«ummtr 46. pett««. den 13. Rsve«ber 1904. Aahrg««ß XV. PettauerZeitung. Erscheint jeden Sonntag. Ire« für Pett«» mit Zustellung int Hau«: Monatlich 80 k, vierteljährig ^ 8.40, halbjährig K 4.80, ganzjährig K 9.—, mit Vostveriendung im Inlande: Monatlich SS k, vierteljährig X S.bO, hald»ährig K 6.—, ganzjährig K 9.50. — «injelne Nummern 20 h. Handtchriften «erden nicht zurückgestellt, «nkandigunge» billigst berechnet. — «eiträge sind erwünscht und »ollen längsten» bi< Freitag jeder Woche eingesandt werden. Die Vertagung dco Tand-ragc^ ist die Frucht de» blühenden Unsinne» der Ob» strntlion der slowenischen Abgeordneten; eine Frucht, deren Bitterkeit gerade da« slowenifche Bolk de» Unterlandes am meisten zu verkosten bekommt. Mit einer geradezu gewissenlosen Frivolität und Ignoranz setzte» die Slowene» im Landtage bei der Budgetberatung mit der Obstruktion ei», für die nicht der allergeringste Anlaß zu finde» ist, selbst wenn man sich aus den Boden ultraradi-kaler slowenischer Parteiführer stellen würde, oder sich in die Idee der schärfsten Opposition gegen die deutsche Mehrheit de» Landlage» ver-bohren wollte. Wo« wollten die Herren mit der Obstruk-tiou? Sich billige nationale Lorbeeren hole»? Rationale Lorbeeren, für die der sünoemsche Bauer, der heute nach einer totalen Mißernte am Hungertuch« nagt, kein Beiständni» hat? Was soll ihn eine »atioiialslowenische ein-jährige Landwirtschoft»sch»le, während die Herbst« regen seinen Mit unendlichen Opfern angelegten und unter mühevoller, heißer Arbeit zum Ertrage ftkbrachten Weingarten, seine Obstpflanzung, sein Stückchen Kulturboden auf de» Steilhäuge» zu Tal geschwemmt und vernichtet. — während ihm unten im Flachlande die Hoch» wäfier seine Felder und Wiesen fortgerissen, ver-mnrrt oder verschlammt, da« noch stehende Futter verdorben, da« bereit» aufgetristete davon ge-schwemmt haben? Wa» soll ihm die Anlage eine« neue» Straßeiijuge«, während der einzige Fahrweg, den er bi« zur AuSsührnng der neuen Straße Da? Pettauer Stadtrecht. Wie angekündigt, hielt Herr Professor Byloff am letzten Sonntage seineu volkStünili-chen Bortrag über da« .Pkttauer Stadirecht" vom Jahre 1376. Und e« ist ein schöne« Zeichen regen Bün,ersinne«, daß auch unsere Gewerbe-treibende» in stattlicher Zahl unter de« Zuhörern vertreten «are», obgleich da« Thema „Pettauer Stadtrecht", oberflächlich aufgefaßt, für manchen so etwa« wie eine trockene juristische Abhandlung bedeutet haben mag, für die ein Laie da» genügende Verständnis in den Bortrag nicht mitzubringen in der Lage ist. Aber schon die Einleitung zum eigentlichen Thema und noch mehr die Art nnd zwar die glücklich gewählte wirklich volkstümliche Art de» Bortrage« fesselte sofort auch die Zuhörer, die sonst derlei Themen wenig Geschmack abgewinnen. Denn Herr Professor Byloff mußte den rein ge-schichtlicheii Teil, sozusagen die Vorrede zu seinem eige»tliche» Bortrage, mit wenigen schalse» Stri-chen zu einem gedrängten, aber deutlichen Bild« A« formen. Z» einem Bilde der Geschichte der Stadt Pettan zu jener Zeit, da die schon im 11. Jahrhundert zu den reichsten und angesehen-ste» nnd auch mächtigsten Geschlechtern in Stei-erniark zählenden Herren von Petlau, obgleich benützen muß, von den Erdrutschunge» verschüttet, vom Hochwasser zerstört ist? Fast 200.000 Kronen sind im Budget und in vielen Borlagen de» LandeSauSjchnsteS für da« Unterland allein vorgeseh-u. zur Förderung de« Weinbane« und der Landwirtschaft — und die slowenischen Abgeordneten verhindern in ihrem nationalen Chauvinist»»« die Beratung dieser Vorlagen I Seit Jahren fordern die slowenischen Agita-toren eine BorbereitungSklasse am Pettauer Gymnasium für die slowenische» Schüler, die der deutschen Sprache nicht mächtig genug sind, um die Ausnahmsprüfung zn machen, oder de» Vorträgen folgen zu können. Die Gymnasial-direltion bringt die Frage der Er-richtnng dieser Bordercitungsklasse in Fluß, jetzt sich dafür ein, sogar deutsche Abgeordnete de« Landlage«, die absolut kein Interesse au dieser BorbereitnngSklasse haben, setze» sich eben-soll« dafür ein, der Wunsch der Slowene» soll erfüllt werdcn und — plötzlich finden die flo-wenifche» Abgeordneten diese BorbereitnngSklasse unnötig und verlasse» den Saal, nm die Bei-sanimlung beschlußunfähig zu machen! Der näm-liche Hofrat Dr. Ploj, der draußen bei Wähler-Versammlungen die Deutschen al« diejenigen brandmarkt, loelche da« slowenische Bolk mit allen Machtmitteln an der Hebung seiner geistigen Kultur verhindern, derselbe Hosrat verläßt höhnisch lächelnd mit seine» Kollegen den SitzuugSsoal, um einen Beschluß über die Schaf-fung eine« eminenten Hilfsmittel« zur Hebung der geistige» Kultur seine« Volke» zu verhindern. Im Landesbudget find beträchtliche außer-oidentliche Ausgaben für die Pöbnitzreguliernng, für die Neuherstellung der Weingärten ic.» sind Ausgaben für die den Slowenen fast alle»» zu- Ministeriale der Salzburgerkirche und somit Lehen«leutk, mit dem Erzvi«tumc im fortwäh-rende» Streite läge» und die Stadt und Bürger, anstatt, wie e» ihre Leheuspflicht war. zu schütze», — al« „Erzbifchöfliche" drangsalierte». Diese Gegensätze wurde» noch ärger, al« der Erzbifchof Ulrich Stadt und Burg Pettau dem Könige Beta IV. von Ungar» gegen 3000 Mark Silber verpsändete, diese« Pfandrecht auch unter König Ollokar von Böhme» und Kaiser Rudolf I. aufrecht blieb uud endlich von Fried« rich von Pettau erworben wurde. Auf diese« Recht pochend, betrachteten die Herren von Peltan sich al« Herren der Stadt und Burg, wehrten d«m Erzbifchof Konrad sogar den Eintritt und vergc« wältigten die erzbischö slichen Untertanen. Jahr> jkhlLe dtiuuM^iese Streitigkeiten, bi« sie im letzten VimeHwrI3. Jahrhundert« beigelegt wurde». Da« war wohl auch der Anlaß, die Rechte der Sladt und ihrer Bürger feststellen uud auszeichnen zu lasse». Diese» Pettauer Stadtrecht von 1376, auf welche» da» im Landesarchiv befindliche Pet-tauer Stadtrecht vom Jahre 1513 großenteils basiert, ist unter allen bisher bekannten Mittel« alterlichen Siadtrechten der deutschösterreichischeu Länder, — außer dem Wiener — da» reichhaltigste und jede Seite fast behandelt de« RechtSlebei« gute kommenden Winzerschnlen, Obstbauknrfe, für die Weinbauschule ic. enthalten. Ausgabe» für Weg« und Straßettherstelliingen und Berbrsfe-rungcn in de» von Slowene» bewohnten Gegen-den reichlich vorgesehen: — der Herr Hosrat und seine Garde verhindern die Beratung de» Budget» und damit die von den slowenischen Landwirte» so sehnsüchtig erwarteten Arbeiten zum Schutze ihrer Kulturen, zur Erleichterung de« Berkehre«, zur Herstellung der Schäden, welche die Elementargcwaltt» an ihrem Hab und Gut anrichteten. Frivoler ist noch keine ges«tzgebeude kör-perschaft, die sich noch dazu de« Rufe« fleißige» volkawirtichajtlichen Arbeiten« erfreut, an dieser Arbeit verhindert worden, al« der steirifche Landtag durch die a» Stumpfsinn grenzende Obstruktion im steirischen Landtage. Sine Ob-struktion. die. um die deutsche Mehrheit zu ör-gern, da« wirtschaftliche Wohl de« eigene» Volke» mit Füßen tritt! Run. diese Frivolität hat ihren Lohn in einer solennen Blamage gefunden; die Land-tagSmehrheit aller Parteien hat den Herren ihr kindische« Haschen nach .nationale» Errungen^ schalten- verleidet und da sie um eine solche .nationale Errungenschaft." mit der sie dann daheim z» flunkern gedachte», kurzweg die wirt-schaitliche» Errungenschaften, die sie ihre» Mau« datgeber» heimbringe» konnte», preisgeben, so wurden zn Ende schon die bäuerlichen slowe»i« scheu Abgeordneten kopfscheu nnd nur die Advo-kalk» löffelte» noch an der selbst versalze»?» Snppe weiter mit jaureu Gesichter», die slowenischen Bauer» aber, welche durch die kindische Obstruk-twn um die ivkitauSgreisende und so dringend notwendige Pvßnitzregnlierung, um die Darleihe» zur Reuherstellung ihrer