwächen entgeht ihnen. Man mus» unausgesetzt aufpassen, um vor ihnen nicht herabzusinken. Vor allem ist eS erforderlich, ihnen nur gute Beispiele zu geben. Die Gegenwart von Kindern im Hause zwingt Sie zum Hervor-kehren zahlreicher guter Eigenschaften und legt Ihnen mehr al« eine Entbehrung aus. Das Sich-gehenlaffen bei Tische, die Leckersuchi, die Gemein-heit der Sprache, die Härte gegen Dienstboten, die Spötteleien über die Abwesenden, da« Wichtigthun, die Eitelkeit, die kleinen conventionellen Lügen — daS muss man sich alle« abgewöhnen, weil sonst die Kinder sich über uns lustig mache«, oder, was noch schlimmer ist, daraus sür sich daS Recht ab-leiten, da» Gleiche zu thun. Da» Glück erhält, sagen Sie, gut! Ich aber füge hinzu: DaS Glück legt auch Verpflichtungen aus.' — .Eine« AbendS," so fährt Legouvs fort, „fragte mich einer meiner alten Freunde, al« wir gemüihlich am Kamine saßen und plauderten: „Haben Sie Furcht vor dem Tode?" „Durchau« nicht." erwiderte ich; „und Sie?" „Mein Gott, ich weiß nicht recht! Ich denke nie daran; und Sie?" .Ich denke stets daran!" .Da« mus« nicht sehr lustig sein!" „Im Gegentheil, e« gibt nicht», waS be» ruhigender wirken könnte. Sie können sich nicht vorstellen, wie di s< Nachbarschaft die Dinge auf da« rechte Maß zurückführt! Wie schnell man mit unseren kleinlichen, ehrgeizigen Bestrebungen, unseren kleinen Prätensionen und unseren kleinen Ent» täuschungen sich abfindetI Alle« Kleinliche im Leben verschwindet vor diesem gewaltigen Bilde! So kann ich freimüthig heraussagen, das» ich da» Leben anbete und den Tod nicht fürchte. . . ." „Vielleicht haben Sie ihn bisher nur aus sehr weiter Ferne gesehen?" „Woher wissen Sie daS?" .Haben Sie sich je in Gefahr befunden?" .Nein, nicht direkt,* aber ich war ernsthaft bedroht." „Wirklich? Erzählen Sie mir das doch mal!" „Sehr gern? denn ich habe da »ine gehörige Mahnung zur Bescheidenheit erhalten, die auch anderen, als mir, nützen kann. Im vergangenen Jahre kam ich sehr munter und frisch von meinem Landaufenthalt nach Paris zurück. Der Arzt, dem ich anlässlich meiner Heimkehr einen Besuch ab» stattete, fand, dass ich sehr gut au«sehe; al« ich daher einem Freund« auf den Boulevard« be-gegnete, der mich fragte, wie «« mir girng«, da sagte ich. indem ich stolz auf meine Brust klopfte: Ich merke noch gar nicht, das» darin irgend etwa» nicht mehr klappte. E» liegt also kein Grund vor. dass die Geschichte zu Ende gehen sollte. Ich bilde . mich eben zu« Hundertjährigen aus." Seite 5 Er lachte über diesen Scherz; da« schmeichelte meiner Eitelkeit, und ich fügte hinzu: „Sehen Sie. lieber Freund, so lange ich meine Feder, mein Florett, mein Rasiermesser und meine Gabel festzuhalten vermag, haben meine Erben nicht» zu hoffen!" Und darauf entfernte ich mich, hochbefriedigt über mich selbst. Am nächsten Tage hatte ich die Influenza aus dem Halse; zwei Tage später fielen mir Feder, Florett. Rasiermesser und Gabel au» den Händen und ich brauchte vier Monat«, um sie mühsam wieder aufzuraffen." „Sie waren also sehr krank?" .Der Arzt sagte mir. dass ich eines Tage« nur einen Schritt von der Lungenentzündung «nt-fernt gewesen. Nun denken Sie, eine Lungtnent-zündung bei meinem Alter! . . . Ich legt« mir vollständig Rechenschaft darüber ab. Eines TaaeS erschien mir der Tod sozusagen vor Augen. Ich sagte mir. da» ist vielleicht besser so. Dann werde ich den Meinigen vorausgehen, waS ich am hei-ßesten herbeiwünsche; denn daS Wort „Ueberlebrn" läsSt mich erschauern. Und dann würde ich wenigsten» den Bitterkeiten deS Schicksals entgehen und jung sterben." . . . (.Münchener Neueste Nachr.") vermischtes. Der Studienpkan des deutschen Kronprinje» für fein erste» Semester in Bonn ist mit großer Sorgfalt ausgearbeitet worden. Er wird nament-lich juristische und historische, daneben jedoch auch literarhistorische, sprachliche und naturwissenschast-liche Studien treiben. So wird er u. a. hören: Goethes Faust bei dem bekannten Literarhistoriker Litzmann, Schillers Dramen bei Drescher, los chefs d'oeuvre du theatro classique frangais und französische Uebungen bei de« Lecior Gausinez, Zoologie und Paläontologie. Insgesammt sin»» sür die Vor-lesungen zwanzig Stunden wöchentlich festgesetzt. Außerdem wird der Kronprinz neben sportlichen Uebungen auch daS Violinspiel fortsetzen, daS er schon seit Jahren betreibt. Auch wird er während seiner Studienzeit in daS EorpS Borussia eintreten, dem schon der Kaiser angehört hat. Mini»!erwart. „Dem VolkSschullehrer sind in dem Nachwüchse unsere« Volke« unermes«-lich wertvolle Güler anvertraut. Er hat eine der idealsten Aufgaben zu lösen, die da« Leben einem Menschen auferlegen kann. Zu lösen ist diese Auf-gäbe aber nur bei ungebrochener Beruf«freudigkei». Der rechte Lehrer mus« wenigsten« von der drückend-sten Sorge befreit fein, von der Sorge um da« bescheidene tägliche Brot sür sich und die Seinen. Der Beruf de» Lehrer» ist auch ohne den Druck dieser Sorge schwer genug. Er verlangt die höchste Anspannung aller sittlichen Kraft eine» gesunden und tüchtigen Manne»." So schrieb in einem Briefe der gewesene preußisch« Unterricht»minist«r Dr. Bosse am 3. März 1901. Wa» m«int «twa Ritter v. Hand dazu? Lieber eilte* Straßenränöer! „Der Armen Seelen Freund", Monaisschrist zum Troste der leidenden Seelen im Fegeseue.