«Be* «k ttgUtoi dde 6ti guhmft Wtnign Brot und Mtbeti aus gerührt stehe», Unsere Linder t» der Schule lerne» »■tat »wifl nicht mehr bettet» geht». ». Herweg b- TkMMl M. 2M, 10.526 n. 10.54!. Zer vmrmmio N.M. Uenbahner Zentralorgan des Oesterreichischen Eisenbahn-Personales. NedMon: Wien VA, BrSuhmrsgaffe 84. «tbaJill0B*[cht»|: Zwei $ege not dem Sescheiue» de» tvlatte«. Sprechstunden tlnb jeden Tug mit Ausnahme da Sonn» und Feiertage eon $0 Uhr vormittag« bi« >/«t Uhr nachmittag«. Insertionspreis: Die ebtfpsttigi Millimeter,eil- oder deren Rain» 14 Heller. Bei Jahresauftrag Rabatt. Abonnements-Bedkngungen: Halbjährlich ......................... . . Kr. 2-88 Ganzjährlich.............................. . fi*78 Für das Deutsche Reich ganzjährlich Mk. 6-—. Für da« übrige Ausland ganzjährlich 9 Franken Erscheint jeden 1., 10. und 20. im Monat. Rr. 30 Wien, den 20. Sttobrr 1914. 22. 8abte. Organisation und Staatrinteressen. Blättermeldungen zufolge wurde einer Reihe von Eisenbahnbediensteten vom k. u. k. Armeekommando für tapferes Verhalten vor dem Feinde die silberne Tapserkeitsme-d a i l e verliehen. Die Feinde der Organisation werden nach diesem Kriege um lernen müssen. Die Organisation, soweit sie von den Arbeitern und insbesondere von den Angestellten öffentlicher und staatlicher Betriebe zur Wahrung und zum Schutze ihrer Lebensinteressen geschaffen und gehandhabt wurde, galt einmal — es ist noch nicht lange her — als staatsfeindlich, als eine Einrichtung, die den Interessen des Staates und der Gesellscha t als gleichsam entgegengesetzter Pol widerstrebt. Und es gab Leute, die, wo es in ihrer Macht lag, allen Anregungen, die von Vertretern sozialdemokratischer Organisationen kamen, schlechtweg von vornherein ihre strengste Gegnerschaft bekundeten, weil es die taktische Klugheit erforderte, staatsfeindliche Bestrebungen nicht durch ein zu weites Entgegenkommen zu stärken. Und nun offenbart sich mit cinemmal, daß die Organisation der Arbeiter sich auch im Kriege bewährt hat und das; insbesondere alles, was nur zu ost von der Gefährlichkeit sozialdemokratischer Eisenbainierorgani-summen im Kriege gesagt wurde, sich als leeres lächerliches Schreckgespenst erwiesen hat. Sie alle, die da in den ©e= werlschaften und in den sozialdemokratischen Vereinen organisiert sind, haben ihre Pflicht erfüllt bis auf den letzten Mann. Und ivas in diesen Tagen diese Pflicht gerade bei den Eisenbahnern bedeutete, wissen alle die, die in den Tagen des kolossalen Massenverkehres bis zur höchsten Anspannung aller Kräfte standgehalten h ben. Und wieso ist das alles gekommen? Nicht bloß darin liegt die Antwort auf diese Frage, weil jedermann von der Erkenntnis durchdrungen war, daß in diesem Kriege die europäische Kultur mit allen ihren politischen Errungenschaften verteidigt werden muß, sondern vor allem auch in der Tatsache, daß der soziale G e i st, die Disziplin und das G c m c in s ch a f t s-empfinden in den Massen lebendig w ar. .Wenn Deutschland/ so schreibt Naumann in der .Hilfe' mit Recht, „im Weltkrieg siegt, so siegt es durch diese seine wohlgeordnete geregelte Gemeinschastskraft. Sie also i st es, die w ir erkennen wollen, um s i e zu steigern. Die Ausländer sehen von unserer Organisation m e i st nur o i c Außenseite, den Militarismus, den Drill, die Bürokratie, den Schematismus. Es kommt ihnen das alles so seelenlos und beinahe unmenschlich vor, daß sie uns bedauern, weil wir durch lauter Regelmäßigkeit, Pünktlichkeit und Dienstbarkeit zu mechanischen Wesen herabgedrückt wurden. Ost fanden wir bei seinen und hochgestellten Ausländern ein echtes Mitleid mit unserer seelischen und gesellschaftlichen Gebundenheit: ihr seid nur Bestandteile von Apparaten, aber keine eigentlichen Menschen I' Für alle unorganisierten Einzelmenschen ist nämlich der organisierte Mensch etwas Unfaßbares. Das zeigt sich auf allen Gebieten. Der englische Unternehmer sieht die deutschen Syndikate, fühlt ihre internationale Macht und kann sic doch nicht nachahmen, da er selber kein BerbandS-mensch ist. Der englische Arbeiter hat zwar die berufliche Organisationspflicht zeitiger ersaßt als der deutsche, weil er früher industriell wurde, aber zur Vollendung kam die Ordnung erst in der deutschen Arbeiterbewegung. Die Franzosen haben den modernen Heeresmechanismus erfunden, aber zur reinen Durchführung gelangte er bei den Preußen. Der französische Bürger ist politisch interessiert, aber parteimäßig schlecht organisiert. Der südländische Arbeiter ist Syndikalist im Sinne der vulkanischen Ausbrüche, aber nicht der Klassenorg anifation. Alles englische, französische und italienische Wesen, so verschieden es unter sich ist, fühlt sich gleichmäßig abgestotzen vom deutschen Betrieb. Am ersten kann uns wohl der Amerikaner verstehen, aber auch er ist eine andere Mischung. Alle diese Ausländer bezeichnen den Deutschen als .unfrei'. Das ist keineswegs nur ein Urteil über Verfassung, Wahlrecht und dergleichen, sondern es ist die innere Abneigung vor der zur zweiten Natur gewordenen Ordnung. Dabei bestreiten sie nicht, daß diese Ordnung uns wirtschaftlich, technisch und finanziell vorwärts bringt. Aber gerade, je mehr wir ovrivärtskommen, desto größer wird die Kluft. Uns selber erscheint oft der Unterschied gar nicht so groß, weil wir ein sehr feines Gefühl dafür haben, wie unorganisiert wir noch sind. Jetzt eben im Kriegsanfange halten wir die gute Organisation der Truppe und der Eisenbahn für selbstverständlich und begreifen kaum, daß Rotes Kreuz und Zivilverwaltung nicht gleich ebensogut für den Krieg eingerichtet sind. Zlber schon dieses unser feines Gefühl für die vorhandenen Mängel der Ordnung bezeugt unseren inneren Trieb zur restlos durchgeführten Organisation. Wir verlangen ungeheuer viel ordnende Vernunft. Und sicher ist. daß jeder Tag des Krieges draußen und drinnen uns noch organisierter macht. Auf der Organisation ruht alle Kraft, alles ivas den Staat stark und aktionsfähig macht, sowohl im Kriege wie im Frieden. Und wenn die Arbeiterklasse wie alles, was im bürgerlichen Staate lebt, ihre Kraft sammelt und in der Organisation zukammenschweißt, u m sich selbst zu nützen, so will sie eben auch zugleich oent Gemeinwohl dienen. In einem gesunden und kräftigen Staat selbst groß und mächtig werden, ist unser Ziel. Werden die Gegner nach diesem Krieg in diesem Sinne umlernen? Was nützt die Aujhrbunz der Wozu dienen überhaupt die Zölle? Ursprünglich waren die Zölle reine Finanzzölle des Staates. Zölle wurden nur eingehoben, um dem