Weingärtrn und unserer Stadt im Mittelalter in seine» verjchie-densle» Zweigen. Die zahlreichsten Artikel Handel» über Hand.l und Gewerbe und die damit zu-samnienhängenden Steuer» und Abgabe»; andere über die Stadlversasfnng, Verwaltung, Polizei und Gerichtswesen, über privat- und strafrecht-liche Bestimmungen u. f. w Da« Pettauer Stadtrecht besteht au» 62 Pergamenlblätler» und ist in schönen großen gotischen Minuskel» geschrieben und befiiidet sich in der herzoglich brauufchweigifcheu Bibliothek in Wolsenbüttel. Die da« Pettauer Stadirecht v. I. 1376 enthaltende Handjchrift erwähnt auch G. E. Lessing in seinen .Collectanec»" zur Geschichte der deut-scheu Sprache uud Literatur mit den Worte«: .Da» Stadtrecht von Pellan in Rieder-Steyer-mark, dem Bischöfe vo» Salzburg gehörig." — tur Auffindung führte eine Aufrage de» Dr. . Babnik au da» steirifche LaudeSarchiv um Auskunft über dir iu der herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel verwahrte Handschrift de» Pet-tauer Stadtrechte», wodurch Herr Dr. Friedrich Bischofs, k. k. RegierungSrat und Professor au der Grazer Universität, veranlaßt wurde, die Zu-s«ndn»g der Handschrift nachuisuchc»; ihm gebührt der Dank, de» Inhalt veröffentlicht zu habe». .Da» Vorwort zum P>ltauer Stadtrechte 2 »>och manche andere Hilfen zur Erleichterung ihrer unerträglich gewordenen wirtschaftlichen Not gekommen sind, niögen sich dafür bei dem tftrn Hosrat Dr, Ploj bedanken, der in der ose eine« sloweiiisch-nationalni Messia» vor den Wahlen von Dorf zu Dorf zog „ud den Bauern da« Himmelreich de« Allslowenenlum« predigte und sie dajür im steirischen Landtage durch dir Obstruktion in eine sehr irdische Patsche setzte. Eine Interpellationsveant-Wartung. Die Interpellation der Abg. Dr. Jurtela, Dr. Ploj und Genosse», in welcher darüber Beschwerde geführt wird, daß der sleu rmärkische LandeSschnlrat die am 10. Juli d. I. eingebrachte Petition mehrerer Insasse» von Pettau n»> Rück-gängigmachung der dienstlichen Veisetzung de» BürgerschnldirrklorS Jolef Löbel von Pettau noch Vo>t»berg dem Etadtschnlrate Pettau zur AnUShandlnng zngesertigt hat. statt diese Petition selbst meritoriich zu behandel», beantwortete der Statthalter folgendermaßen: „Über den bezüglichen Erlaß de« Lande«, schuliate« Hai der Stadtschnlrat au je»e Personen, welche die Petition unters,itigt hatten, untern 8. Oktober d. I., Z. 467, eine Er-ledignng hinauigegebe», welche, wie die Interpellation an«sührt. in de» deutschen «reise» Prtta»« eine Erregung hervorgerufen Ixibitt soll. Die Versetzung de« genannten Bürgerschnldirektor» von Petto», sei nach voran«gegangener Zustimmung de« Lande«-auSschnsse« auf Grund de« Beschlusse« de« steiermärkischen LandeSschnlrale« vorn 23. Juni 1904 mit dem Erlasse der letztgenannte» Behörde von, 23. Jnni 1904, Z. 2706, au« Dienst,«rücksichte» erfolgt. Zur nähere» Ansklärnng füge er bei. daß die genannte Lehrperson bald nach dem Dienst-antritt? in Pettau mit dem ihr vorgesetzten Etadtschulrate nnd mit der Leitung de« mit der Mädchen-Bürgerichnle in Pettau im gleichen Hause untergebrachten MädchenheimS in Kon-flikt? g?rat?n ist, welche nitg?acht?t d>« Ein« greisen« seit?»« des LandeSjchulinspektor« kein Ende nahmen. Da «S aber selbstverständlich im Interesse der Mädchen-Bürger^chule ge-lege» war, daß die Leitungen uud die Lehrkörper der b?id?n Anstalten in möglichster Harmonie miteinander verkrhren und deinselben Ziele zustreben, wa« uuter den gegebenen v. I. >376 sagt ausdrücklich, daß die Nieder« schrift über Beglhren de« erzbischöslich salzburgi» scheu .Vitzlum«- Ha»»« Genschker »och den Weisungen der RatSgeschworenen geschah. De« erzbischvflichen .Vitztum«' Bicedomu« hatte sei« nen Sitz in Leibnitz und war. wie seine beiden Vorgänger: „Herr Han« der Windischgretzer" uud „Herr Tunrat von Wigolting,- wahrschein« lich auch Pfarrer von Pettau. Die Rat«geschworenen. welch« di? Weisung zur Niederschrift de« Stadrechte« gaben, sind in der Vorrede ebenso benannt wie der Stadt-richt». Die Handschrift beginnt: 1. „Anno ab incarnacione domini: M. CCC. LXXVI (1370) zu de» czeitten dez hochwirdigen nnz genedigen Herr» ertzbischoffen Pilgereyn,« van Saltzvürich. 2. Ui'd rz» den czeitten der ersamen Herren Herren Hansen Genjchk.r vitzthnmb cz» Leibnitz. 3. Und czu den czeitten Peter Poltlein« die die czeit statrichter zu Pettaw sind vermercht der stat recht zu Pettaw nach begier dez selben vitzthumb« und nach gedechnuß der ge«woren dez rat« dez selben czeit: 4. Mertlein« dez peken, Jurein« dez fleiy«« chacker, Petrein« dez hofsneider, Lienhartg in der Tragazzen (Draugafse) Jaclein» dez stat Verhältnisse» ausgeschlossen blieb, hat der steiermärkische Lande«schulrat vou dem im Gesetze normierten Rechte Gebrauch gemacht und die Versetzung Löbel» au« Dikiist?«rück» ficht?» verfügt. Unter den eben angegebene» Umstände» hätt, ?« d?r steierniärkilche Lande«» schulrat wohl nicht verantworten können, die am 23. Juni l. I. beschlossen? Personalver-sügnng über da« am lO. Juli beim Laiide«-schulrale eingebrachte Gesuch mehrerer Insasse» von Prttau wieder rückgängig zu machen. Die LandeSschulbehörde hat demnach die be-treffende Petition, welche sich nach dem Bor« angeschickten al« der Ausdruck eine« eben unersiillbaren Wunsche« darstellte, im Nachhange zu dem die Versetzung Löbel« a»«sprechenden Erlasse dem Stadtschulrate Pettau .zur Amt«-handlang- übersendet, welche ErledignngSsorm eben nicht« andere« bedeutet, al« daß die Lande«-schulbehörde über diese Petition nicht« zu ver« fügen fand. I» derartige» Fällen bleibt e« der untersten Instanz überlasse», die Petente» vo» diesem negative» Erfolge ihrer Eingabe zn verständigen, wobei e« jedoch nicht ange-messen erscheint, bei Personalversügn»gen. welche die Lande«Ichnlbehörde ini Rahmen der bestehenden Kouipetenzvorschrilten »ach ihrem Erm?ss?n zu treffe» hat, die Wünsche vo» Privatpersonen in derartige» Angelegenheiten zum Gegenstande merilorifcher Erledigungen an die Parteien z» mache». E« lasse sich aller-ding« nicht die Abrede stellen, daß e« ange-zeigter gewesen wäre, wenn der Stadtschnlrat Pettau die Petente» von der Erfolglosigkeit ihrer Eingabe kurz und ohne weiteren Kommentar verständigt hätte. Welche Erwägungen nun den Pettauer Stadtschnlrat veranlaßt haben, eine andere, von den ämtlichen Usancen einiger-niaßen abweichende Erledjgung«form zu wähle», ist mir uicht bekannt, weil der die«bezüglich eingeholte aufklärende Bericht de» Stadtschul» rate« noch nicht vorliegt. Dessenungeachtet glaubt der Statthalter aber schon heute konstatieren zu können, daß ein ungesetzliche« Vorgehen der mehrerwähnten Stadtschulbehörde sich an« dem Inhalte der beanständete» Er-ledignng nicht ergibt." Die Schristleitnng möchte dazu bemerken, daß e« sehr naheliegende Erwägungen waren, die vermutlich den Stadtichnlrat zn dieser Form der Erledigung veranlaßten. Durch eine von gewisser Seite iu Szene gesetzte Hetze war in der Stadt versucht worden, gegen den Stadtschulrat Erbitterung und Unzufriedenheit zu etitfache». Wir glauben nicht, daß e« sich die Schnlbehörde gefalle» lassen muß, daß ihr gegenüber ei» Teil schreibet«, Herman« vo» Lindav. Hause» der Graser, schon de« Jaclein» und Jakob« dez Litt« deker. Zn den czeitten ertzbischosf Eimratz. Von erst gebe» wir erchennen, daz wir vou unseren eltern gehört haben, die da gewesen sind czu den czeit,n ertzbischos Ennratz vo» Saltzbnrg nnd darnach czu den czeiten ertzbi-schoss Hainreich« vou Saltzburg, wie sy sich geiu der herschafft von Pettaw (da« Eezstist Salzburg) und die vo» Pettaw (die Herren von Pettau. al« Ministeriale de« Erzsliste«) her« wieder gein der stat niit rechten gehalten haben und mit weihen rechte» die stat untz an seu herchome» ist iu der freyung und nber iar." Die Rat«mLnner sage« weiter, wie ihre Vorsah"» sie nach ihrem Gedächtnis in den Rechten der