*, herausgegeben von Schmitt, Pfarrer in Henstren, Unter fronten (Bayern), schreibt im V. Jahrgang, 1. Heft, October 1900, Seite 9; „Einige praktische Winke. 1. — 2. Jeder Katholik soll, wenn irgend möglich, in KrankheitS» fällen sich eines katholischen Arztes bedienen. Wie osl kommt eS vor, dass Kranke ohne Priester und Sacramente sterben, nur weil der Arzt die Ange» hörigen nicht bei Zeit auf die Gefahr aufmerksam gemacht hat? Wie kann man aber auch erwarten, das« ein Arzt, der vielleicht an keinen Gott und keine Ewigkeit glaubt, sich um da« Seelrnheil seine« Patienten kümmern soll? ES gibt jetzt überall tüch-tige und erfahrene tatholische Aerzte, und eS ist deshalb nicht zu entschuldigen, wenn eine katholische Familie einen ungläubigen Arzt anstellt. De Maistre hatte vollkommen recht, wenn er sagte: „Einem ungläubigen Arzte würde ich einen Straßenmörder tausendmal vorziehen, denn gegen Letzteren kann man sich noch verlheidigen und hie und da wird auch einer gehängt." — Und so waS nennt sich Christenthum l! Klerikale Erziehungsmethode. Wie der ,Na-przod" berichte», wurde m Pcz.mySl der Professor der Mädchen-ErziehungSanstalt, PrzqbylSki, einer der Führer der dortigen Clericale», von seinem Posten entsernt. Der fromme Herr hatte nämlich al« neueste« Erziehungsmittel Küsse eingeführt. Diesen Sport trieb er so lange, bis endlich «ine {einer Schülerinnen sich b«im Direktor beschwerte. Die Clericalen machten Anstrengungen, die Angelegtnheit , zu vertuschen. Da sich aber bereits die Oeffent-i lichkeit damit beschäftigte, leitete der LandeSschulrath Seite 6 »V-«tßch» Nummer 34 eine Untersuchung ein. Der clericale Pädagoge ver» antwortete sich dahin, das» da« keine Liebe«küsse, sondern „väterliche" Küsse gewesen seien. ES nützte ihm aber nichts und er musste zum Lohn für seine väterlichen Küsse die Anstalt verlassen. Ki» ßensnrveröot. Ein Censurverbot, mit dem man sich fast befreunden könnte, hat die Polizei in Luckenwalde erlassen. Dort wurde nämlich „Der Müller und sein Kind" verboten, und zwar durch folgenden Bescheid: DaS zur Aufführung am Pal« fonniag angemeldete Stück von Raupach: .Der Müller und snn Kind" ist wegen seines Inhaltes an nassem Aberglauben und süßlich frömmelnden Phrasen zur Darstellung in der Charwoche nicht geeignet." Fschechischuationale HpferwUligkeit. In Pilsen vermachte die Witwe nach de« Ingenieur Chocholouset tschechischnationalen Zwecken 50 OOO fl. — Unsere mit GlückSgütern gesegneten Deutschen mögen sich daran ein Beispiel nehmen. Eine Aomöe wurde in einem Hotel in Czmw witz gefunden. Dieselbe war von einem Passagier, der sich Alexander Boulet au« Straßburg einge schrieben hatte, in einem verschlossenen Koffer zurück-gelassen worden. FodesvrtHeil DaS Schwurgericht Leoben hat den Werksarbeiier Johann Möhrl wegen Ermordung feiner Geliebten zum Tode durch den Strang ver urtheilt. Mutter und Sohn zum Kode vernrtheilt. DaS Schwurgericht in Brünn verunheilte den Grund besitz» Johann Ludwig und dessen Mutter Josefa Ludwig, ersteren wegen Ermordung seine« Vaters, letztere wegen Anstiftung und Theilnahme am Morde, zum Tode durch den Strang. Kine freigesprochene Mörderin. Die Pariser Geschworenen haben sich wieder einmal einen Frei fpruch erlaubt, den kein gelehrter Gerichtshof gt wagt haben würde. Eugenie Lauriot war geständig, ihren Geliebten Emil Laurent erschossen zu habe». Sie hatte nach dem Mord sich auS dem Fenster ihrer Mansardenstube auf die Straße gestürzt, war aber auf einen Sandhaufen gefallen und mit ganz geringfügigen Verletzungen davongekommen. Nicht die Rache der Verlassenen war der AnlasS ihrer That, sondern reine Mutteiliebe. Ihr Verhältnis mit Laurent hatte Folgen gehabt, und Eugenik hatte ihr Kind auf« Land in Pflege gegeben. Laurent verlangte nun von ihr. sie sollte da« Kind ver» lassen und eS einer öffentlichen Anstalt überweisen, wo nach französischem Recht solche Kinder .ohne Namen' ausgezogen werden. Diese Kinder haben keinen Vater, keine Mutter, weder Vater noch Mutter haben Rechte an sie, sie erhalten in der Anstalt ihren Namen und werden unaussindbar sür Vater und Mutter. Laurent zwang nun Eugenie, ihm für diesen Act deS Preisgebe»» ihres Kinde« eine Vollmacht zu schreiben. Al« da« geschehen war, fühlte aber Eugenie die aanze Furchtbarkeit diese« Vorgange». In Verzweiflung bat sie knie-fällig Laurent, ihr die gräfliche Vollmacht zurückzugeben. und al« Laurent sie beiseite stieß und gehen wollte, griff sie nach dem Revolver, mit dem Laurent sie bedroht hatte, und schos« auf ihn. — Der StaalSanwal« stellte den Geschworenen den Freispruch anheim, den diese nach kurzer Berathung fällten. Selbsthilfe - Genossenschaft Wien, registrierte