Staate Geld zuzusühren. Heute dienen aber die meisten Zölle einem anderen Zwecke. Dieser Zweck ist: die Einfuhr von Waren, die auch in Oesterreich erzeugt werden, zu verteuern und so die österreichischen Unternehmer gegen die ausländischen Konkurrenten zu schützen. Das sind die sogenannten Schutzzölle. Wie nun diese Zölle wirken, wollen tvir an einem Beispiel aufzeigen. Ein österreichischer Händler kauft amerikanischen Weizen. Er zahlt hiefttr den sogenannten Weltmarktpreis. Weltmarktpreis nennt man den durch keinerlei Zölle geschützten Preis. Dazu kommen die Transportkosten und drittens ist der Einfuhrzoll zu bezahlen, den der Staat an der Grenze einhebt. Der endgültige Preis des amerikanischen Weizens setzt sich also zusammen aus dem Weltmarktpreise, den Fra.hlspesen und dem Zoll. Wie verkaufen nun unsere Agrarier ihre Produkte? Teurer dürfen fie nicht sein, sonst führen die Händler lieber ausländische Ware ein. Sie werden sich daher immer nach dem Weltmarktpreis, zusüglich der genannten Spesen, richten. Das heißt mit anderen Worten: Der Preis des österreichischen Weizens setzt sich ebenfalls zusammen aus dem Weltmarktpreis, den Fracht- und Zollspesen. Der Schutzzoll treibt also nicht nur den Preis der ausländischen Ware, sondern auch den der inländischen in die Höhe. Der Weizenzoll ist also ein reiner Schutzzoll zum Nutzen der Agrarier und zum Schaden des Volkes. Beim Kaffee ist das Verhältnis wieder ein anderes. Der Kaffeezoll ut ein reiner Finanzzoll, denn im Jnnland ivird Kaffee nicht erzeugt. Der Zollbetrag von 95 Kr. für 100 Kilogramm Kaffee fließt also in die Staatskasse. Ganz anoers ist es bei den Schutzzöllen. Wird Weizen Angeführt, bekommt wohl auch der Staat seinen Obolus, und zwar beträgt der Weizenzoll Kr. 6 30 für 100 Kilogramm. Gleichzimig aber verteuert der inländische Agrarier leine Ware um diesen Betrag, er kann es ja tun, ivcil er trotzdem und gerade wegen des Zolles konkurrenzfähig bleibt. Der Schutzzoll also verteuert die SBar e, nicht um dem Staat eine E i n n a h m s-quelle zu schassen, sondern um d i e G e iv i n n e privater Unternehmer auf Kosten des Volkes zu heben. , Die sozialdemokratische Partei hat sich stets redlich bemüht, diese Zölle zu Falle zu bringen. Aber leider war cs mcht möglich, einen Erfolg zu erringen, weil die Agrarier nicht nur Verständnis fanden bei den Regierungen, sondern vor allem die Unterstützung aller bürgerlichen Parteien hatten. ; Nun seit dem Kriegszustand finden plötzlich auch die Bürgerlichen, daß die Zölle unendlich schädigend wirken auf den Haushalt des Volkes und ihre Korporationen bemühen sich gleich den Sozialdemokraten, in der Angelegenheit Günstiges zu erreichen. In Deutschland wurden die Zölle gleich zu Kriegsbeginn aufgehoben. Bei uns geschieht dies trotz unaufhörlicher Bemühungen aller Körperschaften erst jetzt mit gütiger Erlaubnis der ungarischen Magnaten. Was soll die Zollaushebung heute bewirken? Die Zollauf-hebung h ütte erfolgen müssen zu einer Zeit, als noch die Einfuhrmöglichkeit bestand. Diese fehlt doch heute gänzlich. Für uns käme in erster Linie Amerika in Betracht. Nun liegen die Seeverhältnisse derart, daß mit der Einfuhr aus Amerika nicht gerechnet werden kann. Rumänien, welches die Ausfuhr von Getreide bereits vor Wochen freigegeben, wird heute auch nichts mehr abzugeben haben, denn der größte Teil wurde von Deutsch lau o, wo kein Zoll mehr eingeyoben wird, rechtzeitig aufgekaust. Da also nun die Einfuhrmöglichkeit fehlt, konnten die Agrarier ganz ruhig einer Aufhebung der Zölle zustimmen und sich der Welt als gute, opferwillige Patrioten zeigen. Die Zölle sind gefallen, aber das Mehl wird weiter steigen im Preise, denn die Agrarier werden das Fehlen der Konkurrenz im bisherigen Sinne entsprechend ausnützen. Die Enttäuschung des Konsumenten und seine Erbitterung, wenn er das Spiel durchschauen wird, wird sich beim Detaillisten, beim Kleinen, entladen. Es ist aber tatsächlich richtig, daß die letzte Hand von den heutigen hohen Preisen nicht nur nichts gewinnt, sondern im Gegenteil unter Umständen noch verliert. Bes anders bei unseren genossenschaftlichen Betriebe« trifft dies zu. Die Nutznießer der Preistreibereien und ihre Veranstalter sind die Großen, die ungarischen Magnaten und unsere Agrarier! Daher verlangen wir, daß als wirksames Mittel gegen diese Preistreiber von der Regierung Maximalpreise festgesetzt werden. Selbstverständlich genügt es da nicht, wenn man dem Detaillisten einen Höchstpreis vorschreibt und den Lieferanten wuchern läßt nach Belieben. Die Preisregelung muß beim Produzenten beginnen und hat nur dann Aussicht auf Erfolg. Die Produzenten haben durch die hohen Preise, an deren Möglichkeit in den kühnsten Träumen keiner dachte, schon ungeheuren Profit gehabt, nun endlich muß die Negierung dieser — gelinde gesagt — unpatriotischen Handlungsweise energisch eine Grenze ziehen. Das Deutsche Reich, welches bereits zu Beginn des Krieges die Zölle aufhob, findet heute damit kein Auskommen mehr und ivird, Zeitungsmeldungen zufolge, nächste Zeit schon die Höchstpreise fixiert haben; ein Beweis für die Richtigkeit unserer Meinung über die Wirkungslosigkeit der jüngsten Verordnung. Wir versprechen uns auch viel von der Verordnung der zwangsweisen Erhebung der Mehl- und Getreidevorräte, doch darf dabei nicht Halt gemacht werden. Die Negierung muß Macht und Wille besitzen, den Wucherern das Handwerk zu legen und die Vorräte, wenns Not tut, einmch zu konfiszieren zum Nutzen der großen VolkS-»mssen. Wir wiederholen also nochmals, daß uns nur die Festsetzung von Maximaltarifen für Getreide und Brotfrüchte billigeres Mehl, und Brot bringen wird. Aus dem Wege zur neue« Kultur. Nie war es bei der Arbeiterschaft Gewohnheit, sich kritiklos und gedankenlos den Empfindungen das Augenblicks hinzugeben. Auch in Momenten größter Erregung und des Schmerzes hat sie sich immer an ihrer eigenen geschichtlichen Bestimmung aufgerichtet und des von Tränen getrübte Auge in die Zukunft gerichtet. Es war und bleibt der Stolz der Arbeiterklassenbewegung, daß sie die Ar-beitermassen mit solchen Anschauungen, mit einer solchen Kraft der Ueberzeugung erfüllte, daß sie auch m den schmerzlichsten Prüfungen um das Warum und Wozu fragen, daß sie oie Tragweite der Erscheinungen erwägen und die Voraussetzungen, aus denen diese Erscheinungen hervorwachsen, prüfen und untersuchen. Die Arbeiterschaft hat eben nichts von der dumpfen Resignation, die sich mit allen Ereignissen abfindet, da sie „ja doch unabwendbar' sind. Wir erleben jetzt die entsetzlichste Prüfung, die einer wirklichen Kulturbcwegung, wie es die sozialistische ist, zugedacht werden kann.