Stadt und ihrer Bürger unterwiesen haben, zu Zeiten de« Erzbifchof« Ortolf de« Wrifsenacker«, da Hon« der Windischgrezer Vitztnm. (der die Rechte de« Erzbt«tum« tvahr-zunehmen hatte) und Leivpolt der özwickel Stadt-richter war und iveiter zu den Zeiten der Nach-folger: Stadtrichter Han« der Mawrer und Hau« Hallinger di« zu Peter Poltel, unter wel-chen, eben die schriftliche Auszeichnung de« Stadt« rechte« nach dem Gedächtnisse, da« ist, nach den mündlichen Überlieserungen von Generativ« zn der Bevölkerung in einer gerechten Sache durch eine Flugschrift eine Gegenstellung nimmt. Übrigen« sind wir nengierig aus da» Dank-schreiben, da« die slowenischen Abgeordneten von dem deutschen Bürgerschnldirektor in BoitSberg .erhalte» «erden. Stolz kann der in Schutz genommene Direktor wohl sein; ob ihm aber eine große Gefälligkeit damit erwiesen wnrde, möchten wir bezweifln. Vlr Gbstrulirton Im stetrt-schen Uandrage. Die Heldentaten der Tschechen in» Reichs-rate und der klerikale» Slowene» im Krämer Landtage ließen nnfere zehn Slowenen in: steirischen Landtage keine Ruhe mehr. Sie uiußten ebenfall« eine Obstruktion habe» und der neue Ab.icordnete Dr. P l o j, der in den lvemgeu freien Stunden, welche ihm die Pflichten als Reichs- und Landtag«-Abgeordneter übrig lassen, auch k. k. Hosrat ist. ha« seine Herren Kollegeu in da» öde Kunststück eingeführt, wie man auch den steirischen Land« tag. der bisher einer derjenigen war, die am flei« ßigjten arbeiten, — arbeitsunfähig macht. Sie ersahen sich dazu die Beratung de« Laudetbudget« au« und provozierten nachdem der neue Herr Vertreter der Slowenen im Landlage Dr. Ploj über den Au«gabetitel ,Sch»b" eine ObstruktionSred« gehalten hatte, . noch vierzehn namentliche Abstimmungen dazu. Über den Titel Bequartierung der k. (. Gendarmerie- brachten sie e« auf achiz>hn namentliche Abstimmungen und al« gegen halb zehn Uhr die zweiunddreißigste der namentlichen Abstimmungen vorgenommen wurde, wußte Überhaupt «jemand mehr, um ,va« e« sich handle und ob er mit „Ja- oder .Neinstimmen solle, denn selbstverständlich fällt e» niemanden, ein, dem kindischen Spiele mit An« träge». Abänderungsvorschlägen und den dazu-gehörige» Rede» irgend welche Aufmerksamkeit zu schenken. Selbst den Klerikalen und Sozialdemo-krate» ist diese Obstruktion ohne irgend einen erkennbaren Zweck zn dumm nnd sie überlassen e» den zehn slowenischen BolkSbeglücker» allein, sich die Lorbeere» zu pflücke», welch« sie den notleidende» slowruiichen Bauern zum Andenken an ihre RettnngStätigkeit schenke» werden. Und dazu sagen die slowenischen Blätter mit de« Heldentenor einer schöngemachten Überzeugung: da» slowenische Volk sei mit der Obstruktion ihrer Abgeordneten vollkomme» einverstanden l Da» neue Jagdgesetz ebenfalls zn obstruiere«, dazu brachte» die slowenischen Abgeordnete» doch Generation unter den Stadtrichtern nnd Rat«-geschworenen, deren Zahl ja an« der eiugeses-senenBürgerschast immer ergänzt wurde, erfolgte. Da» ist der anfechtbare Beweis, daß vor 1376 ei» geichrieben,« Pettauer Stadtrecht nicht existiert habe, weil die RatSgejchworene« sich gewiß auf ei» solche« bernse» hätten, wie sich die später im Jahre 1613 ausgenommen« .Stadt-ordnung" säst ganz an da« Stadtrecht vo» 1376 hält. E« galt daher da« Pettauer Stadtrecht von 1376 bi« in« sechzehnte Jahrhundert hinein, bi» die vielfach geänderten Verhältnisse eine Refor-miernng notwendig machten. Denn nicht nur, daß die Herrschaft«- und Untertänigkeits-Berhält-nisse andere geworden waren, auch Handel und Gewerbe halten sich vielfach verändert, die Zünfte hatten sich vermehrt und wahrte» »ach deutscher Art scharf ihre Sonderrechte nnd Privilegien gegen Übergriffe de« alte» Patriziertum«. In diese neuere Zeit sällt auch die Au» fertigung de« im städtische» Museum ausbeivahrten schönen Gericht«jchwerteS uud Stäbe«. Da« Schirert trägt die Legende: „Dise« Gerichtsweg hat losen mähen Jacob Riß Stadtrichter im 1565m." Ei» mächtige« zweischneidige» deutsche« Schwert in roter, mit Silber montierter Sammt-scheide und vergoldeten, Kreuzgriff. a»e einstimmig angenommen. Die folgende Sitzung war sür 7 Uhr abend« «hnberancht. Auf der Tage»vrdunng stand die Fortsetzung der Btidgelberatnug. Und damit war wieder die slowenische Obstruktion ausgelöst. Die sloweniiche» Abgeordnete» brachten fünf ObstrukijouSanträge ei» und vnlaiiglen für jeden einzelnen Antrag die namentlich« Abstimmung. Die Verlesung dieser Anträge, die gar keinen Änderen Zweck haben, al» die kostbare Zeit tot-zuschlagen und so die Durchberat,i»g de« Lande«» haushalte« j» verhindern, vollzieht sich nutet völliger leiluahmSlosigkeit und Unruhe d«r qnhereu Abgeordnet?». Man würde dem kindischen cbstruktioaöspiele der Peroakc» zu vi?l Ehre er-cheileu, dem Schwefel auch uoch Ausmerksamkeit z» schenken. Bei der namentlichen Abstimmung wird man da» frevelhafte Beginne» der zehn Pervakeu, den steierischen Landtag auch »och weiter an jeder ersprießliche» Arbeit z» verhindern, m>t der Ablehnung dieser Obstruktion«a»trägt quittiere». Aber die Herren hab«» sich umsonst blamiert. ($« kommt nicht mehr zu de» fünf namentlichen Abstimmungen I den» ehe man damit beginnt.'er» greift der Statthalterei Graf Elnrv da« Wort. Die Vertagung de» Landtages! Der Statthalter erhebt sich und sagt: „Auf Grund der Allerhöchste» Ermächtigung erkläre ich den steiermärkische,» Landtag für vertagt!" Die Abgeordnete» verlasse» iu allgemeiner Erregung de» Sitzungssaal. Innsbruck. Am 3. d. M. fand in der deutsche» Lande«. Suptstadt Tirol» hie Eröffnung der italienischen echtSsakultät statt; ju dieser Feier! kamen auch au» Graz und Wien welsch« Studenten, um — etwa die Kommilitone» in Innsbruck ihrerseil» festlich zu ehren? — »ein. sie hatten z» der rein akademischen Feier — Revolver mitgenommen! Sie kamen, um eine Bande feiger Mord» huben zu verstärken, die de« Ehrentitel „akade-milche Bürger' sür alle Zeiten verwirkt haben. — Am Abend drtselbe» Tage» hielten die Italiener im Hotel „zum weiße» Kreuz' einen Kommers ab. zu welchem selbstverständlich auch die italienischen Prosefforen, Abgeordneten und ZeitnngSkorrtipondenten erschienen und bei welche» wieder selbstverständlich ivelsche Brandrede» gegen die Deutschen, besonder» die De»tsche» Innsbruck«, gehalten wurde», die sich vergeblich gegen die Errichtung einer italienischen Zwingburg in ihren Mauern gewehrt hatten. Umsonst, Herr von Körber hat sich ja selber znm Kurator d?« Reiche» gemacht und läßt sich daher von den politisch entmündigten Deutschen nicht« darein-reden! Schon lange nicht mehr! Vor dem Hotel „zum weißen Kreuz' gingen deutsche Studenten und Bürger — spazieren! — 3 — Gewiß nur spazieren; denn hätten sie die Absicht gehabt, den welschen Trntzkoinmer» zu stören und gegen die Versammlung z» demonstrieren, so hätten sie sicher nicht gewartet, bi« di?se Feier! zu Ende war. Di' Deutschen verhielten sich ruhig während der Eröffnungsfeier, sie ver» hielten sich ruhig während de« Kommerse», trotz der gegen sie gehaltene» Brandrede». Nach der Versammlung, al« diese welschen Mißgeburten der slma inarer da» Lokale — natürlich geschossen, — verließen, begannen sie die Deutscheu sofort in beschimpfe» und brüllte» ihnen „P s ,1 i !"»R»se entgegen. Die Deutschen verivah>ten sich gegrn di?se Fr?chh?it und Student Braun von d?r Verbindung „Brixia" rief einem der schimpfenden Italiener zn: „Wir Deutsche werden doch noch da« Recht haben, hier z„ pro» minieren?" — Die W?lsch?n schlüge» sofort aus ihu lo? und al« ihm seine Kolleg?» zn Hilse kannn. zogen die welschen Studenten die Revolver und begannen ein regelrechte« Schnellseuer iu die gedrängte Menge der deutschen Bürger und Studenten Innsbrucks I Zehn verwundete Deutsche färbten mit ihrem Blute den Boden der deutscheu Hauptstadt Tirols. So wütend knallten die wällschen Feiglinge um sich, daß einer sogar einen anderen Italiener niederschoß! War'S etwa die gewisse „leichtbegreifliche Aufregung" iu der Nacht vom 3. aus den 4. November, der die Mordbuben den Revolver zur „Verteidigung"? ergreisen ließ? — Nem, e» ,var ein vorbedachter Angriff mit der Feuer-waffe ans wehrlose Deutsche, die selbst noch »ach dieser schmachvoll feigen Tat nicht ebensall« zu de» Waffen griffe» I De»» am nächsten Tage de« 4. November griffen zivei welsche Studenten abermals zum Revolver uud uoch am Nachmit» tage dieses Tage» wollte der F'nauzvraktikant Gentillini au» seinem Fenster aus Deutsch« feuern. Er und die beiden anderen Roivdi?» kamen mit einer Tracht Prügel weg. AuderSwo wäre» sie einfach gelyncht worden. Der Statthalter vo» Tirol requirirte trotz E>»ipr«che des Bürger-Meister» Militär n»d obwohl selbst der Korp«» kommandant Erzherzog Engen dagegen war. bestand der Statthalter al« würdiger Vertreter der Regierungsgewalt ans der Verwendung de« Militär« — italienische Kaiirrjäger — gegen die d«ntsch« Vürgerschas» Innsbrucks und einer der Helden stach den Kunstmaler P ez^e i durch den Rücke» in» Herz, so daß er mit einem Ausschrei zusammenbrach nnd tot lieg?