Genossen>chaft Haftung. In der am I. Juli gerufenen Sparabiheilung wurden in der Zeit vom 1. Jänner bis 31. März l. I. 78.484 93 K ein» gelegt und 22.859*05 K behoben. Der Zuwachs an Einlagen betrug im März l. I. 6175 66 K. Da« gesammte Einlagencapital betrug mit 31. März 1. I. 255.563 80 L. — Die Gesinnungsgenossen werden eingeladen, verfügbare Gelder der «Ost» mark" zuzuführen, welche dieselben bei vollster Sicherheit mit fünf Percent verzinst und der es durch reichlich einlangende Spareinlagen ermöglicht wird, die zahlreichen VorfchufSwerber rascher be« friedigen zu können, al« die« bisher der Fall war. Auskünfte über die Sparabtheilung gibt bereit» willigst die Kanzlei der Selbsthilfegenossenschast „Ostmark", Wien, IV., Kettenbrückengasse 20. Warnung vor Ankauf des sogenannten Affanzenheilmittels „Animalin". Ein gewisser H. MesaroS, Wien, IV., Freundgasse 4, bringt ein Pflanzenheilmittel unter dem Namen »Aniraalin* in den Handel, daS er in feinen Reclame-Circularen ol« einen ..wahren GotteSfegen für Arm und Reich" anpreist. Der Verkaufspreis beträgt ungesähr 1 50 X per Kilogramm. In Wirklichkeit hat da« Präparat einen Wert von 2« h da« Kilogramm, und ist seine Wirksamkeit gleich oder nahezu gleich Null. E« besteht nach der von der k. k. landwirtschaftlich, chemischen Versuchsstation in Wien vorgenommenen „Hstmark" in mit beschränkter v. I. inS Ltben Analyse auS 8% Kupfervitriol, ferner au« Am moniumfulfat, Gip«. gelöschten Kalk. Kochsalz, Natron falpeter und Spuren von Kaliumhyppermanganat, Bon diesen Substanzen kann höchsten« da« Kupfer, vitriol al« Samenbeizmittel wirken, doch ist feine Menge so gering, das« die Wirkung gar nicht in Betracht kommt. Die anderen Bestandtheile sind ganz unwirksam. Bei Anschaffung diese« Geheim» Mittel« wurde also da« Kilogramm Kupfervitriol, daS fönst 70 h kostet, mit 60 K bezahlt. Die k. k. landwirtschastlich-chemische Versuchsstation in Wien hat bereits im Vorjahre Gelegenheit genom» men. in der Fachpresse vor dem Ankaufe des „Animalin" zu warnen. Da jedoch MesaroS mit der Anpreisung dieses wertlosen Erzeugnisses fort fährt und — wie eS scheint — in weiteren land wirtschaftlichen Kreisen ein gläubiges Publicum findet, so ist eine neuerliche Warnung hier am Platze. Kine Knvdertjihrige. Am 17. d. M. feierte Marie Baumgartner, die Mutter deS Bergführers Rudolf Baumgartner von Raibl, ihren hundertsten Geburtstag. Marie Baumgartner wurde am 17. April 1801 beim Jakelbauer am Brießnig in TaroiS ge boren, sie kann sich, wie sie selbst erzählt, noch gut an den französischen Krieg vom Jayre I809 er» innern. Sie »st feit dem^Jahre 1866 Witwe, war 35 Jahre verheiratet und hatte fünf Kinder (zwei Söhne und drei Töchter), wovon ein Sohn und eine Tochter noch am Leben sind. Ein stellnngspffichtiges Mädchen. AuS Graz wird folgender heitere Vorfall mitgetheilt: Bei der Hauptstellung in EibiSwald erschien au« der Ge» meinde Wielsresen auch ein hübsches Mädchen in schmucker Steirertracht mit einem zierlichen Strauß chen und au« dem Mieder hervorragender Stellung«' vorrusung, wa» nicht geringe Heiierkeit hervorrief. DaS Mädchen war bei der Geburt im Taufscheine irrthümlicherweis« al» Aloi» statt Aloisia verzeichnet worden. Circulns Bohemicas. Die Budweiser Be zirkShauptmannschast hat gegen die Gemeindevor steher in Plaftowitz und Zalin die Strafanzeige erstattet, weil dieselben die auS der StaaiSunter» stüyung für Hagelschlag amtlich zugetheilten Be» träge von den Bewohnern zurückforderten und nach eigenem Belieben vertheilten. Ein Theil deS Geldes wurde vertrunken, ein anderer dem Armenfond zu-geführt. Kolstoj ins Anstand verbannt! AuS Warschau geht die Nachricht zu. das» Tolstoj auf Befehl de» Czaren inS Ausland verbannt wurde. Der AuS-landSpasS ist ihm bereit« zugestellt worden. Wer in Ruf«land von der Polizei einen Au«land«paf« erhält, ohne ihn verlangt zu haben, weiß schon, wa« dieser Wink mit dem Zaunpsahl zu bedeuten hat, und reiSt ad. Die Maßregel wird noch ge» heimgeholten, und den Zeitungen ist e» strenge unter» sagt, davon auch nur mit einer Silbe zu erwähnen. Von verschiedenen einflusSreichen Seiten werden An-strengungen gemacht, um eine Zurücknahme der Maßregel zu erwirken, da e« den greisen Schrift-steller, der mit dem Boden Ruf«lands so innig ver» wachse» ist, sehr schwer «reffen würde, seine Heimat verlassen zu müssen. Die Familie Tolstoj« ist jedoch auf alle« gefas«t und gedenkt sich in Pari« meder» zulassen. A»as ßnde des Tornisters. Au« PrzemySl schreibt man: Da« Ende de» Tornisters ist gekom-men und an seiner Stelle soll in der österreichisch» ungarischen Armee eine Art von Rucksack au» wasser» dichter Leinwand eingeführt werden, wie ihn die Touristen «ragen. Der bisherige Tornister ist als zu schwer befunden worden und auch seine Conser» vierung in den Magazinen bereitet zu große Echwie» rigkeiten. Der neue Rucksack wird zunächst bei den Lagerlruppen in PrzemySl. sowie auch in Brück ausprobiert werden. Durch diese Beseitigung deS Tornisters und die