- Seit Jahren mühen und plagen wir uns, der Menschheit eine andere, höhere Auffassung ihrer Würde und Aufgabe beizubringen. In Tausenden von Proletariern haben ivir durch unsere unablässige Organisationsarbeit den Glauben an die Menschheit erweckt. Weitere Tausende verfolgen mit staunender Ehrfurcht unser Beginnen. Und nun — mächtig umspannt allen Tot» sagungen zum Trotze die Internationale der Arbeiterschaft die ganze Welt — spielt sich vor unseren Augen ein furchtbares Ringen, ein Weltkrieg, ab, mit allen seinen Nebenerscheinungen. Kultur, Menschlichkeit, Gesittung und wie alle die schönen Dinge heißen, sind in Grund und Boden getreten, von Nationen, die sich in den Höhen der Menschlichkeit wähnten, von den Engländern, den Pionieren der wirtschaftlichen, und von den Franzosen, den Vorkämpfern der geistigen Kultur. Grauen erfaßt uns ob der Szenen, die nicht eines Zt/a Kunst so lebendig und scharf zu schildern vermöchte, wie sie sich in Wirklichkeit abspielen. Es ist als ob man an allem, was Menschlichkeit heißt, verzweifeln müßte. Und auch an der Kultur. Da beginnt nun die Arbeiterschaft in ihrem Schmerze nachzudenken. Hat sie wirklich auch Grund zur Verzweiflung? Man beachte nur, was geschehen ist. Die kapitalistisch^ Kultur hat bei der ersten großen Probe versagt. Es ist jedermann klar, daß weder England noch Rußland oder Frankreich und Belgien den Krieg, den sie herausbeschworen haben, aus idealen Motiven führen, sondern daß die Triebkraft ihres Handelns rein kapitalistischen Ursprungs ist. Wir erleben jetzt einen leider furchtbar anschaulichen Kurs über das Wesen, die sittlichen Qualitäten, über die Ziele und Mittel des imperialistischen Kapitalismus, der — wie es Marx nach einem englischen Schriftsteller zitierte — je nach den Prozenten, die ihm winken, vorgeht und nicht einmal vor Bergen von Leichen zurück-schrickt. Der Zarismus will noch mehr Land beherrschen, wiewohl er zu Hause noch reichliche Gelegenheit zu wirtschaftlicher Betätigung fände. England, dem ein großer Teil der Welt gehört, hat auch noch nicht genug. Und Frankreich, für dessen Milliarden in Frankreich, Belgien, Polen und in Serbien Krieg geführt wird, will auch "nicht abseits stehen. Die Geschichte mit der Revanche wegen Elsaß ist nur für das leicht irreführende Volk gut genug, auch in Frankreich haben imperialiinsche und andere kapitalistische Motive mitgesprochen. Alle die ehrenwerten Mächte bindet und einigt etwas, was mächtiger ist als ein Bündnis, und zwar der Machthunger, der sich durch Deutschland und Oesterreich beengt fühlt. Der kapitalistische Grundzug dieses Weltkrieges ist unverkennbar. Aber eben daraus kann die Arbeiterklasse ersehen, daß für sie kein Grund zur Verzweiflung vorliegt. Gewiß, schöne Ideale der bürgerlichen Welt find entthront. Friedensbewegung, internationale Abmachungen der bürgerlichen Klassen, all das und ähnliches liegt ohne Ausschmückung vor uns und wir sehen, daß nur oberflächliche Tünche war, was man Kultur nannte. Und doch hat der Kapitalismus in diesem Kriege schon seine Kultur zur Schau getragen. Man beachte die großen Fortschritte in der Kriegführung gegen früher! In jedem Bericht vom Kriegsschauplatz begegnen wir fast neuen technischen Fortschritten. Stern baut nach den neuesten Regeln der Baukunst ganze unterirdische, befestigte Ameisenstädte, man läßt sich Munition auf den modernsten, schnellsten und mit billigst hergestellter Kraft betriebenen Automobilen zusühren. Oesterreichifche und deutsche Ingenieure Haber, in vielleicht jahrelanger Arbeit unerhört und ungeahnt große Geschütze und kunstvolle Geschosse ausgedacht und hergestellt, denen nicht einmal die stärksten Festungen standhalten können. Das, die österreichischen Motorbatterien und die 42 Zentimeter kalibrigen Mörser, das sind schlagende Beweise der modernen kapitalistischen Kultur. Die Geschütze wurden doch nur ausgedacht und gebaut, weil sie der Kapitalismus und die Staaten brauchten. Der Bedarf nach diesen modernen Waffen entspricht ganz dem Wesen und der Kultur des Kapitalismus. Oder sind es nicht Beweise kapitalistischer Kultur, wenn wir jetzt schon Krieg führen in den Lüften und in der Tiefe des Meeres? Festland und Wasseroberfläche find nicht mehr groß und geeignet genug, den Feind von der Bortrefflichkeit der eigenen Ausrüstung und Schlagfertigkeit, der .Kultur", zu belehren. Im Jahre 1870 — nahezu 80 Jahre nach der Erfindung des Luftballons durch Montgolfier — flog aus dem belagerten Paris Gambetta auf und wollte auf diesem Wege zu den nicht eingeschlossenen Franzosen gelangen, um sie zu freiwilligen Truppen zu organisieren. Die ganze Welt war in Staunen versetzt über die Tollkühnheit des Staatsmannes. Und unserem Kulturgrad entspricht es, daß ganze Luftflotten die Aktionen der Armeen ergänzen, beschleunigen und mittun. Luftschiffe und Aeroplane, diefe wunderbaren Erfindungen, dienen der kapitalistischen Kultur und werfen förmliche Dogmen der bisherigen Kriegführung über den Haufen. Der klarste Beweis hiefür ist die furchtbare Angst Feuilleton. Humor, Krieg und Komiker. Die Philosophie macht scharfe Unterschiede zwischen Witz, Humor, Komik u. s. w. Dem Durchschnittslaien ist alles eins; er sieht in dem einen wie in dem anderen nur die Erregung heiterer Lustgefühle (e8 gibt auch ernste, sogar traurige Lustgefühle). Die Auffassung, daß jene guten Dinge da seien, um vom Ernst des Lebens abzulenken, ist weit verbreitet — nicht nur unter den Konsumenten, leider auch unter den Produzenten. Bühne und Witzblatt beweisen es. Je oberflächlicher, je nichtssagender, je sinnloser die Produkte sind, desto mehr Anklang finden sie. Wenn ln .Charleys Tante" ein Tischtuch mit Kaffeegeschirr vom Tisch gerissen wird, brüllt daß Auditorinin vor Lachen. Und irgendein alberner Schüttelreim macht seine Reise um die Welt. Vielleicht ist diese unheilvolle Zeit besonders dazu angetan, am darauf hinzuweisen, dah Witz, Humor und künstlerische Komik ernste Dinge sind, ernst insofern, als auch sic das Leben in seiner Tiefe erfassen und widerspiegeln sollen. Sie sollen es uns nur in einer anderen Beleuchtung als der alltäglichen zeigen. Wie eine und dieselbe Landschaft je nach dem Licht, das ans sie fällt, heitere oder melancholische Empfindungen in unS wecken kann, so können die Ereignisse und Tatsachen dcS Lebens unS sehr verschieden erscheinen: ernst, heiter, traurig, gleichgültig u. s. w., je