« bli?b I Daß diese Art der Benthiguug der Deutschen den hell?» Ausruhr znr Folge hatte und habe,, mußt,, ist klar, denn hätten sich die denlschen Bürger Innsbruck« vor de» welschen Menchel» mörvern nnd de» Bajonette» der tapferen Kaiser-jäger in ihre Häuser verkrochen, dann allerdings könnte Herr von Kdrber auf feine RegiernnaS-weife stolz sein nnd zufrieden melden: „In IiinSbruk alle« ruhig!" — Die deutschen Bürger Innsbrucks beautw»» teten aber diese BeruhignngSmaßregel damit, daß sie zuerst die welsche Zwingburg und danu die welschen Versammlungsorte gründlich demolierten nnd mit dem Statthalter ebenso wie mit der Regierung deutsch redeten. Indessen scheint Herr v. Körber seine Stellung al« „Kurator de« Reiche«" noch immer von dem Staudpunkte aufzufassen, daß die „unter seine Kuratel Gestellte»" besonder» aber die Deutschen nichts zu rede» habe» uud sich für di? g?geu sie verübten Bluttateu iu Innsbruck mit „dem tief» sten Bedauern" der Regierung begnüge» mußte»! Die kalt abweisende Antwort, die er den Abg. Dr. E r l e r und Dr. v. Derschatta von der deutschen Voltspartei am 6. d. M. gab, sogar der stolze Ton, mit dem er Dr. Erler. der in sehr begreiflicher Aufregung die Forin de» Antworltelegramme» der Regierung aus seine drahtliche Meldung vou den blutige» Vorfällen in Innsbruck, als Abkanzlung zurückwies. — sagte: „Derartiges können Sie im Parlamente vorbringen, hier (im Ministerpräsidium) bi» ich der Hausherr I" zeige» deutlich genug, daß sich der Herr Ministerpräsident, der sich vor Polen und Tschechen beugt, weil» diese sorderu, den ver-einigten deutschen Parteien gegenüber i» seiner ganze» Macht al« „Kurator" fühlt und sozusagen „iiuangenehm erstaunt ist", daß sich die Deutschen endlich zu wehre» beginnen! War e« schon eine offiziöse Frechheit, mit der da« ministerielle „Fremdenblatt" gleich in seiner ersten Besprechung de« Blutbades iu Jnn«-brück, den Deutscheu dir Schuld iu die Schuhe schob, obwohl ein Dutzend deutscher Bürger und Studenten ihr Blut vergossen, unbewehrte deutsch« Bürger und Studenten von vorne niedergeknallt, von rückwärt» erstochen wurde», so ist die A»t-wort, welche Herr v. Körber de» beiden deutschen Abgeordnete» Dr. Erler und Dr. v. Derschatta gab: „Die Regieruug kaun nnd werde vor Agi» tationeu und Demonstrationen nicht zurückweichen" eine Ablveisung der deutschen Forderung: zuerst den Herd de« ganze» Übel» an» Innsbruck eulferntu, — iu schroffster Weise, die, da» dürfte der Herr Ministerpräsident bald gewahren, sehr übel augebracht war. E« klingt ja wie Hohn, wenn er sag», daß die welschen Studenten, die mit Revolver» ganze Salve» in eine dichtgedrängte, wehrlose Menge deutscher Bürger abgaben, die ganze Strenge dc« Gesetze« fühle» werde». — Da« ist doch i» kinemRechtSstaate wenigsten» ganz selbstverständlich? Sie sind übrigen» noch nicht bestraft nnd da» welsche Rachegeheul über die demolierte Trutzburg die»- und jenseit» der Alpe», wird die heiße Suppe, die sich die Mordbnben einbrockte», noch bedeutend abkühle». Welsche Hinterlist uud die au» den InnSbrucker Vorsängen jäh in die Halme schießende BiindeSgenossenschast der Italiener mit den Slaven gegen die Deutschen wird schon dafür sorgen, daß de» Revolverh-lden nicht gar zu wehe getan wird. Noch schreit da« vergos» jene Blut um Rache uud schon bemüh:» sich alle regierungsfreundlichen Blätter, die stürmische» Wogen der bi» i» den Grund a»sgewühlte» deutsche» Volksseele mit allerlei £lz» — besäus-tigen: selbst die Drohung mit völliger Isolierung der Deutsche» scheue» diese BeschwichügringShos-räte und ungebetene» Freunde nicht. Die ange-drohte schärfste Opposition der Dentschnational?» gegen die Regierung ist ihnen i» die Glieder gefahren uud sie, die nichts gegen de» Gang de« KabinktS Körber »ach dem polnische» nnd tsche-chische» Kanossa einwendete» nnd gegen den Preis, um welche» der Ministerpräsident den Tschechen ihre Obstruktion abkaufte, — die verlange» plötzlich vo» den Deutsche», daß sie da« Blut ihrer erntordeten und verwundete« Volksgenosse» samt der tötlich verletzten Ehre de« deutsche» Volke« iu Österreich vergessen, bloß um Herr» Körber den Nimbus de« großen Staatsmanne» zu verschaffen, der da« Parlament arbeitsfähig gemacht hat? — „NichlSwürdig ist da« Volk, da« nicht sein alle» einsetzt für seine Ehre!" Jetzt haben die verbündete» deutschvölkischen Parteien zu zeige», wie hoch sie die Ehre ihre« VolkSIumeS werte». Die deutsche Volkspartei ist bereit, Herrn v. Körber» Knralorschast abzuschütteln, nötigenfalls auch ohne Bundesgenossen. Aus Stadt und Rand. Trauung. Donnerstag, den 10. November »in 11 Uhr vormittag« fand in der evangelischen Pfarrkirche zn Marburg die Trauung de» Herr» Rudolf F a l ck e, Privatier in Peltnu, mit Fräulein Leopold,ne Pöppcrl, Private in Leibnitz, statt. Trauung. Donnerstag den lO. d. M. fand in der evangelische» Kirche in Marburg die Trauung d?S Herrn Jguaz LeSkoschegg, Großgrundbesitzer, mit Fräulein Irma von Györgysal va y aus Radkersburg statt. Die Trauung de« jungen Paare« wurde durch Herr» Pfarrer Mahnert vollzogen und wohnte» derselben anßer de» Angehörigen de« Brautpaare» viele Freunde derselbe», bei. Den zahlreichen Gratulanten die den Neuvermählten Segen und Heil aus den künftigen gemeinsamen Lebensweg wünschen, schließe» wir n»ö vom ganzen Herzen an. Übernahme in den dauernden Ruhestand. Herr Joses P a n l u z z a. k. k. Postvberosfizial in Pettan, wurde in de» danernde» Ruhestand orrfrfct. Ein schwere» Leide» ist die Ursache, daß dieser nichtige und noch im beste» Mannet» alter stehende Beamte vorzeitig an« der Aktivität zu scheide» gezwungen ist. Stenographiennterricht Damen und Herren, welche in den Wint»rnionat«n an jeden Mittwoch von 6—8 Uhr abends, au einen der beiden Slurfr stir Anfänger ober Fortgeschrittene teilzunehmen willen» sind, wollen die« beim Schul» diener A. Tutschek («iiabeiischul,) unter Erlag de» monatlichen Honorar» von 3 K anmelden. Kur»leiter ist Herr Lehrer Wilh. Frisch. System: F. H. GabelSberqer. Verein Südmark. Donncritag den l7. d. M. wird der Wanderlehrer der Südmark, der ehemalige RcichöratSabgcordnetc Viktor H e e g e r, welcher al» glänzender Redner und Bortrag», meister bekannt ist. unsere Stadt mit seinem Be» suche erfreue« und im obere» Saale de» deutschen Vcrein»hauie» über die Leistungen nnd künftige» Ausgaben der „Südmark" einen Vortrag halte». Die Leitungen der hiesigen Frauen» und Männer-or«»grnpp.