gleichzeitig projeciierte Anferti» gung der von dem Manne im Felde mitgeführten Menagek.sselchen au« Aluminium statt au« Blech soll da« Gesammtgewicht der Ausrüstung auf 30 Kilo herabgemindert werden. Wieviel wiegt das vollständige Kollüm einer „classischen KSnzerini" Ein französische« Blat« ha« da« ganz genau ausgerechnet. Die rosa» arbenen seidenen Tricot» wiegen 17 Gramm, di« Gazeröckchen 25'/, Gramm, da« Miederchen 22'/, lKramm, die Fußoekleidung 11 Gramm. Alles >n allem wiegt also da» Kostüm der classischen Tänzerin 76 Gramm, d. h. ebenso viel wie drei Fünffranken» tücke. Nicht mitgerechnet sind allerdings die zahl» reichen echten uno weniger echten Diamanten, mit >enen sich selbst die classischeste Tänzerin zu schmücken lieb». Kine drollige Keiratsgeschichte ereignete sich dieser Tage in Lodz (Russland). Eine Arbeiterin der Poznan»kischen Fabrik hatte 1000 Rubel geerbt | und wollte ihr Glück nicht allein genießen, sonder» sich so rasch wie möglich verheiraihen. Ei« „Freundin" sollte ihr dabei mit gutem Rath » die Hand gehen und dafür 15 Rubel Courtazt! erhalten. 11m wo möglich noch mehr von der reichen Erbschaft zu erlangen, empfahl diese oll Bräutigam ihren eigenen, erst kurz zuvor angM heirateten Mann, welch letzteren Umstand die beirrn»« | lustige Erbin nicht kannte. Der empfohlene Bräi» gam gefiel der letzleren ober so gut und spiel» seine Rolle so ausgezeichnet, dass rasch Verlobn^ gefeiert wurde, woran natürlich auch die.Freundii' eifrigsten Antheil nahm und wobei sie sich da« Eff» und Trinken auf« Beste schmecken ließ. Aber wenig«, gefiel ihr die Kehrseite der G-schichte. Eine« schöne, Tage« kehrte der Neuverlobte zu seiner Neu«» mählten gar nicht mehr zurück, und al« sich Ji« betrogene Betrügerin nach ihm erkundigte, ersihl fie, dass er «it der reichen Erbin davongereiSl ul der jetzige Aufenthaltsort unbekannt fei. $in verfehmtes Wort. E« ist in unsem Sprache nichts widerlicher, sprach ein deutsch« Professor, alS da« Wort „machen". Denn rotf sonst al« Faulheit ist e«, das« man da« Änt „machen" für jede« ander« Zeitwort verwende«! DaS Herz möchte einem brechen, wenn man unjm schöne und reiche Sprache durch dieses Wort s« verunstaltet sieht. Denn wirklich: Früh, wen» ri Tag macht, macht sich der Bauer au« seine« He« heraus. Er macht die Kammerthüre auf und macht sie wieder zu, um sich an sein Tagewerk zu machen dessen Anfang damit gemacht wird, dass man K«nr macht, um vor allen Dingen Kaffee zu mach» DaS^Weib macht unterdessen die Betten, sie mach« die Stube rein, macht Ordnung und macht sich lk Haare. Wenn sie zu lange mach«, macht der 92aa ein saures Gesicht. Daraus macht sie sich freilich nicht viel, aber gutes Blut macht es doch auch nicht, wenn einem immer die Bemerkung gemacht wird: Mache, dass du fertig machst, ich kann io»j vor Aerger nicht» machen. Als er sich auf da Weg machen will, um sich auf den Markt zu «ach», macht e» ein so gräuliche» Schneeweiter, das« a nicht weiß, wa« er machen soll. usw. Ei so macht ihr Deutschen der verwünschten „Machern" «a schnelle« Ende! Foulard-Seide ES Kreuz, bis fl. s.ss?. Ma. sür Blousen u. Roben, sowie „Henneberg-Eeide" in ichaai weift und farbig von SS Kreuz, bis fl. 14 65 p. M«t. 1t Jedermann frioli u. verzollt ins Haus. Muster umqebe«. Doppeltes Briefporio nach der Schweiz. G. ctitnriaj, Eeiden-Fabritant (f. u. t. Hosl.j, Zürich, Z«A Duierbild. Wo ist die klein« Fischerin? Schristtyum. Von der Wiener Wochenschrift .Die 3eil* Herausgeber Prof. Dr. I. Singer, Dr. Max ©unftofr. Dr. Heinrich Kenner, Prof. Dr. Richard Mulher) i» da« 342. Heft erschienen. Abonnements auf diese Woche» chrift, viertelj. 6 K, nehmen die Post, all« Buchhu-lungen und di« Administration, Wien, IX/3, enlgeze». — Einzelnummern 60 h. — Probenummer grati» ranko. Da« Jahrbuch der d e u t fchvSlkische, Arbeiterschaft 1902 von dem alldeutschen v-geordneten Franz Stein herausgegeben und geleitet, erscheint, wie bereit» mitgetheilt. Ende Erntiag« (Xuprf) l. I. DaS Jahrbuch wirb infolge feine« reichhaltige» Kummer 34 h jmm ©nfoiltt« ein sehr «irksame« Werbemittel für unser« Bewegung und ein ebenso praktisches wie belehrendes Hülfsbuch für jede» Deutschvölkischen sein. Auch in diesem Jabre wieder mit mehreren Drutfbildern ge-stmückl, birgt dasselbe eine Fülle belehrenden, wissen-Nchaftlichen, unierhaltenden und nützlichen Inhalte«. Da« ebenso reichhaltige wie schön au«gest»tteie Jahr» lOuch ist ganz in Leinen gebunden und kostet I Krone . 