nach der Darstellung, in der sie vor unser Auge treten. Und das Merkwürdigste ist, daß sie in keinem dieser Fälle gefälscht zu sein brauchen, sondern durchaus lebenswahr erscheinen können. Die Lösung liegt darin, daß jedes Ding, jede Sache zwei und mehr Seiten hat. Es kommt darauf an, welche uns gezeigt wird nnd wie sie itnS gezeigt wird. Schon im gewöhnliche» Leben erfahren wir eS oft, wie ein Ereignis die verschiedensten Eindrücke bei den betrachtenden Personen hervorruft. Der eine sieht die Tragik, der andere die Komik, der dritte sieht nichts davon. Natürliche Charakteranlage und erworbene Weltanschauung geben eben je nachdem ein verschiedenes Licht. Darum ist es auch ganz natürlich, daß der jetzt tobende Krieg, der doch wahrhaftig eine ernste Sache ist, uns in der verschiedensten Beleuchtung erscheint oder dargestellt wird. Vorherrschend ist der Heldenton, eine Mischung von trotzigem Selbst-bewußtfein und nationaler Eitelkeit, der unö überall entgegen» klingt und für aufmerksame Ohren viel zu oft mit einer moralischen und materielle» Unterfchätzung der Gegner verbunden ist- der Engländer vor den Zeppelinen, weil sie sehen, daß ihre Sicherheit vor einem ändern als Seeangriff sehr im Schwinden ist, und darauf war ja ein großes Stück europäischer Kriegstechnik und Methode aufgebaut. Nicht weniger weit ist die Kriegskultur des Kapitalismus auf dem Wasser vorgeschritten. Dieselbe Entwicklung wie auf dem Festland, wo man Festungen baute, um sich gegen Angriffe zu sichern, so feste, daß man sie für uneinnehmbar hielt, bis man die Bekanntschaft der neuen großen Mörser machte. Der Wert der Festungen ist sehr gesunken. Genau so bewahrheitet sich, was vor einiger Zeit der englische Admiral Porcoy Scott sagte: Die'stolzen Dreadnougths, diese schwimmenden uneinnehmbaren Festungen, sind altes Eisen. Die stolze Tat des Unterseebootes „U 9' hat es bestätigt. Und das ist auch ein Stück der Kriegskultur. Nun werden viel Güter zerstört, und verschiedentlich wird darüber gejammert. Wir nehmen an dem Jammer wenig teil, weit wir an die ungeheure Zahl der Menschenopfer denken, an die zerstörten Familien, an den Jammer und die ,Tränen der Witwen und Waisen, der Mütter und Schwestern. Das sind auch Erfolge der Kultur des Kapitalismus, denen gegenüber die Menschheit viel mehr abgehärtet scheint, weil ja auch im Frieden in Fabriken und Werkstätten, in Gruben und auf Bauten Opfer genug fallen. Die kapitalistische Kultur ist eben eine zerstörende, vernichtende Macht, die uns zeigt, wie viel auf richtende, bauende Tätigkeit notwendig fein wird — nach dein Kriege. Der Krieg offenbart, daß die Menschheit mit dieser Kultur nicht ihr Auslangen finden kamt. Der Krieg bahnt der neuen Kultur blutige Wege. Der Weltkrieg des Kapitalismus ist auch der Bankrott der kapitalistischen Kultur. So erfüllen sich jetzt die Worte unserer Lehrer, die immer die Zwiespältigkeit des Kapitalismus darlegten. Mitten in der größten Machtäußerung des Kavitalismus sehen wir auch schon die Umrisse der neuen Kulturperiode, in der die Arbeiterklasse mitzureden haben wird, wenn sie ihre Organisationen in Kraft und Festigkeit erhalten habeii wird. An dieser unserer Aufgabe wollen wir uns aufrichten und stärken. SEdarM. Denkende Arbeiter können aus der gegenwärtigen Situation, in der ganze Völker, entschlossen sich bekämpfend gegenüberstehen, sehr viel lernen. Denn abgesehen von einigen wenigen Elementen, denen auch jetzt noch ihr Eigeninteresse höher steht, als das der Gesamtheit, fühlen sich heute ganze Völker solidarisch. Völker sich solidarisch fühlen, woher kommt das? Vor Ausbruch des Krieges sehe» wir in allen Ländern, die sich jetzt feindlich gegenüberstehen, eine tiefgehende Unsolidarität der einzelnen Teile untereinander. Und nun ist das fast ausnahmslos anders. Das kommt nur daher, daß die einzelnen Völker des guten Glaubens oder auch der Gewißheit sind, daß die Art des Lebens, des Zusammenschaffens und der Ansbau dieses Zusainmenschaffens von dem anderen Volk gestört werden soll. Der Proletarier, sagen wir der österreichische, hat in seinem Staat gelebt, war mit dem, wie er in diesem Staate leben konnte, nicht zufrieden und versuchte sich in dein Staate bessere Lebensbcdingnngen zu verschaffen. Damit ist er aber nicht gegen den Bestand des Staates, des Zusammenwirkens, ivie cs die Be-wohner dieses Staates als notwendig erachteten, los-gegangen. Daß wir gegen den Bestand des staatlichen Verbandes losgehen, 'das haben nur unsere Gegner geflissentlich verbreitet, es so lange verbreitet, bis sie Leute fanden, die es glaubten. So wurde unter anderem, so nebenbei auch von den Eisenbahnern behauptet, daß es ja sein könne, daß die organisierten Eisenbahner, wenn der Für Ernst und Tragik dürften die Verlustlisten sorgen. Wie aber steht es mit dem Humor? ES ist an dieser Stelle schon gesagt worden, daß es damit, soweit die Witzblätter in Frage kommen, traurig bestellt ist. Man kann dies Urteil, mit ganz geringen Ausnahmen, aud) auf die Scherzkarten u. f. w. ausdehnen: ihr .Witz" basiert auf einer höchst seichten Auffassung des großen Völkerringens. Oberflächlichkeit und Großschnäuzigkeit sind Trumpf — wenn nichts Schlimmeres. Oder ist es ein „Witz", wenn der französische Präsident auf einem Bilde zu Frikassee zerhackt wird? Ist e$ Humor, wenn man die Spieße durch feindliche Bäuche jagt? Oder wenn Arme und Beine in der Lust umherfliegen? UnS dünkt daS weder in Wirklichkeit noch auf dem Bilde ein Scherz. Es gibt eben doch Dinge, die einer scherzhaften Betrachtung und Verhandlung widerstreben — oder es wird eine Roheit daraus. Auch der Krieg (als einheitliches Geschehen) kann nie das Objekt des Humors oder der Komik sein. Dem größten Künstler selbst würde eS nicht gelingen, uns einen lebenswahren Gesamteindruck des Krieges in einem humoristischen Bilde, einem Lustspiel u. s. ro. zu vermitteln. Von welcher Seite der Witz, der Humor, die Komik diesen auch angreisen, sie werden sich immer aus Episoden beschränken müssen, auf humoristische Einzelvorkommnisse, die hier natürlich ebensowenig fehlen wie in jedem anderen großen Geschehen. Vielleicht Bieten da einige der zahlreichen Sprüche, die von unseren Soldaten an die Eisenbahnwagen geschrieben wurden, das Beste und Schlagkräftigste. Der Satire, die ja auch in unser Thema gehört, mangelt es ebenfalls nicht an Kriegsstoff — ganz im Gegenteil! — wohl aber ander nötigen Redefreiheit. Sie mutz sich auf bessere Zeiten vertrösten. Im allgemeinen darf man ivohl sagen, daß ein beziehuiigS-reicher