« der Siidmark sprechen die Hoffnung an», daß sich alle Südmarkniitglieder vollzählig zu diesem Vortragsabende anfinde» werde» und richten auch a» die Mitglieder allcr befreundeten Vereine die Einladung, sich sauit ihre» Familie» an diesem Abende zu beteiligen. venxrkt wird, daß eine EintrittSgebühr nicht eingehobeu und befoi'.oere Einladungen nicht anSgegeben werden, beginn 8 Uhr abends. Warnung vor Auswanderung. Nach einer an da» Minist-.rium de» Inner» gelangten Mitteilung werden vielleicht in nächster Zeit B.rsnche unternommen werde», österreichische Ar» beitlr für die in der R>publick Ecuador brfind-liche» Goldminen anzuiverbe». Da keinerlei verlaßliche Nachrichten darüber vorliegen, welche» Lo» die angeworbenen Arbeiter i» de» erwähnten Mine» erwartrt und da überdies Österreich-Ungarn in der R'pnblick Ecnador keinerlei konjulariiche Vertretung besitzt, hat sich da» Ministerium de» Innern veranlaßt gesehen, vor einer AuSwan» dernug zu dein angeführten Zwecke eindringlich zu warnen. Rotes Kreu?. Tonnerstag den 1. Dezember 1304 findet um K Uhr abend« im Sitzungssaal? de» Pettauer Stadtamte» die Geueralv«ria»imluttg sür da» Jahr 1904 de» obgenanntrn Vereine» statt. Sollten nicht 15 stimmberechtigte Brreintmit-glieder erscheine», so findet am 2. Dezember 1904 hin 5 Uhr abend« die zweite General-Versammlung mit der gleichen Tagesordnung statt, welche ohne Rücksicht aus die Zahl der anwesenden Berein»milglieder beschlußfähig sein wird. Tagesordnung: 1. Verlesung de» Proto» koll» der General Versammlung vom 1. Dezember 1903. 2. Vertrag des R>che»ichast»berichteS. 3. Erstattung de» Berichtes über die JahreSrechnring pro t904 4. Anträge der RechnungS-Zensoren. 5. Neuwahl von zwei AuSschnßuiitgliedern, 6. Allfällige Anträge an» der Mitte der General-Versammlung. Theater. SamStag de» 6. d M. brachte die Direktion Erdmann Jesnitzer» Lustspiel: »Seine offizielle Frau" eine recht glückliche Benützung vou Savage'S Roman: .Meine offizielle Frau", bei welcher der Verfasser de« Lustspiele« mit unläug-barem Geschicke und ausgesprochener Bühnen-kenntni« einen Erfolg erzielt, um den ihn »mnche andere „Bearbeiter" beneiden dürste». Die Dar-stelluug war übrigen« eine schön gerundete und trug entschieden dazu bei. die gute Lanne de« Publikum» bi» zum Schluß der Vorstellung zu erhalten. — Die waschechte Nihilistin „Helene" fand i» Frau Linde eine vortreffliche Juter« pretin, während Herr Dir. W a l d m ü l l e r al» „Oberst Lenox" mit seinem Spiele die Kosten der steigenden Heiterkeit im Znschauerraume fast allein schon bestritt. Die Herren K o v a c» al» „Petrofs" I und Felix al» „Weletzky" süglen sich sehr nett iu» Ensemble und Herr Linde machte an« seinem „Baron Friedrich" eine völlig gelungene Bühnenfigur. I Die Posse „Wo ist denn'» Ki»d?" — > vom Sonntage ist eben ei» Sonntag»stück, für I ein harmlose» P»blik»m berechnet, da» nach der Woche Müh und Last am Sonntag lochen will. Und wenn Vorstellung uud Darsteller diese» heilige Lachen fördern, wie e» wirklich der Fall war. ist der Zweck vollauf erreicht. Die Operette „Frühliug»luft" am letzten Die»»tag fand ein volle» Han» und w«i« nach nur zwei Proben nnd zwar Gesamtproben vo» den Darsteller» billigerweise verlangt werde» kau», wnrde auch geleistet nnd zwar vo» einzeltten Mitglieder» sogar sehr gut geleistet I Verlangt man von einer Theatergesellschast, deren Mitglieder in allen mögliche» Stücke» viermal in der Woche beschäftigt sind, Opentten, dann mnß man in seinen Ansprüche» eine den Verhältnissen entspre-chende Grenze einhalten ebensowohl inbezrig auf den orchestralen al» anch aus den gesanglichen Teil dc« Werke». Frl. W i tza u i hat iu der „FrühlingSlust" iu Spiel uud Gesang al« „Hauui" ganz Erstaunliche» geleistet und der Beifall, den die Dame erntete, war vollauf verdient und gc-rechtfertigt. Dem Frl N e l i * o f f lag ihr GesangSpart zu hoch. H< Fel' „Knickebein" war vortrefflich disponier w m Liebhaber in der Komikerro' "elang, »in ucr Ehren wert. Im ganze» tat an "acz al« „ . Landti ..>n" sei» Beste» n»d du. soll gesa^. sein, daß alle Darsteller so vollkommen entsprachen al» billig verlangt werden kann. Ein gute« Hausmittel. Unter den Han«-Mitteln, die al» schmerzstillend« nnd ableitende Einreibung bei Erkältungen u. f. w. angewendet zn werde» pflege», nimmt da» in d.m Labora-toriuni der Richtersche» Apotheke zu Prag er« zeugte Liniment. Capsici comp. mit „Anker" (Ersatz für Pain-Expeller) die erste Stelle ein. Der Prei« ist billig: 80 h, K 1.40 und 2.— die Flasche; jede Flasche befindet sich in eleganter Schachtel und ist kenntlich an dem bekannten Anker. I «KKKKKKK 0. 60 »ktuj, an p letzte Reuheilen. Franko u schon venollt in« Hau» geliefert. Reiche Musterau««ahl umgehend. Selden-Fadrikt. Henneberg, Zürich. Ball-Seide agenleidcnder] gebrauche nur die best-bewährte» Kaisers Pfeffermiiiykaramelie» leisten sicheren Erfolg bei m losigkelt. Magenweh nnd verdorbenen Magen. 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Allen denen, die sich durch Erkältung oder Überfüllung de« Mag«»«, durch «enub mangelhafter. schwer verda»licher, z» heiier oderzu falter Speisen oder durch uuregelmSbige Lebentweise ei» Magenleiden, wie-Magenkatarrh, MR,e»krampf, Magenschmerze«, schwere «erd»»»», »der verschleim««, zugezogen haben, sei hiermit ein gute« HauSmiitel empfohlen, dessen vor zügltche Wirkungen schon seit viele» Iahren erprobt sind Es ist die« tcv Hubert Ullrich'sche Kräuterwein. Dieter Kräuterwein Ist au* vorzüglichen, heilkrlftlg befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet und stärkt und belebt den Verdauungsorganismus det Menschen. Krftuterweln beseitigt Verdauungs-•tfirungen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Turch rechtzeitigen Gebrauch dc« AräuterweineS werden Magenübel meist schon im «eime erstickt. Man sollt» nichl säumen, ih» rechtzeitig zu gebrauchen. Sumvtome, wie: XapfSoKmerren, Aufstossen, 8oddrennen. Blähungen, Übelkeit mit Erbreohen, die bei chronischen veralteten Magealeiden um so heftiger austreten, verschwinde» oft nach einige» Mal Trinken. rflnnfiinn "nb deren unangenehme Folge», wie Beklemmung, Aiuylvrruop^ung x,„k,c»,merzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutstauungen in Leber, Milz und Psortnderiystem (Häiaorrhoidal-ielden) werden dnrch Kräuterwein oft rasch beseitigt. Sräuterwein behebt Unverriaulicbkeit und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe au« den, Magen und den Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, ßlitt-mangel, «rast,mg eine« krankhasten Zustande« der Leber. Bei Appetitlosigkeit, unter «er* vöser Abspannung und 6emütksverstimnun|, sowie häufige» Kopfschmerze«, sohisflossn Nächten, siechen oft solche Perlone« langsam dahin. ■W KrSuterwein gib» der geschwächten Lebenskraft einen frischen Jmpul«. Kräuterwein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, reg» den Stoffwechsel an, beschleunig» die vlntbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebenslust. Zahlreiche Anerkennungen und Dank» schreiben beiueisen die«. Kriattrwtla ist zu haben in Flaschen h II. i.»o und fl. :. - iu den Apotheken von Pettaa. Cattenberg, Uaratdla, RoMticti, Radkm-barg, mar«k, Ulladlsch-Tciatrlts. fioioblu, eil». Ulindisdi-Caads-derg. marbarg u. s. w sowie i» Stelenaark und ganz vmrreicti- U »gar* in den Apotheken. Auoh varaandat dla Apothaka in PETTAU 3 und madr Fla«chan Kriutar-waln zu Orlglnilpralian naoh allen Ortan Oatarraloh-Ungarna. DM- Vor Nachahmungen wird gewarnt. Man verlange ausdrücklich M^Ludsrt Ulrich'schen Hränierwdn. iiteti$ch«$ Mittel. Diittriicfttt Mittel. £la gut erhaltener Scbweigboferflügel IU äufeerü billig zu verkaufen. Anzufragen in der Buchhandlung W. Blanke in Pettau. Gute« Grammophon samt Platten ist billig zu verkaufen. Anfrage bei W. Blanke, Pettau. 