10 Heller. Gesinnungsgenossen aller Sländ«. sörd«rt durch Bestellung dieses Jahrbuches die deulschvölkische Arbeiterbewegung l Deutschgesinnle Arbeiter! Bestellet Dieses für Euch so wichtige Hülfsmittel. Alle Be-Aellung«», Anfragen und Wünsch« sind zu richten an die Verwaltung deS Jahrbuches der deutschvklkischen Urbeiicrschaft, Eger, Schiffgasse t, II. Inhalt der Wiener Hausfrauen- Zeitung Äir. Schlechter. — Ralhsel-Zeitung. — Notturno. Von Zaver Sandor-GjalSki. Uebersetzung von Jda Fürst. ! — Feuilleton: Mutter. Aon A. W. — «leine Theater. IHlaudereien. Von Benjamin Schier. — Inserate. — Preis halbjährig 5 Kronen. „-Der Ky Muser". Deutsche Monatshefte für ■ Kunst und Leben Linz a. d. Donau, Altstadt 11. Von dieser neuen deulschnational«n Zeitschrift, di« al« ein im grohen und modernen Stil geleitete« Blatt sür ! «rationale Politik, Wissenschaft und Kunst eine Er-gäazung zu den zahlreichen politischen nationalen Tage«-und Wochenblättern bildet, ist da» zw«ite Aprilhest mit folgenden» Inhalte erschienen: K. H. Deutschnationale Balkanpolitik. — Nationale Briefe au« Deutsch Oester-trich. II. — Anton Renk. Ort«reinu au« Tirol. — 3rma von Troll-Borostyani. Der Darnoini«muS in der Dichtung. — Wilhelm v. Scholz. Johann Christian Günther. — Karl von Ettmayer. Hermann Bahr and die Provinz. — Arnold Hagenauer. Erzähl' mir «i» Glüick und erzähl' mir ein Leid! — Ludwig v. Zicker. Dämmerbesuch. — Han« Bethge. Vorfrühling. I — M. LZ. Wiener Musikbrief. VII. Thuille« „Lvbetanz". — Großge Orchesterconrerte. — Kunst und Leben: Arbeiter-vorstellumgen. — Kritik. — Bücher. Der Bezugspreis de« ! .Kyffhämfer-, der am I. und 15. eine« jeden Monate« erfcheint„ beträgt vierteljährlich 3 X. der Prei« de« I«Ei»,elheisteS 50 b. Bestellungen sind an die Verwaltung 'Linz a. D., oder an die nächste Buchhandlung zurichten, von «ellcher auch Probehefte kosten!»« zu beziehen sind, Umier der Ueberfchrifl ^die schwarze Kunst" ver-öffentlichdt Sarl RoSner in der .Gartenlaube« «ine Abihandlung, in welcher der Leser ar» der Hand zahlreichier, erläuternder Abbildungen über Entstehung und Aurtübung der Kunst de« SilhoueNierenS unter-richtet i»ird, die zu Ende de« 18. und Ansang deS 19. Jahrhundert« in hoher Blüte stand, aber auch beute mech von hervorragenden Künstlern mit Erfolg betriebern wird. Katharina Zitelmann schildert zu Bildern »ach Photographien da« Leben und Treiben zur Oster- „Deutsche Wacht' Seite 7 Woche in Sevilla, Arthur Achleitner reiht der Artikel, serie „Tragödien und Komödien de« Aberglauben«" einen Beitrag über den sogenannten .Stocksegen" an und ein gemeinverständlich gehaltener Artikel behandelt da« angesichts de« im Februar entdeckten, neuen Fir-sterne« gewit« zeitgemäße Thema „Neue Sterne-. Besonders reichhaltig ist der unterhaltende Theil der „Gartenlaube" gestaltet. Hier ist Anna Ritter mit der ergreifenden Skizze .Frühling" vertreten. I. C. Heer fesselt den Leser mit seinem Roman „Felix Not-*cft" und Adolf Wilbrandt erheitert ihn mit der üb«r« raschenden Wendung am Schlüsse feiner Erzählung .Da« Urtheil dt« Pari«". Au« der reichen Zahl künstlerischer Illustrationen, unter denen sich mehrere stimmungsvolle Osterbilder befinden, fei die in Farben ausgeführte Kunstbeilage „Zaunkönigreich" von Marie Nestler-Laux besonder« hervorgehoben._ FRITZ RASCH, Buchhandlung, CILLI. Zur* HUImoii ! ilois ff allaM, Cilli, Rallanspsse ■mpftohl« r das anerkannt kriftige Marburger-Dampfmehl OO xprclrll l>op|)fl-.\ull OO C. Schcrbaum 5 Söhne zu Orlglnal-Preisen pasteurisierte Silssrahm -Theebatter Siipeifeinst. Aiieri',1 vn-I echten W.;in-K*sig Hochfeinen Emmenthaler u. Sunothuler Käse Allerbeste nngurischf» Salami Alle Mineral«.l5- T frischer Füllung Garantiert echtem U'OOer Lissa-Blatwein. Niederlage des hsliefaten Kleinoschegg-Champaper in orift. 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Ihre Stimme klang so malt und tonlos, dass ez Tom auffiel und besorgt meinte er: „Würdest du nicht besser thun, zu Bett zu gehen, Kleine — du scheinst todlmüde zu sein I Komm — ich trage dich hinauf!" Sie ließ es schweigend geschehen, dass er sie in seine starken Arme nahm und hinauf ins Schlafzimmer trug — „eS ist zum letztenmal?", murmelte sie vor sich hin und dann suchte sie ihr Lager auf, während Tom nochmals hinabgieng. um eine Cigarre zu rauchen. Als er nach einer halben Stund? wiederkam, lag Ottilie anscheinend im tiefen Schlaf; Tom beugte sich über sie und murmelte: „Wie bleich sie aussieht — hoffentlich ist sie morgen wieder frisch und munter." Kaum zehn Minuten später verriethen seine tiefen, ruhigen Athemzüge, dass er eingeschlafen war und nun erhob Ottilie sich leise, warf ihre Kleidung wieder über und setzte sich dann tief aufathmend an das Fenster, durch welches bleiches Mondlicht ins Zimmer siel. „Er soll sie nicht wiedersehen," flüsterte sie vor sich hin, »ich habe ihn verloren, aber auch sie soll ihn nicht haben! O Tom — warum musstest du mir Liebe schwören, während du nur ein flüchtiges Gefallen an mir fandest — dein Herz gehört ihr, jener Diana — o wie ich sie hasse!" Die Hand ausstreckend, nahm sie Toms Revolver, der auf dem Tische lag, auf und richtete die kleine, im Mondlicht blitzende Waffe wie prüfend auf die Brust des Schläfers. „Es ist Mord," murmelte sie mit zuckenden Lippen, „aber hat er richt auch mein Herz gemordet? Freilich — Vater sagte einst, einen Schlafenden MTfcOtM. zu tödten, sei ein doppelter Mord, aber wenn er er« wacht, vollbringe ich's niemals, dass weiß ich! Noch einmal will ich seine Lippen küssen