Humor in Kriegszeiten nur kümmerlich gedeihe» kann. Denn seine Ausgabe besteht ja darin, uns die Ereignisse i» einem versöhnlich-heiteren, harmonischen Lichte zu zeigen, eine Aufgabe, die an dem durchweg tragische» und grauenvollen Charakter deS Krieges scheitern muß. Es ist kein Zufall, daß sich einer der grüßten und echtesten Komiker der deutschen Bühne in diesen Tagen daS Leben genommen hat. Die noch immer weit verbreitete Ansicht, daß ein Humorist eine „lustige Person", ein ewig spaßhafter Mensch sein müsse, wird dadurch wieder einmal auf ihre Sinnlosigkeit hingewiesen. Humor ist Trost, häufig Selbsttrost. Seine innigste Spielart erwächst aus überwundenen Leiden und bittere» Er. sahrungen, aus dem milden Verstehen alles dessen, waö ist. (SB ist oft der letzte Rettungsanker für den, der im Begriff ist, on Krieg ausbräche, nicht ganz verläßlich seien. Und wie ganz anders war die Wirklichkeit. Die Eisenbahner taten nicht nur ihre Pflicht, sie bewiesen auch Mut und Aufopferung, fuhren im feindlichen Kugelregen wacker mit den Zügen weiter. Einige Grabhügel von im Dienste gefallenen Eisenbahnern erzählen uns davon. Und daß die Eisenbahner fo handeln sollen, hat ihnen niemand gesagt. Von selbst kam es über sie. Demi jeder sagte sich: Du bist mit deinem Staat nicht zufrieden, hast nicht nur einmal mit aller Kraft versucht, dir in dem Staate bessere Lebensbedingungen zu erzwingen. Wenn du jetzt Deinem Staate nicht Helfer fein willst, wirst du dir andere Lebensbedingungen damit erkämpfen? Auf diese Frage mußte sich der Eisenbahner zur Antwort geben. Denn käme nach deinem Staate, vorausgesetzt, daß dein Staat unterliegen würde, der Zarismus! kannst du behaupten, daß es dir dann besser gehen würde? Eine solche Antwort sich zu geben, ist wohl mcht möglich. Eher das Gegenteil ist zu befürchten. Und damit ist die Solidarität auch schon gegeben. So oder, so ähnlich haben die Proletarier in allen Ländern gesprochen nnd dieses Sprechen ist der Ausdruck eines Gefühles, das uns sagt: Wir Proletarier sind in dem Staate, in dem wir leben, zwar am schlechtesten daran, aber wir haben in dem Staate schon Rechte, sie mögen minimal sein, aber sie sind da, sie können uns eventuell von anderen Machthabern genommen worden. Wir haben in dem Staate zu leben, nicht viel, aber es könnte uns geschmälert werden und darum treten wir dafür ein, daß der Staat, der uns zumindest eine Existenz bietet, nicht zugrunde geht und wir nicht Gefahr laufen, unter anderen Machthabern vielleicht schlechter^ Lebensbedingungen zu erhalten. Nur unter solchen Ausblicken sind Kriege möglich! Der Einwurf, dann müssen Kriege immer geführt werden, ist hier nicht am Platze. Denn ebenso wie sich die Ursachen, die zum Kriege führen, gewaltig geändert haben, ebenso kann sich auch das Muß, das nach dieser Ansicht Kriege für die Unendlichkeit gellen läßt, ändern. Für den Proletarier ist somit die Lehre aus dein Kriege Juese: Das erkannte gemeinsame Ziel fördert und schafft Solidarität. Der Bestand des Staates, bis in sein feinstes Geäste, ist im Kampfe, ein Zusammenwirken aller ist daher das Ergebnis. Nach dem Friedensfchluß ist die Situation dann eine andere. Der Bestand des Staates ist nicht mehr in Gefahr, ihn hat man nicht mehr vorwiegend im Auge zu behalten. Was man nun zu allererst im Auge behält, ist, wie kann man sich möglichst viel Annehmlichkeiten in diesem Staate verschaffen? Die Solidarität der einzelnen Teile des Staates, die nun kein gemeinsames Ziel mehr haben, zerfällt in Sondersolidaritäten und was heute die Not und die Wucht des Augenblicks zusammen-schweißt, bringt das nun vorherrschende in den Vordergrund tretende Eigeninteresse ivieder gegeneinander. Und daraus resultiert für den Proletarier: Bewahre dir die Solidarität, die du jetzt dem großen Ziele weihst, auch für die Zeiten, in denen die einzelnen Teile des Staates der Gesamtheit solidarisch für ihr Eigeninteresse streiten. Und wer etwa von deinen Kollegen nicht versteht, daß Solidarität die einzige wirksame Waffe ist, wenn man sich durchsetzen will, dem sage: »Hast du nicht gesehen, der Krieg, hätte er je so geführt werden können, wenn nicht Solidarität hüben und drüben im Spiel gewesen wäre? Und wer es dann noch leugnet und nicht begreift, der muß umgearbeitet werden, denn die Stoffe, aus denen er zusammengesetzt ist, sind entschieden Abfallstoffe. In -er AriegsZeit heißt cs: Durchhaltcu! auch für de» organisierten Gewerkschafter, und uns selbst stark erhalten für kommende Zeit. »+>»»»»«*»»»« «+»»»» rzeg. Nisk o, K o p o y c e, S a n o k und Lisko. Der bei der ersten Besetzung .von Russisch-Polen im August eingeführte A u t o m a b i l v e r k e h r K raka u-5k i e l c e ist am 8. Oktober früh wieder aufgeno m-in e n morde n. Sie Wem im Sbicge. Reinlichkeit nls Schutz. Fast noch jeder Krieg hat die Cholera nach sich gezogen. So ist es auch jetzt. In Rußland und Serbien hat die Seuche bereits Hunderte von Menschen heimgesucht: in Ungarn und in Oesterreich blieb sie bis jetzt auf einzelne Fälle, die aus dem verseuchten Gebiet verschleppt wurden, beschränkt. Das Schlachtfeld und feilte unmittelbare Umgebung sind der Entstehungsort der Cholera. Von hier aus wird sie in entfernte Orte verschleppt. In manchen Landern des Orients und Asiens ist die Cholera endemisch, das heißt einheimisch, während sie in den europäischen Ländern epidemisch auszutretcn pflegt, das heißt seuchenartig ansteckend. Der Zusammenhang zwischen Krieg und Cholera kann nur so erklärt werden, daß der aufgehäuste Schmutz, die Verwesung der Leichen von vielen Menschen und Tieren auf offenem Felde, die wenig sorgfältige Beerdigung der Gefallenen das Entstehen und die Entwicklung der Cholerakeime begünstigen. In dem gegenwärtigen Krieg kann die Cholera direkt auS Rußland verschleppt morden sein, denn in einzelnen Orten von Südrußland ist die Seuche gleichwie in Indien epidemisch. DaS zuverlässigste Mittel gegen die Cholera ist die R e i n-l i ch k e i t in jeder Beziehung. Man muß vorsichtig sein mit dem Essen und Trinken. Die grüßte Verbreitung der Cholera erfolgt durch das Wasser. Wo reineS Quellcnwasser vorhanden ist, kann die Cholera nie oder nur selten sprunghaft sich verbreiten. Früher, als die Trinkivafserverhältnifsc im argen lagen, wurden in großen Städten Hunderte und Taufende von Menschen an einem einzigen Tag von der Krankheit ergriffen. Die Heftigkeit des Ausbruches der Choleraepidemie ist noch dadurch bedingt, daß die sogenannte Jnkubationsfrist, das heißt der Zeitraum, der von der