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Ans ihn konnte ich mich ver» lasse». Sein Benehmen am gestrigen Abend hatte mir die klugen geöffnet. Er war nicht voreingenommen. Ihm konnte, ja »»chte ich mich anvertrauen, denn sein Wohlwolle» dem so schwer verdächtigten gegenüber, seine genaue Kenntnis der Familie» Verhältnisse nnd seine gnte Information über die Apotheken in NeuorleanS. konnte mir gerade in dieser Stunde, wo Eile not tat, von unendlichem Nutze» sein. Mit solchen Erwägungen beschäftigt, betrat ich den Korridor wieder, um meine Untersuchungen, die beiden anderen Schlüssel betreffend, fortzusetzen, als mir ein glücklicher Zufall den kleinen Doktor in höchst eigener Person in den Weg führte. Er hatte so eben sei» Schlafzimmer verlassen und war erstannt, das» alle noch wie die Bäre» schlafen konnten, wo ihn diese .verfluchte Ge-schichte" die ganze Nacht verhindert hatte, auch nur ein Ange zuzutun Ich stellte mich ihm als Leidensgefährtin vor und zog ihn dann ohne viel Umstände in mein Zimmer hinüber, wo ich ihm bic ganze Angelegenheit in dieser neue» Beleuchtung auseinandersetzte. Bon Minute zu Minute erhellten sich seine GefichtSziige und als ich endlich mit den Worten meine Erzählung schloß! „Wenn eS uns also gelingt, nachzuweisen, daß John das Gift überhaupt nicht besessen hat, woran nach Lage der Dinge bis jetzt noch kein Mensch gedacht hat, so ist der Junge frei!" Da schie» des Kleinen Freude ihren öüho pnnkt erreicht zu haben; mit der ihm eigenen Lebhaftigkeit fiel er mir um den Hals und rief: »Heureka! Heureka! Sie find ein Goldkerl!" In demselben Augenblicke hörte ich vor der Tür Schritte nnd ermähnte daher den alte» Herr» z»r R«he. „Um Gottes willen. Doktor, verhalten Sie fich rnhig. Eine vorzeitige Entdeck»»« kann bei dem hier herrschenden SkeptiziSmnS alle unsere Hoffnungen zuschandc» machen, nnd seien Sie einmal ehrlich — vorläufig fehlt u»S uoch der Beweis, daß Johu die Blausäure nicht gekaust hat. Habe» wir uns aber erst einmal als Freunde des armen Bursche» entpuppt, so mindern wir dadnrch uusere eigene Glanbwürdigkeit dem Gc-richt gegenüber herab." „Unbesorgt, unbesorgt:* rief Dr. Lionel und befleißigte sich in anerkenncnSwerter Weise eines Flüstertones, .unbesorgt, Mr. SanderS, ich fahre noch hellte morgen nach NeiivrleauS zurück und werde sämtliche Apotheken nnd Drogerien durch-stöbern. ES müßte doch mit dem Teufel zngehen, wenn ich Ihnen nicht morgen früh schon alle Einzelheiten mitteilen könnte. Dubson BrS. ist eine GlaSblaserei, damit können wir also nichts ansrichten. aber nnbesorgt. ich werde den Spivbnben entlarven. 'S ist ja Blödsinn — John — na, Sir haben ihn ja gekannt.* ..... Da mein neuer Freund sich wieder mehr, als nur lieb, ins Feuer redete, unterbrach ich ihn. „Schon gnt, schon gnt, Doktorchen, ich bi» mit allem einver standen. Fahren Sie hinüber, tnu Sie Ihr möglichstes, aber nur, bitte Vorsicht! Ich werde unterdessen hier meine Augen offen halten. Besonders Mr. Snnderlay gegenüber, den», lasse» Sie »ns offen reden, wenn wir John entlasten wolle», müsse» wir ihn belasten. Bei der genauen Kenntnis, die der Mörder von Mr. MeveS Geldverhältniffen gehabt haben muß, ist dies die einzige Möglichkeit. Doch nun lassen Sie nnS gehen, ich höre unten schon Türe» klappen. Man wird mittlenveile wohl ans den Federn ge-krochen sein nnd nnS zum Morgenimbiß erwarten." Der kleine Doktor rieb sich noch immer vergnügt die Säude. zwinkerte mir verschmitzt mit seinen klugen Äuglein zu uud lief vor mir die Treppe hinunter. Unten fanden wir Mr. Bandville und Thomas Sunderlat» be-reits am Kaffeetisch sitzend, anscheinend eifrig in eine Unterhaltung vertieft. „Nun, Sie habe» schlecht geschlase»?" rief mir der Letztgenannte bei meinem Eintritt entgegen. „Wie ist Ihnen der Morgenspazier-gang bekommen?" Ans meine erstaunte Frage, woher er dies alles wlffe, entgegnete er lachend: .Ich weiß sogar, daß Sie am Parktor etwa» gefunden habe» uud brenne bereits seit einer halben Stunde vor Neugier, Näheres vo» Ihnen zn erfahre». — Ja. Mr. Sanders, Sie ver-gessen, daß wir seit hente nacht unter polizeilicher Aussicht stehen. Einer unserer neuen Hausgenossen hat Ihr Fortgehen gehört und Sie vom Fenster ans beobachtet. Kanin war ich anfgestanden. als mir der Herr Detektiv, wahrscheinlich »im seine große Findigkeit zn beweisen, diese Neuigkeit mit der wichtigsten Miene der Welt brühwarm erzählte. Ich habe ihm daraus ein warme« Frühstück ___servieren lassen." Ans dem spöttischen Tone seiner Erzählung folgerte ich, daß der neue Herr a»f'Schloß KingS-castle nicht den geringsten Arg»'ihn geschöpft hatte und erzählte sofort mein Erlebnis vom heutigen Morgen. Ebenso teilte ich mit, daß der eine Schlüssel zu dem Gistschrauk Johu Jr-vingS passe, verschwieg aber wohlweislich meine Entdeckung, die Herkunft der Phiolen betreffend. Meine Erzählung erregte bei allen Anwesen-den das größte Jutereffe. Sobald unser Früh-stück eingenommen war, ginge» wir in das Sterbezimmer hinüber »nd stellten fest, daß ein anderer Schlüssel zu dem gestern erbrochenen Geheimfach des Schreibtische» paßte. Eine E»t-deckn»«, die der Doktor uud ich mit gemischten Gefühlen aufnahmen, ebenso peinlich berührte »ns die Tatsache, daß gleichzeitig die Zngehö-rigkeit des dritte» Schlüssels zn John IrvingS Schreibtisch festgestellt winde. Immerhin war Dr. Lionel wieder voller Zn-verficht, als er mir eine halbe Stunde später Lebewohl sagte nnd sich aus die Reise nach Neuorleans machte. Ich bat ihn noch, sich vou dort aus telegraphisch das Verzeichnis samt-licher an Mr. Jrving ansgehändigten Gifte von Becker & Eo. in Harvard geben zu lasse». Er versprach mir, auch dies z» besorge» nnd hoffte, am nächsten Tage mit befriedigenden Nachrichten wieder bei uns einzutreffen. Nachdem der Doktor unS verlasse» hatte, machte sich Mr. Bandville an eine Revision der Geschäftsbücher, so blieben Thomas Zunder-lah nnd ich uns selbst überlasse»; da wir vorläufig beide zur Un-tätigkeit verurteilt waren, machten wir bei dem herrlichen Wetter einen längeren Spaziergang durch de» Park und kehrte» erst gegen Mittag in das Schloß zurück. Während der Unterhaltung hatten und abgemacht, das» -nnderla»>s Zimmer wir beiderseitig Schachspieler in und entdeckt wir »ach dem Essen eine Partie auf Mr. spielen wallten. Unserer Verabredung gemäß begab ich mich also »ach der Mahl-zeit i» bn* Priuntfoiitor hinauf, mnßtc ober einige Zeit auf meinen Partner warten, der noch mehrere geschäftliche Frage» mit Mr. Bandville z» erledige» hatte. Meine Gedanken eilten währe»d dieser Zeit zn jener Nacht zurück, in der ich, den Kopf voll wirrer Gedanke», mit dem ver-hängniSvollen Fläfchche» in dies Zimmer getreten war. Ich ging an das Fenster, von dem ans wir damals die dnukle Gestalt vor dem Parktor bemerkt hatten. Da hörte ich Schritte ans dem Flnr nnd trat zurück. Bei dieser Bewegung mochte ich die Portiere mitgezogen habe», diese riß ei»e» Papier» korb »m, und in wirrem Durcheinander flog dessen Inhalt ans den Teppich. Bestrebt, den Scha» den wieder gnt zn ma-chen, blickte ich mich uud iammelte die Blätter nnd Blättchen wieder i» ihren Behälter. Da fiele» mir die Feve» eines Briefes in dieHände. der eine Hand» schrist zeigte, die mir sofort bekannt erschien nnd meine Anfmerksamkeit in hohem Grade erregte. Auf den ersten Blick erkannte ich. daß die Zeilen von Miß Edith stammte». Ohne den In-halt genaner anzusehen. suchte ich »ach den dazu« gehörigen Stiicken. fand aber »nr noch einen klei-nett Fetzen, der von der-selben.band beschrieben war. Eben wollte ich meine Nachforschungen fortsetze», als vor der Tilr Schritte laut wurde». Ich steckte die drei Papierstreisenzumir»»d sammelte, indem ich eine möglichst harmloseMiene aussetzte, die weit um-hergestogenen Papier-schnitzel wieder in den Korb hinein. Diesmal hatte mein Ohr mich nicht getäuscht, wenige Sekunden später betrat Mr. Sunderlay das Gemach. Ich bat wegen meiner Ungeschick-lichten um Entschuldigung und glanbte, oder war eS »nr meine Ein-bildnng, über bad Geficht des jungen Mannes einen leisen Schatten vo» Un-willen Hitschen zu