und dann — dann mag's sein — Gott helfe mir — ich kann nicht andersI" Am Bclte niederkniend schlang Ottilie den linken Arm um Toms Nacken und presste die heißen, zuckenden Lippen auf die seinen. Der Schläfer bewegte sich — seine Rechte legte sich anf die ihre, welche die todt-bringende Waffe hielt, und ein glückliches Lächeln um-spielte seinen Mund. Regungslos verharrte die junge Frau auf ihrem Platze — jetzt sank Mowbray's Hand von ihrem Arm, aber anstatt ihre Absicht auszuführen und die Mündung der Waffe auf die Brust deS Schläfers zu setzen, erhob sich Ottilie mit schlotternden Gliedern und legte den Revolver auf den Tisch zurück. — — „Ich kann es nicht thun," murmelte sie mit ver-sagender Stimme, und sich langsam zur Thür schleppend, flüsterte sie „ich will fortgehen, ehe die Versuchung nochmals über mich kommt, lebe wohl, Tom — verzeih dir Gott, was du an meinem Herzen gefrevelt!" Die Morgensonne schien hell aus sein Lager, als Tom Mowbray erwachte, ohne Ahnung der Gefahr, in welcher er in dieser Nacht geschwebt. Ein Blick aus das Bett seiner jungen Gattin zeigte ihm, dass sie ihr Lager bereits verlassen hatte, und da es schon 7 Uhr vorüber war. musste er sich beeilen, um den um 8 Uhr von der Haltestelle abgehenden Zug rechtzeitig zu er-reichen. Hastig ins Wohnzimmer hinabgehend, fand er das Frühstück bereit, aber Ottilie war nirgends zu finden und Sally meinte, die junge Frau müsse wohl in den Park gegangen sein. Jetzt führte der Diener TomS Pferd vor und wenn der Hauptmann den Zug nicht versäumen wollte, musste er sich aus den Weg machen. Ein Blatt auS seinem Notizbuch reißend, warf er schnell mit Bleistift einen Abschiedsgruß auf das Papier und s bat Ottilie, ihre Briefe an feinen ?lub in London zu richten — die Adresse fügte er bei. Der Schluss der eiligen Zeilen lautete: „Tausend Küsse zum Abschied, mein kleines Frauchen, — ich kann nicht länger warten, sonst versäume ich den Zug und ich muss heute noch die Garnison er-reichen. Hoffentlich kann ich mich baldigst sür etliche Tage frei machen, um zu dir zu kommen. Dein dich liebender Tom." Das Blatt neben Ottiliens noch unberührte Tasse legend, empfahl Tom der alten Sally an, bestens für ihre junge Gebieterin zu sorgen und ritt, von seinen Burschen gefolgt, davon. Spät am Abend desselben Tages überbrachte ein Bauernbursche Robert Douglas ein zusammengefaltetes Blatt, auf welchem mit fast un-leserlicher Hand die Worte standen: „Kommen Sie, Robert — ich bedarf Ihrer — Ottilie." „So bald schon," murmelte Douglas erschreckt, während er den Boten fragte, wer ihm das Blatt ge-geben habe. „Eine alte Frau, die im Herrenhause von Auriel wohnt, Herr — ich brachte Brod dorthin und erhielt den Auftrag, Ihnen diesen Zettel sofort zu bringen." „ES ist gut," nickte DouglaS; sobald der Bursche sich entfernt hatte, schloss er sein HauS ab und eilte nach Auriel, wo die alte Sally ihn weinend empfieng. „Gottlob, dass sie kommen, Herr Douglas," sagte sie, sich die Thränen auS den Augen wischend, „seit der Herr heule in aller Frühe fortgeritten ist, hat Frau Mowbray noch keinen Bissen gegessen und als sie aus dem Park heimkam — dxr Herr konnte nicht auf sie warten und er hat nur einen Brief für sie zurückge-lassen, sah sie so weiß aus wie die Wand. Ich redete ihr zu, sich zu Bett zu legen, aber sie konnte kaum die Treppe hinaufsteigen und oben vor der Thür fiel sie mir ohnmächtig in den Arm. Als ich sie mit vieler Mühe ausgerichtet und zu Bett gebracht hatte, fieng si« an ganz dumme Sachen zu sprechen — dann wieder war sie ganz vernünftig und sagte, sie wolle Ihnen schreiben — ich müsse es aber auch gleich bestellen lasten. Aber es währte wohl eine Stunde, bis sie die paar Worte auf das Blatt gekritzelt hatte und dann fieng sie an zu schluchzen, bis sie endlich vor lauter Ermattung einschlief. Ich habe zum Doctor geschickt, er war aber nicht zuhause und wird wohl erst morgen kommen — jetzt ist die Kranke wach, aber sie stöhnt immerfort und wirst sich in den Kissen umher, als ob sie heftige Schmerzen hätte." Douglas hatte wäbrcnd Sallys umständlichem Be-richt wie auf heißen Kohlen gestanden; jetzt folgte er ihr die Treppe hinauf und stand im nächsten Augen-blick am Lager der Kranken. Diese erkannte ihn sofort und ihm die Hand entgegenstreckend, flüsterte sie matt: „Ach Robert — endlich bist btt da — Ich habt mich so gefürchtet und der Kopf thut mir so weh.' Die Lider sanken wieder über die Augen. — Douglas wieS Sally an, der Kranken kalte Aufschläge auf die brennende Stirn zu machen und das that ihr sichtlich gut, aber die Nacht vergieng, ohne dass der Zustand sich geändert hätte und als der Arzt am nächsten Morgen erschien, machte er ein bedenkliches Gesicht und sprach von der Möglichkeit einer Gehirnentzündung. — Das Fieber steigerte sich und immer seltener wurden Ottiliens lichte Augenblicke; während eineS solchen fragte Douglas, ob er nicht Mowbray rufen solle, aber dieser Vorschlag erregte die Kranke so furchtbar, dass Douglas sich mit bitterem