eigentlichen Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergeht, nur 12 Stunden betrügt. Um die Verbreitung der Cholera zu verhüten, muß die Staatsverwaltung eingreisen. Bor allem ist eine wirksame Ucberwachung der Grenzstationen, des Personen- und des Handelsverkehrs notwendig. Wo keimfreies Wasser fehlt, soll auch das Nutzwasser nur g e> kocht verwendet werden. Ebenso notwendig ist die Isolierung der Cholerakranken in zweckmäßig eingerichteten Spitälern und Spitalsbaracken, ferner gründliche Desinfizierung der Entleerungen, der von den Kranken benützten Geschirre, der Betten und Kleider. Die Entleerungen der Kranken müssen in Gefäßen, die eine fünfprozentige Karbolfäurelösung enthalten, aufgefangen werden. Ein gutes Desinfektionsmittel ist auch Kalkmilch. Alles, was mit den Entleerungen in Berührung kommt, der Fußboden, die Hände, muß sofort desinfiziert werden, wobei es von Wichtigkeit ist, daß die Desinfektion der Reinigung vorangehe, da sonst gerade das Wafchivasier zur Weiterverbreitung der Krankheit beitragen kann. Die Wäsche der Kranken und deS Personals muß im Krankenzimmer desinfiziert werden, indem sie 12 Stunden in fünfprozentiger Karbollösung belassen wird. Das sind nur einige wenige Stichproben aus den vielen Vorsichtsmaßregeln, die wir nur deshalb anführen, damit auch der Laie sich von der Art, wie der Cholera begegnet werden soll, einen Begriff mache. Für die Bevölkerung ist die Hauptsache, daß jede verdächtige Erkrankung der Behörda an-gezeigt wird, in Wien am magistratischen Bezirksamt, in den Provinzen bei der BezirkShanptmannschast oder am Magistrat, in den Gemeinden am Gemeindeamt. Die prens-ische Eisenbahnverwaltung gegen die Arbeitslosigkeit. Ein Erlaß des p r eu tzi f ch e u Eisen-b a h n m i n i st e r S vom 29. v. M. besagt folgendes: Mit Rücksicht darauf, daß in der jetzigen Kriegszeit eine sehr große Anzahl von Konfekt ions- und Wäsch e-ar beitcrinnen brotlos ist, halte ich es für angezeigt, daß der Bedarf an Dienst- und Wagenwäsche sowie an Schutzanzügen für ein Jahr zu etwa den bisherigen Preisen alsbald in Auftrag gegeben wird. Die Königlichen Eisenbahndirektionen weroen angewiesen, die entsprechenden Lieferungsaufträge an die nach vorstehendem zu berücksichtigenden örtlichen gemeinnützigen Vereine, die Arbeits-beoürfnisfe haben, zu vergeben. Die Höhe der Kriegskosten. Die englische Zeitschrift „Economist" berechnet die täglichen Kosten des Krieges, die Mobilisierung der neutralen Mächte eingerechnet, aus 200 Millionen Mark. Hiervon sollen auf Deutschland 44 Millionen, auf Rußland 42, auf Oesterreich und Frankreich je 32 Millionen fallen. Unberücksichtigt bleibt bei dieser Ausstellung der Aufwand Englands und die wichtige Tatsache, daß Deutschland den Krieg aus russischem, französischem und belgischem Boden führt. Aus dem Gerichtssaal. Ein folgenschwerer Zusammenstoß. Am 15. November 1913 blieb der nach Kremsier verkehrende Nachtpersonenzug auf der hinter der Station Hullein beginnenden Steigung infolge Ueberbelastung stecken. Der Zugsführer Oberkondukteur Johann Dvorak glaubte die Steigung am besten überwinden zu können, wenn er den Zug zunächst zurückschieben ließ, damit der Lokomotivführer zu einem möglichst kräftigen Anlauf auSholen könne. Vom Blocksignalwärter in Hullein wurde daS von ihm wahrgenommene Steckenbleiben des Zuges dem Stationsvor-stand gemeldet, welcher eine Vcrschublokomotive, die eben mit zwei von ihr hergeschobenen Wagen einen Verschub durchführte, samt diesen Wagen als Nachschiebelokomotive aus die Strecke dem Zug zu Hilfe sandte, damit nur ja keine Zeit verloren gehe. Der über Geheiß des ZugSsührers Dvorak zurückgeschobene Personenzug stieß nun mit dem vom Stationsvorstand auSge-sandtett Nachschiebezug innerhalb deS Verschubpflocks der Station Hullein mit so furchtbarer Wucht zusammen, daß drei Personen schwer und eine ganze Menge anderer Personen leicht verletzt wurden. Zugsführer Dvorak hatte sich nunmehr vor dem KreiS-gericht Ungarisch-Hradifch unter dem Vorsitz deS LandeSgerichtS-rateS Dr. MachovSki wegen Vergehens nach § 337 St.-G. zu verantworten. ES bezeichnete ihn nämlich ein Gutachten der Ge-neralinspektion als den einzig Schuldigen: da die Gepflogenheit bestand, daß die Station Hullein eine Nachfchiebelokomotive ohne Avisierung auöfende, hätte Dvorak mit dem Eintreffen der Nachfchiebelokomotive rechnen und mit dem Zuge stehenbleiben sollen. Wenn er aber gleichwohl zurückschob, hätte er den Stockmann in die Station voraussenden sollen, um diese von feiner Absicht zu verständigen; sonst dürste er nicht bis über den Ve» schubpflock kommen. Der bei der Verhandlung in Vertretung des Dr. Gustav Harpner als Verteidiger erschienene Dr. Hans TauSzky erbrachte jedoch den Nachweis, daß nach der ständigen Gepflogenheit bei dem Nachtpersonenzug Nr. 2233 zunächst immer versucht wurde, den Zug ohne Nachfchiebelokomotive über die Steigung zu bringen, weil diese Lokomotive von der Station nicht regelmäßig entsendet wurde. Immer aber war eine beleuchtete Nachfchiebelokomotive allein gekommen, während sie diesmal unbeleuchtete Waggons vor sich herschob, wodurch ein rechtzeitiges Erblicken infolge der Kurven unmöglich gemacht wurde. Der Verteidiger führte noch aus, daß für den Zug überhaupt nicht die Normen eines zurückfchiebenden Zuges gelten, weil der Zugsführer nur einen Ruck zurück machen ließ und eS lediglich aus ein Mißverständnis des Lokoinotivführers zurückzuführen fei, wenn die Zurückschiebung bis in die Verschubzone der Station erfolgte. In Würdigung dieser AuSsührungen sprach der Gerichtshof den Angeklagten frei. Ein Kondukteur als Weichensteller. Vpr kurzem fand vor dem Bezirksgericht Wolkerödors eine _Verhandlung gegen den Kondukteur Johann Hochmeister statt, welchem zur Last gelegt wurde, daß er am 20. Februar 1914 in der Station Hagenbruun der niederöstcrrcichischen Landesbahnen durch falsche Umstellung des Wechsels einen Zugszusammenstoß herbeiführte, durch welchen einige Zugsteile seines Zuges arg beschädigt und die in den letzten Waggons sitzenden Personen in ihrer körperlichen Sicherheit stark gefährdet wurden. Obwohl in der Station Hagenbrunn um *lfi Uhr abends zwei Gegenzüge kreuzen, ist dort nur ein einziger Bediensteter beschäftigt, welcher unmöglich alle Manipulationen selbst vornehmen kann, weshalb auch das Zugspersonal, ntn rascher vorwärts zu kommen, sich oft an Stationsmanipulationen beteiligen muß. Am kritischen Tage erteilte nun der Zugsführer Johann Eberl dem angeklagten Kondukteur Hochmeister