sehen. Doch schien er seine Selbstbeherrschung bald wieder gewonnen zn haben. Mit freundlichem Lächeln rief er mir zu: „Aber lasse» Sie doch. Sie bemühen fich unnötig. Ich werde den Diener rnsen, der itorb ist so wie so gefüllt und sein Inhalt kann gleich den Flammen übergeben werden!" Mr. Snnderlay ließ den Worten die Tat folgen, und wenige Minuten später trug der Diener, ich muß offen gestehen. nicht ohne von mir mit einem traurigen Blick begleitet zn werden, den Korb hinaus, um seinen Inhalt zu verbrennen. Die Zettel, welche ich zn mir gesteckt hatte, beschäftigten meine Gedanken in sehr hohem Grade, daß es kaum wunderbar erscheinen konnte, daß Mr. Snnderlah schnell mit einem lächelnden.Schach matt" die Partie beenden konnte. Mehr wie einmal hatte ich während des Spiel» Gelegenheit, die vorsichtige, aber äußerst fein durchdachte Spielweise meines Partners z» beobachte», nnd diesen Umstand benutzte ich, um ihm #ll0tn|irn|>l)(r und Vtrlnq »on Srniij t>(i 11 Iftfltngt, Wilnrbrn. «ach Beendigung der Partie ein Kompliment zu machen, doch snnderlah wehrte lächelnd ab: „Lassen Sie's gut sein, Mr. Sanders." erwiderte er nnd leh. fich behaglich in seinen Armstnhl zurück, .anch Sie sind ein g» Spieler, nnd ich glaube, der AnSgang wäre znm mindesten rc zweifelhaft geworden, wem, Sie mehr bei der Sache gewesen wäi Seien Sie offen, Sie sind zerstrent. JrvingS Schuld will »i iu Ihre» Kopf hinein." Der wohlmeinende Ton. in dem diese Worte gesprochen würd, ließ mich erstaunt aufblicken. War das der Mann, den ich im stillen eines so fnrchtbai Verbrechens anschuldigte? , Salb gewonnen dnrch die Sprechweise Mr. Suuderlays » sein ruhiges großes Auge, das er fortwährend aus mich gerittn hielt, gab ich die Rich, feit seiner Behaupt» , ' nnnmwnnden zn. .Nuu. da»» muß i i Ihnen noch eine Mi teilnng machen," s». jenerfort. »Unser Freu» Mr. Bandville hat he» morgen die üorrefpv« denzen aufgefunden, a» denen hervorgeht, du John Irving sein ganz, Vermögen, in Höhe virn 2800000 Dollars. in. Laufe der letzten zwe Jahre flüssig gemacln hat. Das letzte Geld, eine Summe von rund einer halben Million Dollars, hat er vor drei Monate» erhalten;gleich zeitig schrieb ihm sei» Bankier, daß damit sei» Guthaben erloschen sei." Öier machte der Er zähler eine kleine Pauir nnd sah mich prüfend von der Seite an, alc wolle er die Wirkung seiner Worte ans micli beobachten. .Nil», nnd was fol gern Sie dar«»»?" be gann ich. um das pein liche Schweigen zu bre chen. .Ich folgere daraus," fuhr der Buchhalter fort .daß John Irving bei Beginn der angeblich vo» Mr. Meves informier ten Spekulationen ohm Vermögen war, und da> er also Grund genug hatte, sich nm einen (fr werd zu bekümmern. Alle anderen Konfegnenzen z» ziehen, überlasse ich Ihre, KombinationSgabe. Dorfi «Mi, rext > nun entschuldigen Sie mich, ich habe Mr. Band ville versprochen, ihm hente abend bei feiner recht schwierigen Arbeit behilflich zu fei»." Damit erhob er sich. Knrz vor der Tür kehrte er jedoch »och mals um, trat auf mich zu, und indem er meine Sand ergriff nnd mich groß ansah, rief er a»S: .Seien Sie überzeugt, daß ich selber John Jrviilg nur mit blutendem Herzen anklage; aber glaube» Sie mir, ebensowenig kann ich mich entschließe», gegen handgreifliche Beweise blind zu sein. Die Sühne des scheußlichen Ber brechen» erscheint mir als eine heilige Anfgabe. dies zn vollenden ich meine letzte Kraft daran setzen werde." .Brav gesprochen. Mr. Snnderlah." rief ich ans, ..auch ich werde dasselbe tun, wenn — ich von der Echtheit aller Beweise überzeugt bin." Ein großer fragender Blick traf mich ans den Augen des jnngen Manne», dann hatte Thomas Suuderlay das Zimmer verlaffe». und ich fand Gelegenheit, über das Gesagte nachzudenken und end lich die beiden Zettel durchzulesen, die mir schon wie Jener in der aidje brannten. Zit diesem Zwecke eilte idi in mein Zimmer ntiiber. Borsichtig verschloß ich die Tür hinter mir und zog die iden Papierfetzen an» der Jnsdie. Auf dem ersten las ich: „Liebster Johu! Leider gelang es mir nicht mein' gleich nach dem Essen zn sprechen darum eilen das Geld brauchst Du nicht mehr abz»-wiirde unsere Flucht »nr unniitig verzö-f gerne da unr der Zufall ge-Herrn in» Hau» geführt ter benutze» kann Ter zweite Zettel lautete: iu teilte abend vergiften m v denke ich k rste Zeit was » Bater Dir bei feinem Tode hinter Edith." Es war mehr wie Entfetten, was beim Tnrchlefen dieser wenigen .{eilen ans mich einstürmte. Eine tiefe Traurigkeit und Resignation Lange wanderte ich ruhelos im Park auf uud ab, beschäftigt mit dem Gedanken, was nun zu tu» fei, bis mich endlich die Kiihle des hereinbrechenden Abends zwang, mein Zimmer wieder aufzusuchen. Anch hier san ich noch lange, den Kopf iu die Hände vergraben und versuchte, mich iu die schreckliche Erkenntnis hiueiuzufiudeu. Wohl tausendmal fragte ich mich, ist ti möglich? Aber dann traten all die stummen Ankläger vor mein Auge; das schwarze Etikett auf dem Äiftfläschchen, die gefälschte letztwillige Verfügung. Der ganze UbuugSapparat eine» Fälschers, die Gestalt vor dem Parktvr, das Schlüsselbund und mm gar als Letzte» und Schlimm-fte» dieser Brief von Mi« Edith» eigener Hand. Als nmen der laute Ton der Tischglocke die Hansbewohner zum Abeudesieu rief, war ich zn dem Entschlüsse gekommen, vor-läusig über meinen neuen Fund zu schweigen n»d erst mit Dr. Lionel die weitere» Schritte zn beraten. Da die beide» ander» Tischgeiwsse» keine neuen Spuren ge« funden hatte», so verlief diese Mahlzeit ziemlich einsilbig. Überdies machte sich die Reaktion auf die Ereignisse der letzten Tage bei uns allen gleichmäßig in einer unerträglichen Müdigkeit gel- Da» neue Wriittentuftiira in München. Br&oiit nach dem Untiuui «ach einer vb»to«rav>>>schen fiufnnbmc Überkam mich, als ich hier iu wenige» Worte» von Ediths eigener Hand bestätigt fand, was ich mich bisher z» glaube» aufs heftigste gesträubt hatte. Edith »nd John Mörder! Vatermörder! Es war entsetzlich, nnd ich hatte Mr. Sünderinn, der diese Zettel doch sicher ebenfalls gelesen hatte und trotzdem, um die beiden nicht in» Unglück zn stürze», geschwiegen hatte, im Per-dacht, da» getan zu habe», worüber die eigene Tochter des Er» mordeten mit ihrem Geliebten k»rz vor Ausübung de» Verbrechen» kaltblütig korrespondieren konnte. Furchtbar war meine Aufregung gewesen, als mau mir die Nachricht vo» der Untat überbrachte, furchtbarer »och war sie bei dieser Entdeckung. Mit eiuem Schlage brach iu mir nicht nur der Glaube au das offene, ehrliche Ange eines Menschen, sondern an die ganze Menschheit zusammen. Ich habe diese bittere Erkenntnis lauge nicht verwinden könne». Al» ich mich endlich soweit zusammenraffte, da» ich die entsetzliche» Zeilen wieder einstecke» konnte und mich erhob, »m, gedrückt von dieser furchtbare» Last. i»S Freie zu eile», fühlte ich mich um Jahre gealtert. i be# Oteheimen CbevbniiraiJ Mrllinger In München «Mil Irrt.) ioii ^nefler nnd Htoftn«» >» Wiliirtiiu. teilt», und bald suchte jeder sei» Lager a»s. Ich hatte lange und traumlos geschlafen, und die helle Sonne schien schon i» mein Schlafzimmer, als mich der Diener weckte. Es war bereit» elf Uhr. Nachdem ich mich angekleidet hatte, eilte ich hinunter, um meine beide» Geuoffeu zu begrüben. Ich fand sie bereit» wieder über de» Bücher» sitzen, mit deren Durchsicht sie im Laufe des Tages fertig z» werde» hoffte». Ich ging ihnen hierbei zur Hand, nnd so mochten nugefähr drei Stunden vergangen sei», als ein Diener die Ankunft des von mir sehnlichst erwarteten Doktor» meldete. Schon sein trauriger und resignierter Gesichtsansdrnck weis-sagte« mir nichts Gutes, »nd als es mir gelang, ih» beiseite zu ziehe», waren seine ersten Worte: „Fehlgeschlagen, Freundchen! Fehlgeschlagen. Die Blausäure ist am 15. August aus den Gift-schein von John hin au den Diener desselben, Lammel Gibion mit Name», verabsolgt worden, und hier ist das Verzeichnis der bei Becker & Eo. in Harvard vo» dem arme» Bursche» gelausten Giste. Dreißig Partie»: wird wohl stimmen?" Ich nahm Dr. Lionel das Telegramm ans der Hand nnd ging mit ihm in mein Zimmer, dort übergab ich ihm die beiden Papierstreifen. 