Schmerz sagen musste, hier sei etwas nicht in Ordnung. Und Ottiliens Fieberphantasien bestätigten diese seine Ahnung; stundenlang konnte sie jenen Brief Toms an Lady Diana Wort für Wort wiederholen und wenn sie dann weinerlich sagte: „Nicht wahr, Robert, es war schlecht von ihm; ich bin doch seine Frau und er darf seine Diana nicht lieben?" Dann ballte TouglaS in ohnmächtiger Wuth die Hände und murmelte: „Ist denn dieser Dämon von einem Weibe unersättlich und stets nach neuen Opfern lüstern!" Als indeS die Krankheit ungefähr eine Woche ge-dauert hatte und die bedenklichen Symptome noch immer zunahmen, sagte der Doctor ernst: „Es ist ein Gehirn-TyphuS, wie ich ihn noch selten so heftig erlebt habe, Herr Douglas, wenn der Gatte der jungen Frau zu erreichen ist, benachrichtigen Sie ihn uiwerzüglich!" Jetzt schrieb Douglas an die in TomS AbschiedS-billet angegebene Adresse — das Billet war von Sallys die es Ottilie aus der krampfhaft geschlossenen Hand genommen hatte, aufbewahrt worden — aber leider befand sich Tom Mowbray eben nicht in London. Er hatte einen kleinen Abstecher nach Paris gemacht und zwar in Gesellschaft — Lady Dianas! Beide flogen dort von Vergnügen zu Vergnügen, von Zerstreuung zu Zerstreuung und inzwischen verzehrte sich in Auriel die täglich schwächer brennende LebenSflamme der jungen Frau. ------------- Dreiundzwanzigstes Kapitel. Lord Orme's HauS in Brighton war hell erleuchtet — in den festlich dekorierten Sälen bewegten sich Herren und Damen, letztere in glänzenden Toiletten und mit Juwelen geschmückt, hin und her, während die Musik-kapelle fröhliche Weisen intonierte und alleS in Freude und Jubel schwamm. Feierte man doch ein Hochzeits-fest; Amalie Orme war wirklich die Gattin des Herzogs von Grandacre geworden und stolz und glückstrahlend bestiegen der Herzog und seine junge Gemahlin den eleganten Wagen, welcher die Neuvermählten zur Bahn- ftotfon trug. Währenddessen gieng eS im HochzeitS- hause noch immer sehr lustig zu; dem opulenten Diner folgt ein improvisierter Ball und man war einig darüber, dass seit langer Zeit kein so fröhliches Fest gefeiert worden sei. — Lord Orme dachte, alS er im Vorbeigehen einen raschen Blick in einen Spiegel warf, für einen Brautvater seh« er noch auffallend jung aus und Lady Diana, die nebst Tom Mowbray zu den Gästen zählte, dachte das Gleiche, als sie jetzt zu ihm trat. „Sahen Sie Amalie und den Herzog vorhin wegfahren. Lady Diana?" fragte Lord Orme lebhaft. „Ja, und ich meinte noch selten ein so prächtig zusammenpassendes Paar gesehen zu haben," nickte die Dame anerkennend. „Nicht wahr — das habe ich auch gesagt," äußerte Lord Orme triumphierend. .Beider Zeichnung ist bis aufs kleinste Tüpfelchen dieselbe und im Trab wie im Galopp geben sie einander nichts nach — ich bin stolz auf die Wahl, die ich getroffen habe — Sie müssen nämlich wissen, dass ich die Apfelschimmel für Grandacre aussuchte." „Ah — sie sprachen von den Pferden," lachte Lady Diana, „das ist freilich «in köstliches Missver-ständnis — ich sprach von Amalie und dem Herzog." Lord Orme musste auch lachen; jetzt fiel Lady Dianas Blick auf Rosa, die den Mittelpunkt eines KreiseS junger Herren bildete, und aus die Gruppe weisend, sagte sie bedeutsam: „Es sieht fast so aus, als sollten sie bald auch ihre zweite und letzte Tochter entbehren lernen, Lord Orme." Lord Orme blickte nach d«r angedeuteten Richtung und lächelte geschmeichelt, dann aber trat ein Schatten in seine heiteren Züge und halblaut murmelte er: »Um meine dritte Tochter habe ich mich selbst durch meine unverzeihliche Schwachheit gebracht." »Woran denken Sie, Lord Orme?" fragte Lady Diana sanft, „Sie sehen so traurig auS." „Ich denke daran, wie einsam mein Haus sein wird, wenn auch Rosa mich verlässt," entgegnete Lord Orme wie träumend. „Nun — diesem Unglück wäre abzuhelfen," meinte Lady Diana lebhaft. »Wie meinen Sie das, Lady Diana?" fragte Lord Orme, in Gedanken noch immer mit Ottilie beschäftigt. „Ei — Sie müssen wieder heiraten." rieth Lady Diana anscheinend völlig unbefangen. „Ah — meinen Sie das im Ernst?" „In vollem Ernst, und ich habe sogar schon eine Frau für Sie ausgesucht, Lord Orme." „Wirklich? Aber wird si« auch wollen?" forschte Lord Orme scherzend. „Weshalb sollte sie sich besinnen? Aber spielen wir nicht länger Komödie, Lord Orme," fuhr Lady Diana plötzlich ernsthaft fort, »Sie wissen ohne Zweifel, das« hier nur von einer Frau die Rede sein kann und ditse Frau bin ich selbst?" Starr vor Erstaunen blickte Lord Orme auf die schöne Frau an seiner Seite, aber Lady Diana ließ ihm nicht lange Zeit, sich zu besinnen. „Besprechen wir die Sache in aller Ruhe," sagte sie gelassen; „Sie sind kein Jüngling mehr und auch mit meiner Jugend ist's nicht mehr weit her. Unsere äußeren Verhältnisse passen zusammen" (bei welcher Behauptung Lady Diana die Rechnungen ihrer Modistin und Schneiderin irrthümlichcrweise als Aktiven anstatt als Passiven ansah); »wir sind beide aus alter, guter Familie und wenn