den Auftrag, die Weiche für den abführenden Zug zu stellen, in der Meinung. daß der Stationsmeister die Weiche wegen anderer Geschäfte nicht werde gestellt haben. Kaum hatte sich Johann H o ch m e i st e r dieses Auftrages entledigt, als sich fein Zug in Bewegung setzte und nach kurzer Fahrt mit den letzten Waggons des Gegenzuges ^usammenstieß. Erst jetzt erfuhr H o ch m e i st e r, daß der Stationsmeister selbst die Weiche schon früher richtig gestellt hatte und daß er die richtig gestellte Weiche durch neuerliche Manipulation falsch umstellte. Bei der Verhandlung gelang es Dr. Gustav Harpner, als dem Verteidiger des Johann H o ch-meister, den Nachweis zu erbringen, daß es am kritischen Tage um 3/46 Uhr abends derart finster war, daß H o ch-m eist er die Stellung der Weiche nicht wahrnehmen konnte und daß die Weiche selbst nicht beleuchtet war. Unter Berufung auf dieses Beweisergebnis sowie auch darauf, daß von einem Kondukteur, welchem für gewöhnlich die Weichenmanipulation nicht obliegt, eine besondere Fachkenntnis bei Stellung von Wechseln nicht beansprucht werden darf, gelang es dem Verteidiger, ein f r e t« sprechendes Urteil zu erwirken. ff Elscnbalwcrhelm Sonntag den 18. Oktober I. J. findet zugunsten des Vereines ::: „Kinderfreunde“ eine ::: srosse im Prachtsaale statt, bei der folgende Künstler mitwirken: 1. Mia Bruno, Vortracskünstlerin. 2. Bustl Lennor, Liedersängerin (Gartenbau). 3. Doppelquartett des Wiener Männer-Gesangvereines: „Ed. Kremser-Bund“ -• ... «•. . Hvwiiam, Zauberkünstler. 7. Gustav Melndel, Altwiener Lieder. 8. Rudolf Jung, Humorist (Ilonachor). 9. Brüder Ponnraoz, Salon- und Verwandlungsduo. 10. Mondäne TSnze. (Statt Theo Werner.) 11. Hugo Ettllnger, Komiker (Zirkus Schumann). Karl Zelllnger, Klavierhumorist. Sämtliche Künstler wirken zugunsten des humanitären Zweckes unentgeltlich mit. Eintritt 60 Heller. Garderobe 10 Heller. Kassaeröffnung 7 Uhr, Anfang Vs8 Uhr, Schluss V.1 Uhr. ............................................. Jeden Sonntag imSpeisesaal gemütliche Unterhaltung mit Klavierkonzert. Ab Sonntag den 35. Oktober finden bis auf weiteres jeden Sonntag erstklassige Variete ■ Vorstellungen Im Prachtsaal statt. Näheres in der Sonntagsnnmmer der „Arbeiter-Zeitung“. Verschiedenes. c. m Kriegshygiene. In den meisten früheren Kriegen waren bte Verluste durch Krankheiten höher als die durch Waffen. In den neueren Kriegen hat sich das Verhältnis etwas gebessert. Tie Verluste durch Krankheiten sind hauptsächlich durch Kriegsseuchen bedingt, von denen in den neueren Kriegen nur noch TvphuS, Ruhr, Pocken und auch Cholera in Betracht kommen. Die Cholera tritt glücklicherweise selten als Kriegsseuche auf, ist aber dann die gefährlichste, da die ungünstigen Verpslegungs-besonders der Mangel an einwandfreiem Trinklusbruch und die Verbreitung begünstigen. Das Auftreten und die starke Verbreitung der Seuchen ist bedingt zunächst durch die Eigentümlichkeiten des Kriegslebens, durch die Anhäufung großer Menscheiimassen auf engem Raum, die Un-regelmäßigkeit der Verpflegung, die starken körperlichen Strapazen, Witterungseinflüsse u. s. w. Die wichtigste Kriegsseuche, der Typhus, wird durch den Typhusbazillus hervorgerufen, der mit der Darmentleerung und dem Harn ausaefchieden wird, und zwar nicht nur von Kranken, sondern auch von den gesunden Bazillenträgern, die beim Typhus eine wichtige Rolle spielen. Die Verbreitung der Ruhr erfolgt ähnlich wie beim Typhus bedinguqgen, Wasser den Ausbruch -..........--- Bedeutung. Die Verhütung Bekämpfung der Seuchen ist die wichtigste Aufgabe der KriegS-hygiene. Die Vorbereitungen dazu sind schon im Frieden notwendig, vor allein die Kenntnis der verseuchten Ortschaften. Wie Professor Dieudonns in der Münchener medizinischen Wochen-fönst* ansführt, werden hygienisch vorgebildete Sanitätsoffiziere mit tragbaren Laboratorien vorausgesandt, die sich an Ort und Stelle von den sanitären Verhältnissen überzeugen, besonders d e Trinkwasserverhältnisse kontrollieren. Im Feindesland können die marschierenden Truppen durch Patrouillen und durch Quartiermacher Näheres über die feuchenverdächtigen Orte erfahren. Verseuchte Orte dürfen nicht belegt werden, dafür sind Biwaks zu beziehen. Bei den Biwakplätzen ist vor allem auf zweckmäßige Anlage der Latrinen, Beseitigung der Abfälle und auf Wer-nichtung der Ansteckungsstoffe zu achten. Besonders Ivichtig sind die sanitären Einrichtungen und die Trinkmafferverhältnisse aus der Etappenlinie. Ist eine Infektionskrankheit ausgebrochen, so kommen im Felde dieselben Bekämpfungsmaßnahmen m Betracht wie im Frieden. Frühzeitige Feststellung der Krankheitsfälle, Absondern der Kranken und Krankenträger in Seuchenlazarette, Desinfektion der von den Kranken benützten Räume und Gegenstände. Bei den Pocken und dem Typhus kommt die Schutzimpfung in Betracht. Aus den Organisationen. Gmünd. Die Einzahlungen der Monatsbeiträge werden jeden Samstag nach dem 1. und 15. im Monat im Vereinslokal entgegen,imommcn. Jene Kollegen, die mit ihren Zahlungen im Rückstand find, werden aufgefordert, ehestens na. Bei den Einzahlungen werden" über Anfragen derÄttglieder jederzeit Auskünfte bereitwilligst erteilt. St. Pöltc». An Stelle des zum Militärdienst ein-berufenen Kollegen Teufel wurde der Wagenmeister Josef Hlom m als Subkassier ausgestellt. Derselbe ist berechtigt, die Mitgliedsbeiträge behufs Abführung an den OrtSgruppenkasfier entgegenzunehmen. Villach II. Die Adresse deS ObmanneS ist: Franz Samek, M. Pifchofstraße 6, 11/10, in Villach. Obcrlcntensdorf. Die Monatsversammlungen über die Wintermvnate werden jeden ersten Sonntag im Monat um 7 Uhr abends im Vereinslokal abgehalten. Wien-Pe»zi«g. Der Obmann Genosse Josef Sommerfeld wohnt ab 1. November d. I. Wien XI1I/2, Märzstraße Nr. 139, 111/39. Sprechsaal. Saminlurigsausweis. Sammlungen, welche von den Ortsgruppen >m eigenen Wirkungskreis eingeleitet und auch zur Verteilung gelangen. BndlveiS. Mit Rücksicht auf die durch die yegenwartige Notlage der zurückgebliebenen Fa- Kriegsereignisse geschaffene mitten eingerückter Eifenbahnbedienstetcr und Arbeiter hat sich der Ausschuß der Ortsgruppe bewogen gefunden, in seiner Sihima vom 22. September d. I. den Beschluß zu fassen, einen .Notfonds zu gründen und hiefür Sammlungen unter den Kollegen einzuleiten; zu diesem Zwecke wurde ein Komitee gewählt und fungiert Genosse Jose, I i n d r a, als Verwalter und die Genossen Georg Ditz und Wenzel Zaloudcl als Revisoren deS „Notfonds*. Mit den Sammlungen wurde in den Sitzungen