181 „soffu Sie! Ich snub sie gcflrrii in snnberlali» Paviertorb. »nd seitdein liatte ich die Hossnnng schv» aufgegeben, daß Sie gute Botschaft bringen würden. Ich denke, wir geben unsere Be» mühttttge» ans nnd gehen zu unserem Äernse zurück.- (ffortfttiinn folgt.) Wo bleibt berttt beute mein Tlvlncr Hiesse? Der Nachfolger dc» ermordete» Minister» ». PIchwe. Der anderihall Monate vakante Posten de» russischen Minister« ist endlich besetzt woiden, und zwar mit dem bi«her!get> Generalgonverneur der littauischen Gonvern». meiit« 'Wilna, Vexierbild. Aroduo und Kowno, Gene-raladjntanteu Fürsten Peiei Tniitrljewitich Sswjatopolk. Mir»ki, einem relativ noch junge» Mann, Im Jahre 18b? geboren,macht« Fürst Tiwjaio Polk-Airlki nach Absolvie-rniig de» Pa-genkorp» einr glänzende Kar-riere. Mit 24 Jahre» war er. nachdem er den russisch.tftrki-scheu Krieg mit Aufzeichnung mitgemacht. bereit« Lbc>stl»»tna»t im Aeneralstabe. Im Jahre I8SV wurde er, im Range eine» Generalmajor« stehend, Gouverneur vou Pensa, zwei Jahre Iväter Gouverneur von Jekaterinosslaw, und im Jahre 1000 — unter SüViagin — GeliHfe de« Minister» de» Juner» und (lhes der Äeudarmerie, 1002 wnrde et Generalgouverneur der drei littanische» Gouvernement» und hat sich während seiner Anit»sühr»ng besonder» dadurch »ine» guten Namen gemacht, daß er di« seit Murawjew bestehende Beiordnung, littanische Bücher mit russische» Lettern zu drucken, aufgehoben hat. Man erwartet vo» ihm «in gemäßigt liberale» Regiment. Großmutter erzählt. Der Düsseldorfer Maler Hugo vehinichen «geb, >0. Wär,» 1H43 zu Bor»dorf bel Leipzig» ist »in Schiller I. Hübner» (Dre»den> ntid eine Zierde der Tüsseldorser Schul». Er ha« viel Eigenart und wa» man mit Recht seine» berühmteste» Werke»! „Todelbotschast" 11H73, in d«r Galeri» z» Wie»baben>, und dem lm Museum zu Dre»den hängenden »steuerzahltag" nach, rühmt, grobe», sichere», überzeugende» Empfinden und llharaklerisltren bei machtvollem Kolorit. Ta» springt auch in unser«m Bild«! „Großmutter erzählt" l» die Augen! betrachtet man die scheuen, halb furchtsam«», halb erstaunte» Blicke der Kinder, die ganz Ohr sind, erfühlt ihnen doch die Großmutter da« Märchen vo» Hänse! und Gretel. dem K»usprrhäu«chen und der knnsperher», welche die bösen, »«gehorsamen Kinder mästet und ausfrikt. Grosimutier kann da« Lachen kaum Verbeiben, während die Mutter sich über den »heiligen Ernst" und dir an< dächtige Aufmerksamkeit Ihrer Lieblinge u»d wahrscheinlich darüber freut, bas> sie di» beiden, di« gain darnach a«»f«hen. al» sei da» Drunter und Drüber Im Hause ihr verbriefte« Recht, für eine Weile still aus einem Platze weiß, ist sie doch damit beschäftigt, abzustäuben. Ist da« Märchen au», dann wird der Spiel-ball, der am Boden liegt, »alle Neun" unter den Nippsache» anrichten. W F. Ta» neue Hrmtcnniftum in München. Im Anschltch an die klassische Architektur, In der »nter König Ludwig I. die bauliche Verjüngung der t>ai>-rilrhen Hauptstadt begann, ist kürzlich ein neuer, imposanter Monumentalbau entstaube», auf den der Münchner mit berechtigtem Stolz blicken kann. An Stelle der alten, abgetragenen Leibregimenttkaserne am Hosgarten erhebt sich jetzt da» neue, zu Ehre» der bayrischen Armee errichtete Anseum od»r, besser gesagt, da» GebSnde für milltärisch-wissenschastllch« Institutionen. La« Mu» leinn, In strengen Stil italienischer Renaissauee gehlilten. zeigt die vornehme «Gliederung eine» Schlosse« mit symmetrischem Ärnndriß und harmonischem Ausbau. S» besteht au« zwei Teilen, dem 100 Meier langen Hauptgebäude uud «inem .10 Meter langen Seitenflügel, Ter vorspringende Mitteltrakt mit Portikul ist reich »»»gestattet und von einer kühn geschwungenen, au» der Vierung entwickelten Kuppel gekiünt, deren Laterne in einer HShe von ft4 Meter endigt. Di« 5 Meier suche Altika wird von sech» über 13 Meter hohe» ionischen Säulen getragen, hinter denen drei G!a»mosaikbild«r, Krieg, Friede und der bayrische LDwe, in leuchtenden Farben prangen, Die Bertikaigliede-ruug der au« fränkischem Sandslein bestehende» Fassade ist durch Pilaiter-stellnnge» belebt, die sich über drei Stockwerke erstrecke» nnd in Bogen endigen. An den EckvaviUon» wiederholt sich da» Zäulenmotlv de« Mittelbau«! die znriicktretenden Seitenteile habe» flache Bedachung mit Zteingelänber und Basenschmuck erhalte». Zer Zeitrnfingcl zeigt den Münchner barockisierende» Puystil und trägt an i»r Cstmmt vier Oiiginalabdrücke der am Mlitelitaki der alten Leibregiment»kaserne im Jahre 1*04 angebrachte» Trop!iäeurelltf», Drei Bron,etüre» führen In ba« ränniiiche. mit Kanone», militärischen Schau-Itnckeii und Emblemen »»«gestattet« Beltibiil, i» dessen Hinlergrund ein« grobe Marmoriafel mit Widmnng»i»!chrif«, flankiert von verzierten Pilaftern, vo» «ine« kolujsalen Reliesbild de« Plinzregenie» und «inem gemalten Gla». kenster überragt, ausfällt. Bon hier führt ein« Prachllreppe zu der vom e> Stockwerk bi» zur Kuppel sich entwickelnden, vo» 54 Marmorsäule» gestü^ Z2 Meter höh«» RnhmelKalle, einem Shrensaal mit Galerie, in den, di« tt>e vollsten Fahnen, die vornehmste» Trophäen der Armee, Statue» und B>> hervorragender Fürsten und Heerführer Platz finden sollen. Schlachtend,! et zieren die Stände. In den Unter- und Erdgeschossen der Mittel, und Seil' -bauten ist da» Armeemusenm untergebracht, da» die Entwicklung de« bat scheu Heerwesen« darstellt. Tie Anistelluug ist chronologisch »ach den v ,. schiedeuen Jahrhunderten geordnet, so daß die Architektur der einzelne» Z genau mit der jeweiligen Zeitperiode übereinstimmt, ei» System, da» die llt t. ficht erleichtert. Ta» Armeemuseum umschlievt B, Helme au« ber Zeit U..t! Theodor« bi« heut«, älter« und neuere Arlillerleul«nsllien, sowie Modelle, Was' n und Rüstzeug au« b«n vier letzten Jahrhunderten, umsängliche Sammlung t vo» La»ze» nnd Svieäe», von Trophäen au* den Türken kriegen, darunter t„» Zelt de» Groftwesir» Suleiman, vom Kurfürsten Ma^ Lmann«! X087 be! IV hae« erbeutet, von bayrische» Militärtype», Kollektionen von Äewehren » Pistolen. Orden, Medaillen. Ehrenfäbeln, Uniformen bayrischer H«rrsch«r in > Heerführer. Muster» und Projektwaffen verschiedener Staaten, Munition», uns Geschobsammlung. sowie Mappen und Albnm« mit 3200 Bildnissen herv.> ragender Militär«. In den Obergeschossen wnibe die Armeebibliothek n da» Krieg«arch!v geborgen, im Seitenflkigel und Nordbau die Jnlpektio» d>> technischen Abteilung die Direktion der Artillerie- und Traindepot«, di« Jnl> dantnr der militärische» Institut« und Im Südba» di« Königliche Kammai -dantur untergebracht. Günstige Gelegenheit, «kr ,tiu« galck. «nagramm. 9« liegt Im milden Gilden dort, 91» dir bekannter, schtner Ort. Verstell' fünf HtirfKn In dem Wort, (fln lenliisch Wesen ist » loiort. gullu» flaick. Rätsel. l, »u au au au au &u bu au l>o Giovanni. UmwandlungS-rätsel. W»n,l«. !1K!»r, iiaiear, Kanone, Nacht, Hanna, Haube, Klecic, Nuki.Poia,Staub, Kort, Mledee, Sitci , Hitau, Kreis, Haine, Auiter, Kiffel. Wird an« ledern der vorliegende» Würter ein ivittd-itabc ioe<|(ielallen, iu entfteljru nieder neue Wörter, — Ile weqfaNenden ^uchllni>eii,lit||lel. »geznWiir. Irrn tulaniinritpe stellt, ergeben ei neu «lnui»rurti. Bilderrätsel. l.a^r\ßfein Äultiilung Irlflt In niickifier Nummer, Aitfläsniiße» aus voriger Nuniincr: ?e» homonym«: Platt. De» Logourip!,»: Zorn, «vrn, Tor», «or». vorn Ttt tHuitist abetti A t iei«: Itrel«, Viel«, Wieio. «tue :Hrrt|tc oorliciialten. VeraniwvrNIch« niednnitm von Ernst ^(eitler. (tebru:fi und lictauJgegeben Mit «reinrr f. tticlifer i.t «iattflMt.