Sie eine Gattin betrauern, so habe ich einen heißgeliebten Gatten zu beklagen!" (Wie eS Lady Diana fertig brachte, bei den letzten Worten ihre Stimme so zu dämpfen, dass jeder darauf geschworen hätte, sie halte nur mühsam ein Schluchzen zurück, ist ihr Geheimnis. „In der That, Lady Diana," begann Lord Orme unsicher. »O, ich weiß, was Sie sagen wollen," unterbrach sie ihn hastig, „Sie finden mein Vorgehen unweiblich —' „Durchaus nicht," beeilte sich Lord Orme der Dame zu versichern, „ich weiß die Ehre, die Sie mir erweisen, nach Gebür zu schätzen und ich wollte nur bemerken — ich weiß nicht, wie ich mich ausdrücken soll, aber ich möchte wirklich sagen —" hier stockte Lord Orme hoffnungslos — er schritt zum Fenster, blickte hinaus, kehlte wieder zu Lady Diana zurück und sagte dann einen neuen Anlaus nehmend: »Ich fühle mich offen gestanden des mir gebotenen GlückeS kaum würdig —" „O, sagen Sie daS nicht, Lord Orme." flüsterte Lady Diana schamhaft die Augen senkend, „wäre ich nicht von Ihrem Werte durchdrungen, dann hätte ich kaum den Muth gefunden, fo offen zu sprechen." „Und doch muss ich zögern, Lady Diana — Sie sind noch so jung und schön, während —" »O, bin ich wirklich noch schön." fiel sie ihm strahlenden Blickes ins Wort, „nun so werde ich glück-lich sein, wenn ich's sür Sie sein darf! Sehen Sie Lord Orme — wie lange wird'S währen, dann sind wir beide alt und ich muss gestehen, ich fürchte mich vor einem einsamen Alter!" Jetzt drückte Lady Diana ihr Spitzentaschentuch an die Augen und Lord Orme sagte beunruhigt: „Lady Diana — bitte regen Si« sich nicht auf — es bekümmert mich. Ich will ja" — „Sie wollen? Sie wollen wirklich?" rief Lady Diana entzückt. (Fortsetzung folgt.) Belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres etc. ^ »S>5WtiI!»»«ll«IVSSSISSSSLIWSSMSSS!IS?«LLZSM!ilSM»SSSS i Der blitzende Gott.* Zu einem Bonzen kam ein Jesuit; Er sand ihn beiend vor den Götzen sitzen, — 'nem rohen Bild von unbeholfnem Schnitt — Von dem die Söge gieng, er könnte blitzen. .Was? Blitzen?" fieng der Psaii' gleich an zu schrei«, »Du selber sollst den TeufelSwahn er-kennen- Der Klotz ist fühllos wie ein Kieselstein — Bor deinen Augen werd' ich ihn ver-brennen!" Und eifrig wollt' der Jesuit sofort Beginnen die Pagode zu zerstören! Da rief der Bonze lächelnd: „halt! Ein Worts Wir müssen beide die Bedingung schwören: Ihr zündet heule meinen Tempel an, Ich Euren morgen —' sprach er zu dem Paler, Der Gott, der blitzt, sei unser Herrgott dann. Seid Ihr« zufrieden, so beginnt, Eonsraterl" Fischart. Die Amsel. Wie tönt an Frühlingstagen So schwermuthSreich und hold Der Amsel lautes Schlagen Ins stille Abendgold ES schimmert an den Zweigen Ein zarlverhüllles Grün. Die jungen Säfte steigen Und es beginnt zu blühn. Doch nicht mit Jubeltönen Begrüßt die Amsel nun Die Tage, jene schönen. Die in der Zukunft ruhn. Ein wehmuthsreicheS Ahnen Füllt ihre Melodien . . . Will sie schon jetzt un» mahnen Wie bald sie wieder fliehn? In« Album. Maß hallen und Arbeiten sind die wahren Aerzte des Menschen. Die Arbeit weckt seinen Appetit, und die Mäßigkeit hindert ihn. denselben zu missbrauchen. Rousseau. ' AuS der Nummer „Neue« Leben' deS ,,Sche mit den Honneurs noch nicht so be-kannt find und sehen einen StadSosficier kommen, vielleicht den H«rrn Major? "— Rekrut Müller: „Wenn ich noch Zeit hab', reiß' ich aus." Nummer 34 „IMtttftf Al«cht" Seite 9 Baumstämme tieiläufig 500 Stück, zu verwenden als: X^mi|£t£iiiiieii, Polaterbölzer, DacliHparreu.Träme u.dgl. ferner 10 Fuhren FicIltClireiMft gelangen Mittwoch, den 1. Mai 1901 2 Uhr nachmittags im Josefiwaldc gegen sogleiche Entrichtung des Erstehungspreises zur ojsentt• Versteißerunß, Stadtamt Cilli, am 27. April 1901. W7 Der Bürgermeister: Stiger m. p. r% man führe aas Weit» stni mit M »an Wierry's MalfaM um auf ode RäBe du rin'odirt an» »«iiiioch hich« invnlllsligt«, innerlich i»w°d: al» tatnlich die d««e» Di«»«« In?«»»«» WUtct bei st» ,u hsde». — Ma» mute Zmitaliaiu» und ach!« auf »ie in alle» SHlIaeftaale» rezilirierle aräae Rllnnen-Schnymaeke un» »arielverfchlni« mit (Ugmästn Altwo : allein elne glafche» in faB allen 1lv»lHeien erhältlich ,n to uu» 60 H«0cr. 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Zahlungen an die Cillier Gemeinde-Sparcasse können auch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparcasse auf Conto Nr. 807.870 geleistet werden. Erlagscheine werden über Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Conto der österr.-ung. Bank. 7. Der Credit- und Vorschuss-Verein der Sparcasse der Stadtgemeindo Cilli ertheilt Wechsel-Darlehen gegen 5 7s% Verzinsung. 8. Für den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags bis auf Widerruf festgesetzt. 5946 Die Direction. L j «T* «X* *T, «T. f. •?» »f« »se •*» «-f* **' •+* t I I I 1 t t I I i ( I ( I I I Friedrich Jakowiisch, Cilli empfiehlt eein grosses Lager neuester Modelle m Pürkopp-i Styria- Waffen-Räder Grosse Radfahrschule Vollkommen eingerichtete Reparaturwerkstätte