vom 22. September und 4. Oktober sofort begonnen: die Sammlunci ergab den Betrag von Kr. 22-40. Der OrtsgruppenauSschuß gibt sich der Hoffnung hin, daß die Genossen und Kollegen sich an den Sammlungen rege beteiligen und mit ihrem Schärflein beitragen werden, die Not und das Elend zu lindern. Wien—Favoriten I. Zugunsten der Familien der eingerückten Kollegen wurden von den Vertrauensmännern Sammlungen veranstaltet. Vom 10. August bis 21. September wurden Str. 909-78 gesammelt, wovon 46 Unterstützungen zu je 15 Kr. ausgezahlt wurden. Der Rest von Kr. 224-78 wird im Monat Oktober samt dem in diesem Monat gesammelten Gelbe zur Verteilung gelangen. Achtung, Schlafwagenbedienstete! Den Bebürfnissen Rechnung tragenb, finben Montag den 26. Oktober nnd Donnerstag den 39. Oktober 1914, und zwar um 9 Uhr abenbs, im Eisenbahnerheim. V. Bezirk, Margarelengürtel, Ecke Bräuhausgaffe, Kollegiale Zusammenkünfte Die Zahlstellenleitung. f Achtung! * w Achtung! ^ Eisenbahner! Unser Eisenbahner-Kalender für das «Talmi* 10&5 ist bereits erschienen. Der Preis beträgt wie im Vorjahr samt einer Versicherung auf löblichen Unfall für bie Genossen auf 200 Kronen nur MT fl Krone 20 Heller Einzeln per Postzusendung 10 Heller Porto mehr Die Bedingungen zum unb bereit Funktionäre sind Bezüge für die Ortsgruppen folgende: Bei Bestellung von 30 Heller per Stück, wenn 30 Exemplaren aufwärts ____________ der Betrag im vorhinein eingesendet wird oder wenn innerhalb 30 Tagen nach Erhalt der Kalendersendüng der Betrag als bezahlt erscheint; bei nachträglicher Bezahlung werden ausnahmslos 10 Heller per Stück an Provision gewährt. Der Inhalt des Kalenders ist vom ersten bis zum letzten Buchstaben neu angelegt und sind alle wichtigen, für den Eisenbahner notwendigen und wissenswerten Fragen in leichtverständiger Weise niedcrgelegt. Unser Kalender wird daher mckit nur ein gutes Hilfsbuch für jeden Bediensteten sein, sondern ein Wegweiser in allen Fachsragen bleiben. Jeder Unbelangene wird dieses Jahrbuch als ein mustergültiges m seiner Art bezeichnen. Im Jahre 1913 sind 41 Kalender abnehmer tödlich verletzt worden, denen je die 300 Kronen Abkaufs. Prämie ansbezahlt wurden. Die Namen der Verunglückten befinden sich auf Seite 147 des Kalenders per 1916. Da bie Auslage vor den kriegerischen Ereignissen erstellt und gegenüber dem Vorjahre erhöht wurde, so ist diesmal eine weit stärkere Propaganda für den Absatz nötig, wenn nicht ein größerer Vorrat unverkauft auf Lager liegen bleiben soll, das die Organisation schwer schädigen würde. Bei guter Agitation wird die drohende Gefahr sicher abgewiesen werden. Der tschechische Eisenbahner-Kalender ist ausschließlich in der Administration des „fcelezniöni Zrizenec“, Prag-Ztifoiu, Kräsova Nr. 11, zu bestellen. Der polnische Eisenbahnerkalender kann dieses Jahr wegen der herrschenden Verhältnisse leider nicht erscheinen und bringt dieser Ausfall für die Genossen und die Organi-sation einen nicht gutzumachenden Schaden. Um den Genoffen einen Einblick in den Inhalt ihres neuen Jahrbuches zu gewähren, lassen wir die Inhaltsangabe hiermit folgen. Borwort. — Kalendarium. — Notiztabelle für da» Maschinenpcrsmial. — Für Bezüge. — ftüt Abzüge. — Notiz für bezogene Freikarten ISIS. — Brennstoss.Aeguivalente zur Berechnung her Kohlenprämie und Pasileruna. — Oelprämien-Bercchming, Preise de» Schmier» u. Beleuchtungsmaterial» fflt £>a», ..... — ~ ' • — ■ "- * Familie, über die fchriften... ___ _ ____ ___________ Eesundheitrpstege de» Auge» ic. — Da» neue Einkommensteuergesetz ic. Leistungen unserer Organisation. — Da» Ergebnis zweijähriger Tätigkeit unserer Hinterbliebenenunterstützung. — Unsere Katenderversicherung. — Ta» Eisenbahnerhkim. — Wie komme ich am schnellsten zum Eisenbahner« heim. —„Ginge, wem Gesang gegeben, nebst anschließenden Liedern. — jungen sür Arbeiter ic. der I. t. Staatsbahnen nebst zwei ffol Tabellen. —__________________________________________________________ _ __ btnifteten von der Bahnverwaltung? — Gehaltschema sür Unterbcamte und Dicner. — PenstonSnormale sür Bedienstete und deren Hinterbliebene der k. k. 8taat»bahnen. — Provisionsnormale für Bedienstete und deren SaS erhalten die Hinterbliebenen beim Ableben eine» Be- " ' mTlu ‘ - ------- Eine wichtige Parteiarbeit, im AuLlaud. — Adressentasel verein; Berusigenosse »Ickreiariaie. — S Unsallversicheruni isscn»werte» au» aller . Internationale 8t, Belt: Etaat»angestelltc tcilung der Bevölkerung nach Berus und Beschästtgung in Oesterreich. Ungarn; Jährliche Bevölkerungszunahme; Jährliche Sterbekälle auf 1000 Einwohner: Die Hcere»stärken verschiedener Staaten inklusive der Marinemannschast: Staatsschulden: Wert der Waren-Ein- und Ausfuhr-Größenverhältnis der Völker Europa«: Verteilung von Land und Wasser aus der Erdoberfläche; Analphabeten der Rekruten in verschiedene» Staaten Europa»; Die Berklcrikaltsternug de» österreichische» Schulwesen» u»d die Iahl der Klöster; Wertstand der wichtigsten Goldmünzelnhciten; Ergebnis der letzte» BolkSzähluitg: Briesportotaris; Stempelgebühreniailf sür Oesterreich-Ungarn; Metrische Matze und Gewichte. Liese reichhaltige Arbeit nebst der wertvollen Versicherung spricht für den regen Absatz. Genossen! Agitiert daher nach Kräften für euer neues Jahrbuch, damit die Organisation vor Schaden bewahrt bleibt. Dev Aalendervevlag. jJ Briefkasten der Redaktion. Stephausruh bei Tannwald. Wir haben von Ihnen keine Antwortkarte erhalten. Nähere Daten, insbesondere genaue Adresse erbeten. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion und Administration keine wie Immer geartete Ver-o o antwortung. o o Für den Inhalt der Inserate Übernimmt die Redaktion und Administration keine wie Immer geartete Ver-o o antwortung. o o Stoffe für Herren u. Damen sowie Leinenwaren liefere ich direkt vom Fabriksplatz an Private unerreicht billig. Muster versende franko. Reste zu tatsächlichen Spottpreisen. Tuchversandhaus Franz Schmidt lügerndorf Nr. 76 (Oesterr.-Schleslen) Frauen! b|« Hilfe! Aegen Störunge» und Blutstockung hilft sofort mein Retensor von Doltor Mrunier, Partö. Auch bei längerer Reit. Preis Kr. 3 45, Stärke II Kr. 6 —, 'Auch geg. Nachnahme.) Interessanter Ratgeber und Preisliste über vor» zngliche Echntzmittel iür Herren und Damen sowie berühmte SchönheitS» mittel gratis, «erlchlollen gegen 20H.) Msmüs-Bersand Asthma- leidende erhalten gratis auch heuer wieder eine Probe von Heinemanns Original- Kräutertee wenn ste gleich darum schreiben. 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